Donnerstag, 13. März IW Bl »Von hin auS traten die Truppen dann den 'Vormarsch in das Innere der Stadt Lichten- Die Verhandlungen in $paa Berlin, 12. Marz. (WTB.) SitzungS-, bericht der WaffenstillstandS-K.'nrmission in Spw DCt9 vom 10. März 1919. Tic Alliierten haben nach wie eine Lokalkorrespvndenz meldet, am Hern II i '°un. NUI Wie «llSsjihr, U'?ewislischen Deckmantel und verschleiere darunter ihre nationalen Ziele. Sine Ausladung in Libau würde, wie er weiter ausführte, durch die dortigen günstigen Hasenverhältniste erleichtert. Außerdem könnten die von der Ostfront zurückkehrenden leeren deutschen Versorgungszüge zum Transport ausge- nutzt werden. Auch Memel, Pillau und Königsberg könnten als LcmdungÄKätze in Betracht ge- ?reide»^ erpii"- ’S'C vers^L' 61 kisiiro!)btiffl angemessene Entschädigung statt findet. Don Kvm> munismus kann Feine Rede sein. Die AbLnfa- rungsanträtze sind für uns unannehmbar. Wir trollen den Arbeiter in seinem Emporstrck>en unterstützen. Abg. Cohn (Unabh. S.): Wir leimen die Ber» antwvrtunq für die Vorgänge“ in Lichtenberg ab. • Etwas sozialistischer Geist liegt ja in dem § 2. Wir glauben aber nicht an die Wirkung des Gedankens. Tie Rätedemokratie auf wirtsdxlftlid-enH Gebiet wird ßommen, mag man sich sperren wie man will. Von dem Abg. Auer (So;.) und Genossen geht ein Antrag ein, in dem § 2 die Worte , gegen angemessene Emsd-ädigaing" zu ftreid>en. Hierzu verlangt die Deutsche Volkspmstei namentliche Kimmung. Abg. Braun-Nürnberg (Soz.) betrachtet den Gesetzentwurf namentlich als ein Rahmengesetz. Er will die Ueberführung der Werke in den Besitz der Gesellschaft, um dem Arbeiter Anteil an dem Ge- deilien am Werke und damit die Freude zur Arbeit zu geben. Cntjcfadisungsansprüche lehnt er ab. Nachdem die Abgeordneten Tr. Becker (D. V.-P.l und Traub (T.-Nat.) den Standpunkt ihrer Parteien bar gelegt l>aben, erwidert Reichs- w i r t s ch a f t s m i n i st e r Wissel auf den Vorwurf, daß zu einer Zeit der Erschöpfung an die Einführung einer neuen Wirtscl-aNsordnnng heran» gegangen sei, daß in unserer Zeit kein privates Unternehmen Anspruch auf privaten Verdienst hat, sobald das Allgemeinwohl Ordere, daß es in den Besitz der Gesamtheit übergeführt wird. Tie Regierung werde ungesäumt von der ilyr durch dieses Gesetz übertragenen Befugnis Gebrauch madjen. Tas Haus beschließt dann, die Bespredmng der Vorlage noch heule zu Ende zu führen, die Ab- ftimnmnrrcn aber morgen vorzunehmen. Zu §4 liegen Abanderungsanlräge der D. B. P., der D.» Nat. und der U. S. vor. Abg. Schiele (D.-Nat.) sielst nur eine Verteuerung der durch die Sozialisierung bciroifcnen Produkt« voraus und' verlangt, daß Grund und Boden von dem Gesetz ausgeschlossen bleiben. Zu § 5 liegt ent Antrag der D.-Nat. vor, der verlangt, dos Znkrafttreten des Gesetzes im besetzten Gebiet aussetzen zu lassen, bamit die Feinde nickst diese Betriebe aÜ Staatsgut betracksten und für sich in Anspruch nehmen. Ein weiterer Antrag der D.-Nat. will das Gesetz „Gemein* wirtschaftSgesetz" nennen. Damit ist btc zweite Beratung beendet. Nächste Sitzrmg Donnerstag vormittag 10 Uhr: Gesetz über russische Zahlungsmittel, Sozürlisieruiissgesetz,Kvh»i lcnwirtschaftsgrsetz. tigen Vormittag fast kampflos vollzogen. Seit heute morgen wird eine Durchsuchung des gesamten Ostens und Nordens nach Waffen durch die Brigade Reinhardt vorgenommen. Die Danziger-, Elbingcr- und Petersburger-Straße, die Bernauer- und Brunnenstraße, sowie die Lothringer-, Josth- und Barnimstraße sind hermetisch abgesperrt. An allen Straßenecken wurden hohe Drahtverhaue gezogen und Maschinengewehre ausgestellt. Niemand kann die abgegrenzten Häuserblocks verlassen. Berlin, 12. März. (WTB.) Bei den Durchsuchungen in den besetzten Stadtteilen wurden in der Nacht vier Spartakisten, die bewaffneten Widerstand leisteten, festgc- nomtnen und standrechtlich erschossen. Bei Aushebung eiftes Spartakistennestes in der Gegend östlich deut Alexa'nderplatze wurden zwanzig Polen gefangen genommen. Heute früh begann der planmäßige"Angriff gegen Ltchtenberg. Haussuchungen in der Hutten- und Beusselsstraße ergaben große Waf- fenmengen. Ein vereitelter Spartaristenanschlag auf Breslau. B res lau, 12. März. (WB0 Ter Volks- rat gibt bekamst, daß beute früh die wickstigstvn öffentlichen Gebäude in Breslau auf Befielst des GeircralSonnrvaildos im Einverständnis mit dem Zentralrat der Provinz sowie mit dem Len- tralSoldademat Schkejieus besetzt wurden. Man hatte einen verbvockssLisdien Anschlag entbedt, twonach berüchtigte berliner Sparta ki st en- fübtet in BreÄwr erneerrofien waren, die dort die öffenllkbm Geböiude besetzen wollten, um bann Breslau der Plünderung preeszugeben. Der Plan war in allen.Eiwzrltzesten durchgerrrbeitet. Durch die Entdeckung konnte im letzten Augenblick unab» sÄchares Unglück von Breslau abgewsndet werden. Da» Ende de» Streik» in Oberschlesien. Hindenbutg, 12. März. (WTB.) Hier tagte gestern eine stark besuchte Versammlung der Arbeiter Ausschüsse und Vertrauensleute der o b e r s ch le s i s ch e n G r u b e n. Der frühere Volksbeau ftragte Barth-Berlin er- suck)te die Anwesenden, den Streik abzubrechen, da der Generalstreik in Mittel-Deutschland und Berlin beendet und in Oberschlesien als aussichtslos zu betrachten sei. Es wurde, wie der Oberschlesische „Wanderer" meldet, beschlossen, am Donnerstag bzw. Freitag früh geschlossen die Arbeit wieder aufzunehmen. Deutsche Nationalversammlung. Weimar, den 12. März. Präsident Fe hrenba ch eröffnet die Sitzung um 2-/2 Uhr. Zweite Beratung des Sozlalisierungsgesetzes. In § 1 sind die Worte „unbeschadet seiner persönlichen Frei'beit" von der Kommission ein- gefügt, rm 8 2 ist fas Wort „Entschädigungs- vflicht" neu cin-piefügt1, ebenso die Bestimmung, daß die gemeinw'irstckwstliche Regelung nur im Falle dringende«? Bedürfnisses durch das Reich erfolgen kann. Abg. Bögler (Deutsche Volksp.): Meine Fraktion legt gegen die Kommissionsbesrblüsse, UKlriK nach unserer lieber zeugung für die gesamte deutsche VvlkSwisttschaft verderblich sind und bett Wieberaufbau unserer Wirtschaft hemmen ober gar ausschlietzen werden, Verwahrung ein. Wir wollen eine evolutionäre Entwicklung. Was aber in den Vorlagen erstrebt wird, ist eine revolutionäre Entwicklung, für bie wir bie Verantwortung ablehnen. Abg. Tr. Pachnicke (Temokr.): Von einer revolutionären (fmvvicklung kann nicht gesprochen trerben. Wir werden rech zeitig abzustoppen wißen. Wir erhoffen von dem Gesetz eine versöhnende Wirkung. Ter § 2 öffnet die Tür für die Sozialisierung soweit, daß wir, da wir keine Sozialisten sind, ihm nickst zu stimmen können. Wetm wir aber trotzdem dem Gesetz als Gnrzem zustimmen, so leitet uns balxi der Gkbante, daß für die Sozialisierung in jedem einzelnen Falle ein besonderes Gesetz no.-wendig ist, dessen Annahme in unserer Hand liegt. Abg. V e i d t (Teutsch-Nat.): Man könnte dem Gesetz die Heben chrift geben: Ein Ausflug in ben Zukunflssiaat. Der Trost, eS handele sich nur um ein Mankelgesetz^ kann uns nicht bertthigen. Der Grsetzeistw.irs gibt der Regierung einen Unioersal- schlüssel, der Oer Sozialisierung alle Türen öffnet. Tie damit bezweckte Beschivickstigung der unruhigen Elemente wird nicht erreicht werben. Wir lehnen bie jetzt von ber Regierung vorgeschlagene Art ber Sozialisürung als im tiefsten Grunbc unsozial ab. Jnzwifckien sinb von ben Teutsch-Na.tonalen und der Teuckchen Bolksvartei verschiadene .Ab- äirderiingsanträge eingegangen. Abg. B u r l a g e (ZeiitrO: Zu 8 2 hält meine Partei daran fest, daß eine Enteignung nur gegen lamrspTgsseB lOXflfl. ganzl- tt U u?tto)tenL(i..'i;; n£ria Brüden - tistii BerltaB. U "^cibeMÜT k-itojMK wieder elnflettorr FHedrJfl^ zogen werden. Wilson» Rückkehr. N c u y o c k, 11. Mä^z. (WB.) Reuter. Wilson ist errältet und hält sich auf Anraten des Arztes den größten TLil d^s Tages in seiner Kabine auf. Man erwartet, daß.der Tarnpser „George Waslstngdon" am 13. März in Brest ankommt. Wilson fahrt sofort nach Paris weiter. Auf drahtlosem Wege wurde absemackst, daß am 14. März eine Sitzung ber FriedensSonferenz statt- finden soN. Die Verhandlungen in Posen. Berlin, 12. März. (WB.) Die Mitglieder der deutschen und interalliierten Kommission trafen sich, wie bereits mitgeteilt, ant 5. Mürz in Kreuz. Ta sich die interalliierten Vertreter weigerten, in Brvrnberg zu berbanbetn, einigte man sich schließlich aus Posen als Verhanblungsort. Beim Betreten bes von den Polen besetzten deutschen Gebiets wurden bie bentschen Vertreter unter scharfe militärische Bewachung gestellt unb benselben Frei- heitsbeschräTckungen unterworfen, bie für die ersten Verhandlungen in £ricr seitens des Marsck-alls Foch angeordnet waren. Die Fahrt der beutidten Kvmmission vom Bahnhof Posen nach bem ihr zugewiesenen Quartier erfotgr'e in offenen Droschken unter militärisckier Begbsitung. Im Hotel wurden die deiitschnl Delegierten sofort durch ein starkes Pvstenau(gebot von der Außenwelt a b g e s ch n i 11 e n. Selbst ber Verkeln innerhalb des Hotels mit ben Vertretern ber dortigen deutschen Behörden sowie .Telehbongespräckie wurden nur im Beisein polnischer Ofsiziere erlaubt. Frhr. von Rechenberg, der Voriitzende ber deutsckxn Kommission, legte ioflort bei Nvulens, bem Vorsitzenden der interalliierten Kommission, scharseii Protest ein unb erklärte, die beutfdjen Vertreter würden an ber für ben 7. März mtbemumtat Sitzung nichtteilnehmen, wenn die polniscfan Anordnungen bestehen blieben. Auch bie beutsche Wafsenstillsiands.'vmmission erlob auf Anordnung Erzbergers bei Nudant Einsprud) gegen das polnische Vorgehen Nachdem hierauf die polnifd/m Maßnalnnen zum Teil rückgängig gemacht nnirben, faben die Sitzuirgen der beiberfatiryn Kommissionen am 7. März im Sdstosse ihren Anfang genommen. Die Berich'er'a tung über die meücren Sitzungen bleibt Vorbehalten, bis bie bisher be- sreheichen Sdmsterigkei cn lei der Nachrichteu-Ueber- mittlung hefaben sein werden. Zur Zeit finden nur Verhanblungen auf bem Gebiet des Verkehrswesens statt. Die militärischen Sßerlyrnbhmgen mußten ausgesetzt werben, ba vorerst unüberbrückbare Differenzen eingetreten sind. Weimar, 12. März. (WB.) Ter 1Z(eT« teftenansschußderNativna'lversammn lung beschloß in seiner IxntHgiar Sitzung dem Hause vvrzusdstagen, nach Vecabsdsiedung des So* zialisierungs- unb Kohlengesetzes am Tonnerstag abend die Sitzungen bis zum Tirmstag den 25. März zu vertagen. Damit wird den in Betracht kommenden Regierungismitgliedern die Möglichkeit gegeben, an der Da-mng her preußischen. Nationalversammlung teilz'.mehmen. Bis ;unr Wiederzusommentritt wird ber Notetat mit ben Steuervorlagen fertigten eilt fein' und zur Beratung kommen kömien. Ter Verfassungsausschuß soll roäljrenb der Pause weiter tag en, wenn möglich seine Arbeiten abschließen. Die mit ber Prüfung ber fBerorbmmgen beauftragten Ausschüsse n>erben ihre Tätigkeit ebenfalls wäl-rend ber Pause fortsetzen. Wii» dem Wirtschaftsausschuß der Rationalvcrfammluttg. Weimar, 10. März. Ter Wirtschafts« ausschllß ber Nationalversammlung br en bete heute bie Aussprache über bas Kapitä „Arbeitsmarkt unb Landwirtsdxift" unb nahm fol» geuben Antrag des Zentrums, ber Teutsd-en De« mokratischam Partei, ber Sozialdemokraten, der Teut sch-Nationalen Volkspartei unb der Teutsd»en Vollspartei an: „Die Nationalversammlung wolle beschließen, die Neickr-sre-gierung zu ctfudjen, auf tue Gliedstaaten einzuwirk-.n, baß 1. bie Reparatur der Lokomotiven unb Eisenbahnwagen ben einzelnen Eisenbahn- birefttonen zur ganz selbständigen Erledigung ohne siskalisdy Rücksidsten übertragen werden; 2. in den dlcparatunvcrfi.ntten so'ort die drei* malige A ch t stu n de n s chi d;-1 cingiführt wird; 3. die Privatbetriebe angehalten werden, Revaraturen an Betriebsmitteln der Eisen- balmen zu übernehmen, sobald ihnen eine zwölfmonatige Beschäftigung der genannten Art zu gesichert wird; 4. ben Bergarbeitern zur Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit und Arbei'sfreudigkeit unverzüglich mehr Lebensmittel, namerstlich Fettmaren geliefert werden; 5. durch genügend Schutz dafür gesorgt tvird, daß pstichttieue Arbeiter mcht mehr durch Gewalt an der Ausübung ihres Berufes gehindert werden; 6. I. unverzüglich bucdjgrei enbe Maßnahmen getroffen werben, daß in der nachfolgienben Reihenfolge schleunigst Kohlen und Betriebsstoffe in ausreid/endem Maße gef’efert werben: a) ber Lanbwirtschaft zum Dreschen und Pflügen, b) den der Landwirtschaft bieneirden Kraftzentren zur DurdMlfrrmg ihrer Betriehe, c) ben ber Futtermittelversorgung dienenden Betrieben, namentlich ben Twckilereiei, der landimrt- schaftlid>?n Erzeugnisse, di den Stick'.vffwerken und Kalibergil'erfen zur Sicherung ihres dauernden vollen Betriebes; II. dafür zu sorgen, daß die landwirtschaftlichen, insbesondere auch bie Kleinbetriebs nicht burch Hausbrandöohlen, sonbern durch selbständige Kohleirtzuwei'uirgen versorgt werden und eaß hierbei ben vaushallungen auf dem Sarrbe bie- ‘ selben KohleirmOVen ungeteilt werben wie L labten; Ur. 61 Ter Stehener InjHger erscheint täglich, al,her Sonntags. - Beiloaen: Siebener Samilknbltitter; KieiSMoll für den Kreis Sietzen. vcznarpreiz: monatl. Ti k. 1.35, oiertel- iährlich TIt. 4.05 , durch Abhole- iu Zweigstellen monatl. Dlt 1.25 durch diePost Wit. 4.05 viertel- jährt. au«|d)L Bestellq. tlernlpred) - Anschlüsse: sürdieSchristiei«ti>igU2 Berloa,GkfchäitsstelIe5t Anfchristfür Drabtncich- richten: Anzeiger Sietzen. 169. Jahrgang : Eichener Anzeiger Der Ausblick nach dem Zrieden. „Es muß doch Frühling werden", wenn cs auch jetzt wieder von Paris her heißt, der Vorfriede werde nicht vor dem 15. April abgeschlossen werden. Die Entente hat allen OVranb, den Fricdensschluß zu beschleuniaen. denn der. Bolsck>ewismus klopft auch an ihre Tore. Nach einer Reutermeldung aus Paris hat die dortige Konferenz beschlossen, „militärische Maßnahmen gegen das Vorrücken der lBolscyewisten nach Mitteleuropa zu ergreifen". Bekanntlich ist die Lage im Osten unseres Reiches gar nicht ungefährlich, und unsere Um- terhändler haben dies den Gegnern gegenüber geltend gemacht und um Ermöglichung des ferneren deutschen Widerstandes ersucht. Die Lebensmittel sollen uns nun in beschleunigtem Tempo geliefert werden, und von der plötzlichen Abgabe der g e s a m t e n Handels- 'slotte ist nicht mehr die Rede. Nach der Rhein.- Westf. Ztg. sind Privatnachrichten aus Maast- ridjit eingelaufen, wonach in Belgien die Revolution ausgebrochen sein soll. In Lüttich und Eharleroi sollen schon heftige Siraßenkämpfe entbrannt sein. Vielleicht handelt es sich nur, wie so oft, um vage Gerüchte, aber Gefahren bestehen für unsere westlichen Nachbarn, das ist sicher. Im Deutschen Reiche selbst könnte vermutlich die Ordnung hergestellt werden, wenn die Entente ein Einsehen hat und uns einen annehmbaren, schleunigen Frieden mit Beseitigung der Ernährungsnöte gewährt. In Groß-Berlin sind die Kämpfe von den Regierungstruppen erfolgreich beendet worden, in Oberschtesten ist die Arbeit wieder ausgenommen worden. Freilick), noch gärt es gefährlich. In einer großen Sitzung der A.- und S.-Räte Groß- Berlins in den Germania-Sälen platzten die Geister heftig aufeinander. Dort herrscht noch immer die Neigung, die Diktatur des Proletariates aufzurichten. In dieser schweren Not des Vaterlandes rüsten sich unsere Fric- densunterhändler, die letzt ernannt sein sollen, und an deren Spitze Graf Brock- dorff-Nantzau steht, zur Abreise nach Frankreich. Erzberger geht nicht wieder mit — ein befriedigendes Symptom. Das deutsche Volk, c«sichließ!ich wohl auch der Unabhängigen, ist sich einig darüber, daß wir ein Friedensd ik- 1 a t nickst annehmen, sondern daß wirklich unter deutscher Mitwirkung verhandelt werden muß. Vielleicht brauchen wir in der Entscheidungsstunde, die in der inneren wie in der äußeren Lage mahnend und drohend vor uns steht, kraftvollere und energischere Führer, stärkere Entschlußkraft und strammere Unberirrbarkeit als in der verflossenen Zeit der heißesten Schlachten. Der Präliminarfriede. Paris, 12. März. (WTB.) Reuter. Trotz aller gegenteiligen (Erklärungen wird von autoritativer Seite die Ansicht ausgesprochen, daß der vorläufige Friedensvertrag frühestens Mitte AprU geschloffen werden kann. Paris, 12. März. (WTB.) Havas. Dis einem Bankett zu Ehren der amerikanischen Frie- txnsdclegatton rühmte T a r d i e u das große Werk, ,an dem alle einmütig gearbeitet hatten unb besten olücklicl-er Wschluß nunmehr gesichert sei. Lan- 1 in g , der dann zu Worte kcrm, sagte, die Armeen der Zentrahnädite hätten zu existieren aufgehort. .Hunger und Entbehrungen erwarteten mm die lyermgefcfyrtcn Truppen der Feinde als Folgeer- 5d>einung ihres blinden Vertrauens zu ihren Füh- .rern, Deutschland habe seine Leiden verdient und bezahle nun für seine Verbrechen. Amsterdam, 12. März. (WTB.) Wie Bleu ter aus Paris meldet, erklärte L a n s i n g< in einer Unterredung mit Vertretern ber Presse, daß so rafd) wie möglich Frieben geschlossen und Schiffe mit Lebensrnitteln nach Deutschland gesdnckt werden muffen, um die Welt vor Anarchie zu bewahren. Weimar, 12. März. In der heutigen Ka- binettssihung, die sich mit den Fragen des Vor- sriedens befaßte, ist bk deutsche Friedens- deIegation gewählt worden. Sie besteht, wie wir zuverlässig erfahren, aus bem Reichs- ininister des Answärtigen Grafen Brockborff- Rantzau als Führer, ferner gehören ihr an die beiden Kabineltswitglieder Tr. David und Giesberts. Dazu treten weiter der bekannte £>amburger Großkau fnrcmn Max Warburg, der Marburger Staats- unb Völkerrechtslehrer Prof. S ch ück i n g, dcrals Mitglied der deutschen denvo- Iratffdjen Fraktion der Nationalversammlung angehört, und der sozialdemokratstche Münchener Schriftsteller und Politiker Adolf Müller, der Mr Zeit in Bern weilt. Weimar, 12. Marz. Die neuen Waffenstill, standsbedingungen, die sich hauptsächlich auf die Lebensmittellieferung beziehen, werden morgen in Brüssel beginnen. Die Entwaffnung Deutschland». Basel, 12. März. Wie Havas aus Paris be- richtet, teilt der „Temps" mit, daß man Deutschland eine Frist von zwei Monaten einräumen werde, damit es sich seinen neuen militärischen Der- hältnissen, wie sie von der Konferenz beschlossen seien, anpafien könne. General-Anzeiger für Gberhesien ä ZwiUingrnmddruck u. Verlag: vrilhl'sche Unio..vuch. n. Stcinfrruderei R. Lange.Zchriftleitung, Sefchästtstelle u. Druckerei: Zchulstr 7. Lärge Ni» lackiert und be >laaen,Iowikmem' Inen Teilen ftriig >m Zusammenbau liefert ab Lager mil Müller IdxvuMlürü Gießen, tuchen- rennholi Scheit oder Prust! tauft In Sflfcc ■ ingen H. Sech MStil etli UU1 e««»' u fii tu» H'ü iiklu. iii^ruk i.vye.inl nloch^äjer Sonderpreis Carl Schantz m. bahn tu Sangen, daß in affen Meg- jchafteu der Lohten- int Sbalüxrgtverfe, in den «.rbeüerkreisen bcr Ei,"ar T-imb- tü^rung deS Air.ragcs unter 1. notwendig ift itimfcfkniy? Aufklärung erfolgt, wie und in welchem ttmfangc die Versorgung mit Lebensmitteln, namentlich mit Brot. Kartoffeln und Fett von tkr Hebung der Leistung dieser Betriebs st Wen «ühängia ist: 7. für eine rech.zeitig« Belieferung der Zte- yeleien mit Sohlen zur Herstellung von ?>y- acln Sorg- getrogen werde. In erster Linie müssen solche Ziegeleien ausgewählt und beliefert werden, welche durch vollkommene technische Einrichtungen itt Garantie für eine genügend vorteilhafte Kohle, r- ausnützung geben; 8 im Hinblick auf die völlig ungenügende Kohlenbelieferung Sübdcutfchlands die Kohlcntransportc auo dem Ruhrgebiet nach rechtsrheinischen süddeiUschen Häfen durch Mas>- nahmen der Besä tzungst rappen nicht weiter gestört werden uno daß die Lieferung von Kohle., aus dem linksrheinischen in das rechtsrheinische Gebiet in d-m gleicl>en Verhältnis erfolgt, in dem Teuttchland feine Verpflichtungen au) Belieferung von Loks und Kohlen unrgekebrter Richtung erfüllt : 9. die Kvhlenausfuyr du) längere Frist in e: Verkokung geeigneten Produkten nicht ttsinden darf, wenn der regelmäßige B-ttieb der deutschen Kokereien dadurch behindert wird: 10. die Rcichsregierung zu ersuchen ist, einen Arbeit svlan für die baldige Ueberführuttgl der Kriegskohlenwirlschaft in die Friedenswirtschaft vorzulegcn Au» Hessen. Parlauientlirisches. Darmstadt, 11. März. Am 25. März tritt das Plenum der Volkskammer zufanu- men, die zuerst int Anschluß an eine Anfrage Eißnert u. Gen. über Schwarzschlachtungen in eine Aussprache über die Ernährung treten wird. Sodann werden die Berwaltungsgesetze in Angriff genommen, vorausgesetzt, daß der Ausschuß bis dahin die Vorarbeiten erledigen wird. Endlich wird der Hauptvoranschlag zur Beratung gestellt werden. Der Finanzausschuß fuhr heute in -er Beratung des Hauptvoranschlages bei Kap. 93 (Ministerium der Finanzen) fort, der mit einem Nachtrag einstimmig genehmigt wurde, ebenso die Kap. 99 und 100. Bei Kap. 101 (ForstVerwaltung im allgemeinen, Forderung der Fischzucht usw.) wurde die Frage aufgeworfen, warum keine Flußfische auf dem Markt erscheinen, ferner wurde über die Verschmutzung und Verseuchung der Fischgewässer besonders durch die Industrie geklagt, wodurch die für die Hebung der Fischzucht bewilligten Mittel zwecklos würden. Bet Kap. 102 (Kataster) wurde die Zwitterstellung der Katastergeometer von einer Seite beanstandet. Entweder .seien cS Staatsbeamte oder reine Privatunternehmer. Die Katastergeometer selbst wünschten Beamteneigenschaft. Von anderer Seite wurde eine Minderung der Leistungen befürchtet, weil durch die Beamteneigenschaft -as Interesse an der Förderung der Arbeit nicht wüchse. Darüber wird die Regierung sich au äußern haben. Bei Kap. 104 (Brücken) wird Her Wunsch auf Ablösung des Brückengeldes ausgesprochen. Die weiteren Kapitel bis 118 wurden einstimmig genehmigt. Bei Kap. 119 (Kamera!- und Forstwesen) soll mit der.Re- flierftng über die Notwendigkeit einiger als Nachtrag eingestellter Neubauten Rücksprache Trnommen werden. Die weiteren Kapitel bis 45 werden einstimmig angenommen. Bei Kap. 12 (direkte Steuern) wurde die Regierung ersucht, einen Vorschlag zu machen, um die Lage der Schreibgehilfen zu bessern. Kapitel 10 (Staatseisenbahnen) wurde einstim- ming angenommen. Schließlich wies ein Mitglied aus die Verwahrlosung des Hercengar- tens hin.______________________________________ Aus Stadt und Land. Gießen, 13. März 1919. Eine Zentralstelle für freie voltsbildnng-arbeit. DaS LandcSantt für^, das Bildungswcsen gibt bekannt: Trotz her materiellen Not der Zeit haben wir beim Londesamt für das Bildunqswescn eine Zentral st elle für die freie BalkSbil- dungsarbcit (AlteS Palais: Leiter: Has- finger) eingerichtet. Sie soll nicht selbst Volks- DÜbun*T5arbett treiben, aber einerseits uns auf dem Lausenden halten über alles, was aut diesem Gebiete geschieht, andcverseits Auskirnft erteilen uni> Anrcgimgeu geben an alle, die zur Mitarbeit bereit find. Wir werden dabei völlig unvarteiisch olle Bestrebungen, auch solche konfessioneller ober par- teirvlilischcr Eigenart, fördern, wo nrir mir irgend den Geist wahrnehnen, wie ibn Goc.he in seiner Mahnung formuliert: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut?" AusgesÄossen von unserer Anteilnahme werden nur alle birienigm Bestrebungen bleiben, die Vvn gewaltpolitisclien Voraussetzungen auSgehen, mögen solche chauvinistisclier ober spar- tatiitiidKT Natur fein. 0>anz .besonders von der Lehrersclust jeder Kategorie, als von der berufenen Hüterin aller großen deutschen und menfchhoittici»en Ideale, erwarten wir Unterstützung. Ter Lehrer der Zukunft bars sich unter keinen Umständen alS Hofier Beamter fühlen, der ein vorgeschriebenes Arbeitspensum zu erledigen sich genüge'' läßt, sondern muß fick als führende U>crföitlicbFett auch ausserhalb des engeren Rahmens seines Berufes bewähren und betätigen WaS ihm an Bildung in sich zu sammeln vergönnt tpar, »all er für möglichst weite Kreise nutzbar machen. Ter Baben der freien r^lffbilbungsarbcit ist dafür der geeignetfte, und bitte Arbeit muß fortan auS ihrer 'Slschenbrödel- ftellimg heraus, ihren Alnwseudxrr.ikccr verlieren und zu einer grvUügigen g t i ft i p - f o»i a 1 e H Bewegung werden, die in einer ernsthaft leistungsfähigen Volks Hochschule scfllies^ich ihren Gipfel iindcn wirb. Wir rechnen selbstverständlich auch aus die Mitarbeit aller anderen Berufe, der Aerzte, der Pfarrer usw., wo sich nur irgend cd, er deutscher Idealismus regt. Die Not ist furchtbar groß, gerade auch auf dem Gebiete der Volksbildung, deshalb: Fretzvickige vor! Idealisten an die Front! ttm die theologische Fakultät. Der Große Senat der Universität Heidelberg hol kürzlich folgenden Beschluß gefaßt: „Der Große Senat der Universität Heidelberg hält es für seine Pflicht, etwaigen Absichten auf Beseitigung der theologischen Fakultäten an den deutschen Universitäten mit aller Entschiedenheit entgegenzutreten. Die Zerstörung des Zusammen Hanges der theologischen Studiums mit der Gesamt- Universität würde eine unheilvolle Schädigung der wissenschaftlichen Ausbildung der Geistlichkeit unt damit auch eine Gefährdung der allgemeinen Volks bÜbung bedeuten, die zu den Grundgedanken de; Dolksstaates in schroffem Wideripruch ständen. Zugleich aber würde die Wissenschaft durch eine Isolierung der theologischen Studien in besonderen Anstalten, aber auch bei einer Unterbringung der rein theoretischen Gebiete der Theologie in der philosophischen Fakultät, einen schweren und unersetzlichen Verlust erleiden. Die theologischen Fakul- täten haben sich durch ihre wissenschaftlichen Lei- ftungen das unbedingte Recht erworben, im Rahmen der Universitäten gleichberechtigt weiterzuwirken.' Der Ge samtsenat der Universität Gießen hat einstimmig beschlossen, daß er auf dem gleichen Boden steht wie der Heidelberger Große Senat •• Die Neueinrichtung von Semiuarien der Landesuniversttät in der Bismarckstraße hat in dieser Jett allgemeiner Wohnungsnot vielfach De- ftemden erregt Rach unseren Erkundigungen werden einige der Mietsparteien bereits am 1. April ihre dor tige Wohnung aufgeben. Die Parteien, die keine andere Wohnung gefunden haben, können vorläufig wohnen bleiben. Auch das Mietseinigungsamt hat entschieden, daß eine Kündigung an sie nicht erfolgen kann. Die Seminarien werden sich mit der vorläufig freiwerdenden Räumen behelfen. • • Gießener Hochschulgesellschaft Das dritte Heft der „Nachrichten" ist erschienen und den Mitgliedern zugcgangen. (Es enthält folgende Beiträge: Prof. Dr. Jacob in Kiel über „Die Literatur der osmanischen Türken": Prof. Dr. Skalweit in Gießen über „Die Sozialisierung der Produktionsmittel". Arbeitsplan im Obst- und Gartenbau. Monat März. Tie ersten Aussaaten im Gemüsegarten er- folgen sofort, fobalo der Boden betreten werben kann, und zwar kommen in Betracht: Erbsen, Puffbohnen, Mohrrüben, Petersilie, Salat, Spinat, Radieschen, Zwiebeln, Lauch, Sauerampfer, Schwarzwurzel. Tas Miftbert ist Mrzulogen und zu lefäcn mit verschiedenen SWarten, Zwiebeln, Sellerie, Salat, Lauch, um Pslattzen zu sieben. Brunnenkrefse ist in das Mistbeet zu säen. Ter frültefte Salat ist jetzt au&utfLnsen, ebenso Puff- bahnen und Erbsen. Steckzwiweln sind zu stecken, Rhabarber, Esdragan und andere Würzkräuter zu pflanzen. Neue Sparq»?!beete sind für die Pflanzung vorzubereilen. Jede freie Stunde, soweit das Wetter es nur einigermaßen zuläßt, wird zur Arbeit im Gemüsegarten benutzt und alles für später vorbereitet. Obstkerne werden gesäet und Obsibäume jeder Größe und Art an- gepflanzt. Auch Himbeeren und andere Beerensträucher gepflanzt, denn nichts ist köstlicher, wie später deren Früchte ernten zu können. Spalier- bäume sind zu beschneiden und anzubinflen. Auch sonst sind sämtliche Obst- und Beerenbaume fertig zu beschneiden. Junge Obstbäume werden veredelt, ältere sind umzupfropfen. Bäume mit vielm Blütenknospen reicklrch mit Wasser und flüssigem Tünaer versehen, man wende die sogenannte Unter» Kodüngung an. Aepfosblütenstecl»er von Aepfel» tm abflopsen. Park-SoltärbLume pflamen, Ziersträucher teilen und pflarzen. Stauden sind zu pflanzen, ebenso Rosen, welche man aber sofort Umlegt. Zimmerpflanzen werden umgesetzt. In das Mistbeet find folgende Sommerblumen zu säen: Levkojen, Astern, Phiox, Balfeminen usw. Topfaussaaten von Blumen mrd Blattpflanzen in das Mistbeet verschulen. Die erste Snteckli.ige vvn Pelargonien usw. werden in kleine Töpfe gepflanzt. Wer hochstämmige Rosen pslanzt, beschneidet sie gleich nach dem Pflanzen und legt sie zur Erde nr*cr. Andere Arbeiten lasten sich im März noch nicht! gut a 's ÜL'yciu, denn ein al es Sprichwort sagr: „Märzcuschnee tut. den Saaten web" und wir erleben sehr oft im März noch recht heftige Cchneeslürme. Lebensmittel. • * Lebensmittelkarten. Freitag und Samstag werden in den Bezirken Fleisch-, Brot-, Butter- und Lebensmittelkatten ausgegeben. Siehe Bekannt- machung. • • Die noch nicht «ingelksten Getränke- Karten und Kekskarten können bis zum Samstag den 15. d. Mts bei der Firma Iiegelstei n am Landgraf-Philipp-Platz izoch eingelöft werden. ♦ • • Der Gießener Konzert-Verein schreibt uns: Das nächste, 8. Konzert, findet Sonntag den 16. März nachmittags um 5 Uhr in der Aula der Universität statt. Der vokale Teil bringt eine Reihe hervorragender, neuer Lieder der Münchener Kompo- nisten Richard Trunk und Hans Pfihner. - Richard Trunk, ein Schüler Rheinbergs, ist bisher hauptsächlich und mit großem (Erfolg als Lieder-Korn- pomft hervorgetreten. - Hans Pfitzner, der ehemalige Direktor des Strasburger Konservatoriums und der gefeierte Komponist der neuen Oper „Pa- läftrina" ist noch nicht genügend bekannt und an- erkannt, obwohl er zu den besten Komponisten der Neuzeit gehört. Gesungen werden die Lieder von der von früher her bekannten und geschätzten Kammer- söngerin Frau Erler-Schnaudt (Altistin), gleichfalls aus München. 3m gleichen Konzert wird der instru, mentale Teil von einem hervorragend begabten Schüler Professor Klengels, £errn Guita (Ttfini aus Leipzig, ausgcsührt. (Er wird u. a. das Cello-Konzert von Bolkmann, die C-Dur Solo-Suite oon Darf), sowie die Rococo-Dariationen von Tsochaikowsk, spielen. Die Begleitung am Klavier hat Professor Traut- mann freundlichst übernommen. Das Konzert verspricht in jeder Hinsicht interessant zu werden. •• Ablieferung der Waffen. Es wird nochmals darauf Angewiesen, daß bte freiwillige Ablieferung der Waffen, die gemäß den hessischen Ausführungsbestimmungen vom 25. Februar 1919, siehe Gießener Anzeiger Nr. 53, abgabepflichtig sind, unbedingt bis 15. März 1919 einschließlich beendet sein muß. Spätere Ablieferung hat Be- ftrafung zur Folge. Abstefcrungsslelle für die Stadt Gießen ist Polizeiamt, Weidenqaffe 5. •• Der Deutsche Eisenbahner-Verband (OrtsVerwaltung Gießen) hält Sonntag den 16. März, nachmittags 2 Uhr, eine öffentliche Eisenbahner.Versammlung im Hotel Fürstenhos (Eingang Wetzstein- gaffe) über das Thema: Sozialisierung und Eisenbahn- betrieb ab. "Postsendungen nach der fron- -SlisHen BesatzungSzoue. Lon jetzt ab können nach der französischen Besatzung?- zone (ausgenommen Elsaß-Lolhringen) die nach den allgemeinen Vorschriften zulässigen Postsendungen auch unter Nachnahme versandt werden und zwar aus dem besetzten nach dem unbesetzten Gebiet mit Nachnahme bis 800 Mk.; aus dem unbesetzten nach dem besetzten Gebiet mit Nachnahme bis 50 Mk. Die Abführung der Beträge hat durch Postanweisung — nicht durch Zählkarte — zu crchlzen. Im weiteren ist bekannt geworden, datz Die französische Kontrollkommission Poftschecke, Ucber- weisungen und Zahlkarten nach dem unbesetzten Gebiet bis 50 Mk allgemein nicht be- anstandet und Sckzecke, Ueberweisungen sowie Zahlkarten in Pensions-, Unfall- uno Lcbens- versicherungsangclegenheiten nach dein unbesetzten Gebiet bis 200 Mk. zuläßt. ♦♦ Gütervermittlung des tzessi- schen Siedlungsausschusses. Mit Rücksicht auf die zahlreichen Nachfragen von Siedlungslustigen und die Unmöglichkeit, bei der herrschenden Baustoffnot mit der Bautätigkeit in größerem Umfang alsbald zu beginnen, hat der Hessische Siedlungsausschutz eine Derinittlungsstelle für vorhandene Gü- ter, Bauernstcllen und Wohnheimstätten mit Gärten eingerichtet. Die Nachfrage übersteigt l*is jetzt das Angebot bei iveitem. Der Hessi- sche Siedlungsausschuß bittet daher, seiner Gesck)äftsstelle Luisenplatz 5 (Altes Palais) geeignete Anwesen namhaft zu machen. *• Reisegeld. Deutsche Gelbsorten unb Dank- noten dürfen jetzt ohne Genehmigung der Reichsbank nur im Betrage non 50 Mk. täglich und bis 150 Mk. monatlich über die Grenze ins Ausland mitgenommen werden. Diese Bestimmungen sind den Reisenden, die ins neutrale Ausland gehen wollen, vielfach noch unbekannt: Die Reisenden versäumen daher nicht feiten die rechtzeitige Beschaffung von ausländischem Geld oder die Einholung der Genehmigung der Reichsbank zur Mitnahme größerer ^Beträge von deutschem Geld. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat deshalb die Eisenbahnbirektionen ersucht, das reisende Publikum auf diese Vorschriften durch Anschlag auf den wichtigeren Bahnhöfen aufmerksam zu machen. Kreis Friedbcrg. O. Dad-Nauheim, 11. März. 3n der heute abgehaltenen Stadtverordnetenversammlung wurden folgende Beschlüffe gefaßt: Der Derkehrskom- mission wird ein Zuschuß von 1500 Mark bewilligt.- Die Besetzung von drei Schutzmannsstellen wirb be- schloffen. Anfangsgehalt 1600 Mark mit 800 Mark Teuerungszulage unb 160 Mark Kleibergelb. - Der Bürgermeister wird ermächtigt, denjenigen Beamten, die ein Scheckkonto haben, die Gehälter schon drei Monat vor Fälligkeit auszahlen zu laffen. — Die städtischen Anschlagsäulen werben zum Preise von 350 Mark auf ein Jahr an Fritz Stamm vermietet. — Vilbel, 12. März. Die (Bemeinbeoertretung beschloß die Einführung von elektrischer (Energie zu Licht- und Kraftzwecken im Anschluß an die oberhessische Ueberlandzentrale. Kreis Wetzlar. — Wetzlar, 12. März. Der erste Beigeordnete der Stabt, Dr. Former, ist im Mter von 33 Jahren einer kurzen, heimtückischen Krankheit erlegen. Der Verstorbene hat, obwohl er nur ein Fahr im Dienst ber Stabt stanb, sich durch die Ausstellung eines mustergültigen Bebauungsplanes bleibende Verdienste um Wetzlar erworben. Hessen-Nassau. = Fulda, 12. März. Auf dem Wege nach Marbach stürzte ein schnellfahrender Kraftwagen um. Drei Insassen blieben unverletzt, der vierte war sofort tot. h. Marburg, 12. März. In einer hiesigen Fabrik geriet beute der dort beschäftigte Sohrn ber Witwe Boß Dort hier, ein ISjafrr. Burscl>e, in das Getriebe der Transmission und wurde so lange herumgeschleudert, bis er tat zu Boden siel. Aus dem besetzten Rheingebiet. mt. Höchst a M., 12. März Bürgermeister Siftia tnt nahen Sindlingen wurde von der fron» zösischen Besatzungsbehörde seines AnrteS auf einen Monat enthoben, weil er Versamm- lunpen, darunter politische, ohne besondere Erlaubnis des Koinlnandanten zugelassen hatte. Bürgermeister Sittig muß während dieser Zeit in Höchst wohnen, sein Gehalt wird gesperrt. nrr. Hva> heima. M., 12. März Tie Stadt Frankfurt lx-absichiigte aus Hochheim Weine von ihren eigenen Weiuoerqen nach Frankfurt bringen zu lasten. Ter französische Oristommandant versagte die Erlaubnis mit dem Hinweis die Weine würden für die Besawmff und die kranken gebrandet, außerdem sei Wem keineswegs zum täglichen Lebensunterhalt notwendig. nrr. Montabaur, 12. März. Tas amerikanische Beiatzungsvommnnda hat in den einzelnen Bezirken eine Be tenbe-standSausiiahme angeordnet. Wie einzelne Drtdbnrmanixmtcn schon bekannt- madien licb.it, ist beabrch.igt, die Betten s ä m t- licher Einwohner über 16 Jahren, ausgenommen der Kranken und schtvangeren Frauen zu be s chlagna hme n, um sie nach Frankreich imb Belgten bringen zu lasten, wo angeblid? großer Piangel nameniltch an Bettwerk bestehe. Tie Bürgermeister ber Gemeinden haben sich an den zu- ILfribigen Landrat um Abhilfe geto.mbt. — Tie Si&rte der B.satzung in den einzelnen Gemeinden wurde in der letz en Wod»e bedeutend erhöht. Auck die einzelnen Gutshöfe und Weiler, die bisher iwd) frei waren, wurd.m belegt. Tie Maünahmen sollen angeblid» in ursächltdpem Zusammenhang mit den llnruben im Teutschen Rerche stehen. Tie amerisanische Lebensmi tvlverforgung der deutschen Bevölkerung,: bte da und dort bestanden hatte, wurde eingestellt. ICunft und WifjcttfcbafL Heise n-N aslau i s ch e i Wörterbuch Born Hessen-Nasiaulschen Wörterbuch, bef-en Ausschuß auch Gehrimrat Be Hag Hel in Gießen angehöri, ifk der Bericht über das Jahr 1918 er- idnenen Tie im Berichtsjahr ausgesandttn Fragebogen kamen größtenteils gut ausgefüllt zurück. Ta zu traten als besonders erfreulich 84 private und freiwillige Eingänge mit mehr als 6700 Einzel zetteln. Unter den Namen, die ber Bericht auf- zählt, finden sid» auch solche auS Gießen und Ober- k’iicn, so das Lehrerseminar in Friedberg. Die Verzettelung älterer Texte, der Urkundenbilcher, aud> ausgenä^lter ungebrudter Archivalien, sowie ber neueren Dialektdich.ung iji gleichmäßig fortgesetzt wo/den Die Gesamtzahl nmtuirrtcr Zettel des unabhängig von den Fragebogen entftanoayn WörterbudnipparateS beträgt Mir Zeit 122 4u0, und die äußere Zahl seiner «tidjr.Dortt ist schon jetzt I um mehr al- bte Hälfte größer als die ber älteren oodMJtbaiai JtNeiiloi (Ütecdtui, Vilmar, Mister, ffe^reini zusammen Dazu kommen etwa 60 Entwürsi: mundartlicher Dort karten als werwoller 9lntang riner h.ssen-nassauischen Wortgeographie. Liegt auch der Truck deS fertigen Wörterbuches noct in der Ferne und bedarf das bUhcr ge- schasfenc Wörterarchiv noch lange der Vervoll- itäiDiguna und ber steten gegenteiligen Kontrolle, so ftdlt es doch schon jetzt eine reiche Fundgrube und ein kostbares, jebermann zugängliches HüfS- mittel für bk hessen-nassauische Hrimatfor- ichung dar. i kirchliche Nachrichten. Israeli ische Belig’onsgemrinbe. Gottesdienst tu ber Synagoge (Süb-Hnlage). Samstag den 15. März: Dorabd.: 6.15; morg.: 9.00; abbs.: 6.35 u. 7.15. - Zsiaelftifche Religion geselischaft. Sabbatfeier am 15. März Frettag abb.: 6.00; Samstag norm.: 8.30; nachrn: 3.Ä, Sabbatausg.: 7.15. Wochengottesd.: morg. 7.00, abbs. 6.00. Sonntag: morg. 6.30. Letzte Nachrichten. Die Vorbereitungen der Friedensvcrhandlnügeu. Berlin, 13. März. Im Saale deS ReichS- schay^nntes fand gestern vormittag eine stark be* iuch.c Besprechung über die von T^eutschianb bei den kommenden Friedensver handln n *r- Hunden mit den postalischen Schwierigkeiten, madrn eS einem Tril der deutschen Arbeiter-, Bauern- und Soldatenräte unmöglich, für den Kvnireß die angeordneten Neuwahlen bis zu dem Don e. fdiriebenen Zeitpurckt durchzuführen. Der Zentral- rat mußte die Berechtigung der aus den oerfdrie- densten Gegenden der Republck ein gegangenen tk- sdpverden in dieser Sache anerkennen und btidiloä bahee die Ber schiebung deS Ter mins auf den 26. Mär; einberufenen zweiten R >t?- kongresses vorzunehmen. Ter Kongreß wird nunmehr auf TienSlag den 8 April, vormittags 10 Uhr, in den Sifung-saaUdeS ehernoliwtt preusn- |"d>cn Herrenhauses in Berlin, Leimiger Straße, berufen. Tie in den Ridftlinien des Zentralrates vorgesehenen Wahltermine erfahren demgemäß eine erttsprechende Versdncbung. Die Besetzung de» Osten- von Berlin. Berlin, 12. Mär,. (WTB.) Die Besetzung bet Ostens von Berlin, einschließlich Lichtenbergs, durch bie beutsche Schuhbivision, bas Freikorps Hülsen unb bie Garbe-Kavallerieschühenbivision ist planmäßig burchgeführt. Die Kämpfe waren im allgemeinen nicht allzu schwer. An ver'chiebenen Stellen kam es jeboch zu lebhaften Einzelkämpfen. So mürbe im Bahnhof Lichtenberg eine Anzahl (Befangener gemacht. Diele Fälle bestialischer Grausamkeit bet Spartakisten würben einroanbfrei festgestellt. Die Beute an Waffen ist beträchtlich Ein Regiment allein melbete bereits amNachmittag 15 schwere unb 20 leichte Maschinengewehre, einen Minenwerfer sowie über 150 Gewehre. Auf einem Bahnhof würbe ein offener von auswärts herangeführter Waggon mit ben Beständen beschlagnahmt. Auch große Bestände an Lebensrnittel fielen in die Hände ber R» aierunpstruppen. Die Verluste der Regierungstruppen sind nicht erheblich. Berlin, 12. März. (WB.) 3n ber Köpenick« Straße würbe burrf) Truppen der Garde-Kaoaller e- Schützen-Division ein Spartakistennest ausgehoben. Die Leute mußten erst mit der Waffe niebergehämpft werden. 34 Spartakisten wurden erschossen, während die anderen gefangen genommen wurden. Es wurde eine große Anzahl von Waffen gefunden. Weimar, 12. März. (WB.) 3n der Presse ist berichtet, Reichswehrminister Noske habe erklärt, die Reichsreaierung bereite eine Amnestie anläßlich ber letzten Aufstänbe vor. Eine solche Aeußerung ist nicht getan, es besteht auch nicht eine derartige Absicht. Die Schuldigen solle vielmehr die volle Strenge des Gesetzes treffen. Abbruch der Beziehungen zwischen Oesterreich und der tschecho s'lowaltichcn fHrpubliP? Berlin, 13. März. Laut „Lok.-Lnz.".Meldr>ntz aus Wien sind dort gestern Gerüchte von einem Abbruch der Beziehungen zwischen Oesterreich und der tschechoslowakischen Republik verbreitet gewesen. Diese haben dadurch Nahrung erhatten, daß der tschechische Bevollmächtigte in Wien in einem Flugzeug von Wien nach Prag gereist ist. Wie in parlamentarifrfien Kreisen verlautet, war bis zum Abend über diese Angelegenheit noch nichts Endgültiges bekannt. Rücktritt Balfour-. Haag, 18. März. (B.T.) Aus London wirb gemeldet: Balfour, der Minister des Aeußern, beabsichtigt zurückzutreten und dürfte durch Lortz Curzon ersetzt werden. "seS VS 'N. bet O Kt Lien »CM- Achten, & üotm.: &S ; ®°^ngottesh' • rnor9.6.30. ^Uiu ' JMortinum tooQlcbcä>M M ta’ s» ftottf 5.km rMrfJdntic” •yr btt jur Teil- ftfi m ^Itonbigen, Leiter lchvechänbiM, dir X^Wbtr W vm Bn. S^'Wfamt * Wächst bai Deukern Giak ffiber aus, baj fttmar vnsänbnt föbrtt Dt3^t borltegntbcu 1 vlerzehnTo. einen Präli- gt treiben toürtt, E. folgenf(fjtoct|ta! Kvlonialjra«, roürbe wahrscheinlich I iur Verhandlung 'ntc, baß die Reiche andpunkl stehe, bis Handlungen le bi- eutschland a!j ern angenoir- kte des Präjj. n innen vorjähchn jrundjatze einer gr> Wschnur zu bild-: für die MM SM) Ter Rw sozlalistischei LeLmntmachung tt n» uni> Sold»- : Tie schwierigen 'tnife in ber gan^r letzten Zeit, vn- rimMen, machen Arbeiter., dauern' iür den Kongreß VA zn dem vm ähren. Der W-' jtr aus den * ik einMngenc fr ^kennen und b ■' deS Termine jenen zweiten k. r stongretz nnrb r Avril.,vorM' ezrhemaliMM? in, LeiMr W ticn des Zentral-:^ sahrendemgemäliku« mS von Itrlill. Die Sefe^ung M ich Lichtenberg;, wj ; Freikorps M« UIJ ioilion ist planmtz'? waren J ^ad)mitfagl5|d)®tr' i3j?2 WflTi* ? die Meder r» ebnNeguNlngrtr°pk" «S.85. I*rt£SSe gif 9'"’”." «fu und t,H4' PHÄNOMEN PHÄNOMEN Freiwillige! Ehemalige Kavalleristen und Feld-Artilleristen Sowie M.G.-Leute, Handwerker, Waffenmeister! Tretet als Freiwillige »u den bekannten Be» bingungen «Gedoriam gegen dte Regierung und die Boraeievren, Schutz des Baterlandeö, freie Unter» tun ft, Bekleidung und Bervflegung, 6 Mk. täglidje Zulage auster der Grundlöhnung ufro.) in da- ÄiagdeburgtfcheSDragoner-RegimentRr.6etn. Anmeldungen unter Beifügung bisheriger Militär» vapiere find zu richten an de« RegimentS'Stab in ViideSheim, vberhesien, oder die 5. Eskadron in Bad Homburg v. d. H. ttahrfchein wird vergütet. Militärbekleiduna mit- ortngen. — Wer in der Rot dem Baterlaade belien will, der zögere nicht. MgdtburgislhkS Dr^ankr-Rkgimcnt Nr. 6. ftrbt. v. Ascheraden Major und Regimentö-Kommandeur. P181 AUFRUF! s Solbaten X allerjabrgänge, ö H such ungediente, VI v meldensichindem M ~ Verdeduresudes w stellv. Eanbesjagerkorps 3 in her Lesehalle ÜJ rn Cdre SOb-IInlage [M*’D] Seifers t»eg VI J V Bedingungen feljr günstig. puj Aufruf ““ zum Eintritt ins Hessische Freikorps beim Jns.-Rgt. 168 Ehemalige 168er! Tretet zu den Freiw.-Komp. deS RegtS. tn Butzbach zum Schutze des Bater- landeS, das Euer in der augenblicklichen schwersten Zeit mehr denn einst bedarf! Bet freier Bervffeaung, Unterkunft, Bekleidung und bei einer Grundlöhnung von 30 M. monatlich und einer täglichen Zulage von 5 M. verpflichtet Ihr Euch zu den bekannten Bedingungen. Alle «ngebörtnen der Freiwill.-Berbände gehären dem aktweu Heere an und haben infolgedessen Anspruch aus Invaliden- und «lierSversicherung. Unter- stlitzungen an dle Angebörinen werden bezahlt. Grundbedingung für btc Annahme ist Krteaöver- wendungSfähigkett und seitherige gute Führung. Der Soldatenrat. gez. von Zgltntvkt, Ttrtedtnaer. Oberstleutnant u. RgtS.-Kdr. Schuhösen Sohlennägel Zweckzangeo la Schraubhefte Stahlschoner & t 1 g : 316688 Täckse Patentabsatzstifte Milit.- Stiefeleisen Putzhölzer Schmirgel-Papier la la Creme, Ledertohwärze, Appretur, Kaltpoliertinte, schw. Wache, Braunpech. Dreifüsse. Nur für Leder- und Schahwarenhändler. J. Mosbach, Schuhm.-Bsdarfsartlkel en gros Ottenbach a. M., Waldstrasse 79. Achtung! Achtung! WerGeldsParenwiü verwende nur »Erdal». »Erdal", allerbester Schuhvutz der Gegenwart ^Erdal- wird millionenfach bevorzugt. 06OM Zu haben bei LwctWchhcnitßcl. Kirchenvlatz 10. Die zum Heeresdienste eingezogenen Kollegen sind jetzt alle entlassen und buben ihre Tätigkeit hn eigenen Geschälte wieder aufae- nommen Wir bitten unsere w. Kundschaft, soweit wie möglich alle Arveiten ihrem früheren Vieseranten und HandtverkSmeister wieder zuwenden zu wollen. greif MkichW silbASndM Sukngltt uni Zusialllttcitre Gietzen. 3158 3198c wec Das neue FavoriteAlbum f. Frühjahr 19i!Hst ein- getroffen. 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Aktiva. staffenbestand.......... 475.47 Warenbestand nach Einkauf ..... 11059.60 Ausstände........... 1732.60 Sparkaffenkonto......... 3003.80 Summa der Aktiven......ÜJt 16271.47 Passiva. ul Deschäfteguthaben der Genoffen .... 3672.74 Eintrittsgeld.......... 1.50 Reservefonds.......... 4929.08 Warenvorschußfond»........ 2300. - Kreditoren........... 2290.39 Reingewinn..... . ■__. 3077.76 Summa der Passiven.....Äi. 16271.4t Mitglieder und Geschäftsanteile Ende 1917. . 137 Zugang in 1918........... 3 Abgang in 1918........... 2 Stand Ende 1918..........138 Geschäftsguthaben Ende 1917 . . . M. 3446.40 Zugang in 1918........ 226.34 Stand Ende 1918 . ...... 3672.74 Haftsumme Ende 1917......„ 4110.— Zugang in 1918........ 90.- Abgang in 1918 . . "......„ 60.— Stand Ende 1918........ 4140. — toam=$trtin Lteinbttg 6.8. m. 6. S. Der Vorsitzende: Der Rechner: D. Hirz V. Lud. Haas II. Die Lagerhalter: 3165 Balthaser Pitz III. Dalthaser Reitschmidt 11. Holzversteigernng in der fürstl. OderfSrfterei Sich. Kreitan den 14. März werden im Diftrikt Mönchwald versteiaeri: 730 Fichten Derbstangen tf. Wagner n. zu Svaiterholz geeignet» — 25,90 jhm., 32 Rm. Fichten-Tchichtbaufen sSvalierhol») und 2200 Kichten-Bohnenstungen. Die Zusammenkunft ist auf dem sogenannten Schlagweg «Waldweg Lich—BurkhardSielden» beim AuSgang aus dem Wald gegen Burkhard-selden hin vormittag- 9'/» Uhr. 90ti6B Ihre Vermählung beehren fich anzuzeigen August Knodt und Frau Liesel verw. Nagel, geb. Jung Gießen Endbach (Är. Biedenkopf) 12. März 1919. I Buchdrnckerei J.Weinert vefuchskarleu.vanffarlen.verlobungs-, < > Vermählung», Geburt,- '' und Lrauer - Drucksachen v »erben in feinster Aurführung in bet'; Neuenweg 0 Gießen schnellsten, und preiswert angefertigt. '! mit Mustern stehe gern zu Diensten. md <» Große,Lager in vriefpapier-rcaffetten. • - ÄSÄ Feldbahngeleise u. 5 gebr. eis. Muldenkipper dazu, zu kaufen gesucht. 813Oss H. Ameud, G. m. b. <>., Hanau am Main. Achtung! Babnbedieustetc! Achtung! Sanerkrmrt-Berkanf Wir geben nächsten TienStag tn unserem Lager im Oberhesflschen Bahnhof einen größeren Posten Sauerkraut ab. DaS Pfund kostet tm Etnzelver- kauf 18 Pfennig. 05007 LebenSmittelaudschutz für Eisenbahn»vedienstete in Gieffeu. bleicht und desinfiziert wunderbar. OL“ „LUD Sie können die Wäsche beruhigt aus dem Hause geben, denn ®*TM Pergcbiillg non Bayarbeitfll. Die zur Instandsetzung der alten Schule zu Bers« rod erforderlichen Maurer-, Dachdecker-, Schreiner-, Glaser-, Weißbinder- und Tapezierarbeiten sollen öffentlich vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen vom 17. d. M. ab auf der Bürgermeisterei Bersrod offen. Angebote, die in Prozenten des Voranschlags erfolgen müssen, sind mit entsprechender Aufschrift versehen, oerschloffen und postftei, spätestens bis Montag den 24. Marz d. I. vormittags 10 Uhr an die Bürgermeisterei Bersrod einzureichen. Die Eröffnung der Angebote erfolgt zum gleichen Termin in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Iuschlaasftist 3 Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt vorbehalten. Gießen, den 11. März 1919. Der Kreisbauinspektor des Kreiser Gießen. Tellarius, Baurat. 3180B Dnitata aller Irl wert die ertlFeehe Htfe.*wkerei, B. Lupe, Med« Giessener Konzert-Verein Sonntag den 16. UBn 1910 ■aohaillaga I Uhr in der neuen Aula Achtes Konzert Frau Erler-Schnaudt Sängerin aus München. Herr G. Casini (Cello) aus Lelpeig. Am Klarier Herr Prof. G.T rautmann PROGRAMM: Lieder von Hans Pfitzner und Trunk. Werke von Bach, Volkmann u. a. für Cello. Eintrittskarten: KLto'aL'rrVm, und abends an der Kasse zu haben. Studentenkarton numeriert Mk. L— nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. 9060c Oeffhung des Saales 4‘/i Uhr. üeberschuO fflr Kriegswohlfahrtawceke. W—8 i^M—SB — — — —WMg ^Kaffee Astoria.l Morgen Freitag 12648 ■ Familien-Konzert ■ L Jl Die III. Sanier=Kompagnie der Nachrichten-Abteilung 18 veranstaltet am Samstag den 15. März und am Sonntag den 16. März ISIS in der Lieblgshöhe große Abfchie-sbälle wozu alle Tanzlusttgen herzl. «ingeladen werden. Beginn am Samstag um 6 Uhr und am Sonntag um 4 Uhr. 05017 DerMauss chutzderlll. gunLKomp. ^TftTfiTriir.Tr.tMMMriinir^niMrATr.TririVArriT.iTr.Trirr.^rr.Tr.MMfrt | Zu dem am 15. März abends 6 Uhr im Saale des E E= ^Iagdschlößchen" zu Dutenhofen stattfindenden i 1 = Purim-Sall = | t= ladet höflichst ein Das Komitee Wetzlar. | rxxizxxizzTxxTixixixxii: :xxxxxxxxxxxxxx: ■chatt Berlln-Äünchen: Wer nicht in der Jugend küsst! Unter pere. Hltwirkung namhafter Opernsänger und OperneAngerinnen. Erhöhte Elntrittapreiee. Lichtspielhaus Bahnholetrafls 84 (mrc) Ferantf 1677 Vsrverkan! 4er Ilatrlttskartee Freitag e. Samstag vea 11—1 Uhr a. täglich ah 4 Uhr aa der lasse. Schutzen Sie sich ESBhfiÄSXÄ und nehmen Sie Dr. med. Rohdens LippspringerBmst-Bonbons Vertrieb für In- u. Ausland Ludwig Schöck, Glesien, Selter*weg 24, Telephon 267. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abteilung A. 9?r. 24 wurde heute bei der Firma H. E. Dingmann, Lid eingetragen, daß das Geschäft auf die Ludwig Fischer Witwe Anna geb. Schuchard zu Lich flbergegangen ist, welche es unter der seitherigen Firma weiter, betreibt 31740 Lich, den 7. März ISIS. L'lsisch«* Uattagericht. gesucht 2983 d. Gien». tlni lttSS verkanten. <05014 Stelle. 3081 Heuchelbcim 05064 gesucht. 3188 Büdingen. 04886 gesucht 3196 im Laden. 04415 zu verkaufen. 3076 fori gesucht 05050 gesucht. 1857 ’-- ' m» •• eie, »yrnnff. M.. Br licke nur. 9. arbeu gesucht. 04748 Mädchen für HauS- nnb Feldarbeit sofort 1 Sreisiageutifch mit » Kreissägen und ein Zlaichenzua w verkauf. Näheres in der Ge'chfi. otau Marie Schmidt. Marktstrahe Nr. l Kriegerswitwe sucht Stellung bei alleiust., alt. Herrn zur Führung des Ha »»halt c- »um 1. ob. 15. Avril. SchrifiL Angebote unter 04 *21 an den (fliest. Anz. erbeten. 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