liMO Ter Siebener Anzeige« erscheint täglich, außer Sonntags. - Beäaaen: Giehener^amllitnblätter; Ure Li-tc-tt für den Ureis Eietzen. Vezvgrpreis: monatl.Mk.1.35, viertel- jabrlich Mk. 4.05: durch Abhole- iu Zweigstellen monatl. Mk. 1.25, durch dieBost Tlf. 44)5 viertel- jähri. ausscht. Benellq. Reniiprcd) - Anschlüffe: iurdieLchriitleiluiig112 Verlaa,K>eschäitSstelle51 AiischriitsürTraiitnach- richten: Anzeiger Ließen. M.'Jahrgang Montag, sZ. Januar sysy GietzemkAnzeiger General-Anzeiger für Oderhessen Zunlllngsrund-ruck u.Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u. Steindruckerei R.Lange.Schriftleitung, Gefchästsstelle «.Druckerei: Schulstr 7. Postscheckkonto: Srcnffutt (Lina 1686 Vanlverkehr: Gewerbedank Gießen von Anzeigen f. die Lagesmrinmer dis zum Nachmittag vorder ohnejcdeVerduidlichkeit seilenprcise: für örtliche Anzeigen 25 M., sürauswärtig « 30 Pi., für Reklamen Mk.1.-nebst 20° gTeue-- rtingszuschlag; Platzvor- schrist 20 % Aufschlag. Lauptschri'tleiter: Auq. Goetz Verantwortlich für Polit't: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigeittetl: Ü. Beck: iänihid) in Gießen Der woffensieg der Grdmmg in der Keichshauptstadt. Nach tagelangen Kämpfen ist es den Regierungstruppen gelungen, die Spartakisten- Nester in Berlin zu stürmen und auszunch- Ttten. Das war keine leichte Arbeit, wenn man die Gebäude schonen und möglichst wenig Materialschaden anrichten wollte. Die Barrikadenkämpfe aus dem Jahr 1848 haben sich nicht wiederholt, und eine halbamtliche Notiz inendet sich mit Abscheu gegen die Taktik der Aufrührer, die zu ihrem Schutz Frauen und Kinder vor sich hertreiben. Im Reiche wird man es überall froh begrüßen, daß der Kamp^ wirklich siegreich durchgefochten worden ist. Aber die Frage: „Was nun?" macht uns doch noch schwer zu schaffen. Besonders wenn man bedenkt, daß ein großer Teil der eingefangenen Spartakisten zwar die Waffen strecken mußte, dann aber merkwürdigerweise straffrei auf freien Fuß gesetzt wurde. Wir meinen, daß hier die Regierungsfaust doch fester zupackcn müßte. Mit einem halben Erfolg dürfte man sich nicht begnügen. Ledebour soll verhaftet sein, noch aber belvegen sich Liebknecht, Rosa Luxemburg und die übrigen Häupter der aufgewiegelten Massen frei umher. Das nächste Ziel muß sein, sie in Nummer Sicher zu bringen und sie vor Gericht zu stellen. Mit Gegenrevolutionären von der Rechten würde man vermutlich kurzen Prozeß machen. Die Sicherung der Wahlen für die Nationalversammlung und überhaupt die ganze nächste Zeit erfordern es, daß die Elemente des Aufruhrs fortan auf das Schärfste unterdrückt werden. Wie die Gesamtheit des Volkes all diese Dinge beurteilt, hat sich auch wieder bei den Wahlen in Württemberg gezeigt. Die Sozialdemokraten und Unabhängigen haben zusammen 56 Mandate erlangt, genau so viel wie die bürgerlichen Gruppen, wenn man die 38 Sitze der Demokraten nicht mitrechnet, die es also in der Hand haben, eine Mehrheit zu bilden. Auch in Württemberg erlitt die Partei der Unabhängigen eine eklatante Niederlage: mit vier Sitzen sind sie so gut wie bedeutungslos. Berlin, 12. Jan. (WTB.) Tie Erfolge der Regierlmgstrupven, die gestern mit aller Energie (gegen den Vorwärts vorgingen und schließlich auch turn Ahnten, haben die übrigen Quartiere der Spartakisten schnell in die Hände der Regi-rtmg gebracht. lAlle Zeitungsgebände und das WTB. sind frei, gmd man geht allenthalben daran, den Betrieb wieder aufzunehmen. Noch gestern nachmittag haben die S v a r t a k u s l e u t e in der Prenzlauer Allee den Bützow-Berg geräumt, wo Eichhorn und Liebknecht ab imb zu weilten und ein Wcrbeburecm eingerichtet hatten. Auf das Ge- rjücht, daß der Berg um 6 Uhr gestürmt werden sollte, verließen die Spartakusleute um 5 Uhr so srmanffällig wie möglich ihre Festung und zoaen — etwa 2000 Mann mit 800 Gewehren, 9 Maschinengewehren und einer großen Menge Mimition — wieder zum Polizeipräsidium zurück. .Dieses wurde morgens 8 Uhr nach kräftiger Beschießung genommen. Besonders die Front nach der Waiserstraße hat stark gelitten. Ebenso die nach dem Kkteranderplad zu gelegenen Räume., Das Stockwerk, wo Eichhorn residierte, hat einige Treffer erhalten. Als man in das tzstbäude eindrang, waren die Spartakusleute verschwunden. Sie batten durch die Fenster nach der Straßenbahnseite zu das Weite gesucht. Nur acht Mann konnten festge- -nommeit werden. — Der Schlesis che Bahnhof ist ebenfalls frei. Die dort noch verbliebene Besatzung ist abgezogen. Augenblicklich herrscht Ruhe. Während gestern Inoch die Gewehre knallten imb die Maschinengewehre ihr unheimliches Tack-Tack ertönen ließen sund groNender Geschützdonner die Luft erfüllte, riefen die Parteien ihre Anhänger zu .zahlreichen Sonntagsversammlungen auf. In fünfzehn großen Lokalen hielt die Deutsche demokratische Partei schon^um 10 Uhr vormittags eine Heerschau ab. Auf der Tagesordnimg stand das Thema: „Auf zur Wahl am 19. Januar!" Kandidaten zur Nationalversammlung und andere Parteiführer waren Redner, die alle für die Liste Friedrich Nart- lmann eintraten. Große Kundgebungen veranstaltete auch die Deutsch-nationale Volks- vartei um 11 Uhr im Zirkus Busch und um ß Uhr nachmittags in der Philharmonie. Die Uni- versitäts-Prpse'soren v. Wilamowitz-Möllendorff, Dr. Hötzsch, Geheimrat Dr. Roethe, Dvmprediger Dr. Toehring und mehrere Landtagsabgeordneta erhoben flammenden Protest gegen den Raub rm- ferer heiligsten Güter: Vaterland, Religion, Kultur •imb Zubrnft seien in Gefahr. Die Mehrheitssozialdemokraten hatten auf abends 20 Versammlungen und 12 zu Mittag einbernfen, in denen Ebert, Scheidemann, Landsberg und eine große Zahl führender Männer dieser Partei sprachen, lieber ah' in der Stadt sind große Plakate mit weithin leuchtender Parole: „Um die Freiheit!" sichtbar. Nach Schluß der Dersammlimgen bewegten sich die Züge durch die mit einem grauen Schmutz über- kogen-m Straßen der Stadt, über der leichter Nebel lagerte. Berlin, 12. Jan. IWTB.) Tie amtticbe MeUring über die Rückeroberung des Wnftfschen Telearap''.en-Bur''aus bat nachstehenden Wortlaut: Soeben ist das WTB. vom Staßtrupv Bachmann genommen worden^ Erobert sind drei Lastautos, 20 bis 30 Maschinengewehre. Zirka 65 Mann haben die Waffen gestreckt imb sind geflüchtet. Sämtliche Munition und sonstige Gerätsckmften sind in unserer Hand. Berlin, 12. Jan. (WTB.) Es bestätigt sich, daß gestern 10 regierungstreue Matrosen in der Wilhelm- und Besseistraße ohne reden Grund von Spartakisten erschossen iiiorbcn sind. — Bei einer verhafteten Russin sind 16 500 Mark vorgefunden worden. Spartakusleuten wurde Munilion mit russischer Anschrift abgen-ommen. — Bei der gegangenen Besatzung des Ullstnu-Hauses wurden Listen vorgesunden, die die Namen solcher Persone'i enthielten, die von Spartaknsleuten bereits erschossen worden sind bzw. nod) erschossen werden sollten. B.e r l i n, 12. Jan. (WTB. > Im Polizeipräsidium haben die Spartakusleute bei dem letzten Kampf 12 Tote imb 4 50 Gefangene verloren. Tie ab iel^ende.i Spartakisten waren zum größten Teil völlig niedergeschmettert: nur ein kleinerer Teil trotzig von dannen und brachte Hochrufe auf Eichhorn und Liebknecht aus. Ledebour verhaftet. Wie berichtet wird, haben in der Nacht mehrere Soldecken L e d e bo u r in feiner Wohnung verhaftet. Als Ledebour fick) nachts 12 Uhr nach seiner Wohnung begab, wurde er irnterwegs verschiedene Male von Soldaten angehalten. Um 1 Uhr nachts klopfte es an seine Wohnungstür. Als seine Gattin fragte, wer da sei, wurde geantwortet, Ernst Meyer (ein Parteifreund Ledebours) wünsche Ledebour dringend zu sprechen. Als die Tür geöffnet wurde, drangen ^Offiziere und Soldaten ein und erklärten Ledebour für verhaftet. Ebenso soll die Verhaftung des erivähnten Linksradikalen Ernst Meyer erfolgt sein. Tie Mehr Heils fo^ialisten nxrren wiederlM mit der Aufforderung an die Regierung herangettetcn, endlich einmal einen tatsächlichen Beweis ihrer Macht zu erbringen. Darauf sandle die Regierung ein Truppenautgebot von 13 000 Manu unter Führung des Obersten Deetsen nach Berlin. Hier zogen die Truppen am Samstag durch die Potsdamer Straße, Leipziger Straße und Wilhelm- straße vor die Rüchskanzlei, wo sie Halt machten. Gleich darauf erschien Volksbeauftragter Ebert und hielt eine Ansprache Auch der Oberkommandierende Noske ergriff dabei das Wort. Das Hauptquartier des Spartakus. Ter abgesetzte Polizeipräsident Eichhorn ist mit seinem Stabe vom Polizeipräsidium nad) dem Grundstück derBötzowbrauereiinder Prenzlauer Alln übergesiedelt, das von den Spartakusleuten festungsartig ansgebaul worden war. Dort haben auch Rosa Luxe mbürg und Karl Li eb- knecht ihr Hauptquartier mi"geschlagen. Rosa Luxemburg, die in dem Vorort Südende wohnt, ist am Freitag bei ihrer Ankunft auf dem Bahnhof von Gymnasiasten verprügett worden. Tie Sicher- heitswehr von Südende griff ein und erteilte den Jungen einige Ohrfeigen. Tas Publikum aber nahm gegen Rosa Luxemburg Partei. Tie Bötzowbrauerei liegt unter dem Feuer der Regierungs- trnppen, so daß alle angrenjertben Straßen für den Verkehr gesperrt sind. Tie Kampftaktik der Spartakisten. Berli n, 11. Januar. (WTB.) Die Kampf- methode bet Spartakisten gleicht durchaus der rnssi- ffben, sie ist außerordentlich blutig und feige zugleich. Die Taktik der Spartakusleute» besteht darin, Frauen und Kinder dann vor die Maschinengewehre zu treiben, wenn es dem Gegner gelingt, ihnen auf den Leib zu rücken. Sie haben! tatsächlich in vielen Fällen, wo die Regierungstruppen dabei waren, ihnen auf den Leib zu rücken, von dieser erbärmlichen Methode Gebrauch gemacht. Auch beim Anmarsch benutzen die Spartakisten Frauen und Kinder als Deckung. In den Stadtteilen, aus denen die Spartakisten bis jetzt noch nicht vertrieben sind, haben sie eine Schreckensherrschaft auf der Straße errichtet. Sie halten die Passanten an, untersuchen sie auf Geld und Wertsachen und rauben beides. Spandau von ReqierungStruppen umstellt. Snanbau, 11. Jan. (WTB9 Die Stabt ist von Regierungstruppen völlig umstellt. Es ist mit Sicherheit anzunehmen, daß nach den gestrigen Erfolgen, die zur Zurückeroberung des Rathauses und eines Teiles der besetzten Werkstätten führten, die Regierung schon in den nächsten Stunden wieder est über die ganze Stabt verfügen kann. Die Ausschreitungen der Spartakisten in Düsseldorf. Düsseldorf, 10. Jan. (WTB.) Tie aufs höchste gesteigerte Empörung der Bürger- chaft über das Treiben der Spartakisten und ihver Anhänger zeigte sich heute in zwei ungeheuren Kundgebungen, die von der demokrattschen Partei und den Mehrheitssozialisten veranstaltet wurden. Zu Zehntausenden hatten sich Bürger und Arbeiter der Stadt, darunter viele Frairen, eingeftinden. Durch die Stabt bewegte sich ein fast endloser Zug. Ms die Spitze des Zuges den Bahnhof erreichte, richteten die Spar- takisten ein Maschinengewehr aiifdte Mengeund feuerten. Es gab Tote und Vec- UAmbete. Schon vorher waren vereinzelte Schüsse gefallen. Die Bürger strömten panikattig ausetn- anber, da es keinen Schutz gab. Das Gcwehcfeuer hielt an. Ein Panzeraittomobil und Wagen der Spartakisten mit Maschinengewehren eröffneten von verschiedenen Stellen aus auf die Passanten das Feuer. Die Schießerei bauerte über eine Stunde «und flackerte hie und da wieder auf. Die Spartakisten hatten verschiedene Straßen und Zugängg Mm Volkshause abgesperrt. Wieviel Opfer die Schießerei gefordert hat, läßt sich noch nicht ab» sehen. In der Stadt herrscht eine gewaltige Aufregung. Die durch den Volksrat heute nachmittag an- gekündigte Entwaffnung des Freiwilligen-Regi- mentes ist nicht durchgeführt worden. Heute abend finben Versammlungen der Spartakistenanhänger statt. T ü s fc l b o r f, 10. Jan. (WTB.) Bei dem heute anläßlich der Temonsttationsversammlungen der demokratischen Partei und der Mehrheitssozialisten von, den Spartakisten verübten Ueberfall wurden, soweit bisher festgestellt werden konnte, sieben Personen getötet und 15 verletzt. Die Gefährdung der Ostmark. Breslau, 11. Jan. (WTB.) Wie aus Pofen unter polnischer Zensur mitgeteilt wird, ist vorgestern durch den Obersten polnischen Volksrat der Anschluß Posens an die polnische Negierung proklamiert worden. Dieser Volksrat hat das Amt des Oberpräsidenten und des Regierungspräsidenten dem Rechtsanwalt v. Trampczinsky über- tragen und über die Einführung der polnischen Sprache in den Schulen, die Uebernahme der höheren Behörden sowie über die Regelung der Ein- und Ausfuhr von Lebensmitteln besondere Anordnungen in Aussicht gestellt. - Der Volksrat Breslau, Zentralrat für die Provinz Schlesien, betont dieser Meldung gegenüber, daß die Provinz Posen nach wie vor einen Bestandteil des Deutsches Reiches bildet und daß mit Einverständnis der preußischen Regierung in Berlin der Oberpräsident der Provinz Schlesien bis zur endgülttgen Regelung zugleich als Oberpräsident für die Provinz Posen zu gelten hat und daß der Regierungspräsident von Breslau den Regierungsbezirk Posen mit verwaltet. Jur Durchführung dieser Aufgabe wird der schlesischen Regierungsstelle das Freiwilligen-Korps Schlesien zur Verfügung gestellt. Mackensen. Budapest, 11. Jan. (WTB.) Ein Telegramm des „Villas" meldet, daß Mackensen in Temesvar interniert wurde. Die Zriedemlsnserenz. Brest, 11. Jan. (WTB.) Havas. Der Kreuzer „George Washington" ist hier mit den Delegierten der Regierung der Bereinigten Staaten und Chinas zur Friedenskonferenz an Bord eingetroffen. Die Delegierten sind nach Paris weitergereist. London, 11. Fan. (WTB.) Havas. Lloyd George wird heute in Paris erwartet. Das interalliierte Kabinett wird am Sonntag nachmittag im Ministerium des Aeußern zusammentreten. London, 10. Jan. (WTB.) Reuters Korrespondent in Paris meldet: Wilson wird heute eine Gesamtsitzung aller amerikanischen Friedensdelegierten abhalten. Der amerikanische Entwurf für den Völkerbund liegt vollständig vor. Die erste Sitzung der interalliierten Lebensmittelkommission wird morgen stattfinden. London, 12. Jan. (WTB.) Reuter. Der „Rational News" wird von ihrem Pariser Korrespondenten gemeldet, daß der französische Generalstab auf der Friedenskonferenz die dauernde Verbannung des Kaisers, des Kronprinzen und aller anderen männlichen Mitglieder der deutschen Kaiserfamilie verlangen werde. Aushebung der Blockade? Genf, 11. Jan. Die „New Pork World" meldet aus Paris: Die Alliierten sind nunmehr geneigt, die Blockade gegen Deutschland aufzuheben, um die Bekämpfung des Bolschewismus zu erleichtern. Das neue Kabinett Lloyd Georges. London, 11. Jan. (WB.) Reuter. Die heuttgen Abendblätter veröffentlichen die Zusammenstellung des neuen Kabinetts: Premierminister Lloyd George, Lordfiegelbewahrer und Führer des Unterhauses: Donar Law, Führer des Oberhauses: Lord Curzon, Minister ohne Portefeuille: Erie Geddes, Lordkanz- ler: Frederic Smith, Inneres: Shortt, Auswärtiges: Balfour, Kolonien: Lord Milner, Staatssekretär für Krieg und Lustfahrwesen: Church i ll, Unterstaatssekretär im Luftministerium: Generalmajor See In, Landwirtschaft: Prothero, Unterricht: Fisher, Minister für Munition (später Minister für Versorgung): Weir, Staatssekretär für Indien: Montagu, Unter- staatssekretär für Indien: Sir D. P. S inha (der erste Indier, der Mitglied der britischen Regierung wird), Admiralität: Lang, Handelsamt: Sir Robert Stanley, Lebensmittelkontrolleur: G. A. Robert (Arbeiter- partei), Schiffahrt: Sir Joseph Maclay, Arbeitsminister: Sir R. S. Horne, Pensionen: Sir Laming Worth in gton-Svans.Wiederaufbau: Sir Auckland Geddes, Schatzkanzler: Austin Chamberlain,Lord- Icutnant von Irland: Feldmarschall French, Erster Sekretär für Irland: John Macpherson. Das Kriegskabinett wird vorläufig weiterbestehen. Ts ist geplant, ein Ministerium für Wegebau und Verbindungen unter Sir Eric Geddes zu errichten. Unterstaatssekretär für auswärtige Angelegenheiten Cecil Harmsworth, Prothero und Weir sind in den Peer- stand erhoben worden. Eine richterliche Nngeheuerlichkeit in Frankreich. Paris, 11. Jan. (WTB.) Havas. Das Kriegsgericht verutteilte den Deutschen Holtz, Sekretär der deutschen Gesandtschaft in Abessinien, und seinen Untergebenen, den Oesterreicher Em erlich, zu lebenslänglicher Festungshaft. Sie hatten 1917 versucht, mit von ihnen ausgehobenen Eingeborenen, truppen in die französische Kolonie von Djibutt einzudringen, und waren von französischen Truppen in die Flucht geschlagen worden, die Holtz und Emerlich gefangen nahmen. Das Wahlergebnis in Württemberg. Stuttgart, 13. Jan. Wahlergebnis. Bei der gestrigen Wahl zur verfassungsgebenden Landes- vsrsammlung haben von 1446580 Wahlberechttg- ten 1316068 ihre Stimmen abgegeben. Gültig waren 1313326 Stimmzettel, ungültig 2740. Es entfallen auf unabhängige sozialdemokratische Partei 40622, Zentrum 273192, Bauernbund 75756, Weingärtnerbund und kleine Landwirte 35255, Landwirte Oberschwaben 5743, Deutsche demokratische Partei 328 555, Sozialdemokratische Partei Württemberg 452450, Deutsche Friedenspartei 4027 und Württembergische Bürgerpartei 97726 Stimmen. Somit erhalten Sitze: die Unabhängigen 4, das Zentrum 31, der Bauernbund 10, die Württemberger Weingärtner und kleinen Landwirte 4, die Landwirte Oberschwabens 0, die Deutsche demokratische Partei 38, die sozialdemokratische Partei Württembergs 52, Deut che Friedenspartei 0 und die Wüttembergische Bürgerpartei 11. Das Ergebnis aus der Gemeinde Münchingen, Oberamt Leonberg, steht noch aus, ändert aber an bett Resultaten nichts. Die Wahlen zur bayerischen Nationalversammlung. München, 12. Jan. (WTB.) Die Wahlen zur verfassunggebenden bayerischen Nationalversammlung fanden heute in ganz Bayern unter außerordentlich starker Beteiligung statt. Die Negierung hatte auch Vorsorge getroffen, dcch bas Wahlgefchäst ohne Störung vor sich gehen konnte. Die Wahl resultate von München werden erst im Lause des Montag Vormittag festgestcllt werden können. Die badische Nationalversammlung ans 15. Januar einbcrrrfcn. Karlsruhe, 9. Jan. Die badische vorläufige Volksregierung verordnete mit Gesetzeskraft: 1. Die Mandate der Mitglieder und Abgeordneten der Kammern aller Stände sind erloschen. 2. Die am 5. Januar 1919 gewählte verfassunggebende National- Versammlung wird hierdurch auf Mittwoch den 15. Januar 1919, vormittags 10 Uhr, nach Karlsruhe in das Ständehaus einberufen. Ein badisches Volksheer. Karlsruhe, 11. Jan. (WTB.) Tie badische vorläufige Volksregierung gibt bekannt, daß die badische vorläufige Volksregicrrmg und Landes- Versammlung der Arbeiter-, Bauern-, Volks- und Soldatenräte beschlossen Hoden, so'ort die Grundlage eines badischen Volks Heeres zu schoffen. Sie erklären dabei, daß sie in bester Fühlungnahme mit dem Reiche in Zukunft ein eigenes badisches Kontingent verlangen. Es mer- deu zunächst Freiwilligetibotaillone des badischen Volksheeres in Heidelberg imb Bruchsal aufgestellt. Tiefe Bataillone ftckleu gleichzeittg Wehr, ba tailloTtc zur Ausbildung von Gendarmen, Schutzleuten und.Grenzaussehern, aber auch von künftigen Unteroffizieren und Offizieren des bnbi- schen Volksheeres sein. * Eine Neuregelung der Offiziersstellung in Bayern. München, 11. Jan. (WTB.) Der Lanüessoldatenrat erläßt folgende Bekanntmachung an alle Soldaten- und Kasernenräte der bayerischen Armee zur so< fortigen Bekanntgabe an die Truppen: Der Ministerrat hat grundsätzlich im Einvernehmen mit dem Vollzugsausschuß des Landessoldatenrats beschlossen: 1. Der Erlaß, nach welchem die Offiziere wieder nach dem Friedensstand cinzu- teilen sind, tritt außer Kraft. Es bleiben nur so viele -Offiziere im Dienst, als zur Führung der Geschäfte nötig siird. 2. Die Offiziere bleiben nur so lange im Dienst, als sie von den Soldaten bestätigt werden. Die Offiziere sind dann erst bestätigt, wenn sie drei Fünftel aller Stimmen erhalten. Nichtbestätigte Offiziei-r werden von dem Soldatenrat dem Minister für militärische Angelegenheiten zur Entlassung gemeldet, der im Benehmen mit dem Vollzugsausschuß des Soldaienrats endgültig entscheidet. Die ausscheidenden Offiziere er» halten ihre Bezüge außerhalb der Kaserne. Diese Bezüge gelten für die Offiziere nicht länger als für die Mannschaften. 3. Die alten Gradabzcichen werden durch einfachere republikanische Abzeichen ersetzt. 4. Den Offizieren ist das Waffentragen nur noch im Dienst gestattet, außerhalb des Dienstes tragen die Offiziere bürgerliche Kleidung. 5. Diejenigen Offiziere, die nachgewiesenermaßen an der Einrichtung einer Nebenkommandantur beteiligt waren, werden nach dem Antrag des Regie- rungsvcrtreters Scheid zur Verantwortung gezogen. Hessen. Zur Einigimg des Bürgertums. Die Deutsche Volkspartei in Hessen teilt uns nachstehende schriftlickre Antwort der Demokratischen Partei (datiert vom 28. Dezember 1918) auf den Vorschlag der Verbin-- dung sämtlicher bürgerlichen Liften (vom 21. Dezember 191g) mit: a) Nach der amerikanischen Besetzrmgszonr. | di« Wagschale werfen Können. Heute reiße man sich e Zone umfaßt: 1. den OPD. Trier (ausge- nun um die Stimmen der Frauen, weil man auf deren Diese Zone umfaßt: 1. den OPD. Trier (ausge nommcn Merzig, Birkenfeld, Oberstem und Gebiet südlich dieser Orte); 2. den linksrheinischen nörd- Letzte Nachrichten. NoSkc über die Maßregeln der Negierung. _ ^Die Deutsche Demokratische Partei in Soffen verkennt die Bedeutung der Grürrde "nicht, die Sie in Ihrem gefälligen Schreiben vom 21. ds. Mts. tüt Ihren Vorschlag zur Verbindung der Wahllisten anführcn. Sie ist jedoch der Meinung, das; der angestrebtc Zweck durch die Verbindung der Listen aller nühtsozialdemokcatischcn Listen nicht erreicht wird, sondern daß vielmehr eine derartige Koalition viele linksstehende Wähler direkt ins Lager der Sozialdemokratie treiben würde. Eine Bindung mit den Listen ganz rechtsstel-cnder Parteien könnte jedenfalls nicht in Frage kommen. Der Parteioorstand ist dagegen bereit, wegen einer Verbindung mit Ihrem Wahlvorschlag in Verhandlungen einzutrcten. Allerdings ist hierzu die Zu stimmung des Hauptvorstandes der Deutschen Demokratischen Partei in Berlin erforderlich." Die Lage in Düsseldorf. .Düsseldorf, 12. Ian. (WTB > Ter Ar. berterrat har bis am iveitres alle öflentlichen -rstraßenkundgebungen. gleichviel \ machen sei - 3n der Debatte erklärte sich der Mehrheitssozialist Mann im allgemeinen als mit den Un> - abhängigen einig gehend, nur vermisse er bei den Un- : abhängigen eine klare Scheidung gegenüber den Spar» takisten. - 3n ihrem Schlußwort glitt aber die Re- . ferentin über diesen Punkt mit der Bemerkung hin» weg, daß die Front der Unabhängigen nicht nach links, sondern nur nach rechts gerichtet sei. ** Die Deutsche dem akratische Partei hält Dienstag den 14. Januar 1919, abends 8 Uhr, im „Fürstenhof" eine öffentliche Versammlung ab. ** Die deutsche Dolkspartei hä t eine öffentliche Versammlung der wahlberechtigten Jugend Gießens am Mittwoch den 15. Januar, 8 Uhr, im Fürstenhof ab. * Matthäus-Frauen-Derein. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich, findet heute abend ein Vortrag von Frau Prof Kahle über „Die Wahlpflicht der Frau" im Markussaal statt. Landkreis Gießen. ’Ot, Hungen, 11. Ian. Bei einer gestern im hiesigen Jagdrevier abgehaltenen Treibjagd, an der sich etwa 20 Jäger und etwa 8 Treiber beteiligten, wurden 50 Hasen zur Strecke gebracht. Bei früher abgehaltenen Treibjagden war das Resultat ein weit geringeres. *' Londorf (£).), 10. Jan. Am vergangenen Sonntag wurde der Bri-fttäger Konrad Höchst hier zur letzten Ruhe getragen. Höchst, der sich allgemeiner Beliebtheit im ganzen Lumdatal erfreute, fuhr in früheren Jahren die Personen-Post Gießen-Lon darf-Grünberg und war zuletzt Briefträger in Londorf. Am Grabe gedachte Pfarrer Hofmann und Postamtsvorsteher Bergmann seiner in ehrender Weise. Kreis Schotten. 8k. Schotten, 11. Jan. KreisdirektorDr.Merck, der seit September 1915 als Kreischef bei der Deut- chen Iivilverwaltung in Polen beschädigt war, erhielt nach seiner Rückkehr, obwohl aus seinem bisherigen Dienstverhältnis vom Reich noch nicht ent- lassen, durch das Ministerium des 3nnern in Darmstadt den Auftrag, die Abänderung der heff. Der- waltungsgesetze (Kreis-, Städte- und Landgemeinde- ordnung usw.) nach den Gesichtspunkten oorzuberei- ten, die sich aus den Anttägen der Parteien bei der letzten Tagung der Zweiten Kammer besonders bezüglich der Wahlen ergeben. (Er wird deshalb zu- nächst hiermit und mit Aufstellung der entsprechenden Gesetzentwürfe beschäftigt sein, wobei er wenigstens ürs erste feinen Wohnsitz in Schotten beibehalten kann. — Mit Führung der Geschäfte des Kreisamts Schotten blieb deshalb Kreisdirektor Muhl weiter als Vertreter beauftragt. Kreis Wetzlar. = Wetzlar, 12. Ian. Auf dem hiesigen Bahn- Hof wurde ein gefährlicher Diebstahl ansgeführt, indem eine Kiste mit zahlreichen Flaschen Morphium gestohlen wurde. Feststellungen zufolge gelangten auch Kinder in den Besitz solcher Flaschen. Hochschrrlnachrichten. hl. Marburg, 13. Ian. Am schwarzen Brett der Universität sind seit heute zwei Anschläge ange- heftet, von denen der eine auf die Schwierigkeiten hinweist, denen die Regierung Ebert-Scheidemann ausgesetzt ist, während der andere zur Bildung eines Freiwilligen-Bataillons auffordert, welches hier in der Heimat Verwendung finden soll zur Sicherung der Wahlen zur Nationalversammlung und ernerhin zur Unterdrückung bolschewistischer Unruhen. Es wird ausdrücklich betont, daß das Freiwilligen-Bataillon keinen reaktionären Besttebun« gen dienen soll. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik tehenden Artikel übernimmt die Rrt>aktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Nächtliche Nuhcstöruug. Die Anwohner der oberen Kaiserallee werden fast täglich in den frühen Morgenstunden von vom Tanz- boden heimkehrenden Soldaten und Mädchen durch lautes Singen und Iolen auf der Strafte belästigt. Hoffentlich gelingt es den Sicherheitsorganen der Stadt (Rieften recht bald, diesem groben Unfug wirk- am entgegenzutreten, so daft auch in der Kaiserallee der friedliche Bürger nach den überstandenen Stra- vazen des Krieges seine wohlverdiente Nachtruhe inden kann. in Luxemburg B rüssel, 11. Januar. "WTB.) Reuter intb Aavas melden vom 9. Januar: 3n Lurembura m StoatJfhtiiö erfölflt. Der Führers liberalen Partei, Brasseur, brachte bei Beginn ter Kvmmersttzung eine Tagesordnung ein, in bei e vlbietzung der Dynastie beantragt wurde Ter Füb- lllkur zu schützen. Das deutsche Land und die deutickten Brüder im Osten dürfen die im 0^ flri,na °i"° »Md- ** Personalnachrichten. 3n den Ruhestand verseht wurden auf ihr Nachsuchen: Arn 4. De-ernber 1918 der Oberbahnassistent Philipp Beisiegcl zu Worms; am 14. Dezember 1918 der Oberbahnassistent Friedrich Appel zu Fulda, der Werkführer Heinrich lleberle zu Mainz, der Lokomotivführer Georg Helfmann zu Darmstadt und der Lademeister Philipp Friedrich Michel zu Mainz, sämtlich in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft, vom 1. Januar 1919 an. — Durch Entschließung des Mini- teriums für das Bildungswesen wurde Dr. Ernst Berl zu Wien vom 1. April 1919 an zum ordentlichen Professor für Chemische Technologie und Elektro- chemie an der Technischen Hochschule zu Darmstadt ernannt. **ArbeiterverkehrGießen-Grün- berg und Gießen- Huu gen. Auf die unter tzem 8. Dezember v. I. vom Arbeiter- und Soldatenrat an die Eisenbahndirektion gerichtete Eingabe um Abänderung der Besördermigszeiten für die dem Arbeiterverkehr dienenden Züge der Strecken Gießen—Grünberg und Gießen—Hungen teilt, wie uns vom Arbeiter- und Soldatenrat beruhtet wird, die Eisenbahnbirektion mit, daß vom 13. Januar ab Aenderungen eintreten, die den Wünschen entsprechen. Auf den Bahnhöfen ist hierüber nähere Auskunft zu erhalten. ** Auflösung des Gefangenenlagers. Das Gefangenenlager, in dem noch zirka 150 Russen mit Reinigungsarbeiten beschäftigt sind, gilt als aufgelöst. Es wird als Ouarantänelager für 4000 aus der Ge- angenschaft ab Mitte Februar zurückkommende deutsche Unteroffiziere und Mannschaften eingerichtet. Diese werden je etwa 14 Tage im Lager bleiben und dann ihren Ersatztruppenteilen zur Entlastung überwiesen. Das Kriegsgefangenenlazarett wird für alliierte Kranke und Verwundete noch einige Zeit bestehen bleiben. ** Schwere Diebstähle. In der Nacht zum 11. Januar 1919 wurden, wie das Pottzeiamt mitteilt, gestohlen: I. Aus einem Lager 5 Z e n t n e r Margarine in zehn Kisten ä 25 Kilogramm verpackt im Wert von 1000 Mk. II. Am 11. Januar aus einem Hause eine ziemlich schwere Geldkassette mit Inhalt. Die Kassette ist außen braun mit einem gelben Strich und innen rot gestrichen. Sie enthält: 1. 5000 Mk. in Kriegsanleihe in Stucken zu 2000 uno 1000 Mr. nebst Zinsscheinen: 2. etwa 200Mk. in Silber- und Nickelgeld und 130 Mk. in Pauer: 3. etwa für 300 Mk. Sammelmünzen, )arunter Jubiläumsmünzen von Kaiser Wilhelm II., Großherzog Ernst Ludwig und Phi- ipp dem Großmütigen, außerdem Taler, wie jer blinde König von Sachsen, Mansfelder Vergbautaler, Sieges-, Krünungs-, Frankfurter und Kurhessische Taler, Kaiser-Friedrich- Zweimarkstück, 1 goldenes Fünsmarkstück in einem kleinen metallenen silberhellen Täschchen mit Kettck>en: 4. drei Sparbücher der Bank für Handel und Industrie in Gießen: 5. ein Sparbuch der Altersgenossen von 1857: 6 Pachtverträge und Jnvcntarauftiahmen mit der Brauerei Jhring-Lich, Impfscheine und onstige Papiere. III. In letzter Zeit ein 24 Meter langer grauer Gummi- Ichl auch nut Messingverschraubungen. Sach- dicnückie Mitteilungen nimmt die Kriminalabteilung entgegen. - nu ngen zur Verfügung gestellt werden. Düsseldorf, 12 .Jan. (WTB.) Ober. : bürgermeister Dr. Oehler erklärt bieMel- : düng der Agence Havas, wonach der Polizeipräsi- ‘ dent (Beirat) und der Bürgermeister von Tüssel- ■ dorf sich in den Sckmv der belgischen Be- । satzung begeben bäten und dort die Besetzung der Stadt Düsseldorf beantragt hätten, für un- t wahr. Er habe den von ben Belgiern besetzten 1 Stadtteil lediglich ausgesucht, um der von dem Spartakusbund an gebrüht en Festnahme als G^eid Zu entgehen, da im besetzten Gebiete die Gewähr 1 für die persönliche Sickurl-eit no-1) -'t'tjtr.v fd; das- 1 selbe habe einen Tag später der Polizeibczernenli getan. Es hätten hierüber mit der belgifdxn Behörden keine Verhandlungen [tätige u.iben, noch sei bei diesen der Antrag auf Besetzung der Stadt Düsseldorf gestellt worden. Rick, ig sei nur, daß die belgischen Behörden über die revolutionären Vorgänge in dem neutralen Gebiet Bericht verlangt hätten und durch bie Tageszeitungen genau über alle Einzell-eiten unterrich.ck gewen seien. Düsseldorf, 12. Jan. (WTB. Gestern nachmittag 3 Uhr ist bie g e[a m t e $ o ft b e a in > tenfcbait in ben Ausstand getreten. Infolgedessen ruhte der gesamte Post-, Telegraphen- und Fernswechverkehr. Wie wir erfahren, soll der Streik als Protest gevn baj V rre en e? S rar, taknsbunbes beschlossen w r.en sein. Nnch- bem dieser die Erklärung abgegeben hat e. baß er die Waift-n abliefern und die Polizei ivieder ein» setzen und bewaffnen werbe, ist heute früh der Verkehr wieder aufgenommen worden. Berlin, 11. Jan. Don unterrichteter Seite wird uns mitgeteilt: 3n Düffeldorf haben Spartakus- anhänger bürgerliche Demonstranten überfallen und zerstteut. Hierauf sind englische Truppen und Panzerautos erschienen und haben die Ordnung wiederhergestellt. Düsseldorf ist von den (Eng ländern besetzt. Wahlergebnis zur bayerischen Nawna Versammlung. München, 13. Jan. (WTB.) Nach ben bis heute vormittag 9 Uhr vorliegenden wenigen Teil- refnltaten ber gestrigen Wahl zur bayerischen Nationalversammlung wurden bis jetzt an Stimmen abgegeben: Bayr. Bolkspartei 262 891, Teittscke Volkspartei 196 883, Sozialdemokratische Partei 312 011, Mittelstandspartei 1324, Unabhängige 31241, Bauernbund 81 526. München (Stadt): Deutsche Volkspartei 56 827, Bayerische Volkspartei 73 995, Sozialdemokratische Partei 136 860, Unabhängige 15 121. Münch en (Land): Deutsche Volkepartei ■3053, Bayerische Volkspartei 7228, Sozialdemokratische Partei 13 953, Unabhängige 324. Regensburg: Bayr. Volkspartei 14 303 Deutick>e Volkspartei 3875, Sozialdemokraten 9372, Unabhängige 183, Bauernbund 26, Mittelpartei 96, Bund der Unteroffiziere 225 Würzburg (Stadt): Bayerische Volkspartei 17 762, Sozialdemokraten 14 875, Deutsche Volks- Partei 10 886, Unabhängige 182. Au gsburg: Deutsche Bolkspartei 15 671, Bayerische Volkspartei 22 900, Sozialdemokraten 34 250, Unabhängige 425. Einige Bezirke fehlen noch. Nürnberg: Deutsche Bolkspartei 56 080, Sozialdemokraten 96 516, Bayerische Vollspartei 24 701, Unabhängige 10 409. Die Ablieferung der dcntschen Flotte. London, 11. Jan. (WTB.) Reuter erfährt, daß das neue deutsche Schlachtschiff „Baden", dessen Uebergabe von der Admiralität an Stelle des noch nicht fertige [teilten „Mackensen" gefordert wurde, ordnungsmäßig abgenommen, in Scapa Flow zur Ablieferung gelangt ist. Die alliierte Kom- Mission, welche die deutschen Häfen besüchtigt hat, teilt mit, daß die de u t s ch e D e m o b il- nachung zur See in zufriedenstellender Weise fortschreitet, obgleich die Lage ooller Schwierigkeiten ist. Die Art und Weise, wie die deutschen Kriegsschiffe von ihren Bcsatzun gen seit dem Ausstand der Flotte vernach- ässigt iinb, ivürbc allein genügt haben, um die in Deutschland verbliebenen Schiffe in hv-- )em Maße unbrauchbar zu machen. Die Ztom- miftivn hat sie aber noch mehr kampsunsähig gemacht, indem sie die Fortsck-affung der Geschütze, Munition und anderen Zubehörs forderte, die unter Kontwlle der Alliierten in untergebracht wurden. In Kiel, Wilhelmshaven und den arideren großen Dafen ist die Demobilmachung praktisch be- mdet. Von 170 unvollendeten Unterseebooten, ne m Deutschland gefunden wurden, bestand rer Rumpf nur aus einem Gerippe. Von 60 n fertiggestelltem Zustande angetroffenen Untenecbooten verlassen 16 Deutschland am 12. Januar, um der britischen Marine über- geben zu werden. Die Pwklmniernng der Republik welcher Seite sie ausgehen, verboten. Der Vollzugsausschuß ordnete an, daß die Hotels am Hauptbahn Hof, gtoixtl, Bristol, Bahn Hof: h^:el svn4e Brcitcnbacher Hof, aus denen angebii-l) geschoßen worben fein soll, geschloßen und in Anbetracht der schlechten Wohnungc ve. hälttnsse für K l e i n w o h - lieben Teil des Bezirks Colüenz bis zur Linie Boppard, Simmern, Buchenbeueren einschl. Brückenkopfgebiet von Coblenz. Zugelassen: Verschlossene Briefe in dringenden persönlichen und in allen Geschäfts-, Geld- und VerwaltungSangelegen- heitcn, Zeitungen, Drucksachen, Postanweisungen und Wertbriefe. b) Nach der französischen Zone, ausgenommen Maß-Lothringen. Sie umfaßt alle besetzten dcut- .Äh2n Gebiete südlich der amerikanischen Zone, ferner das Brückenkopsgebiet von Main? und vom Brückenkopfgebiet Coblenz den Kreis St. Goarshausen unb Unterlahnkreis. Zugelassen: Pakete mit Lebensrnitteln ohne anderen Inhalt und ohne schriftliche Mitteilungen. o) Nach der Rheinpfalz sind wieder zugelassen auch Wert- und gewöhnliche Pakete. **2Ius bcmStabttfteaterbureau. Nochmals ei auch an biefer Stelle darauf hingewiesen, baft bie heutige Aufführung von „Der Kaufmann von Venedig- aufter Abonnement und zu Dolkspreisen tatlfindet. - Da in letzter Seit verschiedene Dieb- tähle an Garderobegegenständen der Zuschauer tattgefunben haben, wird von jetzt ab eine besondere Kontrolle durch geschulte Organe in den Umgängen ausgeübt werden. ** Don der Deutschen Demokratischen ')artei aus fand am Donnerstag im Fürstenhof eine Versammlung statt, zu der sie bie Untereftiziere mit ihren Angehörigen emgelaben hatte. Der Dor- itzenbe, Herr Profeffor Michel, begrüftte bie sehr zahlreich besuchte Versammlung, worauf der erste Redner, Herr Lehrer Fischer, die Ursachen des Zusammenbruchs unserer Front schilderte. Unser Heer sei ben Folgen einer elenden Politik erlegen •Darauf entwickelte er in großen Zügen das Pro- gramm ber Demokratischen Partei, bereu nationale Aufgaben er befonbers hervorhob. Der zweite Reb- ner, Herr Lizentiat Herpel, gab in großen Umrissen eine Geschichte des liberalen Gedankens, der es sich zum Ziel setzte, aus den Untertanen Staatsbürger Zu machen. Hierauf legte er eingehend dar, in welcher Weise die Wehrkraft des neuen Deutschlands in Form einer auf demokratischen Prinzipien beruhenden Heeres- Verfassung, etwa im Sinne ber Schweizer Miliz aus- gestaltet werden müsse. Zuletzt besprach Herr Sanitäts- rat Dr. Honigmann die Stellung der demokratischen zu den rechts unb links von ihr stehenden Parteien Die Ausführungen der Redner fanden allgemeine Zu^ Hmmung unb großen Beifall. Einwendungen erhob vom sozialdemokratischen Standpunkte Herr Stephan worauf Herr Herpel und der Vorsitzende ant-' warteten. •• 3n der von der hiesigen Unabhängigen ozialdemokratischen Partei zu gestern nachmittag nach bem „Fürstenhof- einberufenen Frauenver- ammlung, die übrigens zum weit überwiegenden Teile von Männern besucht war, sprach Frau Schulze- Frankfurt über „die bevorstehenden Wahlen und die Frau- Sie führte u. a. aus, daft die bürgerlichen Parteien bisher bie Frau als politisch unreif unb mit den „Odioten" gleichstehend behandelt hätten Aber Zweifel- los wäre man an jenem 4. August 1914 nicht so leichten Herzens in den Krieg eingetreten, wenn damals die .trauen schon das Gewicht ihrer Stimmen hatten in 3ndifferentismus spekuliere. Aber bei der Wahl sollten die Frauen daran denken, wer die Schuld an unserem jetzigen Unglück trage, sür das übrigens auch die Mehrheits - Sozialdemokratie mitverantwortlich zu Trotzdem wurde, so schreibt uns die Deutsche Bolkspartei, von uns noch einmal am Freitag den 3. Januar eine Besprechung der Vorstände der bürgerlichen Partcttn vcr anlaßt, um, wenn möglich, in mündlicher Rücksprache die demokratische Partei zu einer anderen Haltung zu bringen. Aber auch in Lieser Rücksprache verharrtedieDemo- Tratte auf ihrer ablehnenden Haltung. Die Deutsche Dolkspartei (ftüher National- kiberale Partei) hielt, wie sie uns schreibt, in ben letzten Tagen an einer großen Anzahl von Orten Wählerversarnrnlungen ab, bie alle sehr gut besucht waren. Die Ausführungen ber einzelnen Redner fanden besonders in den Hauptfragen, die im Mittelpunkt des jetzigen Wahlkampfes stehen, ber Stellung feer Partei in nationaler Hinsicht unb zur Frage ber Trennung von Staat unb Kirche Zustimmung unb Anerkennung. Don ben allgemeinen Fragen erregten befonbers bie über bas Wesen ber Verhältniswahl und die Parteien, die in den Wahlkampf Ziehen, großes Interesse. So war es fast nirgends bekannt, baft bie beutsch-nationale Volkspartei mit ber hessischen Dolkspartei eine ganz anbere ist, als die deutsche Volkspartei, baft bie beutsch- nationale Volkspartei im Reich ebenso wie bie hessische Vo kspartei bie bisherigen Konservativen unb Antisemiten umfaftt, während die deutsche Dolkspartei aus der bisherigen nationalliberalen Partei hervorgegangen ist. Auch über die Ansicht vieler Frauen auf dem Land, sie brauchten nicht zu wählen, bas sei Sache ber Manner, würbe lebhaft Klage geführt. Aus Stadt unö Land. G ießen, den 13.Januar 1919. Gültige Lebensmittelmarken für die 3. Woche vom 13.-19. Januar 1919. Drot: 2250 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl. Brot pro Klg........45 cutclbeförbcnnig zwischen F-rankmrt a M und Mainz Es sind zugelassen nach Rheinhessett und Brückenkopfgebiet von Mainz gervöbnliche und erngrschriel'ene verschlossene Bnefsendungen einsckü. Postkarten, Drucksackten und '-T&tmwrobcn in Angelegenheiten des Handels, der Znbustrte, bc-< I Geldverkehrs und der Vermalrmig ■ Dienstbriefe' Verboten sind alle anderen Sendungen, ins- : besondere Privatbrief e und Zeitungen. Im weiteren sind noch folgende Erleichterungen für den Verkehr aus dem unbesetzten Deutschland und) besetzten Gebieten cingttreten. MtzHMW de» Pvsvinz-Vauernrates. Gießen, 13. Januar 1919. Um 4. Januar faub in ©tefecn eine Sitzung des Provin--Bauernrates statt. Aus der Tagesordnung stcmden folgende Punkte: 1. Stellungnahme zu dem Beschluß in Tarmstadt, Unnvand- lung der Artriter-, Bauern- und Soldatenräte in Volksräte bctre fcnb. 2. Antrag auf Höchstpreise für Brennholz. 3. dlbbau der ZincvrgswirtsckZast. 4. Hausschlachtrmgen. 5. Achtstundentag in der Landwirt, chaft. 6. Anträge und Wünsche. Mit den gleichen Fragen hatte sich tags zuvor eine Versammlung der Ortsbauernräte und des Kreis- Bauernrates für den Kreis Gießen beschäftigt und diese im gleichen Sinne nrie der Provinz- Bauern rat erledigt. Zu Punkt 1 wird folgende Resolution angenommen: »,Der Bauernrat für die Provinz Oberhessen sieht keinen Grund ein, warum eine Umwandlung der Bauern-, Arbeiter- und Soldaten rate in Volksräte vorgenommen werden soll. Ter Arbeiter- imb Soldatenrat Gießen hat frd) auch schon geweigert, diesem Verlangen, ftettyu geben. Unsere Bauernräte sind ja in der n^itmrs i'lberwiegenden Zahl der Gemeinden and) Volksräte, da sie sich aus allen Schichten der Bevölkerung zusammen setzen. Es wird der Rat erteilt, an der bewährten Einrichtung der Dauernräle sest- uibalten und da, wo fi>[d>c noch nicht bestehen sollten, ihre Wahlen baldigst vornehmem zu wollen. Wir empehlen daher den Bauerirräten in Ober- l>essen, bei von irgendeiner Seite beabsichtigter Umwandlung der Bauen'», Arbeiter- und Sol- datcnräte in Bolksräte sich passiv -u verhalten." Zu Punkt 2 loird nadLtehender Beschluß einstimmig gutgeheißen: „Ter Preis für Brennholz hat infolge Mangels an Kohlen, der Verarbeitung des §>ÄM tmf 8<$MoTe und Verwendung desselben zu Heereszweckcn eine ungesunde Höl)e erreicht. Es ist keine Aussicht Vorhanden, daß trotz des Aufhörens der HemeSlieserungen das Brennholz in diesem Jahre billiger )uirb. Gemeinden mit Waldbesitz haL>en seither Üjte Or!s<-iugelessei:en vor allzu hohen Preisen für Breunlwlz dadurch geschützt, daß sie nur diese zu den BrmmholzVersteigerungen zuließeir. Tie %ngel)üix|jen von Gemeinden jedoch, die keine Waldungen blitzen, finb dagegen geimmgxit, aus Versteigerungen des Staates, der woldbesitz irden Gemeinden, der Standes Herren und Markgenvssensdxriten sich Holz $u Prxijen zu er- werbrir, die vielfach »richt im Einklang zu ihren Einnahmen stehen. Der Provinz-Bauenrrvt fordert deshalb die Kreis- und Ortsbauernräte auf, sich unverzüglich mit den zuständigen Siellen in Verbindung zu setzen zu dem Zweck, der Allgemein- heit, namentlid) bei Arbeitern, .Ha-ndwerkern und Kleinbauern, den notwendigen Bedarf an Brenn- lwlz zu sichern, und zwar zu Preisen, die mit dem Einkommen dieser Leute im Einklang stellt. Um dem Mawtel an Holzfällern abzul>cl en, dürste der Weg gangbar sein, solchen Leuten, die sich zu dieser Arbeit bereit erklären, einen Anteil an dem Holz zu ermäßigten Preisen zur Verfügung zu stellen," Punkt 3, Abbau der Zwangswirtschaft, wird eingehend besprochen. Mwi kommt zu dem Schluß, .daß, solange keine Einfuhr von Lebensmitteln stattckndet, an einen allgemeinen 2lbbau der Zwangswirtschaft noch nicht gedacht Herben kann. In nachstehender Resoluti-m wird baä Ergebnis der eingel-enden Aussprache nüder- gelegt: „Ter geschä tsführende Ausschuß des Piw- vinz-Bcmernrates wird ausge'ordert, mit den maßgebenden Stellen in Verbindung zu treten, um bat .«Wau wo ffe Ek«fkrS-rvng der Acht- hierzu reif ist, mit alten Mrttrin pr er- stundentags in der Sxmbtontfdxrft tritt all-- nnrten. gemein die Ansicht zutage, daß dieser in der Land- Außerdem gÄangen folgende Entschlrv- wirtschaft ein llnixng sei. Ta die Arbeitsfragot ^ugen cEmm.g zur Annahme: u. a. in den Ternopilmachungsausschüssen erledigt . haben fern Vertrauen zu den sich mit werden, wir empfohlen, daß die Kreisbauernröte! der Ernahrnng der Bevöskeruns befassenden La-n- da, wo sie in diesen Ausschüssen noch nicht oa> desst^Uen, Wrr sehen erst dann einer Besserung treten sind, je einen Sitz für einen landwirtschast- OttflSMit, wenn zu jeber Beratung dieser Stellen lichen Arbeitgeber itnb Arbeitnehmer l-erurtragen,. cniS jcbec mindestens drei Vertreter der Bei Punkt 6 werden folgende Anträge gestellte Landwrctsch.rft, die die Pravrnz-Bauerirräte er* 1. Cs soll durch die Kreisbauernrät- dahin ge- nemren, zugezog-n werden. wirkt werden, daß das Behüten der Kreisstraßen . Wrr sordern werter den Antritt von drei mit Schafen erlaubt wird, da sonst in vielen Ge- lMwwrrt।chastlrchen Vertretern in das Landes- meinden ein £wltm von Schafherden unmöglich ift^ ernahrungsamt, dre von dem Pwvinz-Bauernrwt 2. Es ist von den Kreisboueruräten bei den cnut?PtL.1PeT^ert: , maßgebenden Stellen darauf zu dringen, daß das o. Die Landes-Ger-, Gemüse- und.Heu- und Geld für abgÄieserte landwirtschastli cbe Erzeug- Srrohftellm sind sofort mifzulösen. T« übrigen nisse sofort nach der Abnahme zur Auszahlung! Landesstellen sind abzubanm. kommt. 4. Tie Rechnungsabschlüsse der KommunaSver- 3. Tie Kreisbauemräte und der Provinz-- bände und Landes stellen sind offenzulegen und in Bouernvot sollen, damit ihr Wirken auch öff-mtlich KreiEblättern zu veröffentlichen. , zutage tritt, daraus dringen, daß bei Bekannt- 5. Tie landossremden Mühlenrevisoren, such machungen der Kreis« und der Provinz neben der sofort zu entlassen und durch hessische Revisoren Gegenzeichnung der Arbeiter- und Soldatenräte zu ersetzen. Ter Mühlenzwang ist aufzuheben. auch eine solche seitens der Krrisbauenträte und 6, Tie in einzelnen Kreisen der Provinz seither des Provinz-Bauernrates erfolgt. arinde Praxis, daß von einzelnen .Metzgern Le- Zum Schluß verliest Sekretär Wagner ein Machtet und den übrigen nur der Fleischverkanff Schreiben des OberlEschenViehchmdelsverbandes- gesta^ wurde, ch aufzuhebem in dem mitgeteilt wird, daßdie Geheim s chlach- Betreifs der L>a u s schla chtung ist der tungen stark zugenommen haben und die Jleisä- Prvvrnz-Bcmemrat bei dem Rvrd^ernährungsamt Versorgung in Zukunft dadurch aufs stärkste gern Berlin und dem ßinbe?emäinmg:amt rn fährdel ist. Er bittet die AnwefendLi, bei der Be* Darni.stadt vorstellig gelvorien, daß als Schluß- kämpfung dieses Uebelstandes energisch mitzuwirken termrn der .vausschlachttrngen nicht der 31. Te- und reden befanm werdenden Fall von Geheim- zember 1918, sondern der 28. Februar 1919 an- schladrimgen dem Vorstand des Strin^btuientrateS fretwmmcn wird.bzw. Provinzbäuernratrs sofort mitzutoilen. Ittmtlidier Teil. Bel r.: Bergimg von HeeresgerÄ. An brn £(ttrüürßmrtfiftfr zu Gießen, die Bürgernrelfterricn der Lund^tmejndcki des Kreises, das Polizeiamt Gießen und die Gendarmerie des Ki-eises. Tas General-Kommando des XVIII. A.--K. teilt folgendes mit. Sie wollen für ortsübliche Bekanntmachung besorgt sein. Gießen, den 21. Tezember 1918. Kreisaml Gießen. I. V.: La u germann. General-Kommando XVIII. A -K. Abt. Id Rr 3000. Betr.: Bergung von Kevresgerät. V a d - N a u h e r m, 18. Tezentber 1918. 1. Jeder, der herrenloses Heeres- gerät findet und nicht für dessen Bergung sorgt, versündigt sich am Vater- lan d! Es ist daher sowohl zur Vermeidung weiterer Verluste für den e-taat als mich im Interesse der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit Pfl.-i.ctz jedes Einzelnen, alles in den iDrtfrfjaftat von den Truppen oder einzelnen Militartx-rsonen zurückaelassene ober an den Parkplätzen bzw. Abmarschstraßen liegende Deercs- gerät bei den örtlichen Sicherheitsvrganen (Bürgermeistereien usw.) abzugeben, und falls letzteres nicht möglich, den betreffenden Stellen zwecks Abholung des Geräts den Fundort genau zu be- frctdmm. Memffo liegt die Arrzrigrpftichl für jede Person über alle, gleich auf welche Weise, ihm betend gewordenen unbeaufsichtigten bzw. herrenlosen sowie unrechtmäßig erworbenen Bestände an Was- re-n, Munition und fonstigem Heeresgerät vor. 2. Tie Vürgermeistervien haben sowvtz dieses als auch aui jedem anderen Wege zu ilyrer Kenntnis gelangtes, von den Truppen zurückgelassenes Heeresgerät zunächst in sicheren Gewatzsam zu nehmen und vor dem Verderben zu schützen. Wo größere Bestände insbesondere scharier fOhmitron in Frage kommen, ist für geeignete Bewachung zu sorgen. Für die Bürgermeistereien erwachst demnächst die Pflicht, das Gerät sobald als möglich den nächst- gclegenen Sammelstellen zuzuühren. Ist dieses infolge Mangel an Transportmitteln nicht möglich, so sind den Sammel stellen genaue Angaben über das ausbewahrte Le eres- gerät zu machen. Diese entscheiden dann, ob das Gerät vorläufig nxnter zu lagern ist oder von ihnen abgeholt wird. Den Gemeinden entstehende Kosten können auf die Staatskasse übernommen werden. Es muß jedoch bei allem handeln in der jetzigen schveren Zeit, wo durch mangelndes Pflichtgefühl irnzelner vielfach dem Staate un- gebeitrer materieller Schaden zugeügt lvird, stets der Grrmdsatz vorherrschen, den Staat vor größeren Kosten und weiterem Schaden zu belvahren. Alle Sammelstellen sind verpflichtet, den Gemeinden bei der Uebersührmrg des Geräts mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Bei der Ablieferung wertvoller optischer Geräte, Meßappatee und Instrumente usw. Tom um von den Sammelstellen für den Finder Belolmungen beim General-Kommando beantragt werden. Kleinere Mengen scharier Munition, welche nicht versandt bzw. abgeholt werden können, ftnb an Ort und Stelle von technischem Perfional der Dauptsammelstellen zu sprengen. Als Sammeltzellen gelten sämt, lrche Bezirks - und Garnisonkommandos, in den größeren Städten außerdem die Polizeireviere. Erklärung. 1. Die „Oberh^eeiwehe Volk*zeltnnr‘* erklärt meine Behauptung, daß die sozlaldemo- krattsche Partei s. Zt die Heranziehung der kleinsten Erbschaften auch bet .Bindern und Ehegatten beantragt habe, für eine Lü-re. Ich .ne.le demgemän fest, daß in meinen Händen ein foziatdemokralischer Antrag ist, wonach die Sozialdemokraten die Besteuerung des Kinder- und Gattenerbes sogar schon bei einem Erwerb von 6 anläßlich der Erbschaftssteuer-Debatten. also hier „gelogen" wird, liegt zutage. Auch ist, um das hervorzuheben, in dem Antrag kein Wort zu finden von dem Erlaß der Salz- und Peiroleumsteuer. L ES iuleidernichtS so bumm, eS findet Gläubige. -Dv wurde bei den letzten Wahlen das Gerücht auS- gesprengt, ich habe die Brot- nnd Bnttervreise a!S viel zu niedrig bezeichnet. Jetzt wird herumgelraqen, ich fnme die Eieipreise noch als viel zu g»rmg. .„Der Zweck dieses Schwindel- ist ja klar. Man will die Verbraucher gesen mich aushetzen. Ich stelle demgegeniiber fest, daß ich niemals und nie- aendS eine »olche Aeußernng getan habe. ®teilen, 11. Januar 1918. 524D I)r. Ferdinand Werner. I Vermietungen | Möbi. Zimmer zu Levnu Bahubosstr. 1L, Ul. Mn mit Wohnirng Neustadt 79 preiswert zu vermieten.________231 PMietgesuche j 5-7-ZimfflßrWoHBung mögl. in der Nähe der Walltorstr., ver 1. Avril evtl, auch später, ». mieten gesucht. Angebote unter 132 an den Gieß. Anz. 3-4=3iniiEtr «28ihg. für sofort, eoiL 1. April von jungem Ehepaar zu mieten gesucht. Angebote unter 0/25 a. d. Gieß. Anz. Junges Ehepaar «Mann Mediziner« sucht 2 schön möbl.Zimmeru. Küchen- mitbenutzuug z. L Jebr. 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Tie Behörden, Arbeiter- und Soldatenräte wollen aufTIörcnb dahin wirken, daß alles .Heeres- gnt znr ausschließlichen Verfügung des Verwer- tungSanttes steht. Ter Verkauf einschließlich Versteigerung von Heeresgatt olyne Geaehniigirng des Kriegsministeriums, Reichsverwertungsanrtes und des Generalkommandos ist daher aufs strengste unter» sagt. Ter Verkäufer muß sich durch eine (in dringenden Fällen teleg-raphrsch) eingeholte Genel>- miijrmp der vorgenannten Stellen auswrisen. Eine mit Stempel und U.nterschrick sowie Angabe des Kaufpreises versehene Besch-riiigunq über das erworbene Eigentumsrecht ist dem Käufer von der das £>eere§ijut abgebenden Behörde bzw. Truppenteil mtszustellen. Wer §>reresgut vrm mrzustLMgen Stellen erwarben hat ober noch erwirbt, erlangt weder recht- mäßiges Eigentum noch Besitz, auch macht er sich der Hehlerei schuldig und dadurch gesetzlich strafbar. Es liegt daher im Interesse jedes Kärifers, sich davon Ueber?leugima zu terschcrfen, daß der Verkäufer zum Verkauf berechtigt ist. Vor dem Verkauf ist §>eeresgut durch Sachverständige ab?usd;ätzen. Unter ben Abschätzungs- Wert darf Heeres aut nicht abgegeben werden. Wo Kün er bei föeifl t .enmgen gemrirschasLiche Std^e (Kippe) madjen, ist der Verkauf als gesetzwidrig sofort ckufzuhcben. Nach Friedensschkuß wetden im KoriKbereich durch hierzu eingesetzte KvnnEiönm unter L>er- ouziehung der ZivilbehStten Nachprüfungen yhu sichtliä^ des Besitzrechtes für alle ioälrratb der Temvbilmachung erworbenen .Heeresgüter (Krofft- wogen, Pferde, Fahrzeuge, Waffen usw.) stattfi-w, den. Militär- und Zivilpersonen, welche ohne genügens-en Ausweis Heeresgut heimlich zum Kauf, an bieten, sowie solche, welche ^emetrut von Unberechtigten erwerben, sind zur Anzeige zu bringst bzw. ist ihre sofortige Festnahme zu vercrnlassen. Tiese den Staat in gewissenloser Weise schädigenden Personen werden strenger Bestrafung nicht entgehen. Mle Behörden werben ersucht, in geeigneter Weise auf die Bevölkerung dalstn einzuwirken^ daß sie bei dem Mangel an RolKofstu das zum Wiederaufbau der Friedenswirtschast unbedingt notwendige Heerrsgut vor dem Verderben fd)übät hilft und dazu beiträgt, es den für weitere Verwertung in Frage kommenden Sammel stellen zuzuführen. .Hierzu ist die Wsttnreriveckung des vielfach verloren gegangenen Pflichtgefüksts unbedingte Notwendigkeit. Ter kornmandievenrte Genvmkr __________________gez. v. Etzel. Bekauntmachung. Die Dersorgungsabteilung des bieifettigen Be» Zirßsßommandos befindet fich in der Zenghanskaserne, Zimmer 20 a, eine Treppe hoch. Die Sprechstunden find auf morgens 8 Uhr dis mittags 1 Uhr festgesetzt worden. Die Bevölkerung wird um Einhaltung der Sprechstunden bei mündlichen Anfragen und begleichen gebeten. Gießen, den 10. Januar 1819. 535B ®e$fc*riu>e*enbe. von Kropff, Major -. v. u. BezirksRnnnnande« zur Aushilfe gesucht «e Mediz. Klinik. | Stellengesuche! Ul. talne in der techn. Branche tätig, mit allen Buchhal- tungs- u. Koniorarbeiten eingehend vertraut, insbesondere mit dem Bank-, Kaffen-, Lohn- u. Kranken- kaffcnwelen. sucht dauernden Poften, mögl. Ver- irauensstellung. Schriftl. Anaeb. unt. 438 an den Gieß. Anz. erbeten. Junge- geb. JrSulei« sucht Anstellung als Vorleserin s. 2—3Std. täflL in der Mittags- oder Abendzeit. Schr. Anaeb. unter 0573 a. d. Gieß. An», erbet. Selbttäudiger Bscktt and Sanbitor sucht Stelle als Meister. Evtl. Einheirat. Schriftl. Ang, u. 0366 a. d. Gieß. A. Für braven ISjäbrigeu Junge« vom Lande wird Lehrstelle als Mechaniker. Elektrotechniker oder deral. gesucht. Angeb. unter 0717 a. d. Gieß. Anz. erbeten. Zwei junge 17iähr. Leute suchen vaffende Stelle als Bäckerlehrling. Schriftl. Angeb. unt. 0706 a. d. Gießener Anzeig, erb. 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Landstr.84Tel.TaunuS514 Bahnhofstraße 50. Der Vorstand: Prof. Michel. Lollar, Main-Weserhütte, den 12. Januar 1919. 0723 Burkhards, 6. Januar 1919. Die Bürgermeisterei I. B.: Kneip p. Bietzen 31OT Matthäu§-8rauen-verein Montag den 13. Januar abends 8 llbr Deutsche Volkspartci. Gesfentliche Versammlung der wahlberechtigten Jugend Giefzenr am Mittwoch den 15. Januar, 8 Uhr, im Fürstenhof. Studierende, Kaufmännisch u. gewerbl. Tätige sind eingeladen. Es sprechen unter anderen: Hauptmann Binder, Prof. Gmelin, Fräulein stud. phil. u. hist. Jacobi, Prof. Jago-Verpachtung. Die Gemeinde-, Feld- und Waldjagd der Gemeinde Bu< khardS soll am 20. Jan. d. I., I 1 Uhr mittags, auf die Dauer von 6 Jahren verpachtet werden. Der Jagdbezirk Nr. 1 liegt 1/1 Stunde von der Bahnstation Gedern entfernt. Elisabethe Weber Adam Schneider Verlobte. Christine Grübe! Hermann Baum Verlobte. Wiederverkäufe? welche aus eigene Rechnung den Vertrieb von Bohr- pafta übernehmen, wollen ihre Offerte einreichen an Waschmittel-Versand A. Mebele Vortrag vonJrau Prof. Kahle: Die Wahlpflicht der grau. Alle Frauen und Mädchen der Gemeinde sind hier- Statt besonderer Anzeige. Die glücklich« Geburt eines Kräftigen, gesunden Jungen zeigen an Direktor Erich Iantzen und Frau Elisabeth geb. Iantzen. SrmWjiÄÄ SrtnntorfeÄ^ Heizkrafü, geeignet f. alle Feuerungen, liefert wag- Statt besonderer Anzeige. Infolge eines schweren Unfalles verschied am 11 Jan- 31/. Uhr, unerwartet mein lieber, un ergeßlicher Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Schmidt Besitzer des Gießener Wach- und Schließ-Instituts Inhaber d. Eis. Kreuzes 2.KI. u. d. Hess. Tapferkcitsmcdaille. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Anna Schmidt und Kinder. Gießen (Mäusburg 16), den 13. Januar 1919. 561 Die Beerdigung findet Mittwoch den 15. Januar nachmittags 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt Ich habe meine Berufstätigkeit wieder aufgenommen u. übe d eseibe Infolge Wohnungsmangels in Bureaugemeinschaft mit Herrn Mteamll Hornberger aus. Bureau: Plockstrasso QH- Telephon Nr. 93. Unteroffizierbund Gießen, kvrontng den 13. Januar, abends 7'/, Ubr, --------------Versammlung _— ans der LiebigSböbe. ES svrechen: Proseffor Vtrgener. Hauptmann Binder und Lebramtöaffcssor Dr. Maver. Vreunde u. Freundinnen de» Bundes, insbesondere die allen »auieradcn vom Militäramvärterbund imb die vorübergehend in Gieffen anivesenden BerusS-Unleroffiziere, sind al» Gäste willkommen. Karbid Karbidlampen Batterien sind wieder eingetroffen Linker, Ludwigstr. 16. Mittwoch den 18,d. M. abends pünktlich um8Uhr bei Kamerad fl im.i, Brattdvlatz Üllonatä-Tsttinimnliing und Begrüssung der au» dem Seide beimgekehrten Kameraden. Das Kommando. Heiilscbe dentokralische Parlei. Einzahlungen für unsere Partei können erfolgen beim Hessischen Bankverein, SMteler Gieto Leitung Herrn. Stelngootter ®ion tagd. 13.v.flnnfir, abcnoS 7 Ubr: M|C. Nutzer Abonnement VolkSvreiic! Der Mrao von Venedig von Shakespeare. 17. Februar bis 29. März. Sommersemester: Ab 1. April. Vergünstigungen für Kriegsteilnehmer. Stadt. Polytechn. Lehranstalt Friedberg (Hessen) für die zeitgemäße Ausbildung zum Ingenieur oder Architekt. 3830 Heirat! Suche f. m. besten freund, Metalldreher, 28 I-, schlank. Haar blond, 1,60 fltok eine liebe, jg^ lun. Gebens- geiäbrlin mit Berm., am L vvm Lande. Ernstgemeinte Angeb. mit Bild unter (NW a. d. Gteh. An», erb. Ankauf von Alteisen, ^nmve«, Papier, Jlafchen. IOD Liüis iHottienbcmcr, Teleph-176. Neuenw:L Jeder tfid) selbst raueren, wenn er das richt. Handwerke1 acu0 und die Gebrauchs-1 auwcis. dazu besitzt. Kein stunivswerden der Messer od. Klingen. PrcisL grat. Versaarthaas We'tssilegeL Frankfurt a. HL, StTiftler= veffentliche IDäblerperfammlung Mittwoch den 15. Januar abends 7 Uljr im Stabttijeater Jeder Wkidllmn muh hellte unter allen Umständen eine Jagd- zeitschrift halten.Wich- tige Jntereffen stehen auf dem Spiel. Wir empfehlen, bet dem nächsten Postamt den Bezug aui die älteste deutsche lillustr.) Zeit» schrifl für Jagd. Kvno- looie, Schiehwesen, Jorstwtrtschast u. Fischerei „Der Deutsche Jäger"MUnchen|Post- zeitungtzl. 387l anzu- melden. Der „D. I." ist f.jagdl., knnolog.li.die Jägerwelt sonst interessierende allgemeine Anzeigen ein ancr- kaunt vorzügliches Ankündigungsocgan. L (236D) a Gießener Hochschulgesellschaft. Vortrag von Univ.-Prof. Dr. A. Skai weit: Die Sozialisierung der Produktionsmittel Montag den 13. Januar, abends 81/» Uhr, im großen Hörsaale des Vorlesungs - Gebäudes der Universität. w Gäste sind willkommen! •« 306D Verwandten und Freunden die Trauerkunde, dass meiu Heber, ältester Sohn, der VerlagsbuchhändlerEmil Roth Inhaber der Dyk’schen Buchhandlung in Leipzig am 10. Januar von seinem langen, schweren, im Kriege zuge- zogenen Leiden durch den Tod erlöst worden ist. Im Namen der Familie: Otto Both, Verlagsbuchhändler. Licuttdeklmtimn fertigt an 0705 Rechtskons. Stavvcl, Sonuenstr. 18. Allen Berwandtew Jreunden und Bekannten die traurige jliittcilung, das; heute morgen 8 Uhr unsere liebe Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter und Gtohmuller Wthastt ßigkler Witine geb. Schenk im Alter von 63 Jahren nach langem schweren, mit Geduld getragenem Leiden sanft in dem Herrn entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Sophie Hinkler Ww. n. Kind Heinrich Schenk n. Familie Job*. Pit» und Familie I/udwis lilnkler und Familie. Garbentcich, Watzenborn, Amerika, den 12. Januar 1919. Die Beerdigung rindet Dienstag mittag um 2 Ubr statt. (536 8aßhlills„Zilrklliie" Kl.-Lisdtll. Am Dienstag den 1*. Jannar abendS 8 Ubr Abschiedskränzchen der Grnferna 701. tag. lmdMSMM. Beginn der Proben: Dienstag den 14.Ian. im Johannessaal abends 8 Uhr. Um pünktliches Erscheinen bittet freundlichst -----------------------[532? Schleier! schwarz und farbig in großer Auswahl. QJfodebaus \afomor Deutsche demokratische Partei Dienstag den 14. Januar ISIS abends 8 Uhr im „Fürstenhof" Grotze öffentl. Versammlung Thema: Deutschlands Not und der Geist der Demokratie. Redner: Direktor Dr. Ztrecker-Zriedberg, Dr. Hornester-Sieben w. a. Freie Aussprache. 7~..... Männer und Frauen aller Stände sind herzlich eingeladen. Klarier- Stimmen, Reparieren, Polieren 268 in erstklase. Ausführ. B. Stiinmaboa. große Preisermäßigung. Karl Finke Klaviermacher Weserstrasse 9. Kirchhain Mainz z. It. Gießen, Januar 1919. 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