!Nt 1919 Alte und neue Diplomatie. I Wenn die „Voss. Ztg." richtig berichtet, iu ßumbtt e- moen en und AM- Mr: Die Reichskonferenz der Unabhängigen. na Englische und deutsche Diplomatie. Helfferich und Erzberger. nt, datz hat, Aus dem besetzten Gebiet. Auf allerhöchsten Befehl.' du ge- b b tv IIT ?' rib m st, so iiitbd bie Ls entsprechende eöarf der Mann ndslück zimi einer Emtvilligu/is l>, önh Id. i. bot: n BesMse zu nis>ar. Ml. er Kl’ er 76. Friedensvertrag wurde gestern mü ancm sechs Seiten langen Bericht vom Ausschuß für auswärtige Angelegenheiten dem Senat vor- U/egt In dem Bericht wird gesagt, daß die Abandcrungsanträge und Vorbehalte den Zweck verfolgen, die amerikairische Unabhängigkeit und Souveränität zu wahren, und daß damit der Wohlfahrt der Menschheit am besten gedient sei. Na- mens der Mehrheit erstattete Senator Hitch - c v o k dem Senat Bericht. Die Zurückführung der Gefangenen. Berlin, 11. Sept. (Wolff.) Die Reichszentralstelle für Kriegs- und Zivilgefangene teilt । mit, daß mit Genehmigung der englischen Re-1 Sprung die in Malta befindlichen deutschen Gesangenen jetzt in die Heimat zurück- geführt werden. Der Dampfer „Guld emal", der rusfische Kri. gsgesangene norf). d:m Schwarzen Meer brachte, und der Dampfer „Akdenis", der gleichfalls mit russischen Kriegsgefangenen unterwegs war, werden auf ihrer Rückreise Malta anlaufen, um alle dort befindlichen Deutschen auf- zimehmen. Der Wortlaut des deutsch-russischen Nückverftcherungs-Bertrages. Ei« Besuch in franzSfischen Gefangenenlagern. Will. 9. CfW i Whgcs die Ar- flcteiluitcn oiien. o wftneiiM bc- : Wahrung ihrer nÄchtrn in be- Louie des Feld- rkus -ein Aeiche. Neuwahlen. Berlin, 11. Sept. Nach einer weiteren Meldung der „Vossischen Zeitung" hängt die Vornahme der N e u w a h l des R e i ch s p r ä - Der Lriedensvertrag vor dem amerikanischen Senat. Am sterda m, 11. Sept. (Wolff.) Wie das Preßbureau Mdvo meldet, beantragte Wil- l) a m s im amerikanischen Senat, Truppen zur Aufrechterhaltung der Ordnung nach Armenien zu senden. Hintze gegen £uöen6orff. Zu der „Vossischen Zeitung" beginnt der frühere Staatssekretär v. Hintze eine Reihe von Artikeln über die Vorgeschichte des Wafsenftill-' Die Gefahr eines Metallarbciterstreiks. Berlin 11. Sept. (Wolff.) Wie die l„B. Z. meldet, wurden die seit Monaten wahrenden Verhandlungen über die Neufest- setzung von Tarifen für die Gro^-Berliner Metallarbeiter unterbrochen. Das Neichsar- bettsamt versuchte vergeblich, die Gegensätze zu »überbrücken. Damit ist die Gefahr eines allgemeinen Metallarbeiterstreiks nahegerückt. Der Metallarbeiterverband fordert drei Lohnklassen mit Stundenlöhnen von 3 Mark bis 3.60 Mk., während der Schiedsspruch Des Neichsarbeitsam- tes fünf Lohnklassen von 2.20 Mk. bis 3 Mk. I festsetzt. Dazu sollen Zuschläge für besondere Leistungen treten. Die Metallarbeiter bezeichneten die Zuschläge als Prämien für Wohlverhalten und erklärten, eine große Anzahl von Arbeitern würde nach den neuen Lohnsätzen weniger als bisher verdienen. Der Verband der Berliner Metallindustriellen erklärt, daß eine unmittelbare Gefahr für den Streikausbruch nicht besteht. Das Schiedsgericht werde bereits am 13. September erneut zusammentreten. Annahme von Anzeigen f. die Logesnummer vis zum 9lad;tnttlaq vorher ohnejedeVerbmdlichkeit preis für \ mm Höhe für Aweioenv.34inm Breite örtlich 15 Pf., auswärts 18 Vf., für Retlame- anzeigen von 70 mm Brette 48 Vf. Bei Platz. vorfchrifl20°/,Aufschlag, Hauptschri'tleitcr: Aug. Goetz. Verantivortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; fiir den Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich ui Gießen , 1n' (W^,B.) In einem ztveii ten ^rtifel der „Boss. Ztg." berichtet der ehemalig.' Staatssekretär des Aeußern v. Hintze über em Gespräch, das er im April 1919 mit .Gr^ral Ludendorff hatte. Hintze erfiärte da- bei, er habe gehört, daß Ludendorff in seinem Wsrke zu schreiben beabsichtige, er hätte .schon JJatte August einen Friedensschritt angeregt oder dazu gedrängt. Einer solchen Darstellung würde er, Dmtzc, nicht zusttmmen können. Im Verlaufe der Erörterung hierüber hat Ludendorff geäußert, er werde sein Buch daraufhin durchsetzen und eventuell modifizieren. Hintze bestritt dann, daß Lvdendorsf am 13. August sagte, durch die Der- teibtgung allein wäre es nicht zu erreichen, die Femde friedenswillig zu machen; wir muß.ter •-T -c£te Beendigung des Krieges auf diplomw tlfchem Wege hin beizuführen suchen. Hintze fährt fort, es käme ihm vor, als ob jemand gesucht würde^ der die Schuld für den Umschwung von der Siegeszuversicht zu dem Waffenstillstands- verlangen auf sich nehmen solle. Dagegen Der- wahre er sich. Weiterhin bestreitet der Staatssekretär die Richttgkeit der Behauptung Luden- dorffs, daß ba3 Friedensangebot bei Grafen Burian der Obersten Heeresleitung erst am 8. oder 9. September bekannt geworden lei. Hintze erklärt, daß die Oberste Hoeresleitnng schon Ende August verschiedentlich über das Bu- ri.mische Projekt unterrichtet worden war unbl schliesst: viel wichttger, als diesen Irrtum nach- zuweisen, ist mir die Folgerung, daß Ludendorff aus und über dem Hin und Her betreffend der Buricmnote und unseren Plänen Gelegenheit und Anlaß gehabt hat, wenn es ihm nötig erschien, zu sagen: „Tein Tempo entspricht nicht ber Verschlechterung der Kriegslage, beeile dich." Das ist nicht geschehen. Ich kann bislang nicht finden, ' ' Ludendorff irgendwo und irgendwie erklärt das sei geschehen. m. 2(3 Der Hietzener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. vezngrpreir: monatl.Mk.l.60, viertel- jährlich Mk. 4.80; durch Abhole- iu Zweigstellen monatl. Mk. 1.50. durch die Post Vtk. 4.50 viertel- jährl. ausschl. Bestellq. Fernsprech - Anschlüße: für die Schrif1leitungl l2 Verlag,Geschäitsstelle51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. N686 Obsten aus- K Slächen- Me Mr ab- ll öon Msjr- ^Bedürfnis Mhmr ausge- atNtinbigen J .des Lihieds- kl-| Wahlen nlcns bei Beteiligte Gruud- 'ollmächligt ist. Mehrheit von Aoraussehimg ch. beteiligter Höes ist, iper >^chaber einer e »leidfleitdlt. ober bdanntq ithalt ber Bc- Deutschen m zu erachten, Mg b« vrst- <. /0- Sept. „Manchester Guardian berichtet aus London: Der Minister des Aeußern versandte an die verschiedenen Boi hasse. idungen hiergegen g — 10 Ubr, n einlade, daß die issen sind- ,nben verseile» «"* elttzc ittinfe Berlin 11. Sept. (Wolff.) Tie Reichs- konfere nz der Unabhängigen Sozialdemokraten sprach sich na,ch ber „Freiheit" -n Parlamentarismus und die Watz/lagttation aus und verwarf auch jede Absplitterung und Spaltung jn den Gewerkscksasten. Tas Problem der Internatiimmle wurde nur von beiden Referenten behandelt. Eine Debatte unter» >hcb infolge der Schließung der Konferenz. Hil- e r d i n g, der den Bericht über die Luzerner Koni-, cn^nz instattete, legte den Hauptnachkdruck darauf, daß man sich nicht von der Arbeiterbelvegung des Westens, wo im Kampfe mit dem entwickelten Kapitalismus sich das Schicksal des Sozialismus entscheiden werde, isolieren dürfe. Er erwartete Don: Sieben. “u i enb= ,uil95arbtueff * Grund MiWesctzes !' u t e n und des Reichstages von der I standsangebots. Er stellt noch einmal fest dast tunlichst zu beschleunigenden Verabschiedung aus seine Mitte Juli 1918 an Ludendorsf ge? besonderer Wahlgesetze ab, die möa- stellte Frage, ob er sicher sei, mit der jetzigen, Offensive den Fciiid endgültig und entscheidend» zu besiegen, ein bestimmtes Ja gcantivortcl wurde, ztcfeä Ja sei die Grundlage seiner Polittk bis zu den ersten Augusttageu g.'ivesen. Als Ludendorff am 13. August erklärte, diese Sicherteit nichit mehr zu haben, habe er, Hintze, diese als dienstlich aiiszufassende Mitteilung als neue Unterlage für leine Politik betrachtet. Ter Koonrat vom 14. August erteilte nicht die Ermächtigung zu einem Friedensangebot, sondern erklärte nur die Bereit«, w.'afc zu diplomatischen Verhandlungen. Tie Oberste Heeresleitung hat sich dazu nicht geäußert und Hintze folgert daraus, daß sie mit der Finninlierui'g einverstanden nxxr und feinen offiziellen Friedens- tdintt üerlangtc. Auch seine Antworten auf dem ^-ragebogen, den her Reichskanzler dem Staats- leEretdr bei seiner Reise ins Hauptquartier amt 8, September mitgab, lassen nicht erkennen, biß die Oberste Heeresleitung eine Veschileunigung der« vom Koonrat genehmigten Einleitung zu Friedens-s Ichrttten wünschte. Erst am 10. September erklärt sich die Oberste Heeresleitting mit i o fertigen offiziellen Friedensschiritt einver- standen, woraus sich Hintze sofort mit der öfter- reichischien Regierung in Verbindung setzte. Luden-. ^rff spricht, so sagt Herr v. Hintze, also Wte Beschuldigungen ans, ivenn er behauptet, daß die Regierung seit Mitte AuMst für die Erreichung des Friedens nichts getan Kbe, und daß darius Nichts UeberraschfNides liege. Hintze er* Hart, daß Ludendorsf hier in Unkenntnis ber Tat-, lachen spreche, über die er, Hintze, allerdings w.i- teres zur Zeit nicht sagen könne, obüwhl es in lemem eigenen Interesse liege. Schon vor dem 28. September, wo die holländische Presse offiziell mitten'te, daß die Königin ihre Refidmz für Besprechungen im Sinne der österreichiischien Rote vom 14. September zur Verfügung stelle, habe das Ausnortige Amt darüber umfangreichere Rack^ richten gehabt. Hintze schließt seine Mutigen Betrachtungen mit den Worten: „Wie stellt sich Herr General Ludendorsf die Einleitung zu Fl iedens^ sa.iritten und das Verfahren bei einer amtlichen Friedensdemarche vor? Sicherlich nicht anders, als daß zur Einleitung von Friedensschritten einai ^skcete ‘Vorbereitung der feindlichen Regierung!! und,ber feindlichen Volkssttmmung gehört. Mitt anderen Worten: die diskrete Untersuchung: Was' will der Fernd von mir, was ich von ihm, was! ift er bereit nachzulassen, wo tarnt ich entgegen-,! bommen ? Laßt er nach, wenn idji Nachlasse ? Ist er überhaupt verhandlungsfälng, sieht er mich als! verhandlungssahig an? Ferner, ist die Schasfun» einer geeigneten Atmosphäre bei den feindlicheufl Völkern dem Frieden günstig? TieS und vieles^ erölstern ist, ist notwendig. Tas lostet Zett, v i e l Z e 11. Hast und Ue e.eilun^ nurden sich m wenigen Unternehmungen so bitter- Wtien, wie bei solchen Kinleittmgen zu Friedens*- schritten. In einem Koalitiionskriege verlangt eine, offizielle Friedensdemarck.e die Herbeiführung der Zustimmung der Verbündeten und ihrer parallelen und kollektiven Attion. Auch daS kostet Zett Zur Verfügung stand die Zeit vom 14. August bzw J.1- SM'nber bis zum 29. September. Ich breche diese, Erörterung ab in der Erwartung, daß die Archive m absehbarer Zeit geöffnet werden dürfen " fett tm Verkehr, doch keinerlei Aus-I tausch von Gastfreundschaft. — Der Verl inerBotschaftsposten wird dem-1 nächst wieder besetzt werden, wenn auch die Absicht besteht, vorläufig nur einen Geschäftsträger nach Deutschland zu entsenden. Der neue Botschafter wird eine Persönlichkeit sein, die bisher keinerlei Beziehungen zu Deutschland hatte. Franzosen, besondei's Offizun:e und Beamte, vls Staufer auf, um sich mit ihren Familien hier anzustedeln. Die Arbeitszeit im Bergbau. o, D"lin,11. Sept. (Wolfs.) Tie von dem Aussckuß zur Prusung der Frage der Arbeitszeit im Bergbau des Ruhrgebiets gestellten Anträge fanden in folgenden Punkten die Zusttm- mung des Reichsarbeitsminisiers: 1. Tie Reichs- regierung wird von dem Ausschuß gebeten, an die anderen Mächte mit dem Vorschlag heranzu- treten, sofort eine internationale Beicht u ßfa ssun g über die Einführung der Sechs- stunderischicht im Steinkohleiibergban unter Tage berbeizusühren. 2. Der Ausschuß wird von dem m t . Reichsarbeitsmülister mit den bisherigen Befug- lWolff.) Major iiissen in Permanenz erflärt. Er prüft sort- tla “rr21 der beut)eben Haupt- lanienü durch fachkundige Ausschüsse, ob auf den kommissivn )ur Kriegsyo,cmgene bei der Frie- Zechen und von den Behörden alle technischen oensdelegatton, stattete m Beglettung des Haupt- imd fonftigen Vorbereitungen zur Ermöglichung manns Hinchlay Cooke von der alliierten Mili- der Einführung der Sechsstunr^nschicht qetuoffcn arkommilfion m Versailles den Kriegsgefangenen- tverden. TI^n Xin-n De- r Ende November tritt der Ausschuß wieder np A « A,« , » • kand unsere Kriegs- zusammen, um Beiveise zu erheben, ob ohne Ge- x Uc!Crrr r/assu n g, gut sährdimg der Kohlenversorgung Teutschlands die zufriedenstellend gekleidet. Das erste Sechsstundenschicht vom 1. Februar 1920 ab ein» Wiedersehen berj?riea§gcfanoenen mit einem Ver- zufühv-n ist. ^ter der deutschen Heunat stimntte sie wehmütig, ledoch sand Maior Drandt unendlich viel Inter- Overfchlepeu, esse bet den.Kriegsgefangenen für die jetzigen Zu- Berlin, 11. Sept. (Wolff.) In Ober- stande m Deutschland. Er wurde mit Fragen be- schlesien ist alles ruhig. Es wird überall gestürmt Sie wollten wissen: Wie steht es mit der arbeitet. Die Tageskohlenförderung steht über dem \?aXunb tteüt sich Deutschlands Zukunft Turchsck-nitt der Förderung vor dem Streik Sie £-aV.<^nK,r ■öraubt konnte in kurzen Zügen ben betrug in den letzten Tagen durchschnittlich 90 000 iLNtwicklungsgang vom alten zum neuen Deutsch- Tonnen. land schildern und feststellen, daß nicht zum we- Berlin, 11. Sept. (Wolfs.) Dem Berneh- ntgsten die wirtschaftliche Zukunft unseres Vater- men nach ist eine No t e de r En ten te be t re f- landes den meisten Kriegsgefangenen am Herzen send Oberschlesien eingegangen, die Von tag. ^)as gab ihm den Mut, die Hofsnung auszu- Willen der Entente zu einer durchaus objektiven spreckMi, daß die deutsche Jugend, die in Feindes- Haltung erkeiinen läßt. land schwer litt, m der Heimat das ernste Bestreben ----------- haben werde, mttzuarbeiten an dem wirtschaftlichen Wiederaufbau Deutschlands. | <111$ Die Ablieferung von Hafer. Dar m stad t, 11. Sept. Eine dringliche Anfrag: hat der Abg. Fenchel der Volkskammer elngereicht: Ist der Regierung bekannt, daß von den hessischen Kommunalverbänden 2—3 Zentner Hafer auf den Morgen zur Ablieferung bon dem Erzeuger an gefordert werden, während in anderen Bundesstaaten, wie mitgeteitt wird, nur ein Zentner ab geliefert zu werden braucht. Ist die Regierung bereit, fofiort Erhebungen anzustellen und die hessische Landwirtschaft der Landwirtschaft anderer Bundesstaaten in dieser Beziehung gleichHn- stellen? nfY, Berlin, 12. Sept. (WTB.) Die Deutsche ttlllgemeine Zeitung" veröffentlicht deii Wortlaut des deutsch-russischen Rückversich rungsvertrages vom 18. Juli 1887 nebst einem ganz geheimen Zusatzprototoll. Im ersten Artikel wird festtzefetzt, daß für ben Fall, baß einer ber vertragschlietzeiiden Telle sich mit einer dritten Orropmadyt im Kriege befinden sollte, der andere wohlwollende Ncuttalität bewahren und seine Sorge darauf richten wird, den Streit zu lokali- fieren. Diese Bestimmung soll auf einen Angriffs- Trieg eines der vertragschließenden Telle gegen Oesterreich oder Frankreich keine 9üttoenbung finden. In Artikel 2 erkennt Deutsckstand Rußlands Jteajte auf der BalkauhaLbinsel an, inslwsondere etc Rechtmäßigkeit seines entschiedenen Einflusses m Bulgarien und Ostrumelien. Beide Hofe ver- lvflrchten sich, keine Aenderung des status qua auf ber genannten Hcllbiniel ohne vorheriges Einver- 'tandnis zuzulassen und sich jedem Versuche, diesem ^atus guo Abbruch zu tun, zn widersetzen. In Arttlel 3 erkennen beide Hofe den europäi,chen und bindenden Charakter des Grundsatzes der Schlie- !ung des Bosporus und der Darda- 'uellen an. Sie werden gemeinsam darüber soacben, daß die Türkei keine Ausnahme zu Gunsten Der Interessen irgend einer Regierung dadurch inadü, daß sie die Meerengen für militärische Operationen einer kriegführenden Macht hergibt. Im ^-alle einer Verletzung ober um einer drohenden Verletzung vorzubeugen, toerben beide Höfe ber Türkei erklären, baß sic eintretendenfalls sich als im Kriegszustand gegenüber dem verletzendem Teile lbefindlich und ihren terrllorialen status gno, den der Berliner Vertrag verbürgt, als verwirkt aal'Kien werden. Artikel 4 setzt die Dauer des Vertrages auf drei Jahre feft In entern ganz geheimen Zusatzprotokoll, das einen un- tremtbaren Bestandteil des Vertrages bilden soll wird bestimmt, daß Deutschland mie bisher Rußland beistehen wird, in Bulgarien eine gesetzmäßige Re- gierung wiederherzustellen. Es verspricht, in keinem Falle ferne Zustimnmng zur Wiedereinsetzung des Prinzen von Battenberg zu geben. Für den Fall, daß der Kaiser von Rußland selbst die Verteidigung der Zugänge zum Schwarzen Meer übernimmt, verpflichtet sich Deutschland zu einer wohlwollenden Reuttalität und moralischer und diplomatischer Unterstützung der Maßnahmen des Kaisers von Rußland, um den Schlüssel seines Reiches in der Hand »u behalten. . , U cn ■ r "'VU'V OlO- HUJUy UCLIUflKl, wird die Retchsregierung dem parlametttari- schen Untersuchungsausschuß, der am 23. September seine Tätigkeit aufnimmt, keine anderen Dokumente vorlegen, als diejenigen die unsere pazifistischen Kreise gesammelt und „bearbeitet" haben, wobei auch die Erfahrungen des Ehepaares Kautzky ausdrücklich berücksichtigt werden sollen. Das sind dann wohl gewissermaßen Anklageakte gegen unsere alte Diplomatie, und wenn über sie verbandelt wird, können ähnliche Wendungen herauskommen, wie bei den „Enthüllungen" Erzbergers. Vieles wird freilich solange ungeklärt bleiben, als die gegnerischen Kabinette nicht gleichfalls ihre Archive öffnen Der Wortlaut des deutsch-russischen Rückver- sicherunasvertrages, der heute amtlich veröffentlicht wird, „belastet" bekanntlich den „neuen Kurs" Wilhelms II. nicht. Hätte er 'hn „belastet", so wäre das deutsche Volk besser damit gefahren, aber dann wäre es ja auch kein „neuer Kurs" gewesen. 5-eute stehen die Dinge so, daß wir über den Umweg des Weltkrieges die Annäherung an Rußland vielleicht wieder bekommen werden. •,lu^l,*'u:VyniUÖ iiuji ms ea.iia.iai acs Sozialismus cym entscheiden iverde, isolieren dürfe. Er ermartete iE L pr a s »er sozialreviolutionären EntwiÄuug jene llmge- ■ r Wunsch des Generals Man- staltung ber nationalen Parteien, bie bte Errichtung 9m bom 1b. September bis 7. Oktober F e st - einer Internationale ermöglichen werde, bie voH Vorstellungen statt — früher, als die nahrhaft sozialistischem Geiste erfüllt sein würde. Buhne noch Hoftheater war, hieß es „auf demgegenüber vertrat Stöcker die Auffasfung, allerhöchsten Befehl". Geändert hat sich nur ba& £>ie Trennung von ben sozialreforniisttschM — der Name des Befehlenden! Gegeben müs- £arteien, bie in ber zweiten Internationale bte fen werden' Lobenarin •önfFmrtnna Führung gehabt Ritten, vollzogen merben mütfe. unaen^Dbernn 9 Nachiem einmal die dritte Internationale begrün»] riI $ 'q-amnhAit'f»r ^otterdammc- bet sei, empfehle sich der Anschluß an diese, da Geistersmger, Salome, der Hinzutritt anderer Parteien, wie z. B. der «nofenkavalier und Ariadne aus Naxos, norwegischen und der schüveizeriscAn, sie auch ihres Die Franzosen nisten sich ein. rein bolschewistischen Charakters entkleide. Tie — 2B i F>a h<> n n ‘ $art«teituns rra*te fd.OT tot Sufonimmtritt bei: hvbm bie teitai WnfFen @äft^ Konferenz Versuche, mn den Parteien, bre auf bäu f e r her ßtnhf m^rr‘ ,*2. dem Boden ber Anschauungen .von.Zimmerwald Palast-Hotel" durch UefKrunS!^ und Kienthal stehen, bi Verbindung zu tfeten. XefauFt^ ’bai »t fe ter «Sä & l69. Jahrgang Sreitag, p.September (9(9 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen 3wil!ingrninr»nick u.Verlagi vrühl'sche Unio.-Vuch- u.Steinörutffcret «.Lange.Schrislleilung. Seschäflsftelle u.vrnckerel- Schulstr.?. Berlin, 11. Sept. (Wolff.) Wie „Pol. Pari. Nachrichten" hören, ist die gen den Staatsminister Dr. H e l f f e r i d) ein- geleitete Klage vor dem zuständigen Ge- rschte anhängig gemacht worden. Die Nach- richt, Helfferich solle vor den Staatsgerichts- hof gestellt werden, entspricht schon darum nicht den Tatsachen, weil bisher der Staats-^ gerichtshof nicht zusammengetreten ist. Die Vorgeschichte de» Krieges. Berlin,. 11. Sept. (Wolff.) Laut „Bossisch. Zeitung beauftragte das Reichsministerium Prozessor Mendelssohn-Bartholdi), Würzburg, General Gras Montgelas und Pvofessor Schücking, die Veröffentlichung der Urkunden über die diplomatische Vorgeschichte des Krieges unter voller Benutzung des von Herrn und Frau Kautsky gesammelten Materials zu bearbeiten. Professor ^enbelssohn soll die Urkunden über die politischen Vorgänge in den letzten Jahren vor dem Krieg 'MGmmeft herausgeven, damit der Zusammm- ^r ofterreichisch-serbischen Krise, die zum ^?M.^lührt hat, mit dem gesamten Komplex der .^chtlrch wird. Tie Arbeit des Grafen auf die Tinge beziehen, die russischen Gesamtmvbilistttion sich mflnS flJr Schücking wird die diplo- matischen Berhandlungen zwischen dem Mord von der Eschen Gesamtmobilisation AÄe,t soll möglichst beschleunigt foerben, da am 23. September der parlamentarische l.nteriuchungsaussckMß feine Tättgkeit aufnimmt. Wt- öctn verschiedenen Bot- » irfSS K°kten und Gesandtschaften im Auslande ein ^'Uldschreiben, in dem er Verhaltungs- ^ßregeln für die Beziehungen zu den b *^C ta 1111 e n gab. Im Prinzip toICb dorgeschrieben: Ruhige 5)öflich- und des Reichstages von derI beschleunigenden Verabschiedung ,.z,k . - -- r Wahlgesetze ab, die mög- umst schnell der Nationalversammlung vorgelegt werden sollen. b neten-Bersammlun den 15. September ** Amtliche Personalnachrichten. Ter Aft»ariatsaifiAent bei dem Amtsgericht Grünberg Ludwig Volz wurde zum Mnariatsassi- flentcn bei »em Amtsgericht Hungen ernannt. ** (E_i nc Sitzung der Stadtverord- ?iil am Montag 919, nachnl. 5 Uhr, der man in unseren fReebertreiTen Deutschlands altes Seehandelsansehen wiederzugcwimren holst. Ter Vortrag wies leider nur säzwachcn Besuch auf. ** Ein Wohltätlgkeitskonzerl zum Besten des Erholungsl-eimes des Heiseubund:s wurde gestern abend im Saale des Hotels Einhorn vorn Wartburgverein veranstaltet. Vie! Aufwand an Fleiß, Hingebung und ehrlichem Streben staiw hinter diesem Abend. Er war nicht vertan. Tas den grasten Saal bis aus den letzten Platz füllende Publitum verlieh feiner Befriedigung über das auf der Bühne Gebotene durch reick^n, oft fpontanen Beifall Ausdruck. Es wurde aber auch vortrefflich geipielt von der aus Mitgliedern und Freunden des Vereins bestehendm Kapelle, die durch mehrere Herren der Militärmusik tx5 hieiigen Ncichswehrregim.mts verstärkt worden war. In dem knappen Rahmen dickes Berichts müssen wir uns ein Eingehen auf Einzelheiten leider versagen. Es sei jedoch festgestrllt, dast sich, besonders in der großen Pl>anta>ie aus dem Der- dischen Troubadour, die Streiclrer durch überraschende Reinheit in der Tongebung auszeick>- neten. Auch die Solis der Bläser l>aben eine lobende Erwähnung ehrlich verdi.nt. Ten Höhepunkt des Abends bildeten unstreitig bL> vmr Frl. Schuch aus Echzell vorgetragcnen Lieder. Sie sang eine Arie aus Carmen, dos von Menl^lsstohn < Hartoldy vertonte Nachtlieb des Zarittnrstta und melnere Schumannlieder. Tie noch jugendlickM Sängerin besitzt einen geschmeidigen, satten Sopran von, besonders in den hohen Lagen, berückendem Schmelze. Namentlich den ewig iungen Melodien Schumanns wurde Fräulein Schuch nnmderbar gereckst und wußte sich mit jedem Siebe tiefer in die Herzen ihrer Hörer einzusingen, die mit kaum enden wollendem Beifall .ber Künslleriv mehrere Zugaben abzwangen. .Auch Blumen fehl- Eine Rede Scheidemanns. Kassel, 11 .Sept. (W. B.) Der frühere Ministerpräsident Scheibemann hielt heute abend hier vor einer gewaltigen Menschenmenge eine grosse politische Rede, in der er einleitend in persönlichen Bemerkungen die gegen ihn gerichtc- I ten bösartigen Verleumdungen energisch zurückwies und sagte bann: Ebensogut wie die heutige aus Sozialdemokraten und Zentrum bestehende 'Regierung könne man sich auch eine Regierung 1 nur aus Sozialdemokraten und Demokraten denken. Eine Regierung aber, in der die Sozialdemokratie 'fehlt, können sich nur die rücksichtslosesten Kata- Itrovhenpolitiker denken. Tatsächlich würde eine solche Regierung eine Katastrophe für unser un- -glückliches Land bedeuten. Sowohl eine Regierung von rechts, die die Monarchie, wie eine solche von links, die die Räteoiktatur bedeutet, wären ohne schwere innere Kämpfe nicht denkbar und wurden Experimente darstellcn, die mit dem Zusammenbruch enden müßten. Ich verlange bon den Monarchisten, bar, sie sich nicht in Gegensatz stellen zu den lebendigen Interessen des Volkes, und dost sie nicht neue Krisen heraufbeschwören, die unser erschüttertes Volk nicht mehr erträgt. Die republikanische Staatsform ist überall im Vordringen und beherrscht ganz Amerika, den grössten Teil von Europa und Asien. Von den Pyrenäen bis zum Stillen Ozean steht kein Thron mehr. Könige gibt eS nur noch im Lager der Sieger und in den im Kriege neutral gebliebenen Ländern, mit der einzigen Ausnahme des kleinen Bulgarien. Man erlebt heute das sonderbare Bild, dast die monarchistische Gefahr von der Ententeseite kommt. Ich wünsche den Sozialisten der Weststaaten die Macht, zu ver- hinoern, dast — nach bem fehlgeschlagenen Versuch in Ungarn — in Rustland mit der Wiedereinführung der Monarchie der Anfang gemacht wird. Die Gefahr ist grost unb ernst! Was aber auch immer in Rustland kommen mag, Deutschland soll eine Republik bleiben. In diesem Punkte ist sich die ocmze Arbeiterschaft und ein groster Teil des Bürgertums einig. Jene aber, die dennoch mit dem Feuer der Gegenrevolution spielen, seien gewarnt. Scheidemann kam dann auf die irreführende Meldung der Presse zu sprechen, dast dem früheren Kaiser Wilhelm auf Grund von Vereinbarungen über die Verrechnung seines Privat- besitzes bzw. als Abfindung die Summe von 170 Millionen Mark ausgezahlt werden solle. Diese Mitteilung, die auch der Finanzminister Südekum bestritten hat, must falsch sein. Es wäre unerhört, wenn eilte Regierung fid) bereitsinden würde, dem Manne eine solche Niesensumme ans- zuzahlen, in dem Millionen und Abermillionen den Hauptschuldigen an dem Kriege und dem daraus hervorgegangenen Elend sehen. Eine foldx? Regierung könnte sich keinen einzigen Tag mehr halten. Die dcutschnationale Partei hat sich auf ihrem Parteitag zur monarchischen Staatsform bekannt. Sie bekunde damit, dast sich die bestehende Staatsfvrm und die bestehenden Gesetze nicht zu respektieren gewillt ist, sondern darauf lauert, sich mit Gewalt darüber hinwegzusetzen. Kein Staat kann den Rechtsbruch ungeahndet lassen. «Eine Regierung aber, die ihn begünstigen würde, «würde sich an ihm mitschuldig machen. Ich werde Iiie versäumen, soweit mein Einflnst geht, die .Negierung auf die Wichtigkeit dieser Ausgabe aufmerksam zu machen. Der Redner erörtert darauf fctn Fall Nein hart. Oberst Reinhart, der vicl- ifach mit dem loyalen Kriegsminister Oberst Reinhart verwechselt werde, ist öffentlich der Vorwurf gemacht worden, dast er der Monarchie vorarbeite. Er soll gesagt haben: Erzberger ist ein Lump! Die Regierung ist Gesindel! In einem Briefe an den „Vorwärts" hat er dies auch verblümt zugegeben. Es ist ein nnmöglid)er Zustand, dast Oberst Rein- liart bis zum heutigen Tage sein Kommando führt. Hat die Regierung nicht die Macht, diesen Mann von seinem Posten gu entfernen? Dann wäre tat- sächlid) Herr Reinhart der Noske, der über die militärische Macht verfügt. Noske aber nur der Inhaber einer papierncn Vollmacht. In den Kasernen wird offen monarchistisck-e Propaganda betrieben unb in Jubenhetze gemacht. Die reaktionären Drahtzieher werben dann mit den ans den antisemitischen Leimruten gefangenen Anhängern ihre Pläne zu verwirklichrir suchen. Hier heißt es: Widerstelle den Anfängen! So wie eine Mogierung von redits die Monarchie und baniü: hen Bürgerkrieg bedeutet, so bedeutet eine Regierung von links die sogenannte.Rätediktatur und damit ebenfalls den Bürgerkrieg. Ich sage ans- drüdlich: die sogenannte Rätediktatur, denn Rustland wird nickst von gewählten Vertretern her Arbriterklasse regiert, fonbern es herrscht die nackteDespotieeinigerParteiführer, hie weder burd) eine Volksvertretung noch durch die Presse kontrolliert wird. Ein solches System ließe sich die deutsche Arbeiterschaft keine 14 Tage lang gefallen. Die Einführung des Rätesystems in Oeutfdilanb lehnen alle Parteien ab. Selbst die Unabhängigen sind in dieser Frage gespalten. Oktober, wie gestern irrtümlich angegeben war. ** Das Schicksal der Kapitulanten. Kapitulanten, die bis zum 31. Oktober über 12 Jahve dienen, werden nach einer Verfügung d:s Reich swehrrnmisters mit diesem Tage entlassen. Vereinzelte Ausnahmen sind wegen Unentbehr- lrckkit nur zulchsig bei beonberen Fach- unrerofsiziergruppen, wie Musikmeistern, Unter» zahlmeistern usw., sowie bei etatmäßigen Stom- pagniefelckwebeln usw. Tie bleibenden Kapitulanten treten mit ihrer Zustimmung am 1. Oktober in ihren bisherigen Tienststellen zunäch'st aus ben Etat der vorläufigen Reichsivehr ober auf den austerordentliche« Etat für 1919. Tie endgültige Entscheidung, wieviel in das Friedensheer zu übernehmen sind, trifft der Reichswehrminister. Es wirb jetzt feptzestcllt, wieviel Kapitulanten vorhanden und ivieviel für das künftige Feiedens- hecr und für das 200 000-Miann-5)eer nötig sind, bas bis zum 31. Marz befielen beibt. Tie Aufstellung machen bwonbere Kommis ionen. Bei Meinungsverschiedenheiten wird abgestimmt. **FreigabeberObstkonserven- herstellung. Durch eine Bekanntmachung ber Neichsgesellscliaft für Obftkonserven und Marmeladen ist die Herstellung unb ber Absatz von Obstkraut unb Dörrobst freigegeben warben. Auch Gelees und Obstmus bürfen, soweit eine Berwenbung von Zucker nicht statt- finbet, ohne Genehmigung ber Neichsgese.b- schaft hergestellt unb abgesetzt werben. Rur die .Herstellung von Pflaumenmus bleibt in bem bisherigen Umfang verboten. Die der gewerbsmäßigen Herstellung von Obstkcaut und Dörrobst enlgegenstehenben Vorschriften ber Neichsftelke für Gemüse unb Obst sind ebenfalls aufgehoben worden. *♦ Sommertage im Polavgebie t. lieber dies Thema sprach gestern abend in der Neuen Aula auf Veranlassung der Vortrag sver- einigung (Kaufnrsmnscher Verein und Ortsgewerbe- verern) Kapitän Herbert aus Hamburg. Ter Redner hielt sich im wesentlichen an eine Nordlands-, fahrt des TampfcrS Großer Kurfürst vom Norddeutschen Lloyd im Jahr« 1912. Wundervolle Lichtbilder führten in die Region des ewigen Eises, wo im Sommer drei Monate lang ununterbrochen Tag und Nacht die Sonne scheint und mit Hilfe des Golfsttvmes eine Temperatur von + 25 Grad Celsius erzeugt, während sie im Winter bis zu — 50 Grad sinkt. Diese seltsame Sommerwärme auf 'windstillem Meere, das von Tausenden von Seevögeln bevölkert wird, erhöht den Kontrast ber braunen eis bedeckten Schneespitzen und ber gewaltigen Gletschermassen, auf deren Nioränen zwischen dichten Nivosen ein fast beimatlitfxr Blülen- flor prangt. Tic NordlandsHerrlichkeit würbe eigentlich entdeckt durch Graf Zeppelin, der im Jahre 1910 mH dem Dampfer Mainz eine längere Expedition nach Spitzbergen veranstaltete, um von hier aus mit zwei Lustschiffen in zwölf Stunden den Nordpol zu erreichen. Ter Plan kam nicht zur Ausführung, aber damals wurden die Golfe ausgemessen, die der Lloyddampfer auf seiner Ver- gnügunfrMaM berührte. Ter Norddeutsckie Llol)d erwarb sich damals auf dem Niemandsland Hoheits-1 rcit im An» StaM rind Land. Gießen, den 12. Sept. 1919. Lebensmittel. ♦♦föeiber städtischen Obst-undGe- müsestclle fonmten morgen Gemüse aller Art, Aepscl, Birnen verschiedene Sorten, zu Den billigsten Tagespreisen Pfund» und korbweise zum Verkauf. *♦ Nährmittel-Ausgabe. Tie bei ben Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren für September können von 9)iontag ab gegen Vorlage des VestellauÄocises zur Nährmittel karte und Abgabe der Nährmrttelmarke Nr. 9 (September 1919) in Empfang genommen werben. ten nicht. ** Der Verband ber unteren Vvft- undTelegraphen-Veamten, O tsgruppe (Küßen, veranstaltet Sonntag ben 14. S viernter, nachmittags 3y4 Uhr, im „Hotel Einhorn" eine allg.'meine Beamtcnversammlung, zu ber alle Klassen ber Reicks-, Staats- unb Gemeindebe-am- ten unb Beamtinnen ein geladen sind. Tagesordnung: Beamten fragen in Gegenlvart unb Zukunft. Redner: Herr Oberpostschafsner Kocki-Essen, Mit- gtieb ber Nationalversammlung. ♦♦ Tie Sozialbemvkratische Partei veranstaltet morgen abend 8V, Uhr im Hotel Einhorn eine öffentliche- Vvlksversamnilung. Tr, Max Quark, M. b. N., Tr. Sinzl-eimer, M.d.N. unb Eduarb Grafe, Unlerstaatssekretär, M. b. L., werden über die beutfdje Politik fpredjen. ** I m Lichtspielhaus wirb von moracit ab bas große Lustspiel ,/Lie Austernprinzessin", in der Hauptrolle Ossi OSwalda, aufgeführt. Landkreis Gießen. -m. jungen, 10. Sept. Bei einer gestern hier abgehaltenen ÖbftDcrftcigcrunq wurden außer- gewöhnlich hohe Preise erzielt. Ein BaumBirucn kam beispielsweise auf 325 Mk. Man kann hievnmb einen Durchschnittspreis von 50—70 Mk. pro Zentner annehmen. Bei der großen Nachsraae nach Obst spielt das Geld scheinbar gar keine Nolle, imb cs mirb beim Bieten nicht darnach acsragt, ob die Ware auch nur annähernd den dafür angelegten Wert repräsentiert. Hessen-Nassau. -= Frankfurt a. M, 11. Sept Mehr afe 500 Personen des Vororts Rödelheim haben eine Bewegung cingeleitet, die die A u st e i l u n g de r Ländereien des Grafen »n Solms-Rödelheim in Assenhcim zum Endzweck hat. — Frankfurt a. M., 11 Sept. Der Vorsitzende der hiesigen geiverkschastlich zusamnnm- gesdstossenen Kellnerorganisationen, GewerkschastS- beamter K Ö l l e n b e r g e r, ist nach Unterschlagmig einer erheblichen Summe Verbandsgelder flüchtig gegangen. £ fm. Frankfurt, 12. Sept. Bis kurz vor dem Kriege war der Katl)arinenturm in Frankfurt aus seiner luftigen Höhe bewohnt. Die damalige Meterin verließ nur ungern die seit Jahren bewohnten Räume. Der Turm mußte aber aus verschiedenen Gründen damals geräumt werden. Auch aus bem Eschenheimer Turm wohnte lange Jahre eine Tunnivadsterfamilie. Vielleicht erinnert sich jetzt in Seiten höchster WohnungKwt bas Wohnungsamt dieser verlassenen Räume, für die sich genug Liebhaber finden nxrben. (And) in Gics-ni stcht die Wohnung des früh ven Turm- wächtcrö auf der Stadtkirche leer unb könnte bezogen werben. Zumal für ein junges Ehepaar müßte diese Wohnungsaussicht ideal sein.) oz. Fulda, 11. Sept. Verhaftet wurden zwei von Gießen gebürtige Männer, die hier einen Ballen Leder und einen Sack Kaffee an den Mann bringen wollten. Bei ihrer Verhastting leisteten sie den Kriminalbeamten energischen Widerstand und bedrohten sic mit Waisen. Die schweren Einbrudi-dicbstähle in Büd)cnberg (Kr. Fulda) haben die beiden auch ausgesührt'. Die Das Glück der andern. Original-Iloman von Erich Ebenstein. Copyright 1916 by Oreiner 6c Comp., Berlin W 30. lNachdruck verboten.) Fortsetzung 5. Als Mama heute früh erklärt hatte, Lottens Verlobung am Abend burcb ein kleines Familien- sest zu feiern — Geras sollten kommen —, halt: Evelyn erklärt: „Bed-aure, aber ich muß mich dabei entschuldigen. Ich bin für heute abend b.'i Millners verjagt." Wenn nun aber Millners hier erwartet wurden — bann kam vielleicht auch Evelyn mit? Si» rühmte sich ja so oft: „Wo Beate verkehrt, da verkehre ich auch. Sie geht ohne mich nirgends l>in, unb all ihre Bekannten wissen dies." Wie wütend wäre sie, wenn sie zufällig -:r- lühr: . . Modest« wurde ganz heiß bei dem Gedanken. „Nun, liebes Fräulein, wollen wir nun bic Tischkarten verteilen? Hier sind sie. Ich b.'lwlte die Liste unb Sie lesen die Namen ab. während Sie bann die bettesfenden Karten aus bie ein- tzelnen Plätze verteilen. Id) bcnke, wir.fangen hier oben links an." Cie reichte Mobcsta efn Päckchen Karten unb begann die Namen von ihrer Liste abzulesen. Plötzlid) fuhr Modesta zusammen. „Fräulein Losenstrin," hotte die Gräfin gelesen. Also doch! Modesta Ivar so verwirrt, baß sie den nächsten Namen, der Evelyns Tischlierni nannte, überhörte nnb iwch einmal fragen mußte. „Graf Magnus Sanderfeld." „Fünf Minnten später war man fertig, unb die Baronin fragte nun Modesta in zarter Form nach ihren Honoraransprüäicn. Modesta starrte sie ganz erschvoden aus ihren Samtangen an. Sie sollte bezahlt werden? Tavan hatte sie ja gar nicht gedacht . . „Ich weiß es nicht ... ich habe noch nie anders als ans Gefälligkeit gedeckt . . .," murmelte sie in tödlicher Verlegenheit und wurde blutrot. „Sie mürben mich glücklich machen, wenn Sie mir erlaubten ... cS machte mir ja Freude . . ." „Aber das geht bock nicht!" unterbrach sie die Baronin halb erstaunt, halb verlegen. „Nein, nein, das geht wjrNich nicht . . .!" In biz’ein Augenblick wurde die Tür geöffnet und ein bildhübscher junger Mann mit schwarzem Kraushaar unb blauen Augen steckte oe» Kopf herein. „Tarf ich, Ta»tck)en, ober — stört man?" „Nein, nein, Magnus, bu störst mich nie. Komm? nur herein unb sieh bir gleich bas Arrangement für ben Abend an." Ter junge Mann trat vollends ein und warf einen brütenben Blick um sich. „T-onnerwetter, das ist ja feenhaft? Da hat sich Francois wieber mal selbst übertroffen!" „Sag.' lieber, er hätte es nie so zuwege gebracht? Francois ist nämlich krank und hat uns int .Stich gelassen. Tic Künstlerin steht hier!" Sü wies auf Modesta, bereu Anwesenheit ber junge Mann erst jetzt bemerkte. „Pardon," murmelte er, während seine tiefblauen .Augen sick) stannend auf Modcsws schlanke, fi über Aart« Gestalt ßerabfenfleit. „Erlauben Sie, baß ich Ihnen meinen Neffen vorstelle —■ Graf Smtdcrstlb. Aber da merke ich eben, daß ich Ihren Namen noch nicht einmal weiß,, Fräntem Ndodesta . . .?" Modesta murmelte verwirrt etwas, daS niemand verstand. Tann sagte sie, die Wimpern scheu senkend, hastig: „Verzeihen Sie, Frau Ba- tenin, ich muß nun gehen. Ich ... ich habe heute noch einen Tisch zu decken," und glitt, ohne eine Antwort abzum-arien, aus bem Zimmer. „Ein komisches Mädchen," lädyelte die Ba- Donnt. „Denke dir. sie will sich nicht einmal be- zaht-m lassen für ihre Arbeit hier! Ich muß nun dos Honorar selbst bemessen und eS ihr durch untere Klavierlehrerin schicken, die ihre Freundin ist." MagnuS Sanderfeld lehnte am Büfett und strich Aerfcreut feinen sckMarzen (Sdynurrbart. „Welch ein blumcnhaftcs Gefchöpf," sagte er nackdeuNicy, „alles so weich unb biegsam und poettsth, als wäre sie eine Elfe, die eben irgend- ehrem Blütenkelch entstiegen ist . . ." „Mein Gott, du wirst ja ganz elegisch! Solltest du dich etwa beim ersten Sehen m diese kleine Modesta verliebt Ixtben?" lachte seine Xante scherzend. Auch Magnus lachie jetzt. „Aas fällt dir ein! Es war eine rein objektive Betrachtung. Mein Genre in Fraucnichönheit ist viel rcalkstfscher. Ich liebe nicht die schüchternen Veilchen, sondern stolze Frauen, die an die königliche Rose erinnern!" 6t trat an die Tafel unb überftog mit einem Blick bi: Sitzordnung. Seine Miene slrahlte plötzlich. „Tas hast bu famos ein geteilt, Tantchen! Tu verdienst dafür wirklich einen Kuß!" Er umarmte die SBaronüi, dieripm lachend euren Klaps gabu „Weil ich deinen Birten nicht widerstehen könnt: und dir Evelyn Losenstem als Tischnachbarin gab, bu Schlingel? Aber nimm bull in acht, bürst bu? Ein Flirt ist dir geitattet, unb ich bin feine Spielverberberin, aber setze dir um Gottes willen feine Raupen in ben Kopf! Sie ist doch immerhin, wenn auch arm, doch ein anständiges Mädchen und Beatens Freundin — da spielt man nicht gedanfeuloS! Unb so viel weißt bu doch — deine Mutter wäre nickst entzückt von btrier Schwiegertochter! Sie erhofft eine ganz ander: Entscheidung, seit du bei Millners häufiger xxx- 'Magnus errötete und schwieg. Nack einer Pause sagte er leichthin: „IS wollte bir nur sagen, Tantchen, daß Mama mir heute schrieb uno fategorifch verlangte, ich soll' Urlaub nehmen unb nach Rettenegg tommvn ” „Nun, bann tust bu es eben! Du bist ihr einziger Sohn, undes ist begreiflich^ daß sie diL wieder einmal bei sich hoben will." „Ader es paßt mir eben jetzt gar nicht, 2kmri den! Tu bist so klug — könntest du mir nick« helfen, eine Ausrede zu ersinnen?" Tie Bavoriin sah ihn einen Augenblick schars an. Tann antwortete sie trocken: „Nein, m w lieber Magnus. ES |d>etnt( baß bu wirklich.schon tiefer, als ich fürchtete, nt Evelyn Losenstenis schäne Augen geblickt halt. Da ist bir ein schleuniger und langer Aufenthalt in Rettenegg nur dringend zu toünfdjcn!" „Aber Tante, waS hast du gegen FrSuleM Losensdcin?" , . _ . ... „Nichts, als daß ich rae wünschen würde, Jtj als bv'iitc Frau zu sehen!" Somit wandte ßfl die Baronin ab. (Fortsetzung Mät) ic* BMD-WMUHEIW Lieferungs fcn auf A: Ludwlratraße 13 Telephon 65 Frühstfickskarte. 4861V öehörbliche Anzeigen Walter Niihrnrittel Ausgabe Inhalt 4 IV, Ltr. i ft t fr S. ,n irt tlt dls 8^ Me t »A ei«W * ^ten> SSKg ■W? "SÄ Saus'^K -über- M' nt bie * äarLsL^ :.a*ca "■ m »LIL Vttten Dost. MlS-te *8, ju Ä sind. Tagisord- Zukunft. '"vkratische $«. »ILDerfammhntti. Ti ■ cinilKtmer, M b i ikvat-iekretär, MdL 'Olitif sprechen. ' " Aus dem rlmtsverkündtaungsblatt. m D^ö A m ts Verkündig ungSblatt Nr 86 vom 11. -September enthält: Bekannt- machung Nr. F. R. 260/8. 19. K. N. A. betr. Mfta.laure. — Verordnung über Lieferungszu- scklage für Brotgetreide und Gerste und über Beschränkung des Ausdrusches von Hafer. Vom 1. Leptember 1919. — "Verbot der Haferausfuhr. ^ftlve^.^haltung. — Herabsetzung der Rind- und Änlbftetl'chpreise. — Erweröslosenfttrsiorgr. — ^'euerstStteuver-eichnissc und Abäntecung des Rc- gulattvs über Reinigung der Schornsteine. — A^'^katarch unter dem Rindvieh der Gemeinde ^.ang-Göns. — Räude. — Feldbereinigung in der Gemarkung Lumda, Kr. Gießen — Feldbe- reringung Rökl-g.-s: hier: II. WsclMtt. Schweinehaltung und Hausschlachtungen. Scherdekatarrh ist unter dem Rindvieh dec Gemeinde Langgöns festgestellt. Die vom Krcisveterinäramt Gießen verfügte Sperrung des Faselst alles wird bestätigt. — Die bei einem Pferde des Weißbinders Konrad Keil hier, Weidengässe Nr. 7, auögebrochene Räude ist erloschen. Dle angeordneten Sperrmaßnahmen sind aufgehoben. Tienstn ach richten des Kreisamts. Ludwig Schneider aus Allendors a. d. Lahn wurde als Orts- und Polizeidiener dieser Gemeinde eidlich verpflichtet. — Heinrich Kappes II. von Grimberg wurde als Nachtwächter' dieser Gemeinte eidlich verpflichtet. Organisation fei fehlerhaft, sondern die laut* Nirtschaulichen Btttrauensmäniier seien vielfach *“,tri)^e,rTt. KW gewachsen. Ministerialrat ftilrephake berichtete iroch über die Bemühungen der ,l);||i)tfen Regienmg, um Belicferinig> des Wernbaues mit Zucker durch die Landeszuckerstelle, rann aber reine großen Hoffnungen machen. Die bei den Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellten Waren für Septem Ver 1919 können von Montag den 15. d. M t s. ab gegen , kwrlage des Bestellausweises zur Nährmittetkurte bitf uni) Abgabe der NährmittelmarÜe Nr. 9 (Scch-- I'Mber 1919) in Empfang genommen werden. Es eft,allen: vermischte-. dta. Sicherheits-Stoßtrupps. Aus Kassel wird beritfjitet: Tie Stadttvelw (Einwohnerwehr) hat Stvßtrupps eingerichtet, die Mit Stahllrelm und Nakftampfmitteln ausgestattet rnd, und so, wie im Felde die Gräben, ganze Ltraßenzüge aufrollen können. In den letzten Tagen wurden mit solchen Stoßtrupps verschie- oene Viertel gesäubert. Eine Anzahl Verbrotfier trurten bei dieser Gelegenheit ergriffen. Spitzbuben, die etwa 25—30 Jahre alt sind, waren mit Revolvern und Messern gut ausgerüstet und treiben sich schon längere Beit räubernd und Plündernd in hiesiger Gegend herum. = & a tf) e n b u r g , 11. Sept. Tem sielen- iährigen Stfchler Hein in Luckenbach zerriß eine explodierende Patrone eine Hand und ein Aug.'. X. Hanau, 10. Sept. Aus den Beständen der Garnisonverwaltung in Hanau sind erhebliche Mengen von W ä s ch e g e g e n st ä n d e n abhanden gekommen. Der Wert dieser Wäsctestücke beziffert sich auf etwa 400 000 Mk. Ferner ist festgestellt worden, daß ein Teil dec gestohlenen Wäiche in Frankfurt a. M. zum Verkauf gekommen ist, sün d^rsonen ftrld bereits in Haft genommen, auch etwa 1000 Bettücher konnten wieder zur Stelle geschafft werden. . y'.ß j m b u r g , 11. Sept. Bei Eschhofen wurde der 44iähnge Ingenieur Rose aus Königsberg von einer Lokomotive überfahren und getötet. - Klein Handelsgeschäft? haben die ver- ckiriahinten Marken bis spätestens 3. Ok- wber 1919 dem Städtischem Leebnsmittelamt, 43niner 11, etnjurvidjen, unter Angabe dec nicht wgcholt.m Warenmengen. . Dec Minoerkausshüchstpreis beträgt: das Pfund Grcctz 48 Pf „ „ Haferflocken 62 " Teigwaren aus 80°/° Mehl 66 „ Paket Keks 39 Gießen, den 11. September 1919. 10501B Erwerbslosenfürsorge. Die Bestimmung des § 9 Abs. 2 der Rcichsverordnung über dce Erwerbslosenfürsorge soll den Arbeitnehmern dre vorübergehend nicht voll beschäftigt iverdeu rönnen, einen Anreiz geben, auch bei beschränkter Arbeitszeit und geringerem Verdienst die Arbeit fortzusctzen, den Arbeftnehmern aber, die zeitweise unbeschäftigt bleiben müssen, die Erwerbslosenunterstübung sichern, ohne daß sie zur Ent- lafsung zu komme^ brauchen, wobei ihnen demnächst die Aussicht auf spätere Wiederbesch-äftigung bei ihren bisherigen Arbeitgeber bleibt. Da hiernach 8 9 Abs. 2 sich als Sonderbestimmung gegenüber den allgemeinen Vorschriften darstellt, so rst die Frage der Bedürftigkeit nicht zu prüfen, mag cs sich um Männer oder Frauen handeln. Auch § ( ist nicht anzuwenden, da eine verschiedene Behandlung zwischen Männern und Frauen un- berechtigt erscheint, weil sich auch für Männer hmslchtlcch der Unterstützung im Falle des tz9 Abs. 1 und 8 9 Abs. 2 Ungleichheiten ergeben. Ebenso ist ein Zurückgreifen auf § 6a ausgeschlossen. Jedoch darf nach der ausdrücklichen Be- KriegSgefangenenheimkrhr. Heute vormittag gegen 10 Uhr traf auf dem hies'gen Bahnhof ein Lazarettzug mit zu- rückkehrenden Gefangeiren ein. Zum Empfang hatte sich die Militärkapelle des Reichswchrregiments eingfinnbcn, die die Heimkehrenden mit vaterländischen Weisen begrüßte. Dr. Schneider, dec Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppc vom Roten Kreuz, hielt eine Begrüßungsansprache. Rote Kreuz-Schwestern besck-eukten die Insassen d.'s Transportziwes mit den üblichen Liebe-gaben, wie Schleiichen, Blumen, Zigarren usw. Tie Gefangenen zeigten sich sehr erfreut über den Empfang. 109 Mann und 2 Offiziere marschierten unter Glackengeläute mit Musik nach dem Durchgangslager. Etwa eine Stunde später fuljr der Zug in der Richtung Erfurt toeiter. Tie Zurückgekehrten .befanben sich zuletzt in französischer Gefangen- schatt: sie kamen aus der Gegend pon Lille. Da die Franzosen sich mit der Heimsendung unserer Gesangeuen im allgemeinen vorläufig noch sehr -urückhalteud verhalten, ist es doppelt zu be- grüseu, wenn schon jetzt ein, wenn auch nur kleiner Teil unterer in französischen Händen schmachtender Brüder erlöst wird. stimm UN g des §9 Abs. 2 an Arbeitsverdienst und Erwerbslosenunterstützung zusammen nickst mehr als der Betrag des bisherigen Arb.'itsvcrdienstes bei voller Avbntszeit getvährt werden. §9 Abs. 2 streift auch dann Platz, wenn die vorübergehende Beschränkung ober Einstellung der Arbeit länger als eine Woche dauert. Die Anführung der ^Kalenderwoche" in 8 9 Abs. 2 hat lediglich den Zweck, bk Berechnung der Unterstützungshöhe klarzu- ft lten. Llefecunaszuschsäge für Vcotge- tretde und Gerste. Für Brotgett-eide (Roggen, Weizen, Spelz — Dinkel, Fesen —, Emer und Ecnßorn) und Gerste aus der Ernte 1919 wird, wenn die Ablieseruirg vor dem 1. Oktober 1919 erfolgt, ein Lieferlmgszuschlagi von 150 Mk. und, wenn die Ablieferung vor dem 16. Oktober 1919 erfolgt, ein Lieserungszuschlag von 75 Mk. Tür btc -t-onne bezahlt. Tie Landeszentralbehörden können für die Teile ihres Gebiets mit Rücksicht aus späte Ernte .mit GenelMigung des Reitf>S- ernährungsministei-s die im § 1 bestimmten Fristen bis zu zwei Wocheir verlängern. Sv.veit Brotgetreide und Gerste aus der Ernte 1919 vor Inkrafttreten dieser Verordnung auf Grund der Reichsgetreidvordnung für die Ernte 1919 abge- iiefert worden ist, hat der Lieferer Ansprrrchl auf Nach,zahlung des bis xum 1. Oktober geltenden! LteferungszuschlagS. Tie Lieferung>Szuschisäge dürfen auf Antrag auch iroch nack)i Ablauf der Fristen gezahlt werden, soweit die Wiefening des rechtzeitig ausgedroschenen Getreides aus Gründen, die der Lieferer nicht zu vertreten hat und die außerhalb seines Betriebs liegen, nickst rechtzeitig hat erfolgen können. Ter Antrag ist nur inpivcit zulässig, als die Ablieferung innerhalb zwei Wockien nach Ablauf der Fristen erfolgt, und muß gleichzeitig mit der Ablieferung bei dec Stelle gestellt werben, au die die dtblieferung sbrttfindet. Haser darf ins zum 15. Oktober 1919 nickst gednoschen werden: der Kommuualverband kann auf'Antrag im Einzel fall aus brntgenben Gründen Ausnahmen zulassen. Zuwiderhandlungen pxrdeu mit Gefäug- nis bis zu einem Jahce und mit Geldstrase brs mit Deckel zu M. 55.00 gegen Nftchnnhme (Beding, ist, bei Bestell d. Inserat miteinzus.). Arzgnet Senthe, Holthanwcn 1M(n bei Plettenberg 1. W.. Herscheider Straße, ' siattfcmd, konnte btt Oberste Rat noch keine Ent- 1 lu.emung tveften. Bon diesem augenfälligen Un- : vermögen IPrach gestern ein amerikanisck>cs Blatt und erklärte, daß Frankreich alle Welt gegen jcch bäte.,Tre>e Mitteilung sei ütertricten. Jtaiinl : und Japan batten ihr Desinteressement an der Frage erklärt. Ter Widerstand komme, was nur 3u wahr sei, von den beiden angelsächsisckx'n S'ra Vx umso bedauerlicher, als man d.durch Cfefabr laufe, schon im Entstehen alle Ausfühnma^ Möglichkeiten zu töten. Es nütze nickst, die Biue." vor die Augen zu nehmen. Tie Deutschen sähen klar und sie brauchten sich nickst viel Stüte zw geben, um die Schwäche Frankreichs zu ertenuen Xa^ Blatt meint, eS fei gleichgültig, ob man eie ܰit Balfour redigierte Note annehme und vb Teutschland sich bereit, erklärt, den Artikel 61 auszumerzen. Man wisse in Berlin doch, daß die angelsächsischen Staaten gegen jede Ausdehnung btt Besetzung der Rheinlande seien. Paris, 12. Sept. (WTB.) Havas. Ter „Temps" saat, daß in einer Note, die der deutschen Delegation in Versailles am Donnerstag über- geliert wurde, die Alliierten die Erklärung der deutschen Regierung zurückwiesen und den Grundsatz der Aufhebung des Artikels 61 ter deutschen Verfassung, der tem eventuelleir An^- schluß Oellerceichs an Deutschland Vorsicht, aufrecht erhalten. Amsterdam, 11. Sept. (WTB.) Tas Ren- tersche Bureau meldet aus Paris vom 10. September: Ter Oberste Rat beriet über di: Antwort auf die deutsche Note mit Bezug aut bi: Entfernung des Artikels ßl der deutschen Berfassmig. Er kam zu der Ansicht, daß die teutstf/tti Bürgschaften unzulänglich sind und die deutsche Negierung bevollmächtigte Vertreter nach Paris entsenden muß, die das PvotoVall unterzeichnen, worin alle Artikel ter deutschen Verfassung, die mit dem Vertrag unteteinbar sind, für null und nichtig erklärt werden. Tiefes Probokoll muß ebenso wie ter Vertrag von der Nationalversammlung rati- fizittt werdett. Entsendung deutscher Arbeiter für den Wiederaufbau. Berlin, 12. Sept. Laut „Lolalanzeiger" haben die Versailler WrbanMungcn üb:r den Wiederaufbau zu einem Uebereiukommen über die Entsendung von Arbeitern geführt. Scheidemann in Kassel. Kassel, 11. Sept. An die Rete Scheibemanns schloß sich eine lebhafte Diskussion an, in der sich ein starker Anhang der Unabhän-. gigen bemerfbar machte. Die Parteikasse der Unabhängigen bestohlen. Berlin, 12. Sept. Wie dem „Lokalnnz." berichtet wird, sind bei der 11. S. P. in München nach einer Mitteilung des Aktionsausschusses 3 4 000 M k. aus der Parteikasse unter- chlagen. Davon hat ein Genosse 16000, ein anderer 8000 Mk. unterschlagen. Das Geld war unter der Arbeiterschaft eines Münchener Großbetriebes gesammelt worden. Auch unter den Kommunisten Münchens hat ein Vorstands- genosse glatt 32 000 Mk. unterschlagen. Französische Schieber. Berlin, 12. Sept. Nach den Morgenblät-- tcrn wurden tn ter letzten Zeit mehrere französische Offiziere, darunter auch ter Sohn des Generals Andlauer, nach Frankreich zurückgeschickt, und zwar wegen allzu großer Beteiligung an dem Saarbrückener Schieberhandel, besonders in Fett, Oel und Seife nach tem rechten Nheinufer. Schutzmannsstreik in Boston. Boston, 12. Sept. (WTB.) Gestern abend kam es infolge eines P>oli z e ia u S standes zu writeren Ausschreitungen. Es wurde eine starte Truppenabteitung zur Wiederherstellung ter Ordnung aufgebvteu. Bei den Straßenkämpfen wurden drei Personm getötet und mehrere verwundet. a u s loe d von mornn Auilernprinzessi!!" g acheführt. RUbnu ^Vt. Bei einer getont tWng mürben auf,tm lickt. Kn Nwmb*.v ■ M Man fannjitrnad) doa 50—10 M. bei großen Mw.t scheinbar gar knne M . n nicht darnach «fragt, nnähernd den boiüi an- rt toM ?„ 11. 6eX Mtfr sf« Rödckheim haben w.t ilt ,n itx ^olms-Wdelhch> Bl., 11. Ävt. Der 6ot- Mikschaftlich iusainE miaibnen, Geivcckschoit^ -r. ist nach UnlerschiagM : Verbandsgelder flM 12. Sept. W kurz M iharinenümn in 5tw Höhe bewohnt. Dir da- , nut ungern b« tt t Der Turm mfte abe m damals geräumt iw henheimer timn wN uväcbtersamte. ■m höchste Wohnungsn». ^LenmRäme^ • iinben merten. W n> E des srüterrn » für ein iimgro EheM uisick ideal feut) Verhaftet MM Xtiae Männer, dce t&S&B “«H*; Auf die gelben Karten (A): 250 Gramm Teigwaren. Auf die roten Karten (B): 250 Gramm Grieß oOO Gramm Hafcrflocken w 1 Paket Keks. dre blauen Karten (C): MO Gramm Teigwaren . 250 Gramm Haferflocken. 80 September 1919 her* 9 (September 1919) rhre ® ü 11 tgfeit. Die Geburt eines gesunden Jungen zeigen hocherfreut an Robert Drescher u. Frau Erika geb. van den Dongard. Gießen, den 10. September 1919. tosto • Aur die betreffende Bekanntmachung im Amrsverkünbigungdblatt Nr. 86 sei besonders aufmerksam gemacht. Darnach muß sofort die Boranmcldung aller für die diesjährige Haus- stfstachtung bestimmten Schlveme erfolgen. Durch die Voranmeldung erlangt ter Besitzer noch nicht dre Genehmigurrg zur Vonmhme feiner Hausschlach- fung, vielmehr ist diese, mte im vergangenen Jahre ter ter zciständigen Bürgermeisterei — in Gießen ba tem Oberbürgermeister — zu beantragen. Ucber den Hausschlachtungsaiitrag entsck)citet sodann das Krersamt namens des Kommunalverbands. Die im vergangenen Jahre erlassenen Bestimniungen sind noch yültig, eine Abänterung ist noch nicht erfolgt. Herabsetzung der Rind-- und Kalbfleischpreisc. Infolge der Aufhebung ter Bewirtschaftung per Läute sind diese innerhalb ganz kurzer Zeft rm Preise außerordentlich gcsttegen, so daß ein :rß*y,®‘Vtl>er^^n'5 -wischen tem Einstandspreis des Schlachtviehes und tem Fleischprcis entstanden rst. Für Rindshäute wird jetzt pro Pmnd 8 bis 12 Matt und für Kalbshäutc bis 15^ Mark pro Pfund bezahlt, so daß ter Mehrerlös für eine Rrndshaut 300 bis 600 Mark, für eine Kalbshaut etwa 100 Mark beträgt. Um einen Ausgleich ru schaffen, hat das Lontesernährungsamt angeordnet, daß die Preise für Rind- und Kalbfleisch klnt sofortiger Wirkung bis auf weiteres um 1 Mack pro Pfund gesenkt werden. Damit ist bei Rrndcrn Unterschied ungefähr ausgeglichen, bei Slältern öerbleibt von dem Hauterlös noch ein Rest, der dem Erzeuger in Form eines Zuschlages zugute kommen soll. Tie Biehhandels- verbände sind deshalb ermächtigt, mit sofortiger Wirkung bis auf weiteres für jedes Kalb einen Zuschlag für die Haut in Höbe von 40 Mark an den Ablieferer auszuzahlen und tem Empfänger in Rechnung zu setzen. * Milchsäure. Die von den Kriegsministe- reen oder den Militärbesehlshabem erlassenen, ten Betroffenen namentlich zugegangenen Verfügungen, betreffend Veschilagnahme und Meldepflicht von Milchsäure wird mit Wirkung viom 21. Aug 1919 aufgelwben. / haben ÄaacnÄt'^ " tett/ bait- ghält * r*n ■ ftp. I Saalbau Safe £cib I — rf iiiiiirifinrvniirrvrrinii n>. 11111111111 niri 1111 rrrriviri ■ 1111111111 m ■ M Heute Freitag und morgen SamStag: ü= I Vereins - Vergniigunp | mit Bali. 017706 = | Es ladet ergebens! ein Han» Kirzlnger. M Vie Tagung der hessischen landwirt- schajtiichen Senosienschasten. Tarmstadt, 11. Sept. Als Abschluß ter Lagung wnd bmte vormittag im Rummelsbräu unter dem Vorsitz des Gutsbesitzers Beiser- St. Johann die 29. ordentliche Gene- -alversammlung der Zentralgenos- se n l cha f t statt. Nach tem GesMftsbericht tes Ä^'^rs Berg sind im Laufe tes Jahres 1918 V. G.-nvsßmschäften beigetreten, so daß ter Mit- nlifterUanb am Ente des Jahres 282 mit 363 lR'lchäjlc-an teilen und 363000 Mk. 5)aftsumme be- träat. Weitere Genossenschaften traten im Laufe Efts wahres bei. Ter Gesamtumsatz betrug 161/. :^)^loiien Mark. Der Reimer erörterte die Der- lniltiuHe auf tem Dünger-, dem Futtermittel- und hem Saftgut-Markte. Für den Getteiteanftäuf oar btc Zentralgenossenschaft in verschiedenett Krei- -u tättg, ferner war der Oelsaatenaufkauf und tee Laubteu ammlung ihr übertragen. Ferner wirkte e al» Geichäftsstelle ter Lantesobststelle und als ?'hlffhx'D ber NieMandelsverbände. Tas Ergeb- Ms ter ^ahresrechnung ist befriebigenb. Für stcregssleueru wurden 240 000 Mk. zurückgestellt ter Retitgetvinn betragt 105 000 Mark. Tircktor Strasburger gab hierzu eingehende ergänzende Ausfühningen über di« einzelnen Gebietendes War enge sckiäftes. insbesondere auch über tee ^dxierigfciten des Zuckerbeschaffung für ten Wembau. Geschäftsbericht unb Bilanz wurden genehmigt iindtem Vorstand und .Aufsichtsrat Entlastung krteftt. Getetmrat Walt e r-Lettgfcld wurde durch Jurus m ten Vorstand, Sen selbe r-B ü 11 e l- born unb L ö sch-W a l d -U l ver s hei m in den AuMfttsrat wietergewählt, als Ersatz für das berfrorteite AufsichtsratnftigliedH e m pes-Obe r- 0lm, L,ink-Ober-Hilbersheim neuge- wählt Tre Zahl ter Äufsichtsratsmitglieder soll von 9 auf 12 erhöht n erben, wobei Ober Hessen und Starkenburg berücksichtigt werten sollen 'Rheinhessen hatte bisher 5, Oberhessen und Starkenburg je 2 Mitglieder.) Es schloß sich eine sehr lebhafte Aussprache an. Schilling-Undenheim wjes aus inc Unhaltbarkeit ter einseitigen Zwangswirtschaft >nt wogegen Geheimrat Walter und Mini- Iterlalrat Schliephake auf die Verantwortung für di.' Volktetmährung hinwieS. Thör le-Wörr- stabt führt die Beschwerden über die Zwangs- irectsckaft auf die mangelnde Koiftvolle ter Kom- mlnalverteinte und die fehlerhafte Preisfestsetzung Zurück. Gegen verschäetene Angriffe ncmneit Ge- leimwt Walter und Dett Weiler- Winters- lain die Viehharrtelsverbände in Schutz. Nicht Mettervoraussage für Samstag: Wolkig bis bHterz trocken, Temperatur wenig geändert, südliche Winde vor Herr schucb. Kritgsgkfailjikllellheimkehr Gießtll. (Fürsorgestelle für heimkehrende deutsche Kriegsgefangene aus ter Stabt Gießen.) Die Angehörigen derjenigen deutschen Kriegsgefangenen, die in ter Stadt Giech.nc beheimatet sind und demnächst dorthin als an ihren dauernden Wohnsitz zurückkehren, werden hierdurch mifgefor- dert, sich im Interesse der Heimkehrer münteich oder sckwistlich alsbald spütestens aber bis zum 20. d Mts. bei ber unterzeichneten Stelle (Alte Klinik. Rotes Kreuz, Liebigstraße) zu melden. Bei der Meldung sind Name, derzeitige Anschrift tes Gefangcmen und Wohnung ter Angehörigen anzugeben. Für Kriegsgefangene, die bereits tem Roten Kreuz (Bezirksausschuß Gießen für vermißte und kriegsgefailgene Deutsck^) gemeldet sind, ist eine besondere Mitteilung mcht mehr erforderlich. Gießen, den 11. September 1919. Für den Arbeitsausschuß der Kriegsgefangenenheimkehr Gießen. Dr. Sch neider. 105000 ** •• Chemnitz, den 21. Jan. 1919. 2(,C1O0S I Heilquelle Uarlrsprudel w e nahe der Selterserarcnze Biskirchen 14, shernruf 1. .... Ick freue mich. Ihnen über Jur Wasser nur da« beste Lob andsprechen zci können. ES gibt nichts Besseres gegen Nervosität. O. Eck)., Webstnhlfabrik Besonders preiswerte Hemdesstoche 2 3 -y ■ Sozialdemokratische Partei Giesse» floi'ffih IW Freie Aussprache! 1O491D Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei Giessen 10476D Ächtung! Achtung 1 Samstag, 13. Sept., abends 8 Uhr Großer Ball «Asy im SaaEbau Cafe Leib 66 unter Mitwirkung der Oberlandler-Kapelle Der Vorstand, Wertvolle Preise! 017708 über alles! gesucht, kl 10487 postlagernd. gesucht. 017634 über gesucht. 017705 017607 ?aoorit der bette Schnitt! Perfekt-, flott arbeitender Stuchhalter (boppclt amerif. System)/ zugleich auch für Sforre- tponben.,, von inbuür. Untcvtiebmcit gesucht. An- tritt balbigst. Schr. Ang. m. Zeugnisabschr. u. Ge- haltSanspr. unter 10502 au den (ttieüencr Anzeiger. Ord. Mädchen für Hausarbeit, evtl, auch nur über Tag, gesucht. Frau W. Kahl, 10493 Frankfurter Str. 151. n. y Pen u. 01 Mitglied der Nationalversammlung. öer Vorstand sofort lieferbar. 6. WM», Siegen __Fernfvr. 250. Ol™ An- «.Verkauf von Herren- n. Damcn- klcid., Wäsche, Schuhe, sowie Möbel aller Art. W Schmidt, Kirckenvlatz 111., 017677 Ecke Schlotzgasse. Mo M ?r. 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