5t»illhigsrun66rud u. Verlag: vrähl'sche llnio.-vuch- u. Steindruckerei !i. Lange. Schriftleitung, S-schäftslt-Ile u. Druckerei: Schulstr. 7. >hen. Auf bem Wege fid tun Pariser P!ay, ;u dm ne. lor ■ Flor 9tc/ Go bi-S se- mn hessische Staatsgebilde noch lebensfähig sei, kann ihnen nicht verdacht werden. Die beiden rechtsrheinischen Provinzen sind für eine eigne Slaatswirtschaft vielleicht nicht mehr recht tragfähig. Es sollen sich doch aber starke Hände den Brüdern jenseits des Rheins entgegenstrecken! Die deutsch und nicht Dortenisch gesinnten Linksrheinischen fordern dies. So viel steht für uns fest, daß wir die Rheinhessen nicht sich selbst überlassen dürfen. Wir können den Verkehr mit dem besetzten Gebiet nicht etwa meiden. Die Schwierigkeiten und Peinlichkeiten, von denen uns die Paragraphen des besprochenen Vertrages eine beängstigende Vorstellung geben, dürfen uns unseren Pflichten nicht entziehen. Wir müssen hinein in das Rauscl)en der Zeit, ins Rollen der Begebenheit, so oder so! Vielleicht gibt das Selbstbestimmungsrecht eines neu zu gründenden R h e i n f r a n k e n dem von der Kriegs- pspchose nicht mehr besessenen Völkerbund noch einmal Gelegenheit, die Zwangsschnüre vom deutschen Nheinstrom fortzunehmen. Wir wollen den Frieden, aber gleich dabei sagen, daß es im alten Liede noch unverändert klingt: „Einigkeit und Recht und Freiheit, sind des Glückes Unterpfand." Wir werden uns keinen Keil treiben lassen in die Einheit unseres Reiches. nungswesens, da doch die Gefahr ländlicher vollen vorhanden war. Wir hoffen, daß das setz dem Lande znm Wohle gereichen werde. Abg. Dorsch (H. V.): Ich ergreife Wort, weil mich der Derr Finanzminister stcrn persönlich angegriffen hat. Es wäre Hr. 160 rer Gießener Anzeiger scheint täglich, außer 3orm- und Feiertags. Bezugspreis: mvnatl. 'Ulf. 1.60, vierteljährlich Mf. 4.80-, durch 'tbhole- u. Zweigstellen nonatl. Mk. 1.50; drwch t iePost Mf. 4.50 viertel- jährt, ausschl. Beitellg. ßernwrecb - Anschlüsse: s irdieCchris1leitungll2 '.«erlag,GeschäitSstelleSl Slnschri'tsürTrahtiiach- nchten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: frtmffurt a. M. 11686 Aus dem Reiche. Sonderzulage von ausländischem Speisefett. Berlin, 11. Juli. (Wolff.) Nachdem der Reichsernährungsminister vor wenigen Tagen erklärt hat, daß eine Verbesserung der Lebensmittelversorgung zu verbilligten Preisen eintreten soll, wird zur Behebung des dringendsten Fetthungers im Laufe des Juli eine einmalige Sonderzulage von ausländischem Speisefett von 200 Gramm ausgegeben. Die Neubildung der sächsischen Regierung. Dresden, 11. Juli. (WTB.) Die Verhandlungen der sozialdemokratischen Volks- kammer Fraktion mit der unabh ängiaen Fraktion wegen Neubildung der sächsischen Regierung verliefen ergebnislos. Die Unabhängigen stellten für ihre Beteiligung an der Regierung drei Bedingungen: Parität bei Besetzung der Ministerposten, Einführung des Rätesystems, Bildung eines Arbeiterrates, also gewissermaßen eines Nebenparlaments. Die sozialdemokratische Fraktion glaubte auf diese Bedingungen nicht eingehen zu können. Da ge- dmokraüschen Fraktur Juli Die deutsche i heule den AbgenlM fai fr1 mt ^Jtü^nbtn by Als Stellvertreter UW btt tziycheDuväkiM *r”I1 liegen. Ohne einen Vermittlungsdienst zwi-1 genwärtig die demokratische Fraktion keinen schen Mainz und Darmstadt ist nicht auszukommen, und mit kleinlicher Unnahbarkeit von deutscher Seite wäre nichts anzufangen. Unnahbar muß unsere Regierung nur für antideutsche Zumutungen sein. Daß unsere Darmstädter Staatslenker jetzt prüfen, ob das Annahme von Anzeigen f. die -tagesmmimet vis znm Nachmittag vorher ohne jedeVerbmdlichkcit Preis für 1 n.ui höhe für Anzeigen v.34m in Breite örtlich 15 lli., auswärts 18 Bi., für 'Jicflame- angeiflen von 70 mm Brene 48 -Vf. Bei Platz- vorfchri''.20" Anifchlag. t>auvlfd)riitleUcr: Ang. Goetz. Verantwortlich für Volit'f: Ang. Goetz, für denübrigcnTech Dr. Reinhold Zenz; für t>cn Anzeigemcil: ö. Beck; fämtlid) ui Gießen nach dem in da Keim arten; des RestamMts Tm ji Polizeibeamten zu iHv h der Wache des 8. Nur i. Thomas und einer sm: hatten lächiere VerleM^ m Hinterkops Wgcm;r lmmengelauscne Menge -ci die lieben Fcanjosen mx iihlbesiuden der Besatzungstruppen nicht les gefordert! Jeder „hierzu ermächtigte" hfizier soll von den deutschen Behörden im ksctzten und im unbesetzten Gebiete Verhaf- cftitngen wegen Vergehungen gegen die iicherheit Mr Truppen fordern dürfen, und tstre Behörden.sollen unweigerlich gehören müssen! Eisenbahnen und Post sollen den ^fehlen der fremden Offiziere zur Verfü- ^ng stehen. Kurz, es sollen rechte Geßler- tle aufgehängt werden, denen wir Reverenz tveisen sollen. Ist doch in der Presse auch [ntibet worden, daß alle Passanten der keiübrücke zwischen Ludwigshafen und »nmheim bei Gefängnisstrafe die französi- te Fahne zu grüßen hätten! Dagegen ist es uferen, deutschen Volksgenossen verboten 'rden.ädie heimkehrenden Kriegsgefangenen [it irgendwelchen Feierveransta lckungen zu ^zcüßen. Das schicke sich nicht für ein bewies Volk! 'n heute °usende Nach boomte BPt’ nd Sey nirtpt«, ■ oer genannten Sätze ? Beamte erhalten hi " 1200 SU® ? fit luQy Don 500 3 nc Deihche von 700 ® Kr WtM a? s rum Ln * dm Stnben, ber oicklch hingen haben tann. d Mbd darüber: Zn b- sich sieben frai 1 an ber Kanziereckk Unk 1 älteren Herrn, dc aartracht bemerkbar matz h die Belästigungen oerbe artet für ihn und geriet e m hcstigen Wortwechsel,: ranzösische Duartienneijte ZcrsiüNe- lung Preußens zu sck>affende „Rcwiblik Groß- Hessen" , ganz entschieden ab. Neubildung^ von Gliedstaaten dürfen nur unter Wahrung des Selbstbestimmungs rechtes der beteiligten Bevölkerungen durch übereinsttmmenden Beschluß der gewählten Regierungen und Volksverttetungen Zustandekommen." >er" erwähnte Vertrag über die rnili- : Besetzung im Rheinlande ist rechts- Jg; in bei) en hat Clörnenceau bekanntlich »ereit erklärt, in Verhandlungen über Ein- k >lriten eiuzgtreten. In diesen Verhandlun- si: dürfen'die-LZertreter Deutschlands nicht Knuden, den Versuch zu machen-, das End- migenbite der'Bedingungen von uns fern '-«alten. Wir wissenTufoy^mie weit auch die f nerungen derjenigen BMesstaaten dazu ' Lage sind, von denen EMÄsteile in die Me Zone fallen. Also auch üMr hessisches - rifteiium wirfd davon berührt? Man darf V'M Ulrich, dessen neulicher Besuch in viel besprochen worden ist, nicht be- Setan und unternommen zu E, bevor man genau weiß, wie die Dinge Aur dem besetzten Gebiet. nrr. Höchst a. M., 9. Juli. Die älteren fran- zösisck^en Jah -gänge der Besatzungstruppen wurien dieser Tage demobilisiert und haben nach großen Abschiedsscsüichkeiten die Heimreise mich Frankreich angetreten. versaffunggebeirde voNstammer des .hreistaater Hessen. 30. Sitzung vom 11. Juli. Um 9.45 Uhr eröffnet Präsident Adelung die Sitzung. Das Haus fährt weiter in der Allgemeinen Auschrache über das Landgesetz. Finanzminister Henrich erklärt, auf die Anfrage des Abg. Köhler, daß nach der schriftlichen Mitteilung des Reichsarbeitsministeriums die Rechtsgültigkeit des Landgesctzes außer Zweifel steht. Da durch die Anftage des Abg. Dr. Becker Zweifel aufgetaucht sind, werde ick mich heute selbst nach Weimar begeben. Ich ersuche, die Verhandlungen fortzusetzen. Ich nehme die Ueberzeugung mit, daß die Mehrheit dieses Hauses und des Volkes das Gesetz^grundsätzlich will. Die Folgen für das Nichtzustandekommen des Gesetzes müßte die Regierung ablehnen. Abg. Lu x(Soz.) weist auf den starken Landhunger der Bevölkerung hin, der im Kreise Büdingen zu einer starken Bewegung führte, die die Regierung nur mit dem Hinweis auf das bevorstehende Landgesetz beschwichtigen konnte. Das Gesetz hat im Ausschuß nicht nur Verbesserungen, sondern auch Verschlechterungen angenommen, die wir im Plenum wieder gut zu machen versuchen werden. Um den Landhunger befriedigen zu tonnen, bin ich dafür, die Höchstgrenze^ für den Nicht enteigenbaren Grundbesitz von 25 Hektar auj 20 Hektar herabMjetzen, da sonst üt vielen Ge- *«*"■•* lch iüibS^ utionenÖ1^^ -■Sirte ,‘ÄÄ tw, «iWRK t» ä - ' dien". Er zeigte sich, im Herzählen der ver- slnebensten ©teuerqucllen, kunstfertig wie ein musikalischer Clown — blieb aber doch eben sZZE »I SrSL'Ä Platz gew'sen, daß der Herr Finanznrütister eine berulstgende Erklärung über sein Wort, daß der Grund und Boden Allgemeingut des Volkes fei, gegeben hätte, das in Bauern kreisen böses Blut gemacht habe. Wir sind keine Gegner des Landgesetzes, denn es ist ja unfere alte Forderung: Bauerngut an Bauerngut. Wir hätten nur ctue gründlichere Vordererung des Landgesetz,eS ge- münscht, so wie sie Herr Ministerialrat Schteorz dem Fid.ikiommißgefetz angedeil-en ließ. Leid^'r ist d^'ssen Begründung in der Kammer zu einem Nachruf für das Fideikommißgesetz geworden. Statt Beruhigung und Aufklärung zu geben, har der Herr Minister eine Attacke gegen uns geritten, und zwar auf Grund von Zeitungsberichten, die doch^ nicht zuverlässig find. (Zuruf: Warum widerrufen Sie dre Antwort nicht?) Wir Bauern sind die schlechtesten Zcttungsleser. Wir erläuterten iit unseren Versammlungen das Lairdgesetz, wir übtet eine berechtigte Kritik, das beweisen ia die Der- beffmmgen im Ausschuß Ittrd auch jetzt noch besichen Mängel, die Abg .Köhler gestern nach- )oi«s. 20 ha als Höchstgrenze des nichtenteigew baren Grundbesitzes rst zu gering, tueitn die Barurnstelle etwas für die Volksernührung lösten soll. Tie Enteignung nach dem gemeinen Wert ist bet der heutigen Valuta einfach unannehmbar. Selbstverständlich haben nnr die Anträge Bornern ann, Schildbach und Eistnert zur Sprache gebracht. Es ist auch unser Recht, dte Bauern darauf hiilzuweisen, daß sie ihren alten Führern treu bleiben und sich vor ihren neuen Freunden hüten sollen, die jetzt einen unlauteren Wettbewerb um ihre Gunst unternehmen, Sozialdemokratie und Temokralie. Selbstterständlich ha'.en wir auch auf die Gefahren cruer falschen Airwenduug des Landgesetzes aufmerksam gemacht. Wie stel/t es in den Gemeinden, wo gar f ine Güter mehr bestehen, wo schm seit langer Zeit das Gutsland als Pachtland in den Hätiden der Bauern ist. Warum hat die Regierung die von mir gewünschte Statistik nicht Herstellen lassen. Ter Redner wendet, sich in sehr erregter Weise ne.qen den Abg. Lur,, der ihm Unwahrheit oorgewocfrn habe und zieht sich dabei eine Mahnung des Präsidenten zu. JÄ habe mich nie zum Anwalt Großgrundbesitzes^ gemacht. Wir verteidigen unser gu'es Recht. Finanzminister Henrich ergriff nach ber, Pause das Wort, weil er nicht weiß, ob er nächste Woche anwesend fein kann. Ich habe mich g-egeru die Agitation im Lande gewandt, weil dadurch eine «Stimmung erzeugt wird, die einer gedeihlichen Ar-, beit hier im Hause, an der alle sich beteiligen foflen, nicht günstig ist. Was meinen Ausspruch über den vaterländischen Grundsatz, daß der Olrunb und Moden ein Gemeingut aller sei, natürlich nicht im, Sinne einer Aufteilung, die ganz unmöglich ist, so kann ich mich gegen ein Nichtverstehenwo11en nicht schützen. Ich bin erschrocken über die kalte Stimme, mit der Herr Abg. Dorsch die Sachen auf den Kopf stellte. Ich habe Herrn Kollegen Dorsch mein Material über die Landankaufe des, Frhrn. v. Hehl zur Verfügung gestellt, weil es früher im Haufe ein ungeschriebenes Gesetz der Kollc^ialität war, jebem Abg. die Angelegenheit«^ seines Wahlkreises zu überlassen. Nun hat mir dies Abg. Dorsch als Feighett ausgelegt. Das hat mein früheres günstiges Urteil über den Abg. Dorsch geändert. Das ist sonst nicht Oberhessenart. Wo eine Aufteilung des Grund mid Bodens schon besteht, wie sie durch das Gesetz vorgesehen ist, da werden auch keine Austeilungsanträge gestellt werden, wenigstens feine, die als berechtigt anerkannt werden. Wo nichts ist, liat eben der Kaiser das Recht der-, loten. Abg. Köhler hat angekündigt, daß er einen: Antrag stellen werde, die Höchstgrenze von 25 auf 50 ha hinaufzuietzen. Der Minister bittet dies nicht U tun, da es nicht nötig sei. Die Enteignungsbe^ Ittrnmungen, die Abg. Köhler beanstandete, stammen aus dem Reichssiedelungsgesetz. Dankbar erkenne ich den Willen des Abg. Brauer zur Mit- «stbert eimftätten- frage angenommen. Das Wohnungselend ist oft auf bem Lande größer als in den Städten. JÄ hab« fms ber Debatte den Eindruck gewonnen, daß das Haus das Gesetz annehmen wird. Wg. Tr. Tehlin g er (H. V.): Me Bauern im Kreise Groß-Germi sind zu mir gekommen, (Zuruf des Abg. Engelmann: Nicht die Bauern^ sandern der Frhr. v. Heyl.» Ter Frhr. v. HeyL geht mich nichts an. (Unruhe links.) Wir tabenf von den JndustriLarbÄteru getarnt. Mr ■AUHEIM 3 Telephon n| ald's Diele“ tklass. mosikal. Darbietung MHtwochs, Samstags KonZen. . LMK- i^pßVat-nO1®1 nur der alte kecke Demagoge, Effektmacher — ober kein Staatsmann. Er munkelte und oun- Mre allerlei von einheitlicher Steuerveran- b c.ung, will anscheinend eine neue Finanz- oberheit des Reiches proklamieren, damit „Jtcuerinfeht" vermieden blieben. Leicht ge» |tiß; und schwer getan. Wir toarten auf die ■' usführung. Bange ist's uns davor, daß Erz- f-rger nock) ein drittes Mal rn seinem Politik »!hen Leben erschrecken muß — ioenn er näm- ! ch zum deuffchen Führer bei den kommenben kinanzverhmrdlungen mit der Entente er- ^mnt werden sollte. Welch ein seltsamer poli- midwr Schieber er ist, das hat er in seiner 'Inseinandersetzung mit Helfserich wieder bntnejen. Um sich desto wichtiger zu machen, b.'zetchnete er diesen als „leichtfertigsten Fi- inrozministe^. Worauf Helfserich in der Presse versichert^ gerade Erzberger habe sei- merzeit gegen die Steuerpläne der Regierung [tri den Fraktionen und beim Kanzler intri- hiect, indem er sie als zu weitgehend be- ijkichnet habe . . . Wir haben Grund, des kühnen Springers brn Amt zu Amt mit einiger Bitterkeit zu kebenfen. Sein Vertrauen auf den Verständi- mmgswillen der Gegner, seine Berbandlun- hm mit diesen, haben uns die schlimmsten P'.iiimtungcn eingebracht. Durch den gestern ^cöffentlichten Vertrag über die mili- mrische Besetzung im Rheinlande Icrbcn wir aufs neue daran erinnert. Wie tief beschämend diese Fremdherrschaft ist, wie Ptter alle Begriffe anmaßend die Vorbehalte Feinde sind, das verfolgt uns in diesem fikraaraphenreichen Vertrag. Wie ist da der BtiUfur der fremden Offiziere Tür und Tor k^ffnet, was wird für die Sick)erheit und das nieinben ber Landhunger nicht befriedigt werden kann. Bauernland sollte nach dem Stcuerwert entschädigt werden, fibeikommissarisck)er Grundbesitz nach den Grundsätzen, die bei der Ablösung des Großherzogs angewendet wurden. Der Redner verliest stattstnches Älaterial znm Beweis, baß der Kleiubesiy für die Volksernährung nicht weniger leistete als der Großgrundbesitz. Der Redner wendet sich gegen die Agitation besonders des Abg. Dorsch gegen die Regierungsvorlage. (Ministerpräsident Ulrich: Hört, hört! und zum Abg. Dorsch gen>endet: Alter Freund, du bist ja mcl'dyuggc! Große Heiterkeit im Hause. Zwischenrmse des Abg. Dorsch.) Ich weiß nicht, was der Abg. Dorsch gegen den Antrag Vorne- mann hat. Der Antrag würde doch zur Folge haben, daß die Bauer nm ädelchen nicht, wie sie wlbst befiagcu, immer nur Beamten heiraten wollen, sondern Bauern. Tann bekäme vielleicht auch Kollege Dorsch noch eine Frau. (Lebhafte Heiterkeit.) Ich verstehe nicht, wie Abg. Brauer sagen konnte, daß das Landgesetz nicht so bremicnb gewesen sei, wie die Reform des städtischen Woh- Erstes Blatt 169. Jahrgang Samstag, 12. Juli 1919 Gietzener Anzeiger . General-Anzeiger für Gberheffen ,, 14.75 ■ a.i5> ><* 0f^’’aS8ejL tobt, er zeigte uns das finanzielle Schwarz t )r den Augen, schlug aber tatbereit auf alle ... .... lwssenschränke, die seine Vorgänger im Amt 9tJu or c 1 i'lrcchtgerückt hatten, und bezeugte, alles in ollem, einen vielvermögendeu Optimismus: „2a spielen farbig goldbeschuppte Drachen, toll«; & u7'en. SSL ** Aus demStadttheaterbureau. Klanzpartie ituiftreten» Das werktätige Volk und Bürger sind empört darüber, daß von feiten der Militärbehörden, ver- sncht wird, die Früchte der Revolution, Demokrat:- iierung in allen Angelegenheiten, zu untergraben. Die GewerksclMftcn treten in Sympathie mit dem Reichsbund der KriegsbeschMgten und den Lazarett-Insassen bis die Freilassung der Verhafteten erfolgt ist und die Willkürmaßnahmen aufgehoben sind. Wir beauftragen eine Kommission, bestehend fÄ&V „Dr. Schlarb, Mitglied der auf dem Boden der Rätediktatur stehenden ruspscken Partei der Sozialrevolutionäre ..." Hierzu teilt uns Herr Dr. Schlarb mit, daß die sozialveo^ lutionäre Parker in Rußland eine jegliche T-tt- tatur >verabscheut und sich gerade durch politische und religiöse Dolevanz auszeichnet, weswegen er auch auf dem Boden dieser Partei stehe. Er oer- meist auf das vorzügliche Buch von dem Sozial- revolutronär Gawronsky, sowie den Aus- M , grtenbe r M Bestreb- LükN Kntg ltlf9Cn Geweint fÄ w £tn Beainten N kjügung M - Dirfir wat von ~ K erscheinen «LiLiiichen Bergar L (Wit fproic, Unsere Gewände , w- schon g“r Eft -vcnn. es M ganz.bei Ort« Kral ttnrb siw Kt Angelegenhe Meine ÄbordM! »dort sür du Et L-fti vorstellig ZU iNippenba «len zahlende G-m iMeweinden Obert K in den Germ Ufr jedoch wenige Weirchtignng der L Mk Wahlgesetz fcjtui Gemeillde 1 B dieselbe oft in dir gta die Aandidaten ta ebbes letwasl," Nochmals sei auf den morgen Sonntag statt- findenden Tanzabend vonHanelore Ziegler hingewiesen. — Am nächsten Dienstag den 15. Juli findet eine Aufführung bec Gesangspvsse, „DerJuxbaro n", statt. Das lustige Stück hatte in früheren Jahren einen außerordentlichen Heiterkeitserfolg, hauptsächlich dank der geradezu überwältigenden Komik des Herrn Arthur E u g e n s in der Titelrolle. Herr Eugens, der zur Zeit wieder Mitglied des Bad-Nauheimer Kurtheaters ist, wird am Dienstag wieder in dieser seiner Anfragen» rm. Darmstadt, 11. Juli. Die Abgg. Dorsch und Genossen haben bei der Regierung ungefragt, ob es ihr bekannt sei, daß die D r e s ch- m aschinenbesitzer in Ober Hessen beschlossen haben, in diesem Jahre 24 Mk. für die Treschstnnde zu nehmen und die achtstündige Dreschzeit eitizuführen. In Bauernkreisen ist die Erbitterung so groß, daß beschlossen wurde, nicht auszudttschen, wenn der Besck-luß aufrechterhalten werden sollte. Ist die Regierung bereit und m der Lage hier einzugreifen? Derselbe Abgeordnete hat ferner die dring- lnste Anfrage an die Regierung gerichtet, ob die Massengrundstücke bei Feld bereinig ungen unter das Siedelungsgesetz fallen oder wie bisher in freiem Verkehr verkauft werden können. , „ , . Eine ioeitere dringliche Anfrage wegen der Wie dercinführungderDrusch Prämie durch das Reich hat die Hessische Volkspartei an die Negierung gerichtet, da die Wiedereinführung dieser Prämie unter den Landwirten große Erregung l/ervorgerufen hat. rm. Darmstadt, 11. Juli. Die Regierung hat der Volkskammer ein Gesetz vorgelegt, betr. die Gewährung von Teuerungszul agen an Empfänger von Rulvegehalten, Witwenrenten und Waisengeld aus der Fürsorgekasse für die Beamten und Bediensteten der Landgemeinden und ^ommunalverbände. Nach Art. 2 des Ent- ^ourfes beträgt die Teuerungszulage für Nuhege- haltscmpfänger 15 Mk., für Witwenrcntenempjän- gerinnen und Vollwaisen 10 Mk. und für .Halbwaisen 5 Mk. monatlich. Die Zulage wird für die zurückliegende Zeit des Nechnungs- ; a b r e s alsbald in einer Summe und künftig monatlich im «voraus durch die Fürsorgekasse bezahlt. ruf 'von Leo nid Andrejew. ** Bon der Feuerwehr. Morgen vor- imittag 10 Uhr findet auf dem Felsenkeller eine Abgeordnetenversammlung des Berbaudes der Oberh. Feuerwehren statt. Sonntag, 3. August, be- wahl kommen. r ,.n.y Lich, 11- Julr. Die hiesigen setM bi gen Schuhmacher gründeten dieser Tage m e> Versammlung im „Holländischen Hol Schuhmacher-Innung, die sich dem J nungsverbcnide für Gießen unb Umgegena geschlossen hat. Zum VorsitzendTN wurde mackermcister Volz gewählt. Dre Jnmmg wul '1 beruflichen Interessen der Schuhmacher DcrrK.j und vor allem allgemein gÄttge Richt festsetzen. — Aus englischer Gesängen schall il rückgekehrt ist der San.-Vize-Feldwebel K'N Trechsler von hier, der viel von dem schwcren Los, das unseren Gelang-^ in Fcrndeslaiid beschieden ist. _ _ J ür. Lollar,, 12. 'Juli. Nachdem vor r« zelm Tagen die Büraermeistcrwahl stattgeNW hat, Ivollen wir morgen zur Wahl des » e 51 ordneten schreiten. Aus bekannten Gri^ wallte der bisherige Deigoordnete von J Wiederwahl Abstand ilehmen. Dre Parten.»! alM sich daher nach einer Persönlichkeit, bjcA meister in der Neuzeit mit e>a‘^Lotül^. u Energie unterstützen kann, umgese^n^d . allseitig gewünschten Einigmig kam lesocy v^ ------------------------- , figurenreichen Fitmcpos glücklich gelöst. Wir er Dreimäderlhaus", von Frz. Schubert-Berte. I jxk>en da in wunderbaren Bichern die Blüte uiv Marsch der Kurbrandenburger, von E. den Verfall des alten Roms, schauen Mutige Tici- immer I kämvfe und den heroischen Op ermnt der erftm ** k x r m t ; f „ „ r, 91nm Christen. Wundervoll sind die auf der LeiMEi Käse - V er t e t l u n g. ^om Sams ^s^inenden Szenen bilder, von denen einig? lärm tag dem 12. d. M. biv etuschltcßltch lo, v. M. ^Ixrtreffcn sein werden. Mit der AufnaiM gelangt in verschiedenen Geschallen Kaie vuri^ses Fckmwerks in seinen Spielplan hat dic Verteilung. Auf jeden Abschnitt entfallt Vs I Direktion des Lichtspielhauses wiederum bewies, Käse zum Preise von 50 Pfennig. I daß sie bemüht ist, den Besuchern das Beste zu «ä? - flusweiu, HbiStft|eSuär,'11r”°brae,«eWMl5nba6°Me bÄ^ail)auetttn urü. «quarefc Iüber S»teib«edien aller 6 = Verhafteten arreftfäbia waren und der Haupt- und Zerrte Hempel-Dü>seldorf neu ausgestelltVon l chen ^taarsveyoroen immr » mi» < SrÄTÄ"*Ä ÄgT ÄÄ tesTÄ m,69i€bi9;B Die Protestversamnckung wurde vom Markt- ** Liebig-Museum. Die 6. Volk^vor- m ; c bDm r? vana Arbeiter platz nach dem Oswaldsgarten verleol und war lesung, die zugleich die letzte für das ©ommerd \e d o m e o a n g. t außerordentlich stark besucht. Die Arbeiter ton femeftcr ist, findet Sonntag, 20. Juli, vormittags verein und dem W a r tburgverein,Ui Bülminger, Hevligenstaedt, vomGarlfchenDonnert ij Uhr, im Liebig-Museum statt. Herr Dr. Rie-Imorgen Sonntag geplante gemetNichafUtchc und vom Bergtverk hatten die Arbeit niedergelcgt. mann wird über „Die Entstehung der deutschen Veranstaltung findet infolge Der ungmv Es sprach zuerst einer der Lazarettinsassen, der zu Kalisalzlager und die Verwendung ihrer Salze' ftjgen Witterung nicht am Ludrmgsbrunncn Ruhe und Ordnung mahnte, sodann Unterassistent sprechen. Der Vortrag wird mit Lichtbildern de- sondern auf Texwrs Terrasse statt. (Siehe An. Stephan, der erllätte, daß der Deutsche Eisen- üionstriert. Es ist beabsichtigt, die Volksvor- ,^iae ) bahnerverband geschlossen hinter der,.Forderungen lcsungen, die sich außerordentlich regen Interesses 3 ** Lichtspielhaus Bahnhossttaße. ,.Ve der Lazarettinsassen stehe. Stadtv. Weiß sprach erfreuen, im Winterhalbjahr fortzusetzen. ritas vincit" (Tie Wahrheit siegtst Tieiec gegen den Militarismus, Stadtv. B e ck m an n er- ** Anlagemusik. Bei günstiger zehnaktige Monumentaliilm, ein Kunstwerk bee klärte, daß die Witterung spielt morgen vormittag von 11 Filmindustrie, erfährt zur, Zeit cm Lichtspielha^ hinter den.Lazarettmsafsenstehe. Em weiter^Red Vs. 12 Uhr die Regimentsmusik in der Süd- in der Bahnhofstvatze 31 leine Uran ruhrung^Än “ÄÄlröX ein Snfjfe te «nta^&ufitfolge: Quintett °us der Oper: diesem Siechenhauses das Flugblatt des Garnisonälteften .,Die Meistersinger von Nürnberg , fron mer-ckuvschusses für Overhesfen findet -u M^rbbiten, die seinem Amte durch den ta n 23‘ vn 9^"tLr?Un^a aufedegt waren, erledigt. Zu einer WichevM- - 75 Bocklammern kommen noch 2 altere aus I er sich «her, twtz mehrmaligen Ansinnern l m mamtlidfai je Holstein bezogene Cotswoldböcke, die sich gut s^ncs hohen Alters wegen nicht mehr bewegen. - '' “ bewährt haben und zur Vermeidung von In- Für die am kommeiiden Sonntag stattstndeiid ..2 Shmbgebung perurtetit. zücht durch die Stammschäfereieii Götzen und Beigeo r bn etentoa hl hat Ich der bisch.o? 2. Ueber die Stelllrugnabme der Partei zu der Lich abgegeben werden, zur Versteigerung. Berg^nete Landwirt Phllipp Stumpf V. zu Wir bemerfen bierM. ba6 wir von Stadtv. blut zu veredeln urch ^durch vor allem! imb Landtagsabgeordneten Vetters cmgerufen wüchsiger zu machen. Auch der Wollerttag wurden, der uns bat, eine Richtigstellung des in soll befriedigend fern. Die Bocke, die diefei«r. Frage kommenden Flugblattes zu bringen, wir sie Zuchtziel entsprechen, werden vor der Ver- banach iii «unserem Blatte erschien. Auf unsere Rück- Weigerung von einer Kommission von Fach- frage wird uns erklärt, daß Herr Vetters nicht un männern ausgesucht, so daß nur solche Tiere Namen des Vorstandes der Gießener sozialdc-mvkr. QU= M^rkt kommen, die den Anforde- Pattei gesprockfen sondern nur feiner persönliche ' .. . mite§ Zuchttier stellt, Vorgänge in Frankfurt. bocke ersteigern, werden bis zu 20proz. Zu- Frankfurt M.. U. Fuli. (Wolff.) Aach Mle von 2I Äfcn, Sü"'®ärtoffel._mti> eiita Prolcstversammlung gegen die FestnalMe von vewilltgr. E wMayrang kn Wteim sugute. T,e Kartoffeln f nb h Verttauensleuten der Lazarettinsassen in Gießen sthusses wird davon avyangrg aemall)r, ouy fehlerhaft auf gegangen, zum Teil auch s^ zogen die Lazarettinsassen ton Frankfurt der Steigerer einen Antrag bet i)ent lanb in Entwickelung zurückgeblieben, unb -vcnji zum Abschnittskommando und verlangten dort die wirtschuftskammer-Ausschuß einbringt und sich jetzt nicht beleben, dann , dursten bte V« Freigabe ihrer Vertrauensleute in daß die Besichtigung des Schafbockes bet berInungen auf eine gute Kattoffelentt:'Nicht M Gießen. Da der 'Abschnittskommandeur in die- Herde durch einen Sachverständigen der Land-! grotz fein. Dre jungen Setzpflanzen stehm sffl ser Sache nichts ttm kann und bisher das Gene- wirtschaftslammer befriedigend ausfällt. i lich, nur das Ungeziefer ^hat Kraut und W« ralkommando in Bad-Nauheim telephonisch nicht ’** w P ; r f a F n m m an b d bittet rat?n iibeI ZU gerichtet. Sehr scklimm stch: zu erreichm war, führten die Lazarettmsafsen den Das Bez lkks komm anvv l nod mtt dem vmttcr. Tte Kleefelder sind tc kAbschnittskommaiideur und seine Admtattten m alle dteiemgen Aerzte und Unterokftztcre, die verdorrt und der, Regen «nro Vt nicht einem Automobil fort und beabsichtigen die beiden transportfuhrende Aerzte und Nechmrngswh-1 gut macken. Tie Heuernte, die nur Jj Osfttiere so lange als Geiseln in Haft zu hal- rer von Leichtkrankenzügen gewesen find, ihre Drittel einer normalen Ernte embrachte, ift oim ffcen, bis die Vertrauensleute der Lazaretttnsassen Adressen umgehend dem Kriegsministerium die gegenwärtige Futternot btt vielen sehr in Gießen wieder in Freiheit gesetzt sind. Sanitätsdepartement mitzuteileu. fährdet, und wenn mcht neues WeMsstum f^ ■ Nack unseren Erkundigungen beim General-1 ** Neue da stae bü hre n. £ Utn he W’ta/ffir B» kommanbo ht Bad-NcmHerrn ist .nicht der Atz-,weisen gen,, Zahlungsantoeis angen ^^ fein, zumal das Sw-r- bis 15UU JJit tonen ao bsbeittenden Ausfall bann eine Wacht I zeichnet waren und zu einer MassenktE^ebung I bilden (Heiterkeit links l s nackmittaas 2 Ubt aufforderten. Der Gar-, Äbg. Hahn (D. V.): Wir sollten im Hause Mehr Ernst bewahren und mehr positive Arbeit leisten. Ick bin ein grundsätzlick-cr Anhänger des SiedlungÄvesens. Jn Rheinhessen ist das schon lange durchgefühtt. Jn meiner Gemenüte gibt es feine zwei Arbeitc2rfamilien, die kein Land besitzen. Auch Pie Laiidwirtsckastskammer bcfür» tdortet die Ausstattung der Landarbeiter mit Land. Aber das Landgesetz hat eine Form, bte ich. mast ganz billigen kann. Wir stnden in Rhemlststen. fein Siedlungsland im Sinne des Neichssiedlungs- gesetzes, weil bei uns die Aufteilung vor 100 Jahren durchgeführt wurde. Nach dein l^essif'chen Landgesetz wiro auch bei uns Land gefordert werben, wo gar tern Land im Sinne des Reichs- siedlmigsgesetzes vorhanden ist. Die Regierung hat erklärt, daß fein Bauernland in Ansprilch, genommen wird, aber sie will das Bauernland nur bis 25 Hettar gelten lassen, aber bei uns gibt es meisteüs Bauernland, kein Gutslmib, bis zu einer Größe von 50 Hektar. Daraus erklärt sick) die.starke Agitation in Nheihessen, die nicht twm Frhrn. v. Hehl ausging, sondern von den kleinen und mittleren Lanrwirtem (Widerspruch links.) In Alzey waren Landwirte sämtlicher Parteien beisammen. Ich freue mich, baß sich die Landwirte sich endlich aufgerafft ifabert, um ihre Stellung zu bewahren imb sich von seinem hart er- tämpsten Grundbesitz nicht verdrängen lassen will. Tie rheinhessischen Landwirte verlangen die Her- astfsetzmig Der Mindestgröße auf 50 Hektar. Dann nnrb wieder Beruhigmtg unter den rlieinheffischeu Landwirten ernheten, wenn die Regierung in diesem Punkte nachgibt. Tie Landwirtschosts kämm er wurde zlvar gehört, aber erst, nachdem alles sestgelegc war. Mit Arbeitskräften, die in der Stadt verbraucht sind, ist der Landwirtschaft nichts gedient. Nach meinen Erfahrungen als Bürgermeister im Kreise Worms seht es fest, daß die Betriebe von 100 Morgen an die besten Ablieferer von Lebensmitteln waren. Von der Deutschen Vollspattei ist gegen das Landgesetz nicht agitiert worden. Der Widerstand kam aus ben Landwitten selbst. Ich hoffe, daß hier im Lmuse eine Verständigung erzielt werden fann. Abg. Knoll (Ztr.): Ich kann nicht, verstehen, daß Abg. Brauer gesagt hat, daß die Bauern auch gegen bas Zentrum mißtrauisch geworben seien. Unsere Bauern kennen bi? bauern» freundliche Haltung des Zentrums. Wir haben in diesem Sinne im Ausschuß gewirkt, und es ist nickst unsere Schuld, daß dott nicht alle Mängel des Gesetzes beseitigt worden sind. Turck An- sässigmachung werden die Klagen über den Mangel an ländlichen Arlteitskrästen verchwinden. Tie Bauernversammlungen haben gezeigt, daß sich der Kollege Schilbbach irrte, wenn er meinte, es sei den Bauern gleichgültig, ob sie das Land als Eigentum oder als Packtland erhalten würden. Das Gelände der Toten 5)anü dürfte nicht ancers behandelt werden als das Staatsgelände. Auch das Kirchen gut ist ja bereits parzelliert und zu einem billigen Preis in Pacht gegeben. Ob das Siedlungswesen so billig verpachten kann, wie die Kirchenstiftungeu? Man will ja auch nicht in Du? Gemeinde Almenden cingreiieii. Enteignung darf nur da eintreten, too kein gütlicher Ausgleich möglich war. Aber ttotz der Enteignungsoestim- nitmgcn kann ich das Sturmlausen gegen bas Gesetz nicht begreifen. Die Aufregimg der Bauern kommt nicht vom Lcmdgesetz, sondern von der Besorgnis vor der Zwangswirtschaft. Jn Mainz bat Kollege Tehlinger den Bauern erneu rech: starken Tabak vorgeranch>t. Man hat sogar unter Hinweis auf die Arbeiterstreiks mit Bauernftteiks gedroht. Wenn sie bte verhetzten Bauern aus der Hand verlieren, bann kommt es zur Anarchie, zum Kampf aller gegen alle. (Ministerpräsident Ulrich: Sehr richtig!) Wir müssen beruhigend wirken. Ter Redner verteidigt seinen Anttag im Ausschuß, daß auch die Enteignung zu stäbtischen Wohnungs^ zwecken in das Landgesetz cmfzunehmen sei. Au die Bodenspekulanten brauchen wir keine Rücksicht zu nehmen. Im Namen des Zentrums erkläre ich hie Bereitwilligkeit zur Mitarbeit. Sclstuß der Sitzung 1 Uhr. Nächste Sitzung: Dienstag vormittag 10 Uhr. Weiterberatung des Landgesetzes. die Kandidaten ulk nehmen. „Bei uns ist 'Nid Wtztrl. >ütz usw., ich ala (allein) bin die Gema (Gfcjndnbe). Kreis Lauterbach. Kreis Schotten. 9 Ged ern , 11. Juli. Den im hiesigen Ein Fahrrad an den B147 kucken zn Kehrock-Anznq f. Größe 1.65, v. gefallenem Strieger, ru vrk. Näh. t. d. Geschäfts». d.G. A. 01B98 AMBI, Abt HK Chirlottcnbnrx n trotz mchmaligrn Wim wegen mcht mehr bei»® unten Sonntag Ntev~ wähl hat sich der b=r< ;rt Siumtiv-'- heim Wurde gestern ebenfalls ein Landels- miann von Crainfeld, welcher ein frisch ge- verkaufen. Darnmitr. 44 U. irtillerik-Kvmmandmr 31 |en, 10. Juli, ylachtenn -omtag RciskirclM sich > ipv Launisch IL zum $ Wf m« 11 Kücken. \ SW. a., zu verk. Joost, Huuacu. Derter Ruhe und Uiäj einem Amte durch den fr *» «mwyrowr. ’UartefWr Weber rinmal nicht, viele tiolkrer Bürger haben es deshalb für un- >hivgl erforderlich gehalten, den überall für die jtasb>al'ur des Beigeordneten genau«in Eisen- i tzchn-crmirt dt' Etm, 10. Juli. Der hiel . . rhrelt heute das Eis.rne h Körner, e ün August 1916 als i K im Alter von 42 Ist inte 1916 ins Selb, w lieb. Zuletzt war et Uni Rl- Friedberg, 9. Juli. Ter Besuch der von Professor Dr. Kars Schmidt vevcmsüalteten Abendmusik hat zur Freude alter, die in diesen Tagen der Not mir mit tiefem Schmerz auf die Genußsucht unseres Volkes blicken konnten, gezeigt, daß man dem Volke nur wahrhaft edle Kunsteindrücke zu vermitteln braucht, um es rasch wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Unsere Stadtkirche, deren Geräumigkeit ja allen Freunden der Wctterau bekannt ist, war voll besetzt; aus der ganzen Umgegend sogar waren Besucher herbeigekommen, um sich Tnost und Stärkung zu holen für den Jammer der Wirklichkeit. Kaum eine andere Mufti ist dazu in solchem Maße fähig, wie die etytlidte, überzeugt-glüubige Machs. fDio 'Aufführung 15-2Ö Stiüilc W zwecke zu kaufen gesucht. <*3*11 Bismarckstr. 11 fc>* Spovt. Radsport. Gießen, 11. Juli. Am letzten Sonntag fand das diesjährige Sommer fest des Gaues 9a Sieg-Lahn des Deutschen Radfahrerbundes in Gießen statt. Es war die erste sportliche Veranstaltung seit Kriegsbeginn und erfreute sich starker Beteiligung der zum Gau gehörigen Vereine und Einzelsahrer, wie auch der Gießener Einwohnerschaft. Die Veranstaltung hatte der Gießener Radfahrerverein 1885 übernommen, dem es auch gelungen war, die Teilnehmer in jeder Hinsicht zu/ befriedigen. Die sportlichen Leistungen waren sehr gut. Eingeleitet wurde das Gau-Sommerfest durch eine Stern-Wanderfahrt mit dem gemeinsamen Ziel Gießen. Sieger hierbei waren der G. R.-V. 1885 und Radklub Germania mit gleich guten Leistungen, so daß das Los entscheiden mußte. Germania erhielt hiernach den 1. und G. R.-V. 1885 den 2. Preis, 3. Preis Radfahrerverein Wißmar, 4. Preis Verein Marburg, 5. Pr. Verein Wieseck, 6. Preis Siegen, 7. Preis Alsfeld. Die Saalweltbewerbe hatten folgende Ergebnisse: Schmuckreigen: Radsahrervercin Herborn, Sechser-Mederradreigen: 1. Preis G. R.-V. 1885, 2. Preis Radfahrerverein Herborn, Sechser-Kunstreigen: 1. Preis G. R.-V. 1885, Zweier-Kanst- fahrer: 1. Preise die Mitglieder des G. R.-V. 1885 Gärtner und Spengler. Radballspiele: Sieger die 2. Mannschaft des G. R.-V. 1885 (Lenz-Spengler), Die Frauenschule verdanken wir der Initiative des Präsidenten des Landesamtes für das Bildungswesen, Dr. Strecker, der als Direktor der Schillerschule den Plan dazu faßte, aber durch seine Berufung ins Ministerium an der Durchführung gehindert wurde. Der derzeitige lvm- missariichc Letter der Schillerschule, Oberlehrer Philipps, bat nun in mstilvoller Verhandlung mit allen in Betracht kommenden Instanzen den Plan so weit gefüttert, daß die Eröffnung in der zweiten Hälfte des August erfolgen kann. Tie Lehrpläne sind in Anlehnung an diejenigen der drei anderen befischen Frauenschuten (Mainz, Offenbach, Darmstadt) ausgestellt worden. Die zweijährige Frauenschule ist gedacht als organischer Ausbau auf die Höhere Mädchenschule, dre fortan „Schillerschule, Höhere Madcbensckmle und Frauenschule" heißen wird. In dem Werbevortrag, den Präsident Dr. Strecker im vergangenen Jahre hier in Friedberg hielt, bezeichnete er als Zweck der neuen Schule den mehr als vollwertigen Ersatz der Privolpensionate, insbesondere der Auslands- pensionate, dre große Auftdendungen verlangten, ohne daß in allen Fällen die Leistungen ihnen entsprachen. Tie Frauenschule hat mithin ein.' doppelte Aufgabe zu erfüllen. Einmal und rn erster Linie sollen die Mädchen zu tüchtig rn Hausfrauen und Müttern cwrgebidel werden, daneben aber soll die geistige Ausbildung ernsthafte und gewissenhafte Pfleg: erfahren. Tie etwa 25 Woche nstuntem jedes. Jahrestursus orr- teikn sich nach den Lehrplänen auf alle Zweige der Hauswirtschaft (Nadclarb i, Kochen, Krtnken- kücke, Gartenbau, Nahrui^g-mitiellehre, Hausimrt- sckastlichrs Rechnen, Säug »ngspflege, Kiuderpfl.»ge, Gesundheitslehre u. ä., sodann auf KulturgeiAchte, Pädagogik, Deutsch, Wirtschaftsgeograplste. Für Französisch und Englisch sind außerdem 2 Wochenstunden oorgefehen. Als Bv l l s ch ü le r in n c n können nur solche Mädchen aufgenommen werden, die eine zehn- ftufige Höhere Mädchenschule oder eine ihr gleich- irertige Anstalt mit Erfolg durchlaufen haben. Sie können sich die einzelnen Fächer, an denen sie teilnehmen wollen, frei ivählen, müssen sich aber zu einer gennssen Slunden?ahl oerpflichten. Solche Schülerinnen, dre nachdem Besuch Neigung habm, einen praktischen Beruf zu ergreis-m, erhalten beim Eintritt in Kindergärtnermnenseminare, Seminar', für Handarbritslehreri nen, Hausl-alts eiFerinnen u. ä. weserttliche Vergünstigungen. Als Gast- schülerinnen werden daneben auch solche Mädchen zugelassen, die keine höltere Sckmle absolviert haben. Für auswärtige Sckü!eriunen, so- wett sie hier Wohnung rwhmen müssen, warb ein Internat eingerichtet, sobald die Räume hierzu frei werden. Einstweilen haben sich gebildete Familien in dankenswerter Weise bereit erklärt, die Mädckvn in ihr Haus aufzunehmen. DaS Schulgeld beträgt eals vollendeterer Weiblichkeit stellt sich nunmehr die Frauenschule. Steine Modedamen will sie erziehen, .vohl aber Frauen, Vie im Leben an der Seite des Ehegatten ober im Berufe mit Umsicht und Tatkraft ihre Entscheidungen zu treffen wissen, Frauen, die das Leben nicht zerbricht, fanbent die es zu meistern verstehen. s ).-n Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Fürstlick^en V erftbetrieb das denkbar beste ist. — Bei der Hrim- hrt vom Felde verunglückte der Landwirt Karl a bner II. tödlich. Infolge Durchgehens seines [ > rdes wurde er von der Mähmaschine berabge- > i-uhert und erlitt einen schweren Schädelbruch itb noch sonstige schwere Verletzungen, an deren vl gen er nach 2 Tagen verstarb. Ladner stand erst it 33. Lebensjahre und war Feldzugstettnehmer. 5lrkls Friedberg. Die Friedberger Frauenschule. Rl.- 9-r iebberg, 10. Juli. Friedberg, bie tadt d. r Schulen, wird in Kürze zur Eröffnungs- icr einer neuen, zukunftsreichen Bildungsstätte ir die weibliche Jugend emladen. Genau vor n?m Jahre nmrbc die hiesige Schillerschule zur liieren Mädchenschuk erhobrir: letzte Ostern er» dt unsere 9tealschule die Obersekunda wieder, früher schon einmal bestanden halte, und die .'itcrentwickelung zur Oberrealschule wird an= itrcbt. Jetzt steht die Eröffnung der Frauen- st ule in toemgen Wochen bevor: Friedberg bleibt i feiner aus der Vorzeit überkommenen Auf- f&c, das Bildmrgszcnlrum der Wetlerau zu bil- t, bewtlßt! Verein Herborn schied im Vorwettbewerb aus so daß die Entscheidung von der 1. und 2. Mannschaft des G. R.-V. 1885 aategetragen wurde. Das Spiel war äußerst scharf und konnte erst nach zweimaliger Verlängerung der Spielzeit zur Ent Idtciimng gebracht werden Ein stiadpolospiel bc schloß den sportlichen Tett, bei weichem die 1. Mannschaft des Radfahrer Vereins Herlwrn der Sieg erstritt. Der Gauvorsitzende Lehrer Braun Laasphes nahm die Preisvertettung vor. In einer kurzen Ansprache ermahnte er die Sportskamerader zn weiterer ernster Arbeit, damit der vielver^ sprechende Erfolg des heutigen Tages weiter au--* gebaut werden könne. * Gießen, 11. Jüli Am Sonntag, dem 13. Juli, vorftiittags 10 Uhr, findet unter Leitune. des 5ri-cisfechtwartes Stasten, Hanau, rn der Turn halle des Turnvereins Gießen, Steinsttaße 3, die Bezirksfechtstunde des 3. Bezirks rKreis Mittelrhein) statt. Es ist dies seit Beginn des Krieges das erste Zusammentreffen der Mann schäften di.n'es Bezirkes und es ist wohl zu erwarten, daß jetzt wieder reges Leben im Fechtsport eintritt. Tie Uebungen sind rein sportlich und es ist Interessenten des Fechtsportes Gelegenh^t gegeben, schöne Leistungen zu sehen. N. dunkelgrüner Rock nnd Wette zu verkaufen Bleichttr. 42 Hl. »'»«' Einige 1000 Zucker- rübenvflanreu hat ab- erfmeiber, Frkf. Str.^ Dlckwanpflansen xu verkaufen. MIO ttubnd, schöne AuSstchr. WM Gebe. 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Es wäre tu wünschen, daß im ganzen Lande die Dirigenten und Voritärrde der Äriisilvereine die Jeichen der Zett zu deuten wüßten^ Tas Volk wartet! Rl.- Friedberg, 10. Jnli Die Vereini- gintg ehemaliger Kriegs- und Zivilgefangener erhob einstimmig Einspnrch gegen die ablehnende Haltrmg der Rcichsvcgicrrrng in der Löhnrmys- fragc der Kriegsgefangenen Starkenburg unv Rheinhessen. I Darmstadt, 10. Juli. Hier tverden zur Behebung der Wohnungsnot jetzt teilweise die Kasernen herangezogcn. So wurden in der Funkerkaserne bereits 25 Familien untergebracht. Wettere 67 Familien sollen in der Dragoner- k a s e r n e und in einem Teil der Kaserne des 2 5. Feld-Art.-Regis. 2-Zimmer-Wohnun- gen erhalten. rm. Darmstadt, 11. Juli. Der in den Orten Ebcrstadt und Niederramstadt durch den Wolkenbruch mit Hagelschlag am Drenstag verursachte Schaden wird zur Zeit durch Sachverständige feftgcftellt und abgeschätzt. Schon jetzt schätzt.man den in Eberstadt verursachten Schaden, der viel geringer ist wie in Niederramstadt, auf über 250 000 Mk. Man darf wohl annehmen, daß der Gesamtscktedeir sich auf weit über eine Million Mark beläuft. ch. Niedcr-Jngelheim, 9. Juli. Es kosteten die Kirschen 90 Pfg., Stachelbeeren 80 Pfg., und Johannisbeeren 70 Pfg. das Pfund. Hessen-Nassau. mr. Frankfurt a. M., 11. Juli. Die alte historische Mehlwage an der Fahrgasse lvird nunmehr neu renoviert mit) soll für Wohimngs- nnd Geschäftszwecke dienstbar gemacht werden. = Saiger, 11. Juli. Bei einem nächtlichen Kamps zwischen Eisenbahnern und Kollidiebcn wurde einer der letzteren durch einen Sckiuß schwer verletzt. Als die Eisenbahner von dem Transport der festgenommenen Diebe nach der Polizei nach dem Bahnhof zurückkehrten, hatten mittlerweile andere Diebe einen Güterwagen ausgeplündert. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Steuergerechtigkeit! Reichsftnanzminister Erzberger sagt in feine Fimmzrcdc am 8. d. M.: „Die Steuerlast luiri eine geradezu entsetzliche Höbe erreichen. Es mui an das Höchstmaß der Leistungen eines jaden Steuerzahlers heran gegangen werden." Dieses Wort ist geeignet, Schrecken zu erregen. Vor allem erfüllt es une> Festbefoldrie und Beauu«. mit Sorge. Tenn unser Einkommen, das wir durch Streiks nicht in beliebige Höhen steigern können, ist oer Steuerbehörde bis zur ic&teii Mark bekannt. Bei und wird die Steuerlast die nötige und von der Reichsrcgierung gewollte „entsetzliche Höhe" en eichen. Anders ist dicS aber mit den Leuten mit in ter nationalen Beziehungen!! die, wie Abg. Kett sicitcr sehr richtig sagt, seit 5 Monaten Hunderte von Milliarden über die Grenzen geschmuggelt haben Anders scheint dies auch mit den Arbeiter, aller Art, sei eS Bahn oder Fabrik, zu sein, deren Einkommen im Lauft der letzten Iain.- und besonders in letzter Zeit so außerordentliäi gestiegen sind und Beamteneinkommen zum Ten längst in den Schatten gestellt l-aben! Ein tatsächlicher Fall: Ein Arbeiter, der täg lich 3 Mk. mehr als ich verdient, ist mit wenig mehr als die Hälfte meines Jahreseinkomnu-n eingesckKtzt — und bezahlt — aus dem Taris zu ersehen — ein gutes Drittel meines Steuersatzes! Das machte mich stutzig; das muß alle Be amten und Festbesoldeten stutzig machen. Ta., ruft nach Klärung und Berickstigung! Eine ixr artige einseitige Handhabung in der Steuerer tri lung darf für die Zukunft nicht Platz greifen Dabei dürste meines Evachtens eine richtigere Ein kommensftstfctzimg auch für Arbeiter mit tägliche Lolm nicht schwer sein, wenn alle Arbeitgeber rkersckieiben, WröRe 205X190 cm, oben TreiSbogtfl abgerundet, 2 doppclarmige Gasigster fomoL: 1 verz. K)a>'chkcssei70<:niDurch- mener. u. 1 Pfuhlvumve zu verkaufen. 01R61 .Inns, Seltersweg 33. Ein güt erhalt. JVnbrrab für 50 Mark, ein starker Handwagen billig zu verkaufen. 8u erfragen K avlanSgape 13. 8200 Schäaes 4x5-Zimmer-haus lsüdl.), mit schönem Garten und 1. Okl. freiwerd. Wohn., vom Besitzer zu verkauf. Schr. Angeb. u. 013628 an den Gieß. Anz. 4x8-Zlm«erhans m. schön. Garten zu verkauf. «« ftrofborfer Straße 2«. Släte Llohigrtrßfle 67L Altes Haus auf Abbruch zu verkaufen. Schr. Angeb. an Schüfer, Wtthellnstraße 51. »i«« mit Badezimmer im fübL Stadtteil zu verk. Das. wird p. 1. Ott. Wohn. frei. Schriftl.Anlieb.unr.013547 an d. 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Juli Id lld Hagenern Empfehlun der die daS Pikfein Pilo 6D\\ 4tt HnwiV SdM^pntzl hver an- getr-Wl» uren it au«- UflbJW^ d vor- M Stylen ig yicict J'grfjntM »’l *•----il ! .—st! sie den yereM® (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 9. Sbcuerfc schritten 2 154 660 Mk. 177 920 „ 358 800 „ 67000 „ er von 40 Prozent über» Tihmen aber auch den er- Dlt> tel h. hmerz: chäfer X. Tie Erhöhung der Kinderzulage Tic Erhöhung tx-r Wittveuzulage Die Ortszulagen für StaatSdienst- amuärtcr und Sckweibgehilfen Hierzu kommt die Fürsorge für die Hvsbeamten, Tlieoter usw. 8221D '• 2 Uhr, statt. s guter da eö it fehlt neu »u heirat. 8VÄ versafiunggebende Volkskammer des zreiftantes Hessen. 2 9. Sitzung. D a r m st a o t, den 10. Juli Präsident Adelung eröffnet um 9y3 Uftr die Sitzung. Zur ''Beratung gestellt toirb die Regierungsvorlage über die Teuerungszulagen der Beamten ufro. Berichterstatter Dr. Osann (D. Bp.): Der Finanzausschuß ist zu der Regieriurgsvorlagc über die laufenden Teuerungszulagen zu einer erfreue lichen Einigung aller Parteien gekommen, der auch IFmlt ,Dnir.> frist' noNasse sein würde. WM* IlItlBüthr Karl Bohmi' Neuenw»^ S-i Sa agna Gvendburg ytoman von Anny Wothe. Mein der Wissckmß bat durch seine weiteren Bewilligungen auch noch wettere Mittel des Staates in Anspruch genommen. Tic Erhöhung des Familienzuschusses von 1800 Mk. auf 2000Ml. und die Llesserslvtlung der Uuucrlx'iratettn erfordert ein Mehr von Stricklump öddiiten f ytibW ogStsi« .in. M civai. Ifll Höhe sirnia nanz> schäft, sir.5. csuckl igen 11 bis i nach tabt- ihelm. 013060 lnM Bahn zur Selbsterhaltnng, sondern nur ein Hemmnis ist. WaS die Erziehung versäumt hat, kann nichts mehr ausgleichen. WaS nützt mir all mein Ringen und Kämpfen, wo ich selbst die Mängel und Schäden meiner Erziehung, die nur auf das Aeuß.erliche gerichtet ipar, kenne. Wie soll ich zu kühnerem Flug mich aufrasfen, wo mir sckwn zur Existenz im Hause Ihrer Verwandten jede Berechtigung fehlt. O, ich weist es wohl, dast man mich duldet, um mir eine Wohltat zu erweisen^ Hätte ich nicht die (Grafenfrone aus meinem Haupte, man hätte mich trotz der demokratischen Otefinnung Ihrer Frau Schwägerin längst gehen heißen. Mir sieht man es nach, dast ich weder von der Kinderpflege noch vom Haushalt was verstehe, einer gewöhnlichen Stütze hätte man längst den Laufpast gegeben. Aber ich will diese Duldung stickst mehr, und wenn Frau Professor zehnmal sagt, ich müsse zu meinem eigenen Besten meine Lehrzeit bei ihr durchmachen, ich fühle nur daS eine, dast ich frei werden must!" Leidenschaftlich hatte Ragna die Worte hervor- gestosten, und als jetzt ihr Auge daS des Doktors traf, zuckte sie schmerzlich zusammen. Diesen treuen und wahrhastigen Freund, der sich so selbstverständlich und schlicht vom ersten Tage ihres Ken- nenlernens in ihren Dienst gestellt hatte, und den sie heute, daS fühlte sie, ganz gewonnen, würde sie dann auch missen, "ivenn sie ging. Er las in ihrem Antlitz alle ihre Gedanken. „Rehmen Sie keine Rücksicht auf nticb, Ragna," sagte er, zum ersten Male voll und weich ihren Namen aussprechend, „sondern nehmen Sie meine Hilfe, die ich Ihnen von Herzen biete, an. Ich will versuchen, Ihnen die Wege zu ebnen, die Sie zum Ziele zur Selbständigkeit führen. Wollen Sie mir »erträum?" Dents chen. Präsident Fehrenbach: Ich würde mich stlu freuen, wenn die Versammlung sich ent- fditicfjcn könnte, ein grötzeres Gewicht aus die Tat ter Abstimmung als auf bie Länge und Schön teil der Rede zu legen. (Lebhafter Beifall und Zustimntung.) Artikel 107 besagt: „Die Grundrechte und Krundpslicksten bilden die Rickstschnnr und Schranke str die Gesetzgebung, die Verwaltung und die kdjtdbflciiici im Reich und in den Ländern." Abg. Dr. Heinze (D. V.) legt die schweren fcöeirfen dar, die vom Standpunkt deS Juristen, *■ des Politikers gegen die Aufnahme so um vgreicher Grundrechte in die Verfassung zu er* irden seien.Redner legt dies an einer langen Reihe ■ta Einzelbeispielen dar. I Abg. Koch-Kassel (Dem.): In einem demo- ktffchen Staate ist jederzeit Gelegenheit gegeben, p, was hier Ttur flüchtig angedeutet werden M«, durch geordneten Mehrheitsbeschlust zum pchtz M erheben. Weiter besteht die groste Otefabr, W bie Aumahme oder Nichtausnal-me befrimmter Mundrechte nach parteipolitischen Gesichtspunkleu IMgt. Deshalb sind diese unS vorliegenden MMdttchte nach parteipolitischen Gesichtspunkten Nolqt. Tesl-alb sind diese unS vorliegenden Pcundrechte nicht ein weit in die Zukunft schauen k Werk, sondern ein Kompromiß zwischen den em IuerK Pild v- IIIIIIW ''in btn sg .1. Der Familienzuschuß (früher durchschnittlich 900 Mk^> ist über die Regierungsvorlage von 1800 Mk. auf 2000 Mk. erhöht. Damit ist im wesentlichen der preußische und Reichssatz der laufenden DeuerungSbechilfe-.i erreicht, und dem Wunsche und Verlangen der Beamten- und Lehrer- fcftaft entsprochen. Dabei baben die preußischen Beamten noch vor den imfcrcn den Vorteil der ©teuer» freibeit für die Teuerungsbeihilsen voraus, einen Vorteil, den wir ihnen angesichts der allgemeinen Steuerpflicht nicht zugestehen. Der Ausschuß konnte aber auch höher gehen, als er ursprünglich ins Ange gefaßt hätte, da inzwischen in den benachbarten Staaten Baden und Württemberg erhebliche Aufbesserungen durchgeführt ober doch in Aussicht ge- 'nommen sind. Eine völlige Gleichstellung mit Preußen ist allerdings nicht erreicht, denn die Okbaltd«- sähe der einzelnen Beamtenklassen sind gegen uns llmd Preußen erheblich von einander verschieden, allein 'intfcrc Zulagen wirken insofern sozialer-, als bei tuns die unteren Beamimklassen in ihren Grundgehalten besser gestellt sind als in Preußen. 2. Die Kin der; n läge haben wir im Aus- ßchusse von 480 Mk. auf 500 Mk. erhöht, d i. ein toesenllicher Fortschritt gegenüber der früfto ren Kinderznlage von 250 Mk Für Vollivaisen sind 8?-^ sonder» A;' Terra»^, • Herr v. Welser stellt eine Vorentschädigung in Aussicht. Abg. Dr. Riester (D. Bp.) bemängelte in tisct Anfrage die geschmacklose Ausführung der Eritmerungsmarken an die Nationalversammlung. 5ane Feststellungen über die neuen Marken er» tegen andauernde stürmische Hetterkeit in ganzen hause Ein Vertreter des Reichspostmini- fteriums teilt dazu mit, daß auf die an alle taitfd)cn Künstler ergangene Einladimg zum Wettbewerb über 4000 Entwürfe, aus Münck>en allein Mcn 200, eingegangen feien. (Zahlreiche Zwi- ibmtuf^: Da muß auch etwas Vernünftiges dabei anvesen fein!) Das aus 15 Herren bestehende Üwisaericht habe als Sachverständige neun inftter aller Richtungen, Gaul, Ernst Moritz Wci>er, Walter Gropius, Artur 5kampf. Cäsar 'klein. Emil Orlik, Bruno Paul, Max Pechstein, Ochmlte im Hofe, aufgewiesen. Als Kunstsaiiwrr- ^iiiiibiger habe ihm der Direktor deS staatlichen ilupferstichkabinetts, Dr. Friedländer, angehört. 2ec muß abgesetzt werden! Große Heiterkeit.) Äußer dem markenkundigen Lindenburg unb zwei Postbeamten feien noch die Abgg. Heine, Nuschke vld Dr. Pfeiffer Mitglieder dcS Preisgerichts grroefen. (Langandauernde stürmische Heiterkeit.) ■tte beteiligten Künstler haben ausdrücklich ver- lutgt, dah keinesfalls andere als diese in Vorschlag sibrachtrn Marken ausgeführt würden. Die Mar- Im bleiben solange im Verkehr, bis neue Marken Ersatz für bie Germaniareihe verausgabt wer- »der können. Dafür soll ein neues Ausschreiben (erfolgen. (Zuruf: Aber schnell! Große Heiterkeit.) Hierauf wird die Beratung brr Verfassung wir im Ausschuß auf 700 Mk. gegangen. 3. Aus gleicher sozialer Fürsorge heraus, wie Kindern in erhöhten Zulagen bewiesen forderlichen Betrag von etwa 3 Millionen Mark aus den Einnahmeergebinssen des JahrvS 1919 decken, denn die Einkünfte aus birettai Steuern und Holz sind erheblich bäber, äls sie der Haupt- voransckstag für 1919 vorgesehen hatte. Somit kairu wenigstens für das EtatSirhr 1919 der für die Teuerungszulagen erforderliche Betvag «ruS biu» senden Mitteln des Jahres 1919 gedeckt werden. Wir blechen damit auf der Bahn solider kFmonzgebarnng, indem wir lausende Ausgaben auS lausenden Mitteln des Etatsjalwcs decken. Damit ergibt sich aber auch, daß mir die Teu- enmgszulage auf das Ende des Etatsjabres zcit^ lich beschränken ntllffen: d«s gefdyielyt durch die Vorsehung, haft diese Besttmmungen bis zum 31. März 1920 in Kraft zu treten haben. Für die andere Zeit muft weitere Vorsorge getroffen werden. Darnit ist aber auch die rückwirkendo Kraft der Bestimmungen für eine Zeit vor dem 1. April 1919 ausgeschlossen; c* geht nicht an, auf das am 1. April abgeschlossene Etatsjahr hinüberzugreifen, und den: Gesetz rückwirkende Kraft vvm 1. Januar 1919 zu geben. Finanzminister Henrich spricht dem Aus- schais; für feine Arbeiten den Dank der Regierung luitb den Beamten aus. Man hat sich auf den Antrag Reiber Und Loos geeimgt. Die finanzpoli- tifeben Bedenken der Regierung wurden dadurch beseitigt, daß die Gülttgkeit der Zulagen auf das tstochnungsjahr eingeschränkt find. Die Ausführun- lgen des Ministers decken sich im übrij^en im ivesentlichen mit den Ausführungen des Ausschuß^ berichterstatters. l Die Tauernngsvorlage wird ohne weitere Aussprache einsttnnnig angenommen. Tas Haus tritt sodann in die Allgemeine Aussprache über daS Laudgcsetz. .&a, ich will", sagte Ragna einfach unb reichte ihm die weiche Hand herüber, die er ehrfurchtsvoll einen Moment — wohl länger als nötig war — an seine Lippen zog. Ein Leuchten flog habet über seine eckigen, fast groben Züge, so daß sie wie unterlieft verklärt erschienen. In den großen, blauen Augen glomm ein loarmrr Strahl, und in dem großen, blonden Bart, der ihm lang auf die Brust herabwallte, tanzten ebenso neckende Sonnenlichter, wie auf Ragttas Goldhaar. „Onkel Anvc, du mußt die Blumenkette tragen." sagte Fränze, ihm daS Gewinde jubelnd um den Hals hängend, „und du den ö?ranz, Ragna^' fügte Aenne jauchzend hinzu, die frischen Seerosen in RagnaS blonde Locken drückend. „O, wie schön, wie seid Ihr schön," jubelten bie Kinder. Ta flog ein Lächeln über beider Züge, unb lächelnd schauten sie sich in die Augen. Ter Som- merwind strich leise über die stille, blaue Havel, und die ernsten Fichten nnd Tannen am Ufer neigten sich leise, die jungen Menschenkinder, die so anscheinend glückselig, blumengeschmückt im Boot dahinzogen, zu grüben. Ragna merkte kaum etwas von der Verstimmung der Frau Professor, sie sah auch nicht die sttahlenden Augen des Referendars Below, nicht das verschmitzte Lachen TagmarS und das süß verschämte, glückselige, träumerische Lächeln Gun- hilds, sic ging nur still versonnen unb verträumt an Arne LorcnzenS Seite von Schilbhorn zurück nach der Bahnstation, burd> die stille Heide, an jeder Hand ein Kind führend, wie es ihre Pflicht :var. Tie Sowie sank tiefer unb tiefer, aber in ihrem Herzen stieg eine anbere Sonne auf. licht, klar unb rosig. Alle Sorge gab sie den Äindcu ES mußte fort aus ihrem Herzen, daS graue Finanzminister H enrich: Seit der ersten De- ratting deS Landgesetzes hat unterhalb und außerhalb deS Hauses eine lebhafte Aussprache über oas Lanbgesctz eingesetzt. Im Ausschuß ist eine volle Verständigung erzielt nwrden, da sich die Regierung von vornherein nicht auf Einzelheiten fest- legte. Im großen und ganzen ist die Regieruuas« Vorlage angenommen worden. Größere Anträge sind nur von den Sozialdemokraten gestellt worden, von der Rechten hat nur der Abgg. Dorsch unwesentliche Anträge geflellt. Im schroffen Gegen sah zu dieser Beltandlung im Parlament stand di- beispiellose Agitation, um keinen ftärfcreu Ausdruck zu gevrauck»en, gelten.daS Landgesetz, du- von der Hess. Volkspartei im Laude betrieben mürbe, und die den Zweifel mtjkoutmen läßt, ob sie noch im Zutcresfe der .Weinbauern liegt Der Minister erörtert die Gründe, iDarum das Landgesetz eingebrachl laurbc unb warum Fibeikgmmiftgefetz zurückgestellt wirb. Zit Nibda wurde behauptet, die demokrattschen Minister wollen das Fideilommißm'setz nicht mehr cinbringeu, weil zu ihrer Partei ein Prinz gehört. (Heiterkeit ) Das Reichssieblungsgeseß wäre für unter Land wirkungslos, da der gesamte liessische Osroßgrunbbcsitz nicht unter die Betttmmungen des Reickr>siedlnngs- gesctzeS fallen würde. Wir Ixtlvn uns übrigens in Berlin verlässigt, daß unser eigenes Landgesetz von Reichs menen zulässig ist. Die Hetze gegen das Landgesetz wurde bis in die letzte Zeit fortgesetzt, aud) nadfbcni bct'mmt war, daß alle irgatbivie anstößigen Bestimmungen al»gcänbert waren, e. wurde weiter behauptet, daß das Bauernland sozialisiert werden solle, während gerade bn- Gegenteil der Fall ist. Der Rürncr wendet sich gegen eine Verdrehung feiner Worte. Ich stehe seit Iahreir auf dem (hcsichtspnnkt der Boden resorm, die keineswegs bas Eigenttim an Grund und Boden aufgehoben selnm will. Sachliclte Kritik märe rutS sehr lieb gewesen. Wir verstehen and' die agitatorische Ausnützung, um bie gelichteten Anhängerscharen mieber zu füllen, ober sie muß ihre Grenze an ber Wahrhafttgkeit I>abeu. Leidci haben fick) aud) Vertreter des Hauses daran br teiligt. Der Redner verliest ZeitungsmrSsdmittc über Versammlungsrebeu der Herren Dorsch, Fenchel unb Dehlinger. (Zurufe links imd Widersprird) rechts.) Feiner macht die „Wormser Seitung" des Freiherrn v. Hehl Opposition. Sie erklärt bat Antrag Bornemanu einfach als eine Regierungserklärung. Richt red)t verständlich ist der Einspruch des Herrn Dr. Becker in ber Nationalversammlung. Wirb ihm in ber Natton.il- Versammlung stattgegeben, (es wirb hatte beraten^ so wird unS die Moglidsteit genommen, bat Landhunger zu befriedigen. Den Antrag Bornemaun ans Enteigikung von Bauernland würdat mir anfS schärfste bekämpfen. Er hat nur Wasser auf die larlaufenden Mühlen der Rechtat geliefert. Tie Landlvirtsd^aftskammer hat wenigstrue den Versuch der sachlickfeu Kritik gemacht. Sie beklagt sich, baß sie nicht qcnügcnb gehört mürbe Wir haben ihre Sachverständigen stets gehört, obwohl wir uns bemuftt sind, daß bie Kamma durchaus nicht das 33ertrauen der gesamtat land- wirtschastlickien Kreise besitzt. Der Vorwurf, daß die Regtevung fid) von polittschen Gesicht-»punkten habe leiten lassen, geben mir auS Höflichkeit irid)l zurück. Der Minister bespricht im einzelnen die Abänderungen des Ausschusses (die wesentlickisten finb ja bereits in der Presse bekannt gegeben worben). Tas Gesetz, wie es vorliegt, ist eine wirtschaftliche Notwendigkeit gerade für den Klein- bauernstaud. Wir wissen, daß sich nicht alle btt wettgehenden Landwünsche erfüllen lassen. ®tnf Mchtzustandekommen des Gesetzes würbe irf manchen Landesteilen zur Katastrophe führen. Ter Aussdptst hat fid) überzeugt, daß die Vollmachteit der Regierung nidjt entbehrt werden können. Durchs die Koittrollbesttmmungen ist ihnen bas Bedeitl- lidie genommen. dlbg. Feldmann (Dem.): Als rlyeinftcffb' f!d>cr Landwirt gebe ich dem Gesetz sehr gern meine Zustimmung, damit unsere Kollegen in Oberhessen ttnd Starkenburg das erhalten, tvas wir bereits seit 100 Zähren haben und tvas faft bort bewährt ljat. Wir sind bereit, bei ber Spezialdelxttte 3verbcffe- Nlngsvorsd!l,äl)e anzunehmen. Das Landgrsttz wird die Möglichkeit geben, die Landwirte aivässig zu mad>en. Bei uns in Rheinhessen kommt bie Vorlage kaum in Bettacht, umso unverständlicher ist bü maßlose Hetze gerabe in Rlieinliessen, besonders unter deut ^Gesichtspunkte der pottlisdien Lage. Auch mir sind für den Zusmnmerrsdstuft der Landwirte aus Hrnpolitischer, geiwssenschaftlid)er Olrunblagv. Die Bauernschaft wird sich nicht von dem Großgnmd- bcsitz einfangen lasien. Abg. Brauer (H. B.): Ick) habe für meine Person nie agitatorisch gewirkt. Ich habe öffcntlfd) erklärt, ber derzeitige)! Regierung solche Vollmachten zu geben, aber wir wissen incht, wnS für eine Regierung sie ablösen wird. Auch hab»' id) offen Zugegeben, daß beredstigten Forderungen ber Bodenreform nachgegeben werden NLuft, aber daß AL datteianschMlungen, ein interfraktionelles '43arttprogramm mit allen Schwächen und Unklarheiten. (bcni aber nun einmal im Regienmgsenttourf Grundrechte enthalten waren, war eS schwer, ganz ohne sie auSzu- lommot. ReichSkommissar Tr Preuß: Die ReichS- regienmg nimmt jedenfalls allen Airre,7unaen auf Erweiterung ber Grundrechte gegenüber eine ablehnende Stellung ein. Wenn es nicht möglich sein sollte, fid) furjerftanö mit gegenseitiger Bescheidung über die Grundrechte zu verständigen, so möckste ich Ihnen im Interesse der ftoften Ausgabe, bie dieser Versammlung den Namen gegeben bat, dringend an Heimgeben, den konstruktiven Teil dieies Entwurfes in dritter Lesung zu rwrabsdiieden und bie Grunbrechte zunächst zurückzustellen. Lassen oic sich warnen durch daS Beispiel der Frankfurter Poulsttrche. (Beifall.) Abg. Tr. Be perle (Ztr.): Zd) möchte die Grundrechte in der Verfassimg nicht missen: sie müssen als widstige Grnndla.n.' der Erziehung imseres Volkes zum stoatsbürgerlidien Leben erhalten bleiben. (Lebhafter Beifall im Zentrum.) Abg. Dr. Quarck (Soz.): Der- Abgeordnete Beperle hat sich um die Grundrechte zweifellos verdient gemacht, zu einer tiefgehenden erziehe- rifdjen Wirkung ist aber ein einbeitlidKd Ganzes notwendig. Der vorliegende Entwurf der Grnnd- red)te macht aber einen uneinheitlichen Eindruck. Er crfdycint mir, verzeihen Sie den harten Aus-- druck, als salatähnliche Komposition. Wir sckstießen uns dem Vorschläge des Herrn Regierungskommissars Dr. Preuß an. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Cohn (llnabft.): Die hier gebotenen OJmunbrecfttc sind eigentlich die von 1848. Ein so schal gewordenes Gericht mundet nicht. Man hätte uns weniger geben sollen, das Wenige müßte aber in Wahrhaftigkeit anjumenben sein. Abg. Haußmann (Dem.) beantragt, die Verhandlung abzubreckten. Eine von der Recksten gegebene Anregmlg sei von der Reichsvegierung wohlwollend angenommen worden und die größte Partei habe sie beinahe in einen Antrag verwandelt. Damit fei für die einzelnen Parteien eine neue Lage gefdjaffen, zu der sie Stellung nehmen müßten. DaS Haus beschließt demgemäß. Schluß: 12.20 Uhr. Nächste Sitzung: Samstag 9.30 Uhr. Berichte der GeschästsordmrngS- und der Wahlprüfnngs- kommission, erste und zweite Beratung des Gesetzes über die Anrechnung der Militärdienstzeit, dritte Beratung des Reichssiebelimgsgesetzes und Heine Vorlagen. | „Nein, Sie stehen nur am falschen Platze. Es Wtörichl von Ihnen, zu glauben, daß Sie, wie so Wie Mädchen, nur im Haus und ber Familie Mn Fähigkeiten betätigen können. Ter Augenblick M es mir gezeigt, wo Sie hmgehören, als man T>- neulich den armen überfahrenen Jungen mit Mwchcnen Beinen ins Haus brachte. Da standen ®-, Sie mir helfend zur Seite und Ihre Assistenz Mder Anlegung der Verbände roar mir die wirk Kpfc Hilfe, die mir je geworden. Warum quälen ^ch unnütz ab mit dem kleinlichen Treiben M meines Bruders Haufe, warum werfen Sie ÄJJt- kühn wie einst alle Vorurteile ab und gehen EWn, tooftin Ihr Herz Sie treibt, warum stu- Mkrn, Sie nicht, sich und Ihren Mitschwestern Glm Segen?" iRagna hatte die dunkelbewimperten Augen tief W^nkt. Aus ihrem Blondhaar spielte die Sonne ,F- goldenen Lichtern. m. "Weil id? noch lernen muft," gab sie mit fast EM?«’ Stimme zurück. „Mit tausend Wünschen Mw .Wffnungen zog ich aus, leidst dachte id) es G'-, «rudere zu leben, für andere zu fdjaffen lin^ fröhlichem Willen und ganzem, tt Maisem und vollem Herzerr. Ich mußte nur zu ■ u° "wehen, baft id) meine Kemttnisse und Fähig I überschätzt, da all mein Wissen, mit dem l H’-7" Salons glänzen würde und könnte, im I 11 "^ben Stückwerk ist, daß die nwderne i ^dcherrerziehung, die nur alles halb, aber nicksts k w lernen läftt, rricht ein Fortschritt auf der ckn«rde, soll treu Witwen eine Beidttse von 70c) Mk. tzuflreßen anstatt der rvgierringsseittg vorgeschlage- nen von 500 Mk.; dies auch oamr, wenn die Witirie ^rnen eigenen Haushalt führt. Daß »Vindern von DoamtOi. und Lehrerwttwen der Zuschuß von 50t) Mark zugewendet wird, und hier keine Kürzimg an tritt, rst nicht Wetter zu bcgrünbai. 4. Den unverheirateten Beamten, Veh- rern und Lehrerinnen find 80 Proz. des Familien- ^usdmsseS zugesprochen, während die Regierung für )ic mir 70 Prozent borgcfcl)cu hatte. Damit soll deiven, die ihren Lebensunterhalt in Gasthäusern suchen Müsjeu, entspred^.md den dort erl)eblich gc- ftiogxmcit Preisen geholfen werden. 5. Den imRuhestandbefindlichen Beamten usw. ist eine mcfentlidjc Aufbessernim von 600 mbf 1200 Mk. bereits durch die Regierunas-' Vorlage geworden. Wir sind einem alten Wunsdie der Penswnäre baburd) entgegen gekommen, daß die Zabttrng dieser Teu.erungszUlage nickst mehr auf An fordern, sondern von selbst geschieht. ES find in der Tat für unseren Staat riesige Summen, die diese Fürsorge für die Beautten erfordern. Sckion die Regierungsvorlage hatte einen Bedarf von 20 249 000 Mk. vorgesehen, von welckien für 1919 bewilligt sind 10 250000 Mark, es bleiben also noch aufjubringen rund 10 000 000 Mk. Tiefe will die Regierung durch eine E t -• höhnngder Einkommensteuer von 127 aus 18 0 Prozent und der Vermögenssteuer von 1 Markaus 1.20 Mark für je 1 0 0 0 Mark aufbringen. Eine andere Möglid^- teit, diesen Bedarf zu decken, als durck) Steuer- erhölnrng, ist nickst gegeben. Mnbcrc Mittel stellen unS nicht mehr zur Vcrßigimg, die Restefonds sind erschöpft. Terartige lausende Ausgaben dürfen aber grundsätzlich nur ans lausenden Einnahmen, nickst etwa mis Anleihen gedeckt luertxn. Gespenst, denn sie hatte ja ehten Freund gelovn* non, einen Freund fürs Leben. Tie Tannen dufteten, unb die Blumen in dew übigen Moose schlossen sdstveratincnd ihre Kelckse, Ter Tag neigte sich settiem Ende. ~ --- Am späten Abend, als Ragna ihr beschcide,tes Stübckxn aufsuchte, fand sie zu ihrer groften Hebet- raschnng einen dicken Brief an ihrem Heinen Nähtisch liegen, der die groben, ungeleitfigcn Schriftzüge der allen Ehaja trug. „Tas erste Lebenszeichen aud der Heimat, nach langen, bangen Monaten des Wartens!" Ragna griff begierig danach. Mit bebenden Fingen: öffnete sie dm Umschlag. Zwei Briese fielen ihr daraus entgegen. Ter eine Ivar von ürn-i Wärterin und dec andere — von ihrem Herzens- liebling Sigrid. schluchzte laut auf imb preßte de» Snef, ber einem dicken Manuskript glich, leiben- schaftttch an ihre Lippen. Sigrids Scftreiben lautete: Meine geliebte, süße, närrische Schwester! Gwftinama hat es erlaubt, daß ich Dir schreibe. Glaube doch, bitte, nicht, baft es mein Wille war, Dir aus Deine lieben Briese nicht zu anluunsten, aber Großmama sagte: Wenn Tu uns nicht einmal leinen Aufenthalt angibst, so brauchten wir Dir auch keine Briefe zu schreiben. Die Vermittelung der alten Ehaja anzunehmen, wäre imfer unwürdig. Sonst hat Großmama überhaupt nickst mehr von Tir gesprochen, weisst Du, gerade als ob Tu gestorben wärst. Doch nein, an die Verstorbenen denkt man doch, wie ich zuweilen an btr guten Papa. (Fortsetzung folgt) liefen sofort Pb'?*<>mmerL __dleichsttatz« ll Zigarren-Band Steuer vor 4er Zigarren x Tabaken m ?l n das Stück.|M; Pro besendg. nach Pn unt. Nachnahme fnd Albert Suh Hamberg 11 Grindel-Allee 17 deutsch« Nationalversammlung. Weimar, 11. Juli. Eine Reihe kleiner Anfragen wird zunächst Beidt (D.-Nat.) wiederholt die sretzierilng hat erklärt, daß sie ein Gutachten über diese Frage ausarbeiten lassen wird. Ich bitte die Regierung, diese Klärung möglichst bald herbeizuführen. Ich bin persönlich der .Ansicht, daß der Einwand nicht berechtigt ist, dagegen fann man sich fragen, ob die Frage gerade in Hessen so dringlich war. Ter Landhunger, mft dem die Regierung das Gesetz begründet, wird nicht befriedigt toerden. Es wird eine große Enttäuschung unter den Kleinbauern geben, die ihren Grundbesitz vergrößern wollen. Zum Teil wird der Landhunger mit der gegenipärtigen Lebens- mitteltcuenmg schwinden. Ich bin nicht berufen, die Agitation zu reditfertigen, aber die Regierung hätte sich über diese Agitation nicht wurwerul dürfen. Tas Mißtrauen mar durch die erste Form der Vorlage verständlich, und es hat die taE< sckretär im Reichsministerium des Innern Tr. Lewald, auf feiten der Alliierten der Vertreta Frankreichs, Loucheur. Außerdem waren aut tw, scher Seite anwesend: Rcichskommissar v. Stan, Regierungsrat v. Friedberg. llnterstaat(se>r- tär Lewald betonte, daß den Bewohnern der besetzten Rheinlande in der Ausübung ihrer staats bürgerlichen Rechte volle Freiheft, das; der Per» so neu-, Güter- und Nachrichtenve^ kehr sowohl innerhalb der besetzten Gebiete als auch zwischen den besetzten Gebieten und bem übrigen Deutschland von allen Betchran- kungen befreit werden müßten, sowie bat; endlich eine möglichst weitgehende Erleichternna der Einguartierungslasten einzutreten habe besondere gehe die deutsche Negierung Daran) hinaus, daß nunmehr die Zollgrenze nut btn Grenzen des Reiches zusamme-isatten müße lou- cheur schlug vor, die Verhandlungen erst fottzu- setzen, wenn die Prüfung der von dec deut)ch«:i Kommission aufgeworfenen Fragen auf feiten btt Besatzungsmächte abgeschlossen sei. Er werde ja bann die Kommsssion nach Ablauf einiger 'ju einer neuen Sitztmg einladen. Die Leistungen und Lieferungen. SÄ" toonS h Jamant Düngekalk BOi£yiHVE86 .en Geft-» in ’ .....-.......... -ä ilanzD die Beteiligung deutscher Arbeiter als nicht w *”w wendig bezeichnet. Deutscherseits wurde Die so.ockg 1,1 Ireimbli^ft e|n| ...... ...------------—« «tt Behördliche Anzeigen. Arbeitsvergebung. Für die Feldbereinigungsgesellschaft Grü- n i n g e n sollen nachstehende Arbetts- und Fuhr- leistungen vergeben werden: Hohlverschleifungsarbeiten veranschl.zu 22000 Mk. Drainagearbeiten veranschlagt zu 3800 Mk. Maurerarbeiten veranschlagt zu 100 Mck. Pflöckelicferung veranschlagt zu 50 Mk. Fuhrleistungen veranschlagt zu 325 Mk. Die Verdingungsunterlagen liegen aus der Hess. Bürgermestterei offen, wo die Angebote in Prozenten des Kostenanschlags, mft entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei einM^ reickien sind. Eröffnung Freitagden 18. d. M., 00 r m. 10 Ul) r, auf dem Rathaus zu Grüningen; freie Auswahl Vorbehalten. Gießen, den 5. Juli 1919. 8173c Hess. Kulturinspektion Gießen. H. Steinbach, Baurat. Bekanntmachung. Die im Verkehr befindlichen Freifahrtlarten verlieren mit dem heutigen Tage ihre. Gültigkeit. Etwaige Anträge sind schnftlich der Direktton der Elektrizitätswerke und Strastencahn einzureichen. Gießen, den 11. Juli 1919 ol99c Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn der Stadt Gießen. SUlte, Al-bann zogen die Versammlungsteilnehmer, Antrag kommt vom Abg. Bornemann. Vizepräsident Reh: Auch vom Regierungstisch keine Zwischenrufe. Heiterkeit.) Der Antrag Bornemann ist vielfach falsch verstanden worden, aber er geht viel weiter als das Landgesetz. Aber im Zusammen- faUlg mit den Ausführungen hes Abg. Schild- bad) konnte man schon Die Besorgnis verftehen, daß hier der erste Schritt zur Vergeselllchastung des Grund und Bodens geschehen sollte. Dazu kommt moch der Abschluß Rheinhessens. Der müßten. Neuapostolische Gemeinde 1 Gottesdienste: Sonntag nachmittag BV« Uhr 17965 Mittwoch abenb Ubr. Volkmann, Henchelheim. Wilhelmstraße 34. 8178 BraikmaanSFiitterkalk zur Aufzucht von Vieh ist wieder eingetroffen. Ccntral-Drogerie, 7895 Schulstratze.___ Musikinstrumente! ZiohbanBoaikas. laadbarnioBiku. Schluß der Sitzung 1 Uhr. Nächste Sitzung Freitag vorm. 9 Uhr. Vrieskasten dev Redaktion» ** Friedri ch Müller. Solange Sie uns im Ungewissen lassen, mit welcher der unter dem Namen Friedrich Müller im Adreßbuch verzeichneten Persönlichkeiten Sie identisch sind, ist es uns leider nicht möglich, mit Ihnen wegen Ihres Eingesandts in Verbindung zu treten. Gibt es schon viele Müller, so gibt es unter dieser Namenskategorie hier in Gießen auch noch viele Friedriche. Wir bitten um Ihre genaue Adresse. kirchliche Nachrichten. Gottesdienst am Sonntag, den 13. Juli (4. nach Trinitatis). Evangelische Gemeinde. In der Stadtkirche. 8: Zugl. Chrtstenl. f. d. Neukonfirm. aus der Aiatthäusgemeinde Pfr. Mahr: 9'/»: Pfr.-Ass. Sck>aefer; 11: Kinderkirche f. d. Markusgemeinde. Pfr.-Ass SchaKr — In der I 0 h ann es k i r ch e. 8: Ziugl. Chrrstenl. T. d. Neukonfirm. aus d. Lukasgemeinde. Pft. Bech- tolsheimer; 9V2: Zugleich Milit.-Gottesd. Pfr. Auäfeld. — Beichte u. Feier d. hl. Abendmayls f Lukas- u. Joliannesgemeinde. Anmeld, werden vorher b. d.' Pfr. jed. Gemeinde erk«t. — 11: Kiuderk. f. d. Johannesgemeinde. Ps. Ausield. — Kirchberg. Vorm. 10; 11: Christen!, f. d. weibliche Jugend. — Mainzlar. Nachm. IV2 Uhr. Gesellschaft Liebig-Musenm 6. Volksvorlesung Sonntag den 20. Juli 1919, vormiiiags 11 Ubr, im Hörsaal des Liebig-Muieums, Viebigftrnhc 12. Herr Dr. ft. Riema««: Zic KntstchiiW her öcutfdien ÜalisalzlM Md Die T'trnicnbung ihrcr Salze «Demonstration mit Lichtbildern' 8192V Für bett Vorstand: _______ge^. Werner. gez. Bros, vr. Sommer. 6ief$enerWaldbühne (gegr. 1909) fflifhoodi den 16. Hüll 1919 22 SBPPHO 22 Trauerspiel von Fr. Grillparzer. Spielleitung: Frau IBendelsfohn-Bartholdtj. Anfang 6 Uhr. Ende gegen V,9 Uhr. Prelle der Plätze: 3m Vorverkauf bei E. Ehalller: MK. 3.00; 2.25; 1.40; 0.60. fln der Waldkafle: Olk. 3.50; 2.70; 1.80; 0.75. Der Reinertrag ist für die elldlflldten Flüdillnge bestimmt. 8186V______________DR. BERI1BEEK. teCeäteietaüiliöpliiiig VnrtniTi »Hotel Großherzog" V V I Ij I (AcL Sonntag den 13. Jnli '—’ abend* 8 Uhr Eintritt frei! 013540 R Rall, Prediger. BayrischeVereinignagGiessen Samstag den 12. Juli abends 8 Uljr Zusammenkunft im Vereinslokal „Caf 6 Leib“ I.Stock aller Bayern zwecks Besprechung. Erscheinen erwünscht. Es ladet ein [019641 ________________________Der Vorstand. bäckermeislervon Stadt und Kreis Eichen! Zwecks Gründung einer gemeinsamelt Ejrttaussgenossenschast werden ave Kollegen von Stadt und Kreis Gießen zu einer Versammlung auf Sonntag den 13. Juli (919 nachm. Tk Uhr im Hotel Schütz höfl. eingeladen. Wegen der Wichtigkeit der Sache muß jeder erscheinen. Der Vorstand so* der Bäcker-Innung Gießen. 6t(WmNfMtä Speisezimmer, erstklassige moderne 21 ti» flat tu ne, la C.uaL, ff. Schnitzarbeit (dunkel eiche), bestehend auS. Hochs. 3telligen Büfett, (5redenz, Standuhr, Ausziehtisch m. 2 Le- dervolsteriesseln und 8 Lederstüblen, Prf bank m. grünem RipS, Paneelbrett, 4 Blatt vaffPortieren.Ueber- bangen und 6 Blatt weiß. Stores, änsterst moderne Garnitur; Ferner: 1 la Büfett, 1 Sekretär, 6 s. (£fc- zimmerstiidle, 1 AuS- ziebtisch m. Steg, ein ftüchcnschrank.iTopf- schrank, 1 Wein- und 1 Obstschrank, 1 Eta- fiere, 1 .ftücheutisch tu. 2 Stiibleu, 1 Spiegel, 1 Badewanne, einaill-, m. Zu» u. Abffunrohren «fast neu), 1 Nacht-, 1 Schreib- u. 1 Aobr- fessel, 1 Nickeltischcheu, 2 Waschbütten, 1 Pe- troleumosen,2Svrunfl- federmatrapen iRoh- baari, 1 Bügeltisch u. a. Sodann: 3 P. Damen stiefel (Gr. 36, 37 n. 38), 2 Paar Herrenttiesel (Gr. 41 u. 421, 1 Paar Schaftenstiefel (6)v.42l, 1 Paar br. Turnschuhe, 1 la Gummimantel, 1 Matr.-Bluse, 10 Stehumlegkragen (Gr. 39), 4 Korbstaschen, 25 Vtr. enth., 1 Flaschenkorb, 1 Küchenwage u. m. a. Außerdem: versch.Sviel- tvaren, zum teil neu, u. sonst. Haus- u. Küchengerät werden Montag den 14. d. M., nachmittags 2 Ubr, im Restaurant Zum Pfau, Neustadt 55, traft Auftrags meistb. gegen Bar- Gablung öffentlich versteigert. Besonders ».erwähnen: 1 gr. Bild «Kupferstich), Billa am Meer, ca. 1,4 m breit, 1 m hoch, m. berrl. schm. Rain». 1 Oelbild mit Saimnet- u. Goldra'.nnen, 1 gr. Bild, Abschied des sterbenden ;< le räuber d. Gr. non sein. Heere, von Pilotin 1,50 m lg., mit br. Goldrahrnen, 1 gr. Bild, Tafelrunde Friedrichs d. Gr. mit Goldrahrnen, 1 Goldspiegel m. Marmortisch, 1 Palisandertisch (sehr schöne Arbeit), 1 Waschmaschine IBoll- datnpf), 1 gr. .Kristall - Tafel- anffav. DieBersteigerunfl findet bestimmt statt. Besichtigung am Tage der Berst. vorm. 10 bis 12 Uhr. 8150 L. Altboff, Tel. 230. 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Jnli, bis einschlleBHch Montag, den 14. Jnli: Die Wiler des Hers Große Tragödie einer Ausgestoßenen in 4 Akten und ein Epilog. In der Hauptrolle: Hanni Weiße |J Um die Wurst Ab Dienstag das große Münchener Kunstfilmwerk: A mDIo Im Börsen Liebe tragen“ Sonntag den 13. Jnli 1919 '** NeülffliistoilTiiiiz. Wirtschaft z. K>urg. Holzbearbeitungs- Maschinen jeder Art in bester Ausführung für Sägewerke ,otoD Schreinereien Wagenbauer etc. einzeln u-kombiniert, auch einschk Elektromotor, fertigt Klein & Stiefel Masch.-Fbr., Fulda GA Statt Karten.' Statt Karten! (Bitten 01 MIO Krofdorf Juli 1919 ‘Poteham Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen 111 »rt «lliwttn. liuiomiurtgc, [. Ä&ung der öitenni ! en. XHorout kitxs.-!- Der Ausschuss 013644 Vermählte ! Familien-Konzert direkt vom faß. 01366* Achtung! Lollar! 8209V 50 100 Verkaufe Fahrrad schlauche neue AuSlandStvare bis 20 Stück Dit 65.- Hanny Schön Hugo Henkel Verlobte Philipp Sommerlad Luise Sommerlad geb. 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Sonnenstraffe 14. f01”02 Heute Samstag abend ab 8 Uhr Tanzkränzchen auf des* Liebigshöhe. Veranst. von Angehörigen des ehemaligen Res.-Inf.-Regts. 116. Es ladet freundlichst ein Wp. Gießen (Ederstr. 20), 12. Juli 1919 013658 Ä1,' bcn. öiecaus btiebnitigt/» *LtL„atui die beutil ?lssuhrmig be? faebtii lyen Winjcn, Tie Maßregeln u oct Räumung von unb den an Polen ab;ur. scilpreuhen ergriffen ronti ^"ehrssfrxjs KL'L ^Nammhmgtn^ (ttte Kurz« fein Ende n | Maschinenfabrik lZ im besetzten Gebiet sucht Anschluß an be- | stehendeMaschinenfabr.m.Eisenkonstruk- 8 tions-Werkstätte, mögt, mit Eisengießerei. S Angebote an Dr. Meine,Weilburg,Traube. 1 Sonntag, 13. Juli, Crcffpunkt im Saalbau Cafd Leib r Kotierte SIS Programm n und in MthanR vorn faß der Düngerfdien StDloßbrauerei und Münchener vrcrc •fTRinktcr 8196 Eisendraht k e ingetroffen. Drabt k'mchte können in jeder «ussührnnfl angefertigt «'ersten. — Bestellungen ^nat entgegen H. 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