Montag. 12. Mai 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt «er. Sfr 3 Lin neuer Notenwechsel mit der Entente Außerdem legt sie p r a o r- I I* pn die W”“ i$iß der Taktik des ®or< gehens Vorsicht empfahlen. maßlosen Vernich- Das war ja auch unseres Blattes, Angebote vermieden Wi Pfund öMP Bloek * t Eine Rede Wilfons. Paris, 10. Mai. (WTV.) Reuter. Wil^ f o n hielt am 9. Mai in der Völkerrechts-Gesellschaft eine Rede, in der er sagte: Eines der Dinge, die mich in den letzten Monaten störten, ist die unrechte Hoffnung auf sofortige Einlösung von dem auf der Menschheit lastenden Druck. Wir müssen dafür sorgen, daß diejenigen, die hoffen, nicht enttäuscht toerbeu Die Gebräuche der Gesellschaft müssen langsam- verändert und neu angebahnt werden. Eines bcc Dinge, die von der größten »Bedeutung für bee Zukunft sein werden, ist ein verständiges Völkerrecht. In gewissem, Sinne rmirbe der Krieg gerade deshalb ausgekampft, um dem Völkerrecht den Beweis zu ermöglichen, daß e5 Wirklichkeit sei, deren Nichtbeachtung sich lein VoTk (eilten dürfe, daß es zwar eine internationale Autorität nicht hinter sich Gegner an ihren tungsplänen festhiclten. immer der Standpunkt wenn wir schwächliche wißen wollten und in fir. 109 Ter Siebener Lnzetger erfcbeini täglich, außer Sonn- und Feiertag». Btjsgspreis: nwnatl. Alk. 1.35, vierteljährlich Mk. 4.05: üurch Abhole- il Zweigstellen moratl. Mk. 1.25, durch die Post Mk. 4.05 oiertet- jährt. auefcf)L Beilellq. sieniiprech • Anschliisse: für die Lchr'ttleUungllL Perlaa,<«;elchäsl4stelle51 AnschrcklsürTrahlnach- nchten: Anzeiger Stetzel. Postscheckkonto: Sranthirl a. M. 11686 EL tragsbeßimmungen ständig von den Grundsätzen haben leiten lassen, nadf denen der Waffen- stillstand und die Fr iede n s vc r hü itb- tun gen vorgeschlagen worden sind. Tie Vertreter der alliierten und assoziierten Mächte- können Keinerlei Erörlerungcn ihrer Rechte zu- lassen, die grundsätzlichen Bestmrnrungen des Friedens, so wie sie sie festgesetzt haben, aufrechtzuerhalten. Sie können nur Anre- gimgen praktischer Art in Erwägung ziehen, die die deutschen Bevollmächtigten ihnen etwa zu unterbreiten haben. Genolstnigen Sic . . . ufw. Diese Rote enthält, obwohl sie formell jede grundsätzliche Erörterung des Friedens- entwurfes ab^ulehnen sck-eint, tatsächlich eine erneute Festlegung auf die Vereinvarungen vom 5. Oktober bis November voriaenJahres. & Stiefel FibrikJuMia arbeltunp chlnen iafj i fijr Schreiner, uer, Sipvert» Aushihnut ig Oisren UH «MedeiDf rzip*ü® der ?1tuttrrschastsversicherung, Festsetzung der Arbeitszeit für alle Arbeiter aus 8 Stunden täglich oder 48 Stunden wöchentlich, grundsätzliches Verbot der Nachtarbeit, grundsätzliche Gewährung einer zusammenhängenden Rutiepause von mindestens 36 Stunden wöckx'ntlich, Herabsetzung der Arbeitsdauer in gesundl-eitsgesährlickien Betrieben auf weniger als 8 Stunden, Ausdehnung des Arbeitcrschntzes und der Arbeiterversick)e- rung aus die Heimindustrie, Verbot der £>eint- arbeit für gesundheitsgefährlick>e Arbeiten, ebenso für die Herstellung von Lebens- •nnb Genußmitteln einschließlich Verpackung, Ge- ivährung des freien LwalitionSrechts, wobei ein» gewanderte Arbeiter die gleichen Rechte hinsickü- lich der Teilnahme und Betätigung in einer tung von Lohnämtern, Ausbau des Arbeitsnachweises, Dersick)erung gegen Arbeitslosigkeit, gegen Krankheit und Betriebsunfälle, ferner Einführung der Invaliden- und Hinterblicbenenver^ sick>erung: alle Versicherungen sollen sich auf in» und ausländische Arbeiter in gleicher Weise erstrecken ; Einführung des internationalen Sev- mannsrechtes und Seemannsschutzes unter Müwir^ Tung der Organisation der Seeleute: Durchsührungi der Gewerbeaussicht unter Heranziehung von verständigen auch aus dem Kreise der Arbeiterinnai •unb unter Mitwirkung ber Gewerkschaften. Zur weiteren Förberung des internationalen Arbeiterschutzes soll eine ständige Kommission errichtet werden, die zu gleichen -Teilen aus (Vertretern der vertragschließenden Staaten unb bcS internationalen Geiverkfchastsbundes besteht: alljährliche Abhaltung von Konferenzen zur Förderung des internationalen Arbeiterschutzes .wobei die -Hälfte ber Stimmen den Vertretern ber gewerkschaftlich organisierten Arbeiter der beteiligten Län-> der zustehen soll. i . . tttftl! j m es“: lh"h6lltr.tX ' Gegr.ito.! Cie Arbeit In Versailles. Versailles, 10. Mai. (Wolff.) Havas. Graf B r o ck d o r f f hat seine Mitarbeiter um Beschleunigung der Prüfung des Vertrages gebeten. Die Nebersetzer sind eifrig an der Arbeit. Die Daktt)lographen sind in eine Nacht- und Tagesschickft eingeteilt. Während der letzten Nacht arbeiteten 40 Daktylo- grnphen bis 4 Uhr morgens, Graf Brockdorff selbst bis zur vorgerückten Stunde. Marr hofft, daß die Prüfung des ersten Teils des Versailler Vertrages bald beendet sein wird. Graf Vrockoorff reist sofort im Anschluß daran nach Deutschland, um mit seiner Regierung Besprechungen zu führen. Arn Freitag abend übersandte die deutsche Regierung durch dieTelegrapheiv-Zentralstelle zahlreiche Telegramme, die durch die Eiffelturm-Station radiotelegraphisch weitergeleitet wurden. Die neuedeutscheDelegation mit 25 Mitgliedern wird am Sonntag erwartet. Der Sekretär des Grafen Brockoorff liest eifrig die englischen Zeitungen, die fast alle dem Führer der deutschen Delegation in ziemlich scharfem Ton vorwerfen, daß er währeird der Verlesung seiner Rede sitzen geblieben sei. Graf Brockdorff liest diese Ausführungen /ehr aufmerksam. schlüge zu Verhandlungen über die einzelnen Kapitel des Friedensentwurfes nahe. Daß solck)e Verhandlungen beabsichtigt sind, ergibt sich auch aus der Tatsache, daß die Gegner am 10. Mai eine größere Anzahl von Druckschriften unserer Vorschläge zum Völkerbund und zum Arbeiterrecht erbeten hab^l. Auf die Note über den Völkerbund hat Clemenceau geantwortet: Herr Vorsitzender! Ich habe die Ehre, Ihnen den Empfang des deutschen Entwurfes eines Völter- bundes zu beftitigen. Ter Entwurf wird dcr zuständigen Kommission, bie durch die alliierten unb assoziierten M ächte gebildet ist, übermittelt tverden. Tic deutschen Delegierten werden durch eine neue Prüfung der Völkerbund- satzungen feststellen können, daß die Frage ber Zulassung neuer Mitgl ieder in diesen Bund nicht übersehen, sondern ausdrücklich int zweiten Absatz des 1. Artikels vorgesehen ist. Diese Aittwort umgeht den Kernpunkt unserer Frage, die sich darauf bezog, daß Deutschland eine Bundessatzung als Teil des Gesamtvertrages unterzeichnen soll, obwohl es weder als ursprüngliches, noch als erngeladenes Mitglied dem Bunde angehört. In Ausführung der in der ersten Antwort enthaltenen Aufforderung werden heute praktische Fragen und Bemerkungen übergeben werden, die auf die territorialen Abtretungen Bezug haben. Zwei wertere deutsche Noten. Versailles, 11. März. (WTB.) Der Vorsitzende der deutschen Friedensdelegation Brockdorff-Rantzau, richtete folgende Noten an den Präsidenten der Friedenskonferenz, Clemenceau: Herr Präsident! Tie deutsche Friedensdelegation hat mit Befriedigung in dem ihr übergebenen Vertragsentwurf von. ber Anerkennung bes Grundsatzes der mit größter Besck)leunigung auszusührenden Heintsenbung der beut°i scheu Kriegs- unb Z iv.il gefangenes Kenntnis genommen. Es entspricht ber Auffassung ber deutschen Friedensdelegation, die Einzelheiten über die Turchführu.ig dieser Frage on eine besondere Kommission zu verweisen. Unmittelbare münblidjc Aussprachen zwischen den Kommissionen fast aller h-iegiübrenben S aaten in den Gefang^'nen-Frnien hatten sich auch schon während ber Feindseligkeiten als b?r zweckmäßigste Weg ilur Lösung.ber Schwierigkeicn erwiesen Um so leichter sollte eS jetzt sein, BerschiÄxmhritcn der Auffassung ober Unklarhriten in ein^lnen Punkten zu beseitigen. Beispielsweise hält die deutsche Friedensdelegation mit Rücksicht auf die Verschiedenheit ber Rechtsauffassung in den ein- zs.'lnen Ländern die grimdsätzliche Einbezikhung auch derjenigen Kriegs- und Zivilgefangenen, die sich wogen anderer als difziplinärer Vergehen in Unter» suchungs- ober Strafhaft befinden, in die bedingungslose Heimfendung für unerläßlich. Teuckch- land hat bei den in feiner Hemd befindlich'n 'Kriegs- unb Zivilgefangenen der alliierten und assoziierten Mächte den gleichen Grundsatz aner- fkiunt. Eine Vcreiirbarung gewisser Erleichterungen für die Kriegs- unb Zivilgefangenen bis zu ihrem Abtransport erscheint ber deutschen Friet-ensdelegaiion aus Billigkeitsgründen selbsb- verstandlich. Im übrigen mußte die deutsche Frieden sdelega.ion die Aufstellung einzelner Bestimmungen eintet ig zu Gunsten der alliierten unb assoziier en Regierungen festste!len, z. B. bei bet Herausgabe des persönlichen Eigentums, bei der Nachforschung über Vermißte, sowie bei der Fürsorge für die Grabstä ten. Sve nimmt an, daß bei diesen Fragen völlige Gegenseitigkeit eine aus den allgemeinen Mensck«lrechten zu begründende Forderung ist Wegen der großen Schwierigkeiten der technischen Durchführung der Heimfchrffung der Kriegs- und Zivilgefangenen, namentlich angesichts der Knappheit an Schiffsraum unb Kvblen, muß größter Wert darauf gelegt werden, daß alle Vorftagen bis zum end- gülligen Beginne des Abtransportes bereits geklart sind. Die deutsche Friedensdelegation schlägt daher vor, die kommissarischen Beratungen über die Kriegs- unb Zivilgesangenen bereits jetzt, getrennt von dem übrigen Fragenkomplex, beginnen ni las en. T« er Dorsck Ian g ünbd sich! in erster Linie bar aus, ^)aß viele Eauienbe deutscher Kriegs- hmb Zirilacfangcv-er sich noch in China lehnt die Unterzeichnung ab. P e ki ng, 9. Mai. Reuter. China hat seine Delegierten in Paris beauftragt, einen Friedender Japan die deutschm Rechte an Srfjantunfl zuaestehl, nicht zu u n terze tchnen. Die „Times" melben aus Peking, baß in vier großes VersMNmlungen ber Vereinigung für auswärtig« Seite&nn ern beschlossen wurde, den chrnesi chen Te- legierten in Paris zu telegraphieren, daß sie bei< Friedensvertrag nicht unter zeichmm sollen, wenn die Frage von Schantung nicht in befriedigender Weise gelöst wird. Ferner wurde beschlossen, im* ganzen Lande Pro'estversaminlungen zu organisieren und den fremden Gesandtschaften mitzu- teilen, daß das chinesische Volk keine rnternatiana» (en Einrichtungen anerkennen werde, die die Sou' veränitat-rechte Chinas beeinträchtigen. satriff be Marke«. § eineavorL stnivkes?! 'AterMkL- ' - - iu - *•- irkeretef: AterMit- ' N . 11- " . \- rvndunfi erm ibmthefetba trat, tzeriai» stverbrauchn Köbele, »en o.y.rz^ ^abnrtflttM anqeben. “*■ Wm.; Nachm.?l $6 In ürui ; »Ohli . überseeisch enLändern befinden. Auch denkt die deutsche Frieiensdelegation in d!c'cm Zusammenhang an dte noch in Sibirien befinb» lickten Deutschm, deren Abtransport nicht nur besonders dringlich, sondern auch überaus schwierig erscheint. Aus innerpolitischen Gründen muß deutscherseits größter Wert daraus gelegt wer den, daß die deutschen Kriegs- und Zivilgesangenen in möglichst geordneten Verhältnissen in die Heimat zurückkehren und dort mit größter Beschleunigung dem wirtschaftlichen Leben wieder zugeführt treiben. Ties erscheint nur möglich, wenn, abgesel-en bon einer genauen Regelung ber Transporte, alle, geschieht, um bie seelische unb körperliclte Versassung der Heimkehrenden zu heben. Bei ber deutschen Wirtsckwftslage ist eS für Deutschland unmöglich, die erforderlichen Garantien aus eigener Kraft zu schassen. Hierbei kommt namentlich bie Ernährung unb Bekleibung in Betracht. Die deutsche Delegation hält es für zweckmäßig, wenn sich bie Kommissionsberatungen hiernach auch ans bie Frage erstrecken würden, inwieweit es möglich ist. von feiten ber alliierten unb assoziierten Regierungen Deutschlanb in diesen.Fragen zu helfen unb hegen Erstattung ber Kosten beispielsweise bie völ- llige Neueinkleibung mit Unter- unb Zivil- oberfteibung sowie Schuh^eug vor bent Abtransporte vorzunehmen. Genehmigen Sie, Herr Präsident, den Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung. lgez.) Brockborif-Rantzau. Herr Präsident! Unter B zugnahrne auf Artikel 55 unb 56 ber überreich.en Vorschläge für bie Errichtung bes Völkerbundes beehren wir uns, den von ber deutschen Regierung ausgestellten EEntwurf eines Abkommens über internationales Arbeiterrecht zu unterbreiten. Die deutsche Regierung ist mit ben alliierten und assoziierten Regierungen bann eilig, daß ben Arbeiterfragen bie größte Aufmerksamkeit zugewendet werben muß. Von ihrer Behandlung hängen innerer Friede und menschlicher Fortschritt in stärkstem Maße ab. Die auf diesem Gebiete von den Arbeitern aller Lander immer wieder ausgestellten Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit sinden grundsätzliche Billigung nur $um Teil in dem Abschnitt XIII des Entwurfs der Friedensbedingungen der alliierten und assoziiertem Regierungen über die Organisation ber Arbeit. Diese; hehren Forderungen sind im Deutschen Reich in anerkannt vorbildlicher Weise mit Hilfe der Arbeiterschaft zumeist schon durchgeführt worden. Um sie im Interesse der ganzen Menschl-eit überall in bie Praxis umzusetzen, ist minbestens die Annahme des Vorschlages der deutschen Delegation erforderlich. Wir halten es für erforderlich, daß sämtliche Staaten dem Abkommen beitteten, auch wenn sie dem Völkerbünde nicht angehören. Ilm den Arbeitern, für welche die vorgeschlagenen Verbesserungen bestimmt sind, eine Mitwirkung an ber Gestaltung dieser Bestimmungen zu sichern, hält die beutfd)C Delegatton es für notwendig, zur Beratung und Beschlußfassung über das internationale Arbeiterrecht noch während ber Friedensverhanblungen Vertreter der Lanbesorga- nisattonen der Arbeitergewerkschaften aller v er t r a g s ch l ie ße n b e n L ä n d e r zu einer Konferenz nach Versailles zu berufen. Die beutfefje Delegation hät es für zweckdienlich, ben Verhandlungen dieser Konferenz auch die von ben Beschlüssen der internationalen Ge- werkschaftskonserenz in Leeds von 1916 ausgehenden Beschlüsse der internationalen Gewerk- schastskonferen; in Bern (5. bis 9. Februar 1919): Programm für eine internationale Arbeitsgesetzgebung an bie Friedenskonferenz in Paris zugrunde zu legen. Im Auftrage der Gewerk- schaf ten Deutschlands fügen wir einen Abdruck dieser Beschlüsse bei, die angenommen wurden von ben Vertretern der gewerkschaftlichen Organisationen von Böhmen, Bulgarien, Dänemark, England, Frankreich, Griechenlanb, Holland, Italien, Kanada, Norwegen, Oesterreich, Schweden, der Schweiz, Spanien,und Ungarn. Genehmigen Sie, Herr Präsident, ben Ausdruck meiner ausgezeichnetsten Hochachtung. (gez.) Brockdorfs-Rantzau. Die Anlage zu vorstehender Note hat folgenden Wortlaut: Zu dem Inhalt ber Note sei folgendes bemerkt: Ster Gedanke, daß der Friedensverttag, der den Krieg beenden werde, zugleich der Arbeiterklasse aller Länder , ein Mindestmaß von Schutz gewähren müsse, sand im Verlaufe des Kri-ges mehrfach bei ben internationalen Gewerkschaftskongressen Ausdrucks so auf ber Konferenz ber britischen, französischen, italienischen unb belgischen Gernerlscktaften in Leebs vom Juli 1916. Ihr folgte bie Konferenz in Bern im Oktober 1917, auf der bie Landesrentralen ber Gewerkschaften Deutschlands, Oesterreichs, Ungarns, Böhmens, Bulgariens, Dänemarks, Norwegens, Schwedens, der Niederlande und der Schweiz vertreten waren. Endlich stellte die in der Note erwähnte Konferenz in Bern, die zum ersten Male wieder die Ver- treter ber Gewerkschaften ber bisher seindttchen Staaten zusammenführte, im wesentlichen folge n b e Programmpunkte auf, dte zum größten Teile in Deutschlanb bereits verwirilrcht worben sind. Obligatorische Durchführung ber allgemeinen Schulpflicht in allen Ländern, Einführung einer allgemeinen Fachschule, Verbot ber Erwerbstätigkeit für Kinber unter lo Jahren, Beschränkung bet Arbeitszeit für flrbeitennnen an Sonnabenden auf vier Stunden, -verbot der Beschäftigung von Frauen in besonders gefundheus- schäblichen Schrieben, Schutzbesttrnmungen für Frauen vor und nach ber Niederkunft ^iufübnmg Herr (Hemenceau hat namens der Entente geantwortet, und man merkt aus feinen Worten beutlid), daß er wohl weiß, wie empfind- lich Wilson jetzt in bezug auf den allgemeinen stauben an feine Weltmoral fein muß. Die Entgegnung stammt nicht aus dem Wortschatz des tigerbaften VerschlingerS, sondern aus ber Washingtoner Wechselstube. Immerhin, wir können verhältnismäßig zufrieden sein. Die Entente will die Grundsätze des Rechts- friebend in dem erwähnten Sinne trickst preisgeben, das heißt, sie will nicht wahrhaben, daß der vor^gelegte Friedens vertrag ein Machwerk bloßer Gewalt sei. Wir sollen praktische Vorschläge machen. Das heißt also: Kritik ist unangenehm, und dieser aber doch notwendige Teil der Verhandlungen soll und nicht ein geräumt werden. Die deutsche Regierung wird Mr ttel und Wege finben, der Welt dennoch die Krttik des gegnerischen Vorgehens vorzulegen. Bei der Stellung praktischer Vorschläge wird und muß viel kritisch Belehrendes einfließen. Die Entente weiß, daß die Oeffentlichkett und das Weltenrund der Völker fein Geheimspiel, sondern in dieser großen Zeit der Welterneuerung die Mitwirkung und Verwendung aller brauchbaren Ideen wünscht. Daher will sie unsere Vorschläge in der Sache des Vö.kerlntndes prüfen lassen, und dieselbe Prüfung wird sie wohl auch der neuen Note des Grafen Rantzau über internationales Arbeitsrecht einräumen müssen. Es ist eine Propagaitda, die hier unser Deutschland macht, aber es ist fein gutes Recht Hat Amerika, die Führerin der Demokratien, etwa keine Propaganda für Weltverbesserung gemacht und gewünscht? Jetzt beweisen die Deutschen, daß s i e auf dem Gebiete des Arbeiterrechtes an der des Fortschrittes stehen. Wilson hat inzwischen Versailles hi der Geseftschast für interna» lionales Recht eine Rede gehalten, in der er Me Geister, die er selber rief, freundlich er- malmte, nicht so stürmisch vorzugehen. Wir wollen ihm das nicht übel nehmen, denn auch wir wolteit keine Umstürzerei. Aber es muß u. wird sich zeigen, wo jetzt Hindernisse wahren Fortschrittes liegen. Es heißt, Wilson leide unter ben Machteinflüssen des amerikanischen Kapitalismus, unb deswegen habe er auch zu den harten Friebensbedingungen schließlich nichts mehr gesagt. Wir müssen ihn unterstützen. Die öffentliche Meinung ber ganzen Welt muß ihn ebenfalls unterstützen, soweit sie nicht im Banne ber verblendeten „Machtsieger" steht. Mit Recht führt die amtliche „Allgem. Deutsche Zeitung" der Welt den Unterschied Mischen dem deutschen Friedensvorschlag von 1916 und den jetzigen Forderungen des gegnerischen Ve- bandes vor. „Kein besseres Mittel ist denkbar, um ben Geist des deutschen Volkes mit dem feiner Feinde tu bcrgleidxn, unb keine bessere Möglichkeit, Rück- Wune auf bie Kriegsschuld zu ziehen, als die Gegen übersteklnng ber Fr iedensl edingu ngen, ti* Deutschland im Falle eines Sieges gefüllt haben würde, mit denen, bie lniserc Feinde dem besiegten Deutschland stellen: denn im Glück zeigt sich der wahre Eharakter eines Volles so gut wie der eines Menschen, und, was die Kriegsschuld angeht: Je mehr einer füttert, wenn das Glück des Krieges sich zu seinen Gunsten cn'.fd)eibet, um so mehr Wahrscheinlichkeit bricht dafür, daß er den Krieg um dieser Forderungen willen begann: je mehr ein Staat aus einem gewonnenen Krieg Gewinn zu schlagen versucht, um so wahrscheinlicher ist es, daß er ten Krieg selbst um des Gewinnes willen herbei- flefübrt hat." Warum im übrigen vorher die deutsche Negierung in der Verkündung ihrer Ziele zurückhaltend war und fein mußte, wird von Cem Blatte ganz richtig so erklärt, daß zu erwarten war, die vorzeitige Bekanntgabe werde als Schwäche gedeutet, solange die Die Antwort d’emenceous. Versailles, 11. Mai. (Wolff.) Die $otc der deutschen Friebensdelegation über tie allgemeine Beurteilung bes Friedensent- Iimrfos wurde durch Clemenceau am 10. Mai mit folgen.be r Note beantwortet: ■ Herr PräsideiU! Tic Vertreter der alliierten 2nd assoziierten Mächte haben vow der Note kennte ®iy genommen, welche Bemerkungen der deutschen -S.-üoHntod) igten zum Text der Fricdensbeiing» ’rr.gtnt cn hält. Iu Bcanttvortung dieser Mitteilung mvch.en Sie die deuftche Delegation daran! »erinnenc, daß sie sich bei dcr Festtetzung der Der- Lnnahme »» Injelgt« V flv HU Hr f. bie -Inaeenummet bil GietzenerAnMger --- ■ V ß 20 S 'lluMdtlag. Hauplschri tteiler: Aug. General-Anzeiger für Oberhessen Auzeigenteit: v. Beck; ZwiNftlgrrundbruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R. Lange. 5chriftlertung. Geschäslsstelle u. Vruckerei: 5chulstr. 7. ,ämltlch m Sieben des Gelbe Rüben, ** Die näheren B, miiciflerunu bekam ^bai(k den 5. Mai Schützin am Frauen ck>öre klangen besonders tonrein in den^kei- deil „A-cappella'^SHicrei (Freikc suchtmög|jc I « L t 1 1 Schiffahrtsweges bauen. Die Versorgung Deutschlands. Ttzckn fr K Än H Wallach, & jp, sowie ein 1 Meter, ;u Der lauft &rf(f)Io[>eK 3 fMf WB ft8atJ-3Mo |e Mingimgti l&l1®”* ouschlagssrist 14 ____£'reftion de Mg uni) lonltifltr inb sehr gut erbat Lorheriae Briic Beit lil am 15.1( br bis nachmiiia GZÄ '* 6 Tdä«(l KL fita* KÄS Rrbt = Friedberg , 11. Mai. Die Polizei griff --------------------- - r . «... Bahnhof zwei 18jährige Frankfurter Buriche« derr „A-cappeIla"»Sttic8ert. Eine angemessene Wre- auj, die große Mengen Anzüge, Strümpfe, Hcm- dergabe erführen hierauf durch $>erm f@ n gi J d) {>en ufro. mit der Bahn nach Frankfurt fort- das Chopinsche Ges-Dur-Impromptu und -schu- schaffen wollren Nähere Feststellungen ergaben, herts Novclletve in D-Dur. Frll Emmer l ch und daß die Burschen in der Nacht zuvor in Bad» Frau Schudt gefielen durch Lieder von Schu- Nauheim einen großen Einbruch verübt hatten, mann und Brahms und ließen in zwei «Duetten, «srkis Weklar don Frl. Felckmer feinfühlig begleitet, kaum nnen WeNlar 11 Vloi Gemäß Derfügun» " 7es beichlohen: übermäßiger Umfang eine zunehmende Verschied)-1 Der demokratische Wahlkreisverband für Hellen- terung der Allgemeinversorgung befürditen läßt, I Nassau erwartet von dem bevorstehem,en Partet- soll vor allem den in einzelnen Gegenden sich fast I tag in Kassel eine gründliche Umarbeitung täglich wiederholenden Hamsterfahrten von des Programmentwurfes, den der ge- Tausenden von Menscchen entgegengetretdn werden schästsführende Ausschuß in Berlin verosicncttcht Hierzu wird dve richtige Hatidhabung der vielfach I hat. Das Programm der Deutschen demokrati)chen eingcführten polizeilichen Reiseerlaubnis-IPartei muß in ganz anderer Weise von demo- bescheinigungen ein Mittel sein, im übrigen kratischen Grundsätzen ausgehen mrd m wird sich die Art des Vorgehens nach den ort-lallen Einzelheiten von solchen durchtränkt sem, iichen Verhältnissen richten müssen. I als das bei dem Berliner Entwürfe der, tfatt ist. —---—----————• Insbesondere muß der Gedanke der unmittelbaren Atl» iinö Land. Bolksgesetzgebung in den Vordergrund gestellt wer- ***** «nv Ä-wuv. den. Auch das Schulprogramm ist demokratticher zu Gießen, 12. Mai 1919. gestalten, und vor allem müssen die Interessen der Gültige Lebensmittelmarken Arbeiterschaft und aller abhängigen Schichten sowie 4.- ™ an - in r = 10 • 1O1Q des Bauernstandes in viel energischerer Weise für die 20. Woche vom 12. bis 18. Mar 1919 wahrgenommen werden. Brot: 2250 Gramm Brot oder 1680 Gramm n h mi r t f rbaf11 i6e Genossen- M-hl. SStot Sifogranun 50 Ps. SSd^nbrctmcJjI, L a f t ~n oiclm GMiinden biixn sich bc- "M«-Ä Ä “ Ä L 5U fV, ,, Mi ä on Mr I Teil auch ihre Erzeugnisse direkt an die Ver- e- 2rl e tsch: 23o4enab)d)imtt ^O^ MEger für gbsetzen. Ter Kreis Friedberg wurde in Fremde und Urlauber: Martin Nagel, Krosdorfer ^ser Hinsicht während des Krieges vorbildlich or- wutvx K crc„„k ganifiert. Im hiesigen Kreise wurden im Vorjahre ?Qam?0 e^n* Pflind zum Preise ^xgrtige Genossenschaften in Bettenhausen, Et- Öon m-'S ’ '.. <. cn-t. tingshausen und Ober-Bessingen, in den letzten f^^brmittet: Nähere Bekanntmachung I Wollen solche in Annerod, Gießen, Heuchelheim, 'Ol O . f K ■ 1O1Q -7^ Langgöns und Münster gegründet. Insgesamt be- Zucker. Mark 5, Mar 1919 lAnterl 7o0 Kreis Gießen jetzt mehr als 30 lcmdw.. D^ Ausgabe ersolgtvom 12 bis emschl. Genossenschasten, die den gemeinsamen Wareu- 31;t?am-51I9-cA0,9CIte kun5 $™nfe gemüfenelte ober, foweft solche nicht bestellt sind, ^ten eniwIckAt ftd) nun prächttges Wachs- S tum. Auch die Baumblüte berechtigt zai den schön- der .Hesteschen Laiidesgemusestelle! ausgestellt Für ^orfirnnacn jeden Versandsch-m wird eme Gebühr von 20 Pf., > W i e1?'ck, 9. Mai. Am Mi twvch den der Lpargeln o0 Pf. für ie migemngerw 100 Kstlo-1 ? ^elt die Ortsgruppe Wiesest des Freien, gramm erhoben. Versandicheinzwang besteht ^ndesverbands Kriegsbeschädigter die dritte für lebe Art der Beförderung. I Versammlung ab. Es wurde unter anderem bc» .... .. , ! schloßen, ami Sonntag den 25. Mai in Trohe ■ 5 erste Gewitter ging geftemnad^ Versammln,ig abzulmllen zur Organisation mittag über Grrfxm nieder, gmiz kurz, und fast ber Kriegsbeschädigten und Hinterblieben-en voi, ohne Donner und Blitz, aber unt gmugen^m ^^<.n-Buseck, Rödgen und Trolxe. Vor allem'wurde Platzregen, um manchem schonen Frühlmgshitt allgemein mit Freuden begrüßt, daß nun doch ben ©atau5 ju.ntodKn. Von oben begoßen mck mie^rhollem Einspruch endlich ein hiesiger non unten beWt, kamen die Unvorsichigen, die Kriegsbeschädigter die Stelle als Flurschütz er« sÄ ohne Schirm in die Neckar gewagt hatten zu- bat. Auch darf es nicht unerwähr.it bkiben, rückgeflüchtet Der Himmel war auch zu daß der ^Bereinigung mehrere freiiDÜlige Geld-« Unvoriicht-gkeitnicht angetan. Bereits nährend des ftrmbeu ^.flössen. Eingedenk dessen, daß eine er- lonntuglid^t Promenadenkonze^es da- der Lau- fpri^licrre Tätigkeit nur mit parteipolitischer und, beetrauer megen zwar ohne Musik, aberuntev ^„stssioneller 9kuiralität entfaltet werden tarnt, voller Beteiligung der üblichen Konzertbesucher . t r-& bie h^stge Ortsgruppe bent Freien .Hess, ftattianb, zogen bie erslm Geimtterwolkeii äusser Landesverband und somit dem zu Ostern gegrün* Natur hat das Wachswetter wool getan. In wem- Einbeitsverband ber KkiegSbefchMstsß gen Tagen ist es eriistttch Fruhttng geworden. Teutickstands anaescklossen **2reibriemenbiebftabL Vor einigen ~ a Tagen wurde hier aus emem Bureau etn etwa /StTLauirruflö). 5 Meter langer und 8—10 Zentimeter breiter, noch rr. Schlitz, 8 ^cfige ,-Wa?l neuer Treibriemen entwendet. SÖchdienliche Mit-1 verein der Deutschen B olkspar tei hielt teilungni nimmt die Kriminalabteilung entgegen, gestern seine gutbesuchte Generalveriammlung ab ** Von der Feuerwehr. Am Samstag Kassen- und Rechen,chastsbericht zeigten em inachmitt. 1.53 wurde die Feuerwache auf Oswalds ! günstiges Bild Die Mckgliederzahl ist seit der Garten tAeplMiisch verständigt, daß Kreuzpatz 5 ein Wahl zur Nationalversammlung von 32 auf 93 Tack>stuhlbranb ausgrdrockstn sei. Die Wache lohne Frauen) gestlegew In den Vorstand wiirdei rückte sofort aus, löschte den Brand in kurzer gewählt d«: Herren W. Zöller, A. ^ungblutt Zeit und rückte 2.38 Uhr wieder ein. A Frick, Luckel und als Bei!iher bt^ ^.f^rettv-b: ** Ein Wohltätigkeitskonzert für Kalbfleisch, Ztt Schäfer, Gcirth, L. Habicht. De» Kriegsblinde, veraiistaltet von Frl. Felch- Schluß der ^mammlung bildete eine angeregie ner , sand gestern abend in der großen Aula brr PJelined'üng über die lommenden em1 n oe Universität statt. Ginge lecket wurde das ^schickt zu- wählen. — demfruheren Furstenzimmer sainmengestellte Programm durch das Andante aus der hiesigen Station wurden am bu 1 jl- "Schuberts tragischer Symphonie, das von den arllcke Weise 11 «aifen jmb 45 Damen Schlesinger und Schudt in gutem Leinentudier im Werte von 18 000 Ml. gestohlen. Zusammenspiel nnebergegeben wurde. Die folgeiiden Kreis Friedberg. von Fväul. Feichner einftubierten Brahmsschen i .Berlin, 10. Mai. Zur Lebrnsmi tkel- versorgungDeutschlands liat die Entente i die Ausfuhr von Lelvnsmckteln aus neutralen : Ländern in gewissem Umfang freigegeCen. Nunmehr ist auay die holländische Ausfuhr von Herin- 1 gen, Krabben, Austern und Muscheln luiein- . Igeschränkt freigegeben worden. Der Vorsitzende der interalliierten Wasfenstillslandskommission über- sandte am 8. Mai folgende Note: „Der französische Minister für auswättige Angelegenheiten hat im Namen der französisd^en, englischen, amerikanischen, belgischen und italienischen Regierungeii fvlgeiid-es Telegramm an dck beutidye Regierung gerichtet: Tie alliierten und assoziierten Negierungen haben beschlossen, daß jedes Verbot ober jede qiiantitatine Einschränkung, die für bie Ausfuhr von Heringen und Schalt ier e iV (Coquillages) aus Holland nach TeutscUand auferlegt war, aufgehoben werden muß, soweck die alliierten und assoziierten Regierungen in dieser Angelegenheck zuständig sind." An» dem Reiche. Ein preußisches Ministerium für BolkSwohlfahrl. .Berlin, 9. Mai. Der Preuß ischen L a n d e s v e r s a m m l u n g ist ein Nachtragsetat Angegangen, der 274 200 Mark fordert für die Errichtung eines Ministeriums für Volks- Wohlfahrt. Das neue Mmisterium umfaßt die drei Abtieilungen für Volksgesundheck, für Woh- üungs- und Siedlungswesen, für Jugendpflege und allgemLine Fürsorge. । Einberufung des Staatenausschusses. Berlin, 10. Mai. (Wolfs.) Die Reichs- regiernng berief zum 12. Mai, mittags 1 Uhr, den Staatenausschuß nach Berlin ein. Leipzig von Regierungstruppen besetzt. Leipzig, 11. Matt Leipzig ist feit Samstag ftachmittag im Besitz der Regierungstruppen .Die Besetzung ist ohne jedes Blutvergießen vor sich gegangen. Als die Leipziger am Sonntag früh erwachten, sahen sie zu ihrem größten Erstaunen, daß die Regierungstruppen in die Stadt eingerückt waren. Zunächst wurden die Kasernen besetzt und die darin befindlichen unzuverlässigen Truppen entwaftnet. General Märker, der die Truppen befehligte, teilte den leitenden Stellen mit, daß er den Auftrag habe, den Aiwrdnungen der sächsischen Regierung Geltung zu verschaffen und auf die Dauer zu sichern. Die verhafteten Geiseln wirr den enthaftet. _________________ Liiie verschärfte Bekämpfung de; Lchleichliandel; wird durch üadsttehende Mittellung des Reichs- emähmnqsamcks angeFünbigt. Die lauge Dauer und weitere Verschärfung unserer schlechten Ernah- rungslage hat zu einer Entwicklung des Schleichhandels gciührt, die eine Gefahr für die »Volks- emäljnina geworden ist. In eingefrenben Beratungen des Rcrchsemährungsminilteriums mit den zuständigen Behörden und Vertretern der inke^ell irrten Bevölkerungskreise wurde bie stdckwendigkeit betont, auf eine schärfere Durchführung der gegen den SchleichhandeL bestehenden Vorschrislen durch die behördlickxn Organe hinzuwirken und neue Wege für die Kontrolle der Ablieferungspflicht und des Verkehrs mit Lebensmitteln zu beichrecken. Zu diesem Zrvecke sollen Vertreter der Verbrau che r kr e i se aus den Bedarfsbezirken, ms- besondere Vertreter der werktätigen Bevölkerung berangesogen nxrrben. Ter Reichsernährungsminister hat daher durch ■ Rundschreiben vom 29. April die Regierungen der dcutsck)en Freistaaten um Maßnal)men in narb» J Z wenn fte memals Soldat waren, einen «u-weir. 'ü uni) unterrichten sich unter dem militärischen vorgespiegelten öehördliche Anzeigen Familienuntcrstüyung. 5798D Mainz, bat 8. Mai 1919. 5825c Los 1. Los Los 3. Los Los 5. Los 5. Los 6. Los 7. stellt noch tüchtige Gewehr- und M.-G.-Schützen, insbesondere 1 5539D von Williclf, Rittmeister. Ab^be non ÄknWübcWchkim Haushaltungen Mai Regiment tritt zunächst in Iüter- n ~--- _..r_____ 1 443Ficht..Stämme 5b 14 Atef .«Stämme 4. ., bog, Neues Lager, zusammen, ', wohin Meldungen, persönlich wie Montag den 19. Mat werden ans den Distrikten 5. 248 1 Lärch.'Stanun 2. 5. . wrrt.25 4 Hainb.-StLmm.4. 2ßixbtn«Stämm.4. „ Mittwoch. 5. Jua» y/, Uhr. Sofortige nähere Angebote an den vorläufigen Aufstellungsort Jüterbog, Neues Lager 13 26 5. 6. 3. 4. 2 1 5 2. 3. 4. 5. 6. für töt für an zu vor« 574GB 3. 4. o. „ 6. 7. 8. 9. 10. 11. 12. Tie Scheine düngen werden geprüft. Späterer Standort: Darmstadt. -- 3M --- 4,60 -» 0,66 --- 0,46 , - 8,07 „ =23,54 , =16,39 , =10,94 ,, =90,00 , — 6,80 ,, =74,67 = IM . -- 1,39 „ = OM ,, = 1,17 w 57 40 49 30-39 25-29 mL25 , 20 25-29 ■nL2S 45 30-39 29 merito. do« taten iml verbin. ib. Läm« ruber hin« erden und semLse- rntlüftt in Die roa tonen brr Waffenstillstandskommissio» übermittelten tiorfcbruten mr Ausfuhr von (Gemüse jeder Art eaS dem befehlen Gebiet in das unbesetzte deutsche ticinrt in jedem einzelnen Falke die Genehmigung der Wirtschaitsadteilung der Besatzung.armeen er» sorderlich Gesuche sind daher in dem besetzten bellen nicht an die Landes-Gemüsestelle, sondern unter Verwendung der oorgeschriekmen Vordrucke erhältlich bei Oslar Schneider, Mainz, Emme- rrnssttaste 6*/io^ an die Sectwn Eeorwmique der 10 Armee in Mainz zu richten. 3te müssen in vierfacher AuSiertigmtg erngereicht werden. - ..... . . — 14 Eichen (meist rund»; -.ovel. Mim.: 36 Eichen, 6 Linden, 1 Nadelbolz; lOflioU, Nm.: X3 Buchen, 36 Eichen, 2 Linden, iadclholz; NeiSholz-Wellen: 2600 Buchen. 700 ■ten, liD Linden, 40 Nadelbolz; 9 Lindcn-Ab hnittc = 4,0G Fstm. <25 bis 40 ^tm. Durchmesser»; >,chteu = 5,09 Fstm. 123.36 und 37 Zlm. Durch« effer». Die Zusammenkunft ist auf der Tbanfsee von nach Steinbach beim Abgang der fonenannictt ii’Delaüec, hinter dem grosten Teich, vormlltagö Hespfche Vürgerrneifterei Langsdorf. Dender. Bekanntmachung. Nach einer Mitteilung der Reichsstelle Gemüse und Obst in Berlin ist gemäß in bem sie je nach ihrem Alter aU „Lapttaine" oder als „dommenbent" bezeichnet werden. Sie erscheine» sogar in Zivil und unterrichten sich unter dem Deckmantel ihres vorgespiegelten militärischen Th»ralters über alles, was sie zu wünschen wisse». -—Nachdem das Höchster Ehlorversahren unter Vemrtzunq von Chlornatrütm ausspioniert war, sehtte noch das Schlutzglicd der tfttte: Da» Cblor- verfahren der Grießbeimer Werke auS Eblorkali. mit dem man die uns abgenommencn lruksrheini« nischen Kalilager nutzbar zu machen sucht. Die Besetzung von Griesheim hat den Franzosen die weiteren Ticderein leicht gemacht. gediente Unteroffiziere und Oberjäger ein. Bedingungen wie für alle Freikorps. Uebernahme in die Reichswehr erfolgt 3039 25 29 unt.25 30-39 25-29 und Kübunier ver- des 1. Markenbevrks m 2. „ Eingestellt werden Freiwillige allerOienstgrade u.Üngediente vom 47. Jahre an. Liebliche Gebühren. Gute Verpflegung und Unterkunft. Meldungen an dasWerbebüro besorgt» in Magdeburg, TIeue Kaserne am Anger. Giehen, 10. Mai 1919. 5793B. Ortskohlenstell..' der Stabt Gietzrn, am TotmerSwg, „ Freitag, „ Samstag, „ Montag, „ Dienstag, „ Mittwoch „ Donnerstag, * V Jj» 15. 16. 17. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. 27. 1. Regiment der Schutztruppen Brigade ................................................................ (Freikorps Lettow) Holzversteigerung in bet- fürstlichen LberfSrsterci Lich. DaS Generalkommando stellt noch mehrere tücht. Maschinenschreiber solvik einen Fastnenschmied der selbständig arbeiten kann, ein. Mobile Löhnung des Dienstgrades, eine tägliche Reichswehrzulage von 3 M., freie Kleidung, Verpflegung und Unterkunft, 26 Stämme 3. Kl. 30 - 39 Ztm. Durchmestrr «=u 48,80 Fstm. Inhalt. Da« Holz ist mit der Rinde gemessen. [576t Das Gebot ist für den Festmeter, für jedes Lott besonders anzugeben und verschlossen mit entsprechender sucht möglichst geschlossene Regimentsmusik mhhiiiiiiiiinrHiiiiJiiminiiiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiiiiiim Samstag, Morrtag, Dienstag, Gesucht Waffenmeister, Schreibe»», M.-G.-Schützen u. M.-G.-Lehrperfonal für WttrvMll-RegMitl Meldungen schriftlich sofort an Regiments • Kommando, vorläufig Jüterbog, Neues Lager. k91ä Freitag Oe» 16. Mai 1919, oachm. 1 Uhr, werden nachverzeichne le holzlortimente der Gemeinde Langsdorf auf dem hiesigen Nathaus von der unterzeichneten Bürgermeisterei vergeben: 2 Eiche»« Stämme l.Äl. 60-62Mm.Dchm.— 1^7 Fstm. gediente Leute aller Waffen, ausnahmsweise auch ungediente, suchen fiel hsiehr-Batterien Wagner und Geppert Besonders notwendig: Reiter, Fahrer vom Sattel, Schuhmacher, Sattler, Schneider, Schlosser und Schmiede. Vorläufiger Standort: Babenhausen. ReichSwebr-Bemngungen. 5331V Militarvapiere n itbrinacu*. die dnne l tbettm dt« in Ir* rganvatim ’bfirai vni illanrnnto B mm ein biksigrl I ilrscküv «* Hit blcM I lliffi OB eine w Äscher und erden rann, Vrtifn W tr.i geM« chcsch-tis«! Wir stellen zum Verkauf: 1. Eine größere Partie tannene, gut aus- getrocknete Bretter in der Stärke von 11/12 und 17/18 mm in verschiedenen Längen und Breiten. 2. Stumpfe Latten von 1 m Länge auswärts, 18/48 mm stark, etwa 5—6 Waggonladungen. 3. Ungefähr 18 000 kg Drahtstifte, 18/35, 20/40, 22/40, 22/45 und 25/52 mit floaten Köpfen, in Paketen zu 2, 21/., und 5 kg. Die Abgabe erfolgt auch in kleinen Mengen. Es werden namentlich Handwerker zum Kauf ein-« geladen. Besichtigung ist jederzeit gestattet. Angebote baldigst erbeten. Butzbach, den 9.Mai 1919. 5768B Direktion der Zellenstrafanstalt. 1. Kiefernholz. 1 Stamm 2. Kl. 40-49 Ztm. Durchmesser == 2,01 Fstm. Inhalt 21 Stämme 3. AL 30 - 39 Zlm. Durchmesser = 15,93 Fstm Inhalt. 45 Stämme 4. ÄL 25 - 29 Ztm. Durchmesser « 17,28 Fstm. Inhalt. 13 Stämme 5a AL 20-24 Ztm. Durchmesser ---» 3,50 Fstm. Inhalt. 2. Lärchenholz. 1 Stamm 4. ÄL 25 - 29 Ztm. Durchmesser --- 1,06 Fstm. Inhalt. 6 Stämme 5a. ßl 20-24 Ztm. Durchmesser =* 2,68 Fstm. Inhalt. 3. Fichtenholz. 5 Stämme 2. AL 40-49 Ztm. Durchmesser «• 13,72 Fstm. Inhalt. Schub t) o» franzSsischen Soldaten, die in der Nähe auf Lw'en wildenen, abgesenert war Vorige Tage oorher hatte em franzchischer Soldat in ötabtkil Äödclbetm bei einem Streit mit jwrgen Burschen e nen von ihnen durch ehren Re- tmloerjchuü in den Oberschenkel verletzt — Frankfurt a. 3JL, 11. Mai. Bei einem Knndga.ui, den Sanrs:ag frsth gcg-.m 3 Uhr «rod Hilfsschutzleu« durch die Kleingarten am Riedän5* dien. Die Beanr en eirtbitfte» bann in dem Häuschen einen der Diebe, der aus dem Boden lug. ^lötzlßch sprang brefer luf und floh. Ter Hilfs- poliziit Völl verfolg e ihn und schlug beim lieber» ipringen eines Zaune» mit dem Gewehrkolben nich aem Diebe, vierbei entlud sich sein Gewehr, die Lugel drang ihm in den Lech rnti) Linie nach wenigen Augenblicken seinen Tod yrbei. Ter Dieb wurde sestgenommen. Es stellte uh heraus, bis er im Aar^nhäuschen von dem ^Üsspv!izislen durch ben Hals geschossen wir. t?r inurde schweroerletzt dem Krankenhruse zn- gk führt. Die Brigade-Nachrichten- Abteilung U8 wird von der Reichswehrbrigade Heffen in Butzbach «Hesieni neu auiflefteüt Zu diesem Zweck werden von der Abteilung noch Freiwillige angenommen. Fernsprecher, fünfer, Mraftfabrer, Handwerker, Fahrer «besonders alle 'iauaüeriitcn) werden gesucht. Auch nnauSgebildeie junge Leuie, die Lust und Liebe zu dieser Wusse haben, werden angenommen. Borbediuanng. Gute Dtszivlin. gegründet auf gute Kameradschaft und gegenteiligem Benraiien, ferner Freude an der für uns so überaus wichtigen Waffe. Jedem braven tüchtigen Mann ist hier Gelegen« beit geboten, in spaterer Zeit aktiver Unlerosstzier «sw. »u werden. Die Bedingungen sind die bei der Reichswehr üblichen. Meldungen werden auf dem KefchSftSzimmer Nach richten'Abteilung 118 Bnpbach (Hessen) Rafernc angenommen. Auch schriftliche Anmel« Tie Ausgabe der Brennstossberugi cheine das Kohlerrwirtschastsjahr 1919/20 erfolgt ®offei» I l suh h, | tsnnmn, I tmd 3t- I fit ihl 1 unb tun I die An-I wurde a I ilMüfa or-1 Borichn I uitn, Ci. 1 m lf|ta 1 uchrlhrim, 1 re-amt k. I JO llmdv. I 1 Later« I eien ttiro.) I i Hai bie I chasllichn I n flclcrnt I ivirlschan-1 {■ Jle Sufammenfimh ist beim Men tt ,ai*'« auf dem Leichdamm nach Lich V/.UDX, rO^' h Marburg. 9. Mar Bei den Dahlen i» m Kreistag wurden in den Landgemeinden, auch die 15 Lertr .ter enthalten, 9 Tetttsch^Natronole amb je 3 Demokraten und Soziawemokraven ge- roä$[t. Fn Martorrg en Italien auf bie Lifte der Teuts-Natümalen 4, und aus die vereinigte Liste der übrigen Parteien 5 Scrtrctcr. In Letter wurde ein Tarn'(h-^atwitaler gewählt. =- Weilburg, 11. Mai. I» Niedershausen erlitt bie 18jährige Emma Lemver beim Feueranmachen mit Petroleum ben Flammentod Der Bruder, der ihr Helsen wollte, trug schwere Brandverletzungen davon. Au5 dcm besetzten Aheingebirt. Diedstahl qtlstiqca (rigaitiim^. »= t) öchst a. M., 9. Mar. In den Höchster Farbwerken geht der Diebstahl geistigen Eigentums durch die französische Spionage im tArogen weiter. Tie Zahl dec sranzösischeu Ehcrnieosfiziere hat sich von anfänglich vier auf 17 erhöht. Bon jedem Ücs- sel wollen die Herren wis en, waS brn ist, und von jeder Substanz, wozu sie gebraucht wird. Ern Trost für unsere Wachleute ist nur, bah die Franzosen inanchma! urd> Jaubnmme" Fragen ihre mehr als man«] Ij'-tc Boriildung verraten. F anzöfische Fabrikanteii, die in die ocutfcf^en .^onkurrenzunter^ nehmen Einblick zu nehmen roünfdxn, erhalten, auch Holzsnbmission. Aus ben Waldungen der Gemeind« Drohen- Duseck soll nachstehende» Stammholz in Submission vergeben werden: Aufschrift bei der unterzeichneten Bürgermeisterei ein« -ureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote Donnerstag den 15. Mai, nachmittag« 2 Uhr, statt« findet und die näheren Bedingungen bekannt geaeben werden. Das ^olz lagert in den Distrikten Kirsch» bäum, Schwalbenwald und Äleinfclb. Drohen-Buseck, den 8. Mai 1919. Bürgermeisterei Drohen-Duseckt. I. A.: Schneider. rfiK »ft artet W ;inmbin9 zeigy ist K Ä 32 atn A "CT V « l Mbidlt. ne nngeM« e«e>s>U' batitii 5^ 5 de?,», enh c .Mi?, stlrltoir, W[[ au, itüdjn u lesto ta taifoty n Lnir *= Mainz, 12. Mai. Tie .Handelskammer teilt mit, dah dir französische Behörde den Bezug von Salz -aus dem unbesetzttm beutfdxm CK*» biet untersagt und die Bewohner des befeuert Gebietes zum Salzbezug aus den elsässischen Salinen geznmngen ,hat. Da dieser Bezugspreis an sich höher ist als aus den beutfeben Be- zugSaiiellen, durch die höheren Frachtkosten und die Bezahlung in FrmtcS die starke Baltttadiffe- reni noch binzukomml, so stellt sich der Preis für das Pfuird Salz jetzt auf mindestens 40 Pf. = Königstein, 11. Mai. Ter von den Franzosen neugebildere „Kreis Königstein" hielt Dienstan den 20. Mai werden aus den Distrikten nrljoHraud) und51ellerSberg vergeigen: Swenbolz, «■: 1LBucken, ! 1 Eichen; Nnüvi'el, Rm: 4.6Buchen, Elchen, l> Weichhvlr, 2 Nadellwlz; Siorfboh, Rm.: suchen ;>l(!richen;ReiShoI^B.'c^!en: 2900 Buchen, Hm'lanbbolz, 30 Pr<.ichin„bbo^ , "del wlz. » Ltnck^'ichenitammholz -6..'» l Fstm. Durchmeffer»; O'ldbccriiamm = 3,atm. <22 Zlm. Durchmeffer»; 3 Kiefern, möttiftc = 2,3« Fnm. (22, 39 und 40 Zlm. U8dbmener> Die Zusammenkunft ist beim MengeShäuler hier unter beet Borst» de» Lartdv-rs mgftrrn seine erste frrei.Caatfi&img ab. Der Kvü» Haushaltsplan für 1919 wurde ans 1 485 (»83 9Rf fest gesetzt. Än Kreiöfteuem setzo: man int HMi Prozent Zuschlag zur JiiTfonrmrnftn».*r, zu de» Real- und den ©ethebeftruenL =■ Höchst a. M., 11. Mai Bon ernem bmibc der Farbwerke wurde fiinltd) eine ktom« f ra n । ö f i 1 d>e Fahne, vermutlich von spielenden Ihnbmt, abyritfrn. Ter 5tmnmanbant hrck nunmehr die Staoigemeinde, ba e» ihr trotz Aussetzung einer Belohnung von 1000 Mk nicht gelang, die Missetäter ausfindig zu machen, ..nxgetti BeräckUltchmachung einer frmizönschen F-ahne bßw.i Einrichtung zu 2600 Franks Geldstrafe iiturteilt — Sechs französische Flustkaiwnenboob» trafen dieser Tage aus einer Mainfahrt non Motpff aus hier ent. Atrche und Schule. Frankfurt a M., 11. Mai. Zur Ba- kämplung der durch die llnieremdbrung herbei« geführten gesundheitlichen Schädigungen der Schul- rugenb fällt künftig noch an einem Wochentage wechselweis der Schulunterricht aus. Austerdem soll ein grober Teil des Unterricht» im Freien, Parks, Gärten und WirtschastSgärten. abgehalten werden. (. Regiment der luufmitto icm 3abre eines milfülrtt, "SÄ S0(f,v- ton schön« „ Mittwoch 28. „ , .... werden in der Zett von 8 bis 12 Uhr vvrmittass an die Gntt^angsberechtigten mit den Anfangsbuchstahen A—K, intb 2—6 Uhr nach- mittaos an die mit den Äniangsbuchstoben L—Z im Verwaltungsgebäude des Gaswerks, Zimmer Nr. 5, verabfolgt. Tie Haushaltungen erhalten als 1 Rate 10 Zentner Brenn stosse juaetcÜt Tie Lebens m ittel - Aus weiSkar- ten sind vor-uleg ». Tie Abgabe von Scheinen an Besitzer ron Zentra Heizungen, an Geschäftsinhaber, an das Gewerbe ufw. erfolgt nach dem 1. Juni 1919. Die Bezugschei n e an Sinzelher- so»en werden spater verausgabt. , Montag den 19. Mal w lö, «»eb.lhl, Brunnenwald ; J tiftevt: Scheichel , Nm.: melle "iwvel. Nm.: 30 Eichen, Kl $w6«tV schriftlich, zu richten sind. 5500A Regiments-Uommando.; . „ ___ . 0,95 „ «nb 1794 Derbstangen Die Dieter erkennen durch Einreichung dor De- froten die Derkaufsbediugungen als rechtsverbindlich an und find 14 lagt au ihre Gebote gebunden. Dia Gebote ylten fär nicht emriudeles und mit Rinde gerne||enes Holz. Angebote find nach Sertiment und Klaffen getrennt pro Feftrneler bis zum Frettag den 16. M«n 1919, nachmittags 1 Uhr, auf der Bürger« mrifterd Langsdorf einzurefchen. Die ErüffnuuW derselben erfolgt dann um 1 Uhr auf dem Rathaus^ Auf Verlaugen bann das Holz durch Forstwarb Pauli dahier vorgezeigt werden. Langsdorf, 10. Mai 1919. 5633 Zchutztruppen- Brigade fvivifiontettow-vorbech yrbtitSieriirbaii. Die Arbeiten nebst Bau« stonlieferungen füro. Bao eines Wohn- und Nebengebäudes a.önbmu artet po h en 32 b. S t red c W i eften- ßnlba «Nted.-Gemündenl sollen in 6 Losen vergeben werden. Los 1 Erd«. Maurer«. Stetnbaoer-, Vstaster.'. Eisen- und Schmiede- arbeiten LoS II Zlmmerarbetten LoS Iit Dachdeckerarbeiten Co 6IV Svenglerarbeitev LoS V Schreiner',Swlof- ler- und Wlaferarbcttew LosVl Anstrelcherarbet- tat BerdingungSunterlageu sind bei der Bahnmeisterei Burg - Nicder-Genlünden und dem unterzeichnete» BetriebSamt clnAufefren und können von tetzterem auch gegen bare, vost- und bestellaeldfr. Einsendung von2M. für alle Angebote zusammen oder 50 vf. für lebet Einzelangebot be zogen werden. |.')8l8iä Angebote werden am 2ß. d.Mis. mittags 12 Uhr hn GeschäftSgebäude des Be« triebsamts geöffnet. ZufchlagSfr. 6 LiZoch. Fer tigstellnngSfrin 4 Monate Eisenbahn-BetriebSa«tt _______Lauterbach.______ Staatl. angettrter *** panje-veckhengst steht bei Sdritt, Wriedel, vorherige Anmeid, erbet. Generalkontmando XVIII. A. K. Abjheilung II c._________________ DaS Jnfauterie'Neaiment Nr. 116 stellt Freiwi noe als SiWttldei'lliijiLrliliiimztlikili. Bedingnngen: Die Freiwilligen gelten als Heeres« angehörige, müffen sich auf 3 oder6Monnte veroffich- ten und erbalien bie (Mebiibruifie der nicht fäntvfen« den Reiche wehr mobile Löhnung und 3 Mark tägliche Zulage». — Slnwerbnng und Kündigung wie bei der Neichöwehr. Meldung: ÜVctbcitcUc des Negimeuts 116, Zeughauskaieroc. Hessische Lande-«Gemüscslclle, Berwallllngs« Adtcilunff. Der Vorsitzende: Garner, RegierungSrat. Montag den 19. Mai, vormittags 9'/, 11 br beginnend, lasse ich gegen Barzahlung öffentlich ■eiftbieienb versteigern: Eine Saloneinrichlung tSofg, 2 Seffel, 4 Stühle, ein Bertiko. hoher Wandsviegel mit Raffelte», ein Speisezimmer «Büfett, Ausziehtisch. 6 Stühle. Eeroanie. Divan, 2 Seffel) in Eichenholz, eine Biebermelernarnitur «Sofa, 4 Stühle. Plüsch- decke«, ein Schlafzimmer (2 vollständige '»letten und Waschtisch mit Marmorplatte) in Nuhbaum. einen Damenschi eibtisch «eichen), eine grünere Anzahl Stühle iln Nnhbaunn, mehrere Schranke, Tische, Bilder, Spiegel, Lampen, 51 üchenmübel und ikllchengeräie, verichiedene Gestelle, 16 gröbere Ziergewachse mit Blumenkübel, Borhänie, Weist- zeug und sonstigen Hausrat. Sämtliche Möbel sind sehr gut erhalten, zum Teil noch rote neu. vorherige Besichtigung der Blmmereinricb« 'tonnen ist am 15. 10. und 17. Mai von vormiltagS IW Uhr bis nachmittags 4 Uhr gestattet. Die näheren Bedingungen werden bei der Versteigerung bekannigegeben. Vutzbach, den 5. Mai 1919. [5ÖB8D Element Direktor der BeUenftrofanflalt. Wir beabsichtigen ein brauned 7-jShriges tfrrb, Wallack, Belgier, ein- und zweispännig ge johren, sowie ein 1 Jahr altes Fohlen, ebenfalls Fdgier, zu verkaufen. Betschlossene Angebote mit der Aufschrift k.Pscrdcoerkauf" werden bis Dienstag den M a i l. IS., vorm. 10 Uhr, erbeten. Die öebingungen liegen hier offen. Die Besichtigung ist täglich zwischen 11 und P Uhr gestattet Zufchlagssrist 14 Tage. (5795D I Direktion der Zellenstrafanstalt. lik.B üetfaff“ Todes-Anzeige. im 71. Lebensjahre. 5808c Die Beerdigung findet dem Wunsche des Verstorbenen gemäß Mir ältere nud jiiPere Samen, grauen nnö Ater ” * ... __tu. ...Sfcl IS.H 5832 Statt Karlen! 5797 AlMMdMttiii Gieße« Dr. Kvauömüller. Vorsitzender. 58241) Ludwig Noll Glessen 5757c Steinstraße 59. Steinstraße SS Hoffende Frauen! Werdende Mütter! an über die Erzielung leichter, oft fast Dammstrasse 38. ggT Kommen auf Wunsch auch nach auswärts. Hack- u. Häufelpflüge schmerzloser Entbindungen! HORCH Personen-, Geschäfts-, Last-Kraftwagen 11 Diplom-Ingenieur FRITZ SCHILLING 1 Gießen. Frankfurter Str, 23, Telephon 960 \ Tausende und abertausende Anerkennungen aus allen Volkskreisen I Geprüft und be- J wandt an einer deutschen Unlversitats-Frenen- Klinik. Man verlange Prospekte u. 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Lebensjahr nach längerem, mit Geduld ertragenem Leiden zu sich in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen aller Angehörigen: Marie Schmitt geb. Knobel Heinrich Schmitt, Kath. Schmitt, Willi. Schmitt Elisabethe Schmitt geb. Walter. Lindenstruth, Beuern Winnerod, Bersrod und Reiskirchen, den 10. Mai 1919. Die Beerdigung findet Dienstag, den 13. Mai, nachmittags 2 Uhr, statt. 09323 Saargebietschutz Berlin SW 68, gimmerftrahe 72 74, Telephon Zentrum 7207 -08. Für Rechnung der Heeresverwaltung eingelagerte» WeißkohGsauerkraut In sroöen Mengen abznoe’sen ron den Lägern der Reichsstelle für Cetnüss and Obst in: Hamburg (Lansrhiiiar Wilhelm Hichard Krohn, Altona-01 lensen) Geestemünde und Nordenham (Lagerhalter Midgaard, Aktien- Geseilsahail Geestemünde) 1 Bremen (Lagerhalter Lehmain & Cc- Broaen) .. . IWnsdeburK (Laoorhaltor FerdinandBahnessllel Hehl., muQdeburg) Leipzig (LagarhalLr F. Bühner, Lelps^; Volkmar sdorf) Lle^ni z (Lagerhalter Erich Kilschhe, Liegnitx, Martijistraße S) n.nzis (Laaerkalter Ferdinand Prowe. 6. m. b. H., Danzig) Thorn (Lagerhalter S. Knxnitxky & Co., Thorn) Kammiii (Lagerhalter 0. B. Herbst, Srambow, Kreta Kämmte) Duisburg (Lagerhalter Zenlr.-Sink.-ßes., Dnlsbnrg, Börsenbaas). Interesseuten werden gebeten, das Sauerkraut auf den। genannten Lägern zu besichtigen und Gebote unter Angabe der gewünschten Mengen an die unterzeichnete Abteilung der Reichs- Rtelle für Gemüse und Obst abzugeben. Die Versand(äs*er werden In gutem Zustande bei frachtfrei er Rucksendun g unter Kürzung einer Faßleihgebühr von 10°/° je Faß und Monat zum berechneten Werte zurückgenommen. EÄilhv ReichssteSie für Gemüse und Obst Geschäfts abteilung Gesellschaft mit besehe. Haftung — Abt. Sanerkrant. Tel - Adr.: Kriegskraut,Berlin W 57.P9tedanierstr.74. . unterbleiben i stellungen zu Ruttershausen b. Lollar Mai 1919. Zur Nachricht! DieZptt-il.MlehkskkjseA.-G. und Der Spar- M Kredit-Verein e. ®. m. b. H. Yierselbft teilen allen Interessenten mit, dah sie für alle Einlagen, rückwirkend vom 1. Januar 1919 an, ar, werde aber zeichnen und den Vertrag, wenn auch unter Sträuben, durchführen, seine heutigen Tränen seien nur Krokodilstränen. Die sti le Hoffnung der Feinde spreche der „Vorwärts" aus, indem er sagte: Lassen wir einige Zeit verstreichen, wenn die Welt nicht mehr um Frankreich geschart i'i.wlld die Stunde eines ehrlichen deutsch-ftan« --onlcheii Zivetkampfes schlagen. Von bcnuelbfli Gesichtspunkt au?gebcnb, vrmabnt der .Figaro' tnc Alliierten, ihre Vorkehrungen zur 'tküiihW ngang der Ausführung des Vertrages durch a.cut'dilanb zu verdoppel!,. £>e r r> c , welcher ge- ftern in her ,.V ictoire" zugegeben hatte, ootz der Vcrtragsenvvuri in zwei Punkten mit Wil- lon? Grundsätzeii nicht übcrcimiimmc, ist heute äufcrll auigebridit darüber, daß die deutsche Delegation cs wagte, in der ersten "Note zu behaupten, der ih, angebotene Friede sei .„chi >ct versprochene Wilsonfri.pen Die lojialiiiidic Preise bringt noch keine Besprecknmgen Berlin, 12. Mai. Tie „Deutsche Allgemeine Zeitung" berichtet aus Versailles: In der irwi- zösisckhm Presse ist größer als dic Ängst vor zu günstigen Bedingungen die Furcht vor den letzt kommenden Wochen. Tie Tatsache, daß Deutschland von der Frist zur Gäifradiung oon Gegenvorsckstägen l^sebrauch madKit wird, kommt der öffentlidxm Meinung ungelegen Die Rückgabe der (befangenen. Berlin, 11. Mai. (WTB.) In einer Note vvm 21. Ytpnl wurden die Alliiert ep ersucht, sckwn letzt ihre Zustimmung zu den Vorbereitungen für die reibungslose Heimführung der deul- chen Kriegsgefangenen äu geben. TeM- fchcrseits wurde vorgcschtagen, die UiUcrfommif- iwnrnt für Kriegsgefangene sogleich in die Bc sprech ung der Frage ein treten zu lassen. Daraus- hin teilten die A m er ik an e r am 30. April mit, daß zum Heimtransport der deutschen Gegangenen in amerikanischer Land bereits alle erforderlichen Vorbereitungen getroffen seien. Tic deutsche Re gierung brauche, wenn der Zeitvmckt für die Heim, beförberung gekommen fei, nur den Bestimmungsort anjugeben. In einer Sitzung am 10. Mai erklärte nun General Nudant, die Frage der deutschen Kriegsgefangenen sei derzeit noch nicht soweit geklärt, daß sie innerhalb der Unlerkom- missionen oder von Einzelpersonen besprochen werden köiinte. Nudant ersuchte, die diesbezüglich von Major Pabst von Oheim angeregten Schritte zurückzustellcn, der Entscheid des Marschalls F o ch der ,n Bälde zu erwarten fei, fei abzuwarten ©rft bann könnte die Basis für em gemeinsames Zusammenarbeiten gefunden werden. gibt der Präsident des LandesernähnmgSamts Neumann folgende Erklärung ab: Die Aussichten für die nächste Ernte sind äußerst trübe Die Wintersaaten sind zwar annähernd normal bestellt worden und zeigen einen im allgemeinen befriedigenden Stand. Ihr Ertrag bangt aber vom Kunstdünger ab, der in völlig unzureichenden Mengen zur Verfügung steht. Au dem. besetzten linken Rbeinuier liegen die haupt- lächltchsten Produktionsstätten von Stickstoff, Thomasmehls und Kali, wodurch ein empfindlicher entsteht. Im unbesetzten Gebiet ist die Inganghaltung der Werke durch Mangel an Eisenbahnwagen, Kohlen, Roh- und Betriebsstoffen be- blndcrt. Mit Phosphorsäuredünger ist daZ besetzte Gebiet versorgt. Das unbesetzte Gebiet erhält über- hauvt kein Thomasmehl. Besonders die leichteren Böden leiden stark an Phosphorsäuremangel. Etwas günstiger liegen die Verhältnisse auf dem Kalimarkt. Geliefert wird nur Rohkainit, der für die feineren Kulturen in Frage kommt. An Stickstoffdünger haben wir mit schwefelsaurem Ammoniak und Kalkstickstoffdünger, etwa 25 dis 30 Prozent, zur Verfügung. Unbedingt müssen die betriebsfähigen Düngerfabriken in Betrieb geletzt werden Die Versorgung der Landwirtschaft mutz sichergestellt werden. Die Arbeiter müssen sich auf ihre Pflicht zur Arbeit besinnen, und die Landwirte müssen auf die sparsame Verwendung des Tüngers bedacht sein. Abg Dehlinger (Hess. Vpt.): Es rächt sich letzt das Versäumnis, daß wir uns nicht im Frieden in Stickstoff vorn Ausland unabhängig gemacht haben. Ter Redner bedauert, daß der Präsident des Landesernährungsamtes nicht der Hauptversammlung der Landwirtschallskammer beiwohnte. Er bedauert ferner die unberechtigten Angriffe im „Vollsfreund" auf die Landwirtschaft. Abg. Fenchel (Hess. Vpt.) weist auf die Preistreibereien auf dem Düngermarrt hin. Die Landwirtschaft wird trotz aller Schwierigkeiten ihre Pflicht tun. In der Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer hat ein Redner erklärt, er könne zwanzig Zeugen dafür aufbringen, daß Direktor Neumann die von ihm abgeleugnete ab» sprechende Aeußerung über bte Landwirtschaft in Friedberg doch getan hat. Abg. Hartmann (Soz.) u. a.: Es muß wieder mehr natürlicher Dünger verwendet werden, weshalb der Viehstand wieder vermehrt werden muß. Präsident Neumann erllärt: An der Tagung der Landwirtschaftskammer konnte ich nicht teiliiehmen, well ich anderweitig in Anspruch genommen ivar. Tie Erklärung in Friedberg habe ich nicht getan. Dafür habe ich anwesende Abgeordnete als Zeugen. n-Jfcfi191X711 Uhr geschlossen und die nächste Sitzung auf den 22. Mai, vormittags 10 Uyr, vertagt. Aus dic Trgesorditung werden das 4tzolmungsge,ctz, Fideikommißgesctz und Lwtdsied- uang-gesctz gesetzt. Ministerpräsident Ulrich legt ^vert daraus, daß die Abgeordneten die Gesetze vorher kennen lernen. Es sollen zu diesem Zweck mn-0. und 21. Mai Frak.ion-chesprechungeii stau fmden unb ant 22. Mai eine unverbindliche erste Lesung im Plenum, bamit vor den Beratungen nn Ausschuß die Stimmung des Hauses über dic Gesetzentwürfe Nargcstellt ,st. ?ur L irrstesgerung zu überweisen. Die veiprechung der Anfrage wird her agt. . Antrag H o f man n u. Gen. (Ztr.) auf reichsgesetzliche Regelung der Sonn- *■^8? r u n<1(^ dem Ausschußantrag für erledigt erklärt, da eine solche bereits erfolgt ist. Tamit ist dic 2/igrsorbnunq crschöpst Tic ät&ung wird um 12 Uhr ----- Abg. Eißnert (Soz.) berichtet über einige NachträgezumEtat (Kap. 12, 103, 142) und einigen solchen zum Finanzgeseh, die einstimmig genehmigt werden. Die Anfrage Dr. Osann u. Gen. (D. Vp.), betr. die Stellung Hessensinder Reichsverfassung, soll auf Wunsch der Antragsteller zurückgestellt werden. Präsident Adelung stellt auf Wunsch der Regierung fest, daß diese zur Beantwortung sämtlicher aus der Tagesordnung stehender Anfragen! jereit war und die Vertagung durch die Ansrage- steller beantragt wurde. (Es befindet sich kein Mitglied der Deutschen Volkspartei im Hause.) Ministerpräsident Ulrich erteilt folgende Antwort: mulGesetzes erfolgen können. Minister Dr. F u Iba: Abg . Wünzer hat zugegeben, daß die Anfrage: „3ft die Regierung bereit, Maßregeln zu treffen, derartige Verbrechen in Zukunft zu verhindern?", unglücklich formuliert war. Solche Verbrechen lassen sich niemals völlig verhindern. Unberechtigt ist der Vorwurf, daß die Regierung nicht nach den Mannheimer Unruhen den Heber tritt von Banden in den Odenwald verhindert habe Militär stand nicht zur Verfügung. Sicherheitsmaßnahmen genereller Natur können getroffen loerben, z. B. bte Ausstattung aller Einzelgehöfte mit Tag- unb Nachttelcphon- oerbinbung. Auch die Bildung von Änwohner- wehren, gegen die ein unberechtigtes Mißtrauen in einem Teil der Bevölkerung besteht, wird prophylaktisch wirken. Es darf niemals eine Sonderwehr daraus werden, die nur gewisse Bevölkc- rungstcile umfaßt. Unsere Landcsvolizei kann durch die Bildung von Kreispolizeikommisfariaten verbessert werden, die mit kriminalistisch geschulten Beamten zu besetzen sind. Das Tumultgesctz ist nicht anwendbar, da es sich um keinen Tumult, sondern um Vergehen einzelner Verbrecher handelt. Abg. Loos (2ent): Man muß dem früheren Regime den Vorwurf machen, daß es 300 000 Verbrecher ins Heer einstellte unb im Kriegs haubwerk ausbildete. Bei der Einrichtung von Volkswehren muß man vorsichtig sein. Die Bewaffnung der Studenten hat bei der städtischen Bevölkerung Unruhe erregt, und die Bewaffnung der Bauern hat dahrn geführt, daß sic vielfach bei der Erfassung der Lebensmittel mit den Waffen drohen. Abg. Wünzer (Dtsch. Vp.): Man muß solche Anfragen sinngemäß interpretieren. Was wir erstrebt haben, ist ja geschclien durch die Herausgabe der Richllinicn für Einwohnerwehren. Abg. Dorsch (Hess. Vp.) wendet sich gegen den Abg. Loos, der dic Bewaffnung der Bauern bekämpfte. Wir Bauern sind dic letztem, die Reoo- tutiun machen Wir sind für die Rezepte Noskcs. Abg. Loos (Dem.): Ich habe mich nicht gegen Einwohnerwehren auf dem Lande gewandt, sondern gegen die eigenmächtige Bewaffnung der Bevölkerung. Der Sicherheitsdienst in den Strafanstalten muß verstärkt werden. Abg. Kiel (Unabh.): Es sind überhaupt keine Einwohncrivchren notwendig, wie das Beispiel in Gießen beweist. Die Anfrage Dr. Osann u. Gen. (Dtsche. Vvt.) über dieBildung von Groß-Hessen wird auf Antrag der Anttagstellcr abgcfeSt. Zur Anfrage Tr. Osami u. Gen. (Dtsch. Vpt.) über bic Rechtsansprüche der Beamten- schaftaufGehalt gibt Ministerpräsident Ul- ri ch folgende Erklärung ab: Erklärung. Au die Regierung sind bisher ttunbgebungen Ö13 der hessischen Bearntensclnfl, die eine Unruhe oder auch nur einen Zweifel darüber enthalten, ob ihre Rechtsansprüche von der neuen Regierung aufrecht erhalten werden, nicht gelangt. Hierzu! bätlc auch Einerlei Anlaß Vorgelegen, nachdem die Regierung bereits in dem Erlaß an sämtliche unterfiel(:en Behörden und Beamten des Landes vom 14. November 1918 ausdrücklich erklärt hatte, daß alle übrigen Gesetze, Vcrordiiunoen und Ein- ruhtiutgen des Staates usw. in Kraft bleiben und ba& alle von der früheren Regierung vollzogen.-n Annellungen und Verpflichtungen bestehen bleiben. NeucrdingL. ist mit Zustimmung der Regierung in dem Artikel 5 der vorläufigen Ver- 'assung vom 20. Februar 1919 nochmals besvn- \kx* frUgelegt, daß alle bisherigen Gesetze irrob Verordnungen in Kraft bleiben. Daß dies auch :tzr die bisherigen Rechtsansprüche der Beamten auf Gehalr, Ruhegehalt, Witwen- und Waisen- rerwrgi ng güt, bebarf keiner bcsonberen Heroor- [ k^ung, wurb aber auch zu allem Ueberfluft ton mir tn der Sitzung der Volkskammer vom 14. Februar 1919 ausdrücklich bestätigt. Ich glaube, der Beruhigung unter der Beamtenschaft °ni besten damit zu dienen, daß ich über eine selbstverständliche Sache nicht viele Worte mache Auf die Anfrage der Abgg. Dr. Osann u ® e n., betreffend die Verfassung des Reichs, in Dntcksache Nr. 69, beehre ich mich zu Erwidern, daß die Regierung sowohl bei der Beratung des Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt, wie auch oct den noch schwebenden Verhandlungen über den Emtwurf cmer Verfassung des Deut,chen Reiches einer Vertretung der Regierungen der deutscher Gliedstaaten in einem Organ, wie dem (Staaten- cm,s,chuß unb bem Reichsrat, bas zur Mitwirkung oct der Gesetzgebung und der Verwaltung des Rri- chcs berufen fein soll, zugestimmt hat. Dabei ist der IjeiJtitbe Bevollmächtigte angewiesen worden, dafür emzutreten, daß Hessen in bem ihm nach der früheren Reick)sverfassung zuaelnlligten Stimmrecht nicht verkürzt wird. Obschon die h-ff'ische Regierung gegen eine Schmälerung des Sttmmrcchts des Freistaates Hessen auch unmittelbar bei der Reichsregierung Protest erhoben hat, wurde durch dic Vorschrift im §2 des von der Deutscknm National- venammlung beschlossenen Gesetzes über bic vorläufige Reichsgewalt vom 10. Februar 1919, wo- nach bei den größeren Freistaaten in dem Staatenausschuß grundsätzlich auf eine Million Landes- einwohner eine Stimme entfällt und ein Uebcrschuß der mindestens der Einwohnerzahl be- Neinsten Freistaats gleichkommt^ einer vollen Million gleichgerechnet wird, die Stimmenzahl des Freistaates Seifen von bisher 3 auf 2 Stimmen herabgesetzt Auch nach dem bisherigen Gang der Ver Handl urigen über den Entwurf der Berfa,sung des Deutschen Reiches muß damit gerechnet werden, daß Hessen ebenfo wie andere Gliedstaaten eine weitere Ver- nrinderung seiner bisherigen Sttmmcnzahl im Rcichsrat erfahren wird, da das Stimmrecht nach Artckel 19 des Verfassungsentwurfs ebenfalls, nur von der Zahl der Einwohner (abhängig gemacht werden ,oll, ohne Rücksicht auf die wirtschaftliche unb politische Bedeutung, die dem betreffenden Gliedstaat nach der früheren Reichsoerfassung zu erkannt worden ist. Kundgebungen in Wien. _ _ Berlin, 12. Mai. In Wien fanden gestern stürmische Kundgebungen für den Zusammenschluß des ganzen deutschen Volkes und für das Festhalten am Selbstbesttmmungsrecht Deutsch-Oesver- reichs statt. Die Halluua der fran;östschen Sozinlistcu. Versailles, 11. Mai. (WTB - Die ntanite7' meldet: Ter ständige geschästsführende Ausfchuß der sozialistischen Partei hat am Freitag abend beschlossen, die Prüfungder Fric^ denspräliminarien einem Ausschuß zu übertragen, Der aus Albert Thomas Fvossard, Grenier, Longuet, Paul Louis, Loriot, Miswal, Pcisson, Rappapvrt, Renaudel, Sembat unb Sc verac bestehl und die sozialistische Gruppe des Par lamcntv um die Entsendung von g.eichfalls 12 Ge nosse^ in diesen Ausschuß zu ersuchen, welche die Einzelheiten des Vertrages prüfen und die Be- dingpngen eines ,'chnrilen und zweckmäßigen Handelns der Partti prüfen und lestlegen soll Der Ausschuß wird bereits am 13. Mai zusammen Deutsche Kundgebungen im Osten. . Königsberg (Pr.), 11. Mai. (WTB.'Als naff-vollc Verwahrung gegen den von unseren Gegnern aufgezwungenen Gewaltfricben, dessen schmachvolle Beuimmungen in ganz Ostpreußen heft,le Empörung weckte, hatten sich) heute um die Mittagsstunde viele Tausende Königsberger Männer und Frauen aller Stände und Parteien mit Ausnahme der unabhängigen Sozialdemokraten, die eine besondere Versammlung im Geweihch^tshause Deriuftal teten, zu einer wuch.igeii Massenkundgebung auf dem Exerzierplatz vor dem Stein- dämmer Tore vereinigt. Ter writt Plan war von der Menge bad/gefüllt. Reimer aller Parteien hielten zündende Ansprachen zu den Versammelten, m der sie der allgemeinen ©ntnlftmui über dic Deutschland und Ostpreußen angetane Schmach packenden Ausdruck verliehen und eine entsprechende Einschließung zur 9lnnaljme brachten. Breslau, 11. Mar (WTB.) Die Bevölkerung der ProvinzialHauptstadt Schlesiens Dereurigtr sich heute zu großen Massen ver sa m mlun- aen auf dem Schloßptitz, auf den Plätzen bei bei Jahrhunderlhulle, auf dem Rvßvlatz und im Zirkus Busch 3um einmütigen flammenden Pvottst gegen den Gewaltfrieden der Entente, besonders g?grn die Zerstückelung Schlesiens. Redner aller Parteien hielten in gnofcr Zahl anfeuembe Ansprachen, denen die Annahme einer Entsckstießung folgte . Breslau, 11. Mai. (WTB.) Ter Prvvin- ziallandtag und der Provinzialausschuß Schlesiens richteten heute eine wirkungsvolle Kundgebung an die deutsche Reichsregierung, die preußjsche Staats- regicrung, die Nationalversammlung unb dir preußilche Lmtdesversammlung. Es hißt darin: Ganz Schlesien ist über die Friedensbedingnngcn unfetcr Grinde von unsagbarer Empörung erfüllt Was dabei gefordert wird, müRLe auf iniabfebbare Zeit den völligen wirtschaftlichen Zusammenbruch, gänzliche Rechtlosigkeit unseres Volkes undLohn- sllavcrei für Millionen deutscher Arbeiter unter der Fremdherrschaft des ausländischen Großkapitals bewirken. verfassunggebende Volkskammer des Freistaates Hessen. Mtnißerpräsident Ulrich führt fori Tie Reichsrcgierung hat heute morgen nachstehendes Telegramm an mich gerichtet, bas ich »u verlesen mir erlaube, und dem ich bitte, möglichst |u entsprechen. Es lautet: In schwerer Not und sorgenbelastct hat das deutsche Volk in den Monaten des Waffenstillstandes den Friedensbedingungen entgegengebarrt. Mit ihrer Bekanntgabe ist bitterste Enttüm'chilng unb unsägliche Trauer über das ganze Volk gekommen. Tiesen Gefühlen aller Deutschen wird ösfenllich Ausdruck zu geben sein. Auf Beschluß der Reichsregierung werden die Regierungen ocr Frristaattn ersucht, zu veranlaffen, lxiß Tür die Tauer einer Woche alle öffentlichen Lustbarkriteii unterbleiben und in den Theatern nur solche Darstellungen zur Ausführung gelangen, dic dieser schwersten Zeit entsprechen. (Zustimmung.) Ich wollte das an dieser Stelle zu dieser Stunde öffentlich verlesen, weil ich glaube, daß das genügt, um festzustellen, was wir zu tun haben, unb was wir entschlossen sind, zu tun. Bravo!) Beide Ansprachen werden vom ganzen Hause mit etnmü iger Zustimmung angenommen. Das Haus tritt hieran* in tdc Tagesordnung. Zu der Anfrage Dr Osann u .Gen. (D. Bolkspll über die Notlage des Handwerks gibt der Präsident des Landesarbeitsamtes Raab eine längere Erklärung ab. Der Anfrageslellcr Dr. Osann beantragt die Drucklegung der RegierilngSantwort unb Vertagung der Aussprache bis nach der Drucklegung, da bte Regierungsantwort neue Behauptungen enthalte. Es wirb bemgemäß beschlossen. Tie Anfrage Dr. Osann u. Gen. (D. Vv.) über die Erteilung des französischen Unterrichts im besetzten Rbeinhcsfcn wird auf Antrag des Anfragestellers zurückgesttllt, bis die Verhältnisse durch die FriedcnSverl-audlungen g?- Närt sind. Die Anfrage Dr. Osann! u .Gen (D. Vv.) über den Mord in Lützel-Rimbach gibt dem Minister des Innern Tr. Fulda Anlaß zu einer Darstellung des Falles, der mrs der Preife bekannt ist. Abg. Wünzer (D. Volksp.) befd,inert sich darüber, dah die Anfrage in der sozialdemokr. Presse abfällig kritisiert und ihr eine bauernfängc- rische Absicht untergeschoben worden sei. Der zwritt Teil unserer Anfrage befaßt sich mit der Frage, ob Entschädigungen auf Grund des Tu- ° u T 9 1918 Besuch: 11508 Ermäßigte Preise Rosshaare für 5687c von Schweis und Mähne. 9ik=Ste kauft stet» z. höchst. Preis. Gewandtes, tüchtiges Fräulein K8»0 2of>or«nt(-in} ,ÄÄ”Ä Nr. 27 Köchin z. 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