Erst« Blatt 169. Jahrgang Montag, 11. August 1919 Amerikanische Kohlen für Rheinland- Westfalen. Köln, 9. Ang. Wie die „Köln. Volkszbg." hört, sind an Verbraucher ht Rheinland lüib Westfalen gestern Angebote auf Lieferung von amerikanischer Kohle gelangt. Es handelt sich dabei um Sckiffs- und Kesselkohlen, für die ein Preis von 26 Dollar für die Tmrne ab Rotterdam, Antwerpen und französische Hasenplätze verlangt rrird. m. 185 Ter Gletzeier Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. vezugrpreü: monatl. M k. 1.60, viertel- jährlich Mk. 4.80; durch Aohole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährt, ausschl. Bestellq. Fernsprech • Anschlüsse: iürdieSchristlcitungllll Berlag,Deschästsstelle51 AnschriitfürDrahtnach- nchten: Anzeiger Gieße«. postsche«onto: 5ranksuri a. M. H686 Grotz-Thüringen. Weimar, 7. Aug. Eine für die Bildung des thüringischen Gemeinschaftsstaates günstige Wendung haben die am 6. August in Weinrar ab- aehaltenen Versammlungen des thüringischen Volksrates genommen. Zu ihm hatten alle thüringischen Regierungen aus Einladung des Wci- marischen Landespräsidenten Leber, der zum Präsidenten des Volksrates erwählt wurde, Delegierte entsandt. Die Verhandlungen betrafen in der Hauptsache das bisher mit Preußen Erreichte. Danach hat Preußen seinen ablehnenden Standpunkt aufgcgeben und sich bereit erklärt, gewisse Gebietsteile abzutrcten. Die Vertreter Meiningens haben bestimmte Zusagen gegeben und vorbehaltlos nunmehr dem Gemeinschastsvcrtrag zugestimmt. Obgleich in Koburg alles noch von der Volksabstimmung abhängt, ist der thüringische Gemeinschaitsstaat durch die Erklärung Preußens und Meiningens nunmebr völlig gesichert. Der Abfall Koburgs würde oie Bildung des neuen Staates in keiner Weise hindern. Zum Gemeinschaftsvertrag wurde ein Nachtrag beschlossen und eine Resolution angenommen, nach welcher die Wciterförderung des Staates Thüringen beschleunigt werden soll. Weimar, 9. Aug. Dem wiederholten Besprechungen der Vertreter der thüringissten Staaten über die Schaffung eines Groß-Thüringen ist heute eine weitere gefolgt, an der auch Vertreter der wirtschaftlichen Interessengruppen teilge- nominen haben. Die Aussprache soll morgen fortgesetzt werden. Wie die Regierung enthüllt. Tttn' 10. Aug. Der Reichsministerpräsi- wnt Bauer hatte in seiner Rede in der Na-! Amtliche Warnung an die Lisenbahn- beamten. . SB.ertin, 9. 9ug. kWolsf.» Amtlich. Ter Minrster der öffentlichen Arbeiten richtete folgenden Erlaß wmmen sei. Ter Erlaß habe vielmehr die Eisen- ^hnbeamtenschast über die Verwerflichkeit der Pro- ^verung eines Verkehrsstrciks in der jetzigen echsten Zeit aufklären sollen. Ebensowenig sei e me geordnete Betätigmrg der Organisation durch Erlaß irgendwie behindert worbe::. Der Wiederausbau Nordsrankreichs. Berlin, 9. Aug. (Wolff.) Der Zentral- rat der deutschen sozialistischen Republik, gcz. Cohen, erläßt an alle Arbeiterräte der deutschen Republik folgenden Aufruf: Eine der wichtigsten Bestimmungen des Frie- dcnsvcrtragcs ist die Bestimmung über den Wiederaufbau der in Frankreich und Belgien zerstörten Gebiete. Von der Art ihrer Ausführung hängt Außerordentliches für das zukünftige Geschick unseres Landes ab. Die Leistungen Deutschlands für den WiÄxrausbau müssen in der Hauptsache in der Stellung geeigneter Arbeitskräfte bestehen. Jede onberc Form, beispielsweise die Bezahlung oder übermäßige Lieferung von Rohmaterialien würde katastrophale Folgen für unser Land haben. Es handelt sich also darum, daß die zahlreichen in Deutschland vorhandenen Arbeitskräfte, die teilweise ohne Beschäftigung sind, fügung stellen. Es ist selbstverständlich, daß die sich f r e i w i l l i a für den Wiederaufbau zur Vcr- iJntevessen der Arbeiter dabei nach jeder Seite genährt tvcrden müssen. Unerfüllbare Forderungen aber, wie sie in letzter Zeit auftauchten, dürfen nicht gestellt werden. Sie würden ohnehin die verzweifelte Lage unseres Landes noch verzweifelter gestalten. Es darf nicht vergesse:: werden, daß wir bei allen bei: Wi^eraufbau betreffenden Dingen nicht frei, sondern von der Entente abhängig sind, und daß vor allem eine vorherige Verständigung mit Frankreich erzielt werdet: muß. Am besten würden zweckentsprechende Arbeits-Bedingungen durch ein gemeinsames Handeln der deutschen und französischen Gewerkschaften zu erzielen sein. Aber auch für die Arbeiter rate der deutschen Republik liegt hier eine lohiiendc Aufgabe. Sie müssen bei: deutschen Arbeitern sagen, daß diese Arbeit nicht geschieht für den deutschen unb französischen Kapitalismus, sondern für das eigene Volk und dessen Erhaltung. Jede privatkapiälistische Form bei dieser Wiederaufbauarbeit beseitige:: zu wollen, wäre ein nutzloses Beginnen und absolut unmöglich. Vergessen wir nicht, daß ickm-ll zu twnalversammlung am 28. Juli einen Brief des früheren Reichskanzlers Dr. Michaelis an den Generalfeldmarschall von Hindenburg vom 12. September 1917 verlesen. Michaelis teilt jetzt die Schlußsätze dieses Briefes mit, die der Rcichs- ministerpräsident Bauer weggelassen hatte. Sie lauten: „Dazu kommt, was wir im Osten an Macht und Einfluß in politischer, wirtschaftlicher und militärischer Beziehung hinzuerwerben. Sieht so ein „Hunger"-, ein Verzichtfrieden aus? Wer wird wagen, Deutschland, das sich drei und vier Jahre weit im feindlichen Land siegreich gegen eine vielfache Uebermacht behauptet, das noch letzthin eine unvergleichliche Probe seiner Schlagkraft im entfernten Osten gab, je tvieder anzugreifen? Nein, unsere Stürmer und Dränger sollen sich beruhigen. .Wenn wir dem Volke unb der Welt den F-rieden verschaffen Föitncn, bann sollen wir es tun und nicht einen Monat länger eines noch so wertvollen Stützpunktes wvgen (gemeint ist Lüttich. D. Red.) Krieg führen. Helfen Sie also bitte für Aufklärung sorgen." Michaelis fügt dieser Mitteilung folgende Bemerkung hinzu: „Ich behaupte, daß es den Vertretern der Regierung auch nicht vorübergehend gelungen wäre, mir mit einem gewissen Erfolg auf einen Teil ihrer Wähler Vorzuwersen, daß ich ein „Friedensangebot" in unverantwortlicher Weise von der Hand gewiesen hqtte, wenn mein Brief vollständig verlesen worden wäre. Erzberger. Weimar, 9. Aug. Der Abgeordnete Mittelmann von der Teutschen Volkspartei hat an den Reichspräsidenten Ebert ein Schireiben ge- richitet, in den: er sich auf das schärfste gegen bas Austreten des ReichsfinanAmrinsters Erzberger wendet und vom Reichspräsidenten verlangt, daß er den Minister Erzberger zur Klage gegenüber den vielfachen schweren Anschuldigungen veranlasse. handeln gilt, daß die neuen Formen aber, die die Privatunternehmer vollkommen ausschalten sollen, im Augenblick noch gar nicht existieren. Ter Wiederaufbau Frankreichs ist gemeinsames deutsch-französisches Interesse, ja noch mehr: gemein-europäisches. Tas müssen die deutschen Arbeiter ein sehe:: und danach handeln, dann wird die Frucht des Wi^>craufbaues eine Annäherung des deutschen und französischen Volkes sein. Die deutschen Arbeiter nxerbei: dann von sich sagen dürfen, daß ihnen das Hauptocrdienst an diesem Ergebnis zu danken ist. Ter Zentralrat richtet daher an alle Arbeiterräte den dringenden Appell, im Sinne dieses Aufrufs tätig zu sein unb mit beizickragen, daß der deutschen Republik aus der Nichterfüllung gerade dieser ausschlaggebenden Friedensbedingung kein neuer unabsehbarer Schaden erwächst. Berlin, 9. Aug. (Wolff.) kBei den Besprechungen über die WiederaufÜaufrage ist in den beiderseitigen Anschauungen, eine gewisse Annäherung erzielt worden. Die deutsche Kommission unter der Leitung von Geheimrat Schmitt vom Auswärtigen Amt reift heute nad> Weimar um dem Kabinett Vortraa zu halten. Wie bereits gemeldet, sind für die Vorbereitung sämtlicher Fragen betreffend die Entsendung von Arbeitern usw. eine große Zahl von Unter» kommissioneu eingesetzt. Die Besprechungen werden am 18. August in Versailles fortgesetzt. Französische Verbrechen an deutschen Gefangenen. Berlin, 9. Aug. Kriegsministerium und Oberste Heeresleitung haben ein Buch über die deutsche Kriegführung und das Völkerrecht bei Mittler u. Sohn in Berlin erscheinet lassen. Aus diesem Buch gibt die „Deutsche Tageszeitung" einen Absatz wieder, der sich mit den f r a n z ö s i s ch e n © r c u e tatenandeutschen Kriegsgefange- nen beschäftigt. Darin heißt es: Nicht nur, daß gut90Prozentaller verwundeten und unverwundeten deutschen Gefangenen von französischen Soldaten und Offizieren auf das grausamste crusgeraubt, daß sie beschimpft, geschlagen, getreten, bespieen worden, sind, in zahllosen Fällen sind sie auch auf verbr e cher- ische Weise hingemordet worden. Die deutsche Regierung tft im Besitz von Hunderten von beschworenen Aussagen deutscher Heeresangehröiger und von zahlreichen bestätigten Zeugnissen französischer Soldaten und Zivilisten, aus denen unwiderleglich hervorgeht, daß Tausende von Deutschen nicht im ehrlichen Kampf gefallen sind, sondern wehrlos oder gar verwundet von den Messern, Bajonetten, Gewehren und Revolvern unzivilrsierter frar^ösffcher Mörder ihr Ende gesunden haben. Mne neuerlich aufgestellte Liste dieser Unglücklichen schließt mit der Zahl 2069 ab. Die Ablieferung von Vieh. Versailles, 9. Aug. (WTB.) Ä 7. August fanden vormittags und nachmittags längere Besprechungen zwischen den Vertreten: Frankreichs, Belgiens unb Deutschlands über die Frage der Lieferung von ViehundPferden entsprechend dem § 6 des Anhangs 4 zu Artikel 236 des Frie- densverträges statt. Ueber einen großen Teil der Fragen und ihre technische Durchführung wurde Einigkeit erzielt. Dix deutschen Sachverständigen haben heute Versailles verlassen, um in Deutsch- lanb noch weitere Erhebungen anzustellen imb die .notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Die Abgabe von Teersarben. Versailles, 9. Aug. (Wolff.) Gestern fand die erste Besprechung mit der Entente über die Abgabe von Teerfarben in Gemäßheit der Friedensbedingungen statt. Die Verhandlungen werden fortgesetzt. MoreSnet, Eupen, Malmedy. Rotterdam, 9. Aug. (Wolff.) Lant„Nieuwe Rotterbamsche Courant" ist in der belgischen Kam- nrcr ein Gesetzentwurf eingebracht worben, demzufolge in Moresnet, Eupen und Mal- medy die deutschen Gesetze vorläuftg Gültigkeit haben. Die belgischen Gesetze sollen allmählich in Anwendung gebracht werden. Ein hoher Kommissar wirb mit der Verwaltung dieser Gebiete betraut werben unb mittels Dekrete bie gesetzgebende Macht ausüben. Er untersteht der Aufficht des Parlaments. Ein Rat wirb ihm beigesellt werben, ber aus sechs Belgiern unb sechs Einwohnern der neuen Gebiete bestehen soll. Italiener in Oberschlesien. B e r n, 9. Aug. (Wolff.) Nach einer Pariser Meldung-des „Corriere della Sera" wird Italien bei den alliierten Ueberwachungs- truppen für Oberfchlesien mit einem Regiment vertreten sein, nicht aber bei der Besetzung von Danzig. Bolschewistische Weltpropaganda. Amsterdam, 9. Aug. (Wolff.) Das „Ab- gemeen Handelsblad" unb die „Daily Mail" berichten über eine internationale Verschwörung, die die Ursache der .Streiks in Lon^ don fein soll und die auf eine völlige Umwülzungj der in England bestehenden Verhältnisse hrnz«le. — Tie „Daily Mail" legt Nachdruck darauf, daß die veral:twortlichen Arbeiterfülwor an der Verschwörung nicht beteiligt sind. Wie das Blatt nut- bet, erstickte die Geheimpolizei von Scotland AmdS einen Versuch, im englischen Heere eine Meuterei anzuzetteln, durch eine Haussuchung bei bolschewistischen Agenten, im Keime. Alle Anzeichen treffen darauf hin, daß die Verschwörung in Rußland wurzelt. Bei Arbeitern in Glasgow sind Belege gefunden worden, die beweisen, daß ein vollstäiünger Plan zur Errich- tung der Sowjetrepublik in England beftanb. Wie aus den aufgefurtbenen Papieren hervorgeht, sollten die Waffen und Bomben ben Verschwörern von Glasgow aus geliefert werde::. Aus dem besetzten Gebiet. Durchgehender Zugverkehr im Brückenkopf Mainz und Wiesbaden—Frankfurt. Frankfurt, U. Aug. Gestern ist der allgemeine durchgehenoe Eisenbahnverkehr im Brückenkopf Mainz nach Frankfurt, ber bisher auf einige Personenzüge beschränkt war, wieder ausgenommen, und zwar auf den beiden von Mainz aus nach Frankfurt führenden Linien, einmal von MainK-Hauptbahnhof über Goldstein unb weiter von Wiesbaden über Mainz—Kastel— Höchst. Auf der ersten Strecke sind es sechs Zug- paave, darunter drei Schnellzugspaave, auf der zweiten Strecke vier Zugpaare, darunter ein Eilzugspaar. In ber Mehrzahl handelt es sich um solche Züge, bie sowohl nach Westen, nach Köln. Saarbrücken, Trier, Nahe unb Pfalz, wie auch nach Osten, Süden unb Norden in Frankfurt weitere Anschlüsse geben. Die bre: Schnellzüg e verteilen sich auf bie bre: Hauptrichtungen bes Westgebietes, Köln, Nahetal—Saarbrücken—Trier unb Worms—Ludwigshafen—Saarbrücken. Vom Rhein sind es bie Schnellzüge D 303 Frankfurt ab 8.05 vorm., Mainz an 9.14, ab 9.21, Köln an 1.07, D 350 Köln ab 3.33 nachm„ Mainz an 7.22, ab 7.40, Frankfurt an 8.53. Von Saarbrücken—Trier bk Züge L) 201 Trier ab 7.30 nachm., Mainz an 1.28 vorm., ab 5.26, Frankfurt an 6.32. U 146 Frankfurt ab 7.02 nachm., Mainz an 7.55, ab 8.01, Trier an 2.25 vorm. Von Metz—Saarbrücken, Ludwigshafen bie Züge D141 Metz ab 7.50 vorm., Mainz an 5.10 nachm., ab 5.36, Frankfurt an 6.42, I) 142 Frankfurt ab 1Ö.0.4 vorm., Mainz an 11.14, ab 11.40, Metz an 5.20 nachm. Dazu kommen als Personenzüge Mainz ab 8.24 vorm., Frankfurt an 9.54, Mainz ab 1.15 nachm., Frankfurt an 2.47 aus Köln, Mainz ab 8.22 nachm., Frankfurt an 9.47, Frankfurt ab 6.18 vorm., Mainz an 7.45 nach Köln, Frankfurt ab 10.28 vorm., Mainz an 12.00 nach Köln. Frankfurt ab 2.55 nachm., Mainz an 4.26 nach Köln. Auf ber Strecke Wiesbaben —Mainz — 5 a ft ~ z^ranffurt werden gefahren die Züge Wiesbaden ab 7.30, Mainzkaftel 7.45, Frank- furt an 9.15 vorm., Wiesbaden ab 7.50, Mainz- kastel 8.05, Frankfurt an 8.54 vorm. Eilzug, Wiesbaden ab 4.19, Mainzkaftel 4.39, Frankfurt an 6.00 nachm., Wiesbaden ab 6.12, Mainzkaftel 6.32, Frankfurt an 7.52 nachm., Frankfurt ab 6.05, Mainzkaftel an 7,27, Wiesbaden an 7.48 vorm., Frankfurt ab 11.32 vorm., Mainzkaftel an 12.20, Wiesbaden an 12.35 nachm E lzug, Frankfurt ab 12.33, Mainzkaftel 1.54, Wiesbaden arr 2.14 nachm., Frankfurt ab 10.36, Maii^kastel 11.56 nachm., Wiesbaden an 12.16 vorm. Die Züge sind für ben allgemeinen Verkehr benutzbar, wenn die Reisenden, im Besitz des vorschriftsmäßigen weißen Passes oder ber Grenz Verkehrskarte sinb. Die Paßkon^ Internationaler 5ozialistentongreh. Luzern, 8. Aug. (Wolff.) Am Schlüsse der heutigen Vormittagssitzung des internationalen! Sozialistenkongresses führte Bernstein aus: Deutschlands Lage ist ernst, so ernst, daß man sagen kann, wir stehen vor ber Schicksalsstunde Deutschlands und damit der deutsche:: Republik. Es ist ein verhängnisvolles Ereignis, daß die beiden deutschen sozialiftisck>en Richtungen zur Sicherung des Bestandes der 9iep:cklik nicht zusannnen arbeiten. Ich bin kein blinder Verehrer der deutschen Mehrheitspartei. Ich gebe zu, daß verhäirgnisvolle Fehler gemacht wurden und noch gemacht roerben. Aber selbst wenn ihre Zahl noch einmal so groß wäre, würden sie gegenüber dem riesigen Fehler des Abseitsstehens der Unabhängigen leicht wiegen. Man will, teillveffe durch eine weitere Zerstörung in Deutschland, zu der große:: Re- volutwn kommen, die durch die Spartakisten Und flUonrmuniften mit Hilfe russischen Geldes durchgeführt werden soll. Man will Ausstände verursache::, von denen man weiß, daß sie das Los ber Arbeiterklasse nur noch verschlimmern. Von den Bergarbeiterstreiks hängt das Wohl unb Wehe von Atillionen ab. Die Streiks bedeuten für Deutschland bie Fortsetzung des Elends nach der Hungerblockade. Daher müßten sich alle Richtt:ngcn, die den sozialistischen Fortschintt wollen, die Hand reichen. Ich bedauere unendlich, daß die Unabhängigen sich immer mehr den Kommunisten verschreibe::. Weil es sich um: den Aufbau der Republik und um ihre Festigung handelte, sollten wir sie zur Mitarbeit bewegen. Würden sich die beiden Rich- Itungcn vereinigen unb waren die Unabhängigen in ber Regierung, so könnten sie vieles verhüten, was sie heute fritifieren. Ä yfhfc, Ä Annahme von Anzeigen f. bie iaqeönununer vis Eichener Anzeiger VL A vorschriI:20°/,Aufschlag. * W Hauvffchriitleiter: Aug. General-Anzeiger für Oberheffen ggf Sminingsranöörud u. Verlag: vrühl'lche Univ.-Luch- u. Steindruckerei N. lange. Schriftleitung, Seschästsftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. ”"Shd)“n'i Sieini e1*« derzeit ' n 56'/* de PahTe de aus=Mu?,f ssant. 13au2ih<*53 Jxbaum >rzt -rg zurück. 11 bis »'/, Uhr roi. •UM: nter an das :rnsPrechneti rsen. ab 2—-3% Uhr inski, Arzt 1231 iu. Steinheim elier Dentist, Lieh 1 nachm. 2-6 Uhr "vn 9-12 Uhr. ttt achung. rcichSgefetzltchen &nihe in (annt bag um Se b. I. bk Ävlrchekcn w Zeierlagea von i löt geballlli merbtn.; ir eD einer ©tunbe zu « . Weicker, . Probst, . Mamö. Werkstätten für toijtri ik, Bildhauer arlsstraße 97 Waldfriethe1 in Groß-Gerau Mstl.Au*N Mark an aufwärts nehmigt. Deutsche Nationalversammlung. um zu 85 Pf. K.--Ä.-Seife zu 20 Pf. * tigern mtzeu, ein großer Tar nötig verwiM metan ,aitim ernteten reichen die hessische Re wurmen. Samstag, den 9. Aug. Präsident Feyrenbach eröffnet die Sitzung 3.20 Ulir. Fortsetzung der ersten Beratung des Elek- werden muß. . o ** Der August oder — w-re ter, LanÄv- sagt — Kvch,mvnat, beginnt letzt endlich seinen alten Ruf wahr zu machen. Gestern^E । er die für dos Reifen des Sommergetreides u® I Weizens erforderliche Litze. Es war wohl s ch, W-B-Echnitt 33. JOtoger j 'Wt wm Luftschiff „Bodensee", ein ganz neuer. fürlStaatenausschusses wurde den Geseh- Laridelszwecke gebauter Typ, wird den Dienst der-' nntvnifrfpn rnr Aenderuna des PostsMeckge- ehen. Vorerst konnte von diesem Typ infolge Streiks und Unruhen nur ein Schiff gebaut werden, so daß die Fahrten einsttoeilen nur einen über den andern Tag ausgeführt werden, und zwar nach folgendem Plan: Ab Berlin-Staaken vorm. 9 Uhr, an Friedrichshafen nachm. 4 Uhr; ab Friedrichshafen vorm. 10 Uhr, an Berlin- Staaken nachm. 5 Uhr. Die Fahrtdauer wird laso etwa sieben Stunden betragen. Vom 5. September ab sind regelmäßige Zwischenlandungen in München beabsichtigt. Die Schiffe befördern auch Postsachen. Nähere Auskunft erteilt die Lamburg-Amerika-Linie. 0 Schott er evangelischen ckenöe Professe M auf der I jkr das Thema V aus der Sozi W ömdeln imd für O? Der Vortr ** Bonder LandesuniversitSt. Te Geh. Obermedizinalrat Prof. Tr. Gustav Sire nz in Darmstadt begebt heute fern Soldes Doktorjubiläum. Zu tecsem Anlaß hatm die veterinärmedizinische Fakultät fern Tvktvl- diplom erneuert. r t _ ** Brief sendungen nach dem Ostev Auf Gefahr des Absenders sind nunmehr gewM liche und eingeschriebene Briefsendungen jeber W geschäftlichen und privaten Inhalts muh al- Ländern außer Rußland, Ukraine, Balkanstaars und asiatischer Türkei zugelassem ** Veräußerun g von Pferden bei Militärverwaltung. Infolge wrederhür Zun-iterhandlungen Mrd von, amtlicher SM darauf hin gewiesen, daß Verkäufe, D erster gern W oder sonstige Veräußerungen von Pferden der M litärverwaltung unter allen Umständen, auch lk der Leeresoerminderung, solange verboten M bis diesbezügliche Anordnungen des Krregsmm steriums ergehen. ** Das Versteigerungsverbo für Grummetgras wurde vom Lan ernährungsamt aufgehoben. Die land- M foEstwirtschaftliche Deputation der Stadt M ßen hat daher beschlossen, das Grummetgro- öffentlich zu versteigern. Die Berstergerm wird demnächst bekanntgeLeben. , " Brennholzscheine für benjW schen Brennholzlleinverkauf köMlS vom Stadtbauamt erst vom 2. Septenwer wieder ausgegeben werden, da zunächst o große Zahl der bisherigen Besteller befried^ entwürfen zur Aenderung des Postscheckge- etzes über die Postgebühren im Gebiet des Deutschen Reichs, über Telegraphen- und Fernsprechgebühren und dann dem vom sech- ten Ausschuß der Nationalversammlung be- chlossenen Entwürfe einer Verordnung, betreffend die Ablösung des Reichs durch Fnan- pruchnahme von Grundstücken und Gebäu- >en, sowie die Leistungen dritter erwachsenen Verpflichtungen (Vertragslösungsverordnung), zugestimmt. Ferner wurden die Entwürfe von den Ausführungsbestimmungen zum Gesetz über das Branntweinmonopol ge- Bas Yetriebsräte-Gesetz. Berlin, 9. Aug. (WTB.) Das Gesetz über die Betriebsräte ist heute veröffentlicht. worden. Das künftige, nunmehr im Entwurf verösfentlichte Gesetz tritt an die Stelle des von den Arbeiten- und Angestelltenausschüssen handelnden Abschnitts der Verordnung vom 23. Dezember 1918. Du alten Arbeiter- und Ungestelltenausschüsse werden te- eitigt. Der einheitliche Betriebsrat setzt ich zusammen aus Arbeiter- und Angestellten- yruppen. Die Gruppen werden von den Arbeitern und Angestellten des Betriebes entsprechend ihrem Zahlenverhältnis nach den Grrmdsätzen der Verhältniswahl gewählt. Tas Gesetz güt für alle Betriebe, Geschäfte und Verwaltungen des öffentlichen und privaten Rechts in weitesten Same. Es umaßt die Landwirtschaft, den Hantel, das Gewerbe, wie auch die freien Berufe. dlusgenomlmen ist nur die See- und Mimenschiffahrt, die einer besonderen Regelung bedarf. Ein Betriebsrat ist in jedem Betriebe, der Mindestens 20 Arbeitnehmer beschäftigt, zu bilden. Für Betriebe von fünf bis zwanzig Arbeitern ist die Wahl von Obleuten vorgeschlagen, die die gleichen Pflichten und fltaffte haben wie der Betriebsrat, mit Ausnahme des Mitbestimmungs- rechts bei Einstellungen und Entlassungen. Für die einzelimn Abteilungen ist die Bildung von Abteilungsbetriebsräten vorge^hen, aus denen der Ge-samtbetrrebsrat zu errichten ist. Die großen staatlichen Unternehmungen, besonders die Verkchrsanstallen, erhalten ein von der untersten Stelle bis zur Spitze sich gliederndes System von Räten. Tas aktive Wahlaller beträgt 18 Jahre, das passive 20 Jahre. Die Wählbarkeit erfordert ferner eine sechsmonatige 'Betriebs- und eine dreijährige Gewerbezugehöriakeit. Für die Möglichkeit der Zusammenarbeit künftiger Beamtenräte mit den Betriebsräten ist Sorge getragen. Die Wahlperiode dos Betriebsrates beträgt ein Jahr, doch kann eine ftühere Abberufung durch eine qualifizierte Mehrheit erfolgen. Die Aufgaben der Betriebsräte liegen auf sozialem und wirtschaft- Lichan Gebiet. Sie sind die Organe für die Durth- sührun-g der Tarifverträge, mangels solcher, für die in Gleichberechtigung mit dem Arbeitseber sich vollziehende Regelung aller Arbettsverhälttttsse; sie setzen zusammen mit dem Arbeitgeber die Arbeitsordnung fest, haben das Garvernehmen unter der Arbeiterschaft und mit dem Arbeitgeber zu fördern und sollen in Streitfällen für geregelte und geheime Mstimmungen sorgen. Die Wohlfahrtseinrichtungen verwaltet künftig der Betriebsrat zusammen mit dem Arbeitgeber. Schließlich hat dieser das volle Mitbe itimmungsrecht bei Einstellungen und Entlassungen bei denen sein Einspruch, soweit nicht die Entlassung aus einem wichtigen Grunde fristlos erfolgt, den Arbeitgeber zu Verhandlungen nötigt. Erfolgt keine Einigung, so entscheidet endgültig der SchLichtungs- ausschuß, der auch in den übrigen für den ganzen sozialen Aufgabenkreis die Schiedsinstanz ist. Unter den wirtschaftlichen Funktionen des Bririecksrates Ffeien erwähnte er hat die Betriebsleitung mit Rat zu unterstützen, um so einen möglichst hohen Stand der Produktion und für mög- lichsde Wirtschaftlichkeit der Betriebsleistung zu [origen. In die mit Äuftichtsräten ausgestatteten Unternehmungen entsendet er eins bis zwei seiner Mitglieder nach einem besonderen, noch zu erlassenden Gesetz. Er bat ein Recht darauf, Ausschluß über alle die Arbeitnehmerschaft berührenden Betriebsvorgänge, soweit dadurch keine Betriebs- oder Geschäftsgeheimnisse gefährdet werden, zu verlangen. Insbesondere kann er die Vorlage von Lohnbüchern, Informationen über die Leistungen des Betriebes und über den zu erwartenden ArbeitS- bedarf verlangen. In Unternehmungen, die Handelsbücher führen und Mindestens 50 Arbeitnehmer beschäftigen, kann er vvm 1. Januar 1920 ab' jährlich die Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung verlangten. Die MitgliÄrer des Betriebsrates find durch Strafbestimmungen gegen Benachteiligungen geschützt. Auch können sie nur mit Zustimmung des Betriebsrates entlassen oder versetzt werden, vorbehaltlich der Entlassung aus Wichtigem! Grunde. Dagegen sind sie verpflichtet, unter Strafandrohung die Geschäftsgeheimnisse zu wahren. Gesetz über Enteignungen und Entschädigungen. ** Kartoffelverteilung. Montag, den 11. bis Samstag, den 16. d. ®. einschließlich, gelangen in den Kartoffelhcmd- lungen auf den Bezugsabschnitt B 3 Pfmid Kartoffeln zum Preise von 18 Pfennig jik das Pfund zur Ausgabe. ** Die Seifenverbrauchsrege- lung wird ab September geändert. Näherei ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich. ** Freibank. Dienstag, 12. August, 1—3 Uhr nachmittags, werden die Nummert 1251—1350 beliefert. die Jnhafthccktung nicht Vorlagen. Streik im Leipziger Buchhandel. Leipzig, 9. Aug. (Wolff.) In einer gestern abend im großen Saal des Buchhändlerhauses abgehalteneu. von mehreren tausend organisierten Angestellten des Leipziger Buchhandels besuchten Versammlung wurde einstimmig beschlossen, am heutigen Samstag in den S tr ei k einzutreten und der Erwartung Ausdruck gegeben, daß auch die gesamte nicht organisierte Angestelltenschaft dem Beispiel der Verbände folgen werde. Gleichzeitig beschloß die Versammlung, den Demobilmachungskommissar als Vermitt- lungspecson anzurufen. Lustschifsdienst Berlin—Friedrichshafen. Au» Stadt und Land. Gießen, den 11. >Aug. 1919. zugzusammenstotz. In der Nacht vom Samstag auf Sonntag, 2.20 Uhr, ist vor dem Bahnhof Wetzlar dec ausfalirende G ü t e r z u g 6473 infolge falscher Weichenstellung auf den Güterzug 6769, der von Gießen kam und vor dem Signal Dalt Hulk, ausgefahren. Drei Wagen dieses Zuges smd zertrümmert; der Sachschaden ist erheblich. Mt Mann des Zugpersonals sind leicht verletzt. Die beiden Hauptgeleise waren bis etwa 10 Uhr vormittags gesperrt. Infolgedessen mußte der Personenverkehr von und nach Gießen über Lollar umgeleitct werden, wodurch einige Zugverspätungen entstanden. Hilfswerk für die vom Unwetter Betroffenen de» ModautaleS. Ein verheerendes Unwetter hat am 8. Juli d. I. den südöstlichen Teil des Kreises Darmstadt, insbesondere die Orte Eberstadt, Nitt»er- Ramstadt, Ober-Ramstadt, Roßdorf und Traisa aufs schwerste heimgesucht. Zahlreiche Hofreiten, Wohnhäuser und sonstige Gebäude wurden unter Wasser gesetzt, schwer beschädigt, mit Schlamm und Schutt angefüllt. Brücken, Wege und Felder wurden weg- und abgeschwemmt. Zahlreiche Em- wohner sind nicht nur durch die Vernichtung vor Vieh, Hausmobiliar, Betten, Kleider, Wäsche und Brennswffen, sondern auch durch umfangreiche Zerstörungen von Lebens- und Futtermitteln, von Obst und Gemüse, sowie von ausstehenden Feld- ftüchten überaus hart betroffen. Bei der Art und dem großen Umfang des herein gebrochenen Unglücks, durch das namentlich auch eine große Zahl von Minderbemittelten aufs schlimmste ge schädigt wurde, ist neben den in so dankenswerter Weise von der hessischen Volkskammer und der Stadt Darmstadt bereite zur Verfügung gestell- ten Mitteln noch für die Privatwohltättgkett besondere Gelegenheit gegeben, hilfreich mftzuww tat, um Not und Elend zu beseitigen. Es hat sich daher ein Hilfsausschuß gebildet, durch den eilt freiwilligen Gaben gesammelt und ordnungsmätzt? verteilt werden sollen. Derselbe wendet sich an bu bewährte Hilfe der Einwohnerschaft des Hessen- landes mit der herzlichen Bitte um fteiwilligk Gaben. Die Gaben bittet er an das Konto bei Hilfsausschusses bei der Bank für Handel und Industrie in Darmstadt gelangen zu lassen. Gültige Lebeusmittelmarken für die Zeit vom 1L bis 17. August 1919. Brot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl. Brot Kilogramm 50 Pf., Weizenbrotmehl Kilogramm 58 Pf., Krankenbwt Kilogramm 72U Krankenbrotbäcker: Karl Euler. Ludwigsplatz, Wck Helm Köber,. Walltorstraße, Ludwig Müller, Bahn- hofsttaße. — Butter: Marke 33. 125 Gramm Margarim Wausgenomm' fmhrung in t logen und Pwbl K Gasanstalt en w der Bahr Wien tvarden. Starknbi $?rniib U,man-loge JÜ1' u”! Wer ® . Wehen« R {•ge der g A «warte. & Zer Weise di- Mkt Art geQ des S N^gegen lft- W'.M «Ä'B® Stil«?1? Men fei Sfc“ * «onp610 dk kr d' Äh lÄWti t RÄ b* bis k'ä' in die Tctt umsetzen. m . .., Abg. Koenen (USP.): Eme Versftmtttchung ist noch keine Sozialisierung. Auch bei diesem Entwurf wird der Begriff Staatskapitalismus und Sozialisierung miteinander verwechselt. Ter Entwurf bringt allerdings ein Reichselettrizitatsmvniv- pol unb eine Verstaatlichung von Großbetrieben. In der Ueverschrift ist dem Entwurf die Etikette: Sozialisierung ausgeklebt worden. Selbst die Verstaatlichung ist nicht ganz durchgeführt, die Privatwirtschaft bleibt erhalten und damit auch dre Ausbeutung der Arbeiterschaft. Der ganze Entwurf läuft auf eine indirekte Besteuerung hinaus. Wir 'werden im Anschluß dahin zu wirten siechen, daß als erste Etappe zur wirklichen Sozialisierung wenigstens das Reichsmouvpvl gesichert wird. Abg. Woldtmann (D. Vp.): Tcr Gedanke des Entwurfs ist nichts neues. Bedauerlicher Wesse soll er in einer Zeit furchtbarer Teuerung durch- Srt werden. Seinem Grundgedanken stehen wir aus sympathisch gegenüber. Dann iwch müssen wir unsere Zustimmung von der Wänderung ver- schiederrer Bestimmungeir abhängig machen. Alles in allem! dürfen wir nicht vergessen: Wir leben in einer Zeit, in welcher das wirtschaftliche Leben rapid abwärts geht und gehen einer noch trostloseren Zukunft entgegen. So müssen wir alle Ausgaben für Anlagen vermeiden, die, wie die Begründung selbst sagt, erst in fernerer Zeit sich reu- tieren werden. Mit größtem Bedenken stehen imr dem in Aussicht gestellten Gesetz entgegen, in dem der sozialistische Gedanke festgelegt werden wird. Einspruch werden wir dagegen nicht erheben. Auf keinen Fall darf aber die freie Betätigung der freien Kräfte des Einzelnen unmöglich gemacht werden. . Licht und Kraft soll jedem, Deutsckien zum bilHgften i er Preise zur Verfügung gestellt werden. I straße 57. Krankeninehl; Balke, Stephanstraße. Nährmittel für Kranke: Banse, Frankfurter Straße. _ Seifet Marke für August 1919. Anteck 125 Gramm K-A.-Seisenpulver zu 15 Pf., 50 Grcum Die Vorlage geht an einen Ausschuß von 28 Mitgliedern. Damit ist die Tagesordnung erledigt. Nächste Sitzmrg Morttag vormtttag 10 Uhr Tagesordnung: Zweite Lesung der inbirrttai Steuern, erste Lesung des ReichÄwtopfergesetzes und der Reichsabgabenordnung. Schluß V,7 Uhr. trolle ftndet in Goldstein und in Höchst statt. Der ! rote Ausweis, auch wenn abgestempelt, genügt als Papier nicht. Das Rhcinlandabkommcn. Versailles, 9. Aug. (WTB.) Bei den ‘ am 7. August aufgenommenen Verhandlungen der deutschen Kvmmissvou mit der interalliierten Kom- ! msssion über das Rheinlandabtvmmen liairbe von dem deutschen Vorsitzenden Unterstaats- ( fefretär Lemald die von dem parlamentarischen Beirat des Rcichskommissars für die besetzten Ge- , biete im Westen und von den Vertretern aller Er- ; tterbftänbc und aller Behörden des besetzten Ge- | bietcs geäußerten Wünsche mit ausführlicher Begründung zur Sprackxe gebracht. Die Entente'kom- misswn hat Berücksichtigung eines Teiles der dcut- scken Dunfcküe zu gesagt. Erne eingel^nde Mft- teihma hierüber fömtc erst erfolgen, nachdem bte schriftliche Aiftwvrl der Entente auf die von der deutschen Kommissvon im Anschluß an die mündlich - geführten Verhandlungen übergebene umfangrerchc ' Tentschrist eingegangen ist. Reichskommisinr von Staftk ist das in der Antwort der Entente vvrbehaltene Agrement tnztvisckivn erteilt worden. Ter .Amtssitz des Reichs^ommissärs wird Kvblcn-, wv auch die lwhe httenalliierte Kommission ihren Sitz hat. Der Rcichskommissar wird seine Tätigtat in der zweiten Hälfte des August aufnehmen. Eine neue Schikane btr Franzosen. Höchst a. M., 8. Aug. Bei einer Kontrvll- • Versammlung im Juli wurde zinn ersten Male auch von den anwesenden Offizieren mckitarische Chrenbezeugung durch „Stram m stehen" gefordert. Im Hinblick auf den militärischen Brauch, der selbst unseren gefangenen Offizieren gegenüber Geltung hat, lehnte ein Offizier diese Art des Grustes ab. Er wurde daraufhin vom hiesigen Polizeigericht M 10 Tagen Haft verurteilt, weil er 1. als Offizier nicht so hätte handeln dürfen, 2. weil er keine Reue gezeigt, sondern sich noch zu rechtferttgen versucht habe, 3. weil er einen französischen Offizier vor 600 Mann blamiert habe. Aus dem Reiche. Die Forderungen der KriegsbefchSdigteu. Weimar, 9. Aug. Das Reichskabinett hat in feiner heutigen Sitzung auf die von dem Reichsbund der kr ieg s b es ch adig ten Kriegsteilnehmer unb Kriegshinterbliebenen erhobenen Forderungen auf die Bewilligung ausreichender UnterstuKunaen folgenden Beschluß gefaßt: Die vom Reichsbund der Reichsregierung unterbreiteten Forderungen zur Behebung der Notlage der KriegshinterbliebenenI belaufen sich allein für die einmalige Unterstützung und für bee geforderten Starten» Zuschläge für das Jahr 1919 auf über 500 Millionen Mark. Wie die Reichsregierung stets den ernsten Willen auch durch die Tat bekundet hat, die unbestrittene Notlage der 'Kriegshinterbliebenen tunlichst su bessern, so muß sie auch diesmal im Interesse der Gesamtheit des .Bolles und damit der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen ernstlich prüfen, ob die erhobenen Forderungen jetzt erfüllbar sind. Der 'Deichsregierung stehen außer den Mitteln, die bereite k«willigt worden sind, also auch insbesondere außer den am 27.4. b. I. zur Verfügung gestellten 300 Mlllionen Mark, wettere Mittel Nur Zett nicht zur Verfügung, da die gesetzgebenden Körperschaften solche nicht bereitgestellt haben. 'Die Reichsregierung wird jedoch von den gesetz- gebenden Körperschaften in den am 1. Ott. d. J. in Kraft tretenden Reichs Haushaltsplan die Einstellung ausreichender Mittel erbitten, die insonderheit zur Bel^ebung der Notlage bedürftiger Kriegshinterbliebenen, insbesondere unbemittelter Witwen mit Kindern, dienen sollen. Die Reichsregierung verfolgt das Ziel, alle verfügbaren Mittel zur Besserung der Notlage der unbemittelten Be- völlerung zu verwenden. Deshalb sind unter wesentlicher Beteiligung des Reichs l1/» Milliarden zur Senkung der Lebensmittelpreise zur Verfügung gestellt worden. Auch hat das Reich Maßnahmen zur Zuführung der verfügbaren Kriegs- ftoffe an die unbemittelte Bevölkerung mit Hckfe der Lieferungsverbande getroffen. Diese Maßnahme kommt auch den bedürftigen Kriegshinterbliebenen zugute. Die tontmenbe Steuergesetzgebung kann erst die Möglichkett geben, einer nach sozialen Grundsätzen aufzubauenden Versorgungs- «efetzgebung näherzutreten. Nur das gesamte deutsche Boll kann durch seine Arbett die Mittel schaf- sen-,-um gerechtserttgte Wünsche der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen zu erfüllen. Die Lage in Chemnitz. Chemnitz, 9. .Aug. (WTB.) Ter heutige Lag verlief ruhig. Zwischen der Reichswehrbrigadtz dem Kommando vm Chemnitz, den Bvlksbeauf- tragten und den Vertretern der drei sozialistischen Parteien wurden in Erweiterung der gestern getroffenen Abmachungen SSetanbannigen gKrossen, nach welchen die Ueberwachung der öffentlichen Gebäude und staattichen Anlagen die Chemnitzer Sicherhettstruppen und die Unteroffiziere der alten Chemnitzer Regimenter übernehmen, die meist verheiratete Chemnitzer Bürger sind. Die genannten Truppen haben ferner die Aufgabe, alles Lerres gut, einschließlich aller Waffen, zu sammeln und bet dem Sicherheitsbataillon in der Kaserne abzu- geben. Tie drei Parteien werden dm Sichcrheits- mannschaften UTtterstützung gewähren. Im Rah- men der gestrigen AbmaHing liegend, nrirb ohne Berührung der inneren Stadtteile das Bataillon der Reichswehr in die neue Kaserne abrückm, um den Schutz des dort lagernden Heevesgutes zu übernehmen. Tie polittschen Gefangenen, die vom Reichswehrkommando festgenommen worden waren, wurden schon vor der Besprechung mit der Abordnung frei gelassen, da ausreicherwe Gründe für trizitätsgesetzes. . a Abg. Kahmann (Soz.): Wir begrüßen das Gesetz u. hoffen, daß ähnliche Maßnahmen auch auf die Kohlen und die Wasserkräfte ausgedehnt werden. Leider erfaßt das Gesetz nur Anlagen, die größer als 50 000 Volt sind. Wir hoffen aber, daß das Reich von der durch den § 5 der Vorlage gebotenen Gelegenheit, auch kleinere Gesellschaften ,u sozialssicren, Gebrauch machen wird. Je schneller >ie Zentralisierung vor schreitet, desto eher und voll- tändiger erreichen wir das große vulksimrtschaft- liche Ziel: Kosten zu sparen. Wir Sozialdemokraten sozialisieren nicht aus Liebhaberei,, sondwn aus Ueberseugung. Wir dürfen uns kerne dost- pieligen Experimente leisten. Unsere Energieversorgung ist noch viel zu sehr zersplittert. Gerade die kleinen Werke sind Kohlenftesser. Elektrische Energie ist «ich^ gerade zur Bewältigung ter landwirtschaftlichen Arbeiten notwendig. Wrr erblicken in dem Gesetz einen Fortschritt, wQrn wir uns auch weitere Bestrebungen zu einem blühenden Sozialismus im Ausschuß Vorbehalten. Abg. Leicht (Ztr.),:, Es wird nwtzr ober weniger bei allen Sozialisierungen der Fall sem, daß sie einen fühlbaren Eingriff in die Struktur und Freiheit des Wirtschaftslebclte bedeutet. Tie Vorlage soll nicht ein Signal für weitere Sozialisierungen im Galopp geben, sondern geht mit Recht vorsichtig und unter Berücksichtigung der Finanzlage auf einem bereits betretenen Wege tror. Tie Verabschiedung des Gesetzes halten wir für notwendig, trotzdem es eine gvoße umstürzende Veränderung im ganzen Wirtschaftsleben bedeutet. M öge later diese Aenderung zum Blühen des Vaterlandes beitragen. Abg. Wieland (Dem.): Mit dem Ziele, mit der Vorlage an die Stelle der bisherigen Verzettelung eine Regelung der Elektrizttä tswirt schaft zu setzen, sind meine polittschen Freunde emver- ftanben. Nur haben sie schwere Bedenken, ob ter hier vorgeschlagene Weg zum Ziel führt. Zunächst scheint uns die vorgeschlagene Entschädigung völlig ungenügend. Sonst scheint die Begründung des Gesetzes etwas mager ausgefallen zu sein. Reichssck>atzminifter Meyer- Es sst zur Zeit durchaus ruxb nicht z-u übersehen, in welchem Ausmaß ter Entwurf zur Erwerbung pnoatkaptto- listi scher Unternehmen gebraucht werten nrirb. Es nrirb reichlich soviel übrig bleiten, um ten Bedarf des Reichs zum Bau von Stromanlagen in ten nächsten Jahren zu sichern. Ae Emwürfe des Abg Wieland ttchten sich auSschtteUrch gegen ten ersten, hier nicht vorliegenden Vorentwurf. Du technischen Fragen, Pie der Vorredner geftraff hat, werden besser ter Aussprache im Ausschuß Vorbehalten. r Abg. Biene* (Deutsch-Nat.): Unsere Fraktion erbttckt in dem Entwurf eine Maßnahme von ungeheuerer Bedeutung für unser gesamtes Wirtschaftsleben. Umso weniger angebracht wäre eine überstürzte Beratung. Im Land wird jetzt schon eine gewisse Flüchtigkeit in ter Gesetz- macherei ter Nattonalversammlung übel vermertt. T-ie Wirsschasttichtett eines Werkes beginnt allerdings erst bei genügender Abgabe Von Stvom, so daß iatsöcklich eine Reihe kleiner Kraftwerke un- trErtschastlich arbeitet. Tiefer Uetelstand kann aber üternunden werten, intern man die kleinen Werke mit ten großen, die ihnen ten Strom liefern, m Verbindung bringt. Tas Reich muß aber auch eine gesunde Preispolitik seinen Abnehmern gegenüber in die Wege leiten. Ter Kraftstrom mutz zu billigen Preisen geliefert werten. Daran haben nicht 5)andwerk und Kerne Betriebe, sondern auch Großindustrien ungeheures Interesse. Völlig vermissen wir einen FinanzpLan. Wir müssen durchaus Klarhett darüber haben, welche Aufwendungen in den nächsten Jahren insgesamt zu erwarten sind. Zu dieser Schwäche des Entwurfs tritt ter andere, daß über die Verhältnisse zu beit Gemeinten, besonders zu ten Gooßstlädtar ferne Klarhett ge* sck-affen wird. Hoffentlich wird die Regierung im Ausschuß unsere Besorgnisse zerstreuen, so daß wir die Vorlage schließlich zum allgemeinen Wohl Fleis -------------- . , - . , Fremde und Urlauber; Schreiner, Seltersweg. | Nährmittel für August tingetroffen. \ Nähere Bekanntmachung folgt. Zucker für Augrsst noch nM etngetrofren Für Zugezogene und Krcncke^ Debus, Friedrichstraße 5, Männche, Wiffhelmsttaße 15. Kopp, Btt- marckstraße 30, Bieker, Neustadt 55, Ganz, Damm- straße 34; für Urlauber; Klingelmeyer, Ludwig« Hilf. fr. * W Kiltrüge Ps PdJS dilldl ob.U s»-lA «8 E- f —■ ** *. In öindrubs st J ui ’ v Wun.9-° Mli°t Im Licht Die Liebß^ seil, in der § wt Tolnas, ^annn gegebc Lanl ^Klein-Li .bstttle N Jung Muss ^chen. Im Ai Jungen aus M Str 9 Gedern, M geistig« un c -ks Landwirts ibn Nahe von W S«- Dle W' - " iu mgcwahller inänidtor Dr. 3 ist angeführt 0 «Kittel- MMsShrten e MMeisters P. KuMsangenscha^ pü in der fr j. Grebenh Lag sand hier inmlung ftatl o dem Amtsbezi Wen erschienen !!nz aus Fried 'Mutshmn) dl! chchaft für Milc IA den Einfluß Berlin, 9. Ang. Die Teutschi' Luftschiff- sahrts-?lktiengesellschaft in Friedrichshafen hat eine l^i n — F^rleds h^a fen mit Anschluß W e i m a r ,9. ^6-(Wolff.) Im der ftertte an die Schwrizer Dampfer eingerichtet, die ihren unter dem Vorsitz desRetchsstnanznumsters Menst etwa am 18. August aufnehmen roicb. Das'Erzberger ab gehaltenen Vollsrtzung des Berlin, 9. Aug. (Wolff.) Ter Entwurf eines Gesetzes über Enteignungen und Ent-< schädigungen anläAichdes^ FriedemsVertrages zwischen Deutschland und test alliierten und assoziierten Mächten 'nrirb Soeben veröffentlicht. Tie Reichsregierung 'wird darin ermächttgt, Gegenstände, welche auf Grund des Fritt>ensvertragÄ! oder ergänzender Abbommen den alliierten und assoziierten Mächten zu übertragen sind, für das Reich zu enteignen. Tie Enteignung erfolgt ohne besondeves Verfahren durch Bescheid an ten Eigentümer, falls dieser nicht ermittelt werd.m kann, an ten Besitzer ter zu enteignenden Sach': oder an ten Inhaber des zu enteignenden R'chts. Jedermann ist verpflichtet, ter Entcignungsbehörde auf Verlangen die von ihr für erforderlich cratfc beten Auskünfte zu erteilen. Tie Auskunft kann turck öffentliche Bekamitmachuug oder Anfrage lei den einzelnen zur Auskunft Verpflickiteten erfordert werben. Tie Enteignungsbehördm find lesugt, Gegenstände, welche du Enteignung unterliegen, zu beschlagnahmen. Tie Beschlagnahme endet mit dem freihändigep Erwerb durch das Reich, mit ter Enteignung ober mit ter Freigabe. Die Enteignung erfolgt gegen eine angemessene Entschädigung in Geld, in Wertpapieren, ober in gleichartigen Gegenständen. Tie Entschädigung wird von der Ent- eignungsbehörde oder von einer unteren von dem zuständigen Reicksminister zu bezeich-nenden Stell: festgesetzt. Tas Gesetz schließt mit ter Aufzählung ter Strafbestimmungen bei Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften des Gesetzes. Vermischte». machte. Kreis Schotten. w* Tag dieses Scnnnerä: die Wichte sind Zfrrnnnwi noch empfindlich kühl. *♦ Ein Vorkämpfer für französische Estiführunq in die gegenwärtig so brennenden Fragen und Probleme der evangelischen Gemeinde. 16 Can». SÄ** IWl IJ LH. lll «V» ‘ | V ----— - — imfer neugewählter Bürgermeister Müller durch Kreisdirektor Dr. Merck verpflichtet und in sem Kreis Friedberg. ** Butzbach, 10. Aug. Zwei aus der Zel- lnistrafcmstalt entwichene Strafgefangene sind an der Bahnstrecke hinter Friedberg wieder ergriffen worden. allen Spielklubs der Bade- und Kürorte vvn vvrn- herein fort. Die Ortspolizeibehörden werden deshalb angewiesen, mit allen gesetzlichen Mitteln vor- zugehen. Gegen die Inhaber ist ein Strafverfahren einzuleiten, die Spielunternehmen sind zu verbieten und nötigenfalls zwangsweise zu schließen. * Wo unser Kleingeld hinkommt, darüber gibt eine Zeitungsnotiz aus dem Rhern- gebiet Auskunft. Tie Schiffer, die den Rhein von einer Mündung bis Bafel befahren,, sammeln bei uns das Kleingeld, eifrig auf, denn in Strav- burg und in allen elsässischen Orten wird ihnen beim Einkauf von Lebensmitteln das deutsche Nickelgeld zum alten vollen Wert oder mindestens noch die Nickclmark zu einem Franken ungerechnet, also zu 2,20 bis 2,330 gegenüber der Papiermark. Somit machen die nach dem Oberrhe'm kommenden Schiffer ein glänzendes Geschäft und jeder von ihnen sorgt dafür, daß er mit einem richtigen Säckchen voll Nickelmünzen nach dem Oberrhein kommt. Noch einträglicher soll das Geschäft mit Silbermünzen sein, nur seien diese sehr schwer zu bekommen. Wettervoraussage für DienStag: Borwiegend wolkig und trocken , Gewftttr- neigung. nachts etwas kühler, nordwestliche Winde vorherrschend. U„br°°chr--k itrtt w Dienstag, Programm gegeben. Landkreis Giehcn. O Klein-Linden, 10. Aug. TieFeld- d: ebstähle nehnren überhand. Dem Maur:r- inrister Jung wurde das Korn auf dem Acker aus- gedroschen. Im Lahnfelde ertappte der Flurschütz rinm Jungen aus Gießen, der Kartoffeln aus- t) 611C11U HQ' — uiyi r xjx-v oviuuh ivuwv den lv. v. 1 tmtng ausgenommen; war er doch erne meisterhafte Un ben SartoffetW t;---‘ tÄÄ "^NNai vg.^>vfer^ das Daus des Viehhändlers begeben wollten, fanden sie es verschlossen. Plötzlich erschien Seifcrheld an einem Fenster und schrie laut um Hilfe. In wenigen Augenblicken sammelte sich eine große Menschenmenge vor dem Hause an, die durch den Händler aufgehetzt brofvenb Stellung gegen die De- amten nahm. Selbst als diese den Leuten erNär- ten, daß der Mann das Reich und die Allgemeinheit in wucherischer Weise geschädigt habe, wurde Ms A til^ ?3 wfod uj? ^9 6769 Ä »x ö «l fl »iÄÄ8!? ftWöteW ’ Hetzen übe oT mt9C Lugverspä^ Modautale». * Das Einschreiten Spielklubs in den Kur _ orten. Zu dem Einschreften der polizeilichen Behörden gegen öffentliche Spielunternehm en hegt jetzt die amtliche Verfügung an die Nagierungs- Präsidenten und den Polizeipräsidenten in Berlm vor. Die Rechtslage, heißt es darin, ist durch das Gesetz über die Schließung und Beschränftmg der Spielbanken vom 1. Juni 1868 und § 28o des Reichsstrafgeseybuches klar. In zahlreichen Gemeinden, besonders in Bade- und Kurorftm, seien aber Unternehmen gegründet oder in Gründung begriffen, die tatsächlich nichts anderes als öftmtüche Spielbanken darstellen. Jeder besser gekleidete Mensch erhält ohne weiteres oder unter leicht , zu erfüllenden Bedingungen Zutritt zu den Spielräumen. Entweder werden die Besucher als ,-Gaste des „Klubs" zugelassen, oder erwerben m kürzester Frist die formelle Klubmitgliedschaft. Zu ernerge- schLossenen Gesellschaft würden Gäste nur ausmrhms- weise Zutritt finden. Die Mitgliedschaft könne dazu nur nach längerer Zeit und nach Ettuickigun erworben werden. Diese Voraussetzurrgien fallen bet Die Kohlenkrisis. Berlin, 11. Aug. Wie der „Lok.-Anz" sich melden läßt, müßten die Bereinigten Staaten Südamerika mit Kohlen versorgen und tonnten wegen des Schiffsraummangels nicht mehr alt höchstens 2 Millionen Domren monatlich ltctern. Das einzig wirksame Mittel zur Bekämpfung ter euvopäischen Kohlenttise bestehe in der Vermehrung der Kohlengewinnung in Europa, itamenthd} tu Deutschland. Die europäische Kohienkommtsiton m Paris wird keine Rücksicht nehmen auf den Kohlen bedarf der deutschen Industrie und in erster Linie an die Erfüllung der deutschen Verpflichtungen gegenüber den Alliierten denken. Anwendung des deutschen Zolltarifs durch dir Alliierten. K ö l n , S. Aug. (WTB.) Die britische Behörde erließ folgende Bekanntmachung: Nachfolgendem Reglement betreffend die Anwendung des deutschen Zolltarifs wird hiermit der Oeffentlichkett mitgeteilt: 1. Wo immer seit August 1914 fremden Machten von Deutschland günstigere Tarne eingeräumt worden sind, sind diese Tarife ohne weiteres aus die alliierten und affoziterten Machte in Anwendung zu bringen. 2. Mle Zahlungen haben rechtlich in der Währung zu erfolgen, tne von der deutschen Regierung durch Gesetz oder Erlaß in Umlauf gefetzt worden sind. Das deutsche Verlangen, daß die ZoNabgabe nur in Gold oder sonst in Papier zu bem geminderten Umrechnungskurs erfolgen müssen, wird abgelehnt. — Es wird darauf hingewiesen, daß Waren, die nicht auf der Freiliste stehen, nicht nach England eingeführt toerbat bür fen, bevor die Einfuhrerlaubnis von der Handels kammer eingeholt worden ist. Alle Waren, die ohne diese Erlaubnis versandt werden, unterliegen der Beschlagnahme. Einzelheiten über die Freiliste sind durch die Besatzungs-Abteilung, Blaubach, zu er fahren. Rücktritt Balfours? London, 11. Aug. >WTB.) Es bestätigt sich, daß der Minister des Auswärtigen B a l s o u r in allernächster Zeit zurücktreten und Lord Curzon sein Nachfolger wird. laßt euch rtid$E zu UnbesonnenheÄn Knreißen. Dte Perordnung über die Wahlen zu den Arbeiter und Beamten röten wird in den nächsten -tagen erscheinen. Es finden an allen Dienststellen Wah len statt. Einen politischen Streik lehnen wir unter allen Umständen ab. Nur durch Ruhe und Arbeit kann unser wirtschaftliches Leben und unser Daterland wieder gesunden. Wer zum Streck ruft oder sich hinreißen läßt, macht sich mitschuldig am Verbrechen gegenüber unserer Volkswirt, ckwss und unserem Volkswohl. Von unseren Mitglu dern ermatten wir, daß sie mit Mut und Un erschrockenheit gegen allen Streikwalrnftnn Stcl lung nehmen und auch in schwerer stunde ihren verantwottungSvollen Posten nicht verlassen. cmk für handel und ngtn zu lassen. imittelmarken bis 17. August 1919. i Brot oder 1680 Gran 50 Pf., WeizenbrotU enbwt Mogramm 72? fuler.Lndvigsplatz,?'/ Ludwig Müller, 125 Stamm W MM ädjträtr, Täters.^ r AnMi äWc folgt. noch M tingtovc ■aide: Debus, elmstrahe 15, Kopo, B. euilabt 55, Ganz, w • Amgelmeyer, Lud»/ h Kranke: m August 1919. WJ ver zu 15 Ps., 50 O Schotten, 8. Aug. Der auf dem Gebiet der Evangelischen Gemeindearbeit wohlbekannte und führende Professor D. Matthes aus Darmstadt sprach auf der hiesigen Dekanats-Pfarrkonferen- über das Thema: Welche Forderungen ergeben sich aus der Sozialpädagogik für unser kirchliches handeln und für den christlichen Religionsunter- rirfjt? Der Vortrag wurde mit allseftiger Zustim- leitet. Mw«ft tlttö wisteischaft Ernst Häckel t. Weimar, 9. Aug. (Wolff.) Gestern nacht starb, 86jährig, Professor Ernst Hackel in Jena Er war schon lange leckend. Professor Ernst Häckel wurde am 16. Februar 1834 in Potsdam geboren und ist neben Hermann Helmholtz der zweite weltberühmte Naturforscher den das märkische „Kasernopolts" der Menschheit geschenkt bat. Er studierte seit 1852 Medizm und Naturwissenschaften in Wurzburg. .Berlm und Wien und lebte als Arzt kurze Zeit in Berlin, widmete sich dann aber am Anregung seines Lehrers Johannes Müller bald ausschließlich den Naturwissenschaften, die ihn 1859 wck 1860 zum Stu- dium der Mittelmeersamia führten. 1861 habili- tiertc er sich aus Betreiben seines Freundes Gegenbaur als Privatdozent der Zoologie m Jena, wo er 1862 die außerordentliche und 1865 die ordentliche Professur der Zoologie erhielt . HN Dienste dieser Wissenschaft unternahm er zahlreiche Reisen die ihn nach den Landern am Mittelmeer und nach dem hohen Staben führten Noch im Herbst 1900 begab er M mit eine Studienreise nach dem malaiischen Archipel. Seine Naturforscher tätigkett brachte Hackel bald (1863) in imtige Beziehungen zu Dattvm, als dessen temperamentvollster Jünger und Mitarbeiter er angesehen werden kann. In seinen Büchern „Monismus", „Erhaltung Ar Empftn- huna" u a. hat er seine anttbtHi|d>e Weltanschauung niedergelegt. Von seinen Gegnern wird an- nkannt daß sein „Monismus" die Kraft- und Stofflehre des nü&emen Materialismus ver- ebeIt^nft Häckel, der Mitglied von über 70 Akademien und gelehrten Gesellschaften ist, erlitt 1912 einen schweren Unfall; er stürzte von der Setter feine* Bibliothekszimmers und erlitt eine Huft- öerfUung. Don diesem Unfall l?atte er sich .El erbolt, daß er sich, auf zwei Stützen gesmtzt im Zimmer sott bewegen konnte. Gering war :r trotz | feine-5 hohen Alters unverändert Mich und rege und MS T uftflnte, w vigen ig, i-L d-s 'ldnungen H et 8 l, yflfll 1 gehoben- gegen die und Bade- die Stimmung schließlich derart, daß die Beamten zu ihrem persönlichen Schutze und zur Abwehr gegen die tätlich vorgehende Menge die Revolver ziehen und von der Beschlagnahme des Geldes und der Verhaftung des S. Abstand nehmen mußten. Die Angelegenheit wurde der Staatsanwaltschaft in Hanau zur Weiterverfolgung überwiesen. Mord. Marburg, 8. Aug. In Manrode wurde das Landtartsehepaar K l e n k e in seinen Betten erschossen aufgefunden. Die drej kleinen Kinder lagen friedlich schlummernd im gemeinsamen Schlafraum. Da nichts geraubt ist, handelt es sich vermutlich um den Racheakt eines ehemaligen Dicnst- knechtes, vielleicht nicht auch eines abgewic- senen Hamsterers. Den Knecht hatte der Täter vor Begehung des Mordes eingeschlossen. Die Rückkehr der Marburger Reservejüger. [] Marburg, 10. Aug. Nach genau fünf- jähttaec 9lbw?fenljeit ist gestern das letzte von den drei Jägerbataillonen, die von Marburg aus in das Feld rückten, unter dem Jubel der Bevölkerung in Marburgs Mauern .eingerückt. Am Bahnho> stand eine kdompagifte des attwen Bataillons, letzt Reichswehr-Regiments Nr. 90, das nach erfolgter Begrüßung sich den Reservelägern ansMotz und dann ging es unter den Klängen zweier Jäger- kapellen durch die festlich geschmückteSa dt zum Matttplatze, wo sich im Beisein enter großen Mensckemnenge eine Begrüßungsfeier der städtischen Körpettä^aften, der Universität und'der Vorstände der Kriegervereine vor dem Rathause an- sckloß. Aus p racken .'hielten Oberbürgermeister Troja, UuiversitLts?ek^r Pwf. Dr. Gürber, Pros. Dr. Bredt und der Führer der ^äger, Leutnant Kuß. der in herzlichen Worten für das Willtommen in Marburg dankte. Tann marschierte die nodji etwa 150 Mann statte gruppe, die einen strammen Eindruck machte, nach der Jägerkaserne, wo sie sich auflöste. Abends schloß ftcb in den StadtsÄen eine vom Verein elxmfttgcr Jäger und Schützen angeordnete Begrüßungsfeier an. Tas Bataftlon, das jetzt aufgelöft wird, Pümpfte in Belgien, am Oirrq, an bet Marne, an der Aisne, in der Champagne, bei Berdun, wo es Eumiöres im Sturm nahm und kam dann nach Mazedonien, zuletzt nach Palästina. Nach .Kriegsschluß wurde es dringend nach Katwwitz und König schütte zur Unterdrückung der Unruhen und zum Grenzschutz gerufen und erwarb lidji auch dort große Anettenwung. Es beklagt insgesamt an Drten etwa 40 Offiziere, 75 Oberiager und 770 iJäqxr. Außerdem gerieten eine Mcnye in Gesangenschaft und bei über 100 Bataftlonsan gehörigen weiß man nicht, was aus ihnen wurde. aller Att. — „Die Kritik", eine neue Theaterzeitschrift. Unter dem Titel „Die Kriük" erscheint vorn 1. September an wöchentlich in zwei Ausgaben eine neue Theatersachzeitsckttft, deren Inhalt aus Abdrucken von Kritiken der wichtigsten Tageszeitungen aller deutsch sprechenden Länder besteht. Ausgabe A befaßt sich mit Schauspielkriftken, Ausgabe B mit Opern, Operetten und Tanz. Die Probenummer ist soeben erschienen und kann von Jntcressenten vom „Kritik-Berlag", G. m. b. H., Güstrow i. M., kostenlos bezogen werden. TZacbrictyfett. Der sächsische Eisenbahrververband gegen Streik. Dresden, 10. Aug. (W.B.) Heute., vormittag sand in Dresden eine Vorstanosfttzung des sächsischen Eisenbahnerverbandes statt, die sich mit der neuen Aktion für einen Eis en - bahn erstreik befaßte. Es wurde beschloffen, einen Ausruf an die Derbandsnfttglrsder zu richten, in dem es am Schlüsse freist: Wenn im Augenblick nixf) keine Gefahr besteht, daß die Streckbewegung auch unter den sächsischen Eisenbahnern entsacht wird, so muß damit gerechnet werden, daß man versuchen wird, auch unsere Ksllegen dazu zu gewinnen. Seid daher aus der Hut und S Gedern, 8. Aug. Offenbar in einem geistiger Umnachtung stürzte sich die Ehefrau des Landwirts Heinrich Diehl VII. in den in der Nähe von Gedern gelegenen sogenannten Großen See. Die Leiche der Unglücklichen winde = Frankfurt a. M., 10. Aug. Durch die Kriminalpolizei wurde in einem Hotel am Bahnhofs platz der galizische Kaufmann Baruch Gut- toirt wegen Brillantenschiebungen verhaftet. In Gutwirts Besitz fand man auch für 100 000 Mar? alte Reichslxmknoten. Die bei ihm Vorgefundenen Gelder und Brillanten verfielen der Beschlagnahme durch das- Gericht. Auch bei hiesigen Geschäftsfreunden Gutwirts beschlagnahmte die Polizei erhebliche Mengen Brcklanten. Frankfurt a. M., 9. Aug. (Wolff.) Der Magistrat beantragt bei der Stadtver- ordneten-Bersammlung erneut 10 Millionen für Kleinwohnung sbauten zu bewilligen. — Für die JnternationaleEin- fuhrmesse hat der Mftgisttat, vorbehaltlich £er Zustimmung der Stadwerordneten eine halbe Million zur Berfügurrg gestellt. Die Handelskammer beabsichtigt, durch Zeichnungen bei Handel und Industrie, einen entsprechend großen Betrag auszubriuaen. X Hanau, 10. Aug. Die nach Beeickigwig des Prozesses in Marburg nach Hanau zurück- gekehrten Hanauer Kommunistenführer wurden bei ihrer Ankunft im Hammer Nordbahnhofe von einer vielhunderttöpfigen Menge empfangen und unter Vorantragung roter Fahnen im Triumphe nach dem Gewerkschaftsfrause ge- Starkeuburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt, 10. Aug. In einem Dortrag des Staatssekretärs a. D. Helfrich über „Tie Finanzlage des Reiches" beleuchtete der Redner die einzelnen Sleuerprojette, verutteilte sie in febärffter Weise und behauptete u. a., daß das vorgesehene Reichsnotopfer noch nicht die Hälfte der Summe einbringen werde, die man erwarte. Er wiederholte bann in ebenso sckvrser Weise die schon öfter erhobenen Borwürfe aller Att gegen Erzberger und erklätte, daß dieser selber erstaunt und erschrocken gewesen sei, als er zum Finanzminister ernannt wurde. Im Interesse des Vaterlands werde er in seinen Kämpfen gegen Erzberger nicht Nachlassen, obwohl dieser alle Angriffe abzuschütteln versuche, wie man ton einem Gummimantel die Regentropfen abschüttelt. Erzberger sei rci Noten erhalten. Entwaffnung btr ungarischen roten Armee Budapest, 10. Aug. Bett. Lokaftuiz. Nacb dem Bericht des Kriegsministeriums ist die Entwaffnung der Roten Armee überall in größter Ruhe verlaufen imb beendet worden. Clemenceaus Note an Ungarn. Versailles, 10. SUig. (WTB.) Einige Abendblätter behaupten, die neue ungarische Regierung habe die Wasfensttllstandsbedingungen der Rumänen angenommen. „Jntransigeant" sagt, die Note Clemenceaus, die im Auftrage des Obersten Rates wegen des Einzuges der rumänischen Truppen in Budapest nach Bukare st gesandt wor- den ist, käme einem Ultimatum gleich Die Blockade Rußlands. Versailles, 10. Aug. (WTB.) „Jnttan sigeant" teilt mtt: Ter Oberste iJtat der Alliierten habe gestern beschlossen, die Blockade Rußlands aufrechtzuerhalten. Der Ratwirt sich morgen mit der Betteilung der deurschen Schiffstonnage unter die Alliierten beschäftigen. Tas gleiche Blatt metbet, die Italiener und Griechen hätten sich über alle schwebMden Fragen geeinigt. AuSreitung des Bolschewismus in der Türkei. Bern, 10. Aug. (WTB.) Der „Temps" meldet aus Saloniki: Man eriährt aus Konstante nopel, daß die türkischen Behörden sicb über die schnelle Ausbreitung des Bolschewismus in der türkischen Arbeiterklasse sehr besorgt zeigen. Eine Sonderaktion Kemal Paschas. Bern, 11. Aug. „Temps" meldet aus Kairo: Mustafa Kemal Pascha hat sich getoeigert, bet Aufforberung bet türkischen Regierung, nach Konstantinopel zurückzukehren, Folge zu leisten. Er hat sich von der Türkei unabhängig erklätt und läßt überall bekannt machen, die Konstanftnopeler Regierung habe das Vaterland vettauft. Er fordett alle Anhänger des Islam und alle Freunde der Türkei auf, sich ihm anzuschließen. Mustafa verfügt über zwei revolutionäre Divisionen. Zahlreiche Freiwlllige schlossen sich ihm an. Die türkische Regierung habe zwei Minister zu Verhandlungen in die Ausstandsgebiete entsandt. Sie werde voraussichtlich Truppen in diese Gebiete schicken. Weizenausfuhrverbot in Amerika. Stockholm, 11. Aug. (WTB.) Aston Tw- ningen melden: Julius Barnes, Ditettot des amerikanischen Weizentrusts, hatte mit Wilson eine längere Konferenz, deren Ergebifts em Wei - zenausfubrverbot nach Europa war. Das Verbot verursachte einen sensationellen Preissturz in Getreide und Fleisch. Ernährungsschwierigkeiten in Amerika. Berlin, 11. Aug. Ter „Vorwärts" steltt : fest, daß die Er n ä hr u n.g s schwi e r i.g kei- ten mit denen der Weltlieferant Amerika rm : eigenen Lande zu kämpfen hat, emm bed.'nklrcheu > Umfang angenommen hohen. «n11ur. Krewschalttisprvor Tr. Hindrichs- A-chst a. M., der während des Krieges durch LMoit Vorträge in fast allen Orten Nasfrus lyntftfcc Gröhe und Herrlichkeit pries uno jeden ijrt iM unterstellten Lehrer seinen Zorn füfrl.m tt-ß, wenn er anderer Meinung war als der Bor- »setzte, und der in seinen Reden glühenden Haß ,-gcn Frankreich predigte, ist feit der Besetzung ine« Bezirks der cifrigfte Parteigänger Frank- ittchs und Verfechter für die rheinische Republik im Anschluß an Frankreich geworden. >ht hat Tr. Hindrichs eine Verfügung auf Ein- fthlung des obligatorischen französischen Unterrichts in den ihm unterstellten i'cUden erlassen. Alle Schulkinder müssen fron- fische Schulbücher haben. Wenn die Elteni die Anschaffung der Bücher ablehnen, bann wird der yetrog von ihnen durch die Gemeinde eingezog.'n, .jbtr die Bücher werden auf Gemeindekosten be- c!»afft. Ferner wird ein Wettbewerb für die besten rchüler veranstaltet. Wer die mrifben Fortschritte 'm Französischen gemacht hat, erhält aus der Hand Höchster Administrators Belohnungen bck zu 100 Mk. — Tie Lehrer und Schüler sind vom yrrn Krcisschulttispektor mit dem kerndeutschen Hamen Hindrichs gehalten, die französischen Offi- iete zu grüßen! Tr. Hindrichs unterhält schon '■eit der Besetzung die engft.m Beziehungen zu den 'kivcilisten Militarvettvaltern seiner Kreisschul- inspektion. **Jm Lichtspielhaus wird ab morgen „Die Lieblingsfrau des Maharadscha", 2. Teil, in der Hauptrolle: Lilly Jacobson, Gunnar Tolnas, sowie das glänzende Beibekräftigt. Eine umfassende Biographie Häckels erschien 1900 von Wilhelm Bölsche. Lroncavallo t- Amsterdam, 10. Aug. (WTB.) Das Reu- tersche Bureau melbet aus Rom, daß der Komponist Leoncavallo gestorben ist. Leoncavallo ist der Komponist der bekannten Pvcisoper „Der Bajazzo". Amt eingeführt. ~ O M i t t e l-Seem en, 8. Aug. Mit vier Üridensgesöhrten entfloh der Sohn des hiesigen Bürgermeisters Peppel aus der ftanzöffschen lftiegsgesangenschaft und langte in diesen Tagen glüctiicfr in der Heimat an. Kreis Lauterbach. z. Grebenhain, 10. Aug. Gestern nachmittag fand frier eine große Bauernver- sammlung statt. Es mochten ttwa 1000 Mann aus dem Amtsbezirk Herbstein und crus dem Kreise Schotten erschienen sein. Hauptredner waren Herr ‘Jen 8 aus Friedberg und Bürgermeister Jost Bermutshain) die über den Abbau der Zwangs- ftrtschaft für Milch, Eier, Frucht und Vieh, weiter ifcr den Einfluß der Erzeuger auf die Preisbildung sprachen und durch Beispiele erläuterten. Jost führte aus, daß im Jahre 1917 die Vogelsberger Dauern ihre kaum entbehrlick>e Gerste ab- liriern mußten, und wie solche im Oberwald, wo ein großer Sanpatt angelegt war, sackweise un» nötig verwirtschaftet wurde, und ßo sei es mit vielem anderen ebenso ergangen. Beide Redner ernteten reichen Beifall. Eine Entschließung an die hessische Regierung wurde einstimmig ange- iwrnmen. Kreis Schotten. WwrdeniA 1 Schlawr ^en- md »Ms J fe .?ernichtzmg i durch umsDlgrechZD ud 'J-idtermitteln, toi ? ausstckndm Fch fc B«' der fctS ymmgeftvchknrn Un- y kwe grch 8oü “w ^utensmerk MMammer und tt M, Verfügung gchil PnvatwvhltWeit k en, hilfreich milzuw ÖM/Dl.,% — —ö-------- ------ n beseitigen. Es bat hi aeborgen. — Im Beisein des Gemeinderats wurde gebiLet, dmch den e!i' ' Entwicklungslehre" fein Bekenntnis erneuert und I Feuerwerker || Kaufgesuche 24y.,IN.kaufmännischenu. . « . 24 y., m. kaufmännischer technischen Kenntnissen 4-k-Zim»cr-Hmis u. Giehen lSchützenstr. 2), 11. Aug. 1919. 9801 Wetzlar. 1015686 zu verlausen. [9261 Giehen, den 11. August 1919. 9317 Gießen, den 11. August 1919. 015653 Die 016701 Eme Wärterin Wil, scholentl. Mädchen gesucht 9323D sofort gesucht . 9324 Pfeiffersche Buchbdlg, Walltorstr. 21. 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(OlWl Am 9. August d. Jahr, wurde im Zuge Geln- hausen^-Gietzen, welch« um 9.40 Uhr vorm. in Gie- ;en eintrifft, ein wertv. Fernglas ■« anscheinend einem Jäger gehörend, gefunden. Mr Eigentümer kann sich auf der Bürgermcist. Ho»' berg, Kr.Alsfeld, meldrn- HoehpruKentiewn Welsskalld waggonweise abzugeben Sofort greifbar. Olmtsis ' C. Ttvele, Butzbach, j la. Weinosserte^! fn ö-ltxjcfeen und Faß ig I Rhein-, Mosel-, Rot- n Bordeaux, stellt billig i Vertreter Gg. Kavviiö, Frankfurt am SJlaii Gutleutstrahe 101. 92Kii 1 Junge von ordentlichen Eltern als 9237 Kellnerlehrling zu baldigem Eintritt gesucht. Meldungen erbittet Stoubitorei und erstes Wiener Kaffeehaus H. Hettler in Giesten. Saubere Lauffrau od. Mädchen f. wöchentl. drelmal 2Stdn- vorm. ges. Kaiser-Allee 9II. 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Höchste Temperatur am 10.8. —' ......r ,, w W.8.- 28L", H. 8. — 10.5°, 11. 8. =1-2* Nenstmdchen^U" am ©abnöof SoM o iißr tnorflens, v* MM«-« «LL« Fenigl--- EZ MS««’-*! Ser««» HI SZKi --HK <1, die öort Ü u xieE jj lannticbaft e'nes.IM anitdnbigen Mada» Witwe mit 1 Sind» au59c|d)0|iett.«Ml Krieges nicht zur Anstellung gelangenden Kandidaten schadlos gehalten werden. Die endgültige Regelung alter dieser Fragen soll durch eine Gesetzesvorlage erfolgen, doch soll alsbald das Oberlonsistorium zu entsprechenden Maßnahmen ermächttgt werden. Die Berichterstatter des Finanz-Ausschusses Dr. Becker und des Gesetzgebungsausschusses Wahl-Schlitz siird mit der Vorlage einverstanden und haben einige Zusätze beantragt. Synodale Prof. D. Diehl tritt dafür ein, daß nur dann von den Ausnahmen Gebrauch gemacht wird, wo dies nötig erscheint, da sonst praße Schwierigkeiten entstehen. Im übrigen dreht es sich nur um eine kurze Zeit (etwa 10 Wochen- die dem Kriegsteilnehmer zugute kommen fall. Zur Unterdrückung falscher Hoffnungen muß er dies ausdrücklich festlegen. — Für manchen ist es ein großes Entgegenkommen. Tie Vorlage findet einstimmige Annahme. Ter Bitte des Vorstandes der Hessischen Lutherstiftung, betr. Erhöhung der Stipendien entsprechend der Geldwertung von 400 Mk. auf 500 Mk. und von 700 Mk. auf 750 Mk. wird entsprochen. Endlich wird noch die Vorlage betr. Vergütung der den Dekanen dienstlich obliegenden Aufwendungen, die auf 600 Mk. festgelegt werden, genehmigt. Tann wird die Verhandlung geschlossen und «Ä-MÄ •Zjgl a-gj tf fb ÄM «Sä MK StohpV.CtHu»rll oimm Tie "" Ä?"? WaUd^ ansgesprochene W ®*P«M nehme ich h mt zurück. B. Mcd- Häashäiterin’ben LebenngefUhrth ucht ein alleinsteh. b beitet auf bem Vanbe niL , -c„ «. guten Lohnverjain-ikl könne, ob der Anschluß an den Staat für die u. eigenem -öeltn, 37Ö.u| Steuererhebung weiter bestehen bleibt. mit 3 schuipst Linie.I Auch die Vorlage des OberHonsiswriums betr. blMsWer,vmigllt.S/ * ~ ~ - u. angen. Erich. Ein/ teilungen des Namens werden jedoch von ter modernen Sprachwissenschaft verworfen, die ihn vielmehr mit dem mittelhocklideutschen Worte vride- Schutz in Zusammenhang bringt. Temnach bedeutet der Name Friedberg so viel wie „befestigter Berg". Unter dem 26. Oktober 1216 schon wird in einer Urkunde die Burg „Wridburc" erwähnt, die Von dein Ho'henstaufen Friedrick» II. zum Schutze des in der Wetterau Liegenden Reickssgutes auf den Grundmauern eines abgetragenen Römer- kastells angelegt worden war. Es ist sehr wohl möglich, sogar wahrscheinlich, daß vor her Errichtung der Burg auf der Stelle dec heutigen St.rdt eine dörfliche Ansiedelung bestanden hat. Wir wissen freilich darüber nichts. Während schion in Urkunden des 8. und 9. Jahrhunderts Wetterauer Dörfer in FriÄ>bergs nächster Umgebung, aufgeführt werden, werden „Bürger in Frideberg" zum erstenmal intter bem 11. August 1219 aenannt. Seit diesem Ta^e also ist die Stad t Friedberg für uns nachweisbar. Während zunächst noch an der Spitze der städtischen Verwaltung der Burggraf stand, kam es infolge des staunlrch raschen Aufblühens der Stadt sehr bald zur Trennung zwischen Burg und Stadt, die den Grund zu jahrhundertelangen Fehden zwischen beiden Parteien legte. Am 20. Jmn 1683 erschien in Friedberg eine Kommission, um zu prüfen, ob man das Reichskanunergericht von Speyer nach Friedberg berlegen könne. In dem Gutachten dieser Kommission heißt es: „Gleichwie mm dre gute Gelegenheit und die befbänbige Passage den Cin-rohnem in Friedens zeit merklichen Bor- theil bringt, so ist die Stabt im Unfrieden wegen der Landstraße den Tuvchzügen von Truppen und allerlei Unheilen unterworfen." - Gemeint ist die ftrakt publica, die große Heer- und Handelsstraße, die aus Norddeutschland über Friedberg nach Frankfurt a. M. führte; sie bildet den Schlüssel für den merkwürdig raschen Aufschwung, zugleich aber auch für den spateren Niedergang der Neichs- ftabt. Kein Krieg wurde auf deutschem Boden aus- getragen, der mcht in ihr seine tiefen Spuren zurückgelassen hätte. Man mache es sich klar, was es bebetrtet, wenn die junge Stabt um 1250 schon in der Lage ist, den Bau einer Kirche in der Größe der Liebfrauen-t kirche anzufangen, wenn die Juc^-^mreinde bereits 1260 ein rituelles Bad in dien Maßen des noch heute bestehenden Judenbades erhätt! Im „Wetterauer Städtebund" sehei: wir die freie Reichsstadt seit 1265 an der Seite von Frankfurt, Wetzlar und Gelnhausen, und Friedberger Recht galt bis tief nach Norddeutschland hinein. Die Blüte der Stadt fällt ins 14. Jahrhundert, wo die Glocken von 10 Kirchen und Kapellen den Kaufmann grüß- Nein! Mein Chef hat mir allerdings eine enorme Gehaltserhöhung versprochen, wenn ub bleibe aber es srad andere Gründe, dre nnch zwingen, eure Stellung aufzugeben, bie mir eine gute Lehrmeisterin für das Leben mar." „Ist Herr Tokdor Metzner vielleicht der Grund?" Fast zaghaft kamen die Worte von Arne Lorenzens Lippen. „Sie wissen?" „Er sprach mir — ich lernte Doktor Metzner erst feit einigen Wochen - schon rnieberbjU b^ von, wie begeistert er üvn Ihnen 'et, und gestern sagte er sogar, daß er Sie--Waten nullte. Ragna lachte, ein leises, süßes, kinderhiftA Lachen. „Ter gute Doktor," sagte, sie W gehört auch zu den Mannern, die immer glauben, es käme nur auf sie an, wenn ne herraten wollen. „Das geht auch wieder vorüber, bester Doktor, das 'wissen Sie ja am besten." Ragmr stockte. Was wm: das für ein Bltck, ber fie traf, öatte Arne Lorenzen nM selber gesagt daß er überwunden und nun? Erne heiß.' Glut stieg in Ragnas Antlitz. Ern woUrges, selb fam schaurig süßes Gefühl überkam sre - f« mar also doch noch geliebter brauchte ftch nicht mit feiner Freundjchaft zu“J? liebt sie noch unb )ie — sre war glücklich darüber. Ja sie liebte den Mann, ber ba fo hoch aufgerichlet vor ihr stand und flammenden Auges aus sie hernicberiah. Liebte jte ihn? _ Rein und tausendmal nein — und doch Jlü [elf, was Sie sagen ivollen, in ^hrem Antlitz, Ragna Svendburg," sagte Arne Lorenzen leise, und seine Stimme klang grollend — Mm iu Ihnen nicht well ich, wie ich >zhnen frech?og überwunden — sondern well tify Wig %ar — hören Sie, llernllch eoersuchttL Neckmungsjahre entnommen werden. Auch die weitere Vorlage betreffend eine zweite enrmalige Kriegsteuerungsbeihilfe für 1918 ent- fpted;enb dem 5Sorgeleit des Staates wird ohne Aussprache gutgeheitzen. Hierauf wird die Vorlage betr. die Gewährung von Teuerungszulagen für 1919 beraten. Es sollen gewährt werden an laufenden Zulagen: Als Fa- nnlien-uschuß für im aktiven Dienst stehende Bezugsberechtigte jährlich 2000 Mark, für solche ohne äeenen Haushalt 80 Prvz. hiervon, eine .Kinderzulage von 500 Mark, für Pensionäre 1200 Mark, Witwen 700 Mark, Vollwaisen ebenfalls 700 Mk. Die Mehrausgabe gegen 1918 beträgt 872 000 Mk. Diese Ausgaben können aus den vorhandenen Mllteln gerade noch gedeckt werden. — Tie Vorlage wird nach Erläuterungen des Oberkonsistorial- prLsidenten Dr. Nebel, sowie des Berichterstatters Dr. Wagner mit den Zusätzen genehmigt, daß den verheirateten nicht angestellten Pfarrern, die Kinder haben, auch für bieje die Zulage «währt werben soll. Auch den Hinterbliebenen von SfarrerfamUien soll wie bisher soweit möglich entsprechende Unterstützung zuteil werden. Ober- kouftswrialprasioent D. Nebel erklärt dagegen, baß man aus finanziellen Gründen den Pfarrern ent Krankenanstalten usw. die Zulage nicht ge- Ragna lächelte unter Tränen zu ihm auf. ,Sie sehen, lieber Freund," sagte )te, ,chaß td) schon allein, oljne Familien glück und -Bande werter kommen muß, unb ich will es auch! ‘ „Mein Buch hat mir neben dem Ruhm, ber mir recht zweifelhaft erscheint, weint tch auch stolz auf den Erfolg bin, weil er nnch unabhangtg machte, einen recht ansehnlichen pekuniären Gemimt gebracht. Schon wieder wird eine neue Auslage tret bereitet, und mein Verleger hat mich gegen ein geradezu glänzendes Hvroorar gebeten, ein ayn- liches Buck« zu schreiben, Mm Beispiel über W- .Arbeit". Äe wissen ja, was ich davon vergebe, aber das schadet nichts. Mit dem nötigen „Klimbim" trägt mich auch' dieses Werk hoch empor — ich habe Geld mti) Ruhm — was will ich mehr vom Leben." Es sprach eine grenzenlose Bitterknt aus Ragnas Worten, aber auch ein so tiefer Svckenschmerz, daß er Arne seltsam erschüttette. „Sie dürfen hier in dieser einsamen, traurigen Umgebung nicht bleiben," sagte er. „Jetzt, wo Sie durch eigene Kraft sich etwas errungen haben, iiiüß'en Sie hinaus ins Leben, in die Welt. Welch glänzende Rolle würben Sie spielen, wenn Stä üs Gräfin Svendburg aus Ihrer Anonymität heraustreten und sich als Verfasserin ber „Pflicht" w erkennen geben. Hier gehen Sie zu Grunde." „Sie täuschen sich, lieber Freund. Hier kann ch wenigstens unter Menschen sein." , , „Werden Sie Ihre Stellung in der RedaMrn Mfter führen?" fragte Doktor Lorenzen voll Interesse. Well ich mich' überzeugen wollte, ob etn Mann, nrte Doktor Metzner einer ist, nur ju sagen brauchte: die heirate ich! Ich gehe beschämt ist meiner eigenen Gedanken von bannen, denn ich sehe, daß die alte Ragna, die ich kannte, sich treu Ter Waffenschmied. Dienstag 12.: Der Ring des Nibelungeii II. Tie Walküre. Mittwoch 13.: Ter Zigeunerbavoil. Tonnersdag 14.: Ittg»- letto. Freitag 15.: Uitbme. Samstag 16.: Martha. Sonntag 17.: Ter Ring des Nibelungen III. Siegfried. Montag 18.: Hannerl. Tienstag 19.: Zar u. Zimmermann. Mittwoch 20.: Dosea. — Schau* spielhaus. Montag 11. Ang.: Die Schmetter- lingsscklacht. Dienstag 12.: Iphigenie auf Tauris. Mittwoch 13.: T« drei Zwlll«tge. Donners. ten, ber zur Friedberger Messe zog. In dem wich tigstcn Reichsgrundgesetz des Mittelalters, der Goldenen Bulle, vom 10. Januar 1356 wird Friedberg mit bem Rechte ausgezeickMet, bei KömgswahlLN den Er^bisckjof von Köln nach und von Frantiurt geteüen zu dürfen. Von dieser Höhe sank die Stadt jedoch bald und stetig mehr zur Bedeottungslosigkell herab. Die anbaueniben Streitigkeiten mit den Burggrafen, der 3ufammenbrud) des „Wetter auer Stabtc- oundes" 1389, die wachsende Bedeutung Frank- furts, zwei große Brande 1383 und 1447, zuletzt und vor allem die Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts wurden ihr zum Verhängnis. Im 30jäh- eigen Kriege wurde Friedberg viermal belagert unb dabei dreimal erstürmt und geplünbert. Erst im 19. Jahrhundert, nach der Einverleibung durch Hessen 1802 und besonders nach ber Erbauung der Main-Weser--Bahn 1850, konnte sich die ^>tadt wirtschaftlich erholen, so daß sie heute mit ihren etwa 11000 Einwohnern unter den ober hessischen Städten an zweiter Stelle steht. Noch immer deuten Burg, Stadtkirche und Kaiserstraße auf die mittelalterliche Blüte ^Friedbergs eindrucksvoll hin. Aber wie reich wäre die Stadt an Denkmälern ber Vorzeit erst, wenn man bei dem Ausbau im 19. Jahrhundert mit mein Respekt vor der Vergarlgenheit zu Werke gegangen wäre! Viele alte Tore, Stadtmauern, Türme, Kirchen, Kapellen und Steinbrunnen sielen der Entwickelung zum Opfer, ohne daß man in allen Fällen die Notwendigkeit begreifen kann. Dazu wurden bewegliche Altertümer (bamnter 1878 ein außerordentlich wertvolles Allargemälbe) unb Archivalien kurzsichtigerweise verschleudert und sind heute eine Zierde ber Museen von Darmstadt, Frankfurt, Wiesbaden, sogar von London. Erst seit etwa 1896 trat darin ein Umschwung em. Die Stadtverwaltung machte Räume zur Einrichtung eines Museums, eines Sradtarchivs und einer Stadtbibliothek frei, unb heute bilden diese Sammlungen einen wertvollen Besitz für die Stadt und eine Fundgrube für den Forscher auf dem Gebiete der Wetterauer Geschichte. Der derzellige verdienstvolle Leiter dieser städttschen Institute, Herr Gymnasialprofessor F. Dreher, hat aus Anlaß des heutigen Stadtjubiläums eine Festschrift*) im Selbstverläge des Stadtarchivs erscheinen lassen, deren Blldbeilagen musterhafte Reproduktionen von Skizzen alter, zum Teil verschwundener Baulichkeiten barftcllen. Die Zeitläufte sind festlicher Stimmung nicht hold, und so hat die Stadtverwaltung von einer Feier des heutigen Tages Abstand gerammten. Rauschende Feste sind ja auch nicht immer die würdigste Form für eine Jubiläumsfeier, und Jubiläen sind schließlich nicht nur dazu da, um, gefeiert zu werden. Sie sollen beit Menschen besinnlich machen, und zur Bettachtung des -urückgelegten Weges an- regeri. Möchten auch die zahlreichen Freunde Friedbergs draußen int Lande den heutigen Tag zum Anlaß nehmen, aus ber Betrachtung ber wechselvollen Vergangenheit unserer Stadt Hoffnung und Zuversicht auf eine bessere Zukunft unseres sctzver- geprüsten Vaterlandes zu schöpfen. T) „Das malerifehe Friedberg", zur Erinnerung an das 700]übrige Bestehen ber einst Freien Reichsstadt Friedberg in der Wetterau, herausgegeben von Ferdinand Dreher. Friedberg in Hessen 1919. tcitjcn „Nie," sagte er ausstehend unb ihre H«ü> abickiiednehmenb an seine heißen, zuckenden ~U>t*n pressend. ,Lch kämpfe unb ich werbe Sreger fern. Er ließ ihr keine Zeit zur Antwort, sondern stürmte hinaus, Ragna aber suhlte noch ttrnge seinen Kuß auf ihrer Hand brennen und \tv\. sinnend sprach sie vor sich hin: „Er ist doch mein einziger und bester Freund." Tie Sonne ba draußen lachte dazu, und die aufbrechenden Zweige ber Weidenkätzchen kwpften Frühlingsgruß ans Fenster. Und ob wir wandern und fvagvr Und suchen ich und du, 9He neigen getrennte Bahnen Austs neu’ einander sich zu. Hans Grasberger. Eins stille, schweigende Sommernacht. und süß duftete der tyvetev, unb bec strömte betäubenden Wohlgeruch über Gwtt-N Haus. Es lag so ftiö am Wesende, kern Laut störte die Einsamkeit. Nur rm Aieberbusch sang leist ein Böglern von unb Siete.. Ragna saß am geöffneten Fenster bei der Lampe und schrieb. __ , Das Klirren der Signalsttmge unten machte i« aufsehen. Wie kam bas? Hatte sie recht ge* hört? Ter Schnellzug muhte bas Häuschen doch schon passiert haben. War sie wirklich vertieft in ihrer Arbeit gewesen, daß ne bas Srgmll überhört hatte. Ragna trat zum Fenster und blickte hinaus. Sic konnte aber nichts auf Der Strecke erkennen, als einige hin- unb herflackernte Lichter und jetzt — ba flammte es M «uf und sie sah ganz deutlich Frau Brants totenblasses Gesicht, wenn auch nur einen Moment. , Ein Zeichen war es, ein Notsignal, das die refolutc Frau Brand gegeben, indem sie eut Büschel Stroh entzündete. Jetzt sah Ragna auch den Bahnwärter Brand, eine Laterne und nne Fahne schwenken Ohne Besinnen stü^t: ^09™ hinab. Hier galt es ein vielleicht ttaßluhes Uw- hell abzüwenben, aber sie hatte noch Haustür erreicht, ba erschütterte em Krachen die Luft, dem es rme dumpfes Stöhn«, und Äechzen folgte. Ter feit env-r bulben Stmch: fällige Schnellzug war mu.emem G^te^LigeKw- fammengestoßen. Berte Ma,chrnenunb rare Rnhi I Per^änemvagen waren jertrummert. (Fortsetzung folgt) 9. evangelische Landezsynode. Fünfter Tag. mr Darmstadt, 9 Aug. Dio 16. Sitzung her 9. ordentlichen evangelischen Landessynvbe wird \nttet Vorsitz des Präsidenten Din^eldcy mit ttnem Gebet des Pfr. Wagner eröffnet. Zunächst wird die Vorlage des Oberüonsisto- rßnns, betreffend die Tagegelder und Reisekosten jär die Mitglieder bet Tekanatssym^e der Deka- ratsausschüsse und Landessynode beraten. Nach Bericht des Synodalen Wahl-Schlitz sollen die Tagegelder entsprechend den erhöhten Sätzen der Hessischen Volk-rkammer festgesetzt und auch auf die nicht auswärtigen Mitglieder aus- cedehnt werden. Tas Gesetz soll rüatoirfenb bis 1. Wril 1919 Gültigkeit haben. Nach einer zustimmenden Erklärung des Synodalen Landgerichtsrat Tr. H o f im Vtamen des Yinanzausschusses rofjb die Vorlage einstimmig Cinberufung eines Lanteslirchentages fortgefahren. Zunächst wird ein Antrag des Abgg. Wagner und Beier, eine Kommission zu ernennen, nrcldpc über das ganze Material beraten und der Synode eine entsprettZenbe Vorlage machen soll, bamtit die ganze Beratung vereinfacht wird, ein» stimmig üitgercomnten und die Beratung über den Gegenstand abgesetzt. Die Kommission, bestehend aus dem Gesetzgebiurgsausschuß und den Vertretern der einzelnen Gruppen, wird gewählt und soll schon am Nachmittag zusammentteten. Tann gelangt die Vorlage betreffend bst Bildung einer selbständigen Fllialgemeinbe Hütten- sttb mit Sprache. Nach Bericki des Synodalen Fritsch will die Gemeinte Hüttenfeld, welche bisher Lampert- f.i:tm zugetcill war, nunmehr mit Viernheim vereinigt werden, ba ihr durch Entgegenkommen des Fvecherrn von H e y l ein Bauplatz für eine Kirche Mr Verfügung gestellt wurde. Tie Vorlage wird genehmigt. Es folgt die Beratung ter Vorlage des Ober- stmsistorrums betr. die Berücksichtigung des Heeresdienstes. Nach Erläuterungen oes Ooerlonsiswrialprüsi- baticn Dr. Nebel sollen cklle Pfarrkandidaten, wüche am Kriege teilnahmen, dadurch begünstigt werten, daß Mnächst die nach ter Dienstpragmattk vovgeschrietene Vorteoeitungsdrenstzeit vvn zwei Ären herabgesetzt werten kann, auch die Besucher deS Predigerseminars sollen entsprechende Der- günftigrmgen erhallen, ebenso sollen die infolge des noch kann ich hoffen!" Er stand mit leuchtenden Augen öot chc, und Ragna war es, als wmx niajt er ber Ge- temütigte, er, ber sie vorhin getäu.cht, lonbzrrt sie. Wie kam dos nur? „So ist es auch nicht wahr, daß Sie fortgehen," fragte sie, die Antwort umgeheno, nnt feiler Bitterkeit in der Stimme. „Doch, ich gehe, aber wenn ick wieterkehre, Ragna ©tenbburg —" Seine Stimme klang drohend und doch bebte ein leiser, zärtlicher Mang daraus hervor, und dieser Klang pochte an Ragnas Ster?. „So werten Sie vergessen haben. An« Lo- * Ich ziehe finster des Weges. Ter ferne von deinem hegt, Bon deinem Pfade, dem sttllen, Ter nie zu meinem fick biegt. m. 1 Kind nicht flnJf'J DtSfr. Mei. SchrllZ 18/li u. 9272 a. b. i] Wnrtl mieten, toMole M „angenheil, Ach ä Haushalt, besitji mda v. tausend Marl A^ v und EinrichlunL Mt angenommen.. Es folgt die Beratung der Vorlage betreffend btt Gewährung von >ttiegsteuerungsbeihilsen für Wirt»" Pfarrer. Es sollen erhalten: Verheiratete Pfarrey ?n9cbote unk;1''11:' ftrr das Jahr 1918 einen Farnilienzuschuß von ,M s ‘ let 1000 Mark, ledige 700 Mark. Für Kinder 250 Mark, Perrsionäre 500 Mark, Witwen 360 Mark. Tie Mittel sollen aus ten Ueberschüssen früherer zwischen ten beiberftitigen Ausickften halt und die Fortzahlung tes Lohnes nach tem Turck- s ch n i 11 s l o hn des letzten Vierteljahres bestimmt, entsprechend tem „Heidelberger" Abkommen „K.ll- l-.'ktioabkommen für die Metallindustrie"), über testen Hauptpunkte die Parteien sich berefts fonnlosl verständigt hatten. (Es wird im übrigen auf die Bekannt machung de s Schiedsspruchs verwiesen.) Turnen. -m. H u n g e n, 8. Aug. Währeiw ter bernate 4V» Kriegsjahre wurde ter Unterricht des lüefigea Turnvereins durch die a nerfenncnSiDertc Tätigkeit des früheren Tuntwarts, tes bejahrten W. Frut ig II., Ehrenmitglied tes^Berrrns, fast ausschließlich mit Zöglingori und Schlütern aufrecht erhalten. Jälplickt komtte eine ganze Anzahv Zöglinge und Sck-üler zu ten Iugend-Wetturnen des Gaues Hessen entsandt werten, die auch stets gute Erfolge erzielten. Jetzt aber, nachdem die aktiven Turner, soweit sie nicht ilw Leben auf dem Feite lassen mußten, wieder l-eimgekehrt falb, herrscht unter ter Leitung tes Turmvarts H. E b e r s o h n wieder ein reger Turnbetrieb und der Verein hat wirklich Grund, auf seine Turner stolz zu sein. Bei tem kürzlich gelegentlich crnes Sttstungsfeftes tes Turnvereins Schotten veranstalteten Musterriegen-Wetturnen wurde die Musterriege tes biefigeu Vereins mit tem 2. Preis bedackft, o. M sie eigentlich! ten ersten errungen hatte. Ar.i einem Turnfest tes TurnvereinA Braunfels erhielten die Turner Karl Hofmann! und Hermann Hofmann ten 7. unb 10. Preis. Weiter hat ter Vevein bei tem am ttergangcnenl Sonntag stattgefundenen Bezirkstumfest tes 3. Bezirks des Gaues Hessen zu Hirzenhain einen schönen Erfolg zu verzeichnen. Vvn ten zu diesem eretranbten Turnern P. Hernzelmann, K. Hofmann, H. jofmann, E. NickÄ, W^ Seibert und A. Hörning wurde ter 2., 3V 5„ 6., 7. und 17. Preis errungen.. Ter Schüler Richard Hahn bekam den 16. Preis. Bei tem bevorsteheirden Feldberg-Wetttnmen und Gauturnfest zu Gießen wird ter Verein ebenfalls durch seine Turner vertreten sein. Vermischte». * Falsche Mischungen bei einer Kaffeefirma. Tie Firma Tengelwann in Mülheim fall durch falsche Mischungen während teS Krieges das Volk in unerhörter Werse hinter gangen haben. Es wurde, wie die „Polittsch-Parlaaren- tarischen Nachrichten" hören, eine Untersuchung eingeleitet. Spielplan der grantfurtcr Theater. Herrn in sicherer N-r itellung zwecks Imit Heirat kennen zu lerei Schr Angeb. unt M a, d, Giehener AM-e Heirat! gntellig, sttebs-R-r Bstaüre alt, suchl ^ baldiger Heirat i J „Es ist vermüt hlich, die Statt habe jren Namen von Keyser Frideriw II. bekommen, daß sie Frite richsberg oder Fridberg genennet worden. Andere wollen, sie heiße Vdons paeis, Frideberg, zeigen " an." So berichaet Vemntwortlich für Pollttk: ______I V.: vr. Reinhold Zenz. Meteorologische Beoh^chtungem der Station (Stil™—*—— Neeb. 9322 Ter Reichs^ 9295V 93128 Statt Karten! Statt Karten! Kö!n a. Rh. Heinrich eilTOT Von der Reise zurück J. Becker, Dentist Erhältlich bei: 9003*8 8226c am Lager. Mnta aller M 5SÄÄI5S 9201 Wir liefern ab Lager: 9206c Bergstraße 20 8830 Tiefe Bek Berlin, mrr gegen die Fein- Der ges. Fahrradmäntel Z60M Fahrradschläuche ä 40 M Göbel & Appel, Bernftraße2O Bietzen Ludwlgftr. 29 irisch efnaetroffett. [016669 Kirchenplatz 10. Neu eingetroffen i Grosse Sendung Tie von erlassene, den Ch. I. 205/6. pjlüft von 9 aufgehoben. Die Verlobung meiner Tochter Anne-Marie mit dem Kaufmann Herrn Oskar Adalbert Heimer erlaube ich mir anzuzeigen. Frau Marie Koppen Varel, im August ISIS. Gie ßen, den 2. August 1919. Hessisches Amtsgericht. betreffend Aus ss Unsere B- von Grummet Zeitung 160' Tarms! Bohm-WsD bekannte vor». Ware wieder eingetroffen. TavetenbanS Ferd. ÄTennstiel Vlockftt. 7,1. ------ mi Zahnarzt Wertheim « !«M,Treaas'esm' brennt heller und Ist im Verbrauch sparsamer als Petroleum Ella Stern Willie Oppenheimer Verlobte Chemische Fabrik M Jakobi Frankfurt tu M., Feldbergftr. 1 • Telephon Taunus 415. Meine Verlobung mit Fräulein Anne-Marie Koppen, Tochter des verstorbenen Grost- kaufmanns Herm Otto Koppen und seiner Frau Gemahlin Marie geb. Block, gebe ich hiermit bekannt. Oskar AdalbertHeimer Gießen. ^Spezial - Reparaturwerkstfltte für Schreibmaschinen und Bureamnaschinen ni7c) aller Systeme Reinigungs-Abonnements Franz Vogt & Co. SclireilSHaiehlneaiMes Goethestr. 32. Tel.SUM- Maria Brams geb. Bochtler Eifenbahn-Bahnmeister Ewald Brams wurden durch die Geburt eines Knaben hocherfreut. Bietzen, Kath. Schwesternhaus, den 9. Aug. 1919. 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SchiedSspru ch. An der Lohnstreitsache des Deutschen Metallarbeiterverbandes, Bez. 8, gegen die Firmen Bännrnger, Heyligenstaedt und Schaffstaedt erläßt der Schlichtungsaüsschuß der Provinz Obcrhessen in Gießen folgenden Schiedsspruch: 1. Die Arbeitszeit beträgt von der lausenden Lohnwvche an wöchentlich 46 Stunden, so daß zum erstenmal am 9. August 1919 mrr 6 Stunden gearbeitet werden. Mit Rücksicht auf diese verkürzte Arbeitszeit werden die Lohnsätze des Abkommens vom 24. Mai 1919 zum Ausgleich um 3 Prozent erhöht: dieser Prozentsatz gilt für alle auszuzahlenden Löhne und erstmals für die laufende Arbeitswoche. Diese Bestimmungen unter Ziffer 1 gelten als Zusatz zu dem Abkommen vom 24. Mai 1919 und sind, wie dieses, mit zweimonatlicher Frist kündbar. Die Kündigung des LohmMommens und des heutigen Zusatzes kann frühestens am 1. Oktober 1919 zum 1. Dezember 1919 erfolgen. 2. Wegen des Urlaubs gelten die Besttmimuv- gen des Kollcktivabkommens vom 15. Juni 1919 mit folgender Abänderung: Nach einer ununterbrochenen Beschäftigen gs- dauer bei der gleichen Firma von 1 Jahr werden 2 Werktage Urlaub gewährt, in jedem weiteren Jahr 1 weiterer Werktag bis zur Höchstyrenze von 8 Tagen. Als Stichtag für dieses Jahr gilt der 1. August 1919. Für diesen Punkt wird eine dreimonatliche Kündigungsfrist bestimmt, zulässig jeweils am Molvatsersten. 3. Soweit bereit» günstigere Vereinbarungen bestehen, werden diese durch dieses Abkommen Bekanntmachung. Das Landesernährungsamt hat lt. Bekanntmachung vom 2. d. M. das Verbot der Versteigerung des Grummet grafes aufgehoben. Die land- und forstwirtschastliclte Deputation der Stadt Gießen hat in ihrer heutigen Sitzung beschlossen, demgemäß das Grummetgras bfymtkich zu versteigern. Die Versteigerung wird demnächst bekanntgcgebem Meine Bekaimtmackung vom 5. und 8. August, Anmeldungen des Grummetgrases betreffend, wird aufgehoben. 92778 Gießen, den 9. August 1919. Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. Prof. Dr. Koeppe verreist bis 15. September. Ol BMI äS? **■»4.80; änuM« «U4.50U sw s “rh. ?ln|d UWWMNwSk3Z8M IL TeU BekanntMachrwg. Der vom Gemernderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Ruttershausen für 1919 Rj. liegt von Dienstag den 12. August bis einschließlich Atontag den 18. August 1919 auf dem Geschäftszimmer der Bürgermeisterei $ur Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist können Einwendungen bei uns schriftlich oder mündlich zu Protobstl vorgebracht werden. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker hevangezogen werden. 9316 Ruttershausen, den 9. August 1919 Bürgermeisterei Ruttershausen. Klinkel. uMb zwar erstmalig gegen die Oktoberabschnitte. Tie Verbraucher haben bis spätestens den 23. d. Mts. die Oktober- Fern-eifen-Abschnitte bei einem Kleinhändler abzugeben. Sie erhalten dagegen einen Gotschern, der im September erngÄbst werden kann. Im Oktober können die Verbraucl)er die Ware wsvrt im Laden gegen die November-Fein- serfen-Echnitte erhalten, ^enso im November gegen die Dezember-Abschnitte und so fort. Die Kl einhändler sammeln von der Kwadschaft die Oktober-Feinseisenkarten-Abschnitte und liefern sie bis spätestens 27 Ungust 1919 in gewohnter eise mit Empstrngsbestätigimg auf Zrmmer 11 des Stadt. LebenSmittelamtes ab. Auf den Empsangsbestäti- fewöhnL Platinzabn 1 Pit.-Stiftzahn *.50 M., It-Piattenzahn 8 Mn Geblase In Gold und Platin zu höchsten Tagespreisen nar Dienetag, 12. Ang., naehm. 3-7 Vhr, In Gleesen, Hotel Prine Carl, I. Etage. A. WINKELKAKI [««« Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B wurde heute bezüglich der Direction der Discontv-Gesellsckxift, ZwtNgstelle Gießen, eingetragen: Durch Beschluß der Aktionärversammlung vom 21. Mai 1919 ist nach Inhalt der Niederschrift geändert die Fassung der Satzung hinsichtlich der persönlich haftenden Gesellschafter (Art. 1) und die Zusammenslellmrg der die Satzung abändernden ALionärversamm- lungSbeschlüsse (Art. 40) und sodann die Satzung einheitlich neu gefaßt. Gießen, den 1. August 1919. 9311B hessisches Amtsgericht. veutichuationalr hessische) Volkpartei (Srtsgruppe Sietzen) M Sfilte a. SsSkrinata in 8tM Steßn bitten wir, bet der am 17. Aug. 1919 stttttfirckenden Kreis^gswahl thtigie StKnnö Landliste nead mit de« Namen: jilitlm gta6tl,8aatoirt ia MerhSkM raß gaiwiü Tack, N^emeistn ia Sieben utreten. Wir haben uns biftrebt, allen Berufs- den tn Stadt und Land Rechnung zu tragen, tzi^en unsere Mitglieder It-vUe alle Anbauger > Freunde für diese Liste zu summen und eifrig für »u werben. riere fionMiattH M her StaM Aetzev W: L Ernst Ludwig Sack, Btttzgermeifter 2. .Heinrich Schirmer, Fabrikant 'S. Heinrich Gottmann, Landwirt 4. Gustav Lindemann. Ingenieur 5. Carl Seibel, Kaufmann 6. Karl Schmähl, LandgertchtSrat 9276c 7 Johannes Lob. Hausverwalter a Karl MaNomestuS, Hallenmeister « Schmidt, Oberbabnassistent M. Dr. Emil Heuser, Oberbibliothekar. Aus Grt sliaftlictc Te setzbl. £. 12! kauftragten tattliie 2ei setzbl. 3. 130 dettesteitd A, leniobilmacki folgende! firte erscheint nach jiuL zuhaltL-llebe ~ Nr. 224 z Femspfechfictz an geschlossen. Ludwig Schöck, Tdegt.-Adr.t Ludrolwerke. 3» Saufe 16. u. 17. August. mmen, gleichgültig, ob dagegm fe, Kernseife oder Rasierseife bestellt wer- Äe Abgabe des Seifenpülvers geschieht in der ckeichen Werse wie seither. Die Seifenpulvermengert nöemen wegen Mangel an Soda vorerst sticht erlMst werden. Das Seisenpulver ift dagegen in seiner Be- schaffenheit erheblich verbeft'ert worden. Di« verbessert? Qualftät kostet 45 Pf. das Vr-Pftmdpaket Gießen, den 8. August 1919. 9278B Der Oberbürgermeister (Lcbensmittelamt). Kartosselverteiluug. In der Woche vorn Montag den 11. bis Samstag den 16. d. Mts. einschließlich, gelangen in den Kwstoffelhandlungen auf den Beziugsobschnitt B 3 Pfund Kartoffellr zum Preise von 18 Pfennig für das Pfund zur Ausgabe. 9279B Gießen, den 8. August 1919. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). vchördliche Lozelge». Seifenverbrauchsvegelung. Vom Monat September 1919 ab iDcrtwr auf den Kopf der Bevülkerung wahlweise öS ♦ramm folgender Erzeugnisse geliefert: eatweder: 80pro»entigc polierte Feinseife in 100-Gramm-Stücken. das Stück zu 1,20 Mk., stet: 60 — 62prozentige reine Kern - seife (gleich 72 Proz. französ. Zal>- luug) in 100- bzw. 200-Gramm-- Stücken, das Stück zu0,80 Mk. bzw. 1.6 0 M k., ater: 80pro zentige reine Rasierseife in 50-Gramm-Stücken, das Stück Kaufe zu besonders hohen Preisen -g alte GebisseT."hn 8 Mark ClliOl Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde teafc ! eingetragen die Firma Docter & Balzer. Gieß« Inhaber: Wilhelut Docter und tzernrich Ärlz«, I Kaufleute in Gießen. Die offene HandelsgeWschafl i hat am 1. August 1919 begonnen. Der Wilhelm 1 Docter Eheftan, Justine geb. Bill in Gieß«, ifi Prokura erteilt. Gießen, den 9. August 1919. 93138 4 Hessisches Amtsgericht. Ter vom Gemeinderat durchberatene Bor-1 anschlag der Gemeinde Hattenrod für das Rech I nungsjahr 1919 liegt vom 11. August lfd. Js. anl eine Woche lang auf unserem Amtszimmer Mal Einsicht offen. Einwendungen können wahreni I dieser Sät schriftlich oder M Protokoll vor | gebracht werden. Es wird eine Umlage erhoben. I zu der auch die Ausmärker beizuttagen hrchen. Hattenrod, den 9. August 1919. Bürgermeisterei Hattenrod. Ld.IL: UBy JaeoMoa, Onaar Teilte sowie das glänz. Beiprogramm Ur Ws iikLPreüM Lichtspielhaus Heute letzter Tag: Lotte N eomann und Leontine Kühnberg Ab morgen die große Sensation: