«I I* ™tu» ». W miiL1*'11'«* *&£?*•* Sreitag, p. Juli 191! Erster Äatt 169. Jahrgang Annahme von Anzeige» f. die Lagesminimer dis gum 9lammittan vorher ohne jedeVerbindiichkeit Dreis für \ mm höhe für An.eiiien v.34 mm Breite örtlich 15 Bi-, auswärts 18 Pf., für Reklame- angeifl#n von 70 mm »reue 48 Pf. Bei Platz- oorfchriit20", Ackfrdlag. Hauptfchriitleiler: Ang. ®oeq. Derantivortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: p. Beck; fämtltd) in Gietzen llr. 159 Ter Sietener Snzelgee ^scheint täfltid), außer coim- und Feiertags, »ezo-sp-rfs: i^natl.Plk.l.6v, vierteljährlich Mk. 4.80. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Tif. 1.50; durch dirPost Ttf. 4.50 oiertel- jährl. ausfchl. Bejtellg. Üernlpred) - Anfchllifle: für bie edjriftleitunfl 112 tl>erlag.®efchält4steUe51 AnfchriltnirDrnlilnach- richten: Anzeiger »ieße». pofifcheLlonts: Srewlfurt a. M. 11686 GietzenerAMiger General-Anzeiger für Oberheffen SwiMngrrundöruck u. Verlag: Vrühl'fche Univ.-Such- u. ZteinörnSerei R. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. r. vkit solche unter en, sortiert i- (Militär-! 140 55 Die 180 100 220 74 36 74 Has dem besetzten Gebiet. er- 185 140 230 300 27 25 120 90 55 450 380 325 560 470 470 420 225 330 370 330 300 140 yie neue rheinische Republik. Herr Professor Dr. R o l o f f schreibt uns: . Mit Verwunderung werden viele die Nach- 110 110 .starken Reiches. Im übrigen wird die heutige Minister- Lons erenz der Einzelstauten in Weimar, die über den Paragraphen 18 der, Reichsversas- sung berät, wobei Ulrich .seine Geheinmisse lüsten wird, hoffentlich die Zweifel bald beseitigen. -aat gebildet werden, der von einer einheitlichen Bevölkerung gleichen Stammes be- Aachen, 10. Juli. Die belgischen Besatzungs- ttupp-m sind am 6. Juli von franz ost 1 ehe n Truppen abgelöst worden, Beteyt yai her Kommandierende des 33. Armeekorps über« lncheviot. ' >d Kammgarn Wrncheoiot midjeniot lcheviot . Vftniug bas kg wollene Militär« tättuchlumpen . te wollene Mili- sortiertej wollene ^ilitörtuchlumpen hlnmpen, soweit sesührt sind . . v (Militär-! Mnisterkonserenz über die Abgrenzung der Gliedstaaten. Weimar, 10. Julr. Die einzelstaat- lichen Mrnr st erpräsi denken mrd Fi- nanzminister sind in Weimar einge- t r o f s e n , um gemeinsam mit der Reichsregierung über die Fragen der künftigen Abgrenzung der Glied st aat en und die entspreche nde Formulierung des Artrkels 18 der Verfassung zu beraten. Daneben linden Besprechungen statt über die noch der Natronal- oersammlung vorliegenden S t e u e r v o r l a g e n, namentlich das .U m sa tz ste uergese tz und ne grosse Vermögensabgabe und über ine tum Finanzminister Erzberger gewünschte Verein - b e i t l r ch u n g in der Steuerveranlagung und Steuererhebung. Versailles, 10. Juli. (Wolff.) französischen Eisenbahner beschlossen, sich an dem Dcmonstrationsstrcik am 21. Juli zu beteiligen. Infolgedessen wird am 21. Juli von 5 Uhr vormittags an jeder Verkehr in Aushebung der Zensur durch die Entente. Bern, 9. Juli. (W. B.) Tie Lyoner „Pro- grös" meldet aus Paris: Ter Fünfer rat faßte einen Beschluß von großer Wichtigkeit durch die Bestimmung, daß die Aufhebung der Blockade automatisch auch die Aufhebung der Zensur bedeuten würde. Tie Blockade und die Zensur standen bisher unter Auf- sicht des Obesten Wirtschaftsrates. Ter Tepu- ticrte Rena u l d von der Armeekommissron der Kammer und Liorani erklärten dem Vertret.'r des „Motin", die Armeekommisfion plane den obligatorischen Militärdienst auf an Jahr oder höchstens 15 Monate. Französischer Eiscnbahnerstreik am 21. Juli. lötreidfgam'i . (Streichgarn, . (Streichgarn! . d Rausch . ctusch-Ersatzstofse lockert Streich- 85b nicht aus- IÄteTarMn« Stätwn gäfÄ Ä ÄSAw« wirtiLvich- Weimar, 10. Juli. Der 6, Ausschuß funi Volkswirtschaft beschäftigte sich in seiner heutigen Sitzung mit einer bereits am 3. Juli eingebrachten Vorlage der Regierung bett, die Preife für landwirtschaf t l i ch e Erzeugnisse und Schlachtvieh. Danach loll ein Höchstpreis für Roggen festgesetzt werden von 400 bis 415 Mk. Die Preise für Oelfrüchte sollen ebenfalls erhöht werden. In der letzten Sitzung des Ausschusses ist die Vorlage bereits vom Minister des Reichsernäbrungsamtes begrün» vordem Eingangs der heutigen Sitzung er- Eumpen . . - |oroett ftuye .führt sind - ■ chluMpen- onsektionöabsällc • hei und , M l°!^ * -W Md • • .et-SatbrooK’ außer (paka- und Taktik des hessischen Ministerpräsidenten, da er aber mehrfach ,hat versichern lassen, er unternehme in dieser Angelegenheit nichts, ohne das Einvernehmen mit den Reichsinstanzen hergestellt zu haben, dürfen wir wohl vertrauen, daß er rein deutsche Interessen im Auge hat. Auf dieser Grundlage wird es sich aber möglicherweise nicht haben umgehen lassen, mit dem Kommandanten der ranzösischen Besatzung Fühlung zu nehmen, >enn das linke Rheinufer ist nun einmal, das ist traurige Tatsache, auf eine lange Weile unsrem unbeschränkten Machtbereich entzogen. Wenn es, wie wir glauben, im allgemeinen deutschen Interesse liegen sollte, die genannten mitteldeutschen Länder in ein Staatsgebilde zusammenzuziehen, so liegt es leider in der Macht der Franzosen, sich diesem Ziel in den» Weg zu stellen. Die französischen Pläne in )ieser Hinsicht liegen keineswegs klar vor uns: wir vermuten, daß man auch in den französi- chen Machtpolitikerkreisen darüber keineswegs einer Ansicht ist. Wir geben zu, daß-die fremde Besatzung und Einmischung in die Angelegenheiten des inksrheinischen Gebietes für die in Frage tehende Staaten-Neugründung außerordent- ich mißlich ist. Aber können wir's denn ändern? Was wird aus Rheinhessen und der Pfalz, wenn wir nichts tun? Das ist die entscheidende Frage. Treten die von Prof. Roloff skizzierten Gefahren nicht auch dann ein, wenn wir an dem Bestand des früheren Großherzogtums nichts ändern? Wäre Darmstadt so stark und widerstandsfähig gegenüber den französischen Energien? Daß der neu zu bildende deutsche Bundesstaat auch in ein Bundc^verhältnis zu Frankreich treten sollte oder mühte, halten wir für undenkbar. Wir lehnen eine solche Bun-> desgenossenschaft selbstverständlich sehr entschieden ab. Es muß zunächst Klarheit und Sicherung geschaffen werden über das, was das neue Rheinfranken von Westen her zu erwarten hätte; wir meinen nicht in bezug auf Vergünstigungen, sondern hinsichtlich der Befreiung von fremdem Einfluß. Was die Volksabstimmung anlangt, so ist sie ja nod) nicht in Frage gestellt. Aber die Lage erfordert es, daß wir der Bolksstinrmung in Rheinhessen Rechnung tragen; der dort auf» tretende Wunsch mutz uns beizeiten ernstlich zu denken geben. Und wir halten die Rhein- Hessen für treue Deutsche und Anhänger eines ichaMle . . . Me . . . • ibsälle . . ., je wollene Mili- itä'rtud)flbjätlc ■ •iiben . ■ , 7 ibschmtte, loroeit hiumyen. lene Tuchlumpen, Mumpen, Tubei hlumpen, Tttbei, ; und stark bäum- ftlÄ’" fH MH MM $■ X Zeitlichen Bevölkerung gleichen Stammes errss^ät S°$nt würde. Die An der Ausführung A.firt Aw w15 stcheint uns nt>rr lmte-nflick. hemi ich Frankreich 24 Stunden ruhen. Der Abtransport der Deutschen ans Riga. Berlin, 10. Juli. (Wolff.) Auf oen energischen deutschen Einspruch gestattete die Entente nunmehr die Schiffsbewegungen, die zum Abtransport der Deutschen aus Riga und zur Räumung des Baltikums von den deutschen Truppen nötig sind. Neues Geschwätz über den Kaiser. Bern, 10. Juli. (Wolff.) Wie der „Temps" erfährt, gedenkt der ehemalige deutsche Kaiser an die alliierten Negierungen *ba§ Ersuchen zu richten, von einer Verurteilung seiner Person abzusehen. Dagegen werde er freiwillig einen Ort außerhalb Europas aufsuchen. Mit Bestimmtheit verlautet, daß der Kaiser Niederländisch-Jn- dien vorschlagen werde. Alle Meldungen über den Ort der Aburteilung des Kaisers seien freie Erfindung. Die englische Regierung habe noch keinen Beschluß gefaßt,, auch wisse sie nicht, wo sie den Kaiser in Haft setzen soll. Es heißt, sie suche augenblicklich nach einem Landhaus in dec Nähe von Epsom, wo der Kaiser gut bewacht werden könne, und von wo aus er täglich im Auwmobil zum Verhandlungsort geführt werden könne. Nach dem „Daily Mail" würden die Militärgerichte zur Aburteilung der wegen Vergehens gegen die Kriegsgesetze beschuldigten Deutschen auch zur Verhängung der Todesstrafe berechtigt sein. Die Angeschuldigten dürften sich ihre Verteidiger selbst wählen und Zeugen aus Deutschland und aus anderen Ländern benennen. Die Verhandlungen würden öffentlich sein. Die Getreidepreise. Wir freuen uns, dieser Zuschrift Raum geben zu können, denn es sind darin in ausgezeichneter Weise alle diejenigen Besorgnisse uuto Einwendungen gegen die neue, Staaten» Bildung geltend gemacht, die in weiten Krei- sxn des deutschen Volkes entstehen können — . umd die wir uns zum Teil schon selbst beant- a toortet hatten, als wir den gestrigen Artikel schrieben. Wir wissen wohl, daß die Franzosen । nichts Gutes im Schilde führen und daß sie, ttienn General Mangin ein besonderes Jnter- | tt'fe an der mitteldeutschen Staatenbildung vn den.Tag gelegt haben sollte, manche ur- s.nünglichen Anhänger der deutschen Neugliederung stutzig machen werden. So äußert 'ich z. B. auch die Friedberger „Neue Tages- iftitung" zu den Meldungen Über Ulrichs schritte: „Die Sache wäre, wenn der An- !lhlntz avZ Reich gesichert wäre, zu begrüßen, ^enn eö würde ein lebensfähiger (scheint uns aber bedenklich, denn sie scheint Ilstch .auf die Zustimmung der Franzosen zu ilriinben". Wir wissen nichts Näheres über die Oberfchlesien. Berlin, 9. Juli. Bekanntlich schweben zur Zeit zwischen der Reichs regierung und der preußischen Regierung Verhandlungen über die Verleihung der A u t o n o m i e an O b e r- s chl e s ie n. Die in dieser Angelegenheit von parlamentarischer Seite besonders gut informierte „Oberfchlesische Volkszeitung" schreibt: „Der Freistaat Oberschlefien kommt vielleicht noch in biejfer oder der nächsten Woche. Das steht beute schon fest, wenn auch zur Stunde ernzelne Milglieder des preußischen Kabinetts sich dem noch widersetzen." Das Zentrumsblatt berichtet wettec, daß die Zentrale des Widerstandes das Ministerium be-s Innern nrit seinem oberschlesischen Dez^nenten, dem ehemaligen Oppelner Regierungsrat Kley, lei. Da die ReichsregierunH einmütig für eme Verleihung der Autonomie sei, stelle der Widerstand der preußischen Regierung nur ein Rückzugsgefecht dar. nrr. Ludwigshafen, 9. Juli. Die Franzosen fordern von den Passanten der Rheinbrücke nach Maimherm, daß sie die, dort ausgezogene französische Fahne grüßen. Llndcrnfalls droht Verhaftung und Kriegsgericht. lk. Mainz, 9. Juli. Die Franzosen treiben Vorbereitungen für die Siegesfeier am Montag und Dienstag. Zunächst wollte man die Bevölkerung zum Flaggen auffvrdern, ging davon aber infolge Protestes ab. Nun sollen aber Schulfeiern stattfinden. Um dem aus dem Wege zu gehm, bestand die Absicht, die Ferien schon am 12. beginnen zu lassen. Hinter dieser Verlegung vermuteten aber die Franzosen die Absicht und wollen ihr nicht zustimmen. lk. Mainz, 9 .Juli. Die Franzosen betteiben eine neue Art von S ch u l p r o p a g a n d a. Französische, gut deutsch spreä>ende Offiziere be- sluchen die Oberklassen und nehmen Prüfungen im französischen Sprachunterricht ab. Die besten Prüflinge erhalten französische Bücher mit Widmung als Geschenke. Sehr verschieden ist die Wirkung. Während in der Oberrealschule Heller Jubel herrscht, sich die Schüler an die Franzo.en nach den Geschenken drängten, so war es im Neuen -Gymnasium ganz anders. Ter beste Schüler lehnte die Prämie mit der würdigen Bemerkung ab: sein Vater sei im Kampfe gegen Frankreich ge» fallen, also nehme der Sohn von Frankreich keine Geschenke. Ter nächstbeste Prüsling sollte nun mit dem Buche beglückt werden, dieser (weniger sprach- aewandt) hatte ab-"- mir ein mürrisches „Non". W tend irari der Offizi r da) Buch aus das Katheder und verließ üL schule. nrr. Worms, 9. Juli. Die Franzosen haben jede Festlicksteit für die heimkehrenden deutschen Kriegsgefangenen verlwten. Es schicke sich nicht für den Besiegten, seine Gefangenen mit Jubel zu begrüßen. Ott.) ------ richt von der bevorstehenden Bildung einer mittel- rbemischen Republik gelesen haben: wird danach doch ansä-einend über das bisherige Großherzogtum Hessen Dertügt, ohne daß das Volk gefragt wird, ob es überhaupt einem solchen Staatswesen i augchören will. Aber wer über diese mangelnde Rücksicht gegen die Bevölkerung hinwegsehen ' wollte, sollte sich doch die Frage vorlegen, ob ' rin Staat, der, wie ausdrücklich l)ervorgehoben wird, unter Mitwirkung der Franzosen gebildet Ritrbat soll, die segensreiche Wirkung haben kann, die der gestrige Attikel erwartet. Sollte die fran- tiftfdje Regierung uneigennützig ein Staatswesen befördern wollen, das bestimmt ist, die Frage , Wer will des Sttomes Hüter sein" neu zu lösen i ab die linksrheinischen Deutschen in der Behauptung ihrer Nationalität zu unterstützen? Soll- sie vollends „gewichttge Bausttine zum Wie- -emufbau unseres größeren Vaterlandes" her- idlen wollen? _ Wenn die Franzosen die Bildung dieses Staa- \vi unterstützen, so Haven sie ihre eigenen Zwecke, |.iinb die lassen sich leicht erkennen: die neue £>lik soll von Frantteich abhängig werden den franrösischen Einfluß awch tiefer ins : Deutschland, r eit über das besetzte Geriet hinaus, vorschieben. Befeittgung der über- (iliten Kleinstaaterei ist ein schönes Ziel, aber man dars es nicht unter französischer Führimg <-streben. Aus der Kleinstaaterei würde uns übet- Lies die neue Republik so wenig wie ein anderes .^roßhessen" heraussühren: es wäre nur ein Äilttlstaat mehr, und diese sind stets die ärgsten S-'iitR der deutschen Einl-eit gewesen. Und wie soll' diese Repichlik von Frankreülxs A1 neben die „von Fremdherrschaftt bedrohten" ^ijeiitlmibe schützen können? Als ob dte Franzosen i.iuc Nationale Beeinflusstrng dulden würden! cur Stärkung der beutidjen Zusammengehörig^. Hxiäjute Tätigkeit würde unterdrückt und nur an »errett Dorten u. Eo. Redefreiheit gewährt ■y.'rbcn. Wie heute d« Fran-osen nach Wülkur bie Sclnstbuckrer zenfttneren und den m Frved- h-rg au. gebildeten Thootivgen aus dem Rhcrn- : .nbe ihre Heimat verschließen, so würden ste . .HD eilte ähnliche Gewaltherrschaft auch im ntcht- bei'etzt.-n Teile der Republik cmsüben unter der ,5t-quemeu Begründung, daß in em em Staats- l>Men, von dem ein großer Teil besetztes Gebret iU, üjx-rail gleidre Gesetze und Gebräuche herr- si l-en müssten. Und wer wollte die Franzosen yrn- )ern, eines schönen Tages das Ausscheiden der Muen Republik aus dem Teutsdren Reiche zu erlangen, wenn sie ihren Vorteil dabn sehen? An Vorwänden zu daran solchen Begehren wird .?. ihnen nie mangeln. Jeder Konflikt mit dem Rckdre könnte arte solche Forderung Hervorrufen, und stonstittsskoff werten die unerfüllbaren Frre-^ ücnstedingnngen stets übergamg liefern. fDlan wende nicht eist, daß man sich gegen solche /Gefahren sichern könne. Wer mit Frankreichs Hilfe tinen Staat grüntet, wird notwmdig Frankreichs Bundesgenosse und damit abhängig, denn im Bun- tesverblltttis bestimmt der stärkere Teil die Politik. Mag Frankreick) hundertmal versprechen, sidt nicht I sin die inneren Angelegenheiten und die Beziehirn- sganzen die allergrößte Gefahr. (Denso dürfte man günstige wirtschaftliche und soziale Wirkungen von einem französischen Versalien staat erwarten. Ihr Schutzzollsystem würden ' die Franzosen Mgunstrn der rheinisdien Jndulttie . schwerlich abbauen, sie würden vielmehr durch ihre i pMische Gewalt die mittelrheinisd)en Gebiete der stanzösisd>en Wirtschaft dienstbar zu machen suchen. 5 , Urtb die Arbeiter tvürten den Druck der Fvemd- I Herrschaft durch willkürliche Einschränkung des I Koalitions- und Stteikrechts bald aufs stärkste spüren. Die Klassengegensätze würden damit aufs rare gereizt und jede vernünftige Sozialpolitik un- ! möglick) gemacht. Nod) ist der neue Staat nicht gegründet: vrel- leicht gelingt es, das Unheil der französisä)en Viit- wirkung durch cnergifche Kundgebungen des Volks- willens abzulvenden. und polittsche Bedeutung der Frage die Dorberatung und Entscheidung in das Plenum ter Nationalversammlung gelegt sel>en möchte. In diesem Augenblick müßten seine Freunde gegen eme Getreidepreiserhöhung eintteten. Reichsminister Schmidt erklärte, daß es tnt Interesse einer guten Ablieferung liege, über die Preisfrage, sowie über die Stellung der Parteien alsbald Klarheit zu sdfaffen'. Weiter äußerte ftd) Minister Schmidt zur Frage der Erhöhung der Brotration. Diese wäre zweifellos cm Mittel, den Schleichhandel in den öinicrgnmb zu drängen. Wenn der Grn teer trag dieses Jahres im Hinblick auf die abgetretenen Gebiete auf 85 Proz. des vorjährigen Erttages geschützt wird- o entsteht ein Fehlbetrag von 1270000 Tonnen^ Dieser Bedarf ist durch Einfuhr zu decken. Die Kosten für ausländisches Getreide sind aber so hoch, daß entweder eine außerordentliihe Erhöhung der Brotpreise dntreten müßte, oder Reichsruschüsse bereitgestellt werten müßten, die die stark belastete Reichskasse kaum tragen kann. Auslands« mehl kostet 1900 Mk., das einheimische 450 Mk. die Tonne. Die einheimische Produktion zu heben, muß also in den Vordergrund gestellt werten. Bei der vorgeschlagenen Erhöhung der Getteide- preise handelt es sich um etwa 5 Pf. pro Kopf und Tag. Sollten die Kosten der vorgesehenen; Preiserhöhung vom Reiche getragen werden, so müßten rund 968 Millionen ausgebracht werden. Die landwirtschaftlichen Produktionskosten haben sich bedeutend erhöht und es liegt im Interesse auch der Konsumenten, hier einen Ausgleid) zu schaffen. Unsere Getteide- und Brotpreise stnd die billigsten lder Welt tund sind weü hinter der Kohlen- preissteigerung zurückgeblieben. Die Oeffentlichkeit muß begreifen und es verstehen, daß man ter Cante rtirtscl.aft ihre Aufwendung bezahlen muß, damit sie weiter bestehen kann. Würde man die ,Wirt- schaft freigeben, so würden viel höhere Preise als bald in Erscheinung treten. Nachdem zwd große Parteien Bedenken gegen die sofortige Preiserhöhung zu Lasten ter Konsumenten geltend gemacht haben, könnte vielleid»t rin Mittelweg beschritten werden dadurch, daß dem Reichsemäh' rungsamt das Recht cufj Erlaß einer Preis Notverordnung gegeben werte imb es den Auftrag erhalle, mit dem Rrichssinanz- Ministerium in VerhandlungM einMttcten über einen Reichszuschuß von 1OO Ml. für bie Donna Brotgetreide. Der Streit Lrzberger-Hclsserich. Berlin, 10. Juli. In seiner Anttvoct auf die gestrigen Ausführungen des früheren Staatssekretärs Helfserich hat MinisterErz- berger erklärt, daß er allerdings burgfriedliches Bedenken gegen die Helfferichsche Kriegführung gellend gemacht habe, daß tiefe Bedenken sich aber nicht gegen neue Steuern, sondern gegen die indirekten Steuern unb Abgaben und gegen den mangelhaften Ausbau der Kriegsgewinnsteuer gerichtet hätten. Dazu schreibt Helfserich in der „KreuzzeiMng": 1. Weder in der Mittcilmrg des Herrn Dr. Spahn, noch derjenigen des Reick)skanzlecs von Vethm ann --Holliveg über tert Vorstoß des Herrn: Erzbergcr gegen die Kriegsstcuern war von einem notwendigen Anslnut ter Kricgsgewinnstruer auch nur mit einem Wort die Rede. 2. Die erste Vorlage über die Besteuerung ter Kriegsgewinne ist von mir in den ersten Monaten meiner Amtstätigkeit aus eigener Initiative tro Angriff genommen und dann dem Bundesrat und Reichstag vorgelegt worden. „ 3. In der Budgetkommission hat Herr Erz^ berger mit dem gesamten Zentrum gegen dte von den Sozialdemokraten beantragte Ergänzung ter Kriegsgewinnsteuer durch eine Wiederholung des Wehrbcitragcs und eine ErbschaftsHeuer gesttmmt. 4. Dem Besckstuß des Hcmptausschuiscs ans Erweiterung der Kriegsgewinnpeuer, insbewndcre auf Erhöhung der Sätze gegenüber den uriprungltn.n Vorschlägen sowie auf Ergänzung durch ern-: dte gäbe von den während des Krieges intakt geb.tete» neu Vermögen, late hch fünfer Ueberruuutung großer Schwierigkeiten im Bnnoesrat im Wege ernes auch vom Zentrum und Herrn Erzterger^gebultgtecr Kompromisses zur Annahme verholten, die ^chwie- rigkcite» beruhten nicht ium. roentgi.eit darauf, daß der ehemalige bayerpche Mtnckerprair- tent Graf Hertling, wie er mir am 11. Mai 191G sagte, von dem Aba. Erzberger die Mitteilung erhalten hatte, jedes Zugeständnis in ter Vcrn'Wens- besteuerung wäre unnötig, wenn nur Hcl erich n-.ehr Festigkeit zeigte. Der jetzige Vizepräiie-ent der Na- tiottalversammlung, Herr Kvnr. Hausmann, sckrirL mir damals: „Ihnen und wirklich Ihnen persönlich ist es gelungen, den hochbeladenen S>:u:yageu! £>ct Steuergesetze durch das Schetrnerttor des Kompromisses zu führen." 5. Angesichts dieses Sachverhaltes wagte Herr Erzberger gestern in der Natioitalnersaminlung die Behauptung: „Staettssekretär Helfserich hat sich jeder or'eentljchen Steuergesetzgebung, namentlich der Kriegsgewinnsteuer, widersetzt, sie glatt ab gelehnt." Herr Erzberger hat mit dieser Behcuipttlng wieder einmal bewußt oas Gegenteil ter Wahrheit gesagt." Der Vcrkchrsstreik in Berlin. Berlin, 10. Juli. (Priv.-Tel.) Auf Anregung der unabhängigen Sozialdemokratie hasten heute mittag zw: chen Vertre'crn der städtiichen Verwaltung und der m Ubexn Eintangtn oerüi h LLidratsamt t L Beamten der e L- hWeiliiMna. Lütorcti Dr. Dani fyritebtrt. Erst na die Änssch« V- v fielen, unter . Kerat Arbeiter zu U »ikdentzpfer k eM die Sartosfe tat Hessischer vauernbund. ♦* Nidda, 7. Juli. Tie Versammlung des Hessischat Bauernbundes war von nahezu tausend Bauern aus tr»i Kreisen Büdingen. Friedberg, Gießen und Säwitm besucht. Ten Vorsitz führte Landwirt Mvgk - Grund-Schwalheim, der die Notwendigkeit eines festeren Zusammenschlusses der Landwirtschaft betonte. Ter erste Redner, Abg. Will). T o r sch- Wolfersheirn, besprach das Landgesetz und vertrat dabei beit Standpunkt, man dürfe nie die Zustimmung dazu geben, daß ein Gesetz dem Staate das Land in die Hände spiele, der ixntn nach seinem Willen Pächter darauf setze; die Parole müsse vielmehr lautert: Freie Bauerti auf freier Sclwlle! Auch der folgende Redner, Otbo Hirschel-Friedberg, hatte den einstimmigen Beifall der Versammlung, als er den sofortigen Abbau der Zwangswirtschaft mit all ihren unangenehmen Nebenerscheinungen wie Schwarzschlachtungcn, Schleichhandel, Schieberei, Kriegsgesellschaften und Kommun alverbänben verlangte. Der Krieg sei zu Ende, deshalb müsse man gebieterisch das Ende der Zwangswirtschaft verlangen. Anschließend daran ermahnte der dritte Redner, Bürgermeister Diehl- Hocl-weisel, zu einer festgefügten Orga- nisation, deren Mangel ■ en Mißerfolg bei den Wah- len gezeitigt l-ave. In der Ausspracl-e sprach zunächst Rechnungsrat Haas- Ortenderg als Demokrat. Dr. v. H e l m o l t -Niederwöllstadt sprach (gegen den Vorredner. Gerade die Demokraten hät- rten mm die Früchte ihres „Nechtsfriedens", mit dem sie immer das Volk vertröstet und schließlich entnervt hätten. Lluch der A1*ge- orbnete Fenchel- Oder Hörgern wies auf die doppelzüngige Politik der Demokraten hin. Landwirtsarastskammermitglied Wilhelm Bähr- Wohndach licsprach die Trnschlprämie. Wenn sie dieses Jahr wieder deibehalten werde «dann fordere er, daß die Beträge unter die gesamte Bauernschaft uerteilt würden. Eine dahingehende Ent- schließmtg sand einbettige Annahme. Rechnungsrat HaaS teilte mit, daß am Sonntag in Büdingen ein demokratischer Vauernbund gegründet worben sei, dem auch wirkliche Bauern angehörten. Er wolle Seite an Seite mit dem Hessischen Bauernbund kämpfen. Hirschel- Friedberg erwiderte, die Gründung eines demokratischen Bauernbundes beweise nur, daß Zwietracht in die Reihen der Bauern yefät werden solle, das werde ihnen aber nicht geint gen. Das Schlußwort sprach der Vor- sitzenoe, der die Versammelten ermahnte, allen vollsaufsösenden Bestrebungen einen starken Damm eittgegeuzusetzen. Abg. Henke (Unabb.): Wie setzt sich Herr Katzensttin mit dem Erfurter Programm auseinander? Er hat es in dem Pmtlte, wie In so vielen anderen, ausgegeben. (Sehr richtig! bei den Unabhängigen.) Parteien int heutigen Sinne wird es im sozialistisclxm Staate nicht mehr geben. Teshalb wirb bann auch bie Wahl der Richter keine Abhängigkeit von den Parteien bedeuten. Abg. K a tz e n st e i tt (Svz.): Tem Herrn Vorredner könnte ich zuitächst erwidern, bah Programme nicht ewig sind. (Aha! bei den Unabhängigen.) Im übrigen sind es gerade Sie (zu den Unabl-ängigen), die den wichtigsten Grundsatz der Demokratie, das allgemeine glcicl-e Wah'recht, schön lärtgst zum alten Eisen geworfen haben. Weiter aber steht int Erfurter Programm kein Wort davon, daß die Richter auf Grund des Lieichsta-swahlrechts gewühlt werden sollen. pMNUHltlli m Wx L «h mty übet F 3M ISIS _ öft Kon EJ «.• r ** Ba br9nmci’^rt Bte" Fjy#r mit 121 & pW? K Will). $ '"^Rmk. Darmstadt, 9. Juli. Die Mitg-li^ deS Finanzausschusses und andere Abgeordnete ve Volkskammer machten heute einen Ausflug w den durch furchtbare Unwetter am Mont, heimgefuchten Ortschaften des Modau-um 13. Juli, zu gewinnen, so daß an diefem Aveim das neulich verschobene Gastspiel bestimmt stattfindet. Die gelösten Eintrittskarten haben bekannt lich ihre Gültigkeit behalten. ** Die Vorbereitungen der Wald- bühne sind inzwischen soweit fortgedy iittn, daß nächsten Mittwoch, den 16. b. Mts., S a p p h .- zur Ausführung kommen soll. Tie Besetzung der Rollen ist bie gleiche wie voriges Jahr, mit Aus- nähme des Rhamses, welcher dieses Mai von Herrn cand. meb. Giseoius gespielt wird. Tcc Reinertrag soll wieder einem guten Zwecke biener unb zwar den elsässischen Flüchtlingen, bereu No! noch außerordentlich groß ist. Lo wäre auäl dieser Veranstaltung ein gutes Gelingen zu wünschen. ** Versorgungs-Gebührnisse. Um eine Verzögerung oder Stockung m der Auszahlung der Versorgungs-tzfebührnisse nach Möglichkeit zu vermeiden, wird den Rentenempfänger:! empfohlen, beim Wechseln ihres Wohnortes die Ueberweisung ihrer Gebührnisse von einer Post- anstalt zur andern nicht, wie es vielfach ne schiebt, bei den zur Zeit überlasteten Pension-.- regcluttgsbehörden, sondern bis auf weiteres mn bei der bisher zahlenden Postanstalt zu beantragen. Landkreis Gießen. OLich, 9. Juli. Eine B ü r g e r b e r f a m w I u n g in Steins Saalbau, die Lehrer Dietz leitete, beschäftigte sich in lebhafter Aussprache mit bec geplanten Entziehung bet Butter für Ziegenlial- ter. Es wurde beschlossen, daß Gemeinderat, Volksrat und die beiden hiesigen 'Ztegenzuchtvevcine energischen Protest gegen die Maßnahme ei nie gen 'ollen, da diese hauptsächlich die ärmeren Kreise der Bevölkerung treffen würbe. — Die Versammlung beschloß auch, für die am nächsten ©onitlag ftattfinbenbe Beigeordneten wähl den bis- berigen verdienstvollen Beigeordneten Jakob Helle r , der bis zur Bestäligmtg und Dieusteinweisuno des neugewählten Bürgermeisters Fuhr seit 1. Juli die Bürgenneistergeschäfte stiellverttetend führt, wieder als Kandidat aufzustellen. ** Lollar, 11. Juli. Das Fest der ©Hb' Geyer ruft: Blutgerichte! Sehr wahr! bei beit Unabhängigen) toerben solche Justizmorbe wie sie an Levino Uno anderen verübt worden sind, immer wieder Vorkommen. Reichsfommissar Prenß: Ich glaube, das hier vorgefchlagene rein p)litisclxe Reich tagswahl- vecht ist alles eher als geeignet eine von allen nicht zur Rechtsfrage gehörigen EtitftüsseN freie Justiz zu schaffen. (Sehr rich.ig!) Wenn man dem Ideal einer möglichst klassenlosen Justiz näherbmmen will, so gibt es dazu kein ftcheveres Mittel als neben der freien Auslese der Richter, wie sie int Gericlstöverfassungsgesetz geregelt werden wird, die Unabhängigkeit der Richter zu sichern, wahrend der Antrag der Unabhängigen alle (Garantien in dieser Beziehung beseitigen würde. Was eine Verfassung überhaupt tun kann, um txe Grundlage jur eine gute Justiz zu schassen, das ist hier versucht. Durch Auslieferung der Gerichte an die Leidenschaft der politischen Wahl wirb dieses Ziel sicher nickst erreicht. (Beifall.) Abg. Tr. Heinze (D. Bpt.): Vom Boden der -Tatsachen, nicht der Tyvonen angesehen, haben wir eine außerordentlich hochentwickelte Rechtsprechung. Namentlich b*e des R ichsgerichts tarnt sich mit der aller Zeiten und Völker messen. Tie Demokratie tritt mit der Forderung der Wählbarkeit der Richter außevordmtlich konservativ, jo sogar r*ftumär und mittelalterlich auf. Der Richter braucht Kennttrisse, die Fähigkeit, den recht- tichen Inhalt der Lebensverhältmsse zu erkennen, das Recht f-ortzuenlwickeln, fchtoiettge Verlstiltniise ftterr zu liberschauen, und enistich innere Unab- Hchrgigkeit mtb Rechtswillen. Aus die Ausbil- duizg der Richter kommt alles an. Eine siolchc Justizpoliiik wird aber durch die Wahl unmöglich gemacht. Auch kommt der Richter unter die Hterrsichaft der Parteien imb Progvamme. Er ba> !tiext damit bie Unabhängigkeit. Tiefe ist aber die Grundlage des deutschen Staatslebens. Abg. SB a rmut b (D.-N.): Der gelehrte Richter steht in keinem unvereinbaren Gegensatz zum Volksrichter. Das stärkste Nebel ist jedenfalls, wenn der Richter sich zu sehr von Gefühlen leiten läßt. Dem begegnet die richtige Ausbildung. Schließlich wird auch bei der Anstellung von Volksrichtern nach dem Vorleben des Kandidaten gefragt, und solch Laienrichter würde sein ganzes Leben vor der O>esfenttichkeit dargestellt selten müssen. Die Wahl würde somit Unabhängigkeit des Richters aufs äußerste ge- sährden, und die Verpflichtungen, die er bei der Wahl übernimmt, würden seine Entscheidungen jbinden. Abg. Katzen stein (Soz.): Wir können dem Äntrag der Unabhängigen nicht zustimmen. Prak- »tisch hieße das, eine Klassenjustiz durch eine andere kbeseitigen. Denken Sie doch an den von den Groß- Berliner Arbeiterräten gebilligten Grundsatz, Ar- Leitsgetwssen wegen ihrer politischen Gesinnung «russtoßen zu dürfen. Leute, die solchen Grundsätzen zustimmen können, verfügen nicht über die Reife mtb bas SZerantwortlichkeitsgefühl, das die Voraussehimg zur Ausübung des Richteramtes ist. (Beifall.) Unabhängige als Richter sind noch lange keine unabhängigen Richter. (Lebhafte Zustimmung.) Wo die Richterwahl eingeführt ist, ?aben wir keineswegs vorbildliche Zustände. (Bei- all.) Bei der TurchfÜhimng des Auttages der Inabljänntgen würden wir die Gefahr schaffen, daß die Juristen bei der Partei antischambrieren, die die Aemter zu vergeben hat. In dieser Hinsicht haben wir seit dem 9. November allerlei erlebt. (?lnbauernde Zustimmung bei den Sozialdemokraten.) Abg. Dr. Ablaß (Dem.): Der Richter ist in der Tat vielfach -als Beauftragter eines bestimmten Standes hervorgetreten, iveil ihipbei der Abschließung fmter Bildung und seines gesell- schastlickten Standes vielfach der weite Blick fehlte für das .Verständnis des Standpunktes anderer Schick;tcn. Aus diesem Umstand haben sich Rechts- sprückfe ergeben, die mit gesundem Rechtsempfinden nicht zu bereinigen sind. Ter von dem Abgeordneten Henle vorgeschlagetie Weg zur Sick>erung einer unabhängigen Rechtssprechung würde aber geradezu die Grundlage der Unabhängigen des Richters erschüttern und den Teufel durch Beelzebub an tr-.-ibett. (Zustimmung.) Tie Achtung auch vor u r Meinung der anderen, wird fortan die sickterste «^'.undlage für unabhängige Volksrichter fein. (Beifall.) nicht unterstützen. Abg. v. Brentano (Ztt.): Unser Nichter- stand hat wirklich eine bessere Beurteilung verdient, als die, daß man ihm mehr ober weniger verblümt den Vorwurf einer bewußten Klassenjustiz macht. Bei einem mehr als mäßigen Ein- komtnon unb bet einem arbeitsreichen Leben haben bie deutschen Richter bis j^tzt ihr Amt objektiv ausgeübt. (Sehr richtig! unb lebhafte Zustimmung.) Im übrigen werben auch Sie (zu ben Unabhängigen) nicht bestreiten können: auch ein Wahlrichter wirb burch Wahl nicht plötzlich ein höheres Wesen, sonbern er bleibt benselbeu Schtvächen unb Irrtümern unterworsen, wie ber ernannte Richter. Artikel 101 wird unter Ablehnung bes Antrags Agnes in ber Ausschußfassung angenommen. Artikel 102 (Berufung bet Richter aus Lebenszeit, Zulässigleit der Festsetzung einer Altersgrenze für Richter durch Landesgesetzgebung) wird ohne Erörterung angenommen. Artikel 103 bis 105 besagen : „Ausnahmegerichte sind unstatthaft mtb nicmanb darf seinem gesetzliclien Richter entzogen werden. Die gesetzlichen Bestimmungen über Schiedsgerichte unb Standgerichte werden hiervon nicht berührt." Die Militärgerichtsbarkeit. Artikel 104 bestimmt: „Die Militärgerichtsbarkeit ist aufzuheben außer für Kriegszeiten. Tas Nähere regelt ein Neichsgesetz." Tie Unabhängigen beantragen die Streichung dieser beiden Artikel in Konseguenz ihres Antrags wegen der Volkögcrichtc. Ter Sozialdemokrat Auer beantragt: Tie Militärgerichtsbarkeit i st aufgehoben (statt auszuheben). Abg. Gröber (Ztr.) beantragt zu Artikel 103 ben Zusatz: Militärische Ehrengrichle sinb aufgehoben, unD in Artikel 104 bie Einschaltung, baß bie Militärgerichtsbarkeit auch für bie Verhältnisse an Boro bestehen bleiben. Außerdem liegt eine Entschließung des Ausschußes vor, das Gesetz über die Aufhebung ber Militärjustiz mit bet größten Beschleunigung einzubringen. Abg. Gröber befürwortet seinen Antrag mit dem Widerspruch, der in dem militärischen Ehrengericht liegt. Preußischer Kriegsminister Reinhardt: Es ist beabsichtigt, eine Tisziplinarkammer für das Heer neu ein zu richten, Deshalb erscheint es besser, die Aufhebung der Militär-Ehrengerichte nicht in das Berfasstulgswetk hineützubringrn. Es wird also genügen, trenn das Haus in irgendeiner Form den Wunsch ausspricht, daß Militär-Ehrengerichte nicht wieder aufleben. Neichswehnninister Nvske: Die Mllitärge- richtsbarkeit sofort aufzul)eben, ist unmöglich. Beschließt die Kammer in ber von ber Kommission vorgeschlagenen .Form, so werden wir die gefm^ deptc Aenderung möglichst beschleunigen. Das Gesetz wirb so rasch wie möglich auSgearbettet werden.. Innerhalb acht Tagen die Militärgerichtsbarkeit Ktuf8ul>cben, «ist glatt unmöxckich, bemt alle schwebenden FÄle müssen dem Zivllgericht übergeben werben und dadurch feine außerordentliche Ver- Mepptrng -zum großen Nachteil der Angeklagten erfolgen. Erne Verschlechterung des Rechts ist aber doch nicht beabsichtigt. GS ntuß eine gewisse llebergangszeit gelassen werden. Die Regierung gibt die Versicherung ab, daß diese Neber- gcmgszeit so kurz wie irgend möglich bemeßen sein soll. Abg. Falk (Dem.): Aus unserer Weltanschauung heraus sind wir gegen jedes Ausnahmegesetz, Tlusnahmegerickrte- uno Verfahren. Die Angehörigen des Heeres sollen sich als Söhne des Volles fühlen (unb als nichts anderes. Die Kriegs- und Standgerickcke sind keine Militärgerichte. Jene sind heute unentbehrlich. Man denke nur an die Revo- lutionsgerichte in München, an die dortigen Vorgänge, die jedem, der die Ordnung will, zwingen, zu diesem Mittel zu greifen. Älbg. Gräfe (D. N.): MI gemein haben die Kriegsgerichte milde mtb wohlwollend geurteilt. Sie dürfen durch die nette Verfassung nicht beseitigt werden, wenn unser Heer in Zukunft nicht nur Polizeitruppe sein wird. Die Reform der Militärstrafgerichtsbarkeit halten auch nur für Nötig. Eine Armee ohne Autotttätsgedanken ist unmöglich. (Sehr richtig!) Abg. Gras zu Dohna (T. Dp.): Militärische Ehrengerichte bürfen nickst aufgehoben werden, weil sie zur Aufrecksterhaltting des Ehrgefühls tnt Heere notwendig find. Militärische Strafgerichtsbar^it darf ebenfalls nicht ein Opfer der Augenblicksstimmung werven. k Abg. Davids-oh-n (Soz): Tem Anträge Gröber auf Aushebung ber Militävehrengerickst-e stimmen wir in dem Sinne zu, daß ihre etwaige Wiedereinführung, die ich allerdings für ausgeschlossen halte, mir auf versassungSmäßigem Wege, also nur mit qualifizierter Mehrheit, möglich sein würde. (Beifall bet ben Sozialdemokraten.) Tie misstätiscken Ehrengerjch'ti sind ungerecht unb passen nicht melyr in unsere Zeit. Abg. Dr. von Tel brück (D. Nat): Man darf eine Jüstilution als solckie deshalb irich-t verwerfen, west sie mangelhaft gehandhabt wird. Tie milstärischen Ehrengerickste haben hauptsächlich Händel unter den Kameraden in ritterlicher Weise lieigelegt und etztehecischer gewirkt, als wenn die Beteiltgleu unter dem Schöffengerick-t erschienen wären. Man sollte deshalb das Ehrengerichts- berfahren überl-aupt erweitern unb vetallgemeiner! t. Mg. Cohn (Unabh.): Gerade die Wirksamkeit ber Militärgerichte seit bem Llbschlnß des Waffenstillstandes bewe ist die Nolwendigkeit ihrer Aufhebung. Tie ErklÜ uug des Richswehrmintsters genügt nicht. Tie mili ärischen Elwenaerickste wahren nur die äußere Ehre deS OIizlerkorps, bei Plünderungen brr Ofsizstwe im Krieg haben sie vollständig versagt. IN der Abstimmung wird Artikel 103 mit dem Antrag auf Aufhebung der militärischen Ehvengerichte angenommen. Ter Antrag Gröl-er wegen Aufvechterhalttlng der Rtilstär- gerickstsbarkctt an Bord wird bürd’, Auszählung mit 124 gegen 100 Stimmen an geno m mtin. Mit dieser Aenderung wird Artikel 104 angenommen, ebenso Die EnischlüßiMg des Ausschuss-Ä. T-amit ist der Abschnitt der Rechtspflege er» I lebigt1 Deutsche Nationalversammlung. Weimar, den 10. Juli. Die erste Beratung des VerfassungsentwurseH wird bei dem 7. Abschnitt Nechtcpflege, rälrtilri 101 bis 106, fortgesetzt. Artikel 101 be- "ftinunt: „Die orbcnttidie Gerichtsbarkeit wird Lmrch das Reichsgericht und die Gerichte bet Läw bet ausgeübt. Die Richter sinb unabhängig und twrr dem (besetz unterworfen." , Dazu liegt ein Mittag Agnes vor, der für Die Ausübung der Gerickstsbarkeit nach dem Reichstagswahlrecht zustande gekommene Volksgerichtä verlangt, denen auch die Soldaten untertootfeu) Md. Militärgerichte unb Ausnahmegerichte jeder Art sinb verboten. Abg. Haase (Unabh.): Nur durch die Ern- fetzmig von SZolksAwichben, d. h. durch die Wahl :oer Richter, kann der Klassenjustiz ein Ende gc Fracht toerben, und das tut jetzt doppelt not, denn noch niemals ist die Klassenjustiz brutaler ausge- ■ treten als jetzt, noch niemals ist die Justiz rücksichtsloser als Mittel zur Unterdrückung politisch vnbequnner Ricküungen ausgenutzt worden. Vor allen Dingen aber muß ein Ende izemacht werden mit den fluchwürdigen Standgerichten und anßcr- «rdentlichen .Miegsgrriästen. (T/urufe rechts.) Wenn! jan einzelnen Orten von revolutionärer Seite aus in ettvas drakonischer Weise Justiz geübt worden ist, dann Traben diese Revolutionäre nur von einem kNittel Gebrauch gewacht, daß Sie (nach rechts) Ihnen erst in die Hand gegeben haben. So lange Stand- und Ausnahmegerichte noch bestehen (Abg. überrascht und mir die Möglichkeit genommen, Herrn Tr. Cohn zu antworten. Er hat erklärt, die alten Ehrengerichte hätten besonders deshalb ihren Tascinszweck verwirkt^ weil sie nicht zu verhindern vermochten, daß Okfiziere im Kriege Verfehlungen aller Art begangen hätten und er hat das erweitert zu ganz allgemeinen Vorwürfen gegen die Offiziere. Ich muh das in dieser Verallgemeinerung aufs schärfste zurückweisen. Abg. Tr. Cohn (Unabh.): Der Herr Kriegsminister hat gegen etwas polimisiert, was ich nicht gesagt habe. Ich habe nicht allgemeine Verdächtigungen gegen die Offiziere MiSgespvochen. sondern ich habe gesagt, in den zahlreichen nachweis- baven unb nachgewiefenen Fällen, in benen Ossi- ziere währenb des Krieges ehrlose Handlungen begangen haben, haben bie Ehrengerichte versagt, Wtümm Gieß iimbt ssMgstclkki j unb Tamms 60 (Marburg, 10. ttstintmarM gi «unb sckMchrr 91 fcri zurück. Läuftt, ) Al Ni geboten tou MM. ab. Zerkä -90 taufen ** Aus dem ^ni. Die Vieh! & und 88 Landg licken des Kreises -Mi d. 3. ftattfait litt Mlung doi weit ans dem Vogelsberg gekommen waren. = Orten berg, 10. Juli. Ber der o» Somstag im Tarrnftabter Hof abgehaltemm Sn» sammlung des Bezirks Ortenberg der de mokra tisch en Härtel wurde Rechnung! rat Haas-Ortenberg zum Bezirkso v | sitzenden gewählt. Zur besseren Bertreluug te: bäuerliäicn Interessen wurde die Gründung ein’- demokratischen Bauern bundes fu"J ganz Hessen in Aussicht genommen. Tie Geschäfts', fülwimg des neuen Bauernbundes übernahniZli i vorläufig Landwirt Friedr. Pfeiffer III/ Ortenberg und Pfarrer Herpel-Lißberg — Als Kandidaten des Bezirks für die Kni» tagswahlen 'ivcrben u. a. voraussichtlich von Df; Parti i aufgestellt: Bürgermeister Schmidt Wenings, Kausurann M et st er-Ortenberg, W I Herpel- Lißberg, Rechner S e u m - SchwickariS- ü hausen. 1 Kreis F-rledberg. b. Bad-Nauheim, 8. Juli. In der he»' abgehaltenen Stadtverordneteu-Vcr'^ f a m m I u n g kam folgendes zur Verhandlung Der neugewählte Beigeordnete Notar Stahl wv ( vereidigt und in fein Amt eingeführt Der r | Stelle des Beigeordneten Kling in bie Versaw«' hing eingetretene Stadtv. M örler wird burth Hanbschlag verpflichtet. Es wirb beschlossen, i* ber Lanbes-Hypothekenbank ein Darlehen w 500 000 Mk. aufzunehnien. Für Anschasftmg M Feuerwehrschläucben nxrbeit 700 Mr. bewilA Der Samstagnachmittagsschluß der städtischen w ! reaus wird grundsätzlich genehmigt, jedoch bepn - sich die Versammlung die Regelung über die Osfw> Haltung einzelner Abtellungen vor. Eine Polife!' Verordnung, welche die Butterabgabe zum criiti j Frühstück in den Fremdenlstimen verbietet uwl ben Fleischverbrauch regelt, finbet die Zustimmmu der Versammlung. Für die Ende dieses Mori-' stattfindenden olymprsäien Spiele wird ein Cln^' preis 'von 100 Mk. bewilligt: die SicherftcllM I von Verpflegung und Unterkunft für etwa 1«J| Personen,. die zum Feste erwartet werden, m» abgelehnt. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darm stadt, 9. Juli. Jti ber heutig Stadtvervrbnetensitzung stellte Staootl Meise! mit zehn tocitcrat Stadtverorbneteic □rf I Hefs. Volkspartei, des Zentrums mit) der pastt' I losen Gewexbevereinignna ben Antrag: Uttu» l schadet ihres Bekenntnisses zu der einen oo«I anderen Staatssorm für die segensreiche,-vMNlUI Wirksamkeit des Groß Herzogs Ernst Lndioiil ben Dank der Stadt Darmstadt auSzusprechen bie Bitte zum Ausdruck zu bringen, er möge ferner unter den Darmstädtern wohnen. Der OvesMv«rttttendfiA,ia istellen. *♦ Aus dem Kreise Marburg,! . $unt. Die Viehzählung in den zwei itadt- und 88 Landgemeinden sowie 7 Guts- chreitungen verübt. So drang die Menge i De4 Larrbrrrtsamt em und mißhandelte dort Aren Beamten der Lebensmiltelverteilung imb men öilssgendarmeu. Der Keller der Witwe br. Landrats Dc. Daniel wurde z. B. vollständig ai^eplündert. Erst nach mehreren Stunden ge- ln’< (4, die Ausschreitungen, bei denen auch fehlte fielen, unter Mitlnlfe der älteren ver- ntasügeren Arbeiter zu unterdrücken. Daß gerade b der Biedenkopfer Gegend die Lebensmittel. teonterS die Kartoffeln, sehr knapp sind, ist rmn Karlssprndel griff, das; her Schleim 'ich in Gegenwart des Arztes in einer Weife löste, wie er es noch nicht erlebt Hotte. Äür danü». Pf. Bachitem. Jttet und sckmmcher Nachfrage die Preise fort- UfiUtrnb zurück. Läufer, die bei Marktbeginn mit X Marburg, 10. Juli. Auf dem heutigen chwrinemarkt gingen bei reichlichem An- 1013541 Der Vorstand. foli. Diir vern am In', mit 381 Stimmen ohne Gegenkandidat; 8.T ö l f c r s h e i m der bisherige stellvvrtvetende -ermeifier Wilh. Kloß mit 446 Stimmen ttus vc« Amtsverküttdiauns-rlatt. Dos A mtsverkLndigungShlat t Nr.bb 10. Juli enthält: Bekanntmachung Nr. K 50 krterag im B^kauutmachtmg Nr. K 10 dvm . itZhrs 1919) über AI»Lnderung der Höchstpreise Lumpen und neue Stoffabfülte aller Tri. Dom -pril 1919. Die Uommunaiwahlen. B. Burkhards, 6. Juli. Zum Bür- Buchhaitung Fern-Unkerricht mit Ab- schlußvers. Schnell bilanzsicher. Prosp. Tm frei. Bücherrenis. Hleiereiier 08?b Miluchen 19. iliDWbie W'i" narkt hier siurk war, wch verhÄMisiM » Frühjahrsmarkt ä« *\ -Niger bezahlt Mrm.!^! Ml das Paar 3W-- ®tn Star fr W xl» W nnrräcnjmi #Tti tidownvm wat Släser tiamml sehr billig. Car! Schunck UUIUIUUIIIIUIUUIUUIIUIIIUIU En-Nassau. Ausichreittrngru in Biedenkopf. J Biedenkopf, 10. Juli. Nachdem erst t !ich Vertreter der Arbeiter der benachbarten tfttenroerfe bei dem Landratsamt bzw. bei den püNndigen Behörden wegen besserer Lebens- i cdbeheicning vorstellig geworden, marschierten -lern frü’) unverhofft etwa 800 Arbeiter d die Stadt ein zum Marktplatz, wo eine Ver- Miüung abgehalten wurde. Leider blieb es nicht «äti, denn verschiedentlich wurden arg« A u 4 - Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Car! Schunck Seilersweg 38. OTH1< ||. fl l/v Nürgemnsttt IaiKuiiiiniiiiiiHiiiniiiiiiiiiniüiiiiu Emkocb Packpapiere in Bogen und Rollen Lederpappen ------- Echt ------- Pergament Pergamentersatz Versaud- Schachteln in all. gangbaren Grönen am Vager. Besondere Anfertigung. in kürzest. Frist Eierschachteln für 6 bis 48 Stück Inhalt empfiehlt *" 3. wemert (Sieben Papierwarengroßhandl. Schachtel-Fabrikation Fernruf 215-Neuenweg S r.Zuni d. I. stattsand, stellt sich im Vergleich fni der Zählung vor Jahresfrist wie folgt: 031 (2978) Pferde, 20 060 <23 020) Stück li.ldvteh, 16199 (15 389) Schafe, 13 359 wähl fcnnbr bet bibhertge Bürgermeister D»ua>t> Änauß mit 120 Stimmen emftunn-.vg wieder- gewählt. ö. Wallernhausen. 9. Juli, vier wurde der Landwirt Karl Nies III. mit 167 Stimmen zum Beigeordneten gewählt. Sein Gegenkandidat war^ Landwirt und Gemeinüecatsmitglied Rudolf ** Watzenborn-Steinberg. 10. Juli. Kommenden Soirntag findet in hiesiger Gemeinde die Beigeordnetenwahl statt. Wahlagitationen haben bis heute nickt stattgefunden. Es verläuft hoffentlich diese Wahl wie die anderen Gemeindewahlen in aller Ruhe. Als Kandidat ist unser bisheriger pflichttreuer Beigeordneter Joh. Philipp II. in Aussicht genommen und die Wiederwahl dürfte einstimmig erfolgen. zweiAbschiedsbäiBe stattfinden. Zu diesen Bällen sind 6äste willkommen. Frische kiilitare Hr.ßerdux jsihnhofstr. 27. LÄinarn. ........._J|„ , 9. Suli Wie tr m hchlende Zweigstellen int 3 A auch tn 191' pald und Taunus 6000 Mk. : und Jinkmimai m a t Lchrer hensel-birz» geftetn den llmnang nt bvtiwi V ? Ä'‘4 ? W-tz ht VvN mer i rÄtaiSL’ rn Ws Hoffmannstraße 49. Darnstedt, Juli 1919. Bismarckstraöe 74. Wanderungen. Urlaubs- und ^-enenyit naht. Da wird erwogen, wie diese Zeit zweckc-mspreckMd verlebt werden soll. Die Zeitverl>iltuis|e verbieten es, weite Reisen zu machen. Biele Bewohner Gießens, die in früheren Jahren an der See oder im Gebirge Erholung fugten, sind gezwungen, zu Dause zu bleiben. Wenn auch zu gegeben werden muß, daß ein zeitweiliger Wechsel pes AufentlxülSortoS wesentlich, zur Ausspaitnung beiträgt, so ist kroch nicht zu verkennen, daß i>ie Umgebung imferet] Stadt viele lohoneirde Spaziergänge und Wanderungen bietet, toetelte in gesundheitlidMr Hinsiickfl leicht ausgensttzt werden könwen. Der Vogels- bergerHöhcnklub,ZweigvereinGie- ßen, hat vor dem Lkriege 20 Wmtderstrecken bezeichnet. von denen einige 5—6 Stunden weit führen. Zwar ftnb wälzend des Krieges infolge Abholzung ufw. Lücken entstanden, doch lassen sich im allgemeinen nach den noch vorhandenen Zeichen die.Wanderungen gut ausführen. Die Wanderer werden wesentlich unterstützt durch Benutzung der Ravensteinsck>en TouMen-Karle der llmgegend trott Gießen utck des bq^blidicn Büchleins: Wande- r int gen und Schifahrten rund um Gießen (Derlag der Brülstichen Druckerei'». Sobald es die Verhältnisse gestatten (Materialbeschisfung!), wird der Verein es sich angelegen sein lassen, die Wege- bezeichnungen wieder in Stand zu setzen. Hierdurch werden chm infolge der außenordeittlickpen Berte uernng der notwendigen sJ.itaietioIien tyotyi Kosten entstehen, weshalb er die Unterstützung seiner gemeinnützigen Bestrebungen burd> Beitrittserklärungen dankbar begrüßen wurde. Zu der am 20. Juli auf dem Hvhe- rodskopf stattfindenden Hauptversammlung hat der Zweigverein Frankfurt a. M., der mit seinen nal-ezu 500 Mitgliedern die stärkste Sektion bildet, folgenden Antrag gestellt: Der Gesamtverein trete zur weiteren Erfüllung seiner Satzungen an alle Gemeinden seines Gebietes mit dem Ersuä>en heran, Zweigvereine zu bilden, um aus Heimatliebe Ihnen völkischen Zweck noch mehr zu erreichen. Einem Besclstuß des Gesamtvorstandes gemäß sollen die Verbesserungsarbeiten an dem Brs- marckturm auf dem Taufstein und an den beiden Klubhäusern auf dem Hoherodskopf nach Möglichkeit beschleunigt werden. Außerdem wurde ins Auge gefaßt, dvs in der Nähe des Klubhauses liegende Scknveizerhäuschen recht bald derart in- ftandzusetzen, daß cs zur Unterkunst jugendlicher Wanderer benutzt werben kann. Die nötigen Schritte sollen im Einvernehmen mit der Oöer- fürsterei Feldkrücken in die Wege geleitet werden. Saalbau „Cafe Leib Besitzer: Hans Kirzinger Dem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgenend zur Kenntnis, daß das Konzert der Chiemseer Freitag und Samstag abend (zwei Tage) ausffillt, da unter Mitwirkung der Chiemseer Tiroler-Kapelle ‘ '«a-» ^'wt- und 8ö Landgemeinden otoie 7 Guts- ‘IftS «litten des Kreises Marburg, welche nm etwn ui iiwcr ctuwui. X cy riAtu kälte und TwckenM ZsM MW 1 dielt-A Für wird J 'uns s rfl Sonntag den 13 Juli 013526 MlMdMiW bei Gastwirt Gerb. Koch Hen ■ ÜMsaelc. Khrdfc «nd Schule. Gießen, 9. Just. T4< Lekwer des Bezirks Gteßen-Lanb versammelten sich heute in dem Schulhause in der Sihillerstraße, um zunächst einer Unterricht-Probe in einer SchutNasse betzu- lnbhnen. Lehrer L i n de n st r u t l> - Gießen, . der vor einigen Jahren in einem Bor trag die Richtlinien dargelegt hatte, die bei Erteilung des Auf- satzunterrichts maßgebend sein müssen, zeigte nun in einer Urüerrichtssmnde, wie diese Gedanken in die Praxis umgesetzt werden können. Ohne des nähcreir auf die Bestrebungen einzugehen, sei nur angedcutet, daß die Art und Weise des ,freien Aufsatzes", wie sie Mer gezeigt wurde, ein Mittel ist, die Selbsttättgstil imd Selbständig tert des Gedankenausdrucks der Schüler in hohem 9Raße zu werten und Lust und Liebe für diesen so schwierigen Gegenstand hervoczurufen. Tie sich Mischliest?nde Aussprache erkannte die Boriresslichkeit dks Tar- gebotenen an, itnb der Vorsitzende sprach H.wrn 5 Gießen. M Bürgerh..,, Dietz tetm Atfr lür 3$getM ' ©emembeKd® 'M dir ärmeren firn» Oie am Hätten gerate ' h H f » n * L i V .....______ Vl„ Frankfurt a. M., 10. Juli. Die »fer und EhcftM Lch Saitbtmrtfc^ift%Xt-inmer für den Reaierungs- knf Wiesbaden bewilligte für die Kartoffel- Ipchlstatwn in Gießen und drei neu zu ec» *J " " t Maingau, Wester- ««rrp i“1 ■ ksrdnetenwahl wurde Landwirt Georg rnimusMich I- pper mit 121 Stimmen gewählt. Mmem* S*RU1* 0 Aus dem Kreise Fried berg, 9. Juli. KTfttt*Ortettro£ l Bürgornreistern wurden gewühlt: In Volz- : liefen v. d. H. der bisl-erige Bürgermeister Seine Verlobung mit Frfluleln Marie Delp, Tochter des Forstmeisters Delp und seiner Gemahlin Julie, geb. Hornberger, beehrt sich anzuzeigen tlOT Willy Laubenheimer Ingenieur der Siemens-Schuckert- Werke, G. m. b. LL Leutnant der Landwehr. K.Z.U.Pffl.V. Sonntag, 13. Juli, Ä i nachmittag- 3 Uhr Bnf.HonatsversanimlDng [fix s'*-**■* ■ ind.^StadtWetzlar" WBtÄjKtaiuSeaäÄjSr2 Ludwigstr.,E.Riegelpf. Isegorbnuno: 1. Heuarasabrechnung,- 2. Jung- ticrbewertung, dazu Jnngliere mitbrinnen; 3. @Diimierfe)t aus der Schönen Aussicht. BÜN 2 Uhr ab iotvle nach der Versammlung ereinsiokal NUrkzahlung her ÜÄiefengelder In Ablieferung des ZuwetlungSschelneS. ötrunimetbestelluug. gegen 90 Stimmen, bie avf ben svtzialdemokratkfchen G^enkandidaren Brückei fiele» (bä den Januarwahlen vevänigten die Sojialdemokraten V» der Stinrwen auf sich)- in W o h n ba ch wurde der bis- l-crige Bürgermeister Kratz wieder «wüblt, während dte Gegenkandidatin Minna Emmel nur wenige Stimmen erhielt. Zum Beigeordneten wurde gewählt: in Rend« l der bürgerliche Stantrö* bat Wittich. .** Grünin^en, 10. Juli. Wie uns mtb- ff.-teilt wird, kandidierten zur Beigeordnetenwa-l außer dm bereits erwähnten Personen noch syrau Augilste Leidig, oeb. Ä^underger, sZrau Su- fanna Buß, geb. Bender, und Wily. Alles. cP H i r » e n h a i n , 9. Juli. Hier wurde Lehrer Hensel mit 196 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Der bisherige Bürgermeister erhielt 63 Stimmen. Herr Hensel ist der Schwiegersohn des früheren Bürgermeisters Gußmann, der sich um das Wo^ unserer Gemeinde große Verdienste erwarb. B. KavlstoS, 7. Juli. Der neue Gern e i n b e r a t besieht aus folgenden (stemeinde- mitgliedern: D. Uiinger X., W. .Kirchner, K. Ap- bel, L. Appel, W. Herget, L. Herget, K. Dah- Iner II., Paul Adolph, Fr. Herget, F. Bläßer, H. Appel III., H. Jöckel. — Die Bürgermeisterwohl vollzog sich ohne Wahlkampf. Es wurde gewählt der bisherige Beigeordnete Heinrich Herget III. ** Langsdorf, 10. Juli. Nachdem der bisherige Beigeordnete Heinrich Pauly VII. seines vorgerückten Alters wegen sein Amt als Beigoordneter und Stanbe»beamter nieÄevgelegt, haben sich drei Bewerber dafür gefunden. Es sind dies die Herren Heinrich Roth, Gastwstt, Wilhelm Schiel II. und Hermann Kneipp II. Es wird also wie zur Bürgermeisterwahl ein harter Kamps emsetzen, dessen Ausgang nicht vorauszw« sehen ist. 9 Ober-Seemen, 7. Juli. Bei der gestrigen Bürgermeisterwahl wurde der Zimmermeister und Dampssägewerkbesitzer Herroder mit 276 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Sein Gjegenlanbibat erhielt einige Stimmen weniger. OSchlitz , 10. Juli. Von dem am 17. August zum Kreistag des Kreises Lauterbach zu wählenden 25 Mitgliedern entfallen zwei auf Schlitz und drei auf das Schlitzerland. Es ist möglich geworden, daß jede der drei hier organisierten und im Gemeinderat vertretenen politischen Parteien (Demokratische Partei, Sozialdemokratische Partei und Deutsche Bolkspartei) je einen Sitz im Kreistag erhalten. Durch das Entgegenkommen des Landes wurde somit ein Wahlkampf in unserer Stadt vermieden. — Die Wahl des zweiten Beigeordneten unserer Stadt findet am 27. Juli statt. Wunsch der Bürgerschaft ist es, daß der bisherige zweite Beigeordnete Jungblut wieder- geivahlt wird. Q Aus dem Schlitzerland, 8. Juli. Am Sonntag fanden hier überall die Beigeordnetenwahlen statt. Tiefe verliefen, die Stadt Schlitz ausgenommen, in den Landgemeinden allenthalben ohne jeoliche politische Färbung, wie das ja auch schon bei den Gemeinderats- und ben Bürgermeisterwahlen ber Fall war. Es wurden die bisherigen Beigeordneten, soweit diese nicht kürzlich zu Bürgermeistern gewählt worden sind, meistens wiedergewählt: so in Willofs Konrad DSring, in BernShausen JohS. Fischer VIII., in Uetzhausen Joys. Wahl, in Uellershau sen Karl Schäfer, in Pfordt bet schon nahezu 30 Jahre ba« Amt bekleidende Kaspar Ritz, in Fraurombach Adam Geling, in Unter-Schwar, Johs. Alles, in Unter-Wegfurth Heinrich Alles, in Ober- Wegfurth Nikolaus Zulauf, in Rimbach Johannes Stephan. Neugewählt wurden: in Q u e ck Andreas Lips, in H u tz ö o r f Heinrich Wink V., in Nieder-Stoll Karl Döring, in Hemmen Johs. Lachmann, in Harters- hau sen Ernst Hahn. In Sandlofs kommt es zu einer Stichwahl, da die beiden Kandidaten Wilhelm Berg und Valentin Oben hack je 15 Stimmen erhielten. Die Wahlen verliefen im Interesse des Gemeinbefriedens fast Überall int Zeichen der Einmütigkeit. Nur in zwei der genannten Orte, in Sandlofs und Hartershausen, rangen zwei Bewerber um das Amt des Beigeordneten, sonst hatte mau sich überall aus einen Kandidaten geeinigt. ** Stangenrod, 10. Juli. Bei der am 29. Juni hier abgehaltenen Bürgermeister- iÄl gn ixt ' heim, 8. E, en,?' ,o,sÄfrsi*i1 ffÄäÄ’ [Zusammenkunft itet. $ kleben *i'irehi81okal „< nf6 Leib“ I. Stock aller Boyern | i«t Ilion hofft durch ernt schnell enquleitenbe ! tWrron den grüßten Schäden abtzuhclten --AuSdemOdenwald, 9. Juli An der kergstraße nnb tm vorderen Odenwald richteten am Üeattag nachmittag Unwetter schwere Sdy5ben l bat Gcktten und Feldern an. Besonders schlimm rurben die Gemarkungen Nieder- und Obcrram- jirt bettofren, wo ein Hagelschlag ben größten ‘cd ber Ernte vernichtete Bei Heppenheim wurde M 15jährige Johanna Kootz vom Blitz getütet, furch wolkerchnccharttg triebetgtfrenben Atzasser- itoftti wurden im Mühl- und Mvdautal Brücken l gettssen und Häuser und Stallungen unter ^fser gesetzt. d. Nieder-Jn-elheim, 7. Juli, b« Ncefiflcn Obstmarkte kostete das Pfurtd kett 1 Mk., Staivlboeren 66 bis 90 Pf., ^anidbeeTcii. 70 bis 85 Pf. irrten unb ihk Ms« i tthkssvtz Htsieft-Mti too Mk. an geboten wurden, gingen zum Schluß ioarett fte bttbaottüt 300 Mk. ab. A-rrkel konnte man schließlich für späten MlhntÜag mi 9-90 Mk. kaufen. r\o. M **60 Wt dos abgcbaircm rfdOrtenbtrflbtr «berg -M wv- "ur leiseren W« Vllnernpunor. (l nruwe mn ita önmnrcn wi viv*- W oetontnttft. t.) Bürgermeistervertreter und Beigeordnete MiMibündes uW. Aurich Kneipp gewählt. Gastwirt K. Schmidt af;ribi-n Gelkgcmth'itcn, durch SckMerabende und Äehnliches in htnrcidvn* der Deist beurorkstelligt werden. Ten Ell.-rn- (n’irat aber lebnt sie, weit inmötig und überflüssig, ab. Um den Kunstsinn d-s Müdes zu necken und zugleich fürs spätere Leben cuircgcich zu wirken, soll bet Ansckasnmg Wit BilbtzdM.'ck für das Klassenzimmer darauf gesehen, werden, daß nur künstlerisch WerwolleZ beiehant -mrd. Aus ben Kreisen der LehrersckM imir^ angeregt, das Kreisblatt und KreisoerotHnungsblatt Tur dte Schulen anzuschasstn und die Beträge für ~cl',r- mittel um 100 Prozent erlwl^n In ctmr Herbstkonferenz soll der GesckMt.unterrtai. \>v lMdclt werben. <ßerid>t»faal. H anno v er, 9. Juli. (WTA.^ Das Schwnc - gcricht verurteilte bie Ehefrau Sophie Bun,- meier imb deren Söhne, dte Glas mack r Friedrich unb Karl Buckmeier, sämtlich ax5 Wvls^ Irnflcn bei Dberfirdm in SÄaumlnrg, loeijcii (Matten* b»w. VakermvrbeS, besangen tm Mai 1919, -umTode. Eingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem s^ublikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Ziegenhalter, wehrt Euch! Lich, 5. Juli. Zur Beleuchtung der Maßnahme, nach bet ben Zieganhaltem von letzt ab bte ihnen bisher ebenfalls zustehende Bittter entzogen ittetben soll, fei nachfolgende Bereckmnng sowohl dem Urteil der Oesfentlichkeit als auch ber maß- (tebenben Stellen vor gelegt: Der jährliche Miichertrag dner Men Zteste ist bei kräftiger Fütte^-ung etwa 600 Ltter .: der ,ve t qehalt (nach Wilsdorf) 2 3-8 Pro;., 5 LtterRabm Ebm 2—21 /9 Pfund Butter. Daö macht b«i Zugrundlegung von 2,b Proz. Fettgehalt (entsprechend ber armstligen Fütterung in ber M^)'eine„ Jahresertraa von 600:40 15 Nahm V/e Pfund Butter. Diese Menge einer MfköpfuVN .Familie (n*e der meinigen) zum-teilt, ^gibt nlr 10—12 Tage 125 Gramm. Nun einer solchen Familie aber 5x55 Gramm == 275 Gramm Butter für diese 8d.t zu; sie erhält also noch nicht die Halste der gesetzlick)en Menge oder nur alle 26 Tage soviel, als ihr für: 10—12 Ta« r"stehen. Dazu kommt iveiter der Umstand, daß nickt eie Milch von jeder Ziege sich gut verbuttcrn läßt und daß ber Rahm hierzu höchstens 8 Lage lang gesammelt werden kaim. Das macht also 8X11,» Ltr. BlÜa» — 12 Liter Milch -- 0,3 Liter Nahm - 75 Gramm Butter (ntnn stelle sich die „Riesenbuttermaschitte , die man hierzu brauchte, vor!). Diese Zahlen mögen ^rnftgen, um wu tetiten, wie durchaus unberechittgt atjo dte den Ztegeulmi' lern zugedachte Butterentztehnng rst. Dte Bered»- mtng wird noch um ein Drittel itngünstt-rer, wenn man in Anbetracht bet f>!> Kmiktt .Der Mann mit den Scenbäudeu." A. v. Lies und 23116. Büscher, Humorist. Duett. Unter Mitwirkung des hier so beliebten Humoristen Herrn Brandenstein. 013559 ES ladet ergebentz ein Ho f m an q. 1 Säcke Säcke fit „ ” 6^v*eb6* o ä c k 5egelhjcbe ü V * 013517 als Aufsatz. W Reiskirchen, 11. Juli 1919. WOnzen ■*T . —5. -iinirt# 8«W MG 013574 abzugeben. der Ahe WasAisiS! HoDmsAtlW ^"°,U7"an Speisezimmer, Lackierter, 013533 im 17. Lebensjahre. fvefintetungen 8154 Grünberg. suche Näherin gesucht 8046V Der Borttatü m-iuteik Trilppen der 8158 Ein schwerer Suchen per sofort oder 1. September 7^ »ersten.] Bannt | Empfehlungen *1£ Vergstr. 20. §060 013449 sich melden. Schmidt, Müusbweg Iß- H MK 3 Mutterschafe | mit Lämmern z. verkauf. Selltngsbaukm Nr. 91. S3cke | 5ewebe iegeltud* 1 Baar g. lange Stiefel mit dopp. Schaft, Gr. 43, pretsw.z.v. H.G.,SckS»e Aussicht, Hinierh. einfacher - zu kauf, gesucht. _ . . Angeb. umer 013551 an den Giehener Anzeiger. Biberschwänze Grau-u.weiW laufe« tn den ersten Tnzn einige Waggon otA |8M nehmeAuftrage entgegn. Willi. 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Es war ein eigentümliches Gemisch von rücksichtsloser Offenheit und strenger Gerechtigkeit in dieser Professorin, und Ragna hatte unter dieser derben, sicheren, fast eisernen Hand schon so vieles gelernt, was ihr bisher im Leben noch völlig fremd gewesen: Arbeiten und für andere zu leben. Aber wie schwer das war, täglich unter neuen Demütigungen zu atmen und immer mit dem Geiühl, daß ihre Leistungen, die ihr, ach, so unsagbar schwer wurden, eigenllich kaum nenncnstoert waren. Sie fing sich die Kinder, die wie die Wilden her- umtollten und sich heftig sträubten, an den Kaffcc- tisch zurückzukehren, mit Geerds Hilfe endlich ctn und übergab sie Males Obhut, die recht mißmutig dreinschaute, denn es war von Wassersahren die Rede und Male hatte durchaus kein Zutrauen zu r, tue al, ckel ett, ibt, 8c nub Sd- !ivS, ilatt brr- Halt lerft Pjau, t Aus' „Bewundern Sie lieber seine Frechheit, licb- id Fräulein, Frechheit, sage ich. Denken Sie nur, ,tir, nachdem ich ihm rundheraus erklärt habe, et brauche nie auf Gunhild zu rechnen, da wir * niemals einem Manne ohne Vermögen wie $ es ist, anvertrauen würden, hatte der Mensch Unverfrorenheit, zu sagen: „Tas tut nichts, [hterfte Mama, das kann ja noch alles kommen iti) ich kann warten." Arne und Ragna lachten, aber die Professorin iii:f erzürnt: „Und das Tollste dabei ist, daß ich nicht mal böse sein kann. Lade ich ihn nicht Ittt,' Jo kommt er mit der harmlosesten Miene tu der Welt von selbst; lasse ich ihn abweisen, W schreibt er mir einen rührenden Bries und verbricht treuherzig, bald wieder zu kommen; gehen ir ins Konzert, ins Theater, oder in Gesellschaft, rmer ist Below da und wenn wir noch so sorgsam |*ikoc Vergnügungspläne geheimhalten." „Dem Manne müssen wir helfen," flüsterte kvktor Lorenzen seinem reizenden Gegenüber zu nb in seinen ernsten, großen, blauen Augen ützte es schalkhaft auf. „Bitte, nicht tuscheln, Arne, das kann ich :achaus nicht vertragen. Fräulein Svendburg, Neu Sie sich nicht mal nach den Kindern um» I öM — ich glaube, die liegen schon im Wasser, öiHrend wir hier klug reden." 1. Ragna stand erschrocken auf. Wie schon tau- Vl onial, hatte sie auch heute wieder ihre Pflicht pnäunrt. O, daß sie es nicht fassen, nicht be- Iju01 ^ntnlc- daß sie, die Hochgeborene, noch «M mal gleichberechtigt war mit der Frau, die %wMau6.L5liii t 8-canlhirttT 3 abend- * * te unter Vie Uomm«na!wah!en. ** Beltershain, 9. Juli. Hier .YFünfziii 1860-1# L 1 Tage 10 bis 8150 Mann sr. u. Hobe Raien- risll'-be 13570 an r; fett, Eß- Justin tovi- und Nach m. eget mill, ihren >ckt>, tobe M. iPe- mna- lRob- Hn- «en- h.38), “'.Wi Bersammlm tert tuchen- d.M. Mchchlvmj ®tau-u.©ed laufen tn bett erftenlj einige Raggon aui « nehmeAuftrage ewd Wilh.KeissiDger Melbach, M Telephon Ann Ragna Svendburg Bloman von Anny Wothe.. Samstas ab«6' zchnck beiS-ner^ ________... „ , wurde Bürgermeister Magel, in Ettingshausen Bürgermeister Keil wieoerg-'wählt, in Reiskirchen dagegen wurde der Maurermeister Launs- dem nassen Element. „Kinderkens, jloobt mir, bet Wasser hat kecne Balken nich" sagte sie zu Peter und den Kleinen, die ihr frech, ob ihrer Angst ins Gesicht lachten. Endlich war auch diese wichtige Frage eittfdjiebeit unb bk Gesellschaft verteilte sich in kleine Boote. „Arne, sei so freundlich und steh' Fräulein Svendburg in der Beaufsichtigung der Zwillinge bei", kommandierte die Frau Professor, ihre beiden kleinen Mädchen in das Boot hebend, in dem schon Doktor Arne Lorenzen stand und, forschend zu Ragna herüberblickte, ob sie wohl seiner Aut- forderung, mit ihm zu fahren, nachkommen würde. Ragna mußte wohl ober übel in das Boot steigen, in welches sich soeben auch stürmisch Geerd ^"^Nichts ^a, mein Junge," sagte Frau Therese gutmütig spottend, ,„bu nimmst Müttern, Male und bat Peter unter deinen großen Schutz und du. W , Ende dell-len !!S lt «I TrellpuA»«- Sr nicht für Sie — Ihre Kmntnisse und Fäbmlcrte.' liegen auf einem andern Gebiet, als dem für Haus unb Familie, Sic müssen hinaus in die Welt, in den Kampf des Lebens." ,Zck stche mitten darin, bester Doktor, l»ehr als ich ertragen kann." (Forlsetzung folgt) zVeite" 6 Vc *> prei«eIJ' Ter Professor nickte seiner Gattin löchelnb zu — sie sah auch noch, wie er seine Tochter in das Boot hob, bann aber wurde ihre Aufmerksamkeit durch Male, die bei dem geringsten Schaukeln des Bootes laut freifebte, unb durch Peter in Anspruch genommen, der wie toll nach den langen Weiden- ruten ins Wasser griff und vor Vergnügen brüllte, wenn der kleine Kahn dadurch in bedenkliche Schwankungen geriet. Als sie aber schon ein beträchtliches Stück vom Ufer entfernt waren, sagte Geerd ein klein wenig boshaft: „Wenn mich meine 22jährigen Dummen - jungmaugen nicht ganz täuschen, ist unser guter Alter nicht mitgefahren." ,^unge, red' nur keinen Blödsinn," rief die Professorin aufgebracht. „Süße Mutter," sagte Geerd unb sah sie mit unglaublich lecken Augen an, „sei doch mebt böse, unser Alter hat das Herz auf dem rechten Fleck, da ließ er die jungen Leute allein." Frau Therese stöhnte leise auf. Wirklich, Geerd hatte recht. Herr Professor Lorenzen spazierte gemächlich am Ufer entlang unb las in einem mll- gebrachten Buche, und das kleine Boot, das den Referendar unb ihre Töchter barg, die sie um jeden Preis vor diesem „©roherer" schützen wollte, schaukelte in weiter Ferne tanzend auf den blauen Wellen, und sie konnte nichts tun, Lebhafter Beifall links.) Zum Kapitel Sparsamkeit nur eins: Für sozialisierte Betriebe bin ich als Finanzminister nicht in ber Sage, Zuschüsse aus den Mitteln der Allgcmemhrit zu geben. Wenn die Post z. B. so teuer arbeitet, daß sie für 1918 mit einem Defizit von 500 Millionen abschließ 1, so muß eben baZ Publikum mel>r zahlen. Di- Gehälter der Postbeamten sind keinesivegs zu fach, welleren Forderungen aber entgegenzukommen ist undenkbar, beim das wäre chic Schraube ohne Ende. Tie einzige Abhllfe liegt in der systemati ■ scheu Preissenkung, unb zwar nicht nur für Lebensmittel, sondern auch in erster Linie für Kleidung und Schuhe. Das wird und das muß geschehen! (Beifall.) Aba. Wurm (Unabfal: Von bem Grift bet neuen Zeit ist in biefer Vorlage auch nicht die Spur zu finden. Helfen kann uns nur eine So-ichi fierung im Sinne von Marx unb Engels, also ernt Sozialisierung, die wirklich der Mlgeincinheit zu gute kommt. Geschieht das, bgim witd auch füi bic Arbritermasse bas Wort gelten: 9lrbeiten unb nicht verzweifeln! Abg. B e ck e r - H e s s e n (D. Bp.): Die Kritik die Herr Erzberger an der Amtsführung Helfferich: übte, war schon deshalb unangebracht, tvell sie von der sicheren Tribüne dieses Hauses erfolgt einem Manne gegenüber, ber sich hier nicht ber tribigen kann, unb mit dem ber Finanz Minister eine sehr ernste Preßfehde anszusechten im Begriff ist. Erfreulich ist, daß der Streit zwischen Reich und Einzelstaaten über die Ausnutzung der Steüer- qnetten verschwunden ist. Wir brauchen eine ge sunde Mischung von direkten unb indirekten Steuern. Einige dieser SteuertwrlagLN hätten uns allerdings früher borget egt loerben sollen. Man kann auch einen solchen Kubel voll Steuern nicht über das Volk ausgießen, ohne den ganzen Be steuerungsvlan der Regierung zu kennen. Das Finanzministerium muß uns einen Plan darüber vorlegen, wie hoch ber Gesamtbedarf ist, und wie es sich dessen Decbing denkt. Bei ber großen Vermögensabgabe muß den Steuerzablenden bnrd) einen Generalpardon die letzte Gelegenheit gegeben werden, sich von ihren Sünden zu bekehren. Auch wir verlangen die absolute Sicherheit der Kriegs anlrihe. Mll altpreutzischer Sparsamkeit müssen wir wieder empor kommen. Auch als Opposition werden wir getreu dem Grundsatz: „Tas Vatm land über der Partei k" an den Vortagen Mitarbeiten. Damit schließt be Bestwechun» Tie sämtlichen ©teuetooclagen werden auf Antrag Schiffers (Dem.) an drei Ausschüsse von je 28 Mitalredern verwiesen. Das noch zur dritten Beratung stehende Reichssirirelungsgesetz wird an den Ausschuß ber* diese Berwallrmg bot Bedrirfnisse» unb BeriKll- niffen der militürischeu Besetzung anz-upassen. Es herrscht EörverstLndnis darüber, daß die deutschen Behörden unter Strafe der 2£bbcrufung insbesow» dere verpflichtet sind, sich nach allen auf Grund des vorstehenden Artikels 3 ergangenen Verordnungen zu richten. Arttkel 6. Dos Rocht ber Beitreibung von Natural- unb Dienstleistungen, so wie es im Haager Abkommen vom Jahre 1907 geregelt ist, wird von den alliierten unb assoziierten O kkupatvons truppen ausgeübt. Tie Lasten, die durch die in der Zone jeder alliierten oder assoziierten Armee borgenommenen Beitreibungen verursacht weiden, sowie die Ab- chätznng der von den OkkupatvonstntpPen verur- achten Schäden roertm von Ortsausschüssen eftgesetzt, die in gleichmäßiger Vertretung zugleich aus deutschen, von den beutfefan Zivilbefardenf ernannten Zivilpersonen und alitierten Offizieren, bestehen, unb deren Vorsitz von einer vom Hohen Ausschuß ernannten Persönlichkell wahrgenommen wird. Die deutsche Regierung trägt die Unterhaltungskosten der Besetzungstruppen unter den im Vertrag festgesetzten Bedingungen! weiter. Tic deutsche dlegierung trägt gleichfalls die Kosten des Amtsbetriebes unb der Unterbringung des Ausschusses. Für die Unterbringung* des Hohen Ausschusses werden narb Zuvateriehung ber bcutfdjen Regierung angemessene Räumlichkeiten gewählt. Arttkel 7. Die alliierten Truppen halten weiterhin die Räumlichkriten besetzt, bie sie gegenwärtig rnnehaben, unb zwar unter Maßgabe ber Bestimmungen bes nachstehenden Artikels 8b. Arttkel 8. a) Die deutsche Regierung verpflichtet sich, den alliierten und assoziierten Truppen alle für sie erforderlichen militärischen Gebäude zur Verfügung zu stellen und sie in gutem Hu stände zu unterhalten, desgleichen bic erforber» lieben Einrichtungsgegenstänbe, Heizung unb Beleuchtung, unb zwar nach Maßgabe der daraus bezüglichen Besttmrnungen, die gegenwärtig bei den verschiedenen obgenannten Truppen in Kraft stehen. Tarin sind einbegriffen die Behausungen für bie Offiziere und Mannschaften, bic Wachmannschaften, bie Kanzleien, bie Verwaltungen, bie Regimentsstäbe, die Generalstäbe, bie Werkstätten, bie Vorratsräume, Hospitäler, Bäckereien, Regimentsschulen, Reitbahnen, ©tattunacn, Exerzierplätze, Infanterie- und Artlllerieschicßplätze, Flugplätze, Weiden, Lebensmittelläger, Manöverfelder, sowie Grundstücke für bie Theater und Lichtspielhäuser, Sport- unb Erholungsplätze für bie Truppen in genügender Zahl. b) Die Mannschaften unb Unteroffiziere werben in Kasernen untergebracht unb nicht ber ber Zivilbevölkerung einquartiert, es sei benn in Fällen außergewöhnlicher Dringlichkeit. Falls bie bestehenden militärischen Anlagen sich als unzureichemd oder ungeeignet erweisen sollten, dürfen bk alliierten und assoziierten Truppen von jedem öffentlichen ober privaten Gebäube mit seinem Personal Besitz ergreifen, wenn es ihnen für biesen Zweck geeignet erscheint ober, falls dies nicht ausreicht, die Errichtung neuer Kasernen forbem. Tie Zivllbeamtcn, bie Offiziere und ihre Familien dürfen bei ber Zivilbevölkerung nach Maßgabe der bei jeder einzelnen Armee für die Einquartierung zur Zeit in Kvast befindlichen Bestimmungen untcrgebracht werden. ' Arttkel 9. Die alliierten und assoziierten Truppen ober ihr Personal sowie ber Hohe Ausschuß unb fein Personal haben keinerlei direkte Steuern oder Abgaben zu zahlen. Proviant, Waffen, Klechung, Ausrüstung und Vorräte jeder Art, bic für ben Verbrauch alliierter oder assoziierter Truppen bestimmt unb an bie Militärbehörben, ben Hohen Ausschuß, bie Mar- ketenbereien und Offizierkasinos gerichtet sind, gemeßen Portofreiheit und vollkommen freie Einfuhr. Artikel 10. Tas bei ben Verkehrswegen, b h. bei ben Gsenbahnen, ben Kleinbahnen, den Straßenbahnen jeder Art, Flüssen, Strömen unb Kanälen angestellte Personal hat ben Befehlen, bie ihm von dem Höchstkommanbierenden der alliierten und assoziierten Truppen ober in seinem Namen zu militärischen Zwecken ertellt werben, Folge zu leisten. Sämtliches Material und Zivilpersonal, bas zum Unterhalt unb Betrieb sämtlicher Verkehrswege erforberiidj ist, ist auf biesen Wegen in den befefcten Gebieten vollzählig beizubehalten. Tie Beförderung der Truppen oder einzelnen Soldaten mib von Offizieren, die mll einem Eisen- bahickesörderungsschern versehen finb, hat kostenfrei zu erfolgen. Snfammenr betMlttSgemU Die militärische vesetzusg der Rheinlande. Berlin, 10. Juli. Entwurf eines Abkom- ienö über die mllllärische Besetzung der Rhein- ende. (Deupchc Uiebersetzung.) Abrede zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika, Belgien, dem britischen Reiche und Frankreich einerseits und Deutschland anderersells ctr. die militärische Besetzung der Rheinlande Auf 'Grund der ihnen durch ihre jeweiligen ch-gierungen nach Maßgabe des Artikels 432 des tute unterzeichneten Friedensvertrages verliehe- icn Vollmachten sind die Unterzeichneten über rigenbe Bestimmungen übereingekommen: Artikel 1. Gemäß Artikel 428 ff. des heute nterzeichneten Vertrages setzen bie Streitkräfte tr alliierten und assoziierten Mächte als Bürg- r>aft ber Ausführung des genannten Vertrages iiirch Deutschland die Besetzung der deutschen Ge- iete fort, so wie diese Besetzung durch Artikel 5 des Wattenstillstandsabkommens vom ll.Novem- i-tr 1918 festgelegt und durch Artitel 7 des Zn- itzabkomnlens vom 16. Januar 1919 weiter aus- Lbehnt worden ist. Kein deutscher Truppenkörper mit Ausnahme er in der Rückbeförderung begriffenen Kriegs- eiangenen hat zu den besetzten Gebieten Zutritt, unb zwar auch nicht im Durchgangsverkehr; doch 1 innen Polizeikräfte in einer von den alliierten unb assoziierten Mächten zu bestimmen- deii Zahl in diesen Gebieten zwecks Aufrecht- »chaitung der Ruhe unb Ordnung beibehalten. meriteii. Arttkel 2. Es wird eine Zivllbehörde unter der ^ieteichlrung „Hoher internationaler unsschuß fürdieRheinlanbe'^der nach- 'iehend als „Hober Ausschuß" bezeichnet wirb, rmdjtct, der, falls der Vertrag nichts Gegen- iliaes besttmntt, in den besetzten Gebieten ber l>berste Vertreter ber alliierten und assoziierten Nächte ist. Er besteht aus vier Mitgliedern als Strtretern Belgiens, Frankreichs, Großbritanniens nnb der Bereinigten Staaten. Arttkel 3. a) Der Hohe Ausschuß ist befugt, Verordnungen zu erlassen, soweit dies iiir bie Gewährleistung des Unterhalts, der Sicher- ijeü und für die Bedürfnisse der Stteitkräfte ter alliierten unb assoziierten Mächte nötig ist. kr veranlaßt bie Veröffentlichung dieser Verordnungen, deren Abschriften jeder der alliierten unb assoziierten Regierungen sowie der deutschen Regierung zugesandt werden. Diese Verordnungen haben (Gesetzeskraft unb werben mit ihrer Ver- oifenttidping als solckie von ben alliierten Mllitär- bchörden und den deutschen Zivilbehörben anerkannt. b) Die Mitglieder des Hohen Ausschusses hießen diplomatische Vorrechte und Dreiheiten. c) Die deutschen Ger i chte setzen ihre ' rricytsbarkeit in bürgerlichen und Sttafsachen unter Berücksichtigung der in den nachstehenden laragraphen a und e erwähnten Ausnahmen weiter fort. d) Tie Strettkväfte der amtierten und assa- 1 k-rten Mächte inü> die zu ihrem Gefolge ge- 1 jixr.ben Personen, die von den fomnumbierenbert 1 vjiträlen ber Besetzungstruppen einen Paß auf iriberruf erhallen tzaben, sowie sämlliche bei diesen b Truppen angeftdlten unb in ihren Diensten be- Ifiiulid^ai Pcrioncn unterstehen ausschließlich dem s^riegsrechtun.dderMilitürgerichts- 'barkeit dieser Truppen. e) Wer sich ernt5 Verbrechens oder eines !i-ergebend gegen Person oder Eigentum der Streite Ihätte ber alliierten und assoziierten Mächte schul-» [big macht, tarn vor die Kriegsgerichte der ge- I nq nut en Truppar gezogen werden. Artikel 4. Die deutschen Behörden [müssen sowohl im besetzten, wie int nicht besetzten liebtet auf Verlangen jedes Offiziers der Be- [iimngsstteitkräfte, der ausreichend hierM ermäch- liiijt ist, jeux Person fcftneljmcn oder an den orts- [ .ochsten Kommandanten der alliierten und assoll ritten Streitkräfte ausliefern, oic eines Ver^ liechens oder Vergehens beschuldigt und gemäß lilrtitd 3 Absatz d und e der Mllitärgerichtsoar- Itrit ber .alliierten und assoziierten Streitkräfte Imtetworsen fft. Arttkel 5. Die Verwaltung der Provin- Itn, der Regierungsbezirke, der Stadtkreise, der &mbfrcife und ber Gemeinden bleibt in der Hand Lkr deut schen Behörden. Tie Zivilverwal- 13mg dieser Zonen geht.nach der deutschen Gesetz- ■rbung und unter Oberhoheit ber beutfdjen Zen- I Talregierung weiter mll Ausnahme der Regeluitg, |iie pon Seiten des Hohen Ausschusses im Ber- ludnungswege vorgenommen wird, soweit dieser Ilusschuß es tmch Arttkel 5 nicht für nötig erachtet. 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Nachmittagstee Konzert Letzte Nachrichten. Gießen, 11. Jull. Tie LaWrettinsassen verbreiteten heute morgen ein Flugblatt, das zu enter öffentlichen Kundgebung auf dem Markte auffor- dette. Tiefes Flugblatt trug die Unterschriften: „Tie Lazarett-Insassen", „Gewerkschaftskartell Gietzen und Umg.". Wir weiden vom Vorstand der Sozialdemokratischen Partei gebeten, darauf hinzuweisen, datz die Partei dem Aufrufe fern» steht und die Kundgebung verurteilt. Auch das Gewerksschaftskartell wurde nicht zu einer ordnungsmäßigen Beschlußfassung einberusen. Auf einem Teil der später ausgegebenen Flugblätter ist die Unterschrift btS Gewettschaftskartells entfernt S-e Z 5 „Hupfeld’s Weinstuben“ Frühstückskarte. 48611 s=s Eine künstlerische Sehenswürdigkeit =a Obstmarken-Ausgabe. AM Sams tag den 12. d. M ts. gelangen in den Brotmarkenbezirken Ob st marren tote nachstehend zur Ausgabe: A—K vormittags von 8 bis 12 Uhr, L—Z nackMittagS von 2 bis 6 Uhr. Gietzen, den 10. Juli 1919. (814&B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Hess. Finanzamt Grirnberg. I. E. Dr. Werner. Sei h 'm sich nach wie vor in Lieh Bahnhofstraße, befindet Sprechstunden: nur gute Qualitäten Kaufhaus Katz Bahnhofstrasse 14- Höchste Temperatur am 10.7. —14.9®, Niedrigste „ „ 10.7. = 12.3®, asr vorteilhafter •« Möbelangebot! Durch Eintreffen steuer Sendungen bin ich in> folge Platzmangel genötigt, mein Lager zu rcim'ie- uno empfehle daher zu bedeutend ermäßigten Preten Bettstellen,BertikoS,polierteAusziehtifchr mitWachstuchbezug,Stahldrahtmatratzev» Auflegematratzen, Stühle, Nähmaschineit erstklassiges Fabrikat, DivanS mit echte« Plüfchbczügen usw. 9iur neue Möbel in vrtma Ausführung, fee» günstige Kansgelegenheit, besond. auch für -oeiioDte Kriegsanleihe wird jederzeit in Zahlung genommen. A. Zsaak, Lich (Gberheffenj Manufakturwaren, Möbel- und Rähmaschinenhandlunn o« Oberstadt 13 Telephon 81? NB. Bitte genau ans tflrma u. kfansnvmmer zu achte. seiner Unterredung mit Presseverttctern, die amerikanischen Truppen müßten solange am Rhein bleiben, bis Deutschland alles Material, das im Friedensvettraa gefordert werde, ausgeliefett habe. Wilson teilte ferner mit, datz der Völkerbundsvertrag dem in Versailles abgeschlossenen Vertrage eingefügt werde. Ter Präsident sagte, er sei ber Ansicht, daß die assoziierten Mächte sobald wie möglich den Handel mit Deutschland wieder aufnehmen, um die Rehabilitation Deutschlands zu gestatten. Die Beratungen in Paris. K» Mühlenverpachtunj,. Die in bester Geschäftslage WctzlarS gelegene sogen. „Hospitalmühie", in welcher bisher eine Wollspinnerei und Manusakturwarengeschäft seit langen Jahren betrieben wird lWafferkraft, Turbinenanl.», soll in Wetzlar am Montag, 25. August, nachmittags 3 Ubr, Kornmartt 3, Zimmer 3, vom 1. Avril 1920 ab auf 15 Jahre öffentlich verpachtet werden. Pachtbedingungen können von der Hospital- Verwaltung bezogen werden. 81381) Die Hoipitalverwaltuug. halten. ■ Die Aufhebung der Blockade. Berlin, 10. Juli. Wie die „B. Z.' Die Antwort Hollands in der Kaiferfragr. Amsterdam, 10. Juli. (WTB.) Reuter meldet aus Paris, datz Holland in der Antwort auf die Note ber Alliierten bezüglich des vormaligen deutschen Kaisers erklärt, Holland sei sich seiner internationalen Berpflichttmgm bewußt: man müsse es aber auch seine souveränen Rechte frei auSüben lasssr.- Drockdorff-Rantzau. Berlin, 11. Juli . Die ;,23off. Zkg." schreibt: Entgegen anders lautenden Nachrtchlbm Höven wir, datz Graf Brockdorff-Randau den ihm angebotenen ^Posten als deutscher Botschafter in London abgelehnt hat. Aeuberungm Wilsons. Amsterdam, 10. Juli. (WTB.) Reuter meldet aus Washington: Wilson meinte m 46. EiSelf« Hse«, 6. Juli. Bürgermeister SKetten&cimeT wurde mit 163 Stimmen hiedergewählt. Der Gegenkandidat Eduard Schröder errett 58 Stimmen. Bürgermeister Metten- heinrer ist durch seine polittsche Tätigkeit in den hantiger Jahren (Antisemit) eine in ganz Oberhessen bekannte Persönlichleft. OAus dem Kreise Friedberg, 7. Juli. Zu Rieder-Eschbach wurde ber fdjion fünf* flmdzwkurzig Jahre im Amt stehende Bürgermeister Wchta nrit 340 Stimmen wiedergewähll, während der sozialdemokratische Gegenkandidat Hoch Decker nur 175 Stimmen erhrelt. In Ober» Florstadt wählte man Bürgermeister Blechle dritter. In Ockstadt wurde der bisherige Bürgto- nreister Joh. Morler mit 516 gegen 216 Stimmen, die auf Bitreauvorstel^r Klein fielen, wteder- geWSW. In Ober-Erlenbach wurde Landwirt Herbert durch Unterstützung der Sozral- demokratic mit 349 Stimmen gewählt, während ber bisherige Bürgermeister Klimm nur 321 Stimmen erlieft. In Bruchenbrücken wurde Landwirt Lorenz Dickert einftimmig gewählt. In Nieder-Mörlen erhielt Heinrich Möbs 236, Heinrich Schlitz 127 und Bauunternehmer Hofmann 115 Stimmen, so daß am kommender Sonntag Stichwahl zwischen Möbs und Schlitz statt- sindcn mutz. In Rödgen wurde ber bisherige Bürgermeister Hensel wieder-, in Wisselsheim Heinrich Berg neugetoählt. — In einer Reihe von Orten fanden gestern die Beigevrd- uetenwahlen statt. In Ober-Mörlen wurde Theodor Pfeiffer mit 616 Stimmen zum Beigeordneten gewählt; 502 Stimmen sielen auf den bisherigen Beigeordneten Born. In Kloppen heim wurde Landwirt Höck mit 85 gegen 74 Stimmen, in Ossenheim Landwirt Adolf Schäfer mit 131 Stimmen, in Bönstadt Landwirt August Hofmann, .der Sohn des bisherigen Bei geordneten, mit 176 gegen 165 Stimmen ge= wählt. § HartmatttnShäin, 6. Juli. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der Sattler und Land- toirt Heinrich Strauch mit 78 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Sein Gegenkandidat erhielt 19 Stimmen. § Herchenyain, 6. Juli. Der btzherige Bürgermeister Heinrich Komp V. wurde bei der heutigen Bürgermeisterwahl mit 134 Stimmen wiedergewählt. Lardenbach, 7. Juli. Unser bisheriger Bürgermeister Heinrich Lein wurde nach 21- jähtiger Amtstätigkeit mit 148 Stimmen einstimmig nnedergewähtt, was ein schöner Beweis des Vertrauens ist, das er sich in der Gemeinde erworben hat. Wodh Nm kam nich IhnafDcriamn I ^Tagen mttb lp mit der Retch» Ih große WJ I Lei der Rätst IL^ sind von all Ist'Me uni) entsch IE das Gewaltwe' [Eto, aber es rot IS Eindruck I)i I j die Regiemng I Führer und Bal 11 solotanz des t | y. Nicht aus glat I; Soden des tue I - sich auch timn I j aus die Scheu Lüget gebärdete1 Liber Wunderman das Pahiergi Ihr, lies ins M II:!, er zeigte uns Kr den Augen, schli Kmschränle, die1 Lnihigerückt hattet Em, einen vielve Li spielen farbig fr Haifisch klafft, i Ml Er zeigte fick Itiebenffen Steuerq ^italischer Clown ba ber alte kecke T »mkein Siaatsma L 'allerlei von e ppmg, will ansche Mchrit des Reich I .Erinseln" vm I ? und schwer ge I Währung. Bange Nr noch ehr drii ''"°ebea erschrect deutschen sz l^'i^zverhandlungi werden Me Pacher BLDzer. er f Um sich V bezeichnete er dik ^Minister". »Pre/se versichert ^zeit gegen bi? r1 straktioue WJt, indem er s Mchnet habe... L ranzvsen ein, so datz diese flohen. Auf dem Wege nach dem Botschaftsgebäude am Pariser Platz, zu deren Wache sie gehörten, 'wurden sie ledvch gestellt und liefen nun, da sie gegenüber ber Menge ja unterliegen fürchteten, nach dem in der Klein« Kirch gasse ^belegenen Gatten des Restaurants Tonndorf,' wo sie von den Polizeibeamten zu ihrer eigenen Sicherheit nach der Wack-e des 8. Polizeireviers geführt wurden. Thomas und enter seiner Begleiter, Brunard, hatten leichtere Verletzung^ am rechten Ohr und am Hinterkopf baöongetragm Nachdem sich bu zusammen gelaufene Menge zer streut hatte, wurden die sieben Franzosen wieder e wlasien. Von der deutschen demokratischen Fraktion. Weimar, 10. Jull. Die deutsche dem»- fratitoe Fraktion hat heute den Abgeordnete Schiffer an Stelle des ausgeschiedenen Abgeordneten Payer zum V-orsitzenden bet Fraktion-gttvählt. Als Stellvertreter mrt glew rfren Rcchien wurden bestellt die Abgeordntt«' Tr. Naumann, der Hamburger Senator ür. Petersen und der Hirsch-Tunchersche Ardsw führer Hartmann.- Reis-Ausgabe. Won Samstag den 12. bis einschlietzlich Mittwoch den 16. d. Mts. gelangt in den KleinhandelsgesMftar Reis zur Vertalung. T« Ausgabe geschieht auf den BezUgSabsckmttt Nr. 8 der Lebensmittelkarte. Aus jeden Absckmitt entMt V2 Pfund zum Preise von 1.80 Mk. Nicht ab- Hochschutnachelchten. mr. Frankfurt a. M., 6. Juli. Als Rektor der Universität für das kommende Studienjahr wurde der Professor für Kunstgeschichte Dr. Kautsch gewählt. — In der medizinischen Fakultät hat sich Dr. Jaffö als Pttvatdozent für Pathologie habilitiert. — Pttvatdozent Dr. Hahn, der wegen Patzvergehens zu 3 Monaten Haft von den Franzosen verurtellt worden war, ist frttgelassen worden, und bat seine Vorlesungen aufgenommen. )( Warburg, 7. Juli. Tern a. 0. -Professor für innere M-chizin und Direktor ber medizinischen Poliklinik, Tr. Eduard Muller, wurde ein Lehrauftrag für Nervenkrankheiten erteilt. — Am nächsten Sonnabend habilitiert sich an der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität Tr. Karl Stuchtey mit einer Antrittsvorlesung über „Die Spektroskopie ber Röntgsrstrahlen". Antiquitäten. Für groben Sammler sollen nachstehende Gegenstände zu höchsten Preisen angekaust werden: alte Möbel, bronze Kronleuchter, Leuchter und Uhren, Porzellan (Figuren, Gruppen und Geschirrieile, auch wenn stark defekt» vorzugsweise altes Silber, tote Zuckerdosen, Salzfätzmen, Kannen, Becher re., Fajencen, Miniaturen, Dosew alte farbige englische und französische Kupferstiche, Gobelins, neue und alte Teppiche. Herrschaften, die sich im Besitze der» artiger Altertümer befinden, belieben sich unter Chiffre H. I. 4685 bei der Geschäftsstelle des Giestener Anzeigers zu melden. 810388 Bekanntmachung. Betr.: Tie Zustellung der Staatssteuerzettel: hier die (ttstteckung der Recht smittelftist in Staatssteuersachen für 1919. Auf Grund der Art. 27 und 51 E. G. und Art. 47 V. G. hat das Mnrstettum der Finanzen, Abteilung für Steuerwesen, die Frist, innerhalb deren d^chtsmittel gegen btt Steueroeran- lagung bei der ersten Instanz -anhängig gemacht werden können, für die nachgenannten, Gemeinden bis zu den habet genannten Terminen einschließlich erstreckt. Letzter Tag der Frist im Juli Lumda 12., Geilshausen, Rüddmgsbauien 14., Mettshausen, Beltershain, Lauter 15., Retnhards- hain, Grünberg 16., Mlewwrf a. d. Lumda 17., Gvoßen-Buseck, Stangenrod 18., Kesselbach 19., Ettingshausen 20., Göbelnrod, Harbach, Hattenrod, Lindenstruth, Londott, Queckborn, Reiskirchen, Saasnr, Stocklxcusen, Wttcöattshrin, Wtttershain 21., Beuern, Climbmh 23. Grünberg, dm 10. Juli 1919. I ’-r- Jülich, flU’ { Friertak P^Lpreis: I ,<1.60, viert' 1*^5 4^0; dm fciSK fes lö- "SS« Juli. (Wolffs Gegen Ende des geftrigen Nachmittags begab sich der Generalsekretär der Konferenz Dutasta nach Versailles, wo er Herrn v. Lersner eine mündliche Mitteilung machte, indem er ihn bat, die Aufmerksamkeit seiner Regierung auf bte Tatsache zu lenken, datz die deutschen Truppen bei der vettragsmätzr^en Räumung des westlichen Weichsel-Ufers gleichzeitig bi: Vfth- habe unb das Mobiliar mitnehmen. Ter Oberste Rat der Alliierten versammelte sich am Nachmittag. Ter Sitzung wohnten Clemencoau, Lansing, Balsvur, Crespt als Vertreter Tittonis, Makino und Matsm bet Ter Rat beschloß die Entsendung einer besonderen Kommission nach Fiume, bte an Ott und Stelle eine Untersuchung und die Zwischenfälle durchführen soll. Sie wird heute abend abreisen. Tie Vertreter ber Gvotzm ächte genehmigten den Bericht der ^Kommission, die mit der Festlegung ber Grenzen zwischen Ju goslawten unb Ungarn betraut ist. Schließlich beschäftigte, sich, der Rat noch mit verschiedenen Fragen militärischer Natur, die sich aus ber Durchführung des Vertrages mit Deutschland ergeben, so insbesondere der Räumung Polens, der Beschränkung der Rüstungen und Kontrolle der Kriegsfabrikation, Tiedarüber gefaßten Beschlüsse werden naturgemäß geheim getan unterrichteter Stelle erfährt, nimmt man an, daß spätestens am Sonntag die Blockade fällt und daß dann insbesondere Oele und Tabak sowie Lebensmittel in großen Mengen Um Irrtümern vorzubeugen und den verschiedenen Anfragen zu genügen, mache ich darauf aufmerksam, daß die ZahnpraxisU Nachfolger H. Braun, Dentist «rechliche Nachrichten. Israelitische Eeligionsgemcinbc. Gottesdienst in ber Synagoge (Süd-Anlage) Samstag, 12. Juli. Vorabend: 7.30 Uhr. Morgens: 8.30 Uhr. Abends: 8.50 und 9.30 Uhr. Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 12. Juli. Freitag: Abend 7.45 Uhr, Samstag: Vormittag 8 Uhr. Nachmittag 4 Uhr. Sabbataus- gang 9.30 Uhr. — Wochengvttesdienst: morgens 6.30 Uhr, abends 7.30 Uhr. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. der hiesigen Bürgermeisterwahl erhiell Schmrede- meifter Gg. Steuernagel III. 84 Stimmen. Ter nach der erstmaligen, absichtlich verschobenen Bürgermeisterwahl aufgebrachte Gegenkandidat, ber Landwirt unb Gemeinderat Gg. Hau, erhiell 74 Stimmen. Ungültig waren 2 Stimmen. Von 190 -Wahlberechtigten machten 159 von ihrem Stimmrecht Gebrauch. m . ** Oppenrod» 7. Julr. Btt der Berge- ordnerenwahl wurden 75 Stimmen abge» । geben. Konvad Kloos erhittt 73 Stimmen, eine war ungültig, ind andere siel jaus Elisabecha Lamrs- pach, Ehefrau des Landwirts Phil. Launspach. Pohl-Göns, .6. Juli. Bei der Beige Lrdnetenwahl erhiell ber bisherige Beigeordnete Konrad Kollmar IV. 153 Stimmen; der Gegenkandidat, aufgestellt von dem sozialdemokratischen Wahlverem, Otto Bach 143 Stirn« men. ** ReinherrdslhÄrn, 6. Juli. Als ehrendes Zeugnis unb zum Wohle ber Gemeinde wurde unser feitljeriger Bürgermeister Ludwig Graulich bei reger Wahlbeteiligung zum dritten Male einstimmig wiedergewähll. , er. Röthges, 9. Julu Bei ber Bürgermeisterwahl machten von 145 Wählern 143 von ihrem Wahlrecht Gebrauch = 99 Prozent. Sogar die ältesten Leute unseres Dorfes wurden zur Wahlurne geführt. Gewählt wurde Wilhelm Metzger, Soljn des früheren Bürgermeisters Heinrich Metzger II., mit 76 Stimmen. Ter bisherige Bürgermeister Georg Meckel VI. erhielt 67 Stimmen. _ y. Bad Salzhausen, 6. Julr. Bürger- meifter Rudolf Röper wurde mit 55 Stimmen wiedergewähll. Sein Gegenkandidat, Hotelbesitzer Schultz, erhiell 35 Stimmen. Zum Bei geordnet en wurde der Finanzaspirant W. Dietz ge» wählt, der bisher schon bei größeren Amtsgeschäf- , r,CT*wn,mwJ. »mji». hwimmu.it: SKK ’-r . M. 14.75 M. 12.75 . M. 9.75 . M. 14.75 M. 15.90 Aufforderung. Die folgenden Einlagebücher der Bezirkssparkasse Gietzen, lautend auf die Namen: 1 Nr. 52258 Leni Wehrum 2. Nr. 32758 Anna Henkelmann 3. Nr. 17388 Prof., Geh. Med.-Rat Dr. Eckhardt 4. Nr. 62550 Ursula und Marianne Bange 5 Nr. 47114 Unteroffizier-Verein des 3. Batls. Inf.-Regts. 116. 6. Nr. 55322 Hans Sonntag 7. Nr. 58811 Heinrich Albach sind abhanden gekommen. Die Inhaber der genannten Bücher werden aufgefordert, ihre Ansprüche an diese binnen drei Monaten vom Erscheinen dieser Bekanntsnachung an bei uns geltend zu machen, andernfalls die Kraftlos- erklärung der Sparbücher erfolgen wird. Bietzen, den 10. Juli 1919. Der Vorstand der Bezirkssparkasse Gietzen. Zacheis. 8142V M kl i wert die BrtM'sofee Üelv.-Drockerei. B. Luh. GleÄM Bekanntmachung Klttnhaulxlsgeschäfte, die die nicht abgeholten Gemüsekonserven zurüclliefcrn wollen, müssen diese bis spätestens Samstag den 12. d. Alls, an das Stützt. Lebensmittelamt zurückgegebcu haben. Gießen, ben 10. Juli 1919. (8147B Der Obcrlmrammttster lLebeiiHmittelamt). Bekanutmachuuft. Die Abholung des von ber Stabt Gießen ausgegebenen Kaffees und der Schokolade kann noch bis einschließlich -samstag den 12. ds. Mrs. in den Kleinhandelsgeschäsien erfolgen. Nach Ablauf dieser ^risi erlischt der Anspruch auf vorgenannte Waren. Die Kleinhandetsgeschäfte, die die nicht abgeholten Mengen zurückgeben wollen, muffen biö spa'ctentz Montag den 14. ds. Mts., nachmittags o Uhr, bie Äblieferung vornehmen toteßen, den 9. Juli 1919. 813013 Der Oberbürgermerster (Lebensmtttelaml). werben. (81466 (Lebensmittelamt). das Stöbt. Lebsnsmittelamt Gießen, ben 10. Ter Ober bür 10. 7. nm. 14.5 11.2 91 10. 7. abds. 13.5 11.1 96 11. 7. VM. 13.5 10.9 95