Aeitag, N April 1919 (69. Jahrgang Die Nationalversammlunz an unsere Gegner Danziger Landung übenvunben zu fein. Graf vonangebr-E Frankreich ffitme ratM .üg jnJM; geior-* erl-alt XxeiM fiel)en itab könne sich niemals auf Auseinanlxr- setzuiigen mit Deu.f ilaird auf der Grund ag: der Glrichuercch igung cinlafsen. „Journal des Debüts" verlangt, daß man auf die früheren Forderungen zurückkvmmen solle, um auf Grund d-reses Programms die nrrtidriftlidi-en Forderungen zu regeln, sonst müsse L-rcurkreirl- den Bankrott cr- nach, seine verlorene Macht wiederzugewinnen, preußische Truppn und weiße Garden unter dem Befehl des Generals Epv seien im Anmarsch auf । Augsburg. Der Anfrus fordert die Soldaten und Arbeiter auf, zur Verteidigung der Errnngenscha?» ten der Revolution sich dem revolutionären Arbeiter- und Soldatenrat zur Verfügung zu stellen. — Zahlreiche Geschäfte und Banken haben geschlossen. Bildung einer roten Armee. sei, als der beutfdym. Ter Etat wurde an den Hauptausschutz verwiesen. Eine Frieden-entschlietzung der Nationalversammlung. Präsident Fehrenbach teilt mit, daß von allen Fraktionen mit (Ausnahme der Unabhängigen der folgende Antrag ein* Annahme von Aazrige, s. eie Lagernummer dis zum Nachmiltag vorher ohiiejedeBeivindttchkeit Seilenpreist: für örtliche Anzeigen 25 Ui..iuranswärtiq« 30 Bf., für Reklamen Mk.1.-nebst 20° 0Ieue- runaSzns ittaa;Plaiwor- schrill 20 % Aufschlag. Hauvtschri'tleiler: Ang. Äoeg. Berantwottlnh für Polil'k: Auq. (Äoey. für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v>. Beck; sämtlich in Gießen liarden zu zahlen. Die aoriatische Frage. Wien, 10. ?lprÄ. (WTB.) jugoslawische Blätter berichten, daß die adriatischk Frage bereits gelöst ist. Tie FriedensÄnferenz batGö rz, T r i e st und einen Teil Istriens I a ien zugc- spoochen, Fiume werde Freihafen, Dalmatien und die dalmatischen Inseln bekämen die Jugoslawen. Amerika gegen die Verfolgung deS früheren Kaisern. Amsterdam, 10. April. (WTB.) Tas „Al- gemeen Haiidelsbl,d" meldet aus Baris: Die arne- rikauiscl)en Mitglieder der Kommission, die sich mit ber Frage der Berrntwort.ichleit für den Krieg befaßt, widersetzen sich energisch der Ansicht, daß der früliere deutsche Ka i s e r in seiner Eigenschaft als S aatsvberhaupt strafrechl'ich verantwortlich ist. Wilson scheint ebenfalls im Viererrat in dieser Frage eine kategorisch ablehnende Haltung eingenommen zu habeit. Die angeblichen Verhandlungen Lenins mit der Entente. A m st e r d a m, 9. April. (WTB.) Einer Reu- termeldung zufolge erklärte im Unterhause der StaatSiewetLr für austlürtige Aug legrüheiteii Short im Verlause einer Diskussion über die angebliche Eröffnung der Friedensverlondlungen durch Lenin, in England befänden sich Agenten der Bolscheu»!stcn, die man schwer fassen könne, die aber sorgfältig überwacht würden. Großbritannien sei buuljaud bereit, mit einer recht mäß.gen und stabilen Regierung, die Rußland vertritt, zu verhandeln. Wenn es sich jebod) um eine Rotte blutdürstiger Mörder handle, sei man berechtigt, zu erfiä eit, daß man mit diesen Menschen wicht verl)andeln wolle. Harrn sworth sag:e, der bri- tifdieu Delegation inPa is läge kein Vorschlag Lenins vor. Er glaube zu wissen, daß fein endgültiger Vorsdstag Lenins wach Paris übermittelt worden sei. Nach seiner Ansicht fei das unbestimmte Gericht, daß Lenin zu VerlMtdlungen bereit sei, eine deutsch Madpe. Short erklärte, daß er Lloyd Gcvrge die einmütige Ansicht des engliswen Unter- hauses, daß mit Lenin nidji verhandelt werden solle, übermittln werde. Tie ^lussüchrungen SlZorts fanden großen Beifall. Lin neuer Umsturz in vnyern. Die Kommnnisten am Ruder. klären. c. Serbe in der „Victoire" knüpft an bie bol- l-ewistisclw Bewegung an iptd sch.eibt: Tie Ber- iiterung bei uns in Frankreich, in Italien und in Belgien, wo die Nerven durch den vier Jahre langen Krieg zermürbt sind, Hut eine brennende Gier in den Gemü:ern geschaffen, sich . diesem Totentanz anzuschließen. Das einige Mittel, so agt Herds, um die weitere Ausbreitung des Hebels zu hindern, sei ein schneller Friede, der den siegreichen Ländern die Befriedigung der nationalem Wünsche und die W ederaufnahine d.s Wir sck-as's lebens b i igt. — Die „H u m a n i 16" verteidig! Wilson, der mit dem Starrsinn der Entente zu kämpfen labe und meint aber, heute fei eine Einigung auf der Grundlage der Wilsonschn Punkte .»'möglich geworden. Die „Humanite" will nich glauben, daß Wilson seine Kampagne durch» einen schroffen Abbruch -beenden werde, beim er wolle doch zweifellvs nicht die sonst wiausblcib- liche Revolution in Frankreich Reuter über die EntfchädigungSfrage. nehmen. _____ deutsche Nationalversammlung. Sitzung vom 10. April. Bern, 10. Aprrl. (WTB.) In der fta.'izö- sischen.Oefsentlchkeit hat ein grvßes Rät el- ratcn über den Entschluß Wilsons, nm- per nach Amerika zurückzurcisen, begönnern ,^ie Pariser Presse neig! zu der Aunassung, das; Wrlson mit feinem plötzlichen Gntschlutz boEunumherm .rolle, daß er seine .Anwesenhett in Frankreich nicht länger ausdehnen töirne w.g-n Meinungsverschiedenheiten, die Amerika nicht ixren angeljcn. In der heutigen Pariser Presse herrscht cm ziemlich ausfallender Ton gegen Wilson vor, dem man vorwirft, das; er durch seine unnachgiebige Lml ung den Absd^uß des Friedens verzögere Ein bemerümswerter Artikel de- „M a- tin" fül/rt aus, England I)abe durch den Wassen- stillstand^die deutsche Flotte und Amerika den Völkerbund erhalten. Beide Länder hätten alio nichts mehr von Deutsdüand zu besürd»!en un.^ ihrer Wirtschaft seien außerordentlich nuldnuigen e Absatzgebie.e eröffnet ivorben. Frankreich njeree nun mit seinen bered» igten Forderungen als Ruhestörer hingeßellt. Frankreich werde ab.r, a ls seine Anspi-üche nicht befriedigt .werden, dcm Ruin ent> gegengel'en und habe aud» in der Zn.kwwft keine Sftln'r eit. Tie Erklärungen amertiLmiidxr Jour- nalcs.es., Frankreich mü s nachgelen, sonü würde Wilson hcimkehren, seien FranLeich gegenüber un- nicht preisgcbt. Ter Antrag tmrb gegen die stimmen der unabhängigen Sozialdemokraten angenommen. (Es entsteht ein großer Lärm, den Unabhängigen werden stürmische Pfuirufe und Ruse: Raus! Raus! zuaerufen.) Hierauf wird ein weiterer Antrag der genannten Parteien, einen A u s s chu ß f ü r die Friedensverhandlungen cinznsetzcn und in diesen die Präsidenten und 28 Mitglieder zu berufen, angenommen. Schluß gegen 3/<9 Uhr. ' Nächste Sitzung Freitag 3 Uhr: Anfragen und kleine Vorlagen. Die französische Verstimmung. Die Nationalversammlung setzte heute die erste j Lesung des Etats fort. Reichsmimsterpräftdent -Scheidemann nahm sofort nad) Eröffnung j der Sitzung das Wort und führte aus: Tas wichtigste außenpolitische Ereignis seit der Vertagung i war der Abschluß der Verhandlungen über ben geplanten Durchzug der polnisdien Armee durdi i Danzig. Es ist gelungen, unsere Gegner von , diesem Plane abzubringen. Dem russischen Volt i wollen wir gern die Bruderhand reict^n, wenn es auf die gewalttätige Propaganda des Bolschewismus verzichtet. Die Gefahren für unsere auswärtige Politik kommen aber nicht so sehr von jenseits der Grenzen, sondern aus unserem eigenen Volk, aus der Erschütterung unseres Landes durch die Unruhen. Wir wenden uus gegen die Ra te republik nicht nur aus Gründen der Weltanschauung, sondern wir wenden mis gegen sie, weil wir den Frieden wollen. Die Verhandlungen des Räte-Kongresses verfolgen wir mit Interesse imb mit den besten Wünschen. Abg Pfeiffer (Zentr.) fordert namens seiner Partei, daß die Friedensbedingungen drei Bedingungen erfüllen müssen, ohne dw eine Emi aung nicht möglich sei, nämlich bte s-MgahC mv fern Gefangenen, die Aushebung der Blockade und die Herausgabe unserer Kolonien Der Redner wünscht in den Kreis der Schiedsrichter beim Vol lerbunb auch den Papst einbezogen. Abg Hoch (Soz.) erllart, die Volker sollten crfcnnem daß der Militarismus in Deutschland für «Ne Seiten beseitigt sei. Den L>atz von der He.lig- frit des Eigentums könne man nicht mehr tu bicici sthweren Zeil als berechtigt anerkennen, wer mehr habe bürte dieses Mehr nur atö Eigentum der Sefamtbcit verwalten. Der Redner tritt neben bei Nationalversammlung auch für dw Arb-.iteriate eiiL , Um V-2 Uhr wird die Weiterberatung aus /«41 Uhr vertagt. _ .. -r,.. Nach der Pause nimmt der Reichsininister des Auswärtigen. Graf v. Brockborn- Ran tz a u, das Wort. Er führte aus, daß itnr vor kühl red>* snenden und harten Feinden stehen und ihnen gegenüber nur eine Waffe Hätten, die Berusung aus die Friebensgrundlageii, über die man Ansang veinber einig geworden sei. Die froioere Krise im Lcheine vorläufig durch dm Verzicht aus die München, 10. April. (WTB.) Wie bis Koriespondenz Hoffmann meldet, erlägt der -bolfe-* beanftragte Reinhardt folgende Bestimmuii- gen über die Bildung enter Roten Armee. Du: Rote Armee der Räterepiiblik hatte ben Zweck, die Republik der revolutionären Arbeiter, Bauern und Soldaten gegen jede gegenrevmutwnareii Angriffe von außen imb innen zu schützen und die Ordnung imb Sicherheit zu gewährleisten. Die Rote Armee ist eine freiwillige Die Aufnahmebedingungen beiagen u. a.: Es können nur Angehörige aller arbeitens ben Klassen ausgenommen werben, du aus dem Boden der Räterepublik stehen. Wesentliche Vorbedingungen sind: Altersgrenze: vollendetes io. bis 45. Lebensajhr: Zugehörigkeit zu crner sozta- listis'd>en ober sreigewerkscha Glichen Or a> ciatton der klassenbewußten Arbeiterchiaft. Brrdenge Be- russsoloateii, welche sich ohne Borbehatt aus den Boden der Räterepublik stellen, und Erwen.swse werden in erster Linie eingestellt. In öie neue Armee werden die bestel-enden Formanoneii uber- iiommen. Die in die Rote Armee Eintretenden werden durch Handschlag auf strengste ^nziplur verpflichtet. Unbedingter Gehoriam wird dert. Jeder Angehörige der Roten Armee eln Dienstgeld von 6 Mark nebst 1 Mark prämie, sowie Verpflegung, D^s deutsche Doll, das bte Last harter Waffiew- stillstandsbec ingungen in der Erwartung eines bal- bigen Friedens auf sich nahm, hat Anspruch auf einen Friedensvertrag, der,bem von allen kriegführenden Staaten unwiderruflich als Grundlage angenommenen Programm des Präsidenten Iber Vereinigten Staaten von Amerika entiprichk. Dieses Programm fidjert allen Völkern "pelbst- beftimmuttg, nationale und politische Fieiheit, Erlösung von der 'Rüstungslast, ein neues soziales Völkerrecht und weitherzige Lösung ihrer wloma- len 'Znteressensragen. Ein Rechtsfriede, der die Gefangenen befreit, die Hungeriiden erlöst, die oe- etzten Gebiete freigibt, die Arbeit international schützt und feine jenem Programm widerspreclsenden Gebietsänderungen zumutet — ein solcher Friede ist ebenso gewiß ein Segen der Memchhett, wie ein Zwangsfriede ein Fluch bleiben müßte. Ter Wille des ganzen deutschen Volkes lehnt den Gewal tfriebe n ab. Inmitten der Leiden einer hungernden Bevölkerung, iiimit en der sta tserfchüttcmden Gärungen, die sich durch die Verzögerung des Friedens von Tag zu Tag steigern, erwartet die Nationalversammlung vvn her. Regierung, daß sien u r e in e m Frieden der Verständigung und Versöhnung zusämmt, der die Gegenwart und Zukunft des dcuttschen Volkes und der Menschheit Berlin, 10. April. (WTB.) In der brüten Sitzung bes Rätekongresses teilte ber Vorsitzende Hau schilb mit, daß dem (hnudjen um Haft- entlasmng Ledebours nicht stattgegeben worden fei Zur Verhaftung von Brandes berichtet Bock, daß der Fall Noske vorgetragen worden fei Noske habe erklärt, er münidje, wenn das Mate»- nal nickt gar zu belastend für Brandes fei, daß dieser und die anderen Verhafteten sofort in Freiheit gesetzt würden. Ein Bescheid darüber wird Tür heute abend erwartet. Reichsernährungs-- Minister Robert Schmidt erklärte, die Regierung abc den Bergarbeitern des Ruhrreviers schon ab 1. April eine Zulagle von 50 Gramm Speck i*ro Kopf Und Woche zugesagt, die erhöht werden sollte, wenn die Förderung ein bestimmtes Normalwll übersteige. Soweit die Forderungen der Bergarbeiter wirtschaftliche seien, sei Die Regierung bestrebt, eine Verständigung herbeizuführen, dagegen müsse die Regierung es ablehnen, über allgemeine politische Forderungen der Bergarbeiter Vereinbarungen zu treffen. ! Dann wurde die Beratung (xf Brockdorsf-Nantzau weist bann gewiße bann die Machenschaften zurück, die immer weiter gelende Forderungen stellen und wünscht in gute nachbarliche Beziehungen zu Rußland zu kommen. ^er Redner kündigt Reformen im Auslands-dienst an forme Veränderungen auf einigen neutralen Posten. In der zu erwartenden Enttäuschung aller Völker über den Frieden «sieht der Minister eine fcrofcc Gefahr für die Zukunft. , Abg. von Paper (Dem.) erhebt feine ma I nende Stimme vor dem geplanten Staatsgericht. Hofe, weil die Fähigkeit, obitetio ju urteilen, noch nicht gekommen sei. Wenn erst einmal bie Archive geöffnet werben unb die Menschlreü wieder zu einem objektiven Urteil fähig sein wird, bann möge Die Weltgeschichte ihr Urteil fpred)en. Der Abg. Schultz- Brvmberg (Deutschnat.) gab eine scharfe Kritik der Mvolu.ion und lehnte den Gedaaiken des Atturs'.Terfthtshofs ebenfalls scharf ab. Er lehnte ein Schuldbekenntnis Teutich- lands am Kriege mit Entrü^mng ab. Seme Bemerkung, noch der die 9iegrerung mcUeuht aus Haß gc*n die alten Mo-ckLlMber diesen die Sdmld auserlegen könnte, fordert die Entg.gimng des Reichs m inisterprä sidenten heraus, ter diese Beschuldigung zurL5wies. . . Abg Tr. Ricßer mitcrbrcitete ebenfalls cm umsangreidies Tebetkonto der Rev-olutvon und sprach sich gegen eine Verankerung des Rätespstems in der Bern sung m der Weise aus, daß bni Ruten politische Redste zugebillig! werden könnten. Abg. Seger (Unabp.) sprach»,der Nationalversammlung deii Witten dazu ab, ilyre Berfprcd>- ungen, die sie gemacht habe, nxihr zu machen. Segers Rede war dne typische Hetzrede. Er sagte u. a., ixiB ixrr ruijifdien Regierung eher zu glauben Ur. 86 Ter Lietzener Budget erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: nionatl.Mk.1-35, vierteljährlich Mt. 4.05 . dilich Abhole- u. Zweigstellen monatl Alk. 1.25. durch die Bost Mk. 4.05 viertel- jährt, ausscht. Bestellg. Ferusorech - Anschlüsse: lür die Lchrcktleitungl 12 Verlaa,k^eschä't'rsteUe51 AnschrsttsürTrabtnach- rtchien: Anzeiger Sletze«. Postscheckkonto: Sranffuri a. IH. 11686 nicht versinken, denn setzt hat die Entscheidungsstunde des Weltkrieges geschlagen. Wir haben zu erweisen, daß noch etwas Gemeinsames in uns lebt, daß wir» noch an eine deutsche Zukunft glauben. Endlich sahen wir auch wieder einmal die Reichsregierung auf dem Platz, den sie längst hätte einnehmen sollen. Der Ministerpräsident Scheide- mann sprach über die äußere und innere Lage, und zwar, wie wir zugestehen müssen, wirksam und zielbewußt. Er warnte die Feinde und wehrte den Putschmachern im Innern. Einen Gewaltfrieden würde die Regierung nicht unterzeichnen. Wenn Scheide- marm so Handelt, wie es in seiner Rede ttang, wenn er nämlich von.ullest schwächlichen Kompromißneigungen abrückt und dem deutschen Volke den Glauben an die Macht der gesunden Vernunft wieder gibt, wollen wir mit »hm zufrieden sein. Es gilt aber noch entscheidend nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln? Graf Brockdorff-Rantzau beleuchtete die Lage vor dem Friedensschluß nut klaren, eindringlichen Sätzen, die sich zumeist on die Gegner und an das gesamte Ausland wandten. Die Regierung ist in ihrer Entschlossenheit den Feinden gegenüber offenbar ganz einig. Ao war es erfreulich, daß aud) die Debatteredner der Parteien den Hauch ber großen Stunde verspürten. Die gestrige Sitzung gipfelte in der Annahme einer neuen „Fr iedensresolution", bie unumstritten das gesamte deutsche VoN hinter sich hat, wenn auch die .paar Abgeordneten der Unabhängigen sich dieser Kundgebung nicht anschlossen. Es wird das Mindestfrie dcnsprogranim verlangt, wie es in der Ab- Imichung mit Wilson vorgezeichnet ist. Es spricht daraus der Geist des Rechtes, der Selbstbesinnung und Entschlossenheit. Wrr dürfen an das deutsche Volk noch glauben, um so mehr, als die Münchener Zwischenspiele nicht von großer Dauer zu sein scheinen Ist doch die bayerische Räterepublik schon wieder gestürzt, indem das Grüppchen der waschechten Kommunisten unter Levien die Zügel ergriffen hat. Auf wielange? Bald wird i^an die radikalen Weltverbesserer gründlich erkennen und nicht mehr ernst Amsterdam, 10. April. (WTB.) Reuter meldet aus Piris: lieber die Fragen der Verantwortlichkeit und Entschädigung tumb? Ucbereinftimmung erzielt. Es Pcr’aiuct, diß eine Nalion, wahrich i ttich Belgien, die Verfolgung des früheren Tcutfd-en Kaisers einleiten werde. Was bie Entschäoigung anlangt, so wird im Bericht der Fi"au zs ach verständigen vorgesch!ag«i, daß bte interalliierte Kommission ben erlittenen Schaden festsetzt. Tie Bezahlung der Entschäbiguna erstreckt sich auf eine Zeitdauer von 30 Jahren und beginnt am 1. 5. 1921 mit ber Anzahlung von einer Milliarde Pfund Sterling. Deutschland muß eine Obligation unterschreiben, indenes einwilligt, eine Schuldvon 6 Mil- Nürnberg, 10. April. Nack einem Münchener Telegramm des 8. A.-K. ist die unabhängige Regierung Bon ben Kommunisten gestürmt worden, die die Gewalt an sich rissen. Tas Militär steht auf Seiten des Ministeriums Hoffmann. Ter größte Teil der Bevölkerung wartet nur auf einen Anstoß von außen. Die wirtschaftliche Lage hat sich verschlimmert. Beginnender Bürgerkrieg? Eichener Anzeiger Eeneral-Anzeiger für Oberhessen ZwkMngrrunddnick u. Verlag: vrühl'sche Univ.-buch- u. Stembruderei R. Lange. Zchriflleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Revolutionstribunale. München, 10. April. Während ber Ring des Bopkotls, durch den Münchcn, von alten Eijen- bahn-, Telegraphen- und Telephonverbuidungeir abgeschnitten, in bie Gefahr de? Hungersnot gev bracht und bie Räterepublik zur Kapitals'wn ge- zw-ungen werden soll, 'sich immer enger schließt, ergriff die Rätereoierung in wilder Hast alle er- denklidien Maßnahmen, um sich in der Macht za behaupten. Zunächst hat sie Revolutions- tribunale eingesetzt, die aus 28 Richtern \n einer Körperschaft von je 7 Mitgliedern, Darunter eine Frau, bestehen und in Permanenz ta^ru. Außer den sieben Mitgliedern nimmt an ben Tilgungen ein Rechtsanwalt mit beratenbet stimme teil. Die Mitglieder setzen sich zusammen auS reoo- Huttonären Volksgenossen, die volljährig unb int Besitz ber bürgerlichen Ehrenre^e sein müssen. Der Urteilspruch muß schriftlich fein, bie Beg üu^ bung kann mündlich erfolgen. Unter.u)rieben wird bas Urteil von jedem an ber Sitzung teil nehm em en Richter unb dem Protokollführer. Das Urteil Wito s o s o r t vollstreckt. Ti? Verhandlungen sind mündlich Und schriftlich zu führen. Jeder Verstoß gegen revolutionäre Grundsätze wird bestraft. Die Art ber Strafe steht im freien Ermesslen des Richters. Es sind fünf Mitglieder der Mehrl^its'varteien- fün) der Unabhängigen, fünf der ftommnnuten. fünf bcs Bauernbundes, vier .des revolutionären Arbeiterrates unb vier bes freien Sozialistenbunbesf üorgei'eben. Die Richter erhalten Tagegelber. An jebem Regieningsfitz besteht ein Revolutionstribunal aus 28, an jeoem Amtsgericht ein solches aus sieben Mitgliebern. Berufung ist iinzulässig. Noch eine Nbfage an die Räterepudlit. München, 10. April. (WTB.) Professor Jaffe ersucht bie „Münchener Post" zu erklären,- daß sein Name unter ben Kandidaten für die Regierung der Volksbcauftragten zu Unrecht genannt) wurde. Er habe auch nicht daran gedacht, einem etwaigen Ersuchen, an der Regierung teil» Äiinehmen, Folge zu leisten, da er sich Mit ben Ereignissen ber letzten Wochen nicht solwarnch' fühle. Preußen und Bayern. B e r 1 i n, 10. April. (WTB. > Das prcußisck^ Staats.'.:inisteri-m faßte soeben f.lrc den Be ckl: ß: Tie preußisdie Regierung sieht nxe bie Negierungen von Würiie..iberg, (Baöen unD Heyen daS Ministerium Hoffmann als bie allein rech tm äßige Diegierung Bayerns an. Der Nätekongreh. Wir hatten gestern, alles in allem, einen großen Tag in der deutschen Nationalversammlung und wir wollen es ihr danken, daß sie sich endlich aufaerafft hat zu einem geschlossenen Handeln. So groß die Verworrenheit innerhalb des Reiches ist, so schwer die Gefahren, die uns daraus noch bedrohen — wir dürfen in dem innerpolitischen Elend Augsburg, 10. Avril. (WTB.) Der revolutionäre A-, S.- und B.-Rat verössentlicht heute einen Aufruf an sämtlich: Angehörige der hiesigen Garnison und alle wasfensähige Mäimer mit der Aufforderung, unverzüglich in die Kasernen zu eilen bzw. sich der zivilen Arbeiter-Schutz- w e h r zur Verfügung zu stellen, da große Gefahr im Anzuge s«. Der gewesene Minister- ... präjidcnt Hoftmanu trachte mit allen Mitteln ba= GeschchrsbettchtS Wriaqcfct. Yi^CTt geheimen Abstimmung in den eim?!ner unbeio'.bcttn '-dei geortete: en. Von einer Nevwa- l Anilin > und S o b a f a b r i! sind g ftern nach tmtte sich gegen ben Eintritt in den Streif, während 2227 ür den Streik stimm en Infolge Beigeordneten fällt in Zukunft weg. Bezüglich der Amtsperiode der Bürgermeister bat num sich auf 6 Jahre goei ':-n Beseitigung der fltfgvnmg Ebert- Scheidemarm, der Äusrtchlung der Rät^egierung und der Anknüvlirng von Beziehungen zu den Sowietregierungen in Rußland und Ungarn. Bis Mittag streikten rund 20000 Arbeiter der Reichs- werft, bet Sckichauwcrit, der Urtillcriewerkstatt unb der Gewehr sabrik vht einer auf der EOeu- balwhai'ptroerkstatt abgcla.'tenen Bcr ammlnig ter Streikenden wurde ein Telegramm des Ei «üibahn- minitters £) e fe r verlesen, d-er die Forderungen der streikenden Arbeiter ablehnte. Der Perionenzugverkehr von Tanün wird du ch die Bcamten, oie in ihrer G'samtheit nicht am Streif Beschlüsse des StaaleAauSschusseS. Weimar, 10 .April. WTB.) In einer trntei dem Vorsitz des Reichs Ministers bes Innern Lr. Preust 00^01 lenen Vollsitzung des S ta a - tenausschusses wurde der Einbringung des Entwurf- ei.ies Gri tzes über die Aenderung des Gesetzes über teil Absatz von Kalisalzen und des Entwurfes eines Gesetzes für di- Festlegung des 1. Mai als N a 11 o n a l f c ft t a g r -s an die Verfassung gebende deutsche Rationatvers-mm- tuns ingeirimmt , Ter Streik der Snn^cnmtew. Berlin, 10. April. (SBTB. • In der gelt* Regierung der Ansicht, daß nur das Wahlrecht geregelt werben soll und bittet das Plenum, alle anderen Wünsche zur Reform des Wahlgesetzes zurückzustellen, da sonst nur ein Stückwerk ge- sckallen wird und die Verabschiedung der Wahlgesetze hinausgeschoben wird. Tie Regierung hatte gar feine SBobnbaiter vorgesehen. Ter Ausschuß hat drei Monate vorgesehen. Die Versuche, eine Dauer von 1 Jahr ober V, Jahr einzmühren, sind leider gescheitert. Wo iit die Logik, daß die 3 Monate gerade bei der ersten Wahl licht in S a 11 et n s.llen. Es war ein Fehler, bat Wahlalter auf das 20. Lebeusia'rr beiabzuscyen Man bä te mindestens am Mündig- keitsalter festhalten sollen. Bvin,ialwavlen rinw-fülpi. bi* riitf» stä b gen Wad!d« Üiinmungen wurtni samt ich befestigt. Vorgesehen ist eine beci ähriw.' statt ter bisherig'M 9,ädrigen Wahlperiode ^.as passive Wahlrecht würde auch den Pfarrern, Sebrem unb fllnncirtk beamten gewährt wertem. Staat/beamtr bedürfen nicht mehr ter Erlaubnis der »orgeletzter Betzörte. Ite Bestätigung der ®itgcDaangeS entfesselt bee neue Freiheit alle zurückgidräugten Leidenschaften und artet in wilde Zügellosichit auS. Ein wahrer Vergnügungstaumel erfaßte weite Volksschichten unb trieb sie )um schrankenlose en Sichausleten. Jegliche Selbnzucht war unb ist den Menschen verloren gegangen, und dieser mora ische Tefekl ist die geistig Seite des Boffchi-wiSmus. In wirtscha'tlicher, staatlicher unb sozialer Hinsicht ist der Bolscchwismus dec krasseste Kommunismus, der keinen priva en Besitz, keine bürgerliche Freiheit und kein per önliches, staat- liklieS und wrrtscha tliches Gi lenlejen duldet: al leist gewaltsam vergeiellschastet unb wird von einer vorn Piolelariat einge'e^ten Zentralste.le geleitet. Damit aber hört jegliche staa.licke und nnrtschast- liche Ordnung auf, unb unsere geleinte Kultur wird vernichtet Um zu seinem Ziele zu gelangen, wendet der Bolfcktewismus ben Terror an, bie rohesten Gewalt- und grauiemften Schreckmittel, und läßt ben Menscken zum wilden Tiere teral>ltnten. Mit eisern disziplinierten Herren sucht er eine DeU- revolution terl«'u ätern, und unermeßlich zahlreich sind die Menschenleben, die ihm schon zum Opfer gefallen sind. Wie grausam Der Bolichewis- m!is selbst in Deutschland auftritt, beweisen die bekannten Fälle von tzallc a. S. und Frankfurt a. M. Mit dem Hinweis auf Ungarn und Bayern zeigte der Redner die Nähe der uns drohenden Wcäbr unb iorberte alle auf, dafür einzutteten, daß diese bolschewiitiiche Flut von unserem Bolte abgewentet werbe. derr Rechtsanwalt Peter- dankte dem SReb- ner für feine teL-brnu>cn Worte und machte gleich, zeitig aus die „Li za zum Scknrtze der deut'chen Kultur" aiiimerfiam. die sich die Bekämpfung des Bolschewismus mit geifti ten Sahen mm Ziele gesetzt habe Desgleichen wie- er auf die m gründende Bürgerwehr bin, die im Falle der Not ebenfalls auf dem Plane erscheinen solle, und forderte zu recht zablreichem Eintritte auf. • ** Amtliche Personaknachrichten. tleteitiagen wirrte am 5. April dem Schulamts- a’riranten Philipv Traub au? Wddingen eine Letzrerste le an der Volksschule zu E!msba:isen, KreiS Bensbeim. — In den Ruhestand oen'etzt wurden am 4 Avril der Okter'ehrer an der Real- schule zo G'rnSte'm Prv'es'or Ott' W o 1 l w e b e r und der 9i allebrer a;i ter Realschule zu Michel- state Johannes L11 auf ihr Rach'uchen unter Averkeimimg der dem Staate geleiteten Dienste vom 16 April 1919 ab. ** Gestohlen wurde Donnerstag abend, nv- gesähr 10 Uhr, ans dem $>ofe Walltoribcaße 73 rin feldgrau gestrickenes Auto (£>rrre?wagm, Eigentum der Ne,ct^^-mertnnn>, Brotos 10/30, Motor Nr 5002. äußere Nr ITT. a. 1064 1000 Mk Belokannw Hnb teiti zng f^rrl, der rine^vnr an- geben la m. die am StmCNort des Au:os hHnt * Entwendet wurde om 10 d M nachmittags zwifrten 5 und 6*A 11 br von der Licker Straße »um EafS Ernst Vu.'nng eine schwarze Bri ftasche mit 500 Mk., oonokarnb aus 50 Mork- Cckrinen bestebend, und ein Ausweis über rin Verwnndetenab.richen auf den Namen „Hnter- offfzier Sinn bei mer", ansaestellt vom Inf -Regt. Nr 87. Für die verdnsckafsung des Geltes Hal der Geschädigte eiM gute Briohuuug ausgesetzt. ** Diebstahl. In letzter Zeit iit an5 bet Waschküche teS hiesigen GarnisonlaBarett- ein langer roter G a ' u ch cn.ioen» bet worden. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. * Orchester verein Das Konzert, das der Orctrskerverein gestern abend im Saale des „Einhorn ' veranstaltete, hatte autxrgeroobnltdxil Erfolg. In Anderrack, dessen, daß i>u Mttwirkew den nickt aus geschulten Orchesterkraften. ionöetN nur aus Mufikliebhabern beiteoen, müiien ure Leistungen hock anerkannt werden. Tas Zu anunou Piel war sauber nnb klang rem un? bewies, mit weither Lnngabc der Dirigent des Crtbeiter-i, Sxrr Musiklebrer W. Gernhardt, mb die Erziehung Tim Orchesterspiel hatte angtbeäien las ex Tie achte Snmpbonie von Laydn B-Lir op 8J ®t. 2 kam überraschend gut zum Vortrag, besonders auch der Satz des Adagio cantabile, Tic Büttnersck« Bearbeitung eines alten Kirchenliedes bot in der farbigen Orchestrierung keine geringe Anfgobe. aber auch sie wurde mit gutem Gelingen gdbft Den wirfungöDollcn Scklnß bildeten zwei Militärmärsche von Schüben, der G-Dur-Marsch und öer noch bekanntere T-Tur-Marsck in der Orchesterbearbeitung von Liszt. AlS Solistin mar Fräulein Ella Lvncr vom lOpernhauS Frankfurt gewonnen. Tic Künstlerin rechtfertigte den Ruf, der ihr als Harfenistin vorauSgina, vollauf. Mehr noch im Solovortrag, als im Zn lammen, pvl mit dem Orchester überraschten die Sicherheit ihrer Technik und die ModulattonSfähigkeit ilwer Tongebung. Die Künstlerin erzielte solchen Beifall, daß sie sich zu einer Zugabe verstehen mußte. Ter Erfolg des 21bends läßt weitere Konzerte nul Intere.se erwarten. *e Landaufenthalt von Stavt kin- dern. Ta» Cbertonft ormm hat an die evange- Hjten P a räm er muchtehvides AuSsckuriden gerichtet: ,,'And) m Metern Jahr booteickSigl man, Stadl sinter auf dem Leock unterzu br rngen. da gerade jetzt die Folgen der mdyriäte gen (Snlbete rurtgen sich in beiorgititenegenbcr Weise zeigen. Wir cnwfebla Ihnen, sich — w» auch in ► < r-CKren Jahren — mit Tat nnd Tai an biritr ,vü orgt-läl^g'eit nach Stätten -u beteiligen. Daß in unieien La rbg.mernden runäch t hessische Kinder unterzubriiigen find, bauen wir für sribstvev» siändlick." ** DerO ber hessische Diebhandel»- verband gibt befanni, datz infolge der Friertage die nächte VieH.ibnahme in Netzen am Montag den 14. April unb in der darauf folgt «bat Woche cm Mittwoch ben 23. "April fLittfintet ** Im Oberbessischcn Geschickt»- Verein wird m .jtn sSamstag der Denkmal- pffeger für die Provinz Ober bei kn, yerr l^eh. Baurat Pros. Walde von der Technischen Hochschule in Tarrnftadt, über kine Ausiradungen im Kloster Arnsburg sprechen, bie namentlich für bie Bau geschickte ber Abteikirche zu widMigen Heuen Ergebniffen geführt haben. Der Vortrag, zu bem auch Nicktmitglteder trezn Zutritt hoben, finbet mit Lichtbildern im großen Hörsaal der Um- vcrsität abends 8’4 Uhr stattt •* Gesellschaft Lieb ig-Musenm Der Vortrag findet am Sonntag morgen im Hörst» l des chemischen Universitä »-Instituts Ludnn iiaititd>en Bedürfiussen und kolonialen Mung» tti.cn angepaßtes neues Kolonialland Mieder -« vcrfchgffcu Die Gefahren im Ruhrgebiet. Berlin 11., April. (WTB.) Nach verschiedenen Nachrichten nr:rbe auch die AuSrusunI der N ä t e r e v u b l i k im Ruhrrcoier mflont werden. Sie sollte laut „Vorwärts" in der Nachtj zu gestern erfolgen. Durch entsprechende Maß-' nahmen, besonders auch durch die Besetzung von Essen wurde diese Absicht vereitelt, -ö® Mülheim wurden 17 Mitg wder des Arbenrv rates, die sich in der letz.cn Sitzung für btc Ausrufung der Räterepublik eingesetzt hatten, wcgettl Landesverrates verhaftet. Ein Lottngräbrrstreik. Berlin, 11. April. Laut „Berliner Sofct* anzciger" sind die Arbeiter des Hauptfriedhvfes nv Stettin in den Ausland getreten. Seit Jtort Tagen werden keine Beerdigungen borge* nommen. Tie Gräber schon Beerdigter W.ftbtÄ ■jfi'cu. 33crl-a.ibturg.it waren bisher trgeLmiÄo6r Der Streik der Bankbeamten. Berlin, 10. April. (WTB.) Tie im Neichsarbeitsamt zwischen dem Verband Berltner Bankleitungen und den beiden Bankbeamlen-Orga* nisationen geführten Verhandlungen sind nach neunstündiger Tauer ergebnislos abgebrochen worden. Tcmgemäß haben die bet* den Organisationen der Bankbeamten zunächst die "Beamten m Leipzig, Hamburg und Frankfurt a. M. aufgefordert, sich dem Generalstreik anzuschlicßcn. Umschwung in Rußland? Berlin, 10. April. Wie ein soeben aus Rußland hierher geflüchteter Kaufmann berichtet« tagt zur Zeit unter Lenins Vorsitz in Moö- Lau eine geheime Sitzung, in der über eine Aende r u n g der bolschewistischen Politik, Zi'lasfung Yes Auslandskapilals, Einführung der Presfefreihctt, Anerlennung der sozia.iilischen Parteien, tfonzes>ionöcr.eilangen an das Ausland und Einstellung der bolschewistifchen Propaganda beraten wird. Der Bolschewismus in Sibirien. Letzte Nachrichten. Die kommunistischen ßührer in Bapent Berlin, 11. April. Na.-bdem schon festgc- stellt ist, daß Dr. Lipp w?g:n Größenwahns sdwn zweimal in Anf al.sve. airdluncp nxtr, teilen jetzt «t>ic „Südd.'utschcn Monatshefte" mit, mb Tr. Lev - en ei i na bol-ig ^r Lü^ier i t. helfen schwere^ Gehir leldeitA a s.et Ern e4äch-enerl^e- burg vom 5.—31. Mai 1919. — Waisenbüchsen- grkder. — Ueberlasstrng von Pferden. — Tie Aus- süh:mirg des Umsatz euerges. tzes. — Holzbezug durch die Bäckereien. — Aus ühruug der Polizei- Dtrrrbmrrg über das Berli ga.n der Blutlaus vorn 19. Navemker 1904 — Holzb^)ari der Sägewerke. -- Erlöschen der Räude. — Die Besetzung des KreiSvermessungsam.es Hungen. — Sck-licßung der Oelmühle August Schmidt, Großcn-Buseck. Tic Kricgs-Rvhstoff-Abteilnngerläßt eine Belaimtma^Mig Nr. F. R. 470/2. 19. behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Infolge der Feiertage frnbet die »ächfte Viehabnahme in Gießen am Montag den 14. April 1919 und in der darauf folgenden Wache am Mittwoch den 23. April 1919 statt. Gießen, den 10. April 1919. 4579B GderheWcher viehhandelsverband. Ter Vorsitzende: __________Prof. Rosenberg, Bekanntmachung. Dem Meyer Bamberger in Langgöns ist wegen Schleichhandels mit Vieh und Fleuch die Ausweiskarte eingezogen. Wir roarnen daher, an ihn künftig Nutz- unb Zuchtvieh oder Schlachtvieh zu verkaufen. Zuwiderl-andlungen sind stras- bar nach § 7 Ser Bekanntmachung des Ministeriums des Innern betreffend Regelung bei; Beschaffung, bes Absatzes unb ber Preise von lebendem Vieh vom 24. Januar 1916 mit Gefängnis bis zu 6 Monaten ober Geldstrafe bis zu lo00Mk^ G i e ß e n, den 10. April 1919. 4580B Gberhtjsischtr viehhandelsverband. Ter Vorsitzende: Prof. Rosenberg. Bekanntmachung. Bekanntmachnnff. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezugiich der Firma Gebrüder Windecker, Gießen eingetragen: Tas -Geschäft ist aus den Kanfmoim Adolf Geisse übergegangen, der es unter der bis- beiigen Firma we iteriül-ri. Der Uz'er gang der entstandenen Verbind!ichkerten und Ausstände auf den neuen Erwerber ist ausgeschlossen. 4566B Gießen, den 5. April 1919. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma von Münchowsche Hof- imb Universitätsdruckerei Otto Kindt Witwe, Gießen eingetragen: Dem Richard Hasenkrug und Walther Kindt von Gießen ist Einzelprokura erteilt. G i e b e n, den 7. Aprll 1919. 45658 ____________Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachung. In unser Genossenschaslsregister wurde heute bezüglich der Spar- und Leihkasse, eingetraaenen Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Allendorf an ber Lumda eingetragen: Die Genossenschaft ist durch Beschluß der Generalversammlung vom 24. November 1918 aufgelöst worden. Die bisherigen Vorstandsmitglieder sind Liquidatoren. 45678 Gießen, den 3. April 1919. __Hessiswes Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Karl Hermann Walther, Gießen eingetragen: Die Firma ist mit dem 31. März 1919 erloschen. 4569B Gießen, den 3. April 1919. ________ __Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachmig, In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Gebi . Hanstein, Gießen eingetragen: Kaufmann Wilhelm Becker ist in die Gesellschaft als persönlich haftender Ge'ell chafter eingetreten. .Kaufma nn Wilhelm Hanstein ist aus der Gesellschaft ausgeschieden. Tie Prokura ter Marie Hanstein geb. Wilker ist erloschen. Gießen, den 7. April 1919. 4572B __Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen: die Firma Kari Walther, Gießen, Inhaber Karl Walther, Kaufmann in G:eßen. Gießen, den 3 April 1919. 4568B Hessisches Amtsgericht. Der Plan über die OersteUnng einer oberirdischen Telegraphenlinie nn der Landstraße Alten- Buieck nach Ja,dha»S SMingfpor liegt bei dem Postamt in Gießen von be te ab 4 Wochen aus. Darmstadt, 10. Avril 1919. Ober-Poitdirektion. 4MSD 1 Grube Stalldünger abzugeben. Schrinliche Angebote stn) bis Moutaa den 14. Avril vormittags 11 Ubr cinzureichcn. Tie Abfuhr hat sofort nach Zuschlag au erfolgen. 4591B_______________________Stadt, schlachtbos. Freiwillige hitbett Freikorps-Batterien Wagner u. Geppert des Regiments 61. Borlänfiger Standort Bobenbaniea. Bedingungen wie üblich. 4O61D In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Geschwister Altcnpohl, Gießen eingetragen: Tas Geschäft ist mit Aktiven und Passiven unb mit bem Rechte auf Wetterführung der Firma mit bem 27. März 1919 auf Marie Krebs geb. Stassinet, Witwe von Wilhelm Krebs in Gietzen übergegangen. Die Prokura ber Marie Krebs geb. Stassinet ist erloschen. 4570B Gießen, den 1. April 1919. Hessisches Amtsgericht. Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Karl Schwab, Gießen eingetragen: Das Geschäft ist mit bem 1. Januar 1919 aus Louis Datz als All-ininbaber unter Uebernahme aller Aktiven unb Passiven unb mit bVm Rechte der Wciterfühpung ber seitherigen Firma übergegangen. Die offene Hanbelsgesell- schaft ist mit dem 1. Januar 1919 erloschen. Die Prokura der Else Datz geb. Schmal! ist erloschen. Gießen, dcn 5. April 1919. 4571B Hessisches Amtsgericht. Marien Ausgabe. Am Samstag den iS. Mts. gelangen in den Brotmar ea-Bezirken Fleisch-, Brot- und Kartoffel» marken zur Ausgabe- für die Buchstaben A—K vormittags 8—12 Nhr „ „ « L—Z — nachmittags 2— 6 , Die Marken müssen in ber vorgtübriebenen Zeit obgebolt weiden, da die BroimarkenbeAirke nach bem Ausgabetag Marken nicht mehr verausgabe« können. Gießen, den 16. Avrtt 1919. 4590» Ter Oberbürgermeister (LebenÄnitlelamt). Marmelade-Verteilung. (9hiönfibe 4.1 Don Montag den 11. dis eia sch l. Lamstag den 18. April 1919 gelangt in dco Kleinhandels» geschäftew bei denen die PorbeiceUung erfolgt ist, neuen Borlage ber Leb- nsrnittelkarie und Abgabe des Bezu sabschntttes -tr. 4 Marmelade aut Ans» nabe. Aus jeden Abschnitt enifaUen 2 Pfund zum Preise von 1 Mk. für das Pfund. Die KleinhandelSgefchäfte hoben die Bezugs- abschniite bis spatejtens 22. dS. Mts. bem Stöbt- Vebettcmitlclamt, Zimmer 1‘, ein^nretdien. (Mienen, den IOl April 1919. 1589B Ter Oberbürgcrmcißer (Lebensmittelalnt). Zreiwillige §el-attikleristen meldet Luch zum Regiment $rattffurt iTSOfav 4575c Der Borktand. (E. V.) Samstag be« 12. April Bootshaus-Eröffnung. Mittwoch, 16. Avril. Odds.8",Ub» General - Versammlung Tagesordnung: 1 Eittaänge. 2. Anfnahme atutt Mrtglieder. 3. Verschiedenes. WWch Litblg-Mllselllll. Der Vortrag findet im ßsrsirl des toiföta UnivcrßiüjS-ZrKÜstt W Ludwigstraf,« rri -eg (nicht IS Eingang von ber Aulafeite statt. 4369 «rStzere Anzahl gebrauchte Drehbänke usw. zu verkauscu. 45860 Friedrich Hollmauu. PrLzisiaus - Lugettagerfahrit, Wetzlar. Die glückliche Geburt eines gesunden Töchterchens zeigen an Oberlehrer Wilhelm Schmidt (3. Zt. in franz. Gefangenschaft) und Frau Karo la geb. Drätorius. Gießen, den 10. April 1919. *“3 Fernepr. 724. ^Jewen Ledwi^str 4» Verlobungsbriefe u.-karten neueste apart Muster, in modernst. Schrift- J arten, empfiehlt bei sofortiger Läeferung v BrCHDRl'CKEREI M1TSCHKOWSKI X schuellfteur und preiswert angefertigt. ♦ Mit Mustern stehe X gern zu vieustea. ♦ Großer tager in Briefpapier Uaffetten. (♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ vefuchrkar1en,r'ankkarten,verlodungr-, » venoihluagr-, Seburtr- ♦ und Craner-Drucksache« X werden in feinster Ausführung in der f Buchdrucker«! J.Wcinert IVenenwec 9 Gießen Knaben-Sweaters für das Alter von 4—7 Jahren Stiick M- 10.— für das Alter von 7—11 Jahren Stück M. 15.— Durchaus KUte kr&ftiue Qualitäten. i«Kc die wir im Preis * ermässigt haben. xxfchgttSXai Für die uns anlählich unserer Vermählung in so reichem Matze erwiesene Aufmerksamkeit sagen wir herzlichsten Dank. Ernst Hebstreit und Frau geb. Gilberi. Gietzen, den 9. April 1919. Stott Karten? 07348 Lichtspielhaus Heute letzter Tag: Henny Porten.^ 'Ab morgen vieler ein greß. Doppel-Frcgramm: Hella Moja und Stuart Webbs Hell» Moja in: „Vor den Toren . de«r l.ehenN*1. — Mnari Webb* in: k „Die geheimnlHVollen Briefe**. A iSk Zum Oiterleit bringen wir ein großes Ueberraschengi- ».81 »S 6*5.Clnd A"ug dv Gnttvj^ssi fet.» htf* Ql ii:Ottch>u «n ir.'iiloer Sfifcbrcwier lyrbl als auch Eaae» tum C zunkhme>ide !ung dn Slä! lchlvn mS G bactn gcrnöhi flrbfit^ci b»n Gttfifeni tctbi mäbiger Allgemein hei ArwMle gf' bensmütelzui rede eben in beit mehr un gewroerie Ä nthi auhvei der Friede l Mwndeit.r Rede in der urretog bei mts damit l Htdigrm-el r/n s// bii\ »o die Lohnt lni'chrn Ivü das veil nut Mm Ilsen ge verlache unte imb seiner 9b richt und bei -miister Robi Atzungen des kn Rälekongr Steile, die g Vtbn Basis M)fn. 2ie lh •howentlitf was der schuld tririf g, wagenb feftge roticngisfn, di örkenn ynntiniantt "ton, .lach de ^-breitut SK?burd) & Aünchenei I^lelchsorgk ™ »fgtgnt; l®6” So rNtn ersch, ^-hiun- 2*^11 bts‘ ?an wettz Minder tzSS x« Emittiert 6 Wkn für ^Ä?svo, K. Allein; Stift in Leihgestern (Station Großen-Linden) statt 4577D Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Brückmann geb. Leonhardt. Neuhof bei Leihgestern, den 10. April 1919. Die Beerdigung findet am Montag, dem 14. April, nachmittags 31/, Uhr Heute früh 6 Uhr entschlief sanft nach langer, schwerer Krankheit unser guter treusorgender Gatte, Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Oekonomierat Louis Brückmann im 63. Lebensjahre. Prachtvolle Damen-Blusen Wiener Form in Voile, Opal, Mull sehr vorteilhaft 4581c KaufhausKatz 14 Bahnhofstrasse 14 Treschgarniturl 2 jtndklMMkiM s.oert VDerffr. 6. 07396 verkaufe«. sucht 07160 | Kaufgesuche | 07385 Woche frei. tNopoii, Neuenweg 3t. sofort gesucht. Frau Apotheker Diesenbach. Bergstrane 1 v. 4488 bat noch abzug. 4584 gesucht. 07350 beim gesucht. 07851 zu verkaufen. 07405 gesucht. 07370 Zu Tpenglcrei | Stellengesuche! 16000 qm Jüngerer Vr«u»sel4 .'»um 1. Mai tüchtiges Allein mttdehen Garbenteich, Gieftener Strane 39. Gut erhaKeB.Zimmerteppich 2x2m,A-kauf.gef Schrihl fing u.07311 Q.K(Hieü.?*n*. Fran Pros. Helm, Stevbanstr. 7. (f. 6—7jäbr. Kind.l z.verk. 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Ueichsverwertuna), Protor 10/39, Motor Nr. 5002, äußere Nr. III. a. |064, gestohlen worden. (000 Mt. Belohnung dem, der eine Spur angeben kann, die zum Standort der Autor führt. o74v £t. ö. R. Reitz, walltorstratze 75 p. Todes-Anzeige. Scrroanbicn unb Bekannten die lchmerAliche Nachricht, ban mein guter Mann, ber treuforgenbe Vater feiner flluber, unser lieber Brttber, Schwager. Onkel und Schwiegersohn Friedrich Hartman» im Alter von 37 Jahren heute durch Unglücksfall verschieden ist. In tiefstem Schmerz: Margaretbe Hartmann geb. Amend nebit Bindern und alle Verwandten. Heuchelheim, Ahbach, den 10. Avril 1919. Die Beerdigung findet Sonntag den 13. Avril mittags 12'/, Uhr statt. IW7 (Stellenangebote [ «•7 r/obn. Vertretungen Ja ucv (. Allda-Veriaal. jkl. Hinrlah . 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(w Bocii-ii.TieC)au-Gnelltchafi Bekanntmachung. Im Konkurse über daS Vermögen der lanbto. Bejugs- und Adiatzge nonenichaft e. K. m d.H. in Lollar habe ich em BertetchniS der bei ber Bertetlung au berückfichti- genben ,>orberung.aufder GertchtSfchreiberet deS Amtsgeticht» Gienen aut Etuücht der eteiligten nieder gelegt- Die Summe der »Forderungen beträgt 110^16X1 Mark, der zu oertcilenbe Masfebeitand 210 iflort fo dan also 2AN519«. Dividende zur Verteilung kommen. «ieftewb. 10. Avril 1V1L Der Konkursverwalter: Tr. inr. P. Svobr, Rechtsanwall. *** 15 000 Mk. auf 2. Hvvoth. direkt Oliv- zuleiben Schriftl. Agg u. U7ß8 a. b. (Nieft. Anz. RässereiD. Rehpinscher 12 Mona e alt. vreisw. zu iiert^Am Steg 16 p. 07194 Zuchthase» tnufen. LnwISeseeastr.ia. Neues Haus in der Rodheimer Str., 3 (Stagen, in ,eder 3 Zimmer u. Küche, mit gron. (Marlen zu verk. Schriftl. «Ng u. 07360 a. d G. U. änmitten ber Stadt, beste efchäftslage, ist ein graust Objekt noch nicht lg. neu erbaut zu verkauf n Am 1. 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