Ur. 55 Der Stehrner Injelger erscheint täglich, ander Sonniaas. — Beilagen: OtebenerFamilirnblätter; KieisMctt für -en Krtis Sieben. Bezugspreis: monatl.*J)*t.l-35,oierte(- iayilich Mt. 4.05. durch filbhole- il Zweigstellen mouall 2)11.1.25, durch die Post 'Dif. 4.05 viertel- jährt. ausjchl. Beitellg. ßernipved) • ?lnfd)(üfie: iürdie £chriftleihnipll2 Gerinn,(ttefd)äit»ftc(le51 AnfdiristsiirTrahtuach- richten: Lnzeiger Sieben. Dienstag, U Scbruar 1919 <69. Jahrgang Zwilllngsrund-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. ZteinSruckerei R. Lange. Zchriftleltung. Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr 7. Annahme von Ln;etge» f. die Laaesnummec vlS zum Nachmittag vorher ohnejedeBerbu'vlichkelt Sellenpreise: für örtliche Anzeigen 25 lU.,sürausivürttge 30 für Reklamen WILL - nebft 20° 01 euc- nmaS->ist>lag;Platzvoc- fdirih 20 % Ä «'schlag. £>aupl)d)rütleiler: Auq. Goei; Verautivortlich für Politik: '21 «n. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Remhols Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck; färntlid) in Gießen »-Mi. General-Anzeiger für Oberhessen Vie Annahme der Notversassung durch die Nationalversammlung. die für eine hört des Bertteters der süddeutschen Regierungen und durch die unzweideutig'.' Erklärung der Reichsregierung der vorläufige Charakter der Vorlage in allen ihren einzelnen Punkten ausdrücklich len zweifelsfrei festgestellt würde, daß aus ihrer Annahme mit unseren Stimmen unsere Slrllung- nahme bei der Beratung des endgültigen Entwurfes der Reichsverfassung in keiner Weise vorgreift. Wir hatten zu diesem Zwecke eine Reihe von Anträgen gestellt, deren Annahme uns die Möglichkeit geben ollte, für die Vorlage zu stimmen. Am wichtigsten ist für uns der Antrag, der den Zweck hat, Auffassung auszuschließen, als ob schon jetzt die zukünftige tatsächliche und rechtliche Stellung des Oberhauptes des Deutschen Reiches endgültige Regelung getroffen würde. (Hört, links.) Nachdem aber durch die Verwahrung Endlich entbietet der deutsch-österreichische A.-- und S.-Rat in Dresden zugleich namens der Tausende Teulsch-Oestrrreick-er, die bei der Ver- lcidig:n:g der Ostmark mcthalfen, der Versamm- lmcg.sinn Gruß. Endlich liegt ein Gruß des A.- und S.- Kongresses Westvveußms vor mit der Mahnung: Vergeßt nicht West Preußen und seine Polennot. Auf der Tagesordnung steht die ziveüe und eventuell dritte Beratung des Entwurfs eines Gesetzes über die vorläufige Reichsgewalt. Zirr zweiten Lesung ist eine Reihe von An- tragen eingcgangen, deren Drucklegung noch nicht erfolgt ist und die der Präsident deshalb zur Verlesung bringen läßt. Es handelt sich um eine Reih: von Anträgen der deutscl>-nationalcn Volksvartei (Arnstadt und Genossen) und der unabhängigen Sozialdemokraten (Fvau Agnes und Genossen). > Bat>erischer Gesandter Dr. v. Praeger: Im Auftrag: der Regierung von Bayern und gleichzeitig von Württemberg und Baden habe ich zu erklären: Tie genannten Regierungen gehen von dex Voraussetzung aus, daß durch AnnalMe des vorliegenden Gesetzentwurfs Entscheidungen über die Sonderrechte dpr einzelnen F r e i st a a t e n nicht vorweg genommen werden. Vo.Tsbeauftrogter Ebert: A iknüpfend an diese Erklärung möchte ich müteilen, daß die Reichsregierung dieser Auffassung zustimmt. Tas Gesetz lat in allen seinen Teilen nur provisorischen Charakter mrd greift der endgültigen Regelung der Tinge nicht vor. (Beifall.) Abg. L ö b e.^So-.): Namens meiner Partei habe ich folgende Erklärung abzugeben: Tie sozialdemokratische Fraktion ist von der Notwendigkeit einer raschen Verabschiedung des Gesetzes über die vorläufig: Reichsgewalt durchdrungen. Tiefe Not- n»cndigkeit ist begründet durch die äußere und innere Politik. Es bedarf der Schaffung einer vom ganzen Volke gutgeh' ißenen rortäufigen Reichsordnung. einmal int öi.ib ick daraus, daß der Waffenstillstand mit der Entente, der am 16.fi» 's. Mts.' abläuft, verlänc^rt werden muß, sowie daß in kurzer Zeit die Friedensverhand- lung.m beginnen müssen, ferner weil es gilt, den Grund zum demokratischen Ausbau unseres Landes unverzüglich zu legen. Ter vorliegende Gesetzentwurf ist vom Geiste der Demokratie getragen. Indessen enthält er in den §§ 2 und 4 Absatz 3 B-'stimmuug n, g'gm die wir erlreblichc Bedenken haben. Lediglrch die Notwendigkeit, den Gesetzentwurf so schnell wie möglich» zu verab- fcl»st'oen, zwingt uns, diese Bedenken zurück-'ustellen, nachdem wir uns haben überzeugen müssen, daß n*if unseren Ansichten, wenn überhaupt, nur nach harten Kämpfen und unter Ueberwi.idung luftigen Widerstandes zum Sieg: verhelfen könnten. Nach unserer Auffassung ist die verfassunggebende Nationalversammlung allein souverän. (Beifall.) Nur unter dem Zwang der Verhältnisse und um den Wiederaufbau des Reiches nicht sch.ver zu gefährden, haben wir uns dazu verstanden, in eine Einschränkung dieses Grundsatzes zu willigen. Wir stimmen deut Entwurf zu, verivahcen uns aber dagegen, daß aus unserer Haltung Schlüsse auf unsere Stellung in der Zukunft gezogen loerden, und behalten uns für die Verhandlungen über Den Entwurf der endgültigen Verfassung volle Freiheit der Entschließung vor. (Beifall bei den Sozialdemokraten, Zuruf der Unabhäugsgen: Volle Freiheit des Rückzuges!) Abg. v. Payer (Demokrat): Namens der Frak- tion der Deutschen demokratischen Partei habe ich folgende Erklärung abzugeben Das deutsche Volk hat die ihm zustehende Souveränität ausgeübt durch die Wahl der Nationalversammlung und diese mit der weiteren Ausübung der Souveränität beauftragt. Die Nationalversammlung hat diesem Auftrage sofort nachzukommen. Sie hat ein Vorbild an Arbeitswillen zu geben. Darum soll ihr Reden zum Handeln werden. Sie muß eine verfassungsmäßige Negierung bilden, der es nicht an der gesetzlichen Macht fehlt, stark zn sein. Die Voraussetzung und Grundlage der Negierungsgewalt muß also zumal in der Demokratie und in der Republik die Verfassung sein. Da aber für dieses unser Hauptwerk die Herstellung gesetzlicher Regierungen im Reich wie in den Einzel- laaten unentbehrlich ist, müssen wir vorweg eine Ver. assung schaffen. Meine Freunde erkennen diese Not- vendigkeit an, ebenso daß diese Februar-Derfaffung ofort in Wirksamkeit treten und darum nur das Notwendigste enthalten soll Wir behalten uns vor, alle die großen Gesichtspunkte und Bedenken, die ein Derfaffungswerk von diesem Umfang und von dieser Bedeutung in einem so außerordentlichen Zeitabschnitt aufrollt, die aber bei einem Provisorium aus gewichtigen politischen Erwägungen heraus zu- rückgestellt werden können und müffen, bei der in kurzer Frist beginnenden Beratung der Verfaffung selbst ohne Rücksicht auf unsere Parteien zu erörtern. Dann erst und nicht heute wird auch der Tag gekommen sein, an dem wir ehrlich und in aller Ruhe an die Prüfung der Fragen, über die die Meinungen heute noch weit auseinandergehen und gehen müffen, herantreten können, nämlich wie zum Heile des Ganzen, die überragende Forderung der Reichseinbeit mit der Rücksicht auf das historisch Gewordene, auf die Eigenart der deutschen Stämme und auf die ver- schiedenen Anschauungen über straffere ober losere Zusammenfassung der einzelnen Kräfte unteres Volks- lebens am besten vereinigt werden können. Unsere Tie Nationalversammlung hat gestern mit geringen Abänderungen das Gesetz über die vorläufige Reichsverfassung angenommen, wobei fast alle Parteien betonten, daß damit der endgültigen Verfassung in keiner Weise vorgegriffen iverden soll. Es muß eine ordnungsmäßige Regierung so ^schnell wie möglich aus inneren und aus äi&cren Gründen ins Leben treten, dann erst rann man es sich leisten, die großen grundsätzlichen Fragen, die zur Entscheidung stehen, mit Ernst uno Gründlichkeit zu behandeln. Wir wissen also bisher noch nicht, wie weit künftig parti- kularistischcn Einflüssen in der Reichspolitik Raum gegeben werden soll, uno wir möchten nach den gestrigen Erklärungen hoffen uno soünschen, daß eine starkeReichsgewalt sich durchsetzen wiro. Was den Inhalt der Notverfassung vnlaugt, so ist er unseren Lesern im wesentlichen bekannt. Ter „Staatenausschuß" wird seine „filtrierende" Tätigkeit ausüben, uno Die Unabhängigen fino mit ihrem Wunsch, dem revolutionären Zentralrat Kontrollbefugnisse einzuräumen, allein geblieben. Die künftige Reichsverfassung wird von der Nationalversammlung verabschiedet. Es kann jedoch oer G e b i e t s b e sta n o der Freistaaten nur mit deren Zustimmung geändert wcroen. Im übrigen kommen Reichsgesetze durch Uebereinstimmüng zwischen oer Nationalversammluna und dem Staaten- ousschuß zustande. Neu wird in das Gesetz ausgenommen, daß Soldaten und Beamte keinen Urlaub bedürfen, wenn sie als Mitglieder der Nationalversammlung zu der Tagung zu reisen wünschen. Der mit absoluter Stirn- menmehrh it zu wählende Ncichspräsident „hat das Reich völkerrechtliche zu vertreten, im Namen des Reichs Verträge mit auswärtigen Mächten einzugehen, sowie Gesandte zu beglaubigen und zu empfangen". „Kriegserklärung und Friedensschluß erfolgen durch Neichsgefetz " „Verträge mit fremden Staaten, die sich auf Gegenstände der Neichsgcfetzgebung berieten, bedürfen der Zustimmung der Nationalversammlung und des Staalenaus- schusses." „Sobald das Deutsche Reich einem V öl - ferbunbe mit dem Ziele des Ausschlusses aller Gehe im ver träge bcife.rctcn sein wird, bedürfen alle Verträge mit den im Völkerbunde vereinigten Staaten der Zustirn- niung der Nationalversammlung und des Staalenausschusses." Nur einige Formveränderungen sind also in den Ursprung ichen Entwurf hincingekom- inen. Morgen werden wir einen Reichspräsidenten haben uno vielleicht dann auch er- ahren, welche Männer er nach den ihm zu- lehenden Befugnissen ins „Nerchspräsioium" neymen wird. Ter Sitzungsbericht. Weimar, den 10. Feb^ar 1919. An den Tischen für die Reichsregierung und die Vertreter der Einzelregierungen: Ebert Scheidemann, Dr. Lands berg, Noske, Dr. v. Krause, Schiffer, Dr. Preu ß, Dr. S ü d e k u m, Hirsch u. a. Präsident Dr. David eröffnet die Sitzung um 3.25 Uhr mit folgender Mitteilung: Einige Mitglieder des Hauses haben mich gebest, um den wilden Gerüchten über Ereignisse, die angeblich in Leipzig stattgefunden haben, entgegenzuttecen mid Beruhigung zu schaffen, eine Mitteilung verleben gu lassen. Die Mitteilung lautet: Tie unterzeichneten Abgeordneten ans Leipzig erfahren soeben, daß in Weimar und and) in den Kreisen der Abgeordneten der Nationalversammlung Gerüchte über einen Aufruhr in Leip- £ i g Verbreitet sind. Diese Gerüchte behaupten, daß rn Leipzig Aufruhr herrsche, daß dort mit Ma- schinengeivehren geschossen werde mrd daß der Oberbürgermeister verhaftet fei. Die Unterzeichneten, die erst heute um 11 Uhr vormittags Leipzig verlassen,haben, teilen mit, daß davon kein Wort wahr ist, daß weder Aufruhr herrscht nodi geschossen wird, r-oeb der Oberbürgermeister verhaftet ist. Tatsache ist, daß die Leipziger Schutzleute und Feuerwehrleute streiken, well der St ad trat eine Ausbesserung ihrer Löhne, die für einzelne Kategorien noch monatlich 160 Mark betragen, ablehnt. Aus diesem Grunde ruht der Betrieb im Leipziger Rathaus. Dr. Gever und Genossen. Weitere Kundgebungen und Adressen an die Nationalversammlung sind eingelaufen vom Teut- feben Volksrat für Westpreußen in Danzig, der die Deutsche Na ionalver ammlu:g bitt t, tafür S'r^e ?u tragen, daß kein Stück oftmäiti|d)en Landes dem Vaterlande entrissen wird. Ferner von dem vom ostpreußischen Provinzialrat einberufenen Kongreß dec A.- u. S.-Räte Ostpreußens, der sich hinter die Regierung ft»,ft. Sodamr von den Delegierten aller ba-eris en Berufsofi i:re, die ich geschlossen hinter die in Weimar tagende Deutsche Volksvertretung stellen. unb feierlich anerkannt ist, ziehen wir unsere An- träge zurück und sind bereit, für die Vorlage zu stimmen. (Beifall.) Die Znsttmmung für diesen Gesetzentwurf bedeutet für meine politischen Freunde ein großes Opfer, das sie nicht ohne Gewisfensbedenlen bringen. Trotzdem sind wir dazu bereit. (Beifall.) Wir sind von der lieber» zeugmia durchdrungen, daß in der ungeheuren Not dieser Zeit mehr als je der Grundsatz gelten muß: „Tas Vaterland steht über der Partei!" (Lebhafter Beifall rechts.) Ab». Dr. Heinze (Deutsche Vollsvartei): Wir hegen politisch und juristisch erbcblidje Bedenken gegen den vorliegenden Gesetzentwurf, lassen di:se Bedenken aber aus vaterländischen Rücksichten zurücktreten. Wir wünsck?eii, daß alsbald eine gesetzliche Gewalt in Deutschland zustande kommt imd sehen mit Rücksicht auf die äußere und innere Lag: von allen Anträgen ab. Tie jetzigen gesetzlichen Zustände müssen sobald Jvie möglich verschwinden und wir hoffen, daß nach der Verabschiedung dieses Gesetzes Ordnung und Sidjcrleit im Lande gefördert werden und daß jedermann in Deutschland die vorläufige Verfassung achtet. Für die endgültige Verfassung behalten wir uns unsere Stellung rahme nach allen Richtungen vor. Für den vorliegenden Entwurf werden wir stimmen. (Beifall.) Abg. Dr. Cohn- Nordl-ausen (Unabh. Soy.): In ter jetzigen Phase der revolutionären Entwicklung muß Rückschau unb Umsdxiu gehalten werden. Nur um eine Atempause kann es sich nickst hanteln, denn nrir stehen noch lange nute am Ende der Revolution. Niemand doii uns weiß, ob und wann dieser Provisorisck)en Verfassung eine definitive folgen wird. Auch der Volksbcauf- tragte Ebert sprach davon, daß das deutsche Volk, sobald sein Selbstbestimmungsrecht gesichert ist, auf ben Weg der Gesetzmäßigkeit zurückc'ehrt. Dieses „sobald" ist im Sinne meiner Ausführung eben fein vermessen. Auch Herr Ebert fdyint zu lülsten, daß dieser Zeitpunkt noch nicht gekommen ist. Ter Staatssekretär Dr. Preuh hat seinerseits den Ent« timrf als nicht vollständig bezeickmet. Bei allem Verständnis und aller Nachsicht für die Gründe dieser Unfertigkeit kann man doch auch vorn Standpunkt der Demokratie verlangen, daß der Entwurf wenig, stens die Richtung der Entwicklung der deutschen Revolution stärker und Hörer betonen würde. «Sehr richtig bei den U. S. P.) In dieser Beziehung bereitet der Entwurf eine starke Enttäuschung. Herr Ebert meint, er habe die freie Volksrepublik und diese Nationalversammlung habe eine große repnblikanisckst Mehrheit. Dr. Preuß hat ähnliche Ausdrücke gebraucht. Vergebens aber sieht man sich im ganzen Entwurf nach dem Wort „Republik" um. Liegt etwa auch hier ein Komplott vor? (Zuruf: Reichstag.) Jedenfalls tritt auch hier ein Zeichen von Mutlosigkeit der Politik der gegenwärtigen Reickiscegierung zutage. Man f (fahrt sich nicht zu der deutschen sozialhttschen Republik bekennen zu wollen. Die Geschichte wird die deutsche Revolution aber nickst nach Worten, sondern danach beurteilen, ob sich das deutsck-e Volk seiner Soiweränilät würdig gezeigt hat. Tas Gesetz muß darum im Aufbau, Inhalt und Ausdruck umviderleglich die Tatsache feststellen, daß wir mit der alten Staatsform des Deutschen Miches nicksts mehr zu tun haben. Diesen Zweck verfolgen un,ere Anträge. Den Staatenausschuß sehen wir nicht als einen Fortschritt des Verfassungswerkes, sondern als ein Hindernis für die zukünftige Entwicklung der beut- scheu Einheitsrepublik an unb wir wollen deshalb ben § 2 beseitigen. Es kann sich jetzt nur um die Schaffung der Ei n h e i t s r e p u b l ik Deutschland handeln, der freien selbständigen Entwicklung in Kulturfragen wird damit kein Hindernis bereitet. Jeder deutsche Freistaat soll eine Stimme haben: wer gibt diese Stimme ab, und wer instruiert sie? Noch schwerere Bedenken bestehen bei uns bei ben Bestimmungen über das Reichspräsidium. Auch hier ist der Hauptvorwurf, der zu erheben ist, das Kleben am Alten und Veralteten. (Sehr wahr bei den II. S. P ) Das krampfhafte Bemühen, die Tradition, die bis zum 9. November sich ausprägte in ben gesetzlichen Bildungen des Reiches, um jeben Preis fortzusetzen, als ob sich eine so kleine unb bedeutungslose Tatsache wie die Revolution des 9. November gar nicht ereignet hätte. (Sehr richtig bei den U. S. P.) Ich bin überzeugt, dieser Entwurf rührt nickst her von einem der neuen Herren, die durch die neue Entwicklung an die Spitze gebracht worden sind, sondern vor irgmbeinem der brauchbaren Herren aus dem früheren Neichsamt des Jiuiern. Bei dec Einrichtung des Reichspräsidenten, wie der Entwurf es will, gilt das alte Wort: vestigia torrent. Wir haben von der Monarchie ein für alle mal genug und möchten sie nicht auf dem Umwege einer republikanischen Monarchie wieder einführen. Wir ziehen es vor, an die Spitze der deutschen Republik ein Kollegium von gleichberechtigten Männern zu setzen, also ein Bunoespräsidinm ober ein Reichspräsidium, etwa nach dem Muster der Sckwciz. Diesem Kollegium der Gleichen steht natürlich zur Erleichterung der Geschäftsführung ein Einzelner vor, der durch seine Amtsgenossen gewählt wirb. Es ist brüte wiederholt das Provisorische tie'eS Verfassungszustandes betont worden. Habe ich recht verstauben, daß man insbesondere die präsidiale Spitze des Präsidiums als Provisorium auffaßt? Sind vielleicht schon Kräfte am Werke, die dem deutschen Frxistaat eine monarchische Spitze geben wollen? (Sehr gut bei den U. S. P.) Auch das feste Zuversicht ist, daß der Versuch gerechter unb vernünftiger Ausgleichung über die Schwierigkeit staatsrechtlicher Forderungen und staatsmännischer Erwägungen Herr werden wird. Verständiges und gegenseitiges Nachgeben haben uns zu dem vorläufigen Entwurf, der nicht leicht zustande gekommen ist, oer- Holsen, verständiger und ehrlicher Wille, dem Vaterlande zu bienen, wird uns auch eine endgültige Der- saffung schaffen, die uns Zusammenhalten, die De- wegungssieiheit im Innern geben und gegen außen unsere Stellung in der Welt verbürgen soll, die uns gebührt und die uns endgültig niemand vorenthalten ka n. (Beifall.) Heute aber wollen wir uns die Grundlage bereiten, um morgen arbeiten und Politik machen zu können. (Beifall.) Unser Volk, das sich aus der Gegenwart durch die Verwirklichung von Iukunftshoffnungen erlösen will, und der Feind, der uns ben Frieben grausam oorenthält, sie sollen uns trotz ber gewaltigen Parteigegensähe der letzten Wochen unb Monate bei diesem ernsten Schritt geeint unb geschlossen finben. (Lebha ter Beifall.) Die heutige Verabschiedung des ersten großen grundlegenden Gesetzes durch eine außerordentliche Mehrheit ber Nationalversammlung soll uns und anderen eine gute Vorbedeutung sein unb als Lohn die politische (Ein- sicht unb Selbstbeschränkung und ben Arbeitsmut erhöhen, ben bie Deutschen noch nie so notwendig gehabt haben wie jetzt. (Bravo.) Wenn sich die Nationalversammlung zu einer ernsten unb zielbewußten Arbeitsgemeinschaft erhebt, so wäre bas ein erster und fruchtbarer Erfolg der demokratischen Ideen und der sozialen Bewährung. Meine Freunde, die dieser Entwicklung im Staatsinteresse rückhaltlos dienen wollen unb Kraft ihrer zahlenmäßigen Stellung in diesem Hause dienen können, werben geschloffen für die Vorlage unb ihre sofortige Durchberatung in zweiter und dritter Lesung stimmen. (Lebhafter Beifall bei ben Demokraten.) Abg. Dr. Heim (Bayerische VolksparteD: Im Auftrage meiner Freunde von der Bayerischen Volkspartei habe ich folgende Erklärung abzugeben: Nach den §§ 1 uno 4 des gegenwärtigen Gesetzentwurfes soll die deutsche Nationalversammlung eine Blankovollmacht zur Beschließung der künftigen Reick-sverfasiung erhalten. Sie soll bei der Verabschiedung der endgültigen Reichsverfassung weder an die Zusttmmung der Einielstaaten noch des Staatenausschusses gebunden sein, nicht einmal hinsichtlich der in der bisherigen Reick^sver- fassung festgesetzten Sonderrechte dec Einzelstaaten. Tie in dem Entwurf vorgesehene Ermächlizung geht damit so weit, daß der Nationalversammlung bir!öcfritifliiiineiiucliicr ober aller Bnubcsstaaten und die Schaffung der deutschen Einheitsrepublik durch die Nationalversammlung möglich gemacht wird. (Zuruf bei den Unabhängigen: Wozu haben wir sonst die Revolution gehabt?) Diesen Weg können die Mitglieder dec Bayerischen Volkspartei in der Nationalversammlung nicht mit- machen. Wir hätten gewünscht, daß das Gesetz sich an die durch die Revolution nicht beseitigten Bestimmungen der bisherigen Reick>sversasiung ange- lehnt und alle Streitpunkte vermieden hätte. Wir hegen nach wie vor die Hoffnung, daß es bei der Schaffung der endgültigen Verfassung gelingt, durch unsere Mitarbeit den berechüften Wünschen unseres engeren Heimatlandes Geltung zu verschaffen. Abg Dr. von Delbrück (Deutschnationale Volkspartei): Gegen den vorliegenden Gesetzentwurf bestehen bei meinen politischen Freunden die schwersten grundsätzlichen Bedenken. Auch seine gesetztechnische Gestaltung ist so wenig einwmtdssrei, daß unter normalen Verhältnissen seine Verabschiedung ohne Kommissionsberatung ausgeschlossen sein würde. (Sehr richtig rechts.) Wir verkennen aber nicht, daß wir uns in einem Notstände befinden und daß nicht nur die innere Sage, sondern auch besonders der Ablauf des Waffenstillstandes unb das Bevorstehen der Friedensverhandlungen eine schleunige Verabschiedung des Entwurfes gebieterisch fordern (Zusttmmung.) Wir verkennen auch nicht, daß die Vorlage nur eine vorübergehende und nicht eine endgülttge Regelung unferer Ver- fassungsverhältnifse bezweckt. Unter diesen Umständen sind wir bereit, aus eine Ausschußberatmig zn verzichten unb die Verabschiedung möglichst zu beschleunigen. Wir glauben auch, daß das Ansehen der neuzubildenden Regierung dem seiMichen Ausland gegenüber eine besondere Stärkung erfahren würde, wenn es gelingt, diese Vorlage nicht nur chnell, sondern auch möglichst einstimmig zu verab-- chieden (Allseitige Zusttmmung.) Wir werden barer unter Zurückstellung unserer grunbsätzlichen chweren Bedenken auch für bie Vorlage stimmen, wenn ihr vorläufiger Charakter ht allen ihren Tei- wSre I# ran eine Ttckkriwfmrg an die Vergangen- hea. Die Gelehrten si.ü» sich ja auch heute, noch nicht darüber einig, ob nicht auch das Deutsche Reich theoretisch den Namen einer Republik verdient hat. Auch der deutsche Kaiser war ja nicht Monarch, sondern er war der Prä ident der Bundes, wenn Sie wollen, des republikanischen Bundes. Aber wir wollen die Möglichkeit ei -er solchen Entwicklung oder Rückentwicklung ein für alle mal ausschließen. Deshalb wollen wir schon in die vor- liegende Verfassung des deutschen F.eistaates die Keime legen zu dem Bau, wie wir ihn wachsen zu sehen wünschen. Wir wünschen nicht, daß einmal die Geschichte von einem „Friedrich dem Einzigen" oder „Gustav dem Ucberroinber" spricht (Detter, leit.) Deshalb sollte unseres Erachtens erwogen werden, ob nicht überhaupt das Amt des Präsidenten überflüssig ist, ob nicht überhaupt die höchste Verwaltung des deutschen Freistaates dem Ministerpräs dm'en allein ober dem A- samt- minifierium übn-lassen werden können. W-iter sollen unsere Anträ-v di? Möglichkeit schassen, daß nufrrTufb der Na ri-alversammlung ein Kontrollorgan rorfanden ist, das bei v-r' äc'g'ns- vollen Beschlüfwn erw>ugreisen 4e Pflicht hat. (Unruhe. Bei D'rl-stunc» dieses Antrages ist gelacht worden.) Da bestacht aber ein Bedürfnis nach Anfttchterhiltiing der retiohitionärrn Crgnne (ßnrufe rechts: N r»!) (Sehr richtig bei den unabchängi'en Sozialdemokraten ) Wir trvllen,^ß auch der Zentralrat d"r Arb i er» und Sol- ba‘enräfe legalisiert wird. Wir wehren uns gegen einen Abbau der revolutionären Ernrngenschäften. Wir wollen dem Z-nttralrat das R^ck" geben, b-i Verhängnis»w-llm B sch'üs'en der Ntttw"al- verfammlimg innerfalb zweier Wochen an las Volk zu appellieren. In dieser Begren',unq von ywei Wocbm li-gt d'r kontrollierende Cl»a-akter dieser Einrichtung (Zuruf: Der Zentralrat ist ja zurück- getreten). Tann werden sich die Arbeiter- intb Solfa^räle em n-mes Orgrn stoffen. Mit dem S ach l ra'ft rot Ver ssung b-simn nge» lal e 1 Sie nie Revolution nicht auf. Ein Volk von fast 70 Millionen läßt sich von Ihnen di' Entwicklung nicht vorschreiben. Diese Entwicklurrg geht auS «eigener Kraft vor sich intb schifft jeden Tag Neues und Anderes. Die frü’tre Macht stützte sich auf Polizei und Mili'är. Möge ein gütiges Geschick uns davor bewahren, daß auch die neue Regierung in diesen alten Fehler verfällt und deshalb ebenso kläglich Schiffbruch leiden muß. (Bravo bei den U. S.) Abg. Gröber (ßentr.): Die Ausführungen des Dorredners geben mir keinen Anlaß zur Entgegnung. (Sehr gut) Für uns ist im Augenblick das wichtigste den Uebergang von revolutionären ßuftänben zu einer Rechtsordnung möglichst zu beschleunigen, fßu- ruf bei den U. S.: Reaktion!) Angesichts dieser Aufgabe müssen alle anderen Bedenken zurücktreten. Sie können auch nach den Erklärungen des Vertreters der süddeutschen Regierungen und des Vertreters der Reichsregierung zurücktreten. Die Ientrumspartei wird in ihrer großen Mehrheit für die Vorlage stimmen. Dabei müssen wir uns selbstverständlich un- fere Stellungnahme zu den Einzelheiten des endgil- tigen Derfassungswerkes vorbehalten. Wir betrachten die Annahme des vorliegenden Gesetzentwurfes für nötig als Vorbedingung für Frieden und Brot (Beifall.) Damit schließt die Besprechung zu § 1. Ein Antrag der Unabhängigen Sozialdemokraten, die Worte .künftige Reichsverfassung- zu ersetzen durch „Deutsche Republik" wird gegen die Stimmen der Unabhängigen abgelehnt, ebenso ein Antrag der Unabhängigen, hinter „Reichsgesetz" einzufügen „Der- Ordnungen mit Gesetzeskraft". Der unveränderte § 1 wird sodann gegen die Stimmen der Unabhängigen und einer Minderheit des Zentrum; angenommen. Zu ß 2 w-rd ohne Debatte gegen die Unabhängigen Sozialdemokraten ein Antrag Payer, Loebe, Posadowski, Dr. Riehcr angenommen dem ersten Absatz zuzufügen: „Der Staatenausschuß wird gebildet von Vertretern derjenigen deutschen Frei- floaten, deren Regierungen auf dem Vertrauen einer aus allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten Wahlen heroorgegangenen Volksvertretung beruhen. Bi» zum 31 März 1919 können mit Zustimmung der Reichsregiening auch andere deutsche Freistaaten D rtreter senden." In dieser veränderten Form wird § 2 gegen einen Antrag der Unabhängigen auf Strei- chuna angenommen. Abg. Haase (U. S.) zieht mit Rücksicht auf das bisherige Ergebnis der Abstimmung diejenigen Anträge feiner Partei, die die Bezeichnung „Reichs". Verfassung usw. beseitigen wollen, zurück. Abg. Dr. Cohn (U. 5.) begründet zu 8 3 einen Antrag auf Streichung der Worte, daß die Mitglieder der Reichsregierung und des Staatenausschusses bas Recht haben sollen, in der Rationalversammlung das Wort zu ergreifen, „damit sie die Ansichten ihrer Regierung vertreten". Der Antrag der Unabhängigen wftd abgelehnt und § 3 unverändert angenommen. Ium 8 4 verlangt ein Antrag der Unabhängigen Sozialdemokraten, daß dem Ient ralrat ber Arbeiter, und Soldatenräte ein Einspruchsrecht gegen eie Beschlüsse der Nationalversammlung zustehen soll. Der Antrag wird abgelehnt: ebenso ein weiterer Antrag der Unabhängigen, der dem Ientralrat das Recht geben will, unter Umständen eine Volksabstimmung herbeizufühien. Der erste Satz des §4: „Die künftige Reichsverfassung wird von der Nationalversammlung verabschiedet" wird einstimmig, der zweite Satz: „(Es kann jedoch der Gebietszustand der Freistaaten nur mit ihrer Zustimmung geändert werden" gegen die Stimmen der Unabhängigen und der Bayerischen Dolkspartei angenommen. Hierauf wird der ganze § 4 »'.verändert angenommen. Zu § 5 begründet Dr. Cohn (U. S.) einen An- trag, es möge ausdrücklich feftqelegt werden, daß der Artikel 21 der bisherigen Reichsoeifasfung a ch auf Soldaten Anwendung findet. Damit soll erreicht werden, daß eolbntcn fbmro wie Beamten als Mitg'ieder der Nationalversammlung ihre Tätigkeit aus üb en können, ohne um Urlaub nachsuchen zu müssen. Abg. Hoch (S03.): Wir halten es für selbstver- stündlich, daß die den Beamten nach der alten Verfassung gewählten Rechte jetzt auch den Soldaten zu- stehen müssen. Ich bitte die Regierung um eine Erklärung, ob sie diese Auffassung teilt. Dolksbeauftragter Lanüsberg: Die Frage, ob unter Beamten auch Soldaten zu verstehen sind, ist strittig. Nach Ansicht der Regierung gehört der Soldat zu den Beamten. Die Souveränität der Der- sammlung erheischt es, daß jeder ihrer Abgeordneten daran teünehmen kann, ohne daß Unterordnungsoer- hästnilse irgendwelcher 21rt auf die Rechtsstellung der Abgeordneten einen Einfluß haben. Die Reichsregierung wird im Sinne ihrer Auffassung daraus hin- wirken, da'; jedem gewählten Soldat die Beteiligung an der Nationalversammlung ermöglicht wird, ohne datz er um Urlaub nachzufuchen braucht. Die zur Nationalversammlung gewählten Soldaten sind tat- sächlich in den Stand gesetzt worden, ihr Mandat auszuüben. Deshalb erübrigt sich ein solcher Antrag. Abg. Dr. Cohn (U.S.): Landsberg kann nicht für bie künftige Regierung sprechen, und es ist auch fraglich, welche Kraft die Regierung gegenüber den militärischen Kommanbostellen hat und später haben wird. Diese Kraft mag jetzt noch sehr groß sein. (‘Jia, na, bei den Unabhängigen) Aber niemand weiß, wie es in drei Monaten sein wird. Die (Erfahrungen, die wir und ich selbst mit dem alten Militarismus in dieser Beziehung gemacht haben, nötigt mich, um Annahme dieses Antrages zu bitten. Abg ßoebe (So;.): In der Sache wollen wir alle das gleiche Da die Auslegung zweifelhaft ist, haben wir uns entfchloffen, für den Antrag zu stimmen. Die Abgg. v. Payer (Dem.) und Dr. Meyer- Kaufbeuren (3 r.) erklären, daß ihre Fraktionen gleichfalls dem Anfrage zustimmen werden. Um ’,45 Uhr beginnt d c Abstimmung. Unter Ablehnung der Anträge der Unabhängigen werden die ersten Paragraphen angenommen und nur bet § 5 setzen sich die Unabhängigen einmal durch. Ausdrücklich wird in das Gesetz aufgenommen, daß Soldaten und Beamte keinen Urlaub bedürfen, wenn sie als Mitglieder der Nationalversammlung zu der Tagung zu reisen wünschen. Die Annahme erfolgt einstimmig, nachdem sämtliche Parteien durch den Mund ihrer Führer eine entsprechende (Erklärung abgegeben Haden. Lebhaft werden die Erörterungen bei § 6. Die Unabhängigen wollen über die Regierungsvorlage hinaus die Geheimoerträge von vornherein abschaffen, während der Paragraph »elbst nur die Bereitwilligkeit ausspricht, mit der Geheimdiplomatie zu brechen, falls es auch die übrigen Staaten tun würden. Staatssekretär Preuß weist eine formale Aenderung, die die Unabhängigen verlangen zurück. Es sei gleichgültig, ob man von Einwilligung oder von Zustimmung des Hauses zu diesen Anträgen spreche. Haase ergreift das Wort, um in tönendem Pathos die alte Geheimdiplomatie und die Geheimverträge in Grund und Boden zu wettern. Der Staatssekretär des Auswärtigen Graf Brockdorff-Rantzau stellt sich zum erstenmale vor. Solange er das Amt führt, wurden keineGeheim- oerträge geschloffen werden. Der schleswig-holsteinische Demokrat weißt doranf hin, daß Wirtschaftsverträge sehr wohl einmal geheim bleiben mußten. Auch Dernburg spricht in ähnlichem Sinne. Landsberg, der wieder für die Regierung das Wort ergreift, brüdtt sich ein wenig gewunden aus. Man könne nicht mit gebundenen Händen der (Entente gegenübertreten. Endlich ist auch dieser strittige Paragraph angenommen. Eine Auseinandersetzung von peinlicher Komik folgt. Der Reichspräsident Joil nach § 7 mit einfacher Stimmenmehrheit gewählt werden. Konrad Hausmann beanstandet diesen Ausdruck, der die richtige Uebersetzung für „absolute Mehrheit" ist, und nun beginnt der Streit. Die deutsche Sprache ist allen nicht klar genug. Man einigt sich schließlich darauf, wieder bas Wort „absolut, einzusehen. Gothein beanstandet die Unterschrift des Gesetzes, die „der Reichspräsident" und „der Präsident der Reichsregierung" lautet. Beide sollen ja erst durch dieses Gesetz geschaffen werden. Es ist ein staatsrechtlicher Einzelfall. Man findet schließlich nach dem Vorschläge Waldstein einen Ausweg, daß das Gesetz nicht verkündet wird, sondern mit seiner An nähme in Kraft trete, und daß der Präsident der Nationalversammlung die Unterschrift zu ihr gibt. Bis eine Reichsregierung vorhanden ist, bleibt der Präsident der Nationalversammlung der höchste Beamte des Reiches. Die hritt* Lesung. Da sich kein Widerspruch erhebt, kann man auch in die dritte Lesung eintreten. Die ersten fünf Paragraphen werden ohne (Erörterung angenommen. Erst bei § 6 wird es wieder lebendig. Um einer Legendenbildung vorzubeugen, erklärt Landsberg im Namen der Bolhsbeauftragten, daß wir fest ent- schloffen sind, die Geheimverträge abzuschaffen, daß wir aber nicht eher daran gehen, als bis auch die anderen Staaten ihre Bereitwilligkeit da u erklärt hätten. Haase genügt bas nicht Er wünscht, d ß wir auch auf biejem Gebiete bahnbrechend wirken sollen. Dernburg und Ioephel-Sachsen weisen das zurück. Dr. Waldstein, der Demokrat aus Altona, führt einen Hieb gegen Cohn, der vom Hause stür- misch begrüßt wird Er bittet, daß nicht nur die Ge- Heimverträge zwischen Regierung und Regierung, sondern auch zwischen Abgeordneten und Regierungen in Zukunft unterbleibe- sollten, während Cohn de- hanntlid) mit dem russischen Deaufttagten Zoffe die beu sche Revolution ins Werk gesetzt, (Beider genommen und geheime Abmachungen getroffen hat. Die Abstimmung kommt zu Ende. D e Rofver- fassung ist zur Tatschache geworden. Einstimmig wird beschloffen, dem Präsidenten der Nationalversammlung bie Einwilligung zur Unterschrift zu geben. Rücktritt 6er Regierung. Die Regierung legt nunmehr ihre Aemter in bie Hände der Nationalversammlung zu- rück. Payer ersucht sie, die Geschäfte vorläufig noch weiterzuführen, - vorläufig, d. h. bis morgen ober übermorgen die Neuwahl erfolgt ist. Als einzig-r Punkt steht auf der morgigen Tagesordnung die Wahl des Reichspräsidenten, der dann seinerseits den Präsidenten der Reichsregierung ober wie man früher sagte, den „Reichskanzler" ernennt. Die BDuug des üübtuetts. Weimar, 10. Febr. (W. D.) Die Derhanblungen zwischen ben Parteien über bie Bildung bes Kabinetts waren, wie schon kurz berichtet, aus Montag vertagt worben. Die jüngeren Mitglieder der Deutschen bcmokrattschen Fraktion haben gestern ihren grundsätzlichen Standpunkt durchgesetzt, daß erst der Ministerpräsident bestimmt wird und dieser bann seine Mitarbeiter aus ben'Par- telen wählen soll. Das bedeutet also ein grunb- sähliches Abweichen von der in ber letzten Zeit beobachteten Methode, daß bie Parteien ihrerseits die Personen bestimmen, bie sie als Vertrauensmänner in bie Regierung haben wollen. Weimar. 10. Febr. Die sozialbemokratische Reichstagsfraktion hat unmittelbar vor Beginn der heutigen Plenarsitzung beschloffen, baß der Abgeord- nete Dr. David auf die Präsidentschaft in der Nationalversammlung verzichten soll, um damit den Weg frei 311 machen für die Kabinettsbildung aus der Mehrheitssozialdemokratie, der Deutsch.Demo- kratischen Partei und der Christlichen Dolkspartei. Vie Berner Konferenz Bern, 10. Febr (WDB.) Meldung der Schweizerischen Dcpcschen-Ägcntur. Die Tc- batte über die Kriegsgefangenen 2111* Sem Ueiche. Ein Rcichslobliamt. r(l n, 9. Febr. Wie btt „Teufche Tacr-t- .y'-ihntg" hört, nnrb m Roft'rungskrri'en bie Er- rtdrimg eines Re ichslobnamtrs in Er- iväcy.mg g-zvg.m Ti- Lö'me a Irr 6ka*erbejivevx fo.l.it einer löontro.k von fK tcfjy.ix^it un:er» nrorfen werden Dem Sobnamt o l das Recht zu- fahrt, ben Unternehmern ocgtbenenja.b den Lohn vorzu'chreiben. Eichßoni. Berlin, 10. Febr. (TDTB.) Nach einer Meldung ber „B. Z.- ist es dem ehemaligen Polizeipräsidenten nrurbe tn der heutigen Nachtsitzung der Internationa'en ^ozia istenkonfetenz fortgesetzt unb endete mit der Annahme einer Resolu- t i 0 n, die die Forderung aussvricht, daß alle Kai.-gsgesangenen h.imbe Srdcrt werden müs sen. Um eine Einigung möglich zu machen, vernichteten Eisner und Renaudel auf bie in der Bormittagssitzuna eingebrachte Resolution. Als letzter Punkt kam das Thema Diktatur und Demokratie zur Verhandlung. B r a n t i n g legte als Berichterstatter der Kommission eine Resolution vor, in der es u. a. heißt: „Die Konferenz begrüßt die gewaltigen Revolutionen in Rußland, Oesterreich uito Deutschland und fordert -die Arbeiter aller Länder auf, demokratische revolutionäre Einrichtungen anzustreben, in deren Rahmen sich sie politischen Umwälzungen vo.lziehen sollen. Die Inferenz steht nach wie vor auf dem Bosen der Demokratie, die auf Freiheit in Rede unb Schrift, auf dem gleichen und allgemeinen Wahlrecl>t und der Koa.itionsfreihert beruht. Die So- zialisierung der Betriebe muß planmäßig er- ,olgen. Tie willkürlicl)e Uebernahme einzelner Betriebe durch kleine (Gruppen von Arbeitern ist nicht als Sozialisieruirg anzusehen. Tie sozialistische Entwick.ung ist nur dann durchführbar, wenn sie von vornl-erein die Mehrheit des Volkes hinter sich hat; feder Versuch einer Diktatur eines kleinen Teils deS Proletariats ist der sozialistischen Entwicklung gefährlich." Tie Verlängerung «es Waffenstillstände». Berlin, 10. Febr. (WTB.) Wie Berliner Blätter melben, werden sich bie Mitglieber ber Wa fen- still st anbskommission unter Führung Erzoer- gers zu ben neuen Waffenstillstanbsocrhanblungen morgen von Weimar nach Trier begeben. Hindenburg und der Waffenstillstand. Berlin, 9. Febr. Ter Vizepräsident der Na.'io.ralverjämmlung Fehrenbach l,iclt in Dei- Mbcrg tritt Rede, bie interessante Einzelh-etten über das 3urKtiibeft>mntcn des Waffenstill - st a ndes mit btt Entente enthält. Nach bem Bericht der „Münchener Post" yben wir aus der Rede fblgrenbc Stelle nri.-bcr: „Am 10. No- b-ntber war b'r bekannte Sonntag zur (Entgegen» rahme der Wasim i lstmrbsb.dingungen. Neben bem reuen R.-ichs'an-ler Ebert unb feinen Staatssekretären Sch ixmann und A2andt>:berg teuren noch bie Männer der alten SReg erumi und ich im Kanzlerlxtuse anwes md. Scholz verlas die Be- br:gongen. Sie könnm sich denken, mit rovldjcn Gesü.Am wir fie anbörten. Tann war das Tele- 0 amm ber Wan^'sillfamdslommiss on verle rn nyrben, worin bie Kv nmission mitteilte, es bleibe nichts übrig, als die Sköiummgen gl a 11 an5u » ne hmen. Darnach wurde ein Telegramm H indenburgs verl.-stn, nvrin er ersucht, alle Bcbingimgen sofort anzunehm-.m, er könne die Armee nicht mehr beieinander befallen, sie laufe ihm jetzt schon davon. Sonst sei er genötigt, mit der oa.'tym Armee zu kapinckteren. Ebert stellte mm di.' Frage: Wer ist dagegen? Da erfolgte fcnes furchtbare Ich will fassen, daß ich niemals mehr ein so furchtbares Schveigen erleben werde." (Llemenccau und Pichon über die Lage. Paris, 10. Febr. (W. B.) Clemen ceau machte bem Vertreter ber „Affvciateb Preß' folgenbc (Erklärungen: (Es ist sehr schwer, bie Inbustri« Frankreichs wieber ins Leben zurückzurufen. Deutschlanb dagegen habe alle feine Werke in Orb- nung halten können unb kann dieselben sofort wieder in Betrieb setzen. In kommerzieller unb industrieller Hinsicht sei beim Kampf zwischen Frankreich und Deutschland diesem der Sieg geblieben. Was die Finanzen anbelange, so seien die deutschen Kri gsschulden infolge der Blockade ausschließlich inländische, deren Zahlung leicht verweigert werden könne, während Frankreich seine Schulden bezahlen müffe. Die Guthaben, bie Frankreich vor bem Kriege im Auslande gehabt habe, beliefen sich auf 50 - 60Milliarb. von denen im günstigsten Falle vielleicht zwei Drittel nachträglich wieder hereinkvmmen könnten. Das in der französischen Wir schaft steckende ausländisch« Kapital werde möglicherweise wieder gedeckt w.rden können. Was die militärische Lage angeht, sagte Clemencean, so hat die gegenwärttge Lage gewiß Sc- unruhigendes. Die Alliierten haben allerdings die deutsche Marine beschlagnahmt und den Feind entwaffnet. Aber cs bleibt noch bas chaotische Ruß- lanb, woher bie beutjdjen Truppen Hilfe beziehen könnten. Wenn bie englische Armee oemobilijicrt und die amerikanische nach den Bereinigten Staaten zurückgekehrt ist, so steht Frank- reich isoliert da und dann konnte die Gefahr entstehen, daß Deutschland den Streit mit Waffengewalt wieder auf nim mt. Dies müßte große Beunruhigung Hervorrufen, wenn nicht Wilson seine Zusicherungen gegeben hätte. Clemenceau schloß mit den Worten: Alle unsere Dläne bauen sich auf auf der großartigen Grundlage, die Wilson gelegt und auf den Prinzipien, die er verkündet hat. Wir haben keine Aspirationen und wir setzen unser ganzes Wiffen und Können ein zur Schaffung einer besseren Welt, damit bie ganze Menschheit in Gerechtigkeit leben kann. Paris, 10. Febr (WTB.) Haoas. Pichon legte am Sonntag der ausländischen Presse seine per- sank che Auffassung über bie Lage dar. Heber die Konferenz auf der Prinzeninsel erklärte er. sie habe keine Daseinsberechtigung mehr, da alle ru fischen Organisationen mit Ausnahme ber Bolschewisten die Teilnahme verweigerten. Auf Befragen über die (Erneuerung des Waffenstillstandes sagte Pichon die Lage sei ernst: das deutsche Heer sei ein nich gering zu schätzender Faktor. (Er weigerte sich aber, Näheres über die dem neuen Deutschland aufzuerlegen.' den Bedingungen mitzuteilen, da die Alliierten erst am Montag endgültig darüber beraten würben. Eichhorn gelungen, nach Braunschweig zu entkommen, wo er sich bes Schutzes ber unabhängigen Regierung zu erfreuen scheint. Bahlen in end)ien=(fobnrg und (Aolba Coburg. 10. Febr. (WTB.) Bei ben gestrige» Wahlen zur gesetzaedenden Lanbesversamm« lung für ben Sta -t Coburg wurden für bie List« ber Mehrheitssozialisten 20558 Stimmen und für bie gemeinschaftliche Liste des Bürger- und Bauernbundes 14 503 Stimmen abgegeben. Das Ergebnis in einige« Ortschaften steht noch aus, kann aber nichts an bet Zusammensetzung bes Landtages ändern. Die Zahl der Sitze verteilt sich wie folgt: 7 Mehrheitssoziallsten, 3 Demokraten, 1 Deutsch-Nationaler (Bund ber Lanb- wirte). Aus Statt und Land. Gießen, 11. Februar 1919. Kultige Lebett-tn:ticltuarlen für bie 7. Woche vom 10 bis 16. Febr. 1919. Brot: 2250 Gramm Brot ober 1680 Gramm Mehl, Brot Klg...........45 Pf. Weizendrotmehl Klg.......56 „ Weizenbrot Klg.........80 „ Weißbrotbäcker: Gg. Keil, Reustabt, Gg. Schilling, Bismarckstr., Deichert, Liebigstr. Butter: Marke Nr. 7. 50 (Br. Butter zu 66 Pf Fleisch: Wochenabschnitt 7. Metzger für Frembe: Braun, Seltersweg. Metzger für Urlauber: Irinhaus, Seltersweg. Kartoffeln: Anteil 5 Pfund zum Preise von 40 Pf. Nährmittel: Marke 2 Februar 1919 Die Nährmittel für Februar sind eingetroffen. Nähere Bekanntmachung über bie Verteilung erfolgt noch. Iugezogene: Kleinhenn, Bahnhofstr. Urlauber: Becker, Löwengasse. Lebensmittel: Marke 4. 1 Pfunb Zwieback, 4 Pakete Gemüsekonserve« zum Preise von 2.50 Mk. Zucker: Marke 2 Februar 1919 Jucker für Februar noch nicht eingetroffen. Zugezogene unb Kranke: Beibuj, Bahnhofstr. Urlauber. Geschw. Leo, Bahnhosstr. Seife: Marke für Februar 1919. Anteil 125 Gramm KA -Seifenpulver ju 15 Pf. unb 100 Gramm KA -Seife zu 40 Pf. Gemüse: Stäbt. Objt- u Gemüseverkaufsstelle, Turmhaus am Brand. Kohlraben, Rote Rüben, Zwiebeln. Samenverkauf: Brotkartenbezirk 2, Turmhaus am Brand. Bor- und Nachmittags. Erbsen, Bohnen, Gelbe Rüben und Mairüben. Einbrüche in Gießen. Gießen kann sich bisher eines offiziellen Bolschewismus noch nicht rühmen, umso schlimmer greift der Privatbolschewismus um sich. Die Einbrüche häufen sich von Tag zu Tag. Der heutige Polizeibericht besagt: In ber Nacht zum 10. d. M. würben in hiesiger Stabt zwei Einbruchsdiebstähle ausgeführt, wobei den Dieben ein größerer Geldbetrag in bie Hänbe fiel, der aus allen Sorten Papiergeld mit einer großen Anzahl Kriegsnotgelb ber Stabt Gießen, in 20-, 10- unb 5-Markscheinen, eine Sammlung pon Kriegsnotgelb aus verschicbenen anderen Städten, Silber-, Nickel- unb Kupferneib, 4 Zehnmarkstücke aus Gold mit Bildnis Kaiser Friedrichs und mehrere Zubiläums- 5-, 3- unb 2-Markstücke von Hessen, Preußen unb Württemberg, bestand. Ferner wurde in der gleichen Nacht aus einem Gartenhaus in der Rodheimer Straße 12 Stallhasen unb in ber Nacht zum 6. b. M. aus einem (Barten in ber Nähe bes Bootshauses an ber Lahn 4 Stallhasen gestoh en. Bei einem ber angeführten Fälle hanbelt es sich um einen Einbruch im Stabttheater, ber mit abgefeimter Umsicht ausgeführt würbe. Die Täter, benn es hanbelt sich um wenigstens zwei Mann, haben ben (Eingang burch ein Kellerfenster an den Anlagen gefunden. Sie gelangten an das Bib iothekszimmer, dessen Türe sie mit Diebesgeschick durch Anbohren bes Schlaffes öffneten. DieTüre zum Kassenzimmer unb Prioatdureau bes Direktors öffneten sie burch Ausstemmen ber Füllung, wozu sie sich eines Stemmeisens bedienten, das sie der Tischlerwerkstatt des Stadttheaters entnommen hatten. Die Einbrecher hatten es nur auf Gelb und Briefmarken abgesehen. Kleidungsstücke liehen sie hängen Sämt iche Behälter sowie der Geldschrank wurden erbrochen. Den Dieben fielen die Postwertzeichen ber Portokaffe, eine Prioat-Münzensammlung und erhebliche Bargeld- betröge in die Hände. Sie müssen die ganze Nacht hierdurch gearbeitet haben. Denn sie nahmen sich Zett alle Briefe zu durchstöbern. Die Fußspuren lassen auf mindestens zwei Täler schließen. Ob bie Diebe ortskundig gewesen sind steht noch dahin. Zweifelhaft ist auch, ob sie wußten, daß durch die Abwesenheit bes Direktors größere Geldbeträge vorhanden waren. Der Schluß, daß bie Tageseinnahme des Samstag unb Sbnntag noch nicht auf bie Bank überführt fein konnten, lag nahe. Bemerkenswert ist, daß bie Einbrecher beim Oeffnen ber Türen die gleich- Taktik anroenbeten, wie bei einem Einbruch im Realgymnasium. Man darf demnach annehmen, daß es sich um die gleichen Täter handelt. Ein weiterer frecher Einbruchsdiedstahl wurde im Walbhause d-s Herrn Geh.-Rat Sommer an bet Station Schiffen berg verübt, worüber bie nachsteh nde Wiederholung einer Anzeige unseres Blattes Auskunft gibt. 50 Mark Belohnung erhält, toac als erster die Urfaber oer mch-rfacfan Gin* bräche in dem Wal 0 haus bei Station Schiffenberg nachnxnft. Dte Lifte der gestoh'.e- nen Gegensrändc ist bei i>em Po.izciamt ttießen einzufehcn Bei bem letztem Einbruchs voriae nnirbcrt zwei Reform betten, n>eiß lackiert über sckswar^em (»rund, sowie eirr Nachttifck>> ttr.it; lackiert auf braunem Grund, mit grauer Marnrorplatt? gestoh'en. Weitere Gegenstände fanden sich yir Abholung bereite gestellt vor. Bor Ankauf tnirb gewarnt. * Bekam vfung deS ^leckfieberS. Nacbfam in unserer cnyxtrt xxi.nat zwei Fälle von Fch.ckfteber »Dryftmimcn find, muß mit der Ci idil öpu. g dieser schre en a istecke.tten Krank» fait, die bisher i-r T.utschlanb nicht einheimüch war, a rechnet w r)en. Es stritt fe't. daß der Er» r\-yr der ürankfai: in dem Blute des firemifn vor» Ixriben ist und nach den neueren Fvrschunge» durch Vermittlung ber Kleiderlaus von einem Mensche : aus bat anderen üb.rtrag« n*irb. Mit dem Blute er^s an Fleckfieber er» LanKen Menschen nimmt die Laus den thrninjeitia F irn aui und bring- ihn i.i ihrem Körper zur V.nnebrrn'g und fHcinntg. Fü f Tag-- nach dem SauAtkt ttermeg sie bi? Kr-rufatt z 1 übertrag«. Auch die iimo*- Brut, bie aus den Eiern von ine fixierten Läu en a iS'ck.lüvfk, kan t die A ksteckung vermittel i. Tas n-irk'ainste Schutzmittel die Anstockuns und Wcuerverbrellung der ILanh n”»Öü,lie DÄr steig ‘•mm 1919. EklMa,trn '161 5tbt. 11^ 1680 ®ramm flui '• •:. y- ; -., • . 80 , ?iyv®8-* J L'ebiG. outter zu 66 p|. \ Seltetsnxg. haus. StlktiB* lm Preis« von 40'M u 1919. w ttjhb eingetroffen. Ite Zuteilung erfolgt -hnhosstr. fit rtt Trmüsekonsav« 9. ‘ch< emgetroffen. Mil?, Sohnhofftr hnhosstr. 9. ifienpufo« ju 15 Vf. ist zu 40 Pf. «nkLüfsstellr, Lmn. iwkbdn. ibejirft 2, Tumhaui Mittags. iben und Mairüben. Gikficn. mts offijieHen Lolscht» umso schlimmer greift sich. Die Einbrüche licht besagt: 3n der in hiesiger Stabt zwei , wobei den Dieben ie Hände fiel, der aus einer großen Anzahl gen, in 20-, 10- und ng pon Kriegsnotgelb labten, Silber», Nickel« istücke aus (Boi) mit i mehrere Jubiläums» Hessen, Preuhen und wurde in der gleichen btr Wtmti Straft )t zum 6. b. M. aus , 'Bootsl)aufts an der n Fälle handelt es fich abttieater, der mü wurde. Die Wer, denn s zwei Mann, haben fensier an den Anlagen bas Mioth-bsMmer, hick durch Anbohm des um Kassenzimmer und 'öffneten sie durch He sich eines Stemm» 7ischlenoerbstat1 des Br.eji«iin «Hirt» W"- 5än,£,$'*^ „t Mld!» KW>«- Sid)<« »er Vor«* Db< f£en Ob hie ff M> dahin- K2? dah durch dir ^Kere Geldbeträge vor» hi. Tageseinnahme daß **3 die Dank, noch ^lÄaswert 'st, nnde-^MN die bruchsbiebH fln ttt T*» * M, -rhält, »er .hnun S A w oer *Wi ha'ts .»stöhle- r-e Lirle ^tzeiaint r?i t^n ^ Einbruch ix"1 M |PWit etn vmMund'! ^runb, feÄ w s.visä Äjfe w «eit ifii bie gründlichste Entlausung. Die D.-völkerm!g lefcet infolge des überstürzten Rück- »uges unserer Truppe.« stark roter der Läuseplaoe. Um ein weiteres girotzes Un-^lück von unserem Volke fern zu Ijriten, mu& darum die Entlausung der Menschen, iljrcr Gebraucl)sge'enslLnd< inth {Irrer W-oft mit allen zu Gebote stthenden Mitteln vor genommen knerbeit ** Tas Ministerium für Bil- dunqswesen teilt mit: Wegen starker Jn- auspruchnalMe durch drinaenvc Amtsge- fchäste sind von -Anfang Februar bis Eiwe des laufenden Schuljahres Der Direktor und die Räte des Ministeriums für Biioungs- wesen, Darmstadt, nur noch an den regelmäßigen Sprechstunden — Mittwoch und iSamstag, vormittags _— anzutreffen. Für besonders ei ige Fälle ist ein Empfang durch Vermittelung dos Sekretariats oes Ministeriums nachzusucl)en. ** Selbstversorgerration für landwirtschaftliche Arbeiter. Jur Förderung der Zuwan- derung von Arbeitern auf das Land werden Künftig alle in landwirtschaftlichen Selostversorgerbetrieben beschäftigten Arbeiter den Selbstversorgern gleichgestellt. Das Neichsernährungsamt hat an die bewirtschaften» den Reichsstellen Anweisung dahin ergehen lassen, daß allen Arbeitern, die in landwirtschaftlichen Betrieben Arbeit nehmen und nach den jetzigen Bestimmungen Keinen An pruch auf die Nanon der Selbst- Versorger haben, diese ;u gewähren ist. •’ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße 34. Heu'e ist der letzte Tag des Albert Bassermann-Films Vater und Sohn. 01 b Mittwoch tritt Ellen Richter in Der Fluch des Spiels auf. ** Schwarz-Weih»Lichtspiele. Ab heute bis Freitag gelangt der Roman von der Waterkant Der Fluch der alten Mühle" mit Martha Novelly n der Hauptrolle und das dreiaktige Lustspiel „Der Zedankensammler" zur Aufführung. Kreis BiDingkn. --Büdingen, 9. Febr. Fürst Wolfgang zu Tsenburg-Büd ngen stiftete dem Mothildenhospital aus Anlaß des 50jährigen Bestehens ein größeres Kapital, aus deffen Zinsen unbescholtenen Armen im Hospital Wohnung und Verpflegung gewährt wer den soll. KrciS Schotten. n. Laub ach, 8. Febr. Bei der hier gestern auf der sogenannten „Helle" abgehaltenen Militär» Pferdeversteigerung des hier in Garnison liegenden Dragoner-Regts. Rr. 23 wurden sehr hohe Preise erzielt. Es kamen etwa :iO Pferde zum Verkauf. Zwei Reitpferde, Offizierspferde, erzielten einen Preis von 3600 bzw. 380) Mk. Landpferde, Belgier kamen auf 1200 bis 2000 Mk., Panjepferde erzielten einen Preis von 800 bis 1500 Mk. und darüber. Es hatten sich viele Käufer aus der Nähe und Ferne von Laubach eingefunden, auch Pferdehändler, welche jedoch nur nach vorheriger Zulassung mitbieten durften. - Außerdem wurden sechs Ziegen von dem gleichen Regiment zu hohen Preisen verkauft. Die teuerste Ziege kostete 220 Mk., der niedrigste Preis für kleine, schwache Ziegen betrug 60 bis 80 Mk. Starkenburg und Rh-inhessen. — Mainz, 10. Febr. Die Sektkellerei Kupferberg überwies jedem Angestellten des Hauses, der an der Kampffront gestanden hat, tausend Mark in Kriegsanleihe als äußeres Dankeszeichen der Firma. t?od?fdiiiltmd?ridifen. Berlin, 10. Febr. Gestern nachmittag starb in Berlin Prof. Ludwig Geiger am Herzschlag im Alter von 70 Fahren. 3n der „Dossischen Zeitung" heißt es zu dem Ableben Prof. Geigers: Durch den Heimgang Prof. Ludwig Geigers verlieren wir einen treuen Pfleger und Hüter unserer literarischen Schätze, eine anregende Kraft des geistigen Berlins und eine hilfbereiie liebenswürdige Persönlichkeit, die jüngere Kräfte stützte und förderte. Letzte 2Lid?rid>tcn. Die uene Rcichsrcfficrniig. -- W e i m a r, 10. Fcbr. Noch langen Verhandlungen ist heute abend, nach t>cr „Frkf. Ztg.", fo gendeS festgelegt worden: Reichspräsident luiro der bisherige Volksbeauftragte Ebert werden. Zum Minister- vrajidenten ist Scheioernann auSer- f.hen. Außerdem erha teil von oen Sozialdemokraten noch Roste das 3reichsverteioi- gungsamt, Landsberg das Reicl-sjusttz- amt, Bauer das Reichsarbeitsamt, Müller das Reichswirtsclzaftsamt, W i s s e l l und Dr. David bekommen Staatsfekretariate ohne Portefeuille, und zwar ist Davio insbesondere für Die Mitwirkung beim Frieoens- fchlus; ausersehen. Von der Deutschen demokratischen Partei werden besetzt: das Reichö- amt des Innern, das Der Staatssekretär Dr. Preuß erhalten hat, das Auswärtige Amt, das dem Grasen B r o ck D or f f-Ra ntz a u zufällt, und das Reichsschatzamt mit Schiffer. Vom Reichsschatzamt fall ein Amt für Sozialisiert! ngsfragen abgetrennt werden; auch dieses Ressort ist der Deutsclzen Temofratifelgen Partei Vorbehalten. Ferner soll ein Mitglied der deutsch-demokratischen Fraktion an Stelle des bisherigen Unter» staatssekretärs Dr. David in Das Auswärtige Amt als Unterstaatssekrelär berufen werden und ein weiteres Mitglied MinisterialDirek- tor im R-.iä-sarbeitsamt werden. Es ist möglich, daß für die Deutsche Demokratische Partei auch noch ein Un ter fta a tdfefretariat geschaffen wird, dem die Verwaltung der Kolonien obliegen soll. Dem Zentrum werden yi fallen: das Reichspostamt und Das R e i ch s e r - nührungsamt, an dessen Spitze wahrscheinlich der Abg. Stegerwalo tretens wird. Erzberger soll ein Staatssekretariat ohne Portefeuille erhalten. Das wichtigste Zugeständnis, das Dem Zentrum gemacht worden ist, ist die Besetzung des Präsidentensitzes der Nationalversammlung. Das bisherige Temobilmachungsamt, das bis jetzt von dem Staatssekretär Dr. Köth geleitet ward, soll in Zukunft fein Staatssekretariat mehr sein. Tic Ntitionilvcrsammliing nnb die znrnlkg haltcucn ßiefannenrn. Weimar, 11. Febr. Der Nationalversammlung ist folgender von Mitgliedern aller Parteien unterzeichneter Antrag zugegangen: Die deutsche Na» lionalversammlung erhebt Einspruch gegen die Zurückhaltung von Kriegs» und Jivilgefangenen. Die Ge» fangenen der Alliierten find ihrer Heimat zurück» gegeben. Es ist eine Forderung der Menschlichkeit und Gerechtigkeit, daß auch die Leidenszeit der deutschen Kriegsgefangenen schleunigst beendet wird. Die Nationalversammlung ruft die Neutralen und das Eewifien der ganzen Welt auf, sich mit ihr zu vereinigen in der Forderung, den Gefangenen die Heimat, den Familien den (Batten und Vater zurückzugeben, die, jahrelang von den Angehörigen getrennt, mit Ungeduld die Erlösung aus der Gefangenschaft erwarten. Die deutsche Nationalversammlung sendet den Brüdern jenseits der Grenzen den Gruß der Heimat zu. Tic Wasfcustillstllndsvcrhluidlungcil. Berlin, 10. Febr. Auf die von General Rudant am 3. ds. Mts. übergebene Rote des Marscljalls Foch hat bi? deutsche Regierung Antwort erteilt: Die deutsche Regierung nimmt mit Gemryinung daran Kenntnis, daß die A.liicrten urvd .aifotiierten Mächte eine Kommission nach Polen senden :ivollen, die bevollmächtigit ist, dort nach Müglicheeit jede Unordnung zu beseitigen und bi? polnischen Behörden zur Abstandnahme von jeder GeivaltamvenduilK gegen deutsche Streit» kräfte zu veranlassen. Die deutsche Regierung irird die erforderlichen Anoro.unrgen für die Sicherheit Ixt Durchreise der Kommission treffen, sobald die Zeit ihrer Ankunft und ihr R«.iseiveg fest- stehen Si> ist entschlossen, die Verpflichtungen unoerbrücUich zu halten, die sie durch Anerleimmup der Wiisonschen Grundsätze gegenüber den Be- trvlchern un^wifcl. ast polnisch besiei eiter Gebiet- stelle des R. iches übernommen hat. Sie kamt aber nicht zulassen, daß Reicl-sang.hörige polniscl>en Slamm.s bi? Turch'ü -rung, jcn.r V rpsl.chtungen durch LoslSsungdeutscher Gebietsteile zuerUorngekk suchen. Ihrerseits hat die beutidye Rcg.er'nirt nv? b.abfichtigt. gegen ReichSangehorige poIniifl/Jt Stammes vorzugiehen. Es ist bclannt, daß es dte polnischen Beivohner der prel>ßifch«n Ostproomzen aervefen sind, die, zum Teil unter Bruch ihres Fahrteneides, die Warfen gegen die Regterung ethobeit und Staatsbehörden aög?setzt haben. Gegen solche aufrulrrerische Angriffe vorzugehen, muß sich die deutsch' Regierung solange Dörbehalten, bis a l bena ne.cn polnischen ^omuil.o c.t aus dem je lügen R.lchsgebiet entfernt jiitd. lieber die endgültige ZugelHrigleit der Gebiete, die der Mar- sä-all Foch als deutsches Polen bezcichtet, nnrd erst 1 (er Feiedensvertrag entsä>eiden. Bis dahin lehnt Teutsästand eine Weisung seiner Gegner über das Verhalten feiner Behörden in diesen Gebieten ab. Graf Brockoorfs-Rantzau. Französische StimmnngSmachc für das neue WaffcnstillstandsMonimen. Paris, 10. Febr. (Havas.) Diplomat scher Sftua» tionsbericht. Heute tagte nur die Kommission für den Völkerbund. Am Montag nachmittag wird der Oberste interalliierte Kriegsrat vorau;sichtl:ch die Prüfung der Bed ngungen abschließen, die in das Waffenstillstandsabkommen einzufügen sind, wenn der Vertrag am 18. Februar erneuert wird. 3m Laufe der beiden vorangegangenen am Freitag und Sams» lag abgehaltenen Sitzungen prüfte der Oberste Kr egs- rat die Frage der Demobilisierung und Abrüstung von Deutschland, um diesem unmöglich zu machen, die Feindseligkeiten wieder aufzunehmeu, wenn es daran d.nken sollte. Zu diesem Ziel erheben die Alliierten Einspruch bei der deutschen Waffenstillstandskommission in Spaa gegen die Nichtausführung gewisser Bestim» mungen, und sie müssen eine Bestandsangabe fordern über das Kriegsmaterial, das zur Zeit in Deutschland vorrätig ist bzw. sich in den Fabriken in Arbeit befindet. Es ist sogar wahrscheinlich, daß der Oberste Kriegsrat zur größeren Sicherheit die Auslieferung größerer Mengen Kriegsmaterial, Geschütze, Maschineti- gewehre und Flugzeuge fordern wird. Außer mit diesen Fragen wird sich der Oberste Kriegsrat mit der Frage der polnischen Grenze, den zu haltenden Truppenbeständen der Alliierten und d r Blockade befassen. Wenn der Waffenstillstand nicht vor dem 18. Februar unterzeichnet werden kann, so wird das jetzige Uedereinkommen einfach nm einige Tage verlängertwerden, bis der neue Wortlaut angenommen ist. Bolschewistische Rüstungen in Rußland. Amsterdam. 10. Febr. „Tai'h Telcg aph" erfährt aus Slocklfolm, dast nach Berichten aus Petersburg bi.1 bo lfcheivistischeRearerung Verordnungen erlassen hat, denen zufolge alle in Rußland anfässism Männer mit Einschluß der Fremden in der roten Garde dienen müssen. Ten bol.chewr'tischen Biättcrn zuso!g>e tat sich die Typhus-Epidemie in Petersburg und Moskau gen.xütig ausgebrcüet. 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Brieftasche m-Militär-uZivilführer« schein verloren, (f'eg. Le- lolmung al'zvgeben 02602 Atterweg 90, Kold. Armband Sonntag a. d. Ei^b. rerL Wiederbr. gute Belobn. 02624 21 st er weg st6, II. Brennholz sich steigere und liefere für Behörden, GeschäitS- nnb Privatleute jede? Quantum Brennholz aiti Wunsch auch kurz ge> schuitten. Aufträge erb. Ph. Kommcrkorn, Blefchstraße 10. 1780 3 jungt SrlhgiMt, bei en (L mlaffung l evor« steht, suchen b'c Bekanntschaft mit 3 hübsch v tut. jung. Damen, nicht über 23 Jahr., zwecks svälerer Heim'. Aitsfnhrl. Augeb. mit Sftld unter 02634 an den Gieß. Auz. erbe'en. Zwei btlbhübfche, junge Damen« 2>-21 F., suchen zwecks svntererHeirm mit Herren in Befaiiutschaft zu treten Schr. Angebote nur mit Bild unter i>2670 an den Gieß. Anzeiger. Otto Schad. 02603 Giessen, den 10. Februar 1919. 1759 Billlllj am 31. Ikzember An 08,39 genommen. an 1758V nachmittags 21/, Uhr, statt 176 494. 1861 19h eingclnben. (IfrUv Der Vorstand. im Prima Postscheckkonto ilHWk r Miinchrn. 178! >88 Albert Bassexmann t In r Vater und Sohn 10^7 Cari Schunck. Bei ftroflidinbcn wirkl RtirnaSroi'tmittel irnpJtuiL «An Dosen m $Ttirn»Sroi'tmittel | DerFluchdesSpiels r TAb> m n Iw* A A IrlAn ▲ 17H3v fdnebenetmO Ginmölifitö ßailfpitl Hannekre Ziegler Eigene Tänze. Zwangsversteigerung. Die untenstehend bezeichneten Grundstücke, die zur Feit der Eintragung des Dersteigerungsvermerbs auf den Namen des Johann Peter Seipp in Leih« gestern im Grundbuch eingetragen waren, sollen Mittwoch den 26. März 1919, nachmittags 4 Uhr, durch das unterzeichnete Gericht auf der Bürger» meisteret zu Leihgestern versteigert werden. Die Versteigerung erfolgt im Wege der Zwangs- vollstteckung zwecks Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft. Der Dersteigerungsvermerk ist am 23. Dez. 1918 in das Grundbuch eingettagen worden. Insoweit Rechte zur Zeit der (Eintragung des Dersteigerungsvermerkr aus dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, sind sie spätestens im Versteigerungs- termin vor der Aufforderung zur Abgabe von Geboten bei dem unterzeichneten Gericht anzumelden und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu Nach langem, schwerem Leiden entschlief sanft heute morgen 7 Uhr meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Christina Schmitt geb. Grölz im Alter von 67 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Philipp Schmitt V. Die temperamentvolle Schauspielerin Ellen Richter ZentTal-DrogerieSMtoe. Emil Karn. Holzversteigerung. Dienstag den 18. Februar 1919 iverden nach Zusammenkunft um 9 Uhr am Scheidacker bei Avvenborn auS dem Frciberrl. von Nordeck zur Rab nau scheu Walddistrikt HörneS 4 und 6 «RanaenSi versteigert: Scheiter Rm.: 180 Bucke, Knüdvel Rm.: 380 Buche, 3 Nichte II. Kl.: Ctamm-Reiier Rm.: 300 Buche: Reiser (gew.) Rm.: 370 Buche: Stöcke Rm.: 64 Bucke. „ _ ,, Nähere Auskunft erteilt Freiherr!. Forttwart Leyerer L, Odenhaufen. 1781B Giesten, den 11. Aebrunr 1919. Freibcrrl. Qberfärstcrei Rabenan. F. B.: Trautwein, Geh. Foritrat. Bullen-Ankauf. Die Gemeinde Ulfs, Kreis Schotten, sucht einen erstklassigen, sprungsähigen Simmen. tatet Bullen. Offerte» sind biß zrm 18. dS. Wtl. an unterzeichnete Stelle zu richten. Hessische Bürgermeisterei Ulfa. Bezeichnung der Grundstücke. Grundbuch für Leihgestern Band VII'. Blatt Unseren Alterskollegen die schmerzliche Mitteilung, daß unser Alterskollege Herr Schneidermeister Johann Becht am 10. d. M. verschieden ist Wir bitten um zahlreiche Beteiligung bei der am Donnerstag nachm. 3 Uhr stattfindenden Beerdigung auf dem neuen Friedhof. lTM Der Vorstand. machen, widrigenfalls sie bei der Feststellung des ge- ringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung des Versteigerungserlöses dem Ansprüche des Gläubigers und den übrigen Rechten nachgesetzt werden. Diejenigen, welche ein der Versteigerung entgegen. stehendes Recht haben, werden aufgefordert, vor der Erteilung des Zuschlags die Aufhebung oder einst- weilige Einstellung des Verfahrens herbeizuführen, widrigenfalls für das Recht der Dersteigerungserlös die Stelle des versteigerten Gegenstandes tritt. Daeei-Ver. Bat «libertär. Donnerotaa. 13. !>ebr., abends 8 llbr — im Bottkeller' — Fortbildungs- und Diktatkurse, -Zusammenkunft eilet Unterrichtsteilneinn. auch Wiederhol inadkurS füi Kriegsteilnehmer. Tie Vorstände. Rich. Hasenkrug. Todesanzeige. In tiefem Schmerz; geben wir Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, dose mein unvergesslicher Gatte, Bruder und Onkel Johannes Becht Schneidermeister nach kurzem, schwerem Leiden heute morgen im 57. Lebensjahr, wohlvorbereitet durch den Empfang der hl. Sterbesakramente, sanft entschlafen ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Caroline Becht geb. Deutschle. Bekanntmachung betreffend Einschränkung deS Verbrauchs an Brennmaterial. Auf Grund der BundeSratSverordnnng über die Errichtung von Preisvrüluugsttetlen und die Beriorgiingsregelnng vom Yx Sevtember und 4. November 1016 wird zwecks weiterer Ersparnis von Brennstoffen folgendes bestimmt: 5 1. Die Beheizung von Sälen und sonstigen Räumen zur Abhaltung von Lustbarketten ist verboten. i 2. Die Geburt eines gesunden Mädchens beehren sich anzuzeigen Dr. med. Walter Mylius und Frau gilly geb. v. Blumenftein IUI Dietzen (Gutenbergstt. 30), den 10. Februar 1919 30 Mark Belohn»»» erhält, wer als erster die Urheber der mehrfachen Einbrüche iu dem WaldhauS bei Station Schiffenberg nachweist. Liste der gestohlenen Gegenstände bei dem Polizeiamt Gießen. Bei letztem Einbruch vorige Woche wurden 2 Ne- formbeiten, weiß lackiert über schwarzem Grund, sowie ein Nachttisch, weiß lackiert auf braunem Grund, mit grauer Marmorplatte gestohlen. Holzversteigernng iu den Waldungen der Gemeinde Ruppertsburg. DonnerSag den 13. Februar l. I., vormittags 10 Uhr anfangend, werden aus Distrikt Hohenberg und Buchwald versteigert: Derbstangen: 3 Eiche — 0,22 Fm. Scheiter Nm: 466 Buche Knüppel Nm: 220 Buche, 2,9 Hainbuche, 15,ö Eiche, 1,2 ElSbeer, 1,5 Fichte Reisig Rm.: 27 Buche (Astreisig), 146 sStammreisig). Stöcke Nm.: 75 Buche, 2 Fichte. Zusammenkunft um 91/, Uhr im Distrikt Hohenberg bei Brennholznummer 1, am Wetter, selber Fußweg. Ruppertsburg, den 5. Februar 1919. Hessische Vürgermeisterei Ruppertsburg \k66et ^43j-bi * iU|0| 2 flotte Humoristen emp'ehlen sich zur Uebernahme ganzer P ogramme elnschl. Musik den verehriichen Vereinen von mo Giessen und Umgegend, om Zu erfragen bei ew” Huppert, Giessen, Seltersweg 83. DcuischcVolkSpartci Ceffenllicher Vortrag öes Herrn Prof. Dr. Emetin über den Reichrversassungs-Lntwurs Freitag den 14. Februar 1919, abend» 7l/i Uhr, im Saale des Hotel» «iroßhcrzog. Angehörige aller Parteien finb willkommen. ttreie Aussnrache. (1797D! Der Vorstand. 1. Flur 1 Rr. 25Hofteite i. d.Fudengatz 619 qm I 2. „ 1 „ 229 Grabgarten b.d. Kirche 147 „ ! TI. 7500. Grasgarten„ „ „ 621 „ J Per Passiva Per Geschäftsguthaben d. Mitglieder „ Reservefonds...... „ Betriebsrücklage..... „ Reingewinn...... Scbijl $ Wizchmann Fraoloi1a.il. „D HL 56 ftr fit st"11 SÄ’ SS« S.-tt ->>'-! &t*«f hrlMWt' jnldin't'i1 ntt)l en: Sn Statt besonderer Anzeige. Es hat Gott bew Allmächtigen gefallen, me ne liebe ,>rau. untere herzensgute Mutter. Schwiegermutter, Grotz- mutier und Tante Frau ^orotljea Söwcr geb. Dörr im Alter von 57 Jahren in die Ewigkeit su sich »u nehmen. Tie» »eigen an die tiestrauernden Hinterbliebenen: Karl Löwer, Weiffbiudermstr. (rliinbetb Heidcrgott ged. Löwer Karl Hcidcrgott. Gietzen IWalltoritraffe 36t. Effen a. d. R.. den 10. gebruar 1919. Die Beerdigung finbet am Mittwoch nachmitta i 3*1, Uhr von der Kai eie des neuen Friedhoiez aus statt. (1/<1 Fortsetzung der freiwilligen Versteigerung. Dienstag den 11. und Mittwoch den lL.d.M. Hott 10 llbr vormittags ab versteigere ich in der .Slronc* dahier im Auftrage des Herrn Hch. Wagner, »Neftauration zur Germania'', wegen Geschäftsaufgabe gegen Barzahlung: 1 grobes, eichenes Büset',1 WirtSbiifett, 1 grasten Restauration Aherd, 1 kleinen, weihen, email.Herd, 1 »flamm. Gasherd mit Gestell, 1 gro-.cn SviegeL Gartenmöbel, 1 Binkbadewanne 1165x115 Sun i, mehrere kleine Spiegel. 8 eiserne Bettstellen mit Matr 'ven: ferner Mittwoch bestimmt: 8 Kletderschränke, 1 Waschkommode mit Marmor- vlatte, viele RestaitratloitS- und Kückentische, Garderobenständer, Spiegel, 1 Koko?- u. Treoven- Idttier, Üeniterdraoerien, Blumentische, 1 Wäsche- mnnge, 3 Mefferputzmaschinen, 1 Bügelöichen. 1 .Kaffeemaschine, 1 Fleischmaschine: ferner an beiden Tagen: Porzellan. Taffen nfm« Koch- u. Küchengeschirre, Bier- nnd Weingläser, Sttberbestecke. Tisch- und Deffertmesser, Glasschalen, silberne Kaffee- und Teekannen, Eierbecher, Brotkörbe, Kaffee- nnd Biertabletten, Se tkühler, Tisch- und Bettwäsche, Schürzen, Handtücher, Eistücher, bunte Wirt- schastsdecken il v. a. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis Au einem Jahr und mit Geldstrase bis zu 100(0 M. oder mit einer dieser Straten belegt. Diele Verordnung tritt soiort in Kraft. Gienen, den 7. Februar 1919. 1764B CbcrttktoOTdikr I, Kreuziea. k?- 3ts 1 tZ!asS »AhWi< Ätttun( KJ b« »-nar Holzverstetgernngen der SrSfl. Lbersörsterei Laubach. 1. Moutag. den 17. Rebrnnr 1919, nach Zulam > enknnit 10 Uhr. am alten -i-ffanzgarten der ?voritiDiele, Eingang zur Sorftiuteie auf dem am Eichbaum von der Lmtback-Schottener Straffe abiroehenbeit Waldweg. Rorfttoieic 2a Bucke Mim.: KJO Scheiter 1. SH-, 2Uu Prügel, 74 Stöcke, bü Reiser- prügel. 2. Dienstag den IS. Februar 1919, nach Zusammenkuntt 10 Uhr, am Stetnb-uck iZieaenbera bet Sorsthaus Glashütte. 1. Siegenberg 1b Bucke Rm.: 422 Scheiter 1. und 2. SIL. l'LS Prügel 1. KL, 46,7 Stöcke 1. KL 50 Mieiferorügel und 2,2 Dicken- und VinbcnprügcL 2. Wettcrauerberg .3, 4, 5 Bucke Rm: :326,6 Sckeiter 1. SIL, 149,8 Prügel 1. und 2. KL Stöcke 1. KL, 36,2 Reiscrpriigel und 7,1 Eichen- und Radelvrügel. 3. $Vetterauer: strauck Bucke Rm: 1,3 Scheit 2. Kl, 2,1 Stöcke 1. KL, 11LErlen- n. Birkenorüg^ l^Erlenreiserprüg. 1,'> ErlenreitervrügeL 4. Eichelgarten 3i: L3 Rin. Eicken prügel, l'ekboh und Kohlreiter aus Wetter- auerberg, B-'etterauerstrauck, Stru h, Biegenberg, f:ä bentveise. Das Hol» Rr. 3 und 4 wird unvor- gezeigt suSgeboten. 17196 Frie geselle, i njlwtiai ten der I Sobald tig grord pahl sta l?ird dar den roeri Inliidie- ung de H*nt '2' luge M obren I ousgkid Daraus Sommri der Spa geimtzl diesem mögen Steint b sprechen ihre Gen der prori hat bei iu lang der uns de er die Schraube o:n im kr drohll Verhandle Annahme haste uni bekannte beitender heil alle äußersten deren ich den ich n MmVo heute ttud |f)on erk sirieden i den von Kicht.'inik bnsere jft dern neuen Rei kne es ify mit Ausnc entgegenbi haben, bei deuten auf katerland D.B.I Orligrappt Gießen. Mittwoch, 12. kyebruar abenj 7 Itbr im neuen Beretnslokal des Hotels Roehler MMtSvttsgMlllltß. Tages-Lrditung: L Ergänzung des BorstaudeS hi der CrtdaTupoe, bi der Kraukenkaffe 2. Vortrag über (-instellnng, Eutt Inffnng u. Entlobnuua der Ätgestellten auf (Krund des GcteueS vom 24. Nau. 1919. 8. Per» dbbi.i« Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1917 66 Während 1918 gingen zu . . — Während 1918 gingen ab . . — Daher Stand der Mitglieder Ende 1918 . 66 Oppenrod, den 21. Januar 1919. 1795 LMMsWichttKollsm-Pkttiu einaetr. Genossenschaft m. unb.Haftpflicht. Bekanntmachung, Die durch da» Städtische EinauartierungSamt «folgte Unterbringung von Offizieren. 3abl- uieitteru,^cldwebrln,Unteroffiiieleu und Maun- schäften der Nackrichteu-Ersav Adtettnug 1b in vürgerwohnungen und Hotels i't ausgehoben. teheuen, den 7. üebruar 19,8. 1765B [ £a Dberbürgerwciürr. LD.i Äicniicn. 1918. Mk. 1024.03 1634.95 1093.16 117.05 12.00 3881.19 Mk 330.00 2045.00 732.81 77338 Brennholz (bexaffecheinn-pl) Buchen und Taunrnauf ra. 25 ein kurz qeicknitten in jed. Menge Itercrb. (»ebr. Aabl. Televh. 87. tejpl'att rdjttr Lckmalzrr, ver 8tr 500 Mk.. auch in Poukottis liefert M. Körnentreter« 02640 2‘JcOlar.____ Schaf- Persteigerung. Mittwoch d.12. Febr. 1919 uortn. 11 Uhr werben in Griedel von feiten der Schäferei ktlva 91 Schafe, Mutterlämmer und Hammellämmer, versteigert. ine Griedel,d.8.Febr.!919. J A.: Ter Vorstand. \ Vereine | ettnogtmitn-Prrrii Stolit-stai) ßitjti Unfern Mitgliedern zur Kenntnis, dnh unsere Vereins- n. UebenesibenÄe 0. jeut a. tuieb. regelnuiBig Donnerstag abends i. BereinSlok. Schlpkepil, Bahnbotitr. 7, abgehal'eu werden. Beginn 1*1, Uhr pftnktl. ?lnbnnger unseres Sn'temS sind freundlicktt