Samstag, tf. Zanuar Wy ZWÜHngsrAnLdnick u. Verlag: vrMsche Uni».-'Such- u. Steindruckerei ll. Lange. Schriftleitung, Sesch-strstrlle u.vrnck-rei- Schnlftr 7. ♦ en die gen Polen und Tschechen, gebannt werden können, wozu, wie wix hören, auf den Rus der Regierung bereits viele Freiwillige, darunter auch in Gießen schon 200 Mann, sich gemeldet haben. Es ist indessen die höchste Zeit! Gelingt es, vor und nach den Wahlen zur Nationalversammlung die Ordnung im Reiche aufrechtzuerhalten, so steht auch der Friede in naher Aussicht. Wählend wir noch nicht wissen, aus welchen Gründen die Nheinliuie in den letzten Tagen hermetisch abgeschlossen worden sein soll, ist aus Paris mitgeteilt worden, Marschall Foch sei bereit, den Waffenstillstand bis zum Abschluß des Prä- unnnarfrwdens zu verlängern. Das stimmt auch mit einer Londoner Meldung überein, wonach das englische Kriegsmiuisterium, beunruhigt über die unter den Soldaten herrschende Mißstimmung wegen der Verzögerung der Entlassung, dem Kriegskabinett die Not- werLigkeit eines beschleunigten Ab- schl u ss e s des Friedens vor Augen gestellt habe. Lloyd George habe daher ^schlossen, den Gegenstand schneller zur Beratung zu stellen. Aus Statt und Land. Gießen, den 13.Januar 1919. ** Wahlaufrufe der politischen Parteien tragen trotz des allgemein geäußerten Bedürfnisses, nach so schweren Erlebnissen Sachlichkeit und Versöhnnckckett walten zu lassen, zuweilen noch polemische Scliär- fen, die über's Ziel hinausgchen. Die Aufrufe, die als Flugblätter dem Gießener Anzeiger beiliegen, haben mit der politischen Richtung und Tendenz des Blattes nicht das' geringste zu tun. Auch unsere Geschäftsleitung legt aufgetauchten Mißverständuissen gegenüber Wert darauf, zu erklären, daß sie roeit entfernt davon ist, sich den Inhalt der pvli- tisclien Flugblätter irgendwie zu eigen zu machen. Es ist bekannt, wie verschiedenartig gegenwärtig die politischen Verhättnisse int Reiche sind; der Gießener Soldaten- r a t ist der ihm von rechtstvegen zufallenden, Aufgabe, als ausführendes Organ der Volksregierung für Ruhe und Ordnung zu sorgen, bisher nicht untren geworden, und wir verzeichnen mit Freude, daß er in dieseir ernsten Tagen den regierenden Männern in Berlin einstimmig in einem Telegramm fest, ms Vertrauens versichert hat. Mh.uiffne Doti 4n;eijtii f. die Lagesnummei. vis zum Nachmittag oocher ohnejedeBerbtiidiichkeit Leilenpreise: für örtliche '«'tuzeigen 2513t Jür and in artige 3Ö für Reklamen Mk.l.-uebsl 20-/,Teue- runpszns i>lag-,Platzoor- schrifi 20 % Auh'chlag. Öauptschri Heiter: Aug. Goetz Verantioottlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck; sämtlich in Gießen Neue Waffenstillstandrbedtngringr». Essen, 10. Jan. (Priv.-Tel.) Hiesige Blätter lassen sich amtlich aus Berlin Mitteilen: Von Marschall Foch ist beim Vorsitzenden der deutschen Waffenstillstandskommission! folgendes Telegramm eingetrofsen: Das Waf- fenstillstandsabkomnten, das am 12. und 13. Dezember 1918. erneuert worden war, läuft am 17. Januar 1919 ab. Die Verlängerung über diesen Zeitpunkt hinaus bis zur Unterzeichnung des Präliminar-, f c i e de n s hat nicht die Zustimmung der verbündeten Regierungen gefunden. Infolge dieser Sachlage haben sich die verbündeten und deutschen Bevollmächtigten, welche die Abmachungen vom 11. November 1918 und die vom 13. Dezember 1918 getroffen haben, zu einer neuen Beratung zusammenzufinden, um über- die Verlängerung des Waffenstillstandes über den 17. Januar 1919 hinaus zu beschließen. Der Oderbom- maildierende der Verbündeten hat die Ehre, dem deutschen Oberkommandierenden vvrzu- schlagen, diese Zusammenkunft möge am 14. oder 15. Januar vormittags in Trier statt- finden unter denselben Bedingungen, wie am 1. Dezember. Der Umstand, daß die verbündeten Mäcl)te nicht in eine einfache Verlängerung des Wafsenstillstandes einwilligen, läßt befürchten, daß sie mit neuen Forderungen lervorzutrelen gedenken. Darauf läßt auch die Meldung des „Ternps" schließen, daß Elemeneean die Absicht.habe, den Obersten Kriegsrat der Verbündeten zufarnmentreten zu lassen. Ein neuer Aufruf der Reichsreqierung. Berlin, 10. Fan. (YÖS.) Die ReiThsre gie- rung erläßt folgenden Aufruf: Genossen! Die Spartakusleute haben sich den Kopf verrannt an der Mauer der sozialdemokratischen Arbeiterschaft Berlins. Wie ein Mann hat diese sich gegen die Blutherrschaft der wenigen empört, die ihren „Vorwärts" beraubt, die Bahnhöfe und Proviantämter besetzt haben, um durch Unterbindung der Ernährung das Chaos herbeizuführen und die seit Sonntag abend in einer durchaus friedlichen Stadt Maschinengewehre und Hand- Die Neichsleituug: Ebert, Scheidemaim, Landsberg, Noske, Wissel. Die Lage in Verlw. Berlin, 10 Jan. (WTB.) Auf der Stadtbahn ist heute vormittag die Lage fosgende: Der Schlesische Bahnhof und der Bahnhof Zoologischer Garten befinden sich in der Gewalt der Spartakusleute, während die dazwischen liegen-, den Bahnhöfe von den Regierungstruppen besetzt sind. Der Verkehr auf dieser Strecke der Stadtbahn ist vollständig zum Stillstand gekommen. Damit ist auch der Fernverkehr, soweit Me Bahnhöfe der Stadtbahn in Betracht kommen, unterbrochen. Berlin, 10. Ian. (W.T.B.) Die Kämpfe um da? Mossehaus sind noch im Gange. Don angeblichen Verhandlungen zwischen der Besatzung des Gebäudes dieses Verlages, wie des Wolffschen Büros ist an zuständiger amtlicher Stelle nichts bekannt. Eine Fälschung. Berlin, 10. Jan. (WTB.) Eine Versammlung. der Volks mattnedivisiou am 9. Januar im Marstall beschloß folgende Resolution : -Sie Volksmcrttuedivision ,die nur einen Bruchteil der in Berlin anwesenden Matrosen bildet, bat sich seit gestern die eudesmrterzeirbneien Führer neugewählt. Tie Volksmarinedivision erblickt ihre Ausgabe in dem Schutze des ihr anoer trauten Nationaleigentums (Reichsbank, Zollhof, Schloß uslv.) gegen jedweden dlngrisf. In den Partrikämpfen bleibt die Atollsmarinedivision als be npaifnete Macht nentval, dagegen erwartet hie Bolksmarinedivisivn von der jetzigen Regierung eine Umbildung bzw. Neubildung des Kabinetts. Sie fordert vor allein, daß der Weg der Verhandlungen nicht verlassen werde, um weiteres Blutvergießen zu vermckdm. Unterzeich-.et: Walter Junge, Kommandant: Robert Grund ke, Stellvertreter; Kontrolllöin miffton: K. Schmidt, K. Nlackittvicz, H. Levi, KaA Pötautz, führt haben. Niemand dachte daran, an die Waffen gegen die eigenen Brüder zu appellieren, nur sie! Jetzt merken sie, daß sie nicht durchkommen. Der Ruf der Regierung an die wehrhaften sozialdemokratischen Massen hat viele Tausende in die Wcrbebureaus der Mehrheitspartei geführt. Die Blätter lügen, welche behaupten, die Regierung rufe „Offiziere, stellenlose Bürgersöhnchen und die Kriegshetzer der bürgerlichen Presse" zu ihrer Unterstützung. Der klassenbewußte Arbeiter, der Parteigenoffe ist es, der den Kamps gegen die Vergewaltigung ausgenommen hat, um ihr ein für alle mal ein Ende zu machen. Spartakus gibt sein blutiges Ziel verloren. Schon hat er nach Moskau telegraphiert, der Kampf müsse bald abgebrochen werden, die 'Berliner Arbeiterschaft sei noch nicht reif für die Diktatur des Proletariats. Das heißt, die Berliner Arbeiterschaft weist Terror und Bürgerkrieg mit Entrüstung von sich! Nun erhebt sich der „Schrei nach Einigung". Genossen! Die Negierung hat tagelang verhandelt, um diese Einigung zu erzielen, um jedes Blutvergießen ;u vermeiden. Währenddessen hat Spartakus die Regierung und seine eigenen Freunde, die Unabhängigen, beschimpft und verhöhnt und für sich jegliche Verhandlung abgelehnt. Nur eine Bedingung hat die Regierung und der Zentralrat als selbstverständliche Voraussetzung für die Verhandlungen gestellt: Wiederherstellung der Preßfreiheit' Und dazu haben sich die Räuber der Berliner Ieitungsbetriebe nicht verstehen wollen, zu der Erfüllung dieser einfachsten Forderung jeder Demokratie. Gestern abend haben Arbeiter der A E. G. und der Schwartzkopffschen Werke die Forderung als berech- trauensmännern und der Negierung mit Galgen und Schafott droht, der auf den Trümmern unseres ganzen Landes und Volkes den Sieg erkämpfen will. Das heißt die Herrschaft von Totschlägern und Plünderern 1 Gen offen! Die neue Forderung der falschen Einheitsapostel heißt: Weg mit Ebert-Scheidemann. Kennt Ihr diese alte verlogene Parole nicht wieder, ist das nicht der alle wütende Kampfruf der Spartakus? Haben sie sich nicht wochenlang heißer geschrien gegen diese Eure G: nassen und jetzt kommen sie unter dem Deckmantel der (Einigung, um den alten Rachewunsch durchzusetzen. Glaubt ihnenglicht! Sie wollen erst die erwählten Führer der Partei beseitigen, um mit der Partei dann umso leichter fertig zu werden. Genoffen! Eure Genossen in der Regierung erklären feierlich: Wir sind kein Hindernis für die Einigung! Im Gegenteil: Wir, die sechs Wochen den. Unabhängigen die Hälfte der Regierung eingeräumt hatten, trotzdem sie ihrer Stärke nach auf kaum ein Drittel Anspruch haben, wir, die mit den Aufrührern in Berlin verhandelt haben, trotzdem diese mit bewaffneter Hand öffentliche und private Gebäude geraubt hatten, wir stehen zu jeder Verhandlung bereit, die ehrlich geführt, eine Einigung aller sozialistischen Parteien erzielen kann. Wer wir ftnb auf der Hut, und Ihr seid wack)- sam wie wir! Denkt immer daran: Bei allen Fest- genommenen, die an der Besetzung der Reichsdruckerei und der anderen Behörden beteiligt waren, .ist durch Mitgliedskarten ihre Zugehörigkeit zur unabhängigen sozialdemokratischen Partei nachgewiesen worden, und dennoch haben sich die Unabhängigen als unparteiische Vermittler angeboten. Die Arbeiter der A. E. &. und der Schwartzkopsf- werke haben auch im flöamen von Grrwssen der unabhängigen sostaldemoirattschen Pattei und des Spartakusbundes gesprochen, und dennoch haben diese zwei Parteien znm Generalstreik aufgefordert mit den Worten: „Zeigt den Schurken Eure Macht, bewaffnet Euch, gebraucht die Waffen gegen Eure Todfeinde Ebert-Scheidern mm!" Ist das eh st? Ist das proletarische Lstampsesweise? Ist da vertrauen am Platz? Entscheidet selbst! Wir wollen /die Einigung der Arbeiterklasse, aber ehrlich, ohne .Hinterhalt, ohne Waffen. Helft uns daS durchsetzen. Wrr können Frieden und Sozialismus nur schaffen, -twnn wir sind und bleiben Eure Verttaueus- männer. ntj) Ter Lietzener erscheint täglich, außer konntnaS. - Berlanen: -ietz«ver§igH2 Verlag,Geschastsstelle51 Anschrift für Trabtnach- richten: Lnzei-er Stehen. WochenrückbliS. Nun sind es nur noch wenig Tage bis -ur Wahl zur Nationalversammlung, und die Stimmung des deutschen Volkes sollte eigentlich eine gehobene, envartungs- volle und Ml verzagte sein. Denn aus dem Unglück des Krieges, dem Wetter des Schicksals, das uns alle ohne Ausnahme getroffen hat, wollen wir uns wieder erheben zu neuer Hoffnung und neuem Leben. Wohl sind die Verschiedenheiten der Meinungen und Weltaus- sas jungen geblieben, aber es sind ihnen die Ruhebänke der Bequemlichkeit und Selbft- gefättigkeit wcggeuommcn worden, mrd alle Schichten und Parteien haben den Wanderstab ergriffen. Indem die alte staatliche Organisation zusammengebrochen ist, sind bett früheren „staaloerl-altenden" Gruppen alle Machistützen fvrtgeuommen worden: sie sind, wie die Vorkämpfer einer umstürzenden sozialen Neuordnung, auf sich selbst gestellt. Nir- genüs haben wir bisher von „reaktionärer" Seite ber Versuche zu einer Gegenrevolution erkennen können .Jeder beugt sich vor der dröhnenden Stimme de^Weltgeschichte, die in nationaler Schiclsalsstunde nicht erst von gestern her alt und jung, arm und reich zur Besinnung mrd Entscheidung aufcust. Es gibt darum leinen Streit über das Wahlrecht mehr. Vor der Gewalt der Tatsachen und Natur- Notwendigkeiten hat man auf die Eitelkeit der alten Selbstmeinung und Ueberzeugung zu einem guten Teil freiwillig verzichtet. Opportunisten sind bis zu einem gewissen Grad Fatalisten geworben, denn wir fühlen es alle, daß wir nur in gemeinsamer Arbeit und mit allseitigem guten Willen den großen Grundstein finden können, auf dem das Reich neu aufgebaut werben kann. Wir brauchen neue Quellen des allgemeinen Vertrauens, eine neue, reinere Atmosphäre des politischen Lebens. Darum sollte jeder Deutsche und jede Deutsck-e — auch die Frauen, die in den Prüfung sjahreu so viel mitgelitten und mitgestrit- ten haben, sind erfüllt von der nationalen Ent- scheidung.-frage — mit ernster Selbstprüfung, dann aber auch mit einem Gefühl des Vertrauens und einer gewissen Feierlichkeit, wie $um Kirchgänge, zur Wahlurne gehen. Von alten Germanen sagt man, und auch in den seinen Sagen der alten Inder liest man's, daß sie häufig um Haus und Hof, ja um die eigne Person gewürfelt hätten, und daß sie dann, Wie auch das Spiel entschieden habe, sich voller Ergebung in ihr Schicksal fanden. Von solchem seelischen Gleichmut wollen wir v'.ns etwas zu eigen machen. Nicht als ob wir dann auf rüstigen Geisteskampf verzichten luviHen. Auch auf der neuen Grundlage des Reiches werden klaffende Meinungsverschie- venbeUen auszutragen sein, aber nicht mit P-ulver und Blei, sondern auf Grund der Leh- «e.. weiterer Erfahrung. Es soll ein fried- Iu'.,^r Wetteifer der Ideen, kein Hadern der ^alleu Gegensätze sein. Mit dem Sieg der Mehren', braucht die Minderheit die Segel nicht - Völlig zu streichen, aber sie muß bis zu neuen Abstimmungen Sechstbescheidung üben. Kurt Eisner und die ReiHHregiermrg München, 9. Fan. Ministerpräsident Ku« Eisner sandte heute folgendes Telegramm an die Reichsregierung in Berlin: Mit wachsendem Entsetzen verfolgen wir den mörderischen Bürgerkrieg in Berlin. Das muß ein Ende haben, wenn nicht ganz Deutschland zugrunde- gehen soll. Das Beispiel Berlins wirkt überall zer» rüttend und erzeugt eine Maffenepidemie des Wahnsinns. Eine vom Vertrauen des Volkes getragene Regierung, die alle Richtungen des Sozialismus zusammenfaßt und entschlvffen ist, auf dem Boden der Revolution die Demokratie und den Sozialismus durchzuführen, scheint die einzige Rettung. Ueberall im Süden steigt der Zorn gegen Berlin, während zu» gleich dunkle Elemente auch hier zum Brudermord schreiten. Spartakus in Düsseldorf. Düsseldorf, 9. Jan. Eine große Meng- von Demonstranten erschien geistern vor dem Gte* schäftshause des „T ü s s el dor fe r TagestL" intö verlangte unter vielen Schmährm.^n gegen das Zentrum und die Pfaffen und unter Hochr-u.err »auf Liebtrrecht Einlaß. Die Menge zertrümmert die Haustüre, drang ins Bureau imb die Setzerei ein.und versuchte, alles zu demolieren. Ten vereinten Bemühungen der Führer und der Ge- fchäftsleitung gelang es indessen, die Menge Dort Gewalttätigditen abzuhalien. Tas technisä?e Personal wurde gezrmmgen, die Arbeit einzustellen und uiu6tc der Gewalt weichen. Tie in die Redaktion eingedrungenen Spartakus lenste schleppt e>r Zeitungen,, Bücher urrd N^nuskripte weg, zer- l'djiiitten die Telcphmr- uno Lichtleitungen urtb zertrümmerten die Fenster. Auch die anderen Zeitungen wurden in äbnlidrr W.'ise lewcht. Heute abenb sind die Zeitnwgen wieoec sämtlich erschienen. Laut „Tüsseld. Nachr." ist in der vergangene:! Nacht int Auftrage des Statt akus- bundes durch Manrckck^r'ten des i s ienstes der Balm Hof und eine Anzahl Tienststelleit der Eistmbalmverwaltimg besetzt werfen, doch geht btt Verkehr nach wie vor vonstatten. Tas Teleq graphenamt ist ebenfalls von Spattakusleuten be> setzt. Es wird eine Prüfung der aus-- und ein» lausenden Telegramme vorgenonrmen. Iäsarenwahnsiun lechze nach Blut!" Die ihre Anhänger aufrufen: „Heraus aus den Betrieben, auf zitm Generalstreik, auf zu den Waffen! Auf die Straße zum letzten Kampf, zum letzten Sieg!" 3ft das die Sprache der (Einigung, die Sprache von Leuten, die verhandeln wollen, die zum Frieden kommen möchten? Nein, es ist aber der Schrei zum Bürgerkrieg! Der Spartakusgeist ist es, der vor Mord und Räuberei nicht zurückschreckt, der wieder zu den mit Arbeiterblut bedeckten Waffen ruft, der Euren Der- Präsident Wilson hat inzwischen in Nom recht versöhnlich klingende Reden gehalten, die sich mit Clömenceaus Forderungen schlecht vettinbarenfassen. Wir brauchen nicht zu verzweifeln und könnten vermutlich zu erträglichen Friedensbedingungen kommen — wenn nur eben Ruhe und Ordnung aufrechterhalten bleiben und die Wahlen gesichert vor sich gehen können. Die Wahlen zur badischen Volkskammer haben ergeben, daß das Zentrum noch immer die meisten Sitze sich erivorben hat und die Sozialdemokraten dort noch weit entfernt sind, für sich) allein eine Mehrhcrt zu bilden. Die Probezeit der Revo- \u ion im Reiche hat > s den Wählern sehr nahe geregt, wohin wer kommen würden, wenn in di^Natiotw.Versammlung eine sozialdemokratische Mehrch.it gewählt würde. Dann würden tn der Regierung, wie bisher, über dem Par- teistrett die vitalsten Interessen des Reiches zu kurz kommen. Für die U n a b h ä n g i g e n ist es übrigens ein schlechtes Zeichen, daß sie für die badische Volkskammer kein einziges Mandat erwerben konnten. Nun sel-en wir leider in diesen wenigen Tagen vor den Wahlen zur Nationalversammlung, daß eine kleine Minderheit der Linken alle demokratischen Grundsätze in 'Scherben, schlagen will. Sie hat dafür Tyrannei und Terror auf ihre rote Fahne getrieben. Die Ruinen, die der Krieg geschaf- sen hat, genügen den Spartakisten und ihrem Anhang iwch nicht, sie wollen n och mehr zer- störeu. Ihr in materialistischem Wahnsinn ■ ■ ■......<,— rockendes Auge geht über das ncck ionale Elend ! c9.r“nat,en, als bes politischen Kampfes einge- achtlos hinweg und sucht neue Schlachtfelder. *"* ' ™ x K "" •-^enn es noch verstiegene Weltervberer und Affver st nisten gibt, so sind es die Bolsche- linf^cn und Spartakisten. Sie haben noch tol.ere Mtttel bereit, als die überspanntesten und grau* am ft en Militaristen. Was sie wollen, die Vergesellschaftung des Prioateigen- -Döbling menschlichen Strebens unb Wetteiferns, die Emanzipation der Arbeitsscheuen — das ist sckwn trostlos genug, aiuir wie fre das alles erreichen wollen, das erfahren nur alle täglich mit größtem Schmerz, wenn wir nach der Reichshauptstadt und einigen anderen Brutstätten dieses Bolschewismus blicken. Was da Brudersinn, Mtung vor der Meinung und Empfindung anderer, Nücksich'eu auf allgemeine, nächstliegende 9kot- wendigkeiteu, noch gelten, das bezeug. Toten der Liebknecht, Ledebour, stiosa Luxemburg, die Selbstlosigkeiten der Eichhorn und Genossen! Es ist, als wollten sie beweisen, daß richterliche Strenge, 'Gefängnisse, Zuchthäuser hienieden nicht entbehrt werben köir- nem Der „Vorwärts" hat in einem seiner letz- !Cti Lci'artikel treffend nachgewiesen, wie die lin Schlepptau der russischen Terroristen stellenden Zerstörer aller deutschen Interessen den Krieg gegen die Entente noch verlängern uno deutsckn'S Land zum Schauplatz blutiger Käuipfe machen wollen. - Erstes vlaü W. Jahrgang - . Gießener Anzeige äs. Seneral-Anzeiger für Gberheffen I Wahrlich, es sind keine zahmen, fried- tigt anerkannt, daß sie, die teils der s. P. D. und fertigen Idealisten, gegen die sich die üang- ch S. P. D. als auch'der K. P. angehören, für ihre mut der Berliner Volksregierung erschöpft Nullung sich einsetzen wollen, um die Einigung zu hat. Und mit Reckst wirft jetzt ein Aufruf der Mächen Das war gestern abend. Bis heute "^^öelhlrche ^iMäche vor. 1 ^uf ebensoviel Bereilwilligkeit gestoßen ist wie bei Denn he hatte langst tatkrastig etnschrer- 'Regierung und Ienttalrat. Genossen! Ist der „Schrei reu muhen, und ste hat durch ihr Dulden und ünach Einigung" überall echt, dürfen wir, dürft Ihr Verhandeln das liebel nur vergrößert. Wir f-an seine Wahrhaftigkeit glauben? Wie stimmt nwrten noch immer auf die Erfüllung des Ver-'ck" iipn der Austuf zum Generalstreik, der von den sprechens, daß jetzt endlich in Berlin etwav j revolutionären Obleuten im Berliner Zentraloorstand Durchgreifendes gesck>ehe. Kommt nackt so blu- l bc.r,u\ 5. und vom Spattakusbund unier- tiaen Svenen wiedar nur elwoä z^'cynet ist? Können wlr glauben, datz die nut uns der Jmttattve des Femdes ialistischen Blutsauger, Verkörperung der Gegen- vteuelcht ve>chleuingt ivrd). Wir wollen ober g revolutron" nennen, die schamlos genug sind, zu -wssen, daß die Regierung die von ihr -ÜN-s behaupten: „Die vom Urteil des Volkes gerichteten gekündigten Taten verwirklichen wird. Dann i^ölder gäben das verruchte Spiel Nicht auf, sie werden auch die Gefahren irnOsten, ge- § gehörten in das Zuchthaus, aufs Schafott, ihr gen Minesnacht die Potsdamer Regi beim Letzte Nachrichten. Vie StroBcntämpfe in Berlin. trotze £oes Angestellten- und Beamtcnrecht, durcstgrri ende Brio dnngsre'orm. Durch Verharn> Lungen mit den Arbeitgebern sind einige der Forderungen gesichert. Dabei ist vereinbart, daß schncll- KreiS Friedberg. nt. Klopp en heim, 10 Jan. Am Donnerstag früh, gegen 10 Uhr, am hellichten Ta e, wurde e n Sanitütsnuto von militärischen Kraftfahrern vollständig, bis auf die G rnmireifen, ausgplün. dert. Die Räuber zogen mit ihrer Beute von dannen. Zwei Bauern, die den Vorfall mitansahen, konnten die Plünderung nicht verhindere Heften Nassau. Briefverk-chr mit den v-s tzten (--bitten. Frankfurt a.M., 10.Jan. (WTB.) Der hiesigen .Handelskammer geht soeben von der Post- behörde die Mitteilung zu, daß der Briefverkehr ■mit den besetzten Gebieten, und zwar nur für sichöftsbriese, nimm ehr zu gelassen ist. Die Briefe, die auch eingeschrieben und verschlossen anfgcgcbeit werden können, sind am zweckmäßigsten ' Hauptpostamt (Zeil) aufzuliefern. aus zwei Feldgeschützen abgegeben. Rach minutenlangem schweren Maschinengewe!frfeuer drangen Sturmtruppen in dar neben dem Rathause gelegene Polizeigebäude und verschafften sich unter Anwendung von Handgranaten (Eingang in das Gebäude. Sie mußten jedoch den Angriff noch mehrere Male erneuern, da sich die Besatzung äußerst heftig verteidigte. Endlich gelang es trotzdem, in das Gebäude zu bringen und zuerst den Führer der Spartakisten, den Gärtnereidesitzer Dieser, zu verhaften beziehungsweise kampfunfähig zu machen. Auf dem Hofe des Postamtes wurde dieser von den Regierungstruppen kurzerhand an die Wand gestellt und erschossen. Der Führer des Spartakist,scheu Soldatenrats, von Lojewski, werde mit den übrigen sich freiwillig ergebenden Spartakisten in die Keller- räume des Postamtes gebracht und dort in Haft gesetzt bis das Standrecht über sie entscheidet. 3u Stuttgart die Ordnung wiedcih rgcstellt. Stuttgart, 11. Ian. Der Versuch eines Spar» takus-Putsches in Stuttgart ist gescheitert. Davon Spartahusleuten besetzte „Tageblatt" ist wieder frei. Das „Tageblatt" und andere Stuttgarter Zeitungen sind von den Regierungstruppen besetzt. Es herrscht vollständige Ruhe. Stuttgart, 11. Jan. Bei den gestrigen Unruhen find 2 Personen getötet und 1 4 verletzt worben. Di7 prvvisvri'che Reste ung Hal auf Anraten des Ofcrrniivnnrej o; ra emmi ft rationell und Ansammlungen verboten. Ter Spor a» kus-Putsch kann als nieder gcschla>m aiuzese! en rwrbcn. In den Fabriken wird gearbeitet. Die Ltadt ist ruhig. Sckw-'pe Ausschreitung?« in MgeEupg. Re g ens bürg, 11. Jrn. £ter fcr n es gestern nachmifag zu schweren Ausschreitungen, m deren.Verlauf Geschäfte und Dareulnruser gc» plündert und an dgrraubt nm.den. Durch Eingrei en von 500 Ei enbahner.-i wurde die Ordnung er,ngermaßen wiever iereestellt. Es kam -ucl) zu einer Schießerei, bei der e_- V-r'etztr gab. Dem Vernehmen nad> sollen vor ■eifern in RegimSburg 150 Spartakisten a u Ber» V in eingetroffen sein. Gestern alend um 8 Uhr wurde das Standrecht über die Statt verhängt. Ein Bruch ytrfdrn Arrft ltti tSlo stal ftrn imfi Uimbhüngigen in Ttninfi In. I Tarmsta d t, 10. Jan. .hier ist es gestern in der Sitzimg des Landesausschusses des hessischen Bolksrates znm o f ne i Bruch Zwischen den Mehrheitssozialiften im? den llnab- himgi^n gx-tammen, an deren Spitze sich Rechts- cmnxrlt Dr. Wolff gestellt hat Er küm als Un- ablstnrgiger tot Äöln hierher, schoß sich aler txmn, als er sah, daß in Darmstadt kstnc Sstmmung 'ür die Unabdän.jizen tx>r!xm:en nxir, be i Mriwbstts- sozialijden an, betonte a^er immer die ra -itale Rich, hmg und wurde dadurch dem Ministerium Ulrich sehr unfy?Tuem, dem er einmal in einer Sitzung ofen droln?, daß man c5 auch wieder La von io rrn könne. Als sein berfönfidrr E n^einickst teTirrigt itnirbc,. d. h als er nicht au' die sozialistische Wahlliste kam, mauserte er sich wieder zum Unab!xrngi- gen und übt s übern seinen au'wieselnden Einfluß aus. Tw nächsten Tage können riet weitTva wnde Ereignisse bringen. Tas „Darmst Taibi.", das einen Drohbrief erhielt, bat um militärischen Sdtufr narfwfudx und ihn auch erhalten. Tfc Freimaurer in Di n. Berlin, 11 Jmnnr. (WT.B.) In den Abenvstutlden des tvftriffrn Inges bnrrfite nud) an den Kampfplätzen der beidm letzten Inge im 3rituna‘3V;ertd und am «nfrütrr BalmdPf verbältnismo ßig Ruhe Auch in der Wilhelmftrahe und am Wilhclms- n.atz und Unter den Linden iraren nur vereinzelte Schüsse zu hären. Kleinere Gstitchlr ~ ______ ra”h-n am H-insa- und Lützo.nplatz, fuitr'e am' Wien, 11. Fan. (Privattel.» Wir die Blätter Belle Allinnre Platz ftrtt, die i'doch fomit wUnt, hctt taö Staatsamt des Innern die neu- sich f ststellen li b, V1M7 Unfälle für die Duldete Frei manr.'r-Vereini gung, die Passanlc i v.rlrefen. Lcbh fter m.trdr d la-aen W am brande wlütz sczchoffeu, u» such das ihre Statuten gotrinmgt schösse, Siebenstundentag und freier Sams:agnach.l Gerücht verdreUkt hatte, daß Regierungktrup- millag, Sicherung des Koalitionsrechts, Verbot der' p-?n im Anmarsch seien. In tün späten Aliend- geheimen Konkvrrenzklausel, Abschafnuig der ge- stunden entnäckelte sich ri-i Mompr in der Zim- Heimen Personalakten und der Residenzp'licht, An- merstraße Zvischen Wilh.'lm- und iSraTtottrn^ e^-nnung ter für^pati^ri^ grltei^ i^ialen ftTflf)C öcr fid> -nit kur-er Unterbr.ck. 'ug bis Wart; WHlich- Jtorrffa-ertrrt«« »uni, ttou wM t ..b«t st.ens Tarifverträge abgeschlossen werden sollen, wobei ausreichende Mindestgehälter, völlige Sonntagsruhe, geregelter Urlaub, Bezahlung der lieber- stunden ufw. eftgelegt werden. Sache der Äw- sttelltenousschüsse und der einzelnen technischen sDrgestellten ist es dann, sofortige Erhöhung der Gehälter und laufenden Teuerungszulagen, sowie siamhafte einmalige Entschuloungöbeiträge zum ^Bieberaufbau der Wirtschaft einzuleiten. Nach den neuesten Bestimmungen kann das Reichsarbeitsamt in allen Einzelsällen bestimmen, daß die mit den Arbeitgeberverbänden Derrinbarten Tarifverträge auch für die Nichtorganisierten Arbeitgeber Gesetzeskraft haben. Die Sage der technischen Angestellten, war bislwr überwiegend so ungünstig, daß die Techniker vielfach weniger verdienten mie die ihnen unter stellten Arbeiter. In für weiter Zeit ist sicherlich die Verschmelzung der größeren Organisationen der sochnischeu Angestellten und Beamten zu erwarten. Die kleineren Vereinigungen müßten unter Wahrung ihrer Sonder aufgaben noch in der großen Gesamtorganisation ausgehen. Entsprechende SHritte werden in die Wege geleitet. In aller stlürze soll sich weiter eine besondere öffentliche Versammlung mit der Bildung einer Ortsgruppe des Bundes teckmischer Berufsstände befassen, die alle Berufsangehörigen vom Werkmeister bis zum höchsten technischen Beamten umfaßt. Dieser Bund wird sich nicht mit gewerkschaftlichen Fragen, sondern mehr mit der Politisierung des Technikers beschäftigen, um den Einfluß in Gesetzgebung und Verwaltung zu erlangen, der den bisher bescheiden zurückgestaudenen technischen Berufsständen gebührt. ** De r Kreis Ziegenzucht verein Gießen hieft am Sorat'ar im Eiscnbahnhotel eine außerordentliche Versammlung der Ver- trau-ensmänner ab. Ter Dor itzente Landtagsabg. Fenchel- Ober-öörgern, gab zunächst einen Mick- blick über die Vereinstätigh-it in den vier Kriegs- jahven .und forderte die Vereinsmüglicder zum Sirfammcitfa'tm und zur weiteren Mi arbeit auf. Tie Nach rage nach Zutlstmale'nal und dessen Wert steigerte sich von Jahr zu Jahr. Während in 1914 ün ganzen 196 Ziegen. Lämmer und Böcke mit einem Erlös von 5762 Mk. und einem Durchschnittspreis ton 30 Mk. nach außer!alb (Westfalen, ®ranhenbnrrg usw.) samterlöZ ton 67 706.50 Mk. an außerlMrsche Ziegenzücher und Zuck^ver.striaun- gen verkau t worden. Nach einer ein.-ebenden Sctül- derung her sich früher bewährten Föcdemng-smaß- nahmen durch Sekretär Wagner, Gießen, wird lvschlossen, die Verein st ü.ig seit ivteber voll aufzu- neInnen mtb die in dem Arbeitspläne des Land- wirtschaftskammer-BusschusseS festseegten Förde- rnngsmaßi'.ahmen in GemeinsckV t mit diesem wieder alle dnrchzusLhren. Sa fall im Monat Mai im Bezirk Gießen eine Stallschui abgebaLe.t werden. Wegen ?tbbaltung von Märkten rollen die infolge Kriegsausbruchs abgebrochenen Ver!and- hmgen mit der Stadt Gießen und Lmngen wieder auf genommen und zum Aibschluß gebracht werden. Es nstrd ein Frülstahrsmarkt in (tzießeri und ein Sberbfbnorn in Lungen geplant. Die Turdyüfynmg ton 9)Ü chlcistunAsprü unpen bei Ziegen wird für ein dringendes Erfordernis gehalten. Diese sollen in diesem Jahre bei 10 Ziegen vorgenommen werden. ** Kindergartenverein und Frödel.Seminar veranstalten am Mittwoch, den 15. Januar, 77« Uhr, Walltorstraße 59, einen Elternabend. Frl. Hedwig Burgheim und Frau Marcha Sievers werden über das Thema: „Welchen Einfluß hat die gegenwärtige Zeit auf die Erziehung unserer Kinder?" sprechen. meuter die Besetzung des $or- roLrts-Gebändes in Ang. ff genommen. Berlin, 11. Ianunr. < W TB.) Wir die „Deutsche Tageszeitung ' erßw t. beträgt die Stärk? der Spartakusbesgtzung im VorwürtsgebäudeZ Lid.npagusen yi je 80 9)lxinn. Berlin, 11. Jan. Der Schlesische Bahnhof, von dem der Wriezener Bahnsteig in die Hände der Rcgieningslrnppen gelangt war, ist wieder ganz in Händen S-arlnfus. Ein erfolgreicher Angriff der stiegiermlgstrnpven scheint nur noch möglich, wenn die Zerstöi-unq der enorme Werte darstellenden Bahnhofsanlagen von der stiegiernng zngestanden wird. Wie in einer Ansprache in einem Werdelokal am Kur siirstendamm gestern abend bekanntgegeben wnrde, find insgesamt 2 0 000 Trappen im Anmarsch aus Berlin, nu die Macht der Regierung zn verstärken. Eine Entschei- dnng der schweren Kämpfe in bei Reichs- Hauptstadt ist deshalb kaum vor einigen Tagen zu erwarten. Im Tiergarten und an der Stadtbahn begannen in später Abendstunde wieder Feuergefechte mit Spartakus- truppen. Seit einig-n Tagen beginnt Stxirtcfii5 die Fernverbindungkn von Berlin nach auswärts zu zerstören. lfetzerr> ßk-end treten im Fernv rk hr mit den grvtzen Stützten des Reiches stundenlange Störungen ein. .Heute in Rioavit veibreit.te Fl gtz ätter von Spartakus künden die ul gemeine Sabotage der öffentlichen 93er- kchrseinrichtungen Deutschlands aus weiterer Etappe zur Vernich tung der jetzigen Regierung und zur Verhinderung der National Versammlung an. Die Flugblüter, die zum Teil aus Flugzeugen über Sästmeberg abgeworfen wurden, neun-n brt 1 9. Ia nua r als einen TagdcSSieges desBolschewismus in ganz Deut,.and. Die ifage in Spandau. Berlin, 11. Ian. Zu den Kämpfen in Span: bau erwähnt die „Tägliche Runoschau" folgcnbe Einzelheiten 10 Minuten vor 7 Uhr wurde die Einwohnerschaft Spanbaus durch Artt!! erieschüsse aufgeweckt. Dies« Schüße waren das Zeichen für einen Angriff auf das neue Rathaus. Die Schütze wurden eine zünftige, höfische Diplomatie, die unüberlegte Politik Wilhelms II., verpaßte Gelegenheiten in unterem Beziehungen zu Amerika, die verkehrte Politik der Daterlandspartei und Alldeutschen, Beteuerung unsrer Schuld am Kriege von festen der Sozialdemo- fcratie, deren Bündnis mit der Spartakusgruppe, der allzu frühe Ausbruch der Reoolutton, eine unfähige und zaudernde Regierung - das alles sei Grund und Ursache unsres Schicksals, nicht etwa moralische Fehler. Durch Macht- und Gewaltpolittk könnten wir in Zukunft mit unsren Feinden nicht konkurrieren, der neue Weg des Völkerbundes sei zu beschreiten, der die Freiheit der Meere wie das Selbstbestimmungsrecht der Völker verbürge, ein starkes Volksheer zu bilden, die innere (Einheitsfront wiederherzustellen. Mit der Ermahnung, die Liebe zu unserer kusturellen Eigentümlichkeit, zu deutschem Wesen wach zu erhalten, schloß der Redner seine mit starkem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Herr Prof Fritzsche betonte als letzter Redner noch das RatH hafte der Umwälzung. So tief wir auch g fünften seien, unsere Ziele seien trotzdem hoch. Die Republik hätten wir, nun brauchten wir die Republikaner. Humanität sei die oberste Forderung für die Sozialisierung. Weltbürgertum und Nationalstaat seien keine Gegensätze. - Herr Prof. Michel beschloß, da sich niemand zur 2lussprache meldete, die Versammlung. ** Katholische Frauenvcrsamm- lun g. Im Sob, um dar- zntun, daß die Religion an erster Stelle geeignet ei, ixe sozialen Fragen zu klaren. Sie wies auf das etzte Wahlergebnis in Baden hin, wo, wie Herr Paul noch bemerkte, gerade die Frau dem Zentrum zum Siege verholfen hatte. Zum Schlüsse machte Herr Rechtsanwall Peters die fitmbtbaten namhaft und sprach noch über den Verlauf des Wahlaktes einige ausklarende Worte. ** Tie von der „Wirtschaftlichen Vereinigung der Priva tangestell- t e n" zu gestern abend nad) dem Lass Amend einberufene öffentliche Versammlung der Privatangestellten war von 160—180 Personen, darunter einige Tarnen und Feldgraue, besucht. Bei der Erö.fnnng teilte der Dorsitze-ide mit, daß ich die Bereinigung am 27. ilLovember gebildet habe und den Teutsch'a'.iona'en Handlungsgehilfenverband, den Ämd technisck?-industrieiier Beamten, den Deutschen Handlungsgehilfen verband Leipzig, den Teutschen Werkmeister-V.roand, den ReckftSanwa'ts- und Notae-iatsgelil envcrband, den Gruben- und FabrikbeamtenverlaTid und den Verband reisender fi'anTeute, mithin bat weitaus größten Teil der hiesigen Angestellten umfasse. Außer dem von den vorgenannten Verbanden mlf- ft-st.'llten so i lpeli ischrn Programm, da? sie sich etbfti’erftänMi.-f) sn eigen mache ^Ausgestald.cnn bet Au estollten'xrsicherung, cin" cittichrs An efte fei» recht, Besci igung der fionkurrenzkiausel, Er.in^e - schutz, Regelung ter Lehrlingsausbildung habe d e ®ereini meitrsam mit der in der Bildung begriffenen Vereinigung der Arbeitgeber der Provinz Oberhessen im Februar geregelt werden. Dazu bedürfe man ausreichmder Unterlagen, und es sei no.tvendig, die ausgegebenen Fra^bog-n recht zahle-ich zu beartt- irorten. In der Diskussion, die an angs nicht recht in Fluß kommen wollte, wurde die Frage mif- gemorscn, ob die Mitgliedschrft bei der Ber ck -igung genüge, ober ob man bei seiner Organisation be- wnders organtii Tt sein müsse. Vom Vorsitzenden inth mehreren Rednern wurde das letztr.-e beür- nrortet, von anderen das erstere für ausreichend erachtet. Von einigen Rednern wurde möglichste Beseitigung der Fraueiwrbeit gr'vrde t, von an deren aber baanii hingewiesen, daß die5 unmöglich sei und man sich mit iln: ab:ini>*n müsse. Zum Sckstuß uxurbc b-fanntgegeben, daß sich die Aus- kim'1. st.'lle für Sraaen der Angeste^l envers chmung bei Werkmeister Stimmer, Nord-Einlage 18II te- finde. ** Tie öffentliche Techniker-Ver- junmlung am Donnerstagabend im Hotel Schütz, vom Deutschen Teckmiker-Berbalw heran- haltet, war sehr gut besucht. Architekt Kaufmann führte in seinem Vortrag u. a. au*, daß die techn. Angestellten und Beamten sich mehr wie bisher organifitTcn müssen, um baS zu crreich-n, was ihrem Stand entsprechend nötig ist, nämlich I vorläufig . Restlose Wiedereinstellung der Kriegs-1 teilnebmcr und gesetzlicher Einstcllungszwau i für Kriegsbeschädigte, Erwerbs!oseniurforge, Ärbcits- Nachweise der Berussverbände, Schutz gegen Gehaltskürzungen und Enilasti.ngen, Angeste; t naus- schüsse und SchlichtAngsstellen, sowie Beamtcnaus- Landwirte, schagt Arbeitsgelegenheit! Arbeiter geht aufs Land.' Das Reichsarnt für „Wirtschaftliche Demobilmachung" wendet sich mit folgendem Aufruf an die Landbevölkerung: „Landwirte, helft die zurückkehrenden Krieger und alle anderen, die keine Arbeit finden, auf dem Lande be' chäftigen. Gebt ihnen Arbeit, Rah- rang und Wohnung, auch dann, wenn Ohr Euch selbst tm Raum beschränken müßt. Baut Wege, melioriert Euere Felder und Wiesen, macht Waldarbeiten, kurz schafft Arbe t! Das ist jetzt eine hohe, sittliche Pflicht der Landw rtschaft. Ohne Opfer wird und kann es dabei nicht abgehen. Steigert die Erzeugung, soweit es irgend möglich ist, nehmt an Menschen auf, soviel als Ihr nur irgend unterbringen könnt und arbeitet so mit am Wohle unseres Vaterlandes. Was vom Reichsamt für die wirtschaftliche Demobilmachung geschehen kann, um der Landwirtschaft zu Helsen, roirb geschehen. Arbeiter? Industrie und Handwerk, die Euch bisher beschäftigt haben, liegen danieder. Die Kohlen und Transportnot zwingt sie zur Einstellung oder Einschränkung der Arbeit. Das Land aber braucht Arbeiter. In den landwirtschaftlichen Betrieben ist Überall vieles nachzuholen. Nichts ist jetzt wichtiger als die Sicherung unserer Ernährung. Landoerbeste- rungen, Wegebauten und viele andere Arbeiten ähnlicher Art harren der Ausführung. Bei der Bestellung und Ernte des kommenden Wirtschaftsjahres können viele Arbeiter lohnende Beschäftigung finden. Es gilt, den Boden bis zum letzten Fleckchen zu bebauen. Das Land ruft Euch und braucht Euch! In jedem größeren Verwaltungsbezirk sind landwirtschaftliche Arbeitsnachweise vorhanden. Wendet Euch an sie, Ihr werdet Arbeit finden und helft so am besten Eurem Vaterland." Lebensmittel. "Einträgen von Lebensmittelkarten. Die am 11. b. M. zur Ausgabe gelangten Lebensmittelkarten sind bis spätestens 16. Januar 1919 einer Verkauf stelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung des Konttollabschnittes vorzulegen. ** Freibank. Montag, 13. Januar 1919, werden von 2—4 Uhr die Nrn. 401—700 beliefert. ** Räuchern von Pferdefleisch. In der Metzgerei von Ruthsatz, Schillersttaße 14, wird täglich von 9-12 Uhr vormittags gesalzenes Pferdefleisch zum Räuchern bis auf weiteres angenommen. Siehe Bekanntmachung. * *♦ Der Soldatenrat Gießen hat ent» Ttimmig beschlossen, für die Regierung Ebert-Scheidemann ein^uireten und folgen» des Diensttelegramm an den Soldaienrat 18. Armeekorps Bad-Nauheim zur Weitergabe an die Reichsreaicrung Berlin gerichtet: Der Soldatenrat der Garnison Gießen bittet die Reichsregierung, dem unverantworilichen Treiben der Spartakus- izruppe uni) deren Anhänger mit Waffengewalt unter Hcrauziehung von treu hinter der Regierung stehenden Re gi meutern de rPro- v i ii z zu unterdrücken. Soldatenrat Gießen. Gez. Simon, Obmann. ** Zuweisung von Arbeiten und Lieferungen. Im Geriete der Rrick)öpostver- malhmg sind große Beträge für Neuauschasfuugeu, Reparahir- und Justmidsetzungsarbciien vorge- sehm. Es gelangen insbesondere zur Vergebung: Fahrräder, Möbel, Geldschrankc, Wertgelasse, Brieskosten, Sck)r erb Maschinen, Postanwrisungs-- stempelMaschinen, Nechemuascknuen, Neulackierung imb Aufbesserung von Bahnpostioagen, Einbau der Einheitsverbundsbremsc in die Bahnpostwagen, Neubau und Instandsetzung ton Postwagen, jfirnfti'O'en, Kraft a rrcd.un, Handwa en, Pakel- ,tarnen, Aementkauäle. Es wird den Jnieressenten emp'ohlen. sich sofort mit den Oberpoftdireftiouen •in Doru strdt n Ira 'k ur a. WZ. in Der i birig zu setz.m und bei diesen die Zuweisung ton Arbeiten und Lie'erungeu anzustveben, sv.veit ersarderlich imttr Mithilie der maßgebenden Stellen (Handeks- lan m r, <'-tich?ue Elemente, die mir vom Diebstahl ihren Unterhalt fristen und das Geflügel zu verlausen suchen. Sachdienlick>e Mitteilungen »nimmt die Mriminaiabteilung entgegen. ** Aus d e m Stadttheaterbureau. Es sei auch an dieser Stelle nockmials darauf 'bingeivtieit, daß heute als 11. Freitags-Abonnements Vorstellung Lessings „Emilia G a - Totti" in Szene geht. Tie Vorstellung beginnt um 7 Uhr. Am morgigen Sonntag gelangt nachmittags 3 Uhr das fiindermärchen „Ter kleine Gernegroß" zur Aussührung, während abends 7 Uhr „Schnarzwaldmädel" gegeben wird. Am .Montag den 13. Iarruar. abmds 7 Ulrr, findet rine Wiri-eriV.rmg von Shakespeares f,fitoilmanu .ton Venedig", und zwar zu V-ilksprersen statt. *• Oberhessischer Kunstverein. Ein Teil der für die Januar-Ausstellung angemeldeten Kunst- werke ist erst heute eingetroffen, so daß die Eröffnung der Ausstellung erst in einigen Tagen erfolgen kann. Unter den angemeldeten Kollektionen befinden sich u a. Werke von Prof PH Frank-Berlin, Prof. W. Thielmann-Willingshausen, Prof. I. D. Holz, August Herzog-München, Prof. Th. Rogge-Verlin, Ingenio p. Schacky und Elisabeth Beyrer-Witting- Münchcn sowie Kari Fries-Gießen. ** Der Hessische Dolksbund (Ortsgruppe Gießen) hält om Dienstag, den 14. Januar, abends bn Hotel Großherzog von Hefleu eine Mitglieder- Versammlung ab, der sich ein Vortrag von Prof. Dr. Sommer über Grenzen, Verfassung und Ausgaben des Dolksstaates Groß-Heffen anschließt. Siehe Anzeige. •* Die Deutsche demokratische Partei veranstaltete gestern abend im Saale des Hotels „Fürsten- bof* eine öffentliche Versammlung, die zum Gegen- stand das Thema: „Demokratie und vaterländische Politik" hatte. Rach einer kurzen Begrüßungsrede des Herrn Prof. Michel ergriff zunächst Frau Prof. Vogt das Wort. Sie forderte die deutschen Frauen, besonders auch die Stubenti-nen auf, als Staatsbürgerinnen mit eisernem Pflichtgefühl ihre Stirnrnm für die demokratische Republik, die einzige mögliche Lösung der Krise, abzugebcn, und mitzuarbeiten am Wohle des neuen Volksstaates im Glauben an den guten Kern und die Zukunft unseres Volkes: denn Jtrabe die wahre Demokratie entspreche so recht dem .harakter der Frau. Herr Prof. Bousset als- bann versuchte in Form einer herben Kritik unserer bisherigen äußeren und inneren Politik den richtigen Weg zu einer wahrhaft nationalen politischen Betätigung zu zeigen. Richt anklagen heiße es, sondern sich selbst besinnen! 'Absolute 'Militär- u. Marinediktatnr, Kirchliche Nachrichten. Ka hilische Gemeinde. Gottesdienst am Sonntag. 12. Januar; 61/,: Brichtqel.; 7: Hl. Messe; 8: Aust. d. hl. Komm : 9: Hockmmt m. Pred.; 11; Hl Messe m. Pred.: ö’A: Christen!., daraus And. 41/,; 3üng- lingskongregot-ion. Samstag, 18., nachm. 5 u. abds. 8: Drichtgel. — Diaspora-Gottesd. am 11. Ian . (Srünbctg 91/», Hungen 91/,. Jetzt ist es Zeit für und 018 Landes-Milch- und -Bettstellen, Eierstrllen uns vorfk'llen, die den Zusammenschluß Les usw. sogenannten Bürgertums gegenüber der so- IV = 375,97 447V In diesem Sinne wollen wir arbeiten. Wir wollen mithelfen, ein wohnliches Haus dem deutschen Volke zu erbauen. Wir wollen dazu helfen, daß die Feldgrauen, die durch lange Jahre hindurch die unsagbaren Beschwerden und Leiden des Krieges erduldet haben, wieder eine traute Heimat findert, wo ihnen Lohn wird.für all die trüben Stunden, die sie durchleben mußten. Schwer ist die Aufgabe, aber sie muß gelingen, wenn wir uns geloben, mit Herz und Hand an der Wiederaufrichtnng unseres deutschen Vaterlandes, unseres geliebten Hessen- Landes mitMarbeiten. Die ML drängt, das Vaterland braucht alle, Manner und Frauen, Mädchen und Jünglinge, die von wahrer Vaterlandsliebe beseelt sind. Durch Eure Wahl müßt ihr dazu Helsen, der Berliner Schreckensherrschaft ein Ende zu machen. Heran jung und alt, heran Kämpfer für die Rettung und das Gedeihen des Vaterlandes! Helft mit arbeiten in den Reihen der demofixrttschen Partei verbreitet ist, angesichts der elenden Lage, in die unser Volk durch die Revolution gebracht ist, den traurigen Mut, von einem Siege des deutschen Volker zu reden. Nichtswürdig ist die Nation, dir nicht ihr alles freudig setzt an ihre Ehre! Angesichts des Hasses eines neidischen Feindes, der heute die Grundsätze eines Völkerbundes verachtet und uns für alle Zeiten Zum Sklaven des gesamten Weltalls herunter- würdigen möchte, müssen wir diesen Satz erst recht hochhalten. Wir brauchen einen nationalen Staat, dessen Grundlagen fest verankert im Deutschtum liegen und in dem ein christlicher und sozialer Geist lebendig ist; eine starke und von unverantwortlichen Einflüssen befreite Regierung, die das Privateigentum schützt und die lebendigen Kräfte, die im deutschen Volke schlummern, wieder nutzbar macht, auf daß wir unseren gebührenden Platz im Rat der Völker wieder einnehmen können, einen wahren Volksstaat, in dem weder eine Klasse, welche es auch sei, herrscht, noch, eine dünne Schicht berufsmäßiger Volkstribunen, sondern alle schaffenden Kräfte des Volkes zu Worte kommen. Neben dem Arbeiter der Burger, der Bauer, der Geschäftsmann und der Beamte, so Arbeitgeber wie Arbeitnehmer. Lange genug hat unser wirtschaftliches Leben in den Fesseln dec sozialistischen Zwangsherrschaft geschmachtet. Fort mit den Krirgs-Eesellschafttn, Kommunal-Verbänden, zialdemokmtischen Arbeiterschaft sich zum Ziele setzt." Die enge Verbindung der Demokratie mit den Vertretern der nacktesten Gelosacks- interessen bezeugt der sozialdemokratische Stadtverordnete Zielowski in seiner Schrift „Die Millionrnimrtschaft auf dem Frankfurter Rathaus". Dort heißt es auf Seite 117 von den demokratisch-fteisinnigen Stützen der Rathausmehrheit: „Nichtwvllen, Uebelwollen, Unfähigkeit schließen einen bunten Reigen um den Altar, auf dem das goldene Kalb der Klassenvorrechte des großen Kapitals thront .....Am meisten haben unter dieser Politik der Bevorzugung der Reichen und der Mißachtung der Interessen der kleinen Leute die Arbeiter und das kleine Bürgertum (Gewerbetreibende, Beamte usw.) zu leiden." Solche Leute können wir nicht gebrauchen, die, zu der Vertretung der Geldsacksinteressen auch noch die nationale Würdelosigkeit hinzufügen. So findet man in einem Flugblatt, das im Kreise Büdingen von der hessische Wähler! Ihr habt am Sonntag, den 19. Januar d. I. zur dentschtil NMsslskrsanmlW und am Sonntag, den 26. Januar M KeMs WskMöier »u wählen. Was sollen wir tun? Die Sozialdemokratie hat uns die Revo- ürtton gebracht. Wenn auch die Mehrheitssozialisten bemüht sind, die Ruhe und Ordnung aufrechtzuerhalten, so wird ihnen das schwerlich gelingen, denn Unabhängige und Spartakusleute sind daran, ihre gemäßigten Genossen mit Maschinengewehren völlig auszuschalten. Wer Ruhe und Ordnung und die Sicherstellung des Privateigcnttrms und der Kriegsanleihe haben will, der kann keinen Sozialdemokraten gleichviel welcher Schattierung wählen. Den Schlagworten „Freiheit und Gleichheit" müssen wir die Worte entgegenhalten: Ordnung und Freiheit! Das sei unsere Losung. Gerne hätten wir eine geschlossene Front des deutschen Bürgertums gesehen. An der Unduldsamkeit der demokratichen, der früheren freiftimigm Partei ist diese Einigung gescheitert, ihr führendes Organ, die „Frankfurter Zeitung", schrieb am 4. Dez. (Nr. 336): "Wir können unsrerseits keine Demokratie Gießen, den 10. Januar 1919. 4735. Der Oberbürgermeister. I. V.: Grüne w a i d. II. Klasse HI. „ IV. „ „ v - 367:48 ; vb. ; Das Holz ist au »gearbeitet, unentrinset und mit der Rmde nemeffen. , . Gehst geht Qur- den Festmeter und ist für jedes Los bei anders artzugeben. Genen ausreichende ^tcücvbctt wird Zahlungsfrist bis zum 15. Mai 1919 gewahrt. .Haarnnterlagen, Locken, Dreher fotv. alle sonsn-eu Haararbcitcn werd, schiw und dauerhaft angeseriirt in dem Svczial-Dames- Frisier- u. Haaraeschii^ HcriNM Wck M. SekierSwes R. 1W bestes Kräftigungsmittel für Kinder empfiehlt Central-Drogerie E. Karn, Sch uletr. Holzverkauf aus ftandesherrlichen u. Gemeindef erste» nndet am Montag den SV. Januar 1919 vor«. Von IO Ubr ab »«' Hotel Viktoria zu Wieste« narr. . Die Gebote find tmt der Aufschrift „Ho!verkauf BlSt bi ” UT ,CbC Verwaltung auf besonderem cH-ängtbol.-e verschlossen und mit der Aufschrift ^Fichtenbauho^verlauf" bis spätestens SavEas, E: Februar, lstercier einzureichetr. Die Eröffnung der Angebote nudel Montag, 10. Februar 1919, vor- mrttaoS 10 Uhr, in Anwesenheit der etwa erschienenen Bieter statt. velltfchnationülen VoNpartei! (Hessischen Volkspartei) Die Wahlen aur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung sind ans - , T-unlaa den 19. Januar 1919 'M letzt Die Abstimmung beginnt vormittags um 9 Uhr und wird um 8 Uhr nachmittags geschlossen. Die Stadt Gießen zerfällt in folgende Stimmbezirke: 1. Stimmbezirk. Wahllokal: AlteS RatbauS, Marktplatz 14. Wahlvorsteher: Direktor Dr. Baur: Stellver- Ernst Ludwig Sack. Auf der Bach, Burggraben, Darnmstraße, Hundsgasse, Kirchenvlatz, Kirchstraße, Lindenqasse, Lin° denvlatz. Marktplatz. Walltorstraße, Wetzstetngasse und -uraste, ZozelSgasse. S. Stimmbezirk. Wahllokal: Saal im Erd ge,chotz des JustizgebäudeS, Ost-Aulage 15. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Rektor Jann: Stellvertreter: Kommerzienrat Mueller. Ain Rodberg, Bückingstraße, Ederstraße, Mar- burger Strabe, Steinsrratze, Weserstrabe, Wie- secker Weg. 3. Stimmbezirk. Wahllokal: Schulbau-, — ,, r Schilrcrttraste 8. t50rl^ex': StadtverordneterRentnerWilh. "ober: Stellvertreter: Landgerichtsrat Nenenhagen. AUerweg, Brandgasfe, Brandvlatz. Braugasse, Dreibausergane, Kavlaneigasse, Landgras-Philipp- vlati «ohne ^eughauskaserne), Landgrasenftrabe, Nord-Anlage, Schloßgasse, Schillerstraße, Schoit- straye, Schulsirane, Sonneustraße. 4. Stlmmberirk. Wahllokal: Schulbaus, Wcst- „ r, . aulage 43. Wahlvorsteher Stadtverordneter RentnerGeorq simow Stellvertreter: Gewerkschaftssekretär Albin Mann. Deutsche Vslkspavter Geffe«tl.lvählerversamml«ug Dienstag, den 14. Jauuar 1919, abends 7'/z Uhr, im Stadttheater. Redner: Die Herren Fwanzmimfter Dr. Decker-Darmstadt und Professor Dr. Digener - Bietzen. WlcMWlMlgiil Ser NM Aus der Forstwartei Gießen H (Jorstwart Arft- Hoanvarr» in den Abteilungen Fernewald und Gröger Sladtmald III kommen im SuümissionS- wege zum Berkans: 1 Los I — 6,08 Festmeter . II --- 77,50 „ HI = 185,87 zur Deutsche» Nationalversammlung den Zettel mit den Namen: Pwf. Dr. Werner, Butzbach Landwirt PH. Wolf, Albig (Kr. Alzey) Kaufmann Karl Klingspor, Offenbach Landwirt W. Dorsch, Wölfersheim Seminartehrerin Guida Dirhl, Frankfurt Landwirt Jacob liefert, Frvnhvf Oberpostsekretär H. Kohlhvsc, Gießen Laildwirt Dr. Drhlinger, Weilerhvf Prof. Dr. A. Weber, Bad-Nauheim. ^lan über die Herstellung einer oberirdi- . ™ e°tnJ39IcnImte an derBandstraße von Gießen lCflt bet 6em Postamt in Gießen vo» heute ab 4 Wochen aus. Darmstadt, den 8. Januar 101!). ___Ober-Postdirektiou.__470V Aufklärungsschriften der Deutschen vollrpattei in heften. Erschienen: Gabelsbergerstraste, Grabenstraste, Hammstraste, KavlattSgasse, Kaihartnengasse- Kreuzplatz, Löwen- Schanzenstraste, West-Anlage, Hinter der „ Wcst-Aniakie, Wolkengasse. 5. Stimmbezirk. Wahllokal: GewerbebauS, Lirckstratze iti. cr-.1,?ö.a®lvD.r^e^: Stadtverordneter Rentner Wilhelm Blank,- Stellvertreter: Professor vr. Erb. An der Hardt, Äorrblumcngasse, SHufborfer Str., h-nüc, ßn LöberS Hof, Muhlstruhe, Kleine Mllhlgafse, Neustadt, NodHeimer Straße, Sand- gafse, Schiitzenitrmste, Tiesenweg. v. Stimmbezirk. Wabltokal: Hotel Prinz Carl, Sclteröwcg 40. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Spengler- meliter 5>arl August Faber: Stellvertreter: Schneidermeister Johannes Diehl. ^ohannesslrahe, Kauzleiberg, Mäusburg, Mai- gaste, Marktstraste, Neuenweg Plockstraste, Ritrcr- gösse, Seltersweg, Wagengasse, Wettergasse. 7. Snmmbczirk. Wahllokal: Alte Klinik, Lie- r, r , bigstraße 16. ,, Wahlvorsteher: Stadtverordneter RentnerHein- rich Winn: Stellvertreter: Stadtverordneter Kaufmann Eduard Krumm. An den, Bahnhöfen, Am Steg, Bahnhofstraße, Buchnerstraste, Erednerstrahe, Friedrichstraße, Glaubrechtstraste,Hillebrandstrahe,Hosmannstraste, Biittelweg, Wetzlarer Weg. 8. Stimmsezirk. Wahllokal:Stadtba»s, Garten- strastc 2, Sitzungssaal. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Geh. Kommerzienrat Sigmund Heichelheim: Stellvertreter: Geh. Klrchenrai Proirssvr Dr. Kruger. Diezuraste, Erlenaasse, Garienstraße,Goetbestraße. Gutenberastraste. Löberstraste, bleuen Baue, Süd- Anlage, Teuselslnslgärtchen, Weidengasse. v. Strmmbezirk. Wahllokal: Alte Obreukliuik, Liebigstraste 20. Wahlvorsteher: Beiüeordnerer Krenzien,- Stellvertreter: Aoolbekenbesttzer spritz Bauer. Buddeitraste, frankfurter Straste, .Klinikstraste. 10. Stimmbezirk. Wahllokal: Universiiätö Bi- blivtbrk, §teplerstraire 2. Wahlvorsteher: Instizrat Dr. Rosenberg; Stellvertreter: Geschäftsführer Heinrich Courier. Alicestraste, BiSmarckstraste, Kevlersrraste, Heflen- straste, Ludwigstraste, Am Niegelpfnd, Schinen- berger Weg, Gemarkung Schifienberg. 11. Stimmbezirk. Wahllokal: Konnrmaudeusaar. Lieblgstraste 56. Wahlvoriteher: Geh. Äustizrat Professor Dr. Miltermaier; Stellvertreter: Fabrikdirekl.Friedrich Mau. Ebelftt'nste, Erdkauterweg, Lcihgesterner Weg mit Bergwerk, Liebigstraste. Wilhelmstraste, Wilson- strage. DmWmt!«lk DMMki (Hessische Volkspartei) SriitUi«rfmg! $eiM SkHirrWI! «tiit Sirjatllijuj! sondern Ordnung! Recht! Zreiheit! Aus zur Wahl! 12. Stimmbezirk. Wahllokal: Neaier«nqsae- baude, Äaudgraf-Pdilipp'Blatz 3, SitzungSfaal. Wahlvorsreoer: Beigcordn. Geh. 8tommer»ien- rat Vouiu EmmeliuS; Stellvertreter: Stadtverordneter STonuiieraienrat Heinrich Schassstädt. Bruchstraste, Moltkestraste, Ost-Anlage, Roon- straste, Senckenbergstraste, Gr.Steinweg, Steohan- straste, Wiesenstraste und ZeughauSkaserne tLand- graf-'tzhilivv-Platz 4). 13. Stimmbezirk. Wahllokal: HandelSkammer- oebäube, Lontzstraste 7. Wahlvorsteher: Geh. Hoiral Pros. Dr. Fromme Stellvertr.: Handelskammer-Snndiktiö Dr. Zeidler Bleichstraste, Henselstraste, Landmannstraste, Licher Straste nut Lkaserne I, i.chnysiraste, Nahrungsberg. 14. Stimmbezirk. Wahllokal: Israelitisches (Se- meiadcbauS, tzonvstraste 4. Wahlvorsteher: Professor Dr. KrauSmüller; Stellvertreter: Weinhän. ter Karl Küchel. Bergstraste, Eichgärten, Eiwweg, Georg-Philipp. Gail-Strabe, Kaiser-Allee, irudwigöplatz, Wolf- straste. 15. Stimmbezirk. Wahllokal; Unteroffizier- Speise,aal in Zlaserne 11 an der Naiier-Allce. Wahlvorsteher: Hauptmann Kienitz - Gerlosf: Stellvertreter: Pizeseldwebel Reinhetiner. Kaserne II, städtische Kaserne und Baracken an der Kaiser-Allee. Gietzen, den 9. Januar 1019. 3955 T« Oberbürgermeister: Keller. -----------7 " -....... Holzverfteigernrrg. Montag den 13. Januar 1910 lommen an der Kreissttaße Gießen-Rodheim 60 Hausen Astholz und 8 Lindenstämme zur Versteigerung. Anfang vormittags 9 Uhr am ^Felbfchlößchcn". Gießen, den 9. Januar 1919. Der Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Celia cius, Baurat. 4533 «He wahlberechtigten Frauen und Männer sind herzlich willkommen. ________ ___________ Der Vorstand. W! zurSiatianalDcHammlnngT isamStog den 18. Jannar abends k ‘r1 Stolbergische Rentamt z>! Orten, berg tOberheiient zu senden, bei dem Angebs.'-?- formulare zu haben sind. Die Gebote kö> .en sich auch aus Teile der einzelnen Vofe bcs :»sinket "?usteil aber die Erklärung enthalreil, dast erden. B'e-er staben die gewun,chren Mabe und die Art der A"f. bereitung anzngeben und bleiben bis zum?ve< bninr 1919 einschlieblich an ihre Gebote geb.mde^ Im ganzen werden ca. 60 000 festmeter Nutz. Verkaussliiten find bei fürith ü Stolbergtschein Rentamt zu Ortenberg lOberhesien! »u »haben. Die fürstlich Solmsische Obersärirerel zu Ltch-OberHessen» verkanft dabei : 200 Aftm C<:id>eu! ^chivellenbolz,MMtm.(?.chen-Gr.,benbvIz,wWn Inh'sMA ^n-Grubi-nliol.. BahnstationÄ sttrd lich, Reiskirchen und Etting.^tz'U'fe.T' liiltiL) Frauengruppe der Deutschen deiuoMschen Partei, ^«utag, 12. Jannar, nachm. 5 Nhr im Postkeller, Wagengasse Aussprache über das Thema: Die weibliche Jipi die neue Zeil Alle wahlberechtigten Mädchen sind herzlich eingeladen. 477V Heft I. Die Parteien 0. Dr. Wilhelm Schübler^ _ , Darmstadt. Hett II. Was- lehrt die ©ctoirfrte btt Ne- volutioneu? 0. Dr. Wilhelm Schübler^ „ Darmuadt. Heft III. Das Problem der Vergeftllschaft- tung von Dr. Georg Gaub Darorstadt. Demnächst erscheint: Hefr IV. Die Trenn«»« von Staat u. Kirche von Universilälsprosesfor Dr. Schlurr, V. Unsere Nina»,- n. WirtschastSlnge, voti Üinanzminister Dr. Becker, Darmstadt. 279D Mitglieder unentgeltlich durch die Geschäfts-: straste 5 znbeziehen,> rur .'ctchtmttglieder »um Preise von 10 bzw. 20 Pf. durch den Buchhandel oder die Gcschäs .'^klle. Räuchern von Pferdeficisch. ,^^A??^^tzgerei von Ruthsatz, Schillerstrabe 14, SKhlftpÜJ» uon vormittags gesät,tene» P,erdetletsch zum Räuchern bis auf iueitereß an- (jenonimen. Als Vergütung sind 10 Pfennige von» Auud des angelteserren Fleisches zu zahlen. Di» erforderllche Vorbei wird, falls sie nicht gestellt wird, beionders berechnet. Gtetzen, den 10. Januar 1919. 482B ^er Oberbürgermeister (LebensmiUrlamt). Verkauf vo» Aüfaklholz. Mittwoch, den 15. Jarmar, nachm. 3Vbr. werden et um 30 vanfen starkes Auüputzreistg, teil- weise zu Erbtenrelsta gcetgltetz von den ^-.sumeR« der Hardt-Allee an Ort und Stelle meistbietend VCTVClQCTt. N^ü^^'bnkunft ist auf der NodHeimer Straße am ^eldschlägchen. Gies;en, den 10. Januar 1919L 4?2B Der Oberbürgermeister. I. V.: Grüne w a l d. I iWa Mtts MIT KONZERT Maschinen- und nachmittag 21/, Uhr statt. 493 Eigene Konditorei. 03 Familien-Konzert l Julius Lamm Kirtorf (Oberh.). ne» Cafe Amend 150 Samstag und Sonntag Künstler-Konzert Schwarz-Weiß-Uchtspieie 1. 498c Seliernweg 81, 14638 3 506 337D PrebelskJ eütgeflon. genommen. l!'I von Gießen und Hessisches Amtsgericht. *79ß f Der Vorstand. 0441 Bahuhohtr. 46. 468 » CfflodchausQalcrron, » (?j«u«n V* 3u>u Klavier Ter Vorstand 4 78 Detektiv 334 ücrgütet. | Verschiedenes] 309 Uiphe. N a 4 2. 3. ö 3 22 Jahre, ev., sehr vernt., wünscht mit Arzt oder höherem Beamt, bekannt zu werden zwecks spät. Mönche bürgst raße 10.' Vertret, gesackt I lÄh v Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma CmilPistor Nacht., Giessen eingetragen: Die Prokura des Kauf. manuSHermann Walther in Gießen ist erloschen. Gießen, den 4. Januar 1919. toahanttBlie UtbrrnoljiiKDonh-iiijr- (ciftUHgen der Art, Lieferung con $aiitt= fltintn«!) Bruch frei Baustelle. Ernst Valentin, Jnbrgesrbäft, Eteiudruchsbesitzer, Slrofborfcr Straffe 20. 515 T t lephon 830. In liefern Schmerz: Krau Marie Krämer geb. Becker Theodor Krämer als Sohn Beabsichtige- mich in aukstr. bei]. Ortschaft als Schreiner niederzulassen. Wo ist Bedürfnis für einen solchen? Angebote erbeten an L. Braun, MttW, Liuieustr. 48. Vermittlung wird e Ito® Der Ctadtauflaae der bentigen AnS» L‘* ” oabe bed Wichcner "Anzeigers liegt ein Fluadl.: Frau! lädchen! x 1mm und lleel beij Ein Posten elegante Wäsche- Stickereien eingetroffen im »eft Für Matur um u. sämtL Klassen der höh. Schulen bereitet im Einzelunterricht wie in kleinen Zirkeln vor: Dr. Chr. Roese Gymnas.-Oberl. i. P. Goethestr. 34. (,„ Reue Ketten- und Tenmalwnagen emvuehlt Karl Schollt. 0671 Neuenweg 42. U Kovhackeu. örünbeto, am 10. Januar 1919. -ökssische Obersorsterei Grünberg. Auanft Krämer Wwe. als Mutter neb,t allen, die au unsrem schweren Verluste teilnehrnen. Alten-Buseck, Rödgen, den 10. Januar 1919. Ein sehnsuchtsvolles baldiges Wiedersehen war stets feine und unsere Hoffnung! Tagesordnung: Abänderung des Statuts, insbesondere der Paragraphen 4, 18, 19 und 20 «Erweiterung des Vor> standes und AufsichlörateS» Ergänzungswahl d. Vorstandes u. AufffchtsrateS Verschiedenes. (Siegen, am 11. Januar 1919. Für —° Ainaiciirstzoiograxhtil erledigt alle Arbeiten Pbotogravb Wagner. Bahnhosuratze 65 A. grau und braun neu eingetroffen Julius Schulze Kreasnlala. G»a Buchführung. Handcls- kunde .Schriftverkehr, Rechnen, Stenographie, Mnschinenschreib. ubw. Proap.frei Anmeld. UgL Bekanntmachung. Die am 11. d. M. zur Ausgabe gelangenden Lebensmittelkarten find bis spätestens 16. Januar 1919 einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Jirma im'o Abtrennung des Kontrollabschnittes uorzulegen. Die Verkaufsstellen haben die aus Bogen auf- fletlcbien Kontrollabschnitte nebst einer Ausstellung über die Anzahl der Abschnitte biS längstens IS. Januar 1919 dem städtischen Lebensmittelamt, Simmer yir. 1L einzureichen. (Mienen, beit 10. Januar 1919. 480B Der Oberbürgermeister (Lebensmitlelamt). Gießen (Liebigs traße 70), den 10. Januar 1919. Die Beerdigung findet Montag um 2 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 471 Sonderkurse fürErwacij ene.bsssnders Mriegsteilnehmer Buchführ., Handels- • künde, Sprache Rech- : nen,Stenograph, Ma- schinenschrcib. usw. Obige Fächer werden auch im Privatunterricht erteil L Besinn 15. Jan. An ine d. werd, noch tägl.entgegeng. (lffD Vogtsche PrivalhaflfclssehDle Goeibeetr.22. Tel. 2S64 Karl Scharmann Mctzqerci und Wirtschaft, MaiburgkrStraße34. tollt Qffudit non 5 und 8 Jahren in Eienen ob. aus d. Laube. , Schrift!. Angeb m. Breis ! u.0674a. d.Gieffen.Anzeig. i Pension lüt Schüler bei kleiner Jamille für dauernd gesucht. Schriitl-Angeb.uut. 0609 a. d. Giest-Anzeig. erb. An Privat- WciMh-UistttM t einige Echülerinnrn teilnehmen. 066 Iran Schott, Walltorstrahe 24 L Matlhäus-Zrauen-verem. Montag den 13. Januar abends 8 Uhr im Marknoiaal w 461D Vortrag vonFranProf. Kahle: Die wahlpsiicht der §rau. Alle Jraucn und Mädchen der Gemeinde find hierzu sretindlichst cingeladen. Der Vorstand. W.« erteilt englische. Dkl sranzöstschen Svrachunterricht? Schriitl. Angebote u. 0082 an d. (Siebener Anzeiger. Erustacmcinte Heirat! Jfir meinen Vetter, Kaufm., 25 I., schi. Er- blond, schöne f-ieuchis- Aiine, gebtlb., iiidi'' ich ziveck^ Heirat cm sch. jg.. räulfin m.Verm., am liebsten v. Lande. Ernstgem. Angeb. m. sj^ilb ritt. 0687 an den (Siebener An zeig. erb. t Allen Verwandten, Freunden u id Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, da LJ am 9. Januar 1919 morgens nm 7 Uhr meine innigst- geliehteFrau, die treusorgende Mutter ihres einzigen eeraew Kindes Marie Simmer im Alter von 44 Jahren nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden von Gott in die Ewigkeit abgerufen worden ist. ,, Die tieflriuerndcn Hinterbliebenen: Familie Simmer Familie Lamm. Wirbictmn: ehrenhafte geistige Viebenarbeit durch erfind. Täiigleit. Näb. d. Fr. Heimbach & Co. Nacht, Ccln. Ess Sshabcreaa ! 10 Dolen Mk. 2.- i Siofenbaum & Zmb ' (am Oswaldögarten>.«7 Hausgrunidstücke in jeder Größe können Kaufliebhabern stets nachgewiesen werden. MautibesStzervereln e.V. von 4 Uhr &b 186 Kaffee Astoria Empfehle eigene Konditorei, vorzügl.Getränke, gegen leichten Wagen iSelbstsabr.- für kl. Pferd. d. vicdenkops. sowie 0366 Maschinen-, Lefer- ond Wagenktle offeriert in nur la Qualitäten Vertausche schwer., noch sehr gut erhaltenes Versteigerung! Montag den 13. Januar 10 Uhr oornt. werden in Großen Linden (Turnhalle- 90 Pferde uud einige Fnhrze«^ versteigert. Händler ausgeschlossen. Halstergeld Mk. 5.—. IM 76. Reserve-Division. Todesanzeige. Heute mittag den 10. Januar verschied nach kurzem Kranksein mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater MMMM.Briilkel Likörsabriraut im Alter von 65 Jahren. Katharine Drücket geb. Ohly Konrad Brücke! I. u. Familie W. Velten II. und Familie W. Wagner IV. und Familie. Lang-GönS, 10. Januar 1919. Die Beerdigung findet Sonntag Bekanntmachung. Donnerstag den Iß. Januar l. Js. werden tu der alten Schule zu Bersrod von vormittags 10 Ubr an nach Auflösung des K.-G.-Kö. folgende «ebrauchle Gegenstände öffentlich meistbietend versteigert: 2 hölzerne einfache Bettstellen, 10 deSgl. hornelibreit, 20 Strotzfäcke, 16 Keilkissen, 21 wollene Decken, 45 Handtücher, 1 Fufnchemel. 2 hölzerne >,uber, 2 verzinkte Eiuier, 8 Walchschfiffeln, 1 verzinkter Waschkessel, 28 Aexte, 4 Schrotsägen, 4 Keile, Öolzfdiube in allen Gröffen von M. 1.65 bfS M. 3.20 empfiehlt 513 Ludwig Zroblermann, Bleichstraffe 12. SthMKr. Rjllwn, nuBHi>t.,Wttl3iinfiuee. Un-chädlich für Menschen, Haustiere und Wild. Terror-Pulver See.Schwaben, Kellerasseln, xclsan, Wanzen u. Fl»ha. Wirkt untcrGarantle.Ungitt. Chteissh-iharmaiaiL illhraltlel-a. m. j. ll. Trocken., kleingemacht. Holz Empfiehlt r bchBier, Sicher Str. 9. Q. ffermes Qiepen BilbjahfK- u.Jaufesk assen Böten HciwlÄiikta Salier- tose lir tementa». Aufnahme i. alle Klassen bis Ende Januar noch möglich. 349 Privat - Unterricht. Er ist bestimmt in (Moiteß Rat, dost man vom Liebsten, was man hat, muh scheiden! Allen 'trreunben und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dafi mein innigftgeliebter, unvergefflicher, braver Mann, mein herzcnö- guler Bater, unter lieber Sobn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate LMAMLiiM Aki KiMfk Schreinermeittcr im Alter von 39 Jahren im (Gefangenenlager jn Joanne l,Frankreichs, wo er bereits zwei Jahre niiogcbarrt bat, am 27. Lkt. 1918 an einer ttickifche:» Krankheit uns durch den Tod ganz uuerwartei cutrissen wurde. -sä, verl. Jmder iit erk Abzugeben b. Job»>. Saun, B-'alliorstr. 13. Andern,, erstatte ich Anzeige. IT. ff. R. gegr. 19GO SamStao den 11. Januar 191» abends 7'/, Ubr „Hindenburg". Außerordenll. Gepsralverssma'ung. Vorstand^wal, l. Erscheinen aller Mitglieder dringend erwünscht. „Adler“- ScMiEgüdlilED kauft, verkauft und repariert sachgemäß Heinrich Noll, Papierhandlung o. Bareaiihedart w Mausburg 7. Baugenossenschaft 1894 zu Gietzen Eiugetr. Genosseuschast mit befchr. Haftpflicht. Eittiadung zu einer achem-.HanMei'saiiiniluns am Dienstag, den 21. d. Mts.» abends 8 Ubr, im (ttewcrvcbaus, Ziirchftraste 16, dabier. In- mi ferti v. Knlimiitftien, MSbeln, ganzen Einrichtung. Alteisen. sow. alten von mir geiübricn Artikeln. 38D Louis Rothenberger. lllllllllltlllllllllllllllllllllHIinillHIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIItllll Pre|ra»m von Saiastn-) Äen 11. Jannir bU Ink!. Kontag den 13. Januar II. Film unserer Carollo-Toelle-Serie 1919 Das große Opfer Große Filmtragödie in 4 Akten mit der berühmt u. schönen Filintraeödin Carolin Toelle in der Hauptrolle für Schneiderei und Se bifertig ing von Pclzgarnituren ist wieder am Lager. QFqdebausQqfomtv^ •r / V Cue^x'ri VV 5-jiuk-,Uri Statitiiieater Gießen. Leitung Herrn. Stelngocttcr Lountag, 12. Januar, nachmittags 3 Ubr: DerkleineGemegroß SlbcndS 7 llbr : Schwarzwaldmädek Montag, d. 13. Januar, abends 7 Ubr: .,,c Der Kaufmann von Venedig Komödie v. Shakespeare. Stimmen Reparieren Polieren in tadelloser Ausführ. ■ Wüh.Rudolph } Plaitohandlnng heiter*weg Ü1. Fernsjr. 385. I rttctzgerei am Montag den 15. Ian. wieder eröffne. Marken werden am genannten Tage entgegengenommen. LudwigVeller,Metzgerei u.Wirtschaft Kaiser-Allee 50. ........ ______ - MöhrsTanzschuIe! Privat-l'nterrfcht. einzeln sow. in größeren Partien, erteilt zu jeder Tageszeit Fran V.oalwe Den», ter Be>.M51il. Marktpl.23,111. gaaeenirretMi k. jeb. i. 10 ioq. gäyzl. befett. AuSk. foftenl. a.Riickm Fran Erna BrMdinbnrg- Learsls, Berlin H. 35. 1W Hotel Schütz Sonntag nachmittag Cafä Ernst Ludwig Inhaber: Aug. Rath Täglich: KONZERT | Den geehrten Einwohnern j meiner werten Kundschaft hiermit zur Kenntnis, daß ich meine 0432 Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck, Seltersweg 38. °“” Gute Pension gesucht für Realschüler lSek.s. Lehrer bevorzugt. Schrift!. Angeb. unt. 400 o. d. Gies;. Anzeiger erbet. Nachhilfestunden (alle Fächer autz. Griech.l erteilt Student. Schriitl. Angebote unter 0507 an den Gienen. Anzeiger. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass heute morgen V,10 Uhr unser lieber, treu- sorgender Vater, Schwiegervater, Grossvater, Bruder, Schwager und Pate Herr Jobs. Becker II, Metzger im Alter von 57 Jahren nach kurzem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. • Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: FamlUc Wllh. Wehrnni Kib.-r.a Becker üarie Becker Familie Ludwig Wehrum Wwe. Familie Karl Velten Familie Konrad Seipp Familie Hch. JackobL Leihgestern, Hörnsheim, Lang-Göns, den 10. Januar 1919. Dio Beerdigung findet Sonntag den 12. Januar nachmittags 3 Uhr statt 484 Th. Deichmann Bo1.-Krim.-Beamt. a. D., Frankfurt a HT.^rrq-rOrj.o (SämtL Beobachtungen und (Ermittlungen Beirats-Auskünfte gewissenhaft und diskret. TeL Römer 3537. ir Slrebstuier jenier PI een (vnnbmJ mit guter Bild., Ä I. alt, sucht d. Bekannr- schast eines ia- Madch. v. 20—23I. zw. svät.Heirat. Schr. Angeb. .n. Bild unt. 0u32 o d. Gieg. Anzeiger. htsfischer Ooltsbunö (Ortsgruppe Giessen). Dienstag den 14. Januar abends im Hotel Groftberzog von Hessen 1. 8'/. Ubr: Mitglieder Versammlung Organisation und Wahlen. 2. 3/<9 Uhr viinktlich: 510D Vortrag von Prof. l)i .Sommer Grenzen, Bersassung uud Aufgaben des Boltsstaatcs Groß-Hessen. VV- Angelörige aller Parteien sind willkommen. Akademischer tiesangvereia. (gemischter Chor) Fohunsslekal: grosser Höriaal der Uaiversltlt Wiederbeginn der Proben 2 Montag den 13. Januar Damen 8 Uhr, Herren 9 Uhr abends pünktlich. Chöre von Bach, Brahms, Heger. Musikalische Damen u. Herren, die sich als Mitglieder oder Gäste beteiligen wollen, sind willkommen. Meaaniaelflaagaa nlaiat Herr Prolasser Traalmaan in seiner V/eh ,uag, MoitkestriSe 6, oder aiseads im Schriftliche An ebotc unter <*613 an den (»lieb. Anzeiaer erbeten. ilnfliiii). 'IKäöditn 28 alt. i. Stell., sucht d. Bekauntsch. eines netten Herrn i. g. Stell, zw. spät. Heirat. Schriitl Anaeb. uni. 4!l au d. Giest Anz. Mastrnkostiim IHolländeriu) zu leihen o. zu tun, nes. 2 chr. Anneb. unt. 0629 an d. Giefi. Anz. 100UO M. nenen gute Sicherheit auozuleihen. Anneb. unt 0617 an d. Giefteuer Än^ teisogiereiB htilerkeil Sonn an den 12. Ja«. nachmittags 2 llbr Generalversammlung im BereinSlofal. Um zahlreich. Erscheinen der Mitglieder bittet Ter Vorsitzende des AufsicktSrates der Baugenossenschaft 1S94 zu Wietzen e. G.m.b.H. __________Dr. Kraus müller._______492D Den geehrten Einwohnern von Giefien und meiner werten Kundschaft hiermit zur Kenntnis, dab ich meine Metzgerei am Montag den 20. Januar wieder eröffne. Marken werden am genannten Tage entgegen- Lustspiel In 2 Akten. In Vorbereitung das Münchener KoloNHal-Kunst-Fllm-H erk „Qis Rothenburger“ n. d. Roman v. Adolf Wilbrandt in 5 Akt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheflen) Ur. 9 Zweites Blatt Amtlicher Teil. Betr.: Wahllokale zur Dtrfof[unggebenben Deutschen Nationalversammlung intb versas- smiggebenden Hessischen Volkskammer. An die BürgermkisLrreien der Landgemeinden des Kreises. Die für Ihren Abstimmungsbezirk in Betracht kommenden Wahlräume wollen Sie alsbald ortsüblich bekanntmachen lassen. Gießen, den 9. Januar 1919. Kreisamt Gießen. I. V.: Weicker 1 Mbach Wahllokal: Mter Schulsaal. 2 Mlendors a. d. Lahn. Wahllokal: Alter Schulsaal (Friedhosstvaße). 3. Mlendors a.d. Lda. Wahllokal: Rathaus (8er* steiaerungssaal). 4. Mertsbausen. Wahllokal: Rathaus. 5. Mten-Buseck. Wahllokal: Gemeindehaus. 6. Annerod. Wahllokal: Alter Schulsaal. 7. Bellersheim. Wahllokal: Gemeindehaus. 8. Beltershain. Wahllokal: Schulsaal. 9. Bersrod. Wahllokal: Neues Schulhaus. ,10. Bettenhausen. Wahllokal: Gemeindehaus. 11. Beuern. Wahllokal: Schulhaus. 12. Birklar. Wahllokal: Mter Schulsaal. 13 Burkhardsfelden. Wahllokal: Neues SchulhauS. 14. Elimbach Wahllokal: Schulsaal. 15. Daubringen. Wahllokal: Mter Schulhaussaal. mauherfamt ASkillciier des Senn ßftltiijfli) ZeueS. Roman von H. A. AdamS. Nachdruck verboten. Fortsetzung 46 „Ich kann nicht verstehen, warum von allen Menschen tz^rade Sre mich darum bitten. Ich kann nicht einsehen, weshalb Sie so sehr darauf aus sind, wenn es nicht ist, um mich zu prüfen, mir eine Falle zu stellen. Nun, das ist mir gleich. Ich werde lammen." „Ich war überzeugt, daß Sie es tun würden. „Um Lebewohl zu sagen," setzte dem Ho- race entgegen. „Auch das! — Ich danke Ahnen, mein Sohn." Als Horace das Frühstück bezahlte, war Galahads einziger Gedanke: „Gott, ich bitte dich, daß sie heute abend sttrbt, ehe er es ihr sagen kann." An diesen: Abend wurde Galahad nach dem Abendbrot von der gewohnten Unruhe ergriffen. Gr sagte, er wolle zum Angeln gehen. Und diesmal dachte Em, daß auch sie zum Angeln gehen wolle. Aber sie behielt rhre Gedanken für sich. Sie hatte sich zu dem großen Wagestück entschlossen. Ihr tteuloser Gatte ging beinahe fröhlich davon, verfolgt von der massigen Gestalt des Schicksals, fern Weib genannt. In letzter 16. Dorf-Gill. Wahllokal: Gemeindehaus. 17. Eberstadt mit Arnsburg. Wahllokal: RathauS. 18. Ettingshausen. Wahllokal: Rathaus. 19. Garbenteich. Wahllokal: Rathaus. 20. Geilshausen. Wahllokal: Neues Schulhaus. 21. Göbelnrod. Wahllokal: Schule (SbandesamtS- bureau). 22. Großen-Buseck. Wahllokal: SchulhauS (Obev- Pforte 11). 23. Großen-Linden. Wahllokal: RathauS. 24. Grünbcrg. Wahllokal: Rathaus. 25. Grüningen. Wahllokal: Gemeindehaus. 26. Harbach. Wahllokal: Schulhaus. 27. Hattenrod. Wahllokal: Rathaussaal. 28. Hausen. Wahllokal: Rathaus. 29. Heuchelheim. Wahllokal für Wbst.-Ber. I (A bis K): SchulhauS (Marktstr.): Wahllokal f. Abst.- Ski- II (L—Z): Neues Rathaus. 30. Holzheim. Wahllokal: Rathaus. 31. Hungen. Wahllokal: Rathaus (Schloßgasse 6), 32. Inheiden. Wahllokal: Rathaus. 33. Kesselbach. Wahllokal: Rathaus. 34. Klein-Linden. Wahllokal: Saal der Kleinkinderschule. 35. Langd. Wahllokal: Rathaus. 36. Lang-Göns. Wahllokal: Saal der KleinLnder- schulc). 37. Langsdorf. Wahllokal: Gemeindehaus. 38. Lauter. Wahllokal: Schulsaal. 39. Leihgestern. Wahllokal: Rathaus. 40. Lich mit Hof Mbach, Colnhausen und Mühl- ^snchsen. Wahllokal: Rathaus. Minute schlich sie sich unbeachtet auf das Fährboot, als sie bemerkte, daß er auf dem Oberdeck sicher aufgehoben sei. Sie schlüpfte nach dem Bug des Unterdecks und störte die dort sich meist aufhalt-nrden Liebespärchen. Ems Gedanken wanderten zurück zu der Zeit, da sie und ihr Gally auch ihrer Liebe im geheimen nachgehen mußten. Und sie beschloß, daß in dieser Nacht ihr verlorener und liederlicher Gatte keine Liebesabenteuer treiben solle, ausgenommen, als letzte Zw> flucht, mit ihr. Sie folgte ihm zum Postamt und sah, wie er mit einem flotten jungen Mann zusammen traf. Sie schlich ihnen nach bis zur Straßenbahn, stieg hinten auf und folgte ihnen dann zur Bootshalle hinab. Dort konnte sie nicht weiter. Aber sie lauerte in der Nähe und sah ein Boot durch die sternenhelle Nacht üahinfahreu. Und darin befanden sich ihr ehrbarer Gemahl und irgendein böser Mensch. Auf welches ruchlose Abenteuer zogen sie wohl aus? Aber warum folgte dieser Detektiv ihnen nicht in einem andern Boot? Es war nur einer von jenen kleinen Zufällen, die so häufig im Leben, aber nie in Detektivgeschichten Vorkommen : Em war nur mit einem Groschenstück in der Börse ausgegangen. So starck) sie denn verlassen am Ufer und beobachtete, wie das Boot, das die (Beantwortung ihrer großen Frage trug, auf dem Hafen verschwand. 8ieL- 41. Lindenstruth. Wahllokal: Bürgermcisterei-Vn> re au. 42. Lollar. Wahllokal: RathauS. 43. Londorf. Wahllokal: RathauS. 44. Lumda. Wahllokal: Schtlsaal. ^-Mainzlar. Wahllokal: Schcksaal der 1. Klasse. 46. Munster. Wahllokal: Standesamtszimmer im Schulhause. 47. Muschnch-tm mit Hof-Gill. Wahllokal: Gemeindehaus. 48. Nieder-Bessingen. Wahllokal: Gemeindehaus. 49. Nonnenr-tth. Wahllokal: Osemeindel-aus. 50. Obbornhofen. Wahllokal: Gemeindehaus. 51. Ober-Benlngen. Wahllokal: GemeindekMts. 52. Ober-Hörgern. Wahllokal: Schulsaal. 53. Odenhausen mit Appenborn. Wahllokal: Schulsaal. 54. Oppenrod. Wahllokal: Schulhrus. 55. Queckborn. Wahllokal: Schulsaal (Untern. 5). 56. Rabertshausen mit Ringelshausen. Wahllokal: Gemeindezimmer. 57. Reinhardshain. Wahllokal: Gemeindezimmer (Schulhaus). 58. Reiskirchen. Wahllokal: Gemeindehaus. 59. Rodheim mit Hof Graß. Wahllokal: Bürgermeisterei-Bureau. 60. Rödgen. Wahllokal: Saal der Kleinkmderfchulc. 61. Röthges. Wahllokal: Schulhaus. 62. Rüddingshausen. Wahllokal: Schillhaus. 63. Ruttershausen mit Kirchberg. Wahllokal: Neues Schulhaus. leicht wollten sie doch angeln? Aber Em war zu lange verheiratet gewesen, um in dieser Mutmaßung einen Trost zu finden; sie gab sie sofort wieder auf. Die beiden Abenteurer fanden ihren Weg zur Wasserpforte ohne Schwierigkeit. Aber ferne weiße Gestalt wartete auf der Terrasse, keine blerche Blüte flatterte die Stufen zur Erde hernieder. Nachdem sie hastig ihr Boot gesichert hatten, gingen sie naci) der Laube. Niemand war darrnnen. Die Glyzinien waren beinahe abgeblüht, die blassen grünen Blätter begannen sich zu x ei gen. Sie setzten sich, um zu warten, und sie warteten dreiviertel Stunden. Durch Galahads geänastigtes Gemüt zogen tausend Unwahrscheinlichkeiten. War Sibyl auf ihrem Balkon vermißt worden? Wurden sie beobachtet? War sie krank? Ein noch fürchterlicherer Gedanke tauchte drohend im Hintergrund seiner Gedanken auf. Er schloß die Augen. Aber er konnte nicht fortaehen, ohne einen Versuch gemacht zu haben, sie zu sprechen, koste es, was es wolle. Horace jedoch drang auf Vorsicht. Der junge Mann wollte durchaus gehen und die peinliche Auseinandersetzung, zu der er sich mühsam entschlossen hatte, um jeden Preis aufschieben. Aber Galahad war hartnäckig, und so gingen sie denn den schatttgen Baumgang entlang nach dem Hanse zu. Alle Zimmer der Vorder- Samstag, U Januar (M 64. Saasen mit Bolllwach, Veitsberg und Wirberg. Wahllokal: 1. Schulhäus. ' 65. Stangenrod. Wahllokal: Schulhaus. 66. Staufenberg mit Friedelhausen. Wahllokal) Rathaus. 67. Steinbach. Wahllokal: Rathaus. 68. Steinheim. Wahllokal: Wter Schulhaussaal. 69. Stockhausen. Wahllokal: Schulhaus. 70. Trais-Horloff. Wahllokal: Schulhaus. 71. Treis a. d. Lda. Wahllokal: Rathaus. 72. Trohe. Wahllokal: Schulsaal. 73. Utphe. Wahllokal im unteren Schulsaal. 74. Villingen. Wahllokal: Rathaus. 75. Watzenborn m. St in berg. Merhllokäl: RathauL 76. Wrickartshain. Wahllokal: Schill-aus. 77. Wcitershoin. Wahllokal: Saal der neuen Schule. 78. Wieseck. Wahllokal: Bez. I: Schulhaus (Schül- ftrafjei. Bez. II: Schnlhaus (Gießener Straße). 79. Winnerod. Wahllokal: S. Bersrod. Bekanntmachung. Betr.: Ausbruch der Maul- und Klauenseuche üt Leidhecken. In Leidhecken, Kreis Büdingen, ist die Maul- Und Klauenseuche ausgebrochen. Die erforderlicher^ Sperrmaßnahmen sind getroffen worden. Gießen, den 6. Januar 1919. Kreisamt Gießen. I. V.: Langer mann. feite waren dunkel. Galahad schlich auf der Raseneinfassung der Beete vorsichtig vor bis zu einem kleinen, von weißen Vorhängen um* hangenen Balkon. Befand sie sich hinter dio« fen Vorhängen? Er bemerkte eine eiserne Feuerleiter, die an einer Seite des Balkons emporführte, auf der Sibyl entkam, wenn sie mit ihnen in der Laube zusammen traf. „Vielleicht ist sie oben eingeschlafen?"- flüsterte Galahad, nachdem er lange empor- gestarrt hatte. „Sie schläft auf diesem Bal« kon. Vielleicht ist sie zu krank, um herabzukommen, oder zu schwach, und sie hat gewartet auf — auf Sie und ist darüber ein* geschlafen? Ob wir nicht. . ." Er verstummte ob der Dreisttgkeit seines tollkühnen Gedankens. „Wenn sie wüßte, daß toir — das heißt Sie — hier gewesen sind und hätten es ihr nicht kundgetan —" flüsterte er weiter. „Ob wir es nicht versuchen sollten und sie aufw-eckeu?" „Sie im Bette aufwecken?" sagte der gesittete junge Mann, nach Atem ringend. „Außerdem, wie sollten wir das überhaupt machen?" „Könnte nicht einer von uns die Leiter empvrklettern und hinter den Vorhängen zu ihr spreckien? Nein, der Schreck möchte ihr schaden. Aber ich könnte leise ihren Namen rufen, vielleicht wacht sie auf und hört es." (Fottsetzung folgt.) „SCunftfdjule in gießen“ für fatalen und 33ild/jauen Carl efries • £Jofjs. SKödding Tlnterridjlsfäffier: a) ’Zeidj'ien und Skalen nacf) der Sfatur v. Stilleßen, {Porträt, £andfdjaft, &igur und Silit, Cier/tudien im dreien 6) Zeißnen u.Sdodel'ier. v.Sßopfu.&igur, {Porträt u.SZkiin StundplaßtiA u.Sielief e) SL6endaßt. Slnterrirßtsqe't: a) Jur Sdalkurfut: Srfittwacßs u. donnerstags von 9—12 Uhr, 2—5 Jlßr 6) fürSiildßauerkurfus: freitags u. Samstags von 9—12 Ufjr, 2—5 SJßr c) Slßendaüt: Srtittwodjabendv.5— 777/fr Slnmeldunq: 3e0 6ei Sri ater Carl &ries in Orten 6erg (SFCef/en) oder SCerrn Stieße!, JJCunftverein gießen, SSildfja uer ßjofjs. 9< öd ding, gießen, ePrkf Str. 9 Gießener Hochscliulgesellschaft. Vortrag von Univ.-Prof. Dr. A. Skaiweit: Die Sozialisierung der Produktionsmittel Montag den 13. Januar, abends 8V2 Uhr, im großen Hörsaale des Vorlesungs-Gebäudes der Universität. w Gäste sind willkommen! -w 306D MklMtkMMil Md Mkl-ZMM C'lteru-Abend am Mittwoch den 15. Januar, Tb> 11 br, Walltorstrake 59 Nebengeb. bei Flimm (VoltStindergartcu). j Herren-| iKragen alle Formen M m alle Weiten [J J Ohne Bezagscheia H ifaitaär ’M I . ('I Bahnhofstr. 14. \: K3 __________________8a I Spar- u.Vorschutzvkrnn Staufenberg In der am 5. Januar 1919 stattgefundenen Generalversammlung wurde beschränkte Haftung beschlossen. Gläubiger, welche dem widersprechen, können sich beim Vorstand melden. Der Vorstand. 474 Geißler, Kraft III, Rednerinnen: Frl. Hedwig Burgheim, Frau Martha Siever». „Welchen Einfluß hat die gegenwärtige Zeit auf die Erziehung unserer Kinder?" Aussprache. 491D Unsere Mitglieder, die eitern unserer Kinder im Heimgarten, im Bürger- Seminar- und Bolkskinderganeu werben hiermit höflichst etngcladen. Gäste sind willkommen. Bei- Vorhand. ö tai-^pr passend a.Sorbletfiaschen, solange Borrai reicht, zu haben bei: 496 Gecrg Wallenfe’s Markipl. gegenüber der Nr. 21. Eiigeinpotheke. Habe mich in Lich niedergelassen. Sprechstunden: vorm. 8—9, nachm. 1—2 Uhr. | Dr. Roth, prakt. Arzt. 508 I——Biin 1—minninnnirimi—iiiBiiiii n । Stadt. Polytechn. Lehranstalt Friedberg (Hessen) Ktt die zeitgemäße Ausbildung; zum Ingenieur oder Architekt. 33:10 Einführungskursus: 17. Februar bis 29. März. Sommersemester: Ab 1. 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Der Unterricht B findet im Saale des Restanranis zur „Stadt g Wetzlar", Ludtvigstrahe R statt, woselbst cbeiv 0 falls Anmeldungen angenommen werden, g Mnnterrieht erteile Ich jederzeit Id meiner Wohnung. § Hochachtungsvoll Th. Bäulke, Tanzlehrer h Schl Wen bersrer Weg 58. [0IM 8 Möhfs Tanzschule! Der Tanzkursus beginnt Montag, den 20. Januar 1919 und werden Anmeldungen noch entge gen genommen. Frau Louise Deuster geb. Möhl Karl Möhl oe* Marktplatz 23 III. Stock. NB. Privatstunden für mehrere und einzelne Parteien zu jeder Tageszeit. Ohre Vermählung beehren sich anzuzeigen Darmstadt Gießen Dr. phil. Hugo Weihe! Elisabeth Weitzel geb. (Bringei Johanna Vorn Heinrich Weißbach Verlobte. Gießen Ulm, Kr. Wetzlar Januar 1919. Ich habe mich in Gießen Goethestraße 34 als Facharzt für Erkrankungen der Haut- und der Harnwege niedergelassen. 0267 Sprechstunden: Werktags: 10-j2 Uhr Tel. 2162. Sonntags: 10—11 Uhr Dr. med. Storck. r Aus dem Felde zuruckgekehrt, habe ich mich in Gießen als praktischer Tierarzt niedergelassen. Dr. Erb Telephon 1226. Ludwigstrasee 5,1. Bekanntmachung. Unsere Gemeindemitglieder, die Anspruch auf den Bezug von Atüzzos für das Osterfest 1919 erheben, werden aufgefordert, sich bis spätestens den 22. Januar 1919 bei Herrn Lehrer Marx in unserem Gemeindehaufe, Lony- straße 4, Montags und Mittwochs vormittags 9—12 Uhr dieserhalb zu niclbcn. Spätere An* Meldungen können keine Berücksichtigung sinden. Brotkartenausweis ist vorzulegen. Gießen, den 2. Januar 1919. Der Borstand der ifrael. ReligionsgemeindH Gießen. 6. Heichelheim. Salzwerk El des Gien. Hin. 464hv sucht vormittags. o?n> Auzeigcrck. 4 OG Hiesige Bank sucht Personal für Registraturarbeiten Giefiener 2lm 0044 I 1 2—3 sofort gesucht. 4452 47Gc sucht 0G-30; Uuiv.-Augentlintt. sofort gesucht. 487 Hotel t-'ÜFMtenhof. gesucht 0677 »u verkaufen. 0539 sucht eingestellt. 134 Schmidt, MäuSblirg bi. 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