Zwilllitgsrunddruck u. Verlag: vrühl'jche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei R. Lange. 8chrift!eltunz, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7.
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der 1919
Eine Rede Hostes,
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November |9|9,
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Der Reoolutionsfag.
Soin Amerika habe sich laufen, 1917 aber die erreicht. Klotz frug: Zweck gehabt, mehr verlangen, wenn
1913 auf 111 Prozent be- ungebeure Ziffer von 1335 Was hätte es für einen
geborene Hjomas med.
Hagel
Aur Hessen.
Som früheren Grohher^g.
Versailles, 8. Nov. (WTB.) Vor der Vereinigung der Firrar-prefse führte Firianz- minifter Klotz aus, daß Frankreichs ausländische Sckruld nur 30 Milliard-err betrage, davon entfielen auf England und Amerika 27 Milliarden, rankreich seinen Alliierten
aI3 jcmrl- in einer vcrr'>im«rtarischLn Sessivn. Allerdings muß der egr.idt? Rechner in di.' Bilanz des vergingeiien Achtes gmz lidxr rine Vertu m p i u n g des politischen Interesses und damu einen Avmarch onch rechts eins.'tzen. Eine Bilanz des 9. Navein^r barj aber auch an der Schu d der Arbeiier.ch'.ft selber, brr Uneinigkeit und dem lKus.ichen STneg des Pnol> tarialt nicht Vorbeigehen, wi^>updj der Steg des ti^ülifiiid-en Ged..nkens verzög- rl wird.
München, 8. Nov. (WB) öier kam es heute nidit zu irgend-verdien polüiichen Putschm oder Unruhen.
Aus dem Reiche.
Gegen Schleichhandel und Wucher.
B e r l i n, 8. Nov. (WTB.) DerReichS- rat beriet Heu e abend in öffentlicher Sitzung unter dem Justizminister über die Verord-
Lnnahme von änicigu f. die ^.aqesmmuner vis zuin N-irtnnillag Dorhei ovueudeVerbmdiuUkeit Preis für \ mm Hohr füi Anzeigen ö.34mm Brette örlli-t) 15 bf, auswärU 18 '3t., für 'J< e tl a m e • an je tgen von 70 mm Brr >e 48 'Vf. Bei Vlatz- Doiid)rin20° A-ufNilag. Hauvtichri'lleuer: '21 ug, Goeg. jjeiantiDottlid) füi Politik: '21 ug. Goey. für ben übrigen Zeil: Dr. Reinholo Zruz; für ben 91iijeiqetiteil: p. Ved; (äintltd) in Gießen
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3l0Demb« 1919
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Die internationale ArbeitSlonsereuz.
Annapolis, 7. Nov. (WTB.) Aus der internationalen A rbei t skvn fe r e n z schlug Koch (Schweden) eine tägliche Arbeitszeit von 8V2 Stunden für die ersten fünf Tage vor, um den 6. Tag als halbem Feiertag begehen zu können. Der hitematicaurfe Mngretz arbettenber Frauen beantragte, baß keine Kinder unter 16 Jahren, die ihre Schulbildung noch nicht vollendet haben öter nicht normal entwickelt sind, beschäftigt werden dürfen und daß keine Perso-mm unten 16 Jahren in Bergwerken oder ungesunden Betrieben von abends 6 Uhr bis morgens 7 Uhr beschäftigt werden dürfen.
Hauptmann Sardoul znm Tode verurteilt.
Paris, 10. Nov. (WTB.) Hauptmann S a r d 0 u l wurde einstimmig in contumaciam zum Tode verurteilt unter gleichzeitiger Degradation.
Die Kohlennot Frankreichs.
Versailles, 8. Nov. (Wolff.) Wie der „Jntransigoant" mitteilt, bestimmte General Andlauer, d.& vorerst jeder Export van Kühlen aus dem Saargebiet nach Deutschland oder nach neutralen lÄndern eingestellt wird. Den $ergnr bei lern werten außerdem die Ueberftunbcn bezahlt, um der Kohlennot Frankreichs steuern zu können.
Wagnermufik in Paris.
Versailles, 10. 9too. (WTB.) InParis wurde gestern in einem Konzert zum ersten Ma e Wagner gespielt, und zwar das Vorsp et zu den „Meister ingern". Ter Veram a ter des Konzerts batte wäh end der letzten drei Konzerte eine Abstimmung unter dem Publikum veransta tet, bei der sich 4983 Besucher für und 230 gegen Wagner aussprachen.
’5eL Sdjäf, ®iöer lobte
Der Bolschewismus in Amerika.
Washington, 10. Nov. (WTB.) Tie Regierung hat ^schlossen, alle Ausländer auszuweisen, die sich mit der bolschewistischen Propaganda befassen.
Dir Völkerbund.
Versailles, 10. Nov. (WTB.) Anfang Dezember tritt auf Veranlassung von Leon Bourgeois die Vollversammlung der Vereinigung zusammen, die sich mit der Organisation des Völkerbundes beschäftigen wird.
Brasilien und der Fr edensvertrag.
Versailles. 10. Nov. (WTB.) Wie die „Agenzia Americana" ans Rio de Janeiro meldet, hat die Tevut ertentammer von Brasilien den Friedensvertrag von Verfalls rati izi.rt.
Fiume.
Fiume, 10. Nov. (WTB.) Wiener -Korrespondenzbureau. Vergangenen Mittwoch kam es zu einem lebhaften Gefecht zwischen italienischen Regierungstruppen und d'Annunzio-Truppen, das mehrere Opfer forderte. *
Der neue König von Ungarn.
Versailles, 10. Nov. (WTB.) Die „Daily Mail" meldet, daß die Proklamierung des Erz- Herzogs Otto, des siebenjährigen Sabnes Kaiser Karls, zum König von Ungarn unmittelbar bevorstehen soll.
von Deutschland zu man sicher gewesen wäre, nicht bezahlt zu werden
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veräbsckiede en Ges (en würfe, d'.e d r sozi len 12 Milliarden lief) Frankreich seinen A lüe bered'ügjeit vielten u.d ter o tai i—-
nung betreffend S 0 n ö e r g e r ich t e gegen Schleichhandel und $ici5trcibeiei (Wiicher- gerichie). Die Verordnung kürzt das langsame Gerichtsverfahren wesentlich ab; das Wuchergericht ist erste und einzige Instanz. Aus, - . - . ..
Wunsch Württembergs wurde die Strafe Glaismg nahm das Anerbieten an. über die Regierungsvorlage hinaus verschärft, | ■ । wi ■■■
Japanische Militäranwcrbnngen.
Zürich, 10. Nov. (WTB.) Schweizerische Depeschenagentur. Zur Zeit finden japanische Militäranwerbungen von Offizieren und Unteroffizieren der fchweizeri.'chen Armee zum Eintritt in dre japanische Armee mit fünfjähriger Verpflichtung statt. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß derartige Anwerbungen in Wider'teuch mit den Bestimmungen der Bundesverfassung stehen.
.Berlin, 10. Nov. (Privattelegvamm.) toeä Meldungen aus dem Reiche vorliegen, ist der Revolutionst-ag in ganz Deutschland ohne Störung verlausen.
In Steglitz sprach gestern vor überfüllter Ver- fcnrmlung Scheidemann. In einer anderen Versammlung sprach Minister Tr. David und der Abgeordnete Tr. Sinzheimer.
In einer Versammlung im Walhallatheater hielt Scireidcmanns Antipode und schärfster Gegner Sebcbour das Referat. Seine Rede war eine einzige Anklage gegen die Regierung und gegen die Mehrhei tssozwldemokvcüie. Für dre Art, rote die Unabhängigen die Massen auszuputichen versuchen, war der Satz bezeichnend, daß £>aafe vor Dem ReiäjstagSgeblnche nterfivütbigermet^e m dem Augenblick ermordet worden sei, als er |ia; , daß. sei emem Jahr? taft alle öaub nngen der Entente darmi gerrchttt v-ter nenigstens geeignet smd, dm Lemokrails^.-n Du'b.r-r der neuen dulscheti Revu^rk unmogl ch rn machen. Tie Vollendung der Vers, ss.irn sch>.stß? rin autcrarb-'ntiidi' großes Werk ab. Die Zahl
Die Reichreinfommensteuer.
□ Berlin , 9. Nov.
Die ReichSciarkommensteuer soll noch im Laufe dieses Monats der Nationaloettammlung vorge> legt werden Damit wird eine Forderung erfüllt, die einsichtige Politik^ schon vor Jahren gestellt haben. Der hauptsächliche Widerstand lag bei den Finanzministern der früheren Äkonarchien. Noch am 2b. Juni 1918 sprach der preußische Minister £)ergt in der FinanzPommission des tzerrenl>auses von „dem fefjroeren Kample, den die Bundesstaaten gegenüber dem Reul» führen müßten". Die Bundeöldaaten haben damals gesiegt, so wie die verbündeten fremden Staaten in dem fdjroeren Kampfe, den sie gegenüber dem Reiche führten, gesiegt haben. Beid- Niederlagen waren für das Reich verhängnisvoll. Unsere Fnnanznot hätte niemals so furchtbar werden Tonnen, loenn der Grilnd- satz, daß das Reich "Seine lausenden direkten Steuern er-beben dürfe, reckstzeitig aufgeg den worden wäre. Dieser Grundsatz war erträgnd), solange das Reich einen viel geringeren Einnahmebedarf hatte als Staaten und Gemeinden. Er war fdyon im letzten Frii.d.-nsiahrzehnt ein Hemmnis für ein« gesunde Reickisfii'.an-wirtschasl. Im Kriege machte er die Einfüllung ausgiebiger Reichssteuern unmöglich und führte zu einer ungeheuren Vermeh rung der sck>webenden Schulden. Jetzt, wo der Bedarf des Neick-es dauernd drei- bis viermal so groß sein wird wie der von Staaten und Gemeinden, muß dieser Gruirdsatz selbstverständlich fallen.
Die Reick-seinkommensteuer ist aber nicht nur für das 9u*id) unentbehrlich; sie ist auch für den Steuerzahler unumgänglich notwendig. Denn bei der furchtbaren Belastung, die wie hevvrsteht, ist es erforderlich, daß in Zukunft alle Deutschen von gleickxr L^.istungsfähig'keit gleichmäßig besteuert »oerden. Das nxrr bisher nicht der Fall. Zur Zeit besteht noch ehre geradezu erstaunliche PuntscktcckigTert. Nicht nur ist die Ein kommen- besteucrung in jet»em Gliedstaat eine andere, auch innerhalb des einzelnen Staates schwankt die Be- ftieuenrng von Ort zu Ort. Nrm war es ja vielleicht noch erträglich, toenn ein Mann mit einem Eiu- Tommen von 20 000 Maick vor dem Kriege insgesamt an EmHnnmcnsteuer in Beilin 1290 M'k., in Königsberg 2040 Ml., in Grünewald 1050 Mk., rn Dl'rschiu 2490 Mk. zu zahlen batte. Denn der preußische DuEchnitt von nuti) 1600 Mk. war rvrhöltnismäßig so niedrig, daß selbst erheb)ick-e Abweiclumgen nach oben oder unten, im Hinblick auf die Vorteile der selbständigen Steuersestsetz- img durch die Gemeinden, zur Not hingenommen weiden konnten. Wenn aber in Zukunft der Durchschnitt nicht mehr 1600 Mk., sondern vielleicht dreimal so groß sein wird — heute ist er fdton etwa doppelt so groß —, werden erhebliche Ueber* schreittmgen dieses Durchschritts nicht mehr angängig fein. Bei Aufrechterhaltung des bisherigen Versahrerrs wären aber bedeutende Ueberschrei- tungen um so mehr zu befurchen, als durch den Krieg im allgemeinen die stenersckiwachn Gemeinden am meisten gelitten haben. Solch interlokale UngleichmäßigKeiterr in der Einkommenbesteuerung werden nunmehr durch die Reichseinkommensteuer vermieden werden.
Die Reicksseinkommensteuer ist durchaus geeignet, das Rückgrat einer geordneten Reichssinanz- wirtschsi zu bilden. Schätzt man den Gesamtbedarf von Reich, Ländern und Gemeinden einschießlich der Abgaben an unsere Gegner auf jährlich 28 bis 30 Milliarden, so kann die Einkommensteuer allein ein Viertel davon decken. Ein weiteres Viertel können die schon jetzt bestehenden Reichssteneni liefern. Das dritte Viertel Fairn aus dem Reichsnotopfer, der Umsatzsteuererhö'hung, der geplanten Biersteuererhifhung und den schn bestehenden und einzuführenden Steuern der Länder und Gemeinden fließen. Wie aber soll das letzte Viertel auf- g^rach werden? Es ist dringend zu wünschn, daß der ReichsftnanzMinister schon bei der ersten Lesung ter ReichsemA,mmensteuer in der Nationalversammlung darüber Ausschluß gebe.
Berlin, 7. Nov. (WTB.) Nach dem „Berl. Qokalanz." bot der frühere Grvßherzog von Dessen dem ton den Franzosen ausgewiesenen Oberbürgermeister von Wiesbaden, Glässing, Wohnung'M seinem SdNJecm. Oberbürgermeister
so daß auf Gefängnis, nicht unter drei Monate erkannt werden soll. Die Anregung der b a d v leben Regierung auf schärfere Kontrolle der Postpakete und Telegramme war, luie Minister Schiffer mitteilte, bereits Gegenstand eingehender Erörterungen der Regierung. Die Verordnung wurde gegen die Stimme des Vertreters von Sachs.-Weimar angenommen
Der Mörder vaases gcisteslrank.
Berlin, 7. Nov. (Priv.-Tel.) Der Lederarbeiter Johann Voß, der das Attentat auf den Abgeordneten Haase verübte, ist laut „B. Z." auf Grund des ärztlichen Gutachtens für geisteskrank erklärt worden. Er wird nicht vor Gericht gestellt, sondern dauernd in einer Anstalt interniert werden.
Politiker und Einbrecher.
Hamburg, 8. Nov. ^Wolff.) Bei der Verhaftung einer fünfköpfigen Einbr^cher- bandc wurde als deren Führer der Sekretär des ehemaligen spartakisti.chen Polizeipräsidenten Münchens, der Kellner Storhas. festgenommen. E-r ist ebenso wie der erschossene Prä ident Eglhofer an dem Münchene» Geiselmord mitschuldig.
Das Handwerk und der Wiederaufbau in Frankreich.
Die Abgg. Dr. Becker u. Kempkes (Dtsch. Bolksp.) haben folgende kurze Anfrage an die Regierung gerichtet:
„Nach zuverlässigen Nachrichten ist beabsich- tigt, die nach dem Friedensvertrag in Belgien und Nordsrankreich zu leistenden Arbeiten, insbesondere die Herstellimg von Baracken, an Agenten und Zwischenhändler zu vergeben ober die industriellen Vereinigungen mit der Weiterveri gebung zu beauftragen. Sind die Nachrichten zux treffenb, und was gedenkt die Regierung zu tun, und das durch diese Art der Vergebung der Arbeiten beeinträchttgte Interesse der Handwerker ausreichend zu' schützen? Ist die Regierung insbesondere bereit, die in Betracht kommenden Arbeiten unter Ausschaltung von Zwischenstellen an die Handwerker oder deren berufliche Vertretungen unmittelbar zu übertragen?"
Württembergische BerkrhrSvorschläge.
Stuttgart, 7. Nvv. (Wolff.) Tas wü r t- teinbergildje Staatsministerium hat beschlossen, die Reichsvegäerung auf das dringendste zu ersuchen, sie möge 1. das getarnte Verkehrswesen nti! sofortiger Wirkung einer mit weitgehenden Bollmacksterr ausgrsbatteien Zentralbetriebs- leitimg unterstellen, 2. Vorsorge treffen, daß auch nach dem 15. stüovember durch geeignete Einschran- kmigen des Personenverkehrs die Flüssigkeit undj ausreichende LeistungSfäl-igkeit des Güterverckchrs auf allen deutschen Eisen bahnen gesichert ist, 3. den Personenverkelw an Sonntagen aus alten beutfdten) Eisenbahnen bis auf weiterP zu unter jagen, 4. die; Senußung von Personenkraftwagen nur an Werktagen nnb nur gegen besondere behärdliäte Er^ laubnis zulassen, 5. eine besondere lkbenöudyun.g| jur Sicherstellung regelmäßiger und ausreichender Kohlenttansporte aus dem Rhein und durch die Bahn nach Süddeutschland ein richten, 6. eine nettere Einschränkung des Verbrcuck/es an Gas und elektrischem Strom für das ganze Reich einheitlich durchführen und ebenso eine ernheitlichv Sperrstunde für alle öffentliche Lokale vorschrciben, die nicht nach 10 Uhr abends liegen soll. — Tie Bevölkerung Süddeutschlands vermag die ihr auf-, geznungenen überaus harten Einschränkungen fernerhin nur bann zu tragen, nenn sie die Gewiße teil hat, daß die für den Kohlenbezug günstiger liegenden Reichsteile dieselben Einschränkungen uw, terwvrfen sind.
Luftfahrten.
Berlin, 8. Nov. (Wolff.) Das Luftschiff Bodensee nahm seine regelmäßigen Fahrten zwischen Berlin und Friedrichshafen wieder auf. Es wird bis auf weiteres von Berlin an den geraden Tagen des Monats, nicht wie bisher an den ungeraden, abfahren. Die Rück- kchr von Friedrichshafen erfolgt also an ungeraden Monatstagen.
Gemeinderatswahlen in Oberschttf'en.
Beuthen, 10. Nov. (WTB.) Bei bet Stadtverordnetenwahl wurden gewählt: Zentrum 21, polnische Nativnalpartei 13, Bcam- tenpartei 5, Mehrheitssozialisten 5, Demokraten 3, D.-Nationale 3, Unabhängige 1, Kommunisten 1.
In Gleiwitz wurden Gbyg.fxn: Zentrum 7172, Deutsche Vol'spartei 5684, Polen 4880, Deutsch-Nationa'e 2336, Mehrhe!tssoüalii-en 1962, Demokraten 1635 und für bte Unabhängigen 1212 Stimmen. , , , ,, ,
In Kativwitz wurden abgegeoen: für bas Zentrum 4282, Deutsch-Nationale 3809, Polen 3086, Demokraten 2127, Mehrheitssozialisten 1640, Unabhängige 1149, WirtschasUicher Ber- fxinb 866 und für die Kriegs verletzten 703 Stirn-» men. In den ländlichen Bezirken sind die genähten Vertreter überwiegend polnischer Nalw-- nalität.
Nk. 265
Ter Gießener Anzeiger erscheini tciglich, außer Sonn- und Feiertags.
Bezugspreis: monatt.Mk.l.6v,oiertel- iabrhrt) Tlt. 4.80. durch Abdole- u. Ziveirstellen monatl Alk. 1.50 durch diePost Alk. 5.— viertel- fährt, ousschl. leckg. Fernsprech - Aula lüste: für die Srfinftleitunql 12 Verlag,Gefchäüsstelle51 9In|d)rtftfür Trabtnad)- richten: Anzeiger Gießen.
postschetttoni»: Frankfurt a. M. 11686
öffnet. Für den Wiederaufbau habe es schon 10 Milliarden ben Staatskassen entnommen. Die Steuern würden in diesem Jahre mehr als 10 Milliarden einbringen und wenn man sie um 50 Prozent erhöhe, sei das Gleichgewicht des ordentlichen Budgets iKÄftellt. Durch eine große Anleihe müsse bie schweNnde Schuld konsolidiert werden. Von 1913 bis 1918 seien die Käufe Frankreichs in England um 470 Prozent gestiegen, bie Verkäufe Frankreichs an England jedoch um 26 Prozent jurüdgegangen. Der Unterschied zwischen Verkäufen an Amerika und Käufen
Erster Blatt (69. Jahrgang IKontag, 10. November (9(9
Gießenek Anzeiger
General-Anzeiger für Oberheffen
setzen. Zur Finanzlage sagte Nosbe u. a.: An Zinsen werden wir jährlich 10 Mlliarden 9)Zarf zahlen, d h. doppelt soviel im Jahve, als die gesamte Reichsschuld vor dem Kriege ausmachte. An polittscl-en Rechten ist restlos alles erreicht, was wir erstrebten. Aber mit politisck)en Rechten allein bringt man Pein Brot aus den Tisch. Wir d'chm die Soziicckisi- r ing auf andere W- ife rin- geleitet I n diesem Winter werden dem Reis, s a g 0 e s e tze s v v r l a g e n ' ugeh ' n , wonach die großen Unternehmer mit 75 Pro zen t besteuert werben; sie werden dann tatsächich zu besser bezahlten Angestellten ihrer Betriebe. Der fUrinifter sprach bann weiter über ben Abmarsch nach links, über die angeblidien reaktionäre Bestrebungen, sowie über Angriffe auf die Rrickiswehr. Er erflärte u. a., mit der hohlen Ha> d lönne das T«eutiche Reich nicht regiert werden An bie W e 11 re vo l u t i 0 n glaube er trickst, und wetm sie Häme, könne sie Deutschland nicht Helsen. Die Revolution in Amerika müsse zur Folge haben, daß Millionen von Menschen bei uns mit dem Tode bedroht würden.
(Sitte englische Srtttucrtttigsfcier.
Amsterdam, 7. Nvv. Ter König von England fordert seine Völker auf, am 11. Nov. 11 Uhr morgens, ber Stunde, in der der Waffenstillstand unterzeichnet wurde, jede gewvlsttte Tätigkeit alle Arbeit, jeden Laut, alle BenvMmg, jedes^ Geschäft und Vergnügen, zwei Minuten lang einzu stellen, in Erinnerung der Best eiung Dom Weligemetzel und an bie rühm reichen T-.'ten. Es ftttb Maßnahmen getroffen, um alle Züge an zullten. Die Polizei ttxrb jeden Verkehr auf der Straße anhalten.
Feldmarfchall Hatg in Berlin.
Berlin, 10. Nov. Der englische Feld- marschall H a i g ist in Berlin eingetroffen. Er empfing nach der „Tägl. Rurrdsämu" Maximilian Harden imb jroei Angehörige der unabhängigen sozialdemokratischen Partei.
Die WaffenstittstandSverletzungen der Entente.
Berlin, 8. Nov. (Wolff.) Gegenüber der neuen Ententenote, mit der sich das Kabinett auch heute noch nicht beschäftigt hat, da die Vorarbeiten noch nicht ab-gefchlossen sind, wird daraus bingettriefen, daß in vielen Punkten bie Entente ihrerseits bi.* Waffenstillstandsbebingungen n r ch t erfüllt hat. Bisher wurden von b-T beutfrfm Waf- fenstillstandskommisrion 3000 Pro-estnoten wegen Verletzungen des Wasfenstillstandsabkommens der Entente übergeben.
Englisch-deutscher Textilhandel.
Amsterdam, 8. Nvv. (Wvlsf.) Tie „Times "meldet, daß die TextilhandelsabteUung ber Londoner Handelskammer sich mit ber Frage ber Handelsbeziehungen mit den vormals feindlichen Ländern besaßt bat. In An- betrocht der Notwendigkeit ber Unterstützung ber feindlichen Länder bei Bezahlung ihrer Kriegs- entschäoigung und zur Ausbelstiung des Wettbewerbs beschloß sie, bte während bes Krieges gefaßte Entscyließ-lng, Nwnach HanbelsbeziehnngeG mit cbemald feindlichen Ländern während einer Mindestdaucr von zel/n Jahren nicht weder aufzunehmen sind, zurück; u ziehen. Sie beantragte, Mitgliedern der le^tilabtcilung und Strafe (eirten im allg-meirren zu gestatten, Handelsbe- ricHungen änit Teutt'chland und anderen vormals fdrtblidKrt Landern wieder aufzuitetzmen. In den Entschließung wurde gefordert, daß die Handelsbeziehungen mit vormals feindlichen Ländern jedoch nicht aufgenammen werden sollen, bevor die britifdid Regierung eine Erklärung über ihre Handelspolitik abgegeben habe. Ter Rat ber Handels- Eammer und ber Verband der Hanbcl&??.ntmein nr-rben ausgefordert, stärksten Truck auf bte Regierung auszuüben, damit sie so schnell 'ane mtr«< lich eine endgültige Erklärung über ihre Handelspolitik abgebe.
♦
Eine Rede des französischen Finanz- minifterS.
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Der Regen ist verstecht. Frühe Dämmerung kocht cm oder durchbrat-n-m Zustand zu genieben. ge|
In). 8. B m fßeu
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eines frisch^bvhnertrn Tanzbodens, «mir vunw Müde will sich tarnt imeryln, frm BackwLschuh- chen darüber hmw^Sn^-ln. Nur d» Lottaben, bahn saust mit geschäftigem Lärm durch ve: vrr- Aeete Vertehrsstraße und f trabt das tm Sckncrun-
sich sammelnde Wasser beidersertS au| den
fidelen Bauer.
Warum nicht: »Ter fidele deutsche Michel"?
Volkshochschule.
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M ffg Lauterbach. 7 Nov Aus trm hie- sioen Gemeinderat i'd brät# |rwi Mitaljeder auS^'chrvm. Professor «omo (wegen Per- setzung naÄ Darmstadt) und £xfl Selbmann meil er Gemeinde^ et», en steter geworden ist. Er
I l -gte sein Mandat freiwi llg mrber Für bu leschichencn trtlcn in den Gemnndeval ein: «uh.
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Don Putschvorbereitungen und Gegenmaßnahmen des Reichswchrministers. Gießen ist voller Ruhe und Frieden. Im Casö Leib feiern die U S. D und bk MehrhcitSsozialisten den zweifelhaften Denternmkt deutscher Geschichte mit turnerischen Vorführungen. Gesang, R dm und Geselligkeit, im Einhorn zieht die Deut ch rationale BollSpartei
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stuck in die Straßen. Dunkle Schatten «letten über den Bürgerstnz, stehen oaarwerse und flüsternd in Torbögen und Daustüren. Ernjame Richtlaternen lassen in den Alleen regenglatte Rinden der Platanen ausleuchten. Leichter Nebeldunst umhüllt chren Licht Vern mit oegenbogen» jarbenen Streifen. Schrttte hallen lauter in den Abend. Fern glüht das rote Auge enter Straßen- bahn kommt näher. Sausen schwillt, zwei blanke Schienen laufen vor ihr her. Die Pfützen gleißen silbern auf. Bäume, Vorgarten, tzäuserteile leben auf in unwirklichem Licht. Grotesker Schauen einer Dogg erscheint gespenstisch an eine Häuser- wand genvrfen.
Und wieder Dunkel. Menschen ab und zu. In dunklen Häuser ronten nur wenig erleucht te jenfct. Die angeschwollene Mrseck rau.cht ins gefaßte Bett der Löberstrahe. Vom Gaswerk ichwelen schwe'esgelbe Tänune. Als ichwere, lichtlose Mas(e liegt die Bürgermeisterei.
Hundewetter.
Ter sonntägliche Bummel zwischen den ge- f (ffoffenen Gefchö'ttÄäden des L-elterSwegeS tst verregnet. Er liegt einsam, wie eine Borortstraye Ter naffe Asphc-.lt g'äutt umsonst m der Glatte eines frffchg-bohnerten Tantbestens. Slmie.bunto Müde will sich dorm ftneyln, frm BackwLschuh-
Auf die versorgungsberecktigte Person entfallen gegen Abgabe oan 4/io Anteile Nr 1—4 der 47. Fleiscbkar emovch 250 Gramm. TaS Fl"i>ch ist chnationale BollSpartei die'er Tage in Äü'.livagm in Gießen eingetroffen und vor der Ausgabe auf Trichinen Wtt-ersucht, io daß bei dem Genuß ttne Gefahr der Trtchincn-
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Die Elementarturse (Deutsch, Rechnen, Geometrie, Erdkunde, Französisch, Englisch) beginnen von Mittwoch, 12. November, ab Sie werden wieoer in der Universität statt- finden Die Anzeige in der heutigen Nummer enthält einen Stundenplan Die Lehrgänge sind m verschiedene Stufen ein geteilt. Es ist also jeder- mann Gelegenheit oeboten, grundlegende ffennt- nisfe zu erwerben ober vorhandene zu erweitern. Anmeldungen werden in den Unterrichtsstunden entgegengenommen.
Warnung vor Schwindler«.
Dor einiger Zeit sind in hiesiger Stadt drei falsche Polizeibeamte aulgetreten und hab' 8 Mille Zigaretten wLerreckstlich beschlag- nabirft Ein hiesiger junger Mann bitte die Zigaretten aus dem besetzten Gebiet geholt und sie bei einer alleinstehenden älteren Frau abgestellt. Nach einigen Tagen et)ebenen brei Männer, wovon einer Zivillleider und Spitzbart trug, der andere eine ähnliche Uniform wie die Polizeiwachtmeister an hatte und her dritte mit feldgrauer Militär uniform betld lltx:. Sie w-rde ihn in tx-m Geschäft bezahlen, hiermit jxib sich das untrfab- rate Müdä»en zufrieden. Durch Nachfrag n in dem $>auie wurde bann reftgcfiellt, daß die Person tvrt volliLndig unlCT imrcmrnbk^ Sngc. Ihr Faß ist uniidjer in Elle uns Zöge rar Jede Erhöhung W Pflasters will gmütz'., jete dfca^nlad? «rmiroen icin Weühe nicht dünn und Sarden? Lder me
dlltr Nässe saugt fttb trotz aller Bvrstcht em, “ °-n »» Nur ein ä&rt gU
dafür lund jeher stöhnt eS vor srch hin. Ein
Der ganze Sonntag verlle^ änderst ruhia und ohne jeg'trfx’n Z-ichen^all Das Lcheater fpixlte weiter irr* roa- K^r mr‘ besucht
£eb a t Me s fxnan'a nmlrngen bildet n Tb am Nachmittag, vor bei Geichä ts eile des „Giesx> ncT Anznm-rS" und b-*r Stabhxnixi'tung, rov die fBeffenfti(Iftanb ugt ter RerchS- und SiMerbeitsnehr, tr.T Rillchspost, der Kraftverkehrsämter- und Gesellschaften und der Aerzte und Tierärzte.
** 9ßo [fenobtief e run g Unter $>ütnxi5 auf die im AmtSverkündigungsbiatt 115 vom 4. November d. I adgedruckte letztmalige Aufforderung dö vessischen dk-famhninifh-nume zur Was- Tenablicfmnig vom 24 DTtob-r b. I und unter Bezugnahme auf die Skrormrnng über Dallen befitz rom 13 Januar 1919 nebst dazu erlas enen Aus^ührungSbesttmimmgen macht das Dvlizciamt bickannt, daß die hiernach bis zum 15 diovember b I. angeortmete Ablieferung von Wassen und Munition Weidengasse 5 zu erfolgen hat.
** T i e Ausfuhr do n obren ans dem unbesetzten Gebiet des Freistaates Dellen i t verlöten AuS.mhmen können von der Landes" gmüfestelle zu Mainz zugelafsen wetten. Der Versuch der Ausfuhr ist strafbar. Möhren, deren AussukN entgegen den Vorickiristen dieser Be- Kamttmachtmg versucht wird, unterliegen der ent- schödigungslosen Beschlagnahme und der Demvr- tung durch tiv Landes'temüiestelle Zuw d'rlz-nd- lungrn werden mit Gesangnis biß ju 6 Mvilalen orer mit (8eld strafe bis zu 1500 Mk. bei traft Gesuche um Erlaubnis zur 'Mhi^r von Möhren sind an bk hessische Landesgeinüseitclle in Mai:,- zu richten.
** Das Fest der silbernen öodhett feiern heute bet KÄusmann Ludnng Peter Dingel und i'edte Ehrllrau (Lind'-nplatzs.
Landkreis Gießen.
k. Klei n-L i n d e n , 9 Nov. Seine silberne Lochzeit feierte das Ehepaar Ludwig Lenz.
t. Londorf, 9. Nov. In einer gestern abenb obgeba'tenen Bersammlung wurde beschlosen, der zuständigen Bel/örde einen Anttag auf Erwerb von Land aus dem hiesigen Jüerrengutf einzureichen ES wurde eine Kommission gewählt, die am nächsten Sonntai nachmittag aus dem hiesigen Rathause die Dünsche denenigen Einwohner, die Land erwerben wol'en, entgegennimmt Rechner Berlin erläut rte an £>anb deS 3ieb(ung3gee-.ti die Irruvtsächlick in Tr age kommenden Paraaraplen Da die diesigen Laiwverbältnisse dringend einer Regulierung bedürfen, wäre zu wünichen, daß ein be'riebigenber Ausgleich baldigst zustande käme. In der Versammlung wurde rocitet eine Eingabe an daß Laudesernährungsamt besch os en, worin um Erhöhung der Da ervreife für den abzulieiernden £>aier ersucht wird Die hier in Bettachl kommenden Landwirte wollen den daser nur ablieiern, wenn sie einen Preis erhalten, der dem im freien handel bezahlten eirttgermaiien entspricht
flrd:- Lau e^bach
Simpel enb Konrad Deitzel, die beide btt Sozialdemokratie angeboren, w.lcke über die Mehrheit auf dem Stadl Hause verfügt, da sie von 15 Srtzen adn em nimmt. — Für das kommende Jahr ist hier eine ganze Äribe von Bauten geplant, um der be)'£tbnü>.-n Wohnungsnot abzudelien Etwa 30 SBobmmgen fei Im nock: außerdem sind viele Famllien in gänzttch unzulänglichen Wohnungen untcrgebrarffL Tie Berwallnna der Freilerrn »oe Riedeel bcab icfxigt die verstelung von »ehn Einfamilienhäusern. Ter SKmdtäitr»» verein wirbt um bi? Dttit.l für den Bau t»n 9te v henhäusern. 2luch btt Qknuinbe selbst will «ull ihrem Gelände am Schober bauen. Es fragt sich aber noch sehr, ob alle diese Pro »ekle.' trotz »um Teil fertig oorh genbrr Pläne bald zur Ausführung kommen können, da bw Gemeinnützige Bau- geidlfdpft für von ihr gevllante Bauten bis jetzt ubarhaupt feinen Unternehmer hat finden können, da diese durch bk Sdjsui rigbit der Mate.ialbeichaf- funa iLf.f. abgeschreckt werden, sich an größere Shxi* trafte tu binden. — Den Baulustfgrn, bk üd| seinerzeit auf Grund des Gesetzes über die Uebet* tcuerungszuschüsie zum Bann enticbHfcn halten und die von Staat und Gemeinde wesentliche Zu- sckMe erhöhten, ist übrigens eine große Enttäuschung zu Teil geworden. Für Laul-r«ch beläuft sich bet geamtt Staatszuschuß auf 35 000 Mark, was bei den heutigen Baukosten ein Nicku» bedeutet. Dabei wird ber.nä d-llannt gegeben, daß liebet* teuerungszusckm se in Zukunft vom Staut über» Haupt nicht mehr gekifhl werden können.
Kreis Frieddertz. yrilegung des MetzgerftreikS.
Q. Böd-Nauhei m. 7 Nov Nack kängertt Berhandluna wurde durch Vermittlung des SreiS* amtes der Frkdr zwischen Bürge rmeisteret und Metzgerinnung wieder bcrgtfkUl. Ein Teil der ab:all»mden Häute wurde den Meygetn zugesprochen, wie ihnen auch sonst träge Vorteile ;ngestanden sind Der Verkauf de- Fleisches erfolgt lür diese Woche durch die Stadt in den MarkUuubor.
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♦♦ AuS dem Stadttheater7B u- Keau. Dre Tell-Aufführung wird in 12 Bildern gegeben, die von Direktor Stein* goetter derartig eingerichtet sind, daß alles Wesentliche gebracht wird und die notwendi- aen Umbauten doch nicht zu viel Zeit bean- Ipruchen. — Die Abonnenten seien daran erinnert, daß der Umtausch der Abonnementskarten gegen Gutscheine nur jeweils bis 1 Uhr mittags des Bor^ellung>tagcs a stattet ist.
**DkademischerAuSschußfürLei- brsübungen. Tie Vorliungen Üter Anwendung der Psychophysiologie auf Turnen, Spiel u n b Sport finden am Mittwoch den 19. und 26 November im Hörsaal d.r Klinik für pychiche und nervöse lkrankheiten, Frankfurter Strane 99, statt.
** Sparprömien-Anlerhe. Dadurch, daß bei der Zeichnung der Svarprämien-Anleilie die Hälfte des Betrages in Kriegsanleihe, die augenblicklich ungefähr 80 vom öuniktt notiert, »um vollen Bert, allo zu 100 angenommen wird, erwerben die zukünftigen Besitzer dieser Svar- prämien-Anleihc sie nicht zum Paripreise, sondern zu ungefähr 90 Mk., b h sie zahlen 500 Mk. bar und 5Ö0 Mk Ariegsanleihe zu 80 Mk. — 400 Mk., zusammen also ungefähr 900 Mk. Bei der Tilgung erhalten sie jedoch für jedes Stück 1000 Mk. plus 50 Ml. einfache Zinsen für jedes verflossene Jahr. Neben diesem Vorteil kommt noch die auto- matifdj ein setzende Kurssteigerung, so daß eS sich um eine äußerst günstige Lapitalsanlage handelt.
**DasAufgeldfürdieZahlung d e r Z ö l l e in Gold beträgt für die Zeit vom 9. bis 15. November 1919 590 Mark.
C. Bad-Naubeim, 7. Nov. Fn brr bau tigen Stadtverordnetenversammluntz wurde fvlirend-s brschlonen: Ten städtischen Bv- amten w rd folgende BeschaffunsSzalaa« b-wslligt: Ber!> iratete 11)00 Mk.. ßebi:te 600 SRI, ftinber jutage 2 A) Mk.; einige Gehil en erhalten 60 Proz. vorgenannter Sätze Im Ganzen erfordert die Zulage eine Aunvenbung von 57 100 Mk. Bis jetzt bennlligten die Stadt verordneten an Beamte urtb Arbeiter etwa 250000 Mk Die Errichtung einer Einwohnerwehr wurde nach längerer Aussprache mit 14 gegen 9 Stimmen ab* gelehnt.
Starkenburg unv Ndeinkellen.
rm. Darmstadt, 7 Nov. Die Beröfferttr» lichurtaen ter städtischen Bekanntmachung g e n durch die biefigen Zeitungen tvurde btsder durch eine Pauschsitrnme, welche zusammen etwa 9560 Mk im Jahre betrug vergütet Die Der- leger haben mmmehr mit Rückllcht aut die Heu- tigen Verhältnisse erklärt, daß sie damit nicht mehr auskommen und bestehen aus Zahlung eine* Reil en greife«. Dem Antrag wurde zugo- stimmt und werden sich die -osten jetzt auf «um 24 000 Mk stellen. Der Antrag der U S P^ die städtischen Anzeigen auch deren Parteiblatt der „Freiheit zu überweisen, wurde abadebnt da das Blatt außer halb erfd>eint. und sonst auch andere Parteien und Blätter dasselbe Siecht für sich beanspruchen könnten.
Beffen-Nalla«.
Rücktritt drS PolUt.prüfidrMrn.
— Frankfurt a M., 9. Nov Der Rücktritt d-tz (‘tefirertretenben Pol z ipräfib nten Darr i S steht u.imitte bar bevor Die LertunA bei 'Botüti* piüsidiums übernimmt vorau llicht üb ein nehr- bellSso-ialistischcr Geiverkcha ts\trvläc. Dir erst« Au gäbe des neuen Präschenttn ist bif Wilitarilie- rung ber Polizei, da sich der Stand der Etekutio- PLilizrll nach dem Fr ebens'>'rtrag aus dir Zillen» vom letzte.i Frieden.ttadre 19>3 b-Tobminbern muß, nämlich auf 600 Mann Die Mllttarisierunq bet Polizei, ivelche durch die Sick>erheit-wehr bet Ober* sten Frobin er olat, wirb in olgr der Friedens- bebingunnen eine Entlassung zahlreicher Polize» Wachtmri'ter ber Beru.-Polizei zur Folge haben. Bettiebs inftellung der Sechster Fardwrrfr.
- böchst a. M.. 9 Nov Die döchster Farbwerke und die Chemischen Fadriken voa Eassella & Eo. haben Samstag nochtnittag rorgee Svll -nmawrels ihr- Betriebe einste len müf en, t>orläufiq bis D i nach:en Dadurch sind btograad 14—15000 Arbeiter Lcid)äittgunafllo4 gawrbaL
gewarnt.
GüNiae Lebensmittelmarke«
für die Zett vom 10.-16. d^vem^-r 1919.
Drot: 2300 Gramm Brot ober 1680 Gr. Mehl Brot, Ki og-amm 75 Pi. Deizenbrotmehl, Jllgr 90 Pt. Werßb vt, «tat l Mk
Dkißdrotdäcker: Wrh. F:eckenstein, Walldar- ftrafe 31, S. S B, Neustadt 14, A Teichert, Lu- bigstraße 69
Butter: Marke 46, 40 Gr. Ausl^ndSdutter tu 66 Pi, 40 Gr Nindertalg zu 82 Ps
Fletsch: Wvck>enabsstmitl 46. Metzktzrr für Fremde: Deck». B um, Lie igsrrahe 73.
Nährmittel: für November nxb nnht ein» gcic-'f en. _
Nährmittel für Zugezogene: M. st rüg, Wetz-'arer-Weg 65, «. Bo-g-r. W-.-tzstern- gasse 15, K Jccke, Marburger Strotze e5 Drch. Trukch, Se:terSweg 70, Foh. B^hl. ®yfflr 7.
Zucker für Kranke: «. Borger, Wetz- sleinaos'e 15.
A Nährmi ttel für Zkranke: A. Blum, Äne, Steinstratze 78. .
M e hl für Sranke: fflgr. 1,16 Mk. Cfr. Bieter, Neustadt 65.
Nährmittel u. Zucker für Fremde: Ö. F Nassauer, Neuenweg 15.
Selse: Marke für November 1919. Anteil 125 Gr. K.-A.-Seifenpullter, per Pfund 90 Pf.
** Verkauf von amerikan. Gefrier- > chwe i n e s l e i s ch. Am Di.rrstag dm l 1 d Mls. wird m den P^etzgergeschäften, nxi di? F'.ei dtfarte der 45. Woche abff-grbm wurde, ame-ikani che.' Gefrierfleisch, das Pfund für 4.50 Mk auSgegcben.
** In der RSbt Obst- und Oe- müsest elle kommen moraen und die folgenden Tage Gelberüben, Rotkraut, Wirsing uni Tafelobst zum Berkaus. Verkaufszeit von 8 bis 12 und von 2 bis 4V» Ufer.
* Freibank. Dienstag, 11. November, werden von 1—3 llhr die Nr. 30ol—3150 beliefert
Veranstaltungen.
Montag: Stabtt bratet, Wilhelm Tell, 7 Uhr. — Markus aal, 7 Uhr, Mttgliederver- fanim.'ung des ^.altbäus-FrauenvereinS. — Licht- spielhaus, „Gleiches Blut" und „Schnuckis Flttter- ivochen. — Schwarz - Weiß - L-chttmele, ^Gespenster" und .Liede mit ömbermfien".
Fahrdanrm.
Da bleibt man Tieber zn Hause, freut fi'K day ein ehtfenr3 Holz'chllt im Ofm behaglich ^istern- des Feuerllln vortäuscht, tröstet >ich über den rnS Wasser gefall mm Nackmittagsausflug und nimmt notf) einmal die Zeitung vor, zu bet man am SamStag nicht die Muse fand.
Richtig, daß man das auch vergessen konnte. Da steht e4: Jahrestag bet Revolution Ist die Zeit so schnell verstrich m, seit jenem Tage, da btr rote Fahne am deutschen Staats ch ff gehißt wurde? Spärlich erst und mit imgläubi'en ans-
gmcoTTTTTTcn, brangnt damals bi” Nachrichtim airs der van jedem Delepdonverkehr abgeschnittenen Reichs- hanptstadt nach Gießen Tann hörte man vnn s 1t- samen Borgän-^en arm Ba^nl of. Mann'Hof en aller Garnisonen und Wasfengattungen kchrten nach Hause Zurück Biele trugen rote Bändet im Knopfloch. allm se'le Kokarde und Achselstück. Offizieren wurden die Evauletten abge i"cn und die Te<*en gmonrm m. Einet hatte sich ausgedehnt, dann hatte er die Dänd" vots Gesicht ae'chla"e-i. batte geweint wi" m Kind und hatte eS mit ffch e cheben lassen Zn den Ecken d 8 Wartesaales stapelten sich die afrenommenm Waffen,
Da wußte man, daß Revolution war, Revolution auch in Gießen. -
Das jagende Gesches der festen sechs Jahre läßt Einzel'e ten all usch-ell verblas en Man sucht ein angegilbtes Zeitungsblatt hervor, das man sich ber Erinnerung wegen zurückgelegt hat und («ft: , ’ c
Die Vorgänge in Gteßen.
SamStn^ den 9. November nachmittags 3 tfirr frurbe in bet neuen Kaserne vor versammeltem D^l/trllon cht Sv l datenrat yincbtt- Gkeich- je t c wurden die Achselstücke abgelebt und die Mili'ärlpsauge'nen frrbgdaffen. Der Svkdatenrat. der al-bald seinen Sitz in die BahnhosSst'nnnan, bantur prrfegrte, Übernrchm fvstwt die milltt-irrisch,' 6krrc.lt. Seine erste Vekirnntmachung. die in der -Stadt Ruhe und Sicherheit Der bürgte, itbe Aus- sch eittmg mit stantnvchüill^r B< vnfung bedrrche. den Zarstnstreick auf 12 Uchr ststseyte und dm, mÄi^rischm 0fruß freistellte, ließ er gryen 6 ITbr al'enbS am „Gießener An^iger" zum Aushang brincen Jtun daraus wurden die rtten P der gleichen Bekanntmachung an der Bürger- meifi’crei und den sonst üb'ichen Stellm »ttm Anschlag gebracht. Fn ber Stadt und am Bahnhof, ber von einer verstörtten Wache bezogen rtnrhe. spielte sich der Verkehr störung^'os in gewohnt-r Weise ab. Nack 9 Uhr waren die Stra en xift wie ffu^fteftorfcei’. Wachposten sicherten "erncr da? Le- bensrnitte'arnt und die Bangen. Biele Ange'.öillte der Garnison sind in Ur.aub ge'alwen Wie der Soldatenrat am Smrntag vorm-ttag mi'teiltc, bat sich Sams'ag abend hn Gewerkscha tStmi e au< :e drei Mi'glledern ber soffa'demoll-attsch-n ♦ i tt ’b tc Una ägigen ein Arbeiterrat ebilbet Beide Stäle ba e i sich miteinander turin.gt >i direkte Verbindung mit den Zi"ill>el^örden, die ungestört we ter ar be ton, ist bte nfbihr- und Soldatenrat nicht ^treten Am Äu^xmq ber Stadtverwaltung war bereits in der Frühe des Sonntag- fo'gende Bekanntmachung zu lesen:
Der Soldatenrat grTvübrleifet die öffentliche Sichertest der Stadt und wird Ausschreitungen nachdrücklich entgeoentrrten.
Ich bi te die Bürger, jebe Störung der Ruhe und Dränung zu Dermeib.n
Gießen, den 10 No vember 1918.
Ter Oberbürgermeister.
Keller
DcutfcbcSpar Prämienanleihe 1919
10. dis 26. JSovcmber.
Die KartoffelDerlorgung.
ll Marburg. 8 Nov. Da- L^ndrotSamt küntngt den Nichtablieferern brr ffartoffel« Enteignung der Vorräte, Entzirhung der Setbfd. vcrsorgunq in Getreide und Kartoifeln. Bekannte gäbe ber Namen durch bte Zeitungen und gerrchtei liebe Bestrafung an. _ _ .
rm. Darmstadt, 8. Nov. Der Kvmmunat- verband Gr.-Zimmern hat gestern unter Zu hilf»' nähme einer Kompagnie ber Reick»)nxdrtruppeW unter Führung um wer Offizieren in« 12 Unteroffizieren eine gewaltsame Unterfuchuntz des OrteS nach Getreide und ff ar t o f f e t« Vorräten, verbunden mit nngebc*m £>auM mebungen Dor genommen. Der Ort rourtx umlldlt und war das Resultat üte-rroschenb. Bet ^nev» gisch.-rn Bvrgeh.m wurden etwa 2000 Ztr. Brot* grtreibe und ebensoviel Zentner ffartofidn, bu »chon lange ber Ablieferung verfallen waren von» grfundm und beschlaanahmt. Ein Teil ber Land* nrirte lieferte freiwillig ab. bei einens ander« Teil mußte gewaltsam vorgegangen werden. Ve». tm BesckKagnlffnnungen m antaet Orten steh« bevor.
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S. 11.
10.11.
nm. abds. om.
Nr.
Nr.
Nr.
ß-lur VI1L 298 qm
Flur V1IL 310 qm
Klar VIII.
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Der Unterzeichnete bestellt hiermit bet der B»ch- handlung El. Wollbrück A 6e., Berlin.
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1 rouge ©etjiltn erhob« 3m Gönz« der* IWmng »an 57100 Mk Stadtverordneten an 9te -50000 Mk. Die Qrtid^ erwehr wurde nad> Um •4 gegen 9 Stimmen ob
ind Wnhfiftn.
, 1. Nov. Die BerSffmb Yen Bekanntmachung n 3äiungcn wurde bishck.. ne, welche zusammen etwe Ävergütet. Die Bn- mich! am die butt, bas sie damit nicht ach leben auf Zahlung dnH itm Anttag wurde jagt* ch die Kosten jetzt auf etoe Der Anmg der 11.6.$, im auch deren Partciblaü »erweisen, wurde abgelehnl \b ftfdxint, unb fonfl [. Die LeiiunA bei it üorau:-iii1)t.d} ck W rerMia tsiiltdäi. w m» rifidrntea ist die Mititansl» sich der 3unt> berü* eden-oerttag «ui w W« ,hK 19l3 hrabm!ndern muz, M Iii
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prutzens wegen beimißt, gebt auch daraus hervor, daß der hessische Staat, die Provinz, zahlrnchc Korporationen, Verbände, Vereine unb Einzelpersoncn Ehrenpreise und Geldpreife gestiftet hatten. Ter Be- . such war trotz der ungünstigen Vcrkehrsverhältnifse sehr gut.
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S^HW-besTuNuurferlattz ytffe, anfwMe VSHr in unserer Provinz dieser Zweig der Kleintierzucht steht. Alle Rassen vom ir bdjl-igni Bclgischcn Riefen bis zu dem Zwerg „Sxrm AeserveonfekS mit Monokel. Das alles ist von einer Att Handlung zusammengebalten mit derben, witzigen und sentimentalen Couplets durchsetzt und sogar von Orgeltönen in die crwrderlichc Stimmung getaucht. Diese Operette ist beinahe das, was man ein Volksstück nennt.
Sie wurde mit viel Aufwarrd heraus gebracht und enthielt Volksszenen, wie man sie in manchem anderen Stücke wünschen möchte. Zu Beginn des zweiten Auszuges hatte Rudolf Goll als Spielleiter mit außerordentlicher Sorgfalt und guten Einfällen einen Kirmesrummel rnszeniett, an dem man seine Helle Freude haben tonnte. Hm Stücke selbst spielte er den Lindoberer, eine saftige Figur, die schon ein gut Stück llebertreüxung vertragen kann, mit dröhnendem Erfolg. Sehr gut war Richard Hellborn als der fidele Bauer Matthäus Scheiche!roither, der im Grunde genommen gar nicht so fidel ist. Sttmmlich ist er ntcht gerade hervorragend, aber ausreichend begabt. Bei seinem noblicht gewordenen Sohne Stefan (Adolf Falken- ist umso mehr die stimmlickie Begabung dervorzuheben, bei der seit dem Vorjahre merkliche Vervollkommnung feskustellen ist. Der Ton ist noch auSgeglicheTter unv sitzt freier. Die belebendste Kraft unserer Operette, Margot Werner, tat sich auch an diesem Abend rül/mlich hervor, zeigte das lebendigste Spiel und war ausge^.-ichnet bei Stimme. Aus der großen Zahl der Mtttvtrfenden sei noch Luise Ramme! erwähnt im Duett mft dem köstlichen kleinen Heinerle, das von einem 9JZz0beld)en entzückend kindlich gegeben wurde. Ludwig M a r g u t h belebte am DtttgettteTtpulte geschmackvoll die bekannten Weisen der -Operette, zz.
PMZM.z
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Letzte Nachrichten.
Line deutsche Kote über die Kriegs- gefangenen in $rantrdd).
Berlin, 10. Nm. (WTB) Tie deutsch.' Regierung Ixrt in Paris eine Note überr.-imen fcfien, in der sie mitteitt, daß die Heimb.'sör- benrng der in amcrikanisck-er, btlgisther, englischer und italiKrischer Hand befindlichen Kriegsgefangenen im allgemeinen enten normalen Verlauf genommen htt, ebens» die Rückkehr der deutschen auS der Geftingenschaft in übers!eisch.n Ländern. Tie französtsche Regrerung allein versage den de u t schen Gefangenen bie Freihett. Trotz der Ra'inzi.rung des Friedensverträges durch Fr ru'veich toarten bie
ans t»t nLchsten Ta». Dasselbe Schauspiel. So K.'htö auch Mittwoch. Donnerstag benötigt man dringend Kartoffeln. Man stellt sich trotz Kälte und Nässe auf: nach IV« l'tihtbignn Stehen, (ein- gefeilt in drangvoll fürchterlicher Enge, wobei es reichearüsi ®i)dn Dir zweit» {Jrnn i Jni LchillinqShüf Im Haule des notnmrrilen« raU i Dir Frau mit den Äurfuntcltttiiiai / amtmenn« I Gdyiün i,1erS Marie
Verschiedenes!
Auftrage dos Eigeü- lämcrS sieben »um Berkaus die Grundftücke der Gemarkung Kiehen: i^lur V. Nr. traViuinOqm s>Iur V. Nr.LL«/,«»17tt<,m
tort?" Äha. es gibt stttrtoncln. Man eut und sieht eine diclstgcdränale Menschenmenge, trotz KÄte und sttässe, vor dem Laden eines Kvtt-osiel- Wntters. Man geht seufzend davon und hofft, nenn der erste An urm vorbei ist, wirds weniger Gedränge gdm. Man kommt vor 5 Uhr wieder, nm bÄ< betrübende Auskunft zu erlxilten, datz
auSbieiblich zu einer Lähmung der Kraft führen, beten das Volk nicht nur für seinen eigenen Be stand, sondern auch für seine Mitarbeit in dem gemeinsamen Wiederaufbau der durch den Jfrieg zerstörten materiellen unö geistigen Wette so notwendig bedarf. In der Zurückhaltung der ffrieg^gefan genut erblickt die deutsche Rrgierung eine schwere Gefahr und sie HL!i es für ihre Pflicht, hier aus mit tiefstem Ernst und feterlick- vor aller Welt hinzuweisen. Ti.'deutsch-' Sieaierung matz noch auf folgendes aufmerksam machen: Bei der Unterzeichnung des Fri'dens- rettiages ünd schon vor feinem Inkrafttreten ytt sich die deutsche R.'gwrung bis an die Grmze des Möglichen bemüht, den schweren Friedmsbedln- gungen zu entsprechen. Bon aut.arifterter fron zöiischer Seite war ihr ausdrücklich veriichett wor- öen, dast ein solches Entgegenkommen auf bi-e Frage der Heimbeförderung der Ättegssefangenen einen günftigeii Einfiust haben werde. Mit vollem Recht glaubt die beutfd-e Regierung erwattm zu dürfen, daß die französische Regierung die Ktt-egsg'sm- genenrrage, die nur noch vom Standpunkt.' her Menschlichkeit aus behandelt werden taut, tn ’inent entgegenkommenden Geist: löst und die Kriegsgefangenen ohne weitevm Aufschub in die Heimo? zurückbefördett.
Das ReichSnowpfer.
Berlin, 5. Nov. Nach einer vettLdnlicheu Aussprache, die zwei Tage beanspruchte, ging der 10. Ausschuß der Nationalversammlung zur sachlichen Beratung des Gesetzentwurfes bett, das N ei Äs not o pfer über. ?ldgelehnt wurde mit 17 gegen 11 Stimmen ein Antrag Dr. Rießer Dr. Becker, der die Sparkassen und Kreditanstab ten sowie die von Körperschaften des öffentlichen Rechts gegründeten und geleiteten Berstcheruttgs- anstalten der Älbgabepflicht unterwerfen will. Angenommen wurde mit 16 gegen 10 Stimmet, ein sozialdemokratischer Antrag, die Abgabefrciheit der Kirchen sowie der kirchlichm und religiösen Gemeinschaf den zu streichen. Angenommen wurde ein Anttag Tr. Rießcr-Dr. B.cker, der dir Universitäten, Hochschulen und ähnliche Anstalten und Gesellschaften nebst den ihnen zur Erfüllung ihrer Zwecke angegliederten Stiftungen den Anstalten und Stiftungen, die wogen Unzulän^ichfeit ihrer Mittel vom Reiche, einem Bundesstaate ober einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft durch Zuschüsse unterstützt werden, gleichstellt, und von der Abgabe befreit. Die Ab gabenfreiheit der öffentlichen und dem öffentlichen Verkehr d en-mdcn Sparkassen und gemeinnützigen Kreditanstalten wurde unter Ablehnung eines dic Stteichung dieses Absatzes verlangenden Anttages Tr. Rießer-Dr. Becker im Süine der Regierungsvorlage beschlossen. Dagegen wurde die Äbqabrn- fr ei beit für V.-rsicherungsanstalten, die von Körperschaften des öfferttlichen Rechts gegründet und ge leitet sind, gestrichen. Angenommen wurde ferner ein demokratischer Antrag, b.r die Abgaben frei hei! auf die wirlschofktlichen Berufsvcreininungen (ohne öffentlich-rechtlich n Charall r) ausdehnt, sofern sie rricht dem Erwerb dienen, ferner ein Antrag, der die Abgabensreil^it der der Kriegsbeschädigten- und Kriegs hinterl^i chenenftttsorge dienenden Stif- hmgen, Anstalten oder Vereine an die Voraus setzuirg knüpft, daß die Verwendung der Mitttt im Eiiwernehmen mit der amtlichen Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenfürsorge erfolgt, endlich ein Eintrag Dr. Rießer-Dr. Becker, nach dem politische 'Parteien und Vereine abgabenfrei sind, ebenso Vereine zur Wahrung wittschaftlicher Interessen, deren Zweck nicht auf einen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb gerichtet ist, und die bisher von der zuständigen Verwaltungsbehörde als politische Vereine behandelt worden sind.
Die Stillegung chemischer Werke.
Frankfurt a. Main, 10. Nvv. (WTB.) Durch die Stillegung der chemischen Werke in der Umgebung Frankfurts sind ungefähr 10000 der in Frankfurt ansässigen Arbeiter beschäfttgungslos geworden. Tie Stilllegung der Werke ist auch deshalb bedeutsam, weil sie große Wli fferungen an die Entente zu machen haben, wodurch unsere Valuta erheblich verbessett werden tonnte. Ter Kohlenbedarf der chemischer' Industrie, ?ramentlich der Farbstoffindustrie, ist gegenüber anderen Industriezweigen Verhältnis mäßig gering.
Finanzhllft für Oesterreich.
Wien, 10. Nov. Ter Korrespondenz Herzog zufolge entschloß sich die Entente derösterreichi- scheu Republik einen Kredit von 300 bis 500 Millionen Frs. zum Einkauf von Lebensrnitteln und Rohstoffen zur Verfügung zu stellen.
Ergebnis der Preisverteilung:
A. Klubfchau der S chwarz- und Blau-Loh-Klubs. I. Al 11 ier k l as sc: Staats - Ehrenpreis: Gg. Eiff-Steinberg; Siegerpreis: Winncwisser-Blckelbach; Wan- Klnn-Liiiden (2), G. Keil-Gießen (2), L. Licher; derpreis H. Wahl-Endbach: Klubehrenpreis: L. Licher-Trohe; Ehrenpreise: Winncwisser, K. Hock- ]. Preise: K. Hock, G. Eifs-Steinberg, W, Sonne- born-Heuchelheim, H. Henke-Gießen, L. Licher, H. Wahl; 2. Preise: K. Renner-Butzbach, L. Licher, K. Stotz-Klein-Linden, G. Häuser-Steinberg, G. Keil'Gießcn, H. Henke. Ferner wurden zahlreiche 3. Prttse ausgegeben. — II. Jungtier- klasse: Siegerpreis: L. Licher-Trohe: Ehrenpreise: G. Eisf-Steinbera (2), G. Keil-Gießen; 1 Preise: W. Winnewisser, H. Diettich-Klem- Karben, K. Hock; 2. Preise: K. Hock, H. Henke unö G. Kell-Gießen; ferner 3. Preise.
B. Pro vinzial schau. I. A I terSklasse. 1. Belgische Riesen: Staats-Ehrenpreis iD- Lorentz (Lick); Elwenpreis der Stadt Gießen Wllh. Metzger (Gambach,; Provirrzial-Ehrenpreis H. Weber (Gießen); Verbands-Ehrenpreis W. Metzger (Aambach), H. Weber (Gießen); Ehreirpreife A. Schäfer iLich), H. Weber - 1. Preise H. Müller (Stcftn) (2,), H. Weber, W. Metzger; 2. Prfffe H. Weber. — 2. Deutsche Riesenschecke: ^Vereins-Ehrenpreis und Verbandspreis Hch. Müller (Gießen); 2. Preis K. Fleischer (Gießen), W. Opper (Daubrrngen) unb Hch Müller (Gießen). — 3. Wei ße Rresen: 1. Preis W. Schultheiß (Lollar), K. Sauer (Lich); 2. Preise O. Steih (Gießen), L. Klein (Gießen) L. Moos (Lollar), H. Köhler (Reichelsheim), K. Weil (Fauerbach). — 4. Französische Widder: Vereins-Ehrenpreis H. Schultheiß (Lollar). — 6. Germania- Silber: Provinzral-Ehrenpreis Hch. Kreuter (Gießen): 1. und 2 Pv.ffs W. Schniltheiß (L.lllnr) und H. Kreuter. — 6. FranzösischeSilber: Ehrenpreis B. Arnow (Heuchelheim); 2. Preis L. Moos (Lollar). — 7. Angora: Hch. Bauer (Lollar). 8. Blaue W iener: 2. Preis PfarwerWagner (Steuern). — 9. Hasenraninchen: Vereins-Ehrenpreis H. Kraushaar (Da>ll>ringen); Pro- vinzialpreis K. Philipp (Steinberg): Ehrenpreis G. Eiff-Steinberg, 2. B. Arnold-Heuch?ll)eim, G. Eiff, K. Philipp; 10. Grausilber: Provinzial- Ehr en preis W. Opper-Daubcmgrn und K. Hock- Klein-Linden, Bereinspreis H. Kreutcr-Gießen, 1 Preis G. Hosmarm-Wieseck, ft. Marr-Gießen, H Sliruter, K. Kiös-Stangenvw, H. Pstffff-Wi-ffeck, 2 Preis W. Opper, Ph. Zimmermann-Großen- Linden, G. Hofmann, H. Kreuter, Alb. Bill- Gießen; 11. Gelbsilber: Ehrenpreis K. Knauß-Stangcnrod, 2. Preis Ph. Zimmermann unö K. Phillpp; 12. Holländer: Siegerpreis K. stnauß-Stangenrod: 13. Schwarzloh: 1 Preis ft. Phiiivp-Steinberg, 2. G. Hofmann- Wieieck: 14. Havanna: 2. und 3. Preise Dr. Erb-Gießen; 15. Marburger Feh: Staats- unb Provinzial - EhrenpreisPsarrer Wag:er-Teuern; 16. Hermelin: Dntins- p e.s Ph. Zimmermann Großen L nden, Ehrenpreis L. Reuter-Wie.eck, 1. Preis K Piff ipp- Cteluberg, H. Schneider-Gü.'ßen, Haffer-Nieder- Weiset, 2. Preise W. Weller-Wi. seck unh K P.Ä'ipp.
II. Jungtier-Kla s e: St atsp ei e Hch. Loreutz-Lich für Belgische Rresen und K. Sch>ä)- Kicßen für Hasenkuninchen, Pvvvinzial-Ehren-- preiie B. Bops-stirch-Göns, L. Mv.>s-Lollar, E. Brok)pt-Lo!lar, H. Bauer-Lollar, O. Steih-Gießen, andere Ehrenprffse K . Knau ß-S ton gen nte>, PH. Zinnnermann-Großen-Linden, O. Sttth-Gießen, ri. Ad^m-Butzb^ch; 1. Preise W Schu tl-eiß- Lollar, A. Sckffiter-Lich, G. Forbach-Gießen, H. Müller-Gießeii, K. Kiianß--St>rngenriff). G. Hof- manu-Wlc eck, W. Fi rk-Lv l r. ft. K ös-Stongen- vrd; 2. Prff e: L Reuter-Wicseck, K. Phllipp. W. Fink, I. Mfftsch-Gießen, M. Lämmer-GfeFm, W. Waitl/.r XII.-Taub.rngen, E. B otopt, W Schult- feis, H M ü ler-GrebLir, H. B-epf-^rrch-Göl:s, I. Nitt'.:ei-Gteßcn, ft. Biertelhausen-Kl.-Linden. A. Schäfer-Lich, K. Weil-Friedh.-rg. C. Abteilung Eck ! achtzucht Es crh.elten Prei e: 9Tb. m Schäfer-Lich, L. Sack-Gießen uni> G. K.i -Gießen. In fämt bien Abieilungen wurden auch noch zahlreiche 3. Preise ausgegevnt.
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Die Beschlagnahme des Hanauer Anzeigers.
X Marburg, 9. Nov. In dem vor der hiesigen Strafkammer öerfyanDelton Prozess: gegen bie Führer der Hanauer Ko m m an t sten , dem prakt. Arzt Dr. Wagner, dem Patteisekrttär Fttedttch Schnellbacher, dein ®t>d} Wllhelm! Sckwrnd und dem Redakteur Gustav Hammer, ist jetzt die Begründung des llrtells b> könnt geworden. Bekmmt.ich stand unter Anklage auch ine Besitznahme des Hanauer An- zetgers, die vom 13. Nov. bis 26. Januar gewährt hat. Tas Gericht ftfljrtc hierzu auS: Nachdem sich der Arbeiter- und Soldatenrat Cer Gewalt in Hanau bemächtigt hatte, hielt er es ftir ongebracht, ernt der in Hanau erschein:nden Zeitungen in seinen Ttenst za stellen. Als solch; kam der im Berlage des enangel. Waisenhauses erscheinende Hanauer Anzeige: hi Betracht. Nach dem Zeugnis des Zeugen, Waifenh>'.u-w:rwa!ters kdvald wurde dieser am 13. Nav. 1918 im Aaf- Irage des Angeklagten Dr. Wagner als an-nri" sott scher Landrat" zu die'em gerastm. Tr. Wagner teilte ihm mit, der Arbeiter- unb Saldatenvat l'obe besckffos en, den Hanauer Anzei^'r, b^x bisher amtliches Blatt gttve;en sei, zu lernen: Pablr- kattonsargan zu madm. Ter Redakte rr Hammer sollte dm politische,: Teil redrgierm, er solle dasselbe Gehalt bezielten wie der bi5ixrtg< Redakteur Schrecker, der ben Jnferatentell wttter värigteren könne. Sonst solle alles beim alten bleiben. Ewald, per nur Verwalter des Waisenha ises und der Truckerer, d. h. kaufmännischer Leiter, nicht Vl>r- stand der Deiw.iltung war, er Härte, er werd: sich der neuen Regierung ebenso fügen tote der alten, wende aber ein, er unterstehe dem Vorstand und Auffichtsrat und dem Regierungspräfidenten tu Kassel alS deren Bvcgeletzten. Ewlld fügt*, sich daraus, ohne daß eine Toohung mit Gewalt ober gar mit etnem Verbrechen ober Vergehen gefallen näre, der Anordnung des Arbeiter- unb Soldaten- vats und fühlte ben Redakteur Hammer, ,1.8 biefer tn den ßtefdj-äftdräumen des Hattauer Anzeig'rs er» fchiten, in fern Arb.fftszimmer ein, er li'ß es ge» fch-ckhen, daß Hammer die Redaktion des volitt- fdien Teils übernahm, am Kopfe der Zeitung einige Aenderungen und demnächst die Bekannt» mackungen des Arbeiter- und So d.llenrats in der Bettung abgedruckk wurden. Tiefe Angaben wurden anckt von den Zeugen l^rmm und Schrecker b?» ftätigt. Eine sttafb.re Handlung It.'gl danach nicht vor, es würde auch, wenn eine solche vorläg:, da es sich um eine volttisch,' Handlung im Sinne des Erlasses vom 12. Nov. 1918 handelt, ihre Steaf.e.fo.gung nach die em Erlasse auSgffchliosftn sein.
Eingesandt.
(Für Form und Jntzu.l aller inner dieser Rubttk stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum flpgenührr feioerlei Verantwottalng.) Unhaltbare Zustände bei der Karwffel- ausgabe.
Wenn doch bei der Karäoffelvetteilung etn wenig von ter Organisatiion zu spüren wäre, deren sich stmst Deutschland rühmen kann?
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Schriftl. Ängeb. unter ^2:1617 an den Gieß. Änz.
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Giessen, den 10. November 1919.
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im Namen
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021619
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Lauksagung.
Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und Begleitung unserer lieben, teueren Entschlafenen zur letzten Ruhestätte, insbesondere für die erhebenden Worte des Herrn Pfarrers Groth zu Rödgen am Grabe, sagen innigsten Dank
der trauernden Hinterbliebenen:
Philipp Pfeffer m.
Annerod, 10. November 1919.
freunden und Bekannten teilen wir hierdurch mit, dak unser langjähriger, lieber Hausgenosse
Herr Max Langbein
von seinem schweren Velden durch einen sanften Tod erlöst wurde.
Familie «Söllmae.
Kälbchen Bender.
(Metzen t Weidengaste 6), den 10.9toa 1919.
Die Beerdigung sinder Dienstag, den 11. November nachmittags */,3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus
Danksagung.
Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns oo schwer betroffenen Verloste sprechen wir hiermit unseren tiefgefühlten Dank aue
Heinrich Dilges
Erich Dilges.
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Von den Strapazen während des französischen Feldzuges plauderte er: ,,L« Verpflegung war mitunter so schlecht, daß ich einmal 24 Stunden keinen warmen Bissen über die Lippen brachte. Einmal hat man uns in enter wahrhaft miserablen Spelunke unfevgefrratftt und mir das Leben denkbar sauer tzcmacht: alles aus Aerger, daß ich mit meinem Stabe auch du bei war. Einmal taufte ich fünf Eier um 20 Frs. Ich teilte mein Cluartier mit dem Grvßherzvg von Mecklenburg und dem amerifonifd^n General Sheridan. Als es ans Teilen der Eier kam, tarn ich mit meinem angeborenen Gerechtigkeitssrnn in Verlegenheit, löste aber doch die Schwierigkeit, tnbem ich zwei Eier vorweg autaß."
Bismarck arbeitete d-ama's, tm Oktober 1892, eifrig an seinen „Geda nken und Erinnerungen". „Meiu Memoirenwerk," sagt" er, „das nach meinem Tode erscheinen soll, furbnt meine Kraft. Es ist jetzt ein Band j» gut wie ferttggeftellt, bis auf die notwendigen Strnchun- Zni. Ich bade mich bevckts mit Cotta wehren d>s EttchetnenS aebunden." Ern ander M»l meint er: „Meine Memoiren kann ich letzt nicht herausgeben, ich würde damit zu ucrie Perwn.m verletzten. Nach meinem Tode können Sie dereinst publiziert wenden." lieber sein per sön lrches Zusammentreffen mit Richard Wagner äußerte der Fürst, daß er ibn einmal gesehen habe. „Er tarn einmal w mir $u Tisch, verließ mich aber sicktlich enttäuscht. Ein Vetttum (Geld für Bayreuth) hatte er ntd£ vorgebvacht. Mim setzte uns zusammen lauf ein Sofa, und dn dichte er wohl, daß sich Maschen uns ein Duett enbspümen würde, aber es tarn m-ders. Der Meister der Töne erntete wohl von mir Hcht gmiig ELogen, er kam nicht zur Ewsa'ttmg mtb grng otttäufcht." Heber Len Vach urteilte BiSmorck: „Lattwch ist mir ein ungM-Ä ansvrsÄ-nber Gese lfch.fder und auch tftnfFerijd' stelle ich feine 28erte hoch- dagegen findet Werners Bi b vom Berliner Kongreß, wo td> wrerbend dar gestielt toeitr, meinen Beifall nicht."
1. Mat 1915 zugestanden. Elsaß-Lothringen sott vom Deutschen Reiche völlig losgelöst und als autonomer Staat crflärt werden. Rach einem gewissen Zeitpunkt soll die Beoö.kcrung selbst darüber entscheiden, ob sie im Zustand der Autonomie verbleiben oder sich an Frankreich ober Deutschland anschließen will Falls Elsaß-Loth- rinnen sich für völligen Anschluß an Frankreich cntfdjeib.’t. wird Deutschland aus kolonialem Gebiet entschädigt Abgesehen von Belgien werden keinerlei Kriegsentt'chä.ttgungen gemährt. Die deutschen Kolonien werden an Deutschland zurück- gegeben unter der Verpflichtung, daß auf die weitere Erwerbung von Kohlenstationen und M»- rinestützpuntten verzichtet wirb.
Die kriegführenden Mächte vereinigen sich zu einem Vö.kecbund aus folgender Grundige: Die Friedenspräfenzstärle der betreffenben Armeen darf Va Prozent der Bevölkerung nicht übersteigen. England ist in bezug auf seine Marine an diese Beschränkung nicht gebunden. Es wird ein obligatorisches Schiedsgericlst für alle internationalen Streitigkeiten ohne jede Ausnahme gebildet. Die neutralen Völker werden au rgeiorbert, aber nicht gezwungen, dem Böllerbunde beizutreten. Die Mitglieder des Völkerbundes schließen miteinander Handelsverträge nach dem Modus der Meistbegünstigung ab. Die Staaten mit monarchischer Verfassung innerhalb des Völkerbundes müssen nach streng bemofrarifdjen Grundsätzen regiert werden. In jedem Staat bilden dirett vom Volke gewählte Verttetungen und Körperschaften die höchste und entscheidende Behörde. Der Fahneneid ist nicht ans den Souverän, sondern auf die Verfassung zu leisten.
lieber die Aufnahme dieses Friedensoder Verhandlungsangcbots liegen verbürgte Nachrichten nicht vor. Bon durchaus vertrauenswürdiger Seite wird mitgeteilt, baft Wilhelm II. in alle Bedingungen, wenn auch' widerstrebend, sich gefügt, dagegen die Entscheidung bezüglich Elsaß-Lothringens in der schärfsten und heftigsten Form zurückgewiesen habe. Selbstverständlich hätten sich alle verantwortlichen und unverantwortlichen Ratgeber unter diese so energisch vorgetragene Willensäußerung des Kaisers geduckt. Nach Berliner Muster ist nichts geschehen. Der deutsche Gesandte im neutralen Lande erhielt nicht einmal eine bestimmte Antwort oder Absage. Der englische Unterhändler ver- schwand nach kurzer Zeit.
!>crmiid>tes.
fftW zu Magnus, „ich habe Kopfschmerzen und möchte nnch ntcberlegen" Au Wahrheit wollte sie mir ungestört ihr weiteres Verhalten überlegen.
_ sch, sie betreten an. In feinem Innern fühlte er sich weit schuldiger, als sie ahnte. Hatte er sie doch wissentlich beloaen, als er behauptete, Mvdesta nur zufällig getroffen zu haben.
Und da sein Gerechtigkeitsgefühl ihm sagte, daß sie wrrllich Grund zum Aerger hatte, hätte er sie gern irgendwie versöhnt und beruhigt.
Aber diese Aufwallung wurde erstickt durch ihre kühle, hochmütige Haltung. Darum sagte er m demselben Ton: „Es ist selbstverständlich, daß du dich schonst, wenn dir nicht wohl ist. Gestatte darum nur, daß ich vorher einen Irrtum in bezug auf Modesta richtigstelle. An dem Zusammentreffen mit mir heule im Walde trifft sie nicht die leiseste Schuld. Sie wußte gar nicht, daß ich
Evelyn unterbrach ihn durch eine abweisende HaNdbewegung.
„Tu brauchst wirklich nicht noch weiter mir gegenüber ihren Ritter zu spicken, lieber Magnus. Ich Überlasse es deinem Gewissen, ob dein Vorgehen übereilt war.
Sie bezwang ihre Stimme und gab ihr einen sanften Ton.
Es wäre ja entsetzlich gewesen, wenn jetzt, wo sie alle Brücken hinter sich abgcbrodxm und ihr eigenes Herz unter die Füße getreten hatte, ihr die Schmach angetan würde, daß er sie verließe!
Wie bewegt und wechselnd auch die Stirn»
Heues aus poschmgers Gesprächen mit öismarct
Die Gespräche von .Bismarcks Eckermann", Heinrich von Poschinger, deren Beröffentlichung aus dem Nachlaß im neuefien Heft der „Deutschen Rundschau" fortgesetzt wird, enthalten wieder hoch- kbeutfame Äußerungen des Fürsten, die auch die verworrene Lage der Gegenwart beleuchten. So gab Bismarck seinem Besucher Charakterbilder der drei Kaiser: „An dem alten Kaiser war alles vornehm und korrekt: dabei wollte er nicht unfehlbar sein wie der jetzige. Oft gab er ein gefaßtes Urteil auf, wenn ich ihn von der Aktenlage in Kenntnis gesetzt hatte, ohne mir einen sticken Groll im .Herzen zu bewahren. Auch mit dem Kaiser Friedrich wäre ich ganz gut ausgekommen. Schon als Kronprinz waren meine Beziehungen zu ihm nicht so schlecht, wie man dies gewöhnlich voraussetzt. Den Erlaß an den Reichskanzler, den er bei seinem Regierungsantritt veröfsentlichen wollte und der meinen Freund Geisten zum Verfasser hatte, überreichte er mir versiegelt, von San Remo kommend, auf der Fahrt von Leipzig nach Berlin. Ich brach das Kuvert auf und las den 3nba(t, worauf er mich fragte, ob ich gegen die Veröffentlichung des Erlöstes etwas ernzuwenden habe. Ich verneinte diese Frage und hätte sie — aus Mitleid mit dem Armen — selbst dann verneint, wenn Schlimmeres darin gestanden hätte. Auch mit der Kaiserin Friedrich wäre ich fertig geworden. Kaiser Friedrich zeigte seiner Gemahlin gegenüber selbst in feinen schlimmsten Tagen einen festen Willen. Als es sich darum handelte, ob der Sattenberger nach Berlin eingelahen werden sollte imb die Kaiserin Friedrich diesen Wunsch Bricht ausgab, raffte der Kranke seine letzte Kratt zusammen. Es war das erste und das letzte Mal nach der Tracheotomie, baß er ein lautes Wort von sich gab. Daraus verließ er selbst sogleich auch das Zimmer, um in einem benachbarten seinen Tränen Laus zu lassen." Ueber die Unmöglichkeit, unter Wilhelm II. weiter zu bienen, Jagte Bismarck: „In den letzten Monaten vor meiner Entlassung hat in schlaflosen Nächten die Frage mich unablässig beschäftigt, ob ich unter ihm aushalten könne. Meine Liebe ytm Daterlande sagte mir, du darfst nicht gehen, tm bist der Einzige, der diesem Willen noch das Gleichgewicht zu halten vermag. Aber auf der andern Seite kannte ich die Gerstesver- sassung des Monarchen, die mir die traurigsten Venoicklungeu im Bereiche der Möglichkeit erscheinen sieh. Das Schauspiel, das sich in Bayern mit König Ludwig dem Zweiten verhältnismäßig glatt abgespielt hat, würde in einem Militärstaate wie Preußen einen Verhängnis volleren und schwierigeren Sljarafter annehm en. Der Kaiser hat bamt meinem Seelenkampse selbst ein Ende bereitet, tnöem er mich wissen ließ, daß er mich nicht mehr haben wolle. Ich akzeptterte diesen Standpunkt, wollte das Auseinandergehen aber in einer toürtnaen Weise durchführen. Statt dessen hat mich der Kaiser förmlich hinausgeworfen."
Ueber den Friedensschluß von 18 71
Ber Tische herrschte ernt schwüle Stimmung. Modesta rührte keinen Bissen an, sah blaß und «lend aus und gab verkehrte Antworten, wenn man sie ansprach.
Magnus und Evelyn wechselten kein Wort nnteinander. Beide starrten finster vor sich hin.
Die Mütter beobachteten es mit wachsender Unruhe und tauschten heimlich besorgte Blicta. Lhve Bemühungen, ein leidliches Tischgespräch nt Gang zu galten, blieben klägliche Versuche.
Es war offenbar, daß zwischen dem Brautpaar statt der erhofften Wie^rsehensfreude arge Verstimmung herrschte, und Modesta den Grund davon kannte.
Aber beide Mütter waren der sehr richttgen Ansuht, datz es am besten sei, zu tun, als merke man mchtS.
.Liebesleute müssen auch mal em wenig schmollen," tröstete sich die Gräfin im stillen, „um so sützer ist bann die Versöhnung."
"Und Mama Losenstein dachte: „Wenn es etwas emmiches ist, wird Modesta es mir wohl selber sagen..."
Das Brautpaar pflegte sonst nach Tisch, wäh- vmd die alten Damen sich zu kurzer Siesta zurück- zogen, auf der Terrasse ober tm Park zu lustwandeln.
Heute aber machte Evelyn keine Anstalten dazu. „Du wirst mich entschuldigen", sagte sie
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fiertet
t Sonntags junge itiommen.
unb Frau (Emilie geb. Fabn.
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Er fuhr sich über die Stirn und schloß fte einen Moment die Augen, wie wenn ihn cnn Helle schmerzhaft blendete.
„Nichts. Ein leichter Schwindel nur," antwortete er bann donlios unb tzch seine Braut afr wesend an. „Wovon sprachen wir doch eben?"
„Bon — von unserem Hochzettstag. Ich M dich, ihn zu bestimmen."
„Ja so. Richttg? Also . . sagen wir dop heute an über drei Wochen . . . paßt dir bad?"
Sie tat, als merke sie gar nicht, wie klanglos sein Ton plötzlich war.
Ein tiefer, befriedigter Atemzlug hob ih« Brust. Gottlob, er ließ sie nicht, er hielt sein Wort ttotz allebem!
In enter Anwandlung stillschweigender Dankbarkeit wollte sie die Arme um ihn legen, aber da wich er beinahe unfreundlich zurück.
.Laß das," fapte er rauh und erschrak selber vor dem Klang seiner Stimme.
Ihr sckvß das Blut ins Gesicht. Welche Demütigung für ihren ©toi}! Alles in ihr bäumt, sich leidenschasilich auf, drängte sie förmlich dazu, ihm den Verlobungsring zornig tior die Fü§ zu fckleudem — dem Manne, dem nie ihr Herz gehört hatte, und ber es nun wagte, rhve Eittt- tett fo tie! in ben Staub zu treten.
Aber auch jetzt bezwana sie sich. Tas Zick, dem sie zuitrebbe, war wohl einer D'.müttgung
Stumm wandte sie sich ab. Magnus sah bii Zucken ihrer Lippen wohl, und wie sie sich zwang, ruhtg zu erfreuten.
(Fortsetzung Polgt.)
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In ihrem neuesten Geaeibchaftsdrama in 4 Akten
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Wir laden unsere Mitglieder zu der am Mittwoch, dem 12. November 1919, abendS H Uhr, im Pottkeller staiistndcnden
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)ienstag, TI.November, abends 8 Uhr, im Hotel Groflherzog
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Vortrag des Herrn Geheimrats Prof. Sommer über.
Die Psychologie Der Revolution.
Eintritt frei. -
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Etwas (?anz Feines
lABfilUl MU, FTTWt 4 «TA*H 13 Of f l*e*O1 etoe • i»z»
Bekanntmachung.
Betr.: Den Verkehr mit Möhren carS der Ernte 1919 vom 1. November 1919
Auf Grund der N 12 und 16 der BmtdeS- rotsVerordnung über die Errichtung von Prers- mümngsstellen und dir L^orguorgLregestutg vvm 25. September 1919 lRerchsA^l. S 60^ vom 4. Novemkxn 1915 und vom 6. Iuli.1916 (N-rchS-lSesetzbl. S. 673) wird folgend»; bestimmt: , , .
Die Ausfuhr von Möhren cruS brm unbff^trn Ckfrict des Freistaates Sessm ck verboten nahmen können von der Landesgemufestelle zu ®”i2*
3 Möhren, deren Ausfuhr entgegen den Vorschriften dieser Bekanntmachung versucht nnrv, XS
,ttit<4 Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschriften werden mit wesangnis bis M 6 Monaten oder nnl Geldstrafe bis %u 1500 Mk. bestraft, soweit mcht nach anderer aefetzlicher Bestünmuug rau höhere Strafe verwirkt wird.
Diese Bestimmungen treten mit dem Tage der Verkündigung in Kraft. O1O
Darm stadt. den 1. Noveinber 1919. hessisches öandes^rnährungsamt.
Neumann. i<5/DOß
Betr.: Die Belonntmachung des Hessischen Lan- des-Ernährungsamtes über den Verkehr mit Möhren aus der Ernte 1919 (Darmstädter Zlg. Nr 256 vom 1. Nov. 1919).
Die Hessische Landes^müseslellr, Dcnval- tungsabtei ung, an die Bürgernreifterrien der Landgemeinden nn unb. s ßten Sebi^t des Freistaates Hessen.
Unter Hinweis ccuf bomtcbeitix Bekanntmachung beauftragen wir Sie, diese in Ihren Gemeinden ortsüblich betemt pi machen Gesuche um Erlaubnis Mr Ausfuhr von Mohren ftnb an uns zu richten.
Mainz, 5 November 1919.
Der Vorsitzende:
Werner Oberregierungsrat.
Bekanntmachung.
In unser Handelsregister Abt. A wurde beute beoüalich der Firma Hovel GroßherMg von Hosen Gießen eingetragen: Das Geschäft ist auf den Gastwirt Karl Schneider in Giestrn überaegangen, welcher dasselbe unter bar bisherigen Firma.weiter- führt. 12767B
Gießen, den 5. N-ovcmbrr 1919.
Hessisches Amtsgericht._______________
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