Erstes Blatt 169. Jahrgang Donnerstag, 10. Juli 1919 Alls dem töCGC W einem mittel-!Sympathie quS. Wir dürfen der.Zustimmung I iUSxJc elr 1 der bayrischen Wals und des sonstigen links- rhemlschen Zusammenschluß. rheinischen (Gebietes, des Nahetales, der eigen» grta, imfrr rt(.ni«,h,8 tümlichen Oldenburgischen Exklave Birkenfeld, ,__tnm l«h zu- und des in Frage kommenden Hunsrück-Ge- und cv auS M,«nL»«ü- ertulatz unb mü SüdilsS itaN Kaffee, ungebrannt, etwa Tee....... Kakaopulver . . und des in Frage kommenden Hunsrück-Gebietes wohl sick)er sein, denn was können sich diese, sonst von Fremdherrschaft bedrohten Lande wohl besser wünschen als diesen Anschluß an den Rhein und ein festes, starkes deutsches Staatsgebilde! A -arm schnei» “.•Gießen S’WWw I* SommUmgen Wei - !i-üie;il!el er vibll»thr!n fit potii uni portofrei! 6.50 ML. 10—13.— „ 7.50—10.— „ 10—15.— „ Wanölung Farial. vnlq V - 8?ntmt 342 GwßThüringen. Weimar, 8. Juli, lieber die Aussichten des Zusammenschlusses der thüringischen Staaten gab in der letzten Sitzung des Landtags von Sachsen-Weimar vor Eintritt in die Tag sordnung der leitende Staatsminister und Be- vollmächtigte zum Staatsrat, Paulssen, eine Erklärung ob, aus der zu entnehmen ist, daß die Angelegenheit in ein entscheidendes Stadium tritt. Nach den Auslassungen des Ministers hätten den Staatsverträgen alle thüringischen Bundesstaaten restlos zugestimmt, mit Ausnahme von Ko bürg, das seine Zustimmung von einer Volksabstimmung abhängig mache, uno Sachsen-Meiningen, das noch keine offizielle Erklärung abgegeben habe. Schwarzburg-Rudolstadt stimme ebenfalls dem Staatsvertrag xu, wünsche aber, daß der Gebietsaustausch im Schwarzlmrg-Rudolstädter Unterland nur mit Zustimmung der dortigen Bevölkerung erfolgen solle. Tie Ernennung der Mitglieder zum Staats- und Volksrat soll unverzüglich stattjinden und dann eine Konferenz des Staatsrates auf den 14. Juli nach Weimar einberufen werden. Bei dieser Gelegenheit solle auch der Termin zur Einberufung des ersten Volksrates stattfinden. Alsdann wolle man mit dem Volksrat unverzüglich an die Ausarbeitung der notwendigen Gesetze für den neuen Staat Groß-Thüringen herantreten. Tie Aussichten für ein rasches Fort- schreiten der Verhandlungen sind nach Ansicht des Ministers günstig. «Kl ÄS Schokolade ... Has Pfund, je nach Dualität Fürwahr, dafür wollen wir leben und sterben, für diese breite, mitteldeutsche Rhein- überbrückung, für einen starken Zusammenhalt altdeutscher Kulturlande. „2Ber will des Stromes Hüter fein?" — Die Frage ist neu gelöst! Wie wollten wir es dann nicht etwa mit welschen Einflüssen aufnehmen, wcwn so starke deutsche Elemente sich zu gemeinsamem Schaffen zusammenschließen können! Die Gründung erfolgt, wie wir hören, auch im Einvernehmen mit der Neichsregierung. Das bleibt die Voraussetzung für das Gedeihen des Planes, daß auch die 'Nationalversamm- lung ihre Zustimmung erteilt. Größere, einheitliche, leistungsfähige und schaffensfreu- dige Staatsgebilde im Rahmen eines starken deutschen Reiches, Beseitigung der überlebten Kleinstaaterei, das ist die rechte Treppe zum Aufstieg, zur Festigung und zum Wiederaufbau des.Reiches. Es wäre wohl das schönste deutsche Land, das wir bei der Gründung Rheinfrankens unser Heimatland nennen würden. Uralte Kulturstätten sind die SSiecfe der Bewvhiver des bezeichneten Gebietes, die alle stammverwandt, alle wirtschaftlich eng aufeinander angewiesen sind. Gleichen Reichtum an Wasserstraßen (Rhein, Main, Nahe, Lahn) würde kein anderer Einzelstaat besitzen; dazu kommen die mannigfaltigen Gebirge, fruchtbaren Ebenen, gedeihliche Landwirtschaft, aber auch beträchtliche Industrien. Wir Oberhessen wollen vor allem dafür ein» treten, daß unsere nördlichen Nachbarbezirke, das ganze Lahngebiet, dem rheinfränkischen Lande zugeschlossen wird. Daun vertrauen wir, daß starkes deutsches Leben in der Westmark gewichtige Bausteine zum Wiederaufbau unseres größeren Vaterlandes legen wird! Ein neuer, hoffnungsfreudiger Geist soll bei uns einkehren und er soll nach der Ratifizierung des Friedens schon bald so starten Ausdruck erhalten, daß fremder Willkür das Tor verschlossen bleibt. sannnenbrach und die Fürstenkronen der Ein- zelstaater in den Staub rollten, da wußten wir von vornherein, daß nun auf neuen Grundlagen aufgebaut werden müsfe, nicht nur in allgemein gesellsck-afflicher, sondern auch in geographischer und ethnographischer Hinsicht. Der Freiheit war eine Gasse geschaffen auch für gesunde Länderneuordnun- 6en. Wir dachten nicht an ein „Zerschlagen" Preußens, an Verunglimpfung: öden Verurteilung der preußisch-deutschen Mission, die nun freilich endgültig mißglückt war — aber wir sahen wieder alte Zusammenhänge stamm- licher und wirtschaftlicher Art, die Zeichen einer älteren Vergangenheit wiesen uns darauf hin, daß keineswegs nur Ruinen vor uns lagen, sondern ein wertvolles, ohne besondere kämpfe erreichbares Erbe sich vor uns auftat. Unser Landstrich zumal, staatlich insel- kaft umgrenzt und nur durch schmalen Brückensteig verbunden mit den übrigen Teilen des 'Großherzogtums, fühlte sofort, daß Schritte getan werden müßten, um zu einem natürlicheren, leistungsfähigeren Staatsgebilde zu gelangen, zu welchem wir um uns die besten Vorbedingungen gewahrten. Nichts mehr band uns an künstliche, kleinstaatliche 2fu$ dem Reiche. Die Briefmarken der Nationalversammlung. Der Abgeordnete Dr. Rießer hat folgend? kurze Anfrage an die Regierung gerichtet: Tie Reichsregierung hat zu Ehren der im Text der Marken besonders bezeichneten Nationalver- lung. die aber nicht gefragt worden ist, neue Postmarken zu 10, 15 und 25 Pfennigen ausgegeben, deren überaus geschmacklos«; Ausführung sehr bedauerlich ist. Tie weißrote Zehnpfennigmarke zeigt einen roten Baum, der bei gutem Willen des Beschauers die Absicht erkennen läßt, einen roten Eichbaum, also eine seltene Naturerscheinung, vorzustellen; die braunblaue Fünfzehnpfennigmarke bietet die ebenso merkwürdige Anschauung blauer Aehren oder irgendwelcher blauer Zweige, wahrend die grünweißrote Fünfundzwanzigpfennigmarke in rotem Grunde das Bild eines niederknienden narften Jünglings aufwrist, der ein entweder Backsteine ober Brot enthaltendes Brett auf dem Kopfe trägt, wahrend sein linker Fuß von einem niederstürzenden Fallschirm oder einer Mauerkelle bedroht ift Wir fragen an: ist die Regierung bereit, darüber Auskunft zu erteilen: 1 ob vor Fertigstellung dieser Marken, di« wohl nur das Inland erfreuen sollen, ein Wettbewerb unter Künstlern ausgeschrieben worden ist, 2. wie lange diese Marken im inländischen Umlauf bleiben sollen, „ 3. ob beabsichtigt ist, auch für die übrigen Post- wcrtzeichen neue Marken ähnlicher Art heraus zugeben. Warnung vor §chleichhan-e!;preisen. Der Reichsbevollmächtigte für Kolonial, roarett in Hamburg veröffentlicht folgendes: Der Schleichhandel in Kaffee. Tee, Kakao und Schokolade hat einen derartigen Umfang angenommen, daß ich mich genötigt sehe, zum Schutze des zünftigen Handels und der Verbraucher, insbesondere der minderbemittelten, Bevölkerung, energndx Schritte zu ergreifen, um diesem unerhörten Treiben Einhalt zu tun. Ich weise zunächst darauf hin, daß auf Grund der Weltmarktpreise und unter Berücksichtigung des heutigen Standes unserer Valuta zur Zeit folgende Preise als angemessen imKleinhandel bezeichnet werden können: Die Lage in Elsaß. Bern, 9. Juli. (WTB.) Cachin, der zusammen mit Longuet und Frossard eine Vortragsreise durch das Elsaß gemacht bat, sprach über die von ihm gewonnenen Eindrücke. Frankreich habe seit dem Waffenstillstand in Elsaß-Lothringen nicht an Ansehen gewonnen, das herrschende Gefühl in der Arbeiterklasse sei ein tiefgehenpes allgemeines! Mißbehagen. Man beklage sich hauptsächlich über die Verhängung des Belagerungszustandes iati> über die Beschränkungen der politischen Betätigung durch die Behörden. So seien z. B. die gewerkt schädlichen Zusammenkünfte nur unter polizeilicher Aust eckst gestattet. 3L* Arbeiterpresse sei der schärfsten Zensor unterworfen. Sehr häufig würden die Auflagen beschlagnahmt. Die statischen Arbeiter von MHlhcuiscn sind seit drei Socbm im Ausstande ej.r Einführung des französischen Schulunterrichts habe die Bevölkerung in große Verwirrung gebracht, weil die Proletarierkinder dies« Sprache nicht beherrschen. Bei den Ausweisungen fesien viele Ungerechtigkeiten vorgckommen. Lediglich aus Denunziationen hin wurden viele Unschuldige ausgewiesen, während die Klerckalen begünstigt werden. Unterdessen mache der Sozialismus Fortschritte. Die sozialistischen - Zeitungen von Straßburg, Mülhausen und Metz hatten ihre Auf- lagcnzifsern vergrößert. Die Gewerkschaften umfassen 125 000 Mitglieder. Den Versailler Vertrag würden die elsaß-lothringischen Genossen ebenso einschätzen wie die französischen, nämlich dahin, daß der Sozialismus die Bedingungen des Viereprats nicht anerkennen könne. Der künftige englische Botschafter in Berlin. H a a g, 9. Juli. „Daily Herold" meldet, daß der englische Arbcitsminister Barnes,, dec die Arbeiterpartei im Kriegskabinett vertrat, als englischer Botschafter in Ber- l i n genannt wird. Wilsons Ankunft in Amerika. Amsterdam, 9. Juli. (WTB.) Den englischen Blättern vom 7. Juli zufolge antwortete der Präsident Wilson vom Dampfer „Georg« Washington ' aus drathlos auf die Kritik der Männer, die dafür ein treten, daß Amerika zu der Politik des isolierten amerikanisäsen NakvnalismuH zurückkehren soll. — Der Präsident erklär^ daß Amerika sich in den Dienst der Mensclchrit stellen müsse, und daß er wahrscheinlich eine Kampagne für dieses Ziel in den Vereinigten Staaten führen werde, weil er der Ansicht sei, daß es notwendig sein werde, die Versicherungen auszuführen, die er der Pariser Konferenz bezüglich Amerikas Bereitschaft, seinen Teil an den Lasten aus der 9tm* prduung der Dinge zu übernehmen, gegeben habe. Die Rückbeförderung der deutschen Kriegsgefangenen. Berlin, 9. Juli. (Priv.-TÄ.) In einer von einem hiesigen Mittagsbliatt gebrachten Meldung aus Haag ist die Rede von einer Bespreckstmg zwischen dem Vorsitzenden der deutschen Friedens- oelegation, v. Lersner, und dem Generäl sekro- tär der Ententekonferenz, Dulasta, über die Rückbeförderung der deutschen Kriegsgefangenen. Hierin befindet sich die SSemerfinig, es stehe grundsätzlich sest, daß die Rücksendung der ftricg^gefangenen in gleichem Maßstabe erfolge, in hxkfjem deutsche Zivilarbeiter in Frankreich zu Wiederherstellungsarbeiten der zerstörten Gebiete eintreffen. Dieser Auffassung Muß auf das entschiedenste entgegengetreten .werden. Deutschland ist bereit, am Wiederaufbau NvrdfvankreidB mitzuwirken und zu diesem Zwecke geschulte deutsche Arbeiter zur Verfügung zu stellen. Es ist nicht angängig, die Bereit- Itclhmg dieser Arbeitskräfte in irgend einer Weise mit der Heimbeförderung der Kriegsgefangenen in Zusammenhang zu bringen. Diese bat vielmehr nach Artikel 214 des Friedensvertrages ohne weiteres iigch Inkrafttreten mit größter Beschleunig gung zu erfolgen. Berlin, 9. Juli. (Wolff.) Der Saargebietschutz teilt mit: Das Saar gebiet erhielt von der Entente das erste Zeichen ihres Wohlwollens durch die Rücksendung der Gefangenen, die im Saargebiet beheimatet sind. Das Zeichen, unter dem die Heimkehr der deutschen Soldaten erfolgte, liech ausgebrückt in der Bekanntmachung, welche in leinigen Zeitungen des Saarg^nets zu lesen ist: Die Bevölkerung wird dringend von ihrem Bürgermeister gebeten, beim Empfang Oer Kriegsgefangenen keine KundgMmgen auf den Straßen zu veranstalten, insbesondere keine vaterländischen Lieder zu singen. Wie aus den Berichten über die Ankunft der Freigelassenen hervorgeht, bereitete die Bevölkerung den Heimkehrenden einen begeisterten und rührenden Empsang. Amtliche Bekanntmachungen der Militärverwaltung verordnen, daß nach Ablauf von 24 Stunden nad) der Ankunft die Kriegsgefangenen alle militärischen Abzeichen von den Bekleidungsstücken entfernen müssen. Außerdem ist das Tragen von militärischen Kvprbebeckungen unterlagt. Jeder Kriegsgefangene, der sich den Anordnungen widersetzt, wird verhaftet. Im ganzen sind 1200 Gefangene aus dem Saargebiet frei» gelassen. Eine Kundgebung in Rheinhessen gegen die Dortensche Republik. Frankfurt a. M., 9. Juli . /Wolff.) Aus RhriulMen wird uns mit der Bitte um Veröffentlichung- folgendes geschrieben: Zu einer großen Versammlung fürjne „Rheinische Republik" war zum 6. Juli nach Gau- Algeshrim iRhemliessen) aufgefordert worden unb eine riberwälligende Kundgebung gegen diese Republik ist daraus geworden. Eine über tausend Personen zählende Menge, Anhänger aller po- litischen Parteien, warteten der Tinge, die da kommen sollten. Nach Eröffnung der Versammlung durck) den Vorsitzenden machte er die kurze Mitteilung, . daß der Versammlung im letzten Augenblick die Erlaubnis der französischen Behörde in Singen entzogen, auch Herr Tr. Dorten am Erscheinen verhindert fei. Unbeschreiblicher Tumult erhob sich, jnan verlangte über die Gründe Auskunft — Antwort aber war nicht zu erhalten. Ein Teil der Dortenschen Drahtzieher verließ heimlich den Saal und unter einem brausenden Hoch auf Teutichlaiid schloß der erste Teil des Schauspiels! Ter Zweite begann 5 Minuten später. Es wurde festgestellt, daß dem anwesenden französischen Ortskommandanten von einem solchen Verbote seiner eigenen Behörde bis zur Stunde nichts bekannt war. Tie Menge begab sich mit den französischen Offizieren zusammen wieder in den Saal, und ein sehr wohl bekannter Redner stellte Jeff, daß hier in unerhörter Weise mit der öffentlichen Meinung umgefonmgen würde, es Passe dies ja in den ganzen Mchmen der Do»ten- schen ©tunbimg, gesagt müsse aber werden, daß die treuen Rheinhessen sich keinesfalls von dem Geheimkabinett Torten einen neuen S'aat auf» Färben lassen würden. Unter dem gegenteiligen Gelöbnis für die deutsche Einheit und Freiheit, unter ber Zusicherung, daß das Rheinland — des Teutschen Reichs Westmark — auf Leben unb Sterben mit dem Reiche verbunden bleiben irtoUc, wurde folgende Entschließung einstimmig angenommen: Die Versammlung lehnt bie am 1. Juni aus- geruiene Rheinische Republik entschicben ab unb forbert, daß die Neubildung von Gliedstaaten nach wirischaülichen Gesichtspunkten allein den- gewählten Regierungen und Volksvertretung unter Mit- hil'e der gesamten Seiö ’cnmg Vorbehalten bleibt." Unter abermaligem Hoch au; oas deutsche Vaterland, das aus der Versammlung heraus ausgebracht wurde, verließ die Menge langsam den Saal. Die ungeheure Erregung machte einer allgemeinen Heiterkeit Platz, als man zu wißen bekam, daß Herr Dr. Dorten und einige toeitere „Republikaner" mit den beiden „Staatsautos der Rheinischen Republik"" rechtzeitig in Gau-Algesheim erschienen waren. Vielleicht haben „wichtigere Regierungsgeschäfte"" die Herren nach ihrer Residenz zurückgerusen. Das entzieht sich allerdings unserer Beurteilung! Sy»* Enge. Den deutschen Einheitsstaat aber wuß- trn wir in kalter, weiter Ferne. Die Unglücks- agc geboten den heimatlichen Zusammen- 'chliiß. Sv begrüßten wir mit lebhaftem Ge- ühl den Gedanken eines Groß-Hessen, indem wir mit Genugtuung erkannten, daß auch im ganzen Reiche bie (Wendigkeit einer Neugliederung, gerade im nationalen, vaterländi- chen Sinne, nicht verborgen blieb. Der Gedanke hat sehr schnell Wurzeln uschlaaen, und nur die Besorgnis, daß die Aeuteiltmg unter den Umtrieben unserer st rinde vielleicht zu einer Zerstückelung Deutschlands würde, ängstigte manche Ge- |ihüter. Die deutsche Nationalversammlnng ist fir.it dem gnmbfcgenben Paragraphen 18, der eine Neugliederung vorsieht, nod) nicht völlig ms Reine gekommen. Die Aenderungen fön» nen unb dürfen nur in Anlehnung an freudige Reichs treue erfolgen. Alle Wege, die ich in EigenbrLdelei verloren, erschienen mit Nicht verdächtig, besonders da, wo die Feinde deutsches Land besetzt hielten. Nur im Einvernehmen mit den Reichs in stanzen erstrebten mir die Gestaltung Groß-Hessens, wobei wir fußen wollten auf dem freien Volkswilsen hmb einer Abstimmung, deren Wirkung nie» hitanb in Berlin oder Weimar verkennen tonnte. Nun scheinen in ben letzten Tagen bie kotscheibenden Würfel über unser engeres Hei- matland gefallen zu sein, unb zwar nicht an den Ausgangsorten der großhessischen Bewe- [ßirng, sondern auf linksrheinischem Gebiete. Dort hatte sich allenthalben ein entrüsteter ÜZidcrspruch gegen die Umtriebe eines Dorten Ixeltend gemacht, dec den Pufferstaatsgedanken Iwtopagierte und den Rcichszusammenhang mit lllnterstützung der fremden Gewalten zu zer- lMagen bereit war. Der harte Friedensver- h"ag hat unsere linksrheinischen Volksgenossen Im eine sehr schwierige Lage versetzt. Sie fühlten es, daß sie ohne ein festes, haltbares I6taatsgebilde, dem sie angehören, ihrDeutsch- Ipm nur schwer würden verteidigen können, p-nter dem Druck der fremden Besatzung fühl- [t n sie dieselbe Notwendigkeit, die uns in Isiberhessen auf ein Großhefsen hingewiesen liatte. Ein fester, heimatlicher Zusammen- IjHluß ist die Parole! In Darmstadt, wo Irlan aus hauptstädtisc^n Besorgnissen zuerst pen neuen Wind der Entwicklung nicht recht Ipü-jeu wollte, ist man bald stärkeren Antrie- I reu gefolgt: man sah Rheinhessen bedroht, und llrformte die finanzielle Unmöglichkeit, auf L « emstaatlichem Flecken weiterzuwursteln. Herr Ulrich, über dessen Mainzer Besuch neulich nur eine offizielle Notiz durch die Blätter lring, hat, wie jetzt berichtet wird, der überall I ^drängenden Bewegung Rechnung getragen. | wir erfahren, daß bei feiner Unterredung mit Ben General Mangin folgende Lösung der iphrinlandfrage in Erwägung gezogen wor- [fcii fei: Es soll eine Mittelrhei- I^is.che Republik gebildet werden, Wie im wesentlichen aus dem bischerigen Großherzogtum Hessen lünd Alt-Nassau, dem Nahetal mit ^'Anschluß eines Teiles des Huns- »rmcks und der bayerischen Rhein- Vpf^alz besteh en soll. | Die rheinhessischen Blätter in Mainz und Ui^orms, soweit sie uns zu Gesicht gekommen 8 imo, begrüßen diesen Plan rückhaltlos. Auch Darmstädter Presse, die ihre geliebte s valuptstadt dem Herzen der Neugründnng ß * gerückt sicht, als es die Grenzen des Planes vocsahen^ drückt ihre terttlWtoüttÄÄ-. letfenmflea. i mit Bataten ko«« w vorn aber Zuckn brnSitp MtdaSValelM.2mtK i! einen Versuch mache», gn Herstellen Mb' DaS Schicksal deS früheren Kaisers. A rn st e r d a m, 9. Juli. (Wolff.) Den englischen Blättern vorn 7. Juli zusvlgr sagte B e r- nard Shaw in einer Unterränmg mit dem Vertreter des ,,Sunday Ehvonicle"": Will;elm vvn Hoheuzollern sei jetzt ein gewöhnlicher Bürger und habe das Recht, zu leben, wo es ihm gesalle. Tas Beispiel Napoleons treffe hier nidst zu, da Napoleon wegen seiner furd)tbaren kriegerischen Eigen« schäften persönlich gefährlich gewesen 7«. Jeder, der sich vor dem. früheren Kaiser fürchte, sollle in eine Idioten anstatt gebracht und auf Wahnvorstellungen hin behandelt '.verden. Niemand habe das geringste Recht, sich in Angelegenlreiten dieses Herrn einzumisckien. Es sei Pflicht der Königin von Holland, sein Asylrecht sicherzu stellen. Der frühere Kronprinz. Berlin, 9. Juli. (Priv.^Tel.) Die „Tägl. Rundschau"" meldet: Der frühere Ordonnanzoffizier des deutschen Kronprinzen, Rittmeister Rechner g, richtete an Clemenceau ein Schreiben, worin e»üch für ben Fall, daß ein Verfahren geara oen deutfclten Kronprinzen eingäeitet loerbcn Hitlte, bereit erklärt hat, unter Eid zu bezeugen: Erstens, daß der deutsdie Kronprinz vor dem Kriege energisch politische Bemühungen unterstützte, deren Verwirklichung ben Ausbruch des europäischen Krieges unmöglich gewacht hätten; zweitens, baß sich ber Kronprinz im Herbst 1914 bafür entsetzte, Friebensverhanblungen miH Frankreich herbeizuführen; brittens, baß ber Kronprinz 1917 Pläne befürwortete, weld)e darauf abzielten, einen allgemeinen FriebendurchVer- mittlungGroßbritanuienszu erreicheL Annahme von Anzeigen f. die ^ageonummet bis gum Nachmittag vorher ohne iedeBerbmdlichkeu Dreis für 1 mm höhe für Antigen v.34 mm drett« öctlicti 15 pi., ausioärtt 18 Pf., für Reklame» an zeigen von 70 mm 8?ieue 48 IM. Bei Platz- vorfctirni2O^; Aufschlag. Hauvtschrittleiter: Ang. Goeg. Beranlroortltd) für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für ben Anzetgenlcü: ö. Beck; sämtlich in Gießen m. 158 Ter Siebener Anzefgee erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags, frpgspreis; jnemrtL Ult 1.60, viertel- Ehrlich Mk. 4.8O, durch Adhole- u. Zweigstellen fTumati. D1L 1.50; durch die Po st Mk. 4.50 viert el- jätirt ausfchl. Bestellq. ^enüpred) - Anschlüsse: iür bw SchriftteitungN2 tzerrt»g,Gefchäflsstelle51 Anschrift fneDradtnach- richtm: Anzeiger Ofeheä. postlcheckkonto: 5r«ckfurt a. M. 11686 Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderhessen AwiNingrnlNddruck u. Verlag. Sruhl'sche Univ.-Such- u. Steinbruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. MW iern)ietiert mi dirlem Z von JW« ber Land-« en eigenem, «0^° io «erben ' SU' ''Ä^lltbeld-rSr^ ’ss&srsft werden. « ingetroffe" lalt^P°rÖ1 * Errichtung der Zentralstelle ein Fortschritt, den ich I meistern und der RechtSanwaN Paul L ü f tinD^ voll anerkenne. Tvrum darf ich wohl auf die itnmj zum Notar mit dem Amtssitze J' Zweckes fylei 3o[ef Set Kaff et Mort Gefahren Hinweisen. Tie erste Gefahr ist die, d.ch sie Mittel zum Zweck wird. Sie ist auch früher oft mißbraucht worden. Ich kann nur Bolks- bftdungsarvdt um der Sache willen treiben. In dieser Hinsicht habe ich einen Schrecken bekommen, als ich den Schluß der Rede des Herrn Präsidenten hörte. Wenn die heilige Sache der Volksbildung an die schwankende politische Partermehr- heit geknüpft werden sock, wtrd sie zugrunde gehen. Eine nettere Gefahr ist, daß die Volksbildungsarbeit nicht der .revolutionären Mode, alles lieber tief er te über Bord zu werfen, erliegt. Es besteht die weitere Gefahr, datz man an die alten Volksbildungsoererne anknüpft, öndern grundsätzlich neue gründet. Es gut an brauchbare alte Eürrichtungen anzuknüpfen. Man oll nicht bestehende SSerdnc vor den Kopf stoßen, sondern auch beinährte Personen l-inzuziehen. Neue Bcnegungen bringen vielfach nicht nur brauchbare Personen hoch, sondern egoistische Macher. Ich rede nicht pro dv-mo, obwohl ich als EirrzelPerson in 10 Jahren 70 000 Mk. für Volksbildungs- Wesen aufgewendet, aber ich habe, viele FreunLe, die sich zurückgesetzt fühlen, ivdl sie zu stolz suid, sich aufzndmngen. Selbstlose Mitarbeit ist selten, aber sie ist unbedingt notwendig. Die Volksbil- dnngsarbeit soll großzügig sein, keine Klemttch- keftsarbeit, aber Kleinarbeit. (Beifall.) ** Amtliche Personalnachrichten. Die Negierungsbauführer August Härter aus Pirmasens, Bernhard Laux aus Biebrich a. Rh., Gustav Schefold aus Ulm a. D., Otto Schmidt aus Marburg und Karl Schneider tms Pfaffen boerfurth wurden zu Negierungsbau? auch in der Verwendung der Brennstoffe geb. er)d^int. Es lutrb zur Erreichung dieses ö'ax wiederholt darauf hingewiesen, daß durch U m - änderuna der Herdfeueruna (Einbauen von Kahlensparer) eine Ersparnis von 3u—50 Pro-s zent des sonstigen Verbrauchs zu erzielen ist. Tu Orts kohlen stelle ist in der Lage, nähere .to] kfe« I. M V und IIQ Ute 8W frtfcn, r w l„anibcld:daijui1 Kober soM tgfli haben, sm s -Zllgllnß -'iß-di-SM yjtnen suw M |& am Totenfe sichres Lmdx Mowans Ko tu Utn 1915 19 L 1917 1070 misMvrerl 56 l 'riasLandesE iji die Hinterbliel \M im Gros ta- « Die Doh :b b» Schutzlcuter L paraten. Die Bn- teU nicht Pw k Matigtn N «tmoidnetawersc mimte. «»m P.iAtfe nannt. — Dem Schulamtsanwärter Wilhelme G ö t t m a n n aus Brensbach i. O. wurde dm Lelwerstelle an der Volksschule zu U n t e r - Senö b a ch, Kreis Erbach übertragen. — In den Ruhe- tand versetzt wurde der Lokomotivheizer in der Hessisch-Preußischen Eisenbahngemeinschaft Heinrich Dehler zu Bingerbrück. , r *♦ Personalnachrichten der Ersen- bahnd i re ktron Frankfurt a. M. E- wurden befördert zum techn. Eisenbahn-Sekvetär Techn. Ob.rlahnassistent Schemel zu Gießen; zum Bahnmeister 1. Klasse: Bahnmeister Tanrmtt zu Dillenburg; zum techn. Bureau«ssistew ten Tcchn. Bureaudiätar Milch zu Frankfurt a. M.; zum Zugführer Seliaffner O. Walther ziu Nidda; "zu Lokomotivführern die Reserve- Lokomotivführer Vit Hard, Graß, Lenz zu Hanau, Seitz, Arndt, Kuridinger, Henkel, Wolff, Lehr, Balbach, Reul zu Frankfurt a. M., Post, Apfel zu O ber-Ro den „ Rüb zu Gedern, Göbel, Eckhardt, Vogt zu Gießen; zu Weichenstellern 1. Kl. die Weichienfteller Klös und Bommersheim zu Nidda, Lind zu Hungen, Brchler zu Hanau; zum Weichensteller Hufs- weickensteller Kraft zu Stockheim. ** Aus de m MilrtLrwochenblatt. den. Es ist eine volle Zerrüttung unseres Volkes, ein Schwinden des Gemeinschaftsgefühls, festzustellen, eine Gesetzlosigkeit, AM diesem Grunde kl Ä T*“1' Chh M? Ter Abschied mit der gesetzlichen Pension wurde! Major Hüter im Fcldart.-Regt. Nr. 27, Aul-) nant d. Res. Held mann im Feldart.-Regt/ Nr. 61 (II Darmstadt) und Hauptmann Sarto»! rius im Inf.-Regt. Nr. 117, bewilligt; derselbe ist zugleich bei den Offizieren der Landw.« Infanterie 1. Aufgebots an gestellt. ** Tie Ortskohlen st ekle der Stadl Gießen teilt mit: „Der Kohlenmangel, _ unter, dem wir bisher schon gelitten haben, nimmt mwrn größeren Umfang an. Tie Versorgung der Be- oölkerung mit Brennstoffen begegnet un lauftn« den Jahre zufolge der dauernden Streiks mft» Unruhen der Bergarbeiter und den unzureichenden Betriebsmitteln der Eisenbahnen fast unüb-erwrnd- lichen Schwierigkeiten, so daß die denkbar größte Sparsamkeit in der Verteilung, sowohl als s«tl 5a, Dip Hohenzollern oder der Hexenprozesse. Der Redner gibt den Stundenplan der Kurse beiannt (Lebhafte Unterhaltung im Hause), um zu beweisen, daß sie politisch neutral waren und auch keine Uebersütte- rung ftattsand. In unserer Schule wurde bisher nicht von Kant und Goethe und anderen Geistesfürsten gelehrt, dagegen mit dem Kaiser ein Personenkultus getrieben. Leider hat ein Teil der Arbeitgeber die Mittel und dadurch ihren Angestellten die Teilnahme verweigert. Deshalb müssen staatliche Mittel bewilligt werden, damit die Volksbildung wirklich Volks bildung wird. Abg. Diehl (H. V.): Ich muß dem Bildungsamt freudigen Tank, aussprechen für das, ui/i», icit-tr-,was die Zentralstelle für die Volksbildung leistet. :fem Grunde | Daran hats bisher gefehlt. Und deshalb ist die ist der fMliche Wiederaufbau unseres Volles die < ernsteste Arbeit, die unser harrt Dazu gehört aber ! auch nicht nur kühner Wagemut/ sondern ge- 1 wissenhafte Vorbereitung und völlige Gerechtig- ' Feit. Und davon scheint es uns oft das Landes- - bildungsamt fehlen zu lassen. In Erziehungs- : fragen hüten wir uns doch vor schönklingenden i Phrasen, vor dem Beschwören großer Geister der Vergangenbeit, die einen mehr plakathaften als i sachlichen Eindruck machen! Vor allem müssen wir 'Volksbildungsarbeit nicht mit der Geste eines Bilderstürmers treiben, als wenn wir alles, was bisher auf diesem Ge- ' biete geleistet wurde, von Grund auf umgestürzt werden müsse. Durch die Errichtung einer staatlichen Zentralstelle besteht die Gefahr, daß die Volksbildungsorbeit in eine Zwangs; ade gesteckt wird, daß auch dieses Gebiet sozialisiert wird. Wir aber fordern das freie Spiel der geistigen Kräfte. Die Notwendigkeit der staatlichen Beihilfe leugnen wir nicht, aber dieZentvalstelle muß sich vor dec Gefahr der Reglementierung hüten. Wir haben nichts dagegen, daß in den Volkshochschulkursen über den Sozialismus von sozialistischen Wissensck>aftlem gesprochen wurde, sondern, daß die Gegner des Sozialismus und der Demokratie nicht zu Worte gekommen sind. Nur so wäre es möglich gewesen, eine wahre Wolksbildungsarbeit zu leisten, indem An- lhänger )und Gegner, die Vertreter der verschieoen- ften Richtungen ihre Ansichten entwickeln können. Früher hat der Herr Präsident die Wahl des Themias ganz anders gerechtfertigt als jetzt, wo er sich auf den Wunsch der Zuhörer beruft. Ich bin mir nicht klar, was der Herr Präsident unter Sozialismus versteht. Wegen der Unklarheit des Herrn Präsidenten stehen wir seiner Arbeit voll Mißtrauen gegenüber. Ohne Autorität ist kein ftaatliä>es Zusammenleben möglich, ob das nun die alte oder eine neue Autorität ist. Es gibt nur eine Einordnung in das Volk, aber nur eine Unterordnung unter die Autorität. Und es liegt im Wesen der Autorität, daß sie die Unterordnung erzwingt, daß sie bricht, was sich nicht biegen will. (Abg. Dorsch: Sehr richtig, und zwar mit allen Mitteln. — Heiterkeit links.) Autorität ist nicht möglich ol-nc Religion, und zwar nicht ohne eine Bekenntnis- reügion, und nicht eine Religion, die eine bloße moralische Weltanschauung ist. Im übrigen halte ich ein Religionsgespräch für überflüssig. Von gleichem Gewicht wie die Religion ist nach unserer Meinung zur Erziehung unseres Volkes die Erziehung zur nationalen Gesinnung. Das spreche ich aus auch auf die Gefahr, des Chauvinismus geziehen zu werden. Ich sehe auch hier nicht klar, was Herr Dr. Strecker unter dem Chauvinismus versteht. Ganz gewiß wünschen wir keine Erziehung zum Chauvinismus, sondern zum gesunden Nationalismus. Die pazifistischen Ausführungen des Herrn Präsidenten entsprechen nicht der Stimmung der uns feindliäien "änder auch jetzt nach dem Friedensschluß. Sie hätten nicht in dielen Tagen vom Tisch einer deutschen Regierung falten dürfen. Wenn man während des Krieges die pazifistische Bewegung aus der Schule fernhielt, war es eine berechtigte Notwehr. — Tie nationale, nicht die pazifistische Erziehung kann eine Plattform bilden, auf der wir uns alle zusammen finden, Mcht mit philosophischen Problemen, sondern mit der vielseitigen Erörterung konkreter Tinge müssen wir von unten anfangen, ebenso auf dem wirtschaft- lichen Gebiete, sonst erreichen wir statt BolkÄnl- dung nur eine gefährliche Halbbildung. Tie praktischen Volksbildungsarcheiten brandten uw dürfen nicht abhängen von persönlichen Wettanschauiuigs- fragen des Herrn Präsidenten; darum hätten sie auch «ar nicht erörtert zu werden brauchen. Praktisch ist bei der Aussprache über die Volksbildung nichts herausgekommen. BollSbildungsarbeit hat nichts mit dem Parteiwesen zu tun. Wir bitten, doch nicht immer toieber vom Regierungstisch nationale und spartakistische Bestrebungen zusammenzustellen ; wir ziehen doch gegenüber der sparta- kistischen Zerstörmigswut an einem Strang. (Es tritt eine Pause ein.) Nach der Pause teilt Präsident. Adelung mit, daß noch 9 Redner vorgemerkt sind. Die Geschäftslage des Hauses gestattet nicht, die Aussprache morgen fottzusetzen, die weitere Aussprache muß zurückgrsteltt werden, wenn sie heute nicht zu Ende geführt werden sollte. Präsident des Landesbildungsamtes Dr. Strecker: Um das Vertrauen des sozia- listischen Volksteiles, der bisher im Ausspreck>en seiner Gedanken gehindert wurde, für die Volksbildungsarbeit zu gewinnen, ist es ganz gut, ihn etwas stärker zu Worte kommen zu lassen. Gerade in der Gegenwart ist es dringend notwendig, endlich in der Schuldftage die Wahrheit zu sprechen. Hier llasft eine unüberbrückbare Kluft zwischen uns und Ihnen. (Beifall links wid Widerspruch rechts.) Ich habe über die Schuld der anderen nicht geschwiegen. In pädagogischen Fragen glaube ich mindestens soviel Verständnis zu besitzen wie Herr Tingeldey. Wir haben nicht die Köpfe mit unverstandenen Problemen erfüllt, sondern sie von unverstandenen Problemen geklärt. Ick bin im Germanistenverein für die Erweiterung der nationalen Erziehung eingetreten, allerdings darf der Geschichtsunterricht nicht wie bisher nur eine Verherrlichung der Dynastien bezwecken. Wir würden die Mitarbeit der Rechtsparteien lebhaft begrüßen, auf dem Gebiete der Volksblldung aber schicken Sie uns nicht nur Aufpasser, sondern Mitarbeiter. Wenn sie Besseres auf dem Gebiete der Volksbil- Arrs Stadt rrnd Land. Gießen, den 10. Jul: 1919. Lebensmittel. ** Käse-Verteilung. Am Freitag intb Samstag den 11. und 12 .d. Mts. gelangt in den Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb HandlLfe ytr Ausgabe. (Siehe Bekanntmachung.) ♦* Zucker-Ausgabe, (ylusgabe Nr. 6.) Vom 10. bis 16. d. Mts. einschließlich gelangen gegen Abgabe des Bezugsabschnitts Nr. 6 aus einer dem Lebensmittclamt zur Verfügung stehenden Reserve 500 Gramm Zucker zur Ausgabe. Es wird empfohlen, diesen Zucker als O. b st z ucker zu verwenden, da angesichts der Zuckerknappheit Cinmachsucker seitens des Reiches nicht ausgegeben werden kamt. Tie auf den Monat Juli außerdem entfallende Menge Zucker in Höhe von 750 Gramm auf -den Kopf wird, sobald sie eingetroffen ist .(voraussichtlich auch und) im Monat Juli) zur Ausgabe.gelangen. ** I n der ft ä b t O b ft- und Gern Ü s e ft e l l e kommen heute Heidelbeeren zum Verkauf. Kirschen in größeren Mengen find bereits unterwegs und werden voraussichtlich morgen eintressen und mit 1.70 Mk. das Pfund abgegeben. Ebenso treffen Karotten und Erbsen ein. Kino auf dem Lande. a. Aus Ober hes sen wird uns geschrieben: Die Kinos mehren sich auf dem Lande in erschreckender Weise. Es läuft auf schamlose Geld- inacherei hinaus, was da vor sich geht. Wenn,;. B. in Alsfeld, Büdingen je zwei Kinos sich überbieten, Geschäfte zu machen, so wird mit allen Schikanen Publikum herangezogen. Wenn in Schotten, Nidda, Hungen, Lich und wer weiß wo noch Kinos aufgetaucht sind, so ist ersten und letzten Endes die reine Profitsucht die Triebfeder dieser Neugründungen. Wo die Kinovorstellung als solche allein nicht mehr zieht, wird hinterher ein Tanz veranstaltet und der dauert gewöhnlich bis an die helle Sonne. In Schotten hat man erfreulicherweise das Ansinnen auf Zulassung des üblichen Schlußtanzes abgelehnt, da der Turnverein feine Turnhalle »u diesem Zweck nicht vermietet. Ja, es sind bestimmte Anzeichm vorhanden, daß nächstens auf den Ortschaften wechselweise Kinovorstellungen veranstaltet werden. Die Großstadt kann also hierin dem Lande nichts Neues mehr bieten. Will das Land eine Berechtigung 4um Vergnügen etwa aus den täglichen Wergnügungsanzeigcn der großstädtischen Zeitungen, die ja auch hier stark verbreitet sind, lesyn? Man möchte es beinahe annehmen. Und wie ün- finnig wäre dies. Die Großstadt spekuliert mit den Kinos meist auf wechselndes Publikum, auf ländliche Besuckxer und natürlich and) auf die Leute, die das Geld leicht verdienen. Aus dem Lande dagegen ist es meist immer tvieder dasselbe Publikum, das die Kinos besucht. Man tvill nicht gegen Kino- barbietungen sein; aber was zu viel ist, ist zu viel. Der Staat braucht die Steuer! Gut. Aber der Staat braudjt auch jetzt erst recht fleißige, sparsam e L eu t e, die sich etlvas von ihrem Verdienst zurücklegen, «damit sie sich zur Zeit einen geordneten Hausstand gründen können. befiämpft, daß m^.r die Entwicklungsmöglichkeften des Kinos ausirutzt. Abg. Dinge ldeh (D. V.): Es lag gar- nicht in unserer Absicht, mit unserer Anfrage bei der jetzigen Geschäftslage eine derartige Ansprache über das ganze Schulwesen zu entfes- eln. Wir begrüßen es aber, daß das von uns o oft ^'wünschte RcgieruugsProgramm bei dieser nebensächlichen Gelegenheit vom Lcmdesbildungs- lamt entwickelt wurde. Trotz der Erklärung des Herrn Präsidenten wollen 'wir die Hoffnung nicht ganz aufgeben, daß sich eine gemeinsame Plattform für das ganze Haus finden wird auf dem Gebiete des Volksli.dungsweseiis. Vor dem Krieg war die Volksbildungssache nicht SackM des Reichs und des Staats, fernhern privater Vereinigungen. Und es ist ja bekannt, wle segensreich gerade in Unserer Gegend der . Rhein-Mainische Verband wirkte. Nach dem Krieg und der Rkvolution ist Volksbildungssache etwas ganz anderes gewor- kunft zu erteilen." _ _ ** Versorgung der Miltta ran W ä rter. Vielen versorgungsberechttgten Militärs antoärtern scheint es immer noch nicht bekannt zu fein, daß sie nach einer Verordnung des Staaten* aucschusses front 4. März 1919 ihre früheren Bewerbungen um Stellen im Staats- und Koum rnunaldienst bis 1. August d. I. erneuert haben müssen. Erfolgt diese erneute Bewerbung mch! bis dahin, so wird die frühere Vormerkung gestrichen. Diese Bestimmung finbet auch aus Militäranwärter Anwendmtg, die fror der Demobilmachung aus dem aktiven Militärdienst ausge- schieden sind. m •- ** Auszahlung der Versvrgungs- gebührnisse. Um eine Verzögerung ota Stockung in der Auszahlung der Versorgung-' gebührnisse nach Möglichkeit zu vermeiden, (M den Rentenempfängern empfohlen, beim; Wechseln ihres Wohnortes b« Ueberweisung llp'i Gebührnisse van einer Postanslalt zur andern mchtt wie es vielfach geschieht, bet den zurzeit übcii lasteten Pensionsregelungsbchöcdm, sondern dW auf weiteres nur bet der bisher -ahlenden PoW anstatt zu beantragen. 1 ** Gießener Medizinerschaft. DI 4. ordentliche Versammlung der Gießener Medq zinerschaft sand im gwßen Saale des Hotel Grchl Herzog am. 3. Juli statt. Ter Bertteter, der G. A zur Verbandssitzung deutscher Kliniker schalten, in Leipzig tagte, erstattete Bericht über Verl^ und Ergebnis der Verbandssitzung. Für die E dem bisherigen Verbände neu gebildete TeiltM Medizinerschaft sollen Satzungen festgelegt roerttu deren Bearbeitung einer Kommission von Iri Mitgliedern der G. M. übertragen wurde. Ci« Vorschlagsliste für die am Semesterschluß vorziH nehmende Neuwahl des Vorstandes wurde cu| gestellt. Nach kurzer Besprechung der bemnä« hattfinöenben Wahlen der Bertteter für den schultag in Würzburg berichteten die Kommsssl« für Resormvorschlä^e und die BücherkommmE über das Ergebnis ihrer Tätigkeit. ♦* Weitere Erhöhung der Druckj fachen preise. Die Buchdruckereigehilfen hatten schon seit Anfang Mai b., 3. dne erneifl Teuerungszulage von wöchentlich 15, 18 tR 20 Mark, je nach Größe des Druckortes, M außerdem ist ihnen der alljährliche Anspruch d-l einen Erholungsurlaub bis zur Dauer teil 15 Tagen zugebilligt worden. Die Buchdruckevk» sind hierdurch um so schwerer belastet toowflj als auch dem kaufmännischen und Hilisperfoi»! entsprechende Zugeständnisse gemacht roerctl mußten und das Steigen der MaterialienprR noch immer anhält. Sie smd daher gezwun^n, ekl bisherigen Aufschlag auf die Friedenspreise wi oeutschen Buchdruck-Preistarifs um wettere 50 PR zent zu erhöhen, was einer Erhöhung des gt’0JJj wattigen Preisstandes für die verschiedenen Ar« von Drucksachen um 15 bis 18 Prozent gleiöj kommt. Die Preiserhöhung ist damit in den en« sten Grenzen gehalten, so daß die BuchdruckeM-V mit den unvermeidlichen Mehrforderungen K| ihren Auftraggebern sicher allseitig das erwacleW Entgegenkommen sinden werden. * KeineGesindedienstbücher m t V-\ Die Gesindedienstbücher sind bekanntlich mit Jl Gesindeordnungen abgeschafft. Einzelne Poli-eiR Hörden vertreten aber iwch die Meinung, das bi§I)crigen Vorschriften über die Führung von sindedienstbüchern noch in Wirksamkeit [eten- ^1 haben sogar in Bekanntmachungen die Mawt^.I dieser Vorschriften in Erinnerung gebracht. *•< preußische Minister des Innern hat deshalb c-l Ober- und Regierungspräsidenten und den Wl Präsidenten in Berlin gebeten, die PolizeiverMH itungen ausdrücklich darauf hinzuweisen, daß nur die Gesindeordnnngen, sondern auch die erg^l zenden Gesetze ober Verorbnungen dazu aufgel'MW sind. Ebenso haben Polizeiverordnungen ihre hing verloren. Wegm des reichsrechtlichen EinglW fes in das Gesinderecht können auch ferne Polizeiverordnungen erlassen werden. *♦ Bezirkswettschreiben. Tcr M Gießen des Hessen-Nassauischen (Rhein-Maindl Verbandes (Babelsberger Stenographen vecanftiR am 27. Juli in der Bezirksschule (West-AnIM ein BeziMwettschreiben von 60 Silben aufwar»! um je 20 Silben steigend. Hiermit D*r5unbcrt l| eine Geschäftsstenographen- und d.rattikerpruii^I sowie ein Schön- und Richtigschrerben. Mit Wettschreiben ist ein Vertvetertag verbunden. düng leisten können, will ich Ihnen gerne meinen Platz einräumen. (Präsident Ulrich: Wenn wir ihn hüben wollen. Lebhafte Heiterkeit im ganzen Hause. Die Glocke des Präsidenten: Ich bitte keine Zurufe, besonders nicht vom Regierungstische aus.) Ich habe es nicht notwendig, zu betonen, daß ich mein deutsches Vaterland von ganzem Herzen liebe und eine wirklich nationale Erziehung unserer Jugend erstrebe. (Beifall.) Abg. Häuser (Soz.) erfiärt als Teilnehmer des Gießener Hochschlckkurses, daß diese Kurse durchaus nicht patteipolitisch wären. Aber es ist doch selbstverständlick, daß Ijeute der Sozialismus dn zeitgemäßeres Thema ist als die Geschichte der Land! I v. Neuern, 6. pketo Gemeinden «knjühning und 1 lit Kmeindcratsmit liti Bellojf, Schrei pe. Michl, Viaui hl,Mrto. Phil. Ma H. Zur l 1915 ausgefü F l« Gemeindehäu^ p&arinbttat alt ton wn 78 d ein, Don ' «Seintäume daS Euz - nicht »erz VidechlM Wza Nqcker baü, M mitral Im Wodmag noch 5( HW verzinsen, i Darmftadt, 9. Juli. Der Finanzaus- chuß der Hess. Volkskammer tagte gestern und )eute, um die Regierungsvorlage bete. )ie Teuerungszulagen derStaats- be amt en zum Schluß zu beraten. Nach längeren Auseinandersetzungen wurde dec Vor- chlag des Abg. Reiber angenommen, wonach )en Beamten, Staatsdienftanwärtern usw. eine laufende Teuerungszulage von 200()Mk. als Familienzufchuß gewährt wird, die ledigey Beamten ohne eigenen Haushalt erhalten, 80 Prozent des Familienzuschufses, Vollwaisen erhalten eine Beihilfe von 700 Mk. Der lvei- tere Antrag, das Gesetz rückwirkend bis zum L. Januar d. I. gelten zu lassen, wurde abge- ehnt und die Rückwirkung nur bis zum 1. April gutgeheißen. Auch die.Gewährung einer beantragten einmaligen Teuerungszulage fand keine Gegenliebe. — Damit dürfte sie vielbesprochene Angelegenheit bei der am Donnerstag ftattfindenden Beratung int Plenum der Volkskammer ihre glatte Erledigung inden. — Die Vorlage bete, die Errichtung von Erweiterungsbauten für die Universität Gießen wurde genehmigt. Schluß der Sitzung l1/^ Uhr. Nächste Sitzung: Donnerstag vorm. 9 Uhr. Es werden zunächst die Teuerungsvorlage und das Laudgesetz bchandctt. Tie Aussprache über das Volksbildungswesen wird abgesctzt. Wer die Preise fm Wege, des Kettenhandels steigert, macht sich, sofern nicht der ■allgemeine Tatbestand des Wuchers schon erfüllt ist, evtl, auch schuldig eines Vergehens gegen § 1 der Verordnung vom 8. Mai 1918 wegen Preistreiberei (Reichsgesetzblatt 1918, Seite 395), wonach wegen übermäßiger Preis- ftagerung auf Gefängnis und Geldstrafe bis -u 200000 Mk., oder auf eine dieser Strafen erkannt werden kann. In allen Fällen, in denen mir Vergehen gegen diese Verordnung im Handel mit den oben bezeichneten Kolonialwaren zur Anzeige gebracht werden, werde ich die betreffenden Händler rücksichtslos zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft bringen, gleichzeitig die Beschlagnahme der Waren, auf die sich die strafbare Handlung bezieht, gemäß § 15 der genannten Verordnung, sowie die Entziehung bzw.. Versagung dec Handelserlaubnis bei der zuständigen Behörde veranlassen. Weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Schleichhandels sind in Aussicht genommen. Im übrigen weift ich die Vecbraucherkreise unter Bezugnahme auf meine unlängst erfolgte Veröffentlichung in den Tageblättern nochmals darauf hin, daß zur Zahlung von Schleicl?- Handelspreisen für Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade umso weniger Veranlassung vorliegt, als in kurzer Zeit der legitime HandelinderLageseindürfte, die fraglichen Waren etnzuführen und zu den oben angeführten Preisen den Verbrauchern zugängig zu machen. öerfafiunggebenöe Volkskammer der Zreistaater Hessen. 20. Sitzung. Darmstadt, 9. Juli. Präsident Adelung eröffnet um 9Vs Uhr die Sitzung. Das Haus fährt sofort (in der Aussprache über das VolksbildungÄvesen weiter. 2lbg. Kaul (Soz.): Hatten die Nationallibe- Lalen dne Berechtigung zu einem Mißtrauen gegen das .Bollsbildungsamt? Was haben denn die frühere Regierung und die Nationalliberalen im alten Obrigkeitsstaat für das Volksbildungswesen ■getan? Auch nach der Revolution blieb die Haltung der Nationalliberalen dieselbe. Ter Redner verweist auf das Verhalten des nationalliberalen Rektors der Technischen Hochschule gegen die Ueberlassung von Hörsälen an die akademischen Volksbildungskurse. Trotzdem sind wir den Nationalliberalen dankbar, daß sie uns Gelegenheft geben, zu diesen Fragen Stellung zu nehmen. Wir billigen im großen und ganzen das Programm des Bildungsamtes und bitten, daran unter allen Umständen festzuhallen, auch gegen die Angriffe des Zentrums. Wir haben um der Unterzeichnung des Friedens willen eine Regierungsmehrhdt mtt dem Zentrum gebildet. Wir waren uns bewußt, daß wir Opfer der Ueberzeugung bringen müßten. Wenn aber das Zentrum, wie die Verhandlungen in Weimar zeigen, glaubt, daß nun fdne Zeit gekommen sei. die Simuttcmschule zu beseitigen, so erklären wir, daß Nur unter allen Umständen an ihr festhatten. Bei aller Freiheft für die velligiöse Entwicklung! hatten wir daran fest, daß die Schule eine Staats- emrichtung ist. Die «Ärzmldemokvatie verfolgte ttoa jeher nickt nur wrrtjchaftliche, sondern mich kulturelle Ziele. Tie kapitalistische Gesellschaft hat einen Kant, erneu Goethe, entert Beethoven bergebracht. Wie- viele Kante, Beethoven und Goethe hätte das Pwletadat der Lvhnfflaven hervor gebracht, wenn ihm nicht der Zugang zur Bildirng versperrt Nwr- den wäre? Die Revolution hat mcht Kulturwette zerstört, sondern auch dem so viel Vtißbvauchteu Stab dem Tück;rigen wirkliche frrie Bahn gemocht. Ter Redner lehnt gleichfalls die biStymge einseitige! Verstaudskultur ab, umb bekennt sich zur Religion, die allerdings keine positive Bekemftnisreligivil sein darf. Aus unserem Volke sollen nicht lauter Wissenschaftler werden, aber sie sollen teil haben, an den Errungensckiasten; der Küttur. Unser Volks- bilomtgswesen muß sich in einer Dreiteilung aufbauen: Einheitsschule, Fachschulen, Bolkshvck- schule. Gerade der sdcherige ReligionsunterriM war dne Ueberffittewig mit Memorierstoff. Deshalb begrüßen wir die Erklärung eines kacholischen Schulmannes gegen die Stoffüberfütterung. Wir find für die Arbeftsschule statt der bisherigeni Lemschule. Aber nicht Autorität, sondern Ver- trauen und Kameradschaftlichkeit muß die Grundlage der Schule sein. Das überspannte Autoritätsprinzip ist zusammengebrockxn. Tie Volkshochschulen sind vorläufig nur für einen kleinen Teil des Volkes. Es gehött immer schon dn gewisser Grad fron Vorwissen und geistiger Elastizität dazu. Wir halten die Wahl des Themas für den' ersten Volksl-schfchulkursus für diwÜMls glücklich Immerhin möck^len wir dem Bildungsamt empfth- fen, das Volkshochschiulwesen gegen die anderen; Zweige des Volksbildungswefens nicht zu fthr zu bevorzugen, da das crfbcce vorläufig nur wenigen zugute kommen faiut. Unsere Vollsbildmtg darf nicht nur Verstandesbildung sdft, sondern muß auch Erziehuitg zur Schönheit fein. Unser Volk hungert nach Schönheit. Man biete ihm das Beste der Kunst. Wir versprochen uns nichts fron der Wiedereinführung der Kinozensur. Lln der Entartung des Kinos ist ja z. T. die Kinopropaganda Luden- dvrffs schulo. Die Verwilderung des! Volkes durch das Kino ist zuzugeben, aber sie wird nur dadurch Der deutsche Prunkfilm! Oroflee Orchester! — Erhlhte Elstrltisprelsef s Werktag täglich 4 u. 8 Uhr, j Bk Sonntag S,5'/,n.8Uhr. Kassenöffhung^| täglich 1 Stunde vor Beginn der Vorstellung. Lichtspielhaus V Morgen Freitag Uraufführung 1 Veritas vincit ebäerctigot Fassung des Sitzungsberichts der ung der Versorgung!' i fa W * t | Handwagen | Original-Remy Reis-StraHlenfiärke Familien-Konzert > Der Ausschuss. 013484 aalbau Cafe Leib Karlen! FRITZ NOW&CK Neu eing^troffen: 8081c Statt Karten! ICinder-Strümpfe ■ sind jetzt in Weiß und Braun f**c §^5§;®iektrömotore 60.— 50 8109 genommen. Hch. 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I. erneuert iese erneute Bewerbung tid die frühere aarmertungy immung findet auch auf Utting, die vor der 2emrt aktiven Militärdienst au^ Einkoch- Apparate Gläser Gummi Giss# sehr billig. Carl Schunck Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck Seltersweg 38. 0lM14 „ 100 " , 58.50 Gregor W. Lnmb, frronf fort a. Kaiser- ftraße 6. Telegrammadr. Gummttumb. 8106s-, Kleider- und Schürzen-Siamosen doppeItbffeitter 16.— Schwerer Kattun für Blnsen nnd SporthemdenMeter u. 11.— Panama weiß, schieferfarbig u. mode, für Waschezwecke, iß cn imidlllcl Kinderkleider, Sporthemden usw. . . Meter M. ID.DU Bedruckter Voile für Blusen und Kleider . . Meter M. 9.50 Extra prima Satin XpSu" “m» 18.50 u. 21.— Steppdecken-Satin ISO cm breit, beste Qual, Meter M. 29.— Tilgt. Eingang von Elshsser Stoffen In besten Qualitäten | Samstag abend ab 8 Uhr Tanzkränzchen auf der* Liebigshohe. Veranst. von Angehörigen des ehemaligen Res.-Inf.-Regts. 116. 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Nac^em nun die Regierung die Oeffentlichkett angeordnet hat, macht kaum lemand davon Gebrauch. Bei der ersten Sitzung des neugewählten Gemeinderats Ware es erst recht am Platze gewesen, wenn eine recht zahlreiche Zuhörerschaft dagewesen wäre, um zu vernehmen, wie die neuen Mitglieder des Ge- meinderats die Interessen der Wähler vertreten. x W i e s e ck, 8. Juli. TaS vom neubegründeten Frmrenchor am Sonntag veranstaltete .Kirchenkonzert Ttafrn in überfüllter Kirche einen würdigen Verlauf. Schuberts „Frühlings- glaube^Negers „Wiegenlied", CurjchmMins,Lhr lrchtenSterne" hinterließen durst Fr. Scho t tes- Wresbaden m jeder Beziehung vollendeten Vortrag ernen tiefen Eindruck. Die Orgelbegleitmtg hatte Derr Gern Hardt-Gießen Mit verständnisvoller Regi)ttreru7ig übernommen, auch zu den Violin- vorträgen des Herrn Groß von hier: Romanze von Eampagnoli, Sarabande von Händel und Adagro von Bach. Diese verrieten ein gutes Kön- nen, das bei weüerem Fleiß schöne koifnungrt enreckt. Tie drei Mitwirkeiwen sckckossen in Bach- Gouiiods „Ave Marra" sicl> gesdäckt zusammen, ^er neue Chor beteiligte sich in Anbetracht der -üürze der ihm zu Proben gebotenen Zeit nur mit ztrei Nummern. Tas dreisttmmige „Am Abend" von Zelter ehrte die Sänger, wie ihren unver- diwisenen Dirigenten. Zum gemischten Chor mit hiesigen Herren erweitert brachte er Mückes „Gott grüße Dich" zu Gehör in einer auch verwöhnte L^hven besriedigenden Weise und beide mit einer auch von auswärtigen Besuchern anerkannteii inneren Andacht. Tersteegens „Nun sich der Tag gc- fndet" im Weck-scl mit Beisen aus Paul Ger- Iw. ots Abendlied durck» Sopransola und Violine mli dem von allen gesungenen .,O Ewigkeit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne! Mein .Heim nicht in dieser Zeit" machte einen in feiner Schlichtheit weihevollen Schuß. Tie Aufnahme ermuntert zum weiterer: Ausbau der Musikpslege unseres Torfs. Der Fraueiulp>r will — möglichst 5um gemischten Chor erlveitert — auch zur Verschönerung der Gottesdienste an Festen, sowie durch Einüben bisher weniger bekannter Gesangbuchlieder der Gemeinde dienen. Tie Einiiahme voch 509 Mk. Kommt nach Abzug der UULosten zum größeren Teil unseren Kriegsgefangenen, zum kleineren dem Chor zugute. Erne Mrix-rlwlung des Kircheiikoiizerts, vielfach gewünscht, ist am 20 Jun, nachmittags 4 Uhr, geplant. Krcis Büdingen. Nidda, 6. Juli. Nachdem schon frute vormittag im Hauptgottesdienste Kirchenrat Werner in der Predigt des dem deutschen Volke auferlegten Gewaltfriedens in feierlicher Weise gedacht hatte, veranstaltete der hier garnisonierende Rumpsstab des F.-A.-R. Nr. 25 heute eine Feier zu Gun- sten unserer Kriegsgefangenen. Von 12—1 Uhr mittags fand auf dem Marktplatz ein Konzert der vollzähligen Kapelle des Regiments unter Leitung des Obermusikmeisters Weber statt. Die Hauptfeier wurde abends im Gambriuussaale abgehalten und bestand außer Musikvorträgen der RoginrentskapeUe in Liedervorträgen von Fräulein Laubach und des MannergesangVereins Sängerkran». Ortenberg, 7. Juli. Die hiesige Fürstlich Stolberg-Roßlaische Verwaltung, die wie schon berichtet, den Gemeinden dir Leu- und Grummetnutzung von 120 Morgen für den erstaunlich billigen Preis von rd. 25 Mk. pro Morgen zur Verfügilng gestellt hat, zeigte erneutes Entgegen- es: i. M» Höchster Str. 40. Siebener volkhochlchrür. Schwere Zeilen hat unser Volk hinter sich. ^?bre Jahre stehen ihm bevor. ES gilt, in zäher Beharrlichkeit zu arbeiten, es gilt aber auch, neue Mittel uno Wege zu suchen und zu schaffen, um cuese Arbeit zu vettiesen und ihren Erfolg möglick>st LU heben. Als ein solches Mittel kommt die Volkshochschule in erster Linie in Frage Wie arbeitet sie und welches sind ihre Ausgaben in engerem Sinne? Die Bolkshochschile ist keine Schule im gewöhnlichen Sinn, keine staatliche Zwangseinrichtung. Der Besuch ihrer Eiurich hrngen ist vielmehr vollkommen freiwillig. Sie soll errichtet sein und gettagen werden von dem ernsten bewußten Willen aller Persönlichkeiten aus sämtlichen Schichten unserer Stadt. Völlige Lehr und Lernfreiheit ist ihre vornehmste Bedingung Sie bietet nicht nur Vortragskurse, sondern vor allem Arbeitsgemeinschaften, d. h. Vereinigung Neiner Kreise, in denen unter Leitung nnes Lehrers durch gemeinsames Lesen, durch Besprechungen und Hebungen ein reger persönlicher Zusammenhang und ungezwungener Austausch, ein angeregter geistiger Verkehr gepflegt werden soll Jeder wird dabei Lernender und Lehrender zu gleich sein können. Die Veranstaltungen der Volks. Hochschule finden in den Abendstunden statt Teilnehmer können alle Männer unb Frauen werden, ganz gleich welchen Berufs, die in sich das Bedürfnis nach geistiger Anregung und nach allwitiger Förderung ihres Lebens fühlen. Dabei ist aber stets zu beachten, daß die Volkshochschule keine herkömmliche Unterrichtsanstalt sein rttil. Ihr Ziel ist es auch nicht, Berufsausbildung im engeren Sinn zu vermitteln. TaS bleibt nach wie vor Aus gäbe der einschlägigen Fachschulen. Ebensowenig steht sie, was eigentlich kaum erwähnt zu werden brauchte, im Dienste irgerrdeiner polittschen Partei oder als Ganzes auf dem Boden einer bestimmten Weltanschauung. Selbst verständlich sollen politische Fragen im weitesten Umfange sachlich erörtert werden, ebenso muß die Behandlung von Welt anschauungssragen einen breiten Raum einnehmen. Welche Stoffe außerdem in Betracht kommen, nach welchen Grundsätzen sie ausgewähtt werden sollen, wird in einer weiteren Notiz an dieser Stelle dargelegt werden. woroneten versa m in hing angenommen wer- 3™ Lichtspielhaus wirb morgen her Pnmkfirm „Beritas Vincit" uraus- Lmidkrels Gießen. ber ber Verpachtung der NrasnutzUnz o« Ubftg arten. Bei der allgemeinen Fntterknapp- hett waren auch hier hohe Gebote erfolgt, doch enrctz die Verwaltung den Steigerern die Hälfte D*5 PachtpreiseS, gewiß an nachahmens- verspiel in einer Zeit, in da die meisten ore Prase nicht hoch genug fordern können. Kreis Friedberg. Der Mord bei Nieder-Ros-ach. Die Staatsanwaltschaft Giehen teilt mit: Der Tata, der den Schreibgehilfen Simon von Nicder-Rosbach am 4. d. Mts. erschossen hat, ist beobachtet worden, wie er, vor dem an der Landsttaße Ober-3iosbach nach Bad-Lwinburg gelegenen Cuntzschen (Sorten stehend, zwei Schüsse aus emer Pistole abgab und sich dann eilig und rulttgen ^Schrittes in der Richtung nach Lomburg entfernte. Er soll einen Rucksack getragen haben, von mittlerer (Sröfoc und mit einem grauen oder dunllen Anzug und sck)warzen weick>en Filzl-ut be- lliehet gewesen fein; doch können diese Angabcnj Mlf Genauigkeit keinen Einspruch machar. Mle Per- souen, die sich vur Zeit der Tat, also abends zwi- sck>en 6 und 8 Uhr, auf der Landsttaße Ober-Ros- bach—Bad Homburg aufgehalten haben und beml Kater begegnet sein können, werden gebeten, die '.Männer, denen sie begegnet sind, wenn diese auch nur entfernt als Täter in Betracht kommen fön* ften, ihrer Ortspvlizeibehörde ober der Staats- amvaltsck>afl Gießen unverzüglich namhaft zu machen. Wer zur Ermittelung des Täters beiträgt, kann auf eine ^Belohnung rechnen. MD WfptrwwmräeL TrttT-* der Kupierfchanedi meister Eduard rrantmann und ferne Frau .Marre geborene Irümer bad ,«ft der gvldoum tzvcLeit und gleich das 40jährige Geschäftssubmünn. ** dem Stadltheoterbureaa. Das wegen Vertemshrnderniffe am letzten Sams- flM0geiuUon sehr beklagenswert, daß die Frühkartoffelernte in diesem Jahr io spät beginnen kann und voraussichtlich keine Vollernte darstellen wird. oz. Friedberg, 9. Juli. Wie in. einem ^ngesandt ter „Oberh. Ltg." festgestellt tvird, schosien am e'onnbag Dutzende von Bauern mit Gewehren und sonstigen Schußwaffen in die Kirschenanlagen von Ockstadt, wo sich Kirschmdicbe Mauten. Vorletzten Sonntag soll eine regelrechte flacht zwischen Kirsck)endieben, die mit Revolvern schossen, und Ockitädter Eimvohnern slattgesunden haben. So bedauerlich und gemein diese Kirschew- diebstähle an sich sind, sie sind ein Zeicijen der Zeit. Ter beste Schutz dieser Kirschew-Plantagew- besttzer wäre, die Nrsckien zu anständigen Preisen auf den sstdorkt zu bringen, und nicht massenweise an auswärtige Händler zu verkaufen. So würde sich auch ter Aermste seine Kirschen kaufen können, uno diese Diebstühle würden unterbleiben. Aus dnn besetzten Nheingebiet. mr. Höchst. 6. Juli. Der Militärbefehlshaber macht bekannt, daß diejenigen Personen, die vev- schl^ptes Gut, das einst den Franzosen gehörte, rn Besitz haben, dasselbe sofort abliefern müssen, hnbrtgenfan» sie vor ein Kriegsgericht gestellt werden. — Wetter macht der General der 10. Armee bekannt, daß es den Personen, deren Wohnungen requiriert werden, terboten ist, ihr Mobiliar teilweise zu verbergen. i£llllliriHII||||||||||||l|ll||nn,||,|m^ I a Müssen | E oder E l/B wollen I = = | Sie ein Bad ans- - i suche«, well Sie an = = Rheumatismus ob. 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Juli stauten sich um 3 Uhr die I. Mannschaft tes Alsfelder Fußballllubs unb die III. Mannschaft bes V. f. R. 1900 im Spiele gegenüber (4:0 für 1900) Tas Spiel war durchaus ruhig und zeigte eine kleine Ueberlegeuhett von Gießen, da AlsfeU regen Ende nachließ. Mtt 4:0 Tovm trennten .tu) die Parteien. Es war vor allem das Zu- ammenspiel, was der heimischen Mannschaft ten eieg brachte. —.Nach diesem Spiele begann das Treffen: F. C. BateNauherm I gegen B. fR. 1900 II Tas Resultat 6:1 Toreii für 1900 11 ist reiche lich hoch«, da Nauheim das Spiel durchaus offen freit, ter Wechsel mit den Dorleuten jedoch zum Nachteil wurde. Bei Gießen zeigte sich por allem ein schöner Zug nach «vorn, ter diesen ®rfvU zeitigte. — Dre geaenwärttg stattfintenten leichtathletischen Ucbumgen Mhfen auch hierzu ibr Teil beiriagox, da gerate dir Laus- und Sprungübimgen, w« die verschiedenen Wurf- tuA Stvßarten ten gntjet Körper gleichartig durchbilden. — Mittwoch den 9. Juli, abends 6 Uhr, spielt die Akademische Mannschaft des V. f. R. 1900 gegen die I. Mannschaft, als Vorübung gegen dir spielstarte Marburger UiiiversitütsniamischOst des V. f. B. Marburg, die m 5Ärze hier spielt. Kaffee Astoria. [ Morgen Freitag Laubach, Juli 1919 „„ n. Beuern, 6. Juli. Gestern fand, anläßlich vt ersten Gemeinteratssitzung nach der Neuwahl, die (Einführung und Verpflichtung der neugewähl- ko Gemeinteratsmitglietett, der Herren Landw. •■tri Belloff, Schreiner Wilh. Kumpf, Maurer Lüiw. Muhl, Maurer Karl Kaspar Sommer- kb_n., Landw. Phil. Sommerlad VII. und Wilh. rigget statt. Zur Beratung stand u. a. die im tzahre 1915 ausgeführte elektt. Lichtleitung ben Gemeindehäusern, Pfarr- und Schulhaus. Um eine L^ogmmg ^ j^. K«Enderat alten Regimes nahm mtt 3 Ge- üuszahlung ixr^W, r.-utben von 78 des Kreises den sonderbaren 6toü>tmnft ein, von ten Inhabern ter betreffen« »a Wol^lräume das Anlagekapital fir die elektr. Ölleitung — nicht aber die Wasserleitung — ** ®icfetKer Waldbühne. Wie uns Yon her Jätung mitgrleilt wird, beläuft sich ter ktemerttag der Wolstialigkeitsveransbaltung vom 2. Juü auf etwa 800 Mk., ein Ergebnis, das rar unter der Voraussetzung möglich war, daß liesige Tarne» unb Herren in hochherziger und dankenswerter Weise Blumen, Kuchen, Zigarre« und Tabak veickflich spendeten, die in der graben Pause Eo zusammen 56 002 Mk. Die Beträge wur- ben teui Landcsausschuß der Nationalstiftung ^flr bic Hlntecblkebenen der im Kriege ’ÄÄö im Gwstherzogmm Hessen über- Mg der BmmWe gebxt! ptf*CIL m Erreichung di-,es Z«ls Die W o h nnn g s aufnach m e wird 'ngMesen, bafe durch Um DOt Schutzleuten in ihrer freien Zeit vor- )erdfeueruna fEinbauo frommen. Die Vergütung dafür bettägt 4 Mk. te Ersporriswn N-ö0V> r® Tag, nicht Pro Stunde, wie aus ter nicht ttbiautfr >u eryetai ift." ’**rc‘ in der Lage, nähere ' nehmen werden. 8099 Die Beerdigung findet Freitag 4 Uhr vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. 8092 Zwecks Gründung einer gemeinsamen ILinkausrgenosjenschast werden alle -E! Kollegen von Stadt und Kreis Gießen Gießen Nenonwes 9 schlafen ist. Näherin gesucht 8040D Vertreter 8102ss tuen 9 p. 013449 ich Hielten. Schmidt, Mäuöburg 16. Wahl. 8'/a Oir. 8111a litt SW 11). 013466 zusehen. Näbereö I. Etage UHWWWHM Vätkermeistervon Stadt md Kreis Gietzeu! Die trauernden Hinterbliebenen: Philipine Haas geb. Insel Familie Herrn. Haas, München Familie F. Weber, Gießen. Giessen (Bahnhofstrasse 8), Gummersbach, Frankfurt am Main, den 10. Juli 1919. Damen m. gut. Charakl.ii etnivandfr. Bergangrai. Schwarzer Troern Hund mit braunen chen (Halsband m.S am Montag,7. 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Mts. über die letzte Sta'otverord- uetensitzung sind die Ausführungen des Herrn Stadtverordneten Fourier geeignet, den An- chein zu erwecken, als würden Milchfälschungen, iber welche Klage geführt wird, in unserem Betrieb vorgenommen. Wir verwahren uns entschieden dagegen, daß vorgekommene oder noch vorkommende Milchfälschungen mit unserer Molkerei in irgend welchem Zusammenhang stehen und werden Sorge tragen, daß hierüber von behördlicher Seite völlige Klarstellung herbeige- ührt wird, wie wir auch zu den übrigen Acußerungen des Herrn Fourier Stellung Lehrlinge stellen ein 013458 Franke & Oo., Optische Werkstätten, Menen, Wiesenstraste 3. I AaatSnd. DienalmMchee gegen hohen Lohn sofort gesucht im Pfarrhaus zu Nodrbach lOberh.). »» Per 1. August ein ein sack, mübt. Zimmer für dauernd zu mieten gesucht. Schristl. Angebote au CSriirt Heller, Bahnhofstraße 341. 01MM Schönstar □. vornehmster Anstiuflsort. TägL Riesen- 6618 spielapparat. 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Recht aller Sabre sozialen Reichsregie- Natifikation enniS« Den u- r. 38 Schr. 20 an elger. fiaufc«- nicht in b bcn'pnid) ri'drt'i. '•lbg. fient« seiner Pattei - Aus en, nde in mb bt= igc- gen mg 10» rd- rn tn« en, em SUbr .ttde Licbigltt. entlaub I -„geben aegen - n n°nn'-.?-L ffr. Frieda Bark»« gcJtcrW___JI jrnbc Entschließung vorgelegt worden ist: Die gesetzgebende Nationalversammlung wolle be fließen, die Natisikation vorzunehmen unter dem lusdrückltchen Vorbehalt: 1. daß vor dem jb(id) und gerechtfertigt erscheint, mit rückwir- ‘aiber Kraft einen Gerichtshof zur Aburteilung 'ordergegangener angeblicher Verstöße gegen das Zu dieser Entschließung wird in jefunfl Stelliurg genommen werden, trich^ministet örr auummtigen beiten Müller: Meine Damen und fierten! Die »rüber eingeholt wird, ob es nid) den ancr- (s nuten Grundsätzen des Völkerreckits zufällig oder deutsche Nationalversammlung. W< i m a r , 9. Juli. Die Ratifizie - r«ng des Friedensvertrages wurde heute in namentlicher Abstimmung mit 208 gegen 115 Stimmen beschlossen. ;.«bc natfdxm dürfen. < SSi- lliimbe.) nakh.) crflärt im Namen unsere Initiative ist die Re kenntnisses der alleinigen Schuld Deutschlands am Kriege, der größte)) weltgesduchtliä-en Lüge, die jemals aus Mensdvimttmbe gekommen tfL Wir bitten und ermahnen das bcniidre Volk, die Reihen zu scküießen, iieberbait zu arbeiten und den Glau ben an das Vaterland nicht zu verlieren, in Würde und Geduld zu leiden, bis das Welt- gnviisen auswacht und ein Verbrecknm sühnt, das die liebermadit von 27 Feinden an uns zu begehen im Begriffe stcht. Sollte glcidnnobl dieser Friede letzt zum Völkergesctz erhoben weichen, me^ mals werden mir seine Rechtsdesrandigkeit anerkennen. Für alle und ewige Zeiten legen wir vor Wott und der Gesdstckste seierlichst Verwahrung dagegen ein Niemals könnte er eine Quelle bei Völkerversöhnung iverden. Niemals um unseres Gewissens willen können wir auf hören, unsere :Under und >rindcsk:nder zu ermahnen, bat W- fdjeu gegen diesen Frieden von Geschlecht zu Ge- fd'lecht sortzupslanzen und ihr ganzes Sinnen und Denket) daran zu setzen, die dattsche Ehre von dieser Scbmad) wiederum rein zu machen. Preise, .gratis. OltW tn 12. an das Weltqavissen zu richten. Wir möchten die Wirkung dieses Friedensschlusses dadurch hemmen, chatz wir noch einmal die Stimme des Rechts an- rnlfen und loenn alles andere versagt, sollen doch aller Welt die Vorbehalte kundgegeben wer-- den, die wir in unserer Entschließung genannt haben, nämlich daß vor dem Inkrafttreten dieses Friedensvertrages ein Gutachten der anerkannten Völkerrechtslehrer über die Frage der Auslieferung des Kaisers und unserer fieersührer eingeholt und ein unparteiiscl)er Gerichtslws über die Schuld an diesem Kriege angxrufen wird. In rücksichtsloser Qssenheit enthüllt der englisch? Ministerpräsident jetzt das wahre Ziel der 'Beteiligung Englands am LZeltkriege. Die letzten 150 Jahre unserer preußisd'- deutschen Gesclstchte nennt er einen volitiscben Irrtum, für den wir jetzt büßen sollen. Pflicht und »VS;- Gesa"§' agna Svendburg Roman von A n u v W o t h e. des Welt einen und !N >rf »ack- if ost- ititflt. lutkol rndes- 81O4ss Hing hat Ihnen ein Osesetz über die Friedensvertrages zur Beschlußfassung vor Präsident F hrenbuch: Jll> mad)Cbar■ uid> die Angehörigen des . ~ _____ unser Vater- in Stüde reißt und eine große Anzahl Volksgenossen unter fremde fierreu zwingt. Wir geloben l>eute, die uns entrissenen Landsleute nicht vergessen, sondern allezeit ba> für zu sorgen, daß sie als Deutsche nid)t zugrunbe- gehen. (Beifall Unzerreißbar bleibt das Band IM in brf’/M $olle ... J M"/'- • 11 r. Zum Friedensvertrag selbst haben Sie wir bereits Stellung genommen, als es irij am 23. Juli um Unterschreiben oder Nicht iteridrreiben handelte. Id) will darauf nickst mehr ntrüdkornrnen. Aufrechterhalten bleibt heule und immerdar unfer einstimmiger Protest gegen diese ^ertrag getvordene Vergewaltigung. (Lebhafter .'risall.) Aufrechterltalten bleibt aber ebenso unsere .frfidjenmg der Vertragserfüllung bis zum leußersten. Wir müssen ohne Vorbehalte, ohne pjMvrhältigkll in die neuen Pflichten hinein- chen. Wir alle, unser ganzes Volk steht heute wr dem Ausbruch zu einem vierzigjährigen Marsch dirch die Wüste — anders kann idj die kommende Sät nicht nennen. Der erste Schritt auf dem ..eioenswege ist die Ratifikation. Wir haben sie imolge der letzten Note ElemeneeauS beschien- vyi. weil uns b-te Aufhebung der Blockade in hi-sticht gestellt war. Neben der Gewißheit der r«Hebung der Blockade haben wir noch die fiofr toing auf die Rückkehr unserer Kriegsgefangenen. Sikmt das Wort Frieden nicht jeden Sinn ver hfttn soll, muß d ie Rückgabe der Gc- «ngciicn jetzt erfolgen. (Lebhafter Bci- iiill > Es sind im weitestgehenden Umfange Vor- I trnngen getroffen, die Rückkehr der Kriegsgefan- enen in ihre fieimat auf raschestem Wege zu er- loqllcheu, und es sind darüber hinaus and) alle Vorbereitungen getroffen worden, ihnen mit der :Uflel;r aud) Arbeit und Verdienst zu sichern. ^bafter Beifall.) sobald der Friedensvertrag auch von dreien Irr gegneriidm 5xruptmächte unterzeichnet ist, Weimar, 9. Juli. fians mrd Tribunen sind stark besetzt. Am Aa»ierungstisch: Bauer, Müller, Erzberger, Noske, tidl, Schmidt, David, die vreußischcn Minister j«sch, fieine, der bayerische Gesandte Dk. v. Pre- ger, der deutsch üsterreickstschc Gesandte Dr. fiert» maan und andere. Präsident Fchrenbach teilt mit, daß von gehe iihle ilar johmiter LRle»»1’ rat. -WM inzchen. s »d'Ä KahL (ies M geworden, und so lange ich zu bestimmen habe, ist unser erster Ausflug jedes Jahr Schildhorn. Kamt man schöner sitzen, als hier au der blauen fiavel, und tarnt es besseren Kaffee und schöneren Kuchen geben?" Tottor Arne Lorenzen warf Ragna eilten vielsagenden Blick zu, gleichsam als meinte er: „O ja, ich weiß noch viel Schöneres", aber er schwieg lächelnd und streichelte Aennes Krausköpfchen, das sich an seinen Arm schmiegte. „Meine hochverehrte Schwägerin," sagte er sarkastisch, „ich bin entzückt, daß du mich zu bicier herrlichen Partie aufgefordert hast, und wenn Ihr wieder „Kaffeekochen" geht — ich koche mit!" Tie Professorin blickte etwas unsicher zu ihrem Schwager auf. Sollte der vielleicht wagen, sich über sie lustig zu machen? Sie kam aber nicht zu weiterem Nachdenken, beim etwas anderes nahm ihre Aufmerksamkeit ganz in Anspruch. War es denn nur die Menschenmöglich lest ? Sie guckte angelegentlich nad) dem Eingang des Lokales, in dem sie so gemächlich, ganz still für sich allein in der herrlichen Laube am llfeti der schimmernden fiavel saßen und rief bann mit allen Zeichen der Entrüstung: „Ta will ich dock) gleich fterben, wenn der lange Kerl, der sich da so flott in den Garten her- einschlängelt, nicht der Referendar Below ist. Gott soll mich bewahren, wo kommt beim der hier her?" Ihr Auge flog forschend zu Gunhild, die wie mit Blut übergossen dastand und tief das Köpfchen senkte. t . „Na" sagte Fvau Lorenzen, „das ift ja eine allerliebste Geschichte. Ick) will nicht hoffen, daß du diesen Windhund — ja wohl, ein, Windhund ist er — davon verständigt hast, baß wir hier heraussahven." 01M88 an ben Gicz, z, Welche fatb.ob.eD.iii $?ro.ob.Viäbd).,a.liett ranbe,möchte ein. i«.L, ohne Kind,BZ.alt,d vand,D.intztaatstt.K «M ’tüb Dr« Gluck roteb. erleben, h Tanten m. gut KbartL einroanbfr. tberganin weldjee-rotTflgliidlh wWch. woll.schrtitll geb. ntSUbu.0134»t siebener Anzeiger» ienben. Strengite fi schwiegenbelt Gbrenb Frau Sorge, Frau Sorge, was wlll sic | Ick) bin ihr iwch viel zu jung, I von mir ? | Zu sonnig ist ihr und zu hell mein Quartter, Zu frei meiner Seele Schwung. Ihr Leid, Frau Sorge, das singt sich nicht Bei Wein und Rosen im Mai, l Trum geh' sie mit ihrem finstern Gesicht, । Frau Sorge, und laß sie mich frei. Friedrich Roeber. [| „Bitte, Fräulein Svendburg, schenken Sie dock» Filtern Schwager inxf) eine Tasse Kaffee ein", P Fran Professor Lorenzen über den Tisch hin m, nmbrntb sie einen großen Napfkuchen sehr Uecgisch zerteilte. „Aus Ihrer fianb trinkt der Minder sicher eine zweite." Ragna beeilte sich, der Aufforirerung zu folgen, W) reicht? lächelnd Doktor Arne Lorenzen, dem Mussten Bruder des Professors, den gewünschten ffsiiincn Trank. R. Er nahm ihn dankend unb sagte bann mit ll iem^Spvttlächeln um die bärtigen Lippen: L „Finden Sie nicht, mein gnädiges Fräulein, fäies ein sehr eigenartiges Vergnügen ist, so hier ra™ dem Grünewald hevauszuziehen, um Kaffee |iu stochen?" L .^ch finde es sehr hübsch und gemütlich, im Ittwcn den selbstgekochten Kaffee genießen zu kön- |*n,1- sagte Ragna und band der sich etwas fträu- ^-oen^Fräi.ze die Serviette um, , >'^cts bitt - id) mir aus, Arne, daß du unser ■mm,eetod)en nidst schmähst," rief die kleine Pro Alwin ihrem Schwager zu. „Tas ist mit uns groß für neue blutige Kriege zu machen droht. Dir wer-- den nicht aushören, dagegen zu protestieren, daß Elsaß-Lothringen unter Nichtachtung des S e l b )t b estirnmungsrechts an Frankeid) abgetreten werden muß und ihm nicht einmal das Optionsrecht gewährt tvird. Nie tverden wir uns damit adsinden, daß man land in Stücke reißt und mit den Trutschen in Dcftcneidx Lebendig ist in uns die fioffnung, daß alle Deutsdzen auf Grund des Selbstbestinimungsrechts bald in einem Einheitsstaat vereinigt werden. Protest erheben wir auch gegen die Wegnahme unserer Ko Ionien, unb weisen die Unterstellung zurück, daß Deutschland ihren Besitz als Stützpunkt für die Beraubung der Welt ansah. Ten Raub der Kolonien werden mir nie vergessen. Ter Krieg war nicht das Werk einzelner Personen- sondern des imperialistischen ürtcrualionale» Kapitals, und wer unser Volk als den alleinigen Urheber am Kriege hinstellt, spricht eine wissentliche Unwahr h.'it aus. (Sehr richtig! Es kommt aber der Tag, tm dem das unerhörte llnrecht widerrufen wird. Nickst mit Gewaltmitteln werden wie dagegen an- kämpfen, nein, wir iverden uns bemühen, den Vertrag loyal durchzuführen. Wenn erst die Erregung, die unseren Volkslörper jetzt erschüttert, infolge der unerhötten Kriegsnot, vorüber ist, dann wirb der Welt offenbar werden, daß die kultursördernbe Arbeit des deutschen Volke-s aus diesen Fesseln freigemacht werden muß. Abg. Tr. Spahn (Zentr.): Der F-riedens' vertrag entspricht nicht den Grundsätzen des die Völker verbindenden . chrisllickxm Geistes, sondern ist das Ergebnis einer uns über den Friedensschluß hinaus verfolgenden N n v e r s ö h n l i ch k e i t. Trotzdem stimmen wir dem Friekensverttag zu. Es geschieht nickst aus freiem Willen und innerer Ueberzeugung, sondern lediglich aus dem harten Zwang der Tatsachen, das Reich vor Anarchie und Zerfall zu bewahren und Volk unb Vaterland vor dem fid ?ren Untergang zu retten. Das Reich luirb nach besten Kräften den Vertrag ;u erfüllen suchen; aber binnen kurzem wird es sich zeigen, daß er in vielen hmb mrientlidyen iAunkten unerfüllbar ist. Schon deshalb ist eine baldige Revision eine unabweisbare Notwendigkeit. 2ll>g. Schücking (Dem.): Die Fraktion der Deutschen Idemokratischen Partei erklärt, daß sie dem Gesetz über den Friedensverttag nicht z u st i m •* ui c n kann. Sie überläßt vielmehr diese Znstim- inung der Mehrheit des fiauses, die anf 27. Juni die Regierung ermächtigt hat, diesen Frieden zu Unterzeichnen. Die Fraktion läßt sich heute wie da- k-näls von der Erwägung leiten, daß aur3 der An- nalstne dieses Friedens dem deutschen Volke iwch fdilDercre Nachteile drohen als aus der Ablehnnng. (Sehr richtig! bei den Demokraten.) Wann bei Friede nunmehr trotz des Widerspruches unserer Fraktion zustandekommt, so wissen wir uns doch einig (mit dem ganzen fiaufc in seiner moralischen Verurteilung. Wir Ivvllen ihn g-streulich erfüllen, soweit er sich erfüfleit läßt. Aber unerfüllt bar bleibt für uns der innere Verzicht auf den staatlichen Zusammenhang mit Millionen unserer Volksgenossen, die gegen ihren Willen von uns los gerissen ober am Zusammenschluß mit uns gewaltsam verhindert werden. (Lebigster ARüfall.) Wir protestieren vor aller Well gegen brefe Verletzung de4 Seibstbestim- strungsrechts der Völker. (Lebh. Bravo.) Schon heute wenden wir uns an die Millioncn sind,Abernrillionen in allen bisher feindlich.m und ^n den nstuttalcn Ländent, beiten das Recht noch etwas jfieiliges ist. (Lebhafter allseitiger Beifalls Sie iverden erkeimen, daß ein Attentat gegen die Freil-eit iunb das Leben unseres Volkes ein Angriff gegen alle Völker ist (Beifall), daß innere Sache barinn aud» die ihrige und die Sache der Mensck»heit ist. (Erneuter Beifall.) Ihr deutschen Brüder und Schövestern in 92orben, Westen und lüften, wir deutschen Denwkrateit rufen Euch zu: Meibt.Deutschland treu! (Lebhafter Beisall.) Abg. Traub (Dentsch-Nat.): J-m Namen der deutsch-uationalen Fraktion habe ich folgehtbc Gr5 närinig äbsugeben: Unser Volk steht vor der letzten Entscheidung über die Besiegelung des deutsckstn lÄcnds. Einmütig hat die deutsch-nationale Fraktion beschlossen, der Ratifizierung des deutsckxn Friedensvertrages zu w i d e r s v r e cht e n. Wir sind uns den Folgen einer Ablehnung voll bewußt. Gerade deshalb aber lehnen wir die Verantwortung für diesen Vertrag ab. Im Falle, daß die Mehrheit dieses fiauses sich für die Ratifizierung entscheidet, haben wir unter Berücksichtigung der Tatsadx', daß der Friede unterzeichnet worden ist, einen letzten Versuchj gemacht, einen Appell baitidtcn Volkes ist es, vor zu bezeugen, daß diese 150 geistigen unb wirtschaftlichen, _____ nationalen "Aufstieg unseres Volkes umschließen, wie ihn die Gesckstchte sonst Alhtige ft» fau ijtMt Witwer ohne Kind.» 48x1.alt,9aufm.,UL$a lucht Mädch. ob. Wm Sinb.u.?ln6.lillt.a> st,ev^w.sp.Heitt!> fiaubbalifennttu ici Riis,nllt.(sbarakl,ft GemüiMinsSiiv.'' criu. Str. Perschin.» u. verl. Schr. üfacb.1 013461 an den WicM KrleKHlnuIld In Stellung 10 Oait wünscht die Bekai-.i! elncö anstand. Witwe mit Kind re. » a, -. Wiener 1 (10 Ma nidjt 511 verzeichnen fy.tt. (Beifall.'! Wir sind Llotzd George dankbar für seine Feststellungen. Neid und Furckst vor unseren' Aufstieg tvaren die einzigen Triebfedern der Teilnahme Englands am Kriege. (Beifall unb Zustimmung. Ein Earlvle schläft unter bem Rasen. Würde er noch leben, er würde Llctzd George über Friedrich den Großen unb Bismarck ein Kolleg halten. Beifall.. Der französische M i n i st e r p r ä s i d e n t nennt den Frieden einen Frieden des Rechts. Rtit dieser wohl bcicdmeten Täuschung foll Deutschland vor der W-llt als das Volk des Unrechts und der Geivalt 6-ebraltdmarkt merben. Die Unterzeichiumg des Friebcusvertrages begräbt viele Illusionen. Tie I l l n s i o n b o s I n t e i n a t i o n a l i s m u s i st zerstör t. (Sehr rickstig! rechts. Am 23. Jan. d. I. hat im amerikan,scheu Senat ein Redner erklärt: „Laßt uns aufhören mit der alten Leier, das wir für die Demokratie kämpfen, (fiört, hört!) Last uns ruhig eingestehen, daß mir für amerikanische Iillereiseit kämpfen." Wehrlos geben wir uns in die fiände der Feinde. Bei jeder fleinften Nicksterfüllung der Bedingungen werden alle die Schrecken über uns fomnten, vor denen man sick) durch die Uill'rzrichnung schützen nwllte. fiättcu nur den Friedensvertrag abgelelpll, es könnte nicht schlimmer sein. 'Sehr richtig! rechts.) Ter Vertrag ist unerfüllbar, das werden wir immer tviederholen. Nur hüte man sich vor der neuen Illusion, als ob die Gegner den Frieden für unerfüllbar l-alten. Giern, ueeau hat gesagt: „Wir wollen diesen Frie ben, wie wir den Krieg gewollt haben. Wir wollen ihn mit starken Mitteln. Wir wollen ben Frieden ausführen, wie mir den Krieg geführt haben, ohne Schiväche, ohne theatralischen fiochmut mit dem unabäitderlichen Entschluß, unserer großer^ Toten würdig sein." Solche Worte sind Stacheln in unser fierz. Wir Deutsch-Nationalen legen Reckitsverwahrung gegot diesen Frieden ein.^(Lebhafter Beifall rechts.) Wir roerben bem Feiirbe nichts vergessen. Es nrirb kommen der Tag der deutschen Befreiung. Gott der Gerechte stehe uns in Gnaden bei, und sollte man es wagen, die fianb auf die besten Führer ntrseres Volkes zu legen, so sagen wir: fianb weg! (Leblwster Beifall.) Wir eje* loben: Die Wunde dieses Friederrsschlusses wird nie vemarbwr. Sie soll nie vernarben Lebhafter Verfall rechts imb fiänbeklatschen auf den Tri bünenZ Präsident Fehrerrbach: Es ist der Tribüne nickst gestattet, sich an Beifallskundgebungen K' tciligen. (Rufe bei den Unabhängigen: Be Arbeit.) Im.Falle der Wiederhol),ng werde ich die Tribünen räumen lassen. Abg. Kahl (D. V.): Die Deutsche Bolls - Partei erflärt in llebereütüimmimg mit ihrer fialtimg in den Sitzungen der Nationalversammlung vom 22. und 23. Juni, baß sie ihre Zu- sttmmmig iur Ratifikation dieses Friedensver - träges nad) bestem Wisse): und ft-ewissen nicht zu geben vermag. Sie wiederholt ihre Ab- lehirung in vollern Bervußtsein ihrer Verantwortlichkeit, die sie damit vor der Weltgeschichte unb bem deutschen Volke übernimmt. Was aber nimmermehr wir zu erfragen, anjuerfemten imb zu verantworten gewillt sind, ist die willkür- kürliche und raubgierige Absplitte r u )i g uralter deutscher Landes teile vom Reiche und bereinsacheDiebstahl unserer Kvlonien unter der verleumderischen Behauptung unferer Unfähigkeit zur Kolonisation, sowie die Bestreitung des Selbstbestimmungsrechtes unseres deutsch-öster Kid)i|eben Brudervolkes, ist die dauernde Vernichtung der den tickten Freiheit durch einen nad) Absicht und Ziel gegen Delllschland gerichteten fogenannten Völkerbund, ist die Zumutung ehrloser fianblungen drrrch Auslieferung Deutscher an die Gerichtsstätte feindlicher Ankläger und Richter zu gleich, ist der unsittliche, gegen Recht und Wahrheit verstoßende Zwang zur Unterschrift des Bc Referendar auch sofort verstand. Etivas umstäud lick) küßte er ihr die fianb und murmelte etwas von unsagbarer Dankbarkeit, dabei blickte er auf die etwas bebenden fiände der hübschen Giinhild, bre wirklich rocht ungeschickt den Kuchen jetzt auf die Teller verteilte. In seinen Augen fttmb ein so leuchtendes Glück, eine so tiefe, innere fierzens- fröhlicbkrit, daß die Professorin wider WUlen es ruhig geschehen lieft, als der Referendar, nachdem er die anderen Anwesenden begrüßt hatte, sich siegesgewiß einen Platz an Gunhilbs Seite er* obertc, die gar nicht aufzusehen wagte, weil ihr das junge fierz fast zum Zerspringe)) Nopste. Ragna freute sich über das nette Paar, iwelches fx> ftillfelig stumm auf der rohen fiol-bank unter den knospenden, grünen Birken saß, dessen Idfe rauschendes Gezweig wie grüne Brautschleier hernieder Isinge)!. Sie lächelte auch im helleren Verständnis Arne zu, der kr^fschüttelnd auf die 11 n mengen von Kaffee unb Kuchen blickte, welck» bas junge Paar schweigend verzehrte. „Ten Iverden wir heute nicht wieder los," sagte die Professorin, sich ausseufzend zu Ragna seyend, „ach Gott, das ist ein Leiden mit fanci Unverwüstlichkeit." Ter Professor lachte, und Arne entgegnete ,^Jch weiß nicht, warum du die beiden Menschen, die sich dock), wie jeder Blülde sieht, lieb Haden, immer auseinander hetzest. So last sie doch — den wirst du doch )iid)t zwingeir." „Tas wollen wir schon sehen," gab die Frau Professor erregt zurück „Werben Sie es glauben, Fräulein Svendburg, bah dieser Below es ran» schon zwei Jahre so wie heute treibt?" ,Zch bewundere feine Ausdaiu entgegnete 3i'l6erred)t ei)i zu setzen und auf vorher noch nicht /^gedrohte Gesetzesstrase zu erkennen, 2. daß im x,;-;.--*“1; ui. k .Interesse der Gerechtigkeit zur Untersuchung der Mn SS?10 »,el in ' frage von der Sck)-uld am Kriege ein neu» Äff l ra ler Ger ich t s h o f eingesetzt wird." Aung ikacbcn rotu n lmserem Volke gehört, ohne baß die Bc- öl fernng vorher das Recht erhielt, nach freiem Bille)’ über ihre Staatsangehörigkeit zu bestim- m. Wir haben nicht die Macht, das Unglück ii verhindern: wir wollen aber diesen Dull- [bm, oerfidjern, daß wir sie nie vergessen, wie tiiT auch ,est glauben, daß sie niemals unsere Igmeinfame "stichickste vergessen und unser ge-- »einsames Leben verleugne): werden. Im übrigen dollen mir unser deutsches fiaus mll allen Kräfte)), ke uns verbleiben, in der schweren Zeit, die »:s benorftrht, so ausstatten, daß in unfern Schwe- frrit uno Brüdern, die uns entrissen werden, Bewlißtsein natimtQler Zusavimengehörigkell d rksam bleibt, bis auf fririilidyem Wege tn hofscnt- ßh nickst zu ferner Zeit in einem wahren Brurde ,Vx Völker alle ftrittige)) nationalen Probleme e tc gerechte, b. h den Witten der Völker achtende läsiing finden. ^Lebhafter Beifall.) Abg. Krätzig (Soz. : Namens der sozial wmokratisck-en Fraltion habe ich zu erklären: Wir iimmcn der Ratifikation zu aus benjclben Grün^ Im, die uns neulich veranlaßten, der Regierung j|ke Vollmacht zu erteilen, den Vertrag zu unter- ^Kidmvu. Dabei erheben wir Protest gegen den -knvaltsrieben, der die Versöhmmg der Volker biterfriibt mtb Europa zu einem Explosivherb Gunhild hob stolz die Augen empor. Es war nur ein einziger Blick, aber die Frau Professor kannte ihr Kind doch zu gut, um nicht sofort zu wissen, daß ihre Besürchttnra grundlos war. „Na, ich hätte es dir auch nicht raten mögen," sagte sie. Dagmar, in deren blauen Augen es seltsam wetterleuchtete, lachte laut auf: „Tas ist aber einzig, Mama", jubelte sie hervor, „fieutc mor-- gen, als ich zur Schrie ging, da begegnete mir fierr Referendar Below unb sprach mich an — ick erzählte ihm twn unserer für beute geplanten Partie und er freute sich so darüber, daß er mir die Schulmappe bis zur Tur trug. Daß er auch nach Schildhorn wollte, hat er aber gar nicht gesagt." „Still", rief die Frau Professorin energisch — sie wußte genug. Sie hatte nur noch Zeit, ihrem Manne, der behaglich seine Zigarre rauchte, zuzurufen: „Lorenzen, vaß auf." Dann stand auch schon der Refercncdar vor ihr unb neigte feine lange Gestalt tief vor der kleinen Frau, Nstihrend er, ihr lachend in die Augen sehend, sagte: ,^Jch bin unendlich glücklich, meine gnädigste Frau, daß bet Zufall es so hold mll nur meint und mich hier Sie finden lässt: glaubte schon, müßte ganz solo hier in der alten fieibe herum» stolpern imb" — .Hören Sie man auf, lieber Bekow," sagte die Professorin, nun doch wider Willen lachend, „den „Zufall" kennen wir nun ganz genau, er hat mit Schulkindern und Schulmapven recht vielen tun, da Sie aber nun mal da sink», so lärmen eie auch eine Tasse Kaffee mit uns trinken, bitte Fräulein Svendburg, und du, Gunhild, brauchst den Kuchen wirllich nicht in so zerbrechlichen Scheiben zu schneiden, der fierr Referendar kann ganz andere Kost vertragen." Sie sah ihn an. Es war, als ob in ihren Augen eine Warnung lag, die der luftige ßivrung am 22. Juni zur Unterzeidurung des Friedens veranlaßt uwrden. (Geläckster int ganzen fiaufc. । Wir stimmen dem Vertta-ge yi unter dem Zwange der Gavall, gegen die wll uns nicht wehreii können. Eine Mwehr durften wir nickst vo suchen, weil sie von neuen unb noch gröferem Leiden für uttfer T^olk begleitet )väre. Wir legen Verwahrung dagegen ein, daß Millionen unserer Staalsangr'hörige)) unter sdniöder Mißachtung d Selbstbeslimmurrgs rechtes aus bem Deutschen Re ja heransgischmissen werden. Den Völkerbmch brand matfen wir als Allianz gegen die K u in Sozialismus ausst redenden Völker. (Lebhafte Zustimmung bei den Unabhängigen.) Wll begrüßen die Sturmzeick-en iinterlyill) der revolutionären Arbrilerklasse int Osten unb Weste)) Europas und reichen den Proletariern der ganzen 2Belt die Bruderhand im Kampfe für die Weltfrei hell (Lebhafter Beifall bei ben Unabhängigen.) Abg. WinNig (Soz.) erllärt im Namen der Abgeordneten des battfrf)cn Ostens: Die im Frieden von Versailles vorgesehene Behandlung der Ostfragen steht int unüereinbarat Widersdruck) zu jenen Notett und dleußorunmm des Präsidenten Wilson, die wir und unsere Frittde glcid^criuciic als vertragsmäßige Nechtsgruttdlagen für bte Wai fenstillsta)tdS> rmd Friedeusverhanblungcn onge ttommett haben. (Beilall.) Keine Gewalt der Erde wird das Selbstbestimmungsrecht der Völker, tni<> in dieser Grundlage verkündet nürb, auf die Dauer ntißacksten können Die Bcfttun»umgen des Ver fallier Friedens über ben deutschen Osten cntbebim in ihrer Gesamtheit der von ben verbündeten und vereinten Mächten selbst geforbertat Rickstsgruno« laLbg. Waldstein (Dem.) legt int Nmtten der Abgeordneten Schleswig-fiolsteins Ber- Ivabrung ein gegen die Behandlung Schic-Ama^-fiol- stcins im Fricbcnsvertrage. Wcld>es Schicksal mrdl unseren Volksgenossen in Schleswig-fiolstein bevor - stehen mag, wir werden uns ihnen ewig verbunden fühlen (unb nickst ruhot ,bis auch der BevölkerUTch Scktleswig-fiolsteins ihr Rcck)t zuteil werden itnrb. l Lebhafter Beifall.) Präsident Fchrenbach; Sie haben die Der ■ irrtet der Gebiete die von Teutschlaub loog: ■ riffelt werden sollen, gehört. Nur ein echt beut (eher Stamm kannn in dieser Stunde nicht zu Jlmcn frrc’d)cn: Elsaß-Lothringen. Ich fühle mich als Präsident der Nationalversammlung ver- itrie est, 8105sb i. ebne imifl- ic An- ingabe Gietz. jenes] w eriiHÄ 16.3“!*' । •> iilif' int fe typ ?0rffd>"le3'beLifl\' Un'erkimi, '=* BW ^MWOWiObl1. Sx. «V..V ben ©mj?Sikafttreteu der Artikel 221 bis 230 von Lch, cktn des Völkerrechts von Ruf ein Gutachten yg%.: “ ......■■■ volle W^cin denGie^fr 12V- Uhr an. * 2. 5a. Mi 7. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 14. 15. öehördliche Anzeigen SW linden" verschlossen bis zum 20. Jiilr an da! als Bürgermeisteramt zu Großrechtenbach, hts Knf - ,^issk Wetzlar, einzureichen. ~ 1 (y.JE” im P Großrechtenbach, den 8. Juli 1919. I t"{ $ D-r k Bürg-rm-ist-r: J A —LZÄ L Gießen, den 8. Juli 1919. 80778 Ter Öberbürgermelfter ^Lebensnrittelamt). bietend cm Selbftverbraucher versteigert. 8113^1 Ter Oberbürgermeister (Lcbcnsmittelamt). 16. 17. 18. 'fechttag zur Über Abänd 2.\ 4. 4a. 5. Kongreß der Lazarettir^assrn Deutschlands. Frankfurt a. M., 10. Juli. (WTB.l M wir erfahren, findet der ursprünglich am 12. Iad in Hamburg geplante Kongreß der Laz»' rettinsaisen Deutschlands nunmehr ui 14. Juli in Frankfurt statt. c) Ni ^ue ft. Neue itoi m^ikolak Neue mH ( ue lool eue Ivol ö°h|lige chälle, Mhtt A. ; Origino \w Tie in dri deslmdserhebu objällcn aller und Preußische ieslgesetzten 6öi abgeäudert. Tie neu s solgenden Preii der Deutschen Bolkspartzei und dre Annahme ves Gesetzentwurfes ohne Aenderungen. Auf Vorschlag des Präsidenten Fehren- b a ch tritt das Haus sofort in die dritte Beratung ein. Das Wort wird nicht verlangt. Auf Antrag des Abg. Richter-Ostpreußen (D.--N.) erfolgt namentliche Absttmmung. An der Abstimmung beteiligen sich 323 Abgeordnete, 208 mit Ja und 115 mit Nein. Damit ist das Gesetz angenommen. Nächste Sitzung: Mittwoch nachmittag 3 Uhr. Schluß 1.20 Uhr. (Fortsetzung im 1. Matt.) nähere Auskunft erteilen kann. _ ; Schriftliche Pachtangebote sind mit der: schrist „Ton- und Sandgrubenverpachtung LiM« Mi Orig' Orig Fa Wo Holzversteigerung in der Staatlichen Oberförsterei Krofdorf. Am Donnerstag den 1 7. Juli vormittags von 10 Uhr ab werden zu Salzböden in der Wirtschaft Weißbrot 1460 Rm. Eichen-Lohreifer aus Distrikt 82a öffentlich meist- Blättermeldungen beschäftigen sich die deutsch- amerikanischen Blätter mit der Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen Amerikas mit Deutschland und stellen pflichtet mich der Berwahrung, der Vertreter anderer von Deutschland bvsgerissener Gebiet'' an- ««schließen. Ich habe auch einen persönlichen Grnnd. Ich bin nächster Nachbar dieses schölten deutschen Landes und kenne es aus mancher Wan- benmg in besseren Zeiten. Auch daraus beite ich fcic Berechtigung her, im Namen der National- versammlung gegen die Verwaltlgung El- fatz-Lothringens den stärksten Einspruch zu l-rheben. Wer in der Lage unr, in alten französischen Zeiteu durch Elsaß-Lothringen zu wandern. der muß wie jeder ehrliche Elsaß-Lothringer .anerkennen, daß das Land unter der deutschm Vermattung unendlich viele Wohltaten erfahrm und einen Aufschwung genommen l>at, den niemand erwartet hätte. (Lebhafte Zustimmung.) Straßburg ist erft unter der deutschen Herrschaft die wunderschöne Stadt geworden. Das Land wird durch einen Gewaltakt Frcmkreich einverl-ttbl. Dagegen erheben wir Protest. «Leblwfter Beisäll.) Wir hoffen, daß die Elsaß-Lothringer, dieser harte und ausdauernde allemannische Stamm, sich ebenso wie in der alten ftanzösischen Zeit auch in der nunmehr cm brechenden neuen französischen Zeit ihre echtdeutsche Art und Sitte und .Kultur er- hatten. Wir werden ihnen treue deutsche Brüderschaft bewahren. (Lang anhaltender Beifall.) Weitere Wortmeldungen liegen nicht vor. Tie erste Beratung ist geschlossen. Abg. Schiffer (Dem.) zur Geschäftsordnung : , Bor Eintritt in die zweite Berattmg bitte ich um Einlegung einer Pause von einer Viertelstunde. Es ist eine dringende Notwendigkeit, daß wir innerhalb der Fraktionen zu der überraschenden Entschließung der Teutschnalionalen Stellung nehmen. (Zustimmung.) Der Präsident verfährt unter Zusttmmung des Hauses gemäß dem Vorsclftage des Abg. Schiffer und beraumt die nächste Sitzung auf IkischeintnachB Nr. 55 Snt; tim , Sti v Q^er Oräaite aller Irl wert ile Vaiv.-Dreekerwi. B. Inga, OleMa Sonstig unte; b)9 brigiu, unb Crigint Dtiflina thirs Lainft Ö0llftig{ lösche 8 ncuppertenr'od, 7. Juli. Bei der stimnng — mit Ausnahme einer Sttntme — mit 232 Stimmen wiedergewählt. Ein schöner Beweis für das Vertrauen der Gemeinde. rr. Schlitz, 7. Juli. Bei der gesttigen Wahl eines 1. Beigeordneten trug bei einer außerordentlich starken Wahlbeteiligung der von bürgerlicher Seite aufgestellte bisherige Beigeordnete, Fabrikant Friedrich Zöller II. den Sieg davon. Er erhielt 756 Stimmen, während der von der sozialdemokratischen Partei aufgestellte Bewerber, der Maurermeister Heinrich Lachmann I„ nur 476 Stimmen auf sich vereinigte. Die Agitation wurde am Wahltag von beiden Seiten äußerst scharf und rege betrieben. 4 W ippenbach, .7. Juli. Hier wurde Bürgermeister Kraft wiedergewählt. Aus Grün! des Reichswirl Ichilwirlschaft Mch^Gesetzbl irirtWitte Tage (Reichst der Reichsstelle Letzte Die Frage der Auslieferung des Kaisers. Amsterdam, 10. Juli. (WTB.) Ter „Tele- graaf" meldet aus London: Im Unterhause fragte das Mitglied der Arbeiterpartei, Thorne, vb Bonar Law sich bewußt sei, daß in England und besonders in London eine Strömung d a gegen besteht, daß der frühere deutsche Kaiser nach London gebracht werde. Ter Vertreter der Bergarbeiter, S t a n t o n, sagte, daß auch in der Provinz eine starke Strömung dagegen sei. Ter Sprecher verlangte, c>aß über die .Kaiserfrage augenblicklich nicht verhandelt werden dürfe. A m ft e r ö a m, 10. Juli. (WTB.) Der „Tefe- graaf" berichtet aus Paris: Ter „Newyork Herold" erfährt, wie der Treierrat plötzlich zu dem Beschlüsse kam, den Kaiser in London vor Gericht zu stellen. Danach fragte Lloyd George während einer Pause in den Verhandlungen plötzlich: „Sind Sie dagegen, das; der Prozeß in London statt find et?" Wilson und Cle- meneeau warfen einander Blicke zu und sahen Lloyd George an. Clemeneeau, der, wie in Paris verlautet, dem Prozeß skeptisch gegen übersteht, zuckte mit den Achseln, als ob er sagen wollte: „sttun, meinetwegen." Wilson tat dasselbe. Hierauf wurden die unterbrochenen Beratungen fortgesetzt. Es wurden keinerlei schriftliche Abmachungen getroffen. Die Liste der zur Auslieferung bezeichneten Deutschen. Versailles, 9. Juli. (WTB.) Die Liste der an die Alliierten auszuliefernden Deutschen wird heute ht einigen Blättern vervollständigt. Man findet darunter noch den Herzog Albrecht von Württemberg (Blutbad in Somme- B, Niedermetzelungen in Namur), Generaloberst . Muck, der Frauen Und Kinder vor seinem $>eer getrieben habe, General Liman v. Sanders (NtÄermetzelungen in Armenien und Syrien), Generalmajor Stenger, der am 26. 8. 1914 einen Armeebefehl erließ, wonach von diesem Tage an keine Gefanaenen mehr gemacht werden dürften, Generaloberst von Ostrowsky (Plünderung von Toynze, Erschießung von 103 Zivilisten), General von Fesny (Erschießung von 111 Einwohnern ton Arlon) sowie der folgenden Gefangenenkommandanten: General Oltzen (Kassel und Döberitz), Leutnant Rüdinger (Ruhleben), Major von Görtz (Magdeburg), GÄrüder Niemeyer (Holzminden und Clausthal). Wilsons Ankunft in Neuyork. Neuyor k, 9. Juli. (WTB.) Reuter. Wilson ist gelandet und wurde von einer riesigen Menschenmenge begrüßt. Er fuhr nach der Carnegie-Hall, wo er eine Rede hielt und darüber sprach, was die Nationen von Amerika erwarten, welches diesen Erwartungen gerecht werden müßte. Wilson erflärte, das Werk des Friedens habe erst begonnen, als der Friede unterzeichnet worden sei. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Amerika. Bekanntmachung Ter vom Gemeinderat durchirr atme cmschlag der Gemeinde Lauter für 191.J vom Samstag den 12. Juli d. I. ab eine IBnJJ auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters V\ Einsicht der Interessenten offen. Einwendung können während dieser Zeit schriftlich oder - Protokoll daselbst torgebracht werden. Es wr eine Umlage erhoben, zu der mich die Ausmarw st MB- » tw500’? äS Kätung Büchertisch. — Die deutsche Einheitsschule. Unter diesem Titel erscheint seit Mai d. Js. in dem Verlag von Gerhard Stalling, Oldenburg, ein neues Zentralorgan für das gesamte deutsche Schulwesm (herausgegeben von Prof. Tr. Kullnick, Vorsteher der Staatlick^cn Auskunftstelle für Schulwesen, Berlin), das über alle Einzelheiten der notwendig gewordenen Neuordnung des ge- fjamten deutschen Sclmlwesens unterrichten will. Vierteljährlich kostet die Zeitschrift 5Mk. Um 12 Uhr 25 Minuten eröffnet Präsident Fehrenbach wieder die Sitzung. Tas Haus geht zur zweiten Beratung des Ratiffkationsgesetzes über. Inzwischen baben die Deutsch-Nationale n ihre Entschließung umgeändert mit einem Abänderungsantvage zum Gesetzentwürfe selbst, so daß dieser lauten würde: Ter Unterzeichnung des Friedensverttages werde zugesttmmt unter einem Vorbehalt, wie er in der Entschließung ausgesprochen war. Abg. Schiffer lkes, das dem Untergang be- befttmmt ist. (Beifall rechts.) Reichsminister des Aeußern Müller: .Ich bedauere ganz außerordentlich, was wtt in dieser historischen Stunde haben erleben müssen. Im übrigen glaube ich, die Zeit der Vorbehalte ist torber. Heute kann es nur ein Ja oder Nein! geben. Was würden unsere Feinde bt diesem Anttage feien? Nichts werter, als ein letztes Manöver, eine letzte Schiebung. (Sehr richtig und lebhafte Zustimmung bei dm Mehrheitspatteien.) Ich glaube, die SchiebergesMfte auch in der Polittk müssen ein für allemal vorbei sein. Nur mit loyalen Mitteln können wir die Revision des Ver- ttages erreichen. Aber mit solchen Anträgen wird sie schlecht eingeleitet. Abg. Löbe (Soz.): Der Zweck des Antrages ist nicht zweifelhaft. Das Generalsekretariat der Deutsch-Nationalen Volkspartei hat zugegebm, daß die Situation der niederschrnetterndm Friedensbedingungen agitatorisch ausgmützt roerben müsse. (Hört, hört.) Nicht nur die Einbringung des Antrages, sondern auch die ganze Rede des Abg. Traub widersprach der Würde dieser Stunde. Abg. Dr. Delbrück (D.-N.): Unser Antrag ist schon gestern beschlossen imb ohne unsere Schuld nicht gedruckt worden. Er sollte keineswegs das Haus überraschen. Ab. Haase (Unabh.): Der Abg. Traub hat deutlich gezeigt, daß Sie (nach rechts) Ihre Par- feiintereffen verfolgen. Wir lehnen es ab, uns an einem solchen Satyrspiel zu beteiligen. Abg. Dr. Heinze (D. V.): Meine Fraktion bedauett diesen Antrag, der Mißstimmung hereingebracht hat. Die Mehrzahl meiner Fraktion lehnt ihn aß. (Beifall.) Abg. Schulz- Bromberg (D.-N.) weift noch einmal die Vorwürfe gegen seine Partei zurück. Die Abstimmung ergibt die Ablehnung des Antrages der Deutsch-Nationalen gegen die Sttmmen dec Anttagsteller und einiger Mitglieder Land- und SonflröBmtiNtiiiiü. Die Gemeinde Lützellinden beabsichtigt, ifa in dem Distrikt Hahnenkopf des Lützellindera Markwaldes in der Nähe von Gießen«' legcne Sand- und Tongrube auf die Tauer von 9 Jahren zu verpachten. Es besteht die Möglich feit, einen Bahnanschluß an die Main-Weser-Bod", Bahnstation Gießen Block Lützel, herzustellen Tie Pachtbedingungen liegen bei dem «J meindevorstcher in Lützellinden aus, der auh Vie llomnmnalwahlen. ** Allcndorf a. d. Lumda, 7. Juli. Bei der gestrigen Bürger meist erwähl entfielen von 454 abgegebenen Stimmen 442 Stimmen auf den bisherigen Bürgermeister Rein, 8 Stimmen entfielen auf verschiedene andere Personen, 4 .Stimmen waren ungültig. Bürgermeister Rein ist jetzt zum vietten Male gewählt, er steht bereits seit 31 Jahren an der Spitze unserer Ge- mcinbe. Durch die Wiederwahl hat ihm die Gemeinde den besten Beweis ihres Vertrauend geschenkt. Durch den Männergesangverein wurde dem Gewählten abends ein Ständchen gebracht. g. A lte n - B u s e ck, 7. Juli. Bei der gestti- gm Bürgermeistettvahl wurde der bisherige Bei- geoibnete C. Rau, der schon seit 1895 dieses Amt bekleidet und wegen Eittankung des Bürgermeisters Körber seit Mai 1916 die Bürgermeistereigeschäfte mit großem Geschick geführt bat, mit 325 (Stimmen zum Bürgermeister ge.vählt. Ter Gegenkandidat Heinrich Becker IX. erhielt 308 Stimmen. — In Trohe wurde am 29. Juni der bisherige Bürgermeister Heinrich S ch kst i d t mit 79 Stimmen wiedergewählt. ± Beuern, 6. Juli. Zum Beigeordneten wurde heute Fleischbeschauer Heinrich A r n o l d V. mit 246 Stimmen gewählt. Ter bisherige Bei- georbnete, Glaser Ludwig Ranft, erhielt 136 Stimmen. ** Butzbach, 8. Juli. Bei der Bürgermeisterwahl wurden 1678 Stimmen abgegeben. Hiervon entfielen auf Ludwig Köhler (parteilos) 1369, Julius Tahrner (Dem.) 140, Bruno Wttttg (soz.) 167 Stimmen. ed. Eichelsdorf, 7. Juli. Beigeordneter Löffler, der feit dem Tode des Bürgermeisters Würz die Bürgermeistergeschäfte erledigte, wurde einstimmig zum Bürgermeister gewählt. ed. Eschenrod, 6. Juli., Unser bisheriger Bürgermeister Weber, der seit 17 Jahren im Amt ist, wurde heute mit 201 Stimmen einstimmig wiedergewählt. Die rege Wahlbeteiligung ist ein Zeickten der Wertschätzung, die Bürgermeister Weber genießt. ** Ettingshausen, 9. Juli. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der bisherige Bürgermeister Landwirt Heinrich Keil mit 146 Stimmen wiedergewählt. Der Gegenkandidat Ludwig Friedrich Jox erhielt 123 Stimmen. (k) Lumda, 7. Juli. Ber der gestrigen Bürgermeisterwahl wurde neben dem Sohn« des Altbürgermeifters noch kurz vor der Wahl ein Gegenkandidat ausgestellt. Die Wahlbeteiligung war deshalb ziemlich lebhaft. Von 260 Stimmberechtigten haben 172 gewählt. Lano- und Gastwirt Heinrich Schultheiß, Sohn des bisherigen langjährigen Bürgermeisters, erhielt 119, der Gegenkandidat Joh a nnes Tröller II. 52 und Landwirt Johannes Korn mann eine'Stimme. Hoffentlich kchtt nach der Wahl die alte Einigkeit bald wieder zurück. — Die Beigeordneten wähl findet nächsten Sonntag den 13. Juli statt. Mit Vorschlägen zu dieser Wahl ist man bis jetzt noch nicht an die Oeffentlichkeft getreten. Jä>enfells nimmt der bisherige allgemein geachtete Beigeordnete Jo Hannes Heßler eine Wiederwahl an. xi. Aus dem Kreise Lauterbach. In F r i s ch b o r n wurde an Stelle des alten Bürgermeisters Fn nk, der sein Amt in Rücksicht auf sein hol^s Alter niederlegte, Karl Kentzer gewählt, der bisherige Beigeordnete und Unter erbebet, Gemeinde- und Kirchenrechner I. Bernges wurde wiedergewählt. — Blitzenrod, das bisher zur Bürgermeisterei Frischborn gehötte, erhält in dem einstimmig gewählten Landwirt Thomas Stock einen eigenen Bürgermeister. — In Allmenrod wurden Hch. Lerch, der Sohn des bisherigen Bürgermeisters, und I. Habermehl, der Sohn des bisherigen Beigeordneten, in die Aemter ihrer Väter gewählt. ** Obbornhosen, 6. Juli. Bei der heutigen Bürgermeisterwahl wurde einstimmig der Landwitt Ferdinand Philippi mit 236 Stimmen zum Ottsoberhaupt gewählt. Damit ist der langersehnte Wunsch nach einem anderen Bürgermeister in Erfüllung gegangen. Hoffentlich gelingt es dem neugewählten Bürgermeister, ;u erreichen daß wieder Friede und Einigkeit tn unsere Gemeinde hinein kommen. ** Ober-Hörgern, 8. Juli. Bei der I Beigeordnetenwahl nmrbe Landwirt Wilhelm Mathäus einstimmig gewählt. Wegen vorgerückten Alters hatte der bisherige Beigeordnete Müller eine Wiederwahl abgelehnt. Käse-Verteilnng. Am Freitag und Samstag, dem 11. u. 12. d. Mts., gelangt in nachstehenden Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb Handkäse zur Ausgabe. Die Abgabe geschieht gegen Vorlage der alten Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 14. Beliefett werden die Lebensmittelkatten, die in der linken oberen Ecke die Nummern: 66, 67, 68, 69, 70, 29, 30, 31, 32, 33, 53, 54, 55, 56, 57, 104, 105, 106, 107, 108 tragen. Die Ausgabe geschieht wie folgt: i. Barmen, 10. Juli. Zur Verhütim, weiterer Ausschreitungen und Plün< derungen waren seitens der Stadtverwaltiml umfassende polizeiliche Sicherheitsmaß« nahmen getroffen worden. Gestern nachmittag sammelten sich vor dem Polizeigefängnis eatf große Menschenmasse an, die die Herausgabe ixt wegen Plünderung verhafteten Personen verlang Nach Freilassung zweier Gefangener zerstreute itdf die Menge. An einer anderen Stelle oer f u ditt die Menge, das Gerichts aefängnisji ftürmen. Em auf mehreren Lastautos bet bet' geeiltes Polizeiaufgebot ging mit blank: Waffe vor, wobei es nicht ohne 931 u t bet* gießen abging. Auch seitens der Polizeiveaniten gab es Verletzte. Ein Beamter ist diensttrnfähT Eine weitere Menschenansammlung gegen Abm auf dem Alten Markte wurde von der Pon^ Nxtr n, 9. Juli. (Wolfs.) Nach schweizerischoiv mit blanker Waffe auseinandergetrieben. Es W - - - ' • " 'den eine Anzahl Verhaftungen vorgenommcn. Zucker-Ausgabe. Ausgabe Nr. 6. Vorn 10. bis 1 6. d. M. einschließlich gelangen in den Kleinhandelsgeschäften, bei denen die Vorbestellung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe des Bezugsabschnitts Nr. 6 aus einer dem Lebensmittelamt zur Verfügung stehenden Reserve 5 00 Gramm Zucker zur Ausgabe. Es >vird empfohlen, diesen Zucker als Obstzucker zu verwenden, da anaesichts der Zuckerknappheit Einmachzucker seitens des Reiches nicht ausgcgcben werden kann. Die auf den Monat Juli außerdem entfelfende Menge Zucker in Höhe von 750 Gramm auf den Kopf wird, sohald derselbe eingettoffen ist lvoraus- sichtlich ancy noch im Monat Juli), zur Ausgabe 9 <§ie Klei n Handelsgeschäfte hab en die vereinnahmten Bezugsabschnitte Nr. 6 zu sammeln und W je 100 gebündelt bis längstens 18. d. M. an das Städtische Lebensmittelamt, Zimmer Nr.11, unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieferten Marken einzusenden; die nicht ab geholten ober mehr überwiesenen Zuckermengen sind dem Städtischen Lebensmittelamt zu melden. 61 prigti und beizutragen haben. Lauter, den 9. Juli 1919. . Bürgermeisterei Lauter. A r f. ^ichnowskys wurde in Amerila gute Ausnahme finden: es sei aber zweifelhaft, ob 2ich- nowsky sich zur Verfügung stellen werde. Die Vereinigten Staaten würden auch einen Maim. | etwa von der Art des verstorbenen Ballig J gern sehen. Ebenso bedeutungsvoll fei die Wähl 1 des amerikanischen Botschafters für Berlir. 1 Aeußerst gefährlich wäre es, nach Berlin einen ] Mann zu senden, der der deutschen Nation mit 1 Vorurteilen gegenüberftünbe. Der amerikanische Botschafter müßte sich loyal mit dem neuen Kurs 1 in Deutschland abfinden und sein Möglichstes tun. ] um Deutschland bei der Wiedergewinnung der I verlorenen Weltfrenndschast behilflich zu, fein. Man I müsse dafür einen Mann wählen, der Sympathien I für das deutsche Volk und VertMuen in die neue I Republik habe und entschlossen fei, Deutschland I seine volle Unterstützung in diesem kritischen I Augenblick zuteil werden zu lassen. Ein deutscher Vorschlag yi Verhandlungen mit der polnischen Regierung. t Versailles, 8. Inti. (W. B.) Ter Vorsitzende der deutschen Friedensdelegatton in Frankreich, Freiherr o. L e r s n e r, übermittelte heute mittag dem Mrnisterpräsidenten folgende Note. Tfe Ausführung des Friedensoettrages in dem deutschen Osten macht unmittelbar nach der 3?a tifitation umfangreiche Vorbereitungen erforderlich. Insbesondere würde die unvermittelte Zu rückziehung der deutschen Behörden aus den ab- zuttetenden Gebieten unzweifelhaft eine große nrirrung Hervorrufen. Tres gilt vor allem für die innere Verwaltung, die Rechtspflege und das Verkehrswesen. Tie Sicherheit und Ordnung er scheinen umso schwerer gefährdet, als bfe natrjuafen Gegensätze in den in Frage kommenden Gebieten bereits jetzt zu einer starken Erregung der ganzen Bevölkerung geführt haben. Tie deutsche RegrerMq hält deshalb die be s ch le n nr g te E i nl ei r ung unmittelbarer V er Han d l un gen mit der polnischen 'Regierung für uirerläßlich. Das Ziel dieser Verhandlungen würde sein, unter Zuziehimg vor allem auch der beteiligten preußischen Rri sorts eine geordnete Uebergabe und Ifeberleitung1 der einzelnen Berwaltungstzlweige sicherzustellen urb die Einzelheiden über die planmäßige Zurück | ziehung der preußischen Beamten fefttulegen. Tu I Verhandlungen würden mit Rücksicht auf Umfang I Beteiligung der preußischen Trenstttellen uno 1 die notwendigen sachlichen Unterlagen am besten , in Berlin stattfinden. Ten polnischen Delegierten würden für diesen Fall alle erforderlichen Erleick tcrimgcn geirnihrt werden Es wird um bald gefällige Mitteilung darüber gebeten, ob die pol nische Regierung diesem Vorschläge ^ustimmt imb bereit ist, mit größtmöglichster Beschleunigung ihn Vertreter zu benennen und den Zeitpunkt ihrt? lrintteffens tn Berlin mitzuteilen. Deutsche Auswanderung. i. Zürich, 10. Juli. Wie die schweizerisch Regierimg mitteilt, sind bisher über 7 0 0 00 Antrag e für Päs se von Deutschen, bie oil£ Deuffchland auswandern wollen, eingereich rooTben. Stratzenkämpfc in Fimnc. Bern, 9. Juli. (WTB.> Das Jugoftatmsche Presfebureau meldet aus Fiume, daß neuerdina^ Zusammenstöße zwischen Franzosen uab Italienern statt gefunden haben. Es kam zn wilden Straßenkämpsen, bei denen die Kolonialtruppen der Franzosen teilweise nieder^ gemetzelt wurden. Auf f ran z ö si s ch er Sette werden 8 0 Tote gemeldet. Dre Italiens. Militär und Zivilisten, unterstützt durch die wohner von Fiume, unternahmen einen Sttw auf das französische Torpedoboot „Esclave". 1 lienische Panzerautomobile rückten an und hol« die Ruhe einigermaßen mieberbetfteUen. Unruhen in Barmen. fest, daß in Deutschland die Wahl eines geeigneten. : Botschafters für Amerika sehr schwer fein werde. Washington benötige einen Mann, der nichts mit dem alten System zu tun habe. Eine Kandidatur Bekanntmachung. Es sind zu vergeben: 1. Aus der Stift ungder Dan ielMovg W i tw e am 2. Oktober 1919 die diesjährigen Zinsen im Betrage von 175 Mk. an hiesige bedürftige, unbescholtene, im Witwenftande lebende Bürger und Bürgerinnen. 2. Aus der Stiftung der Friedrich Tertor Eheleute am 23. September 1919 240 Mk. Jahreszinsen in Gaben nicht unter 40 Mk. an verschämte Arme, ohne Ansehung der Religion. Meldungen nimmt das Städtische Armenamt, Asterweg 9, bis 31. Juli d. I. entgegen. Gießen, den 8. Juli 1919. 80968 Ter Oberbürgermeister (Armenverwaltung). Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Engen Kaufftnann, Gießen eingetragen: Tie Firma ist erloschen. Gießen, den 5. Juli 1919. 80948 Hessisches Amtsgericht. rj o «y ö 4S> " ä tä .*• a *5-8 ä ii y 'S CT-O L-Z yi E s" in £ s« «/> V-. ä* in in ä«