fix, (08 Tn Otetzmer Irjdctt rdchemt taqlidi, o .ücr feonn und yeir «ML monctl. ■WLL35,oierie> tibrtirti iMf. 4.05. tnurfi Äbbelf- u. .‘jroeiVteQai moiintl P(f 1.25 durch bieilell DU. 4.05 werte!- jäprt. au»td)L tk'ted^ r» nctjtrn Uiauyt|diri lieber. Aug. Iftari LnantiooNlich füi tiatüit: Hu«. O^oetz. für den übrigen letl: [)r. Dienbol. Jen«; für den Lnzeigenleü: V. deck- sämtlich in ftiefcen wschrmüllbück. SFtr fühleai uns alle auf die tiefste Stufe Unserer 6ntiutcfi.unß, in einen wahren Ab- aninb unseres nationalen Hebens zurückge- statzen. Vor einer übergroßen Mehrheit der Menschheit sehen wir unS isoliert, finden tt»ie Graf Brvckdorff'Rcnrtzau, der Führer unserer Friedensdcpulation, in Versailles so bedeutungsvoll erklärte, einer Flut des Hasses uns gegenüber. Dieses Bewusstsein und die Fülle des Elendes, das über uns hereinbricht, erfordern noch einmal eine genaue Selbst- Prüfung, ein Nachsinnen darüber, ob nicht doch irgendwo ein großer Fehler in unseren (^danlenbildern steckt, ob wir nicht durch eine buggesli n unserer rntwickl ingsgeschichllichen Umgebung aus eine irrige Bahn gelangt sind. Die Meisten unter uns kennen andere Völker nicht aus inniger Erfahrung und wissen wohl, welche Fehler uns Deutschen politisch und gescl.schaftlich anhafken. Denn wir sind ein Voll der Philosophen und Kritiker und sind *fn unserem Auftreten keineswegs selbstsicher -und von unserer geistigen und sittllchewUeber- legenheit überzeugt Wir befinden uns in schwereren parteipolitischen Kämpfen als irgendein anderes Volk; außerdem macht uns die Tatsache, daß uns in der Welt auf Schritt irnb Tritt so viel Haß und Schmähung begegnet, stutzig. Jetzt eben wollen wir uns tv eber vor dem Fehler hüten, die Handlungen ter Gegenseite, unserer Feinde, nur mit blindem Unwillen und leidenschaftlichem Selbstgefühl adzu fertigen. Daher war uns die ruhig abwägende, unsere frühere Politik und die gegenwärtige Situation streng und sachlich prüfende Rede des Grafen Brockdorf f- ylantzau, des Führers unserer Friedensdeputation, ungemein licht- und wirkungsvoll. kÄr wissen auch, daß es aus praktischen Gründen notwendig ist, uns auf den Gebieten heimisch zu machen, auf denen unsere Feinde so viel Ueberlegenheit und Erhabenheit kund- ßcben. Graf Rantzau deutete in feiner Rede auf der ersten Sitzung in Versailles an, daß die deutsche Politik vormals leider es an idealistischem Schwung hat fehlen lassen, indem sie auf'den Haager Konferenzen manche Unterlassungssünden beging und in den „tra- gistchen Augusttagen" nicht alle Möglichkeiten ergriff, den schrecklichen Krieg au umgehen. Aber je tiefer wir in der Selbstkritik schürfen, desto mehr festigt sich uns die lieber» ieugimg, daß die deutsche Regierung 1914 beileibe mcht allein schuldig war. Graf Rantzau sagte, es wäre in feinem Munde eine £ ii g e, Deutschland des Friedensbruches zu bezichtigen. Vielmehr sei lange vorher die tiiternaiionale politische Atmosphäre durch «imperialistische Tendenzen berg ftet worden. Nenn uns nun aber irgendetwas in unserer ,Sell)stp:üfung und in unserem Gewissen beruhigen kann, so ist es das jetzige Vorgeben unserer Gegner. Mit der Heberrcichung der k'-ew.lltfriedensvorschläge unserer Feinde, in denen diese ihr innerstes Herz- enthüllen, können wir uns aller Gennssensbedenken ent» sä!'gen. Die emphathischen Bet.uerungen b> f n er? b r Engländer und Amerikaner hatten manche Skrupel und Zweifel erweckt, und unser Stolz auf unser Tugendmaß war etwas berabgefunken. Vtclleicht waren, so ging unsere llebcrlcgung, die anderen doch bessere Menschen. An der Friedensformulierung der Entente aber erkennen wir wieder den wahren Maßstab, mit bem wir wenigstens das eine, unsere Gewissensruhe, zurückgewinnen. Unermeßliche Schuld, die unaufrichtigste Gesinnung. liegt bei denen, die uns jetzt den schmählichen Frieden diktieren wouen. Das Vcbermag ihrer Forderungen, die mörderische Unterdrückung, die sie uns angedeihen lassen wol en, führen uns wieder auf den Ausgangspunkt des Weltkrieges zurück. Es war ihnen von Anfang an Wunsch unb Ziel, uns von der .Höhe unserer wirtschaftlichen und nationalen Entwicklung herabzustürzeu, während tont Deutsche nur einen Abwehrkampf führten. Während also der grausamste Schlag «egen uns geführt wurde, wurde doch zugleich licht und Klarheit verbreitet. In dem von ter Entente uns übermittelten F.iedensbuche eh en wir, welches von Anfang an die Ab- ichteck unserer H auptgegner gewesen sind. Inb in der trostlosen £age, in der wir uns etzt befinden, dürfen wir uns eines wenig- :env sagen: daß wir keinen Grund haben, und vor uns selbst zu erniedrigen. Des Ntafen Rantzau Rede in der Sitzung zu Versailles war die Kundgebung wahrer Würde inb Menschlichkeit, während am Hufeisentisch ter uns gegenüberstehen de n Mehrheit nur Lnnterhälligkeit und Macht- und Habsucht sich breit machten. Mit einer großen und Ernsten Anklage konnte der deutsche Minister schon vor die Entente hintreten in bem Augen- tuck. als das ominöse Friedensbuch noch verschlossen vor ihm auf"bem Tische lag. Nämlich «Hit beui Vorhalt des, kaltherzigen, überlegten Verbrechens, das in der Fortführung der I Hungerblockade Lag, ckls den Gegnern der Sieg doch bereits verbürgt war. Es war die völ.ig I unnötige Härte und Grausamkeit, mit der die Wehrlosmachung Deutschlands betrieben wurde. Und jetzt foTat die noch barbarischere Mißhandlung, die dem Frieden auch das kleinste Blättchen Hoffnungsgrün raubt. Wir brauchen uns nicht mehr zu fragen, ob wir träumen oder wachen, brauchen nickst zu besorgen, uns in nationalistische Befangenheit zu verrennen, wenn die Minister, Parlamente, Parteien, wenn die weitesten Volksschichten in Deutschland nacheinander ihre Empörung hrnbgeben. In all der Trauer, die durch Reichs- und Landesverordnung.auch äußerlich in den nächsten Tagen zum Ausdruck kommen soll, durchdringt uns doch die tröstliche Heber» zeugung, daß wir vier Jahre Sbricg geführt haben nicht gegen gesittetere und befierc Menschen als wir selbst, sondern gegen Vö ker, die uns Deutschen tatsächlich in Gesinnung und Tat an die Gurgel wollten. Der Heiligenschein, mit dem sich die Hauptgegner, zu denen wir ja auch Wilson rechnen mü|)"en, umgeben haben, W nur eitles und tückisches Blendwerk gewesen. Wir werden also, nach dem übereinstimmenden Urteil aller Denkenden unb Empfindenden in Deutschland zu den unerhörten Bedingungen entschlossen nein sagen. Was dann kommt, ist ungewiß Der einzige schütz, unter dem wir unseren verbündete.« Gegmrn gegenüberstehen, ist, wie Graf Vroctoorsf- Rantzau hervorgehoben hat, unser Recht. Aber es gibt noch Anwälte dieses Rechtes bei den Neutralen, ja sogar auch unter den feindlichen Völkern selbst. Es ist Höck)st bedeutunas- volt, daß die Sozialisten in Frankreich und die englische Arbeiterpartei über den von ihren Regierungen bekundeten FriedenSgeist ganz offen ihr Mißfallen aussprecl)en. Und neutrale Organe haben diese „Friedensbarsch l ä g e" nicht weniger scharf charakterisiert als die deutsche Presse. Wir dürfen aufs höchste gespannt sein, wie Präsident Wilson das Kunststück fertig bringen wird, die vorgelegten Bedingungen mit seinen 14 Punkten tn Einklang zu bringen. Es ließen sich in dem umfangreichen Dokument der Entente noch ganze Berge von Ungeheuerlichkeiten hervor- holen. Aber nachdem daS Programm in großen Zügen zur Genüge bekannt ist, nachdem die hauptsächlichen Forderungen als offenkundige Axt hiebe gegen das Reich sich heraus- geftellt haben, widerstrebt es uns, in weitere Einzelheiten uns zu verlieren. Die Ausplünderung Deutschlands soll auch später noch nach „Bedarf" und Belieben immer wiederholt werden. Daher verlangt man neben den 20 Milliarden, die bis 1921 zu entrichten sind, noch 100 Milliarden Schuldverschreibungen. Daher wollen sich die Engländer an der Nord- ostecke des Reiches festsetzen, um dem Reiche die Lebenssäfte abzuzapfen, und in diesem Geiste hat man die Klauseln bei der Saargebietsabtretung geschaffen. Mil ion en von Deutschen sollen der Fremdherrscl)aft anheimfallen, fremde Landvögte sollen in unserem eigenen $)auie unseren Besitz verwalten. Und wir sollen für die Fremden ganz unverhüllte Sklavendienste tun, z. B. Schiffe für sie bauen. Zum Hohne, zur moralischen Zerschmetterung will man über deutsche Führer, die wir ausliefern sollen, zu Gerichte sitzen. J^tzt ist es an uns, zu zeigen, was noch an deutschem Stolz unb Mut in uns steckt. Die Arbeit in Versailles. Versailles, 9. Mai. (Wolsf) Gestern abend fand unter bem Vorsitz Brockdorffs eine Sitzung der gesamten Friedensdelegation einschließ ich der Kommissare imb Sachverständigen statt. Tie Sitzung dauerte von 9 Uhr bis Mitternacht. Es werden fünf Arbeitskommissionen gebildet, eine politische, wirtschaftliche, Finanz-, soziale und rechtspolitische Kommission. Die Auffassung geht übereinstimmend dahin, daß der Entwurf in der vorliegenden Fassung nicht annehmbar ist. * @in Einspruch der dänischen Regierung-presse. Kopenhagen, 9. Mai. (Wolff.) Tie bä» nische Regierungspresse veröffentlicht anläßlich der Entscheidung der Friedenskonferenz einen anscheinend inspirierten Artikel, in dem eS beißt: Tie Entscheidung der Friedenskonferenzbezüglich der Abstimmungen in Schleswig rief frei das größte Erstaunen hervor. Tic Bestimmung, daß auch in der sogenannten brüten Zone, also in einem rein deutschen Gebiet, eine gemeindeweise Abstimmung aoge halten werden soll, steht in direktem Gegensatz zu dem klar eingenommenen Standpnnkl des dänischen Reichstags, der dänischen Regierung und des nordschleswigschen Wählervereins. Ter Beschluß der Friedenskonse- LCTti muß auf antcrüduchc CtauLUie dömichcr Chauvinisten zurückgesührt werden. Er ist eine biedte Fälschung des Seibstbesti.nmungsrechts der Völker und ein Bruch der Dilsonschen Idee. Es kann erwartet werden, daß die Regierung und der Reidrstag Dänemarks so nochdrückllch wie möglich hiergegen protestieren werden. Protest der französischen Sozialisten gegen den Gewaltfrieden. Versailles, 9. Mai. (WTB.) Die sozia- liftildjen Blätter Protein er.n heckig gegen den Frieden, den die „H u m a n i t 6" einen Frieden der G malt unb Ungerechtigkeit nennt Dar Iran» witsche Proletariat verweigert bie Unter schrill ,ui dem Vertrag In wenigen Jagen wird es sich gegen dies Dokument im Br rnarck-Stil wenden, ixt? eine Beschimpfung des Böllerrechts und der Moral ist. Wenn der Vertrag vor die Kammer kommt, wird kein sozialistischer Deputierter dies bipcomatisdie Schritnücl gut heißen dürsen, das die Geschichte als eine verbrecherische Berletzimg gebe..er Verspred>en und als ein Altentat ge..eu Moral und Völkerrecht l^eze-chnen wird. Die „Hu- maniiä" gibt dann Analysen der Bciiimmungen, die sich tut' das Saarbecken und die deutschen Kolonien beziehen Uinrrwiint die Klausel über das Saargebiel die schlimmste Gewalttat des Vertrages. Die französische Zeckung fordert die Deutschen des Saargebietes auf, mit Heroismus der Gewalt und Korruption Widerstand zu leisten, die jetzt gegen sie versucht werden. Sie sollen sich ihren nationalen Sinn erhalten. Die franzäsisäien Sozialisten werden für sie eintreten, wie sie für alle unterdrückten Völler eingcticten sind. Ebenso schlimm sei die Wegnahme der Kolonien Tas volkreiche arbeitsame Deutschland brauche Kolonien wie jedes andere große Volk. Wüsou habe den größten Fehler begangen, als er zujlimmte, daß f(ie Kolonien zum Vorteil der Sieger geraubt rocroen. Widerspruch auch bei der cnglischcu Arbeiterpartei. fionbon, 9. Mai. (WTB.) Reuter. Ein Manifest ber Arbeiterpartei erklärt, batz Teile bes Friebensvertrages den Wilsonschen Er klä- ru.igcn wibersprechen. U. a. wirb bie Be- . ücksichiigimg ber Bcksürsnisse des deutschen Volkes bei der Eintreibung ber EntscAdigungen, bie allgemeine Einschränkung ber Kriegsrüstungen und Volksabstimmung in Elsatz-Lothringen, Malmedy und den anderen Gebieten an der deutschen Grenze gefordert. e Eine Erklärung der badischen Regierung. Karlsruhe, 9 Mai. (Wolsf.) Tas badische Staatsministerium erläßt folgende Erklärung an dis badische Volk: „Tie Bedingungen, unter welchen die verbündeten Feinde dem deutschen Volk den «Trieben «anbieten, sind nunmehr bekann!gegeben. Tie schlimmsten Befürchtungen sind über troffen wor- ben. Keinem Volk der Erde hat je eine Vergewaltigung gedroht, wie sie die Frichensbedingungen dar stecken. Niclsts wird unversucht gelassen werden, eine Milderung der harten Bedingungen zu erri-idKn. Noch aber ist nicht abzusehen^ ob es gelingen wird, dem harten ©äm der Feinde Zu- geslm.bnsst adzuringen. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf, daß Vernunft und Menschlichkeit bei den Gegirern noch zum Turclchruch kommen. Tas deutsche Volk ivird sich in dieser Schicksalsstunde geschlossen hinter die Neichs- regierung stellen. Tas StaoiSministerium l>at das Vertrauen, daß auch das Volk Badens die Würde bewahren wird, mit der die Entscheidung in dieser Lebensfrage der Nation getroffen werden muß. Wenn es nicht gelingen sollte, den Friedensbediugimgen eine Gesralt zu geben, bie dem btutfeben Volke das Weiterleben als) Volk möglich macht, dann werden wir vor die ernste Frage gesteckt werden, ob wir uns Den Feinden beugen müssen, oder ob nicht einmütig dieser Fri.denssch'.ust zurückgewiesen werden muß. Tie weitere Besetzung von Kehl durch die Franzosen ist. uns Eibenem u ne r trä glich. Tlicher Su>ß versetzt. Wir erheben laut Widerspruch gegen Dir-en Hohn auf das Setbstbestimmui-gsrecht der Böcker. Tas badische Vock rufen wir auf, durch Ernst und Würde zu zeigen, daß es sich der Schwere der Lage bewußt in und der Reick>sregierung das Vertrauen zu bewahren, daß sie dem deutschen Bolte nur die Entscheidung Vorschlägen wird, Die vor der Gesä-ichte wird veranUoortel werden können." Ein belgisch-englischer Streit über Deutsch-Lstasrika. Paris, 9. Mai. (Wolff.) Havas-Reuter. Die belgische Delegation übermittelte folgende Note: Die Zeitungen vom Donnerstag morgen melden, daß der Viererrat die Entscheidung über die Zuerteilung des Berni a ltungsmandats für die deutschen Kolonien getroffen habe. Der Rat hat baS Mandat für Deutsch-Ostafrika England übertragen. Tie belgische Delegation kann nicht an tzie Richt g "eit dieser Meldung glauben. Belgien nahm einen großen Anteil an den militärischen Operationen in Afrika und trug durch große Opfer zur Eroberung Deutsch-Lstafrikas bei. Belgien verwaltet auch feit drei Jahren einen be trächtlichen Teil dieser Gebiete. Diese Verhältnis se verschaffen ihm Rechte, über die sich nicht durch ein liebereinkommen bestimmen Läßt c Die Lage in Ungarn. London, 9. Mai (Wolsf.) Im Unter* hause ' teilte Uulerstaalssckretär Harms- rn o r t h mit, das Auswärtige Amt habe die Nachricht erhalten, baß die revolutionäre Regierung in Budapest gestürzt sei. Englische (Eeroaltpolitl! gegen Deutsch' land im Osten. Berlin, 9. Mai. (Wolsf.) Im Auftrage der britischen Regierung ersuchie ber englische Ber* treter in Spa am 22. April bie bcutfd.e Regierung' um bie sofortige Wieber Herstellung bet' Lage in ßibau, wie sie vor bem Staatsstreich gegen die lettische Negierung bestand. Dieser Staatsstreich sei von den Deutsclxm auSgeiüyrt worden. Die lettiscl-c Regierung solle vollständig' wiederhergestellt und ihr gestaltet werden, in ieder Weise ihre Pflichten alö regierende Siaatsmacht zu erfüllen, einschließlich voller Freiheit in bezug auf bie Einstellung lettischer Truppen. Deutscherseilv würbe auf biefe durch nicht- begründete Anschuldigung erwidert, die deuts che Regierung mische si ch in die inner» pol irischen Verhältnisse Don Lettland nicht ein, könne aber auch das Recht einer anderen Regierung auf eine solche Ein- knischimg nicht anerkennen. Gegenüber den Behauptungen der englischen Note stelle sie fest, daß deutsche Truppen und Behörden keinen SiaatS- streich gegen die lelckiche Regierung ausgesührt unb sich an einem solchen auch nicht beteiligt hätten. Der in Lidau vollzogene Regierungswechsel sei nack ben bisl)erigen Ergebnissen der alsbald ein- eingelcitctcn Untersuchung das Werk der heimischen Bevölkerung. Am 5. Mai übermittelte Oteneral Nubant bem deutschen Vorsitzmden in Spa folgenbe Antwortnote. Balfour übersendet am 4. Mai von den alliierten und assoziierten Reaie- rungen folgendes Telegramm *ur Kenntnisnahme an die deutsche Wasfenstillslondskommission: Dem durch bie Note vom 22. April von bem Ches bet britischen Mission ben Deutschen unterbreiteten Ersuchen ist in keiner Weife Genüae geschehen. Anbererseits hat ersten- bie lettische Regierung noch nicht wieber ansangen können zu arbeiten, ba bie Minister durch baltische Wachtposten unb infolge bes vorn General von ber Goltz geübten Wiberstandes in ihren Häusern festgehalte« werden. Lcke von General von ber Goltz gegebene Auskunft, baß bie den lettifdien Soldaten entwendeten britifdKn Waffen zurückerstattet worden seien, wurde als falsch erkannt. Teilen Sie den Deutschen diese Tatsad-e mit und wiederholen Sie das am 22. April gestellte Ersuchen. Außerdem geben Sie den Deutid-cn zu verstehen, daß jetzt verlangt wird: die unmilLlbare Zurück- berufung des Generals von der GoItz und die Bezeichnung „deutsche Hilsskrafte" für die deutschen Streitkräfte statt „Besatzungs- Armee". Diese Acnderung der Bezeichnung soll von der deutschen Regierung öffentlich angezeigt werden. Bor Erfüllung dieser Beengung werden keine Lebensrnittel irgendwelcher Art für die deutschen Streitkräfte in Liban ausgeschifft werden. Auf diese unmögliche Forderung Erz* berger am 8. Mai in Spa folgende dtote über* rcidjen: 1. Tie deutschen militärischen Behörden in Lettland weisen es nochmals ausdrücklich zurück, daß irgendwelche deutschenTruppenan dem Sturz der lettischen Regierung beteiligt rvatschaft»rmt und tobc^iofaning^ in Mot mit dein Amtstitel „Dbcrbaur.it" mit Wirsiwfl vom 1 April 1919 an. — Erledigt ist bi” Stelle des Pfaicdm- mark ein ,Hohn auf jedes Recht, und der letzte Mann der Ostmark wird sich dagegen »ur Wehr setzen. Eilte Loslösung der Ostmark muß sich für das ganze Reich empfindlich bemerkbar maxfam. Tie Gebiete im Osten' find landwirtschaftliche Ueberschußgebiete, ohne die sich das Reich nicht ernähren kann, Tic Reichsregierung faU) mit rührenden Versicherungen nicht gespart, fte meiner die Ostmark beim Reiche halten. Solange Erzbcrger ein entscheidendes Wort mitzusprecheik hat, kann man kein Vertrauen dazu haben. Tic Armee Holler ist nur daraus berechnet, eine vollendete Tatsache zu schaffen. Von dieser Furcht läßt sich kein Ostmärker kurieren. Demgegenüber ist es die Aufgabe des deutschen Volkes, zu erklären, wir lassen uns nickst vernichten. Von den 14 Punkten darf kein Zoll breit abgemidjen werden. Wenn unsere Unterhändler ihre Ausgabe lösen sollen, müssen sie wissen, daß das ganze Volk h i ,i t c r ihnen steht. Komme was t>n wolle Zwingt man uns zum Gewaltfricden, so warten wir daraus, bis wir wieder imstande sein werden, uns unser Recht aus eigene Faust zu versckstifsen. Pros. Tr. Schi an führte aus: Die Not steigt, nicht nur die der Ostmark, sondern des ganzen Landes. Der 5. Oktober und der 9. November sind üb.wboten durch den 7. Mai. Nach diesen Friedensbedingungen bleibt kein Hossen mehr. Todesurteil ist das Wort für diese Bedingungen. Es war einmal ein Deutsches Reich in Macht und Herrlichkeit, vorüber ist seine Zeit. Und doch empfinden wir die Friedensbedingungen zuerst an die deutsche Ehre rührend, obwohl Deutschland im Staub liegt. Tic Gebietsabtretungen sind dabei noch nicht der schlimmste Teil, sondern die wirt- schaitlick>en Bedingungen. Wir bringen mit Mühe und Not das Geld für unsere Lebensmittel aus, wir leben von Papiergeld und sollen imierhalb 2 Jahren 20 Milliarden aufbringen an Gold und auslälidischen Werten oder Warm, die wir nicht hc-bcn und die wir ohne teuer bezahlte Rvlstwffe nicht schaffen könncn. Die Rohstoffe im eigenen Lande gehen uns verloren. Wenn wir nickst frieren wollen, mässen wir Kohlen vom Ausland kaufen. Deutschlands Industrie ist auf alle Zeiten lahmgelegt. Die abzutre- tenden Gebietsteile sollen zur Verlockung ihrer Bewohner von ben Schulden Deutschlands frei sein,, die ganze Schuldenlast soll sich auf den verbleibenden Rest wälzen. Tie 20 Milliarden wären schon jetzt bei dem Stande unserer Valuta GO Milliarden und werden in toenigen Tagen noch mehr bedeuten. Tie eigentlich zu bezahlende Summe soll aber erst später festgesetzt werden. ** Die Wahlen zur Siadtverord« netenversammlung merken durch eine Bekanntmachung im Anzeigenteil unseres Blattes geregelt, auf die wir besonders Hinweisen. Hierbei fn bervorgchoben, daß 42 Stadtverordnete zu wählen lind und daß die Anzahl der in einem Wahlvoe- schlag enthaltenen Bewerber höchstens doppelt soviel, also 84, betragen darf. — Zur Vorbereitung aus die Stadtverordnetenwahl hält der Bürger- Verein am Montag abend V28 Uhr im Hotel Sckstitz eine außerordentl. Hauptversammlung, die Deutsch- nationale Volkspartei um 8 Uhr im Fclscnleller verfassunggebende Dollstammer des 8reistaates Hessen. 22. Sitzung vom 9. Mai. Präsident Adelung eröffnet um 9Vs Uhr die Sitzung. Svlldgtbung zu den FricdenSbediugangen der Entente. Vor Eintritt in die Tagesordnung gibt Präsident Adelung folgende Erllärmig ab: Meine Damen und Herren! Der Friedens- Vertrag, den die Entente den deutschen Vertretern unterbreitet hat, ist inzwischen im rocfcntlid>cn bekannt geworden. Wir ersehen daraus, daß es den maßgelienden Diplomaten und Militärs der silente nicht um einen Frieden der Gerechtigkeit, sondern um dauernde Vergewaltigung Und Unterdrückung Deutschlands zu tun ist. (Sehr richtig!) .Ter Friedensverttag bedeutet politische und wirtschaftliche Erdrosselung Deutschlands. (Sehr richttg!) Große Gebiete deutschen Landes sollen vom Mutterlande losgcrissen und Millionen Deutsche unter das Joch der Fremdherrschaft gezwungen werden. Fremde Fron - Vögte Jollen, ms Land gesendet werden, um die Frondienste zu überwachen. Helle Empörung tfi im Lande erwacht bei allen Deutschen imb bei allen Parteien ohne Ausnahmen. Wir sind bereit, schwere Opfer zu tragen; aber wir webren uns dagegen, in die Sklaverei zu gehen. (Lebhafte Zustimmung^ .Wenn noch ein Funke von Gerechtigkeitssinn unter den Völkern besteht — ich zweifle daran nicht —, so werden und müssen sie den Plan ihrer Diplomaten zerstören; denn ein Friede, der aus dieser Grundlage erzwungen werden sollte, wäre kein Friede von Bestand, sondern wäre der Keim zu neuen Konflikten und zu neuem Elend. (Lebhafte Zustimmung.) Das große deutsche Volk wird leben und muß leben. Es hat sich eine demokratische Staat s- reform gegeben. Es hat dem Militarismus und Imperialismus abgeschworeu. Es will niemand «drohen und will niemand vergewaltigen. Es kann sich aber auch nicht selbst in die Ketten eitles fremden Imperialismus begeben. (Sehr richttg?) In dieser schweren Schicksalsstunde muß der Welt llargemacht werden, daß der Völkerbund und der dauernde Deltfriede sich nur aufbauen können auf Gereckstigkeit. Hosten wir, daß die Sttmme fcer D nnrnft und der M nschlichleit nicht ungehört verhallen wird. (Lebhaftes Bvavo.) Ministerpräsident Ulrich: ,.Verrhrte Kollegen und Kolleginnen! Ich will die Ausführungen des Herrn Präsidenten unseres Hauses hiermit ganz besonders unterstreichen. Ich will festst-ellen, daß die Regierung mit dem Volk, mit ben Vertretern des Volkes durchaus auf einer Linie steht, trnb daß wir entschlossen sind, alles ui tun, was im Interesse des Landes erforderlich rft um eine derartige Sklaverei von unserem Volk fernzuhalten. 1 Meine Absicht, am Montag mit dem General, brr in Mainz steht, über die Verhältnisse zu verhandeln, ist durchkreuzt worden durch die Friedens- bdnngimgtn, die uns gestellt sind. An alle Regierungen ist der Ruf ergangen, nach Berlin zu kommen, um Stellung zu nehmen zu diesem Frie- bensvertrgae, der uns aufgezwungen werden soll. ES ttrirb deshalb an eine Verhandlung mit dem General in Mainz nicht z-u denken fein, so lange tzvir nicht klar darüber sind, aus welchem Boden teil schließlich zu verhandeln hobst. (Schluß folgt) 3u einem Protest regen den vernichtungssrieden Hatte zu gestern abend die Deutsche Volkspartei eine Versammlung tn den Saal des „Einhorn" einberufen. Trotz aller Versammlungsmüdigkett« haben es die furchtbaren Bedingungen doch vermocht, eine so große Zahl von Menschen aufzu- rüttcln, daß der Saal überfüllt wurde. Tie beioen Redner wußten den ganzen Ernst der Stunoe in so packenden Worten zu schildern, daß die Versammlung sich mit lautem' Beifall einmütig au ben Boden einer Entschließung stellte, ine Den Kernichtungsfricden, komme was kommen mag, ablehnt. Prof. Tr. Kra uSmülkereröffnete die Ser* sammlung mit dem Hinweis, daß alle die sich getauscht haben, die von Wi son die Durchführung eines Rechtsfriedens erwartet hatten. ** Zucker-Aus gäbe. Der bei ben Kleinhändlern der Stadt Gießen bestellte Zucker für Mai kann von Montag den 12. Mai ab gegen Zuckermarke Nr. 5 in Empfang genommen werden. Es entfallen auf die Zuckermarke 5 (Mai 1919) 750 Gramm Zucker. ** Ausgabe v on Buttermilch. Don Montag bis SamStag gelangt in den Verkaufsstellen der Firma Gebrüder Grieb Buttermilch zur Verteilung. Siehe Bekarrnt- machung. . L . ** Krankenbrot. Ab Montag wird infolge Mangels an Weizenauszugsmehl mn Weißbrot aus reinem Weizenauszugsmehl somern Krankenbrot aus gemischtem Wei'enauszugsmehl uno Weizenbrotmehl hergestellt. Das Pfund Krankenbrot kostet 36 Pf. Das Herstellen und der Verkauf von Weißbrot aus reinem Weizenauszugsmchl, Zwieback und Ei, back ist verboten. , ** Freibank. Montag den 12. Mai werden von 1—4 Uhr die Nummern 901 bis 1100 beliefert zugehen. Bolksunterricht-kurse. Auf mehrfach geäußerten Wunsch werden die von dem a f al lenen Professor Vogt im Sommer 1908 em gerichteten und durch ben Krieg unterbrochenen Vvlksunterrichlskurse wiedcrl ausgenommen. Lernende und Lehrende wevden sich jener Stunden gern erinnern, in denen sie sich in gemeinsamer (Arbeit gegensei ig förderten. Wie damals uterben zunächst Kurse gehalten in Deutsch, Rechnen. Staatsbürgerkunde. Heimatkunde mit Fülwungen und Liech bildern. Tie Kurse finbett wie früher stets abends von 8—9Vz Uhr in der Universität statt. Für jeden Kurs werden 50 Pf. Einschreibgebühr erhoben. Lelwmitte! stehen zui Verfügung. Am Mittwoch fam 14. Mai, al»ends 8 Uhr.pünktlich findet in der Universität (Erdgeschoß rechts, ^Hörsaal 13) die Vorbesprechung statt, zu der alle Männer und Frauen,, die teil» nehmen wollen, eingeladcn 1 Derben. Diese Einrichtung soll im Winter in die kommende Vo l ks- Hochschule übergehen. Trichinose. Nachdem auf die Gefallen des Genusses trichinenhaltigen Scktweinefleisck«s aufme.fkun gemacht wurde, sind von verschiedenen Seiten, besonders and) vom Lande, Anfragen an uns gerichtet worden nach den Krankheitserscheinungen, unter berren die gefürchtete „Trichinose" beginnt und zu vertan fen pflegt, weshalb wir uns an das Kreis gesundlieitsamt mit ter Ditte gewendet halnm. imS kurz bt* wesentlichecken Symptome der Trichnwse mitzuteilen. Ta5 Krei-g sundheitsmnt hat unserer Bi te liebenswürdiserweife entsprockMi und gibt nachstehende Aufklärung: Alsbald nach dem Genuß von ttichmenfacktigem Fleisch z-eigen sich gewöhnlich dir Erscheinungen eines Magen -und Darmkatarrhs (Uebel- kttt, Erbrechen, Durchfall) mit öolikarttgen Leibschmerzen. Sehr charak erisrisch ist hierbei ein Ge- fuU von großer M u skelmüdig ke i t, etwa tote radi vollbrachter anstrengender körperlickxr Tätig tc-d. Rach einigen D-gen Wnnen sich Sck«vellungen des Gesicht und besonders der Augenlider zeiget. Diese Erscheinungen verlaufen unter allmählich sich steifl-rndem Fieber. Es handelt sich eben nm die Vergisttingserfchnnungen durch die Stvffwechsel- pwbu'fie der im menßckLichen Magien frei gewordenen Trichinen, deren Junten eiwa vom 9. Tag an durch die Blut- und Lymvhbohn in den .Körper g langen und sich in dem Musfelfleisch ansiedeln, was sich in bvettharter SckMxcklung der MuÄeln, bsonders der Arme und Bein«, aber auch der Augenmuskeln und bock«i adigen Schmerzen bei Bewegungsversuchen kundgibt. Im allgemeinen gleicht dieses Stadium der Erkrankung eine in schweren fieberhaften MuskclrheumatismuS, auch mit Typhus tarnt das gnnn Krarckl)eitsbild Aeh'lichkeit haben. Ter Tod erfolgt in cttva 1/3 der Fälle an Enlkläftung oder anderen Folgen der fdjtoercn All- vmeinerkrankung. Tritt Genesung ein, so bleiben in der Reg l noch lange Zeit Sefaväche und Steisig- teit der Glieder sowie Muskelsckimerzen zurück. Heilmittel zur Beseitigung der einmal in fam Körper und die Muskulatur ei ig.Hrung"nen Parasiten gibt es nicht. Man sckmht sich dcsh-ilb am bern vor einer so ernsten Eik«nkung. indem man die mtlangck in diesem Blatt empfohlenen Maßnahmen lAusschmelzen bzw. Auskochendes t.i'vttenö'.r.’ä.btigm (durchwachsenen) .Stecks befolgt und unter fernen Um)ittcrcii< ber Beamten, bas ihr angebotene preiswerte vaus au erwerben; fte erbittet dazu die Genehmigung LN Gießen. Dem Schlachthofdirektor Dr. med. vet. M 0 d de in Gießen wurde von dem Landesamt für das Bildungswesen ein Lehrauftrag für Fleischbeschaukurse mit Wirkung vom Beginn des Sommersemesters 1919 ab erteilt. — Dr. Phil, et iur. Adolf von Grol- m a n, der sich für das Fach der neueren deutschen Literaturgeschichte an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hielt heute morgen um 10 Uhr seine öffentliche Probevorlesung über das Thema: Helfer ich Pcher Sturz und seine literarische Charaktcrisierungskuns^ ** Anlage ko nzert. De Regimen.s- musik des Hess. Reichswehr-Regts. Nr. 36 konzertiert morgen vormittag von 11—12 Uhr in der Süd-Anlage. (Leitung: Obermusikmeister Löber.) Mujikfolge: 1. Früh iugs-Cr- wachen, Romanze, E. Bach. 2. Tonbilder a. d. Oper „Oberon", C. M. v. Weber. 3. 2 Lieder: a) „Wanderers Nachtlied", H. Levi; b) „Ju Vaters Garten heimlich steht", Joseph Mar^. 4. Themen a. d. Oper „Lohcngrin", R. Wagner. 5. Echo des Bastion, Schottische Caprice, Th. Kling. ♦♦ Tie Frauengruppe der Denffch- nationalen Volkspartei hielt gestern abend eilte öffentliche Frauenversammlung ab. Frau JvZV Kramer begrüßte die Versammlung. Dann t)Mt d e Johan it rsckstvester E is behGisevius einen lehr interefianten Vorttag über „S ie Snttoicf*< lunfl und Ausgestaltung der -schweb ft e r n a r b e i t". Sie sprach zuerst über die geschichtliche Entwicklung der Schvesteimorbeit. _^ie. ersten Anfänge fir.bm wir schon in ber erster» Ebristenbrit, wo sich allerdings die Arbeit mefre auf die Hi ft fai Gottesdienst und in der Gemeinde beschränkte. Einige kalholische Orden bcfdNftigte« sich im Mittelalter mit Krankenpstege. Nach der Reformation ruhte die Arbeit der imibWn i/ia* fonie mit nur wenigen Ausnahmen. Erst Flied- ner belebte wieder Oie Arbeit der Frauen m Kranken- und Armenpflege. Er ist der Begründer ber evang. Diakonissenmistalten, die stch bald m ganj Teuttchland und weit darüber hinaus verbreiteten. Augenblicklich gibt es in Deutschland etwa 70 Tiakonissenanstalkm und 25 000 Xr> simissen. Tie Rednerin besprach dann noch.eimg» Schwesternverbände, die Schwestern Ausbildung und Lebensberuf verschaffen: den Folxmniterov- ben, den evangelischen Tiakonieverein, den Frauen- verein vom roten Kreuz und den $ der Eleonorenschwestern, ferner die Derufsorgmusatrou ber Krankenpflegerinnen. ,Tie SchwefLrn bet* tigen sich nicht nur in Krankenpflege,. sonderst auch in allen Zweigen der sozialen Arbctt. Dem interessanten und geistreichen Vorttag, der enw gehend alle Schwesternfragen und Wünsche behandelte, solgle die Versammlung, die zum grvtzen Teil aus Sch.vcstern bestand, mit regem 3nter* esse und spendete der Rednerin reichen Beifalls ** Der politische Frauenverein» hielt am Mittwoch eine Mitgliederversammlung ab, in der über bie Ausgaben des Vereins ge* itrochen wurde. Im Mittelpunkt des Abends stard ein Vortrag von Frau Marie Kahle über die ftfugabe des Vereins, für das Frauenstimmrecht einzutreten. Sie sprach über die Gründe für und g’gen das Frauen st immrecht und wandte sich bann 'gegen Agitationen, die sich gegen las Frauenstimmrecht sogar jetzt noch wenden und auch hier betrieben werden. Die Rednerin er- flärte, baß bie Frauen aller Parteien für oaS Stimmrecht der F-rau eintreten werden. Tie Vec- sammlung war mit den Aussührungen emver- standen und ivanbte sich in scharfen, Worten gegen eine Agitation, Pie den Frauen dieses Gut wieder. Hieraus sprach Pfarrer A ß m a n n aus Bromberg, Mitglied der Nationalversammlung, über die deutsche Not, die sich nirgends so drohens zeige wie in den Ostmarken. Für die Millionen,,die fort wohnen, spitzt sich alles auf die Frage jein oder nicht zu sein. Das Polentum hat mit sehr richtigem Instinkt in Frankreich seinen besten Bundesgenossen erkannt und Frankreich wußte, da es Teuttchland nicht besser treffen könne, als durch Unterstützung der Polen. Unerhört ist, was sich seit ben letzlen Tezembertaaen im Osten ziittagr. Tort wird trotz Waffenstillstandes gekämpft auf Leben und Tod. Tie polnische Unbescheidenheit hat ihre Hände ausgestreckt nach Pofen, West- tneufeen, Danzig mit feinem kern hosten Bürgerstnn und Oberschlesien, wohin künstlich tzolnttche Einwanderung geleitet wurde. Das Grmsverden bre Polen war nur möglich als Frucht der deutschen Erziehung, der deutschen Schulen imb deutschen Orommg. In der Ostmark war der Deutsche allzu gereckü. Ter sogenannte deut,che Druck Ivar nur Nottvchr gegen die polnische Wühlarbeit. Ohne ihn wäre das Deutschuin in den Ostmarken schon längst schwerer .Krisis entgegengegangen, -ter Krieg riß bie Gegensätze noch mehr auf. In diese Zustchrde hinein fiel das Verbrechen an der deutschen Ostmark, die Proklamierung des neuen polnischen Reiches. Weltiremhe Theorien hofften auf hunderltaufende polnischer Truppen Ganze 2000 Mann kamen zusammen, um derentwillen man die Ostmark verriet und den Zwist mit Rußland unüberbrückbar machte. Ter 9 November 1918 ist der schwärzeste Tag für die Gesuchte der Ostmartt. Tie Revolutwn »erbrach unftr Heer. Eine Division ber alten Art hätte die Polen im Zaume gehalten. Der Grenzschutz von h ute ist eine Kerntruppe vor ber man alle Achtung haben muß. Der letzte kommandierende General in Posen und ber Oberprasident aber haben das Deutschtum mit verraten. ä,q& ein Teil Posens bis heute gehalten wurde, ist Verdienst ber Arbeiter, Bauern und Burger Pofens, die im Dezember zu den Waffen griffen, fas der Ostfchutz eintras. Verderblich waren die von Erzberger bewilligten Temarkationslriiien. Als der unselige Prin^ Max in den unglüAichen Ok- tobertagen ben Fneden anfa>t, wurden bw Wrlsim- Wie wir hören, haben die Arbeiter in den staatlickren Braunkohlengruben und der Krastzentrale Wölfersheim erneut Fordern ngen erhoben, darunter sehr beträcht- lid)c Lohnerhöhungen, die, wenn sie angenommen würben, den Staat mit jährlich über 209 000 Mk. bclaüen toürDcn. Zur Zeit linden noch Verhandlungen mit Den Arbeitern statt. Es ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß die Arbeiter, ___________ „... ____,, . wenn ihre Forderungen nicht erfüllt werden, bie unb bie Teutsckic dcmokr. Partei am gleichen Tage, Tie Folge davon >väre,' abends 8 Uhr, im Postkeller eine Mitgliederver- anberanmt tooroen. Lva!,rrnovem i,-auin uic -oer- c~k k I bUic£nitU3' tinteri ÜaÄ vrelsn Rontaa den 12 In taitUibmu 6 irtiöne werkel, ««'fn bei dein, WarMbmn, 1 Puihennti 1 Puthut H Al '"IN tit &?cnb 0114 Bi "fflebäube, l,flro«Cfn Gariei SXn?nb7'5 mt •ft!"«! in! ,n feilet LA K- Stz- “aff’ ' Ai-r-n svt -- panf Mbahndirekt KS" järevieren an I Massen aich |en bie Reviere vam die Rase Miesen wuv. Tanten iw [ranfen" oder, zuyhisch den F Aus btn -höchst 1 Mtstrhörde I Wn HM WW jungen Üeuttn, jitlben wollen, gebiet erleichtert klarait, daß bera noch den franjofil mit dm Tode b "Main;, f6m Ledens und Zitaten an t nbrnen $11 lasse Samdtag eine i( tib deutscher Sl SÜuftre" (Ter $ 6900 C Vertäu W öeiliHifett -Dollar, hin !ia6rcolLtoa Hoslu ist zulässig. ^GoetheMleZ^ IseoinaH.,»erb «.Vorschule.ert.riniShrigenzttrsn^ II Briefniar’..eB-Prei8!iste II talscteleHotepartei versendet gratis! »wähle« «l 1C Habet t. Schreibmaschine Mitglieder-Versammlnng Der Vorstand. ständig eiuacrid#iete, nor- toettagcucr I...UV.» v.------ vjciragcucr Pensionsvilla Go Vercont I CllOlUIIOVIUa o6 2 Sieter Covercoat- 09196 einnetL Silb-rschrsak m. Schiede tüveiL 1 Theke m. Wind1 platte; ferner 1 Faller- masch.. 1 Werkstagllssh, 1 L»ckielfsts.a. 1 Optoneter inud) jur Uüruiadjer ae* Roll Kau Gg. Loth in Butzbach. Sn verkästfen: 1 beUbare Badewanne ein Sofa, rin R-ttadea^ MM. 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Str 29 große Auswahl i7‘) ein getroffen. Wtas üalz Bahnhofstraße 11. Handel. — Darmstädter Bank. Der Aussicht»- rat bei'chlob m seiner Sitzung vom 8. b. Ti., der Generalversammlung für do- Jahr 1918 eure Timdende y>n 6 Prozent aus dem Reingewinn von 10 43^927.88 Mk. vorzuschlagen. 4.er Bruttogewinn von 43'/. Mi.lioncn geht mit 7'/. Millionen über denjenigen des Doriabres hinaus. Tagcgen sind andererseits die Unkosten gegen 1917 um 10 Millionen, die Steuern um rund li/t Millionen g stiegen. .Tas Anschwellen der Unkosten erklärt sich zum grämen Teil aus der durch die Teuerung notwendig gewordenen Er- h hung der Bezüge der Angestellten, durch die Weiterzahlung ci ;e5 erbeblid>en Teils der Bezüge der Kriegsteilnehmer und die Ausdehnung tej Filialnetzes. Zrn ^ahre 1918 sind dem Institut 13 neue Niederlassungen, .im lausenden Jahre deren 8 an gegliedert worden. metrn, in bester Trinnernng. Ettir wiesen bomofB schon auf das überaus sensitive Gefühl der Künstlerin für Farbenklänge tnü> ihre scharfe Beobachtung topischer Rassenmerkmale bin. xte gleichen Eigenschaften emxiien sich hier am Stiltberportrat, das mit feinem Eit-h m auf die Sti xberpioaK in eine entsprechende Landschaft hineintomp»ntert i;t Wen voll ist es, di« Künstlerin nunmehr auch in einigen Delgemälbcn (Stilleben) bei der Anwat- düng einer anderen Technik kennen zu lernen. Auch hier bewährt sich die hohe, farbige Kultur, die in dem Sti leben „Rosen in Marmor" kaum Überboten werden kann, vingmviesen sei auch auf eine ebenso fein durchgearbeüele Maleret einer Glasvase. Was die Ausstellung sonst bietet, sei kurz berührt. ES sind gereifte Landschaft ^bilder von O. Thiele, Berlin, vorhanden, bei deren einer, „Dinterlandjchafl", ein eigenwilliges Himmelsblau organisch nicht ganz ge äst erscheint, das Bild aber vir,leicht g rade deshalb besonders reizvoll macht» Anmutige S.ädtrbilder wn O. Günther, Naumburg, und sarbfrohe Landschasten von G. Schmidt, Worms. Jagdstücke von C. Z t m m ernt a n n , Goslar, Chr. Trattmann G»ir- lottenburg, und mit vcrständntsvvllcm Emgehen auf die Tierpsyche solche von A. Weezerztck, Gbarlottenburg, AguareUe von R. Hoffmann, Chemnitz, prachtvoll g. könn e Ztchn ungen von G. Jahn, Treeden und Märchensilhouetten von &nc Leffing, Tüsteldors. . < t m Als Gießener verdienen I. Köddtng, W. Barthel u O. Bramrn eingebendereBeachtung. B ö d d i n g ist seiner ganzen künstlerischen Veranlagung nach, zumal auch in feinen Zeichnungen, ein echter Plastiker, bei dem der Reiz der bewerten Silhouette, das Spiel der Muskeln und das stattich« Gleichgewicht überwiegende Geltung haben. (Line Büste ist in grostzügiger Aussassung durchgesühn. Ter Gruppe der S‘anoftc(butiblcr fehlt tnc innere Bindung, da der Standpunkt des Beschauers nicht fef!gelegt ist Zwei Landschafien von W. Barthel erlauben noch kein abschltestendes Urteil. In den Silhouetten von O. Bramrn, die tctiroetie als AnsickstSkarlen in den Vandel gelangt sind, ist immerhin eine charakteristische Austeilung der Licht- und Schaltensetten sestzustellen. zz. . , rave"' •b»«” ft» L’teffÄ S^&ä ä-S I X-. flKlßa1 II ssW t < g f-'J’ ?»»»<« K-s * pw Nehme noch ”■ Reparaturen von Schuhen an. Valentin Röhrig, Schlihmach.Wettergaffe8. Reparaturen an Jagdgewehren Umänderung u. Neuschäflnng nsw. können teut wird, prompt aiiSgeiühri werden. Otto Wall, Waffenmeister, Giehen, Licher Str.S7I. Schwarzer Anzug d. Manie! zu uertauicn. Zu erfragen v l>—8 Uhr. *ia Asterwea 2S. « 2 Kapolt HUte, gut erbalien. zu verkauf. Marburg. Str. 20 A IL Kaufnesuch I Sctireibmaschine IlttUlgudUUlle stchivare Schrift, zu Kaufe ad. nachte Müdle kaufen ges.-Schr. Ang. m. mit Land u. totem ^n | Brei» u. 5514 a. d. Gien. A. ventar. de»gl. Balkerei' /-* .c^.— ad. Schneidemühle. An- zablq. in jed. Höhe in bar. Hermann Haber Stntj Wu3, 3 Zimmer u. Kiiche, mit schön, t'la ton u. 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Für Ersatz wurde gesorgt und die Zusammenstellung macht trotz allem guten Eindruck, toenn auch die Einheitlichkeit und Gleichioertigleit zu wünschen übrig lassen. Wie wir hören, mußten abermals ßfngebote größerer wertvoller Kollekiionen aus Platzmangel ausgcschlagen werden. Augenblicklich ist in den beschränkten Raumen noch das Ergebnis des von der Gesellsck>aft zur Förderung tvs ober- hessischen Handwerk- und Künstgewerbes ausge- fdniebenen Wettbewerbes zur Erlanaung von rtf - «T ■» tinidti -Lelllmg bei ^or^t- iitcd. ’0« dem Lan. em Lehrans. Dorn 1919 ab tv von Trol. eueren beut. >77 Univer, t heule mor. he Probevop HPchrLlun IlNungskansx, e Regunnt-. egts. Nr. 36 5nll-l2U^ !/ Lbnmusiß i'jgsXh* '0nbilder a. d :■ 3.2 Lieder: Levi: b) Joseph Narr, nn", R. Vag- tische Taprice, Au; dem Mmtsoctfünöigungsblatt. ♦♦ Tas Amtsverkündigungsblatt Nr 26 vom 9. Mai enthält: Verordnung über Eier, vom 22 April, sowie Bekanntmackmng vom 25 April und 2. Mai 1919. — Verordnung, dte Vervachlung landwirtschaftlichen Gnmdl'esibes be- trefivnb, vom 22. April 1919. — Gemeinde- Wahlen — Die Unterbringung der städtischen Schulkinder auf dem Lande — Siattsttiche Nach- wei u.igen über das Volksschultvefen. — Maul- und Klauenseuche in Lich — Regelung des Verkehrs mit Reichsreisebrotmarken. — J^ldbererni- gung in der Gemarkung Lollar. Tie Verpachtung landwirtschaftlichen Grundbesitze» wird durch eine Verordnung des Hessischen Gesamt- ministeriums vom 22. April und AussührungL- mit ©tätig, für Kleinvieh (unb Warten n. Beding.» bei 5-7 Mille Anzahla. von Eigenliimer zu kaufen gesucht. Schnftliche Angeb. unter 09IS4 an den Wteiu Anz. jetter OTgttnfWB enttvkckev hat ttt ftaV bet «v- losen hat sich vergrößert, obwohl die seinerzeit 0^ Veranlassung der Handelskammer gegrün- , frten, mmmefn L doch inbern. Dro uiwr» mein bubrn Sud.-rprcrr, bu M) m te»to Seit , j dem Aukaui Hutten herum auf 18 unb 20 Mk. ntefn für da- Pfund Butter stellten, werden >aS vorhandeite Angebot anderer fetthaltiger , -,n igSmittel borst tu rach tust. In eint ,cn Bezir- , uii> die Preise bereits beruntergegangen. In Y^nbrüttcn haben an den letzten Markttagen (wvx Bauers, rauen das Pfund Butter zu 6 Mk. ^geboten unb an der oberen £)aarbt gelangte die Hutter schon zu wesentlich niedrigeren Preisen zum Hessen-Nassau. - Frankfurt a. M., 9. Mai. Die kisenbahndirektion gibt bekannt, daß die Lin reise nach Bayern fortan nur noch mit DiinalichkestlsattSweisen gestattet ist. Die «schaffenburger Bahnhofsverwaltung I>attc sich beschwert, daß von den Frankfurter Poli- letreuteren an Hamsterer derartige Auswetfe m Massen ausgestellt waren. Nunmehr dürfen die Reviere dann Reiseerlaubnis erteilen, wenn die Reise als dringend notwendig nach- aetviesen wird. — Wieviel bayerische Ottkel mrd Tanten mögen nun wohl plötzlich „er- IranTert" ober „fterben" und teilen dies telegraphisch den Franksurter„Verwandten" mit? Aus d?m brfebttn Rhcingebiet. — tzöchst a M., 9. Mai. Die franzSsische mü6rbebbrbe hat btt Lyzealdirektoren Pan L)ochst und Boppard ausgewtesen, west ftc jungen Leuten, die sich m die deutsche Armee melden rooilien, die Ausreise nach dem unbesetzten Äcbtft erleichtert haben sollen Die Behörde gibt bekannt, daß deranige Vergehen künftig sehr ftrnin, Bad) den französisch n str.egGesetzen gegebenenfalls mit dem Tode beilrait werden . ** Main», 7. Mai. Zur £>ebimg des rbeim» schmt Lebens unb LanbelS unb um die französischen Soldaten an dem rheinischen Leben Interesse nehmen zu lassen, erscheint ab 10. Mai jeden tzamstag eine iLuftvierte Zeitung in wanjölstckrer and deutscher Sprache unter dem Titel „Le Rhin gllusträ" (Ter Rhein im Bild). besiirnnumgrn des Ministeriums des Jnwrrn geregelt. Tret Verpachtung iibettommviianitb gtbnw- benen landwirtschaitlichcn Grundbesitzes durch öf- iLmtUdie Versteigerung ist untersagt. Werden Versteigerungen vorgeiwmmtn, so stnd sie privatttcdr- lud ungültig. Verpachtungen sind nur mit Genehmigung deS Lreisarnts zulas^-i Ausgenommen sind Verpachtungen durch den Staat ober durch eine gemeinnützige Siedlunasuntemebmung. Uub* Genommen sind ferner Verpachtungen, dte an eine Äörperschait des öffentlichen Rechts, an den übt* gatten des Verpächters oder an direkte Verwandte erfolgen. Von der Ctowbmi..TnmT des Krersamt» abhängig sind sowohl nichtöffentliche Berpacku.-ns.« j i d e i k o m m i s s a r i s ch 6cbun>e.:en Utunb- ^'sitzcs wie alle Formen bet Bei Pachtung, — Versteigerungen und Abschlüsie auS fmer Vqnb-, — be iionftigem (freiem) Grundbeiitz. Bei Prüfung der ofenehrntgung solcher 8krpad>tungnt, eit da» Interesse der Kleinbauern unb der Bentzer von Zwergbetrieben vor allem zu berückstchttacn. «oroeU Pachtungen argen diese Interessen verswsten, sind sic grundsätzlich zu beanstanden. Bet größeren Ber- Verpachtungen, namentlich bei solckren, welche durch bie „tote Land" (Anstalten, Stillungen, STirdrn) oder durch Gemeinden vorgenommen werden, rot< rjt über bit «» jlemetbnt Tit t in ber erfid )i? Arbeit mclt i:t bet Gemchib^ den beWwitigtei siegt. Siarf) der toiibibtn ii» .en. Erst Flitd bn Fwutn m it bet Begründet bie sich halb n Iber bbuni# utt- , in Teiilsch'.aiü nb 25000 Ii> bann noch etnij ent auebilbui'4 n SbtaL'iümw ein, bcr. sftaua» j il Sfrtattb «t nMrMtstziK LÄmsrrn btt» tnVilege,. ftmbern len Atbctl. Tro Ertrag, b" em- mb Wünsche bfr , bie zum Alt reqcm A.»v i reichen M •rauenoerctp ieberwriaminuttt« des Verein-ö» h#?. Ab-nb- uoiö ffahle übet >« jyraumfitmmtt« Gründe für inj >chl unb IM®“ ie sich seM l J roch wenden wj ysg sühÄen ein^ ÄS lfl.,rr8ereii b linde! $iifn)iirijnfin,t.uinii filttaicr jn mW. sti. Angebote an *‘w Jean Dern A Cle^ «sSos, West-Ant, tzl. tKinder Strobbut. neu, und wcisteS Stickerei- kleid zu verlaufen. Asterwep 39 l. lElsea’i.-Man'st, miitLT?« Ih.-FllxhEi.lD.'S rohhut, verfch. H.-Stehkr., x)ir. 41, allcv g. erb., z. oert Wcvl. üöeo <171 r._ Gin noch gut erhaltener Anmc mittlerer Wröue, zu vcrk Habetb, Neustadt 1 Wagen ein leichter IU«tenws?en mit Verdeck z. verkaufen. Melnstrafle 76 I. Eiopacble ßobnen rett! Plockttr. 4 (Vobcni Niedrere aroste. Aarbe-^ässer avzugeben. Nähere- in der GeschäftSiteUe deS wie euer Anzeigers. 15780 | Kaufgesucha j 3j. DoßklSb. Rajrfnl zu kauieit gesucht. Hf.n.rmnn’% Vsolkengaffe. Gut erb. Gebrockanzua für mittl. ."Viflur zu uert- '•** Saifer-AUee 3, H . Herren Stcastenanzug f. initiL fctil. Ain. n. 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Hür die Kunstrichtung von A. Langenbeck-Zachoriae .gilt manches, was mt- lässtich der letzten 'Ausstellung über Erpresswms- nrus gesagt war, zumal bei Farbe und Kontur. Bemerkenswert ist, datz es Zachaiiac g-; vigt, trotz gesteigerter Farbwerte einen weichen, stimmungsvollen Gesamtloti zu erzielen, wie in „sonniger Öerbfttaa" und rbstsymrchonie^, während andere Arbeiten durch ein Turchschimmern.assen der Rohleimvand vorzüglich die frostige Stimmung eines trüben Tages wicdergeben. Frau Olga V a s s e l m a n n - K u r z ist durch eine Ausstellung von Pastellbildern nach Kriegsgesangencn, beiten wir damals eine ausführliche Besprechung wid- Rosthaare I von Schweif und Mähne, I Wirrhaarc, Kuhlchwcil- > haare, SlbwkinShaare, Frankru alte Roßhaare Enterich tnb. ^nHe, oreisw. z. perl ^»Ebiffenb.Wea 52 L 3 inbifit gfluffntcn zu veikaufen. 090G5 Lollar, Vumbnftt. 3. »Iabrc alu wachsamer Hofhund zn verkauf. 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(5743 3m Namen der trauernden Hinterbliebenen: Uotharine Secker geb. Stumpf. Neiskirchen, den 8. Mai 1919. (Sieben, den 10. Mai 1919. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer guten Mutter, Schwiegermutter, Groh- mutter und Schwester Kn» ßlifuHl) Zendt Wu>c. sagen wir auf diesemWege innigsten Dank Die tnnitrnötii Hiutcrlilicbeueu. ^chniierwaschmHtel la Ware. Tüchtige Vertreter, auch für Landkundschaft, srcMnchf. Hoher Verdienst. :577Iss Bechinle &Brösel,Chem^cln Fabrik,Berlins.$2. Grossisten n. Bezirksvertreter sucht Gewürze Großhandlung Erich Stuck, Berlin O 2.», Münzftr. 16. [5772ss Zum Eintritt für 10. o. 15. Mai werden gesucht: zwei kräftige Burschen al» Hausdiener, einige kräftige Mädchen al» Herd-, Spül- und Hausmädchen. Gute Löhne und Trinkgeldeinkommen. Ernst- Ludwig-Heim (Kaufmanns-Erholungsheim), «Mw Bad-Salzhausen bei Nidda. Fräulein mit guter Allgemeinbildung, perfekt in Maschinenschreiben (3ebnfinflcimetbobe) u. 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Fortsetzung Nr. haben ydgVre.dr Geslüg lhal er unter Dnur-eis aus boÄ RcrckuSeriiährmig.inlniiterium ihre Abliese- run^4)flid,t nicht erfüllt, jlm alle Zweifel zu be* frefcn. hat bad h'siiichc Ge amtinniifciiunt durch die Vewrdnung vom 22 Avril d I audbrüdiidi bei'rimmt, das. der Bertehr mit Eiern in Dessen nach wie tx>r der ZwangSbewrrtschaftung unterlieg!. Gleichzeitig bat das Dessischo Landes' Ernakrudamt durch» eine BiLaimtm ick»ing vvm 2. - April b. Z am,-ordnet, das; du- In-Myrngen Vteilnnmung.11 über die Rirelung des VeckührS mit -icm auch) m.-üerbin Gülllgtteit baten. Tiefe Auf.cch erhol u.19 der Zwv -gSwirtfd^ft nrr Eier war im anterei'ie der SöeDtffii nntg trnbc* dingt notwendig Tie Verhältnisse sind heute noch? ivrart ylrwTt, baß nur am bent Wege der StoengScrfflniirxi die erforbcrlidm Mengen be- WwfH werden f nrncit ' fett: 11: SHnberL f. b Job chAem. Pir. AuSsclb — Kirchberg. Borm 10 kDei! Abendmahl füi Staufen berg». — Mainzlar. Nachm !>/,. Katholische Gemeinde. Sonntag, den 11. Mai. 3 Sonntag irach Öftern 6>/r. Beichtgel.: 7: 5)1 Messe. 8: AuStt d hl. Kommunion: 9: Dockwrnt m Predigt 11 bl Messe m. Prob : 2: Kindhett-Iesu Verein. — Dienstag u. Freitag abends 6>/,: Matandacku — Samstag. 17. Mar nachm. 5 u abds R: Beichtgel — Diaspora-Gottesdienst am 11 Mai. Grimberg 9*/i; Düngen 9'/,. •obikt leiiirtjt 0 eu'^ ’t ^nnrbott„ 'nina aj" AM :rz- 2lu» Stadt und Land. Gießen, 10. Mai 1919. 3ur Aufrechterhaltung der Zwangs» bewirtfchafiuug der (htr in Hessen schreibt die LandeS-Eierstelle: Obwohl bei Träft» denk des hessischen La.td^'s-Ernährung amts i 1 der Volrsiammec mtxhribeutig zum Aufdruck gebradch )otte, daß die hessische Regierung an der Zwanis- betotrtschvslur'g unbebingt festhal e. und auch r»n bei Ä'rei5dnttem bctamitg-geben nni, daß in Hellen die Ein für den Verkehr nicht freigrgeim feien. im Amtsverkündigungsblatt Nr. 26 veröffentlicht. Wir entnehmen ihr die Dauvtbcstimmuirgcit. Danach ist der Verlehr mit Eiern an eine beson - be re Erlaubnis geknüpft. Die Verordnung besagt wörtlich : Wer in Dessen Eier von Hühnern veräußern, erwerben ober den Erioerb vermitteln, gewerblich verarbeiten ober haltbar machen will, bedarf dazu einer besonderen Erlaubnis. DaS gleiche gilt für die Beförderung und Versendung von Eiern auf icdem Wege und jede Weise. Diese Vorscknist be- neht sich auch aut Eier von En en und Gänsen. Tic Geflügelhalter sind zur Abgabe einer Mittdeft- menge von Giern verpflichtet und dürfen die (ui ihrem Betrieb erzeugten Eier nur an bestimmt.' Personen oder Stellen abgeocn, die zum Aufkauf von Eiern bei den Geflügelhaltern befugt sind. Ter Verbrauch von Eirrtt in den Gfeineütbeit ist mir auf Grund von Eicrkarten zulässig. Tas Lan ves-Ernährungsamt kann ferner den Verkehr mit Vruteiern regeln. Die 9ütfbringuny und Verteilung der Ger hat die Landeseier stelle in Dessen zu regeln und zu überwaclxn. Zuwiderhandlung wird mit Gefängnis Jt4 zu einem Jahre und mit Geldstrafe lris zu 10000 Mk. oder mit einer dieser Strafen bestraft sieben der Strafe kann auf Gnziehmtg der Eier oder der verbotswidrig hergcstellten Erzeugnisse erkannt werden. Die LandeS-Eierstelle befindet sich in Osienbach. Tas LandeS-Ernährung:>amt hält alle bisher erlassenen Bestimmungen über den Verkehr mit Eiern und Brutciern ausrellst. Die Kommnnalverhündü ’xiben anzuordncn. daß Eier an Verbraucher' nur «gen Eierkarte abgegeben und vom Verbraucher ■urr gegen solche erworben werden dürfen. Hierzu bestimmt noch das , fei denn, daß die Bevölkernng lvreit nxhv, für das Ei einen Preis von 1 DLa V und mein zu bc> zahlen. Ter größte Teil der Bevölkerung iit aber oazu nicht in ix.*r Lage, ganz abgesehen davon, daß ein fotdrr Preis auch in gnr fernem Verhältnis »11 dem Nährwert eines Eies ftelyt. Wie sollen aber unsere stte.ider ernährt, uin'erc Ktmcken wieder hergestellt werden, roam ihnen nid?: regel• mäßig Eier verabfolgt werden fö inen' E-.- mußte wmit an der Zwing >bewirtsckpftung der Eier feil« g Italien to-tin*?! Von dem gesunden S't n n unserer G.flug.1 hallenden Bevölkerung aber wird erwartet, uafo sie sich diesen zwingenden Gründen ftigt. Nur weniges wird tm Vergleich zn den Vorfahren von ihr verlangt, und wer dies wenige abliefert, jft in bem Verbrauch der fonft noch bc\ il/m anfallenden Gier unbefdjräirft. Wer indes diesem seine Ohren verschließt, wer daubt, fick, auS Eigemrutz über die behördlichen 'Jnarbiruirgni hinweg setzen zu können, und die bei ihm anfallenden Eier ju Wucherpreisen an Schleichhändler txitauft, gegen ben to.rb u n 11 a di f i d) 11 i rf> vo n der ganzen Strenge des Gesetzes Gebrauch, gemacht trerben. Sdpn fetzt sind die Vorbereitungen im Gange, um alle ui.jcntg?n zur Veraittwortung zu ziehen, tortdz am 30. April nidjt 40 Prozent ihres 1'ieferungssvlls erfüllt haben. Die Abgabepflicht der Eier. ^.Sie sollen nicht abschoeifen. Ich habe 3hncn verziehen, aber fetzt müssen Sic bei der Sache bleibe». Sie ist doch wahrhaftig ernst genug. Also, was wollen Sie bubca?" „Ich will die Ehre haben, Ihnen bat Brief ■um Geschenk inadje?. zu dürfen!" ,.Tas geht nicht. Tas kann id> auf keinen mirt onnehmen. Si: könne:', nicht umsonst arbeiten. xic_Sadje jft dock) nicht gefahrlos. Ich bic.e Jhr.en dreitztg tau send Mark. Id) habe Ihnen ganz offen gesagt, welchen Wert der Brief für meinen Vater hat. Wenn Ihnen mein A.igebo. zu niedrig erscheint, so nennen Sie mir Ihre Forderung. ' Torival tat, als überlege er sich die Sache und tappte dabei, wie vein zufällig, nach ihrer Dand. Wer fic erkannte rech.zeit.g seine Kriegslist und versteckte die Dand hin er ihrem Rücken. „Würden Sie auch einen Vorschuß geben?", ■fragte er, ihre geschäftsmäs'ige Art nachahnrend. „Gewist, da ich Sie als zuverlässigen Men- schezr kennen gelernt habe!" „Tas ist auch nutzt schlecht!" dachte Torival. „Schön!" sagte er. ,^Jch halte Sic beim Wort. Sie, geben mir einen Vorschub. Ich verlange dafür, daft ich Ihnen den Brief besorge, zwei Küsse?" Großes Schweigen. Er blickte sie ganz ernsthaft an. Als er sah, daß sich ein Schallen auf ihr Gesicht legt-, setzte er hinzu: „Sie bemerkten vorhin ganz richtig, daß meine Arbeit mit Gefahr verbunden ist. Tiefe Anzahlung wurde mir den Mut zu dem Unternehmen machen. Ich bin natür.id) mit einem Vorschuß von fünfzig Prozent zufrieden. Zahlbar bei Abschluß." „Fd) sehe," sagte sic, ohne ihn anzublicken. „Sie machen sckwn jetzt keinen guten Gebrauch von dem Vertrauen was ich Ihnen geschenkt habe, ^ch habe Ihnen einen Geheimnis mitgevi t, und -sie suchtn fegt ditfe Mi tei.ung gegen mich aus- zunutzen. Tas ist nickft schön von Ihnen. Ich habe immer gedacht, ein Kuß hätte mir dann einen Wert, wenn man ibn geschenkt bekommt." „Ja, wenn ich wüstrc, ikiü ich hoffen dürfte, vmi Ihnen einen Kuß geschenkt zu bekommen, barm wäre mir das ja auch lieber! Gut! Ich will auf den Vorschlag verzichten und die Bemessung des Donvrars nach getaner Arbeit, Ihrer Großmut überlassen. Einverstanden?" Rutb iah ihn an und mußte lachen. „Einverstaaben!" Ein Dmrdschlag befräfrigte den Abschluß des Geschäftes. „Aber nicht wahr," ermahnte sie ihn, „Sie find recht vorsichtig?" „Sic dürfest gaii£ unbesorgt fein!" Er tat so, alo w>5 er den Bries schon so gut wie in der Tasche hätte. „Und noch eins müssen Sie mir versprechen. Sie dürfen sich nicht zu — zu Gewalttätigkeiten hinreißcu lassen." , „Tic Sache wird einen ganz unblutigen Verlauf nehmen. Seien Sie ohne Sorge!" „Sie haben schon einen f31an?" „Aber natürlich Wie heißt der Mann?" „Ich werde Ihnen seine Adre's-.' aun(Treiben." Sie zog einen winzigen Bleistift aus ihrem Täschchen. Jexuen Sie ein Blättchen Papier bei sich?" torival griff in alle Taschen. Vergebens. Ta fand er in der Westentasche ein zusammen gelegtes Stückchen P»rpier. Das reichte er Ruth hin. tctzte Nnchrichten. Zwei Hcten Oes Grasen Rantzau an dlemenccau. Bersai lies, 9. Mai. (WTv) Ter erste Delegierte der deutschen Fr iedensdclegation, Reicks ntiniiler des Aeußeren Gras Brockdorsf-Ran- tz a u Hot heute abend solgende Noten an den Präsidenten der Uricivnsdelegation, Ddrrrs (Slemeitcenu, gerichtet: Versailles, den 9 Mai 1919. — Derr ,Piä>ident! Tie deu schm Friedensdelcgierten haben die erste Durchsicht £er überreich en Friedensbedingungen volleiuxt. Sic haben er le 1 en müssen, daß in verschi.-denen Pirnktcn die vereinbarte Bas^s des Ne ch t s f r i e de n s verlassen' ist. Sie ivar nicht tkirouf vorbereitet, daß die ausdrücklich dem dcutichn Volte und der ganzen Mensckchit gegebene Zusage auf diese Weise illusorisch gemacht wird. Tcr Vertragsentwurf ent • hält Forderungen, die für kein Volk erträglich sind, vieles außerdem nach Ansicht unserer Sach verständigen unerfüllbar. Tie deutsch Friedens- ixkgation wird den Nachvcis im Einzelnen erbringen und den alliierten und assoziierten Re^ gierungcn ihre Bemerkungen und ihr Material forHausend zügelten lassen. Genehmigen Sie, Derr Präsident, den Ausdruck meiner ausgezeichneten Dochachtuug. gez. von Brockdorss-Rantzau. Versailles, den 9. Mai 1919. — Derr Präsident! Tie deutsch Friedensdelegation beehrt sich, zu der Frag? des Völkerbundes Stellung zu nehmen, indem sie anbei ein deutsches Programm (ben bekannten Entwarft überreicht, das ihrer Meinung nach zum Problem des Völkerbundes Ivesentlich Anregungen enthält. Tie deutsch Fricdeusdelegation chhÄt sich vor, sich nodi cingrbenb zum Enllmirf der alliierten und assoziierten Regierungen zu äußern. Sic macht schon beute aus den Widerspruch aufmerksam, der tarin liegt, haft Teulschland zwar das Statut des Völker bnndes als einen Bestandteil des uns überreich en Vertragsentwurfes unterzeichnen soll, sich aber nickst unter ben Staaten befindet, die zum Eintritt in den Völkerbund ein geloben sind. Tie deutsch Te- logntion stellt die Anfrag?, ob und gegebenenfalls unter Ivclchn Umständ eine solche Einladung beabsichtigt ist. Genehmigen Sie, Derr Präsident, den Ausdruck meiner ausgezeichneten Dochach'ung. gez. von Brockdorff-Rantzau. Der Vorstand der sozialdemokratischen Partei an die Sozialisten aller Länder. Berlin, 10. Mai. Im „Vorwärts" wendet sich der Vorstand der sozialdemokratischen Partei Deutschlands an die <5o- zialisten aller Lander und sagt: Der Versailler Entwurf hat die schlimmsten Erwartungen der Frie- denssreunde aller Länder übertroffen.. Der Gewalt f rieben, der uni auf gezwungen werden soll, ist die beste Rechtfertigung der Daltung der deutschen So zialdemokratiezurLan- desvcrtcidigung. Wir wußten immer, wa^ dem deutschen Volke drohen würde, wenn die Kapitalisten der Entente ihm den Frieden b ftierni würden. Ter Siegessrieden der Gegner trifft die deutsch Republik mitten ins Dcrz-. Ec trägt den Steint M neuen Kriegen in sich. Er bedeutet das Todesurteil einer geordneten Vollswirtschaft. Der deutsch Arbeiter wird auf eitrige Zeiten versklavt. Ten Nutzen davon hätten nur bte Kapitalisten der anderen Lander. Der Frtedensvorschlag ist der reine D0H11 auf die 14 Punkte Wilsons. Wird ine sozialistisch Internationale ihre Stimme gegen e:nen Gewaltsrneden so laut erheben, daß in den sieg rcichn Ländern die Machthaber von heute auf sic hören müssen? Wir erwarten es ; aber es ist die höchste Zeit. Die Pläne der Entente. Paris, 9. Mai. (WTB.) Havas. Wilson, Aoyd George, Cl4menceau und Orlando besprachn am Donnerstag morgen und nachmittag die i t a l i e n i s ch e F r a g e. Tie fünf Minister des AeuHeren prüften am diachmiltag bi* Frage der Grenzen von Oesterreich und der Tschcho-Slowakei und nahmen die Berichte der verschiedenen Kommissionen an. In den Kreisen gegen solch erworben werden. Die Bürger- meiftencten haben die Eierkarten von dem fi*om- munalverband zu beziehen und an bw Versorgungsberechtigten auszugeben ** Oberhessischer Kun st verein Tie feit ach Tagen neu beschickte Ausstellung wird in den nächsten Tagen eine teilweise Aenderung erfahren, weshalb ein Besuch aufs angelegentlichste empfohlen fei. Im übrigen verweisen wir auf die Besprechung in-heutiger Nummer des Gieß Anz. Die nächsten AuMelluns^n werden aufweifen von Düsseldorfer Künstlern v. Li fcgang, A. Berttand und Th. Rockwll. Ferner kommt eine Sonderaus- Stellung Berliner Zeickmer, in welcher F Ehri- stophe, G. v. Finetti, L. Stainer, F. Koctz-Gotha, R L. Leonard, D. Schnrich, P Simmel, E Stern, W Trier, F. Wolf und D. Zille vertreten find. Tie Kollektion ist ganz neu zmammengestcllt und gelangt zuvor nur in zwei größeren Städten zur Ausstellung. ** 3 u m Preisedcr Frühgemüse wird und vom Bczirksverem Gießen der ielbfi. Dandels- aärtter Desfens mitgeteilt, daß die Gießcnei Gärtner im Gegensan zu den Dändlern keinen höheren Preis als 1,60 Ml für Spinat verlangt und feit etwa 8 Tagen den Preis für geblätterten Spinat auf 1,20 Mk. festgesetzt haben Kreis Lauirrbach. ** L a u t e r ba ch , 8. Mai. Tcr älteste Döfner D?siens, Deinrich Schi.chlhuth. ist am Sonntag lvgraben worde:i. Ter Patriarch des Lauterbacher Danbtverks erreichte das Alter von 84 Jahren. Er war der Schwiegervater des später nach Wie- seck übcrgcftebelten Töpfers Keßler, der unter dem Namen „Tippelouis" bekannt geworden ist. Kreis Friedberg. ** Bab-Nauheim, 9. Mai. Eine Sammlung in der Ernst-Lud»viz^Schute, die bi den letzten Tagen zum Besten unserer hoffentlich in nicht alb zuferner Zeit aus der Gefangenfd)aft zurückkehren- dcn Soldaten angeregt wurde, ergab den Betrag Don 278,50 Mk., welcher per Stt>mmanbantur des Duichgangslagers Gießen überwiesen wurde. Starkenburg und Rhtinhesfen. _ tm. Darmstadt, 9. Mai. In irr heutigen -Stadtverordnetenversammlung n u - den verschiedene Beträge für baulich? Derite langen, Kohlenvergütungen usw. bewilligt, ein Gefuch um Bewilligung des städt. Baukostenzuschus.es für Errichtung eines Dreizimmer.-auses im Stirnweg ge nehrnigt, sowie verschiedenen Vereinen Zuschüsse bewilligt. Zur Schalsung von Auslandskredit für die Leitensrn ttel- und Rohstv'ffcndungen stellt die -stadt dem Reich den Betrag von 8J0D0 Mk. in Wertpapieren zur Verfügung und g.nehmigt die Beteiligung der Sparkasse in gleicher Form nach dem Ermessen des V?rwaltungsrates. Für die Mitglieder der Burgerw.hr wird eine Kollektiv-Unfall- Versicherung aogeschlossen, durch welche jedes einzelne MMied mit je 10 000 Mk. gegen Unfall versichert lst. Für dringende Wegelwulen im Stodt- waldc werden zusammen 12 000 Mk b.w.lligt. Tie Stadtverordneten Nodnagel und Kalbfuß haben ihr Amt niedergelegt. Als Termin für die Stadtver- ordnetenwahleu wird der 15. Juni d. I. bestimmt Hessen-Nassau. X. Hanau, .9. Mai. Bei einer aus allen Teilen Deutschlands gut besuchten Versteige- rung vo n Heereskrastwagen h-rrsi^e eine derartige „Kaufwut" daß für die 223 zum Verkauf stehenden Wagen rund 1 300 000 Mk. gelöst worden sind. Tie Höhe dieser Summe fällt besonders noch in die Wagschale, wenn man be* denkt, baft säst alle Wagen mit einem Gebrechen behaftet waren. Dem einen Wagen fehlte der Kühler, dem anderen der Zylinder, wieder einem anderen ein Vorder- oder Hinterrad. Solck^ Wertminderungen störten die Käufer nicht, es wurden für die einzelnen Wagen kaum glaubliche Preise erzielt. Für einen Benz-Mamdon, der von fachmännischer Siite mit 3000 Mk. bewertet war, wurden 6800 Mk. gelöst, für einen anderen Wa- Stichen Gattung, der einen Wett von 3oOÖ Mk. besaß, wurden 9230 Mk. brzah t usw --Oberursel, 8. Mar Die Stadt Frankfurt beabsichtigt den Ankauf der Hohen mark. Lis Kaufpreis werden 8 0 000 Mk. genannt. Um der Stadt Oberursel das wertvolle Gelände zu er galten, will man hier durch Ausgabe von Anteil- 'cheinen an die ganze Bevölkerung den Kaufpreis ausbringen. SS LL"" 18’iltS (i(ji lbe von Wifi«. rt «efiicbL 2 dm ’23flb«L®ieta en hm, w t Utge baren tzemkn «t ung. (fr ,ann Ti ^deilbäutiifr bastliche flibtun ndnlfii «an iiifdiliii n. M töne alt, gs. munter, nl? f|fl0 ib-16. Welin’ioii len-Hmtift. 0(ii4i idwerker ev., mhiL Statut H solides, braoti en nm liebsten t, < m. AM. ob. titr iiien uvecks balble. ubuaa kennen k . dünne t'iimcm 11b nicht auvflel.ti iL An.ieb. m. Äld turfitfflelanb'roirt 3 tut b. Gien Ani lnontzmiwcctloS. m* LSI, 319 •itnj, 1 Sind. :ecks Herat int Mi»”ÄPcntl :n Clter? »SM , IN. irD, u, S'lw"'ne P°vn>"'' »>-?ÄeS >>r°n?"! Der Konferenz glaubt inan allgemein, daß bic iX'iitfdKn Vertreter Vorschläg- überreichen rvs ri ben und auf den PrülimmattrietteNi-vertrag mit einem völligen Gegenvorfcbla.1 ajttmor« rtert SBahrfd inlich werden die AUuetten dek zuf:ä d gen Sternmii i nen die Aus abe antterirauen, t» e Vocich äge fi .qi. 1 iler u, nii t-cnat lülxr '.'l-i'.ur iu prüfen Die Prüfung wird mmdeßens acht Tage erfordern Hierauf werden die 9Uhicncn bnt Trutschen ihre Äenderungen befanntgeben, welche gegebenenfalls am Bertrageentwun angebracht fiter» sen. Hierauf wird den Taind-en cire r c muh kurze Zeit, wahrscheinlich vier bis fünf Tage, rugcsiandcn ir-erben, zwecks endgültiger Zustimmung zum gt- ’amten Friedensvertrag. Man muß also baimt rttb* nen.^au 25 bis 3) Tage bis zur Unterzeuhnutte.. des Friedens vergehen. Die Bespcechuna mit bcu österrctchiskben Bevollmäckmigten wird M^te Ma beginnen. Tic Prältminarfriedensbedtngungen mii Sesterretch. Ungarn, der Türkei und Buigarreil we. den in gesonderten Verträgen enthalten feilt (^inc aiiflcblidic Aenstcrunq Mlsong. Berlin, 10. Mai Bei der Tagxng der brau* oenburgrschen- Provinzial «Svnoke machte, Lwt 'Berliner Lokalanzciger", D. Spieckers nack» stellende intcreifantc Mitteilung: Wilson halte einem bollandifckteN Okrifdidten gesagt: Sie finden dte Bedingungen vernichtend für Deutschland? ?hc’ die Teutschen sagen zu altem Ja. Warum sagen sie nicht Nein? Ich warte ja bloß, ihnc» zu heli'or Tie Beschlagnahiiie ber öcrfallciicu Auslands» werte >m Iinfflrhcinndini 'Gebiet. Berlin, 9 Mai Wolff.) Wie bekannt, lehnte cs die Entente ab, die durch VerorDnuaig der Reick»^« rcgicrung vom 26. März 1919 der Beschlagnahme verfallenen Auslandswerte vom linksrhcmischen Otebiet nach dem unbesetzten Gebiet überführen zu lassen. Die linksrheinischen Ausland» werte sollten nach einer Mitteilung ber Alliierten unter der Aufsicht der BcsatzungSbehörden in den linksrheinischen Banken gesammelt und zur Be- zahluug der LebenSmittellieierungen für das br letzte Gebiet oder für „andere", von den Alliierten zu bestimmende Zwecke verwandt wetten. Dieser Beschluß ber Alliierten widersprach dem Brüsseler Abkommen, das beflimmt, daß br B^ah- lung ber Lebensmittelli. fcrung für nun$ Teuftchland einheitlich erfolgen unb die Anslandswcrte nui für die Bczalilung der LcbenSmittel rrfer inert Inerben fallen. Tie deutsche Waffenstillstands- kommissian, hatte daher am 24. Avril tn Spa gegen diesen Beschluß der Alliierten t) rote ft ie r t. Man erklärte sich beutfd)erfät4 mit dem Verbleib der Wertpapiere in den linksrheinß sckxn Banken unter der Bedingmlg bereit, daß sic nur zur Finanzierung benutzt würden. Nunmehr teilen die Alliierten in einer Note vom 7. Mai folgende Aendernngen ihres Beschlusses mit: 1. Die ein gezogenen AuSlandSwerte im link:- rheinischen Gebiet werden nur zur Bezahlung ber Lebensrnittel in dem Maße und den Grenzen be nutzt, die durch bad Brüsseler Abkommen festgelcg' sind. Sie können nicht zu anderen Zwecken be nutzt werden, ausgenommen, wenn eine besondere Uebereinkunft getroffen ist. 2. Die eingezogenen Werte im linksrheinischen Gebiet werden nicht auS- sdstießlich zur Verpflegung der linksrheinischen Bevölkerung verwendet werden, allerdings unter ber Voraussetzung, daß biese Bevölkerung gemäß dem Brüsseler Abkommen verpflegt wird 3. Die aus bem linken Rheinufer befindlichen Auslanbswerte werden in den dortigen Banken gesammelt und ausbewahrt. Die Auswahl der Beamten trifft die deutsche Regierung tm Einvernehmen mit den Bifahungsbehöcden der Alliierten. Unter diesen Bedingungen werden die nötigen Anordnungen getroffen, damit die Verfügung der deutschen Regierung vom 26. März 1919 sofort tn den verschiedenen Besatzungszonen Anwendung finden kann. Bluftge 3nfnminrnftöfie in Glrnubcnv Berlin, 10. Mai. Wie bem „Berliner Lokalanzeiger" aus Graudenz gemeldet wirb, kam e' icftem abend zu sdiwcren Zusammenstößen zwi'chen 0 st preußischenGrenzschutztr tippen totb Matrosen. Tie Matrosen töteten burd) Wer»en oon Handgranaten einen Leutnant und einen Grenadier. Elf Personen wurden schwer verletzt. Das Fraucnstimmctcht in Holland. Amsterdam, 9. Mvi. (WTB.> Wie jemeen Hanbelsblad" meldet, nahm bte zweite ktieberlän bische Kammer einen Eintrag auf Einführung des aktiven F r a u e it ft i m in r e d) tei mit 64 gegen 10 Stimmen an. Briefkasten der Bedaktion. Lehrer Sch. Sofern ber fBerftiorbeite bw Eltcnt vor Eintritt in ben Shiegjirienft ganz ober überwiegenb unterhalten ha-, käme K-riVs- elterngeld in Frage, andernfalls tridleidji eine Bet - Hilfe. Ter Antrag ist in beiden Fällen an die Bürgermeisterei zu richten. 2 3. unterzeichneten Los 3. Vie Finanzämter (vcsttzsteuerämter). Los Los Los sartmentritt Gießen, den 9. Mai 1919. Der Oberbürgermeister 1,06 Fstm. Inhalt. 5. 6 Stämme 5a. Kl. 20 - 24 Ztm. Durchmesser =», 2,68 Fstm. Inhalt. 3. Fichtenholz. 6. 5 Stämme 2. Kl. 40-49 Ztm. Durchmesser * 13,72 Fstm. Inhalt. 7. 26 Stämme 3. Kl. 30 - 39 Ztm. Durchmesser Heist unser Vaterland schützen gegen dar Eindringen russischer RauberhordenI Offiziere, Unterosfiziere u. Mannschaften aller Waffengattungen werden gebraucht Bedingungen sehr günstig! Tägliche Zulage 9 Mark! Günstige Ansiedlungsmöglichkeit! Ausweis für Militärfahrkarten stellt Bezirkskommando aus oder kann bei der Werbestelle angefordert werden. dmsd Werbestelle O. K. Nord, Gießen, Hotel Prinz Karl teitafl bett 1 o. I ufro. zu mci bett. , ' " ' I Die Bedingungen ünd die bei der Reichswehr Irfifrt htacten aller Sri SSUÄSSES wert 41e BrflM'scbe Üalv.-Drre^erei, B. Laag«. Bleie Bekanntmachung über die Aufstellung von Vermögcu»verreich pissen nach der Reichsverorduuug vom 13 Januar 1019. (Reichs-Gesetzblatt 6.67.) 17,28 Fstm. Inhalt. Los 4. 13 Stämme 5a ÄL 20-24 Ztm. Durchmesser =s 3,50 Fstm. Inhalt. 2. Lärchenhoh. Los 5. 1 Stamm 4. KI. 25 - 29 Ztm. Durchmesser =a 3.3.: Stan», 5 8$.: Bete, 3.93.: Dr. Werner, May. der Angebote erfolgt zum gleichen Termm m Gegenwart etwa erschienener Bewerber. Zuschlagssrist drei Wochen. Freie Wahl unter den Bewerbern bleibt Vorbehalten. (pichen, den 5. Mai 1919. 56306 Dec Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Holzsubmission. Aus den Waldungen der Gemeinde Großen-. Duseck soll nachstehendes Stammholz in Submission vergeben werden: 1. Kiefernholz. Los 1. 1 Stamm 2. Kl. 40 - 49 Ztm. Durchmesser = 2,01 Fstm. Inhalt. Los 2. 21 Stämme 3. Kl. 30-39 Ztm. Durchmesser» 15,93 Fstm. Inhalt. 45 Stämme 4. fit 25-29 Ilm. Durchmess« « Zucker-Ausgabe. Der bet den Kleinhändlern der Stadt Gießen! bestellte Zucker für Mai lOltt kann von Montag den 12. Mai 1919 ab gegem Borlage des Be stellnusweises zur Auckerkartv und Ablieferung der Zuckermarke Rr.» In Empfang, genommen werden. ES entfallen auf die Znckeruiarte 5 (Ma» 1919) 750 Olrannn Dörfer. Mit dem 31. Mai 1«19 verliert die Zucker marke 5 ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt den Zucker nicht abgeholt har, hat keinen An-1 spruch mehr darauf. „, , .. . Die Kleinbandelüge chäfle haben bic vereinnahmten Zuckermarken Nr. 5 zu sammeUt und zu ,e 10 - gebündelt bis längstens 1913 an das städtische Lrbcnsmitielamt, 3} nun er Nr. 11, unter Beifügung einer fchrifittchen MÜletlung über uic Anzahl der abgelieieric-l Marken ennnsenden; die nicht abgeholten oder mehr ubeiimcfciicn Zucker- meuftcn find nach vvrgefckr,ebenem Mu,ter den. Städtischen Lebenöimtlelaint zu meldet. Gieiren, den 9. Lssat 1919. Ö759B Der OberbÄrgermetster (KeLsnsmtttelamt). Bekanntmachung. Die in Gemäßheit des ReichS-Bieh» seuchenge setze s ausgestellten Listen der beitragspflichtigen Pferde- und Rindvteh- b e s i tz e r der Stadt Gießen und der Gemarkung Schissenberg liegen während 8 Tagen vom Tage der Verössentlichung dieser Bekanntmachung ab auf dem Stadthaus, Zimmer 15, zur Einsicht offen. Einwendungen gegen die Einträge können nur während dieser Össenlegungsfrist und nur von den beteiligten Viehbesitzern vorgebracht werden. Gießen, den 6. Mai 1919. 57626 Der Obcrbürgermcister. I. V^dr ü n e w a l d. BekauutmalMng. Schriftliche Augeboie bis zum 16. Mai zu richten an evangelisches Bfarramt Crumbach bei Rodbeim a. d. Bieber. Erössnnng der Angebote Ä IG. Mai nachmittags 2 Uhr im Pfarrhaus CrumMch._____ Die Brigade-Nachrichten - Abteilung M 5761B (Lebensmittelamt). Ausgabe von Buttermilch. Von Montag bis SamStag gelanat in den Verkaufsstellen der Firma. Gebrüder Grieb Butter- milch zur Verteilung. Die Abgabe geschieht gegen Vorlage der neuen Lebensmittelkarte und Abgabe des Vezugsabschnittes Nr. 15. Beliefert werden die Lebensmittelkarten, die in der linken oberen (Edte die Nummern 68, 69, 70, 71, 66, 67, 135,136, 137, 138, 139, 140, 144, 145, 146, 147, 148, 149 tragen. Die Ausgabe geschieht wie nachstehend: beigebracht werden lönnen. Wir fordern hiernach dte Psltchtigen auf, ein Mnis ihres Vermögens nach dem Stand . Dezember 1918 bis zum 31. Mai 1919 aufzustellen. Späterer gesetzlicher Nebelung bleibt Vorbehalten, welche Rechtsnachteile sich an dw nicht rechtzeiltge ober unvollständige Ausstellung des denen Wablvorschlogen angchörn Die Erklärung, ba^ Wa'lvorsckstäge miteinander Verbünde» fein sollen, fff spä essens zwölf Tage vor dem Wablage dem Ob rbürgermeisser von den Unterzeichnern der betreffenden Wahlvorschläge ober den Skrirau it3männmt übereinstimmend schriftlich einzuvcichen. Verbundene Wahlvorschläge lönnen nur gemein scha'N ch zurück- flenommen werden Das gleiche gilt von den Der« bindun gscrll ä ru ng e«. Beseitigung von Mängel« Die B» seitigung der in Wahlvorschlägen oder Berbin- lbnngserllärungen cnflxiltmen Mänael ist nur bi? Sum 10. Lage vor der Wahl zulässig. Ties gilt «uch dann, wenn der DbcrbürgermdHer geaen die Wählbarkeit von Bewerbe Bedenken erhebt Diese können dvrch andere Bewerber indes nur ersetzt werden, wenn mehr als die tzäl tc der Unter- «ichner des WahlVorschlags einen entsprechenden Antrag schriftlich ste'H. G^gen Ver ügungen des Oberbürgermeisters, die aus Grunü der angegebenen Bestimmungen ergangen sind, kann der Ver rau nsmann die Entscheidung der Stadtwahlkom Mission anrusen Stadtwahlkommission. Nach Al laus der Frist über Beseitigung von Mangeln entscheidet die StadtwaÄ omm.s ion über die lasiung der WahlvorschlLge und ihrer Serbin- dung-n. WahlvorschlLge ober beten Verbindung?erllä- rungen, bie verspätet eingereicht sind ober den gesetzlichen Erfordernissen nicht entsprechen, sind nicht Anlassen. Gießen, den 7. Mai 1919. Der Oberbürgermeister: Keller. 6 vormittags 10 Uhr die Grasnutzung vom Friedhof auf dem Nahrungsberg und von den Anlagen vor dem Friedhof: 7 . vormittags 10l/, Uhr die Grasnutzung vom Obstbaumstück bei der Kaserne zur einmaligen Aberntung: am Samstag den 17. Mat 8 vormittags 8Uhr an Ort und Stelle bie Grasnutzung von ben Wiesen beim ^ustizgebäude in 12 Abteilungen, anschließend sämtliche städtische Feldwege, Gräben usw. zwi- ftfan der Wieseck und der Lalm; 9 vormittags 117» UhrGms- irutznng vom Friedhof am Rodberg in 10 Ab- t UnrerLelchnunadesWablvorschla. ged. Jeder !Wa lvorich ag must von minde rns 50 In bie Wählerliste eingetragenem Personen imlerfrritbnet Jein. Kennwort. Jeder Wahlvorschlag soll mit einem Kennwort versehen fein, da; ihn von anderen Wahl Vorschlägen iin'erscheidet Da > K n n- wort darf weder gegen stra g se' liche 93e immnm» gen noch gegen bie guten Sitten verstosten. Ist kein ober ein unzulässiges K nmwort angegeben, so wird der Wahlvorschlag nach dem Namen des ersten Unterzeichners benannt Vertrauensmann In iedem Wa^lvor^ schlag soll ein Btrauen-mann für Verbau I.innen mit dem Ober! ür er meist er oder der S'aotwahl- kommission b'zvfchnet werden. In gleicher Wei e kann ein Siellvertret r des Bertiauensinannes j benannt werden. Fehlt die Bezeichnung eines Ber- trauensmanneS^so gilt als solcher der erste Unterzeichner des WohlVorschlags und, soweit eine Reihenfolge erkennbar ist, der zweite als Stellvertreter Der Vertrauensmann ist zur Zurü ini''me des Walstvorsckloties und zur Abgabe und Rücknahme von 93cirbintung:erlänm^en ermäch itt. Verbindung von Wahlvorschlä- aen. Zwei und mehrere Wahlvorschläge lönnen in der Weise miteinander bcrjim)en werden, daß sie anderen Wa^lvorschlägen gegenü^r als ein einziger Wahlvorsch^ag an uselen stnd Jeder Wahlvorschlag darf nur e'ner Gruppe von verbun- Heiliaenwatd 2 Stämme 2. Kl. L52Fssm., von l biseinfchl.2Fstm., 13 Strimme 3.SU. 8,23 A-ftiit, von 0,50 bis 1 Fstm., 232 Stämme 4. SIL 46,35Fstm., von 0,01 bis 0,50 Fstm. K592A L $G8SOtiJä‘ Finanzämter an den bekannten Amtstagen (siehe Steuerzettel) gerne bereit. Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 10. Mai 1919. 57530 Wir stellen zum Verlaus: 1. Eine größere Partie tannene, gut and* getrocknete företter in der Stärke von 11/12 und 17/18 mm in verschiedenen Längen und Bretten. 2 Stumpfe Latten von 1 m Länge auiwarts, 18/48 mm stark, etwa 5—6 Waggonladungen 3. Ungefähr 18 000 kg Trahtittste, 18/3o, 20/40, 22/40, 22/45 und 25/52 mit flachen Köpfen, in Paketen zu 2, 2’/2 und 5 kg. , Die Abgabe erfolgt auch in kleinen Mmgen. Es werden namentlich Handwerker zum Kauf euv geloben. Besichtigung tft jeb^rzert gestattet. Angebote baldigst erbeten . Butzbach, ben 9.Mai 1919. 5768B Direktion der Zellenstrafanstalt. wird von der Reichsmehrbrigade Hessen in Butzbach «Hessen» neu au'gestellt Zu diesem Zweck werden von der Abteiluna noch AreliuUItne angenommen. Fernsprecher, Funker, Rrnhfabrcr, Handwerker, Fahrer «besonders atie MaöQllertnenl werden gesucht. Auch unauSgebttdele junge Leute, die Vuft und Liebe zu dieser Wasse haben, werden angenommen. Dordedingung. ____________________ Gute Disziplin, gegründet auf gute Kamerad« Grasversteigerung der Stadt Giehen. | an°ber lür°und so überaus wichtigen Wasse Die Stabt Gießen läßt M i t t w o ch d e n 14, ^,1 geboten? ?n späterer Zett^ akt'iver ^Un,eroistzter Donnerstag den 15., Fcettag den 1 o. I u|ro AU weiden. unb Samstag ben 17. M a i d. I. folgende Die Bedingungen ünd die bei der Netchswehr gflni‘ 3OÖt iiien,lierbtz In» duftrie und $omlht, wtffenfchastttch« LDtrfc and bl|T«rtdtlonen trtrdrn föneU, Itllrtln u. prtlewtrt angrftrttfft la fltr Bn*» und ettinflQtftrtL Wilhelm Herr, Hießen tDeÄwtftraDt 77 $tmfpre<6te 900 Wegen notwendiger Zisumng KÄi” 1 Süflelofett einfache GaSlüfter für Wovnungen und Korridore, 1 Zuglamve, Biifett für Wirtschaft mit Einrichtung, neue und alte ßrcnfter und Türen, Kensterklapp- und Rolläden, 140 kg schweres Brecheisen, 1 kl. HandgraSmäber für Gärten, Eisenblech- tür 0,70/1,80, neucHauStür mit Blindradmen 1,20/3,40» verschiedenes GlaS, 1 Polyphon mit Unterfap und LOPIauen, 1 6m lange Pfuhlpumpe, 1 transportabler Schraubstock mit Untergestell, 1 Heldschmlede, verschiedene» Schlosserwerkzeug, 1 Treppchen mit fünf Stufen, Dachfenster, Flügeltüren 1,20 L50, 2 ein» gangStüren 1,10/2,40 und 1,00/2^0, Nutzbaumbohle SÖO/0l50 0,12 für Möbel, zweiflügel. Korridorabschl. 1,20/2,40 mit GlaS, brelilügel. Korridor 2,20/^30 mit Glaö, Kasten für (Vabrräber, 2 Gartenwasserpumpen 4—5 m lang, eisernes Türgestell. 5749 Schneider, Frankfurter Strafte 29. 5738V Buchdruckerei Nitschkowski Lodwigstr. 4 - Fems#r. 724 Besuchskarten Verlobungskarten u.-briete in reicher Auswahl DI I ICCM in Weiß und Farbig OLUotlN eroß" Auswahl in allen Größen zu dö,4Ü, ti ODtoiwL Besichtigen Sie unser Spezialfenster! •✓/ Gröhe Msbilüir-Vkrstkii|fkilli!i. Im Auftrage der Geschwister DitS versteigere ich am Dienstag den 13., Mittwoch den 1 4. Mai und ebentl. folgende Tage vorm. 11 Ubr bc Sinnend öffentlich freiwillig gegen Barzahlung in Iraunfcld in der Villa „Schweizerhaus" wegen HauSverkausS: 7 Schlafzimwereinrichtuuge« (mabagoni, nuh- banm, eichen», enthaltend je 2 komvi. Betten. 2 Nacht- fchränkchen, 1 Waschtisch mit Solegei und Marmor» platte, 1 Kleiderfchranf und 2 Stuhle, 2 Wobnzimmereinrichtnngcu imahagoni): Sofa. Sessel, Tisch, Stühle, Siertifo, Schreibtisch, Spiegel: 1 komvi. Badecinricktuug «Solzsenerungt, ß-erner: Sofas, Seffel, Büfett, Waschtische, Tische. Betten, Kinderbetten. Schränke, Flurgarderoben, Teppiche. DivanS, Stühle, Llegestühie, Miobv> und ©artenmöbel, elettr. Beleuchtungskörper, Porzellan, Glarbtnen, Herren- und Damenwäsche, Kleidungsstücke, Schuhe. Bett- und Tischwäsche, Waschgarnituren, Cd- und Kaffeeservices, Messer, (Mabeln, GJläfer, Basen, Steiniöpse. Bilder, 9iab« maschine, Waschmaschine, Waschfässer, Klassiker- und andere Bücher, Schmucksachen. Sportsachen und verschiedene» mehr. Die Aetzenstände tFriedenSwares sind teils fast neu ttnd berinben sich in sehr gutem, tadellosem Zustande: ihre Besichtigung ift am Tage vor der Ber- fteiaerung norm, von 9—12 Uhr und nachm. von 2—ti Uhr und am Tage ber Versteigerung von vorm. 9 Ubr ab gestattet. Die Versteigerung der Schlaf- und Wobnzimmer- einrichtungen ist für den ersten BersteigerungStaa mit vorgeseben. 560GD Carl Bompf, Wetzlar SieigbauSvlatz 23. Qkrnfbrccher 43. Vcrsteigernngs Anzeige. Mittwoch den 14. Mai d. N. narbm. 2 Nbr versteigere ich im Saale des WafthaufeS aiit „Krone" dahier meistbietend zwangsweise gegen Barzahlung folgende (»kflenftänbe: 1 Chaiselongue, 1 viereckigen grohenAuSztehtifch, 2 Messinabettstellen, 2 dreiteilige Kapokmatratzen, 4 Kopfkissen. 8 Kopskissen-Ueberzüge, 4 Bettücher, 4 Ueberschlagtücher, 2 Kollerdecken. Die Gegenstände sind sehr gut erhalten und sehr preiswert. Verüeigeruua bestimmt. Bad-Nauheim, den 8. Mai 1919. 5732 Büdiuger. WertchtSvollzieher in Bad-Nauheim. 37378 den 3 Mai 1919. Hessisches Amtsgericht. Aufgebot. Der Dr. Hermann Bettmann, NHeydt, hat das Aufgebot der angeblich verloren gegangenen 3K % Schuldverschreibungen ber Stadt Gießen vom 20. April 1903 Nech« III, Nr. 0085 und 0086 zu je 2000 Mark beantragt. Der Inhaber der Urkunden wird aufqefordert, spätestens tn dem auf Mttwoch den 25. Februar 1920, vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht, Zimmer Nr. 6, anberaumten «ufasbotstennine feine Rechte anzumesden und die )en vorzulegen, widngenfalls die Kraftlos» ing der Urkunden erfolgen wird. Holzversteigernng in der fürstlichen vberfßrsterei Sich. Montag den 19. Mal werden auS den Distrikten Konzebühl, Brunnenwald und .Kühunter versteigert: Scheitholz Rm.: 14 Eichen (meist rund«: Knüppel, Nm.: 36 Eichen, 6 Linden, 1 Nadelholz, Siockbolz, Nm.: 83 Buchen, 36 Eichen. 2 Linden, 3 Nadelholz: Reisholz-Wellen: 2600 Luchen, 700 Eichen, 160 Linden, 10 Nadelholz: 9 Linden-Bb- schnttte —4,06 Kstm. (28biS40Ztm. Durchmefseri: 3 Wichte« = 5,09 Asim. (23,36 und 87 Btm. Durch- meffer». Die Zusammenkunft ist auf der Chaussee von Lich nach Steinbach beim Abgang der sogenannten Pavpelallee, hinter dem groben Teich, vormittag- 9'/, Uhr. Dienstag den 20. Mai werden aus den Dlfttikten l^uchSstrauch und Kellersberg versteigert: Scheitholz, Rni.: ILBuchen, 1,1 Eichen: Knlipvel, Rm: 4.6Bucden, 100Elchen, 6 Weichholz, 2 Nadelholz: Stockholz, TRm.: 31 Buchen. 81 Eichen- Reisholz-Wellen: L9li0 Buchen, 1600 Eichen- 100 Hartlaubholz, 30 Wetchlaubholz, 50-ladclholz 5TtUckEichenftammbolz->f».51^ttm. i40 bis 60 Ztm. Durchmesser»: Elsbeerftamm = 0,15 »Htm. 122 Ztm. Durchmefferl: 3 Kiefer»- Abfchmtte - 2,37 Astm. (22, 39 und 40 Ztm. Durchmessen. Die Zusammenkunft ist beim MengeShäuser Teich aus dem Teichdamm nach Lich zu vormittags 91/, Uhr. 5743 B !!! Sommersprossen!!! verschwinden! Auf welche einf Weise teilt Leidensgen. unentgeltL mit Frau Elleab.Fracht, Huinu 2W8,8chließf.2&.cm --- Df-Beksschen "aller Irl “ÄÄ wert die BrfiU’sehe Üiiv.-Drwcxerei, B. Luge, Oießen Blaue («w» $W8*-Idi]e Bsforui-Bosen W preiswert m i 8aitas Salz | Baten ho f«t raße 14. BlAcllßllllgtll ,m nnö Sotten empfiehlt Happel. 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Mai 1919 auf ber Hardt zugunsten der Kriegsgefangenen. Veranstaltet von dem Unteroffizier-Verband Giehen. Anrgeführt von der Kapelle des Inf.-Negiments 116. (Gartenkonzert.) Anfang 4 «hr 0W06 rSflbah ■Bsehtuig ..Mordlleier“ (■ItteieeBBltt) 70 g 86 PL FeineehnHtmtechang ..tioldroee“ 60 g 70 Fl. 6n4sl M. CuttmaoM neue verbesserte HeHenmiechung (5robsehaitt)lM)gM.lM .Gatllcht* ulunkl. Krttll- schnitt) 70 g M. 1.30 in den einschlägigen Geschäften gegen Vorzeigung dies. Anzeige erhältlich. Wiederverkauf er verlang. Angebot. Der Uebergangfr zeitRechnang tragend sind meine Marken auf das weitmöglichst, vervollkommnet u. befriedigen jetzt selbst den anspruchsvollst. Raucher. Jeder mache im eigen. Interesse einen Versuch. Da fär Tabak neue hohe Steter bevor- sieht, sofort. Beileneag sa heetlpen Preisen eapfehlenswert. Iss. 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