Nr. 58 Der »itbetitr etfd)cini täfllid), außer Sonntags. - Bettaaen: Gtetzener^amittenblätter; Kie.stkU ffii den Kreis Liebe». vkziigrprels: monall.2)ik.l.35,oiertel- iährlirt) Mk. 4.05 , durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25 durch die Bost Mk. 4.05 oierteU jährt. au4|d)L Weit tilg. Jerufprech - Anschlüsse: iür bieSd)riftleuuiiflll2 Verlag,Mcschä'tsstelleöl Anschrift für Drabtnach- nchien. Anzeiger Siehe». Montag, 10 März (9(9 Erster Blatt (69. Jahrgang ^Hi.uqme von Anzeige» f. die iaflestmmmei bt8 zum Nachmillaq vorher ohnejedeBerbnidlichkeit Zeiienpreise: für örtliche Anzeigen 25 vl.,für auswärtige 30 Pi, für Reklamen Mk. 1.-nebst 20° oTeue- rungSzufmlag; Playvor- fchriil 20 % Aufschlag. Hauotschrütteiter: Aug. Doeq Verantwortlich für Politik: Aug- Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigentell: v. Beck; fämthd) in Gießen ä« General-Anzeiger für Oberhessen 3n>inhigsnmbbru(f u. Verlag: vrühl'fche Univ^Vuch. il Steinöruderef 8. Lange. Schrtstleltung. Geschäftrftelle u. Druckerei: Schulftr 7. Entscheidende Beschlüsse in Paris. Der Oberste Rat der Entente tn Paris scheint in der Lebensmittelfrage Zugeständnisse machen zu wollen. Er erklärt, die Verbündeten wollten die Versorgung Deutschlands „in vernünftiger Weise" vornehmen. Unsere Negierung wird darauf bestehen müssen, genauer zu erfahren, was in diesem Falle „vernünftig" bedeutet. Sie hat die Zusage vom 16. Januar nur gemacht, um unsere Versorgung „z u sicher n". Mittlerweile freut sich) Oesterreich darüber, daß die Blockade gegen es aufgehoben worden ist. Auch die Blockade gegen Deutschland wird vielleicht demnächst allen, nachdem Lloyd George einen ent- prechenden Antrag gestellt und Clemenceau ich Bedenkzeit erbeten hat. Vielleicht will man Deutschland in diesem Punkte etwas besänftigen, während man es im übrigen in Ketten legt. Was über die dauernde militärische und maritime Wrhrlosmachung Deutschlands heute bekannt wird, ist aufs Neue empörend. -Die früher erhobenen Anfragen und Forderungen Erzbergers, u. a. das Ersuchen um Rückgabe unserer Gefangenen, wird, wie Foch auf ein neues Erinnern erklärte, „noch geprüft". Möchte unsere Regierung den Mut und die Kraft zu neuen Widerständen finden! Die Gegner müssen ja jeden Tag mehr cin- sehen, daß sie den Bogen nicht Überspannen können. DledeulscheNotesm-erversorgungrsrage Berlin, 8. März. (WTB.) Zum Abbruch der Verhandlungen über die Versorgung Deutschlands mit Lebensmitteln wurde der Standpunkt der deutschen Regierung in einer Note niedergelegt, die in der Vollsitzung der Waffenstillstands-' konrmission in Spaa am 6. März übergeben wurde. Es beißt darin: Um tde bcutfdje Auffassung zu würdigen, ist eS »erforderlich, die Gesamtheit der Bestinr- ntunflt n noch einmal kurz Kusammenzusassen. Nach Artikel 26 des Wa.ffe-nstillstandsvertrages vom 11. November 1918 war tn Aussicht genommen, Teutschtai'd während der Tauer deS Wafscnstill- flanM in dem als notwendig cmerftnnitm Matze mit Lebensmitteln zu versorgen. Die durch diese Xk-ftiimnung begründete Erwartung, daß Teutsch- lanb eine Linderung seiner schöneren Ernährmrg-Z!- kiiK fdpn luäbrcitb des Waffenstillstandes erfahren tycrb'?, war einer der wesentlichsten Gründe, die zur An nah weder überaus hrrten Bedingungen des Wafsenstillstcrndsverirages geführt haben. Trotz wiederhol en deutschen Ersitckxns haben die assoziierten Negierungen erst bei der Trierer Konferenz iwirt 15. nnb 16. Januar d. I. die Verhandlungen über die Lebensmi trlversorgung Deutschlands auf- gmwnlinen. In Ar.ikcl 9 bes Trierer Vertrages vom 16. Januar 1919 hat sich die beutsä^e Re- si—nng verglich et, die deutsche Handels- slotte während der Tauer des Waffenstillstandes mi.cr (ii.y-y.ucrtc ,en den Arbeitern und den bürgerlichen Parteien ein Abgrund klafft, der nie zu überbrücken ist, und daß nur auf dem Wege bei schärfsten Kiasfenkampses die ©o° rialisierungsfrage gelöst werden kann. Die Arbeiter sind durch den Krieg und feine Begleiterscheinungen auS dem seelischen Gleicfaewicht gebracht worden. Sie haben vielfach ihren Beruf wechseln müssen, sie haben aber auch in manches Einfickst gewonnen, in das Wesen und in die Natur der kapttalistischen Gesellschaftsordnung, die sie früher nicht hatten. Wenn sie sich da etwas ungebärdet zeigen in ihren Forderungen, so sollte man solche Erscheinungen zu verstehen suchen, statt sie einfach zu verurteilen und damit zu dem Satz zu kommen: Gewalt gegen Gewalt, lieber die Schwierigkeiten Der Sozialisierung gibt es keine Zweifel. Auch meine Parteifreunde erkennen ohne weiteres an, daß die Schwierigkeiten gerade gegenwärtig sehr groß sind. (Hört, hört! bet den Sozialdemokraten.) Aber damit ist noch lange nicht gesagt, daß man nun gerade dieses Schneckentempo einschlagen muß, das hie Regierung einschlägt. Die Weltrevolution wird ja nicht so schnell kommen, wie jeder Arbeiter )ie ersehnt. (Widerspruch bei den Sozialdemokraten.» Wir werden jedenfalls alles tun, um sie herfaizusühren. Ah« durch die Sozialisierung werden die Arbeiter anderer Länder ertmiftgf werden- unS zu folgen. Tic Sozialisierung wird auch kein Hinderungsgrund für den internationalen Handel sein. Der Schutz der ArbettSkraft gegen die kapitalistische Ausbeutung kann mir durch die vollständige Sozialisierung geschehen. Darum drängen die Arbeiter nach der Sozialisierung, und wenn sie dabei überspannte Forderungen stellen, so ist das nur zurückzuführen aus die falsche Behandlung und die Ausbeutung der Arbeiter unter der kapitalistischen Herrschaftsordnung. (Rufe: Und auf Ihre Hetze!) Gewalt wäre notwendig gegen die besitzenden Klassen. (Unruhe und Ruse: Ihre Gewaltherrschaft in Bremen!) Abg. Dr. Hugenberg (D.-Nat.): Meine Partei wird entsprechend ihrem Programm mit jeder Art Sozialisierung einverstanden fein, für die überwiegend Grunde des Gemeinwohls fprecfcn. Man kann aber nicht so sozialisieren, toie die beiden Gesetzentwürfe es wollen. Man kann nicht eine deutscfa Gemeinwirtschast schlechthin schaffen. Jeder einzelne Fall der Sozialisierung muß gründlich geprüft 1 verben, nicht mit der entsctzlicfan Oberflächlichkeit, die diese beiden Gesetzentwürfe an der Stirn tragen. Wir stehen grundsätzlich auf dem Boden der freien Wirtschaft als der besten Nährmutter des Wohlstandes und der geistigen und fittlicfan Kultur. Wenn der Präsident Ebert es beklagte, daß der Privatunternehmer es jetzt an der nötigen Initiative fehlen ließe, so klingt das ebenso, als wenn man einem Menschen einen Knebel in den Mund steckt und ihn dann fragt, warum er nicht schreit. (Sehr rirfytig! rechts.) Trotz Marx und Möllendorff halten allein der private Unternehmungsgeist und die Ordnung im Lande das Wirtschaftsleben aufrecht. (Sehr wahr! rechts.) Die Nevolutionswirtschast in Verbindung mit der Zwangswirtschaft des Krieges sck lögt der» Unternehmungsgeist tot, neuerdings leider auch bereits den Unternehmer selbst. (Sehr roabr! rechts.) Das deutsche Volk muß und will wieder ehrlich werden. (Große Unruhe bei den Sozml- demokraten.) Ohne freie Wirtschaft gibt es aber keine Ehrlichkeit. (Lauter Wrdersprucb bei den Sozialdemokraten.) Statt dessen will die Regierung die Zwangswirtschaft und damit zugleich! die Herrschaft der Stra ße über die Betriebe verewigen. Eine eingehende Begründung so wichtiger Vorlagen scknint neuerdings nicht mehr üblich zu fein. Unter Ausschaltung auch des Parlaments soll einfach das Geschick des gesamten Kohlenbergbaues in die Hand deS ReichSkohlen- rats, der Regierung und deS StgatenauSschusfeL gelegt werden. Drese Aufsicht des Reiches ist weiter nichts, als daß der Zeckienbesitz auf Umwegen, die den Tatbestand verschleiern, ohne Ent^ schädigung ans seinen sämtlichen Privatrechten herausgesetzt wird. (Sehr richtig! rechts.) Tas ist die Verwirklichung des Kommunismus in Deutschland. (Sehr rickstig! rechts. Lack-en links.) Dafind neue, zwar nicht gottgewollte, aber von den Sozialdemokraten, dem Zentrum und den Demokraten gewollte Abhängigkeiten. (Sehr gut! rechts.) Es ist dies ein wunderbares Mittel für die Entente, die Regierungsgewalt über diese Gebiete zu benutzet:, um deutscktcm Privatbesttz in die Hände des Feindes zu überführen. (Zuruf bei den Sozialdemokraten: Drohungen.) Was würden Sie sagen, wenn deutsck)e Zechenbefitzer daran gehen würden, ihren Besitz gegen Auslands-Guthaben am die Entente zu verschachern? Sie würden das eine Niedertracht nennen. (Sehr richtig! links.) Ist es aber ein Vorrecht der Regierung, den Fcinden für solche Geschäfte den Anknüpfungspunkt zn geben? (Zurufe links: Sie sagen es ja den Feinden!) Halten Sie unsere Feinde für so dumm, daß ich ihnen das erst sagen müßte? Ich warne Sie vor diesem Wege, der mit Sicherheit zum Untergange führt. (Lebhafter Beifall rechts. Zischen links.) Präsident deSReichSministeriumS Scheidemann: Die Herren Kemples und. Hugenberg leiten nur den Spartakisten Wasser auf die Mühle. (Widerspruch rechts.) Dio Herren bleiben bei ihrer Behauptung, die Regierung habe unter dem Druck der Straße diese Vor-j läge gemacht. Ich weise das aus das entschiedenst» zurück. Herr hugenberg möchte das deutsche Volk wieder ehrlich werden lassen. Ich weife die Unter* stcllung, als sei das deutsche Volk unehrlich, mit Entschiedenheit zurück. Tas deutsche Volk ist nicht) unehrlich geworden, es hat auch keine Kriegsge^ winne gemacht und es ist nicht zu tiergleid)en mit den Verfehlungen Krupp'scher Beamten, wie z. B.^ Brandt. Gegenüber Verbrechen wenden wir dies Macht an, ohne 'die keine Regierung auskommen- kann, pnd werden uns darin weder durch die Entrüstung Henkes, rwch durch den Beifall der Ilechten^ irremadten lassen. Es ist keine berechtigte politische- Erhebung mehr, wenn in Berlin die Volks- marinebiDifion sich zu einer kriegsüh^ renden Macht aufspielt und wenn am Alexander- platz das geplünderte Diedsgut am Hellen Tage auf der ©traue verkauft wird, oder wenn in Halle ein Offizier, den man ins Wasser geworfen hat, de» sich aber durch Schwimmen gerettet hat, wieder ins Wasser wirft und ihn dann, dem (Srtrhifni nahe,, erschießt. (Große Unruhe.) Tas i.ib®trl'redjen,j gegen die wir mrt äußerster Entschlossenheit und unbeugsam die Gesetze handhaben wcrdfa. Ich mache kein Hehl daraus, daß ich in diesem Auyen- bli es)en Massenstreik als politisches Kampfintttel verwerfen muß. Der Massenstreik war in diwem Augenblick ein Verbrechen am ganzen deutschem Volke. (Sehr richtig? und Zustimmung. Die jetzige Regierung steht nicht mehr wie die früheren, in einem Vorgesetzten- oder gegensätzlichen Verhältnis zur Arbeitersckmft. Deshalb ist der jetzige Streit mcht nur iu verurteilen, er ist auch lÄdex-j ani wer- rS- olle u6t* opfet* ingen. Delft mit, die drohende Dung not abzuwenden! Wird der Ruf gehört und finden f Volkskreisc, durchdrungen von dem B sein der gemeinsamen Not, bereit z freudiger Mitarbeü, dann wird es , Entschließung. . . ,u einer Tagung bet Sessi. f ch e n ^jolksbunbeS, dem schon jetzt über zehntausend Hess. Landsleute an- gehören, erheben die heut« in Gießen versammelten Vertreter aus den unbesetz^n Gebieten Dessen-DarmstadtS und Hessen-Nassaus ihre Stimme zu dem VersassungSaus- ücrtolrunn ruptet. Gerade bei der RjQle, Die tn nächster jjcit unser wichtigftet (SrtxntartiM sein wird, muB in den Be»rehungot zum Ausland btt Privatinitiative erhalten trieften. Tw ÄjaeÜnnbm» des Staates an der Geiannwirtschaft aller Gesellschaften und UntemebnuxnGeii kann man auch durch die S teuer gefetvjrfrung erreichen. Wenn Sie durch eine übertriebene Kontrolle der Einzelnen triefet die ^Arbeit in Deutschland verleiden, dann entsteht mentieren hinein. In der Kommission sollte einmal nritgeteilt werden, wie sich die Finanzen Rußlands entwickelt haben, seitdem das Rätesystem dort eingeführt ist. Ten Gegnern der Vorlage Liegt daS Wohl der Gesamtheit ebenso am Herzen wie bet Regierung! Abg. Erke lenz (Dem.): Mr wollen keine wahllose Sozialisierung, die möglichst viel und möglichst schnell sozialrsieven soll. Wir maclren einen scharfen Schnitt zwischen den sogenannten natürlichen Monopolen: Kohle, Kali, Wasserkräfte, Verkehr, Slickslofj-Ändusriie, und allen übrigen )ntmstriezweigen. Dir ersveven wollen urir sozia- nficren; bei den anderen handelt eS sich nur nm eine andere Verwaltung und Verteilung der Erträgnisse. Daneben wollen wir das bisherige Klas- sen-Faustrecht ersetzen durch eine demokratische Verwaltung in den Betrieben. Die Schaffung des brunchen Arbeitsrechts muß ergänzt werden durch ein internationales ArbeitsreciU. Am Namen des ArbeftsreckM wünschen wir die Bildung von Ar- beitskammern. Wenn die Tollwut, die heute durch Deutschlandgeht, vorbei ift wird die große Mehrheit der deutschen Arbeiterschaft sich bald -auf dem Boden dieser Grundsätze zusammen- fffchen. (Beifall.) Tamil schließt die erste Lesung. Die Gesetzentwürfe gehen an den Reichs haus- haltsausschuß. Naä»ste Sitzung Montag, naelpnittag 2 Uhr: Interpellation über die Sicherstellung der Ernährung. Die Strahcnkämpse in Berlin. Berlin, 9. März. (WTB.) Die Versammlung der Groh-Berliner Arbeiterräte faßte gestern nach Z'/.stündiger erregter Erörterung folgenden Beschluß: Der Deneralstrik wird für beendet erklärt. Die Arbeiter werden aufgefordert, die Arbeit am Montag wieder aufzunehmen. Nach der Abstimmung, die zweimal vorgenommen werden muhte, erhob sich auf den Galerien ein wüster Lärm. Die Arbeiterräte wurden von halbwüchsigen Burschen und Weibern tn widerlicher Weise beschimpft und bedroht. Berlin, 8. März. Die „Deutsche Ml- gemeine Ztg." berichtet: Dem Beispiel Eichhorns folgend, haben die Spartakisten beute morgen die Brauerei Bötzow besetzt und zu einer Festung umgewandelt. Die Negierungstruppen drangen durch die Artillerie- straßen und mehrere Nebenstraßen vor, um die Brauerei zu nehmen. Zur Vorbereitung des Sturmes auf die Brauerei war Artillerie die Gefahr, daß auch führende Kräfte unserer Industrie ins Ausland gehen, das sie mit Kußhand aufnehmen würde! (Sehr wahr! rette*.) Was sind daS für eigenartige Berhältniffe, daß frier in Weimar die Regierung mit einer Abordnung von Berliner Arbeitern verhandelt über alle Fragen der künftigen Politikl Tie Art, nrie hier die Fortsetzung der Sozialisierung auf allen Gebieten an gekündigt wurde, treibt uns tatsächlich in das sozialistische Experi- ®ro[j-l)cffen. Zum erstenmal sah der Hessische Volk,bund, der seine Tätigkeit durch Ortsgruppen über die beiden Hessen-Waldeck und Wetzlar erstreckt, die aus Wahlen hervorgegangenen Vertreter dieser Ortsgruppe gestern zu einer Gesamttagung im Hotel Schütz ver- emigt. Die aus allen Parteien, Ständen und Be- rufsklassen gewählten Vertreter fanden sich in dem Geiste tätiger Entschlossenheit zusammen, gegen alle Sondennleressen die Bereinigung der genannten Landes» teile zu erzwingen. 3m Lause der Tagesordnung, die sich von morgens bis weit in die Nachmittagsstunden hineinzog, wurde die Bundesverfassung festgesetzt, die auf durchaus demokratischer, freiheit- licher Grundlage beruht und geeignet ist, breiteste Dolksmasien hereinzuziehen, vollkommen reibungs- los gelang bie Abgrenzung der einzelnen Ak- tionskreife, als welche Darmstädtisch Oberhessen (Dietzen), Frankfurt, Fuldaland (Fulda), Hanauerland (Hanau), Kurhessisch Niederhessen (Kassel), Kurhessisch Oberhessen (Marburg), Nassau.Lahn (Weilburg-Lim- bürg), Nasiau-Rhein (Wiesbaden) Rheinhesien (Mainz oder Worms), Starkendurg(Darmstadt), Waldeck, Kreis Wetzlar (Wetzlar), bestimmt werden. Die Hauptleitung des Bundes bleibt weiterhin in Marburg. Die im unbesetzten Gebiete bereit» lebhaft geförderte Propa- aanda soll mit größter Energie weiterbetrieben werden. Propaganda und Finanzausschüsse, die neu gewählt werden, werden diese Tätigkeit unterstützen. Beim Austausch der bisherigen Propagandaergebnisse ergab sich auf Grund der Einzeichnungslisten, daft der Hessische Volksbund berechtigt ist, für weit über Zehn. taufend Menschen zu sp echen. Diese» in Anbe- tracht der kurzen Dundestätigkett überraschende Er- 9ej>n is wurde mit großer Freude aufgenommen. Fum Schlüsse der Tagung wurde nachstehende Ent- s ch l» e h u n a gefaßt Und telegraphisch dem Der- faffungsausschuft in Weimar übermittelt: fchichtlicher Zusammenhänge schlingen ett Bandgemein samenFühlens in und Unglück um die Bevölkerung Hessen- DarrnftadtS, Hessen-Nassaus, Waldeck» und Wetzlar«. 2. Diesem Gemeinschaftsgefühl äußere» Ausdruck zu geben, durch die Zusammenfassung der genannten Gebtete zu einem einheitlichen, ungeteilten, reichsunmittelbaren Staate im Rahmen des Deutschen Reiches ist ein Gebot der Stunde und macht gv> waltige lebendig« Kräfte frei zu begeistertem Schaffen für Reich und Heimatland. 3. Alte Formen, Ansprüche früherer einzelstaatlicher Gebilde und Verwaltung-technische, behördliche Gewöhnungen dürfen bei all ihren geschichtlichen Verdiensten der Entwicklung nicht dauernd im Wege stehen. Die Zukunft hat höhere Rech« al- die Vergangenheit. Stark im Vertrauen auf den Willen der Massen des gesamten Hessen- landes fordert daher der hessische VollS- bunb: Der Verfassungsausschuß wolle, rwtfallS über parlikularistischen Gegendruck hinweg, dem Reiche als der allein souveränen Macht die Möglichkeit sichern, auch gegen den Willen bisheriger Einzelregierun- OtH Neugliederungen des Reichsgebiets vorzunehmen, wenn StammeSeigenart, Wirtschaft und Geschichte Neubildungen nahcleaen und der Wille der beteiligten Volks massen sich dafür ausspricht. Der Verfassungsausschuß ivolle in diesem Geiste der hessischen Frage dieselbe Beachtung zuwenden, wie sic die hannoversche, die ost- westpreußische, die rheinisch-westfälische und die thüringische Frage fordern und finden. Allem voran stellt der Hessische VollS- bunb bie Einheit und Stärke deS Reiches. Alles waS das Reich selbst leiten und lenken will, sei sein: nur in diesen Fragen will das hessische Volk ein glücklichesDa- sein unter der Verwaltung eigener Lands le ute und in Pflege seiner kulturellen Güter führen. Gesamttagung des hessischen __________V olkßb'undes. Mittel,usuhrrn und an wirtschaftlichen Gütern gekostet bat, darüber wird am Momag zu reden sein. Dem Allgemeinwohl glauben wir am besten dienen HU können, wenn wir nach den politischen Fesseln tetzt auch die wirtschaftlichen lösen, wenn wir die Arbeiter »u gleickcherechtigten Miwetwaltern des wirtschaftlichen Lebens machen, wenn wir dafür sorgen, daß sie nicht nur £bjefte, sondern auch Vubjekte deS wirtschaftlichen Lebens sind. Tie »wer Gesetzentwürfe sollen nur Meilensteine, allerdings von höchster Bedeutung, auf dem Wege zu dem .Ziele sein, daß kein Volksgenosse für den andern ohne Gegenseitigkeit arbeitet, sondern daß jede Arbeit gleichzeitig für die Allgemeinheit getan wird. Nicht nur die rechtlose Arbeitsbiene, auch bie Drohne hat im neuen Deutschland keinen Raum mehr. Tas Privileg fällt zugleich mit der Rechtlosigkeit und macht einen Tritten, Höheren Platz: der Gleichberechtiguna. Auf uns und dffe vorliegenden Gesetzentwürfe sehen heute die Völker der Welt. Was die Sehnsucht von Millionen in allen Landern der Erde gewesen ift, seit es ein« Arbeiterbewegung gibt, das soll hier zum ersten Male zur Tat werden. Darin soll die deutsche Republik ein Vorbild der ganzen Welt sein, daß sie eine solche Tat entschlossen und ihne Zaudern ausführt. Soweit die Regierung dabei in Betracht kommt, dürfen Sie überzeugt sein: Wir werden unsere Pflicfft unter allen Umständen tun. < Lebhafter Beifall.) Abg Molkenbuhr (Sol): Durch die Kartelle der Schwerindustrie ist die Freiheit bc5 Einzel- unternehmers längst befetiiflt. (Sehr richtig! bei den Sozialdemokraten.) Kein Mensch denkt in Deutschland daran, nack' bolschetvistischein Muster den Kapitalismus einfach zu zerstören, der doch jetzt dem Sozialismus den Weg bahnen ssoll. Die Sozialisten sind immer die schärfsten Gegner der Anar^ Listen, Kommunisten, Bolschewisten und Sparta- ftften gewesen, weil diese Richtungen gar nichts Revolutionäres, sondern etwas Reaktionäres sind. GS und wildgewordene Spießbürger. (Sehr richtig! links.) Die Sozialisierung in der jetzt voraeschla- aenen Form wird unö aus dem wirtschaftlicher» Chaos herausbrmgen. Abg. I m b u s ch (Ztr ): Ein ungezügeltes Ge- »vinnstreben ließ die Rücksicht auf den Menschen nur zu oft vermissen und eine falsche Wissenschaft verteidigte und förderte triefe falsche Richtung Wir hatten Wissenschaftler, bie den Egoismus als einzige- Wirtschaftsmotiv gelten ließen und alle höheren Gesichtspunkte aus dem Wirtschaftsleben vollständig auSschalten wollten. Soll sozialisiert werden, so fonrmt der Berg bau in erster Linie in Frage. Er ift kapitalistisch ahn meisten ent- prickelt, und einen persönlichen Besitzer kennt man in ihm kaum noch. Grundsätzlich können wir nicht einsehen, weshalb ein Bctrichsleiter im Tienftc der QkfdTP4#,rit nicht ebenso Tüchtiges soll leisten können, als wenn es sich harum handelt, einige Kapitalisten noch mehr zu betriebern. (Sehr richtig! links.) Bon einer entschädigungslosen Enteignung kann gar nicht gesprochen werden. Es ist ein alter Satz, daß die Bodenschätze der Gesomtl-eit gehören. Der Kohlenhandel ist längst ein Privat- ntimropol geworden, daß jetzt durch ein Reichs- ■tmopol ersetzt wird. Sozialisierung ist praktisches Christentum. (Beifall int Zentrum.) hierauf tritt eine Pause ein, um! 3,46 Uhr werden die Verbandlungen wieder aufgenoMmen. Abg. Wallba uni (D.-Nat.): Wenn die Regierung glaubt, durch diese Vorlage die revolutio- r»tan Gemüter beruhigt zu haben, so ift sie im Irrtum. Wir lehnen ja die Ueberführung ge- rigneter Betriebszweige tn die Gemeimvirtschaft nicht grundsätzlich ab. Tie Preispolitik des Kohlensyndikats hat in einer enormen Belastung deS deiitfclzen Bolles geführt, itzört, hört!) Wir »vollen hoffen, daß in Zukunft die Arbeiter nicht mehr als Ware im Produktions- proijcft, sondern als Persönlicl^eit geivertet werden. (Beifall.) Wenn wir die Sozialisierung als Grundsatz ablehnen, so verkennen wir nicht, daß manche Betriebe von dem Staat oder den Kommunen in eigenen Betrieb Übernommen werden können, wie ». B Kohle und andere Bodenschätze, bereit Förderin« und Verbrauch vom Staat kontrolliert oder in eigenen Betrieb übernommen werden kann. Auch daS Baugewerbe kommt hier in Be- tvacht. Nur solche Betriebe sollten aber sozialisiert rrcrden, die vrvsperieren. Wir wollen Mitarbeiten unter dem Gi'srctespunkt: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst. (Lebhaster Beifall! rechts.) Reichsminister GieSbertS: Tas Kabinett ift in dieser Frage vollkommen einig. Derr Sugenberg sprach heute von einer entschädigungslosen Auslieferung des Eigentums bann atfncbmxm, tvetm Sie >ms zumuten, daß aus -dieser Vorlage die Begründung für derartig roritgcbeiibe Vorwürfe nimmt I (Beifall u. Widerspruchs 2*15 können Sie (nach rechts) doch nur der Bürger und Bauern. Ich weiß nicht, woher er orir nicht vernünftig, sondern unDwuibiftig sozia- listeren! Abg. Kvenen (Unabh): WaS jetzt geschieht, steht durchaus nicht int Einklang mit dem, was wir uns unter So-ialiSmuS vorstellen. Ter Kapitalismus ist verankert bei den Astionären und Auf- uchtsräten, die di« Betriebe kontrollieoon ffl&a Dus: Ansmiftsriossen, die kontrollieren nichts, die beziehen bloß, ifcc Tantieme!) Diese kontrollierenden und verwaltenben Organe müssen ausgeschakM werden: an iffre Stelle müssen die Beauftragten der Arbeiter des Betriebe- gesetzt werden Taä R ä t e s v ft e m wird bie Arbettsunluft überwinden. Die Organ iiteruitg der Technik wird durch daS Rätesystern sehr gewinnen.: die ganze Industrie wird dadurch hoben werden. Für btc Ausschreitungen trage, die Truppen die Schuld. Ter Zorn der Arbeiter läßt sich durch tmtlriKilen nicht besänftigen. Tie Zusammensetzung der Kohlni-Räte est auf die Unlenrehnket Migvfdmtrten. (Log. $>ud: Vorsctriaa Kautskv! — Hört! Hört!) Die Genervl- McikS sind zu Ende, aber in Oberschkesien unb Süffel gärt es schon wieder. Tie Arbeiter verlangen gerne Vlrbett? «Bravo! bei den Unubbängicitn) ReichSwirtschaftSMinister Wissel: Die Krieasnrirlsclzast müssen wir auch weiter noch auf absehbare Zeil beibefxiliru und alle Kräfte in den Dienst der Gesanrrheft stellen. Ader kf> betone txtdibrikflid), daß wir uns von den Methoden der Sriegftvirifdxift mit aller Entschiedenheft abmxn- den werden! Wenn heute jeder tun könnte, roaS er wollte, würde z. B. in den nächsten Tagen ganz Deutschland mit Apfelsinen überschwemmt «ertönt: sie stcden an der Grenze und zu langen Kvebften will man sie unS geben. Ader wir (»räuchert die Mittet dazu, um Rohstoffe intb wirkliche NahruugSmftkel bezahlen ßu fdnnen. Log. Tr. Stresemann iT. Lp): Ich bin manctld ein Freund der Syndivate gewesen: sie Aus StaJt unö Land. Gießen, 10. März 1919. •• Die N«ichsstelle für (Bemüft und Obst Hal durch Bekanntmachung vorn 27. v Mts. die Dor- ichrist über die Bewirtschaftung der Runkelrüben auf- gehoben. Damit treten auch die von der Hessischen Landrs-Gemüsestelle in Mainz erlasienen Bekannt- machungen vom 3. und 23. Oktober v. Fv. außer Kraft. Der Verkehr mit Runkelrüben unterliegt da- her keinen Beschränkungen mehr. Dagegen bleiben die Vorschriften über Höchstpreise der Runkelrübe» in Kraft. Segen den Schleichhandel! Segen die HungerSnat! DaS hessische LandesernährungSamt de^ öffentlicht folgenden Aufruf.- An bas hessische Volks Infolge der Hungerblockade «nferw Feinde sind wir mit unserer Ernährung auf die heimische Erzeugung angewiesen. Ob wir in den kommenden Monaten aus LebenSmit- telzufuhren aus dem Auslände rechnen können, steht dahin. Die während der Demobilmachung durchziehenden gewaltigen Trnt> penmassen haben die knappen Lebensmittel» bestände unserer enyeren Heimat stark heral^ Scminbert. NochntcmalswährenddeS 'rieges war die Bolksernährung so schwer gefährdet wie heute. Nur selbstloseste Opsersreudigkeit der Landwirtschaft kann uns Rettung bringen. Not und Hunger können nur gebannt werden, wen» jeder einzelne Erzeuger landwirtschaftlicher Pwdukte alle ablicserungSpflichligen Lebensmittel der Allgemeinheit zur Verfügung stellt. Die größte Gefahr fürdie öffentliche Bewirtschaftung liegt in dem g e w e r b Sm äßigen Schleichhandel. Seine Bekämpfung wird mit allen gesetzlich zulässigen Mitteln durchaeführt werden. Erzeuger- und Verbraucherkreise haben das ge- mrinfame Interesse, den gewerbSrnähigeu Schleichhandel zu bekämpfen, da anders grüßte Mengen wichtiger Nahrungsmittel der allgemeinen Versorgung entzogen werden. Gelingt eS nicht, die Ernährung für bk nächsten Monate sicherzustellen, bann sind ch werste Ausschreitungen unvermeidlich. Der Hunger treibt zum Aufruhr. Die: tädtische Bevölkerung wird, ehe sie verhungert, auf das Land hinausziehen und auf bem Wege der Selbsthilfe sich Lebensrnittel zu verschaffen suchen. Die Hungersnot in berStadtführtzuRaubunbVlün- )erungenaufbemLanbe. Deshalb hat jeder Landwirt im eigensten Interesse bie Verpflichtung, alle Überschüssigen und entbeh» lichen Lebensrnittel restlos abzuliefern uich b» mit die erste Voraussetzung für bie Aufrechterhaltung geordneter Verhältnisse zu schaffen. Um alle Zweifel zu beheben, wird ausdrücklich daraus hingewiefen, daß auch heute noch volle Ablieferungspflicht für alle rationierten Lebensmittel besteht und derjenige fch we re B e st r a ungzu aewärtiaeir hat, der sich dieser Verp lichtung der Allgemeinheit gegenüber entz eht. Jede Hintev- Ziehung von rationierten Lebensmitteln ist teure ein Verbrechen an der VollSgesundhrit. Line Amnestie wird daher in Zukunft tüt olche Verfehlungen nicht in Frage kom en! An alle Kreise der Bevölkerung, anl Erzeuger wie Verbraucher, geht daher tn s ter Stunde der Rus: Berlin, 9. März. (MTV.) Rach ihrem Miß, erfolg in Berlin besetzten die Spartakisten gestern abend Lichtenberg und unternahmen einen Rache- akt gegen die Polizeiwache de» 1. Reviers, die am Dienstag einen fpartakisNfchen Angriff abgeroiefen ,. ......... ......•w-..-,.«. n«'-- Dle "m°K schütz ber beuttoen Mationafoerfannnlimg ffim I d.r .B 3. «• m.- --.blich I.q.'g an M 3-1. _| - S.-M°tlich«, wiNschastlich« Än» g» am Friedrichshain und am Bülowplatz auf* gestellt worden. Dort begannen schwere Haubitzen, daS riesige Qkunbftüd mit Granaten zu beschießen. Ueber der Brauerei schwebten zwei Kampfflieger, die das Geschütz feuer leiteten und ihrerseits selbst burd) Fliegerbomben ringriffen, um bie Maschinengewehrnester zu zerstören. Die Umgegenb der Bötzowschen Brauerei ist völlig menschenleer. Augenblicklich wird das große Gebäude >er Volksbühne am Bülowplatze belagert, wo sich bie Spartakisten eingenistet haben. Man geht ihnen hort mit Minen und Artillerie zu Leibe. Ein wüstes Bild bieten die Kleine und Große Frankfurter Straße. Hier hatten die Spartakisten geraubte Mehl- undZuckersackezuBarrikabenauf- getürmt, die bann durch die Beschießung mit Artillerie zerstört wurden. Von 3 Uhr nachmittags wird von zustän- nger Seite gemeldet, daß es den Regierungstruppen gelungen ist, die Festung Bötzow zu erstürmen. Durch ein heftiges vorbereitendes Artilleriefeuer wurde die Festung sturmreif gemacht und bann zur Uebergabe gezwungen. Einem Teil der Spartakisten gelang es dabei zu entkommen. Sie zogen sich heftig kämpfend nach Osten zurück. Das Warenhaus Tietz am Alexan- »erplatz wurde vollständig ausgeplündert. Das Warenhaus Wertheim und andere Warenhäuser der dortigen Gegend litten chwer. Sp'artakiNische Schandtaten. Berlin, 9. März. (WB.) Die heutige Nacht verlies im allgemeinen ruhig. Die Spartakisten lasten ich im Gefühl ihrer Ohnmacht zu bestialifchen Ro- heilen gegen bi« Regierungvtruppen Hinreitzen. Ein mit bewaffneten Soldaten besetztes Auto de, Deta> chement» Küntzel wurde von Spartakisten in der Warschauer Strafte Überfallen und die Besatzung von leben Mann erschlagen. Ebenso wurde in der Gegend der (Broften Frankfurter Allee ein Lastauto des frei, willigen Marlnereq-.ments Überfallen. Mit dem Tode der elf Mann starken Besatzung muft leider gerechnet werden. Gestern wurde eine SpartahHtin verhaftet, die nach dem Zeugnis einwandfteier Zivilpersonen an der Tötung von mindestens 20 Mann Soldaten aktiv beteiligt war. Die Spartakisten führen zur Zeil ihre Absicht au«, sich in Lichtenberg zu ver- chärftem Widerstand feftzusetzen. Das Polizei- iräsidium wurde von ihnen gestürmt. Sämtlich« Bewohner mit Ausnahme des Sohnes de» Polizei- Präsidenten wurden auf viehische Weise nieder- gemacht. Neuerding» verwenden die Spartakisten auch Flugzeuge zum Angriff auf friedliche Bürger Berlin». Berlin, 9. Mürz. (WTB). Der Oderbefrht»hader in den Marken, Reichswebrminister Roske, «rläftt heute folgende Bekanntmachung: Di« Grausamkeit und Brutalität der gegen uns kämpfenden Spartakisten zwingt mich zu folgendem Befehl: Fede Perfon, die mit der Waffe in der Hand kämpfend gegen Regie, rungetruppen angetroffen wird, ist sofort zu erfchieften. Roske. B e r l i 7t, 8. März. (WTB.) In H a l l e wurde am 4. März der Oberstleutnant von K lueber auf offener Straße von Spartakisten überfallen. Die Verbrecher schlugen 5tlueber mit einem Knüppel halb tot unb warfen den Schwerverletzten alsdann in die Saale. Beim Versuch, daS Ufer wieder zu erreichen, wurden bem Unglücklichen in gemeinster Mordlust beide Hände abgehackt. Er wurde abermals ins Wasser zurückgeswßen und schließlich wurde er schwimmend erschossen. — Oberstleutnant v. Klueber war von der Reichsregierung mit der Organisation des militärischen Schutzes der Nationalversammlung in Weimar beauftragt. Aus Hessen. Deutsche Volksvartei, Hkiftfchkr LandsSverband = Frankfurt a. M. 9. März. Unter der Srihmg des langjährigen Parteiführers, Insffz- ra:s Tr. O san n-TarnrftLdt, traten heute vormittag im fttoufmä-nnifftrn BereinSlnmse zahlreiche Abgeordnere aus Oberhcssen und Starkenburg — die Rheinhellen konnten infolge Paßscluvieriglritens an der Tagung nidxt teilnehmen — *ur Gründung der Deutschen Volks Partei, Hessischer Landesverband zusammen. Herr Ctarni gab rinlritcnb einen Uebcrblüf von der allaeinerncr. tMlitiiften Lage und den hcssifchm Derhältnissett iirt besonderen. Die Teutsche Bollspartei habe sich hier trotz aller Gegenströmungen neu und straff organisieren körmen mit dem Erfolge, daß sich »um alten Stamm noch mehrere tausend neue Pancr- weunbe gesellten. In der Iknibedtemmex irerbe b« D. V. jetzt allerdings in Opposition treten, um Kritik *u üben und Wunden heilen gu h.'lfen. Ta I« nach rechts und links eine Sct>eidetoand gezogen habe, könne sie frei unb ungebunden mft aller Ruhe in bie Zukunft sehen. Besonderen Aussclrivuna habe die Parvei in Rheinhesien genommen, auch aus Baden mribe.cn sich Stimmen »um Aoischluß. Mit einem Appell »u gegenseitigem Vertrauet« sclrioß ber Rebner. Ter vorliegende SatzungS- e n t tu u r f sand nach Längeren Erörterungen mit kleinen Nmberungen A.mahme, bie sich im wesentlichen auf die Zahl ber im Geschäftsführcnden unb Lande sausschuß vertretenen Attta lieber beziehen.> Ehe man zur Wahl bes Parleivorsitzenden schritt, erklärte Dr. Osann, baß er aus versön- lirfjcn Rücksichlen eine Wiederwahl entschieden ablehnen müsse und empfahl zu ffinem Nachfolger den £anbtag3übgeoebneten Rechtsanwalt Ed. Dingel de Y-Tarmstadt. Dieser wurde dann auch eiiiflimmig gewählt. Die Gießener Vertrete r enthielten sich aus formellen Gründen ber Al>- ftimmung bei triefet Wahl. Tr. Osann nmrbe für feine langjährige opfervolle und fdbftlofe Tätigkeit int Dienst der Partei von den verschiedensten Nebnern der wärmste Tank au8gefprod)cn. In den ZentralVorstand der Gesamtpariei wurden u. a aus Obcrbeffen Debiwmicrai Heck-Alsfeld und drof. D. -s chia n-Gretzen gewählt. Erne längere polrtische Aussprache schwß drii Parteitag. Darm stabt, 9. Mär» (WTB.) Ter hessischen Volkskammer sind brei Regierung -Vorlagen betreffend bie Vlbändmmck ^r Landgemeinde - O rdn una, ber L, täbt«-O r bn nng unb bet KreiS- unb Provinzial-Orbnung »ueegangen. Tiä Vorlagen beschränken sich in bei Hauptsache darauf, bie für btc Wahl zur hefsiscl>en Volkskanm,et geltenben Grundsätze auch für das Wahlrecht »um Gemeinderat, zur Stadwerorbneken-Versammlung, »um unb »um Provinzialtage zur Anwendung zu bringen. Die Vorlagen bringen für das aktive unb passive Wahlrecht unb für alle Gemeindeämter den Frauen aus kommunalen Geboten die gleichen Rechte nrie den Männern. T« Destatlgungszwang für die Wahlen ber Bürgermeister und Beigeordneten und die auS frübaren Zeilen noch überkommenden Privilegien einzelner Volkstefte sollen ausgehoben werden. Die Wahlperiode ift dreijährig. Gebrauchter, gut erhall. Kassenschrank z.kauf.ges. Schr. Ang. unt. 64807 a. d. Gieß. Au», erb. Gehr. Damm-Klavierscboli zu kaufen gesucht. Hm Weserstrabe t« p. Meflingftalio zu kauf, ges- Schr. Ang. xu 04809 m d. Gikb, $tni. Gietzenev Stadttheater. Der Glück-köndidat. flotnöbie von Han» Müller-Schlösser. (Sieben, 8. Mürz. I Buntsticken. I Besticken von I Kleidern and I WÄxche | wird vorgenommen. Schriftliche Angebote unter 04707 an den siebener Anzeiger. Bohnerwachs Stahlspäne Fußboden- Lackfarbe J in la Frledeaivore ferner alle sonstig. Schsaor-a. Aaslrieh- artikel gut u. billig vorrätig in der Neue oder gebrauchte, gut erhalt. Nähmaschine zu kaufen gesucht. Angebote mit Preisangabe an Mcore Möller, Buddeürabe 3. 04804 Mädchen können dar Bügeln grllndl. erlernen. 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IS, bäe nett bsoutzder Steigend« o» den Schluß gesetzt tvarot, mLgen als ebenso yoc^ wertige Leisttmgen gebucht Norden, und als das durch intpofönte Ruhe in der Temponahme wirksam zur Geltung bmmenbe Final« uerflungcn war, konnte sich der Künstler nur durch Zugabe des Jagdfkücks aus den Waldszenen dcS rcickfltch ge- ADllten Beifalls erwehren, der nicht minder auch den als Ruhepunkte wiNvommcnen fietnerenl Stücken auS op. 11, 12 und 15 gelten mochte, in denen bet Klavierpoet Friedberg vertraute Zlvio jprache mit feinem Instrument hielt. — Bet so vorzüglichem Spiel veraatz man ganz, daß em Bechstein nur lleinen Auö-mahes als Unterlage diente. Dr. A. M. Zu verkaufen 1 Ladentbcke m. Mar- - morvlatte, Laven- 8 schränke u. Regale. Erntt Blöduer Nachf. Erbschaft vorgetäuscht. größten Geizkragen wird, wie er seine Familie tyrannisiert, wie ihm niemand glaubt, baß er betrogen wurde und seine Helle Verzweiflung als weiterer Ausfluß seines Geizes aufgefatzt wird, das sind Prüfsteine für eine glänzende Charakterzeichnung des Verfassers. Aeußerst geschickt ist auch der Schluß, der alles .zunc Guten wendet, ohne dabei auf eine triviale Lösung! Gcbr., gut erhaltene (Gummibereifung s. Fahrrad z. kauf, gesucht. Schr. Anaeb. mit Preis unter04802o. d. Gieß. Anz. 1 Vertiko und 1 Hachttlseh xu kauf, gesucht. Schriftliche Angebote unt. 04*06 an den Gien. Anzeiger. MO t. auf 2. Hypothek, ans gutes Lbiekt xu leiden gesucht. Schriftliche Angebote u. O47V4 an den Gteh. An». Kandidat d. Medizin. der demnächst sein DtaatS- eramen macht, sucht Bekanntschaft m. s. Dame 117 btS iO F.! zwecks späterer Heirat. Schr-Ang. m. Bildu.O47SS S-^Neben.Anzeiger erb. Buchen- Brennholz in Scheit oder Prügel verkauft in Waggon- ladungen 8010 €>. Weck, AlS'eld. Don dem Derfasier der „Schneider Wibbel", jener ursprünglich Düsieldorferischen Loßalpotze, die wohl auf keiner deutschen Bühne unausgeführt blieb, durfte man nur Gutes erwarten. Der Glück-Kandidat ist nicht ganz so stark und urwüchsig wie das erste Werk. Die Handlung ist teilweise straffer durchge- führt und hat richtigen Aufbau, während Schneider Wibbel nur Situationsausscynitte bot. Erstaunlich ist die Fülle komischer Einfälle, durch die ein ziemlich harmloser Büroscherz zu einer Charakterprüfuna aufgeblasen wirb. Einem armen Kanzlisten, der auf dem Geiz der Reichen Steckenpferd reitet, wird eine reiche lie er nun seinerseits zum- ** Amtliche Per so nalna'ch richten. Der Oberförster der Oberförsterei Grebenhain Forstmeister Otto Schwieder, zur Zeit in Gießen, wurde in gleicher Diensteigenschast in die Ooer- förstcrei Htriächorn verseht. — Am 4. März dS. Js wurde der Hochbanaufseher Georg Bickel- Ha uvt zu Friedberg in gleiä-er Diensteigenschast nach (Vf sten, der Lochbauaufseher Jakob Konrad zu Schotten nach Büdingen versetzt. — In den Ruhestand versetzt wurde am 28. Februar der LandgcstütSdirner Georg Koch zu Darmstadt auf sein Nächst, chen unter Anerkennuim seiner dem Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom 1. April 1919 an. *• Aus dem Stadttheaterbureau. Am Freitag den 14. d. M. findet ein Gastspiel des legernfeeer Ba uerntheaters statt. Jur Aufführung gelangt die lustige Dauemposse „Fägerblut", die immer wieder gefällt und Zugkraft ausübt. Der Gesellschaft, die im letzten Jahre an verschiedenen Fronttheatern gastierte, geht ein sehr guter Ruf voraus. Bemerkt sei noch, daß in den Zwischenakten Gesangsvorlräge und Schuhplattlertänze vorgeführt werden. ’• Polizetberi cht. Am 7. d. M. wurde in her Schulsttaße ein Fahrrad, Marke „Allright", mit der Polizeinummer blaues G. 6162, schwanen Rahmenbau, gelben Felgen, im Werte von 100 Mk., in der Nacht zum 8. März 1919 aus dem Hofe Brennholz xu den amtlichen Laxen wurde von diesem abschlägig beschiedeu, da »usere Gegend nicht wald- atm sei. dl. Vadenrod, 7. Mära. Auf Anregung der Kreisgruppe Alsfeld des Dolksbundes znm Schutze der Kriegsgefangenen wurde in den letzten lagen durch hiesige Schulkinder eine Haussammlung vor- genommen, welche den Betrag von 33,60 Mk. ergab. Diese Summe soll zum Besten unserer in feindlicher Gefangenschaft schmachtenden Soldaten verwandt werden. KreiS Friedberg. q. Bad-Rauheim, 7. März. 3n einer gestern abgehaltenen gut besuchten Versammlung wurde die Verschmelzung des seit 15 Jahren bestehenden Dor- tragsvereins mit dem neugegründeten Musikverein einstimmig beschlossen. Der Verein führt den Namen «Vortrags- und Musikverein'. Seine Aufgabe soll sein, Vorträge aller Art und edle Musik zu pflegen. Als erster Vorsitzender wurde Bürgermeister Dr. Kayser gewählt. Als erste größere Musikaufführung ist «Der Rose Pilgerfahrt' von Schu- mann unter Leitung von Dr. Otto Mssig in Aussicht genommen. «Siebener Aonzertverelru Gießen, den 10. März 1919. Dem ursprünglich früher angefetzte Schu- mannabend des £>errn Professor Karl Friedberg aus Münckien konnte gestern als siebte Der- anstaltung Zes Konzertvereins glücklich vonstatten gehen, wenn der Künstler auch nicht gerade, wie eS neuerdings Claire Dux beliebt, rin Flugzeug in Güßen eingetrosfen war. DaS Spiel diefe- hervorragenden Pianisten steht jenseits alles Technischen und ist ganz auf Poesie eingestellt: vnt virtuosem Können, unterstützt durch eine ausgezeichnete Pedaltechnik, geht er an seine Aufgabe und läßt in einer ebenso Jubtile Cinzelzüge nicht vernachlässig«:den wie auf Erzielen großer Steigerungen hin strebenden, wundervoll nachschasfendett Arbeit eine wahre Perlenkette Schumannscher Romantik an uns vorüberziehen; ja, wir möchten fast sagen, daß es die Eigenart des Künstlers aus- inacht, bei den GÄilden der Kleinkunst liebevoll zu verweilen und hier in oft lebhaft persönlicher Fassung und Färbung, die aber durchaus nicht stört, sein Eigenstes und Bestes zu geben. Das Programm zeigte eine selbst für einen Schumann- abcnd erstaunliche Harmonie und hatte, wenn wir von op. 4 und op. 17 absehen, in der Tat die besten Werke des jungen Schumann zum Gegenstand, war überdies in seiner Anordnung vorbildlich. Neben der eingangs mit Bravour gespielten O-6ur-9iovellette verdient die Interpretation der „Kreisleriana" übersckwiebenen Stimmungsbilder den Namen einer Meisterleistung. Wie herrlich kamen hier Floresten und Eusebius in _ ihrer Gegensätzlichkeit zur Geltung (Nr. 1, 2, 3, 5), wie schön erblühte die melodische Linie in Nr. 4 und 6! Es ist, als habe Kcchrmann eine Stelle au- E. Th. A. HosfmannS ,Kreisleriana" Nr. 2 illustrieren wollen, die hier Platz finden möge: ,,2öie löste sich der Schmerz, der an meinem Inneren nagte, auf in wehmütige Sehnsucht, die himmlischen Balsam in alle Wunden goß! Alles war oergefien und ich horchte nur entzückt auf die Töne, die wie aus einer andern Welt niedersleigetcd mich tröstend umfingen." — Tuß fstr. 8 vorschriftSgemäß wirklich „spielend" gelang, ist bei dem frappanten Landgelenkanschlag kern Wunder. — Die enorm schwierige Toccata jp 7 nebst den ebenso schweren shmip-onifchm bte Ernährung hn Lande sicherznstellen. Dann dürfen wir hoffen, mit den knappen Beständen durchzuhalten und unsere Heimat vorHun- gersnot und Anarchie zu bewahren. Wer seine Heimat liebt, wird seine Hilfe nicht versagen. Der Verkehr mit dem besetzten Gebiet. Frankfurt a. M., 5. März. Auf eine Eingabe des Verbandes mitteldeutscher Industrieller hat bi' Wa ffen- stillstandskommission mitgeteilt, daß es ihr bisher nicht gelungen sei, bei den alliierten Regierungen die Zustimmung zum freien Warenverkehr aus und nach dem befehlen Gebiet durchzusetzen; fi? erklärt jedoch, daß sie in voller Anerkennung der außerordentlichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die die Verkehrsbeschränfung mit sich gebracht hat, bei den kommenden Verhandlungen mit Nachdruck die generelle Aufhebung der Verkehrssperre verlangen werde. Nach einer Erklärung des Vorschenden der interalliierten Waffenstillstandskommission sollen die einzelnen Wirtschaftsabteilungen Weisungen er- halten haben, den Interessen des Handels und der Industrie im besetzten und unbesetzten liebtet unbeschadet militärischer Interessen der Entente entgegenzukommcn. Den industriellen Firmen ist zu empfehlen, solange die Verkehrssperre noch nicht aufgehoben ist. Aus- bzw. Einfuhrantraae bei der zuständigen Wirtschaftsabteilung (section öeonomique) einzurcichen. Die Waffenstillstandskommission hat die Eingabe des Verbandes mittelbeub- scher Industrieller dem Reichswirt- s ch a f t s a m t weiteraegeben, das zur Zeit mit der Zusammenstellung der am Warenverkehr mu dem besetzten Gebiet interessierten Betriebe in Form von Denkschriften zwecks gesammelter Vorlage an die Entente befaßt ish. Einige Waggons Menschcithch abxuaeb. Schristl. Angeb. U.8O2C a. d. Gieß. Anz. erb. 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Bl. wird uns mitgeteilt, daß nicht nur Ausgewiesene, sondern auch geflüchtete und nicht mehr zurückgekehrte Elsaß-Lothringer, die sich in Oberhessen aufhalten, der Ortsgruppe Gießen beitreten können. "DeutschnationalerParteitagfürHessen. Die Deutschnationle Volkspartei ruft ihren Landesverband, die Volkspartei, zum ersten Parteitage in Frankfurt a. M. zusammen. Die Tagung findet im TKomasbräu von morgens 10 Uhr ab statt und befaßt sich mit der Organisation, der politischen Lage im Reich und Hetzen u. a. m. •* Die vom Freien Hetz. Landesverband Kriegsbeschädigter, Ortsgruppe Gießen für Montag, den 17. März, abends 8 Uhr im Postkever angeregte Besprechung findet heute 10. März statt. •• Gießener Hausfrauen-Verein. Auf die Anzeige im heutigen Blatt, über Verabreichung oo n Kostproben, sei besonders hingewiesen. Die gemüsearme Zeit hat begonnen. Mehr als je sind wir darauf angewiesen, alles noch vorhandene zu nutzen. Die Kostproben sollen allen, die bisher aus Unkenntnis oder Abneigung die Verwendung von DSrrgemüse abgelehnt haben, zeigen, wie man aus Dörrgemüse wohlschmeckende Gerichte herstellen kann. Allerdings muß bei der Zubereitung einige Sorgfalt beobachtet werden. Es ist Gelegenheit gegeben, sich mit Dörrgemüse zu versehen. Die Stabt- Verwaltung, die über größere Mengen hiervon verfügt, hat diese bereits zum Verkauf gestellt. •• Lichtspielhaus, Bahnhofstr. 34. Die Spiel- des Films: Das Tagebuch einer Verlorenen ist feines Erfolges wegen bis einschließlich Dienstag verlängert worden. Ab Mittwoch bis einschließlich Freitag wird „Der fliegende Holländer" gegeben. Landkreis Gießen. — Lang-Göns, 8. März. Der von hier ge« meldete Schweinedieb st ahl hat sich in Langenselbold zugettagen. Die irrtümliche Meldung ist auf einen telephonischen Hörfehler bei der Uebermittlung. an eine größere Polizeiverwaltung, die unserem Berichterstatter den Diebstahl mitteilte, zurückzuführen Kreis Alsfeld. M.Stornborf, 7. März. Gestern vormittag fand in bem Saal bes Gastwirts Heinrich Lutz eine Brenn- holzversteigerung statt. Die Preise waren noch höher als bie vorjährigen. Für 4 Raummeter Buchenscheitholz in den Distrikten Hopfengarten und Grünbel würben, odaleich Händler ausgeschlotzen waren, 80-90 Mk., für die gleiche Menge Buchen- knüppel 60 - 70 Mk. bezahlt. Das Holz im Distrikt StoQberg, für welches auch Gebote von Händlern an- !genommen wurden, st eg im Preis noch bedeutend >öher. - Ein Gesuch bes Volksrates des Kreises Als- elb an bas Hessische Ministerium wegen Tlbgabe von 5Taufe laufend jeden Poften 3inflrrftt u. ßinaretteu Schriftliche Angebote mit Preisangabe u- Steuer- banbzeichen b. Zigaretten unter 04556 t,n ben Gieß. Anzeiger erbeten._______ Fischereigeritte z. kauf. ges. Gchr^ Ang. unt 0478va.b.Gieß.Anzeig.erb. Höbet kaufe in jeder Art, sowie o«m ganze Einrichtungen. L. 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Dadurch ging un- endftch viel verloren, wenn es auch für bas Stück spricht, daß es dennoch durchschlug. Karl Volck, der auch die Spielleitung hatte, führte die ttagikornische Rolle in glücklicher Steigerung, aber in etwas zu starker Betonung des Tra- gischen prachtvoll durch. Gut zusammengestellt und in der Wirkung sich ergänzend war das xrto seiner Amtsgenotzen Ludwig Grosser, Artur Reppert, Hans Heinz Heres, von denen der Erstgenannte die einschmiegsamste Charakterisierungsgabe bewies. Echt war als kleinbürgerliche Kanzlistengattin Luise De- losea. Helene Kallmar fand sich ebenfalls sehr glücklich in bas kleinbürgerliche Milieu. Die Aomöbit weist noch mehrere fein beobachtete Kleinftabttgpen auf, die alle bie geeignete Wiedergabe fanden. Die köstliche Probe rbeinischen Humor» sah begeisterte Tlufnahme, bie iyr auch bei ben Wieberholungen sicher sein wirb. zx Spittplan d« Siebener StaMtfcattra. Montag ben 10. Marz, 6: Außer Abonnem. Gew. Pr. Gutsch. hab. Gültigk. „Faust". 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März 1919. den 9. März 1919. 3n tiefer Trauer: ereie Auswahl des Unternehmers bleibt Vorbehalten. (Stehen, den 7. Mär» 1919. 9971c Elektrizitätswerke und Strahcnbahn der Stadt Gietzen: Sto11e. HolzversteiKerung in der fürstliche» Oberförsterei Lich. Dienstag bett 18. Mär» werden im Distrikt Höler versteigert: Scheitholz Nm.: 51 Buchen, 49 Eichen tmeit't rundh 4 Nadelboi». Knüppel Rm.: 42 Buchen, 115 Eichen, 18 Nadelholz. Stockboi» Nm.: 18 Buchen. HO Eichen, 11 Nadelholz; ReiSholz- Wellen. 780 Buchen, 2020 Eichen. 140 Nadelboi»; 1 Buchen-Schnittbol» 3. ,QL = £12 Fstm.,5 4iuchen- Schnitthol» 4. Kl. — 2,98 dftm., 1 Etchcn-Stamm- hol» 1. Kl. *= 2,16 i>stm., 5 Eichen-Stanimhol» 2. Kl - 6,65 i>stm.; 23 Etchen-Stammhol» 3. Kl. — 18»73 iZstm.; 1 EiSbeer-Stammhol» — 021 Fstm. (23 Btm. Durchm-i; 1 Kiefern-Stammhol» 2. Kl. — 0Ä fXftnu; 4 Kiefern-Stammholz 3. Kl. -=4,41 ftftni.; 6 ttiefent- Stammboi» 4. Kl -- 2,87 fiftm.; 6 Kiefern Stamm- hol» 5. ÄL — 1,72 Fftm.: 4 «tichten-Stammhol» 3. .QL - 6,02ftftm.; 1 Jichten-Stammhol» 4. .QL — LIO ftftnt; 8 stichten Stammhol» ßaSL — 4,42 Asim.: 44 Sichten- Stammhoi» ßb KL =■ 9,34 ftftm.; 43 dichtet t-Derb- stangen -- W Fftm. Die Zufantmenkunft Ist vormittags 9V, Ubr auf dem alten Weg Lich—Garbenteich bei der Schutz- Uütte tHöiereck». 2913» Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Weiskirchen für 1919 liegt von Donnerstag den 13. d. M. ab eine Woche auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Ginsicht von Interessenten offen. Während dieser Zeit können da'elbst Beschwerden schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. (Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Aus» market beizutragen haben. Reiskirchen, den 8. März 1919. Bürgermeisterei Reiskirchen Wagner. 2918 Holzversteigernng. Freitag den 14. Mär» 1.-19 werden nach Zusammenkunft um 9 Uhr vormittags am Waldein- gang des Distrikts HörneS ans dem i>reiherrlich von Rordeck »ur Rabcnau'schen Dalddistrikt Hörued XUbtln. 7 (Sodenbergl und 8, 9 und 11 versteigert: Nutzscheiter: Rm.: 4 Eiche; Scheiter: Rm. 400 Buche, 7 Hainbuche, 18 Elche, 2 Erie rund: Knüppel: Rm.: 187 Buche, 10Eiche, 30 Erle. 4 sichte; Reifer: Rm.: 518 Buche. IHtf idic. 52 Erle; Stücke: Rm.: 80 Buche. 10 Erle. 4 dichte Da» »erstreur fitzende Hol» aus den Abteilungen 9 und 11 wird nicht vorgezeigt. Rädere Auskunft erteilt Hreiherrlicher York- wart Veoeter J., Cbenbnnfcn. Gieüen, den 8. Mär» 1919. 30S9B ftreiberrL Cbexlörfterei Rabenau: Ä B-: Trautwein. Geh. ftoritrat. Holzverkauf. (flrubenboh. 4,49 s>stm. Kle'ern-Stämme 2. Klaffe. 2041 yrffm. Kictern-Siämme 3. Klaffe, 37,16 Fstm. Kiesern-Stänime 4. Klaffe, mit 10 Ztm. Kopf, aus den Distrikten 10 b, 12b 1 und Lbdes Gemeindewaldes Leun, sollen verkaust werden. Schriftliche Angebote find mir bis »um 26. Mär» 1919 einzureichew Braunsei», den ä. Mär» 1919. 2999 ____________Der Bürgermeister.__ Der Unterzeichnete versteigert Mittwoch den 12. März folgendes Holz: 1,12 Festmeier Fichten-Ctämme Älaffe 5a, 19,26 Festmeter Fichten'Stämme Klaffe 5b, 9,78 Festmeter Derbstangen. Zusammenkunft vormittag» 10 Uhr an der Bauwiese. *u Carl Kaiser, rraiö-Münzenberg. Bekanntmachung. Der vom Gemeinderat durchberatene Doranschlaa der Gemeinde Treis a. d. Lda. für 1919 Bj. liegt von Mittwoch den 12. März 1919 ob eine Woche lang auf dem Amtszimmer des Bürgermeisters zur Einsicht der Interessenten und Dorbringung von Einwendungen offen. Es wird Umlage erhoben, |u der auch die Ausmärker beizutragen haben. Treis a. d. Lda., den 10. Mär; 1919. Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. Benner. 3018;