Swilllngsnmd-ruck u. Verlag: Srühl'fche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei- Schulstr. 7. Annahme von Anzeigen f. die Lagesnummer big zum Nachmittag vorher ohnejcdeVerbiiidlichkeit vreis für 1 mm höhe für Anzeigen v.34mm Breite örtlich 15 Pf., auswärts 18 Pf., für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorschriil20°/„Auischlag. Hauptschriitleiter: Ang. Goeg. Berautivortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; fämtlich ui Gießen Er. 2(0 Ter Siehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags. Bcjugspreis: monatl. Mk.1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- m Zweigstellen monatl. Alk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährl. auSschl. Bestellg. Fernsprech - 9Infd)Iüffe: furdieSchriftleituugll2 Lerlag,Gefchäftsstelle51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. H686 Erstes Blakt 169. Jahrgang Dienstag, 9. September 1919 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien Stimmen DolKsK. Nat.Ders. abgegebenen Stimmen: Demokraten aus der letzten Tabelle ist daß in der Tat ein außer Wahl zum Prov.-Tag 7,67% 9,63% 40,82% 32,04% 9,84% 26 407 19 869 5 945 5 850 4 622 30756 9469 32449 62324 3088 8325 33817 13413 31637 67478 4954 8679 lung am 19. 26. Januar: Wahl zur Dolksk. 21,01% 6,46% 22,19% 42,55% 2,U% 5,68% Hier; et“ Wahl zur Rat -Vers. 21,15% 8,39% 19,77% 42,18% 3,09% 5,42% Verbundene Wahlvorschläge der Deutsch-Nationalen und des Bauernbundes Sozialdemokraten U. S. P. Deutsche Dolkspartei Demokraten Januar und Volkskammer am Wahl zum Wahl zur Wahl zur Demokraten Deutsche Dolksp. Deutsch-Nat. Sozialdemokr. U. S. P. Zentrum Wahlbeteiligung Prov. Tag 4622 5850 26407 19869 5945 Bei vorstehender Zusammenstellung fällt ins Auge, das; die Beteiligung an den einzelnen Wahlen sehr verschieden war. War die Wahlbeteiligung von 81,45 Proz. bei der Wahl zur Nationalversammlung schon auf 75,03 Proz. bei der Volkskammer-Wahl zurückgegan^n, so machten bei der Wahl zum Provinzialtag nur noch 32,13 Proz. der Berechtigten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die folgende Zusammenstellung enthält Am besten wird die politische Veränderung seit den Wahlen im Januar veranschaulicht durch einen Vergleich der Wahlziffern der Provinzialtagswahl mit den Wahlen zur Nationalversamm- 62693 146411 159998 Soz. U.S.P. Z. 1675 (soz.) 2745 - 8801 - 2215 5417 2938 - 1315 (soz). Deutsche DolKspart. Deutsch-Nationale Sozialdemokraten U. S. P. Zentrum Namentlich zu entnehmen, Dem. D. V. D.-N. 5384 (bürgert) 1240 - 4066 1311 845 7508 1880 1714 9069 5997 (bürgert) Kreis Alsfeld Büdingen Friedberg Gießen Lauterbach Schotten Die provinzialtagswahl in Oberhessen. Scham ein flüchtiger Blick auf nachstehendes GesamtergebnisderWahlenzumPro- vinzialtag in Ober Hessen läßt erkennen, daß auch im Provinzialtag ebenso nrie im Kreisparlament eine, wenn auch knappe Mehrheit der Rechten gesichert ist. E» ÄT Der« M, '"„Sn« (M nu® fiil Don den 62 693 gültigen Stimmen erhielten die beiden Rechtsparteien allein 32 257 Stimmen, nährend es Mehrheitssozialisten und Unabhängige nur aus 25 814 Stimmen brachten. Selbst die Demokraten hinzugerechnet, erreicht die Linke mit 30436 Stimmen noch nicht die Mehrheit. Die Verschiebung der Stimmenverhältnisse der einzelnen Parteien gegenüber den Kreistagswahlen läßt sich im einzelnen nicht feststellen. Denn in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach hatten sich die bürgerlichen Parteien auf eine Liste geeinigt, der wiederum nur ein Wahlvorschlag der beiden sozialisttschen Parteien gegen- überstand. Eine zahlenmäßige Bereä»nung, wie sich die auf die vereinigten Listen abgegebenen Stimmen auf die einzelnen Parteien verteilen, ist nicht möglich. Wetter ist zu berücksichtigen, daß es bei den Kreistogsivahlen im Kreise Schotten überhaupt nicht zu «einem Wahlkampf kam, da sich dort sämtliche Parteien, von der äußersten Linken bis zur Rechtet: auf eine einzige Liste geeinigt hatten. Der Vollständigkeit halber lassen imr trotzdem eine Zusammenstellung dec Ergebnisse zur Kreistagswahl folgen. die prozentuale Beteiligung der Parteien an der Gesamtzahl der bei oen jeweiligen Wahlen ordentlich starker Ruck nach rechts stattgefunden hat. Diese Tatsache wird nicht nur durch das Bündnis der Deutsch-Nationalen mit dem Hessischen Bauernbund zu erklären sein, denn auf der anderen Seite hat auch die Deutsche Volkspartei einen bemerkenswerten Fortschritt gemacht/ während die Sozialdemo- krateir ihre Stimmenzahl gegenüber den Vorwahlen bei weitem nicht haben halten können und die Demokratische Partei gar nur den dritten Teil der früheren Ziffern erlangt hat. In der besonderen Gruppe der äußersten Linken haben allerdings die Unabhängigen gegenüber den Mehrheitssozialdemokraten einen erklecklichen Zuwachs erhalten. Immerhin bleibt dieses Ergebnis im Rahmen der Gesamtwahl unbeträchtlich. Das Zeichen der Zeit ist, daß die Massen des Volkes an radikalen Umwälzungen das Interesse verloren haben und im Bestreben nach Ordnung und Sicherheit, sowie wirtschaftlichem Aufschwung von den revolutionären Bahnen sich abwenden. Die allgemeine Wahlmüdigkeit, die wiederum zutage getreten ist, zeugt ebenfalls dafür, daß der deutsche Staatsbürger von Eilmärschen in den Zukunftsstaat nichts mehr wissen will. Wir müssen aber bedauern, daß das deutsche Volk, dem das allgemeine uiü> gleiche Wahlrecht verliehen worden ist, keine besondere Reife bewiesen hat, denn sonst müßte die Anteilnahme an den vielseitigen und bedeutungsvollen Aufgaben, die fortan gerade ML- , inü“ßroefluntet|üh. m km 24583 i n- äs£ a. tollen oeraehpn rntn " Bruch- SIE**10 nrn üom enteren den unb beiteügeibneie lenbuna von 1 Mark Mt bezogen werden. ie emgegangenen Sn- "sie werd, am 27. "der M aormW Uhr, im (äeliidv . bäube des tzeimh-. nt5 geössuel. SuWlagsiriHffioien. B»llelldungsmlt drei tonnte. iienbabn - Belrlebdaini Lauterbach. 1"%! Mi.* MibDilm'* i iw Mädchen ge- )t. 2chritztÄngebote m8.Levt.,vorm,Wbr itxb im hiesigen Frei- ladegleis in Wage« He» egen sofort. Barjahlnr: n den Meistbietend' en'teigen werden, wer rienugungßberechtign s daütn nicht ander- eilig veriitgt bat. (***D UmMtrUfui OiiM iw Wi immt Kunden an. «rtb etenu.Cnbulterentu nd anker dem Haute. 1G975 Walltorl«r.-4l- HnfflflflfflinunniniifflniHnfflB WS JUS «roysladt sucht ntt I Lochen Laudaustni- Lft bei guter Ber lläenong. Leidige wurde W hilSltiltt-^ZL NesenigeVerAM MSrKs... JwgTtS'S I in den engeren Heimatbezirken geleistet werden müssen, weit größer sein. Es ist übrigens in der sozialdemokratischen Presse schon bei den Kceistagswahlen ebenfalls das Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht worden, daß die sozialdemokratische Wählerschaft zu einem großen Teil das Verständnis für die politischen Aufgaben der Zeit verloren habe. Wenn wir im Zusammenhang damit erwähnen, daß von sozialdemokratischen Spitzen die früher so verpönte Akkordarbeit, also Arbeitszwang, gefordert wird, daß neuerdings sogar im sozialdemokratischen Zentralvrgan, im „Vorwärts", führende Parteimänner an- gesickts der wachsenden Unzufriedenheit mit der Auflösung aller Organisationsbande und oer moralischen Verwilderung eine „Diktatur der Mitte" empfohlen wird, wobei man natürlich an eine mehrheitssozialistische Diktatur deukt, so glauben wir freilich nicht, daß die Entwicklung schon in der nächsten Zeit darauf hinzielen wird. Es ist aber äußerst bezeichnend, daß-von der Linken, nicht mehr nur von den Unabhängigen, der demokratische Gedanke nicht mehr als das Helle Ideal der neuen Zeit gefeiert wird. Eine amtliche deutsche Aeußernng zu den EtttschädigungSziffcrn des französischen Finanzministers. Berlin, 8. Sept. (WTB.) Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" schreibt zu der Rede des Finanz Ministers Klotz in der französischen Tepu- tiertenkammer u. a.: Klotz nannte einige Ziffern, für die man in Teutsckchand nur Kvpsschütteln haben tarnt. Er nannte die Kapitalisierungsziffer von 364 Milliarden, die allein für Frankreich in Betracht tarne. Die Gesamtleistungen Deutschlands bezifferte er auf 450 Milliarden. Wie Klotz derartige Ziffern ausrechnet, ist schleierhaft, noch schleierhafter ist, wie er derrkt, daß Deutschland solche Summen zahlen kann. Man hat es hier nicht mehr mit einem ernst zu nehmenden Finanz Politiker zu tun, und es wäre gut, wenn die Jrauzosän sick- klar darüber würden, wie groß das Vvlksve^mtzg>en Deutschlands zur Zeit eigentlich ist. Dann wird sich> ergeben, daß es nur einen Bruchteil der Summe beträgt, die Klotz nannte. Selbst die „Human ite" stellte fest, „daß Deutschland gar nicht imstande ist, solche Summen zu zahlen". Uebrigens übertreffen die Zahlen Klotz' ganz erheblich) dasjenige, was wir nach dem Friedensvertrag zu zahlen verpflichtet sind. Das angebliche Attentat auf Lcttow-Borberk. Stargard, 8. Sept. (W. B.) Das angebliche Attentat auf General von Lettow-Vor- b e ck stellte sich als ein dummer Jungenstreich heraus. Der Täter, ein achtzehnjähriger Bursche, gab mit einer sogenannten Schreckschußpistole, wie sie von Kinderrt zum Spielen benutzt werden, einen Schuß ab, bevor General von Lettow-Vorbeck in seinen Wagen stieg. Er gab die Tat unumwunden zu. Die Verschickung russischer Kriegsgefangener »«ach Sibirien. Berlin, 9. Sept. Nach einer Meldung des „Bert. Lok.-Anz." aus dem öaag wird aus Paris berichtet, daß acht deutsche Schiffe nach Sibirien gehen werden, um russische Kriegsgefangene dorthin zu bringen. Tcr Handelsverkehr zwischen London und Hamburg. A m ft e r d a m, 9. Sept. (WTB.) Tas Prcsse- bureau Radio meldet aus Hiorsea, daß der Han-» delsverkehr zwischen London und Hamburg in dieser Woche wieder aufgeniominen nird. Ter Tampser „Weimar" fährt am Mittwoch, mit Lebensmtttelu, Wolle, Jute und Oelen aus London ab. Eine russische Kundgebung gegen die englische Politik in Persien. H el si ng sors, 3. Sept. (Wolff.) In einem Moskauer Funkspruch nach Taschkent heißt es: An die Arbeiter und Bauern ■ von Persien! Während des ganzen letzten Jahrhunderts behandelten Euch die russischen und englischen Regierungen wie ein versklavtes Volk, indem sie sich den Umstand zutrutze machten, daß das ehemals so mächtige Volk Persiens unter dem unerträglichen Jocht seiner despotischen Schahs und seiner lüsternen und vergnügungssüchtigen Herrscher den äußersten Grad von Elend und Erniedrigung erreicht hatte. Tie englischen Räuber und die Agenten des Zarentttms, dauernd nach Eroberungen lüstern, erniedrigten Euch zu einem immer tieferen Grad der Sklaverei. In Rußland herrschte die unbegrenzte Macht des autokratischen Zaren, in England herrschte und herrscht auch heute nock die Macht einer Handvoll allmichttger und kapitalistischer Räuber. Beide Raubkonkur- renteu, Rußland und England, befanden srch tn Bezug auf Persien in eitrigem Zwist miteinander, der nur darin bestand, wem es am besten gelinge, Euer Land auszuplündern und es unter dem Jom zu erhalten. Tann kam der Tag, an welchem ttch die persischen Massen erhoben und in unerschrockener Weise versuchten, die unerträglichen hundertjährigen J*esselu der unbegrenzten Geivalt sowohl der Schahs, als. auch der feudalen Blutsauger und Bedrücker abzuschütteln. Tie Vorkämpfer für die Freiheit Persiens endeten auf dem Schafott von Teheran und später in Täbris. Aber die große russische Revolution brach aus. Eine der ersten .Handlungen derSowjetregierung Rußlands war die Kundgebung, daß jede Nation, ob gwß oder klein, ob unabhängig oder mit einem anderen Staat verbunden, frei über sich selbst verfügen und keiner anderen Macht gewaltsam verpflichtet werden fann. Was Persien anbe- trifst, so gab Kamerad Trotzki in seiner Note vom 14. Januar 1918 dem persischen Volke feier- lichst bekannt, daß alle Geheimverträge zwischen Rußland, England und anderen Mächten in Bezug auf Persien von Rußland aufgehoben seien, und daß das russische Volk Persien alles das wiedergebe, was ihm von den Generalen des Zaren abgenommen war. Tie persische Regierung erklärte ihrer- leits alle diese Verträge als ungültig. Es schien, als ob für das persische Volk ein neues freies Leben beginnet sollte. Aber es kam anders: Im Frühling des Jahres 1918 besetzten die englischen Truppen nach und nach das ganze Reich Persien. Tie Engländer versprachen, Persien zu räumen, sobald die Türken endgültig aus dem Lande getrieben wären, und das Land für alle Requisitionen, die von den englischen Truppen vorgenommen wurden, ztr entschädigen. Tie Note der englischen Regierung vom 12. März, welche diese-Versprechungen enthielt, wurde am 14. März in der persischen Zeitung „Baab" veröffentlicht. Tie Engländer versprachen, obgleich niemand sie darum ersucht hatte, dem persischen Volke nach dem Kriege bei dem Wiederaufbau seines zusammen gebrochenen wirtschaftlichen Lebens behilflich zu sein. Statt dessen machten sie die persische Bevölkerung zu ihrem Sklaven. Nachdem die englischen Kapitalisten zusammen mit den Kapitalisten Frankreichs und Amerikas ihren Weltrivalen, den deutschen Imperialismus vernichtet haben und jetzt ihren Sieg feiern, halten die Kapitalisten Englands den Zeitpunkt für günstig, unwiderruflich und endgültig ihre Hand auf das ganze persische Reich zu legen. Persien wird dadurch aus der Zahl der unabhängigen Länder ausgeschaltet, sein Volk ist kein freies mehr, denn seine eigenen Despoten und Bedrücker erhalten Geld von England und machen sich zu dessen bezahlten Dienern. Wie ein schweres Gewicht werden sie auf dem persischen Volk lasten, aber dabei doch die Beute der noch größeren Bestie der Welt, des englischetr Kapitalismus, bleiben, das dem persischen Volke den letzten Blutstropfen aussaugen wird. Der Münchener Geiselmord vor Gericht. München, 8. Sept. Im wetteren Verlauf der BeNeiserchebung kommen die Bvrioände zur Erörterung, die zur Verhaftung der als Geiseln erschossenen Mitglieder der Thule-Gesellschaft führten. Jette Mitglieder der Thule-Gesell- fchaft, die Gräfin Westarp, die Kunstmaler Neuhaus und Teile, Fphr. v. Seidlitz und Eisenbahnsekretär Daumenlang waren als Plünderer und Stempel- sälscher ans dem Hotel Vier Jahreszeiten eingeliefert worden. Die Zeugin Jvsefine Lack war Mitglied der Thule-Gesellschaft. Sie meint, „Münchener Beobachter" und Thule-Gesellschrft wären voneinander getrennt gewesen. Einzelne Mitglieder der Thule-Gesellschaft waren Angestellte des „Münchener Beobachters", wie die Gräfin Westarp, die dort als Sekretärin beschäftigt war. Ter Vorsitzende verlieft ein Programm der Tlmle-Gesellschaft uird stellt daran antirupfend an die Zetugin die Frage, ob die Gesellschaft' antisemitische Denoenzen gehabt habe. Tie Zeugin erklärt, die Pflege des Teutsch- tums erfordere den Antisemitismus. Tie Mitglieder der Gesellschaft ivaren Antiseiniten. Ter Zeuge Joses Gruber, Mitglied des Landessoldatenrates, bekundet, daß die Vernehmung der Mitglieder der Thule-Gesellschaft, die durch Eglhofer erfolgte, kein Ergebnis gehabt habe. Die Gefangenen erklärten, sie hätten mit Plünderungen irnd Stempelfälschun- gen nichts zu tun. Nach keiner Richtung fei ein belastendes Moment dafür gefunden worden,, daß die Stempelsälschungen mit der Thule-Gesellschaft oder deren Mitgliedern in Verbindung gebracht werden tonnten. Hierauf wird eine Reihe von Schutzleuten vernommen, die durch Seidl am 28. April im Polizeigebäude zusammen mit Schülern eines Sckutzrnannstehrkursus verhaftet wurden. Sie stellten übereinstimmend dar, wie S^idl in Begleitung von etwa 150 Soldaten im Polizei- präiidium erschien und nach einem Panzeraato verlangte, um in diesem die Militärpolizei und die Schutzmannsschüler nach der Verhaftung ab- zuführen. Mit aller Bestimmtheit geht aus diesen Zeugenaussagen hervor, daß Seidl mit einem Revolver bewaffnet die Treppe heraufstürmte und damit ihm entgegen kommende Personen bedroht:. Tie Schutzleute wurden von ihm als Reaktionäre beschimpft. Tas Zimmer des L<ü)rkurses betrat Seidl mit vorgehaltenem Revolver. Er erklärte die Anwesenden für verhaftet und drohte mit sofortigem Erschießen, falls sie die Waffen nicht abliefern mürben. Tie Schutzleute wurden zusammen mit den Mitgliedern der Thule-Gesellschaft im Luitpoldgymnasium eilt geliefert. T> Danach bat der dortige Bezirksamtrnann £)fcw regierungsrat Mattheus am 28. August mit Rücksicht aus die umlaufenden Gerüchte, es solle in ber Nacht die neutrale Republik ausgerusen tverden, den Vertreter der französischen Mllitärbehörde in Ludwigshafen um militärischen Schutz. Letzterer; erklärte, es sei ihm b*on irgendwelchen Versuchen) zur Ausrufung der Republik nichts befcmit, inc übrigen sei die französische Militärbehörde zur Aufrech.terlxlltung der Ordmmg da. In den 9Lbeni>t stunden bildeten sich starke Ansammlungen, die von den französischen Truppen zerstreut wurden. > Tie Ursache der Erregung toar nach franözsisches Auffassung nur die Ausstreuung der Gerüchte über einen angeblichen Putsch. Nun will die Besatzungs-* behörde auf fallenderweise festgestellt haben, daß crn=* zelne öffentliche Gebäude starke deutsche Gendav-- meriebewachung vhne ihre Benachirichstigung, er*i halten hätten, -obwohl die deutsche Gendarmerie ihr unterstand. Lediglich aus diesem Grunde will man der französischen Polizei den Befehl gegeben haben, den Zweck dieser deutschen dNaßnahmen festzustellen. Als mm eine französische Militärpatrouille, der ein französischer Polizist beigegeben war, ungewöhnliche Beleuchtung des PostMüälwes ermittelt habe uird weiter, daß darin trotz c-er vorgerückten Nachtstunde ungewohntes Leben hwrschle, habe sie befehlsgenräß Einlaß zum Zugang des Postgebäudes verlangt, der zurrächst »erTveigrrt, dann aber auf 'Anraten der das Gebäude besetzt balteirden deutsch,en Gendarmen erteilt wurde. Bei ihrem Eintritt ins Gebäude befahl die französisck-e Polizei: „Hände hock:«!", welchem Befehl die deutschen Gendarmen Nachnamen. Weichzeittg will der französische Polizist bemerkt haben, wie eine Anzahl von zum Teil mit Totschlägern und Messern be- wafsiieten Zivilpersonen zum zweiten Stock des Gebäudes hrirauseilten, während andere es bereits durch eine Hintertüre verlassen hätten. Mit vor- gehaltenem Revolver begab sich dann besehlsgrmätz der französische Polizist in das obere Stockwerks sei aber hier sofort umringt jnti> von etwa fünf Personen angefaßt worden, die ve-rsucht hätten,, ihn aus dem Feirster auf die Straße zu werfen.: In dem darauf entstandenen Handgemenge h-ab« der Polizist den ihm aus der Hand geschlagenen Revolver wieder ergreifen und Schüsse abgeben können, durch die einer der Postbeamten tödlich verletzt wurde. Vieles an dieser Darstellung bleibt fragwürdig und unklar. Die Kommunalwahlerr Tie ftanzösische Besatzungsbehörde erläßt zu den K o m m u n a l w a h l e n, die sie ror einigere Jagen endlich gestattet hat, eine Ausführung^ Verordnung, der wir folgendes entnehmen: Alle Zusammentünste, Vorstellungen und Versammlun-, gen, soioeit sie nicht unter freiem Himmel statt-, finden, find gestattet, wenn ihre schriftlich^ Anmeldung wenigstens 48 Stunden vorher dem Kreis- administrator eingereicht wird und in dieser Anmeldung enthalten sind das Programm der Ver-. sammlung und die Namen der verantwortlichen Veranstalter. Tie französische Behörde behält sich jedock vor, in jedem einzelnen Fall die Erlaubnis zu versagen und bereits gestattete Versammlungen, schließen zu lassen, ivenn ein Vertreter der französischen Behörde, der ihnen beiwohnt, dies für nötig hält. Jedes Flaggen oder jede Kundgebung! nur offener Straße ist verboten. Ueber das An-* ichlagen von Plakaten ist eine Verfügung erlassen worden, nach der keinerlei gedruckte ober hand- >chriitticha öffentliche Anschläge politischen Eha- rokttrs angebracht werden dürfen, ohne im voraus den militärischen Behörden unterbreitet worden zu fein. Tabei ist eine Erklärung vorzulegen, auf der die Namen der für den öffentlichen Anschlag veranttwrtlichen Personen hervor geht. Adelung in Mainz wieder ausgenommen. Mainz, 9. Sept. (W. B.) Der Oberbefehlshaber der 10. Armee, General Mangin, hat dem Mxinzer Beigeordneten Adelung, der sich feit Anfang Juni in Darmstadt aushielt, ge- ■fratict, seine Dieirstgesckim im Gefängnis. Niemand darf ihn besuchen, und es kommt noch immer zu keiner Gerichtsverhandlung. Als Finanzassessor war Blankenhorn mit der Steuerveranlagung der ländlichen Bevölkerung des Kreises Worms betraut, und man vermutet, daß die Denunziation von Leuten ausging, die seine gerechte Amtsführung fürchteten. Uebrigens sitz-n »oegen ähnlicher „Delikte" nicht weniger als 65 angesehene Bürger im Mainzer Gefängnis und warten von Tag zu Tag vergebens auf ihre Aburteilung. • Dia. Mainz, 9. Sept. In einer Verhandlung vor dem hiesigen Schlichtungsausschuß, in der die beim sozialdemokratischen Konsum v e r e i n beschäftigten Transportarbeiter und Bäcker gehstfcn gegen ihre Arbcitgeb:r auf Bewil- ligung höherer Lohnforderungen tlagten, bemerkte der Leiter des Konsumvereins: „Wir können nicht dulden, daß sich die Arbeiter stundenlang in dte Speisesäle setzen und Verhandlungen pflegen, während die Arbeit liegen bleibt. Wenn heute die Arbeiter die Macht haben und ohne Rücksicht auf das wirtschaftliche Leben auszunutzen suchen, so werden wir das nicht dulden." Tie von ben Arbitern gestellten Forderungen wurden vom Schlich- tuugsausschuß abgelehnt. — Tas Bemerkenswerte an der Meldung ist, daß der Leiter eines sozial- oenrokratischen und nicht irgend eines bürgerlichen «'der sozialistisch ausgedrückt, „kapitalistischen" Unternehmens diese Ausführungen machte. Aus dem Reiche. Der Kultusminister an die streikenden Schüler. Wir hatten von einem Telegramm der streckenden Obersekundaner des Greifswalder Gymnasiums an den Kultusminister Haenisch berichtet, worin das Verbleiben der Kaiserbilder in den Schulzimmern gefordert wurde. Aus Oberhof ging nun dem Schüler - Streikausschuß des Gymnasiums Greifswald folgende A n t w o r t zu: - verstehe rmb würdige durchaus die Gefühle, die die Schüler ans den Sekunden des Gymnasiums zu ihrem Telegramm veranlaßt haben. Trotzdem vermag ich zu meinem Schauern der Bitte nicht zu entsprechen. Tie Entfernung der Bilder war wegen allgemeiner unliebsamer Vorfälle zu einer politischen Notwendigkeit geworden. Ausnahmen von der Regel würden zu unmöglichen Kvnseguenzen führen. Wollen die Schüler ihre alten Ideale weiter pflegen, so bin ich der Letzte, der ihnen das verwehren möchte. Diese Pflege kamt aber auch ohne äußere Wählzeichen geschahen. Ich habe zu der Schülerschaft meiner Vaterstadt und dem nüchtern pommerschen TatsaiHmfinn das feste Zutrauen, daß man sich auch in Greifswald in das Unabänderliche fügen und nicht zu Unbesonnen- heit (unreinen lassen wird. 5Zn alter Anhänglichkeit an Greifswald und sein Gymnasium, Haenisch." Die Schüler in Grerfswald haben den Streik inzwischen beendet und besuchen wieder den Unterricht, dagegen wird aus S t o l v gemeldet, daß dort die Schüler der höheren Lehranstalten in den Streik getreten sind und dieselben Forderungen aufgestellt haben wie die Greifswalder. Die Versorgung mit Schuhwaren. Berlin, 6. Sept. (Pr.-T.) In der Reichs- zentrale für Heimatdienst fand gestern vormittag eine Versammlung statt, an der neben den Fachverbänden eine Anzahl Vertreter der Regierung teilnahmen, um über die künftige Or- ganisation der SchuhoarenVersorgung Mitteilung zu macken. Der Vertreter des Rerchswirtschasts- müiisteriums teilte mit, daß sich der Regierung ein Konsortium zur Verfügung gestellt habe, das unter strengster Kontrolle der Regierung sowie als Kommiss vuär des Reiches für die Verarbeitung der vorhandenen Leder bestände sorgen will. Bei der Ausschreibung der Aufträge sollen in erster Reihe die stillgüegten Fabriken und das Schuh- warenhaudtverl berücksichtigt werden. Bei der Verteilung der Schuhwaren an die minderbemittelte Bevölkerung sollen die Preise der Zeit vor dem 1. Mai zugruiide gelegt werden, so daß der Preis für den anständigen Straßenschuh sich auf 35 bis 40 Mark stellt. Von der Regierung werde alles getan werden, um in ganz kurzer Zeit einen Normalschuh zu verhältnismäßig billigem Preise an die minderbemittelte Bcv-ckerung abzugeben. Es iverden Maßnahmen getrvfftn werden, um jegliche Schiebung auszuschließen. Die Verteilung jener Schuhwaren wird durch die Kommunen organisiert w.rden. Bon den Unabhängigen. Berlin 8. Sept. Auf einer General- versammlungdes Brandenburgischen Bezirksverbandes der Unabhängigen, die gestern stattsand, referierten Haase uno Däumig über Parlamentarismus und Rätesystem. Während Haase mit großer Schärfe gegen die radikale Phrase und gegen die Fetischrerehruug des Rätesystems sprach und die weitere Benutzung des Parlamentarismus als eine Waffe des revvlu- ttvnären Kampfes verteidigte, warf Däumig dem Vorredner vor, daß auch dieser sich im Grunde genommen nur wenig von den Rechtssozialisten untericheide. Auch Haase wolle, wie die Rechts- sozialisten, durch Demokratie zum Sozialismus g-langen. In Wirklichkeit müsse der Weg umge- l'ehrt durch den Sozialismus zur Demokratie führen. Der Parlamentarismus bebeute im jetzigen Augenblick, wo es ums Ganze gehe, eine ungeheure Gefahr. Eine Sammlung des revolutionären Proletariats sei nur auf dem Boden des revolutionären Rätesystems möglich, da5 die wuchtigste Waffe, des Proletariats, die Arbeitskraft, zusam- menfasse, um der kapitalistischen Gesellschaft beit Stoß zu versetzen. Die ..Debatte über die beiden Referate und die Beschlußfassung wurden auf eine spätere Versammlung versä-oben. Aus Liessen. Obcrhessische VanernLewegung. # Krets Schotten, 8. Äpt. Ortsgruppen des Hessischen Bauernbun- des wurden gegründet in Ober-Seibertenrod mit (Vorsitzender Bürgermeister K. Rühl», in Ilsdorf eine sieche mit 28 Mitgliedern (Vorsitzender Ernst Schaubachi, in M i 11e l - S e e- men eine solche mit 20 Mitgliedern (Vorsitzender Hemrick) Nies) und in B usenborn eine sola> mit 22 Mitgliedern (Vorsitzender Wilhelm Hofmann IIA * Kreis Lauterbach, 8. Sept. Ortsgruppen des Hessischen Bauernbundes wurden gegründet ht Steinfurth, 30 Mitglieder, Vorsitzender Beigeordneter Günther, in Fleschenbach, 16 Mitglieder, Vorsitzender Heinrich Ort» ttetn in Obe r-Mvvs, 39 Mttglieder, in Rad- mühl, 30 Mitglieder. * K r eis Alsfeld, 8. Sept. Ortsgruppen des Hessychen Bauernbundes wurden gegründet tn T a n n e n r o d, 29 Mitglieder, Vorsitzender ; Julius Binding, in Büßfeld, 25 Mitglieder,! Vorsitzender Johannes Stöcker, in Groß- Felda, 42 Mitglieder, Vvrjitzeiüer Rudolf Schüst- ler, in Ober-Ohmen, 79 Mitglieder, Vorsitzender Johannes Höhler, in Nie'der-Brei- d e n b a ch, 17 Mitglieder, Vorsitzender Friedrich Zulauf, in Strebendorf, 30 Mitglieder, Vorsitzender Heinrich Brrkenstock, in H e i m e r t s h a u- sen, 43 Mitglieder, Vorsitzender Lehrer Heinrich Bernhard. Arrs Stafct und Land. Gießen, den 9. Sept. 1919. ** Amtliche Persvnalnachrichten. Am 1. September ds. Js. wurde der Generalsekretär der La'idwirtschaftskammer, Oickonomierat Tr. Georg Hamann zu Darmstadt zum kommissarischen Mitglied der Abteilung für Forst- und Kame- ralverwvltung des Ministeriums der Finanzen ernannt. ** Aus dem Militär-W ochenblatt. Ter Abschied mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der bisherigen Uniform wurde dem Oberstabs- und Regimentsarzt Dr. Gerl ach und dem Oberstabsarzt d. Res. (Gießen) Dr. K i ß n e r bewilligt. ** Minister Oeser gegen die Unordnung in den Zügen, lieber die Unordnung in den Zügen wird jetzt viel und .vobl nicht mit Unrecht geklagt. Die Eisenbahnverwal- tung will deshalb schärfere Maßnahmen dagegen ergreifen. Der Minister der öffentlichen Arbeiten hat eine besondere Verfügung in diesem Sinne an die Eiseickahndirektionen erlassen. Die Klagen —ir—HIBWIlllll ................ umr,«— nckteu sich u. a. insbesondere dagegen, daß in den Abteilen für Nichtraucher geraucht wird. Dann beschivert man sich darüber, daß die Reisenden in steigendem Maße eigenmächtig eine höhere Kliffe benutzen. Bekanntlich darf dies nicht ohne die Anweisung des Zugpersonals geschehen. Die Auf- sichtsbeamten sollen deshalb mit verschärftem Nachdruck gegen diese und andere Uebelst.inde vorgehen. Tie Züge sollen häullger als bisher durch besondere Beamte.nachgeprüft werden. Vor allem soll dies auch auf den größeren Bahnhöfen geschahen. Die Uebelstände rühren meist von der Ueberfüllung der Züge her. Diesem Grundübel soll deshalb mehr als bisher vorgebeugt werden. In Betracht kommt dafür die Bahnsteigsperre und eine Einsckwänkung des Verkaufs von Fahrkarten, wie dies schon bisher in den einzelnen Fällen geschehen ist. Tie neuen Anordnungen mögen auch als Warnung für die Reisenden dienen, sich an die geltenden Vorschriften zu halten. ** Ein Lazarettzug mit Verwundeten aus französischer, Gefangenschaft — Gegend von Lille — kam gestern hier durch. Dr. Göhring richtete einige Worte der Begrüßung an die Heimkehrenden. 47 Mann wurden ausgeladen und znm hiesi«m Durchgangslager überführt. Die Insassen dcs Lazarettzuges drückten ihr Erstaunen darüber aus, daß sich trotz des fast zweistündigen Aufenthalts des Zuges die Regimentska pelle nicht zur Begrüßung eingefunden hatte. , Zur Arbeitsbeschaffung für die Kriegsgefangenen hat der Reichsarbeitsminister eine einheitliche neue Verordnung über die Einstellung und Entlassung von Arbeitern imd Angestellten während der Zeit der wirtsck>aft- lichen Demobilmachung erlassen. Sie will den Heinckchrenden den Wiederaufbau ihres wirtsckaft- lichen Lebens erleichtern. Di.' Arbeitgeber werden verpflichtet, die früher beschäftigten Kriegsgefan- genen wiedereinzustellen. Früher war diese Pflicht auf gewerblick)e Arbeiter in Betrieben mit 20 oder mehr Arbeitern beschränkt. Jetzt wird fein Unterschied mehr zivischen gewerblichen und son- tigen Arbeitern, z. B. in der Landwirtschaft, gemacht, noch auch eine bestimmte Betriebsgröße verlangt. Die Sondervorschriften über die Streckung der Arbeit durch Verkürzung der Arbeitzeit werden jetzt auch auf die Angestellten angewandt, wie dies für die ganze Verordnung gilt. Die Frist für die Meldung der Kriegsteilnehmer beim alten Arbeitgeber ist für die Kriegsgefangenen und Zivll- intevnierten von zwei auf sechs Wochen verlängert ivorden. ** Tas Wohltätigkeitsfest der ehemaligen 116er auf ber Liebigshöhe bvichche nach> Abzug aller Unkosten den ansehnlichen Reinertrag pon etwa 6000 Mark, lieber die Art und Weise der Verteilung dieser Summe unter die Kriegsgefangenen wird später berichtet werden. ** Durch Einbruch wurde in der verflossenen Woche aus einer Wohnung in der H-nsel- straße 1 braune Handtasche, 1 Paar braune Touristenstiefel, 1 Paar schwarze Herrenstiefel, 1 Paar Hosenträger mit Spiralen, 1 Browning, 2 weiße Herrenhemden, gezeichnet, rot Z. K., entwendet, außerdem heute ein breiter goldener Ring mit hockgefaßtem Brillmtt im Werte von 2000 Mk. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. ** Als Mietgeldschwindlerrn tritt hier tn letzter Zeit ein Dienstmädchen auf, die sich Marie Müller aus Lang-Gons neimt, Bauern- kleider trägt, deren Namen fidj aber als falsch erwiesen hat. Es wird nachdrücklichst vor ihr gewarnt und ersucht, falls sie wieder auftreten teilte, ber Polizei Kenntnrs zu geben, so daß man ihrer habhaft werden Ealtn. Auf Gnuck von Anzeigen in den Zeitungen, in denen Tienstmädck^en gesucht werden,, erscheint sie bei den Herrschaften, vermietet sich und tvird auch toegen ihres guten Eindruckes stets angenommen. Sie läßt sich 3 Mark Mietgeld auszaylen und verschwircket. ** Besitz wechsel. Tas HanS Roonftr. 18 bisher dem Bauunternehmer Schcppelmann zu Gießen gehörig, ging für 50000 Mk. -an den Naturheilkundigen Joh. Schwab, zur Zett in Nttttte, über. ** Birnenversteigerung. Donnerstag deir 11. September sollen an den Kreisstrahen Lou- dvif—Nordeck unb Londorf—Kesselbach—Gells- Hausen die Birnen (Nabewauer-Graubirn) von etwa 16 Bäumen versteigert luerben. Näheres siehe Anzeige. ** Oefsentliche Bücher Halle. Im August wurden 1349 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 783, Zeitschristen 94, Jugendschriften 110, Literaturgeschichte 20, Gedichte und Dramen 29, Länder- und Völkerkunde 40, Kulturgeschichte 23, Geschichte und Biographien 75, Kunstgeschichte 11, Naturwissenschaft und Technologie 40, Haus- und Landwirtschaft 13, Gesundheitslehre 15, Religion und Philosophie 25, Staatswissensckaft 26, Sprachwissenschaft 12, Fremd; prachttches 33 Bände. Nach auswärts kamen 19 Bände. ** Paketeinsammlung durch die Post. Es ist iwch nicht genügend befannt, daß die Post abzusendendc Pakete auf Bestellung a u S den Wohnungen abholen läßt. Man brmrcht nur ein an das Postamt II gerichtetes offenes Schreiben (zweckmäßig auf Posrkartenfor- mnlar) mit den Porten: „Paket ab ho len .bei (Name und Wohnung)^ nicht freigemacht in den nächsten Brrefkastelr zu werfen oder einem Briefträger mttzugebeu, und die Sendung wird bei der nächsten Bestellfahrt gegen eine Gebühr, von 30 Pf. vom Hause des Absenders abgehvlt. Das Verfahren ist einfach und bequem und besonders wlck>en Personen zu empfehlen, denen kein Dienst- bote zur Verfügung steht. " Belohnungen für den Nachweis v e r s ch o b c u e r Leeresgeräte. Es ist der Lessentlichreit immer noch ni.ht genügend bekannt, daß das Reichsverwertungsamt für den gZatf)' mere versckwbenen Heeresgeräts Belohnungen zahlt. Die Abteilung „SBiebererfaffung", der beim Reickwschatzministerium die Bearbeitung der Hee- resgutschiebungen obliegt, hat in letzter Zett recht beträchtliche Prämien auszahlen tonnen. Wer Augen und Ohren offen hält und seine Wahrnehmungen an die zuständigen Stellen toeiter» gibt, leistet also nicht nur dem Vaterlande Dienste und hilft die Schädlinge am deutschen SBoIte» körper bekämpfen, sondern hat auch noch die Chancen, für diese seine Aufmerksamkell reckil erheblich belohnt zu werden. Anzeigen dieser Art werden zweckmäßig entweder an ixe Abteilung „Wiedererfassung" des Reichsschatzmttlisteriums, Berlin, Französische Straße 55, oder au fcte Zweigstellen des Reichsverwertungsamtes gerichtet. . ** Inden Schwarz-Deiß-Licht- spielen tritt ab heute die beliebte nordisch- Künstlerm Gerd Nissen in „Tas Brandmal", ein Sitten- und Kriminalroman in 4 Akten, auf Außerdem kommt noch das tnvinftige Lustspiel „Bräutigam als Braut" zur Aufführung. Landkreis Gießen. ** Bauern, 9. Sept. Am Samstag aven» entstand auf bis jetzt unaufgeklärte Weise am Waldrand des Distrikts Baufchlag ein Wald- branb. Durch das tatkräftige Eingreifen der hiesigen Feuerwehr und dank dem geringen Wind; tonnte dem Feuer bald Einhalt getan werden. Ter angerichtete Schaden ist gering. — P hil. Som - m erlab VI. mißhandelte gestern abend feinen Schwiegersohn, einen ruhigen Menschen, mit ein»m Stuhl ohne befanderen Grund in brutaler Weise, sv daß nach Anlegung eines Natverbondes beut: ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. — Nächsten Sonntag findet hier das Dekanats-Gustav-Adolf-Fest statt. Die Festrede hält Pfarrer Strack von Wallernhaus«en. O Grünberg, 9. Sept. Der flä bti [d)e' Voranschlag für 1919 schließt mit einer Einnahme- und Ausgabensumme von 286 894,13 Mk. ab. An Gemeindesteuern werden 72 696,16 Mk. erhoben. Gegenüber der allgemeinen Steucr- erhöhund ist unsere Gemeinde in ber angenehmen Lage, die Steuersätze vom Vorjahre etwas zu ermäßigen. Während im Vorjahve der Satz von 1,18 Mk. auf 1 Mk. staatliche Einkommensteuer zur Erhebung kam, genügt dieses Jahr schon ein Ausschlag von 1,08 Mk. Das allgemeine An- wackren von Vermögen in der Kriegszeit ermöglichte diese Maßnahme. — Zum Empfang bet Kriegsgefangenen bewilligte der Stadt- Vorstand einen Kredit bis zu 1000 Mk. Augenblicklich ist man mit ber Errichtung einer Ehren- Pforte am Bahnhof befrftfftigt. Die Zahl der in Grünberg beheimateten Gefangenen beträgt 25. -m. Utphe, 9? Sept. Am letzten Tonncr5* tag früh „gegen 6 Uhr brannten auf dem hiesigen Jpofgut zwei mit Heu gefüllte Scheuneir nieder. Zum Gluck befand sich das Getreide in den Feldscheuern, sonst wäre es vernichtet nmbm. 45 Wagen Heu fielen den Flammen zum Opfer. Man vermutet Brandsttftung, weshalb bei den Feldscheuern Wachen aufgeftellt wurd.'n. Starkenburg und Rheinhessen. sw. Darmstadt, 8. Sept. Nack) 8stürckiger Tauer wurde nach luxf^matigcn Verl?andlungen der Vertreter der Arbetter mit der Direktion des Theaters nick einem Vertreter des Minifleriums ein Arbeiterausstand am Landesthea- t i r behoben. Bis spätestens To-nner.tag follm die Wünsche des Personals erfüHt sein. = S prendlingen (Kr. Offenbach), 7.Sept. In der Nähe des Vorwerks Neulwf wurden in der Nacht zum Samstag der Hilfsschutzmanir Hmrs Baum und die Arbeiter Möller unb- Stotz beim Obstste hlen txnt hefigen Flur- schützen überrascht. Ber dem dabei entstandenen Kamos schloß der Hikssschutzmarm mit seinem Dienst- revolver auf die Beamten. Anstatt diese zu treffen, schoß er feinen Mitdieb Möller mit einer ShuteE in den Kops. Baum und Stotz flolten darauf. Möller, der sich noch eine Strecke ans dem Rade fortschleppte, bann aber zusamimmbrach, wurde später aufgefunden und dem Krankeichaus Langen zu- geMhrt, wo er lMmmgslos darniederliegit. Baum wurde heute früh in seiner Wolmung zu Frankfurt verhaftet, er hatte sich Samstag vorsichtshalber schon von ber Hllfspolizer abgemeldet. Das Glück der andern. Original-Roman von Erich Ebenstein. Copyright 1916 by Ordner & Comp., Berlin W 30. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 2. „Bei Geras," antwortete Emmy, ohne aufzu- sehm «oder von dem lieblosen Hinweis auf ihre nun schon vier Jahve währende Verlobung mit Oberleutnant Ko mell Notiz zu nehmen. „Aber sage Mama nichts. Sie würde sonst aufmerffam werden. Ich glaube, Lotte ist in Bertie Geras verliebt. . Evelyn machte eine zornige Bewegung. „Dann werde ich Mama im Gegenteil beizeiten darauf aufmerkfam machen! Es wäre ja doch zu altern, wenn Lotte sich mit dem grünen Jungen, ber noch dazu Mutter und Schwester unterstützen mufc, einliebe!" In diesem Augenblick trat die Mutter, Frau «tota Loienstein, ein und stellte das Abeickbvot auf den Tisch: eine Schüssel Kartoffeln in der fexyalc und zwei sauber entgrätete Heringe, die bereits in fünf Portionen geteilt warm. Ä> u^cks?" fragte Evelyn naserümpfend. Tic Mutter w.rrf ihr einen ärgerlichen Blick ru und antwortete sckmrf: „Nein! Du tveißt sehr gut, daß ich auch jetzt am, Ende deS Monats nicht mehr vorsetzen kann. Es ist ja ein wahres Wunder, M Zck btsher mit der winzigen Pension ohne Schu.dm durchkam. zie anderen sind auch immer zuftv.dm, nur du nörgelst fortwälwmd! Vermute ttch, well du durch deinen Umgang mit Baronesse Millner verwöhnt bist und nicht ahnst, wie furchte bM:.schwer es bei den teuren Zeiten überhaupt ift, durchzukommen I" »©ott ja, Mama, dos predigst du mir tägliche bis zum Ueberdruß!" „Warum wlllst du es bann nicht endlich ein- sehen? Ich wollte nichts sagen, wenn du wenigstens bemüht wärest, etwas zum Haushalt beizutragen. Emmy näht sich wenigstens ihre Ausstattung und Lotte bereitet sich auf die Lehrerinnen- prüsung vor. Hilde Sattler nebenan gibt Klavierstunden . . ." ,/Mag Sie! Sie wird dabei dann eben auch ewig ^ne arme, unbeachtete Klavierlehrerin bleiben. Wir aber tverben gute Partim machen!" ' Tie Mutter seufzte. „O ja — wie Emmy zum Beispiel, die nun vrer Jahve mit Oberleutnant Kornett verlobt ist und wartet, daß ein Wunder ihnen die Kaution verfckafst. Ich sage ja nichts bagegen, denn sie haben sich lieb —" Evelyn unterbrach die Mutter spötttsch: „Ich aber sage dafür desto mehr Dagegen! Es war eine grenzenlos Tummheit von Emmy, an eine solche Bettel heirat zu beuten!" Emmy fuhr zornig auf. „Ich berbitte mir diese Ausdrucksweise! Du natürlich in deinem kalten Hochmut, ber von Hiebe nie -eine Ahnung haben wird, nmnst bas dumm! Aber man wird ja sehm, ob du die „fabelhafte" und „großartige" Heirat wirklich einmal mackst, von der du immer träumst. Bisher habe ich nickst einmal bemerkt, daß du auf Männer überhaupt einen Eindruck machst. Tu bist ihnm viel zu kalt und herzlos!" Evelyn lächelte. Sie dachte an Gottorb, mit dem sie vor einem halben Jahr halb aus Lange- melle, halb, um eben ihre Macht auf Männer- herzen zu erproben,^ jenes Spiel begonnen, das beute nach ihrer Ansicht [ein Ende gefunden hatte. Tie Ihren wußten davon nichts, kannten Paul Gotborb, der ber Hauslehrer von Beate Millners Brüdern war, nicht eutmoL Sie selbst aber wußte sehr genau, baß ihre Macht — nmn sie wollte — eine sehr große war. Und.sie wußte bies nicht durch Gottorb allem . . Allewmgs hatte sie dabei „leider" auch entdeckt, daß ihr Herz nicht so ganz dem Verstand untertan war, wie sie wünschte. — Das überlegene Lächeln um ihren feingeschnittenen Mund vertiefte sich. „Weil ich mir keine Mühe gebe, die paar Jünglinge zu erobern, die mir durch Geras yb Sattlers kennen gelernt haben? Meine liebe lEmmy! M änner, wie ich sie mir als Bewerber bente, kommen nicht zu Losensteins in die Hüttcl- borserstraße!" „Natürlich! Tu denkst wohl an einen Prinzen, ber tm Palais Millner bei deiner Freundin Beate auf dich wartet!" höhnte Emmy gereizt. Evelyn zupfte ein paar votblionde Löckchen zu- recht, bi; ll)r in die weiße Stirn gefallen warm. „Nun^ es muß ja gerade kein Prinz fein. Aber mit einem Oberleutnant Habenichts wäre ich natürlich nicht aufrieben!" „Streitet doch nickst immer, ihr beiden!" sagte ungeduldig. „Es ist so ungernüte llkb- Modefta, geh und rufe Lotte, wir wollen lieber elfen, solange die Kartoffeln noch warm sind." 'Htte ijt woch nicht zu Hause, Mama . . ." „Sie wird, nock) bei Erna Geras sein," fiel Emmy hastig em, „sie lernen ja immer nach der Schule noch zusanwten!" Evelyn brach in boshaftes Lachen aus. „TaS beifit, sie läßt sich von Bertte Geros anschmachten! Ja, ja, sieh mich nicht so verdutzt an, Mama — du wirft sehr bald das Vergügen haben, noch einer so aussichtslosen Verlobung, wie die Emmys.ist — deinen Segen erteilen ?u dürfen! Ob dir das bann bei all deiner Vorliebe für rührende Liebesgeschichten gerabc anzenehn sein wird, lasse ich bahingestellt." Frau Loscnsteins sorgenvergrämtes Gesicht starrte erschrocken von einer Tochter zur andern. „Emmy — Mvdesta — ift das ivalw?" Beide schwiegen. Innerlich waren sf? empört über Evelyns rücksichtslose Art, der Mutter in dieser Weise Mitteilung von Lottens Herzensgeheimnis zu madien. „Aber das wäre ja wirklich schrecklich! Jetzt, wo Lotte nur mehr anderthalb Jahre zum Lehrerinnenexamen bat! Und der junge Geras bit doch erst vor einem Jahr die Prüftingen gemarfit. Wer weiß, wann er eine Anstellung findet?" „Er ist cm strebsamer und begabter Mensch!" wagte Emmy zu bemerken. „Ich glaube, daß er es noch einmal sehr weit bringen wird." „Wenn er bis dahin nicht verhungert ist," wart Evelyn ein. „Jedenfalls wird Lotte eine alte Jungfer darüber: beim ans Heiraten ist da wohl noch lange nicht zu denken." „So wird sie eben auch warten, Ivie Egon und ich! Die Hauptsache ist doch die Liebe! Firmen Mädchen fliegen die guten Partien eben nickt nur fv zu, da muß meist ein paar Jahre gewartet werden." (Fortsetzung folgt.) finben. Hessen-Nassau. der Bei 1>. U. P. KMC31 & 10247c Q folgt.) der mt Bräutigam als Braut Modernes Lustspiel in 3 Akten. Köpf sch merz Gerrchtssaal. — Schlitz, 7. ©ept. Der Landwirt Konrad Ritz von Uetzhausen, der einer Frau für einen Laib Brot 10 Mark forderte und diesen Betrag auch minahm, wurde vom hiesigen Schöffengericht wegen L e b en s mi11e l wu chers zu 350 Mk. Geldstrafe oder 70 Tagen Gefängnis und in die Tragung der Kosten des Verfahrens verurteilt. apobheket* Otto s >ovan Orientalische Drbak- und (Syoreffenfafcrie- "^nh.HugoLte»), Dresden, übrigen Bevölkerung als den schuldigen Teil der jetzigen Verkehrsnot hinznstellen. Für die gesamte Eisenbahnarbeiterschast Vorstand des Allgemeinen Eisenb.-Verbandes. I. A.: Erhard, Vorsitzender. Mettervoraussage für M i 11 w o ch r******OtOO«fr^****$*O^ vesuchrkarten, Vankkarlen, Verlobungr- ♦ ♦ Vermählung;-, flSehuds« * X und Trauer-vrnrlsachen $ J werden in scinper Ausführung in der '* Sport. Q. Bad-Nauheim, 7.Sept. Das sechs- tögige Tennistournier hatte einen vollen Cr-solg zu verzeichnen. Begünstigt vom herrlichsten Wetter konnten die einz-elnen Konkurrenzen in schönster sportlicher Weise zu Ende geführt werden. Der Besuch steigerte sich von Tag zu Tag, und der Schlußtag bot ein Bild, wie es unsere Tennis- plätzc überlwupt noch nicht gesehen haben. Den Staatspreis — den Bad-Nauheimer Pokal — «gewann JD. Kreuzer, den Preis der Stadt Bad-Nauheim Frau Dr. Friedleben. Qm .Herren-Doppelspiel um die Meisterschaft von Des len siegten Froitzheim-Klei nschroth über Sckomburgk-Uhl. — Das gestern auf dem zwiscl>en Bad-Nauheim und Friedberg' gelegenen Sportplatz abgehaltene Neiterfest hatte einen Massenbesuch aufzuweisen. Wolkig bis beiter, trocken, Temperatur wenig geändert, westliche Winde. Besonders preiswerte Hemd© 8itü©he Solide Elsässer Stoffe, ohne Appretur Meter zu Mark 8.00 und 9,50 ^Dir bringen ein in Geschmack nnb Aroma bedeutend veredeltes Fabrikat, OLiisttzware» in den Handel, welches nach einem zum Patent angemeldeten, verbessere ten'Derfahren hergeftelltist.DaS' selbe ist trotz der mit der ^Zubereitung der 5^vohstoffe verbundenen hohen kosten zu folgenden, unter heutigen Verhältnissen niedrigen Preisen in den Eigarrengeschäf- ten erhältlich! Su ÖPfo&et. ohne -tzTTunöftüd1 Heuchelheim Mittwoch den 10. Septbr. 1919 abends 8 Ubr im >-saale zur Ludwigsburg: Grosses Konzert ES ladet ein 017406 Der Aouzertt >tc, ÄW-U-MK SeKerewec 81 Programm v. Dienstag, 8. bis Inkl. Freitag, 12. Sept: Das Brandmal Großer Sitten- und Kriminal-Roman in 4 Akten. I. d. Hauptrolle die sehr beliebte nordische Künstlerin Gerd Nissen. Wetzlar. wa. Wetzlar, 9. Sept. Wie der „Wetzlarer Anzeiger" erfährt, hat die Verwaltung der Bu- derusschen Eisenwerke infolge Kohlen- mangels sich gezwungen gesehen, den Hochofenbetrieb auf ihrer Georgshütte nt Burgsolms vorgestern gairz einzu st eilen, nack^ein das Stahlwerk auf der hiesigen Soplnenhütte am Montag aus gleichem Grunde stillgelegt werden nni&tc. ?lrbeiterentlassungen werden vorläufig nicht ftatt- fm. Frankfurt a. M., 9. Sept. Am Samstag sind die Kiwo musiker in den Streik eingctreten, obwohl sie durch einen bis zum Jahre 1920 lausenden Tarifvertrag gebunden sind. X Gelnhausen, 9. Sept. In einer Versammlung der Bürgermeister des Kreises Geln- hauien wurde über die Erfassung größerer Milchmengen im Kreise Gelnhausen beraten, die vornehmlich erforderlich ist zur not» trendigsten Versorgung der Säuglinge und Kranken. Es ist Aussicht vorhanden, Kraftfuttermittel in den 5trci3 zu bekommen, womit man die guten Milchablieferer bedenken wird. Tas Mitglied der preustjicken Landesversammlung, W i 11 i ch-Frank- furt a. M. gab bekannt, dass, die Stadt Frankfurt billige Futtermittel in den Kreis Gelnhausen senden L-olle, wenn als Gegenleisymg meljr Milch geliefert tverde. In nächster Zeit werde die Ablieferung der Milchkühe an die Entente erfolg.m. Er sei bereit, dafür einzutreten, daß diejenigen Kreise, die reichlich Milch nach Frankfurt liefern, ganz oder zum Teil von her Ablieferung von Milchkühen verschont blieben. Auch sei beabsichtigt, mehr'.', e Tausend Milchkühe aus Holland demnächst einzuführen, von denen dann dem Kreise Geln- bnusen eine größere Anzahl überwiesen werden könnten. Tie Vertreter der Landwirtschaft des Kreises Gelnhausen versprachen, aufklärend zu wir- ken, da st die Milchablieferung besser wecke. Ter Milckerzeugerpreis soll demnächst für den Kreis Geinhausen von 50 auf 56 Pf. durch die Kreis- behörde erhöht werden. X. Hanau, 9. Sept. Der Hanauer Ge- schichtsvercin kann auf ein 75jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlasse fanden gestern und heute einige schlichte Veranstaltungen statt. Mr KtzZ lytov X und w Das MK Urlaube She!? lWt i°te Chan- -^n^Krden ^lgnifen bet ^.S-nngm Wind- Ä*11- mit etnm o in brutaler Weist ^tverkmdes HM' werden 'leitest flott. Die ton Vallcrnlmfen. W mit einer Ein- 286 894,13 Ms 696,16 X lUgemcuien Stern« ! «.der «xngcncbnrCT oogahre etw a *. der Sa? von **. ^inloMenftviei ;W M ür.i Das aflgemeint An« er Kriegsjck emög« um Emosangdct willigte der Stadl« i 1000.JW. Augen« idjtung einer Ehren« t Die Zahl der in gelten betrogt 25. xn letzten Tonnrti» nltn auf dem Hw- gtiülttt Schinneil sich das Gestein in S vernichtet roirbm. stammen zum Opfer, tg, weshalb bei den rllt wmb.'n. WiMttl. öl Mb Mndign igen IkrbarrMungtn it der Tirektion des t des Ministeriums in Landesthea« .5 Tornimtafl Mm M fein. t.CReM-7.,^ teulvt wurden in der dilisscbudmanw Xitel Möller und i txm hiesigen W» n dabei entsiandenen nm mir ''einem 5» [niBtt diese zu W Hier mit einer W Avs flohen damis. itrde «ui dem Rade MMbrach mrde IW nMfcniäSaitgai*- darMderliezLm [jijtog vvrfuhtshlllber ,baemeldet. __. ** Odenhausen (Lahn), 8. Sept. Auf dem 300 Mieter hohen Altenberg hier hält am «Sonntag den 14. September der ,^L a hn - Dü n s be r g - T u r n e r b u n b" ein Wetturnen ab. 300 Wctt- turner sind dazu angemeldet. ICirdie und Schure. e. Offenbach a. M., 9. Sept. Unter dem Vorsitze des Kreisschulinspekdors Sckitulrat Hofmann, dem nnnmc'hr die Leitung des gesamten hiejigen Äolksschulwesens einschließlich der Mittelschulen übertragen worden ist, fand hier eine amtliche Konferenz sämtlicher Lehrer, und Lehrerinnen der Stadt Offenbach statt. Nach einem ausführlich«?» Vortrag des Haupt- lehiers Wilhelm, der für Beibehaltung der Mittelschulen eintrat und nach eingehender mehrstündiger Aussprache wurde gegen eine starke Minderheit der Beschlust gefaßt, daß in dem nach! dem Mannheimer System ausgebauten «chulorganis- mus der Stadt Offenbach die Mittelschulen weder in ihrer jetzigen Gestalt, nod;i in anderer verbesserten Form einen Platz nicht mehr beanspruchen könne. Die in den Volksschulen errichteten Begabtenklassen vermitteln den Kindern mindestens die gleiche Bildung wie die bisherigen Mittelschulen und ermöglichen den Tüich- tigen auf diese Weise den Eintritt in die höheren Lehranstalten. Mit diesem Beschlüsse ist der Standpunkt der hiesigen Lehrerschaft in der Mittelschul- frage endgültig festgelegt. ler, Tv. Spotten, 1227s P.i 10. Wilh Volk, Tv. Grosten--Linden und Jakob Bill, Tv. Naunheim, 122 P. — 2. Unterstufe über 17 Jahre (459 Wetturner, 389 Sieger): 1. PH. Matthes, TG. Laubach, 153 P., 2. Willi Schmidt, Heuchelheim, 15276 P., 3. Hch. Kestler, Großen- Linden, 150 P.: 4. Willi 51estlcr, Lang-Göns, Herm. Hosmann, Hungen, Aug. Niehof, Wetter, 148 P.; 5. W. Bender, Langsdorf, 147 P.; 6. C. Heßler, Hungen, E. Wagner, Krofdorf, W. Semmler, .TG. Laubach, 14672 P.: 7. Wilh. Hofmann, Krofdorf, 146 P.; 8. C. Ruhl, Grebenhain, 1457, P.; 9. W. Stoll, Lang-Göns, 1457s P-: 10. Reinh. Spies, Lang-Göns, 145 P. — 3. Unterstufe unter 17 Jahre (48 Wettturner, 26 Sieger): 1. Wilhelm Weiß, Tv. Großen- Linden, 1397a P.; 2. Karl Reuter, Tv. 1846 Gießen, 1367z P.; 3. Hermann Bill, Tv. Naunheim, 130 P.: 4. Hrch. Keßler, Tv. Großen-Linden, 1297» P.; 5. Wilhelm Schmidt, Mtv. Gießen, 1277z P.; 6. Fritz Schmidt, Tv. Hirzenhain, 1277s P.: 7. H. Herrn- brobt, Tv. Butzbach, 1237z P.: 8. Wilhelm Wenzel, Mtv. Gießen, 1227» P.: 9. Walter Köhler, Tv. Nidda und Hermann Kröck, Tv. Heuchelheim, 1227g P.; 10. K. Schmidt, Tv. Lang-Göns, 122 P. — Im Eilbotenlauf (500 Meter), wozu eine größere Anzahl Vereine Mannschaften gestellt hatten, blieben Sieger: 1. Tv. Heuchelheim (66 Sek.): 2. Turngem. Marburg (662/5 ©cf.); 3. Seminar-Tv. Frankenberg (667.5 Sek.). Beim Tauziehen trug der Tv. Lang-Göns den Sieg davon. Tie beiden ersten Preisträger im Stabhochsprung sind 1. Herm. Neuser, Gießen Tv., 2,80 Meter frei, und 2. Otto Texwr, Marburg Tv., 2,80 Meter berührt. — Tas Ergebnis der Faustballspiele ist folgendes: Friedberg, Tv. Marburg 49 :46, Friedberg, Wetzlar, 78 :46, Friedberg, Friedberg, 45 :34. — Im Schlagball blieb das Spiel zwischen Semin.-Tv. Frankenberg und Tv. Butzbach (33 :33) unentschieden. J schnrllstrnr und preiswert angefertigt. X o Mit Mustern stehe ♦ X gern zu Diensten. X 2 Trohes Lager in vriefpapier-ttafsetteit. » Modern Languages. Neuere Sprachen. English and Frcnch taught by Professor Bresien. Französischen und englischen Unterricht erteilt Carl Bresien, weiland Professor an der Ecole des Hautes Etudes Commerciales de Paris und bei der Gesellschaft für die Ver- breitungder fremden Sprachen in Frankreich, Hotel des Sociötes Savantos, Paris, Examinator für Englisch an der £cole des Francs- Bourgeois, Paris. Gießen, Ludwigsplatz 13 II. 11—12 und 4—5 Uhr. 016431 es W L Mit WÄ und} nicht P/W LShiffl StrlW einen erlfilai W SÄ’« "L *** ÄÄ rsS k sk nu' vermischter. — Siegen, 7. Sept. Zur Versorgung des ganzen südlick)en Westfalens mit ausreichender elektrischer Kraft soll im Tal der Lenne zwischen Saalhausen und Schmalleitberg eine Riesen- t a l s p e r r e ton 7,5 Kilometer Länge und einem Stauinhalt von 180 Millionen Kubikmeter Wasser angelegt werden. An dem Unternehmen beteiligen sich in erster Linie die Kreise Arnsberg, Meschede, Altena und Olpe. Turnen. Glmwettttrnen. Gießen, 8. Sept. Das diesjährige G a u - wctturnen des Turngaues Hessen im Mittelrhcinkrcis, das gesterir auf der Rennbahn bei der Hardt abgehalten wucke, war wie im vorigen Jahre wieder deit beiden hiesigen Turnvereinen übertragen worden. Es war aus allen Bezirken des Gaues gut besucht, besonders die ländlichen Turnvereine waren stark vertreten. Rund 1000 Turner sammelten sich morgens um 8 Uhr am Bahnhof und wurden von dort mit Musik nach dem Turnplatz geleitet. Es wurde in der Ober- und Unterstufe geturnt; in 21 Riegen traten etwa 600 Wetturner zum Zwölfkampf an. Der erste Gauvertreter.Fabrikant Pfeiffer «Wetzlar) begrüßte die Turner mit längerer Ansprache. Er wies besorrders auf die Pflichten der Turner in der jetzigen Zeit hin und ermahnte sie, weiter treu zur Turnsache zu halten. Sein „Gut Heil!" aufs deutsche Vaterland wurde begeistert aufgenvmmen^Gegen 8 Uhr abends konnte H>auturnwart Will «rst zur Preisverkündigung !f(breiten. Wir bring«! nachstehend immer nur die ersten 10 Sieger in den einzelnen Stufen. 1. Oberstufe (26 Wetturner, 25 Sieger): Ehrenpreis: Otto Textor, Tv. Atarburg, 15672 Punkte: 1. Preis Hans Thöt, M.-T.-V. Gießen, 150 Punkte; 2. Oskar Pommer, Tv. Ober- Mörlen, 14173 P.; 3. K. Schmidt, Tgm. Marburg, 139 P.: 4. Hermann Neuser, Tv. 1846 Gießen, 1387s P ; b. Ludolf Peter, Tv. Marburg 1868 und Hrch. Bohnacker, Tv. Schlitz, 1347s P.; 6. Otto Meier, Mtv. Bad-Nauheim, 1307g P.: 7. Franz Sauer, Tv. 1846 Gießen und F. Knoke, Tv. Marburg, 127 P.; 8. Fritz Kehm, Tv. Alsfeld, 1237s P.: 9. Hermann Möl- GingesarLdt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Die Eisenbahnverhültnisse. Gießen, 6. Sept. In letzter Zeit erscheinen in den Tageszeitungen regelmäßig Artikel über die Eisenbahn- verhältnisse, so auch in Nr. 202 und 204 des „Gieß. Änz.^, welche geeignet sind, bei dem Uneingeweihten den Eindruck zu erwecken, die Eisenbahnarbeiter seien zum größten Teil an der bestehenden Verkehrsnot schuld. — Stimmungsmache! Es darf wohl als allgemein bekannt vorausgesetzt werden, daß die besten und leistungsfähigsten Maschinen und Wagen an die Entente abgegeben werden mußten und weitere wesentlickie Teile unseres Maschinen- und Wagenparks sich in fremde Länder (Oesterreich-Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Türkei usw.) verflüchtigt haben. Was nun üoch übrig blieb, war minderwertig. Während des Krieges ist wenig an den Fahrzeugen repariert worden und das Wenige größtenteils unter Zuhilfenahme von Ersatzstoffen. Bei dem jetzigen schlechten Zustand der Maschinen und Wagen werden natürlich mehr Leute zur Instandsetzung gebraucht, und die Reparaturen dauern länger wie in Friedenszeiten. Ferner sind die während und nach dem Kriege eingestellten Eisenbahnarbeiter (ca. 250 000) zum Teil aus der Privatindustrie übergetreten und es dauert immerhin eine geraume Zeit, bis diese Leute sich dem Eisenbahnbetrieb angepaßt haben und den geschulten Eisenbahnern in der Arbeitsleistung gleich gerechnet werden können. Dem andern Teil (die aus dem Felde zurück- gekehrten Eisenbahner) hat jahrelang die geordnete Beschäftigung gefehlt, und daraus und auf die Unterernährung und auf die seelische Tepression ist die jetzt s!o> biel zitierte Minderleistung ialler- dings nicht nur bei den Eisenbahnern) zurückzu- führerr. Tas Gegen überstellen von Statistiken über die Arbeitsleistung früher und jetzt zielt auf eine Irreführung des Uneingeweihten hin, denn die Verhältnisse haben sich doch seither grundlegend geändert. Tie Behauptung, an Rohstoffen sei kein Mangel mehr, stellt die Tatsachen auf den Kopf. Gerade der Mangel der wichtigsten Rohstoffe, wie Eisen, Kupfer, Zinn, Holz, Glas usw. verzögert die Reparaturen ungemein, wovon sich jeder durch Erkundigung an zuständiger Stelle überzeugen kann. Nun noch einige Worte zur Akkordarbeit, die in den angeführten Artikeln als Allheilmittel gepriesen wird. Schon jahrelang vor dem Kriege kämpften die Eisenbahnerorganisationen für die Beseitigung des Stücklohnsystems. In den Betriebswerkstätten war dies System schon lange beseitigt und der Stundenlohn cingeführt, ohne die erwartete Beeinträchtigung der Aroeitsleistung. In den Haupt- und Nebenwerkstätten bestand es zum Teil noch, und da auch nur der Form halber. Es würde hier zu weit führen, alle Gründe gegen das Akkordsystem im Eisenbahnbetrieb aufzuzählen. cNur so viel sei getagt, trenn 1 nieder genügende und gute Rohstoffe vorhanden sind, wenn wieder ausreichende und kräftige Ernährung eiusetzt wenn mit einem Wort wieder geordnete Verhältnisse herrschen, dann wird auch der Eisen- bahnarbcitcr wieder seine frühere Leistungsfähigkeit erreichen, .ohne Arbeitszwang und ohne Rückkehr zum Stücklohnsystem. Tie Eisenbahner Haven doch wahrlich während des Krieges ihre Schuldigkeit getan, und^es liegt nicht im Interesse der Ruhe und Ordnung, wenn versucht wird, durch Verbreitung derartiger Artikel die Eisenbahnarbeiterschast aufs neue zu beunruhigen und zu versuchen, sie in den Augen Letzte Nachrichten. Ein neues Ultimatum an Deutschland? Berlin, 9. Sept. Nach dem „Berliner Lokalanzeiger'" beantragte Clemenceau im Ober- steir Rat der Alliierten ein n e u e s Ultimatum an Deutschlatrd, das die rückhaltlose Annahme des Entente-Ultimatums in der Änschlußfrage verlangt. Berlin, 9. Sept. Auf Anfrage Renau- d e l s, ob in absehbarer Zeit Milderungen des Friedens Vertrages zu erwarten seien, wie sie Lloyd George Deutschlwrd bei Wohl- verhalten angekündigt habe, erklärte nach dem „Berliner Lokalanzeiger" Pichon, der französischen Regierung sei nichst davon bekannt. Die Heimkehr Mackensens. Berlin, 9. Sept. (WTB.) In diesen Tagen werden die letzten Mannschaften der Heeresgruppe Mackensen, die bei dem allgemeinen Rücktransport im Januar und Februar zurückgeblieben waren, soweit sie transvortsähng sind, hermkehron. Nunmehr ist auch die Rückkehr des Generalfeldmarschalls von Mackensen zu. erwarten. der feinen Entschlich, Ungarn erst nach dem letzten der rhm anvertrauten Soldaten zu verlassen, burdi- geführt hat. Bon der Verehrung und Tankbarlcit gegen den greisen Feldmarschall gibt ein Schreiben des vormaligen Vorsitzenden des Zentralrats (Soldatenrat) der Südostfront, Armee Mackensen, Otto Braun, Zeugnis, das an die 2lngeyvrigen des Feldmarschalls gerichtet ist. Darin heißt es: der nun zum Abschluß kommende schmähliche Fric densvertrag bringt uns in schmerzlichster Wcife zur Erinnerung, daß unser hochverehrter Herr Feldmarschall mit einigen Getreuen, sich noch, immer in „Gefangenscktaft befindet. Er bat m i t seiner Person den Rückzug gedeckt und dafiir sind nur ihm zeitlebens unauslöschlichen Tank schuldig, dem wrr, wie wir lwfsen, auch äußerlich in den nächsten Monaten Ausdruck ver« leihen werden. Mit Ungeduld erwarten mir den Tag der stiückfehr des Generalfeldmarschalls. Dieser Tag wird mir und tausenden ehemaliger Käme« roden ein Festtag sein. In der Hoffnung, daß dieses freudige Ereignis bald eintrifft, usw. Die deutschen Gefangenen in Italien. Berlin, 9. Sept. Nach der „Vossiscl^n Zei- timg" ist auf Grund direkter Verhandlungen zwischen der deutschen und der italienischen Regierung in der Frage der Auslieferung o e r deutschen Kriegsgefangenen in Ita lien dahin entschieden worden, daß in den nach sten Tagen ein deutscher Zug in Florenz eintrifft, der die deutschen Kriegsgefangenen nach der Heimat bringen soll. Rumänien und die Entente. Berlin, 9. Sept. Nach dem „Berliner Lokalanzeiger" verlangt der Oberste Rat der Alliierten, daß Rumänien den Friedensvertrag mit Oesterreich ohne Vorbehalt unterzeichnet. Die Ausschaltung des Vatikans. Berlin, 9. Sept. In der „Vossischen Zeitung" wird der Text des § 15 des Londoner Vertrags vom 26. April 1915, den Son - nino abgcstritten hat, verösfentlickst. Dieser lautet: Frankreich, England und.Rußland verpflichten sich, dm Einspruch zu unterstützen, den Italien erheben wick gegenüber jedem beliebigen Vorschlag, der einen Vertreter des Heiligen Stuhles berechtigen soll, bei den Verhand- lmrgen zum Frieden und über die Lösung der durch der: gegenwärtigen Krieg geschaffenen Probleme zugelassen zu werden. Die Lebensmittelfrage. Amsterdam, 9. Sept. rimmcrwol,nung, möglichst mit Stallung u. Garten, von Offizier des hies.ReichSwebrregim.alS Dauermieter in Gieß. ob. n. Umg., s. sof. ob. später gesucht. Schr. Angeb. unt *17277 an den Gieß. Anz. Bessere Familie, 3 erw. Vers, sucht sofort ob. spät. Welißung (3-5 Z®.) Gest, schrn'tl. Angeb. unt. T17442 an den Gieß. Anz. Hauptmann R.-W.-R, 86 sucht für sofort 2— l möb- licrteZimmerwobnung «zwei j^etten), mit Lküche bezw. Kochgelegenheit. Schristl. Angebote unt. -17276 an den Gieß. Anz. Akademiker, jung verheiratet (2 Person.', sucht drei Zimmer mit Küche per sofort ober später zu mieten. 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