Nr. 181 Der rie-rn das erschütternde Erleben, als daß wir die Blicke frei bekommen Limiten für die Aufgaben, die vor uns liegen. Not drückt uns. Alles was wir tun, sind Ytotstandsarbeiten, die über die nächsten Tage binweghelfen sollen, aber keine Gewähr der Dauer in sich tragen. Wir müssen den rückwärts gewendeten Blick losreißen und auf Gegenwart und Zukunft richten. Es ist menschlich verständig, daß wir angesichts des größten Zu- ammenbruchs der Geschichte nach den Ur- achen forschen, um zur Erkenntnis unserer eigenen Grenzen vorzudringen. Wir müssen wissen, warum der Bau des alten Reichs- oeväudes nicht tragkräftig war, wo seine Tragfähigkeit überspannt wurde. Wir müssen die Ursachen erforschen, die verantwortliche Staatsmänner und Heerführer zur Ueber- schätzung seelischer und materieller Kräfte, ju Fehlern in der Beurteilung der militäri- sihen und politischer Lage veranlaßten. Wir loben aber kein Recht, das zweischneidige Schwert der Parteipolitik gegen Männer zu zücken, denen niemand den Vorwurf machen lamt, sie hätten nicht zum Besten des Volkes zu handeln vermeint. Wir haben noch nicht die sachliche Objek- irvität und den zeitlichen Abstand eine so । grundstürzende Epoche', wie die unsrige, in | ihren verborgenen und darum nicht minder I wichtigen Zusammenhängen, zu erkennen. Es I führt zu nichts, hier unb da ein Gliedchen ' der großen Kette hcrauszureißen und zu sagen: „Seht, hier ist die Wahrheit", während es nur ein Bruchstück ist, das im Zu- i sammenhang entgegengesetzte Bedeutung ge- wiimen kann. Eine solche Art der Wahrheitsforschung ist eher eine Wahrheitsverschleierung. Und hat es nicht den Anschein, als sei es unserer Regierung darum zu tun, durch solche Wahrheitsverschleierung unsere Blicke für Aufgaben zu verschleiern, die ihr näher liegen sollten und die sie noch nicht zu lösen vermochte? Alle diese Aufgaben, die der Lösung harren, lassen sich im Rahmen einer kurzen Betrachtung nicht einmal aufzählen. Immer intb immer wieder ließe sich dabei die Frage «heben: „Was gedenkt die Regierung dagegen zu tun?" Eines sei hervorgehoben, was uns mit schwerster Sorge erfüllen muß. Nach fünfjähriger systematischer Aushöhlung seiner körperlichen Kräfte tarnt nun der Deutsche für schweres Geld sich soweit unrationierte Lebensmittel beschaffen, daß er wenigstens einem weiteren Kräftevarfall entgegenzuwir- !en vermag. Nach öjähriger seelischer Höchstspannung työnnt sich mancher eipto Parze Erholung in einem Winkel des Deutschland, das uns noch.geblieben ist. Er wird heirnkehren, und es wird in den Winter gehen. Und dieser Winter wird vielleicht furchtbarer sein, als die letzten Winter des Krieges. Wir werden vielleicht keinen Brand haben und kein Licht. Wir werden unseren Verkehr emsch-ränken, müssen. Die Ernährung wird einschneidende 1 Störungen erfahren. Wir werden die Kohlen- forberungen des Friedensvertrages nicht erfüllen, gegen Kohle keine Nahrungsmittel im Ausland kaufen können. Wer auf dem Lande herumkommt, weiß, wie jetzt schon unsere Ernte gefährdet ist, weil es an Druschkohlen mangelt. Eine Kohlenkonferenz hat in den letzten Tagen unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten Bauer in Berlin stattgefunden. Ihr Ergebnis war niederschmetternd. Der Rückgang der Produktion ist so groß, daß sie droht, das Verkehrswesen und die Industrie lahmzulegen. Wenn auch von den Alliierten zugegeben wurde, daß die Lieferung der lnc Friedensvertrag festgelegten Menge von 4® Millionen Tonnen eine physische Unmög- llchleit ist, so werden sie doch auf Lieferung erheblichen Mengen bestehen, denn die Dohlenlnappheit ist eine Weltkrisis. Daher isst auch an Einfuhr von. Kohle nicht zu denken. «.'Der kommende Winter", so lautet der Trost preußischen Eisenbahnministers, „wird / Deutschland auf jeden Falt in Hinsicht auf Einfuhrmaterial die einschneidendsten «ulschränkungen auferlegen, er wird eine «ohlerrnot von großer Härte mit manchen unvermeidlichen Entbehrungen für die Bevölkerung bringen." Unter solchen Umständen ist ein preußischer Erlaß, der in den preußischen Staatsforsten ein Drittel Brennholz mehr als bisher schlagen läßt, auch nur eine mäßige Abhilfe. Die Kernfrage deS Problems ist, wie die Regierung die Arbeitswilligkeit in den Gruben, die dauernd von wilden Streiks heimgesucht werden, wieder erweckt. Stellte dock) ein Delegierter aus dem Ruhrgebiet fest, daß im laufenden -Monat auf 27 Arbeitsschichten von 7 Stunden in 27 Arbeitstagen 31/2 Feierschichten auf den Mann kamen. Und in den Arbeitsschichten ist die Produktion so schwach, daß der „Vorwärts" die Möglichkeit voraussieht, die Entente werde durch Einfuhr fremder Arbeitskräfte eine Erhöhung der deutschen Steinkohlenförderung erzwingen, woduttch wir uns im Gebiet der gesamten Steinkohlenindustrie einer erhöhten wirtschaftlichen Versklavung durch die Entente aussetzten. Es besteht sogar die Gefahr, daß sich die Entente bei Nichterfüllung der Friedensbedingungen des Ruhrgebietcs bemächtigt. Was gedenkt die Regierung zur Hebung der Kohlenproduktion zu tun? Das ist eine Frage, die uns mehr bewegt als die Frage wer schuldiger ist, als Herr Erzberger, damit man Pie Mißstimmung des Volkes auf ihn abwälzen kann. Diese Frage berührt uns auch mehr, als die Vorgänge im Osten unseres Reiches, wo ein Habsbürg den Bolschewisten Bela Khun in der Regierung Ungarns abgelöst hat. Mögen die Weltverbesserer und Weltverteiler in Versailles, möge die Entente dort Ordnung schassen. „Was gehen uns die Sorgen des reichen Herrn Rothschild an", sagte dieser Tage Theodor Wolff im „Berliner Tageblatt im Hinblick auf die Verwicklungen, die der Entente bei ihrer Grenzregulierung in Europa und Asien aufleimen. Uns liegt auch hier näher. Daß uns die eigenen Grenzen so wie sie uns beschnitten wurden, erhalten bleiben. Schwere Sorgen lasten auch hier auf uns. Für eine Neugruppierung der Territvriälstaa- ten unter Betonung der Stammeszugehörig- keit treten auch wir ein, aber wir verurteilen jedes landesverräterische Treiben, das in Loslösungsbestrebungen vom Reiche gipfelt. Die Bewegung für eine Neugestaltung der innerdeutschen Grenzen wächst überall, zumal in den Grenzlanden, und die „Köln. Volksztg." hat recht, daß Volksbewegungen nicht mit Paragraphen wtzuschlagen sind. Es ist fraglich, ob bei dem Sturmlauf in den Rheinlau- den die Sperrfrist des § 18 der Reichsverfassung beibehalten werden kann. Das im Rheinland mächtige Zentrum hat sich durch eine Entschließung des Augustinusvereins (Kath. Preßverein) gegen seine Abgeordneten der Nationalversammlung, die für die Sperrzeit stimmten, erneut der Rheinlandfrage angenommen. Die „Köln. Volksztg." hofft auf einen Kompromiß mit den Zentrumsabgeordneten der Nationalversammlung und den ausgesprochenen Anhängern einer Rheinischen Republik bzw. eines Rheinischen Gliedstaates. Das Zentrum will also erneut mit dem Landesverräter Dorten zusammengehen und seine Sache zu der eigenen machen. Unter solchen Umständen ist die Betonung, daß man den westdeutschen Gliedstaat „im Rahmen des Deutschen Reiches" wolle, ohne Wert, denn Dorten und Konsorten sind mit den Alliierten so liiert, daß ein losgelöstes Rheinland sofort französischem Einfluß unterstellt wäre. Dem entgegenzuarbeiten ist unsere unabweisbare Pflicht. Volksbewegungen lassen sich nicht mit Paragraphen totschlagen, aber sie müssen in die rechten Bahnen gelenkt werden. Das besetzte Gebiet darf nicht sich selbst überlassen, es muß durch Zusammenschluß mit weiten, rechtsrheinischen Gebieten — wie es dec Plan Groß-Hessen oder Nheinfranken vorsieht — mit dem deutschen Reiche unlöslich verankert werden. Der grofeügigen Propaganda, die Torten wahrscheinlich sogar mit französischen Geldern entfaltet, muß von uns aus entgegengearbeitet werden. Der dentsckie Michel darf nicht wieder schlafen, wenn ihm unersetzlichste Glieder -entrissen werden sollen. Wie können wir ein neues Haus errichten, wenn wir uw- tätig zusehen, daß uns die Wände eingertffen werden! Richten wir den Blick von der Vergangenheit auf Gegenwart und Zukunft! Gefahr eines neuen Cisenbahnerftreiks. Berlin, 8. Aug. Der „Berl. Lokalanz." erfährt von zuständiger Stelle: Der neuen Streck- Hetze unter den Eisenbahnern, die von Erfurt crus unter Leitung des Rechnungsrev'.sors Sch u tz ftebbTroirb von der Regierung größte Wichtigkeit beigemessen. Gewisse Vorgänge lasten nämlich erkennen, daß diese neue Bewegung mit kommunisliick)eii Wühlereien zusrmmenhangk Von verschiedenen lommnnsttischen Führern in Mitteldeutschland ist nämlich in den letzten Tagen erstatt worden, daß man in vier, spätestens aber m lechs Wochen losschlagen würde, um m D e u t) ch l a n d die Macht an sich iu reißen. In erster Linie müßte man dafür sorgen, den gesamten Verkehr in Deutschland still z ule ge n, da mit die Regierungsmaßnahmcn bei diesem neuen Putsch möglichst ecschtoert würden. So steht )ich denn das Ministerium der öffentlichen Arbeiten der drohenden Gefahr eines neuen Erie n- bahnerstreiks gegenüber. Dabei hat stch bic Regierung nicht nur an ihre Versprechungen gehalten und sie praktisch durchgeführt, es ist nicht nur eine Reihe mittlerer Eifenbahnbeamten in höhere Stellen ausgerückt, sondern es sind auch andere Wünsche der Eisenbahner erfüllt worden oder gehen der Erfüllung. entgegen. Trotzdem den Eisenbahnern alles dies bekannt ist, sind sie bereits am 6. Juli in Erfurt zu einer neuen Versammlung zusammen getreten, in der die Vorbereitungen für einen neuen Streik getroffen wur- ocn. Von der Eisenbahndirektion wurde seitdem nicht nur das Ministerium ständig auf dem Laufenden gehalten, sondern man versuchte, die Ersen- bahner über das niederträchtige Treiben radikaler Drahtzieher aufzuklären. Trotzdem haben die a^cker der neuen Bewegung einen ziemlichen Anhang gewonnen. Es ist festgestellt worden, daß es fach um eine kleine Clique handelt, die aus persönlichem El/rgeiz diese Bewegung schürt, dhe unter der Flagge der Demokratisierung der Eisenbahnen die große Masse der Eisenbahner irre- führt. Es sind Anzeichen vorhanden, daß die große Masse der Eisenbahner dm Ausstand gar nicht haben will, und es ist sehr zu bezweifeln, daß bei einer einwandfreien Abstimmung sich eine große Anzahl für diese Lockung einfangen läßt. Aber es ttrirb der unglaublichste Terror aus - geübt. Unter der Drohung, daß sich weigernde Eilmbahner unweigerlich an die Lust gesetzt wer- ben, erpressen die Schürer der Bewegung mit allen Mitteln Beiträge für einen Streikfonds. Da die Bewegung bereits auf mehrere Punkte Mitteldeutschlands über gegriffen hat, kann man ersehen, wie gefährlich sie ist. Von der Regierung, die schon unter dem Zwang der drohenden Kohlmnot mit den größten Schwierigkeiten zu rechnen hat, werden alle Maßnahmen getroffen, um die Bewegung zu unterdrücksr. * Italienische Arbeiter für die Saargrrrveu. Bern, 8. Aug. (Wolff.) Das Zentralorgan der italienischen Gewerkschaften teilt mit, daß Frankreich von Italien 150 000 Arbeiter erbeten habe, die in den 93ergroertat des Saarbeckens die deutschen Bergarbeiter ersetzen sollen, weil diese unter dm versklavenden Arbeitsbedingungen nicht arbeiten wollten. Das Blatt fordert die italicnischm Arbeiter aus, alle von Frankreich ausgehenden Arbeitsanerbieten mit dem größten Mißtrauen aufzunehmen. Englands Kohlenförderung. London, 8. Aua. (Wolff.) Reuter. Im Unterhaus teilte Bridgeman mit, daß die Kohlenförderung in der mit dem 27. Juli endigenden Woche nur 2*/2 Millionen ergeben habe. Das bedeute gegenüber den durchschnittlichen Wochenziffern für die Periode vor dem 16. Juli eine Verminderung um nahezu 50 Prozent. Schwierige finanzielle Lage Englands. London, 8. Aug. (Wolff.) Reuter. Im Unterhaus gab Chamberlain eine sehr ernste Erklärung über die finanzielle Lage ab und sagte: Wenn Die Ausgaben nicht vermindert werden und die Produktion nicht vermehrt wird, geht das Land ge^adewegsdem Bankerottentge- g e n. Das einzige Heilmittel für den ungünstigen Stand der Valuta sei, die Einfuhr zu vermindern und die Ausfuhr nach den Ländern zu vermehren, die bar zahlen könnten. Man werde der Lage Herr werden können, wenn das Volk den Schwierigkeiten geeinigt und mit Patriotismus begegne. Ein weiterer Rechtfertigungsversuch der Regierung. Berlin, 8. Aug. (Wolff.) In der „Deut- schm Allgemeinm Zeitung" von heute abend wird von besonderer Seite unter der Nebers chri ft „Wie ich es auffasse — Herr Michaelis und die Frie- dmsfühler" ein Artikel veröffentlicht, der sich gegen die Michaels - Hindenburtzs - Luden- dorff-Helfferich-Erklärung über die Vorgänge vom September 1917 wendet: „Wenn Michelis seine und die Haltung der Regierung zu rechtfertigen sucht dadurch, daß er die Ernsthaftigkeit des englischen Friedensfühlers wegleug- net, so hat er immer noch nicht verstanden, woran es ankommt. Die damalige Regierung ist nicht schuldlos, weil die Engländer es an einem ernsthaften Friedenswillen haben fehlen lassen, sondettt sie hat schuldhaft gehandelt, weil sie einen ernsthaften Friedenswillen niem al s bewiesen hat. Die Regierung hat ganz richtig in der belgischen Frage das Kernstück der Fttedens- äktion erkannt. Trotzdem und trotz ihrer Ver- fprechm an die Parteiführer hat sie sich niemals zu einer Erklärung über Belgien verstehen formen. Gerade die Stelle, die die größte Macht und den stärksten Einfluß hatte, war am weitesten entfernt von der Zustimmung zu einer solchen Erklärung. Dies geht am klarsten aus dem Schreiben Michaelis an Hindenburg vom 12. September 1917 hervor. In diesem teilt er mit, daß er die Forderung der Obersten Heeresleitung in seine Vcrhandlungspläne aufgenommen habe. Durch H armesworths Darlegungen im Unterhaus ist der Beweis geliefert, daß auch der neutrale Vermittler zu einer Erklärung von deutscher Seite nicht ermächtigt war. Harmesworth begründet auch das Scheitern jedes weiteren FrüchepsgespräckZS damit, daß die deutsche Regierung keine Erklärung über Belgien abgegeben habe. Der Artikel schließt: Michaelis führt durch seine ganze Darstellung, die sich bezeichnendenveise auf das Zeugnis von Herren stützt, die bis vor kurzem feierlich erklärt haben, sie wußten von der ganzen Angelegenheit nichts, lediglich den Beweis, daß auch über ferner Leitung der auswärtigen Polittk und seine Einschätzung von Begriffen wie territoriale Integrität mtb Souveränität die verhängnisvoll« Motte stehen: Wie ich es auffasse." Eine Abstimmung in Ratibor. Berlin, 8. Aug. (Wolfl.) Der „Vor- wärts" meldet: Bekanntlich ist dem südlichen Teil des oberfchlesischen Bezirkes Ratibov von der Entente oas Recht auf Volksabstimmung nicht zuerkannt worden. Wie wenig aber die Bevölkerung des Ratt- borer Bezirks geneigt ist von Deutschland loszukommen, beweist eine Abstimmung, di« spontan aus der Bevölkerung entftanben ist und die alle Wahlberechttgten einschließt. 95 Prozent aller Wahlberechttgten stimmten für Deutschland, die übrigen fünf, Prozent verhielten sich indifferent und nur, vereinzelte Stimmen erklärten sich für den Anschluß gn Tschecho-Slawien. Die proviforische Negierung in Budapest. Budapest, 8. Aug. (Ung. Korr.-BureTu.> Die provisorische Regierung wird solange im Amte bleiben, bis der Erzherzog nach Anhörung dec Landbevölkerung, der Arbeiterschaft und der Bürgerschaft ein liebergangskabinett ernennen kann. Ihre erste Ausgabe ist die Aufrecht- .erhaltung des inneren Friedens und der Ordnung^ Die Einwohnerschaft begrüßte die historische Wen-, bujig in dem Geschicke des Landes mit großer Freude. Nach den Stürmen der BergangeitheiL wirkt das Hervortteten der Person des Erzherzogs Joses beruhigend und verheißend. Heute früh erschienen die während der bolschewistische» Aenr unterdrückten Blätter in Extraausgaben,' die int Nu vergriffen waren. Die Häuser tragen festlichen Flaggenfchmuck in den seit Monaten vermißten ungarischen Farben. Aus den Sttahen herrschte den ganzen Tag lebhaftes Treiben. Nach ans der Provinz eingetroffenen Nachrichten sand die Nachricht von der Ernennung der provisorischen Regie« rung auch auf dem Lande überall begeisterte Stuf* nähme. Brandstiftungen in Portugal. Bern/8. Aug. (Wolff.) Der „Temps"! meldet aus L i s s a b 0 n: In der ganzen Provinz und m Lissabon selbst dauern die verbrecherischen Brandstiftungen an. Im Militärpark von Lissabon brach einBrand aus. Es wurden mehrere Verhaftungen vor- genotnmen. Sus dem besetzten Gebiet. Verkehrserleichlerungen im besetzten Gebiet., Der Oberbefehls! aber der 10. Armee, General' Mangin, erläßt eine Reihe von „liebergangs- vvrschriften zur Regelung des Verkehrs der Schifffahrt, der Fischerei und der Jagd int Bereich der 10. Armee", die im Bereich der 10. Armee bedeutende Verkehrserleichterungen bringen, int Verkehr vom unbesetzten ins besetzte Gebiet aber nichts wesentliches ändern. Im besetzten Gebiet fallen die Sperrstunden weg, der Verkehr ist Tag< und Nacht freigegeben. Die rote Karte genügt für. das gesamte besetzte Gebiet, zum betreten des Bereichs der anderen alliierten Armeen bedarf es des Zwischenzonenstempels. Für die Reise ins besetzt» Deutschland können Geleitscheine auf drei Monate ausgestellt werden. Die Rückwanderung er*, folgt nach wie vor durch' das Griesheimer Lager.t Personen, die vor deml 1. August 1914 int besetzten Gebiet ansässig waren, können zurückwandern, ohne daß es einer anderen Förmlichkeit als der Durchsicht ihrer Papiere und der Feststellung der Inden- tttät bebarf. Sie braunen nicht im Xiager zu bleiben. Die Stunde des W i r t s ch a f t s s ch l u s s e s wird auf Mitternacht verlegt. Der Gebrauch des Telephons ist freigegeben. Die Reise aus dem unbesetzten nach dem besetzten Deutschland erfordert einen Geleitschein, der beim Oberbefeblshaber der ^Armee zu beantragen ist. Er wird für längere Zeit als einen Monat nur nach Anhörung des Kreisadministta- tors, für kürzere ohne einen solchen erteilt. Zur Erleichterung von Sonntags- und Feier- tagsausflügen ins besetzte (Gebiet werden besondere Erlaubnisscheine, die unverzüglich ausgestellt werden körnten, von den Verbindungsoffizieren in Frankfurt und Darmstadt foldxn Personen und Gesellschaften bewilligt, die darum nach- Men. Diese Bestimmung ist die wesentlichste Er- leichtenma. Ein besonderer Passus befaßt sich mit dem Aufrttthalt in den Taunusorten und in Wiesbaden. Es heißt dort, daß dafür besondere Vorschriften erlassen werden. Wie der „Mainzer Anz." erfährt, soll es sich dabei, entsprechend dem ganzen ©rmt der Verordnung, ebenfalls um Erleichterungen handeln, insofern als der Verkehr zwischen den Taumisorten, die vielen Kranken und Erholungsbedürftigen Kräftigung bringen, und dem unbesetzten Deutschland anders gestaltet und der- einfacht oder für den Kurgebrauch besondere Bestimmungen gcrioffen werden. Es kann auch daran gedacht werden, daß zahlreiche in der Grenzzone wohnenden Personen Besitz im besetzten Gebiet ha*. eine Lebensnotwendigkeit. «u- Elsatz-Lothringeru lution der französischen deutschen Unabhängigen ruft eit und bet em Nachdnuk Reisekosten, in geringerem Umfange sachliche Geschäftsunkosten, daneben aber auch Ausgaben für reine Parteizwecke. Beim Heer sind an testim- ausgeftaktet würden uno dnrcy i.)-t iivutiie ^uyt mit eignen Gürten, ahne störenden Einfluß oon außen, sich besonders auch für Kriegsteilnehmer sich sehr gut eignen. Für äu fieren Anstrich und Inneneinrichtung^ sowie persönliclre Ausgaben, die durch gemeintoartlicfc Leitung der Anstalt mit rien gehen können. Der Gesetzentwurf einer sechsten Ergänzung des Besoldungsgesetzes wird in allen drei Lesungen Geheimrat S a c m i s ch vom Neichsfinanz- ministerium: Die Regierung ist noch nicht in der Lage, eine erschöpfende Auskunft zu geben, da das Material trotz allen Drängens nur unvollständig vorliegt. Ern Teil der Soldatenräte hat die Rechnungslegung «ckgelehnt. Personenwechsel machten sie an manchen Stellen unmöglich. Im Augenblick ergibt sich folgendes Bild: Die Kosten sind in der Hauptsache persönliche Tagegelder und giuifl oon yuticzt stoartroerten tn dre Hand iXQ Reiches zu legen. Tie Bedeutung der Borlage ist nicht nur eine elektrizilätstvirtschaftliche, sondern darüber hinaus in erster Linie eine allgemeur volkswirlschastlickre. Ter Gesetzentwurf ist vor allen Dingen dazu bestimmt, die Lücke in unserer Kohlen- NDÄ •»U ob, fpöterxn f»Äen 8efu™ JLbol.e unter gt ffSFSi E°hn«Nl ff Ih ?Wbote MJslm *y> 710A»*«A- e ~~--- «wssf Arrs Stadt rrnd Land. Gießen, den 9. Jlug. 1919 Stehen und die hinterlandbahn. Von Prof. Dr. Sommer, Geh. Mcdizimlral in Gießen. Bei der am 2. August in Marburg a. L. ab gehaltenen Versammlung des ArbeitsaussKussck für, das Linterlandbahnprojett war die Steil Gießen leider nicht vertreten. Als Mitglied W Ausschusses wollte ich gern teilnehmen, war abs dienstlich verhindert. Weshalb die Stadt GHefen auch sonst nicht vertreten war, entzieht sich meiner R M.K. Darmstadt, 8. Aug. Der Fumnz- vusschuß der Hessischen Volkskammer tagte heute unter dem Vorsitz des Abg. Eißnert und be- flhäftigte sich in Anwesenheit verschiedener Regie- rungsVertreter sowie der Vertreter der Provinzial- direktion, des Kreisamtes, der Landeskultur-Fw- spektion usw. mit der Regelung der Schaden, int das Unwetter vor einigen Wochen int Modautale verursacht hat. Die Regierung hat eine Reihe von Richtlinien ausgestellt, welche bei der Festt Stellung und Regelung der Schäden grundlegend fein sollen. Sie gipfeln darin, daß die durch Sach- HÄ *4 I I fw* »Örfor feg öS iBZgrgenständ *»Lom,Sv M tudrM® •r Gießen fe' tn* 1 «fit bew^ten M mw csl Wng im ** Zettl «ranfrei^t -rit hn Postweg -Oberhe IlSrrliner r lich iMen Mitt teMIimg mors' stnbrodjen, cm Mock antti m "Zu eint töt am er aver an eine Benutzung nicht denken tonnten, die ihnen nunmehr ermöglicht werden würde. Jedenfalls bedeuten die dreuregelungen bei den engen wirtschaftlichen Und familiären Beziehungen des Rheinmaingebietes eine Erleichterung, die sehr angenehm empfunden werden wird. Ein Staatskommissar für das besetzte Hessen. ma. Worms, 8. Aug. Der „Wormser Zeitung" zufolge beabsichtigen für das besetzte linksrheinische Gebiet und beit Brückenkopf Kehl die in Betracht kommenden Etnzel- staaten, also Bayern, Hessen und Baden, je einen eigenen Staatskommissar an den Sitz des Reichskommissars für das besetzte Rheinland im Einverständnis mit der Reichs regie- rung zu entsenden. Soviel das Blatt hört, ist für Hessen Kreisdirektor Kranzbühle r in Erbach bestimmt. KersammlungSverbot im Saargcbvet. hl. Saarbrücken, 8. August. Auf Befehl des Marschalls F o ch ist durch Verfügung des obersten Rates des Saargebietes jede politische Versammlung verboten worden. Die Rache. fn. Landau, 8. Aug. Das Kriegsgericht der 8. Armee in Landau hat den prakt. Arzt Dc. Eduard Schmitt wegen eines zwei Jahre zurückliegenden Falles von Mißhandlung eines franz. Kriegsgefangenen zunächst zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, dann aber die Strafe auf 1OOO Fr. Geldbuße ermäßigt. «Schmitt hatte einen aufsässigen franz. «Soldaten mit der Reitpeitsche geschlagen, nachdem der betreffende Infanterist ihm die Ehrenbezeugung verweigert und dem Arzt die Pfeife aus dem Munde geschlagen hatte. Berlin, 8. Aug. (W. B.) Das Reichsnnni- ferhim hat in seiner Sitzung vom 7. August dem Entwurf des Betriebsrätegesetzes seine Zustimmung erteilt Derselbe geht nunmehr dem Staatenaus- chuß zur verfassungsmäßigen Beschlußfassung zu und wird alsdann sofort der Nationalversammlung vorgelegt. Die Veröffentlichung des Gesetzentwurfs im Reichsanzeiser steht unmittelbar bevor. der Gliedstaaten rüttelt der Gesetzentwurf nicht, er geht aber darüber hinaus im eigensten Zn- terefic der Länder, indem er durch das Hmzu- treten des Reiches den vollen Ausgleich für dl.' Wasserkräfte bringt und deren Ausdeh-mng au, ganz Deutschland möglich macht. Tie Gliedstaaten sind heute schon mit Rücksicht ans, ihre Finanzlage dazu nicht im Staute. Neben feilten allgemeinen wirtsck>aftlick)en Zielen erstrebt die Vorlage noch erhebliche Ersparnffle mnerbalb der Elektrizitätswirtschaft selbst. Es wird erlwfft, daß das Unternehmen $u einer Einnahmequelle für das Reich wird. Es ist _beabsichtigt, durchweg für den Betrieb, die Gefell- schaftsferm zu wählen. Ter Schwierigkeiten, die in ter Materie liegen, sind wir uns bewußt, aber gerate in Hinsicht auf die schlechten Finanzen und den Tiefstand der Volkswirtschaft des Teutsck>en Okicfcs ist dieser großzügige Plan für uns eine unaufschiebbare Pflicht und für das Reich Beurteilung. Im Hinblick ans meine frühere Beschäftigmi«! mit den betreffenden Eisenbahnftagen möchte ich die Sachlage hier kurz darlegen. Ich habe stet- betont, daß aus dem Hinterlandbahnprojekt tun dann etwas Vernünftiges werden kann, wenn dasselbe in dem größeren Zusammenhang ein« leistungsfähigen Eisenbahnverbindung von den südöstlichen Westfalen, speziell von Regierungsbezirk Arnsberg über, Altenhunden nach Laasphe und Bie-- denkops und durch das sogenannte Hinterland in das Lahntal bei Gießen und Wetzlar aufgefaßt und betrieb wird. Andernfalls wird ein größtenteils iß; brauchbares Stückwerk entstehen. Ich verweise cu; meinen Vortrag über „Lahnkanal und Eisenbata netz" in dem Bericht über die Sitzung des LM- kanalvereins in Limburg im Jahre 1916. Te natürliche Anschlußpunkt dieser Bahn von W falen zum Lahntal, die ein außerordentlich wichtiges Glied der neuen Reichseisenbahnen iucru’r. kann, liegt in dem breiten Talkessel bei Gießen von wo die Verbindungen nach Süden (Franl- furt) und Osten (Fulda und Gelnhausen) Weggehen. Man kann aber aus wirtschaftlichen Grün den der Bahn eine weitere Endlinie nach Wek- lar geben, wie es von dem Ausschuß g* wird. Die Trennung dieser Endlinien würde bc Hohensolms erfolgen, wohin die Bahn |o’ Biedenkopf aus führen würde. Die wirtschaftlichen Gründe, die für eme W Eisenbahnverbindung schon längst gesprochen M>?r. sind durch den Ausgang des Krieges iwch toeleni' lich verstärkt worden. Das Biebertal muß V bedingt besser erschlossen werden, als eS durch b jetzige Kleinbahn geschehen kann. Dazu kommt n Mineralreichtum im mittleren und nördlichen M des leises Biedenkopf. Ist daS -aber ein GrM um die Stadt Gießen, die unter ihren 15- glücklichen Eisenbahnverhältnissen schon außerordentlich leidet, mit den ganzen Koswn oc Ablösung der Biebertalbahn. wofür m. SB. tt Ausbruch des Krieges 600 000 Mark in Setict fernen, zu belasten? Die peripherische, Lage dc Stadt als Hauptstadt von Oberhessen dicht au * preußischen Grenze ist eine wirtschaftlich und Iw kehrstechnisch höchst schwierige. Die bishengp Verhandlungen über das Hinterlandbahnproiv l bllden, soweit die Beziehungen zu der preuWH hessischen Staatsbahn in Betracht fommen, tirj wahre Karikatur großzügiger kehrspolitik. Das Gleiche gilt für das SLW sal ter Bestrebungen der Stadt Gießen, eine eM» trische Bahn nach Krofdorf, das am wan-n des Gießener Talkessels in Preußen liegt, zu bautir Das jetzige preußische Ministerin wird gebeten, die früheren Ents chc' düngen in dieser Sache, die mbictb mit der Hinterlandbahnfragezu sammenhängt, genau na4»“brfife Eine Besserung dieser Verhältnisse ist m. E. ij- zu erwarten, wenn bei der Aeugliederun, der deutschen Bundesstaaten GieS verkehrspolitisch aus feiner bish- rigen Isolierung her a usko mm t u" die natürlichen topographischen W hältiiisse bei der Lösung von J kehrsf ragen in den Vorder gru ni Ct ohne Debatte angenommen. Bei ter Beratung des Gesetzes über die ergänzenden Maßnahmen gegen die Kapitalsabwanderung erklärt Abg. Wald stein (Dem.): Das Gesetz will die Devisenordnunsi bom 8.2.1917 auiheben, läßt aber die gleiche Materie betreffenden Verordnungen bestthen. Das ist ein eigentümlicher widerspruchsvoller Zustand. Wir be- ™ .„..m vuuuv, MUD MV- ------- I antragen deshalb Ucbertoeifung an den Zehneraus- Erftänbige festgestellten Schäden nur insoweit ver- schust Im übrigen tegrützen wir es freudig, daß gütet tobten sollen, als die Gesck)Ängten nicht in meter mn.Stuck Kriegswirtschaft fällt. der Sage sind, aus eigenen Mitteln die Wieder- . Reichsiiimnzmimstcr E r z. ber g e r erklärte sich berftelSnaen zu veranlassen, ferner nur soweit es mit der.Ausschußberatung einverstanden. Für einen ’eÄJTSö ürit «ftcMüSei rafdjen Abbau der KmgAm.tschast ist L- stunze tm Wirtsckxiftsleben verbunden sind. Hagelschäden Regierung. Die Aufhebung der entsprechenden Verfetten im allgemeinen n i ch t vergütet werden, eben- ordnungen ist m Äuslicht genommen. Termine fe auch festgestellte Schäden unter 50 Mk. Im Übri- können ledoch nicht angegeben werten Rur wird £n werten die Schäden nur zu 50 Proz. vergütet die Regierung alles tun, um möglichst schnell aus tob können auch in Naturalien, Viehfutter, Saat- der Krwg^irtschaft herauszukommen gut, Düngermittel beglichen werten. Auch über die . Das Gesetz wird dem Zehnerausschuß über- Zusauimensetzmig der abschätzenten KonimMon | wiesen. k = c 4. 5 -t. W eingehende Bestimmungen getroffen. Die Koni- Es folgt die erstt Bnatung des Gesetzes über Klixmmfegen das Ergebnis ihrer Feststellimgen die Sozialisierung ter Elektrizitatswirtsckwfr g Kreisamt vor, welches sie an das Landes- Minister Meyer: . Der, Entwurf bezweckt emährungsamt weitergibt. Dieses fällt im Eiir- erstens die Schaffung eines im Relchseigeiitum terständms mit dem Finanzausschuß ter Volks- stehenden ElekttizrtSts - Hochstspaimung - Lmtungs- tanrmer die Entscheidung. DieAuszahlung erfolgt Netzes, das sich im Laufe der Jahre alml.ich dem durch die Kreiskasse, kann ater von tent Nachweis deutschen Eisenbahnnetz über das ganze Reich ans-^ «m ter Ausführung der Arbeiten abhängig 90 breiten soll, und zweitens du Sicherung emes Macht werden. Den Gemeinden nürd die alsbaldige maßgebenten Emfluffes des Reiche^ auf die te- Nachsuchung Um Ausführung ter Feldtereinigung stehenden und noch zu errichtenden Elektrizitats- tzm Interesse einer Regulierung der Wasserläufe erzeugungsanlagen größeren «Stils. Ausgabe des empfohlen. Diese Richtlinien fanden die einstim- Höchstspannimgleitungsnetze^wird es fein, die in Nffge Genehmigung des Aussckmsfes. den verschiedenen Elektrizitatserzeugungsanlagen Der Ausschust beschäftigte sich weiter mit einer gewonnenen Ueberschußenergien zusammenzufas en, Vorlage der Regierung tetr, die Errichtung einer I gegenseitig auszugleichen und sie ter Allgememheii fieifflättc für nervöse Kranke im An- in weit höherem Maße als bisher,nutzbar zu schluß an die Landesheilstätte in Gießen. In machen. Mit der Durchführung dieses Gesetzes Anbetracht der auch durch ten Krieg stark ter- übernimmt das Reich monopolistisch die Aufgabe mehrten Zahl ter Nervenkranken hat sich das des Großttansportes der elektrisck)en Energie. Der Bedürfnis für Errichtung einer Nervenheilanstalt Entwurf macht auch vor den Anlagen ter berausgestellt, wie fic in anderen «Staaten ebenfalls Länder nicht Halt, und es ist zu begrüßen, schon aeschasseu wurten. In der Gießener San daß die Länder ihre Zustimmung dazu teslierlanstalt hat man mit der bisherigen Be- gegeben haben. Em Monopol des Reiches Handlung solcher Kranken ausgezeichnete Erfolge m der Beherrschung der Stromerzeugunqs- erLielt da von 125 dort Aufgenommenen 115 als anlagen festzulegen erscheint hier mcht mogltrt. aebeilt entlassen werten konnten. Erne Vergröße- Es muß darauf Rücksicht genommen werten, daß Nina läßt sich durch die Herstellung zweier aller- sich jetzt schon ein erhebluher Teil ter großen Elek- binas stark verwohnter anliegender Landhäuser j trizitätserzeugmigsanlagen m ter 5>and von Kom- ' >ir Aufnahme von etwa 30 Nervenkranken leicht i munen und Ländern befindet, und erscheint daher v r 'chmm die in der Art ter Volksheilstütten l ausreichend, nur die privatkapitalistische Beteilt fn. Ludwigshafen, 8. Aug. Der Oberbefehlshaber der Besatzungstruppen in der Rheinpfalz macht bekannt, daß künftig keine Kontrollversammlungen in der von den Franzosen besetzten Zone mchp stattfinden werden. Dagegen werden die Listen der demobilisierten Militärpersonen weiterge- führt. — Die meisten Stadtverwaltungen in der Pfalz haben beschlossen, die Abhaltung von Kirchweih- und Erntefesten in diesem Jahre nicht zu gestatten, im Hinblick auf den Ernst und die Schwere der Zeit und die Knappheit der Lebensmittelvorräte. MSbl. Mol Mlitfaimmer Amen u. eleftr. oMwnter z. norm lI»z»ü,Echgne mffbl. zi Ito ob. lä Tevt. Bieten. NcihereS _ vnbnbosftr, Cnmöbl. Z1b »vermieten Hrofborfergh Deutsche Nationalversammlung. Freitag, ten 8. August. Präsident Fehreubach eröffnet die Sitzung um Vs4 Uhr. Auf ter Tagesordnung stehen zmiächst Ainfta- gcn. Abg. Stei nsdorff (Dem.) verlangt on- geficht-.' ter bevorsdeheuten Verdopplung ter Gebühren für ten Fernsprech- und Delegraphen- oerkehr beftimmte Garantien für die Wiederherstellung des normalen Bettiebes, da jetzt fast nur dringende Gespräck;e und Telegramme einigermaßen Aussicht auf rechtzeitige Erledigung haben. Ter Direktor im Reicktspostministerium, Koehler, gibt eine Uebersicht über die Steigerung des Verkehrs auf diesem Gebiet. Tie Leitungen hätten toährend des Krieges nicht vermehrt inerten können, gegenwärtig geschehe aber alles, um ten Mißständen abzuhelfen. Abg. Kuhnert (Unabh.) fragt u. a_, ob die Regierung bereit sei, ter Vergeudung ter diesjährigen Gerstenernte durch ein völliges Verbot des Brauens und Vremvens entgegen;utreten. Geheimrat Dr. Beherlein ankivorlet dahin, daß auch für das neue Wirtschaftsjahr eine wesentliche Einschränkung erfolgt. In welchem Umfange kann erst bestimmt werten, wenn ter Ausfall ter Gferftenernte zu übersehen ift Abg. Graf zu Dohna (D. Vp.) fragt an, welche Maßnahmen die Reichsregierung gegen ten völkerrechts'widrigen Zwang ter wirtschaftlichen Abteilung des Besatzungsheeres in Aachen gegen Aachener Firmen zur Preisgabe von Geschäftsgeheimnissen ergreifen wolle. Geh. Rat v. Welser erwidert, daß die Aw- gelegenheit bei den nächsten Verhandlungen zur Sprache kommen fette. Abg. Hartmann -Berlin (Dem.) fragt nach dem Ergebnis der Rechnungslegung der Arbeiterund Soldatenräte. 3ntem(rtionakr Sojtaliftentongrefj. Luzern, 8. Aug. (Wolff.) Gestern nachmittag fand eine öffentliche Sitzung statt. Sre war ast ausschließlich mit dem Lesen und Uebersetzen »es bis jetzt vorliegenden Telles des Kommis s i 0 n s ber i ch t e i und einer von ter fran- zösischen Mehrh-Ä und ten deutschen Unabhängigen eingebrachten Gegen re sol n tto n. aus- gefüllt. Der erste Abschnitt des Kvmnnsswns- berichts begrüßt in ter Einleitung die neuen sv- zialistischen Regierungen und verspricht diesen die Unterstützung ter internationalen Ar- beiterbemegung. Die ArbefterNassen aller Lander beweisen, daß die teste Frietensgarmttie dann liegt, daß sie selbst zur Macht gelangen. Noch nie war die Lage so tief vevoluttonär und me günstiger zur Ausbammg einer ferialistischen Organisation. _ . Im zweiten Abschnitt Wer die tzrredenK- vertrage wird feftgcftcIÜ, daß erst nach Unterzeichnung des Frietensvertrages die Jnternativ- nale daran geben kann, mit aller Energie für eine Aenderung dieser Verträge in einem für die Versöhnung ter Völfer günstigen Sinn ern- zutteten. Die Internationale betrachtet die Worte des deutschen Ministers des Auswärtigen, Hermann Müller, daß Deutschland alle Anstrengungen machen wird, um in loyaler Weise im Rahmen des Möglick>en, ten Bedingungen des unterzeichneten Friedens verttages nachznkommen, als einen Ausgangspunkt für den Wiederaufbau der Beziehungen zwischen ten Völkern und yirr Zerstreuung des Mißtrauens gegen Deutschland. Diese fort= dauernde Haltung Deutschlands, wird die siegreichen Nationen zu einer Politik ter Mäßigung innngen. Kapitel fordert, daß die Internationale danach streben fett, ten derzeitigen Völkerbund in einen internationalen sozialistischen Staat nmzunmnteln. Der Völkerbund müsse alle Völker umfassen und den Völkern direktes Stimmrecht geben, damit ein direktes WAtparlament zustande komme. Er müsse ferner eine fofertige allgemeine Abrüstung entfetten und die Periode der rnllitärffchen Besetzungen verkürzen. Ter Völkerbund müsse schließlich die Internationalisierung der Rol-materialien, des Schiffsraumes, der Verkehrsmittel, des Valuta- und Münzwesens und die Bezahlung ter Kriegsschulden organisieren, zu welchem Bchnse der Oberste LArtschaftsvtt ter Mliierten in einen allgemeinen Wittschaftsvat des Völkerbundes umgcwantelt werten fett. Tie Internationale verlangt, daß der Völkerbund fefert ent berufen wird. . Ter Mschnitt 4, territoriale Fragen, erklärt, daß durch den Friedensvertrag die an Elsaß-Lotbringen, Schleswig und Pv- l e n verübten Vergewaltigungen wieder gntgemacht worden sind. Tie Alliierten hätten aber neue Ungerechtigkeiten begangen, indem sie ganzen Völkern das R«ht entzogen hätten, ihren Willen zu befunden. Es wird daher das politische Regime tes Saargebietes verwarfen und das Recht Deutsch Oesterreichs zum Anschluß an Deutschland und das Selbstbestimmnngsreckch ter deutschen Gebiete der Tschecho-Slawakai und «Süd-Tivols gefertert. Die west preußisch en Gebiete sollen deutsch bleiben und Polens Zugang zum Baltisckien Meer durch Internationalisierung ter Weichsel und Schaffung des Freihafens Danzig gejick-ert werden. Tie Volksabstimmung hat unterUeberwachung des Völkerbundes zu erfolgen. Im fünften Kapitel über die wirtschaftlichen Fragen wird die sofortige Festsetzung der von Deutschland zu zahlenden Entschädi-I . gungssumme verlangt. Die Lebenshaltung ter> stellt werden. Bern, 8. Ang. lWolff.) Der „Ternps" erfahrt ans Metzr Infolge der Verringerung der deutschen Bevölkerung Lothringens und der großen «Schwierigkeittn für den weitaus größten Teil der Bevölkerung Elsaß-Lothringens tm Gebrauch der ------ ------ , fmntöfiicben Sv racke ist das Verbot aufae- mnngsmäßigen .Kosten bis znm 31. März etwa vmw 10 Uhr abends 38 Millionen Mark aufgewendet worden. Nach hoben worden ^ d^ vvn lO UHr abends , Stetigen Unterlagen hat das Reich min- ab tn den Skaßen und bagsnber in der 100 Mlllionen eingebüßt. (Lebhaftes Hört, Straßenbahn nicht 5veutsch gefprochen wer- ^chts und in ter Mitte.) Die mitgcteilfert den durfte. Die „Humanitö" äußert sich scharf Poften Bundesstaaten belaufen sich auf etwa gegen das Uebergangsregirne, das für Elsaß- 22 Millionen Mark, in Preußen allein 19 Mlllio- Lothringen geplant ist und das den Sozia- nen. Das Reichsfinanzminifterirrm stellt eine Ge- listen eine Unmenge von Wünschen und samtübersicht noch vor ter Vertagung der Ratio- ^nrhentnaen versaat nalversammlung in Aussicht Forderungen ver, a g r. Präsident Fehrenbach schlägt als Ergebnis Liquidierung der deutschen Guter ttt I Besprechung mit dem Aeltestenausschuß vor, Elsatz-Lothringen. I heute den Gesetzentwurf über die Sozialisierung Nerfailles. 7 Aua. (Wolff.) Der ter Elekttizitätswirtschast soweit auf die Tages- 5^ber st eRatvonElfaß-Lothringen ordmmg zu stellen, als die einleitende Rede des ® Äs>S F nach baldiger ^tquidierung der deut linnen. Am Montag und folgende Tage soll s ch e n Es U t e r m Elsaß-Lothrmgen aus. I ferner die zwette S^ratung r^rschiedener neuer ---------- 1 Gesetze sowie die erste Beratung ter großen «Steuer» Um« ftefkm I Vorlage stattsinten, die mit einer Rede tes Finanz- M t Ministers eröffnet werten fett. Wenn alles gut Aus dem Finanzausschuß. gebt, werten wir heute in 14 Tagen in die Fo- IVermletun ä Mj! itrnfiblZlnmeT kchön möbL L Betten, eleftr. raum, Sochgele, vermieten. 8 selbst ün stellen. Wett-Aos ter Hauptanstalt auf ein Mindestmaß zurückgeführt» persorgung, mit ter wir nun einmal, rechnen müh werden könnten, entstehen etwa 76 550 an Kosten, Jen, auszugleichen. Freilich wird das Ziel erst welche im Voranschlag für 1920 vorgesehen wer- l nach Jahren erreicht werden, doch werten sich den sollen. Die Durchführung ter Maßnahmen soll ) kleine Erfolge auch schon für ten bctwrltctenteii aber alsbald erfolgen. Der Ausgabe steht übrigens 'Winter erreichen lassen. An den Konzessfensrechfen eine Einnahme von "8 Mk. pro Tag für jedes Bett mit zusammen 87 600 Mk. gegenüber. Der Ausschuß stimmt dem Vorschlag einstimmig zu und vertagt sich dann bis auf weitens. | VermietungenMA. Q. ji w«aM ' nebst 5küche von jungem s«M Ml Wohnung. Schriftliche Angebote unter 015132 an den (tzießener An^ctger. und Land. l, den 9. Ang. 1918 WnIaMG ier, Geh. Medizml- icBtn, ft m Marburg ttl t bti WtScaiL^ Troitä mr tw L-! tten. Ms MM nv fcW, M a Ä^d txt Stobt M war, aüztchtsut^r ine frfibert W® Ebevaar für sofort oder später au mieten gesucht. Schr. Angeb. unt. 015628 a. d. Gießener Anzeiger. Schön möbl. Zi nmer, L Betten. etektr.L.,Nebenraum, Kochgelegenheit, au vermieten. Wäsche ist selbst au stellen. 0207 Wett-Anlage 31, M O b l. Wobn- und Schlafzimmer mit zwei Beiten u. elektr. Licht sof. ob. sväter a. verrn. 9266 A. Rndnä, Schöne Aussicht Out möbl Zlmmerm. V er- pfleÄunR. Bad. Tel 1085. Möbl. Zimmer i mit Berpflegunq au verm. «SM« Naiier-ANe' 115. 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J M^ken gegen > J Staaten ohne tim bvmvnsttxtssömgüe ohne, ;lie Methode anszM Mmission soll neuer: erden. wnsredner erhielt bi einer längeren Rede t Mchtspunkten fritifia ’nen Rechnung gcin- bie große, (juropa nbe Kohlennot, zu de Einberufung einer nu mserenj verlangte. h« durch Aufwendung von über einer Million Mark allein zum Ankauf der lalbahn fördern soll, ist m. E. nur gerechtfertigt, wenn die Ausführung der ganzen Bahn inb zwar eurer zweigleisigen Vollbahn von Westfalen ins Lahntal bei Gießen vom Reick in die Land genommen totrb. Arckernfalls roürbe das von der Stadt verlangt Opfer zu der Schaffung eines nur wenig leistungsfähigen Stückwerkes in keinem Verhältnis **VegendenWucher bei der Vermittlung von Mieträumen hat das Reichsministerium durch eine Verordnung gewisse Angaben in öffentlichen Bekanntmachungen oder sonstigen Mitteilungen für einen gröberen Personenkreis verboten. Es ist nicht erlaubt, Belohnungen für den Nachweis von MietrLumen oder den Abschluß von Mietverträgen über Micträume auszusetzen. Das Angebot darf nicht unter einer Deck ad resse noch unter Aufforderung zur Abgabe von Preisangeboten, noch auch unter der Bedingung des gleichzeitigen Erwerbes von Einrich- mngsgegenständen erfolgen. ** Dom Kommunatverband. Wie wir Toren, wird m der Erledigung der mit der „Gk* sckäflsstelle des Getreitekommunakverbandcs" verknüpften Arbeiten m Kürze insofern eine Aende- nutfl eintreten, als Kaufmann Louis Marcus in Gie ßcn seinem schon nrieter'Tjbtt geäußerten dringenden Wunsch entsprechend, mit dem 15. ds. Mls. aus dem Beamteirkörver des Kommunakver- battdes ausschciden wird, um sich wiederum seinem Berufe widmen zu können. In der Person des Herrn Marcus verliert der Kvmmmmlverband einen betixttyrten Mitarbeiter, der tmhczu 4 Jahre die Geschäftsstelle des Getreidekommunakverbandes geleitet und es durch seine großen Erfahrungen und Sachkenntnisse verstandest hat, die B-olkscr- Nähmng im Kreise Gießen wesentlich zu fördern. ** Zeitungen aus Amerika, Frankreich und England können zurzeit im Postwege noch nicht bezogen werden. ** Oberhessischer Kunstverein. Die 11 Berliner Zeichner bleiben bis einschließlich nächsten Mittwoch ausgestellt. Geöffnet ist die Ausstellung morgen, Sonntag, von 11—3 Uhr Ununterbrochen, an Werktagen von 11—1 Uhr und Mittwoch auch noch von 3—5 Uhr. ** Zu einem Unterhaltungsabend batte am Donnerstag der Empfangsausschuß für heimkehrende Kriegs- und Zivilgcsangenc in Gießen, die aus der Gefangenschaft zuÄckgekehrten Kameraden in der Liebigshöhe versammelt. Mit zu Herzen gehenden Worten begrüßte Tr. Schnei der die Erschienenen, indem er ihnen für das, was sie für Deutschland in der Gefangenschaft leiden mußten, dankte. Darauf brachte der Gesangverein ..Liedertafel" als erstes das Lied ,Dies ift der Tag des Sxrrn" zu Gehör. Geh. Rat Prof. Gi se diu s, der vl St®*, jyj 01” »ft n«*.. m 6 1 --"I V-Zimmer Wobnuug in guter L ne gegen 6- ob. Mcbr Zimmer-Wobng. au tauschen gesucht. Schr. Angebote unter 9025 an den Gieß. Anzettler. Jurist sucht geräumige 5-6 - Zimmer- Wohnung mit Bad znm 1. Oktober. Schrift!. Angebote unter 8094 an den Gieß. Anz. Ruh. Beamtenfam. sucht H-hirtliDg. Ant mhbl. Zimmer sofort ob. 15. Seot. zn vermieten. Nähere- 015633 Bnbnbofstr. 46 p Vnmnbl. Zimmer iS« „dm AusschubF" •SS-' "sS«J SB WH Dik Vtumyt HB uch wn» «>i». Don vttAaftlüb , Ruhige Beamienfamilie, eine | B Vers., 1 Mäbch. 10 I., lÄvier^e. nicht per sofort in befferer 'Sa 3- biS 4-Zimmer- » P"a$t ----- «Arffcii*. Lager zu mieten gesucht. 015652 Carl Schnuck. [Stellenangebote! »V tigLVorä. 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Vorläufig nur schriftliche Angebote mit Angaben der bisherigen Tätigkeit und Zeugnisabschriften aN 9,44 Bänninger G. m. b. H., Gießen. mein MWhwhM KWniitel Imklo gesetzlich geschützt, genau wie Mc Heiuckehoer ebenfalls herzllchst begrüßte, streifte Deutschlands Gesckechee und ließ seine Worte in der Mahnung ausklmgen, nur die Köpfe nickt hängen lassen, sondern weiter aufwärts strebLN, dann wird unser Vaterland wieder zu Ansehen gelangen. Von Tomen des Roten Kreuzes wurden Liebesgaben gespendet, worauf die Liedertafel noch einige Gesänge zur Besten gab, die sämtlich bei» fallend ausgenommen wurden. In einem SÄuß- iuort, das Tr. Schneider an die ehemaligen Kämpfer richtete, wünschte er ihnen glüclli,che Reise in die Heimat. ** Der Verein ehemaliger 116er veranstaltet am 30., 31. August und 1. September in sämtlichen Räumen der LiebigShöl)e ein Wohltätigkeitsfest, dessen ganzer Erlös zu Gunsten zurückgekehrter Kriegsgefangener verwandt wird. Tie Vorbereitungen hierzu sind im Gange, der Festausschuß ist gebildet und eine Anzahl hiesiger Vereine haben ihre Mitwirkung zugffagt, und lo wirb eine schöne vaterländische Veranstaltung, an der sich im Interesse der guten Sach: die gesamte Bürgerschaft Gießens beteiligen wird, ftattHnfren. ** In den Schwarz-Weiß-Licht- spielen kommt ab heute der große Münchener Kunstfilm „Da träumen sie von Liebe und Glück" und das zweiaktige Lustspiel „91bgctobelt" zur Aufführung. Mehrere tüchtige Buchhalter und Korrespondenten (auch Nichtbankfachleute) zu baldigem Eintritt von hiesiger Bank gesucht. Schriftliche Angebote unter 9258V an den Gießener Anzeiger erbeten. Landkreis Gießen. -m. Hungen, 8. Aug. Eine solche Menge Hamsterer, Ivie sie die letzten Tage brachten, sind während der ganzen Kriegsjohre am hiesigen Bahnhof, nicht beobachtet worden. Es gilt speziell den Frühkartoffeln. In großen Scharen kommen die Öamsterer mit Rucksäcken, Säcken und Körben ausgerüstet hier an und zerstreuen sich nach verschiedenen Richtungen, hmtptsächlich nach der Wettcrau, wo sie die Kartoffeln selbst ernten. Diese Methode wird den Landwirten wohl sehr gut gefallen, denn sie bekommen auf diese Weise ihre Kartoffeln aus der Erde, ohne eine tzand dabei anzulegen und erhalten trotzdem noch Beträge dafür bezahlt, die oft weit über den festgesetzten Höchstpreis von 12 Pf. pro Pfund hinausgehen. Während früher die Damsterer meist aus hem Industriegebiet unsere Gegend überfluteten, sind es jetzt Kreiseingesessene, die die Arühkartoffeln' von hier aus in großen Massen fortschaffen. ** Leihgestern, 8. Aug. Die erste Post von Amerika traf am 6. August bei Kaufmann Ed. von Foullon hier ein. Der Brief war verschlossen von seinem Schwager in Canton (Ohio) am 20. Juli zur Post gegeben. Starkenburg und Rheinhessen. n. O f fenba ch a. M., 8. Aug. In der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten kurbe der Antrag auf Neuregelung dtzr Dinterbliebenenversorgungder städtischen Bediensteten und Arbeiter dem Rechtsausschuß überwiesen. — Die Bestimmungen der Beamtenordnung über Tagegelber und Reisekostenentschädigung werden gemäß Antrag des Rechtsausschüsses geändert. Bei Dienst- Geschäften, die in einem Umkreise von etwa drei nicht gewährt. — ®n Gesuch der PressekommifsteM der unabhängigen sozialdemokratischen Partei auf Gewährung einer En t s chädigung für den Abdruck städtischer Bekanntmachungen in dem in Frankfurt erscheinenden „Volksrecht" wird abgelehnt. Kreis Wetzlar. d. Dornholzhausen, 9. Aug. Der Lanb- sturmmann Johannes Jakobi von hier ist, wie den Angehörigen durch Vermittelung des Roten Kreuzes mitgeteilt wurde, in englischer Gefangenschaft gestorben. ra Dutenhofen (Kr. Wetzlar), 8. Aug. Ein großer Leichenzug bewegte sich am gestrigen Donnerstag vom Pstrrrhause der Kirche zu, cs gnlt, dem allbeliebten und hochgeschätzten Superintendenten A. Gei bei die letzte Ehre zu erweisen. Pfarrer Wieder- Garbenheim hielt die Gedächtnisrede. Ter Verstorbene war im Jalwe 1856 zu Steg a. Rh. geboren und Hut nach kurzem Vikä- riat zu Crumbach volle 34 Jahre der vereinigten Kirchengemeinde Müirchcholzhausen-Du tenhostn vvr- geftanben. Seit 1. November 1899 versah er gleichzeitig das ?lmt eines Kreisschulinspektors und wurde rm Jahre 1912 zum Superintendenten der Synode .Wetzlar gcwäM. Unernrüdlicl» sammelte er seit Jahren Bausteine für unseren erweiterten Kirchbau (1906) und für das neue Pfarrhaus (1911). Trröch die Ungunst der Verhölücisse und seinen allzufrühen Tod tonnte leider der für Münchihol;Hausen beschlossene Kipchbau noch nicht in Angriff genommen werden. ra. vochelheim (Kr. Wetzlar), 8. Aug. Geheimrat Röhricht-Koblenz und Kreisschulinspektor T ei ß-Wetzlar trafen am Dienstag nackmnttag wegen des geplanten Schulhaus- neubaues hier ein. d. Münchholzhausen, 9. Aug. Born Flurhüter wurden im hiesigen Gemeindewald im dichten Gebüsch die Haut und das Eingeweide eines scheinbar dort abgeschlachteten Rindes gefunden. Man nimmt an, daß es sich um das vor kurzer Zeit bei einem Landwirt in dem benachbarten Volpertshausen gestohlene Rind handelt. d. Vollnkirchen, 9. Aug. Das immer stärker aus tretende Schwarzwild hat in den Kartoffelfeldern in hiesiger Gemarkung vielfach erheblichen Schaden angerichtet. Dem hiesigen Jagdpächter gelang es dieser Tage, ein 2 Zentner schweres Borstentier zu erlegen. d. Wetzlar, 9. Aug. Der Kreistag hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, gemeinschaftlich mit der Siedclungsgesellschast „Rheinisches Heim" zu Bonn eine Kleinsicdelungsgesell- schaft für den Kreis Wetzlar ins Leben zu rufen, deren Aufgabe die Errichtung, Verwaltung, Vergebung und Vergrößerung von Wirtschastsheim- stätten für Handwerker, Arbeiter, untere und mittlere Beamte, sowie Angehörige der diesen sozial glcichstehenden Berufsstände, insbesondere auch für Kriegsbeschädigte, Kriegswitwen und Kriegsteilnehmer, ist. Als Anteil des Kreises an der zu gründenden Gesellschaft hat der Kreistag einen Betrag von 30 000 Mk. zur Verfügung gestellt. In einer von dem Landrat einberufenen, sich aus Tüchtigen Schneidergthilsen sucht Wilb. Balier. Babnlwsstralze 31. Junges Mädchen mit guter Schulbildung als Lehrmädchen für Bureau gegen sofortige Vergütung gesucht. Schriftl. Angeb. unt 9167 an den Gieß. Anzeiger. Besi. Mfidchen in fein. Ge- fchäftSb.n.Frankf.a.M.ges. Dauernde gt.Stelle. Geh. Tüchtiger e,M” PmiMS-RcistM bei außergewöhnlich hoh. Provtston von Firma für erstklassige Präzistons- werkzeuge und technischen Ledarssartikeln gesucht. Anfragen erbeten an Zivil-Ingen. Ernst SckeHsch Schiffenberger Weg 49a. Große Vers.-A.'G sucht sofort für Landinkasso redegew. und kautionsf. MiT'IieilANlidltt» in kleinen Haushalt gef. Iu W»U. Neustadt 10. 1°"— Wegen Verheiratung meines Mädchens, welch. 9 Jahre bei mir war, aum 1. September ein orbenti. bei gut. Lohn In Jahres» stelle gesucht. Philivp Weiß, Bad-Naubeim, Bisinarckstraße 9. 19034 Suche z. 1. Sept. ob. früher tüchtl^CH lUHdchen, das gut kochen kann und alle Hausarbeit versteht. Jrau Prof. Soetbeer, 9184 Krankt. Str. 49. Braves, fleißiae- Slädcben aum baldigen Eintritt gesucht. Frau Dautter. 9185_______Alicestr. 23. Ein sauberes ZitMtrniadchcii sowie ein oiesD Kiichcnmädchen für 15 August gesuckt. BaMofliolel Dillenburg. M Jittihähtfltn gegen guten Lohn nach Butzbach gesucht. 9149 FrauA.Moo g, Dentistin Butzbach. 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Direktor der Sickelungsgesellschast „Rheinisches Heim" zu Bonn, einen Vortrog über die Siedelungsfrage hielt, wurde allgemein der Bereitwilligkeit Aufdruck gegeben, sich ebenfalls an der Gesellschaft zu beteiligen. Die GründungSversammlung soll demnächst im „Hotel Kessel" Hierselbst abgehalten werden. Man hofft, baß auch die einzelnen Gemeinden des Kreises dem Beitritt zu der Gesellschaft bei deren außerordentlichen Bedeutung nicht femstehen werden. — Mit Freuden, namentlich aus den bis jetzt von der Eisenbahn noch nicht erschlossenen Teilen des 5kreises wird ein weiterer Beschluß des Kreistages begrüßt, wonach dieser den Kreisausschuß ermächtigt hat, namens des Kreises der für die Provinz Hessen-Rassatt und den Freistaat Hessen neugegrnnbeten Kraftverkehrsgesellschaft mit einem Stammkapital von zunächst 15 000 Mk. als Mitglied beizulrclen. — Zur Deckung der Kosten einer außerordentlichen Instandsetzung ter Landstraßen des LVreises warte die Ausnahme einer Anleihe von 1 700 000 Mark beschlossen. — Der Kreishaushaltsplan für das Rechnungsjahr 1919 wurde in Einnahme und Ausgate auf 2 975 000 Mk. festgestellt. Die Kommnnalroaf)kn. 6 Kreis Schotten, 7. Aug. Zu Beigeordneten wurden gcwähtt: Alten ha in, Grubenarbeiter Adolf Marlin, Wingershausen- Tdoodor Linker (wieder): Götzen, Ludwig Deutel (wieder): Lardenbach, Kaspar Lrnd II. Cnxieter); Eichelsachsen, Hermann Becker (wieder); Stvrnfeld, Friedrich Lauster 11.; Betzenrod, Heinrich Lotz III. (wieder); Meiches, Karl Rühl II.; Steinberg, Heinr. Aug. Langlitz (wieder): Klein- Eichen, Karl Müller- Glashütten, Karl Maurer II.; Nieber-Seemen, Jvhs. Karl Weitzel; Ober-Seemen, Jvte:. Krreipp II.; Helpershain, Johs. Reeb IV.; Herchen- Hain, Wllh. Schäfer; Sichenhausen, Lud- rmg Haas IV.; Michel bach, Eduard .Ruckels- h-ausen (wieder); Ulrichstein, Georg Ff.-iski (wieder); EinarlsHausen, Ludwig Jochim (wieder)- Hartmannshain, Hch. Ahl- bcandt I.; Kaul stoß, Wilhelm Kirchner. In Helpershain wurde Karl Eifert zum Bürgermeister gewählt. Eins, zwei, drei, im Sauseschriti Läuft die Zeit, wir laufen mit. So schrieb einst Wilhelm Busch; gerade heule gilt das Wort mehr denn je. 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Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Weber Ww. und Kinder. erteilt Rat In Rechtssachen, Beistand in Ehescheidungssachen, Forderungsbeitreibung, Vertretung in Erbschaftsund Grimdbuchsachen, Entwurf von Privattestamenten, Bearbeitung von Steuersachen und Gesuchen jeglicher Art Wohnhaus in AlSfeld, 3 Zimmer u. skllche, 2'„stöckig, mit klein. Stall und Garten, preiswert zu verkaufen. Schr. 21 na. u. 015531 a. d. G. A. 4teiliger Kaninchenttall zu verkaufen in Kinren- ' ' “. 1015473 e ft R' m Gestern abend 5->/. Ubr entschlief sanft nach langem Leiden mein lieber Mann, unser guter Bater, Schwiegervater, Bruder, Onkel und Schwager Johannes SchäferII. Händler im Alter von 68 Jahren. Im Namen der Hinterbliebenen: Margarete Schäfer Karl Schäfer Marie Schäfer geb. Dickel. Giehen lKaplanSgaffe5), den 8. Aug. 1919. Die Beerdigung findet DienStag den 12. August, nachmittags 2'/, Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht, ihre 1. A. H. und i. a. B. von dem am 4. d. M. erfolgten Ableben ihres lieben A. H. Pfarramtskanditat Leonhard Kraft MVs in bester Lage mit Neben- geb.Auiogarage, Pferde- srall und reich!. Zubehör nebst per 1. Oktober frei- werdender Wohnung zu verkaufen. Schriftliche Angebote unter 9226c an den Giehener 2lnzeiger. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise wohltuender Anteilnahme an unserem schweren Verlust sprechen wir unseren herzlichsten Dank aus. Henny Geibel geb. Kipper Karl Geibel, Oberleutnant Ria Seeger geb. Geibel Arthur Geibel, Leutnant Magdel Geibel Herrn. Seeger, Regierungsbaumeister Martha, Käte und Toni Geibel. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem frühen Hinsdieiden unyes treuen, unvergeßlichen Sohnes u. lieben Bruders Wilhelm sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, Herrn Pfarrer Schulte für die trostreichen Worte und allen andern für die Ehrungen und Kranzniederlegungen am Grabe sagen wir gift’, K bÄ W hiJS» iS 'LrHukdzuvcrkLlis. Zeughauskasernen- Wörter IHeiater. 015,04 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verlust unseres teuren, einzigen Töchterchens Lina sagen wir allen, insbesondere Herrn Pfarrer Groth für die trostreichen Worte wie auch Herrn Lehrer Müller nebst Schülern und allen, die ihm die letzte Ehre erwiesen, unfern innigsten Dank. Familie Heinrich Sdjnabel nebst allen Angehörigen. Wicseck, den 9. August 1919. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe Frau und Mutter meines Kindes, unsere innigst- geliebte Tochter und Schwester Auguste Kuhl geb. Wilker nach schwerem Leiden in die Ewigkeit abzurufen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karl Kuhl Familie Heinrich Wilker, Zugführer. Giessen (Wilhelmstr. 43), 8.. August 1919. Die Beerdigung findet am Montag den 11. August, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs Spanischen Weißwein hervorrag. schön, gehnltv., gar. naturrein, pr. Flasche 9,50 Mk.erkl.Steuer.G las u. 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Aus den amerikanischen Zufuhren wurden den deutschen Freistaaten Sondermengen oon Fleisch oder Speck uird Fett zur Erhöhung der Krankenzulage zugennescn. Insbesondere sollte die Kvpfratron für die Insassen der Lungenheilstätten dadurch um 250 Gramm Fleisch und Speck und 250 Gramm Fett erhöht werden. Unter den damaligen Verhältnissen konnte die Besserung der Krankenernährung nur für beschränkte Zett in Aussicht gesteltt werden. Nachdem nunmehr nftgenb Vorräte vorhanden sind ober doch in bestimmter Aussicht strheq^hal der Reichsernährungs- minister die Regierungen der deutschen Freistaat« ersucht, die damals getroffenen Maßnahmen bis aus weiteres beizubehalten. 15 ei Lütz '■’S» 6**'* Sette gesteltt und den Landesfinonzämtern Fi- ri^gtrichte «mgegliedert. Bei diesen Ausschüssen öti> Finanzberichten sind die Laien der Behörde or^anrsch an gegliedert. Tie Sache ist so gedacht, daß den Laien bei bot direkten Steuern ein über- Shnodale Ka ßlick tritt für die Verpflichtung ern, daß sich der Wähler von der Eintragung in die Wählerliste überzeuge. Oberckonsistorialpräsident T. Nebel möchte mit Rücklicht aus die Kürze der Zett die einwöchige Frist nicht verlängert wissen. Tann werden verschiedene Ergänzmrgsantrage mtt dem § 5 an den Ausschuß zurückocnoiesen. In dem folgenden § 6 wird festgelegt, daß nur derjenige in die Gemeindevertretung wählbar ist, der bewährten kftMichen Sinn und ehrbare,: Lebenswandel aufweist. Ter Eintrag in die Wählerliste ist kein Erfordernis für die Wählbariett. Nach kurzer Aus- sprache wird der Paragraph angenommen. In dem folgenden Test wird die Frage der Verhältniswahlen erörtert. Synodale Pfr. Wagner spricht sich für die Verhältniswahlen aus Synodale Jakob glaubt, daß dieses Wahlverfahren einsack) eine Ernennung der Gemeinde- mttglieder durch den Kirchenvorstand bedeute. Synodale Dittmar beanstandet nur, daß man alle Namen wählen muß, die auf der oor- geschlagenen Liste stehen. Synodale Wahl- Schlitz tritt für den Antrag Wagner ein. Oberionsislvrialpräsident T. Nebel stellt fest, baS man unter allen Umsbärrden wählen müsse, um die Bestimmungen des Gesetzes zu erfüllen. Synodale Fritsch glaubt, daß man das gleiche Recht v-erlangen müsse, wie es bei den pistttischeu Wahlen bestehe. Um 1 Uhr werden die Verhandlungen auf Samstag vormttürg 9 Uhr vertagt. tjoti * ** Besteuerung der Poft. Verkehrs* steuer soll von dem Brief- und Pafetverfehr der Post nicht erhoben werden. Heber die Anwendung» dieser Bestimmung sind verschiedentlich Mettiungs- verschiedenheiten zwischen den Oberpostdirektionen und den Verwaltungen der Kleinbahnen und der Straßenbahnen entstanden. Mehrere Kleinbahn-' Verwaltungen haben Vergütung für bie besonderen! Poftabteile in ihre Forderung an die Post ein* bezogen. Die Reichspoftverwaltung wttl dagegen» ihre Steuerpflicht nicht mtt dieser Abgabe belastet wissen, da die Kleinbahnen für die Postbeförderuns keine Steuer zu entrichten brauchten. Der Finanz* Minister hat jetzt entschieden, daß die Steuerfreihett grundsätzlich auf sämtliche Sendungen im Eisen* bahnpostverkehr Anwendung zu finden hat. Darm sind Zweifel darüber entstanden, ob unter das 23er* kehrssteuergeseh auch andere Leistungen der Straßenbahn fallen, wie die Beförderung von Pvst- briefsacken und Poftbriefbeuteln ohne Postbvgletter durch Vermittlung der StraßenbalMnngestellten, von Brieftaschen und Bricfbeuteln mit Postbeglei* ter, sowie die Dienstfahrten im Betriebsbrenst der Post, des Telegraphen und Fernspreckiers. Nach der Entscheidung des Finanzministers sind nur die im Briefbesbell- und Einsammlungsdienst misgeführten: Fabrten als Briefverkehr von der Steuerpflicht, nicht aber die übrigen Dienstfahrten der gSeritme» im Postbetriebsdienst, befrett. "EinezweckmäßigeNeuerungf im Postscheckverkehr. Eine zweckmäßige Neuerung ist im Postscheckverkehc zu verzeich-- neu. Die Zahlkarten können bekanntlich auch von Privatdruckeceien hergestellt wer* den. Der rechtmäßige Po st einliefe-* rungsschein darf jetzt durch eine seitliche. Verlängerung des Abschnittes größer gestaltet' werden als bei den amtlich hergestellten Boc^ drucken. Auf der so gewonnenen Fläche Ginnen außer der Einlieferungsbescheinigung roettere Angaben gemacht werden, die sich auf die Ein-^ Zahlung mit der Zahlkarte beziehen. Sie können z. B. für eine Rechnung, als Ausweis füy die Empfangnahme von Waren, benutzt wev^ ’O 2-1 u g h?' sich bte Bank, oder wer sonst dem An- düng für richtiger, ... . “"8 eutlprechen will, über die Person des Autras-l die LWüe außeuorüeullich wMiü io. 1 öt- I Seelsorge. • Synodale Tr. Diehl wünscht, daß man sich in den großen Städten auf die Anmeldung nicht beschränkt. Es sei sehr wichtig, daß die Liften recht- zettig ergänzt werden. Synodale T. Dorn tri ff © als Berichterstatter damit einverstanden, daß man in der Regel als Grundlage die Wählerliste bestimmt. Wo der Zweck auf andere Art erreicht werden kann, könne man die Liste erspareir. Synodale Brill sieht eine Ungerechttgkett darin, daß man einzelne Wähler zur Steuer heranzieht, andererseits ihnen aber das Wahlrecht ent- «.roeudung und beaufsichtigen die Geschäftsführung ter Finanzämter. Der Entwurf «ht davon aus, bei Laren in sehr erheblichem Maße zur Deil- uahme an der Finanz Vermattung berufen sind. Ämtern werden ähnliche Ausschüsse zur ist er dem Tienstbcrechtigtcn nach allgemeine« Grundsätzen schadenseratzpslichttg. Der Dienste berechtigte ist auch befugt, sich die Dienste ander* weit zu beschaffen und dem andern Tett die Kosten für den Ersatz in Rechnung zu stellen. Er kann den rückständigen Lohn bis zum Erfaße dieser Kosten und des etwaigen wetteren Schabend zurückbelxllten. Nach der KLrdigung muß die Herrschaft dem Dienstboten aus Verlangen angemessene Zett zum Suchen einer anderen Stellung gewähren. Außerdem bestimmt § 630 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, daß dem zum Dienst Verpflichteten (Dienstboten) beim Austritt aus der Beschäftigimg ein schriftliches Zeugnis über bie Dauer unb Art der Beschäftigung auszustellen ist, das aut Verlangen des Dienstboten aus Leistungent und Führung cruSgHehnt werden muß. Die in der Gewerbeordnung über bai Arbeitsvertrag enthaltenen Bestimmungen kommen natürlich nur für überwiegend in Gewerbebetrieben (Gast-, Schankwirtschaften usw.) beschäftigten Dienstboten, die dann als gewerbliche Arbeiter anzusehen sind, in Frage. Tie Kündigungsfrist für gewerbliche Arbeiter richtet sich nicht darnach' wie die Vergütung bemessen ist- sondern beträgt allgemein, sofern nichts anderes vereinbart ist, 14 Tage. Streitigkeiten zwischen Arbeitgebern und gewerblichen Arbeitern über Entlassungs- und iÄttsch ädigungsanspräche entscheidet das Gewerbegericyt, dagegen müssen Streitigkeiten zwischen Herrschaft und in Privathaushaitun* gen beschäftigten Dienstboten vor den ordentlichenj Gerichten zum Austrag gebracht werden. Nach der vorläufigen Landarbeitsordnung kommen für die in landwi rt- schaftlichen Betrieben beschäftigten Tiercstbotett neben den allgemeinen Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs über Dienstvertrag noch folgentxi ergänzende gesetzliche Anordnungen in Betracht: Dienstverträge mit mehr als ^jähriger Dauer sind schrisllich abzuschließen, sofern darin Bezüge nicht barer Art zugesichert sind. Tie täglich- Höchstarbeitszeit beträgt in vier Monaten durchschnittlich 8, in weiteren 4 Monaten durchschnittlich 10 und endlich in weiteren 4 Monaten 1t Stunden. Während des Sommerhalbstrlnes sind täglich mindestens 2 Stunden Ruhepause zu gewähren. In Jahresverträgen darf die Entlohnung im Winter nicht in auffälligem Mißverhältnis^ zu der auf diese Zeit entfallenden Arbeitsleistungen und zur Entlohnung für das panje Jahr stehen^ Lohneinbehaltungen zur Scck-erung des Schadensersatzes bei widerrechtlicher Lösung des Vertrags dürfen ein Viertel des fälligen BarlohnS der einzelnen Lohnzahlung und zusammen die Höh/ des 15fad>cn Ortslohns im Siwie der Reichsversicherungsordnung nicht übersteigen. Als wichtiger Grund zur sofortigen Lösung des Vertrags güt nach § 16 jeder Umstand, auf Grund dessen die Fortsetzung des Tienstoertrags einem der Vertragsschließenden nicht mehr xugemutet werden kann. Als solche Gründe sind besonders angeführt: Tätlichkeiten, grobe Beleidigungen, unsittliche Zumutungen ira ArbettSverhÄtnisse, beharrliche Verweigerung oder grobe Vernachlässigung der Dienstleistungen, wiederholl unpünktliche Lohnzahlung, anhaltend schlechte Kost und gefundheits- fchÄ>liche Wohnung. Polittsche und gewerkschaftlich^ Betätigung ist kern Entlassungsgrmid. Bei Streitigkeiten entscheidet in ben in her vorlänftgeN Landarbettsordirung bestimmten Fälle» der Schlich- tun-SauSschuß, L. £ stellers zu vergewissern. Guthaben, Wertsachen usw., die auf einen falschen oder erdichteten Namen eingebracht sind, dürfen nur mit Zustimmung des Finanzamtes herausgegeben werden. Tie Verpflichtung der öffentlichen Behörden und Beamten einschließlich der Beamten der Reichsbank, der Staatsbanken und der Schuldbuchverwaltung zur Verschwiegenheit gilt nicht für ihre Auskunstspflicht gegenüber ben Finanzämtern. Für die Post- unb Telegraphenbehörden unb deren Beamten bleibt es bei ber Unverletzlichkeit des Post-, Telegraphen- unb Fernsprechgeheimnisses. Auch wer nicht als Steuerpflichtiger beteiligt ist, hat dem Finanzamt über Tatsachen Auskunft zu geben, die für bie Ausübung ber Steueraufsicht ober in Steuerermittlungsverfahren für bie Feststellung von Steueransprüchen von Be- beutung sind. Die Banken haben bem zuständigen Finanzamt ein Verzeichnis ber Kunden mitzuteilen, unb Veränberungen in bem Bestände der Kunden anzuzeigen. Achnlich wie im Polizeirecht sind den Finanzämtern Befugnisse verlieben, traft deren sie ihre Anordnungen erzwingen können. Weiterhin regelt ber Entwurf eingehenb bie Rechtsmittel bei Beitreibungsversahren. Aus bem Abschnitt „Strafrecht"' ist hervorzuheben, daß eine allgemeine Begriffsbestimmung ber Steuerhinterziehung aufgestellt unb auch bie fahrlässige Steuergefährbung unter Strafe gestellt wirb. Nach ben Vorschriften über bas Strafverfahren sollen bie Finanzämter in allen Fällen zur Untersuchung von Steuerzuwiberhanblungssällen berufen fein. Tie Entscheidung soll ihnen zustehen, wenn sie auf Gelbstrafe ober Einziehung ober auf beibe Strafen erkennen wollen. Dem Angeschulbigten bleibt es unbenommen, bas Gericht anzurufen. Kommt es zu einem Gerichtsverfahren, so hat bas Finanzamt bie Stellung des Nebenklägers. Wttd der Entwurf der Reichsabgabeordnung Gesetz, so ist bie wichtigste Vorbedingung für eine gleichmäßige und gerechte Vertrilung ber Steuerlast erfüllt. Tamtt wäre aber auch ein wesentlicher Schritt nach vorwärts zur Ordnung der Reichsfinanzen getan. Säcke Raufe Ruder-, ßruchtz N Ranee-unb anbete »innebote an M. »w ftein, Gickca-LE banbL, ScltcrsmH toiigenber Einfluß auf die Festsetzung der Steuern rüigcräumt wird . Tie oberste Spruchbehörde in Steuersachen ist der Reichs finan z ho f. So viel über die reichseigene Verwaltung. Auch die sonstigen Bestimmungen des Ent- tonetfö verfolgen das Ziel einer gleichmäßigm rest- tofcn Ausschöpfung der dem Reich erschlossenm vder noch zu erschließenden Steuer quellen. So tritb im § 4 betont, daß bei ber Auslegung der Steuergesetze ihre Zwecke unb ihre wirtschaftliche Bedeutung berücksichtigt werden sollen. Tas mtsprickst der geltenden Rechtsprechung, wenn diese z. B. bei der Besteuerung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung das von den Gesellschaften .) beschäfttgt sind. Die Verordnung über die Vorläufige Land- arbettsordnung endlich, die sich auf die Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs bezieht, enthalt eine Reihe Ergänzungen spieziril für land- wirtschastliche Dienstboten und sonstige landwirtschaftliche Arbeiter und Atebstterttrnen. Was bte für Herrschaften und Dienstboten wichtigsten Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuchs anlangt, so betont zunächst §611, daß derjenige, welcher Dienste zusagt, auch zur Leistung dieser Dienste und der andere Teil zur Gewährung der vereinbarten Bevgütung verpflichtet ist. Wetter ist in ß 615 feftgelegt, daß der rum Dienst Verpflichtete (Dtenstdote) auch Anspruch auf Vergütung hat. wenn ihm der Tienstberechtigte (Herrschaft) Ferne Möglichkeit ge- wLhrt, feine Treuste zu leisten (». B. wenn die Herrschaft verreist und die Wohnung verschließt). Zu dieser Vergütung gehören aber außer dem Lohn auch bie vereinbarten ober üblichen Naturalbezüge (Kost, Wohnung ustatt. Eine wichtige Bestimmung enthalt § 216 insofern, als es den Tienftberechtigten (Herrschaft) verpflichtet, bie Vergütung auch Wetter zu zahlen, wenn ber Verpflichtete (Tienstbote) eine verhältnismäßig nicht erhebliche Zeit ohne Verschulden an der Dienstleistung durch einen in seiner Person liegenden Grund verhindert ist (Krankhett des Dienstboten, Todesfall in der Familie usw.), doch steht der Herrschaft das Recht ju, bei Krankheit des Dienstboten etwaige Bezüge desselben aus ber Kranken- unb Unsallversic^rung an ber Vergütung in Abzug zu bringen. Nach ben vorliegenden Entscheidungen wird eine Dienstbehinderung bis zu 14 Tagen als nicht erhebliche Zeit angesehen. Tie Bestimmung des § 617, daß die Herrscl-aft im Falle ber nicht selbstverschuldeten Erkrankung bie erforderliche Verpflegung unb ärztliche Behanblung gewähren muß, kommt kaum in Frage, weil die Dienstboten fett Bestehen der Reichsversicherungsordnung fast alle gegen Krankheit versichert sind, dagegen verlangt § 618, daß die Arbetts-, Wohn- unb Schlafräume des Dienstboten in gesunbheitlicher Hinsicht nichts zu wünschen übrig lassen, daß andererseits die Verpflegung, sowie die Arbetts- unb Erholungszeit derart geregelt ist, daß besondere Rücksicht auf Gesundheit, Sittlichkeit unb Religion des zur Tienslleiftung Verpflichtete,: (DienstbotM) genommen wird. Besonders wichtig sind die Bestimmungen über die Kündigung des Dienstverhältnisses. Sie richtet sich, sofern nichts anderes vereinbart, ober aus ber Besckwffenhett unb bem Zwecke ber Dienste zu entnehmen ist. lediglich darnach, wie die Veraütung bemessen ist. J)t z. B. die Vergütung nach Monaten bemessen, so ist die fi’ünbigung nur für ben Schluß eines Kalendermonats zulässig; sie hat spätestens am 15. des Monats zu erfolgen. Ist die Vergütung nach Vierteljahren ober längeren Zeitabschnitten bemessen, so ist die Künbi- gung nur für ben Schluß eines Kalenberviertel- (ahres unb unter Einhaltung einer Künbigungsfrist von 6 Wochen zulässig. Für solches Dienstpersonal, das mtt festen Bezügen zirr Leistung von Tienften höherer Art verpflichtet ist (Hauslehrer, Erzieherinnen, Gesellschafterinnen usw.), kommt Kündigung nur für ben Schluß eines Kalendervierteljahres unb unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von 6 Wochen in Frage. Ist die Vergütung nicht nach Zeitabschnitten bemessen, so kann das Dienstverhältnis jederzeit gekündigt werden, jedoch unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von zwei Wochen. Im übrigen kann das Dienstverhältnis von jedem Teile ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gekündigt werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt (z. B. Vertrauensbruch, Trunkenheit, Krank- kett, Acktungsverletzung, unterbliebene Lohnzahlungen, unsittliches Betragen usw.). Wird die Kün- bigimg durch vertragswidriges Verhalten des anderen Teiles veranlaßt, so ist dieser schadens- ersatzpflichtig. Hat der Dienstpflichtige zu Unrecht CU4 föwib des £ 626 den Dienst verlassen, so 6nt»urf einer Reid}$abgabenorönung. De im ar, 8. Aug. .(Wolff.) Ter Entzwurs einer Reichsabgabewordnung ist der Nationalversammlung sugegangen. Tie Reickisabsabnwrdnung, soll alles zufammenfassen, was die Reuhssteuer- gesetze an gemeinsamen Vorschriften ent batten. Tar- ■Über hinaus soll sie vor allem die Grunblage dafür sstafsen, daß die Reichssteuergesetze, insbesoirdere auch bie neuvorgesehenen^ durchgeführt werden. Gerade wett der Retthssteuerbedarf in bet Folge so außerordentlich schwer sein muß, ist es, um ihn erträglich zu gestalten, notwendig, daß alle Steuer- rilichtigen gleichmäßig unb den Vorschriften des Gesetzes entfpredjenb belastet nxrben. An beversetts sollen und muffen die Rechte der Pflich- tigen gesichert sein. Um das ju erreichen, müssen die Veranlagungs- und Rechtsmittelbehörden, denen die Untersuck'ung und Entscheidung in den Steuer- ftrahxrfaxten obliegen, überall in gleicher Weise eingerichtet sein. Es bedarf der eiuheitlick>en Zu- fammenfaftung der gesamten Steuerbehörden in der reichsrigenen Verwaltung. Nur hierdurch tamx es gelingen, den ungeheuren Steuerbedarf des Reiches zu decken, ein Ziel, das schon infolge des Z-riedensmrtrages erreicht werden muß. Wenn das Reich nicht zahlt, kann iedes Land unmittelbar haftbar gemacht werden. Wenn irgend eüt Land mckst imstande sein sollte, seinen Verpflichitungen gegenüber dem Reicks nachgukommen, kann ein beliebiges anderes Land dafür veratttwortlich gemacht werden. Teshalb muß in erster Linie für bie Beschaffung der für das Reich nötigen Mittel gesorgt werden. Ter ungeheure Steuerbedarf des Reiches zwingt auch dazu, die Berbrauchßabgaben auszubauen unb selbst notwendige Lebensmitt e l zu besteuern. Eine solche Belastung darf aber ber Bevölkerung nur dann zugemutet werden, tenn bie anderen Stellen bis aufs Aeußerste an» gekannt sind. Für bie Zölle und Verbrapchsab- flaben sieht bie Reick-sverfassung bereits eine reichseigene Verwaltung vor. Ebenso muß für bie Reichs- vcimögensverwaltuTrg eine eigene Verwaltung geschaffen werden. Die Verwaltung der Zölle unb der Verbrauchsabgaben von der Verwaltung der übrigen Stenern zu trennen, wäre mißlich; ihre Verbindung und organische Verschmelzung ist wünschenswert. Tie relchSeigene Verwaltung soll sich auf den bereits bestehenden, teils vortrefflichen Or- gairi|jtionen ber einzelnen Gliedstaaten aufbauen, labet wird ben oberften Landesbehörden ein wesentlicher Eirrfluß auf die Finanzver- waltting, insbesondere auch bei der Besetzung ber Äemter, eingeraumt. Ter Entwurf sieht für die reichseigene ©teuer» Verwaltung folgende Gliederung vor: 1. Reichs- fmanzmmisterium, 2. Sanbedfinan^ämter, deren Bezirke tunlichst den Ländern ober größeren Verwaltungsbezirken der Länder entsprechen sollen, 3. Finanzämter und Hilfsstellen der Finanzämter. Die oberste Lei tun g steht danach dem R-eicbsfinanzministerium zu. Unter ihm Men bte Landesfinanzämter als Oberbehörden,, unter diesen die Finanzämter mit ihren Httfs- ämtem. Die Landesftnanzämter haben die oberste Zeitung ber Finanzverwaltung für ihren Bezirk. 6te überwachen die Gleichmäßigkeit der Gesetz- 9. evangelische Landersqnode. Vierter Tag. rm. Darm stabt, 8. Aug. Die neunte ordentliche ebang. Landessynode setzte heute vormittag 91/* Uhr ihre Beratungen über die Bildung ber Kirchengemeindevertretungen und bie Einberufung eines Lanbeskirchentages fort. Synodale Pft. Fritsch wendet sich gegen ben Antrag, die Wahlsähigkett schon mit 20 Jahren eintreten zu lassen. Oberkonsistorialrat D. Nebel widerspricht ben Anschauungen, als ob bie Kirchenbehorbe durch ein Angftgftühl ober Gewohnheit bestrebt sei, an ben bisherigen Grunbsätzen festzuhalten. Synobale Archivvat D. Hermann tritt für ben Antrag Orth ein, da man bem jungen Mann, ber mit 20 Jahren politisch, mit 21 Jahren rechtlich reif sei, erst kirchlich mtt 25 Jahren das Wahlrecht geben wolle. Da ber Durchschnittschrist seine Beziehungen zu der Kirche meist schon mtt der Konfirmation löse, empfehle es ftch gewiß, ihn schon möglichst frühzeitig mtt der Kirche wieder in Verbindung zu bringen. Synodale Pft. Orth verwahrt sich dagegen, daß er ber KirchenbehÄcke em gewisses Angst- ober Beharrungsvermögen -um Vorwurf gemacht habe. Er hat auch in ben Worten des Syn. Fritsch eine Aufllärung darüber vermißt, durch welche Vorgänge im Menschen zwischen bem 20. unb 25. Jahre eine Aendemng eintrete, die ihn kirchlich reifer mache. Synodale Prof. Dr. Diehl stellt fest, daß die Kirche bisher immer fortschrittlicher war wie der Staat. Nach seinen Ersahrungen kann Redner feststellen, daß sich in den Jahren zwischen 20 unb 25 Jahren ein großer Sprung im Menschen vollzieht. Man solle bie tatsächlichen Verhältnisse in fortschrittlichem Sinne beachten. Synobale Prof. Dr. Diehl weist auf bie Schwierigkeit bes Anmelbeveriahrens besonders auf dem Lande hin. Er beantragt, baß Liften durch ben Kirchenvorstand ausgestellt werden müssen, wer nicht in der Liste steht, darf nicht wählen. Man müsse in ben Stäbten im Interesse der Seelsorge auf Grund ber polizeilichen Anmeldungen Liften schaffen. Auf die Anmeldung könne man sich nicht verlassen. Synobale Kaßlick glaubt, baß man durch die vorgeschlagenen Maßnahmen eine möglichst vollständige Wählerliste erhalte, da dies sonst in der Stabt sehr schwierig sei. Synodale Jacob bezweifelt, ob man durch die Behörde bei der Ausstellung der Wählerliste unterstüdt wird. Synodale Pft. Wagner glaubt, daß durch die persönliche Anmeldung man dem Pfarrer eine große Annehmlichkeit schaffe, da er mtt seinen Mitgliedern in Berührung komme. Synodale Dittmar wünscht für Stadt unb Land gleick>en Zwang für bte Anmeldung zur Liste. Tr. Frhr. v. Heyl weift daraus hm, daß der Vorzug der ^lnmeldepfticht darin liege, daß Wahl- beanftanbungen und Reklamationen durch sie ausgeschlossen wurden. Dem Gedanken des Pvofessor Diehl durch ben Zwang, vollständige Wählerlisten auszustellen, das Pfarramt in Berührung mit allen Gernehib< m itglicbern zu bringen, unb dadurch die; seelsorgerische Tätigkeit zu fördern, müsse er entgegen halten, daß eine auf dem Saufenben gehaltene Liste ber Qkmeiubeglieber, am besten in Form einer gut gehaltenen Kartothek, doch wohl zu den Selbstverständlichkeiten eines ordentlichen Psarvamtes gehöre. Was nütze aber das Vorhandensein ber besten Kartothek, wenn man sich seel-orgerlich an den Einzelnen schlechterdings mchl betätigen fönne. Tie Kirche fönne nur bann volkstümlich werden, wenn wieder mehr Leben in sie hinettrkomme. Dies geschähe aber nicht durch Wahlrecht unb Wählerlisten, soirdern zuvörderst durch etne lebhafte, individuelle tznndNNtt-k- _ „. W *“ RcWUIbiB Den Finanrämtenr twdWjtot' 3 Seite gestellt und Erhaltene» shaiselongue k-Mll eotLaegraai Qltenen ^hrttkua Utter sttqur zu tto Mluchl. 2ch7.Angr! iS beß HM gut eti Hinderwarei kauf gelucht. 'geböte unter 012578, i Gießener Anzetg« >e« flkchißi Louis Spics, « ittelweg 7. TrlN kaust n !°inI-vrmrt,SchM Kiefern- nd Fichten' tammenden. (anbei mb unb geschnitten,» luf. gesucht. Schr. 8n: 9061 an b.Gieh.An.^m I. oosse< ;li r. „ serlfdM ■‘Sm nmg nicht zu beachten. Die Steuer ist so zu erdeben, wie sie bei einer ben Wirtschaftsverhält- Assen angemessenen Gestaltung zu erheben wäre, daraus werden feine Unzuträglichkeiten entstehen, tarn da die Vorschrift nur güt. wenn die Absicht ift Steuermngehung feststeht, so müssen die Be- Aigten von vornherein mit ber Vereitelung biefer sicht durch die Steuerbehörben rechnen unb ^ibcn sich danach richten. Neber Haupt besteht der Bett der Vorschrift vorzugsweise darin, daß sie tor Nmgehungs vers u chen ab schrecken wiE , ?on den Pflichten, btt ben Steuerpflichtigen uu« ilt btt'Erlegt werden sollen, ist besonders bemerkens- Pinfli0*81« 91 *L, W^daß jeder, der ein Einkommen von über - ^0EX)VMk. versteuert, feine Einnahmen fortwährend cuizeichnen soll. Weiter ist folgendes beachtenswert : Niemand darf auf einen falschen ober tt b i d) t e t e n Namen für sich ober einen an» teten ein Konto errichten ober Buchungen Vorhuten lassen, Wertsachen offen ober verschlossen hutterltgen ober verpfänden ober sich ein Schlteß- “ri geben lassen. Bor Errichtung eines Kontos, ztew, > Kutahme von Wertsachen zur Hinterlegung zieht. Verpfändung ober Ueberlassung eines Schließ-. ifrnptehlungefl Hilft süss wintern£er leist'« SS Ä® bsÄä! Heinrich^' • VerejfÜ* SSstf. gc(ni e‘ Kreis »tWblnr. 45 VermischteO im Eetr..- Fcldbei ©elf. yranzüsischk „Zivilisation". Berlin, Meldung aus ' tuns große dn weitete er Weise baS G e fl <1 nbn i >3 > wl i ü b a it b t u ii ff en er- gezahlt. ben 8 Der q werden in einein nach dem (ydegenen, dicht Vrrbänflteii Zimmer „verhört", und sie nx-rbeii dabei unmenschlich mit einem Stock oder einer Reitpeitsdst- traktiert, so dass, schlvere l^esnndheits- chndignngeri ein getreten sind- Rc-rvenchv'kS, blut* interlauseiw Vlngen, gi-schwoltzene ftöbfc usw. sind ne Spuren di'ser Sckwuftlick,Veiten. Eine erbärm- id>c Nolle spielt habet ein jetzt in sranzösisckM Diensten steyender ehemaliger deutscher Slicpcr- Offizier namens Laschet, der bei derartigen SöfTneljninngen alö Dolmetscher fundiert und sich hauptsächlich aktiv an den unerhörten Misil-and- 'unffen beteiligen soll. Ausfällig ist, das- die in >en librigen Teilen deS (tzebäud-s befindliä>c deutsche Poliz-i nichts gegen trinke Zn stände unternimmt. Z-raglich ist anch, ob die französischen obersten Behördm in LndwigSl-asen davon Scennt» Sch nell dache rauf Freis P rechn n m er wurde nur wegen Nötiffuu.g zu 15 Geldstr afe und S ck,iW i n d wegen Nötigung und $>aufi fnedensbvitd^ M 3 00 M a r k Gel d- strafe verurteilt, die durch die Untersuchungshaft als verbüstt gelten. wurde verhaftet. * Presse streik. In der jüngsten Sitzak deS Heidelberger B ü r g e r a u ö s ch u 11 f» nahm die Aussprache eine so grobe vlitfbebnitii an, dast die Pertreter der Presse bugegen totellini Uabmcn. Die Liertteter sämtlicher ivibclbcril“ Blätter hatten um 7 Uhr dem Vorsitzenden -ff geteilt, dast fk* ab 8 Uhr die BerichterU.Utung tw stellen würden. Da um 8 Uhr ein Vertagung- antrag des Olwrbürgermeisters nicht durchgW traten die Pressevertreter in den Streik. niS haben. FranzösiM Justiz. sm. Biebrich, 7. Slug. Auch nach Auf* jcbung der Blockade sprccl)en die Franzosen wegen kleiner Vergehen die schwersten Strafen ans. Sv wurde in Biebrich ein Hausmeister, der Frankfurter Zeitungen ins besetzte webtet mitgenommen hatte, zu einem Monat Gefängnis und 3000 Mark Geldstrafe verurteilt. Wühlarbeit L la Dorten im Taunus. s». Bad Homburg v. d. H., 8. Aua. Auch hier sind im Stillen A g i t a l o r e n an der Arbeit, ür eine LoSrc-istung der ehemaligen Laubgrassck>ast Hessen-Ho ni bürg von Preusteu Stimmung zu marf)en. Es sind allerdings nur Kreise des Zentrums, die hoffen, im Verein mit den tatholisclien Bezirken Hessen-Ra isaus demnächst h la Torten eine eigene Republik gründen und dort den Zielen der Zentrumsvar toi zur Herrschaft verhelfen zu tön neu; die Sozialdemokratie würde, o erwarten sie, mit ihnen infam mengeben. Es ist tief bebauertid), ba& die anbewen Parteien, deren Anhänger jenen gegenüber doch weit in der lieber- zahl sind, keine Hand rühren, um jenen Bestredun- gen entgegenjutreten. * nt. Diez a. L., 8. Aug. Ans Beschlust deS KreiseS darf aus dem von den Alliierten gelieferten reichen Weizenmehlmengen Brot gebacken weroen, daS markeusrei zu verkaufen ist. Ter Zweipsundlaib darf nicht melyr als 4.50 Mk. kosten. nt. Königstein. 8. Aug. Einen merkwürdigen Befehl erteilte der biefige fron- zösisck)e Militärverwalter her Ortsbevölkerung: „Tie Bevölkerung wird ersucht, dem Feucrtverk mit Beleuchtung der Ruine beiznwohuen." — Da derlei Schauspiele hier schon zu den Allläglich- keiten gehören, will man da« Interesse daran letzt anscheinend gewaltsam durch Befehle fördern. mt. S t. Goarshausen, 5. Aug. Zur Bekämpfung der Wildschweine weroen auf Anordnung des Generals der 18. fraw- »ösischen Infanterie-Division Jagden durch französische Offiziere abgehalten, an denen auch Förster, Jagdhülec und Jagdpächter mit ihren Waffen teilnehmen können. Die Bürgermeister sind angewiesen, die Waffen an die genannten Personen aus- zuhäudigen und nach Beendigung der Jagd tuitber einzuziehen. fn. Landau, 6. Aug. Durch Verordnung des Kommandierenden Generals der 8. Armee G6 rard ist der M a r k k u r s vom 1. August an auf 45 Centimes für das ganze Gebiet der 8. Armee hin aufgesetzt worden. fn. M a i n z, 5. Aug. Das Hotel „E ng - l i fch e r H o f" in Mainz, daS zu Beginn des Krieges in „Hotel Graf Haesclec" umbo- nannt wurde und in den letzten KriegSjahrcn Lazarettzwccken diente, bei bi jetzt „Hotel de a 1, c eI e t d'A ngleterr e". — Kommentar überflüssig! -It. M anheim, 7. Aug. In Ausführung der Bestimmungen des Friedenöver- trageü erfolgt jetzt die Schleifung dec Siche- rungöanlagen um den Brückenkopf Neuenburg. Die Feste I stein wird dem gleichen Schicksal verfallen. 'fn. Saarbrücken, 7. Aug. Eine französische belgische Gesellschaft hat an verschiedenen Stellen von L e m b e r g bis nach Stein- Ärchibald und Victor (Uneben an« Redding. — 1?liui> narf;i Wivfien sind viele Pakete untmwafl. tororffen von tikbllrfiiireii werben vjii Frl. Hanna Bauer, Asterweg »0, gerne entg-^geugenuumnen. Landkreis Gietzen. ** Leihge st er n, 7. Ving. Auch tyter Whirbe eine Ortsgruppe Kriegsbeschädigter uitb Kriegshinterbliebener gegründet, ktjeVfr sich dein Freien Hess X’anbevVerlMiuh iürienö* Leschädigtei und Krie,isln»terl>lliel>euer bzW. bem Cytubeilnvcrbanb der Ulregsbelchädigteu Tcutsth- laitiht, Sih Leipzig, anschlast. Kreis Alsfeld. Gtnstrlluna der Milchliefenmff. sk lieber- (M e m Huben, 8. Aug. Infolge AuSeinaudersetzungeu mit der Lanbesmilch- ibrile, die durch neue scharfe Bestimmungen übet die Mitcliersassnng hervorgernsen sind, I>abeii die Bauern beS htesigi'N Bc-zirks ihre Milchliese- ruii ge n an die Molkerei Rieber-Ost'in linden ein» ru c n I u n g- yesei len nahm einen Antrag an engere Organisation an unb lvfd)loh im Falle der Einführung der Junggeselieiisteuer, sich ernstlich mit der Frage der Verheiratung unhaiil zu machen, da Muer der Junggesellen gewillt ist, die Steuer zu tragen. Der löbliche Beschulst Iwl in den Kreisen der gerei - tereit und jüngeren Jungfrauen viele stille Hof - itungen und die kühnsten Erwardmgm gewedt. Kreis Süwlten. ICirdye nnd Schule VertraueuSkllndgelmna für Dr. Strecker. - Schlitz. .7. Ang. Gestern fand unter bem Vorsitz des Lehrers F i s cd e r (F-ixiiirvmbach) im Restaurant Reinhardt eine Be z i r k ü - Lc b r c- r - Versammlung statt, die aus bem nÖrbuiwn Teile beö K'reises Lau Urbach zahlreich (»esucht war. Nach einer lebhaften und anregenden Aussprache, die si'I> an einen mit grossem Lvisall ansgeiwmme- nen Ertrag über ,,F r a g e n u n b A nsga fre n b e r hessis ch e n L e h r c r s ch a f t" anschlvw den Seminarlehrer Koch (Fnedlnrg), ein Führer- der hessischen Lehrerschaft, hielt, wurde dem Präsiden- ßiA fSÄ- M ttW Ä& E ä; «‘tw Pcnsionssk! 18. 'I und dritte hek Abgabe"^" Die Sri Stritt, ;tfau" aus tfiiammlupo > «ugestn, die ei Lellihren für. 6rlöi)iuifl dcs uni. für Fernln ber Postkarten suiv für Pakete «bühren glaub! bisherigen tig aber ist, <* Iostanireisungci im iwtfliiö erhol sollen also fvest" sterner nurb d Ü) auf 20 Hili ßent ungen fibci Sabn in Anspru «tchren soll I allen, die Ein b Wort und sestgesevt werde! Mifttlc Bergün kdabgabe bi Pwzent betrag Mark Mehrcin Whungen tn ©fitere Mitte ocn. Der PosteinliefrmngSschein selbst must nach wie vor mit bem amtlichen Vordruck Übereinstimmen. ** Ter Verkehr mit Schrotmühlen iiuh bix- W'-enubung von Sckunotniithlen ist laut Bc- laiuilma/Viniq ixd LautxSeriüihi ungSarnteS Iwm 2. August neu geregelt. Tie Brnntzimg von Sckiaol- tnülÄ.-n zur Berarlnitung von Brotgetreide Onvg- igni, Vlk*t*nt, Spelz-Tint' l, Feseil, lLrner, Einkorn) »st untersagl Andere Frü t/öitn- in Stinül)le reaNtfertigen. Ter Antrag liunst untiT Tarlegull« der Grüwie schriftlich WlUlH nerchn und l>al die Ulkitge urtb die Art der yi oetarbeitrniMii ittonäte zu cnl lallen. untrld|rri(lm „Zur Hkxidjr tnua" auf der Rückseite der ^ü-tkarle hmznweiscn. Leer versandte SchrdiNeln, Misten, Mrbe ober andere Bl Nitnisse müssen durch einen cntjpred)rnbi*Ji Vermerk auf dem Paket wie bei der Pakrttörte getennzeichnet )m*rbrn, a. 9) „teere Schezi«'lnlugen mit bem Au, taub ifteine Ü>e gen ü ber stel l ung ber T e viseu- f iirfe vor und nach bem .itzrieg befunberd interessant und lehrreich. Danach müssen wir heute lür Mäuse von den nadtflrbrnben Ländern im vergleich jur FriedruHdl zahlen: für Mäuse in Amerika das 8'/„sockle, für Mäuse in England baö «Nach, für STäiifr in Frmcknich und Hkigien das 2‘MaAx, für Käufe in Italien da« Doppelte als vor bem Weltkrieg. Rur durch Steigerung unterer Produtlion, erhöhte Arbeit, Ruhe und Drb- mrog im Lande können wir tue Waneu her billigen. umgekehrt nur Verbenen» ober erhalte,! gar mchiS •* Englis che Siebe* gaben. Man toertbt uns. Turckz Privatbriefe an» Ghtgiaitb er- sahne ich, dost in England schon seit längerer Zeit rin ..Flstht the samine aoniicir tätig ist, ein .AnSsamst zum JT'ampf gegeu ben H u ng e r. Die Mitglirder dieses AuSfckmsseS, k-reu Arbeit birar, die Rahruuasmitdl-Berichtr u. ft. in der detotsch-österrridufchn und uugorifdwn Press« zu veesolgrii. 'wnirben bann lvtohtl die Wribiber der ethrtru Bevrinigirng, die dem Wort bit Tat fol- OHi lftstl, bem «yrieuWof Emergenry Committee >sor the relief wf (fjermanS, AustiämiS and Hun- mxriau« In distvest. (HilsSdnird für notlechmde Teutsdx', OeihTrvidrr und Ungarn.) Dh’ier Hilfs- Vuub erbat und erhielt die Erlaubnis, sofort sowohl Dakeh- au Cinzelp rsvnrn als and/ RahinngSntitlel ie von ihm unternommen worden sind. Der Betreffende, der zuerst angab, in Wiesbaden beheimatet zu sein, ist etwa 1,72 Meter grost, bat volles, frisches (Besicht mit kleinem dunklen Schuurrbärtchen. Er trägt einen schwarz-weist- karrierten Sportanzug, ebensolche Patschkappe, kar- rierle Waden st rümpse und gelbe Schuhe. Beim Sprechen zieht er die rechte Oberlippe etwas in die Höhe Vermutlich ist er mit dem Dieb identisch, der in ber Röl^ von Idstein IfdX) Mark gestohlen hat. Wer Angaben über die Person machen ann, wirb gebeten, seine Mitteilungen an baö hiesige Polizeiamt zu richten. Auü dem AmtüverkündiüNttgsblalt. TaS AmtöverkünbigungSblatt -l/r 70 >'"111 H August entbäll: L.aiides-Fleifch- tvlle. - Tie öffentlidx Vewirtsckwstung bet Frühkartoffeln anS ber Ernte 11)10 und bereit Höchst- prc-is Ten S^erkehr mit OelfrÜchten. Welj. Ober Medizinalrat Professor Dr. Lorenz, ber veterinfträrztlick)e bortragenbe Rat in ber VJlinificrialabttilung für öffentliche (Mefunb- Iritöbilege, würbe auf sein Rachsndnm von ber ilxn bisher im Rebeuamt Itbertragineu Stelle eines Vorsitzenden bet LaudeS-Flcischstelle entbunden. Tiefe Stelle lüirb deut Betctiicäraazt Dr. Berlin g, Kreisveterinärarzt in BiLruz, übertragen, ber de m nächst seinen Wohnsitz in Darmstadt nimmt. Die Erzeuger von Oelsrüchteu haben zur Herstellung vcht RahrümgSmitteln in der riarnen HauMvirtsdmst Ansp»mck> aus Lieferung von Oel bzw. auf Belassung von Ocdsrücksten zur Herstellung von Oel. F-aNs eine Ernte nirf>t mehr als 30 Mio beträgt, so ist bie OkfamtMieiige bem Laudnirt zu belassen. Bon iwtieren fUtengen biö zu 1(X) Dio Vcroleivcn 16 Prozent dem Landwirt und für weitere Menffen übet 100 M'ilo 8 Prozent bet Gesamternte an Oeisrüchten bis zur Höckistmenge von 450 SVilo für die einzelne Wirtschaft. Bci Leiusamcm bcTbhilxni für iebe einzelne Wirtschaft von Wo träten bcs zu 500 Kilo in ber Hand desselben Lii-serunffspflichtigen 40 Prozent dieser Vorräte, iniiibrftcnfl aber 80 Kilo. Tie auf (strund dieser Bestimmung bem Lanbwirt belassene Menge von Leinsaat ist in ber obengenannten Höchstnienge von 150 M'ilo, Wrld)C bem einzelnen ßanbnnrt verbleibt, nicht inbegriffen. Wer die von ihm gewonnenen. Oclfrüd)tc unter Verzicht auf das ihm zustebc-nde RückbehaltmigS- recht abliefert, erhalt auf Antvag für ben Verbrauch in ber eigenen Hauswirtschaft eine ent- flxrcdH-nbe Menge Oel. । Auf bem Bahn überffaira Bahnhof A b e n b st e r n , STrciAftrafnc Heu chelhci in-Bieber, findet am 9. Ausitst^ von 9 Uljr rtbcnW bis 5 Ilhr inorgens bie Auswechselung eines OWeffeö statt. Für diese 3rit ist der liebergniig für den Fuhrwerks- unb Itrastwagenverkehr gesperrt. eb 0 s cheu rod, 7. Ang. Als im Jahre Iffll unsere neue 51' l r di < begvimen würbe, Sonnte nicmaub ahnen, bofp diese 1919 immer noch nicht fvrlig sei. Raclzdem bie Wrbcit I Jahn' iwll- (iflubig ruhte, besckstost nun bie (Wcmciitbc, m t eiusaclisten Mitteln unter triliwijcr Benutzung oer Juneneinridclung ber alten Kirche bas neue QM» teibaufl gebrautWfertlg in utadx'u Manchen Fremden, der über bas alte 5l'it(beld>i‘n lächelte, wirb es interessieren, zu wissen, bafi an diesem ,wch <1 1 (inner (r Hel durch f d) w e i e . ki einer Plünderung d herzlichc- Grüfv. Zum ersten Platz- feit 'Jtobcmber habe ich mich durch die Poslrnlinie des blauen Gesindels gewagt, um zu sehen, wie eS in Deutfdstand aiiSfielyt. Ich habe beute so ein cfhnliclwS wfüW, wie Wenn ein Reservist nach «Wei- ober bn-iftbrigrr Dienstzeit den Reservestock schwinfft und nach brr Heimat eilt. flJlan kann wmigstz-iis sich ohne zu ärgern in bm Strafen btiwfreu. Auch kein ffulturtrtigtr (ö*me- gallieget, Sübck/im-se usw.) tveist einem mit einer jaiibbcnhirinig vom Bürgersteig. Dann sieht man bie bentfd>ui MftdelS bei deutschen Hc-rm. Durch Verösseutlichunu' von Listen treiben diese schamlosen Weiber ihre Scliandtaten jetzt mehr im (Selieüncn. Bi» jetzt sind ungefähr 40 Personen auf willtürUdje ^-schulbigungen dieser „ölwkvladt-nsäne" bin verhaftet worben. Sehr fddlnini lastet ber m-istige Tod aut uns Die Bei hingen bringet auf jwei Seiten Lobredei auf bi»- (Entente, auf b»T britten Fustballnadirichlen wib auf ber vierten Seite .iNuv- Reklmueu für erotische Stück-. Um bem Geschmack ber ^Zesatznug Redmung Alu tragen, werben bie sinnlichsten Stücke in ben Sh mW aufgefübrt. Tlieater .Die keusche Susanna", „Wahl) Wib bie SHiftier- ftiritvc" usw. In Deutschland herrsc^m nach Mieren Zeitungen die fd>Tvrflidyftrn Hufläatbe. Dabei iebt hier altz-S aus wie früher. Der französisch Soldat arln-itet nicht». In vielen Dörfeni müssen awoc-chselnb bie Eiiiwohner Pst-rde putzen. Unser«- Offiziere hielt ich »um Teil für Pupvi-n, aber für diese Assen gibt es Hein Ausdruck Die Schnrarzen MH-rben zur Arbeit getriiebeiL Aus Postzm sitzt ber Soldat auf einen Stuhl, baö Gewehr steht in einer Dcke. Eine foldn* Ratwu kann nicht lange ein anderes Volk bebrlWeu. Hätten Wir unsere alte Regierung noch unb alle» Würbe itneber gut. Lieson- vers wir Vvlköschullehrer erfreuen mnS von Seiten bet Franzosen grofocr Austm-rksamkeit. Wahrscheinlich finb bie fckftvarzc-n Brüder am ftfk-rf. Die ^Republik Dorten scheint erledigt zu fein, nadtwrn bas Zeutriwi in ber Schals rage Zugeständnisse br> ftnir. Wir sind und Ideibtii beutfrt). In der ersten 'teil erftenien sich die F-rooztsteu grostcn- Swittmlhie. Aber burd) Verschiebern- Aiwioc-ifungrn, unwürdige Belmndluugen (fd)Iagn(, ins Ok-fidit svuckeiO, tnurd) Diebstähle an tzi-ldfrüchten ist ein großer Hoii entstauben. Die fraiiAÖfifdK Spiack>le Wirb m bat S-ckni- IVn unb in .ITurfm fast uictst mehl gelehrt Offiziere stehen Ausschreituiigeii der Maunfchaftc-ii machtlos gegenüber. Unzählige Misthandlungen an friedlichen Bürgern kamen abends sclwn vor. Es istdic-s z. T. recht gut, sonst Würben die Alstösuugs- Mtrebungen Äst'deu gewinnen Hoffentlich erleben Wir noch ben Tag ber Rache. Nur Wlüffat wir Nsteder bernünftig werben und arbeiten. ttn des hessischen BilbunySarnlS Dr. Strecke- bas einmütige Vertrauen in folgender Entfd-Iiew ung ausgesprochen: „Dic am 6. August in tx^li| tagen den Lehrer des Sckilitzerlaudes brrngcm hier» nut ihre Freubi über das mannhafte Eintretnr ür eine Verbesserung des unhcilvollen Schutz lompromisses zum Ausdruck. Sie erwarten, dciß | auch weiterhin m Hessen alles geschieht, um bie \ rciheitliche unb fortschrittlickie Entwicklnna bit Schule zu sichern. Die Versammlung versprich lierzu ihre freubigste und entscheibenste Mitarbeit/- ! Hochschulnachrichten. — Frankfurt a. M., 7. Aug Professoi C. Man nick) in Göttingen ist als Ertraorbiiur. rins für pharmazeuttsche ILHemie in bie Natur- j wissenschaftlickie Fgkultckt der Universität Frankfurt berufen worden. — In ber NatuNvilsenschaid ; lidn-it Fakultzil haben sich Dr. Hans Schnei, ber höhn, Asfistent am Mineralogisch pett», I graphisclien Jnstttut, al- Privatdozent süc Minera- I ogie, Petrographie unb Lagerstctttenkuiide, und Dr. Friedrick» Laibach für Pslauzenpathologie unb Vererbungslehre habilitiert. Sport. — Am Sonntag ben 10. August wirb bet Verein für Rasenspiele 1900 mit biet Mannschaften gegen frembe Vereine antreten. Du Ligamannschast spielt aeaen Kasseler Ballspiel- vecein in Giesten, bie lv-Mannsd>aft gegen Wetz lar 05 in Wetzlar, bie zweite Mannschaft gegen Laubach in Ätesten und die drttte Mannschast gegen Marburg 1917 in Marburg. Turnen. 61MD Be!)ör( u. Heuchelheim, 8. Aua. Wie vielerorts, o konnte auch hier während der Kriegsjahre innerhalb des hiesigen Turnvereins von einem ersolgreichen Turnen wohl kaum die Rede sein. Dank der feit einigen Wochen einsetzenden eifrigen Tätigkeit ber Turnerfchast konnten auf bat beiden in letzter Zeit veranstalteten Wettunien für ben Verein recht erfreuliche Ergebnisse erzielt werden. So errangen auf bem BezirkSturnscst in Grün- berg von beit aktiven Turnern Otto Kröck den 3. Preis, Willi Schmidt ben 5., Herrn. Freitag den 8., Ernst Gilbert den 13., Heinr. Volkmam >en 23., Otto Schleenbccker den 28., Rudi Kreiling den 29., Herm. Becker den 38., Paul Volkmann den 39. Preis. In ber Zöglingsoberstufe er- zielte Herrn. Kröck den 1. Preis. In ber Zögling unterstufe trug Arthur Jung ben 4., Max Kreiling ben 5., Otto Bolkmann ben 15. unb Karl Schmidt ben 21. Preis davon. Der Schüler Heinrich Weht icwann irn Sckstllerturnen ben 5. Preis. Der aktive Turner Herrn. Freitag blieb beim Stabhoch, bringen mit 2,90 Meter ohne Koukurrenz. Beim R h ö n t u r n s e st heimsten die alt. Turner Herm. Freitag mit 62 Punkten ben 13., Otto Zkröck mit 54 Punkten ben 21. und Aug. Bolkmann mit Punkten den 30. Preis dn. Tn/ppen aus. Da die Gemeinde gftnzlich bernrmt I fftringfümge Vergehen, tote daS Füstv^n von nicht war brauchte sie 21 Jdhre »um Umbau ber schwer cinwanbftnm BrückeuauSWeifen, OrtAusioerfen, beschädigten Kopdlc- (H>48 1669). fraiizösisdtzm Bvrsckwiflen usw. Die Verhafteten den 13., Otto lköck r Die Organisation der Deutschen Volkspartei (D. V. P.) Gießen 61341) empfiehlt 8257c 60 Gramm Del. 9253D Mk. 9216B 925IC eingetroffen. 8731 zugelren. 9002 92488 Ter Oberbürgermeisher. I. V.,: Kren - ie n. Mf. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Mk. Eentral-Droaerte, Schulstraste. hierher erbeten. Gießen, den 8. August 1919. 4245,— 2560,— 1800,— Gießen, den 29. Juli 1919. hessisches Amtsgericht. Friedberg, den 6. August 1919. Hess. Kulturinspektion. I. V.: Loren-. Welche nuten Leute nehmen kinderlose Sirte nereftoittue aus 14 Tage AUT Krholnng auf? Am liebsten auf einem Gut ob am dem Lande in Ober besten. Slezghlnng noch Uebercinkommen. Schr. Angeb. unter 015501 nri den ®lef|. Anz. erbeten. Los II Pstaslersteiiilieseruii-g Los III Saudlieferung Los V Fichrlcistungen it> Aug. Bolkmaim r ö ein. Bekanntmachung. Für das S-tL>t. Wohnungsamt wird &ur Ber- anschlagung von baulichen öcrn-Ixtutiflcn in Wohnungen ein erfahrener Hockhbauted.iniker auf die Taucr von unaefaiyr vier Wocl-eu gesucht. Eintritt .sobald als möglids. Bewerbungen mit Ge- haltsansprüchen bis Tienstag den 12. ds. Mts. An- u. Verkauf von Lnmven, Eifen.Mc- tastcn, 51tiochen, Papier, Flaschen, aebr. Majchinen. 136 D Louis Rothenberger Meaonwog 82. Teleph. 17t, Wein-Finnig Einmach-Einig in nur bester Qualität, Kommt bei der Firma (Emil Zischbach, Gießen, Zeltersweg 2^, das zustehende Del gegen Ablieferung des damals erhaltenen Oelbezugsscheins von Montag den d Mts. zur Verteilung. Das Del Kostet per Kilo M. 16.50 und Kommen auf einen Kilo abgelieferte Bucheckern Kiilsptin.Dhm ich. Art übernimmt 0IMM »ritz (Suter. Hammstr. 5. Franz Hefte, MäuSbura 10. Trockenes Brennholz au verkaufen. Schäfer, Lieber Straße 0. !8954 Dctr.: Feldbereinigtmg Trais-Münzenberg. Arbctts- u. Liestrviigsiiergcbilllg. Tienstag den 19. August 1919, vormittags 9 Uhr, sollen im Rathause zu Trais-Münzenberg bu- nadAiiTicid;ntcten Arbeiten und Lieferungen Wettervoraussage für Sonntag: Ziemlich heiter und trocken, tagsüber roorm, südwestliche Wutdc. Winterkohl- «Grünkobl» Pflanzen ertr. starke Ware in gröberen und kleineren Posten ab- FaconierhUte bitte Ich schon jetzt •z. Umprenen abzu liefern. 20 d. neusten Formen steh. z. gofl. Wahl. 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Um den in letzter Jett sehr überhand nehmenden Milddiebereien im Gemeindewald Wihmar entgegen- zutreten, wird hiermit für jede Anzeige, durch die ein Wilddieb der gerichtlichen Bestrafung zugeführt r»>rd, eine Belohnung bis zu 500 MK. vom Jagd- Pächter ausbezahlt. 92210 Wistmar, den 8. August 1919. Der Gemeindevorsteher. dielkrvv! I Itl“ von tito 1 kam bie Rede T auf btn btiig le” Sethiriun für h Klle erzÄl wnl? iidötuntfeft m ®rü?. MöttoKröckb, -V vemi. Bollniüu “ Z" Rudi « den 38., Paul N Zöglingsoberstufc e, Km. In der Zögii^ ng den 4„ Max krcilii »16. und Karl Gdirtj ' Schüler Heinrich An den 5, Preis. Ter altt blieb beim Stabil ohne Kmlurrenz. Pn die alt. Turnn hm Bezirkssparkaffe Gießen. Tie am 1. Juli l. I. fällig gewesenen Zinsen für Darlehen aus unserer Kasse können nur noch in den nächsten 14 Tagen ohne Kosten bezahlt werden. Bemerlt wird, das; eine weitere Zahlungsauf- fordcrung nicht mehr erfolgt. Gießen, den 8. August 1919. 92100 BczirtSsparkasse Gießen. Privat-Handelsschule von t*tC G. Hermes Gießen, Bahnhofstraße 60 Tel. 1097. Gogr. 1909. Anmeldungen für die neue Halbjahres- u. Jahresklasse Beginn Anfang September u.Oktober tflgl. Prosp. frei Itofw, die von der Kommission wie mich den MtlUärbel^rden bedauert iverden, zu verhindern. kOroen der von der Kommission georderten Ans- lxbung des Belagerungszustandes und Znrück- nahme der Reichswehltruppen Hal der Kommandeur dtc Kommission an die Regierung verwiesen. * Max über bie Novemhererrignisse 1918. Berlin, 9. Attg. Der frühere ReichSlmtzler P-rtnz Max von Baden ihTöffcnUidtt eine Darstellung der Ereignisse int Oktober und November 1918 bis zum Ausbruch der Revolution. iZkfunbcrd bemerb'nstvert sind, «vi: die „Voss. Ztg." schreibt, die Mitteilungen über feine S^rfudw, durch Beschlenuiging des Rücktritts des Kaisers die Katastrophe zu vermeiden. Er habe babei mit Nachdruck den Gedanken einer Nationalversammlung unter Heranziehung TeutschOesterreid>S vertreten, die über die Staats- form entscheiden sollte. Wdüfqicnnifl dcS ^rirbeu6bertrnflc<c Regierung gerichteten Ultimatum die bedingungslose Auslieferung des ganzen Packstgebietes von Kiantschon an Japan bis spätestens zum 15. September 1914 verlangte in der Absicht der schließlichen Rückgabe dieses Gebietes an China. Diese Forderung rief niemals einen Einspruch einer alliierten ober assoziierten. Macht hervor. Japan verlangt jetzt als eine der wesentlichsten Bedingungen für den Frieden, das; ihm das Pachtgebiet von Kiantschon ohne Bedingungen oder Kompensationen ausgeliefert wird. Japan ist willens, China das ganze fragliche Gebiet zurück- u- geben und mit der Regierung in Peking Über Die zur Durchführung seiner Versprechungen notwendige Regelung in Verhandlungen zu treten, sobald daS nach der Ratifizierung des Versailler Vertrages durch Japan möglich ist. Japan beabsichtigt nicht, irgeudtvelche Rechte, wie die terri« Homöopathische ärztl. Beratungsstelle Hamburg 36,PosIlachlßZ. Man verl Prospekt. iWkr, bet* irnt mtbe. daß m ^ t, stürzte iMW£| Tben nnm chnl. EmAuh°" Sch am letzten Kelln eines/MIM' Mch durch die S' & MM ' te und,ouf W” pSfÄ « 8000 6« .äÄ jSPr«*’’! lch der Logesen. J feigjä S*6L ’n ,* «ne larkl wAinbff W rtö Zopfe Locken, Dreher, sowie sämtliche Haararbeiten werden schön und dauerhaft angeseriigt. 17748 Hermann Plank Wwe. Sve-inl' Haar - Geschäft. Die Wahlen zum Kreistag für den Kreis Giehen finden am Sonntag, den 17. August, von 10 ühr vormittags bis 8 Uhr abends statt. Im Änschluh an unsere Notiz im Siebener Anzeiger vom 2. August 1919, Nr. 178, Hauptblatt 2. Seite, Provinzialtagswahlen betreffend, bitte» wir die Mitglieder, Freunde und Anhänger der Deutschen Bolkspartci sd)lagsliste, beginnend mit den Namen LlmbgerichtSrat Rich.Aiistt, ßitfitn, Milttnikiffer Rrnift, Krüllberg, Kn'isstrafikMkisttr Heiiir.Hmiliaiiil, Lich zu werben und tätig zu fein. Stimmzettel find am Tage Der Wahl vor den Wahllokalen zu haben, eine Verteilung der Stimmzettel in den Häusern findet nicht statt Eduard Kleger, Gärtnerei, Telephon 780. Marburger Dtrahe 84. Wtefecker Weg 19. ffi^chäfte all. Gräfin i. uersch. Veder- fort.,teberabfä(L,fleftanAi. Sohlen u. Absätze, Schuh- niachervedarfsalt.BreiSl. frei. Max JUrijer, Fraak- lurVM., Holzgrabeu 7. mj»c hlMctien aUßf irl AustaHuo aWrein a. preis- «trt 41a BrUl'Kki Uaiv.-Dreekerel, B. Laage, fließe» rt. iu.te.w „ 3i2;nVU0 mit öu ES t^xnbtrlcVei^g «u^ach fünfmd w 114 m normalen Mmf ■ nrarben über 590 Ir den handel grbrail. ? rin Äadivewrdnktn tu nMtreit h*«* ein richtiges ediat»1- mische BevölkMg iL ■n.tyvr chngen, der L l" letzte Nachrichten. Der Arbeitsplan Der Nationalversammlung. ©ei mar, 8. Aug. (MTB.) Ter Aeltesten- auSsdms» der Nationalversammbmg stellte folgenden Gesd>ä tsplcm auf: 9. August: Erste Beratung des Gesetzentwurfs betreficnb die Elektrizitätswirtscbaft 11 August: Zioeite Beratung der Grnnd- toed)fcUtcuer-, Taboksteuer-, Zündwarensteuer- und Spillkartengesetze. 12. August: Erste Beratung der Gesetzentwürfe betreffend. Reid»snotopser, Umsatzsteuer und Abgabenordnung. 14. August: Erste Beratung des GesetzmtivurfS betreffend die Postgebühren, des Ermädrtigungs- gefetzcs zur Aussührung des Friedens, sowie des BctriebSratsgesetzlCs, ztvcite Bec-atung des Ossi- ziers- und ^apitulantenabsindungSgesetzeS, Pen- sionögesetzes usw. 15. August: Erste Beratung des Gesetzentwurfs bdrcftcnb btc Kohlenwirtskhait in V-wbindung mit der die4bezüglichen Interpellation Tr. Heinze und Genossen. 16. August: Tritte Beratung der Steuergesetze, des Pensionsgesel^s usw., Fortsetzung der Koljlen- bebatte. 17. f 18. August und folgende Tage: Zweite und bntte Beratung deS Erbfdwftssteuergesetzes, der Abgabenordnung, Kreditvorlage usw. Dic Erliöltting Drr Postgebühren. Berlin, 8. Aug. Wie die „Tägl. Rund- ‘dau" aus Weimar crfäljrt, werden der Natioiial- beiiammluno in den nächsten Tagen Vorlagen Sugehen, die eine fclzr bcträd)t(id>c Erhöhung d.r Gebühren für Post und Telegraph bezwecken. Die Erlohnng des Portos für Ortsbriefe auf 15 Pf. unt' für Fernbriese auf 20 Pf. ist bekannt, ebenso der Postkarten auf 15 Pf. Mastige Erhöhungen iud für Pakete vorgesel-en. Auch die ZeitungS- iebül;ren glaubt die Postverwallung nicht bei den 'isl^rigen Sätzen belassen zu föitnen. Sehr wichtig aber ist, dast bei Paketen, Wertbriesvn und Postanweisungen die Gebühr künftig nur einmal im voraus erhoben werden soll, die Beste!lgebührrn sollen also wegsallen, bzw. vorher crlyobeu tverden. Ferner wird das Höchstgewicstt für Pakete von 50 auf 20 Kilogramm l-eruittergesetzt. Also alle Sendungen über 20 Kilogramm müssen d e Eisenbahn in Anspruch nehmen. Bei den Telegr-aphm- acbüljrcn soll die Reichsabgabe pro Wort Wegfällen, die Einheitsgebühr aber auf 10 Pf. für dos Wort und bei Ortstelegrammen auf 8 Pf. festgesetzt werden. Tie den Pressetelegrammen gewährte Vergünstigung bleibt unverändert. Tie Reicksabgabe bei Jernspreck;gebül)ren soll hundert Pwzent betraoen. Es werden über 300 Millionen Mark Mehreinnahmen aus den porgeschlagenrn Erhöhungen erwartet. Weitere Mittel zur Verbilligung Der Lebens» mittel. Berlin, .9. Aug. Laut „Lokal-Anzeiger"- Meldung aus Dresden will die Reichsreaie- rung große Mittel bereitstellen zum Zweck der weiteren Verbilligung der Lebensmittel. DelagerungSzuftanD über Ehemnitz. Ehemnitz, 8. August, lieber Ehemniv ist gestern abend anläßlich schwerer AnSschreitimgen der Bevölkerung he*- verschärfte Belage- rungSzustand verhängt worden. Seit Samstag sande, n Chemnitz, in der L»auptsache wegen mangelhaun Fettversorgung, Demonsttationen statt, die am Donnerstag abend ernsten Clwratter annahmen. Trotz des Gebotes hatte sich am Nachmittag auf dem zfönigsplatz eine Dcmon- ftrafi-)iiät>cTfammlung gebildehr mar ter Menge gegenüber machtlos. Ein Deil der Demonstranten begab sich zum Oberbürgermeister, verhandelte mit ihm tn ruhiger, fachlicher Meise und entfernte sich, nachdem der Oberbürgermeister einige beruhigende Worte gesprodnu hatte. Ein anderer Teil der Demonstranten begab sich zum Gerichtsgefängnis und befreite, da die Sid^rheits- wehr nicht zur Stelle war, einen dort sestgehal' lenen Mommuniftenfübrcr und zog mit diesem in das Innere der Stadt. Ein Trupp der Reichswehr, der eingesetzt worden war, wurde von der Menge zerstreut und ihm das Maschinengewehr abgenommen. Aus der Menge heraus ivurbc gegen die Truppen eine Handgranate geworfen, Durd; die -ebn Personen, darunter drei Kinder, zum Teil schwer verletzt worden sind. Chemnitz, 8. Ang. Die in Chemnitz au6- gebrochenen Lebeusmittelkrawalle haRn politischen Cltarakter angeuvmmen. Um die baraue» erwachsenden Unruhen zm unterdrücken, wurden RcrchS- Imhrtruppen von außerhalb ’bcraiigctoflcn. Als diese IkuIc nachmittag zwisck^n 3 und 5 Uhr am Bahnhof ausgeladen w.-rden sollten, eröffneten die Tumultuanten, die Masdnnengelvehre iutb andere Waffen in ihrem Besitz hatten, ein regelrechtes Feuer auf die Truppen. Infolge des ganz unerwarteten Angriff- wurde eine Heine Abtei« lang gefangen genommen. Boi dem Zusammenstoß gab es auf beiden Seiten eine Anzahl Tote und Verwundete. Ein Teil der Waffen der Reickw- wehrtruppen fiel in die Hände ber Tumultuanten, die bisher nur den Bahnhof besetzt halten. Sie fordern Aushebung bcS Belagerungszustandes, Zurückziehung der Reid>swel)rtruPpeu und Verbesserung der Lebensmittelverhältnisse. Die Forderungen sind telegraphisd; nach Dresden weiter- gegeben worden. Man hofft, burd) güllick-e Vereinbarung mit den Tumultuanten Ruhe und Ord- nung wiederher stellen -u können, so dast wdtcv;<3 Blutvergießen vermieden wird. Die Krawalle. be< schränken sich vorerst auf die äustieren Teile ^der Stadt. Ein Flugblatt, bas zur Ruhe und Versöhnlichkeit mahick, wurde verbreitet. Dresden, 8. Aug. Amtlich wird zu den lieutigen Vorgängen in Chemnitz mitgeteilt: Nach den fortgesetzten Angriffen auf die Truppen und den nötig gewordenen Einsatz stärkerer Truppen ist es bcdauerlick-erwcise zu B l u t v e r g i e g e n gekommen Darauf bat eine Kommission, bestehend aus je einem Vertreter der sozialdemokratischen Partei, der unabhängigen Sozialdemokraten und der Kommunisten, mit oem Konimandcur der Truppen verhandelt, wobei Uebereinkunft über Folgendes erzielt wurde: 1. Die bisher von den Truppen in der Stadt besetzten Wachen bleiben in der Hand der Truppen. 2. Die übrigen Truppen rücken in die Kasernen ein, neu ein rücken de Truppen gehen gleichfalls in die Kaserne. 3. Tie Parteien verpslichten sich, alles auszubieten, um die Menge zu beruhigen und weitere Zusammen- $ Sr 6. - Hft1 > K»- Ü*M\SS3 ■ n““ Dr. CM KrZZ 5^ FeÜe und leieeea RlllildivMll aller Art kauft zu höchsten Prellen M. Nutz Marktplatz 17 III. b. Aug. Wallenfels. tonale Souveränität Chinas in der SchtNitimg- prvvinz au beeinträchti,wn, zu erheben ober zu beanspruchen Die Bedeutmrg der MI (rufe I bn Erklärung des BaronS M a k i n o vom 5. Mai 1919, dast es die Politik Japans ist, die volle Souveränität über die Schantunghalbinsel an bbiita zurückzutzeben und nur die Deutschland gewährten Privilegren zu erhalten, nrust allen klar sein. Sobald eine Einigung zwischeir Japan und China über die Rückgabe Kianlschous erreicht ist, werden die japanifdnm Truppen, Die jetzt die Mi aut schon Chinansu-Eifenbahn bctvadmi, vollständig zurück gezogen. ES besteht die Absicht, diese Eisenbahn als gemeinsarnes chincsisd>'jatxinisches Untcnrclnncn ohne ir,7endwelchen Unterschied in der Behandlmrg irgendnner Nation zu betreiben. Die javanische Regierung beabsichtigt, solche Vorschläge für Errichtung einer allgemeinen ausländischen Nieder lasfung in Tsingtau an Stelle einer rein japani schen Niederlassung zu machen, iwranf cö natb dem Vertrage von 1915 Anspruch bat. A m fl e r b a m, 8. Aug. Laut Times Meldung anS Washiitaton l>at Wilson ein Schreiben des japanischeir Botschaiters Matirro Clnuda verösseiO' lrcht, in Dem eS u. a. heistt. Die Politik Japans gehl dahin, die S ck>air t u n g - D a l b i n se l irr völliger Souveränität aki China zurückzugeben. Japan behält nur die wirtschaftlichen Vorrechte, die Teutsdilcurd verlieben worden finb, und da» Reckst, unter den Üdliclstn Bedingrrngen Niederlassungen üt Tsingtau zu erricksteir. Der neue französische Geschäftsträger in Berlin. Berlin, 8. Ang. Nach einer Pariser Meldung verlautet, dast bis zur Erneirnnntz nennt Botschafters in Berlin Der el^emalige Sekretär k*r Berlirrer Bolscktaft und Milarbr'iler Eambous, Herr N e r m i t e, beauftragt fei, die französischen An gele-en Herten i n Berlin zu besorgen. Die Vergnngsarb^iten an Der Srapa Flow- Flotte. Amsterdam, 8. Aug. (Wolff.) Der Erste Lord der Admiralität, Long, erklärte einem drahtlosen Telegramm aus England vom 7. August zufolge int Unterhaus, die Bergungsarbeiten in Sca pa Flow blieben auf Diejenigen Fahrzeuge beschränkt, die in seitchem Wasser auf Strand gefetzt worden waren, ehe sie Zeit hatten, zu smken. Vorläufig würden dic Kosten, die nicht grost seien, aus dem Marineetat bewilligt. Eine Botschaft Wilsons an den Kongreß. Frankfurt a. 8. Aug. Tie „Fr. Z." meldet aus Neuhork: Tie überall infolge dt LebenSmittelteuerung anSbr erbenden Streiks und die starke Gährung tu der Arbeiter- schäft ber-anlastteir Wilson, eine besondere Botschaft an den Kongrest auszuarbeiten. Abbruch dcS Schweizer-Olcucralstreiks. Basel, 8. Aug. (Schweizerische De- peschen-Agentur.) Eine in Basel abgehaltene, vollzählig besuchte Versammlung der Dcle gierten des Arbeitcrbundes und des Aktions^ komitees beschlvh mit 135 gegen 28 Stimmen den Abbruch des Streiks. Dieser Beschluß wird heute den einzelnen Verbänden zur weiteren Beschlußfassung vorgelegt werden. krdbterBilllzkil „Königin Vouife" it. Var« tonfl Noble" Inem.) beft* bemrrrzelt. Sluck 5 Pf., Taufend 40 M. Pfianzen müssen hier abgeb- werd. A. Pnecoe Obstanlage *** Datenbolen, Kr. Wetzlar Teles. 782, A.nt Wienert. Mullwindeln 1.75 und 2.20 Mk., Wafck« lappen L— Mk., wieder Geben werden: Voranschlag Plmrierung der neuen Gewemnwege Los I 3000,— Los II 3000,— Urbarmachung der alten Feldwege Los I 4560,— Los II 3480,— Strldlciflmg der Klosterstraste 7448,— Bersckseifung des Raines in Flur IV 928,— Bersck.leisung des alten Weges nach Muscheuheim 5396,— Versck,leifung des Rottstveges 390,— Mk. foerftcllung der Kckeivft. aseuabfahrtcn: Los I Erch- unb PflasLrarbeiten 2654,— Tie Verd ingungsunterlagen liegen bei uns und bei der Bürgermeisterei Trais-VLünKenberg zrrr Einsicht offen. Angebote in Prozenten des Voranschlags früh bis zum obigen Ternnn verschlossen und mit der Aufschrift: „Angebot Feldbereinignn'a Trais-Münz nberg" versehe, der Bürgermeisterei i Trais-Münzeuberg ernjureidxn. Hauben-Netze auö echtem Haar in allen M. 1,75 E. tireb, SpeA.-Damen- Salon, Selterdw.«:!. I"— Toiletten- und Kernseife, sowie Rciucherware empfiehlt billigst. Händler Wieoerverk. hob. Rabatt. 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Eduard LAinkel jun., Kaufmann, Lauts Klinkel, Kaufmann und Adolf Klinkel, Ober müller, alle in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 1. April 1919 begonnen Krkl&rnng. Dse gegen Herrn Ldwg. Kloh, Otelchästoftihrer des St.L.«Amt., gelaiieAenße- rung nehme ich als un wahr mit dem Ausdruck des Bedauerns zurück. Gießen, 8. 8. 19. _________Daniel Heils Mmirermki'ster übernimmt AnSsübrnng von Manrerarbciien. Material uorbanb. Lchl Anfr. ii. 015500 a. b. G. A. I7^^T^;7f:™7i|5erri|iene Sonntag den 10. August Tierarzt ßr. Marders gtc 016598 wohnt jetzt 6dttthit|B Tel. R Sa“'I 1)222 gegen Verein für Rasenspiele 1900 Gießen (II. Mannschaft). o eieaei Möbel Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Schlafzimmer Küchen «MU Matratzen Die Anfstellungsleitung. Statt Karte«! Statt Karte« Gesundes trotfen.Wlesen- Gietze«, 9. 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Arnes Stimme bebte, als er ihr beide Däiche warm entgegen streckte. „Bereiter Sie mir, daß ich an die ulten 2B unten rührte, und halten Sie es dem Freunde, der sich um Ihr Glück sorgt, zu gute." 81^(0^.)! zK.S°IM«kvv ; »ich« 8t#4nlaausfchlachtungen: 6. Organische Umgestaltung der Kommunalver- **< und aller Krrcgsstellen unter weitgehendster Mitwirkung von Bettretern aus Erzeugerkreisen. L3 wurde folgende Vereinbarung erzrelt: Zu 1: Sicherstellung der Selbst- »ersvrguug und volle Amnestie für hlerückstLndigen Lieferer. Ten säumtgen Ämdwirten, dir im kommenden Erntejuhr bis zu suchen wollen, so habe ich natürlich mchts dagegen einzuwenden," sagte Ragna, sich äußerlich zur Ruhe zwingend. „Auch tausend herzliche Grüße mögen Sie meinem ßteWta« bringen, aber bitte kein Wort darüber, iso ich weile. Brät Wort, das bestimmt ist, mich jemals wieder nach Svendburg zu führen, das ich niemals Wiedersehen will." „Sie sind bart, Ragna," fugte Doktor Loren- zen milde. „Sie fönten nicht vergessen, daß ein Weib ohne per mal einer Ausgestoßenen gleicht, die nirg^tds eine Stätte hat." „Nein, niemals," sagte Ragna, „Lehre ich nach Svenbl-irg zurück. AuSgestoßen ist nur der, her feine Pflicht unb keine Arbeit tarnt Ich aber stehe, auf der Löhe des Lebens«!" Arne sah staunend aus die blonde Frauen- gestalt, die in der einfachen llmgedunfl so stolz ausgerichtet mit blitzenden Äugen vor ihm stand. Das war Seine Uebcrbebimg, die da so siegesbewußt sprach, das war nur geistige Kraft, bte sich in Ragnas Worten kund gab, geistige Kraft, die nach Schiedsspruch festgesetzt: „Den Arbeitern der Firma Gg. KrebS, Butzbach, fort tont 1. August 1919 ab folgender Lohn bezahlt werden: Ansangslohn für 14jährige Arbeiter 60 Ps. die Stunde, die nächsten 6 Jahre fteigenb um stündlich je 10 Pf., das 7. und 8. Jahr steigend um je 15 Ps. stündlich: als Höchstsatz LTOinbeftlobn") hrirb ein Stundenlohn von 1,50 Mk. festgesetzt er wird mit dem 29. Lebensjahr erreicht. Heberftunben werden mit 25 Pro- -ent Zuschlag vergütet. Die Löhne verstehen sich für tatsächlich geleistete ArbettSzeit (d. h. kein Lohnausgleich bei durchgehender, bis 1 Uhr mittags verkürzter Samstaasarbett). Die Arbettnehmerseite erkannte den Schiedsspruch an. 3. Die Lohnstrettsache im Betrieb des Gla- sermeisters Äar I Euler in Gießen wurde durch Schiedsspruch babm entschieden, daß vom 1. September 1919 gemäß des von den anderen Glasermeistern in Gießen getroffenen Abkommens ei» Sttmdrnlohn ton 1,70 Mark jn befahlen ist. Der Arbettgrber erkannte ben Schieds- spruch an. 4. bis 7. Die Dündigungssache eines Schwerbeschädigten mußte zur weiteren Aufklärung vertagt werden. ®ine Butzbach« unb zwei Gießener »elsverband über eine Umgestaltung und über btt künftige Fleischversorgung beraten soll. Im einzelnen erklärte der Präsident Neumann, daß ein Reaierungsvettreter nach Derlut entsandt fei, um die Lieferung von Druschkohlen auf das allerdringlichfte zu forbern, und daß er alle Eingaben auf Freigabe der Ausfuhr ton Fohlen genehmigen würde. Die Führer des hessischen Bauern- bundes geben die Erklärung ab, nachdem die Regierung den Wünschen der Landwirte der- art entgegengekommen sei, ihrerseits alles aufzubieten und es als Ehrensache zu betrachten, die Landwirte zur restlosen Abgabe ihrer Erzeugnisse zu veranlassen, da dies im vaterländischen Interesse gelegen, das zu fördern unsere gemeinsame Aufgabe sei. Präsident Reumann gab dit Versicherung ab, daß er den Eindruck gewonnen habe, baß auf beiden Setten der ehrliche Wille zu einer befriedigenden Lösung vorhanden gewesen sei. Mtt dem Ausdruck der Befriedigung über den Verlaus der Versammlung, auf die weite Kreise des $>effcnlanbc5 mtt Spannung geschaut hatten und die hoffentlich ben Anbruch einer neuen Zett der Verständigung zwischen sich bisher besehdettden Interessengruppen bedeuten werde zum Wohle unseres gemeinsamen Vaterlandes, schloß Oter-Reg. Emmerling die Versammlung. Der SchlichtnngSansschnß der Provinz Oberhesscn. Auszug aus dem Bericht über die Verhandlung am 4. August 1919. 1. Mit 36 Arbeitgebern des Baugewerbes in den Kreisen Alsfeld unb Lauterbach waren die Verhandlungen der Frankfurter Bezirksleitung des ®au» arbeiterverbanbes und des Zentral- vcrbandes der Zimmerer über Regelmtg der Lohnverhältnisfe erfolglos gewesen; die in ben Arbeitgeberkreisen geplante Organisation ist noch in der Entwicklung begriffen, der Arbeitgeberverband für die Kreise Alsfeld unb Lauterbach umfaßt erst einen Teil der beteiligten Firmen. Auf Arbeitnehmerseite ging das Stteben dahin, auch die nörblidjen Bezirke Ober Hessens in den mit dem Mitteldeutschen Arbeitgeberverband für das Baugewerbe auf Grund des Reichstarifvertrags abgeschlossenen „Lohn-und Arbeits- tarrs für das Baugewerbe" einzubeziehen. Die Arbeitgeber lehnten den geforderten Stundeit- lohn ton 1,80 Mark für Maurer unb Zimmerer unb 1,70 Mark für Bauhilfsarbeiter (ab 15. Mai 1919) ab, da sie mehr als 1,30 Mark nicht bezahlen könnten; denn sonst gebe das Baugewerbe zugrunde. Mangels Einigung tumbe Schieds- pruch nötig: „Den in den Kreisen Alsfeld und Lauterbach im Baugewerbe beschäftigten Maurern, Zimmer- cuten usw. soll unter Einreihung in eine im An- chluß an den „Lohn- und Arbettstarif für das Baugewerbe" noch zu bildende Lohngruppe IV und unter Staffelung für die Uebergangszeit folgender Lohn bezahlt werden: Ab 1. Juli 1919 ein Stun- denlohn von 1,40 Mark, ab 1. August 1,50 Matt, ab 1. September 1,60 Matt." Die Arbeitnehmer erkannten ben Schiedsspruch an. — 2. Der Fabrikarbeiterverband Deutschlands, Zahlstelle Gießen, hatte für die Arbeiter der Schmirgelsabttk Gg. Krebs, B u tz b a ch die Vermittlung wegen der geforderten Lohnerhöhung angerufen. Die Firma war jedoch weder erschienen, noch vertreten, hatte auch trotz Aufforderung keine Gegenettläruna eingcreicht. Mit Rücksicht auf die örtlichen Lohnverhältnisse wurde unter Anwendung eines die geforberte Höhr unb Steigerung mäßigenden Rahmens durch Wü wohl das tat, so Hand in Land mit einem Fveund zu lieben, $u anifeu, daß sie nun >iricht nrbr allein, daß Arne L-vrerrzen ihr nneber tzur Seite stand, daß er teil haben würde an Freud imb Leid w<5e ist mir schwer genug geworden, Ihnen so lange fern zu bleiben," sagte Dvkbor Lorenz-m, mit fhllem Blick Ragttas Stübchen durchmessend. ,^>st habe ich mir im Geiste ausgemalt, wie Sie hier allein und einstun in dem stillen Dänschen ter Heide sitzen, das mir Gun bild und Dagmar schändlich geschildktt haben, und oft ist es mir gewesen, als mußte ich zu Ihnen eiten, um Sie hier loszureißen, ans dem einsamen trüben Iteben, «ter immer fiel mir zur rechten Zeit noch ein, daß ich ja gar Bein Recht hatte, v> eingreifend mich Ihnen zu nahen, und ich lernte mich bescheiden." Er schwieg und sah einige Augenblicke vvr sich nieder. Frau Brandt brachte den Kaffee, und Ragna lud Lorenzeir ein, ihr Gast zu fehl. Ta faßen sie nun an dem kleinen Tisch sich gemütlich gegenüber. Ragna füllte den braunen *ranf in die Tassen und strich mit ihren weißen nnnen Händen köstliche frische Butter auf die gold-- Mlben Semmeln. Unb die Saune schien so ivarm durch die Fenster — es war, als bringe von draußen der ganze wonnige Frühling herein. Arne ^.hnte sein blonbbättiges Daupt bclyiglid) gegen die Stuhllehne unb sah mit stillem, glücklichem Sätteln auf seine schöne Gastgeberin, die mit so mf’crec Anmut unb so reizend hausfraulich die Wrrtin machte. Etwas wie Wehmut wollte ihn beschleichen, aber das Glück des Augenblick» war doch größer. Tas mufcte auSgekoftet jtoräen. ' „Mir ist wie im Märchen, Gräfin," sagte er leise, „mir ist, als müßte ich dieses süße Glück, das ich jetzt hier bei Ihnen empfinde, gemeßen bis zur Neige, und doch, wie bald wird es entschwunden sein." t r „Heißt das mit andern Worten, daß Sie nicht tetederkchren ttollen?" Ragna fragte es schnell unb hastig, e$. war, als klopfe etwas wie heiße Angst in der Stimme. „Ich werde fortgebeii, Gräffn," entgegewte er leise, ,,fottgehen auf lange Zett, ater ich roWe es nicht tim, ohne Abschied, ol/ne noch emmal JUr sonniges Antlitz gesehen, ohne noch einmal Fhve liebe Stimme gebärt zu haben." „Fortgehen, für immer?" fragte sie angstvoll. „ , y . „Nein, nicht für immer," gab er lachttnd zurück, „ich kehre wieder. Wann? kann uh heute noch nicht sagen, aber ich komme, Ragna, und zwar zu Ihnen, nur $u Ihnen. Mein Weg Mtt mich weit nach Norden, nach meiner und ^Zhver Heimat. Snidienhalber könnte ich sagen — wenigstens nahm ich deshalb Urlaub, ater es ist nicht ganz so — ich gehe auch aus persänlickrem Interesse. Jn der Sximat lebt mir noch eine alte Mutter — sie ist müde vom Leben und sehnt sich danach, ihren Jüngsten noch einmal zu feten und t,nvittfchaftung aufhcbt, ebenfalls bte Lier frrigebeit würde. Sollte das wider Erwarten «ritt geschehen, so sollen die Landwirte über Preis And 3abl ter abzuliefernden Eier und Att ter Lieferung mitte stimmest. Zu 3: Die ton ten Strafen Betroffenen er* Beten Einspruch gegen die Strafver- fügung. Dem Gesamtministerium wird ter Bor* hchfag unterbreitet, bie Antts- und Staatscmwalt- Mjaften anzraoeisen, die StrafbefeNe an die zu- fehtbigm Erfassungsstellen zurückzuweisen, wo fie er Zuzttlfling ton Sachverständigen geprüft wer* sollen. Heber das Ergebnis soll mit ten Herren v .Hermolt und virichcl beraten werten. Jn ßufuj^t sollen die Strafen Über das Krersamt 8-ten, wo sie erst nach Anhörung ton Sachver- f,c Taigen verfügt werten sollen. 3m i: Tas LaudcSernLhcunsSaott ist mit ter ! Bef eit t gen g der Wiegemeister fnmb* | rinverifaute«, vachxm vov Seiten ter laute t. ntfd.aftiid;rtt Orgcanfettionst bruud^xnv Bor* ftt.LLge zur jbontrolle gernacht ttmbcn sind. Auch ter äbfdxtffung ter Probemelker und der übrigen Revisoren striZm grundsätzlich ferne Detemken gegenüber, auch hier soll der Äauernbunb Vorschläge fiter eine brauchbare Kontrolle machm. Zu 5: Den KvmmunaLverbänten werten zum ' ersten PrmÜ «ttsttrechetche Weisungen gegeben. Die Freia« be der v«u s schla cht u ngen unb Me Abitteffung des BrriMasterS soll ber unter 6. tefchlossenen Kommrssioit zur Beratung unterliegen. Die Vorichrift über die Schtlagschräte ist Reick)s- feche, doch will Ltrifen bestrebt fein, wegen Frei- gebe der kleinen ArtbauflLchett bestrebt zu fein. 6 Die Regierung gab die Erklärung ab, baß der schnell möglichste Abbauder Zwangswirtschaft auch ihr Ziel sei. Drei Minuten Nr Zwölf sei es nicht mehr an der Zeit, noch Snmblrgrnte Änderungen in ter Organtsation d-rzunehmen. Jedoch wurde bei der Kartoffel- ersasfung zugestattden, daß die ZerttralgenLsfen- schaft und die freien Vaueriwraanisationen als •* sAuskäufer zugelassen seien. Auf Vorschlag des Borsitenden des Oberhessischen Viehhandelsver- zd c» w = 2 Ä-°- Ätin.ßhibtfl 19. Berauvoortllch für Pollttk: ß. 8.1 Dr. Reinhold Zen». Meteorologische BeobachtUnge» der Station Gietzen. 8. 8. nm. 17.3 9D 8. 8. abbs. 13.7 9.6 9. 8. DrtL 11.0 92 MiMorrerrStiefel Gothaer Lebensversicherungsbank a, G. ,Me lva Alicestrasse 23 1. 015547 9219D Gieffen, den 9. August 1919. 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Votft « Co-, Heide»«* 1 481 lle Druckarbeitenx für BehSrdtn, ötrdne, äondd. -Pcroertw, 3u- dnstrie und ZamlUe, wissrnsckoflllchr Werre m» OtffrrtaUonrn werden schnell, flUreln n. p"'d«»rt angcfrrtlot In 6er Bud)- un6 Ptclnörntmtl- wilhelm fierr, Giessen Wolltorstrastr 77 Zemsprvch« 5A) Wen elneetroffen: 9202c lÄlMSRÄSp für l>erkbc(ten und Kiwaton Großes Lager in Beltfedern u. Daunen | FIRHTZ MÜW^CßC werden ISglich mit Hierin geputzt. Rezept her nnd Sic erhalten ein Getränk, daö 4' Sie selbst Überrascht: * * Z Zur Herftelltmg von 150 Litern: «, i 25 Pfund frische Beeren, < > J 10-20 Pfand -lucker, <' ♦ 1 Masche Jiuft 5lnnstmostansatz mit *' Hetdclbcer-usatz und mit Suffstoff t zu 100 Liier zu SW. 17.-. 8810hv 4» iUeunnc Anweisung liegt den «lttaschrn bei. <. «Sol). !Huf, Gtllingeii, Hcidklbctr-Pttsliiid:: / Ton /hfflWdi/\ / tamhyiäüM \ / Lort— «mpfoMeo. \ / Gutachten ear Verfthron«. \ Pa. koblens. 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