" »»• «r.V 8'hckt, Lu * - rU "'“««Mül »•Mb« tagniliöi >h« SBß vAr it in Itr. 10Z <*rr €i#t#etr Injrifl« ttfd tut: infllidb, anher 6er. n- uni> Feiertag L. 8.)hjsirets: menatl. 'JW.1.35, viertel» TS&rt'.'t) Wf. 4.05 burefj Abhole- il Alveiqstellen mofiutl Ulf. 1.25 durch die dost Ttt. 4 05 orertet» j«hri. au^rtiL Beitels rtnifpred) - Anschlüsie: 1firbieSd)rttleituiiflll2 Lerlav,<^richa'tsslelle5t tlnfdin’i fvrTrabtnad^ nchlkir Lnzrlger Sirhe». PoftIche«No»to: Srantfurt a. M. UM6 Erstes Blatt (69. Jahrgang Stettag, 9. Mat 1919 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Zwill'mgrruuddnlck u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Vuch- u. Sttiüöruderei R. Lange. Schristleilung, SefchäftLftelle u. vruckeret: Zchulstr. 7. »«nähme een Anzeige» f. die Laqesuulnmer bii zum 91nclimüta.i vorher ohne jede ^erdludlichteU Seilrapreife: tfir örtliche Anzelaen 25 L'f.,fürau4iDürtiqe 30 Pt, für Reklainen Mk.l.- ueblt 20* .Teue- runqSzns nlag;Planvor- Idirüt 20 % .'lu'jdilaq. f'auptichri’tleiter. Aug. Viociv ’Bttantmortlid) tut Politik: Aua. Goetz, für beiuibriafnleil: Dr. Reiuholi) Zeirz; sur beit Aujetqenteü: v. Beck: länulid) in Greben Allgemeine Entrüstung über die Zriedensbedingungen. “H. 3he.ua i »do der M - Iibur ?nb»SbdU/il7. X*W«L (wn ilossene ebote an lusik MMWW MW- 118 e Hessen tn 8W m bn Meilen, nh>Tt*txa>u»kr, . ibcionbtx* iw L d) unQu»ad>Ub|Ufl’nuuU «** ibend ii« trag zur Permanenzerklarung des Krieges/ Tas Haager „Vaderland" sagt: „Im Frie ÄrCTmetibcr Unwille überall über die Zu- putuugen der Entente! Alle Deutschen sind sich darüber einig, und es hat kaum einen fgroßen Zweck, die Aeußerungen der Presse vussührlich wiederzugeben, da sie alle auf den glcidjen Ton tiefster Empörung gestimmt ?ind. Bor allem kommt überall zum Aus- daß dieser Friedensentwurf eine ungeheure moralische Niederlage Wilsons bedeute, wenn es ihm mit seinen Skundgebungen in den letzten Jahren auch nur leinen Augenblick ernst gewesen sei. Es ist aber charakteristisch, das; Wilson und Lloyd George, wie von ihnen demonstrativ bekannt gegeben wird, sich Frankreich gegenüber ausdrücklich verpflichtet haben, tn ihren Ländern und beim Völkerbund einen Vertrag durchzusetzen, wonach England und Amerika den Franzosen mit Waffenhilfe beifpringeu, falls Deutschland eine drohende Haltung ein nehme. Man ist sick also dessen bewußt, daß der Friede, wie ihn die Entente aufgesetzt hat, die Deutschen aufhetzen und aufpeitschen htuf$ zu neuem Kampf, zu spaterer Abschütte- luna der Sklavenketten. Da stehen also im grellsten Tageslicht an der Schutzmauer für krassen Imperialismus und Verneinung sitt- tirfj-cr Ziele in der internationalen Politik dieselben Manner, die früher häufig so salbungsvoll über politisches Verbrechertum gesprochen haben! Eharakterköpse inmitten von Sck)auerereignissen, wie sie die Jugend auf joen Jahrmärkten, ost in lebensgroßen Wandbildern zu schrecken pflegen. Und Wilson ist auch dabei! „Alle Huld der Sittsamkeit erstickt", aus dem Körper der Verträge und des Dälkerverkehrs die innere Seele gerissen! Wir können im einzelnen kaum besser den Widerspruch darlegen zwischen diesem Friedensentwurf der Entente und den 14 Punkten Wilsons, als es Herr Scheidemann im Friedensausschuß der Deutschen Nattonalversammlung bereits getan hat. Er nannte das Dokument der Feinde ein „befristetes Todesurteil". Im großen und nanzen klingen aus der Presse dieselben Auffassungen heraus, die Scheidemann über die Haltung des amtlichen Deutschlands gestern vorbrachte. Kein Schacher, sondern neue Gegenvorschläge auf Grund des Rechtes! Es soll der Versuch gemacht werden, möglichst bald zu mündlichen und wirllichen Berhand- fungen zu kommen. Nur die „Deutsche Tageszeitung" Derfpridjt sich von Verhandlungen nicht viel imt) läßt Zweifel darüber, ob man nicht rundweg das Nein aussprechen solle. Auf der anderen extremen Seite ist das Blatt der unabhängigen Sozialdemokratie, die „Freiheit", zwar auch der Meinung, daß etn schändlicher Machtfriede hier vorliege, aber Daß man ihn annehmen müsse, weil die Mittel fehlten, ihn abzuwehren. Das Blatt hofft natürlich auf Wettbolschewismus und Hin- wegfegung der imperialistischen Führer. Auch im Auslände regen sich viele Stimmen des Einspruchs und der Entrüstung. So Verurteilen „Daily News" das veröffentlichte FriedeuHdokument in der schärfsten Weise. Es sei „das härlste Urteil", das je über eine große Macht ausgesprochen worden fei. Man ent» 'kleide Deutschland u«ü) befehle ihm dann noch, feine Taschen umzukehren. In dec neutr a- >l e n Presse finden sich ebenfalls scharfe Zu- rtüdroeifungen. Das Amsterdamer „Handels- jblad" schreibt: „Die Deutschland auferlegten iFriedensbedingungen sind so hart und so demütigend, daß sie selbst die geringsten Erwar- ftungen auf einen Rechtsfrieden tief enttäuschen. Der Friede ist eine Verhöhnung der Prinzipien Wilsons, auf die sich Teulsch- ckand verlassen hatte." Der „Nieume stiolterdamsche Courant" sagt: „Es ist dies kein Friedensvertrag, sondern ein Ver- Sitzung de? $rieötnsausfd)nfjcs. Berlin, 8. Mai. (WTB.) Sitzung des Frie- densauslchustes am 8. Mai, nachmittags 5 Uhr. 'Die Mira über des Friedensausschusses find vvll- räblig eridjunen, ebenso zahlrciä>e Mitglieder der Nalionalrersaiumlung. Präsident Fehren- ba ch eröffnet die Sitzung mit folgender Ansprache: Meine Damen und Herren! Tas Unglaubliche ist «efdjefcn. Es ist uns von unseren Feiirden ein bcu von Brest-Litowsk waren die Worte «enthalten, daß man von mm an in Frieden 'und Freundschaft leben wolle. Im Friedens- ‘bertrag fehlen diese Worte mit Recht, denn !rs sei dies unmöglich unter der Wirkung solcher Bedingungen." — Der Haager ^tieuroe Courant" atmet auf, daß der Haag nicht zum Ort der Friedenskonferenz gewählt wurde, nun, wo der Friede ns vertrag in einer solchen Form vorliege. Fricdensvertrag vorgelegt worden, der über die Befürchtungen des größten Pessim i- sten noch hinausaehl. Dieser Friedens- oertrag bedeutet eine Versklavung des deutschen Dolles auf ewige Zeiten. Es bleibt Unverstand!rch, wie ein ALann, der der Welt einen Frieden oes Rechtes und der Gerechtigkeit versprach, auf dem ein ehrlicher Völkerbund sich aufbauen sollte, eS über sich bringen konnte, bei der Ueberreichung dieses habgetränkten Friedenswerkes zugegen xu sein Demgegenüber stelle ich hier fest die mämiig- lich würdige Haltung in der Ansprache des Vor sitzenden unserer Fricdensdelegation. Meine Damen und Herren! Wir stehen jetzt vor einer ungeheueren verantwortungsvollen Aufgabe. Wir treten an Sie heran mit ernster Ruhe und Enischossenheit. Ich erhoffe von unserem Fricdensausschuß und den ganzen Nationalversammlung eine Haltung, die unter Zurückdrän gung aller Parteigesichlspunk^ nur darauf bedacht ist, der Würde des Vaterlandes wie der Art unseres Volkes gerecht zu werden. Gott verleihe uns in dieser schweren Schicksalsstunde ein einiges starkes Geschlecht. Hierauf ergriff Ministerpräsident Scheidemann das Won: Der heutige Tag, der uns endlich nach dem sechsmonatigen Martyrium des Waffenstillstandes die Kenntnis der Hauptteile der feindlichen Frie- densbcdinMMgen gebracht hat, bedeutet die t i e f st e Stufe des deutschen Niederganges, ja vielleicht noch nichb einmal! Ein Ja sowohl wie cm Kein können uns noch tiefer, noch hoffnungsloser in die staatliche iuü> nationale Vernichtung hinunterstoßen Wir stchen am Grabe des deutschen Volles, wenn all das, was sich hier Friedensbedingung nennt, zur vertrag.ichen Tatsache wird. Ich kann Ihnen schon angesichts der nod) nicht vollständigen Uebcrmittelung der Bedingungen keine restlose Darlegung von der Stellungnahme der Regierung geben. Am 5. November 1918 hat der Staatssekretär Lansing an die deutsche Regierung depeschiert: ,,£ie verbündeten Regierungen haben den Schrittwechsel zwischen dem Präsidenten der Vereinigen Staaten und der deutschen Regierung sorgfältig erwogen. Mit den nackatehenden Beschränkungen a"iäcv.; sie ihre Beveitsdmft, auf Grund der in Kvngveßlwtschaft des Präsidenten vom 8. Januar 1918 ausgestellten Friedensbcdingungen und den in seinen späteres Ansprachen verkündeten Grundsätzen einer Äusein- andersetzilng mit der Regierung Deutschlands Frieden iu schließen." Tie Beschrmtkungen bezogen sich ausWe Frril)eit der Meere und ine Wieoerl-erstel- lung oer Ixsetzten Gcbie.e. Lassen Sie mich nun d i e 14 Punkte der Wilson No re, auf welche sich Herr Lansing bezieht, d:r Reihe nach in Vergleich mit einzelnen Punkten der Friürens- bedingungen setzen, die leider in Gegenwart und unter Billigung de s Präsidenten der Vereinigten Staaten un- fc.cn Delegierten überreich! wurden. Präsident W i I f o n sagt in Punkts: Aus. tausch ausreichender Garantien dafür, daß die nationalen Rü st ungen auf das niedrigste mit der inneren Sicherheit vereinbare Maß herabgesetz twerden. Wie sieht der Austausch heute aus? Der fünfte Ab» schnitt enthält die militärischen Friedensbedingungen, beschränkt den Umfang der deutschen Armee und Flotte und schafft die Dienstpflicht in Deutschland ab als erster Schritt zur allgemeinen Abrüstung. 3n Punkt 5 fordert Wilson eine freie, weitherzige und unbedingt unparteiische Schlichtung aller Kolo, nialen Ansprüche, die auf einer genauen Beach, tung des Grundsatzes fußt, daß bei der Entscheidung aller derartigen Souveranitätsstagen die Interessen der betroffenen Bevölk rung ein ebensolches Gewicht haben muffen, wie die berechtigten Forderungen der Regierung, deren Rechtsanspruch bestimmt werden soll." Und die Verwirklichung dieses Prinzips? Durch den vierten Abschnitt liefert Deutschland seine Kolonien und seine unter verschiedenen internationalen Konven» tionen in Afrika erworbenen Rechte an die Alliierten aus. Punkt 7 von Wilson lautet: „Belgien muh, wie die ganze Welt übereinstimmend verlangen wird geräumt und wiederhergesteLt werden ohne jeden Versuch, seine Souveränität, der es sich ebenso wie alle andern freien Rationen erfreut, zu beschränken." Gewiß, zu dieser Grundforderung hat sich Deutsch, land immer wieder erklärt. Aber heißt es Wiederherstellung, wenn ihm neben Moresnet zwei deutsche Kreise (Eupen und Malmedy zugesprochen werden, und ist es nicht eine Verzerrung des Selbstbestimmungsrechts, wenn die Bevölkerung dort innerhalb sechs Monaten dagegen protestieren darf, daß aber der Völkerbund - und welcher Völkerbund ? - dann endgültig entscheidet. Punkt 13 von Wilson: Es sollte ein unabhängiger polnischer Staat errichlrt werden, der die von unbestritten polnischen Bevölkerungen bcwohMen Gebiete einschließeit sollte, bcnl ein freier und sicherer Zugang zum Meere zu- gesichen werden sollte und dessen politische unti wirtschaftliche Unabhängigkeit und territoriale Unverletzlichkeit durch internationales Abkommen garantiert werden sollten. — Und heute? Deutschland soll an Polen den größeren Teil von Oberschlesien, Posen und die Provinz W e st - Preußen auf dem linken Weichselufer abtreten. O st Preußen soll durch einen Korridor von Reiche abgetrennt und Danzig eine „freie Stadt" werden, also aus dem Reichwerband ausscheiden. Aber ich will Sie nicht Punkt für Punkt auf die Unvereinbarkeiten Hinweisen. Vom Völkerbund, der die Storning und den eigentlichen Sinn dieses Friedensvertrages ausmachen sollte und der angeblich berufen war, jeden ferneren Krieg unmöglich zu machen, ist in diesem Dolümem kaum mehr andeutungswetse die Rede. Unb auch die oft gehörte Behauptung, daß unsere Auffassung der 14 Willonschen Punkte von der Wilsons wesentlich abwcicye, daß es sich also um Jnterprelations- Verschiedenheiten handle, läßt sich migesichts des unversöhnlichen Widerspruchs zwischen dem Programm und der nunmehr vorliegenden Ausführung in gar keiner Beziehung mehr aufrecht grüfte Prinzipien bel>errschen den Wil sonschat Gedarckeivg mg: Nationale Selbst- beftimmung jtnb Beseitigung aller wirtschaftlichen Schranken, also not io aale und wirtschaftlich« Uimbljängi gk.it. Und was fordern heute die Alliierten und AssoziiertLN? B e- setzung des Rheinlandes samt der B r ü t kenköpfe auf lLtg'.ens 15 Jahre, fünfzehnjährig' französische Verw.lltung des Saar beste ns unter Einsststnß von Homburg. Tann Zurüstkauf der Ävhleula^r gegen Gold und Volksabstimmung, für welche nationale Zukunft sich dies rein deutsche Land, diese rein deutsst>e Bevi'llerung entschlichen wolle. Besonders bezeist>n>end ist, weil durch {einerlei noch so fern liegende Begründung zu belegen, die geforderte Abtretung der Nordostecke von Ostpreußen an die assoziierten Mächte. So sieht unser nationales Selbstbcstimmmigsrecht aus! Und unsere wirtsstwftlist>e Unabhängigkeit? Tas Dokument von Versailles wimmelt von Durchbrechungen dieses ztveiten großen Prinzips. Soll doch unser gesamter Besitz und alle Einnahmen Deutschlands sowie der deutschen G.iedsbaaten an erster Stelle zur Bezahlung der Kosten der Wiederlxrstellnngen sowie aller der Lasten haften, die sich ans den vorliegenden Vorträgen oder irgend welches sonstigeit Abmachungen zivischen Deutschland und den alliierten und assoziierten Mächten seit Abschluß des Waffenstillstandes ergeben haben. Ich wlll nur die eine, die ungeheuerlichste Bedingung anführen: Innerhalb der nächsten zwei Jahre soll Deutschland 20 Milliarden Mark in Gold, in Waren, Schissen usw. bezahlen und zwar auf Grund einer uns zu präsentierenden "'chadensersatzrechnung, die im Jahre 1921 festzu- llelllit sein würde! Zwei Jahre soll unser Wirtschaftsleben, unser gesamter Handel, die Lebensführung des Einzelnen sowie des ganzen Volkes unter dem Damoklesschwert einer unbekannten Forderung stehen, das jede Voraussicht auf Berechnung in Stücke hauen kann. Das soll unsere wirtichastliche Unabhängigkeit sein!! Meine Herren! Jedes weitere Wort würde die Unmöglichkeit, die Unbarmherzigkeit dieser Bedingungen abfchwäche-n, die nichts anderes ist als ein befristetes Todesurteil! Meine Tarnen und Herren? Die Reichsregic- rung muß auch dieses jedes Gefühl aufwühlende Dokument des Hasses und der Ver- b l e n d u n g politisch nüchtern behandeln. Sie würde ihre Pslistst aufs schärfste verletzen, wenn sie fiel) Empfindungen überlassen wollte, die — das dürfen Sie mir glauben — mir ebenso nahe liegen wie den meisten von Ihnen. Sie kann sich allerdings nur schwer zu dem Glauben verstehen, daß unsere Gegner in dieser ernstesten Stunde der Welt eine Art Abhandlungsprogramm vorgelegt, jun das nun der Schacher losgehen kann. Sie erhofft daher eine Einigung nicht vom A b handeln, sondern vom Ver handeln. Und in diesem Sinne hat sie die Telegation in Versailles anweisen lassen, das, was ich vor Ihnen auszuführen die Ehre hatte, den feindlichen Regierungen in einer Note darzulegen, gleichzeitig die gewünschten Gegenvorschläge innerhalb der vorgesehenen Frist in Aussicht zu stellen und schließlich um die Anbahn ung mündlicher Aussprache zu ersuchen, in der vor allem Auskunft über die Gründe zu erteilen wäre, welche zur Aufstellung dieser oder jener Forberung geführt haben. Tie Reick^regie- rung will zu Verhandlungen, will zum Frieden kommen. Ein gemartertes Volk und Land wie das unsere vertragt keine heroische Geste. Was Goas Brockdorff-Rantzau im Namen der Tel egal von sagte: „Wir werden das uns übergebene Dokument mit gutem Willen und in der Hoffnung prüfen, .daß das Endergebnis unserer Zusammenkunft von uns allen unterzeichnet werden kann", bat er ganz im Sinne der Reichsregierung gesagt. Wir weroeit Jakobs Kampf mit dem Engel des Friedens mit allen Kräften führen, mit unseren, ich darf sagen, auch mit Ihren und hoffentlich mit allen Kräften unseres gesamten Volkes. Tie Vertreter aller Fraktionen erklärten sich mit diesen Darlegungen des Ministerpräsidenten einverstanden und auch die Unab- hfingigen Mannten sich zu der Auffassung, daß dieser Fricchensvertrag von uns nicht ertragen und nicht erfüllt werden könnte. Im Namen aller Parteien gab der Präsident der Nationalversammlung, Abg. Fehrenbach, eine Erklärung ab, in welche er den Ausführungen des Ministerprch'identen zustimmte. Bon der Friedensdelegaiion in Versailles ist die Nachricht ein getroffen, daß auch diese sich mit der genauen Durcharbeitung und Prüfung des umfangreichen Vettragswerkes beschäfftgt und dafür zwei Tage für notwendig erachtet. Ausruf der Regierung an dar Volt. Berlin,8. Mai. gelingt, die erdrückenden Bedingungen zu mildern iuu> wir wollen zu diesem Zwecke das Weitgewissen, insbesondere das Gewissen der Arbeiter Frankreichs und Englands erneut anrufen, damit sie, wenn nicht vom Standpunkt der Gk-rcdjtigfeit, so doch vom Standpunkt des eigenen Wohls ihre Staatsmänner zurückhalten von ihrer Siegerpolitik, die nur dem Siegesrausch entsprungen ist, die aber den Völkern nimmermehr tum Heile gereichen wird; uns aber soll der Eindruck der neuesten Berichte aus Versailles zum Bewußtsein brinaen, daß ei in diesen Tagen mehr als je einmal gilt, allen kleinen innerpolitischen Streit zurückzustellen und unserem geliebten deutschen Volke di? Möglich- teit des 2cbeni, der Erholung und des Wiederaufstiegs zu verschaffen. Die Börse In Berlin und Frankfurt geschlossen. Berlin, 8. Mai. Unter dem vernichtenden Eindruck der Friedensbedingungen, die Deutschland zugemutet werden, bat der Börsenvorstand beschlossen, die Börse auf drei Tagezuschlteßen. Fr ankfu rt a..M., 8. Mai. Laut Beschluß des Börsenvorstandes bleibt die hiesige Börsebisaufweiteresgeschlossen Jeder Börsenverkehr ist untersagt. Aos sem oorge!egten Zriedensvertrag entnehmen rmr die folgenden wichtigen unb interessanten Slb schnitte: Wiederherstellung und Schadenersatz. Die alliierten und assoziierten Regierungen verlangen und Deutschland erkennt an feine und seiner Verbündeten Verantwortlichkeit für die Verursachung alles Verlustes unb alles Schabens, den die alliierten und assoziierten Regierungen als ein« Folge des Krieges erlitten haben, der ihnen durch den Angriff Deutschlands unb seiner Verbündeten auferelegt worden ist. Da die alliierten unb assoziierten Regierungen anerkennen, daß die deutschen Hilssgucllen, wenn man die dauernden Verringerungen solcher Hilfsmittel in Betracht zieht, die infolge aoberer Der- tragsansprüche entstehen, nich: zur völl^g.n Wieder- gutmadjung all dieses Schadens unb VerlustcS ausreichen, so verlangen sie, das; Deutichland Ersatz leistet für allen Schaven, der Zivilperfonen unter folgenden sieben Hauptklassen entstanden ist; % Allen denjenigen, die hiernach ^noch Anspruch, sachheit, Pflichttreu unb Die „Sicherung" Frankreich». -u betrachten. während dieser Zeit nur in ganz dringenden, unaufschiebbaren Angelegenheiten vorzusprechen. Vom 17. Mai ab befinden sich die Geschäftszimmer des Bezirkskommandos und vom 19. Mai ab die der Versorgungsabteilung in der Neuen Kaserne I, Erdgeschoß. Damit werden die vier Wohnungen, die das Bezirkskommando in der Landgraf-Philipp-Straße inne hatte, endlich frei und kön- uaTUngri uu unuuuicui Z4.u;n.uyt u'-> w<. Drifllasciahme non Schuhavarcn in ter Steinswaße tätig war. Tas Polizei-amt nxirnt ferner vor Weiterverbreitung falscher Gerüclste, da solche ge- ait 9.52 imchm. . , . Ab Montag den 12. Mm vermehren auch dre iersonetrzüge 3110 und 3111 zwischen Wetzlar und ** Der Zentral-Verband deutscher Handlungsgehilfen, Ortsgruppe Gießen, hält Samstag abend 8 Uhr wegen soll die Weiterführung der Kcuialisattons- arbeiten bis auf weiteres ruhen. — Tie Gemeinderatswahlen sollen am 15. Juni ftattfniden, Kreis Friedberg. *♦ Bad-Nauheirn, 7. Mai. In der öerfafiungatbenbe Volkskammer de; ßreiftaate; Hessen. 21. Sitzung vom 8. Mai Vizepräsident Reh eröffnet um V?10 Uhr d« Sitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung erklärte der Vizepräsident: Wir stehen unter de« Eindruck der Friedensbedingungen, tote sie die Zeitungen veröffentlicht haben. Sie sind noch nicht der authentische Wortlaut, aber das »nässen roir aussprechen, daß die Bedingungen unsagbar schwere sind und daß sie alle Befürchtimgen übertreten. lieber den Antrag Schreiber und Genosse» Au» Stadt rrnd Land. Gießen, 9. Mai 1919. Rentenzuschläge. <) Schaden, bet durch persön!ick>e Verletzimg Dan Zivel verso neu durch Sriegstatm entstanden »st, tuunittelbar oder mittelbar, Beschießungen aus der Lust eingeschlossen. b) Zivilpersonen zu gefügter Schaden, der verbrechen zur See umfaßt und aus Taten der Gran- samLeit entstunden ist, die vorn Femte bcsohlen worden sind, uno Schaden für Zivilpersonen ui den besetzten Gebieten. c) Schaden, der durch Mißhandlung von Gefangenen entstanden ist. , d) Schaden, der den allirerten Volkern durch Pensionen und Trennungsgelder (Famtlienunter- ft Übung) entstanden ist, kapitalisiert bei der Unterzeichnung des Vertrags. . e) Schaden an anderem als Flotten- und >, :cs Kriegsmaterial. f) Schaden an Ztvtlpersonen durch Zwang inx ^^chaden in der Form von Erhebungen und Auslagen, die vom Feinde angeordnet tvor- ^Deutschland verpflichtet sich ferner, alle von den Alliierten an Belgien geborgten Summen zu ersetzen als das Ergebnis der Verletzung be5 Vertrags von 1839 durch Deutschland bt§ zum 11. November 1918; zu diesem Zweck wird es sofort fünf- prozentige Goldbonds, fällig 1926, auSgeben uno der Wiedergutmachungskommission aushandtgen. Tie gesamte Schuld, die Deutschland zu ^hlen bat und tote sie in bet Auszählung der Schaden datgestcltt ist, ist festzusetzen und ihm mtlzutcileu nachdem es gerechter weise gehört worden »st, und nicht später als am 1. Ma» 1921, durch emc intnalliierde Wiedergutmachungskommtssion. Zu demselben Zeitpunkt soll ein DerzetÄns der Zahlung en, um die Schuld innerhalb 30 Iuhren zu tilgen, vorgelegt werden. Diese Zahlung^ können bei gewissen Zwischenfällen hinausgefchoven werben Deutschland erkennt unwiderruflich die volle Zuständigkeit dieser Kommission an, willlgtetn, sic mit aller notwendigen Auskunft zu ilmterstutzni und Gesetze zu erlassen,, um deren Ergebnisse durc^ zusetzen. Es stimmt werter zu, den Alliierten Bargeld und gewisse Gegenstände, bie bezeichnet werden kömien, zu ersetzen. Als sofortigen Schritt »ur Wiedergutmachung hat Deutschland binnen zwei Jahren eine Million Pfund Sterling entweder in Gold, Gütern, Schissen oder andrer besonderer Zahlungsform zu zahlen. Diese Summe ist eingefchlosten und nicht cm Zusatz zu der ersten Tausendnnllumen-Bonds- ausgabe, die unten erwähnt wird, bewirt, vatz gewisse Ausgaben, wie die der Besetzungsheere und Zahlungen für Nahrungsmittel und Rohstoffe, notf, bem Gutdünken der Alliierten abgerechnet werden Nm Beste» ^nstaltetv am || i '^rkende-1 lSt "dl, L; h thal, v fon ^nin gestern abg.fljäl t 'enS tadtver ordne tenv er« sammlung> wurden die Neutvahlen beraten. Du Stadt -ältlt 5338 Stimmberechtigte, die in sechs Wahlbezirke cingeteilt werden, l'lnschließcud wurde ine Einrichtung einer EinwolMerwehr beraten. Man kam zu der Einschi, daß Putsch; bei vernünfttgcr Wirtschaft in Bad-Nauheim nicht zu befürchten seien. Tie Gründung einer Bürgerwehr könne auf gewisse Kreise direkt herausfordernd wirken Soll-« ten Befürchtungen wegen der Sicherheit Ba.-Nau- henns bestehen, so sollte man bis zum Eintreten ruhigerer Zeiten eine Anzahl gedienter Leute als Hilfspolizisten einstellen. Hessen-Nassau. == Frankfurt a. M., 8. Mai. Das Lager der hiesigen Beschlagnah meabtet I u ng in der Gr. Friedberger Straße 32 wurde rn der Nacht zum 30. April und dann «in der Nach ixum 6. Mai von Dieben, die gam besonders orts- und warenkundig gewesen sein müssen, Heimgesuch und jedesmal gründlich ausgeplündert. Daß müh-, sam beschlagnahmtes Gut noch zweimal gestohlen wird, kommt auch nicht oft vor. Frankfurt a.M.,8. Mai. Der erste Kohlen zug von 400 Tonnen ist heute für das Gaswerk ein getroffen. Jnfost^edcsscn konnte die Gassperre etwas gemildert werden. ntr. Frankfurt a. M., 8. Mai. Der Arbeiterrat wandte sich in seiner gestrigen Sitzung in iktiärffter Weise gegen die beachichtigte Grün« düng einer Frankfurter Bürgerwehr. Das Proletariat werde diese Plane mit allen Mü- teln zu durchkreuzen wissen. ......... , Landkreis Gießen. ** Ärbeitsjubiläum. Deute sind es! ** Großen-Buseck, 7. Mai. Arn Somi- 40 Jahre, daß der Werkmeister Wilhelm Werner tag, 4. Mai wurde hier in Anwesenheit von ununterbrochen bei der Firma J.Aarnoß in Gießen Geheimrat Prof. Mittermaier fotote Parteisekretär tätig ist. Derr Werner hat keine andere Stellung Keller-Gießen eine Ortsgruppe ber Teutschn d^ vorher eingenommen. mokratischen Partei Großen-Buseck gebildet. Es L.U. Die erste feierliche I rnmatri-l traten ihr vorerst 15 Mitglieder bet. kulativn fachet morgen vormittag 111 Kreis BÜdiNgtN. U hc in dem Großen Hörsaale der Universität statt. — Bleichen bach, 8. Mai. Hier erschoß Die zweite Immatrikulation am Mittwoch. Ibeint leichtfertigen Hantieren mit einem Revolver ** In der Sache der Beschlagnahme ein Soldat die 18jährige Tochter des Schuhmacher- von Schuhwaren in Gießen ist, wie uns b$i5I meifterd Karl Kraft. Polizeiamt mitteilt. ein falsches Gerücht ver- Kreis Alsfeld. breitet, welches sich auf das Geschäft des edniH ** Alsfeld, 7. Mai. In der letzten Skadt- warenhLndlers Wilhelm Benner bezieht. Es M(vorstandssitzung wurde angeregt, den Zu- hier ausdrücklich festgestellt, daß Herr Beniner als iug von auswärts zu verbieten. — Der erhöhten Sachversländiger im amtlichen Auftrage bei ber I Kosten des Baumaterials und der Arbeitslöhne Tie Kommission kann Deutschland anhalten, von Zeit zu Zeit auf dem Wege bet Bürgschaft i Bonds oder andre Sckmldverschrechungen auszugeben, um Ansprüche zu deckem die nicht auf andre Weise befriedigt sind. In Beziehung baraufr imb in Verrechnung des Gesamtbetrages oer Forderungen. find von Deutschland Schu^ersü>ret- finnigen zu verlangen, die seine Schuld folgendermaßen anerkennen: Eintausend Millionen Pfund Sterling picht später als am 1. Mat 1921 ohne Zinsen-, zweitausend Mrllronen Pfund Sterling mit 2Vz v. H. Zinsen zlmichm 1921 und 1926 mtb dann 5v. H. mit einem einprozentigen 5av- qungsfonds, die Zahlung beginnend 1926, und rae Maßnahme, Schuldverschreibungen zu übergebe^ für einen Zusatzbetrag von zwanzig Millionen Hsimd Sterling und 5 v. &. Zinsen unter Bedingungen, die bie Kommissvmseslsetzt, Der Zinssatz für Deutschlands L>chulb soll 5 v H. betragen, sofern nicht spater durch bte Kvrn- misiion anders entschieden wird, und Zahlungen, bie nicht m Gold geleistet werden, können von ber Kommission in der Form von Eigentum, Waren, Gcschaftsunternehmungen, Rechten, Konzessionen und dergleichen entgegen genommen werden. Tie Kommission kann der interef;ierten Macht auf von Deutschland übergebene Schatz,cheme und Guter zinstragende Zerttstkate ausstellen, jedoch darf Tarr, Macht ihre SerhMate m mebr oB fünf StMen geteilt erhalten. In bem Maße tott Schuldverschreibungen verteilt werden und der Kontrolle der Kommission entrückt send, ist der Betrag der Schuld Deutschland- als liquidiert (Demokrat), betreffend Freihettsstrafen deutscher Rrtchsangelförig« im besetzten Gebiet. - berichtet Abg. W ü n ze r (D. Bpt.): Er erklärt dst beiden Absätze des Antrags für gerechtfertigt und empsiehlt deren Annahme. Danach sotten durly eine entsprechende Bestimmung im Friedens vertrag deutsche Reichsangehöriye, die Fretl-eitsstrafeq verbüßen, alsbald ihre Freiheit roteber er km g eit» und daß durch ein zu schassendes Neichsc^esetz den durch Maßnahmen der Alliierten in tetr*. " befindlichen deutschen Reichsangehöcigen, fproett ihre Verutteilung nach deutschem Nechtsempstnd'« zu Unrecht erfolgt ist, dieselbe Entschädtgnng gewährt wird, wie sie das Reichsgcsctz für unlchmdtg erlittene Untersuchungshaft vorsieht. richrlich verfolgt löcrbcn. ** Ter Deut sche Off izierbu nb hielt gestern abend im „öinbenburg" eine gutbefudKe , Versammlung ab. Nach bet Begrüßung machte ; Oberst Mohr eine Anzahl geschäftltcher Mit- . teilungen. hierauf sprach Saupttnann v. Ilse- . mann vom Generalslab über Zweck und Ziele des , Offtzierbundes, der eine BerufSorMnisativn bar- . leih, bie im November vorigen Jahres durch Zusammenschluß mehrererOschicrVereinigungen sich bildete und die Berufs-, Standes- und wirtschaftlichen Interessen wahren soll. Allen Mitgltedem ’t treibe« der politischen Anschauung und ^des politischen Anschlusses gelaßen. Ter Bund Hebt auf vaterländischem Boden. Ängeschlossen smd u. a. ber Bund deutscher Offizierfrauen, der Verein ui^ aktiver Offiriere. Abseits steht ber Nationalverband deutscher Offiziere. Erstrebt ist ein möglichst zahlreicher Anschluß der Reserveoffiziere. Sodann sprach .Prof. Saqueur von der Stellung der Ofsrztere im alten und neuen Deutschland. In klaren, ge- Mchtlich tieffchürßmden Ausführungen schtlderte ber Redner besonders die Organisation des Preu- ßiickmt Offizierkorvs durch Friedrich den Großen, die Reorganisation durch Scharnhorst und die Zeit naÄ 1870, da das deutsche Nationalgesühl allmählich das vasallitisch mottavchische Gefühl abloftr. Tie Liebe zum Baterlande trat an stelle des Bandes zwisck«n Offizier und König. Die Frage sei nun, ob die Träger ber Vasallentreur sich noch weiter der Tradition entgegen bem Heere zur Verfügung stellen können. Tas Vaterland könne dteser Strafte, ihres pflichtbewußten Geistes und der Sicherheit ihres mitilarischen Könnens ntcht entbehren E? müsse eine Verständigung mrt dem -slozialistischen Staate gesunden weichen. Die Frage der Sozialisierung sei eine Wrrtschaftsform, Die für den Offizier gleichgültig musst. Der sozra- listische Staat habe aber d« Pftrcht, das historische Recht des Offiziers zu erfüllen ^ Vorgänge der Revolution feien als Massenpsychose nrcht allzu tragisch zu nehmen. Tas gesundete Volk werde sich in allen seinen Schichten imeber tm Ruhm ferner Armee zusammensiilden. An biest Entwicklung müsse man glauben, wenn man nicht verzweiteln wolle. Frau Oberleutnant v. Großmann sprach noch im Namen des Bundes txutsch^r Oftr- zierssrauen. An den Vortragsabend schloß srch ein acstlliges Beisammensein. *♦ Von der Deutschen Bolksparter wird uns geschrieben: Am Mittwoch nachmtttag sand im „Postkeller" eine gutbefuchte Mitglteder- versammlung der Fraueng r nppe der Partei statt Frau Minna Nauman« sprach in anregender und fesselnder Weise über bewußte und unbewußte Betätigung der Frau in der Politri Sie führte unter anderem folgendes aus: Längst ehe die Frau das politische Stimmrecht erhalten habe, habe sie unbewußt Politik getrieben. Sie habe dem Staate Dienste geleistet als Hausfrau, Steuerzahlerin, Wohliahrtsvflegerin und vor allem als Mutter. Infolge der Verleihung des Frauenstimmrechts sei es Pflicht der Frau geworden, zur bewußten Betätigung, in der Politik überzugehen. Zu diesem Zweck müsse sie sich politisch Lillvnt ist bade die Ausaobe. ihre. Kmder zu Em- Indem die Di cherguttnachungskommission von Zeit zu Zeit die Fähigkeit Teutschlands, M zahlen, prüft, soll sie das deutsche Steuerverfahren untersuchen erstens zu dem Zweck, daß die Wledergut- machungssummen, die Deutschland zu zahlen hat, eine Auflage auf sein gesamtes Einkommen werden iund zweitens, um sich zu vergQvti^rn. daß L).as deutsche Sleuerversahren im Verhalttns mindestens so schwer ist wie bas irgendeiner der tn der Kommission vertretenen MäAe Die Maßregeln welche dre allnerten und assoziierten Mächte zu ergreifen berechtigt sind, falls Deutschland willentlich versagt. Maßregeln, die Deutschland nicht als Kriegshandlungen zu betrachten einwilligt, können wertschaflliche und finanzielle Verbote und Zwangsmaßregeln und int allgemeinen solche Mittel umsasfen. die die betroffenen Regierungen bat Umstanden für angc» SMSoSSSS mü e“en!^Ä^n^ beulWn Valuta die ausländischen L^ensntittri an das für sie zusdäitdige Bezirkskommando (Be- und bic einzmuhren^n Rohltofse unerschwtngtich rirkskeldwebel) zu wenden. (teuer feien. Die sicherlich sehr hohen stemrn * T , (feien ohne Murren zu zahlen; gewissenhafte selbst- verlehr-erweiteruttg. einschätzung fei oberste Pflicht redes Deutschen. — Ab 12 Mai wird nachstehender Triettvagen- Mit einem warmen Appell an die Frauen zu verkebr wiedn aufgenommen: reger staatsbürgerlicher Betätigung beendtgte die Ab Wetzlar 6 48, an Limburg 8.33, ab Lim-1 Rednerin ihre beherzigenswerten Ausführungen. bura 9 40 an Wetzlar 11.22, in Wetzlar um-1 Nach eingehender Aussprache über einige Fragen, der deutschen Kultur gearünbete Militärbund ^Dct- matsckmtz" beabsichtigt tetzt in allen deiltick^n Orten Ortsgruppen zu bilden. (Siche heutiges Inserat.l Ter Bund umiaßt unter Ausschaltung aller Rang- Klassen- und Standesunterschiede Offiziere, Utner- osfiziere, Mannschaften, überhaupt wehrfähige Männer und gibt auch allen anderen vaterländisch gesinnten Männern und Frauen Raum in seinen Reihen, sich im Sinne des £>eunat» schutzes auf allen Gebieten zu betätigen. Ter L>er- | rnatschutz stellt in erster Linie auch örtliche Sut^r- heitswehren aus, hat aber nicht die Absicht, neben bereits bestehenden Bürger- oder Sicherheitswehr«, eine neue Schutzorgauisation zu gründen: er will im Gegenteil diese fördern und unterstützen uno I Neubildungen nur da vornehmen, wo jetzt keinerlei Schutz besteht. .Es ist geplant, in einer Delegierten Versammlung, die voraussichtlich tn der Zeck vom 18. bis 22. Mai in Berlin tagen wird, | nach entsprechenden Restraten gemeinsam über die Bildung der Ortsgruppen zu beraten. Wer an der {Sitzung in Berlin teünebmen will, bediene sich der Anschrift: „vcimatschutz", Deutscher Offiziers-, I Unteroffiziers- und Mannschaftsbund E. B., Ber-? Ilin W9, LiuMrahe 17. . ♦* Der Evang. Arbeiterverein halt I morgen Samstag im Vereinslokal eine Haupt« (Versammlung ab, bei welcher Gelegenheit der | Vorsitzende des Vereins über die Ausgaben |i>er Volkshochs chulen berichten wird. Nach einer Verordnung der Reichsregierung vom 31. 12. 1918 werben, wie bekannt, mit Wirkung vorn 1. Januar 1919 ab allen auf Grund von Erwerbsunfahigstit versorgungsberechtigtert Militärpersonen der Unterklassen erhebliche Rentenzuschläge gewährt. Dst Bewilligung und Auszahlung dieser Zuschläge wird sich zwar aus tafr nischen Gründen in vielen Fallen noch eurige Zeit verzögern, erfolgt aber in jedem Falle von Amts wegen, also ohne daß es dazu besonderer Anträge fabarf. Auch die bisher schon (seit 1. 7. 1918) zustcindigenRentenzuschläge sollten von Amts wegen bewilligt und ausgezahlt werden. Ties hat aber, weil — im Gegensatz zu den neuen Renten- zusckflLgen — nur ein begrenzter Personenkreis in Froge kam und daher die Empfangsberechttmnvg von gewissen Voraussetzungen abbing, deren Vorliegen in den militärischen Dienststellen nicht immer ohne weiteres bekannt war, iu einzelnen Aus- I nahmeMen leitet nicht geschehen können. messen halten. Tie Kommission si>ll bestehen aus ie entern Bertveter ber Bereinigten Staaten, Gwßönban- niens, Frankreichs, Italiens und, SelgnenS; ern Vertreter Serbiens oder Japans tritt an bie stelle eines belgischen Vertreters, wenn bie Belange eines dieser Lander besonders berührt werten: lebe ter anderen alliierten Machte hat bas Recht aus Ver- tvetnng ohne Stimmrecht, falls ihre Ansprüche in Betta-clfl kommen. Sie wird Denis.Aand gestatten, in Bezug auf seine Zahlungsfähtg^tt Beweismittel beizub-ringen, und wird ihm eine angemessene Ge- legenltoit, gehört zu werden, , rugeflehen. Ihr Etandort wird Paris sein, sie wird ihr eignes Verfahren und eignes Personal haben für eine allgemeine Kontrolle des ganzen Problems ter Wiedergutmachung: carch wird sie bie einzige Stelle der Alliierten sein, die WiedergutmackMngszahlungen empfangt, absetzt und verteilt. Es soll nach Mehrheit entschieden werden, ausgenommen, wenn Ern- ftimmiqStit erforderlich ist tn Fragen, tee die Sou- trr&nität irgendeines Alliierten betreffen oder tee Aufhebung aller Berpflichtimgen Teutschlands oder eines Teils davon ober bie Zeit und Art der Verkaufs, ter Verteilung ober ter Begebung ter von Deutschland ausg^gcbenen Bonds oder einen Aufschub zwischen 1921 und 1926 der jährlichen Zate lungm über 1930 hinaus, und jeden Auischub nach 1926 für einen Ztitraum von mehr als drei Jachen ober die Anwendung eines andern Verfahrens der Abmessung des Schadens als in einem ächflichen früheren Fall ober bie Auslegung von Bestimmungen. Wenn die Absicht zwölf Monate vorher ang'Viuidigt wird, kann die Vertretung in ter Kommission zurückgezogen werten eZK xs I si-h M S ^stizmsi F MitstM w von stn!t 5 hie d * ^se Anlr^ m W--" SS Der Mc Die Ansra M VorbtMt Jner unter ten Äbg. M MMllt flldMitr W «nMcnxfl können g^ v. rrrttktet 3uJh Mene Gesck Mi, VmM AchMdare. o bcsonders hart, gienmg durch SMrrmigdes baren atig.’genl müssen entlast' Rcsemldarm, I ylber gimhü erhallen. £ sollte man mi weitherziger sei hnrb Ivaclisen, j Der Redner m Buhbachg^ in Schutz. Er Strassnskilt g: etwas sckvff m darf nicht sentn ßcfimbung mis lerer Rechtspslc Abg. Pax schMttemstn 9 ?u längeren Ai lürWg der K daran müssen ! Sfirttemberg. trauriger, als aabmot sind ft liegen. Tie Qk «ehr Arbck, teilen. Er tntb Notariate. Der ning heraus, tx Wttht tan, a gast bis in itzt 2bg. S ch rrbner, bit St tenäbtftimnnin 5" der beiöa »r Lchchch be . .SufHminif! Mmstermm lvü kselk Zeit Sftng ist Sa A i« Justiz ■“«n löt dir U « Unten Ter Obdach hat du, es tourte JJ01 verdienten J«. bie Grrid ^mchts, aber teioe beton L die ti( 5”?® Nrbe, ?^en, (me bai M"Sder8oi bere Klt Ae St N'M Arbch tA Rech ®k G«bl-t.|-rd-rung«°. | tu B SirKÄiäletiri müff-.dL Di- B-PMMUEN M Sri^Wnt. ,jntb -mpM-n.^ich I«ÄS Wurfes enthalten außer dem dauernden «er- [ liebt aus ElsachLothringen, zehnjährigen Verzicht auf Kehl und Verzicht auf alle Rhein- brücken bis zum rechten Ufer, ferner Verricht auf das Saargebiet einsclsiießlich erheblicher Teile der bayerischen Pfalz aus 15 Jahre mit endgültigem Verlust der &e- bietshoheit, wenn die Saarbergwerke nach Ablaus der Frist nicht in Gold zurückgekauft werden oder ein Plebiszit für Frankreich entscheidet, sodann Verzicht auf Neutral- Moresnet und Preu ßisch-Mores- net, sowie die Kreise Eupen und Malme d y, die an Belgien fallen, Wetter i P^sonenzüge 3110 und 3111 zwischen Wetzlar und Verzicht auf Obers chle sie n, Posen mit laytiar wieder. Lissa, Birnbaum, Schneidemuhl Psz 3110 Lollar ab 3^2 nuchm., Wetzlar an und Westpreußen mit Th orn , Grande n z 4,40 nachm. o ~ • Sb einen breiten Streifen bis zur Dftjee $1». 3111 Wetzl-r ab 6,04 mchm.. L-Üor an von westlich Elbing bis westlich Putziger 5,49 nachm. e Nehruna einschließlich der Freistadt Dan-( • ■ ~* z i g zu Gunsten Polens. Endlich Abstimmung ♦♦ $er( egu ng de s Bezi rt i! o m * in Nord- und Westschleswig nach drei Zonen, mandos. Das Bezirk^ommando Gleßen ist das nördliche Drittel im Ganzen, die bei- vom 12. bis einschließlich 16. Mai 1919 wetzen südlich^! nach Gemeinden mit einfacher gen Verlegung geschlossen. Es wird gebeten, Stimmenmehrheit. Paris, 7. Mai. (WTB.) Reuter. Amtliches Communiyuä. Neben den im Friedens vertrag angebotenen Sicherheiten haben sich dec Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und der PremiecmlNi-. ---■ fter von Großbritannien verpflichtet, neu dazu beitragen, der allgemeinen Woh- dem Senat der Vereinigten Staaten bzw. den nungsnot abzuhelfen Dte Verlegung des Be- Paclamenten von Großbritannien einen Ver- zirkskommandos rn die Kaserne war von der trag vorzulegen, der vom Rat des Völkerbun- Stadtverwaltung beim Mlütarfiskus bean- tzes gebilligt werden müßte, in Dem sie sich vcr- tragt worden. pflichten, Frankreich sofort zu Hilfe 240Krlegsgefangene sind heute v, zu kommen, wenn es einem nicht heraus- vormittag aus amerikanticher G^angenschafr SieheAnzeige, geforderten^Angriff Deutschlands aus- zurückgekehrt und dem Durchgangslager' aeiebt ift Gießen zugeführt Worten. . 9 , 5 ’ ** Butterverkauf. Geschäfte, die im ------- T&tnott. Jahre 1914 wöchentlich mindestens 40 Pfund im Felsenkeller eine öffentl. Versammlung Neupork, 7. Mai. (WTB.) Reuter. Molkerei-Butter nachweislich an ihre Kund-(über „Zweck und Ziel des Verbandes" ab. W i l s o n hat zum 19. Mai eine Sitzung des abgesctzt haben, sollen als Verkaufsstel- ** L i ch t s p i e l h a u s, Bahnhofstr. 34. Kongresses einberufen. I [en für Butter zugelassen werden. Siehe An-(Von morgen bis Montag gelangt der ameri» --------- jeigenteil. konische Aufklärungsfilm „Schmutziges Geld' Au» München. ** Freibank. Samstag, 10.Mai,wer- als erster Auslandsfllm seit 5 Jahren zur MünMen. 7.Mal Urber das Schicksal b-r den van 1-4 Uhr die Nummern 701 bis Aufführung. Führer ter Münchm-r Räterepublik sind noch 900 bellefert. immer bie wib-rfpvectendsten Gerüchte in Um- ** Arb« lauf Es bars jetzt als sicher angenommen werten, - tzaß Toller Weber in haft gehalten, nmh m i München standrechtlich erschossen worden ist. Er i hat sich offenbar wie Levien und Levins- Nissen in Sicherhitit bringen können. Dagegen ist ter Kommunist Sontheimer, ter verhaftet wurde, bei einem Fluchtversuch erschollen Worten. Tas Generalkommando teilt mit, te« das Ermittlungsverfahren wogen ter aus ter FliM erfolgten Erschießung ber Spartaklstenflchrer (Sgl/ Hofer und Landauer bereits tm Gange fei. Graf Arco, ter Mörder Eisners, war, nne man jetzt erfährt, am 30. April wm einem Trupp roter Gardisten aus ter chirurgischen Klinik, m der er an den bei dem Attentat erlittenen Wmv- den damiederlag, entführt und ht em Kom- muniftenquartier verschleppt Worten, wv er 24 Stunden lang ten schlimmsten Mißhandlunge-i ausgesetzt war. Ter Leiter ber chirurgischen Klinik, Geheimrat Pros. Sauer bru ch, der gegen tee Entführung protestiert hatte, war ebenfalls mit Gewalt fcftgenomm.cn und von den Kommunisten gefangen gesetzt worden. Am anderen Tage wurde Prof Sauerbruch von dem Stadtkommandanten Eglhoser verhört, ter ihm zum Vorwurf machte, daß er seine ärztliche Kunst mit solchem Erfolg in den Dienst des Ministers Auer geitellt habe, daß dieser in absehbarer Zeit als geheilt freiten könne. Nur ten energischsten Bemühungen von dritter Seite gelang es, Prof. Sauerbruch aus seiner Hast zu befreien und den Grafen Arco wieder in die Klinik zurückzubringen. Wie sich aus Papieren des Dollzugsrats ter Räterepublik, die im Wittelsbacher Palais gefunden nmrten, ergibt, hatten bie Mannschaften des 1 Infanterie-Regiments den Beschluß gefaßt, daß für die acht Mann, di- aus ihren Reihen bei Dachau gefallen roaoen, sosort 4 0 G e i - sein erschossen werten sollten. Das Schriftstück trägt die Unterschri t Eglhosers mit , ter Bemerkung: Meine Zustimmung gebe ich. Die Tätigkeit des Revolutionstribunals ter Räterepublik suchte dessen Leiter, der unabhängige Kronauer, in einer Zuschrift an die Presse zu rechtfertigen. Es wäre ihm ein leichtes, eine ganze Anzahl Bürger und Adliger als Beweis anzusüh«m, bte infolge von Denunziationen vor bas Tribunal ge- fdtkWt wurden, um von da nicht an die Wand gestellt, sondern auf freien Fuß gesetzt zu werden Gerade dadurch, bah er und einige seiner Parteigenossen in das Tribunal eintraten und bis zur letzten Stunde aus ihrem Posten verharrten, hätten sie verhindert, daß weit schlimmere Fanatiker das Hest in die Hand bekamen und vielleicht eine viel größere und noch grausamere Bluttat unter den Bürgern angerichtet hätten, als es durch die verbrecherische Tat an den Geiseln ge- chchen sei. _________________ n» Me R I rrn, die im Felde Ittntcn, füllten Tage •r(e#®6tebV tum bktvcsfrn, ober durch welche bestehende 6k» | im Mai ftattiinben sollen. olfstamm« *» [(Kaffee Astoria.l Statt Karten! Samstag und Sonn'ag Vertreter to|. Ad. Bo4m Hf, Fna ktart 1, M. jeder Art durch den *3tv Hausbesitzer-Verein vdebaus. ernt von len Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Sufmerkjamheiien sagen wir werden ix Dr Osann n. Mai. Um Som« Anwesenheit nm mit Parteisekretär der Teutschrll be* \\d gebildet. G3 : bei. n. ii hiererschob it einem Revolver des Schthmchci' ribünen für die französischen Steifer# errichtet, die anläßlich der Festspielwoche Loches, wobei her eine Soldat ertrank. mr. Wiesbaden, 8 Mai. Auf dem <£$et» an der Schoerstciner Straße werden zur iesonderx prelewert breite u. schmal . leise Üieitse n. Spitzen, zu- herzlichen Dank. Fritz Schreiner und Frau Frieda geb. Hohmeier Gießen, Mai 1919. Mm men; K*S'-nd.Ma ter, did eingetroff. Be.-4.bill. ;Mtr.LQQ,U!ju.lS)M. t^c rverei, HZt eine Haupt, wlennikil der e Aufgaben rächten wird. band deut- lsrn. Octo» ! abend 8 Uhr Versammlung randes" ab. Lahnhossk. 34. mgt der amen« imutziges Geld" 5 Zähren zur Vertin a toten, Hend- tmd Tisch-Bobr- "sdiieen, Aelatt pper*e, Widerstände. Fabrik etektr. Maschinen und Apparate den Kammerdrucklachen erfthetneu. beantragt Besprechung der Antwort und Vertagung itato ÄN in äääjä wert Äe BrWtete Mv.'Brrtiml, 1 Inn, UlaAee Tapeten Wandstoffe Bodenbeläge bietet in größter Auswahl Tapetenhaus hochstatter Brenbplal 1 Ecke Zchlaßgofie Zroffprrcher 56. C12D bet Arbeitslöhr Kanalisation? jtn - Tie ®f , Jmll stMtfmd«. ;e'toL 3« tn roidnetenver' »hl« bewien. De [jin-c, btt in mehr bera-cr-. Man che bei vernE nitht zu befurcht« brntb wirft" coli hii »mn Eintreten lzJhm- Leutt gedlvlter *xuu la. Carbid- Lampte neu eingefroren. uwmI Carl hehaneL Scbillerkragei wieder eingetroffen, t47-*« Ntlckweldea Stickgarne \tthgarne Stopfgarne tlndin vielen S Arken und Farben wl d r am Lager. (5381c t <1 Ä * SR «WnDigtt £ | Sch । ^Schtchk sw, ÄS Ä ’WHr. 01 tvehrlähia» n« daterlcm! Raum in .des Heimat« m. Ter hei« Eiche Sicher. Mt, nebtn ^bmsmehren *; er imll uUerstühen und letzt keinerlei “ «« Telr« ^tch m dertzeil n. tagen nnrb, «nitim über die i«. An an der M, bediene sich kicher Osiizinr-. od E. SB., for, ÜÄÄ* Äd K/S tst® en tonntt W 9 i werderu gr, Plane mu » Wobudüuseru. Vil- I und biruubniiefen lf" tat | B ■ I - Famihen-Konzert \ sQalomort Crfjlltt rverden.^ e1* Ix________________ __________j\ vSS* KmUer-Allee B. Ihm ^mt ww» aona mm na aa W» *» *** Ä AuS d'm besctztrn Ahcingtbiet. — B a d - E m s, 8. Mai. Nach einem Enffcheitz des 'kommandierenden Generals der Besatznngö-- armer sind die gesamten Kur- und Lade^ mittel von Ems für dir Badegäste aus den alli" ierten und neutralen Ländern sowie aus den btv fktztcn Gebieten reserviert. Die Einreise von Bv- nxjfrncm aus dem unbesetzten Deutschland ist nicht gestattet. --Höchst a.M.,8.Mai. AufÄnotbiumider französischen Verwaltung darf ie Zukunft do» Schülern des besetzten Gebietes ein Besuch der Frankfurter Schulen nicht mehr erfolgen. Es wurde den Schülern archeimgestellt, Wiesbadener oder Mainzer Schulen zu besuchen. rar. Mainz, 8. Mai. Zur Frage der Grün-' düng einer Einwohnerwehr wird folgende- französisches Kommunique verbreitet, dessen Inhalt, ganz für sich spricht und das durch einen Kommentar nur abgeschwächt wurde: „Die Stadt Mainz, welche mit der preußischen Verwaltung nicht- mehr M tun hat, ist nicht mehr daraus angewiesen, sichnachderOrganisationdio- ses Landes zu richten. Andererseits wäre auch zu bemerken, daß seit dem Einmarsch bet französischen Truppen die Ordnung musterhaft war. Die Anwesenheit der französischen Armee hat die Stadt vor Unruhen jeder Art bewahrt. UebrigenL hat sie alle Mittel an der Hand, gegebenen faM dem kleinsten Versudg, Unruhen zu stiften, vor- ftibeugen und denselben zu untcrbrildeiL Tie Gründung einer Einwohnerwehr ist deshalb durchaus unnötig. Die Unkosten, welche hierdurch ent- steben würden, wären sicherlich besser zur Unterstützung der m in Werbemittel len Klassen angewandt, indem man ihnen durch die Alliierten Lebrnsmittel verschaffen würde. Aus diesen Gründen hat sich General Mangin entschlossen, die geplante Bildung einer (Snwohnerwehr zu verbieten: infolgedessen ist jede Meldung und Eintragung in die freiwilligen Ästen öffentlich und privat verboten." mr. Bingen, 8 Mai Zwei französische Sol-, baten kenterten auf einem Felsen bes Binger hißt»' . tn M -J Bir 5 KK .„„«ttir*1 ■fv »■Iber g-wührt werden, um sie tgm Staatsdienst Ci erhalten. In der Errichtung von Notariatrn llte man zugunsten der jungen Rechtsanwälte vx-ilherziger sein. Tas Bedürfnis nach Notariaten wird wachsen, se mehr sich die Einrichtung einlebt. Ter Redner nimmt den Diresor Clement von Butzbach gegen frühere Angriffe des Mbg Wütich in Schutz. Er habe mußerhaste Drbmmg in der Ctrasansdalt g.-schiffen, er ist allerdings zuweilen etwas sdzarf in feinem Auftreten. Die Rechtspflege bar) nicht sentimental fein. Tie Voraussetzung der Gesundung imfcred Volkes ist die Gesundheit unserer Redztspslcge. Abg. Pagenstecher lDem.): Die niederschmetternden Nachrichten bc» men mir die Lust zu längeren Ausiührungen. Er tritt für eine Abkürzung der Borbereitungszeit ein. Den Reseren- baran müssen Tagegelder gewährt werden, wie in Württemberg. Die Lage der Rechtsanwälte ist trauriger, als allgemein bebannt ist. Ihre Einnahmen sind seit 1879 nur um 30 Prozent ge- »ioa en. Die Gerichte müssen den Rechtsanwälten mehr Arbeit, >. B. Konkursverwaltungen, zu- ineifen. Er unterstützt den Antrag Wünzer, betr. Notariate. Der Redner beftreitet aus feiner Erfahrung heraus, daß die Richter weltfremd feien. Es fr« begreiflich, daß die Gerichte nicht überall beliebt seien, aber sie seien ehrlich und gewissenhaft bi» in ihre Wurzeln Abg Schröder (Ztt.) ist, wie dem Vorredner, die Stimmung verdorben durch die Frie- denSbestimmungen Er im erstützt die Ausiühnin- gen der beiden Vorredner und macht bezüglich der Lchrkurse bestimmte Vorschläge. Iustiiminister v. Brentano: Das Justiz Ministerium wünscht nicht, daß alle Termine aus dieselbe Zeit angesetzt werden. Die Fürsorge- criielmng ist Sache des Ministeriums des Innern, nicht der Justiz Es ist nicht leicht, geeignete Familien für die Ihrerbrinsuni der Fürsorgezöglinge au finh-en Ter Direktor Element der Strafanstalt Butzbach hat durch fein schroffes Austreten gefehlt, aber es würde sich kein Gerichtshof ffnden, der einen verdienten Beamten deshalb absetzen würde iGegen die Errichtung eines Beamtenbeirats haben wir nichts, aber selbstverständlich können sie keine Exekutive bekommen. Auf die Anfrage Osann u. Gen., die von allen Rednern sympathisch be Krochen wurde, erklären wir, datz wir soweit gehen, wie das Reich und Preußen in der Abkürzung bet Vorbevettungszeit. Durch Verordnung haben wir bereits die Eiamensbedin.mnlten erleichtert Die Reierendare sollen möglichst zu selb- ständigen Arbeiten Derwenbet und mit unnötigen Schreibarbeiten verschont werden. Er bankt für die Anerkennung unserer Gerichte durch die Boc- vedner. Abg. Rechtien (Soz.) kann dem Lob des Abg. Pageiiswci^cr über unsere (Berichte nicht bevi Abg Schreiber (Dem.) begründet feinen Äetrag. Der Besitz einer Zeitung, die lleberbrin* MUng eines Brie.es, ein unbedachtes Wort bringt lange Freiheitsstrafen und schwere Geldskra'en. USir erwarten die Stcberberitelümg der Rede-, Lersammlungs- und Prefteireiheit. Und wir er- Watten, van wir im besetzten Gebiet wieder dem deutschen Richter unterstellt werden. ' Abg. Engelmann (Soz. führt den Fall des Landgeriditspräsidenten von Rheächessen an, her sich auf den Standpunkt stelle, daß tnc durch bi? franzö i che Besatzung verfüg e Annu.lierung dec sAushebung der t^efinbforbnung zu tstecht bestehe tund dcmentfprechende Tienstanwecsungen gab. Abg. Soherr (Ztr.) erNätt die Zustimmung Mich seiner Fraktion. Er erhofft einftxnunige Annahme. Iustizminister v. Brentano erfidrt die volle .Abstimmung der Negierung zu den Anträgen und tzu den Ausführungen der Sorrebner. MinisterprasiOent Ulrich: Der Justiz Minister bat von juristischer Seite feine Zustimmung er Hart, ich tue eS von der politischen Seite. . Wir werden diese Anträge in Berlin und anberorti vertreten A m Diontag werde ich mit dem fron» höfischen General in Mainz verhandeln Was ich erreichen werde, kann ich nicht sagen, aber unseren Standpunkt werde ich mit aller Entschlossenheit vertreten. (Beifall.) Der Antrag wird einstimmig angciwrnmcn. Die Anfrage Dr. Osann wegen Erleichterung des Vo rtxrci tu na ö-birn sves für die Kriegstetlneh- rpict unter den Referendaren führt zu roter Aussprache über Justiz. Abg Wünzer (T. Bpt) dankc zunächst der Negierung und bem FinacrAausschuh für ihr soziales Veriailderis für die Lag: bet Justrzbvamten. Der Redner schlag' vor, die 14 vor Dem JMeg gestrichenen Rich eoxllcn nxdrr einzusetzen. Ten Richtern können gnoffe Arbeiten abgmommen und den mittleren 3uftt->framtoi Üben ragen werden. Ber- Achi.-dene Gesetze, die dxr Redner ausführlich be- lüridit, können verrörsaht werden Für die jungen Referendare, die mr Felde stunden, ist die Lag? besonders hart. ES ist »u begrüben, dast die >Re- flierimfl durch Beransbaltung txrt Kursen, durch AMirzuirg des Bvrbere tungsdienstes den Resereri- baren artg genHotnnit. Aber die Leiter dieser Kurse müllen entlastet ober entschädigt werden. Ten setze geändert, mrWrgf ober aufgehoben loeme«, Alle StaotsvettrSge bedürfen z« ihrer Gültigkeil der Gesetzeswrm. 8 27. Du von der Volkskammer beschlo'-ene» Gesetze sind vom Gesamtrninistorium auijufertige« Jxnb im Regiernngsblatte zu nrrfünber Sie |in» vom Mmisrrrpräsidenten und mindestens der välfte der übrigen Minister zu unterzeichnen. Die setze erlangen Gesetzeskraft mit dem 7 Tagt nach dem Tage der Ausgabe des Regierungsblattes, sofern nicht in dem Gesetze selbst ein anderer SeiU punkt ausdrücklich bestimmt ist § 28. Solange die Volkskammer nicht versammelt ist können Auordmurgen, die sonst der Gesetzessorm bedürfen, durch das Gesamlministe- rium erlassen werden, wenn auhergewöhnliche Ereignisse ein sofortiges Eingreifen erforderlich fmndxit. Sie dürfen der Verfassung nickt zuividev- laufen und sind der Bolkskammer bei ihrem Zusammentritt sofort zur Bestätigung vorzulegen, Wird die Bestätigung verweigert, so sind sie al** bald auszuheben. 6. Abschnitt. Don dem Dolk-Tbo^ehren und der Volksabstimmung. 8 29. Eine Volksabstimmung bal stattzusindm- wenn von 50000 Stimmberechtigten das Begehren nach Vorlage eines Gesetzes gestellt wird. Tas Begehren, das nur in Form eines airsgearbei- tften Entwurfs gestellt werden kann, ist an das Gesamtministerinm oder während der Versammlung der Volkskammer an diese tu richten Tas Gcsamtministerium hat den bei ihm eingereichteu Entwurf bet Volkskammer vorzulegen Wird dem BollSbe^ehren von der ^^ottfrkammer nicht entsprochen, so findet Volksabstimmung statt. Diese ist entscheidend. § 30. Ein von der Volkskammer angenommenes und im Regierungsblatte noch nicht verkündetes Gesetz ist binnen zweier Monate zur Volksabstimmung zu bringen, wenn das Gesamtministerium es beschliestt. Die Volksabstimmung ist notwendig, wenn durch das Gesetz die Veriassung abgeändert werden soll. ji 31. Die Abstimmung kann nur bejahend ober verneinend fein. Es entscheidet die einfache Mehrheit der (Stimmen; für Gesetze, die eine Ver- sassungsairderung enthalten, bedarf es einer Mehrheit von 7s der bei der Volksabstimmung abgegebenen Stimmen. § 32 lieber das Finanzgefetz und den StaatS- voranfchlag findet keine Vokksabstimmung statt Gesetze über Steuern und sonstige Auslagen könne» der Boltoabstimmung mir unterworfen werden, wenn es bad Gesamtministerium nach 3 30 beschließt. $ 33. Das Verfahren bei der Volksabstimmun- wird durch Gesetz geregelt. stimmen. Unter dem atten Rngrmr habe rote ÄUffennrihi bestanden, ». B bei den Urteilen gegen Streikbrecher und bei der Anwendung brt Groben- lln fug-Barographen. unterstützt an übrigen die Anträge Wünzer. Iustizminister v. Brentano weist die Vorwürfe wogen «assenlustiz für seine AmtAtätrgkeu zurück. Abg. Wittig lSoz.) hält seine Ausführungen im Falle Clement aufrecht, l&i fü>£her fe in Bu bach anders behandelt worden als geroobnlidx Sterbliche. Die Ausiührungen iti FustizMinisters Öu diesem Falle hatten ihn nicix enttänicht, her Fall Butzbach beweise, daß es auch jc&t noch «lassenlusriz gäbe. In Gießen haben sämtliche Richter am 1. Mai gearbeitet. Damit ist die Aussprache beendet. (Ts tritt eine Pause ein.) Volkskammer unh Veamtenanftrllrmg. Ueber den Antrag des Abg. Köhler, die Schassunp der Stelle eines Vermessungs- a f f i Hc n ten und Vorstellung des Geometers 1. ÄL Blodt in Worms betr., beantragt Abg. S«herr (Ztt.) hn Namen des Aussthusses, eine neue Stelle Vi Dorms zu scha'sen unb diese dem Goomoter Blodt ui ülx'rtiagvn, falls dieser besser aualrfijiert ist als seine BormÖTmer. Er wartet fett 141/, Jahren auf bcftüiiöc Slnfeßung uni) ist vorzügliri' aualifitziert und txti noch neun Vornuiirner. — rmäfibent Ulrich bittet den zweiten Teil abzulehnen, da er der Reg-ermrg die iöände bindet: ebenfo macht Mini erialrat S chö fer ckvf das Bedenllichc aufmerksam, daß sich die BoL-kammer, obN'ohl sie ja wuverün ist in die BeaintaibeförderunMn mische Unter den Vormannern find ebenfalls sehr gut analifizierte. Blodt wirb 1920 zur Anstellung gelangen. — Abg. Schulte fprtdtf sich dafür aus, baß Blodt die Stellung erhält sch>ir damit fchte unnötige Vers.-tzung erßslgen muß — Miniisterprasident 11 l - rich und Mänsderialvat Schäfer fDroben sich noch einmal der Folgerungen halber gegen den zweiten Teil des Aittrag^ aus. — Abg Herbert (Ztt.), Pagenstecher (Dem.), und Schorn (Ztt.) sprechen sich der Kousegukm^en halber dagegen aus. Abg So Herr sieh: für ferne Person das Bedenklich: ein. — Abg. Eib- nert (Soz.) erläutert die Gesichtsvunlle des Ausschusses. — Mi i erpräsident Ulrich lehnt ein derartiges BKvLxrkbcwt für die Regierung ganz enriefirben ab, das der Regierung den Vvnmirs des Nepotismus urzichen nrüstke. — Ministerialrat Schä ser beleuchtet die Schw^rigk'eitcn irr Lluali- f<1atton. — Abg Fenchel (&. Dpt): Tas Geo- mrierw-sen muR so schrril wie mög ich vereinheitlicht werden. Er bea itragt Zurückverweisung an den Ausschuß. Ter Antrag Fenchel wirb abge- l'hnt, der erste Absatz des Aus chui-rntruges wird au genommen, der zweite abgelchrtt. Volksbildung. Die Anfrage Dingeldey und Tr. Osann, bett. Hebung der allgemeinen Volksbildung auf Politisch neutralem Boden, beantwortet der Präsident des Landesbildungsamtes Dr. Strecker. Das Landesbildungsamt ist bereit? an der Arbeit, es ist in politischer und koufesfioneller Hinsicht völlig neuttal, es unterstützt aber jede Bildungsarbeit, auch wenn sie sich nur an einen gewissen Teil der Bevölkernny wendet, also z. B. von Parteien veranstaltet wirb. Der Redner lädt die Kammer ein zu der Schlußfricr der gegenwärtigen VolkSlwchschulkurse am Samstag. Sie werden sich überzeugen, daß die Angriffe gegen sie unberechtigt sind. Die Volksakademie, wie sie uns als Ideal vorschwebt und wie sie der Rhein- Main-Berband geplant hat, soll die Teilnehmer wissenschaftlich vertiefen und sittlich mit ganzem Ernste ergreifen und sie dazu erziehm. ihre Mei- nungsgegensätze in einer Form gegenseitiger Ach- tung miteinander auszutragen Es liegt unS fern, ein Schema zu prägen, wir sind für jede Anregung banfbar. Ich bedauere den Ton eines Brieses, den Herr Regierungsbaumeister Schä'er gegen mich verbreitet hat, und ebenso die Auslegung, die die Darmstadter tzochschulkurse in Mainz gefunden haben. Man hat den Vorwurf erhoben, daß es reine Bolkshochschulkurse, sondern Parteilwchfchul- kurse seien. Wir müssen von innen aufbauen, was durch den jhrieg und die Revolution zusammen gestürzt ist. Ter Redner rechtfertigt durch längere Ausführungen die Gegenstände des tzochschulkuries' Sozialismus und Temokratte. Es gilt, frühere Versäumnisse gutzumachen. Für andere Lolks- hochfchulkurse werden wir andere Themata aus- wählen. Ter Redner erhofft von den tzochschul- furfen ein bef eres Verständnis zwischen Arbeit gebern und Arbeitnehmern bei den kommenden Vozialisiemngen. Es ist nicht nötig, den Varteff kampf in die Frage der Volkshochschulkurse zu tragen. (Beifall.) Präsident Adelung erklärt, die Regierung habe in einer Zuschrift auf eine Veröffentlichung in der „Darmstädter Zeitung* als Antwort auf diese An frage verwiesen. Ich möchte die Regierung bitten, Antworten nicht in der .Darmstädter Zeitung" zu veröffentlichen, da diese nicht allen Abgeordneten zu Gesicht kommt. Die beiden Regierungsantworten (die mündliche (Entwurf einer hessischen Verfassung. n. 4 Abschnitt. Boa den Relifllonsgetre'v'chaftcn, dcn Unterrichts- und Wohltätigkeits-Anstalten. § 21. Jede kirchliche und religiöse Gemcfiischaft ordnet und verwaltet ihre Angelegenheiten frei uni) selbständig im Rahmen der allgemeinen Staats- gefetze. § 22. Tie evangelische, die katholische und die altkath^ischc Kirche wie die israelitischen Reli- gionsgemci.idrtt sind Körperschaften des öffentliche^ Rechts. Llndecro Relig v.tsgemrinschastcn tann durch Gesetz die gleiche Ägenschaft verliehen wer-- den, Twjenigcn Kircken und Reliaionsgemeinschab- trn, welche Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, haben das Recht der Besteuerung ihrer Mitglieder auf der Grundlage der Staats- und Ge- meinteffruetn. Teujenigeu Re i ionsgemcinschasten, die, ohne Körperschaften des öffentlichen Rechts zu sein, das Besteuerungsrecht bisher schon besaßet, bleibt dieses erhalten. Tie evangelische, katholisch' und altkatholische Kirch erhalten als Abfindung für ihre Ansprüche an den Staat eine Geldrente Tie Holze der Rente ist durch Gesetz ^stzusetzen. Ms znm Jnkrafttteten dieses Gesetzes werden biefenj Kirchn Zuschüsse aus d.'r Staatskasse nach den bisherigen Gru-'d ätzen gewährt. 8 23. Die ehemals landesherrlichen Pattonatc ffatb auf gehoben, ebenso die standesherrlichn und grundherrsichn Patronate, soweit diese nicht nach weislich Privatvattonate sind. 8 24. Das K'rchngut sowie bi" Güter und Einrichtungen der kirchichn Stiftungen, der Unter» richs- und Wohltätigkeitsanstalten dürfen ihren Zwecken und ihren bisherigen Verfügungsbcrcch tigten nicht entzogen werden. 8 25. Die Schule untersteht den Gesetzen und der Aussicht des Staates. Die Gewissensfreiheit der Lehrer und der Schüler ist tmrch tdie Schll» liefere zu sichern. Der Besuch der össenllichen Volksschule ist gesetzlich zu regeln. In feiner Pflichtschule darf Sckwlgeld erhoben werden. Für ^sonders befähigte Schuler, die würdig und bedürftig sind, ist auch der Besuch der höheren Lri>r- anstalcen emschließlich der Fach- und Hochschulen unentgeltlich. 5. Abschnitt. Von der Gefttz^rbung. Dir Anfrage der Adgg Dr. Osann u. Gen. betr. leilbelnftiguBgcB offcathdicr nnl privater An ■ü oder ohae Maskraain»stkv wird vom Minister bes Innern Dr. Fulda durch Dr- kanetgabe dec betreffenden behördlichen Bekanntmachungen beantwortet. Abg. Dr. Osann ist durch die Maßregel» brr Regierung befriedigt. Er hofft, daß jetzt, wo bk Lage sich so verschlimmert hat, ein Appell an die Bevölkerung Erfolg hat. Roch schärfer zu Derart« en als die öffentlichen Veranstaltungen sind die privaten Tanzzirkel in den Kreisen, die durch ihre Bildung die nötige Einsicht haben sollten. Minist« Dr. Fulda: Wir haben schon vor der Anfrage Dr. Osanns unsere Bekanntmachungen er- lassen, wie ich hiermit feststelle. Abg. Lenhart (Ztr): Durch Stimmen aus Rheiu- heffen weiß ich, daß unsere Vergnügungssucht bei den Feinden den Eindruck hervorgerusen habe, daß das demsche Volk der Würde und Sclstbestimmung bar fei. Daraus ist wohl auch die Behandlung, die uns zuteil wird, zu erklären. Der neue Dolksstaat wird nicht durch das Zuckerbrot des Tanzes, sondern das Brot der Arbeit befestigt werden. Als das rö- mische Volk nur noch .Brot und Spiele" kannte, stand es am Abgrund. Die alten guten Erziehungs- mittel können nicht auf die Dauer ausgeschaltet werden IBeifall). Abg. Kaul siozd.): Die Dolksräte haben lange vor dem Antrag Dr. Osann sich gegen die Tanzwut gewendet. Wir erblicken in der Tanzwut eine Krank- heitserschcinung. wie sie auch frühere Zeiten gekannt haben. Der Bolschewismus des Tanzbeins muß bekämpft werden und ich ersuche die Regierung, die Zügel wieder etwas straffer anzuziehen. Abg. Detters (fozd.) sieht nicht so schwarz unb nimmt sich des Rechtes der Jugend nach der langen Entbehrung an. Richt Polizeimaßregeln, sondern Belehrung werden nützen. Abg. Schorn (Ztt.): Das Herz blutet uns über die Würdelosigkeit und den Mangel an Rational- gesühl besonders bei unserer weiblichen Jugend. 3n Bezug auf Rationalstolz können wir viel von den Franzosen lernen. Der Präsident hofft, daß diese Debatte im Lande beachtet wird. Schluß der Sitzung 1*/, Uhr. Nächste Sitzung: Freitag vormittag 9 Uhr. § 26. Der gesetzlichen Recx lung durch die jierplab Volkskammer bedürfen alle allgemeinen Anordmnt- Zett T; ljeu, die dic Freiheit der Personen ober das Eigen- spiele Wohtlätigkeitskonzert zum Besten erb'hdeter Soldaten veranstaltet von FrL Elisabeth Felchner am 11. Mai, abends 7lA Uhr, in der großen Aula der Universität I Mitwirkende: Frau E. Schudt, FrL Th. Em- [ meridi, Gesang; Herr K. Engisch, Klavier; [Herr Grebert, Violine; FrL G. Schlesinger, Th. Sc odr, L Schäffer, G. Schack, 6. Rosenthal, Klavier zu 4 Händen. 53730 | Ein Francnchor, Leitung: FrL E. Felchner. ■ Zur Aufführung gelangen: Kompositionen |von Schubert, Händel, Beethoven, Schulmann, Brahms, Chopin, Raff, Robert Fuchs. I Karten zu 3, 2 and 1 M. in der Musikalienhandlung |»on E. Chaltier, Neuenweg. — Programme daselbst Klöppelspitzen An-u.Verkauf Lichtspielhaus RubuKokstruS» M Honte leteter Tag Furstenliebe Ab morgen bla InkL aontaj: Schmutziges Geld Amerikanischer AufkULning»nlm. Erster Amt indsalin seit j JahretL wuu bi« iso rs Gießen (Neustadt 48), den 9. Mai 1919. 09163 Doskwsialt 9 09124 Klein-Linden, den 9. Mai 1919. 09131 im Alter von 17 Jahre«. Zündhölzer [09173 einnetroffen. herzlich hierzu ein. 6679V 4. Verschiedenes. Der Borstand. (f Cclcpöon 2131 moltKeflraßc 20 p. Habe mich in Gießen als Privatgeometer ie und i Pünkt- OMVV liehst angefertigt 5601D Kir Jfrulitli Ihn. (Sui fuhrvcrkctzrsamt Rieften (fnedberg, Frankfurt, VlvyVll ft»«»«« Dübel) »ftftftÄ» Wom W. Weisel, 14 Mark(»lraße 1£ Vereine } Im Namen der Htnterditebenen: Fra« Lo«iie Schmall Witwe. Gtetzen, lAsterweg 16), den 8. Mat 1919. Die SeerMguttfl findet SamStaa den 10. Mat nachmittags 3'/, Ubr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. niedergelassen. Meßbriefe, Lagepläne alle einschlägigen Arbeiten werden । ' li.Mar -ungsamt bis zum 15. vochrigen ( können. Auch rate Maler - Leim (bezugschein frei) wieder vorrätig l°"" Wemper St Spiesmacher Cbem. Produkte, Gieiren, Bieichstr. 16 lTel. 277. übernimmt jeden Transport von: van» n. Brenn* material, Bepack, ftadjtgut, Möbel, waren, Um» rüge, Ausladen von Waggons n(m. innerhalb und außerhalb der Stadt. Anfragen erbeten. Auf Wunsch perfdnL Besuch. Wetzlar und nach wmilcv Sammclfuijrcn Favorite-Schnitte sind jetzt in vielen Größen am Lager, so daß das lästige Warten wegfällt. Wir bitten, von dieser Neueinrichtung regen Gebrauch zu mach. M14c - Un DieLttö!^ direktion tn *nW tung^. Ue vierlLljöhrlw Zchaltervorri vier Mn itar W. bunfl-rjei rin W ? ungrnnffen st Wj\t ««i vrmißte Geo Danksagung. Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme beim Ableben unseres teueren Entschlafenen und für die Aufmerksamkeit des Fahr-Beamten-Vereins und der 50er-Vereinigung sagt innigsten Dank Frau Christine Franz nebst Angehörigen. "Frst Wirde in her in der banai diebstabl sich rin groß bedeulendm der die gesi Koffer vervac Üzei am Bak des iim 4.05 ^erionenjixge die Kosser m genommen. ( türe hinausn etwa 21-22 hat dunkelblo teilen Anzu dünne gelbe k zm anderen OTTO DIEFFENBACH, | Geometer II, Kl. Bureau: Bleichstraße 31. I ■ .....- ■ Ochlltiiihk NlckWchuMW Freit«,. 9. Mai, TL Uhr, im Hotel Einhorn l.Die Not Lchm Lfimmk. Redner: Herr Pfarrer Ahmann au« Vromberg, Mitglied der Nationalversammlung. 2. IieMeMdiWM finstrer Feifiüe. Redner: Herr Prof. Dr. Zchian. Wir laden alle deutschen Männer und Frauen 1. Zusammenschluß der jetzigen und ehemaligen Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften zur Verteidigung des Vaterlandes für den Fall der Not. 2. Beschaffung guten und zuverlässigen Ersatzes für die Reichswehr. 3. Unterstützung der Regierung bei der Aufstellung von ständigen örtlichen Sicherheitswehren zum Schutze gegen Plünderungen und Sabotage. 4. Werbende Tätigkeit durch Schrift und Wort. gefordert, sie sind eigenem Ermessen, 5703Ö Ortrgruppen-Sildllng „Heimatschutz" Deutscher Offiziers-, Unteroffiziers- und Mannfchaftsbund (£.0.) zu Berlin. Zum Schutze gegen Anarchie, zur Sicherheit des Wiederaufbaues und der deutschen Kultur hat sich der Militärbund Heimatschutz gebildet und ruft unter Ueberbrückung aller Rang-, Standes- und Klassenunterschiede alle deutschen Männer und Frauen, ohne Rücksicht darauf, welcher Partei sie angehören, zur praktischen Mitarbeit auf. Es sollen in allen deutschen Orten Ortsgruppen gebildet werden. Wir bitten alle diejenigen vaterländisch Gesinnten, die sich in den Dienst der guten Sache stellen, sich ganz speziell bei der Bildung der Ortsgruppen betätigen wollen, evtl, auch bereit sind, zu einer diesbezüglichen baldigen Besprechung^ deren bestimmter Termin noch festgesetzt wird, nach Berlin zu kommen, uns, sofort ihre Adresse aufzugeben. Erste praktische Arbeiten der Bundes: ES wird gebeten, pünktlich zu erscheinen. 6622V am 10. Mai 8.00; nachm göltest,.: mor Mitgliederbeiträge werden nicht überlassen. Zahlstelle: Bant für handel und Industrie Vepofitenkafie U Konto „heimatfchutz" Berlin w 9, Potsdamer Str. 16. Sanatorium Stolzenberg bei SalmünRter-Soden von Frankfurt aus schnell w bequem erreichbar eröffnet am 1. April! Aerztücher Leiter: Dr. med. K. SlrttnetanMn. M&ssige Preise! KurgemAße Verpflegung. gW Man verlange Prospekt! MI Anschrift: „heimatfchutz" Deutscher Offiziers-, Unter- Offiziers- und Mannschaftsbund Berlin W 9, rinfftratze 17. Spinal ZWT* täglich frisch liefert jede Menge in Körben von 20 Pfund an sum billigsten Tagespreis m» With. Block & Co. Marburg a. L Tel. 677. W-'Ste xrns. ZMg 6nen tinrb?', 09t- ’ j*h( Mch tei tut gÄ «ft: enti ass Sie AV Nachruf. am 5. Mai verstarb nach längerem Velden unser langjährig., treues Mitglied Herr Ernst Franz. Wir betrauern in dem Verblichenen einen unermüdlichen Förderer unseres Bestrebens, der sein Wohlwollen dem Verein gegenüber stets zum Ausdruck brachte. Sein Andenken wird unauslöschlich in uns fortleben. 5720 Gesangverein Heiterkeit Gießen. 10 Äe 3« miM H einer mbuflne Würzen W sioffe , lanMarft! mist wäre! 607, * Likören biM'J sclyn f rfW.'f L 101. M'nde 10, W2 ten 2 M ' Gestern nachmittag 5 Uhr verschied nach kurzem schweren Leiden mein lieber Sohn, unser guter Bruder und Neffe August Schmall Todes Anzeige. Donnerstag nachmittag 2 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser lieber Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Fritz Leuning im 52. Lebensjahre- Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Fran Louise Leemlng geb. Krämer nebst Kindern Familie Albert Leuning Familie Johann Denker Familie Heinz Mellinger. Gießen (Wolkengasse 12), Rödelheim, Steinbach, den 9. Mai 1919. Die Beerdigung findet Montag den 12. Mai nachmittags 3Vi Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt 09170 -- la. Eisenlack in nur erstklassiger Qualität liefert l“Mss lleinr. Antweiler, Hanahoim,Sd»UcRf.214. Studenten und hnfflige tieoito die in die Reichswehr und den Gftschutz eintreten wolle« oder em- getreten sind, sollen sich unverzüglich mit dem Reichrausschutz der Akademischen Berufsstände, Abteilung A. H., Berlin NW 7 Neue Univerfitatsstrahe 5b in Verbindung setzen, damit ihnen über den Fortgang der Verhandlungen, über die Sicherung ihrer Studien und ihrer Derufstatigkei fortlaufend Bericht erstattet werden kann.55650 ^0000 Exemplare wurden in wenigen Wochen abgesetzt von: Sr. Rorhr, Was jeder vom Ztaatsbanlerott wissen muh! Die Schrift behandelt das im Mittelpunkt aller Fragen stehende Problem des Staatsbankerottes und seine ungeheuren Folgen für Volk und Reich, preis Ml. 2.75. Stets auf Lager in der pfeifferschen Buchhandlung Walltorsttatze 21 Fernsprecher 342 KURHAUS-HOTEL Luftkurort Battenberg a.d.Eder Große Eröffnungsfeier Sonntag den 11. Mai bestehend aus in samt! Hotels statttindenden KONZERTEN. Im Festsaal Nachmittag- Konzert mit anschl Ball Zur Ausführung des Konzertes sowie der Ballmusik mit verstärktem großen Klavier-Orchester wurde Herr Kapellmeister Herguth aus Frankenberg verpflichtet — Ferner findet im Restaurant und den übrigen Räumen Nachmittafl- und Abend-Konzert statt Ausgeführt von der berühmten Berghofener Kapelle. Höfl. ladet ein Der Bes.: Gustav Auer.-Fernspr.54. NB. Jugendlichen unter 16 Jahren ist jeglicher Zutritt verboten. 5708 ^DieDi- '«1 ter d°- 1S18 einen $ fegen 66,44 5 M auf 33, fe6'29 Lortrc Si2L®or’c Aneralvi __Kapital 1 Zentral-verband deutscher Handlungsgehilfen, Ortsgruppe Sietzen. Am Samstag, Hem IO. mal 1919, atatts 8 Uhr 09153 öffentl. Versammlung im Zelsenleller. - Tagrsordnung: „Swtck und Siel der verbander". Anmeld, nimmt entg.: J.hillgärt ner, Schanzcnstr. 16, Sentt-Lager. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns so schwer betroffenen Verluste, für die vielen Kranz- und Blumenspenden, die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Eidenmüller am Grabe, dem Lokomotivführerverein (Ortsgruppe Gießen) für sein zahlreiches Erscheinen und allen, die unserer lieben Verstorbenen das letzte Geleite gaben, herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Koob, Hilfsheizer und Kinder. Sportverein Merkur Samstag, 10. Mai 1910: Zusammenkunft ini neuen Bereinszimmelt „Darmstädter V9'« Walltorstraße. Um zahl« reiches Erschein, bitte! 570» Der Vorstand. kmg.Ardtitttmcü Samotag d. abends **/, Ubr zwirn Vereinslokal, varv ßmiktttlfliimlMg. Burrauftunden 8-1, r-5 Uhr. Transporte aller Rrt. verkehrt Bändig zmifttjen franhfun, Darmßadt.hanau, Offenba®, Nidda, Dilbcl oiesen— Marburg Ich biete anli E-el-würze für alle Zwecke in d.Küche brauchbar. Ein rein vege iabllifch. Erzeugnis, kräftig u. gesund, fast ohn.Koch- sal-. DaS Fläschchen SM. Gesundheit;-Uaffee reich an Näbrsalren, kräftig und gut im Geschmack. Leriehel-Honlg bei Hutten und Heiserkeit für Kindern. Erwachset^. Ein kl.Fläfchchen M. ^vistaU-Oelee das einzig Brauchbare, was in Puddingpulver a. Z.geboten wird. Ein Päck- dien 50 Ps. Aitvonen-Saft Aum Gebrauch in Küche u. Hans, ü Flasche 2,50 M. VaniU -Zucker künstl. Zimt, kohlens. Natron. Backpulver usw. Reformhaus Kreazplatg 5. ' Ca. 1700 V.-kg.-Blechdos. 08108 ereiklaesige Schhereie I preiswert abzugeben. Semper & Spiesmacher Bleichstratze 10. 3L Turnvereia dh W von 1846. W SamSiaa abend 8 Ubr Monatsvcrj mmlung im SihungSzimmer der Turnhalle. „<^v D. U V. e. U. SamStag d. lO.Mai 1^, abds.7, lS Ubr pünkiltch, halt unser «amerad Her» mann Uoblbaie einen Vortrag üb. seine Erlebniffe wäh^ rcnd seiner Oniernieruna in Holland. Um zahlreich Erscheinen wird nebele«. 09130 Der Vorstand. Slenogr.-üesElisch. Gabels- bergeru.DamenalJteil9. E.Y. SamStag, 10. Mai (*•< Frautsurtcr Hof. O.o. LlSekl Gienen. Ha» derong 11. b. Ill.Abm. 12'/. Gabel StaifcvSUL—Vi ch. Str. [w>4 Tie Deutsche Volkspartei. zevtkWsorisailislltlgli Gießen Freitag den 9. Mai abends 8 Ubr findet im Saale des Hotels Grotzberzog von Hessen eine Mitgliederversammlung statt, wozu alle Mitglieder und solche, die es werden wollen, freundlichst eingeladen sind. Tage»ord»u«g: 1. Vortrag. 2. Stadlverordnetemvahl. 3. Ausnahme neuer Mitglieder. Selbständige Schneiderin hat sich hier niedergelassen und empfiehlt sich im Anfertigen von besserer Damen- u. Kind« rgarderobe. Elisabeth Röder omm Marbarger Str. 49III. Preis-AWaif an! Reisstroiibeseii, Steh (eitern and Blumenkasten. Heinrich Heß, Frankfurter Str. 19, 5695 Telephon 853. Kautabak reinenTabak, lief, lautend QttoNebrina. Dorlmneil M*7] Brügmannstr.lü. Automobile Sofort greifbare, enrtklaaslge Fabrikate, vollkommen durchreparierte: 1-5-Tonnen - Lastkraftwagen Lieferungswagen Personenwagen offen and gesehloeeen Neueste Modelle Automobile-VertriebS'Geselkchaft m. b. H. Frankfurt a. ü. 20. Gntlentetr. 280 Telep'ion Hansa 9761 Telegramm-Adr esse: Autovertrieb. >1725, 1t ■$=W * Falles unb det unb ruft alle deut- rtei sie ange- »erben. Wir n|t der guten »en betätigen Desprechung, kommen, uns mite: roffziere unb ^all bet Not. wehr. igen örtlichen botage. lern Ermessen 5708 D i is-, flirtet- iufchaflrdmö Große II Eisenlack tut alltit Vtrtrt P'% nr. Antweiler, »n,t»,Schltk8>L< Lim B M SG Horirnfl 1-E-Z Ms #Äl4W, ierW* ügSl MIzeF; ■troffrn. W» | V, Weisel, flarktelrafleU jerelne Q Taruvereii Ä ,on 1840. » imtrnn nbenbSniT .«atSvcr, mmiu« 2ivunfl8ii“llllg.u nbartt. — Hr. io Z Swett« Blatt An» Stadt und Land. Gießen, 9. Mai 1919. 10 176 Ersatzlebeusmtttel. Die Zahl her lugehffenen unb abgclehnten Ersatzlebensmn'.el hat iuf> im Deraangencn fixtlb- iahr mehr als verdreifacht Tie .fahl der genehmigten stieg von 2975 auf 10176, die der abgelehnten auf 1712. Tie Erzeugung ift letzt zu einer richtigen unb leittung^fatngen LebenSmittel- ntbuflric geworben Bet Flciichbrütersatzwürfeln, Würzen ufto., für btt das Inland genügend Roh- siofse liefert, ist bereit- eine Sättigung tes Jn- (tmtesmarfld erreicht. Bis zum 1. Avnl genehmigt waren im ganzen an Limonaden 1176, Subbnt 826, öeihgetränfen 652, Eriatzwurlten 607, Kaffee 522, Essenzen 416. Backpulver 408, Likören 347, Ertrakten 313, Biererfay 256, Pub- bmg- unb Srisevulver 265, Strtwen 227, beut- frfrn Tee 200, Aromen, Fruchtaiwmcn. Aramo- essenrcn unb Ocle 191, Würzen unb Basten 170, Audrt 115, Flrischbrü Hersatzwürfeln 107, Aromen 101. Minder häufig ist ber Ersatz für Jett mit 10, Milch 2, Me 1, Ei 21, Bonbon 7, säuren 2 ufto. Unbestellbare Postsendungen. »Die Veröffentlichungen über die bei der Oter-Pvst- direktion in Darmstadt lagernden unbestellte rar Postsendungen erfolgen nicht mehr durch die Zeitung m. Ue!er fa che Sendungen werden vielmehr vierteljährliche Verzeichnisse ausgestellt, die in dem Tchaltervorranm der Postanstalt am 9hngateort vier Wochen anSgehängl werden. Diejenigen unserer Leser, die über den Verbleib einer Postsen- burtg — sei es eine Wert- oder Einschreibsendung, ein Paket oder ein Vries mit Geldinhalt i— int ungewissen sind, werden deshalb gut tun. diese Verzeichnisse einznselien und festzitstellen, ob etiva der vermißte Ofegenstand bei ber Ober-Postdirektion lagert. Zutreffendenfalls würden sie fick wegen Wiedererlangung ber Sendung an die Ausgabe Postanstalt zu wenden haben. Kreis Friedberg. ** Friedberg, 7. Mai. Vergangene Nacht wurde in dem Warenhaus der Geschwister Mavcr in ber Hanauer Strafte dahier ein Einbruchs- diebstahl begangen, bei dem dem Dieb namentlich ein großer Posten Seid« und Strickwaren von bedeutendem Wert« in die Hände siel. Der Dieb, ber die gestohlenen Gegenstände in zwei große ftoffer verpackt hatte, wurde von der hiesigen Polizei am Bahnhofe, nachdem er bereits ein Abteil be8 iim 4.05 Uhr nach Frankfurt a. M. fahrenden Personenzuges bestiegen hatte, angehalten imb ihm die Koffer mit den gestohlenen Gegenständen ab- rrenommen. Es gelang ihm aber, aus der Wo gen - türe hinausrusvringen und zu entkommen. Er ist etwa 21—22 Jahre alt, 1,63—1,65 Meter groß, hat dunkelblonde Stoare und ist bartlos. Er trugi teilen Anzug, Hellen tneidfen ^ilzhut und eine dünne gelbe Uhrketbe, die von einer Westentasche zur anderen hing. Hessen-Nassau. 0 Marburg, 8. Mai. "Das Mieteini- gungsamt gibt bekannt, daß Mietsverträge bis zum 15. Juli rechtswirkcnd nur mit seiner vorherigen Genehmigung abgeschlossen werden können. Auch die Mietssätze werden dort einer Prüfung unterzogen. kirchliche Nachrichten. Israelitische Bellgionigemeinöt. Gottesdienst in d. Svn. (Süb-Anl). Samstag, 10. Mai. Vorabb: 7.30: morn.: 8.30 Predigt: abds.: 8.10 u. 8.50. — Israelitische Religionrgesellschast. Sabbatscicr am 10. Mai. Freitag abd : 7.35; Samstag vorrn : 8.00; nachm. 4.00; Sabbatausg.: 8.50. Wochen- gottcSd.: morg. 6.30, abds. 7.00. handel. Die DiSconto-Gesellschast veröfsent- kicht alS erste ber deutschen Riesenbanken ihre Bilanz über daS Jahr 1918; sie erzielte im Jahre 1918 einen Bruttogewinn von 72,11 Millionen hegen 66,44 Millionen in 1917. Dagegen fliegen die Berwaltungskosten von 22,43 Millionen in 1917 auf 33,81 Millionen und die Steuern von 3.61 auf 6,29 Millionen. Der Reingewinn beträgt einschl. Vortrag auS 1917 rund 32 Millionen, aus dem eine Dividend« von 9 Prozent gegen 11 Prozent im Vorjahre zur Ausschüttung gelangen soll. Die Generalversammlung findet am 21. Mai statt. Kapital und Reserven der Disconto-Gescll- Der Doppelgänger. Roman von Carl Schüler. Fortsetzung Nr. 21. ,,ES tut mir leid, baß Sie Ihren Mantel bei dem Vorfall im Kaiserhof eingebüßt haben." „Wieso?" fragt« Tvrival wieberum gebanfen- loS. — „Nun, mein Vater, der doch nicht ohne Mantel unb Hut aus dem Stotel geben formte, brachte die Lochen mit nach Hause. Gestern hat er den Mann ermittelt, dem Sie den Mantel und den Hut — hm — entliehen hatten. Nun, ich biete Ihnen heute ein stfeschäft an, damit können Sie mehr verdienen als einen Pelzmantel —" „Ein Geschäft? Sic machen mich neugierig!" Dorival griff nutz ihrer öanb. Sie zog die Hand zu rück. „DaS dürfen Sie nicht!" sagte sie und blickte ihn strafend an. „Sie haben sich bisher mir gegenüber ritterlich benommen. Tas müssen Sie auch weiter tun, sonst müßte ich annehmen, baß ich mich in Ihnen getäuscht habe. Dann würde ich sofort gehen. Wün'chen Sie bas?" „Nein!" „Gut, bann kann ich vernünftig mit Ihnen reden. Ich werde Ihnen zuerst sagen, was im von Ihnen verlange, und dann nennen Sie mir Ihren Preis. Sie versprechen mir, daß alles, was ich Ihnen sage, von Ihnen streng geheim gehalten wird?" Jetzt streck.e sie ihm selbst ihre Hand entgegen. Er grifi schleunigst zu. „Sie wissen, bau mein Vater Konsul ber Nevudlik Costalinda rst," begann Ruth, und sie sprach toicter ganz in ihrer ruhigen, geschäftsmäßigen Art. „Mein Vater hatte früher m Costa- Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fürGberhessen) Zrettag, 9. Mai 191 schäft, der Norddeutschen Bank unb des A. Schaffhausen schon Bankvcrcms betragen ohne Berücknch- tigung des Mehrwertes der 9ferbteutfCten Baick- Aktien und der Schaff Haufen-Mtien rund 475 Millionen (nämlich 310 Mülwnen DiSkonto, 134 Millionen Reserven der Diskonto; 20 Millionen Reserven der Norddeutschen Bank unb 10 Millionen Reserven von Schaffhausen). Bei 9 Prozent Di- vioende ergäbe bad eine Verzinsung von wenig mehr alS 5 Prozent. Mus dem Mmtsocrlünöigungsblatt. *• Das Amtsverkündigungsblatt Nr 25 vom 8. Mai enthält: Nachtragsbckannt- machung des Reichsrnmisteriums für wirt- fdxiitlimc Demobilmachung, Nr. F. R. 380/3. 19. ft'. R. A zu den Bekanntmachungen Nr. F. R. 1/12. 18 K. R 21. (Nr F. R. 1017/11 18. S. N A.) vom 30. November 1918, Nr. F. R. 800/12. 18. K R. A vom 26. Dezember 1918 und Nr. F. R. 630/2. 19. ft. R A vom 28. Februar 1919. — Richtlmien für die Errickstung von Einwoh ertoehren. — Sol- babefuren für skrofulöse und tuterkulosevrrbächlige Kinder — Hantel mit Saatgut. — 36. Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). — Bewirtschaftung der Frühkartoffeln ber Emde 1919. — Fleischpreise. — Voranschlag der Kreiskasse des Kreises Gießen. für das Rechnungsjahr 1919. — Feldbereinigung in der Gemarkung Lollar. Solbabekuren für skrofulöse und tuberkuloseverdächtige Kinder Zur ftiäftigung und Gesunderhiltung der durch die Einwirkung ber Sungcrblodabc stärker denn je von der Tuberkulose bedrohten Juarnd bcabftchrft die Landesversich.rungsanstalt Hessen, auch in diesem Jahre wieder Solbadekuren für skrolulöse und tuberkulosev. rbäch ige Kinder im Alter von 4 bis 14 Jahren in Bad-Nauhcim, Wimpfen und Bad- Orb burchzu'üh.en und mit den Kuren baldmög- lickist zu beginnen. Die Kurdauer ist auf 28 Tage festgesetzt worden. Tie Sch ilvorstände haben in Frage kommende Kinder p.rzusch'.agen. Zum Handel mit Saatgut (Hafer und Weizens ist die Gutspöcherin August Prösck)«r Wwe. in Rudlos, ftrei3 Lauterbach, für die Pro» vinz Oberhessen zugelassen wordeii. Landwirte, welche von dort noch Saatgut beziehen wollen, haben ihre Saatkarten dort einzureichen. 3 6. Ausgabe von Süßstoff (Saccharin). Für die Zeit vom 1—15. Mai wird gegen die Lieserungsabsckmitte 1 unb 2 ber Sußstosfkarie „H" (blau) unb 4 und 5 der Süßstoffkaric (gelb) von den Süßstosfal»gabestellen in den Land- aemcinben des Krrises Süßstoss abgegeben. Es gelangen auf bic Abschnitte 1 unb 2 ic em Bries- ckten unb auf bic Abschnitte 4 unb 5 je eine Schachtel zur Ausgabe. Bewirtschaftung ber Frühkarto f - fein ber Ernte 1919. Frühlartoffeln, bte bis zum 30. Juni 1919 geerntet unb geliefert finb, werden von ber öffentlichen Bewirtschaftung frei gelassen unb feinem Höchstpreise unterworfen. Sie dürfen jedoch vor dem 1. Juli 1919 nur mit Zustimmung des Kreis am t s geerntet werden. Vom 1. Juli 1919 ab tritt die öffentliche Bewirtschaftung der Frühkartoffeln rin. lieber die Preis- rcgclung der Frühkartoffeln erfolgt später von der Landeskartoffelstelle besondere Mitteilung. Tie Fl ei sch preis« sind gemäß Verfügung des Hess. Landesernährungsamtes, mit Wirkung vom 14. d. Mts., wie folgt festgesetzt: Rindfleisch 2,80 Mk., Kalbfleisch 2.20 Mk., Hammelfleisch 2,92 Mk., Flrischwurst 2,60 Mk., Leber- unb Blutwurst, frisch 1,60 Mk., fieber- unb Blutwurst, geräuchert 1,80 Mk. Letzte Nachrichten. Lin Ausruf an öas Dolf. Berlin, 8. Mai. Der Reichspräsident und die Reichsregierung wenden sich mit folgendem Aufruf an das Volk: „Der ehrliche Friedenswille unseres schwer bultenben Volkes sand die erste Antwort in den ungemein harten Waffenstillstanbsbedingungen Das deutsche Volk hat die Waffen niebergelegt und alle Verpflichtungen des Waffenstillstandes, so schwer sie waren, ehrlich gehalten. Trotzdem setz- teu unsere Gegner sechs Monate lang den Krieg durch die Aufrechterhaltung der Hungerblockade fort. Das deutsche Volk trug alle Lasten im Vertrauen auf die durch die Note vom 5. November von den Alliierten gegebene Z u - sage, baß ber Friebe ein Friede des Rechts auf der Giundlage der 14 Punkte Wilsons sein würde Was uns statt dessen letzt in den Friebensbedin- gungen geboten wirb, w i b e r s p r i ch t brr gegebenen Zusage, ist für das deutsche Volk unerträglich und auch mit Ausbietung aller Kräfte unerfüllbar Gewalt ohne Maß und Grenzen soll bem deutschen Volke angetan werden. Ans solchem auigezwungenen Frieden müßte neuer H a ß zwischen den Völkern unb im Verlauf der Geschichte neues Morden erwachsen Die Dell müßte jede Loffnuna auf einen die Völker befreienden und heilenden, den Frieden sichernden Völkerbund begraben. Zerstückelung unb Zerreißung des deutschen Volles, Auslieferung ber bcutidwn Arbeiterschaft an den fremben Kapitalismus zu menschenunwürdiger Lohnsklaverei, dauernde Fesselung ber jungen deutschen Republik bnr.1i den Imperialismus ber Entente ist das Ziel dieses Gewaltfrietens. Die deutsche Regierung hat den Friedensvorschlag ber Vergewaltigung mit dem Vorschlag des Friedens des Rechts aus der Grundlage eines dauernden Völkerfriedens beantwortet Dte tiefe Erregung, die alle deutschen Volkskreise ergriffen hat legt Zeugnis dafür ab, daß die deutsche Regierung den stcschlosstnen Willen deS deutschen Volkes zum Ausdruck bringt. Die deutsche Regierung wird alle Kräfte an- spannen, um für bas deutsche Volk dieselbe n n • tionale Einheit unb Unabfoingigleit und dieselbe Freiheit ber Arbeit in Wirtschaft und Kultur zu erringen, welche bic Alliierten allen Völkern Europas geben wollen, nur unserem Volle nicht. Unser Volk muß sich durch eigenes Handeln retten. Angesichts dieser Gefahr der Vermch'ung muß das deutsche Volk unb seine von ihm selostgewähllc Regierung zusammenstehen. Ohne Unterschied ber Partei mögen die Deutschen zu- sammenstchen in bem einmütigen Willen, bas deutsche Volkstum und die gewonnene Freiheit zu bewahren. Jeder Gedanke,' der ganze Wille der Nation gehören jetzt der Arbeit für die Erhaltung und Wiederaufrichtun' unferes Vaterlandes. D e Reg ening ruft alle Volksgenossen auf, in dieser scyweren Stunde mir r g r auszuharren in wechselseitigem Vertrauen auf dem Weg ber Pflicht und dem Glauben an den Sieg der Vernunft und des Rechts. Der Reichspräsident. Die Reichsregierung Reichs- und Landestrauer. Berlin, 8. Mai. (WTB.) Ter Präsident des Reichsrnintsteriums hat an die Regierungen ber Freistaaten folgendes Telegramm erlassen: In schwerer Not und mit Sorgen belastet, hat das deutsche Volk in den Monaten des Waffenstillstandes den Friedens- bebingungen entgegen geharrt. Mit ihrer Bekannt-t gäbe kam die bitterste Enttäuschung und unsägliche Trauer über .das ganze Volk. Ten Gefühlen aller Deutschen wird öffentlich Aus» druck zu geben fein. Aus Beschluß der Reichsregierung werden die Regierungen ber Freistaaten ersucht, zu veranlassen, daß für die Dauer einer Woche alle ösfentlichen Lustbarkeiten unterbleiben unb in den Theatern nur solche Darstellungen zur Aufführung gelangen, die bem Ernste dieser schwersten Zeit entsprechen. Die Rückgabe der deutschen Gefangenen. Berlin, 9. Mai. Wie bet „Lokckanzeiger" hört, ist an die Alliierten eine Nöte abg?gangtn, in der verlangt wird, daß die deutschen Kriegsgefangenen, da nunmehr die Frie- densverhmidlungen begonnen haben, fofort frei- g lassen werben. Der Friedens vertrag sieht vor, daß die Gefangenen erst nach der Ratifizierung freu gelassen toerben. Vertragswidriger Transport von Kriegsmaterial für Polen. Danzig, 8. Mai. Den Alliierten in S p a a wurde am 8. Mai folgende Note übermittelt: Nach amtlichen Meldungen will die amerikanische Lebensmittelkommission für Polen in Danzig außer fiebcn6mitteln auch Sanitätsmaterial, Automobile, Gummibereifmlgen, Nähmaschinen, Bekleibungs- stoff«, Werkzeuge, unb anbered für bic polnische Armee bestimmtesKriegsmate- rial in erheblichem Umfange über Danzig nach Polen transportteren. Ohne deutsche Genehmigung gingen einige Transporte bereits nach Polen ab. Dieses Verhalten widerspricht sämtlichen Berab- rebungert. Tie deutsche Regierung erhebt hiergegen nachdrücklichst Protest. Das Deutsche Reich verpflichtete sich, die Beförderung von fiebensmitteln über Danzig nach Polen zuzulassen. Es hält seine Verpflichtungen gewissenhaft em. Die Beförbe' vung von Kriegsmaterial über Danzig ist jedoch nach den bestehenden Vereinbarungen unzulässig. Die Beförderung der Arm« voller mit Zubch, vollzieh« fick» auf dem fia.ibw.xje durch beuiiibr Gebiet. Im Svaaer Abtomrneu mürbe für kn Nachschub ber Armee Haller ausdrücklich Stet t i n als Au^schiiftingsva-en beftimmt Tie beutfd Regierung lann nicht ziüassen, daß nunmehr, cni gegen allen Abmachungen in Danzig, die Am. Idufiung von Kriegsmaterial enolgt Sie wir tvcilerc Ausschiftungeu demselben ueriun.imt. Reichsminister irrzbergei Ta- Nachspiel utr Tötung fiiebknecht- nnb Rosa fiu^cmdurg- Berlin, 8. Mai. (WTB.i Die „B. Z. an Mittag" mrldet: Vvr dem Kriegsgelub boS l'kn.te Zlarallrrie Sck».ilvuborpS beginn heute die Ver Imutzlung getreu die neun Personen, denen de Mvalifanic Tod £icbtuxl»t6 und Roa fiiqttit burgs zur La st gelegt wird Ter -Jtngrflagti Run g«, von Berus '£rvl>cr. sagte u. a. aus: J „Gewiß, es sind englische ftätritaliften. An ihrer Spitze steht ter Baumwottkönig Sir Howard Freterik Byford. Ter möchte das deutsche Kapital und den deutschen Einfluß ganz aus Costalinda verdrängen." Als Torival' ten Namen seines Onkels nennm hörte, pfiff er leise durch die Zähne. Sßieterum gedankenlos. „Tas ficht ihm Wilich" bestätigte er. „Sie kennen Sir Byford," fragte Ruth erstaunt. „Ich habe seinen Namen schon gehört," stotterte Dorival. „Er ist ein rücksichtölosch: (tegner. Aber kann denn Ihr Vater diesen fiabroein nicht durch einen Prozeß zwingen, ihm ten Brief zurück- zugeten?" „Tas würde ein sehr langer und darum vergeblicher Weg fein, fiabroein würde ten Bricks längst an Sir Bvford verkauft haben, ehe auch nur ber erste Termin ftattgefunben hätte Nein es gibt nur einen Weg, um den Brief meinem «a,cr zu verschaffen. Sie sagten mir doch, Sie könnten auch rin brechen?" „Tonnertoetter!" tagte Dorival „Nicht wahr?" . ”3“ — n°'ür,ich - s-lbstverstindlich farni U entbrechen!" „Sic Würben einer outen Sache dienen'" - mal eine Abwechslung" stotterte Torlval Er kam sich vor wie ein Idiot ste neigte sich zu ihm und sah ihn erroar tungsvvll an. B. tend! Tas gab ihm den Rest Wenn man das Köpfchen dicht vor sich sieht, da- elnern als das krönende Wmiterwerk einer son: taglub gelaunten Natur erscheint, und toenn Dir «ugen, die man anbetet, trauern und flehen bann — bann macht man Tummheiten! All« Dummheiten ’ Wie hieß es im Faust — So ein verliebter Tor verpufft Euch Sonne, Mond und alle Sterne Zum Zeitvertreib dem Liebchen in bic finit (Fortsetzung folgt) Ebehördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Das DezirKsKommando Giesten ist vom 12. bis schließlich 16. Mai 1919 wegen Verlegung gelosten. Es wird gebeten, während dieser Zeit nur in anz dringenden, unaufschiebbaren Angelegenheiten orzusprechen. Dom 17. Mai ab befinden sich die Geschäfts- immer des Dezirkskommandos und vom 19. Mai b die der Dersorgungsabteilung tn der Neuen «ferne I, Erdgeschoß. Gieheu, den 8. Mai 1919. (5736D Dezirkskommanbo von Kropff ! Major z. D. und Bezirkskommandeur.______ Butterverkauf VrrnLH Beschluß des LebensmittelauSschnsseS >om 7. b. M. sollen die Geschäfte, die im Jahre 1914 wöchentlich mindestens 40 Pfund Mollerei- önlter nachweislich an ihre Kirndschast adacsetzt haben, als Verlaufs stellen für Butter zugclasscu werden. Geschäfte, die einen derartigen Umsatz nach- iveisen lönnen. werden aufgefordert, bis s p ä - testens 1 1. dS. M k S. einschl. Anmeldung bei Dem Städtischen L^renSmrttelamt, Rimmer Nr. 4. m erstatten: Geschäftsbücher und sonstige Belege sind vorrulegen. w t , Soweü Anmeldung bereits erfolgt fit, bedarf es weiterer Anmeldung nicht. Gießen., den 8. Mai 1919. 57078 Ter Oberbürgermeister (LebenSmittelamt). Oberhessen und eie eroberen, Ne Ihr stet» treu zu Eurem 2. Regiment, in dem schon Eure Däter und Srost» Väter gestanden und geblutet haben, gehalten habt, verlaßt un» jetzt In schwerer Zeit nicht. - Bringt Freunde und Verwandte mit und meldet Euch als Fernsprecher, ©Unter usw. bei der MWtHtsimiüt 6. öMcn grtiforjä Bataillon Zickendraht früherL-R. 116 in Giesten. neue Oasernell, Iitmn.N0. Bekannte Bedingungen. OrdmmgrmLtzige Enrlastungspapiere, noch nicht voll- jährige schriftliche Genehmigung der (Eltern oder de» Vormundes mitbringen. Auch Unau»gebildete werden eingestellt. — Andere Werbefiell.:Limburg beilH, 117, Hachenburg bei 11/117. Liudeuau, Hauptm. u. Komp.-Führer. (6mD Bekanntmachung. Mit Rücksicht aus die bet trockener fBltterang bestehende Gefahr der Entstehung von Waldbrändeu mache ich daraus aufmerksam, dah ev verboten ist, mit unvcrwabrtem Feuer oder Vicht einen Wald zu betreten, oder fitti zu nähern, oder In der Nähe eines WatdeS Feuer anzuzüuden. Gießen, den 26. April 1919. <62968 Der Oberbürgermeister. I. B.: Em meliu Regiment der jutztruppen- Rrigade nDfvistonLettow-VorbeS)/ < stellt noch tüchtige Gewehr- und < > M.-G.-Schützen, insbesondere < > gediente Unteroffiziere und Ober- -, ) Jäger ein. < Bedingungen wie für alle Freikorps. < ’ x Uebernahme in die Reichswehr J, > erfolgt. f Regiment tritt zunächst in Iüter- • - bog, Neues Lager, zusammen, / 1 wohin Meldungen, persönlich wie - X schriftlich, zu richten find. > 5590A ' (Regiments-Rommando. 5639 D buiiflcn werden geprüft. Spaterer Standort: Darmstadt. Gesucht rvaffcnmcistcv, Schreiber, rN.-G.-Schützen u. M.-G.-Lehrpersonal für WtztnlDkll-RkMtlltl Meldungen schriftlich sofort an Regiments • Kommando, vorläufig Jüterbog, Neues Lager. kbia Vie Brigade-Nachrichten- Abteilung U8 wird von bet NeichSwehrbrigade Heffen in Butz- bad) «Heilen' neu aulgestellt. Zu diesem Zweck werden von der Abteilung nochFreiwillige angenommen, Fernsprecher, fünfer, Slraftfabrer, Handwerker, Zahrer ibefouberö at e SlrtUiillerinenl werden gesucht. Auch unausgebildete junge Vcuic, die Vuft und Liebe zu dieser Waste hoben, werden angenommen. Vorbedingung. ä Gute Dtfzivlin, gegründet auf gute Kamerad- schast und gegenseittgem Bertrauen, ferner Freude an der für uns so überaus wichtigen Waste. Jedem braven tütUiiflcu Maun ist hier Gelegenheit geboten, in späterer Zeit aktiver Unteroffizier ujiu. zu weiden. , Die Bcdiuauugcn find die bet der Reichswehr üblichen. , . Meldungen werden aus dem Geschäftszimmer Nachrichten 2lbteitttng HS Butzbach (Hessen) r.oicruc angenomnten. Auch schriftliche Anmet- Nutz- an) Vrenntzchnkstkiiskrang! au» Distrikt 3, Heiltgenwald, Crumbach' bet Rodheim a. d. Bieber. Am Lamötag, dem 17. Mai, nachm. 1 Uhr in Wirtschaft Waldschmidt zu Crumbach werden versletgert: . „ 156 Staunen 1. Klafle, 141 Stangen L «laste, 197 Stangen 3. Klaste. 4 Rill. Eichenuutzknüvvest 40 Rw. Nadelholz- nutzkuüvoel. 40 Nm. Reiferholz._______ 5718 .. ---E- - HJiMillliIlli MHI von Willich, Rittmeister. Freiwillige gediente Leute aller Waffen, auonahmtzweise auch ungediente, suchen Reichswehr-Batterien Wagner and Geppert Besonder» notwendig: Reiter, Vahrer vom Sattel, Schuhmacher, Sattler, Schneider, Schlosser und Schmiede. Vorläufiger Standort: Babenhausen. Reichswehr-Bedingungen. 5331D Miliiarvadiere mitbriugen! yjiuiiiiuiiDiiiiuiiiiniiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiuiiiiniiiuiiiuiiiaB | 1. Regiment der | i Schutztruppen Brigade | § ttUUlUllllUllchUtilllitliltllllllllllUillltlllllllllUiMlllM S M (Freikorps Lettow) H sucht möglichst geschlossene W | Regimentsmusik | = umimiummniiiittitutummiümiütuüiiuiutllmmm I — s W Sofortige nähere Angebote an I| M den vorläufigen Aufstellungs- M W ort Jüterbog, Neues Lager U = sseeA = WlMllNllMIlNllalllllllllllllllllllllllllllllllNllllllllllllllllM^ EMigeGeleptihiirBffllloilel Schlafzimmer imhbMlmfmtuwvottett 3)1 650«—, 850.—, 1250.—. 1650.—. na urlafiert oder lackiert, echt piised- tAUCHöe 8 piUe m.Vinoleum'JÜLÄZS.—,3*5,—• 650.—. 910 —. 1250.—. Palenislühle M. 13.53, Tische M. 40.-, Dtiierschränte H. 151- niuone nitt echtem Plüschdezug für Speise- LfIVa.ilS zimmer, Herrenzimmer, la. Arbeit. kein Pavierstoff. w Metaäibettstellen mit Patent- mairatze, verstellbarem Kopskeil nur M- 35.—. 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