169. Jahrgang Donnerstag, Januar M9 Der Velagerungzzustand über Berlin. ,A,cht-Uhr- imb treuen Wahlrecht zeigt folgendes Beispiel: Zu trete zu wählen sind. Der Name des ort erster Stelle genannten Bewerbers di.nt zur Bezeich- dort gestern abend noch ein Gefecht abgespielt Hai, nung des Wahlvorschlags. StroickMNgen an den wobei es auf der Seite der Gegner der Unteroffiziere Verluste gegeben hat. Gegen 7 Uhr abends wurde Wahl Vorschlägen (Stimmzetteln) zur Nalioualver- wollen. Ausschreitungen der Spartakisten in Dortmund und Düsseldorf. Weise gewählt oder Konstituiert sein must und die sichere Gewähr für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung innerhalb ihrer Grengen bieten. Die Lieferungen werden sich in einer Höhe halten, die bei entsprechender Rationierung eine ausreichende Lrnäh« Die Versorgung der deutschen Bevöl- kernng mit Lebensmitteln. München, 8 Jan. (WB.) Die „Münchener Neuesten Nachrichten" melden aus Basel: Die amerikanische Lebesmittelkommission ist, wie wir von unterrichteter Seite vernehmen, nach den ihr von ihren in Deutschland weilenden Vertretern zugegangenen Berichten gewillt, die Versorgung der deutschen Bevölkerung nach folgenden Gesichtspunkten und unter folgenden Bedingungen zu übernehmen Mit den Lieferungen soll begonnen weiden, wenn es die Notlage dringend erfordert, jedenfalls aber sogleich nach Abschluß des Präliminarfriedens. Es sollen zu diesem Zweck iw den an Deutschland grenzenden Die Zustände in Petersburg P a r i s, 8. Ian. (WTB.) Uelcr Stockholm meldet unter dem 7. Januar eine russische Telegraphcnagentur, daß in Peters- bürg Lebensmittel und Kohlen fast: vollständig fehlen. Die Gefangenen erhalten, nur zwei Suppen in der Woche und gar kein Die Lage im Osten. Posen, 8. Jan. (WTB.) Heber die Lage in den Provinzen Posen und West- Preußen erfährt das Wölfische Te egraphen- Vureau: Bei Jagdschütz (Kreis Bomst) versammeln sich deutsche Truppen mit Artillerie. Nakel ist wieder in polnischen Händen. Nördlich von Nakel bei M wischen sind die Kämpfe unentschieden. Kolmar ist in deutscher Hand. Die Deutschen rücken auf Wollstein vor. Bei Lissa etivas nördlich von der Stadt wird das Bahngeleise von den Deutschen aufgecissen. Britischen ist in deutscher Hand. Das Vordringen der Tschechen. Troppau, 7. Jan. (WTB.) Die Tschechen besetzten Freudenthal, ZuckmäNtel und BGrniseg. ,'reit zugenommen und gehen weiter. Eine Ankündigung der Regierung. Berlin, 8. Jan. (WB.) Die Regierung veröffentlicht folgenden Aufruf: Mitbürger! Spartakus kämpft jetzt um die ganze Macht. Die Regierung, die binnen 10 Tagen bto-teeie (Entfaltung des Volkes über fein Schicksal herbeiführen will, soll mit Gewalt gestürzt werden. Das Volk soll nicht sprechen dürfen, seine Stimmung soll unterdrückt werden. Die Erfolge habt Ihr gesehen. Wo Spartakus herrscht, ist jede persönliche Freiheit und Sicherheit aufgehoben, die Presse unterdrückt, der Verkehr lahmgelegt; Teile Berlins sind in die Stätte blutiger Kämpfe verwandelt, andere sind schon ohne Wasser und Licht, Proviantämter werden gestürmt, die Ernährung der Soldaten und Zivilbevölkerung wird unterbunden. Die Regierung trifft alle notwendigen Maßnahmen, um diese Schreckensherrschaft zu zertrümmern und ihre Wiederkehr ein für allemal zu verhindern Einschneidende Handlungen werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Es must aber gründliche Arbeit getan werden und die bedarf der Vorbereitung. Habt nur noch kurze Zeit Geduld. Seid zuversichtlich wie wir es sind, und nehmt Euren Platz entschlossen ein, für die, die Euch Freiheit und Ordnung bringen werden. Gewalt kann nur mit Gewalt bekämpft werden! Die organisierte Gewalt des Volkes wird der Unterdrückung und der Anarchie ein Ende machen! Teilerfolge der Feinde der Freiheit, die von ihnen in lächerlicher Weise aufgebauscht werden, sind nur von vorübergehender Bedeutung Die Stunde der Abrechnung naht! Berlin, 8. Januar 1919. Die Reichsregierung: Ebert, Scheidemann, Landsberg, Noske, Wiffel. Kundgebung für die Neichsregierung in Mannheim. Mannheim, 7. Jan. Heute mittag hatte die Sozialdemokratische Partei zu einer Demonstration gegen Spartakus aufgefordert. Mittags um 12 Uhr verließen die Arbeiter und Angestellten die Betriebe und sammelten sich auf dem Meßplatz, von wo sich dann der Zug durch die Stadt bewegte. Immer mehr Personen schlossen sich ihm an. Vor etn?a 50 000 Personen hielt bann der frühere Reichstagsabgeordnete und Mannheimer Kandidat für die Deutsche Nationalversammlung, Oskar Geck, eine Ansprache. In einer einstimmig angenommenen Entschließung bekannte sich die Versammlung für die Regierung Ebert-Scheidemann und versprach, wenn nötig, durch die Tat für Ruhe und Ordnung sorgen gemeldet, daß vom Höllischen Tor aus ein mit Maschinengewehren bewaffnetes Automobil sich dem Wilhe msplatz nähere, um die dortige Sperrkette zu durchbrechen. Als das Automobil in die Nähe kam, eröffneten die Unteroffiziere mit Maschinengewehren das Feuer; dabei gab es sehr viele Verletzte und lote. Das Automobil machte schließlich kehrt. In der Chariten wurden 14 und in einer Unfallstatton 7 Verletzte abgeliefert, während am Abgeordnetenhaus mehrere Tote aufgebahrt sind. Berlin, 8. Jan. (WB.) Bluttge Kämpfe spielten sich im Lause der Nacht auch am Anhalter Bahnhof ab, in besten Nähe sich die Druckerei des Spartakus-Bundes befindet. Die Versuche seitens der Spartakisten, den Bahnhof zu besetzen, wurden von Regierungstruppen mit Hilfe von Soldaten, die gerade von auswätts eintrafen, abgeschlagen. Die Verluste der Spartakusleute sollen erheblich sein. Im Laufe des heutigen Vormittags wurde an vielen Stellen der Stadt lebhaft gefeuert Gegen 107., Uhr eröffneten die Spartakisten am Brandenburger Tor, das in der Nacht von Regierungstruppen unter Führung des Mehrheitssozialisten Kuttner genommen worden war, eine lebhafte Schießerei, die bis in die Nachtstunden andauerte und verschiedene Tote und Verwundete zur Folge hatten. Die auf den Dächern der Reichskanzlei befindlichen Regierungstruppen bestrichen die Richtung Unter den Linden, in denen sich die Spartakusleute aufhielten, und die Wilhelmstraste dauernd mit Maschinengewehrfeuer, sobald sich jemand den Regierungsgebäuden näherte. Um 1172 Uhr schwoll das Feuer stark an, namentl ch in der Nähe des Brandenburger Tores, das ebenso wie die angrenzenden Häuser der Südseite der Straße Unter den Linden noch von Regierungsttuppen beseht ist. Die Spartakusanhänger dagegen haben die Dächer in der Dorotheenstraste in der Nähe der Kriegsakademie mit Maschinengewehren besetzt. Bei den Feuer- hui.ui/iue von Anzeiger f. die Tagesnninmer bid zum Nachmittag vorher , ohne j e d eBe r b. i. d l ichkcrt seiienpreife: für örtliche Anzeigen 25 13r. Jür auswärtig« 30 Pi., für Reklamen aJlf.l.-nebft 200,02eue* rungszus ckckag;Plaizvor> schrill 20 % Abschlag. Öauvtschri'tteiter: Aug. (Soerz Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reiuhold Zenz; für beiz Anzeigenteil: ö. Beck; sämtlich in Gießen für Gruppe C 15 200 Stimmen. Tann hätte nach früherem Recht die Gruppe C gesiegt, n?cU sie die absolute Mehrheit der Stimmen erlangt hat, und nur die Kandidaten der Gruppe C wären gewählt, obwohl die beiden mtbern Gruppen zusammen 14 400 Stimmen hatten. Nach dem Verhältnis- walstshstem würden der Gruppe A mit 8000 Stimmen 2 Abgeordnete, der Gruppe B mit 6400 Stimmen ebenfalls 2 Llbgeordnete und der Gruppe C mit 15 200 Stimmen 4 Abgeordnete zufallen. Es entfallen also auf jede Gruppe soviel Abgeordnete, als der Zahl der Wähler der einzelnen Gruppen entsprechen, und es Eamt in den gesetzgebenden Körperschaften auch der Wille der Minderheiten zum Llusdruck gebracht werden. „ Neu eingesül)rt ist die L i ft enwa h l, d. h. die Wähler stimmen künftighin nicht mehr für einen Kandidat, sondern sie geben ihre Stimmen gleich für mehrere Kandidaten, für eine ganze Lifte oder einen Wahlvorschlag ab. In Hessen umfaßt diese Liste für die Nationalversammlung 9 und für die Landesversammlung 70 Mmen, ba 9 Abgeordnete zur Nationalversammlung mtb 70 Abgeordnete zur Landesversammlung zu wählen sind. Das jgttnze Land bildet einen Wahlbezirk, in dem alle Abgeordneten zu wählen sind. Ter Wahlvvr- schlag darf nicht mehr Namen enthalten, als Ab- golwdnete zu wählen sind. Dagegen brauchen nicht soviel Bewerber genannt zu werden, als Abge-wd- m.r Ter BqtHa erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilagen: Gtetzroer Hamilicndlütter; Kteisblcrt für den Kreis Siehe«, vcznyrprelr: nwnatl. Alk. 1.35, vierteljährlich Mk. 4.05, durch Abhole- tu Zweigstellen nwnatl. Alk. 1.25; durch die Post Mk. 4.05 viertel- jährt. ausschl. Beltellq. Fernsprech - Anschlüsse: für hie Sd)rift(eiluiigll2 Verlag,V>eschäslsstelle51 Anschrift für Drabttiacl)- richten: Anzeiger Stehen. in einem Wahlbezirk seien abgegeben worden für Gritppe (Partei, A 8000, für Gruppe B 6400 und dieser Teil zahlen unter Umständen noch eine so sgroße Zahl, daß auf diese verbundenen Listen noch ein Abgeordneter entfältt. Es ist deshalb ohne Weiteres klar, daß diese Listenverbindung, »venu sie im ganzen Reich von den bürgerlichen Parteien durchgeführt würde, eine immerhin nicht uuerhelr-, liche Vermehrung der bürgerlichen Abgeordneten' bewirken, unter Umständen sogar von ausschlag- gevender Bedeutung sein kann. Gmelin hat unter Zugrundelegung der Zahlen der Reichslagswahl rtzin 1912 berechnet, daß die Bürgerlichen ohne Listenverbindung 238 Sitze und mit Listenverbin- iXung 253 Sitze, also 20 mehr, erhalten würden. Es trifft deshalb Parteien und Parteivorstände, die einer Liftenverbindnng entgegenarbeiten, eine große Verantwortung, uird es kann intr immer wieder bei Wunsch ausgesprochen werden, daß die bürgerlichen Parteien, die so gerne den Satz: „Das Vaterland !über die Partei" betonen, die Gefahr, die durch eine sozialistische Mehrheit droht, nicht unterschätzen, daß die Parteivorftände sich ihrer Ver- anttoortung voll bewußt sind und nicht ans reinen Parteiinteressen eine Listenverbindung aller Gruppen ablehnen, durch die ja einem späterem selbständigen Handeln in den gesetzgebenden Versammlungen nicht vorgegriffen wirb. Heute ist es aber mehr als früher Pflicht, daß Jedermann am Wahltage an die Wahlurne tritt. Gerade weil bei der Verhältniswahl jede Stimme gewertet wird, und auch die Minderheiten zur Geltung kommen, ist jede Stimme von Bedeutung. Es ist nicht zu verstehen, daß bei dem Ernst der Zeit, wo die höchsten und heiligsten Güter des Volkes in Frage kommen, immer noch Bemerkungen zu hören sind, wie: „Ach, auf eine Stimme kommt es nicht an" ober: „Ich habe noch nie gewählt, da wähle ich jetzt auch nicht" oder gar: „In unseren Kreisen wählen die Frauen nicht". Nein, Wahlrecht ist heute Wahlpflicht. Die Sozialdemokratte weiß, daß ihre Jugend und ihre Frauen ohne Ausnahme wählen, sie rechnet mit der Lauheit der bürgerlichen Wähler. Deshalb allein hat sie das Wahlrecht ausgedehnt. Sie soll sich aber geirrt haben! Jede Stimme wiegt heute doppelt schwer. Deshalb darf kein Mann und keine Frau am Wahltage an der Wahlurne fehlen. rung sicherstellen. LcbenSmittelnot in Wien. Leipzig, 8. Ian. (WTB.) Wie das „Lripz. Tagebl." aus Zürich meldet, hält nach eurer Meldung der „Züricher Post" die furchtbare Lebensmittelnot in Wien an. Nach amtlicher Angabe sterben in Wien täglich 400 bis 500 Menschen an Krankheit und Hunger. Wien, 8. Ian. (WTB.) Wiener Korr.-Bur., Tie hier weilende amerikanische Kommission jur Prüfung der Lebens Mittelverhältnisse Wiens war, wie der „Reichspost" von uu terri ch-- teter Seite mitgeteilt wird, von den Bildern test’ Elends und Grauens, die sich ihnen in den £tmn> Heren der Armut darboten, rief erschüttert. Dis Kommisswnsmitglieder erklärten einmütig, daß nach ihrer Ueberzeugung die Entente alles tun werde, um dieser Not ein Ende zu machen. Es werde für rascheste und ausreichende Hilfe Sorge getragen werden. Wiksou wieder in Pari». P aris, 7. Jan. (W.) Wilson ist, von Genua kommend, mit Frau und Tochter heute nachmittaz in Paris eingetroffen. Paris, 8. Ian. (WTB.) Havas. Tie Eröffnung der offfziellen, Besprechung über den Frieden vor dem 13. Januar wird durch die Tatsache erleichtert werden, daß Wilson auf Anraten seines Arztes sich in Paris 48 Stunden Erholung gönnen muß. Sein Besuch in Brüssel und in den chesetzten Gebieten wird auf geschah ben werben, doch werden zwischen den Vertreter« Frankreichs, Großbritatrniens, Italiens und dec bereinigten Staaten Borerörterimgen ftattfinbar. Tie Regierung der Vereinigten Staaten ha! den Kanzleien der mit Amerika verbündeten! Mächte die Namen der Vertreter Nordamerikas auf dem Friedenskongreß beftrmtgegeben. Es sind außer Wilson Oberst House, Lansing, White, früherer Bevollmächtigter der Vereinigten Staaten in Paris, und General Bliß. Tie Demobilisierung in England. London, 7. Jan. (WB.) Reuter. Heute Karnes wieder zu DemobillsierungsKundgebungen. Die Mannschaften der Marinefliegerstation Fairlop (Effex) demonstrierten und in Shoreharn wurde eine Massenversammlung abgehalten Urlauber von der Saloniki Front gingen nach Whitehall, wo eine Abordnung gewählt wurde, um mit den Behörden zu verhandeln. In Shoreharn wurde mitgeteilt, daß Sir William Robertson, der die Streitkräfte in England kommandiert, mit Lord Milner über die Demobilmachung konferiert. Wie heute bekannt wird, wird sich die Regierung energisch mit dieser Frage befaßen. In Fairlop wurde durch den kommandierenden Offizier mitgeteilt, daß einige Tage Urlaub gewährt werden würden, um es den Soldaten zu ermöglichen, in die Heimat zu gehen, und daß diejenigen, die den Beweis erbringen können, daß Arbeit auf sie wartet, zu Hause bleiben können, um dort die Demobilmachung abzuwarten. Das neue Demobilmachungsfystein wird so eingerichtet werden, daß diejenigen, die am längsten unter den Waffen sind, zuerst entlassen werden. (Einigen Soldaten, die in einem Lastkraftwagen zum Kriegsamt fuhren und einen verantwortlichen Beamten z u sprechen forderten, wurde durch den kommandierenden des Bezirks London erklärt, daß unter diesen Umständen ihre Forderungen nicht berücksichtigt würden. Der General erinnerte die Leute daran, daß der Kriegs- zustand noch bestehe, er wiße, daß diese Störung nur vor einigen wenigen Agitatoren ausginge. Darauf» hin gingen die Leute in Ruhe wieder hinaus und fuhren in dem Kraftwagen wieder in das Lager zurück. Der nationale a isführende Ausschuß der Ar- beiterpartei und die Abgeordneten der Arbeiterpartei beschloffen heute in gemeinsamer Sitzung, daß die Arbeiterpartei im Unterhause sofort Schritt- un» ternehmen soll, um offizielle Opposition zu werden. Reuter erfährt, daß der Gedanke, daß ein neuer Krieg oder eine neue Expedition nach Rußland bevorstehe, ausschließlich auf Einbildung beruhe. England habe im ganzen russischen Reiche 15000 - 20000 Mann stehen, von denen nicht alle zu den kämpfenden Truppen gehören. Eine tatsächliche Macht müffe aufrechterhakten werden, um England in den Stand ju setzen, allen Möglichkeiten, die die Friedensoer- Handlungen zeitigen könnten, begegnen zu können. Schlechte Stimmung in Australien. Amsterdam, 7. Jan. (WB.) Rach der hier eingetroffenen „Times" vom 3. Januar ist man wegen der schlechten Stimmung in Australien in Sorge, Die zurückkehrenden Soldaten sind unzufrieden, und da ein Teil der gewerkschaftlich organisierten Arbeiter die 42-Stunden-Woche und höhere Löhne verlangt, rechnet man mit der Möglichkeit von Unruhen in der Industrie. Dortmund, 8. Jan. (WTB.) Tie „Westfäl. IMlgcmeine Volkszeitung", die gestern abend von Spartakusleuten besetzt worden war, ist heute früh fum 3 Uhr von der hiesigen Sicherheitswehr zurückerobert worden, ohne daß diabei ein Schatz ficL Die Zeitung ist heute früh wieder als Organ der Mehrlieitssozialisten erschienen. Düsseldorf, 8. Jan. (WTB.) Im Lln- schluß an die gefter.t abend abgelwltene Versammlung des Spartakusbundes wurden die Redaktionen und Druckereien der „Düsseldorfer Zeitung", des ,^Tsüsseldorfor Tageblattes", der „Düsseldorfer! Nachrichten" und der „Freien Presse" (Organ der Mehrheitssozialiften) von den Spartakisten besetzt und am Erscheinen verhindert. Die „Düsseldorfer Nachrichten" wurden gezwungen, das Blatt ünter veränderter Form unter dem Titel „Note Fahne vom Niederrhein", unter Weglassung aller beanstandeten Artikel und Nachrichten, erscheinest zu lassen. sammlung sind wohl erlaubt, aber zwecklos, weil doch die beim Wahlkvmmissar eingcreickste Lifte als gewählt gilt. Sei den Wahlen zur hessischen Landesversammlung sind Aenderungen an den Stimmzetteln unzulässig. Tenn abweichend vom Reichs reckst ist bestimmt, daß die Stimmzettel vollständig, auch in der Reihenfolge der Bnverber, mit einem eingereichten Wahlvorschlag überein» stemmen muß (gebundene Listen) oder daß er nur ein Kennwort enthalten darf. Es totn bai Wählern deshalb nur dringend geraten wer- ben, die Stimmzettel unverändert abzugeben, und dre Partuvorstände sollten erwägen, ob sie nicht etwa -Stimmzettel ausgeben wollen, die nur das Kennwort enthalten. Man hört vielfach im Volk Ausdrücke des Bedauerns darüber, daß die bürgerlichen Parteien sich stricht zur gemeinschaftlichen Abwehr der (Aefahr triner sozialistischen Mehrheit zusammen geschlossen haben. Zunächst ist es sicher zweckmäßig, leden- salls nicht sch^lich, getrennt im Wahlkampf auf- tzumarschieren, damit die Wähler sich Den Parteien, die ihren politischen Anschauungen zusagen, an- sschließen und Abschwenkungen nach der einen ober kdnbcrn Seite, oder gar ein Fernbleiben von der Wahlurne vermeiden werben. Es ist aber in der Presse, auch in diesem Blatt, schon mehrfach darauf hingewiesen worden, daß bei aller Selbständigkeit der Parteien doch ein gemeinsames Schlagen möglich ist durch die sog. Listenverbindung. Es können nämlich meliere Parteien ihre Listen bWahl vor sch läge) durch Anzeige bei dem Wahlkom- imissar mit der Wirkung verbinden, daß ihre Listen «als eine Liste gelten. Bei der Verhältniswahl Aeiben nämlich bei der Verteilung der.Sitze kleine Aeilzahlen unberücksichtigt, und diese Stimmen gehen verloren. Werden die Listen mehrerer Parteien aber verbunden, dann ergibt die Smrune zu st and über Berlin verhängt. Die Hoffnung, durch Verh and bärgen eine 9ket- tung aus der verzweifelt gewordenen Sittiation zu finden, hat sich beider nicket erfüllt. Wir treiben unabwendbar einem furchtbaren Blutbad entgegen/ tmb die gesamte Bürgerschaft vereinigt sich mit dem überwiegenden Teil dier Arbeiterschaft irr dem Wrrnsch, daß es der Negierung gelingen möge, in diesem furchtbaren Kampf Herr der Lage zu bleilren. Die Verhandlungen in der Reichskanzlei zwischen Regierung, Unabhängigen und revolutionären Oblerrten sind vollständig gescheitert. Wie uns von Altegierungs feite mitgeteilt wird, ist keinerlei Aussicht auf Verständigurrg mehr vorhanden. Wie dem Blatt ferner mitgeteilt wird, haben die unabhängigen Sozialdemokraten soeben in zwölfter Stunde noch einen letzten Vermittlungs-, Vorschlag gemach". Haase und Breitscheid, die die iVerharrdlungen führen, weilen noch in der Reichskanzlei. Dir Kämpfe in Berlin. Berlin, 7. Jan. (WTB.) Das „8-Uhr-Abend- blatt" schreibt: Ein lebhaftes Treiben herrschte heute in der Wilhelmstraße in dem Prinz-Louis-Ferdinand- Palais. Dort Haden sich die aktiven Unteroffiziere cinquartiert und haben das Palais stark armiert. Aus allen Fenstern lugen Maschinengewehre. Zahlreiche Studenten haben sich eingefunden, die sich den Unteroffizieren zur Verfügung stellten und dort bewaffnet wurden. Das Blatt schreibt, daß sich Die Verhältniswahl. Aus gelegentlichen Bemerkungen von Wählern und selbst in Versammlungen tont man die WahrncInnung nrachen, daß es noch reckst zahlreiche wahlberechtigte Bürger gibt, die keine Ahnung von dem Wtefen der Verhältniswahl haben. Diese Leute stehen meist in dem Glauben, die bevorstehende:: Wahlen vollzögen sich im wesentlichen mxf) nach dem srü!)oren Mehrlxitswahffyftem. Gute Diätste für die in dieser Hinsicht, besonders auch in bürgerlichen Kreisen, nötige Ansklürungsarbeit iirirb die von dem Staatsveckuslehrer der Landes- mriversität Pros. Tr. Gmelin verfaßte Broschüre leisten: „Wie wählen wir die Abgeordtteten zu der deutschm Nationalversammlung usw.?", die für 20 Pf. zu lwben ist. Hier soll versucht wettM, die Grmidzüge des neuen Wahlver^ahrens und die Hauptunterschicds dieses von dem früheren kurz darzulegeir. Das neue Wahlrecht sicht wie das frühere Reichs- tagstixchlrecht das allgemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht vor. Stark vermehrt hat sich die Zahl der Wahlberechtigten, indem das Walstrecht schon mit dem 20. Lebens- ja Irre erlangt wird und künftig auch Frauen und Militärp^'ouen wahlbercch.igt sind. Tie Wähler- zal)l wird sich mehr als verdoppeln. Grundsätzlich verscksteden ist die Zählung, richtiger die Wertung der Stimmen. Bei dem bislierigen Mehrhrits- walstsystem erhielt nur die Partei Sitze in dem Reichs-(Land-)tag, die die Mehrheit der Stimmen erlangte. Tie anderen Parteien erhielten keinen Abgeordneten, auch wenn die Zahl der Stimmen der Minderheiten noch so groß tvar. Es ist klar, daß die Wahlen nach diesem System kein klares Bild vmt der Volksstimmung geben und den VolkÄvillmt nicht zum Ausdruck bringen, daß das alte Wahlrecht also ungerecht ist. Der leitende Gedanke der Verhältniswahl ist der, daß die Volksvertretungen in ihrer Zusammcnsetziulg ein möglichst getreues Spiegelbild dec Partei- gruppierung der Wählerschaft bilden untb den Volksnnllen wirklich zum Ausdruck bringen sollen. Tie Abgeordnetensitze sollen der Stärke der ein« zellten Parteigruppen entsprechend auf die verschiedenen Parteien verteilt werden. Die Verschiedeitheit des Ergebnisses nach altem ums in-uw» wui/iiwi/i jviyx fviyK.ii.wx> onfyiui *. Berlin, 8. Jan. (23TB.) Das Ängeiwmmen, bei der Wahl von 8 Abgeordneten j lAbendblatt" meldet: Der Oberbefehlshaber Volks- -j---cm-t/rr—-r— ■ -t- beauftragter Noske hat den Belagerungs^ kärnpfen gab es Tote auch unter den Passanten.! neutralen Ländern große Lebensmittellager er« Gegen 11 Uhr eröffneten die Spartakusleute einen! richtet werden In Deutschland selbst werden Stapel« heftigen Angriff auf die Rückseite des alten Aus-lager eröffnet, die in ihrer Mehrzahl entlang der wärttgen Amtes und der Reichskanzlei vom Tier- \ neutralen Zone l egen sollen, damit die dott liegengarten her. Bald darauf fielen auch in der Wilhelm- i den Vorräte im Falle irgendwelcher Gefährdung rasch straße die ersten Schüsse. Die Häuser in der Ehar- zurückgezogen oder geschützt werden können Die Ver- lottenst.aße, in der das Wolff'sche Telegraphen-! sorgung erfolgt jeweils auf 1-3 Monate. Sie erfolgt Bureau liegt, sind stark beschädigt. Große Blutlachen - auf Gemeinden und Bezirke, und zwar werden nur waren heute noch auf dem Bürgersteig zu sehen. Die ‘ solche Bezirke versorgtz deren Leitung in gesetzmäßiger Kämpfe haben in den Nachmittagsstunden an Heftig an-!t "" x c*‘“ ',“x «s. General-Anzeiger für Gberheffen...... ZVillingrrlrnd-ruik u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u.ZLeindruckerei R.Lange.Zchristleitung, Geschäftsstelle ».Druckerei: Zchulstr 7. Amtlicher Teil. Bekanntmachung. Betr.: Tie Wahlen zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung und zur verfassunggebenden hessischen Volkskammer. Wir bestellen hiermit a) zum Wahlvorsteher zu Burkhards'elden an Stelle des zurückge!retencn Bürgermeisters Hoffmann den Bäge.>rdncten Tamm: 6unt Stellvertreter des Wahlvorstehers daselbst bcn Gemeinderat Heinrich Haas: b) -um Wahlvorsteher zu Watzenborn-Steinberg an * Stelle des erkrankren Bürgermeisters Hirz den Mileorsneten Johannes Plstlipp II.; -um Stellvertreter des Wahlvorstehers daselbst den stellvertretenden Beigeordneten Georg Melchior Häuser.. Tie betr. Bürgermeistereien »vollen dies alsbald ortsüblich besann' nachcn lassen. G Lest en, den 7. Jan a: 1919. KreiÄaml Gießen. I. B.: W e l ck c r. B.cranntmachuuq. Betr.: Die Wahlen zur verfassunggebenden deut- schen Nationalversammlung. Die Wahlen zur verfassunggebenden deutschen Nationalversammlung sind int ganzen Reich ans Sonntag den 19. l. M. festgesetzt worden. Die Wstimmnng beginnt vormittags um 9 Uhr nnb wird um 8 Uhr nachmittags geschlossen. Nachstehend bringen wir das Verzeichnis der Stimmbezirke, der Wahlvorsteher und ihrer Stellvertreter und der Wahlräume der Stadt Gießen. 1. Stimmbezirk. Wahllokal: Altes Rathaus, Markt- platz 14. Wahlvorsteher: Direktor Tr. Baur. Stellvertreter: Mctzgermstr. Ernst Ludwig Sack. 2. Sttmmbezirk. Wahllokal: Saal im Erdgeschoß des Justizgcbäudes, Ost-Anlage 15. Wahlvorst, Stadtverordneter Rektor Jann. Stellvertreters ztommerzienrat Mueller. 3. Sttmmbezirk. Wahllokal: SchulhauS, Schillert strastc 8. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Rentner Wilhelm Löber. Stellvertreter: Landgerichtsrat Neuenhagen. 4. Sttmmbeztrk. Wahllokal: Schulhaus, Weft-?ln- lagc 43. Wahlvorstclrer: Stadtverordneter Rentner Georg Simon. Stellvertreter: Gewerlschasts- sckretär Albin Mann. 5. Stimmbezirlf. Wahllokal: Gewcrbehaus, K'irch- Üraße 16. Wahlvorsteher: Stadtverordn. Rentner Wilh. Plmtk. Stellvertreter: Professor Tr. Erb. 6. Sttmmbezirk. Wahllokal: Hotel Prinz Carl, Seltersweg 40. Wahlvorsteher: Stadtrerordneter Spcnglermeister Karl August Faber. Stellvcrtr.: Sckmeidermeister Johannes Diehl. 7. Stimmbezirk. Wahllokal: Alte Klinik, Liebig- strastc 16. Wahl vorött her: Stadtverordn. {Rentner .Heinrich Winn. Stellvertreter: Stadtverordn. Kaufmann Eduard Sttumm. 8. Sttmmbezirk. Wahllokal: StadthattS, Garten- sttaße 2, Sitzungssaal. Wahlvorsteher: Stadt- verordneter Geh. Kommerzienrat Siegmund Heichelheim. Stellvertreter: Geh. Kirchcnrat Professor Krüger. 9. Sttmmbezirk. Wahllokal: Alte Ohrcnklinilh Liebigstratze 20. Wahlvorsteher: Beigeordneter Krenzien. Stellvertreter: Apothekenbeiitzer Fritz Bauer. 10. Sttmmbezirk. Wahllokal: Universitäts-Bibliothek, Keplerstraße 2. Wahlvorsteher: Justizrat Dr. Rosenberg. Stellvertreter: Geschäftsführer H Angestellten auf Donnerstagabend 7Vr Uhr in das Hotel Schütz hier eingeladen. Wir verweiset: auf die Anzeige in der Samstagnummer unseres Plattes. ** EinePatrouille der Sicherheitswache nahm in der Nacht vom 7. auf 8. l. Mts. zwei Soldalen und einen Zivilisten fest, die mit Säcken gestohlenen Gutes schwer beladen waren. Die Feststellungen ergaben, daß die abgenommenen Waren im Betrage von etwa 1000 Mark aus einem hiesigen Lager mittelst Einbruchs erlangt waren. ** Don der Verband- und Kranken-Er- frischungsstelle des Roten Kreuzes am Bahnhof Gießen wurden im Monat Dezember 1918 an 7470 durchreisende Soldaten und Verwundete Erfrischungen ausgegeben; die Sanitätswache führte 277 Transporte aus und hat in 1137 sonstigen Fällen Hilfe geleistet. ** Zugverkehr und Achtstundentag. Zu dieser Notiz schreibt uns ein Arbeiter: Mit dem neuen Jahre hofften viele Hundette von Arbeitern der Strecke Gießen-Grünberg, daß die Arbeiterzüge etwas günstiger gelegt würden, aber vergeblich. Die Mißstände bestehen weiter, wohingegen die Vahnverwaltung wegen vielleicht 50-60 Arbeitern, welche auf 3 Schichten im Bahnbetrieb beschäftigt sind, mehrmals am Tage Züge bis Grotzen-Bujeck gehen läßt. Es ist ja ganz schön, wenn man diesen Leuten so entgegenkommt, nur sollte man auch den anderen Arbeitern Gelegenheit geben, zur Zeit nach Gießen und nicht so spät zu- rück zu kommen. Die ungünstigen Verbindungen erregen (Erbitterung. Gerade vor den Wahlen sollte man aber die Arbeiterklasse nicht unnötig erbittern. **DecAkahemische Gesangverein nimmt Montag den 13. Januar seine Pwben wieder auf. **Jm Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, muß wegen Ausbleibens eines Films ein airdcres Programm cingcschobcn iverden, das sich mit dem bereits angekündigten aber wohl messen kann. Aus der gleichen Maria-Widal-Scrie wird das sehr interessant: Schauspiel „Kleptomanie" mit Maria Widal in der Hauptrolle gegeben. Es ist der geschickt durchgeführte Roman zweier Zwillingsschwestern. Außerdem wird „Die blaue Mariane" gegeben, ein Lustspiel in drei Akten mit Viggo Larsen in der Hauptrolle. Der Besuch ist sehr zu empfehlen. Kreis Büdingen. I. D r tenberg, 6. Jan. Gestern nachmittag 3 Uhr fand int Gasthaus .utr Post röte öffeuL'idjc Wählerversammttmg der Deutsch.i gestcht, daher müßten ihr auch die Frauenstimmen gehörnt. Hierauf verteidigte die Rednerin den Achtstundentag, der es allein ermöglidje, daß die Eltern sich den Kindem widmen können, und erläuterte die übrigen Prvgrammwtnkte. Vi-e- wackstmeist'N Kremser- Bad-Nauheim verteidigte als Mitglied des dortigen Solixnenrates die Arbeit der A.- n. S.-Rate, die allein den völligen Zusammenbruch verhindert hätten. Drei Wochen vor dem Zusammenbruch hätten die Gwreral- komm andos den Vorschlag gemacht, die Partei- und Gcwerkschastsfekvetäre an die Front zu holen, um dort zu beruhigen. Die Bedingungen, unter denen das geschehen sollte, seien aber nicht anzu- nehmen getpefat, außerdem sei die Lage auch schon verloren gewesen. Tie Disziplinlosigkeit durch falsckie Belxrndlung der Mannscbasten habe allenthalben schon eingesetzt. Ter Kaiser, der nie einen Blick dafür gehabt, tvas im Volke vor sich gehe, habe zu spät abgedantt, und das beabsichtigte Flottenmanöver, durch das die Friedensverlxmdlun- gen durchkreuzt werben sollten, habe zur Ma- trosenrevolte geführt. Ta hätten die Soldatenräte eingegriffen und durch Freiwillige die Verpflegung der Front ermöglicht. Ten eigentlichen .Anstoß der feindlichen Koalition gegen Deutsch- land führte oer Redner auf die Jnterviewpolitik Wilhelms II. im Jal/re 1908 zurück. Tie Zeiten seien zwar trostlos, aber die Sozialdemokratie könne Ho fen, Teuttckfland aus ihnen l-eranszn- führen. Es komme in der Politik darauf an, ob man etwas wolle und seinen Willen durchzu setzen vermöge. Das Yonne der einzelne nur durch Äsn^ schlnß an eine Partei. Hierauf ging auch dieser Redner ausführlich auf die Programmpuntte röt, erläut.Tle, was unter Vevgefellscha'tung kapila- ttstisck»en Privateigentums an Prodndi-msmitteln gemeint sei und sprach über Einheitsschule forvie die Trennung von Kirche und Staat. Ge.7en e'n- G!eichstelltrng mit den Unabhängigen und Spart.itisten verivahV'e >ich per Redner ent- schiet'en, erklärte es, aber lür durchaus anerlennens- roert, daß die Regierung es idjeue, Mensclxulel'en roeiterhin aus Spiel zu setzen Tie Sozialdeiwa- kratie »volle Ordmmg, Friert und Brrst bringen. Vernünttige Organisation und Bernuitft müßten wieder beiTfdxit und dann die Betriebe wieder in Gang gebracht werden. Ten A.- u. S.-Räten sei es gelungen, viel Unheil hintanznlxrlten, und auch Gießen sei heute mbitrer als frül-er, als die Studenten darin berumgeitnitt hätten. Tie teilweise sehr derben Ausinhrnngen nahmen einen fo breiten Raum ein, daß die Polizeistunde dirrch ste schon überschritten wurde. An der Aussprache beteiligten sich Herr B a u m g ä r t n c r, der die Lage her Frontarmee in den kritisckren Tagen schilderte und gegen die Einheitssckmle sprach, die mit der Forderi'ing freie Bahn dem Tüchtigen nid# iij Einklang zu bringen Tei, Herr Balser, der die Fabel \wn der geplanten Seeschlacht leider nickst nar genug dalnn richtigstellte, daß die Flotte fetrigticb als Flankrnscimtz der Flandernarni Menen sollte, und U werbe am ter Stephan, der nodrnal? di' Sckrnld'rage aaifollte, gegen die Versammlung der Tentsckten SSolkiartei polemisiert' nnd das Paruiprowainm rechl.ertigte. Tas Schlußn»ort batte dar Hauptredner des lllhends, Bizewackgm-.-ister Kremser. ** Studentenversammlung. Die deutfch-na- tionalc Dolkspcttei hatte gestern abend die hiesigen Studenten und Studentinnen und deren Angehörige zu einer 2vahlversammlung im Saale des Hotels Fürstenhof cinaeladcn. Zunächst begrüßte Herr Geh Rai Pros Dr Haupt im Rainen der Ortsgruppe Gießen die zahlreich erschienenen Gäste und gedachte in einem kurzen geschichtlichen Ueberblick der eifrigen und begeisterten Mitarbeit unserer akademischen Jugend an der politischen Entioi «hing des d urschen Volkes seit der Geburt des nationalen Einheits- und Reichsge- dankens. Sodann ergriff Herr Stadtverordneter Krumm das Wort zu einer längeren Rede. Indem er auf die Schwierigkeiten hhur es, die uns bei der Erörtern, i der Gründe unserer Niederlage entgegen treten, betonte er, daß gerade die Fra ■ nach der Schi Id am Kriege in den letzten Jahren zu gründlich und cfrig gestellt wurde. Wenn man auch den Kon dürrenuieid Englands, die Reoancheidee Frankreichs und den Panflavismus als die eigentlichen Ursachen betrachte, so sei es doch schwer, rin eint er-' Dvot Die Geiseln sterben vor Hunge,. Die Einwohner nähren sich von dem Fleisch ber in den Straßen verendeten Pferde. Die bol- schelvistifchen Elemente in Petersburg 'ählrn kaum fünf Prozent, jedoch verbindet sich eine große Einwvlmerzahl mit diesen, um etwas 511 essen zu haben. Petersburg ist in einen wirklichen Kirchllvf verwandelt. Jede Dis'nplin und Kvntwlle ist verschwunden. In der Stadr- derwaltung wird von oben bis unten gestohlen. .yarttunm mrt einem Armeenvoloer traf ein jungrö Mann seinen Vater so unglücklich, daß biefer in der Marburger Klinik verschied. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Süd Anlage). Samstag, 11. Jarr Vorab.: 4.4o; morgens: 9.00; abds : 5.00 u. 5.40. Israelitische Religionsgesellschast. Sabbatseier am 11 Jan. Freitag abend. 4.25, Samstag vorm.: 8.30; nachm.: 3.30; Salüwt-Ausg. 5.40. Wochetr- gottesdicnst morgens 7.10; nachmtttagS 4.00. Sofortige Ablieferung von Heeresgut bei den zuständiaea Behörden 671d beschleunigt den Frieden. Beichivsrwertüogsaml, Berlin W 3, FriedridisiraBeBS Letzte Nachrichten. Die Kämpfe in Berlin. Berlin, 8. Jan. Tas Reichstagsgebäude ist von den Regierungstruppen regelrecht zu einer Festung ausgebaut worden. Ucberall sieht man Maschinengewehre aus den Fenstern hervorlugen und auch aus den Dächern des Rcichs- tagsgehaudes stehen Geschütze. Tie Leitung der regi.Tungy treuen Truppen im Reichstugsgebäude hat der „Vorwärts"-Nedakteur Kuttncr. Tie Spartakusleute versuchen, das Rcichstagsgebäude mit allen Mitteln in ihre Hand zu bekommen. Sie wolleit die Uebergabe erzwingen und gingen mit Maschinengewehren, Handgranaten und Ge- wcbrsalven gegen das Gebäude vor. Ein regelrechter Feuerkampf ist int Gang. Unaufhörlich knattern das Maschinengewchtteuer und die Gewehrsalven. Tazwiscl>en vernimmt man weitlstn die dumpfe Tetonalion der explodierenden Handgranaten. Tas Reichstagsgebäude ist trotz dieser toüften Kämpe von einer riesigen Menschenmenge umlagert. Bisher wurden alle Angrisse gegen das Gebäude abgeschlagen. In der gl ei dien Zeit sanden heftige Kämpfe um das „Berliner Tageblatt" statt. Negierungstruppen, man sagt, Angehörige der Charlottenburger Sicherheitswehr, versucksten, das Gebäude, in dem Spartakus sein Hauptquartier aufgeschlagen hatte, zu nehmen. Tas außerordentlich stark mit Maschinengeioehren geschützte Gebäude des „Berliner Tageblattes" aber mußte den Spartakusleuten überlassen bleiben. Ter Kampf endete auf beiden Seiten recht verlustreich. Man sprack» von 13 Toten und vielen Verletzten. Ncgierungstreue Truppen haben die russische Zeitung „Wranja", die in Berlin erscheint, besetzt. Ebenso ist es gelungen, die „Rote Fahne" zu überrumpeln. Spartakusleutc batten sich aus den Hof der Truckerei ihres Parteiblattes bfntcr Papierrollen verbarrikadiert, die mit Maschinengewehren bestückt waren. Nach kurzem Kampf konnten die Regierungstruppen das Bollwerk nehmen und die Redaktion besetzen. Ferner wurden die Telephonverbindungen der Spartaknslührer abgeschnitten, so die Telephonverbinoungen Liebknechts und Rola Luxemburgs und die Telephonverbindung mit der Petersburger Telegraphenagentur („Rosta"). Auch der Telephondierist mit der Rcdattion der unabhängigen „Freiheit" und mit dem Berliner Polizeipräsidium arbeitet nicht mehr. Berlin, 9. Jan. Für die Külmheit der Spartatttsleute ist es bezeichnend, daß an Pen Anschlagsäulen heute rrn Plakat erscheinen konnte, auf welchem man sieht, wie eine erbitterte Volksmasse Sch ioemann aufhängt: barunter stehen nur die lakonischen Worte: Am 10. Januar. Es wird erzählt, daß die Spar akusleutc, um Anhänger zu nrrben, ein Handgeld von 500 Mk. und röte monatliche Löhnung von eben aiß 500 Mk. zahlen. Tic Regierung hat jetzt fünfhundert Studenten angercorben, bereu Beira'mung bereits stattgesunden hat. Tie einzelnen Studcnten- fombagnien werden von Frontoffiziere"! geführt, "'i :^ahl der Regierungstruppen soll jetzt auf 70—80 ODO Mcnn anrcnxidjf.'n sein. Ra < uc c.cn Mitteilungen soll Hindenburg doch in Berlin cingetroiicn sein. Man erwartet sch.,n von seiner bloßen Änwrönheit einen Einssuß auf die regierungstreuen Truppen. Berlin, 10. Jan. Heute zwischen 9 und 10 Uhr vormittags hat sich beim Gebäude von Mo s sc ein he tiges Feuergesecht entwickelt. Wie die „Deutsche Tageszeitung" ^eldet, haben sich die Studenten der Technisa.e.l Hochschule auf Aufforderung des Kommandanten Noske der Negierung zur Verfügung gestellt. Berlin, 10. Jan. (WTB.) Sämtliche Blätter, die hröte erschienen sind, sprechen die Entartung aus. daß der heutige Tag yi ernsten Kämpfen führen wird. Der Belagerungszustand, von b' f ri Hicklärung das „Z-Ulir-Äbendülatt" sprach, ist noch nicht verhängt, doch stehen in den westlichen Bo.orten von ausunirto gelvunnene Truppen bcrelt, und ein Aufruf des Bürsten-ates st'rdert^zum Eintritt in die republikanische Volköwehr auf. Tie Straßrubahnen Huden ihren Betrieb noch nicht wieder ausgenommen, dagegen verkehren die Stadtbahn, -Hochbahn und die Vorortbahnen, auch ein größerer Teil der übrigen Bahnen. Während der Nacht kam e- in verschiedenen Te len der Stadt zn Fenergefechten und ;usammciistößen. DieR eichsdruckerei ward in später Nachtstunde von den Rkgierungstrup- pcn wieder besetzt. Vor dem Hause des„W o lsf- schen Telegraphen-Bureau" kam es zn Zusa menstößcn, bei denen 1 Mann von den Spattakisten und der Chauffeur eines vorbei- sabrenden Automobils, da« Milch beförderte, getötet worden. Das Wolffsche Telegraphen- bureau, das noch immer von einer Spartakus wache besetzt ist, hat seinen Letricb noch nicht wieder aufgenommen. Eine Prote st Versammlung von 5500 Ang-stellten, sowie Reta teuren des V c r l a g s U l l st e i n g g n dcn G.waltstreich fans statt. Zu diese - Versammlung l,st tm sie das Ansinnen, in st>^t ikistisckir Dienste zu treten, mit aller Ent.ch.edenhtit ab. In dem Zeitungsviertel, wo sich auch Die Reichs» Druckerei bcfiNÄ^t, schte das Schießen walirend der ganzen Nacht nicht aus. Gcsahr für drn Waffenstillstand. Berlin, 10. Fan. (Privatmeldung.) (Eiernen. ceaus „Homme libre“ meldet, daß Frankreich die Verhandlungen mit der deutschen Waffensittstands- Kommission abbrechcn und sie umgehend aus dein besetzten Gebiete fortschicken werde, falls eine bolsche. wistische Regierung in Deutschland gebildet werde. Ludcndorss wieder in Deutschland. Berlin, 8. Jan. General Ludendorff hielt sich bisher im Einverständnis mit der Regierung in Stock. Holm bei seinem Schwager auf. Infolge der in letzter Zeit gegen ihn gerichteten Angriffe hat er sich veranlaßt gesehen, die Regierung um die (Erlaubnis zur Rückkehr nach Deutschland zu bitten. Diese Erlaubnis hat die Regierung erteilt und General Ludendorff ist bereits in Deutschland eingetroffen. Dagegen hat er sich verpflichten muffen, Berlin nicht zu betretender Äohlenmangcl. Berlin, 10. Jan. Infolge Kohlenmangels hat die elektrische Straßenbahn ihren Betrieb eingestellt. .Bolschewismus in Wien? Wien, 10. Jan. (WTB. Tas „Dimer Abmdblatt" meldet, daß 20 russische Bolsckn'ivistm, deren Aufgabe es sein soll, cbe.tsv wie in Deutschland eine bolschewistische Aktion cinjulröcn, hier eingetrosfm sind. Stil zur LMm Natisiltlierssimnliiiiz. Tie Wahlen aut versaffunggebenden deutschen Nationalversammlung sind auf Sonntag den 19. Fnnuar 1919 festgesetzt Tie Abstimmung beginnt vormittags nm 9 Uhr und wird um 8 Uhr nachmittags geschlossen. Die Stadt Gießen zerfällt in folgende Stimmbezirke: 1. Stimmbezirk. Wahllokal: Alt-ö RatbauS, Marktplatz 14. Wahlvorsteher: Direktor Dr. Daur; Stellvertreter : Metzgermetster Ernst Ludwig Sack. Auf der Bach, Burggraben, Dammstraße, Hunds- Sasse. .ttlrchenvlatz, Kirch strafte, Lindengasse, Lin- eualatz. Marktvlatz. Walllorstrafte, Wetzsteingasse und -üraße, Zozelsgasse. 2. Stimmbezirk. Wahllokal: Saal im Grd- geimof? des Fustizgcbäudes, Ost Anlage 15. Wahlvorneher: Stad verordneter Mtettoi Jan»; Stellvertreter: Kvnimerzienrat Mueller. Am iltodverg, Bückingstrafte, Ederstraße, Marburger Strafte, Stcinstratze, Wescrstraße, Wie- seckcr Weg. 3. Stimmbezirk. Wahllokal: Schullrauö, Sckitllerstrasre S. Wahlvorsteher: Stadtc crorducterRentnerWilh. Löber; Siellverlrerer: Landgerichiorat Vteuenhagen. Asterweg, Brandgassc, Brnndolatz. Braugaffe, Drelhäasergasse, Kaplaneigaffe, Landgraf-Philivv- Platz lohne tfeiin()nnöfofernel, Landgrafenstrafte, 9iorb-Aulage, Schloßgasse, Schillerstraße, Schott- strafte, Schulürafte, Sonncnstrahe. 4. Stimmbezirk. Wahllokal: SchulbauS, Westanlage 13. Wahlvorsteher:SladtverordneterRentncrGeorg Simon: Stellvertreter: Gewerkschaftssekretär Albin Mann. Gabelsbergerstraße, Grabenstraße, Hammstraße, Kavlausgasse, Kaiharineriaasse, 51 reuzplntz, Löwen- g..sse, Schanzenstrane, West-Anlage, Hinter der Weit-Anlage, Wolkengassc. 5. Stlmmbczirk. Wahllokal: Gcwerbcbaus, Kirchstrane 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Rentner Wilhelln t Innf; Stellrerireler: Professor Dr. Erb. An der Hardt, Korrblumengasse, Stroiborfcr Str., Lahnstrafte, In Löbers Hof, Mühlstraße, Kleine Mlihl,lasse, 9ieuftobt, 8lodheimer Straße, Sand- gasse, Schützcustraße, Ticienweg. <1. Stimmbezirk. Wahllokal: Hotel Prinz Carl, SelterSwca 40. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Spengler- meister starl August Faber; Stellvertreter; Scynei- dernieister Johannes Diehl. Äo.iannevstraße, Kanzleiberg, Mänöburg, Maigasse. Marktsrraße, Neuenweg, Blockstraße. Ritter- gaiie, SelierSroeg, Wagengnsse, Wetternasse. 7. Stimmbezirk. Wahllokal: Alte Klinik, Lie- bigstraße 16. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Rentner Heinrich Winn; Stellvertreter: Stadtverordneter Kaus- mann Eduard Ztrumm. An den Bahnhöfen, Am Steg, Bahnhofstraße, Buchnerstraße, Erednerstraße, Friedrichstraße, Glaubrechtstraße,Htllebvandstraße,Hofmannstraße, Mittelweg, Wetzlarer Weg. «. Stimmbezirk. Wahllokal: Stadthaus, ©arten- strafte 2, Sitzungssaal. Wahlvorsteher: Stadtverordneter Geh. Kommerzienrat Sigmund Heichelheim; Stellvertreter: Geh. Kirchenrat Professor Dr. Krüger. Diezstraße, Erlengasse, Gartenstraße,Goethestraße. Gutenbcrgstraße, Löbe> strafte, Reuen Baue, Süd- Anlage. Teuselöluilgärtchen, Weidengassc. 9. Stimmbezirk. Wahllokal: Alte Ohrcnklinik, Ltebigttrafte 20. Wahlvorsteher: Beigeordneter Krenzien; Stell- Vertreter: Aoothekenbesitzer Fritz Bauer. Buddenrafte, Frankfurter Strafte, Klinikstraße. 10. Stimmbezirk. Wahllokal: UniversitatS-Bi- lliutbef, Kcpierstrafte 2. Wahlvorsteher: Zustizrat Dr. Rosenberg, Stellvertreter: Geschäftsführer Heinrich Fourier. Alieestraße, BiSmarckstcafte, Kevlerstraße, Hessen- strafte: Ludwigstrahe, Am Riegelpsad, Schtffen- berger Weg. Gemarkung Schisseubcrg. 11. Stimmbezirk. Wahllokal: flonftrmandeusaal, Lieblaitrafte 56. Wahlvorsteher: Geh. Iusttzrat Professor Dr. Mitlermuier, Stellvertreter: Fabrikdireki. Friedrich Mau. Ebelstrahe, Erdkauterweg, Leihgesterner Weg mit Bergioerk, Liebigstraße, Wilhelmsrraße, Wilson- strafte. 12. Stimmbezirk. Wahllokal: RegierungSge- bäudc, Laudaras-Pbilipp'Platz 3, Sitzungssaal. Wahlvorsteher: Beigeordn. Geh. Kvmmerzten- ral LouiS Emmeltus; Slellvertreler: Stadlvcrord- ueier Kommerzienrat Hei rich Schaffitädt. Bruchuraße, Moltkestraße, Ost-Anlage, Roon- straße, Scnckenbcrgstrai.e, Gr.Steinweg, Stevhan- straßc, Wiesenstraßc und Zeughauskaserne (Landgraf- Lhilivv-Platz 4). 13. Stimmbezirk. Wahllokal: Handelskammer- acbäude, Lontzttraße 7. Wahlvorsteher: Geh. Hol'rai Prof. Dr. Fromme; Siellverkr.. Handelskammer-Syndikus Dr. Zeidler. Bleichstrafte.Henselitraße, Landmannstrahe, Licher Strafte mti Kaserne I, Lonvftrafte, Siahrungsberg. 14. Stimmbezirk. Wahllokal: Israelitisches Gemeindehaus, Lontzstrafte 4. Wahlvorsteher: Professor Dr. Krauvmüller; Stellvertreter: Weinhän)ler Karl Küchel. Bergstraße. Eichgärten, Eichweg, Georg-Philipp- Gall'Straße, Kaiser-Allee, LudwigSplatz, Wolf- straße. 15. Stimmbezirk. Wahllokal: Unteroffizier- Speifeiaal in Kaserne II an der Kaiser-Allee. Wahlvorsteher: Hauptmann Kienitz-Gerlofs; Stellvertreter: Vizeseldwedel Reinheimer. Kaserne II, städtische Kaserne und Baracken an der Kaiser-Allee. Gießen. den!>. Januar 1919. 3K>B Ter Oberbürgermeister: Keller._______ Bekanntmachung. Detr.: Die Wahlen zur deutschen Rational- Versammlung und zur hessischen Volkskammer. Tle Ltadtverwaliung ist durch die umfangreiche Urbeu den WahlgefchäflS derart belastet, daß eö ihr unmöglich ist, auch noch die Verteilung der Stimmzettel vorzniiehmen. Die voltltschcu Parteien iverden daher er.uchl. flir Berreilung der Stimmzettel selbst au sorgen, ivie das bisher er Fall gewesen ist. Gienen, den 8. Januar 1919. Der Oberbürgermeister: Keller. <3948 Seifen-VerbrarichZregeümg. Auf Grund der Bekanntmachung des Staats- sekretnrs des RetchSwirtschaflSannes vom 29. Ao- vember 1918 wird für die Stadt Gießen folgendes bekanntgegeben: Ans den Januar-Abschnitt der lausenden Seisen- karlc d irsen ausnahmsweise außer der auf Grund der Sciseukarie zuständigen Menge Feinseife von 50 Gramm weitere 50 Gramm K.-A.-Scife abgegeben iverden. «aom Gießen, den 8. Januar 1919. Der Oberbürgermeister (Ledmsmittelamt). Die Wahle» zur Versaffunggebenden deutschen Nationalversammlung u. zur hessischer Volkskammern für den Abstimmung« Bezirk Bersrod mit Winnerod finden im neuen Schulhaus zu Bersrod statt. Bersrod, den 7 Januar 1919, Bürgermeisterei BerSrod. Reuschling. "» deutsche demokratische Partei Am Freitag, dem 10. Januar, abends 8 Uhr, findet jm Saale des Hotel» Fürstenhof eine sffeirtl. Vevsainrnlring statt. Gegenstand: Denrskentis und vaterländischeHolitik Rcdükr: Prsf. D. Bsajskt, Pros. Dr. Fritzsche, gmn Pros. Vogt. Alle Männer und Frauen sind herzlich eingeladen. 384D Der Vorstand: Pros. Michel. Deutsche demokratische Partei Am Donnerstag den 9. Januar, abends 8 Uhr, findet im Saale des Hotels Fürstenhof eine tamfflä fr lifrito null IMgeMrigH statt. Parole: ÜCUß 3tit! Redner: Lehrer Fischer, Lizentiat Herpel, Herr Heller Der Vorstand: Prof. Michel. 309D Schoidswaldstrasse 60. 373D Fabrik-Grundstück möglichst im Haspen- oder Sie,verland gelegen, mlndestnns 10000 qm Fl&chc, evtl, mit Gebäuden und Anaihlussgleis zw kaufen gesucht. Ausdehnungsmöglichkeit Bedingung. Umgehende schriftlLhe Angebote erbeten an DIPL.-ING. BAYER, FRANKFURT A. M floratictiiihg S grau und braun | neu eingetroffen Julius Schulze ä Kreosplata. («,a P Für Ztntrai- heizirngshksitztt! Revarnturen, llmäude- rungen anAnlagen aller Sylt, sowie Bewachung tu Bedienung, Reinig, der Steffel unt. fachmänn. Bedienung führt aus Heizunaömontenr Dnniel Baum, r.» NodHeimer Str. 43. Bin unter ot,e Mr. 201 an das Fernsprechnetz angeschlossen. Br*. VJoSf prakt. Arzt Walltorstraße Nr. 48. MrWisklltiibiik wieder elngeirossen. O4«3 Crumbach, Bieber. Waffe für Schneiderei und Se'bstanfertigung von Pelzgarnituren ist wieder am Lager. I tyTfodebausQakmwK / ft/" (jie-»wn C-' S Die Bürgermeisterei I. B.: Kneipp. 325h v sowie alle anderen Geräte für die Landwirtschaft 318c empfiehlt Für bie wohltuende Teilnahme an dem uns so schwer betroffenen Verluste sagen wir herzlichen Dank. Die tiestrauernden Hinterbliebenen: FrruMS.MelWw. u. ßinber. Btklilliitiiilllhiiii.lf. Unseren wertenKundcn zur Mitteilung, daß von heute an wieder die volle Milchmenge geliefert werden kann. Z Säuglings Milchkuche. Düngerstreuer fflr alle Dnngarten Ackergeräte •Jl” Jauchefässer Jauchepumpen Dezimalwaagen Verwandten. Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß heute abend 6 Uhr meine inuigstgellcbte Gattin, die treu besorgte Mutter ihrer Söhne, die liebe Schwester, Tante, Schwägerin, Schwiegermutter und Großmutter AnnaMüller, rerwitwele fisinack, geb. Hildebrand im Alter von 62 Jahren nadh längerem, mit Geduld getragenem Leiden sanft entschlafen ist. Die traue nden Hinterbliebenen. 1 d. N.: Ott* Müller Hose Heineck u. Familie, Oileiback a.EL l'unl Heineck. Hungen, den 8. Januar 1919. 416 Die Beerdigung findet Samstag 31/* Uhr nachm. statt. iKrieg-sabitur I Kriegsteilnehmer oder auch nur »um Heeresdienst Einberufene dürfen das sehr erleichterte Krlegwabitnr ablegen, und »war wii der Nette für Untersekunda nach 1'/, Jahren, für Lbersekiinda nach einem Jahre, tut Prima nach '/, Jahre. Solche Kurie bestehen feit 3 Jahren mit beitem Erfolge im Anschlin; an Pfr. Gbcrt'» Höhere Privatfchule, Frankfurt a. 9JL, ’i Lieblgetraße 13. Fernsprecher 77. 8 pQiQPlk'pPn wer(^en ln meiner Werkstätte 5 uo^tii MUI ull fachgemäß u. prompt ausgeführt Telephon Nömer 4847. IRübenschneiikr Häckselmaschinen Viehfutterdämpfer I Kartoffelquetschen Strohschneider Putzmühlen Trieure | Vermietungen | Sahen M'Wohmg Äeuftadt 79 preiswert SU verinieten.LU 1 Mietgesuche | , Wohuuug von 6—9 Zimmern Lu mieten gesucht. Angeb. -unter 402 an d. Giest. Anz. Mögl. in der Nähe der Walltorstr., per L April, evtl, auch später, z. mieten gesucht. Angebote unter (132 an den Gies;. 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