M. 287 Ter Siebener Injdgtt erschein» lagtich, außer Sonn- und Feiertags. Vezvgrprei»: Monatlich 2 Mark, viertel jährlich 6 Mark einschließlich de-Bestellgelds; durch die Voll , vierteljährlich 6 Mart ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: füröie Lchrtstlertungl lS erlag,löeschä>l4stelle51 AnschrcktfürTrabtnach- rrchlen. »njeiger Sichte, peslscheclloata. Sranlfnrt a. m. 11686 Montag, 8. Dezember 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Swillhtgsninbörud u. Verlag: vrühl'sche Univ.« Such- u. Stetnöruderet R. Lange. Zchriftleitung. Geschäftsstelle u. Druckerei.- Zchulstr. 7. Aanahme so« »nzcigeil s. die Lage^uu,inner vis EmN.ichmiiiag vorher. rtU Ißr l mm ^öhe lür ureigen u.34mm Breite örili t) 15 l>t, auSiväitS 18 lür Reklamen von 70 mm Ereile 48Pf. nedsl 20*/, Teuerungszuschlag. Bei Platz- vorschn'i20", Anisa lug. Hauvtjchri tieiicr: Aug. Goeg. Verairtivortli.h für Politik: Ang. <Äoeq; für den übrigen Teil: Dr Reuihold Zenz; für den AiizeigeiUeil: ö. Beck; säinlilch in Gießen. Vie Schweiz und die deutsche Uonkurrenz. Ein wirtschaftspolitischer Mitarbeiter schreibt uns: Seit längerer Zeit besänftigen sich verschiedene Industrien sowie die Presse der Schloeiz mit der Ueberschwemmung des dortigen Marktes mit billiger ausländischer, vornehmlich deutscher Ware, die infolge der Ba- lutadisferenz zu Preisen geliefert werden kann, die unter den Herstellungskosten der Schwei- zer Fabrikanten liegen. Die Ursache der gegenwärtigen Lage der notleidenden Schweizer Industrien ist — wenn auch nicht die einzige, so aber die hauptsächlichste — der Sturz des ausländischen, vor allem des deut>ä>cn Wechselkurses. Daneben spricht mit, daß die schweizer chen Industrien noch im letzten Kriegsjahre ohne Rücksicht auf den Preis Rohstoffe zusammenkauften, deren Einfuhr erst viele Monate nach dem Einkauf möglich war und die, durch Transportkosten, Zinsverlust und Versicherungsspesen erschlich verteuert, zum Teil erst jetzt verarbeitet werden können. Neben den elektrotechnischen Spezialfabriken beschweren sich am nachdrücklichsten die Schweizer M öbelfahr t f a n t e n über die ausländische Einfuhr, die nach Angabe des Generalsekretärs Stucki auf einer weiteren Sitzung des Sachvcrstän- digcnausschusses am 5. November im Oktober 1919 in den hauptsächlichsten Positionen schon 40 bis 100 v. H. mehr als im Oktober 1913 betragen habe. Die Möbelindustrie behauptet, daß die deutsche Konkurrenz sie um 150 v. H. und mehr unterbiete. Ebenso klagt die Schweizer Papier- i n d u st r i e über die deutsche Konkurrenz. Angeblich werdctz, von Deutschland Papiersorten zur Hälfte oder zupi dritten Teil des Preises angeboten, für den die schweizerischen Fabriken sie Herstellen können. Klagen erhebt ferner die Schweizer M a- schinenindustrie über die/deutsche Konkurrenz, die vor allem bei WerKeugmaschinen eingesetzt hat, von denen zwarsl919 nicht soviel wie im letzten Friedenshalbjahr, immerhin aber bedeutend mehr alsÄn den Vorjahren, cingeführt wurden. I Zu den notleidenden Industrien rechnet sich auch die schweizerische Automobilin - d u st r i e. Zwar hat Deutschland ^er Schweiz im ersten Halbjahr 1919 noch für über 6,5 Mill. Fr. Automobile abgenommen, und seinerseits für knapp 2 Mill, geliefert, doch hat sich das Bild in den letzten Monaten zuungunsten der Schweiz verschoben. Benachteiligt fühlt sich ferner die K le i n- eisenindustrie. Werkzeuge aus Eisen im Gewicht von weniger als 2 Kilogramm gehören zu den Waren, in denen die Einfuhr aus Deutschland im ersten Halbjahr 1919 die Einfuhr im letzten Friedenshalbjahr der Menge nach bedeutend übertroffen hat. In diesem Zusammenhänge sind auch Fahrräder zu erwähnen, von denen int ersten Halbjahr 1919 aus Deutschland 13 967 Stück cingeführt wurden gegen 11919 im gleichen Zeitraum 1914. Weiter empfindet die Schweizer Brau- i n d u st r i e die neuerwachte deutsche Konkurrenz sehr unliebsam. Sie stellt die den deutschen Brauereien gegebene Erlaubnis, für die Ausfuhr ein viermal stärkeres Bier zu brauen als für den einheimischen Verbrauch, als eine Art Schmutzkonkurrenz hin und fordert in großen Anzeigen die Biertrinker auf, das ausländische Bier zu boykottieren. Schließlich rechnet sich noch die Konfektionsindustrie zu den unter deutscher Einfuhr leidenden Erzeugerkreisen. tr , Als Schutzmaßnahmen gegen Die Einfuhr aus Deutschland wurde von einem Teil der Interessenten ein unbedingtes (SinfubröÄbot, von anderen eine Kontingentierung her Einfuhr gewünscht, während andere die Erhebung von Zuschlag öllen als Ausgleich für Valutadifferenz forderten oder das Heil darin erblickten, Deutschland zur Aufhebung seiner Einfuhrverbot zu zwingen. Demgegenüber betonten die Schweizer Regierungsvertreter sowohl wie die Vertreter des Sachretftändigenausschu ses, daß eine Einfuhrbeschränkung die ganze Konsumentenschaft schwer treffen würde. Auch müsse das Verhalten des Auslandes im Falle eines Erlasses von Einfuhrbeschränkungen bedacht werden. Auch Zollzuschläge seien schlecht durchführbar. Man könne schließlich für eine Ware doch nicht einen Zoll erheben, der ein mehrfaches des Wertes der Ware selbst ausmacht. Zudem sei eine Entscheidung über die anzuwendenden Grund ätze unmöglich. Auch würde der Bezug der Zollgebühren wegen der P.eis- fchwankungen der importierten Waren äußerst schwierig sein. . ... „ . Wenn auch die schweizerische Regierung Don bet Einführung von Importbeschränkungen bisher abgesehen hat, so ist es durchaus nicht ausgeschloisen, daß sie sich schließlich doch noch dem Druck der in Mitleidenschaft gezogenen Kreise fügen und zu Maßnahmen gegen die deutsche Einfuhr greifen wird. (Eine Rede des Reichskanzlers. Berlin, 6. Tez. (WTB.) Bei dem Empfangsabend des Vereins Berliner <ß,r c s s e im Berliner Rathaus h.ell der Reichskanzler eine l> chbedeutsame politische Rcde^ Er sagte u a : Wie sehr uns an der schl uniaen 3iati- ioation und der Errichtung des PvonMls gelegen tft, mögen einige Stel en aus der.^nstruk rm.beweisen ‘ i-ic am 23. Mvembec nach Pariv ging. Tarin' hieß es: Die ausgesprochenen Zweitel an bet aufrichtigen Absicht Deutschlands, i>ie Bestim- mungen des Waffenstillstandes und des Friedens- Vertrages zu erfüllen, sind unbegründet. Xie bausche Regierung verwahrt sich gegen den Bor- Der deutsche GewerkschastSbnnd. Berlin, 6. Dez. Neben den Arbeitnehmergewerkscl-asten, bi* politisch der Sozialdemokratie folgen und in der Hanptsack)c e neu Zusammenschluß int Al'gemeinen Deutschen-Gewerkschaftsbund gefunden haben, bestehen aftbere ftrcnp gewerkschaftliche Organisationen mit kaum geringerer Bedeutung für i ie weitere Entwicklung unserer Berhältiiiste. Gelets von der Ueberzeugung, daß bei nachdrücklichster Inanspruchnahme aller gewerlschasllickicu Mittel nicht Klassenkampf, Internationalismus, sondern nationales Bewußtsein und nationaler Lebenswll.e, dazu die Pflege der sittlichen Ideale des deutschem Volkes unerläßliche Pflicht jeder sozialen Bewegung ist, schlossen sich die Gewerkschaften mit 1.7 Millionen Mitgliedern im Deutschen Gewerkfchaftsbuud eug zu ammen. Damit nahm die in den Sturmtagen der Revolution entstandene lose Vereinigung der n i ch t s o - zialistischen Gewerkschaften eine feste und dauernde Gestalt an. Für dm neuen Bund gilt auch der von der Sozialdemokratie ab- aelohnte Grundsatz, daß Arbeiter, Angestellte unv Beamte infolge der besonderen Leistungen nnb Ausgaben im Wirtschaftsleben eine dieser Besondrheit entsprechende Sozialpolitik treiben wüsten Die dem Deutschen Gewerkschaftsbund angechlosseneu Verbände werden sich bab i gegenseitig fördern und in allen Fragen, die alle Arbeitnehmer in gllicherWeise angehen, gemeinsam handeln. Der Bund gliedert sich in drei Gruppen, nnb zwar : den Gesamtverband deutscher Angestellten-Gewerkschaften, Gesamtverband der christl. Gewerkschaften und G^'amto r' and Deutscher Beamten, Staa sangestell en-Gewvrk- schaften. Tie Arbcitergruppe bilden die im Gesamtverband der christlichcm Gewerkschaft vereinigten Verl'ände. Ter Angestelltengriippe gehören an: Deutschnationaler D and lungsgehi lsrgungen gegen Preußen erhobn in dem Augenblick, wo bu Abstimmungen unmittelbar bevorst hen, durch welche die Ang^chörigen tot‘er Grbr tstoi.e Preu- ßens ihrem Willen, bei Deutschland zu bl i>en oder sich von unserem Vaterlande zu trennen, Ausdruck geben sollen, und zu etner Zert wo in anderen Geb ttfte l n Preußens bedenk iche Wispft te w gs- beftrebungen sich immer von ncu?m geltend mad^en. Er 'bat dadurch nicht nur das An seh n, sondern auch den Bestand des deutschen Re ches in nickst al»zu- sehendern Maße gefährdet und letzten Endes inveren Feinden in die Lände gearb i et, denselben Feinden, welche unsere Vernichtung beschlossen haben und diesem Ziele Tag für Tag und Stück für Stuck näher kommen, denselben Feinden, tvelche in Estaß- Lothringen, Eupen, Malmedy und den besetzten Teilen Pofens seit Monaten durch brutal aas- «übten Terrorismus den Beweis liefern, wie von chncn die berechtigten Empfindungen und Bo- nicht mehr unter dem Prozentsatz zu lombardieren, zu dem sie die Wechsel diskontieren. Ter Vorsitz in dem Kuratorium soll dem Reichskanzler verbleiben. Der Aussckmß beschloß, die Zahl der vom ReichSrat zu wählenden Mitglieder des Kuratoriums aus sechs zu erhöhen, so daß also die gesamte Mitgliederzahl ackst betragen soll. Weiter beschloß der Ausschuß, daß es zu der Kündigung der Privatiwtenbanken ohne gleichzeüiie Kündigung der Retchsdank nur dann kommen tatm, nxmn die allgemeinen Bestimmungen des Vankgesetzes von Grund auf geändert werden und die Anteilseigner der Notenbanken sich weigern sollten, die neuen Bestimmungen anzunehmen, während die Reichsbank und die Anteilseigner sie annehmen. Der Reichsrät erklärte sich auch einverstanden mit den Ausschußbesckstüssen über die Aenderung des Gesetzes vom 4.8.1914 über die Höchstpreise. Die Höchstpreise können von der Regierung oder von den von ihr bestimmten Behörden nur int Einvernehmen mit dem Reichsrat festgesetzt werden. Ferner soll nach den Ausschußbeschlüssen nur der Reick>srat berufen sein, den Zeitpunkt des Außerkrafttretens der Verordnung über die Höchstpreise sestzusetzen. Wurf, für die Verzögerung des Inkrafttretens des Friedensverrrages vcoantnwrllich zu sein. Bereits am 16. Juli haben wir ratifiziert. Seitdem war- teten wir darauf, daß die zur Errichtung des ersten Ratiftlationsmw'otolls erforderliche Zalst ratifizierender Hauptmächte znsammenkäme. Ter deutsche Vertreter in Pans war seit langem mit ber Vollmacht zur Umerzftchmmg des Raftsikationsproto- tolls vt-rsehcn. Erst am 2. Novemler wurde uns Kenntnis taixm gegeben, daß England, Frankreich uiti> Italien die Ratisiiätiou cclljo:',eii haben. Diese drei Mächte haben aber nicht iljr« Beveitwilligkeit erklärt, den Frieden durch Errichtung des Ratifi- katwnspvotokolls ohire »veueres in Kraft zu setzen, sondern stellten hierfür neue schwere Bedingungen, die in teiner Bezielmng zum Friedensvertrag stehen. Tie deutsck-e Regch-rung wünscht nach wie vor die schleunige Herstellung des Friedensznstan- des durch Inkraftsetzung des Versailler Vertrages. — Ter Reichskatlzler schloß mit einem starken Appell auf dieser Grundlage, auf der auch die übergroße Mehrl>eit von Volk und Volksvertretung stehe, zusammenzuhalten in Einigkeit und Recht. Au» dein Aeiehe. Die Aucsch eiNlngin g-g-n die deutsche FricrEvclega.ion. Berlin, 5. Tez. Die Mitglieder der Ratio nalverfammlung Frau Werde (T. Vp.), Frau Behm (T.-Natl.), Frau Dransf.lo (Ztr.), Frau Tr. Lüders (Dem.) und Frau Schuch (Soz.) haben die ftl^nde Anfrage eingebracht: „Bei der Tlbreise unterer Frieden sdelegation aus Versailles find, wie bekannt, mrsere Vertreter mit Steinen beroarfen und schwer verletzt worden. Am schw rsten getroffen ist Frau Dorn- bl ü t h, ti: an den Felgen ihrer Verletzung noch h-ute feilet und arbeitsunfähig ist. Wir fragen die Regierung, welche Schritte s« zu tun ge.enkt, um eine gerechte Entschädigung für Frau TornbliUH von der fran-ösischen Regierung zu erlangen Ti.' A^nrerung d's Bankg^tz^s. Berlrn, 6. Tez. (WTB.) Der Reichsrat nahm heute nach den Ausschußbeschlüssen die Vorlage betr. die Aenderung des Bankgesetzes vorn 14. März 1875 an. Die von der Regierung vor- geschlagene Neuregelung entscheidet sich für den Fortbestand der Reichsbank unb der daneben noch bestehenden Notenbanken. Solange die Befteiung der Reichsbank von der Notensteuer fortbesteht, soll über die Gewinnbeteiligung alljährlich Bestimmung getroffen wer en. Ti-. Auf he wg ocr 1914 beschlos enen Notenstraversrecheit daN nur unter Mitwirkung des Reichsrates geschehen. Mit Rücksicht auf die Abtretung deutscher Gebiete, namentlich auf Danzig und Memel, Mirde in ber neuen Vorlage die Gründung von Zweiganstolten außerhalb Teutschlands erlaubt. Bezüglich der Prr- vatnvtenbanken soll eine Kündigung stattfinden, falls sie nicht bis Ende Dezember^ 1919 sich dem gleichen Kündigungsrecht unterwerfen, das für bte Reichsbank vorgesehen ist für den Fall, daß im Lause der nächsten zehn Jahre die Notensteuerpflicht wieder eintreten sollte. Die Pravainoten- bankeu sollen sich ferner verpflichten, Wertpapiere Vorarlberg. Bern. 6. Tez. (WTB.) Schweizerische De- veschenagentur. Gcgenübm: den in jüngster Seit erfolgten amtlichen Erllärungen ber östemeichi- schen Regierung sicht sich der Bundesrat verail- Lu.i.t, teusuneben, datz er nstmals das Ox- ringfte getan hat, was als Ermutigung für Vorarlberg, sich von Oesterreich zu trennen, ausgelegt werden kon te. Bun esrat Cal o n der als X'e » ter tws politischen Departements hat kürzlich in seiner Rede vor dem Ständcrat ausgesuhrt und auf das Bestimmteste erklärt, die Schweiz mische sich in keiner Weise in die Anaelegenlieiten zwischen Vorarlberg und Oesterreich ein. Vom politischen Standpunkt aus bestehe für die Schwerz, rnfoiem und nifolxmge als Bovarlterg erneu vur- gricrenben Besdai ddil von Or-ftem-id) bil.e, na:e Vorarlberger Frage nicht. Ader die Frage würde für die Schweiz eine andere Bedeutung und einen anderen Charakter annehmen, wenn Vorarlberg sich von dem Staat trennen wollte, dem es angehört, um sich einem anb.-ren Staate an zu- gl jedem. Unabhängig von jeder politischen Er- wägamg ist der Bundesrat bereit, soweit tunlich, dem tüchtigen, flcinen benachbarten Volke zu Hilfe zu kommen, um es ihm zu ermöglichen, die gewaltigen Schwierigkeiten seiner Lebensmittelver-i orgung zu überwinden. Er ist auch bereit, sofern Vorarlberg ihn dazu aufforbevn sollte, auf der Friedenskonferenz unb beim Völkerbund das Sellstbestiimnu. gsrecht Borar lberg s zu un- : e r st ü tz e n. Ter Bundesrat ist aber entschloß en, ich jeden Schrittes zu enthalten, der die Los- ösunb dieses Landes von der Einheit, ber es zurzeit angehört, zum Ziele hätte. Der Prozeß Marloh. Berlin, 6. Dez. (WTB.) Bei, der Fvrt- etzung der Beweisaufnahme im Prozeß Marloh kam es zunächst zu einer sehr lebhaften Auseinandersetzung mit dem Zeugen Hauptmann Kessel» Es folgte bic Vernehmung des Generalleutnants von Oer tzen, ber am 8. November von Rump eingeladen worden war, seiner Be- prechung mit Kessel in der Wohnung Rump beizuwohnen. Ter Zeuge bekundet u. a„ daß Kessel vor allem gefordert habe, daß Marloh verschwinden müsse. Er (Oertzen) habe Kelsel erklärt, daß zu diesem Zweck eine Smnnre von nicht weniger als 500 000 Mark ersorder.ich fei, in der Erwartung, daß Kessel diese ungelxmerliche Forderung ablebiten werde. Kessel habe zwar auch die Hergabe von 500000 Mark abgelehnt, jedoch erflärt. daß er sich dafür verbürge, daß 200 000 Mark gezahlt wurden. Er habe Finanzleute hinter ich, die diese Summe erlegen würden. Berlin, 6. Dez. (WB.) Im Prozeß Mar- loh erklärte Hauptmann von Kessel im An- chluß an die Aussagen des Generals v. Oertzen, er habe bezügl.ch der Be.ehlsertei'ung nichts zu verbergen. Er habe alles seinerzeit als Erpressung ausqesaßt. Oertzen sagte, er batte die Empsin- >img, daß Kessel den Befehl nrcht abse.chwächt, ondern sogar erle i d) verstärkt habe, um zu zeigen, er, Kessel, mit feiner Staffel leisten önne. Auf Vef agen des Reckstsanrraltes Gruen- pach gibt Kessel an, er habe eine erneute Flucht Marlohs zu verhüten gesucht roo auf ter Verteidiger feststettte, t>aß Dtar.ol) erklärte, er werd: sich gegen eine Flucht oder gewaltsame Entführung energisch,-zur Welw setzen. Pfarrer Rump er Härte auf die Frage des Vorsitzenden: Alles, was Kessel über das angebliche Ultimatum gesagt habe, ist erstunken und erlogen. Alle Anerbietungen gingen von Kessel aus. Er hat auch stets so getan, als wenn alle möglichen Regierungsleute, sogar Noske unb Ebert, hinter ihm ständen. Die weitere Beweisaufnahme ergibt, daß auch Leute erschossen worden sind, die ohne jedwedes Verschujd n ganz zufällig an dem kri iichm Tage vor das Haus in Der Französischen Straße gekommen sind unb auch zur Besatzung der Reichsbank gehört haben. Nach Schluß ber Beweisaufnahme wurden de Zeugen v.-reidigt. Ausgenommen von der Vereidigung wurden auf Beschluß des Gerichtes Kessel, Wehnuyer, Leutnant Hoffmann und Pfarrer Ruinp, da sie ber Miltäterschaft bzw. ber Beihilfe zu der strafbaren Hanblung des An- aellagleir, nämlich zur u 'erlaubten Gnufentung vom Dienste* verdächtig erscheinen. Bregenz, 6. Tez. (WB.) Gorrbureau. In der heutigen Landtagssitzung, die nah:zu den ganze-,i Tag in Anspruch nahm, wurde die Frage des Sel bst be st i m m un g s re chtcs Vorarlbergs vevhandell. Der Antrag des Landesrats besagt, daß der Landtag von der Stoatsregiernng in Wien verlängern soll, baß sie das Selbsldestimmung^recht des Laiches Storartbcrq aner'en.e unb be Frage des Selostbestiminungr- rechts beim Obersten Rat in Paris bzw. beim Döjkerlmnd unabhängig madje. Dieser Antrag wurde mit 20 gegen 7 Stimmen ang-mommen. In einem weiteren Antrag nnrb ter Landesvrt ermächtigt, das Selbstbesiimmungsrecht erforderlichenfalls selbst geltend zu macksen. Die Haltung Amerika;. W a s h i n a t o n, 8. Tez. (WTB.) Die Senatoren Fall und H i t ch c o ck, die beauftragt waren, borüba: zu berichten, ob Wilson durch seine Kranlh it nicht in der Lage ist, die Ge'chäfte wller- zusühren, kamen am 6. Tezemoer abends noch einer Konferenz von 45 Minallen überein, daß Wilson geistig genügend rege ist, um sich ein Urteil über kritische Fragen zu bilden. Beim Verlassen des Weißen Hauies sagte Hitchoock zu Wiljvn bezüglich der Ratifikation des deutschen Friedensvertrages durch Amerika: „Tas SBinfen mit dem Oelzweig auf beiden Seiten könne zum Ergebnis fuhren." Ter Präsident erwiderte hierauf: „Mr wollen die andere Partei winken lassen. Wir beide haben alles getan, was wir konnten. Tie Verantworlllng liegt jetzt auf den Schultern der anderen. Innige i>er Aktion der republikanischen Partei ist ber Plan, ber mit Deutschland den Kriegszuitarrd für bandet erklärt, b gut wie fallengelasfen worden." Haag, 6. Dez. (WTB.) Ans Washington wird gemelbet: Um allen sensationellen Gerückten über eine angebliche Verschlimmerung des Befindens Wilsons entgegen$utreten, ist beschlossen worden, in Zukunft über seinen Gesundheitszustand wöchentluhe Berichte zu veröffentlichen. Französische Drohungen. Paris, 6. Tez. (WB) Dem „Matin" wird aus Straßburg gemeldet: Seit drei Tagen ftndet eine starke Verschiebung von Artil- lerte nach dem rechten Rheinufer statt. Zahlreiche Geschütze sckm>even Kllllers haben i te Kelster Rheinbrücke passiert. Man bri ßt diese ungewohnten Truppen- und IZIrt.Kerietcr;duebun* gen mit der durch die Haftung Teutschia.ds gc* schaffen en politischen Lage in Zu amnnnhang. Ein englisch'belgisches Abkommen. Brüssel, 6. Tez. (WB) Wie die Brüsseler Zeitungen melden, ist ein A b ko m men zwischen der englischen Armee und dem belgischen Staat getroffen worden, nach tem a l l e s r o 11 e n d e M a t e r i a l, das sich als englische Kftiegsbcut-e in Belgien beffstdet, m ben Besitz des belgischen Staates übergeht. sttebunyen bet Bevölkerung geft^ont cnb berütTfidy* tig+ lüercot, tenselben F in.cn, welche das Selbst- bestimmungsrecht ter Völker in dem Maße mit Füßen treten, daß sie dte Bewohner de- Memelgaues von der allen Heimat loslö en, ohne ihnen xrutf) nur zu verraten, welches Schicksal sie in Zukunft erwartet. . Wir wissen, daß nicht nur unsere mistigen Mäkler, sondern weit bariUrr h naus o eit ste DolkSmassm, Bürger und Arbrija. Katholi.en und Protestanten, mit uns von tiefster Entrüstung erfüllt sind über iotdien unverantwortlichen F.etx l- mut. Glrichwohl verzichen wir, um den Fortgang her Arbeiten nicht zu stören, auf die Anwendung der uns zu G bo te stellenden parlarnentarnchen Mittel gegen einen Mimst r, von dem wir wissen, daß er trotz allem Dor-iefallenen noch rrnma von dem Vertrauen bet Melwh it der deutsch.n Volks* vertretung getragen wird. Wir erwart.n die Abrechnung mit diesem Mann und fernen Holfa-- helfern von den nächsten Mähen Die Zeichnung ter Spar-Prämienanleihe. Berlin, 6. Dez. (Wolff.) Nach Nachrichten die nicht allein von einzelnen Berliner Svar- und Leposftenkasscn, sondern auch aus verschi'denen Teilen des Reickrs Vorsingen, gestaltete sich die ZeichnungderSpar-Prämienanleihe m letzter Zeit bdvnb-as gut. Ets ist als eine er* freuliche Tatsache festz ustellen, daß sich das kleine Publikum und der Mittelstand in hervorragendem Maße an der Zeichnung beteiligt hab.n. Llnstestelldenbew gu-g in Lübeck. Lübeck, 8. Dez. (WTB) Ebe Riesenversammlung der Angestellten beschloß, auf den Forderungen einer 75 Prozenten Gcteltsaböhung, der Bnvlllwung einer Wtrt- schaftsbeilnlfe von 1000 bzw. 600 Mk für 23er- teiratclc bzw. Ledige und der Vakürzung der Arbeitswoche von 48 auf 45 Stimbcn $u besteben. Sollten die Arbeitgeber den enlspreck-enden neuen Tarifvertrag nickt genehmigen, so soll, schon am 13 Dezember allgemein in ten Streik getränt werden. Deutsche Nationalversammlung. 123. Sitzung vorn Samstag, 6. Dez. Am Ministertische: Bauer und Erz- Her g e r. Präsident F ehrenbach eröffnet die Sitzung Inn 1 Uhr 20 Minuten. Präsident Fehrenbach: Leute vor,25 Jahren hat der Reichstag rn diesem Lause seine erste Sitzung abgehalten. Eine reiche vaterländische Arbeit ist 11 diesen Ja' ren geleistet toor.cn. Auch traurige Tage hat das Laus gesehen. Zwanzig Abgeordnete (der Präsident macht sie namhaft), die dem Reichstage schon damals angehört haben, sind noch heute Mitglieder des Dauses. Das Laus ist entschlossen, tatfräi'tige Arbeit beim Wiederaufbau des uisammengebrochenen deutschen Dauses zu leisten. (Beifall.) Die Ergänzmig deÄ Gesetzes über die Erhebung der Zölle in Gold wird ohne Debatte in allen drei Lesungen angenommen. Es folgt die Fortsetzung der ersten Beratung Über das LandeSsteuergeskst in Verbindung mit der Reichseinkommensteuer und der Kapitalertragssteuer. Abg. Düringer (Dt.-N): Des Reichs* nnanzministers Worte und Taten stehen in schreiendstem Widerspruch. Er predigt Sparsamkeit, dabei herrscht Vergeudung der Arbeitskräfte und Gehälter. Die Reichssteuerschraube ist kein Fördere der Reichsfreudigkeit. Die Steuerpläne des Finanzministers haben unsere Valuta nicht gehoben. Das Ausland hält sie für den Ruin unseres Wirtschaftslebens. Die Bekanntgabe seiner vertraulichen Erk ürung aus der 10. Kommission hat niemanden überzeugt. Gegen die Illoyalität unterer Gegner werden neue Pavian: Protest nichts nützen. Jnnervolitisch kriegen die neuen Steuerpläne eine Zentralisation. Alles wird abhängig von dem Reichsfinanzminister. Die Entwicklung einer kapitalkräftigen Industrie wird unmöglich gemacht. DaS ReicliSnotopser wirkt beim mittleren Vermögen wie eine weitere Einkommensteuer. DaS Kinderprivileg züchtet das Einkindersystem. Sparsamkeit und Arbeitsamkeit wird gc- strast Wir sprechen dem Minister nicht unser Vertrauen au4. Reichs inanzminister Erzberger: Um Ihr Vertrauen (nach rechts) habe ich garnicht gebeten Das Reich muß baiür sorgen, daß die Sridtner der Anleil'en ihre Zinsen bekommen, die Witwen Und Kriegsbeschädigten ihre Renten. Die Wölbungen müssen erhöht werden. Die große Reform der Gehälter ist am Werke. Die sozialen Renten werden und müssen ausgebessert werden. DaS alles wird das Wirtscha'tslcten stärken und beruhigen. ebenso die Eisenbahnzentralisation. Also- treiben Sie nur parteipolitische Agitation. (Sehr rich'ig bei der Mehrheit ) Die Summe von 21 Milliarden muß unter allen Umständen geschaffen werden. Die Finanzpolitik ist nur ein Teil, freilich ein erbebtidier unserer Wirtschaftspolitik, denn sie muß etwa 30 Proz. unseres Volksvermögens ersoffen. Die Steuersätze, die wir fordern, sind meines Eracktens das Höchstmaß dessen, was wir unserer Wirtschaft zumuten können. Das Kinderprivileg wird in Hukunst ganz ander- wirken al- bisher Die direkten Steuern müssen erst bis zur letzten Möglichkeit ai|dgebaut werden bann erst können wir an bte indirekten Steuern heran- ge eit. Durch das Gutachten wur e sesteestellt, daß die Entente nach den Bestimmungen des Friedensvertrages kein Anrecht hat auf irgend eine neue deutsche Steuer, nicht bloß auf daS ReicksSrwtopler. Nach unserer Auffassung würde es em Gewaltstveich der Entente sein, wenn sie Land an unsere Steuern legen wollte. Wollten wir daraus Rücksicht nehmen, bann dürsten wir überhaupt keine Steuern erheben. Ich würde es für gut halten, die Steuervorlagen an eine Kom- Mission zu oenveien Tie Vorarh i en für die Veranlagung müssen bald einsetzen. Die BorauS- ktnmgcn für die Veranlagung, a'so die Begriffe „Was ist Gtnfommcn?" unv „Was ist Vermögen'?" könnten bald und besonders sestgelegt werden, noch vor Weilmachten. Die Ausgestaltung deS Tarifs hätte bann Zeit bis nach Weihnachten. Mein Optimismus ist begründet, beim unser Wirtschaftsleben ist im Aufstieg begriffen, die Arbätsireudig- keit nimmt zu Der Glaube an unser deutsches Volk kann durch nichts aus meinem Derzen gerissen werden. (Beifall bei der Mehrheit.) SEbg Becker - Dessen (T. Bp): Auch wir find dafür, die drei Sieuergesctze nicht auseinander zu reißen, fontem einer xvmmifs an zu übergeben Ta- SBegfteucnt des Be iyeS Inden wir nie mit- grmadrt, eiatjoroeitig gl-mbt niemand mehr an die SRöglub&ii einer toeitge'rnten Schonung der LLn- irr uni) Gemeinden. Ob die Entente nach Dera Frieden-vertrag ein Recht hat, bte Land auf das Richs Stopfer zu legen, ist gleichgültig. Sie h-u Li: Macht dazu, und wir müjen «urchen, daß sie tiefe Macht benutzt. Es empfehlt scch, das Rvt- opfer yuriküufcctlen ober ijm eine andere Form zu geben. Tie Lasten ter Unterbul ung der En- tentetruppen werden roch st igen. Wenn die Be» amtenbeloloung5rcform v:S zum 1. April nicht fertig wirs, jo muß den Beamten jedenfalls mit T-u^rungszmchlägen geb lfen torben. Tas ke am.entert muß e.ngeschrä.kt roc..en. The Be amtenschast wird ixlin tert und zwar von oben. Dir Arbeüsfreudigkeit der Beamtenschaft wird genommen, wenn liefe sieht, daß ihnen die beiten Stellen wc-^genommen werden durch Parteileute, ert dnn ersten Arrtrag.' nicht sckwn früher dne d hördlich beglaubigte Abschrift der Zul.rssungsb sch.-inirung des letr. Kraft- falhrzeugs teilag, ist eine solche dem Anträge tei« zufügen Es liegt im eigensten Fm-'rese des Antragstellers und tinrr deschl unizten Freigabe, wenn die Vorschriften genau dngelwltm werden, da sonst Rückfragen utid damit Verzögerungen entstehen. **Der kupfcrneSonntag, der erste der drei Geschäfts Sonntage vor Weihnachten, war vom Weller durchaus nicht begünstigt. Regen und Schnee wech'el en den ganzen Tag über ab. Der erwar:e:e Ge'chäftsverkehr konnte daher nicht recht in Fluß kommen. Tas Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gold betnigt für die Zeit vorn 7. bis 13. Tczember 830 o. H. ** Bon der P o st. Nach Ungarn sind wieder geschlossene Briefe zugelassen. •’ AuS dem Stadttheater-Burcau. Unter den Sternen 1. Gröhe auf dem Gebiete brr Ehorcograrch e glänzt der Name der Gcschwiner W i e j e n t h al' mit an erster Stelle. Es dürfte deshalb allgerne u begrüßt werben, daß die berühmten Künstlerinnen kommenden Freitag ein einmalige- Gas.spiel venrnsta ten. NL.e es wi-.d noch bekannt gegeben. Es ist rat am, sich zeitig Plätze zu sichern, da nach aller Voraussicht sehr starker Anbrenig zu erwarten ist. ** Liebig-Museum. Den ersten Voctrag in der Rdhe der biographischen Themata eröifnete am Sonntag Herr Univ.-Pros. Dr. Gotschlich über Robert Koch. Der Vortragende verstand eS in meisterhafter Weise, die Entwicklung und Be- beutung des genialen Hygienikers Koch barzustellen und die Hörer für seine Ausführungen in hervor- ragendem Maße zu begnstern. Den Dank brachte »um Schluß der Schriftführer Herr F. F. Werner im Namen deS Vorstandes zum Ausdruck — Um die Förderung bet Ehemie und exakten Nattmvissen- fÄaften zu heben, hat ein Mttglied der Gcfell- sckaft Liebig-Museum dne sehr wertvolle Stiftung gemacht. Die berühmte Liebig'Biographie F Vol- bards soll als Preis jeweils demienigen Schüler der Oberprima tiner realistischen Anstalt zu erkannt werden, der nach dem Ermessen deS Direktors daS meiste Interesse an den e aften Naturwissenschaften und Mathernattk hat. Für dieses Jahr sind Tür lTsses Geschenk, die brti Renlgnmnasien Gießen, Tarmstadk unb Mainz ht Aussicht genommen. *♦ Eine äffen tl. Angestel l te n-Ber- sammlung findet M tttvoch den 10. Dezember, abends 8>/< Uhr. im Gewerkschaf'Shaus statt Auf der Tagesordnung steht die Bekanntgabe des Schiedsspruchs deS Schlichttmgsaussch.nfes über den Tarifvertrag für kaufmännische und technische Angestellte. ** Der 93 o rtraa: ,T!ettow-Vorbeck unbber KricginOstafrrka" von Walter von Ruckteschelll ist im schönsten Sinne des Wortes pvvulär. Schl cdt unb warm schi beit er bie me:schlich.-n Erleb if e ’dner Kriegs ahm, die treuen Scknvarzen unb das tomtberhave Gönnen* land, an dem sein Herz noch heute hängt. Al'en Kreisen, auch unserer Jugend, 'ei der Besuch deS Vortrages airgelegentlich empfohlen. ** DaS Orchester deS Deutschen Jugendbundes Gießen, unter ßnhmg deS exmi Richard Mulch, jp5 am Sams ag den 6. Dezember für seine Mitglreder in der Aula des Gymnasiums sän erstes Konzert, daS sehr stark besucht war. Tie Musskfolae war allgemein verständlich gewählt, neben klassischen Stücken kam auch italieniiche und romantische Musik zum Vortrag. Dem Orchesterleiter gelang eS, den Einzug der Gäste auf der Bartburg von R Wagner zur Glanznummer deS Konzerts zu machen Durch sicheres Zusammenspiel zeichneten sich besonders aus: Alice Ackermann, Maria Soetbeer, D Schön- hals. R Kussmann, W. Fischer, H. Großmann, Welter und Noll Die Solovorträge des Harm Richard Mulch ernteten sehr reichen Beifall. Für Dilettanten verlies bad Konzert vorzüglich. ** Konzert be- Frl M. Körner. Am vergangenen Samstag oeranPn tetr Frl. M Körner in bem Saale ihrer Schule dn 2. Konzert. Es wurden u. a. von den Schülerinnen Werke von Beethoven. Mendelssohn, Edopm und Schumann zu Gedör gebracht die in ihrer Schwierigkeit den einzelnen Sturen deS Entwicklungsganges angcvaßt waren. Gute Tonbildung und Sttrnm- rübnmg, ebenso her ausdrucksvolle Bortrag der einzänen Tonstücke verdienen besondere Erwähnung Die ganze Veranstaltung legte ZeugniS davon ab. mit welch musikpädagogischem Ver- ständniS in dieser Schule gcarbritet wird. Vorträge von Gesanglehrerin Frau Müller-Bangerk unb Herrn Muftklehrer Schäll er gewäh den in ihrem künstlerischen Vortrag besonderen Genuß. ** Ter Medicat'0'Abend im frotef (hn- Horn zeigte einen aufrichtigen „Gedantenlefer", Da gleich in frina Einführung erklärte, daß das Gedankenlesen teure Kunst fn unb baß wn liebet- innlicbtdt oder einem „6. Sinn" datei teine Rede sän könnte. An einige schnell and leicht gelöste Erp.rimcrrte schloß er di« e AufklL.-una, welche sv einfach, Dciulid) unb leicht verstLndllch war. daß niemand von den Anwesenden ui einem „Gedaukew- leier" mehr rin „Pl.iär«men" sehen wirb. — Tas übrige bunte Programm war gut und abwechse- lungerdd) und >org:e für gute Unterbal:ujm. Me« (.xcaho ist ein UntDer'alTünHlct, welcher ab Sänger, Luimorist, Komiker, Blitzdichwr und dtattonaltänz« mit seiner Partnerin gutes leistet. ’• Eine Bereinigung von ebemal. 3ioilgeiangenen unb Au-landsdeut- Ichen wurde am 25 Nov. h a in Gießen gt- grünb-ct. AIS vorläufiger Ausschuß wurden y» wählt: Frau Dr Saarne, 'owe tne Herren Breuer und Attig, sämtlich in Güßen. Es ist in Erwägung -.zogen, s ch der Laiche-gruppe Hes en vom Bund oer AuslandSbeutschen auzu.chl e^n Da bt Forderungen t-er geschäd g*en Au-land-beutfchen und Znllgean c: en nunme-T sprnch geschworena vapil.chet wurde. Be ter vor etwa 15 Jahren erfolgten Zusammenlegung ^oer Oruntk stücke gehörte a da Kommission an unb bat in uneigennützigster ®rie feine Pflicht erfüllt Sät 44 Iachren ist er Thsglieb des tidigen OitSgerichts. Während des Kriege-, im Jahre 1915 konnte a das Fest ba Goldenen Hochzeit s iem. Hea Pauly, da am Dienstag den 50. Gedenktag in förpa* licha unb geistiger Frische beg ch: — er vollendet in einigen Wochen Lin 8J. Lel> nsjahr —, vmtor itocf) am Ende de- Kriege- feinen ältejten Eotei, ba vom ersten Tage de- Kriege- an als Dfiukrt im Westen stand. B. Burkhard-, 4. De» Einen Lickt* bildervortrag üba Land unb Leute in n« merun hielt da Basier Misionar Keller auf Mannbim. Für bie Schulrugmd fanden bin und in KiulldoS be andere Bearn stol tun gen statt, bei denen ba Millionär zahlreiche Gebräuchsg^gen* fAitte der Schwarzen, auch Götzenbilds, wnügrtt. Xie ZulZörer folgten mit großem Jmerrise tm Ausführungen üba bte frühere dennche Loionte, x Wieseck, 6. Dez. Unfac Volkshochschule darf mit ihrer nun beendeten asten Woche zufrieden sein. Die Einschreibungen in die Hörer- listen haben bald die Zahl 100 erreicht. ES ist p hoffen, daß mancher, der bei da asten Stunde da bereits begonnenen Kurse üba Baufragen, Mutter- und Säuglingsfürsorge und Hämatkunde noch fehlte, bei deren Fortsetzung am 15., 17 und 19. d. M. sich diirriot. Da Borstaird beschloß badtS bie Anschasfung eines Lichtbilder- apparats, da auch da Schule und Ällgemein- hät in Einzeloorträgen zugute käme. Zur Be- ftreitung da nicht geringen Besckiaifung-kvsten a- hofsen und abittet die Volkshochschule bte Unterstützung auswärtiger unb hiesiger Freunde. Im Laufe deS Semester- soll auch ein Stück in Was kostet^) die Deutsche 2par»Prämienanleihe • II 500 Mark bar | 50V Marl Kriegsanleihe Was bringt? die Deutsche Spar-Prämienanleihe • I Jedes Jahr 5000 Gewinne gleich 50000000 Mark. Jedes Jahr 25 000 Donus-Gewftme von 1000 Mark bis 4000 Mark. Jedes Jahr 50 Mark Sparzinsen für ein Stück von 1000 Märst. Schluß der Zeichnung 10. Dezember mittags 1 Uhr Eirrzahllirtgstermin1.-8.Jarr. 1. Ziehung: März1K2v. LS730e «w Prämienanleihe • iT^4rte . 1 iniD £c® bi! k, „. frkn toirb^S L-K uni) uJ’ ^gtr ciftet JtiX)n ■ «S LMmS HWgv Eikhrn. \ 6. ??. 9M6ta ^MÄDerftof«, ■*)• Pallly L alt E Sri brr cor an« MnltMg^er Grünte tilfion an unb bat in 1t Pflicht ttfillt 6it £ ficitOT OttigmdiH. Jndrr 1915. konnte er Kit Hern. Herr Pauly, Mcuttag m ßrprt« testl — a vollendet |. Lck.-nsiahr -, vnlor 4 innen älttbn Ätxgti an als Ofiy« 1. De». Einen 216t* Land md Leute in ». Misivnar fhllti md ilhigmb sanden hin uid tixurilnlnnigni hott, bä «reiche K-ömuchsM. । (Böynbilbn, »nü{n ffwym JmE.» ühen tamöx tot \ln\ttt BoltM- >dmtdeten erstens« gdbungtn in die fcte* jl 100 erreicht. Et «■ r bei der ersten Stunde fturft über Soufraom, ürsorge und beimatkunde rtie&intg nnt 15., jj «J Der Vorstand WB eines Lichtbilder. r Sdfiiltanb Wlgmtuv piante fimt ftf ■n AeschoüungMrn a- Mbochschulr die Unter. hiesM Freunde. 3° auch ern Stüll in Idtfi« artSriefl3anIel’ iringt? Prämienanleihe • . es J-V 0 6<**Ä 0000» ®ati’ -s Iah' ”*';SS** ’ »Mkbts» es Z«h' in stflioon 1 er 0 .1 M k tu« le""'"' »zo. . 0«1 » 8ht neu sich Zeit 59 262,92 Mk. Hessen-Nassau. Eine neue Grivveep denne. rankfurt a. M., 7. Dez. Hier hat omitcc gebildet, das darauf hinarbeitet. neuen Spieltisches bedarf. Die Etmuchmen des Vereins betrugen 11097,57 Mk., die Ausgaben 5970,52 Mk. Das Vereinsvermögen beträgt fr. Frankfurt a. M., 6. Dez. Eine ernsetzende Grippe hat die ersten Todesopfer gefordert. °^Bad Sodenla. T., 7. D«z. Hterstürzte dieScheunedcr Latünvirte Gebr. S ch a e r zu- annnen. wobei mehrere Kühe getötet wurden. Ter Einsturz ist darauf zurücl^u^hren, da» die Ballen des alten Gebäudes die aus dem Scheunenboden verborgen aufgestapelten 30 Zentner Kartoffeln nicht zu tragen vermochten. Spitze. Beide Redner endeten Wjaftzn Beifall, I der auch in der Aussprache nicht afaeschmrchl werden klonnte, an der sich von mehrheitssc^ia-1 ltstischer Seite Bikdhauer Röster und von der unabhängigen Parte: Stadtv. Schäfer beteiligten. Tie Aussprache bewegte sich erfreulicherweise auf euer Höfa'uud in Formen, die für die kommenden Wahl- kämpfe als mustergültig hingestcllt werden dürften. Starkenburg unb Rheinhessen. rm. D a r m st a d t, 5. Dez. Unter der Heber» schrist ein Totschlagsversuch gegen den Schriftleiter der Ldcnwälter Neuesten Nachricht«: Derrn Keck, bringt das Blatt einen län££^ ren Artikel, in dem ausgeführt wird, daß der Svzialistenführcr Gg. Schau; in Oberramstadt am Dienstag mit einem schweren Prügel die Redaktion betrat und mit dem Ausrufe: Ich bringe Sie um, auf Derrn Keck eindrang, und als sich Keck zurückzog, mehrere starke Diebe nach ihm führte. Zum Glück zerbrach die Mordltofte, doch trug Keck mehrere nicht unbedeutende Verletzungen davon, wovon große Blutlachen Zeug- nis ablegen. Es ist ein Strafverfahren eingelcitct. Darmstadt, 6. Dez. Vor einioen Tagen wurde in der Nähe von Sangen ein Lastauto von der Gendarmerie angehalten. Es stellte sich heraus daß es Lebensmittel geladen hatte, die aus dem besetzten Gebiet unberechtigterweise eingeführt werden sollten. Die Waren, darunter erhebliche Mengen Fett, wurden beschlagnahmt und dem allgemeinen Verbrauch zugesührt. Außerdem ist Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erhärtet worden. Kreis Wetzlar. *♦ Dutenhofen, 7. Dez. Der Theater» und Geselligkeitsklub „Thalia" Stefan führt' heute im „Jacchschlößchm" Dutenhofen mit großem Erfolg das Lustspiel „Der verwunschene Prinz" von I. v. Plötz in fünf Aufzügen auf. Der Besuch war so starke daß das Daus ausverkauft war. Ober- Spielleiter Nieternr.Pec fortie verschieden- andere Personen des Vereins, konnten sich allgemeinen Beifalls erfreuen. Die Künstlerkapelle des Dererns füllte die Pausen durchansprcchende Mu ikvorträge aus. Der alfyrmeine Wunsch tti Publikums war, daß der Verein recht bald wieder in Dutenhosen spiele. ra. Wetzlar, 5.Dez. Dem Dombauver- e i n gehören z. Ht. außer drei Patronen. 185 einheimische und 30 auswärtige Mitglieder an. Der Ausbau des Domes hat durch den langen Krieg eine unliebsame Unterbredjaing erfahren. Seine endgültige Vollendung wird noch erhebliche Mittel in Anspruch nehmen. Dazu gehört auch die Wte- d er Herstellung des Geläutes und Arbeiten an der Orgel im Schiff des Domes, die vor allem eines »darHvsssscher Mvndnrt zur Mfführmtg kommen. Nächste Woche beginnen die drei letzten Kurse: Aufsatz (Lehrer Müller) am 8. Dez., Fragen der Ethik urrd Sittenlehre (Pfr. Sattler) am 10. Dez., Sozialgesetzgebung (Gewerkschaftsschaftsbeamter Becker) am 12. Dez. Das schwarze Brett der BolkshochsckMle befindet sich im Rathaus. Die Dürer erhalten gegen eine Einschreibgebühr oonl Mk. eine Ausweiskarte, die immer mktzu- bringen ist und deren Ersatz bei Verlust 1 Mk. kostet; dazu kommt für jeden Kursus eine Gebühr von 30 Pf. für den Abend. Die Gebühren (bet 8 bis 10 Abenden für einen Kurses 2,40 Mk vis 3 Mk.) können in Raten bezahlt werden. Kreis Lauterbach. O Schlitz, 5. Dez. Für Bedürftige ferner Vaterstadt hat der in Ameriw tätige, von hier gebürtige Pfarrer Listnum" die Summe von 400 Mk. übersandt. Kreis Schotten. B. Bürkha rdt, 6. Dez. An die Stelle des an einem Hirnschlag verstorbenen Wagners Karl Schäfer III. trat Landwirt Heinrich Rau in den Gemeinderat ein. — Das zur Versteigerung gekommene Anwesen der Erben des Louis Mehring ging für den Kaufpreis von 10 280 M. in den Besitz von Wilfalm Groth von hier über. Kreis Friedberg. 4. Bad-N auheim, 5. Dez. Zu Mitgliedern der Handelskammer für die Kreise Friedl^rg, Bü-ineen unb Schotten wurden für bei: Wahlbezirk Ba->Nanheim Kaufmann Phil. Müller irnb Bankvorsta H Haitmann Stoll gewählt. D e Gewählten gehörten auch seither der Handelskammer an. Bad-Nauheim, 4. Dez. Die politische Dintertätigkeit mit ihrer Vorbereitung auf die Dahlen im nächsten Früh'ahr wurde heute oon bet Ortsgruppe der Deutschen Volks Partei durch ctue öffentliche Versammlung in der Turnhalle eröffnet, deren großer Saal bis zum letzten Platz gefült war. ©tafcfüeröit\ Tf*l rW'T“ Reger, ter mitunter tewirßt die letzten harmo^, zu ttbertrei niscfan Wagni fe und nwöulatorifdyen Willkürlich^ jeden Bucl leiten in einer Weise häuft, welche tem Hörer! teten «ttnl ... . „ das Miterleben beinahe zur Unmögkdtfcit macht, 0 end Lieder kreis „An die ferne Gelte bte , versucht diese Teichenz in b?r „Cha rönne"", op. jene in tiefer Sehnsucht glchrietenn Geäng-, aus 117 Nr 4 etwas abzusä-wächön, sie weist in der denen eine Yrj-T^z*:“s Leben aerettet werden könnte, die eine vornehme Dame für ihren Juwelenschmuck ausgibt, statt ein Bild dafür zu kaufen. Der Weg von ter „Hölle"" zur „Erde"", d. h. zu den fernen Zukunftsutopien, wird dann nach verschichenen, streng parallel entwickelten Haichlungen angebahnt: Das Hafthaus durchzieht neuer Geist; Juwelier, Anwalt, Freudenmädchen, Sträfling folgen, alle zuerst witer- ftrcbenb, dem Weltverbesserer, und am Ente wird das Sichersüllen des neuen Jtealzustandes vor- gekündet. — Trotz den.etbifrfjen und sozialen Fragen, die das Werk entrollt, wie auch Kaisers „Gas"" bereits, wird man von der „Katharsis"" nicht im Innersten bewegt und erschüttert. Die Banblung zerfällt in locker gefügte, oft bizarre inzclbilder, das rein Menschliche erstickt in einem wahren Wust von Symbolik und Unerklärlichkeiten, unb die Sprache leidet an nüchterner Alltäglichkeit des Ausdrucks. tt. Etnakterabend hn Frankfurter Schauspielhaus. Zwischen Klassisches und Expressionistisches stellte das Schauspielhaus ein Einawmrbend- ter sich kaum irgenbwte definieren und nach einer Richtung hin festlegen lätzt. Ein keines Tra-- gödchen von Schönherr „Die Bildschnitzer"", das betarte Schmidtbmmsche Spiel von ter „Vers uchung des Diogenes"" und em neuer Ei a.ter von Eulenberg „Panfana - bum" bildeten ten Dreiklang, ter für jeden Geschmack und für jedes Ofa etwas bringen sollte. Die AbsitU gelang aber nicht restlos, da das letzte Stückchen, eine in Versen gehaltene Verspottung auf das von einem Apotheker erfundene Allheil- mfttel Pansana'rnm, ohne große Aufternng, aber bestimmt abgelehnt wurde. Danken nxir die Tragödie der kleiuen Bildschnitz, rteute als ein fiter diese Schicht inS Allgemeinmenfcheifa hinans- gerücktes Menetekel von starker Wirkung, nach der man teS groziöfe Spiel des Dio-ienes mit einer in seinen Klauen gefangenen Maid trotz l etlicher Pikmiterie gern hiimahm. B.ite Stticke sanden untadilige Wiedergabe und lebhaften Bei- I fall. r. m. Langues Vivantes Modern Lanpnages. Neuere Sprachen. 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Zigarren, Zigaretten deutsche und englische Rauchtabak in jeder Preislage laufend abzugeben. Friedrich Eikmeier Zigarren-Großiundlung. Dammstraße 48. Telephon 1098. Mittwoch den 10. Dcz. IS IS abends 8'/iUhr pünktlich findet im GewertfchaftShauS eine öffentl.Angestellten Versammlung statt. Tagesordnung: LMch-bk tzkS LlhieüssurckS icS LAilß- üuöäMÜdwfcä Uber ütii Xarifoertraa fir faufmiitnifdu uni) Itinifdjt Angtstille. Abstimmung darüber, ob wir unS dem SchtedS- svruw unterroetfen. bzw. Beschlußfaffung über daS beschleunigie weitere Boraeben, falls von einem oder dem anderen Arbeitgeberverband Ablehnung des Schiedsspruchs erfolgen tollte. Pünklltches Erscheinen aller kaufm. und rechn. AngesteUien ist dringend erforderlich, wenn auch ein großer Teil keinen Sitzplatz erhalt. 13786 Der Vorstand der ArbeitSgemetnichatt der Angestellten. IM* alter irt wert «to Iriklnte 8. Uaee, «äMb Frauenhaare Zahle 50 Marl ffir tin Klg. Zrauenhaare Süsfinb Nevemoeg 2- mm Zernruf 511 Klavier-: Stimmen . 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Die Beerdigung findet am Donnerstag, den 11. Dezember 1919, 2 Uhr, von der Kapelle des Zehlendorfer Friedhofes aus statt. Suche zu kaufen WM» »Hl! Gleise, tal. tonÄfl. auchsoust.Mafchineu und tompl. Anlagen Karl Haardt, Otourg. liubwultarsiVilie 'JBicferfer Weg. Rouv '^brntf v, ÄjL? ' eßtonbe M-rKst s T? M 3Ro Gastspiel im (käse Leib Televdon 1205. Der Saal Cafe Leib ift vollNSndia »um bircnS umgcbaut n. «et gebeizt. Junger Witwer. 28 I. mit 1 Kind, in Staat»- jteOung, «ndeüung NetN bevor« mit sehr gutem Charakter, lucht bi< i’r fnnntlrtnvt einer inageo ramr nicht Oder 27 Jahr bie Sinn für HäuSitttzleii und Vielte Aiun Kinde Hai zweck» 52 Heirat vermögen erwünscht. Schr. Angebote mu Bild, da» zuruck,tesandt tvkb, nnt 029MB an den Wie», «naeiaer. 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An dieser harten Tatsache ändern alle Schönfärbereien nichts. Während vor dem Kriege noch eine Fläche von 15 Millionen Hektar bewirtschaftet wurde, beträgt die heutige Bewirtschastungssläche nur nodj etwa 13 Millionen Hektar. Aber nicht nur die Anbaufläche ist zurückgegangen, sondern auch die Erträgnisse des Bodens haben einen gewaltigen Rückgang erfahren. Es ist oft gesagt worden, daß während des Krieges mit unserem Boden Raubbau getrieben wurde. Wie groß dieser Raubbau war, mögen folgende Zahlen beweisen: Nach der Statistik wurden vor dem Kriege vro Morgen 11,5 Zentner Weizen geerntet, während die Ernte jetzt nur noch 7—8 Zentner beträgt. Bei anderen landwirtschaftlichen Produkten zeigt sich derselbe Rückgang, ja bei Kartoffeln und Zuckerrüben ist er noch wesentlich größer. Die erste Voraussetzung für eine Verbesserung unserer Ernährungsverhöltnisse ist also die Hebung der landwirtschaftlichen Produktion. Dies kann nur geschehen, wenn dem Boden mehr Düngemittel zugeführt werden, wie es in den letzten Jahren möglich war. Durch den Rückgang der Viehzucht fehlt es an natürlichen Düngern. Höchstens 50 Prozent der Friedcns- prvduktion an Stallmist stehen heute der Landwirtschaft zur Verlügung. Biele Landwirte, die früher nie daran gedacht haben, künstliche Dünger zu verwenden, sind heute zu seiner Verwendung infolge Mangels an Stallmist gezwungen. Die Nachfrage nach künstlichen Dlingern ist desl)alb enorm gestiegen, während die Produktion dauernd zurückgegangen ist und nicht im entfernte freu die Nachfrage decken konnte. Außer der Knappheit hat auch eine enorme P reissteigerung aller künstlichen Düngemittel stattgefunden. Diese Preissteigeruirg hat auf die Verwendungsfreudigkeit der Landwirte wiederum einen außerordentlich nachteiligen Einfluß gehabt. Das Reich wendet heute gewaltige Mittel Dur Verbilligung von Lebensmitteln, die aus dem Auslände eingeführt werden, auf. Fünf Milliarden Mark sind bisher für diesen Zweck von der Nationalversammlung bewilligt worden. Man nehme einen Teil dieser bewilligten Summe und verwende iljr zur Verbilligu n g der künstlichen Düngemittel. Dadurch würde der Landwirtschast die Möglichkeit gegeben, billiger -u produzieren. Der Bauer würde mit dem Düngemittel nicht mehr so sparsam umgehen, wie bei den jetzigen hohen Preisen, und dem Boden zuführen, was ihm gehört. Nur wenn das geschieht, kann an einen Abbau der Preise für Lebensmittel herangetteten werden. Steigem aber die Preise für künstliche Düngemittel weiter, wie es jetzt der Fall ist, dann wird die Verwendung eingeschränkt, die Erttägnisse des Bodens geben weiter zurück, und ein weiterer Rückgang bedingt Steigerung der Preise. Außer der notwendigen Verbilligung der fünftfid^n Düngemittel ist weiter erforderlich, die Produktion zu steigern. Die Landwirtschaft hat für das Erntejalpr 1919 mir rund die Hälfte des Stickstoffes und rund ein Drittel der Phosphorsäure wie im letzten Friedensjahre, Kali nur rund 12 Proz mehr erhalten Dazu fehlen rund 50 Prozent des Stallmistes. Beim Kali ist zu bemerken, daß 1918 von der Landwirtschaft fest bestellt waren 1 200000 Tonnen, ober nur 800 000 Tonnen geliefert werden konnten. Die deutschen Sttckstoffwerke sind gebaut für eine Leistung von 500000 Tonnen Stickstoff, das ist das 2'/i>sache des Friedensbedarfs. Es müßte non möglich fein, das Doppelte des Friedens- bedarss der 200000 Tonnen betrug, also rund 200 000 Tonnen Stickstoff mehr herauszubringen. Kali haben wir im Frieden 1200 000 Tonnen gefördert, davon blieb die Hälfte im Inland, die aubere Hälfte wurde auSgeführt. Auf Grund dieser Zahlen müßte es nun heute möglich sein, eine Million Tonnen Reinkali der deutschen Landwirtschast zuzusühren. Bei der Phosphorsäure können wir nicht helfen; es fehlt die Anfuhr von Rohphosphaten und 50 Prozent des Thomasmehls vom linksrheinischen Gebiet. Nun wird aber Plwsphorsäure vom Boden mehr festgehalten. als die beiden anderen Nährstoffe. Es wäre bei Phosphorsäure deshalb zu ertragen, wenn noch einige Jahve weiter Raubbau ge- tritben würde. Es bleibt also racr die Verwendung von Stickstoff und Kali übrig. Würde man der deutschen Landwirtschaft 400 000 Tonnen Stick- swff und 1 Million Tonnen Kali Mführen, was zweifellos möglich ist, dann ivürbat wir im nächsten Jahre voraussichtlich so hohe Getreide- und Kartoffelernten machen, daß wir nicht nur die Bevöllcrung voll mit Brot und Kartoffeln ernähren, sondern auch noch Schweine mästen könn- etn. Die Landwirtschaft (ihutte billiger produzieren, sie könnte meljc produzieren und für die Bevölkerung gäbe cs wieder mehr und billigere Lebensmittel. Die Grundbedingung für den Wiederaufbau unserer Wirtschaft und der Gesundung des Volkes wäre damit erfüllt. Eine andere Möglichkeit, um aus dem jetzigen Elend lieraus- zukommen, ist nicht gegeben, deshalb muß geschehen, was allein uns Helsen kann. 25jähriges Jubiläum öcs städtischen Wasserwerfer. Heute vor 25 Jahren — am 7. Dezember 1894 — fand die feierliche BetriebZübergabe und Inbetriebnahme des Pumpwerks Queckborn der Stadt Gießen ftitt. Die Vorarbeiten für die Anfänge der städtischen QuÄlttasserversorgung begannen Mitte der siebziger Jahre des vorjährigen Jahrhiuiderts. Es nnrrben zunächst im Jahre 187b jenseits der Lahn Nahrungen niedergebracht, die aber feinen Erfolg geyeigt haben. Man begann mm mit den Schürfungen im Quelleimebi't de- Erlenbrunnens und am Amtebevg im fiskalischen Wald fct der Nähe dos SchfffenbcryeS. Zwischendurch besckMiate man sich mit den bedeutenden Mengen Wasser des Vvamlsteinbevgwcrkes. stäach dem Gutachten wurde dieses Projekt aber fallen gelassen. Mitte des Jahres 1882 wurde beschlossen, die Quellwasserleitung aus dem Stadl Walde in Ausführung zu bringen. Es wurde ein 440 Meter langer begehbarer ©trotten am Erlenbrunnen imb ein etwa 20 VÖeter langer Stollen am Anncbevg getrieben, sowie ein 1/0 Kubikmeier fassender Wasserbehälter auf dem Lutherberge erbaut. Nachdem das vorgesehene Straßenrolwnetz hergestellt war, erfvljgke cm Jahre 1883 die Wasserabgabe durch 16 ösintttiche Lentilbrunnen. Im Jahre 1885 wurde am Hubertusbrumnen eine weitere Queklsassungs mittelst S4terlei:mlg aus- geführt ine) an die vorgenannte Znbringerleitung angefchlossen. Msdann wurde im fragenden Jaber in der Gemarkung Große n-Bnseck eine begehbare und 60 Meter lange Sa mmelg aller ie her gestellt und diese mit dem Wasserbehälter aus dem Lutherberge mit einer 6830 Meter langen und 175 Millimeter weiten Zubrin^rleitung in Ber- Wasserbehälter eine Vergrößerung um 350 Kubikbindung gebracht. Zu gleicher Zeit erfuhr der Wasserbehälter eine Vergrößerung um 350 Kubikmeter Nutzinhlllt unb es wurde im Jahre 1886 tDnennxiffer in die Häuser geleitet. Der Gesamt- wasserzulauf betrug täglich rund 500 Kubikmeter. Durch ben Bau einer weiten Sammelgallerie wurde di? Gewinrrungsanloge im Grvßen-Busccker Gebiet 1889 erweitert und 1890 wurde der Wasserbehälter auf dem L-urherberge auf 1000 Klubü- mcter vergrößert. ' Die anfänglich mir für ein beschränVeS Bedürfnis angelegte Queltwasserteitung lixtrbe immer unzuoeichcnder. Da m der NKfte der Stadt Gießen größere Quellengebiete nickst rwrlxmben waren, ent- schlos; sich die Stadtverwaltung, baß fcTx ergiebige Quellengebiet westlich von Qlreckoorn zu erwerben. Am 11. Dezember 1893 wurde mit den Ourllfaffu ngScrbeitat begonnen und ein Bnnmen mit 3,50 Meter Durchmesser und einer Tiefe von etwa 8 fDtdrr, auf festem Basalt stehend, erbaut. Gleichzeitig wurde mit dem Bau des Kessel- imd MalchinenlMlses, eines 30 Meter hohen Kamins und der der Grün- berger Landstraße entlang laufenden, etwa 18 000 Meter langen Zubringerleitung von 275 Millimeter begonnen. Der auf dem Üuftttbenge ftebarte Wossetbel>Ater daher in der NK-e des Dorfes Aiinerrd, 5,2 Kilom. liegt nicht hoch genug, um die erhöbt liegenden Stadtteile grnügenb zu beroäffem. Man beschloß daher in der Nähe dcs Dorfes Annerod, 5 2 Kilom. von Gießen entfernt, einen WastetbeMter von 3000 Kubikmeter Fasfungsraum hcrzustellen, bider HochdruckbelEter wurde mit dem NüLerdrilckbe- häller auf dem Luther berge mit einer 225 Millimtr. weiten und 3920 Meter langen Rohrleitung verbunden. Die Sohle des Niederdruckbehälters liegt etwa 26 Meter über dem Niarktplatz in Gießen, die des Hochdruckbehälters etwa 60 Meter. Das Stadtrohmetz wurde nun vollständig ausgebaut und in 2 verschiedene Druckzonen geteilt. 1905 wurde eine Erweiterung der Brunnen- ankagc des Pumpwe-ä^ QueLorn vvv^envnnnen. Aach die Maschrmmcmlage wurde im gleichen Jahve durch den Einbau einer Dampfmaschine mit direkt verbundener Punrpe von 120 Kubikmeter Stundenleistung erweitert. Seegespenftec. Roman von AnnyWothe. AjKritaetacb^ CepviW 1dn, aber so einfach schien das Auskommen nicht mit ihr. Woher sie dieses Lächeln halte, dieses Lächeln um den Mund von seinem Ko- mllenror und den seltsamen Blick der halbver- schlcierten Augen, deren Farbe er noch nicht ergründen konnte. Bet dem Gedanken an dieses Lächeln klopfte ihvr das Herz, als müsse es zeripringen, und doch stieß ihn dieses Lächeln ab. Ost, wenn ein Blick ihrer Augen ihn traf, da war es Bent, als ginge cm Schauer über ihn hin. Bent Banken erhob sich mißmutig. Tas fehlte noch, daß er sich um Schön-Estrid den Stotn verdrehte Gleich nach dem Essen wollte er hinaus- teBfln und sich von einer frischen Brise die dummen Gedanken vertteiben lassen. Tas Meer roar ja seine einzige Uwte und sollte es bleiben. Der Wasserverbrauch nahm ständig zu und nachdem die Klinifdneubauten und die Heck- und Pslegcanstalt fMtggestelll waren, mu feien sämtliche Pumpen saft täglich in Betrieb genommen werden. Um die dringend erforderliche Ma- schinenreseroe zu haben, bc'schlosfen die städtischen Behörden, die Kessel imb Maschim-nanlagen durch Einbau eines Zweislammrrohrresiels sowie einer Heißdampfmaschme imil direkt geLippeltcr und langsamlaufende Pumpe von 325 Kubikmeter Stundenleistung »Au vergrößern. Diese vergrößerte Anlage wurde 1910 in Betrieb genommen. Bvr Ausstellung der gwßen Dampfpumpe wurde ein Laufkran von 4000 .Kilogramm Tragkraft eingebaut Die von dem Pumpwerk nach dem Hocbdruck- behälter führende Zubringerleitung von 275 Millimeter genügte mit der Zeit nicht mehr und es wurde desl-alb im Jahre 1913 und 1914 eine Parallellcitung von 400 Millimeter ansgesührt, die am 1. Sluguft 1914 in Benutzung genommen werden konnte, d/pchst dem HviÄnuckbehaller wurde eine UmfülTnmgdleitimg und betontere Zubringerleitung ausgeführt, die geftatien, daß die sehr hach gelegenen (Mxhibe direkt Wafjer aus der 400 Millimeter neuen Zubringerleüung zugefüyrt werden kann. Gelegentlich der Feldbereinigung im Dorfe Queckboni wurden die nach und nach gekauften Grundstücke vertauscht und mit unserem Qucllen- gebiet vereinigt, das jetzt einen Flächeninhalt von 22 940 Quadratmeter aufweist. Durch die Bergrößerung des Grundstücks wird es nunmehr ermöglicht die Brurmenanlagc durch den Bau eines iDCtteren Brunnens zu vergrößern. Nicht unerwähnt soll bleiben, baß bie Bewohner bcs Dorses Queckborn laut Vertrag vom Jahre 1893 das Trink- und Gebrauchswasser aus dem stäbtischen Pumpwerk unentgeltlich beheben unb daß das 2173 Meter lange Ortsrohrnetz nebst Behälter von 100 Kubikmeter Fassungsraum von der Stadt Gießen erbaut ist und von dieser unterhalten werbrn muß. Zur Kennteichnung bet großen Zunahme bes Wasserverbrauclis unb Ausdehnung der Anlagen mögen nachstehende Zahlen dienen: Jahr Gesamtwassel gewinnung Länge der Zubringer» leitungen Länge des Stadtrohr» netzes Anzahl der Anschlüsse Anzahl der Feuer» Hydranten cbm m m 1890 214 520 12 075 17925 539 113 1895 334 355 33 995 29 180 913 177 1900 730 831 33 995 38 393 1 483 254 1905 1 115 666 33 995 43 450 1 945 309 1910 1 478 416 35 380 47 538 2 185 387 1915 2 152 986 48 635 50 131 2 381 445 1918 2 718 050 48 635 50131 2 399 445 Das Wasser wird regelmäßig monatlich von dem Untersuchun^amt der Provinz Oberhessen und von dem Hygienischen Institut der Landes- universilät bakteriologisch unb von Zeit zu Zeit chemisch unten acht. Es ist völlig einwandfrei und von vorzüglicher Beschaffenheit. -ng. Vie ttartoffelvecsorgnng. fKetm ftabt, 5. Tez. Umfangreich- Rat* tvsifel beschlagnahmnngen fanben am Mittwoch in Grofe-Bieher«u statt, loobci die ReichS- wehr-Klnnpagnie mit einer Anzahl Arbeiter in TLligkeit trat, die dos Rathaus besetzten. Die ganze Bauernschaft hatte sich eingestlnden, um gegen daS Ergehen zu protestieren. Es fanden sehr lebhafte Unterhandlungen statt, wobei scstge- stellt wurde, daß Groß-Bieberau schon 1200 Zentn. an den ^tvmmunalverband Tarmstädt abgegebcn hat die nutzt alle ordnungsmäßig «bucht sind. Es firrscht große Erbitterung unter der Eimvohner- sckfast, da man erfahren konnte, daß der Verband noch Kartvifeln nach Mannheim geliefert bat. bie nicht alle ordnungsmäßig gebucht sind. Es noch 250 Zentner Karvojfeln freiwillig abgelierfett, wobei man allerdings auch zu den ©aattartoffeln greifen mußte. Turnen. = Bad-Nauheim, 4. D^. In eine schwere Lage ist der noch junge hiesige M änne-c- turnverein gekommen, der sich üirz vor dem Striege vom Turnverein 1860 losgelöst Irai, aber auch der Deutschen Turnerschaft angehört. Da er nicht über eine eigene Turnhalle verfügt, wir er bisyer aus Wirtshausräume angewiesen und hat ttotz aller Schwterigkeiten schon schöne turne* rifd)c Erfolge aufzuweifen gehabt. Um den Turn* l«ttteb noch mehr zu heben, hatte er sich an die Stadt mit einem Gesuch um Ueberlassnng einer der städt. Schulturnhallen gewandt. Die Stadt- verorbnetenverfammlung lehnte das Gesuch aber mit Stimmenmehrheit ab und scAug bem Berein In jäher Wut überstürzten sich bie Wellen bet Norvfee. Tie Nächte waren rabrnschwarz. Ter Sanb der weißen Dünen wirbelt: hoch auf und ter ganze Strand erschütterte unter bem Wogenbonner, als müsse er in Stücke geh'n. Sölvc war schon einige Tage im Gotteskoog. Estrid hatte so sehr gewünscht, daß die Schwester zu ihr kam, und Mutter Wibke hatte sie endlich ziehen lassen, wenn auch nur ungern. Wlicke Wedderkcn war noch nicht einmal im Gooteskoog genesen. Sie hatte nichts g:gen Peter Bonkcu. Sie achtete unb schätzte ihn, fast hatte sie ihn fogar lieb wie einen Sohn. Nur daß er Estrids Mann war, das wollte nicht in ihren starren, rcchllerischen Sinn. Sie hatte Esttids festem Willen gegenüber oie Heirat nicht hindern tonnen, aber man sollte ihr nicht nachsagen, daß, sie mitschulücg sei an dem Treubruch, den Estrid begangen. Estrid empfand das Fernbleiben der Mutter schmerzlich, zumal Peter immer wieder fragte, warum denn die Modder nicht zu bewegen sn, das 5xms ihrer Tochter zu besuchm. Nun war wenigstens Sölve da und ihr frohes Wesen erfüllte den ganzen Gotteskoog mit Sonnenschein, wenn draußen der Sturm feine wildm Weisen blies. Ter Kapitän hatte auch sein Wohlgefallen an Sölve unb oft neckte er sie mit bem Br über um bie Wette. Sölve wußte sich geschickt gegen bie beiden Brüder zu vetteidigen, so daß Estrid oft dachte: „Wo hat das Kind nur diese Gewandtheit her? Früher war sie still und schüchtern und jetzt sprudelt sie wie ein Wasiettall." eine Wiedervereinigung mit dem Turnverein 1860 vor. Da em Zularnmeiischluß der bereu Vereins aber auf schwer zu iibevrombenbe todntnerigteitert stößt, wirb fid) hosientsich doch noch ri.i Weg finden, dem Männerturn'verein mls feiner fchwerea Lage zu helfen, wenn er nach einem B-rsarnrn* lungsbcsdüuß. nochmals Berlxlnbttlngen mit der Stabt animüpfen wird. Ein Schülerwettur nen soll nach einem Beschluß der Milglteberver- sammlung iwd) vor Weihnachten abgchalten ner den. Gerlcht-saal. Hamburg, 5. Dez. (Priv.-Tel.) 38egtu Raubmordes verurteilte das außerordentliche Kriegsgericht den Hafenarbeiter R o ß unk den Flfctzer Ahrens, beide aus Hamburg getüttig, jirm Tobe, sowie zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Die Gs nannten haben am 3. Sept, auf dem Gelände des Balmkoss Tiesstaak zwei Beamte der Wcrsserinfpet' tion, die eine Kiste mit 75 000 Mk. Lochigellerr trugen, überfallen unb durch Revolverfchüsje ttoA sich verletzt. yochschulnachrlchten. kr. Frankfurt a. M., 7. Dez Der Rektor der Universität wird in den nächsten Tagen rinnt Aufruf veröffenllictzen, in der er die Studentenschaft ungeachtet des Skarck»punktes, - tigkeü der Note wird tuest von Dutasta dem etxf der deutschen Dcstgatwn von Lersner persönlich übergeben werden. SabinettSfrise in Polen. W a r s ch a u, 8. De» (WTB.) Polnisches Tde- grapbenburecm. PaderewSki fis-erreichte seine Demission. Das Staatsoberhaupt Pilsudski bot die neue Kabinettsbildung dem LaTtdtagSpräslden- trx Trampczvnski an, der aber ablehntc. worauf Pader-wskt die ihm mgebotene Sabinettsbümm» annahm. Der Parteitaq der Unnftbänglgen. saale des ReichStaaeS mittag ehte Kundgewi derunq der deutschen r „ » . - - --- leihe statt, um bie Bedeutung der Anleihe für daS deutsche Dolk klar zi machen. An d-r außerordentlich stark besuchten Bersammlung nabmen u a. die Minister Erzberger, ^cbmtbt, Bell. Geßler, David, GieSberts und Sckftcke teil. Nach emleitenben Worten des Vorsitzenden, deS Prcht' denten der Handelsk-nnmer Berlin, Mendelssohn, ergriffen u. c. Aeichswirtschaftsminvttr ^chmwt, s'e'chsverkehrsminister Dr. Bell, der Miniiter für Den Wiederaufbau Dr. Gegler das Wort, nach den Vertretern der Regierung wurden von den Dertretern der einzelnen Berufsstände Reden gehalten. So sprach der Vorsitzende des Reichs- Landarbeiter- und Bauerrtvates Abq. Johannsen, der Vertreter der vandwerksürmmer der Prvvmz Brandenburg und des Reichsverbandes des deutschen dandwe^s Dr. Letnr'g und der Vorsitzende des Bundes deutscher Jrmaenvereino Frau Dr. Alice Salomon. Dre Reden der Regierungsvertreter waren von dem lÄrundton müllt, das das gesamte deutsche Bolk ftch an der deut- scheu Spar-Prämienanleihe beteiligen müsse, da es heute vorerst gilt, bk drei Kriegsbeschädigten des deutschen Vaterlandes, die am härtesten gelitten hätten, nämlich: Finanzen, Wirtschaft und Verkehr, auf die döhe zu bringen. Da bte Pro- duktion und ArbeitSfretchigkeit zugerwmmen habe, die Arbeitslosigkeit dagegen rapide gesunken )et — im Januar 1919 betrug sie 15 Proz., im November desselben Jahres aber nur noch 2,2 Prozent weniger als im September 1913, wo wir 2,7 Proz. Arbeitslose hatten — würbe nach Ueberwmdung der augenblicklichen schweren vir^ dernisse deutsche Arbeitskraft und deutscher Scha - sensgeist doch wieder das deutsche Land unb Volk aufrichten und der kommenden Generation die ihr gebührende Weltgeltung wieder verschaffen. Die Ansprachen der Vorsitzenden der versch-edenen Berufsorganisationen zeigten den Willen, der das ganze Volk beseelt, durch die Zeichnung der Spar- Prämienanleihe am Wiederaufbau des Reiches und Volkes mitzuwirken. Leipzig, G. Te». ^DTB.) Der au her- vrbentltche Parteitag der U. S. P a.. wällte in die Zentralleitung als Sorixbenbe LriS- tnm und Doenria, als Sekretäre Dittmann, Luist Zie^, Raedlke, Kvenen und Stecker, sowie ferner fünf Beisitzer. In einstimmig angenommenen Entschließungen wirb die Trwarturtg ausgrivvochen, dab das österreichische Proletariat die Auslieferung Lewins an Bayern verhindern werde und ferner beit bösartigen Abtransport der in Deutschland befindlichen russischen und der ten Frankreich zurück gehaltenen deutschen Kriegsgesmtgencn, sowie die jchänst^ Betämpfung der anristrnitifchen unt» r-wktwnären X)etze durch das deutsche Proletariat verlangt wirb. Ter russischen Sotvietvepublik toer> bni brüderliche Grüfte entboten. Unter den zahl- reichen der Parteileitung als Material bero. urr Berilcksichtiguna überwiesenen Anträgen defano itd> auch ein solcher, einen Aufruf au tnc internationale Arbeüerschaft zu richten, die Waffen- und Munv» tkmAeneugimq zu verweigern. Ein Bergrutsch auf der Saarbahn. Saarbrücken, 8. Dez. Durch das aw haltende Regenwetter der letzten Tage ist aus der Saarbohnfkrecke zwischen Canzen und Wiltingen em starker Bergrutsch eingetreten. Die ürd- massen hoben betbe Gelei st überickrüttet, Jo daft der Derkehr zwischen Trier und Saar-, brücken vollständig unterbrochen iffc. Beide Geleise find gesperrt. Der Personen verkehr wird nach Möglichkeit durch Umfteieen aufrecht erhalten. Glücllicherweist ist, da der Erdrutsch tu einer Verkehrspaust vorkam. Bein Unglück ent. standen. ______________________ Versteigerung kommen: 8 Pferde, darmtter vier belgische Stuten («ne trächtig), 1 Hannoveraner trächtige ©tute. 1 tzonnoveraner schwarzer Wallach, 1 trächtige Stute, Landfchlag, 1 Pont), 1 Lcindäuer, 1 Schlitten, 4 Feldwagen, 3 Kasterr- wagen, 1 ©eräteioagen, 1 Zweispänner-Milch- . wagen, 1 Eins pönner-M ilchwagen, 1 Selbstbinder ffWood), 2 Selbstableger (Wood), 1 Grasmäher mit Tieffchnittbalken, 1 Grasmäher mit Tics- und Grobschnittbalken (Chormif), 2tzeu- wcnder, 1 deurechen, 1 Säemaschine, 1 Streumaschine (Westfalia), 1 5?äckselmaschine, 1 Göbel, 1 Hederichspritze, 2 Rübenschneider, 6 Ackerpslüge, 2 Schälvftüge, 4 Z-Eggen, 1 S-Eage, 3 Soat- eggen, 1 Glattwalze, I Ringelwalze, 4 Stiriti» Valoren, 1 zweieitchrilbreihige Zxukmaschine, ein Kartofstlsätepslug, 2 Streichpflüge, 2 Fruchtreiniger, 1 Biehwage, 2 Te^imrü wagen, 1 Dünger mahter. 1 Futterkessel, 1 Futterdämpfer, eine Partie Mllchkannen, 1 Clpisengeschirr, sämtliches Pferde.- und Ochsengeschirr und verschie- batc Möbel. Tie Versteigerung findet am 1 6. nnd voraussichtlich 16. Teze mber, vorm. 10 U hr beginnend, statt. Die Pferde wer- dcnvonl Uhrabversteigert. Eudorf, den 22. 9Lovember 1919. 136100 Hessisches OrtSgericht. Korell. Versteigernng. Dienstag den 9. Dezember, von nachmittaO» 2 Uhr ab, versteigere id> im Plan. Neustadt »5: 2 Bettstellen. 1 Waschmalchine, 1 Sos«», 1 Regulator, 2 Nähmaschinen, 1 Schaukelpferd. 3 Schlitten, eine grobe Partie WelbnachrSlvielsachen (neui, ferner 1 Vehr-Damvsmaschine (febr schön mit Modellen), 1 Vebr-€>eihlufimotor, 8 Stück alte Gewehre, Vorhänge. Bilder, Porzellan, sowie 25 Zentner vrtma Waschmittel Igelbl in 25-,50-u. lOOVfh.-aübeln, 1 ßlnt« topf, 1 Bowie mit 12 «Höfern. 3 Telephon Tisch- apparate lfertig zum Gebrauch), Svitzen- und Be- satzartikel (neu), 2 MeMng-Bierkranen, 2 Stech- Hahnen lkompietts. t Manometer. 023tftS Versteinerung bestimmt. H. Stentr II., .Unltionator, flroföerfer Str. 9. Annahme v. Versteigerung, alt. Art. auch ein*. Stüde Gin praktisches Wellaachtsgisehent! iAuSschnelden) Doairhae die mit dtefer teuren Vetbenfcbah naUvIlUl behaftet find, werden durch unser bewährtes .Ab ft in" befreit. Haduna *ur Lwüchigen KurM t-Nachn 45Vf.iUnschädi.)Wirkung garantiert. 1400 Dnnkfchr. BeetseM * Ce., BeadtzUa, ?sstt.Nr.78l. Berlin, 7. De». lWTB.) Im Sivnngs- es sand am Sonntag vor- ung des Ausschusses zur Fär- ►n Svar-Prlfmtenan- BLcherttsch. — Neues Postbach 1919/20. Die nett« Kost- und Telegrammgebühren Istlfi/'IO mit ooll- ftdnbig LllSgearoetteten Tarifen für gewähnltche Karcte, Wertpakete, Telegramme rrebst Angaben ifioer die Bef-rderunssveoingungen für das In- anrö Ausland, den Vostfcheckoersehr und einem Llphabettschen Ber-eichnis der besetzten Lttem iDeutschland: bearbettet von bemann dtooex. 2. tfurla^e 1919, Breis 2^0 Mk. ^ndusttreverla« Spaeth & Linde, Berlin E 2. - Die Lartosfeltrvcknung im Kriege. Don Dr. Wilhelm Lauienbach, Wtffen- -schaftlichc-r tzilssarbeit.^ im ReichSwirtschaitsinmi- fterium. Verlag der Beitrage zur Kriegsnnrttchatt (Reimar Äobbing-, Berlin. - Prof. Dr. Ad. Tenn tS Y gre ne de s Stoffwechsels und die Stoftwechsel» Krankheiten iFetttucht, Zuckertrankhett GA, Rachitis usw.). '-Bücherei der Gesundhettsps e^^ Bd. 21. Stuttgart. Lerlaq von Ernst Öelnruh Moritz sJnh. Manz Mtttelbach). Brosch. 3 Mk., «b 4 Mk. — Eros Roman von Annemarie von N-tiwkmS. M 7.60 Mk.. mb. 10 Mk D-Ut. KB lTcuerungszuschlag Datum: SVeDeuLÄriegsanL 4°/,Deut.Nricbsanl. 3"/,Deut.Reichsanl. 4°/0 Preuh. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Banst. . . Disconto - Desellfch. Dresdener Banst. . Nationalbank f. D. Mitteld.Treditbanst H.'Amerik..Paketf. NorddeutscherLloyd Doch. Guhstahlwrk. D.-Luxemb.Bergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau vberschl. Tisenb.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Drgb.. Akt. Bad.Anilin-uLoda Höchster Farbwerke (Elehtr. A. L. B.. . Schurkerl-Werke. . FeltenLGnilleaume Daimler...... Bud.° Eisenw.-Akl. Nachlahversteigerung Nachstedende Gegenstände kommen Mittwoch den 10. d. M1S., nachmittag- 2 Ubr, im Rest, „dum Psan", Neustadt 55, meistbietend öffentlich zur Versteigerung: 1L a. 1 la. Büictt (nuttbnuml, 1 kompl. Veit, ein eis. Vett mit Lvenngsedermatratze, 1 la. eich. Ansziebttich, 1 Meiderichrank, 1 Regulator, 1 Mtkroikov, sowie: 1 Bartie Kolter, Ueberzüge, Kovfbezüae, Bettücher, Wafierkannea und Lchüfieln. fünf 2lrbeitdfittel, 1 Paar tu. Tennisboien, 7 Paar V.ntcrboirn, 2 bunte unb 1 weisteS Herrenhemd, 1 Schlafanzug, 7 Paar Socken, ferner: 1 Frack. 2 rsackette, 1 Flaufchmantei, 2 seid. Blusen, 2 Baar Ledergamafchen, 2 Paar Gummi- fcbnbe, 2 Paar w. Schube, Gratis erscheint In Kürze das neue WMWMMMü nnimnnniiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiii'iiiiiiiiimiiiiiiiuiiiiiiiimiTn In Äußerst handlicher Furm und schöner Ausführung mit Nachtr c sämtlicher Nea an*chlüsse. Beatellunaen können en (gegen genommen werden. U>/4oc „HER SO“ Mltteldeuteche Annoncen-Expedit-, Plockstxß Speck Verteilung. Ab Dienstag den 9. ds. Mts. gelmtgt ht den Metzgergeschäften der Stadt Gieftem amerikanischer Speck Mr Verteilung. Dec 2lus- ^abe erfolgt gegen Abgabe des Kontrolle Abschnittes zur Fleischmarkc der 50 Woche. Auf icben Kvnttvllabschnttt entfallest B00 Gramm zum Preise von 4.70 Mk. Die Abholung des Specks bat u nbedingt -iS zum Donnerstaa den 11. Dezember 19 19 zu geschehen, da die Metzgergeichäfte .tmoettriefen sind, die Kvittrollabschnitte bis Frei - .tag den 12. dS. Mis. aus dem Städt. Lebens- antttelamt ab-uliefern. 137198 Gieften. den 6. Dezember 1919 Der Oberbürgermeister lLebensmrttelamt). Äartoffelansqabe 49. Woche. Die Kartoffel marken N—Z, 49. Woche, werden beliefert bei: Krack, I., Rtvgelwad, Konsumverein, sämtliche Filialen, Läbsack, C., West-Anlage, Rumpf, F., Zo^elSgasse. Trechsler, tz-, S.einsttafte. Die Karwssclmarken können bis emschl. M rt t- wvch den 10. d M tS. eingclöst ,verden Gieften. den 8. Dezember 1919. 13752B Der Oberbürgermeffter lLebensmittelarntt Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 5. Dez. Holland ...... Dänemark..... Schweden..... Norwegen..... Schweiz...... Men (altes).... Deutsch-Üsterr.abg. Budapest...... Prag........ Helsingfors .... Spanien...... , F rankfurt a. M., 8. Dez. Börsen sti m- lln u n g s b i l d. Tie Börse zeigte kein ernhertllches lAussehm. Aus den heimischen Wertvoptermarkten Lbcrwog Zurilckhaldmg und Unsicherhett angesichts der anftenpolitischett Verhältnisse. Bevorzugt wurden lediglich die für den handel freigegebenen mts- ^ändischen Aktien und Renten, in denen cs imebrt- Em zu gröfteren Umsätzen kam Schantungbalm, me n i>.r SamstagSbörse den Stand von 500 errerch- Hen, kannten denselben bei Beginn des ftrnttgen 'Verkehrs um 1 Prozent überschreiten. Für Elektrische Deutsch-Uebersee machte irch roeitercs jtmst- Intcreff.- geltend Ter Kurs stellte sich bei Erösfnnng Hnit 670 50 Pro», höher Unter den Koloniallverten «rinrnit Souch West zu 478 um. Otaviminen waren labhaft, zirka 40 Mk., Genußscheine 22 Mk. höher ‘AcmtMI. Pomona wurden 6200 genannt. Canadas ^Shares nrnrden zu gebesserten .>kursen gehandelt 11177). Mexikanische Werte lagen rufr— Hefter, besonders 5 prozenttgc Goldm^rka Die Kurssteigerung der bosnischen tfnl tm (plus zirka 60 Prvz.,, da bte Anleihe rn Fran- kenwahrung von der serbischen :Regiennt(i übernommen wird. Zu behaupteten Kursen gingen :$>ei besckteidenen Umsätzen Montanpapiere um. Etwas höher bezahlt wurden Deutsch-Luxetw- ftmrger und Gelsenkirchener. Norddeutsche Lloyd Behördliche Anzeigen. "WwMge Znventm- versteigeruna. Wegen Ausgabe der Pacht aus dem vofgM Tctzelvod läftt Frau Hrch. Clasen Wwe. daselbst durch das unterzeichnete Ortsgertcht thr lebendes und wtes Inventar gegen Bürgschaft versteigern. Unbekannte Steiferer müssen bekannte Bürgen stellen, bie ihre Zahlungsfähigkeit, nach weisen. Barzahlung ist nicht ausgeschlossen! Zur I setzten erii linier den chemischen Elektron 5 Pros.. Bad o 4,ww„ Ätsche Anilin 2 Pro,. Häher, Sch-cdeanstalt mit 510 4 Pro; -«drrger Auch Angto Guano gaben 8V, Pro;, nach. N«»rrger stellten sub Zellstoff Waldho! um 20, pwzent, Schuckert um 3 Pro;. Ani dem hmmttchsr Renten- gegen Barzahlung versteigert. Gieften, den 6. De^mber 1919. Obcrförftcrei Schiffcnbevg. Trautwein. van Baer le’* 1793,50 1796,50 1859,- 8H9, — 891,- 889,- 996,50 99s,60 1034,- 949,- 951,- 974,- 879,25 880,25 914,25 35,45 35,65 33,95 29,95 30,05 29,20 31,95 32,05 32,45 84,80 85,20 84,30 145,75 146,25 144,75 939,- 941,- 949,- 1-Uhr. Schluft- Anfang. flurs Kurs Kurs 8.12. 6.12. 8.12. 77,50 77,50 77,50 — - — 66,70 62,80 — 63,50 — _ — 64,75. 64,75 119,- 119,50 119,62 249,- 255,- 257,75 175,- 176,- 176^0 147,50 148,50 146,- 123,- 123,50 123,25 129,— 128,50 128,50 121,— 120,50 120,75 124,- 124,- 122,12 217ch0 222,50 222,- — f —. 212,50 216,- 296,- 295,- 227,25 298,50 237,- 225,50 153,50 164,- 160,75 170,- 167,- 167,- — . 281,- 289,50 480^ — 483,- 484,- 332,— 334,25 339,75 246,— 246,- 247,50 141ch0 143,- 144^7 — . — 241,- 245,25 278,- 274,75 276,- —. — 221,50 222,- 266,75