Vie Ratifizierung des Srie-eNZvertrageS. willigen entsenden werde Die auf dem Bahnhof trauens gegen die ciuivnixrn roctix: L-re aus oem vannyos .rauens gegm, bte qe| arbeitenden Studenten sollten mü Gewalt entfernt Sie ist der Ausfluß werden Ihre Arbeitsstätten waren von den Strci- kratisieruna und lähr Tas hessische Gesetz geht damit in der Ent- igembdlet e Astoria. 2» Anspruch zu nehmen, wenn die entscheidende ^setzlich berufenen Instanzen einer übertriebenen Demo- Zur Liedlnngsftage in Hessen. Man schreibt uns: In den letzten Tagen veröffentlichten Mittei- «rd ober nach dem hessischen Gesetzentwurf bei el!« landwirthchaftlichen Betrieben möglich fein, itboto sie nur über 100 Morgen Fläche umschsen. Tas Äiwefiünbnid. derartiges Land nur in drin- kenden stark belagert. Militärischer Schutz hat ein- f die Streikenden ohne Widerstand nungen in meiner Fraktion sind geteilt. — Tas Bolksbeg. lnnm lehnen wir einmütig ab. Tie Masse kratisierung und lähmt damit die Tatkraft ber verantwortliclsen Organe. Abg. Dr. Delbrück (D.-Natl.): Die Mei- Deriobte ' giß ISIS- Aus Sachsen-Koburg. K o b u r g, 1. Juli. Die Landesversamm- lung für den Freistaat Koburg genehmigte heute einstimmig die Abfindung des Herzogs. Letzterer erhält zum Eigentum seinen bisherigen Sommersitz, das Schloß Callenberg bei Koburg mit Gut und Park, das Schlößchen Eichhof und die Meierei Rosenau, ferner einmalig l’/2 Millionen in bar und Wohnungsrecht auf Lebenszeit auf der Veste Koburg. Die Landesvcrsammlung nahm ferner zur Resolution betreffend des Zusammenschlusses der thüringischen Staaten den Antrag an, wonach eine Volksabstimmung darüber ftattfinden soll, ob die Koburger Bevölkerung zu dem geplanten Großthüringen oder zu Bayern sich schlagen tvill. Sfet-Km und auch Wgemevchert n-nb der Povstoict- fteftiflen Kleinbauemwirtschaften als eAtrebens- nrrteö Borbild dienen kann und für die Beliefe- nmp Der Städte von größter Bedeutitng ist, zu l^colungszwecken ausgcteilt werden kann. Tas irtz in MnaW. I 6. m Mtikel mit ch das «orgrhcn her lüt echen geschallen ,6 der Krieg m AemM irbe, und tabdt den M Jing der Änechen 'N W bn« SachverUndM ij* L « befchMg^ Annahme von Anzeigen f. btt Zaneenummer bi4 zum 91nd)mtitag vorher ohnejebeVcrbniblichkelt Dreis für \ mm Höhe für An.einen v.34mm -Breit« örtlich 15 Uf., ausmärtt 18 *31, für tHedame- anzeigen von 70 mm Breue 48 'Vf. Bei Plah- oorfchrifi20°, Aufschlag. Hauvlichrifrleiter: Aug. Goeii- Bevantwortlich liu Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: l5r. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v Beck; sämtlich in Gießen b »lvri cnglischc Fli tihmnNuMigbnSjr genommen worden, sie n, um die 'Stabt zu beit mehrere Bomben afaö liutflin „aus Regicrmrgskreisen" zufolge hat die Airsschnslx'ratung des neuen lressischen Sied- über das Ziel hinausschießende Entwurfes beseitigt, aber leider Sttat^5Ä s** fi 2-li19191 H * u/,iß und w ä m W » -ÄS« w* Darauf wird der Reichspräsident E b e r t die Raii mierung-5urfunbe unterfertigen, die nach Versailles telegraphiert wird, wo sie Legationsrat L e r s n e r (rlernenceau übergeben wird. Die Urkunde wird durch einen Kurier nach Versailles gebracht. Morgen Dienstag berat die Nationalversammlung die Steuervorlagen. Am Donnerstag wird Ministerpräsident Bauer seine Programmrede und der Mmister des Auswärtigen Hermann Müller seine große Rede halten. Die Bedingungen für Deutfch-Oesterreich. , Bern, 7. Juli. (Dolff.) Wie der Pariser Korrespondent der „Alliance Centrale" erfährt, ist die Ueberreichung des deutsch-österreich- ischen Friedens Vertrages infolge einer vollständigen Aenderuna in der Haltung ber Alliierten gegenüber Teutsch-Oesterreich verzögert worden. Um Deutsch-Oesterreich nicht in die Arme Deutschlands zu treiben, sei eine vollkommene Revision der territorialen Klauseln, sowie eine Revision der wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen bot genommen worden. stanz, eine gefeßgeberifdje Juitiatitv auvzuüben. Abg. Katzen st ein (Soz.): Wie leuanen nicht, daß das Referendum unter Umständen fort* schritth.mmend wirfen kann. Jedenfalls muß aber, N>mn die ^Zolksvertretung einem starken Bedürfnis das im Bvlke herrscht, nicht Rechnung trügt, die Sehnsucht bestehen, daß allein durch die Souveränität des Volkes ein Gesetz zustande kommt. Reichsrommissar Tr. Preuß: Die Anträge dienen dazu, die Verfassung rwllkommen unüber- sickstlich zu madjen. Was dorn Volke an Otedjti-n hier mehr gegeben wird, steht in gar keinem Verlfelt- nis zu dem Schaden, der der Gesetzgebung zugo- fügt wird. den streik abzubrechen, da sonst cneigische Matz- uahmen ergriffen werden müßten. Der Kommandierende General ließ der Streikleitung ferner lagen, daß bei dem geringsten Vorkommnis der Belagerungszuüano verhängt werden würde und daß alle Vorkehrungen getroffen seien, um sofort Truppen von allen Seiten in die Stadt zu führen, um die Mehrlieit des Volkes vor Vergewaltigung durch eine kleine Minderheit zu schützen. gen Dienstag en-Konzerl r Dina h-b-l faltet mz klar erkennen, während das hessische Gesetz « die Interessen der künftigen Lanonehmcr ilbrt, aber der GckVhrdung der Nahrungsmittel- :*■ igimg und Ablieferung durch unbekümmerte acotungsmaßnahmen keine Beachtung schenkt, fefer Mangel erscheint durch die MöglidKeit, iß in der Durchführung des Gesetzes fei dien »sichtspnnkten Rechnung getragen wird, keines- '8» weniger bedenklich. Warum werden gegen lebe übeemrs schweren Bedrohungen der städtt- Derfevgnng nicht im Gesetz selbst ent- ttchenoe Sicherheiten geschaffen? Alle die sach- dHttnoigen und vortrefstichen Ausführungen, die k 'Mepe^qrurtbmtq zu btejem Punkte enthält Mn im Gesetzestexr, der doch allem maß- kend, fernen Ausdruck gefunden Das sollte bei F eubgültiflcn Fassung nachgeholt werden. । 'ifewiß ist ohne weiteres einzusehen, daß kein i>h«es Gut ein Recht auf Beftelfenbleiben hat, h« sein Boden nicht zunr Wohle der Allgemein- soweit als möglich ausgenützt wird; man W sich auch damit emverstanden erttiroen. daß Betriebe bet 'besonders dringendem Bedarf ren ÄM ihrer Bodenfläche abzugeben haben, fo- p der vevbteibeud • Rest dadurch tu ferner Lei- fFsHlngteit nicht leidet. Man wird aber rn allen Illen den Nachweis fordern müssen, daß die Bvr- Mngmtgen für die Erhaltung mindestens an» hratb gleich hoher Puoduktion gegeben sind. An- erlaufen wir das Wohl der Siebter mit p Wehe der Shädter. \ Gerade in bat regionalen Siedkungsmaßnah- Lr ^Wutf^en Zonen darf nicht ^ostfeUtch die Starke des Landhungers, sonst ntüfftm auch Lage und Umfang der schlefa h ^r ntcht brndwirtschastkch genutzten Bodew- Emzelheiten der Stedlung maßsebend [? *** ist begreiflicherweise gerade ftarfften, wo die Bevölkerung dicht ist, Lu? ?'• UI Heften auch durch die Opferung El. ^erfergung unentbehrlichen p^mcht befriedigt werden, während dort, wo F£Mung£lajtb retchlich jur Verfügung steht Met tuü> Osten Deutschlands), über das Fehlen F. geklagt wird Eine ver- StedekungSpoMk wird deshalb eine F^nßwmtg der Bodenanwärter in diese Gebiete ry ahnten raüffen. So wie man Kohlen- <^L.T$neiL Orten errichtet, wo die Kohle IMtzer Machtrgfert vorhanden ist, so soll man F dort v^ehatgat vvrnetznen, wo reichlich r a l s an Die Presse heißt es u. a.: Die von der Streikleitung in einem Flugblatt zugesagte Aufrechterhaltung der Ordnung ist nicht übevall drrrch- gesührt worden. Auf den Sttecken stehen Züge mit Lebensmitteln, sogar mit lebendem Vieh, das nicht befördert und nicht versorgt wird. Außerdem ’todt die Kohlenversorgung in bedenklicher Weise. Die Hannoversche^ Maschinen -Aktien- geseltschaft mußte ihren Betrieb bereits einstellen. Tie Arbeiter sind damft keinesfalls einverstanden. In Setze versuchten streikende Ar- I beiter ein Stellwerk zu zerstören, woran sie jedoch durch Beamte verhindert wurden. Ter Kommandierende General lM schon am Sonntag erklären, daß er militärische Hilfe zum Schutze der Arbrfts» Ans dem Reiche. Die Herabsetzung der LrbcnsmrLtelprrise. Mannheim, 7. Juli. (Wolff.) Ter Mann- hetmer Bürgerausschuß bewilligte in einer außerordentlichen Sitzung zur Deckung der ersorderlicheü Mittel für Herabsetzung der auslün- dischen Leftensmittclpreftse 3l/a 2W- rionen Mark. Die Bewirtschaftung von Fleisch. Berlin, <7. Jult. (Wolff.) Vom Reichs- ernährungsminksterium -lmrd mrtgeteüt: In einer Berliner Zeitung vom 5. Juli wurde gemeldet, daß die zuständige ReichSstelte den Ptcm erwäge, die Rationierung m>n Fleisch m absehbarer Zeit Mktzuheben, Wan hoffe, im Laufe der kommenden Monate vom Anstande so restlich Fleisch ernfüfoen zu können, daß die Bewirtschaftung desselben ovaau-Mllich tom 1. Oktober 1919 ab aufhören könne Tie Mitteilung entbehrt jeder tatsächlichen Begründung. An die Aufhebung der Dewirtschaftumg des Fleisches kann vorerst nicht gedacht werden. Der Eisenbahner-Ausftan- in Hannover. Hann-over, 7. Juli. (SBofff.) In einer Mitteilung des Kommandierenden Gene- UwbaS Gchagte km?» -utcrmmenzufasfen: was B>Ä«^orm beglich der landlrchm schon erfüllt. Zustellung des größeren Land- £ungenügend ertrag- *X.— 4Vii I*v.*!■ 11*.- —— — < r ( m. Aba. Dr. Koch-Kassel (Dem.): Das Volk ist das beste und sicherste Kontrollorgan, besser als ; irgend eine Kammer oder sonstige Körpersd»ast. ' Abg. Cohn (Unabl). Soz.): Der Volkscut- ' sd>eid bedeutet einen neuen Gedanken, ist aber ein 1 richtiges Mittel sür die Polüisierung der Atasfeu. ‘ Abg. Tr. Q uar ck (Soz.): Die Schwc-iz I>at die besten Erfahrungen mit dem Referendum ge- . macht. Es ist ein Bestandteil der Temokratie. Es , wäre ein 'Fehler, es nicht in die Verfassung aufzunehmen. Abg. Tr. Delbrück (D.-natl.): Wir lehnen 1 das Volksbegehren ab, weil es sich hierbei in der Regel um Tinge handelt, die in der Oeffeitt- lichteit noch nicht hinrcid-end erörtert worden sind. 9tach weiteren Beinerkungen des Abg. Haußmann kTem.) werden die Artikel 73 und 74 unter Ablehnung aller Anträge unverändert cm- genommen. Bei Art. 75 wird ein Abänderungsarttrag der Sozialdemokraten unb ein StreichunMantrag bet Unabhängigen abgelehnt und der Artikel in der Fassung dos EnLvurfs angenommen. Es folgt , sodann bte Annahme des Artikel 76. Dann folgt , Beratung des 6. Abschnittes „die Reichsverwab- ttmg". Abg. Quar ck (Soz.) berichtet über Art. 78 Die Art. 78—87 werden ohne Erörterung nach den AuAschutzbeschlüssen angenommen. Bei Art. 88 bett. Telegraphenwesen bittet der bavri'lschc Gesandte van Preger unb der Reichs' ’ tontmiffer Tr. Preuß um vorläufige Aussetzung , der Beratung. Das Haus tritt jedoch diesem Wunsche nicht bet Abschnitt "2 des Art. 82 bestimmt: Verordnungen jeher Art erläßt die Reichsregierung mit Zustimmung des Rc^chsrates. Tie Reichsregierung tarnt biile Befugnis mit Austirnmung des Reichsrates alicb dem Postminilter übertragen. Abg. Tr. Steinkopf(Soz) beantragt Streichung des Arttkels. Nach der Vevemh^ittichung des Postwesens bat Mitwirkung des Reichsrates qritten Sinn mehr. Außerdem tritt diese Bestimntung in Widerspruch zu Art. 77, wo bas VerordnmngSwesen allgemein geregelt ist. Nach kurzer Debatte wird Abs. 3 des Art. 88 gemäß dem Anträge Steinkopf gestrichen. Im übrigen wird der Artikel angenommen. Töe 23e ft-immun gen über die Reichsei sen- bahn werden ojyte Erörterung angenommen./ Art. 97 gibtöem Reich das Recht auf Hebet- nähme der schiffbaren Wasserstraßen. Ein gemeinsamer Antrag des Zentrums, der Demokraten unb der T. V. P. will btc Nutzung der Wasserkräfte und die Regelung des allgemeinen Gebrauches der Wasserstraßen den Ländern überlassen. 97 wird unveränd?rt angenommen^ Ter übrige Teil des letzten Abschnittes wird unverändert angenommen. Hinzugefügt totrb aut An^ trag sämtlicher Parteren außer den Unabhängig« ein Art. 100 a, wonach das Reich alle Seezeichen übernimmt. Tatcnn vertagt sich das Haus. Nächste Sitzung Tienstaa 8 Uhr. Steuergesetze. Schluß 6.40 Uhr. A«» Hessen. S. Darmstadt, 4. Juli. Der Lande»- ausschuß der Demokratischen Partei tagte am Mittwoch den 2. Juli in Darmstadt im Fürsvensaal, und war aus 15 Kreisen des Landes gut besucht. Zunächst berichtete FinanzministeH H e n r i d) über die Haltung der Fraktion der Deutschen denwkrattschen Partei in der National- verswumlung zur Friedens frag e. Es schloß sich eine längere Aussprache an, die ihre Zusammenfassung m einer non Justizrat Reh- Alsfeld .vorgeschlagenen Entschließung sand: ,, ,.,Der Lcmbesausschuß der Deutschen Demokratischen Partei m Hessen erkennt an, daß feine Ster tretet in der Nationalversammlung ihr ablehnendes Votum in der Friedensftage aus uuv-t» fter Uebetzeugung heraus abgegeben haben. Er bedauert aber, daß aus dem Verhalten oer Mehr- 1 der Fraktion in der Nationalversammlung btc Folgerung gezogen werden mußte, bie Ver- tteteic der Partei aus bet Regierung cmsschstben zu 1-llsert. Er betrachtet diese Maßnahme aber nut als eine vorübergehende unb spricht die Erwartung ans, ^aß die Fraktion nach wie vor bereit ist. sich in Gemeinschaft mit der bisherigen Mehrheit für die Durchführung einer demokratischen und sozialen Politik einzusetzeu." . "Sodamt sprach Pros. U r st a d t - Gießen übet das Landgesetz. Die Stellungnahme dec Volks- kaulincrfraktion fand allgemeine Zustimmung. Schließlich wurde dann nod) das Minister- pea sionssesetz besprochert. Hr. 156 Ter Lietzener Anzeige, «htzemt tätlich, außer Sonn- unb Feiertags. vezugspreir: montttL JJlf.l.60,oierte(- tatn-i'ch Mt. 4.8V durch Abtzolk- a. 3n>eigftefleu monail Mk. 1.50; durch diePost Mk.4.5Sviertel- \8tepL ansfchi. Bcstsüq. sterniprecb - StefeMfiffe: für bieSchi»^tle»«ng 112 Verlag, Svesch-ittofteUeSI ÜMfcbeihftir Drabtuach- nchkc-n: «nzat-er Lietzen. pgßich«ciaaia: .ftcmMrtt «. M. 11686 Deutsche Nationalversammlung. Weimar, 7. Juli. Ptäi ident FeHvenbach eröffnet die Sitzung um 2 Uhr 25 Minuten. Es ist eine Gesetzesvorlage über ine Anrechnung der während des Krieges! -utLck- gelegten Dienstzeit angegangen. Ter Abg. Thomsen (bei keiner Fraktion, 4. Wahlkreis, ScÄeÄvig-Hokstan) hat fern Mandat nieber gelegt. Ter Beirat des ReichSnftnisteriumS deS Innen:, Abteilung Elsaß-Loihrttcaen, hat einen telegraphischen Einspruch gegen btt Mißachttmg bes Selbstbestimmun gerechtes Elsaß-Lothrin- gen s im Friedensvertvage eingereicht. Tas Haus setzt darauf die Beratung der Berfassungsvorliige beim 5. Abschnitt über die Reichsgesetzgebung (Artikel 69) fort. Der Artikel bestimmt: Die Gesetzes- Vorlagen werden von der Reichsregierung ober aus der Mitte des Reichstages emgebnadit. Die Abg. Frau Agnes u. Genossen (Unalch.) beantragen einen Zusatz: Ter ReichswirtschaftSrat betefligt sich an der Gesetzgebung nach den Bestimmungen der Ltersassung. Im übrigen wird die reichsgeießliche Teilnahme der Arbeiterräte an der Gesetzgebung geregelt. Negienrngskommissar Dr. P r e u ß wendet sich gegen den Anttag der Unabhängigen und bittet, es bei bet Bestimmung zu belassen, in der ganz klar unb korrekt ausgedrückt wird, daß die Gesetzes- Vorlagen von der Reichs re gie rutig ober aus der Mitte des Reichstages eingebradjit 1 »erben. Auf bte Anregung der Unalchämgigen tbime man bei der Beratung des Artikels 162 zurückkommen. Aba. Braß (Unabh.) vermißt in Artikel 69 entsprechend den Antrag Agnes, daß amh der Reichswirtschaftsvat das Rocht zur (Anbringung von Vorlagen haben soll. Tie Ausführungen von Dr. Preuß erllArt der Redner nicht als ausreich eist». Tie Abstimmung über den Antrag der Unabhä-ngigen bleibt zwerfekhaft. Die Auszählung^ ergibt 110 Stimmen dagegen unb 89 Stimmen ür den Antrag Agnes. Tas Haus ist also nicht beschlußfähig. Ter Präsibent beraumt um 3/<3 Uhr d-ie nächste Sitzung auf 3 Uhr an, in der .Hoffnung, daß bis dahin die zur Beschlllßfaffung erforderliche Anzahl von Mitgliedern erscheint. Präsident Fehrenbach eröffnet die zweite Sitzung um 3 Uhr 5 Min. Der Anttag A g wes (ll.S.P.) wird abgelehnt. Bei den Arttkeln 73 und 74 be^nttagt die Deutsche Volkspartei Streichung des Ar- tttds 74, welcher bestimmt: Ein vorn Reichstag beschlosienes Gesetz ist vor der Verkündung zum Volksentscheid zu bringen, wenn es der Nerch^vAident binnen eines Monats bestimmt. Ein Gesetz, dessen Verkündung auf Anttag von mindestens einem Drittel des Reichstags ausgesetzt nririv ist dem Volksentscheid zu uuter- bwiten, wenn es ein Zwanzigstel der stimmberechtigten Wähler beantragt. Im übrigen sieht der Artikel 74 eine Volksabstimmung vor, wenn ein Zehntel der Sttmmberechtigten das Begehren nach einem Gesetz stellen. Die Unabhängigen beantragen für den ersten Satz die Fassung: Die Reichsregierung hat ein Gesetz vor bet Verkündung binnen eines Monats nach her Schluhabstimmung int Reichstage zur Volksentscheidung zu bringen. Die Mehrheitssozialisten beantragen für den zweiten Satz die Fasfimg: Ein Gesetz ist dem Volksentscheid zu unterbreiten, wenn ein Zehntel der Stimmberechtigten es binnen zweier Monate nach der Schlußabstimmung int Reichstag fordert. Abg. Dr. Heinze (D. V.): Der Ausschuß i hat gegenüber oer Vorlage die Möglichkeit des 1 xbiaumt worden ist. Tas ist die Forderung, daß znses Gesetz neben feinen sozialen Wirkungen un- htemgt auch dem landwirtschaftlichen Fortschritt und daß alles zu vermeiden sei, -k:—, vuiwnur geeignet wäre, die landwirtschaftliche Proei ff 2Mtssekrrlät öiHtion zu verringern. Den heute besonders wich- m Mextko gibt bekanc Mot Grundsatz, mangelhaft bewirtschaftetes Land en btn erwarteten ftoti Besiedlung zu intensiverer Ausnützung zu irom aus Deutsä ®CO1' verlaßt man in dem Augenblick, in dem tung sei *“ fldkttet daß em mustergültig geleiteter land- WnteWwwr £ •T*Q*x^t- •S8ct™6'. .^»toiern. und emng Wiens. i. «Wolff.) Der „Neue lq rngeblich autbenlischen tt ungarische» Gesaii ugasse stammen sollen, (ii jur Eroberung Wie, fÄä Man1 »1ÄÄ3 ” wolhto bebcutuneito-j. _________ öeö Tevoi von hlmdarau narf> allem zu erwarten ist — auf ..... Neue Verhandlungen zu dem Abkommen über die besetzten Gebiete. Berlin, 7. Juli. (WTB.) Wie die „Deutsche Allgemeine Zeitung" zu dem Abkommen über diebesetzten Gebiete erfährt, hat trotz der grundsätzlichen Annahme das Auswärtige Amt wegen der ungewöhnlichen Härten des Abkommens nochmals Clemenceau Verhandlungen vvr- geschlagen. Clemenceau hat sich zu Besprechungen grundsätzlich bereit erklärt. Die Verhandlungen werden vom Reichsministerium des Innern geführt, das den Unterstaatssekretär Lewald damit beauftragte, der von dem zum Reichskommissar sür die Rhein- landc ernannten Regierungspräsidenten von Cöln, v. Starck, nach Versailles begleitet sein wird. Der Abtransport der Deutschen aus Riga. Be r l i n, 7. Juli. (Wolff.) Das V o r g e he n der deutschfeindlichen Elemente gegen Riga macht den beschleunigten Abttcmsport der in der Stabt befindlichen 6000 Deutschen dringend nötig, und zwar muß dieser auf dem Seeweg erfolgen wegen der mangelhaften Ketstungsfehigkett der eingleisigen Bahn. Zur Ver- füanmg stauben hierfür bte (Dampfet „So em» n o ö e x" und „S chleswi g", die bei allerencff.er Velvgung 6000 Menschen HLlten fvrtschasten Faunen. Der Dampfer ..Hannover" hatte aus früherer Zeit her Fahrerlaubnis, bte der „Schleswig" mußte erst bcanteagt werden, wurde aber abgelehnt. Dtes ist wieder ein Beweis dafür, daß es unseren Gegnern nicht genügt, das Deutschtum aus dem Baltittnn herauszudrücken, sondern, daß sie ihr System, die Ausrottung der Deutschen und ihren Kamps gegen Frauen und ihnber schonungslos auchnach Unterzeichnung des Friedens fortsetzen. Für alle Folgen, die durch die Verhinderung der Rettung entstehm, trägt die Entente die Äeraittwortung^ genutzten Fläche umfaßt, die Volkswirtgünstigstr Mischung der landwirtschaft- ßen als erreicht anfteht unb besold von einerEntei ug gutbewirtschafteten dort isüch abfee^t, nimmt das Mche N'-esotz auf die gegenwärtige Bodenveriei- ......... «8 keine Rücksicht. Nun habe« nur aber bekannt- Snte trrttatSbMawt.:" J 6 hi fetten schon ein so starkes Übergewicht UcteMM m *,fln Klein- nab Mittelbefftzes (95.5 Prozent), daß T*" weitergehende SScrringerung der größeren wlitr tu eurem Sinken deS Bodenertrages führen »Ärde unb . deshalb für die Ernährung der All- etacinbrü von Nachteil wäre. Die ewzelnen Be- iaatrautoett des Reichsgesehes laßen die Hebung Ifer Produktion als eines seiner wichttaen Ziele sb9. Zahrgiing Dienstag, 8. Juli 1919 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 5u»lliimranMni öderen Teile, und ist für sich abgeschlchsen, Als S)eiProgramm ist die tzumovesL ,^Bxxntc als fatwn brr ^irrgsvrschchn q ter und vor allem über ihre T^rbrrungni. Herr Ganler von, Rrichsband der Kriegs beicht digtrn ergänzte die Ari Sf ö lMingeni der HmiMredner, stellte nene «sefichtS«pniiAe (ruf und bedauerte die Zerfplitterang in der KriegS- bef(#biflfeniyrgoniiruni Entttiufchou», die daS deutsche Volk Hin en KftogSdeschiibigten und Witwe» und Wösten be- reitet habe: nur bnrch SelUWste, ixredt Zu- saM»en schlich aller KrieqSbeschäbiBen, tonnten ihre bazrbtieften Forderungen durchqstetzt torrbeu. Ter Geschäfttzflchnk-r d-s EinheilSverbaildes, R c b - selb, der an Stelle b« verlgtederte» Vt-rbands- vovßtzendeN Gteiagrüfaer trfd)ic*en war, ve-Äveiiete sich in tatgrrrn Au^ührimgen über die Otgimi- ** Amtliche Personalnachrrchten. Am 1. Juli wurden der Bahnhofsvorsteher Jo Hs. Birkenstock zu Arheila-n, der Lokomotiv- 'tchver Nikolaus Saus zu Biaiuz, die Ladcmnster Philivv 5) a m m e r zu MoivH und Joharml's Lukas zu Bingerbrück, der JSeichetisteller 1. Kl. cteorg Hüthw 'hl zu Monsheim, sämtlich in der H-stisf-'-Preußischen Ei'enbah-'geweinschast, auf rhr NaÄuch^n in den Ruhestand versetzt Der Zugverkehr ist durch Bei- fegitng des EisenLahne?sttreiks auch in Frankfurt seit Montag früh wieder normal. Schon am Sonntag abend und nachts sind einzelne von Frankfurt abgelassen worden. Zwischen Alsfeld und Gießen wird och Samstag ein neuer Personenzug eingescho- chen Der bisherige Güterzug 7529 verkehrt regelmäßig, auch Sonntags, als Personenzug nut beschleunigtem Fahrplan. Gießen ab 2.35 Ähr nachmittags, Alsfeld an 4.27 Uhr. Der Prrfwnalzug Bvtzbach (ab 11.22 Uhr abends) Gietzen (an 12.02 Uhr) befördert niub Nichteisenbahver, aber nur Personen, die im Besitz von Arbeiter- und Zeitkarten sind. ♦♦ Einreise In das besetzte Gebiet. Das Zibikrommissariat in Frankfurt a. M. teilt mit: Alle in den Blättern erschienenen Nachrichten über Berkehrserleich- terungeu im besetzten (Gebiet infolge des Friedensschlusses entsprechen bis heute nicht den Tatsachen. Bis auf weiteres sind die alten Bestimmungen weiter in Kraft. Das Inkrafttreten neuer Bestimmungen wird durch Ab- schnitlskommandeure und Zivilkommissariatc sofort bekannt gegeben. Vorherige Anfragen mw zwecklos. Vor allem entspricht auch eine Mainzer Meldung, daß die Quarantäne zur Einreise in das von den Franzosen besetzte Gebiet aufgehoben fei, nicht den Tatsachen, vielmehr dient nach Mitteilung des Armeeoberkommandos in Mainz das Griesheimer Lager vom 6. d. M. ab wieder als Quaran- täuelager,Lmd zwar unter Aufrechterhaltung der bisher geltenden Bestimme nqeu. Die Dauer der Quarantäne beträgt ftcr die Personen, die nach Elsaft-Loth- riugen und in das Saargebiet einreisen wollen, 15 Tage, für alte übrigen 3 Tage. ** D ieb s g u t. Wem gehören ein größerer Posten rot- und weißkarierter Säckchetl, welche beschlagnahmt wurden und jedenfalls vou einem Diebstahl her rühren? Eigentümer wollen sich auf dem Poli-eiautt, Krrmtnal-Aü- teilung, melden. •* Diebstahl. In der Nacht vom 7. auf 8. l. M. wurde in einer Billa der Wil- helmstrafte eingebrochen unh folgende Gegenstände entwendet: 2 Pcrserleppiche, 3 Marok- kanerteppiche, 1 gestickte Decke, 1 itaL Decke und verschiedene Gold- und Silbersachen. Die Gegenstände wurden in zwei weißen Körben sortgeschafft. Sachdienliches nimmt die Krimi- natiolitei entgegen ** Gewerbes chu le. Die Kunst lockt und immer neue Kräfte drängen sich zur künstlerischen Lmstbohn ober suchen wenigstens tu der Beschäftigung mit der .Kunst oder dem Ltunsthwünverk den gecheinrnisvolten Reiz, de» die Kunst auSübt, zu ergründen. Biele versuchen, aus eigenen Wegen bfta 8M zu erreichen, doch würden tnd Zeit und viel Kraft mrvergeudet bleiben, wenn Überall Ge- tfgmb'tt vorhanden wäre, die nötigen Bortemtt- ntite zu erwerben und die erforderlichen Abteilungen zu erhalten. In diesem Sinne will bie e - werbeschule Gießen wirken, indem sie zunächst im Herbst 1919 einen kunstgewerb- l i chen Borfursu s «nrühibet, der fpüteehin in beruflich a et reimten Kunftgewerbe klassen weiterge>- sührt werden soll. Auch ist ein Lehrgang zur Aus- Städten verbringen ui tarnen. * Sau ter, 7. ^li. Vergangene Nacht wurde einem hiesigen Landwirt ein Rind aus dem Stalle g e ft o h l e n. SpgziergLnger, die eS be» ofccuf.tden, machten den Landwirt ausmerksun. wurde fofort ine Verfolgung ausgenommen. Tas Rind konnte in einem Lornacker, freilich schon geschlack.tet, gefunden werden. Den Tätern, die enttarnen, ist man auf der Spur. * Wieseck, 7. Juli. Hvinr. Krawutfchke, dem voriges Jahr et» Fluchtversuch mißglückt war, ist nun dank seiner französischen Spaachtemttr'sse aus französischer Gefangenschaft arte und glücklich heimgetel>rt. Stadtv. Noll (Dem.) bedauert, daß es chm in der letzten Sitzung mcht möglich war, feiatf Ansichten über das Lebensmittelamt zu vertrete« und gegen die Ausführungen des Stadtv Tieuer, der den legitimen Handel mit bem SchieberM« in einen Topf warf, zu protestieren. Auf die Eu» nab? der Grosihand-ssvereinigung und der Klein« lauftent (ittyfriti, erf ärt er, mittelamt auch strafbar gemacht, weil es bie w stehenden Gesetze übertrat. Zn begrüßen stt es, teil die Lebensmttteldeputation nicht nur mit (»I raten, sondern auch mit zu bestimmen hat. M stelle weiter den Antrag, daß diese Teputaiio^ durch zwei Sachverständige, die dem Stoumilw waren handel angehoren, verstärkt wird. Stadtv. Sommer iDem.) spricht dafür» ori daS Lebensmittelamt nicht ohne Unterstützung ote Sachverständigen Entscheidungen treffen tarn bei Schokolade über ein Objekt von 21>liN bei Kaffee von 216 000, bei Kartoffeln »o' 770000 Mk. Das Lebensmittelamt ist ein kalte männischer Groschetrieb ohne Käusmann: vite kann aber auS einem Stabtamtmann retiK» | Lebensmittelhänbler machen. Er schlägt baher »r, daß ständig zwei Sachverständige bem LetestS« mittelamt beigegeben werben. Der Weg, lebeSM ben Lebensmittelausschuß zu befragen, tft zu "W stänolich. Stabtv. Sommer geht bann nochmal». auf Oie Beschaffung ausländischer ftartofMn «n. Die Kartoffeln im Werte von 770 000 Mk^ M im besetzten Gebiet gekauft uno über bie Greith gebracht worben. Die Kartoffeln können nur drrt Sc^ebung lsereingebracht worben lein. Ttc dreht lieb aber nicht darum, ob wir ftartsndn jj ober ohne Schiebung erhalten, sondern daß w« überhaupt welche bekommen. ES gibt hier (J zwei Möglichkeiten: entweder gibt man bcn -VW frei ober man verbietet ihn Eine A'.,sscl)alti.0H des freien Handels wird aber nur einen caw außerordentllchen Schleichl)andel mit urmei)eurr % steigerten Preisen im Gefolge haben. xsonJtfa^, wegen müßte die Bonner Firma, von der o» Stadt die Kartoffeln bezog, dem StaatsaniE i übergeben werden. Die allgemeine fokale ist aber so, daß wir ohne diele Gtbtcßfr ni» auskommen können, denn Kartoffeln mü|[ini R allen Umständen beschafft werben. Er steht ao bem Standpunkt, daß alles, was aud utm ” setzten Gebiet kommt, dem freien Handel ÜWJ lassen werden soll. Das Lebensmittelamt wil l freien Handel einkaufen. Zwischen Lebensmitttel amt unb freiem Hanbel besteht fein Wiversprüh Es ist Aufgabe bes LebenSinittclamles, herbeiznschafjen unb bie Preise zu regulieren. diesem Gesichtspunkt ging auch Tr. Selb aus. , testiert muß aber dagegen iverden, daß er 1»,jl • ungeheure fDlengen von Schokolade uno 5ior»| i ein gekauft bat. Es kommt aber nicht barau) oj die öanblnngcn bes Lel-enSmittclamtes / n sicren. Man muß auch bie Gesetze irnb allgemen ' t Vorschriften des Staates in Betracht Liegen. - grünen Tisch aus weroea die tollsten Sachen in W W* verdient hat- r£c lurSnit E l kS w. UN Frlete ■ti; «ei unitr< Kmü Kl rechtje *&tt. *riy< Mgt deu Tank da Lebens-und Ls, der lem «eiern ll Lachoerfttndige könnte kest L Ä er die Waren, fLaibWmütd ttiman, daß die» kitM. Deshall dem entgi Lr-vä auf ben rm] GitoSÄejld Eta über die Bern M, die 25 N- al- Mtatdsbrot nallcht man üb /Ägericht abznho M'-teriisUMdepu Me ömü mH hm Ä mt Fn FU ttÄ WU, W jjaw oiMtzinm. --Mm sind »u a 55*™ Steift vkrlai *!M nnt der A ™rwftr n Komminmlverbaud bi; i Sckilachtung ber Pferde, die HerfMung von Frisch' | bie hier ren, Stabte. Erhard (Dem.) betont, daß das Le- toSffentlicht werden müssen. Stabte. Mann (Soz.) teilt im Auftrage von Einkoch Gutgehendes der tuet. Es konnten Angebote für Kaffee aus Holland jnU 7 Mk. pro Pfund eingeholt werden. Im wei- itm schließt er sich dem Anträge des Stabte. Lunker, Gerichtsvollzieher. chte englische Gummi- rare, sehr preiswert, _ud) Einzelabgabe. Muster können biS heute Abend 10 Uhr bei J. Hammel, Hotel Prinz Carl, etugesehen werden. 01Ä8e r-->muVUV» NN bCOl «aie Liebigstraße 65. Wer liefert Ziegenmilch gegen Abgabe ein. Militärmantels u.Bezabtung? Sckr. Angeb. unt. 013359 a. d. Gießener Anzeiger. Wer nimmt IVxjähr. Kind in gute Pflege? SLriftl. Ang. unt 01X84 a. d. Gießener Anzeiger. BWtslhrniik Ld mieten gesucht. Schr. Angebote unter 013290 an den Gießener Anzeiger. en, nicht allein im Srttrtfc auch im Interesse bet chanöels. Denn es ist « r Schleichhandel durch te rbert wird. (Sehr riiti:1 ung der beiden Uingafo unz und Mis;itimMN>i i umnschast. Werter ist zu > Lebensmittelamt bei Äv Reines Leinöl roh und gekocht liefert sehr vorteilhaft Hubert Rösgen, Oel- u. Lackfarbeniabrik, Köln, HubnSgasse 8, ■acliolger von C. Strack, Köln. 7984hv Hand und Hand zusammen arbeitet. Zu ererst ist eine Inventur vorzunehmen und eine ganz neue Buchführung anHulvgen, die c früheren Fehler vermeidet. Es ist auch manches zu organüieren. Zumal die Abkommen mit den etgern sind zu revidieren. Die Wurst wird aus rr?en freiem Fleisch hergestellt, es werden aber arten dafür verlangt, für die den Metzgern ihrer- itii wieder Fleisch iu-getrilt wird. Die Vertrüge über je Milch mit der Molkerei Grieb find ebenfalls zu Heren. Die Milch muß ständig kontrolliert: eben. Es dürfen fernerhin nicht auf 100 Liter klmilch 26 Liter Wasser kommen. Schon früher te man versuchen müssen, von dem Vertrag mit loszii kommen. Grieb verdient lediglich an llmilch 80—90000 Mk. im Jahre. Dafür ist Milch nicht einmal einwandfrei, die Wässerung systematischer Kindermord. Die L^ensmittel- tion wird der Oeffentlichkeit gegenüber volle ung übernehmen. Sie wird alles tun, die Mißstände, bie vorhanden fein können, zu gen. Stadtv. Krausmüller (D. B.) faßt noch mnal zusammen, daß das System mangelhaft war, »ährend man dem Lebensmittelamt keine direkten brtoürfe Wacken kann. Sachverständige hätten hin- hiezoqen werden müssen. Die Einkäufe hätten auf «Moendige Waren beschränkt werden müssen. Im tagen schließt er sich den Ausführungen von aadtv. Kling über das Nvtbrot und von Stadtv. ferner über soziales Entgegenkommen an. Stadtv. Vetters (Soz.) beantragt, daß «adtamtmanu Dr. Seid sich äußert, bevor die De- tote weitergeht. Rollbahnen ab Mannheim sofort lieferbar: 5000 m Schienen, 80 mm hoch mit L. und B. 4500 m mont. GleiS, 65 mm hoch komol. 50 St. Muldenkivvwagen 30 St. Plateauwagcn 30 St. Kastenwagen 600mmSpurm.Rollenlag. Weichen, Drehscheiben. Anfragen an 7653h v „Oentschbabii“- Komm -Gss. Mr. KaHmann, Mannheim Kirchen str.7,TelL61u.7787. umgehen. Ans dem Lande ist Herats vom Reiche zugewiesenes Fett zur Ausgabe gelangt, daß hier noch ausKvgeben wird. Auch dadurch sind^msinuige Gerüchte entstanden. Wäsche fen Waschen u. Bügeln rar» angenommen. Eine Webe, C«8808 Heuchelheim. ^ter Sitzung nützt Kaufmannschaft und Schieberin auf gleiche Stufe stellen wollte Zum Beweis ^bedauert, ba& «s tl* «W möglich um, sZ xnemiltflnmt tu vertret» gW des Ttadtv mt dem Sdjitbertin protestieren. Aus die 5» «emtgunq und der Ach, «rt tUa; bi-Stifitigm, EZweidrEmao^ e. Äleuüauileute wallen bii Er der Swpbät all, Wben, kam das Mr*« i werden. Auch die Prch. o wie das Mensmittklaat endiy, als sich Angebot in ige halten, ßobüd da; ab, ch der trete handel ro tfi Stadtv. Kling (2).^R.) spricht dem Lebens- rdtdamt den Dank dafür aus, daß es die Bevölke- r.!ig mit Lebens- und Genußmitteln versorgt hat. t , hat aber zu teuer gekauft und hätte außer öerrn Cif na, der kein gelernter Kaufmann ist, auch an* b'tr Sachverständige hinzuziehen müssen. Der Untersuchungsamt tut alles, was es vermag, um diese Zustände zu beseittgen. Die Herren von diesem Amt sind fast ausschließlich mit Untersuchungen von Milchproben beschäftigt. Es ist aber auch außerordentlich schwierig, den Täter festzustellen. Der Bauer bringt seine Milch aus dem Stall zur Orts- sammelstelle, wo sie mit der vieler anderer Erzeuger in eine große Kanne kommt. Dort wird sie von der Firma Grieb durch Fuhrwerk abgeholt, worauf die Milch von Den verschiedenen Sarnmel- stellen in große gemeinsame Behälter geschüttet wird. Auf diesem Wege gibt es sehr viele Möglich- keiten, wo Verwässerungen vorgenommen werden können. .Sogar der Fuhrmann kann dies tun, ohne so leicht eine Entdeckung befürchten zu müssen. Die Fischerei untersteht ausnahmsweise nicht dem Lebensmittelamt, so daß dies dafür auch nicht verantwortlich ist. Was die Butterversorgung anlangt, so werden wir von der Landes-Milch- und Fettstclle beliefert. Fn letzter Zeit haperte es aber vielfach an der regelmäßigen Belieferung und wir erhielten meist Margarine. Die Milcheinlieferung bet Grieb ist so geringfügig, daß die Butterherstellung kaum in Frage kommt. Jetzt ist es allerdings etwas besser geworden. Die verbleibende Buttermenge kommt ausnahmslos in Gießen zur Verteilung. In erster •für, daß aber auch der Kleinhandel nicht immer •llfci, verwies er auf das Verhalten der Gießener vickermeister bei den Militärlieferungcn Stadtv. •öki ist nicht befragt worden über die Menge •^nzukausendcn^Kass«s^^lang^^ationierto Mittwoch ben 9. Juli, '°chwittaas 2 Hbr, oer- fcijere ich zwangsweise hei1 Barzahlung an pt und Stelle ’uferne Drehbänke und ' StirneQbojrmaftbmcn. tattner Starte ff etu zu 15 Mk. ab, während et (c Schleichhandel $u 10 Mk. zu hoben war. Der j^Mmünalverband nmßte ferne Kartoffeln aus Jä>oeuBcn beziehen, während die Srhteichhanbels- ,xxe vvn Oberhessen stammte. Das sind unmög- ■ che Zustände. Es muß unbedingt beim Reichs- ^cheramt vorgegangen werden. Die Städte stehen nie geschorene Schafte da. Dm Schäfer sind die ijwfltiten, nicht unsere, sondern solche, wie die Lutz in Bonn, die an den Kartosseln, die । e der Stadt lieferte, mindestens 16 Mk. pro lutiier verdient hat. Stadtv. Görz (Ztr.) verlangt, daß das Le- 1,-r.smiltelamt außer den rationierten Waren nur < lche beschafft, die zur Ernährung notwendig sind, scht aber Genußmittetz wie Kaffee und Schobr- .de. Die sogenamtte Schokolade war ein Nähr- pjttel, das im Frieden höchstens 20—30 Pf. ge- |?fet hätte. Bei unsexer Valuta ließe sich auch ein » reis von 1 Mk. rechtfertigen. Wir unterstützen also Ul, Ausland in außerordentlicher Weise und ver- l Fechtern unsere Valuta. Schokolade und Kaffee '»t im Geschmack und lehr »ergeben tvorden, ohne daß dir selbständigen Bäcker tefär herangezogen wurden. Stddto. Fourier (U. S. P.): Die Organi- sülion des Lcbensnrittelamtes war von vornherein tnfehll, da die früheren Stadtverordneten nichts itocres getan haben, als dem Oberbürgermeister einen unbegrenzten Kredit zu bewilligen. Ein Fehlt war, daß im Lebensmittclamt nur Beamte tätig waren. Es fehlte ein Verwaltungsbeamter, der mit tra Rechnungswesen Der traut war. Das Mißtrauen in der Stadt gegen das Lebensmittelamt ist daher fein groß geworden, auch die Btchandlung der Ein- Ir-hter ist nicht der neuen Zeit entsprechend. Es gM dort Bcamto, die kein soziales Verständnis kben. Eine weitere Krittk kommt von den Inter-» dienten aus den Groß- und Kleinhändlern. Die kletzgermeister haben teilweise ebenso wie die Stadt bipnali eingekauft, das sie zu 16 Mk. abgegeben hoben. Kaff« und Schokolade sollten nicht in dcr- artigen Mengen gekauft werden, aber Dinge, die imbtomgi zum Lebensunterhalt erforderlich Hwßhantel könnte keine billigeren Waren einfüh- M, weck er die Waren nicht einsühren darf. Kom- nume und Lebensmittelaurt haben aber das Inter- re daran, daß die Einfuhrbeschränkungen fallenj 1m!ausieilte,das M cn, jo M8 at; idbfttcntänöhd; t ofiftänbig leben. M «Mr säs* SnnflfS Jrcnndiu, welch. Zin- tc reffe au Munk, Svort nsw. bat Schr. Angebote mit Bild unter 013297 an den Gieß. Anz. Wer abortiert hübschen gefunben 8025h v Kuaben 7 Jahre alt als Eigen. Angeb. unt. a. 722 F.on Haaicnstetn & Vogler Ä.^., Treibern L B. Ter freie Handel würde die Preise noch wahnsinniger in die Lwhe treiben. In der ZEG. und den Kriegsgesellschaften sitzen nur Fachleute, d. b. Interessenten. Wir müssen anerkennen, daß die Lebensmittelversorgung in Gieße» besser geklappt hat, als in »oberen Städten. Gegen die Einkäufe an sich war nichts euiyzroenben, nur gegen die Quantität. Tas Lebensmrttelamt muß preisregulierend wirken. ES sind heute noch Geschäfte in Gießen vorhanden, die Schmalz zu 18 Mark verkaufen. Beig. Kren tzien weist darauf hin, daß noch fünf Wortmeldungen vvrliegen und bittet sich kurz zu fassen. Stadtv. Moos darf (Soz.) betont nochmals, daß es dem Lebensmittel-amt an sozialem Verständnis mangele. Es hätte das SckMolz und das Büchsensleisch für ärmere Leute in Kredit geben müssen, damit auch sie die Waren batten kaufen können. Wir haben nicht genügend Brot zu essen und doch stecken die Konditoreien bis oben» hin voll Torten. Teckweise werden selbst Torten nach Wetzlar geliefert. Stadtv. Otter (U.S.P.) verlangt ebenfalls einen anständigen Ton auf dem Lebensmittelamt der Bevölkerung gegenüber. Tie Verteilung aus Kartoffeltusahkarten wurde ungerecht gehandhabt. Stadtv. Ebel (Dem.) beantragt Schluß der Debatte in Anbetracht der vorgeschrittenen Zeit (7 Uhr). Es entsteht eine Meinungsverschiedenheit über die Führung der Geschäftsordnung, die ziemlich erregt verlauft, hierauf wird SLadürmttnanu Dr. Seid das Wort erteilt. D« Antwort des Lebensmittelamles. Stadtanttmann Dr. Seib: Jchmußi nochmals grundsätzlich seststeLlen, daß die Handlungsweise des Lebensmittelantt es durchaus im Einklang mit den bestehenden formellen Bestimmungen stand. Tie Ankäufe sind mit Genehmigung des Oberbürgermeisters geschehen, der die terforderlichen Kve- bite bewilligte, lieber die Zweckmäßigkeit >es Einkaufes läßt sich ftrritcn. Es muß aber darauf bin- gewiesen werden, daß sich auch die Großhändler mit dieser Frage beschäftigten, die darüber durchaus nicht einer Meinung waren und von einem Einkauf absahen. Hätten die Großhändler ein* gekauft, bann wäre für bie Stadt keine Veranlassung dazu vorhanden gewesen. Ter Ankauf geschah einzig und allein im Interesse der Verbraucher. Seinerzeit wurden bie betreffenben Waren von feinem Hänbler billiger abgegeben, als sie bie Stabt einkaufte unb später wieder abgab. Auch jetzt noch wird Schmalz für 17 Mk., Speck für 20 Mk. und Seife zu 7 Mk. bas Pfund verkauft. Wenn bie Stabt bie Ware zu einem billigeren- Preise beschaffen faiut, so ist es ihre Pflicht, dies zu tun. Tem Kartoffel- unb Schmalzeinkauf wirb wohl jeder ohne Zweifel zustimmen müssen. Was Schokolade unb Kaffee anlangt, so ist c3 zu einem gewissen Grade richtig, daß diese nidit unbedingt rwtwendig waren. Aber der Kleinhändler hat diese Waren auch vertrieben und zwar z. B. dieselbe Tafel, die die Stadt zu 3,90 Mk. abgab, zu 7—8 Mk. Ferner wurde rohw Kaffee w 24 Mk. das Pfund verkauft, wahrend die Stadt für den gebrannten nur 17 Mk. nahm. Nach Kaffee ufw. bestand aber wirklich ein Bedürfnis, nicht nur in besseren Kreisen, sondern auch bei der Arbeiterbevölkernna. Auch ich persönlich bin der Aufsasiung, daß die Menge zu groß war. Der Händler gab seine Ware aber nur waggonweise ab, wobei sich Gießen mit der Stadt Siegen! in die Menge teilte. Bei der Kartosfei Versorgung ist die Stadt nicht übers Ohr gehauen worden. Wenn dies doch der Fall fein sollte, so wäre es die größte Blamage für den Handel, der ja vor dem Ankauf befragt wurde. In allen diesen Artikeln gibt es eine bestimmte Preislage, in der die Ware gehandelt wird. Fri^>- berg und vor allem Frankfurt haben diese Kartoffeln waggonweise zu gleichen Preisen wie Gießen gekauft. Die Frage, ob das Lebensmtttelamt weiterhinWareeinkaufen soll, ist wohl dadurch erledigt, daß die Mehrzahl der Redner dem einstimmigen Beschluß der Lebensmckteldepu- tation zugestimmt hat, baß bie Stadt Ware ein* kaufen kann, um pveisregulierenb zu wirken. Das zur Ausgabe kommende Notstandsbrot wird je zur Hälfte aus Gersten- und Roggenmehl hergestellt. Reines Gerstenmehl haben wir allerdings nicht, aber reichlich Graupen aus Hec- resbeständeu nsw. Um mm diese Graupen, an denen die Bevölkerung kein Interesse hat, der Allgemeinheit nutzbar zu machen, haben wir sie schon seit vorigem Jahr zu Mehl vermahlen lassen. Dieses Graupcnmehl dient zur Herstellung des Notstandsbrotes. Da wir nur Graupen verarbeiten können, ist dieses Gerstenmehl wesentlich teurer als Roggenmehl. Der Zentner kostet 80 Mk. gegen 20 Mtz beim Roggenmehl. Das Notstandsbrot muß daher auch entsprechend teurer sein. Roggenmehl kann die Stadt für diesen Zweck nicht bekommen. Aus Gerstenmehl allein kann man kein Brot backen, man muß es mit Roggenmehl vermischen. Aus der allgemeinen Versorgung muß daher ständig Roggenmehl entnommen weroen. Zum Ausgleick> muß wieder Gerftenmehl in die allgemeine Versorgung übergehen. Das Notstandsbrot wird so berechnet, als ob es ausschließlich aus Gcrstemnehl hergestellt wäre. Daraus ergibt sich ein Preis von 2 Mk. An diesem Notstandsbrot wird weder von der Stadt noch von der Konsumbäckerei etwas verdient. Wenn nun bemängelt worden ist, daß zugi Backen des Notstandsbrotes ausschließlich die Konsumbäckerei herangezogen wird, so läßt sich dies beim Notstandsbrot nickt so einfach ändern. Wegen des Preisunterschiedes muß dieses Brot einheitlich gebacken werden. Es besteht zu leicht die Gefahr, daß das Brot in SÄ**. N immer M Nlen Ültlvttsorgung. femtraqt beit e*. tti-d ’?"J» mackes w .'Tfvnt »r fitb. Des Ankaufes vvn Kaffee und Schokolade roen j. ö. yu-wwv» — t -qai braucht man über das Lebensmittelamt kein Stellt (*wbct bühttG w s chnbengericht abzuhalten. Die Frage ist, wie die i® Lebensmitteldeputation von jetzt ab mit berrt ben Bäckereien vertauscht wird. Aus diese» Grunde wird eS auch in einer besonderen Form, viereckig und mit einem besonderen Zeichen versehen, gebacken. Wollte man anderen Bäckereien das Not- standsbrvt überweisen, so müßten sie an bem betreffenben Tage nur btefe Brotart backen. Dies ist insofern schwierig, ba das Backen des gewöhnlichen Brotes an bestimmte Zeiten gebunden ist und nicht im voraus gebacken werden kann. Es ist ferner zu beachten, daß das Notstandsbrot erst seit den letzten Togen in größeren Mengen gebacken wird. Es ist schwierig, die Bäckereien abwechselnd mit dem Backen des Notstandsbrotes zu betrauen, da manche kleine Bäckerei nicht imstande wäre, die benötigte Menge herzustÄlen. Dem Obermeister der Bäckerinnuug habe ich jedock Prüfung der Angelegenheit zugesagt. Wenn die Bäcker glauben, daß das Backen des Notstandsbrotes zu dem gleichen Preise, wie es der Konsumverein macht, in ihrem Interesse liegt, so mögen sie sich an die Lebcnsmitteldcputation wenden. Es wird in der Stadt davon gesprocken, daß Gießen ein größeres Schmalzangcbot zu 6 bis 7Mk. pro Pfund abgelehnt, und daß die Stadt Offenbach dieses Schmalz übernommen habe. Ich bestreite dies ganz entschieden. Offenbach hat ebenso wie Gießen 11 bis 12 Mk. bezahlt. Ich verurteile es aufs schärfste, lvenn von einzelnen auf dem Lebensmtttelamt beschäftigten Personen dem Publikum gegenüber nicht das nötige Entgegenkommen gezeigt wird. Diele Beschwerden finb mir übermittelt worden. Ich habe immer den betreffenden Herrn sofort zur Rede gestellt. Ick möchte aber zu bedenken geben, daß wir unsere Beamten nicht selbst ausgewäptt haben. Bei der Demobilmachung mußten die Damen, über die ja auch vielfache Klagen Vorlagen, entlassen und uns völlig unbekannte Kriegsteilnehmer eingestellt toerben. Bei einem Manne, der jahrelang im Felde gestanden hat, ist es aber auch verständlich, wenn er sich etwas sckvver in die richtigen Umgangsformen hineinlebt unb wenn seine Nerven manchmal durchgehen. Wir werben alles tun, um diese Mißstände in beseitigen. Aber auch das Verhalten des Publikums ist nicht immer ermvandfvei. Dieser Tage suclstc ein Marm seiner Forderung durch Ziehen dos Revolvers Nachdruck zu verleihen. Einzelne Beamten sind von morgens 8 Uhr bis mittags förmlich belagert von schunpfenden und schreienden Menschen, so daß es kein Wunder i|L nxntn diesem Beamten die Geduld mal reißt; auch mir würde das passieren. Zu ben Anregungen über Jnventurauf- nähme und Buchführung des Lebetsmittcl- ambes möckste ich bemerken, daß das Lcl^nÄnittel- amt nickt in der Lage ist, auch nur einen Pfennig selbständig auszugcben. Seher Betrag bedarf der Anweisung durch die Bürgermeisterei, so daß also jede Ausgabe durch bie Stadtverwaltung kontrolliert wird. Sclbstoersländlich können 'arir unsere Bücher abschlleßen. Damit wird aber kein Beweis geliefert, daß sie richtig geführt sind. Schon mährenb des Krieges tauchte bie Frage auf, dem Lebensmittelamt eine selbständige Kasse zu geben. Man sah aber hiervon ab, um eine möglichst scharfe Kontrolle durch die Bürgermeisterei zu erreichen. Eine kauftnänniscke Abrechnung kann nur durch Vermittlung der Stadlkasse erfolgen, die die Einnahme- und Ausgabebelege gesammett hat, bi sie über den gesamten Kriegskredit Rechenschaft ablegen muß. Was die Fl ei s choersor g un g anlangt, so glaube ich, daß sw hier ziemlich gut geregelt ist. Unerlaubte Fleischabgaben können fteüich immer noch ootßjmmen. Das kann aber nicht durch das Lebensmittelamt oerhiudert werden. Das Vieh des Viehhandclsoerbandcs wird auf Anordnung der Stadt gefchlachtet. Während des Schlachtens hat außer dem Sckilachthos kein Mensch über das Fleisch zu verfügen. Nach der Zahl der abgegebenen Mar^n wird nun das Fleisch ausgerechnet und erst bann an die Metzger verteilt, der nun über bas Fleisch verfügen tarnt. Ter Metzger bekommt einen bestimmten Prozentsatz für Hackverlust, Eintrockncn usw. angerechnet. Tie Reichsfleischstelle hat dieses Mehr auf 8 Proz. festgesetzt. Wir geben aber nur 3 Proz. mehr. Dafür lassen wir den Metzgern das sogenannte Geraupe, die Eingeweide usw., die sie zu Wurst verarbeiten. Vor einigen Monaten hatten wir versucht, dieses Geraupe in Anrechnung zu bringen. Tas Ergebnis war aber geradezu kläglich. Wurst kann nur gegen Marken abgegeben werden; dies ist Reichsoorschrift. Linie werden die Kranken berücksichrigl. SBoni ivül eine Sendung Auslands butter erhallen, so könne» wir diese nicht sofort restlos zur Verteilung bring*tu Die Bevölkerung wäre dann mit ihrer, für > bis 6 Wochen bestimmten Menge meist schr schnell zir Ende. Deshalb verdient die wöcheutsiche Verteilung> den Vorzug, wenn bie Butter manchmal auch einige: Wochen bei der Stadt lagert. Mttunter ist aber1 chvn die angelieferte Bnller nicht ganz timvantM tcl (Es handelt sich dabei um dänische Butter-, )ie ja einen sehr weiten Weg bis zum Verbrauchecl zuruckzulegen Pat. Sie geht erst nach Darmstadt unb* wirb uns von dort zugeteilt. Es ist die Frage aufgeworfen worden, was miti den beschlagnahmten Waren gcjckiebt. D» ist zunächst sestzustellen, daß das Lebensmittclamp überhaupt nichts beschlagnahmt. Dies ist Sackc beS. Kommunal Verbandes, des Polizeiamles, der Licker- hcitswachc usw. Was tms von diesen Stellen überwiesen wird, kommt selbstverständlich der allge* meinen Versorgung restlos zugute. Wenn cs siÄ Mitunter auch um größere Mengen handelt, so iie sie bei der Zahl der L«sorgungsbereci>tigtcn so gering. daß sie der einzelne an seirwr Ration gar nicht merken kamr. Cs liegen aber genaue Abrechnung« über diese beschlagnahmte Ware vor. Es ist bemängelt worden, daß das Lebensmittelamt nicht bekannt mache, daß für fehlende Kartoffel Ersatz gegeben werde. Menn wir dies täten, so mürbe das Lebensmittcl- antt schon längst gestürmt worden sein. Unsere Kartosfelvcrsorgung lies übrigens schon am 15j Juni ab. Von vechtswegeu Mitten wir also nacht dem 15. Juni gar keine Bertglichtung zur Kar- tofselvcrsorgung. Reichs- und Landeskartoffelstclle müßten für die nötigen Licserimgen sorgen. Witt haben aber trotzdem mit allen Mitteln oerfudit, Kartoffeln heranzubeko mm en und kleinere Bestände' zur Verteilung gebracht. Wir haben auch für eine ?iotstands«fferve an Nährmitteln gesorgt. Fesl- stcllen muß ich, daß wir bis zum 15. Juni jedermann vorschriftsmäßig mit Kartoffeln versorgten. Man muß sich auch vor Augen halten, daß sich unter den Leuten, die jetzt keine Kwrtofseln mehr haben, .viele Vesinden, die vorschristsmösffg ein* gedeckt, .aber schon vorzeitig mit ihren Vorräten zu Ende waren. Sie sind also selbst schuld, wen« sie jetzt ohne Kartosseln sind. Es ist angeregt ioorben, die Preise sur Bemittelte und Dllnderbemittelte a b z u st u s e n. Ties> ist aber nicht Sache des Lebensmittelamtes, sondern der Stadtverordnetenversammlung, bie bajüc die nötigen Mittel zur Verfügung stellen müßte.» r.) fhrirfjf„ 'itahtern unsere Valui =»l.l ütiiqfls11“ urra müerbem w rucr. Es konnten Angeb .Je? E lassen ju fönre Punkte tS Nlan. er1ter erledigt werden Stadtv. Noll (Dem) beantragt zur Lebens- mitteldeputation den Gvoßhändler Sauer xrnti Kleinhändler Schmidt zu coopticren. Stadtv. Krausmüller (D.Vp.) ist der A»v- sicht, daß durch Heranziehung dauernder Mitglieder, der Ausschuß wieder zu schwerfällig würbe. Es sollen Sachverständige von Fall zu Fall heran* gezogen werben. — Stadtv. Naumann und H ö l)n schließen sich dem an. Stadtv. Noll sicht bies ein. ' Beig. Krenzien verliest folgende Einträge: Anträge der Lebensmitteldeputation. Anträge der Lebensmitteldeputation, bie einstimmig beschlossen hat: 1 1. Der Einkauf von Lckensmitteln "ourck die Stabt wirb für ersorberlich erachtet, um eineit Einfluß auf bie Preisgestaltung zu gewinnen. 2. Die Lebensmitteldeputation soll unter Hinzuziehung von Sachverständigen ermächtigt werden, Beträge in jeder Höhe auf Kriegskredit anzuweisen. 3 Das Lebensmittelamt toll ermächtigt sein, Einzelankaufe bis zum Betrage von 1000 Mk. sclbsiändig vorzunehmen. Heber diesen Betrag hinausgchende Ankäufe bedürfen der vorherigen Zustimmung der Lebensmittelbeimtcttion. Stadtverorbneter Noll (Dem.) beantragt: Die Lebensmitteldeputation ist durch Hinzuziehung von zwei Sachverständigen aus dem Handel zu verstärken. Stadtv. Vetters (Soz.): Es ist unmöglich, daß das Lebensmittelamt mit Hemmschuhen so arbeiten kann. Es muß in der Lage sein, einen! Abschluß zu machen, der ihm im nächsten 9higen^ blick entgehen kann. Ter Betrag, über ben er frei verfügen darf, muß zum mindesten erhöht tonten. Stadtv. Sommer (Tem.) schließt sich dem an. Tas Amt muß aktimisfvhig bleiben. Die Lebensmitteldeputation soll für dauernd zivei Mitglieder deputieren, bie über eine höhere (summa verfügen können. Stadtv. Kling (D.N.) schließt sich dem an, falls Fachleute bestimmt werden. Stadtv. Fourier (U.S.P.); Die Deputation muß erst praktisch arbeiten und kann sich dann! zu besonderen 9tegelungen entschließen. Stadtv. Ebel (Dem.) beantragt, daß bem Lebensmittelamt Herr Krumm und die stadtv. Noll und Tiener zur fofertigen Entscheidung über Einkäufe beigegeben werden . Stadtv. Weiß (U.S.P.) beantragt, daß die weiblichen Hilfskräfte aus dem Lebensmtttelamt entfernt unb dafür Kriegsbeschädigte eüigefct* ir erden. t _ .. Stadtv. Otter (U.LP.) verlangt, daß die Namen der Geschäftsleute bekannt gegeben werden, netten, die Schokolade zu Wucherpreisen vertäust haben. Es wird Schluß her Debatte Ixxuitmgt und angenommen. Stadtv. Höhn (Tem.) bedauert, daß er durch der Tebatte verhindert ist, als früheres Mttglieb des Lebensmittclamtes %u sprechen. Stadtv. Ebel (Tem.) faßt als Ergebnis der Aussprache zusammen, daß das LebenSmitteftunt bis auf geringe entschuldbare Fehler sich glänzend bewährt hat und daß man ihm. weüethm. Vertrauen eMgegenbrrngen kann. Die Anträge der LebenSrnttteltevutatton werden angenommen. (Schluß folgt) Fällen mir des Leiters!■ nt hat (Siebtu. Dior t nicht recht, daß man V. hier, die grötittn rtt«' ite schiebt. Wem sich M c des Lansmcmiistaiffes b mäer Leckch uni) Atta >e MWändr sind » ■ «lick, denn an da vm Männer, d«ba-r -iiichteuie lind. Benn Ku!- \M 1. 8. dieselben Lee Zur Milchverforgung ist zu sagen, daß fthr bedauerliche Zustände eingerissen sind; jetzt wttd mehr denn je gepanscht. Das chemische ’^glge W? von 1065 fianX* ■' ti ' «ametlvobrmasc te« W W1 w» mit t,iebiÄi,tni,e Gläser Gummi Li«« sehr billig. Carl Schunck Nachhilfe in FraurSs. für Untersekundaner ges. Schrift l.Angeb.unt.013350 an den Gieß-Auretg-erbet. Letzten SamStag verloren durckbr. schwarz. Selflen- kragei t Restaur. Liebigs- höbe,Rand Philosovhenw. b. Wtescn. Finder Belohn. Hotel BrtuL «w» mOtotiTnhi(ie de>ufesmittelamt mehr kaufmännisch geführt werden Salbv^.^r M'kiffe Er fragt an, wo bie beschlagnahmten Hamit „ beftvgen, w ' tavarcn hingelangcn. 1 Stadtv. Biermann (Dem.) wendet sich ®om!LiaiWr 5 ften das Notstandsbrot, bas schlecht und teuer I 77OOOU A c Daß Kartoffelscheine i»erauSgabt tourten, hätte ob. dann geeignete Blame für »otert oder 1. Okteäer zu pacht, gesucht, ©rbriftl. Ana. m. Preis unt. 013364 an den Gießener Anzetg- Zur Anz. v 4./7. 013089 Ralph Will. Boeckcl, Asterwea 161 l. H. Berk. tagl.zw.9u.11u.5u.7Uhr. Stärke-Wäsche wirb schön gebügelt vuau Wolittraße 411 100 Mark Belohn una! Schwarzer Lwergdaötel- Hund mit braunen Psülchen «Halsband m.Schellet am Montag, 7. Juli,norm 8 Uhr Ecke Bahnbofslr- Liebigstr. entlaufen. 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