Erster Blatt 169. Jahrgang 3mtlltngsrnn66rnen Gesandten in Poris vertreten war, über Uebergabe deutscher Souveränität. Paris, 6. August. (Wolfs.) Havas. Ter Oberste.Rat der Alliierten hat Montag nachmittag beschlossen, daß die Chefs der alliierten Militärmissionen der Konferenz, die in Berlin zwischen polnischen und deutschen Vertretern stattfinden wird, um die Uebergabe der Souveränität Deutschlands an Polen in den abzutretenden Gcbie'en zu vollziel-en, beiwohnen sollen. Der Oberste Rat hat sodann die Eine Sonderkommission der Entente. Versailles, 6. Aug. (WTB) Der Oberste Rat der Alliierten hat gestern beschlossen, eine Sonderkommission von vier Generalen noch Budapest zu schicken. Die Kommission hat die Aufgabe, die Entwaffnung der Roten Armee vorzunehmen und die Durchführung der Waffenstillstandsbedingungen zu überwachen. Die Polenfragc. Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Unter Vorsitz des Reichsministerpräsidenten heute, wie wir erfahren, eine Konferenz die Polenfrage begonnen. Die russischen Kriegsgefangenen. Amsterdam, 6. Aug. (Wolff.) Dem „Al- gemeen Handelsblad" zufolge meldet die „Times" aus Paris: Tie Frage der noch in Deutschland befindlichen Kriegsacsanren'-n. her en Zahl an unge ä) 2)0 0 0 Mann geschätzt wir', bcschäf- tigt )eit einiger Zeit den Obergen Rat Der Allier- ten. Obwohl ihre Rückkehr nach Russland die Armee der Bolschewisten verstärken wird, be- chloß der Oberste Rat, Deutschland mitzuteilen, xrß ihrer Rückkehr in die Heimat nichts mehr in den Weg gelegt werde. Liquidierung sequestrierter deutscher Werte. Versailles, 6. Aug. (Wolfs.) Tie französische Kammer verhlmdelbe gestern über r'36 Put aller frtwett bergest. 8»'^ Neseoweg^.' Italien für Ratifikation. Mailand, 6. Aug. (Wolff.) Der „Cor- riere della Sera" berichtet aus Rom, daß die Kommission für die Prüfung der Ratifikation des Versailler Vertrages nach mehreren Sitzungen in langen Aussprachen der Ratifikationzuge stimmt hat. In der Kommission haben sich die Sozialisten der Ratifikation widersetzt, während zwei andere Deputierte, der Nationalist Federzoni und der Katholik Longirwtti, einige Vorbehalte machten. Nr. 182 Ter Gießener Anzeiger erschein! täglich, außer Sonn und Feiertags. vezogrprei»: monatl.Mk.I.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Alk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jährl. ausschl. Bestellg. Ferusprech - Anschlüsse: iürdieSchristleitung112 Verlag,GeschästSstellebl Anschritt für Drahtnachrichten: Anzeiger «ie-en. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. U686 Kohleneinfuhrkommission für Europa. Paris, 6 .Aug. (Wolff.) Havas. Ter Oberste Rat der Alliierten hörte B-miselos über die griechischen Ansprüche auf Thrazien an. Hoover gab einen Bericht über die Kohlenversorgungsfrage ab. Es wurde beschlossen, eine Kohleneinfuhrkommission für Europa zu schaffen. Unsere Kohlen. Annahme von Anzeigen f. Die Lagesnuuuuer bis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbmdlichkeit Preis für 1 mm höhe für An Zeigen v.34mmBreite ötilidi 15 Pf., auswärts 18 Pf., für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorschrifi20^Auischlag. Hauvtschriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenti.il: H. Beck; sämtlich in Gießen Amsterdam, 6. Aug. (Wolff.) Der „Telegraaf" meldet aus Paris: Am 5. August kam die erste Ladung Steinkohlen dem Ruhrgebiet in Frankreich an. Weimar seien keine genaue Darstellung der Tatsachen. Harmsworth schilderte die gänge im einzelnen und sagte, es sei daß die britische Regierung zu jener keine Angebote gemacht habe. Ä rtgeW e mal iu ihm „ mW trittSgeld »en Mcitr» ■Iren kann, ole er singt, Men bring», f klein und grob. ° staune, bloh inert eschaukel, wird. W MK! en 6. A«W Der Waffenstillstandsvertrag, den uns die Entente guferlegte, hat bei den Rumänen Schule gemacht. Es wiederholte sich ein ähnlicher militärischer Zusammenbruch lbie wir ihn erlebt haben. Die rote Armee zerstreute sich plötzlich in alle Winde, die Rumänen heimsten billige Lorbeeren ein und besetzten vertragswidrig die .Hauptstadt Budapest. Die Vertreter der ungarischen Regierung suchten am 8. August ein Waffenstillstandsavkommen bei dem rumänischen Obcrckommandanten nacl). Dieses wurde ihnen am 5. August in Form eines Ultimatums überreicht. Es enthält u. a. folgende Bestimmungen: Ungarn hat alles auf dem Gebiet seines Lcmdes befindliche Kriegsmaterial, mit Ausnahme des Materials, das zur Ausrüstung jener bewaffneten Macht notwendig ist, die Ungarn zu erhalten berechtigt sein wird, um im Lande die Ordnung aulrechtzuerhalteit, auszu liefern. Dieses Leer wird einschließlich der Offiziere den Stand von 15 000 Mann unter keiner Bedingung überschreiten dürfen. Die Organisation, Ergänzung, Ausrüstung und Gruppierung dieser Truppen wird vom rumänischen Oberkommando nachträglich bestimmt werden. Ferner sind alle ungarischen Fabriken dem rumänischen Oberkommando zu über- geben, die zur Herstellung von Ausrüstungsgegen- ständen^ und Munition dienen. Die Ausrüstung dieser Fabriken wird durch rumänische Spezialisten unb ungarische Arbeiter zu Gunsten Rumäniens durchgesührt werden. Ungarn hat außerdem die für eine Armee von 300 000 Mann notwendige Ausrüstung zu liefern. Lln beweglichem Eisenbahnmaterial, Maschinen und sonstigen Eisenbahnmaterialien hat Ungarn 50 Pro- zmt des in feinem1 Besitz befindlichen Inventars an Rumänien abzuliefern. Ferner sind 200 Tourenautomvbile und 400 Lastautomobile in gutem betriebsfähigem Zustande mit vollständiger Ausrüstung abzuliefern. An Rindern und sonstigen Tieren sind 30 Prozent des Jnventarbestandes ab- iugeben, desgleichen 30 Prozent der in Ungarn befindlichen landwirtschaftlichen Maschinen, weiter 20080 Waggons Getreide, 10 000 Waggons Mais iftvie 5000 Waggons Gerste und Hafer. Ungarn w alle Wasserfahrzeuge zurückzugeben, die dem rumänischen Staate, rumänischen Gesellschaften oder rumänischen Staatsbürgern gehörten, vom Feinde in Rumänien erbeutet wurden und jetzt in den ungarischen Gewässern zu finden sind. UelBt- dies hat Ungarn 50 Prozent der sein Eigentum leidenden Wasserfahrzeuge aller Art abzuliefern, "llle rmnänischen Kriegsgefangenen, Geiseln und [ Deserteure, welcher Nationalität sie auch immer cm gehören, sind herauszugeben. Wie Ungarn diese Bedingungen erfüllen soll, ist ein Rätsel, zumal, da es bereits am 13. November 1918 ein Waffenstillstandsabkommen mit der Entente cingegangcn ist, durch das ihm schwere Bedingungen auserlegt wurden. Geht es auf die rumänischen Forderungen nicht ein, so drohen die Rumänen ohne Rücksicht auf das Verhältnis zum vorhandenen Bestände Ungarns alles Material und alle Tiere wegzunehmen, die Rumänien nötig hat, um wenigstens zum Teil den Abgang ;u ersetzen, den Rumänien durch Ungarn erlitten hat. Geht Ungarn auf die Forderungen rin, so kann es die Bedingungen der Entente nicht erfüllen. Aus dieser Zwickmühle hat die ungarische Regierung einen bemerkenswerten Ausweg gefunden: Sie hat die Entscheidung der Frage in die Hände der Entente gelegt, Die dadurch wiederum um eine Sorge reicher geworden ist. Die Weltvert- in Versailles sollen sich mit den neuen Schwierigkeiten abfinden. Ob sie ihrem Willen"'den notwendigen Nachdruck verleihen können? Das einzige, was sie bisher getan haben, scheint die Entsendung von vier Ententegeneralen nach Budapest zu sein, die die dortige Lage studieren sollen. Man dach gespannt sein, welchen Ausweg die Entente findet. Die Lage in Budapest. Wien, 6 Aug. (Wolff.) Nach einer Korre- vvndenzbureau-Mcldung ans Belgrad stellte die «eneraldirektion der Staatsschulden den ganzen Zinsen- und Tilgungsd'enst aller kolkriegL- und Kriegsschulden der österreichisch- vngarischcn Monarchie bis zur völkerrechtlichen Regelung der Rechtsfrage ein. Wien, 6. Aug (Wolff.) Tie Blätter melden d!s Budapest: In Budapest herrscht vollkommene Ruhe. Heute früh wurde unter Trommel- Ivulg verkündet, daß innerhalb zweier Stunden Me Waffen abgeliefert werden müßten. Tie Be- wmg wurde vorläufig durch drei Divisionen rot genommen. — Die „Ungarische Post" meldet: über Ausschreitungen des rumäni- lOcit Militärs bewahrheiten sich. Die rumänischen Soldaten verübten in den Vororwn von Budapest «ralttaten und gebrauchten beim geringsten Lmschenfall Schiesstoaffen. In Zügle, einem roi Arbeitern bewohnten Viertel, sperrte rurnäni- l^:es MiOiZr um 8 Uhr abends die Hauptstraße ^Arbeiter, die um diese Zeit aus den Fabriken y ioauit gehen wollten, rourccn nicht durch- FMien. Als einige Arbeiter versuchten, die Haupt- P«8e zu überschreiten, wurden sie durch Gewehr- getötet. Tic Zahl der Toten konnte nicht Bus dem besetzten Gebiet Republik Birkeuseld. Birkenfeld, 6. Aug. (Wolff.) Tie vom Landesausschuß am 9. Juli geniählte Som- in i s s.i o n von vier Mitgliedern bat sich laut „Saarbrücker Zeitung" am Montag nach Oldenburg begeben. Drei Laiü)tagsabgeordnete der Provinz haben sich ihr angefd,toi fern. Tie pvovr- svrische 9iegierintg der „Republik Birkenfeld" teilte dem Vorsitzenden des Landesausschlusses mit, daß sie auf "Entsendung von Mitgliedern der tivrläu- figen Regierung nad? Oldeirburgi verzichte, da sie das Vertrauen in die Kommission setze, daß diese die Birkenfelder Interessen voll und ganz vertreten werde. Sie verlange, daß die später gebildete neue Regierung als erste Amtshandlung eine sofortige Amnestie erläßt für sämtliche an der Ausrufung der Republik Birkenfeld direkt oder indirekt beteiligten Personen, sv daß eine straf- rechitlick^e Verfolgung ausgeschlossen wird. Sie teilt ferner mit, daß sie an dem Tage, an dem der Landesausschluß die Neubildung der Regierung vorgenommen habe, ihre von der französischen Militärverwaltung anerkannten Befugnisse in die Hände des Landesausschusses zurücklege und dann ihre Aufgabe als beendet ansehen werde. Die „Rhnnrcpublik". Berlin, 6. Aug. Der Kampf um die „Rheinische Republik istMrneut mit aller Schärfe entbrannt. Die Forderung.geht auf sofortige Volksabstimmung. Die Bewegung, die gut organisiert erscheint, geht von Koblenz, Aachen und Köln auf das flache Land über. Auch der bisher ruhige Niederrhein scheint geneigt, sich ihr anzuschließen. Auch in den Kreisen von Handel und Industrie ist die Stimmung jür den Freistaat. Die Führer der „freien Pfalz". Ludwigshafen, 5. Aug. Tie tatsächlichen Schürer der Bewegung für einen Pufferstaat P'alz, ihre mit frmHösischem Geld bezahlten Agitatoren sind der Schriftleiter des Blattes ,,FrÄ« Platz", E m r i ch, von dem kürzlich berichtet wurde, daß er wegen Geisterkrankheit oam Militär entlassen Serben mußte, und ein angeblicher Teutsch» Amerikaner namens Eggersdorf. Ter letztere hat sich kürzlich auch getraut, eine Versammlung in Ludwigshafen unter französischem Schutz ab» zuhalkm, bei der aber die Auswirkungen der gegnerischen Äußerungen zu einem körperlichen Denkzettel führte, ivie ihn die Putschisten seinerzeit am 1. Juni in Speyer nicht besser bezogen haben. Tas hindert den tapfevrn Mann nicht, in seiner Zeitung zu behaupten, die Vn- sammlung habe einen glänzenden Verlauf genommen. Aber dieser Eggersdorf ist in der Tat andere Erlebnisse gewöhnt. Man hat nämlich jetzt in ihm einen mehrfach vorbestraften, gemeinere Verbrecher festgestellt, der u. a. wegen an Kameraden verübten Tiebstahls in die zweite Klasse des Soldatenstandes versetzt wurde, und der auch wegen fonftiger Diebstähle und Betrugs hohe Strafen verbüßt hat. Er heißt auch nicht Eggersdorf, sondern .Ahrens und war bei mehreren spartakistischen Putsche n, so bei demjenigen in Darmstadt, als Hauptl^deiligter tätig. Herrn General Gerard ist somit'das überaus peinliche Berliängnis zugestoßen, daß er, der von der fianzösischen Regierung u. a. zu dem Zweck nach Landau gesetzt wurde, das Uebergreifen bol- schewistisch-spartakistischer Einflüsse auf das besetzte Gebiet zu verhindern, eine spartakistische Schlange am eigenen Busen nährt, und die französische Regierung hat einen Mann aufs eifrigste gefördert, der nichts anderes anftrebt, als die bolschewistische Brandfackel auch ins besetzte Gebiet und von da nach Frankreich zu tragen. Diesem Eggersdorf, Eigentumsverbrecher und Spartakist, den sogar die Darmstädter Unabhängigen ans ihren Reihen gestoßen haben, ist in der neutralen Republik Pfalz das Amt des Finanzministers zugedacht. Schmählicher konnte die französische Politik, die mit den Herzen und Seelen eines urdeutsch empfindenden Volksstammes Fangball spielen wollte, nicht gut ab absurdum geführt werden. Amerikanische Truppen bleiben in Koblenz. Koblenz, 4. Aug. Zwischen Vertretern deS Marschalls Foch, dem amerikanischen General Allen und anderen alliierten Offizieren bat in Koblenz eine Beratung stattgefunden, welches Gebiet die Amerikaner in Zukunft besetzt halten sollen. Der von den Amerikanern besetzte Teil wird sich auf die Stadt Koblenz und eine bestimmte G renze der Umgegend erstrecken. Die Zahl der im Rheinland verbleibenden Amerikaner soll 6000 Mann nicht überschreiten. Die Vernichtung der Wetter Bismords. Paris, d. Aug. (Wolff.) Havas. Die Fr i e- densko m Mission hörte gestern ben Hauptbericht Barthous an. Dieser Bericht spricht den Unterhändlern, die von dem Wunsch beseelt sind, mit den Methoden, nach welchen die früheren Verträge geschlossen wurden, zu brechen unb unter der Aegibe der internationalen Denwkrafie den durch den Sieg befreiten Nationen em neues Zeitalter zu schaffen, große Anerkennung aus. Er bedauert jedoch, daß die abschließenden Parteien nicht von Anfang an die völlige Vernichtung des Werkes Bismarcks in Aussicht genommen hatten, indem sie, statt ein zentralisierter Deutschland bestehen zu lasten, dasselbe in seine Einzel- ft a a t e n auflösten. An Hand verschiedener Dokumente zeigte er bann, daß im Juli 1914 alle Parteien zur Vermittlung bereit waren, Frankreich sogar bis an die Grenze dessen, was die Klugheit erforderte. Der deutsche Kaiser aber sei zum Kriege entschlossen gewesen. Er verlangt dringend Sanktionen unb bemerkt, daß der internationalen Moral nicht Genüge getan ioerde, wenn die Sckmldigen nicht büßen müßten. Barthou geht daraus zur Frage des Völkerbundes über. Er beansprucht für Frankreich die Ehre, schon seit alten Zeiten für das Völkerrecht eingetreten zu sein und findet für den Präsidenten der Vereinigten Staaten Worte hoher Anerkennung. Barthou weift daraus hin, daß kr Völkerbundsverirag die sichere Garantie für den Weltfrieden biete. Dabei bedauert er, daß Frankreich im Schoß des Völkerbundes nicht die bedeutende Rolle und der ihm gebührende Einfluß, ans welchen es durch seine Opfer Anspruch erheben mußte, cingeröumt worden seien. Bartlwu beweist mit Hilfe einer Interpretation der Texte und unter Hinweis ans die von der Kommission gemachten Zusätze, daß wirksamere Sanktionen an die Aktion des Völkerbundes geknüpft werden könnten. Wenn in ferner Zukunft der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund angenommen wird, erklärte er, so könne das nicht geschehen, bevor es alle seine Verpflichtungen erfüllt habe. Der Berichterstatter fährt in seinem Bericht mit der Prüfung der wirtschaftlick>en und finanziellen Bedingungen fort u. a. diejenigen, welche die Wiedergutmachung betreffen und prüfte dann schließlich die m i l i t ä r i s chen Kl a n se ln über die Frage des linlstn R he in u se r s. Ferner erklärte Barthou, daß die französische Regierung bis zum 17. März 1917, an welchem Tage eine Verständigung mit den Alliierter! zustande kam, aus verschiedene Schützshsteme gedrungen hat unb kam dann auf die beiden freiwillig von Amerika und England angebotenen Garantieverträge zu sprechen. Bei den allgemeinen Schlußfolgerungen angekonrmen, erklärte Barthou, mit Rücksicht aus die von Frankreich gebrachten Opfer und die enge Union mit seinen Alliierten, daß Frankreich in Treue an der Grettze der Freiheit für das Recht Schildwache stehen müsse. Er erklärte, daß es nicht möglich sei, daß der Frieden Frankreich ruiniere. Es fei unmöglich, daß das ruhmreiche Frankreichs ohne die Hilfe bleibe, die es selbst den alliierten unb assoziierten Völkern so machtvoll geleistet habe. Der Bericht wurde mit allen gegen Amerika. Amsterdam, 6. Aug. (WTB.) Die heutigen Radioberichte aus Amerika befassen sich eingehend mit der schwierigen Lage, die durch die hohen Preise und den Ersenbahirerstreik entstanden ist. „New Pork Tribüne" schreibt: Der stellvertretende Präsident der Abteilung der Eisenbahner des ameri- kanischen Arbciterbunbes erklärte Wilso n, die organifierten Arbeiter hätten keine Sympa - thiernit seiner Po l i t ik. Er solle der schw-ie- rigen Lage durch weitere gesetzgeberische Maßregeln abhelfen. Es verlautet von verschiedenere Seiten, daß der Kabinettsausschuß, der sich mit den hohen Lebensmittelpreisen beschäftigt, wahrscheinlich als Hauptmaßregel vorschilagen will, daß der Weizen, für den den Farmern 2 Dollar 26 Cents garantiert sind, den Müllern zu billigeren Dreisen, vielleicht um 50 Prozent billiger verlaust werden soll. — „New Port Times" schreibt: Tie Ungeduld des Landes darüber, daß der Friedensvertrag noch immer nicht ratifiziert werden wurde, müsse, wenn die zwecklosen Konferenzen und Reden noch lange fortgesetzt werben würden, zur Entrüstung ausschlagen. Der erste Dampfer nach Amerika. Berlin, 6. Aug. .(Wolff.) Die „Boeni- sche Zeitung" meldet aus Hamburg: Gestern abend ist der erste Dampfer von Deutschland direkt nach Amerika in See gegangen. Es ist der amerikanische Frachtdampfer „Ceresan" von der Kerr-Linie, der mit Stückgut und Fracht den Hamburger Hofen auf der Fahrt nach Newyork verließ. Damit ist der direkte Schiffahrtsverkehr zwischen Hamburg und Amerika eröffnet. Mainz, 6. Aug. (Wolff.) Am 4. August traf ©eneral Gouraud in Mainz ein unb begab sich mit General Mangin nach Königstein, wo er am Abend Gast des Generals Mangin war. Gestern verließ er Mainz an Bord des Tampfers „Bismarck", um nach Köln zu fahren. Köln, 6. Aug. (Wolff.) Eine Bekannte machung der britischen Behörde besagt, daß General Gouraud, kommandierender General der vierten französischen Armee, beabsichtigt, auf kurzir Zeit die Stadt Köln zu besuchen. Aus diesem Anlaß findet auf dem Domvlatz Parade ftat* den Gesetzentwurf betreffend die Liquidierung der sequestrierten deutschen Werte in Frankreich. Tas Gesetz wurde angenommen. Aus der Diskussion geht hervor, daß nunmehr in die Liquidation der beschlagnahmten Güter ein» getreten wird. Tie Regierung tjat das Vorkaufsrecht, das sie aus die Departements, Gemeinden und andere öffentliche Institutionen übertragen kann. Geschieht dies nicht, so werden die Werte öffentlich versteigert. Aus eine Anfrage erklärte der Zusttzminister, daß das Gesetz auch auf Elsaß- Lothringen Anwendung finden werde. Ausschreitungen in Liverpool. Berlin, 6. Aug. Das „Berl. Tageblatt" meldet aus Lugano: Nach einer Depesche des „Se- eclo" soll in Liverpool kein einziger Laden oder Magazin verschont geblieben sein. Bisher sind 900 Personen verhaftet worden. Große Truppenmassen werden nach Liverpool entsandt, doch haben die Soldaten die Weisung erhalten, nicht zu schießeiu DaS Friedensangebot 1917. London, 6. Aug. (Wolff.) Reuter. Unterhaus. Jü Beantwortung einer Anfrage über die Erklärung Erzbergers in Weimar betreffend des Friedensangebotes, das die Alliierten Deutschland im August 1917 gemacht haben sollen, sagte Harmsworth: Die Erklärungen Erzbergers in allerfrüheste, * juü-Awresj *5 S&’gpfc JS5-&Ä! KN Heinrich^ lebrT^ ahtoetr. ö*1" _. „ r, August find« « Dorseld in «W II*« I ntw - tintau 8 i&Stnffa. tlapprvM Kermabor oßn Auswahl, M ÜhlUNgUNdVM!^ tattung eingetrchl iz.»iq SclterSwes 79. Donnerstag, 7. August 1919 GießeimAnzeiger General-Anzeiger für Oderheffen Rumäniens Vaffenstillstandsbe-I mmw* 5U Ainmitlrton für ITttnnMt Budapest, 6. Aug. (Wolfs ) Nach einer Meldung des Ungarischen Korrespondenzbuceaus sprach der Ministerrat bie Rückgabe famtlidjer in den Gemeinbesitz übernommenen Finanzinstitutk, Unternehmungen, Betriebe, Fabriken und Geschäfte in das Privateigentum aus. Von der Südbahn wird der Verkehr bloß auf der Linie Szekes Fejervar (Stuhlweißenburg)- Siofok Magy Xanizfa aufrechterl,alten. Ter Leiter der Wiener italienischen Mission, Prinz Borghese, verhandelte mit Vertretern der ungarischen Regierung: zunächst mit dem Minister des , Aeußern Agoswn, dann mit dem Kriegs- Minister Haubrichs, sowie mit dem Minister des Innern Peyer. Auch der englische General Gordon, der heute stüh in Budapest eintraf, wurde zu diesen Verhandlungen zugezogen. Der Oberstadt- Hauptmann Tietz crHärte: Zur Zeit wird die öffentliche Sicherl)eit bloß durch die in der Stadt zirkulierenden rumänischen Patrouillen an'rechterhalten Wer nach der Sperrstunde aus der Straße angetroffen wird, wird verhaftet. Ter Oderstadt- baMDtmann hofft, in einigen Tagen wieder Polizei zur Erlialtung der Ordnung unb Ruhe zur Verfügung zu haben. kauft, mithin einen Wuchergewinn von 75 Mk. bildung durch die Beseitigung des konfessionellen Religionsunterrichts als eines obligatorischen- Lehr- 9. evangelische Landersynode. i ßeuchchl Auaust einzutragen. Später eingehende Be- . trütfen stellt, da sie nur noch einige KwrM stellungen können nicht mehr erledigt werden. gnuch aus dem benachbarten Cramfeld betW HUIIII imntag, |0.5 Msütthe Mriiig ö( eus rq Denkschrift eine objektive und lückenlose Darstellung aller Vorgänge nicht geben werde, auf bie das deutsche Volk Anspruch hat, sei durch das Weißbuch bestätigt worden. = Älsfelt -etturnen des M bei starker - hi. Unter 2f Sastian traten i fniübuiM an &nt: Frechoch- bBtn, MMetcr- Mesteneichtme » Punkte. Tu kisert-FrisOir OfJitb. LJ1 m Stiege äußerst tut besten Zum 'fli'iert mußte, hat xius Turnmrts Sorturnerschaft bi ’cje in unicrrr.C 8a Stiegscnte lirn deck zeigt der • ivbt immer weite KM schönen Elfi ton Sejirfötunn öo 16 Turner u 'E blieben-, b i^rl Feh im Wc 'Punkten (7. !«n Wetturnen ! fön am vergmik 3i Preis davon Nranföemni N Mädchen, 3(jr ZIeinner, $ Wberg-derHe! Avom bcss. ua£ " «>tung: Tiref *mt illr i HNi 8tjUöe(t -ll^größeo werden. ^umverband HL getonte beh-i 0. Bad-Sr- Mießllch 5. J h'S.’S ; inh 7. Septemb «eiters^e e, ^ckav-We^' ein mehrlagig l^sichl genomma beschädigte G u st a v S e u m -Obertms. Dm Dm! an alle, die sich in den Dienst der guten oW 9* stellt, brackte Pfarrer Wich ne r m ememcurM Sch-luhnvrt zum Ausdruck zugleich nut ttr Wunsche, daß von diesem Fest reicher Segen M unsere Jugend ausströmen mög^—Am ^omttcg. 10. August, nach-nittags 5 Uhr findet m»f t« Herckentainer Löhe enw Wieterholung des Fest spieles statt. Der Reinertr^ der AuMwung st bestimmt zur Verstellung der alten Kirche » Unter-Lais. , , Zttris Lauterbach. Bauernkrawall bn Vogelsberg. Zutritt zu ihren £>ofrettat, die Bi^atasterwa den verbrannt, bie Beamten aus dem. Ort I Wenn die Milchlieferung eingestellt, wird und n^ weiter erfolgt wird die Molkewi Ge &ma , - . . t___ tu. da mrr ttnrfl PTTTriTf KaNliei stimmung des Synodal-Ausschusses" ftndet An- Ans Stadt «nd Land, nähme. Tann wird die Beratung der Vorlage des Gtesten, den 7. Aug. 1919. Oberkonsistorium betr. ttie Bildung ter Kirchen- - . Unna en toOtt Lebe»»* Gemeindevertretungen und bce Einberufung emes Besondere «Uwelsnngen von reoen Landeskirchentages oorgenommcn. 93c» mitteln an die heimkeyrenoen rrrrego* richterstatter Synodale Tr. D o r n s ei ff empfrehll gefangenen. im Namen des Ausschusses eine Zurückstellung der Reichenäbrunasminister hat bestimmt, der Kirchenvo-ntmche. tchnen wöchentlich 1 Pfund Brot, 50 Gramm Oberkonststonalpräschent 0. Nebel erllart, ^^50 Gramm Hülswfrüchte und 125 Gramm man sei mit einer Verschiebung der Beratung der I Auslands-Speck oder Konservenfleisch, und zwar wichtigsten Fragen einverstanden. festgesetzten verbilligten Preisen erhalten. Shnodal Ka stl ick lehnt die Zurückstellung der Ausgabe der Sonderzuweismigen ist auf tem wichtigen Fragen ab. In kirchlichen Kreisen werde ^lastungsschein (Uebcvweisungssck>«in, Urlaubs- inan über die Frage der Zusammensetzung auch ^in) unter Stempel und Unterschrift für jete im nächsten Jahre noch nicht klar sein. In Weimar <$0(fy jU vermerken. sei taten in der Versassungsfrage letzt gleichfalls * vorgegangen. Em Hauptgrund für Uns sei das Ende ** £ur H e r b st b efte llun g ist das der jetzigen Synode. Lebensmittelamt in der Lage, Wintergerste, Nach der Pause vertritt Synodal 2B (191* $8tuterroaacn und Winterweizen zu liefern. Schlitz den Vertagungsantrag. Um emer synoben- ->uteressenten werden ersucht, Bestellungen in losen Zeit vorzubeugen, könne ^an enttoeder als- g। bem Städt. Lebensmittelamt, Zimmer bald eine Neuwahl für die 10. ordentliche Landes- rtiiffienenhen Listen bis spätestens 15. stmode auf bisheriger Grundlage vornehmen, oder Nr. 4, aufliegenden Giften ors lpare,«:»» io die Gültigkeit der Landessynode auf ein Jahr ver- August einzutragen. Spater ^gehende Be- z. Grebenhain,,5. Aua - W hier einige Säcke amerrkani sÄes Wei- mehl zur Verteilung. Auf jebm Brvtkartenenp fün^r wurden 500 Gramm zu 90 Pf. ausgegeln Hier hcrtzt es, viel Lärm um nichts. Berlin, 6. Aug. Eine Reihe demokratischer Abgeordneter hat in der Nationalversammlung cutt kurze Anfrage eingebracht, die sich mit dem Finanz- gebahren der Arbeiter- und Soldatenrate beschäftigt. Sie verlangen Rechnungslegung. Für imzu- lässige Ausgaben und Verfügungen haften die Rttt- glieder der A.- u. S.-Rate, soweit sie nachweislich Achuldhaft gehandelt haben. Die Regierung wird gefragt, ob sie Auskunft erteilen kann, darüber, welches Ergebnis die Rechstungslegungen gehabt habm, und in welchem Umfange die, Daftbarvut der einzelnen Mitglieder eingetreten ist. Der Kalistreif. Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Der Kali^ streik nimmt, wie verlautet, seinen Fortgang. Im Bezirk Halle a. S. streikt die Hälfte der Belegschaften, etwa 6000 Mann. Der Streik ist aus rein politischen Beweggründen von den Radikalen gegen die Gewerkschaftsorganisationen der Bergarbeiter angefacht worden. Die Notstandsarbeiten sind im Gange. Die Beschränkung der Notierung von Wertpapieren aufgehoben. Berlin, 5. Aug. (W. B.) Der Reichswirt- schaftsministcr hat im Zusammenhang mit der bevorstehenden amtlichen Notierung festverzinslicher Wertpapiere nunmehr die noch bestehende Beschränkung der Notierung von Wertpapierpreisen mit Wirkung vom 10 August aufgehoben. Somit sind die während des Krieges verordneten Beschränkungen in der Mitteilmig von Wertpapier preisen, und Devisenkursen aufgehoben, ohne Unterschied, ob es sich um Kurse handelt, die an der Börse amtlich festgesetzt werden ober um nicht zugelassene Wertpapiere. Für diese ganze Frage sind von letzt ab also wieder ausschließlich die Bestimmungen des Börsengesetzes mastgebend. Um Mißverständnisse zu vermeiden, wird in diesem Zusammenhang daraus hingewiesen, daß die Vorschriften des Reichssinanzministeriums über die Ueberlassung ausländischer Wertpapiere an das Reich hiervon nicht berührt werden. Durch diese Vorschristen ist bekanntlich der Handel mit den vom Reickisfinanz- ministerium damals im einzelnen bezeichneten Wertpapieren verboten. Dieses Verbot bleibt bestehen. Hindenburg kein Parteipolitiker. rm. Darmstadt, 6. Aug. Die 13. Sitzung wird vormittags 9.15 Uhr durch Präsident Din- geldey eröffnet. Nach dem Bericht des Synodalen Wahl (Schlitz) wird die Wahl eines Abgeordneten im Dekanat Hungen für gülttg erklärt. Dann wird die Beratung des Kirchengesetzes fortgesetzt. Synodal Wahl (Schlitz) erstattet den Bericht über den §2 der nach den Abgg. Diehl, Jandt und Genossen folgende Fassung erhalt: „Tas seitherige landesherrliche Kirchenregiment geht auf die Laudessynode über, in deren Ausftag das aus dem Oberkonsistorium Und dem Landes-, synodalausschust bestehende erweiterte Oberkonsi- nodal Un v erz agi in serner ^Mchauung unter- storium die Geschäfte ausübt." Tamr wird ß4 stutzt. —- ^^ctmrat Sc. Florrng wi i uu» uruu» beraten der nach dem Ausschustantrag nachstehende Rechte der Lehrerschaft über ^Ichulauss^t nicht beiden Tarstellu^9.en hat sich LauhiN- Fassung erhält- Das ErweiterteOberkonsistorium, bestreiten, bte Lehrer sollen aber nicht o«gesten, SiebenundManZrmalbrtiger '«hon ftn da nach^lchemder Öberkonsistorial Präsident oder dast d^RelMonsuickerr^^ k^lich«! Kür.stterwelt einen NamenhatLt einen vorbckdlrchm Gestler. Er vier Mitglieder dem Synodalausschust angeböven Der Antrag Frrtsch werd hierauf zurück-durch die wohlyelungane ErnstudÄrungi der müssen "S3u § 5 haben die Synodalen R ö m y e l d gezogen und der Aus^^^d, nc<^ taryi gan9ett Aufführung ent fertiges und aü^undetes und Genossen sowie Diehl und Genossen Ab-1 Gesäpft^nmrgsdebcckw Annahn^. Gepräge «u «eben. Nach Beendtgung des Fest änderungsan träge gestellt. Antrag Diehl wird Damit wurde die heuttge Setzung geschlossen, fytrfg begab man sich nach Obev-La^r—, A« W nach Abänderung angenommen. Auch der Schluß Nächste Setzung Donnerstag, 9 Uhr. M i ni ster Dr. Strecker-D^mst^t tue pest satz dast bei Verordnungen den Beschlüssen der__ __rede Dom offenen Icnster mrs.sprach erfür-ta ÜmdeKnüe cingesügt werden soll „mit Zu-! k . I Versammelten im S^mrdfur, bre Draußm- frimmirnfl des Svnodal-Ausschussel' fuibct An-! Ulis Stadt «nH Cottb» I stehenden. Ter leckenr« G^anke ^^Er Mde ww . Wie einst die Schweizer Bauern — mutzten and) wir als ein einzig Volk von Brüdern — tetztass- hinter der vom Volk gewählten Regwrung W- Tie gedankenreiche Rede klang aus nt entern w senden Hoch, auf unser Volk unb Va^rland, wv«Ä die Versammlung begerltert ,'2^utjchlanb, Deutsv land über alles" eütstinrmte. Wertete, Ans^aäM längern. I iinntfiyv,«. - ----- — _ , Synodal Jakob glaubt, daß es jetzt empfeh- ** Freib ank Fcettag, 8. August,nachlenswert sei, sich mit all diesen einschneidenden Fra- mittags von 1—3 Uhr, werden bte Nummern gen zu befassen. Die katholische Kirche sei im Gegen- 1201—1250 beliefert. satz zu der bei uns herrschenden Aufregung ein ** Oeffentliche Bücherhalle. Im ruhender Pol. Juli wurden 2087 Bände ausgeliehen. Davon kom- Synodal Dr. Belt ist für Verschiebung, da auf: Erzählende Literatur 1298, Zeltschrtftm unsSr Kirchenvolk für die Verfassung noch gar nicht 136 Jagendschriften 159, Literaturgeschtchte 20, veif ist. t . Gedichte und Dramen 57, Länder- mtd Böller- Synodal Fritsch sieht schon aus der eur- I 35, Kulturgeschichte 28, Geschichte und Bto- leitenden Verl^ndlung, wie wichtig die ganzen Fra- graphien 72, Kunstgeschichte 35, Naturnnssenschaft gen sind. Man solle den neuen Aufbail nicht über- unb Technologie 115, Haus- und Landwtrtschast eilen. Die Hauptarbeit müsse der Geistliche im Amt y?. Gesundheitslehre 11, Religion und Philosoph«: selber leisten. r c, 33, Staatswissenschaft 12, Sprachvissenschaft 18, Synodal Weber wäre grundsätzlich für bte Fremdsprachliches 46 Bände. Nach auswärts kamen baldige Schaffung einer neuen Kirche)iverfassuitg. 32 Bände. — Vom 11. bis 25. August ist die Er hält es aber technisch' für unmöglich, die Wah- Bücherhalle geschlossen. len noch in diesem Jahre durchzufühven. Landkreis Gießen Synodal Orth glaubt nrcht, daß in weiten fpflnb9 Kreisen der Bevölkerung größeres Interesse an , * Surf!) ards ,e l d en, 0-. Hrrer neuen Kirckxmverfafsung bestelle. ! wirt von hier besorgte einen! «Arbeiter, wei , Synodal Dr. Diehl weist zurück, daß man 5 Söhne int Felde hatte, einen eine neue Verfassung Hals über Kopf schufen wolle, wofür er sich»den Wucherpreis von 100 Mk. U- 1 Synodal Hein e-Mainz fragt an, ob eine > zahlen lieft. Ec hat den Zentner lut 2o Mk. ge- Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Sicherem nehmen nach ist für den in den Ruhestand getretenen Regierungspräsidenten Dr. von Meister der Regierungspräsident Dr. Mo mm von Tper nach Wiesbaden versetzt worden. An Stelle des Vortragenden Rates | v. Etzdorf ist Obersorstmeister Rvse aus^ Düsseldorf unter gleichzeitiger Ernennung zum Landesforstmetster zum Vortragenden Rat im Ministerium für Landwirtschaft ernannt wordem Regierungsassessor Robert Tornow wurde zum Landrat des Kreises Preußisch-Holland und Regierungsrat Rudolf Klein zum Landrat in Ättrzig an der Saar ernannt. Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Der Staatsanzeiger veröffentlicht das Gesetz über die Ermächtigung des Justizministers und des M inisters des Innern zu Maßnahmen anläßlich der Besetzung von Landesteilen und der Ausführung des Friedensvertrages. Grfchietzung eines veutfcyrn Swutzmannrs durch einen englischen Posten. Düsseldorf, 4. Aug. Der Polizeibe- amtc Heister wurde gestern auf einem Feldwege bei Wersten unmittelbar hinter dem Drahtverhau an der Grenze des besetzten Gebietes aus einem Patrouillengange von einem englischen Posten durch einen Schuß in den Rücken tödlich verletzt. Er starb kurz darauf. Englische Soldaten brachten die Leiche zum Benrather Krankenhaus. Fliegcrunglück. fit. Ludwigshafen, 5. Aug. Bet Fricdrichsfeld und bei Neustadt kamen zwei französische Flugzeuge der Stro m- leitung der Ueberlandzentrale zu nahe und standen im Augenblick in Flammen. Zwei französische höhere Offiziere verbrannten. Infolge des Unglücks versagte der elektrische Strom in mehreren Orten zwei Stunden lang. — Aus Hesieip. Der frühere Großhcrzog Schtveizer Ehrenbürger. Der frühere Grobherzog von Hessen hält sich zur Zeit mit seiner Familie auf dem ihm vom verstorbenen Kommerzienrat L i n g n e r in Dresden geschenkten Schlotz T a r a s p im Engadintale auf. Von der dortigen Gemeinde wurde er zum Ehrenbürger ernannt. Aus dem Reiche. Zusammenlegung von Reichsämtern. Berlin, 6. Aug. Der „Berliner Lokalmtz." Wbet: DaS Reichsernährungs- unb Reichswirtschaftsministerium werden in gewissem Umfang zusammengelegt werden, infolgedessen hat eine große Anzahl von Abteilungsleitern des Reichsernährungsamts das Abschteos- yesuch eingereicht. Die Entscheidung über bte per- stmellen Veränderungen dürfte schon m den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. z Bermuthshain, 6. Aug. Als gestwr Direk die Beamten der Milch- tmd Speisesetwerww i^ uctl'on: (t( tungSstelle im hiesigen OttReMsionen wrnehn^ pÄroj^ fr.___iaW k«A 90, lflSfW: r.n. 2ber.tzc fess Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, beruht die Nachricht, Hindenburg wolle in der Deutfch-Natiotralen Volkspartei eine führende Rolle übernehmen, auf eurem Irrtum Die Heeresverwaltung. Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Durch die Verfassung ist die Heeresverwaltung auf das Reich übergegangen. Verwaltungsbefugnisse und Kommandogewalt stehen den Gliedstaaten nicht mehr zu. Bis zum 1. Oktober wird aus den Ministerien der Gliedstaaten und sonstigen,Militärbehörden dasRerchs- wehrministerium^.gebildet. Die Einzelministerien werden in Reichswehrbefehls, teilen umgewandelt werden. An die Spitze >er preußischen Reichswehrbefehlsstelle tritt biä auf weiteres der bisherige preußische Kriegsminister Oberst Reinhardt; für Bayern ist Generalleutnant Burkhardt vorgesehen, für Sachsen Generalmajor von Oldershausen und für Württemberg Oberstleutnant Willwarch. St« Kompromißvorschlag zur Reichseinkommensteuer. Berlin, 6. Aug. (Wolff.) Tie preußische Regierung ist, wie rmr hören, mcht abgeneigt, der Reichseinkornntensteuer zuzusnmmen, wenn ß v bahin geändert wird, datz er heißt: „Gelangt eme Reickscinkommenfteuer zur Einführung, so sind bte Länder an dem Aufkommen mindestens rmt einem Betrage zu beteiligen, welcher der in den Steuerjahren 1917, 18 unb 19 erfolgten durchschnittlichen Belastung des Einkommens seitens des Landes und der Gemeinden (Gememdeoerbande) entspricht. Eine Herabsetzung der Beteiligung kann mir insoweit und bann erfolgen, als bas Reich entsprechende Ertrage aus anderen Quellen als Ausgleich überwiesen wirb." Die Ausgaben der A.- und S.°Räte. erzielt. LI Lang-Göns, 7. Aug. Gestern wurde unser neu gcwäAter Bürgermeister Ludwig Belten in sein Amt eingeführt. — Die Einführung des neu gewählten Beigeordneten Wilhelm Karl Rompf folgt in den ersten Tagen. b. W i e s e ck, 7. Aug. Auch hier macht sich die Wohnungsnot in solchem Maße bemerkbar, daß man wohl kaum um einschneidende Maßnahmen herum kommt. Hiermit befaßte sich die am 4 d Mts. abgehaltene Gerneinderatssitzmrg, die jaus ihrer Mitte eine Kommission wählte, be- stehend aus Bürgermeister Schomber und den Prinz Maxson Baden I AbrnkmtWri^ ftehetwen F^rds für F-inanz^ I Mitgliedern Erb, Kümmel Bremer. Diese erhalten Besprechung mit Hin- 1910—14 wird nach unwesentlicher Aus- die erforderlichen Vollmachten, um die notwentn- I w rotru uu ) Kleinwohnungen bereckzustellen. hiermit et Zu de? Vorlage des Oberkonsistoriums betr. Zusammenhang steht der Umbau ber bor1 ber Qfe. yeianu. ^uutuwm iuiu uumuu»^ ih‘, l Erhaltung des evangelischen Religions- meinde erworbene Klrngspor^^sche ’l bereits in dieser einfachen Tatsache, sich die Er-1 erricht s in den hessischen Schulen und Der Versammlung lagen ineJ^ane unb ter SBor- cignisse für den Prinzen Max in ferner (Snnne^ L theologisckren Fakultät an der Lantesumver- cmschlag hierzu vor^ Der Voranschlag belauft sich rung um einige Tage verschoben. 2«mer erklärt tourbe von einer Kommission unter Leitung auf 42000 WH. Jtiä Ludendorfs, sein Vorschlag für bte erste Note - Referenten Geheimrat Dr. Flörtng em Gemeinde 2 Schicksale und 7 Wohnungen Ais sei erheblich weniger als ter Wortlaut der Note ausführliche^ Gutachten erstattet. Der Ausschutz Hilfsfeld stützen werden dl« bisher ak selbst. Die Unterstellung, er hätte zur bebingwtg6= fcarrtmgt, bie Staatsrogierung unb die Hcsiiscktt Sicherheltswache verwandten Karl Seibert und losen Kapitulation getrieben und von einer Kvta- ^lkskammer zu ersuchen, datz ter konfessionelle Herrn. Weller besttmmt Als. Ehrenfeld, strophe gesprochen, weist er zurück. Serne Vor- Religionsimterrickt an den höheren und niederen schützen der gesamte ^emteratt — Der aussicht, die er am 12. Marz dem Mmlsterpraft- schulen des Latches als bie religiös-sittliche Grurch» Fmanzmisichutz hat eine Neuordnung ter ten deuten Scheidemann ausgesprochen W datz bte ganzen Erziehung und gnftigen Bildung Gemeindeteamten zu gewahrenden T e u e r u n g s. ' !Aerer J-LeL wmn auch ohne Lrmng für Eltern zu lagen ausgeartecke Dtt Vorlage wurte nach und Lehrer, beitehalten werte, zumal auch nachdem Annahme einiger Wünsche «dwmimn Du Urteil terDorragenter Pädagogen utü) Lehrer die Gossenpflasterung ter. Altert-Busecker erstrebte einheitliche Jugenderziehung imd Volks- Straße sintet.^^m'Mng, rt>enso die Ver. < «... nrt.r.i,.!—.-«- t^v»?I Äußerung b€8 Schlammwagens. *nc «in1 engianöimiemaud ms eint» vvliauwuiu«^^ schaffung eines kleineren wirb Sutgeheißen — Im gegcnstcmtes infolge des zu erwartenden scharfen Vonahre haben eme Anzahl Einwohner den Widerstandes aufs schwerste gefährdet wurde; datz Grummetertra^ von 24,775 Hektar ftaatl den oberen Vertretern ber evangelischen Kirche eine Wiesen gesteigert ^rtbeignungen ft^fÄ aeordnetc Mitwirkung bei Ertellung des Reli- dieses Jahr verboten. Der Fislus bietet den Ertrag gicmsunterrichts, bei Ausstellung ber Lehrpläne derselben Fläche rum Preise, von 302 Mk. pro unb ter Einführung von Lehrbüchern in ten Hektar an, was genehmigt wird. Schulen bes Landes nach wie vor gewahrt bleiben «reis SckotttN. möge; das; die theologische Fakultät an der Lan- «™5 W«« • desuniversität rn Airer gegenwärtigen Ge- Jllgenofest M Over-LatS. staltung unter allen Umstünden aufrecht erhalten Ober-Lais, 7. Aug. Das von ten Ge, werde, da nur eine durch sie gewährleistete Aus- meinten Ober-Lais uvb Glashütten am bildung der künftigen Geistlichen unb Religions- Sonntag veranstaltete Jugend fest hatte twtz leerer im lebendigen Zusammenhang nut ter ye- ^günstiger Witterung eine riesige Menschenmenge fanden Wissenschaft und mit ten Studierenden auS näheren unb weitesten Umgebung oer- anderer Fakultäten einen theologischen Nachwuchs sammelt. Eingeleitet wurde das Fest am Vornnt- sichert, der sowvhl den religiös-ckrrck/iüM wie auch t buTCk einen Festgottesdienst. Zu Begum tes den großen allgemeinen kulturellen Aufgaben des I Waldfestes begrüßte ter neugtamhlte Bürgermnster j evangelischen Pfarrers im deutschen Volksleben Schauerrnann- Ober-Lais bte erschienene gewachsen ist. Hierbei sprichst die evangelische Lan- ^äste mit einer Ansprache. Aufziehente Schar-m dessynode die zuversichtliche Erwartung aus, datz ^on Hirten mit ihren Kühen verkündeten nut bie evangelische Lehrerschaft auch in ber Zukunft bcm Liede „Ihr Matten lebt wohl" den Beginn dem evangelischen Religionsunterricht ihre Mit- Schauspiels „Wilhelm Dell". — Ohne Uebn- arbeit nicht versagen wird. treibung kann gesagt merten — es war das Ur- Geheimrat F l ö r i n g empfiehlt die Beibehal- Q[[er patz bie ganze Aufführung eim tinig des Religionsunterrichts unter Beobachtmig Glanzleistung 'roar. Tie mitspielenten Mädchen, der modernen Bestrebungen, Beietttgung ter te- Jünglinge und Männer ovn Ober-Lais und Gas« stehenden Mängel und des Zwanges. Den bis- entledigten sich durckfweg mit Geschick ihr»! hörigen Religionslehrern gebühre tesonderer Dank. schwierigen Ausgateir. Herr J-ol;anm^ Synodal Wahl (Schlitz) berichtet rm Namen L^nz vom Darmstädter Stadttheater brachte rn des Ausschusses über dessen Antrag. ber Rüttli-Szene bie Stauffacher-Erzätzlung em« Synodal Fritsch hofft, baß bie Pfarrer ^^^l zur Wiedergabe. Gleiches Lob gebütm nicht der weltlichen Kontrolle unterstellt werten, ^rrn Langheinz- Darmstadt für fernen und stellt einen diesbezüglichen Antrag. — Sh- ('ebcnäflt von ten Geilt- er neben ber Rolle des Melchtal mrb lieben im Reliaionsuilterricht beaufsichtigt werd«i. ben Wilhelm Dell selbst Übernommen hatte — Synodal Lenz kann in diesen BeauffiHi- burch seine Darstellung die Anwesenten schau- I gungen keine Nachleite ftrtben unb werd mm ete \m ltnö steten durften, das gilt sowohl für den • - ’ ° - 7?- jngendlichen Melchthal als auch für ten gereift® Teil, das waren markige Bauern gestalten. Mv Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 6. Aug. In gestrigen Stadtverorbnetensitzuns ber Oberbürgermeister bÄ der.Vorlage tes Haushaltsplanes in zweistündigen AuSführlMgr^ ein Bild der wirtschaftlichen unb ^"nziellen der Stadl unb bx Zukuifftsauigabm Franffu Tie Kultur ausgaben erfahren trotz tauaenoec keine Einschränkungen, eher Erweiterungen. >, stehen zur Verfügung 200 000 Mk.1 liebe Lehrmittel, 60000 Mk. für Schuhwerk^ f bebürftige Kinder, 1 250 000 Mk. für S’^^ulfl I Ul speisungm, 1 500 000 Mk. für gemetnnübtge H 9 fi h K Erblich- rorit wer 'M gehmde Zuschüsse erfordern tee AbmcNwlr s la tc »«> Wcinbuch | Ä ^ba Berlin, 6. Aug. (Wolff.) In einem Aufsatz i Olu.'rkoiisistorialrat D. 92 c bei glaubt, dag die des Generals Lubendorff tm „Lokalanzei^r' kr.raqe ber Neuwahl im besetzten Gebiet durch bte gegen das Weißbuch wirb weiter heroor- §andessynobe bestimmen sei. - gehoben, datz auch Material, das bte Reichsregie- Freiherr v Heyl hat gehört, daß von ber rung selbst betrifft oder von ihr herrührt, noch französischen Bcsatzungsbehörte die Wahlen tm fehlt. Datz Ludenborfs am 9. Oktober gejagt habe, qeftattct merben sollen. Man könne sich aber die Oberste Heeresleitung hätte anfangs September solche Verspreck/Uitgen nicht verlassen, eine neutrale Friedens Vermittlung Rach weiteren Bemerkungen wird ter Antrag angeregt, ist unridjtig. Die Anregung zu einer mit 22 gegen 22 Stimmen zurückgestellt und Habet neutralen Friebensvernnltlung würbe bereits am Donnerstag eine nochmalige Beratung statt. 13. und 14. August in Spa geplant. Die Doku- $ic Belage bes Oberkonsistoriums betr. die Rech- mente enthalten auch andere Unrichtigkeiten 5)ic ,„„^§0^006 über die unter ber Verwaltung des Angabe, ber ReiEdnzler P--' sT0^ 1 - y ■ - — - - lftitte am l.Öttober eine , - - y- vu fC- । dcllvuc wiv—« ivi denburg gehabt, stimmt nicht, da der Generalseld- angenommen. inarschall sich aus der Fahrt von Spa nach Berlin 'v ... befand Lu den dorff stellt ausdrücklich fest, datz ^^^ung des e v an g e l i s che n Rel i g i on s Fiori'itiä in hteL>r Tot lache. I ich die Er- I .. .. A ~ ^chnl^ii im Reiter Aussicht genommen. Statt Ratten! Gießen, den 5. August 1919. Heuchelheim, den 7. August 1919. 91M D. Kaminka 015390 Stellengesuche gesucht. 015401 Heute oiMoe Wagner-Abend. I| 015439 an Elisabeths Carls Albert Freitag Verlobte Cafe Ernst Ludwig iiiuiiiiiiiiii iiii ui nun ii hihi im iiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiini Vorstehenden Ausführungen unseres Bundesbezirksvorstandes können wir uns rückhaltlos an» schließen, vermissen aber eine Stellungnahme zum Aufstieg der Unterbeamten in den mittleren Beamtendienst. Wenn unser seitheriger Eisenbahn- Tirestions-Präsident in der letzten Nr. 47 des AmtsÄattes der Eisenbahnbirektion Frankfurt a. M. vom 2. August allen seinen Mitarbeitern für den unter den härtesten Entbehrungen und Ho cka v .. - .. IW,______ noch ein mehrtägiges Tontaubenschiessen in 51 Punkten. Im nächsten Jahre kann der Verein sein KOjähriges Bestehen feiern. # Schlitz, 6. Aug. Beim Bezirkswetturnen in Alsfeld holte sich der hiesige Turnverein 10 Preise, darunter den 2. Preis in der Oberstufe mit 71'/, Ptmktcn, den Leonhard Manß errang. iZchwur auf öemltüHi, rlpfelschuh, GetzlersLod) durch Mädchen, Jünglinge und Männer aus Obcr- und Glashütten unter Mitwirkung von Herrn oob. Meiirner, Direktor dcS StadttbenterS in Heidelberg, der Herren Job. Hein» u. Ernst Lang* dein; vom bcff. Landestiicater in Darmstadt und Otto Laubinger vom Stadttbeater in Mainz. Nachbilfe erteilt. Schrift litte An geb. m. Preis uni iele, Rennen, Pferdeschau und Zeitspiele veranstaltet. Ferner ist Jurist sucht geräumige 5-6 - Zimmer- Wohnung mit Bad »um 1. Oktober. Schrift!. Angebote unter 9094 an den Gieß. An». Ruh. Beamtenfam. sucht 4-5-Zifflmer-Wohng. möglichst in freier Lage. Schriftl. Angebote unter 015384 an den Gieß. An». von ö-8 Räumen, MOcbe, Bad, elektr.Licht, od.Ein- familienbanS in gleicher Größe. ob. kl. ®ut von 40—100 Morgen mit abnl. Wohnhaus für sofort ob. später in Wichen zu mieten ob. kaufen gesucht. Ang. erb. E. Aiselmeyer, Wttribarg. Vryuestr. 1. Ihre Vermählung beehren sich bekanntzugeben Oberleutnant Hans Reichert und Frau Idi geb. Eck tm FelsenkeNer ftaSRndatde QtenxTttoafttocriamm- lung Otewerkschaftsbmrd Teutsther Eisenbahnbeamvm (Ortskartell Gießen). Witt kopp, Detrse, 1. Schriftführer. 1. Vorsitzender. MiniM-MW mit Zubehör, Etage oder Haus, mögt, mit Garten, sofort ob. später zu mieten gesucht. Schrift!. Angeb. unt.015242 a. d.Gieß.Anz. Nettes liiöil. Zimmer gsiucht. SchrisU. Angeb. unt. 015367 a d. Gieß. Attz. Sport Q. Bad-Nauheim. 7. Aug. vom 1. bis einschließlich 5. September finden auf unseren lennisplitzen grvße allgemeine Tennis-Wettspiele statt. Anschließend an diese werden am 6. und 7. September auf dem Sport- intb Golfplatz Für die mir zu meinem 25sShrigen Geschäfts-Jubiläum erwiesenen Aufmerksamkeiten spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus. Der Aufstieg der Tüchtigen. Wir werden um Aufnahme nachstehender Zuschrift gebeten: In der 44. Sitzung der Preußischen Landes- Versammlung am ll.Juli hat der Eiscnbahn- minister O e s e r viel von der beabsichtigten Demokratisierung der Verwaltung gesprochen. Der San- (prinifer würde sagen „versprochen" Die Pessimisten, deren Reihen aus Grund bitterer Erfahrungen immer gröster werden, tvvllen absolut nur nach den Tatsachen urteilen. Die Tatsachen stehen aber heute noch direkt in Widerspruch z-u den Worten des Herrn Oeser, locrm er sagt: „Jeder, der sachlich befähigt und persönlich geeignet ist, soll die Möglichkeit zum Aufstieg bei uns haben." Das war trüber manchmal wirklich so. Mancher der älteren Eisenbahner erinnert sich wohl noch der „Ei sen b a hn di re kt o r en". Tas waren Leute, die bei den Privatbahnen von unten sich hcrausgearbeitet hatten und bann bei der Verstaatlichung übernommen worden waren. Ten Titel „Regierungsrat" erhielten sie nicht, dafür umsomehr Ehre und Verantwortung durch UcbertTagung der arbeitsreichsten und wichtigsten Te^rnentenstellen. Wegen ihrer Kenntnisse und Berufserfahrungen waren sie meist recht unbequem, sowohl nach oben wie nach unten, aber menschlich und im Berufe hochgeackstet. Einige dieser .Herren ragen gewissermaßen als Petvesakten bis in die neueste Zeit. Wo ist der Nachwuchs für diese wichtige und verdienstreiche Beamtenklasse geblieben? — Die Juristen können Auskunft geben. e Nach der „Reorganisation" des Eisenbahnwesens 1895 gingen die Vorstände der Verkehrsämter zunächst in der Regel aus dem praktischen Berufsleben, d. i. aus der unteren und mittleren Beamtenlaufbahn hervor. Seitdem sind auch sie fast immer aus den J-uristen — meist Assessoren — genommen worden. Mittlere techmsche Beamte sollten einmal auch Betriebsamts-Vorstande werden können. Man schuf dafür eigens „Nebenämter". Einige dieser Nebenämter sollen tatsächlich mit mittleren Beamten besetzt worden sein. Während des Krieges, der Probe- und Glanzzeit unseres Eisenbahnwesens, wo an die Fähigkeit und Arbeitskraft ganz besonders hohe An- forderungen gestellt wurden, waren viele mittlere Beamte mit der alleinverantwortlichen Führung der Borstandsgeschäfte von Betriebs-, Maschinen- und Verkehrsämtern — z B. in Eisenach, Gera, Jena, Erfurt, Gießen usw. — betraut. Aber gleich nach dem Kriege wurden die Stellen wieder „vorschriftsmäßig" besetzt, die Kricgsinhaber wieder „subaltern" beschäftigt. So sieht heute trotz aller Minislerreden der Aufstieg der Befähigten in der Wirklichkeit aus. U. in. Preis unt j Schmicdegesi lle gesucht, den Gletz. An- I E.Euler, Asterweg 15.^^ WrMallÄÄ mieten. Näheres *M’30’ Land mannstr. 19 p. Sonntag, 10. August, nachmittag; 2 Uhr aus der herchenhainer höhe Ausführung der 5 großen Dollsfjenen aus Schillers Schauspiel: „Wilhelm W Turnen. = AlSfeld, 6. Aug. Tas Bezirks- mettuT nen des 4. Bezirks des Gaues Hessen rtalmt bei starker Beteiligung einen schönen Verlauf. Unter Leitung des Bezirksturnwarts Bastian traten 190 Turner zu den allgemeinen Freiübungen an. Als Wettübungen waren bestimmt: Freihoch- und Freiweitsprung, Kugelstoßen, 100-Meter-Lauf und eine PslichtfreiÜbung. Mindesterreichbare Punktzahl war 45, Höchstgrenze 90 Punkte Tie beste Leistung hatte Konrad Eifert-Frischdom mit 81 Punkten aufzu- weifen. Er erhielt den Ehrenpreis. O L ich, 7. Aug. Unser Tu rn oere in, der im Kriege äußerst hohe Verluste hatte und gevrde seine besten Turner auf dem Felde der Ehre lassen mußte, hat unter der rührigen Leitung seines Turnwarts Christian Zimmer und der Borturnerschaft durch fleißige Arbeit die Tnrn- sache in unserer Stadt wieder zu Ehren gebracht. Bei Kriegsende stand dec Verein vor einem Nichts, heute zeigt der Turnbetrieb wieder Leben und steht immer weitere Kreise der Jugend an sich. Einen schönen Erfolg hatte der Verein bereits auf dem Bezirksturnen in Grünberg zu verzeichnen, ito 16 Turner und Zöglinge Sieger im Wett- lampfe blieben- die beste Leistung erzielte Turner skarl Fey im Wettkampfe der aktiven Turner mit i9 Punkten (7. PreiS). Auch bei dem volkstüm- ichen Wetturnen auf der Wasserkuppe in der Rhön am vergangenen Sonntag trug Karl Fey einen Preis davon, und zwar den 24. Preis mit Jung. Mädchen auS gui Haufe suchtAufn. in vorn Hause, tnönl. zum 16.Aug zwecks Veroollk. i. HauSb bet völlig. Familienanschl Näh. n.Ueoeretnk. Angeb. anFrLCLBrnuer, Oberdorfelden tKr. Hanau a. W Äelt. T'mstmMcii gegen guten Lohn nach Butzbach gesucht. 9149 Frau A. Moog, Dentistin Butzbach. Tüchtige TAkiiiergkselltll sucht für sofort aus bau* ernbe Beschäftigung C, F. Gerhard, 8932 l) Dillcnbura. Ein lunger [9123 Schmied für sofort gesucht bet bau* ernber Beschäftigung. Wagensabrtk ff. Stevban, <«roüe»' Bufeck b. 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Der Reinertrag der Aufführung ist bestimmt zur Herstellung der alten Airche in Unter-Lais. 9151D Bei Regen Wetter findet die Aufführung «r* in Wrebeuhain "’M im Saalbau des Gastwirts Karl Faitz statt. Wegen Verheiratung meines DlädcheuS, welch. 9 Jahre bei mir war, »um 1. September ein orbentl. bei gut. Lohn in Jahres* stelle gesucht. Philipp Weiß, Dad Naiibeim, Bismarckstraße 9. 19034 Wegen Berheiratung meines Mäbchens suche ich z. 15. b«. ob. L Sept, für meinen tl. HauSh. ein tüch* tine8, nnnberen Hldehen s. Küche u. Hausarbeit. we Frau^»n.»nrU,Lonystr.4 Zu der Notiz über die diesjährige Nicht Versteigerung des städtischen Grum^ mets möchte ich bemerken, daß der vorjährige Durchschnittspreis, der bei der diesjährigen Preise bemessnna zugrunde gelegt werden soll, unstreitig zu hock) ist. Ein Beispiel: Ter hiesige Kirnmchpw- zücht-- und Pflege-Verein steigerte vergangenes Jahr eine 25 Hektar große Fläche fiskalischer Wiesen zum Preise von 740 Mk., wobei sich der Zentner Grummet ausschließlich Arbeits- und Fuhrlohn auf 22 Mk. stellte. Da augenblicklich auswärtige Händler den Zentner Heu zu 25 Mk. anlnetcn, ist es ftnglich, ob die Liebhaber dos städtischen Grummets auf ihre Rechnung kommen. Gustav Koch, Gärtner. o. Beamten ohne Kinder, auS dem besetzten Gebiet, in Gießen ob. Umgebung gesucht. Schr. Ang. unt. 015373 a. b. Gieß. Auz. Schöne »—1 Zimmer- Wodnnng für sofort ob. spätestens 1. Oktober zu mieten gesucht. Schrift!. Angeb. unter 9089 an ben Gießener Anzeiger. Wohnung! 2 Zimmer und Küche von rubigem. jungem Ehepaar alsbald ober später gesucht. Schriftl. Angeb. unt.015255 a. b. Gieß. Anz. Offizier (Dberlt.), Daner- mieter, sucht gut eingerichtete, ungenierte 1- bis 2 • Zimmcr - Wohnung mit separatem Eingang. Schr. Angeb. in. Angaben deSPreises, obBabn.Tel. unt. 0153W a. b. Gien. Anz. stud. phil. sucht z. 1. 10. möbl. Zimmer m. Pen* sion. Bei liebevoller Aufnahme ii. mäßigem Preise wird Kindern kostenlos 5. »Ä rM fllt ,'s Jiingtrkl HMburftt gesucht. Carl IlenHcL Watttorstraße 10. 1015406 KrUftiser Jnnxe für die Landwirtschaft zu einem Pferde, sowie ein Mädchen für HauS* und Feldarbeit sofort gesucht. Herrmann Thome, Wolzhausen, 9036 Kr. Biedenkopf. Jmta M-M Bad-Nau heim sucht 9i4ihv z sofort-Eintritt tücht. KaliMiidlhkll mehrere KülhemDlhe» sowie einen Kiichenbnrslhtll Offerten mit Zeugnisabschriften einsenden. Junges Mädchen f. einige Stunden tägl. im HauSv. ges. Heacholhelm, Gießener Str. 79 L hie 1hxnxTenb6t*T, der Zovloqische (Sorten unb erstmalig der Palmengarten mit 80 000 Mk, die Theater mit 1436 000 Mk., die Universität mit 250 000 Mk. (sonst 75000 Mk.i. Tie Steuern sollen dementsprechend von 150 auf 310 Prozent erhöht werden. Zur weiteren Vermehrung der Ein jiabmcquellen soll die Sozialisier u ng der Betriebe fortgesetzt werden, in den Sozialisierungsbereich soll neu das ganze Verkehrswesen einbezo-^ E werden. Das Konzessionswes<-n für Apotheken verftadtlicht werden. Dir Fr^ der (?hi gern eiligen in gröberem Stil kamt vorerst nicht weiter verfolgt werden, doch soll die Gründung eines gnteressenverbandes Frankfurts mit seinen soge- nannten Vororten nach dem Muster von „Groß- Aerlin" ins Auge gefaßt werden, lieber die ft-rage der Staatenbildung darf auf Wunsch des Reichsrnrnisterpräsidenten vorerst nicht gesprochen werden, lieber die Folgen der Mhlen- i,ot ließ sich der Redner sehr jpessimistisch aus. (ine Erhöhung der Arbeitslvsensätze lehnt die Regierung strikte ab, die Sätze dürfen die Staffeln der staatlichen lFürsorge nicht überschreiten. Hoffnungsvoll waren die Ausblicke auf die Erfolge des neugegriinbeten Wirtschaftsamtes, das jetzt eine Ernfuhrmesse und Derkaufsschau für den Herbst vorbereitet. Die städtische Anleihewirtschaft bedarf größter Einschränkung, wenn Frankfurt seinen Platz als wirtsckpftliche Metropole ©üb» Deutschlands behalten soll. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der Empfang der Kriegsgefangenen. Ein eben ZurückgeVehrtcr schreibt uns: Bei 6cm Empfange der heimkehvenden Kriegsgefangenen am Dienstag ist mir befonberd auf c ei allen, daß die hiesigen Einwohner imferen mit Sehnsucht erwarteten Gefangenen nicht mit der ge- nüiischten Herzlichkeit entgegentommen. Tre Bürger bürfen nicht denken, daß es genügt, wenn das Ernpfangskomit«, das Rote Kreuz, zur Stelle sind, oder die Glocken läuten und Musik ihre Wei sm spielt. Nein, ein Jeder, der b:i der Ankunft über ftvie Zeit verfügt, betätige sich beim Empfang. 2Bic blickt das Auge des Erlösten freutyiger I*et Ent- grgennahme von Blumen, der kleinen und geringsten Wabe, selbst bei dem herzlichsten Wrllkvnv menSgrnß, der ihm bargeboten wird. Wir müssen den Heimgekehrten zeigen, daß wir nickü schuld sind, daß sie noch so lange da drüben schnmckften mußten, sondern uns freuen, sie tuicbcr bei nnS xu sehen. Ich nmß gestehen, daß der Empftrny im besetzten Gebiete, überlZanpt im Rheinlande, viel herze lidpcr war als hier. Ich bin vor 2 Rivnaten durch Rücktransport auch dem Elend der sangen schäft entkommen, hatte verschiedene Male daS Glück, empfangen zu werden, und zwar in sehr lierzlich.n Weise. Jeder drängte sich, um uns eine Gabe, Blumen und bergleidjen überreichen zu können in* mit welcher Freude. Drum Bürger, steht auch in ftfteßen nicht zurück, kommt, zieht mit den Heim- Mrenben, begleitet sie, erwidert das Winken der Glücklichen unb lehrt eure Müder, daß sie, die die ganze Zeit nur Schelt- und Schimpfworte hörten, mit Hurra und brausendem $ubel zu empfangen sind. Berauschend nmß es wirken, in späteren Jahren müssen die Heimgekehrten noch wn oll dem Jubel mit Begeisterung erzäblen und stets mit Freude an den Empfang in Gießen denken. Ich gebe mich der angenehmen Hoffnung hin, daß der nächste Trupp Heimkehrer, mit der erwünschten Herzlichkeit empfangen wird. Ein IZeimgeke'hrter Kriegsgefangener. Anmerkung. Die Sfrtfunft der am Dienstag hier an gekommenen Heimkehrer ist nv^l nicht vielen bekannt gewesen, was wolst auch tn Betracht kommt. Tie Ankunft größerer Transporte wird hoffentlich jetveils ftühzertig bekannt gegeben. Ost. an B. L., Gasthaus Boller, Bahndofstrane. Für konknrrenxlose Siehe such.orb.Leute,mögl.verh^ a.Krteaöbefch.. b. sehr gut. 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Wenn, wie in vorstehenden Ausführungen bemerkt, ivahrend des tfrtcgcsf mittlen’ Beamte mit der Führung von Vvrstandsgcschäften der einzelnen Acmter jKtraut mären, so können wir dem noch I)in»uiügen, daß allein beim Bahnhof Gießen im Etatsfahr 1918 4000 Tagewerke in Rate B (mittl. Beamtendienst) von C-Jhnften (Untcrbeamten' geleistet norden sind. Außerdem find heute noch 7 OKräfte ständig mit Arbeiten der Rate B beschäftigt, ganz abgcieljcn davon, daß noch mehrere Unterbeamte mit Arbeiten beschäftigt werden, von denen verwaltimgsseitig anschefttcnd absichtlickn nicht sestgestellt wird, zu welcher Rate diese Arbeiten zu zählen sind. Tie mittleren Beamten haben wenigstens die Genugtuung, daß ilmen durch ministerielle W- änderung der Verwaltungsardnung § 17 Ziffer 1 durch Verfügung im letzten Amtsblatt der Weg gezeigt ttivb, den ihr eventueller Aufstieg künftig nehmen wird. Ter die Unterbeamten betreffende Wschnftt biefet Verfügung fängt mit der Feststellung an, daß den Beamten der unteren Laufbahn bisher schon in weitem Umfange die Möglichkeit des Aufstieges in mittlere Stellen gegeben sei. Dem Mssenden Cann der Ausdruck „im weiten Umfange" nur ein Lächeln abnötigen, wenn er sich die Tatsache vor Angen hält, daß von bat zur Zeit in Gießen beschäftigten mittleren Beamten (von Lvklonwtiv- und Zugführern abgesehen) 7 Beamte oder ganze 14 Pwzeut auS dem Unter- beamtenstande hervorgegangen find Ter Umstand, daß eine Gesamti-isenbahudu-nstzeit von mindestens 20 Jahren nötig ist, um eine mittlere Beamten- strile frit erlangen, läßt allerlei Rückschlüsse auf die Weise zu, in der dem Wort „frei; Bahn dem Tüchtigen" seither Geltung verschafft wurde. Bei Lokomotiv- unb Zugführern liegen die Verhältnisse insofern etwas anders, als hier der Andrang von versorguugsbereckitigten Anwärtern nicht so groß ist. Handwerksmäßige Vorbildung und die Unregelmäßigkeiten des Tienftes machen diese Stellung weniger begel-renswerl. Daß nun aber für die Zioilanwärter nicht etwa die Al'ög- lichkeit gegeben sei, schneller wie andere Unter- beamte in die mittlere Beamtenlaufbahn zu gelangen, läßt die Verwaltung den Dienst des Lok- unb Zugführercs lange ^ahve durch Anwärter dieser Zklassc ausführen. Einer immer wieder geltend gemachten Forderung einer besonderen Entschädigung für Ausübung des Dienstes der höheren Masse wird mit dem Hinweise begegnet, daß die Anwartschaft für das höl>ere Amt als TurchgangS- stellung anzusehen fei. Wie weit sich diese Begründung bei einer 10—12jährigen Wartezeit nach abgelegter Prüfung aufreckiterhalten läßt, überlassen 'wir der Beurteilung jedes Einsickstigen. Trotz alledem nehmen 'wir wn der Versicherung des Mimstcrs, daß mit dem bevorstehenden Rückgang der Zahl der Militärarrwärter, ifidjtige Unterbeamte in größerem Umfang als bisher in mittlere Beamtenstellen überführt werden sollen, gern Kenntnis, mit der Gewißheit, daß die Unterbeamten eine weitherzige Auslegung dieser Versicherung zu würdigen wissen werden. Der Gewerkschastsburch Deutscher Eifenbahn- beamten scheint uns vor allem dazu berufen, xu all diesen Fragen Stellung zu nehmen. Gelegenheit hierzu gibt die am? 9 d M'ts. 7.30 Uhr abends Mies Grad-Huie! Bad-Nauheim sucht ot«hv »um bald.Eintritt tücht. fflerptor Offerten mit Zeugnisabschriften etnsenden. Braucheknndige Verkäuferin gesucht. Franz Bette, 91W_____MäuSbnrg 10. Tüchtige, ehrliche Sassikrerili suchen ver 15. August •*" Schwarz-Weitz- Lichtspiele Seltersweg 81. Bis 3 Uhr zu sprechen Ludwigstraße 31 p. 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Aür die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgang unserer Heben Entschlafenen Katharina Bröckel geb. W! sowie für die recht zahlreichen Kranz- spenden, die troureicheii Worte des Herrn Pfarrer Naumann von Pohl- Göns und den erbebenden Grabgefang des Gcfangnereinv „Germania" sagen wir unfern innigsten Dank. ferner danken wir allen betten, die der lieben (Intfd)lnfencn wahrend ihres kurzen Krankseins In Liebe gedachten. Im Namen der tieftrauernden HinterbHebenen: Wilbelm Bt ückel II., Spenglermeiiter. Lang-Göns, den 8. August 1919. oiua* Wald- und 8elbinnb zu übernehmen gesucht durch Frits Lucas, Frankfurt DL Bornheimerlandstr.5v.Mi 5000 Mark Getreidemäher ein- und zweispännig sind noch sofort ab Lager lieferbar Gg. 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Der Deutsche Transport ttn?8tonMe Ragna Gvendburg Roman von Anny Mothe. kann man hier einen oder mehrere Wagen des Nomadenvolkcs beobachten, wie sie bettelnd den Ort und die ganze Gegend Heimsuchen. Mit einer Gewandtheit und Fingerfertigkeit sondergleichen lauen die alten Wahrsagerinnen Hühner und alles, was sie brauchen können, unter der Schürze verschwinden. In den meisten Fällen sind sie zu zweien und dreien. Während die eine durch Kartenschlagen und Wahrsagekünste die Bewohner ins Hans fesselt, gehen die midern aus Raub aus. Hauptsächlich wäre den Frauen zu raten, sich nicht durch diese Zigcunerweiber überlisten zu lassen, und die Landwirte sollten in der kommenden Erntezeit ihre Anwesen verschliessen oder doch, wenn irgend möglich, nicht ohne Aussicht lassen. Kreis Lauterbach. O Aus dem Schlitzerland, 6. Aug. In der kleinen Gemeinde Hartershausen nniroen dirrch eine Hauskollekte 144 Mark für die durch ein schweres Unwetter heinrgesuchten Volksgenossen des Kreises Darmstadt aufgebracht. — In S ind- lofs wurden einem Geschäftsmann aus Rhina durch die Schlitzer Gendarmerie ein Schaflamm und ein Zentner Weizenmehl abgenommen, da zum Tiere der Besördcrungsschein und zum Mehl der Mehlschern fehlte. OSchlitz, 6. Aug. Zunr Rechner der Ortskrankenkasse wurde das Gemeinderatsmitglied Sein* rich Lachmann III. gewählt. — Der Gemeinderat hat die Einführung einer Arbeitsnachweisftelle beschlossen. — Nach einem Vortrag von Lehrer Funk, dem Vorsitzenden des hessischen Landesverbandes Kriegsbeschädigter und Kriegslssnte» blicbener, schlossen sich der bereits 100 Mitglieder zählenden hiesigen Ortsgrrwpe des Verbandes 40 neue Mitglieder an. — Die Wohltätigkeitsveranstaltung des Klubs „Frohsinn", die das fünfaktige Volksstück „Muttersegen" flott zur Darstellung brachte, hatte auch bei ihrer Wiriterholuug einen starken Besuch, besonders mich vom Lande. Ein Reinertrag von rund 1500 Mark zum Besten der hiesigen Kriegsgefangenen konnte durch beide Veranstaltungen erzielt werden. ' i*. Seikfcu, tomtaWiii von der Wall« Mrkiplav 'c, r vereing^jl MW Ällll* w ® »ä; ver««m -ZM „Nein, mein Kind, er ist ein sehr lieber Mann, der es sehr gut mit mir meint." „Soll er auch," sagte der kleine Kerl und hob drohend die Faust. er auch, alle Leute sollen dich lieb haben. Bater sagt, so gut du gäb's keine und 'ne andere hätte sich an deiner Stelle schönstens bedankt, ’iverm sie mich hätte so pflegen sollen^ damals, als e9 mit mir ans Sterben ging zu Weihnachten. Weisst du noch, wie du da immer an meinem Bette saßest und mich besser gesund Pflegtest als die anderen alle zusammen? Vater sagt, ich müßte dick ganz furchtbar lieb dafür haben — das mache rch auch." Er sah aus treuherzigen blauen Kinderaugen zu ihr auf. „Tas ist nett von dir, Fritzchen," lächelte Ragna zurück. ^Ntcht wahr?" nickte der Rehre Mann selbstbewusst und dann drückte er wieder fein kleines Näschen ganz platt an die Scheiben und sah angelegentlich dm Heideweg entlang. „Ein Mann, ach wieder ein Mann," schrie er plötzlich, „sieh doch Tante, wirklich ein Mann." Ragna trat zum Fenster und sah hinab. Da durchzuckte _ es sie plötzlich wie Frühlingsahn m. So still, so ruhig und friedvoll wurde es sihr zu Sinne. War es berat möglich, war der Mann, der da so stolz und hocherhobenetr Hauptes daherkam und gerade auf ihr Häuschen zusteuerte, ^virk- lich Arne Lorenzen? Sie 'wollte hinaus, dem alten Freunde entgegen, aber sie vermochte keinen Schritt zu gehen. „Laus zu deiner Mutter, Fritzchen," flüsterte sie, „und sage ihr, daß ich den Herrn dort gern empsan^n -rill. Hörst du?" „Ich renne stlzon," rief Fritzchen zurück. „Wer weiß, vielleicht hat der mir wenigstens Noas mitgebracht !" Wenige Minuten später stand Arne Lorenz-m auf der Schwelle, unb die Sonne, die gold-ntz HochschHtlnaehrichte«. ** AkademikeZ-Bund £) betreff ex. Ms solcher hat sich kürzlich hier eine Zweigvrgmn- sation des „Reichsausschusses der Akädemrsch«! Berufsstände"', Berlin, gegründet, um die I»- teressen der in Gießen und in Oberhesse» wkchnew- Ragna lächelte, ein süßes, traumhast glückliches Kinderlächeln. Mit diesem trat sie zu ihrem öchvcibtisch und Seite um Seite füllte sich bald imter ihrer weißen, schreibenden Hand. Tie blassen Astern auf dem Tische nickten her- übtr zu dem Bildnis des schonen Mannes, an dessen Schulter sich das rotgoldene Frauenhaupt lächelnd schmiegte, aber kein Blick Ragnas traf das 8ild. Ihr Geist zog andere Bahnen. TEr Regen batte auf gehört. Die Nacht kam terauf. Mit Weidjem Mvndlicht zuckte sie über das ärmliche Häusclren der Heide. — Ragna schrieb wch immer. Ein fahler Schein glomm zwischen den -sichten auf, und endlich rosigrot der erste Streifen tzs Frühlichts. Da " ' ' ' die Feder ineber. rat Becker, zweiter Geh. Medizinalrat Pcosessor Dr. Strahl. Im Oktober soll die erste Mit- glirirerversammlung stattsinden. Mitglieder könne« alle Personen mit abgeschlossener Hochschulbildung werden. Frankfurt a. M., 5. Aug. Der Senat der Universität ist, da au5 technischen Gründen die Einrichtung eines Herbstzwischensemesters an der Universität nicht möglich ist, an das Ministerium mit der Bitte herangetrelen, zu gestatten, daß das Wintersemester nicht erst Ende Oktober, sondern schon in den ersten Oktobertagen beginnt. Ferner soll im Frühjahr ein Zwischensemester abgehalten werden, falls die nötige Kohlen menge zu beschaffen ist. — Am „Schwarzen Brett" gibt der Rektor bekannt, daß neuerdings die Bänke in den Hörsälen mit politischen MeimrngS- üußerungen aufreizenden und konfessionell verhetzenden Inhalts bekritzelt unb beschrieben werden, die geeignet sind, in der Universität als einer unpolitischen Anstalt, den politischen und konfessionellen Frieden zu stören. Der Rektor warnt vor Wiederholungen dieser Ungehörigkeit« Salb- unb Selbig i« übernehmen neiudj: 1-1 Frlti Loctfl, Frflü’di^- SornbeirnerlanbH 5000 W sind ÖQPOtOefarHy iuleiben. uMManMnM 3 schöne W J«Jjl 4 Sort). ab, »u verl« Die Frau auS LauiA 10 Ubr >n b. | R lunnen nbboltc.ro • J OlfejitöM-' arbeiter-Berband beantragte, die mit dtt Fuhr Unternehmer vereinigun g in Gießen über Arbeitszeit, Löhne (55 Mk. wöchentlich), Ueberlandsahrten, Urlaub nsw. getroffene Vereinbarung vorn 1. April 1919 auf eine Anzahl Gießener Firmen miszudehnen, die in ihrem Geschäftsbetrieb als Nebenzweig auch eigenes Fuhrwerk hatten. Bis auf drei der beteiligten Unternehmer war eine Verständigung erzielt worden. Der Schiedsspruch wurde dahin erlassen: Tie Firmen Tribus u. Sundheim, Joh. Balch. Noll und Genossenschaft für Häute- und Fett- verwertung, Nebenstelle Gießen, fmb verpflichtet, ihren Fuhrleuten unb Transpvrtiagrrarbeüern mit Wirkung vom 1. ?lprll 1919 dieienigeu Leistun- gen zu gewähren, die in der Vereinbarung der Fuhrimtemehmer-Bevermgung mit dem Trans- portarbetter-Berband, Ortsverwaltung Gießen, vom 1. April 1919 festgesetzt find. Die Arbeitgeber, btc am Erscheinen oerhindert waren bzw. schriftliche Erklärungen abgegeben hatten, werden zur Annahme ober Ablehnung des Schiedsspruchs eine Frist von Zufirtigung an gesetzt bekommen, die Arbeitnehmer erklärten die Annahme. 2. Infolge erneuter Verhandlungen, als Ergänzung zu dem cm 12. März 1919 zwischen oer Bereinigung der Maler mei ster in Gießen ratb dem Verband der Maler, FilialeGießen, geschlossene Abkommen, sollte der Stundenlohn von 1,80 Mk. (im Juni) vom 1. Juli ab auf 2 Mk. erhöht weichen. Auf Arbeitnehmerseite toar die förmliche schriftliche Zustimmung zunächst übersehen worden, weshalb die Malervereinigung die Zusage des höheren Lohnes widerrie? unb wegen des schlechten Geschäftsgangs den Satz von 1,80 Mk. beibehalten wollte. Der Schlichtungsausschuß entschied: Nachdem von der Bereinigung der Malermeister für die Zeit vom 1. Juli 1919 an ein Stundenlotzn von 2 Mk. bereits zugestauden war, die verzögerte schriftliche Bestätigung jedoch nicht als ausschlaggebend erachtet werden kann, die Verhältnisse sich inzwisi^eu nickst wesentlich geändert haben, die Stadt Gießen zur Lohngruppe II des Lohntarifs für das Teutsche Baugewerbe gehört und hierin für verwandte Berufsgruppen ein Stundenlohn von 2 Mk. schon länger festgesetzt Zuwiderhandlungen gegen die erlassenen Bestimmungen werden mit Geldstrafe bis Mark bestraft. be,N|>en Echt ei>meit «fflam'nteel ^saiid- SaS empfiehlt i Weinen Gieße« °v>erwarrngrohh^ -^chlel-Sabrikati«. Aus Stadt und £an&. Gießen, den 7. Aug. 1919. Die Maßnahmen gegen die Wohnungsnot. Dom Stadt-Wohnungsamt wird uns geschrieben: Wohnräume, Läden und Werkstätten können nur mit vorheriger Zustimmung des Miet- einigungsamteS gekündigt werden. Bei der Miete von Gärten, Möbeln, Stallungen und bergt ist die Kündigung auch ohne Zustimmung des Mieleinigungsamtes zulässig, jedoch steht dem Mieter das Recht zu, das Mieteinigungsamt an- »»rufen. Bei unverzüglicher Anrufung kann das Mieteinigungsamt gegebenenfalls den Vertrag verlängern, ab ändern oder auch die Kündigung zulassen. Unter gewissen Voraussetzungen steht der Gemeindebehörde ein Beschlagnahmerecht zu. Unbenutzte Wohnunyen und Räume, die zu Wohnzwecken geeignet lind, können beschlagnahmt und mietweise solchen Wohnung- sucherrden überwiesen werden, die nach ihren sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen für diese Wohnungen als Mieter geeignet erscheinen. Auch benutzte Wohnungen unterliegen dieser Bestimmung, wenn sie im Verhältnis zur Zahl der Bewohner übergroß sind und entbehrliche Teile ohne erhebliche Aenderung als räumlich und wirtschaftlich selbständige Wohnungen verwendet unb abgetrennt wekden können. Ohne Zustimmung des Stadt. Wohnungsamtes dürfen Gebäude ober Teile von Gebäuden nicht abgebrochen, Räume, die bis zum 1. Oft. 1918 zu Wohnzwecken bestimmt ober benutzt waren, zu anderen Zwecken, insbesondere nicht als Werkstätten, Dienst- ober Geschäftsräume verwendet werden. Es ist verboten, mehrere Wohnungen zu einer -u vereinigen. Die Ueberlassung von Wohnräumen an Personen, die von auswärts zuziehen, ist ohne Zustimmung des Mietrinigungsamtes verboten. Der Aufenthalt von Personen in Gasthöfen, Wirtschaften und berg! ist nur für die Dauer von höchstens einer Woche gestattet. Jeder Abschluß eines Mietverttags über Wohnräume, Läden und Werkstätten ist vom Vermieter binnen einer Woche, nach Abschluß des Vertrags dem Stadt. Wohnungsamte unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars anzuzeigen. Erscheint der Mietpreis nicht angemessen, so kann seitens des Wohnungsamtes oder des Mieters bis zum Ablauf zweier Wochen nach Abschluß des Verttages beantragt werden, daß der Mietzins auf angemessene höbe herabgesetzt wird: etwaige Nebenleistungen des^Mieters gelten als Teilej)es Mietzinses, ebenso eine für den Nachweis der Mietsräume gezahlte Belohnung, soweit sie dem Vermieter unmittelbar ober mittelbar zusließt. Aus einem nicht gemeldeten Mietverträge können von dem Vermieter Ansprüche nicht geltend gemacht werden, insbesondere kann die Zahlung des Mietpreises nicht verlangt werden. Der Berttag wird in Ansehung der Ansprüche des Vermieters wirksam, wenn weder das Wohnungsamt, noch der Mieter innerhalb der Frist von zwei Wochen die Herabsetzung des Miet- nnses beantragt, wenn der Anttag auf Herab- itbung zurückgenommen wird, ober wenn das Mieteinigungsamt über die Anträge entscheidet. mrterut Schnee versteckt, die ersten Schneeglöckchen jubelnd gefunden. Sie standen jetzt in einem winzigen Gläschm in Ragnas Zimmer und Fritz sagte stolz: „Tn, Tante, von mir!" Dabei tippte er mit seinem kleinen dicken Zeigefinger bedeutsam auf seine Brust, unb die großen, Wauen Kinderaugen wanderten stolz zu den weißen, kleinen Blumenglocken. Es ist Sonntag heute. Fritzchen fühlt dies mit Wonne, denn am Sonntag da darf er herauf- Vommen, um in Ragnas Stube, wo es nach feinen bescheidenen Begriffen so unmenschlich „fein" ist, zu spielen. Da gab es auch Zucker ratb zuweilen sogar Kuchen . Fritzchen bat 'ne Schwäche für Zucker und nun gar erst für Krih-n! ,/Tu Tante," sagte Fritzchen zu Ragna, auf den Stuhl, der am Fenster stand, kletternd, „hast du Kopfweh?" „Kvpfweh, nein, mein Jirnge. Wie kommst du daraus?" „Nicht?" Fritzchen hielt den Finder nachdenkend an das Stumpfnäschen, „na, rch dachte man, weil Mutter es vorhin sagte als der Onkel Doktor da 'war unb nach Dir fragte." Ragna fühlte, wie sie errötete. So war er also doch trotz ihrer Ablehnung heute wieder da- gewesen, der gute Doktor Metzner, wie schm, so viele ©onntage, und Fritzchens Mutter hatte ihn abgewiesen, Wie sie ihr am Morgen geheißen. „Du, schmollte Fritzchen, „es war aber gar nicht nett von dir, da st du Kopfweh hattest. Oii'el Tvktor rannte gleich wieder weg, mtb die Apfelsinen, die er mir immer mitbrmgt, hat er auch wieder mitgenommen." „Tu sollst morgen eine andere Apfelsme haben, Fritzen." Aber der kleine Mann war nicht so leicht zu beschwichtigen. „Tu magst ihn wohl nicht?" fragte er wtch- tig. „Tut er dir Böses?" ** Funkentelegraphie nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Die .Handelskammer Darmstadt teilt mit: Tie Funkentelcgcaphie für Handelst Uegramme nach den Vereinigten Staaten von Amerika ist wieder ausgenommen. Zugelassen sind Telegramme in offener deutscher und englischer Sprache sowie in der Eodex-Sprache. Die Auflieferung hat bis aus weiteres nur durch die Handelskammer zu erfolgen. Da nur eine beschränkte nutzbare Funkverbindung zur Verfügung steht, können nur ganz besonders wichtige Telegramme angenommen werden. ** Geldbeträ gean de utsche Kriegsgefangene in Japan föraten von Bern ab telegraphisch übermittelt werden. Tie Bettäge siiid als Kriegsgefangenensendung mit Postanweisung an die Oberpostkorivolle in Bern zu senden: das Verlangen der telegraphischen UebermitUiuig nach Japan ist auf dem Postanweisungsabschnitt deutlich anzugeben. Bon dem nach Bern übenmefenen Betrage nnrb die Gebühr für das Telegramm aus der Schweiz nad) Japan (4 Franken 90 Centimen für das Wort) unb die schweizerische Postanweisungs- gebühr abgezogen. *♦ Die Ersatzmittel stelle der Provinz Oberhessen in Gießen teilt uns folgendes mit: In letzter Zeit werden häufig durch sogenannte Leerofferten ausländische Ersatzlebensmittel angeboten, auch werden Angebote von Ersatz- lebensmittri, die im Auslande offeriert iverdcn, weiter gegeben, ohne daß eine Genehmigung der zuständigen Ersatzmittelstelle eingeholt ober erteilt wäre. Da diese Fälle nach der Verordnung über die Genehmigung für Ersatzlebensmittel vom 7. März 1918 (RGBl. Seite 113) strafbare Handlungen darstellen, wird erneut aus die für die Einfuhr von Ersatzlebensmittel geltenden Genehmi- gungdbefttmirningen hingewiesen. Nach der genannten Verordnung (8 1 Aos. 1) dürfen auch aus dem Auslande eingeführte Ersatzlebensmittel nur dann gewerbsmäßig angeboten, feilgehalten, verkauft oder sonst in den Verkehr gebracht werden, wenn die Einfuhr von einer Ersatzlebensmittelstelle genehmigt ist. Die Genehmigung ist von demjenigen zu beanttagen, der die Lebensmittel einführen Willi Will ein anderer als der Einführende die Ersatzlebensmittel unter feinem Namen oder seiner Firma in den Verkehr bringen, so ist der Antrag von diesem zu stellen. Für die Erteilung der Genehmigung ist die Ersatzlebensmittelstclle zuständig, in deren Bezirk der Anttagsberechtiate seine gewerbliche Hauptniederlassung oder in Ermangelung einer solchen seinen Wohnsitz bat. ** Die Einfuhrbeschränkungen für Postpakete nachdem fra nzö s isch besetzten Teil Deutschlands (htb fast durchweg auf gehoben. Nicht zugelalsen zur Einfuhr sind Waffen, Munitton und Kriegsmaterial aller Art, polittsche Zeitungen und Zeitschriften und schriftliche Mft- teilungen innerhalb der Pakete ebenso wie auf den Pakelkartenabschnitten. Zeitungen und Zeitschriften dürfen noch wie vor auch nicht als ^innerer ober äußerer) Verpackungsstoff benutzt werden. Schulbüfter, Wörterbücher und sonstige wissenschaftliche Werke usw. sind auch weiter nur in Paketen an Buchhandlung«? durch Vermittelung von Bürgermeistereien »ulässig. Tie französischen Zensurvorschriften bleiben weiter in Kraft, ebenso die Anordnung, daß der Absender auf jedem einzelnen. Paket mit urrterschriftlicher Beschriuigung zu erklären hat, daß der betreffende Paketinhalt nicht gegen die ftaT^üsischen GenehinigungSiorschristen verstoße. In der Richtung aus dem fvanzösisch besetzten Gtebiet ist nur die Ausfuhr von Waften, Munition, Kriegsmaterial, Farbsvoss«, Platin, Gold unb Silber jm gemünzten und ungemünzten Zustande, von ausländisck^ir Werten — vorbehaltlich besonderer Genehmigung her interalliierten! Kommission der Rhemlande — verboten. — Die Schwrerigkeiten in der Bewältigung des Po st Paketverkehrs au $ der französischen Besatzungszone uadii dem unbesetzten Deutschland, auf die vor einigen Tagen hin- gerrieten worden ist, fntb überwunden. T« Post- behörde ist jetzt in der Sage, allen dbnforderungen des Paketverkehrs gerecht zu werden. — Nach Großbritannien, Irland und Belgien sind jetzt gewöhnliche offene Briese und Postkarten auf Gefahr des Slbsenders zugriassen. strich dem besetzten Posen können fortan gewöhnliche offene Briessendungen gegen Jnlarrdsgebühr versandt werden. Kreis Büdingen. la. Stockheim, 5. Aug. Während vor dem Krieg in hiesiger Gegend fast keine Zigeuner mehr zu sehen waren, nimmt diese Landtage jetzt wieder in erschreckender Weise zu. Durch seine zentrale Lage wird Stockheim viel durch diese ungebetenen Gäste belästigt. Fast jeden zweiten Tag Höh' mtb Tiefe hat Lust und Leid, Sag' ihm ab, dem törichten Neid: Anderer Gram birgt andre Wonne, Dulde, geduldige dich fein, lieber ein Stündlein Ist deine Kammer voll Svtrne! Paul Hehse. Ter Herbst war gegangen imb dcr Winter W^mnen. Mit Schnee und Eis hatte er bi? bedeckt, und das Bahnwärterhäuschen toar erdrückt worden von den gAvalttge.n Schne'- 'nanen, die wochenlang auf feinem Dachfirst lagen, xwn mar es schon, als ginge ein „Lenzen" durch |®ie Luft, und Fritzchen hatte schon wirklich, halb worden ist, wird der Stimdenlohn der Maler ab 1. Juli 1919 auf 2 Mk. festgesetzt, wobri die Vereinbarung vom 12. März 1919 im übrigen aufrecht erhalten wird Die Arbeitnehmer nahmen den Schiedssprrlch an, die Arbeitgeber behielten sich Erklärung vor. 3. Die Lauterbacher Blechwarenfabrik er Harte sich zur Wiedereinstellung ihres ftüheren Angestellten, des Kriegsteilnehmers Andreas Schneider von AngerSbach, bereit. 4. Die von der Firma I. Weinert in Oie» ßen gegen den Buchbinder Richard Weber von Gießen ausgesprochene Kündigung tourbe als durch die mißverstandene Auslegung oer Verordnung unb den Irrtum über die angebliche 93er- pflichtmig zur Wiedereinstellung eines anbccen Kriegsteilnehmers veranlaßt festgestellt und der Entlassene, der die nuranehr angebotene Wieder- einstellung nicht mehr ausnntzen wollte, mit etwaigen Entschädigungsansprüchen au das Geiverbcgericht und die Erwerbslosenfürsorge verwiesen. 5. Die Gießener Firmen: BÖnninger, Heylig enftaed t und Sck afsst aedt gehören richt zu dem Verband der Drit all industriellen fax Hessen-Nassau, Hessen und angrenzende tztebiete. Mit dem der Deutsche Metallarbeiter- ver band, Bezirk 8 in Frankfurt a. M., am 15. Juni 1919 ein Kollektivabkommen geschlossen hatte, dessen Ausdehnung auf jene Finnen von ihm erstrebt wird. Die 7wch strittigen Punkte betrafen den Lohnausgleich (1,60 Mark Stundenlohn bisher» ab 1. Juli 1919 für die von 48 auf 46 Stunden zu verkürze nde Wochenarbeitszeit, den Urlaub von drei Werktagen nach einjähriger ununterbrochener Arbeitszeit im gleichen Betrieb, 6 nack 3 Jahren, 8 nach 6 Jahren und die Fortzahlung des Durchschnitt sverdien st es aus dem letzten Vierteljahr. Tie Arbeitgeber lehnten richt oen Wegfall der 2 Stunden ab, wollten aber dir dadurch^ bedingte Lohnzulage von 7 Pf. zum Stundenlvhn richt zuaestehen, den Urlaub erst narfj 3 Jahren mit 4 Tagen und nach 6 Jahren mit 6 Tagen bewilligen unb zur Vermeidung umständlicher Ausrechnung für die Urlaubszeit den. Mindestlohn wctterzahlen. Eine Einigung war nicht zustande zu bringen. Tie Arbeitnehmerftite betonte die Notwendig kett, den M'ttallarbeit.'rn, als sonst bestenttohnten Arbeitern, bessere Löhne zuzttwrisen und das Kollekttvabtommen auf möglichst große Wirtschaftsgebiete ersttecken zu müssen^ Tie Arbeitgeber befürchten die schon durch starkes Unterbieten der Preise deutscher Fabrikate fühlbare Auslandskonkurrenz, die unserer Industrie bas Leben sehr erschweren werde. Ein Schiedsspruch kam nicht zustande, da die Beschlußfassung wegen Stimmengleichbeit der Arbeitgeber- unb Arbeite nehmermitglieoer unmöglich war und ein mit seiner Stimme den Ausschlag gebender sog. in> parteiischer Vorsitzender nicht bestritt ist. Tie Angelegenheit wird dem Staatskommissar für dir wirischaftlvche Temobilmachung zur roeitcren Veranlassung (erneute Verhandlung) voryelegt. Aktuar bei dem Amtsgericht Herbstein Joh. Dix, z. Zt. in Bingen, zum Aktuar beim Amtsgericht Worms. — Am 31. Juli ronrrbe ber außerordentliche Professor der philosophischen Fakultät an ber Lanbesuniversität Gießen Tr. Karl Helm auf fein Nachsuchen mit Wirkung vom 15. August an von feinem Frühlingssomve da drauhen Mässen mit ihm hinein-' gekommen, so licht und hell war es mit einem Male in Ragnas Stübchen. Ragna stand wie gebannt auf ihrem Platz am Fenster — kein Wort des Willkommens kam über die festgeschlossenen Lippen, nur in den .Augen leuchtete es hell ‘rate Wiederseyensfrercke aus, als sie Arne Lorenzen beide Hände ent gegen streckte^ Er nahm hastig, auf sie zuschrritend, diese: fernen, weißen Hände mit warmem Druck und zog sie ehrerbiettg an seine Lippen. „Endlich," rief er aus, „endlich kann ich Si» sehen! O, wenn Sie wüßten, wie ich diesen Moment ersehnt habe. Sie würden mir richt so stumrr unb steif gegenüber stehen, sondern wenigstens ei* Wort des Willkommens für mich haben." „Sie kommen trotz ber Sehnsucht spät, Herr Lorenzen," entgegnete Ragna mit leisem Lächeln.. Wie ein Blitz des Triumphes zuckte cs in bett blauen Männeraugen auf. „Also doch oer- mißt/' .zog es burch feine Serie; sich aber schnell fassend, sagte er herzlich, in Ragnas jetzt hell auf/ strahlende Augen scl>auenb: „Ich 'ntoltte Sie nicht eher Wiedersehen, eh» tch nicht ganz übewimöcn hatte." r „Unb bas ist jetzt geschehen?" _ Sritsam, was sie so heiß -TQtemscht, jetzt bestätigt zu zehen, machtc ihr fast Pein. Wie kam rVur^, Üc gleich ber großen Zahl ihrer Mitschweitern cm kleinlicher Eitelkeit? _ ..„Vollkommen, Gräfin, ich habe überwunden. Frisch, frei, 'ftöhlich stehe ick hier raib bitte nur um eins — um Ihre Frelmdschaft Wollen Sie^ Er hielt ihr mit freimütigem Blick seine Rechte hin, und sie legte bte ihrige mit warmem Druck hinein. (.Sortfetzimg folgt.) Amt enthoben. — In den Rul>estaub versetzt wurde am 29. Juli 1919 der Rabbiner des Rabbinots Tr. Israel Goldschmidt in Offenbach auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste mit Wirkung vom Tage des Tiensteinttitts seines Amtsnachfolgers an. **Briefenachdem Ausland können fortan verschlossen eingeliefert werden. Gewöhnliche Briefe mit Postkarten sind aus Aesahr des Absenders nach allen Ländenr außer Rußland, den Balkanstaaten und der asiatischen Türkei zugelassen. Die nach Elsaß- Lothringen zugelassenen Sendungen sind künftig nach der Auslandstaxe frei zu machen. iri WstW -Gcschaiten veisch. gt i6kti.|.lW$n VMklk, nfleb.aSelbiteiflcn. a :beien nn (Ötunbimi) Cnertcn-lkrlüfl, „Fraukiurt a. M. Mz Lchillei^ fltill Ira tarn stri Angeb. unt. Oiffl . d. Siebener Amii IrünbL Unterrijh i “ Pruifiriithea, bt lieb», auch Rusjilck' iadibilie i. d. lilimÄ •teUfi’rfobr.Slihil •' , K»’flu, A/e/chjn.' ^ Wo kann SMtQtiti bmtx, v & nri bh x ^0X1^ M1-2? iibS LchrisliAngeb.^.-< Mden Vieb-Anu'.! t Ter ReW 9134V Behördliche Anzeigen betreffend bi Füllgrabe 168 475.28 empfehlen: 9145c ein . 8 Stück M. 1.45 Toilettcfeifc Nächste Versammlung am 4. September. Der Vorstand. 9130V OEaOam Bahnhofstr. 26 toietWCT Ludwiastr. 20 Sprechstunden von 2—5 Uhr gilrltifngti WS* 015431 Kaiser Allee 18. Erhältlich bei: 900388 016»»1 Mercedes-Schreibmaschinen Göbel & Appel irrt bte die liefert dauernd preiswert Willx. Block & Co. Marburg a. L, Tel. 677. w» 22-28-) öorrifL 22 314 616.90 8152 767.- 4 459 000. - 5 009310,0» sofort ab Lager lieferbar. 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T. &>nt> ton und die Alpen" und „Bon neuzeitlicher iSchnruckbildnerei". Der vierteljährlich: Mwnne-- wentSpreis von 15 Mk. entspricht durchaus der Qualität und dem Umfang des Gebotenen. — Neu-Buddhistische Zeitschrift. Tie Zeitschrift erschieint vierteljährlich tn einer Stärke von acht Bogen. Preis des Einzelhestss 3,50 Mk. Jahrespreis 12 Mk. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder direkt vom Verlag. Neu- Buddlistischer Verlag, Zehlendorf-West bei Berlin, Linden-Allee 17/19. — Wie der Staat entstand. Von Jul. Hart. Hcrausgcgeben von der Arbeitsgemeinschaft für staatsbürgerliche und wirtschaftliche Bildung. Berlin W. 8. Preis 1 Mk — Hermann Stehr: Meicke, der Teufel. Kürschners Büchersckwtz Nr. 1234. Hertmann Hillger Verlag, Berlin W. 9. Preis 50 Pf. — Kürschners Bücherschatz. Hermann Hillgers Verlag, Berlin W 9. Preis pro Nummer 50 Pf. — Nr. 1235 „Die Wirtin zur Traube" Md „Tas fünfte Rad", zwei Dorfgeschichten von Lisa Wenger. — Nr. 1236 „Der Zug um aber nicht mit Deutschland ausgemacht worden feien. Man müsse sich auch klar machen, daß das wirtschaftliche Leben Frankreichs für unabsehbare Zeit von Amerika und England abhängc. — Tie „Pvpulaire" fordert die sozialistischen Abgeord- neteii auf, bei der Debatte volle Klarheit über den Krieg zu schaffen. Die Archive mü&ten geäfft werden, und man müsse eine Bresche legen in Lügen mauer, die Sophismen zerstreuen und ffi.» SS'ÄtiÄ ÄcherWM Ri». SW, Skiitii, Sitgtrmtifto Snajt, Snrttrj, «»Wchmirt» K-m. S-rm«, W »v werben und tätig ,u sein. Stimmzettel sind am Tage der Wahl vor den Wahllokalen zu haben, «in- Verteilung der Stimmzettel in den Häusern findet nicht ftatt. Die Organisation der Deutschen Volkspartei (D. V. P.) Gießen. werden übernommen."" A. Braun, Marburger Strane 66. Gesundes trocken. Vissan- T)k Kohlenkrisis. Berlin, 6. Aug. (W. B.) Unter dem Vorsitz des Reichsministerpiäsidenten Bauer fanb am Mittwoch vormittag um 10 Uhr in der Reick)s- kanzlei zwischen den Vertretern der beteiligten Reichs- und Staalsministerien, sowie einer Anzahl von Vertretern der Verbände der Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Besprechung über die Möglichkeit der Erhöhung der deutschen Kvhlenproduk- tion statt. Von sämtlichen Rednern wurde auf den Ernst der Sage hingewiesen. Einen starken Eindruck machten insbesondere die Ausführungen des preußischen Eisen b a h n m i n i st e r S. Dieser betonte, daß schon jetzt durch den Rückgang der Produktion eine Koh lenkrise herrsche, die zunehmend sich verschärft habe und drohe, das Verkehrswesen, wie auch die Industrie lahmzulegen. Die Eisenbahn habe im Durchschnitt nur noch Vorräte für acht bis vierzehn Tage. Es müsse ernstlich mit der Notwendigkeit geregnet werden, den Personenverkehr wiederum stark einzuschränken. Wenn schon jetzt die innere Kohlenversorgung Deutschlands durch die laufende Produktion unzulänglich ist, so kommt künftig als erschwerender Faktor die durch den Friedensvertrag bedingte Kohlenabgabe an die En- tenteländer hinzu. Wenn auch von seiten der Alliierten zugegeben worden sei, daß die im Friedensvertrag festgelegte Lieferung von 40 Millionen Tonnen jährlich für Deutschland eine physische Unmöglichkeit ist, so werden sie wahrscheinlich doch auf der Lieferung von ganz erheblich großen Mengen Kohlen bestehen. Deutschland ist aber verpslichtet und gewillt. diese im Friede nsvertrag begründeten Kohlenförderungen zu erfüllen, soweit dies überhaupt im menschlichen Vermögen steht. Eine Einfuhrmöglichkeit von Kohle nach Deutschland besteht nicht, well auch die Eutenteländer in hohem Matze von der Kohlennot betroffen word-ckn sind. Auch ist eS nicht ersichtlich, wie eine foldye Einfuhr bezahlt werden könne. Im kommenden Winter wird daher Deutschland auf jeden Fall in der Hinsicht auf das Einfuhrmaterial sich die einschneidenden Einschränkungen auferlegen. Er wird eine Kohlen not von großer Härte mit manchen unvermeidlichen Leiden und Entbehrungen für die Bevölkerung bringen. Man war in der Besprechung allgemein der Ansicht, daß deshalb unter allen Umständen und um ieben Preis alles getan werden müsse, die deutsche Kohlenproduktion zu st e i g e r n. Aus dem Kreise der Anwesenden wurde eine Fülle von Anregungen in dieser Hinsicht gegeben, zur eingehendm Prüfung aller Vorschläge mürbe eine Kommission aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern der Kohlenindustrie eingesetzt, die unter dem Vorsitz des Reichsarbeitsministers schon am Donnerstag früh ihre Arbeit aufnehmen wird. Berlin, 7. Aug. Zur Kohlenfrage läßt sich die „Boss. Ztg." aus Dortmund berichten, datz augenblicklich nicht einmal der laufende Bedarf vorhanden sei. Kein Betrieb verfüge über .Kohlenvorräte. Äe größeren seien bereits zur Holzieueruna übergegangen, um die Arbeit aufrecht zu erhalten. Der Ausgleich der Ausfälle, die durch Verkürzung der Arbeitszeit und durch den Rückgang der Leistungen orrur- sacht worden seien, erfordere für das Ruhrgebiet weitere 17 000 Arbeiter, deren Anstellung jetzt unmöglich sei. Ter „Berl. Lok.-Anz." schreib, das der Minister der öfftntlichen Arbeiten die Eisenbahn-Direktionen angewiesen habe, eine Anzahl Personenzüge vom 15. August an ausfallen zu lassen. Ter Umfang des Zug- ausfalls soll sich nach der Betriebslage der einzelnen Direktionen richten. Die währenddes Bäderverkehrs eingelegten Schnellzüge dürften in Wegfall kommen Wiederaufbau der französischen Handelsflotte Paris, 5. Aug. (WTB.) Die Regierung brachte einen Gesetzentwurf ein, der einen Kredit von 1830 Millionen Franken für den Wiederaufbau der französischen Handelsflotte gewährt. Verbreiterung der neutralen Zone? Düsseldorf, 5. Aug. In der mit ixt Regierung abgehaltenen Besprechung teilte der Ab- schnittskommandcur Wesel mit, daß die neutrale Zone um 59 Kilometer verbreft tert werden soll. Tamit würde ein Teil des Industriegebietes in die neutrale Zone fallen. Plünderungen in Budapest. Wien, 6. Aug. (WTB.) Die Abendblätter melden aus Budapest: Tie planmäßigen Münde- rungen der rumänischen Soldaten im Verein mit dem Budapester Stvaßenvöbel begannen damit, daß wehrlose Bürger und Kaufleute überfall« wurden. Sodann drang man in die Kasernen em und raubte sie vollkommen aus. Der Wert des aus dem Jouved-Monturdepot gestohlenen Guteo zählt nach Millionen. Im siebenten Bezirk rourben vier Zivilisten getötet. Es werden auch aus den Nachbardörsern Gewalttätigkeiten gemeldet, wo di« Rumänen Viehherden, Rinder, Schweine usw. wegtrieben. Gleichzeitig setzte unter dem Schutz der Rumänen eine klerikale reaktionäre Bewegung ein, infolge deren es zu Revolten gegen die Silben kam Hierbei wurden die in der jüdischen Mensaacade- mica befindlichen Studenten blutig geschlagen. Auch aus Westungarn treffen beunruhigende Nachrichten ein über die Aufwiegelung der dortigen Bauern durch die Szegediner Gegenregierung. Briefpost aus Amerika. Hamburg, 7. August. (W. B.) Der am 30. Jnli von Neuhork abgegangene Dampfer „Alfred Nobel" bringt 2745 Äicke Briefpvst auä Amerika mit. Die Ankunft in Hamburg ist Witze August üu erwarten. Internationaler Sozialisten-Kongrek. Luzern. 6. Aug. (WTB.) Die heute angenommenen provisorischen Statuten berücksichtigten folgende Gesichtspunkte und Ziele: 1. Politische und wirtschaftliche Organisation her Arbeiterklasse zur Eroberung der polittschen Macht und Sozialisierung der Produttion und Austausch- mittel durch Ersetzung des kapitalistischen Systems durch eine fozialisttsche und kommunistische Gesell schäft. 2. Tie internationale Einheit und Aktion für die Organisation des wahren Völkerbunde?, Kampf gegen Chauvinismus und Jmpcrialismite, allgemeine Absclxrffung des Militarismus und der Rüstungen. 3. Vereinigung der Interessen aller unterdrückten Völker. 4. Zusammenfassung der politischen, genossenschaftlichen und gewerkschaft» lidxn Kräfte, die weiter als autonome Körper- sckurften betrachtet werden, um gemeinsam im internationalistischen und revolutionäre'.: Geist zur Erhaltung des Weltfriedens vorzugehen. Erbsen, gelbe halbe ■ Pfd. M. 8.40 Bobnen Pfd. M- 8.60 Letzte Nachrichten. Prozed gegen den Kaiser. London 6. Aug. (W. B.) In Erwiderung einer Anftage sagte Bonar Law, die Alliierten hätten ihren Beschluß betreffs des Prozesses gegen den früheren Kaiser in London nicht geändert, doch könne kein Verfahren eingeleitet werden, bevor der Friedens vertrag ratifiziert worden sei. Frankreich und der Friedensvertrag. Versailles, 7. Aug. (WTB.) Heber den Generalbericht Barthous spricht sich heute die „Liberte" aus: Barthou habe trotz aller notwendigen Reserven dem Friedensvertrag zugestimmt. Hätten sich Clcmenceau und Foch mit Deutschland allein befunden, so mären die militärischen uiti> wirtschaftlichen Bedingungen anders ausgefallen. Tie beiden Abgeordneten Franklin Bouillon und Marn in, die gegen den Bericht gestimmt hätten, wollten doch nicht etwa den Krieg wieder beginnen — Auch das ..Journal des Täbats" ist der Ansicht, daß die beiden Abgeordneten doch nicvt glauben könnten, Frankreich fei in der Lage, wieder zu mobilisieren, um einige bessere Bedingungen zu erlangen. Selbst wenn man dies irr» reichen könne, müsse man dafür hunderte Milliarden ausgeben, von den anderen Opfern, an die man nur schaudernd denken könne, gar nicht zu sprechen Wenn man von dem Vertrag tnn Versailles spreche, müsse man immer bedenken, daß die .Äauseln des Vertrages unter den Alliierten, und erklärt, dqß bt Zukunft jede Zuwiderhandlung von ihm mit den schärfsten Disziplinarmitteln verfolgt wird. vermischtes. **MilitärischeHilse gegen Wucher und Schleichhandel. Die Bekämpfung des Wuchers und des Schleichhandels soll neben der Polizei und der Staatsanwaltschaft im Notfall auch das Militär unmittelbar unterstützen. Zu diesem Zweck ist eine organische Verbindung zwi- sckien den militärischen und bürgerlichen Dienststellen angeordnet werden. Nach einer gemeinsamen Verfügung des preußischen Ministers des Innern, des Staatskommissars für Volksernährung und des Justizministers wird hierzu eine Stelle bei dem Obcrpräsidium, in her Rheinprovinz bei dem Regierungspräsidenten in Düsseldorf, errichtet. Sie besteht aus einem Bearbeiter des Oberpräsidiums, einem Vertreter des Generalkommandos und des Oberstaatsanwalts. Soweit der Geschäftöbcreich des Obprpräsidiums sich mit dem des Generalkommandos nicht deckt, iwrben auch die übrigen Generalkommandos der Provinz beteiligt. Die bürgerlichen Behörden sollen durch militärische Kräfte soweit unterstützt werden, daß die ungestörte schnelle Durchführunb ihrer Maßnahmen gesichert ist. Die Stelle beim Oberpräsidium lmt auch die militärisckie Unterstützung »er Beamten des Landpvlizeiantts -beim Staatskommissar für Volksernährung zu vermitteln. * Ein modernes Inserat. In einem Berliner Blatt sucht eine Möbsl- ünd Holz- 1-earbeitungssabrik Tischler für dauernde Beschäftigung. In der Anzeige heißt es: „Zur Zeit verdient ein Bettenmacher bei mir in Akkord bei 48 Stunden Arbeitszeit 220 Mk. Trotzdem kommt "vorn Arbeitsnachweis niemand. Ich wende mich daher durch diese Annonce an Tischler, welche wirklich die Absicht haben, zu arbetten." Die Wahlen iitm Kreistag für den Kreis Gießen finden am Sonntag, den 17. August, von 10 Uhr vormittags bis 8 Uhr abends statt. Im Anschluß an unsere Notiz im Gießener Anzeiger vom 2. August 1919, Nr. 178, Hauptblatt 2. Seite, Provinzialtagswahlen betreffend, bitten wir die Mitglieder, Freunde und Unhünger der Deutschen Volkspartei Beranttvortlich für Politik: I. V.: Dr. Reinhold Zenz. Wettervoraussage für Freitag: Vorwiegend wolkig, stellenweise RegensckmuLr, Tempelatur wenig geändert, nordwestliche Winde vorherrschend. Aachener und Münchener 8ener-versicherung5-Gefellfchast. Gegründet 1825. Pie Aachener und Münchener Feuer-Dersicherungs-Vefellfchast besteht seit über 93 Fahren und ist bekannt als eine der allergrößten deutschen Dersicherungsgefellschafton Auszug aus dem Rechnungsabschluh für das Jahr 1918 über den Gefchüftsfland der Gefettfchast. Durch Sahungsvorschrift hat die Gesellschaft sich die gemeinnützige Aufgabe gestellt, dah regelmäßig sehr erheblicher Teil des jährlichen Geschäftsergebniffes der Allgemeinheit dienenden gemeinnützigen Einrichtungen und Zwecken überwiesen werden mutz. Die Gesellschaft betreibt die Feuer-Derficheruny, die Embruch-Dlebstaht-Verftcherung und die WafferleitungsschSden-Dersicherung. k „„„ ... Jur Aufnahme von Versicherungsanträgen bei der Aachener und Münchener Feuer.Persicherungs- Gefellschaft mit ihren hervorragenden Garantiemitteln empfehlen sich die Agenturen und Generalagenturen der Gesellschaft unter Zusicherung promptester Regelung der Schadenfälle. Darmstadt, den 1. August 1919. . 9113h▼ Erscheint nac 9 JiÄsS der Tnnkbr Vorschlag si Bekanntmachung. Tos Lebensmittelamt ist in der Lage, zur Herbst bcstellimg Wintergerste, Winter- roggcn und Winter weizen zu liefern. Interessenten werden ersucht, Bestellungen tn bte auf dem Städt. Lebensmittelamt. Zimmer Atr. 4, aufliegenden Listen bis spätestens 15. Augu st 1919 einzutragen. Später ein- 'gehende Bestellungen können nicht mehr erledigt werden Gießen, den 5. August 1919. 91268 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Vergebung von Schreinerarbeiten. Tie Schreinerarbeften (4 Lose) für den Nellbau 1 von Kleinwohnungen an der Mühlstraße sollen iSamstag den 16. August, vorm. 10 Nhr, > nochmals öffentlich vergeben werden. Zeichnungen^ Arbeftsbeschrcchnng und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote tauf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns emzureichen. — Zuschlagsftist 3 Wockxm. Gießen, den 5. August 1919. 91278 Stadtbauamt Gießen: Braubach. Bern, 6. Aug. (WTB.) Ein Mftglied der ckinesifchen Friedensdelegation in Paris bestätigte einem Mitarbeiter des „TempS" gegenüber die Meldung, daß das chinefifcke Parlament die Wie-- derherstellimg des Friedenszustandes mit Deutschland angenommen habe. ES erklärte, dieses Gesetz sei angenommen worden, weil dir Sllantung betreffende Klausel dir einzige war, die von China nicht angenommen werden konnte, daß'C^na jedoch ans Svlidaritütsgefühl dir gleiche Haltung eingenommen habe, wie die Miierten.