Montag, r. April 1919 159. Jahrgang Erste; Blatt Würzburg sind Vvm Zenttalrat arist-'grr Agiler crusgeforbert worden, in gleicher Weise vorzugehen. Absetzung Ausrufung -er Räle- repudlik in Bayern. Was man nach allen Vorzeichen zu erwarten hatte, ist nun wirklich eingetroffen: in München ist die Räterepublik ausgerufen worden. Folgende Meldung gibt uns davon Kenntnis: , M ünchen, 7. April. Nach Mitternacht wurde im Wittelsbacher Palais in Anwesenheit des Münchener Zentralrats sowie von Vertretern der drei sozialisttschen Parteien und des revolu- äonären Arbeiterrats die bayerische Räterepublik da Frankreich seine Kapitalien in den nächsten Jab»! ren selbst brauchen wird, politisch schnnt aoeri Frankreich den Ticheckw-Slowaken verpfluhtet. Zn- folgcdejscn sind die Verhandlungen, iveldtc von wenig berufenen Lreidcn in Bern vonviegetw mtt französischen Interessenten geführt weiben, fruchtlos und irreführend. Nach den Erklärungen der Vertreter der auswärttgen Missionen denkt b.e Entente gar nidxt daran, Tentsd>-Oe.erreich zu ve- setzcn und zum Ausmarschrarim gegen Ungarn zu madien. Infolge der ungar iidxrn Umwälzung per* schärst sich immer mehr der Eindruck, dal; sich m diesem Gebiet ein größeres Atazedonieil entwickelt. Gerade dieser Umstand muh uns -in der Absicht bestärken, unser Land und unser Volk möglichst rasch aus dem brennenden Öause herauszu- führen kund den Anschluß zu vor wirklichen. Da sich Deutschland in der allgemeinen Amlömng and) seinen bisherigen Feinben immer mehr als das Element der Konsolidierung Euro p a s erweist und dadurch aud) für den Weiten einen erhöhten Wert gewinnt, ist cs mir unzweifch hast, daß die cAnschKißpolitik siegreich fein wird. W^enn nidrt im (letzten Augenblick die Entenb Deutschland ganz unerträgliche Bedingungen aus- erlegt und dortselbst einen Umsturz bewit t, dürfe, wir hoffen, daß wir gemeinsam aus oer «roßer europäischen Verwicklung herauskommen, soiocit e? eben besiegte Staaten können. werden. ~ _ Wie das Ereignis tm Snnbe ausgenommen wird, ob Rordbayern der roten Fahne folgen oder sich loszulösen trachten wird, bleibt abzuwar en. Der Bauernschaft soll bezüglich der Sozialisierung ein gewisses Entgegenkom- Tnen zugesichcrt worden sein. Ob der Strom in das große Bett eines Bündnisses mit der russ^ scheu Räterepublik münden wird, muß sich gleichfalls noch Herausstellen. Die Kundmachung bei revolutionären Zentralratei. Annahme von Anzeige« s. tie Xagesnummer vis zum Nacbmiliaa vorher ohne jcbeBcrbniD.iu teil Sclltnprcife: für örtliche Anzeigen 25 bi.für auswärtige 30 Pt., für Reklamen Mk.I.-nedsi 20" »Teue- rungs-ns lag.Platzvor- febrih 20 % Abschlag. Hauvtjchri'tleuer-. Aug. (fcoeg. Perautworttich für Bolit«t: Auq. Goetz, für ben übrigen led: Dr. Remholo Zcnz; für den AuzeigeuleU: o. deck: sämtlich in Gießen Eine Rede öes deutsch-österreichischen Stcalsfanjkrs. ferenj in den nächsten Tagen ein gellend befassen wird In (i.-gxive l^ n Krei'eu glaubt mnn an tnc Möqttdrke- en, d.e F i.ibset g'.i e.t zw shcn der Entente und der russ.sd-eu Reg erung zu beendigen. Niederlage der Bolschewisten. S t a n i s l a u, 6. April. (WTB.) Ukrainischer Pressedienst. In der O st u k r a tn e ging die Sowjet-Armee bei Kowcl zu den Ukrainern über. 35 Oeichütze wurden bereits abgelie'ert. Die feindlichen Abteilungen ergaben sich in Gruppen von mehreren hundert Mann. Der Fricdeuivertrag. Haag, 5. April. Reuter meldet aus Paris: Von veraulworÜichcr Seite wird mNMtcüt, daß der Frie densvert ras ams- tagssitzung wurde ci.i erster Forcschirtt verzeichnet. Tie Redaktion der in den t e r r i t o r t a l e n Fragen gefaßten Beschlüsse wird eifrig sortgeietzt Tas Problem der Entschädigungen ist auf dem Wege der Lösung. Ter Tag war besonders befriedigend in Bezug aus die Regelung der Angelegenheit von Ta n zig. Man rocrit tn wohl- uuterrichleten Kreisen darauf hin, datz das Prinzip des Turchzugö polnisdwr Truppen durch Tan- zig von Marschall Foch aufrecht erhalten wurde und von Erzberger im Namen Deutschlands formell angenommen wurde. Ta es aber den Alliierten für das Entsenden der Truppen nach Tanzig an Schilfen fehlt, waren die -icuWn mit bem Truppentransport auf dem La n dw ege einverstanden. Tie Armee H-aller tmrd also ganz Teutschland mit zehn Zügen am Tage durch- aueren, um die Eiienbahuttutc von Warichau zu gewinnen. Äkan ist der Ansicht daß di^ Lchung die Alliierten voll befriedigt. a.aS Schicksal Lan- zias wird erst später befannt gegeben. Es wird jedoch versichert, daß die Alliierten diese Frage in befriedigender Weise lösen werden. „Tie Arbeiter sind dazu berufen, gleichberechtigt in Gemeinschaft mit den liniernebmerrt an der 9b gelung der Lohn- und Arbeitobedin-gtun- gen sowie an der gesamt!virtschasttichen Entwicklung der produktiven lkräfte mit^nnnrfen. Tie beiderseitigen Organisationen mrd ihre tariflicheI Vereinbarungen werden anerkannt. Die Arbeiter! erhalten zur Wahrnehmung ihrer sozialen uiü» ihrer wirtschaftlichen Interessen nack) Betrieben und Wirtschaftsgebieten gegliederte gesetzlich« Vertretungen in Betriebs- und Be- zirksarbeiterräten und im Reichs-Ar - bei t er r a t. Die Bezirksarbeiterräbe und dea Reichsarbeiterrat treten zur Erfüllung gefamtnrirt- sckwftlid^er Aufgaben und zur Mitwirkung bei der Ausführung der Sozialisierungsgesetze mit bea Vertretungen der Unternehmer zu Bezirkswirtschaftsräten und zu einem Reichswirtschaftsrat zusammen. Sozialpolitische und wirtschaitspvli'ssche Gesetzentwürfe von grundlegender Bedeutung sollen von der Reichsregierung vor ihrer Einbringung im Reichstag dem Reick^swirtschaftsrat zur Begitt- achtung vorgelegt werden. 2er Reichswirtschaftsral bat das Recht, selbst solche Gesetze beim Reichstag zu beantragen, die ebenso wie Vorlagen der Reichsregierung ober des Reichsrates zu behandeln sind, Den Arbeiter- und Wirtschastsrüten können auf den ihnen überwiesenen Gebieten Kontroll- und 25er- waltungsbefugnisse übertragen werden. — Aufbau und Ausgabe der Arbeiter- und Wirtschastsräto sowie ihr Verhältnis zu ankeren Selbstverwal- tungskörpern werden durch Reickfsgesetz geregelte Diesen Zusatzartikeln sotten ausführliche Be^ gründungen beigegeben werden. Kundgcd'.tnfttu in Weimar. Weimar, 5. April. (WTB. > Erne Demo n-> ft r a t i o n w ge^i der L e b e u s m i 11 e l b e s cha Pq jung wurde heute nachmittag vom Gewerkschaft s k a r t e l l veran.lallet. Ein Zug von etwa 1000 Arbei ern und 'ArbeiUerbrnen begab sich « Ruh. vor das Rathaus. Die Führer überreicht«» Ungarns Lage gegenüber der Entente. Budapest, 6. Weil. (WTB.) Nach einer Meldung des llngarisen Kvrresvondenzbur^us machte der VolksSommissar für lurSivärtige Angelegenheiten, Bcla Kun, über die Bevatungei, des rctwlutioruiren regietenben Rates mit General Smuts den Vertretern der Preise ausführlickie Mitteilungen. Taii-t heißt es: Tie Verl>inblunt>u ind in dec her-lihsen Weise verlau en. Es bestehl alle Hosfimug, daß seitens der Entere auch kemer- lei feind icht' Ang isftabsickst gegenüber der unga» rischen Räterepublik vorhanden s.'in wird. Ter General bat unser Anerbieten gern angenommen, non ad) parallel mit der Pariser Konferenz Ver- tretcr der auf dem Gebiet der früheren österreichisch-ungarischen Monarchie entiianbcnen Staaten womöglich rn Prag oder Wien zusrmmenlreten sollen. Mein Vorschlag geht dalnn, das; die Ver- tretcr der ungarisd-im Räterevublik, der dentsch- österreichiichen Repu lik, des sü s awischen Könrg- reichs, des rumänisdZen Königreichs und »er tschecho f'.atrafifdk'n Republik dringend in Prag> ober Wien zusammentreten mögen. Tie Konferenz ntäre dazu berufen, die Fragen bezüglich der pott- rischen Greiizen, was auch ’ür uns setw wichtig tit, sowie die Fragen der nnrtfd>iftlid)cn Berl-älturße unb des Verkehrs zu klären. Tie Verl-andlungcn mit Smuls sind noch unbecrtxt, nachxm es Fragen gibt, roeMK bis jetzt ungelöst geblieben sind, so zum Beispiel die Fr'age txr Schaffung einer neutralen Zone. Wir unsererserts Malten aus den prinzipiellen Verhandlungen jede Frage nationalen oder äbnlid>e;t Charakters aus. Wcr fielen aus unierem sozialistischen S andpunkt. Dieser bedeutet, oafj uns nur die ßizialen Interessen der Streitenden berülyrai, die m den oi^upiertcn Gebieten w-chmm. Wir geben diesbezügKch Ml- serem $ßunfd>e Ausdruck, daß das barbar W Verhalten gegenüber den in den besetzten Gebieten vorkommenden Arbeiterbewegungen aushvrei, möge. München, 6. April. Tie Korrespond. Hoffmann meldet amtlich: Telegramm an farntticje Arbeiterräte des werktätigen Vo.kLs Bayern hat seine Part-n"n^>'n überwunden imd sich zu ernem mächtigen Einheit b ock g^gen icbc Herrschaft, und Ausbeutung zuiammengeschlossen in den Arbeiter-, Soldaten- und Bauem-Ratm die ganze ösfentlickie Gewalt^ Ter Landtag ift aus- gelöst. Än die Stelle der .Minister treoen dte Beauftragten und Kommissionäre des Volkes. In der Leitung herrscht vollkommene Ordnung. Die Wirtschaft und Verwaltung toerben sort- «eführt. Alle Angestellten- und Bcamten- verbände haben sich mtt den Arbeitern solidarisch erklärt und . gewährleisten gemeinsam den Schutz und die ^ortsuhrung der Produktion. Tie Betriebe werden durch dteBe- triebsräte ber Arbeiter und Angestellten kontrolliert und gemeinsam mit der Leitung verwaltet^ Alles gehört der Gemeinschaft. Darum ^st lebe selbständige Sozialisierung ausgeschlotien T»e Arbeiter-, SoldaLn- u. Dauernrcrte haben dte Pflicht, überall für den Schutz der Raterepubltk und für ruhige Entwicklung zu sorgen, ök übernehmen Vic Kontrolle der Verwaltung und ,md dem werktätigen Volk für alle Handlungen und Unterlassungen verantwortlich. Montag ber 7. April ist nationaler tyetertag. Die Arbeit ruht an diesem Tage Die Epenbrh- nen, Nahruugs-, Wasser-, Leucht- und Herzbe- triebe versorgen das Volk weiter. Der revolutionäre Zentralrat VryernS. Im Auftrag: Nrektsch. M Senate» durch den Stndentenrat. München, 6. April. Die Studentenschaft der Universität Müuctzu hat m cm B« sammlung des allg.mteiiteu Studentemmsschussts beschlossen, den bisiierigen ütna t a l s abae- setzt zu erklären und die Verwaltung der Unt- versität einem Stubentenrat zu übertragen, dem ein Fachbeirat von Universltätsprvicslvreit be^e-. geben wirb. Tie Studentenausschu'se der Tec^Iren niedren Hvchscl,ü:le und der Handelshod'-samle tn WÄchm sowie oer UwiberfUiiten in ErlanLiM und 1 München, 6. April. Ministerpräftbeilt Hoffmann, der wegen des Ernstes der 2age kurze Zeit in Berlin weilte, ift wieixn in München eingctryf'en. Tie „Bayer. S^a.itsztg." bitte in ihrer politischen Betrach.ung am Samstag der Ansicht Ausdruck gegeben, daß mit der Ausrufung ber Räterepublik am Sonntag zu rechnen ei. Bis Sonntag mittag ersolfte eine solche Ausrufung nicht. Die Stabt ist volltommen ruhig. Die Zeitungen ber Unabhängigen und Kommunisten erschienen am «Sonntag in Extraausgaben. Sie berichten über die Veranstattungen der Arbeitcr- chast am Samstag. Nach der Müncheiter „Roten Fahne" lebneit die Kommunisten eine Beteiligimg an der Schein-Räterepublik ab. In der „Neuen Zeitung", dem Organ der Unabhängigen, wi^d erklärt, daß kein Ziveisel sei, day die bau» risck)e Bourgeoisie ©übbatjern als Position aup gdbc und alle Hoffnungen aus die anderen Landesteile setze. In einer Massenversammlung des Proletariats am Samstag sprach auch Miniiter Unterleitner von den Unabhängigen. Er suhrte u. a. aus: Dem Weltkrieg ist der gigan^ tischste Klasscnkampf gefolgt, den die Weltgeidych'.e je erlebt hat. Die Bewegung ist aber nod) nicht zu End«. Noch sind die Kräfte am Werk, die glauben, die revolutionären Arbeiter unterbrüden zn können. Jetzt soll bie Räterepublik kommen unb ber Sozialismus verwirklicht werben. (Lebhafter Beifall.) Wir geben rn Bayern wieder Anstotz zu einer neuen Bewegung und iverben in Deutschla.to vorangehen in der (hntsTung des getarnten Proletariates In Bayern gibt es und darf es keinen Noske geben. Wir haben in Bayern keine roeiue Garde, aber wir wollen jetzt eine rote Garde schaffen. (Stürmischer Beisall.) Bon a.len Städten Bayerns treffen Nackwich'eti ein, daß sie dre Räterepublik begrüßen. Wir werden untern Brüdern in Ungarn und Rußland die Hand reichen. (Beifall ) Wir erwarten aber auch, daß nch unsere Brüder in Frankreich, England und Amerika sowie in Italien uns ansckließen werden. Dann hat der Sozialismus seinen «Sieg errungen. Noske, Scheidemann »und feine fliegen werden binroeggeiegt werden wie Wilhelm II. und Ludwig III. — Ueber die Meldung der „Voss. Ztg.", daß die bayntche Negierung den Landtag nach Bamberg verlegen wird, ist an hiesiger ötelle nichts tetoiutt. Wien, 6. April. (WTB.) Heute begann die vierte Konferenz der > Staatsregierung und der Landesregierungen. Staatskanzler Renner eröffnete die Verhandlungen mit einer Ansprache, in ber er erklärte: Die panikartige Beunruhi- gai ng, bie von Ungarn ausgeht, ist nicht in dem 'Grade gevedjtfertigt, tote sie auftritt. Ich hoffe zuversick-ilich, daß wir, wenn uns nicht große eurobätfdx Umwälzungen mitreißen, dauernd imstande sein werden, die demokratifche Politik aufrecht zu erhalten und die Arbeiterräte organisch in bie Verfassung einzusügen. Die Aufrechterhaltung ber heutigen Siaatsiorm bärgt aller- bings von äußeren unb innerar Voraussetzungen ab. Wenn das Rätcsysbem in Deutschland ober in ber tschccho - slowakischen Republik burchdringen würde, wäre es tuns schon wesentlich schverer, standzuhilten. Daß es in Umarn i azu kam, körnte uns nicht überraschen. Die Polit.c oer,En- te n te griff in Ungarn besonders unüberlegt unb blind zu. Die kurzsickKige Polittk der Entente, ms- l^sonders kurzsickutig wegen ber maßlosen Forderungen der ftanzösischen Bourgeoisie und ihrer inv- perftalistisd)en Nachläufer, kann ganz Europa in den Zustand der Auslösung g'türzen. Es scheint jedoch, daß ber Eindruck der Eveignissc in Ungarn aut die Entente so mächtig war, daß man sich zu besinnen beginnt. Vielleicht wird bas ungarische Unglück für pns einen Vorteil bringen, weil die Eittente letzt mit größerer Gewissenhaftigkeit unsere Leiden ve- urteilen unb boch bavor zurückschrecken wirb, dietes Ecperiment der Amputation des Landes und der Nation an DeutsdpOesderreich n:ü> Deutschland noch einmal zu madrn. Die durch gewisse Agenturen m der (Sdjnxij veiöfsentlichten Nachrichten sind durch- aris unzutresfenb. Infolge ber systxnnatpchen Arbeit unseres auswärtigen Amtes kann angenommen werden, baß zum mindesten Amerika und England, aber auch (Italien gegen den Anschluß an Deutschland nichts wesent- licheseinzuwenden haben und aus dem An- Muß auch leine tuns schädigenden Konsequenzen ableiten werden und daß bloß Frankreich ein Bedenken hege. Die Staatsreg-icrung selbst hat sich von allem Anfänge an auf Wilson unb Amerika, bann auf Englanb unb auf besten unvoremgenom- nwne Staatskunst gestützt. Auch die Beziehungen zu Italien iix-cden sorgsälttg gepflegt. Frankreid^ hat uns erst in den letzten Tagen euren ständigen । t^rtreter geschickt, dessen Anwesenheit uns über- ■ aus erwünsdst ist. Wien hat aus manchen Gründen, ausgerusen. . , , . Der plötzliche Umschwung hat vteclerlei Ursachen. Der vor einigen Wochen in München abgebaüenc Nätekongreß hatte poch mit erheblicher Mehrheit hen Rätestaat abgelehnt. Aber puf dem radikalen Herd in der Hauptstadt schmorten die bolschewistischen Lockungen weiter. Die Aufregung unb Entrüstung, die jrühcr zur gewaltsamen Entfernung Dr. Leviens aus dem sVetchandlungssaal geführt hatte, ist erkaltet, nicht mehr vorhanden. Zwar hat eine bayerische Landeskonferenz der sozialdemokratischen Partei noch am gestrigen Sonntag in Nürnberg mit 42 gegen 8 Stimmen sich gegen die Einführung der Räterepublik erklärt. Aber es wird berichtet, daß m den Massen der sozialdenwkrattfchcn Mehr- heitspartci erhebliche Wandlungen sich vollzogen hätten. Ebert und Scheidemann entwickeln nicht genug revolutionäres Feuer, bic Ernährungslage ist nicht besser geworden, und man will Taten sehen. Opportunitätsgrundc spielen bei der neuen Wendung der Dinge natürlich ebenfalls mit. Besonders einzelne sozialdemokratische Führer haben sich darum beit Rätegebanken zu eigen gemacht, so baß cs schließlich banni (flaust, daß noch vor einigen Tagen bie Münchener Unabhängigen und Kommunisten in der anmarschierenden Räterepublik ein Haar fanden und diese .überhaupt nicht mitmachen wollten. Aber die Bolksmassen wollten den ,Einheitsblock". Der Landtag, her ein unzeit- aemätzes Lebenszeichen hatte .geben wollen, [ft aufgelöst; er ihatte den Lauf der ^inge unfreiwillig beschleunigt. Bis zur Stunde hat es den AnfclMn, als sei die bayerische Räterepublik nicht mit Feuersbrünsten und Schwefeldüften „atisgebrochen". Nach der Kundgebung des Zentralrates pouzieht sich die Umwandlung friedlich und in Ordnung Wilde Sozialisierungen sollen nicht geduldet SI.82 Der »ietzmer Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag-. Vtpgspreis: monatl. TIM -35, oiertel- jübriut) Mk. 4.05, durch Kbbolc- tu Zweigstellen mouatl Mk. 1.25 durch die Post "Ulf. 4.05 viertel- jährt ausfchl. Bestellg. Feri'fvrech - Anfchlüffe: für die Lchr'ltleituugl 12 $frlag,(^efd)äü3ft6lle51 Aufchritt für Trabtnacfj- nchlen: Anzeiger Stehen. Psftfchecttontv: zranfturt a. M. Ub8b Stockholm, 6. April. (WTB.) Ern Funk- spnrch aus Moskau meldet, daß die au6er* ordentliche Kommission in Petersburg eine neue Verschwörung gegen bie Sowiet-Regierung au^-bedl ba.be, welche zum Ziele hatte, durch Sprengui-.ge-k, $aW-Tii»ninx^n unb Brandstiftungen eiien bewasf. r!en Auf: and »u orgmtt- sicren Unter anberem satten Agcnten bes W>- mirals Ko l t f d>a k DcriudM Tjobcn bie Waser- flation in Petersburg in bie Lu t zu fprcugmn Bn der itortfdxrfirrig ber aufgeftlnde enHi l emmftd-me ift eine Reihe no:er Soiba'en oemnnibet nyrberr Bern, 6 April. (WTB.). Ein Fmiftpruch Ken in unW'ly I wcht"Utzt" Hnar^kll^' 3uianirHenbange wegen, I l^or fd>I ä ge ber ru ff i f eben Sowie t- alte L>ympathien für iFrankrelch. Leiber werben ] Regierung mit taien diese alten Beziehungen mt- bis letzt wenmnutzbar. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhesfen SrointngsnmWrHd u. Verlag: Srühl'lche Uaie.-Bu* u. Steindruckerei K. Zange. Schriftleitnng, <5efdjjftsjtelle u.vruckcre«! $r. 7. 29 brr Sortierungen einer Kontoren) südüentscher Htglerungcn. €>t u ltga rt, 6 Avril. (WTBO Tic am März in Stu t sonne Frankfurt sind gefolgt. außerordentlich fUrf der Zuzug nach Gießen tfL zeigen nachstehende Zahlen: Am 31. Dezember 1917 hatte Gießen rund Rcy'erungeil Banern », Württemberg», Baden» und Hessen» befaßten sich mit den Beschlüssen bt-S Verfeffung4oii>>schusfe» der ver- sassnng ebrrbei’ Nrntltfiri Na'irmalvenammlung Ader da» Berdältni » de» Rri che» in bcn Gl iedstaaten. Si? s den in diesen Beschlüssen, sotveit )i? von der Regier unaSvotlagc alnveichea, eine Ufbrtlrvilning de» Einbci Azeton kons und eine ernste (fefnbr für die Erivltung de» Eigenleben» der Gliedstaaten. Dir Beschlüsse find in brr N.ft- nxrtöigfcit eine Itait 9tctcb&wa(t »t schassen, in Ferner Weise begründet: sie sind vielmehr er Gliedstaaten. tu» denen haS strich besteht, schwächer :mt» die freudige Mitarbeit am SBtetrr- aufbau de>) Reiche» läznten. Au» diesen Gründen müssen die unterzeichneten Regierrmqen fordern, daß »um mmdei>en in fe'genden Punkten die Be- schüffe be» ^e füf’icngSnu» (huffeß werden : 1. Eine Enwitcnrng der Zu'täiidirfei'.en bet 9lei(be>5 darf nur auf dem Wege der ’Scr- sassungSLnderung erfolgen 1 ui Artikel 9 nach den Beschlüssen de» Verfassung»- auSickiifscs in Nr 27 der Drucksachen de» übten Ausschusses ist daher zu ftoeifrn. 2. C-ine AliSdetmung der Reich » au 1 s, cht über die Regierun-i-vorloge de» ÄrttW» 14 de» Gunrnrri» hinan» wird a'>gndyitt. baren ReichOverwaktung muß etnr Derfrlho^i» mäßige Gewähr daür geschaffen roedm, daß bei* iicht.ich der in den Gliedima«: tätigen Bcimten dieBerufungvon Laa de»angehörigen die Regel bilden soll und Ausnahmen der 3ultbn- rmnifl bc» 6>Licbi'tonte» bedürfen. Gegen otr rwd) den Beschlüssen de» BerfofiungSaMchusse» »u er nxinentx fccrftärCung des pv.-ußischen Ur berge- wicht» im Reichara t haben die llnver-cichneten schoere D- denkhn 4. Tie Verfügung über eigene Einnahmequellen bildet die Voraussetzung für das wirtschaftliche und kulturelle Fortbeitehen der Einzelsttuuen Tie Einkommensteuer muß ooher den Ein^lsiaaten verbleiben, wobei jedoch dq» Recht des Reiche», Zusch.äge bei Einkomnien über 100000 Mk. zu erheben, Vorbehalten wird Ferner muß an allen übrigen Reichs,teuern bcn ^rnzelstaaten ein angemessener Anreü gesichert werden. 5. Die Unterzeichnern Regierungen halten dir unverzügliche Aufstellung eite» GcsamtprogrammS über die Eins chatzungdes künftigen Bedarf» ter öff-mckiche-l SerLä. de de» Reiches, der Einrelftoaten und der Kvmmunalverbäsch^, die Einleitung von Becher Zungen hierüber uns cre '2U> standnahme de» llieichs von hx-iteren gcfetzgebc- rischen Maßnahmen auf dem Gebiete der direkten Steuern bi» zum Abschluß dieser Vethandlx.rgen für geboten Sir sch i ßen sich in dieser Richtung dem Schreiben des preußischen Finanzmmisler» an den Reichssinanzmrrlister vom 19. ?Närz 1919 an. 6 Tie Erhebung und Verwaltung der Zölle und Verbrauchssteuern muß Den Einzel- floaten, die darauf Gcwich legen, belassen werben. Artikel 115 der Regierungsvorlage ist daher wieder« hcrzustellcn. 7. Tie Aufstellung von Gründlichen für dir Zweckmäßigkeit und die Erhebungsart von Lande»- und Kommunalab gaben an dis Reich darf nur in den Schranken zugestanven UKtben, daß Schäldigunaen der Einnahmen ober der auswärtigen Lxrnbelsbezrihunaen des Reiches verhindert, sowie eine innerliche DetkehtS-Toppel- befieuerunfl und eine steuerliche Benachteiligung der ringtfüljttcn Waren gegenüber den eigenen Erzeugnissen und Ausfuhr Prämien ausgeschlossen werden. 8. Gegen bcn Beschluß des DersassungSauS- schusse», nach welchem die Neu bi ldu n g von Ländern aus einem G i?bftoat oder die Abirennung von Teilen eines Gliedstaates durch ein ciilf.zches Reichsgesetz auch gegen den Wi len deS betreffen- den Gliedstaates soll erfolgen Cdmten, muß entschiedener Widerspruch erhoben werden. Für Bayern: $> o f t m a n n , Ministerpräzi-- dent, sstr Wür tembcrg. Blos . Staat>rräsibent: für Baden: Geiß, Alinisterpräsident; für Hessen: Ulrich, Ministerpräsident. Forderungen der Lis ndahnbeamten. •• Offenbach, 7. Apiil. Tie gestern hier abjphaltcne Versammlung mittlerer und unterer Elsenbahnbeamtcr des Tirektions- bezirks Frankfurt a. M., die von etwa 2000 Personen besucht war, nahm nach einer lebhaften Aussprache folgende Entschießung einstimmig an: „Tie am 6. April zu Offenbach tagende Massenversammlung der mittleren und unteren Beamten aller Gattungen de» TirektionSbezirTS Frankfurt a. M. verurteilt die ab 1. d. M. gültige Festsetzung der KriczHleuerungSIczüge als ungerecht, da auch sic für Tausende der Amisgcnossen nicht einmal die Gleichstellung der Beamten mit den höchstgelohnten Arbeitern am gleichen Arbeitsort herbei geführt hat. Unserer Verantwortung und deS Ernstes der jetzigen Zeit voll beivußt und eingedenk deS UmstandcS, daß viele unter uns aus dem Arbeitersland gekommen sind, fordern wir Staatsbeamten nach reiflicher und ruhiger Ueber- legung aus jedermann bekannten Gründen für jeden unserer Amtsgenossen mit aller Entschieden« heil ein höheres Einkommen al» das der Staatsarbeiter. Wir erwarten, daß zunächst durch einen allgemein gültigen Erlaß des ArbeitSministeiS diese grundsStz iche Forderung der Besserstellung deS Beamten g g.nüber den Arl>ei- tem alsbald anerkannt wird. Sollte bis zum 27. 4. der gewünschte Erlaß noch nicht vorliegcn, bann wird die Einstellung de» Betriebe» in allen Tirek- tionsbczirken durch Arbeitsverweigerung veranlaßt werden. Tie Versammlung beauftragt den Ein- berufungSauSschuß, den Wortlaut diefer Entschließung dem Minister der öffentlichen Arbeiten sofort drahtlich mitzuteilen." lieber den Termin de» 27. April konnte min sich nicht einigen. Ter EinberufungSauSschuß wurde ermächtigt, mit anderen Tirektionsbezirken einen früheren Termin gemeinsam sestzusctzen. Aus Liessen. Lcholreformtn NN. Da rmstadt, 6 April. DaS HesFfche LandeSamt für daS BildungZwesen ha' zwei Entwürfe zu Verordnungen betr. bec Errich.ung eine» iLandesschul beirate» fewei eines E l- ternbeirate»anden öffentlichen Schulen veröffentlicht, die entsprechend den darüber eingehenden irrteilen ausgebaut werben sollen. Noch den Entwürfen sollen dem Landesschulbeirat außer den Mitglüftrern deS Landesamtes, den Direktoren, bcn Oberlehrern und Lehrern auch je 6 Eltern an gehören. Tem Gltembeirol sollen außer dem Schulleiter, den Vertretern der Eltern, die vom Lebrer- cat geivählten Mitglieder, Schularzt und Schulpfleger angehören. Eine dringliche Anfrage haben die Mrg. Dorsch und Gerwffen betr. die Beschaffung von Saatkartof - fei n an die Regierung gerichtet. Sie fragen an. Wa» hat die Regierung getan, um den Bedarf an Saatkartofseln snlierzustellen, und tvelche Maßnahmen sind gtiTorfen, um einen ordnungsmäßigen Bezug au» Norddeutsch- land durchzuführen? Hocbscbulnacbrtcbten. Eine Enifchl. cßunq der Tarmstädler Slndentenschaft. Tarmstadt.ä. April. (DTB ) Tie Dirm- iMbtcr 5‘uiXTitrnfcbaft faßte nach einem BoNrog de» Leiter» der Liga zum Schufte der deutschen fiultuT, Landesgruppe Vrsfen. eine En'schliefmnq, in der e» hoißt. daß die Studentenschaft rngcsicht» der Gefahr do» Bolschewismus das $aterkxnb richt im Stich lassen loerbe Durch einen Ausschuß für Lximatschuft soll in der Studentenschaft, be- wrbn» unter den jungen Semestern für den sofortigen Eintritt in Freikorps geworben werden, um mit Geist und Arm den Bolschewismus zu bekämpfen Tie Studentenschaft fordert aber, daß die Lwchschu'.en auf sti ien Fall weder vom Reich noch von den Gliedstaaten vorläufig gefdileiien werden, damit ein burCbgebiÖner d^achwuchs im wirt schädlichen Leben und auf dem GeRete der Vchemschafr gesichert tfl Jedoch nHrb dir Studentenschaft im Falle ßringeni/ter G fahr für ißr Vaterland rinhx*Ä. T* Äeuf^rcgurimg Urute Im Kamen bex wercktütiWM Bevölkerung SBeimntä bem Oberbürgermeister eine Resolution, tn weUyer über die grg^uvartiae Art bet BertnluuQ der Lebensmittel urd> ixe Verteuerung ber Preise durch ien Schleir^xindel die schärfste gu g auögri'p vche i verlang Lir^, b ß ber ^.eyl t ui ixe Umgebt g au,6 irren« .e lontrouecrl und beschrankt wird. hie jium Schutz ber Na iorx^er emm u g zusamme g zogr- fcen Truppen zurückgezogen inu> dir »elizrnaSar ig - 2ü>'ve;rurg b-T eteut Weimar von ber Außenwelt befcuigt nxtde. In den Bcrhand- lunger im RatlemS zwischm bat Gewerkschast»- tt;rern, bem Cberbürg.rmei xr und bcn betet i.fl.en Sta t.ä c.i tuurc-e fe,:g:stellt, daß die Ver- V Ügung uer Rationalver,ainmlung b;e nrcimanschr Devulk>'nu:g rn.l»t bc ütträch w weil für alle ou: Anlaß ber Na.ünialvcrfamm u g sch in Weimar Aufhaltenben befouben* Lebensmittel zugewusen feien. Es würbe hervorgrlwbcn, daß durch die ycatnnmlversammlurg ber Bev.lkerung Weimars viel Gelo zu.4 eße. Tic ?IrbdLerid)aft erlnelt die Zu.icherung daß ihre geröchlen WL sche, foipcit cs im Bereiche i*2t Sla Xvettvul ung nug id) ict in»» lbrsunbere durch strenge LebetisiNittel^oMoplfe, bc» rürlsichligl nrrtm. Ter(4eneralstreikinRheinland-Weftfalen. Düsseldorf, 5. April. In einer in benDüsseldvrser Werken vvrgenommenen A b- stimmung über den geplanten Generalstreik wurde mit etwa 12000 gegen 3000 Stimmeri beschlossen, in den Generalstreik cinzutreien. Voraussichtlich wird ber Generalstreik am kommenden Montag ausgenommen werden. Zm Einblick auf die letzten Vorgänge in Düsseldorf und die )u erwartende Ausstanosbewegung sind bie Regie- rungStruvpen zum Schutze per Arbeitswilligen verstärkt worden. Essen, 6. April. lWTB.) Die Arbeiter des Rhcinisch-Westfäliichen Elektrizitätswerkes haben, nachdem ihre Forderung aus Zurückziehung der Kündigung von einigen Arbeitern angenommen worden war, gestern nacht die Arbeit wieder ausgenommen. Die Gikdclhcrsteklnirg der Rude in Stuttgart. Stuttgart, 6. AprÄ (WTB.) Nach dem amflirfrn Bc icht ber Staa sr g me-g ton gestern abend ist die Regierung vt S u lgart btrebau» Herrin ber Lage Tut Frettag r,t tollstänbig rulrig verkaufen. Der General streikdrrSpar- takusieu 1 ist klügl ch zu sammen gebrochen. Ti? Sne Teitimg ist bereit» Dv,merslag gröüen» tcklS vc/bafid worben. Die Durchfuckmug ber Vororte imb ber ein^trn Bezirke in Stuttgart nach Waffen und veroäch igeu Personen Ijat am Frei ag bcfluimen. Visier wurden etwa 300 Schußwaffen emgcbivcht. Tas n>irtfdiifriülK Leben ist seit Smnitag f "ffb in vollem Gang.'. Die Läden sind geöffnet. Die Sdraßenbahn ItiI nachmittags mit dem Betriebe weder begomreu. .Tic Arbeiterschaft hat schon feit Aveiiog in gnofeem Umfange die Arbeit wieder au'gwnnnnt. Auch die Poitbestcllmig hat brgnoten Die Eisenbahn verkehrte am Sams- tag in beschränktem Umfange. Am nartiyn Soim- iaa ruht ber Betrieb gmy. Am fDlontog wird ber toüe Betrieb wieder auHgenDntmnk Eine Erklärung Hindenburg». Äo(berg, 6 Avril. sWTB.) Die hat eine Denkschrift de» General» Grasen Schulen bürg über die Vorgänge am 9 11. in Sva veröffentlicht. Die darin gegebene Darstellung ist einseitig tendenziös gefärbt unb nicht du' ckttveg objektiv zutreffend. Sic enthält sehr wesentliche Irrtümer imb Unrichtig« feiten in bezug aut die Anschauungen und Aenße- rimgen der beteiligten Persönlichkeiten unb beweist, daß der G'neral über die tatsächliche Lage nicht genügend unterrichtet war. — Weder ich noch der Erste Gencralauartiermeistcr beabsichtigen, in eine in ber gegenwärtigen Zeit hoff)st unerwünschte Zeitung»twlemik entjulreten. Die Erciguiffc des derbstes 1918 sind amtlich in den Berichten der Olxersteu HeereS'cituna niebcr.idcgt * alr irgendwie lieteilisffen Periöulichieitm hal'en Origina'.bcrichte aufgeftcflt, damit späterer Legendenbildung vor- gcbcugk wirb, (gez.l von Dindenburg. Gias Schulenlmrg halte bei den entscheidenden Konferenzen dem Kaiser geratet, nicht ab- •Aiibantcii unb das Heer nicht zu verlassen, das treu zu ihm halte. Als die übrigen Generale, auch Hindenburg imb Gröner. au» zwingenden Gründen die gegenteilige Meinung vertraten und von Berlin aus telephonisch sofortige Entsch.idung verlangt wurde, riet Gras Sffmlenburg, der Kaiser möge nur al» Kaiser, nicht aber als Känig von Preißen abdanken Schulenburg sagt in seiner Denkschrift, ber Kaiser habe diesen Rat befolgen wollen, aber von Berlin au» sei einfach seine Abdankung bekanntgegeben worden. Man gewinnt an» ber ganzen Denkschrift SchulenburgS tn ber Tat den Eindruck, al» wolle der General sich auf seine Monarchentreue sehr viel zugute tun Hindenburg bat wohl recht: die Ereignisse unb Tatsachen waren stärker. I» bat ersten Monaten Hefe» Jahres toat ber 9mug besonder» groß Sr betrug: Iammr 1918 3Lo Personen gegen Januar 1919 12 < l derionen, Februar 1918 276 Perionen gegen Februar 1919 LU28 Persouen, also da» Brenache gegenüber dem Bonahre. Der Zuzug hat auch heute noch nicht nadjsxlaffeit. Tee Wegzüge Rnb so normal rowe in den Frr benS adren. Wie bereits in der Stadtverordnetenveriamm» Lung mügeteiü nmede, be tneen sich unter den Zu- gezogenen viel Elfaß-Lothringer, sowie Familien au» bem besetzten Rheingebiet. aber auch Familien an» bcn Großstädten, die sich in der falschen voff- irantg auf bessere / Ernährung hier nieverlaiwn wollen. , i, _ Gerade den Großstädtern muß durch cm Zu- zugöverbot ein Riegel vorgeschoben werden. Gewiß läßt sich ein solche» Verbot nicht in jedem Falle aufrecht erhalten. Der Zuzug sollte aber nui dann gestattet werden, wenn nach Prüfung einer amtlichen Stelle ein dringende» Bedürfnis dafür vorliegt. Frankfurt a. M. 5. April. Noch dem Borbi d Kas c » erließ auch der Frankfur.er Ml gi- ftral ein „ZuzugSverbol von auSwärd» in daS Stad gebiet, da die Unterbringung selbst der einheimischen Bevölkerung in Wohnungen außerordentlichen Schwierigkeiten unterliegt. e Ihre silberne Hochzeit feiern TienSlog den 8. Av il Wilhelm S) i 11 g ä r l n e t unb sei e Frau WUHelmme, Walltorstraße 49 a - fz-'ienbe aud O ffenbach erwähiit: „Einen gaitzen Erfolg unb die» von Recht» wegn hatte Frl. Lhner. Sic ist ut>» schon ftü>r als gute Geig rin angcnelmi aufg.fallen, ge'-ern hat lic mit einet Ta itü r ür Lor e von Iljonia» geradezu verbll-fft. Auch die es ^niaument. und dazu ein ganz ciie -en Kreisen mit Spannung entgegensieht imb sich daher eine große Nachfrage ergeben wird, bitten die Gießener Buchhändler, die Bestellungen schon jetzt aufzu- neben. Landkreis Gießen. * * Saasen, 7. April Rechner Ludw Set» tcrich imb Elisabe.'b Letterich gd>. Erbes begehen morgen, 8. April, da» Feit der silbernen Lochzrit. KreiS Friedbcrs. •= Friedber g, 6. April. Tcr 30jährige Schmied Gustav Tru», der hier im Zeitraum von 14 Tagen 11 schwere Einbrüche bcnlng, wurde in Frankfurt verhaftet. Ein großer Teil der geraubten machen wurde noch in seiner Wohnung vorgefunden Starkenburg und Rheinhessen. mr. Darmstadt. 6. April. Ein größerer Teil deS Exerzierplatzes wirb nunmehr von ber Stadt zu Kleingärten von je 400—500 Quadratmetern an Interessenten verpachtet. Ta» Gelände wird mit Wasserleitung verscl^n. KreiS Wetz ar. — Wetzlar, 6. April Auf ber nächtlich-n ^obrt von Nied.rwotz nach hier scheute daS Ge« >pann be» GisUvin» Schreiner au» Wetzl n imb ging durch. Schreiner erlitt dabei einen tödlichen Gen ickbr u ch , ein mitßrhvendcr Kolleg.- schwere innert Brrleßungen. — Altenkirchen Westerwalds 6 April. Tie neue ügnctoL ,32 000 ©moobner Gegcwvärdis beträgt or 3. Für die Stcllcnbrictzim« tu ber uwmittti- i Eiawobnerzadl 3 6 3 3 9l für diefen Fall bestimmt auf ne rrchncn: alle für eine allgemeine fremrillüe Bereitstelluag nötigen Schritte würden getrofien. «Frankfurt a. M., 6 April AI» Nachfolger Professor Pohle», der einem Rufe nal Leu>j:9 io ge. hat bec Breslauer Na:ioua!öümvm Prof. Tr. iur et phil Aböls Weder ct;ien Ruf an die Frankfurter UniocriirLt erlxilten. Prof Weber güt als bc anderer Kenner des Bankweseno unb der Sozialpolitik. Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, bcn 5. Avril 1919. Die heutige Sitzung ber Stadtverordnetenversammlung befaßte sich vornehmlich atri der wichtigen Frage, wie der Wohnungsnot tn Gießen zu Heuern fri. W neueste und enudwuribeuik» litaBnabme soll vom Ministerium btc Vx; e. migung dafür eingtbolt werden, kba6 ütorflüüigc Solm- raunte in Einte lhäufern und doppel stückige Doh^ itungen nach Emteifen de» MietseüiwmigSamtes beschlagnahmt werden können. Tie Maß nähme erscheint hart, ist aber durch eine Frist von sechs Woffvn gemildert, während nvldrr Zeü der Betroffene sich elbst nach geeignetem Zuwachs an Hausgrnoßen umsehen kann Man hofft, daß vor allem getrennt wohnende Verwandte zuiammenz ehen und toburd) Wobnun- gen frei werden. Bei dieser Gelegenheit erfuhr man auch von weiteren Maßnahmen gegen die Wohnungsnot, die bisher in ber Oeffcnftichkrit noch nicht bekannt geworden sind, u. a von einem großen Projekt der vereinigten Baugenossenschaften. Wir werden an anderer Stelle näher darauf eingeben. Tcr zweitwichtiaste Punkt betraf den Tarifvertrag ber ftäbl Arbeiter, ber tnc Stadlfinanzen um ein Mehr von 311000 Mark belasten wird. Anwesend sind die Beigeordneten Kren» ien und Emmeliu » sowie die Stadtverordneten Ebel, Scichelheim, Krumm, Löbcr, Sann, Orbig, Plank, Schaf fftädt Simon, Urstadt, Vetter», Sinn unb S i ni ni c n a u e r. Zu UrkundSpcesonen werden gewählt bie Stadtv. Orbig unb Simon. Der erste Punkt der laxJorbnung betrifft bcn Erlaß einer Polizeiverordnung über den Berte h r mit Kraftfahrzeugen, bet ber Genehmigung der Stadtverordneten bedarf. 9kfhm- ntenb für den Erlaß Hieb, nnc Oberbürgermeister Keller in ber Begründung hervorhebt, die Beschwerden über zu regen Verkehr mit Kraftwagen in bet Altstadt. lDer Erlaß verbietet den Verkehr mit Kraftwagen in der Mäu » burg unb derM arktstra ße, sowie bcn T u r d> i a n c. «• verkehr mit firartroagen in den innerhalb der Anlagen belegeneu Stadtteilen. Zuwiderhandlungen sind mit einer Geldstrafe bi» zu 150 Mk. bedroht. Stadtv Plank befürwortet auch einen Erlaß gegen zu schnelle» Fahren. Obetbüraerm. stellet weist daraus bin, baß bereit» ein Erlaß uorhegt, ber bie Söchstgcschwindigkeft vorschrerbt Staotv. Schafsstäbt roenbet jidi gegen b« wilden Fghr» ten bet Militärauto». Vieraul wird der Erlag genehmigt. Die Löberfche Stiftung weist in ber NechnungSablage für VH 7/1« nn Einnahmen 2792,43 Mk., an Ausgaben 2163,07 M'. au", so daß ein Rest von 63 Mu M4 oicoleibl Die Rech- yrung ist von der Armendeputation begutachte: und für richtig befunden. Der Boranichiaa füi 1918,19 weist in Einnahme unb Aug»abc 2869,diMk auf Die RechnungSablagc sowie der Voranschlag werden genehmigt. Die Bestimmungen über Erwerb» lösens ürsotge haben bnT* ',ich^eft"liche Verordnung vom 15. «kn, 1919. lasiungspaotete mit. 2. Rass. Feldartitterie-Regt. Rr. 63 I 1 tischeWohnungslage. Tos Mie einigungs- omt, dem er angehört, habe tagtlang die Stadt noch Wohnungsmöglichkcilen ob‘ "''d nur wmige u d u zrän li.f>e Lch lse gefunden. Tie vernnigten Ge n id-.'hcutdler würben fia# auf das Gtodtocrf beschränken, das sie vor 1918 inne- FtipicrmeHe Im Leipziger Mefc- palaft R. Fletlchhauer. Pctersflr. *4, v. Stentxleri Hot PetersÜr. 59/41 r Kartonnagenmette im MeSpelaD Speck« Hot Rekhsttr. 4/6; Sportartfkelmctte im Mefcheu» Mcy L Edllch. Neumarki 20/22; Schuh- und Ledcnneffe In den Turnhallen Leplay- und Turner(tr.; Mahrungsmltielmeffe im Zclilg- hau», Neumarki 18, und Goldener Hlrfch. Peiersftr. 37; TextQmeffelmMefehausFrcyberg, PucrtÜr. 14/16, In MSdlers Kaul* Me^wohnun^en vcrmliidi der WohBUBtfsBaeiawcU des McLamb ta LdprfiX f'h m 1o^dh •«A Die dtesJRhrlge T efpzfger Öfter RauAwarenmelfc begfrmf am 4. Mn! 1919. 9tm. Nutzholz, _ Buchenstamm Illa, 0,32 Fstm., 3 Fichtenstämme III. Kl., 2,47 9 .7 Fichtenstümme IV. Kl., 4,73 I 4 Fichtcnstangen II. Kl. alt lRfl ni= Anmeldungen von Ausftellern u. Einkäufern möglich!) bald erbeten an das Mefjümt für die Muftermetten in Leipzig Auskunft ertelli auch der ehrenamtliche Vertreter des Meftamfs für den Handelskammer« bezirk Gieren: Karl GulUv Schmidt, Gieren, u. die Handelskammer In Gieren. «aniH l-.eutt IMWtt, ge- Rn lamt Ebnende »oomrn- i erfüllt Mi die Mnotb " einem uknschas. * davms Taris, bet bit 00 Mark haus, Petenftr. 8 und Im MeßhauS Strumpf-Eulitz, Grimm. Sir. 50; Vcrpadrangsmiticizneüe frn Mefehaus Leipziger Hot Rekh> (fräße 12; TedmtTdie Mette und Maklerfteflt im Meßhaus Grönländer, Peters» Itraße 24, und Im Meß haus Rekh> kontier, Pdcrsftr. 20; Baumette im Meßhaus Bamnefl* Markt 8; BüTobcdarfsmeffe Im Meßbaue Jägerhof. Halnftr. 17/19; Rekiamexnette Im Häuft Ftrd. Semau. Neumarki 2d» Freiwillige suchen Freikorps-Batterien Wagner u. Geppert deS Reaimcuts 61. Vorläufiger Standort Nabcnbauseu. Bediusunoeu wie Üblich. 4061V enzien totbntttn Löbrr, fltibt inn und n »erbat on, -tiiflbtn nt Ser- : bet Ge« Mm« gmnkiiler , die Be. raitnmgen den ß tt" irg unb jangl- erhalb teilen, ifttait bis len Erlaß Keller vorliegt, StaDto. )tn Erlas ge- ift in bet inmifimm t j:t n Cöhei m m Iren 3 Ml. 46 Sohren ! von über Arbeitslose eiblidK Ar- SN. (1.80); [1,001, $tw iM «H* n Erwerbs m erhalten, i'e bte w arlehen sTÄSe’(. Sobald der Gel dbrlef träger ThrenV orsch ud aus- geua ilt hat. ist Ihre Sache erledigt, alles ubnge sind vorgedruckte Brief-•. Zahlt keinen VorschuB lassen Sie sieh nicht irre führen durch Listen über av.sgezahlte Darlehen---- — Auf ca. 1000 eingezahlte Vorschüsse der Darlehens- sucl > enden k 10.— bis 15.— M k., teil weise bisöO.- Mk., welche al-o ca. 2UO00 Mark elnbnngen. erhalten ein bis zwei Personen gezen absolute sichere Bürgschaft eine Kleinigkeit als Darlehen, also aus den Vorschußelnnahmen — — — — ~~ ~ ~~ eventuell zur Reklame und zur Irreführung in dieser Serie ein Darlehen ohne Bürgen. — — Diese Leute verdienen hierdurch jährlich zirka Mk. 100(XMX— (Einhund. rtUusend Markl und nehmen skrupellos den Aermsten der Armen die letzten Groschen ab!--— Wer «.Ich betrogen fühlt sende uns das Material ein, wir werden dasselbe den behördlichen Stellen vorlegen und versuchen, daö Ihnen der Vorschuß zuiückgezahlt wird, mit welchem sich diese Leute zu Unrecht bereichern. — Unkoeten entstehen für Sie nicht. estBelnaQ'xiges UuleriehBon **• ■er BoBsehhsit dss Darlsheas-Vorachafl- Schwindels. Zuschriften erb- ten unter H. /0G8P- anHaasen- stein & Vogler A.-O, Berlin W 95. I4»9hv 1 Die Leipziger |] I Frühjahrs-Muftermeffe | zu der MuÜerlager von Keramik und Glas, Holz*» Metall-, Papier-, Leder-, Gummi-, Korb-, Kurz-» Galanterie-, Spielwaren, Nahrungs- und Erfatz* mitteln,Textil waren, Mafdiinen und Bedarfsartikeln furTedmik und Bauwefen, fowie verwandten Waren aller Gattungen ausgeftellt werden, wird abgehalten | vom 27. April bis 3. Mai 1919 | $ aekhsefflg finden ab Unterabteilungen der allg. MuÖermefie Dato batten und das sie bei dem starken Besuch des Bublikums nicht entbehren könnten. Tas £e» bensmittelamt könne nicht in Frage tl^ogen werden, tt>?tl das Amtsgericht, das selbst ett Naunimangcl leide, alle Schritte tut, um das ^eblnsmit.elamt hinaus^usetzen. Das gröbte Hindernis für die Mieter seien ihre eigenen Möbel, für die sie kein Unterkommen hüten. Zu Neubauten sei nicht ju raten. Die Arbeiten an dem Neubau in der Mühlstraste hüllen den B o r a n s d) l a g bereits um 8 0 00 0 'Dl t überschritten Unter solchen Verhültnissen könne kein Privatmann ans Bauen denken. Tas Miet- ei n ig u n g sa m t sei die ge v lag te st e Behörde. Seine Milg'.ieder würden selbst im Pri- oakl-aits rv.i Woh u fldiiuljenbtit ü erlaufen. Gegen, die Zwangsetnquartierung bestünden hy- chenische und andere Bedenken. Man hofft aber, das; die Betroffenen in der ihnen zustehenden Frist sich selbst nach geebnetem Zmvachs umschen und i B. Tanten und Witloen ihrer Bernxutdtschrst, die eigene Wohnungen besühen, »u sich nähmen, so datz deren Wohnungen frei würden. Auf den Ausruf zur freiwilligen Einschränkung seien nur drei Anmeldungen erfolgt. Zum 1. April lKlten sich üble Zustände ergeben können, da das ClementiDcn - Institut Ur Iv.MW Frankfurt a, M,, Telephon 4796 Amt Hanse- Gntgeschnlie Kräfte für jegliche An der Kranken- n. Wochcnvstrgc hier n, anSwärtS. Staat!, neurliftc 6d Western und Hebammen- schwestcrn. ttrankcnvdcgcr n. Pstegerinnen. Wochcnbettvsteaerinncn. 4233«s Gericht gegen Leute auf Wa8fefc«ng verfügt habe. Da- sei heute nicht wehr so harmlo» wie rüher. Aus all diesen Gründen bitte et, die Eingabe dringend y; be sch leu nigen. 3tab:t>. Schafsstädt mccht auf die Unter- offi-iersroohnungen in den Kasenien und auf die Kasernen selbst aufmerksam. Beig. Krenzien erklärt, die städtische .sta ferne sei zum 1. April 1920 gekündigt, das Kriegsministerium habe baldige Räumung zugesagL, die aber zur Zeit nicht unternommen werden könne. Hieraus wird der Antrag des Mietcinigungs- amtes cinstimmig angenommen. Der Tarifvertrag über Lohn und Arbeitsverhültnissc der städtischen Nachlah-Versteigemng. Dienstag den 8. Avril, nachmittags 1 Uhr, versteigere ich im Restaurant zum Pfau, Neustadt 65, meistbietend gegen Barzahlung aus dem Nachlaß der Fvau 23rnnet: 1 Speisezimmer bestehend aus Büfett, Sc.Diertisch, Aus ie.>iisch, 1 Trumeau, 8 Stühlen, 1 eleftr. ^tx>nleuu).er und 2 geschnitzten Wandbrettern: 1 Salonaarnitur. 1 Sofa mit 4Sesseln. sowie 1 Büfett tmb 1 Vertiko: ferner: 1 Schreibtisch, 2 Betten, 2 Näh» Maschinen, 1 Flurgarderobe, 1 Lut hertisch mit 2 gepolsterten Hockern, 1 EiS-, Bücher- unb Äletderschrank, 1 Schankelsessel, 1 Waschtisch, 1 Kinderwagen, 1 Gesindebett, 1 Aquarium, 1 Kinderpult, 1 Kindcrtijch, 1 kuferne Bowle. 1 SchaukelstuhL, 2 SMle, 1 Plüschdecke, 1 5Ber- ti5o, 1 Vol.e e, 1 Briefschaften» und 1 Bücher- r«d, sowie ein PolyplZ>n mit 16 Platten; außerdem: Bilder, Spiegel, Figuren, Por- -ellan und viele andere Daus- und Küchengeräte. I Versteigerung bestimmt. .4292 M« Althost, relepho» 23», Grobrechtenbach, den 4. April 1919. Der Bürgermeister. 436GB nungi’tt hergerichtet werden können. schildert eingehend die k r i- । a g e. Tas Mie einigungs- Hessisches Freikorps beim Inf.-Regiment Nr. 116, Gießen steNt nach den Bedingungen für Heimatschutz Freiwillige ein. ES werden benötigt Unteroffiziere und ' ann schafien f ^nsanterie-Maschtneiiaewehr-Kompagnien, Mtncnwerker- und NachrtchlenmitieUug. Kompagnie-Sührer: Hauvtmann v. Holly. Hauvtmann o. Eisenhart, 4350D Haiivimann Damm. Cberleuinnnt be Harde genossenschafi werde so sckmell wie irgend möglich bauen, hiermit schließt die öffentliche Sitzung. Sckeilcr: 2 Rm. Pvidjie; Ztniivvel, Rm.: 4 Eiche L'> dichte; Ncina, Nm.: 148 Fichte, 6 Weichholz; Stöcke: 21 Rm. ,richic. IL Qbcrscilbach. «nttrelfin: 131Rm., ichie: Knii:O'el.Rm.:WiEiche, 2 Aspe: Reisig: 1200 Rm. titdie (Etammreiiig). ®ct rüÄoürts wirten zu lassen. Tic Dandwerlec Kirnten die Söhne auch nicht erhöhen, den Bäckern sei die Erhöhung des B r o t P r e i s c s von 0,90 Mk. auf 1 Mk. auch Verpflichtung auf 6 Monate, einschließlich ® einer Probed enstzeit von 4 Wochen. Klindt- ® qung inne»halt' der^rebedienstzell von feiten • des TruvvcnieiiS bei Unaceinne beit, Münbb • gung für die «Vretmiiiigen innerhalb der ersten 14 Tage öcv letzten Monats möglich. Unbe- Ä dingte Untere öniina un er die Negierung • unb die einaefetzien Vorgesetzten. Anerken- * nung der bisherigen Miliiäraerichte soiveii ® sie nicht durch bte neue Negierung ab cän- Z bert Löhnung nach Dienstgraden monatlich ” mindestens 30 Mark. Tages^ulage 5 Mark. m Verpflegung,llutcrfunrt, Bekleidung frcL ttamilien^adluugcn wie buriier. yjiclbct <'ndj bald in Schlüchtern beim Regiment. Laßt Euch Fahrtausweise aus- steilen. Bringt Entiafiungüanzug unb Ent- Aufruf i.Binttitiinö.grciIorp0,§eficn’3lflffnn' FreiwilligeFeldartiNeristen meldet Euch snm sttegiment Frankfurt; Ihr alteit Regimentskameraden, es gilt bte Ehre beo Negiments. ilrontkoibaten aller Waffen, woblan, zeigt, baß e um Befreiung sind bei Lernt dauptlchrer Krauß einzur-ick^n. ^ Gießen, ben 22 März 1919. 4261 Ter Schrllvrilmtd: Keller. Bekauntmachnng. In der .3clt vom 14. Avril bis 3. ü'iai b. werden die sämtlichen städttscheu Gtrafieueanale flCfPTJabrcnb dieser Zeit find die Nfickstauverschlüfie anGriiNdiiuck^entivässerungen verschlofien zu halten. Gleiten, den 4. A ril 1919. Stadlbauamt Gteuen: Braubach. (435>B im Gemeindewald Volpertshausen Donnerstag den 10. April ds. Is. Zusammenkunst Dorrn. 10 Uhr Distrikt Dreispitz. 1 C'ickienftamm la, 0,71 Fstm., 2 Eichenstämme IIa 2,00 Fstm., 3 Eichenstämme Illa, 2,18 Fstm., 9 Etcherrstämme IVa, 6,36 Fstm., 15 Eichenstämme Va, 6,89 Fstm., Eichenslamm Id. 2,90 Fstm., Eichenstamm Ilb, 2,66 Fstm., Eichenstämme Illb, 12,09 Fstm., Eichenstämme IVb, 8,99 Fstm., Eichenstümme Vb, 1,83 Fstm., willigen. Tie Teuerung halte zuheißen. fteirme, bte freigemacht werben könnten, u. a. » n » treaud, wie die des Viehhandelsverbandes unb der Bereinigten Getreidehandlec, die zwei Stock- werte tinnähmen. Ferner müsse der Zuzug verhindert werden. NickK nut aus dem Elsaß zögen Famllien zu, sondern auch aus Großstädten, weil sie hin- eine bessere Ernährung erhofften, die nichü vorhanden sei. Steig, »renalen teilt mit, demnächst ständen zwei Landsturm bar acken zur Verfügung. cu5 d neu je sechs Wohnungen mit zwei ßimniftn und Küche hergerichtet würden. Tie übrigen Baracken könnten noch nicht abgegeben werden. Mit dem Generalkommando tourte wegen Verlegung de s Bezirkskomma Udos in eine Kaserne berhanbelt, wodurch vier Wohnungen frei würden. Stadtv. Löber fragt, ob nicht außer den Baracken auch die Kasernen, bi; Alte Kli - n i k und das Lebensmittelamt zu Woh- tttcht iueefUnben hxrrbet, obwohl fUb der SWev preis um das «ierlache trrteuert hckbe. Stadtv. Krumm rät, ben Tons zu be- Montag ben 14. April, vormittags 9 U h r, werden int Saale des „Deutschen Sauses" zu Alsfeld aus ben Distrikten Gesträuch, Effenstrauch, Zie^berg, Wa mbach, Auerberg, Rodäcker, -.kohlstöck, St-th, Hardt, Köllenberg unb Verschiedene verste L« : Stämme: 2 Eiche 1 Kl. — 2,85 Fstm., H Eichd 2 M. = 10,60 Fstm., 15 Eiche 3. Kl --- 19,50 Fstm., 32 Erche 4. Kl. -- 18,53 Fstm.. 10 Eickst 5. Kl. = 3,25 Fstm., 4 Eiche 6. M. =■ 1L08 Fslrn., 1 Buche 1. Kl. = 1,22 Fstm., 15 Buche 2 Kl. --- 15,51 Fstm. (Schutttholz), 1 Buche 3 Kl. = 0.80 Fstm., 13 Kiefer 2. Kl. = 12,27 Fstm., 46 Kiefer 3. Kl. -- 36,96 Fstm. iSchnltt- klötze von 30—40 Ztm. Zopf und 5—11 Meter Sänge), 2 Lärche 3 Kl. = 2,07 Fstm^, 10 Lärche 4 Kl. = 8,28 Fstm., 25 Lärche 5. Ä. == 12,36 Fstm., 1 Fichte 1. Kl. = b,01 Fstm.. 1 Achte 3. Kl. = 1,65 Fstm., 5 Fichte < 4'lkSü1?r’ 8 Fichte 5a Kl. -- 5,01 Fstm., 40 Fichte 5b Klasse bTa n gen: 48 Eiche, 48 Buche (Wagner s-mi gen), 41 Fickste I.Kll--- ^9 Fstm., 2W Fichte 2 Kl. = 13,94 Fstm., 110 Flchte-Reis- stangen, 8 Nm. Fichte-Sch cht eifer Mle Naaelholziiümme sind entrmdet. Nähere Auskunft durch die Herren Forstwarte Schaaf zu Eifa, Landmalm zu Schwarz und Büttner zu Nainrod und den Unterzeichneten. Auszüge aus dem B<-^eigerungsprotokoll werden bei srülr- »i:ig'r Anm l u g vor der unt.r.e chneten Ober- mriterci u.te.itgcltlid) abgegeben. Lllsseld, den 2. April 1919. Obenörsterer Alsfeld. Privales Semiflar Wr HaDdelsl&lirerinneo Eröffnung am 1. Mai. Näheres über Aufnahmebedingungen, Lehrplan und Prüfungen entnehme man dem ausführlichen Prospekt Diesen versendet kostenlos die 4411c Direktion,Gießen(Ob.-Hess.),Wilhe1mstr.16 Nm HilsMkta lir Mädchen (Vorstufe des Privaten Seminars für Handelslehrerinnen) Gießen, Wilhelmstraße 16. Aufnahmebedingungen: Erledigung der obersten Klasse einer höheren oder erweite ten Mädchenschule odergleichartigeVorbild ung. Ziel: Oründliciie theoret sch-praklische Ausbildung zur xrirtschaft- lidien und snziilen Selbständigkeit sowie zur Uebemahme kaufmännischer Stellungen. Lehrgang: Einjährig von Ostern zu Ostern. Unterricht in sämt- licnen k.uümäunischcn Fachern (Handelsbriefwechsel in deutscher, englischer und französischer Sprache, Buchführung, kaufmännisches Rechnen, Hendelsbetriebslehre, Wirtschaftsgeschichte, Handelserdkunde, Kurzschrift), außerdem wöchentlich Vorträge über Literatur, im Winter über Kunstgeschichte. 4410c Der Direktor: Brackemann Der stellvertr. Direktor: Dr. Liebheim Privat-Handelsrealschule In den Handelsrealklassen Untertertia bis Untersekunda Vorbildung für die Reife der Obcmekunda einer Oberrealschule und kaufmännische Ausbildung in den verschiedensten Handelsfächern. In der Oberklasse Vermittlung einer umfassenden kaufmännischen Bildung. Den Unterricht in den Handelsfichem erteilen die dtplom. Handeblehnr Dr. Schwarz Dr. Liebheim und Stadelmann. Ausführliche Drucksachen versendet kostenfrei die 44i)8c Direktion,Gießen(Ob.-Hess.), Wilhelmstr.16 A. abgelehnt. 4370 D K l 4418) 7-- Gießen, den 7. April 1910 4347c 4242D) ■ Der Vorstand. 4392D 4377c eaei um «mm ■■■ an* ton ■■■ ■■U | ■ x "" - —- *\| I ~ Sofort lieferbar — 'Kaffee Astoria. I | f eitan- u. Lelterwaieu Morgen Dienstag '»48 — Slamlou araiis. — ! Familien-Kofizert । L Bnchdrnckerei J.Weinert Vrncnwcc 9 C-leOen ■ •U«r*be 36bd 7-.I :7:" ■ £__ ♦ 8<|u<)sfcrTten,btrtiw. Allgem. drutschn $rau4. Brivaischule mit dem Lehrziel de» I G iMvinnanum», ded 'Wealgumn ifium» und bei I Qler-Realschule di» Cberpn ra. 5 fwfwilin eil alle ei|i'pri’ii|tn I auch für Tarnen. — Eintritt jederzeit. ■ '■'hx VI. Elias, verbroe« 56*/> I Lichtspielhaus Heute letzter Tag Fern Andra/1^ Ab morgen: Henny-Porten-Gastspiel Henny Porten in Irrungen Drama In 4 Akten. L Henny Porten in DieDame,derTeufel Ä und die Probiermamseli. Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck Dortrag von 5ran Luise Peters kann erft Montag, Zlpvil, 8 llbr abends, im Hotel Schütz I Im Namen aller Tieftrauemden: Paula Tron geb. Höptner. Oießen (Bahnhofstr. 5), Rrunhrim . /Xpril 191'). j' ./' ; f VS» 3iDti9D(rtiBßit)j?DD.3ioltnfinfli Die Hanpiversammlung soll DienStaa den 8. April b. JU nachm. 5 Nb» im berAeitinen <üefrf>nft<«Aiiiimer des .^wriaveretnS in der alten .QltniL Liedtaftraye. ftaithnben. wo»n bte Beretnsnütslieber biermlt ringelnden werden. Tagesordnung 1. Bericht über die Täti tfett Le» Aweigvereinä, 2. Rechnungsadl me für l'.HK Danksagung Für die wohltuenden Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen sagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren tiefgefühlten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Jenn Eckert and Kinder. Irinaetroffrn Find: Sultaninen Pfeffer,g-nz Reiner Kognaf Ungar. Rotwein (Summt-Sauger In. Cua ilät in der i«mc Krenz-Dros.Aii5.Noli Bahnhofefr. 51. ß i 'A Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem unerwarteten Hin- scheiden meiner lieben Tochter sage ich allen für die zahlreichen Kranz- und Siu- menspenden, insbesondere Herrn Pfarrer Hofmann für die trostreichen Worte am Grade, innigen Tank. Die tieftrauernden Hinterbliebenen: Heinrich Witzner 1. Tlimbach, den 4. April 1919. 07035 Samstag mittag um 5 Uhr starb nach längerem Leiden meine liebt gute Gattin, unsere gute Mutter Zrau Christine Meier geb. Wagver im Alter von 56 Fahren. 3n tiefer Iraner: Hermann Meter u. Kinder. (Bleien (Walltorstr. 46), den 7. April 1919. Die Beerdigung findet Dienstag. 8. d. TT., nachmittags 4 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes au» statt. efow Nach langem Forschen wurde uru> jetzt zur schmerzlichen Oewißheit, daß mein geliebter, herzensguter Menn, unser treuer Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Tron Fahrer im Res.T'eld-Art.-Regt. 48, 1. Batterie am 24. Oktober 1918 nach 4jähriger treuer Pflichterfüllung in einem Lazarett in Belgien im 31. Lebensjahre fürs Vatenand gestorben ist. Verwandten und Bekannten die tronriae IRitteilun^ dal; am a L MtS. untere liebe Mutter. Schwiegermutter. Wvoümuttec und Schwester Franziska Fourier geb. Hiebenthal nach tarntent, schwerem Leiden sonst eut» schlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Courier und Familie Hiinntt Courier und Samiht Wilhelm Courier und Familie Julius kontier und Är.tr. lie Otto Courier und Familie. ©leben, Weinkirchen. Cittem,6.Äptil 1919. Die Beerdiauna findet Mittwoch den 9. ft ort I. nachmittags 3 Ubr. auf dem neuen Friedhof statu 44"5 Statt besonderer Anzeige. Nach langem, »ehverem, mit Geduld getragenem Leiden entschlief sanft dem Herrn «m Samstau. dem 5. April, 8 Uhr vormittag», mein lieber, guter Mann, unser treusorgeuddr Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Georg Hammel Schreiner im Alter von nahezu 70 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Franziska Hamme' Witwe geb. Stuckardt Familie Karl Hammel Hch. Huhn und Frau geb. Hammel Familie Georg Hammel Familie Wilhelm Hammel Otto Hammel Fritz Heiuzerling and Fran geb. Hammel Hch. Schmidt und Frau geb. Hammel Adolf Hammel. Gießen (Steinstr. 73), Wieeeck u. Frankfurt a M-, den 7. Aprü 1918. Die Beerdigung findet Dienstag den H. April, nachm. 3*/, Uhr, vom Portale des neuen Friedhof* nus statt. 435/1) ■ - %bamen='Kute Zar kommenden Frühjahrs-Mode ist unser Lager in Damen- and Kinderhüten ganz besonders reichhaltig ausgestattet. Wir bieten in Bezug auf Auswahl und mäßige Preise Jür jeden Geschmack das Richtige und bitten bei Bedarf unsere Schaufenster und unsere Ausstellung (im //. Stock) zwanglos zu besichtigen. Besonders preiswerte garnierte Damenhütc in den Preislagen von 25 bis 60 M Reiche Auswahl in Kinderhüten in den Preislagen von 10 bis 40 M Zur Selbstanfertigung von tiiiten empfehlen wir unser sehr großes Lager in Hutformen, Blumen, Bändern, Flügeln, Borden usw. 4389c Nach kurzer, schwerer Krankheit verseh! d nunmehr heute auch maer »weites hebe», braves, herzensgutes Kind, mein h bes SAwosterchen Martha [ im Alter von 131/« Jahren. In tiefem Schmer»: P. Bachmann tmd Frau nebst Bruder Kari. Gießen (Wetzlarer Weg 35). den 5. April 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch den 9. April, nachmittags 4 Uhr, von der Rai*elle des neuen Friedhofes aus statt 07070 Eä Im Juni d. Js. werden die in den weitesten Kreisen mit großer Spannung erwarteten Xriegsertnnerungen 1914—18 von General LudewdorO’ • rscheinen. Es empfiehlt sich. Bestellungen mit Rifcksicht auf die gewaltige Nachfrage bei den unterzeichneten Buchh tndlungon schon jetzt aufzugeben. Ferber’sche Univ.-Buchhandlung, Seltersweg 87 Aug. Frees’sche Univ.-Buchhandlung, Scltersweg 70 4358D j, Ricker’sche Univ.-Bnchhaudlung, Süd-Anlage 5. Statt Karten. Mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Grossvater und Urgrossvater Landgerichtsdirektor i. R. Karl Wiener ist in der vergangenen Nacht im 91. Lebensjahr sanft verschieden. Die trauernden Hinterbliebenen: Auguate IV jener geb. Walz Professor l)r. Alex. IV lener Landgfrichtsdirektor Kurl H lener I,uiac Bircli-Ilirachfeld geb. Wiener Bertha Wiener geb. Beyer Ciara Wiener geb. Hell sowie 9 Enkel und 2 Urenkel. Giessen, Chicago, Leipzig, am 6. April 1919. Die Einäscherung erfolgt in der Stille. Blumenspenden und Beileidsbesuche worden dankend HORCH Personen-, Geschäfts-, Last-Kraftwagen Diplom-Ingenieur FRITZ SCHILLING Gießen, Frankfurter Str. 93, Telephon »60 &l82^ $ie 6** Di mb füt b titn ü ichtt bar ■Kttmertrtli »ejl ki nti frifeh -Gi Öttt Pwf: !vr eintr ..Aus ber tz t «mW ft« )inberer$r Äs nuiB I® rrben. W* -es, wenn ne i in gen) liringt Es a die Emst rü besonderen u,letten v vt iur Serrik Zur Bern vflen gesagt -en Stelle a rzkbenen Ums c bie Frage ^gleich zu ix bber bereits Minden, hie £n, die en entsy ytftMIid) av 7t rb barüt gei gestände b alten, bie ichen. Nach xt nächsten 50 Äinbet auch in den Wien. T« öekMmg nnttäch iff* kh hmstchUb ntb durch o' genvfien toi' vig anflt (ommen. Roi "Ächb •^ntn ä; S» ia «8* _ Unter •fetil Lch aha^Dbert gtas Sät,,, iS beit maltoer Und - "'rht etwa Ser. * der Wie Nm verschied Montag, r. April WW Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Zweites Blatt Nr. 82 Letzte Nachrichten ihren Si tz von München verjegt Stadt Fürth hat ftch der Rate-Republ -Republik a n war ... schule die Einstellung auf bic neuen rvcrymrmiie mit besonderen äußeren und inneren schwie- rigleiten verbunden ist, die durch die Kurze der zur Verfügung stehenden Zeit noch vermehrt Itrnnt sind über 100 Stüjcke mrS tem( 1. Jahrhundert vor und nach Christi. Ter Redner füllte den Nachweis, daß es AnhLnger waren, dre an versiegelte Geldsäcke gehängt wurden und den Prü- ungSvermerk (spectavit nummos, hat die Münzen geprüft) des Münzbesckxluers, nummulanus, crnes Bankbeamten, enthielten. So gedeutet, bieten dre kleinen Stäbchen mit ihren Inschriften eine reiche glitte von Aufklärungen über das römild* Bank- wesen und seine Herleitung aus dem gricchrichen. Ter Brauch hat sich in der einfacheren Form von „Fahnen" durch das Mittelalter hindurch rm inneren Verkehr der Banken, z. B. in Frankfurt bis zunr Jahr 1871, erhalten. Seine wechsel rolle Geschichte hängt auss engste mit den Münz Verhältnissen zusammen. Wertvoll sind auch bie Abschlüsse, welche die Inschriften für dre soziale Stellung des großerr itnb kleinen .Bankierstandes im Altertum geben. Tie Unteriuckuing wird als cr>le einer Reil>e von :,Whandlungcn der Gießener Hochschulocsellschaft" demnächst eilchnnen. A«» Stadt und «and. Gießen, 7. April 1919. Die Einheitsschule in Gießen. f ^Tbcr Volksschule ist eS immer guter Brauch unjHcn, den Anfangsunterricht erfahrenen „d für diesen Unterricht besonders g e e i g- ,eten Lehrkräften anzuvettraueu. Ange- ichts der neuen Aufgaben, dre an dre Volksschule herongctreten sind, wird auch künftig der Auswahl der Lehrkräfte für den ersten Unter- nen Bank auf den Namen Hch Reichert lautend ist verschwmiden, ebenso zwei goldene Taschenuhren, die sich bei dem Gelbe in zwei eisernen Kassetten befanden. AuS dem besetzten Nheingebiet. --- Sossenheim, 6. April Die franmsifche Ortskommandantur hat hier größere Ackerflächen Mt Gemüseländereien für dre Besatzungs- truppen aus vorläufig ein Jahr gepadltet. - Nied a.M., 6. April. Das ftanrosnchc Militärgericht verurteilte den Gastwirt Horn, der während des Krieges hier wohnen e französische Gefangene beköstigt hatte, wegen Be ■ wud-erung unb Ai ißHandlang der Leute zu einer außerordentlich hohen Geldstrafe Man ipncht in eingcweihten Kreisen von 100 000 Mark. drei Jahren in Brasilien aufgehalten. Bin erst vor acht Sagen zurückgekehrt." „So? Legitimation?" Dorival suchte. In seiner Brieftasche waren außer einigen Geldscheinen nur Drsiten- arten. <8itte v "Aber Schnepfe? Auf Visitenkarten falle ich doch nickt herein. Also seien Sie nun ver- """himmeldonnerwetter - Beiftijt - ver- Naxt — und zugenäht! Herr! Ich ... bin ... )CT Da^blitzte ein vernünftiger Gedanke in ^Diese Komödie wird langweilig. Lassen Sie ' Bitte, meinen Freund und ehemaligen Regimentskameraden, den.Rittmeister von Umbach, Gardedraaonerregiment X-, Auas- burger Straße 67, durch Fernsprecher herbei- Gctadc jetzt vor Beginn des neuen Schuljahres, das gleichzeitig zur Einheitsschule überführen soll, besteht in Eltern kreisen große Vvrge, welche Auswirkungen die ersten Erlasse, des tost. Landesamtes für daö Bildungswesen für G i e ß c n haben werden Wir haben uns daraufhin mit den maßgebenden Stellen besprocl^cn und teilen bas Ergebnis nachstehend unseren Lesern mit. Ter Erlaß des Land-esam s ritt das Bildung wesen vom 4. März 1919 über die Sinfübrung der Einheitsschule lieht als vorbereitende Maßnahme zur Verwirklichung des Einheitsschulge- dankens den allmählichen Abbau der an ftöftcreii Schulen bestehenden Vorschulen vor Demgemäß ist ungeordnet, daß von Ostern 1919 ab die unterste Klasse der Vorschulen in Wegfall kommt. Neue Aufnahmen in dieser Klasse dürfen also nicht mehr staktfinden. L.agege..i können die bereits aufgenommenen Schüler bei regelmäßigem Aufstieg die Schule nach bis zum End-' durchlaufen. Ta der Nachschub von fetzt ab fortfallt, wird der völlige Abbau der Vorschulen zu O st e t n 19 21 beendet sein. Wie gestaltet sich nun ut hiesiger Stadt die Schulversorgung der -Kinder, die unter: den bisherigen Verhältnissen die Bor,chule besucht hatten ? Rach den Vorschriften des Erlasses, wid insbesondere nach den für die Privatschulen geltenden Beschränkungen kommt grundsätzlich nur der Besuch der Volksschule tn tfrage^ Ob und inwieweit Privatunterricht als Ersatz des schulmäßigen Unterrichts gelten kann, unterliegt für jeden einzelnen Fall bc- sondererPrüfunaund Entscheidung. 3dxn-- ialls muß im Interesse der Kinder angeratenl nxnden, von der Möglichkeit des Privatunterrichtes, wenn sic überhaupt offen stehen lollte, nur bei ganz zwingenden Gründen Gebrauch zu nwchen. Es lügt auf der -Hand, daß für die Volksschule die Einstellung auf die neuen VerhaltnMe zu richten. Die Machtprobe auf dem Rätckongrcß. Berlin, 6. April. (WTB.) Es mehren sich die Anzeichen, daß in dicker Woche der R a t e- ko n q r e ß von den Spartakisten und dem ihnen nahestehenden linken Flügel der Unabhängigen zu einer letzten 6 roßen Machtprob e mißbraucht werden soll. Die Genamiten sehen m deri Freiwillig en-Korps mit Recht, ein.Hm-. derniZ für den Umsturz und bie Anarchie. Da sw ihnen nicht anders beizukommen vermögen, bere suchen sie, jeden Einzelnen, der ftd) an werben laßt, abzuschrecken. Die spartakisklche Neunerkommissww in Eisen sprach ihnen die tiefste Verachtung aus, kündigte ihnen den wirtschaftlichen Bovkott an und beschloß, sie wie die Pest $u meiden In der Bere> sammliing der Berliner Arbeiter-und Soldatenrate wurde auf AMrag des Kommunisten Hersurth den FreiwllligewBerbänden die schärfste Verach^ tung ausgesprochen und ebenso die künftige Aussperrung der Freiwilligen angedroht. Die Jtegic» runastruppen bewahrten in den schlimmsten Tagen die Republik vor der Zerstörung Die Reichsregie- iung wird ihnen das nie vergessen. Der Reichs- wehrminister ließ Photographien von Spartakisten niedergemetzelten und, verstümmelten Negierungs- soldakeii nach bogtaubiiiten Ausnahmen der A^zte jetzt veröffentlichen. Die Unabhängigen versuchten von Druckerei zu Druckerei die Herstellung von ihnen so unangenehmen Tokumenten und Beweisen zu verhindern. Dies ist ihnen aber ni^ gelungen. Die Bilder geben nun die von Nos^ versprochene Antwort auf die Behauptungen HaaseS in der Nationalversammlung, daß Ausschreitimgen gegen Regierungstruppen überhaupt nicht vorgekommen seien. Eine Niederlage der Bolschewisten im Norden. London, 6. Llpril. (WTB.) Reuter meldet aus Archangelsk: Ter Feind griff am Morgen des 5. April in der Nahe von Shrcdmor- Hengs nach vorausgehender Artillerieoorberer-I tung an und wurde mit schweren Verlusten zuruck- . geschlagen. Ein Bataillonskommandcur und 100 Mann wurden gefangen genommen. Wir hatten > keine Verluste. ______________________ Sr Beruhigung besorgter Eltern muß indessen gesagt werden, daß von der verantwortlichen Stelle a l l e s gc s ch te ft t, .was unter ben gegebenen Umständen geboten erscheint. Vor allem hat die Frage der Unterbringung der im Vergleich zu den Vorjahren mehr aufzuiielMenden t-inber bereits eine befriedigende L ö s u n g aefimben. Hierdurch ist zugleich die Moglichbit gegeben, die Klassen, dem Zuivack^S^ an toM* refruten entspreche'id, zu vermehre«, selbstverständlich auch geschehen wird Ww bisher fckon, wird dasiir gesorgt werden, dav sich die Kl a, senkest ä n d e t-er lffes gen Dollssdiule r n G r c n z e n matten, die einen gedeihlichen Unterricht ermöglichen Nach vorläufigem Ueberschlag kommeii in die nächsten Elementarklasf.en Maischen 4 0 und 5 0 Kinder: das snrd nicht mehr Schüler, als auch in den Vorsckml klassen untergebracht werden mußten Tie Besürchtungen, baß durch starb, liebetTüffung der Klassen die Unterrichsarbrnt be- emträch igt werden könnte, smd also grundlos. Hinsichtlich des inneren Betriebes der schale wird durch organisatorische Maßnahmen Fürsorge getroffen werden, daß die b e gab te n und g et ftig angeregten Kinder zu ihrem Recht „Wieso? Ist doch alles glatt wie Oel! Polizei hat sich entschuldigt —" „Weil dir trotzdem jeden Tag erne neue Verhaftung droht. Das ist doch klar. Dein amoser Herr Schnepfe wird natürlich eifrigst resucht unb du kannst darauf wetten, daß ämtliche Polizeibeamte dein Bild — „Mensch?" _ ya, sein Bild bei sich trauert Man sieht dich, erkennt dich, verhaftet dich .. "^".Entweder schrie her Poliz-i- kommissar, ,>Sie sind — oder ... nun, wir erleben ja s^derbnrkeiten genug ,m Berus. Meiner, telephonieren Sie! Herr von Arm brüster, nehmen Sie, bitte, Platz. Aber wehe ^^Ei'ne^Stunde später stand der Freiherr von Armbrüster vor dem Spiegel nn Wohw- zimmer feines Jnnggesellenheims in der Alsenstraße und betrachtete sich. „Fabelhaft!" brummte er. Sein Freund, der Rittmeister von llm- bach, saß im Klubsessel, rauchte eine Zigarette und lackte. * „Einfach fabelhaft!" . „Richtiges .Gaunergesicht!* meinte Um* Der Doppelgänger. Roman von Carl Schüler. Fortsetzung Nr. 1. Unter der ersten Photographie stand: Emil Schnepfe, alias Graf von Gleichen, aftas Oberleutnant Freiherr vori Bingenheim, alias Baron von Massow. Hochstabler Hotel dieb. Heiratsschwindler. Zehr gefährlich. Ausgezeichnetes Auftreten. Gibt sich als ehe- -'M Bild°"di-se Bilder ioaren nicht etwa ähnlich, sondern das war er. Er selber. Die Stirn, die gerade, etivas lange Nase der seingeschnittene Mund, das ener- Lstzi Kinn. Genau! Nicht eine Spur von Unterschied... 'Mcht^meinte^der Kriminalkommissar. *♦ Amtliche Personalnachrichten. Am 29. März ds. Js. wurde,.. die Militäranwärter Johmmes Heil aus Klein-Umsto.dt uno Friedrich Braun aus Limburg zu ©teueram» sehern ernannt. Am 31 März ds. Js. wurde der Steueraufseher Heinrick) Mohr zu Mamz vom 1. Juli ds. Js. an in den -Bteueraufse^r- bezirk Groß-Gerau versetzt. Am 1. April ds. Js. wurde der Pfandmeister für ben ^Beitreibung^ bezirk Mainz IV Heinrich Schneider tn glnrt.er Tiensteigenschaft vom Tage AAenftantntt§ an in den Beitreibungsbezirk Darmstadt III versetzt. Am 28. März ds. Js. wurde der Obersteiger auf dem Braun kohlender gitork Ludwigshoffiiung H-em- rich Schmidt zu Weckesheim auf sein Nack>- snchen unter Anerkennung feiner dem -Staate geleisteten Dienste vom 1 April ds. Js. an in den Ruhestand versetzt. — In den Ruhestand versetzt wurden: 1. am 14. März ds. Js der LokomoNo- füftrer Andreas Wilhelm Brendel zu Bischofsheim, 2. am 15. März ds. Js. der Oberbabn- assistent Martin Kneib zu Darmstadt unö der Lokomotivführer Wilhelm Scheerer zu Hanau, 3 am 17. März ds. Js. der Bahnhofsverwalter Heinrich Tamm zu Heidesheim und der Obere lademeister Nikolaus Schmelzer zu Heweshnm, sämtlich in der Hessisdr-Preußrichen Gtienbaftngre meinschast, auf ihr Nachwchen vom 1. April atliierbcn Offiziere haben mehrfach Be^ triebe der deutschen Industrie rn der neutralen Zoiie unangemeldet.revidiert. In den beteiligten industriellen Krei,en ist d« Befürchtung entstanden, daß diele häufigen Revlswnmi namentlich den Zweck haben, die Eckchen «yabrik- betriebe kennen zu lernen. Der deut>ck>e Borsitzeiwe wies in einer Note aus dies^ Tatsache hm und oex tonte, daß die Wasfenstill standsbedingungen zu sol- chem Vorgehen kein Recht geben unb ersuchte die (2(0netten, hierin eine lAendcrung eintreten iU lassen. Die belgischen Besatzilngsbeftorden vermchm in zunehmendem Maße, ten geichastlichen verkehr zwisck)LN der belgischen Bemtzungszone unb oemun-' besetzten Deutschland abzusperren, lver en Überhaupt keine Pmse , mehr nach iem unbelebten s^Lutschland erteilt, und die Zahl der Paffe tzur Neberschreitung der Brücke zwilchen Neuß und Düsseldorf ist mißerordentlich eingeicftrann worden. Ter Paketverkehr ist untersagt und .der Brief- imb Geldverkehr in einschneidender Weile evlgeschrankt worden. Der Warenverkehr auf der Bahn wird fortschreitend eingeschränkt. Gegen blei« Matz- nahmen, welche das lWirtschaftsleben im Iwks- rklinischen Gebiet ersticken müssen, wurde beutidxre seits die nachdrücklichste Verwahrung eingelegt und die Belgie-c um '?lushebiing der Maßnahmen ere sucht Die militärisdren Besatzungsbehörden der Entente haben wiederholt von Heineren Gemeinden. Lieferungen verlangt, die deren Leistungsfähigkeiv weit übersteigen. . «... Ojencral von Hammerstein ftat Fudant tn einer Note um allgemeine Anordnung ersucht, Anforderungen für größere Truptoustärken aV die in dem Beitreibungsorbe untergebraajtejt inicht an die Gemeindebehörde, sondern an kne Kreisbeftörde ober an den Regierungsprasidente« scherseits bei den Brüffeler Verhar^gen vorge- Magrn worden, daß schiffe, die weder zu ^rai^* Porten verwendet werden, noch tn England i" bun kern brauchen, uuf ihrer Reise deutsche Mvrnisd^lteiv bel>alien können. Deufsckücmd Ixitte Jto4er ben Jin-' terten miigeteilt, eS sei bereit und m diele Sehiffe mit .Vti>T)len für die irMisatlcmtischen Reisen zu versehen. N u d a nt ctivibcrte diese Mitteilung, daß der rn Bruffel g.-m«hte bcuT sch-.- Varsdilag abgclclmtirerbe. Meii iv Alliierten das deutsckie Ersuchen ab, die iürTeutfch- land bestimmte H er i ng s la du n g M outge bracksten norwegtscheii Dampfers „Reiinwe.g tret' U. Bonder Landes-Universitat. Professor Dr. Phil, et meb. L>-,G r i e s b a ch, bisher Privatdozent an der Universität Basel, und dem Professor Dr. meb. Walter Schür ma nn, bisher Privatdozent an der Universität Halle «. S., ist die venia legendi an unserer Umprr t‘at Tur das Fach der Hygiene erteilt roor ei. — Das ane am- l a. fehlet. d°h i=ber Ausländer (m-ht nur An- gehörige feindlicher Staaten), der seine Auf nähme an der, Landes-Universitat wünscht, sich sV äte stens bi s 15 f christlich, unter Vorlegung serner Zeuguiffe, namentlich des Reifezeugnisses, m Urschrnt oder gegebenenfalls auch tn beg.aubtgter deutscher Uetor- etzung, bei der Landes-Universitat zu melden bat. ** Polizeibericht. Aus einem garten auf dem Nahrungsberg imirben tn der Nacht vom 4 »um 5. April 1919 vier Enten und ein Hutm entwendet und am Platz abgeschlachtet. Am 5. April 1919 vormittags wurde ein ।einem Hause in der Walltorstrahe ausgestelltes Fahrrad entwendet Tie Fabrikationsmarke und Nummer des Rades ist nicht bekannt. Es hat sÄvarzen Rahmenbau und Felgen. Ter vordere Radmantel ist grau und bet hintere rot. Die linke Pedale ist schadhaft unb mit Kupferdraht umwickelt, die Glocke ist mit Draht an der Lenkstange befestigt. Beide Mäntel haben lieber limen Tas Rodt ragt die Pol-Nr. G. 6998. Sachdienliche Mitteckungen nimmt die Kriminalabteilung entgegen. ** Eilzüge Zuschlags frei Ter neue Personentarif hat am 1. April eine Erleich erung gebracht. Tie Eilzüge gelten nicht mehr als zu- schlagspflichtise Schnellzüge, sondern wi^er wie früher als zuschlagssreie Personenzu^ In dem Fahrplan werden die Eilzüge deshalb künftig nicht mehr durch eine punktierte Linie an der linken Seile der Zugspalte gekennzeichnet, sondern nur noch durch fetten Truck hertotgeho^n Inzwischen sind fast alle wichtigen Eckzüge besonders die für den durchgehenden Verkehr, in tt-Zuge umaewan- bett worden. Tie Zahl der verbleibenden Eckzuge ist nur gering. Solange es an D»3ugn>agen man* gelt, müssen in den O-Zügen auch Abteilwagen verwendet werden. Landkreis Gießen. ** Grünberg, 3. April. Am vergangenen ^ München, 6. April. (WTB.) Ter Gan- tag der s o z iald e m o k r a t i s che n Partei Südbayems hat mit 240 gegen 13 Stimmen beschlossen, der Gründung einer Räterepub 111 zuzustimmeu unter der Bedmgung, dag dre Unabhängige sozialdemokratische Partti und die kommiinisttsche Partei an der Durchführung dieser Räterepublik mitttrirfcn Berlin, 7. April. Tie zum Räte- kvngreß nach Berlin rrbgesandten bayerisckMi Vertreter sind tcklev-l^nfch wieder iuriktgeruien twrteL Bezeichnend für bie Stimmung unter ben Münchener ^ruppm ist, wie der '„Lokalanzciger" bcricfttet .daß daS erste Infanterieregiment, sonst König, fente Kaserne tn Kurt Eisner-Kaserne und das zwei.e Infanterieregiment, sonst Kronprinz, ferne Kaserne tn Liebknecht-Kaserne umge:aust hat, _ ., „ T«r Grund dafür, daß sich Die Entsch-iduig in Münck)en, die sich nach einer Wolffmeldung bereits vollzogen hat, so schnell vollzog, ist nach der , Teutsckien 21(1 gemeinen Zeitung die etter gische Haltung des Landtages sowie die klaren Absagen, die aus ben verschiedenen Teilen der Provinz eingegangen sind. Heuer Hotenaustaufd) mit der «Entente. Berlin, 6. April. (WTB.) Notenaustausch vom 5. April. Bei den Verhandlungen mit Den Franzosen tu Rotterdam Über die Einfuhr von P a l m n ü s s e n nach Den sdstand Tritten bte brüt- sckpen Vertreter vorgeschlagm, 40 000 Tonnen Pglinnüzse zur Bereitung von Oel ernzusühren und sie den alliierten Lebensmittellieserungen an Deutschland Hit 12 000 Tonnen Fett anLurechncn. Der ftanzosisckie Vorsitzende teilte ftmitcmit, der Oberste W-rffchaftsrat habe diesen Vor d/Iag angc noinmen. Um so weit wie möglich.deutschc Mann- idtaften an Bord deutscher Schiffe zu belassen, welche ben Miierten übergeben werden, war deut- ^Da hat man sich nun eingebildet, ein oanz netter Kerl zu sein, sozusagen, äußere lich, unb nun rstz man auf einmal ein Herr Schnepfe, pfui Deibel, will sagen, ’n Gauner, 'n Hochstapler — heiliger Bimbam, ich fahr aus der Haut ..." „Tu' 'das ja nicht!" meinte der Rittmeister. „Wer weiß, was bann unter der Laut zum Vorschein kommt. Womöglich ’n Lustmörder! Unb nun mein Sohn, barfst bu mir einen Kognak geben — klingle 'mal ..." „Umbringen könnte ich den fterl!" schrie Dorival. „Das würbe nur beweisen, daß bu wirklich ein Verbrecher bist!" „Mach' keine Witze." „Ich würbe mir an beiner Stelle ’n Vollbart stehen lassen," tätige der Rittmeister „Fällt mir nicht im Traum ein!" schrie Dorival. Er hatte einen sck)önen Munb unb wußte bas. „Uebrigens, mein Doppelgänger scheint sich einer gewissen Berühmthett bei ber Polizei zu erfreuen. Höchst gerissener Junge den sie schon lange vergeblich suchen. Legt sich hochklingenbe Namen bet, gibt sich als ehemaligen preußischen Kavallerieoffi^er aus, unb legt in ben vornehmen Hotels bie heben Leute links unb rechts herein. Fabelhaft. Na, er sieht ja gut aus —" „Junge! Sei nicht eitel!" m... Na, Prost, Umbach! Scheuß- liches Gefühl. Na. ja. Kann nischt dafür. Sache ist auch erlebigt." „Prosit! Ach nein, mein Sohn," faale ber . Rittmeister langsam und feierlich, „die -- Sache i— iß durchaus nicht — erledigt Drohender vürgerlrieg in Bayern. Nürnberg, 7. April. lWTB.) Ein Erlaß des Ministerpräsidenten Hoffmann erklärt, daß bie Negie rung Bayerns nicht zurückgetreten ist, sondern weiterhin einzige Inhaberin der höchsten Gewalt bleibt und - ■ ■ m 1— * - - * D i e „Mensch!?" _ unb an beiner Stelle würbe ich vorläufig sttikt zu Hause bleiben unb vor allem alle Vergnügungslokale meiben. Was übrigens sehr gesund fein soll." „Nee! Nee, mein Lieber! Das Gesunb- fein der Vergnügungslosigkeit hab' ich brüben auf dem einsamen Bergwerk zwischen ben gelben Galgengesichtern genugsam ausprobiert. Danke gehorsamst. Gehst bu mit ins Metropole, llmbach^ „Wenn es sein muß." ,!,Es muß fein. Auf in den Kamps — ba —'bi — ba — rababa ..." Unb der Chronist muß hier mit Bedauern konstatieren, baß ber Rittmeister von Umbach ’imb der Freiherr von Armbrüster um acht. Uhr morgens'nach Hause tarnen. Was auch für Berliner Verhältnisse nicht gerade ffrühe war ... Von neun Uhr vormittags bis zwölf Uhr vormittags träumte Dorival, der Herr Emil 'Schnepfe zu fein Der Traum endete mit •feiner Hinrichtung durch das Fallbeil. EK war ein furchtbarer Traum. (Fortsetzung folgt.) Statt garte*. Harry Rollmann Hedwig Rollmann geb. Stern vermählte. Obi Gieße». Ludwigstr 29 8. April 1919. holographische Apparate und Bedarfsartikel firote imnliL CrofiTertraocher erteil« rorzropprehe. Kreuz-Drogerie Äug. Noll Bahnhofitrafle 51. s.„,cj Fernnf 405. Papierbindfaden bat febr preiswert abzugeOen Ludwig Laemrw*. lyicüeu, Asterweg 5L Fernsprecher 50G. [MÖt Durch Wiedereinstellung von fachmännisch geschultem Personal bin ich wieder in die angenehme Lage versetst, sämtliche Uhren - Reparaturen in kürzester Zeit unter Zusicherung kulantester Bedienung ausführen in können. f>mil Otto Uhren- und Goldwarenhaus Bahnhofstr. 49 twe kernspr. 256 ■L B —■ | Vermietungen | Cdidii möblierte» 2Sobn- o. 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