Nr. 56 Der fcitttner Nnze- ten so bis Ende April 1917. Es erschien ihnen kaum glaublich, b.if* wir mehr tun würden, als ein paar Leute über See zu schicken, und nur so tim, als ob wir Helsen wollten., Tie süße Rache «steht also barin, daß, wir an die Gerechtigkeit glaubten, und datz wir ivissen, das; wir bereit sind, ihr auch die grötV.en Opfer zu bringen. So kehre ich mit neuer Kraft zu meiner Ausgabe auf der anderen Seite des 9)icere3 zurück. Ick glaube, daß wir der Zukunft mit ovoiier Zuversicht entgegen; eben Eöimen. Tie Aden schm sahen erlich ein, datz das einzige dauern.de Gut der Welt die Gerechttgkcit ist, und daß, eine schlechte Regelung nur zeitweilig sein tonn, weil sie auch nur zeitweilig sein darf. Es wird der Tag kommen, an dem die Menschen in Amerika S- bcnen Herzens und mit Swlz auf die Tat- tzurückblicken toerben, daß sie das Vorrecht hatten, Opfer zu bringen, die notwendig mären, um ihre Vdacht und ihre moralische Steift mit der Sache der Gerechtigkeit für alle Menschen auf der ganzen Welt zu verbinden. Gott gebe unS Kraft und Einsicht, unseren Plan weise aus zu führen. Gott gebe uns das Vorrecht, einzu- Die Verhandlungen des Unterausschusses über die Lebensmittelversorgung Deutschlands sind abgebrochen worden, nachdem der Vorsitzende der deutschen Abordnung erklärt hat, die deutsche Regierung habe der geforderten Ablieferung der Handelsflotte unter der ungenügenden Gegenleistung der Entente nicht zugestimmt. Wir können in dem Beschluß des Weimarer Kabinetts nur eine einfache, unabweisbare Notwendigkeit finden, auf die man ohne verwickelte Ueberlegungen und Gewissenspeinigungen geradeaus hinauskommen müß e. Tenn die deutsche Geduld ist erschöpft. Wir können nicht deutlich genug zum Ausdruck bringen, daß wir die fremden Zumutungen angesichts der zweideutigen und unbestimmten „Zusagen" in der Lcbensmiitclfrage rundweg zurückweisen. Das geschieht von der Weimarer Regierung immerhin noch in einer milden Form. Wir wollen der Entente, wenn sie uns wirklich Lebensmittel liefert, einen entsprechenden Teil unserer Schiffe übergeben, was sich wiederholen soll, wenn uns weitere Lieferungen zugesagt werden. Die fremden Unterhändler batten für diese von deutscher Seite vorgeschlagenen Fälle noch keine Instruktionen. Lehnt die Entente die Vorschläge ab, so zeigt sie der Welt noch einmal klipp und klar, daß ihr nicht Recht und Billigkeit vorschweben, sondern Gewalt und Auspressung. Was für diesen Fall weiterhin in Aussicht steht, Missen wir nicht. Möglich, daß eine Kündigung des Waffenstillstandes bevorsteht. Das wäre ein reiner Willkürakt der Gegner, denn Deutschland hat keineswegs die Vertragsbestimmungen bci> letzt. Wir vermuten, daß die Entente über ihr Vorgehen selbst in Zweifel und Bedenklichkeiten hinernkomtnen wird. solle es das zukünftig tun, wenn es seiner Schiffe beraubt sei und es den Deutschen verboten werbe, (Eng« land zu betreten. Die gegenseitige Abhängigkeit mache es unmöglich, Deutschland verkrüppeln zu lassen, ohne auch bis zu einem gewissen Grade Englands Handel lahmzulegen. Um den Höchstbettag an Entschädigung zu erlangen, dürfe diese nicht über Deutschlands Steuerkraft hinausgehen. Man müße Bedingungen stellen, die beim Schuldner die Hoffnung, daß er den Bettag in absehbarer Zeit einlösen kann, lebendig erhalten würde. Eine internationale Vviterbund-tonserenz. Bern, 6. März. (WTB.) Heute morgen wurde die Internationale Völkerbundskonferenz er»; öffnet. An der Spitze der deutschen Delegation stehen' Geheimrat Brentano, Eduard Bernstein, Professor Franke, Professor Mendelssohn-Bartholdy, Graf Max Mont ge las und Frau Perlen. Die österreichische Delegation wird von den Präses- soren Laun und Uhde geführt. Der Präsident überbrachte der Versammlung die Grüße der Schweiz und führte aus, die Konferenz müsse den wirklichen Völkerbund vorbereiten, sie könne sich nicht mit dem Pariser Projekt begnügen, das die kleinen Staaten als zweitklassig behandle. Die Welt habe nur noch die Wahl zwischen Völkerbund und Dölkeranarchie. Ls wurden verschiedene Kommissionen eingesetzt, die ihre Tätigkeit bis zum 10. März beendigen sollen. Dann wird die allgemeine Besprechung fortgesetzt. Tie Zustände in Berlin. Berlin, 6. März. In den gestrigen Abendstunden entwickelten sich wiederum heftige Kämpfe um das Polizeipräsidium am Alexanderplatz. Hierbei sollen, wie gerüchtweise verlautet, sechzehn Anhänger der Volksmarinedivision gefallen fein. Die Kämpfe sanden in der Hauptsache zwischen Anhängern der Volksmarinedivision, die eine Abteilung der republikanischen Soldatenwehr darstellt, und den Reinhardtschen Truppen, die nach wie vor das Polizeipräsidium besetzt halten, statt. Um Mitternacht verlautet, daß der Kampf gegen das Polizeipräsidium von der Volksmarinedivision als ergebnislos afcge* brachen worden ist. Am Abend wurde ferner bekannt, daß die Buchdrucker-Organisation, die sich bisher gegen den Generalstreik ausgesprochen hatte, morgen ebenfalls in den Ausstand treten werde. Der Grund für den Anschluß an den Generalstreik soll ein nicht freiwilliger se.in. Es verlautet, daß die Streikleitung die Buchdruckerorganisation vor die Alternative gestellt hat, entweder ebenfalls in den Generalstreik zu treten, andernfalls die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke sofort Weisung erhalten würden, den Betrieb einzustellen. Unter diesen Umständen sah die Buchdruckerorganisation, um grenzenloses Elend der übrigen Gesamtbevölkerung zu verhüten, keinen anderen Ausweg, als sich ebenfalls dem Generalstreik anzuschließen. Berlin, 6. März. (WTB.) Der heutige Tag hat nach Meldung eines anderen Berichterstatters den Regierungstruppe n in schweren Straßenkämpfen einenr eft- losen Erfolg gebracht. Die Volks-Marine-Division mit Teilen der republikanischen Soldatenwehr hatte sich im Marine-Haus verschanzt und das Haus mit Geschützen, Maschinengewehren und allen modernen Kampfmitteln in eine Festung verwandelt. Gleichzeitig versuchten die Spartakisten heute nacht das Polizeipräsidium, das von der Berliner Schutzmannschaft und Teilen der Negierungstruppen gehalten wurde, zu stürmen. Die wackeren Verteidiger schlugen stundenlang alle erbitterten Angriffe zurück, trotzdem die Gegner auch Artillerie anwendeten, u. a. auch leichte Feldhaubitzen. In den Mittagsstunden setzte der hervorragend geleitete Angriff der Regierungstruppen an allen Stellen gleichzeitig ein und brachte ihnen vollen Erfolg. Das^ Marinehaus erhielt drei Volltreffer von schweren Feldhaubitzen. Die Verteidiger verließen fluchtartig ihre Testung. Berlin, 6. März. (WTB.) Das Kom- manLo der republikanischen Schutztruppe tritt der Blättermeldung entgegen, die republikanische Schutztruppe sei mit der Volksmarinedivision gegen die Regierung ausgetreten und erklärt, die republikanische Schutz- truppe stehe nach wie vor hinter der Regierung im Verein mit den anderen Regierungstruppen. Unterbrechung der Verhandlungen von Spaa» Weimar, 6. März. Die Beratungen der Waffenslillstandskommission sind unterbrochen worden, weil unsere Unterhändler das ©erlangen der Entente abgelehnt Huben, die Verfügung über unsere Handelsflotte zu erhalten, ohne daß zuvor das Lebensmittel- Abkommen perfekt geworden ist und wir die Gewähr dafür bekommen haben, datz uns auch wirklich Lebensmittel geliefert werden. Gemäß feiner Instruktion sollte der Führer der bnitfelfen Delegation, Unterstaatssekretär von Braun, die Zur-Lersügung-Sellung der deutschen Handelsflotte nur zugestelfen, falls die Lebensmittelversorgung Deutsdfiands sickfergestellt toerbe. In einer Kabinettssitzung hatte die deutsche Negierung in Weimar diese Instruktion wie folgt erneuert: „Aus Grutrd 'Ihrer Depesche beschloß bte beulfrfN Lieichsregierung einstimmig, an den gegebenen Instruktionen festzuhal'LN. Die deutsche Handelsflotte -wird zur Verfügung gestellt, sobald durch bindende Verträge mit den Alliierten die Lebensmittelversorgung Teutsch- lernds bis -zur nächsten Ernte fidjergeftcHt ist. Die von den Alliierten in Aussicht gestellte Ermächtigung, an Teutsck>lcrnd 100 000 Donnen Getreide aus Argenlinien zu kaufen, ist Mizunehmcn: entsprechend sind dafür 100 000 Domren SclnsfSraum von Deutschland zu reservieren. Sollten die Verhandlungen darüber fd>eitern, fo sind Sie ermächtigt, nach Abschluß fämtlid)cr Verträge zur Ablieferung von 270 000 Donnen Lebensmitteln 270 000 Tonnen Sdnsssraum,zur Verfügung zu stellen. Deutschland braud^ 'bis zur ntkbften Ernte etwa 32 Millionen Tonnen Lebensmittel und stellt dafür 32 Millionen Tonnen Schiffsraum Kur Verfügung. Dih, Stenge der zu liefernden, burdf Vertrag sid^erzustellenden Lebensmittel Mutz parallel geben mit dem Umfang des von uns zur Verfügung zu stellerrden Schisfs- ratnnS." RüdBminister Erzbcrger. In der nach Einlauf dieser Depesche anbe- exnmi'teii neuen Sitzung der Waffenstillstandskom- tnifl'üni führte Unterstaatssekre är v. Braun aus, daß schon im ersten Waffenstillstmldsvertrag die Belieferung Dm schlands mit Lebensmitteln oor- gesel-en fei. Diese Klausel sei für Deutschland einer der Gründe zur Annahme der überaus harten Wasfcns.illftandsbedingungen gewesen,. Aus späteren Abmachungen gehe hmoor, daß die Alliierten unter Vorbehalt befriedigender finanzieller' Abmachung eine Gkfamibelieferimg Deutschlands ins Auge faßen sollten und datz and) nach der Mitteilung der Mliierten die drei Wirtsdiaftst- abkommen ein untrennbares Ganzes bilden sollten Deulsdüand solle durch die Abliefe- rmtg der Handelsflotte eine Dorleiltung übernehmen, ehe die Einfuhr der Lebensmittel erfolge: eine soldie Leistung könne jebod) nicht ohne die iZusicherung übernommen werden, daß, die Lebens- vrittcleinfubr nun auch tatsächlich erfolge. Bisher habe Deutschland trotz der Vcrfpredmngen keine Tonne Lebensrnittel erhalten: die M.iimten hätten vielmehr die Hungerschraube bmxb die Blockade noch schärfer angezogen. Deutschland wolle gern tm den guten Willen der M liierten glauben, Lebensmittel zu liefern; es müsse aber her Vorhaben, daß, wenn es sich um die verschärfte Auslegung dos Waffenstillsbandsabbornmeics gehandelt habe, der Einwand gemacht worden sei, datz der Kriegszustand noch fortdaure. Deutsch» laich dürfe dieses Argument der Gegner nidft über fc feen, wenn es sich entschließen solle,, die Haudttsslotte ohne bmbettbe Zusage auszuliefern, ja, ohne substanziierte Erklärungen über die Weitervcrsorgung zu besitzen. Deshalb sei der deutsche Slandmrnkt der, daß die Handelsflotte zur Verfügung gestellt weiche, sobald bittd) bindende Erklärungen die Lcbeusmittelrersorgtuig Deutschlands brs zur nächsten Ernte sicl-crgestellt fei. Um eine weitere Möglichkeit zu ^Verhandlungen zu geben, werde von deutscher Seite vorgeschlagen, angesichts der von den Alliierten in Aussicht gestellten geringen Lebensmittelliefe- rungen eine nur teilweise Auslieferung der Hanottsflotte vorzunehmen; sobald der deftnitive Versorgungsplan gegenseitig abgenüucht sei, wäre dann der Nest der Flotte zur Vertügnng zu stellen. Ter Vertreter Englands erwiderte, daß die Vertreter der assoziierten Regierungen zu erklären wünschten, daß vorbehaltlich der sofor- tigen Auslieferung der deutschen Handelsflotte es die Absicht der assoziierten piegierung-en sei, die Lebensmittelbelieferung Deutschland von Mona t z u M o n a t M ermöglichen — vorausgesetzt, datz der Oberste Kriegs rat hinsichtlich der Menge und der Sfcbrngirngen seine Zustimmung gebe —, und datz die Unterhändler der Alliierten bereits beauftragt seien, die Höbe und die Bedingungen der ersten Lieferung endgültig zri vereinbaren. Sie wollten hier die formelle Erklärung, die im Namen ihrer Regierungen bereits gemacht worden seien, nneberpolen, daß der Grund der Forderung auf Auslieferung der beut» l'd/en Handelsflotte der Wunsch sei, die Lebensmittelversorgung Deutschlands und des übrigen Europas fidjer^u fiel len; daß in erster Linie die Einfuhr von Lebensmitteln erlaubt werden solle bis xu einer Menge von 270 000 Tonnen und daß die Frage der weiteren Versorgung dem Obersten Kriegsrat zur. Entscheidung vvrzulegen sei. Der Oberste Kriögsrat sei bereit, vorbehaltlich der Genehmigung der assoziierten 9iegtmmgtn, weitere Lebensmittellieferungen in der nächsten Zukunft in Erw.ägung zu ziehen, vorausge-. setzt, datz zufriedenstellende finanzielle Vereinbarungen durch die deutschen Vertreter mit den FinaorzVertretern der alliierten Regierungen getroffen würden. Unterftaatsfekretär o. Braun erwiderte, daß durch diese Erklärung die Versorgung Deutschlands von drei unsicheren Faktoren abhängig gemacht sei: Es blieben in der Schwebe erstens die Quantitäten, zweitens die Bedingungen, drittens die finan- ziellen Arrangements über die Lieferungen. Außerdem würden diese drei Punkte noch ausdrücklich der Entscheidung des Obersten Kciegsrats der Alliierten vorbehalten,' Deutschland habe aber keine Möglichkeit, mit diesem in direkte Verbindung zu treten und zu verhandeln. Um jedoch eine Möglichkeit der Verständigung zu schaffen, werde er nunmehr auf den Vorschlag einer teilweisen Ablieferung der deutschen Handelsflotte zurückkommen, erkläre aber ausdrücklich, datz Deutschland ohne Zusicherung der endgültigen Versorgung keine Möglichkeit einer sachgemäßen (Einteilung der ßebensmitteloorräte habe. Durch diese in dem Fehlen jeder Disposition begründete Unsicherheit werde Deutschland gezwungen sein, die Rationen der noch vorhandenen Vorräte auf noch geringere Hungerquote herabzusetzen, und deshalb sei die Zusicherung einer definitiven und sachlichen, die Rationierung gewährleistenden Lebensmittelversorgung für Deutschland eine Frage auf Leben und Tod. Schon jetzt stürben in Deutschland täglich 800 Menschen am Hunger und den Folgen der Unterernährung. Keine Regierung werde es verantworten können, in Deutschland diesen Zustand zu verewigen, und ohne die Sicherheit, datz eine Lebensmittelhilfe der Alliierten eintrete, würde Deutschland des letzten Mittels beraubt werden, sich selbst zu helfen. Der englische Admiral Hope erklärte darauf, die affoziierten Vertreter hätten keine Vollmacht, weiter zu gehen als angekündigt; sie müßten verlangen, datz Deutschland seine unterschriebenen Abmachungen ausführe. (Eine Vollmacht zur Abänderung der Verträge habe die Kommisiion in Spaa nicht, und wenn die deutschen Vertreter keine weitere Instruktion von ihrer Regierung hätten, um auf die Vorschläge der Alliierten einzugehen, so schlage er vor, datz die Verhandlungen abgebrochen werden und die Vertreter der Alliierten nach Paris zurückkehren sollten. Daraufhin erklärte Unterstaatssekretär v.Braun, er halte es für wenig wahrscheinlich, datz die deutsche Regierung in dieser Frage nachgeben könne. Hope erwiderte: Rach dieser Erklärung scheine eine (Einigung unmöglich, aber vielleicht empfehle es sich, doch noch eine entscheidende Instruktion in Weimar einzuholen. Daraufhin setzte sich v. Braun noch einmal mit Weimar in Verbindung, von hier. wurde ihm durch Erzberger erklärt, datz die deutsche Megie- rung von ihrem Standpunkt nicht abgehe und bindende Zusagen verlange. Rach Mitteilung dieser Antwort wurden die Verhandlungen abgebrochen und die Delegierten reifte» ab. Es fragt sich nun, ob die (Entente sich zu weiterem Entgegenkommen entschließt oder das Scheitern der Verhandlungen zum Anlatz nimmt, den ganzen Waffenstillstand zu kündigen. Berlin, 6. März. (WTB.) Der deutschen Waffenstillstandskommission wurde von französischer Seite mitgeteilt, datz der deutschen Regierung auf Wunsch d e bei der Universität Strafeburg zurückgebliebenen Pap ier e der deutschen 5 tubierenben dieser Universität ausgeliefert mürben. EhemaligeStudierende d r Freiheit und des Rechtes waren. Bor der Rede WilfonS fprad) sich der frühere Präsident Taft in seinem und im Romen der .Leogue to en force poace" für den Völkerbund auS. Haag, 5. März. Reuter meldet aus Washington: Der Kongreß vertagte sich, während die Mitglieder des Senats Obstruktion trieben, so datz eine lange Liste wichtiger Gesetzentwürfe nicht behandelt wurde. Wilson gab nach der Sitzung eine Erklärung ab, in der es heißt, eine Gruppe von Senatoren versuche der Regierung absichtlich Schwierigkeiten zu machen. Diese Männer seien verantwortlich für die geringe Stärke der Regierung während der notwendigen Abwesen, beit W/llons, der gezwungen sei, das Land zu Der- lassen. Wilson erklärte, das ganze Land werde seinen Entschluß, nach Paris zu gehen, anstatt eine nachttägliche Kongretzsitzung einzuberufen, billigen. England und die SutschädigungSsrage. London, 5. März. (Einer Reutermeldung zufolge erklärte Bonar Cato, datz über den Betrag, den Deutschland als Entschädigung zu zahlen habe, Mei- nungsoerschiedenheiten bestehen könnten. Locd Mil- ner sagte selbst, daß man einige von verschiedenen Seiten genannte Beträge unmöglich fordern könne. Das wolle aber nicht sagen, datz die Regierung nicht auf dem Standpunkt stehe, daß Deutschland Kriegs- kosten bis zur vollen Grenze seiner Leist- ungsfähigkeit bezahlen müsse. An der Derechti- gung der Forderung könne kein vernünftig denkender Mensch zweifeln. Wenn Deutschland nicht zu be- zahlen brauche, werde es vor den Ländern, die es ausplünberte, einen Vorsprung besitzen. Bonar Law erklärte, er stimme vollständig mit den Arbeiterabge- ordneten überein, der sagte, das dringendste Ziel sei ein rascher Friede, aber es sei nochwendiger, daß der Handel und die Industrie Englands ihre Arbeit wieder mit voller Kraft aufnehmen. Haag, 6.März. Wie Reuter aus London meldet, sprach bei Lloyd George eine Abordnung der bri» tischen Handelsma'rosen vor. Ihr Sprecher erklärte, datz beinahe 7000 Seeleute ermordet worden seien. Die Gesamtzahl der durch deutsche Unterseeboote ums Leben gekommenen Seeleute betrage über 20000. Außerdem sei eine große Anzahl infolge schlechter Behandlung in den deutschen Gefangenenlagern gestorben. Lloyd George antwortete, daß die britischen Delegierten in Paris £en Auftrag hätten, eine volle Schadenersatzvergütung von Deutschland zu fordern; hierin seien auch die Schadenersatzansprüche für die Hinterbliebenen der Seeleute mit inbegriffen. Deutschland müße h erfür zahlen und diese Forderung solle der allgemeinen Kriegsentschädigung vorangehen. (Eine große Menge von F.agen stt aufgeworfen worden, wie Deutschland die riesenhafte Kriegsentschädigung bezahlen könne; aber ohne Rücksicht barau werde zweifellos der Schaden ersetzt werden, den die Seeleute erlitten hätten. London, 5. März. (WTB.) Reuter. In einer in der Gesellschaft der Bankiers gehaltenen Rede führte der Direktor der B ank von England zur Berlin, 6. März. Die Voilzngsver^ Frage der Kriegsentschädigung aus, daß eine ! sammlung der Arbeiter- und Soldatenräte hat Strafentschädigung ein schlechtes Geschäft fei. Es sei ! nuj Antrag der Unabhängigen den Beschluß ganz klar, daß ein wirtschaftlich zum Krüppel ge- gefaßt, den Generalstreik in Berlin auch machles Deutschland keine Entschädigung zahlen könne. , s f)ik>El<-ktriritäts- Gas- und Die Annahme, datz man eine Gewähr für den Frie- s E 0ie E l e l t r l S l t a t S uns un o den habe, wenn man eine Ration zum Krüpvel mache, a JJ e rn? eJ ‘ e UNd d atz d te sei ein Hirngespinst. Deutschland habe zweijellos in der Mehrheitsfoztalisten, ^ochdein dieser Vergangenheit England wertvolle Dienste im Schiff- j Beschluß gefaßt Worden war, den Saal Per- fahrts-.Dersicherungs-undBankwesen geleistet, aber wie I lassen haben mit der Erklärung, daß sie die- fen verbrecherischen Streit nicht mitmachen und aus der Streikleitung austreten. Weimar, 6. Mär;. Tie Abordnung des BerlinerVollzugsrates ist heute nachmittag hier eingetrof'en, um der Reichsregierung die Forderung der Berliner Streikenden vorzutragen. Die Beratung begann sofort unter dem Vorsitz des Slaatsmintüers Bauer. Die sächsische Volkskammer un> der Terror in Leipzig. Tresd? n, 6 März fVTB) Tie sächsische Volkskammer verha del e heu'«, aber zirer dewokra ische In er'ellationen btre tend bis terroristisch- Treiben und die Wieder- Herstellung t-cr Pressefreiheit m Leipzig. Ter Minister tes Innern, der die Imerpeüa ion b«mM ortete, führte u. a aus, cs herrsche in) IZew-rg ein Zustand, der jeder Beschreibung spotte. Tcads ihm soeben zug-gnnienen Mitteilungen stecke in Leipzig die Lebe ns mr elzufuhr gftrZick, ü das» die Stadt mit dem schlimmsten hunger bedrobt werde. Tabei sei im Arbeiter- und Solbctrnrat oic Meinung zn ngc getreten, im die Nahrungs- mitlelzu'ubr an höre, würden die Arbeiter straft nicht erklärt, frof-b’mi Minister Schwarz heute nach Leipzig tb- gereist sei. Wenn garnichts mehr helfe, daini müsse auch für Leipzig der Weg der Macht beschritten werden, dadurch das; Leipzig militärische Besatzung Mit auswärts erkalte. Er möchte Leipzig aber rtpri vor dem Bürgerkrieg betvahren. Nur deshalb zöger« die Negierung noch mit dem militari schien Eiugrrisen. Leipzig, 6. Marz. (WTB) Ter Generalstreik dauert fort, doch sollen heute, wie verlautet, zu seiner Beilegung Verhandlungen zwischen dem Volksbeaustragten Schwarz und dem Arbeiter- und Sokdatenrat in Leipzig beginnen. Ern Verlassen der S'adt ist unmöglich, da lerne Auswei'e nach auswärts äusgestellt werdm: Auch Au wmabile und andere Deiörderungsmittcl dürfen Leipzig nicht verlassen. Tie Landstraftor werden von der Volkswehr streng bewacht. In her utnirteu dem Volk beauftragten Schwarz, dem Bergbaulichen Verein rmd dem A- und S -Nit in Borna foroi • der Verbands ei u Tg^i der Burgund Meiallarbei er stvttgehabten Verhandlungen wurde eine völlige Emigitng über die Einsetzung von Betriebsräten in dem Bornaer Kohlenrevier erzielt. Tie Arbeit ist deshalb auf sämtlichen ('«Huben des Bornaer Reviers wieder ausgenommen worden. Tic Beteiligung an dem politischen 6k» neralstreik haben die Bergarbeiter durch Abstimmung abgelehnt. Meiningen, 6. Marz. (MTB.) In den ostthüringischen Städten hat ftch die Arbeiter- fckaft durchweg gegen den Generalstreik gierungskonseren; must e verschoben werden. Weimar, 6. März. In Weimar fanden den ganzen Donnerstag über eingehende Verhandlungen y vif dien den Mehrheitsparteien und der Regierung und innerhalb der Mehrheitsparteien fefblt statt. Ten Gegenstand der Beratungen bildete das Sozialisierungsgesetz. Ein Teil der Mehrhcilssorialisten und auch ein Teil der Temokra'en will das Gesetz ohne Ausschustberr- tung gleich im Plcmrm in allen drei Lesungen verabschieden, ein Bestreben, das von der Regte- wrg lebhaft unterstütz wird Das Zentrum und Minderheiten der bilden genannten Fraktionen aber halten eine Ausschuftberatung für unbedingt iwtwendig. Au» fjeffem Aus dcm Finanzausschuß der Volkskammer. Darmstadt, 6. März. Bei dcm Kapitel Stvatsministerüim erhob der Vertreter der Deutschen VolkStnrtci enifdneben Wü»«rspruch gegen sieben Mi gli ter des S^aatsministeriums, zu welchem fetzt noch eine achte Stelle hinzu gekommen sei, darunter vier Minister. Neben btefm vier Ministern seien noch weiter vier Ministerialdirektoren vorgeselien, gegen die ebenfalls entf fdeeben Widerilaud geleistet wird. Ebenso beaiv staubet« der Vertreter der Deutschen Bolksvartei das Gehalt für den neu eingesetzten Tirektor der Staa ske.nzler «Gehalt 7200 Mk.V Auch die Tienstaustr^Tirdseulsckadignngen mit 15 000 Mark iür die auswär's von Tarnrstadt inohnrnden Mit- lieber deS Staa sminisleriums müssen Ve.instavdet werden Diesem Widerstand schloß sich ter Vertreter der Hessischen DollÄvartei an. Ter Block her Regierung sprach sich für die Ausgaben aus, dic endgültige B.fchlustsassnng ward ausgeschobcm. — Bei Kap. 15: GesandtschaftinBerlin, wurhe von eurer Seite deren nvi ere Notwendigkeit bestritten, von anderer Seite bejaht Ter Titel „Kabinettsdirektion" soll bt.' unn r'lbsd?luft der Handlungen über die Zioilliste britetett Weiten, dann weg fallen. — Bet Kap 23: ein Ministerialrat int Ministerium des Innern fei übcrflüisig und könne in Wegfall kommen. 9kim Schu l m i n i ster i u m fjfie man mit drei Vortragenden Räten auskommen. Ebenso soll man bemt Lvi desernährungsanrt statt zwei oorrragen- beit Räten einen Wegfällen lassen. Beanstandel wurde b« Regiernngssorterung bei Stellvertretung s kosten mit einer Erhöhuiu, aus 250 000 Mk von feiltet 150 000 Mk, also um 100000 Mk Provinztaldirektion in Mainz: hier könne das Revrä'cn a ions^chilt te-< Prvvinzral- direktors mit 7500 Mk. in Wegfall kommen 9ki bet Gendarmerie, meinte ein Abgeordiwter, sollen dic Torvelstastonen aufgehoben werden: auch soll der militärische Gbarattcr der Cknbarnttrie aufgehoben werd n. TaS Ärl'-ftlshcuts Tieburg habe bei seinem Bcswnd an Korrigenden zu viel (10) 'Jtufiebcr. Bet Gymnasien wurde oer langt, es solle größeres Okiüid)* aus die körperliche L^dildu ^ gelegt roerben. Uns Stabt und Land. Gießen, 7. März 1919. Gegen den Bolschewismus. Die antibolschewistische Liga hielt gestern abend im Saale des Fürsten Hoss eine Versammlung ab, in der der mehrheitssozialistische Parteisekretär R e i tz e l -Berlin über die Gefahr des Bolschewismus sprach. Ter Redner besprach erst, was der Bolschewismus in Rußland gewollt und erreicht hat. Das Lenin'che Programm stehe in Gegensatz zu Marx, der die Verwirklichung seiner Ideen von den geschichtlichen Umständen abhängig mache. Ebenso stehe das Rälesnstem im gröft- ten Gegensatz zu Marx, das gleiches Recht für alle verlange. Die Ideen des Kommunismus «eien in Rußland durch die Tat vernichtet worden. Lenin habe in Rußland den Kapitalismus vollkommen vernichtet, gleichzeitig aber auch die Produktion. Den aufgeteilten Großgrundbesitz nahmen sich in den Tagen der Revolution die Kleinbauern weg, die das Land nicht ausreichend bebauen können. Alle Maßnahmen des Bolschewismus erreichten das Gegenteil. Mit dem russischen Kapitalismus sank das russische Wirtschaftsleben ins Grab. Der deutsche Bolschewismus, die S p a r - takusgruppe, versucht dieselben Zustande bei uns herbeizusühren. Nach seiner Ansicht enthält das spartakistische Programm Verlockungen, die viele D u n g e r n d e zu Mitläufer machen. Am schlimmsten unter ihnen sind jedoch die Revolutionsgewinnler, die den Standpunkt vertreten, was dein ist, ist mein, was aber mein ist, geht dich nichts an. Von seinem Programm hat Spartakus noch nichts verwirklicht, als die Forderung: dem Feinde Daumen aufs Auge, Knie auf die Brust. Es gibt kein Recht der Straße und keine Freiheit der Straße. Die Unabhängigen haben zwischen sich und Spartakus noch keinen Strich gezogen. Zum Kampf gegen Spartakus und den Bolschewismus müifen sich alle Parteien ^usammeufinden, einschließlich der Mehrheitssozialisten. Die Arbeiter des Geistes und die der Faust rief der Redner zum Kampf auf, die betörten Volksgenossen wieder auf den rechten Weg zu bringen. — In der Aussprache wies Prof. Messer insbesondere auf die Gefahr hin, die daraus droht, daß gerade viele derbürgerlichenStudierenden mit größtem Idealismus sich dein Bolschewismus in die Arme werfen. Sie sehen im Kommunismus ihr Ideal, halten den Weg dazu über die Demokratie für ungangbar und verlangen den Weg der Gewalt. Er hielt dem entgegen, daß es unmöglich ist, einen geistigen Zustands die Freiheit, hinzugeben, um eine Sache, den Kommunismus, zu erreichen. Es sei äußerst schwer, die Jugend zu überzeugen. Was sonst die Massen dem Spartakismus in die Arme treibe, sei die Furcht, die Regierung sei bereits zu sehr verbürgerlicht. In dem ständigen Kampf gegen Spartakus könne sie aber nicht zu ihren Reformen konnncn. Die Rechtsparteien trieben Selbstmord, wenn sie ihrerseits der Negierung dauernd bei Reform- ahsichten in die Arme fielen. — Stud. jur. Wolf aus München, ein Mitglied der unabhängigen Partei, behauptete, der Kampf zwischen Unabhängigen und Spartakus sei ebenso stark wie zwischen den Unabhängigen und den Bürgerlichen. — Rechtsanwalt Aaron führte die vermehrte Spartakus-Anhängerschaft darauf zurück, daß ein Teil der Bevölkerung schlemme und prasse und so den Neid und Laß Besitzloser erwecke. Außerdem müsse die Negierung in ihren Maßnahmen fester und enlfd)[offener vorgehen. — Im Schlußwort widerlegte der Hauptredner die Behauptungen des Ltcrrn Wolf und erklärte sodann die Ziele der aikUbollchewistischen Liga, Redner aus Nrbeiterkreisen, die als Arbeiter zum Arbeiter sprechen könnten, hinauszusenden, um irregeleiteten Volksgenossen die Augen zu öffnen. Personal-Deränd erungen. Die Oberpoft, affiftenten Menges, Sinning, Dambmann, Heck. Schlie. Rmgcnwald, Dietrich, Loh unb Heinstadt sind zu Post^ sekretären ernannt worden. "Aus dem Militärwochenblatt. v.Hessert, Lt. i. Feldart.-R. 25, auf sein Besuch zu den Res.. Offizieren d. Regts. übergeführt. Barthels, Fähnr. i. Pion.-B. 21, in d. Nef..B«rhältnis übergeführt. Langheinrich.Lt. d. Ldw..Pion. 2.Aufg. (H Darm- ftabt), d. Absch. mit d. gesehl. Pens, unter (Erteilung d. (Erlaubn. z.Tr. feiner bisher. Unis, bewilligt. ** Städtischer Gemüseverkauf. Morgen und die folgenden Tage kommen unter anderem getrocknete Belberüben, getrocknetes Weißkraut sowie Sauerkraut und Zwiebeln zum Berkaus. Zwiebeln das Pfund zu 50 Pig. Freibank. Samstag, 8. März, werden von 12-4 Uhr die Nm. 1101-1300 beliefert von der Feuerwehr. Gestern abend l0'°Uhr wurde die Feuerwache nach der Dleichstratze 8 gerufen, wo im Hinterhause durch eine Explosion einer Lampe ein kleiner Brand entstanden war. Nach AblSschung des Brandes und Beendigung der Aufräurnungs- arbeiten rückte die Wache 11" Uhr wieder ein. ** 3n der Alice-Schule, Steinstraße 10, findet Sonntag, 9. Marz, «on 11-5 Uhr eine ö ff ent ticke Ausstellung der von dem Seminar für Handarbeits- lehrerinnen angefertigten Arbeiten statt. Eine neu be. rufene Gewerbelehrerin wird demnächst außer dem bestehenden Kursus im Kleidermachen auch einen solchen im Pnhmachen halten. Der Anfang beider Kurfe wird noch bekanntgegeben. (S. Anzeige.) ** Der Verein für Frauenstimmrecht hielt am Mittwoch abend im Hotel Schlitz eine außerordentlich« Hauptversammlung ab, die zahlreich besucht war. 3n Anbetracht der veränderten Verhältnisse wurde eine Namensnmwandlnng beschloffen. Der Verein führt jetzt den Namen: Politischer Frauenverein er bleibt aber dem Deutschen Reichsverbande für Frauenstimmrecht angeschloffen. Jur ersten Vorsitzen, den wurde nach geheimer Htanlabgimmunq Frau Thekla Bogt, Süd-Anlage 10, gewählt. Meldungen zum Eintritt in den Verein werben von ihr entgegen- genommen. " Eine Frauen-Versammlnng m ter neuen .lala ter Universität wirb am Dienstag, 11. März. abends 8 Uhr pünktlich das Thema: .Die Kriegsgefangenen und bie deutsche Frau* behandeln. Die Herren Dr. Göring und Dr. Schneider-Gießen werden dazu sprechen. • • An Kriegsbeschädigte Landwirte und Industriearbeiter können gebrauchte Stiefel unb Schuhe abgegeben werden. Anmeldungen bis Samstag, 8. L Mts., mittags 12 Uhr, im Gewerbehaus, Kirchstraß« 16 (Fernspr. 535). • • Znrn Beitritt als Freiwilliger für Heimatschuh beim Hessischen Freikorps im Feld- aNillerie-Regimeul Nr. 61 (Regiment von Peterp) in Babenhausen (Hessen) fordert ein Aufruf im Anzeigenteil unseres Blattes auf. Krris Friedberg. • * Friedberg, 6. März. Unglaubliche Ferkelpreise wurden auf dem gestrigen Viehmarkt h er erzielt Für Ferkel, bie man in früheren Zeiten für 40-60 TIN. einkaufte, wurden 200 - 250 Mk. bezahlt. Man mache sich einen Begriff, was im Winter em fettes Schwein kosten wird, wenn schon ein winziges Ferkel mehr kostet, wie in Friebenszeiten ein 3 bis 4 Zentner schweres Schwein. Hessen Nassau. mr Frankfurt a. DL, 6. März. Das Woh. nungsa mt beabsichtigt mit Zustimmung ter znstän. digen milttäri chen Stellen bi' augenbliddid) leer» stehenden Kasernen in der Gutleutstraße, inBocken- heim unb Bonames in Kleinwohnungen umzu- bauen, wodurch Platz für mindestens 4000 Personen geschaffen würde. 3n den Küchen soll ein gemein- schriftliches Mittag- und Abendessen hergestellt werden. X Hanau, 6. Marz. Die Freilassung der verhafteten Stadtverordneten verlangt ter Bor- stand der sozialdemokratischen Partei in folgendem Telegramm: .Reichsregierung Weimar. Durch General Rumschöttel wurden eine Anzahl Personen in Hast genommen, darunter die Führer und gewählten Stadtverordneten der unabhängigen sozialistischen Partei, Dr. Wagner, Schnellbacher und Spinger. Wir verlangen grundsätzlich Freilaffung aller wegen politischer Vergehen Inhaftierten." Aus dcm besetzen Rheingebiet. Cjfcner Brief an den srauzüsische» .V.ommanbantcit von Mainz. Schriftleiter Karl Neurath veröffentlicht in der „Weser-Iei ung" als geborener Mainzer einen offenen Brief an den französischen Kommandanten von Mainz. Er wendet sich gegen die Willkürherrschaft des Generals, der den Oberbürgermeister von Mainz wegen 'eines freimütigen Bekennln sie, als Deutscher abge- seht hat, mit Gewalt französischen Sprachunterricht in den Volksschulen einführt und der Bevölkerung durch alle möglichen Verordnungen die Willkür des Siegers zeigL Aus dem offenen Briefe heben wir nachstehende Sähe hervor: „Unsere Ehre ist nicht geringer als die Ihrige. Sie würden als ritterlicher Mann gewiß keinen Gegner im Zweikampf niederstoßen, besten Klinge zersprungen ist: womit wollen Sie Ihre scharfen Maßnahmen einem am Boden liegenden, von se nen Volksgenosten un- nachsichtlich abgeschlostenen Stamme gegenüber recht- fertigen? Sie sind ja wohl in der Meinung nach Deutschland gekommen, daß Sie in Hessen begeisterte Aufnahme finden würden. Aber bas war ein Irrtum, Herr General, benn wenn wir auch keine Preußen sein wollen, so [inb wir boch Deutsche so gut wie andere Stämme. Wenn Sie zurückkommen, dann wirb man Sie fragen, was aus den Sympathien geworden ist, die Rheinhesten infolge der klugen Politik Napoleons I. ein Jahrhundert lang für Frankreich gehabt hat. Sehen Sie davon ab, kleinliche Rache zu üben, die Sie Vergeltung nennen mögen. Sehen Sie davon ab, die Preste zu vergewaltigen, indem Sie ihr Loblieder auf Frankreich zumuten. Sehen Sie davon ab, die Schulen mit französischen Wärtern zu füllen. Französisch denken lernen Sie uns nie! Rheinhessen ist deutsch und wird auch deutsch bleiben, und wenn Sie an jeder Dachecke die Trikolore histen lasten." --- Frankfurt a. TL, 6. März. Auf Anordnung der französi chen Besatzungsbehörden sind die Eisen- bahndienst|tellen des besetzten Gebietes angewiesen worden, sämtliche E'senbahnangestellten namhaft zu machen, die in Landgemeinden wohnen, dort Landwirtschaft treiben oder sich durch Hausschlachtungen selbst versorgt haben. Diesen Beamten werden Lebensrnittel von den A iierten nicht gewährt, während allen anderen solche wöchentlich zugeteilt werden sollen. 3n dieser Wache wurde bereits Speck und Gefrierfleisch ausgegeben. mr. Mainz, 5. März. Das französische Ober- Kommando hat hier eine Agentur der „Agence Havas" errichtet, die die neuesten Nachrichten behanntmad)L mr. Niedernhausen, 5. März. 3n der Um- gebung haben die Franzosen sich zu Fastnacht Iei- tungen herstellen lasten mit dem Titel „Boche", die von Unflätigkeiten und Gemeinheiten gegen die deutsche Bevölkerung und den ehemaligen deutschen Kaiser angefüllt find. mr. Aus Rheinhessen, 6^März. Hier wurden in den letzten Tagen mehrere französische Regimenter abgelöst, da sich in ihnen revolutionäre Bestrebungen bemerkbar machten. Sie hatten angeblich ihre Offiziere teilweise abgesetzt, Soldatenräte gebildet, Regiments- akten vernichtet und Waffen verschenkt, die bann mit Mühe und Not bei der einheimischen Bevölkerung wieder zusammengesucht wurden. - Die Richtigkett dieser Meldung ist immerhin zweifelhafL Vermischte». Etsriidahnullfakl. Recklinghausen, 6. März. Heute morgen entgleiste auf dem Bahnhof Sinsen-Köln der Ham- burger O-Zug. Eine schadhafte Weiche legte sich I während der Fahrt um und trennte den Zug in zwei Teile. Ein auf dem Nebengleis fahrender Güterzug fuhr auf den mittleren D-Zug-Wagen. 10 Personen sind schwer verletzt. Auch der Güterzug rohrte schwer beschädigt. 8-10 Wagen liegen zertrümmert auf dem Bahndamm. Eetzte Nachrichten. Die bevolftehende Fri-denütovserenz. Haag, 6. März. Dem „Nieuroe deurant" wird ans Paris gemeldet, daß dort jetzt die Darberei- tungen für bie Unterbringung der deutschen Bevollmächtigten getroffen werden. Clemenceau. Lloyd George und Dräsident Wilson sollen ausersehen werden, den Deutschen die Friedensbedingungen vorzulesen. Die deutschen Bevollmachtigien werden bann nach Weimar zurückkehren, um der Nationaloersamm- hing Bericht zu erstatten. Rotterdam. 6 März. (WTD) Rach dcm „Vieurtte Roitcrdanckd«, Courant" mcldcn d« „Tailo NripS" ans Paris oom Tietis.aa über b« Bedingungen für den Waffenstillstand. die Foch an ben Obersten Jtrienfcal zu- rückgriduckt bat, folor.’te*: ES bestellten im Kat teint McinmtsSveriaAtLQchaM aber kc Beding- intgar selbst, wohl ater fiter die Frage ihrer Äir- wrndmrg. ES machen sich zwei Strömungen bemerkbar. Tic eine Partei verlangt sasartiqe Garanticn für den Sieg uid> btt andere, daß du Teutfchtand aimutrleimten Bedingungen einen dauernden Charakter haben. Bar allem tvünfcht man die En:waffnung TentidstandS alS sicherste Garanne für den Fneden. Aber eng damit per- bunte« iü die Ro.'wendigkeit, die Bevölterung mit Ltetendtnirttln zu t-erkngrn Vas ben letzten Punkt betrifit W lind eitrige Bevollmää'itigte der 9br- sicht, daß das Tempa der Ledensmittelversarg» irng van dcr sofor:igen Ännabne der Bedingungen der Attncr.en abbdnigtn totrt*, Wahreick» die andere Partei der Häücm ist, bub bfort Schritte arten werden müssen, um zu oer In adern, bau die Menidxu in Tcn idriand verhungi-rn. ES ist unns.ig, Nacbteuck darauf zu legen, daß dir Bedingungen für den Porläurigen Friede n mit Teutschland, ter, wie man hört, in drei Wochen abgeschlossen werben wirb, von ben Cn sdwidungen abbängrn toerbc, tue der Oberste ÄTieg^rai trifit. In den Kneifen bet ttjnferem ist man der Ansiäü, baft gvgv» Erchv dieser Woche die Derf.bt&x-ncii Äunaf un^en iniieincnber in Uedereinstimmung »tradx fein nx-rben, und baß über bei, Zcia«n5t für den Mininocn Früten DoUfifinbigt llcbewinhmft Ixrridten werde. Taneben nxrbcn die wirtschaft- lidten und finaTTitrllcn Fragen, tw trat dem Frieden zusmnmenhängen, von dem Ld-.-rften wirt- jkhasilichen Rat, der jetzt gehütet tvitb, geregelt werden. Die Pariser Prrbnnbfnnqrn. Paris, 7. März (Havosmelbung.) Amtlich. Der Oberste interallierte Kriegsrat trat am Donnerstag nachmittag zusammen. Er stimmte einem amerikanischen Vorschlag zu, die Kommissionen einzuladen, mit ih en Berichten Schlußanträge einzureichen, die in der Form von Urtihdn dem Friedensvertrag einzuoerleiten find. Die Diskussion trft1 eckte sich hiernach auf die Bedingungen, di« dem H»«r«, der Marine und dem Flugdienst der Feind« auf- zuerlegen find. Nächste Slyung Freitag nachmittag. England nnb die Znröckdaltllng unserer AricgSgesangtlleu. Amsterdam, 7. März. Nach allen hier emge- troffenen englischen Blättern vom 4. Mörz erklärte der Staatssekretär für den Krieg, Churchill, in der Uaterhausfitzuvg oom 3. März in Be ntwortung von Fragen, die englische Negierung schicke die beut- schen Kriegsgefangenen so rajch roie möglich nach Frankreich und Belgien, um fie sofort arbeiten zu lassen. Holland und die Entente. Bern, 6. März. (DTD.^ Tie neuerlictett Versuche der \raiT$5).fd>-teIgl,dx*n Pr?p<-ff-nda, die hol ländische Politik in ben zkreis ihrer e g a istische u In t ere s f en p h ä r e ei z ite- zichert. hat nach unseren Iufonwuianen in bollän» teilten MTciK'rt peinliches Aufschc:i tcair a.üt. Zn ben von ter Havas-Agenkur unterstützten B muh uitgeu, $X)lIanb für teuldx?4 Gebiet zu interessieren, um c-5 damit den telgischen Forderungen g<« lügig zu machen, wirb mis von nuiüiebeuter bot» lchchsschcr Stelle erklärt, daß tzie boUaiteiidr Politik für derartige Machinationen niemals zu hoben sein dürste, ^»'land wirb, so betont man, nie- rnal-i m btt Abtretung auch nur brS klein um ^riles seines Besitzes einwilligen unb wird sich autercrseils niemals dazu verstehe», ein ebenso kleines Stück fremben Gebietes, einerlei ans welchen Gründen, sich anyrgliedern. Ter üa us ouo tes teltäntesdren Beiitziluuoe^ it jür Hol.a:ch eine Fvage, bie unter keinen Uimiänben zur lebettt gejleUt werben kann. Parteitag der Unabhängigen So.ialistischen Parte». Berlin, 5. März. 3m weiteren Verlauf der Der. bandlungen wird von der Kommission eine (Eini- gungsrefolution Dorgefd)laqcu, in der es heißt: „Die Unabhängige Sozialistische Partei stellt fich auf den Boden tes Rätesystems, fie unterstützt die Räte in ihren Ansprüchen auf die wirtschaftliche unb politische Macht. Sie erstrebt di« Diktatur des Proletariats als notwendige Vorbedingung für die Verwirklichung tes Sozialismus. Die Unabhängige sozialdemokratische Partei bedient sich, um Jiefes Ziel zu erreichen, aller polttischen und wirt- chastlichen Kampfmittel. Sie verwirft planlose Gewalttätigkeiten." Unter den nächsten Forderungen zählt das Programm dann auf: Die Einordnung der Räte in die Berfaffung mit entscheidender Mitwirkung in der Gesetzgebung. Staats- und Gemeindeverwaltung, Auf- lösung des alten Heeres, der Freiwilligenkorps, Entwaffnung des «Bürgertums, Errichtung einer Volks- r»ei)r aus ben Reihen ter klaffenbewußten Arbeite., (baft mit Selbstverwaltung, sofortiger ‘Beginn der Vergesellschaftung der kapitalistischen Unternehmungen, des Großgrundbesitzes usw. Zur Gewerkschaftsftag« wird ebenfalls von Wittmann-Frankfurk eine Ent- chliehung norgelegt, tu der die Parteimitgl eter der 1 & *p. aufgefordert werden, nicht aus den (Bemerk, «haften auszutreten, sondern in ihnen sich zu be- tätigen, damit bie Gewerkschaften auf den Boden bes revolutionären Klassenkampfes zurückgesührt werden. Es wird beantragt, eine Ientralkommission Zur Beobachtung der Gewerkschaften in ihrer (Ent- Wicklung und ihrer Tendenz einzusetzen. Die Entschließung wurde angenommen, lieber di« Entschließung $um Parteiprogramm trat man in (Ein- 3«lberatunqen ein. Die Unabhängigen haben in den Vorstand Crispin (Stuttgart) und Haase (Berlin, ge- wählt. Es sollten zuerst Haas« und Däumig gewählt werden, doch hatte Haasc erklärt, daß er mü diesem n cht zusammen arbeiten könne. Tie Laße in Berlin. Berlin, 7. März. 3*folge tes Streiks find auch heute früh hier kein« Zeitungen erschieue». Eine Flugpost Franlsnrt-Berlin. Frankfurt a. M., 7. März. Auf Berantaffua« ter Abteilung Luftpost des Frankfurter DerKehrm verems unb vieler mitwirken der hiesiger Kreis« aus Handel undIuduftri« wurde ein« Luftpost Frank- •rV «L TL-BtrUn ins Geben gerufen, deren tech. Nische Durchführung di« Osthafrn-Garag« (Oftga) Ütem nahch- Als Flu)olatz wurde «in großerrs (Belänbe te unmittelbarer Nähe Frankfurts, jedoch außerhalb bei neutralen Zone, gepachtet. Die täglich zwischen Frank furt und Berlin verkekrenbe Luftpost ioil di« 3«. fflrberung von Briefen, Wertbriefen usw vom Frankfurt roie überhaupt von Süddeutichland nach Berlin, Hamburg und vor allem auch nach dem sück» jischen Industriegebiet hin und zurück überneQ- men. Auch bi« De»örberu*g von Zeitungen auf dem Cuftroeg« ist ms fluge gefaßt Die Flugzeit beträgt etwa 4 Stunden Di« Grdührrnsätz« für einen Brief bis 20 Gramm betragen voraussichtlich 1 DlL, wozu noch der übliche reichspostalisch« Zuschlag kommt’ Mil dem Finge soll in kürzester Zett begonnen werden. stnlkntr. S-' Tie neuerlich^ «Jen Propo^nda, i m ben Kreis ihr« Sphäre w)>!bv. rnruionen in hvllän. fcl/ei ^rur'acht. Zu itntttiröjten A.mch , Geöiet ju wtertififr xn Forderungen sein mnQirtenixt hol- bie holländische Polen ni-Mls zu habe» so betont nrat, m> h mir des kleinkro ligeu und hxtb fit msteha, ein ebtnje es, einerlei aus ml- ’m. _ Ter ÄW quj u filr ^ülanL* dnt aSS SesS» kfr’S >ie ^n iverde k, - «4^ ?L5-L rt. 3n 2?an*ttc- SbisU TAifat 'S? wÄg ^lvunlt iüt F Stell .‘Ö ilbet uj-S101 win. hnci>- geregelt WWn, s;un9) «Eich. hat am äU hi 6ramlt «WM SlJ“ Immissionen S^Iufjanträge tirnu. -Äshfnm5ri ■'DisMpon erfbetin, b|' b‘m Sette, "t der Feinde aus. i Freitag nachmittag baltuug nufrrer neu. (aöen hin einge. m 4. März erklärte ’■ ^urchill, in bti in »tintmortung von ttn9 id)i»e bie beut. taw wie möglich nach M sie schon arbei. a »ftsisichen PM! teren Verlaus der', ommission eine (Ei« gen, in der es hilft: stische Partei stellt p -ms, sie unterstützt h die wirtschaftliche utb : bie Diktatur der ige Vorbedingung sL alismus. Die Unab= artei bedient sich, u-i politischen und wirt' verwirft planlose @6 rangen zählt dar Pt* >nung der Nöte m die r Mitwirkung in w meinbeoetwaltung,$u]. rreiwilligenkorpsM. Dichtung einer Volks- .ssenbewuhteu Arbeiter- osortiger Beginn dcr Men Unternehmung^ 3ur Gewerkschaftsfta?' in-Franksurt eine $nb ePaNemi.gieder - nicht aus den Vew^ schäften 'n 'hrer ^mEUedetdle *°Xn in Li"' SfejfiSi? 2ss$ ie. StA M , s.,, Streiks P1 Ige der - ßeitunge» «W» L§SN ein«cU J bete"“1 bcn 9^f%|tga)^ Ä luherhald ds » ts, j'bßd) Stn^ >sSS ä :SK:4 von Oei „[UQieit V . l> Die J-,jgd i vorauf.,.,y«*- «»Nicher Teil. Itntoti-lto^ftoff-KbteUnng. Nachtragsbekanntmachung Nr. F. R. 580 1. 19. K. N. A. §» billerstrake »n. Lagerräume ia oetuileien. O4fl?4 ytnft Viocdoer Wadjf. | Mietgesuche | SreuzeUliche 5« bi» S. Zimmer-Wohng. 1u mieten gesucht »um . April ob. später. Schr. Angeb mit Dreivangabe unter 015; Sa. d. Gieß. Anz. 50 Mark bemlenlgen, der mir eine •-4-ZI rituiei—Wohn®. r.adbiDcift Schr. 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März obendS 6 llbr: 18. Freitag - Abonnemouls* Vorstellung: 2884c Der Glückskandidat Komödie in 3 Aufzügen v. Hans Müller-Schlösser Sonntag den 0. März nachniittago 2*/i Ubr Die beiden Leonoren Abends 6 Ubr : Schwarzwaldmädei. Montag den 10. März abends G llbr: Außer Abonneinem Gutscheine giiltig. Faust Tragödie von Go, n n n Januar 1919 „ . Öebr. „ 11. bis z. 7. März „ 12. /, 13. „ 14. „ 15. Schuhverbrauchsrcqelttng. Durch Bekanntmachung der öteichöstelle für Schuhversorgung vom 9. Dezember 1918 sind neue Vordrucke für Schuhbedarfscheine öornefd)rieben worden. Nachdem die neuen Vordrucke nunmehr bei der städtischen BekleidungSsteUe eingetroffen find, ncbe ich bekannt, das; In der Stadt Gtehen bebntf- fcheinpflichttae Schuhe nur noch gegen Bedarsschetne aus neuem Vordruck mit Wasserzeichen an Verbraucher abnenebcn werden dürfen. Schubbedarfscheine, die aus dem biSber üblichen Vordruck anSgefcrtigt und noch nicht beliefert sind, müssen den Stellen, bei denen die AuSserliaung erfolgt ist. zur Umschreibung vorgelegt werden. Die von der Bekleidungsstelle der Stadt Wieben auSgesertMten und noch nicht belieferten Schuh- bedarsscheine sind in nachstehender Reihenfolge im VcbenSmfrteiamt, Zimmer Sir. 8» zur Umschreibung vorzulegen: Die Gewerbetreibenden haben die auf alten Vordrucken ausgefertigten und noch in ihrem Besin befindlichen belieferten Schubbedarfscheine au en- werten und am 10. März 1919 an die Städtische Bekleidungsstelle abzulieiern. Diese Bestimmungen treten mit dem Lage der Veröffentlichung in Kraft Zuwiderhandlungen gegen vorstehende Bestim- mungen haben die in der Bekanntmachung der Rcichvstelle für Schulwerforgung vom 2s. Äebrunr 1918 nngedrohten Strafen zur Folge. Wiegen, den «. März 1919. 2878V Ter Oberbürgermeister (ßeben&nittelamt). Bor dem 1. Okt. 1918 auSgef. Scheine am 10.März 1919 im Mon.Oktober „ „ „ „11. n n Novbr. n n Dezbr. Während der Umschreibung der alten Schuh- bedarsscheine, also in der Zeit vom 10. b. 16. März 1919, werden neue Schuhbedarsscheine nicht aus- oefertiflt. Holzverfteigernng. Am Dienstag, den 11. März d. I., nachmittags 3 Uhr, sollen die Reiser an den Pappeln der flreis. strotze, Giehen - Steinberg" losweise versteigert werden. Das Abästen ist von den Steigerern vorzunehmen Zusammenkunft bei Am. 2,0 im Schiffenberger Tal. llneßen, den 5. März 1919. 2904B Der Kreisbauinspektor des Kreises Gießen. Gellarius. (^cneralverfannnlung^ Sonntag den 16. ds. Mts. nachmlttäg, 3 Uhr bei Gastwirt Bergen Tagesordnung: 1. Umwandlung der Genostenschast in eine solche mit beschränkter Haftpflicht. 2. Bereinsangelegenheiten. Allendorf a. d. Lumda, den 6. März 1919. Spar- u. Borschuswrrein Mendorf a. d. l'umbn e. (8. m. 11. H. Für den Vorsitzenden des Aussichtsrats Wagner, Vorsitzender. 2881 nachmittags 3*, Uhr statt. 2903 W I 2885 rufen. 04620 Dank. 1886 HeuHelheim, den 6. März 1919. DrntWen aller Irl ? wert wia Scheid k>. Wilhelm PfcifferV ruben in belmat- 6. (>bristo0b Mootz > licher Erde 7. Konrad Münch PfiRNlve Hllclleder 1. Wilhrlm Bellos z rubeit inbeimat- 2. F-ricdr. Uarl Hahn< licher Erde Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben des Kameraden Hugo Strohdach geziemend in Kenntnis zu setzen. Die Beerdigung findet Sonntag nachmittag 3 Uhr auf dem neuen Friedhof statt- ,we Der Vorstand. Aufruf zum Beitritt al» Freiwilliger für Heimat- schütz beim Hessischen Freikorps im Feld- artillcric-Negiment Nr. 61 (Regiment von Pctery) in Babenhausen (Hessen). Folgende Bedingungen sind für die Annahme maßgebend: L a) Verpflichtung auf eine Probedienstleistung, während der die Geeignetheit gevrüst werden soll. Veruslichtung auf drei weitere Monate vom Tage der endgültigen Annahme ab. Bei einer gerichtlichen Bestrafung kann sofortige Kündigung erfolgen. b) Unbedingter Gehorsam gegen die bestellten Vor- gesevteu, denen Vertrauensleute zur Seite den. c) Anerkennung der bisher gültigen KriegSgesetze. 2. Gebu irnisse: Grundlühnung für Wemcine 30 M. monatlid ; für die anderen Dienstgrade die blö- lieriaen Vühttuttgösätzc. Ferner eine tägliche Zulage für jeden Freiwilligen, ohne Unterschied deS Dteustgradcs, von 5 M. Alle anderen Zulagen fallen weg. 8. Leistung der Tretivervslichlung: Zit jeder Zeit bereit fein, innerhalb der Reichsgrenzen, zur Sicherung der Grenzen, der Regierung, Rational- Versammlung und zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung verwendet zu tverden. Meldet (such utib werbet andere zum Eintritt! Zur Einstellung gelangen Offiziere. Unicrofft» ftie .c und Mannschaften ivomHeeresdienst ordnungs- mälfig Entlassene», ferner Angehörige deS Regiments ciufchl. Fahrgang 1*9, auch Jahrgang 1900, fo'ent ne nulitiirtaunltcb find und eine Befchelnigung ihres Vormundes uftv. beibringen. Bereits Entlassene 1 eilen ihrem BezirkSkommando mit. das; sie als Freiwillige beim Ölcnnncnt eintreten. Bittet Euer VcAirtvfuinmanöo uni Fahrscheine. Feder bringe seinen EutlasstingSauzug mit. Er wird vergütet. Ebern. Olcr Artilleristen, meldet Euch bei uns! Dte Freiivilllgen-^iatterien des Regiments von Petero, die mit anderen Truppen ber 25. Fnf.-Div. dos Heffi'che Freikorps bilden werden, erhalten befenbere Abzeichen an Miltze unh Bluse. Offiziere und llnteroifiziere tragen den Hirschfänger, den fich auch die Mannschaften durch besondere hervorragende Letstungen erwerben können. Meldet (Sndi! lind kommt bald zn nnS nach Babeubaufen. x'ln Sie ehemaligen tapferen Aanterabeu deS Hessische!: Reserve - Feidariillerie RgtS. Rr. 27., die die ganze >lriegSzeit inner nicutcm .Momrnanbo gestände >1 itnö oflichttreit für unser geliebtes Vaterland gelämpit haben, wende ich mich ganz besonders. Kommt zu mir, wenn es Eure häuslichen Verhältnisse gestatten. Fhr werdet manchen alten Kriegs- tameraben wiedernndeu. Meldet O'urli! Ta» Hefsenland braucht (?nchl Eile ist geboten! Meldungen Freiwilliger unter Beifügung von Militärpavleren find zu richten an die Werbestelle. ('ief(baft»Aimmcv de.< Heffischen Feldartillerie-RatS. Str. 61 in Badenhausen 'Hessen». Labeu'.wusen (tieften), März 1919. gcz von Peicrv, Oberst u. 5kdr. des F.« A.-R. 6L liebe, Tod 1919. ie Beerdigung findet Sonntag de nachmittags 2 Uhr statt. Familie Gemeinde-Vo Odenhansen (Lahn), den 6 e Schwester, Schwägerin und Margarethe Wa: n 66 Jahren durch einen san Zigaretten Sttuerriofle 1F. 0. TO. n. mtt Goldmundstäck roiförr ci.igctroficn. Lchr. Angeb. n. 0. Selbst- Verbrauchern u. tiiOO an d. Gleg. Anzeiger erbet. )apier- Wasche ▼on Bay * UMek wieder vorrätig Ernst Balser, ESaiborf. xa HelürdierVolksbund Die Haustleinmg hat zu einer Sefamttagungdes HeHifdien Volksbundes für Sonntag den 9. März, trüb 10 Ubt, nach Wichen. Hotel Schütz, eingeladen. 2 und abends an der Kasse zu haben. Studentenkarten numeriert Mk. 1 — nur im Vorverkauf beim Hausverwalter dar Ünl- versilÄt gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. U<-berschuß für .Kriegswofi[fahrt«wecke. Oeftnung des Saales 4'/« t, hr. zTflta Die Abonnenten werden gebeten, die NaehAbonnements bis spätestens Freitag den 7.3. absaholen. Restaurant Stadt Cöln Brandgssse 8 Brssdcssss I Borgen Samstag den 8. Hin Grosses Vokal- und Instrumental - Konzert. Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern der Regiuientskapeila. Eintritt frei. 045(10 Anfang 7 Ihr. __ _x " W|W ■ Wp WfW W " " w|w D heute bis einfdtjL Dienstag: LL^agcvuch einer —. Verlorenen Margarethe VSHwi vieigelelcae» Vach. Dtr(er film war laape mi Ser Behörde herbsten and ifl von der jetzigen Rcginang kretgegeben. UdtjtfplelJjaus vavnvokstr. 34 / CclcpDon 2on > 1 i * em 9. d. IRt* stottfindenden Famillen-A u»flog nach der Jlaclfrabc* freundlichst eingetaden. »«He Der Vorstaa«. Aiiceschule. L Die von dem Seminar für Handarbeit»» lebrerinnen angefertigten Arbeiten find Cona- tag den 9. d. M., von 11 bis r» Ubr, in der Steinstraste 10 öfftnthtb ausgestellt. 2. Der KuriuS im rtkiberme-bce beginnt nicht am 11. Mart, sondern an einem foäterew noch bekannt zu gebenden Zaa. Zugleich wird dann auch ein Ruriud im Pnvmachcn eröffnet, wozu von jetzt an Anmeldungen angenoinmen werden. Holzverfteigerung in der sürftl. Obcrförfterci Hohensolms. Die auf Dienstag den 11. Mär» r Ubr nachm. In derWindelbach angefetzte Siittrnnnubohvrr- fteigerung wird auf Donuerotag den 13. Marz 2 Ubr verlegt. 2902B !♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦<. 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