SwiMngrrimddru-k u. Der lag: vrühl'schi llaiv.-Such- u. Steinöruderei H. Sange. Sdjnftleilttng, Seschästsftelle u. Druckerei: Schulftr. 7. nenrposten gekämpft hritlb, scheinen die RcpuLli/ Caner den Sieg davon 8«: tragen. erhobener 1 v c. S ir L Prakt Mleni$,utU «ir ^Marbyenkg Admiral v. Reut r§ Protest an Lloyd Gorge. Wie bereits gemeldet, plant die englische Regierung, den Admiral v. R e u t e r und eine Anzahl Offiziere, sowie Mannschaften, oie an der Versenkung der Flotte in Scapa Flow beteiligt waren, in England zurückzuhalten und vor ein Gericht zu stellen. Auch die übrigen 120 Offiziere sollen nicht in die Heimat ent» Hannes verlöt'* 'r*ver®Ü>*' ti, li- re- (13 M ert len >r>n ,b»' lett itft lS« r ren 10- sich in Widerspruch mit dem Votum der militärischen Ratgeber yi setzen. Ein Gehen meiner Person würde an der Sache nichts geändert haben. Auf den Hinweis des Ministers David, daß toerni der U-Boot krieg nicht verhindert werden konnte, er wenigstens hätte hinausgeschvben werden müssen, betonte Herr von Be t h ma n n-Ho l l- weg, daß eine Zwangslage nicht nur für ihn, sondern auch für die Oberste Heeresleitung bestand, die der Auffassung war, daß eine siegreiche Beendigung des Krieges zu Lande ohne Hinzunahme des rücksichtslosen U-Bootkrieges unmöglich war. Auch sie stand also vor einer schweren Entscheidung. Auf eine Frage des Abgeordneten Heile erwiderte Herr v. Bethmann Hollweg: Die Chancen des U-Bootkrieges waren anfangs 1917 natürlich viel größer als Mitte 1916. Die Zahl der U-Boote war beträchtlich gestiegen. Die Mitteilung in der Depesche an Wilson von der technischen Unmöglichkeit, die einmal ausgefahrenen U-Boote zurückzurufen, stammte von Admiral von Holtzendoft'i im Großen Hauptguartier. "Der Schluß der Sitzung war wieder nicht öffentlich, da Angelegenheiten einer neutralen Macht zur Verhandlung standen. Nächste Sitzung Donnerstag 10 Uhr. '“Ä6’W werden M> Büglerin eroWlt «» >■£ L-Ml" in *■ liSau,Wei>erest2 Sprechstunde ^squeel' grssfijs Affen, Schriill. Angeboie umn KIM in den Gien. An An einem amen WÄißR» «öS an den Girin Änz. erbet garten oöerMdcr abe der Steint*»' vachlcn gesucht LLrA Die Deutschen auf der Washingtoner Arbeitekonferenz. Berlin, 5. Nvv. (WTB.) Ter aNa?meine deutichc Gewerkschaftsbund, der Gesamtverband der christlichen Gewerkschaften und der Verband der deutschen Gewerkvereine (Hirfch-Duncker) begrüßt in einem Funkspruch an die Washmg-wner Arbeiterkonferenz die Zulassung der deutschen Vertreter mit gleichen Rechten und Pflichten. Tie deutschen Vertreter nürden an der Konferenz im Interesse der Gesarnt- arberterfefaft gern Mitarbeiten. Tie schweizerische Gesandtschaft tn Waftüngon bittet um umgehende Nachricht, nxinn die deutschen Vertreter in Ncwvorl emtreffen werden. Republikanische Wahlsiege in Amerika. Neuyork, 6. Nov. Nach einer Drahtung der „Köln Zkg." erhielten die Republikaner bei den gestrigen Wahlen große Siege. Der Repu- blikaner C o o l i d g e , der sich geweigert hatte, die ausständigen Polizisten in Boston wieder in Dienst »u nehmen, ist mit einer Mehrheit von 125 Stimmen zum Gouverneur gewählt worden. In der Stadt Neuvork, die demokratisch war, eroberten die Republikaner die bedeutendsten Posten. In < a ilbt: rL-K 021^ Die Kämpfe in Rußland. Helsingfvrs, 5. Nvv. lWTB.) Am Pei- pus-See und bei Pleskäu areifen die Bolschewisten wieder an. Tie En te n te flöt te beschießt die Truppen des Obersten Vermont unter lettischer Flagge. — Die Fortsetzung der Konferenz der Randstaaten findet in Dorpat am 9. November statt. Lürt^’ Nr. 260 Ter Siebener Anzeiger erscheint töglich, außer Sonn- und Feiertags. Vezvgrprelr: moitati. Mk.1.60, viertel- fdhrtKt) Mk. 4.80. durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch biePost Alk. 6. — viertel- jährt, ausscht. B't ellg. Ferusprech - Anscl.tüfle: sürdieLchr'ltleitungII2 Verlag,Gefchäflsstetleöl Anschristsür Drahtnachrichten: Anzeiger Sictzea. popscheckronto: Franksurl a. w. 11686 Bethmann-Hollweg führte weiter aus, er hätte selbstverständlich gewünscht, daß unser Friedensangebot und die Wilsonsche Mion nicht durch andere Vorkommnisse des Krieges durchkreuzt worden waren, und fuhr unter starker Bewegung fort: Wollen nnr immer nur von eigenen Sünden imb vökkerrectLlichLN Anormalien sprechm, wo wir der völkerrechtlichen Anvrmalie gegen überfteben wie der Blockade durch England, wodurch unser Volk auf Generationen verelendet wurde. Nachiem schließlich die deutschen und österreichischen Friedensbedingungen zur Sprache g^JJonnnen waren, wurde die Verhandlung auf Mittwoch, 10 Uhr, vertagt. Berlin, 5. Nov. (WTB.) Zu Beginn der Sitzung verwies Graf Bernstorfs auf die Tatsache, daß infolge der Absperrung Deutschlands sehr große technische Schwierigkeiten beftaydeu, um unsere Anschauung der Lage vor das amerikanische Publikum zu bringen. Präsident Wilson wurde wiedergewählt unter der Parole, daß er das Land vom Kriege serngehalten habe. Unter der Oberfläche war verbreitet worden, daß Wilson den Frieden wiederherzustellen versuchen werde, womit sich fast die gesamte Preise einverstanden erklärte. Im Gegensatz mi Zimmermann, der erklärt hatte, daß die Ansicht bestand, die Wilsonsche Friedenspolitik stände unter englischem Einfluß, sagte Gras Bernstorfs weiter: In Amerika herrschte, als Wilson mit der Aktion hervortrat, durchaus die Anschauung, daß sie unter deutschem Einfluß geschehen sei. Während Englands ganze Politik darauf gerichtet war, Amerika in den Krieg hineinzuziehen, war mein Hauptziel, unter allen Umständen Amerika dem Kriege sernzuhalten. Abgeordneter David fragt, aus welchen Gründen Staatssekretär Zimmermann annehmen zu können glaubte, daß die Friedensaktion Wilsons von England angeregt worden sei, und weiter wußte Hindenburg, daß die Friedensaktion Wilsons von der deutschen politischen Leitung angeregt worden war? Hierauf bittet Konsul Möller, von der Erörterung dieser Dinge in öffentlicher Sitzung abzn- sehen, da sie Vorgänge in neutralen Staaten berühren und leicht unrichtige Schlüsse möglich seien. NaA der Wiederherstellung der Oessentlichkcit erklärte Graf Dernstvrff auf die Frage von Professor Dietrich Schäfer: Nach den Treibereien, denen Pvofefsvr M ünsterberg durch alle, englischen Elemente in den Bereinigten Staaten ausgesetzt worden war, ist Münster berg einem Schlaganfall erlogen, nadfcbem er gesellschaftlich und politisch boykottiert war. lieber die Gründe befragt, warum Graf B e r n st o r f f nach seiner Rückkehr aus Amerika vom Kaiser nicht empfangen wurde, er FI arte B et h- mann-Dollweg il a.: Der Kaiser war vollständig von dem unterrichtet, was Bernstorfs mir gemeldet hatte, und da Bernstorfs selbst Vorschläge Über unser weiteres Verhalten gegenüber Amerika nicht zu machen hatte, lag keine Veranlassung vor, aus seinen soforttgen Empfang zu drängen. Es folgte die Erörterung der Frage des r ü ck- sichtslosen U-Bootkrieges und der Gründe, die für die Reichsleitung dafür ausschlaggebend waren. Die weiteren Vernehmungen vor demUntersuchungsaurfchutz. Wenn noch einige Zweifel daran bestanden, daß uns im Kriege die staatsmännische Leitung fehlte, und unsere politischen Autoritäten den außergewöhnlichen Anforderungen in keiner Weise gewachsen waren, so sind sie durch die weiteren, besonders die gestrigen Aussagen des früheren Reichskanzlers von Bethmann Hollweg beseitigt worden. Er stellte sich und seinem Amte gestern selbst ein offenkundiges Armutszeugnis aus. War schon vorher die Pfuscherpolitik des früheren Staatssekretärs Zimmermann durch dessen Aussagen grell ans Tageslicht getreten, — aus Ängst oder Besorgnis vor einem Ver- nnttlungsversuch Wilsons war das deutsche Friedensangebot vom 12. Dezember ganz und gar nicht vertretbar, — so wurde danach auch Licht verbreitet über die Schuldumstände, denen wir den scharfen U-Bvotkrieg verdankten. Bethmann Hollweg nahm die vrlle Verantwortung auf sich; er erklärte, er hatte auch heute noch seine Handlungsweise für richtig. Seine Logik ist dabei ungefähr die: die Verteidigung zu Lande war in Bedräng- x nis, konnte allein nicht fertig werden, die militärischen Oberbefehlshaber dräng'en auf Unterstützung und waren für den U-Boot- krieg, wir Politiker in der Regierung hatten keine rechte Autorität und wußten keinen politischen Ausweg, es war auch nicht zu erkennen, daß ein Nachfolger im Kanzleramt die Gefahren zum Guten hätte wenden können: — also mußte und durfte ich den U-BovtVrieg vertreten und Kanzler bleiben. Warum aber waren wir zu einer so harten Entscheidungsstunde überhaupt ge- komneen? Weil die Oberste Heeresleitung immer in ein politisches und staatsmännisches Nickis hatte schauen müssen. Wir wissen es ja, wie der leidige Meinungsstreit über den U-Bootkrieg Deutschland lahmgelegt und draußen bloßgestellt hatte. Herr v. Bethmann Hollweg entschied sich, als er mußte. Er hätte al)er rechtzeitig Entscheidungen finden müssen, die der Klugheit und staatsmännischen Initiative entsprachen. Berlin, 4. Nov. (WTB.) Im weiteren Verlause seiner Vernehmung führt-' Bethmann Hollweg d'S näheren aus, da r ihm au > der Betreibung unseres Friedensangebotes und der gleichzeitig laufenden Betreibung unserer Fricdens- aktion ein Vorwurf des Doppelspiels nicht gemacht werden könne. Es hätte nur geschehen können, wenn er, während er die Wilsonsche Friedensaltion betrieb, gleichzeitig an dem U-Boot- Krieg gearbeitet hätte. Das tat er aber nicht. Er richtete im Gegenteil seine ganze Arbeit daraus, den drohenden U-Boot-Krieg durch Herbeiführung einer rechtzeitigen Friedensaktion unmöglich zu machen. Zur Gegenüberstellung des Grasen Bernstorfs und des früheren Reichskanzlers kam eS bei der Frage des Sachverständigen, Prof. H ö tz s ch, ob Botschafter Gerard über die Absichten seiner Regierung nicht genügend informiert gewesen fei. Hierzu erklärten beide übereinstimmend, daß Gerard auf diese Frage mit einem gewissen Ton des Vorwurfs gegen ferne Regierung sagte: Ich habe 'einerlei Information. Die Verhandlung wandte sich dann der Vernehmung des Staatssekretärs a. D. Zimmermann zu. Vorsitzender W a r m u t h: Nach Mitteilung der „Vossischen Zeitung" erflärten Sie in einer vertraulichen Besprechung mit der Presse, daß wir unser Friedensangebot vom 12. Dezember erlassen hätten, um der Aktion Wilsons zuvorzukommen. Zimmermann: Es ist mir sehr wohl erinnerlich, daß ich eine derartige Bemerkung machte. Ich habe mich dabei wesentlich von innerpoli- tischen Erwägungen leiten lassen. Es kam mir daraus an, daß die deutsche Presse und das deutsche Volk möglichst geschlossen hinter die Mion der Regierung treten möchte. Nur zu diesem Zwecke bediente ich mich damals dieser Wendung. Aus weitere Fragen des Abg. Gothrin und des Reicbsministers Dr. David erklärte Zimmermann, daß er dem Friedensschritt Wilsons den Vorzug gegeben hätte, daß Wllson aber so lange zögerte und sich daher nicht wundern konnte, wenn wir uns zu einem eigenen Schritt entschlossen. Tie Ausführungen, tne er vor der Pressekonferenz machte, entsprangen lediglich taktischen Die Regierung gegen politischen Generalstreik. Berlin, 5. Nvv. (WTB.) Von der Regie» rung sind besondere Maßnahmen beabsichtigt, mn jeden Versuch ei es politischen Ge-- neralstreiks im Keime zu ersticken. Berlin, 5. Nvv. (WTB.) Eine Versammlung der gesamten Funttionäre bet sozialdemokratischen und demokratisch enFrak- Honen sprach sich heute einstimmig „gegen den van den Unabhängigen und Kommunisten prova- mierten Generalstreik alis nno forderte die Arbeiterschaft auf, fick entfetifoffcn hinter die berufenen Körperschaften (Genxwkscknstsbund und ParteivorstLnde) zu stellen und lediglich nach deren Pawle zu handeln. Berlin, 5. Nvv. (WTB^ Die Reichsregierung und bie preu hi s che Regierung erlaben einen Aufruf an das Volk, in dem es ausgofordert wird, dem von den Berliner Radikalen proklamierten politischen Genera l st re i k entschiedensten Widerstund zu leisten. Tas Volk wolle Ruhe, Friede, Ordnung uni) Bwt und werde sich in seiner überwiegenden Mehrheit gegen jene Elemente wtthren, die es noch tiefer ins Unglück Uhren wollen. Tü Negierung werde Leben und Gesundet von €0 Millionen Deutschen mit Aufbietung aller Kräfte schützen. Revolutionsjeier in München. München, 5. 3ioö. (WTB.) Die Betricks- räte Münchens beschlossen, die Revolutions- feier am Samstag durch Arbeitsruhe zu begehen. Annahme von Hnjtigen f. bie iagwiuunmer bis zum Nockmiltag vorher ohne jkdeBrrbmdtickkeit Preis für l mm höh« für An teigen u.34mm Breite örtlich 15 tzi.auSivärts 18 'BL, für iNetlame- angeigen von 70 mm Crene 48 Pf. Bei Platz- voi IckrinA)", ..Ackscklag. Hauvtschriirleuer: A»g. Goen. BeranlivortUch für Politik: Ang- Goetz, für ben übrigen teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Aiizeigeulerl: y. Beck; fämtli'h in Gießen Einschränkung öes Reiseverkehr;. Köln, 6. Nov. 9Bie die „Köln. Ztg." erfährt, sollen nach dem 15. ucovember im unbes.etzten Gebiete nur solche Personenzüge fahren, tne im Interesse des Wirtschaftslebens unbedingt nöttg sind. Arn besetzten Gebiete verkehren bte internationalen Sstürellzüge in der Werse, daß täglich je ent Zug lauf den Hauptstrecken fährt. Die übrigen Züge werden auf ein Viertel der jetzigen Zahl vermindert. Nach dem 1p. November wird auf unbestimmt lange Zeit eine Rationierung der Fahrkarten ringt führt, das heißt, es werden iebeSmal nur soviel ^Fahrkarten verkauft, bis der betreffende Zug gefüllt ist. Ans frem Reiche. Neuordnung der Erwerbslosenfürsorgr. Berlin, 4. Nov. Der Ncichsarbeits- minister hat eine Verordnung erlassen, durch die die Reichsverordnung für die Erwerbslosenfürsorge in wesentlichen Punkten abgeändert wücd. Die Verordnung bringt die näheren Beftimmungen über die Winterbeihilfen für besoridecs bedürftige Erwerbslose in den großen Städten. Sie enthält weiter die ersten Bestimmungen über die produktive Erwerbslosenfürsoi:ge. Der Reichsarbeits- Minister wird ermächtigt, Maßnahmen der Gemeinden, die eine Entlastung der Ecwerbs- losenfürsorge bezwecken, zu unterstützen. Es wird ferner bestimmt, daß die Erlernung eines neuen Berufs durch Zuschüsse aus den Mitteln der Erwecbslosenfücsocge erleichtert werden kann. Auf der anderen Seite bringt die Verordnung eine Bestimmung, durch die der Reichsminister der Finanzen ermächtigt wird, Gemeinden, die den zulässigen Höckistsatz der Erwerbslosen^'ürsocge überschreiten, die Reichsbeihilfe zu entziehen. Die Verordnung stellt den ersten -Schritt zu der gründlichen Durcharbeitung brtr Neichsverordnung über Erwerbslosenfürso rge dar, die von der Reichsregierung im Eint«rnehmen mit den Landeszentralbehörden beabsichtigt wird. Die einschlägigen Fragen sind am 23. Oktober in einer Konferenz der Landesregierungen erörtert worden. $n dieser Konferenz ist zugleich eine Einignng über Maßregeln erzielt worden, durch die die einheitliche Durchführung der Reichswerordnung, insbesondere die Beschränkung dec Fürsorge auf den Personen-^ kreis, für den' sie bestimmt ist, gesichert werden soll. Streik der VErlinrr Straßenbahner. Berlin, 5. Nov. (WTB.) Die Funktionäre der Straßenbahner beschlossen, morgen früh zur Unterstützung ber Metallarbeiter in den Ausstand zu treten Die Haltung der Straßenbahner soll jedoch geteilt sein. Ein Stveik in Mannheim. Mannheim. 5. Nov. (WTB.) Die Angestellten der Mannheimer Metalllndustrie lehnten den Schiritsspruch des Schlichtungsausschusses ab und stimmten mit großer Mehrhrit für den Streik, der schon morgen beginnen wird. Hu; dem besetzten Gebiet. Birkenfeld. N e u j e r s e y siegten die Republikaner mit einer kleinen Mehrheit. Kentucky war früJ>-*r auch demokratisch. In Maryland, wo heftig um den Gouver LlohdGeorgeproteftiert. Der „Tägl. Rundschau" zufolge lautet der Bries: „Ich erfahre soeben, daß ich, Kapitänleuttrant Weinick und Oberleutnant zur See Schilling, latoie sechs Mannschaften der deutschen intenu ’rten Flotte in Scapa F^'ow an dem allgemeinen Abtransport C*r Kriegsgefangenen von dem Lag'r Tonmng- ton Hall nach Deutschland ausgesckK)s>en sind. Ich schließe aus d-.eser Tatxtdye, daß ein gleiches Berühren auch mit den übrigen Offizieren und Mannschaften der mternrerten Flotte geübt werden nrirb, Ties würde bedeuten euren Bruch des von der englischen Regierung gegebenen Bersprschens, die deutschen KriegsgefMigenen schon vor der Ratifizierung des Friedens durch drei Mächte zu rr- Patrrieren. Ich lege gegen diese Ausnabmebehand- lung, die der Rechtsgrundlage, der Billigkeit und Menschlichkeit entbehren nrü de, Pvüest ein. Ich begründe den P r.est mit nach'zolgeiüem: 1. Wie die Vertreter der Entente laut Prefft- nachrichten selbst zugegeben haben, war die Internierung der deutschen F.ottr ein Fehler. Dieser Fehler kann weder mir noch meinen Offizieren und Mannschaften zum Borwuri gemacht werden, noch ist es billig, für diesen uns büßen zu lassen. 2. Die englische Regierung hat mich in Seapa Flow trotz meines Protestes derartig von der deutschen Regierung abgeschlossen, daß ich schriftliche Nachrichten erst nach etwa drei Wochen und Telegramme erst nach mehrtägiger Verzögerung, sofern die englische Zensur sie überhaupt durchlassen wollte, erhielt. Die englische Regierung hätte wohl loyalerwrise mich' unter diesen Umständen von dem Gang der Friedens- und Wasfmstiklstandsverhand- lungen aus dem laufenden halten müssen. Mir ist durch Bestimmung vorgeschrieben, daß ich als See- bcfehlshaber verpflichtet bin, wenn ich ohne Nachricht von der Hrimat bin, in Fällen der Not oder des Krieges selbständig zu handeln, wie es der Nutzen des Staates und oie Ehre der Marine ver- langt. Durch die mir offiziell zugestellten englischen Zeitungen, die offizielles Material enthielten, wurde ich bei dem Ausblläben von Nachrichten von der deutschen und englischen Regierung gezwungen, meiner Vorschrift entsprechend, selbständig zu handeln. 3. Aus der m der engltftgett Presse enthaltenen Ablehnung der deutschen Gegenvorschläge zu dem Friedensvertrage wußte ich den Wiederausbruch *be5 Krieges annehmen, da der deutsche Reichskanzler in der Nationalversammlung ausgesprochen hat, daß „ihm die Hand verdorren müßte, iveim er den vorliegenden Friedensvertrag unterzeichnete". Nach der allgemein gegebenen Bestimmung für deutsche Seebefehlshaber, wie sie wohl analog auch für englische Seebefehlshaber gegeben sein dürfte, dürfen eigene Schiffe wahrend des Krieges nicht in die Hand des Gegners fallen. Dementsprechend war ich v-erpfli«Äet zu dem einzigen Ausweg, der mir blieb, die deutschen Schiffe zu versenken. 4. Wenn auch meine Auffassung, daß der Krieg wieder ausgebrochen ist, sich später als irrtümlich herausstettte, so habe ich doch unter dem Gefühl und der Ueberzeugung, daß wieder Krieg sei, gehandelt. Ich und ebenso meine Untergebenen können baber nicht außerhalb der allgemeinen Kriegsgebräuche gestellt werden. Da man uns zu Kriegsgefangenen erfiärt und uns die Unbilden der Gefangenschaft auferlegt hat, fo ist es jetzt unbillig, uns nun die Wohltat der Heimsendung der Krugsgesangenen vorzuentha'tn. 5. Die 1—4 genannten Tatsachen sind geeignet, in uns, die wir nur unsere Pflicht getan haben, das Gefühl zu bestärken, daß wir nicht nach Recht und Billigkeit und nach Kriegsgebrauch behandelt werden, sondern einem grausamen Rachegefühl zum Opfer gebracht werden sollen. Ich ersuche daher, die mit uns gemachte Ausnahme aufzuheben und die Repatriierung von mir und den Offizieren und Mannschaften der deutschen internierten Flotte in Scapa Flow anzu- ordnen." Herr von Bethmann-Hollweg erwidert hierauf: Zu Anfang 1917 lag die Ueberzeugung der müitärischen Stellen vor, daß ohne den rücksichtslosen U-Bootkrieg der Krieg nicht zu einem guten Ende geführt werden könne. Für mich lag die Ueberzeugung vor, nichts in Aussicht stellen zu können, daß ich den Krieg in anderer Weise beenden werde. Da mußte — so erklärte Herr von Bethmann-Hollweg mit Stimme — die Entscheidung gefällt werden. Ich bin auch heute der Ansicht, daß ich recht handelte, wenn ich dem Kaiser nicht raten zu können glaubte. Erster Blatt 169. Jahrgang Donnerstag, 6. November 1919 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen Erwägunaen. lieber diese Frage wurde Verlags- direkwr Georg Bernhard vernommen, der unter Eid aussogte, er habe bei.der Frage der ftaglichen Prefsebesprcchung den Eindruck gewonnen, daß der Staatssekretär der Auffassung war, daß aus irgend einem Deutschland ungünstigen ©runde Wilson eine Friedensaktion vorhabe und daß wir, um diese zu verhindern, das deutsche Friedensangebot machten. Erst später, nach der Rückkehr des Grafen Bernstorfs, erfuhr er, daß auf unsere Veranlassung hin Wilson eine solche Friedensaktion vornehmen wollte. Er war dann auf das höchste erschreckt über den Doppelsinn der Mittrilung des Staats- sriretärs. Die Sprache kam dann auf die Deportation der belgischen Arbeiter. Hier etüärte sowohl Zimmermann wie Beth- -E-N. ■ sondern bis zur Erledigung des ®°> unerwünscht war. Sie wurden aber als mili- rrchlsversahrens m Donnrngton Hall zmam- rärifäe Notwendigkeit begründet, um das Hürden- mengezogen werden. Adnrcical v. Reuter hat Nafl-^togramm aussühren m können. ' gegen dieses Verfahren in einem Briefe an Birkenfeld, 6. Nov. Wie die „Köln. Volksztg." mettet, hat das Mißtrauensvotum, das d»er Regierung bei den Wa tz- len zur Landesvertretung erteilt wurde, den Präsidenten der Republik veranlaßt, Birkenfeld zu verlassen. .... ______________ I Sicherem Vernehmen nach wird er nicht mehr deftig um ben Gouver-'in die Residenz zurückkehren. WML WLZ «üt SerHrup Nachhilfe Don eymneelMe, ober Staden iMMs ’&nflL nHatb.lUntt» 'lttaner gks Vehrex ob. metlnbeüoxMatäii In«, u. Aiachtzffft Unterrichi in sämtlichen stächen von Lena bis trau (Gvmnall in den Abe^ ttunb.ö.7UbrQbroirbtn. Schr.Ang.u.tklMa.M stur einen kleinen »xrir wirb Herr ober Dam Mir Erteilung mathematischen ' Unterrichtt bt »nannloftr storin füt rlnen übtnb der iffucht. Lchxisit. Amicl K\av\er* oder freier < Arris «tefrld. trieben. vle Xarloffelversorgung. Flors gebuidt werde». neue. AU U( Baui engl, tarn »u n &r Orr i« •Xöä r ,.-roätr ?Un bur Blum. Cfr o zu oetfdxifieR. d®I ^*tFf 11 M* ft s tir 11 G AU t bc5 Kinos breitesten Massen vorzu'ühren. Obwohl man dem Versuch bedenklich gegenübertreten mußte, wurde man doch von der Ausführung völlig überzeugt. To* Derk des Dichters ist nicht vergewaltigt. sondern mit ieinem Verständnis für seine EiaenaN auf die breiteren Möglichkeiten des Films gelullt und das gesprochene Don verbildlicht. Es kommt dem Film uigute. daß er nicht auf den Nchk iffir i$lr i $r lW lo»lt Jiried ffifr $ gbfnts Wilk Dar Reim ®ng|. । Mk.i Maci engl, engen Bühnenrahmen angewiesen ist und gerade bet Role Bernd die Landschaft selbst mitwirken lassen kann Gan» vorzüglich ist die Darstellung der Schauspieler unter denen Henny Porten als Rose Bernd sich »um ersten Male nicht in em er Salonrolle »etgt und an die besten Verkörperungen der Gestalt beranretM Steinkohlenerfav Die etdnJbtfe nnrd nicht nur durch Braunkohle imb Moore ersetzt, sondern auch durch Safferftürte, von denen Gin Hauylmami von stöpeuik im Frank, fnrter Raihau». — Frankfurt a M, 5.9b». Sm städtischer Beamter schuldete emer Fvau eine Geld- summe. Das erfuhr der lo:=e----Ä“' aunte den schileidigen ^rim mal beamten >n da begab sich Blum mit dem zu u 0 -ngw elbü d' itfr ntlt 'al s'-ä> jüterzi des r §ch!vei Cefa im^' dal in: sollte- Schnitzwerk lobt. Hesseu-Nassau. markt, die Zeil nach dem Warenhaus Dronker, wo er mit dem gehorsamen Deluwuenten einen Rundgang durch die Geschäftsräume unternahm. 2 2jKt das BürschcK.-i em Opfer quer üba die Zeit ins Kaufhaus Hansa, wo sich das Schauspiel wiederholte • — und alle gerade von ven XSertxniDen gc^mcn ww. uw Mitte die kbbaftefkn Angriffe gegen die „Afa und den Werkmeisterverband gerichtet werden. w llt Diei in nnfei nunmtb Wtflitl "l'iiflt i “-io Üb' ent i ttbtnb tu fallet mit Backsteinen - Frau kf urt a. M.. 4. Rov. An der Hauptwache stahl Montag muhmitlag in einen Zeitraum von 30 Minuten ein 14।Agr t ge* Tienisan neröen, födiirt t Der »ttandr idxm aii aber die phlig fir - v.t h roadznnitcg auf das Ratbaus, stellte beim Pkörtn^ das Lmts-ünmer des Beamten fest und ging ■-murrrati in dieses Hinern. Hier iteUte er fi$ als itnmnialbcanr.er vor, legitimierte sich durch eine MesiingmarL des »wer-en rienchutzverems und herrsche den Beamten, als dieser bie Boomten- c.gcmtDart des pingen Burschen an zweifelte, auf den Werren an: „Dewi sre den Mund nicht baten, dann geschieht Ihnen etTvas anderes l Auch den Dor.?efesrm des Beamten, euren älteren Ltadtfefretär, schüchtcrte Blum em, und schlredlich wuüie er auch den Direktor oes bctrtnenbai Äm.'es. der her bei gerufen wurde. guuiÄvunng durch btt Hundemarke des TsirsckutzvrreinÄ xu überzeugen. Blum fesselte darauf den Beamten fr. Frankfurt a. M., a. Nov. Infolge des Mangels an Bausteinen ist man hier vielfach wieder zu der alten Bauweise mit Mainsandstein zurückgefrhrl. Täglich treffen einige Kahne mit diesem Baumaterial aus Miltenberg im Hafen ein und werden sofort verwandt. Diese Bauweise ist in heutiger Zeit rationeller und billiger, al» da» Bauen bis heute an uns vorüber. **ZurVerkehr-einschrLnknng Unsere gestrige Zusammenstellung enthält nicht, wie unS irrtümlich berichtet mürbe, die fahrenden, sondern die ausgefallenen Züge. Die noch fahrenden Züge werden wir erst morgen veröffentlichen können. •• Warnung vor dem kunstgewerblichen Studium Ls macht sich jetzt in gebildeten Kreisen, die durch den llmschnninq Der Verhältnisse dazu gedrängt werden, entweder sich neue ®erufc zu suchen ober auch ihre Heranwachsenden Kindcr einem Erwerb uuurütaen. häufig der Wunsch nach kunstgewerblichem Sftibinm bemerkbar. Man verspricht sich davon Befriedigung gei- iKxr Interessen, ei« angenehme ioitale and zahlt, geringwertige 3000—6000 Mk., Russenpferde 1500—4000 Mk. Einige Wagern und Geschirre, die zum Berkaus gestellt waren, wurden ebenfalls leicht verkauft. Der Markt wurde ziemlich gerLumt bei nachlassend en 8 Hlfr, 9Jitfg Kbe-wriammtung mb x5artraq5Jb2ro Arbci'sgemeinichaft freier ult- be# fevtfden Ofmwrtoa^ - 5U" Ä) X®“ ^nbe, bab m 3^ SxSF’TnKl Über chren Mitgliedern in politischer Beziehung völlige T^rrT KatUfit flefto«t ia. uni b»6 »ch di- Srr Zesiung-w^n, 7llhr, bände, insbesondre tar Skrrm<“ und sich um den Ausbau und die Bervoll- tommnung deS zahnärztlichen Institut» i» Marburg besondere Berdienste erworben. — S i e g e n, 5. Roo. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung während de» gegenwärtiG hier herrschenden S t re i k s sind Rechswehv' truppen zur Aufrechterhaltung des Wirtz' schastslebens und zur Scherung der perfön. lichen Freiheit der Arbeitswilligen hier ein- getroffen. — Gegenwärtig streiken im €>'«* ner Bezirk die Belegschaften von etwa 30jöfr ’ SH) Of97iC Wut«. Ta ii. Alp '•«ch tofl. fl Ankau uni ____ , durch die Hausbesitzer, sondern gerade auch durch alle Übrigen Besucher, die vermutlich in das nächste I Mieter von gto&en Wohnungen hervorgeruien Konzert vom 9. November geben wollten, in Rück-1 ,bürden. Die sehr anr.igmbe Versammlung, die erst sicht auf die vis major um Nachsicht. Die Karten ü^gen 11 Uhr chr Ende erreichte. lieferte den Bc- behalten ihre Gültigkeit. Das nächste, wahrschein-1 tote nottoenbig die Organisation der Mieter luh bald nach dem 15. November ftnttfmbaw I um das Wohnuxxgsamt nach jeder 9lid)tung Stonpert wird redxtzeitig heftnmtg?gebm. I pm in seinen Masinachmen zu unterstützen. Zum tragen worden. Starkenburg und Nheiichessen. wz. DormS, 5. fJboD. Die ©tabtber- urdnetexwersammlunobeschloß eine Erhöhung des Gaspreifes von 25 auf 80 Pf pro cbm. LreiS Wetzlar. y. Lollar, 5. Nov. Heute feierten Heinrich fr. Fr a n k f u r t a. M., 5. Nov. Der beu- Bier au uns feine Ehefrau Marie Katharine geb. tige Arbeitspferdemarkt an der land- Müller in körperlicher und geistiger Frn'che das wtrtschaftlichen Halle war infolge des schiech- Fest der goldenen H o ch - e 11 Nach der ktrch- ten ^tterS weniger fbarf beschickt. ES fehlten ÄSS Äi?»feÄUÄ benVi ftanten gegen 700 P!-rd-leü^enm» scheu Eisenwerken in oen Ruhestand getreten. mittleren L>ck)lages jum schwere « x» Belgier nut ausnahmSweif«. Recht gutes- Kreiv Büdingen. I Material war in oufgefüttenen Militär- ^»Büdingen, 5. Nov. Am Marktplatz pferden zu sehen, die sich im übrigen, was stahl man von einem Dach« die ganze P„jse von anderen Pferden in nichts Dachrinne. mehr unterscheiden. Tie Preise waren hoch. , 4 Lindheim, 5. Nov. Am wrigen $ute Tiere wurden bis zu 11000 Mk bo- Sonntag waren 25 Jahre o.rflofien, seitdem unser Ortsgeistlicher, Pfarrer Bär, zum troßten Segen in unserer Gemeinde gewirkt at. Die ganze Gemeinde brachte ihm zu diesem Ehrentage die herzlichsten Glückwünsche bar. Vorher wirkte Pfarrer Bär nur kurze Zeit In zwei anderen hessischen Gemeinden. ta. Ans dem Kreise Wetzlar, 3. Rvv. Der Kreisausfchuh bat kurz vor dem Krieg die schönsten Fachwerkbauten das Sfreifr» Photo- graphisch aufnttaten lasten. E» werden fomit bie noch vorhandenen Beweise der hervorragenden Baukunst unserer Bor ähren wenigstens im Bilde •efUKbalten. Die photographischen Aufnahmen fctlcu aber auch die Besitzer der abgebildeten Fachwerkhäuser auf den hohen Wert ihres Eigen- tums Hinweisen und sie veranlasien, lebet Ad- Snbenmg und Verunzierung entgegeniinmrf«L Allen Besitzern von Fachwerkhäusern e» Freude machen, wenn der vorübergehende Wanderer vor 'einem Hause stehen bleibt, den alten Spruch im Fachwerk liest und da» gut erhaltene allein in Preußen noch anderthalb Millionen Dferdekräfte rret find. Dabei ist erst der dritte Dell sämtlicher Daiserkräjtc zur Ämnahme gelangt- ^luch die großen Ströme nut ct len hunderttausend Pferdekräften sind mxf) mchl berück!vch- tigt Preußen und die benachbarten stcomgehüie oerfügen noch über Tf rdekröf e, die im mutieren Jahresdurchschn tt 1 811 C5) $ erb träft b-.ragen während neun Monaten werden sie nicht unl.r- schritten, während des Sommers neben 600 144 Pierdekiä tc zur Verfügung. Auszebeut.t sind ent 1 jd 074 P'crdekräitc für neun Monate _unb 446 633 Pierdekräfte für das ganze Jahr. Dtc^ Kräfte können natürlich auch für die übrigen.--— ... , v,_ Stromer-eugnisse außer dem Lata betrieb nutzbar überz-ugen. Vlum ei>clrrdarauf den veamtw Knackt werden. Sie können iIa.taUeter für du >unü 'uhrte chn geichlosien über den srvhm^vrw- Canbnnr'.idxi t erzeugen nlw. . T le Aar uifell-29vbmng. »n für- icm wurde von einem englisch.n Architekten der I Rundgana •Blan einer „Dreh-Wohnung" oorgcschlaqen, bie Dann fühl auf möglichst kemem Raum eine möglich!r ifcoEe Dte oeu Verwendbarkeit gewährleiskn sollte. Tiefer Ge Danfr ist aber, wie in der „Umschau" mrtaeteili I -Welt [ta .-virb, in Amerika bereits zur Ausführung gelangt an. vo.. — ---- Acr Hal ein Ersind-.t ein einzelnes Zimmer nach :wch tmmer^gefesselten Beamten aut die Statt- Art mner Drchbütae als Wohnung einamdxd orm einer «lragenbah^au^ er emen Sjctapvt. so kommt b.i der Drehing de ftch dann B.um in eine ÄtbeUerfamilie tat Sp.egelkvmmota zum Ankleiden nach vorn. Eine ^rankenallee. um hier abermals den »nminal- >vei ere Trehung läßt bL Kumm>d.' verschwinden beamten zu spreien Der Ar de\i t e t ro a t aber JS> «f bet öe>i «Wt rftoi Sxrb n-bs- gelä.iter a * di - «al Daulb tarn t cn. »fid.CTtoranfcridxu.tn wwit b«. mebetaeriaOTit kr l«D unau,t.äUr9 mtn SWn»""Wen. hrt ülnrich e und den auög wgenen Eßtisch. (Äne n> t■ 1 jungen JJcann auf o.e ckK* nnm» tat. Die tcre Drchung bringt dann Den Bü .rrschrank mbst ihn aber, da Itf°°n Vorfällen un Rathaus Schreibpult zum Vorschein So bringt die Dreh- wxh nicht» wutzte, mit einem Berweis kntlleL scheibe die verschiedenen GegenstänB., die man im i ^uzwstchen hatten by Herren im Rathaus doch Öid*n Sebvn braucht, y nach Bedürfnis in mgektan das f* eintm^genebmen Jungen zum ftaiklbe «Rimmer Ovier gefallen waren, sofortige ttrmirtetung« führten heute früh zur Fejmahme Blums. Landkreis Gietzen. • a veil! tan« lul^nr.t gefrier ult nügenb 5 Für af m» 1 90t btm beben, g: O1IJ i yü'.tnm1 üetli ■ reit te an sollen v flba»nn Beifall auffle- bittd, i&n ^6» möglidift reichliche Spenden in- Tumtmtn wurden Einige 6im^efVorträge und l stand zu fetzen, seine Aufgaben auch in dem schwe- dos Spiel der Lager7apellc sorgten für Ab- ren ersten Friedensjahre zu erfüllen. Zahlreiche Wechslung. Außer Liebesgaben, die durch Gemeinden und Anstalten in der Diaspora — Damen verteilt mürbem, gelangten auch I im abgelaufenen Jahve waren es deren nmb 40— Druckschriften unterhaltenden und belehren- erhoffen auch für 1919 eine Beihilfe. Die Auf- ben Inhalt», sowie ein twn der Annvucen- gaben der Diaspora, ürsorge «erbennt Saunst “cv VA, unjj Anstalten in der Zerstreuung zu fördern, son- teurer freundlichst be^rußte und ihnen eine I öern auch für neue Gemeinden ju sorgen, die in* glückliche Heimkehr wünschte. I folge der yi erwartenden Aus- und Umwände- »J»r^S0 w> Ä“”8“9 l,in u-->b««d« äBdt entfltfcn Meto, W«targCT 3< » Hott B-rndi« Film. Im Lichtsvi-l- *R ßwtrfto m* gniha wto «rMCTiimä&n B-todoitooh- läuft mgenblidlto rin Film, toto. unb wmm man her ben Seriudt unternimmt bei roirtung^otlr itelM cm g«^ etürf UhrsrnCT L >uw I tprama ycr^rt> xxxuptmann» durch die Kunst von den 40er Jahren des vorigen ^ihrbunderls , - - - — - — — w . i, k 1 auch lohnende Stellung. Zm ..Lsiiitershaus^ ÄNS Std' f tlllö I nimmt ein Fachmann und 3nbaber eine» Der Gießen, ben 6. 9Ln>. 1919. I clltesten kmistgewe c bl icke n Ateliers, ^der akaLemuch- er»eit.PUn fm Cbft- nnb «artenbau. ‘"triÄU^ Monat November. Ardcitslosigtat selbst der älieitrn und tasten Kräfte Zllgolev, Komposthau^en nms^en. Dchiger in! im fcunitgjrocrbc einen erfdjre-enLe.i Umgang an ben Garten bringen Graben Gemüse für den genommen bat. Um 10 weniger können lun^e, Binterbcbari, welches so lange als möglich |ur Laum Stackete, auf ^^,^chnem Um liL. vollen Ausbildung im Gar en b .eb, imrb je- ^ute. lelbit bei groster em et und emoeiwntert guter fsinttrraum. Nur Gewerbe zuAuwenden. sind vor a.len Ling«i reich Grünkohl und Svinat ble ^n un Freien Sv^gel- >che Mittel vonnöten, um btc 3abrt buetfrba ten beete Krau. ab*(bnnben. umgraben. Obstbäume I können, die e» noch dauern wird, ehe da. düngen auch durch Freimoch n brr Wurzeln und --u7istgen>rrbe wieder au b.upt. Herr Andrae iaj- Ihtttaraben von Kvmoost Leimringe nachsehen u a : Lieder au!s Land, Zigarren ota Sb X itceüfrr Bänder d-r Spalierbäume losen ^müse vkrtamen, nur Nicht Kunst ober Kunst Weinreben tafrbnftben und metarlegen. Gehölz- getperbe, bie» ui das Mertraungste. nrnST Rosenwildlinge vsianzem "Leffsntliche Du ch e r h a l le. Zm Ok nieoerletren Zritoma, Montbretien imb tobet wurden 1585 Bäitta auSgegcbcn. .xaron ätantta durch Korb und ub-rchchecktts Laub vor ..immen cur: Gr,äbeita Li «»^ur bll, Z tt ch^i- Frost schufen Die S auücnbeste werden zum Bar .cn 112, Zugendsiptitten 1^0, Literaturgcictach:t ^st msi^r-m Dünger belegt Ans dem Rasen 13, Gediche und iramen 21 Länder, und Bolkci Xmwü gebreitct. vorher kurz 'ckneide>i x^nde 33, Kulrurgeschichtt 29 Ge.chichte mid Bw tarfta Pttanren im ffidrterquarticr putzen >ravstei! 68, Kunstgeicknchrc 30, Nuturwisienschau »Km ‘ uiw icdnwlogie 72, 2£)eer- und Sewsen 3. Haus und säubern. «eben-mittel. uno Laiidwir.fck/aft 11. Gcfulckheitssihri 13, Reli- teaenonnH«. I fan 53. SttustAm- en chaft 6 Marken -An»^Dradjnnffenid)ait 12, Ftemdspr^ich-s 28 Samstag den 7^mtb 8. TOt». l" V>üntK Nach auswärts kamen 32 Bai^, - Aus den Bezirken Bnst^rten^r ^gabe- Sohlenmangel ist Die Büch.sthalle de,i Wm« über i*be Anreigent^. Am G^nd tar am 8 Stover Sams ags geöffnet von 1 bi» 3 und 6 bu MTanft/ifteten vclk^älLims mußte 9 llta nachmi tags fartottaf neu bergerichket werden. 1 ** De r Werkmeister-Bezirksver- Neutairichtung düsten ewige sti^nAen entstnn Gießen bittet uns um Aufnahme folgen tven .ein. moburAeme ®er6d»rung bet ^adegunaen: Tn Umstand, daß die der des Publikums Doitommen iwrb. Xie Abholung»- igenmnicbajt freier Angestol.te-.irerbände »eitcn find batar genau ein»utallen. anWfsinen^tande nachdrücklich für ihre « S A » eintrden und ^>unbfa6 rertreten. S61bfeaS daß ein unüberbrückbarer Gegen,atz zwischen Karst verichmbenen GeickSfen übertraxiui, Die aut unb Arbeit besteht, hat vielfach bte Au, bem «ureigenteil zu ersehen fmb. chschng in Angestelltcnfreisen erweckt, baß taese Ve' anstaltunge« I Verbände mit bei polilisck^'i Neutralität Erochen fir Scdr i (»IftxM ÄHdbc _5 Golirh.J Au oerf Vcitnr lkimnnl »unfclh ku uert. NS8R ** Aus bem Stadttheater-Bureau. Es sei darauf hingewie^en, baß b,e Aufführung von „Teil" am Montag im ' Abonnement stattsindcl/ In Beantwortung zahlreicher Anfragen wird mttge eilt, daß Schillers Meiftenverk noch Öfter wiederholt und auch durch Schüler- und Volksvorstellun- aen zugänglich gemacht wird. — Auch für bie Operette „Der sioelc Bauer"! btc für nächsten Sonntag fdx>n ziemlich ausverkauft ist, find Wiederholungen vorgesehen. — In Vorbereitung stehen: Ibsens „Wildente"^ Shakespeare- ^Hamlet" und der erwlgreiche Schwank „Willi- Fra^ von Reimann l *♦ ®ie^cner Mieterverein. Die am und Schwartz, der auch jüngst im Landes-,^lsenkeller" abgetalkne Bersamm- theater in Dartnstadt mit großem Erfolg in (img war gut besucht, ter Barfipende Dr. Rie>- Szene gegangen ist. Weiter ist in Aussicht ae- mann begrüfete die ^dxniaicn unb teilte mit, nommen' Karl Ettlingers köstliche Komödie paß bet Verein bereit» ütar 500 Mttgluder zahlte. smobÄÄ?b.»l LrÄÄ'Ä"M «Irtft hff Mu OCT ra90biC" toror ben noch Unterhandlungen. 1^ ^e in Gießen befontar» schlechren Wahnungs- « Vom Konzertverein wird uns ge- ocrtaltnisse genügend beleuchtet wurden fanden schrieben: Die SonMagSsperre für ben Zugverkehr Vorgeleg en Statuten Unstimmig G/nch-miauag: unb bie baraus hervorgehende Verhinderung de? . ebenso wurde der bisherige Vorltanb bc- Frankmrter Palmengarten-Orchesters an bet Reise )tärigt unb die Herren stud. theol. Kornmann nad. Giesien veranlaßte bte Vertagung tas lang-1 G^ichtssekrrtär Schröder neu hinLugewä1,lt. — ersehnten OrchesterkonAertes, roie auf ben roten §ür ba‘5 Mietseinigungsamt wurden 8 Herren — ben Programmen vom Sonntag beigefügten — I ^toählt, die den zustälidigcn Behörden vorge- Zetteln bereit» mitgeteilt wurde. Der Kontert- fragen werden sollen. — Der Dorsitzcnde des verein hatte al» Ersatz einen Solistenabend vorge- 1ltixbiifrf)en Wohnungsamtes berichtete kurz über sehen mit dem ursprünalich für das Orchester-1 öjt Perhaudlungen in Franksuri unb wies nach, konzert verpflichteten Cellisten Hans $ottermuT* ba^ nur burch beschleunig!e Wohnmrgstauten btt unb der bekannten Berliner Pianistin Frau Äwast-1 G^hen herrschenden Wohnungsschwicrigknten Hodapp. Auch dieses Vorhaben muß aufgegeben 1betabrn werden könnten. Es müßten werben angesichts bei einstweücn bis 15. Nov ,^tzt schon Wege gesucht werden, um die währenden gänckicken Einstellung deS Eisenbahn-1 Nassesten Mißstände &u beseitigen, die nicht allem oeriehr». Der Vorstand bittet die Abonnenten und I ^ureb die Hausbesitzer, sondern ge alle übrigen Besucher, die vermutlich in das nächste foic Bieter von groben Wohnunge i. üi,T - und L^xK 1 D-lLLv)nk-r. Jtin Ohfer gpi«. * ’S fr JJ dar fÄyi; LSL iS?* -AL°rs L gtiS JMe drmittelunget *Mmt Blumr. 9 M'LNov.Dttha, :martt an der laH ar infolge des schiv beschick. Es fehlin, Perrr die Käufer au# A entfernten (kflfn- M Pferde leichten imd 71 Verfaul Schwere Weife. Recht QuttS gefütterten TOtta- ch im übrigen, waten Pferden in nichts Preife waren hoch i zu 11000 W .be, D-b000M., Russen. ■ Einige Wagen und ertauf gestellt waren, t verkauft. Der Mack unt bei nachlassenden a. M., ö. Nov. Jnfvtge usteinen ist man hier r alten Bauweise mü MdaeWt- ^9^4 it tiefem Baumaterial en ein uni) werben fo luroeife ist in ilvgct, oU das Bauet a, i, W. *** LUs ML » . M.. 4. M. &t te lag raidjmütog in einen uüen ein t^jLhnget uviheim an# ten N? men nicht «vM aW Jf ÄtÄKS du Gastrollen gegeben M tg eines hem, der dal t, verhaltet- 2 M. Der - “it 8» M In der 8*6 n Schudmann in ma hrkchec.die sich ,r»ch. w»* n utot,t8®.bt"% M Lchub >« bm St“® a w'*” ■tiXg* *15^^ Mi rsTJ® - fe? L SSZK irjte W& . Lisbau Md " j; Verdienste ru^^hal' | !M 9ttLgtfnWÄiJ I sffStei J&ifSfeS' §LM '.’S&SP «*** vCTTOi|w>lCf« GutLecklcr Gol-5Ämugyrl. Heide lberg, 6. Nvd. Wie dem „Berl. Lo^.-Anz." berichtet wird, löste sich von einem Äüterzuge ein heißgelanfener Wagen und mußte umgehängt werden. Beim Entladen des Wagens fiel eine flHftc wegen ihrer Schwere auf. Sie war, wie sich bei ihrer Oeffrmng ergab, mit gemünztem Golde im Werte von über 1 Million Mark gefüllt, das ins besetzte Gebiet geschmuggelt werden sollte. Eingesandt. C?rür Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der Wohnungsmangel führt zu mancherlei Vorschlägen. Darunter zu solcknr, welche btc bei Schaffung der Republik versprochene Freiheit in vielfach unerträglicher Weise beschränken. So streben nur an das eigene Interesse denkende Leute an, in angeblich zu große Wohnungen gewaltsam frembe Mieter bi nein zu zwängen, '"elbst bann, wenn eine abgeschlossene Wohnung sich nicht einrichten läßt. Also das eigene Heim, daS sich der Besitzer mit großen Kosten und nach seinen Absichten gewiß nicht zu groß «schaffen hat, soll ihm durch Eindringlinge beschränkt wer^ den. Leichtsinnige Heiraten und das Streben nach Ziehen vom Land in die Stadt mit seinen Kinos und Tanzböden wird damit unterstützt. Da fragt <*.%> sich doch, ob eine derartige Beschränkung der persönlickien Freiheit überhaupt zu verantworten ist. Fremde Leute, über bereit Solidität, Zuvrr- Msigkeit und — sagen wir es in dieser Zeit der Drebstöhle und Einbrüche ganz offen — Ehrlichkeit keine unbedingte Gewähr gegeben werden kann, sollen in fremde Wohnungni Zutritt erhalten. EigenMächtigkeiten und Rücksichtslosigkeiten, uncr- wünschte Störungen, Beschädigungen unb Verschmutzen eines sorgfältig gepflegten Heims soll sich der Besitzer gefallen lassen. DaS geht viel zu weit! Einzelne Fülle wird es geben — wie bei AuSgewiesenen aus Elsaß-Lothringen, dem Saargebiet und dem Osten — für die gesorgt werden muß, dock sind dafür in früheren Artikeln genügend Mittel und Wege gezeigt. Für alle Wohnungsbedürftigen soll nun hier auf eine Einrichtung hingewiesen werden, die schon vor dem Kriege in vielen Städten, so in Wiesbaden, großen Anklang fand: das Einküchenha u 4 In diesem hat jeder seinen eigenen Wohnraum. Die übrigen Einrichtungen sind für alle bestimmt. In der Kücke wird ein ffitt triirgei» lul-eS Mittagessen für die "Allgemeinheit zubereitet. *rüc Kranke kamt eine zweite leicht bekömmliche ftöfi vorgesehen werden. Wer in feiner Wohnung essen will, holt sich fein Mahl dorthin. Biele werden ein Zusammencssen vvrziehen. Dies gemeinsame Essen tarn besser und billiger her gefiel It werden, wie wenn jeder Einzelne kocht. Eine Köckin genügt! Derartige Einküchenluiuser find hier zahlreick vorhanden. Auf schlecht gehende Gasthäuser ist schon aufmerksam pentodjt. Bor allem kommen aber die Kasernen in Betracht. Daß solche überzählig sind, ist bei der Bclckwänkung des Friedensstandes des HeereS auf ein Achtel zweifellos. Und Uousinanmscher Verein Anerkannter Verein. Gegründet 1878. Die Bücherei sowie das Lesezimmer in unserem Berelnsbauv — Nord-Anlage 15 — find nunmehr wieder eröffnet und bitten wir unsere Mitglieder um rege Inanspruchnahme. Die regel- mäßige Bitcherausgabe findet jeden SamSiaa von 8—10 Uhr abends stakt. 12514 Alle noch ausstehenden Bücher wolle man umgebend zurückgeben, da sonst Einholung aus Kosten der Entleiher oorgenoinmen wird. Der Vorstand. ftparin Licht-llerzek ■ Jede» Licht brennt ca. 8 Stunden. Inhalt M ■ 6 Stück p. Karton. Xnr für Greneieten. j Generalvertrieb für ganz Deutschland: H | Eugen Michels, Düsseldorf-^ Jmmermannstr. ($7. Telephon 4364. ^8 B Vertreter an allen PUlteen cewucht. S Versteigerung. 1 schwere- Zugpferd, 2 Einfpänner^Geschtrre, 2 Einspänner-Wagen, 2 Ernteleitern mit 4 Listen. 1 Pflug und 1 Egge sowie sonst, landwirtschaftl. Geräte. Versteigerung findet am 10. November narbm. 2 Ubr Rabenauer Straße 5$ statt. 12613 Karl Schäfer II., Maurermeister, Wicfeck. Preiswerte Damen-Strümpfe Reine Wolle engl. lang, gute Qualität in ra Mk. 27,—, 25.-, 23.75, Macco gewebt engl. lang, feine Qualität r\ 7c Mk. 16.50, 12,75, ^.£2 Baumwolle gestrickt engl. lang, sehr haltbar 1 n RH Mk. 16.75, 14.—, IZ,^ Florstrümpfe 18.75,14.75 Wilhelm Noll Seltersweg 1244& hne .viele EiNKÄversonen und Eheleute lassen sich in einer foid-xn Kaserne unterbringen! ES ist keine Unbilligtat zu fordern, daß mehrere Unverheiratete dasselbe Zimmer bewohnen. Schon jetzt geschieht dies sehr oft. Em junges Ehepaar mua sich, hne eö rm Ho ttt gan» üblich ist, mit einem Zimmer begnügen. Sind ältere Kinder da, so kann man em zweites Zimmer zugeben. R^ben der Küche sind m den Kasernen alle gemeinsamen Einrichtungen vorhanden oder sind leicht in ausreichendem Mage yt febaifen. HauSgenofsenschaften, btt durch einen Borstmld daö Gemeinsame regeln und Reibungen beseitigen, lassen sich nach dem in diesem Fall sehr berechtigten gleichen Wahlrecht einsetzen. rtür ganz besondere Verhältnisse sind davei in den Ka- lernen zahlreiche Familienwohnungen mit Küchen vorhanden. So hell und luftig wie die Kasernen sind viele Mietwohnungen nicht. Große Spickhöfe, (Bärtchen finden stch vor. Selbst Kasernen betten iverden verfügbar sein. Das Wohrtlichmachen der Kasernen ist Williger wie daS Einrichten besonderer Wohnungen in Privathäusern. In ähnlicher Weise wie Kasernen lassen sich aber auch viele wenig benutzte oder nur zu übec- llüssigen Vergnügungen benutzte Säle unb Räume einrichten. Sind die Gefangenentransporte durch, bann wird das riesige Durchgangslager frei. Schon jetzt ist es das Landsturm lager. Eine gesündere UMcrkunft kann eS gar nicht geben. Dagegen wendet man ein, Holzbaracken liehen sich schlecht heizen. Das ist erstens nicht völlig wahr. In Amerika und in nordischen Ländern sind Holzhäuser ganz üblich. Zweitens, wer kann denn überhaupt noch heizen? Kohlen sind gar nicht mehr zu haben, Hol^ dürfen die Obertörstereren nur noch an die Gemeinden abaeben, und von der Stadt Giehen erhielt man Anfang Oktober nur eine Anweisung, daß man Anfang Januar 5 (fünf) Zentner Holz bekommen kann! Run wird man dem Einsender den beliebten Borwurf machen, er habe kein „soziales Empfinden". Ich meine, das soziale Empfinden sollte die Regierung bzw. die Gemeindelxrwalttmg betätigen, bab sie, bevor sie in die Rechte der Haus- und Wohnungsbesitzer eingreift, zuimchst sich nach anderen gangbaren Wegen umsieht, um Privalintevessen, soweit sie überhaupt berechtigt ind, zu dienen. Da heißt es nun: „Die Kasernen ind nicht zu haben, die Militärverwaltung will ie nicht abgeben." Ja, gibt es denn da keine höhere Instanz, die bei entsprechenden Vorstellungen die Abgabe Vorsicht? Leute, die sich auf ihr soziales Empfinden viel zu gut total, stehen doch überall an der Spitze. Gerade in der besprochenen Trage kann es nickt schwer halten, die Geniemden unterstützen. Unb die Gemeinden haben die Verpflichtung, wohl erworbene Rechte zu schützen, sonst schneiden sie sich in ihr eigenes Ölestch, und die besten Steuerzahler ziehen weg. Dabei ist ein Gesichtspunkt noch nickt betont worben. Die Ucberfüllung der Universitäten wird ein' ungeheuer gelehrtes Proletariat erzeugen. Mcnr denke an Rußland, dessen Bolschewismus durch Studierte, Die keine Besänftigung fanden, wesentlich genährt wirb. Viele junge Damen be- tätigteck sich viel besser im Haushalt unb ergriffen den Beruf der viel gefutforen und schwer gefundenen Köckin. Herzlichen Familienanschluß kann ich ihnen garantieren. Jedenfalls sehe ich kcine Lierpflichtimg, allen, die studieren wollen, eine Wohmmg zu besorgen. Es ist eine ganze Reihe darunter, die llüger etwas ander-?-; ergriffen. Ein großer Teil d« ..Studentenbuden" wad bann von f«Öft für daß Ke 6dg Ablaus die er Frist wird der W»f I e n str l l fta ndsve r t r a g a's abgelausen betrachtet. Die alliierten und assoziierten Machte werden dann diejenigen Maß nahmen trefien, die sie für nötig halten. *£*• „öiuneittCTuruoai nn» waui oon ]cunt sur Verl-eirarere und solche deute, die hier wyhnen müssen, imtzbar. 3.0°, 6. 11. = 2^n 1.6°, 6. 11. - 09? eineß Bündnisses mit den Zentralmächten nicht günstig gesinnt war, sie eine Eroberungspolitik treibende Regierung unterstützte. Die Alliierten könnten nicht vergestzm, bafe Bulgarien, vom B.üiS- empfrnden unterlkützt, ohn- Herausforderung bv serbische Armee um fnnten angrifj und den hü- denmütigen Widerstand, dm biest- Arnt:e an einer anderen Front gegen die Mittelmäckt' leistet', brach. Die Wliierten dächten jedock» nicht daran, Bulgarien für den beganKmeu jrfXer büs-mi a.i lassen. Su wollen eute dauer hist- Gerechtigk.ni und einen fruchtbaren Srwbeii hrrstlllen. Die Alliierten haben mit Sorgfalt bie Bemerkungm der bulgarischen Delegatton geprüft und sind bereit, in eimgcn Punkten ben von Bulgarien gest-llten Wünschen entgeg^uzukommen. Ter Text bc <- Die Antwort brr Alllü.rtm enthält solgcnd.' Ha >» p t pu n k t e: M i l i t ä r i s ch e K l a u se l n: Bulgarien wird ernt"' Schiffahrtsklauseln: Bulgarien wird er- 'mäcktigt, aus her Donau für die Pottwi • unb Fischer eiaufiicht vier Torpedoboot- intb sechs Tanrpfboote, ohne Munition, mit ziviler Brwack ung zu halten. Oekonomische Klauseln: Tie Äuflxckung der Berträge kann durch Spezial- abtommen geregelt werden. 6lftnenrtau in Sttahtmig Strafibura, 6. Nov. (WTB.) Havas. Zu Begleitung Millerands besuchte Clernen ceau heute morgen den auf dem rechten Rheinufer gelegenen Kehler Hafen. Ws er am Ende der Brücke mir dem durch französische Truppen besetzten Gebietsteile anlangte, wurde er von drei Funktionären begrüßt. Tie Besucher begaben sick darauf nach dem Hafen Hirschbach'. Tem Rtinisterpräsidenten wurden ourch Techniker An' fünfte über die Anlage deS neu her?,nstellcnde'i Straßburger Hafens gegeben. Clemeneean empfing im Laufe des Tages verschiedene elsäßisrt^c Deputationen. Später fand ein Bankett statt. Die französische Herrschaft. Mannheim, 6. Rov. Wie dem „Berliner Lok.-Anz." berichtet wird, wurde unlängst auf der Rheinbrücke nack Ludwigshafen btt Geh. Kommec zienrat F a s i g, der in Ludwigshafen eine Fabnl betreibt, von den Franzosen verhaftet und nack Saarbrücken gebracht. Seit dieser Zell hörte mmr nichts mehr von ihm. Wie jetzt bekannt wird, ist er dieser Tnge in Saarbrücken wegen angeMirfvrv Verheimlichung beschlagnahmter Vorräte zu einer längeren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Luftverkehr. Berlin, 5. Nov. (WTB.) Wegen der Stilllegung der deutschen Bahnen nimmt die d e u t s d* Snitreeberei auf den Linien von Berlin nach Leipzig, Breslau, Hamburg und Warnemünde den Betrieb wieder auf, jedoch nur in sehr beschränktem Maße. 87 93 100 Höchste Temperatur am 5.11. Büchertisch. .--TerE he druck von Bros. Dr. Wolfgang M i t t e r m a i e r. Bonn, A. TZarcuÄ unb E. Webers Verlaq. Preis 2,80 Mk. — Weltrausch, Roman von Rudolf Lothar. Geheftet 7.50 Mk., gebunden 10.60 Mk. Verlag Grethlein & Co. G. m. b. H. in Leipzig. — Lerche, JuliuS, Waldhof. Geschichten ferner Freunde und Feinde. Mit 8 farbigen und vielen schwarzen Bildern von Fritz Lang. 2. Auflage. 224 Seiten: Ottav. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — Den Sinn für Natur- und Heimatschub in den Herzen der Jugend zu loedcn: das ist der mit, feinem Verständnis durchgesührte Seitgebante dieses BucheS. Jugendliche Freunde Waldhois, nichts wissend von „Schutzbestrebungen", schützen ihre Heimat: auS'ursprünglichem Empfinden heraus für Leben unb Schönheit, schützen sie Waldhos gegen den Feind, den Menscheri, der sich an Wald und Flur versündigt. Eingesttiwte Natur- märchen (für Fortgeschrittenere) erhöhen „Wald' Hofs" Reize. Viele bunte und schwarze künftterisch vollendete Bilder von Fritz Lang sowie die vorbildliche Ausstattung entsprechen dem guten Geiste des Buches. Letzte Naebvichten. Vom Völkerbund. Brüssel, 6. Nov. (WTB.) HavaS. Im „Ewlle iögLgc" toird mit geteilt, daß man im Mini-» iberium bcS Aeuhern die Nachricht dementiere, wonach 'der belgische Ministerpräsident Huys- mans -um Präsidenten des Völkerbundes ernannt wurde. Die Cnlentt an Bulgarien. Paris, 6. Nov. (WTB.) Havas. Das Begleitschreiben zur Antwort der a 11 i i e r t e n unb asioziierten Mächte an die bu 1 - garischeFriedensdelegation nimmt mit Genugtuung Kenntnis von der Aufnahme, die Bulgarien den 5llauseln des Friedensvertrages be^ züglich des Völkerbundes und des Schutzes des nationalen Minderheiten zuteil werden ließ. Die Alliierten sehen darin den Willen Bulgariens, seine Politik nunmehr wieder auf humanitäre Grundsätze und auf dem von den Alliierten vertretenen Weg internationaler Solidarität führen zu wollen, bezüglich der territorialenFra- g e n und der Frage des Eintritts Bulgariens in den Krieg äußert sich das Schreiben, daß,, wenn es auch vielleicht richtig ist, 5.11. nm. 2.0 4.6 5. 11. abds. 1.5 4.8' 6. 11. vm. 1.7 5.2 600 m Nollbahngleis mit 4 Weichen und 18 mppwagen sofort gegen Kaste z« kaufen nditrbt. (‘**T8s Curt Weistgerber, Frankfurt a.Main. ___ ______________ Auskünfte leber Art über Geschäfts- und Privatlente schnell, zuverlässtg, diskre'. 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Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dass unsere liebe, gute Schwester Fräulein Lina Kleinke Giessen (Schiffenb. Weg 30 G.), den 5. Nov. 1919, In tiefer Trauer: Gestern vormittag V»8 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit grosser Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann Herr Heinrich Saas. V.H.C. •Ag&fcZieiHerili W Gleuea Morgen abend v Ubr SRanatiDtnirrliBI. Sonntag, d. 9. Rovbr. Wettenberg- Betzderg- Rodbeim 2',, Stunde» Abmarsch 1 Ubr ooa der »**c Labnbrücke. a.8amnfe;n Gabeliberger SamStag, den *. vember 1919, abends 8'/, Ubr Vereinsabend im .Poftkell.ri' ***c sWaaenga ie) Die vortiände- Montag den 10 Rod» abends 7 Ubr: .»u» 5. Bornellung im ÄtoM raaV-Abonnernenl: Wilhelm Teil. Ei» Schausnie lv. Schiller In stillem Leid: Frau Marie Adolph geb. Langsdorf und Kinder. [Stellenangebote! Bautechniter flotter Zeichner, für ein dies. Archuekturburcau per sofort ob. 1. Drzbr. gesucht. Schr. Angeb. unt 12W8 an den Gietz. Anz. 20 qm Ölur XXXV. Nr. 253 V3ii ntn. 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Ja, wenn er sie nxh geliebt hatte 'n»: ehedem, vielleicht — aber Evelyn fichlte ra gniz 9'-- nau, daß er erkaltet wir, daß ihn vielleicht sogar nichts mehr cm sie band als sein Wort und der Glaube, geliebt zu werden. Nein, dahin durfte es also nicht kommen. Aber wie cs verhindern? Sie grübelte Tag und Nacht darüber, und endlich fiel ife auch ein AuÄveg ein. Ja so könnte es vielleicht gehen. Sv: wollte Gvttorb schreiben und ihm bei allem, was es «ab, schwören, daß, sie Magnus liebe und fein Seduft ihr das Herz brachen würde Es kam nur darauf an, daß sre ihren Worten überzeugende Kraft M gefeit vnstaud. Aber«das würde ife ia 'wohl gelingen. Sie war immer ein: Meisterin des Stils gzroefenc abe°°' Ubr- Vettinsabeav im ’JÄle Der 6*^5 Ovttel w?i9 Utphe, Kreis Gießen, 4. Heinrich Schüfe, Müller und Landwirt in Görbeiheim, Post Frickferg, 5. Heinrich Ludwig Langsdorf, Kommerziennt in Friedberg; als Ersatzmänner 1. Friedrich Jost, Bürgermeister und Landwirt in Bermuts- hain, Kreis Lauterbach, 2. Karl Roemfeld, Geh. Justizrat in Nioda, 3. Friedrich Wilh. Stein, Landwirt in Stumpertenrod, Kreis Schotten, 4. Karl Georgi, Zigarrenfabrikant in Gießen, 5. Tr. Paul Giseorus-- Prof, der Landwirtschaft in Gießen. Hierauf trat der Provinzialtag wieder zur gesckftiftlick.en Versammlung zisammen. To sich zur Entscheidmg über die Gültigkeit der Wahl der .Mitglieder und Ersatzmänner des Provinzialcms'chisses niemand zum Worte meldete, stellte der Borsitzend: fest, daß die Wahl einstimmig bestätigt war. Damit war die Drges- ordnimg erschöpft. Ter V-orsitzende erklärte, er werde nun schon in der nächsten Zeit mit fern neugewählt:n Provinzialausich iß an die dringlichsten Arbeiten ferautieien und mit den Mitgli«ern die finanzielle Lage der Provinz und den Stand ihrer wr:stiastich)en Unternehmungen (Wiferne.k Inheiden und eleftr. U.ferlandanlag') erörtern. Ta zu lämen dann bald die Vorarbeiten für die vcrsäi d.nen Bo rausch, ägc für das R. chnungsjahr 1920. Brauer- Ober-Ofleiden fragt . AZvche und Schnle. g. Friedberg, 4. Nov. Heute sand hier bei «guter Beteiligung die hessische Missrons- konster enz statt. Sie wurde um 10 Uhr in fern Predigerseminar nach einer Morgenandachl, gehalten von Pfarrer Lenz (Lich), von Dekan Gußmann (Kirchberg) in Vertretung des verhinderten Vorsitzenden eröffnet und geleitet. Missionar Müller (Hersfeld) erftottrtc ein sehr eindruckvolles Referat über „Das Evangelium und Ostasien", in dem aus China eine Menge bisher unbekannter Tatsachenl mitgeteilt wurde, cie durch die Kriegsereigtüsie bei Nns über sehen wurden. China ist in den letzten Jahren ein durch Hunger, Pest, Revolution, Bürgerkrieg schwer heimgesuchtes Land geworden (und der Weltkrieg fet dazu geführt, die Ausbreitung des Evangeliums merkwürdigerweise zu fördern. Eine Riesenaufgabe für lange Zeit bietet Ostasien der Mission. Nach einem weiteren Vortrag von Missionar Monninger über „Tie Heidenmission im Dienst der Volksmisjion" und Besprechung schloß die Bor Mittagstagung. — Nachmittags sprach an demselben Orte nach Erledigung geschäftlicher Arbeiten Missionar Groh über „Presbyterium und Kirchenzucht auf der Goldküste". Zwei Vorträge von Mistionar Jttmann über „Da§ Schulwesen in Kamerun" und Missionar Schlau- draff „Wie ich Missionar wurde" vor den zahlreich versammelten Schülern der höheren Schulen in der Burgkirche und eine Missionsstunde (Missionar Groh) um 8 Uhr abends vor der Gemeinde schlossen die inhaltteiche und gelungene Tagung^ enitt; fr-» .Ter jett”' >b»ug- D Rödgen b. Gießen, 2. Nov. Aus un^ screr Gemeinde sind bis jetzt 6 Gefangene zurück-« gekehrt, nämlich: Christoph Hochstein, Hnnr. Befe lof, Heinr. Hahn, Heinr. Balser unl> Luüw. Weller aus englischer, Wilhelm Lückel aus französisches Gefangenschaft. L. wurde wegen Krankheft mt- lassen. Erwartet werden jetzt noch: Heinr. Inder- tt.til, ter in den ersten Tagen aus englischer Gefangenschaft zurückkehren dürfte, ferner August Kl-os, Ferdinand .Aos, Karl Brück, Otto Muth und Heinrich Bellos, die sich noch in französi> schen Händen befinden. X Eckartsborn, 4. Nov. Nach über ein> jähriger G sangen schäft in Ekrgland kehrte der Landwirt Heinr. Orth in die Heimat zurück. Orth geriet am 3. Oktober vorigen Jahres als Sanitäts-Sergeant beim Fe dart.-Regiment 27 in Gefaugenichast. Alle Bemühungen, ihn als Srnie täter früher zur Auslieferung zu bringen, blieben erfolglos. 5 Berg heim, 4. Not'. Als zweiter Kriegsgefangener unseres Dorfes k'-hrte, ebenso herzlich üon den Seinen wie vm der ganzen Gemeinde b> grnßt, der .Unteroffizier Au g. Lotz, Sohn des gleichnamiges Sckjmiedes Lotz, in die $ximat zurück. Ter jüngste Bruder Rudolf fiel am- 2 5. April 1918 fürs Vaterland. „Aber Mama! Sri „Bessie"! Ein Lamm ist nichts gegen sie?" Evelyn drückte »och einen flüchtigen Svst auf chver Mutter Stirn, mckte Modestn zu vnd «ft- femtc sich bann roftfi. Modesta hatte ihre Arfeft fbtlat lasten und starrte ihr nach. „Tann heiraten wir ja bald . . DrS Wort klang ihr schrill im Ohr und legte sich barm langsam wie ein schwerer Alp auf ihre Brust. „Warum freue ich mich beim nicht darüber," cwchte sie bekommen, „wo es doch fein Glück sein wird, und heute zum ersten Male in ihvm rächenden Augen etwas mk Lieb: fbtntb?" Marno Losenstein chftte rnzwifchen die Briefe gelesen, die ihr die heutig: Post bvachte. „Denke dir nur," wandte sie sich fetzt freudig an Modesto, „Lottchen schreibt, daß Bertie rin-n so Iroßen Erfolg gehabt hat! Sie ist ganz selig. Seine Farbstofferfindung mac^t überall so großes Aufieh-en und wird hier in einem Fachblatt, das sie uns beilegt, eingehend bespvfefen." Sie reichte Miodesta das Blatt, das btzfc mechanisch nahm und zu lesen begann. „Das freut mich aber wirklich ausnehmend für die ©feine!" fugte die Gräfin herzlich Gwiß wird es nun auch nicht nur bei äufeäer Merken- röntg bleiben?" „Nein. Lotte schreibt, daß das Verfahren nun patentiert wurde und Geras einen gmrzm Berg ehrender Zuschriften bekam, unter dmen sich auch einige vortefthafte Stellenangtbote befinden." „Tas ist hilbsch! Tos gönne ich den beiden liefen jungen Leutchen. Da wird rotzH# mit der Hochzeit nicht mehr lange gewartet werdm müssen." „Kaum," läck^lte M»ama Losenstein, „sie arbeiten auch beretts Hlls über Kopf an fer Aus- ftattantg uns was nicht fertig wird, schreibt Lottchen, mag ruhig für später Keifen." Mvdesta hatte nur halb zugehörl. tonn* verloren starrte fte über das Zeittrngsblatt hinweg hi die Luft. Immer noch lag es wie ein Stein auf ihr: „Tann heiraten wir ja bald , . Und was sie Auge in Auge mit ihm nte über die Lippen gebracht Hütte, dos würfe zu schreiben leicht fern ... So schrieb sie am Morgen des achten DageS den reiflich durchdach.ten Brief, und war fehwfe selber gerührt, als sie < ihn zuletzt noch einmal durchras. Ja, er war gelungen, ein wahres Meistn> stüch, m3 seinen Zweck erfüllen würfe! Lricbten Herzens eftte ft: bann mit dem Brief in der Tasche in den Stell hinab und lieh sich „jfefäe" satteln. Sie wollte zu Kitty Melbers, die ihr gestern hatte sagen lassen, die Iagdlnbidin habe Junge geworfen, und sie sollte sich doch recht bald die puhiaen T-inger an sehen kommen. Unterwegs konnte dann gleich der Brief einem Boten zur Bestellung über geben w.'rden. „Tu siehst ja heute merkwürdig strahlend aus, LieÄmg," sagte die Gräfin, die mit Mama Losen- stein uÄ> Mofesta unter einer BlutbuchengniPP' saß, als Evelyn kam, sich zu verabschieden. ,^>ast du etwa von Magnus einen Brief fekommen?" „Nein, Mama. Aber es ist fo schön heute — ich füble mich so leicht und froh!" Uud sie reckt-: choe schlanke Gestalt noch um rin Paar Z^l höh:r auf und lächelte. Es war ja wahr. Wie eine Last wir es von ihr gefallen, seit sie den Brief g'.schrieben, der alles zum guten Ende führen sollte! Da traf sie ein Blick Ddodestas — ernst, bang fragend „Was toll diese plötzliche Lustig§rit?" stand barm. „Bist du so froh, weil er weg ist? Ober . . ." Goelyns Augen erwiderten die stumm: Frage in sprühendem llefermut. „Ich denke, Magmrs Üommt bald zurück, da er gar nichts von sich hörens läßt!" sagte sie. „Und dann heiraten wir ja bald — toll ich nutzt ftujUich sein?" ,^ewitz, liebes Kind," nickte die Gräfin und kl'opfte ihr auf die Wange. „Gib nur acht, daß dir nichts geschieht. Es beunruhigt mich immer, daß du den Reitknecht nicht mitmmmft auf deinen Ritten." prooinzlaltag. Gießen, den 1. Nov. 1919. Ter neue Provinzial tag fer Provinz Ofer- hessm hielt am Samstag hier seine erste öffentliche Sitzung unter fern Vorsitz des Provinzial- divettors Gel>einrerat Dr. Usinger ab. (ri> föiencii waren sämtlich: Mi'gli.fer. Zum Protokollführer wurde fer Provinzialsekretär Schälle r m a n n ernannt und verpflichtet. Als Ur» kunfepersonen wurden Tr. Alfert Aaron, Leck tsannalt in Gießen und Adam Decker, Gastwirt in Groß-Felda, bestellt. Zur Entscheidung über die Gültigkeit der Wahl des Provinzialtags führte ocr Vorsitzende u. a. folgendes aus. Nackfem die Wahlakten >rus fen 466 Wohl- fezirkcn bei fern Provinzialwahlkommissar ein» «laufen waren, seien diese durch 12 besonders hierfür ernannte Hftfskräste »orgeprüst worden. In bet Zeit vom 8.—10. September habe die Pro- vinzialnahlkommurion ebenfalls die Willitten ein» pelnnd durckgeprüft und das Wahlergebnis würfe vorschriftsmäßig veröffentlicht. Bei fer Prüfung der Wahlakten seien nur geringe Formfehler fest- gestellt worden, die aber auf das endgültige Ergebnis fer Wehten keinen Einfluß gehabt hätten. Materielle Verstöße gegrn Die gesetzlichen Vorschriften seien jed-enfalls nftgends vorgekommen, sonst hätten sicherlich^ ine Parteien rechtzeitig gegen das Datzergebnis d'monstrtert. Tie Gewählt m hätten alle die Wahl angenommen. Ter Provinzial Ausschluß hab" bartf; -wei seiner Mitglieder ebenfalls die Wahlakten nachprüfen lassen. Nack,fern die festgestellten Anftänfe beseittgt worfe-.r waren, hab: der Puovinzialausschuß in seiner Sitzung vom 4. Oktober 1919 Die Veröffentlichung des Wahlergebnisses ebenfalls besch-lV'srn. Tie Berösf'.nt- itipmgen seien al.ichia ls vorschriftsmäßig erfolgt. Leber die Gü/ttgsrit fer Wahl habe nun d:r Pro- vinzialtag zu en'.scheiden. Er frage an, ob von den SRitgticfern Eimvendüngen vvrzubringen seien. T-a dies nicht geschah, stellte fer Dorsitzend? fest, daß die Wahl einstimmig für gültig erklärt worden sei. Tagegelder und Reisekosten der Mitglieder des Prvvinzraltags sowie der Mitglieder des Pvovinzialmlsschusies und fer Ersatzmänner, Hierzu führte der B-o r sitzen d e aus: Nach der neuen Gesetzesvorschrift frien Tagegelder ono gtetfetoflcu zu g.wälwen, über deren Höhe der Provinzialtag zu bcsclüiehen habe. T« fer Provinzialausschuß aufgelöst worden sei, habe dieser auch' keine Borsch-läge über die Höhe der Betrüge machen können. Teshalb Hofe er unferbindliche Vorschläge entworfen, die er zur Tebatt-' stelle. In den Kreisen Alsfeld und Lauterbach seien cm Tagegeldern für die Kreistagsmitglieder 15 Mk. für nicht am Sitze des Kceisamts Wohnenfe und 10 Mk. für am Sitze des Kreisumts Wohnende festgesetzt morfen. In Friedberg betrügen diese Sätze 16 Mk. und 12 Mk. Er schlage dar, sich den Friedberger Sätzen amzuschließen. Neben den Tagegeldern seien bann llebernachtungsgebühren und flteiietopen festzusetzen. Für fee Bahnfahrt werfe II. Wagen klasse vergütet irrtb für diejenigen Mitglieder, die nicht an einer Bahnstation wohnten, Vnne noch eine befjnfere Entschädigung für Stellung von Gefährt in Betracht. Bei der Aussprache schlug Oekonomierat Breidenba ch-Dvrheim vor, statt einer Vergütung für Gestellung von GefLlri eine besondere Wegvergütung (Kilometergetb) für den dlb- und Zugang zur Bahn zu berechnen. Rechtsanwalt Dr. Aaron-Gießen erllärte: Nach den amtlichen Gebuhrens.'itzcn für die Rechtsanwälte wurden für den Kilometer 1 Mk. vergütet, würfe jedoch der Nachweis erbracht, daß höhere Aufwendmigen entstanden seien, so seien die wirklichen Auslagen zu vergüten. Landnnrt M o g k - Grundschwalbeim schlug vor, fen Kilometer Lmrdweg mit 1 Mk. zu vergüten, um allen Eventualitäten zu begegnen. Mitglied Lux- Nieder-Florstadt vertrat fen Standpunkt, daß die Taxe Yon 1 Mk. zu hoch sei. Für die Abgeordneten fer hessischen Bol^- Tammcr würfe nur eine Wegvergütung von 60 Pf. für den Kilometer «währt. Er schlug eine Weg- vergütung von 50 Pf. vor. Die bisherigen Pro- vinzialtagsmitgliefer hätten ja überhaupt nichts erhalten. Landwirt M o g k-Grundschwalheim betonte, er habe bei seinem Vorschlag nur an die wirllichen Berhälttrisse gedacht, da man zu diesen Sätzen jkt igar kein Fuhrwerk bekäme. Landwirt :I und 5rau'. Schneider- Utphe meinte, die Vergütung für ein Gefährt zur nächstgelegenen Bahnstation käme bei fen heutigen Prellen eines Fuhrwerks vrel su hoch. Larrdwirt Mogk- Grundschwalhrim zog seinen Anttag von 1 Mk. Weggebühr für den Kilometer zurück und war mit einem Ansatz von 50 Pf. ein verstanden, wenn alle anferai Eventualitäten satten gelassen und Ab- und Zugang zur Bahnstation je besonders berechnet würfen. Geschäftsführer Fo u r ie r - Ge^en sand rin Tagegeld von 10 Mk. für die in Gießen wohnen- fen Mitglieder des Provinzialtags zu niedrig. Für 10 Mk. würde heute lern Arbeiter am Tag mehr' arbeiten. Er schlug 12 Mk. vor. Der Vorsitzende beantragte dann die Sätze fer Tagegelder wie folgt: Für auswärts Wohnende 16 Ml. und, wenn infolge des Ab- und Zugangs die Reise in der ziveiten Öälitc fes Tages vor der Sitzurrg angetreten oder die Rück- reiie in der ersten Halzte des folgenden Tages beendet werden würde, ein Tagegeld von 10 Mk., für die in Gießen Wohnenden ein Tagegeld von 12 Mk., wenn ilwe Tättgkeit in Gießen statt,infe:. Wenn in Gießen lvvhneuoe Mitglieder außerhalb Gießens an Sitzungen teilnehmen, fo sollen sie das gleiche Tagegeld wie auswärts Wohrrenfe erhalten. Für sogenannte Frühreifen (Rri.en, die am Sitzungstage vor 6 Uhr vormittags ange- tvetcn werden) soll ein besonderes Tagegeld von 5 Mk. in Ansatz kommen. Uebernachtungen sollen mit 10 Mk. entschädigt werfen. Bei Bahnfahrt soll 2. Klasse vergütet werden. Krmttcnkassen- beamter Braun- Alsfeld ist der Ansicht, 'man könne ebensogut 3. Klasse fahren.^ Geschäftsführer Fourier-Gießen stimmt angesichts der steten Ueberfüllung der unteren Wa^nllassen für die Benutzung fer 2. Wagenklasse. Privatier Schimmel- Heuchelfeim war für Festsetzung eines Tagegeldes von 12 Mk. und für Vergütung der Bahnfahrt 2. Wagenklasse. Kommerzienrat Langsdorf - Friedberg stimmte für die Sätze van Friedberg und 2. Wagenttafse. Diese Regelung könne, weim sie fern Pvovinziallag nicht zusage, anders geregelt roerfen. 2er Vor sitzende beantragte Abskmmung. Es wird gemäß den letzten Anträgen fes Borsitzeir- fen Beschluß, gefaßt und auf die verschied men Anregungen hin eine Weggebühr von 50 Pf. genehmigt. Ferner wird der Provnrzialausschuß ermächtigt, bei außergewöhnlichen Dienstgeschäften, die mit erhöhtem Anfwmrd ver- bunfen sind, für den Einzelfall rin« Cri)öhung fer Tagegelder oder fer liefernach, ftattlixfe Mürmergestalt auf. Er! Er war zurück! Im nächsten Augenblick war sie mit einet verwirrt gestammelten Entschuldigung verschamn» fen. Dte briden Damen blickten sich verdutzt an. Aber da schlangen sich auch schon zwei Arme von rückn-ärts um die Gräfin, und die Stimme tfeeä Einzigen tagte herzlich: „Gott gtttfeit dich, Mama, da bin ich wieder!" „Magnus! Du? Welche Ueberraschung! Sri hat Evelyn doch recht gehabt. Sie ahnte nämlich, daß du uns bald durch ferne Heimkehr über* raschen würfest." „Wo ist Evelyn? „Vor einer halfen Stunde ritt sie zu MelberA nach Lustbühl," antwortete Mama Losenftein; „wie leid wird es ihr tun!" Er blickte sich suchend um. „Und Mofesta? War sie nicht eben noch hier? „3a. Ich weiß nicht, was ihr plötzlich erogen fallen ist, davonzulaufen wie nämsch." Die Gräsin lächelte. „Sie wird sich plötzlich erinnert Hafen, daß man sie vielleicht in Schönau ungeduldig erwartet. War sie doch zwei Tage nicht drüben!" Magnus' Züge waren plötzlich finster gewvte den. Nervös strich et über feinen Spitzbart. „So. Nun, und was gibt es denn Neues hier? Hat sich etwas ereignet in meiner Abwesenfeit?" Niemand merkte die ungeduldige Spannung in seinen Augen fei dieser Frage, denn er hielt den Blick gesenkt. „Nein, rem gar nichts." Dann stellte die Gräfin eine Menge Frage« nach Glaversheim, die Magnus zerstteut feante wartete. (Fortsetzung folgt.) Airchttche Nachrichten. Jirael. Religionsgemeinde. Gottes-» dienst i. d. Synagoge (Süd-Anlage). Samstag- 8. Nov. Borabd.: 4.45 Uhr. Morg.: 9. Abds.: 5.00 und 5.40. Israel« Religivns- Gesellschaft, Sabbatfeier, 8. Nov. Freitag abd. 4.25 Uhr. Samstag vvrm. 8.30. Nachm. 3.30. Sabbftaus- gang 5.40. — Wochrngottesdtenst: morg. 7.00^ abbd. 4.00 »Hfj MH«s $66 11 Personen niniliitWliW che Programm. -er. Weites Branb«S. Die Persou ( ctltte mir gestern meint Jürnt m\t fitntu Le- btnMttdmtttltnlorok tzv M. Inhalt au» bet rafchr nahm, ist erkanm u. wird gebeten, hielt ibt Wr^üee36t)Joiort abzugeben, anbernsoiir wirb Anzeige erfolg men auf Safte erstchih^ 1 F Vereine^ Bekanntmachung behördliche Anzeigen die itd) diese Neuherrichtung bürt« Ter Oberbürgermeister (LebenSmittelaml). 12610B ric »ii 12697B Tiitrr a'S 10009 bi* in bi*f*t K All u 0 nrt iS» nx> nbt mai btr Au, bur we- Be- 78 5 7L 1280SB fl H' fi S ui 11 GnlertiJ au Dert Wlnr Änmni dunkelt' Au ucrf. M«66 G AU t U. 01 tag nod)mittag von 2—5 Uhr. Aus Onrnh der am 8. Oktober fhrttgefunbcnoi Bolllzahllmg muhte die Markenkattothek neu her- gerichtet werden. Du- Grestrn, den 30. Oklvber 1919. Hässliches Amtsgericht. Ter 7. Bürgermeister. S chneider. den Geschäften übertragen: Adami, Gcbr, MLusburg 14 Arnold, Hemrick, Kaiser-Allee 19 Blum Wwe , Alois, Steinsttaste DeduS, Heinrich, Fricdrichsttahe 1 Kalbfleisch, Heinrich, Liebigstrastc ' Giesten, den 5. Noventber 1919. In unser Gen-osimschaftSvegister wurde hAite eingetragen: 1. ba5 Statut vom 24. August: 1919 der, ^Landwirtschaftlichen Bezugs-und Abs atzyenossen schia ft, eingetragene Genos- schaft mit beschrankter Haftpflicht" mit dem Sitze zu Allendorf a. b. Üumba. Gegen stund des Unternehmens ist gemeinschaftlicher Em kauf von Berbrauchssddffen und Geyen- standen des landwirtschaftlichen Betriebes, fotor? gerneinichaftlicher Verkauf landwirtschasLicher Erzeugnisse. Die von der Geniosjenschaft ausgehenden ö^tntitden Bekanntmechungun sind unter der iymrui der Genossenschaft, gevichnel von zw'i Vorstands milgliedeim, in dem Bcrbcmdsorgan „Das Hessenland" aitiAuncbnien. , Die MUenSerVärinig und Zeichnung für die Genossenschaft muh durch ztvft PorstandSmitglied.r erfolgen, wenn sie Tritten gogenüber Rechitsv^r- bnid!«i>vcit haben soll. Tie Zeichnung geschaht in der Weise, dast däe Z^-ichvettden zu der Firma der Genossenschaft ihre N^mensunterschrift brifügtrn; IhcMm rüst in wert 41a IrtM'aefce üelv.-lreexerti. B. Laa>«. liolw Bekanntmachung. Vom 29. September 1919. Auf Grund des ü 8 Abs. 1 der Bekanrftumch- ung des Reidrsrommissars für dv Svblenverteilung vom 9. September 1919 über die Einschpänkung des Verbrauchs ffcftrifdxr Arbeit wird befhmmt: .Dom munoIverbünde sind bk Kreise, Vorstände der Kreise dk K'reisdrrek^ren, Okmrinbäwrstwrde in den Städten von über 20000 Einwohnern die Oberbürgermeister, in den übrigen Städten die Bürgermeister, in den Landgemeinden die Bürgermeistereien. T a r m stadt, den 29. September 1919. Hessisches LandeS-ArbeitS- und WirlschaftSamt: . Raab. 3. Die LandeSzentralbebörden oder die von ihnen beauftragten Stellen können einzelnen Ge- memden oder Gnwpui tun Gcrneiüden mit Bekanntmachung. Der Verkauf von Spiritus gegen Abgabe von Marken für den Monat November ist Nachfolger»- 2 fllli Wutg. II. 11p »»ob, «g. n Ankau uni ft 2cbr i lütodh OlfKM Suflbr ten einige Differenzen entstanden fern, wodurch eine Verzögerung bei Abfertigung des Publikums vorkommen wird. Ich ersuche dringend, dir vorgenannten Ab- hodnigszeiten genau einzuhalten, damit unnötige Störungen in der Abfertigung vermieden werden. Giesten, den 5. November 1919 12602B Der Oberbürgermeister sLebenSmittelamt). tarn au v Fr 1 lau neue Au uc Gel Lamp UniAii a) mit beit Kohlenwirtschaftsstetten und den Kommunalbekiordcn bei der Durchführung der auf Grund dieser Bekannimadning not^ wendigen Maßnahmen xufmnmenzuwirken; b) die il/nen durch diese Bekanntmachung oder durch die Ortsvorsdwisten (§ 5) übertragenen Rechte und Pflichten auszuüben. 6. Die Vertrauensmänner üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus. 7. Die bisher ernannten Vertrauensmänner bleiben ohne weitere Veitättaung int Amt. 8 5. Ortsvo rschriften. Die Kommimalbehöcden, und zwar in Gemeinden mit mehr als 10 000 Einwohnern die Gemeindevorstände, im übrigen die Vorstände der .kommunalverbLnde, haben sobald wie mög'.ich im Einvernehmen mit den Kohlenwirtschaftsstellen Vorichriften über die Einschränkung und die zweckmäßige Beriellung des Verbrauch- elektrischer Arbeit zu erlassen, insbesondere über die Einschränkung für den Kleinverbrauch gemäß § 1 Äbs. 6 dieser Bekanntmachung. Die bisher erlassenen OrtSvvrschristen bleiben ohne weiteres in .Kraft. Die durch diese Bekanntmachung notwendig werdenden Aendenmaen und Zusätze der Ortsvorschristen find umgehend zu erlassen. § 6. Anvrdnu ngen in dringenden Notfällen. Ergibt sich bei einem Stromverforgungsimter> nehmen infolge Mangels an Brennstoff ober aus sonstigen Ursachen die imbebingte Notwendigkeit, schleunigst Einschränkungen des Verbrauchs elektrischer Arbeit vornehmen zu müssen, so hat der Vertrauensmann die nach Lage des Falls erforderlichen Maßnahmen aitywrbncn. Den Verbrauchern bat er tunlichst vor der Durchführung Kenntnis zu geben. Den beteiligten Mmmuncll- bebörben und Kohlemvirtschastsstellen bat er unverzüglich Meldung zu machen. 8 7. Kohlenwirtfchaftsstellen. Die Abteilungen Elektrizität der Kvhlenwirt- fchaftsstellen sind in Preußen die früheren Abteilungen Elektrizität der Krieksamtsstellen. In Bayern sind es die LandesÜvhlenstelle, Abteilung Elektrizität. München und Nürnberg, in Sachsen das Landeskohlcnamt, Abteilung Elektrirität, Dresden, in Württemberg di« LandesVo Umstelle, Abteilung Elektrizität, Stuttgart, in Baden die Landeskohlenstelle, Abteilung Elektrizität, Mannheim. An die Stelle der Abteilungen Elektrizität der Kvhlenwirtschaslsstellen usw. können mrdere. von den Lau des Zentralbehörden mit der Durch führung der Bestimmungen dieser Bekanntmachung beauftragte Stellen treten. §8. Landeszen tralbehörden 1. Die Landcszent alle lrär den le im mm, wer im Sinn« dieser Bekanntmadmng als Kommunal» verband, Gemeinde, Vorstand des Kommunalver- banbes und ate Gemeinde Vorstand anzuselFn ist. 2. Die Landes/entratbehärden Dn: en im Einvernehmen mit dem Reichschmmiifar für die Kohlen Verteilung andere Stellen als die Vorstände der Kommunal verbünde oder Gemeinden mit den in dieser Bekanntmachung den Vorständen der Kommuna'.verbänd« oder (Seiminben zu^eviesenen Aufgaben b au tragen oder einzelne die er Ausgaoeu firi> telbft oodK-fnUten Bekanntmachung. Betr.: Einschränkung deS Verbrauchs elektrischer Arbeit. Tie nachstehenden Bestrnntmachungen werden hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht. Gemäx tz 4 nachstel-eirüer De,.in.mungen Ul Herr Direktor Stelle Stöbt. Elektrizuätswerre Giesen, zum Vertrauensmann für das Derfor- ginnviebict der Stabt Giesten ernannt worden. _ Giesten, den 30. Oktober 1919. 12ÖO4B Ter Oberbürgermeiirer. I L.: Krenzren. Bekanntmachung. Är unser Handelsregister Abt. A wurde bezüglich der Firma Vereinigte Stempelfabrikan Gelnhausen-Gießen I. Bergeon und I. Kreuter, Gießen ein getragen: Die Prokura der Ehefrau Joses Kreuter, Lina geb Klaus, ist erloschen Gießen, den 31.Oktober 1919. 12595» Hessisches Amtsgericht. Heinrich Döll, Spar-afenrechwer, Christoph Dang Laickwirt, alle in Ällendorf a. d. Lu mda «vhn- hast. Tie Haftsumme für den etwrbaiai Geschäftsanteil beträgt 100 Mk. Tie Einsicht der Liste der Gewogen ist toah- rotblxrr Düftrskstmibm des Gerichtei Kbem gestattet. Stadt. Arbeitsamt (Ziehen West-Anlage 31, releph. 2054. Es können eingestellt werben: a. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Schubmacher, 1 Polllerer, 50 Grudenarbeiter, 6 Lchretner, 1 Schneider, 1 Kleinbauer, 1 Glaser, 1 Uhrmacher 1 Spengler und Installateur. 10 Maurer, ein Zeichner für techn. Bureau. 3 Wärter. Lehrlinge: 1 Spengler u. Installateur, 1 Friseur, 1 Sieinhauer, 1 Schmied, 1 Schreiner. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 lanbw. Knechte und Arbeiter, 50 Grubenarbeiter, acht Schrelner, 1 WieaeuieiHer, 80 FeidbereiniaimgS' arbeiter, 1 Tapezierer u. Polsterer, 3 Einschaler, 3 Beionarbeiier, 5 Schneider, 2 Lchnhmachei, 2 Sleindaner, 1 Pflasterer, 1 mnger Kamin leger, 3 Elektromonteure, 5 Zigarren- ll Wickel' macher, 1 Ptamst oder Pianisitn, 2 Installateure, 1 Spengler und tznstaUateur, 1 Holzbildbauer, Klavierbauer, Negulierer und Zusammeusetzer, Mühlenbaumonteure. Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 Schlosser, 1 Schreiner. ES suchen Arbeit: 2 Bäcker, 5 »Schriftsetzer und 3 Drucker, Stanfteute, Schreiber und 3/eilen e, Packer, Hausbar,chen und 2lu6laiifer, Maschinen» schlosser, Bauschlosier, Mechaniker, 1 Spengler u. OnilftU- 4 Heiner, 2 Sanier. 2 Gärtner, 3 Schreiner, 3 Friseure, 1 Steinkormer, 3 Krankenpfleger, 1 Porieseuiller, 4 Schnilede, 2 Buchbinder, 1 Anstreicher, 1 Polsterer, 6(£bnuffeure, 2Molorschlofier» 1 Glaser, 1 Auiomobilschlosser, 1 Wächter oder Pvrlter, 2 Maschinisten, 4 Metzger, 1 Hau-meister ober Verwalter, 'i Techniker, 1 Zimmermann- 2 Oberkellner, 5 Kellner, 1 Zabniechiuker, ein Optiker, 1 Obst- und Gartenbautechnlker. Lehrlinge: 1 Kaufmann, 2 Schlosser. 1 3Denglet; 2 Schreiner, 1 Gärtner. 3 Schuhmacher, 1 Konditor, 1 Friseur, 1 Elektromonteur, 1 Geometer. Weibliche Abteilung: ES können eingestellt werden: a. bei hiesigen Arbeitgebern: Mehrere Köchinnen Mädchen tag-llber, Dienstmädchen, Vouffraum und -madchen. 1 Lehrmädchen, Putzfrauen, periefte HaiiSmädchen, tüchtige Alleinmädchen. 1 Flickerin, 6 Zigarrenmacherinnen, 1 Schueideru», oter Aroeiterinnen. b. bei anSwiirtigen Arbeitgebern: 2 lanbmtri- schanliche Dieniimädchen. Dienstmädchen, eine Friieuse, 1 Küchenmädchen, HauSmadchen. zwei Röchiunen. 1 Hausbaiteriti 1 einlache Stütze, Mädchen für Haus» und Gartenarbeit, Allein- Mädchen, 1 Waschmädcheu. ES suchen Arbeit: 1 Haushälterin iKriegerwnwe» mit Kind. 12MHB Wegebau. Tie Arbeiten a) zum Ausbau der OrtSstvahe en der Hof- reite des Fr. Alt-nheimer in Lützellinden, b) zum Ausbon des Weges am Zrmmerplatz dascbst, c> zur HerstelluTtg einer Steahenrimie an den Wohnimgen des Äohs. Ludwig und Iokdb Greiling zu Lützellinden fallen vergeben werden. Tie Äbitenanfdfkigr kötmen wahrend der BuramstWiden am Sütg-Tmetfleramt h^rseLbst erngcsehen werden. Schriftliche Angebote find verschlossen bis zum 12. November 1919, vormittags 11 Uhr, an dos $iir®7Tmcifteiami Ewoß^Nrchkevbach ein-Ulrichen. Grvtz-Rechtenbach, 31. O^vber 1919. 8 3. Belastungsausaleich. Die für die Einschränllrng des Verbrauchs elektrischer Arbeit zuständigen Stellen sind berechtigt, Matzuahmen zu ttefsen, die eine bessere zeitliche Verteilung der Belastung bezwecken. 5 4. Vertrauensmänner. 1. Für die in ihrem Bereich liegenden, von privater Seite betriebenen StromversorJungs- unternehmen ernennt jode KohlemvirrschaNsstelle Vertrauensmänner, im Bedarfsfälle auch Stellvertreter. Sie weist jedem Verttauensmann einen abgegrenjtcu Tätigkeitsbezirk zu. In diesem ist der Verttauensmann für die öffentllchen Elektrizitätswerke und die an sie angef(fronenen Berdvauctzer tufiänbig. Erstteckt sich der Verbrauchsbezirk eines Stromverscrgungsunternehmens über die Bereiche mehrerer Kohkentvirtschaftsstellen, so ernennt der Reichstem in issar für die Kvhlenvccteilung den Vertrauensmann und gegebenenfalls den Stellv er- Vertreter, wenn die bticiligten ÄvhlemvirtlchaftS- stellen au keiner Einigung gelangen. 2. Für vom Reich, ovm Lcnrde, einem Kom- munaluerbanb oder einer Gemeinde betriebene Stiomocrsorgungsunternehmen bezeichnet bu Reichs--, Staats- oder .stommunalbehörde, der das Unternehmen unmittelbar untersteht, eine Dienststelle oder einen Beamten als Träger der Aufgaben des Vertrauensmamles, der sich schriftlich zur Heb er nähme des Amtes bereit zu erklären bat. Die Dienststelle ober der Beamte ist dem Reichs- temmiffar für die Kvhlenverteillrng irrte der Koh- lcnwirtschaftsstelle zu benennen. 3. Bei Stromversorgungsunternehmen, die sich zum Teil in staallichem oder kommunalem, zum anderen Teil in privatem Besitz befinden lgemischt- wirN'chaftliche Unternehmen), ist für das Verfahren bei Bestellung des Vertrauensmannes ausschlaggebend, ob der Vorsitzende des Aussichtsrats Ber- treter des Staates byn der Kommune ober Vertreter des beteiligten privaten Kapitals ist. 4. In der Regel sollen die technischen Leiter der Stromversorgungsunleniehmen zu Ver- traucnßmännern ernannt werden. Soweit die Vertrauensmänner und ihre Stellvertreter nicht Reidas-, S pts- oder Sommunalbenmte sind, sind sic von ber ernennenden Stelle auf ihre Obliegenheiten nach der Bekanntmachung des Bundesrats vom 3. Mai 1917 (Allidisgesedb.. S. 393) zu verpflichten. Dem Reichskommifsar für die Kohlen- Verteilung rft von der erfolgten Bestesllrng sofort Anzeige zu erstatten. • 5. Die Vertrauensmänner und die im Abs. 2 «nannten Dienststellen oder Beamten haben die In unser GeuVf'enichaftSoogister nxnte heute eingetragen: 1. das Statut vom 7. Sevtbr. 1919 der,Landwirtschastlichen Bezugs-und Abfatzgenofsenschast, ängetragaw Gerws- schcnt mit beehränkter Haftpflicht" mit dem Sctze zu T r e i < a. d. Lumda. Gegenstand des UnrenvhmenS ist gMeärschaft- licker Einkauf vm Ve7brcv»1iSsteffen und Gegen- siändev des liftl xym Betriebes, pan* gemeinf<6aftli(f>-T Berkaus 3andwirtschafttuhrr Er- tmgni fe. D e von da Gemüs en schäft aus- ,'Hendl n öffentlichen Bekannt rwcbungOi fiub lurter der Firma der Geto sen chatt, fsreicbrwt von »w ', Borstmtesmitglieberu, in benr Verbandsorgan „Das Hessenlano" ouf»und)nu-n. Tie ©ilendertä inig und 3eidnunw für bi.- Gevo scnsd'Ml muh durch ymi D^-s» nd>mitgited.»r rrrlarn, wenn sie Tritten qegenübiTr Rchts^l- bind'.cchlli: leiten soll. Die Z-ichnung gefdiietit in >rr Weile, datz die Zeickrvnden m der Firma bei Cteityfmid>a 1 ihre NtuvensmUerschritt beifügm: 2 trr V?risand. beftetertb aus: 1. £>cmrid/ 3»ixrrui Li.Helm Will, ftatfwoirt, 2. Heiurul) Kehr IV., liant*mrt, 3 Vithrim Liane st rutb, Lonwoirt. Sämtlicke LandevrNe tn ToeiS a. d Lumda .rechn- VaN. Tie Haft umme fü' den etnxntriMt Geschäftsanteil beträgt 200 Mk. I« (hniiGiesten, den 30. Cfteber 1919. 12596 B \ Hei fisches A m tsgerrcht. | manne« zulässig ist, oder wer den Bvrichr^ten | 1 des 8 2 dieser Bekanntmachung oder bat auf Grund br.^ei BeSaniUmacliung erlassenen Beskirn rnungen zuTvteerhurdelt, wird mit (^eiängnis bi. ra einem Jahr ine» mit ^seldstrafe des -u 10 (XX Mark aber mit einer dieser Strusen bestraft. 2. Die Straf Verfolgung tritt nur auf Antrag ein. AntragIberechtigt ist: Sj der RrikbS»vmmissar für dic Kvhlenvertri' lung oter dic von tfrn mit bet Antrag- frdlung schriftlich beauftrage Peron: b) bei Zuwiderhandlungen geyn Vorftstriften, her von einer anderen Bebörde cd» dem RrichsLommissar für die «o^enverkrilunv auf Grund bk er Bekanntraadumg ergangen, find, die Behörde, dic fit erlassen brrt, bei BerielLimgen gegen § 2 dieser Bckannlmcuh ung YÄ? Lottenn^tschaftsstellc. Richtet ixh bet Antrag gegen einen Reichs-, Staate- oder nammunaßxamien wegen einer in Ausübung seiner Tiemzgcschüjte begangen« ^u- ntirfUmlüimo, so ist mir Der Reichst rnmissar für Die Kohlenv-rrcilung antragsberechrigt. 5 12. 1. Vorstehende Beiiiinmunglm treten nrit dem Tage ihrer Bekanntmachuwg in Straft 2. Tie BeLnrntmachung vorn 2. November 1917 nirb hierdurch ausg:hoben. Berlin, den 9. September 1919. Ter Reichskvumnssar für die sdoblenverteLmg: Stutz. a ntmoch m.i den Gemeinden von me r als 10000 uiiduouneai zu^w ...u üb rtra^en. S 9. 21 in P r e i 6 i ü c den Mehrverbrauch. Verbraucher, die von einem Stromveri^rgungs- unlerntbmen elektrische Arbeit gern Bezahlung erhalten, lxrbeu für lebe trotz ionderer Berech- mmg über dic zügel ässe ne Menge hinaus verbrauche Ailorocttftioibe einen Aufpreis von 50 Ps. zu zahlen 10 Strom sperrung. Bei weder holl notwendig wertender Erhebung des Aufg-ldes gemäst § 9 ist btt Kvdllirw rtschaft-- ftelle berechtigt, dem Btrdvauchet den Strom yn sperren. • 11. Strafbestimmungen. 1. Der trotz br ondercr Varnung mehr elektrische Arbeit verbraucht, aL nach üttivr Bestmnr- madwng und den CrtÄxnldjriften ooei den g-mätz § 6 getroffenen Anordnungen dks V.-rttauens-- Bekonntmachung über die Einschränkung des Serbrau^ elektrischer Arbeit. Aus Grund der Bekanntmachung über Elektrizität und GaS, sonnt Tampf, Druckluft, Heist- und LeitungSir^sler vorn 21. Funi 1917 lReichs- Gesetzo! S. 543' und der yq 1, 3 und « xr Setaurttmadumg über Ckcttriztot und Gas, w-vic Dampf, Druckluft, Hei^- und LeituEwchser vom 3. Dl'tofc't 1917 (NeichS-Gesetzbll S. 879) wird bestimmt: 8 1. Ber brau chsrege lu n g. 1. Ter Verbrauch elektrischer Arbeit wird bei ollen Verbrauchern, die sie von einem Strom- VtrsbrMlngsunlcrnehmen beziehen, eingcfdirinft. Tae der Einschränkung ist ablyangig von Cer Toteiligen fiWeidngt, der Leismngsiütngkeil und dem Betriebszusvande des liefernden EtektrizitätS- ttttte» und der Wichtigücll des Verbrauchers. Tie Örunbtap;-'n für die Eiirichränkung gibt der Reichs- temmissrr sirr die ftoMenmtäluno bat .Kohlen- L^rrtsciiaftssteNen, Abteilung Elektrizität (§ 7), unb durch sic den Verttauensmännern (§ 4) durch Richllimeit und besondere Anweiiungen, cr ergänzt uno ändert die Richtlinien und besondere Anweisungen, cr ergänzt und ändert die Richtlinien beti reu eiligen Sohlen- und Wirtschaftslage ent- fprec^nd. Tie Einsichtnahme in die Richtlinien steht den Berbrauchent bei den .Wohlewoirtschaftsstellen, ?lb- teilung Elektrizität, und bei den V-nftraiiens- männern während der DienMmtden fnei. 2. Ms Verbraucher im Sinne dieser Bekanntmachung gelten auch solche Grostabnehmer !.stom- munai, Verbände ustv.), dir ekftrifd)t Arbeit von einen! Werk beziehen, um sic als Strombersor- gungSunternehmer weiter zu .verkeilen. 3. Tie Regelung des Äwbrauchs erfolgt durch bec Abteilung Elektrizität der .stÄhlenwirtschafts- skellcn im Eurvernshmen mit dem Vertrauensmann. Zuständig ist die Ä'ohlenwrrtschaftsstelle, rn deren B.nrk bw .BetriedSstätte des IteP.'vnden EtMmvecforgungsunternehmens liegt. T« erfolgte Rrg'lung ist dem Deriwuucher schriftlich ober telegraphisch miUuteüen. Fn Ziveifelslällen, die bei der Durchführung dieser Verordnung entstehen, entscheidet der Rrsths- Idmmissar für die Zwhlenverieilung, Abteilung (Steftriiitäf. 1. Einträge auf 9(errbenmg der Verbrauchs- regdung irnb an den Vertrawensmaatn zu richten. Solange ein erhöhter Verbrauch nicht genehmigt ist, must der Verbraucher die bisher gültigen Grenzen enthalten. Bei neu hinzu tretenden Abnehmern darf die Stromentnahme erst nach erfolgter Regelung des Berbraudrs einfetzen. In keinem Falle darf ein Verbraucher mehr Strom entnehmen, als ihm ^gebilligt tst. Auch Anordnungen anderer Behörden berechtigen ihn hierzu nicht. Der Bezug einer erhöhten Strommenge gegen Lieferung von Sohlen durch den Verbraucher an daS Elektrizitätswerk ist verboten, falls mcht in besonderen Fällen die ausdrückliche Genehmigung bps Reichstemmisfars für die Kohlenverteilung hterzu erteilt worden ist. 5. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Ber- brauchsrcgelung auf Grund dieser Bekanntmachung ftatigcfunbcit hat, bleibt bei Verbrauchern, die beim Inkrafttreten dieser Bekanntmachung bereite elektrische Arbeit bezogen haben, die nach den bisher geltenden Bestimmungen zulässige Verbrauchsrcge- lung bestehen. Dasselbe gilt von besonderen Zuteilungen oder Borschristen, die einzelnen Ber- brtiudicrn gemacht worden sind. 6. Kleinverbraucher werden von der Einschränkung des Verbraud>s elektrischer Arbeit nicht betroffen, sofern der Jahresverbrauch 250 Kilowattstunden nicht übersteigt. Im Einzelfalle faint der BertranenAmam! besondere Anordnungen ttefsen. Die Kohlenwirtschastestelleu lAbtellirng (riet» triAität' find im Einverständnis mit den Kvrnmu- nalbebörden und nach Anhörung des Vertrauensmannes berechtigt für den von der Einschränteng nickt betroffenen stleinverbrauck den örtlichen Verhältnissen entsprechend eine niebrigete Grenze sest- Gllsetzen oder mit Zustimmung des Reichstemmisi sarS für die itolilenDerteilung den von ber Einschränkung nidst betroffenen Verbrauch $u erhöhen. 7. Öür SttomversorgungSunternehmcr, die bi ihrer Sciftungofähigleit nickt erschöpft sind und bei deren 'Betrieb aunen^cnv eine Ersparnis an bewirtschafteten Breimswfien nicht notwendig ist (ge» wisse ®affertraftanlageTL gewisse Braunkohlen- werte, uennffe. mit Äbsallprodutten bettiebene Kraftwerke icsw.I. kann der Reichstommiffar für die Kohlenvertrilung auf Anttag des Stromoer- svrgungsuitternebmens die Bestimmungen dieser Bdanntmadmng ganz oder teilweise aufcer Kraft setzen. Die Antrags sind bei der Kohlenwirtschasts- stelle tiiuurcitecn. Dor Jickrafttrcten dieser Be- latvttmachung erteilte, noch nicht abgeUufcnc Austertrastsetzungen behalten Gültigkeit. S 2. N e u a n s ch l ü sse und (Er • Weiterungen. 1. Neuanschlüssc sowie Erweiterungen bestehender Anlagen dürfen irnr auf Grund besonderer Genehmigung auSgesührt werden. Diese soll nur in bringenden Fällen erteilt werden. 2. Zuständia für die Eiusckeidung der Ge- ndmnauiig ift die KvhlenwirtfkhastSstelle, Abteilung Elektrizität, unter Anhörung des Berttauens- manns. Gewche um Neuanfcblüfse sind an Den XkrtecucnSmann zu richten 8. Der Vertrauensmann ist berechtigt, Licht- anschlüsse und bereit Erweiterungen bis zu einem Kilowatt dlnscblustwert selbst zu genehmigen. Lickt- anscklüsse in Räumen, die bereite Gasbeleuchtung besitzen bünen, soiern baa Elektrizitätswerk bie ddrriirtx Arbeit vorwiegend unter tiuhotubnnq marktfähiger Hoble ober eines anderen bewirt» fdtaitefen Bremistoffs erzeugt, nur mit Zustim» muiig deö LertraucnsmannS für Gas auSgesührt werden In Zwei sei s fällen entfd>eibet ber Reichs- kommissar für die Kvhlenoerteilung. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute die Firma GrohhanbelSgefcllschaft Sttauß und Eomp, Giehen eingetragen. Inhaber Leopold Mayer, Gieyen, LoniS Setter baba, Gre hen, Martin S traust, Giesten, Isidor Rothschild, Gtehen, Sauurutc in Giehen. Offene Handeks- gesellfchaft. Dieselbe hat am 1. Juli 1919 begonnen. 12599B Gießen, den 28. Oktober 1919 ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Markeu-Ausgabe. Am Freitag und SamStag dem 7. unfc 8. d MtS. gelangen in den Bezirken Vvoüarteu wie nachstehend zur Ausgabe: A—E Freitag vormittag von 9—12 Uhr, F—K Freitag nadmurtai von 2—6 Uhr, L—Q Samstag vormittag von 9—12 Uhr, N—Z Sams- Versteigerung. Freitag den 7. November von mittag! 1 Ubt vünkilick verfiel gere ich, ver Reihenlolae nachaegen bare Zahlung rote folgt: 2 Herren-Anzüge, 2 Welten. 1 Cniaivan-nniug, 1 Sommer AnAug, l Paletoi, 1 Rock mit Weite * neue Makodemden, 1 Ueber- Ateher, 1 Ulster. 2 Damendüte, 1 braun. Domenrottüai, 1 nrüned «leid. 1 Badeanma, « ülulrn. n Kinder- rückchen, 8 Knaben «alüge, 1 Waeöeib tBIanim.1, 1 Smbcrroaien, 1 Damen-Mantel. 3 Stücke »alb- leber aii Sdjahen, I Paar verren flnopHtlefeL •_* Paar aetragene itielel 2 Nei holen. 2 Militär- röcke, 1 Partie ödtrclbmippen ucilwetle echt Kalb- leder-Einband«, 1 Zither, 1 Matratze, mehrere Bilder 3 Äintirrumbanae, 1 Paar Kinderschuhe, Pr. 33. 4 Paar Herren-Stiefel, 1 Paar Damentack- schuhe. 2 Paar i^ausschiche. eine selten schone und tverivolle Stnffelei. 2 veuchter, 1 i’ettfteüe mit Matratze und Keil doh neu), 1 Standuhr mit Stirn* -ut 1 Eislchrank. I groben Felltevotch. 1 Blumenständer (e eben», 2 Sessel, 1 Vera, 3 Vomnen und :lnllnbrr, l VteacfnibL I Soortwanen, 1 Hblanibrett, 1 Petroleumofen 1 Holländer, 1 Vuovenwaaen, 1 Oienschirm. 1 grohen Lvieaelrahmen. 2 Veuchter. L3 Teller, mevreie Porzellanlchüsieln. 11 Sisfchnien, 1 Sinbernabmaltbtne, 1 Teefeflet 2 Ellrabenietle, 9 Handtücher. W* Berlteigeenng ganz bestimmt. *W m” v. Stirn 11, flrofiiritr ktr.4. Annahme o. Berstelgerung. all. Art.auch etn* Stücke. In unter Handelsregister Abt. A wurde trotz ... Firma Bernhard Stern und Sohn in Giesten eingeteagen. Iittaoer Bernhard Stern und Siegfried Stern, Sau,Leute in Giesten. Cf me Handels- getellschaft. Tie elbt bat am 1. Oktober 1919 begonnen. 125988 Gießen, den 23. Oktober 1919. Heisiicdes Amisgericht.