3u>l!lingrnmd-ruck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Such- u. Steindruckerei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. im das eine Deutsch-Oesterreichs, bis zum Zeitpunkt Anschlusses, eine beratende Stimme Reichsrat haben. M. 208 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. Bejugsprds: monatl. Mk. 1.6V, vierte!- jährlich M. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch dicPost Mk. 4.50 Vierteljahr!. ausschl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: sür die Schriftleitungl 12 Lerlag,GeschäslssteUe51 Anschristfiir Drahtnachrichten; Anzeiger Sieben. Postscheckkonto: Hranksurt a. M. U686 Die deutsche Regierung hat auf herausfordernde französische Ultimatum _____ Erklärung abgegeben, wonach die angefocktt- neu Bestimmungen unserer Verfassung außer Kraft bleiben. Bis der Völkerbund den Zusammenschluß der deutschen Länder gestattet. Mit Recht heißt es in der d e u t s ch e n A n t - Reue Redeblüterr WilfonS. Amsterdam. 5. Sept. (Wolff.) Nach einer Meldung des Pressebureaus Radio aus Anapolis trat Wilson seine Rundreise durch Amerika an. Er hielt seine erste Rede in Columbus (Ohio) und erklärte bei dieser Gelegenheit, seine Absicht sei, seinen Landsleuten Bericht zu erstatten. Der Friedensvertrag mit Deutschland bestrafe Deutschland, denke aber nicht daran, ein großes Volk zu zerschmettern. Man habe Zurückhaltung an den Tag gelegt. Es sei nicht vorgesehen, Deutschland mehr Schadenvergütung zahlen zu lassen, als es zahlen könne. Er sei erstaunt über einige Bemerkungen, die über den Friedensvertrag gemacht worden seien und die bewiesen, daß man ihn nicht verstanden habe. Ter Völkerbund sei die Erfüllung des Versprechens, das die Vereinigten Staaten veranlaßt habe, in diesem Kriege mitzukämpfen. Wenn der Völkerbund nicht errichtet würde, würde man den im Kriege Gefallenen die Treue brechen. Der Friedens vertrag gebe den kleinen Nationalitäten das Recht, ihr eigenes Leben zu leben. Dafür hätten die Amerikaner gekämpft. Italien brauche Fiume aus strategischen Gründen, obwohl sich dort nur zerstreut italienische Niederlassungen befinden. Im Rahmen des Völkerbundes würde Italien diesen Stützpunkt nicht nötig haben. Es sei ihm, Wilson, lieber, jedermann mtf seiner Seite zu haben, als gezwungen zu sein, bis an die Zähne bewaffnet zu bleiben. Mit dem Friedensvertrag werde versus, den Ungerechtigkeiten in Europa ein Ende zu machen. Seiner Ansicht nach habe man auch einen verhältnis- mäßigen Erfolg zu verzeichnen, verhältnismäßig desl>alb weil dre nationalen Grenzen nicht immer mit völliger Genauigkeit gezogen werden könnten. Zum Schluß pries der Präsid^tt die Arbeitergesetzgebung. Die Entschließung des amerikanischen SenatSansschusses. Washington, 6. Sept. (WTB.) Reuter. Der Senatsausschuß für auswärtige Angelegenheiten ordnete an, daß der Friedens- vertrag dem Senat mit 24 Vorbehalten übermittelt werde, in denen Bürgschaften bezüglich der Monroelehre und bezüglich innerer Fragen verlangt werden. Arbeiterkonferenzen in Amerika. Amsterdam, 6. Sept. (WTB.) Laut „Tcle- graaf" meldet die „Tinies" aus Washington, daß au der amerikanischen industriellen Konferenz, die in den nächsten Monaten beginnt, 45 Vertreter teilnehmen, und zwar je 15 Vertreter des Kapi - Annahme von Anzeigen f. die Lagebnummer dls zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbiiidlichkeit Preis für 1mm höhe für An-.cigenv.34mm Breite örlllch 15 Pf., auswärts 18 Pi., für Reklame- anzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorfchrii:20°/^Auifchlag. Hauotlchriitieiler: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für denübrigenTeil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck: fämtlich ui Gießen Liman von Sander» gegen englische Lügen. Der ans der Türkei heim kehrende General Liman von Sanders veröffentlicht folgende Er-, kläruug: „Bon Malta zurückgekehrt, höre ich, daß im „Militär-Wochenblatt" Nr. 122, aus der „Times" entnommen, Auszüge aus dem Bericht des Gene- vals Allenby über den türkischen Rückzug von der Palästina front erschienen sind, von denen einer irr gänzlich unwahrer Darstellung angibt, daß ich bei dem englischen UeberfoU auf Nazareth von dort entflohen sei. Zur Nichtigstellimg dieser Lage erkläre ich: Als eine englische Kavalleriebrigade mit zahl-, reichen Maschinengewehren und einigen Panzer - mitos am 20. September 1918 morgens in nächtlichem Raid das Quartier der Heeresgruppe F. in Nazareth überfiel, um das Oberkominando der Heeresgruppe gefangen zu nehmen, enffpann sich ein fünfftündiger Straßenkampf. Am Schluß des- Telegrammverkchr zwischen Italien und den Mittelmächten. Bern, 5. Sept. (Aplff.) Nach Mailänder Blättern haben sich Die Militärbehörden mit dem direkten Telegrammverkehr zwischen Italien und den Mittelmäch - ten einverstanden erklärt. Einschränkung der amerikanischen Getreidelieferungen nach Europa? 58 er n, 5. Sept. (Wolff.) Nach der „Per- severanza" sollen die Vereinigten Staaten dem interalliierten Wirtschaftsrat mitgeteilt haben, daß dieGetr-eidelieferungen nach Europa eingeschränkt werden müssen. Es könne nur die Hälfte der geplanten Menge, und zwar bereits zu Mehl verarbeitet, aus- geführt werden. Besuch de» italienischen KönigSpaarc» in Amerika. Bern, 5. Sept. (Wolff.) Die italienische Presse gibt eine Nachricht der „Evening Mail" wieder, wonach sich das italienische Königspaar mit dem Kronprinzen im Oktober nach den Bereinigten Staaten begeben nrirbj Arbeitersorderungen in Ungarn. B u d a pe st, 5. ^pt. (Wolff.) Ungarisches Korrespondenz-Bureau. Ter Ministerpräsident Friedrich erklärte heute einer Arbeibewepu- tation, die Erfüllung der Wünsche der Arbeiter hinsichtlich der WiÄ>eraufnahme der Arbeitslosenunterstützung sei sehr schwer, denn alle Fabriken seien in Konkurs. Mit Ausnahme der staatlichen sei keine in Betrieb. Es sei kein Geld vorhanden. Tie Banknttenprchse werde >ie Regierung aber nicht in Betrieb setzen. Post- parkossengeld werde nur soviel gedruckt, als Zehn- tausendkvonennoten -als Teckung einlaufen. Ter Wunsch nach einer Lohnerhöhung sei eine äußerst chwierige Frage. Ter Ministerpräsident wies als Beispiel für iüe Lage der Fabriken mir die Lip- taksche Fabrik hin, deren Arbeiterrat während des Kommunismus 97 Millionen Schulden mackste. Um die Arbeiter dieser Fabrik zu beschästigen, sei ein Arbeitslosenfonds seitens be5 Ministeriums der öffentlichen Arbeiten geplant. Hierfür seien 10 Millionen in gutem Geld notwendig. Uebrigens zeicze die Arbeiterschaft feine große Neigung zur Teilnahme an den öffentlichen Arbeiten. So seien bei Gelegenheit 4500 Arbeiter gesucht worden. Es meldeten sich jedoch insgesamt nur 150. Hinsichtlich der Arbeitslosenunterstützung habe der Staat immer mehr getan, als er eigentlich hätte tun können. Nheinufers verlangt. Foch wollte noch mehr, nämlich die Einverleibung von sieben Millionen Deutschen. Es wurde im „Rat" Widerspruch dagegen erhoben. Die Beteiligung der alliierten Truppen an der Besetzung der Nheinlande sei, so sagte Tardieu, anfänglich abgelehnt worden. Als dann Mitte März Wilson nach Frankreich zurückkehrte, sei der englisch-amerikanische Vorschlag des Garantiefriedens aufgetaucht. Aber Frankreich habe dazu noch positive Garantien verlangt, nämlich hinsichtlich der zukünftigen deutschen Armeen, der Neutralisierung des Nheingebietes und der zeitlich begrenzten Besetzung des linken Rheinufers und dec Brückenköpfe. Wie man sieht, erscheint Cle- menceau jetzt tatsächlich als der Triumphator. Charakteristisch ist, daß in der französischen Kammer trotzdem noch von verschiedenen Seiten kritische Bedenken geäußert worden sind. Ganz naiv wurde beanstandet, die deutsche E i n h e i t sei nicht zertrümmert worden. Und das soll keine unnatürliche Gewaltpolitik sein! Nun, Clemenceau kann sich rühmen, dem großen Einigungsgedanken der Deutschen dennoch eine hemmende Fessel angelegt zu haben. Es ist der Artikel 80 des Friedens- vert rages, auf den er pochte, indem er die deutsche Verfassung anfocht. Vor den Toren des Reiches und Oesterreichs liegt der famose Wachthund „Völkerbund", dessen Einverständ- forderlich ist, wenn die deutschen Völker Uch die Bruderhand reichen und sich einigen wollen. Aus diesem Artikel 80 schaut der Zwangs- und Unterdrückungsfriede mit größter Unverfrorenheit um sich. Man will und roome kein großes deutsches Volk; man wünscht Zwietracht unter den deutschen Stäm- fUn^-n^)te rtm liebsten das Reich zerstückeln. Die deutsche Regierung hat schon während der Friedensverhanülungen darauf hin- gewiesen, daß Deutschland die deutsch-österreichische Grenze, nie gewaltsam verschieben wolle, sie wolle sich nur dem Wunsche Oester- rekchs nach Wiederherstellung des staatlichen Zusammenschlusses mit dem deutschen Stammland nicht widersetzen. Dem Sinne dieser Erklärung entsprach es, daß in der deutschen Verfassung das Stimmrecht Deutsch- Oesterreichs im deutschen Reichsrate lediglich für den Fall geregelt wurde, daß der Anschluß des Landes an das Reich in der erwähnten Die syrische Streitfrage. Amsterdam,^ Sept. (Wolff.) Laut „Telo- grnaf" schreibt die „Morning Post" in einem Leitartikel über die syrische Frage: Die Lage sei gleichzeitig kompliziert und ein wenig, komisch geworden. England wünsche die Zuteilung, Syriens au Amerika, Frankreich erhebe dagegen keine Beschwerde, aber die Amerikaner seien nicht geneigt, Syrien anzunchmen. Tas Blatt verlangt, daß England einen deutlichen Beweis für seine Um interessiertheit geben solle. Tie meisten Fragen, über die jetzt gespwchien werde, seien für England viel weniger wichtig als die Möglichkeit einer Entfremdung mit .Frcmkreich. Tie „Times" schreibt über den britischen Standpunkt: Wir werden das Abkommen von 1916 natürlich in allen Punkten, die die Franzosen selbst für ausführbar halten, innehalten. .Es ift beryu nur guter Wille und ein gesunder Menschenveri tand nötig. Es ist Sache der französischen und englischen Staatsmänner, dem syrischien Skandal ein jLnde zu machen. Die Lage im Baltikum. Berlin, 5. Sept. (WTB.) Im Reichs«» kabinett wurde erneut die Lage in Kurland besprochen. Tas Ergebnis der Erörterungen war.folgendes: Es bleibt bei dem Beschluß bett, die schl-eunige Räumung Kurlands. Ten Osttruppen könnm andere Zusicherungen als den. Soldaten der Reichswehr nickst gemacht roerben. Tie von den Truppen int Baltikum ausgestellten Forderungen sind zum gwßten Test unerfüllbar^ Von Offizieren wie Mannschaften ist unbedingtes Gehorsam gegenüber den Befehlen der Reichst Regierung zu fordern. Das Beharren in der Auf--« lehnung würde den Abbruch der Verbindung, das heißt Sperrung der Löhnung und Verpflegung, zur Folge haben, sowie die strafrechtliche ArrfolgunL der Schuldigen. Umsichgreifen der antonomlsttfcherr Bewegung im Elsaß. Berlin, 5. Sept. (W. B.) Die „Dossischr! Bettung" meldet aus Karlsruhe: Infolge des Umsichgreifens der autonomistischen Bewegung im Elsaß verlangt die offiziöse elsässische Presse in Leitartikeln einen Hochverrats- "Prozeß gegen die Autonomistenführer Rapp, Ley und Muth wegen Aufforderung des elsässischen Volkes zur Erhebung und wegen Gefährdung der Sicherheit des Staates. In einem Artikel im „Rhin" fordert 23 etter 16 die französische Regierung zu energischem Einschreiten auf und stellt fest, daß die Msenbahn-, Post- unb Polizeibeamten gemeinsame Slche mit den Autonomisten 'im Elsaß machen. Das Land sei von. ihren Flugschriften überschwemmt. Christlich-sozialer Gewerkschaftskongreß. Wien, 6. Sept. (WTB.) Ter Kongreß der christlich-sozialen Gewerkschaften ist gestern eröffnet worden. Funke-München überbrachte die Grüße der christlichen Gewerkschaften Deutschlands, deren Mitgliederzahl von 230 000 im Jahre 1914 auf über eine Million gegenwärtig gestiegen ist. Sekretär U n t e r m ü l l e r e. stattete den Bericht der Zentralkommission. An den Bericht schloß sich eine längere Debatte an. Vochenröckbllck. • Cs lohnt sich, die Tatsache noch einmal festzuhalten, daß eine „zuständige Stelle" — eine bestimmtere Angabe wurde nicht gemacht — dem Wolffschen Bureau das Lob der deutschen Pazifisten, das ihnen von ihrem „Internationalen Rat" wegen ihrer Haltung während des Krieges gespendet worden war, als etwas durchaus Fragwürdiges bezeichnet hat. In der Tat, die Herren Quidde und Genossen haben gar keinen Anlaß, stolz auf ihre Wissenschaft und auf ihr Vertrauen auf das Ausland zu sein. Der preußische Militarismus ist gestürzt — aber die Welt wird nach wie vor durch Gewaltpolitik beherrscht. Welcher überzeugte Völkerfriedensfreund hat Freude an dec Persönlichkeit Wilsons! „Scham, wo ist dein Erröten? — könnte man diesem zurufen. Aber er läßt sich kaum noch hören, ec hat sein Lehrbuch zu- geschlagen und zuckt wohl jetzt die Achseln über die, die seine Worte für bare Münze genom- inen haben. Er hat jetzt eine andere Pandora- büchse seines wohl konservierten Idealismus aufgebrochen; er macht in — Arbeiterfreundlichkeit .Laut tönt er es in die Welt, daß die Arbeiter künftig größeren Teil am Gewinn erhalten, daß ihnen sozialistische Mitbestimmungsrechte verliehen werden müßten. Wie er diese Versprechungen wohl einlösen wird! Man räumt ihm kaum noch ein Restchen Glaubenskredit ein. Hertling hat von ihm gesagt, ihm sei die Heuchelei zur zweiten Natur geworden. Diese Feststellung hat sich aus der Zeit der Uebertreibungen und Täuschungen als eine der treffendsten Kennzeichnungen in die Gegenwart und Zukunft hinübergerettet. England stopft sich die imperialistischen Taschen voll, so daß man selbst in Amerika und Frankreich darüber unwillig wird. Es hat seinen Unterjochungsvertrag mit Persien keinem Völkerrat unterbreitet. Und wie steht es mit dem Friedensidealismus in Frankreich? Clemenceau hat zwar einem Lobredner bedingungsweiser Abrüstung zustimmend und gefühlvoll die Hand gedrückt — aber welcher Geist in der Regierung und Kammer Frankreichs die Führung hat, das hat am Dienstag der Regierungskommissar T a r - dieu in seinem Bericht über die amtliche französische Politik, wie sie in den Verhandlungen des Obersten Rates sich Geltung verschafft hat, deutlich verraten. Es ging ein kaum verhüllter Triumph durch seine Ausführungen. Zuerst hatte die französische Regierung — am 25. Februar — die vollständige Unabhängigkeit und Neutralität des linken Die Erörterung öes Zriedenroertrages in der französischen Kammer. Paris, 5. Sept. (Wolff.) Die Kammer etztt die Tiskussion des FriedMsderttages fort. Sembat sagte, er sie der Ansicht, daß die 14 Punkte Wilsons das ganze Ideal Frankreichs enthielten. Es fei genügend/-aus Dan- i- i‘S einen FreihasQi zu machen, um Polen ryen Zugang zum Döorre zu geben, ohne Preußen entzwei zu sckyieiden. Ter Redner sagte, daß neben den militärischen Garantien moralische Garantien notwendig se'.en. Frankreich müsse Deutschland daran hindern, auf die Alldeutschen zu hören. Er begrüßte unter dem Beifall der ganzen Kammer die Union der beiden grlaßen Demokra- tienFrankreich und England. Er betonte, daß der Vertrag nicht die allgemeine Abrüstung ordere, und fügte hinzu, daß alle Nationen — ob befreundete oder feindliche — sich vereinigen sollten, um die durch den Krieg entstandene Fi- nanzkatasttophe wieder gut zu machen. Er forderte, daß das Urteil über die Verantwortung am Kriege im Namen aller Völker gefällt werde. (Beifall auf der äußersten Linken.) w o r t n o t e, man füge sich einem „tief bedauerlichen Gewaltakt." „Wenn die Regierungen für den Fall einer Ablehnung ihrer Forderung mit einer Ausdehnung der Be- fetzung drohen und sich hierfür auf den Artikel 429 des Friedensvectrages sieht zwar muß darauf hingewiesen werden, daß der Friedensvertrag, ganz abgesehen davon, daß die alliierten und assoziierten Regierungen ihn bisher nicht ratifiziert haben und daher ihre Ansprüche vom Rechtsstandpunkt aus überhaupt nicht darauf gründen können, für eine solche Maßnahme kerne Stütze bietet. Der Artikel 429 des Friedensvectrages berufen, so eine längere Dauer, aber keine örtliche Ausdehnung der Besetzung vor." — Vor dein Weltkrieg, als Deutschland noch seinen Platz im Rate der Völker hatte, wären solche offenkundigen, willkürlichen Beugungen der Völ- kerselbstbeftimmungsrechle ganz undenkbar gewesen. Da herrschte noch nicht diese anmaßende Weltdiktatur, die auch aus dem künftigen Völkerbund nicht gerade Strahlen der Liebe und Versöhnung erwecken wird. . . . M Knedensbedmguligen sür Oesterreich. Wien, 6. Sept. (WTB.) Ter Kabinettsrat beschloß nach Erörterung des Friedens^ertrag es solidarisch, der Nationalversammlung die Anna h m e zu empfehlen. In der gestrigen Sitzung des Hauptausschusses berichtete Staatskanzler Renner über die Verhandlmtgen in St. Germain und erklärte, es sei notwendig, den porgelegiteu> Vertrag zu unterzeichnen. Ter christlich-soziale Abgeordnete Hauser dankte unter allgemeiner Zustimmung Staatskanxler Renner und dessen Mitarbeitern für die ungeheuere Arbeitsleistung in den letzten Monaten. Ter Hauptausschuß beschloß, der Natioiüalversammlung einen Antrag zu unterbreiten, den Leiter der FriedenÄxlegation zu beauftragen, den vorliegenden Vertrag zu unterzeichnen. Wien, 6. Sept. (WTB.) Die großdeutsche Vereinigung besstloß einstimmig, die Zustimmung zur llnterzeichnung des Friedensver- trages abzu lehnen. Wien, 6. Sept. (WTB.) Ter Abgeordnete 'Waber und Genossen werden, wie die Deutschen, Nachrichten melden, heute in der Nationalversammlung einen Antrag ein&rrngen, worin darauf hingewiesen werdsr toiti), daß der Aufbürdung b e r Verantwortung für den Ausbruch des Krieges mit aller Entschiedenheit entgegengettetenj werden müsse. Es muß der Nachweis erbrachst werden, daß facher das deutsche noch deutsch-öster- reichiscke Volk die Schuld am Äusb-ruch des Krieges trifft. Daher solle die Nationalversammlung beschließen, die in den Archiven kegendorr Dokumente, die den Kriegsausbruch betreffen, sogleich zu veröffentlichen. Wien, 6. Sept. (WTB.) Beim Landeshauptmann für Deu tsch-B ö hmen sand eine Beratung über die Stellung derjenigen Landesver-, tretungen statt, die durch den Frieeensverttag territorial betroffen werden. Namens der Landes- Vertretungen Deutsch-Böhmens, Kärntens, ssttedcr- Oesterreichs, Ober-OesdcrreickI, der Sudoteickande und Tirols überreichten die betteffenden Lalckes- hauptmänner, sowie der Kreisl-auptmann von Teutsck--SüdmLhren, dem Präsidenten der Natio- natvcrs-ammlung, Seitz, eine Kundgebung für den Hauptausschuß, worin sestgestellt wird, daß die territorialen Bedillgungen des Friedensverttasesf das natürliche Selbstbestimmungsrecht^vergetvalti- gen und die Grundlage, aus der der WaNenstillsiaud geschlossen wurde, gröblich, verletzt. Die Landesvertretungen erbeben Hal-er nochmals vor aller Welt gegen diesen Frieden der Gewalt feierlich Verwahrung und erklä-ren, daß die durch einen solchen Friedens vertrag unter eine Fremdherrschaft gezwungenen vier Millionen Deutschen für immerwährende Zeiten auf ihrem Selbstbestim- mungsrech-t, als die einzig nwglichk Grundlage moderner Staatenbildung, bestehen. W i e n, 5. Sept. (Wolfs.) Ein Funkspruch des Wiener Korr.-Bureaus aus Ltwn meldet: Der Oberste Rat hat die Frist für die Annahme oder Wlehnung des deutsch-österreichischen Frie- densvertroges um zwei Tage bis zum 9. September verlängert. — Staatssekretär Renner ist mit den Mitgliedern der deutsch-österreichischen Fricdensdelegation in Vt. Germain in Begleitung des Vizekanzlers F i n k in Wien em- getroffen. Mit dem gleichen Zuge tonten zahlreiche Mitglieder der Nationalversammlung zur Teilnahme an der morgigen Sitzung der Nationalversammlung an, worin über den Fri^>ens- verttag verhandett wird. Erstes Blatt 169. Jahrgang Samstag, 6. September Wy Gretzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Weise erfolge. Vorläufig sollten die Vertreter st al is mus, der Arbeiter und der Land- ....i -c ;J-.3 r-, ~ des wirtschaft. Die „Times" zweifelt daran, daß die Führer der Gemäßigten, wie Gompers, in der Lage lein werden, die radikalen Elemente m Schach zw halten. Die Arrarchisten unter den ausländischen Arbeitern sind sehr tätig. Auf dem foeben blendeten Kongreß der sozialistisckfen Partei m Chicago schienen die Gemäßigten in der Minderheit zu fein. Sie wurden von den Extremisten, die eine neue amerikanische kommunistische Arbeiterpartei gegründet haben, im Stich gelassen. Auch unter den Landarbeitern macht sich der Radikalismus bemerkbar. Die Landarbcüer sind ebenfalls für Verstaatlichung der Eisenbahnen und anderer Industrien. fetten -wissen 10'/$ und 11 Uhr morgens ging die englische Kavallerie in weUicher Richtung surück und räumte die Teile von Nazareth, welche sie vorher in Besitz genommen hatte. r* Der M^ig dos grössten Teiles des Oberkom- tnarites hatte sich während dieses Kampfes auf ter Straße nach Tiber ms vollzogen, welche merkwürdigerweise vvin Feinde sreigelasfen worden war. während alle anderen AuSgänge von ihm besetzt waven ober unter dem Feuer seiner Maschineu- öeroebre lagen. I ch persönlich, mit dem Chef des General st abes und meinen deutschen Adjutanten, binbei unserenschwachen Tru ppen in Nazareth verblieben. Wir baten Nazareth erst gegen 1 Uhr nachmittags verlassen, nachdem die Engländer bereits vor mehr als zwei Stunden abgezogen waren, und nachdem der Abmarsch der allerletzten Teile des Oberkommandos und seiner Bedeckung, auf Tiberias begonnen hatte. Keinerlei Truppen verblieben nach uns in Nazareth. Tas Oberkommando wurde nach Damaskus verlegt, ich mit den vorher^enannten Offizieren ging Mod) vorn, zuerst nach darnach, dann nach Dcraa. Dies ist der tatsächlich: Hergang! Die englische Darstellung beruht, soweit wir urteilen können, auf der Aussage einer deut- schoir Krankens chwe ste r, welche die Engländer im Hotel Germania in Nazareth gelangen hielten, bis sic ihren Rückzug antraten. Sie wurde befragt, wo ich sei, und antwortete, um die Engländer zu täuschen, ich sei bereits am Tage vorher nach Damaskus gefahren. Der Geistesgegenwart der Krankenschwester macht die Antwort alle Ehre, aber als kriegsgeschichtliche Unterlage dürste sie sich kaum empfehlen. 3. September 1919. Liman von Sanders, General der Kavallerie. Der rumänische Einspruch. Varis, 5. Sept. (Wolff.) Die Verfügungen des Obersten Rates der Alliierten bezüglich Rumäniens wurden auf die Mitteilungen öer rumänischen Unterhändler in Paris, die ter Konferenz mitteilten, daß die rumänisch Regierung die Noten des Obersten Rates nur aus ten Zeitungen kenne, gründlich abgeäntert. In ter Zusammenkunft am Donnerstag morgen nahmen die Vertreter ter Großmächte Kenntnis von einer Note des Vorsitzenden ter rumänischen Delegation, mit der er den Obersten Rat benachrichtigt, daß er am Mtttnwch nachmittag ein Telegramm von Mratianu erhalten habe, in dem dieser erklärt, daß er bis zum 31. August keine ter vom Obersten Rat an Rumänien gerichteten Noten »rhalten habe und deren Inhalt nur ans den radiotelegraphischen Zeitungsauszügen kenne. Bra- tianu fügte in seinem Telegramm hinzu, daß er die Depesche tes Vorsitzenden ter Delegation er» 'halten habe, die ihm anzeigte, daß ter Oberste Rat beschlossen habe, den Transport von Waffen und Kriegsmaterial nach Rumänien zu verbieten. Der runüinische Ministerpräsident bat Mischu, den Obersten Rat auf den gefährlichen und verterb- lidteit Charakter der gegen Rumänien angewandten Politik aufmerksam zu machen. Vratianu erklärte: Die rumänische Regierung ist davon überzeugt, baß sie ter Sorte ter Alliierten einen außer- orbcutnclwn Dienst leistete, intern sie den Bolschewismus in Ungarn niedertämpste. Die ^Rumänien auf erlegten Bedingungen, die keine Rücksicht auf die Opfer an Menschen und Material nehmen, haben zur Folge, daß die rumä- inische Regierung die Vorteile in Betracht ziehen muß, die sie hätte, wenn sie ihre Truppen hinter den Dnjesterzurückziehen würde und j bereits zum größten Teile erfolgt. Auch 'n den Nachgeordneten Dienststellen leistete bereits eine große Anzahl von Beamten den Eid auf die neue Verfassung. Tie Vereidigung der Truppen steht unmittelbar bevor. Ein polnischer 9lmib. Berlin, 5. Sept. (WTB.) DK polnischen Behörden beschlagnahmten aus Beständen ter Neichsbanknebenst. He in Hohen salza Reichs- banfnoten zu 50 Mk. vom 20. Oktober 1918 wkcr- rechtlich. Dis Noten waren von ter Nebenstelle durch Aufdruck tes Dicnstsbempels besonders kenntlich gemacht. Mit Rücksicht hieraus wurden sämtliche Nrichsbanlanst alten angewiesen, bei Vorkommen solck)er Noten die Einlieserer fcstzu stellen und ben Be trag einstweilen nicht auszuzahlen, sondern die Noten zur weiteren Ent- scherdmrg an bas Rrickisbankdirekiorium Berlin cin- zusenten. Dem Publikum Eaim teshalo nur emp oh- len werden, die Armahme terarnger mit dem Dienststempri versehener Noten zu verweigern. Ausstand des Postanshtlfsperfonal» in Bochum. Bochum, 6. Sept. Nach dem „Berl. Lok.- Anz." ist das Po st aushilfspersonal wegen Genöhrung einer Beihilfe nur an die festangestellten Beamten in den A u s sta u d getreten. Aus Hessen. O Friedberg, 5. Sevt. Eine Kreis- organisativn der Deutschnationalen Volkspartei wurde hier gegründet, die sich Kreisverein ter Hessischen Volkspartei (Lantes- Dcrbanb d^r Deutschnationalen VolPspartei) für den Kreis Friedberg nennt. Der Vorstand setzt sich zusammen aus Geh. Rat Jäger , Butzbach) und zwei früheren Führern ter Demokratischen Partei des Kreises, Seminarlehrer Leuchtgens (Friedberg) und Rechtsanwatt Dr. Büchner (Bod- Nauheim). Aus dem besetzt!« Gebiet. Der Ludwigshafener Fall. Berlin, 5. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung der „Vossischen Zeitung ist die letzte der im Zusammenhang mit den Vorgängen in Ludwigshafen verhafteten Personen, der Postbote Fuhrmann, aus der Haft entlassen worden. Damit ist die Gefahr des drohenden Generalstreiks beseitigt. Die Vorgänge auf dem Hauptpostamt forderten nun auch ein zweites Opfer. In der letzten Nacht ist im Krankenhaus in Ludwigshafen der Postschaffner Funk seinen Verletzungen erlegen. Politische Versammlungen in der Pfalz. M annheim, 5. Sept. (Wolff.) Die Pfalz-Zentrale meldet: Am 4. September fand in F r a n k e n t h a l die erste große öffentliche politische Versammlung statt, zu der sämtliche Parteien eiageladen hatten und die einen gewaltigen Besuch zu verzeichnen hatte. Der mchrheitssozialistifche Abgeordnete Profit hielt das große politische Referat über die pfälzische Frage und sprach in diesem oas Todesurteil über die Loslösungsbestrebungen der Haas und Genossen aus, die er zum erstenmal öffentlich als Hoch- und Landesverräter bezeichnete. Wenn der Redner auch die französischen Besatzungsbehöcden nicht nannte und sich in dieseut Punkte strengste Zurückhaltung auferlegte, so fühlte doch jedermann heraus, daß die Hochverräter in der Pfalz niemals eine Rolle hätten spielen können, wenn nicht höhere Kräfte hinter ihnen gestanden hätten. Möglicherweise bedeutet diese erste genehmigte politische Versammlung eine Abkehr der Franzosen von ihrer bisherigen Politik. Die Vertreter sämtlicher anderer politischen Parteien sprachen sich in gleichem Sinne aus. Alle Redner endeten damit: Gebt- den Pfälzern Rede- und Versammlungsfreiheit, laßt sie ihre politischen Angelegenheiten selbst erledigen, dann wird auch wieder Ruhe im Lande em- treten! Eine Resolution in diesem Sinne wurde von den Tausenden von Versammlungsteilnehmern einstimmig angenommen. Am nächsten Sonntag finden ebensolche Versammlungen in Speyer und Neustadt a. d. H. statt, denen sich solche in Zweibrücken, Kaiserslautern, Pirmasenz und Landau anschließen werden. Englische Humanität. Berlin, 6. Sept. Ans Büren im Rheinland wird der „Voss. Ztg." gemeldet, daß das englische Militärkommando an einem Tage fünf führendeMürger zu drei bis fünf Monaten Gefängnis verurteilt hat, weil sie eine englischeNegiments- sahne nicht gegrüßt hätten. lürcbe rrnd Schule. ** Gründungeiner Arbeitsgemeinschaft der höheren Lehranstalten Hessens. Am letzten Samstag wurde in Frankfurt a. M. eine Arbeitsgemeinsckfaft der Direktoren ter höheren Lehranstalten Hessens gegründet. Der Eiilberuser ter Versammlung, Oberrealschuldirektor Hensing (Offenbach) tegrüntete in seiner Begrüßungsansprache die Notwendigkeit tes Zusammen,"chlusst^s ter Direktoren, legte dar, daß ein Zusammenarbeiten mit dem hessischen Oter- lehrerverein erstrebt werten solle und führte eine Reihe von Fragen auf, die bet Bearbeitung in ter Ineuen Dircktorenveveiuigrmg würdig seien. Die Satzungen geben als Zweck ter Arbeitsgemeinschaft an: 1. Wahrung der bienftlid>en Stellung und ter wirtschaftlichen Verhältnisse der Direktoren ter hötreten Schulen Hessens; 2. Erörterung und Be- schlußsassung fiter Vetsassungsfragen tes höheren Schulwesens; 3. Etörlerung und Stellungnahme zu Erziehlmgs- und Unterrichtsfragen. Aus Vorschlag ter Ofsonbackicr Direktoren wurde ter Vorstand gebildet ans Geh. Schulrat Dt. Dorsekd zu Darmstadt (Vorsitzenter), Tirektor Dr. Schnell zu Gießen (stellverlr. Vorfitzenten und Direltor Dt. Keller zu Michelstadt (Sdnstft- und Kassen- führet). Nach einer Anregung des Direktors Dt. Seitenberger zu Bingen über Gleichstellung ter Realsckmldirektotcn mit ten Direktoren ter Vollanstalten erstattete Direktor Hensing einen Bericht über „Das Verhältnis von Direktor und Lehrkörper'". Es folgte eine sehr anregende Aussptackie, nach ter folgende Lettsätze angenommen wurden: 1. nt in» «wanicher Aussichtsteamker in erster Linie Vertrauensmann ter Regierung und trägt ihr gegenüber im Rahmen der Tienst- anweisung die Verantwortung für ten artmtuig^ bemäßen Zustand der von ihm geleiteten Schule und die Durchführung ter geseylüchen Berord- imntgen und Verfügungen. 2. Sollte ein Mit- bestimniungsrecht bei Ernennung der Tircftoren hi trgenbroeldier Form verfugt werden, so betradjten wir es als sellcktverständlich, daß die zurzeit im Amte befmbluben Direktoren hiervon nicht betroffen wetten. 3. Die Dienstanweisung vom 15. Juni 1911 regelt Rechte und Pflichten tes Direktors und des Lehrkörpers und gesteht dem Lehrkörper in allen wichtigen Fragen bet Schulverivattung einen Einfluß zu, ter zeitgemäß erweitert wetten kann, so- loeit es ohne Schaden für die Schule im ganzen möglich ist. 4. Tie Atbeilsgemcinschast ter Direktoren ter höheren Lehranstalten Hessens hüll an dem Vorschläge der Regierung fest, den Direktoren eine selbständige Vertretung im Landes,'chrrlteirat zu fidjern, und erhebt Einspruch gegen jeten Versuch, von nxlchet Seite er auch komme, diese Vertretung zu beschränken durch eine Bestimmung, nach ter die Vertreter ter Lehrerschaft durch die Beruss- vereine, und zwar Leiter, Lehret und Amoärtcr ungetreiiHt, gewählt wetten sollen. prooinzialtagswaht. Vorläufiges Ergebnis. Ta besonders aus den Kreisen Büdingen und Friedberg verschiedene Einzelergebnisse ausstehen, können nachstehende Zahlen noch eine Verschiebung erfaßen: U. 5. P. 5945 Stimmen Deutsche Volkspartei 5850 , Demokraten 4622 Sozialdemokraten Verbundene WahlvorschlLge der Deutsch-nationalen und des Bauernbundes: Liste Brauer „ Mogk „ Helmolt „ Schneider , Lellarius 19869 3258 3536 7643 7751 4217 26407 62693 Stimmen Hiernach werden sich die 35 Sitze zum Prooinzial- tag wie folgt verteilen: Vereinigten Listen 15 war, bäufte ifltb schloß mit einem Hoch auf Me Stadt Gicßcn. Tas Schlußwort sprach Pros. Dr. Henneberg, und man tomtte wahrnehmen, daß der Abend den Heimkehrern einige schöne Stunden gebracht hatte. ** Der Landesverband Hessen bet ehemaligenKriegsgefangenen hielt am Sonntag in Tarrnstaöt einen Bcrttetertag ab. Etwa 35 Gemeinten des Freistaates Hessen hatte»' Delegierte geschickt. Nachdem Herr B öl kn et (Offenbach) Zweck und Ziel ter Vereinigung dar- gelegt batte, hielt Herr Jockel (Gießen) cinctr Vortrag über die finanzielle Abfindung ter Kriegsgefangenen bei ihrer Rückkehr in die Heimat. ,** B e s i tz w e ch s e l. Tas Haus, 2amm* straße 31, bisher dem Kliniksverwal'.et Emil Kin- k i l zu Gießen gelwrig, ging für ten Kaufpreis von 28 000 Mk. an Postboten Heinrich Seipp hier, über. ** I m Schwarz-We i ß-Lichtspielv wird ab heute bis einschließlich Montag ten 8. Sevtemder das Sensations- Filmwcrk „Das Gru- bengeheimnis" nach einem in Ungarn spielenden- Roman von Mar Bemperton in achc Kapiteln und zwei Abteilungen gegeben. Ter gewaltige Aufwaick- an Lollsmewie uw) die Tatbiekung sck-öner ungarischer Laidschaftsb.lder stellen ten oilm hi Eünü» le tischet Beziehung in die erste Reihe. Außerdem wird noch das Lmtspiel „Ter Zauberer von Gtmt- bclfing" aufgefübrt. Kreis «ksfew. Up. Ruppertenrod, 5. Sept. Vorgestern tourte ter hier geborene Scheck verwaltet Adam R e i l e r zu Grabe getragen. Ter Tod erlöste ihn von einem schweren Gchimlcitem, das ihn schon vor zehn Jahren befallen hatte. Kreis Schotten^ uv. Ulrichstein, 5. Sevt. Tas Postauto hat seine Fahrten nach Mücke und zurück dem Zugverkehr angepaßt. Vom 9-Uhc-Zug von Gießen holt ter Wagen führet die Briefe und Zeitungen und bringt sie mit tem Falnrad über Ruppertenrod liierter. Nachmittags fährt er mit tem Rade wieder nach Mücke zurück, um von hier mit tem Pvstcucko an den, letzten von Gießen, tommrnten Zug anzuschließen. Tas Postaulo mach, jey s ine Fahrt zwi,'ck>'n Allicke und Ulrichstein wegen Mangel von Betriebsstoff nur einmal, während das anfangs zweimal gesck-ah. Kreis Friedberg. Sozialdemokraten 12 U. S. P. 3 Deutsche Volkspartei 3 Demokraten 2 Xus Stadt und Land. Gießen, ten 6. Sept. 1919. Nnser neuer Roman beginnt in der heutigen Nummer rmseres Blattes. Alle unsere Leser und Leserinnen, die an öem letzten Roman Ragna Svendburg von Anny Wothe Wohlgefallen fanden, werten auch den neuen Roman von Erid) Eben stein „Das Glück der Andern" mit tem gleichen Eifer und tem gleichen Interesse lesen. Denn es werden hier in /pannentet Form die Faden verfolgt, die fick) zwischen zivei verschiedenen Gesellschaftsschichten schlingeri und die reine Herzensgute als wahren Atel crioetfen. Vier schönen, aber seelisch Ungleichen Schwestern aus armer aber ehrsamer Bürgersamilie folgt der Roman auf ihren verschlungenen Schicksalswegeu. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Auf sein Gesuch wurde zu ten Sanitätsoffizieren ter Oberarzt Maul beim J.-R. 116 ütergefüfjrt. — Der Abschied mit bet gesetzlidren Pension wurde Hauptm. v. H e r tz b e r g, im J.-R. 87, und 2t. t>. Res. W eber, im J.-R. 87 (Wiesbaden), mit bet Erlaubnis zum Tragen ter bisherigen Uniform be- tvilligt. ** . Aus dem Stadttheaterbureau. Auch dieses Jahr wird für die Vorstellungen tes Staotheat.'rS, die am 11. Oktober beginnen, ein auf 20 Abende lautendes Abonnement aus- gegeben. Ta wegen ter Kohlenknappheit die Vorstellungen von Anfang an zusammengelegt werten müssen, toirc es dieses Iaht ein Montag- und ein Samstag- Abonnement geben, da die Tiens- tage und Freitage als regelmäßige Spieltage zur Zeit nicht in Betracht kommen können. Wer zu abonnieren wünscht, wird ersucht, Platzbestellungen an den Herrn Oberbürgermeister zu richten. Besondere Einladungskarten an die alten Abonnenten merDert nicht verschickt, doch werten Pen vorjährigen Abonnenten die zuletzt inne» gehabten Plätze bis einschl. 22. September Vorbehalten. Tie Preise werten eine mäßige Erholung erfahren müssen, doch steht diese in keinem Bct- häitnis zu ter Preissteigerung auf anderen Gebieten. Näheres darüber wird noch bekannt gegeben. ** Tie Anlagenmusik der Regiments- musik des Reichswehr-Jnf.-Regts. Nr. 3o (Ober- Musikmeister Löbcr) fällt morgen aus. ** Das Backverbvt von Brötchen ist cufgehoben worden. Von Montag den 8. d. Mts. ist den Bäckern das Brötcktenbacken wieder gestattet. — Ter Kleinverkaufspreis für Kar- t o f f e ht wird ab Montag 20. Sept, jauf 12 Pf. für das Pfund herabgesetzt. ** Ein Schaufensteteinbruch Warte vergangene Nacht in einem Schuhgeschäft der Schmlstraße verübt. Es wurden folgende Schuhwaren entwendet: 1 Paar Rindledet-Hetrenstief.'l, 1 Paar Rindleder-Tamenschuhe und ebensolche Knatenschul-e, 1 Paar Voxcalf-Damenhalbjchuhe, 1 Paar Tamenpantoffel, 1 P^at Kinderipangen- schnhe und 1 einzelner Mädchen stiefel. Sachdienliche Mitteilungen an die Kriminalpolizei erbeten. *♦ Der Empsangsaus schuß für heimkehrende Kriegs- und Zivilgefangene vemnstaltete am Donnerstag einen Un- ter'lfalttlngsabcnd für Heimkehrer auf ter Liebigs- HSHe. Prof. Tr. Ebel hielt eine Ansprache, in ter er die Kameraden ermahnte, treu zum Batct- lande zu stehen und an dem inneren Aufbau kräftig mitzuwirken. Frau Schotte-Frey aus Wiesbaden brachte einen seht schönen Gesangsvotttag zu Gehör. Auch ter hiesige Otchestervevein hatte lick, gütigst zur Verfügung gestellt und trug sehr viel an ter Unterhaltung des Abends bei, was ihm arrch durch reichen Beifall ter Anwesendem gezeigt wurde. Herr Dirigent Gernhardt hatte auf jeten Fall seine Kapelle seht gut eingespielt. Damen des Roten Kreuzes verteilten Liebesgaben, die ten so lange von der Heimat ferngewesenen Kame- raten viel Freude machten. Tarauf hell einer ter Heimkehrer eine Ansprache, in der er in warmen Worten im Nanpm feinet Kameraden für ben Empfang, ter ihnen in .Gießen iu teil geworden« ONiedet-Weisel,5. Sept. Tie alljährliche Johanniter-Zusammenkunft mit anschließendem Johamiitet-Nitter-Liebesmayl im „Kaisethos" zu Bad-Nau heim fand bieje Woche statt. Tie Beteiligung der Johannttet wat sehr zahlteick». U. a. nxrrcn anwefend ter Fürst zu Solms-Hohensolms-Lich, der Landgraf von Hessen, Graf Stolberg-Roßla, Graf Pfenducg, Graf Goertz- Schlitz, Badedirekror v. Boehniet-Baü 9i au heim. G A us der Wetterau^ 5. Sept. In Asse n h e i m schlossen sich die K r r e g s b e s ch ä d i g- ten und Kriegshinterbliebene n zu einer Ortsgruppe tes „Einheitsverbantes" zusammen. Tie Kriegsbesck-ädigten ter Orte Reiche ls- heim, Meckesheim, Beienheim unb Heuchelheim, die bisl-er ter Ortsgruppe Frirtberg tes „Reichsbuntes" angchörten, schlossen sich zu einer selbständigen Ortsgruppe zusammen und treten ebenfalls zum Einhettsbund über. Hessen-Nassau. Die Marburger Alttrtüulcrsammlungrn. )( Marburg im Sept. In 'inet Anzahl Räume tes hiesigen LandgrafenschLo^e» ist bekanntlich seit Jahrrn die Sammlung des Hess. G rschicht sver eins untergebtacht, bia durch zahlreiche Zutoendungen im Laufe ter Zrit sich sehr zu ihrem Vorteil entwickelt hat. Tiefs Sammlung, die anfangs im Rathaufe in einem Zimmer untergebtacht loar, befindet sich zur Zeit in einem besonders dazu frei gemachten Raum in,ter Nordfchule. Weil nun die Sch osträume in ab ehbarer Zeit sämtlich für das tert tekindliche Staatsarchiv benörigt weiten uns auch ter Raum m ter Nordfchule schon in aller Kürze antemxiug in Anfptuck» genommen wird, ist man dem Plan, beite Sammlungen in einem besonderen bunte zu vereinigen, wieder näher getreten. In b't Erwartung, daß vielleicht auf irgend eine Weise weitete Mittel flüssig gemacht inerten dürsten, stifteten die slädt. Kötperick>asten im Iahte 1913 als Kaiser-Jubiläumsgate 30 000 Mk. als Grundkapital schon damals zu tem Zweck, ein würdiges Altertumsmuseum zu erriditvn. Ta die Frage durch die geschi terten Berhältmsse wieder dringend geworden ist, hat die Siadt auf Borfchlag tes Marburger Altertums- und Kunstvereins das am Marktplatz befind» lidje Eckl-aus tes verstorbenen Kaufmanns und .Stadtrats Bücking, ein altes Marburger Patriziet- haus, für 50 000 Mk. erworben. Das Gebäude, das ten frühen Renaissancestil zeigt und durch seinen von Säulen umrahmten Riindbogeneiniang sowie durch seinen eigenartigen Erkerturm auf fällt, ist im Jahre 1675 verändert Worten. Dem Gebäude gegenüber, durch die schmale nach der Rittersttaße und ter lutherischen Kirche führende Stringasse getrennt steht das gleichfalls durch seine zwei hoben Staffelgiebel sich aus^ichncnte aus dem 14. Jahrhtintert stammende sog. „steinerne Hans", mit dessen Besitzern ter Altertums-Verein einen Vorvetkaufsverttag abgeschlossen hat. Es dürste ebenfalls noch für die Unterbringung ter Altet- tumssammlimgen in Aussicht genommen sein. In ter Oeftentlichkeit machen sich zwar in letzter Zeit Stimmen geltend, die aus mannig ad-en Gründen Kasernen.entSgebäude, die alte „Ptopstei" usw., als passende Gebäude für die Älturtümetsamm- lung Vorschlägen, aber jedenfalls dürften diese alten Bürgerhäuser wegen ihrer Eigenart unb besonders wegen ihrer Sage mitten in ter Altstadt ben Vorrang behaupten. Die Arbeitsleistungen in den Eisenbahn« Werkstätten. — Frankfurt a.M , 5. Sept. Die bauern* den TransPortsdMi-erigkritcn im Eisenbahnbetriebe batten in jüngster Zeit ausgiebige Erörteruns-n in der Oeffentlichklrit veranlaßt. Zur Feststellung der Ursachen sand heute in Den grof^n ■ Frankfurter EisenbaltMverkstätten, die taufende von Arbeitern beschäftigen, eine Koitferenz statt, ter Ber- -treter ter .Direktion, Arbeiter aller Betriebe^ Presstwertreter, Arteiterräte und alS weitere Sorte verstäirdige eine Anzahl neutraler Ingenieure und Techniker beiwohnten. Nach eingehender 'Besichti- gung der umfangreichen Betriebe und ausgiebiger Aussprache aller Parteien kam man zu folgenbcn Ergebnissen: Infolge ter Vermehrung ter Ar« beiterübaft von 1400 Köpfen tm Jahre 1917 auf 3200 im Jahre 1919 könnten die 23erffiätten technisch nidx mehr ten genwltigen Anforderungen folgen. Das Werk^ugmaterial iit infolge der hohen Leistungen im Kriege nicht mehr voll gebrauchs- Die führende Marke L 4. 10298D solange Vorrat. JULIUS SCHULZE^ Leicht. Kastenwagen zu verk.Wolfstr. 14,y. FrsilkiihAie l.i 3i“9Ä™ Schweizer LMWzicgt«;- als Hamm st r. 19 O17W< 10037V Geräte. 2. 3 Wasserdicht. Umbaus mitil. Oiröüe, zu kauf nei. C. Britt, Butzbach. 8 SlQicvncnitvQÜc 8. Weiße llateMe Kaiser Allee 3IIL Melnerhmd iu verk. MänSbura 1, ^UAanft Wageug. 017363 iosv*e leßergaiiaschen^“"^ x°32u Lnbetwtraße 22. Der Aussichtsrat: Nullmann, stellvertr. Vorsitzender z. pachten gesucht. 017348 Ludwigstr. Gilt IBrech^anEe feg?" u. BerusSstörung neOeilt werden. Nur persöul. Be- bandlg. Nächste Sprechstunde in Gießen, Bahn» hosshotelLenz, ani DieuS» tna-b.16.9.19, o. 10-1 Ubr. Br. med. Laibs, Spezial- arztsürBruchleiden.'^sl Import- und Exportfirma Lohmann L Co.. Präsident der Deutschen Ozeanreederei, welche die VMidels-U-Boote „Bremen" und „Deutschland" gebaut hat. kauft berechtigt. 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Ein hiesiger Einwohner, der wegen.SchrvarzsckilaMerei in Unter- suchiung geraten war, loollte sich ein Betveismittel verschaffen, daß in den Gasthäusern Fleisch ohne Karte zu hüben sei. Er bestellte sich deshalb in nncm Gasthof ein Essen imb erhielt auch, Fleisch dazu. Ties teilte er dann der Behörde mit und erhielpebenso wie der Gastgeber ein Strafmandat. Er beantragte Gerichtsentscheid und erzielte heute beim Landgericht em obsiegendes Urteil. — Ein junges Mädchen aus Laasphe, das sein Kind in Biedenkopf aussetzte, am anderen Morgen den Säugling aber wieder reuevoll in Empfang genommen hatte, stand ebenfalls vor Gericht. Es wurde auf die geringste zuläisrge Bestrafung von 6 Monaten Gefängnis erkannt, jedoch bedingte Begnadigung in Aussicht gestellt. z. verkauf. Heuchelbeim, 017316 Sandweg 4. Meies teMi zu verkaufen. Schäfer, Sicher Straße 9. 18054 Aumerkuna: Die Aenderung deS § 1 deS Statuts bezweckt, das Ende des Bestehens der Genossenschaft auf den 30. September d. Js. fest- zusetzeu. Die zweite außerordentliche General- versammlung ist angesetzt in der Voraussetzung, daß in der am 6. d. Mts. stattfindenden außer- vrden llchen Generalvcrsammlnng datz nach §35 des Statuts zur Beschlußfähigkeit für die Auslosung notwendige Drittcil aller Mitglieder nicht anwesend t|t. Gießen, den 5. September 1919. Vie Auftraggeber kleiner Verkaufs-Anzeigen werden gebeten, unter allen der- ^JIWIIfHIMI .......... gggBBMBHMMBCTüiBMhl^UJJWgEaBt BILLIGES ANGEBOTI Rein leinene Herren- Taschentücher^ M.3.75 Mehrere 1000 Waggons Krutzch jeder Art, per sofort laufend lieferbar, zit kacken gesucht. Meciiial!] L Xöfflalz, ’^ss Frankfurt a. H. Annahmestelle . , für 017311 FöMierhnte für hm Md ßerren Jornie Klebetziite aus Samt. Plüsch usw. Gediegenste Ausführung, mäßige Preise und prompte Bedienung. M. Gröninger, Steinstr. 59. Feinste taWs-Bel loic: 1 Sofa mit zwei Sesseln lamerik. Nußb.), 1 bochf. eich. Büfett, ciw 4teil. Auszietz- u. Ipol. T'sch, 1 la. 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Beschlußfassttng über die Bedingungen für die Bereinigung der Genossenschaft mit dem Konsumverein Gießen u. U. Wahl der Liguidatoren. Mittelschw. Rappengespann 1,55 m, Zug- u. Laufpferde verkauft 017370 Adolf Hedhardt, Albsbansen. Münjterl.Pstrd?uMesi sow.fait Break »" net>es Dcrt WanndraPe 5. 4 Tonnen, 40 PS. Oolz- eisenbereifg., fahrbereit mitZulassungSbescheinig., zu verknusen. 017308 Ludwig: Schlund, Garbeutcich.__ 1 elektr Motor 1 PS, Zkuvserwickluna, 1 Eismaschine 20 Liter, Kupferblech, 1 Eismiiiile im Betriebe zu sehen, nebst Transmission, Hand- und Kraftbetrieb, Motor 700 Mk., Eismaschine 700 Mk., Mühle 300 Mk., Anlage und Riemen 400 2)it, zu verknusen. Ansehen bei Kurz. Marburg a. d. Labn, Am Grün 10. 110274 werden Montag d. 8. d. M., nachm. 2 Uhr, im Rest. „Zum Pfau-, Neustadt 53 in Gieren, meistbietend gegenBer- zabluug versteigert. Die Sachen stammen aus seiustcm Haufe, sind fast neu, la. Fricdensarbcit. Bcrtteigerung bestimmt und pünktlich. Besichtigung Montag Borm. von 11—1 Uhr erwünscht. I-. Aitiäoflr, Tel. 230. artigen Angeboten ihre Aörcffe (Strotze, Hausnummer und Stock- werklzu veröffentlichen. Soll die Adresse verdeckt bleiben, so wolle man schriftliche Angebote unter der Anzelaennummer fordern. Auskunft über Adressen u. s. f. durch die Geschäftsstelle kann nicht erteilt werden. Htnmovrr zu werden. Um das Programtst zu ver- vollltandigen, findet vor dem Spiel ein olympischer Stasfellauf statt, bei dem vier Lauser beider Ver- c11? 400, 200, 200 Meter zurückzulegen tzaben. jßal)rcnb der Spielpause kämpfen dann Die ^imwren beider Vereine (1902 und später geborene) m einer 5mall00 Meter Stafette um den Steg. Beginn der Veranstaltung nachmittags 4 Uhr auf dem Golfplatz. Reue hochschästig. elegant. Gr. 39, zu verkauf. 017373 Hofmauustr. 8 H. An- u. Verkauf von Lumpen, Eisen.Me talken, Knochen, Papier, Maschen, gebr. Maschinen. 9785 Louis Rothenberger Hetemgtt. TalepL 171. sähig und ist längst nicht in ans reichendem Matze, der hohen Arbeiterzahl entsprechend, vorhanden. Die i$'olge ist, daß die Kräfte der, Arbeiter nicht auegenützt werden können. Die Beschaffung neuer Maschinen und insbesondere reicher Rohmaterialien ist dauernd sehr schwierig, so daß die ganzen Betriebe nicht so voll leistungsfähig sein können, Ivie es dringend nötig ist. Bon den Arbeitern wurde darauf hingewiesen, und die neutralen Sachverständigen bestätigten es, daß die Betriebe zu sehr unter dem Nebel „Bureaukratismus" krankten und dadurch die Frische und Impulsivität Vermissen ließen, die den Privatbetrieben zu eigen ist unb sie lebensfähig macht. Die Arbeiter Houten mit Nachdruck, daß sie jäten Arbeitsunlustigen und Unwürdigen bisher rücksichtslos aus ihren Reihen entfernt hätten und selbst das brennendste Interesse an der Steigerung der Leistungsfähigkeit der Werkstätten besäßen, eine Erkürung, die von den .Vertretern der Direktion und den Werkstättenvorstehcrn bestätigt wurde. Vermischtes. Eisenbahnuufall. * Frankfurt a. M., 5. Sept. (Wolff.) Die Etsenbahndrrektion Frankfurt a. M. teilt mit: Zivilchen Bebra und Hönebach ist ein abgerissener Teil eines Güterzuges auf einen Personenzug aufgefahren. Einige Wagen wurden beschädigt Personen sind nicht verletzt worden. Vorübergehend sind sämtliche Geleise gesperrt gewesen, die aber zum Teil bereits wieder im Verkehr sind. Die frühere Kronprinzessin Cecilie. * Berlin, 5. Sept. (Wolff.) Die Kronprin- 3cnm Cecute hat, wie wir erfahren, mit zweien ihrer Kinder heute die seit langer Zeit geplante Reise nach Holland zu kurzem Besuch ihres Gemahls in Wieringen angetreten. ELf HAmnfa f Dbs altbewährte Nervenpnlvei ixrdmpie ; Nervinum »r. Weil der Schwanen-Apotheke in Frankfurt, Btii wird flrztl. trerne verordn, bei Krämpfen HKI 1'relN Mk. 5.—, zu haben durch die “*hv Privileg. Scbwanai-Aps'-heke in Frankl ort. B5a?n 81. Bestl0°/üHaemogl.84IJ/nEisenbr.u.6(,/oEnzianbitterst Besser^e^aX^iämWirktischrneckt Fasenssan9 M. gesch. j Unentbehrlich bei schwathen u. znrflckgablleL'sas* Kindern, stärkend und appetitanregend, mnakel- n. knochenbUdend, hervorragende Erfolge bei dun™; SerofuloseudMills. nehmen. 1 Schachtel, ausreichend für etwa vier Wochen, M.3.—. Zu haben in Apelheken <. Drogerha. Gartrngelände | in. Obstb., sow. Bangel, z. verk Näh. Gr«?lt-»rLtr.lvI. Wegen Erweiterung des Betriebes eine 15 PS- Lokomobile nnb Dreschmaschine an verkaufen. Gleichzeitig offerieren 10325 Holzwolle als BttparkunsiDaterisl und Streu und nehmen Aufträge in Lohnschnitt für Vollgatter 700 mm Durchlaß entgegen. Blecher & Brett bauer, HoUwoll- tinö Sägewerk. 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Ich erinnere an den Brief des Lerrn Winnig und an die auch von einem MehrljeitssvzialistLv stammeitde Aeußerung: „Tas deutsckje Volk würde noch einmal denen fluchen, die diese Revolutioi» acmacht haben." Ferner fiel auch der Satz: „Tas Vaterland über der Partei"; dockf scheint die prak- ttsche Anwendung desselben recht schvcr zu sein Dte Heimkehrer wollen alle am Mfban des Vatm> landes Mitarbeiten, da ist eS nicht nötig, daß sie, kaum aus heimatlichem Boden, sck^on verhetzt werden Man schone auch die Gefühle derjenigen, bic nuu für den schwarz-roten Block, sondern für Kaiser und Reich in den Kampf zogen, trotzdem aber das Vaterland über die Partei stellend, ihm auch jetzt wieder ihre ganze Kraft widmen wollen. S. N. (Anmerkung der Red.: Die hier erwähnte Notiz war uns wörtlich von der Kom- linmrdantur des diesigen Durchgangslaners mit der Bitte htm Abdruck übermittelt worden.) f™ kiWÄ« (Peraamott) z. verkaufen. 017253 Steinstraßc 43. Für Merl Schöne Schmetterling- u. Steinsamm- lttng zu verkaufen. 1 Ltcrhamch 3.p. = Höchst a. d. Nidder, 5. Sept. Das fast 60 Jähre unbewohnte Herrenhaus der Freiherrn von Gündervde, dessen Besitzer jetzt in Bayern wolmt, wurde infolge der großen Wohnungsnot jetzt zu sechs Familiensttvhnungen eingerichtet. In dem ehemaligen Speisesaal, in dem auch der Grvßherzog Ludwig III. oft zur Tafel saß, treibt jetzt ein ehrsainer Schneidermeister sein Handioerk. oz. Laasphe, 5. Sept. Eine Frau von hier, die auf einer Reise war, sah im Zuge, als dieser in Betzdorf hielt, unter zurückkehrenden Kriegsgefangenen ihren Gatten. Das gab natürlich eine freudige Begrüßung, an der alle, die Zeugen waren, ihre helle Freude hatten. Es wurde der Frau erlaubt, im Zuge nach Gießen mitznsahren. [j Kirchhain, 5. Sept. In Mardorf brannte gestern die mit Gerste und Heu gefüllte Scheune des Landwirts Heinrich Fischer nieder. (] Marburg, 5. Sept. Die Marburger K r i e g s f ü r s v r g e s p e n d e, zu der die Sammlungen am 3. August 1914 begannen, brachten insgesamt 141 788 Mk. ein. Ausgegeben sind bis rum 1. April ds. IS. rund 125 000 Mk. Wolfshunds 4 Monate alt, scharf und wachs, verkauft Lehrer Michel, Ettingshausen. Hühnerhund dnnkelbraiintiger, flotter Sucher, steh', nut vor, vor» zügl. zum Stobern geeignet, verkäusl. Sckr. r'tng. il 017357 an d. Gieß. Anz. Kirchliche Nachrichten« Evangelische Gemeinde. Gottesdienst, Sonntag, 7. Sept. 12. n. Erin. Kollekte für die Kaiser-Wilhelm-Stiftung zu Gunsten der deutscknm Kriegsinvalidcn. . . ^Tt ber Stadt kirche. Borm. 8 Uhr, zugleich Ehrtstenlehre f. d. Nrtikonfirmierten a. d Matthäusgemnnde: Pfr. Mahr. — Bonn. 9V-: ^rvtsionspfarrer TieSmeyer. — In der Jo- Ha n ne s k i r ch>.'. Vorm. 8 Uhr, zugleich Ehristen- lehre f. d. Neu konfirmierten a. d. Lukasgemeinde : Pfr. Vechtolsheimer. Vorm. 9y2: Pfr. Ausfeld. (Zugleich Militärgoltesdienst.) Beichte und Feier d. HI. Abendmahls f. Lulas- u. Johannesgemeinde ?lnmeldungen werden vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Vorm. W/i: Kinderkirche f. d Johannesgemeinde: Pir. Ausfeld. Kal-Holische Gemeinde. Samstag, 6. Sept., nachm. 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gebegenh. z. bl. Beichte. Sonntag^V Sept., 13., Sonntag nach Pfingsten. 6'/2: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe. Gemeinsch -Kommunion d. Jungfrauen. 8: Ausbell. k>. hl. Kommunion. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachan.2: Andacht. — Tiaspora-Gottesdienst am 7 Sept: In Grünberg ?i/2. Laubach 10. Lich 91/,. Gingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Kriegsgefangenen-Heimkchr. Ter Abgeordnete Thoene (Mehrheitssozialist) ltegrüßte am 3. ds. Mts. im Gießener Turch- gangslager die heimgekehrten Kriegsgefange- nen durch, eine Ansprache im Namen der National- Dersammlung. Es ist ja sehr dankenswert, daß dies geschah, dock- wie es geschah, ist durchaus zn verwerfen. Gibt es denn keine Abgeordneten in der National-Verfammlung, die m einem solchen Augenblick sich frei von Parteipolitik halten rönnen? ^.rotz gegenteiliger Versicherung des Herrn Abgeoroneten war rrämlich e.in großer Teil der Rede am~ politische Verhetzung eingestellt. Nickt nur vor Spartakus wurde gewarnt, sondern natür- lich auch, vor der Reaktion, die von rechts drohe. H. Süskind, 016873 Neuenweg 29, S’rickktmpen u. Wallabfälle kauf, an d. höchst. Preisen Geschw. MUblstein, Neustadt?J. wfwo Ascii!mh!l-Klillsilliivk!'eik Wen E. G. m. b. H. Znirite aufecrorbentlitbc Fenerülmsgüiiüliüis am Sonntaa, dem 14. September 1919, nachmittags 5lli Ubr im (SewerkschastSbauS, Schanzenstraße Nr. 18 3MoMtr mit u. ohne Dovveluber- setzung und Leerlauf mit Zulassungsbesch, zu verk. Lndwle S-chlnnd, 017307 Garbeutcich. 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Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie für die zahl» reichen Kranzspenden sagen wir unseren innnigsten Dank. 10267 Die tiestrauernden Hinterbliebenen: Familie Törner. Heuchelheim, Seligenstadt, den 4. September 1919. Statt jeder besonderen Anzeige. Nach kurzem, schwerem Leiden verschied heute mein lieber, guter Mann, unser unvergeßlicher Vater, Sohn, Schwager und Neffe Max Hartmann AchtungAchtung! Treffe Montag mit einer grohcn Sendung Einmach-u.Salatgurken,Weitz- krant, Rotkraut und Wirsing ein. — Verkauf Ecke Löwengafse und Bahnbof- straffc 23, von morgen» 8 Hör an. 01719» Ernst Merlau Ecke Credner- und Klinlkstr. — Tel. 953. Keu eingetroffen s Kartoffel-, Reise-, Waich, Babtz-, Markrkörbc tu a. ui. Besen u. Bürsten, beite Fricdcusware. Waschfeile, Leitern, Liegcitüblc, Hängematten, Passbilder sowie alle photograph. Aufnahmen werden schnHh ens bei billigen Preisen prompt und sauber ausgeführt. 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ÖM vorn, 10<2 Uhr. Um zahlreiche Beteilt- gung wird gebeten. [***€ Der Krelavoretand. Stadttheater Gieh'. Leitung Herm. Steingootter DieuStag den 9. Sevt. Der Juxbaron. Poste in drei Akten von PordeS-Milo und Hermann Haller. Musik von Walter Kollo. Kastenöffnung 6'/, Uhr. Anfang 7 Uhr. Ende nach 9*/, Uhr. Vorbestellungen sind n nr an die Kassa zu richten 10172c Vorverkauf: Sonntag von 11 bis 12'/, Uhr, Montag u. DlenStag von 10—1 Uhr, anfferdem nm Spieltage von 3—4'/,Uhr. Jenem rner V. ^werden iAi 01719» ^Äftt Ernst »o «k, ,ohnun» n>9ttt der E» Mös gemeint! infmonn ,General, wer), 9imqflefeOe, ■ 40- Srlrgstelln., n guten Wtenz. u. WoertL wünscht el r^eqe mit Dame ,eV' Mi&a - «cutteren, flUf, oermönenbet ftn. zwecks halb. IM mt tu werden. Vereng n Silent oder i. angenehm. M. tt gegen'fittq. 8u- itn tutl mit SJilb, lt4 iurildcriolftt unter E. 14Ü57 Haaeenateh und 61er A. G. Frank- t am Main, icaihv Vereine nontöGMtevr. [errichtsplan: tw Anger-Lehrgang tag und Donnerstag 7'1,-S‘hUtir abends. tibücknRir-vaterriidl itaguiid Donnerstag 18*/f—5H/»Uhr abends, Diktatkur« ,twocb v.T'^Uhr. Redenchrin jmtag v.71/<—&1/» ühr- nterrichtilokal: lUlhausWest-Anlaga rbandswettechrej118" Sei Bemhri \ ^gtasipn-"' Vir bitten unsere^ iii'itt M W* &•*: onnt« ^pr. vor®. 1 «gtelll- EZ! S.x:, W nutit^uns111 u6t »•SÄ WÄ on 11 . Dienst"^ i=£> Ht. 208 a»dto Blatt Sichw-r Anzeiger «Genlral-Anzejger str M-rhchen> Samstag, l>. Septemder WO ** I^uiutapci gvju'unvr. |tru> j 2>an mie? m im latig Wwachall umi> Ergänzung findet!' (Fortsetzung folgt.) ") D«e formet ..Copyright by . . .“ mich jedem deutschen 1rud;rD tcilm würde? Natürlich! dachte Modesta, die inzwischen die Tür der mütterlichen Wohnung erreicht hatte. Wie könnte sie auch anders . . Inzwischen standen die beiden, die sie gestört! Die Uommunalwatzlen. g. Rüddingshausen, 5. Sept. Am 24 zutflnft fand hier die SeigeordnetenwahL statt, zu welcher vier Kandidaten ausgestellt waren Es erhielten Heinrich Reitz IL 92, Heinrich Der allgemeine Kabelte le- „Fräulern Losenstern, wenn ich bitten darf' Und nun, da Sie auf eine Antwort zu bcstrhen scheinen: Ich bedauere sehr, daß meine Erlau' ms, mich zuweilen heimzubegleiteu, dm Wahn m Ihnen erzeugt hat — sich als einen Bewerb?: zu betrachte. Es ist mir in der Tat ganz uw begreiflich . . ." 'Tatz ich Sie liebe?" unterbrach er sie flam- ntorb. „Nachdem Sic niich mit Güte verwöhnten und icdcr Tag Ihnen so gut wie mir klarer machen mutzte, daß Nur vermöge unserer Wefmsart für: e itnurauer gr,d üncii sind! Daß alles in uns gegen Allgemeiner deutscher Uirchentag. Dresden, 5. Seht. Der evangelische Kirchentag beschloß die Uebernahme der Auslandsdiaspora. Er will sie kräjtig weitersühren, wie das durch die veränderten Verhältnisse verlangt werde. Die Ucbernahme erfolgte, da mau der Ansicht war, daß die bisherige Organisation dieser Fürsorge Den Forderungen der Zeit nicht mehr genüge, da si: die volle Straft der organisierten Kirche nicht ausnutzc und die Verbindungen zwischen den einzelnen Trägern der Fürsorge fehlen. Heute sprach Geh. Konsistorialrat Prof. Ti- tzius (Göttingen) über das evangelische Kirchen tum als K ul tu r s a ktu m. lieber das Verhältnis von Kirche und Pfarrer zu den Arbeitern führte er nach der F. Z. aus: Was die kirchliche Ordnung und den Pastorenstand mehr als alles andere beim deutschen Volk in den Verdacht der Rückständigkeit gebracht hat, sind ihre Versäumnisse auf sozialem Gebiet. Es l-andelt sich nicht so sehr um Einzelheiten der kirchlichen Ordnung, die sich verhältnismäßig leicht abstellen lassen, obwohl z. B. die Verhältnisse der Pastoren zum Lehrerstand seit bald einem Jahrhundert die Kirche sehr geschädigt haben. Wichtiger ist die Anklage, daß der Pastorenstand das dünkelhafte Bewußtsein der oberen Klassen gegenüber dem sogenannten Volk teile und sich lieber an des Reichen Tisch als in des Armen Küche setze. Gewiß sei diese Annahme in diesem Umfange falsch. Aber wer wollte leugnen, daß es an solchen bedauerlichen Erscheinungen im Pastorenstand nicht gefehlt habe? Das ungeheuere Erleben der letzten Jahre hat die Entwicklung zur Reise gebracht. So sehen wir denn die protestantische Geistlichkeit und die kirchlichen Kreise des deutschen Protestantismus in.ihrer übergroßen Mehrl-eit auf der Seite jener nationalen gesellschaftlichen Bewegung, die jetzt in Trümmern liegt. Einen bemerkenswerten Satz prägte der Redner: „Der Sozialismus wird mit dem Christentum gehen oder er wird scheitern." Als Titius betonte, daß wir ehrlich für den Völkerbund eiritreten wollen, erscholl von vielen Seiten aus dem Saal ein lebhaftes „Nein!" „Wer das nicht will," erklärte der Redner, „der hat noch nicht den Willen Gottes begriffen." Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, 4. Sept. Die Darm- stadter-Lchuhma däe r-Vereinigung gibt bekannt, daß sre mit Rücksicht auf das seit der Fv.'igebung des Leders in den freien Handel ein» getretene Teuerung des Leders von jetzt ab Herren» fohlen und Fleck mir zu 22—30 Mark das Paar anfertigen können, Tamensvhlen und Fleck ent* 'X^riD bcr Größe. Herrensvhlen allein «osten 18 24 Mark, Fleck allein 5—8 Ma ick, Neuarbeiten von 180 Mark an. Also Hundettachtzig Mart «ostet jetzt ein Paar gemachter Schache. Tas sind nette Aussichten jür die von allen Seiten geftorderto Herstellung des freien Handels. rm. Darm sta d t, 5. Sept. In der gestrigen < ?^.^^^^brdnetenjitzung entstand eine lebhafte Aussprache über dst Anfrage düs Stodtv. S to r k, ob es richtig sei, daß. ein Offizier ärar»t Professor Dr. Knell ist bis -um 15. September beurlaubt und wird dirrch den Afftstenzveterinärarzt Dr. M 0 n n a r s zu Gtkhen vertreten. . Die Pferde räude ist bei zwei Pferden des Lohnkutichers Karl H u h n in Gießen, Ritter gaffe 23, ausgebrochen; unter dem Pferdebestand des Metzgermersters Julitls A u l m a n n, Gießen. Marktftral^ 15, des .Hermann Euler II. zu Gießen, Rodl-eimer Straße 56 und des Holz Händlers^Julius Wellhöfer zu Giehw, Mar» bu-rger Straße 24, erloschen. Wegen Vornahme von Kanalisa- t to n s a r b eiten wird die Mühlstraße zur- scheu Klernc Mühlgasse und West-Anlage von >heute an bis auf weiteres für jeglichen Fuhrwerks- und Radfahrverkehr gesperrt. scharen und taufznb ach so bunten, herrlichen Blumen . . . Ich glaube, ich würd: perrückt vor Freude, wenn ich einmal einen ganzen Tag lang bi draußen snn könnte, fern von allem Särm, von den. Menschen, den Häusern, und mich ausstteckn dürfte im grünen Maos zwischen Waldgl.tcken und Ginster, uno nichts sähe über mir als Baumkronen, tmb nichts hörte als das Summen des Wald.'s . . dachte Mvdesta und setzte traurig in Gedanken hinzu: „Aber das geht ja nicht. Es ist soweit binauS, und ein Tagesausflug für fünf Perfimen würde viel zu viel vosten . . ." Im selben Moment wurde sie unsanft aus ihren Gedanken gerissen. Ein Laternenpfahl versperrte ihren Weg und ztvei Personen, die seitwärts davon am Gehsteig flüiternd standen, nxiübten sich unwillig nach ihr um, denn Mv- desla war, um dem Laternenpfahl auszUweichen, mitten zwischen sie hinein geplatzt. „Wie rmgeschickt!" murmelte eine Helle Stimme schart und ärgerlich. Mvdesta stand wie vor den Kops geschlagen. Tiefe Stimme — das mar ja — „Evelyn?" sagte sie unsicher und blickte in scheuer Verlegenheit von der schönen älterm Schwester noch, dem fremden Herrn im pelzver- brämten Mantel, der schweigend zur Sefte getreten war, ohne den Hut zu ziehen. Evelyn maß sie mit zornigem Blick. „Nun ja, beruhige dich nur. Kleine, ich bin es selbst und kein Geist! lind nun sei so freundlich und gehe ruhig weiter, und schlage daheim keinen Lärm. Tu weißt, ich kann die Fragereien von Mama und Emmy nicht vertragen. Es ist genug, daß du mich hier — ungeschickt genug — gestört hast. Auf so eine alberne Idee, durch die Zeisig-1 Aus Stabt rrnö Land. Gießen, den 6. Sept. 1919. Erhöhung des Wagenstandgeldes im Güterverkehr. Mit dem Einsetzen des Herbstverkehrs ist auch eine weitere wesentliche Steigerung der Nachfrage nach bedeckten Güterwagen zu erwarten. Ebenso sind die Bestände aller übrigen Wagengattnngen äußerst gering. Leider benutzen eine Reihe von Versendern und Empfängern van Ladungsgütern die Wagen teils aus NachlässigÄnt, teils aus Gründen gesck)ästlicher Maßnahrnen weit über die Ladefrist hinaus. Die bisherige Erhöhung des Wagenstaildgcldes hat nicht vermocht, auf die Beschleunigung der Wagenbehandlung einen genügenden Einfluß auszuüben. Die Eisenbahndirektion Frankfurt a. M. sah sich daher gezwungen, das Wagenstandgeld als einziges Mittel um die Interessenten zur ftistgemäßen Rückgabe der Wagen anzuhalten, weiterhin zu erhöhen, indem sie mit Ermächtigung der zuständigen Aufsichtsbehörde die Satze hierfür mit Wirkung vom 15. September an wie folgt festgesetzt hat: 1. Tag 5 Mk., 2. Tag 20 Mk„ 3. Tag 50 Mk., 4. Tag 100 Mk. usw. Künftige Anträge auf Erstattung von Wagenstandgeld müssen unberücksichtigt bleiben. Es wird besonders betont, daß das erhöhte Wagenstandgeld nicht etwa üls Entgelt für die Entziehung des Wagens, also auch nicht als Ernnahmequel^e der Ersenbahnverwaltung, sondern lediglich als Mittel W betrachten ist, um die umfangreichen und teilweise gewohnheitsmäßigen Ladefristüberschreitun- gen zur Steuerung der augenblicklickien Notlage hintanzuhallen. * ** Amtliche Per sonal nach richten. Fmanzamtmann Jabob Krdel, zur Znt in Gießen, wurde mit Wirkung vom Tage seines Dienstantritts an die Stelle eures Finanzamtmanns bei dem Finanzamt Offenbach I übertragen. Dre Lehrerftr Justine Heller zu Hungen wurde auf ihr Nachsuchen mit Wirkung vom 1. September an aus dem Schuldienst entlassen. ErliHigt ist die nyt einem evangelischen Lehrer zu besetzende dritte Schulstelle zu Rockenberg, Köeis Friedberg. Aus dem Amisverknndigungsblatt. m Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 84 vom 5. September eitthält folgende Bekanntmachungen: Aushebung von Vorschriften der Riemenfreigabestelle über die Herstellung und den Verkehr nut Treibriemen. — Die öffentliche Be wirtschastung der Frühkartoffeln aus der Ernte 1919 und deren Höchstpreise. — Die Erhebung Brandverslsherungsbeiträge für das J-ahi Id!?- — Nachrichtenverkrln mit dem besetzten Gebiet. — Die landespolizeiliche Prüfung des Entwurfs über die Herstellung eines Ansckstust- glestes der Oberhessisck>en Kalk- und Steinindustti- rn.Buhbacks anschließend an Bahnlwf Queckborn der Butzbach—Sicher Eiserchahn. — Beurlaubung des KrelSvetennärarztes Professor Dr. .Knell zu Gleßen. — Einsendung des Kreisabdeckereiver- zelchnrsses für den Monat August. — Pferde- räude. — Kanalisationsarbeiten in der Mühl- Rraftr — Feldbereinigung Holzheim. Dre Bestimmungen der Riemen- fflr Herstellung und den Vertrieb von Treibriemen und sonsttgen unter die dre Zuständigkeit der Riemenfreigabestelle fallenden Artikeln, für den Verkauf von freigegebenen Treib nemenleber und anderen technischen Ledern feilen« der Gerbereien an Fabribrnten von Treibriemen, und anderen technischen LederaEln, Richtpreise ür Ledertreibriemen, Richtpreise für Teftiltreil^ fernen, Höchstpreisaufschläge für ba: Handel und Gebühren der Bevatungsstellen sind mit dem 24. August außer Kraft getreten. Die landes polizeiliche Prüfung Entwurfs über die Herstellung eines An- chlußgleises der Oberheffischm Kall- und Stermudustrie in Butzbach anschließend an Balmhof Queckborn der Butzbach — LicherEisen- bahn ist auf Freitags 19. Septenlder, vormittag» 10.03 Ubr, gilt Bahnhof Queckborn festgesetzt, in welchem Einwendungen gegen das Projett, di- ich auf Ansprüche wegen Verlegung oder Aenb- ntugen öffentlicher Wege, An- und Zusohrteil auf grammverkehr mit Nordamerika und darüber hiimus ist vorläufig auf dem Weg über England hrieber eröffnet worden. Die SSe&ätgitngen find allgemein dieselben wie für Telegramme nach Großbritannien. Dringende Telegramme = = D = — sind nicht zugelas fen. Telegramme nach Costa Rica, Nicaragua, Salvador, Ecuadvr, Benezucla und den Republiken Honduras, ColMibien und Panama sind nur auf bk Gefahr des Absenders anzulkhwen. Telegrmnn« nach Mexiko unterliegen der Zensur und sind Ber^ögemiigen unterworfen: fte sind m offener engttcher oder franzSsischcr Sprruye abzufasseu; ix verabredeter Sprache aüge- faßte hat bet Emptzdiger der tteberwochungsbehöLde zu übersetzen. ** Wer darf nach England zurückkehren? Laut Nachricht der brttifdjen Regierung dürfen nach Grotzbritamrien zurückkehren: 1. Britt sch geborene Frauen: 2. unverheiratete Töchter, die bei der Mutter leiten; 3. «henso Söhne unter 16 Jahren dürfen die Mutter begleiten: 4. Söhne über 16 Jahre, die den Beweis ityrer britifeben Geburt erbringen formen. Die betreffenden Personen haben sich einen deutschen Paß auf bet Polizeibehörde zu verschaffen und dem Kgl. Niederlärtdischen Generalvvnsulat diesen sowohl als die Gebuttsurlunde, durch die ihre bpittsche Geburt ibentifistett wird, vorzulegcn. Das Gesuch zu lammen mit der GebnttsmKmde ist von dem K^l. Niederlawdisck'en Generallonfulat der Kgl. Niederländischen Gesandtschaft, Britische Abteilung, Berlin W., cinzuserrden, und dann wird bas .Kgl. Niederländische Generallpnfulat benachrichtigt, ob bas Visum erteilt werden kann. Die betreffenbe Dame erhält dann eine schriftliche Mitteilung von dem Styl. Niederländischen Generalldnsulat. ** Rückkehr zu alten Verkehrsgebräuchen. Zum Mittagessen war in den Schnellzügen 1 rüber an eiram mehr oder weniger geeigneten Ort ein längerer Aufenthalt vorgefehsn. Tic Reiseiiden fanden in der Bahnhofswirtschaft Das Glück der andern. Original-Roman von Erich E be n stei n. Copyright 1916 by Oreiner & Cotnp., Berlin W 30.') (Nachdruck verboten.) I. Mobesta Losenstein, die von einem Gmig in bie Stabt nach Haust zu rück kehrte^ schrftt langsam, in Gedankm verloren, durch die |title Seitengasse, btt sie eingeschlagen hatte, um die jetzt ahends ^n cheimkehrenben Arbeitern wimm-Llnde 5>aupt- straße dieses ' stark bevölkerten Borotts zu vermeiden. , Sie liebte diese milden, nebelverhaiigeneu Bor- iruhlingstag«, in denen die Luft so weich und M(meickzelnb war, und die Weißen Nebel alles ge- yemmisvoll verschleierten. Wie ein Vorhang lag e§ über der Welt, ein Vorhang, der sich jeden Augenblick heben konnte, um das prangende Fest- Ipiel des Frühlings zu enthüllen. , ^.ann sahen ja selbst die Schlote und Miet- Fafernen dieses billigen Viertels schön aus, denn über ihnen wölbte sich blauer Himmel, und goldener Sonnenschein verllärte alle Nüchternheit. Schwalben Fanum; in den Grünzeugläden erschienen zwischen Spinat und Karotten Büschel von Schneeglöckchen, Veilchen und Anemonen, und fern hinter den /etzten Täck/ern der Stadt türmten sich zartblau die Berge, diese Berge, die Modestas Phantasie sich dann mär^l>enhaft schön ausmalte mit jungem Buchenlaub, jubilierenden Vogel- em. fertiges Mahl vor, das sie meist in großer Hast per,chLangen. Die Speisewagen haben triefe alte Einrichtung meist beseitigt. Die jetzige Kohlen- not nötigt aber alle irgend entbehrlichen Wagen wegznlassen. So verschwinden in erster Linie 'iric Lpeisewagen, die wohl noch eher zu attbehren, lind als selbst die Schlafwagen, die es auch älter.n und ichwächeren Reisenden ermöglichpu, am Morden erholt und erftischt zu neuer Arbeit anzn- kommen Tas Fehlen der Speisewagen läßt das Mittagessen auf den Bahnhöfen jetzt wieder aufleben. Im Winterfährplan ist z. B. nur ein Tageszug von Hamburg und Bremen nach Düsseldorf vorgesehen. In einer Anmerkung heißt es: Mlttagesien im Speiseiaal zu Osnabrück. Es ist dafür ettt Aufenthalt von 25 Minuten vorgesehen, wahrend sonst Schnellzüge dort auch Ijeute noch nur 5—y Minuten halten, soweit sie überhaupt noch verkehren. ** x e P o st-> und Telegraphen- an w ä r te r werden künftig bei ihrer planmäßigen Anstellung allgemein vhke den Borbel>alt .üncr Kündigungsfrist sogleich auf Lebenszeit ein gestellt. Aisistenteii aus der Masse der Militäranwärter, die jetzt noch gegen Kündigung planmäßig beschäf- tigt werden, werden jetzt sofort auf Lebniszeit an gestellt, wenn keine Gründe dagegen bestehen. Weim die Probedienstzeit von Post- und Tele- grciphenanwärtern durch die Ein j-hung zum Kriegsdienst imterbvochen worder- i,t/ so' rechnet künftig die sechsjährige oder.merjä Atgc Frist für me Nceidung zur Sekretärprüfung vom Tage des Mat-ur<.-nbienftaltei'd, d i. von dem Tage an, ber auf den Zeitpunkt folgt, an dem unter Frie- densverhaltmssen der Probedienst beendet gewesen wm-c. Tie neunjährige Frist für den äußersten Wdbescitvintft zur 'Sekretärprüfung rechnet für alle Militäranwärver auch künftig -vom Tage noch dem vollendeten Probedienst an. . _ 5ür das Wohltätigkeitskonzert beS Warrburg-Bereins am nächsten Donnerstag bat auch Herr Friseur Wahl, Neustadt, der zum Berrat des Vereins gehört, den Bettrieb der Karten übernommen. gaffe heimzugehen, wo da dirrch die Hauptstraße viel näher gehabt hättest, konntest auch nur du verfallen . . ." Mehr hörte Modesta nicht, denn sie setzte ihren Weg, wie gejagt, sott, ganz bestürzt über dies unerwartete Zusammentreffen mit der schönen, stolzen Schwester, die ihr diese „(Störung" sicher lange nicht vergeben würde. Wer hätte aber auch ahnen können, daß Evelyn, die kalte, immer so verächtlich von den Männern sprechende Evelyn, eine heimliche Liebe hatte! Wie beißend machte sie sich immer über Emmys Brautschaft und deren „Liebesdusel" lustig! Nim war sie heimlich selber Braut! Tenn das kannte ja doch nur ein Bräutigam fein, mit dem sie da abends durch irie entlegene Seitengasse heimging! Gerade Evelyn wäre ja vrel zu stolz und vornehm gewesen, sich von einem Manne begleiten zu lassen, der nicht ihr Verlobter war. Wer er wohl sein mochte? üLodesta hatte Km Gesicht nicht deutlich sehen können. Nur daß cs glatt rasiett war und zwar scharfe, kalte Augen batte, und daß. die ganze Ett'chnnung einen vornehmen Eindruck machte, war ihr in Erinnerilng gcblielen. I hatte, immer noch am selben Fleck. Ter junge Mann hatte lange und leidenschaftlich, gesprochen. Jetzt schwieg er. Aber es kam nicht sofott Antwort. Tas junge Mädchen, über dessen Züge es zwveileii mirulftg gezuckt hatte, während Röte und Blässe jäh ivechielnd Zeugnis davvn aHegten, daß [je im Innern nicht so ruhig war, als sie sich den Anschein geben wollte, blickte schweigend an ihm vorüber in die rasch zunehmende Tunkelheit. Er trat dichter an sie heran, und die Modesto vorhin so kalt erscheinenden Männerangen versenkten sich plötzlich heiß und leidenschaftlich in die Evelyns. „Evelyn . ? Haben Sie verstanden, mag ich sagte? Ich liebe Sie!" Sie hatte sich gefaßt- Ihr rosiges Gesicht mit den /angbeivimperten, samtbraunen Äugen und dem üppigen, rotblonden Lockengewirr über der weißen Stirn trug mit einem Male einen kalten, säst hochmütigen Ausdruck. „Gewiß habe ich verstanden. Zu meinem Erstaunen verstanden, Herr Gottorb ..." „Evelyn!" Theiß IV. 83, Wilhelm Wißner IL 57 und Johannes Nikolai III. 43 Stimmen. JnfvtAÄressen ist eine Stichwahl erfoickerlich. Sie falbet Sonnlag den 7. September zwischen Heinrich! Rech II. und Heinrich Theiß IV. statt. — Unsere B ü rge r- mei st erwähl wurde von der Gegenpartei angefochten, die vvm Kreisausschuß bostenfällig ab- gewiesen wurde. Di eGegenparter hat aber gegen dieses Urteil Berufung eingelegt, und somtt wird es immer noch eine Zeitlang dauern, bis der neue Bürgermeister bestätigt und in sein Amt eingcführt wird. Sport. Lawn-Teirnis-Turnier Bab-Nauheim. 2. September. Durch herrliches Wetter begünstigt hat das Turnier bereits am 2. Spieltage einen glanzenden Verlauf genommen. Alle bedeutenden Spieler finb bereits eingetroffen und einige Wettspiele wurden weit geförberr. Dir Plätze sind in vorzüglicher Verfassung. Zahlreiches Publikum verfolgt die spannenden Kämpfe mit größtem Interesse. 3. September. Tic heutigen Spiele haben die Abwickelung des Turniers außerordentlich gefördert. Tie Vormittagsspiele brachten den Sieg von Frl. Gaßmann-St^hanus, eines jungen Spielerpaares aus Hannover über Frl. Weiher- mann-v. Bissing, ein Ereignis, aus dem man die Hoffnung schöpten kann, daß endlich ein Nachwuchs an erstklassigen Spielern ersteht. Ebenso vielver- sprechenc ist Stephanus im Einzelspiel, da er gegen Oiaft ein ganz vorzügliches Spiel lieferte. Seine Leistung ist umso höher zu bewerten, als es Gost am Nachmittag gelang, im brillanten Spiel Froitzheim einen Satz abzunehmen. Auch ein anderes Spiel zeigte einen entwickelungsfähigen Meister des Tennisschlägers in Herrn Laichmann. Er verlor zwar gegen Kleinschroth, hatte aber vorzügliche Momente, so daß ihm eine glänzende Zukunft vorausgesagt roerden Etnrn. 4. September. Interessante Spiele gab es am Donnerstag. In dem Herren-Einzelspiel um den Nauheimer Pokal trafen sich in der dritten Runde am Mittwoch Oskar Koeuzer und H. Schomburg. Kreuzer blieb nach kurzem Kampf mit 6:2, 6:4 Sieger. Ein ebenfalls sehr interessantes Spiel lieferten Landmann und H. .Kleinschroth, in dem Kleinschroth mit 8:6, 6:3 Sieger blieb. Es war ein sclcönes Mel, in dem man Landmanns Untvoinicrtheit stark herausmerkte. Seine Anlagen zum Tennis berechtigen zu den größten Ermattungen, falls er mehr trainieren könnte. Das internationale Spiel am Mittwxh war das Zusammen- ' ressen des Weltmeisters Froitzheim mit Gast, bei dem es Froitzheim erst im dritten Satz nach schwerem Kampf gelang, mit 6:4, 5:7, 6:2 Sieger zu bleiben. Gast setzte andauernd stark an, wobei er besonders seine starke Vorhand cmwen- den konnte, während sich Froitzheim fast ausschließlich auf gute Verteidigung mit langen Schlägen au^ die Grundlinie und schrägen Passierbällen am Netz legte. * ** Fu ßball spart. Auf dem Sportplatz an der Hardt findet morgen nachmittag 4 Uhr ein Fußballwettspiel der Schülermannschaften Spottklub „Preußen", Duisburg und Verein für Nasen- spiele 1900, Gießen, statt. Turnen. Morgen findet in Gießen ein Gauwetturnen statt. Mehr als 700 Wetturncr werden in friedlichem Kampf ihre Kräfte messen. Ein Teil der auswättigen Turner trifft schon heute hier ein. Unter Vovantritt einer Musikkapelle marschieren die Turner geschlossen zum Turnplatz. Nachmittags von 3 Uhr ab ist Konzert. ^Öer Eintritt für den ganzen Dag ist auf 50 Pf. festgesetzt. In Anbttracht der großen Bedeutung, die dem Turnen zufällt, dürften sich morgen dre Gießener aus der Hardt zusammenfinden. Märkte. z. Marburg, 5. Sept. Auf dem gestrigen Schweinemarkt standen 308 Ferkel und Läufer zum Verkauf. Die Preise stritten sich wie folgt: .Äeuic Ferkel 60—90 Mk., größere 100—150 Mk., kleine Sauter 200—300 Mk. und ältere Ware 400 bis 500 Mk. das Stück. Bei Schluß des Marktes gingen die Preise immer mehr zurück. vrennhol; aus dem deutschen Wald. Der deutsche Wald, der durch Jahrtausende der gute hilfreiche Freund des Germanen gewesen ist, soll uns auch jetzt wieder aus unserer großen Not an Herzmitteln, soweit es in fernen Kräften steht, helfen. Bereitwillig bietet er uns Brennholz dar, das einst das Hauvtfeuenmgsmaterial der Deutschen bildete, feit dem Heraufkommen des Kohlezeitatters aber immer mehr in den Hintergrund trat. Ter „freie Wald" ist stets ein Ideal des Deutschen gewesen, nm dessen Besitz er heftige Kämpfe ge- sühtt hat. Aus der deutschen Walüfreiheit, die noch immer in unsere sonst streng geregelten Zustände hineinvagt, strömt ein tieferer Einfluß auf unsere Sitten, als man wohl glauben mag, wächst die Sie'' zum deutschen Wald, die dem Deutschen eingeboren ist. Durch Jahrhunderte hat der Wald fein Holz den Mensen geliefert, um sie vor Kälte zu schützen. Und wenn der Mensch des Mittelalters sich etwas Furchtbares vvrfteltte, bann stieg ihm das Gespenst der Holzn-ot auf, das seit den Tagen Katts des Großen immer wieder zur Warnung vor federn Mißbrauch dieser kostbaren Waldgabe dem Volke vorgehalten wird. Als wich- ttges Zeichen für das Herannahen des Jüngsten Tages und des Weltgerichts prophezeit Luther, daß dann Deutschland entblößt sein werde von rvttdem Holz; die deutschen Reichstage des 16. Jahrhunderts beschäftigen sich mit der Einführung eiu?r „Holzsparkunst", und der Verfasser Der Mainzer Forstordnung von 1765 erhebt die Klage: „Ein Hausvater versorget sich jetzo mit '.oeniger Kosten und Mühe auf ein Jahr mit Boot, denn mit Holz." Erst die immer mehr sich ausbreitende Verwertung der Kohle hat diese Sorge in den Hintergrund gedrängt. Aber jetzt zwingt uns die Kohlennot wieder baju, untere Zuflucht zum Brennholz, zum Heizmittel unserer Väter zu nehmen. Ganz verschwunden ist ja diese Versorgung von Ofen und Hero aus dem Wald niemals aus deutschen Landen. Tie Bauern und besonders die Leute im Gfcbirge hielten fest an dem uralten Recht, sich Holz zu sammeln aus dem Forst, und nichts hat erbitternder genrirft auf die Schichten der Land- teoölkerung, als die Sperrung be£ Waldes, als das Holzsammelverbot, das hie und da mit Strenge durckgefühtt wurde Freilich ist es heute unmöglich, wie in vergangenen Jahrhimderttn, daß wir uns wieder ganz aus dem Brennholz des Waldes öeriorgen. Wir sind in der Haupt sacke angewiesen tauf die Schätze jener toerftriwerten deutschm Mälder, die in den Kohlenflözen uns zur Verfügung stehen. Wie Pvof. v. Mammen in einer interessanten Abhandlung nachweist, kam die deutsche Kohlenförderung der letzten Jahre der Srennfraft von ungefähr 500 Millionen Kubikmetern Holz gleich, und wollte man eine dieser Kohlenpvoduktton entsprechende Brennholzmenge hervorbringen, fo müßten wir in Deutschland zehnmal sv viel Wald- ftäche besitzen als wir haben, also statt 14 Millionen Hektar 140 Millionen Hektar: das Zweiein Halbsache der Fläche des Deutschen Reiches müßte dann bewaldet sein. Wollte Europa feinen ganzen Bedarf an Wärmeenergien aus dem Walde decken, so müßte es statt zu einem Drittel zu vier Fünfteln seiner ganzen Oberfläche bewaldet sein. Der Bedarf an Brennholz überwog ja bei uns bis in die letzten Jahve die Verwertung von Nutzholz, und von den 54 Millionen Kubikmetern Holz, die jährlich in Deutschland erzeugt wurden, wanderten gegen 55—60 Prozent, also ungefähr 30 Millionen, als Brennholz m den Ofen. Auf dem Lande bestehen ja noch heute die alten Hei zvor richtungen, die auf Holzbrond eingerichtet sind: die Bewohner hängen mit großer Zähigkeit an der von den Vätern überbmmenen Sitte des Holzverbvennens, und sehr wichttg ist ja auch, daß der kleine Mann auf dem Lande sich durch Sammeln von Holz den Bvennbedart ohne bare Auslagen, hauptsächlich durch seine Arbeitskraft verschaffen kann. Immerhin war der Verbrauch von Brennholz gegenüber der Berroettung als Nutzholz allmählich zurückgeaangeu. Während der Nutzbolzverbrauch auf den Kopf der Bevölkerung von 0,37 Festmeter im Jahre 1872 auf 0,44 Festmeter im Jahve 1903 stieg, sank der Brenntxolz- verbrauch in denselben Jahren von 0,77 auf 0,50 Festmeter auf den Kopf der Bevölkerung. Während des Krieges hat dann der begimrende Kvhlen- manget schon in höherem Maße dazu geführt, wieder auf das Brennholz zurückhugrrifen. Tie Preise für Brennholz stiegen bedeutend: ht den Staatswaldungen wurde auf einen größeren Einschlag Bedacht genommen: ja, es wurden in verschiedenen Gegenden Brenndolzentschädigungen an die Familien der Kriegsteilnehmer gewährt oder wenigstens Brennholz an Bedürftige zu ermäßig* ten Preisen abgegeben. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen. Datum l| ' O 1 |H der Lust Absolute Feuchtigkeit Nelative Feuchtigkeit Grad der D?wSl» kung tn Zehntel der sichtbaren Himnieltfläche Wetter 5. 9. 1 nm. II 23.9 5. 9. 1 abbs.ij 15.4 6.9. vm. 11.5 Höchste Temperatu Niedrigste „ 8.5 10.1 8.9 am ,, 5 39 77 88 .9.= . 9. - 3 0 1 =24.r, = 7.4", Hefter trocken warm nachts Tau 6. 9. = 14.5°. 6. 9. = 8.7°. Wettervoraussage für Sonntag: Ziemlich heiter, Gewitterneigung, Temperatur wenig geändert, vorwiegend südöstliche Winde. gänglich bleiben Aus dem — Wedekind-Urauifübrung ___ M ü n ck c rt wird uns geschrieben: ,L» crakle s", Wedekinds nachgelassenes dramatisches Gedicht, ein Werk von Schönheit und Kraft, dabei stark in sri- nem ethifdien Amen, gelangte im „Prinzregenteu- tHeater" zu München als letztes der „F-estsviele 1919" zur Uraufführung. Das Wert geht ganz andere Wege als die anberen Arbeiten seines Dich- 'FürftenHauses anzu sehen ist. Die Großherzoain batte den Verbleib dieses wichtigen Institutes in Weimar ausdrücklich auf die Zeit der Regierung des Weimarischen Fürstenhauses begrenzt. Man hofft jedoch, daß dieser Schatz ber handschriftlichen Hin- terlaffcnfd)aft der iveimarisch'en Dichter, der durch die Schenkungen des literarischen Nachlasses anderer Schriftsteller und Dichter zu einem einzig- artigen Literaturmufeum gervorden ist, Weimar erhalten bleiben wird Aohulich verhütt es sich mit den überaus wertvollen Sammlungen von Kunstschätzen, Bildern und Handzeichwmgen, die das dveimarische Schloß enthält, und dem im Museum am Kartspiatz rmtergelwachten alten Porzellan und Kupferstichen. Wie diese Sammlungen, so sind auch die Wandgemälde Prellers im Mu seum ausdrücklich als Eigentum des Fürstenhauses vorgesehen, und sie wurden so gefertigt, daß sie leickst cnlfentt werden können. Es stehen daher nod) langioierige Auseinarrdersetzungen bevor, bis Zenilleton. Die Wahrung -er Weimarer Kulturgüter. Die Einberufung der NattonalVersammlung nach Weimar hat die Bedeutung dieser Stadt als br.t geistigen Mittelpunkt Deutschlands aller Welt wieder klar vor Augen gestellt. Daher ist es aber auch eine besonders wichtige Aufgabe, die weimarifchen Kulturgüter zu schützen und zu erhalten. lieber die Schwierigkeiten, die dabei zu überwinden finb, macht Eleonore v. Bojacowski im neueste,! Heft der „Deutschen Revue" eingehende Mitteilungen. Vor allem muß die finan- nelle Grundlage' für die Unterhaltung der Kunst- und Erinnerungsstätten, für die bisher der Landes- furft sorgte, geplulffen werden. Die von dem ehemaligen Großherzog gewährte Beihilfe betrug ungefähr l Million Mark. Die geplante Sicherstellung soll nun in Zukunft in der Weise erfolgen, das der Staat eilten Teil der Summe aus der dem Großherzog weiterhin nicht mehr zu zahlenden .Domänenrente bestreitet unb die Stadtver- tretung außerdem 100 000 Mk. zu dem gleichen Zweck jährlich bervilligte. Dies ist aber nur mög- heb, wenn das früher regiereiche Haus die zu mtterhattenden Institute, Einrichtungen imd Anlagen dem Staate überläßt. E lmndelt sich dabri um die folgenden Stätten: Wittumspalais, Goethe aartenhans, Schloß und Part Belvedere, Tiefurt, J-ürstenarnft, Knustlerheim, Lisztmuseurn, Park zu Weimar, Mniit-ckule, Hochschule für bildeiche Kunst und Nationattheater. Eine Ausnahme bildet das Goethe- und Schiller-Archiv, bdv von der Groß herzoain Sophie au* eigenen Mitteln erbaut unb ausoestattet wurde, daher als Privateigenttem ocs über das weite« Schicksal der Kunst und Lite ratnrschätze Weimars Klarheit geschaffen ist. Die ganze Nation aber hat ein Interesse daran, daß diese kostbaven Vermächtnisse großer Zeiten geistigen Leden Deutschlands erhalten unk Gefängnis auSgebrrxheu ist und bannt den Beweis erbracht hat, daß gewisse Leute auch ohne Einverständnis der Regierung aus Staatsgeläng- nissen herouskoinmen. 2tber wo bleibt brc sittliche Emrüstung der „Jreihril" gegenüber den schMterlichen Greuel taten, die der Münchener Ge i je l m o rdp r o- zcß enthüllt? Nicht ein Wort der Verur tcilung haben wir bisher in der „Freilieit" g: lesen über jene verkommene und blutgierige Bande im L ui tpoldgymnasium, von der jetzt ihr? eigenen Führer auf der Anklagebank aussagen, daß sie aus fast nichts als Gesindel bestanden habe, das plündern und stehlen wollte und tatsächlich nach Her zenslust geplündert und gestohlen bat. Mein Wort der Verurteilung über diese Führer selber, bk aus ehemals gelben Tenunzianten, mit allen G' schleck,tskrankheiten behafteten Zuhältern usw. über Nacht zu „Arbeiterführern" wurden und an nickt dachten, als ihren blutgierigen unb rohen Inst int ten freien Lauf zu lassen. Kein Wort der Ver urteilung über den frivolen Akt der Dinriclftung selber, bei dem Dirnen lachend aus den Kaserne'' fenstern schauten, während die Opfer unter gerne« iren Mißlckndlungm zur Richtstätte geschleift rom den, nachdem man sie tagelang in ein 5telterL>± geiperrt hatte — in dem nach dem Urteil ein Mitangeklagten nicht einmal Schwerverbreck'er hat ten fitzen dürfen —, nachdem man sie seelisch mir körperlich in der niedrigsten Weise gefoltert um gequält batte! Kein Wort der Verurteilung über die Vollstrecker des ohne Gericht unb Unter suchung erlassenen Todesurteils, die sich hinter her in viehischer Weise brüsteten, wie sie di» Opfer aus nächster Nähe mit ihren Kugeln zersetzt hatten! Letzte Nachrichten. Die Ergebnisse der Leipziger Messe. Berlin, 5. Sept. (WTB.) Nach der „Teut- toen Allgemeinen Zeitung" sind die Ergebnisse der Leipziger Messe sehr günstig. Infolge des Eingreifens der Kundschaft aus den bisher feindlichen Staaten wurden die früheren geschäftlichen Verbindungen wieder angrfnüuft. T« Einkäufer aus Nordamerika und England haben effektive Aufträge'erteilt, während die Franzosen in der Hauptsache sich zu unterrichten suchten unb die Erteilung von Aufträgen durch den Besuch der Fabrikplätze in Aussicht stellten^ Die Amerikaner machten großen Bedarf, mrmerilich in Porzellan geltend Auch Südamerika, Italien, Spanien und Polen waren unter den Einkäufern vertreten. Was die Beteiligung der Jnlandkunds-chaft an der Messe anfangt, so war sie auf den Don der Zurückhaltung gestimmt, wohl in Erwartung eine? baldigen Abbaues der Preise. Raubfälle in Köln. Köln, 5. Sept. Privattelegranrm. Hier wurden einem Kafienboten einer Speditionsfirma von drei Unbekannten 5 0000 Warf geraubt. Tir Räuber verletzten den um Hilftrufenden durch zwe' Messerstiche und entkamen. — Einem Bürger wur den durch Eindruck 100000 Mark geraubt, veriächtige Personen wurden verhaftet, das Geld aber nicht bei ihnen gefunden. Ein Waldbrand im Bodetale. Be rli n, 6. Sept. Wie dem ,,Berliner Tageblatt gemeldet wird, brach gestern im Bodeval unmittelbar bei Tha le ein großer Waldbrand au? dem große Waldbestände im Roßtrappen-Wald zum Opfer fielen. Der Münchener SeiselmorSprozeh. München, 5. Sept. Ter angeklagte 26- jährige Student Petermeier, Sohn eines Mimchener Tövsermeisters, war im Gymnasium als Telephonist unb Kurier tätig. Während der Tage der roten Republik wurde Petermeier Führer des Flugzeuges, da» Axelrcst» nach Budapest und.Mostau bringen sollte, jedoch bei Wasserburg am Inn tine Noftandung machen mußte, woraaf Axelrod und der Angeklagte nach München zu- rürftcbiten. Tie Flieger hatten den Auftrag gehabt, bei Bela Kun Gelder für die Münchener Bewegung abzuholen. — Am 24 April war Petermeier wieder in München unb erhielt vom Stadtkommandanten den Befehl zur Erschießung der Geiseln ausgehändigt, den er Egelhofer mit dem Bertnerk verlegte. „Bitte das Weitere zu veranlassen. Petermeier." Egelboser hat dann darauf geschrieben: „Meine Einwilligung gebe ich." Darauf ist der Zettel ^ui Seidl weitergegangen. Am 28. früh morgens, so gibt der Angeklagte »eiter an, erschienen fünf Rotgardisten nachmals in meinem Zimmer unb verlangten, daß ich das Todesurteil der Geiseln unterzeichnen sollte Angeblich hat er ihnen erwidert: „Tas ist ja Unsinn. Lieber lasse ich mich seiber erschießen." Der Vorsitzende hält ihm vor, daß er am 31. Juli wegen Beteiligung am Hochverrat in dieser Sache zu V/2 Jahren Zuckthaus verurteilt worden ist. Hierauf beginnt die Zeugenvernehmung, die sich im wesentlichen um die Vorgeschichte der Griselermorduttg drehte. ES wird eine große Anzahl von Personen vernommen, die sich zur Zett der Ermordung im Luitpold-Gymnasium unter den roten Soldaten befanden. Sie alle schildern Haußmann als einen Blutmeirsckvli unb Seidl als den eigentlichen Treiber. Die Zeugen bekunden übereinstimmend, daß bei einem Verhör der beiden Husaren, wobei Lewin, Axelrod und Levins anwesend waren, eine große Anzahl Weiber begeistert vor Freude darüber waren, daß man nun endlich ein „paar von der Sorte" hatte. — Ter Zeuge Rechtsanwalt von Scanzoni, der Mann der Prinzessin Füritenbevg, wurde in der Nacht vvm 23. .zum 24. Avril verhaftet. Ter Haftbefehl lautete auf den Namen feiner Frau unb seines dreijährigen Kindes. Sie wurden in das Gymnasium gebracht, wo ihnen Seidl erklärte, wenn in der Nacht etwas passiere, würden zunächst die Geiseln abgeschafft. Später erhiriten sic von den Wachtposten die Mtt- teilung, es sei dock? selbstverständlich, daß die Geiseln umgebrach-t mürben, wenn etwas passiere. Sckickelhofer erklärte ihnen das gleiche. Oberleutnant T r u t h wurde mit Oberleutnant Baron Moser zusammen in Hast genommen, an- geblicki, wett zwischen ihnen ein gegenrev-olutionäreS Komplott bestehen sollte. Ter Haftbefehl ist von Seidl untersckriebeir. Seid! schrie sie mit „Saubande!" an, und als Moser seine UrrschLild beteuerte, packte ihn Sridl und wart ihn an die Wand. Tabei fuchtelte er forttvahrend mit seinem Revolver herum. Ms Ääoser sagte, er würde sich bei dem Revolutionstribunal beschweren, schrie Seidl: „Auf das Revoluttonstribunal pfeife ich. Wir erschießen, tuen wir mögen!" Bavvn Moser erklärt, der AngeÄagte Seidl habe ihn in hundsgemeiner Weise behandelt und ein bireft tierisches Benehmen habet zur Schau getragen. Als ber Schlüssel zum Gei telMler plötzlich verlorengegangen ivar, war den Geiseln mehrere Male mit sofortiger Erschießung gedroht worden. Ein Zeuge Jung habe gestern im Zeugenzimmer zu ihm gesagt: Snen Sie vorsicKig mit Ihren Aussagen, es können auch noch andere Tage kommen. Man habe überhaupt für die Angeklagten Stimmung machen wollen. Rechtsanwalt Sauter, München, fragt den Zeugen, ob richt auch Leute draußen mären, die gegen die Angeklagten Stimmung machten. Moser meint, er habe nichts davon gehört. Die weiteren Zeugen, die zur Vernechmung gelangen, sind Persönlichkeiten, die in den Tagen vor ber Geiselerschießung wegen ihrer sozialen Stellung ober wegen angeblicher reaktionärer Umtriebe, deren man selbst Kommunisten beschuldigte, verlostet und dann ins Gymnasttun ein geliefert wurden. Sie geben in ber Hauptsache einander gleich, -v Schilderungen von den Vorgängen, die zur (V rfdjie^ung führten und über die Zikstände in: muasmm, wie sie aus dem Gang der Ber- hanuiungen schon bekannt geworden sind'. Berlin, 6. S^pt. Der „Vorwärts" schreibt unter ber Ueberschrift: „Unabhängig-sittliche Enttüstung. Wo bteibt sie im Müiu^rrer Falle?": Tie „Fvrihrif^ schäumt Doch immer in sittlicher Entrüstung über die gar nicht stattgefundene Flucht Runges 'ber Frau Luxemburg getötet hat' aus dem Milttärla?.avett, wahrend sie natürlich gar rnchts dabei fand, daß ihr Gewährsmann, der über das angebliche Wohllriaen Runges berichtete, ber Komnnmist Eberlein, als Mitinsasse desselben Gesängrislazavetts tatsächlich aus dem Neuapostolische Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3'/, Uhr 7905____________Mittwoch abend 8'/, Uhr.________ Ztadtmisfion Gießen, Löberstr. 14 Jeden Sonntag Abend 8'/, Uhr Religiöser Vortrag „ Mittwoch ,, 8l/e " Bibeistunde Jedermann herzlich willkommen. ,0I,0D Cafe Einhorn. Täglich nachmlttagR n. abyjide erstklassige Künstler-Unslk! GroSo ansnafcl In Kochen und Torten, tt. Kficho and Getränke. Oiw? Neuer Inb.: Hermann Geihel Universität Frankfurt a.M. Normales Wintersemester beginnt nicht Iß-Okt., sond. 25. Sept, und endigt BLJnn. — Anschließ, im Bedarfsfall FrÄkJalirs-Ziriselianseniester. Vorlesungsverzeichnis vers. Buchhandlung Blazek 9t Bergmann, Frankfurt a. M.. iPostsch.- Kto. 11746) g. Voreinsendg. v. 90 Pf. (8751ss das Fazit seines Lebens und Schaffens sieben wollen, in eurer — wie Goethe sagte — großen Abrocknung und Konfrifion. Sind alle Werke Wedekinds persönliche Auseinaudersctzunnen. so zeichnet dieses sich durch die zum Sftrrrblld und großem, menschlichem Paradigma erhobene Art der Gestattung persönlichen Kampfes aus. Dre Aufführmtg dieses wahrhaften Fest spieles war unter Steinrücks glänzender Regst vmi Hähern, ftfiier feierlichem, künstlerischem Ernst getragen. Pirchans Bühnenbttder .teiflten Erftn dunasgabc und erlesenen Oteschmack. Stein rück schuf, als Darsteller des Herakleo, eine unvergeßliche Figur von ehernem Wuchst und gcwalttger Kraft, bahn gelang es rhnl, all die treten Zügc des verinnerlichten Herakles glaubhaft zu macken Nicken ihtn sei Ulmers Promatheus, ber Ompiial- Felizttas Persttrgo, Lenao Pptdia und Annemaru Seidels Joie gedacht. Ter Beifall bee Hauses nwi eine endlose Huldigung für die Tarstettrmg und für ihn, der sie leider nicht mehr hatte sehen dürfen * Lasgrößte Vermächtnis ' lireinc Universität ist, rott' aus 'Jtemrorf meldet roirb, von einem Neuyorter Rechtsamrall Jobr W. Sterliilg gemacht worben Sterling, der iir vorigen Jahr g.storben ist, hinterließ laut fcuirm jetzt vcrönclttlachten Testament die Riestnsumme von 18 Millionen Dollars brr yjalc-Hnt versitöt Er bestimmte, daß mit dieser Summe ein prächtiger Bau errichtet roerbe als baueptbr Erinnerung an die Dankbarkeit, die er für feint alle Uriu’rftiät empfinde. ters. Den zeitgebundenen Soziologien unb Theodizeen, den Grotesken und Karikaturen steht hier eine Dichtung gegenüber, die in klassischer Reinheit Ewigkeitszüge trägt. Für Wedekind ist Herakles nicht die Spottfigur des Rachgeborenen, auch richt der göttliche Heros des klassischen .Hettenis- nnls, fonbent rin Mensch mit einem Menschen- schicksal. Das Stück, in drei Akte geteilt, besteht aus 12 Bildern, bereu jedes durch irgend ein großes Geschehen farbig betont ist. Zusamnrengehal- ten werden Oiese Bilder durch dir Figur des Helden und feinen Kampf geatn sein schlechteres Ich. Aber fern Weg ist Unheil, das aus all seinen Taten keimt: Er besregt Furyloo in heldischer Kunst, aber er tötet den ihm blindlings verttauenden Sohn der Meineidigen, ber ihm den Siegespreiv, die schöne Jole, versagt. Er empört fick gegen die Pythia und Apollo, als die Seherin ihm Heilung versagt lind als er, nach drrijäbriger Liebes Zlneck/schaft bei Ompbalo, endlich frei, nach Tötung des Wasscrstieres, mit Dejanctea Hochzeit hält, da nrirb er indirekt zum Mörder des könig- lid:en Lieblmgssklaven. Er tätet den Soriaur Nassus, caubt Jolv, die TockÄer des Fnrpchs, und ist erst spät »um Werk feinet Lebens befähigt, zur Cntstsselung de-- Metttd-eubt-ttande- Promrtheus. Tas etwa ist die äußere £trif des Stückes, das schnell feint Finale findet, nadjbem Heraklec vergiftet durch das mit dem Nossus-Blute getränkte Festgewand Jein äußeres Verderben, aber gleich reitig den Weg zur Criösung firtdet. Nack' Avolloc- Lpruch steigt er mit dem Flammenraucke semes Schetterhauiens von des höckiten Berges Giriel gut Himmel, in die Geureinsckrit mit den Göttern. Frank Wedrtinds letztes Wert ist sein zu größter Rrinhett Geklärtes: als habe der Dichter einmal Bo-Me. em, berliner Loge- tm ün Sodaal int* rr AMrwü» ans, $ruj)9ai»M iiim. chten. Wt Mr. der „$**, Zss &JÄ England habe,, ^die.tzL r*t Indien M - s* T« Ameri- in feg, J™» Italien, Svo- « ®n&ifea oer- « JnlMdbMLft Heiden Tm der ® MLÄung eine? Nln. Ät. hier tour' -V^rnmsÜrma ton irt gtraubt.^ Dlienden bunt- »Iw Ermm Wrger nnn Markgeraubt, verhaftet, das W sie feXitÄ Reife geiju ^ mtl' ÄuKt uni ÜUR9 A>" kV ä >■ iten.te ,6tm &A £ kn letzl f^ J^be Q9tn, L Plenen 1 We W iu? iS s.« ° ha? K Zer- Öen unb nn vd rohen ^nk^' cs«- LSySfe MbÄ -mittag 3*1. Uhr end 8S Ubr. , £öteftr. 14 r Religiöser Vortrag Bibelftunde ihorn H u. abend» ler-Melk’. i Torlea. ö. Meki nh.: Eernain BelW nldurt a.M. dir »ginnt nicht 16.0kt, fl“n.-Anschhe3. .Xriieh=niii»,tr' >rt. BnchbantUung Sta.M..lPo$tsch.- ^90Pf.(8Bs8 d?nkE xl.MjäbrigtttztM- 5 * mb LLaffens |W® «**« (Jabern ^aTcb*?? 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Der Gas- u. Wasierleitunas- nulallateur 17.20. Maschrnenschlofierei 825. Fräserei 825. Dreherei 825 ■ e«fB6u* Äx Dreheret^M S^Lerel Z7L D?r schm^d 9.30. Hufbeschlag und Wagenbau 28. Der Husbeschlaglehrmeister 8« berechnen und Schneiden der Gewinde 6.45. Autogeireö ©äweifeen und Schnerden 13^. Löten undSchwerhen 5L0. Metallsärben 9.60. Metallatzeret«. verzinnen, Berzmken usw. 5.30. Die Legierungen 7.95 Der Klemoner 8 "'der 17.20. T^r Kupferschmied 10. Die Blechabwtcklungen 5.5^ « ttlegravbie 4^5. Morsealphabet 250. Der Maurermeister 9.30 Der Grundbau MO. Der EiienLeionbau 10., Eisenbetonberechnung and Aurmm- d»ng 24 Eisenbetonrahmenformeln 25-30. Hochbauleriton 66. Sparsame Ä(hneUbauttJet,e 1Z20. Der Zimmermann 10. Der Zimmermeister 9L0. Dach- ausmittelungen 8.60. Dachschisttmgen 3.25. Der Stukkateur und Gipser 15^ Kalksandstemfabrikatron /7p. Dre Kunststeine 9.60. Der Steinmetz 10 Der Dachdecker 10. Der prakt. Tischler 36.70 ob. 19.35. Fachzeichnen für Tiickler 14 R5 Bürgerliche mod.MöbriE Einfache mod.Mö5el 10.7L S^se?immer Ä Empfangsraume 14.10. Küchenmöbel 14.10 oder 27.50. ^°J-erc-n ,ulrd -färben MO. Holzbiegen 6.60. Der Drechsler 17.20 oder 15.7o. Holzberechner 7.15. Der Stellmacher 15 Der Maae«, mbrikant 17.15. Der Sattler 20.10. Polstern 11. moderne TapezLer und Dekorateur 13.60. Der Dekorativ ns- und Stubenmaler 7.50. Aquarell- maleret 9.90. Porzellanmalerei 6.60. Der praktische Farbendekoraleur 550 Malerfarben, Mal- und Bindemittel 6.60. AnKeiche» umd lackieren L Ä^Ensrbriften 10. Vorbilder zur Schildermalerci 15.40. Dchriftenmagazin 24 20. Mod. Dekorationsmalereien 15.15. Der Zimmermaler 15.15. Moderne Mafond- und Wanddekoratlonen 2L80. Moderne Decken- und Wand 'ualerrien 12.10. Ornamentik 26. Fachzeichnen 10.75. Zuschneidekunst für Herren ?oooUs§neideret 2^a0. Der Schriftsetzer 6.60. Der Buchdruckulaschiuen- metster 9.90. Perückenmacher und Friseur 12. Lehrbuch der Ondulation 6 60 Dame ihre urueurin 3.10. -technische Strohverarbeitung 6.60. Korb- ie<5Jer-«L6i ®Iui«enbinberet 6.60. Schafwollbearbettung 7.95. (Gemisch 17000 Rerepte von Chemiker Dr. F. Bersch 38. 10000 Cbemnch-Tcchnische Vorschriften nebst Literaturverzeichnis von ^hemtker Dr O Lange 46.20. Blüchers «usknnftsbuch für die Chemische 40,0o. Hagers Handbuch der Pharulazeutrscheu Prams '■i Bde.) «3.20• SSet«WiSaw «b-rm-z-u-iW M-«ual VK .»^-^isterS Handbuch der Drogifteuvrarls 28.60. Die Fabrikation der L>arfümerrewaren von H. Mann 33. M>0 Rezepte zu HandelSaritketii 15 ^^«"belser^O. Richtig Deutsch 6. Rechtschreibmig Dudeti 7.15. Fremdwörterbuch 6. Rechtsformularbuch v. Taschenbuch des allgemeinen Willens 4 40 Büchmanns Geflügelte Worte 8.80. GettZtfammhmj 6 ?neßÄ j 61 Englisch 6. Spanisch «. Polnisch 6. Russisch 6. Rechnen 6 Buchführung 6. Handelslehre 4.8u. Grober Briefsteller 5.75. Handelskorrespondenz, Deutsch 6. Desgl. Französisch 6. Deögl. Cuglisch 6 Bankwesen 6. Lehrbuch der Reklame 6^0. Lehrbuch für Kaufleute 16 Der The Ton ^.76. Die Gabe der gcwmidten Unterhaltung 3.20. Modernes %Wlefirbudj 3M. Bekamvfting der Schücitternheit 3.35. Klavierschule 7.40 Sioltnfdbute 6.50. Felchen schule 2 >schönschreibschuli! 4. Preisgekröntes Lehrbuch der Landwirtschaft 13.38. Der Landwirtschaftslebrlina lLio Landwirtschaftlicher Ratgeber für Flauen 13.50. Die OS&Xs - andfrau 2.6o. Landwirtschaftliche Obst- und Gemü'everwertung 4.M Landkochbuch 5.N. Karton elküche 2L0. Magermilchkäserei 2.25. Die Hausschlach- tun® 3. Der Haustierarzt 4.40. Landwirtschaftliche Tierheilkruide 24 Ä <'erzuchilebre /. Jfttterungslehre 4.50. Futterrationen 3. Pferdezucht "9.05 4‘!?- ^serdeftitterung 1.. Schwetnefütterung 2.65. Hundebuch 4. Ziegenzucht 12.10 oder 360 ^Enchenzucht 3.60. Geflügelzucht 5. Bienenzucht 5. Düngerlehre 475 r«nwrnh»5. uiOnaß'I-1ic6trDl3^l 13^°‘ Unkrautbekämpfung 2.65. BSttuers Gartcubuch für Amäuger 11. Gartenbuch 6.50. Gröhes Gärtnerbuch 22 “evä* f-95- Gartenkunst 8.50. Garlenkulturen, die Geld ein- f Hausgarten 3. Zunmergarrner 2.20. Lehrbuch des Obst- lK6?1?^75' ®aeHeb?u &'0, Feldgemüsebau 4.85. Gärtnerische Dünge 41 gegen Nachnahme. L. Schwur« & Ä , Verlag, Berlin Z 14 g, Annenstrahe 24. lo^ie S»kdoa«ro5, Zithrni, DIolI««a, Mon-ottnen 7k.. euptoertn, usw. lief. z. Nmgfl.J>rd(eii Ne 3Jlu|innflrumartcnfa6rft Husberg & Compagnie. heuenrado I.V/eetf. Nr.107 Katalog gratis. Zöpfe ! Dreher, Haar- Ohrkaltta Toayets, 5769 Sedvitsl nud Psrtieksa werden bill. aujjefertütt. Züpfa werden gefärbt Spezialität in graueu u. weißen Haaren. Damenkopfwaschen mit Frisur. 1. Tichy, Ärsweo 43 Ecke der Goethestraße. ■ II M-MäTiiM erteilt au jeder Tageszeit Th. Bäulke Tanzlehrer Li«« Schiffenberger Weg 63 I. - prrvat- Tanzurierricht einzeln und in Kursen, auch>inrnodernen Tanzen, erteilt zu jeder Tageszeit K.S$miM, Tanzlehrer Wetzsieiitsasfc 311. Tawzkontroller Bttger. greuapl. 4. Prima Wetterauer Kartoffeln 66. 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Zu dem am Samstag den 6.September 1919 abends 8 Uhr auf der Hardt ftattfmdenden Ball des SATTLERVERBANDES sind Gäste willkommen DAS KOMITEE [Vogelsberger Hof Bes.: Gustav Trinkens Täglich: 10143 Damen-Hünstlerkonzert Zo \° ■■■■■■■■■■■■■■■■■BeHaöeaeeaasea SchwarZ'Weiß'LichtspiBle ... ■ Seltersweg 81 ■ 'T*n. Ab heete Ms InkL Montag, 8. September: Das1.grofleSensations-Monumental-Filmwerk1919/20 Das He*ie nach einem in Ungarn spielenden Roman von Max Pemperton in 8 Kapiteln und 2 Abteilungen. Dieser Film enthält aufsehenerregende, spannende und interessante Massenszenen aus einem Bergwerk usw. Der gewaltige Aufwand an Volksmenge und die Darbietung schöner ungarischer Landschaftsbiider stellen den Film in künstlerischer Beziehung in die erste Reihe. Außerdem noch das Lustspiel: Der Zauberer von Grundelfing 2 Akte. 10301c S»WBVWWWWBSW»WW«BWWMWWWWWWWWWWB Komitee. ladet freundlichst ei im 16. Oktober 1919 im Sa Stadt Gießen" zu Londorf ..stattfindenden or Hotel Schütz Sonntag abendä Familien-Konzert Anfang 7V2 ühr 10329 Saalbau Cafe Leib Heute abend BALL Morgen Sonntag: Frühschoppen-Konzert im Brauerei-Ausschank Wetzsteinstraße. Abends 7 Uhr das übliche Programm Straßbauers Oberländler-Kapelle Ergebens! ladet ein 017852 H. Kirzinger. Zum Ostend Sonntag den 7. September Tanzvergnügen E» ladet ein 017886 Schlüter. Daselbst preisw. Abend Essen. Jnxplatz a.d.£ato GamStaa und Sonntag Eröffnung der Riesen - Sicherheits - Schaukel sowie der 01Tm Zihießblldkii, Ring- nnb BaSrnwerfer usiv. Diejenigen Personen, welche am Sonntag und Montag auf der Liebigsböhe wegen dem starken Andrang nicht befördert werden konnten, werden gebeten, auf den Juxplatz zu kommen. Walldorf. Achtung! 017272 Achtung! Sonntag den 7. September tut Schifffenberger Tal Tanzmusik ES ladet freundlichst ein Der Gastwirt. Timenii Wieseck d Sonntag den 7. September 1919 57. Stiftungsfest bei Gastwirt W. Bierau verbunden mit Wett- und Schauturnen - Tanzbelustigung. ——. Freunde und Gönner der Turnsache sind freundl. eingeladen. 10286 Der Vorstand. Anläßlich de» |i Kirehweihfeffes Goetheftratz« 48b Wetzstemstratz« 44 Statt Karten! ML. Statt Karten! wozu freundlichst einladet 10312 r ladet ein. 017268 wieder in Betrieb gesetzt worden. 102M Statt Karten Friedrich Reul. 017285 Gießen, den 6. September 1919. UM. Ihre Vermählung geben bekannt Giehen, 6. September 1919. Mein diesjähriger nm. . 8Psd..Dose SOL25.00 25.00 19.50 19.50 13.50 Giehen, den 5. Schttember 1919. 10309h Der Oberbü vgetnteifter (LchoMnitbelamt) versend., solange Vorrat, vcrNachnahme ab hier [”*sl Klünder & Co., Nortorf in Holstein 6. Elisabeth Klotz Ernst Jäger Verlobte Täfinter- Tang- Kursus 'beginnt am 6. Okt. 1919. Gefl. Anmeldungen hierzu nehme ich in mein. Wohn. Sonnenstr.5 Ill.entg. Hugo Mo hl, Tanzlehrer. behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Die von mir am 16. Juli erlassene Be» brnnturachung betr. Backvechot von Brötchor hebe Tang-Institut iftugo Jhöfil, giessen Georg Dahmer und Frau Marie geb. Walter LaHnstvaye 28. 102788 Elektrizitätswerke «.Straßenbahn d.StabtGießen Stvlte. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Herbert Walter und Frau Toni geb. Schmitt Ihre auf Gut Wilkowen (Ostpr.) vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen Dr. Werner Bock Frieda Bock geb. Mensch Gießen, Marburger Straße 5 Anfang September 1919. Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Heinrich Petry und Frau Johanna geb. Hauser Gießen (Steinstr. 45), den 6. September 1919. —.............................——...AM Wmmetgras-Verstkigtrug. Dienstag beit 9. September 1919, norm. 8 Uhr anfangend, wird das der (Gemeinde Wiendorf-Lumda zustehende Grummedgras versteigert. ZusammenLm't bet bet Ziegel h-ütte. Allen dv rf a. d. 3m., 5. September 1919. Hessische Bürgermcisteret Mendorf a. d. Lumda. Reen. 1082' ReßmMMWmAilW (frühere Wirtschaft vou Jakob Wörner) Kirchweihe statt, wozu freundlichst einladet Burschenschaft „Einigkeit" Eberstadt Sonntag den 7. und Montag den 8. Sept, findet in Launsbach Delikateh-Nollmop» BiSmarckberinae .... 8 Makrelen in 8isig ... 8 Schellfisch u.^abliaui. Gelee 8 Salzfettberinge.....8 Eröffne amMontagden22.Septd.J. einen *»*• Kursus in Weißzeugnähen Wäschezuschnerden u. Handarbeiten. Anmeldungen werd, jetzt schon entgegengenommen E. Hofmann, Stephanstrafle 49 II. Hanna Schütt geb. Steinhäuser Hans Wilhelm Reiber Regierungsbaumeister Verlobte Bad Dürkheim Gießen Schillerstraße 116 Roonstraße 10 September 1919. Kindergarten-Verein. Mitglieder Versammlung Mittwoch, 10. September, nachmittags 4 Uhr, Gartenstraße 30. 1. Berichte über Seminar und Kindergärten 2. Rechnungsablage 3. Entlastung des Vorstandes 4. Verschiedenes. iomD Der Vorstand. Krofdorf. Sonntag den 7. und Montag den 8. September 1919 Kirchweihfest Kurhaus Michelstadt i. Odenw. (Linie Hanau-Eberbach.) Behagl. Kurheim für Nervöse und Erholungsuchende ......... Gute Verpflegung. ---------- 9224ss Prospekt 5. San.-Rat Gigglberger Sanatorium Stolzenberg bei Salmünster-Soden von Frankfurt aus schnell und bequem erreichbar eröffnet am 1. April! Aerztlieber Leiter: Dr. med. K. StrttMkwauii. Mäßige Preise! Kurgemäße Verpflegung! ISV* Man verlange Prospekt! tM loaooD Ab Montag bat 8. d. Mrs. wird der Ment» Verkaufspreis für Kartoffeln auf 12 Pfennig für das Pstmd herabgesetzt. Gietzen, den 5.September 1919. 103088 Der Oberbürgermeister (SebaiSiiüttetamt). Bekanntmachung. findet am Sonntag, dem 7. Sept., von 4 Uhr nachmittag» an, im Aagälchlöhctisn zu Dutenhofen gri|. tniHtgiign statt, wozu erg. einladet Georg Peil. Mariechen Häuser Heinrich Deibel Verlobte Grüningen Gießen, Bruchstr. 17 6. September 1919 10816 Gießen, 7. September 1919. ........................°LM Tanzunterricht Mein diesjähriger Winter-Tanzkursus beginnt '"*» Montag den 6, Oktober. Gefällige Anmeldungen nehme ich täglich in meiner Wohnung, Marktplatz 23 HI., entgegen. Frau Luise Deuster geb. Möhl. Eduard Moos, Krofdorf. Zu der am Sonntag den 7. September stattsindenden Kirchweihe zu Eber stadt Stadttheater Binloiiiing j« Annmeni Mr die am 11. Oktober Vogmnenbe Wiuter- spielzeit 1919/20 wird wiederum ein auf 20 8er- stellumgrn lautendes Abonnement carsgegrven. Wegen der Kohlenknappheil werden bee ftellungen von Spielbeginn an zusammenaelegt, so daß die beiden Aümrnementstage dieses Jahr auf Ddontag und SamStag fallen, und zwar wird bo5 Monpags