Mittwoch, 6. August 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt ZrotHwgrnmddruck u. Verlag: vriihl'fche Umv.'vuch- u. Stemöruderei R. Lange. Zchriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Frage hatten sich am Parteien Oberschlesiens LtKTX S. Ltaus aßmhmen w I. Ubl 4 dcs Kreises, gemeinden ort ortsüblich : unter. dem daselbst. lansseuche aus« riet. oig Loth zu crshain ist ■ Tie Lpcrr- Jet spielt worden war und der auch der Urheber der Bestrafung des Redakteurs Steffen von dec sozialdemokratischen Pfälzischen Post sein soll. In der gestrigen Versammlung wäre es ihm nicht besser ergangen, wenn er nicht schleunigst Reißaus genommen hätte; denn kaum ______ _____, _ enz, Pfarrer Unverzagt und V o g e eidlich verpflichtet. Als Ersatzmann in den Petitions-Ausschuß wird dann Archivrat Herrmann in Darmstadt, als Mitglied in den Tisziplinargerichtshof Pfarrer Göbel-Büdingen, als dessen Ersatzmann Pfarrer ers Philipp s „Zum Pfau" erlösen. f mit iMhsben. Berlin, 5. Aug. (Wolff.) Die ,Bossische Zeitung" meldet aus Breslau: Zur Beratung der oberschlesischen Frage hatten sich am Hierauf wurden die neu in die Synode ein- ' er A l v o h n, Pfarrer Deutsche KriegSlastenkomisfiou. Berlin, 5. Aug. (Wolff.) Amtlich. Zur Ausführung der Bestimmungen des Friedensvertrages über die Entschädigung an die Alliierten wurde durch den Erlaß des Reichspräsidenten vom 31. Juli die deutsche Krie gs lasten komm ission gebildet. Zum Vorsitzenden wurde der Abteilungsleiter im Reichs- finanzmrnisterium,, Bergmann, unter Ernen- rrimq zum Untcrstaatssekretär, zum Stellvertreter des Vorsitzenden, der Un-terstaatssekostär im Reichsfinanzministerium Tr. Schröder berufen. Tie Kommission hat die Ausgabe, Verhandlungen mit der interalliierten Wiedergutmachungskommissron unter Beteiligung des auswärtigen Amtes zu führen und die Tätigkeit der beteiligen deutschen Behörden für die Entschadigungsleistungen zusam- menzufaffen. Sie besteht aus Vertretern der beteiligten Zentralbehörden, des Reichsfinanzministeriums, des auswärtigen Amtes, des Reichs- wirffchaftsministeriums, dcs Reichsarbcitsministc- riums und des Reichssäiatzministeriums. Ferner soll eine Anzahl ^wirtschaftlicher Sachverständiger als Mitglieder berufen werden. Tie Kommission soll keine eigene Tätigkeit als Behörde ausüben, hat daher auch keine eigenen Beamten. Sie soll vielmehr ein sachgemäßes Zusammenwirken der verschiedenen beteiligten Behörden, deren Zuständigkeit durch ihre Bildung nicht berührt wird, erleichtern und sichern. getretenen Mitglieder, Pa B o l i t s ch, StistsdechaiW Annahme von Anzeigen f. die Tagesnummer bis zum Nachmiltag vorher ohnejedeVerbmdlichkeck vretr für 1 mm höhe füx Anzeigen v.34 mm Breitr örtlich 15 Pi., auswärts 18 Pf., für Reklameanzeigen von 70 mm «reite "48 Pf. Bei Platz- oorichrin20°/<,Auischlag. Hauptschriitieiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr- Remhold Zenz; für den Anzeigenteil: H. Beck; sämtlich xu Gießen m. 181 , £er Hleßener «nzelge, »scheint täglich, ailßer Sonn- und Feiertags. Bezugspreis: monatl.Mk.1.60, vierte'.- 'ähriich Tlt. 4.80, durch Abhole- u. Zweigstelleix monatl. Alk. 1.50: durch iiiePost Mk. 4.50 oiertel- ;ährt> ausfchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: iür die Cchriftleitunql 12 Perlag,Geschäftsstelle51 Anschriü fürDrahtnach- richten: Anzeiger Sieße«. Postscheckkonto: ^rmtkfnrl n. M. U686 'f&S In der allgemeinen Aussprache führte inn Namen des Ausschusses Synodal Wahl-Schlitze u. a. aus, daß man sich in maßgebenden Kreisen vollständig einig 1tar, daß die Rechte der Landesherrn jetzt an die Landessynode überMgehen haben. Turch das Recht der Selbstverwaltung sei die Kirche m Hessen in günstiger Lage, da man keine Bestimmungen treffen dürfe, welche den be- stehenden Gesetzen widersprechen. Auch mit der Oberaufsicht des Staates über das Kirchmver- mögen usw. könne man sich einverstanden erklären. Tie Leitung sei jetzt einfach an das erweiterte Obeo- öonsistvrium übergegangen. Er empsiehlt die Aw> Eichener Anzeiger Seiierül-Anzeiger für Oberhessen Georgi in Ermenrod gewählt. Es folgt die Beratung und Beschlußfassung über die Vorlage des Oberkonsistoriums bett. die Kirchenregrerung der evangelischen Kirche. Der Oberkonsistorialpräsident führt dazu etwa folgendes aus: Durch die November-Revolution 1918 ist der Großherzog Ernst Ludwig aus seiner Stellung als Landesl)err und damit als Herr des Kirchenregiments (summus episcopus) entfernt worden. Er hat zwar bis zur Stunde au die Krone nicht verzichtet, als den Verhältnissen Rechnung tragend hat er sich von allen Regierungsgeschäften zurückgezogen. Die Dinge sind von einschneidender Wirkung auch auf die evang. Kirche in Hessen, über welche er in seiner Eigenschaft als evang. Landesherr herkömmlich das Kirchenregiment nach Maßgabe der Kirchenverfassung vom 6 .Januar 1874 auszuüben berufen war. Seit November 1918 hat sich der Großherzog an der Ausübung des Kirchenregiments verhindert gesehen. Es fehlt also an der verfassungsmäßigen Spitze. Ein Ersatz wurde durch eine Bekannt- machimg des Oberkonsistoriums vom 7. Dezember 1918 geschaffen, in der bestimmt wird, baft in den Fällen, in denen nach der bestehenden Kirchenverfassung die landesherrliche Genehmigung einzuholen wäre, das Oberkonsistorium sich mit dem Präsidenten der Landessynode in Verbindung setzt. In Angelegenheiten minderer Bedeutung hat er deni Präsidenten nur Mitteilung^ zu machen. In wichtigeren Fragen wird das Oberronsistorium nach Fassung seiner Entschließung den Synodalpräsidenten um Vorlage an den Synodal-Ausschuß ersuchen, dessen Entschließung dir landesherrliche zu ersetzen hat. ~ rr Das Gesetz soll nachstehende Fassung erhalten: § 1. Ter Bekanntmachung vom 7. Dezember 1918, betreffend Rechtliche Stellung des Ober- Internationale Sozialistenlonserenz. Luzern, 4. Aug. (Wolff.) Dep.-Agent. Die zur Beratung der allgemeinen internationalen Politik von der internationalen Sozialistenkonferenz ernannte erste Kommissium studierte vorerst die LagederKriegsgefangenen. Ter deutsche Mehrheitssozialist Wels gibt eine ausführliche Darstellung der Lage der deutschen Kriegsgefangenen in Frankreich, beklagt sich darüber, daß deren Laae sich seit dem Waffenstillstand verschlechtert habe und bittet die französischen Sozialisten, alles zu hm, um die Rückkehr der Gefangenen zu beschleunigen und dafür zu sorgen, daß das Los derselben erM'tert wird, sobald einmal der Friedensvertrag ratifiziert sei und sie als freut Arbeiter bei den WiÄ»erl)erstellungsarbeiten in den zerstörten Gebieten Nordfrankrcichs tätig seien. Wels sprach auch von ben russischen Gefangenen, die sich noch in Deutschland befinden, und betonte, daß es die Entente sei, dae Deutschland verhindere, die Gefangenen nach Rußland zurückkehren zu lassen. Man müsse sogar be- sürch^ten, daß die Entente die G^anqenen den reaktionären Generalen Denikin und Koltschak in die Arme treiben wolle. In langer .Diskussion, an der die Vertreter saft aller anwesenden Nationen teilnahmen, brachsten die frartzösischen Sozialisten Renaudel und Lvnguet zum Ansdrna, daß die französischen Sozialisten in dieser Hinsicht alles tun würden, was in ihrer Macht stehe. Es wurde schließlich eine Unterkommcfsion ernannt, die ine Lage der Kriegsgefangenen in den verschiedenen! Ländern untersuchen und dem Plenum eine Resolution unterbreiten soll. hatte er mit seinen Ausführungen begonnen, als ein Sturm der Entrüstung durch den dichtbesetzten Saal ging. Pfui- und Drohrufe wurden laut, als Zimmermann versuchte, weiterzusprechen. Es flogen Steine und sonstige gefährliche Wurfgegenstände nach dem Vorstandstisch,, so daß das ganze Komitee flüchten mußte, um nicht von der wütenden Menge durchgeprügelt zu werden. Auch der anwesende französische Offizier, der die Menge beruhigen wollte, stieß auf den größten Widerstand und mußte unverrichteter Sache abziehen. Die oberschlesische Frage. ■tfünbigung^ )?n Ahlacht- Neucii- nur gegen mite 3^ vird wie folgt ' 2,20, t. 2,-' l- 1,80. IE, für be- ® lu fordern tzW- mt Gesängms Mark bestraf,, ach ipirb, ist ' nicht zu cr- rungssall des jufügen. nähme der Vorlage. In der Einzelberatung bringt Synodal Ditt- m a r - Offenbach Beschwerde darüber vor, daß num die Landessynode nicht alsbald nach der Umwäl- ej ein berufen habe, dann hätten die Herren aus besetzten Gebiet auch erscheinen können. Die Erklärung/ daß man noch keine Gesetzesvorlage gehabt habe, läßt er nicht gelten. Vor allem hat ein Wort von Seiten der Kirche an die Bevölkerung geselcht wie es die katholische Kirche an feine Gläubigen gerufen hat; die evangelische Kirche war stumm. Ein Wort, in welckiem den Christen zugerufen wurde, daß trotz aller Umwälzungen die evangelische Kirche bestehen bleiben wird, hätte aud) für die Pfarrer einen besseren Halt in ihrer schweren Aufgabe gegeben. Auch die Kivche, ebenso nie das Volk, sollte ihre bisherigen Mängel env sehen. Man hätte auch einen Landes bischof wählen können. Statt dessen hat sich die Kirchen- behörde über alle möglichen wichtigen Angelegen- hetten ausgeschwiegen. In Offenbacher Pfarrer- und Lehrerkreisen war man sehr erregt über diese Ruhe von oben und bringt er diese Beschwerde im Namen vieler Kreise vor. Oberkonsistiorialpräfide'nl Nebel stellt bem* gegenüber fest, daß man ein sehr gutes Gewissem habe, denn die sehr wichtigen Probleme aller SIrt bedürften eingehender Beratung. In der damaligen^ schweren Zeit habe man zu einer Gesetzes bevrtungt überhaupt nickst schreiten können. Im übrigen habe man so viel Vertrauen zu den Pfarrern gehabt, daß man glaubte, eine besondere Ansprache ersparen zu können. Synodal Dr. Freiherr von Heyl teilt! mit, daß er über den Zusammentritt der Landes-> synode und anbere Fragen mit dem Synodalen.' Wagner verschiedene Anträge an die Landessynode gerichtet habe. Leider sei er mit seinem Antrag. auf Einberufung der LandeSsynode allein geblieben, habe sich aber den Gründen der Gegner nicht verschließen können. Von der durch den Pfarrer Ttttmar vorgebrachten Unruhe ttn Lande habe man im Kreise Worms nichts verspürt. Man habe den Wahlkampf in Ruhe geführt und sich durch niemand abhalten lassen. Pfarrer Fritsch (Ruppertsburg) erklärt gegenüber den Klagen des Pfarrer Dittmar, daß man aus dem Lande zur allgemeinen Genugtuung keine Unruhe verspürt habe. Es war wohltuend überall auf dem Lande zu beobachten, daß. man sich durch die Umwälzungen in seinem Glauben nicht habe beirren lassen. Man solle auch weiter in Ruhe die Zeit abwarten, es werde sich vieles klären. Synodal Jacob (Mainz) stellt auch für: Rheinhessen fest, daß man dort nicht in Verlegenheit war, obwohl die katholische Kirche vorsorgliche Anordnungen getroffen hatte. Der Pfarrer selbst muß die nötige Kraft und die Stärke haben, seine Tättgkeit selbständig au^uüben. In Mainz war trotz aller Unruhe die Beit geradezu eine erhebende und verdiene das Kirchenregiment keinen Vorwurf. Oberkonsiftorialrat D. Nebel machte noch einige Ausführungen, worauf der 8 1 des Gesetzes! angenommen mürbe. Zu § 2 des Gesetzes vertritt Pfarrer W agnev (Darmstadt, feinen Antrag, daß die KirchengewalL Die Rheinrepubltt. Am 23. Juli fanden in Düsseldorf Verhandlungen über die rheinische Frage statt, die unter dem Vorsitz des preußischen Ministerpräsidenten Hirsch geführt wurden. In dieser Sitzung erklärte der Zentrumsab- geordnete Dr. Heß offen, man wolle während der Sperrzeit von zwei Jahren, die der § 18 bis zu einer Loslösung von Landesteilen vorsehe, agitieren, damit in zwei Jahren das Drittel der Bevölkerung vorhanden sei, auf dessen Verlangen eine Volksabstimmung stattfinden müsse. Wie ernst diese Kampfansage war, geht aus dem nachstehenden Bericht einer in Köln veranstalteten Versammlung hervor, die angeblich aus dem ganzen Rheinland,.der Pfalz und — was für uns als Alarmruf zu gelten hat — von Vertretern aus Hessen imb Rheinhessen besucht war. Der Plan, das rheinische Hefsen vom früheren Großherzogtum abzutrennen, ist noch nicht aufgegeben, Md dies ist die größte Gefahr, die einem zu bildenden Großhessen im Wege steht. Abermals muß zur Vorsicht gemahnt werden, denn wie diese Anhänger einer rheinischen Republik „Sturmlaufen" wollen, geht aus ihrer Entschließung hervor. Köln, 4. Aug. Heute fand in bet Bürger- yefellschast eine Versammlung zahlreicher aus dem ganzen Rheinland, Hessen, Rheinhessen imb der Pfalz berbeigceilter Anhänger einer rheinischen Republik statt. Anwesend waren die ^kannten Leiter der seinerzeit in Kölner Ben> mlmskreisen entstandenen Bewegung, aber auch zahlreiche Mitglieder anderer Parteien. Aus allen Weden klang bas Bedauern über die Fehler, die man seinerzeit gemacht hat, indem man den Gegnern Gelegenheit gab, die rheinische Bewegung als eine Zentrumssache hinzuftellen lunb indem man bann später in der Kölner Versammlung vom 1 Dezember es an dem nötigen Mut fehlen ließ. Ille diese Mißgriffe und Halbheiten sollen glicht mehr vorkommen. Mit aller Energ ie und nach emheitlichckrn Plan soll agitiert, und eine möglichst baldige Volksabstimmung in die Wege geleitet werben unter völliger Nichtachtung bes kürzlich geschaffenen Sperrfriftpar/-.graphen, der als eine Beleidigung des rheinischen Volkes bezeichnet Würbe. Die Zentrumsabaeorbneteu, die mitverantwortlich sinb für diesen Sperrfristparagraphen, sollen von ihren Wählern zur Verantwortung bezw. nicht wieder gewählt werden. Der ganzen Best'egiurg soll der Schein eines parteipolitischen Zentrumsplanes genommen werden. Katlfo- lische Geistliche sprachen sich am schärfsten m diesem Sinne aus. Von allen Seiten und besonders von den Vertretern aus H s s e n und der Pfalz wurde für leine äußerste Bes chleunignngder Agitation im Interesse des Deutschtums Stimmung gemacht. Eine besondere Kritik erfuhr die jüngste Versammlung in Düsseldorf, zu der Tein Freund eines rheinischen Freistaates geladen worden sei, obwohl Ministerpräsident Hirsch das Gegenteil behauptet habe, und wo Oberbürger- metfter Adenauer aus Köln gesagt haben soll, fein anständiger Mensch in Rheinland trete noch für einen rheinischen Freistaat ein. Nach Reden des Versammlungsleiters und neugewählten Vorsitzenden des Kölner Agitationsausschusses Dr. Müller, des Justtzrats Weber (Demokrat), Ober- psarrers Kastert, Studienrat Kuckhoffs und kür- wren Ansprachen von Herren aus Mainz, Wies- baben, Bingen, Kreuznach, Koblenz, Aachen, Keve- !aer, Kleve usw. wurde folgende Entschließung angenommen: _ , Tie am 4. August 1919 in der Bürgerschaft ui Köln zahlreich versammelten Frauen und Manner aus allen Teilen des besetzten Gebietes unb aus ben verschiedenen Parteien, hinter denen Millionen ihrer Mitbürger stehen, erbeben W ider- i vr uch gegen die Einführung einer Sverreist unb werden nicht ruhen, sondern Sturm- laufen gegen diese gegen ihren Willen geschaffene Bestimmung. Sie verlangen sofortige Abstimmung über die Frage einer rheinischen Republik zur Klarstellung des Volkswillens. Tie Freunde der rheinischen Republik werden gebeten, unverzüglich an allen Orten Organisationen zu schaffen, inn den Gedanken des rheinischen Freistaates in die Tat umzusetzen. Der unter Beifall gefaßten Einschließung folgte die Wahl eines Agita t ivns ko m i- tees.das mit allen bestehenden Komitees im besetzten Gebiet in Verbindung treten soll. Groß-Thüringeu. Weimar, 5. Aug. Tie thüringischen Minister waren heute in Weimar nneberum zu Besprechungen über die Bildung eines Groß-Thü- ■ ringen versammelt. Es wurde dabei als seft- «tehend angenommen, daß in Coburg über die Frage des Anschlusses an Groß-Thüringen zunächst durch eine Volksabstimmung entschieden nxrben soll. Landesverräter und Volkswille. Dt. Ludwigshafen, 5. Aug. Der Trete Bund für Errichtung einer pfälzischen Republik hatte gestern a-bend für den nördlichen Stadtteil eine Bec- • svmmlung einberufen, in der über den Zweck l»nd die Ziele des Freien Bundes eine ein- rchende Besprechung stattfinden sollte. Refe- , ignt war der deutsche Journalist und jetzt in Diensten der Franzosen stehende Zensor für Ludwigshafen, Zftmmervrauu, dem schon Betriebsräte der Presse. Berlin, 5. Aug. (Wolff.) Der Reicks - verband der deutschen Presse na)tcte zum Gesetzentwurf über die Betriebsräte eine Eingabe an Sie Nationalversammlung, in der die Einbeziehung der Redakteure in die Organisation der übrigen Angestellten der Zeitungsbetriebe als unvereinbar mit den Lebensinteressen der Presse bezeichnet und die Bildung eigener Betriebsräte für die Angehörigen der Redaktionen gefordert wird. In der Begründung wird des näheren ausgeführt, daß andernfalls die besonderen Interessen des Redakteurberuss schwer gefährdet würden. Eine Eingabe gleichen Inhalts war bereits früher dem Rrichsminister- präsidenten und dem Reichsarbeitsmmister übermittelt worden. n hiesiger Stadt [l; 1 PockenM- irzesWdleder- 1 silbernes Uhr 24 Uk. Inhalt, rtalt, l.ta" Siegelung Mt mit 15 MK nuhr, 1 90 Rotz' ;mc Tamenuhr, sowie 'st Los tt mit 1 DiW" n Steinen.. Zustande belieben bis 5 M w 1, erfolgeu- 9. evangelische Landersqnode. Darmstadt, 5. Aug. Tie neunte ordentliche evangelische Landessynode wurde heute vormittag 91/! Uhr durch Kirchenrat Dingeldey eröffnet. Dekan Keil sprach das Gebet. Zu Beginn 2>er Verhandlungen gedachte der Vorsitzende des verstorbenen Mitgliedes Dekan Hainer- Hungen, besprach dann die sckMere Zeit, in welche wir durch unerhörte Ereignisse gekommen sind. Mit fd'jroerem Herzen gedachte er dann der Kämpfer für das Vaterland und der auf dem Felde der Ehre Gefallenen, zu deren §hren sich die Anwesenden von den Sitzen erhoben. \ Er gibt der Hoffnung Ausdruck, daß auf dem Wege des Friedens, die großen Errungenschaften! Deutschlands auf allen Gebieten wieder zur Geltung kommen. cQ Unter der jetzigen harten Zeit hat die Landes- fijnobe die schwere Aufgabe, unser anscheffrend unter einer eigenartigen Kvankheitserscheinung leidendes Volk wieder aufrichten zu helfen. Nickft vergessen darf.jnan die Verdienste des bisherigen Groß- Herzogs um die Landeskirche. — Bei dem Neubau und Wiedevaaufbau der Kirche sei es Pflicht, an der wirtschaftlichen intellektuellen und stttlichen LÄ>ung unseres schwer darniederliegenden Volkes, mit "allen Kräften mitzuarbeiten. Auf die großen Massen in den Großstädten faitn die evangelffche Kirche nickt einwirken, dafür können aber in eifriger Arbeit in den Einzelgemeinden die große und schöne Ausgabe erfüllt werden. . Es folgen eine Reihe geschäftlicher Mttter- tungen. , Ein allgemeiner deutscher Kirchentag wird Voraussichtlich vorn 2. bis 5. September in^Dres- den stattsinLen, die beiden Präsidenten der Synode sollen diese Tagung besuchen. Nach Bericht des Synodalen Wahl-S,chilitz werden die Wahlen in ben Dekanaten. Worms, Gr - Gerau und Zwingenberg für gültig», dagegen die Wahl der wel tlichen Mitglieder und der Stelb- vertteter in Zwingenberg für ungültig erklärt. Bezüglich der Frage der s. Zt. landesherrlich ernannten Mitglieder der Synode wird nach einer Erklärung des Mitgliedes Wahl-Schlitz auch die wettere Gültigkeit der Mandate dieser Herrn anerkannt. Auf eine Anfrage teilt der Oberkonsi- ftorialpräsident D. Nebel mit, daß der Auflösungsstab 70 als Nachfolger der Dwision und der von Ersterem beauftragte Tivisionspfarrer Lütgen als Vertreter der Division zu gelten hat. Diese Frage soll im Ausschuß nochmals geprüft werden. bei der seinerzeit versuchten Auskufung der feuert zu haben Er biente in der letzten Zei bei Pfälzischen Republik in Speyer Übel mitge- der Roten Garde m Bndapes^. Nach» ixm Zusam- ih eft mm-hen war und der auck der Urbeber । mntbru* Rateregierimg h elt er die Zeit für gekommen, sich in Sicherheit zu bringen. Ans Sem Reiche. z Der Mörder Osels und 2luers verhaftet. M ü n ch e n, 5. Aug. (WTB.) Aus Wien wird gemeldet: Der Schiffskoch und Metzger Alois Lindner, der unter dem Verdacht verfolgt wird, den Abgeordneten Osel unb ben Major Fahreis im bayerischen Lcuibtag erschossen und den ehemaligen Staatsminister Auer schwer verletzt 3u haben, wurde am Abend des 4. August beim lieber schrecken der Grenze aus Ungarn in Sontmerein verhaltet. Lindner, der bei der Festnahme einen Sdlbltmord- versuck) unternahm, ist geständig auco aus den Minister Auer, in welchem er einen Gegenrevolutionär vermutete, einen Nevolverichutz abge- Montag Vertreter aller . . . . auf Einladung des Zentralvolksrates in Breslau versammelt. Es wurde die durch die Annahme des 8 18 der Verfassung für Oberschlesien geschaffene Lage beschlossen. Alle Parteien, mit Einschlutz der Sozialdemokraten, einigten sich dahin, die alsbaldige Schaffung einer selbständigen Provinz Oberschlesien bei den maßgebenden Stellen mtt allen Mitteln zu betreiben. konsistoriums, wird die Zustimmung erteilt Die- elbe tritt mit dem Inkrafttreten dieses Gesetzes außer Wirksamkeit. , §2 . Das seitherige landesherrliche Kirchenregiment geht über auf das aus dem Oberkonsi- torium und dem Landessynodalausschuß bestehende Erweiterte Oberkonsistorium (§ 134 der Kirchenverfassung). § 3. Der Landessynodalausschuß besteht auS dem Präsidenten der Landessynode, seinem Stellvertreter und fünf von der Landessynode zu wählenden Mitgliedern. Von ben sieben Ausschußmtt- gliedern müssen fünf weltliche sein. Für die fünf gewählten Mitglieder sind ebenso viele Stellvertreter zu wählen, die in der durch die Stimmenzahl gegebenen Reihenfolge eintreten; bei Stimmengleichheit entscheidet das Los. Der Synodalausschnß bleibt bis zur Ausschuß- Wahl der nächsten Synode in Tätigkeit. §4 . Das Erweiterte Oberkonsiftorinm faßt eine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit. Es ist be- chlußfähig bei Anwesenheit von mindestens 8 Mitgliedern. Bei Stimmengleichhett entscheidet bwj Stimme des Präsidenten. §5 . Eine von dem Erweiterten Oberkonsistorium alsbald zu beschließende Geschäftsordnung hat ;u bestimmen, in welchen Fällen das Ober- konsistorium allein und in welchen das Erweiterte Oberkonsistorium zu entscheiden hat. Oberkonsiftorialrat Bernbeck gibt hierzu einige Erläuterungen, in denen er u. a. ausführte/ daß bisher noch keine einhettliche deutsche Kirchen- verfassung geschaffen fei. In Württemberg war durch die schon vorhanden gewesene Verfasiung: in Verhinderung des Königs eine fünfgliedrige Kommission bekannt gewesen. In Baden.hat der Großherzog vor seinem Scheiden durch ein Notgesetz den Oberkirchenrat als landesherrlichen Vertreter bevollmächtigt. In Oldenburg wurde bü Frage ähnlich geregelt. Hierzu haben die Synodalen J aud und 0)enossen, sowie Röm Held und Wagner verschiedene Anttäge gestellt. Proztb ® . n Aarb^ -LrA WM zum werbslosenkormnisf ion vor, auch den unverheirateten Erwerbslosen einmalige Teuerungszulagen zum Erwerb ausländischer Lebensmittel zu gewähren, deutsche Burschenschaft ausgenommen. Der Antrag ttritb dem sozialen Ausschuß über- auswurde Streik der Hotel- u ange st eilten in Franks Mkft bii§ nut 'jenen haben uw) Mihm Behaust ii>sn Hanauer B jliü Anmarsch de Ä Hanau Anla rmlafte. — E rette mit bet t kgmten. Im gi einten. Ti« Lerh I xje in Ansmch I M Sitzung, bi I »die Abendstund ’ Ktrag auf freien ht. Battenberg (Kr. Biedenkopf), 5. Aug. Tie Kirschenernte, die nunmehr ihr Ente erreicht hat, brachte der Gemeinde Battenberg eine Einnahme von 105 000 Mark. rm. Zwingenberg (a. B.), 5. Aug. Ter hiesige Großvbftmarrt wurde gestern nach mittag bei gutem Besuche eröffnet und findet nunmehr täglich von drei Uhr mittags ab statt. 15. Jahr von 500 Mark bewilligt. Starkenburg und Rheinhessen. Geh. Lcgatiousrat Neidhari t. rm. Darmstadt, 5. Aug. Plötzlich und unerwartet ist der bisherige Geheime Legationsrit im Staatsministerium Dr. Wilhelm Neid hart, der nach der Umwälzung als Ministerialrat in der Regierung tätig war, im Alter von 47 Jahren gestorben. bt. Nieder-Mogan, 5. Aug^ Bei einer Schlägerei in der Vergangenen Nacht wurde einer der jungen Leute durch einen der Reichswehr an gehörigen Soldaten, der ebenfalls Von hier stammt, durch einen Stich in die linke Brust gefährlich verwundet. Einige am Tatort Darüber» kommende Touristen aus Darmstadt trifteten die erste Hilfe. Ter Täter wurde von der Gendarmerie sestgenommen und der Militärbehörde überliefert. Ter Verletzte ist inzwischen an Verblutung ge- ftorben. n. Offenbach a. M., 2 Aug. In der gestrigen Stadtverordnetenversammlung lag ein Dringlichkeitsantrag der Arbeits- unb Erbeute auf Beschluß einer Massenversammlung der Streikenden für beendet erklärt. Es kam zwischen Arbeitnehmern und Gastwirten zu einer Einigung. Für das reisende Publikum bestehen also in bezug auf .Verpflegung und Unterkunft in Frankfurt keinerlei Schwierigkeiten mehr. Jede Streikgefahr ist durch die neuen Abmachungen gründlich beseitigt. Aufteilung des Kreises Biedenkopf. ha. Biedenkops, 5. Aug. Wie der „Hinter!. Anz. erfährt, ist bei einer Besprechung über Fragen der Verwaltun gsresv rm, welche am 28. d. Mts. im Beisein des Kommissars für die Vorbereitung der Verwaltungsreform, Staatsminister Tr. Drews in Kassel stattgefunden hat, auch die Zuteilung des nördlichen Teils des Kreises Biedenkopf (Amt Hatzfeld) zum Regierungsbezirk Kassel bzw. zu einer aus diesem Bezirke zu bildenden Provinz Hessen zur Erörterung gestellt worden. Zugleich wurde vorgeschlagen, den südlichen in den Kreis Wetzlar tief hineinragenden Zipfel be£ Kreises mit dem Kreis« Wetzlar zusammcnzulegen, und ihn mit dem Regierungsbezirk Wiesbaden (Provinz Nassau) zu 'Vereinigen. Ter mittlere Teil des Kreises Biedenkopf soll mit dem Dill kreis vereinigt toerbcit. Zu den Verhandlungen waren Vertreter des Kreises Biedenkopf nicht zugezogen. Nachdem die Mitglieder des Kreistags sich früher dem Plan einer Zuweisung des ganzen Kreises Biedenkopf zum Regierungsbezirk Kassel gegenüber ablehnend verhalten haben, hat der Oberpräsident, um die Stellungnahme der Kveiseingesessenen zu der vorstehend angedeuteten Aufteilung des Kreises Biedenkopf an die Regierungsbezirke Kassel und Wiesbaden (Provinz Hessen-Nassau) kennen zu lernen, seinen Referenten, Regierungsrat Krause beauftragt, hierüber mit den Beteiligten an Ort und Stelle zu verhandeln. Zu diesem Zweck findet am Samstag den 9. d. Mts., vormittags 9 Uhr, eine Besprechung im Kreishause statt, zu de« bie. Mitz glieder des Lfteisausfchusses und andere scrLKmdigi Personen, die über die Ansichten der Bevölkerung in allen Teilen des Kreises Auskunft zu geben vermögen, eingeladen werden sollen. drka, rtzs 'S* ArD w. i&S -K? ‘^s I städtischen Beamten wird eine Teuerungszulage von 2000 Mark und für jedes Kind bis Vie Ureiriagrwahlen. Die Deutsche Volkspartei hat für die Kreck tagswahlen folgende Kandidaten aufgestellt: 1. Landgerichtsrat Schudt, Gießen, 2. Bürgel- meister Ranft, Grünberg- 3 Kreisstraßenmeist-r Herrmann, Lich, 4. Stadtverordneter Winn, Gießen, 5. Bankdirektor Griesbauer, Gießer, 6. Kaufmann Röhr, Gießen, 7. Apotheker Welcker, Alledorf a. d. 15ba., 8. Oekonomrerat Hoffmann, Hofgüll, 9. Bäckermeister Löber, Gießen, 10. Dreher Wenzel, Gießen, 11. Fran Else Rahlmeier, geb. Sager, Gießen, 12. Tr. Krausmüller, Greßen. Hochschrrlnachrichten. Die Deutsche Burschenschaft und die neuer -mW8“ Seri^rat £ wrfritt Stac ’ ihroumM tiliutg, bte Dol Nichl»ero illat fanÄwJJ K der Solbattt -ertragen, damit liiere Ä Ucher Ein -«--»em Ni« ' Ä*. idirniei braute a Tezember 1911 a Nahmen bet st N01- JK m ein bürgerlich Ann wir twtzbe nicht voll und ganz durch den erweiterten Synodal- Qusschuß ausgeübt werden solle. Es mutz eine geregelte Teilung der einzelnen Fragen ftattfinben. Nach weiteren Bemerkungen, in denen Synodal Bachfeld (Offenbach) u. a. feststellt, daß man von einer Beunruhigung in Psarrerkreisen nicht viel bemerkt habe, wird die Weiterberatung des §2 an den Ausschuß znrückoerwftsen. Zu 8 3 beantragte Pfarrer I a u d e - Planig die Mitgliederzahl von 5 auf 6 zu erhöben; auch sollen statt 2 jetzt 3 geistliche Mitglieder gewählt werden. Synodal Wahl- Schlitz tritt für ben Antrag des Ausschusses ein. Oberkonftstorialrat B ernbeck unterstützt ebenfalls den Ausschußantrag. Synodal D. Diehl-Friedberg empfiehlt die Annahme des Antrages Jaude, da zur Teilnahme an den Geschäften es erwünscht erfd^eint, daß das geistliche Element entsprechend stark vertreten sei. Synodal Freiherr von Hehl stellt fest, daß durck) die jetzige Fassung des Gesetzes das Oberkonsistorium in eine gewisse Abhängigkeit von der Synode geraten sei, obwohl von einer Wahl nicht die Rede sein könne. Die jetzigen Zeiten werden sich so rasch nicht ändern, deshalb sei es gut, wenn das geistliche Element nicht so schwach vertreten sei. Das werde durch den Antrag Wahl-Römheld erreicht. Synodal Wagner spricht gegen den Antrag Aoude, ivorauf Pfarrer Jaude nochmals für seinen Antrag eintritt. Synodal Jacob wünscht, daß man drei Geistliche aus der Synode den drei weltlichen Mitgliedern gegenüberstellt. Oberkonsistorialrat Berndeck hält den Antrag Wagner für annehmbar. Hierauf wird der Antrag Jaude aus Wahl von 6 Mitgliedern mit 28 Stimmen angenommen, da aber zu einer Verfassungsänderung 2/s der Anwesenden dafür stimmen müßten, gilt der Antrag als abgelehnt. Dann wird der Ausschußantrag angenommen. Der Antrag Wagner wird ab- gefehnt und ein Antrag Diehl angenommen, wonach von den 7 Ausschußmitgliedern drei Geistliche fein müssen, einstimmig angenommen. Dann findet der ganze § 3 Annahme. Die Synode wird hierauf auf Mittwoch, früh 9 Uhr, vertagt. Beko am 1 un J?tat Leben- 'bestens 9. 9 Kt jur Emtraguk K Mntrvllabschnj ?^kau)ssti Ä" ^wlla! bl< iE Stäbti Uwuteid Men, ben ^^Lberbürge Bekar &n9ung Ä?nbflUft V Hi tlQ9 b otinmer % «ben. Aus Stadt «nd Land. Gießen, den 6. Aug. 1919. Lebensmittel. ** Reis gelangt von Donnerstag dem 7. bis Dienstag den 12. d. in den Klein-- handelsgeschästen auf den Bezugsabschnitt Nr. 13 zur Verteilung. Auf jeden Bezugsabschnitt entfällt V» Pfund zum Preise von 1 Mk. **DieLebensmittelkarten, die am 1. und 2. d. M. zur Ausgabe gelangten, sind bis spätestens 9. August einer Verkaufsstelle zur Eintragung ihrer Firma und Abtrennung der Kontrollabschnitte vorzulegen. ** Bei der städtischen Obst- und Gemüsestelle (Marktlauben) treffen heute größere Mengen Karotten, Oberkohlrabi, Bohnen, Weißkraut Und Zwiebel ein, welche zu den billigsten Tagespreisen abgegeben werden. lidjen Stellen „Kriegsgefangeivenheimkehr" zu verweisen. Tie Kvmmunalverbändc können diesen Stellen Waren zur Verfügung stellen, die sie zur Erfüllung ihrer Fürsorgeverbiiidlichkeiten nach 01 lAbs. 2 der Neuen Richtlinien in Anjpruch nehmen, während die „Kriegsgefangenenheimsehr" die Mittel hierfür zur Verfügung stellen kann. Falls die Zuweisung von Waren aus den Reidjskleider- lägern für den gedachten Zweck nicht ausreichen, wird den Kvmmunaloerbändcn empfohlen, größere Zuweisungen bei den Reichskleiderlüaern oder, soweit diese nickst zu liefern in der Lage sind, bei der Reichsbekleidungsstelle .Abteilung J zu beantragen. ** F ah r r ad m a rd e c. Am 4. August wurde hier aus einem Hausgang in der Friedrichstraße ein Rennrad „Rödelheimer Torpedo-Marke A. Fabr.-Nr. 20 2518", und am 5. August aus dem Hausflur eines hiesigen Hotels ebenfalls ein Fahrrad, Marke „Presto", entwendet. Beide Räder sind noch neu. Vor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminalpolizei entgegen. ** Die Anbauer von Oelsaat- früchten wollen sich zwecks Erlangung von Oelschlagscheinen Freitag, 8. August, auf Zimmer Nr. 6 des Städtischen Lebensmittelamtes melden. ** Die neuen Selbstversorgerliften für 1919/20 sind nach dem vorjährigen Muster aufzustellen. Es wird hierbei bemerkt, daß nur solche Personen als Selbstversorger anerkannt und in die Lifte ausgenommen werden, die mit ihrem felbftgecrnteten Brotgetreide und Gerste bis mindestens 15. November 1919 für sich und ihre Familienangehörigen auskommen. Interessenten werden sersuckst, sich bis spätestens 9. d. M. auf dem Lebensnnttelamt, Zimmer 4, zwecks Ein- tragung in die Selbstversorgerliste zu melden. **DieWirtschaftlichcVereinigung der Privatange stellten hatte die hiesigen Privatangestellten gestern abend im Caf6 Ammd zu einer öffentlichen Kundgebung einberufen. Nachdem der Vorsitzende der Vereinigung, Herr W e i - big, kurz den ergebnislosen Verlaus der Verhandlungen über den Tarifvertrag vor der Handelskammer schilderte, nahm der Hauptrrimer, Herr Vogel ans Frankfurt a. M_, das Wort. Er beklagte vor allem das mangelnde Solidaritätsgefühl und die Interesselosigkeit unter der hiesigen Angestelltenschaft. Er schilderte dann oen Verlauf der Angestelltenbdwegung in Frankfurt am Main und anderen Städten, wo es gelungen sei, für die Angestellten verhältnismäßig günstige Tarifverträge durchzusetzen. Was in diesen, z. T. ganz kleinen Städtchen, erreicht fei, müsse sich auch ut Gießen durchsetzen lassen. Er verbürgte sich dafür, innerhalb einer kurzen Zett einen Tarifvertrag, ja einen für die Angestellten günstigeren als der von der Wirtschaftlichen Bereinigung der Handelskammer borgekgten, durchzusetzen. Voraussetzung sei allerdings unbedingtes Zu- sammenstehen der Angestelltenschaft, die cmch vor dem schärfsten wirtschaftlichen Kampf- Mittel, dem Streik, nicht zurückschrecken dürfe. Zunächst müsse aber versucht werden, die Forderungen auf gütlichem Wege durdjzusetzen. Der Redner empfahl zunächst Anrufung des Schlichtungs- ausschusses. Sollte hier nichts zu erreichen fein, dann Müsse sich an den Demobilmachungskommissar gewandt werden, der die Beteiligten bann einfach z-uM Abschluß eines Tarifvertrages auffordern werde. Zum Schluffe unterzog Herr Vogel den von der Wirtschaftlichen Vereinigung ausgearbeiteten. Tarifvertrag, der den Verhandlungen an der Handelskammer zugrunde lag, einer scharfen Kritik und Machte Vor besserungsvor schlüge, tvobei er in der Hauptsache den in Frankfurt a. M. abgeschlossenen Tarifvertrag als Unterlage benutzte. — Herr De- Mu t h forderte ein kraftvolles Solidaritätsbewußtsein und stellte die Organisation der Zivilangestellten bei der Mttttärverwaltung als mustergülttg hin. Herr Hillgärtner bedauert die Gründung der Wirtschaftlichen Vereinigung. Er glaubt, daß die Angestellten nur im Anschluß an das Gewerkschaftskartell etwas erreichen können. Stadtverordneter Eichert weift die Angriffe des Vorredners gegen die Wirtschaftliche Vereinigung zurück. Er bezweifelt, daß die Arbeiterschaft sich im gegebenen Falle mit den Angestellten solidarisch erklären werde. Die Herren Demuth, Lutze und Steinheimer, letzterer Vorsitzender der Ortsgruppe der Zivttangestellten, der die Verhältnisse der bei den milttärischen Dienststellen beschäftigten Zivilangestellten schildert, betonen nochmals die Notwendigkett eines engen Zusammengehens mit den Arbeitern. Herr Vogel schlägt vor, .den Tarifvertrag der wirtschaftlichen Ver- emimmg zurückznziehen und bei den neuen Verhandlungen vor dem Schlichtungsausschuß den Frankfurter, für die Angestellten wesentlich gün- fttgeren Vertrag, zugrunde zu legen. Diesem Vorschlag wird von der Versammlung zu gestimmt. Wetter betont er, daß die Angestellten auf ihre eigene Kraft vertrauen und ihre Forderungen allein, ohne die Hilfe der Arbeiterschaft in Anspruch zu nehmen, durchdrücken möchten. Die ziemlich rege Aussprache fand ihren Niederschlag in folgender, einstimmig angenommenen Entschließung: „Die auf Veranlassung der Wirtschaftlichen Vereinigung am 5. August im Caf6 Amend zahlreich versammelten Angestellten von Handel und Industrie bedauern lebhaft, daß ihre Forderungen von ben kaufmännischen Arbeitgebern nicht angenommen, ja, daß sie sich sogar zu keinen Verhandlungen bereit erklärt haben. Die Angestellten beauftragen die Wirtschaftliche Vereinigung, ben heute neu. beschlossenen Tarifvertragsentwurf (Frankfurter Vertrag) sofort dem Schlichtungsausschuß zu übergeben, um auf Grund dieses gemeinsam für alle Angestellten in Industrie, Groß- und Kleinhandel neue Verhandlungen in die Wege zu leiten. Ausdrücklich wird betont, daß die Angestellten unbedingt daraus bestehen, daß diese Folgerungen in der richtigen! Weise von der Wirtschaftlichen Vereinigung vertreten werden." Bis auf einige deplazierte Angriffe des Herrn Weidig gegen den Gießener Anzeiger verlies die gut besuchte Versammlung ruhig. ** Mit dem Bezirkswettschreiben des Bezirks Gießen Gabelsbergerscher Stenographen am 27. Juli war and) einSchön- u nd Richtig- s chreiben verbunden. Tie Preisträger sind: 1. Preise: Heinrich Ganß, August Hirsch, Georg Scholl (Gesellsch. Gießen), Walter Schmidt (Gym- naftum Gießen), Georg Fritzfch (Verein Gießen). 2. Preise: Elise Eckert (Damen-Verein Gießen), Gretel Breittvieser, .Karl Heß, Tilly Hofmann (Gesellsch. Gießen), Heinrich Müller, Wilbelm Schulze, Kurt Welter (Verein Gießen), Karl Hirtes (Bad-Nauheims Alfred Meyer (Friedberg). 3 .Preise: Else Euler, Marie Schnier (Damen- Verein Gießen), Minna Hammel, Wilhelm Hauß, Äwf sSs ** Größere Transporte von Kriegsgefangenen werden von morgen ab täglich erwartet. Es wäre dringend zu wünschen, daß in den in Betracht kommew- den Straßen (Bahnhofstraße, Süd-Anlage, Gartenstraße usw.) durch reichen Flaggenschmuck auch äußerlich die Freude der Bevölkerung an der langersehnten Heimkehr unserer bisher in Feindeshand schmachtenden Brüder zum Ausdruck kommt. *♦ Baupolizeiliche Erleichterungen für Mittelhäuser. Um die Schaffung von Klei nw-ohnun gen in Kleinhäusern, d. h. in Häusern für eine höchstens zwei Familien, beten Erbauung zur Beseitigung der Wohnungsnot am erstrebenswertesten ist und vor allen Dingen unterstützt werden soll, zu vetbttligen, sind für Hessen als einen der ersten der Bmchesstaaten baupolizeiliche Erleichterungen schon wahrend des Krieges im Jahre 1917 vom Mmisteriurn des Innern durch ein Amtsblatt an die Baupolizeibehörden des Landes ermöglicht worden. Ta es jedoch in den Städten rridjt überall möglich ist, den Bedarf an Wohnungen nur durch Kleinyaus- bauten zu befriedigen, müssen dort auch mehr- aefchvssige Häuser gebaut werden und auch deren Errichtung muß bei der außevordentlichm Erhöhung der Baukosten bis M einem gewissen Grade durch Erleichterungen begünstigt werden. In Pvm- ßen find nun durch den Stcuttskommissar für das Wohnungswesen neuerdings für sogen. „Mittel- ’Whtfer", d. f. dreigeschossige Wohnhäuser, die Klein- und Mittelwohnungen enthalten, und zwar nicht mehr als 6 Wohnungen im ganzen, eine Reihe von baupolizeilichen Erleichterungen zugelassen worden, die geeignet sind, eine wesentliche Ersparung an Baukosten herbeizuführen. Durch ein Amtsblatt des Ministeriums des Innern vom 10. Juni 1919 sind diese Erleichterungen auch für Hessen übernommen worden. Die Baupolizeibehörden find angewiesen, darauf hinzuwirken, daß bei Ausführungen die Erleichterungen auch durchgeführt werden. Nähere Auskunft können die Ban- pvlizeibehörben der Städte und die Kreisbauinspek- tooeit erteilen. ** Versorgung der zurückkehrenden Kriegs-undZivilgefangenen mit Kleidungs- und Wäschestücken. Durch Verfügung des Kriegsininifteriums erhält zwar jeder heimtehvende Kriegsgefangene in den Durchgangslägern einen Entlasfungsanzug, bestehend aus: bürgerlicher Mutze, bürgerlicher Jacke und Weste, bürgerlicher Hose, bürgerlichem Mantel, 1 Paar Stieseln oder Schnürschuhen, 1 Paar Strümpfen ober Fußlappen, 1 Hemd, 1 Unterhose, 1 Halsband auf Wunsch. Da diese Gegenstände jedoch für den laufenden Bedarf nidjt ausreichen, auch bie sofortige Lieferung nicht in vollem Umfange sichergcstellt ist, müssen bie bürgerlichen Behörden unbedingt helfend eingreisen. Soweit die beimgefebrten Gefangenen den vollen Preis für die Waren zahlen können, sind ihnen Berechtigungsscheine nach den Neuen Richtlinien unb Lieferungsbedingungen für den Bezug ovn Kommunalwaren vom 19. Juli 1919 cmszufcrtigcn, damit sie sich die Gegenstände von den mit Kommunalware belieferten Kleinhändlern kaufen können. Soweit bie Waren unentgeltlich ober unter Derkawspreis abgegeben werden sollen, wirb den Kommunalverbänden empfohlen, sie an t>ic örl- RrichSfarben. Eisenach, 5. Aug. Ter Burschentag hat zu den neuen Reichsfarben Sckxwarz-Rot-GvV, den Farben der alten deutschen Burschenschaft mb vieler heute bestehenden Burscherrschaften, mit fr" gender Erklärung Stellung genommen: „Tie No- tionalversammlung hat die Farben Schwarz--Rlr° Gold, die seit mehr als hundert Jahren die Farben der deutschen Burschenschaft gewesen sind, als Farben des TeutsckiLn Reiches gewühlt. Die Bur- fdenfdjaft sieht mit tiefer Trauer, daß schwarz-weiß-rote Banner des 1871 w gründeten Deutschen Reiches damtt niedergehvl tfl, das Banner, unter dem Reich und Volk ju hohem Ansehen in der ganzen Welt gelangt uw unter dem Tausende von Mitgliedern der Bui° schenschast in dm Kampf und in ben Tob für bt Ehre und Freiheit des Vaterlandes gegangen faü. Tic alten Burschenschaftsfarben waren das Symb»! der deutschen Einheitsbewegung. Für sie hatten die alten Bursckienschaster Not und Berfvlgurtz auf sich genommen. Die Farben wurden bei da Neidsgründung von dem nationalen Sd^mr? Weiß-Rvt abgelöst. Wenn jetzt in der ^rational- versankmlnng mit schwacher Mehrheit die Farben Sd:narz-Rot-Gvld zu den neuen Reichsfarben erklärt worden sind, so können diese nid.it als natu* nalcs Einheitssyrnbol im Sinne der alten Mw schenschiaft angesehen werden. Tie dmts-che Bus. scheu schäft ist mit triefen Volksgenossen der Meinung, daß ein FldggettweeUel unnötig wu und heklagenswert ist." Zu Beginn der heutigen Verhandlungen wurden die de u t sch-ö fterreichiischen BursM", schäften unter begeisterten Redm pnd unter A> singung des Burscheuschafterliebes feierl^chst m die wiesm. — Anträge auf Erridstung eines städtischen Wirtsdmftsamts, eines ftatisttschen Amts und etix Eingabe des Beamtenvcreins, mit dxr Besoldungs^ regelung eine Erhöhung der KHrderzlckage und di< Gewährung einer einmaligen Zulage zu verbinden^ werden dem Rechtsausschuß überwiesen. — Der neue Tarifvertrag der städtischen Arbeiter, der eine Mehrausgabe von 1082 607 Mk. mit sich bringt, und zunächst bis 1. April 1920 Gültigkeit hat, wird einstimmig angenommen, ebenso bie 9teufeft- setzung der Löhne der Notftandsarbctter, wonack z. B. der Wochmlohn für die 19—21jährigen Arbeiter auf 75 Mark festgesetzt wird. — Die Satzuw [gen für den neuerrichteten Beamtenausschuß wer- ben nach bem Entwurf des Vereins städtischer Spornten mit den Aenderungm des Rechtsausschusßs angenommen. — Die Neuregelung der Dienst- uni? Einkommenverhältnisse der Offenbacher Hebammen, wonach diese ruhegehaltsberechttgt werden, Unr? ohne Aussprache gutgeheißen. Hessen-Nassau. Der Streik der Gasthmisangeftellten beendet. Frankfurt a. M., 5. Aug. (Wolff.) Der Kel l n er strei k wurde beute mittag auf Beschluß einer starkbesuchten Versammlung der Gast- Hausangestellten für beendet erklärt. Die Arbeitgeber haben zugesagt, bis zum 1. September efinen Taris unter Fortfall der Trinkgelder und Gewährung einer Teuerungszulage von 20 Prvz. mit den Angestellten abzufchließen. Frankfurt a. M., 5. Aug. (Wolff.) Ter Rei Son Dvnr SieMtac de kkemhandelsgesch 2r. 13 Ibis zur , cöschuitt entfällt Die Klmihon «int Bczugsabsch tim Stadt. Leben rrliesern, Gießen, den Ter Oberbürgi Georg Wahl (Gesellsch. Gießeil), Fmny Hofbauer, Emst Kanluer, Marie Kausinann, Blondine Scklander (Bad-Nauheim), Ernst Hirsd^ (Friedberg), Karl Deußing, Karl Hartmann (Lollar). Landkreis Meßen. ** Grohen-Buscck, 4. Aug. Ter 1907 gegründete hiesige Ortsziegenzuchtoerein bot gestern ein ansdmuliches Bild von der Höhe seines Zuchtmateriafe. In dem schön geschmücktm Zicgenpark wurden dm Preisrichtern 23 Ziegen und 11 Bock- und Mutterlämmer zur Bewertung vorgeführt. Während dem Richten konzertierte die Musikkapelle. Es erhielten: einen Ehrenpreis Philipp Scheld: je einen ersten Preis: Hch. Harbach VIII., Otto Weiß, Ehr. Volk, Hch. Wagner III.; je einen zweiten Preis: WUh. Pfeiffer IX., Hch. Meier I., Hch. Pfeiffer XIV., Hch. Volpert, L. Nioolai, Ehr. Krämer, Hch. Wagner XVIII.; i e einen dritten Preis: Hch. Volpert, Phil. Temper, Lub- Nfig Hofmann, Elise Berganer, Hch. Krämer, Joh. Geisel, Ehr. Wagenbach II., Will). Pfeiffer VII.; je eine Anerkennung: Joh. Geisel, Hch. Pfeiffer XIV., Ludwig Scheid V., Karl Höchstem II., Wwe. Joh. Geisel, Hch. Harny, Wilh. Tort III., Fr. Herber, Karl Hochstein II., Wwe. Hch. Horny, Wilh. Pfeiffer IX., Wilh. Mittler III. Für Sammlungen erhielten Wilh. Pfeiffer- XIV. einen 1. Preis, Hch. Volpert einen 2. Preis, Joh. Geisel eilten 3. Preis und c Otto Weiß sowie W. Pfeiffer IX. ie eine Anerkennung. Im ganzen kamen 215 Mk. Prämien zur Verteilung. An Preisen rrurben gestiftet: Bon der Gemeinde Großen-Buseck 20 Mk., von dem Orts- ziegeiHnchtocrein Großen-Buseck 30 Mk., von Bür- germetster Schmidt-Trohe 15 Mk., von Ungenannt 20 Mk., von Ungenannt 10 Mk. und von dem Kreisziegenzuchtveoein Gießen 120 Mk. Tie Veranstaltung, zu der sich eine große Anzahl Zuschauer — auch aus den Na<Ä>arortsvereinm — eingefundm hatte, fand allgemeinen Anklang. Ter in Aussicht genommene Vortrag konnte leider durch Verhinderung des Redners nicht stattsinden. d. Lollar, 5. Aug. Diebe suchten oer- gangene Nacht einen Acker mit Frühkartoffeln des Landwirtes Gustav Lehr heim. Dabei verlor einer der Beteiligten einen Krankmschein, der wohl zur Ermittlung der Täter führen dürste. Kreis Schotten. **Freienseen, 6. Aug. Am 1. August fand hier eine gutbesuchte Versammlung von Landwirten statt, in der eine Landwirtschaftliche Bezugs- und Absatzgenossenschaft ge- gründet wurde. Zum Direktor wurde Konrad Fcr- rinand I m m e 11, zum Rechner Karl Otto Chri- ttan Jmmelt gewählt. Tie Genossmschast hat ich der Landwirtschastlichen Zmtralgenvssenschast in Tarmstadt angcschkossm. f. Gonterskirchen, 3. Aug. Vielseitigen Wünschm zufolge fand heute nad)mittag in der Gastwirtschaft von August Graf I. eine B ür g er» Versammlung statt, zu der die große Mehrzahl der männlichen Ortseinwohner erschienm war. Zweck der Versammlung war, den Antrag zu stellen auf Kauf verschiedener, dem Grafen zu Solms- Laubach gehörigen Wiesengründe und Waldpar- zellen, darunter ein Stück Wald, vollständig in unserer Gemarkung liegend, das die Vegetation sehr beeinträchtigt und sich, umgerodet, sehr gut zu Acker-, teilweise auch zu Wiesenland eignen würde. Ferner wird beabsichttgt, auch von dem Grasen zu Srlms-Rödelheim eine Anzahl Wiesen- parzellen, nad) Eiuartshausen zu gelegen, zu kaufen, womtt sich die Gräfliche Verwaltung bereits einverstanden erklärt hat. Tre meisten Landwirte unseres Ortes wünschen ihren Landbesitz zu vermehren, desgleid)en sind viele Arbeiter unserer Gemeiitt>e bestrebt, sich in der Landwirtschaft, die sie bisher nur als Nebenbeschäftigung trieben, selbständig zu machen. Gerade jetzt wäre günstige Gelegenhett, diesem Landhunger abzuhelfen, und es wäre auch im Interesse der Volksernährung sehr zu begrüßen, wenn, der Plan auch wirklich zur Ausführung käme. Durch Umherreichen einer Liste wurde festgestellt, daß Liebhaber für ca. 350—400 Morgen in unserer Gemeinde vorhanden sind. ** U l r i ch ft e i n( 2. Aug. Daß auch unsere Auto Po ft, die zuweilen bis zu 40 Personen an den Bahnhof Mücke befördert, mandymal den starken Verkehrsansprüchen mcht genügt, zeigte der vorgestrige Tag. Tas Auto war zum Ersticken voll; eine ganze Anzahl Personen waren sogar auf das Verdeck geklettert. Wegen der starken Heber» lastung konnte die Fahrt nicht begonnen werden. Die Polizei mußte einschreiten und einen Tett der Passagiere gewaltjam ans dem Auto entfernen. Erst bann konnte es sich in Bewegung setzen. Krels Friedberg. Q. Bab-Nauheim,5. Aug. In bet gestrigen Stabtverordnetenversammlung wurde front Vorsitzenden mitgeteilt, daß das Gaswerk nur noch für eine Woche Kohlen besitzt und die Gefahr besteht, daß es nach Ablauf dieser Frist flillgefegt werden muß. — Vom 1. November ab werben feine weiblichen Angestellte mehr im Stabthaus beschäftigt sein. — Für ein am nächsten Sonntag stattfindendes Jugendfest werden 100 Mk. Zuschuß bewilligt. — Die Versammlung beschließt, daß die Milchausgabestellen aufgelöst werden unb die Milch den BÄvvhnem ins Haus gebracht wirb. — Es wird eine Kommission zur Beschaffung fron Notstandsarbeiten gebildet. — Den behördliche Anzeigen. Reis-Verteilung mittelamtes 91078 melden. Bekanntmachung Gießen, den 5. August 1919. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamtt. jivecks Erlangung von Öelschlagscheinen Freitag den 8. August 1919 auf Zimmer Nr. 6 des Stadt. Lebens \ Letr.: Erlangung von Oelschlagscheinen. Die Anbauer von Oelsaatfrüchtcn wollen sich ^tnt, Zimmer 4, zwecks Eintragung in dre Selbstversorgerliste zu melden. Spätere Meldungen können nicht mehr berücksich- - tigt werden. 91088 Gießen, den 5. August 1919. Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt), w-'t flDtdN' rdcE i-SÄ-W Äck. „ . I (a. $.), 5. M I t tvurbe gtftern ®l ML k LH (Dolfs , SLü?®8 l ßf * unT M St r"?rbt &■ ® C» Nhnirten lu h weiten meijrX neu® Vikdrnlopf BtSktejL ^Hung üboX 'ksorm Kelches 1 Kommissars für j, Sten, jtottgefimben fe nördlichen Teils i batzseld) iumfe ! ru mer aus hiva uii dessen zur ^gleich wurde tu» «i Kreis Wetzlar ti wlömubemÄrti n» «nb ihn mit te (Avvinz Nassau. nl des Kreises Bich» eis vereinigt Jnerin n Vertretn des Kr Nachdem die h rüher dm Plan» oeises Biedenkopf £ lemlber ablehnend x >bervräfideut, um d ^gesessenen zu ter t jung des Kreises» ezirke Kassel und Sv sau) kennen zu [nr mgsrat Krause ta- tteiligten an On iefm 3tottf finde »rm ittags 9 Ubt, statt, M bet d»e mbcmtRxt'i achten der Mhv es Auskmft | pa et sollen. *r. Biedenko^, 5. ii I xe mormchr ihr Li Minde Battenberg? fet Trauer^ tt Reich UM " .-II Da die Zwangsbewirtschastung von Brotgetreide M geM^W and Gerste gemäß den Bestimmungen der Reichs- ^italicderu«etreideordnung für: die Ernte 1919 auch für das n JL in bö1 'Jr nnte Wirtschaftsjahr aufrecht erhalten bleibt, sind Ä-ndesgesE-'U neue Selbstversorgerlisten für 1919— SSÄV«192? nach dem vorjährigen Muster Ful/5^» f v s 1 e st e n s 9 A u g u ft 19 1 9 einer Verkaufs- »rieSbauer, Edle zur Eintragung ihrer Firma und Alftrennung (UifSat, 7. kr Kontrollabschnitte vorzulegen. re» 8 Defalt Tie Verkaufsstellen haben die auf Bogen auf- • Lmneister LW geklebten Kontrollabschnitte nebst einer Aufstellung ..fr GiFn, U W über die Anzahl ter Abschnitte nach vorgesthne- )Ll. MeN, l-^l| fentm Muster bis längstens 11. August baga, |[ 1919 dem Städtischen Lebensmittelamt (Zrm- tncT 11) einzureichen. ___ Gieße n, den 4. August 1919. 9097B Der Oberbürgermeister (Lebeusmittclamt). Bekanntmachung. Vermischte». Erzlager im Hunsrück. Berlin, 5 Aug. (Wolff.) Die „B. Z." meldet aus Köln: Aus dem Hunsrück wurden reiche Erzlager entdeckt. Es stellte sich heraus, dag der ganze I d a r w a l d ein reichhaltiges Erzlager birgt. Die Erze liegen in einer Tiefe von zwei bis drei Metern und treten stellenweise an die Oberfläche. Sie enthalten 55 bis 60 Proz. Metall und bis zu 30 Proz. Mangan. Verantwortlich für Politik: Z. V.: Ör. Reinteld Zenz. Letzte Nschrichten. Eine Erklärung LuLcndorffs. Berlin, 6. Aug. General Ludendvrff teilt int „Berl. Lolalanz." mit, daß die Akten der Obersten Heeresleitung und deren Zuschriftrm an die Reichsleitung im Weißbuch teilweise nicht ausgenommen roorten sind. Die Heeresleitung habe z. B. die Aufgabe geringer französisch sprechender Teile Elsaß- Lothringens in Betracht gezogen, die Abtretung deutschen Gebiets im Osten aber ftir sie n i ch t i n F r a g e kommend bezeichnet. Die Rückkehr der Kriegsgefangenen. Versailles, 6. Aug. „Humanitä" behauptet, vor etwa vier Wochen habe die französische Regierung den deutschen Kriegsgefangenen mitgeteilt, sie würden nach Unterzeichnung des Friedensvertrages in ihre HeimM zurückgeschickt. Einige Tage später lxrbe man sie wissen lassen, der Rücktransport könne erst nach der Ratifizierung des Friedensvertrages beginnen. Tie Ratifizierung durch Deutschland sei nunmehr erfolgt und die Rückbeförderung doch noch nicht in Angriff genommen roorten. Das Blatt fragt, warum man warte und das gegebene Versprechen nicht halte. Es hantele sich hier um eine humanitäre Angelegenheit, die erledigt werden müsse. Die deutschen Gefangenen in Sibirien. B « r l i n, 5. Aug. (Wolff.) Wie wir erfahren, gaben die Alliierten noch nicht die Erlaubnis zur Rückführung der deutschen Kriegsgefangenen in Sibirien. Ebenso konnte noch keine deutsche Hilfskommission nach Sibirien gesandt werden. Für die Gefangenen wird monatlich eine Million Mark aufgewendet. Zur Beschaffung von Wintersachen sind 12 Millionen Mark zur Verfügung gestellt, doch hat sich die Regierung deshalb noch nicht damit abgefunten, daß die GefairgLnen auch diesen Winter noch in Sibirien bleiben sollen. Amerika drängt auf Beendigung des Kriegszustandes. Amsterdam, 5. Aug. (WTB.i Dem Prcß- büvo Radi» zufolge schreibt Döewyork World: Es wäre ein großer Schritt zur Wieterherstellung normaler Verhältnisse, wenn durch die Ratifizierimg des Pariser Friedensvertrages der technisch noch teftehente Kriegszustand beendet würde. Die Bevölkerung werde keinen Aufschub teilten. Die Beendigung des Kriegszustandes stche im Geiste eines jeden Amerikaners an erster Stelle, und eine Opposition dagegen würde sich die llnzu- friebenbeit des Publikmns zuziehen und Gefahr laufen, die Sympathie des ganzen Volkes zu verlieren. Memel. Memel, 5. Äug. (WTB.) Das Memeler Dampsbovt meldet: Tas aus Memeler Stadtverordneten und Kreistagsabgeordneteu teö abzutretenden Gebietes nördlich der Memel bestehende Vocparlauient wählte in einer Sitzung, an ter die Nationallitaucr nicht teilnahmen, eine Abordnung von fünf Herren, die sich nach Paris oder Versailles begeben soll, um mit den alliierten Regierungen durch Vermittlung des auswärtigen Amtes in Verbindung zu treten, um die Wünsche des Memelgebietes zum Ausdruck zu bringen. Tie Abordnung setzt sich aus folgenden Herren zu- famen: Geheimrat v. Schlentl^er, Lantesökonomie- rat Scheu, Gewerkschaitssekretör und Abgeordneter ter preußischen Landes Versammlung Matzies, Besitzer Pagalies unb Pebschulat. Dänemark. Kopenhagen, 5. Aug. (Wolff.) Nachdem die dänische Regierung ebenso wie die Regierung von Schweden und Norwegen vor kurzem die Regierung Ebert in Deutschland anerkennt haben, ift der bisherige deutsche Gesandte, Freiherr v. Neurath, gestern vom König zur Ueberreichung seines Beglaubigungs- schveibens empfangen roorten. Die Kohlenkrisis. Berlin, 6. Aug. Der „Bert. Lolalanz." trreftet: An ter frnrt-c vormittag im Reichswirtschaftsministerium stattfindenten Besprechung über Maßnahmen zur Vermeidung emer Kohlen- k r i f e nehmen außer allen beteiligten Reichs- und Staatsbehörden auch die bekannten Führer ter Unternehmer- und Arbeiterorganisationen teil. Eine Zcntrumsverfammlung gegen Erzbecger. Köln 5. Aug. Der Verlauf einer gestern stattgefundenen Versammlung ter Mittelstands- Vereinigung innerhalb ter Z en t r u ms Par t ei brachte scharfe Angriffe gegen Erzterger. Besonders rechnete Pfarrer Dr .Gescher mit Erzberger ab. indem, cc erklärte, dieser habe nicht dem Vater- laude, .sondern seinen schlrmmsten Feinden gedient. Andere Redner erklärten, Erzberger sei von einer krankhaften Renommiersucht erfüllt. Es sei zu bedauern, daß sich die Zentrumsfvakttvn hinter Errberger stelle und nicht deutlich den Trennungs-- strich gegen die (Sogialtemofratie ziehe. Oesterreichs Antwort. Versailles, 5. Aug. (Wolff.) Staatskanzler Renner überreicht morgen, Mittwoch, der Friedenskonferenz die österreichische 9(ntrovrt auf den Friedensvertragsentwurf und verläßt dann auch acht Tage St. Germain mit dem größten Teil ter Delegatton. Französisthc Truppen m Budapest. Wien, 5. Aug. (Wolff.) Die Blätter melden, daß 2500 Manu französischer Truppen von der Szegediner Front in Budapest einmarschieren werden. Die tschecho-ftowakischr Armee rückte gestern über die Demarkationslinie vor unb ift mit schwachen Kräften im Anmarsch auf Budapest. Nach der „Neuen Freien Presse" seien bereits englische Truppen von Fiume aus unterwegs nach Budapest, um an ter Besetzung ter Hauptstadt teilzunehmen. Ein deutsches Riesenflugzeug in Polen abgeschossen. Berlin, 5. Aug. (Wolff.) Zu dem Absturz des deutschen Riesenflugzeuges meldet daS „BerÜner^ageklatt" u. a. folgendes: Das Flugzeug, das Eigentum ter deutschen Luft- reeterei ift, wurde von polnischen Grenz- chutztruppen abaeschossen. Es befand sich auf der ersten Reise, und zwar im Aufttage der ukrainischen Regierung, die das Flugzeug gechartert hatte. Aus technischen Grünten wurde der Flug, ter nach Podo lien führen sollte, von Breslau aus unternommen. Der Riesenapparat war vor dem Aufstieg sachgemäß geprüft worden und hatte sich als durchaus betriebsfähig und zu verlässig erwiesen. Aus diesem Grunde erschien es fast ausgeschlossen, daß das Flugzeug das Opfer eines Betriebsunfalles geworden sein sollte. Diese Annahme bestätigte sich leider, denn ter Flug apparat wurde von polnischen Grenzschutztruppen abgeschossen Sämtliche Insassen des Flugzeuges, die aus sechs Personen Besatzung und zwei Fluggästen bestand, wurden getötet. Jutenprogrome in der Ukraine Amsterdam, 5. Aug. (WTB.) Laut leie» graat meldet ter Korrespondent der Times in Warschau furchtbare Einzelheiten über große I u denprogrome in der ükraine gegen die kom muniftischen Kommissare. Die erbitterte Menge nahm den Umstand, daß eine Sluzahl Kommissare Juden sind, zum Anlaß, irm unter ter jüdischen Bevölkerung zu morden und zu plündern. Zahl' reiche Personen tragen Armbinden mit ter Aufschrift „Tod den Juten! Rettet Rußland!" In Schitomir sollen 1200 Juten, in Kasan 600, in Folatzin 900, in Fastow und Borditschew 2000 Juten ermordet roorten sein. Abbruch des Schweizer Generalstreiks. Zürich, 4. Aug. (Wolff.) Tepeschen-Aaen- tur. Eine wettere Delegierten Versammlung ter A r° beiterunion Zürich hat mit 193 gegen 58 Stimmen beschlossen, den Generalstreik ad- zu b r e ch e n. Tie Arbett soll Dienstag vormittag wieder aufgenommen werden. Forderungen der amerikanischen Arbeiter. Washington, 5. Ang. (W.B.) Reuter. Die amerikanische Arbetterschaft erklärt in einer Adresse an das amerikanische Volk, die Arbeiter müßten in ter Leitung der Eisen bahnen vertreten sein und das private Kapital müsse aus den Eisenbahnen herausgezogen werten. Seter berechtigten Forderung gegenüber dem Kapital müsse icdoch nachgekommen werten Der stellvertretende Präsident der Abteilung „Eisenbahner" des amerikanischen Arbetterbundes Jewell erklärte, die Ablehnung dieser Forderung bedeute den Generalstreik. Der zeitgemäße Massiv-Bau: AMBI AMBI, Abti Berlin-Johannisthal Versteigerung. Am Mittwoch, den 13. Auaust, mittags 1 Uhr beginnend, kommen auf der Unteroffizier schule (Offizier-Kasino) Hierselbst zur öffentlichen freiwilligen Versteigerung gegen sofortige Barzahlung: Eßzimmer-Einrichtung: Büfett, Tische, Leterftühle, Vorhänge, Beleuchtungskörper. Lesezimmer-Einrichtung: Schreibttsch, Eckschrank, Leterftühle, Ledersofa, Tische, Teppich, Vorhänge. Beleuchtungskörper. Rauchzimmer-Einrichtung: Plüschsofas, Plüschsessel. Tische. Teppich, Vorhänge, Beleuchtungskörper. Jagdzimmer-Einrichtung: Tische, Lederstühle, Kredenz, Panele, Standuhr, Vorhänge, Beleuchtungskörper. Verschiedenes: Bilder. Gemälde, Gläser, Bestecke, Bücher, Bücherschrank, Garderoteftän- der, Eisschränke. Gartenmöbel usw. Die Gegenstände sind gut erhallen und ist deren Besichttgung am Versteigerungstage von 8 Uhr vormittags ab gestattet. Wetzlar, den 5. August 1919. Carl Rompf. Steighausplatz 23. Jernspr. 43. 9112D Bekanntmachung. Der vom Gemeinterat durchberatene Voranschlag der Gemeinte Staufenberg für 1919 Ri. liegt von Donnerstag den 7. August 1919 tes Freitag den 15. August 1919 auf dem Geschäftszimmer ter Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Innerhalb dieser Frist können Einwendungen bet uns schriftlich oder mündlich zu Protokoll voc- gebracht werten. Es ift die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu ter auch die Ausmärker teran» gezogen werten. ___ 9120 (Staufenberg, den 5. August 1919. Bürgermeisterei Staufenberg. I. B.: Meyer. Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsregister wurde heute bei dem Vorschuß- und Kreditverein, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht zu Langsdorf eingetragen: 91191) Heinrich Konrad Hardt. Chriftum Kramer II. und der Stellvertreter Phttivp Weller smd aus dem Vorstand ausgeschieden. An deren Stelle sind die Landwirte Heinrich Weller III. und Wilhelm Schiel II., beite in Langsdorf, in den Vorstand gewählt. L i ch , den 2. August 1919. Hessisches Amtsgericht. leicht gemacht, in verhältnismässig kurzer Zeil die Befähigung für eine gute kaufmEnn.Stellung zu erwerben. ermöglicht der Besuch der Vogtschen Handelsschule in Giessen. Verlangen Sie sofort Prospekte. Es wird Dem Kdulmdnmschen Personal eine gute Zu Kiinft Stadt. Arbeitsnachweis Gietzen West-Anlage 81, Teleph. 2054. Es können eingestellt werden: o. bei diesigen Arbeitgebern: 1 Schmied, 1 Schuhmacher, 100 Grubenarbeiter, 4 Schreiner, 3 Schneider, 1 Taoezterer, 1 Wagenlackierer, 1 Bilder- rabmer, 1 Kupferschmied u. JnftaUaieur, 1 pers. Stenographift und Maschtnenschreiber. Lebrlinge: 1 Schreiber, 1 Friseur, 1 Maler und Weißbinder, 2 Graveure, 1 Tapezierer u. Polsterer, 1 Stukkateur, 2 Schriftsetzer, 2 Schneider, ein Drogen u. Lebensmittel. b. bei auSwärtiaeu Arbeitgebern: 6 landw. Knechte u. Arbeiter, 260Grubenarbeiter. 3Frisenre, 4 Schreiner, 1 Schwerbeschädigter für eine Behörde, 1 Kiichenchef, 3 Schneider, 1 Eisendreher, 3 Schmiede, 25 Maurer, 1 Schuhmacher, 1 Stell- machet, 1 älterer Schweizerdegen, 1 Küchenjunge, 1 Hausdiener, 1 Wagenschmied, 1 Spengler für Telegraphenamt, 1 unverheirateter Hausmeister, 1 Glaser tRahmenmachert. Lehrlinge: 1 Friseur, 1 Schweizer, 2 Schlosser für Elektr.-Installaiion, 1 Schreiner. ES suchen Arbeit: 6 Bäcker, 5 Schriftsetzer und Buchdrucker, Kausleute, Schreiber und Reisende, 4 Kellner, Packer, Hausburschen und Ausläufer, Maschinenschloster, Bauschlofser, 5 Mechaniker, Arbeiter, 1 Kriegsbeschädigter sucht Ausbildung im Korbmachen, 4 Spengler und Installateure, 2 Lackierer, Zigarcenarbeiter und -arbeiterinnen, 6 Weißbinder, 10 Maurer, 4 Heizer, 1 Stellmacher, 5 Sattler, 3 Elektromonteure, 3 Gärtner, sechs Chauffeure, 2 Steinhauer, 1 Wächter ob. Diener, 2 Krankenpfleger, 1 Hotel-GeschäftSführer, ein Dreher, 1 Metalldreher, 1 Schmied, 7 Buchbinder, 1 Fliesenleger, 3Lköche, 4 Schreiner, 1 Anstreicher, 1 Glaser, 2 Tiesbautechniker, 1 Melker, 1 Müller, 1 Friseur, 1 Schuhmacher, 1 Kapellmeister. Lehrlinge: 3 Kaufleute, 1 Schmied, 1 Elektriker, 2 Schuhmacher, 1 Sattler, 1 Mechaniker. Weiblicbe Abteilung: Bei diesigen Arbeitgebern können eingestellt werden: 1 besseres Hausmädchen, mehrere Köchinnen, 2 Kächenmädchen, 1 Weißzeugflickerin in Hotel, 1 Büfettsräulein, Mädchen tagsüber, 1 Stütze für Hotel, 1 Waschfrau, 2 einfache Stützen, 1 Kindergärtnerin U.Kl., Dienstmädchen, Laufirauen u. -mädchen, 1 Lehrmädchen in Schuhgeschäft. Haushälterin, 1 junges Mädchen zum An- lernen für Buchbinderei, Waschfrauen, Putzfrauen, 1 Flickerin, 1 Weißzeugnäherin, 1 Bereisertn, perfekte Hautzmädchen. Bei auswärtige» Arbeitgebern könne» eingestellt werden: 5 landw. Dienstmädchen, Dienstmädchen. 8 landw. Arbeiterinnen, 1 Friseuse, sechs Küchenmädchen, Hausmädchen, 5 Zimmermädchen, 3 Köchinnen, 2 Beiköchinnen, 1 Saaltochter, eine Haushälterin, die Landwirtschaft versteht, evtl- Kriegcrswitwe mit Kind, 1 Scholarin, 1 Haushälterin, 1 einfache Stütze, Mädchen für Haus» und Gartenarbeit. Es suchen Arbeit: Bureaugehtlftnnen, 1 Büglerin, 1 ältere Haushälterin, liunges Mädchen für nachmittags zu Kindern, 1 Verkäuferin, die in Buchhandlung tätig war, 1 Befchltehertn, jg. Mädchen vom Land tagsüber, 1 Schulmädchen für einige Stunden, 1 Telephonistin, 1 Pianistin. 9109B Fils* Heuchelheim Kinzenbach, Atzbach habe ich Herrn August Rinn die Niederlage in natilrl. Mineralwasser, Limonaden u. Kohlensäure übertragen. Lager daselbst vorhand. Ed. Weisel, Gieße«, Echottstr. 10, Tel.2197 g Gießen, den 30. Juli 1918. In der Privatklagesache des Philipp Mooöll. in StaufenberackLrivatklättr vertreten durch Rechtsanwalt Hornberger zu Gtehrn gegen Elisabetbe Wettläufer, Gießen, Beschuldigte vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Spohr zu Gießen wegen Beleidigung schließen die Streitleute folgenden Vergleich: Die Beschuldigte nimmt ihre in den beiden an die Firma Scheidbauer L Giesing in Duisburg gesandten Schreiben enthaltenen, gegen den Privatkläger gerichteten Bezichtigungen derUnehrlichkeit und Psticht- Widrigkeit, als auf falscher Information beruhend, jeder Begründung entbehrend und somit unwahr, zurück,- sie übernimmt die Kosten des Verfahrens. Borgelesen und genehmigt, gez. Löffler, gez. Kettzer. AuSgefertigt: L. S. gez. Rahn, GertchtSfchretber. Für die Abschrift: __________Hornberger, Rechtsanwalt. (015296 Versteigerung. Donnerstag den 7. August, von nachmittags 2 Ubr ab, versteigere ich Neustadt 55 im Bfa« eine größere Partie selbstgearbeitete, neue, ungebrauchte Damenwäsche, wie Hemden, Hosen, Röcke, Untertaillen usw., Strümpfe, sowie Bettzeug und Damenkleider aller Art, sehr viel HauS- u. Küchen geräte, 40 Meter neue Waschleine «alle- FrtedenS- roarel, ferner 2 Bettstellen mit Matratzen und Kell, 3 Tische, 1 runder Tisch, 1 Kommode, 1 Waschtisch, 1 Eckschrank, 1 Küchenschrank mit Aufsatz, 1 Sportwagen, 2 Blumenständer, 1 Bogelhecke, 2 Koffer, 1 Spiegel, 1 Anzug, Kinderkleider, mehrere Herren- tteiber, 2 kleine Teppiche, Honigtöpfe, Krüge, ein neuer Revolver, 1 Tvven-Druckeret (groß» und verschiedenes andere. — Versteigerung bestimmt, y. Benner II., Aultimlm, ftrojöorftr 61t. 9. Annahme von Versteigerungen aller Art. au» _______________einzelner Stücke.__________015322 Univerfitätz-Wliothel Gietzen. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, haben die von ihnen vor dem 10. Juli d. I. entliehenen Bücher 618 spätestens 10. August zurückzuliefern. Vom 11. August bis 4. Oktober ist die Bibliothek täglich von 9—1 Ubr geöffnet. Gießen, den 29. Juli 1919. Der Direktor: 8880D Dr. Haupt Erdbeerpflanzen ertra starke pikierte Prachtware, sofort lieferbar da Monat August beste Pslunzzeit, in folgenden bewährten fruchtbaren Sorten.- Königin Luise. Sieger, Weltschlager, Lartons Noble und Anauaskönlgin emvffehlt groß. Posten uberallhiu Kundert Stück Mk. 9.-, fünfzig Stück Mk. 5.-. tiartntm DöügcS, Sitfjtn, Marburger Str.K? neuen Friedhof statt. 015342 im 62. Lebensjahre. 9111 Saasen, den 6. August 1919. Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. Aug. nachm. 4 Uhr statt. aus statt. 015851 Bedeutente nicderrheiniNche Margarine- Fabrik hat ihre 9065h v TM mbl. Zimmer zu vermieten 015308 weg 35. 015.130 gesucht. 9101D Gießen (Wolfstraße 14), Wetterfeld, den 6. August 1919. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2 Uhr auf dem Die trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Seipp Familie Wilhelm Seipp. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß gestern nachmittag 4 Uhr unser innigstgeliebtes, unvergeßliches, einziges Töchterchen, Schwesterchen, Enkel- chen und Gotchen Die Beerdigung findet Donnerstag den 7. August, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause Kornblumenstraße 19 aus statt Polierter Tisch, Panelbrett, Ziertischchen zu verkaufen 015326 Dammstrasse 44 p. Gebrauchter Wasch- kessel mit Gest, zu verk. 01,37«) Neustadt 58. Zum 15. August Apothekerbarsche von 18—20 Jahren für Dauerstellung bei gutem Lohn und freier Station In tiefer Trauer: Georg Stfihler Karl Göbel sind Frau Elisabeth geb. Stühler Wilhelm Lepper und Frau Marie geb. Stühler Ludwig Metzger und Frau Käthchen geb. Stühler Karl Schmid und Frau Anna geb. Stühler nebst 12 Enkelkindern. In tiefer Trauer: Frau Luise Leuning und Kinder nebst allen Angehörigen. Giessen (Wolkengasse 12), den 6. August 1919. Die Beerdigung findet Freitag den 8. August, nachmittags 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofs MW», SW und Küchenarbeit, außer Wäsche, bei hohem Lohn u. gut. Behandl. in dauernde Stellung auf uns. Landsitz sofort gesucht. Zeugn. ob. Empfehlungen erforderlich. FranÄarlHelmick, Obererlenbach, Nreiö Friedberg in Hessen. 91,70 Todes-Anzeige. Dienstag den 5. August nachmittags 4 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine liebe Frau, unsere liebe, treue, gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau EHsabethe Seipp geb. Sprangkel Zwei brave Hausmädchen und ein eifriges Kocklebrmädchen gesucht. Hani* Seebode, Marburg, Rettgasse5.-"" Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Nachricht, daß meine liebe gute Frau, unsere gute treusorgende Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Elise Stühler geb. 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Sie mit ihrem törichten Hang nach Selbständigkeit, nach Freiheit. Sie war nicht nur ihretwegen, sondern vor allem der Schwester wegen hinaus in die Welt gegangen, um zu arbeiten. Sigrid, ihrem Liebling, wollte sie ein glänzendes Los schaffen, für Sigrid wollte sie arbeiten, erwerben, ihr sollte das Glück lächeln und sie war gegangen. Sie hatte cm Sigrids Zukunst gedacht, aber das Nächstliegende hatte sie vergessen. Unbeschützt, ganz den Einflüssen der hochmütigen, kaltherzigen, berechnenden Gwß- mutter unterworfen, hatte sie Sigrid allein ge- laffen, ohne Schütz, ohne Rat, ohne Hilfe. War es da eur Wurcher, wenn das junge, glückesdurstige Kind nach dem ersten bunten Falter hasckte, der in sein junges Leben flatterte? Hätte sie diese Heirat hindern können, wmn sie auf Svendburg gewesen? und tausendmal ja," schrie es in ihrem Herzen, und doch bebte feife und bitter immer wieder die vernichtende Frage nach: Wäre dieses Behüten vor Sven auch ganz uneigemmtzig von dir gewesen? Ragna schlug aufstöhnend die Hände vor chre von Tränen verdunkelten Augen. Was tonnte sie tun, um Sigrids und Svens Glück zu sichern. Sven, den sie kaum kannte, und der lwch ihrem Herzen so unendlich teuer geworden, und Sigrid, ihrem Hcrzenslieblrng, deren Glück der einzige leidenschaftliche Wunsch ihres Herzens ivar. Für sich hatte sie längst auf jedes Glück, verzichtet^ für sie lebte es in der Arbeit, im geistigen Schaffen, für Sigrid wollte sie noch alles! Könnte sie bei ihr sein! Wie/würde sie _oug» zugleichen suchen, wie würde sie sich mühm, diese beiden Herzen mit tausend Banden aneinander 5u ketten. Sigrid war, das wußte Ragna, unter richtiger, liebevoller Führung leicht zu leiten. Es "würde, es mußte ihr ja gelingen, das Glück, das WillS- Versag Na, wenn ich den nicht hätte. Tu glaubst licht, wie er sich von mir tyrannisieren läßt. Ich Machte Sven wäre jetzt öfters unfreundlich zu ihm. Nir erfüllt Sven jeden Wunsch. Schade, daß er mir immer nach gibt, man weiß gor nicht, warum nwn eigentlich lebt in diesem Tasem, ohne all die kleinen reizenden Kämpfe und Nörgeleien, die taS Leben so süß machen, ach so süß! Vieles mochte ich Dir noch erzählen. Liebste, Süße, aber ich darf nicht. Ich muß zu Großmama, die nicht cynen darf, daß ich Tir schreibe, ©eitbem Sie veiß, daß Tu die Stellung in der Familie, die T-u imtc haltest, uufgegeben und nun ganz,allem für Tich lebst, bist Tu rvirklich ganz tot für sie. Ach, könntest Tu Dich doch überwinden, Ragna. und zurüÄehren in die Heinrat. .Ach, könntest Tu es doch meinetwegen tun. Sieh, ich bin ja so glücklich mit Sven, er trägt mich auf den bänden, ich habe alles, was das öebai verschönt unb angenehm macht, aber zuweilen, da kommt tZ über mich wie eine heiße, qualvolle Angst, frü ein leises Grauen vor etwas Schrecklichem unb wenn ich dann an Tich denke, an Dich, Tu Gute, und es mir ist, als könnte ich meinen ivpj in Deinen Schoß legen, wie einst als Kind, ’M Dir alles sagen, das Gute und das Böse, das 'N mir ist, daun suhle ich, daß nur Du allein mein Mutz und Schirm sein kannst, Tu, nur Du allein ®nt Deinem großen, reichen Herzen. , Jetzt lachst Tu .gewiß über Deine dumme, •feine Sigrid, die hier so tragische Dinge schreibt. ist ja auch alles Unsinn,, aber weißt Tu, es überkommt einem manchmal so. .Was schreibst Tu denn eigentlich? Wenn es daß man sich von einer neuen Denkschrift den besten Erfolg versprechen kann! Nack Erkennung des Zieles einte man sich im 2 Punkte der Tagesordmcng über Aufbringung der erforderlichen Geldmittel für die V o r a r b e i - ten (Erhebungen, Vermessungen nsw.) dahin, von den beteiligten Kreisen Biedenkopf und Wetzlar je 3000 Mar? und von Gießen 4000 Mk. zu fordern. Im letzten Punkt der Tagesordnung („Son* fttiges") wurde erwähnt, daß eine Autoverbindung Wetzlar — Edertal geplant sei, diese aber niemals als Ersatz für eine Bahn betrachtet werden könne. Die anregende Sitzmrg wurde vorn Vorsitzenden geschlossen mit dem Ettoarten, daß die beteiligten «tun mit Eifer und Energie dem gesteckten Ziele zustreben! Der Stadt Gießen wird der Geschäftsführer einen Sitzungsbericht zugeh-rm lassen und hofft man von nun an auf eine lebhaftere Beteiligung dieser Stadt, deren Interessen ganz besonders Romane sind, möchte ich sie woA mal lesen, Alv- deres ist mir zu langwellig. Morgen haben wir ein Kostümfest. Ich werde mich als Rheintochter bemühen, einige MÄmer- herzen zu brechen und dm Fürsten ein Öetn wenig eistrsüchtig zu machen. Es ist zu schön so etwas! Tu Arme kannst natürlich davon gar niefit nut» reden, Tu siehst wohl gar keine Männer? Mir wird schlecht, itNerai ich an Dein Dasein dmke. Tausend Grüße, Liebste, Tein Herzenskind Stgrid. Ter Regen tropfte eintönig gegen die Scheiben und klagend zog ein letzter Vogel mit heiserem Schrei über die fülle, einsame Heide. Totenstill war es im Gemach Ragna starrte entsetzt aus den Brief, der ihr ein Bild entrollte, das zu sthen für sie eine Qual war. Sigrid, das Kind, für deffen Glück sie freudig ihr Leben geopfert hätte, wandelte an einem Abgrund in© ffe tonnte und durste nichts dazu tim, sie zurück zu reißen, sie mußte es ruhig mitansehen datz tijr Liebling, wie die Motte dem Licht, ms Verderben ^"^Wie Schluchzen klang das Falken der Regen- tvopsen, die an die Fenster schlugen, in dem em* famen Heidehaus. n .. Aber sah sie nrcht zu schwarz? (Sigrid war ja Svens Gattin, und hatte Som nicht gelobt, sre zu schützen, über sie zu wachen? Würde seine Kraft dazu cmsrerchen? Nein, denn es sthlte ihm eins, die Liebe, btt gwfie, alles überwindende Liebe. Ragna schauerte. Wie eine Berbcecherin hm fxe sich vor. Sie hatte diese Liebe der Schwester gestohlen, ihretwegen tonnte Sven Sigrid das nicht cntgeen bringen, was ihr Recht war und dann kam ihr ent anderer, furchtbarer Gedanke, der Ragnas ganzes Sinnen und Tmken ver- roirt©ie selbst, sie allein trug die Schuld an den Stillegung. Nach diesen Ausführungen wird nochmals ein* wütig betont, für beide Linien Gießen — Hohensolms und Wetzlar — Hohen* lohn § mit gleichem Interesse einzutreten und gleichzeitigen Ban anzustreben. In den oberen, nördlichm Tellm der geplan* zn Bahnstrecke muffen sich die Interessenten der f. Gonterskirchen, 5. Ang. Bei der Beigeordneten st ichwahl war Waljibeteili- ffinig und Agitation sehr lebhaft, während es bei der Gcmeinderats-- sowie Bürgermeisterwahl ziemlich ruhig herging, ^ogar alte Frauen, die sonst kaum das Haus verlassen, wurden zur Wahlurne geholt. Im ganzen haben 80 Prozent der Wähler von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Gewädlt tourbe_ ber Landwirt Georg Heinrich Gras mit 175 Stimmen, während der Gegenkandidat Friedrich Lind I. 95 Stimmen erhielt. Die Jugend brachte dem „Neuen" ein Ständchen, worauf Gras seinen Wählern seinen Tank aussprach und versprach, stets für das Wohl der Gemeinde besorgt zu sein. Leider kam es im Lause des Abends «.ich zu einigen bedauertickien Ausschreitungen. Es ist gut, daß die Gemeinde wählen jetzt beendet sind, und die Gemüter werden sich hoffentlich bald wieder beruhigen. ? Vilbel, 4. Aug. Bei der Wahl des 2. Beigeordneten wurde der von den sozialdemokca- tiscken Parteien aufgestellte Kandidat, Modell- schreiner Jakob Möller mit 1339 Stimmen gewählt. — Die bürgerlichen Parteien hatten von der Aufftellung eines eigenen Kandidaten abgesehen, so daß von 3000 Stimmberechtigten 1641 von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machten. Von dem einschließlich Bürgermeister und zwei Beigeordneten 21 Köpfe zählenden Gnueindeparla- ment gehören nunmehr rund 2/s den sozialdemokratischen Parteien an. tomtige Glück auf Schloß Svendburg zu bannen, aber sie war allen Wünschen, allem Wollen gegenüber ohnmächtig. Sie Surfte nie mehr wieder die Schwelle von Svendburg betreten, sie durfte Sven nicht Wiedersehen und Sigrid war für sie als Wäre sie gestorben. Und wenn sie sich über alles hmwegsetzto? Wer bürgte ihr für Sven? Setzte sie , ihn nicht neuen Konflikten aus und gefährdete sie dadurch Sigrids Glück noch mehr? Für sich selbst fürchtete,sie nichts. .Seitdem sie die glühende Leidenschaft für Sven, die mit so elementarer Gewalt über sie gekommen, erkannt und dabei die Entdeckung gemacht, daß dieser Mann, den sie einst zu hassen glaubte, das Eigentum ihrer Schwester war, hatte niemals ein Gefühl der Sehnsucht nach ihm ihre Brust geschwellt, nie sich ein eigennütziges Begehren in ihrem Herzen geregt, sie ’rctoc gefeit gegen lebe Versuchung. Und doch tonnte sie nickst helfen, einschrellsr und raten, sondern mußte schweigend siorgen um beider Glück. Sie gehörte auch nicht mehr zu ihn«. Ein Blick über das bescheidene Stübchen — der Ge- bante an das Redaktionsbureau, indem fte sttzu- sagen „Handlanger" war, sagten ihr selbst genug, wie fern sie der Sphäre stand, in der sie früher gelebt und daß es kein Zurürkftnden mehr gab. Aber zuweilen in stillen Stunden, wie eben jetzt, wenn die Abendglocken über die kahle Heide zu ihr herüber klangen, dann kam es über sie wie stille Sehnsucht nach einem verlorenen Glück, nach dem „zv. Hause", das sie einst gehabt. Und sie körte int Geiste das Branden des Meeres, und sah die grünen Wellentäler auf und nieder wallen. Bis auf den Grmcd des Meeres meinte sie schauen zu können. Ein Wunderland w-ar's der Fee Mor- gona zu eigen, und sie kannte es, und sie streute Blumen, feurige, leuchtende Blumen hrnem. (Fortsetzung folgt.) Sport. ** DerBerein für Rasen-spiele 1900 e. V. feierte am vergangenen Samstag fein 19« jädriges Stiftungsfest. Tie Beranftaltung, die erste des Vereins nach dem Kriege, nahm unter zahlreicher Beteiligung einen schönen und wohlgel an* genen Verlauf. Das Mitglied Ta. Schütz gab sn seiner Begrüßungsansprache einen kurzen lieber» blick über die Vergangenhell des Vereins. Er betonte unter Anerkennung der augenblicklichen großen Sportbewegung, daß ihr nickst durch Zersplitterung ber Kräfte — Gründung neuer Vereine usw. — gedient fei, sondern daß die jetzige Zeit den Zusammenschluß mehrerer Vereine zu großen Verbänden erfordere. Mit einem Hoch auf das fernere Gedeihen des Vereins schloß er seine beifällig angenommenen Ausführungen. — Frl. Werner vom hiesigen Stadttheater hatte sich dem Verein in letzter Stimde noch zur Verfügung gestellt und trug durch einige schön Dorgetragene Lieder rum Gelingen des Abends bei. Der übliche Tanz hielt die Festteilnehmer bis 1 Uhr in freudiger Stimmung zusammen. — Am Sonntag kam das an« gekündigte Wettspiel gegen den Nor dkreis- meiftcr „Hanau Viktoria" 1894 auf dem Sportplatz an der Hardt zum Austrag. Wie man vorausgesehen hatte, war Hanau überlegen. Obgleich Gießen bis kurz nach Halbzeit mit 4:0 führte, mußte sie den Gästen, doch den Sieg, mit 5:4 überlassen. Hanau verfügt über eine in jeder Weife ausgebübete Mannschaft, in der jeder Mann feinen Posten voll und ganz ausfüllt, was man bei Gießen nicht ganz sagen tarnt. Dem von Hanau oorgelegten Tempo tonnten die Hiesigen am Schlüsse nicht mehr folgen und sielen merklich ab. Jedenfalls ist das Ergebnis für Gießen in Anbetracht der Stärke des Gegners gut zu nennen. Tie -'weite Mannschaft spielte gegen Verein für Vewegungsfpiele---Marbnrg und mußte auch diesmal den besser spielenden Marburgern den Sieg mll 6:3 überlassen. Eine große Zufchauermenge hatte sich zu den Spielen eingefunden. Kommenden Sonntag wird ein Wettspiel der ersten Mannschaft gegen den Kasseler Dallspieloerein zum Austrag kommen. Aus dem Amlsverkündigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt >Nr. 68 vom 5. August enthält: Termin für die Einsendung der Gemeinde-, Mark- und Stistimgs- Rcchnungen für 1918. — Einsendung der Kreis- abdeckeretverzeichnisse für den Monat Juli 1919. — Tie Wahlen zum Kreistag. — Pferdefleisch und Ersatzwurst. — Schweinerotlauf. — Erlöschen der Räude. — Gefunden und verloren. Die Wahlen zum Kreistag falben am 17. August statt. Pferdefleisch und Ersatzwurst. Für den Kreis Gießen wird der Ankauf von Schlacht- Pferden dem Pferdemetzger Friedrich Keßler in Gießen, Neuenweg 33, übertragen. Tie Ausgabe von Pferdefleisch und -Wurst darf nur gegen Fleischkarten erfolgen. Auf die Fleischkarte ist die doppelte Menge be§ sonstigen Schlachtviehs!eisches auszugeben. Ter Höchstpreis für Pferdefleisch und Wurst ttnrb für Bratensleisch auf 2,20 Mk., Kochfleisch auf 2 Mk. und Leber- imb Blutwurst, frisch, auf 1,80 Mk. das Pfund festgesetzt. Diese Prelle treten sofort in Kraft. Es ist nicht gestattet, für bestimmte Fleischstückc höhere Preise als die vorstehenden zu fordern ober zu zahlen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Geldstrafe bis zu 1000 Mk. bestraft. In Fällen, wo eine Notschlachtirng erforderlich wird, ist eine Bescheinigung eines Tierarztes oder wo ein solcher nicht zu erreichen, des Fleischbeschauers und in dessen Verhinderungsfall da-Bürgermeisters dem Gesuch der Notschlachtirng beizusügen. Schweinerotlauf ist in dem Gehöft des Ludwig L o t h zu Beltershain und, unter dem Scknveinebestand des Theodor Reichert zu Weitershain ausgebrochen. Die Pferderäude in bem Pferdebestande des Heinrich Stauf in Grün berg und unter dem Pferbebestand des Daglöhners Philipp Schick in Gießen, im (StaHgeb-äube des Gasthofs „Zum Pfau" dahier, Neustadt 55 H., ist erloschen. Gefunden wurden in ber Zeit vom 15. bis 31. Ltoli in hiesiger Stadt: 1 Buch, 1 Brille, 1 Sparkassenbuch, 1 Portemonnaie mit Inhalt und 1 Medaillon; verloren, 1 Tennisschläger gez. Biktori, 1 schwarzes Handledertäfchchen mit 4 Mk. Inhalt, 4 silberne Messer, 1 silbernes Uhrarmband, 1 braun ledernes Portemonnaie mit 24 Mk. Inhalt, 1 schwarzledernes Portemonnaie mit 13 Mk. Inhalt, 1 bvaunledcrnes Portemonnaie mit 20 Mk. Inhalt, 1 Siegelring mit rotem Stein, 1 grauwrldlederneS Porteuro nulle mit 15 Mk. imb ellrrgeu Brotmarken Inhalt, 1 goldne Damemchr- 1 TSachstuchtasche mit einem kleinen Portemonnaie mll 90 Pf., 1 Rosenkranz und Lebensmittelmarken Inhalt, 1 silberne Damenuhr, 1 Huhn, 1 grünleberne Gelvtafche mll 170 Mark, soww Vb Los der Prenß. Klaffenlotterie, 1 rotes Ledertäschchen mit 1 Tastentuch und 1 goldne Brosche mit etioa 10 blauen Steinen. Die Empfangsberechtigten der gesundenm Gegenstände belieben ihre Ansprüche alÄald bei uns geltend zu machen. Die Llbholung der gefundenen Gegenstände kann an jedem Wochentage von 11 bis 12 Uhr vormittags und 4 bis 5 Uhr nachmittags beim Polizeiamt Gießen, Zimmer Nr. 1, erfolgen. Die ttommunalwahlen. Cbonore, Abercdstern, Königsberg und betonten imc Recht, daß man durch Bahnbau die Werke erst in die Lage setzen müsse, Arbeitsgelegenhellen geben zu können. Die Meinbahn ist zur Bewältigung der Erzbeförderung nicht geeignet, zumal die Erze verteuert werden uni) durch verschiedene Umstände die Abbeförderung so leidet, daß die Grube Eleonore 1 B. s/8 ihrer Förderung aus Halden abstürzen muß. So lagern z. B. soeben 17 00Ö Tonnen. Durch diese Verhältnisse droht diesem Werke zellweisä SalMW WrkiplaV ^ i-. p Versink wW" Will». Wacker, Tur uv. Lick und Rud. Gilbert, Heuckelheim, als Kampftickster tätig. Es fanden ein V i e r k a m p f (Weitsprung mit Brett, thiael" tosten 20 Psd., Stemmen 75 Pfd., Wettlauf 100 Dieter für Erwack-sene über 17 Jahre und ein Dreikainpf ^Weitsprung mit Brett, Kugel- tosten 10 Pfd., Wettlauf 100 Meter) für Zöglinge und Sckülcr statt. Im V ie r ka m p f siegten tarn 406 Teilnehmern 227. Tie beste Leistung mit 78 Punkten iEhrenpreis) erhielt Joseph Deuter, Turngemcinde Fulda. Aus dem D r c i k a m p f (Jugendturnen) gingen von 181 Bewerbern 120 als Sieger hervor. Erster Sieger blieb Fritz Gieß, Turnv. Offenbar!: a. M. mit 60 Punkten. Im Sonderurttkampf int Scksteuderballweittverfen er rang Adam G r n newald, Tv. Griesheim a. M. mit 51,55 Pieter den ersten Preis. Bei den M a n ns cha st s kam p fen (Eill-otenlaus 400 Meter) erwarb die Tnrngemeinde Bockenheim ban Staatsw-anderpreis des preußischen Kultusministeriums mit 51s/j Sek., ber Turnverein Hers-- eld mit 554/s Sek. den Wanderpreis für Jugend* turmm. — Nachfolgend bringen wir die Ergebnisse des Wetlurn-nts, nur insowstt sie für den Gau Hessen und für unseren Leserkreis Interesse haben dürften: 1. Vierkam Pf: 12. Preis: Hch. Henkel, To. Lauterbach mit 63 Punkt.: 13. Preis: Hans Thöt, Mtv. Gießen, Karl Bernhard, Mtv. Gießen «und Jean Heß, Tv. 1860 Bad-9iouheim nrrt je 62 Punkt.: 14. Preis: Anton Weide, Tv. Obermörlen mit 61 Pmrtt.: 19. Preis: ßubtoig Hassel doch, Mtv. Rodheim ,Bieber) mtb Wilh Lang, Tv. Lang-Göns mit 56 Punkt.; 20. Preis: Hermann Neuser, Tv. 1846 Gießen mll 55 Punkt.; 21. Preis: Mols Mantel, Tv. .Kwosdorf, Otto Kchätz, Tv. Heuchelheinr und Fritz Brand, Tv. 1860 Bad-Nauheim mit 54 Punkt.: 22. Preis: Kttrt Platz. Tv. Obermörlen, mll 53 Punkt.; 23. Preis: Karl Nolte, Tv. 1846 Gceßen mit 52 P.; 24. Preis: Karl Fey, Tv. Lich und Theodor Bell, Tv. Ober' mörlen mll 51 Punkt.; 25. Preis: Richard Lütge und Will^lm Ge^er, Tv. Lang-Göns, mit 50 Punkt.: 26. Preis: Lldolf Neurath, Tv. Harheim, Karl Metzger, To. Butzbach. Wilhelm Hofmann, Tv. Krofdorf, und Rud. Kvller, Krofdorf, mll 49 Punkt.; 27. Preis: R. Krauskopf, Tv. Rvd- Tjrtnt, Jvh. Euler, TV. Hüttengesäß, und Peter Fleifchkauf, Dortelweil, mit 48 Punkt.; 28. Preis: H. ^Freitag, Heuchelheim, mit 47 Punkt.; 29. Preis: Emil Wagner, Kwstxorf, mit 46 Punkt.; 30. Preis: Will-elm Brückel und H. Roth, Tv. Lang-Göns, Fr. Stamm, TV. 1860 Bad-Nauheim, Karl Dornm und Hch. Gonds, TV. Lauterbach, Ernst Röhrs- heim, Krofdorf, und August Bolknumu, Heuchel* heim, mit 45 Punkt. — 2. Drei kämpf (Juyend- tumen): 6. Pveis: Karl Schreiner, Tv. Dortel* W ii 6 ith artenzam Sieiernrfoiten, rto?n S, W U Perm., sich, >chl. Mädchen mit $■-- v- sväl. Heirat bei:.-" > werd. Einheirat r unqe Witwe ebent.r lisgeschiossen. teinle Angebote imt.^ d. Gietzener An« rn. lunger Mann, 27 It- In guter @ttik- mnscht mit Bfc om Lande tauch Sir litroei in Berki i treten zwecks lai: m r Heirat. L fjriftl. Sna. ant 01» den Eicll Anzeich 47 Puntt.: 16. Preis, Karl Scheer, Harheim, und Ph. Jakob, DorteVvell, 45 Punkt.: 19. Preis: Wilh. Wenzel, Mtv. Gießen, 42 Pmckt.; 20. Preis: August Spelkus, Lang-Göns, 41 Punkt. ,21. Preis. Fritz Samuel, Tv. 1860 Bad-Nauheim, und Stob. Fal ter-Tortelwell, 40 Punkt.: 22. Preis: Richard Kaffer und Wilhelm! Beppler, Lang-Göns, 39 Punkt.: 26. Preis: Joh. WM, TV. 1860 Bad- Neuhatm, 35 Punkt.: 29. Preis: Richard Lnh, Lang-Göns, 32 Punkt.; 30. Preis: Karl Rvmpf, Lang-Göns, und Christürn Klein, Mtv. Gießen, 31 Punkt.: 31. Preis: August Jockel, Mtv, Gießen, 30 Punkt. — In Frckda, Gersfeld, WLstcn- sachtfen, Poppenhausen und Abtsrvde war dem Turnern gute Unterkunft und Berpflogullgi geboten. Ten bei ber Preisverkündigung schon abgereifta» Siegern werden Eichenkränze tnti> Urkunden nach- gesckstckt. Etwaige Rekbvnationen sind an Ed. Kaufmann in Fulda (Arrftckstr.7) zu richten tt. LangSdorf, 4. Wug. Aki dem gestrigen Bezirksturnen des III. Bezirkes des Gaues Steffen in Hirzenhain errang der hiesige Turnverein 10 Preise. Bon den aktiven Turnern erhielten Heinrich Geißenhvf den ersten, Walter Fay den neunten, Wilhelm Hut den elften und Willy Bender den vierzehnten Preis: in der Zöglinas-O ber stufe Jakob Heil den vierten Preis, in der Zö^kintzS-Unlerstnfe Friedr. Happel den elften, Karl Roth den einundzwanrig» sten und Ernst, Jatob den dreiundzwawzigsten Preis. Bon den Schülern gewann Hans Heil ben bnttett und Ernst Bender den effumddreißigsten Sieg. Veemischtes. Los Angeles, 4. Ang. (HavaS.) Eine Bombe zerstörte die Wohnung des General- staatsonwalts L a w l e r. Seine Frau ymrde schwer verletzt. Das Attentat wftd Anarchist^ zugeschirir- ben, mit denen der Generalstaats anwalt im vergangenen Jahre gerichtlich zu tun hatte. Das hinterlandbahn Projekt. Am 2. August fand üi Marburg eine Versammlung des vereinigten Cfa"enbabrttomitce-5 zur Viedcrausnahme der Vorarbeiten für die Hrntcr- (mtbbabn statt. Wie in, der Montagnuminer in euer Zuschrift: Wo war Gießen? feftgcftrilt ttirrbt, war (stießen dabei nicht vertreten. Nack^ stehender Sitzungsbericht laßt die Abivesenheit ernes Gießener Vertreters iroch bedauerlicher erscheinen. Marburg, 2. Aug. Nach langer Kriegs- pause tagte hier im Hotel Kaiserin der Arbeits-Ausschuß für das Hiüterlandbahn- Projekt. _ . Fünfzehn Berrreber der verschieoecien Bezirke ysn Saitenberg im Norden bis herunter nach Vetzlar, sowie die Vertreter der industriellen Werke rrf! Biebertals nxreen anwesend. Ter Vorsitzende, Bürgermeister a. T. Kern- Naunheim, eröffnete «ne Sitzung mit einer herzlichen Begrüßung and ybaditc der schweren Zeit, töelche die Tätigkeit des AuSscintsses so lange unterbunden hatte. Tas allseitige Skrtrauen, welches bein Bor- iisenden entgegengebracht lourde, veranlaßte ihn, «a Vorsitz auch ftrnerhnr ^u führen. . Sodann gab der die Geschäfte des Ausschusses 'ühreirde und leitende Syndikus der Handelskammer Tetzlar, Tr. Metschke, cinnt Ueberblick über ?rie Geschichte des H inter la ndba hn- Projektes und zeigte, bis zu welck>em Grade tte Angelegenheit gedielten war bei Ausbruch des sftieges, der auch hier einen Halt gebot. Blll war schon geleistet. Die Nottvendigkstt ckner Eisenbahnverbindung von der »bereu Rubr über Battenberg — 99ie* denkopf — Gladenbach nach bem Lahn - t a t bei Wetzlar wurde in einer Denkschrift »on dem zur Förderung des Bahnpvojekts ge- mhlten Komitee im April 1912 dar getan. Zu chstcher Zeit bearbeiteten die Vertreter des Bieber- lates und der Stadt GießendieAnschluß- linie vonGießendurchs Biebertal nach Hohensolms und fanden den vollsten Anllang bei der betreffenden Stelle des Ministeriums. Be-- soirders war es die Stadt Gießen, welche es übernommen hatte, die Wege, hinsichtlich Ablösung der Biebertalbahn zu ebnen. Leider ist sie den 8ericht über die diesbezüglichen Erfolge schuldig geblieben. Nach erfolgter Verschmelzung der beiden Lahn- komllees war das angefangene Werk im besten Aorwärtskommen, als der Kriech, wie so vielem, so auch diesem gemeinnützigen Schaffen eine Ende nachte. War der Rückblick hoffnungsvoll, soll auch llichts den Mut und die Zuversicht für die '.Zukunft rauben! Damit tarn man zur eigentlichen Tagesordnung, deren erster Punkt, „Aussprache über neue Schritte zur Förderung des Hinterlarllchahn* Ärojckts", nach IcbbaftA: Besprechung zu der En t - ichließung führte, in engster Gemeinschaft mit den inimstriellen Werken (Finnen Gebr. Stumm Turne«. Nhönturnfest. # Girßen, 4. Aug. Tas 13. R hö ntur n- f e st, das gestern auf der 950 Meter hohen Großen W a s s e r k u p pe in der Rhön abgebalten wurde, war ans allen Gauen Deutschlands, selbst aus bem besetzten Gebiet, stark besucht, hatte aber unter ber Ungunst des kalten stürmischen Wetters stark zu leiden. Tie Nacht vorher hatte es nnmtterbvochen geregnet, intb den ganzen Dag übeo waren die Bergkuppen in graue Nebel gehüllt. Trotzdem waren außer den 600 Wetturnern noch mehrere Tausend Festbesucker aus nah und fern erschienen. Auch unser Turngau Hessen war sehr stark vertreten. Don den beteiligten Vereinen des Gaues waren Wilh. Tlstft, Münnerturnverem Gießen, Kart Erb, Turnverein 1846 Gießen, Lehrer Oswald, Turnverein 1860 Bad-dtauherm, Willi Heller, Turnv. Lang-GSns, Wllh. Leib, Turnv. Krvf- dorf, Helfenbein, Lmllerbach, Wilh. Wagner, Rod- Heim a. b. Bieber, Ad. Feuerstein, Ober-Mörlen, ** Klein-Linben, 5. Aug. Bei ber Beigeordneten-Stichwahl wurde der Eisen- zn Bahnstrecke muffen sich die Interessenten der I bahn-Untevaffistent Heinrich Luh zum Bcigwrb- vkffchicdemm Richtungen auf eine Linienführung ncten gewählt. Der (Gegenkandidat, bisheriger Bec- nmgen, was ja auch so well geschehen ift 1 geordneter Wilhelm Jung VIII., erhielt 52 -Stirn» Die Ausführungen der Vertreter aus dem men weniger. Dre Wahlbetelligung war feto ' Mittleren und nördlichsten Teile des Von 1110 Wahlberechtigten madjteu 1022 Kreises Biedenkopf ergaben, daß auch diese Teile ihrem Stimmrecht Gebrauch, toogar nuht mehr durw ihren Mineralreichtum imb ihre Industrie gehfähige ältere Leute konnten der Betelligung an ftne Hoffnung erweckende Rentabilität bieten, so der Wahl nicht widerstehen. *♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ i Zur Zusammengärung - - mit yobannisbeeren, Heidelbeeren u. 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