Donnerstag, 6 März (919 Zwillingrrunddruck u. Verlag: vrühl'sche Uuiv^vuch. u. Ztemdruckerei R. Lauge. Zchristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr 7. Nr. 55 Der vießener Anzet-er erscheint täglich, außer Sonntags. - Beilaaen: •It&encr ZamilienblLtter; Kreisblatt fflr den Kreis Stetz«. Btvtgsprels: monatl. '1)11.1.35, viertel- jährlich Tlf. 4.05, durch Slbhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25. durch diePostMk.4.0S viert el- jäbrl. au8|d)L Bestellg. ttenilprecb - Anschlüsse: iur die Schristleitungl 12 Lcrlafl,(Äeschäitsstelle51 Anschrist für Dradtnach- richten: Anzeiger Ließe«. hiiuabme von Anzeige« s. die laqe»nummet vis zum Nachmittag vorher ohnejedeVerbindtichkelt Zeilenpreise: für örtliche Anzeigen 25 Lf.,sür auswärtige 30 iM., für Reklamen Tlt.l. —nebfl 20#/#Xeue- rung--uschlag;Playvor- schrisl 20 % Auffchlag. dauptschri'tleiter: Aug. (dotR Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anze,genleck: L). Beck; sämtlich in Gießen _____Erster Blatt 169. Jahrgang GietzenerAnzeiger ä General-Anzeiger für Gberhessen..ä.. ruhig. st dehnbar, auch wenn schafften sich gewaltsam (Eintritt. 3n Spandau ist durch ch e Rechte den Räten >en sollen, sondern nur ich ist vor allem auch e neue Errungenschaft runge Demokratisierung unentbehrliche Gesetze. Alle diese Gcsetzesmaß- nahMen waren zugleich die unbedingte Varaus- etzung für die nun eingeleitete Sozialisierung. Tazu kamen zahlreiche Debatten über die Wassen- tillstandsbedingungen und am 1. März die Ge- etze über die Sozialisierung, die von Regierung und Staatcnausschuh bereits fertig gestellt und der Nationalversammlung vorgele^L worden sind. M^ehr Arbeit üaint vvn cincnr^Rtrlament inner- Lustaude gekommen ist. Auch der „Vorwärts", der die Regelung im Interesse der allgemeinen Beruhigung begrüßt, erklärt: „Aber die.Arbeiter müssen die große Gefahr erkennen, die darin liegt, daß mkm durch inrpul- sives Stürmen eine geordnete Entwicklung unter- binben und damit die ganze Angelegenheit auf eine abschüssige Bahn bringen kann, auf der aller Nutzen und das Lebensinteresse der Arbeiterschaft schver in Schaden kommen kann. Mit einem Generalstreik kann.man Forderungen dieser Art wohl betonen und untersweickien, aber kann sie nicht erzwingen, und weil wir dieser Ueberzeugung sind, betrachten wir auch heute noch den Generalstreik in Groß-Berlin als ein Mittel, den Sozjolisierungswünschen und Tenwkratisie» rungswüttscheu der Arbeiterschaft schweren Schaden zuzufügen."" . Wie lange die mit der Verständigung erzielte Ruhe dauern wird, bleibt abzuwarten. In der internationalen Lage bleibt der Himmel stark bewölkt. Es hat sich freilich jetzt klar herauSgestellt, daß die neuen schweren Waffenstillftandsbedingungen, deren Inhalt nach Lyoner Blättern vor einigen Tagen das Entsetzen der deutschen Zeitungsleser erregt hat, lediglich Vorschläge des Marschalls Foch waren. Nach den neuesten Verlautbarungen und Eingeständnissen der französischen Presse ist Foch damit auf einmütigen Widerspruch seiner Verbüirdeten gestoßen. Er ist über seine militärischen Befugnisse hinausgegangen, hat besonders Wilson vorgegriffen und seine militaristische Auffassung in dem kommenden Friedensvertrag zu „verankern" versucht. In dieser Lage wäre es nun wirklich vielleicht angebracht, wenn unsere Reichsregierung geschlossen gegen diese Methoden sich verwahrt und zu diesem Zwecke wieder direkte Fühlung mit Wilson gesucht hätte. Es ist möglich, daß sie das getan oder versucht hat/daß es sich nur unserer Kenntnis entzieht; eine große Wahrscheinlichkeit besteht aber nicht dafür, da die Herren Ebert und Scheidemann sonst so stark in Anspruch genommen sind. Gestern mußte das Gesamtkabinett plötzlich in der Frage der Lebensmittelbelieferung und der Abgabe unserer Handelsflotte zusammentreten. Die Vertreter ..der fremden Regierungen in Spaa, besonders der englische Vorsitzende, wollen diktieren, aber nicht verhandeln. Wir sollen die ganze Flotte abliefern, aber keine Zusicherung erhalten, daß uns dauernd Lebensmittel von Der Entente geliefert werden. Es ist die bekannte .Schraub« ohne Ende, die Methode der Aus- vowerung und Hitslosmachung. Wir sind gespannt daraus, welches der Inhalt der neuen Anweisungen an unsere Vertreter in Spaa sein wird; in diesem Punkte haben uns die neuesten Meldungen noch im Dunkeln gelassen. Die Verleihungen der streikenden Arbeiter mit der Regierung. Weimar, 5. März. Die Verhandlungen, die gestern nachmittag um 6 Uhr zwischen den Mitgliedern des Kabinetts und Abgesandten der ©etimer Arbeiterschaft über die Berliner Streik- baveguug begonnen haben und gestern abend gegen 12 Uhr endeten, haben zu folgender af[gemeinen Abmachung geführt: Die Na I iorcalverstmtml intg tst am 6. Februar Msomnunaelreten. Um die demokratischen Erdacht. Die Zuständigkeiten sind nicht genau abgegrenzt, der Sinn es heißt, daß p o liti Momente der Beruhigung? Die Reichsregierung scheint in Weimar Mit den Führern des Berliner Generalstreiks eine Abmachung getrosfen zu haben, die zu einem vorläufigen Abschluß der Streikbewegung führen wird. Das Kabinett soll sich einhellig auf das Programm festgelegt haben, das bei diesen Konferenzen entstanden ist und das wir in seinen Grundzügen an anderer Stelle veröffentlichen. Mr können nicht sagen, daß die darin vorgeschlagene „Verankerung" der Räteeinrichtungen rn der Verfassung besonders empfehlenswert oder auch nur Aar uno einleuchtend wäre. Daß den Organisationen der Arbeiter und Angestellten in den Betrieben vermehrte Rechte und Befugnisse eingeräumt werden, ist berechtigt, liegt im Zuge der Zeit, ist unabweisbar. Wie in so vielen anderen Dingen kommt es aber auf das „Wie"" an. Der bei den gestrigen Verhandlungen schnell zurechtgezimmerte Aufbau ist doch wohl in vielem noch unfertig und unbe- halb so kurzer Zeit vielleicht verlangt, aber kaum geleistet werden. Daß es der stiegierung ernst war und ernst list mit der Sozialisierung solcher Betriebe, die ^ur Sozialisierung reif und geeignet sind, beweisen die bereits erwähnten Sozialtsie- rungsgesetze. Aus den Verhandlungen zwischen beit Vertretern der Berliner Arbeitersäiaft und der Regierung ergeben sich für die nädjfte Zeit folgende gesetzgeberische Absichten der Regierung. V 1. Die Arbeiter-Räte. a) Die Arbeiterräte mrben als wirtschaftliche Interessenvertretung grundsätzlich anerkannt und in der Verfassung verankert. Ihre Abgrenzung, Wahl und Aufgaben werden durch ein sofort zu veranlassendes besonderes .Gesetz geregelt. b) Für die einzelnen Betriebe sind Betriebs-, Arbeiter- und Mgestelltenräte zu tvählen, die bei der Regelung der allgemeinen Arbeitsverhältuisse gleichberechtigt mitMvirken haben. c) Zur Kontrolle.und Regelung der Produktion und Warenverteilung werden für alle Industrie- und Gewerbezweige Arbeitsgemeinschaften gebildet, in denen die Unternehmer und Betriebsleiter, Arbeiter und Angestellten und die Arbeitgeber- und Arbeitneymvrorganisationen Mitwirken. d) Für bestimmte territoriale Bezirke werden Bezirksarbeitsräte (ArbertskamUiern) und für das gange Reich ein Zentralarbeitsrat gebildet. In den Bezirk- und ZenttalarbeitSral sollen alle selbst Arbeit Leistenden, auch die Arbeitgeber, freien Berufe ufw. vertreten sein. Diese Räte haben bei SozialriterungsMatznah-men mitzuwirken und sind zur Kontrolle sozialisierter Betriebe und Gewerb^weige heranzuziehen. Sie haben weiter alle Wirtschafts- .und sozialpolitischen Gesetze zu begutachten und das Recht, selbst solche Gesetze zu beantragen. Tei Rcichsregiernng wird den Zentralrat vor der Einbringung wirtschaftlicher und sozialer Gesetze hören. 2. Arbeitsrecht. Ein Gesetz über ein einheitliches demokratisches Arbeitsrecht mit dem Ziel der Schaffung demokratischer konstitutioneller iBerhälwisse in den Betrieben ist sofort der Nationalversammlung vor- zulogen. 3. Sozialisierung. a) Ter Bericht und die Vorschläge der Sozia- lisiernngskoMmission werden sofort veröffentlicht. b) Die Sozialisierungsgesetze und das Gesetz über die Sozialisierung der Kohlenbewirtschaftung sind von der Reichsregierimg und deut Staaten- ansschuß bereits angenommen und der National- vm'ammlung zur Bxschlußfassung unterbreitet worden. Weitere Sozialisierungsmastnahmen werden unter Hinzuziehung von Sackw er ständigen und der Arbeiterräte sofort in Angriff genommen. 4. Milit äris ches. Alle nach dem allgemeinen Strafgesetz strafbaren .Handlungen werden auch bei Militarper- fonen den bürgerlichen Gerichten überwiesen. Ein entsprechender Gesetzentwurf ist von der Neichsregierung bereits vor einer Woche in der Nationalversammlung angekündigt worden und wird mit Beschleunigung fertiggestellt werden. 5. Lebensmittelversorgung. Tie Regierung hat bereits verordnet, daß die Lebensmittel unter Ausschaltung jedes unnötigen Zwischenhandels durchVermittlung der Gemeinden an die Konsumenten verteilt werden. An der Verbesserung der Lebens-mtittel- erfassung wird dauernd gearbeitet. Der Streif in Mitteldeutschland. Halle a. d. S., 5. März. (WTB.) Die Eisenbahn wurde bereits wieder in Betrieb genommen. Der Zugverkehr Weimar — Berlin (über Halle) sowie München-Berlin (über Halle) ist wieder ausgenommen worden. In der Nacht wurden 11 Plünderer verhaftet. Am Nachmittag wurde auch das städtische Elektrizitätswerk wieder in Betrieb gesetzt. Spanbau, 5. März. (WTD.) In Spanbau ist bas Freikorps Hülsen eingezogen. Alle öffentlichen Gebäube wurden vom Korps besetzt. Sein Hauptquartier hat General Hülsen im Rathaus aufgeschlagen. Die Kundgebungen ber Spanbauer Arbeiterschaft gegen den Generalstreik bauen fort; es fanden heute wieder stürmische Kundgebungen Tausender von Arbeitern statt. Ueberall wurde eine geheime Abstimmung über den Streik in den nächsten Tagen durchgedrückt. Die in den Fabriken nicht ein- gelaffenen Arbeiter stürmten die (Eingänge und ver- samMlung außerdem das Regierungsprogramm bc-I ganz Spanbau. Die Zeitungen können nicht er. raten, das mit großer Mehrheit autgeheitten wor- scheinen, sie geben teils nur Meine Ausgaben heraus, den ist. Bor allem aber wurde das Uebergangs- | bie im Handbetrieb hergestellt werben. Sonst ist alles toerm das Reich eine Vertretung schäften wollte, bie Unterbindung bes elektrischen Stroms der Beiried ohne die fein Friede geschlossen werden Tarnt. In- in den meisten Fabriken stillgelegt; bie spartakistischen uerWL der wenigen Wochen tztt die Nalionalver- 1 Arbeiter bes Kreis Kraftwerkes terrorisieren hierdurch Vraunschweig. Braunschweig, 5. März. (WTB.) Bei der gestrigen Urabstimmung der organi- ierten Arbeiterschaft der Stadt Braunschweig in der FragcdesRätespstems wurden, wie der „Volksfreund"" meldet, 3814 Stimmen für die sofortige, 3013 Stimmen für die pätere Einführung des Rätesystcms in Braunschweig abgegeben; 116 Stimmen waren ungültig. Die Bildung der Regierung in Bayern. München, 5. März. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Kongresses der ?1, r b e i t e r *, Bauern- und Soldatenr äte war der Hauptpunkt die Bildung der Regierung. Ter Mehrhntssozialist Tr. Süßheim erllärte, es solle ein sozialistisches Ministerium gebildet werden. Dazu mÄß'en*die beiden in Frage kommenden Parteien sich zunächst über den Ausbau dieses Ministeriums besprechen. Der Redner beantragte datier die Vertagung. Auch ber Unabhängige Simon schloß sich diesem Mtrag an. Im Hause wurde eine Kundgebung der vorläufigen Regierung verteilt, worin erflärt wird, daß Bayern ein Bestandteil der deutschen Republik bleibe. Die Regierung übernehme die Verpflichtung für ungeflörte Fortführung der Staatsgeschäfte aus folgender Grundlage: Schaffung einer demokratischen Verfassung. Sofortige Verhandlungen mit dem Reiche, um seine Absichten in bezug auf die Sozialisierung festzustetten, damit für das bayerische Staatsgebiet ein Sozialisie- rungsProgramM aufgestellt und in Angriff genommen werden forme. Schließlich Verhandlungen mit dem Reich über die Förderung des Wirtschaftslebens. Tie Sitzung wurde bis zuM Nachmittag vertagt. Die Stage der Lebensmittelversorgung in Spaa. Berlin, 5. März. (WB.) Am 4. März be- Ein Spaa die Verhandlungen über die = nittelversorgung Deutsclstands. Sie rbunden mit den Verhandlungen über die fügungstelluna der deutschen Flotte und die ierung der Lebensmittelversorgung. Ge- verden sie deutscherseits von llnterstaats- sekvetär v. Braun, englftcherseits von Admiral Hope. Im Lause der Plenarsitzung überreichten bie alliierten Regierungen -wer M'nnoranden, in wichen die Bedingungen über eine teilweise Lebens- mittelveriorgung Deutschlands und die Aolieserung der deutschen Handelsflotte im einzelnen festgesetzt sind,. Admiral Hope erklärte, seine Zeit sei bemessen, übermorgen müßten die Verhandlungen beendet lein. Im übrigen möchte er klar zu verstehen geben, daß man es nicht erlauben werde, irgendwelche Nahrungsmittel nach Deutschland gelangen zu lassen, bis ein bedeutender Fortschritt in der Uebergabe der deutschen Handelsflotte gemacht sei. Es müßte daher sofort die Versicherung der deutschen Regierung erfolgen, daß sie bad Nötige für das Auslaufen der Flotte tun und die gesamte Handelsflotte unter die Kontrolle der Alliierten stellen werde. Ans den Verhandlungen geht klar hervor, daß die Alliierten entgegen den deutschen Wünschen nicht die Absicht haben, über die gesamte Versorgung Deutschlands bis zur nächsten Ernte zu verhandeln, sondern eine kleine, bereits abgesprochene Teilliefe-« rung von 270000 Tonnen machen wollen; darüber hinaus wollen sie Deutschland nur noch eine ziemlich verklausulierte Teillieferung von 100000 Tonnen ans Argentinien ermöglichen. Admiral Hope erklärte, daß in dem Vertrage nichts von einer Höhe der ßebenpmittellieferung stehe und es sei keine Rede davon, Deutschland oder sonst jemand bis zur nächsten Ernte zu versorgen. Tie Entente beschäftige fick zwar mit dem Problem einer späteren Versorgung Deutschlands, sie sei aber mcht vorbereitet und nicht gewillt, jetzt schon Über die Mengen und Bedingungen der gesamten Versorgung DeutscAands zu verhandeln. Der englische Delegierte Kahnes fügte hinzu, daß zwi- schen Deutschland und ber Entente noch der Ktfiegs- zustand bestehe. Unter diesen Umständen lege die Entente den größten Wert darauf, daß Deutschland eine Vorleistung machte. Die Entente habe beschlossen, nicht über mehr zu verhandeln als über eine Menge von 270 000 Tonnen. Auch diese Menge könne Deutschiland nur auf feem Wege der Ablieferung der Sänfte erhalten. Wem: die Schiffe abgeliejert feien, werde dieser prnrzipielle StandpunN bie Vertreter der Entente nicht hindern, in technische Besprechungen über weitere Lieferungen an Deutschland cin»u treten. Für die Ablieferung der Flotte werden die alten schweren Bedingungen gestellt. Der deutsche Delegierte erllärte, daß die Auslieferung der Flotte nach dem Vertrage nur erfolgen solle, um die Lebensmittelversorgung Deutsckstands . sicherzustellen. Ein Abschluß über die Gesamttversorgung Deutschlands wäre dazu die notwendige Vorbedingung v. Braun begründete in längeren Aus- nihrnngen die Reckstmäßigteit des deutschen Standpunktes nach dem Worckaut des Berttages imb nach den Steuerungen des Marschalls Foch imb machte a>'f die poli ische Gefahr einer Verbreitung des Bolsckrewismus in Europa aufmerksam, die auS der ablehnenden Haltung der alliiertem Regierung 'n folgen müßte. Deutschland habe das größte Interesse daran, die Verhandlungen zu be- l"d,leimigen und es sei fest entschlossen, mit der Auslieferung der Schiffe sofort zu beginnen, die deutsche Regierung könne aber die Verantwortung nicht übernehmen, die Flotte herzugeben, ohnes die Lebensmittelversorgung für die hmigernde- deutsche Bevölkerung geordnet zu haben. 9Ibnnral Hope erklärte zum Schluß der Verhandlungen, er könne nickst einwilligen, die Einzelfragen nt den Unterkommissionen zu behandeln, bevor er nicht schlüssige Antworten auf die Frage wegen der Auslieferung der gesamtten deutschen trlotte erhalten habe. Daraufhin wurden tue Verhandlungen aus den 5. März vormittags vertagt. Infolge dieser Vorgänge in Spaa fand heute morgen in Weimar eine Sitzung bes Kabinetts statt, als deren Ergebnis eine Instruktion nach Spaa an unsere Unterhändler ergangen ist. Auf Grund dieser neuen Instruktion wird heute nachmittag in Spaa wiederum verhandelt. Berlin, 5. März. (WTB) Aus dem Sitzungsbericht ber Waffenstillslanbskommission in Spaa vom 3. März ist hervorzuheben: Trotz bes beutschen bereit» an Frankreich berichteten Ersuchens, zur Durchführung der Fleischoersorgung des Saargebiets bte; Viehausfuhr aus Elsaß-Lolhringen zu gestatten, lieh' Marschall Foch durch General Nudant erklären, daß er nach wie vor die Ausfuhr verweigere. Der deutsche Vorsitzende überreichte den alliierten Kommissionen eine Protestnote gegen die Ausbringung des deutschen Dampfers „Pluor" durch den französischen Zerstörer „Obusier" in der Ostsee. In ber Note wird besonders betont, dah der Dampfer alle von den Assoziierten gestellten Bedingungen erfüllt hat. Der Vertreter der deutschen Regierung richtete an die Alliierten das schriftliche Ersuchen, die Einfuhr von Fischen aus den neutralen Ländern nach Deutschland freizugeben, die zur Zeit nur in beschränk- tem Maße zugelassen ist. In dem Schriftstück wird insbesondere darauf hingewiesen, daß eine erhöhte Fischeinfuhr, vor allem aus Holland, den besetzten Gebieten Deutschlands zugute käme, und daß ‘.Hör-, wegen infolge der guten Fänge Deutschland weit über , das bisherige Maß hinaus mit Heringen beliefern I könnte, die dort zum Teil nur dem Verderben aus- i gesetzt seien. Der amerikanische Vertreter setzte die deutsche Kommission in Kenntnis, baß ben in amerikanischen Händen befindlichen beutschen Kriegsgefangenen (Er- leichterungen im Postverkehr zugestanden worden sind. Die Zahl ber Briefe unb Karten, welch« die Gefangenen absenben bürfen, sinb nach seiner Mitteilung nicht mehr beschränkt. Die (Beffnatnen sollen alles verfügbare Briefpapier unterschiedslos gebrauchen können. (Es soll ihnen ferner gestattet sein, ber Heimat ihren Aufenthaltsort und die Art ihrer Beschäftigung mitzuteUen. Widerspruch der Alliierten gegen die Foch'schen Bedingungen. Genf, 5. Mm?. Die gesamte französische Rcgierungspresse gibt heute, wie ein Vertreter der „F. Z." meldet, mit allen Ausdrücken des Bedauerns zu, daß die von Marschall Fach ausgearbeiteten Friedensbedingungen bei bert Vertretern der Großmächte am Montag wider alles Erwarten auf entschiedenen Widerspruch gestoßen sind, und daß von ihrer Billigung durch Vertreter der Großmächte vorerst überhaupt keine Rede sein kann. Besonders zwei Bedenken sind am Montag geltend gemacht worden: 1. daß es nicht angebracht fei,, in Abwesenheit Wilsons Beschlüsse tu fassen über Vorschläge, die über die Erfordernisse des Waffenstillstandes mnausgehen und bereits bie Formulierung der J-riedensverhandlungen sestlegen! würden. 2. baß die Vorschläge oes Marschalls #od) sich nicht an die von den Sonderkommisswnen der Konferenz aufgestellten Mckstlinien halten. Damit ist allem Anschein nach Einspruch erhoben worden gegen die Absicht des Marschalls Foch, Deutschland zur Annahme seiner Bedingungen zu zwingen, bevor die Entente hgenbrocldjc Zufuhren von Nahrungsmitteln gestattet, was von den zuständigen Kommissionen als notroenbig erklärt worden ist. Es bleibt nunmehr al^uwarten, ob Foch bis Ende dieser Woche seinen neuen Bericht ausarbeiten wird, oder ob er sich lieber überhaupt zurückzieht. Ter „Temps'" macht in seinem heutigen Leitartikel darauf aufmerksam, daß Wil- so n seit gestern mit dem neuen Senat rechnen muß, dessen Mehrheit die Ausfasiung Lodges teilt, wonach der Pariser Entwurf einer Verfassung des Völkerbundes die Vereinigten Staaten für alle Zeiten in jeden inneren Zank Europas hinein» reiften müßte. Wilson. Rottevdam, 4. Marz. (WTB.) Der „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet, daß der abtretende Generalanwalt der Vereinigten Staaten, Thomas Gregory, als Berater den Präsidenten Wrlson nach Paris" zur Friedenskonferenz begleiten wird. Deutsche Nationalversammlung. Sitzung vvm 5. März 1919. Die Sitzmrg wurde um 3*4 Uhr nachmittags eröffnet. — Teutschnationale Interpellation über die Anstände in der Provinz Posen. Frau Abg. Tr. Schirrmacher (Deutsche nett.): In ben Ostmarken ist heute rroch Krieg, berat bie Polen haben trotz des Waffenstillstands turnt 17. Februar bie Feindseligkeiten mcht ein-^ gestellt. Die deulsche Bevölkerung an der ganzen Demarkationslinie ist in Anast unb Not, Zehn- tausende sind geflüchtet. Noch schlimmer sftch ixe jenseits der Temarka!ionslinie unter twlnischev Herrschaft lebenden Teutsckten dran, wo keine deutsch- Verwaltung mehr besteht. Tort beginnt jetzt die Rückwanderung der im Westen befind* liehen polnischen Bevölkerung, die ungefähr 200000 Seelen stark in die Ostmark zurückkchren^ nm bed pvdt-chr D-Mark gn «Wurm rnn 6d einer WHnrtramg betorfcn zu tt.met, nxe stark baS Polnische Polen ist. Die Gericht sind dort einseitig mit Polar besetzt und parteiisch. Daraus ergibt sich völlige Machtlosigkeit der Teutschar. Tie Aushebungen erstrecken sich auch auf die Deutschen. Tie beuildjen Gkifeut, die ihre Jbft tote das Vieh aus entart Napf erhalten, sind noch nicht zurückgegeben. Die deutschen Städte und Dörfer werden ndt hohen Zkriegssteuern belegt. Alle Teuisci>en sollen von ihrem Einkommen 50 Prozent Steuern für das polnische Heer zahlen. SRdmernt schildert Weiler in bewegten Wonen die Grausamkeiien. mit denen der Krieg von den Polen gegen die Deutschen geführt wird. Soll das Polaier Trauerspiel auch aus Westpreusten übevgreifen? Tic Polen haben in Wesrpreuhcn schon einen Staat im Staate gegründet, die Tcur- zrger Bevölkerung ist außerordentlich beunruhigt. Ich frage daher die Regierung, was sie zu tun gedenkt. RcichSminisler ErZberger: General Dupont hat erllärt, daß, um Verletzungen der Temar- katronSlinie zu verhindern, alliierte Ofsiziere verwandt werden sollen. Er hat sich weiter verpflichtet, für die Durchführung deS Schuss der beul (dien Bevölkerung innerhalb der ^-emirr- kationSlime einzulreten. Die alliierten Regis- rungen werden gegen alle polnischen Uebergrisfc etnschreilen, alle Geiseln sollen freigeg^en werden. Sobald die Einstellung der Feindseli«^ei'en durrh- axführt ist, wird der ungehrnoerle Einmbahn- wid Schissahrlsverkehr in der Provinz Posen wieder ausgenommen werden. Es ist zu hoffen, daß wir auS den besetzten Gebieten des C»'trn landtvirt- schastlidte Erzeugnisse erhalten können, da ja auch polnischerseits bte .Nachfrage nach deutschen Jn- duslrier-rzeugnissen eine sehr rege ist. Die deutsche Regierung tut alles, um die Not unserer Landsleute in den Ostmurken zu lindern. Die Zusage der Alliierten, dah die Polen die Demarkationslinie nidft überschreiten dürften und die Geiseln freilassen müssen, fmb Inhalt des Waffenstill- sümdsabkommens, toerat sie auch aus formellen Gründen nicht in das Protokoll aufgenommen wurden. Gegenüber der Befürchtnrrg, dah die r»l- trifdrt Bewegung auch auf WestpveuMN übergreisen würde, gebe ich zu bedenken, ob nicht gerade die Festsetzung der TatrarkationsliTne einen Schutz dagegen bietet. Es ist jetzt Ausgabe der wehrfälsigen Jugend, insbesondere in den Osvnarken, rhre Hei- rnat mit allen Kräften zu verteidigen. Ich hätte gewünscht, dah die preuhische /Polorpoliiik schon Trüber den Grundrechten des polnischen Volkes besser mnecht geworden wäre. Tie Situation wäre bermt für tms heute viel aünstiger. Die neue pveuhisde Regierung hat erst sehr spät den 53er- Vudt mad>en können, den berechtigten polnischen Wünschen Rechnung zu tragen. Einer der wichtigsten Programms ätze der deutschen Regierung zum Iri denssdMh ist der Schutz der nationalen Min- brrbeiten Tiefe Forderung torrd am besten do- bitrd) begründet, dah wir den bei unS wohnenden national,m Minderheiten dieselben Freiheiten gewähren, die wir für unsere deutschen BolkSgenost en in anderen Ländern verlangen. (Lebhafter Beifall bei der Mehrheit.) Dreuhisdier Uirtersvaaissckretär Heinrichs: Durch daS Abkommen vom 17. Februar ist der Schutz der Deutschen Mich der Demarkationslinie der interalliierten Kommission in Warschau übertragen worden, die in diesen Tagen in Brvmberg S'ammentrÜt. Tie preußische Regierung hat der mmission bereit- dre Grundsätze mit geteilt, nach denen sie die Verhandlungen «führt zu wissen wünscht. Sie fordert u. a„ daß die Provinz Posen ein Bestandteil Preußens Meürt. Fn der 'Gessel- srage tst neben den Verhandlungen seitens der Waffenstillstandskommission noch eine besondere Aktion des Roten Kreuzes im Gange. Die preußische Regierung wird alles tun, was in ihren Kräften steht und sie wird sich dabei von dem Grundsatz leiten lassen: WaS deutsch ist, sott deutsch bleiben. Auf Antrag des Abg. Schulz-Drornberg findet Besprechung der Interpellation statt. Die Redezeit wird auf 25 Minuten beschränkt. 2lbg. Schul he-Posen (Soz): Ich bin etwas pesfi. mistischer als die Regierung. Ich habe genug mit den Polen verhandelt und mutz sagen: So viele Derhand. lungen, so viele Wottbrüche. Man wird versuchen, für das ganze zweisprachige Gebiet des Ostens eine paritätische Verwaltung einzurichten. Wenn man im Gegensatz zu der alten Regierung und den alldeutschen Treibereien die Menschenrechte achtel, wird es möglich sein, dah die Polen neben den Deutschen und die Deutschen neben den Polen wohnen. Abg. Saga wo (Ztr.): Auch östlich der Demar- kcttionslinie liegen noch rein deutsche Gebiete. Die Polen sollten durch Rache sich nicht verleiten lasten, Lebensmittel in Posen zurückzuhalten und dadurch die Hungersnot in Deutschland au begünstigen, tzun- ger cst der Vater de» Bolschewismus. Wenn dieser auch in Deutschland zur Herrschaft gelangt, bann ist auch das Schicksal Polens besiegelt. Die gegen Deutschland gerichtete Politik gefährdet aber auch den Stand der katholischen Kirche im Osten. Die deutsche Reichs- regieruna sollte daher den apostolischen Stuhl ersuchen, seinen Einfluß bei den Polen geltend zu machen, dah sie ihre Feindseligkeiten und Grausamkeiten gegen die deutsche Bevölkerung unterlaßen. Die Zukunft des polnischen Volke» kann nur durch eine Verständigung mit Deutschland sichergestellt werden. Abq. Dr. tzermann-Posen (Demokrat): Als die Revolutton kam, hatten die Polen schon alle Dor Bereitungen getroffen, um ihren Ansprüchen kräftig Rachdruck geben zu können. Sie erschienen denn auch vollständig gerüstet auf dem Plan, um in wenigen Stunden die militättsche Macht in Posen und in der Ganzen Provinz an sich zu reihen. Der mangelhafte lechtsschutz der Deutschen im Demarkationsgebiet ist ein besonders trübes Kapitel. Das Posen kulturell und wirtschaftlich eine deutsche Provinz ist, ist über allem Zweifel erhaben und auch ethnographisch ist es nicht unzweifelhaft polnisch. Wenn wir wirklich einen Rechtsfrieden bekämen, brauchten wir uns um die Ostmark keine Sorgen zu machen, aber mir erscheint das sehr zweifelhaft. Die Polen sollten nicht vergessen, dah wir einen gemeinsamen furchtbaren Feind im Bolschewismus Haden, und dah wir als Nachbarvölker auftlnanber angewiesen sind. Abg. Ohler iDeutschnational): Die Polen achten die Demarkationslinie nickt. Erst vor einer halben Stunde habe ich zwei Telegramme Über neue An. griffe der Polen erhalten. Man vergeste nicht, dah unsere heihe Liebe zum Vaterland in» Gegenteil um« «schlagen kann, wenn wir nicht mehr wissen, wo wir unser Haupt hinlegen sollen. Abg. Beuermann (deutsche Dpt.): Vie Notlage »nserer Volksgenossen in der Ostmark ist in der Tat groß. Die Regierung erwartet alles von den Verhandlungen in Dromberg. Wir können aber von dieser Entenlekommission unser Heil nicht erwarten. Wir fürchten, dah diese Herren den Aufteilungsplan schon fertig mitgebracht haben. tog. Dr. CVH (BhäS6. «): Bei fdt bet Deutschen von den Polen geschieht, ist genau so zu verurteilen, tote das, was trüber den Polen von den Teutsihen geschah. Die Polen haben allerdings ein grobes Talent, in ihrer Presseagitation einen Tatbestand in daS ©egenteil zu verkehren. Zufolge der Antioolenpolitrk kam der Dah der Polen zum Ausdruck, als Deutschland schwach geworden war. Leider steht dem nicht zu bestreitenden llebermut der Polen auf deutscher Seite eine kleinmütige Sduvächepolüik gegenüber, die in Mut- lofigfiit und würdeloser Anbiederung an die Entente sich erschöpft. Ein Grenzschutz tvirb nur so weit möglich unb gerechtfertigt fein, als es gilt, plündernde Banden aus Kongrehpolen abzuwehren. Der Abgeordnete Cohn schloß mit heftigen Vorwürfen gegen Minister Erzixrger. Minister Erzberger: Die Angriffe des Abgeordneten Cohn berühren uns nicht. Er wirft uns neiirmürige Doli ik gegen die Polen vor und polemisiert dagegen, daß wir eine Reicl^ioehr schassen. Wo bleibt da die Logik? Wer hat den Grenzschutz im Osten unmöglich gemacht? Die unabhängigen Sozialdemokraten. Abg. Schu Itz-Bromb'era (deutsch-nat.): ES ist nicht wahr, daß in der Ostmark ein geknechtetes polnisd^s Volk gelebt hat. Tie jetzigen Zustände haben ihre Ursache in der Errichtung des Mönigreidyi Polen, welche Die Mehrheit des Reiches gestützt und überhaupt möglich gemacht hat Abg. Baerwald (Temofrat;: Tie Militär- Partei hat im November 1916 das Königreich Polen errichtet. Die Demarkationslirtie ist für unS Deutsche überaus ungünstig. Abg. Davidsohn (S.>: Wir werden zu einer Verständigung mit den Dolen kommen müssen. wie hart die Tatfadjen dort gegenwärtig auch aufeinanderstoßen mögen. Llbg. Ekle (deutsche Vpt.): Durch die Erlasse, wonach die Deutschen zum Eintritt in die polnische Bürgerwehr und zur Steuerpflicht für diese Wehr berangezogen werden, ist die deutsche Bevölkerung in schwere GewissmSnot gekommen. Sie verlangt von Regierung und Nationalversammlung klare Weisungen, wie sie sich Vergewaltigungen gegenüber verhalten sott. Nächste Sitzung: Freitag nachmittag 3'/« Uhr. Anfragen, SosialisiemngSaesetz und Gesetz über Regelung der Kohlenwirtschaft. Schluß SVi Uhr. Anr Hesse»». Die neue KriegSsteuer iu Hessen. Ter hessische Staatshaushalt für 1919 wird voraussichtlich mit einem Fehlbetrag von etwa 10 Millionen Mark abschließen: zur Deckung dieser Summe ist die Erhebung einer einmaligen a u her o rdentlichen Abgabe vom Einkommen vorgesehen, worüber letzt der Volkskammer eine Regierungsvorlage zu- gegangen ist. Einkommen unter 7000 Mk. bleiben von dieser Steuer befreit. Die Staffelung der Abgabe sicht so aus: 7,7, o. 7000 tm. Link, bis wenig, als 10000 M. 1 7, . 10000 „ „ , „ „ 15000 „ 17,'/« „ 15000 ..... 25000 , 2 */c . 25000 , , , 50000 w 27,7. r, 50000 ..... 75000 , 3 % „ 75000 „ , . 100000 . 37,7, » 100000 ..... 200000 , 4 7, „ 200000 „ , , 300000 , 47,7. - 300000 „ „ , 500000 , 5 7, „ 500000 ... „ , 1000000 , 6 7-, 1000000 „ „ und mehr. Das finanzielle Erträgnis dieser außerordentlichen Abgabe wirb auf runb 11 Millionen Mark oerar.« schlagt. Darmstadt, 4 März. Die Entwürfe der Gesetze über die Abänderung bet Landgemeinde ordnung, der Stübteordnung und der Kreis-undProvinzialorbnung sind heute Dom Ministerium des Innern der Volkskammer Dargelegt worden. Nach der Drucklegung wird sofort der GesetzgebmtgSaaisschutz mit der Beratung beginnen. , Die Deutsche Dolksparlei in Hessen (früher Nationalliberale Pattei) hält ihren hon|titui:renben •Parteitag am Sonntag den 9. März in Frank- furt a. M. ab. Auf der Tagesordnung stehen u. a. Berichte über die politische Lage im Reiche und in Hessen, Fragen der Organisation, Satzungsentwurf, Wahlen zu den verschiedenen Patteioettretungen, Anträge usw. Aus Statt ttnö Land. Gießen, 6. März 1919. Lebensmittel. ** Zucker-Ausgabe. Die für den Monat Februar 1919 noch rückständige Restmenge an Zucker ist jetzt eingetroffen. Es weichen daher gegen Vorlage des Bestellaus- weises und Abgabe der Zuckermarke Nr. 2 (Februar 1919) die ,restlichen 250 Gramm Zucker auSgegeben. ** Käse-Verteilung. Von Freitag den 7. bis Dienstag den 11. d. M. einschließlich gelangt in verschiedenen Geschäften Käse zur Verteilung. Siehe Bekanntmachung. **Marmelade-Verteilung. Von Samstag den 8. dis Mittwoch den 13. b. M. einschließlich gelangt in den Kleinhandelsge- schäften 1 Pfund Marmelade zum Preise von 1 Mk. zur Ausgabe. / Eine Ehrenpflicht der Gießener. In Ausübung seines Berufes, für die öffentliche Sicherheit unserer Stadt zu sorgen, ist der Sicherheitswachmann Arthur B ö h m von Räuberhand in der Ost- Anlage niedergeschossen worden und an den Folgen der Verwundung gestorben. Böhm hinterläßt eine Witwe mit 3 Kindern m dürftigen Verhältnissen ES ergeht habet cm alle Mitbürger der Stadt, in deren Jntei> esse Böhm sich aufgeopfert har, die herzliche Bitte, der betroffenen Familie durch eine Svende zu helfen. Die Geschäftsstelle des Gießener Anzeigers ist bereit. Gaben in Empfang zu nehmen. Warum die Feldfrüchte nicht geborgen wurden. Am 20. Februar brachten wir in unserem Blatt eine Notiz über nicht geerntete Feldfrüchte in Wisscksheim Von dem (yt Tcntümer br5 ungeernteten Landes gebt uns nach'teilendes Schreiben zu. das interessante Schlaglichter auf bie ländlichen Ardeitsverhültnissc roirfi; 3K errt* oerkuchm, Ste genau Sba bte Ursache» »u unterrichten, warum heute tatsächlich noch 16 Morgen Zuckerrüben unb 10 Morgen Möhren in der Erde stecken, die jedoch nicht, wie von Zhcem Mitacberter berichtet, völlig unbrauchbar, widern noch völlig brauchbar sind. 3-c Zeit der Sxuürtarbeüen im Lterbst hatte ich 14 Tage lang aroa 40 Leute an Gnroc trank liegen, fon j wären die Rüden wrd Möhren ohne nxnteieä geerntet worden. Trotzdem Mite die Ernte noch lä.igü bewerkstellig» werden können, wenn nicht die Zm'täude eingetreten wären, die bte Revolution geschossen hat. Einer meiner Polenmänner erhielt yt Beginn der Revolution vom Generalöoncmando bte Erlaubnis zugestellt, nach Dause vcnsen zu dürfen. Tacaukhin nxmötcn jub meine übrigen Polen an den Sold a ten ra t in Bad-Nauheim, der veranlaßte, daß biefe Leute auch abreisen durften. Bon diesem Tag an arbeiteten meine Gefangenen ebenfalls nicht mehr. Tavausl/in setzte ich mich, da der Sotbatenrat in Bad-Naul^im hint Leute zur Verfügung hatte, mit dem Loldatenrat in Friedberg in Verbindmrg. Auf dessen Verwckassung scksickte mir der Arbeits- nadjhK*i5 30 Soldaten. Diese Soldaten, die ich voll beköstigen und mit 3,.50 Mk. pro Tag entlöhnen mußte, fingen zum Teil erst gar nickt zu arbeiten an, sonoern begnügten sich damit, verköstigt zu werden. Zum Teil arbeiteten fie drei Tage sehr mäßig und gingen bann mit dem Bemerken, sie wollten beim Soldatenrat Wache stehen, dort erhielten jie für zwei Stunden 4 ML, das jei angenehmer, als arbeiten. Weil tniimidjen von Isi sstzen Soldaten schon viele beiniflcfcbrl waren, schnckte ick» einen 8er» iixtlter von 5xrus zu Laus und ließ den Leuten 35 M k. bieten den Morgen Rüben auSzai» madjen. obtoolrf bisher nur 12 ML bezahlt wurden. Von vielleicht 30 Leuten, die Rüben hätten ausmachen tijimen, machten mrr 2 Mcinner und 1 Mädcirtn den äZersuch, den sie nqd) einigen Tagen, weil es leniiden sehr nah geivvrben war, wieder auigaben. übrigen lehnten es glatt ab, zum Teil mit Bemerkungen rote: „Tie Sachen mögen ja e cfrieren, bann .haben wir and) eher Grund, uns um das Land zu bewerben": ober „ich dürfe 80 Mk. bejalXen, sie würden auch keine ausmachen". Vor der Wahl mit Nationalversammlung waren den Leuten in Wahlversammlungen Ländereien des Gutes in AuSsrcht gestellt worden. Nadchem nun die Wahl vorbei war und man nicht mehr so großes Interesse an den Wün- fd>en der Arbeiter harte, kamen diese »um großen Teil zu mir zur Arbeit. Tie Leute sahen, nad>- bem die Verheymm aufgehört hatte, ein, baß ich ihre Interessen besser vettrete, unb ich hofft, daß ich die Rüben jetzt doch noch ernten farm. L. U. VonderLandeS-Universi- t ät. An dem für Kriegsteilnehmer eingerichteten Zwischensemester (Kriegsnotsemester 1919) nehmen 1290 Studierende teil und zwar: In der theologischen Fakultät 80, in dec juristischen Fakultät 165, tn der medizinischen Fakultät 425, in der veterinär-medizinischen Fakuttät 190, in der philosophischen Fakultät 430. ** Besitzwechsel. Frau Witwe Student erwarb von Schwarz Erben für 31 000 Mark daS Daus Marktstraße und Wettergasse Ecke. — Schuhmachermeister Karl Waldschmidt erwarb für 110000 Mk. das Eimsche DauS, Friedrich - und Frankfurter Straßenecke, und beabsichtigt später sein Geschäft dahin zu verlegen. — Der Wirt Dermann Sorbet erwarb für 75000 Mk. bas Eimsche Anwesen Friedrich st raße 10. *’ Ausgewiesene Elsaß-Lothringer, die flch in der Stadt und im Landkreis Gießen auf. halten, werden gebeten, zur Gründung einer Ortsgruppe, die u. a. den Nachrichtenaustausch vermitteln soll, ihre Adresse bei der Geschüftsstelle des Gießener Anzeiger» anzugeben. /. ** Für Offiziere, Un tero ffi- ztere usw. Cs ist in letzter Zeit in einigen Zeitungen eine Nachricht veröffentlicht worden, wonach die japanische, die amerikanische und andere Regierungen die Anstellung früherer deutscher Offiziere und Unteroffiziere in den Diensten der betreffenden Regierungen in Betracht gezogen hätten. Dadurch veranlaßt, hat eine sehr große Anzahl von deutschen Offizieren, Unteroffizieren, Fliegern, Ingenieuren, Schlossern usw. die neutralen Gesandtschaften in Anspruch genommen zwecks Vermittelung derartiger Gesuche. — Die Königlich Spanische Botschaft in Berlin teilt da^u mit, daß die obengenannten Gerüchte frei e r fu nden sind, und bittet, von der weiteren Sendung solcher Gesuche abzusehen, da sie sich mit der Erledigung bzw. Beantwortung der unzähligen in diesem Sinne an sie gerichteten Briefe überhaupt nicht befassen kann. ♦* Die Mil itäruniform als Zivilkleidung. Die Unmöglichkeit, alle infolge der Demobilmachung aus dem Heeresdienst entlaffetten Militarpersonen sofort mit Zivilkleidung zu versehen, hat zur Folge, daß viele dieser Personen noch längere Zeit eigene ober ihnen von Truppenteilen zu Eigentum überlassene Uniformstücke tragen werden. Hiergegen ist unter den jetzigen Verhältnissen nichts zu erinnern, wenn von der Uniform alle militärischen Abzeichen, wie Offiziers- achfelstücke, Tressen, Achselklappen entfernt, sowie Koppel, Seitengewehr usw nicht angelegt werden, da sonst die Auffassung erweckt werden kann, daß die Träger noch dem aktiven Heere angehören. Es wird erwartet, daß alle diejenigen, welche der Mangel an ZivilNei- düng zwingt, Uniform zu tragen, die genannten Abzeichen entfernen, andernfalls Bestrafung auS § 360 Zifs. 8 RStrGB. erfolgen kann. — Der Hilfsverein für die Geisteskranken in Hessen wird im Laufe de» wie in vergangenen Jahren in (ließen eine Sammlung von Haus zu Haus veranstalten. $n erster Linie wendet der Verein seine Fünorge den bedürftigen, auS den Landes-Heil- und Pflegeanstalten und der Klinik für.psvchtsche und nervöse Krankbeiten in G i e ß e n versuchsweise entlassenen Geisteskranken zu. Er will ferner Familien, hiedurch Geisteskrankheit eines Angehörigen in Not geraten sind, Dikfe 6dnflm. Hierzu sind metzr wie je bedeutende Geldmittel notwendig, da viele Personen, aus dem Felde krank und siech zuruckgekehn, in die Anstalten ausgenommen werden müssen. Die vom Staat und aufr öffentlichen Kassen gewährten Beihilfen reichen nickt aus, der Verein ist vielmehr m der Hauptsache auf freiwillige Gaben angewiesen. Es wird daher dringend gebeten, die Bestrebungen deS Verein- gerade in der jetzigen Zeit besonders zu unterstützen. Auch die kleinste Geldspende ist wtttkomnten. •* Wiedereinführung der Sommerzeit Mitte April. Die .Deutsch« Tageszeitung- meldet: Run ist, wie von gut unterrichteter Seite verlautet, auch die Wiedereinführung der Sommerzeit in Deuisch- land beschlossen worden. Maßgebend waren hierfür vor allem die Gründ« der Aohlenersparrri», die mit der Sommerzeit in den letzten Kriegsjahren erzielt worden ist, und die auch in dielem Sommer noch nccht vernachlässigt werden kann. Als Termin zur Einführung ist di« Nacht vom 14. zum 15. April tu Vorschlag gebracht worden. •• Gewerbliche Verbraucher von mindestens 10 Tonnen Kohle, KokS und Briketts monatlich müssen laut Bekanntmachung des Reichskommissars für die Kohlenverteilung vom 4. Februar 1919 (Reichsan- zeiger Nr 33) die üblichen Meldungen in bet Zeit vom 1. bis 5. März 1919 erneut ev« statten. Aenderungen in den Bestimmungen über die Meldepflicht find gegenüber dem Vormonat nicht eingetreten. Die Meldekarten sind bei den bekannten Stellen (OrtS- ober BezirkSkoblen-, KriegSwird- schast-, Kriegsamtsstelle) ozw. der an ihre Stelle getretenen Zivilverwaltungsstelle zune Preise von 25 Pfg. für ein Meldekarten Hefe mit 4 Karten (40Psg. mit 5 Karten) nebst Wortlaut der Bekanntmachung, sowie von 10 Pfg. für eine Einzelkane erhältlich. **Der ® unb ber techn.-industr. Beamten veranstaltet am Samstag den 8. März, abends 77, Uhr, im Hotel Köhler, West-Anlage, eine AufNärungs-Bersamtw- lung. •* Lichtspielhaus Bahnhofstraße. Do» Freitag ab wird Margar. Bohms vielumstttttenes Werk: „Das Tagebuch einer Verlorenen- zur führung gebracht Kreis Büdingen. < Ortenberg, 3. März. Gestern'veranstaltet» der Fußballklub .Germania- im .Gasthaus jur Post- zu Ehren seiner aus dem Feld« heimgekehtten Nrieger eine DegrÜßungsfeier. - Geometer 2. ülosse Zeiger wurde als Feldbereinigungsgeometer im Staatsdienst angestellt und nach Gießen versetzt. - Chemiker Davidsohn, der bis zum Ausgang des Kriege» als Leutnant d. C. in der Ukraine gestanden hatte und mit geschwächter Gesundheit au» dem Feld» zurückgekehtt war, erlag in Winkel a. Rh der Gripp«. Trotzdem seine Frau und 4 Kinder gleichzeitig schwer krank darniederliegen, wurde niemandem von der Familie zum Besuch und zur Pflege de» Aranken unb Sterbenden die Einreise in bas besetzte Gedier gestattet. ÄrdS Schotten. E Laubach, 5. März Das Hechler'sch« Äw» wesen, Hotel zum Schützenhof, welches Inden letzte» Jahren schon mehrmals seinen Besitzer gewechselt hat, wurde End« Februar d. I. an einen 5«rm Tltvbauer au» Frankfurt zum Preise von 46 000 Mk verkamst. Der Besitzwechsel fand am I. März d. F. statt. D« jetzige B« itzer hat eine Frankfutter T hea t e rg» sellscha t engagiert, welch« Sonntags nachmittag» Vorstellungen für Kinder und abends für Erwachsene gibt. Am verflossenen Sonntag fand als erst« Vorstellung „Dit Hochzeitsreise' statt. Der Saal war überfüllt. Starkenburg und Rheinhessen. Darmstadt, .5. März. (WB.) Zu dem Mord in Lützekrimback wird uns noch mit* aeteilt: Die acht Mann starke Räuberbande bestand au8 Spartakisten, deren Mitglieder noch kurz vorher im Gefängnis in Mannheim saßen und durch die jüngsten Unruhen befreit worden roareit, Sie haben den Itenbnrirt Helffrich mederaeschossei^ ohne daß er sich jur Wehr setzte und die Frau unb die Magd eingefperrt. Sie raubten eine große Menge Vorräte, 400 Mark Bargeld unb eine Kriegsanleihe von 2000 Mark. Turch das Ein- fd;rcitcn des Bürgermeisters von Rimbach nmrbai bret Mann festgenommen, die ihre Beteiligung eingestanden haben unb die Namen ber übrigen nannten, auf die jetzt gefahndet wird. Tic bret Verhafteten sind in das llntersuchungsgescurgniA in Darmstadt gebracht worden, nadtbem sie bet ber Gegenüberstellung mit Zeugen am Tatort knapp dem Lynchen entgangen roarm. Hessin Nassau. — Hanau, 5. März. Der Belagerung«« zu st and Über Hanau ist heute mittag aufgehoben worben. Die Polizeistunde wurde auf 11 Uhr abend« festgesetzt. — Kassel, 5. März. Don den in Hanau verhafteten Spartakisten wurden am Dienstag 30 in bas hiesige Landgettchtsgefängni» eingeliefrtt. vüchcrlisch. — ® m «11 «• Entspricht der zweite OTricb-mcrfa:iunfldenttourf unseren Ev Wartungen? Preis 1 Mk. Verlag Emil Ro'-> Ghenat. Zn einer kürzlich erschienenen Schrift .^öa- rum ist der fRndv-otrfai (u nas.-ntnmn unannehmbar?" hat ber Gießener Staat-rechtSlehrer Pro» fcifor Gmessn eine Reihe »n Forderungen auf» gestellt, bte in dem neuen Entwurf -um gr?yn ixü erfüllt sind. Nun unterzieht er in einer eben erschienenen Schrift: „Entspricht dec »weite Reichsverkassungsentwurf unfern Erwartungen?^^ bett neuen Ente nnrrf einer eingehenden ffritü. Namentlich n>etfl er auf bie Wioenorüche hm. unter benen die Crga* nifatbn deS Reicksvars leibet, und zeigt, nxüft große Gefahr ine Verbindung von VolkS «* «Seft gerade i? !$?* L'-^-ÄL ÄAZ "ö^'kL h^°7"d«, \lC' Kvls hnk C8 annl‘ SteNkn. n1,.!9 lRtlch-an, ft* in tet n Wmut ev, Wmmungtn JZ Srgenüdrr ■njetetcn. Die .bekannten 6te[. ^uegStvirtz, »?■ der an ihre Saite , 0 Karten) nebst '"ng, sowie ton erhältlich. echn.-industr m Samstag btn m Hotel Köhler, lrungs-Verslnnw. »nhofstrahr. A», hms Dielum|trifttnn Jerlorenen“ zur Ans. jen. Testern 'veranstaltet, i" im .Tasthaur pr Felde htimgebthNen - Geomtei 2. Klass, nigungsgeometer in Tirtzen verseht. - iis zum Ausgang der >er Ukraine gestanden rdheit aus dem Feld« kel a. Ah. der Grippe, der gleichzeitig schwer niemandem von der Pflege der kranke, i das beseht« Gebier f as Hechler'sche I» welches In btn Itttn leflher gesech/elt öd, Äeutaurr (5 000 Ulk otrkut !Lrz b. 3. W- jurttt Tcheater-» lonntny nachmitu, benbs ftr Ewald' । sand als erst« statt. Der Saal k IlhtinhtsstN. j. ®8.) Su d» i) tcnb uns noch mit» fe Räuberbande wi Mitglieder iwj Mannheim saßen u® xsrrit worden MM ssrich mederaeschoi^ &te und dre Frau M raubten eme grvM ! Bargeld und n« irf. Durch das W M »ii»b°-dm-« 7N. 1 AZ'S irbt aus ii “V I ■ senrmrf <0 । stzs' s& "i'Ä,S ng von.fdes 8 «llvKL? M KSS i ASiA jss> „ d-n h 5"""«* gnis «W*1, Volksbund Tflr zeitgemäße Ausbildung zum Ingenieur und Architekt Stadt Polytechnische Lehranstalt Friedberg (lenen) Bigiu des loamerhalblahroa: L AgvQ im Vergünstigungen für Kriegsteilnehmer. 2 9 Ä für Freiheit u.Vaterland Oeffentliche Versammlung am Sonnabend den 8.März 7ya Uhr im Saal des Fürstenhofes. Herr Direktor Roller wird sprechen über die Einheitsschule. Freie Aussprache. Eingang zum Fürstenhof nur von der Wetzsteingasse aus. Der Vorstand: Professor Bousset. «»oD Molz & Forbach G. m. b. H. Giessen is Kreuzplatz 6 Regenschirme ire2c Handschuhe, Spazierstocke Mwillige vor!! Helft unser Vaterland schützen gegen das Eindringen russischer Räuberhorden. Unsere Truppen im Baltenland brauchen gut disziplinierte Soldaten aller Waffengattungen. Uameraden! Meldet Luch Well bei der »°°o wevbestelleO.rr.Aovd Gießen, Hotel „Prinz Carl". Bedingungen sehr günstig!! !! lichter!! Je 2000 Glück tBulbnrfersen, aef. gesch. Dauerkerz., 10 Lt. 6.—M. »Vcd)iim Operation»- und Etappengebiet». Für die Annahme gellen folgende Bedingungen: al Bervtlichtung auf einen Monat vom Tage des (Sintieffenß beim Truppenteil mit 14 tägiger Kündigungsfrist am L und 15. des Monats. b) Unterordnung unter die eingesetzten Borge- aeietzien, denen Soldatenräte aut Seite stehen. Anerkennung der bisher gültigen Kriegsgesetze. c) Anerkennung der Gebübrnisse. Diese sind: Mobile Böhnung nach den Dienstgraden, mindestens 30 Mk. monatlich. Außerdem Zulage von 5 Mk. täglich. Die Freiwilligen gelten in Bezug aus Versorgung als vorübergehend zum aktiven Militärdienst eingezogen die Ansprüche auf Familienunterstützung laufen weiter. Die freiwillige Dienstzeit rechnet für Invaliden- und Altersversicherung wie Dienst im aktiven Heere. Annahmestellen lWerbebureauSI befinden sich bei allen Beztrkskommandos. Zur Anmeldung sind die Militärvapiere mit- zubrmgen. 2626V Etieubabn-Brigade Hanau. Angesehen» Stahl- und Metallwarenfabrik bsab- alehtlgt la bevölkerter aber iadaatriearmer Begoni Filialbetrieb zu errichten. Voraussetzung dafür sind leerstehende Fabrik oder dann geeignete Gebende, elektr. tu Wasserkraft, mögl. Bahn- und Wassoransehlnas, billiges Bauland sowie gfiastlge Steuerverhlltnlise. Gemeinde- n. Stadtbehördon, wie auch Brundbesitser werden geboten, geeignete Vorschläge zu machen und unt G. 71t an Haasenstoin & Vogler, A.-G., Leipzig einzusenden. 2837hv Luzerne (Ewigklee) = Gelbklee = inländische seidefreie Saat offeriert Heinrich Hahn, Samenhandlung fileflen, Bahnhofstraße.yy ^2Wäsche-Angebot Damen-Taghemden aus feinem Bielefelder Leinen mit reicher Stickerei-Garnierung das Stuck M 39«50 FritZ NoWack, Wäsche-Fabrik < Wc Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heute bezüglich der Firma S. H. Sondheim, Gießen, eingetragen: Therese Sondheim geb. Stern Witwe ist aus der Gesellschaft ausge- schieden. Levi und Willi Sondheim führen das Geschäft unter Uebernahme der Aktiven und Passiven und dem Rechte der Fortführung der Firma unverändert weiter. 2816B Gießen, den 28. Februar 1919. Hessisches Amtsgericht. Inmuertin ü.1846 ■ I ~~ Unsere Turnhalle, die während des Krieges der Mililörbehärde zur Verfügung stand, ist wieder in unserem Besitz und Instand gesetzt. ZieeriitÄriißiiM findet am Sonnto« htn 8. Marz bm. m 9-12 W für die Mäniitt-, 3n8tnh- ich WlttMiluMi statt. — Unsere heimgekehrten Mitglieder baden uns Treue gehalten, sich zu neuer Arbeit bekannt und sind bereit, die oft gepriesenen Tugenden wieder zu Ehren zu bringen- Darum rufen wir Allen, dir einst al- Schüler oder Iugendturner in unserem Reihen srcmoen, zu: Kindet Euch wieder ein in unserer Hall«. Vergeht nicht daö redliche Streben deS Turnvereins, Euch körperlich zu ertüchtigen. Turngelegenbett wird geboten für die Riege älterer Herren } DienSragS uAretvrigS Männer- u. Iugcudriegen > abends von 7—9 IVbr Schüler Riegen: MiitwochS nachm. von fr—7 lllhr. Die Turnstunden für A raneu und Mädchen werden noch bekannt gegeben. »@5v Sonntags: Spielen, Turngänge, Wauderurigen nach vorheriger Bekanntgabe. Ter Vorstand. Ihre Verlobung beehren sich anzuzeiffen । Anni Leh Peter Stiller Gießen Thrrle sO.-löchl.) f Eingeig:_______ 5. r/ärz 19 8*° Uhr vorm., Horst’s Schwester hetBt Eitther, ___Dles geben bekannt_____ Freund* und Verwandt*___ Mit Freude und Glück___ Alfred und Else Brumlik, MMj Drocksachen aller irt ISLÄÄSTSS wert dl» Brlhl'seJie Üalv.-Drnokercl, B. Laage, BloHen tiner Verlorenen clessen Bufflibrüing die Zensur vchördc über sieden moiiatc verboten batte, (»»c Urautmynrng Freitag, 7. mär?. enütich von dtr 2tnfur frei» fltgrbtn! margar. Böbms viklumsintrener werd: BCaoebud) Kaffee Astoria. Morgen Freitag Familien-Konzert □j UVMMM M dPM A U Bei unserem Scheiden au» derm lieben Ober-Widdersh ei m möchten wir noch auf diesem Wege den Familien Helnr. Schäfer V. u< nd Lndwlg Hofmann II. für die überaus liebenswürdige Aufnahme und freie C.astgiebigkeit während unseres 12wöch- Äufen '/h» herzlichst und innigsli danken und ihnen sowie den Ober-Widdersheimer Damen, die zur schönen Unt-erbaltung beigetragen haben, ein hcrsliejh. Lebewohl zurufen. O.-W. ist uns zur zweiten Heimat geworden. Viaewaehtmeiater Jlllehenfelder. Vizewaehtmeister 'Whiela. 2799 -W. m aue Gießen Alfred und Else Brumlik Moltkestraße 2 — ■ 1 ; Ph^ii)omenAerke Gustav HilltirAZiiJau e 9 uns her. *746 ■ ■ ' r ^iad)1 3 jahre 04509 Hattenrod, 5. März 1918. Die Beerdigung findet Freitag den 7. März nachm. 2 Uhr statt. Dresden*!. 1 K. 111 2726D Dank. herzlichen Dank. ees« Realjchuldirottor Dr. O. Knaufe Oppenheim a.Ath,6.Marz 1919 Ge- ■hk 2831B 8 M 2822B 26U3B leetrn Versteigerung das steuer war. 8 I 'S L Für die mir und meinen Familienangehörigen erwiesene Teilnahme zu unserem schweren Verluste sage ich im Namen der Hinterbliebenen tuud, Slboli, 9teuen Bäue Reiner, Heinr., VndwigSplatz Rüdersdorf, St, BiSmarckstrahe Md Tnr «ff al lufb Hx. b«t Mts. einirbUctflid) geiangl in nachstehenden schäften lläfr tur 8erteihtun: 1. 2. L 4. 5. 0. Ur 2 Vttl lagt Wu| in al dox c unbb bei mögü könnt bin®« lamtt hit o hab« folgt ylm hübt flrüi eitbrr )Uhr teige r MM «bien richtig« 3t da Si •Botal Jl’Otl 8.-Dl Vrebl gatte »I zu meiden. @ie&cn, den 5. Mär- 1910. Gesangverein,Germania' Bellersheim. fisch' b#n$ir Quelle rung I Demi Ttann DienStag abend 10 Uhr entschlief sanft mein lieber, guter Mann, unser lieber Baler, Schwiegervater und Großvater Friedrich Heuser im 85. Lebensjahr. In tiefer Trauer: Frau Wilhrlmine Heuser geb. --ack Familie Wilh. Haas Familie» Ludwig und «arl Heujcr. Gießen (Bleichste. 18) und Offenbach a M., den 6. Marz 1919. Die Beerdigung findet Freüagmittag 21/. Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. u36 anh Dr. abgt wart "ent über dtt ( b«bin Staat teS zuerst verieigert. Ach» den 28. Februar 1919. Bürgermeisterei Ach Därmer. d oorrr bas bsttn Danksagung. Für die freundliche Aufnahme und überaus reiche Bewirtung während der Zeit von vier Wochen sprechen wir auf dies.Wege den Fam. Philipp Kubel und Wilhelm lebten Tage werden uns ewig unvergessen bl-iben. „M Gefreiter Karl Greeb Kan. Friedrich DScher 5. Batterie Feld . Art -Regt. 205. für alle Saugetiere und Geflügel IPreisliste kostenlos) 1 Flöte, Ibem ^ssi (Thür.) 2S2a sauft entschlafen ist. In tiefer Trauer: Konrad Bock, Bürgermeister Meline Rock Emma Rock nebst Bräutigam Heinrich Albohn Christian Graulich und Familie Heinrich Maul und Familie nebst allen Verwandten. Leopold Mayer u. Kino« Gießen, den 4. März 1919. sau fämtL^äunllnqöbcüne Deutschlands, absolut geruchlos, 12 St. M. 15.65k ?tacha., Schnuller M.7LV v- Dtzd-, a. vaarw., so langt Borrat. Fraas Rethen Danksagung. Fstr Mt uns anlähllch der Todes unserer geliebten Gattin und Mutter er- wiesene Teilnahme sagen wir herzlichen Nachruf. Im Kampfe für unser deutsches Vaterland haben folgende Mitglieder unseres Vereins ihr Leben geopfert: Heinrich Krombach Philipp Hörr Ludwig Rüspeler Friedrich Wagner BeretnSdtener. 01490 Ihr Andenken bleibt in Ehren. Xnmerein FeLinMsusen. Käse Verteilung. «Ausgabe 9ir. 15.) Von Freitag den 7. bkS DienStag den 11. b, Seibel, Earl, stravkiurter Strahe Seibel, Johann, ^'udwigSolatz - Schade & stiillgralle, Bahnhvistrane 7. Schade L stüUgrabe. Vubmtaürafec 8. Schäfer Wwe.. M Kaiser-Allee Nachruf. Lir beklagen den Verlust nachstehender Sangesbrüder: Wilhelm Gräf flef. is. 9.15 Ernst Müller ges. 20. a 15 Gustav Törmer SÄ Richard Neusel gef. 25. 2. 16 Ferdinand Mühl ges. 9.8.16 Adolf Müller gestorb. 18.11.16 Ihr Andenken werden wir in Ehren halten, denn sie gaben ihr Bestes für Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. B. wurde beute bezüglich der Mitteldeutschen Credilbant, Frankfutt am Main, Filiale Gießen, eingetragen : Dem Franz Zeller in Gießen ist mit Beschränkung auf den Geschäftsbetrieb der Filiale Güßen Gesamtprokura erteilt mit der Maßgabe, daß er in Gemeinschaft mit einem BorstandSmitgliede oder stellvertretenden Vor- standSmitgliede die Mitt ldeuksche Creditbank, Filiale Gießen, zu vertreten berechtigt ist. Gießen, den 27. Februar 1919. 281TB Hessische- Amts^eriHt. Der unterzeichnete Bereia beklagt weiter den Verlust nachstehender Mitglieder: Karl Nier gefall, am 13. Aug. 1918 bei ArmentidreS, Ludwig Hess 2. Vorsitzender gestorben in der Heimat infolge einer im Felde zugezogenen Krankheit. Sie starben für unS, wir werden ihrer nie vergessen. 2763 Nonnenroth, den 4. März 1919. Gcsliiigvtkki» „Lirderkran;". Am 4. März morgens 107« Uhr verschied meine innigstgeliebte Frau, die treusorgende Mutter meiner drei Kinder, unsere liebe Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Berta Mootz geb. Lutz nach kurzem, schwerem Leiden im 35. Lebensjahr. In tiefer Trauer Karl Mootz, Res.-Lokomotivführer. Gießen (Hlllebrandstr. 2), Betzdorf, Hanau, Merklinde, Kirchen a. Sieg, den 6. März 1919. Die Beerdigung findet Samstag den 8. März nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. 6-50$ i-orden Stun bat die ntn so siaedt, an. V siebent Mindt :ung& Ms Sllsstc »et lei' 5 icheinl Statt Jeder besonderen Anzeige. Allen Verwandten und gekannten hierdurch die traurige Mitteilung, daß meine innigstgeliebffl Frau, unsere gute, treusorgende. unvergeßliche Mutter,Schwiegermutter, Großmutter und Schwägerin Philippine Rock geb. Menget heute vormittag 10'/» Uhr nach schwerem Leiden im 66. Lebens- Nachruf. Im Kampfe für6 Vaterland haben folgende Mitglieder unseres Vereins ihr Leben geopfert: Heinrich Schmitt Philipp Euler Wilhelm Euler ,Heinrich Balser Wilhelm Balser Wilhelm Weisensee Ludwig Schäfer. Der Verein wird ihnen stets ein ehrendes Andenken bewahren. 2764 8tsW»miii.SSiWrlrusME Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A. wurde heule bezüglich der Firma Krause & Comp., Großen-Linden, eingetragen: Dem Wilhelm Gutermuih in Großen Linden ift Prokura erteilt. Gießen, den 2o. Februar 1919. sigß Hessische» Amtsgericht. (hott dem Allmächtigen hat es gc fallen, gestern morgen 8 Uhr unseren lieben Vater, Schwiegervater, Grog- vater und Urgrobvnter Johannes Groh IV. iin Alter uon 87 Jahren nach kurzer, ftfjiocrer Krankheit zu fich in die Ewiq- Tcit abzurufen. Im Namen bet trauernden Hinterbliebenen: Aamilie Kerbarb Noch Familie Wilhelm touler Familie ^akob Ha vier Familie Jakob NloS. Nnnerod, Rödgert, den 6. Mürz 1919. Die llieerdigung findet Freitag, 7. Marz, nachmittags 2 Nhr statt. (04471 Nutz- nnh BttllllholzvtrstkigcrMli Jrcitag den 7. März 1919 in den Abteilungen Alte Klibumer, MaurcrSkasverSkovf, Kronau und RehtränkSberg. Zusammenkunft vormittags 10 llbr auf der Hattenröder (Strafte am Pslanzgarten. Anfang in Alle Kübunter. Scheiter. Rm.: Buche 8 »ngSabschnitteS Nr. 15 ibev alten Lebensmittelkarte-. Auf ieden Abschnitt entfallt ein halber Käse zum Preise von 45 Pfennig. Die Kletnhandelogeschäfle haben die vereinnahmten BezugSabichnittc 9h:. 15 diS spätestens Arettaa bett 14. März b. 1 auf dem Städtischen LebenSmittelamt, Zimmer Nr. r?. unter Beifügung einer schriftlichen Mitteilung Ü^?r die Anzahl der abgelicferteit Abschnitte einzuselchen. -iichteinbaltung dieserIristfE'ieNnrcgelmäbig- keiien bei der Abgabe haben beit Auöschlutz von weiteren Zuteilungen zur ttolgc Gies,en, den 5. März 1919. 2832B Ter Oberbürgermeister (Lebcmsmittclamt). Holzversteig,°rnug in der sürstl. vbersürsterei Hohensolm». ES werden oersteiaert: DienStMg bcn 11. März in d. Distrikt Winbelbach: t>ichien-Dta»tmhol, 5. SIL: 68 St. mit 1L.13 sZstm. „ Derdstangen 1/3.SM: Ml ,. 29,43 „ „ -Nelsstangen 4./6. »l.: LS0 , .. 3,56 , „ -dtutzkniirsri. iL m lang: 7,5- fHnu Zusammeiikunft 2 llbr nachm. auf der fandst ras: e Gladenbach — Mieden am tstngnng in die Windelbach tm Freiherrl.«icdeselsche» RevierOberwMld. Brenn Holz-Bersteigerung. Montag bee 10. März 1910 werden im Henkelfcheu Saale zu <autechmki.-r. 1 Bichtutterer. 1 Eilenhobler, 1 Bleilüter. 2 vilfN Monteure, 4 Hilfsbeizer. Vebrlinne: 2 Kaufleute, 8 Schreiber, 17 Schlosser 3 Elektriker, 3 Mechan.ker. 1 Gartner, 8 Schub- wacher. 1 Konditor. 5 Metzger, 1 Vanbtuin em Spengler und Installateur. Weibliche Abteilung: Vei biefiaen Arbeitaeberu können einaestell« werben: 1 jüngeres Mädchen in ein ("efchast, cm destere» Hausmädchen. 1 Köchin. perfekte Hotel- kächinuen. 1 L'azarettköchin.l Hotelzirnntermadchen. 14 Dienstmädchen, S vauffrauen, 1 Mädchen tag»' über. 2 Kuchenmud-i en, 2 Wafäckucheumadchen 1 ältere Haushälterin in frauenlosen HauShoh 1 tnnenbL Arbeiterin in ein Bildergeschäft, eine &rau vom Vanbe für Gartenarbeit geg Berahltin« und freier Wohnun.r, 1 Lehrmädchen in ein.'kur» Warengeschäft, 1 Lehrmädchen in Konsumverein Vei auswärtiaen Arbeitgebern können einac (teilt werden: 7 landw. Ticniiniäödten, 1 fldrttnt 1 Kanecköchin oder Beiköchin. (> Dienstmädchen Hausmädchen, Hotelzimmer Mädchen. 6 brnert Hauömädchen. die servieren können, t einfache Stützen, 1 Mädchen, das etwas kochen kann uni im Geschäft mithilft. (?# juchen Arbeit: 1 Büglerin. Bureaugenilfinnen Stcnoivvt innen, Verkäuferinnen. 1 BiblwidekS- flebilfin, 1 Lehrmädchen in ein Bankgeschäft, ein Lehrfräulein in ein vhotogr. Atelier. -’SJot K Zucker-Ausgabe. Die für den Monat Aebrüar 1919 noch rück- tbigc Rcstmenge an Zucker ist jetzt eingetrossen. .(5ö werden daher gegen Vorlage des BestellauS- lucifefl und Abgabe der ^uckermarke sJtr. 2 hvcbruar 1919) die restlichen 250 törammdnrfer auögcgeben. Mit dem 10. März 1919 ve* llert die Äkark« Nr. 2 ihre Gültigkeit. Wer bis zu diesem Zeitpunkt den Zucker nicht abgehoil hat, hat keinen Anspruch mehr darauf. Die KletnhandelSgesckäste haben die vereinnahmten Zuckermarken Nr. 2 iFebruar 1919t »u sammeln und zu je 100 gebündelt bid längstens 12. do. Mkd. an daS Städtische Lebensmittel- aniL Zimmer Nr. 11, unter Beifügung einer schrist- lichen Mitteilung über die Anzahl der abgelieserten Marken einzufenden.- die nicht abgeholten oder mehr überwiesenen Zucket mengen find nach vorgefchrie' benent Muster dem Städtischen L'ebenSmilteiamt Ter Dberbürgermcifier (ßeben5mittelamt). /Marmelade-Berteilung. lAnSgabe Nr. 11.) r ‘ Bon SamStaa den b. bis Ä)?ittwoch den 18. bS. MtS. einfchliestlich gelangt in denKleinhandel»- geschäfteu, bei beneii dte Vorbestellung erfolgt ist, gegen Vorlage der Lebensmittelkarte und Abgabe des BezugvabfchuittS Nr. 11 1 Pfand Marmelade »um Preise von 100 Pfennig zur Ausgabe. Die KleiitbandeiSgefchätte haben die Bezugs- abschnitte bis spätestens 17. ds. Mts. dem Städtischen VebenSmittelamt, Zimmer 12, einzureichen. (Mieten, den 5. März 1919. 2829B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamk). fs» Nachnts. W- Aut 4. L HR. verschied unser Ehrenmitglied und Mit- t« bentiiuber des Bauer jchett tgl Gesangvereins aw Herr F Zriedrich Heuser int ehrwürdigen Alter von 8) Jahren. Dem lieben Rrcur.be twrben wir ein Treugedenken bewahren. 2880c Wir bitt', n unsere Mitglieder um zahl' reiche BetetUguttg bei der am Jreitag den 7. l. M. nachm ittagS 2'/, Nhr auf dem neuen Friedhof stau findenden Beerdigung. Der Vorstand deS B'Mner'fcheu Gesangvereins. Rudolf Rüdiger AuftallationSgeichäst übernimmt Slettr. Licht- uni lllingel-Anlagen jeder Art u. Größte. empf. in grober Auswahl J. Thörner Jnft. tSefch. ;'udwigstr.4L la. Holl.Äustern f isch eingetroffen. lS>19 Carl Schwaab, Dali .atessen. tatim aller H SSÄÄSXSS wert Ale Br Wiehe ITalv.-Dreexerei. 1. Laase. Stefiee I GiestenerFröbel-DeminarA"'" Tie Arbeiten der adaebenbeu Ninbergart nerinnen werden yreitag, Sautstag und Sonntau von 11 diS 6 Nhr ausgestellt. 2775 Donnerstag, b. Märziyjy weg nicht ausgeschlossen Tas Gericht hat wenn .in Verfahren vor dem Schlickstuiigsausschustc schwebt, auf Eintrag einer Partei anzuordmen, baß die Verhandlung bis zur Erledigung tes Verfahrens vor dem Schlichtungsausschuß auSzu- 'eben ist. o t . II. Durch § lö der vorläufigen Laiwarbeits- ordnung trnrb die Geltung des § 618 Ms. 2 und . bes Bürgerlichen Gesetzbuchs nidü berührt B e rli n, den 24 Januar 1619 Die Rcichsregicrung. Ebert. Scheidemann. Der Staatssekretär des Reichsarbeitsamts. Bauer. 'wähl «D MAüsteni I281Q DonKfagung. t Rundlich. S^meuHbübttauJ ’y Bewirtung wä. i der Zeit oonokr Kn Ipr-ch-n wir lfdles.Wrge den Faii. Philipp Audrl und Mlhelm (Mitl Steintjehn unseren !«»W« Dani is. Die so schön ver- bten Tage werden Hba?9 Unia9e*'en ieftetter Karl «reeb ian. Friedrich Löcher 5. Datterie i jA*» 205.1 ZH S]> .. fürall6 a“9etiere 2’*^urJ232a IFrui Beilm f Mw oeletiLgefttiü(}t| b. bkst.all.eMt* «t. Jauner, t. Gebräu: isäintl-Läuglinasbe^l iuischlandS. äblolui r chloS.l2St.Klö.kn icha.. Schnuller TU.' 5)|?b.,a.»nQrw«loloq: anal. Frui Hidlm, iideo-L 1 N. ,11 seminar®"'!' btnbtn fl/obrrgart aaiitag und Souutan WkiWlism Leleph. 2051 erden: ern: 1 Gerber. 28 Lchubmacher. litii ißt, 1 Bildereinrad: !ben tonn,»^*' jeder. iWaaeuladiem r, 1 Elekromonieur, t Möbelschreiner, der vH , HauSburschen. > o-liner, 1 Aeibblcht PIS« 2tc nbru6r ‘äs*-* tzSZ , 8 Scbr'slievtt (ir :cibev“nb?SdjT^- i^?nnd »uSlöuitt urschen.un° pjiourtt cHoiöfSr u- Mevser- Abteil"7'ein^ l bern ÄW abdien *nJ pCrif^ J' I i Aöcht^,,'j,„iuer'U^". tzLM ’n i ÄSMK! gfcs^;, 0^.: Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderheffen) Swettes Blatt M.55 Amtlicher Teil. 8 20. :gere zwischen den eine solche nii nächsten Marktorts zu vergüten. § 8. Wohnung, Landnuhung und mwere Lei- Petr.: Einsendung der Kreisabdeckereiverzeichnisse für den Monat Februar 1919. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreils. Wir erinnern Sie an die Einsendung der Ab» deckereiverzeichnisse für den Monat Februar 1919 Genaue Aufstellung ist unbedingt notwendig. Gießen, den 3. März 1919. Kreisamt Gießen. _________I. V.: Weicker. Verordnung betreffend eine vorläufige LandarbeitSvrdmmg. Vom 24. Januar 1919. stimmt. V Soweit im Vorstehenden nichts Gegenteiliges bestimmt ist, gelten die Bestimmungen un, serer Bekanntmachung über den Verkehr mit (Stern im unbesetzten hessischen Gebiete vom 25. Januar 1919. VI. Tiesc Bekanntmachung tntt am Tag' ihrer Verkündigung in Kraft. Darmstadt, den 25. Februar 1919. Hessisches Landesernährungsamt Neumann. Bett.: Einziehung der Zehn- und Fünfpfennigstücke aus Nickel. An dcn Oberbürgermeister zu Gießen, die Bürgermeistereien der Landgemeinden, die Ge- ineinderechner und die Rechner der Kirchen gemeinden, Stiftungen und israelitischen Re ligionsgemeinden. Nachdem die Gründe für die Einziehung bet Nickelmünzen zu zehn und fünf Pfennig fortgefallen sind, empfehlen wir Ihnen unter Bezugnahme auf unser Ausschreiben vom 2. Juli 1918, diese Münz {orten nicht mehr zurückzuhalten und etwa ange- sammelte Stücke wieder dem Verkehr zuzuleiten. Gießen, den 1. März 1919. Kreisamt Gießen. ___________I. B.: Pennrich. Bekanntmachung. Setr'Ün^r^hirod6 auf die im amtlichen Teil der Gießener Anzeigers Nr. 53 vom 4. März 1919 ab gedruckten Ausführungsbestimmungen zur Verordnung über Waffenbesitz vom 13. Januar 1919 machen nm- bekannt, daß die hiernach bis zum 15. März 1919 angeordnete Ablieferung von Schußwaffen nb Mu. nition bei der unterzeichnete«, Behörde, weideugaß, Ur. 5, zu erfolgen hat. Gießen, den 5. MLrz 1919. Das Polizeiamt Gießen. Gebhardt. gesetzliche oder vertragliche Arbeitsbevrngungen bleiben bestehen. . Die vorstehende vorläufige Landarbeit sord- nung erhält hierdurch bis zum Erlaß einer yite gültigen Landcrrbeitsordnung vom Tage betret» kündung dieser Devordmrng ab mit folgenden Maßgaben Gesetzeskraft: I Wiw gemäß §§ 8, 18, 19 der vorläufigen Dett.: Zuckerverbrauchsregelung. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Auf Grund des § 2 der Bekanntmachung vom 15 3anuar 1918 (Kreisblatt Nr. 5) wird bekannt, qeaeben, daß die für den Monat Februar 1919 zu- stehende Zuckermenge in Höhe von 750 gr auf den 6opf der Bevölkerung zur Ausgabe gelangt Es können auf die Zuckermarken 97, 98 und 99 je 250 gr = 750 gr Jucker für den Monat Februar bezogen werden. Mit Ablauf des 25. Ttän ds. Js. verlieren bte Marken 97, 98 und 99 ihre Gültigkeit. Wir beauftragen Sie, diese Verfügung ortsübhd) bekanntzumachen. Gießen, den 3. März 1919. Kreisamt Gießen. I. V.: vr.Siegert. bnung der Schl ichtnngSausschu ß anal er zu verbuchen, eine (Sungurtff Parteien herbeizuttihven. Kommt ;cbt zustande, fv erfolgt die in den eslimnnmgen vorgesehene düng durch einen Schiedsspruch. Auf tue örtliche Zuständigkeit findet (§ 22 Abs. 1, auf t«s Verehren finden die §§ 23 bis 26, §§ 27, 28 Ws 1 und § 30 der Verordnung über Tarifverträge, Arbeiter- und AnqestelltrnauSschüsse und Sefauh- tung von ArbeirSstreiriakeiten vom 23. Dezember 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 1456) entsprechende An- roenining. Durch das Verfahren vor dem SchlichtungsauSschusse mttb der ordentliche ovechts- «* Verband bildender Künstler in Hessen. Am 21. Februar wurde in Darmstadt in einer zahlreich besuchten Versammlung die Gründung eines Verbandes bildender Künstler in Hessen be- schloffen. Für die Vertretung der Interessen der bildenden Kunst in Heffen ist damit eine gesunde Grund- läge geschaffen. Das Bedürfnis nach emem Zusammen- schluß der bildenden Künstler war schon vor dem Kriege in allen Gegenden Deutschlands lebendig. Mißstände vor allem auf dem Gebiet des Ausstellungswesens und der öffentlichen Kunstpflege wurden Überall empfun- den Ihre wirksame Bekämpfung war aber nicht möglich, solange die Künstler sich nicht entschlreßen konnten, über Gegensätze künstlerischer Anschauungen hinweg zu sehen und sich zur Vertretung gemein- famer Interessen zusammenzufinden. Die Revolution hat auch hier neue Anstöße gegeben. Wie in Heffen haben auch in München und Thüringen die bildenden Künstler Verbände gebildet. Andere Bezirke werden folgen und es ist zu hoffen, daß sich Über den einzelnen Verbänden eine dauerhafte Organisation der bildenden Künstler Deutschlands bilden wird. Die Gründung des neuen Verbandes ist in Heffen unter qüuftigen Vorzeichen erfolgt. Mit Überwältigender Majorität haben sich ihm bte Maler, Bildhauer, Architekten und Kunstgewerbler Hessens angeschloffen. Nur wenige haben sich bisher ferngehalten und die Gefahr einer Zersplitterung der Kräfte besteht nicht. Auf diesem Zusammenschluß von Künstlern aller Richtungen beruht auch die Zuversicht, daß der neue Verband stets das Gesamtintereffe der bildenden Kunst vertreten wird, unabhängig von Eliguenwesen und «Parteien. So ist zu hoffen, daß die Arbeit des vorläufigen Vorstandes unter Vorsitz von Gehetmerat Pützer in Darmstadt bald zu einer gesunden Organisation auf dem (Bebeite der bildenden Kunst führen wird. Letzte Nachrichten. Beschlüße des deutschen StaatenauSschusscS. Weimar, 5. März. (WTB.) In der am 4. März anter dem Vorsitz des Reichsministers des Innern Dr. Preuh und des Reichswirtschaftsministers Wtffell abgehaltenen Sitzung des Staatenausschusses wurde dem von der Nationalversammlung angenommenen Entwürfe des Uebergangsgesetzes, des Gesetzes über die Bildung einer vorläufigen Reichswehr und des Gesetzes zur Durchführung der Waffenstillstands- bebingungen zugestimmt. Ferner erklärte sich der Staatenausschuß mit der Einbringung der Entwürfe des Sozialisierungsgesetzes und des Gesetzes über bte Kohlenwirt chaft an bte Nationalversammlung em- oerstanben. Dabei gab der Vertreter der Reichsregierung zum Sozialtsierungsgesetz die Erklärung ab, baß, soweit Unternehmungen ber tn § 2 dieses Gesetzes bezeichneten Art sich tm Besitze von Gltebstaaten befinben, das Reich sich bei gerne,nwirtschaftstcher Regelung den Gliedstaaten über bereit Interessen aus« «nandersehen werde. Die Lage in Berlin. Berlin, 5. März. (WTB.) Die Erschießung eines Spartakisten, der mit einer Handgranate ein Tor des Polizeipräsidenten zu sprengen versuchte, war vormittags das Zeichen zu fortgesetztem Feuern auf das Gebäude, Nachmittags versuchten etwa 80 Zwi- llsten und Matrosen bas Dienftgebäube in der Ma- gaZinstraße zu stürmen, wo die zur Besatzung des Pclizeipräsidiums gehörige Artillerie untergebracht war. Der Angr-ff wurde nach einstündigem Kampf durch Regierungstruppen und Schutzleute abgeschlagen. Detlin, 5. März. (WTVft Die Setzer und Drucker des Wolfffchen Telegraphenbureaus sind kurz nach 9 Uhr abends in den Ausstand ge- treten. Infolgedessen muß bas Bureau von der Versendung seiner gedruckten Ausgaben absehen. Berlin, 5. März. (WTB.) Heute ist in Ber. lin keine Morgenzeitung erschienen, da gestern abend alle Setzer und Drucker in den Ausstand traten. Bremen. Bremen, S. März. (WTB.) Der Generalstreik kann als beendigt angesehen werden. Der Einundzwanzigerausschuß sieht die Forderungen der Arbeiter als erfüllt an und fordert demgemäß bte Streikenben auf, in ben Betrieben die Arbeit wieder aufzunehmen. Eine Einigung im mittcldcntschen Streikgebiet. Berlin, 5. März. (WTB.) Heute fanden unter dem Vorsitz des Reicharbeitsministers Bauer Ber- Handlungen mit den Vertretern der Streikenden tm mitteldeutschen Streikgebiet statt, die zu einer völligen Einigung führten. Die anwesenden Arde.t- geberoertreter stimmten für ihre Person den getroffenen Vereinbarungen zu und versprachen, in ihren Kreisen für die sofortige Durchführung einzutreten. Der Reichsarbeitsminister verpflichtete sich seinerseits dazu, durch unmittelbare Einwirkung auf die Organisationen der Arbeitgeber den Abmachungen den nötigen Nachdruck zu verleihen. Zu b esem Zweck wirb in ben nächsten Tagen eine Besprechung ber Regierung mit den Vertretern ber zustänbigen 2Irbeitgcberorgani|atton in Weimar ftattfinben. Die Vertreter ber streikenden Arbeiterschaft verpflichten sich, für die sofortige Wie- deraufnahme ber Arbeit einzutreten. Ein Beschluß des Münchener RätekongresscS. München, 5.März. In ber heutigen Rachmit- tagssihung bes Rätekongresses würbe ein Dringlichkeitsantrag Dr. Löwenfelb mit großer Mehrheit angenommen, bernzufolge bie Vertreter aus ben Reihen ber Mehrheitspartei unb ber Unabhängigen Sozialbernokraten sich erneut mit ben am 12 Januar ht ben bayrischen fianbtag gewählten Abgeorbneten der Mehrheiispartei zusarnmenfinden, um eine (Einigung anzustreben. Die Verhandlungen werden am Freitag beginnen. An ihnen werden je sieben Der- treter der Mehrheitssozialisten sowie der Unabhängigen Sozialdemokraten unb bes Bauernbunbes teil- Vorläufige Landarbeilsordunug. fel. Für die Betriebe der Lomd» unb Forsd- aft einschließlich chcer Neben betriebe gelten rschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs über den Dienstvertrag, ergänzt durch die nachfolgenden Bestimmungen. , 8 2. In Betrieben der Land- und (Wrftttnrt- schäft einschließlich ihrer Nebenbetrieb«, rjtr welche ein Tarifvertrag nickst besteht, sind DienUvertrage mit mehr als halbjähriger Tauer schriftlich ab- jpischließen, sofern darin Bezüge nickst barer Art zugesichert ftnb. Ten Dienstverpflichteten ist aus Berlangen eine VerwaAsabschrift anszuhätstugen. 8 3. Tie tägliche Höchstarbeitszeit brträgt in vier Monaten durchschnittlich acht, in vier Mcmattn durchschnittlich zehn und in wetteren vier Monaten eli Stuichen. Darüber hinaus geleistete lieberihntben sind besonders ju verMtten. § 4. In die Arbetts-ett sind die Wege vom Hofe xnr Lfibett «nb von der Arbest rum Hpfe hingen die keinen MarDvert haben, sollen, wenn ic al-- Teil der C-ntlohmnna vom Arbeilgeber zai- gesicb-.ct sind, mit ihrem Geldwert schriftlich feit- gesetzt werden. Ist dies unterblieben, so entscheidet in Streitfällen der Schlichtungsausschuß. 8 9. In Jahresverträgen darf die Entlohnung auf oje verschiedenen Jahreszeiten nicht immun- messen verteilt sein, so daß di« Entlohnung m der Winter-eit in auffälligem Mißverhältnisse zu der auf sie entfallenden Arbeitslenhrng und zur Entlohnung für das gan^e Jahr steht 8 10. Lolnveinbehaltungen zur Lickierung des Schadenersatzes bei widerreckst.lickstr Lösung des Vertrages dürfen ein Viertel des fälligen BarloyneS txt einzelnen Lohnzahlung und im Gesamtbetrag die Höhe des fünfzehnfachen Ortslobns rm Sinne der RcicksSversickserungsordnung nicht übersteigen. § 11. Als Vergütung für eine Neberstundc soll mindestens ein Zehntel des -Qrtslohnes im Sinne der Reichsversick--?rung-Sordnung mit 50 vom Hundert Aufschlag zng.unde «logt werden. 8 12. Fütterung und Pflege der Tiere, sowie sonstige naturnvtwcichch? A.bciten sind ;Old)at Arbeitern, welche diese Arbeiten nickst allgemein ver- tcaglich übernommen haben, als lieberirunden zu vergüten Andere dringliche Arbeiten an Sonn- und Fe?-agen sollen mit mindestens dem doppelten SDrtetoM. im Sinne der ReichSver!ick>erungsord^ Aus Stadt and Land. Gießen, 6. März 1919. | Streikbeilegung in der hiesigen ] Metallindustrie. ' Nachdem den Forderungen der Arbeiter 1 6er Firmen Hetzligenstädt, Bänninger und < Schaffftaedt von feiten der Arbeitgeber eine 6—SOproz. Lohnerhöhung zugebilligt worden ist, die Gewährung von garantierten । Stundenlöhnen jedoch abgelehnt wurde, hat die Arbeiterschaft der obengenannten Firmen folgende Resolution beschlossen: „Die Arbeiterschaft der Firmen Hevligen- staedt, Bättninger und Schaffftaedt nimmt die getroffenen Abmachungen unter Protest an. Sie erklärte daß wenn die in Aufsicht stehenden Negierungsmaßnahmen ihnen keine Mindestlöhne garantieren, sofort der Schlichtungsausschuß angerufen werden soll. Sie er- Närt sich «ferner jederzeit bereit, erneut in den Aus stand zu treten, wenn durch andere Mit»- tel keine Einigung zu erzielen ist." Durch die Annahme dieser Resolutlon scheint der Streik vorläufig beigelegt. ♦ * Waffenbesitz. Das Polizeiamt macht bekannt, daß bis zum 15. März 1919 die Ablieferung von Schußwaffen und Munition auf dem Polizeiamt, Weidengafie Nr. 5, zu erfolgen hat. Starkenburg und Rhemhessen. *• Bensheim a. Bergstr., 4. März. Hier ent» ftanb am Sonntag abenb burd) verschiebens Bensheimer junge Burschen eine schwere Messerstecherei, ber bis jetzt twa 5 Personen zum Opfer fielen. Hessen-Nassau. --- Frankfurt a. Bl., 4. März. Die amerikanische Kommission ist, nachbem sie noch bas Lebensmittelamt eingehend besichtigt unb hier an ber Quelle über die Ernährung der Frankfurter Beoölke- rung sich unterrichtet hat, heute mittag im Auto nach Darmstadt abgereist. Bon dort aus wird sie sich nach Mannheim begeben. Turnen und Sport. •• Der Turnverein von 1846 hat seine Halle wieder instand gesetzt und hält am Sonntag vormittag 9 Uhr bte erste Turnstunbe ab. In ber heutigen An- zeige ruft ber Verein Alle, die einst in seinen Rethen standen, zum Wiedererscheinen auf unb weist auf die edlen Bestrebungen, die Jugend körperlich zu er- tüchtigen, hin. Kirchliche Nachrichten. Israelstische Heligfonigemelnbe. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Samstag den 8. März: Vorabd.: 6.00; morg.: 9.00; abbs.: 6.25 u. 7.05. - Israelitische tteNglomgesellschaft. Sabbatfeier am 8. März: Freitag abb.: 5 50; Samstag norm.: 8.30 Prebigt; nachm.: 3.30; Sabbatausg.: 7.05. Wochen- gottesb.: morg. 7.00, abbs. 5.30. Kunfi unb Wissenschaft. mmg vergütet wertren. . , . § 13. In Betrieben, in denen em Arbeiter- - ausschuß bestecht, ist nach dessen Anhönmg eine ?lrbeitsordmmg zu erlassen und an sichtbarer stelle ' auszuhäugen. Sie muß Bestimmungen eiithaltcn über die Arbeitszeit, sowie über etwaige Stvafen und über die Berrvendung der Strafgelder, die mir . um Besten der Arbeiter des Betriebes zulässig ind. § 14. Arbeiterinnen, die cm Äausweien zu versorgen haben, sind so früh fron der Arbeit zu entlassen, oaß sie eine Stunde vor der Lmupt- mahlzeit in ihrer L>Luslichkett efittreffen. An den Tagen Vvr Weihnachten, Ostern und Pfingsten sind ie von der Arbeit entbunden. Arbeiterinnen, die ein größeres HauSwesen zu versorgen, insbesondere auch Gehilfin, die nicht ,ur eigenen Familie gehören, zu beköstigen haben, ind abgesehen von Notfällen, nur insoweit zur Arbeit zu verpflichten, als dies ohne erheblich- Beeinträchtisuny ihrer häuslichen Pflichten zu- 15 Wohnungen sollen in sittlicher und ge- ftrttdhcitlicher Beziehung einwandfrei und für Verheiratete unter Berücksichtigung der .Kinderzahl und Geschlechter ausreichend sein. Wohnungen der Ledigen sollen Heizbar verschließbar und mindestes mit Bett, Tisch, GtuU, verschließbarem Sckvanke und Wastchgelegenhett ausgestultet sein. 8 16. Wickttiger Grund zur sofortigen Löiung des Vertrags ist jeder Umstand, mit Rücksicht auf den die Fortsetzung des Dienstvertrages einer Vertragspartei nicht mehr zngenmtet werden kann. Svlck^e Gründe sind insbesondere Tätlichkeiten, grobe Beleidigungen unsittliche Zumutungen im Arbeitsverhältnisse, beharrliche Berweignung oder grobe Vernachlässigung der Dienstleistungen, ttric- derholt unpünktliche Lohnzahlung anhaltendi schleckste Kost und gesundheilsschädliche Wohnung. Politische und gewerkschaftliche Betättgung ist kein Entlo ssu ngsgrund. § 17. T-ienstpervflichteten mit eigenem Hausstand steht bei vorzeitiger unverschuldeter Auflösung des Tienstvertrages für sich oder ihre Familie die Benutzung der vom Arbeitgeber gewährten Wohimng bis zu drei Wochen nach Vertrags- ende ohne Vergütung zu, svfirn der Vertrag nicht ohnehin vorher abläuft. Xxit der Tienstverpflichtete die vvrzeitiae Beendigung des Vertrages verschuldet, so steht ihm die Benutzung der Wohnung nur bis zu zwei Wochen gegen Vergütung zu, foferu der Vertrag nichi vorher abläuft, ober sofern ihm nicht einet andere angemessene Unterkunft zur Verfügung gestellt wird. 8 18 Bei vorzeitiger Beendigung dos Drenst- vertzaltnisseS sollen den Tienswerpslichteten von den ifm vom Arbcttgeber gewährten Lande bi£ Früchte öt einem seinen bisherigen Leistungen ent- fprechenden Anteil unter Zugrundelegung des Durck.schntttSeriirages der Fläche zustehcn. , Bei Streitfällen entscheidet der Schlichtungsaus>'chus- 8 19 Renten irgendwelcher Art, insbeso:: - berc Kriegsbeschädigten- und Hinterbliebenenrenten, oürfai auf den Lohn nicht angerechnet werden. Bei Streitfällen darüber ob der den Kriegs- . beschädigten oder anderen Mtnderleistimgssäbig.w ' bezahlte Lohn ein angemessener ist oder ob die . solchen dlrbeitern zugemutete Arbeit der Leistung^- fähigfitt entspricht, entscheidet der Schlichtung-^ ausschuß. Bekanntmachung betreffend Ergänzung der Bekanntmachung vom 25 Januar 1919 über den Verkehr mit Eiern tm unbelebten hessischen Gebiete vom 25. Febr^ 1919. I Die Äbgabepflicht von Eiern wird auch auf die Entenhalter ausgedehnt. Für die Bemessung dieser Abgalx'vsliÄt ist dec bei der Viehzählung vom 4. Dezember 1918 sestgestellte Stand der Entenhaltnng efistchtießfich der Enteriche maßgebend. „„ . v II. Jeder Entenhalter ist verpflichtet, für tede Ente 15 Eier abzuliefern, und zwar spätesteits bis zum 31. Mai 1919. Für Enteriche und schleck» legende Enten wird ein Abzug nicht gewährt; auch findet keine Freilassung von Eiern auf den Kopf der Entenhalter und ihrer §>aushaltungsmtt glieder statt. „ , UI. Entsprechend der Zähl der Entenhaltung legt die Landeseierstelle jeder Gemeinde eine bestimmte Enteneier-Liefirungspflicht auf. Tie (&> meinten sind verpflichtet, diese Lieferungspsttcht entsprechend ter Zahl ter festgestellten Entenhaltungen auf die einzelnen Entenhalter umzulegen. Tic Gemeinten haften für die Erfüllung ter für sie sestgesetzten gesamten Lieferungspsttcht. IV. Ter Preis, der den Entenhaltern Für das Entenei zu befahlen ist, beträgt 25 Pf. Tie L>öchst^ischläge zu tem Erwerbspreise bis zum Bei- braucherpreise werden von ter Landeseterstelle be- Bekanntmachung. Betr.: Ausbruch ber Räube bei je einem Pferbe bes Friebrich Keller unb Karl Heibt in (Brünberg, Heinrich Knöß I. in Quedtbom unb des August Schrnibt in Stockhausen unb ber Wilhelm Heß Witwe in Münster. Bei je einem Pferbe ber Obengenannten würbe die Räude festgestellt. Die Sicherheitsmaßregeln wur- den angeorbnet. Gießen, ben 1. März 1919. Kreisamt Gießen, ____________J.V.: Welcker._____________ Bekanntmachung. Betr.: Maul- unb Klauenseuche zu Großen-Lftiten. In Großen-Linden ist die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen. Die Gemarkung Großen-Linden bildet einen Sperrbezirk. Lang-Göns, Leihgestern unb Klein-Linden sind Beobachtungsgebiet. Für den Sperrbezirk bzw. die Beobachtungs- bezirke gelten die Bestimmungen I unb II unserer Bekanntmachung vom 12. XL 1914 (Kreisblatt Nr. 70 vom 17. XI. 1914). Gießen, den 4. März 1919. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. nehmen. Wilsons Rückreise nach Frankreich. Neuyork, 5. März. (WTB.) Wilson ist heute um 8 Uhr 15 morgens mit bem Dampfer „George Washington" nach Frankreich abgereift. Amerika und der Friede. W a s h i n g t o n, 4. März. (Reuter.) Senator L o d g e hat einen Entschlußantrag ausgearbeitet, wonach der Senat erklären soll, daß er den Völkerbundp lannichtbtlltge und daß die amerikanischen Unterhändler beauftragt werden sollen, sich sogleich mit dem Abschluß des Friedens mit Deutschland zu beschäftigen. Lodge sagte: Wenn die Abstimmung über diesen Antrag vor der Vertagung des Kongresses nicht mehr vorgenommen werden kann, sind bte Parteiführer bereit, eine Erklärung zur Unterstützung des Antrages einzureichen, bte bte Unterschriften vieler Senatoren träat. Lodge verlangt, daß die Frage des Völkerbundes später eingehend geprüft werden solle. Infolge des erhobenen Widerspruck-es kann der Antrag nicht mehr in der gegenwärtigen Seffwn des Senates erörtert werden, die heute nacht endet. Lodge verlas die Namen von 37 Senatoren des neuen Senates, die die Entschließung unterstützen. Da diese Zahl ein Drittel der gesamten Mitgliederzahl des Senates überschreitet, reicht sie aus, um die Natrffkatwn des Friedensvertrages zu verhindern, für dessen Annahme eine Zweidrittelmehrheit erforderlich ist. Dcutschlaud und die Schweiz. Bern, 5. März. Nach einer Darlegung bes schweizerischen Ernährungsbirektors über bie Ernäh- rungsfrage ist bie Schweiz mit ihrer Phos phorversorgung burd) Thornasschlacken allein au Deutschlanb angewiesen. Ms Gegenleistung würbe bie Schweiz bie Ausfuhr von Fleischkonserven ge- statten. Eine sonderbare Kundgebung in Paris. Paris, 5. März. Laut einer Havasmelbung hat heute vormittag ein fjanblungsangefteQter Kieler, ein russischer Hube, in ben Ehrenhof bes (Eltjfee hineingeschossen, ohne jemanben zu treffen. (Er erklärte, er habe eine politische Kundgebung machen wollen. T« Verbände landwrrtschiffticher Arbeitgeber und Arbeitnehmer falten mittels Vereinbarung, die durch die Bekanntmachung des Staatssekretär- ves ReichsernälTruugSam s vom 22. ydovemter 1918 (Deutscher Neichsantzeiger Nr. 2,8 vom 2o. November 1918) in Kraft gesetzt wvrden tit, den Reichs-Bauern- und Landarberlerrat in Berlin geschaffen. Die in ihm zusammengesck/lossenen Skr- bänte haben unter dem 20. Dezember 1918 btzw., 23. Januar 1919 die nachstehende vorläufige Landarbeitsordnung vereinbart: einzurechnen, nicht dagegen bie Arbeitspausen sowie die Fülterungszetten bei den Arbeitsgespannc: 8 5. Während de« SvnuneLhall'jahrs sind täglich mindesten- zwei Stunden Ruhepause zu gewähren. 8 6. Ter Barlohn ist in der Regel wöchentlich zu zahlen. ~ , § 7. Die als Teil des Lohnes pereuibarl- .r Naturalien sind in Waren von mittlerer Beschaffin- hctt ter Eritte zu liefern und in ber Reael nach metrischen Maßen und Gewichten zu bemessen. Tic Lieferung hat in ber Regel vierteliährlich zu erfolgen, sofern Art und Gebrauch ter Natuvcü- bczügc nicht eine auf längere oder kürzere Zeil bemessene Lieferung erfordert. Nicht lieferbare Naturalien sind in bar nach tem amilid)en Erzeugerl)vchstpreis ober, wenn ein olcher nickst besteht, nach dem Marktpreis des Siilcbn* n*we' dl» ja, Wir trirf.idj 0c bet boi Brau schen j Lebc^Sl totTix. brutsch, wir io der 6: mittel bnitlii die fn v btt l brod] Serie k; to d. wi im rai In trnrmei Wfiün N ich »tliekr bf 6»nnt giften lchlager Vfbnt i sie der daß i vorichiv pressun! nt Ai Tlöfllid jtillnar MM lemesr letyt. $ Borge teilen D' s«Z übc iands i Sori'iöi Hai, du ten M ungeni nicht Be'chli A'trilur £ Ulu I“... inena^ bitN •iöd. a Etr.ifff ! Kaufgesuche ^.Wlterin äuTfenm Z7ei „luel^we J Arbeitspferde vuchen, den Ztr. für DI. 4.00 Lannen 3.60 Toppklsväaoer 2787 strotze 11 (.04311 ftrahelL 04810 y. fofort gesucht 04499 Ttk gesucht 1857 H Schön, Giene». im Lade«. 04415 »elger». 04479 in Kondors. 04448 »u vermieten Löwengaffe 83. Moss«, Frankfurt a. M 2842m &ai;w MK. 3 287,15 3 661,75 478,65 7 777,05 97,85 1 543,14 (Steten - flnnerob Tante burg-Giehen 3'/, Ged. 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