Donnerstag, 6 Mruar ZwIllkigrnindLru« u. Verlag: vrühl'jche llnio.-viich- u. Steindruckerei kl. Sange. S^riftlcitnng, Seichästskieile u.vrnS-rel- Schalpr I. 1BEL 44. tin i Komposition Brüss«l .5. Febr (WTB.) Savas. Infolge des Beschlusses der belqischen Arbeiter-Partei, sich nicht an der Berner Konferenz xu beteiligen, hat Bandervelde seine Demission als Vorsitzender des Irrternationalen Bursaus gegeben. ÄNuulsme von 4iijcigci f. die iaqesnummei vis zum Nachmittag vorder ohnejedeBerbmdlichkelt Scilenpreife: für örtliche Anzeigen 25 Bt.,für auSroärtige 30 Pi^ für 9ieflamen Mk.l.-nebst 20" glcue- rllnaszus i-lag;Plal;oor- fdiriii 20 % Au'jchlag. Lauvtichri'tlciler: Aug. (tzoeq Verantwortlich für Politik: Ang. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: v. Beck; sämtlich in Gießen tvürbigem Mummenschanz und auch von der unzulänglichen Entschuldigung, durch den Krieg und feine uns auferlegten Entbehrungen seien eben diese Unsitten entstanden und zu erklären. Wer solchem Volksgcschmack ent gegenkommt, der hat von dem Weimarer Geist der Wiederaufrafsnng iwch keinen Hauch verspürt. Tanzvergnügen und Maskenbälle. X H e u ch e l h e i m, 6. Febr. Hier ist der sogenannte Faschingklub wieder ausgetancht, Bälle werden abgehalten, wobei die ganze Nacht durch getanzt und Licht verbrannt wird. - Aus unserem Ort sind heute noch etwa 100 Kriegsteilnehmer vermißt oder in Gefangenschaft. m Klein-Linden, 5. Febr. Seit Ende November finden hier ununterbrochen jeden Sonntag Abschieds- Kränzchen statt. An manchen Sonntagen wird sogar in zwei Wirtschaften getanzt bis fast in den hellen Tag hinein, worauf die Teilnehmer an diesen Veranstaltungen meist musizierend und johlend durch den Ort ziehen. Mqli olle.plattiert 3014,5015 JO 16.50 schein H WRCKi Sonntags. - Beilagen: Gteßeier $*mili-r Zivilisation bedeuten würden. Mit erhobener Stimme erklärt Thomas unter stürmi'ch.'m Beifall der Versamm- luug: „In Paris darf kein Friede zwischen Siegern und Besiegten geschlossen werden, welcher Haß und Erbitterung zurücklassen würde, sondern ein Friede n der Wilsonschen Versöh- n u n p." Darum dürfe der Völkerbund Rtne Liga der enzelnen Staaten, sondnn müsse die Liga der gesa mt en Welt sein. In Par's sagten einige Vertreter, einige Staaten seien wegen ihrer Vergangenheit nicht als Mitglieder geeignet. Das würde be-beuten, daß sich eine Koalition gegen die andere bildet, und das wäre dann der allgemeine Bankerott. Ern Völkerbund dürfe kein Fetzen Pa pier, sondern er müsse eine lebendige Macht sein Um ganz klar zu sein über die Haltung Deutsch lands und um seinerseits kräftig für die englischen Forderungen eintreten zu können, lege er, Thomas, den deutschen Delegierten die Frage vor. Kämpfe in Petersburg. B e r I i n, 5. Febr. Aus Helsing^ors wird ge» meldet: Die Verhältnisse in Petersburg werden immer verzioeifelter. Wahrend der letzten Tage überschritten 300 Flüchtlinge die finnische Grenze, die nach Stockholm befördert werden sollen. Sie erzählen, daß in Petersburg ein Aufruhr früherer Soldaten üorgviomnicn sei. Tie Aufruhrer hoffen, daß die Semenowsche Garde sich anschließen würde. In den Straßen wurde mit tvkaschinengewehren geschossen. Die Kronsladter Festungsgeschütze griffen ein. Es gab zahlreich! Tote. Ursache des Aufruhrs war unter anderem, daß die Bolschewisten für die neu einberufenen Jahrgänge keine Verpflegung zu schaffen vermochten. Die Soldaten sollen nicht mehr als „Rote Armee" bezeichnet werden. Die Drittel- lungen zeigen die fortschreitende innere Aushöhlung der Bolschewiliherrschaft. Darüber können auch Erfolge an einzelnen Fronten nicht Hinwegtäuschen. In Estland ist außer Walk auch Werrv in die Hände der vereinigten finnisch-estnischen Truppen gefallen. Nach hierher gelangten Mitteilungen ist in der russischen Kolonie zu Paris die Hoffnung auf Hilfe des Verbandes ausgegeben. Um so zuversichtlicher wird aber auf Rußlands. Erneuerung durch das Wiedererwachen, des nationalen Bewußtsein Der traut, wie es sich in ganz Sibirien, im Amur- und Don gebiet zeigt, als dessen sinnbildliche Verkörperung Admiral Kvl- tschak erscheint. Die Polenkämpse und die WaffenstillftaudSkvm Mission. “*«• „D gartet!. Sä ersitflt vS -U 2^Saalug 4 Uhr. w Wieseck, 5. Febr. Das Faschingstreiben hat in diesem Fahre einen Aufschwung erlebt, wie nie zuvor. Mit Ausnahme der Montage ist hier in Wieseck an jedem Abend, meist in zwei Wirtschaften gleichzeitig Tanzgelegenheit, die bis spät in die Nacht hinein rpährt. Sonntags werden Maskenbälle veranstaltet, die außerordentlich starken Zuspruch finden, allerdings auch von Mädchen, die noch halbe Kinder sind. Unsere heutige Fugend kann sich wahrhaftig nicht beklagen. Büdingen, 4. Febr. Tanzbelustigungen, zu denen nicht zuvor durch Vermittlung der Bürgermeistereien die Genehmigung des Kreisamts eingeholt worden ist-, sind unzulässig Den bestehenden Vorschriften entsprechend wird in Zukunft für die einzelnen Gemeinden des Kreises nur noch alle 4-6 Wochen einmal Tanzerlaubnis erteilt werden. # AUs dem Niddertal,6. Febr. An Tanzbein st jg ungen fehlt es auch unseren Dörfern nicht. Jede sich bietende Gelegenheit wird dazu benutzt, um bis in den Morgen hinein zu tanzen. Alle behördlichen Ermahnungen und Verbote hatten bis jetzt wenig ober keinerlei Erfolg. Es wäre höchste Zeit, daß hier energisch ein geschritten würde. Besinnliche Leute fordern dem Ernst der Zeit entsprechend eine längere Landestrauer. aa. Fried berg, 4. Febr. Mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit wird die Abhaltung öffentlicher Maskenbälle in Friedberg in diesem Fahre nidit genehmigt n Offenbach, a. M., 4.Februar. Gegen die immer mehr überhand nehmende Tanzwut nimmt nun auch der hiesige Volksrat in einer Verordnung ganz entschieden Stellung. Für alle öffentlichen Lustbarkeiten gelten bezüglich ihrer Häufigkeit und Reihenfolge die vor dem 1. August in Kraft gewesenen Bestimmungen, die besonders auch für alle öffentlichen Veranstaltungen (Walzerabende, Tanzpartien) der gewerbsmäßigen Tanzlehrer und Tanzmeister Geltung haben. Tanzveranstaltungen von Vereinen dürfen nur genehmigt werden, wenn der Verein, bereits vor dem 1. August 1914 bestanden hat und mindestens 100 feste Mitglieder zahlt. Bis zum 1. April 1919 darf nur eine Tanzveranstaltung tattfinden. Ma skeraden und Kostümveranstal- htngen aller Art sind verboten. 0m Falle Besitzer von Lokalen gegen die sofort in Kraft tretenden Bestimmungen verstoßen, werden ihre Räume ge- chloffen. Von der Gesamtbevölkerung wird erwartet, daß sie dem Ernste der Zeit Rechnung trägt. — Wiesbaden, 5. Febr. 3m „Vergnügungspalast" kam es zwischen Gästen zu wüsten Auftritten. Als man auch gegen inzwischen alarmierte Schutzleute tätlich wurde, machten diese von der Waffe Gebrauch. rung von Tieren sowie Saatgut, ferner alle Rohstoffe und bearbeiteten Artikel, die für die Industrie unentbehrlich sind, einschließlich Brennstoffe aller Art. End lich wird mit besonderer Genehmigung noch die Ein. fuhr besonderer Erzeugniffe zugelasien, die etwa als für das wirtschaftliche Geben der rheinischen (Bebtet» unentbehrlich erkannt werden. - Der Güterverkehr aus dem besetzten Rheinland einschließlich der Brückenköpfe mit Bestimmung nach dem unbesetzten Deutsch«, land ist untersagt. 3n Ausnahmefällen kann bte Ausfuhr gewißer Fabrikate genehmigt werden, doch müßen sich die Sendungen streng auf die Tagesproduktion der Fabriken beschränken und dürfen dich Vorräte, die am 15. Fanuar vorhanden waren, nicht berühren. In der Sitzung der WassenstillstandSfom- in Spaa vom 3. Febrrtar kündigten die alitierten Mächte in einer Note die Entsenoung einer alliierten Kommission nach Polen an. Dreier solle die Aufgabe zufallen, die dortigen Unruhen bei zutagen. Die Kompulsion werde die polnischen Behörden veranlassen, sich jeder Getoalt gegen die deutschen Trnpven zu enthalten. Der Verband müsse aber darauf bestehen, daß sich die deutschen Behörden in Deutsch-Polen von jetzt ab nicht mehr in Angelegenheiten d-.s öffentlichen Lebens einmischen, sondern die Beendigung der Arbeiten der FriedtMskvnferery abluarten. Der stellvertretende deutsche Vorsitzende behielt sich die ÄntworL vor. Er stellte fest, daß innerhalb der deutschen Grerrze die deutsche Regierung daS unzüoeifelhaft» Recht und auch dte Pflicht haste, für Ordnung zu sorgen und ihre Untertanen zu schützen. Die äugen* blitliche Lage fordere von Deutschland ein schnelle» Eingreifen in den deutschen Oststeprovinzen. Die furchtbarsten Verbrechen wurden fettens der Polen an deutschen Untertanen verübt. Die schlechte Haltung der polnischen Truppen und die Judenpogrome in Polen zeigten klar, daß dieser Staat gerade das Gegenteil eines Bollwerks gegen den Bolschewismus sei. Die dem Deutschen Reiche von dort drohende Gefahr sei besonders ernft. General Nudent erwchertc, die genaueren Weisungen bezüglich der Ostfragen wurden bec deutschen Regierung noch zugehen. Auf seine Bitte bin erklärte sich die deutsche Kommission bereit, die Ausführungen ihres Vorsitzeitden schriftlich noch genauer zu formulieren. Gcgcn die Vo«löfnnfl des linken RheinuferS. Köln 5. Febr. (WTB.) Die Handelskammern von Aachen, Bonn, Koblenz, Düssel- dorf, Eupen, Köln, Münchefr-Gladbacl), Neuß, Solingen und Stolberg nahmen folgenle Entschließung an: Dem feierlichen Einspruch der Abgeordneten -sämtlicher politischen Parteien und Oberbürgermeister im besetzten preußisck>en Gebiet gegen jede Lo s l ö s u n g des linken Rhein- ufers oder einzelner seiner Teile vom Deutschen Reich schließen sich die obengenannten Handelskammern mit Entschiedenheit an. Als gesetzlich berufene Vertretungen von Handel, Gewqrle unb Industrie erheben die Handelskammern einen entschiedenen Anspruch, bei Beratungen darüber, loelche deutschen Freistaaten verfassungsmäßig zu [üben sind und bezüglich der Regelung aller wirtschaftlichen Fragen, zu denen auch die Abgrenzung von deutschen Freistaaten gehört, erttsprecheird der Bedeutung des Wirtschaftslebens gebührend gehört zu werden. -icue Bcrrehrübcsiimmnngen für das besetzte Gebiet. Berlin, 1. Febr. Eine Neuregelung des Verkehr» nach den linksrheinischen besetzten Gebietenist soeben erfolgt und tritt sofort in Kraft. Danach, da f der Rhein mit der Eisenbahn außerhalb der Brückenköpfe nur noch in Duisburg, Düsseldorf, Mannheim und Worms überschritten werden, mährend innerhalb der Brückenköpfe die interalliierte Kommission die Stellen bezeichnet, an denen ein Ueber, gang stattfinden kann. An diesen Stellen haben die Mil türzüge der verbündeten Armeen, die in den Bezirk der Brückenköpfe fahren oder von dort kam. men, ferner Züge mit Material deutscher Herkunft, das gemäß den Waffenstillstandsbedingungen geliefert werden muß, sowie die Rücktransporte des abgelehnten Materials freie Ueberfahrtr- Außerdem werden ohne besondere Genehmigung folgende Transporte zugelaßen: Lebensrnittel einschließlich Getränke für die Zivilbevölkerung, Futter oder Körner für die Emäh. sollte man rn den Kreisen außerhalb der Regierung nicht so viel Aufrufe und Vorstellungen an die Feinde, desto mehr Augenmerk aber auf die Gemütsverfassung unseres Volkes selber lenken. Wir haben in den letzten Tagen uns öfter mit der wachsen- Vergnügungssucht eines großen Teiles untres Volkes befaßt und alsbald eine Fülle Zuschriften darüber erhalten. Wie wir in Blättern lesen, stehen diese Dinge auch anderwärts stark im Vordergrund. Nun muß man sich unseres Erachtens davor hüten, gleich einer Straßrnverdunkelung auch eine Seelenverdunkelung herbeizuführen. Es kann und darf sich nicht darum drehen, daß wir gesundem Lebensdrang, echtem Selbstvertrauen und einem 'bescheidenen Maß von Zerstreuung den Zutritt verbieten. Pedantische Verfrübungen der Polizeistunde lielfen auch nicht viel, und so weit die Kohlen- und Lichtersparnis nicht dabei mitsprechen muß, sollte man damit nicht engherzig verfahren. Zeit und Gelegenheit zur Aussprache, zu einem Mindestmaß von Geselligkeit, muß uns bleiben. Für besondere Lustbarkeiten, Tanzvergnügen und Maskenbälle ist dagegen jetzt unter keinen Umständen die Zeit! Das hessische Ministerium des Innern hat deshalb mit Recht verfügt, daß die Abhaltung öffentlicher Maskenbälle in diesem Jahre mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit von den Polizeibehörden durchweg nicht zu gcnehmigen^ist. Da auch, so heißt es weiter, im Hinblick auf die Kohlennot und die Einschränkung des Lichtverbrauchs eine Beschränkung der Dauer der öffentlichen Tänze überhaupt erforderlich ist, so können Tanzerlaubnisscheine für die Folge nicht länger als die Feierabendstunde dauert, erteilt werden. Auch Privatvergnügungen haben sich hiernach zu richten, andernfalls kann entsprechende Entziehung des Lichtverbrauches ein- treten. Der Eingriff war unbedingt nötig. Don frberall her melden unsere Berichterstatter das Erwack)en von Faschingsklubs, das Auftauchen der Bälle und Kränzchen. Die Tanzwut trassiert in bedenklichstem Maße. Das trifft sowohl Stadt wie Land. In einem Leitartikel der „Franks. Ztg." lasen wir den Satz: „Wenn beute in allen Großstädten die so lange Furückgcdämmte Lebensgier in heißem Genießen ausbricht, weirn, in dieser furchtbaren Not und Demütigung des Vaterlandes, Hunderttausende sich selbst und alle Würde vergessen unb nur dem Tag unb allen Freuden, die er erraffen läßt, sich hingeben, bann klingt der grelle Lärm der Tanzmusik wahrhaftig, als spiele der Tod selbst uns unter dem Jauchzen der Taumelnden zum Tanze auf." Nun, viel schlimmer als auf manchen Landorten kann es auch in den Großstädten nicht sein. Wir müssen aus diesem besinnungslosen Treiben I>eraii§! Ein „Vortragender Rat" im preu- ßisck)en Kultusministerium, Prof. Dr. Becker, fdjreibl in der „Voss. Ztg": „Mr besitzen mir noch geistige Machtmittel." Gebrauchen Xe« sie richtig, wenden wir uns ab von un- toie sie sich zum Militarismus und zu der Abrüstung. namentlich aber zur Verstaatlichung dcrRüstu ngsge feil schäften stellten. Eng- land, £xi5 leracÄoegs bau deutsch n Militarismus durch den enchi'cheu ersetzen wolle und das die Dienstpflicht endgültig abfdyafien wolle, müsse wißen daß der Geist des deutsck>eu Militarismm iür alle Zeiten dahin sci. Darüber hinaus wolle England cs verhttrdern, daß die Arbeiter hinfort durch die Rüstungsindustrie ausgebeutet mürbe1' Thomas erklärte: „Zwei Gefahren drohen der Arbeiterschaft: Die Gefahr oec mu.cariichu Rüstungen unb die Gefahr des Bolschc- wism us." Gegen beide Gefahren müsse man sich wenden. Man müsse auch daraalf bringen, daß die Pariser Konferenz sich energisch mit dem Ar- beiterproblcm befasse. Im Auftrage der deutschen Delegation dankte M nlle r der englischeit Delegation für ihre durch Thomas ausgei'prochencn Worte der Versöhnung und bcautnvrtete, von lebhaftem Beifall der englischen und französischen Delegierten unterbroefx:», die Frage von Thomas dahin, daß die deutsche Sozialdemokratie immer den Militarismus bekämpft habe. Müller stteifte kur; die Vorgeschichte des Krieges, dessen eine Ursache gewiß in wirtschaftlichen Rivalitäten zu suchen sei »dessen H a u p tu r s a ch e aber doch das F l o 11 e n Wettrüsten, zwischen England und Deutschland ae- iresen sei. Welche aufklärende Arbeit die beutfdjc Sozialdemokratie auf diesem Gebiete geleistet habe, kömie daraus ersehen werden, daß Tirp tz zur Z> it der bestgelMt.' Mann sei. Für die d-eutsche Sozialueawläatie gelte noch heute der Punkt des Erfurter Programms, der Ersetzung des stehenden Heeres durch ein Volksheer fordere, das jeden Angriff munöglich mache, und die Dienstpflicht durch in ter nationale Verträge möglichst kurz befristen wolle. Aber schon sage Ülemenceau, Frankreich brauche sein Heer noch lange, unb die englischen Delegierten in Versailles sagten, England könne auf seine Flotte nicht verzichten. Die, deutsche Soriald-unokratie denke anders, denn bei internationalen Verträgen Die Erwartung der Volker. Heute beginnen rn Weimar die Tagungen der deutschen Nationalversammlung. Sie wird allein die politische Rettung uns nicht bringen können. Wenn ein Schiff leck ist wenn seine Maschinen zerstört sind, können auch dte besten Kapitäne unb Steuermänner ihm nicht forthelfen. Das Fahrwasser der deuffchen Natioiralversammlüng ist die Stimmung und Erwartung des Volkes. 9hir im lebendigsten Zusammenklang mit dem Ban oen, Fühlen unb Denken ber deutschen Gesamtheit kann die neue Volksvertretung etwas Nützliches vollbringen. Es bilde ,ich dabei keiner ein, er müsse sich sogleich über -den Inhalt von Denrsckwiften und politischer Fragestellungen entscheiden. Jeder soll auf feinem Pesten fein; das Losungswort heißt, wie oft wiederholt werden muß: Arbeit! • Handarbeit und Geistesarbeit! Wer die Hände regt z,um wirtschaftlichen Wiederausbau, der wird auch im inneren Herzen spüren, was er erfdjafft, er wird in der seelischen Verwirrung, die wir vielfach um uns sehen, den rechten Weg zu fiitbcn wissen. Wir haben die allgemeinen Weck- und Protestrufe führender Persönlichkeiten, aucb die offenen Briefe unserer Dichter unb Denker vernommen und erkennen auch daraus, roie die Lage für uns steht. Auch sie sind solche Kapitäne, die auf dem Fahrwasser der Wolksstimmung st-euern. Fast möchten wir glauben, daß in dem Bries Gerhart Haupt- mamrs z. B. etwas zu viel von frol-er deutscher Selbstbehauptung preisgegeben worden ist. So schlimm die Stunde ist, wir wollen uns davor hüten, als Bettelvolk zu erschei- rten. Wir sollten einen vernünftigen Optimismus nicht verlieren und uns eine gewisse Fröhlichkeit sogar bewahren. Nicht also als ^rschmetterie Christenheit in Sack und A^)e trauern. Was noch in uns selber lebt, das uruß gehütet un£> 'bewacht werden. Darum chlM Freitag *«7.^ orrileigere ich m der , -es Herrn »eiaritb i«ciniania wegen WMmi« .n Ne'^urall.mSderd, Srä* 1 S'S 'Srtgtl 6orbrroto- mthfr ?ÄSunb SSä*»“* • isf*-** u'a-m. 1494D !lgek«na. oerdtn^ wvhoxk fit S?nflnerbol> 11. v'S ^ Krpel i,?.ovireiS' m. * * AWKi’sSJen. " Arven er SÄ***, habe auch Deutschland nichts zu fürchten. Die weitere Frage von Thomas nach den Rüstungs- gesellsckiaften bearttwvrtete Müller dahin, daß Deutlchland g:gen eine Verstaatlichung der Rüstungsbetriebe nichts eiirzuwenden habe, ebensowenig dagegen, roenn diese Betriebe unter internationale Kontrolle gestellt werden würden. Der deutsche Mil i tarismus ex isti erc nicht m e h r, zum Teil infolge der Ereigiiisse von draußen unb zum Teil infolge der Zersetzung im Innern. Gewiß würden die deutschen Nationalisten wieder stärker loerden, die deutsche Sozialdemokratie aber werde den Kampf gegen sie aufnehmen und diesen Kampf siegreich bestehen, wenn dafür gewrgt würde, daß in Paris kein Macht- frreden, sondern ein Rech.sfrieden geschlossen würde. Müller ist mit Thomas der Ansicht, daß neue Kriege vermieden werden müssen: er halt aus physischen Gründen auf Jahrzehnte hinaus einen Krug für Ausgeschlossen unb glaubt, daß nach dieser Frist die Sozialdemokratie stack genug sein 1 »erbe, daß sie jeden Krieg verhindern könne, nwbei Müller auf die wichtige Rolle der Frauen, der natürlichen Kriegsgegner hinwies, besonders auch rm Hinblick aus Deutschland, wo sie gleiche polttische Rechte besäßen wie die Männer. Bern, 5. Febr. (WTB.) Vizepräsident Wi- b a u t brachte eine aus der Kommission hervorgegangene Resolution über den Böckerbund zur Verlesung. In der Fortsetzung der Diskussion sprach der russische Delegierte Bien stock von den Mängeln der Internattonale. Weil die Internationale sich nicht eftlgemischt habe, sei die russische Revolution zugrundegegangen. Jetzt sei die deutsche Revolutton in Gefahr. Die Internationale müsse ihr zu Hilfe kommen. Der Zionist Locker (Palästina) verteidigt in längeren Ausführungen den Antrag, daß der Völkerbund nicht allein eine Föderation der Staaten, sondern eine Gesellschaft der Nationen sein müsse ohne jebe Ausnahme und ohne jede Rücksicht auf Selbständigkeit oder territorialen Besitz. Der Redner begründete unter gleichzeitiger Erwägung der Lage der jüdischen Bevölkerung in Rnmömen und Polen die. Notweirdigkeit und Berechttgung der jüdischen Selbstbestimmung. Troelstra (Holland) legt den Hanptwerr darauf, daß keine Nation hinfort ein Sklavenleoen führen darf. Die Jnternattonale sei ein Heer ohne Waffen, aber sie müsse die Waffe dec Ueberzeugung haben, und sie begrüße alles, was dem Zustandekommen des Völkerbundes bienen könne. Troelstra begrüßte die Resolutton für den Völkerburrd, die der Zustimmung aller sicher sein förate. Er begrüßte es auch besonders, daß keinerlei Forderungen nach einer internationalen Einschränkung zur Durchsetzung der Völkerbundsidee in der Resolution enthalten sei. Die Hauvttordenrng, di? der Völkerbund erheben müsse, sei die, daß er die Disttioution und die Produktion der Welt beherrsche. Die größte Gefahr, die auftanrbc sei die, daß man in Paris einen Völkerbund willkürlich festsetzen wolle. Troel- hra verlangt einen Völkerbund, in dem solche Schändlich leiten wie die Zurückhal- tungderdeutschenKriegsgefangencn unmöglich seien. Auch die Verhälttttsse in Ungarn und die Eigenmächtigkeiten der Polen bei ihrem Vorgehen auf Danzig forderten den Protest der Jnternattonale heraus. Das internattonale Proletariat müsse darüber wachen, daß der Völkerbund kein Schwindel werde. Die Arbeiter müß:en aufgeklärt werden über den wahren Charakter des Völkerbundes. 02238 UN eines 9en an. 9 ^der unb reUchlllar. 169. Jahrgang } 2...........3, Eichener Anzeiger » General-Anzeiger für Gberheffen ä Hessen Nassau. Bundesstaaten Vorbehalten, jedoch wird emp *irt3räten durch Stimmführer der verschie- Für Tlänneroberxltibung mu(j aber die Bezugschein. ’uulc“ ^soröe für Pflicht aufredit^alten werden: der Bedarf berent. rfJrL in? (?ntlni‘i {dienen Soldaten an Zivüanzügen allem ,st so ftarfc, Die zu >Jtvm &nr Entlass bah hier voraussichtlich noch auf längere Zeit die neUinflfTlbcn jmegenvatte vorhandenen Vorräte gestreckt werden mässen. sonderen Fürsorge und SJ. zur Grell af|u na aus der Schute n bedürfen der bc- vorhandenen Vorräte gestreckt mämilicbcn Jugend ist es vor alle« Dingen von Wichtigkeit, daß sienwgiichK«ne hgud- gleichzeitig der Entwertung durch Mode und andere wirtschaftliche Einwirkungen vorzubeugen. Die Be- schränkung auf die Breite von 130 Zentimeter be- jwecht die Schaffung eines Unterscheidungsmerkmals rot|d)cn Damen- und Herrenkleid erftoffen. Letztere find fast durchweg in größeren Breiten gewebt. •* Am tliche Personalreachrich. tcn. Am 27. Januar d. I. wurde der Karo wenn sie nur wollen. •• Aus dem Stadttheaterbureau. Aus An- denen Ortsgruppen erfolgen zu lassen. Lebensmittel. der Gesamtfläche etr.nebmrn. Der Staatshalt! am» faht allein 1553 Hektar. Die ©emeinbe-Dberforflerd Wetzlar I ist 5155 Hektar, die Gemeinbe-vberlorsteret Wetzlar II 5973 Hektar und die (Bemetnbe-Oberförflerei Brau fels 6815 Hektar grofc. Dazu kommen noch die schönen fürstüchen Waldungen. Die Holzfällungen wurden bis kurz vor dem Kriege nur durch gemeinde- recht besitzende Örtseinwohner ausgeführt. Jetzt aber werben diese Arbeiten vielfach auf Akkord erledigt faulen noch betören tgege bat **~ürforgefür Kr ieg^rwa i sere toirt) .. _ ,, Hiernach ist an der durch die Wahlordnung bestimmten Zusammensetzung der Bauern- und Laredarbeiterräte durch die beiden gleichberechtigten Wahlgruppen der Landbesitzer und der land wirtsä>a ft sicher. Arbeiter sonne der allgemeinen, glcidyen und direkten Abstimmung der Wahlberechtigten festgehalten. Eine Einschränkung der Wahllierech- Vorräte — Erweiterung der Freiliste. Stoffe aus Wolle, Halbwolle ober Kunstwolle in einer Brette bis zu 130 Zentimeter einschließlich, Flauschstoffe und Plüsche in jeder Breite, Kleider, Böcke, Mäntel, Umhänge, Morgenröcke, Zacken und Blusen aus Wolle, Halbwolle oder Kunsiwolle für Frauen und Mädchen frb auf die Freiliste gesetzt. Damit ist im wesentlichen die Oberkleidung für Frauen und Mädchen von der Bezugschein pflicht befreit. Diese Befreiung war Utti StaM ««d Land. Gießen, 5. Februar 1919. Vaner». und kaudarbeirerräte. ttrr-IuRElterir der ban Ärtafteaarrt Rech- nunaSrat Johann Heil in Darmstadt auf sein YLachsucheu unter Anerkennung ferner dem Staate geleisteten Di-res« in den rkuhe- stand versetzt. ♦« Lus dem Milttarwochere- Fitrsorge und Beratung bei der Be- ruf Stoa bl. Für das spatere Fortkommen der Stadtverrrdnetensitzung beschlösse,', zu der für WohnnngSbanten m Aussicht gestellten staaküchen Beihilfe von 90000 Mk. weitere 30 000 MD alS Bau kosten zu schüsse yi gewähren. 2hinne Ortsgruppe Ma bnrg R ichs er and ür ft üben* tiichcs Wohnungswesen in» Leben gerufen worden. Bei der Besprechung der Borlags nahm Oberbürgermeister Troje Glegenheit, auf den Mangel an Dienstmädchen Hinzutoeiien, der viele Familien veranlasse, sich des AboermretenS der Zimmer an Studenten zu enthalten. Die vielen jungen Mädchen, die während der KriegA- jahre im Bureaudienst usw. beschäftigt gewesen, sollten sich doch wieder den Haushalten zuwenden, das sei keine Schande, sondern ba4 (Wegen* teil. Er bedauerte ferner die immer zunehinacha» Ta nzlu stbarkeiten, bayt i'ti die Zeil jetzt nicht angetan. „Wir tanken a u f einem V u l v c r f a ß", fügte er feinen mit lebhaftem B t all au'gTnommencn Ausführungen hinzu. Ferner wurde dem Beschluß des MagiwratL gegenüber selbständig und ureabhängia, so dan sie in keiner Weise an eine behördliche Aufforderung oder Zustimmung gebunden ist. An die Behörden ist Anweisung ergangen, Anträge und Arevegmraen der Bauern- und Landarbeiterräte gewissenhaft zu prüfen und sie in allen ihnen Angewiesenen Arbeitsgebieten zur Mitarbeit in weitestem Umfang herxnrzuziehen, so vor Erlaß allgemeiner Anordnungen, bei Bestand Sor Hebungen, der Er- Schnee und (Eis macht den Sommer heiß. — Wenn's der Hornung gnädig macht, bringt der Lenz den Frost über Nacht. — Wenn im Hornung die Mücken schwärmen, muß man im Lenz die Ohren wärmen. - Der Feber soll stürmen urb blasen, soll das Vieh im Lenze grafen. - Februar hat seine Mucken, baut aus (Eis wohl feste Brucken - Soll dich hohe (Ernt’ erfreuen, mußt du jetzo Kali streuen. •* Bolksbund zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilge- fange neu, Ortsgruppe Eießen. Die zweite öffentliche .^tnndgebung ftir die beutfdyen Kriegs- und Zivilg-fangenen finbet Sonntag ben 16. Februai 1919, nachmittags im Stadt- theater hier statt. ZlKma und Redner tuet» den durch die Presse und an den Anschlags- laß des 100. Geburtstages des bekannten Frankfurter Dichters Wilhem Jordan wird am nächsten Samstag als 15. Freitags - Abonnementsvorstellung Jordans liebenswürdiges Lustspiel „Durchs Ohr" ir .,,i„u f v gegeben; ergänzt wird der Abend durch O. ®turnen» Eg der Erzeugnisse, sowie der Bekamp- thals Einakter .Abu Seid". Der Tod eines anderen -es Schleichhandels. Den Bauern- und bekannten Autors gibt ebenfalls Veranlassung eia oer Desäpverde zagesprochen, es sind besore I cgc6en biejen Neueinstudierungen stehen auch zwei deve Maßnahmen getroffen, eine sorgfältige |g^^^heiten in Vorbereitung, nämlich „Der Auckuck", Prüfung solcher Beschwerden AU sichern. Ltn Schauspiel vou Fritz Dietrich, das in Weimar Berschiodentlich haben die Arbeiter- und sowie in Königsberg starken (Erfolg davongetragen ©olbatenrätc eine Einflußnahme auf die Ge- hat, und fine stornödie vom Verfasser des auch hier ftaltung der Tätigkeit der B.- U. L-Mte gegebenen .Schneider Wibbel", der in Düsseldorf be» Versucht. Die Arbeiter* und Soldatenrate finb teils die 25. Aufführung erlebt hat und den Namen jedoch für diese Frage nicht Mständig, ba I ™'DeT Dlückskandidat" führt. — Weiter ist zur 1>TSeffgntffe #W&nenM,'t>»n. einander unabhängig sind, sie können daher n [UeiberiAt fVn der Nacht ih« W'-t nB™±nd>CT Ol)nC 8C9en° Izum 4. ds Mtsw^rde? durch Einbruch fertige S™ .x aus einem Keller in der Wilhclmstraße fünf- ~ hIw/Vai >chn Flaschen Wein, 5 Flaschen Kognak, zwei Arns- uich ^ezirksvattetungen^ richtet sich I r>1^cd)eil Steinhäger, 3 Flaschen Mrschwasser örtlrä-en SedurfmL, wobei dte^Wah-, eine Zw?tsäienwasser entivenbet. ^urch btc orthdxn oder zunächst stehei^-1 rv_. 31 ^^ntuar wurde aus den UntCTorgcme vorgenommen werden und • Stoll in der Wolfstrafte ” Gedenkt der hungernden Nachdem durch die Bekanntmachung des Gtckatssekvetäre des Micl)sernährungsamts bom 22. November 1918 allaemcine Grundsätze für die Mündung und Tätigkeit der Bauern- und Landarbeiterräte gegeben touren, wurde bei der verschiedenartigen Auslegung, die sic gefunden tjaben, die Aufhellung nüi-crer R i ch t l i n i e n für ihre Ausführung nötig. Diese ist durch Rundschreiben des Staatssekretärs des Atcrchsernährungs- amts vom 16. Januar 1919 erfolgt, in welchem auf möglichst schleunige, allgemeine Bik- düng der Räte nach den festgesetzten anhett- lichen Grundsätzen besonderer Wert gelegt Vögel? Zur jetzigen Witrterzeit leiden die Vögel große Entbehrungen durch Futter- _ . mangel. MIc Tierfreunde mögen durch Gin» _ ., " p r VirnLai I richttrng von Futterplätzen sotoie von Trink- gelegenheit den Tieren behilflich sein, über ntsche But ter krmmt tm ^aufe der nach- falte Jahreszeit glücklich hmwegzukom- stm Woä^zur Verteilung^ Da fle tm Ern-1 men Die Vögel danken es uns durch ihr lauf bereits* 6,30 Mk. Mjet, mußte der Der-1 fleißiges Vertilgen von Ungeziefer und durch ^auftpreis ^^^krückftcht^uregder Un- Gesang in der kommenden wärmeren kosten aus 6,GO Mk. festgesetzt loerden: der 0 her^ri »*D°sJahr 1919 enthält 61 Sonn- und Kerne Beschlagnahm e b e r pr v I ^^age und 304 Werktage. Ostern fällt auf den baten Lebensmittelvorrate. *’OTl.>o und 21 April, Pfingsten nnro am 8. und den Wahlen wurden Gerüchte verbreitet, ,vo- 9 Juni gefeiert und Weihnachten fällt auf die nach private Ledensmittelvorräte beschlag-1 Woclentage Donnerstag und Freitag. Im Jahre nahmt würden. Wie die „Deutsche Mlg. Ztg " 11919 haben wir drei Monate, Januar, März und Von maßgebender Seite erfährt, denkt das I November, mit einem fünfmaligen Mondwechsel, «eichSernahrungsamt nicht an eine Beschlag- wähn-nb der Februar mir einen dreimaligen Mond- nahme irgendwelcher privaten Lebens mittel- l ben ühngeri adjt Monaten wechielt - ‘ r I der Mond wie gewöhnlich viermal. *• Bauernregel für Februar. 0m Hornung werkSmährge Ausbildung erhDt and nid>t die Zahl der imaelcmten Handarbeiter, Taglöhner und Gelegenheitsarbeiter vermehrt. Die roeibliche Jugend darf namentlich in den Städten nicht die Kontor- und Bureaustellen bevorzugen, da diese bei dem übermäßigen Andrang nur eine unsichere Zukunft bieten. Sie soll vielmehr ben sogen, weiblichen Berufsstellerr zuaefuhrt und darauf hingewiesen werden, dap diese 1 Unruhen in Hauan Berufe die naturgematze und beite Borde-1 ^anaU| 4 Fedr. Dor dem Bedleldungsamie reitung für eine spätere Ehe und zur 0^'1 des 21. Reserve-Armeekorps in Hanau ist es beute rung eines eigenen Hausstandes bieten. Be- I vormittag zu Unruhen gekommen. Mehrere hundert rufsberakung und etwa erforderlicher Er- I Personen, die zur Erhaltung von Entlaffungsanzügen 'iehunaszuschus; werden gewährt. erschienen waren, aber nickst gleich abgeferiigt werden J ♦* ß>C 0 Meter Um dem Arbeitsmangel konnten, da es an fertigem Malenal fehlte, versuchten und der völlicren Arbeitslosigkeit, von der nun, von unsauberen Elementen aufgehetzt, tn bas UIW OCT gci c rjtHnffCTf I i—g» des Bekleidungsamtes einzudrmgeu. Em ^^tvtele aus dem H^Sdrenstlentiafsereei ruppenaufgebot mußte zur sicherhe.t aufgeboten Geometer 1. renb 2. Klasse ur vessen recht werden. Mehrere Personen wurden schwerverletzt, schwer betroffen sind, so viel als möglich av- ein mann jjt tot< pnb Maßnahmen getroffen ;uhelfen, ersuchen die Zkreisbehörden jetzt bie I roorben, um bas Sekleibungsamt vor Plünderung zu ihnen untersvettten Gemeindebehörden, daß sie I schützen. 3n der Stabt kam es am Mittag ju Ua- Arbeiten vecmessungstechniscl-er Art, die für frühen vor der Onfanteriekafeme. Dort begehrten die nächsten Jahren vorgesel^n waren und mehrere hundettPersonen, meist junge Burschen, Mit. bisher zurückgesoellt wurde», jetzl baldigst und gtieöer des Koten Soü.atenbnnbes twl^ tn die ItiMMUNg durchden G^flEderat uEr Ueder- von der Waffe Gebrauch gemacht werden. Es chreitung bcs Bo rausch agS aus führen lassen. I trQten Maschinengewehre und Handgranaten in Tätig. Beschäftigungslose Privatgeometer, die sich 1^, bie bcn großen Paradeplatz vor der Kaserne neuerdings in grofier Zahl für den Staats-1 säuberten. Auch hier gab es meh ere Schwerverletzte, dienst melden, sollen wenigstens vorüber- gn allen Stadtteilen erörtern aufgeregte Gruppen die nebenb bis zum Eintritt besserer Berhalttlisse Vorgänge. Der verantwortliche Redakteur der .Han. durch die (Gemeinden aushilfsweise zu be- Zeitung", Richard Hultsch, wurde am Dienstag abend irfmhinen verlucktt werden. auf dem Wege nach seiner Wohnung von sungen schafttgen VersUchr wertxn. Burschen, Mitgliedern des Roten Soldatenrates, über. s? 1 t' falen unb köLerNch mißhandelt unter bem Borgeben, tuna des Deut sche n It dyxvi f erv er veröffentliche unzutteffende Artikel über die Hanauer bands macht alle stellenlosen TelWiike^ die Bewegung. Durch das Dazwischenttelen eines de. Kriegsteilnehmer waren, darauf aufmerksam, fonnenen Arbeiterführers wurde er vor weiteren Mih. daß sie sich bei ihrem früheren Arbeitgeber Handlungen geschützt und durch einen Soldaten t» ungesäumt zur WicHereinsteUmia melden feine Wohnung gebracht. müssen, da die Frist dieser Tage adlaust und • , nachher keine Ansprüche mehr gefteilt wer-1 X Hanau, 4. Fcbr. lieber Massenforlwte» ben können stähl« in der Oberförsterei Hanau wird bcndjtet: •• (Eine schwierige Sache! 3n dem Anzeige. Am 11. Januar nachmittags enchiewen m dem teil eines Kreisblattes der näheren Umgebung findet Walde unmittelbar an emer Förlternwhmuig btt ich nachstehende reumütige (Erklärung: „Die gegen Obcrförfterei Hanau etwa 60 mit Sagen und >ie Ehefrau W. Kühn ausgesprochene Bedrohung, Vierten bcroafhwte Leute mti> begannen, wahllos sowie das Spucken ins Besicht, nehme ich g«sundc Kiefern zu füllen. Der durch die Anschläge hiermit zurück. R. Heerwagen, Eichelsdorf." aufmerksam gemachte Förster, der diesem Tlewen ** Lichtspielhaus, Baknthossttaße. Einhalt gebieten wollte, wurde sofort von Personen ä.*#ä v äff« Landkreis Gietzen. später traf ein Hegemeister derselben Oberförsterei ga (Brünberg 5. 5^ 3,, der S adtkirche anbfTen Distrikt wieder 50-60 Mensche-.., hielt am Sonntag Herr Pfarrer ® rauUng den .r bcr g[d(f)en Weis^oingen. Als der Hege- Gedachtnisgottesdienst ftr du ^/allenen Wfkr iljn„« statt, »ie Fro/lwetter hat wchmr Mü^- ^wirtschaft-ministerium veranlaßt, bk Rente- bett. Stets« I-MMI m-ch. ba6 ixii Dd bei S-<-st !”W "U-" - ten-i4 SHiihinflen führbar ist, werden sich die Gemeinden veranlaßt Ä s-lters 6 IkbrXn den hier unter- sehen müsten, für die minderbemittelteBerolkenrnq & b™ ÄÄ"” "" dserde gestohle n Ter Twv na^L toiuite n'k f u T t a. t rn NolI geraten.Kinder brach- $ ferb em a rft am Ostkihnho, war sehr stark tcn eine Goldammer ms Zimmer, die ne aus dem l öor blickt. Mehr als 1000 Sofe nnt den Danken ^sanZen Das Vöglein war P s standen zum Verkauf. Oftoßtemcils waren vor Hunger ermattett^n stellt nch auch noch der als Käufer ttschicnen, die trotz der stei- Schnee em An Getreidekornern zum Srettersur Preise rege kauften Das Vscrdematenal die Vogel fehlt cs nicht, denn unsere Getrerdvmite burd)nH3 gut Erst gegen Mittag flaute das mar bester, als im ^au^edm^i Jahre^Wenn (^äft ab. Der Markt war bei Schluß - 1 Uhr - die Lebrcr ihren Schuleni emptehlen 'mirden, , F-utterstellen mizulege.i w dürfte ben Vögeln damit Marburg. 4. Febr. Um der immer mehr am beiten geholten werden. I sich bemerklich machenv.m Wohnungsnot ms Starkenburg und Rheinhessen. steuern, wurde in her gestern abend abgebaltenen Darmstadt, 4. Febr. (ßenerallcutnant 0r0an I hat seinen Vorsitz im hessischen Landesverein vom l Roten Kreuz, den er seit 1911 führte, niedergelegt. Darmstadt, 6. Febr. Der stonttolloffizier der ftanzösischen Besatzung für den Abschnitt Darmstadt hat den Oberbürgermeister ersucht, eine Liste einzureichen über alle im Besitz Darmstädter Gewerbetreibender befindlichen Maschinen uud Maschinenteile, die aus dem beseht gewesenen Rordftankreich stammen. Weiter wurde eine Liste verlangt, enthaltend Kunst, gegenstände, Uhren, Teppiche usw., die gleichen Ursprungs sind und sich im Besitz von Privaten befinden, und endlich eine solche über Materialien, die zur! Munitionsherstellung dienen. Wenn diese Listen nicht oder nicht zur Beftiedigung geliefert werden, werden weitere Maßnahmen vorbehalten. — Vilbel, 5. Febr. Zwischen den Bahnhöfen Rord und Süd wurde der 48-jährige Bahnwärter Karl Hellwig, als er einer ihm begegnenden Lokomotive ausweichen wollte, von einer aus der entgegengesetzten Richtung kommenden Maschine erfaßt und sofort getötet. Kreis Wetzlar — Burgsolms, 5 Febr. Die Kasse des hier liegenden 2. Bataillons des Onf.-Regts Rr. 80 wurde in einer der letzten Rächte ausgeplündert E» fehlen 34000 Mark. ra Aus dem kreise Wetzlar, 5. Febr. Unser Kreis hat bedeutende Waldbestände, die 41 Proz. möglich, weil im Handel genügende Bestände an die- fen Waren vorhanden find, und sie schien geboten, um ben Bedürfnissen der Frauenwelt nachzukommen und blatt. Oberst k D. v Wurmb wurde unter AuspÄtung 5er Molnlmachungs-Äesrim- mureg als Nomnurndeur des J.-Ät. 3ö0 unfi unter Enthebung seiner Friedens stelle als Vorstand des Art.-Dep. ht Darmstadt der Ab- |ü)teD mit ferner Pension und s))la\ot z. D. und Bez -Off. des ^>idw.-B^. Worms Turner der Abschied mtt seiner Pens tau und der Erlaubnis zum Tragen der Uniform des I.- ÖL87 vervtttigL üoch v. Her nh auf fen, Lieutnanl im Drag.-^gt. sJtr. 23, jetzt bei der Ersatz-Eskadron dieses Regiments, i|t der Ao- schieo bennuigt. ♦♦ Notschrei nach Wohnungen und Zimmern. Tagtlch mchrert »ich dieA.ttragen unb Eiitgesairdts, in oaien mir eriucht iveroeu, auf dü unhaltoaren Zustande in dem Woh-.mngswe,en ui per Stadl htnzuivet>en. Tie vorgevrachten Magert sind berechttgt, und mtt einigem guten Willen ließe ftch manches ändern. Es gibt Famillcn, öw z. B. über Fremdenzimmer verfügen, die in ben lehigcn -7 , . • { das Riiien so ersch.^reudru Zett nichr bermtzt i«r- ttgung nach der E-rvsie de^ Besitzes ist nicht icnieT über Zimmer, m denen ganz uebeipach- zulässig. Anderersetts kann auch der Zkretv Lttd)e Dinge aufdewahtt werden, und die ol)i< Diele der in der Gruppe der Arbeiter Wahlbereck)- Umstände bewohnbar gemacht werden löunten. Tas tigten nur für die der Landwirtschaft be- Prunken und Renommieren mit so und io vielen sonders nahestehenden Personen unb nur un-1 Zimmern ist jetzt ebenso unangebracht, uxc tiiaa -trr her Voraussetzung erweitert werden, daß in früheren Zeiten eine Art Scham gegen gejelb von den landwirtschaftlichen Arbeitern selbst schastlich Älttchgestellie vor^r Rotwetu^tett, L)rn- tSSO» ESI fltSÄMSfflfc ver Wahl stenugt eme Änz^tge lwer btc Erun I auf besondere Bedienung werd«: gewiß dre düng und Zusammensetzung an bte Gemenwe- Wohnungssuä>enden, namattlich'die Smdenten imb auflichtsbehörde. Die Au fgaben der 1 Studentinnen nicht stellen, denn das hat sie das Bauern- und Landarbeiterräte sind rein wirt- t>crgebltchc Suchen gelehrt. Man vergezewoärttge schoftlicher Art, eine ^lusübung politischer sich aber «mH, daß wir, hoffentlich für immer, von Machtbefugnisse liegt außerhalb ihrer Zu- feindlicher Invasion verschont bleiben und nutzt, ftänbiafeit, auch bie sozialpolitischen Fragen wie in den besetzten Gebieten dft besten Zrmmer her Landarbeiter- und Lohnregelung bleiben von fembhrfjen Hörden, deren Zuständrgkert und Cb.tegen» gCTübmte Gastfreundschaft Gießens möge sich mdrt heitere unberührt bleiben, ein Necht der Exe- nur 5^ freudigen Anlässen, sondern auch in ernster, kutrvc steht ihnen daher nicht zu. Auf der sch,yerer Zeit bewähren, unb auch unsere Unirersi- andcren Seite ist ihre Tätigkeit den Behörden tät, deren Hörsäle während des Krieges leer stan- goaenüber selbständig irret unabhängig, so den, rechnet auf die Bereitwilligkeit der Einwohnerschaft, ihren Hörern und Hörerinnen Unterkunft zu schaffen. Also, Bürger und Bürgerinnen, richtet Wohnungen her, btc meisten von Euch können cs. «jo yp- 3ei|t Qbtt ^rb trkbi^ tl SS ZrL ÄL*Htai HJW dar "-Mnngti Lin Ä aui9tbolt» >n°hn>rn gthofien «X ■ ^or* begehrten •WÄ Linlch in bie jronttruppen d« !*• M * 'mW werben. $s Banaten in Ma. Mot b« ^er?. «rdchwewerletzte. ® nippe* bit eWjwt bet .Han. am Drenrtag abtnb 5nun9 von jungen Dolbatentates, üb«, »niet bem Torgeben, ?tl über bit Hanauer ««treten eines be> r vor weiteren M. einen Solbaten u t SRaflcnfotMfr m toirb bajdittl: endnnrn in bem rörittm>obrnüig bet 1 mü Sägen imb paraten, wsftloS durch bit Ärljchlögt brc biejem Tmben sosort von Pttsonm t itnb indrr Todes» gewähren jn lassen. ?fitb!idjer Solbaten ldfrrolcr Drei Tage ridben Cberförftrat t 50—60 Menschen, irgat. Als der bege- Mersagen venuchte. fhung mit Seiten, sich genügatb hol- tat fit bis zum 19. za Holm. Ts tarnt den, bafl dir Sojidi« «artigst Form ton ege gdd'd wird, btt ponbcr» dir Ardtiltt» m mufc. Der immer iofhnangd bat das bemittelten ÄwSlke- , frtnM, Won» iut Setbftrott^n« Ttaukn «M dt« -itE'v nickt du^ck- Gemeinden toranW MittdkrVrvSltrrM , Sonn »u anaanfl* A^-reittmMv- Körben raturiub tr. ^br. luf i*m®t . hm bet MM" b™f«T2-®<»Vr ’ Srr Stabt enrorto . Anbt VON tesJÄi® - %ebr Snel 7t »i« *‘,*000 5-8^^ rssßffsfö rsAZ L-sL treMN ^näe 'V vtrstin yB »n» SM äzB? ? Äfli3 ba* ’ auf ALfwm •lii! I > gegen die 97arottmung brr Gemeindeverfafftmy vor Einberufung der deutschen National Versammlung, weil es sich um eine ungesetzliche Maßnahme handele, Einspruch zu erheben, zugestimmt, jedoch zugleich beschlossen, im Falle von ')Ku- wahleu start 30 jetzt 36 Mitglieder in die Etadl- verortneteuversammlung zu wählen. Au» dem besetzten Rheingebiet. = Höchst a M., 5. Febr. Die französische Besatzung läßt jetzt auch in dm Farbwerken alle Geschäftsbücher durcharbeiten und Abschriften daraus nehmen. Besondere Aufmerksamkeit wird den Büchern gewidmet, in denen die ausländische Kundschaft verzeichnet steht. Tie gesamte Ausfuhr der Farbwerke unterliegt der feindlichen Aufsicht. Nach Deutschland kommt, wie schon kurz erwähnt, nichts mehr hinein. = Cronberg, 5 Febr. Die feindliche Besatzung hat zum leichteren Auffmden der zwischen den Gemeinden Soden, Neuenhain und Schwalbach aufgestellten Geschütze zahlreiche Schilder und Tafeln angebracht. Diese Wegiveiser wurden kürzlich ausgerissen und zerbrochen. Da die Täter nicht •ermittelt werden konnten, verhängte der französische .Befehlshaber über Soden 2000, über Neuenhain 1500 und über Schwalbach 700 Mark Geldstrafe. Oberursel 5. Febr. Die französischen Posten an der Hohenmark holen zur Unterhaltung ihrer Wachtfeuer den dortigen Bewohnetm die Bohnenstangen und Zaunlatten aus beit Gärten und in verschiedenen Fällen sogar Holz aus den Häutern, obwohl ihnen wöchentlich zwei große Fuhren Holz durch die Stadt geliefert nxtoen. — Bad Weilbach, 5. Febr. Der Landwirt Georg Preß wurde auf Anzeige des Bürgermeisters, daß er sich über den französischen Kom- inandanten beleidigend ausgedrückt habe, von der Kommandantur zu drei Wochen Haft und 500 Mk. GÄdstrafc verurteilt. Kirchliche Nachrichten. Israelitische Beligionsgemeinbc. Gottesdienst in der Synagoge (Süd-Anlage). Simstag, 8 Februar. Bvrol'd: 5,15: morg.: 9; abds.: 5,40 u 6,20 Israelitische Neligionrgesellschast. Sabbat eier am 8. Februar Freitag ab). 5,05: Samstag Dörrn. 8,30; nackun. 3,30: Sabbatansg. 6,20: Wocheu- gottcsdienst: morgens 7,00 und abends 5,00. Letzte Nachrichten. Der Bcrucr Sozialistkukongreß. Die Resolution, die Wibunt als Präsident irr Bölkcrbun sLmmission vor legte, hat int wesentlichen folgenden Inhalt: Die Bereinigung der Völker zu inniger G-- meinschaft gehört von Anfang an zu den Idealen der Intentalionale. Dieses Ideal entspritrgt aus der Solidarität des Proletariats aller Länder und ans dem sozialistischen Endziel, das nur international durchgeführt werden tarnt. Der Weltkrieg bot das sozialistische Ideal des Völkerbundes zu einer dauernden Aufgabe auch von nicht sozialistischen Politikern gemacht. Er hat gezeigt, daß jeher Krreg die Tendenz hat, die gan-e Welt in zwei feindliche Hverlager zu teilen. Der jüngste Krieg hat die Welt an den Rand des Abgrundes gebracht. Der nächste Krieg würbe die völlige Vernichtung bringen. Dieses Unheil kann nur durch Mc Gc,ellschaftlv er Nationen abgttvanbt werden Diele soll von der Volksvertretung der einzelnen Länder gebildet werden. Sie muß ausgehen von einem RechlKfrieden. Alle auf dem Selbstbeslim- mungsrecht aufgebauten Staaten müssen in den Völkerbund ausgenommen werden. Alle Mit- glie der haben die gleichen Rechte und P f l i ch t e n. Völkergesellschasten, die noef) nicht jur Selbstbestimmung reif sind, sollet! vom Völler- bund geschützt werden und in ihrer Entwick- lung soweit gefördert werden, daß sie später Mit- glr.-der werden können. Die erste Aufgabe des Völkerbundes ist es, neue Kriege und Kriegs- rüstungen zu verhüten. Es sind Einrichttmgen zu schaffen, die durch Schiedsspruch alle Streitigkeiten entweder verhüten oder beilegen und zwar auch solche Fragen, die als Ehren- und Lebensfragen bezeichnet werden. Der Völkerbund hat alle gehenden Heere aufzuheben und schließlich die völlige Abrüstung herbeizuführen. Solange eine bewaffnete Macht sich als notwendig erweist, soll sie unter dem Bewbl, des Völkerbundes stehen. Die'er muß auch üb r die Mittel wirtschaftlichenDruckes verfügen, um die Durchführung seiner Entscheidungen erzwingen zu können. Weiterlnn muß der Völkerbund wirtsckwftliche Kriege verhindern, die Freizügigkeit und die Freiheit des Verkehrs sichern und den Grundsatz der offenen Türen durchführen. Die Gesellschaft der Nationen soll die internationalen Verkehrswege und -Mittel direkt in ihre Verwaltung übernehmen. Das internationale A r b ei t e rre ch t sott ein Bestandteil des Völkerbundes bilden. Der Völkerbund muß Befugnisse bekommen, die ihm gestatten, sich zu einer Organisation zu entwickeln, die die Erzeugung und Verteilung der Lebensmittel und Rohstoffe regelt imb fördert. Die Bildung der Gesellschaft der Nationen wird jetzt unter dem Drucke der Nachweben ves Krieges erfolgen. Sie wird sich künftig nur dann kräftig entwickeln, wenn das Proletariat mit voller Macht hinter ihr steht. Je stärker die neue Internationale sein wird, um so segensreicher werden die Wirkungen des Völkerbundes sich gestalten. Ein Einiflnnqsversnch innerhalb der Sozialdemokratie? Weimar, 5. Febr. Das (Ergebnis der gestrigen sozialdemokratischen Fraktionssitzung war der Beschluß, an die Unabhängigen mit der Frage heranzutreten, ob sie bereit wären, sich an der Regierung zu beteiligen und ob künftig ein engeres Zusammenarbeiten zwischen den beiden sozialdemokratischen Gruppen möglich wäre. Als Voraussetzung für dieses Zusammenarbeiten wird von der Mehrheils- iojlalbemohratie die Annahme folgender Bedingungen von den Unabhängigen verlangt: Anerkennung des auf demokratischer Grundlage zum Ausdruck gebrachten Volkswillens, Ablehnung jedes spartakistischen Putschversuches gegen die Retchsregiccung uud scharf Absage an den kommunistischen Spartakusbund. Die Spartakisten in Hamburg. Hamburg, 5. Fobr. (WB.) In der letzten Nacht versucl>ten einige Gruppen von Spartakisten sich verschiedener Sicher- hettswachen zu frcmädjtigen, um dadurch Mu- trition und Waffen zu erhalten; bei vier Wackln gelang es ihnen, die Mannschaften zu überwältigen und ihnen die Waffen fortzunehmen. Eine größere Anzahl von ihnen zog dann zur Kaserne des Infanterie-Regiments Nr. 76, um sie zu stürmen; sie wurdet! aber dort abgowiesen, ebenso vor der Polizeiwache in der Davtdftraße, die mit vielen Sick>erheits- mannschaflen besetzt war. H^ute morgen zog eine Anzahl bewaffneter Arbeiter nach dem Freihafen, um die großen Lebensmittellager zu besetzen; sie wurde?! hier ebenfalls zurückgewiesen. Die Arbeiter erklärten, wenn es ihnen gelänge, in die Lager einzudringen, würden sie sie in Brand stecken. In der Stadt sind verschiedene Werbebureaus für Arbeiter eingerichtet, in denen diese Waffen und Munition erhalten. H a m b u r^, 5. Febr. (WB.i Die Tete- araphen-Beamten haben freute morgen 9 Uhr den Dienst eingestellt, weil der Arbeiter- und Svldatenrat nachts den Dele- arammverkehr der Zensur unterworfen hat. Sie werden den Dienst wieder aufnehmen, wenn der zum Arbeiter- und Soldatenrat entsandten Abordnung zugesichert wird, daß die Zensur aufgehoben und nicht wieder eingeführt wird. Seit 11 Uhr ist auch der Fernsprechverkehr eingestellt. Der Zugverkehr Hamburg—Altona—Harburg ist auch seit heute eingestellt. Einkommende Fernzüge werden in den Borstationen angehalten. Die Lage in Düsseldorf. Düsseldorf, 5. Febr. (WB.) Der Generalstreik der vereinigten Beamten und Berufsorganisationen hat heute mittag 12 Uhr begonnen. Die Friedentzbedingungen. London, 4. Februar. (W.B.) Neu ter. Infolge einiger in der alliierten Presse erschienenen Artikel, die nicht ganz von Ungenauigkeiten frei sind, scheint die Meinung aufgekommen zu sein, daß die britischen Delegierten ihre Forderungen bezüglich der von Deutschland und Oesterreich-Ungarn zu leistenden vollen Schadenvergütung gemildert haben. Von wohlunterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß nicht da mindeste Anlaß zu einer solchen Auftastung besteht. Die englische Negierung steht noch immer auf demselben Standpunkt und es ist so gut wie sicher, daß die Friedenskonferenz die Rechtmäßigkeit ihrer Forderungen anerkennen wird. Asquith über den Völkerbund. Amsterdam, 5. Febr. Nach heute hier ein* getroffenen englischen Blättern vom 3. b. M. hielt Asqui 1 ham Samsiag in bet Alberthall in Lon* bon eine Rebe über ben Völkerbund, m der er u. a. sagte: Dem Völkerbund sollten Leine geographischen Grenzen gezogen werden, er bedeutet die Erfüllung eines auf der ganzen Welt vorhandenen Bedürfnisses. Daraus folgt, daß er eine Weltorganisation haben muß. Es ist vor allem notwendig, daß er die innere Souveränität der großen und kleinen Staaten, die ihm an gehören, ängstlich beivahrt. Wenn der Völkerbund die Hoffnungen, bie man auf ihn setzt, verwirklichen sott, muß unverzüglich für die allgemeine Abschaffung der Dienstpflicht gesorgt werden, ixte die Hauptursache für die Heimsuchung der Welt war. Wir dürfen nicht vor den Schwierigkeiten einer internationalen Polizei zurückschrecken. Aber daneben werden auch noch wirtschaflliche und moralisch.' Waffen ge- ftuden werden, die sich vielleicht als noch zweckmäßiger erweisen werden, als die Anwendung von Gewalt. Was lvürde bte Fortsetzung des internationalen Wettbewerbs durch eine weitere Generation fern? Wir sahen schon schreckliche Dinge, aber wir erlebten in diesen vier Zähren mir bie Anfänge früher geahnter Methoden. Die Wissenschaft sprach in diesen Dingen noch nicht daS letzte Wort. Wenn sie für weitere zwanzig Jahre in den Dienst des Auslbaues der Technik und Chemie zu Zerstörungszwecken gestellt wird, bann ist es besser, um das Anbrechen einer neuen Eiszeit zu beten. Es ist besser, einen Planeten zu haben, auf dem das Menschlick^e physisch unmöglich gemacht worden ist, als einen, auf dem die Mensch- freit zu einer Form des organisierten WeltmordeS b:generiert ist. Man darf nicht glauben, daß wir am Vorabend eines tausendjährigen Freundschaftsreiches stehen. Im (Gegenteil, je größer die Zahl der Staaten ist, mit denen man zu tun hat, desto größer sind die Angriffspunkte unb Möglichkeiten für Zusammenstöße. Es gibt mir einen AuÄveg. und dieser ist der Völkerbund. Kiew von den Volschewiki besetzt. Berlin, 5. Febr. Der ukrainische Preffs- dienst meldet aus Kiew: Nach 23erba-tbfitngen mit Vertretern des 23erbandes wurde am 27. Januar den Verbandsmächten durch Vermittlung Amerikas die Bitte unterbreitet, den Polen die Einstellung der Feindseligkeiten gegen die Ukrainer zu befehlen, um den Ukrainern die Vereinigung aller Kräfte^egen die Bolschewiki zu ermöglichen. In Stanislaus nnrb unterm 3. Februar gemeldet: Kiew wurde von den Bolschewiki besetzt. Spiegelblank werden Linoleum, Parkett, Treppen, Geländer, alte Möbel beim Gebrauch von vr. (Bentner’s parlett-u.Linoleumlvachr Robin garant. wasserfreie, reine Oelwachs-Ware. --- 1310hv Hersteller, auch des so beliebten OelwachSlederputzeS Marin: Schutzmarke Carl (Ac«tner,(tzSvvinaen. tesml preiswert in jeder Anzahl sofort lieferbar. Achtung! tteBeMbgsool 1 Carbid- LktÄ Lampe (Tropfsystem) in solid-, zuverlässiger « " I und bli gefälliger Ausführung. Lämmerspieler Metallwaren- u. Schraubenfabrik Melker L Co. Lümmermplei b. Offen buch a. M. 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I5M Freier Hessischer Landesverband Kriegsbeschädigter, Crtsgr. Gießen. Sa. 7 291.06 Mitgliedcrbcwegung Stand der Mitglieder Ende 1917 . . 114 Während 1918 schieden aus durch Tod____4 Daher Stand der Mitglieder Ende 1918 1K- Leihgestern, den 3. Februar 1919. i» LiüdnirWstl. SiihmitrtiH 11.8. m. n. S. Der Direktor: Der Rechner: Balthasar Schäfer. Johannes Tertor IV. IröcÄTafief irl craus mit unseren ßefangenen! G. m. b. H Giessen :: Kreu Burkhardsfelden, Rödgen, den 6. Februar 1919. 1577 Die Beerdigung findet Sametag den 8. Febr. nachm. 2 Uhr statt. Die Bürgermeisterei: Becker. Die ttafsen-Verwaltuilfl des L Bataillons 1441 Znftr.-Negts. 116 sucht sofort 11573 02535 »u vermieten yieuitnbt 50. Nndols Moste, Tüffeldors. 1537ss Slessea ’c he i 1320c 5 Uhr ab. 0.329 Dollar. 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