Zreitag, 5. Dezember 1919 169. Jahrgang Berlin, 4. wirtschaftlich zu erzwingen. Deutschlands gegenüber China, wie "I n u 11 icrung der Boxer- finb, sollen die Neuwahlen bis 1921 hinausgescho- ben werden. Im Uebrigen erklärt sich die Regierung mit den Abänterungsmünschen des Ausschusses Regierung werde dafür Sorge tragen, daß der vollständige Wortlaut des Schreibens alsbald ver- M. 285 Ter •itlcittv Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag-, vezngrpreii: Monatlich 2 Mark, vierteljährlich 6 Mark einschließlich des Bestellgelds ; dulch die Bost vietteljäbrlich 6 'Bintt ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die Lchriflleilunq l 12 Verlag,Geschäti»stei.ebl Anschrift für Dral,liiach- rlchteiu Anzeiger Gieße«. poftscheätonto: Sretttfurt a. DI. 1(686 offeittlicht werde. Der Rücktransport der Truppen au» dem Baltikum. S ch a u l e n, 4. Dez. (WTB.) Der Rücktransport der ehemals reichsdeutsch^n Truppen geht ord- nmVsgemäst von statten. Deute rollten 10 Züge ab. zogen baten sollte, so habe er den ihm vorgesetzten können durch ein eiff-neä Wahlgesetz geregelt wcr- Ches des Admiralstates missverstanden. Die deutsche den. Da eine Reite dringender Gesetze zu erledigen atzprotokoll den alliierten Mächten nicht möglich sein, bte _______ -- . _ - - . -ichen würde, I Durchführung der im ^ricdensvcrttag vor-e-ehenm west Deutschland nicht dulden könne, daß nach dem s Verpflichtung Deuts" Frieden ein fremder Staat baoaffnä in sein zum Beispiel die A Gebiet eindringe unter dem Borwand, daß ! a u f st an d s en t s ch ä d i g u n g, zu erzwr. ßrgeödeüle zotteteureode Berpflichttmg nicht et-1 so lauge China ferne Unterschrift verweigere. A m st e r d a m, 4. Dez. (WTB.) Laut „Tele- graaf" meldet die „Times" aus Peking, daß in der Botschaft des chinesischen Präsidenten daraus hingewiesen wird, daß das Lind dem Bankerott entgegen gebt, wenn die Zahl ter unter den Waffen befindlichen Truppen »oeiterhin aus derselben Döhe gehalten wird. Es wird beabsichtigt, die Deeresslärke um 20 Prozent herab- zufetzen. Annahme von Anzctgen f. die Lagesnummec Did zmnNocpmlUaq vorher. Preis für \ mm höhe füc 5ln;et ien u.34mm z'reite örili n 15 üi, auswärts 18 P»., für Reklamen von 70 mm Breite 48Pf. nebst 20*/, Te»ieru»gS- zuichtag. Bei Play- t>orfdirifi20n A'i'sttüag. Hauotfchriüleiler: Aug. Goeg. ’ßcvmtltDortlid) für Polit k: Äug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Remholo Zenz; für den Anzergeirteü: H. Beck; fämlltch in Gießen. Unterredung gewährt. Im vorliegenden Falle mache er eme Ausnahme, weil es der sehnlichste Wunsch seiner Regierung sei, daß der ^Frietens- vertrag in befriedigend rascher Weise in Kraft trete. Deutschland könne die Zusätze zum Rattfika- tionsprotokoll, die im Friedensvertrag nicht Dor» «sehen seien, nicht bedingungslos unterzeichnen. Deutschland sei aber bereit, das Zuadprotokoll anzunehmen, wenn der Schlußsatz geftri Versenkung enthalten gewesen. Das Schreiten entspricht seinem Sinne nach durchaus dem jederzeit von der deutschen Regierung vertretenen Standpunkte, daß unsere Schiffe nur interniert, nicht aber ausgeliefert wären, und daß es das Ziel der Versailler Verhandlungen fein müsse, die Rückgabe der Schiffe zu erlangen. Wenn Admiral v. Reuter andere Schlußfolgerungen daraus ge- &)int Councils" (Bazirksarb i' sgemeinschaften> eingesetzt werten, ferner die „Works Committees" für die einzelnen Unternehmungen. In Deutschland ist ,das allgemeine Zvel der Arbeitsgemeinschaften mit den Worten „gemeinsame Lösung aller die Industrie und das Gewerbe Deutschlands berührenden wirtschafllickten und sozialen Fragen, sowie aller sie betreffenden Gefetz- gclmngS- und Berwaltungsangelegenhnten" mir im Großen sestgelegt; welche Ausgaben den Arbrits- pemeinsckwften von ihren Grüntern im einzelnen zugedacht sind, geht aus den Satzungen der Arbcits- yemeinschas en bet einz-ftnen Jndustriezw i»re hervor Ein Vergleich zwischen den deutschen und englischen Arbritsgemcinschasten z. igt, daß den Arteit- nehincrn bei uns viel weiter (latente Rechte ein» Sräumt werden, als in England vorgesehen ist. u den Anfgab n der englischen Arbeitsgemeinschaft gehören lediglich Prüfung von Maßnahmen die Produktion betreffend u"rt>., währnd bei den deutschen Arbeitsgemein schoflen den Arbeitnchmern das volle Mitbestimmungsrecht ein geräumt ist, z. B. bei ter Verteilung von Arbeitsausträgen durch die Auftraggeber. Aohnlich sieht es b i ten „W or ks C o m m i t- tees"aus,die unseren Betriebsräten glrich- Aiachten sind. Auch hier liegt den englischen Betriebsräten nur die Prüfung von Maßnahmen ob, während ten deutschen Betriebsräten das Mitwirkungsrecht gesichert ist. Rach dem deutschen Be- triebsrätogesetz soll ter Betriebsrat u. a. die Aufgabe haben, bei ter Einstellung und Entlassung der Arbftlnehmer mitzunürien. Eine solche Bcstim- tmung ist unter den Aufgaben ter „Works Com- mitteeS" nicht berücksichtigt: man könnte ter Bestimmung unseres Betriebsrätegesetzes viril icht die Aufgabe ter „Works Committees" gegenüberstellen, nach ter dieses die Anstellungsbedinguneen zu ,prüfen" fat. Auch hinsichtlich ter Organisation ter Unternehmung, tei der Einführung neuer Ar- beitsmetboten usw. steht der Prüfung ter „Works Committees" ein Mitwirkungsrecht ter deutschen Betriebsräte gegenüber. Besondere Erwähnung verdient, daß ten „Works Committees" im Gegensatz zu unseren Betriebsräten nicht das Recht zusteht, von ten Ar- beitgetern die Vorlegung ter Mlanz und der Gewinn- und Verlustrechnung zu verlangen. Weder diese noch eine ähnliche Bestimmung ist unter ten Aufga'.-en ter „W»'rks Gommit km'5" enthalten. Gleichfalls hat ine Bestimmung des deutschen Be- ttiebsrätegesetzes. nach ter ter Betriebsrat Ver- tteter in ten Aufsichtsrat zu entsenden hat, bei den „Works Committees" keine Berücksichtigung gefunden. Arbeitsgemeinschaften und Betriebsräte in England Wie in Tcutsclstand, so hat man auch in England während des Krieges erkannt, daß zum Wiederaufbau des Wirtschaftslebens die Lösung ter Arbeiterfrage für das VerMnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer in dem einzelnen Industriezweig und ter einzelnen Unternehmung nach dem Kriege Mi größter Bedeutung ist. Im Ialne 1917 wurde in England ein Ausschuß zur Lösung dieses Pvo- VlemS eingesetzt, dessen Mitglieder aus Vertretern ter Arbeitgeber und ter Geiverkschaften, sowie zwei beteuteilten volkswirtschaftlichen Gelehrten bcjtnn» ten. Roch hn gLeichen Ialne trat dieser Ausschuß mit folgendem Ergebnis an die Oeffentlichkeit: Es nnir*x bte Einsetzung von stündigen Jndustrie- auöschüssen, paritätisch zusammengesetzt aus Arteit- getern und Arbeitnehmern, für jeden Industriezweig empfohlen. Diese Ausschüsse weifen große Aehnlichkeit mit 'den deutschen Reicl)sarbeitsgemeinschaften auf. Jln Rame Rational Joint Standing Council" heißt in ter Uebersetzung etwa „Stündige nationale Arbeitsgemeinschaft". Eine weitere Bezeichnung, die man ten Industrie-Ausschüssen b ig- legt fat, lautet „W hitley C v u n- cile", nach lern Leiter des Ausschusses, Whitlcy. A,g>iichts ter Tatsache, daß die Geschichte ter Gewerksä)aftsbcwegimg in England viel weiter zu- riktridit als in Deutschland, und daß,England als dos klaisisch? Loiü) ter Gewei? chaftsbewcgung anzusprechen ist, muß man einem Vergleich tes Wl/it- ley-SvmmZ mit ten gleichartigen Wirtschafts- und sozialpolitischen Einrichtungen in Deutschland be» sondere Bedeutung teimesscn. lieber das Msttleh-Shstem sei folgendes gesagt: Dem „Rattonal Joint Council" sollen die ten gesamten Industriezweig betreftenten Fragen obliegen, so vor allem die Wicdereinfü'hrung ter „Träte Union Rules and Customs" (Regeln unb Sitten ter Gewerkschasten), die während des Krie- außer Traft gesetzt, inzwischen aber wieder ein- geführt vvrden sind. Zur Behandlung ter lokalen Frage» sollen besondere Ausschüsse, die „District einverstanden. , Aba. Tingeldey (D.V.): Wir wünschen alle miteinander nicht, daß an ter Verfassung sogleich wieder geändert wird. Darum müssen wir jetzt sorgfältige Artest leisten. Bei aller grundsätzlichen Meinungsverschietenhcit mit ter Regierung in ter Mehrheit tes Dauses sind wir zu positiver Mitarbeit betest, die Verfassung müßte der tatsächlichen Lage entsprechen. Die Reichs- Verfassung hat ter Landesverfassung so enge Grenzen gezogen, daß alle kulturellen und wirtschaftlichen Fragen, in denen die Parteien einander geotnüberstehen. ausgeschaltet sind, sie erleichtert diesem Dause die ruhige Arbeit. Wir sind nicht mit allen in ter Reichs Verfassung nieder gelegten sogen Grundrechten einverstanden; aber da sie eine vollzogen.'Tatsache sind, halten wir lange Debatten über die Reichsversassung für unnütz. Wir sind befriedigt von ten Arbeiten tes Verfassungsausschusses wie von ter Heranziehung eines staatsrechtlichen Sachverständigen und si>rd tesfalb gern bereit, ten Grundzügen ter Ver asfung unere Zustimmung zu geben. Wir halten es grundsätzlich nicht für richtig, daß eine Kammer die ganze Souveränität bekomme, wünslÄen vielmehr, daß daneben eine berm'sständische Kammer trete, wir verzichten ater auf die Stellung eines solchen An- ttages, ter keine Aussicht auf Annahme hätte. Staatsrechtlich wäre die Trennung von Staats- und Ministerprä identen wünschinSwert, Prak ich?, vor allen finaniiclle Erwägungen spreche» dagegen. Der Parteitag der Unabhängigen. Leipzig, 3. Dez. In ter Rachmittagssitzung polemisierten Koenen (Lwl.'e) gegen Cohn und H.lfcrding. Etchhorn (Berlin) ertläite, die Einigung dürfe nicht an den kompromittierten Führern scheckern: kompromittierte Führer gebe es in allen Parteien. (Sine Einigung könne nur auf der Grundlage tes Aktionsprogramms erfolgen. Dr. Kurt Geyer fragte Colm nach dem Ergebnis ferner Berner Verfandlungen mit Odjciteminn, dessen dortiger Verkehr mit Sklarz ihn hätte warnen müßen. Ledebour.mst stürmischem Beifall begrüßt, sprach feine Genugtuung über die Zustimmung beiter Richtungen zu dem Crispi ischen Altions- programm aus. Cohn habe sich einen melodramatischen Abgang als Prophet der Einigung geschaffen, Die Einigung werte erzielt mst dem Uebir-» tritt einzelner Mehrheitssozialisten, ganzer Organisationen kund durch ten schließlickZen Zusammenbruch der mehrhestssozialisttscheil Partei. Tie Kommunisten seien ideal veranlagt, hätten ater durch ihren Austritt ten linken Flügel ter USP. geschwächt. Im Dezember und Januar fei kein Unterschied zwischen ter Taktik ter USP. und ter ter Kommunisten gewesen. Falsch sei bre Gegnerschaft ter Kommunisten gegen jede parlamentarische Betätigung. Sie selbst hätten auf tem ersten Rätekongreß.eine parlamentarische Un- fäbtgfeü tennefen, wie er sie noch nicht erlebt bäte, und sich von tem gerissenen parlameNdariscten Sch-eber Leinert nach allen Regeln ter Kunst ein- seifen lassen. Crispin betonte in fernem Schlußwort.- Wenn es in Deutschland jemand gelüsten sollte, die Kronen vom Pflaster wieder aufzuheben, so werte das klassentewußte Proletttri.it auf tem Plan erscheinen. Sodann wurde einstimmig dv Trucklegung von Crispins Reterat brfchlos en und ferner eine RÄ)aktionsbommission, eine Programmkommission und eine Steueriommission gewählt. (F. Z-) Leipzig, 5. Dez. (WB.) Der Parteitag der unabhängigen S^zialtemokraten Deutschlands hat einstimmig ein AV.ionsprogramm ang wim- men, daß sich zur ausschließlichen verr- schaft des Proletariats b?keimt. Dre Forderungen dieses Entwurfes sollen die Voraussetzung zur Einigung ter Arbüterklasse bilden. Berlin, 5. Dez. Eine Venarnrnlung ter f ozraldemokratischen Funktionäre faßte gestern abend folgenden Beschluß: Angesichts des Auftretens ter Reaktion, das die Einigung ter Arbeiterschaft notwendi^r als je macht, haben die radikalen Gruppen aus das Einigimgs- angebot Beine andere Antwort, als schäristmc Kampf gegen die mehrchntssozialistische Arteit>?rsck)aft, parteipolitische Zersplitterung ter Gewerkschaften und das auf tem unabhängigen Parteitag ansge- spwcliene Bekenntnis zur unablstingig-kommil- nifriidjen Rätediktatur. Durch diese Stellung- natvne ist die Einigung der sozialistischen Parteien unmöglich geworden, da die Unabhängigen ten Boten des Parteiprogramms völlig verlassen baten und sich hneterum als das enthüllen, was sie immer gewesen sind: Förderer ter Reaktion. Aus dem Aeiche. Die Ncichsciscndnhu. Berlin, 4. Dez. (WTB.) In Berlin traten unter dem Vorsitz tes Reid)sverkehrsminisiers Dr. Bell die Cbess ter Eisenbahnverwaltungen zu eingehenden Besprechungen über eine irüöicitigcro Uebernahme ter Eisenbahnen auf das Reich zu- ammen. Der UnteisuchunqöliuSschnß. Berlin, 4. Dez. (Wolff.) Der erste Unterausschuß des parlamentarischen Untersuchungsausschusses ter Nationalversammlung beendete in seiner letzten Sitzung unter tem Vorsitz des Abg. Tr. Quarck die Bvr- bereitungsarteilen für die Erh'bungen über die Vorkriegszeit. Unter ter leb!asten Mitwirkung ter ängezvgmen Sachverständigen, unter Denen sich Graf 9Rontgelas und K a u t s k y befanden, wurde ter Fragebogen im Wortlaut fest- gestellt, ter zuerst zur schriftlichen Beantwortung bis Anfang Januar an etwa dreißig Auskunsts- personen geht. Unter diesen tesinden sich v. Deth- mann-Liollwog, Jagow, Zimmermann, die Spitzen ter Militär- unb Atarinevermal ung und eine An- zalX diplomatischer Persönlichkeiten. Rach Einlaufen ter schrif.lichen Antworten wird Anfang Januar zur mürü>lichen Vernehmung geschritten werten. Tie Aufhebung der Goldzölle. Die internationale Konferenz über das russische Problem. London, 5. Dez. (WTB.) Lloyd George erklärte im Unterhause, daß die internationale Konferenz, die versuchen soll, das r u s s i s ch e P r o b l e m einer Lösung entgegenzuführen, aus Vertretern der alliierten Mächte, dre bis jetzt mit Uebereinstimmung vorgingen, bestehen werde. China und Ten schland. Eine Unterredung des Herrn v. LerSner mit einem Vertreter des ReuterbureanS. Paris, 5. Dez. (WTB.) Der „Ternps" veröffentlicht eine Unterredung, die Freiherr von Lersner einem Vertreter tes Reu ter schm Bureaus am 3. Dezember gewährte. Lersner erklärte, er habe tes jetzt noch niemandem eine verfasfungsebMe Volkskammer der Sreiftaates helfen. 39. Sitzung vom 4. Dezember. Präsident Adelung crefmet um 10V< Uhr die Sltzung Die Tribünen sind leer. Das §>aus ist gut bZetzt Das £>juS tritt alsbald in die auch 'bat sie bei ter zukünftig cm Stellung der Bundesstaaten kaum eine praktische Bedeutung mein. (Sehr richtig, rechts.) Bezüglich des Wahlrechtes werten wir einen Antrag aus die Erhöhung tes Wahlalters auf 21 Jahre einbringen, au-3 rein sachlichen Erwägungen. Ebenso wünfckfen wir die Beseitigung bei Bestimmung, daß die Wahlen am Sonntag stattfinden. Praktiscte Erfahrungen haben gezeigt, daß ter Sonntag kein ge ignetcr Tag ist. Trotz der Acntermrg der Staatc-form schließt sich in begrüßenslverter Weise organisch an die alte Verfassung an. Wir halten ten pessimistiscten Ausblick des Minister Prä >itenten megen tes Mißbrauches ter Bestimmung ter Ministerverantivort- lichkeit nicht für begrüntet. Rüt ter Verabscl>i.dung der Verfassung 'hat die verfassunggebende Volksversammlung ihre Aufgaben er ü l! und muß sich nach dem Vorbild oes Reichstages auflösen. Die Bestimmung, daß diese Volkskammer bis November 1921 beisammen bleiten solle, in die Verfassung aufzunehmen, halten wir a>eter für tenrokratisck noch für politisch. Die Landes- Wahlen müssen ten Reichswahleii folgen. Ich ziehe meinen Antrag im Ausschuß, die Neuwahlen tes November 1920 stattfinten zu lassen, zurück. Wir stellen den Anttag, daß die Lantesivahlen 8 Tage nach ten Reiclfswählen stattfmten müsseir.Daz-u darf . nicht erst ein Doltsbegel-ren verlangt werten. Es ist eine polittsche Anstandssordcrung. Diese Frage wird für uns ten Ausschlag geben bei unserer endgültigen Zustimmung. Sollte keine Einigung instante kommen, so toerben wir, das künden wir schon heute an, kein Mittel scheuen, ten Rücktritt ter Kammer zu erzwingen. Einzelwünsch.' stellen wir auf die Einzelaussprache zurück. Wir sind unbedingte Anl)änger einer verfassungsmäßigen Weiterte! düng aus allen Gebieten. Geben Sie uns die Möglrchkeit zu einer einmütigen Verabschiedung ter Verfassung mitzuarbeiten. (Beifall.) (Es tritt eine Pause ein, in ter ber Verfassungsausschuß jufanpnentritt) rm. Darmstadt, 3. Dez. Parlarnerttarisches. Der Abg. Lo 0 s 'hat der Steif. Volkskammer einen von Mitgliedem aller Parteien unterschriebenen Anttag eingereicht, in der die Regierung angefragt wird, was sie zu hm gedenkt, um gegen die beabsichtigte Bevormundung der Schulen irn besetzten Gebiet (Stellung zu nehmen, die durch die in ter Rede tes Vorsitzenden der interalliierten Kommission Tirard zur angeblichen Vermeidung ter Verbreitung von Revancheabsichten zum Ausdruck gebrachte Erziehungs- Vorschriften und Kontrolle in ten Schulen zum Ausdruck kommt? Eichener Anzeige General-Anzeiger für Gberhesfen 3n>imngsrnn6önid u. Derlag: vrülil'ich« Uni»..Bud), u. Steinkuderei R. lange. Sdjriftlcitung, 6e|d|äfts|telle n. »ruderet: Schulstr. 7 Tie deattschen Kohlenliefcrungcu nach Frankreich. Berlin, 4. Dez. (WTB.) Die deutschen Kohlenlieferungen nach F r a n tr e i ch , die wir vor der Ratifizierung des Friedensvertrages begonnen hatten, sind dauernd durchaeführt worden. Wenn sie die volle Höhe nicht immer erreichten, war dies auf Schwierigkeiten der deutschen Förderung sowie auf Verkehrsschwierigkeiten zurückzuführen, wobei auch technische Unzulänglrch- keiten der französischen Verkehrsmittel zum Teil eine Rolle spielten. Die Haltung Frankreichs in der KriegSgefangencnfrage. Amsterdam, 4. Dez. (WTB.) Ten englischen Blättern zufolge er Härte Larmsworth in ter llnierhaussitzung vom 1. Dezember auf eure Anfrage, baß China ten F-.ietens ertrag mit Deutschland nicht unter je. ebnet habe, nrrte o Pans, 5 Dy. (WTB.) Tie Hmna- mt6" mißbilligt bte Haltung Franrretchs in der Kriegsgefangenenfrage, daS, tote viele, auf feinen Schein testete Frankreich versafte nicht in humamtäre Schwach!ichünten. Seine Haltung bedeute in ter Tat eine außerordentliche UngercdjtigTi'it, weil dadurch 400000 Menschen in einer durch die Gefangenschaft erschwerten mili- tärifdjen Sklaverei erhalten werten. Deutsche Arbeiter in Rordsrankreich. Berlin, 5. Dez. lieber die von der deutschen Regierung ter französischen Regi.rung gemachten Vorschläge wegen ter Unlerteiitgung ter leim Wiederaufbau in Nor dfran kreich b e- schäftigten Arbeiter wird von den „Pol.- Parl. Nachr." berichtet: Es seien allein aus tem praktischen Bedürfnis "heraus Arbcitecsiedelungen geplartt, die gleichzeitig als Schule für die spätere Siedelung in ter $>rimat dienen sollen, wo die Arbeiter an einen Wirtschaftsbetrieb mit Garten- und Gemüseanlagen gewöhnt würden. Zur Versenkung der deutschen Flotte. Berlin, 5. Dez. Die englische AdmirvlftAl veröffentlicht verschiedenen Blättern zufolge einen Brief des damaligen Chefs tes Admiralstates v. Trotha an den Admiral v. Reuter, worin nachdrücklich darauf hmgewiesen wird, daß die Sckpffe deutsches Eigentum seien, und daß eine Uebetgabe an den Feind nicht in Betracht kommen tonne. Der „Voss Ztg." zufolge sei in dem Bries Dein Verscmkungckbefehl uitä keine Auffcrtemng zur Dez. (WTB) Im volks- ____,en Ausschuß der Nationalversammlung ist betr. die Zahlung der Zölle in Gold beschlossen worden, daß c»as Plenum der Nationalversammlung Möglichst bald dem Gesetzentwurf zu- stimmen solle, durch den die Goldzölle aufgehoben werden. allgtmkine Aussprache über die neue Vcrfassmig. Ministerpräsident Ulrich: Mit der Verabschiedung ter vorläufigen Verfassung vom 20 Februar d. Js. übernahm die Regierung ten Aus- frag, eine teftnittve Verfassung auLzuarbeiten. Sce liegt Ihnen vor. Von entscheidendem Einfluß, war die Reichsversassmig, die als grundlegend für die Eirrzelstaaten angesehen werden muß, dnm Rrichs- recht geht vor Landrecht. Em betonterer Dank gebührt tem juristischen Berater Prof. Dr. Grne- Itn Es hantelt sich bei ter hesttichen Bersis- fung bet ter veränderten Stellung ter Bundesstaat, n sozusagen um ein Aus ülwungsgeetz zum Reichsgesetz. Ter Siebter erörtert sodann di>; Fragen, bie der Reichsverfasfung Vorbehalten und ter Lantesgesetzgebung entzogen smd. Was schon in ter Reichsverfassung entfalten ist, wuite in die Landesverfassung nicht Mehr aufgenommen, worwis (eine falschen Schlüsse gezogen werten bürf-m. Dn: Redner geht hierauf aus die einzelnen BMim- mungen ter Verfassung über. (Im Dause terrscht eine allgemeine Unaufmerksam Veit.) Die Unteilbarkeit tes Staatsgebietes tourte ausdrücklich ausgesprochen, gegenüber ten Los- löiungsbesttebungen unserer Feinte in dem über- rheinischen Gebiet. Wir betrachten nach wie vor die Rheinhessen als zu uns gehörig. Die Schaffung eines eigenen Staatsprä'itenten erschini bi ter ge- Kleinheit des Landes überflüssig. Die Wahlen füllt worden sei. Lersner gab dem Vertreter tes Reutcrichen Bureaus Kemttnis von dem Schlutz- satz, ter diesem unbekannt war. Er erklärte ferner, datz man offenbar glaube, daß ter von Deutschland suggerierte Gedanke, die Frage von Scava Flow vor das Schiedsgericht tm Haag zu bringen, irgendwie die Ratifikation tes Frietensvertrages hinausschieben soll. Das Gegenteis sei roa()t.Jüxnn dre Alliierten ten deutschen Vorschlag annähmen, könne das Protokoll sofort unterzeichnet roerberr Die baltische Frage sei inzwischen ja geregelt, da die beuticfan Truppen Litauen vollständig geräumt hätten. Der Einspruch gegen unsere Militärorganisation. Paris, 5. Dn. (WTB.), Zu ter Note der alliierten Regierungen über die Reichswehr und die Einwohnerwehren sagt das „Petit I o u r n a l": Mr kennen ten schlechten Willen unserer Gegner. Aber sie werten die Bedingungen ausführen, wenn sie nicht anders können. Man braudü nur wenige Wochen jenseits des Rheins gelebt zu haben, um zu wissen, daß ter deutsche Vrilidarismus für lange Jahre hittaus rur.Ofa- madjt verdammt ist. Aber Frankreich und die Alliierten wollen keinen Frieden diif 5 laber lOIahve, sondern eine dauernde Garantie, daß Tteutscch' land auf jegliche militärische Ambition verzichtet. Xnenöer ferne letzte Rrchostäkte g'künden. Spar-Prämienanleihe ug st ftation beraubt. Wieviel Wcuberunyn in Unlerc STirdx it Eisenbahn- an wie folgt den Bereich der preu&ifdrl direktionen Dom 1. Dezemb.t i tu un- sich auch nxMbtä iencn hinaus gei vS. Stern dach. Fällen in der Kirchhainer Go sittlicher Absicht überfallen an emes Nachnahmesetrages güt für die Dost nicht aLj Wertangabe Nach, «hme send u uzen werden bei dec Vo>t nur dann als Wertsendungen behandelt, wenn auf ihnen außerdem noch ein Wert ange» yrtcbttd) Bücking im Farnckiorrprab am dem fflten ^ochschulnachrichten. Jena. 6 De». Rudolf Lucken tritt von llniversitätslehrarnte zurück Forst- und Karneralverwalttrng. getroffen werben ÜxTtfrule Don Brcnnbol). bte von Q4emrü*cn mit ihnen Angehörigen cLyefdilofü bat Bebatgungm und Drei __ ... 165. LelvuSsahre. aber ocr » yrirdtzof feiner 4*vi en werden. vü> unter. DaS in (samjuufcm, tu va.।u/u,n« **■ y Dreije» grftattri, welch-1 samten Verkehr Dx Zahlungen auf PvLrnienanlrihe 1919 ihre Zugkraft. *♦ Herabsetzu n g der Wagenstand- geldsäpe. Nachdem die Betriebölage der Eisenbahnen, insbesondere im Westen, sich etwas gebessert hat, werden die SLagoristandgeldsätze für *• Entlassung-anzug. Laut Berfüanng deS Abw Amt des früheren Preußischen Krreg»- Ministeriums sind sämtliche Anträge um 6nt- la(fun(r»aryüge bis »um 28 12 19 etniu- neidm. Später eingehende Anträge könnm nicht mehr berücksichtigt werden. Näheres siehe Be- mnnttnachung ** Donnachnohme ist keine Wertangabe In weiten Kreisen bet Publikum» ist noch immer die Ansicht verbreitet, daß, wenn man eine Postsendung unter Nachnahm: verschickt. die Post im ein Ein gesandt in Nr 282 unseres BtatttS: In Gießen sowohl wie in allen andeveu Städten her richt z. Zt. em großer Rteingeltmongd, Gasthäusern, in Geschäften und rm ge- bie xuständige staatliche CberfBrflari oder t* foarß etwa bestimmte Stelle zuläßt. Für die Zuweisung von Brenrrbolz K von den Gemeinten eine Gebühr zu «-ntrichvm. Sc beträgt: bei Anbrui von Breiinlolz tmrchetn« Gerneau<: 1 v. H. Des Kaufpreises: bei Zürn. jung von Breimholz an eine Qtemnnbc auS ihrem eigenem Walde: v. S>. des amtlich te1> geletzten Anschlägen ei es. Da lde igentümer sowie btnerngen, welche Brennholz tu Gewahrsam haben oder solches zu erwerben wünschen, sind verpflichtet, bet zuständigen staatlichen Oberförster« oder der sonst etwa bestimmten Stelle in der von ihr oorgefchrir-- benen Form binnen einer zu bestimmendem Frist alle Auskünfte, Anzeigen und Meldungen zu erstatten. die von Unten im Dinblüf auf die »mm« holzverforgung verlangt werden Donchriften Mir Auslührung dieser Vetotd- mmg ertäfet da- Ministerium der Finanzen. Abteilung für Forst- und ÄamcralVerwaltung. DaS Ministerium der Frnanzen, Abteilung lür Rente und stameral Verwaltung. Bonn tn besonderen Fällen Au-nahmen geiiaiten. geben ist. ** Literarischer Abend. Auf den heute abend 83/, pünktlich, im großen Hötsaal Der Universität vom Bund zur Pflege von Musik und Literatur oerauüalicten literarischen Abend se. hiermit noch em mal kurz hrngewiosen. Der Saal ist gebeizt. Hauptmann Walter von Ruckte- schell, der Demnächst den Sortroa: ,^ettew-Bvr- baf und der Krieg m Ostafrila" Uer Hal.en wird, btfano sich 1914 zu Studienzweckrn in Ostafrcka, als Der Stieg cm^dvach. Als Roierveoftizior trat er sofort in KrieüS^ienile und hat trotz mehrfaches schwerer Berwumongen bet größten Teil des FeldzngcS mit gemacht, zuletzt als Adiutant des (-leneralä von LetwwDvtbeck. Ruck e chell i,. 5ünliier. Ms solcher nrirft er auch in seiner Darstellung, die voll Leben und Wärme ist und tim,:* Imidi Geichautos mit kraftvoll Durchlebtem m Mielnbcr Weife vereinigt. Hervorragend schöne Lichtbillet nach eigenen Aufnahmen iktihärten den Eindruck seiner Worte. (Siehe Anzeige.) ** I Nl Oberhessischen Gei chichtS- v er ein hält Freitag den 12 Dez. der Dirrftor der Römii'ch-German. Kommis ion. S)err Pro, Tr. Fr. K v e p v, Franfiurt a. fUiain cuten Vortrag über „Römisch: Bildkunst in den Provinzen". ** Eine Wo hl tä i ig kei ts-Bo r |t e 1- lung wird lxute in der ^Neuen Welt" zum Besten der in DeulschOesbrrrcich hungernden Schulkinder gegeben. ** Der Verband der GastwirtSge- hilsen Verwaltungsstelle Gießen bittet darum, jetzt nach Neuregelung des Tnnkge.d- wesens. den Kellner nicht durch das ^nbirtrn von Trinkgeld zur Annahme zu verleiten, da dadurch seine Stellung gefährdet wird. ** T-'s Balfersche Fernsprechve, zeichniS für ßhe&cn und Nachbarorte ist tau erschienen. Da dos amtliche Derzorchnis um ein Hildes Jahr »urücfliegf, enthält dieses »Llitzvor- zcichuis" wichtige Aendotungen und etwa 300 Neu- cmschlüssc. Ein weiterer Vorteil des Ber^ichnisses ist die Slrrorbming nach Schlagworten, jo wie die Auftülnung von Firma und ÄeschältSindaber. *" Elektrlfche Oesen Dürfen gcmätz Be- schluses des Provmzialaus chusscs vom 26. November nicht mehr cm die Ueberlamo-ilLnlagt mge- schlos en werden. D.e Be mtzung der bis jetzt an» geschlossenen elektrischen Dc,ie Flucht Sie wurden verfolgt und einer konnte sofort verhaftet werden, während die beiden anderen einstweilen entkamen. Lange konnten sie sich ihrer Freiheit aber nicht erfreuen; die sofort angestellten Ermittlungen führten zur alsbaldigen Verhaftnttg Der beiden Komplizen. Bei den drei Tätern handelt es sich um Flüchtlinge, bie sich bereits einige Zeit in Gießen aushalten unb zum Teil im mesigen Durchgangslager beschäftigt waren. Die tyn Bahnhof beschlagnahmten Schließ- körbe enthielten Tuchballen, die au5 dem Diebstahl bei Horn Verrührten. ** Durchgangslager. Die Dienststunden deS CMcbä tSiimme » der .Kommanka tur bcS Durchran.rslagers sind ab 1. 12. 1919 von 8Vi Uhr vorm ttags bis 4 Uhr nachmittags festgesetzt einen Geldbetrag angecignet zu haben, zo 2*^ Jahren Zuchthaus. — Wegen Urkundenfälschung und Betrugs wurde ferner der schon tntl* vielfach vorbestrafte Kellner Wilhelm Steinbrück au» Duisburg zu 1V» Jahren Gcfängriis verurteilt. Der Mann kam im Juni nach Airchhain und vtv kaufte dort dem Kommunal^erband und dem ft auf mann Nau mehrere Waggon» L bcn. sängniS Zwei weitere Mitangeklagte Angehörig» beider Familien erzielten Freisprechung. Av» Stadt unb Land. Gießen, den 5. Dezember 1919. Lebensmittel. ** Verteil» ng von Ausland S- toeVI. Von SamStag bis einschl esst ich Mittwoch gelangt in den Kleinhandelsgeschättrn auf Den BezugSubschnitt Nr 9 der Le^eusmittellarte Au S- landsmehl zur Serieilnng. Aus teden ©e-« rugsabschnttt entfällt 1 Pfund jum Steile von 80 Pi. * Ausgabe von Süßstoff (Soccharm). Für t« Zeit vorn L bis 15. Dez. nrrb gegen bte Lieferungsal^chnitte 9 Der Sü ,1-Oiftarte „n‘ tbLani) uns 6 ber Sützstvillarte „G" i'gelb) von den SüststofTibga.bcficllcn SLtz> off abgegeben. (SieIx Belaunttnachung " Mangelnde Milchversorguna. Infolge ungenücenber Belieferung ber Stadt Gießen mit Mllch muh Freitag und Samstag die Milch abermals beichränkt werden. Näheres siehe Anzeigenteil. •* Der Kartoffel-Sleinvertaufs- preis wird mil Wirkung vom 6. Dez. auf 14 Pf. für bad Pfund erhöbt. I n Der ftävt. Obst- und Gemüse, stelle kommen Tafeläpfel, Quittm, Rotkraut, Wirsing, Sellerie, (Mberübcn und Roterüben zum Verkauf. ** Fre ibank. Samitag den 6 Dezember werden von 1—3 llhr die Nr 3451—3500 beliefert vk anstati«.«gen Freitag: Großer Hörsral der Universität, 8V4 Uhr, Bund zur Sliegt von Musik unb Literatur, Vortragsabend Albert Rausch. — Lichtspielhaus, „Der UeberhU auf Zug Nr. 3" und „Melodien des HerzenS". — Licht!P«le, SeltteS- weg, „Die JDin", „Der TeuielshaLcn" unb .Hausstreik". • Amtliche Personalnachrichten. Dem Lehrer Georg Andre ui Burg-Gemünden wurde eine Lehverstelle an ber Volksschule ui Ober- Saulhrim, Kreis Oppenheim, tem Schularntsan- roäcti'r Johann Eurich auS Uellershcirn eine Leftrerstelle an ber Bolksichule zu Schlitz und dem Lehrer Rudvll L e h m e r zu Unter-Schmillcn eine Lebrerstelle an ber Vvllsschule zu Glashütten, Kr. Schotten, übertragen. ** WaS verleiht der Deutschen wird nunmehr ein vollständig neues Geläut erhalten. Nachdem vor zwei Jodreu bereits jnxi Glocken zur AAieferung kamen, wird nun and) die Dritte Glocke ihre lustige Höhe petlofkn, um Drei neuen Stahlglocken Platz zu madxn. Die Lienrung ist der alten Glockengktzeriirma Rinker aus 3nm übertragen. Die Lirterzeil bauert ein Vierteliahr. Die Kirche wird rtbenfaliÄ bis Ostern im Besitz Des neuen Geläute» fein. x Wieseck, 2. Dez Un ere Ge bä ch t u i »- au»stellunA wird noch immer Tag für Tag auch von Gies^mrn zahlreich [r'ud)t unb wird aus vi lachen Wunsch noch bis rLchsten Sonntag geöffnet Haben Einige gtötzrrr Bilder aon Taten tarnen noch ixnm. auch ein hübschcS Gemälde de» Dermifcten Dil Helm Mandler. Kreis Büdingen. Firilmristkr Bücking f. *• Bübingen, 2. De,. Am 27 Nodbr. ocrfdnd) hier an Den Folgen eine» Seblaganmll» bad) verstorbenen Landrichters ft art Bücking Bückings Vorliebe für die 3ajD entsprach seiner längeren lätigteit als Asscste-tt bei Dem s?o*;: .D- amt zu DarmüaDt. AIS Ober'örster in Romrod batte er Die Verwaltung deS dortigen Jagdschlosses tn Händen und dessen Damaligen Umbau za leiten. Aus eigenen Wunsch wurde er am 1. April 1895 m die Obersörsterei Düdelsheim versetzt mit dem Wohnsitz in Büdtagen. 1914 trat er in Den Ruhestand. e # Kefenrod, 4. Dez. DaS Fest der g o l - denen Hochzett feierten bie Eruit Hoerb- chen Eheleute. KreiS Schotten. e. Ulfa, 3. Dez. Im Alter von 79 3ihren starb hier ber Sprrkaisenrechnec Philipp Ho f • mann, brr gleichzeitig tuch Rechner Der hiesigen Kirchenlasse uiu Gemeinberechner des nafciy lege- iien Rabertshausen, fet einer langen 9Litb: aan Jahren g wesen ist. Zu ieimm dlach^lger als 3t*ar!ai)enrcd)neT nmrüe oor riniger Zeit der ftri.gsbeschöv^te Heinrich Bast gewählt. KrrlS Friedberg. an. Fauerbach. 3 Dez Im Dienst tödlich verunglückt cft am Dienstag nachmittag um 4 Uhr Der 2cute nQcbmittag von 4—7 Uh* auf dic bekannten Schieberlokolc ftvsjee Avldschmid' unb Mangel m ber Al.erheiligenstrafte eine g'änzcnd durch- gesülirtc Rozz a. Die in der Hauptsache der Bc- kämpfung des Schielxttums galt Otachdem bie Zugänge zn den angrenzenden Sttaßen in iveitcm Umkreis durch Rcichswehrtruvven abqespcrit waren, drang die Kriminalpolizei alrichzertig in die Kaffees ein, wo etwa 500—600 Personen, meistens Schieber, versammelt waren. Auf den Ruf „Hände hoch!" mußten die Leute aufftefcen und die etwa vorhandenen Dassen abgeben. Dann wurden sie in geschlossenem Zuge unter Begleitung einer riesigen Menschenmenge dem Pviizei- aciängni5 zugejührt. Hier sand eine gründliche Prüsirng der Personalien stall: bet den meisten entdeckte man augerordeutlich hohe Geldbeträge, in einzelnen Fällen bis zu 160000 Mk. Unter 6000 Mk. hatte ferner der Berhrsteten bei fick. Nach Feststellung der Personalien wurden die Leute bi» aus iene. Die ohne losten Wohnsitz waren und gegen bie Anzeigen Vorlagen, entladen. Insgesamt blieben 40—50 Personen in Hast. Die ganze Aktion, bet ber Poltzeipräsibent Ehrler bei- wohnte, trug sich ohne leben Z«vrsd)cnMl zu. Bcldrccherjagd. — -Dornburg v. b. H., 4. Dez Mitt- nxxf) früh kurz nach 6 Uhr wurden drei Frankfurter Embrecher bei der AuSptuudorung des Le- donoarengcschästS von Ko fier überrascht. S» flvben unb wurden von einer immer gtoß.r wer- benben Menschenmenge Dcrwilgt, wobei sie auf iljrc Dersvlger '»rtgeictzt lchosfen. Schlißlich holte eine reitende Patrouille bet Reichswehr Den Hauvt- v- rbrecher em, ber sich bei seiner Festnahme, nachdem er auf die Soldaten geschoshm hatte, durch einen Schuß m die Brust lebensgefährlich verletzte. Tie beicen anderen Diebe wurden ebenfalls nach einem Fcuergesccht überroäLigl und nach 25er- abfolgung einer gwßen Tracht Prügel der Polizei übergeben. Ein Förstennord. — St. Goar-Hausen, 4 Dez. Der Staat S- sörster Frohwein aus 25rari wurde in seinem Revier durch zahlreiche Schußwunden schwer entstellt tot auigcfimben. Mtt Hilfe cites Bolizoi- bundes giang <*, in dem G. Fischbach vom noHn Mr.lüborger Hol' den mutmaßlichen TLter zu ocr- Uafltii. Fischbach trägt icHrridK Spuren eine» barten Kampfes an sich. Auf Dem Woge nach dorn GorichtsgoiangniS wurde er von Der empörten Battsnnruie mit Peitschen unb Knütteln fast gu Tode gelyncht. «= Fulda, 3. De». Bor Monatsfrist reifte ein hiesiger Händler tn» besetzte Ge- biet und wurde seitdem vermißt. Jetzt erhielten bie Angehörigen die Nachricht, daß er in Höchst, da er keinen Paß bei sich führte, festgenommen wurde und seitdem im Gefängnis sitzt. AuS dem NmtSvertündigunflSblatt. *• Da» Amtsverkünbiguugsblatt Nr. 130 vom 4 Dezember enthält: IJerortmintg über bie Rückgabe bet au» Belgien unb Frankreich überführten Maschinen Dom 14. November 1919. — Vetordrwng, bie Verfügung über Brennholz betrefienb. — Ermittlungen über bat Bestand an Schmalspurbahnen von 60 Zentimeter Spurweite — Regelung ber Arbeitszeit gerorrb- licher Arbeiter. — ErworbSIosenfü sorge: hier: Nachweisung für ben Monat November 1919 — Bokanntmachung betreff, bie Kartoffolvorforgung: hrer: bie Bewirtschaftung ber eingemieteten Kartoffeln. Vom 27. November 1919. — Gewerbe- LegitimationSkarton. — Felbbereinigung Stein- Heim. — Frldbereinigunq Ttri» a. b. Lda.: birr: bie Arbeiten bes II. Abl'chnilles. — Feldbereinigung Ettingshausen. Bccntbolz. Das Gefamllnmtsterium tut mit GetetzeSkrift txTüttmet: De Brrügung über Vrennbol» durch dic Gemeinden erfolgt nach ben Anordnungen Dir von Dem Mmisterrum Der Finanzen, Abteilung für -m. Hungen, 4. Dez. ^sn ber vergangenen Nacht wurden einem breiigen Einwohner 14 Paar Strümpfe^ bie zum Trocknen hinter Dan Hause an anstovordem Wiesengolände ausaehängt waren, gestohlen. Von Dem Tätet fehlt jcbe Sput. — In letztet Zeit nehmen die Diebstähle wieder in erschreckendem Mafte zu. ks. Inheiden, 4. Dez. In Dem nche- aclegenen Feldheimet Waldv verunstaltete beute Dio Oleriörsterri Arnsbura eint Treibjogo. 3nfolnt DeS ungünstigen Wetters konnte erst dcrz vor Mittag bamii begonnen wovon. Die Jigd wurde schon um 3 Uhr durch einen UnglüctSfall at«brachen. DaS Geweht eines Jägers entlub sich und öS wurde dadurch der Treiber Wil beim Jakob von hier am Oberschenkel schwer verletzt. — DaS Ergebnis der Jagd wir dadurch nickt all- iugrafe-, eS wurden 4 Haien, 1 Reh und 3 Fa- fanen erlegt. *• Notdeck, 2. Dez. Weyen vielen auf» tretenben Scharlachetkrankungen unter ben Kindern in unserem Ort ist die Schule aus Anordnung des Kreisarztes bis über die Weih- 63, 339,50 282,50 145,25 behördliche Anzeigen «141* 1.40 Mk. feste Entlohnung haben. 023446 IMF van Baerle’s van Baerle * Co.« Worms a. Rh. Beer. UM. 1 1 1 1 1 1 1 1 1 225,- 214,50 298,50 165,- 170,- 283,- 121,50 125,50 480,- 33S',- 146,50 123,50 221'75 126,75 479,75 248,- 277, 245, 250, 220, 295, 278, 245, 250, 165,75 284'- 122,- 126,- 212,- 297,- 237,50 164,50 168,50 277,50 Börsenkurse. Frankfurt 119,- 255,- 176,- 147,- 123,50 128,50 30,10 31,45 85,30 142,25 884,25 Abend, Kurs 4.12. 77,50 Kurs 4.12. 77,50 67,50 63,30 65,- l.Uhr. Kurs a5. 12. 77,50 Kurs 5.12 77,50 66,75 63,37 Kunstmaler und Graphiker P. OTT-Gera Berlin Schluß- Anfang, 3. 12. 1230 5325 12,- 10,50 4. 12. 12,- 5,70 12.- 10,25 1746,50 868,50 976,- 936,- 838,25 36,05 30,55 32,55 85,70 890*75 Zernfprech-Vlitz-Regtster in neuer Anslage erschienen. Ernst Salser, MSurburg 1699,- 85s,50 971,- 938,50 821,25 1696,- 856,50 969,- 936,50 820,25 119,- 255,- 175,25 146,50 123,50 128,50 30,20 31,55 85,50 142,75 885,75 1743,50 866,50 974,- 934,- 836,25 35,95 30,45 32,45 85,30 889*25 119,- 258,- 176,25 146,25 12 <,25 129,- 225,- 227,- 216,- 290,- 237,- 165,- 167.- 284,’/, 12i,— 124,8, 48',- 245,— 343,— 268,50 275,50 244,'/. 247,- 145,- Der Hessischen Volkskammer sind zugegangen: Eine Regierungsvorlage bett, einen Gesetzentwurf über die Veräußerung fiskalischen Eigentums. Danach können Grundstück des Holland Dänemark Schweden Norwegen..... Schweiz Wien (altes). . . . Deutsch.bsterr.abg. Budapest Prag Helsingfors . . . . Spanien Wettervoraussage für SamStag: Wechselnd bewölkt, zeitweise leichte Ni>Ä:r- schlage, etwas kühler, nordwestliche Wittte. schafft individuelle Reklame u. Entwürfe Vori. Anschrift: Kaiser-Allee 39 bet KOCH. Zürich . . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm . Marknotierungen. Datum: tote aller irl wert tie BrtU'uki ÜBlv.-BrcekereL B. Leen. Blain Verband der Gastwirts-Gehilfen Deutscher Kettnerbund Genfer Verband. I. A.. Gustav Rübll Ein Waggon Mktnettiltz, Mriulfiafoiltn uJottriien eingerroffen. W* Staunend billige Preise. "Wl Perkauf SamSiag von 12 Ubr an Neustadt 19. Fran Frosch :: Tel. 2133. Geld Brief 4. Dez. Staates aus voödwirMMcheu Sttcksichten, insbesondere zur Förderung der Landeskultur ober zu Siedclungszwecken, zu össentlichen ober gemeinnützigen Zwecken, zu Bauzwecken, zu Hof- ranen ober Hausgärten, wegen unzweckmässiger Verwaltung, entbehrliche Grundstücke aller Art. olche die außerhalb Hessens liegen, Erbirund- tücke, zur Vermeidung rechtlicher Streitig leiten, zur Aufhebung einer Gemeinschaft, laufd)Beiträge usw. ohne Zustimmung des Landtags ver äußert werden. Eine Reg.-Borlage betr. den Betrieb des Hess. LandestheaterS, eine Re- sierungsvorlage betr. die einmalige Besch af- ungsbeihülfe an Kommunalsorstwarte, eine dringliche Anfrage des Abg. Lang betr. die Benachteiligung mancher Arbeiter durch die Zeitkarten 4. Klasse und eine dringliche Anfrage des Abg. Urstadt und Genossen betr. die Räumung des Amtsgerichtsneubaues in Gießen. zwar für: Mütze ober bürgerl. Mütze w Breis hatten. Dagegen waren seit lang« Zeit zum Markt wieder einmal einige Krämcrbuden ausgcschllrgen. Trinkgeldablösung Wir bitten das verehrte Publikum bringend, den Kellnern keinerlei Trink- gelb mehr anzubieten, da dieselben eine Büchertisch. — Kalender für Deutsche" aufdas Jahr 1920. Preis 3,50 Mk Unter diesem Titel ist im Verlag Sponholtz Drrlckcrei unb Verlogs- anitalt in Hannover ein Wochenabrcißkalender tn schlickster, künstlerischer mehrfarbiger Ausstattung: erschienen. Bekanntmachung. Betr.: Entlassungsanzug. Laut Verfügung des Abw. Amt des früheren Preußischen Kriegsministeriums sind sämtliche Anträge um Enttassnngsanzüge bis zum 28. 12. 19 einzureichen. Später eingehende Anträge können nicht mehr berücksichtigt werden. s Anspruch auf einen Entlassungsanzug haben: a) sämtliche Leute, welche am 9. 11. 18 und spater zur Entlassung gekommen sind, !b) sämtliche Kriegsteilnehmer, welche in der Zeit voiw 1. 7. 16 bis 9. 11. 18 mit 53er forgnng zur Entlassung kamen und ihr Jahreseinkommen bei einer Einwohnerzahl von 50 000 Einwohnern weniger als 3000 Mark beträgt. Der EntlassungSanzug ist in getragenen Stücken von Tragewert zuständig. An Stelle des Entlasfrmgsan)uges kann auf Wunsch ober beim Mangel an Stücken des Entlassungsanzuges, Kriegsbeschädigten und Kriegsgefangenen nur auf Wunsch, der Geldwert dafür erstattet werden, und * t* Im KW er en-, sind W r ** °on üjt sovff L* - LL Markte. 4 Ortenberg 3. Dez. Der gestrige Ad- ventSmarkt war, wie fcu erwarten, mir sehr schlecht mit Schweinen bewirft, eS waren nur einige Ferkel an gefahren, die einen sehr hohen Bekanntmachung. Infolge ungenügender Belieferungber Stadt Gießen mit Milch kann Freitag den 5. d. Mts. und Samstag den 6. b. Mts. die Ausgabe nur rote folgt geschehet. Milchmarken, die auf 1 Liter lauten, werden voll beliefert. »/«-Liter-Marken werden nur mit V2 Liter beliefert. Inhaber von Milchmarken, die aus */2 Liter lauten, erhalten keine Milck), sondern werden in nächster Woche mit kond. Mllch beliefert. Nähere Beranntmachung übet die Ausgabe der kondensierten Milch erfolgt am Samstag. G ie ßen, den 4. Dezember 1919. 13630B Der Oberbürgermeister (Lebensmittcllont). Verteilung von Anslandsmehl. 53on Samstag den 6. b. Mts. biS ein- schließlichMittwochden 10. Dezember 1919 gelangt in den Kleinhandelsgeschäften auf den Dezugsabschnitt Nr. 9 der Lebensmittelkarte Auslandsmehl zur Vertei- hing. Aus jeden Be z ug sab sch n t tt entfällt 1 Pfund zum Preise von 80 Ps. Die KleinhmideIsgeschäste haben die eingegan- gelten Bezugsabschnitte bis spätestens Montag den 15. Dezember 1919 auf dem Gtäbt Lebensmittelamt, Zimmer Nr. 12, abzu- liesern Die nicht verausgaben MeTmengen werden bei der nächsten Verteilung in Anrechnung gebracht. Gießen, den 4. Dezember 1919. 136298 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittckunt). für den vollständigen Entlasfungsanzug mithin 93.88 Mk. Wenn ein zur Entlassung gekommener Mann es oorzieht, statt aller juftänbigen Stücke nur ein Teil davon, diese öfter in besserer Beschaffenheit zu empfangen, kann dem Wunsche entsprochen werden, soweit er sich innerhalb des Gktantt» wertes von 93.88 Mk. hält, rnertn solche Stücke vorhanden fntb. Auch steht es ihm frei, einen Teil in Natur und einen Teil in Geld zu empfangen. Der Gesamtwert ferner Abfindung muh sich aber in Grenzen von 93.88 Mk. halten Zu a wirb noch bemerkt: Leute, welche bei ihrer Entlassung von ihrem Entlassungstruppenteil mit einem militärischen Anzug von 2/6 Tvagewert abgefunben worden sind, haften feinen Anspruch auf Umtausch der Stücke. Es können nur solche militärische Stucke um» gelauscht werden, welche bei der Entlassung weniger als Vs Tragewert hatten. Diejenigen Leute, welche glauben, mit einem Entlassungsanzug nicht richtig abgefunben worden zu sein und noch feinen Antrag um Umtausch bzw. Empfangnahme ihres Entlassungsanzuges nach hier eingereicht haben, müssen ihre Anspruch: bis zum 2 8. Dezember 1919 bei ber Gießener Versorgungsstelle, Bckfeidurtgsaftteilung. mittels Gesuch zur Geltung bringen. 13648V Gießen, den 4. Dezentber 1919. Bersorgungsstelle Gießen I. B.: Claus, Mawr z. D. und Leiter der BersorgnngsaVteilung. Kartoffel-Preise. Ter Kartoffel-Klein Verkaufspreis wird mit Wirkung vom 6. Dezember 1919 auf 14 Pfennig für das Pfund erhöht. Gießen, den 4. Dezember 1919. 136288 Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Die Inkrastsctznng des FriedevSvtttraßtS. Paris, 4. Dez. (WB.) Die Konferenz bei fünf Chefs der Delegation ber Großmächte, an der Marschall Foch teilnahm, be» chästigte sich heute mit der Frage ber Inkraftsetzung des Friedensvertrages. Die Erwägnnqen in Paris. P a r i s. 5. Dez. (WTB) Havas. Der ,,M a- t in" sogt, daß die Aufforderung an Deutschland zur Unterzeichnung des Protokolls ohne Zweifel h.'ute revidiert wird. Das Blatt ist der Ansicht, daß die Teil nähme deS Marschalls Foch an der gestrigen Konferenz feinen Zweifel darüber lasse, daß bte Frage einer militärischen Aktion aufgeworfen wurde für den Fall, daß Deutschland den geringsten Vertragsbruch begeben sollte. Das Vorgehen der Entente gegen den früheren Kaiser. Pontybridb, 4. Dez. (WB.) Der General staa t Sanwal t erklärte in einer Rede, daß ber Prozeß gegen den früheren deutfchm Kaiser mit Aufmerksamkeit vorbereitet würde Bisher seien 50 000 Aktenstücke überprüft worden Ukrainer in Deutschland. Berlrn, 4. Dez. (WB.) Gegenüber einem Artikel der „Freiheit wird festgestellt, daß die Regierung an dem Verbleiben her ufraint- leben Kriegsgefangenen in Deutsch la nb nicht bas geringste Interesse bat und fein Mittel unversucht läßt, um die Gefange. en ab» zutransporticren. So würde in nächster Zeit em Dampfer m:t 1500 Gefangenen nach Odessa ab- geben Sobald Kohlen zur Verfügung stänken, sollten auch Züge für die Durchfahrt durch die Tschccho-Slowakei bereitgestellt werden. Für blutarmer, welche in dem von den Bolschewiken besetzten Teile der Ukraine behnmattt sind, sei dagegen eine Heimkehr auf legalem Weg: unmöglich. Das Ende des Streiks in Bitterfeld. Bitterfeld, 4. Dez. (WTB.) Auf den Werken von Bitterfeld nahmen durchschnittlich 85ProzentderArbeiterdre Arbeit wieder auf. Am Nachmittag wird eine Abstimmung erfolgen, ob die Arbeit morgen in vollem Umfange wieder ausgenommen werden soll. Bitterfeld, 4. Dez. (WB.) Der Beschluß, im Bitterfelder Jndustrrebezir k die Arbeit wieder aufzunehmen, wurde mit 5000 gegen 1000 Stimmen gefaßt. Werte wurden Scheideanstall etwas Hess« bezahlt (plus iy2 Prozent) Lebhafter wurden elektrische Deutsch lieber fee g.handelt, die 5 Proz. anzogen. Zellstoff Waldhos waren 3 Proz. gebessert. Schan- tungbabn landen zu höheren Kursen Ausnahme (plus 12 Proz.). Kanada Sbares lagen sehr fest bei lebhaften Umsätzen. Unter den Kvlonialwerten waren South West, auch Otaoiminen höher. Auch die freigegebenen ausländischen Renten wurden besser bezahlt. Von heimiichen Anleihen standen deutsche Kriegsanleihe 77,5. Der Kassamarkt für Jndustriepapiere zeigte vorwiegend behauptete Haltung. Badische Anilin verloren 2*/s Droz. Neuguinea wurden lebhafter gehandelt und zogen 10 Droz. an. Privatdikonl 4 Proz. Frankfurt a. All, 5. Dezember. etgtetten stoßen, trotz der Werall etngenörtert Krieg-notgelder Aus dem Grunde verlangt die Staat-bahn, daß das Geld beim Loten von Fah» larten abgezählt bereit gehalten wird Es kann sonst Vorkommen, daß man überhaupt keine Fahr- tarte erhält. Auch die Straßeni^lchnen achten ,etzt in allen Städten mein wie sonst daraus, einerseits wegen des Klcinaeldmangels, andererfnts ro?gen ber durch das Weckselir entstellenden Verzögwung. Auch die Vorschrift Ür den Verkehr und den Schutz ber stadt elettt. Straßenbahn in Gießen verpflichtet die Wagensül-rcr nur zum Wechseln nach Maßgabe des vorhandenen Weckielgeld s und höchstens -um Betrage bis zu 1 Mk. Leider ist das dorlxrndcne Wechselgeld bei dem 'heutigen Kleingeldmangel so außerorventlich gering, daß es schon oft in den ersten Stunken verbraucht wird, bi febet Mann, oer lleines Geld haben möchte, die Sttaßenl»alm benutzt, um dort Geld wechseln zu lassen. Dabei ist der tägliche Eingang von Kleingeld so gering, daß dieses keineswegs ausreicht. SBemt andere Städte den Wagenführern nur bis zu 3 Mk. Wechselgeld aushändchen, so bekommen die Wagenführer der Stat't Gießen soviel Wechselgeld, wie der Kasse jeweils zur Verfügung steht, 20, 30, 40 und mehr Mark. Um den getarnten Bedarf decken zu können, würden etroa 5000 Mk. täglich notroenbig sein, Ter Kleingeldmangel machte sich in den ersten Tagen di.-ses Monats durch Einführung des neuen Tarifes besonders be» mcrfixn, da die Ausgibe ber alten Zahlmarfen eingestellt werden mußte. Durch die Ausgabe nn^r Marken ist jedoch diesem Hebel stand begatt. D:c Einwurf von Papiergeld ist keineswegs gestattrt. Es wstrde eine Rückzahlung bei größeren Bettä- gen nicht ftatt i iben kömren.. Es wäre deshilb oringeni» zu wünschen, daß minmehr alle Benutzer der Straßenbahn, ebenso wie bei Stratsbahnen, das Fahrg-üd beim Betreten der elekttischm Ba'hn b> reit hallen, akSdrnn wird auch bet großem Andrang feine Verzögerung beim Ein- und Aussteigen einfretrn. Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 3. Dez. ?b|aal 19 lon Dlatnltu. 1 MDS.) Im Marloh. mchmuq des imchtigstn turt ter 9kidWtbrigä< flott. Ter Oberst fugte im । er glaube, den Lvwum lkutnmu Mar loh gkschiÄ intrfiam zu madjai, baß a müsse unb solle, unb dog dir Waffe in der ixmb zur Ahk en sollten, ebenso bte Leute. ■nicht meiden. Die Hinicl» y uferlietj er W itlixtt. Meitzrh licht noch m:tvWung bitten, da fU uilaiü Mr. befahl idj Um solle, er hülle ausgiebig vor ju niatfen. Die beste Unter» kI. tarnt Wehmeyer giriert zu baten. Dcn delA Mn ersch cka.aab WM ht, taJ I« ta hart trrffen mußte Ich b» M.ob Wckncver ju Ma legmüber berechtigt tont 1 ßen der Beunruhigung des Boltes sind wir gegen frühere Neuwal-leni wir haben Schwierigkeiten g>> nug, deshalb sind wir für die Festlegung des Wa^hi-- termins für November 1921. Früher waren gerade die Parteifreunde des Vorredners gegen das ewige wühlen. Tie Hoffnungen, die der Vorredner an die Wa^en knüpft, werden trotz bc^ ^stebendcn begreiflichen Mißstimmung^ nach meiner Ueber- zeugung an dem gesunden Sinn des Volkes, scheitern. (Heiterkeit rechts.) Wir wollen, daß sich die Verfassuirg erst einlebt. Es muß eine gewisse Beständigkeit platzgreisen. Weite Kreise sind gar nicht in der Lage, über die Entwicklung der Dmge sich Klarh.rit zu verschaffen, auch weite Kreise der Arbeiterschaft nicht. Trotz der Dwhung des Abg. Dingeloey werden wir uns nicht ins Bvckslvm jagen lassen. Wegen ber auswärts arbeitenden Bevölkerung, der ihr Wahlrecht gesichert werden muß, sind wir für die vorschriftsmäßige Festlegung des Sonntags als Wahltag. Tie Mehrheit unserer Partei hat die WaUpsticht abgelehnt. In der Schiveiz hatte man keine guten Erfahrungen mit ihr g.macht. Das wirtschafckick)e Räiesystem ist in der Reichsverfassung verankert. Für das politische Rätestzstem können wir uns nicht erwärmen. Sie ist bet dem freiesten Wahlrecht au dem Erdball unnötig und würde nur zu einer Nebenregierung unb zu einem durcheinander führen. Schluß der Sitzung l1/* Uhr Nächste Sitzung Freitag vormittag 9 Uhr. Handel. Berlin, 5. Dez. Stimmungsbild. Die Aufroärtsb.iv'gimg ber Auslandsoktten setzte sich in stürmischem Tempo fort. Schantungbahn gingen in raschen Sprüngen 35 Pvoz., Kanada naljciu 100 Pvoz, Staatsbahn 10 Proz. höher. In den übrigen Gebieten strebten die. Kurse ebenfalls überwiegend nach oben. Vorerst war sebvch noch Un- «fe-ichmäßigkeil in der Kursbildung vorherrschend. Sckii^fahrisaklinl waren um 5 Prozent niedriger, Montana! im mrrcg\lmä"rig, Spezialpapiere ü’«r- roiogenb fest. Von Petroleumaklim waren Steaua Romans 30 Proz. höher, Ko lomalwerte abbröckelnd, Renten fest. Frankfurt a. M., 5. Dez. Börsen- stimmungSbild. Die Börse zeigte ein entschieden ruhigeres Aussehen bei größerer Zurückhaltung. Es wurde heute ganz besonders aut die Verschärfung der poetischen Lage verwiesen, die in den neuen Forderungen ber Entente erblickt wird. Man bemerkte auch Abgabeneigung in den m ber letzten Zeit bevorzugten Werten. Unregelmäßig war heute wieder die Halttmg, wenngleich sich hin unb weder einzelne Papiere nach oben richtetm. Der Montan markt wies ber allgemeinen Stimmung entsprechend mir geringe Kursberänderungm auf. Mäßig höher gingen bei Beginn Gelsenkirchener «plus 31/9 Proz.7 für bte Kauforders Vorlagen. Dagegen schwächten sich Deutsch-Luxemburger ab, bte 5',v Prozent verloren. Butorus und Rhernstabl gingen niedriger. Zurückgedrängt wurden iu(f) Autowerte. Daimler waren mit 277 etwas schwächer. SchiffaHrtsaktien verkehrten bei behaupteter Tendenz. Im Verkehr der chemischen Datum: 5°/»Deut^krtegsanl. 40/„Deut.Reicksanl. 37oDeut.Rei trieben, ivu verboten. 8 2. T nur oui ar Prüfungsk» berMt. 8 3. #u 3üitt 12 be ^ahl und i einer dieser oder tzewch bei Reichst und Mfti Gefängnis Tarl S Betr.: Be gci mii Gemäß llkrcisblatt \ liche Bewirt^ gemeinden b Es solle 1. ffir bv ren (r aus )ii 2. für di< (blaue aus bi Wer die Mb Menge Harte bei er Kmber 191$ achten, doß abtrennt unt «e Bestellun . ..Wer die verliert den Tie Klei «tracht hm. -Wriniai m Mfrmitttl • . da Einser ?'Svng Gieße te. *rben soll. HL 28 w ** «Id).«" Low»' M1 zl-nat^ Sw“ für*^ Allen Verwandten, Bekannten und Kameraden die schmerzliche Mitteilung, daß e, Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere liebe, herzensgute Tochter, Schwester, Enkelin u. Gote Luise Vogel im 16. Lebensjahre nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Iriden heute morgen 8 Uhr zu sich zu rufen. Die tieftrauernden Hinterbliebenen; Familie Ludwig Vogel Ludwig Schwarz b!n Großvater Familie Ludwig Schwarz Familie Heinrich Vogel I. Witwe Ludwig Kchttfer Witwe Familie Wilhelm Vogel. Ruttershausen, Mainzlar, Geilshausen, den 4 Dezember 1919. Die Beerdigung findet Samstag den 6. Dezember nachmittags 1*/, Uhr in Ruttershausen statt 02w3 Suche zu kaufen ;13622s.s Chemisches Zentralblatt alle Jahrgänge, einzelne Bände u. vollständige Reiben zu bellen Preisen. Angebote unter F. ü. 8. 638 an Rudolf Moste, Frankfurt a.M. Schule für höheres Ilamrspil von Minna Körner 21R Konzert: Samstag den 6. Dez. 1919,37> Ohr, im Saale der Schule. o«m* Dttckliv Th. Deichmann Pol. skrim.-Beamt.a D. Frasktert BL, Berger- iir. I'. Sämtl.Stoisch- tasten o. Erelltlaagea. heinitS-Austiiiiitk gewistendafi u. diskret. Tel. Römer 3537. ,,n»R Znm Backen empfehlen n.nC säffllliche Gewürze Napf- u. 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