Samstag, L. Zull (919 169. Jahrgang Erster Blatt samt. > drr Beigeordneten in ps»"> genüe Drahtung: Herr Präsident! (Eine Erklärung hlndenburgr. Berlin, 4. Juli. (WTB.) Generalfeldmarschall v. H i n d e n b u c g richtete anlätzUch seines Rücktritts an den Reichspräsidenten fol- der Ernte 1919. Mdesratsverordnung e ien unb bie Ber- 15 (»ge|W Ät 6.728) unb °'o) ivrrd folgendes m unbesetzten Gebiet Ausnahmen können neister, in den Land- 1 zugelassen werden. t Beförderung: >mg des Frachlbriejs: r Begleitadrcssc: lussiellung eines ans Besördeningsschkines. lassung van Aus- mdgültig. egen den Borschriiten unterliegen der ent« der Verwertung Juristen dieser Bekannt- zu 6 Monaten ober rast, soweit nicht nach höhere Strafe «er« Tage der 8trtänbi> lUarbesehlshabtt bor SQ9£n >'ind an die HNn-Mn in Balin öu haben aus bem etn,lt Beschlags Annahme von an$tigcr f. die Tagetzimiumer viS zu>n Nachmittag vorher ohnejedeDerbindlichkeck Dreis |flr \ mm höhe für 3ln,einen ü .34 m m Breit* örtlich 15 Pi, auSiDärtf 18 »Jf., für Reklame« anzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- vorkciirii!20*/„Auffchlag. HauptschriUteiter: Ang. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den AnzeigentrU: p. Beck: sämtlich in Bieten ä?^ ■gtelii s* nt. 30' Äbzu° inck- ^2» la ©flO’ rarE wurde flöt»* UH, 5.9«!Vf -«-DU <*ä SÄLZ gerinan^.--- Gruppe darf dem Interesse des Volksganzen nicht übergeordnet werden. Das war auch die erfreuliche Begründung, mit dec die Vertreter der Gießener Beamtengewcrkschaft gestern den streikenden Arbeitern ins Gewissen redeten. Mit Rpcht hebt Prof. Dunkmann hervor, der Mißbrauch der wirtschaftlichen Freiheit, der Streik, sei schuld daran, „daß die sittliche Verwilderung in der gegenwärtigen Politik den bestehenden Grad erreicht hat". Hamstern, Wuchern, Schieben, Stehlen, Streiken — es stehe so ziemlich alles auf einer Ebene. Man soll dafür sorgen, daß der Streik nach und nach ebenso verachtet wird, wie wir die skrupellose Gewinnsucht verurteilen. Ten skrupellosen Gewinnern muß krästiger zu Leibe gegangen werden. Sie waren es, wie wir gesehen haben, die das neue Zeitalter, aus dem aller Schmelz von Sck)önheit und Sittlichkeit entschwunden ist, begründet und aus der Taufe gehoben haben. Aber man kann den Teufel nicht mit Beelzebub austreiben. Beiin Wiederaufbau des Reiches muß der sittliche Gedanke ein Oberbaumeister sein. Kampf roirb noch vielfach die Losung im Wirtschaftsleben sein müssen, und der Streik bleibt vor wie nach ein berechtigtes Mittel. Aber es muß aufhören, daß die Arbeiter mit ihm wie mit einer Zuchtrute, die sie schließlich auch selbst trifft, blindwütend durchs ganze Land gehen. Die Rücksicht auf die Allgemeinheit, auf das Volks- ganze, wird schon von der Klugheit geboten. Mit der ma erialisti chen Geschichtsbetrachtung kommen wir politisch nicht voran. Das haben auch allmählich die Führer der Sozialdenw- kratie gelernt, die jetzt vielfach den sittlichen Staatsgedanken anrufen, während sie in der ehemaligen Oppositionspartei den Generalstreik so oft als das Heilmittel gepriesen haben. Das Abflauen des Eisenbahn- Ausstandes. Der Gießener Teilftreik beendet. Wie wir berefts durch Anschag an unserem Geschästsgebäude bekamttgegeben haben, ist der Teilstreik in Gießen gestern abend 9.55 beendet wvr den, Tie Streikleitung Gießen legt Wert darauf, festzustellen, daß es sich bei der Bewegung der Gießener Arbeitersck>aft nicht um einen leichtfertig vom Zaune gebrochenen Streik handelt. In der Nacht zum Donnerstag lief nach ihrer Angabe von der Frankfurter Bezirksleitung des Deutschen Eisenbahnerverbandes eine Tepesck)e ein, die die Gießener Eisenbahner zum Streiken aufforderte. Aus Gewerkschaftsdisziplin wurde dieser Aufforderung entsprochen. Tie Streikleitung trug sich aber von Anfang an mit der Absicht, den Streik sofort abzubrechen, wenn es sich Herausstellen sollte, daß es sich tatsächlich .nur um einen Teil- oder gar politischen Streik handle. Nacktem lieb die Streikleitung davon überzeugt hat, daß im Tirektionsbezirk Kassel von einer Arbeitsniederlegung keine Rede ist, wurde auch in Gießen der Abbruch des Streiks angeordnet. Weiter betont Die Streikleitung, daß die gestern nachmittag von einigen arbeitswilligen Beamten im Felsenkeller einberusene Versammlung eine Verlängerung Des Streiks von vier Stunden veranlaßt habe, da durch sie die sckon im Gange besindlickren Verhandlungen über den Streikabbruch fdjioer gefährdet und hinausgezogen wurdet:. Diese Protestversammlung gegen den Streik war ohne Wissen und Billigung der hiesigen E i s e n b a h n b e a m t e n a e w e r k s ch a f t einberufen worden. Die Gewerkschaft (startellvor- sitzender Oberbahnassistent Detrse) hat sich allerdings erst am Donnerstag gebildet, so daß viele Eisenbahnbeomte von ihrem Bestehen überhaupt nichts wußten. Im Verlaufe der Versammlung kam es zu lebhasten Auseinandersetzungen zwischen den Versammlungseinberusern mid den Führern der neuen Gewerksckxnt sowie den zahlreich anwesenden radikalen Streikenden: die Versammlung mußte ergebnislos abgebrochen werden. Tie Ortsgruppe Gießen des „Allgemeinen Etsenbohner-Verbande s", welcher auf apolitisch neutraler Grundlage stehl, hat gestern folgenden einscimmigei: Beschluß gefaßt: Nachdem luir uns seither aus Sympathie Tür unsere streikenden Arbeitskollegen passiv verhielten, sind wir jetzt gezwungen, wenn bts morgen keine befriedigende Nachrichten über die Streiklage im Rftche einlaufen, Samstag mit ag 2 Uhr geschlossen die Arbeit wieder aufzunehmen. Wir könnet: die Verantwortung für einen langer dauernden Teilstreik nicht mehr übernehmen. Ter Streik ist demnach für Gießen beendet. Ter Zugverkehr wird im Verlaufe des Tages in Gang kommen, da erst die Maschinen angeheizt werden müssen, lieber die Streiklage in Frankfurt ist die hiesige Streikleitung nicht unterrichtet. Es sei noch bemerkt, daß der Berliner D-Zug heute morgen planmäßig einlief. Von den Eisenbahnarbeitern in Gießen ist als Nebenforderun « erhoben Wochen, daß einer aus ihrer Mitte auch in der Betriebs-' I teitmtg der Eisenbahn-Nel«nwerkstLtien beschäftigt wird, banrit er Einsicht in Telegramme erhalt«: Der frühere Kaiser. . f. Essen, 5. Juli. Aus Ameronge« wird gemeldet, daß der Kaiser Gemeindesteuern im Betrage von 12 000 holländisckien Gulden pe» zollt habe. Man versichert, daß der frühere ftatta Vorbereitungen für seine baldige Abreise getroffen habe. Man wisse noch nicht, roo er seinen Wohnsitz aufschlagen will, doch wird behauptet, er habe in Arnheim ein Haus gekauft. mnden des meists. schabten Bürger" testens bis zum utivenbig qeiwrdcn:|t, rauf aufmerksam, ick wrdnung des Mmsle- ugust und etm not- int 17. August d. I- «ltvmmissars die ä G i e ß e n aus w)nn- ® n ni*t N*? WZ Schwere Unruhen in Neapel. i. Essen, 5. Juli. Ter „Neinisch Westfälischen Zeitung zusolge meldet der „Berner Bund", daß es in Neapel zu schweren Unruhen flefommen sei. Tie Polizei mußte ein- greifen. Zahlreick)e Personen wurden verletzt. Dir Demonstranten durchzogen mit großen Fahnen unter Absingen der Jnterna.ionale die Stadt. Streit italienischer Seeleute. t Essen, 5. Juli. Die „Rheinisck^Westz sälische Zeitung" meldet ans Bern: Nach Mai- Zläiider Telegrammen dehnt sich der Strerk der italrenischen Seeleute auch auf andere Häfen aus. In Neapel und Palermo wurden verschiedene Dampfer sestgehalten. Ueber bi/ Häfen von ftar'ageita, Triest und Syrakus wurde die Sverre verhängt. werden. Die Lage in Frankfurt. = Frankfurt a. M., 5. Juli. Die Eisenbahnbeamten und die im Allgem. Eisenbahnerverband organisierten Eisen- baynarbeiter habe:: sich gestern in Niesenver- versammlungm gegen den Streik erklärt. Die Beamten haben der Strcifieitung eut Ultt- matum bis Samstag abend 6 Uhr geftellt Verhandlungen mit der Streikleitung wegen Beilegung des Streiks sollen heute morgen ringele:tä werden. Die Eisenbahndirektion Frankfurt teilt mit, daß be Eisenbahnerausstand nunmehr fast alle Asenbaonb/nriebe in Frankfurt umfaßt. Durch die Besetzung der Telegraphen- und Telephonzentrabe in der Direktion Frankfurt ist jede Verbindung mit den Außeichienststellen labmgelegt. Dadurch ist auch bie gesamte ® ü t e r 6 e f ö r b e r u n g unter* künden. Die Lebensmittelzufuhr nach Frankfurt ist dadurch gelähmt. Kartoffeln gibt es in der Stadt nicht mehr. Die in bestimmtester Form gehaltene Aufforderung an den Polizeipräsidenten, Harris um sofortigen polizeilick>en Schutz der Ar- heitswilligen und des Materials wurde dahin beantwortet, daß er mit Rücksicht auf die voraussichtliche kurze Dauer des Ausstandes ein polizeiliches Einreisen nicht für angebracht halte. Die Direktion bemerkt dazu: Somit war ein obrigkeitlicher Schutz der Arbeitswilligen nicht zu erreichen. Der Lohn wird den Arbeitern für die Streiktage einbehalten nxrrben. .Auch aus Hannover wird gemeldet, daß sich dort die Ersen bah,:er seit gestern abend im.Streik befinden. Ter letzte Personenzug ist gestern von Berlin über Kassel — Gießen gekommen. Er erzwang sich auf den verschiedenen ober hessischen St atimren zwisckpen Gießen und Frankfurt die TurckMhrt durch die einzelnen Haltestellen und kam ungefährdet bis an den Bahnhof Frankfurt a. M.-West. Hier fliegen die Reisenden aus. Ter Po st verkehr wird von der Oberpost- direktion von heute an durch Automobile, die in der Richtung nach Fulda, Gießen, .Hanau, Darmstadt usw. fahren, aufrecksterhaltcn. Der Paketverkehr ist eingestellt. Vorkommnisse in Darmstadt. ■= Darmstadt, 5. Juli. In der Versarnm- limg streikender Eisenbahnarbeiter in Darmstadt ließ man die Negierungsvertreter N e n- ntann und Raab nicht zu Worte flammen. Sie wurden ausgepsiffen. Der Redner Walz und aiv dere Agitatoren der U.S.P. wurden nach der Ver- sammlm^ verprügelt. Der Berliner Streik. Berlin, 5. Juli. (WTB.) Vorn Groß- berliner Vollzugsrat wird mitgeteilt: Vor dem Großberliner Vollzugsrat haben am gestrigen Nachm ttag Einigungsoerhandlungen im Groß berliner Verkehrs streik statt Kunden. Trotz mehrstündiger Verhandlung konnte eine Einigung nicht erzielt werden. Ein Einverständnis der beiden Parteien ergab sich nur darin, daß der Hauptausschuß in kürzester Frist sufammentreten soll und daß sich ferner Entscheidung beide Parteien zu fügen haben. Die Wiederausnahme beS Verkehrs ist nach dem Spruch des Hautüausschuffes zu erwarten. EmontS geflüchtet. Berlin, 5. Juli. (WTB.) Der Führer der Dankb amten, E m o n t s, der in2gen bolschewistischer Propaganda verhaftet worden war, ist gestern abend geflüchtet. wochenrüEblick. Wo ist denn bt> Wurzel dieses Uebels, das uns jetzt überall verfolgt, nämlich dieser Teuerung auf allen Gebieten, dieser Lohnkampfe, die in ihrem Gefolge stehen? Wir wissen es wohl, daß die Blockade und der Niedergang der Produktion es zuerst bewirkten, daß das Geld seinen Wert verlor. Dann kamen die „Kriegsgewinner" aller Art, die sich diese Notlage des Vo kes zu nutze mach en. Die „großen" -kriegsgewinner, die dem Staate für ihre Lieferungen unverdient hohe Gelder ab» nahmen, und die kleineren, aber dabei oft ebenso reich wie jene gewordenen Kriegsgcwin- ner, die die Demarkationslinien der Kriegswirtschaft übertraten und den Handel auf die Schleichwege, ein gewisses Freibeutergebiet, hinübersührten. Der Krieg gebar die Not, und zu dieser Not gesellte sich als häßliche Begleiterin die Gewinnsucht, die vorzugsweise diejenigen befiel, die von der Not am wenigsten hetmgesucht waren. Daun begann zwischen Not und Gewinnsucht ein regelrechter Wettlauf. Die Not hätte vielleicht langsameren Schritt behalten, wenn sie nicht von der Gewinnsucht gehetzt worden wäre. Ter Krieg brachte den menschlichen Geist nicht nur aus nützliche Erfindungen, auf die Bahn technischer Fortschritte — er brachte ihn auch auf händlerische Kunstgriffe und Erfindungen verderblicher Art. Die Entwertung des Geldes verdoppelte die gierigen Anstrengungen der Schieber und Gewinner. Sie häuften den Mammon zu Bergen und brachten schließlich auch die einfackseu menschlichen Arbeitskräfte zur Rebellion, zu steigenden Mehrforderungen und immer häufigeren Lohnkämpfen. 3 Die Berechtigung der allgemeinen Lohnerhöhungen liegt auf der Hand. Aber bie Gewinner der großen K i gslie eZungen drängten auch die entsprechenden Schichten der Lohn- achciter auf demselben Wege schrankenlos vorwärts; die Munitionsarbeiter wurden eine bevorzugte Klasse des Volkes. Das sonst so vett ienstliche ,L>indenburgprogramm" hat die schädliche gtebennmfung gehabt, daß der Tanz ums goldene Kalb noch grotesker wurde als zuvor. Es wurde, mehr als es gut war, die Begehrlichkeit geweckt, es gab eine neue Verwilderung der Kultur, als die jugendlichen, unreifen Elemente im (Selbe schwammen und dem Handel neue, aber mißliche B ihnen wiesen. DerRevolution, die dieArbeiterklasseempoU- tricb und schließlich zu einem großen Lohnkampf ausartete, war hier der Boden bereitet loorden. Das Schwungrad der Preisübertreibungen wurde jetzt erst recht in Bewegung gebracht. Der verderbliche Wettstreit zwischen Preissteigerungen und Lohnerhöhungen begann. Er muß endlich abgestellt nyrben, benn oie Preissteigerungen sind Trumpf geblieben. Dec Arbeiter mit seinen Forderungen kann auf den weiten, verschlungenen Wegen der Lebensverteuerungen nicht Schritt halten; er muß mit dem bedeutenden Vorsprung, den er dem Mittelstände gegenüber gewonnen hat, sich zufriedengeben. Er darf den Auswüchsen des Kapitalismus nicht mit den Mitteln des Materialismus zu Leibe gehen wollen. Wie kann man über Kapitalismus und Geldsacksmethoden zu Felde ziehen, wenn man selbst dieselben Praktiken befolgt? Die Anzetteler der großen Streikbewegungen, die gegenwärtig durch die Lahmlegung des Verkehrs das ganze Volk auf das schwerste schädigen, sind ganz gewiß keine rechten Apostel einer besseren sittlichen Weltordnung. Wenn ursprünglich das Koalitionsrecht des Arbeiters feine ethische Begründung hatte, nämlich so lange es gegen gewisse Uebergrifrc von Unternehmern gerichtet war, so ändert sich das Bild, wenn durch „Generalstreik" das ganze Volks- iilteresse schwer geschädigt wird. Jedermann ist sich klar darüber und sagt es dem lieben 9? ad) ft en, daß es so nicht weitergehen könne unb die großen Streiks unseren gesamten Wirtschaftskörper schließlich umbringen werden. Es ist doch nicht das Ziel der Streikenden, den nationalen Wohlstand zu ruinieren, sondern ein besseres System der Arbeit und ihrer Entlohnung zu erreichen. Prof. Karl Dunk- Aann, der im „Tag" die ethischen Grundigen des Streiks untersucht, kommt zu folgendem Ergebnis: „Die aus Dem Wege des Streiks zugrunde ge- rnchtete Wirtschaftsordnung wäre überhaupt völlig *u6c: ftouöe, ein neues solidarisch verbundenes Lüftern der Arbeit zu tragen. Unb zwar barum, ’toeil der Streik alle Solidarität aufhebt, weil er »en Einzelnen als „hungerndes Individuum" auf- Jtttfdit. Er atomisiert die Arbeitermassen selbst, milatt sie gemeinschaftlich zu vereinigen. Er mißbraucht bie Freiheit des Einzelnen im allerschlimrn- iten Sinn, genau so, wie Der Kriegsgewinnler dies Uch tut. Der Streik ist nur das andere Extrem des Manchestertums auf seiner negativen Seite. Indem £ picS System zum Scheitern bringt, läßt er am me mir „den Einzelnen unb fein Nichts" vlruck." An» dem Aeiche. Erhöhung drr Fettration. Berlin, 5. Juli. Die „Deutsche Tagesztg." erfährt aus Weimar, daß die Fe 11 r a tion vom 4. August von 110 auf 150 Gramm erhöht wer- den soll. Das Strafverfahren gegen Eichhorn. Berlin, 4. Juli. Die Unabhängiger» haben einen D r i n g l i chk e i t s a n t rag auf Anstellung des schindenden Strafverfahrens gegen Idas Mitglied der Nationalversammlung, Emil Eichhorn, für die Dauer der Session einge- bradyt. Der stellvertretende Regierungspräsident Springorum in Wiesbaden zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. --Wiesbaden 5. Juli. Von dem Vcaxv» zösischen Gerichte ist der stellvertretende Regierungspräsident Springorum zu drei Monaten Gefängnis unb mehreren tausend Franken Geldstrafe oerurteitt worden, weil er versucht habe, einen an die Berliner Regierungg gerichteten Bries durck.susck.-muggeln. Ter Inhalt des Srhrkibens war durchaus harmloser Natur und hat sich keineswegs gegen die ftanzösische Negierung gerichtet. Er betraf lediglich eine Aufklärung darüber, daß der Oberregierm:gsrat Troege von der Negierung keim Keirntnis davon gehabt habe, daß Herr tion Meister seinerzeit ihn (Troege) zu seinem Nachfolger in Berlin empfohlen habe. Tie Regierung in Wies« baden ist nunmehr ohne Leitung und Spitze. Die Teutschkonservativen für Wiederherstellung der Monarchie. GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SrointngsnnMntd u. Verlag: vrühl'sche Unio.-Bud): u. Steindrucke«! B. Zange. Schristleitung, Seschiistritelle u. Druckerei- Schulflr. 7. zu bringen. NoSke an Hindenburg. Berlin, 3. Juli. (Wolff.) ReichSwehr- minister Noske hat an den Geireralfeld- marschall v. Hindenburg folgendes Telegramm gesandt: GeneralfolomarschaN v. Hindenburg, Kolberg. An dem Tage, an dem Sie den Oberbefehl niederlegen, ist es mir ein Bedürfnis, Ihnen, Herr Feldmarschall, im Namen der neuen deutsck;>en Wehrmacht den herzlichsten und unauslöschlichsten Dank des Vaterlandes für ihre treu geleisteten Dienste auszu- sprechen. Wie Sie als ruhmgekröirter Feldherr unsere Heere in Feindesland geführt haben, wird unvergeßlich in ber, Geschichte sortbauern. Besonders aber muß Deutschland Ihnen dankbar sein für die Müße und Sorgfalt, mit der Sie in der letzten schweren Zeit die militärischen Geschicke unseres Vaterlandes gelenkt haben. Sie haben damit den Grundstein gelegt, auf dem unser Vollk in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft sein neues Haus bauen wird, in dem dann unsere Kinder und Enkel wieder mit Stolz und Freude als Deutsche leben können. In dieser sickzeren Zukunftshoffnung möge Ihnen, Herr Feldmarschall, noch ein langer, von der dankbaren Verehrung des deutsck>en Volkes getragener Lebensabend beschieden sein. Reichswehrnrirüster NoSkQ hingen der Obersten Heeresleitung seit bem 29 August 1916 trage ich bie alleinige Verand Wortung. Auch finb alle mit ber Kriegssüh- rung zusammenhäugenben Entschlüße unb Befehle Seiner Majestät des Kaisers unb Königs seit diesem Tage auf meinen ausbrück- idjen Rat unb unter meiner vollen Verantwortung gefaßt unb erlassen worden." Ich bitte, diese Erklärung zur Kenntnis des deutschen Volkes und ber alliierten Regierungen ar. M t«t eitler «nztt-a «rschrmt täglich, anher tzAMi- unb Feiertag». •qugstrtis: moncü Mk. 1.60,vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl. Mk. 1.50; durch htePost Mk. 4.50 viertel- ujhft. ausschl. Bestellg. sterniprech - Anschlüsse: sürd'eSchr'ltleitungll2 Verlag,Geschältssteliebl Anschrift inr Trabtnach- ftchten: Anzeiger Siehe». pehscheckiont»: SrLocm Das Interesse des Einzelnen oder einer Ablehnung des Streiks im Direktionsbezirk * ' " ' “ " Kassel. Kassel, 5 Juli. (WTB) Nachdem die hiesigen Arbeiter einstimm:g bie von Frankfurt angeregte Beteiligung am Eisenbahnerstreik abge- lehnt hal^n, ist die uneingeschränkte Aufrechterhaltung des Dienstes im Eisenbahndirektionsbezirk Kassel gefiebert. Die Streikleitung Gießen verteilte gestern an die Bevölkerung zur Aufklärung Flugblätter dieses Inhaltes: Die Forderungen der im Streik befindlichen Eisenbahner sind folgende: 1. Sofortige Durchführung des Betriebsrätesystems bei der preußisch-hessischen Eisenbahn, ent» sprechend den auf dem Berbandstag in Jena rum Beschluß erhobenen Richtlinien. 2. Wirksame und durchgreifende Maßnahmen zur Herbeiführung des Preisabbaues für alle Bedürfnisse der gesamten Lebenshaltung. 3. Sofortiger Eintritt in Berbandlungen betr. Regelung der Lohn- und Gehaltsverhältnisse entsprechend den Beschlüssen der Lohnkommission. 4 Sofortige Freilassung der ver-- hasteten Eisenbahner. 5. Maßregelungen dürfen nicht stattsinden. Die Streikleitung hat angeordnet: 1. Lebensmittel-, Vieh- und Milchsendungen werden befördert. 2. Arbeitswillige dürfen an der Arbeit nicht gehindert werden. 3. Ein politischer Streik wird nicht mitgemacht noch unterstützt. 4. Für Ruhe und Ordnung ist gesorgt. 5. Gegen etwa auftretenden Mob wird kräftig vorgegangen t»** Keim Abg. Heinze (D. V.-P.) erklärt, daß mich ferne Pariel dem genannten Anträge beitritt. Die Abgg. Katzen stein (Sv-.) und Wurm (Unabh.) setzen sich für eine dreijährig«! Wahl- perwde ein. Die namentliche Abstimmung für Art. 22 wird auf morgen verschoben. Fortsetzung Freitag 1 Uhr. Schluß 8l/4 Uhr. Das Arbcitöprogramm der Nationalversammlung. werden. — Abg. Sol, berichterstatter: Der Ausschuß Deutsche Nationalversammlung. Weimar. 3. Juli. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung J hierauf tritt d-K Laus sofort in die Abitim- > muM übe. OeffeuH' > A« L Mtn/n auf: * 128, J°S A 12 ^Nkerbmte 68 -jt SWM Balichsst imb taj Sa 1,' Sw* £} EU« 23, W L^mm eine 0J Sutt I^Portemom IS ein g« Jf|Ä ®8 K-s rlinikd> oQuli tour» 5aÜ der hiesige 6SS& LL-'L ■feem Standpunkt, daß trotz der in diesem Artikel Mietest en Dnoeiterung der Zuständigkeit des Reiches noch eine arnüaeud weitgehende Berück- Hhtigun^ des ei nzri staatlichen Lebens übrig bleibt. Auch nxr hatten eine Vereinfachung und Bereinigung der ganzen Verwaltung für dringend notwendig. Aus Statt rrnd Land. Gießen, den 5. Juli 1919. Arbeitsplan im Obst- und Gartenba», Monat Juli. Täglich gießen, bei trockenem Wetter abends spritzen. Alles pünktlich durchbacken, um die Beckt unkrautrein und offen zu halten. Sparaelbeet nach Beendigung der Ernt« mit Dünger flach umgrvb« und flüssig düngen. Tie letzteir Buschbohnen, Herbstnäbm, Endivien fLcn. Letzte Aussaat von Kohlrabi. Blütterivhl pflanzen. Perlzwiebeln ernten und trocken ausbewahren. Ans den abgettagrueis Erdbeerbeeten die alten Blätter abschneiden, Aus- läufer unterdrücken. Lur Neupslanzung fräftigt Manzen ziehe,». Tomaten beschneiden. Spargcl- Käfer und anderes Ungeziefer sammeln. Für fruchttragende Bäume mit Spaten und ßtxbeifen Löcher mache», und mit flüffigem Dünger füllen. Wurzelschößlinge und Stamnrausschläge an Dbltbäumctt weanehmm. Verblühte Rosen und andere Blumen abschneiden, um die fernere Blüte zu begünstigen Rosen fiugeln. Schlingpflanzen nachsehen und in Ordnung bringen. Edlen Wein heften, Spalier- bäume heften. Stiefmütterchen und Vergißmeiu, nicht für das nächste Jahr säen. Goldlack pflanzen Lebensmittel. **Aenderung derBrotration. Laut Verfügung des Reichsernähruugsministeriums müssen bic Bäcker aus der der Bevölkerung zustehenden Woche»,mehlmenge von 1680 Gramm nicht wie bisher 2250 Gramm, sondern 2300 Gramm Backware Herstellen. Es entfallen also aut die bish rige Brotmarke zu 50 Gramm ab 7. Jul 1919 100 Gramm Backwave, während die Mehl menge von 35 Gramm bestehn, ffleilft. Tie Brotmarken für die 28. und 29. Woche zu 50 Gramm sind mit einem roten / Strich versehen, toobimt solche als 100-Gramm-Markcn gekermzeichnet sind, Dte nachfolgenden Marken werden in entsprechendem Druck erscheinen. ** Städtischer Ererverkauf. Am Mtttwvch, 9. und Donnerstag, 10. d. M., erhalten die Bezirke 7, 9 und 13 gegen Abgabe der Eier- marve Nr. 7 und Vorlage der Ausweiskarte ein E, zum Preise von 33 Pf. Postfcheckverkehr. T,e AjrtiLl 8 und 10 werden unter Ablehmmg des Antrages Gvaf Dohm, mit den Anträgen der ,Anträge Ablaß und Hermann mit großer Mehrheit angenommen. Ebenso Artikel 11. Zu Artikel 12 ^gründet Abg. Haase einen Antrag der Utv= ablKnglgon auf Zufügung pes Satzes „lieber den Anspruch entscheidet nari) näherer Borsckwift eines ^Reick-sgesetzes ein oberster Gerich'shof des Rrick^s " w»e Einzelichraten müssen ein Ernspriicl^reel-t gegen b« Mtschervung der RrickBregierung laben, damit g» Muh bnsprelAoeise die Sozialilierung in den firnzelslaaten nicht hindern kann. Itllt i» Grmerb imd brt two gngtn ihn tW tzlMÜichkti Fürs itl^ibigtenrbS W die Stadt: Mg M flberyk: unrAft twn Dükfi " Dir I„«r, WclldnsKaf ,1^0 Meter t tzr Meter, sowie T hn 12 M mb Sri M per 6tM a |fonte$, Dienstag- E Mittags von 10- !K6lU}r. -Der Tun BWtn früh 81/» Uh I Mimen ab. Nach» i«it ftonjert und dx ! itobalhmg. * Temokro habend 8^ Uh 'Me Kitgltetm wta. /J-Silhts in Mnöxn W ’ j'tvon mL tzü» 1 tuN'ihiq, 6tte! ihren. 6inM a tarn, ergreifen! -Wint Ingen ! ta aut jusaim '-ittD'tblcnätoert |V7 5n br 'fielen, SeÜnÄ ^MchlieW A jn'che Drama ,<& AdaStalüigef W iur Aufsü „„ Drüsident: Tas Haus nimmt von der Erklärung tas Mmrstcrpräsidenten, was ich seststellen kann, zu stimmend Kcmttnis. Ich darf wähl als d,e Mernung des Hauses, vor wie nach, ausspre- fr ^4% & ^ü?Zung ist, daß »nährend dieser furchtbarlten Schrcksalsstunde Deutschlands Ms deutsche Volk einmütig zusammenstehm muß Es muß gelmgen, Deutschland aus ttefster Er- tuebrtffung und furchtbarstem Zusammenbruch wieder aufzurichten. Boa den Arbeiten dieses Hauses muß der Geist ausgehen, der unser armes und freches, aus tausend Wunden blutendes Volk auch zur inneren Gesundung zurückführt. Im freien -L-taatswefen hat auch der Eiirzelne erhöhte Pflichten. Tas zu betonen habe ich, glaube ich, besonders b'ute eine Pflicht, ins Lmrd hinauSzusagen. Es muß unter allen Umständen der rrinzelne seine Interessen zurückstellen gegenüber den Interessen der Allgrmeinh.it. Wir glauben an die Zukunft Deutschlands. Dieser Glaube soll uns einen zur Eigen Arbeit im Interesse unseres Volkes. (Bravo!) _, Lans Lx . H>ucheih tm LMe iL» JJJtertiitwS Sxv T* beim «JX. u °d, bük < tote« 'M" UL QtifC/3 hin sz WT5 D yttl hj.?hlrech -- ------ stündiger Weise. atzenstein lSozO »vendet sich gegen dre AbmidarungsantrSge. Die Elnzelstaaten werden durch d,e Verfassung nicht so erheblich beeinttäch- rigt. Den besonderen Ktilturaufgaben der Einzelstaaten wollen mich wir Rechnung tragen. Redner lgeht auf Einzelheitm ein. Reichskoumnisar Dr. Preuß empfiehlt die Ablehnung des Antrages der llnal>l)üngiqen. Nach ffveitcrer unerh-.-blicher Debatte wird Artikel 12 ynto: Ablehnung des Eintrages der Unabhängigen vr der Ausschußfassung angenommen. — , Aimal-me gelangen ferner nach kurzer Aussprache die Artikel 13 bi§ 16. Bei Artikel 17 ^spriutt suh dnt längere Diskussion darüber, ob Wahlen zur Volksvertretung iySfL.PL k f^<äti)enxdXen gelten sollen. Der Ariikel wird Muißlrch unter Ablehnung aller Ab- träge rn der Fassung des AussckMsses V. des Reichs in LLn- D au ßmann daran, S clTt€ tigert Redezeit bewilligt ist, sm> aber s.hon neun Redner zum Wort gemeldet haben. T« Beratung des Artikels 18 wird daher ausgesetzt. Artrkel 19 Triro mvÄÄ Benommen. . Es lolgt Alstchnitt II (RrichStag); Artikel 1 wird angenommen. Zu Art. 2 beantragt Abg. Arnstadt (D Ktl.) die Nstsetzung des Walstrechtsaliers auf das 20. Äbensiahr zu streichen uitb sie bem MaAs- setz zu überlassen. oem Abg. Heinze (D. Bp.) beantvagt für ben jFall der Ablrhuung dieses AutraseK das Waül- fxütt auf 24 Saite fefijufesw, | • Tie Haushaltsrechnung für 1916/17 wird dem Wrsschoß überwiesen. Es folgt die Fortsetzung «der Bersiissungsberatung. ch, Tie Artikel 4, 5 unb 6 werden nach unrrheb- «chvr Beratung angenommen. L_^ ®riitri 7 liegt ein Abänderungsantrag Ar..A blaß (Dem.) vor, der die Streichung dieses Mrttkels, der dem Reiche die aussckstießluhe Gesetz- 'Sebung über Abgaben zuweist, will. ^Lie Abag. Gras D o h n a (D. Vp.) und Koch .»Dem.) empfehlen den Antrag Ablaß mit Rücksicht *»f bte Lebensfähigkrit der Länder. ?bs. Tr. Heim (Zerttr ): Der Artikel 7 «wt dem Zentralstaat zuviel Gewalt. Er ermög- Tuht ihm. jeden Widerstand der Eiuzelländer rain- §al »u brech-m. Wir fürchten nickst die Einheit, sondern die Emhrit unter Berliner Herrschaft Reick^kommissar Tr. Preuß: Der Entwurf «ruht auf mvnatelangen Verhaichlungen, wobei fe1!. m Wünsche der Einzelländer in weitestgehei: dem Matze Rücksicht genommen wurde und eine L holllommene Uebereinftimmung mü den Einzel- Sangen aoenoHDung, st aalen a^iclt wurde. Die Erfahrung wird zeigen, | *5 T I 1 Ju ngs Vorlage^ bflji nur, toein, wir uns als Einheit betrachten, wi, i Reichskommissar Dr. Prevß bittet, den Antrag Dohna abi ul ebnen, weil die Formulierung der , w Karagraphen 8^-10 nach tagelangen 83erljanhhu> in Frage kommenden Bedingungen in ihver Aussen mit den Einzelstaaten zustande gefomneen ist. führung zu zustimm en. Dieser Ansicht treten wir Abg. Beyerle (Ztr.): Geaenüber den Aus- bri. Wir, die wir schon seit Monaten von Rheü> fühnmgen des Herrn Dr. Preuß möchte ich dar- Hessen und den besetzten Gebieten Starkenburgs «Ul Hinwersen, daß in bat)erischrn Neincrlmgskreisen nahezu vollständig getrennt sind, geben uns dabei -nach, wie vor die ernstesten Besorgnisse obtvalten, der Hoffnung bin, daß es bald mö.stich sein wird ob dre Zuständigkeitserweitermig des Reiches nickst verwaltungstechnisch politisch und kommerziell mit in vielen Punkten zu weit geht. den Bvlksgrnossien dieser Gebiete wieder grrrerin- Abo. Dr. Koch-Kassel (Dem.)':Der Weg zum sam wirken zu können. Was nötig war, um die- Ernheitsstaat soll und kann nicht an einem Tagel'E Zweck zu dienen, glaubt die Slegierung getan ,aemackst werden. Aber die Artikel 9 unb 10 führen *¥ ^ben Mein Besuch bei dem kommandierenden doch auf den Weg znm Einheitsstaat hin und er- ®enertil der 1. Armee der Sanierten in Mainz am wettern bte Zuständigkeit des Reiches in zweckent- Freitag und Samstag galt diesrin Zweck. Ich fprechcrrder und verständiger Weise. I Äe hoffen zu dürfen, daß dieser Besuch nicha £$ne tfute Folgen in dieser Richtung Werben totro. Insbesondere wird es möglich fern durch Vermittelung des uns zugestandenen Verbindungsoffiziers unsere Beschwerden und Klagen unmittelbar und direkt »ur Geltung zu bringen unb idpielle Abhilfe zu ermeßen, und zwar speziell in allen lokalen und Lanbesangelegenhriten. Dabei werden wir nicht aus den Augen lassen, daß die Gesamttnteressen des Reichs durch den für die besetzten Gebiete bestellten Reichskommissar wahr- zunchmen sind. In engster Verbindung mit diesem, bem mir, nne vorgesehen ist, wenn nötig einen 9 e 111 j cp e n Staatskommissar zur Seite geben, werdest wir vereint handeln. So gebe ich mich der Hoffnung hin, daß wir auch diese Überaus schtvere Zeit, dre uns bevorsteht, überwinden werden und unser Volk einer neuen, besseren Zukunst zuführen können. Das wird um so sicherer geschehen, als Volk und Ri-gierung in Uebereinftimmung mit öer Volkskammer gemeinsam in dieser Richtung wirken, insbesondere bann, wenn die immer brennender werdende Frage der territorialen Umaru> pierung der Gliedstaaten der Lösung zugeführt werden muß. B’ b« toä raSöi bdnt &$fcn als Skastt Äuch I E- Muer 19^.) beantragt einen BuFafe. fr Zustimmung geben. Ac Wahltag müsse rin Sonntag oder öffentlicher Monarch« idotc bas lemals möglich ge- Ruhetag sein. " ^^utionsregierung, die uns um Abg. Frau Behm (D-Nll.) befürwortet die ^mpf an. Wir Heraufjetztiug des Wahtalteis. d/-a^te^^^^ErWrederherstellung Abg. H a r t m a n n-Berlin (Dem): Man hto Hohen- darf die jungen Leute vom 20 —24. Iah« nickst KfrnÄ.rT’ ?yfr' Wohlergehen, Frei Kit vom politischen Leben seriihalten. Mto Mlttur zu verschallen vermochte gegenüber Abg. B a uermann (D Dps befürwortet die der Aämmerlichkett dner Gegenwart der Armut, Heraufsetzung. M öerUrtTOrtet M »es Elends und der Verachtung, wie sie die Demo- Aba Frau finiiFe fSntV *.«» fttttic und bu- Massenhcrrsck-ast gebracht haben. I müßte man den jungen Kitegern das Wahlrecht geben. Wer für gut befunden wird, fern Blut für das Vaterland herzugeben, dürfe auch seine Stimme in die Wagschale w.rfen. Abg. Frau Zieh (Unabh): Die Proletarier- Mgend hat eine so furchtbare Schule durchg^macht, daß sie mit 20 Jahren für das Wahlrecht reif ist , Die namentliche Abstimmung über Art. 21 wird bis morgen ausgesetzt. Su Art. 22 beantiagcn die Deutsch-Nationalen ahldauer von 5 Jahren. Abg. Oberfohren direkior Raab: Es war leibet nicht möglich, »anbtwrf uich Industrie ausrrichend mit Rv>- stvften zu versehen. Ter Mangel an Kohlen wat sehr nachteilrg für die Herstellung von Bausteinen. Hcetesgeräte zur Abgabe an unsere Hand- ntetkcr haben wir uns gesichert. — Abg. Bauer (Sog.) fragt an, ob bei der Abgabe von billigem Holz an bie HandnZerket die Regierung sich versichert bat, daß auch die Verbraucher die Erzeug- nisfe zu billigen Preisen erhalten. — Ministerial- bireftor Raab stellt fest, taß eine solche Kontrolle 'tickst ausgeübt wird. — Abg. Delp (Soz.): Rich: nur die Arbeitgeber-, sondern auch die Arbett' nehmervrganisattonen müssen bei der Vergebung von Holz gehört werden. — Abg. Klingspor (D. Vst: Tas Hantaterk hat schwere Not Ritten. Eine Verlnstigung der HaiidwetkSerzeugMsse kann nicht won heute auf morgen erfolgen. — Abg. Bauer (Soz.): Wir erheben keine Vorwürfe gegen bas Handwerk, ftellen nur fest, daß die hvlz^ verarbeitenden Handwerker im Krieg gute Geschäfte gemacht haben. — Abg. Loos (Dem.) ltestätiat die Notlage des Handwerks. Die Quali- tätsatbrit muß gefördert werden. — Abg. Knoll (Ztr.): Das ^leinhaiidwerk hat besonders durch den Hilf5dlenst gelitten. Für einen guten Nachwuchs muß gesorgt werden. — Abg. Tr. L fan n (D. V.): Tie Nottage des Handwerks kann nicht bestritten werden. — Abg. Dorsch (H B) tritt für die Erhaltung des Handwerks ein. — Äbg- (<5O8.> toenbet sich gegen Palliativ- miltelchen für das Handwerk. Er polemisiert gegen vie Rechte. — Abg. T in ge l de y spricht sich gegen diese Art Unnützer Polemik aus. — Abg Bauer schiebt bie Schuld an der Polemik der Rechten zu. — Aba. Knoll wendet sich gegen die un finnigen Streiks. . Zur Regierungsvorlage, betreffend Ankauf eines Wohnhauses in Offenbach, führt ^toatficat Hölzinger aus. daß die Dffen- bMhec SWmttÄ «äerhaL Offenbachs wohnen 1 Nach Mitteilung des Postscheckamt- Fva.rkfuck beträgt bie Zahl der Postscheckkunden in Gie^» zur Zeit 529. Das bedeutet gegen ben Stand ter einem Jahre, als kaum 400 an geschlossen nxum i eine wesentlickte Besserung. Nun gilt es, mÄ na^zulassen. Der nicht angeschlossenen Firmen uft Privaten gibt es immer noch mehr als genug. Möchten endlich alle ihren Widerstand auf geben damit die Vorzüge des idealen ZahlimgsmütelS voll zur Geltung tommen können. Gerade jetzt, wo wieder Rechnungen ausgestellt werden, ronib bei wichtig fein. ** Von der Landesuniversitüt. außerordentliche Prvsessor der beutfrfjen Plstlologü, »arl Helo. hat einen Rus als Ordinarius an bit llurversilüt Würzburg erhallen und angeiiüinmen ** Eine Sitzung der Stadtver« ordnelenversammlung ist auf Mon- tag, 7. Juli, nachmittags 5 Uhr, anderaamt Auf der Tagesordnung steht: 1. Ersatzwahl zu den Deputationen unb Ausschüssen für ben verstorbenen Stadtverordneten Heicheb heim. 2. bis 9. Bauaesuche. 10. Gesuch der Baugenossenschaft 1894 um Befreiung vov verschiedenen Bauvorschriften. 11. Erhöhung ber Gebühren für die Ausgrabung von Lei, chen. 12. Antrag des Sportvereins Merk« und des Vereins für Bewegungsspiele um lleberlassuna von Spielplätzen aus. dem neutu Viehmarktplatz. 13. Verbot über das gleich zeitige Mreten von mehreren Wvhnunge» 14. Bereitstellung von Mitteln für eine standsaufnahme der Wohnungen in Gieße«. 15. Städtische Steinfabrik. 16. Lebensmittel, Versorgung. ** Stadttheater. Berschiebung des Tanzgastspiels Hannelore o.iegier wegen Neisebehinderunr. Die Tanzkünstlerin Hannelore Ziegler teto graphierte heute nacht an die Dircktioil.' „ReisemSglichkeit gänzlich ausgeschlossen, b> dauere unendlich, vielleicht Versch'ebung" Das Gastspiel kann demnach heute nicht ftart, inben. Gelöste Eintrittskatten behalten ihc« Gültigkeit, da der Abend hoffentlich nächst Woche nachgeholt werden kann. Wer seine Karten zurückgeben will, hat heute abend von V»7 Uhr ab und Montag von 11—1 Uhr dazu Gelegenheit an der Theaterkasse. ** Oberhessischer Kunstvereiir Die derzeitige Ausstellung, zu der noch einige Bilder von Prof. H. K o b e r st e i n unb andere hinzugekommcn sind, verbleibt nur noch acht Tage. Die Ausstellung ist morgen von 11 bis 3 und die Woche hindurch von 11 bis Uhr geöffnet. Im Übrigen verweisen wir auf die Besprechung iw heutiger Zeitung. In der Gicstener Kunstsammlung tni neuen Schloff, welches an Sonntagen unentgeltlich geöffnet ist, gelangten Aquarelle von Ritgen, rtalienifche Motive, ferner Originolradierun- gen von C. W. Allers, W. Feldman», Hofti mann v. Fallersleben, H. Kohncrt, F. ©tucm, F. Skarbina und A. Menzel zur Ausstellung. Ferner noch Zeichnungen und LwltlchMüvoi die MegierungSvorlage, bett. Forderung des Wohnungswesens. Tie beiden Gesetze über die Gewähamg von Baukostenzuschüssen und Über die Heber» nähme von Bürgschaften werden ohne Aus- spräche mit den vom Ausschuß vorgeschlage«« Abänderungen emstunmig angenommen. 3m Anschluß daran werden ein Antrag Hofmann u Ge n., die Wohnungsnot auf bem Lande betret send, und eine Vorstellung des und S.-Rates Schotten ohne Debatte angs- nommen, um sie der Regierung als Material zu unterbreiten Dem Antrag Schulte u. Gen. (Soz.) betvekfend Sternpelfreiheit bei Erwerb von Gfrunb und Boden zu Zwecken des Kleinwoh- nnngsbaues, wird an den Ausschuß zurück- verwiesen, nachdem der Antragsteller den Antrag gestellt bat, die Grenze des Einkommens für Minderbemittelte von 4000 Mark, wie es der Ausschuß vorgesehen hat, dem gesunkenen Geldwert ent- sprechend aus 7000 Mark zu erhöhen. Tie Regierungsvorlage, betreifenb laufende Teuerungszulagen für die Beamten, wird, nachdem ein Antrag Loos und Reiber ein gelaufen ist, der eine Erhöhung der von der Regierung vorgesehenen Sätze vorschlägt, an den Finanzausschuß zurückverwiesen. Die Reg erungsvorlage, betreffend die Tagegelder und Nnsekosten der Abgeord- treten der Volkskammer, wird ohne Aussprache angenommen. Die Regierung erhält zugleich die Ermächtigung, die Tagegelder der Beamten durch Bervrduung zu erhöhm. Tie Regierungsvorlage, betreffend R u Hegehaltsverhältnis s e und Hiuterbliel«nen- versorgung der Mitglieder des Gesarntmini- l't e r i u m s, wird zurückgestellt, da der Ausschuß noch keinen Beschluß gefaßt hat. Tie Regierungsvorlage, betreffend Entwurf eines Gesetzes über die Aufnahme von lang* friftigen Darlehen, wird ohne Aussprache nach dem Vorschlag des Ausschnsies angenommen. Tie Reg.erungsvorlage, betreffend düs L a n d- gesetz, wird auf die nächste Woche zurückgestellt, da der Ausschußbericht noch nicht im Druck fertig* gestellt ist. Tie Regierungsvorlage betreffend Zuschüsse zu öffentlichen Notstandsarbeiten wird zurückgestellt, da der ÖcriAterflattcr Ei ßnert (Soz.) wegen des Eisenbahnerstirils nicht rintveffen Sonnte. Tie Beschlußfaffung bett, die Regierungsvorlage Llnlauf eines ,Wohnl«uses in Offenbach wird ausgesetzt, bis der Minister des Innern im Hause anwesend sein fcutn. Tie Regierungsvorlage betreffend Berwal- tungsüber-sicht der SlwUsstAildenvenvallung im Rechnungsjahr 1913 wird ohne Aussprache genehmigt. Tte Bespreck»ung der Anfrage Dr. Osann unb Genossen bett, die Bildung eine» Freistaates Grvßhessen wird unter allgemeiner Zustimmung abgesetzt. Tie Anfrage Dr. Osann und Genosfon bett, das Ausschreiben Wr den Wahlen des Zentralrates der sozialistischen Republik wird zurückgestellt, da die Regierung nicht anwesend fein kann, desgleichen die dringliche Anfrage Dorsch und Genossen, Pie Beschafftrng von Saatkarivsfeln betreffend. Auf eine Bewrechung der Anfrage Roß und Genossen, bett. Kettenhandel mit Pferde n, wird vom Anttagsteller verzichtet, da sie jetzt feinen Zweck mehr habe. Aus demselben Grund wttd die dringliche Anfrage Tr. Pagenstecher unb Genossen, bett. Kalidüngsalze, zurürfe gezogen. W e i m a r, 5. Juli. (WTB.) Der Aeltesten- rat der Nationalversammlung beschloß in fei* ’ner gestrigen Abendsitzung, die Beratung der ----------------- v.iuVl«,ls V am Montag zu txi6 mrr, tonnt wir uns als Eiuh.-it betrachten, wir unterbrechen und von Dienstag ab die au9 dem Elend dieser Zeit herauskommen. Heute IS t e u e r v o r l a g e in erster Lesung zu er- rst eS möglich, das Reich mm feiner Einschließung I ledigen. Es ist in Aussicht genommen, nur frim. eine Rednergarnitur zu Wprte kommen zu Was Haus stimmt dem Antvag Ablaß zu. I lassen. Daraus wird die geftem ausgesetzte I r Abstiurmung über dir Rrichsfarben I Tnti VtvT tS versaffungrgebende Dolfsfammer der tialdemokratischen Parteien, ein Teil des Zen- x.- Präs deut «delu n g eröffnet um 11 Uhr die ttums und die Minder^'it der Temokraten. Der » f.T anderaiimte -Sitzung. Die Berrögerung Sompromißmittag der Mehihritssoziolisten und 5s-. r“ Ze/l«ridlungeri bet Regierung des Zentrums (Rrick)ssarben schwarz-rvt-goldHan- ma ^reitenden Ei>enbaln«rn. delSslagge schwarzweißrot mit schwarzrotgoldenem . . Ministerpräsident Ulrich gibt vor Eintritt in Abzeichen in der oberen Ecke wird mit 211 gegen die Tagesordnung folgende Erklärung über 89 Stimmen bri einer Stimmenthaltung angenvm-|?cn Äriedensschluß und die Lage im lw- maL (Lebhafter Beifall links.) setzten Gebiet ab: Dri Beratung ber Artikel 8—10 wird ein An- Meine Damen und Herren! Sie wissen schon trag Abla Ü (Denr) enigedracht, das Bestattimgs- durch die ZritunL -daß der Friedensverttaa, der w^en aus dem Art. 9 herauszunebmen und bem Mund von den vereinigten und verbündeten Regie- 10 emzureihen Die M»g. Herman n (Dem.) ninaen diktiert wurde, am Samstag, 28. Jmii, in E® beanttagen, in Art. 10 Versailles von Vertretern ber Rrichsregierung un- bem Hvchschrckwesen das toistenschaftlrche Biblu- terzeichnet worden ifL Nachdem bie Versuche cheksweseu Mziig!ledern. Em Antrag des Abg. Gras I einige besonders schwere Bcstimmungen des Ver- D o h u a (®t Bp.) will den Art. 9 als solck^n ttagcS in beseitigen, vergeblich geblieben wavett Wachen und bte bann ausaeführtcn Gesetzgrbmvgs- blieb nichts anderes zu tun übng. Unsere wiri- Watmen tarn Art. 8 anschließen. schriftliche, politische und mllrtärische Lage, die . « o^el (Svj): Im Gegensatz zu Drri gründlich geprüft wurde, zwana uns bam; sie Heim stehen wrr bayerischen Sozialdemokraten aus -nachte einen Widerstand unmöglich. Die Rrichs- X1*"**n K-C" * ** 1 e FeStt^yn9 sah sich aut Grund dieser Erkmnttris und Beschlüsse der Mehrheit der tierfafTunggtben#* den Natwnalversammtung in Weimar ee$tmmget, den Friedensvertrag zu unterzrickmen. Ste ist ent- uMoffcn, lerne Bestimmungen loyal zu erfüllen, gibt sich daher aber feiner Täuschung hin, wenn sie fürchtet, daß es in vielen Fällör unmöglich sein wird, das |u können. Sie hofft, daß bann auch die AI Inerten bereit sein werden, eine Revision ber müßten, wenn nicht für Unterkunft für lie geft- wirb. Das in Aussicht genommene Haus ist nid# gdtt- fillf nicht zu haben, doch wünscht der Regierungsse- ■ ** i tretet eine generelle Beschlußsassung für solche An. Bjjrtiw6 f fäufe. — Abg. Dr. Schmitt (Ztr.) erfühl KLM - eine derartige prinzipielle Regelung für ein vM tw Novum. Es muß von Fall barten Bo nab fünf Auto-GummischlLuche entwendet. al Juli. Im Oeffentliche Bücher-alle. „deS«°ivttsltrtV »Ls als Ordinarius °n 11 w.u|, .„s. ».«nniHlt d« Stabt.» ** Heuchelheim, 4. JuL Gestern abend beschädigten und Hinterbilickenen statt. Kamerad Lutzc-Gieften sprach über Zweck und Ziele des ifcc 2100' im Bor- jahre. AMBI, Abt DK Chai lallen berg « #. Dezimal- lt Kettenwaagen empstebll Karl Schmidt, «sw? Neuenweg 42. Maslklflstrumente! btiineiitu, luüvtiiiku TANZ r«r Ludwigsburg H Heuchelheims Anfang 4 Uhr. «mn Torfstreu Gebr. Kahl. TM_________________ schwarzes, neues Paar neue Hosen- Tlenttltae K, SXohlt»««, U»«t> oft», lief i MOieft pretfee btt muflhnfrumralenfflfrrtf Husberi L Compagnie. deß iNlen MunMuü« mtnlcnncn. Gnade M msgesM rverdcn. Md M jHandwerksmelster. KrelS Alsfeld. Up. Mücke, 4. Juli. Die Lehrer aus den Ortschaften unserer Umgegend, die gestern mittag nach AlSfeld reisen roo.ltcn, um dem zweiten Bortrog Professors Dr. Kinkel aus Gießen zuzuhören, mußten unverrichteter Dinar wieder heimkehren. Der um 1.26 hier fällige Zug kam erst um 2.45 hm Gießen an. Da das Bahnpersonal in Fulda turückblieb, war keine Gelegenheit mehr zum Zurücksah ren. Der erste Vortrag des Redners, der em Mittwoch im großen Saal des „Deutschen iteisers" slattsand, war sehr stark von Damen und bcrrcn, unter denen die Lehrenchaft des Kreisei Wohl vollzählig vorhanden, besucht. Schulrat öuf leitete die zahlreiche Versammlung. Professor Kinkel hielt den ersten Teil seines Vortrags „über Fichtes Reden au die deutsche Ration". Dem MUSIK Nnterzel ebnerer emvüebtt sich aut ttebernahme von Musik in jeder Besetzung. «»■'*’» H. Hank, Wiese««. Gieß. Str. 114. AMBI- Dachstein-Maschine für Handbetrieb «Miet reich, apareae end raverllMlg Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck Seitenweg 38. la Benzin für Feuer-enge, Uhrmacher und Installateure empfiehlt It<-» Central-DreierteSchtiatr. Wir nehme« schon letzt Aufträie In 106762 Düngekalk z. frerbübciteUfl. entgea^ können a W. L. los. liefern. Weaper I Sp eemaeher, aieiea, kleichitraaaa lt» Fliegenfänger frisch, beete Beleimung. 100 St 16 Mk., 1000 8L 140 Mk, Provtsionereia. Kea P. 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Geraoe aber „Dämmerung" ist in der dekorativen Ruhe und dem reinen Stimmungsgehalte die .wertvollste unter seinen Arbeiten. Farbig sehr beachtenswert ist außerdem „Lüneburger Heide" von Isa Mittelbach. E. Rau, München, zeigt zwei Tiroler Bilder, die an sich ganz virtuos gemalt sind, im Sujet aber dem moderner gerichteten Kunstgeschmack nicht mehr entsprechen. In Aquarellen weiß Gusti Bauriedel, Nürnberg, einen außerordentlich klaren und sauberen Ton zu finden, daß sie sich ausnehmen wie die bekannten Steindrucke, kräftiger und von größerer künstlerischer Selbstzucht sind die Arbeiten von Helene Alt mann, die sehr geschickt verschiet^nc Techniken miteinander vereinigt. Auch die Arbeiten von Küthi Bauer sind sehr ansprechend. In Strich und Abtönung ganz außerordentlich feine Radierungen sind von Maria M ende ' s s 0 h n. Darmstadt, ausgestellt. Sie vermag Landscha tsstimmimgen hervorzu-aubem, tie man m Radierungen selten so rein lestgel-alten sieht. Mit flott hingeworfenen Zeichnungen wartet N. Pietsch, Bad Tölz, aus. Äon starkem Können sprechen auch die Kvhlezeichmngen aus dem Westerwald, die I. Mans köpf, Daubhausen. ausgestellt hat. Besonder- reichhaltig sind diesmal bte Gießener Künstler vertreten. £). Geilfuß mit einer Reihe von Arbeiten aus ioabamar, C. Fries mit Landsckmsten, Helene Oncken mit Pastellporträts und Toni Veit b-Fritzel mit zwei Biumenstilleben. «vbrrhessischer tlunftverein. Gießen, 5. Juli 1919. Die neue Ausstellung macht nicht den Eindruck innerer Geschlossenheit, her bei den vorhergehenden angenehm wirkte. Sie erhebt sich aber mit vielen Bildern über eine gute Mittelmäßigkeit hinaus und wird damit manchem etwas bringen. Entzückend sind zwei bereits verkaufe Bildchen von H. K 0 b e r st e i n, Berlin, „Die Roien- Die Einnahmen für bbgvgede«n den mit 462 000 Mk. Derart!anogt gegen 312 950 Mark im Vorjahr. Die Summe des aus rund 10 000 Tonnen Kohlen gewonnenen Kok- wird auf 7I0/0 — 7100 Tonnen geschützt. Aus den Sclbst- verbrauch des Werkes entfallen 1900 Tonnen zu tz5 Mk., auf den Berkaus 5200 Tonnen zu 65 Mk. Für abgegelvnen Teer sollen 45000 Mk. gegen 22 500 Mk. vereinnahmt werden. Der Ertrag an Teer wird geschätzt von 10 000 Tonnen Kohlen auf 4,5®/o = rund 450 Tonnen zu 100 Mk. Abgegebenes Ammoniakwasser wird nut 5600 Ml gegen 11000M1. im Vorjahr erbringen. Aus 10000 Tonnen Kohlen werden voraussicistlich 7"/o RolrgaSwosfer von 4*B6 gewonnen - rund 700 Tonnen zu 8 Mk. Der Erlös aus abgegebenem Retortens g r a p h i t ist mit 500 Mk. (im Boriahr 100 Mk.) an0eTie’ Gasmessermieten werden 22 5OC Mark erbringen, 500 Mk. mehr als mi^Boriahrr Gasein richtungen. Für auf Kvfteii von Privaten berzustelsimde Hausanschlüse.Anserttgung unserer Gaseinrichtungsarveiten, Prüenvon Arbeiten der Installateure, Lieferung von Erwtztcuen zur Straßenbeleuchtung werden 35 000 Ml. vereinnahmt werden statt 17 500 Mk. un Donahr. Äon Gebäuden und Grundstucker sind 2130*» zu erwarten gegen 1830 Mk. ttn Vorjahre. . Verschiedene Einn a hmen sind mi 8412 Mk. veranschlagt gegen 6437 Mk. im Doriohr Aus dem Erneuerungsstock sind an Zinsen in Einnahme zu stellen 2382 Mk. gegen 1011 Mk. im Vorjahre. Neuanschaffungen werden durch Entnahme von 24 000 Mk. (14 000 Mk.) aus dem 3000 Mk. .__. oorxn_ Die Ga-einrichtnngen werden 28 000 Mark erfordern gegen 14 000 Mk. im Vorjahre Die Ausgaben für Gehälter erhöhen sich von 48 000 Mk. auf 66 000 Mk., wovon em Drittel zu Lasten des Wasserwerks entfällt In die Summe von 66 000 Mk. sind vorsorglich für Teuerungszulagen sowie für Besoldungen der Aushilfskräfte 29 520 Mk. eingestellt. Ruhegehälter, Wit wen -«nd Marsen gelber sind mit 5500 Mk. eingestellt, Steuern, Abgaben, Bcrfichcrungs- und Vcr- einsbeiträge mit 17 000 Mk. (10 000 Mk. rm Vorjahre), Bureaukosten, Anzeigen, Reise- Vergütungen mit 10 500 Mk. (6000 Mk. im Vorjahre), V e r s ch i e de n e U n ko sten mit 8200 Mark (5500 Mk. im Vorjahre). Die Kapital zins en für die Kaprtalschuld von 478 356 Mk. erroromt 17 430 Mk. Weiter sind vorzusehen 4<»a> Zinsen für das rwn der Stüdtkasse vorgelegte Kapital für bxe Lagerbeftande 3240 Mk., sowie Zinsen für die auS der Stadtkasse zu zahlenden Vorlagen 1500 Mk., insgesamt 22170 Mk. gegen 23 244 Mk. int Bonahre Die Schudentigung erfordert 25072 Mark (im Vorjahre 24 906 Mk.) der Erneuerungsstock 16554 Mk. (un Bonahre 14 750 Mark), Anschaffung für das Lager mit 30000 Mark (im Vorjahre 25 000 Mk.). Als BetriebSüberschuß, der an dre Stadtkasse abzuliefern ist, werden veranschlagt 105 300 Mk. gegen 108000 Mk. im Vorfahre. An Neuanschaffungen sind vorzuiehen: für Aus ührung von neuen Straßen lertungen und Gaszuleitungen 2500 Mk für Derbes erung.der Straßenbeleuchtung 500 Mk., ^ür Gasn^ss Mark = 24 000 Mk. gegen 14 000 Mk. ff.L tfi*K ÄenH Ärthttt enb U Svachl- jneier — Der Zusammenbruch der Kö- ftiareiche beioeift im Lichte der Bibel die Kdttrichtung des Reiches Gottes auf Erden, lieber dieses Thema spricht am Montag den p. 3uti, abends 71/, Uhr, im Saale des Hotels Jfcini)ont" Herr Ä. Wellershans, Barmen. •* Dieb stahl. Gestern wurde in dem M ne uw eg eine gelbe Handtasche, in der sich Aus dem Amtsverkündigungsblatt^ ** Tas Amtsverkündigungsblatt Nr. 52 vorn 4. Juli enthält: Bekanntmachung über die Bewirtschaftung und den Höckrstpreis von Leichtöl, Rohbenzol, Benzol unb Toluol Vom 12. Mai 1919. — Bekanntmachung betreffend Beschlagnahme, Bestandc'rbandes. Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften dieser Bekanntmachung werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten oder mit Geldstrafe bis zu 1500 Mk. bestraft, fonxit nicht noch anderer gesetzlickier Bestimmung eine hölterc Strafe erwirkt ist. Diese Bcstimmungcn trelen mit dem Tage der Verkündigung in Krott. T je Vorlage der Akten über die sta ttge ha bt e n B ü r ger mei ste rwahl en emart«'t das Kreisamt spätsten- bis zum 12. Juli unb, falls eine Stiänvahl notwendig geworren ist, spätestens biS zum 26. Jult d. I. Gleichzettig macht es wiederlwlt darauf aufmerksam, daß bte Wahlen bet Beigev r bn e t e n nach Aivordnnng des Ministeriums des Innern spätestens am 3. August unb etwa notwendig werdende sttch- wahlen spätestens am 17. August b. I. statt- finden müssen. Ta nach Anordnung des Krets- wahlkommisiars die Wahlen zum Kreistag des Kreises G»esten auf Sonntag den 17. August b. I. anberaumt sind, so köntten an diesem Tage Stichwahlen der Beigeordneten mrfjt abgehal en werden. Wo solche erforderlich werden, müßten sie spätestens am 10. August b. I. stattsinden. Es emvsiehlt sich deshalb dringend, die ^Wahlen der Beigeordneten nicht später als am Sonntag den 26. Juli b. I. abzuhalten. ttriftet, 128, Jagendschrlften 150, Literatur- akschvch.e 12, Gcdiäxe unb Dramen 68, Läirder- unb Völkerkunde 68, Lutrur«schick>tk 82. Geickiichte unb Btagraphien 72, Knnstgef eHnuZ*5®1 taoiitrh^ Herren-Porternon naie, ein ampfehlenSwett. ** I n den Schwarz-Weih-Licht- ,spielen, Seltersweg 81, kommt ab Samstag, 5. bis einschließlich Montag, 7. Juli das kriminalistische Drama JEkte Recht auf Glück" mit dem öTipcöuni“;-a . jungem Kinostern „Ria SBitt*' in der Hauptrolle effor der bcutldm W ■ und das dreioktige Lustspiel „Erste Licke — wahre Licke-" zur Aufführung. g erhaben Landkreis Gießen. äget, ein Päckchen Salizyl, sechs Mause- !kkz>« fallen, eine Feile nnb ein SÄndebohrer be- landen, entwendet. — Von April bis Mitte Mai d. I. würben ferner ein grauer Mantel tl/iftftnMgen Vortrag folgte die Bersamwdms ' mit gespanntester Aufmerksamkeit. KretS Büdingen. **®flbingen, 1. ^nli. Die Schülerzahlder Gewerbeschule, die durch den Krieg zurück- gegangen war, ist im vergangenen Winter wieder aus bte alte Höhe angewachfen. Die Gewerbeschule begann am 7. November 1918 das Winterhalbjahr mit 18 Schülern, bereit Zahl sich durch den verspäteten Eintritt einiger aus dem Heeresdienst Entlassenen auf 21 steigerte. Die Handwerker- Fottbildungsschule war im Sommerhalbjahr von 13 uno im Winterhalbjahr von 23 Schülern besucht. Arn 14. April 1919 fano die Schlußfcier in Anwesenheit deS Vorsitzenden der Zentralstelle sür die Gewerbe sowie der Eltern der Schüler und Freunden und Gönnern der Anstalt statt. Aus den der Gewerbeschule zur Verfümmg stehenden Stiftungen konnten 240 Mk. für Schulgelderlasse der Schüler verwendet werden. Lauterbach Lauterbach, 1. Juli. Die Webschule z u Lauterbach hatte, wie die Tertil-Industrie überhaupt, eben alU unter den Einwirkungen des Krieges zu leiden. Wenn es auch an Arbeit iür den praktischen Betrieb nicht fehlte, so konnten aus Mangel an Rohswffen die lehrplanmäßigen Dck- stoffe nicht wie früher hergestellt werden. Am Anfang des Schuljahres waren vom vorhergehenden Jahre feine Schüler mehr vorhanden, weshalb im Berichtsjahr eine Prüiung nicht abgchalten werden konnte. Im Frühjahr 1918 wurden 7 Lehrlinge neu ausgenommen und nach Beendigung des Kttegcs traten noch 3 Kriegsteilnehmer in den halbtährigen Kursus ein; außerdem beteiligten sich 3 ehemaltge Krieger an dem praktischen Kurse Sodann wurden, wie im vorljergehenden Jahre, wieder Schuhktirse hier unb in Höraenau abgehalten. Im praktischen Betrieb der Webschule sind etwa 300 Stück Waren meist für die Handweber- ^^-nossenschaft ein gvvher Teil Handzettel für die Mitglieder der Genossenschaft hcrgestcllt worven, was einen Weh- und Zettellohn von 7661 Mark erndruchte SrrlS Friedberg. V. Butzbach, 3. Juli. Gestern nachmittag wurde der Gastwirt Zum gold. Löwen, Willy Müller, von einem Pferd derart geschlagen, daß die Leber sehr stark verletzt wurde. Herr Müller ist heute morgen seinen Verletzungen im Johanniterspital zu Niederweisel erlegen. Starkenlmrg und Rheinhessen. Kampf mit Wilderern. Darmstadt, 4. Juli. Bei einem Zusammenstoß mit Wilddieben im Walde ztmschen Lampett- Mm und Hüttenseld würbe der 17 Jahre alte Wilhelm Schnee aus Hüttenfeld von dem Förster Tienermann durch einen Schuß getötet. Ter Förster erhielt einen Schuß in den Oberschenkel. Ein weiterer 16jLhriger Bursche würbe fcstgenommen. Erneuerungsstock bestritten. In Ausgabe sind vorgesehen: Anschaffung von Gas kohlen. Zur Bereitung des Gas bevor fs von 2 600 000 Kubikmeter sind bei einer Ausbeute von 260 Kubikmeter aus einer Tonne rund 10 000 Tonnen fioblen notig Hierfür werden vorgesehen 635 000 Mk. gegen 395 000 Mk. im Bonahre. Koks zur UnterfeuerungderRe- tortenösen 120250 Mk. (im Vonahr 81 40C Mark). Voraussichtlich sind 1850 Tonnen Koks (rund 18 0/0 der vergalten Kohlen) erfordert uv (1 Tonne ■= 65 Mk.) Die Arbeitslöhne für Erzeugung von 2 600 000 Kubikmeter Gas werden eutschlteßsich Ausgaben für Ka fee und Seife mit 104 000 Ml. (im Vorjahre 65 000 Ml.) veranschlagt. Die Kosten für H il f S m ate r ia lien für den Betrieb erhöhen sich von 7000 Mk. auf 10 250 Mk., die Arbeite- und Fuhrlöhne auf Nebenerzeugnisse von 18 000 Mk. auf 24 000 Mk. Die llnlerha'.ttmg der Gebäude und Grundstücke erfordert 5800 Mk. gegen 3300 Mark im Borjalwe, die Unterhaltung der Rctotten- Öfen 19 500 Mk. gegen 14 000 Mk., der Gas- wer tdr obrlcit un gen, Apparate, Ga» beHalter und des Dampskssels 5o00 Mk. gegen 2200 Mk. im Vorjahre, des Straßenrohr- netzeS 7800 Mk. gegen 3000 Mk. im Donahre, der Betriebswerkzeuge und Geräte 13000 Mk. gegen 6500 Mk. , n Herstellungen und Unkosten aus öct* mietete Gasme^j er sind mit 12000 Mk. (un- Vorjahre 5500 Mk.) an gesetzt. Die Löhne der Laternenschlosser unb Putzer erhöhen sich von 2100 Mk. auf — Klinikdieb stahl. In der Nacht xmn 2. Juli wurden aus der Zentralwasch- (inftalt der hiesige» Shinifen 26 weiße Bettbezüge, 17 treibe Bettücher, 5 Darnast-Bett- , M1911 bezüge, gez. N§. S.", 1 Herrenrock, 1 blauer Ä 918 DanuTirrock, 1 Damenschin» und 1 Darnerv- ’wtenhi Hemd, gez. „®. W." entwendet. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die hiesige Kriminal- ^.chxftuem Vetter mü kc Ilmi wurden 1911 Bände ausgeliehen. Davon m uln3CQiö kommen ans: Erfühlende Lüevalur 1067, Zeit- Haier warn su verkauf. I An Giene« ob. in n8iffctib.$9egioiL Kleines £ Banerngnt ca. 50—80 Morgen, mit lebendem und totem Inventar in kiesiger Gegend von Landwirt bei höherer Anzahlung zu kaust» uesacht. Gell. Offerten mit Angabe von Gröhe, Preis ufw unt 6. K. 31d an Haaaenstehi * Vegler A.-B., Fraaiiiirt e. K. Wei ßzeugniiherin für Wäsche-Anfertigung u. Ausbesserung auf mehrere Tage ins Haus gef. Schriftl-Angeboteod. telephonisch u. 330 Wetzlar erbeten an Frau C. mahl* berger. Sommerfrische Honigmi'lhie bei Wetzlar. Schisfenberger WegSS. Glucke mit 9 Kücken. 4 junge Entchen sowie Hafen zu verk. 013*219 Schifseuberg.Weg7Hl, ßr. kashttd 01320a Atterweg 20. Ei» ? flammiger Gasherd zu verkaufen. mOTl6 Gnteubcrgstrafre 2511. 1 »lall Baaofoa zu verk. q.317«-1 Nord-Anlage 1IL PravifianSttiseadt die bei Kolonialwarenhandlungen u. Drogerien gut eingeführt sind, für die Kreise Giehen und Friedberg gesucht. Hohe Provisionen. 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Dusche hat bei Beratung des SiedelungsgeseheS in ixe Nationalversammlung für die Ansiedler wurme Worte gefunden und dem Wunsche Msdruck gegeben, daß sie demnächst bei Vergebung von neuem Siedelungsland im Reich jetii in erster Linie bedacht werden. Den K.amten die Sorge für die Zukunft zu nehmen, beabsichtigt eine Anfrage, die die 'Lgg. Dr. Becker (Hessen), Aßmann, Beuer- mami, Graf Dohna, Klara Mende, Runkel .unb Weidtmann in der Nationalversammlung eingebracht haben und die folgenden Wortlaut hat: „Ter Friedens vertrag nimmt der Reichs- regierung große Gebrete in Nord, Ost und West. 2amil verlieren viele Beamte des Reichs und der 'm Betracht kommenden Gliedstaaten, von Ge- Mindcn und anderen offenttich-reck'tlichen Körper- jchafte» und Verbänden teils von selbst ihre Sltt- limgcii, teils werden sie nach den Maßnahmen der neuen obrigkeitlichen Gewalten ihre Stellung verlassen müssen. Wir fragen an: 1. Welche M aßnahme hat die Reichs- «gierung in Aussicht genommen, um a) solclx Beamten vor vorübergehender Not zu bewahren, b) ihnen sodann zu angemessener dauernder Stellung innerhalb des Gebietes des Teutsclxn Reiches zu verhelfen? 2. Ist die Rcichsregierung insbesondere bereit, die Reichs beamten aus bcn obzntretenden Ge- ti.U'ii al bild in mindestens gleichwertigen Reichs- friimteiiftcllcn innerhalb des zukünftigen Rttchs- ssbietcs underzubnngcn? 3. Ist die Rcick>Sregierung ferner bereit, ' auf die Regierungen der Gliedstaaten und auf die V-rwallungen der Gemeinden unb sonstig.n öfser t i.b-rechtlich-en Körper chaf'en und Verbände dahin einzuwirlen, daß sie den diese Anfrage eine befriedigende und damit die tdriligten Kreise beruhigende Anttoort gibt. iufaufaei.aQe^^'j umg ist r d i e Beamten der Gliedstaaten usw. aus den abzutretenden Gebieten alsbald entsprechende Stellen in ihren Verwaltungen übertragen, solche einzelstaatliche, Gemeinde- und körperschaftliche Beamte erforderlichenfalls auch in geeignete Reichs stellen zu übernehmen?" Hoffen wir, daß die Reichsregierung auf ittet lt»°. Tu, lei»< blM* 'o'er- iiicu- s. y nBijUBy in tauten t. Sltt. «n?.b. udW> 013122 an ben «et kchittchlwnbelspreise tat em übriges, die pslicht- snl:s;ige Ablieferung auf eilt so geringes Maß zu- kiitmfül/ren, daß die Fleischversorgung der Be- böllmnig in ernstester Weise Mfährdet wurde. Zur Bat ist die Viet)anfbringung völlig ungenügend ge- ferben. Es ist nicht zu verkennen, daß die bisherigen vchlachtviehpreise bei der erheblichen Steigerung Hier landwirtschaftlichen Produktionskosten uns jSiljne Mich den billigen Ansprüchen der E r - Itugcr nicht mehr gerecht toun'-et. Seit Einsüb- jng der zwangsweisen Bewirtsck)astung von »iilMinb Fleisch vor drei Jahren haben die Preise Mr Schlachtrinber ferne Erhöhung erfahren, son- Btm sind im Gegenteil herabgesetzt worden, um per Verfütterung von Brotgetreide an das Vieh ferzubeugen. Andererseits bedeutet eine Er- p.'mng der Schlachtviehpreise — und demzufolge fr Fleischpreise — eine erneute Mehrbe - Bcftung der Verbraucher. Da wir aber bicntoärtig, um nur die vorgesehenen geringen INnschrationen verteilen zu können, auf die Ein- fa'ir des teueren Auslandsfleisch.'s angewiesen sind, plxn nach vorliegenden Aeußerungen verschie- Ffte Ber brau cherkrttse sich für die Einführung ^as höherer Fleisckchreise im Inland erklärt, so- Wt dadurch auf eine erhöhte Ablieferung inlän^ Wh.n Viehes gerechnet werden kann. Dadurch wird k nicht nur möglich sein, die Fleischrationen ohne l^ntfprudjnabmc ausländischen Fleisches aufzu- Magen, fonbem es ist auch zu erwatteit, daß das Wh der Preiserhöhung verstärkt zur Ablieferung Minietrde Vieh Infolge des Weideganges und der |*:infütterung in Mrze von besserer Qualität sein Md. . ^lus diesen Erwägungen heraus hat das v.cbsernährungsministerium nach Anhören der Wtscheii Freistaaten durch Verordnung vom 17. W lReichsgesedblatt Nr. 116) die Schlacht- h.vreise für Rinder mit sofortiger Wir- !^g in folgender Weise erhöht: Schlarkstviehklasse A 130 Mk. für den Zentner /u 5 !fcl eis» >131* . r. ii ube liflt sen. Ul. LP. 36- Ibr. Jü. perl leb. US» tri, 'au ilL >c»e ifert. g jlaiv bet’ JL ne»* v pL HJL iiillL jfef öerl Siri^ v ul' «•!*3 ’M ► -In Verbindung mit dieser Preiserhöh: p Regelung der Preise für ^Tptsächlichst 5-i bV\ iZ II i»I" sür & M chlichsten Nutzviehgattungen g-uiöncpt genommen, um die zwiscl>en Nutz- und achtvr.h reisen bestehende ungesunde Span- ^2 zu mildern. Tamil wird der Einwand, der 6,. Erfüllung der Ablieferungspflicht von >N"ichtvr..-h von den Landwitten ständig unter « i oei3 auf die hohen Nudviehpreise gemacht besn/lgt. Tie nähere Mekanntgabe dieser nMung wird tu Kürze erfolgen. 1.^ rn,bie Schlachtviehpreise jetzt eine Erhö- WO erfahvm, durch die die Viehhaltung sich Erhöhung der Schlachtviehprelse für Rinder. Aus ben Mitteilungen des ReichÄxrsicherungs- amles: ' Lluf die niedrigen Schlachtviehpreise, die für teie Landwirte unrentabel waren, wird zum guten E il die mangelhafte Schlaclstviehablieserung der Bfi ten Monate ziirückgesührt. An einer Berrneh- piiig des Scl>lachtviehbeftandes hatte die Landwirt- itdnft kein Interesse, und der Anreiz der hohen fllttatt Rfitbtubtjl tfboteunterQ benJieberin_WJ[ Halbverd-e stclchlj-egenTogc^! tauschen ob. j Job. rieb *1 ^MenbeMZ^ Md*Stt{ra Wer liefen gröbere Pol»'. Kill«?»' ui lanbivlüsch^ttt^L CLsrM iU9tn?dSr78lOU Hifi & ne wSI Markensam^ auch ^ÄeStü^' I BW Hose^l MWI 9l,fl-eLrnl!!^nl Sbiti ti. n iler 145 IL Gietzener Anzeiger sSeneral-Anzeiger für Gberheffen) Samstag, 5. Juli IW lohnend gestaltet, so wird die Landwirtschaft hoffentlich alles daran setzen, die Bersorgmig der Bevölkerung mit der an sich knapp bemessenen ?fleischration zu ermöglichen. Es muß an die Ein- icht aller denkenden Ätcii'c appelliett werden, daß unser Volk nur bei Aufrechterhaltung der Rationierung in den Daupttrahrungsmitteln über die ihm aegennxir.ig noch drohende Ernährungs- und Wirlsäwitskrise Hinwegzubringen ist. Dazu gehört aber auch, daß die Erzeuger willig und ehrlich ihoen Lieferungsverpflichtungen an die Allgemeitih il n a ch k o m m e n. Insbesondere darf ettvartet merben, daß die erhöhten Schüuhtvieh- preise der Landwirtschaft und ihren Organisationen ein Ansporn sein werden, den zerstörenden Einflüssen des Schleichhandels den Widerstand eittgegenzusetzen, oh.re bcn dieser Krebsschaden unserer Fleischversorgung nicht wirksam zu beseitigi-n ist. Au» Stadt und Land. Gießen, den 5. Juli 1919. Die Zucht der Seidenraupe. Hier und da findet man noch, namentlich'6uf alten Friedhöfen, einzelne (Hemplare des weißen Maulbeerbaumes, her Futterpflanze der Seidenraupe, als letztes Erinnerungs.zeichen der Bestre- bungen, die Seidenraupeitzuchk auch in Oberhessen einzuführen. Eingestellt wurden diese Versuche in» folge des verheerenden LLuftretens von Seacheni lunter den Raupen, die die gesamten Bestände in kurzer Zeit vernichteten. Nachdem es aber gelungen ist, die gefürchtetste der Seuchen, die Fleckenkrank-- heit oder Pebrine, durch die Pasteursä^e Zellen- grainierung wirksam zu bekämpfen, sind die Versuche zur Zucht der Seidenraupe in Deutschland mit neuem Eifer und vielversprechendem Erfolg wieder ausgenommen worden. Eine besondere Organisation, der deutsche Seidenbau-Verband ^Dresden), hat sich gebildet und gewahrt seinen MitglicLern nicht nur Rat in allen praktischen Fragen, sondern unterstützt auch etwaige Zuchtver- ifutbe durch Abgabe von einwandfreier Raupeneiern, sowie durch Venvertung der gewonnenen Kokons. Seit der Krieg so viele beschrankt Erwerbsi- fähige geschaffen hat, besitzt die Seidenraupenzucht eine erhöhte wirtsckwftliche Bedeutung infolge ihrer leichten Ausführbarkeit und ihres schnellen Verlaufs. In etwa acht Wochen (Ende Mai bis Ende Juli) machen die Raupen ihre Entwicklung burrf), und der erhöhte Preis für Rohseide (im letzten Jahr 30 Mk. für das Kilogramm) gewährleistet bei gutem Verlauf in der kurzen Zeit mit unbedeutenden Mitteln einen recht ansehnlichen Verdienst. Allerdings setzt der Zuchtbeginn genüg'/nbe Mengen her Futterpflanze, des weißen Maulbeerbaumes, voraus, die erst noch zu beschaffen wären. Ohne Beihilfe des Staats unb der Gemeinde ist eine solche Bereitstellung nicht denkbar: doch ist bd der Anspruchslosigkeit der Pflanze (sie kann auch zur Einfriedigung von Gätten usw. verwandt werden) überall Gelände vorhanden, das für diesen Zweck geeignet wäre (westl. Abhang des Trieb am Rande des Philosophen Walds, tvestl. Abhang des Rodberas usw.) Tie Höhere Mädchenschule hat wäh- vend des Kriegs in ihrem Schulgarten einen kleinen Bestand an Maulbetwbäumen anaelegt und macht zur Zeit für Schulztoccke in kleinem MaMabe einen Versuch zur Aufzucht der Raupen. Kriegs- befd}äbigten insbesondere, aber auch sonstigen Interessenten, wird der Betrieb gerne vor geführt. Sie werden gebeten, sich in den Vormittagsstunden im Schul Haufe mit Reollehrer Eoroinus in Verbindung zu setzen. ** Was wird aus dem Lebensmittel-Ersatz nach dem Kriege? Der Mangel an Rohstoffen und Material auf allen Gebieten hat während des Krieges eine blühende Ersatzmittel- Industrie berborgerufen, die auch bei den Leben8- fmitteln aushelfen wollte, und es fragt sich nun, was wird ans allen diesen Erzeugnissen, die sich nickst immer gerade des besten Rufes erfreuten, wenn die Blockade aufgehört hat unb allmählich die früher verweirdeten Stoffe wieder zur Verfügung stehen. In der „Zeitschrift für Abfallverwertung und Ersatzstoffe" werden interessante Erfahrungen zu dieser Frage zusammengestellt. Danach kommen wohl nur noch die Fabrikationen zur .Herstellung! von Fleischextraktersatz, Suppenwürfel und Tunken in Frage, die auf der Ausschließung von tierischen und pflanzlichen Stoffen durch Salzsäure beruhen. Sie sind zum Teil so gut zu verwenden, daß sie ssich auch wohl in der Friedensrvirtschaft erhalten werden. Auch einzelne Kasfee-Ersatzmittcl werden hergestellt, die in Friedenszeiten wohl noch billiger sein werden, als die Korn- und Zichorienfabrikate von der gleichen Güte, wie mir sie auch früher schon tatmten, und diese dürften weiter in Konkurrenz bleiben. Dagegen hat die Herstellung von, Fetten aus Obstkernen nicht befriedigt, weil die Sammlung der Kerne zu schoierig und die Aus- ■bcute an Fetten zu gering war. Ebenso sckteint die Fabrikation von Fetten durch Pilzzucht den hohen Erwartungen, die auf sie gesetzt wurden, nicht entsprochen zu haben: es werden aber noch täglich neue Versuche, besonders in der Belüftung der Bottiche, die schwer einwandfrei herzustellen ist, ausgeführt. Kreis Büdingen. .** Nidda, 2. Juli. Die Gewerbeschule konnte wegen Ausbreitung der Grippe ihren Unterricht erst am 11. November 1918 beginnen. Der Schulbetrieb ist im übrigen von der Ungunst der Verhältnisse wenig berührt worden. Die Befuchs- ziffer hat gegenüber dem Vorjahre eine Zunahme zu verzeichnen, sie hätte sich noch verstärkt, wenn die ungünstige Bahnverbindung nach Friedberg nicht 8—10 Schüler dorthin abgelenkt hätte. Die Tagesschule war von 37 Schülern besucht, worunter sich fünf Kriegsbeschädigte befanden. Am Zeichenunterricht der Handwerkerschule nahmen 29 Schüler und am gewerblichen Fortbildungsunterricht 41 Schüler und Schülerinnen teil. Im ver-° aongenen-Winter ist wiederum ein Kursus zur Anfertigung von Kriegsschuhen mit 12 Teilnehmerinnen abgehalten worden. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stellenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zu den bevorstehenden M^eistags- und Provinzialtagswahlen. Tie Stadtverordneten- urb Gemeinderatswahlen haben eine bedenkliche Wahlmüdigkeit gezeitigt. Tie Bürgermeister- rmd Beigeordneten- Mahlen mit ihren eventuell nötig werdenden Stichwahlen, die auch an einem Sonntag stattzu finden haben, werden die Wahlsreudigkeit nicht erhöhen, so daß, wenn schließlich die Kreistags- und Pcir- vinziattagswahlen herankommot, die Wahlbeteiligung auf ein Minimum benabfinten wird unb die reinsten Zufallsergebnisse erreicht werden dürften. Für die Gemcinderatswahlen waren Vereinbarungen aller, oder coo das nicht zu erreichen war, eines Teiles der Parteien getroffen worden. Was liegt nun näher, als daß die Parteien den Versuch machen, die Koeistags- und Provinzialtagswahlen in ähnlicher Weise vorzunehmen. Ein nicht zu verkennender Vorteil eines solchen Vorgehens wäre, daß die zu vergebenden Sitze gerechter auf eine größere Zahl von Otten im Kreis und in der Provinz Dcrt.ilt werden könnten. Bei einem Wahlkampf d r Parteien würden mit großer Wahrschiulichkeit einzelne Otte mit einer unverhältnismäßig großen Vcttre ung verschiedener Parteien bedacht werden, wälstend andere Orte ganz leer auSgehen würden. Tie Grundlage für die Aufstellung der Listen ist in bcn Abstimmungs- verhättnissen bet der letzten Volkekammerivahl ober in der Zahl der auf jede Partei entfallenden Ge- meindergtsbcisitzern gegeben. In Orten, auf die nur ein Kreistags- oder PoovinZa tagssitz fällt, müßte das Mandat der stärksten Partei zufallen. Kleinere Orte könnten gemeinsam einen Kandidaten präsentieren. Auf diesem Wege würde es gelingen, die Sitze gerecht zu verteilen, das Parieigezänk zu vermindern und die Wahlenergie für die voraussichtlich im Januar- statt findenden Reichstags- walsten aufzusparen. Schließiick) wäre auch die Zusammenlegung der Kreistags- unb Provinzial- tagswahlen mit Abgabe eines nut mit einem Kennwort versehenen Stimmzettels in die Kreistagsund Provinzialtagsurne zu empfehlen. Büchertisch. — Diogenes (Ein Narr des Lichts). Shm- kolifches Schauspiel für die (Gegenwart von Tt. Ernst Schwarz-Echzell. Preis 2.50 Mk. Tie Tarstellung des Gegensatzes zwischen Weltherrschaft (Alexanders imb Seelen Herrschaft (Tioge- nes) ist die Problemstellung dieses Dramas. Die Idee des Stückes ist, daß die in unseren Tagen herrschende UebersckMung irdischer Güter überwunden werden muß, um die Welt zum Licht, d. h. zum ewigen inneren und äußeren Frieden zu führen. Es soll dazu beitragen, die fortschreitende Entfettung des Lebens,bem Einzelnen zur persönlichen Empfindung zu bringen. Ta, wie wtr hören, das Ttama jedenfalls an unserer Bühne im Winter zur Aufführung gelangen wird, behalten wir uns ein näheres Entgehen darauf vor. Letzte Nachrichten. Der Reichöernährungsminister über die Preissenkungen. Berlin, 4. Juli. Der Reichsernährungsminister hat folgenden Erlaß an die Freistaaten, Kommunalverbände und Gemeinden geridjtct: Um die Absichten, die mit der Verbilligung der ausländischen Lebensmittel verbunden sind, zur vollen Durchführung zu bringen, bedarf es einer bereitwilligen Mitarbeit der Gemeinden unb Kvminunalverbände. Die Preissenkung ist in der Weise erfolgt, daß den Kvm- mnnalDerbänben die Ware zu billigen Preisen zur Verfügung gestellt wird. Es muß nunmehr dafür gesorgt toerben, daß nicht Zuschläge von Zwischen- stttlen und Zwischenhändlern genommen werden, die die Absicht der Verbilligung teilweise unwirksam fmadx'u. Die Preise sollen betragen: bei Reis bas Pfund im Kleinverkaufspreis höchstens 2 Mk., bei Hülsen fr üchten im Kleinverkauf das Pfund höchstens 3,25 Mk., bei Mehl das Pfund im Kleinverkauf 82 bis höchstens 84 Pf., für Fleisch in kleineren und mittleren Städten 9 Mk. das Kilo, in größeren Städten höchstens 9,50 Mk. das Kilo, bei Sveck 8 Mk. das Kilo, Kondenzmilch die Büchse 1,80 Mk. Bei den Sommunaltxrbgnbcn unb Gemeinden dürfen Ucberschüsse aus uer Verteilung der anslän- tbischen Lebensmittel nicht erzielt werden. Britische Offiziere über die Lage in Deutschland. Amsterdam, 4. Juli. Den englischen Blättern vom 2. Juli zufolge hat die Regierung am 1. Juli ein Weißpapier mit weiteren Berichten britischer Offiziere über die wirtschaftliche Sage in Deutschland veröffentlicht. In diesen Berichten wird die politische Ruhelosigkeit tatsächlich auf die Unterernährung und den Hunger zurückgeführt, die unvermeidlich zum Bolschewismus führen, lieber Schlesien berichtet die britische Kommission, daß es eine wundervolle kleine Provinz mit ordnungsliebender hart arbeitender unb moralisch gesunder Bevölkerung sei. Das ganze Land bis zur Grenze sei rein deutsch, unb es sollte ihm gestattet werden, deutsch zu bleiben. Die amerikanischen Besatzungstruppen. Amsterdam, 4. Juli. Laut Telegraaf er- klätte (General Pershing in einer Unterredung, baß bie amerikanisch eR Besatzungstruppen auf dem linken Rheinufer während der gesamten Dauer der Besetzung bort verbleiben werden. Wenn Deutschland bei der Durchführung Der Vertragsbedingungen guten Willen bezeugt, wird bie Anzahl ber Mannschaften sehr herabgesetzt werden. Si« wird jedoch nie weniger als 5000—6000 betragen. England wirb bie Be- satzungstruppen im Kölner Brückenkopf im gleichen Verhältnis vermindern. Tie Abrtte Lansings nach Amerika erfolgt in etwa 10 Tagen. 150 Millionen für die Kriegsgefangenen- Heimkehr. Berlin, 14. Juli. Um den Kriegs- ge fan genen , die so Schweres erduldet haben, bei ihrem Uebertritt in bas bürgerliche Leben eine Hilfe zu leisten, hat sich bie Reichsregierung aus eigener Entschließung bereit gefunden, 150 Millionen Mark auf Antrag des Reichsministers zurBersügungzu st eilen. Tiefen Betrag erhält die „Kriegsgefangenenhttmkehr", eine sich über ganz Deutschland bis in die kleinsten Orte erstreckende Organisation, als Reichszuschuß zu ihren eigenen durch Sammeltätigkeit aufgebrachten Mitteln, um sie in zweckmäßiger Weise hilfsbedürftigen heimkehrenden Kttegs- gefangenen nutzbar zu machen, insb^ondere durch Beschafsung von Arbeitskleidung und Arbeitsgerät. Die Richter in eigener Sache. Amsterdam, 4. Juli. Der Pariser Bettcht- erftntter des ^Tttegraaf" meldet: Die Alliierten werden binnen futtern eine Kommission einsetzen, die darüber zu wachen haben luirb, bah Deutschland die Vettragsbebiiigungeu erfüllt. Für bie einzelnen Bedingungen werden Unterkommissionen! gebildet werden. Eine davon wirb mit der Durchführung der Bestrafungen beauftragt werden. Unter ihren Mitgliedern wird sich ein hoheck englischer Richter befinden. Sie wird Maßregeln für eine entsprechende Zusammensetzung des Gerichtshofes, vor dem der Kaiser cricbcineit wird, treffen, unb dafür sorgen, daß er seine Ausgaben erfüllen und jede verlangte Strafe auserlegen kann. Tie Note an die niederländische Regierung wird in feiner Hinsicht den Charakter; eines Uliimatums tragen, fo.ibctii die Auslieferung wird unter voller Anerkennung der souveränen Rechte Hollands verlangt werden. Tie Alliierten werden als Befrtter unb Beschützer ber kleinen Staaten, zu btnen Holland gehört, darum er» suchen. Ter Kaiser wird, wenn er vor Gericht erscheinen muß, nad> dem Totver gebracht werden. Hindenburgs Rückkehr nach Hannover. H a n n o o e r, 4. Juli. Um 11 Uhr traf Gene- ralseldmaesckwll o. Hindenburg auf dem hiesigen Bahnhof ein. Zu seinem Etnpsang waren Vettrtter des Magistrats und der Behörden erschienen. Bürgermcister Dr. Weber hielt eine Ansprache, auf die Hi-idenburg folgendes antwor- tete: „Vielen herzlichen Tank für den freundlichen Willkommengruß. Die Zeiten sind fdjflutr, aber sie müssen durchgehalten werden. Es ist nicht deutsche Art, zu verzagen. Auch ich hoffe auf eine bessere Zukunft. Jeder einzelne Deutsche muß dazu helfen. Ich kehre in bie Heimat zurück unb es ist mir ein Lichtblick, so viel Wohltvollen und Güte zu finden, die Ausdruck finden in dem schönen fccim« das mir meine Mitbürger bereitet haben. Gruß unb vielen Tank allen Mitbürgern." Der Feldmarschall begrüßte danach die Herren ber Der» schiebenen Abordnungen durch Händedruck, und unter dem Jubel einer riesigen Menschenmenge, bie immer unb immer wieder lqhhafte Huldigungen darbrachte, setzte er die Fahrt nach seinem neuen Heim in der Seelhorststraße fori. Eine Kundgebung des Papstes. Rom, 4. Juli. (Stef.) Anläßlich eines geheimen Konsistoriums führte der P a p st aus: Während wir uns über andere Angelegenheiten, die nicht nur die Kirche, sondern die ganze Ehristenheit betreffen, Stillsckiweigen auferlegcn, wollen wir doch nicht schtveigend über die großen Sorgen Hinweggehen, bie uns bezüglich der katholisck-en Missionen bewegen. Nachdem wir vernommen haben, daß die Friedenskonferenz Beschlüsse faßte, bie in Zukunft das Recht ber SBerlünbigung des Evangeliums jir kürzen schienen, haben wir vertrauensvoll die Mitglieder ber Konferenz gebeten, ihre Aufmerksamkeit aut biesen Punkt lenken zu wollen. Wir sind glücklich, verkünden zu können, daß die maßgeben- ben Persönlichkeiten der Konferenz unser Gesuch der Billigkttt entsprechend geprüft und zum größten Teil gut aufgenommen haben. Wir sind zu der Hoffnung berechtigt, daß die gleichen Persönlich- reiten sich von ber gleichen Billigkttt leiten lasse» toei Ausführung besten, was nicht nur bie katholische Kirche, fonbent bie ganze Zivilisation an* geht. Da jetzt die Fttnbseligkttten endlich beendigt sind, flehen wir inständig ewige Gnade, daß die Blockade, durch die so viele Unalück- licheverhungern müssen, aufgehoben wird, daß die noch in Gefangenschaft befindlichen Soldaten endlich befreit werden unb bie Herzen ber Völker, bie sich bis jetzt als Feinde gegenüberftanben, sich von neuem durch die Vanbe der christlichen Eharitas verbinden, ohne bie jeder Friedensvertrag nutzlos sein muß. Waffenstillstand im Baltikum. Berlin, 4. Juli. Ter Pressebttrat ber deutschen Gesandtschaft in Riga teilt mit: Am Ton- nerstag mittag ist an der letttsch-esthriifck^n Front ein Waffenstillstand in Kraft getreten, ber bie militärische Lage eingehenb regelt. Alle Feindseligkeiten werden eingestellt. Tie Reste deutscher Truppen, die noch fit Lettland liegen, räumen von beute nachmittag, den 5. Juli, an, das ganze Land sobald wie möglich. Eine Vorwärtsbewegung darf nur im Notfall entsprechend ben Friedensbedingungen gegen bolschewistische Truppen flott» finden. In Riga bleiben geringe Wachen zur Durchführung des Abtranspotts beutfdyen Herres- gutes. Tie lettische Landeswehr zieht sich bis Samstag nacht hinter die Dona zurück, während die Esthen in ihren errichteten Stellungen verbleiben. Zwischen Riga unb Libau wird der un- gehindette Verkehr freigegeben. In Riga unb Libau setzt bie Entente Gouverneure ein, bie in. Gemttnschast mit den Letten die Venvaltung übernehmen, wobei bie Engländer die Zivilverwaltung, bie Amerikaner bie Militärverwaltung übernommen haben. Der österreichische Friedensvertrag. Amsterdam, 4. Juli. Der Pariser Korrespondent des Neuyork Sxralb erklärt, daß ber jetzige (Entwurf des österreichischen Friedensvettrages wenigstens fallen gelassen werden soll. Die Versuche, Deutsch-'Oesterreich unter bie Kontrolle gewisser östlicher Nachbarn zu stellen, werben aufgegeben werden und das wirtschaftliche Skelett der alten österreichischen Monarchie wird zum größten Tttl btt- behalten werben, wobei Wien in gehn)fern Grave seine alte führende Stellung behalten soll. Dies bebautet nicht, baß bie Souveränität der neuen slavischen Staaten beeinträchtigt werden soll, sondern mir, baß Deutsch-Oesterreich dazu ermuntert werden soll, seine früheren Danbelsbeziehungen mit ben anderen Fragmenten des zerstückelten Reiches wieder aufzunehmen. Jar dem deutschen Vertrag ist die vollständige Lostrennung Deutsch-Oesterreichs von Deutschland ausdrücklich vorgesehen. Es schttnt die neue Politik ber Verbanbsmächte zu sein, ben alten herrschenben Klassen in Wien einen Ansporn zur Durchführung dieser Verfügung zu geben. Ein britischer Sachverständiger erklärte, baß bas Sowjet-Ungarn bas Haupthinternis für eine teilweise Wieberaufrichtung bes alten Oefterrttchs bilbe. Ausschrttiungen gegen die Juden in Lemberg. Berlin, 5. Juli. (WTB.) Ans Lemberg meldet das „Lemberger Tageblatt" unter 29. Juni: Seit drei Tagen wüten in Lemberg heftige Exzesse gegen bie Juden Die Geschälte werden ausgeraubt, jüdische Passanten überfallen unb ihnen die Bärte abgeschnitten ober abgerissen. Neuapostolifche Gemeinde Gottesbienste: Sonntag nach.-niitag 3'/, Uhr 7805 Mittwoch abend 8*/i Uhr. Behördliche Anzeigen. Freiwillige 7891d! in die Reichswehr stellen noch ein: Net Stab, ble 4. Batterie und die leichte Muuttious-Rolouue der II. Abteilung des Leichte« Rcichswehr-Artillerte-Vlegtmeut» 18 in Vabeuhaufeu (Hesse«). Besonder» gesucht: gediente Leut« aller Waffen, .Schuhmacher, Hufschmiede und Maschinenschreiber. Bekannte Reichswehr-Bedingungen: 3 Mk. Reich»- wehr und 2 Mk. Kampszulag«, Familienunterstiitzung. Fveirvillige fütik3Üroiift[iiii(|6ilt!ltii(93RW6.116. Für den GeschäftSzimmerdienst werde», Freiwillige al- Ordonnanzen, Schreiber, Ma» schinenschreiber und Zeichner gesucht. Bevor' zugt werden Kriegsbeschädigte, die schon auf mtlitLrischenÄeschäsl-zimmern gearbeitet haben. Auch ZahlmeistelHilfspersonal, sowie Schuh- Wacher und Schneider gelangen zur Einstellung. Bedingungen der nichllämpsenden Reich-- wehr. I^tägige Kündigungsfrist. 77000 Meldungen auf dem Geschäftszimmer gsftlrsorge, Walltor- stvast- 24 I, kann noch Joppcrrstoss, 1.50 Meier breit, zum Preise von 22 Ml. pro Meter, sowie Männerunllrhosen frum Preise von 12 Mk. und Erstlingsfäckchen zum Preise von 3 Mk. per Stück abgvbvn. 7935B Ter Berkaus erfolgt: Dtontags, Dienstags, Donnerstags und Fvc-itags vormittags ttoet 10—12 und nachmittags von 3—6 Uhr. Gie^n, ben 4. Juli 1919. Der Oberbürgermeister (tieben-mittelamt). Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Franke & Co., Optische Werkstätten, stÄmmanditgesellschast, Gieft-n. Allenr zeickmungSberechtigt ist FabriHant Gustav Franke Ul Gießen. Gießen, ben 30. Juni 1919. 79128 hessisches Amtsgericht. 627id für Männer: verlegt 013038 Hermann Röhrig, Glessen Krlidlmng des Einkommens durch Versicherung: von Leibrente bei der Preussischen Beaten - Verticherauge - Anfalt. Sofort beginnende fflolchblelbeude Rente stlle Oruckarbeiten^ für Ptl>6r*»n, Pccelnt, ftnndrl Orrorrbt, 3n- ♦ullri« und 5M« 6294 D / Die \ / Überzeugung ' Hunderttausender Der beste Sch uh putz \ ist und bleibt / \ Pilo / T anz> Unterricht Empfehle mich zur Einstudierung der modernsten Tänze, wie Boston-Walzer, Boston modern, Rivera- Boston, Valse-Bleue, Frühlingsbotenwalzer, Cedlien- Walzer, Two-Step, One-Step, Böhmischer Polka, Hiawatha, Furlana, Original-Tango, ferner Foxtrott und Jazz, die neuesten Modetänze. Erteile auf Wunsch Privatunterricht in kleinen Zu den laufenden Abendkursen nehme ich noch Anmeldungen entgegen. HochachtungsvollI Th. Bäulke, Tanzlehrer Schlffenberger Weg 63 p. Mitglied de* Bunde« deutscher Taiislelirer Zahnpraxis Dentist Zutt Giessen, Bahnhofstrasse 76 Spezialität: Kronen- und Brücken-firbeiten Keine Goldzugabe 76M Solide Preise geneigten Zuspruch. nm< J. Kunz, Bielchstraße 29 Fcrnspr. 2064. Ooethestraße 32. Billige Damenblusen. Hübsche getupfte Blusen nus Scidenbntist mit Meiner werten Kundschaft und Nachbarschaft zur Kenntnis, daß Ich meine Metzgerei soweit eingerichtet habe und bitte um Grünberger Pferde-Versichernngs-Verein ee Grünberg (llraeen). Die Bestchtlaungen und dteuausnahmen der Pferde finden statt 78G4D In Vonborf: Mittwoch dem 9. Juli 1919, nach- mittaaS tun 2 Ubr, in Drohen Buseck: Montag den 7. Juli 1919, vormittags 9‘/e Ubr, in Reiskirchen: an den,selb. Tage norm.7‘/,Ubr, In ttturbeuteich: am 11. Juli, uackmitt. 2 Uhr. Auf 8 21 der Labung wird hiugeu iesen. Grlluberg, 29. Juni, 1919. Schäfer, Direktor. Mal« :: Iteitalrmle Ernst Cballier.s Neuenweg 9. Montag den *7. Juli beginnt ein neuer ^falbjahresäursus in sämtL kaufmännischen Unterrichtsfächern. Näheres durch unsere ausführlichen Prospekte. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen. 6944 c ^Vogtfcfje ^Privatfiandelsfdjule gießen volhtAndiir kost nloa. 5344c 1 Warnecke. Hannover, Frlcsenstraße 33 STOTtERER erhalt, ums. Brosch; Die —Ursache dee Stotterns u. Bosi itiffuiig ohne Amt u. ohne Lehrer sow. ohne Anstaltsbesuch. Früher war Ich selbst ein sehr starker St ollerer u. habe mich nach vielen vergeblichen Kursen selbst geh eilt Bitte teilen sie mir Ihre Adresse mit. Die Zusend, meines Büchleins erfoltft sofort im verschloss. Kuvert ohne Firma Für Bettenhausen u. Birklar Zahn-Atelier von Hans Braun, Dentist, Lieh Sprechstunde: vorm. 8—13, nachm. 9—6 Uhr ChIÖ) Sonntags von 9—12 Uhr. I AbbUdug billigst. Photo Apparate 6/9 n. 6.95 frei Nachnahme mit Zubehör u. An- lcituna. Jeder kann sofort phoio- fravbleren. Borzllgl. BUder. Ilm- au sch gestattet. Biele Dankschreiben. Stabilen und Geiegenheitsttste gegen Freimarke. 6ö72»s w.G.8lncke,yallea.§.ld3 vruckarbelten jeder Art fflr Btt)ör6en, H«Höd, a*twrb«. Jnöuftrtc und $emtn« fertigt pUrtla us6 prrUwert es »I« Onidtrti een Justus Lhrlst - Glehen - wetz» ritt Pratze Ur. M . Fernsprecher Hr. 1270 Tausende bereiten sich au« RnfS Knnttmost aniast mit Heidelbeerzusav und mit Süßstoff einen guten teti die Flasche, zu 100 Liter reichend, kostet M.1L.—. Viele Vnerkcnnunaen. Nuss Heidelbeeren mit Zutaten kosten zn 100 Liter M. 35.—, wozu aber Zucker benötigt wirb, mit Süßstoff kostet das Paket M. 2 mehr. Jeder sollte einmal einen Versuch machen. Alleiniger Hersteller: t7279hv Robert Rui, Elllingen, Beifletartai Hre JJlari1 Bekauututachung Atel Son Atelier Ü^rsch/oder RHtergaHe 8. Hlarkfffra&e 17. Meiner \ lut geü DamenBüfe bedeutend unferPreis Slot ! Hrkiich ! Haibach Ttt Dcrlobo Katharina i beehren fich W- Hrinnch Aalharina Zohs. Int. M Marie?' Lan,.< lichen Anzrige gebracht. Treis a. b. tiba^ den 4. Juli 1919. Hessische Oberförstern TreiS. Schneider. Habe meine Rabrikations-, Ausschank- und Geschäftsräume nach Plockstraße 7 verlegt Chabeso-Fabrik Inh.: Wilhelm Kern • Telephon 1017 Snnitätsverein Gietzen. Tie folgenden Aerzte stehen uttferen Mitgü» ! dern nach freier Wahl zur Verfügung: Herr Dr. Büchner, Frankfurter Straße 12, ; „ „ Geyer, Seltersweg 8IV10» „ „ Kllhstcr, Wi!h/lmstraßx 9, Frau „ Marx, Wcst-Aiüagc 1, Herr », Meyerhofs, Süd-Änlage 17 A, „ „ Plock), Ast>erw>V 31, „ „ Schäffer, Johrnnosstraße 15, „ „ Steinrrich, LubwigSplatz 1, „ „ Wolf, Wallll'rslraße 48. Herr Sanitätsrat Dr. Ziirstw, Goelhestmstc 10.1 7936D Der Vorstand. Teppiche Lauser Linoleum wieder eingetroften Tapetenhauz hochstätter Vrandplatz 1 (Ede Zchlohgaff« Bekanntmachung. Auf Grund des 89 der Bekanntmachung über | Maßnahmen gegen Wohirungsmangel vvin 23. September 1918 werden mit Zustimmmtg 1 deS Reichsarbeitsministeriums und Ermächtigung deS Hess. Landes-Arbeits- unb Wirtschaftsamtt j solgenbe Anordnungen auf die Dauer bis spätestmL ■ zum 15. Januar 1920 sür Gießen getroffen: 1. Eine Ucberlassung von Wohnräumen an Per- sonen, die von auswärts zuziclien, ohne Zustim- i mung des Mieteinigungsamtes ist verboten. 2. Der Aufenthalt von Personen in Gaschüseti, i Wirtschaften und bergt ist nur für die Dauer von höchstens einer Woche -e-j stattet. Wer vorstehender Anordnung ztrwjderhanddt, wird gemäß 8 10 der Verordnung über Ma^-1 nahmen gegen Wohnungsmangel mit Gcldstrar biS zu 1000 Mark bestraft. Gießen, ben 23. Juni 1919. (76008 Der Oberbürgermeister. I.V.: Krenzreit. Mobiliar, ^erstei'qerni liebe# Eflrt8 brJJ 7- st *« feg Kt: 1 !!^fdchra„ in ^'J ?6d ‘ Top 'S Hitz ßuttormen aus guten Geliechten Serie I ITlark 5.75 7925c Serie II mark 7.75 Garnierte ßüte mark 23.75, 12.75, 5.75 3. Beilbronner Für das in den Tomanial- unb Gemeinde- Waldungen der Obersörsterei Treis a. d. tida. auf frühe ren Wirts chaftsjahren noch lagernde Bau- und NuPholz, sowie für sämtliches Brennholz ist als. letzter Ab- suhrtermin der 2. A u g u st l. I. bestimmt. Zuwiderhandlungen werden zur sorstgcrichl« ------ 7921 Geschäfts-Eröffnung. (Einem geehrten Publikum die ergebene Mitteilung, daß ich das Restaurant Fr.Dickore käuflich erwerben und mit dem Heutigen übernommen habe. Ts wird mein Bestreben sein, meine werten Gäste in jeder Beziehung zufrieden zu stellen. Ium Ausschank gelangt bas beliebte Bier aus der Brauerei Gg. Guht, Wetzlar. - Um geneigten Zuspruch bittet ergebend Ioh. Bohl, Wolfstraße 7. NB. Die Kolonialwaren - Handlung wird von mir weitergeführt. .....-.......... ..7ÜU. Dflncekalk «er IIerbotdünfUBf —— nehme Auftrage eiitffe#rcn Kaialt ist stets am La^r und kann jeder ”•* teil abcrrholt werden. Wilhelm HcUalnffer IL. Poet London. Teiepbeo Amt Londorf Mr. W. MN,» lOlXu RS® Statt Xartoü Ihre Derlobung beehrt» sich beäanntjugeben Marie Dorr Frieda Dorr Heinrich Müller Philipp Görlach 01289» OeflOt (O»«Wtt), 3efi 1919 Statt Karten! Harbach Heuern 013076 Verlobte 3 di 1919. Statt Karten! 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Feichenschule 2 «chSnfchreibfchule 4. Preisgekröntes Lehrbuch, der 8andw,rts»ast 18.35. Der Landwirtschaft^' 9.10. Landwirtchaftlicher Natgeber für Frmffbn4. Gartenbuch 675 oder 22 Gartenkitu>t8L0. Dnngeriehre 4.76 Tierzuchtichre 7. FütterungS- lebrt W. Pferdefütterung 1.65. Pferdekolik 4. Der Beierinärgebiife 4. Schafzucht 8. Schweinezucht Echwetnefütterung 2.66 Ziegenzucht 3.60. Kaninchenzucht 660. Geflügelzucht 6 Bienenzuchr 6 Gegen Nachnahme. Wir liefern auch leb. andere Buch. L Schwärs dt C«., Bering, Berlin JE 14 b* Annenstraste 24. (7664a Lchriftl. Ang. m. Bild u. 01314« an d. Gteü. Anzeig. Fr'.,31I., 10000 v*^rnt, selbst, u. erf. i. Haush.. w. m bfi.Hetrni. gut.Lebens- üüg. bet z. werd, zw.fvat. Heirat. Wwt. o. K. n.auSg. Strengste Berfchwiegcnh. Ehrensache. Schr. Angeb. u. 013088 a. 6 Wiest. Auz. Witwer sucht Bekanntschaft mit rgttwe zwecks spät. Wieden erheiratung Schrift!. Atigeb. u. 013138 a. 6 Giestener Anz. erb. zmili.Wiiitttt wünscht die Bekanntfch. e. Müdch. od. ja. Wwe,zw Heirat. Schrift!. 2lng. imt 013214 an den Giest. Anz. erbet. ;-Erössnung. Publlfmm die ergebe« ng, daß ich das ntFr.Dickore t end mit dem Hatign (Es wird mein Bestreit Lüste in jeder SBtjtebnn; ii Zum llubschanb gelang! er aus der Stauetti etzlar. - Um geneigia i) bittet ergebens! , WoMch l l®artit'6snblm *6 Eine in engster Beziehung zur Industrie und Vandwirtfchaft sichende Gesellfdiaft m. 6 H. soll zu einem einzigarilgeu, sehr grvsten Unternehmen ol& Aktiengesellschaft alsbald auSgebant werden. Die! von Fachleuten austerordentlich günstig beurteilte dkeubtldung entspricht einem fühlbaren Bedürfnis der Zeit und liegt clensoiehr im aügcmeinvolkö- wirtschaftlichen, wie hu besonderen Fnterefie deri Landwirtschaft. Ueberwleg, nde Kapitalbeteiligung^ durch Uebernahme von Aktien an diesem gros;- zügigen Unter nehmen auS Kreisen der Vanbroirt-1 fchaii entspräche deren eigenem, wohlverstandenem Futerefie. Das Unternehmen ist eines der wenigen, welchem selbst ufiter der ietzt fo ungünstigen A'irtfchastSlaaei ein gutes Gedeihen vorausgesagt werden rann. Zu bereits gewonnenen etwa neun Millionem Mark Kavital sind weitere drei Diillionen Marks erforderlich, für die auf diesem Meae (.Qclenenbetti geboten ist, sich in Abschnitten nicht unter 10000 Mark au beteiligen. Vanbioirte, dir bei der Gründung' mb wirken, erhalten neben dem dilauzmästigeu Gewinnanteil wertvolle BorzugSrechle einfleräumt- Bei Kapitalbeteiligung von 400000 Mark kann Wahl in den AussichtSrat zugesichert werden. Ernsthaste und schnell entschlossene Selbstre- , fiektanten agrarischer tierfunft, die Referenzen auffieben, und ausdrücklich vertrauliche Behandlnufl' Auncbern. erfahren 'JiäoereS unter 7958 durch die Geschäftsstelle des Giestener Anzeigers. Klein & Stiefel AUsehintfl-Fabrtk, Fulda GA Holebearbeltenge- Mawchlnen 1065D jeder An für Schreiner, Wagenbauer, Sigeverke. Beste Ausführung. Ausstellung Oie^een 1914: Goldene Medaille. Iifb, 1 Lervicrtiict), l Partie Mäiche; »wie Glas-,Porzellan- iHb iebr viel sonstige MVVctn wieder unter Mr, 1066 an das Fernsprechnetz an- la. Zement ständig auf Lager 7717 Gebrüder Kahl, Sommerfrische Honigmühle Handelmhpraehe ( t T f । Ü U Q ilnehmer für Abend- i "K— ----- in Giesten od. Umgeb«. Schriiti. Ange6 unt 7811 | an den Gien. Anz. erbet. Mechaniker 28 Jahre, sucht Stellung. Werte Offerten an 79323«! t4eh^»i-«, Halle, Böllberaer Weg 56, 7957 Dorf- GÜL 28. Juni 1919. Do soLsI kein Verkurntler sein cn:er deinem Volke I Wär doch der böfe Geist gewichen. Der in Dors-Güll fich eingcschltchen. Der öffentlich fich cinneulitct, Den nach des Nächsten Ehr gelüstet. Es war von altersher nicht fa Man lebte einig, friedlich, froh; Doch was Verleumdung angericht', Das weist fo mancher wohl noch nicht. Hast und Neid und Mistgunii dazu, Nehmen Berleumderherzen die Nuh. Sie können die andern in Frieden nicht lasten. Sie müfien verleumden, fie wüste.i Haffen, ^rch hört, wgs der weife Salomo fchretbt: Wer weife und klug ist, in Ehren bleibt, Ein Narr ist der Mann, der Hader fäL Der gehässig und falsch seine Wege geht. Ein zänkisch Weib man nimmer liebt, Die Immer Tücke und Bosheit übt, Sie ist eine Schande der Menschheit gar. Trägt fie auch ein goldenes Band ums Haar. So lehren die wellen Sprüche der Schrift. Wistt Ihrs noch nicht? Dann lest und prüft 1 i.yinrmorvl«Uc, 1 vol. , knsziehtisch, S Nodr° - . forauf, 1 Baticrü.iich, MM "immt ^e,.. | ferner: 1 Paucelbrctt, 3 ,, , ------------- trieb. Bi^cr, 1 Topf- i lor tva^s-2lbent Redner: Mitglied der Nat.-Versammi. D. Traub Der Vorstand. 7937c Arbeitsgemeinschaft sozialist. Studenten. I. 91.: Seelbach. 01 «M ! Familien-Kunzert i in seinen Glanznummern. 013099 NVmcrkns«»«Kiiltrittsksrte« Ättrsen^'am Markt. || Auf auf! zum Zirkus Vlumenfeld HeSflereta Sonntag nachm. 4 Uhr Tasiz mi WWMckm -- ürKpW W Vorstand der Krieysbescbädigten: K. Möll. L. Schwöbei. Der Borstand. 013185 Zum Ostend 013092 groß.Tanzvergnügen TrMks Breiinhol; SStffe Porzellan-Malerei " b. mein. Binnnfeherei ein- nfen, Dreher, sowie nericht.u.empf.alle Artik., liefert sofort 7746 Sotten, Dreher, sowie Ab Dienstag: Kain 4. n. leister Teil. Uebertrifft bei weitem alle bisher gebrachten Teile. Emil Pietsch, Schrtslsührer. Adam Kircher, Vorsitzender. Kaiser-Allee *7 SONNTAG: Diskussion. Eintritt 50 Pk. eingeladen und bitten unsere Mitglieder um zahlreichen Besuch. Sportplatz a. d. Hapdt Sonntag den 6. Juli 1919 FUSSBALL-WETTSPIELE inr Malstab im teil! II Vertrau im WWtaog || ff, ■ Ui II UU SonntasdonG.Juli, kB ö abend» 8 Uhr. gft | Eintritt frei *•« R. Rall, Prediger. Sonntag den 6. Zuli, abends 8 Uhr pünttlich, im Saale des „Hotel Einhorn" Mrstenhoh Deutsche Volkspartei Wir sind zu dem von dem hiesigen nationalen Studentenbund am Sonntag, Eintritt * Person Mark 2 —. Sonderkarten für Mitglieder des Vereins an der Kasse. [7751D Warum wird der Juxplatz immer so stark besucht? Weil sich jedermann für wenig Geld herzlich amüsieren kann. 013111 Samstag abend 0 Uhr und Sonntag nachmittag 3 Uhr Eröffnung. Walldorf. Eintritt für Mitglieder der Hochschule und Studenten frei gegen Vorzeigung der Einladungs- und Studentenkarte. Einttittskatten für die Bürgerschaft find an der Abendkasse und im Vorverkauf zum Preise von 1. Mark in der Buchhandlung von Aug. Zrees, Seltersweg, zu haben. als Wappen, Tassen, Gläser, Grabolatien ufro., in nur feinster Ausführung. Johannes Zufall, «atm WoUeugÄe. am Sonntag, 6. Juli, nachm. 2% Uhr, im Saalbau Cafe Leib, Walltorstr. Redner: Steingrüber-Leipzig, Funk-Biebsn u. am( Freie Aussprache! Kriegsbeschädigte u. Kriegshinterbliebene jedes Standes sind herzlich eingeladen. Freier ta Wer Landesverband tepMis'ii Bindfaden Kordel, SchnürsaYZ Scilerwaren auf emvfieblt Ots» Wllh. Nebhuth Rodbetmerstrakre 5b» Telephon 1206. 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Tarüter, baß diese Möglichkeit beim Brotgetreide zur Zeit noch nicht gegeben ist, ftnd sich wohl alle beteiligten Kreise einig. Tic Er aähning unserer Bevölkerung mit Brot und den aus Getreide herzustellenden NL'.frmitteln zu Prell r, die für die Allgemeinheit erschioinglich sind, ohne Erfassung ter Erillc durch die öffentlich. Hand und ohne behördliche Verteilung noch nich gesichert. Die immer meljr zurückgr'tenden Ernte krttäg«, der troternte Verlust ffntejcr und aus aiebiger Lieferung« bcrirve, die holZen Preise für das aus dein Ausland her bei zuhv lende Getreide, tm- schweren Bedenken gegen die Betätigung des wilden Wandels — alle diese Umstände txrbieien tne Zulassiorg ter freien Verfügung über die Brot- ytreiteemte. Tie große Knappheit unserer Lebensmittel l-ol ti im Lause tes Krieges je lLigcr, desto mehr er- forderlich gemadft, die Gerste zur Brvtstreckung and damit zur menfdilidjxm Ernährung l-cran^u- üehen. An sich ist sic eins unserer wicht igllen: Futtermittel, unb bei deren Knappheit ter" Wunsd» auf tdlweife Freigabe ter Gerste bei den Landwirten besonders lebhaft und allgemein. Zweifellos iräre cs zur Behebung des von ter Bevölkerung so drückend empfundenen Fettmangels dringend er- aüiis::»t, die Gerste in großem Umfange für Lchi»rne;ucht und -mast frcizugcten. DaS ift aber erst dann möglich, roemt die Brotveriorgurrg des ganicu Volkes als völlig sidiergestellt angesehen werden kann. Ob das der Fall sein wird, läßt sich erst nach dem Ausfall ter jetzt reifenden Ernte beurteilen. Besondere Vorsidft aber ist aus den oben hinsichtlich des Brotgetreides gemachten Aus- Uhrungen geboten, und «S kann desl-alb di« Frri- gnbe grösserer Gerstenmengen zu Fütterungs- rmcken zur Zeit leider nicht erfolgen. Bei 5)ülsensrüchten, Buchweizen unb Daser ist rme Lockerung der Zlvangsmirtsd)aft erßolgt. Tie 9mirtfd)aftimg der Dülsen fruchte hat trotz flEtr Ma'uralImen nur imtefriebigente Ergebnisse «zeitigt; ter Schleichhandel Ijkrt s ich ihrer in stärn- ig steigendem Maste bemächtigt. Tie Reicl>sgetrcite- fltllc wird fick) im kommenden WirtstlZafls ahr darauf beschränken, einen Teil der Ernte im Wege der Landllcferung zu erfassen. Dasselbe gilt für Buchweizen. In gleiclicr Weise wird sie die für die Herstellung von Mhrmittcln und zur Teckung des Hecocstecharfs erfortertidjen Hafer- >v.ngen erlassen: dabei ist eine wesentliche Ber- mchriuig der Nährmittel vorgesehen. Tie Land- lirfmmg soll «ohne Desclflagnahmc erfolgen, ihre trrfüllung ater durch fdjarfe Strafmaßnahmen silier gestellt luerben. Es empfahl sich nid#, die näheren Bestimmungen über die anzufordernden Ütengen, ihre Umlegung imb Ausbringung jetzt rion in ter Reirl^getreiteordnung feslzusctzen: die Rrichsgctreitestclle wird die Festsetzung, sä^leunigst tnxit eintrrtm, als dadurch die Ablieferung der von der 91 eid^gr treitefteile um z u legenden Men- S unmöglidr gemad^t wird. Um zu verhintern, durch das Drängen tes Handels und die dadurch zu emxxttente Preissteigerung die Erfassung ter um gelebten Tiengen ter genannten Früdste 1 oeföTtrtet wird, ist darüber hinausgel,-end bestimmt, vast alle vor dem 16. August 1919 über Hafer ter neuen Ernt« abgeschlossenen Verträge verboten unb nidjiig sind, gleichgültig, ob sie vor tem । Inkrafttreten ter neuen RcidBgellciteorimung ab- Mchilvssen worben find oder erst nachher abgcschLos- $en werten. Auf jede Art ter öffentlichen Bewirtsdjastung dm Mais, Wicken und Hirse tonnte verzichtet :Verden. L u pinen finb bereits durch ceinc vor ; kurzem ersdnenene Verordnung aus ter Reichs- getreidcordr.ung gestrichen Worten. Die Festsetzung ter zur Ernährung ter Setbft- I terforger und zur Fütterung tes Vieles zu Der» kenterten Mengen ift zunächst vortetelten Worten; Re wird durch den Reichsernahrungsminister ,^Za," nickte Bruder Geerd ernst, „sie meinte t? zwar nicht so böse, die Male, denn sie bitte die hinter selber lieb und wollte sie nur nicht hergeben für das Prinzeßchen, ater bi« arme Waise empfand t5 doch bitter und schwer. Niemand wollte sie !>eb haben in tem fronten Hause. Tie alte Frau, te doch eigentlich, gut war, hielt sie für eine böfe tejc und die Sinter für garstige Unarte, da zog tes arme Prinzeßclnm von dannen. Wie sollte sie fchoksen, lehren und arbeiten für andere, wenn Huer ihr freundlich entgegentam ? Sie tvandte siä. rill, heimlich in ter Nacht von bannen. Tas drinrestchen lief immer zu, immer weiter, es hatte smrcht vor ben Menschen, die so böse unb lieblos [taten, es lief, bis cs an ein grostes Wasser kam. tter das Drinzetzchen sah es nicht — es wollte Jur fett, fort. Unb hie Wellen, die nahmen es limeidjelnb auf unb trugen es fort in den Himmel i-W feinem toten Mütterlein. Ta hatte es doch Eich jemand gefunden, ter es lieb hatte, bad ernte kleine Waisenkind." än Fränzes Augen schimmerten grvste Tränen rird Aenne hatte ihr gerate nicht mehr sauberes ! rchnupftuch zu einem Knäuel geballt und sich in tote Mündchen gesteckt, die Augen groß und 'st.; st ha ft auf den Bruder gerichtet. Ter Peter aber I teb das häßliche Stumpft, äsch.n keck in die Hüte ;"tb sagte wichtig, tem Bruder die dicke Kinter- «und entgegenstreckend: ^Jch weiß, was du sagen tast st. Tos Ptkuzcßchen ist das neue Fräulein, und tar feilen brav und gut fein, damit es ihr nicht M. geht wie tem atmen Waisenkind, das ins Samstag, f. Juli Wy Siehener Änzeiga (veneral.Anzelgn sSr Dbnhesten) zierte. (Fortsetzung folgt) hohes Alter eine Wiederwahl ab. Für die B«i- geordnetcnwahl ist Heinrich Raab ausgestellt. Möge sich diese Wahl ebenfalls in Einigkeit vollziehen. mit Zustimmung tes Staarenunssthusses und nach Anhöruirg tes zusländigen AuSch^tsieS ter Nattv- nalVersammlung erfolgen, fubalb ein Ueberbluf über dir voraussichtlichen Er geb» risse ter touunen- ten Ernte gegeben ist. folgt von einem etwa achtzehnjährigen jungen Mädchen mit dicken, lichtbraunen Zöpfen, welches etwas befangen auf di« lärmend« Kinder schar und „Darf ich Ihnen meine Kinder vorstellen, Fräulein." — Wie hart (lang Ragna dieses un- termUtdtc »Fräulein" ins Ohr- Noch nianalg Airchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst am Sonntag, 6. Juli (3. nach Trinitatis). Kollekte für die evangelische Gemeinde Bürstadt In der Stadtkirche. 8: Zugl. Christen!. f. d. Neu konfirm. a. d. Markusgemeinte. Pfr- Ass. Sdiacfer: 9V,: Pfr. Mahr: 11: Kinderkirche f. d. Matthäusgcmeinte. Pfr. Mahr. — In ter Johanneskirche. 8: Zugl. Christenl. f. d. Neutonfirm. a. d. Jol-annesgemeinte. Pfr. Ans- fclb; 9V2: Pfr. Bechtolsheimer: 11: Kinderkirche f. d. Lukasgemcinde. Pfr. Bedftolsheuner; abds. 8: Bibelbesprechung im Johannessaal. — K i r ch- b e r g. Vorm. 10: Christenlehre f. d. männlliche Sugcnb — Lollar: Nachm. IV, Uhr. Katholische Gemeinde. Samstag, stiachm. 5 und abds. 8: Gel. * bC Beichte. — Sonntag. 6‘/2: Gel. z. hl. Becchte: 7: Hl. Messe. Gemeinsdiaftliche Kommunion ter Jungfrau: 8: AusteUung ter heil. Kommunion: 9: Hodmmt mit Predigt: 11: Hl. Messe mit fraueit-Kongregation. — Diaspora^Gottesdirnst an« 6. Juli. Hungen 71/,# Laubach 10, Lich 91/, Uhr. meine Geschuhte Sie drehte ihm ihr altes, leterfarmges Gesicht mit den vielen Falten unb Runzeln voll zu und fugte ernst: . „Ick roeett, wat S«e meeuen, Herr Geerd, aber so'n olle Hexe is die Male Müllern noch lange nich. Verstanden?" „Beweisen, Male'en, tewei'en," lachte Geerte und setzt- die Zwillinge mit einem energischen Ruck auf die Erde. Tagmar ater zupfte ten Bruder vertraulich ans Ote läppchen und tniff ihm vor Vergnügen in ten Arm, baß er „Au!" schrie, während sic ihm zuflüstcrte: „Tu, es hat wirklich geseften bei Male, na, verdient hat sie's lange. Himmel, da hält ter Wagen," schrie sie auf, „unb ich habe nun doch nicht das Ausstzngen gesellen, wie ach so gern nxolltc. Ob Gunhlld sie auf tem Bahnhof gefunden hat? Wo ist denn nur die Mama?" Mama, Mama," schrien die drei Jüngsten durcheinander, daß die Wände zftterten. „Tas Fräulein, das neue Fräulein kommt, Hurra! Sie hat fein« rote Feter auf tem Hut, und ju rßt gewiß kein Zuckcrwerk," tobte e* durch das Wohnzimmer, daß dic soeben rintretente Frau Professorin — die Mutter dieser hoffnungsvollen Sprößlinge — einen Augenblick wie erstarrt steifen blieb. „Gott sei mir gnädig!" rief sie in komischem Entsetzen und schob Aenne und Franz«, die fick an ife teranteängten, energisch von sich. ,Lhc seid 10 die reinen Vandalen." | „Vandalen, Vandalen, Hurra, Hurra!" Verhältnisse unb Umstände hier sehr hohe An- forte rangen gestellt werten, die erforderlichen Fähigkeiten in reichem Ddaße. — Tie Beigco r d- neienwahl ist auf den 13. Juli festgesetzt warten. Ter bisterige Beigeordnete Jakob Heller wirb für eine Wiederwahl als einziger Kairdidit in Frage kommen. * Lindhetm, 3 Juli. Heinrich Wilhelm König wurde zum Bürgermeister gewählt. * * Massenheim, 3. J^ili. Zum Beigeordneten wurde ter LvSterige Inhaber tes Am res, Gust. Map, givül)li. * * Miltelgründau, 3. Juli. Bürgermeister Knecht ist gestern wiedcrgewäh.t worden. **Niederwöllstadt, 3 Juli. Zum Beigeordneten wurde der Weißbinder Schmidt lSozll ohne Gegnersdtzisl gewählt. Die Wahl gesdiah auf Grund einer Vereinbarung, wonach die Bur- gerlid>en den Bürgermeister, die Sozialtemokratcn dagegen den Beigeordneten, stellen. * * O b« r m 0 ck st a dl, 3. Juli. W. Seihe im ist mit 151 Stimmen zum Bürgermeister gewählt worden. Ter Gegenkandidat Wild. MicLel erhielt 150 S im men. Turistisd-eu Studien gegenwärtig noch in Mü ch n und wird s-in Ami erst im Herbst dieses Iah es antreten. Beigeordneter Zöller, ter bi. beuge Bürgermcisder-Stellver- rretcr, hat sich bereit erklärt, die Bürgermeistergeschäfte bis zu die,cm Zeitpunkt wei:erzusühren. — Am fommenten Sonntag findet di? Wahl tes ersten Beigeordneten statt. Eine gestern abenb im Hendridstckien Saale veranstalttlle Lürger- wT’ammlung, die von Ttanneni u b Frauen aller Parteien gut besucht war, entschied fid) für die Wiederwahl tes bisherigen verdienstvollen ersten Beigeordneten. Si ic Wiederwahl kann als gc- lidKrt betrachtet m-rten, wenn auch, wie verlautbart wi d. die Sozia.b mokra «n noch mit einer Gegenkandidatur kommen so . ten. # Aus dem Schlitzerlande, 2. Juli. Soweit in den Gemeinden des Sdiliterlandes am -Dountap die Bfirgermeisterwablen stattmnten, ver- l e;en iie wie jüngst die Gern rinder alsn« hl cn im Zeidfcn öer Einmütigkeit und ohne tertnädige Wahlkämpfe. Nur in vereinzelten Orten standen sich zwei Bewerber gegenüber. Vielerorts wurden die bisherigen Bürgermeister einstimmig wietergewählt. so in Hemmen Heinrich Hilpert, in Sandlofs Chr. Jaust nach 27jäbriger Amts- tätigTrit, in Uctzhausen Joh. Adam Schäfer/ in Bernshausen Konrad Schwarz, in 11 elfer g häufen Joh Eurich IV. nach schon 35jäbriger Amtstätigkeit, in Pfordt Johs. Fischer VII., in Frau r omba ch Heinrich Hoh- mcier, ter schon 13 Jahre sein Amt verwaltet, in Unter-Schwarz Konrad Livs, in Rimbach Adam Töring II., in Queck Chr. Hofmann. In Ober-Wegfurth wurde der bisterige Bürgermeister Konrad Hühn mit 9 Stimmen wiedergewählt, während der Gegenkandidat, Gemeinderechner Horst. 5 Stimmen erhielt. Neugewählt wurden: in H u tz d 0 r f Karl Fischer mit 59 gegen 46 Stimmen, die auf Heinrich Hohmeier III. lauteten; in Unter-Wegfurth Joh. Livs mit 9 gegen 6 Stimmen: in Hartershausen Beigeordneter Bal. Kreutzer mit 21 gegen 19 Stimmen, die für einen zweiten Bewerber abgegeben wurden; in Nieder-Stofl Beigeordneter Konrad Quaattz. In Willofs wurde der bisherige Bürgermeister Jol)annes Weber II. mit 87 Stimmen wietergewählt: der Gegenkandidat Adam Marr erhielt 54 Stimmen. ** Steinbach, 2. Juli. Kommenden Sonntag findet die WahleineSBürgermeisters iür unsere Gemeinte stall. Der bisherige Bürgermeister Kramer, welcher das Amt nun feit 1911 führt, hat sich durch seine Pflichttreue unb seine Zuvorkommenheit das Bertr-auen der ganzen Gemeinde erworben. Aus Dankbarkeit wird deshalb von Aufstellung eines weiteren Kandidaten Abstand genommen, und Kramer wird einstimmig wieder- gewählt werben. * * U t p he, 3. Juli. DieB fi rgermeifter- wähl stand unter tem Zeid-en ter Einigkeit. Maurermeister Hartmann Friedrid> Dietz tourte einstimmig mit 209 Stimmen gemälzt. Der bisherige Bürgermeister lehnte mit Rücksicht auf sein von dieser zu dem neuen Fräulein blickte, das doch auch gar zu unglücklich an ter Tür stand. Gunhild Lorenzen, die älteste Tochter tes Hauses, halle schon etwas Erfahrung bann, denn seitdem sie erwachsen war, halle sie immer die zweiselhaft angenehme Pflicht gehabt, die neuen Stutzen unb Ktnderiräuleins vom Bahnhof abzuholen unb ins Haus zu beförbem. Früher batte es die Mama getan, aber bei der stattlichen Zahl, die sich im Laufe der Zeü an gefummelt hatte — im letzten halben Jahr warm es nur acht gewesen — hatte die Frau Professor eine wirllich empörende Gleid>gültigkeit für derartige Empfänge an ten Tag gelegt. Tie Kinder waren erschreckt und bestürzt verstummt. So hatte doch noch keine ausgeschaut, wie chie tehe blonde MLdd>eirgestalt, vor ter sich soeben Bruder Geerd tief unb ehrfurchtsvoll verneigte, als wäre sie eine wirkltche Prinzessin, und auf die jetzt die Mama -nschritt und ganz kühl unb förmlich sagte: „Seren Ste mir herzlich willkommen, Fräulein." „Sie ist doch eine Prinzessin," sagte ^anze entschieden zu Male, die ihr soeben, well ft« sich schüchtern etwas näher schleichen wollte, als Male für gut befand, /inen energischor Kiuisf versetzt hatte. „Sie ist so fein und so schön." „Tie tunkt sich keene Fingerspitze in't Wasser," gab Male zurück. .Hott soll mir bewahren vor so'n« Stütze." Ernste Teuerungdunruhen in Italien. Amsterdam, 3. Juli. Laut Telegruaf m«te den die Times aus Mailand, teß am 1. Juli ftr Forli sowie anderen großen italienischen Orten im Zusammenhang mit ter Teuerung ernste Unruhe n stattgcfunden haben. Viele Läden würben geplündert unb zerstört. Es kam zu heftigen Schießereien. Massenvergiflung durch sckrlechtts Fleisch. Elberfeld, L Juli. (L.-A.) Nach Genuß von Hammelfleisch, das von der Stadtvcr- waltung auägegrbcn worben wär, erkrankten im Orte Uebcrruhc zahlreiche Personen unter Bcr- gistungsersdpinungnt. Tic Zahl der Erkrautten wird bis heute auf etwa 900 geschätzt. * Prosessorengchälter. Die neue „Teutsche Ak tem slhe Zeit chrift" oerösfeniluht eine zeitgemäss« Betrachlnng über Prosessvrrw- gchälter: An ter Technisd-eu Hochschulc Hannaoer ist eine aufjerorbcntlidje Professur für Bauinge- nieur-Wissensd)aften g«grüntet unb besetzt Worten. Der neuberufcnc Professor erhält ein Gehalt von 3000 Mk. — fd)reibe dreitausend Mark — unb Honoraranteile, die sich auf einige bunbert Mark belaufen mögen. Ferner ist gleichfalls an der Technischen Hochschule Hannover eine außerordent- Hd)e Professur für Wirtschaftsgeographie in Aussicht genommen. Diese soll mit 3500 Mark —■ schreite breitaufenbfünfbuntert Mark — nebst ten geringen Honoraranteilen bezahlt werden. In der Wodxnschriit tes Architektenvereins zu Berlin wird die Stelle eines Assistenten der Wasserbau-- Prosessur in Hannover mit einem Einkommen von 4200 Mark zuzüglich Teuerungszulagen ausgeschrieben. Der Assistent bekommt also bedeutend mehr als ter außerortentlicte Professor. Der ungelernte Wafserbauarbeiter bezieht dagegen im Bezirk der Wasserstraßen - Baudirektion Hannover 15 Mk. Tagelohn. Das Jahreseinkommen eines Sttaßenbahnschasfners beträgt 6000 Mk., eines Berliner Mfillkutsd-ers 9300 Mk., eines Kellners 12 000 Mk. * A uf einen sehr merkwürdigen Einfall geriet infolge der Nahrungsmittelknappheit eine in Köln wohnende Witwe aus dem Posener Kreis Filehne. Um sich Nahrungsmittel zu verschaffen, hat sie in sieben Fä en bei ver chiedenen Standesämtern sälsch- ttcherweife Geburten angemeldet.' Diil der standesamtlichen Urkunde begab sie sich dann zu den Lcbensmittelver.orgungsftel.en und erhielt dort die vorgcschriebenen Nahrungsmittel und Stärkungsmittel für Mutter und Kind. Vom Schwurgericht wurde sie zu drer Monaten Gefängnis verurteilt. Die Uommanalwahlen. ** Albach, 2. Juli. 6ei ter Bürger- meisterwa hl tourte ter bislterige Beigiortmetr unb stellvertretende Bfirgermeiaer Arnold mit 113 Stimmen zum Bill gern reiner gervählt. Ter Gegenkaiwü-at Wllhelm Lenz erhielt 59 Stimmen. Tie Beigeorbnetemc»ahl findet am 13. Juli statt. rr. Bernshausen, 2. Juli. Der bisterigr Bürgermeislerstellvert.eter Konrad Schwarz U. wurde mit 32 Stimmen cinftimmig zum Bürgermeister gewählt. ** Berstadt, 3. Juli. Zum Büraer- meister wurde W 0 l k mit 253 unb zum Beigeordneten Rau mit 187 einstimmig ge mählt. Beide (^'wählten hatten ihr Amt schon vorher inne, unb daß sie es zur allgvmcuum Zu ftietenteii ausübten, beweist ihre einstimmige Wieter.vahl. „ G Ausdem ff re ise Friedberg, 2.Jull Bei bm vincanftalt. teil Bürgermeistcrwah len tourbni geivahll: In Oppershofen der bish. Bürgermeister Schmidt (einstim.); in Münzen- berg bet bish. Bürgermttster Metz: in Jom« äffen bet in ter 25jälnig< Laute oirl PH. Jung mit 247 gegen 75 Stimmen; in Wecke s he i m der bisherige fBürgcrnuilter Reid>teld (einiiim migi; in Dorheim ter bisterige Bürgermetilci Schmiebemeister Alles mit 336 Stimmen gegen 111 Stimmen imb 115 Stimmen, die ans einen netteren bürgerlichen und einen iojialtemo- fratifdxn Kai'Didaien fielen (bte Sozialdemokraten, die bei ter Nationalival)! m ter fiverwiegenten Mehrheit waren, haben 2/a iljrer Stimmen verloren» : m Kloppen heim fü gte ter bisherig« Beigeordnete Klient über teil biSterigen Bürg,r- meiltrr Ulrich, trotzdem dieser geschloßen die Unterstützung ter Si^ialtennofnaten geiunten l>attc; in Petterweil wurde ter bisterige ^Bürgermeister Weteteim (Dauernbnnd> mii 196 Stimmen gendijit. mäh end ter sozialtemokra iftte hlanbibal Landwitt Ried U33 Stimmen erhicll: in Wie« der-Weisel, wo te« Wahl nid»t politisch gefärbt war, wurde der bisherig« Vcllgcvrdnetc Land- nirt hinter mit 450 Stimmen gentrl)I herausgegebcnc Flugblatt von ihm stammt, nicht aber die zur Gcmeinderatswahl verbreiteten schärfen Flugblätter, die ohne fein Vorherwissen von seiner Pallci Herausgebern wurden. — Ferner wird berichtigt, daß dec Maurermeister Harbach, der mit Landwirt Gans zur Stichwahl kommt, ebenjalls der sozialdemokratischen Partei angehört. * * Großkarben, 3 Juli. Hier wurde ter Sozialdemokrat Buß mit 620 Stimmen zum Bürgermeister gewählt. * * H a r h e i m , 3. Juli. Bei bet Bürger- meisterwahl siegte der von ter sozialtemolrati- itten Partei unterstützte Landwirt PH. B a t 10 n mit 316 Stimmen gegen ten bisherigen Bürgermeister Schmidt (Ztr.), der 300 Stimmen erhielt. * * Himbach, 3. Jur. Bürgermeister Schäfer ist ba großer Wahlbeteiligung wietergewählt worden: O L i ch , 3. Juli. Ta ter bisherige verdienst- oolle Bürgermeister £ ärmer sicherem Vernehmen nach mit Rücksicht auf fein Alter eine Wiederwahl ablebnen würde, wirb für bie am Sonntag statt- fintenbe Bürgermetsterwahl nur ein Kante bat. ausgestellt werten. Es ist dies Siadnechner Heinrich Fuhr, auf dessen Person sich bie Vertreter ter Ar heiler, Bauern, Handwerker unb Beamten geeinigt haben. Ter Vorgeschlagene ist eine allseits beliebte Persönlichkeit und besitzt für das Bürgermeisteramt, an das durch versd-ietene Geerd küs»i« seinen haß ickfen, kleinen Bruder I Unter diesen Ausrufen trat Ragna Gräfin auf btt rtine Stirn. „Mer.i braver, kleiner Mann," Soendburg über die Schwelle des^ Zimmers, gesagte er bewegt, aber doch schalkhaft lächelnd auf Male blicllmd, die, am Fenster stehend, angelegeni- lichst auf die Straße hinab sah. _, _ „Na, Muhme Male," sagte ec, „wie gefüllt dtr • Das altbewährte Nerrenpolrei Krampte • Mervinam Dr. Weil der Schwanen-Apotheke ta Frank fort, galt 3iy* wird ärzti. gerne verordn, bei Krämpfen ^6 PreU Mk. 5.—, zu haben durch die lwhv Privileg. Sehwanen-Apo'heke in Fraakfart, Daüi 11, BesL10°/<,Haemoßl.84 7eEistinbr.u.6e/eEnzianbltter8t halle jemand gewagt, sie so anzureten, unb hier schien es so natürlich. _ m Tie klugen, dunklen Augen der Frau Professor hatten es wohl gemerkt, etwas wie ein halbes Lächeln flog um ihre Lippen, als sie fort fuhr: ,Liier mein Sohn Geerd, ftub. jur. im fünften Semester. Gunhilds Bekanntsdwft machten sie schon selbst. Dagmar, unser Wlldfang, der gern Sterne vom Himmel holte. Peter, der nichts weiter haßt, als das Lernen, unb zuletzt meine Jüngsten, bie Radaunracher in der Familie. Geht, Kinder, reicht Fräulein Söcnbburg die Hand. So, und du, Gunhild, begleite Fräulein Soendburg auf ihr Zimmer. Um 8 Uhr erwarte ich Sie hier zum! Tee. Heute soll fötale, unsere alte Getreue, bie ich fast vergessen habe. Ihnen vorzustellen, bir Kleinen noch zu Bett bringen, morgen wirb das Ihre Pflicht fein." Eine Handbewcgung und Ragna war entlassen^ Tie Kinder sah sie kaum. Alles schwamm um sie her wie im Nebel. Wie im Traume folgte sie tem voranschreitenden jungen Mäddxm, das mit seinen lichtbraunen Augen ihr in der Seele zu lesen schien. Endlich stand sie in ihrem Zimmer unb Gunhild sagte schüchtern: „Es ist sehr tescherdcn, Fräulein, aber in tem großen Berlin braucht man jeden Raum, da meinte Mama, Sie würben zufrieden fein, wie es Ihre Vorgängerin auch war." ,Lch danke Ihnen," preßte Ragna mühsam heraus und drückte dem jungen Mädchen die Hand. „Dars ich Sic um acht Uhr abholen?" Ragna nickte. Spredien konnte sie nicht. MZ die Tür sich hinter Gunhild gefd>loffcu_ halle, sank sie mit einem teilen Stöhnen auf das harte« kleine Soja, das bie eine Wand tes ZtmmerH itateittta achm.2'2Uh- b, WalItorslr iMwi ache! gshinterbliebe [lieh eingeladi Wil 8 L, Schwöbei^ a.d.Hapd ■'ffSPiEH V. f. R. 19°° J01« »rf*1 I» itr- * < wilbelmstrave 45 fcrn(prcd)cr 933 013119 Schluß der Zeichnung Mittwoch, 9. Juli 7tfd)cnurnen • einfriediyungcn 9 Kreuze in eilen, Bronze und Kupfer. Gießen, L Juli 1919. Äühlmin dieses Betrages. 7342 u. H.ivaric-Büro w. Automobil-, Motor- und Fahrrad 17. ouue 669088 o CD 2. CD Karl Fiedler Telephon 2044. Nord-Anlage Sf. 012800 O) Kulante SchadenSregnliernng! JNIWIIIIMIIN,IIII»lliMMMIilNNMIMIIM»llllMINIIIIINIIMM C CD Di-Do-Be dis Doppelöeti c oissu BiichdruckereiJ. Weinert Frankfurt a. M. 6860c Nencnweg 9 tiielien fTiiii>imiiii(iiiiiniiitiiiiiii(iiiiiiiiiiiiiiiiini[iinHi!iiiiiiiininiiHllllimjg ❖ *> Grotzez Lager in Briefpapier-Naffetten. ♦ 4945hv M. Harth feine Herrenschneiderei 4906c «M4 Fernsprecher 77 o t— CD Telagramme: Curmanialloyd G CD -o CD Auto-Fern- und Nahverkehr T’X“ Reparatur von Autoschläuchen u. decken Grasmäher Getreidemäher Heuwender Pferderechen alle Di-Do-Be als Ciegesofa mit einem Darmstädter Teiepii 4ii Gg. Schwab Möbelfabrik Hoflieferant Telephon ! Dreschmaschinen mit u. ohne Reinigung in allen Größen. Neuzeitliche gedleg Bauart. Hervorrag. In Leistung, Ausdrusch und Reinigung. Leicht. Gang, daher gering. Kraftbedarf. Ph. 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