Montag. 5. Mai 1919 169. Jahrgang Erster Matt 'nen Absichten fortzufahren. äugen in I heute bei ten» trfi\ gatwa herbcizn ühreil und iern.'r verschiedene Ber- polnische Kartoffeln für Deutschland. Berlin. 3 Mai. AuS Danzig liegt sorgende Meldung vor: Unter dem Vorn,; der amerikanischen Mission in Danzig iandeiK hier BerdandlunLen zwischen den ReichsbehHv» .0 der vierzehn Punkte abgcänbcrt, aber nicht Buntt 9, ber erklärt, daß die Grenzen Italiens Ein vereitelter Anschlag ans Clemenceau. Paris, 4. Mai. (WTB.^ Reuter. In der Nähe von Clemenceaus Wohnung tourt* ein In dividnum von 19 Jahren verhaftet. Man fanb bei ihm einen kleinen Dolch und eine anarchistische Broschüre vor. Der Name des Mannes ist C e r n i l l o n; er gab zu, daß er die Absicht hatte, Clemenceau zu ermorden. München, 3. Mai. Ter Münchener Stadtkommandant unter der Räterepublik .Egel-- Hofer, der am Mittag des 1. Mai gefangen in die Resid-mz eing?b rächt warten war, iFt I eaxm Lt^chtverprch im ber Resitetu, Varis, 4 Mai. (WTB.) Der „Petit Parisien" schreibt, man dürfe nicht damit rechnen, briK" der Friedensvertrag den deutschen Delegierten am Dienstag oder Mitttvoch überreicht werde, sondern erst am Freitag oder Samstag. Es handle sich laut „Matin" vor allem darum, die Rückkehr der italieniichen Tele- Ur.M Tet •tefctnet Ivjetjet ersche-nl täglich, außer kann- und Feiertags. Bezugspreis: monatl/r,tl.35,ötertel- ßbrtirh Mk. 4.05; durch dhole- u. Zweigstellen monotl. Mk. 1.25. durch die Post Alt. 4.05 oiertel- jährl. auSschi. äe'tedg. Fernfprech - Anfcklüsie: tut die ecbnltleitungll2 8erlag,®ffd)äft»fteÜe51 Anschrck fürTrahtnadr richten: »njelger Oietze» postlche«»Rf: Sreiffart a. M. II686 Reue Vereinbarungen gegen Deutschland. Paris, 3. Mai. (WTB.) Havus. Tiplv' matische Lage. Wilson, Clemenceau und Lloyd George versammelten sich am Freitag morgen und nachmittag. Sie regelten verschiedene Fragen, besoitders diejenige ber deutschen Unterseekabel. Mehrere terltüntete Admirale, il a. der Lldmiralstabsch.'f der französischen Marine, Admiral Schon, lurhmou an den Beratungen teil. Tie These, die Kabel als Kriegsbeute zu betrachten, die Don Rechts wegen denjenigen zukvm- men, die sich derselben bemächtigt haben, hat wiederum gesiegt. Tie drei Regierungschefs bk tu3 tierten ebtmsalls über das Statut des Kieler Kanals. Deutschland wirb im Besitz desselben bleiben, aber die Turchfahrt toirb unter internationale Kontwlle jnit Servitut geleitet sein. Ter Dreierrat redigierte den Artikel des Vor» friedensvertragrs, durch den Deutschland sich verpflichtet, sich nicht um die Verträge zu'kümmern, roelcfc dteAlliiertenspLter mit Rußland oder den früheren Verbündeten Teutschlands, Oesterreich, Bulgarien und der Sürti, schließen könnten. — Am Freitag morgen beginnt die Prüfungskommission mit der Prüfung der am Tomtrrstag vom Grafen v. Bvockdorsf-Rantznu übergebenen Dokumente. Paris, 3 Mai. (WTB.) Davas. Gras Brockdorff-Rantzan machte in Begleitung eines Offiziers eine Spazierfahrt in der Umgebung von Paris. Die ihrigen Delegierten hielten Sitzungen ab. Es sind Vorkehrungen getroffen, um den Deutsclien den Besuch des Gottesdienstes in der Stadt zu ermöglichen. heikel. Die Presse meist erneut aus die Notwendig leit der Anwesenheit der Italiener hin. Kehre die italienische Delegation nicht zurück, so müßte ber Friedensvertrag erneut redigiert werden, da bi jetzt festgesetzten Sicherungen soM ungenügend seien. Sehr schwierig sch.inen auch die Verband tun gen über die Finanziragen zu sein. Tas „Journal" setzt auseinander, daß Ameri'a nicht gewillt sei, die von Deutschland zu begebenden 25 Milliarden Staatsschatzscheine zu garantieren, damit sie auch von den Neutralen m Zahlung ge nommen werden könnten, da ohne amerikanischem DU Fortschritte" der ZrledenUonseren; ES ist ein merkwürdiger Zustand, das, -unsere amtlichen Vertreter nach Versailles ^berufen worden sind und dort nun müßig harren müssen, bis die Gegner einig und fertig zu Verhandlungen sind. Wie es heißt, ist an Italien nochmals eine Einladung ergangen, an den Verhandlungen teilzunehmen, und zwar auf Grund eines Kompromisses, das wahrscheinlich darin bestehl, daß über die Frage von Fiume eine Volksbefragung vorgeschlagen wird. Auch an die Wiener Regierung ist eine Einladung gerichtet worden, Vertreter zu senden, „um die Friedensbebinnungen zu prüfen". Man zerbricht sich jetzt ui Wien den Kopf darüber, was das bedeutet: „prüfen", und wieweit Deutsch-Oesterreich von der Entente anerkannt wird. Nach neuen Pariser Meldungen werden die Gegner im Friedensvertrag verlangen, daß Deutsch-Oesterreich sich nicht an das Reich angliedert, sondern als selbständiger Staat bestehen bleibt. Me man dies mit Wilsons Grundsätzen vereinbaren will, ist schleierhaft. .Hervorzuheben ist auch die Meldung, daß Deutschland sich im Vertrag verpflichten müsse, später sich nicht km Verträge zu kümmern, die etwa die Entente-Staaten mit unseren ehemaligen Bundesgenossen abschließen sollten. Also sollen doch vielleicht wieder Machtgruppen und Sonderbündnisse gebildet werden? Man spricht sogar davon, daß in den lebten Tagen ein französisch-amerikanisches Schutzalckom- men fertig geworden sei. Nur Unerfreuliches lassen die gegnerischen Mächte das harrende Deutschland hören. Am Freitag wurden, so meldet die „Voss. Ztg", die deutschen Pressevertreter von Oberst Henrt) zu einer Besichtigimg des Hotels Trianon geladen, „wobei Oberst Henry in liebenswürdiger Weise selbst den Cicerone machte". Im übrigen liegt die Atmosphäre besonders zwischen Frankreich und Deutschland noch voll Argwohn und Haß. Die französ. Blatter geben dem täglich neuen Ausdruck. Im „Temps" veröffentlicht Ernest Sa» Visse einen offenen Bries an die deutschen Bebens delegierten in Versailles, in dem er spricht, man wolle die deutschen Unter- dler als Gäsbc Frankreick>s nicht beleidigen, sondern ihnen nur sagen, mit welchen Gefühlen die französische Oeffentlichkeit ihre aufnehme. Tann kritisiert der Herr die Auswahl der Mämier, die Deutschland auf der Konferenz vertreten. Brockdorff-Rantzan sei ein ergebener Diener des alten Regimes gewesen und sei heute, obwohl nach außen hin pbemofrat, trotzdem noch ein Herr Graf, und ler habe schon seit langem die Entente (nur hochmütige Drohungen hören lassen. Der Brief fährt fort: „Ta Sie nun einmal da sind, rate ich Ihnen, ersparen Sie uns grtoisse Erklärungen, die uns ein Sädy'In ablocken mürben ober uns veranlassen könnten, die Schultern zu zucken. Sie sollten nicht von einem freien demokratischen Deulschlmw sprechen, nod) von einem Bersöhmmg'srieden, noch von Gerechtigkeit ober Recht, noch sollten Sie mit bat Wil sonstigen Vorscl-lägcn Mißbrauch treiben. Solche Worte dürfen Sie in ihren Blattern und in ihren Erklärungen auf3 nehmen ober sie in Weimar aussprechen. Aber in Versailles sprechen Sie vor Mäimern, welche sich nicht täuschen lassen wollen und streng als Richter über das größte Verbrechen der Weltgeschichte zu erkennen haben. Sie werden viel zu erleiden Haven, nicht nur Remmche für Bismarck, Wilhelm I., Blücher, Friedrich den Großen, sondern für sich selbst." Das sind eigentümliche Friedenstöne. Dir wollen abwarten, was die Amerikaner schossen worden. Heber das Schicksal ber andern Pcrjönlichkeiten der Räteregierung ist noch nuft viel bekannt: dock soll Gustav Landauer, btt bei Starnberg von einer Württembergsckrn Pa3 irouitle ieftgenommen worden war. auf bic Meldung ber Münchener Geiselmorde hin slaitdrcchtlich erschossen worden sein. (Eine Bestätigung ivar noch nicht zu erlangen. T. Red.) T4e für die Münchener Ockrecknstage Hauptverantwortlichen, bte russische,! Bolschcwiuen Tr. Levien und Le- vinö-Nissen, scheinen entkommen zu sein. Die Verfolgung ber Rädelsführer ist dadurch stark erschwert, baß die .uvmmunislen am Tage vor dem 3ufammenbrudb ihrer Herrschaft das Münck^ner Polizcigebäute überfielen und sämtliche Einwolmer^ listen mit allen Polizeiakten sowie bte gtfamten Auszeichnungen imb Apparate des Kriminaldiensteint Hose verbrannten. Rach versckM de-en Dtgttl»en sollen iie Führer der gemäßigten glichtung. Toller und M a e n - n er, und der Volksbeaustragte für Verkehrswesers Paulukum, in München festgenommen worben sein. Der Kriegsminister der Räterepublik Rete ckarbt konnte auf ber Flucht in Petershausen 3. Gegenüber den Behauptungen, daß Deutsch-Südtirol von der ihm brohenben Fremdherrschaft gerettet werden könnte, wenn Deutsch-Oesterreich auf den Zusammenschluß mit dem Deutschen Reich ver- ?ichtete, stellt die deutsch-österreichische Reaierimg est, baß ihr niemals von irgenbeinet der asfozüer- ten Mächte der Vorschlag gentacht wurde, auf den Anschluß an das Deutsche Reich unter ber E&e* bingung verzichten zu sollen, baß Deutsch-Südtirol bei Dentsch-Oesterreich verbleibe; wohl aber bestem Zwischen der Frage des Zusammenschlusses mit Deutschland und der Frage Deutsch-Südtirols ein anderer Zusammenhang. Wenn Deutsch-Südtirol an Italien fällt, bleibt von Tirol nur ein schmaler Streifen übrig, der bann ganz unvermeidlich an das Deutsch Reich fallen müßte. Deutsch-Oesterreich würde daher nicht nur Deutsch-Südtirol, sondern ganz Tirol verlieren und wäre abermals emes feiner Länder beraubt. Es würde auch im Westen nicht mehr an die neutrale Schweiz, sondern an das Deutsche Reich grenzen und damit wäre die Fähigkeit Deutsch-Oesterreichs, als selbständiger Staat zu bestehen, abermals wesentlich beeinträchtigt. Deutsch-Oesterreich wäre in noch höherem Maße als bibber zum Anschluß an das Deutsche Reich gezwungen. Eine Einladung an Italien. Paris, 4, Mai. (WTB.) Reuter. Der R a t der Drei hat Italien eingeladen, an den Sitzungen der Friedenskonferenz wieder teilzunehmen. Die Einladung ist in einem Tone gehalten, der vermuten läßt, daß Italien sie annehmen roirb. Frankreich und Teutsch-Lesterreich. Wien, 3. Mai. (WTB.) Wie die Wiener OTI gemeine Zeitung erfährt, traf gestern eine Ab3 orbn ung von Kaufleuten aus Paris in Wien ein, um bte Wieberaufnahme der Han- delsbeziehungen zwischen Frankreich und TeutfchOesterrcich vorzubereiten. Dem Vernehmen r.ad) soll demnächst feiten5 Frankreichs die finanzielle Blockade auf gehoben werden. LInkehr der ©rönnng In München. Stuttgart, 4. Mai. (WTB.) Das Kriegs^ minifterium veröffentlicht folgenden Bericht aus München vom 4. Mai morgens: Das Gruppen3 tbinmanbo ist im Ring'vtel in München untergebracht. Tic Nacht verlief ruhig unter geringen nervösen Schießereien in ber Staist und den Vororten. Tie Kämpfe sind im allgemeinen abgeschlossen, bie Besetzung der Stadt durchgeführt. In den Vororten zeigt sich noch da imb dort Widerstand. Die Durchsuchung nach Waffen ist im Gange. Die Bildung einer Voltswehr in München wirb allmählich ein geleitet. Tie Stimmung, ber Truppen ist gut, ihre Aufnahme bei ber befreiten Bevölkerung sehr gut. Tie in ber Presse verbreiteten Nachrichten über Plunberungnr und Zerstörungen bei ihrem Erscheinen sind übertrieben. Berlin, 4. Mai. Nachdem die militärischen Operationen gegen München jum Abschluß gekommen sind, wird von zuständiger Seite dazu folgendes mitgeteilt: Die vom rourttemtergilrfjen Kriegsministerium herausgegebene Meldung, daß die Oberleitung in den Händen des Reichs- toehrministers liege, war durchaus zutreffend. Die württemdergische und bayerische Re- gicrung hatten dazu ihr Einverstänbr.i-. gegeben. Da» Schicksal der Rätcregierung. Die Pariser Beratungen. Versailles, 3. Mai. (WTB.) Die Verzögerung der Ueberreichung des Friebensvertra.zes ist laut „Matin" angeblich aus Redaktionsichnnerig- leiten zurückzuführen, jeboch ist das wirtsäpftlich politische Regime bes linken Rheinusers auch noch nicht festgesetzt. Das ,Echo be Paris" erfährt, daß das Territorialstatut Deutschlands gestern von Clemenceau, Lloyd George und Wilson definitiv geregelt wurde. Deutschland muß daraus verzichten, stine Macht wieder herzustellen, indem es seine Grenzen in Mittel- !und Osteuropa audrehnt. Ter Drang nach Osten soll durch die gestern angeiwm- mene Mmackung endgültig unmöglich gemxrcht ner- den. Betreffs Oesterreichs, dessen Vertreter denmächst nach Paris berufen werben, ist festgesetzt, baß es unter der Aegite des Völkerbundes eine neutrale Republik werden muß mit dem Verbot, sich mit Deutschland zu verbünden ober sich diesem anzuschließen. Weiter nahm ber Dreier» rat die Bestimmungen über Elsaß- Lothrin - g e n an, bas einschließlich ber Eisenbahnen in Iran» Misck-en Besitz übergeht, die Beziehungen Elsaß- Lvlhringens ;u Deutschland, ferner bas -Statut Luxemburgs, dessen gesamte Beziehungen mit Deutschland gelöst werden. laut „Journal" am ganzen gestrigen Tage bte Möglichkeit ber Zurückberunmg ber Jtali.ner, bock > «, w*. vh*uk, uuD «u wurde kein Ergelmis gezeitigt, obwohl nur bie Art s nach den klar erkennbaren Linien ber Natwimltta: Der Zurückruiung, nicht aber der Adriakonslik: i festgesetzt werben sollen. 2. Tas Königreich Italien selber befprneben tourte- Tas Problem sei äußerst i begründet seinen Anspruch auf Deutsch-Südtirol ' “ ' " "■ r "'•*-----: mit rein strategischen Erwägungen. Diese Erwägungen kömien bie Annexion des rein deutschen Landes durch Italien aus zwei ©rünben nicht rechtfertigen: 1. deshalb richt, weil auch die ethnographische Grenze zwischen den Deutschen und Italienern in Tirol den strategischen Interessen vollkommen entspricht, 2. aber deshalb nicht, weil nach dem unverrückbaren Grundsatz, den der Präsident am Grabe Washingtons am 4. Juli 1918 ausgesprochen hat, ,,bic Entscheidung aller Fragen, sowohl ber territorialen wie auch ber Souveräne tatdfrogen, ber wirtschaftlichen imb politischen Fragen, aus der Grundlage der freien Annahme dieser Regelung durch das Volk erfolgen soll, bas unmittelbar dabei betroffen ist, nicht aber auf festgenommen werden. Die Ermordung der zehn Geisel«. München, 3. Mai. Ter neue Polizeipräsident Vollnhals fordert bei Androhung von! Strafen alle Personen, die zur Klärung des Tatbestandes der Geiselnermordung beitragen können, auf, ihre Angaben zu mndten, damit bk bestialische Tat vertierter Menschen ihre verdiente Sühne fin- ben könne. Es bestätigt sich, baß vor der Ermordung dieser Geiseln zwei 'Diamt der Regierimgstruppcn, bie einen Ausweis von Noske bei sich trugen und den Roten Garden in die Hände gefallen toaren, ebenfalls stanbrechtllck erschossen twrtesx inb. Man führte sie zu biefem Zweck in ben Hof des Luitpoldgymnasiums und zwang die Geiseln, die tags darauf dm scknccklichen Tod faicken, der Exekution der beiden Soldaten beizuwohnen. Tie Geiseln sind auf so bestialrsche Wetze getötet worben, daß man heute erst brei ter Opftr zu inbentiftzieren vermochte. Man fand sre im Hofe des LuitpvldgvmnafrumS auf ernvm Haufen liegend. Ten Leichen waren dre Schuhe abgezogen. Die noch unbekannte Frauenlercte kru^ Spuren ganz besonderer Martern Den. anbewn Toten waren die Augen anSgestvchcn, bte Zunge und die Hände abgeschnitten. . Mün chen, 4. Mai. (WTB) Die zuerft im Betriebsrat in ber Nacht zum Donnerstag tiw Hofbräuhaus mit geteilte bestialische Ermordung von Geiseln bat m oer^St^t und auswärts Entsetzen hervor gerufen. Heber dtcseS sckniiA' liebe Verbrechen toirb von der ».Münchei'er ^uclt. Nachrichten" noch mit geteilt :Tie ®rmorbui:g erfolgte vor Mitternacht tm Garten des Lmtpolo- Gymnasiums. Tie Geißln wurden an bk rückwärtige Wand gestellt. Ten Befehl zum neumt gab ein Mann ter Roten Armee nanrens eeitel; da die Softe tert des Leibregiments sich uxngcrtcn, zu schießeit, wurden auch die Russen veranlaßt, die Ermordung au^uführen. Einige Geiseln wurden durch Kvlbeiischlag? und Vaionett' rcke getötet. Unter den Ermordeten befindet sich auch eine Frau. Die Leickien waren beraubt imb derart irr rummelt, daß sie bisher mit Ausnahme von dreien noch nickt eckaimt werten Tbnnten. Bei zwei Dicken fehlt die obere Hälfte des Kopfes. Die Lerchen wurden bi das gerich lick^ntedi riirstne 3tolitut gc* bracht. Bister Tonnten unter den getöteten Gei eln festgestellt werten: Studienrat Berger, Erm bahuiefreiär Anton Daumenlang und -mrtf v. Thurnu nd Taxis (östeiweichiichc Lmtrt. Von zuständiger Stelle wrrd iwch mitg-tedt: Es Tonnte noch eine weitere Sekte ft^g'stellt wert ben als Grosin Westarp. Mr',«bomben unter ben Ermordeten auck zwei Soldaten, deren Namen noch nicht festg.sttcllt werten konnten. Zur Zeit ter Ermordung, betonten hj Nissen -Levrnä und Tr. Levien tm .neuer tes Luitpoll^-Gymnasftrms Sie wnß en von tet Tat, auch die militärischen Führer, ter 5kommn- nisten waren davon unterrichtet, doch gab। ten Befehl zum Feuern Settel auf eigene Faust. Man plant, die noch unbefannten Lcichcn mi8* ^stellen und so ihre Jbentisizierung herberju- führen. Eine Hetze gegen die Preußen. München, 4. Mai. (WTB.) Der bayerische Obertesehlshater Generalknajor Moehl erlaße folgenden Aufruf: An die Einwohner Münchens! Norddeutsche Truvpen sind zur Betremng der Heimat von ter spartakistisch-ckommunlstuchen, von russischen Führern errichteten Gewaltherrschaft berbeigeeilt. Ihnen gebührt der Dank ter gesamten anständigen Bevölkerung ohne Unterschied ter Partei. Trotzdem ist eine böswillige Hetze gegen Preußen jetzt im Gange. Ihr ist mit allen Mitteln ent* gegcnzutrrtcn namentlich auch durch Festnahme solcher Personen, die sich hierbei besonders ter cor tun; n. a. toirb das Gerücht verbreitet, daß die norddeutsche Reichs truppe, unsere Lebensmittel aufzehre. Das ist ein. Unding, die Truppen führen ihre Verpflegung mit- und haben außerdem Torr geöifnet, durch die eine, reichlichere Verpflegung als bisher in die Stadt heremgeführt wird. In wenigen Tagen >vird die Stadt die Wirkung verspüren. Auch hierfür ist die Einwohnerschaft den norddeutschen Trurp"» Dank schuldig. ter Grundlage ter materiellen Interessen ote4 Vorteile irgendeines anteren Volkes, ba5 eint taubere Regelung zur Ausbreitung seines Einflusses ober seiner Herrschaft wünscht." Trotzdem aber machte bte deutsch-österreichische Regierung schon vor längerer Zeit ter italienisckien Regierung einen Vorschlag, dessen Annahme die strategischen Bedürfnisse Italiens in weitestgehel' dem Maße tesriedigeu luürbe, ohne daß darum Deutscki-Südtirol ber italienischen Fremdherrschaft ausgeliesert werten müßte. Die teutsch-österreichi- jf.he Regierung schlug ber italienischen vor, daß Deutsch-Südtirol zwar staatsrechtlich und wirtschaftlich ein Bestandteil Teutsck>-Oesterreichs bleiben, militärisch aber in solcher Weise neu* tralisie r t werten sollte, daß die strategischen sJnteressen Italiens dadurch wenigstens in gleicher Weffc gewahrt würden rote durch die Annexion tes Gebietes bis zum Brenner. Die deutscki-österrei- Idyifdie Regierung stellt fest, daß dieser sorgfältig ausgearbeitete Vorschlag von Italien u. semeu Verbündeten nie m al § beantworte t worden ist. und Engländer sagen werden. Besonders interessant wird die' Haltung Wilsons werdet:, dem letzthin durch Vermittlung der Deutschen Gesellschaft für staatsbürgerliche Erziehung eine Denkschrift vorgelegt worden ist, oie den Standpunkt der bekanntesten deutschen Philosophen vertritt und unterzeichrnet ist vom Präsidenten der Schopenhauer-Gesellschaft Professor Paul Deutzen, Kiel, dem Präsidenten der Luther-Gesellschaft Professor Rudolf Eucken, Jena, dem Präsidenten der Kant-Gesellschaft tz^eheimrat Tr. Metzer, Halle, dem bmgjährigen Geschäftsführer der Kant-Gesell- l'chaft und Schöpfer der berühmten „Als-Ob"- Philosophie Hans Vaihinger, Halle, und dem Präsidenten des MoEen-Bundes Professor Wilhelm Ostivald, Leipzig. Neues steht in dieser Denkschrift nicht, die lediglich ein eindrucksvoller Appell an den amerikanischen Präsidenten Erstellt, in seinen vielbesproche- Giro die Vollwertigleit dieser Staatsschatzsckieine nicht unzweiselbaft seststel-e. Amerika befürchte, daß es durch Die Begebung deutscher en Regierung Verträge ab, war Delegierter aus» ivürden ausgeführt und m Hessen blieben nur ländischer Regierungen, führte etwa 1000 rumä- minderwertige Tiere. Der Zwischenhandel des Kvm- -nsche Internierte km Auftrage der deutschen Re- munalverbandes müsse gänzlich ausgeschaltet wer« gierung aus dem Holzmindener Gefangenenlager den, er sei schuld an den hohen Preisen. nach Rumänien. Ein Redner aus Rodheim v. d. Höhe fordert Sein Gefolge war folgendermaßen zusammen- " - - - ... röte. Hirsche l-Fricdberg stellt fest, daß z. B. für Kohlrüben der Bauer nur 1.75 ML erhalten habe, der Zwischenhandel habe sie aber für 6 Mark mt den Verbraucher verkauft. Tie Arbeiter sollten arbeiten, daß die Bauern mehr Stickstoff und Kali bekämen. Wenn Milch, Fleisch usw. zu billig seien, stehe sich der Landwirt besser, sein Heu, seine Runkelrüben zu verkaufen^ Herbert-Ober-Erlenbach erklärt, daß infolge der geringen Futtermittel die Milch nicht mehr den Gel-alt wie früher habe. Heute benötige man 14—15 Liter Milch zu einem Pfund Butter, früher etwa 8 Liter. Tie Eingriffe in die Nachzucht an Milchkühen sei 1917 und 1918 so groß gewesen, daß jetzt Mangel an Milchkühen herrsche. Die landwirtschaftlichen Maschinen und Gerate seren um 150 und mehr Prozent im Preise gestiegen. . Schwarz-Lauterbach fordert die Landwirte auf, die Ferkel preise herab-zusetzen, damit der Arbeiter sich auch sein Schwein mästen könne. Vetters »Gießen fordert gesetzliche Festlegung der Arbeiter» und Bauernräte, txnt den Leuten in den Kommunalverbänden müsse man Sach» kenntnis, Unparteiischteit und UneiMMiützrgkctt fordern, die Znangswrrtschast fet beizubehaltew. Im Sinne der Redner sprachen noch K r ö ck- Heuchelheim, I a k 0 b - Oberbessingen, Fvurier- Gießen, Hä u ser -Steinberg. Im Schlußwort fordert Diener-Gießen, i daß ein Genossenschaftler erster Berater 1 von Ministerialrat Naumann werden müsse, schi fte Kontrolle müsse Herrscheri, daß nicht auch noch die eingeführten Nahrungsmittel dem Schlerchl-andel verfallen. t . Im Anschluß an die Tagung wurden folgende Anträge angenommen: 1. Tie örtlichen Arber* ter* und Bauernräte solle» sich zu einem Kreise arbeiter“ und Bauernrat, und diese sich zu einem Provinzialrat znsammenschließen. 2 Fs wird Einsicht in die Bucher de- Kvmmunalverbands und des KreisobstbauveremS verlangt. Kreisveterinar Dr. Del»Büduigen soll I abgesetzt werden. , . _ | Ferner wurden zwei Entschließunge« angenommen, die dem Ministerium vorgclegt wer* -gesetzt: Oertels Privatsekretär war der ehemalige I Zeichner und Filmschauspieler Karl Wüstmann, der td) bereits Charles Wysman nannte; weitere Be- Heiter tvaren zwei junge Rumänen dunkler Her-! lunft. Der eine Rumäne führte als „Ehefrau" ein | im letzten Augenblick in Berlin ausgefischtes Mäd-l chen namens Pök mit sich. Zu diesen Herrschaften I l-atte sich noch der Bruder der Pöt gesellt, ein I Kellner und früherer Arresthausaufsehcr, der Ocr» tel wiederholt im Berliner Gejängnis betreut hatte. — Oertel ist in Frankfurt verheiratet und unter» ttltzte seine Frau mit monatlich 500 Mark. X. Hanau, 1. Mai. Der Kreistag des Landkreises Hanau hat beschlossen, eine Anleihe von 10 Millionen Mk. durch AusMbe von In- haberpapieren aufzunehwen. Ferner l-at der Kreistag dem Kveisausfchtnsse, um die Bevölkerung des Larükeises mit Lebensmilt.kn und svn'.igen Gegcn- Händen des täglichen Bedarfs zu versorgen, raten | Kredit bis zum Höchstbetrage von Ävet Millionen^ Mark zur Verfügung gestellt. — Die Kreissteuer > hat eine Erhöhung von 33 auf 50 Proz. erfahren. X. Hanau, 3. Mai. In der Sitzung der Stadtverordneten wurde bei der Soria9c über bie Ausnahme einer Anleihe von 3 Millionen Mark vom Magistrat mitgeteilt, daß sich bie Ausgaben der Stadt Hdnau während des Krieges auf nahezu 30 Millionen Mark belaufen haben. Von einem Redner wurde bemerkt, daß die Stadt! hiermit eine Schuldenlast besitze, wie sie btsber kaum ein ganzes Königreich aufweisen konnte. Aus den Kopf der Bevölkerung entfalle somit em? Schuldenlast von nahezu 1000 Mk. Der Ausnahme einer Anleihe von 3 Millionen Mark wurde zugestimmt. --Usingen, 4. Mai. Zwischen einer Räuberbande, die bei Landwirten Vieh rauben wollte, und der Bauernwehr tarn es nt dem Dorfe Brombach zu einem regelrechten Fe uer gef echt, bei dem die Spitzbuben schließlich der Uebermacht weichen mußten und im Dunkel der Nacht ver- jfchwanben. Ob die Bande Verluste hatte, konnte noch nicht festgestellt werden. •* Städtischer Eierverkauf. Bon Vemtag bet 5. Mai bis SamsttW den 10. Mai einschließlich erhalten sämtliche Bezirke gegen Abgabe der fcermarte 4 ein Ei zum Preise von 33 Pf. ** Abgabevfkicht bei Enteneiern. Lurch Bekanntmachung des Landesernährungsamts vom 25. Februar 1919 war für die unbesetzten Gebiete bie für Hühnerhalter bestehende Eicrablie- serungspfltcht auch auf die Entenhalter ausgedehnt Worden. Turch Bekanntmachung vom 30. April 1919 ist nunmehr eine Erleichtern n g insofern getroffen worden, als die Abgabepflicht auf die- tenigen Enten Hal ter beschränkt wird, die mehr als sechs Enten besitzen. Auch bei diesen Entenhaltern fütb die Eier der ersten sechs Enten nicht ab- iuliefcm * Im städt. Gemüseverkauf tn den Marktlauben kommen morgen und an den folgenden Tagen Kopfsalat, Spinat, gelbe Kohlraben, Erbsen, Sauerkraut und verschiedenes Dörrgemüse zum Verkauf. .. , w ** Der erste Maitag, der diefen Namen verdiente, war der gcsttige Sonntag. Himmel und Erde trugen ihr Frühlingskleid aus hellsafttgem Grün unb leuchtendem Blau. Das prachtvolle Wetter kam der Sammlung zugunsten des Hilfs- w e r k e s für unsere Kriegsgefangenen zugute, denn das Promenadenkonzert, das gestern morgen ab- «halten wurde, war so gut besucht, wie selten, und die eifrigen Sammlerinnen fanden offene Hände DaS Ergebnis der Sammeltage ist noch nicht festgeste.lt. Wie wir erfahren, scheint aber ein jchÄrer Erfolg sicher zu sein. ♦* Für die Neuwahl der Stadtverordneten ist durch Beschluß vom 29. Avril der 1. Juni als Wahltag festgesetzt worden. Die Zahl der zu wählenden Stadtverordneten beträgt 42. — Zur Anhörung der Stadtverorbneten-Ver- sammluug über die Abgrenzung der Abstimmungs- Lezirke für die Neuwahl der Stadtverordnetenversammlung ist eine öffentliche Sitzung auf heille nachmittag 6 Uhr festgesetzt. ♦♦ Weitere »150 Kriegsges an- nicht gewachsen zeigte und »usammenbrach. Es wurde wieder hergestellt und war wahrend der tetzten Tage im Gange. Die für die „Rundreise" zu entrichtende Gebühr war durchaus der teuren Zeit entsprechend, denn sie stellte sich auf 50 Pf. für die Person. In der nächsten Zeit wird man allerorts die Kerwemusik wieder hören können. Hessen-Nassau. . . . . _ eine 8tat.ih.rter Göpenidiabe. fen8 -um Seite bet Gesamtheit zustande kommen Frankfurt am Main, 3 Mai. Ein Dr. Markus-Büdingen spricht von dem 25jähriger Frankfurter, Subntg Jo ha nnKreisobstbauverein Büdingen, der das Oertel, ein Mensch, der wegen seiner abenteuer- Obst zu Wucherpreisen verkaufte, dadurch 150000 lich-küynen Fahrten, seines „U n i f o r m e n f i m - Mark Ueberschust erzielte und an einzelne Perwnc» m e l s" und seiner falschen Ditel, die er sich bei- Tausende von Mark Provision »erteilte. In die gelegt hatte, der Polizei schon oft Kopfzerbreckmr Kreisbehörden, Kommunalverbände usw. müßten gemacht hat, ist gestern an der Spitze einer „ameri-1 Fachleute, keine Juristen, hinein. Er foröccta tanifeben Sonder Mission", der er als Ludwig Frei- 1. Abschaffung der Konununalver bände, 2. Einsicht Herr von und zu Eglosfstein-Oertel Vorstand, ver- in ihre Buchführung, und schlägt unter Beifall vor, hastet worden. Der Freiherr machte hier ver- heute solle eine feste Organisation für die Provinz fchiedenen Konsulaten Besuch, deren Chess ihm geschaffen, eine Kommission gewählt, und diese zur später auch ihre Aufwartung machten, da seine Be- Regierung gesandt werden und die Forderungen ziehungen, diplomatischen und wirtschaftlichen, vorbringen. . . , , Außerordentlich weit reichten. Herr von und zu! Abg. Fenchel, Borfitzender des Provrnzral- Eglossstein trug unter feiner amerikanischen Kapi- Bauernrates, erklärt: Wir haben den Provin- täusuniform wafck-echte Pässe des Auswärtigen! z ia l -Ba u er n ra t angemeldet, aber niemand Amtes in Berl.in, Freifahrtkarten des österreichi- hat uns geantwortet oder zugezogen. Er begrüßt schen Eisenbahnministeriums für sämtliche österrei- das Zusammenarbeiten der Arbeiter- und Sauern* chischen Bahnen und viele anbere Sckwists-Lcke amt- rate. Beide müssen Fachleute bestimmen, daß sie lieben Charakters. Das Automobil hatte ihm bie I ihre Wünsche in den maßgebenden Stellen vor» gelassen sei. Tie Ware stammt aus Koblenz, als» aus besetztem Gebiet, sie war feine Zuteilungsware und dem Lieferer von der iufiänbigen Behörde ausdrücklich fveigegeben. Der Händler, bei dem die Ware beschlagnahmt wurde, ist als Schuh- warenhändler im großen, und zwar im Bundesstaat Hessen mit dem Betriebsart Gießen zugelassen und besitzt die erforderlichen Papiere. Wir haben gegen die Beschlagnahmung die erforderlichen Schritt« emgeleitet und zweifeln nicht, daß dieselbe aufgehoben wird ** Pvftverfehr mit dem besetzten Gebiet. Bon jetzt ab können nach dem Berichte der 10. f ranz ö sischen Armee (d. i. französische Zone ohne die Rheinpfalz) Posttxifete mit Sämereien nach vorheriger Genehmigung jeder Sendung burd) die Wirtsdwftsabteilung der Armee verwandt werden. Tie Einfuhr von anderen Sachen, insbesondere von LeberrsNiilteln, Apotlieferwaren unb Schulbüdiern ist nur in Eisrnbahnsendungen zuläfsig. Nach ber R he in p f al z können bagegen Lebensmittel, Schulbücher unb auch andere Waren in Postpaketen eing.'fülyrt werden, wenn die Ein- fuhr ber betteffenben Ware von der französischen Commission economigue in Ludwigshafen (Rhein) durch fdyrifllidtc Einfuhrbewilligung gestattet wird. Im Verkehr mit dem britische nBesatzungs' gebiet srnd neben dem Briefverfehr in amttidyen, sonie in Handels», Jick>ustrie- und Berussange- legenheiten auch Kataloge, Tarife, Preislisten und Muster zugelaisen. Zu privaten Mitteilungen sollen im allgemeinen nur Postkarten verwendet werden. Briefe sind nur ht wichtigen persönlichen An-legenheilen gestattet. Tas Höchstgewicht der Pakete ist von 10 Kg. auf 25 Kg. erhöht worden. — Nach Italien sind gewöhnliche und cingesch5iebene Briefpostserrdungen auf Gefahr des Absenders zugelassen. — Tie Paketsperre nach Bremen ist wieder aufgehoben. ** Ausländer, die sich in Gießen aufhallen ober zu ziehen, haben sich umgehmb am hiesigen Polizeiamt, Weibengasse 5, zu melden. ** Der Schlichtungsausschuß hat in der Streitsache zwischen den Buckbindergehilsen und den Dud>binoermeistern bzw. Buchdruckereien und Berlagsbuchhandlungen Gießens einen Schiedsspruch gesällt, der aus dem Anzcigentelle zu ersehen ist. ** Lichtspielhaus Heute ist letzter Tag des Albert-Bassermann-Films. Bon morgen ab gelangt „Fürstenliebc"", ein russisckies Hofdrama in 5 Akten bei erhöhten Eintrittspreisen zur Aufführung Landkreis Gietzen. Aivche und Kchrrle. Neues vom preußischen KultnSministerimu. B e r l i n , 4. Mai. Wie ber preußische Kultusminister Hämisch mitteilt, sollen fünf hervorragende dÄttsche Schriitsteller in die neugegründete Abter- $ung der Akademie der Künste für D ich t k u ust berufen werden. In erster Linie ist an G e r h a r d Hauptmann gedacht. Diese Schristfteltec sol en bem Ministerium in allen Fragen ber Literat« beratend Mr Seite stehnr. Die Kirche uud der 1. Mai. In Nr. 100 des „Gießener Anzeiger" teiltet» wir einen Vorschlag der Pfarrer Herpel uub Schultheis aus der amtlichen „Darmst. Ztg. mit, der den 1. Mai auch der Kirche wicht Au» Sta^t und Land. Gießen, 5. Mai 1919. Gültige Lebensmittelmarken. für die 19 Woche vom 5. bis 11. Mak 1919 . Brot: 2250 Gramm Brot ober 1680 Gramm Mehl. Brot, Kilogramm 50 Pf., Weizenbrotmehl, Kilogramm 58 Pf., Weißbrot für Kranke, Kilogramm 80 Pf. Weißbrotbäcker: I. Klmgel- höfer, Asterweg, L. Rühl, Marktplatz, H. Müller, Neuenweg. Butter: Marke Nr. 19, 40 Gramm zu 48 Pf. Eier: Marke Nr. 4, ein Ei zu 33 Pf., fämt- Lche Bezirke. „ Fleisch: Wochenabfchnllt 19. Metzger für Fremde und Urlauber: Robert Nagel, Frankfurter Straße 77 Kartoffeln: Anteil 5 Pfund zum Preise von 43 Pf. , Lebensmittel: Marte Nr. 6, etn Pfund Kunsthonig zum Preise von 80 Pf. für Paketware und 78 Pf. für losen Kunsthonig. Nährmittel: Für Mm noch mcht em- 6Ctn8udct: Für Mai noch nicht ««getroffen. ÄH« und Kranke: für Lebensmittel, Nahr- nb Zucker: Abami, Mäusburg 14, Serbe!, Frankfutter Straße 39, Reuter, Lubwigsplatz 4. Urlauber: Kaisers Kaffee-Geschäft, Kirchenplatz Seife: Marte für Mai 1919. Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver ju 15 Pf., 50 Gramm K.-A.^eise *u 20 W. Ä Gemüse: Stäbttsche Obste unb Gemüse- Verkaufsstelle, Turmhaus am Brand. Kopfsalat, Gemüse, gelbe Kohlraben, Sauerkraut. An Dört- gemüsc: Wirsing, Weißkraut, gelbe Rüben, getrocknete Kartoffeln. Kondensierte Milch für Hesse«? Aus TarmfeM geht und mit Datum vom 2. Mai folgende Meld»mg »u: Bon den aus AmerÄa gelieferten auf H e s s e n entfallenden Lebensmitteln n't nunmehr weiter ein Wagen koirdensierle Milch mit ber Bahn «wgetnofsen, die in den ersten Tagen durch die Landes -Fett sie He »ur Betteilmm kommen soll. Er» weiterer Wagen ist im Awvollen und zwei weitere Wagen 'haben die Zollgrenze über1 »cne sind gestern hier aus ameriranischer Gesanaenschaft einqetroffen unb dem Durchgangslager zugeführt worden. ** Im Streit brachte am Samstag ctegen «Send ein schulpflichtiger Junge vom Riegelpwd dem ebenfalls noch sckwlpssichdigen Sohn emes Kriebsleiters in der Henligenstaedt'sckten zyabrt! zwei Messerstiche in den Rücken bei, von denen einer bic Lunge verletzte. Der Gestocksene wurde in t>ie Klimt «bracht. Seine Verletzung ist nicht lebensgefährlich ** Diebstühle. In der Nacht zum 3. Mar ttmrben 1 Hahn und 9 Hühner, Ende April ein .Stück feldgrauer Offiziersstoff, in der Nackt zmn 4 Mai 50 Pfund Würfelzucker, 50 Pfund KrisMll- zücker, 50 Pakete Kaffee-Ersatz und am 4. Mar abends in der West-Anlage em Fahrrad, Marte „Srennabor" mit roten Griffen, in Gvßen ge- ssohlra. Sachdienliche Mitteilungen nrmmt bic hiesig: Kriminalpolizei entg gen. ♦♦ Beschlagnahmte Schleichhan- delswaren. Zu der Notiz des Polizeiamtesi vom 2 Mai übet „Beschlagnahmte SchlerÄhandcls- toartn" teilt »ms der Rechtsbeistand deS . betroffenen Schuhhändlers mit: Es »st unrrchtig, daß die Schuhe auf dem Schleichhandelswepe erlangt find, ebenso unrichtig ist e4, daß der vandter tn Ger Steinsttaße zum Handel mit Schuhen nicht w tagten am Samstag im großen ^aafe des Ge' wer^schaftshauses unter ung:mcrn startet Beteiligung aus allen Teilen ber Provinz. Ter Direktor e. Schotten. 29. April Auf Anvrbmmg des Landes-, Arberts- und Wirtfchistsamts werden für bie Gemeinde»» Schotten und Laubach Mieteinigungsämtet errichtet. Für bas Mieteinigungsamt Schotten würbe Oberamtsrichter Dr. Brill, für bas Lauba*her Amt der Oberamtsrichter Zimmermann zum Vorsitzenden bestellt. Tie Mr Kündigung von Mietwohnungen erforder- lick« Zustimmung des Kreisdircklors ist für die ßfemeinden Scholten unb Laubach den Mieteini- gungsämtern übertragen. ** Ruppertsburg, 1. Mm. G Erchel- numn, Lehrer, Vertrauensmann der Eieraufkauf- stellc, Joh. Fritsch, Pfarrer, W. Lehr, Bürgermeister, wenden sich in einer Erklärung gegen die Behauptung, welche am 2. April in der Volkskammer vom Regierungstisch aufgestellt und zum Schaden ber Gemeinde Ruppertsburg tm ganzen Land verbreitet worden ist. In der Erklärung heißt es: „Daß in Ruppertsburg 1700 Eier zu 1,05 Mk. von einem Händler aufgekauft roarben feien. Wir konstatieren hiermit, daß über solchen Verkauf in unsrer ©emciiibe nlchts u» Erfahrung zu bringen war, trotz eifrigster Nachforschung der Polizeiorgane dos Kreises Schotten, ber Gendarmerie ber Station Laubach, öer Gemeindeverwaltung und des hiesigen Arbeiter- uw | Banernrats. Ter Gewährsmann des Herrn M»m- steriasdirektors Neumann war der Leiter des M»lck>- gebfets Gießen, der es von einem ferner Mrlch- revisoren gehört hat, der es im Zug aus bem Gespräch zweier Unbekannten vernommen lwben will. Wir bebauem, daß man mit solchem Mater,al von maßgebender Seite eine Gemeinde vewachttqen Cant», die seither ihre Ablieferungspflichten stvts, voll unb ganz erfüllt hat. So sind z. B. in jenen Wochen des belfaupteten Eierwuchers tn hiesiger Gemeinde 76 Eier mehr abgeliefert worden, als von Offenbach aus vorgeschrieben war." Kreis Friedberg. 4 Bad-Nauheim, 3. Mai. 3n einer aut besuchten Versammlung in der Turnhalle, ine °ebter H Wagnec leitete, wurde gestern abend ehre Ortsgruppe des Bundes zum «dwtte der deutschen Kriegs- und Zivilgefanaenen gegründet^ Brivatdozent Dr. Gönng-G^ßen machte mit dm Zielen des Bundes bekannt. Der. neuen Ortsgruppe traten sofort Mdl^ch^ Mitglieder bei. Zum Dorsitzenden wurde Lehrer Wagner, zum Schriftführer Lehrer Oßwa'd. zum Schnee Bankbeamter Stell und M Beisitzern Bürgermeister Dr. Kayser 'wd Major Raith gewMt. -m. Hungen, 4. Mai. Hauptlehrer L. Metz konnte heute auf .eine 25jährige Amtstätigkeit zurückblicken. Er hat währeriü der langen Zeit fast ausschließlich au der hiesigen Bolksjchule gewirkt. Seit mehreren Jahren versieht er auch das Amt des Organisten tn der evang. Kirche. Aus Anlaß feines Jublläums »ourde ihm von dem Gesangverein „Eintracht", dessen Dirigent er ist, am Abend ein Ständckjen gebracht. an. Hungen, 5. Mai. Die Eheleute Hrch Fritz hier feierten am Samstag in guter Gesundheit das Fest ber silbernen Hochzeit. ** Lollar, 3. Mai. Am 29. April wurde hier eine Beratungsstelle für Mutter- chutz und Säugliligsfürforge eröffnet. Durch Un- lerstutzung des Gemetndevats, welcher die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellte, die aufopfernde Tätigkeit von Schwester Frieda aus Gießen, sowie Mitwirkung des Herrn Dr. Nordmann aus Lollar war es möglich, eine Beratungsstelle zu gründen. Es waren in ber ersten Bernttmgsstunde 27 Mütter mit ihren Säuglingen erschienen. Anschltestend an diese Beratungsstunde wurden noch Le dens- mittel für die Säuglinge ausgegeben. Kreis Alsfeld. np. AuS dem Ohmtal, 3. Mai. Eine sehr kritische Zeit bildet für die Bienenzucht die außergewöhnlich späte Blütezeit. Um diese Zeit bedürfen die Völker zur EnNmcklung der Brut vieler Nahrung. Fehlt sie, i>attn gehen sie nignmbc. So Kommt es, daß um diese Zeil oft mehr Völker ein gehen wie im Winter. In diesem späten Frühjahr werden die Maischwärme wohS ausbleiben. Als vor zwei Jahren der Winter so lange anhielt, da brach sich ferne Gewalt am 27. Aprll, und es blieb warm. Ein ausgezeichnetes Bienenjahr folgte. Kreis Schotte«. den sollen: _ 1. Unter den heutigen Zuständen ist die Er« ______________ _. _ näbumg des deutschen Volkes in höchstem Maste dI"Knsumvereins Gteßen, D iener, sprach über j gefährd^, die Zwangswirt schaft der wich« die Knappheit der notuendig ten Lebensmittel und rigsten Lebensmittel (Brot, Kartosfelir, Fletsch, über zu treffende Maßnahmen, damit man ber unb Eier) barsnicht bese 111st werden, ber Bevölkerung in den bevorstel-erLen sckjlimmen Mo- Schleichhandel ist energisch zu untcrbrnden, die nale^ ^ch MöglMeit mit den noch vorhandenen Rechte der Arbeiter° und Bauern- Lebensmitteln durch gerechte Verteilung durckchelfe. Iräte müssen gefetzsich de^Aefeat werben, in dm o..n »rfter Linie verbreitet er sich über beit Mangel Kommunalverocmd und Vichhanoelsoerbano müssen an Milch, Butter, Eier und Fleisch. Er erkennt Leute aus Arbeiter- und Baumikreiien gewählt an daß die Futtermittel kimpp seien unb das Vieh werden, die entscheÄenden Einfluß ba^n. ?Lifalls Untereriiührung leide, wodurch die 2. Bon allen Krtegsge sel.l.schasten Produktion enorm surüdgegangen sei. Auch die Rechnung> ab z ul egen. Mtmiteruilrat Nau Bodenbearbeitung sei nicht wie früher, bet Dünger mann soll. Auskunft geben über bie Provisionen, sehje. Ter Schleichhandel sei das Gtuudübel, wcs-1 die zur Zeft im Auslande gezahlt werde». k^ilb Arbeiter unb kleine Beamte große Not leiben. I -- Ter Redner gibt eine Statistik aus der Zeit von! 1886-1908. Darnach betrug der Preis für 1000 VerNItfeyte». Gramm Roggen im Durch chnttt lo,13 Pf., Mr * London, 4. Mai. (WTB.) Nack eftrer ®n>t 24,5 Pf. Bei der letzten Ernte itanbert bw «netbun0 aus Yokohama verzehrte rate Preise für Roggen 31,50 Pf., für Brot 4v Pss FeuerSbrun st 35 0 0 Häuser. Der Schabe« Tie Landwirlschsst lxtbe heute keine Urfadje, über roirb auf \ Million Pfunb Sterling geschätzt, schlechte Zeiten zu klagen, sie tjabe vielmehr wäh^ iqq Personen wurden verwundet, 16 vermißt, rend des Kttsg.-S viel Geld verdient; die Land-I ♦ Reuyork, 2. Mai. (WTB.) Aus Sa« roirtc feien aus ihren Schulden her ausgekommen. Salvador wird berichtet, baß bei bent letzten Ter Redner »vendet sich dann g?gen den gewcrbs- Erdbeben am 28. April 75 Personen getötet mäßigen SOeichhandcl. Auf jedem Tvtfe sollten 500 Personen verletzt worden sin». die Arbeiter- und Bauernrate zu seiner Bekämp- um die Stadt Herumliegenden Orte wurde« fung znsammentrtten. Tas Schworzschlackjteu habe 5^^. beschädigt. tn den letzten Monaten mehr Vieh gekostet, als -- abgeliefert wurde. Wenn die Lebensmittelpreise tn dieser Weise wntersteigen, dann müssen logisck^r- neise die Arbeiter und Beamten höhere Löhne haben. Wir müssen aber zum Abbau komnven. Der Redner wendet sich mit aller Entschiedenheit ge - aen die Aufhebung der Zwangswirt- «ch a s t. Würden Eier, Milch, Frisch freigegeben, bann hätte der Arbeiter gar nichts mehr, aber bte Kriegswncheoer könnten in Sous unb Braus leben. Der Abbau der Zwangswirtschaft würde zum Bürgerkrieg führen. In jedem Kvmmunalverband und 'Viehhandelsverband müßte ein Arbeiter und cm Bauer als bezahlte Beamte die Kmitrolle üben. (Lebhafte Zurufe: Sehr richtig!) Der Viehhandelsverband ljabe Millionen gewonnen, das gebe über den gewöhnlichen Wucher hinaus. (Lebhafter Beifall Rus: 8 Millionen.) Gegen diese beiden Ver- j bände richtet sich auch die berechtiste Erbitterung iffrauC l fr,Habt (Di >11111 n»*** Vie zeig :$rt Derlobu Gert e 'S1 L». LduniJ EN mi, 1 S»U®iej nflE von | ^i?vaar |r ivnil! ■ &V£- K t (Vermietunc II likL jii obiges, flfb wr In Trio notine Wäsche S»u oen klngeb ur nahgiefc flnu .'It&lamilienbaii II u»Sbl.Zimm (MiÜidniLbtUi E>. Aus. mbbl L l vermleien LöberS H KdtmmeFi •öfiien au uerm Mtnj^bnbi sibl-Woüu'u. wmer In guten Utoiflan lolibri Störfitl. ^rbEa.b. Äie 3’nnteir 4. uermlr, *_rtryt_3!J SiitiiäjiMtt Ijjletgesuc He ."l.^ebtn i 09311 Aar! nz. fortlaufend Bericht erstattet werden kann. 5M5D modern eingerichtet, in- mitt, eines groh.Gartens, Bahnwäner i.R.Vanter- in vornehmster Loge unt. I bam »Hefi.'.Graben 10. MM (Biegen (Plockstr. 14) Gr^Umstadt (Ob®.) a MitoopD.phtiog.lpparal Gietzen, Bergstraße 5. 5488 «naeb. u. 0S938 o. d. G «. Ztaiier-Alleelv, l oewv । noucr ^uce m, i. wwm»-° " Pianino zu ctrf. Hasen- Bni Anrufeb. werkt. zwilch. 1 , * , , Stttialjiimtr frei im ..Rebstock", Wett- Kauinchtnstllt 039G8 Snlfloe 7. Kontoristin m. langjäbr., gut. Beuntu & Vogler. lernenkann?Schr.Angeb. 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Favonte^Schmtte sind jetst In vielen Größen nm Lager, so daßdos lästige Warten wegfftllL Wir bitten, von dieser Neueinrichtung regen Gebrauch tu mach, ^«c Junges Mädchen beauf» fidaiit fetbularbetten. ititinaiti * U1® Lauern, W, boR it 1 ÖJDl nnkomminal, ht* ■ .o eilunq q> ^flsbücher «• Mken £$a| u biteben n« mbelbtifiem, toffalttl tu«, ifen. >• döfe foitett Imittd und ge- 'Trohr fordert - und Bauern# Die glückliche Geburt eines kräftigen Stammhalters zeigen hocherfreut an Karl Notteck u. Frau Maria geb. Lang Mannheim L 13, 15, den 25. April 1919. OOTS8 Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer silbernen Hochzeit herzlichen Dank. — Heinrich Ruckstuhl und Frau. btt < . tttlb «LT auch reuaraturbebürfttge, zu allerhöchsten Preisen gesucht. - «tiefe, Hotel Stöbet Liebtgstr. 0—8 Uhr nachm. Besseres, zu aller Arbeit williges Mta ioa 8anit Dame welche flott stenographiert und Maschine schreibt, auf ÄDwaltöbureaa gesacht. Schr.Ang. u-54<>a. d.G A. 1 mit « Jungen 1 VB|C AU verk. 08990 Nunc rod, Kirchstrahe 30. <> <> <> Meoleo und berufstätige Akademiker die in die Reichswehr und den Gstschutz eintreten wollen oder ein- getreten sind, sollen sich unverzüglich mit dem Reichsausschuh der Akademischen Berufsstände, Abteilung A. H., Berlin NW 7 Neue UnIversttStrftratze 3b in Verbindung setzen, damit ihnen über den Fortgang der Verhandlungen, über die Sicherung ihrer Studien und ihrer Berufstätigkeit I Kaufgesuche Bäckerei nochweisl. gute» Geschäft in Wichen oder Umacgenb zu kaufen gesucht, schriftliche Angebote unter08918 an den Giehener Anzeig. Haafenttein «sichen. Ttllhtigtt,zttl>er!ilistgerPortltt gesucht. Ausführliche Angebote unter Angabe der seitherigen Tätigkeit unter 5527 an den Gießener Anzeiger. kSTd.' S? Ä lletf2 gcl'dN MW**- lde^KS-' enden v ZumU Mau» als Wachter am Wagen- oark am Trieb gefacht. tHon 2—10 llbr mittags. Meld, sofort bei Schmidt, ÄkauSburg 111. (>8Li2 Fräulein welches die Schneiderei erlernt bat. sucht Stellung bei einer hiesigen Schneiderin. Schriftl. Angeb. u. a. tu Gies^ Anzeig. ßinfeditg grieltin vorn Lande, das in allen mit GebaltSanfvrüchen unter 093ÖS an den Gieh. Anzeiger erbeten. 1 düL V L c 1.75 Mk. rr» ' ibt sie abn nb ■ verkauft. £ie ! Äutem mtbc i, Wem Milch» ch der Landirm u zu verkaufen, | klärt, iwfe inne Milch nicht beute benötige Mmd Butter, ui dir Nachiucht o grvk gewesen, a lpsrrsche. Ae Geräte feien ua c gtihenen. t dir Landmrlr fatn. damit der tälten käme, r fetzl iche WH*’ t, txnttrn&u* üfse man Sa# IneigmMiglrit , i beijulxWiffl. pen nod) §röS«; ^treuen ilt weck«- Junger Verkäufer gesucht. Mit KurAwaren - Kennt- nissen bevoiAugt. Schriitl. Angebote mit GebaltSanfvrüchen unter 09309 g. d. (Sieb. AnA- erbeten. TQcht. Schuifflacherge/iilie sofort bei bohern Lobn gesucht. 08915 Sr.Äiefet,2diubmad)cr- meister, Weviteinstr. 19. 30 tüchtige Former gelernte Gutzputzcr «. Abklopfer, sofort ges. Ltahl- unh kistMerkk Aßlar Für unsere Grube ttömgzdcrgcr Gemarkung suchen wir einen tato für b Mtatep, welcher ein zuverlässiger Fahrer ist und der Reparaturen selbst ausführen kann. Offerten mit Lebenslauf und Gehalts^ ansprüchen sind zu richten an Dktltor Meyer, Lvldc Mort ju mieten nabe Seltersweg ober tiabnbofitrahe bellen trockenen Lagerraum ZnnztS jrocitmiiiificn e.«. 48 an für Hausarbeit sofort gesucht. Assessor Schlüter, Braunfels a. d. Labu, HauS Schlüter. >5392 Bttintlflfliwi genommen, in Nachahmung demokratischen .^Ordnung" auck nur eine Kleinigkeit m ihrer Brnassung. Verwaltung ober ihren GiB bräuchen ju ändern? Dennoch wird man ibr nicht nachsagen können, daß ftt mit ihren Intere fen iriicnbroo einmal spät gekommen" sei wird es auch die evangelische Kinde nicht nötig haben, sofort nun den 1 Mai in die Iaht ihrer Itrchlicben Jefttage auszunetimen Ader — man schreit so vielfach „Demotratie!" und meinte roeim auch unbewußt, die neudeutsche Klassen» ix rr'chait. bei allen de in Ni gen Gelegenheiten entweder überhaupt nicht oder ?u spät gekommen ist" DnS erinnert an unsere deutschen Selbstanklagen über die Schuld am üMtkirge. Ich habe nichts dagegen, nenn pfriy Pfarrer am 1. Mai die QMegcnheit benuoen, um allen nicht Arbeitenden das Evan- geiium zu predigen, denn dies kann nicht genug gepredigt werden ES ist aber au bezweifeln, ob gerade die Hauptvertreter des Maifeiertages da3 Dort eines gottgläubigen Predigers werden hören wollen. Ter neuzeitliche £>eihge, Sozialismus genannt, hat noch keinen HeUigenschein: den Herren u. Damen | lägt 25 Mk. Berd, durch slofgeh. Privatverkauf. — 1 Mk. begehrt vrakt. la.- Neuh. — EotUAlleinoertr. Must. 50 Pf. in Mark., o AuSk. foitcuL MeintS, KaaniTarlT.^unbcStUt iMilitärmantel, 1 Per- gröfterunaoavvarat für Bild.4'/,x6aufl0X15.sow. mehrere anberc vbotogr. Artikel, Trockenftänder n. (Kntwickluuassrdalen für Platten 9X12 u. 10X15 billig au verkauf. Btatbir, WelxL Weg51 Li8u fried). nur mittags 1*/< Uhr.____ 2 gut erhalt.Kialor-itreli- hflte foro ZFl aUte A.vert Bnchncrstr. 2,1.^ gegenüb. der Betertnarkl. Ein noeb gut eroalt.^Seb- rorfauAug für scht tywit au verkaufen. Arankfnrter Str. 7, L 1 *“at Herr.-Schnürstelel ®r 42. au verkauf. (5520 Zaber Str-lW.fc-y^fw- Toiristknstiefrl Werg« gar wfTFe» wollte ®r «be» den vor- U*ag in unserem Blatre lediglich darum wieder, ugi unsere Leser über eine Bewegung unterrichtet; B haben, die, rote zu erroarten roar, nicht ohne üyerftnrud) bleiben würde. Wir geben nachstehetid «ine Zuschrift von Pfarrer W e b e r - L>ang-GSnZ gäcder, die den erwarteten Gegensatz zum Aus- hnuk 6ri :gt Qu dem Artikel der P'arrer Herpel und Echmtheis wäre ju sagen, daß eS sonderbar 305 & Hellmold, StemstrLl. i woctdestr. 81,1. St. muh er sich erst noch erwerb«. Hinter dem Cngelsgcsicht der Freidett grinst noch die Teufel»* fra^e der unbulbfamteit und Knechttmg bervor. Als wenn nicht Luther» Kirche u allererst unb stets den wahren Sotialtsmus vertreten hätte nach den beiden Hauptsätzen in Luthers Schrift von der Freiheit eines 15 briswmnenschen: „Ein Christenmensch ist (im Glauben^ ein freier Herr über alle $tny unb niemandem untertan" und „Ein Ehristenmensch ist ^in der Liebe) ein dienstbarer Knecht aller Dnt. Gefchaftsst.deS Giehener Anzeig. 08908 1 SckrelWtliohaeeseL ein neues w. Shakoraikl. für «II.V.5-8I., r MLalalok. weih n grün Alt.v^—5I., Eaibchenn. Mntae a- verk. ^ignt fid i(frt »Olt . - sll vU U£- ,J« ’oröerta ^*>2. 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Mai 1919. 0S9’4 Die Beerdigung findet Dienstag nachmittag um 3 Uhr statt Danksagung. 8-iir die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bet dem Hinscheiden unseres unvergeßlichen Vaters, für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden, die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrers Schulte sagen wir innigsten Dank. Dank auch dem Gesangverein Harmonie für den Gesang am Grabe. Die trauernden Hinterbliebenen: Aamilie Wilü. Glaum Kamille Ctto Hab» Familie Wild. Luh. Grosten-Linden, den 3. Mai 1919. ,08978 Danksagung. Für alle Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange ihres lieben Entschlafenen, des Herrn Konrad Volk danken herzlichst Die trauernden Hinterbliebenen. Statt besonderer Mitteilung. Nach langem, schwerem, mit grosserGeduld ertragenem Leiden wurde am 2. Mai unsere liebe Verwandte Lina Fischer durch einen sanften Tod von dem Herrn in die Ewigkeit abberufen. In tiefe Trauer versetzt, zeigen dies nn Namen aller Verwandten an: Eisenbahn-Betriebswerkmeister Heinrich Fischer n. Frau geb. Keil. Hanau a. M. (Grimmstr. 25), den 5. Mai 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch den 7. d. Mts., vormittags 11 Uhr, in Giessen von der Kapelle des Heute nacht entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante Christine Beiloff geb. Weimar im 60. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Justus Beiloff Familie Heinrich Henß. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer heißgeliebten, treuen, unver- geßlichen Entschlafenen sagen wir allen unfern innigsten Dank. Die tieftrauerndcn Hinterbliebenen. I d. N.: Karl Scheuermann. Lauter, den 3. Mai 1919. 5493 Testern abenb 9 Uhr starb noch langem, schwerem Leiden mein fieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Bruder, Großvater und Onkel Hermann Sender im Atter von 67 Jahren. Die tmmrdeii HintkMikbkncn. Gießen (Kaiser-Allee 24), Grüningen, Münzenberg, Stuttgart, Schwanheim a. M., den 3. Mai 1919. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 6. Mai, nachmittags 2 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus. 658a Ai» - Gießen, den 3. Mai 1919. aroie 731 lanjre Visionen 126983 Verein ehemaliger Mer Wohltätigkeitskonzert jr"Käf7ee"Ä^tor7aT zum Besten erblindeter Soldaten | Morgen Dienstag । ! Femilien-Konzert \ veranstaltet von Frl. Elisabeth Felchner 2648 V bezogenen Renten uns bis spätestens zum 8. !>. mit* Der Vorstand. 5542hv Wer liefert Fernsprecher 505 Atterweg 53 m die Fabrikation nur ge- 6535be sonalien, die feit «Angabe für in Ein Zur von znieiien. 5518c Der Montan i Lautenbänder I gezeichnet,gesticktu. • aus bunten Bänd' : in reicher AnswahL : QffedebausQal am 11. Mai, abends 7V- Uhr, in der großen Aula der Universität Mitwirkende: Frau E. Schudt, Frl. Th. Emmerich, Gesang; Herr K. Engisch, Klavier; Herr Grebert, Violine; Frl. G. Schlesinger, Th. Schudt, L Schäffer, 6. Schuck, G. Rosen- Filr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem uns betroffenen schweren Verluste sagen wir unseren herzlichen Dank. NamenS der Hinterbliebenen: Familie Johannes Hill. Pferdefleisch und -Wurst - Dauerware ? Off. unt. Preisangabe an Heinrich Schultheiss, Kranksurt a. M., Mainzer Landstraste 163. heimgekehrte Kriegs- und Zivilgefangene Fragen der Kriegsversorgung, Arbeiterversicherung usw. MlsbM W Wtzk der tztstschey Kriegs- »hü ZioilgtsmigkStü. beratungsftclle Mein §ohn Robert Rärwurm Leutnant und Führer -er 4- Kompagnie Infanterie Regiments Nr. U6 ist am 20. 10. 18 schwer verwundet im englischen 24. Generai'Hofpital in Frankreich gewesen und dort am 7. 11. 18 gestorben. Ich bin jedem von Herzen dankbar, der mir Nachrichten über meinen Sohn geben kann oder angibt, wo das englische 24. General-Hospital lag. Unkosten werden ersetzt. 5382D Käsrourm, Puspern bei Trakehnen. Karten zu 3, 2 und 1 M. in der Musikalienhandlung von E. Challier, Neuenweg. - Programme daselbst. thal, Klavier zu 4 Händen. 5373V Frauenchor, Leitung: Frl. E. Felchner. in Stehen. Der Verein beabsichtigt, die Ansprüche, die seinen krtegSbeschädig» ten Mitgliedern und den Hinterbliebenen (Witwen, Waisen. Eltern« Sewesener Mitglieder aus Grund er Verordnung vom 8. Febr. 1919, soziale Kriegs beschädigten - und Hinterbliebenenfürsorge betreffend. Lusteben, unentgeltlich zu wahren. Cs wird daher ersucht, die Per- Beschrankung in der Erwerbssähig- nach Prozenten) und die Höhe der und ständige cUeberu)adiungen kaufmännischer, banktechnischer, industrieller u. landwirtschaftlicher Unternehmungen. HORCH Personen-, Geschäfts-, Last-Kraftwagen Diplom-Ingemeur FRITZ SCHILLING Gießen, Frankfurter Str. 23, Telephon 906 Aue frei gewordenen Heeresbeständen eine Partie neue wasserdichte Wagen« und Pferdedecken ans prima feldgrauem Flachssegeltuch sofort vom Lager lieferbar. Laut Verfügung der Militärbehörde erfolgt der Verkauf nur an Selbstverbraucher. 5546 Ludwig Lazarus Wäsche wird wie neu und Hüten- weist nur mit °*» ^LudroE Aufführung gelangen: Kompositionen Schubert, Händel, Beethoven, Schumann, Brahms, Chopin, Raff, Robert Fuchs. Aedelungsbau. An Kunttsteinsabrikanteu und Bauunternebmer usw. können unbeschränkt groste Aufträge auf Herstellung von Beton Hoblblöcken gegeben werde» Glatte Arbeit, hoher Verdienst. Anderes unter F. C. 4461 an Rudolf Moffe, Cassel. 547Hsi ^Deutsche Tlebisions- und Treuhendgesellsehaftm. b.X. Königsplatz 59. Cq,S8&1» Fernspr. 2049. Dlenstbacli L Moeblns, Berlin W 56 Oberwallntralla 29 auf das Konto des Rekord-Film-Konzerns Dr«»rSag it. Donnerstag von 6 bis 8^Uhr nachmittags in Sietzen, Gewerbeschule. Mrchftratze (6. Schriftliche Anfragen an den Leiter der Beratungsstelle des Volksbundes, Gießen, Gewerbeschule, Kirchstraße 16. 5522 V eit sre-re« Lthrergth Tic in g, S>" As RetarÄ-FilM-Kepierwerke, lekord-Liehtaploltheater-BeeellsebalL ______ . Eekorfl-FHmverlelh-eeeeUeckin, Direktion Jsüum Ältiaefce.fcetpeii, Bekerl-FUm-GeieUaeliatt. Der Konzern hat in Dresden-Laubegast ein unmittelbar an der Elbe liegendes Besitztum mit altem, 15000 qm großem Park erworben, auf dem ein kleines Atelier steht, dessen Erweiterung xu einem alle technischen Notwendigkeiten und Möglichkeiten berücksichtigenden Großatelier bereits in Angriff, genommen wurde. Der Umbau wurde dem bekannten Spezialisten auf dem Gebiet des Atelicrbaues Brun#' Buch. Berlin übertragen Sie «.Bahnhotrtr i '*®7> Gew iür» idrol‘ itenbänder; ^et.Reilickti unten Bänden, iirlutilh “»c Mms^almn ZäuäTvxsS Illi ifllid) Kisch n |eb^l:eni,te8<» n -OBtunb an ncudung von der aktuellsten DergungeTweit bei einem Leserkreis, b.i dem nran Jic nvbl cm wenigsten erwarten würde, bei den schultungen. Ueber den gegenwärtigen Bmherscl>muct der englischen männlichen Sckmliugcnd g.bt ausführliche Ans- lunft T. C. Bridgrs m einem Aufsatz dcr „Daily Mail ", der aut Grund einer Umfrage bei bei Iugendichiiststeilem, Redak euren der Knrterz^t- idniiint, Schülern und Le'.»rern g s l.rieben ist. Wir dürren toobl anncbmcn, daß unsere Jungens einen Lhnlittjcn Ge chmack entnicfeln, u-.id drsbalb wird cs interessieren, zu hören, was die englisches zinaben icfct liefen. Abenteurer- und Entdccfer- gcschich'en sind am beliebtesten. ErzählunA.-n, in denen kühne Reisende sch auf einsamen Kvraslrn- Tinen häuslich etnridxen, »verdcn versttilmrgen: aber diese neuen Robntsvnade.i müssen mit allen „Errungenschaften der Neuzeit" ausgerüstet lein. Denn dic Reisenden mtf ihren wilden Inseln nicht aus irgendeine Weise sich Flugzeuge, drahtlose Telegraphie, Grammophone und elektisches Licht zulegen, dann ist die ganze Geschickte nichts wert. Otarn gelesen werden immer noch Sckrulgesckückten; aber sie müssen irgendeinen geheimnisvollen Vorgang behandeln. Die Detektiv geschickte, die seit einiger Zeit in der Jugendliteratur einen so wichtigen Platz einnimmt, wirft ihren Sdxatten auch in die früher viel harmlosere Schulgeschrchte hinein. Die Abenteurer- und Reisegeschichten dürfen nickt mehr die Polarzonen, die eine Zeitlang so viel ^handelt wurden, zum Schauplatz haben. „Seit der Entdeckung der beiden Pole ist für den Knalen alle Romantik von den Gegenden des ewigen Ei es weggenommen, 9richts ärgert einen Jugendschrist steiler mehr, als- wenn er hört, daß wieder einer von den weißen Flecken auf der Weltkarte bur.1t eine neue Entdeckung auSgefüllt worden ist. Er fühlt dann, daß das Gebiet, auf (.cm sich feine Pl)antasic bewegen kann, immer mehr zusammen schrumpft. Man muß damit rechnen, daß in den ftrüchsten 20 Jahren kaum noch eine Quadratmeile auf der Erdoberfläche imentte'ft und unbeschrieben fist, und dann wird di: Gl.n zzeit des ReiseromanS für die Jugend vorbei sein. - .< (Zugendschrist' steiler werden sich bann entweder in das Innere der Erde oder auf den Mond und Mars flüchten »nüssen, um für ihre Phantasie genügend Spielraum zu haben." Das Thema, das bve Jugend von heute aber am allermeisten anzieht, ist die Luftschisfahrt, und keine Geschichte wird volle Befriedigung Hervorrufen, wenn nicht wenigstens ein Abenteuer in der Luft geschildert wird. Letzte Nachrichten. Pariser Berhandlungen. Paris, 5. Mai. (WTB.) Tie ^Liberte" weist in einer Besprechung der gestern im Treierrat erörterten Frage der Kabel darauf hin, daß unter den von Frankreich verlangten, das deutsche Kabel: Emdcu — Brest — Tatar — Pernambucv mit dem französischen Kabel verbunden werde. — Die „Liberte" sagt, daß die Frage des linken Rheinufers noch einmal in die Diskussion gezogen worden sei. Tie Bedingungen für die französische Besetzung seien jedoch endgültig geregelt. Nachwirkungen dcr Pariser Maifeier. Paris, 5. Mai. (WTB.) Auf den Beschlich der sozialistischen Partei haben Compere Mo- r e l und Bouillon angesichts der ^m-fomm^ — Hesses Volksbücherei. Leipzig, Hesse & Becker Verlag, ^ede Nummer 50 Pf. In Hesses Volksbücherei, dieser allbekannten wohlfeilen Sammlung, sind wieder mehrere Werke erschienen, Wie als fesselnder Lesestoff willkommen sein werden. Wir finden wunderhübsche heitere S hingen des bekannten Kulturhistorikers H. W. („Ter Leibmedikus", „Die Tichlerprobe", Nr. 1246) und des feinsinnigen Dichters Heinrich Seidel, des Vaters oes Leberecht Hühnchen („Thüringische Kartoffelklöße", Nr. 1230). Auch die kurzweiligen Schnurren des plattdeutschen Dichters Heinrich Bandlow („Ut min Apteift", Nr. 1247) werden gern gelesen werden, ebenso die flott vor- gctragene, liebenswürdige Erzählung „Tie Kameradin" aus der Feder der Gräfin Baudissin (Nr. 1239/40). Endlich seien drei vortreffliche Humoresken der Dichterin Marie Stona („Reich gefreit" u. a, Nr. 1248) und unterhaltende Skizzen des bekannten Schriftstellers Konrad Rcmling („Ter amerikanische Segen", Nr. 1261) erwähnt. — Die Trennung von Kirche und Staat. Nechtsgutackten für das Konsistorium der franzosisck>-reformierten Gemeinde zu Berlin. Von Joh. Victor Brriit, Dr. jur et Phil. o. ö. Professor der Rechte in Marburg. Verlag von Gse- lius, Berlin W 8. Preis 1,75 Mk. — Eupho rion. Zeitschrift für Literatur- geschickre. Herausgegeben von Joseph Nadler und s)lug. Sauer. 22. Band. 2. Heft. Buchdruckerei und Verlags-Buchhandlung Carl Fromme, G. m. b. H., Leipzig und Wien. — Von den unter dem Sammeltitel „Wissenschaft u. Bildung vom Verlag QnelleLMeyer. Leipzig, herausgegebenen Schriften sind weiter erschienen: Band 4. Politik, von Professor Dr. Fr. Sdier-Somlo. Band 74. Die deutsche Revolution 1848. Von Geheimrat Professor Dr. Erich Brandenburg. Band 151. Vom Wi- kingerschifs bis zum Handelstauchboot. Von Professor Dr. Bernhard Schneidler. Preis 1,50 Mk. für jeden gebundenen Band. — Diegro ße Woge. Ein Roman aus bet Franzosenzeit. Von Georg Lehfels Geh. 5, geb 7 Ml. 281 Seiten mit Buchschmuck. Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. * Eine Eisenbahnbrücke zwischen kTeylon und Vorderindien. Zur Zeit wird, wie der „Prometheus" berichtet, der Plan einer Eisenbahnbrücke zwisckren Ceylon und dem Festland Vorderindien erwogen. Die Verhältnisse hegen hier ähnlich wie zwischen der Südseeküste von Florida und der Insel Key West, wo die lieber* brüdung der 250 Kilometer langen MoereSstrecke durch eine langgestreckte Kette von Reinen Inseln ermöglicht worden ist. Zwischen bet Südostküfte Vorderindiens und der Nordwcstküste von Ceylon liegt eine als Adamsküste bezeichnete Kette größerer und kleinever Inseln und Sandbänke, die zum TeU auch schon durch Brücken miteinander Der* Kunden sind. Man will nach dem neuen Plan Dämme und Brücken miteinander abwechseln lassen, um den zeitweise sehr stark auftretenben Strömungen eine Reihe von Durchlässen zwischen einzelnen Inseln offen zu lassen. Kreis Lauterbach. O Aus dem Schlitzerlande, 2. Mai. Leute feierte Lehrer Go mpf in Uetzhausen fern 50jährigeS Dienstiubiläum. Die Sckulbehörde, die Pfarrei Kreuzersgrund und der DezirkSlehrerver- ein Schlitz, dessen Obmann der Jubilar feit 40 Jahren ist, überreichten ihm wertvolle Geschenke. Aus brm besetzten Nheingebiet. = Wiesbaden, 2. Mai Ein hiesiger Einwohner, der am Biertische sich über Beirnen unb Frankreich mit dem Götz-von Be. lichingen Zitat entrüstete, wurde dafür vom franzötischen Gericht zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. — Zwei Wiesbadener Hotelbesitzer müssen je 5000 Frcs. Geld» strafe zahlen, weil sie von der deutschen Militärverwaltung Automobile gekauft und den Kauf der ranzösischen Behörde nicht angezeigt batten. — Mainz, 2. Mai. Die sranzösischc Provinzialverwaltung ersuchte den Oberbürgermeister um Bereitstellung von Privat Wohnungen ürfranzösischeOffiziersfamilien. Aus Stadt und Land. Gießen, 5. Mai 1919. Die Neuregelung der Beamten- und Lehrergehälter der Stadt G»etze«. Tic in der letzten Stad roewrdnetensitzvng an» , genommene Vorlage bezweckt, du: in den Jahren 1912 und 1913 unterbliebene Regelung nunmehr ; «ack/raglich durckrzusübren. Für die Reg lintg derBeamtengehälter hot maßgebend, laß c« Gehälter der Beamten der Stadt (Sieben hinter tenicnig.*n der übrigen städte Hum Teil neit -u . ückbleiben. Tie aegenwärtige, rein äußerliche K l assen- Einteilung der Beamten iit beseitigt. Für btc GehaltSordmr .7 sind die Beamten eingeteilt in: 1. Berwal.mtgZbeamte mit bat Unierabtcilun» Sn «Ilffv meine Berwalmin, 'iassenvenoallung, aurernal uiuT, Betrieb-W. ultung, Polizcivcr' Koltun o 2 Tack,krisch: Beamte mit den Untera'o- ttüunnen Bauvernaltmig, Betriebsverwaltmig. 3, Pesti eibeamte. 1. Sonstig.' Beamte Diese Grup» rteruim ordnet die Beamten nach der Art ihrer AmlsverrÄ^ ungm, gewährt etien ileberbhef über die in den einzelnen Verwaltungszweigen wirken' bat Beamten und bietet eine Inaucksxrre Gründ' läge iür Wahlen zu Beamienausschüssen. Tie letzte 0>chaltsordmtng vom Jahre 1908 enthi.lt 6 3 Diestbezeichnunaen: die hier vorge'cklagene enthält nur 38 Dienstbe-eickmungen. D e bi^ier ganj DemariXäJig'.e, aber äußerst trühtigc Ausblldung der Beamten findet in der Vorlage erstmals eine eingehende Regelung, die sich auf den Vorbereitut«^ienst, die Assistenten' unb Sekretär Prüfung bliebt. .Die Einfühlung einer ' Ldli'ckLN Lekretärprüsung bezweckt, denjenigen Beamten, die eine mittlere Staats' Prüfung nicht "abgelegt haben, das Auftückett in sefretärnrHcn zu ermög idm. Tie bisherig.' Ausrückungsfrist von 3 zu 3 Jahren ist beibefalten und« vorgesehen, daß alle Beamte vom Anfangs' zum Höcki gel?alt Bnial aufrüden. Damit die Beamten möglich t frubödhg in den Genuß eines angemessenen Gelxilts gelangen unb im Hinblick auf die in den nächsstn Jahren noch lterrschende Teuerung sind die Steigerungs'- sätze in den ersten Jahren c, in den späteren Jahren niedrig:r. Ter "b'i g für Drenst- wohnungen beträgt . t, \ »altern von 3000 Mark aufwärts 10°/o, bei ni origer en Qk haltern 8% des l^halts. Tie rcrcinzelt vorgesehenen Di en stz u l a gelt sind ousi'ahmslvs nicht ruhe- gehaltSberechtigt. Bei der Einreihung der Beamten in die Gehaltsstufen der neuen Gehaltsordnung ist darauf Bedacht genommen, daß der niedrig ‘e Aufbesserungsbetrag 350 Mark und der höchste 750 Mari beträgt, g.gen 100 bzw. 500 Mk. bei dcr im Jahre 1908 vvrgenommenen Regelung. Es sind ebig.-reiht in D 6e r ft a b t f el’r e t ä r 1 l'tellen die geMiwättigen ©tabticTcetäre, die die Prüfung rür die mittleren Stellen im Finanz-, Justiz- oder Verwaltungsfach abgelegt haben, in Stadt sckretarstellen diefenigm, die gegen* toärlia eine Sekretärstelle bekleiden, in Stadt- a s s i st e n t e n st e l l e n alle in den bisherigen » lassen 6, 7 und 8 Angestellten, auch ohne daß iie die Assistentenprüfung abgelegt haben, in 8 er» waltungsgehilfen st eilen diejenigen bisher nicht airgestellten Gehilfen, die am 1. April 1919 zehn Jahre bei der Stadt tätig sind, das 30. Lebensjahr vollendet und befriedigende Dienstleistungen auszuweisen baten. Bei der Einreihung in die Gehaltsstufen der neuen Gehaltsordnung bleiben den Beamten die gegenwärtig laufenden Aufrückungsfristen gewahrt. —- Bei der Regelung der Lehrergehälter ist die Gleichstellung der Lehrer der städtischen Volksschulen mit den seminaristisch gebildeten Lehrern an den staatlichen höheren Lehranstalten durchaeführt. Maßgebend hierfür war die gleiche Vorbildung, dic Ktleickren Lebensverhältnisse, die gleichen Arrsordc- rungen an das Lehrgcschick und der Hinblick fluf die zukünftige Einteitsschule. Auch die R e a l - lehrer an der städtischen höheren und erweiterten Mädchensckuile sollen den Reatlehrern an den staatlichen höheren Lehranstalten gleichstehen. Tie Gehälter der Volksschullehrerinnen, der Schulverwalter, der Schulverwalterinnen, der Lehrerinnen an der höheren und erweiterten Mädchenschule und der Handarbcüslehrerinnen sind etwa in gleichem Maße erhöht, wie die Gehälter der Volkssckmllehrer, mit der Maßgabe, daß in den ^lnsangsstusen höhere Beträge vorgesehen sind. Die Mielentschädigung Wohnungsvergütrmg > ist nach dem Wunsche der Lehrer von 600 Mark aus fTOO Mark erhöht worden. Unter Beibehaltung des biSter bestehenden Verhältnisses war demgemäß die Wohnungsvergütung für die unverheirateten^ Leh- fcet, die Lehrerinnen und die verheirateten Schulverwalter auf 400 Mark, für alle übrigen Schulverwalter und die Schulverwalterinnen auf 300 Mark iestzuseken. Die Zulage der Hauptlehrer rst von 600 Mark auf 700 Mark erhöht. Die bisherigen Amsterdam, 5. Mai. (WTB.) Nack Met^ düngen aus Belgien haben dort am 4. Mai große Kundgebungen gegen die Beschlüsse des Dveierrates und zugunsten besserer Friedens- bebingungen stattgefunden. Avfrückunssfristen sind für daS gekamde Lehrperional bnbebal ten worden. Die finanzielle Wirkung der Vorlage ; ist, wie bereits im SitzungSbenckt der Sladtverord- । netrnwn'ammtunfl mügetdlt, nickt sehr erheblich < Ta die sveoaltsiätze der Vorlage mit Wirkung vom , 1. April 1919 in Kraft treten, ergibt fick für das < Rechnungsiahr 1919 eine Mehrausgabe iür dic Scannten von 52 485 Mk., für daS Lebrtvrfonal von 22029 Mk, zusammen eine Mel)rauSgabe von 74 514 Mark ** RoteS Sreuz^ Die Materialien. Abteiluna des Roten Kreuzes, Darmstadt, Altes Palais, hat vom Kriegsbeyinn bis zum heutigen Tag Kriegs- und Ztvilgesangene mit Liebesgaben unterstützt. Für unsere heinv- kehrenden, im Durchgangslager Gieren vorübergehend unterrubringenden Gefangenen werden Liebesgaben im Wert von über 100 000 Mark dereugestellt. Die Materialien-Abteilung bittet um Spenden durch Postscheckkonto 13316, Frankfurt a. M. ** DieDeutschcBolksvarteihat nach eingehender Beratung von Handwerkerrra- gen beschloffen, an den Oberbürgermeipec der Stadt Gießen eine Eingabe zu richten, in der die Wiederaufrichtung der infolge les Krieges eingegangenen oder in ihrer Leistungsfähigkeit bedrohten Betriebe, die Unterstützung der Handwerker bei der Beschaffung von Rohmaterialien, UeberlassungvonRoh st offen aus städtischen Betrieben und Waldungen zu günstigen Preisen, Schaffung hinreick.rnder Ar- beüsgelegenheit, insbesondere baldmöglichste B e r- Hebung von A rbeit en, die während des Krieges zurückgestellt wurden usw. angeregt wird. Um die vor dem K iege ä ißecst ungünstig hervor- getretenen Preisunterbietungen von vornherein auszuschalten, wird vorgefchlagen, das Sub- missionswefen alsbald auf neuer Grundlage derart zu regeln, daß die Ausstellung von Boran- schlügen, die Vergebung der Arbeiten usw. unter gutachtlicher Mitwirkung von Sackverständig^'n ans ben einzelnen BernssgrUppen erfolgt, daß weiter die Einteilung der Lose derart stattsindet, daß auch den wirtschaftlich schwächcr-cn, aber teckmisck leistungsfähigen Gewerbetreibenden die BeteUigrurg ermöglicht wird. Landkreis Gießen. -m. Hungen, 5. Mai. Wieder ist ein alter ft‘rieg§nettran von 1870/71, der 70 jährige Land' wirt Theodor F r n t i g, nach tän^rem Kranken' lager aus dem Leben geschieden. Er wurde am Sonntag nachmittag unter zahlreicher Beteiligung zur letzten Ruhe bestattet. u. Steinbach, 2. Mai. Am letzten Sonntag fand auf Einladung des hiesigen Kirckeiwor- standes in unserer Kirche eine sehr gut besuchte Versammlung zur Gründung einer Ortsgruppe des Volksbundes znm Schutz unserer Kriegsgefangenen statt. Kaufmann Boller und Hausvater Loh-Gießen sprachen über die Aufgaben und Zwecke des Dollsbundes, wahrend ein ehemaliger Angehöriger des Jns.-Rgts. Nr. 116 seine Erlebnisse mitteilte Die Versammlung sprach fick einstimmig für Gründung der Gruppe unter Leitung beä Kirchenvorstandes aus. Bis jetzt sind der neu- gegründeten Ortsgruppe 142 Mitglieder beigetre* ten mit einem Beitrag von 316.50 Mk. Strrid Büdingen. 4 Ortenberg, 1. Mai. Am Sonntag nachmittag 2Vs Uhr fand im Darmstädter Ho eine Versammlung der Bezirksstelle Ortenberg des Rerchsbu ndes für Kriegsbeschädigte, Kriegsteilnehmer, Kriegsgefangene und Z^riegShi.it.rbliebene statt, bei der Kriegsteilnehmer Sauer-Frankfurt a. M. über „Tie Bestrebungen und bLh-Tigcn Erfolge des Reichsbundes" und Kassenb amter Hrch. Pfeiffer - Nidda Über den „Gautag Frankfurt und die Tätigkeit der Bezirksstelle Ortenberg" sprachen. Der Reichsbund gewann in Ortenberg bisher 35, in den angeschlossenen Gemeinden 55 Mitglieder. — Nachdem die bisherige Kindergärtnerin Frl. Arbogast in ihre elsässische Heimat zurückge- kehrt ist, wurde die Station zur großen Freude der Gemeinde wieder mit einer Tiakonisse, Schwester Ehlotilde Pabst, Tochter dcs Pfarrers Pabst-Eckartshausen, besetzt. — Auch die 3. Schul stelle wurde wieder unb zwar mit einer Lehrerin besetzt. Kreis Alsfeld. M. Vadenrod, 2. Mai. Während in unserem Tärfchen, welches etwa 400 Seelen ; zählt, im Jahre 1917 vierzehn Geburten : stattfanden, brachte uns das Jahr 1918 auch nicht eine einzige. Bon den 14 Kindern aus ' dem Jahre 1917 sind aber nur noch 9 am Leben, also über ein Drittel starb bereits. Das ist eine Sterblichkeitsziffer, wie man sie l bei Kindern im ersten Lebensjahr hier noch i nicht gekannt hat. Der Doppelgänger. Roman von Carl Schüler. Fortsetzung Nr. 18. Dorival sah daS junge Mädchen an. „Wissen Sie, was Sie getan haben?" fragte er ne di einer Weile. „Nein!" ... „Sie haben mir den Emil Schnepfe in einem treuen Licht gezeigt. Er muß wirklich auch gute Seiten baten, daß Sie so fest zu ihn halten Jemand zu haben, der so mit Sie durch dick und bürm mitgeht, sich durch nichts den Glauben an den Freund nehmen läßt, ist ein großer Gfammn. der niemanden unverdient in den schotz fallt. Ich will nicht weiter mit Fragen in Sie bringen, Denn Sie ater einmal einer Hilfe bedürfen sollten, werte ich es mir zur Ehre anrechuen, wenn Sic sich dann an mich wenden wollten." „Ich danke Ihnen." sagte Grete Lotz schlickt, timn griff sie wieder nach ihrem Täschchen und kchob sich. * Diesmal brauchte Dorival nickt zu warten. Herr Direktor Zahn empfing ihn sofort. „Was sagen Sie zu dem Erfolg, verehrter Herr Baron?" rief er ihm entgegen. „So arbeiten wir! liebertrifft das nicht Ihre hochge- svanr testen Erwartungen? Ist das nidjt tervor- ugtr.b?" „Hm machte Dorival. „Wir haben auch keine Mühe gescheut, ferne Kosten' Wir haben ein Netz über ganz Berlin gezogen, ganz abgesehen davon, daß wir — hm! — sechs ter vorzüglichsten Beamten nach den großen Bädern entsandten. Nun, Schnepfe ist in Berlin. Das weitere ist Kinderspiel. Uebrigens doch noch mit schr — hm! — sehr bedeutenden Kosten verknüpft!" „Hut . ." machte Dorivrl. .Darüber werde ich Ihnen aber noch schriftlich Mitteilungen zugehen lassen, Herr Baron. Zufällig tesindet sich Herr Crusius, der bei dem Zr.sammenswß mit dem Verbrecher tewunbet wurde, hier im Hanse. Ich werde ihn rufen lassen. Er soll Ihnen selbst den Hergang erzählen." „Ja, bitte!" sagte Dorival. Herr Crusius trat ein. Dorival erkannte in ihm auf den ersten Blick den Mann wieder, ben er im Kaiserhof niedergeschlagen hatte. Zu feiner Befriedigung sah er, daß die mißhandelte Nase nur eine leichte Geschwulst zeigte. ~ „$>err Crustus — Herr von Armbrüster! stellte Tirekior Zahn vor Dorival saß so, daß durch den schmalen Streifen, ter zwischen ten Fenstervorhängen frei geblieben war, das harte Licht der Dmtersonne voll auf ihn siel Als Herr Crusius ihn wahrend ter Vorstellung näher ansah, blieb ihm vor Schreck die Redensart „Sehr erfreut" zur Hälfte im Halse stecken. Crusius öffnete den Mund, aber es entrang sich lhm nur ein unverständ iches Gemurmel. Staunen und Schreck machten ihn sprachlos. „Tie Herren temten fid)?" fragte mtereffiett der Direktor. , _ . , „Jawohl, wir kennen uns?" sagte \ortMl. „Ich habe ihm doch gestern ben Puff auf die Nase gegeben!" „Was-" „3a, ich?" „Er wollte mich verhaften! Anstatt mich oox Verhaftung zu schützen, störte er mich mitten aus meinen musilalischen Genüssen aus, um mich nach dem Aleranderplatz abzufühven. Tas habe ich mir natürlich ernsttich terbeien. Ich hoffe. Sie werden ernsehen, Herr Crusius,,daß ich Grund hotte recht ärgerlich auf Sie zu sein. Ihrer Nase hat der Schlag übrigens wenig geschadet. Na — immerhin will ich Ihnen gern ein Schmerzensgeld geben —" Dorival entnahm seiner Geldtasche ein Goldstück . . . Beim Anteick des Geldes gewann Herr Crusius die Sprache wieder. „könnten Sie nicht noch eins bawfcgen?" sagte er mit kläglicher Miene. „Das war ein furchtbarer Schlag, den Sie mir gegeben haben! Ich war die ganze Nacht krank!" „Meinetwegen," sagte Dorival. „2lber Sie müssen jetzt nnt mir nach dem Hotel Kaiseryvf fahren unb dort Ihren Irrtum reumütig em* gestehen. Ich könnte ja sonst nie rowter das Hotel betreten, ohne befürchten zu müsstm, für Herrn Emil Schnepfe gehalten zu Serben, «uver- dem habe ich noch einen Mantel unb einen öeroen* Hut dort hängen. Die können Sie mir m meine Wohnung bringen." „Ater grnnß, gern, beeilte nch^Herr Cru- fius zu versichern, während er des SchmeLHens- So'tange hatte Herr Direktor Zahn gef4n*= gen. Jetzt hielt er es für angebracht, sich in die Verhandlung zu mischen. „Tas ist ja unerhört " schrie er feinen Untergebenen an. „Ich lasse das nicht so durchgehen. Tas kostet Sie etn ganz empfindliches Strafgeld. Wo würde ter Rus meines Jnstittltes bleiben, wenn ich eine solche Dummheit nicht bestrafe? Ich muß Sie um Entschuldigung bitten, Herr Baron! Crusius! wo haben Sie nur Ihre Augen gehabt? Hoben Sie tenn Ihre Instruktion oan> vergotten? Was habe ich Ihnen gesagt? Ich habe Ihnen getagt, test Sic gerate wegen bie-'er Achn- lichkeit sehr vorsich ig zu Werfe gehen müßten. Ich habe Ihnen gefatn, daß Sie, wenn Sie Jhi^r Sache nicht ganz sicher sind, sich zunächst von dem Herrn, den Sie für Schnepfe halten, die vom Polizeipräsidium ausgestellte Legi imotionskarte zeigen lassen sollen Hätten Sie eine solche Bitte in höflicher Form vor gebracht, würde Ihnen bet Herr Baron gern seine Karte gezeigt haben." Er blickte Dorival fragenb an. „Aber selbstverständlich!" bestätigte dieser. Leist fügte er hinzu: „Angenommen, daß ich sst bei mit gehabt bä te." „Ta hören Sie's?" fuhr bet Direktor fort „Sie hatten sich die Karte z-.ftgen lassen sollen, bamt wäre dieser skandalöse Zwischenfall vermieden worden. Ick bit'e nochmals um Entschuldigung, Herr Baron! Sie dürfen sich aber trotz des Versehens ganz auf uns verlassen. Ein Dutzend meiner heften Beamten sind hinter diesem Schnepfe der. Dir werden ihn bald zur Strecke bringen, W kann ick Ihnen auss Wort ve-sichern!" ^Fortsetzung folgt.) Behördliche Anzeigen. UTU1 Hefsische Öbersörslerei Homberg. Aktiva. 5499B ÄalRnbeftanb btt LanbeSzenttalbehörde Msvz 5453 D Ltn.d.Res. und Führer de-M.-W.-Suge4, 3 s I = Carl Nowack, Modewarenhaus 5372e 5>W siMN'TffffnnsMmnnunmnmminnnummMNNMVIWIWMM'MMllflINllllMIMNMIkffllM'«! ■ '.W, - Z 3 Der Vorstand Vogel, Brüdu sir\vn V/ tiflCTi ober verpflichten, daß die Sermteter von 85obnrdumen ber Gemeindebehörde unverzüglich Anzeige zu erftatten haben, iwtn eine seit dem 1. Juni 1917 dauernd oder zeitweise vermietet «gewesene Wohnung an einen neuen Mieter zu einem höheren Mietzins vermiedet wird, als ?hn der letzte Mieter zu entrichten hatte; in der Anzeige ist der zuletzt entrichtete und der neue Mietzms anzugeben, ß. das Einigungsamt ermächtigen, auf Anrufen der Gemeindebehörde den mit dem neuen Mieter vereinbarten Mietzins auf die angemessene Höhe herobrusehen. Ter Antrag der Gemeinde ist un- verzügftch zu fallen, notfoem ihr die Anzeige des Vermieters zu gegangen ist. Etwaige Nebenlcistangen des Mieters gelten Äs Teil des MietzinseS. . _ Bekanntmachung über Maßnahmen gegen Wohnungsmangel vom 23. September 1918. - 2. Die Gemeindebehörde form untersagen, daß ohne ihre vorhergehende Zustimmung Achtung! Für Wäscherei u. Büglerei Ädier* Stärke (fein Ersatz». Wiederver- lauter gesucht. 08887 Oss. an Korell, Frank- kurt a. BI., Florastr. 14. Stabldrabtmatraüen für jede Bettstelle nach Mab, an Jedermann. Katalog frei. tM..hv Eiaeroebellato. Sohl LTh. Fttr Rechnern® der Heeresverwaltung efngclagertes Weißkohlsaaw^Scraut li greßei Haieee ahng^ra tea des Ligen 4er BelehieieUe Itr Senate no4 Ohet in: Hamborf (Lagert alter Wilhelm Bichart Krohn, Altona-Ottonten) Geestemünde ui Morden hem (Lagerhalter üldgaard, Aktion* GoseUiahait Geestomftoäo) Bremen (Lagerhalter Lehen an L Ce^ Brera) Ilaedebnrc (LagarhalUrFardlnaatiBaknonetiol Sch!.,ISngiehirg) Lelpelc (Lagerhalter F. BAbner, laigiio-VelkraarndorO Idesni s (Lagerhalter Erich 011«.hit, Uegoitz, KlarUastraBo 8) De.izig; (Lagerhalter Fardluand Prowe, 6. m. L-. H„ Dauig) Thorn (Lagerhalter S. Eualtok? & Co.. Thora) Kammln (Lagerhalter C. XL Herbst, Grambow, Brote Kaaaln) Dnl.borr (Lagerhalter Zontr.-ElKk.-Ges., Duizbnrg, Blrsonhne). Jnicratwctiten werden gebeten, das Sauerkraut auf den genannten Lflgern zu besichtigen und Gebote unter Angabe der gewünschten Mengen an die unterzeichnete Abteilung der Reichsstelle für Gemüse und Obst abzugeben. Die Versandfässer werden In gutem Zustande bei frachtfreier Rücksendung unter Kürzung einer Fatileihgebühr von 10% je Faß und Monat zutu berechneten Werte zurückgenommen. 55olhv Reichsstelle für Gemüse und Obst Geschäftsabteilung Greelteehaft mit besehr. Haftung — Abt. Saoerkraut. Tel.-Adr.: KrieeMkrant,BerlinW57,Potsdaraerstr.74. ttrhmgrn der Bnchbivdevgr btnbc.in, tfarn bgw Buchdeuckerrien int> Berkays» buchhandlirnyen (Äichens nicht -u erzielen war, trurbe in heutiger mündlicher Verharcktuny folgen- der Schiedsspruch vrtkündet: Schiedsspruch Ten vollwertigen Buchbrndergehilfen in Buch' bindereien Giefauö wird ein Mindestwvchenlohn von 50,— Mf «währt. Solch?, die erst ausge- lernt haben, erhallen 30,— Dtk unb steigen bis zu 50,— M7. ntnerbolb 5 Jahren für jä>es Jahr Qttsprechend g?f(affdt auf. Tie in Buchdruckereien und Verla^buchhrrnd- lungen beschäftigten Buchbtndergehilfen erhalten 30,— M7 bzw. 55,— Mr., wobei die seither schon beffer bezahlten entsprechende Lohnerhöhung er* hatten. Lehrlinge erhalten vn ersten Jahre 3,— Mk., rm zweiten 5,— Mk. und im dritten Jahre 7,50 Marl WochenLobn. Tie Lohnerhöhungrtt treten mit der laufenden Lohnwoche in Kraft. Günstigere Berhälttüfse blei' den bestehen. Giesten, den 7. April 1919. Ter Schlich'.unMau-schutz: ge». Frick, Schilling, Mörschel, Reit, Leon Hardt. irerben ungefähr: 60 rm Buchen- vato 40 rm Dainbuckeiilchi.er, 1070 rm Buchen» und 80 rm L>atnbuch:itviüppcl. Gesuche der bett. Bürgermeistereien sind s.L'estens bis zum 12. Mai bei der :egddFrtlen Stelle evrzureichen. 5538 öo m b er g (Oberhelfen), den 3. Mai 1919. Vorhänge werden gestärkt und gespannt, auch gewaschen. dSgl. sein. Stickereien n. hpilMnaaehen. Bim Hüt leiDi Kleider werd, bet abiolnt. Schonung u. radell. Auskllhrg. preis w. gereinigt Marburg. Straße 22 ”eie) Mansarde. Bekanntmachung bett. Neuwahl der Stadtvcwrrmeten-BerfammluM, Trrrch BesMust der Siadtvenordnelcn-BerstmnH- lung vom 29. April 1919 ist der 1. I un i 1919 eli Wahltag für die der Stecht verordneten» Versammlung feftgefefct Norden. Tie Zahl der |i kühlenden Stadt verordneten betrögt 42. Giesten, den 3. Mai 1919. 55458 Ter Oberbürgermeister: Keller, Montag den 19. Mai, vormittags 9*4 Ubr beginnend, lasse ich gegen Barzahlung Ssfentttch meistbietend versteigern: „ , . » Eine Snloneinrichlung «Sofa, 2 Sessel, 4 Stühlr, ein Vertiko, hoher Wandsvtegel mit Jasselteb ein Speisezimmer (®üfcit, Ausziehtisch, 6 Stüble. Servante, Divan, 2 Sessel) in Eichenholz eine Btedermciergarnitur «Sosa, 4 Stüble, Plüsch' decke», ein Schlafzimmer (2 vollständige Betten und Waschtisch mit Marmorvlatte) in Ruh bäum, einen Damenschi eibtisch (cicyen), eine grünere Anzahl Stühle enen) Kaserne angenommen. Auch schriftliche Anmeb dunmn werden geprüft Späterer Standort: Darmstadt SB9D von Willich, Rittmeister. Ter Buchbrndervcrbcmd uTticnrirtt sich dem Schiedsspruch, obwohl er nid# feinen ErwaNnngen entspricht. T« Buchbindermeister lieben tifuirm, dast iie sich dem Schiedsspruch, soweit er sich aus Lehrlinge bezieht, nicht unterwerfen Tonnen, sic »rollen den Üohn für Lehrling- von Fa'.l zu Fall festsetzen, twtzdem ilricn in ntünMidjer Verband- lung natregtk-gt fturbe, datz die Bezahlung gcmLst Schiedsspruch zur Erlangung eines NachnTuchscs bringeno erstirderlich sei. Nur die Firma Emil Roth zu Gießen erftört, dast sie nicht in der Lage ist, bte für arcg-messen beLeichnnen Löhne zu zahlen. Sie wäre wohl bereit gcvesen, den Gedcksen eine Lohnerhöhung iutommen zu lassen, doch müsse sie sich selbst die Höhe derselben tor° behalten. Vorstehendes wird gema& § 28 ber Vevorbnuna der Reichsregierung veröffmtlicht. 55430 Ter Cchlick-:mrgZausschuL Der Oberbürgermeister. I. B.: Kren zie n. Lsolzversteigevung. Es werden versteiaert: DonuerStag, 8. Mai 1918, aus den Domanial- roalbbi irihen Sets, ib, Id, 3 und 6; Eickelläckier tlucrbete 2, 3a, 4a, 4b und 5b; Dacksbera 2a und 2b; Kirlckderg Sa; ElckelSdvrfer Auerberg 4 m. 5b. A. «UtzhoiA. Stämme Eicke: 7 Siilck 3. ffL — W) fhn. (1 Stück Wellbonm für Riühlradl 16 Stck. 4. Sl. — 12,45 Frn., 29 Stck. 5. Kl. - 14^1 Fm., 22 Stck. 6. Kl. -- ß-60 Fm. Stämme Birke: 3 Stil. 6. Kl. — 117 Fm. Stämme Fichte: 1 Sick. 3. ÄL — 2,12 i>in-6 ©td. 5a. SIL - 3.49 Fm, 8 Stck. 5b. ÄL = L12 Fm. Nutzknüpvel Eicke: 92 Rm. 1. KL Nutzkuüppel Sickte: 6 Rim L ÄL B. Brennholz. Scheiter: 27lL Rm. Bucke 1. ÄL (hierunter 15Rm. Felgenbolzl, N,8 Rm. Buche 2. ÄL, 1,5 Rm. ^icke. Knüppel: 14L1 Rm. Bucke, 84,4 Rm Eicke, 3 Rm. Birke, 10.9 9im. Kiefer, 1L2 Rm. Fichte. Reista: 378 Rm. Buche, HO Rm. Eicke. Stöcke: «7,1 Rat. Bucke. 23,4 Rin. Eiche. Zusammenkunft: Weaekreu^ung Taubenweg— Äretöftraüe Eickelsacksen—Etchelsdors vormittags 10 Uhr. Blau unterstrichene Rummern werden nicht versteigert Das zeritreut sitzende wird nicht vorae^eigt. Skähere Auskunft erteilt Forstwart Trietsch zu Eichetsachsen. Schollen, den 80. April 1919. Hessische Cberiörittrel Schotten. 56Ö7D I. B.: Tburn. brocke», b) Räume, die btt fm» 1. Ottober 1918 zu Wohnzwecken bestimmt ober benutzt waren. & anderen Zwecken, insbesondere als rik", Lager-, SSerfftÄtteu’, Ttenfa oder häftSrüume verwendet werden. Tie Zustimmung bad nur versagt werden, wenn das Einigungsamt sich mit der Versagung einverstwtden erklärt hat. 9 3. Die Gemeindebehörde karr» «öttmee, daß der Verfügungsberechtigte a) unverzüglich Anzeige M erwarten hat, sobald eme Wohnung ober Fabrik, Lager-, Werkstätten-, Dienst-, Geschäftsräume ober sonstige Räume unbenutzt sind, b) ihrem Beauftragten über die unbenutzten Wohnungen und Räume sowie über beten Lermiekung Auskunft zu erteilen und ihm die Besichtigung zu gestatten hat. WS unbenutzt gelten Wollt-mgen und Räume ber bezeichneten Art, wenn sie völlig leer stehen ober nur zur Aufbewahrung von Sachen dienen, sofern dem Verfügungsberechtigten eme andere Aufbewahrung ohne öärte zu gemutet werden kann, ober wenn der Berfügung^berechtigte feinen Wohnsitz dauernd oder zettweüig in bas feindliche Ausland verlegt hat. 4 4 Hat die Gkmtinbebcb6rbe dem Verfügungsberechtigten für eine unbenutzte Wohnung ot-er für andere unbenutzte Räume, die zu Wohnzwecken geeignet sind, einen Wohnungsuchenden bezeichnet, und kommt zwischen ihnen ein Mietverttag reicht zustande, so setzt auf Anrufen der Qkmcinbebebdrbt; das Einigungsamt, falls für den Verfügungsbe- rctätigten kein unverhöltnismä Nackchil zu besorgen ist, einen Mietvertrag Der Vertrag gilt als geschlossen, wenn der hnungsuchende nicht innerhalb einer vom Einigungsamte ju bestimmenden Frist bei diesem Widerspruch erbebt. Das Einigungsamt kann höbet anordnen, daß die Gemeinde an Stelle des Wohnung suchenden als Mieter gilt und beredytigt ist, die Mieträume dem Wohnung suchenden weiter zu vermieten. § 5. Aus An fordern der Gemeindebehörde hat der Verfügungsberechtigte der Gemeinde unb'nutzte Fabrik-, Lager-, Werkstätten-, Dienst-, Geschäftsräume ober sonstige Räume zur tzerrichtung al8 Wohnräume gegen Vergütung zu überlassen. Das Einigungsamt bestimmt die vöhe der Vergütung und die Zahlungsbedingungen, wenn eine Einigung hierüber nicht zustande kommt. Die Gemeindebehörde ist berechtigt, den Gebrauch der her gerichteten Räume einem Dritten zu überlassen, insbesondere sie zu vermieten. Nach Fortfall der der Gemeindebehörde erteilten Ermächtigung (§ 1) sind dem Verfügungsberechtigten die Räume in angemessener Frist zurückzugewähren. Die Frist bestimmt, wenn eine Einigung nicht zustande kommt, das Einigungsamt. Aus Verlangen des Berechtigten hat die Gemeinde den der früheren Zweckbestimmung und Ausstattung entsprechenden Zustand bet Räume wieder her- Lichtspielhaus Heute leister Tas E*a- Albert Bassermann. -©ej Ab mergen Dlonstaft Fürstenliebe russischea Hofdrama in 5 Akten. Erk6ble Biilrlltoirelial