Nr. 5$ Ter Siebter erscheint täglich, außer Sonntag-. - Beilaaen: Gießener ZamIllenblLtler; «tcisblett für den Kreis Hieße», vezug-prei,: monatl. Wik. 1.35, vierteljährlich D!k. 4.05; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.25; durch diePost Mk. 4.06 viertel- jährt. auSschl. Bestellg. fternjprech - Anschliiffe: lür die SchristleilungI12 Verlag, GeschästsstelleLl AnschristfürTrahtnach- rtchlen: Anzeiger Gtefoen. 169. Jahrgang Mittwoch, GiehenerAnzeiger » General-Anzeiger für Oberhessen«.»» 3wiIIii,,m>nddru Deutschland schickten so sei dies.nicht nur ein Gebot deck MenschLicksteit, deren S.inrme durch den Kriegslärm allMlange erstickt worden sei, sondern auch ein.Gebot verständiger Politik. Tas Telegramm schließt mit den Worten: ^,,Wrr appellieren vertrauensvoll an die fozialistisckien Parteien aller Länder, daß sie alle.Kräfte ansprrmren, damit ihre Regierung Maßregeln Mr Verhinderung des vollstmwigen Zusammenbruches des deutschen Volkes treffen, was für ganz Europa verhängnisvolle Folgen haben würde." gäbe des Flugblattes beauftragt. Die Nachmittagssitzung wurde Mm großen Teil ausg füllt durch eine Rede v-n Laase über das Programm und die Taktik der Partei. Tie Tendenz seiner Rede ging dahin, scharf gegen die sozialdemokratische Partei Stellung zu nehmen, aber auch nach links keinerlei Lvckttittv zu machen. Er protestierte unter dem Beifall des Parteitages dagegen, daß die Arkuterräte, oioeit sie auf dem Boden der fomrmiuuitrn unb Spartakisten stehen, heute in der, „Roten Fahim zum Generalstreik aufrufen. Seine programmatischen Forderungen formuliert er in folgender Weise: 1 Völlige Auflösung des alten Heeres. Sofortige Auflösung eines durch Freiwillige gebildeten Söldnerheeres. Errickstung en«r Volkswehr von Personen, die mindestens 24 Jahre alt und seit mindestens einem Jahr politisch und gewerkschaftlich organisiert sind. 2. Ausbau der bestehenden Ar bei ter rate und ihre Verankerung in der Verfassung. Wahl der Arbeiterräte .als Vertreter der werkt atiaen Bevölkerung nach demokratischen Grundsätzen. Pe- riodisck)es Zusammentreten von Delegierten der Arbeiterräte Deutschlands zu einem Kongreß. Mi^ Wirkung der Arbeiterrüte bei der Staats- und Selbstvenvoltung, Kontrolle der Behörden, das Reckst, Gesetze vorzuschlagen unb die von der gesetzgebenden Versammlung beschlossenen Gesetze ab» zulehnen. Jin Falle der Ablehunnng entscheidet endgültig eine Volksabstimmung. MitNnr- fung der Arbeiterräte bei der Betriebsführung! und bei der Turckstührnug der Vergesellsck-aftung der Produktionsmittel. , . . 3. Tie Vergesellschaftung der kapitalistischen Unternehmungen ist sofort in Angriff zu nehmen, in erster Linie auf dem Gebiete des Bernaues und der Enevgieerzaugung (Kohlen, Wasserkraft, Elektrizität), der konzen- trierten Eisen- und Stahlproduktion unb werter entwickelter Großindustrie. Großgrundbentz und große F-oisten sind in gesellschaftliches Eigentum überzuführen. , p„ 4 Einfiihrung eines Monopvls f ü r Inserate und Uebcrtragung an die kommunalen Verbände. 5. Tie den Kriegswitwen und -Waisen sowie Verletzten gemachten Versprah- ungcTt sind in vollem Umfange M erfüllen. Len Wohnungsbedürftigen sind überflüsnge Raume der Besitzenden zur Benutzung zu übergeben. , 6. Ter während des Krieges gesckmfsene Vermögenszuwachs ist vollständig M versteuern. Von allen größeren Vermögen ist ein Teil an den Staat abzuführen. Im übrigen ftnd die ^Ausgaben durch steigende Vermögens-, Einkommen- und Erbsckmstssteuern zu decken. 7. Trennung von Staat und Kirche und Trennung von Kirche und Schule, öffentliche Einhcitssckmle mit weltlichem Charakter, die nach sozialistisch-pädagogisch.n Grundsätzen aus-ugeita.- ten ist. Ansprrtch jedes Kindes auf bic fer.icn Fähigkeiten entsprechende Ausbildung und Bereit- ftelhmg der dazu erforderlichen Mittel. 8. Wahl aller Behörden und Richter durch das Volk. m , 9 Erstellung rreundschaftlicher Beziehungen zu allen Nationen, sofortige Aufitahnie derdiplo- matischest Beziehungen zur ruß'ischea Arveüo» Deutsche Nationalversammlung. 20. Sitzung. Dienstag den 4. März 1919, nachm. 3 Uhr. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung nach 3V-« Uhr. Ans der Tagesordnung stehen zu- näckstt Ans ragen. ,, Abg. Dr. Kahl (D. Vpt.) fragt, welche Schritte die Reichsregierung unternommen hat, um die sofortige Befreiung der zu Unrecht vom Feinde strafrechtlich zur Verantwortung gezogenen ober verurteilten deutschen Werkleiter zu bewirken die während des Krieges von der deutschoi Heeresverwaltung in den besetzten Gebieten Belgiens und Nordfrankreichs Jndustriematertal an- gekauft haben Darunter soll sich auch der Lmttende sitzer Robert Röchling befinden, der zu einer Zuclsthausstrafe von 7 Jahren verurteilt sei., , Ein Reglerungskommickar erwidert, baß bei den Alliierten mehrfach Einspruch gegen die Verhaftung erhoben wurde, ein endgültiger Bescheid sei bisher nickst erfolgt. Abg. Arnstadt und Gen. fragen, was die Regierung zur Beseitigung des Papier man- gelö für die deutsch Presse Mn tmll. WLickMnrrschaftsminister SB-if fcL; <6qe bei terpellation. Schluß 6 Uhr 10 Mm. Zur Geschichte unserer wassenftttlstands- angebotr. Berlin, 3. März. (WTD.) 3n einer m de, Blättern veröffentlichten Unterredung hat General Luden dorff sich auch über die Entstehung des beut* schen Waffenstillstand sangebots vom Dh- I tobet 1918 geäußert. In diesen Aeußerungen^ ist zunächst von allergrößtem Wette das Geständnis des Generals, daß er selber vom Spätsommer 1918: ab mit aller Kraft für einen Friedensschluß ein* trat. Damit wird von berufener Seite festgestellt, daß die Oberste Heeresleitung selbst es gewesen ist, die die Initiative zu unserem letzten Friedensschtttt ergriff. Was die Geschichte des Waffenstillstandes im einzelnen bekifft, so sind auf Grund einer dem. nächst erscheinenden amtlichen Denkschrift drei Stadien in ihr zu entscheiden: 1. Ende September unb in den ersten Tagen bes Oktober brängte General Ludendorff auf sofortige Herausgabe eines Fttedensangebots. Man möge nicht erst bis 3ur; Bildung einer neuen Regierung warten, die sich Der* zögern könne, heute halte die Truppe noch, wir seien noch in einer würdigen Lage, es könne ab ex jeden Augenblick der Durchbruch erfolgen. (3m Auftrage Ludendorffs ergangene Telegramme der Legattonsräte v. (Brunau und v. ßersner aus dem Großen Hauptquartier vom 1. Oktobers „General Ludendorff erklärte mir, daß unser Ange, bot sofort von Berlin aus nach Washington, wettergehen muffe. Achtundvierzig Stunden könne- die Armee nicht noch märten; er bäte, alles zu tun, damit bas Angebot auch auf bie allerschnellste Weiss durchkäme." (Telegramm des Legationsrats v. Lers- ner am gleichen läge.) Daraufhin würbe bekannt» lich unter bem inneren Widerstreben bes Prinzen Mux das Friedensangebot in Verbindung mit bem Waffen« * stillstandsangebot erläge». ' zurückkehrt. ,, , _ . .__, Abg. Ohler (Tcutsch-amtl. Dp-) die Rcichsregierung tun wolle, um dem -Um an Düngemitteln abzuhelfen Reichsminister Schmidt: .Die ReickBregiL^ rnng ist bemüht, von den Alliierten ixte ^rcigabc der Produktion aus dem besetzten Gebiet zu erlangen und tut auch sonst alles in ihrer Macht Seite gehabt haben. ,.. 0 Abg. Haa se: Die Akte der Willkür häufen sich in einem Mäße, wie wir es unter dem alben Regiment niemals .erlebt haben. Am 28 Fcbr. ist 'der Präsi)ent der Republik Oldenburg, Jxnuffc Kuhnt, auf Anordnung angeblich von Nvske (Zuruf : Nieder mit Noske ’) bcrlyiftet motfxnr, als er atts einer Sitzung des Ministeriums kam. Klara Zetkin: Ich habe 111.IM gegen bie Absendung von Prvtesd-Telegrmnmeir, glaube aber, daß man dieser Regierung eine zu große Ehre erweist, wenn man ihr einen Protest emreccht. (Lebhafte Zustimmung.) Wir müssen aber außerdem ein Flugblatt herausgcben, das wir in Millionen von Exemplaren unter die Ma,fen werfen damit das Volk erkennt, daß die Regung Eberts I von Kapitalishm-Gnaden imendlich md blutbesudelter ist, als die Regierung Wilhelms 11. Es wird dann die Zentralleittmg mit bet Details- Der Generalstreik in Berlin. Die Groß-Berliner Arbeiterräte haben den Generalstreik beschlossen, ohne vorher bestimmte Forderungen aufbestellt zu haben; erst nachträglich hat man sich über solche geeinigt. Es handelt sich also um ehre politische Bewegung, was auch auf dem Parteitag der Unabhängigen, der gegenwärtig in der Reichs- Hauptstadt tagt, offen zum Ausdruck gebracht warben ist. Wie weit die Unabhängiben in Berlin an Boden gewonnen haben, läßt sich noch nicht recht ersehen, aber in ihren eigenen Reihen sind radikale Elemente, bie am liebsten noch eine eigne, gesonderte Gruppe bilden und sich trennen mikf) ten von denen, die an Verständigungsverhandlungen mit den Mehrheitssozialisten denken. Frau Zietz war eine Vertreterin dieses Standpunktes. Nun wird die Partei Scheidemcmns wieder in eine schwierige Lage kommen. Soll sie um die Seelen der gemäßigten Unabhängigen werben unb demgemäß vor- lichtige Verständigungspolitik machen, oder soll sie es auf bie Machtprobe ankommen lassen? Der Vorsitzende der Unabhängigen,Haase, hat auf dem Berliner Parteitag gestern Forderungen formuliert, besten die Regierung Eberl-Scheidemann schwerlich eine lichte Seite abgewinnen kann. Ueberwachung der Nationalversammlung durch bie Räte, Befugnis dieser Räte, selbst Gesetzesvorlagen zu machen - wer, dem Demokratie nicht bloß ein leeres Wort ist, tonnte sich darauf einlassen? Haase ist in der inneren Politik das, was Foch in der auswärtigen ist: er setzt die Schraube ohne 5nbe an. Auch die endgültigen „Volksabstimmungen", die er sich aufs Programm geschrieben hat, wären nur dünne Zwischenaktsvorhänge. Es steht bisher noch nicht fest, ob Haases Richtlinien die volle Zustimmung des Parteitages finden werden. Die Lage wird so ernst, daß, wie die neuesten Reden englischer Minister beweisen, auch das gegnerische und neutrale Ausland aufzumerken beginnt. sichen Abg. Stresernann >(D. Bp.): Was der Vorredner erstrebt, ist eigentlich der vollkommen versassungslose Zustand. Eins zieht sich durch alle unsere Verhandlung als Kernpunkt: das Problem' Preußen-Deutschland. Da hört man immer wieder die heftigsten Angriffe gegen Preußen. gegen die Sonderrechte der süddeutschen Staa- George sagte aus dem Wales-M einer Rede zugunsten der T s ch e ch 0 - S l v w a I e n , er wi.se nicht, ob dieses eine Gelegenheit lei, den kleinen Nationen ein id a r n en des Wo r t zuzu- rufen er tue es aber als ihr wahrer Frmrnd. Jetzt' wo sie einen großen, txrrtoirrcnben und W verblendenden Erfolg errungen hätten zeige sich bie Neigung sich über die Grenzen ihrer urajN’ I o*-.., Knalls mlszüdehnen und Gebiete zu annekttcr-n ten aber ist man viel zurückhaltender bie ilnen nid« gehörten, und l>erauszufinden, dasz EinhettsstaM mit Provmzen unmöglich lst, w bleibt ihr Land viel besser und größer sein würde, wenn nur mogttch bie Aufrechterhaltung der -bunves iie das grtvünschte Stück Lmrd, das von entern Maten, denen man aber die Möglichst zur Ent Volk versck i ebener Rasse und verschiedener Reli- Hat tun g ihrer Eigenart geben muß. Aur dteLvs- ciion verschiedener Sprache uub verschiedener Tra- lösung innerhalb^reußens heitzt es. WtderslLht Wr bewohm^^^e Rsäßen. T^r Geist der den Anfängen.. Man laste Preußen wie es ft Ervanfi0n beqimic sie zu beherrschen. Dies! seine Hegemonie ist nickst mehr vorhanden. ^>ch sti^ttn verhängnisvoller Irrtum, den ein großes vermisse in der Abfassung eine Bestrntmmtg zum. ober kleines dolt begehen könne. Heute und für Schutz der ^euftchen nn Auslande, da m den alle Zeiten beruhe ihre Straft darauf, die Freiheit nächsten Jahren viele TeuticAand verlassen müH ber eigenen Natwn zu sichern. Er hoffe, inner- sen. Weiter vermissen imr Besttmmungen übest halb 48^Stunden in Paris zu sein, und die Frie- das Recht auf Bildung und dmsbonfi-renr zu einer baldigen Lösung zu bringen, das -siedelungswesen. Der Gedanke emer svjmlm ^Amsterdam 3 März (WTB.) Dem „Te- Parlamentärsrerung schemt mrr durchmis erwa- legraaf" zufolge erhärte Churchili rnfUttter=- genswert: aber „^sesb^sw^che Parlmn^ ' daß die Zeit gekommen sei, um Deutsch- dürfte ferne rwllzlehende ^walt land die Friedens Bedingungen schlleumgst hätte ^r vorbereitende Atberten zu lerstm.D^ aufzuerlegen. Nachdem diese Bedrngungen ango- Vorstufe da'-»' Üt vrellerchl dre Arbetts^memschast. nommen seien, könne mit der Versorgung Teutsch- zwischen GrvßrndusMe , - lands begonnen werden. Mcchsmrnrster Dr. Da v c d. Ich ha^ MS London, 3. Marz (WTB.) Im Unter- der Debatte den Eindruck gewonnen, als obman Haus erklärte Churchill in seiner Siebe wer- über der Kritik das Große, Gute unb Wertvollst ter: Deutschland sei dem Verhungern vergißt, das uns drese Verfassung brmgt Dre nabe und drohe zusammenzubrrchon. Jetzt sei I rtstublikauische Staatsform, drc i^rrn stitgelccft: der Augenblick zur Tat gekommen. Wenn Deutsch- wird, ist doch feuc Kleuugkert. Wrr haben die land die ihm auferlegten Bedingrmgen a-ngenom- demokratische Republrk. in der bie lwchte Staats- men höbe könne die Verproviantierung' gewalt beim Volke liegt, und un)cr Wahlrecht und die Versorgung mit Rvhmateria- ist demokratischer als in irgendeinem anderen lic n beginnen Lande. Jetzt erst hat die Regrtruim die volle «... «„„hrtrfhtitrt h<.f balländttiüen antwortlichkeit vor bem Volk. Jetzt erst habrtl Eine Kundgebung der youanotflyen eine u^rlliche Reichsregierung. Ich freue mich, Eoziallsteu. bafe im allgemeinen in der Nationalversammlung. Amsterdam, 4. März. (WTB.) Die Lei- ein Zug zu einer mögliM mettgehmden Verein- tung der holländischen sozial de mokra- heitlichung und starken Zentralgewalt des Reichs > tischen Arbeiterpartei richtet-e an die so- zum Ausdruck gekommen ist. Aus der Arbeit erdomo-- ziachmvrratt'chm Parteien in England, Frank- kralle ruht der starke Zusammenhalt des Reichs, reich Italien unb Belgien ein vom Vorsitzenden! Es ist allerdings notwendig daß neben der voll- Blraen und dem Sekretär Matthpsen unterzcich- tischicn Demokratie nun auch die wirtschstluhe chren netes Telegramm in dem sie auf die unchltbarnii (Änzug hält, die auch im Verfaisungswen rn ver- - - ■ - » । ankern ist. Aber bet Sozialismus darf den Men- jäten nicht mit Maschinengewehren aufgezwungen norden Hier hat das deutsch Volk eine national* Weltmission zu erfüllen, sich selbst zum Heil.und anderen Göttern zum Vorbild. (Lebhafter Beiiall.)j Die Verfassungsvorlage wird an einen Aus-, schütz von 28 Mitgliedern Oertvicieii. Rackste Sitzung Mittwoch 3'/i Uhr. Polenin- Abg.' Henke (llnabh): Ter. kapitalistisch Charakter der Verfassung zeigt sich dann, daß Ent-« eignungen nur gegen Entschädigungen -ul a>sig sein sollen. Die Arbeiter sehen in ix-m aügw meinen Wahlrecht nicht ein Mittel,das sie von allem Elend befreien könnte. Sie wichen Beiseres,. um ihre Interessen wahrzunehmen Die Arbntev> inid Soldatenräte fordern mit allem Nachruck,! daß dem Rätesystem auch in der Lerchs,ung stur Recht wird. Tas Rätesystem bedeutet das Ende des Parlamentarismus. Erst wenn bie Arbeiter sehen, daß dem Uebel au die Wurzel yyangrrf i wird, werden sie zufrieden fein. Sic werden vorübergehend niedergeschlagen werden können, werden aber mit immer größerer Kraft wieder aup auf den Zechen „Hamburg" (Sinnen) unb „Franziska" (Bitten) die Belegschaften heute erneut in ben Ausstand getreten. Tie Gesamtzahl der Ausstänbigen beläuft sich auf 5438 Mann. Der Parteitag der Unabhängigen. Berlin, 3. März. Die gestern abgebrochene Aussprache über die Organisation unb Agitation wurde heute fortgesetzt. Es kam eine große Reihe von Rednern zu Worte, die BeiÄoerden über die Parteileitung zum Ausdruck brachten Besonders beschäftigte matt sich mit der sozialistischen Jugendbewegung. _ , , Abg. Bück mann erklärte: Ich hatte erwartet, daß die Vornmrfe gegen die Leitung belfer begründet gewesen wären. Besonders von den Berlinern hätte .ich erwartet, daß sie hübsch sllllgeblieben wären. (Beichll, Unruhe und große Bewegung.) Dreiviertel unserer Zeit Haden wir gebrauckst, um bie Dummheiten imeber gmzu- machen bie die Berliner verbrochen haben. (Großer Lärm, Rust bei den Berlinern: Unerhört, Gemeinheit!) Wir haben gedacht, durch unicm Eintritt in die Regierung die Gegenrevolution der Rechtssozialisten verhindern zu können. Der schlimmste Fehler war die versthlte Pollnk unserer Genossen auf dem Räteboncpeß durch ihre Abstinenz. Hätten wir damals die Regierungsgeschaste übernommen, baitn würden wir sofort die oberste Heereslcituiig bescillgt, eine vollständige Teino- bilisallvn durck>geführt und bannt alle ^oldaten- räte und alle revolutionären (Elemente auf unserer «publik und zu Polen. Wiedertzerstrllmig der Ar- beüeciiitemationale auf dem Boden einer grundsätzlichen Politik. Berlin, 4. März. Heule oonrnttag erftattete Kautsky einen mehrstündigen Bericht über die Berner Konferenz. Nach Kautsky sprach Frau Zetkin, die mit scharfen Worten die Ausführungen des Vorredners über die ganze Negierungspolitik der Unabhängigen verdammte. Sie sagte: So schmerzlich es ist, wir kommen nicht darüber hinweg, einen scharfen Trennungsstrich zwischen rechts und links m unserer Partei zu ziehen. t Dr.Dreitscheid feierte die Diktatur der Arbeiter. räte als das Mittel zur wahren Demokratie. Ditt. mann ist derselben Meinung. Das ewige Geschrei nach Einigung schädige nur die Partei. Blau (Gera) trat für Verständigung nach Links, aber auch nach Rechts ein. Barth ist der Meinung, daß nichts imstande sei, die Diktatur des «Proletariats aufzuhalten Kuhnert (Halle): Mit einer Minderheit läßt sich auf die Dauer das Rätesystem gegen die Masse mcht hal. ten. Nach einigen weiteren Rednern wurde die Be> sprechung auf morgen vertagt. Lloyd George und Churchill für baldigen Frieden. friedigende PaPirrversvrgmig bann möglich sein, wenn bas deutsche Dirtstbasts- leben wieder einigermaßen in geortmete Vahüten Das Mitteilungsblatt der Streikleitung teilt bie politischen Forberungen der Streikenden in folgender Formulierung mit: 1. Anerkennung der A.- unb S.-R.äte, 2. sofortige Durchführung der Hamburgek Punkte, bie Kommaiidogewalt betreffend, 3. Freilassung aller politischen Gefangenen, insbesondere Freilassung des Genossen Ledebour, Niederschlagung aller politischen Prozesse, Aufhebung der Militärgerichtsbarkeit, Verweisung aller militärischen Vergehen an die Zivilgerichte, insbesondere sofortige Aufhebung aller militärischen Standgerichte, sofortige Verhaftung aller Personen, die an politischen Morden beteiligt waren, 4. sofortige Bildung einer revolutionären Arbeiterwehr, 5. sofortige Aus- lüsung aller durch Werbung zustande gekommenen Freiwilligen-Verbände, 6. sofortige Anknüpfung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zur Sowjetregierung Rußlands. Der Streif in Mitteldeutschland. Aus dem Jndusttiegcbiet. Essen, 4. März. Auf den Zechen „Mathias Sllnnes 1, 2. 3 und 4" unb „Vereinigte LLolheim" ist der Streik beendet, dagegen sind und ihnen Gelegenheit zu daS Letzte Nachrichten Die Sage in Berlin . , mkgeschäfte zu erledigen. Mit Rücksicht hierauf wird die Gießener Bevölkerung gebeten, nach wie vor ihre Geschäfte an den Vormittagen zu be- rn. b. H-, Hessischer Bankverein Aktiengesellschaft, Mitteldeutsche Creditbank ein« Aenderung in ihren Kassen- stunden eintreten lassen, insofern sie an den Wochen- tagen mit Ausnahme des Samstags ihre Schalter nachmittags von 3-4 Uhr offen halten. Wie uns mitgeteilt wird, geschieht dieses, um den auswärtigen ei, den Vefiegten die «osten zu laffen. r" wichtiger Gebäude, darunter die Reichsbank, der Reichstag, die Fernsprechämter und das Haupttelegraphenamt, ferner die Lebensmitteldepots und der Schlachthof von Truppen belegt worden. Bei ein» brechender Dunkelheit durchzogen Patrouillen di« Stadt, um wetteren Plünderungen oorzudeugeu. Die Kommandantur erliest einen Aufruf, in dem die Arbeiter und Bürger Berlins gebeten werden, nicht stehen zu bleiben und die Strafen frei zu hab ten. Nur bei Befolgung dieser Ditte könne die Kommandantur für das Leben Unschuldiger einstehen. Den Anordnungen der Regierungstruppen müsse unbedingt Folge geleistet werden. Sßonta&me der Vorslaitbswahlen wurde beschlossen, mit Rücksicht auf die ständige Steigerung der Rohmaterialien eine Erhöhung der Preise für Hufbeschlaa eintreten zu lassen. Wegen gemein'chastl. Bezugs von Rohstoffen sollen Besprechungen in den einzelnen Be- tirfßücnammiungen stattsinden. " Aenderung der Lankkassenstunden. Wie aus'dem Anzeigenteil ersichtlich ist, haben die Bank für Handel und Industrie, Gewerbebank e. B. Aus Statt rrnd Land. Gießen, 5. März 1919. Wir Hcimgekehrten und da» Glück. Unter diesem Titel schreibt Werner B^ck- Gießen in der „Deutsch. Allg. Ztg." vom 2st. Februar: „Wir ftttb ein unglückliches BRk! Was uns m den langen Jahren im Felde als Furchtbarstes vor Augen stund, gellt uns Sxnm» gekehrten täglich aus dem Munde des Kohlen- arbeiters und des Miinstrvs entgegen. Ms Wahrheit? — Wer wagt an der Wahrheit unseres Unglückes zu rütteln? ©ir. die beutfdx1 akademische Fugend! Wir erleben flammenden Protest gegen alle Hoffnungslosigkeit, alles Schtvarzseherrum, alle Berzweiflung rrngSimcher. Wir sprechen nicht aus jenem blinden Optimismus heraus, der uns in lang entgtgenfrarrtn, in der Liebestätigkeit nicht nachzulasfen und nach bestem Wollen und Vermögen dazu beizutragen, das Elend dieser Unglücklichen zu mildern. ** Derkehr m^ tZucker tut Bie nensütterung. Wer Zucker für die Fütterung überwinterter Bienenvölker benötigt, Hai den Bedarf an Zucker bis spätestens 7. März 1919 auf dem Städtischen Lebensmittelamt (Zimmer 11) persönlich anzumelden. ** EinOstafrikaner. Unter der zurückgekehrten Heldcnschar der Ostafrika-Kämp- ser beftndet sich auch ein Gießener, der 2er igen und Seelisksten ist nn.’ivr frei, leit mir Morgen neu geschenkt erhieltru. Aus der llncnbltdijcit dieses Morgen inächst intfer Glück in allen Iiiutclfriteu der üfcfwmpart. Weftob« hingen, niebergvlnlten vom grättlid»? Wir wil en nur ein Werim, und Vertrauen, wr veiing^'k« steten und unser Glück! Gedenkt unserer Verwundeten. Leider hat sich in manchen Kreisen seit einiger Zeit eine gewisse DeUnahmlosigkeit !,eg nüber un eren Verwundetet» in den Lazaretten bcuierlbat gemacht. Unterstützungen von leiten der großen öffentlichen Vereine kennt man schon lange nicht mehr. Unentgeltliche Darbietung von musikalischen, theatralischen ober sonstigen unterhaltenden Aufführungen finden nicht mehr statt. Auch Liebesgaben, wie Rauchwaren, der Erquickung und Erfrischung dienende Eßwaren und Getränke gehören der Vergangenheit an. Wir bitten deshalb im Interesse aller, die in den hiesigen Lazaretten ihrer versteh Berlin, 6. März. Nachdem während des gestrigen Tages stark» Ddlitärkrafte in Berlin eingerückt sind, ist eine Reih« Oochschttlnachrichten. t Frankfurt a. M-, 3 März 3n der Philosophischen Fakultät der hiesigen Universität hat sich Dr phil Wilhelm Schügler als Privatdozent für neuere Geschichte habilittert. Seine Antrittsvorlesung behandelt „das alte und das neue Mitteleuropa". Ferner hat sich in der gleichen Fakultät Studienrat Dr. Ernst Gerland- Homburg o. d. H. habilitiert. Er wird seine Antrittsvorlesung Über das Thema „Aus rumänischen Klöstern, (Erlebtes und Erlernte»' Ueber die Ausschreitungen, die sich am Dienstag auf dem Alexanderplatz ereigneten, ist den Blättern noch zu entnehmen: Gegen Mittag hatte sich auf dem genannten Platz eine große Menge, zumeist lichtscheues Gesindel, zusammengefunden. Zwei Offiziere, die den Platz im Wagen passierten, wurden herausgerissen, blutig geschlagen und am Boden liegend mit Fuß. tritten bearbeitet. Eine Abteilung des (Barbetrain« geriet in Gefahr, von der Volksmenge entwaffnet zu werden. Als Regierungstruppen hinzukamen, fielen mehrere Schüße, worauf der Platz gef ubert wurde. Bier Männer und zwei Frauen wurden dabei getötet. Von den Regierungstruppen fiel ein Leutnant. Auf dem Görlitzer Bahnhof versuchten am gestrigen Nachmittag streikende Arbeiter die Schienen aufzureißen, wurden aber von Bahnbeamten und SoU baten daran gehindert, »m Schlesischen Bahnhof und in Moabit ist es gestern vormittag noch zu einigen Plünderungen von Geschäften gekommen Die Beamtenschaft de« Eisenbahndirektionsbezirks Berlin hat gestern beschlosien, sich nicht zu beteiligen, weil sie im Interesse des allgemei- nen Wohles die Ordnung aufrecht erhallen wissen will und auf feiten der Regierung steht. (Einen entsprechen- den Beschluß haben auch die Vertrauensleute der Ar. beittrschaft, soweit sie im Allgemeinen Eisenbahnerverband organisiert isl, gefaßt. Tageblatt, Lokol-Anzeiger, Bossische Leitung und einige andere Berliner Zeitungen sind auch heute nicht erschienen. Do- Gesetz über die Regelung . der Kohlenwirtschaft Berlin, 4. März. (WTB.) Das Gesetz über dl« Regelung der Kohlenwirtschaft bestimmt u. a.: Kohlen im Sinne dieses Gesetzes sind: Steinkohle, Braunkohle, Preßkohle und Koks. Das Reich regeltbie gemeinwirtschaftliche Organisation der Kohlenwirtschaft. Die Leitung der Kohlenwirtschaft wird einem ,u bilden den Reichs kohlenrat übertragen. Die Reichs- regierung schließt die Kohlenerreuger für bestimmte Bezirke zu Verbänden und diese zu einem Gesamt- verband zusammen. Den Derbänden liegt die Rege- lung von Förderung, Selbstverbrauch und Absatz unter Aufsicht der Reichsregierung und des Reichs- Kohlenrats ob. Die Reichsregierung regelt die Feststellung der Preise. Vor einer Regelung beruft die Reichsregierung einen Sachoerständigenrat für die Kohlenwirtschaft, der aus 45 Mitgliedern besteht. 3e 15 Mitgl eder sind nach näherer Bestimmung der Reichsregierung von den Arbeitgebergruppen unb Arbettnehmergruppen und hen Arbeilskammern zn wählen. Don diesen entfallen: Auf den Ruhrbezirk einschließlich der benachbarten Steinkohlenbezirke je fünf, auf den Saar-, niederschlesischen, Aachener, unb sächsischen Stein, und Draunkohlenbezirk, den Mitteldeutschen Braunkohlenbezirk, und die bayerischen Be. Z.rke je ein, auf den oberschlestschen Bezirk ,e zwei Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die Richsregierung erläßt die näheren Vorschriften zur Durchführung dieses Gesetzes unb kann bestimmen, daß Zuwider. Handlungen mp einer Geldstrafe bis lOOOOO Dlari, im Wiederholungsfälle außeroem bis zu einem Fahr Gefängnis bestrast werden. Das Gesetz tritt gleich- -Eilig "iit dem Sozialisterungsgesetz in Kraft 2. Am 17 Df tobe r ten Ofwrttl Luden- Korsf in einer Sabinettjfißimg zu Berlin zu fol- flOUKxn Votum: Tie deutsche Front habe besser «chniten, als er vvr zwei Wochen gedacht habe. Demi man ihm mehr Menschen ersah in Aussicht «belle, so glaube er, den »frirg fotzt führe n zu köirnen. Er ik’i:traue dabei freilid) mehr auf sein Soldatewqi^ck: iine Saran dafür, daß mir bei Fort.etzunt des Krieges ;.n ttärifch und politisch besser tx-nUrn tvürtxm. -x er nicht geben Tie politische Rcul)ölritu7u, j nach ringe brntvii Wfltuugen in tüier solchen des Krieges ein IpOKtrbfvi i. Ter Mensnzrfaö, ocr in Aussicht gestellt mvrben konnte, mar auantitari» und aualitanv u il Z it r e i chen d. Trotz einylner hevoisclter fieiftuneen war mit einer Fcsügung bet ÖeutfrfkTt Westfront bei der täglich ftrigenten technischen und numerischen Ueberiegentrit des F'indes nicht zu redjnen. Sicher mar nur, daß lÄend unb Zerstörung nicht nur über weitere Xeiw Belgiens unb Rordftrnnkreichs, sondern später auch in das eigene Land hinemgetrog'ii. werben nrütten. Tah-r brach die vvliti'ckv Reicl>sleituttg die Gespräche mit Washina!.'u nicht ab, sondern verbandelte weiter auf Der Grundlage der Wilsonschen Bedingungen!, Auch in diesem Stadium der (bttnndütng bat übrigens «General Ludendorff niemals flipp und klar den 'Abbruch der Verhandlungen verlangt. 3. Das dritte Stadium trat ein, als Marschall Fo ch seine Bedingungen für den Waffenstillstand überreichte. Diese überschritten das erwartete Maß um ein Vielfaches' trotzdem gab im Einverständnis mit der politischen Reichsleitung Generalfeldmarschall v. Linden bürg seine Weisungen dahin, daß zu unterzeichnen sei, auch wenn Abänderungen nicht erreicht würden. GS ist dies das vom Retchsminister Erzberger jüngst in der Nationalversammlung verlesene Schreiben vom 10. November. Tie Erkenntnis der Niederlage hatte inzwischen dfl Zerrüttung des Heeres feit 17. Oktober beendet Zusammengefaßt: Die Anforderung des Was- lenstillstands war schwer, noch schwerer war seine Unterzeichnung. Beides wurde durch die Oberste Heeresleitung selber gefordert und gebilligt, beides war die politisch notwendig gewordene Konsequenz unserer militärischen Lage. Kassel, 3. März. Du Gemeindewahlen schlossi bei 18 Prozent geringerer Beteiligung als |ur deutschen Nationalversammlung mit einer Mehr, beit der Sozialisten. Die Sozialdemokraten vereinigten 36734 Stimmen auf sich und bekamen 37 Sitze, die diesem Krieg so oft irregeleitet hat, jenem gesähr-z lichen Vertrauen ohne Gründe, das, während die ganze Bülche bereits ChaoS geworden ist, immer noch aus ben dcus er ntadytna hofft. — Wir bauen auf einem Wert, der ist. — Und mir sprechen auch /nicht auS unserem Kreis für ünseren 'kreis wir sprechen für euch arte, deutsche Brüder vnb edrmeflim, wenn wir rn diesen bangen Vov- frützling Ijtminrufen: Wo ist unser Unglück? Wo ist unter Unglück ? fragt ihr uns höhnend tausendsältig rovbex. Ter Feind im Land, Teutsch- land wehrlos, das Wirtschaftsleben auf Jahrzehnte vernichtet, hier und dort Mutiger Bürgerkrieg ü Wer -neigt nicht tief sein Haupt? Auch wir, auch arir! Und wir verliehen mit euch nicht bie- ienigen, die rn dieser Zeit aus dem TaumelVecheU der Lust Ber^s'enheit trinken Einmal, eben noch über das llnlnl jammernd, nun kurze Stunden der Freude sich erdiclstend, um desto gequälter ttnrni Rausch zu entgleiten. Für diesen Optimismus gibt es kein entschuldigendes Wort. Mxr — und nun kommt unser Bekenntnis — mir verurteilen ebenso hart alle ineicnigen, die unab-i lästig ein Grablied fingen. Wir leben, ivir Heim-- Skehrten, mir lelvn und haben nie die »köstliche t des Lebensgeflifls so unendlich tief empftm- den wie in diesen Tagen. Wenn brau feen nach entsetzlichem (vernetzet ein paar Augenblicke des Besinnens Tanten nne habe» wir damals nicht schon alle LebeuSgier in eine Stunde zusammeuu- gepreßt! Aber damals glichen mir denen, die beule tanzen und trinken. Denn Über ims drpht» untilgl>ar der Druck des Morgen. Wisst ihr Ta- keimaebliebeneu, «vas es heilst, die Hoffnung, triefen Ewigleilsioert, der nur vom Grenzenlosen lebt, auf ein £>eiite zu beschränken? Bon uns, die wir e8 erfahren haben, will euch Befreiung kommen. Mlenvärts f>äl/ncn Sclmmch, Irrsinn, hzmger. Ader mir leben ... und loffen. Sehl in unsere Wanten Augen, die ein fernes Gebirge Nicht ntehr mit dem Blick des Verzichts messen, die wieder len (fiten können im Glaubet:: Du kommst einmal dalstn und steigst empor! Die in den neinenten Himnrei gehen unb Erwartung jub ln, daß sich Rätsel lösen und neue Wunder auftun können. Die ein Buch des Abonds nicht mit Alrschiedsweltzurit verlassen müssen: Tu lieft es morgen doch nicht iu Ende! '.«Largeu , Ja. wir haben das Morgen Ivieder. Wir dürfen einen Faden zu knüpfen begiumm, olpte beim nächften Atemzug die -5diere der Parze zu fürdk ten, mir dürfen beim Aufbruch einer Quelle sagen: Fließe mti> werde zum Strom! Die Bahn alfl-s Geistigen und Seelisti»en ist wieder frei, leit mir ll,llamen 37 2ttze, die im Haase begrüßen ju können. Rach der Angelobung Dttstbtze De»oLraUfch« Ponei out 1V626 Summen1 wurde hie Sitzung zefchloge». 9 3 *♦ Die Fastnachtstage ginge» in Criiefcen beinahe unbemerkt vorüber. Alle Ber anstaltungen karnevalistischer Art waren untersagt, die Straßen zeigten das gewöhn- llche Bild. Die mancherlei Ermahnungen, mehr Würde an den Tag zu legen, haben in Gießen unter polizeilichem Druck wenigstens in dieser Beziehung gefruchtet. ** Der schwerverletzte Siche r- heitswachmann A. Böhm ist am Montag früh in der Klinik seinen Verletzungen erleben. Er hinterläßt eine Witwe mit 3 unversorgten Kindern in sehr dürftigen Verhältnissen. Der Mörder ist verhaftet und wird hoffentlich der gerechten Strafe für seine ruchlose Tat nicht entgehen. Böhm wird als diensteifrig und zuverlässig in seinem Berufe geschildert und war allgemein beliebt. ** Diebstahl. Am 2. d. M., abends gegen 8 Uhr, wurde in dem Parterrestock eines Hauses in der Alicestraße durch Einsteigen durch ein offenes Fenster ein Diebstahl begangen, wobei den Dieben etwa 700 Mk. und für mehrere tausend Mark Wertpapiere in die Hände fielen. Nach dem Verlassen der Wohnung wurde der Täter von einer Militärpatrouilleangehalten und der P o l i- zei übergeben. Das gestohlene Gut hatte er twch in feinem Besitz. Es konnte dem Eigentümer wieder zurückgegeben werden. Als Täter kommen drei auf der Durchreise sich dahier aufhaltende Soldaten in Frage, wobei zwei die Flucht ergriffen und einer festgenommen werden konnte. •• Abgabe frei werbender Heeres- unb Marinegüter an Kriegsbeschäbigte. Für bie Verwertung des freiroerbenben Heeres- unb Marinematerials unb sonstiger reichseigener Güter ist ein Reichsverwertungsamt gegrünbet worben. Soweit bisher bekannt ist, stehen biesem insbefonbere folgende Gegenstänbe zur Verfügung: Pferbe, Fahrzeuge, unb Geschirre, Felbbahngerät, Motorlokomotiven und Kraftfahrzeuge nebst deren Zubehör, Futter- mittel unb sonstige Vorräte, landwirtschaftliche Ma- schinen unb Geräte sowie Werkzeug, Fabrikeinrich- tungen mit ben zugehörigen Maschinen unb Geräten, (Elfen, Stahl unb andere Metalle, Holz unb sonstiges Baumaterial, Web- unb Rohstoffe oller Art. Das Material soll an bie Verbraucher ohne Nutzen abgegeben werben. Anträge von Kriegsbeschäbigten auf Zuteilung von Pferben ober Debarfsgegenstänben sind an ben Lanbesausschuh für bie Kriegbeschädigtenfürsorge in Darmstadt, Wihelminenstr. 34, zu richten, ber bie Vermittelung übernehmen wirb. Den Anträgen ist eine Bescheinigung ber Bürgermeisterei beizuschließen, bie besagt, daß der Kriegsbeschädigte die betreffenden Bedarfsgegenstände für seinen Betrieb benötigt. Sämtliche Depots, Lager usw., die Heeresmaterialien enthalten, sind aber auch berechtigt, selbständig bis zu einem Werte von 2000 Mark an einzelne Verbraucher zu verkaufen, sobald diese die Dringlichkeit durch eine Bescheinigung ihrer Ortsbehörde nachweisen. •* Konzertoerein. Am Sonntag, 9. März, wird als 7. Konzert (1. Konzert des Nachabonnements), bas mit Herrn Professor (Earl Friebberg «Klavier) aus München für den 16. Februar angekünbigte Kon. zeri stattfinden, sofern ein (Eintreffen des Künstlers möglich ist. Die Abonnenten werden gebeten, die Nachabonnements bis spätestens Freitag, 7. März, abzuholen. " Der Verein für Frauenstimmrecht und der Allgemeine deutsche Frauenverein ver- anftalteten gestern abend im Saale des Hotels Schütz eine gut besuchte Frauen-Versammlung, zu der ie Frauen aller Stände eingeladen hatten. Nach einer kurzen Begrüßungsrede durch die Vorsitzende des Allgemeinen deutschen Frauenoereins Frau Nau- mann ergriff Frau Marie Kahle das Wort. Sie habe es sich zur Aufgabe gemacht, über die Arbeit ber Nationalversammlung in ber zweiten Hälfte des Februar zu sprechen, so bie Darlegungen der Red- nerin ber letzten Versammlung weiierführenb. Bei ber Fülle bes Stoffes sei es ihr jeboch nicht möglich, chronologisch vorzugehen. Sie müsse sich vielmehr barauf beschränken, bas Wesentliche herauszugreifen. An Hand von Presseberichten ber Frankfurter Zeitung unb der Kreuzzeitung sowie von amtlichen Stenogrammen ging die Rednerin alsdann ausführlich auf die fünf Hauptpunkte der einzelnen Verhandlungen ein: ben Nachtrag zum Reichshaushaltsplan, bas letzte Waffenftillstandsabkommen, den Gesetzesentwurf über eine vorläufige Reichswehr, bie neue Neichs- verfassung unb bas Uebergangsgesetz. Endlich be» prach sie noch die Ermordung (Eisners und verschiedene Reden der in der Nationalversammlung tätigen Frauen. - An Frau Kahles Ausführungen, für bie die Der. ammlung mit starkem Beifall, Frau Naumann mit einigen Worten dankte, schloß sich eine längere, äußerst lebhafte Debatte an. die Frau Bousset leitete, unb die u. a. besonders die Rede von Dr. Gertrud Bäumer Zum Gegenstand hatte Nach einem Schl ßwort von Frau Kahle, beschloß Frau Bousset die Versammlung. ** Die Schmiede-Zwangsin- nvsia fürpen Kreis Gießen hielt am Sotmtag im Postkeller eine außerordentlich gut besuchte Versammlung ab. Nach einer Begrüßung durch den Vorsitzenden. Schmiedemeister Becker-Gießen, sprach Verufsgenos- enschastssekreiär Herm. K l r ch n e r über a (l- gemeine Landwerkerfragen, über die Wichtigkeit einer den jetzigen Verhältnissen angepaßten Kalkulation, die Preisunterbietungen, das Borgunwesen, die wichtigsten Vc- timmungen der Kranken- und Jnoalidenver- icherung sowie die Neuerungen in der 11 m- atz steuer. An die Ausführungen schloß sicki eine nrze Aussprache, worauf die geichästtichen Verhandlungen ausgeuomuten prurdeiu Lack geant Wilh. Thöt. Er nimmt zur Zeit noch L -k on btn Empsangssei-rlichkciten in Berlin teil und wrrd in den nächsten Tagen hierher zu- - - - 1 - cückkehren. 20 Sitz«, Mt Dettf^ntrifamafen mit 8830 Sttmwtw 9 Sitze, bas Zentrum mit 3027 Stimmen 3 Sitze, Mr Deutsche Volkspartei mit 1854 Stimmen 2 Sitze unb ber Bund ber Lodenreformer mit 1360 Stimmen. 1 5itz. Die Unabhängigen hatten diesmal von ber Auffteknng eines Kandidaten abgesehen. I] Marburg 3. März. Abgesehen von bet Iber 3000 Mitglieder zählenden Studentenschaft, bie sich infolge eines Aufrufs zahlreich an ben Wahlen Zur Stadtverordnetenversammlung beteiligte, zeigte sich die Düraerschaft gestern sehr wahlmüde. (Es erhielten die Deutschnationale bzw. Deutsche (liberale) Dolkspartei 15, die Demokraten 8, die Beamten unb Angestellten 6, bie Sozialdemokraten 5 und bas Jeu- trum 2 Sitze. Don den Gewählten gehörten 10 Herren bisher ber Stadtverordnetenversammlung an. Unter ben neuen Tlitgliebern befinden sich 5 Frauen. Ws Waldgirmes, 5. März Bei der am 2. März abgehaltenen Gemeinbevertreterwahl wurden, gewählt: 6 Bürgerliche und 6 Sozialisten. 20 Prozent haben weniger gewählt wie bei der Wahl zur preußischen Landesversammlung. ’• Wetzlar, 5. März. Die Wahlen am Sonntag hatten zum (Ergebnis, bah 12 Kandidaten ber sozial- demokratischen Partei und 18 ber bürgerlichem Parteien Mandate erhielten. ErSffnungrfitzung der österreichischen Nationalversammlung. Wien 4. März. Die verfassunggebende Ha* lonaloersornrnlung hielt heute ihre Eröffnungs- itzung ab. Die Abgeordneten waren fast vollzähllg erschienen, darunter 7 sozialdemokratische Frauen. Der ozialdemokransche Abgeordnete David, welcher den Altersoorsiy übernahm, hielt eine Ansprache, in der er u. a. sagte, daß die Not der r^r’ir, rtelnden hungernden Massen eine ftfinblgc Befahr bilde. Die Sie- |er sollten es sich überlegen, ob es heute noch ratsam ~ " die ganze schreckliche Lage durch- Der Redner brachte sodann unter lebhaftem allgemeinem Beifall unb Händeklatschen bas einmütige Verlangen aller Abgeordneten nach Anschluß an Deutschland zum Ausdruck. Er erklärte, er lei Überzeugt, auch die Vertreter ber be. legten (Bebtet# von Deutschböhmen und Südtirol bald im Hanse begrüßen ju können Nach der Angelobung wirken, was ja, wie die Kriegszeit gelehrt hat, ohne Beeinträchtigung irgendwelcher Interessen möglich ist, bie Nachmittage aber für die auswärtige Kundschaft frei zu halten. **DieAntibolschewtstischeLiaa hält am Donnerstag, 6. März, abends 7 Uhr, im Hotel Fürstenhof einen öffentlichen Vor^ trag über das Tbema: „Der Bolschewismus — l>er Totengräber Deutschlands" Redner: E. Reitzel-Berlin. Es ist die Gründung einer Ortsgruppe der antibolschewistischen Liga vor- gesehen. **PreisausschreibenfürFret- markenentwürfe. Zur Erinnerung an die deutsche Nationalversammlung beabsichtigt das Reichspoftministerium besondere Freimarken zu 10 Pf., 15 Pf. und 25 Pf. herauszugebcn. Um künstlerisch gute Entwürfe hierfür zu erlangen, lädt das Reichspostmini- sterium alle deutschen Slünfller zum Wettbewerb ein. **DerFilmBeethoven und die Frauen wird noch bis Freitag gegeben. Unter Begleitung Beethovenscher Musik wird eine biographische Einführung in das Leben des Meisters gegeben, die jeden Musikiiebhaber erfreuen muß. Außerdem werden drei Tanr- films der Wiener Künstlerin Zimmermann gegeben. Landkreis Gießen. in. Hungen, 5. März. 3n ber vorletzten Nacht würbe bei einem hiesigen Einwohner ein nächtlicher Einbruch verübt, bei welchem ben Dieben eine Speck- eite, ein Schinken unb eine größere Anzahl Würste n bie Hänbe fielen. Die Würste waren dem De. tohlenen von einem anderen Einwohner zum Räuchern übergeben worben. o Langgöns, 3. März. Die an ber Bergstraße gelegene Treppe würbe bieser Tage durch das Rutschen des angrenzenden Gartens von Wilh. Fuchs unb des Gebäudes des Schuhmachers Leicht von (Erb- mässe und Mauerwerk überschüttet. Glücklicherweise hatte der (Erdrutsch kein Menschenleben gekostet. Kreis Büoingen. X Bergheim, 4 März. (Eine gute Lektion er. hielt ber hiesige ßanbroirt M. (Er erwarb angeblich von einem Wachtmeister einer seinerzeit hier einquartierten Fuhrparkkolonne ein Pferd zum Preise von 350 Mk. Da er im Verdacht stand, das Pferd auf unrechtmäßige Weise erworben zu haben, wurde er vom Volksrat Ortenberg angezeigt unb, da er sich nicht als rechtmäßiger Erwerber ausweifen konnte, kam das Pferd zur öffentlichen Versteigerung, bei der M. das Pferd, das er gern behalten wollte, für 4003 Mark erwerben mußte. △ Nidda, 3. März. Heute fand in der hiesigen evanael. Kirche die 12. Gedächtsnisfeier für die Opfer bes Weltkrieges aus dem Kirchspiel statt. Seit ber letzten Feier sinb noch fürs Vaterland gefallen: Otto Schwab, August Ludwig Scheig, Otto Schotter, Jakob Göbel von hier und Ludwig Lehmann von Kohden. 3m ganzen starben aus dem Kirchspiel 84 Krieger ben Helbentob,- dazu kommt noch eine größere Zahl Vermißter, von denen schon lange Zeit jede Nachricht fehlt - Als Kirchengemeinbevertreter wurden von hier neuoewählt: Schreinermeifter Friedrich Reu. ning, Bahnassistent Kräh, Landwirt Wilhelm ®ruber, Forstmeister Dr. Schüz, Sattlermeister H. Diehlmann und Kaufmann Konrad Weishaupt. Hessen-Nassau. = ®ebra, 4. März. Auf der Strecke Eisenach- Debra versuchten Spartakisten bei Herleshausen mit Handgranaten die Bahngleise zu zerstören. Al» der Gendarm Hillmann die Leute daran hindern wollte, wurde er durch zwei Schüsse niedergestreckt und lebensgefährlich verletzt. ra. Dexbach (Kr. Biedenkopf), 4. März. Unser verstorbener Pfarrer Zöllner hat durch Vermächtnis dem Hinterländer Rettungsoerein 500 Mk und unserer Gemeinde 3000 Mk. zur Wiederanschaffung einer Glocke und von Orgelpfeifen hinterlassen. Frankfurt a. M., 3. Marz. Das große Kulturwerk der Nidda-Regulierung von ber Mündung bis falt an die hessische Grenze soll nunmehr als Notstandsarbeit in Angriff genommen wer. ben. Die Wasserkräfte des Flusses sollen durch bie Anlage einer großen Ueberlanöjentrale ausgenüht werben. Für die Durchführung der Plane, die schon vor dem Kriege fertigaefteDt waren, hatte man einen Kostenaufwand von 3 500 000 Mark vorgesehen. — Hanau, 3. Mörz. Durch die Vernichtung der Akten im Landgerichtsgeböude bei den letzten Un. ruhen ist die Fortführung zahlreicher Verfahren und Prozesse unmöglich gemacht worden. Die Staatsan. waltlchaft fordert jetzt öffentlich die Bevölkerung auf, ihr durch Einreichung neuer Anzeigen und Vorlegung neuer Beweismittel die (Erneuerung ber Akten zu er, möglichen. Mit ben Akten sind auch unersetzbare Briefe, Schuldscheine, Quittungen, Wechsel usw. ver- nichtet. = Marburg, 4. März. (Eine Anzahl Hamsterer ger et nächtlicherweile in Lüspenhausen versehentlich auf bas Gehöft bes Eisenbahnarbeiters Fey. Dieser vermutete in ber Schar Einbrecher, schoß unb tötete dabei eine Frau Johanna Hülsenbrand aus Kron, berg i. W. Die GemeindewMen in Preußen. Bad Homburg v. d.H., 3. März. Die Stabt, Verordnetenwahlen hatten folgendes Ergebnis: Deutschliberale und Deutfchnationale 6, Demokraten 4 Zentrum 8, Mehrheitssozialilten 6, Unabhängige ♦ Mandate. • Dillenburg, b März Sei ben Stab tetr- ordnetenwahlen wurden hier 6 Sozialdemokraten und 16 Bürgerlich» gewählt. -x Cm ert. einem Quintaner Nachhilfe 104311 ftrafte 11. Gut erhaltener Bücherständer od.l kl. 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Wer die rechtzeitige Anmeldung versäuml, ver llert den Anspruch darauf,- nachträgliche Meldungen werden nicht angenommen. «leben, den l März 1919. 27788 Ter Oberbürgermeister (LcbensmittclamD. Pttgebvlig von Flihrlkistlinge«. Sämtliche Fubrleistungen für die Zwecke des StadtbanamteS sollen für dle Zeit vom 1. April 1919 bis 31. März 1920 am Montan, dem 10. März 1919, dorm. 10 Ubr. öffentlich vergeben werden. Die Verdingungsunterlagen liegen während der Dienststunden bei und zur Einsicht offen und sind Angebote auf Bordruck, der bmelbft gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich, bis zunt uorgcnannten Zeitpunkt verschlossen und mit entsprechender! Aufschrift versehen! an nnß einzureichen. .ZuschlaaSsritt 3 Wochen. (Dieben, den 3. März 1919. Stadlbanamt (9jenen Braubach. (2777B Für die Feldbereiniqunq Sich sollen nachstehende Arbeiten zur alsbaldigen Ausführung vergeben werden: l. Ausfällen deS Weg-53 veranschl.zu 11000M. 2. Herstellen einer Strecke des Wegs 292 „ „ 700 „ 3. Verschieden der alten Gießener Straße „ „ 1200 H 4. Roden abgcholzter Wald: flächen in drei Losen „ w 3000 „ Die. Verdingungsunterlagen liegen auf der Bürgermeisterei Lich zur Einsicht offen, an welche die Angebote in Prozenten des Voranschlags, mit entsprechender Aufschrift versehen, verschlossen und postfrei einzureichen sind. Eröffnungstermin: Mittwoch den 12. ds. Mts.. vortu. 9 Uhr, auf dem Rathaus zu Lich. ftreic Auswahl Vorbehalten. Gießen, den 3. März 1919 Hess. Kulturinspektion Gießen. __H. Steinbach, Baurat. ^781B Versteigerung. Douncr-tag den G. d. M., na.hut ttagc 8", Ubr nvrftciocrejcb zwangsweise Im «Deschäftslokale der ©Irma H. Schaffstedt Ä. m. b. H. in Qliefjen gegen bar den Geschäftsanteil eine- Gesellschafter» der genannten Zirma Dle Uebertrasuun dieses Anteils ist von der Zn- ftimniuna der übrigen Gesellschafter abhängig. 2657 Heisler, Gerichtsvollzieher. Am 3. Mär» verschied in Ausübung feine» Dienste» mein lieber Mann, unser guter Bater, Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel. der Sicherheit-Wachmann Arthur Böhm im Alter von 45 Jahren. In tiefer Trauer. Uran Anna Böhm geb. Reineck nebst 8 Kindern und allen An- gehörigen. Gießen lBahnhofstrahe 30), den 5. März 1919. 044OG Die Beerdigung findet Freitag, nachmitt. 3 Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Nachruf! Am 3. März, vormittag- 9 Uhr, verschied infolge Verwundung unser lieber Kamerad, der richerheil-mann Arthur Böhm. Die SicherheitStoache verliert in ihm einen guten, pflichttreuen Kameraden. Wir betrachten eß als unsere höchste Ehrenpflicht, dem lieben Heimgegangenett ein ehrende» Andenken zu bewahren. Die Sicherheitswache der Stadt Giefrcn. Ter Vorstand 2772 Kavallerie- Verein Giessen. Bei Ausübung seines Berufe» ist dem Leben unseres lieben Kameraden ArthlirBWn ein tragische- Ende bereitet worden. Wir bitten die Kamernden, an der am 7. Mär», nachmittags 3 Uhr sta.tfindenden Beerdigung vollzählig teilzunehmen. Habe mein 5 Tapezier-uPolstergeschäft | wieder aufgew omnien. | jD. Linker, Ludwigstr. 14. j Höchst i. Odenw., Februar 1919. 2748 Filiale Gleflen Ad. Volz. 2806c 650 3. 2767V MichePadt, 3. März 1919. 2581D Kaufmännische, gewerbliche und landwirtschaftliche 1269s» Cafe Amend rer.tr Große* La ller-^ckiöffer. NllllllllllllllllüüillllNMMM) Vergebung o.5ttahenunterhaltung;materialien für das Jahr 1919. Die zur Unterhaltung der Krerestraßen des Kreises Friedberg erforderlichen Materialien sollen auf dem Wege des schriftlichen Angebots wie folgt vergeben werden: Bruchsteine Uieinschlag (Brus Sand i. 2. E. e. m. b. H. Mitlelhtoe Credithaok Weiche Stehumlegekragen in Panama und Rlpistoffen in allen Weiten ein- Q nc . o ca getroffen, Preis M. O.Z.U und AL 0.0U nmg" star« Statt besonderer Anzeige. 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Die Bedingungen, sowie die Uedersicht der Verteilung der einzelnen Lieferungen auf die verschieden- nen Straßenstrecken liegen auf bem Amtszimmer des Unterzeichneten, Schützenrain Nr. 5 (Zimmer 3) offen, woselbst die Angebotsoordrucke gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich sind. Die Angebote sind verschloffen, postftei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 18. März d. J., vormittag» 9 Uhr hier einzureichen, zu welchem Zeitpunkt die Oeffnung der Angebote daselbst in Gegenwart etwa erschienener Giessener Konzert-Verein Sonntag den 9. Jlflrs 1019 laehmlttais 4’« ühr in der neuen Aula der UnlrersitAt, sofern ein Eintreffen des Künstlers möglich ist: Siebentes Konzert Prof. Carl Friedberg aus MÜNCHEN Klavier-Abend Werke von Rob. Schumann, Kreislerlana, Kinderszenen, Toccata, Symph. Etüden u. a. Eintrittskarten: Ernst Challier (Tel. 671) und abends an der Kasse zu haben. 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