SwiMngsr-nddruSu. Verlag: SrShl'jche Univ.-Vach- u. SltiRÖrndtrti «.Lange. Schristleilung. Seschästrstelle -.Druckerei- Schnlftr.?. liehen Randbemerkungen nnd gegen ihre miß-1 w-angetestet ES. beld-be em °lleStil«> fr-Hnrftfirf** Ausnutzuna ftebt a B. in heu vagenüos Recht, nwnlich das Rech, der R^icrung, btaumluye Ausnutzung ,reyiz. -h txid gesamte Doll $u schLl«i und tljre Macht gegen Erinnerungen bc3 Großadmirals v. P y bi? £>erbrrü'Timg eines Krieges LNMwendcn. Die (Eine (Ertlarung Uautskqr der wiison; Sotschast. n tit endgül iges Pro- Saut seiner dem „Wallenstein" zu gebrauchen, „was planlos ist geschehen, wettsehend, planvoll ihm zusanrmenschmieden, uitb was der Zorn und was der frohe Mut rhn sprechen ließ im Ueberfluß des Herzens, zu künstlichem Ge- Berlin, 3. Dez. (WTB.) Die Vertretung der bodenständigen B e v ö lke- rung des o st preußischen Abstimmungsgebietes drahtete an die englische, französische und italienische Mrlttar- mission in Berlin folgenden Protest: Polnische Zeitungen berichten übereinstimmend, daß von polnischer Seite der Generalsuper- intendeut Bursche als polnischer B^treter bei der internationalen Kommission, die die Lin Protest aus dem ostpreutzischen Abstimmungsgebiet. Washington, LresscbuvcLU Radio Botschaft an den (Eine Veschrverdenste der Entente gegen deutsche miütäriiche Matznahmen. Berlin, 3. De». (WTB.) Dem deutschen Vertreter in Paris ist folgende Rote der alliiertem und assoziierten Regierungen vom 1. Dezember zugegangcn: „Alle bis heute entgangenen Nachrichten besagen übereinstimmend, daß die deutsche Negierung seit einiger Zeit die Entwicklung v.yrtx Weltmärkte ausdebtten. > Laut Reuter erklärte Wilson im Kongreß ferner, daß der Friedmsvertcag später in einer besonderen Botschaft besprochen werde. Wilson,gab dann allgemeine Ratschläge für die Bekämpfung der unruhigen Stimmung in Der Arbe'.terwelt und des Radikalismus sowie dec ZnrückfLrrimg des Lebens der Ration aus die Friedensgrundlage. Außerdem empfiehlt Wilson eine Neuregelung der Zölle. Weiter müßten die Vereinigten Staaten die Einfuhr erleichtern, wenn sie die Ausfuhr, für die Europa jetzt nicht in Gold zatzlen könne, beizubehalten wünschten. Fn der Botschaft werden alle Bestrebungm der Arbeiter in wmpathr- scher Weise besprochen. Zum Schlüsse richtete Wilson an alle, die die Reformen durch Unordnung! und Revolution zu stören suchen, ein Wort ernster Mahnung. ' Eine amerikanische Körperschaft zur Finanzierung der Ausfuhr. Washington, 4. Dez. (WTB.) Das Repräsentantenhaus hat den Gesetzentwurf angenommen, in dem die Bildung einer amerikanischen Korporation zur Finanzierung der Ausfuhr gutge- yeißen wird. zu lesen: . „Es ist zu befürchten, daß viele, die ihre Pllicht, gegen den Ka >i -etts' in.sluß zu kämpfen, toäirre.i) der ganzen Re^ie.mlgS>it 11. unerfüllt gelassen Haden, sich jetzt mit um io größerem Eifer kmb- bemerkmigcn eine Rolle spielen, der.m Zayl unübersehbar ist, da der Kaiser gern den Mar- ginals'.ü s«nner Vorfahren verwendet hat. um nun aber den geschickt! illien Wert oix-r Unwert dreier inti> ähnlich.r Äugen blicksduibgebun gen zu können, muß man den Kaiser fel)r genau gekannt l/aaen. „9Lut meme Randbemerkungen darf man mich nicht fesllegen," hat er selber geäußert. Ter Kaiser setzte stets voraus, diß serne vevmr- wörtlichen Ratgeber seine Aeußerungen prusten und daß sic das dauernd Bedeutsame von bloßen StimmnngSäußerungen zu untcrfckseiden vermöck- ten. Im allgemeinen nahm auch der Kaiser begründete Einwendungen an." Dhln muß man wünschcki, daß das Buch Kantski)s so rasch als möglich auch der deutschen Leserschaft zugänglich gemacht wird. Es ist zu erwarten, das; Kautsip und seine Mitschuldigen zur Verantwortung gezogen werden. Berlin, 3. Dez. (WTB.) Die deutschen Dokumente über den Kriegsausbruch werden am 10. Dezember veröffentlicht. Fleißner - Dresden sprach im Sinne her Gemäßigten und zitierte Radek als Schwurzengen, erzielte aber, wie alle Redner der gleichen Rich- Hnnabme von Änjeigcn f. die iagetnununet bt3 zum Nocdmiltag vorher, prefi fflr \ mm höhe für 2tn ifiqen o.34mm ckreiti Örili o 15 ISt, au-wäits 18 Pt., für Reklamen von 70 mm Breite 48Pf. nebft 2V*/, 2euevuitfl5- juidilag. Bei Platz- Dorfdtrih20*/ A'istUilag. Hauvtschri'tleiler: Aug, Goeg. Beramworrllch füt Politik: A»,q. Goey: für den übrigen reib Dt Reuiholi) Zenz; für den Anzecgeiueü: H. Beck; sämtlich in Gießen. Ur. 284 Ter rietzever Änzelgn erscheint lagkick, außer Sonn- und Feiertags. vezoyspr«-: Monatlich 2 Mark, viertel jährt kü 6 Mort einschlteßlich desPesteÜ- geldS; durch die 'Boft vierteljährlich 6 Marl aueschlietzkich Bestellgeld. Fernsprech - Einschlüsse: für die ccbnHieitungll"2 Leriaa.GeschchrssteÜeol Anschrift für Tradtnach- rrchten. Lnzeigcr Gleßen. postfcheälonto: Sranffurt a. M. 11686 Der Parteitag der llnabhSugigeu. Leipzig 3. Dez. DLn mig-Berlin eröffnete die Aussprache über Parteiprogramm und Taktik. In der Partei sei eine große Zahl von Reformsozialisten. Man müsse aber etn unzwer- deutiges Bekenntnis zum revolutionären Sozialismus fordern und die Anschauungen Ströbels über Weltrevolution und Völkerbund zurückwersen. DaS Rätesystem müsse die Produktionsmittel zum allgemeinen Besitz machen und die alten Parlaments-- kartenhäuser Hinwegsegen. Auch das anwkrattsche Gewerkschaftssyftem fei zu beseitigen. . \ Seger- Leipzig sprach für die gemäßigte Richtung. Das Rätesystem sei nicht das Allheilmittel. Es gäbe größere Komnrumsten als Dau- mig und die Kommunisten. Es sei unerhört, sich für die jetzt beliebte Farm der Diktatur des Proletariats auf Marx zu berufen. Ein Vertreter aus Baden wandte sich gegen Seger. Was trenne die U. S. P. noch von der kommunistischen Partei? Man müsse nach rechts und links auf Grund des Aktwnspwgrmnms verhandeln. — Oe l sn er-Dalle: Man könne mtt der Diktatur nicht warten, bis der letzte Arbeiter hinter einem stehe. Diß mann-Frankfurt: Das Mtwnspw- gramm müsse den MenrungsverschieoenlLiten em K madxi D-S SBetriebSrätegefeB M- ben herrschenden Klassen zum Teufel im Leibe werden. Komme die zweite Revolution, so müßten die Bleigewichte der A rb e i - ter röte, die der U. S. P. die erste Revolution versaut hatten, beiseite bleiben. Cohn-Berlin: Wir solle sich eine Neve- lution der Minderheit behaupten können? Doch irur durch eine Diktatur der Mmderlint, die von Gewalttat zu Gewalttat schreüen müsse. (Widerspruch.) Everding-Berlin: Solange die Dittarur des Proletariats nicht eingesührt werben könne, müßten Demokratie und Republik mit allen Mitten verteidigt werden. bL* Herbeisülwung ----- ------- — im Völkerbund nicker gelegten, die Arbeiterfragen betreffenden Grundsätze böten den Weg gaint Irre den uno zur Versöhnung in der ^nbuftric. Au einer anderen Stelle der Wilsonbot chast lxitzt es: Die neue Welt, in der wir leben, ist voller Hoss- irurtg?n und Aussichten für das amerikanische Geschäft, wenn wir nur die Vorteile, b-tc sich uns birfcm, ergreifen. Der Krieg hat unserer Llbge- sandertlxit ein Eicke bereitet und uns eine ernst» Pflicht und Veraittworinng übertragen. Ter £mn= bet der Bereinigten Staaten muß sich auf die Au» dem Neiche. Tie Neuwahlen zum Reichstag. B e r l i n, 3. Dez. Von zuständiger Seite wird mitgeteilt, daß die Neuwahlen zum Reichstag für den April 1920 in Aussicht genommen sind. Mackensen in Berlin. Berlin, 3. Der. (WTB.) GeneralfeL- marschall von Mackensen ist Heu« vormittag auf dem Anhalter Bahnhof ängetrossen In sein« IBe-gleitung befanden sich zwei feiner Söhne und Adjutanten imb Offiziere fernes Stabes, darunter Oberst von Scknoartzkoppen. Ms der Zug in die festlich geschmückte Hallo einfuhr, fDielte bec Musik den Armeemarsch. Unter brausenden Hurrarufen betrat der gvoiso Heerführer den Bahnstria, wo sich zu ferner offiziellen Begrüßung in Bev- tretung des Reichswchrminifters Ge- neralvonSeeckt, der im rumänischen Feldzug Mackensens Genoralstabschef war, und freie hohe Offiziere eingestellt hatten. Ueberschinbet von Blu^ men und begleitet von einer tridjtgebräu fiten Menschenmenge schritt Mackensen die Front der Ehren- kompogn« ab. Unter Hoch- und Hurrarufen und den Klängen des Liedes „Deutschland, Deutschland über alles" begab sich der Feldmarschall zu einem ^mbiß in den Wartesaal. Nach kurzem Aufentt-alt setzte er feine Fahrt über den Sdtt- tincr Bahnhof nach dem Familiengut ferner Gemahlin Groß-Jannowitz *bci Lauenburg in Pommern fort. Eine taufendköpsige Menge vor dem Bahnhof wartete vergeblich am ihn. Berlin, 3. Dez. Die vorWeitige Veröffentlichung der im Auswärtigen Amt über die Krieasursachen vorhandenen Akten in ocr von Kautsky gewählten Form hat starke Erregung in weiten Krisen hervorgerufen, denn man sieht tn diesem Vorgehen einen Vertrauensbruch. Nunmehr nimmt Kautsky im „Vorwärts" zu der Angelegenheit Stellung. Er meint, es bedürfe mancherlei der Klarstel- hntg, aber es dürfe nicht das leiseste Mißtrauen gegen seine persönliche Ehrenhafti-keit aufkommen Dann stellt Kautski) fest, daß er alle Abmachungen über das Erscheinen seines Buches int Auslande feinem Verleger Paul Cassirer überlassen habe Er habe diesem jedoch folgende Beschran- Lngen auserlegt: Mein Buch darf in Deutichland nicht vor den offiziellen Akten erscheinen, ente Uebersetzung darf im Auslmtde nicht früher herauskommen als das Original in Deutschland. Rdan wird fragen, fährt Kauttckp fort. warum ich überhaupt an ein so frühes Erscheinen einer Uebersetzung dachte. Dies geichab aus folgender Erwägung: Sobald die onweten Akten und mein Buch veröffentlicht, sind, werden die sensationellen Partien daraus wort tu alle A>«lt tLenaphiert iverden. Mein Buch wird dann tm Ausland in zerstückelten und tenben.uöfen Auszüge» bekannt. Mir liegt aber daran, daß es ^13 Publikum in ferner Gesamtheit zu G? tcht be- tammc. Aus demselben Grunde haben auch Hmdsn- burg und Ludendorff da'ür gesorgt, datz ihre Bücl^r über den Krieg gleichartig ut deutscher und englischer Sprache erschiennt, ebemso ^.trpttz. Das ist letzt allgemein Usus. Was aber die guten Geschäfte anbelanat, die dabei gemacht werden, so waren die meinen zu denen der deutichen Heroen wie eine Mans zu einem Elefanten, wenn man bei mir überhaupt von Geschäften reden kann. Mein Verleger weiß bts zur Stunde noch nicht, unter welchen Bedingungen sein Vertreter mtt den ausländischen Verlegern abgeschlossen bat. Der defolete Zustand des brtes- lick^n mtb des telegraphischen Verkehrs macht heute jede rasche Klarstellung unmöglich. Daher und barm auch wegen des immer wieder erneuten Hinausschiebens des Erscheinens der amtltchen Akten, das zuerst für Ende Oktober, dann für Anfang November angekündigt war, wurde ttwtz aller Gegen maßregeln meines Verlegers jene unglückselige Durchbrechung unseres Arrangements herbeigeführt, die die Uebersetzung in England und Holland früher erscheinen lies; als das Original. Ohne unser Wisen, sehr gegen unseren Willen und auch gegen unser beider- seiiiges Interesse. Nach meiner lieber zeug ung hat mein Verleger jede notwendige Vorsichtsmaßregel angewendet. Es ist ja klar, daß die großen seeli- sck>en Widerstände, auf die mein Buch in Deutschland zu rechnen hatte, unendlich verstärkt wurden, meint die (ieicr es zuerst als Produkt des Feindeslandes nnd mir in Auszügen kennen lernten, die seine Zusammenhänge und seine Begründungen weglasseu. Für mein Buch wurde damit die feindseligste Sttmimmg geschaffen, ehe es noch in die Hände der Leser kam. Sie werden es mit vorgefaßten Meinungen auinehmen. Meine Sache ist dadurch schwer geschädigt. Sehr gegen unseren Willen hat die „Times" das Spiel des Grafen Reventlow gespielt. Es ist geradezu sinnlos, anzunei>men, dahinter stecke nicht die Tücke des Objekts, sondern eine von mir ersonnene niederträchtige militärischen Streitkräfte Dorberti» tet und verwirklicht. Außer der Reichswehr werden unter dem Namen „Sicher he i t s po- l i z e i" stehende Streitkräfte geschaffen, die sämtliche Kennzeichen und den Wert auserwä^trr Streitkräfte hrben. Diese Streitkräfte werden von Stäben befehligt und verwaltet, die aus militärischem Personal zusammengesetzt sind. Diese Formationen fritien ivnoch, objck-vn sie dem Ministerium des Jmtern unterstellt sind, einen Csa- vakter, der ihrer angeblichen Bestimmung als Polizei widerspricht. Ihre Aufstellung verstößt > fegen Artikel 162 des Friedens vertrag'? s. Lbußer- xmt bildet Deutschland unter dem Namen „Z e i t- r e i ro iII i0 e" und Einwohnerwehr Reserven, die Kontroll Versammlungen und militärischen Uebmtgen unterworfen unv mit Waffen- und Mu- nisatiorlslagerit versehen sind. Die Organisationen leben mit der Gesamtheit der militärischen Be- timinungen, namentlich mit Artikel 1.8 des Vertrags in Widerspruch. Die alliierten und as soziierten Regieritngen machen schon jetzt darauf aufmerksam, bau diese dem Geiste und dem Wortlaut des Vertrags zuwiderlansenden Maßnahmen als Absicht der deutschen Regierung, den Vertrag nicht auszuführen, aufgelegt werden fonrem. Sie fordern infolgedessen die deutsche Regierung auf, dte vorbezeichneten Maßnahmen unverzüglich msszu- vben, jWenfalls aber so, daß mit der Jnkrast- setzung des Vertrags die sogenannten Poltzeitrup- txm aus die im Vertrag vorgesehene Starke herab» gemindert werden und eine ihrem CHaratter als Orts- und Gemeindepolizei entsprechende VeZas- fung erhalten, und Stöbe, die über dre tm Vertrage vorgesehene Zahl ti.Es gefd^j-m sind, sowie die Reserveorganisationen aufgelöst werden. Genehmiren Sie ufro. gez. Clemenceau. Zu der Note ist folgendes zu bemerken: Es ist nicht rutressend, daß das Deutsche Reich eine Entwicklung seiner fnilttärtschen Streitkräfte vvr- b er eitet im Gegenteil ist die Zurücksuhrung der Hceresstärke auf die in Art. 133 Abs. 2dcs Fri-e- densvertrages zunächst vorgesehene Mag von 200 000 Mann, wie allgemein bekannt in vollem Gange. Daß sich die^ Zmtralpolizetbchorden der einzelnen Länder im Laufe des Jahres angesicht der bedrohlichen inneren Verhaltni se Deutschlands gcnöhgt sehen,.durch dte Ausstellung von Sicherheitsvolizci, Einwohnerwehren und 3eitfTcinnIIigen besondere Einrichtungen zur Ausiechterhaltung der össentltchen Ordnung zu tresfer ist nicht nur Gegenstand der öffentlichen C-rsL^gss°Ä>m. auchder Entente b»ettS°°t Mvnaten offiziell nntgrtixlt »vord^t. Zu enter von deutscher Seite angeregten Besprechung der Einzelsragen ist cs bislser zum Bedauern der deutschen Regierung nickst gekommen. Die Frage, uv wieweit die getroffenen Einrichtungen mtt dem Frickensvertrag im Widerspruch stelstn toa.« nach deutscher Auffassung nickst der Fall ist —, nriä jÄwnfalls nach Ersetzung der un Friede,^ vertrag vorgesehenen Kontrollkommisswn gemäß den Urschriften des Vertrages llarzustellen sein. Es wäre mir erwünscht, wenn Besprechungen darüber schon frü^r stattfanden. Machenschaft. Es bleibt aber dabei, daß Kautsky unverantwortlich leicksisinnia gehandelt hat. Ob er etwas verdienen wollte und wieviel er verdient, kann außer Betracht bleiben: Die Tatsache schon, daß er auf Grund oer noch nicht veröffentlichten Akten eine Privatarbeit mit tendenziösem Beigeschmack anfertigte, ist ein Mißbrauch des ihm eingeräumten Vertrauens. Für die Verwendung oiefer Privatarbeit im Auslande bleibt er verantwortlich, soviel er jetzt auch reden mag. Jede Benützung seiner „Feststellungen" und Sammlungen mußte Sache der Regierung, des gesamten Kabinetts, sein, und jein Vorgehen in einer für das deutsche Volk so wicKigen Sache ist schlimmer als kaum ein anderer ^xllritt des früheren .persönlichen Regimentes". Sck)ließlich hat auch die Regierung an dem Mißbrauch, der -mit oen Akten getrieben worden ist, ein starkes Stück Verantwortung zu tragen, denn sie hatte die Staatsgeheimnisse zu hüten, mußte besser darüber Wachen und Vorsichtsmaßregeln treffen. Wie weil Kautskhs Arbeit überhaupt die Tatsachen sprechen läßt und ihnen Rechnung tragt, darüber kann man, so lange man sie nicht in vollem Umfange Pennt, schwer ein abschließendes Urteil fallen. In den Blättern werden Mlcnstücke mitRandbemer- kungen des Kaisers veröffentlicht, und diese Randbemerkungen ^ino aus den ersten Blick hin häufig recht anfechtbar. Aber man darf dem Herrscher nicht, um ein Wort aus Erster Blatt 169. Jahrgang Donnerstag, 4- Dezember M9 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Gberheffen Der Masuren- und Ermländerbund, der mit u6er 200 000 Mitgliedern fast 80 Prozent sämtlicher Abstimmungsberechtigten itmfaßt, protestiert gegen Bursches Zulassung im Abstimmungsgebiet, da er seit Jahrzehnten in Masuren eine großpolnische Agitation betrieb, jetzt an der Spitze eines von der polnischen Ziegierung ins Leben gerufenen masurischen Komitees in Warschau^ steht und die polnische Agitation in Ostpreußen leitet. Der Masuren- und Ermländerbund, der alle fried- und ordnungliebenden Elemente des Abstimmungsgebietes in sich schließt, sieht bei einem eventuellen Aufenthalt Bursck;es den ruhigen Verlauf der Absttmmung gefährdet, weil Bursche durch die heftige Sprache in seinen in Masuren verbreiteten Aufrufen das nationale Empfinden der Masuren verletzte. Schon jetzt ist überall im Abstimmungsgebiet, wo die Mitteilungen der polnischen Presse über Bursches Abordnung bekannt wurden, eine leidenschaftliche Entrüstung aufgeglüht. Der Masuren- und Ennländerbund hält es außerdem für seine Pflicht, aus die polnischerseits inszenierte groteske Komödie mit feierlichen Empfängen fogenannter Masuren- und Erm- länderabordnungen durch polnijd)e Behörden aufmerksam zu machen, da diese als Vertreter der Abstimmungsgebiete ausgesprochenen Leute Teilnehmer an Warschauer Agitatorenkursen sind und sich unbefugt als Verttet«' bodenständigen Bevölkerung ausgeben. Verzweiflung in Wien. i. Kopenhagen, 4. Dez. (Priv.-Tel.) „Politiken" melbet aus Wien: Die wirt- chaftliche Sage, die drohende Finanzkata- trophe und die Vvllkonnnene Unmöglichkeit, )ie Ernährungs- und Kohlenfrage zu lösen, hat in österreichischen Regierungskreisen eine verzweifelte Stimmung erweckt. Das Kabinett erwä g t ernstlich den Gedanken, zurückzutreten und dem Ober st enRat die Staatsverwaltung zu übergeben unter dem Hinweis, daß Oesterreich keine Existenzmöglichkeit mehr habe. Berhandlnngen mit den fremden Gesandten. Wien, 3. Dez. (WTB.) In der Konferenz des Staatskanzlers und der Staatssekretäre der wirtschaftlichen Ressorts mit den Vertretern Frankreichs Englands, Amerikas, Italiens und Japans richtete der Staatsmnzler an die Gesandten die Bitte, ihre Regierungen und die Friedenskonferenz um eine Antnwrt auf folgende Fragen zu ersuchen: L Ist die Friedenskon- ferens geneigt, uns einen Tag zwilchen Dem 10. und 15. Dezember zu bestimmen, an dem der Staatskanzler und die beteiligten Staatssekretäre persönlich ihre Bitten vorbringen könnten, um eine unmittelbare Entscheidung zu erreichen? 2 Steht die Erledigung wenigstens der Kredttsrage ohnedies schon in den nächsten Tagen bevor, so daß eine diesbezügliche mündliche Vorbrmgung tn Paris entfallen könnte? In der Konferenz erklärte der Staatssekretär für Volksernährnng sofortige Hjlfe durch Zuschub von Getreide für einen Mo- ruttsbedarf von 50 000 Tonnen, ferner die Gewährung eines Valutakredits, sowie die Bereitstellung des enorderlichen Frachtraums für unbedingt erforderlich. Die Gesandten Altze und Marguis Toretta erklärten,^ daß Jtalten mtt oer Verschiffung von 10000 Toi^ nen bereits begonnen habe imb daß eine günstige Entscheidung über die Verschiffung weiterer 20 000 Tonnen Getreide m kürzester Zett M erwarten sei. Tie Bozahbmg dieser Getrcibe- mengen iverde aus dem Rest des letzten Kredites von 4 Milliarden Dollars erfolgen. Der Staats- stckretätz für Handel und Gewerbe schiDette die trostlose Kohrenlage Ter Ge'andte Alize teilte den Beschluß des Obersten Rates mit, daß 2o0000 Tonnen KMni monatlich aus Oberschlessen an Oesterreich zu liefern seien. Ferner habe die fron- Mschc Regierung 3000 Waggons der ttchecho- slowalisch.".'.: RLtzierung zarr Sicherung der ÄDlinv transporw an Oesterreich zur VersüsiMg gestellt. w-b- ihm »ereinen’mS'efne Klage furchtbar «tonäf «.er de f fc r u ng in Oschreu^n ^uberri. Äser« EÄdruck. (Fr7M draus bereiten, dagegen er verstummen I i„ ber Lase d-r Arbeiterwelt. <5x Ersehen sei. -------- ymB'-. Zur richtigen Muchignnz der kaiser-166rte. tcä Ra^t des (fcadrea sian Streik Mabe1 ten und durchguknyren a w Deutsche Nationalversammlung. 121. Sitzung, Mittwoch, 3. 12. 1919. Dm Minijtertifch: Erzberger. Präsident Fehrenbach eröffnet b« Sitzung um 1 Uhr 20 M muten. ES l egen Tankschrrren deS Präsidenten der österrercvijch«! StotionahxcKimmliG^ und be5 Bei- bm^es her ReichSdeurjchen für die Hllfsattion der Nationalversammlung iu Gunsten LefterreichS vor Aus bei Tagesocknunci stecht die erste Beratung Ke- Entnnrrjs eine- LMweÄieuergrietzes. Minister Erzbrrger: Soweit eS sich bei der Frnanzvefvrm um eine Neugeüolt-.lng des Steuer wesenS boriöclt, ist d.e InuntftellxxTC Gegenwartsmn die Verteilung der Steuereinnahmen mit die versch'ed.'- nen Steuergewaltrn, auf Reich, Länder und Gc- mentbeti. Der Etat von 1918 wird uns eine Ent- lafhr’Q in den Gesam-auK,^tben bringen von 21»/, Milliarden Ä/tark: aber auch er ist in roefent'ithm Punkt, m noch immer ein fttiegde tat. Das geht am deutlichsten aus der großen Summe von außerordentlichen Ausgaben in Höhe von 41 Milliarden Mark. Diese große Summe kommt vor allem daher, daß allem infolge der Abwicklung M Krieges, her Demobilisation, der Abwicklung der Geschäfte des alten HecneS imb der alten Marine, sowie infolge der 17 Milliarden, die für bi- Erfüllung des FrickenSroickages notwendig srnd und d.r 3'/r Milliarden für die Verbilligung der Lebensmittel im ganzen rund 37 Miliiartxn Mark au^ rocken llche AnS aben er'orter ich sind. Dazu kommen dann einmalige Ausgaben von rund 2 Milliarden, ixe in bei Hauptsache Teuerungs- ruschlägc darstellen. D:e Besoldungsrefvnn halte ich für eine der wichtigsten Staatsaufgaben. Der (Staat tat das grösste Interesse an ei-em nicht verschuldeten Beamtenstand, der wirtschaftlich zurecht kommt. Weniger beschliebende Ätipfc und mehr ausführende Kräfte, weniger schwerfällig Instanzeiisucht und gröbere Elastizität wird eine der öauptioc trungen der Zukunft bilden. Die fortlaufenden Ausgaben für 1919 sind mit 13V, Milliarden ongcsetzt $n Weimar haben wir an laufenden Steuern, die in die ReichSkasse fließen werden, über 1000 Milliarden Mark bewilligt. Wichtiger sind die beiden einmaligen Steuern: die außerordentliche Kriegsabgabe für 1919 und die Resteuerung des während des Krieges eingetretenen BermügenSzuwachses. Beide zusammen sollen jährlich 12 Milliarden erbringen. Wir mü fen sobald als möglich aus dem Schildenmachen herauskommen. Deswegen bitte ich Sie. die gegenwärtigen Steucrgesetze sobald als möglich zur Verabschiedung zu bringen. Wir müssen uns nun einen Ueberblick verschaffen über die Gestaltung der Ausgaben und Einnahmen der nächsten Zukunft. Eine vollkommene exakte Uebersickt ist nicht möglich Der Bedarf des Reiches ist für die nächsten Jahve in der Denkschrift ovm Sommer mit 17y, Milliarden Mk. Kngeseyt. Zur Deckung kommen in erst r Linie die direkten Steuern in Betracht, die jetzt ta uns bis zijr wirtschaftlich zulässigen Höchstgrenze aus- yeschöpft werden müssen. Wir haben in Weimar an ennnali^en Vermö-rmssbii nm 12 Wi fi-ir^en Mark bewilligt, die in der Hauptsache als Kriegs- aeiDumircuei. anzu.prcd-en fmv ^azu Lhiimi mji bad Nrichsnotopfer, das 45 Milliarden Mark ergeben dürfte. Mr: den in Weimar bi'witti^en einmaligen Steuern bedeutet für die nächsten 30 Jahre der jährliche Ertrag aus der Bermögensb.steuerung die Summe von 3,6 Milliarden Mark. Noch wich- destenS 24 bis 25 Milliarden Mark an Steuern QUTsubring.n. Da tnufi schart zugegriffen wecken. AuS der bereits beschlossenen Errq'chaslSsteuer sollen 730 Millionen Mark jährlich gewonnen werben, von denen nrnb 140 Mdlioneu auf Einzet- liacrten und Gemeinden ent allen. ES ist als an gewisser Mangel empfunden worden, daß die- taugen, welch, ihr Ei Kommen z-um grüßen Teil verbrauchen, von der Brsitzsten^r nicht so getroffen werden rote Jene, welche ihr 2krm»r_n durch Sparsamkeit vermehren Darum soll nicht bloß ter tat* iächl.che Bermögenszuwachs, sondern auch der mögliche Vermögen.'zuwachs noch rnibesteu-.rt wecken, cnüem man in die Steuer hinein eine Besdnerung des übermäßigen Aufioandes einbaut. Rach dieser Zusammenstellung würde ffch d.mnach aus den direkten Steuern insgesamt herausholen lassen rund 15 Milliarden Mark, von denen 9*/< Milliar- oen auf dos Rerch und Mi Milliarden auf die Länder und Gemeinden entfall.n wücken. Bei der indirekten Besteuerung soll sich im BeharrungS- zuirand die Stcueroerteilung etwa folgendermaßen gestalten: Möglich wäre es ja das Hollwesen io auszubauen, daß rin Betrag von 1 brs 1*/» Mil- liarden Mark in Dauerzustand sich herausholen lasse. Aus der Umsatzsteuer, dem Kern der indirekten Besteuerung, sollen insgesamt 4 Milliarden Mark herausgeholl werden, von denen 3,4 Milliarden auf das Reich und 600 Millionen auf die Gemeinden entfallen sollen. Bei der 2. großen Gruppe der tnbtreden Beteuerung, bet den V r- brauchssteuern tm engeren Sinn des Wortes, würbe sich folgende Abstufung ergeben: Notwenirige B- darsS-grt-kcl fittb belastet bzw. sollen belüftet wr- ben m.r 500 Millionen Mark, davon Sa z mit 56 Millionen. Zü idwaren mit 50 Mi.lionen, Mi- neralw.7s>er 30 Mllionen. Die Zuckersteuer soll verdoppelt wecken, so daß sie 360 Millionen bringt Don der brüten Gruppe innerhalb der Verbrauchs- k-fteuerung, den Bedarfsartikeln hauptsächlich m» dustrtcllen Verbrauchs, entwickelt sich die Kvhlen- steuer gut; diese Steuer bringt 2 Milliarden im Jahre. In diesem Naturschatz liegen große Reserven für de gesamte Wiciergutmachnng. Er e Erhöhung der Steuer dürfte Ihnen bald vorgeschlagen wecken. In der Besteuerung der entbchrlichen Genußmittel ist das Branntweinmonopol schon auSgedaut. De Weinsteuer brache gute Ertrag-, die Schaumwcinsteuer ist ebenfalls während bcö Krieges erhöht wvcken, die Tabaksteuer ist bereits erlebtgt durch die Zuli-Reforrn. Die Biersteuer muß wie die Branntwein und Tabaksteuer entsprechend umgestaltet wecken. Bei etwas toeitvrer Ausgestaltung können 2>/, Mil ircken aus diesen Steuern genxmnen wecken. Unter Hinzuziehung des Ertrags der Grundsteuer ergtt sich für dte Berkeltrssteuern ein Ertrag von rund 1000 Mill. Mark, von denen 900 M.llionen auf las Riich und 100 Millionen auf die Länder und Gemeinden entfallen. Bei den Ansätzen der indirekten Steu'ru imb den Zöllen mit ctiua 11 Mi li-rcken Ntenk roerben Erträge nur rinkommen, wenn unser Wirtschaftsleben sich Wicker besser entfaltet. Mit diesem kurzen Ueberblick ist auch schon die gualitative Seite der Reform kurz berührt. Bon der gesamten Steuerlast sotten nahezu 60 °/o auf di rette Steuern mtb nur 40 % auf Zölle und indirekte Steuern entfallen. Diese Steuer Verwaltung kann sich fefcn lassen. WaS uh von den ersten Tagen meiner Amtsverwal ungen an mit aller Energie angestrebt habe, dos ist die reichseigene Steuerverwal ung. Sie ist eine logische Auswirkung der oolfft,mmenen Verschiebung in unserem öffentlichen Bedarf, dem die logische Folgerung aus den finanziellen Kriegsnnrkungen und den Frie- dcnsoertragSverplich ungen gezogen roirb, wird rin jabrhundcrte altes Problem endlich gelöst roerten, nämllch: Tie Uebertragamg von birrfen Steuern auf das Reich. Rcichsverfasfung unb Steuereinheit wird in Zukunft das dTUtsche Volk zu einer starken Einheit zcusainrnensassen. Ich heiTrnne nicht, daß es für Länder unb Gemeinden rin großes Opfer bedeutet, auf dos ErstverfügungSrecht bei den großen direkten Steuern zu verzich'en. Durch das Lanbessteuergeietz wird eine neue D rinehrung des Erstrecküngsberriches der Steuer gebiete zwischen Reich, Ländern und Gemeinden vorgesehen. Tas Geriet der alten Ertragsbesteuerung, also die Grund-, Gebäude- unb Gcwerbebe Neuerung bleibt bei den Landern und Gemeinden. Länder und Geist dn Ländern unb Geminden auch eine na* mriitben werden sodann zur Einführung einer 93er» gnügungSbestruerung schreiten müifen. Ra'rezu un- b-schränttes Erftntnmgsrecht auf neue Steuern bL-ibt den Ländern und Gemeinden. 92enn die Ein ko mmenbestarerung planmaug durch- gefübrt wick, dann würden Länder und Gemeinden aus der Einkommensteuer fast genau soviel bekommen, als die gesamten Sduern im Reich, Ländern unb Genuvcken ror dem StT ege betragen haben. Neben ter Einkommensteuer wecken Länder und Gememteri auch noch einen Teil erhalten auS anderen Neichs- steuern, so aus der Erbschaftssteuer 20 Pooz., aus der Grund- und Gebäude steuer 50 Proz , aus ter Umsatzsteuer 15 Proz. Bei einigen biler Säuern tiger für die Ausbringung. bcS Steuerbedarfs ist fbbcirn die Sinfi^mm nLeftei erung. Der Besteurung unterliegen: 1. Große, allgemeine Einkommen ber rchhfischen Personen und 2. die Destrueruna des Einkommens der Körperschaften unb ter Toten Lxmd. Eine dritte Art von Einkommenbesteuerung ist dann g-g'bcn durch l«ie V^»rbelastung des fun- bierten Einkommens mittels ber Besteuerung des Ertrages auf Grund und Boden, Qfcroerbe und Kapitalamte Im BelarnungSzustand hofft man aus der Einkommensteuer zuzüglich der Besteuerung der K'örp.r.chaf en für R ich, Länder unb Gemeinden zusammen einen Betrag von acht Milliarden Mark zu erzielen. Dazu sollen dann noch 2,4 Milliarden Mark treten, als Er- trägmd ber Enragfteuern, wovon bie Kapital-, in »n Lanocrn uno yxm meen anaj eine na. ertragt Ürner allem 1,4 Milliarden Mark erbringen | tur gemäß beschränkte Zu satzbe euerung möglich gc» soll, so daß cS gi.t eine Geamtumme von mtn- macht. Dagegen soll mit dem Prinzip der Zuschläge 0eegefpenttec. Roman von Anny Wothe. Aeerfaeiichci Copyright 1018 by Anny Wö be Mihn, Leipzig Nachdruck verboten.) Fortsetzung 3. Viel war im Laufe der Zeit an den rinz'lnen Gebäuden erneuert unb verändert worden, doch bewnders daS Wohnhaus des Gotteskooges batte sich neben modernem Geschmack und neuen Einrichtungen noch immer die alte Frietenheimlich- leit bewahrt. E» trug auch das graue Sammetdach auS Schill und Rohr, wie die anderen Gebäude, und das breite, grüne Tor war ganz so, wie es vor Jahrhunderten gtroekm, ebenfo tm« ber Kamp, die graue Steinmauer mit den Eichen, ök sich um daS Anwesen zog. Obstbäume, von den raicnben Stürmen schiel nnr die Eichen geweht und total zerfetzt, trugen dieses Jahr reime Frucht. Ab unb zu polterte em rotbäckiger Apiel bumps zur Ecke. Frau Estrib achtete nicht aus den Gotteskoog, dem he sich notierte — fit kam von Wennrp- stedt, wo sie Beiorgungen hatte — sondern ft: sah träumend über oaS schimmernde Watt. Die Nordsee war von hier auS nicht zu sehen, denn d.e haben Dünen mit dem roten Kllft lagerten sich davor. Du- seinen Lippen ber jungen Frau lächelten. Lteute ftbitnen ihre feltiamcn Augen blau und sehnsuchts chwer, als sie über das DaN irrten. Idr Lächln hatte etwas Wissendes, GetamneS- vollcS, das dem Änllitz EstridS einen ganz etgenen Retz verlieh. Ihr zur Seite schritt rin Mann von vielleicht brrifcig Jahren. Er sah Peter Banken ähnlich. ater Peter Banken war es nicht. Seine Gestalt, otroobl hochgewachsen und sehntg, war nicht ganz jo gewaltig und breit wie die Peters, unb sein £>aar war bunMMonb, während b.rS von Pctcr Bonken einen leisen rötlichen Schimmer hakte Peter Bankens Augen waren licht und blau uno lachten gern. Die Augen des TianneS an EstrioS Seite waren von einem Hellen Grau, die auS dem braungebrannten Gesicht unter dunklen Brau'N ausfallend heckorleuchteten. Bent Bouv'n, oer Maim an Estrids Seite, war ber einzige Bruder ihres Mannes. AuS fernen Welten war er kürzlich hrimg> fctirt, um, bevor er ancber als Schiffskapiläu über weite Meere zog, im GotteSkoog Rast zu halten. Beide Brüder liebten sich zärtlich und Estrio neidete ihnen dresc Liebe, sie wußte selbst nicht, warum. Von Zeit zu Zeit streifte rin bewunderndr Blick auS den Hellen Männeraugen bie idjlanf? Frauen gestalt an seiner Seite, und ft: lächelte dann immer, uxitn fein Blick ihr Anllitz trai. Worum läch lte sie? Bent Bonken hätte fte schlagen können, dikseS Läch lnü wegen, und doch zoa es ihn an. „Sehr unterhaltsam leib Ihr nicht, Frau Schwägerin," tagte er, als sie bem Gottesfoag fchon ziemlich nahe waren. ,^hr auch nicht, Bent Bonken." „Wollt Ihr, baß ich in Eure schönen Augen sehe oder baß ich rede?" „DaS könnt Ihr halten, wie Ibr wollt. Bent Bonken," gab Estrib zurück „Ich habe Euch nicht auigeiorbert, mit mir zu gehen. Dunkle QKut schoß in Bertis hageres Gelicht. vollkommen gebrochen tonten. Daß Länder unb Gememben nur noch eine sehr geringe Sritiftäiixg- üel am steuerlichem @eA-t bei"wen, ist durchaus nicht der Hall. Praüisch ist vie.mehr tät* ton gewarnen können. Länder und Gemrirtitan werden biS zu einem peroiifen Grade zur Spar» samleit erzogen, denn m dem Ausmaß, wie zwischen 1907 mtb 1913 die Ausgaben der Gemeinden gewachsen sind, barf die Entwicklung in Zukunft nicht weiter gehen. Gleichmäßigkeit und Gerechtigkeit in der Besteuerung ist mnnes^Erach- kenS auch am cbeiten geeignet, wieder die Steuermoral zu heben. Es roirb eine vollkommene Neuorganisation bei Erhebungssystems vorgenommen. Die derausroirtschaftung emes möglichst hohen Ertrages aus den bevor stehenden Steuern unter Anjwand von möglichst geringen Kosten ist im gleichen Maße wichlig für die -ötaatstafie roie Tür ben einzelnen Steuerzahler. Auch die Beauemlich- feit der Steuerzahler soll bei dieser Reform nicht vergessen werden. Das vorgelegte Programm soll unb kann eine Beenbigung noch nicht enthalten, ba einzelne Steuervorlagen erst im ersten Stadium beS Werdens begriffen sind Die Aufrottung des gesamten SteuerprogrammS hat vielmehr Den Zroeck, die großen Richlllnien der allgemeinen Marschroute abAuflcden, die ich einzufchlagen gedenke, unb die Grundsätze Narzuliv.m, von welkten ich mich dabei leiten lasse. ES sind fchon fast allzu schwere Lasten, welche von unserem Volk m der Zukunft getragen werden müssen Wer noch vollkommen befangen ist in dem Gedanken bei Individualismus, wie er vor dem Kriege ge- l-errscht hat, dem wird diese Reform nicht zu- 96 DaS Privatrigentum findet feine B^rmckung, aber auch seine Begrenzung durch sozialeJnteresßrn. DaS Jnterefl'e des «samten VolkskörperS geht dem Interesse des Einzrinen vor. Das ist auch der tiefste Sinn bet ganzen gegenwärtigen Sozialriierunas- strömung. das mutz auch der Leitgedanke bei ber Steuerreform sein. Im Kriege ist tan getarnten Volke das Bewußtsein bci;ebrad)t wvcken, daß es eine Einheit ist, iatz das Wohl des geiamten VolkS- körp.rs höher stehl als das Wohl deS einzelnen Menschen. Durch die roirt.tbaf lieben, sozialen unb fiinanjt'.nen Aufgaben, die uns der Kckg hinterlassen hat, roiro diese Terckenz zum solidarischen Zu'ammmschluß des Volkes auch in Zukunft aufrecht er Hillen In der Zukunft wick die Arbeit tic h.'rrschende Rolle spielen, die allein uns heraus- fübaen kann aus dem GIcnb der Gegenwärtig^it. Tta Steuerreform soll aus den Trümmern de-s Kii-ges ein neues dnrtfches Voll errichten, einen sozialen Staat der Zukunft! Abg. Becker-Hessen (D.Vv.): Den mündlichen Darlegungen des Ministers konnten wir nicht so folgen, um jetzt in die Debatte rintreten zu können. Ich bitte, die Sitzungen morgen und übermorgen ausfallen »u lassen. Rrichsministet Erzberger: Meine Rebe wick den Herren sofort zugehen. Präsident ^ehrenbach schlägt vor, morgen um 1 Uhr bie Beratung sortMsetzen. Abg. Schultz (D.-Rl.) stimmt bem Abg. Becker zu, auch wegen ber Aeußerungen des Ministers Hirsch im Rrichsrat über die Steuertror- lagen, sowie ber Stellungnahme ber einzelnen Finanzminister, bie meistens keine Hetze wünschen. Abg. Scheibemann (Soz.) schlägt vor, bie Beratungen am Freitag fvrtzusetzen. Abg v. Payer (Dem.) unb Abg. Trim - born (Ztr.) stimmen diesem y. Nächste Sitzung Freitag 1 Uhr. Tagesordnung: Fortsetzung ber Aussprache. Sclfluß 3'/. Uhr. Aus Stabt und Land. Gießen, ben 4. Dezember 1919. Milchprciserhöhuna. Zufolge Beschlusses ber Städtischen LebenS- mittel-Teputation wecken bie Milchpvnse mit Wirkung vorn 3. Dezember 1919 wie ftlgt festgesetzt: für ben Liter Vollmilch 82 Pf., für den Liter Magermilch 44 Ps. Veranstaltungen Donnerstag: Hotel Schütz, 8V< ttstr, Deutsche Vrl'Sixrrtei, Vonrag Rea lelwft Kahl über bie Vergesellichaf unq ber bisherigen Privatbetricke — Hotel Großherzig, 7 Uhr, Zweiter Ii!e arifdtei Abend des ReichswirÜchaftSrerbandes beutichn Be- rufssolbaten — Postkeller, 8 Uhr Hauptversammlung ber vertriebenen Elsaß-Lothringer. — Ein. Korn, 8 Uhr, Bunter Abend (Medicatef. — Lie- biaShöhe, 8 Uhr, Bun er A'cht ftrigab. Akte brachte einige Erfrischungen und habet wanderten ihre kleinen, dunllen Augen unter ihrer weißen Friesenhaube aufmerksam von einem »um anderen „Eine echte Friesenftau," dachte die Alte mit einem Blick auf ihre imtgt Herrin, „ist fte nicht." Dann schlürfte sie wieder mit einem zärtlichen Blick auf den Kapitän hinaus. Bent hatte ihr freundlich zugenickt. Er streckte sorglos tue Beine von ffch unb fragte listig: „Groutt Ihr Euch, schöne Frau^ „Vielleicht, Bent Bonken. Erzählt mir ettoaS von den Seegefpenftem." 6k goß ihm zuvorkommend ben dicken, lübfi Radm über die rote Grütze, bie Bent eiftigst lüftelte. „Na, waS gibt- bJ viel »u erzählen, Frm Estrid? Da haben wir zuerst ben iflabtideP* mann." „Ach der, bet immer grigt und ffngt und den Untergang deS Schiffe- kündet," riet Iclhaft „Ja, er ist rin eigener Okklk, brt Rio# laut rmann. Er ist überall. Er sitzt un Tafelroert, am Rahen und Masten. Er bdlt beim Steuermann bk Dacht unb singt im obersten Mast writ in btt Nacht hinau-, wenn mir nahe daran find, in cen Dippen zu zerschellen. (Fortsetzung folgt.) „Nein, da habt Ihr recht, Frau Estrid, ober Eure Augen lockten, und ba ging ich mit." „Tas hättet Ihr nicht tun Dürfen, Bent Son- ten," antwortete Estrid gleichmütig, nur ein heimlich forfdxmber Blick streifte unter ben lang.»n, dunklen Wimpern ben Mann an ihrer Seite. Nun lachte bas braune Scemonnsgesicht. „Meint Ihr denn, eS hätte keinen Rriz für einen Setmann, der Frauengunst kaum kennt, ein# mcu mit einer Frau über die Herbe zu gehen unb noch dazu über die der Heimat?" „Ihr seid lange fortgeroetan." ,Jtünt ^Jahvc, Frau Estrid. Seit bem Tode der Mutter hatte ich eine heimliche Sdjeu vor bem GotteSkoog. Seitdem jedoch hier wieder eine Frau waltet, bie auch so jringe- Blondhaar hit wie die Mutter — alle GotleSkoogtr Frauen roartn blond — da bin ich gern hier nnb will ^vorläufig Uibcn." „Recht so, Bent Banken, ich freue mich dessen." Jetzt ging der Blick deS Steuermann-, Der in ferner klauen Marineuniform sehr stattlich auS# iah, sorschimd uno auimcrkiam über die junge Frau hin. Er öffnete die Tür in ber Steinmauer zum Garten des Gooteskoog und die beiden jungen Menschen wanderten unter den schroerherabhängen- den Obstbäumen dem Hause zu. Estrid bückte sich von Zeit zu Zeit unb hob einen rotwangigen Apfel aus. „Eine gute SMWmm ist sie," dachte Bent, „aber ob sie wob! ri-k ^eele bat?" „Glaubt Ihr an G spenster?" fragte Estrid, mdem sie mü ihrem Gast aut die breite Holz. aalcric trat, bie sich an zwei Seiten des HaufeS hinzog. f t Grohen-Linden, Dezember 1919 •mn van Maerle’s van Baerle A Co., Wörme a. Rh. Gtgr. ISN. auf Laaer. 13015 18577 Billigste Preise! Billigste Preise’. in Giessen. C’Ml« Verkauf nur a. Eisb.-Bedien stete. *^1' kteasaiUßlssssetaB l Marie Luh Heinrich Volk Derlobte Ihre Vermählung geben bekannt Nathan Goldschmidt Rosa Goldschmidt geb. Stern Büglerin nimmt He.renwäsche an. E. Raffer, «3^7 SBilfonftrase 2 ITT. L Wahl von Borstand und Sluffic&ttrot 2. Bericht Über den VerbandStag. S. Verschiedenes. Für den AufsichtSratr Schäfer. Attnft «nd Wissenschaft. --- F r a n k f u r t a. M., 3. Dez. Die Versteigerung her Oelgemälde auS dem Nachlaß von Prof. F Ernst Morgenstern, dem letzten Trage: der bekannten Frankfurter Künstlerfannüe, erbrachte rund 300 000 Mark. Markenfrei! st. Marmelade ä Md. 1,40 M. deutsche Schokolade iu 8 u. 5,50 M. st. Sardine« Heringe und Rollmöpse frische Seefische la neues Sauerkraut sowie Essig- u. Salzgurken E. Banse, sm« Frankiuner Str. 76. tln« 11. verkauf von SRoMn, Sol!), Silber, Antiquitäten, fotölellebei nähme ganzer (kinrichtungcn. 6410 LouiSRottieubcrger 22Neuen,veg22. Tel. 176. Geb’". KahBe Gründliche Naclchi se imScidiaeauHÜäRalcn wird erteilt. Schriftliche Angebote unt. 09*411 an den siebener Anzeiger. Langues^ivanies Modern Langnages. Neuere Sprachen. Spezialität: Französisch und Englisch. 023343 Professor Bresienwohnl]elztBleichstr.31L Prima Wirsing u. Weißkraut sowie gelbe u. rote Karotten friech auf Lager. Befehle an die gefangenen Matrosen heraus: 1. W rtnrb fern Wort gesprochen: 2. feine Mß!s Sellersvq Seltersweg 81. Mur noch 2 Tage! Der große Erfolg: Ml Um 11 Ufr: 30 brachte ein Vetter des Oberleutnants Marloh, Leutnant Wehmeyer, folgenden anderen Befehl, den Marloh wiederum nur iubalt- lich 'mitteilen tonn: „Du mußt alles erschfeßm, was ttgenbnric zu erschienen ist. Du mufet 150 Mann erschießen." Ter Vorsitzende fragt Marloh, ob er darauf geantwortet habe: „Du bist verrückt! Ich weiß fetbft, was ick zu tun habe." Marlob bezeichnet diese Worte als möglich. Er ließ nun die gefangenen Matrosen an sich vorbei passierten unb diejenige::, die ihm besonders intelligent erschienen, die also als Rädelsführer in Betracht kamen, ferner diejenigen, die ihm durch ihre ganze Kleidung oder wertvollen Schmuck auffielen, insgesamt ,0 bis 80 Mann, in ein Sbofyjnmer bringen. 13 Mann, die er für ganz gefäh^ichc Verbrecher hielt, hatte er schon vorher in den Deller bringen lassen. Die restlichen Matrosen wurden in Straßenzimmer gebracht. tot nut l W.TlMlf Ur fi Zah'e 30 Mark für ein kg Frauenhaare | Aufkäufer bei hohem Verdienst gesucht. HaMMuuz Süskind, Nkurmeg LZ. Z« -alll-Dttlag z« 6öli erfdjeint in Kürze Curt Reinhard Tietz „DmmrB jisg....!" (gIn LebenSlied. am> Ein ZtzNnS erotischer Dichtungen. Gießen, Grabenstr. 10 Münster a. d. Nahe Dezember 1919. fr. Frankfurt a. M., 2. Dez. Im letzten Monat wurden bei den Frankfurter Geeichten über 400 Ehen rechtskräftig geschieden. LebknSmrttktkintänfe her Stadt Marburg. Marburg, 2. De». Die kürzlich für Le- benSm ittelankSufe für die Stadt genehmigte Anleihe von 4 Millionen Mark mußte wegen der inzwischen ein getretenen Valuta- neränderimgen um 650 000 Mk. erkwht werdm. Die teil „Woiti* teta“ CamStaa, 6. Dezember, abends 8 Uhr, im großen Höriaale der Univcrsttät Mitglieder -Versammlung Tagesordnung: L Satzungen. 2. Wahl des Vorstandes und der Ausfchunmttglieder. 3. Bericht des (ÄeschästSführerS. 4. BerfchtedeneS. Bei der wichtigen Tagesordnung wird um voll- »äbU-ieß Erscheinen gebeten. ,,^p Der Vorstand. Spar- tLVorsdtBßverein e. G. m. n. B. Wtesesk Freitag de» 12. Dezember, abends Th Ubr, bei Gastwirt Ziegler Generalversammlung. Tagesordnung: Wir unterhalten ein ganz besonders reichhaltiges Lager in eleganten Pelzen Sie finden bei uns zu mäßigen Preisen: iBCÜera» Kragen nni Holle au Skanks Fachs, Kanin, Marz, Feh a. and. Felarlea Bevor Sie einen Pelz kanten, liegt es in Ihrem Interesse: unsere Auswahl unsere Preis uaonC unsere Schaufenster zu besichtigen. QffodebaifsQafomm K 1 111 bäte rttrchliche Nachrichten. Israel. Religionsgemeinde. Gvttr^- dicnst in der Synagoge (Süd-Anlage). SamsMg, 6 Dez. 1919 Vorabd.: 4.30 Uhr. Morg.: 9. Älds.: 4.35 n. 5.15. Israel. Religions - Gesellschaft Sabbatfcier b. 6. Dez. 1919. Freitag abd. 4.00. SamSttag norm. 8.30. Nachm. 3.30. SabbatMiS- gang 5.15. — Wochengottesdienst: morg. 7.00 u ,alü>s. 4.00. Der Vorsitzende versucht, Marloh begreu- lich zu machen, oaß diese Art der Auslese nicht sehr stichhaltig war, aber Marloh erklärt hartnäckig, er hatte Beielst, er mußte auf die Befehle etwas tun, denn wo käme sonst, die Disziplin hin, lvenn ein Offizier im Felde die Befehle nicht aus- Ühren wollte. Er entschloß sich rom, eine Anzahl >cr Aäalrvsen erschießen zu lasten, Öc er ixrjat box dm Befehle gehabt habe. Es habe ihn persönlich sehr erregt, denn es sei einem Offizier niemals angenehm, eine Erschießung z-u leiten, und er fei auch menschlich nicht dazu disponiert. Aber er sagte sich, er müsse etwa 30 Äiattosen Erschießen lassen. Das wollte er verantworten. Die Frage war nun, wen er erschießen lassen sollte. Er ent- schfeß sich zunächst, die 13 Diattosen im Keller und eine Anzahl von den im Lwszimmer internierten Mattwfen erschießen zu lassen. Mar- loh erzählt, daß, als er unter den 80 ab- aesondcrten Aiatrvsen eine Auswahl treffen wllte, der Hauptmann Gentner herob- gekommen sei und einen Teil der Leute als &ur ÄTwachimg der Reichskank gehörig bezciciinet habe, für dc er fick verbürge. Mit Pille des Symx» manns habe er 50 Leute ausgesonderi, 15 bis 20 Monn seien übrig gebliebem wozu die im Keller emgesperrtcn fermen. Ter Pauptmrmn soll, als .pr herabferm, gesagt haben, er fei offenbar gerade rechtzeitig gekommen, woraus Marloh er- toibert habe, es sei schatte, daß der Dauptmaun gekommen sei, sonst hätte er die ganzen Schoev'^ huride an bie Wand stellen lassen. Der Angeklagtt bestreitet, in dieser Form gesprv6>en zu haben. Gegenüber der Forderung des Lxruptmanns, die Frute sämtlich zu eittlassen, soll Marloh sich aus bindende Befehle berufen haben. FürGroSen-Lmden u.Umgebung Von heute ab halte ich meine Sprechstunde vormittags von 8-12, nachmittags 3-8 Uhr, Sonntags keine Sprechstunde. Zahnpraxis Dentist Hochstetten Gr.'Llnden, Obergasse 10. 0SUM Der ebemaiiqe k^muimnttwtt der republikanfe chen Soldatenwehr. Zeuge Müller, bekundet im Megensatz zu seiner früheren Aussage, daß ihm von Besprechungen über die Neubildung der Volks" marinedivision nichts bekannt gewesen sei. 2lls letzter Zeuge des heurigen Verhandln nas lag cs wurde der frühe« Stadtkommandant von Berlm, Lllbert K l a b u n d e, verrwrnmen. Klabunde batte mit dem Angeklagten Marloh während der Ereignisse in der Französischen Straße eine Unterredung. Marloh habe offenbar untereinem Gewissenszwang gehandelt. Der Sckpveiß sei ihm vom tew Beamtergekiutat, und er bite eine Erregung nicht meistern töurten. Marloh Ägkmkliie Lüskraiikrufche ®itp Einladung rnr Jahreshauptversammlung am Frcltag, dem 12. Der. 1919, abends 8 Ubr im Gewerkschaftsbaus su Gießen, Ichauzeuftr. Tagesordnung: 1. Abnahme der JahreSrechnnng 1918; 2. Bericht der RechnungSprüfungskommission und Neuwahl derselben; 3. Boranschlag für 1920. 4. Satzungsänderungen. Der Vorsitzende des Vorstandes: 13583c gez. Adam Bolz. Stadtverordneten gaben heute hierzu ihre Zustimmung. ra. Biedenkopf, 3. Dez. Zwei Vertreter der Rcichsgetreidestclle bereifen zur Seit ben^ste^ Birdeitkops, um die Ernteertzebnisse testzu- tellen. fr. Frankfurt a. M., 2. Dez. Dre alte Brücke gehört nun vollkommen der Beogrngenl)cu an. Nachdem im Laufe der letzten Wochr die letzten Pfeilerrestc mit dem Gruudsl-rin entfernt wurden, chritt man am Montag zur Sprengung der letzten Stümpfe. Mit dem Bau der neuen Brücke, von welcher übrigens schon zwei Pfeiler fertig und, wird sofort begämen. = Höchst a. M., 3. Dez. Auf dem htesi- gen Bahnhof wurden kürzlich- drei Waggons SÄmalz und zwei Waggons Speck, die Frankfurter Firmen aus dem besetzten Gebiet ausführen wollten, beschlagnahmt. Die Firmen erhoben dagegen Einspruch, das Gericht wies diesen ab. Infolgedessen verfällt der Erlös aus der Ware, rund eine Million Mark, dem Staate. ° Für Weihnachten! • Vergrösserungen e nach übergebenen Posiiiven od. Negativen © in bester Ausführung sowie alle anderen • » photogr. Arbeiten g ® übernimmt zur Herstellung im eigenen d Dunkelkammer-Laboratorium • • Med.-Drogerie „z. Krenzplatz“ ® Abtlg. für Photographie Ä ® Krenzplutz 9 und 10 itseoc w ® Aüelelses Spexial • PhelooesebMt am Platze f • Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.! Das AnStragen der Sleuerzetlel. Tie Steuerbehörde macht es sich diesnral bequem und laßt die Steuerzettel ohne schützetche Umschläge dem Nächstbesten abgeben, der an btc Tür kommt. Gegen dieses Vorgehen kann nuhk energisch genug Verwahrung eingelegt werdeit, wenn das Steuergeheimnis überhaupt noch q& mehrt werden soll. Ein derartiger Mißstand muß sofort abgestcllt werden, bevor er zur Gewohnheit zu werden üroht. BtnrbfrtiS Girtzrn. ** Grünberg, 4. Dez. AuS Sparkasse- l Armsen wird darauf bertmefen, daß infolge der Verkehrsschwierigkeiten ixip Zeichnungen auf die , Spar-Prämimauleihe schleppender einsehen, als es ■ Unter attieren Ver^ialrnissen der Fall gewesen wäre. Diesem Umstand ttägt die Verlängerung der Zeichnungsfrist b:s Mittwoch ben 10. Dezember, mittags 1 Ufer, Rechnung. (Vergl. Aekanutmackmng der Bezirkssparlaise Grünberg in der heut. Nummer.) 51 reis Schotten. ♦* Schotten, 3. Dez. Die Bürgermeistern Schotten macht bekannt: Tie Stadt ist bereit, bei der derzeitigen schlechten Zugverbinüimg die Dermittllmg der Beschaffung eines Wage n s zu den Zügrn abends in N i d d a von Gießen und Frankfurt ber bei genügender Beteiligung zu übernehmen. Der Wagen würde ettoa V°9 Uhr in Nidda, Bahnhof, abfebren. Die Kosten würden »ruf tie Beteiligten ausgeschlagen werden. — Das erinnert lebfeist an die Zeit, da Flchrmann Zörkel aus Eicheledorf feine Wagenfahrten nach Frank- jirrt und Bremen empfalch Starkenburg und Rheinhessen. D a r m st a d t, 3. Dez. Als der Franzose Collin heut eabend hier einen Vortrag halten wollte über den Pazifismus wurde er von zahlreichen Besuchern durch Zurufe wie „Nieder^ usw. daran gehindert, so daß er vorzeitig abbrechen und das Lokal verlassen mußte. Nur durch starkes Schutz- mannsanfgebot bomrte die Ruhe aufrechter-- hallen werden. Kreis Wetzlar. ’ ra. Erda sKr. Wetzlar), 2. Dez. Die hiesige Gemeindeförfterstelle wurde dem Hilfsförster Kühn übertragen. Hessen-Nassau. Ein MiUionrndetrvg. = Frankfurt a. M., 3. Dez. Um ae- waltige Sllnrmen hat der von der Staatsanwaltschaft Cassel gesuckste 35jährige Kaufmann Ernst Mogge aus Fritzlar hiesige Interessenten geprellt. Mogge, der in einem ersten Hotel am Bahnhof wobnte, verkaufte aemeinsam mit einigen Helfershelfern an Geldschieber einen Scheck über 346 600 französische Franks lautend auf die Bank fouciere &u Jura in Gens für 1 060 000 Mk. Die Schieber reisten zur Einlösung des Schecks persönlich nach der Schweiz, erfuhren aber schon in Basel, daß in Genf die genannte Bank überhaupt nicht vorhanden ist. Sie waren Schwindlern in die Hände aefallen. Mogge wurde verhaftet, seine Genossen hatten recht- reittg das Weite gesucht. Das Geld ist der- schwanden. Ein Zeichen der Seit (Sfcricbtsfaal. Die Erschießung von Matrosen. Berlin, 3 Dez. (WTB.) Die Verhandlung gegen den Oberleutnant Otto Marlod wegen Erschießung von 29 Matrosen hat heute vor dem Kriegsgericht ber Reich^wehrbrrgade 3 begonnen. Den Vorsitz führt Kriegsg^sichtsratWelt, Die Anklage wird durch Kriegsgerühtsrat Meyer vertreten. Es sind mehr als 60 Zeugen geladen. Die Anklage beschuldigt den Oberleutnant Marloh am 11. Mär; auf dem Grundstück Franzöusche Sttaße 32 die Erschießung von 29 Matroicn der Bolksmarme-Divi?ion bewirkt zu^haben, obwohl drc Anwendung von Waffen nicht nötig geivefen loare. Die Anklage wird auf Totschlag erhoben, ferner auf Fahnenflucht unter Benutzung gefälschter Paste unb Ausweise. Der Angeklagte Diarloh g^> an: Bei den Zei cfr«willigensor-mationen bestand bte Ansicht, daß die Bolksmarinc-Division sim zun^ allergrößtett Teile aus Aufrührern und Plünderern zusammensetze, und daß die Versammlung un Hause J-ranEche Straße 32 der Borbereitimg neuer Unruhen durch die 8^lksmarme-DU7kst.cm dienen sollte. — Der V o r si tzende verliest mm eine Reihe von Befehlen der damaligen mut3 tärischen Kvlmnandostellen, aus denen hervorgeht, daß jedes Mitglied der Volksmarine-Dmiswn, das mit der Waffe in der Hand kämpfend angettvffcn würde, standrechtlich zu erschießen fei. Ebenso sollte cs Persomm ergehen, die sich Plünderungen schuldig gemacht hätten WaS hat sich nun am 11. Marz abgespielt? Angeklagter: Wir haben stütz nwrgens das Haus besetzt. Mittags hatte rch 300 Mann fetzgenommen. 11 Uhr 30 kam Leutnant Schröder und überbrachte den Befehl, wonach er «rergisch durchgreifen müsse. Dieser Besehl sei ihm im Auftrag des Obersten Reinhard übermittelt ivorden und habe ihn in große Erregung versetzt. — Der Vorsitzende wendet cm, daß dies ja auch eigentlich kein Befehl war. Marloh erwidert: Ich kenne Oberst Reinhard drenstluh! Es war ein Befehl. Inzwischen waren Verstärkungen angelangt, etwa 50 Mann und zwei Geschütze. — In weiterer Ueberlegung des ersten Befchls des Obersten Reinhard gab nun Marloh folgende zwei -djtv lajie 132, r; nbfe.tiebrt 12, ReliM , Lismsrenichist 12, sachliches 35 ©änhe. (töt, _ , uSgabe 48. Wt werden belickrt m agt, drechsln, tzeamch, in Siefen u. llrnft-. u mos, Ä Nf * einWMlui Fmtag da ert roaxn. eint Ortskranken- ste DeMbn, asends 8 W, '^iebe" ist ba5 Tfens sgSüs 'fr W»nfcnW« «ui' Cttt 5e w ul „Lh. die M"! erklärte, er fei schließlich gegen ferne Ueberreugung geflohen, nachdem Oberleutnant v. Kessel ihm 5000 Mk. und Legittmationspapiere gegeben habe. Ferner erflärtc er. ec habe sich zu fernem Vorgehen vollkommen gedeckt gefühlt durch den Be- M des Obersten Reochatd, d«rtz er 150 Mann erschießen sollte. _ „ Dre mebi*x«tf(6cn Sachverständigen erklärten, Marloh habe Zchtände, die man als Dämmerzustände ansprechen könnte, eine Bo- wußtseinsstScung im engeren Sinne liege ü'doch nuät vor Airehe «nd Schttle. h. Frankfurt a. M., 3. Tez. An ernigtn Frankfetter Volksschulen wird voraussichllich ab Ostern 1920 die kollegiale Schulleitung cingeführt, d. h. die seitherigen Rektoren treten in den Lehrer stand zurück und das gesamte Lehrerkollegium bei waltet die Sckust. Wenn sich der neue Dtodus bewährt, soll die kollegiale Schullettung an allen Volks-Schulen eingeführt herben Marloh gab dann dem Ofstnerstellversteter De nd e r f»en Befehl, dfe Lrutr endn^Bien tzu lassen. Den ersten Bericht über die Erschießung -habe er mit dem Staatsamvalt Zumbrvich Msammen versaßt. Es sei ein n»ahrheitsgetreuer Beacht gewesen, der nach seiner Erinnerung dem Oberleutnant von Kessel fiegeten toorbcri fei. Mitte Marz HA- dceser rbm erklärt, er müsse aus vat^rländrschem ^nterei t alles aus sich nehmen. Rach längerem strauben iftobc er einen zweiten Bericht angcfrrttgt, worin er erflärt habe, daß er die Erschießung aus etgem Gntschließmrg aist Grund des Roskebefchls vor- genommen habe. , 'L-« :t St n SinganflätiiTF «w durchs !r w ?i(buwfe tun ägcldicn benü&ae. tziiv Seltnsfeiye« müdjtre r Wbmmt kiffet, ndr Ärtwvrt molgte: tobet 1919. 9led) U itert taten mit unke i, taä Beetm te i» en fxmdmi en list M Suitetroagens) önniöj. beneinfiimmung mit dw befelten wir mz vor, rufiufeben, falls sich hm« geben jof.ten, Sir fells bi Mituntrrfeh« di ntnti zu |tfen. ger. LauttschiLga Bücher-alle, fh länbe auägtgtben. ttf.'i Sittratur 1280, §d> feiten tTI, 8äwr- ,b Dünnen 27, Utkr- custnrMiLto 20, ta i 81, SlinMdn^-■ $ebt wichtig für ben ober die Besitzer ein. Kriegsanleihe über 100 Mark: Bor längerer Zett wurde tn meinem Geschäft em ganzer Zinsboaen mit Crneuerungöschein in Zahlung gegeben. Da nun durch Hinterlegung der Kriegsanleihe der Er- neuerungsscheiil auch dabei f in muß, anberniaQS die Äniethe o?rloien ist, bitte ich den Eigentümer, stch bei mir au melden.l,^s« M.Keßler, Reuenwegäi. Neue moderne Regenmäntel, ( Ulster, Paletots sowie Anzüge u. Schuhe in allen Größen preisw. zu ocrEaufen. 023436 Seltersweg 581. Eingang GckeyolkSbab. Chuis lotzgurs und Divans in solider Ausführung stets vorrätig. 028353 Möbelgeschäft, Neuen Bäne Nr. 18. Torfstreu *■ I6” . -t «y «ns Bekanntmachung. Nächsten SamStag den 6. b. MtS.. abends 8 Ubr habet Generalversammlung der Uredit-Vereinr zu Heuchelheim in dem Lokale des Ludwig Kröck X. dahier statt. Tagesordnung: 1. Bekanntgabe des RevislonSbertchlS. 2. ErgänzungSwabl des Vorstandes u. AuffichtSratS. Heuchelheim, den 2. Dezember 1919. Für ben AuksichtSrat: Schleenbecker. 13581 nach der Oper, 5 Akte sowie das übrige Programm. 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Schluß, Anfang- Märkte. sätzlicher Tötung auf 15 Jahr« anderer AngckLgter namens 2. 12. 12,30 5,975 12,10 10,75 ufen ifieb- an» er IftL »an L- e Abend- Kurs 3.12. 77,50 tr ifc |WV «hole Slev- I it Kurs 4.12. 77,50 63*37 1673,50 859,- 959,- 939,- 808,25 36,30 29,95 84,80 144,75 874,25 851,- 961,- 941,- 809,75 36,40 30,05 85*20 145,25 875,75 263,- 283,- 248,- 247,- 971,— 938,50 821,25 30*,20 31,55 85,50 142,75 885,75 119, - 256,50 175, - 147,50 123,50 128,50 232* — 218,50 296,50 242,50 165,50 169,- 290,- 121,- 124,- 482,- 856,50 969,- 936,50 820,25 30,10 31,45 85,30 142,25 884,25 119,— 256,- 175,- 146,- 123,50 128,50 228*50 220,- 295,75 166,75 170,- 287*,50 122,- 126,- 482,- 245,- 340,- 268,- 283,- 248,75 248,- 148,- Schweiz . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm . Wien.... n ei. 'be en an dem übrigens euch das Tauschgeschäft bluht^ wurde nai*:$u geräumt. Geringer UeberslLnd ging ge- chlosstn an einen Dändlerlonzern. Letzte Nachrichten. In England zurückgkhaltcne Gkfangenc. Berlin, 3. Dez. (WTB.) Die „Deutsche Allgcm. Zta." erfährt von zuständiger Seite, daß bei der britischen Rcgiermrg angesragt wurde, aus welchem Grunde die e i m s ch a s f u n g der Ge - sangenen aus zwei Lagern n 0 ch nicht erfolgt sei, obwohl es sich weder um Bomben- wcrfer oder Flieger noch um Scapa-Flow-Leute handelt. Eine Antwort ist noch nicht erfolgt. Der Abtransport der Trnppen ans dem Baltikum. beginn stand er mit Ausnahme seiner öweimali- gen Verwundung ununterbrochen im Mve, bis er am 30. August 1918 in Gefangenschaft geriet. Teilen soweit gerecht wird, daß fte mftemander leben, arbeiten und uns aus unserem Elend heran0- reißen tonnen. Was später kommt, wird bie Zu- Wettervoraussage für Freitag: Wolkig, meist trocken, Temperatur wenig geändert, westliche Winde. Marknotierungen. Datum: gtw- at£ fnen jnftL attiet iiltt foö(. nß^ 10 ipen« 2. Dez. ■ 1676,50 1696,- 1699,- Geld Brief Frankfurt a. Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 5e/0DeuLfirieg5anL 4°/<>Deu1.Reichsonl. 3°/oDeut.Reichsanl. 4°/0 Preutz. Konsols 4°/oHesf.Staatsanl. Darmstädter Dank Deutsche Bank. . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Dank. . Nationalbank f. D. Mitteld.(Kreditbank Doch. Gußstahlwrk. Bud.- Eisenw.-Akt. D.-Luxemb.Dergw. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschi. Eisend.-B. Oberschles.Eisenind. Phönix-Brgb.-Akt. H.-Amerik.-Paketf. NorddeutscherLloyd Bad.Anilin-u.Soda Electron Griesheim Höchster Farbwerke Adlerwerk.v.Kleyer Daimler-Motoren. Clektr. A. E. G.. . FellcnLGuilleaume Schuckert-Werke. . .örsterswitws mlunteWtaiu. tkinuniimÄd,erG* 11,0 ÄS N-'d WM ^heaterbeutel lücher Itrllttl. X ®ni Polizriamt. ri'l'i-' nung Aufleridjert <6olh HMM er vÄoreu^ nebd'irmri, mit grünt’ wiMiii', auf dem ?.(,t bunt ^obannceitrant, ÄtofnSäuc.'SmulitXQiit wjußtbtn gegen gute Bdobnnng ’ L üuliiraln 7 fc atgBCCem^mmriim »Ug. ifte M «in». !«m6er Mg, he» 111« V»v Berlin, 3 Dez. (WTB.) Die Lage iw S ch a u l e n ist unverändert ruhig Der 2 0 - transport vollzieht sich glatt. Täglich werden drei bis vier Züge abgefertigt. Die B/.-tta-- düng der Russen bcgirmt heute in Murawiewo Berlin, 4. Dez. Den aus dem Baltikum zurckkehrenden Truppen lieh Oberpräsident Win - nig eine Kundgebung zugehen, nach welcher die Reichsregierung voraussichtlich pon einer. Bestrafung wegen der nii' ®Iörflen/bm|bHfll MosllisvcPMM rember: ^ «inbcnn U>5enb£§tn. 3 J 8t,maTÄ? S Mrrü ausfallen. Kriegsgesangenen-Heimkchr. | * Steinheim b. föimgen, 3. Dez. Aus englischer Gefangenschaft tehrte als I letzter heim der Fuftlier L. ^.utz. Seit Kriege WS» •ifitas» Frankfurt ’ ■ 1-Uhr- Holland Dänemark Schweden..... Norwegen..... Schweiz Wien (altes). . . . Deutsch-Üsterr.abg. Budapest...... Prag........ Helsingsors . . . I Spanien...... schwersten in ihrer Existenz bedrohten kleineren und mittleren Einzelunternehmen durch die neue Fassung im wesentlichen außer Schußlinie gerückt und außerdem entzieht die übereinstimmende Feststellung, daß mit der Bilanz nicht auch die Bücher und Korrespondenzen vorgeleat zu »verden brauchen, einer Reihe schwerer Brioranisse den Boden. Niemand wird verkennen, oaß dem Unter- nähmet durch das Gesetz auch in seiner neuen Fassung drückende Beschränkungen seiner bisherigen Selbständigkeit auferlegt werden, und es wäre mehr als kurzsichtig, zu bestreiten, daß die Entwicklung, nachdem einmal der Weg des Eingreifens eröffnet ist, wahrscheinlich bei der jetzigen Regelung nicht Halt machen, sondern im Lauf der Zeit weiter treiben wird. Aber wir können der Zukunft ihre Entwicklung nicht für alle Zeit vorschrciben, intb wer kann sich denn heute noch m den Wahn einlullen, daß das Verhältnis zwischen dem Unternehmer einerseits und den Angestellten und Arbeitern andererseits, unbekümmert um die allmähliche Umgestaltung, die schon vor der Revolution eingesetzt hat, und unter völliger Mißachtung des äußeren und inneren Umschwungs, den die Revolution gebracht hat, dauernd das einseitig bequeme, halb patriarchalische, halb herrenmäßige bleiben werde? Wenn heute das ganze Betriebsrätegesetz unter den Tisch geworfen würde, wären doch damit die Beftrc- bungen der Arbeiter- und Angestelltenschaft, die durch dasselbe georbmt werden sollen, nicht aus der Welt geschafft. Der Kampf begänne morgen aufs neue und sicher nicht unter für den Unter» ne firner besseren Verhältnissen oder in milderen Formen. Nicht um grundsätzliche völlige Abweisung der Forderungen, die im Gesetz ihren Ausdruck finden, kann es sich für den Unternehmer heute mehr handeln, daran würde dos Unternehmertum und damit unsere ganze Wirri schäft zerschellen, sondern darum, für unsere schwere Zeit die Regelung zu finden, die beiden Kurs 3.12. 77,50 66,75 62,60 65,50 119*,- 258,- 176,25 148,- 124,- 129,- 227,- 231,- 220,- 297,50 239,50 165,25 168,- 290,- 122,- 125,- 483,75 342*75 262,25 278,- 247,75 248,- 145,25 kunft zeigen. . Wir in der demokratischen Fraktion und einmütig in der Anschauung daß Aufsichtsrats^ttze wu> B lauzvorlegung nicht die geeigneten Wege wn,. dieses Ziel zu erreichen. Es gibt.andere, befere! Formen, um das Streben der Arbeiterschaft zu be-, friedigen, wenn sie mit Rücksicht auf ihre besonderen Interessen wie auf die des .ganzen | hes, aber auch aus innerer menschlicher Teilnayme an dem: .'Ergristn des Unternehm eiisheiAuseimm I dauernden Einblick in die Verhältnisie des Betriebes gewinnen will. Der Aussckmß hat crnOi^lchm gezeigt, wenn er regelmäßige, mindestens meneE lährliche Berichte über Lage und Gang des U lernehmens und des Gewerbes im allgemeine wro über die ßeifhirtgen des Betriebes und dm zu.er wartenden Acbeitsdedars im besondere vorschreivt. Das hätte unseres Dafürhaltens überhaupt. O^iugt, jedenfalls aber -hätte man das Ergebnis eines solchen Versuchs abioarten sollen. Das wäre meines Erachtens mich an sich durchtznsttzen die Reichsregierung hat schon int August Jahres, als sie den Entwurf einbrachte, den Karren verfahren, indem sie in ihm über den.Rahmen ocr zwischen ihr und den M ehr beit spattetenremcrzcit über den Gedanken der Bewiebsrate ^ogenen Besprechungen hinaus einseitta ohneV^stmidigunq mft den bürgerl. Mchrhhtsvärteren dieLosung bn Aufsichtsratssitze und Bilanzvorlegung, voricMng. Damit war in aufgeregter Zeit der vor allem den extremen ^krträeni berf^xn, gc* radezu ein Wechsel ausgestellt, .dkLsen Emwsung sie umsomehr erwarten konnte, als der Reichvranz ler sich speziell für diese beiden Lmtkte in ungewöhnlicher Weise einsetzte. Das mußteaul das Maß des Entgegenkommens der. Sozialdemokratie uns gegenüber entscheidend nnwrrkm. beiden Gedraiken völlig ablehnen. hretz der Ar beiterschaft den Gissen, den sie. schon im Munbe ’ zu haben glaubte, wieder entreißen. Daß das gr- : rade heutigentags ein Experiment mcht ohncüttftw gewesen wäre, und daß selbst bet vlausr«m Parlament in die Massen, vielleicht auf dir Straße I zu werfen? Die Regierung, tote man °ls sicher I annehmen darf, aus triftigen ®ntnbai 01^1. Wir I bannten es, zumal die bürgerlichen Parteien m diesen Rechts- und Machtfragen Nicht W mc Sozialdemokraten eine geschlossene Weltanst^uung aufzuweisen haben, nicht einmal ohne dre Negre- nmn, jedenfalls aber nicht gegen die Regierung. Ein Gesetz über die Rechte der Arbeiter tanunau in einem modernen Staat nicht ohne, geschweige Sen die Arbeiter machen. Noch weniger können te in Deutschland die bürgedidrn Partien, »st wemi sie wollten, ein solches Gesetz zu.Fall bringen. Was möglich ist, habenJrxr verbessert. | Es Mini biswellen schSduch sein, Arbertervertrüer im Aufsichtsrat zu haben, es wird oft unmigenehm inti) hemmend sein, hoffentlich wird es auch mcht selten sich als nützlich crrociien, jedenfalls ist es erträglich. Auch an der Verpflichtung zur Vorlegung der Bilanz werden größere Unternehmungen, für die allein ine Vorschrift jetzt noch yilt, nicht zugrunde gehen, tote unter Umständen die kleinen, sie werden den Zwang ertragen, so gut wie die Akriengkstllschaften bisher. Würden aber die Betriebe, würden wir es auch ertragen, wenn der untere Kampf aller gegen alle diesen Winter aus- Nord- den ist In der Note sagt Cle meneeau, g^uu.ucvu u Unvegel- es Tlicht in der Absicht der Alliierüm gelegen hab:, mäßig war die Kursentwicklung bei den chc- in Eupen und Malmedy eine VolVavsttm- mischen Werten, die sich bei unbedeutenden muUg zu veranlassen entsprechend den Abstimmuw- Umsätzen teilweise befesttgen konnten. Bodilch: gen in Oberschlesien und Schleswig, fontam Daß Anilin eröffneten 2 Proz., höchster Farben um bie Absicht der Alliierten war, den Dcwoh- G Proz höher. Elektron Griesheim slellteii ^ftch I neTn ber Kreise, die den Wunsch haben solltzm, 5 Proz, Anglo Guano 2 Proz. niedriger. Elek- ihr Sximatgebiet unter deutscher oerrschrft irische Deutsche lieber ee 593 unveränd:rt. AEG. Reiben solle, zu gestatten, ihrem Wunsch ^freien lagen fest, dagegen Schuckeri um 3y2 Pro;, schwa- Ausdruck zu geben. Belgien, das die ersorder- cher Zellstoff Waldhof gaben von ihrer gestrigen Maßnahmen unter eigener Aeranttvortung Erholung 31/2 Proz. nach. Westeregeln waren mit iU treffen habe, werde nicht verfchlen, bie fr.ne 3471/2 21/o Proz. höher. Schontung ivurden vor- Bekimdung des Willens .der Bewohner sicherzu- ! börslich mit 407 gehandelt, ihre offizielle Nottz stellen Durch Artikel 34 sei Belgien übrigens stellte sich auf 398. Kanada setzten fester ein ms verpflichtet, das Ergebnis der Volksbeftagmig zur 1090, lagen dann aber schwankend. Kolonialwerte .kkmftnis des Völkerbundes und dessen Entschei- wurden höher gehandelt. Pomona 5900 bis 6075, anzunehmen. Owvimincn Miziehend, South West ^4(^ I he>^ Vrüfscler Kovfcrenz für btn Bölkerbrmd. SMÄiÄ» S rüffel. < Dez. (WTB ) S-raü. D- V4 Proz geben ert Kriegsanleihe 77ch. 5prvzentige Konferenz der Verei nigung fü r d en LilbcEerikaner wurden zum erstenmale wiedw Völkerbund nahm Statubenentwunder 275 ca 15 Pröz niedriger Privat- Versammlung an, der ckllerdrngs Äs proviforrich erklärt wurde unb auf der nächstem Kunfemri I vrswni 4 __ | .___irntM-uin»n tnrrben soll Auster- Gerichtssaal. n Marburg, 2. Dez. In der Nicht zum Karfreitag wurde bekanntlich von Frankfurter Einbrechern hier im Frcundsckien Uhrenladen em^- brochen und bei dieser Gelegenheft t^ 2ßa4irmnn Mebrfeld von der Wach- und SchließgeieMchaft, der die Diebe überraschte, durch mehrere edjiihc aetötet Nachdem die Strafkammer schon vor eim- ger Seit drei der Beteiligten mit Gefängnisstrafen beacht batte, besctzftigte sich heute d^Sck)wur-1 bricht mit der Anklage wegen vorsätzlicher Tötung > gegen den letzten der Einbrecher., den Arbeiier! Richard Pvott aus Vilbel, wohnlx-ft m Frankfurt a M Das in später Nachmittagsstunde oerhmbete Urteil lautete wegen schweren Einbruchs uni) vorsätzlicher Tötung auf 15 Jahre Zuchthaus. — Ein anderer Angellagter namens Bottgcr, der von Kassel hierher gebracht worden sollle um 'ich wegen Urkundenfälschung zu Dcrantlvorren entFbb Aftern Transport. Die Lerhandlimg mußte daher ""LS- Der tefes’ . Ha*;„ . rrochott!-L Berlin, 4. Dez. B ö r s en ft i m m u n gs- b i l d. Das Geschäft an der Börst ist ruhiger geworden; die Kursb-ildung ist einheitlich. Fest lagen wiederum Kolonialwerte bei enormen Um,ätzeii in Pomona, die 6100, und Kolonial anteile, die 3.3jO notierten. Die übrigen Kolonialwerte warm abgeschwächt, besonders Neu-Guinea und Otavi. Ausländische Mtiemverte waren behauptet, Ausland-^- reuten still. Schiffahrtsiverte waren wenig vei ändert. Morttmiwerte lagen fast durchweg av- 1 geschwächt, bis vereinzelt 7 Pro Mit. Petroleumaktien lagen still. Heimische Renten icft. Frankfurt a. M., 4. Dez. Borsen- stimm ungsbild. Der Entwurf eines Son- dersteuergesetzes, der nun vorliegt, rief an ber utc W1U —, .... .. Börse eine sichtliche Zurückhaltung hervor, so datz r a f u n g wegen der nicht rechtzeitig erfolgten der Bersthr im allgemeinen ruhiger war. ^riPNsRüdtebr absehen werde. Sie sei bereit, den zu- Ausnahme bildeten einzelne Papiere, rn vmm ftcy 1 ^^(kkehrenden Heeresangebörigen nach ersolg^r.De- wiederum lebhaftes Geschäft entwickelte. Trotz Tnobihfierung rin Demobilmachungsgcld und emnt bescheidenen Umsätze bewahrten Montanpaptere eins Entlassungsanzug zu gewähren. "Ä* dT $it in En»-n m.dM°lm-dy. kirchener bekundete sich ?lbneikkung. Rhrimtahl Berlin, 3. Dez. (WB.) Dem Vorsitzenden und Oberbedarf blieben gefragter. Phönix Ber«- der deutschen Friedcnsdelegation .in bau schwächten sich um 2V= Prvz.. ab. Adler Versailles ist am ^.November eine diote zu- Klever konnten sich befestigen. Daimler lagen gegangen, deren Veröffentlichung ers letzt er- sest^(283) Benz wurden 249 genannt. Kurs- folgt, well sic verstümmelt hierher übermittelt wvi> besserungen erfuhren Schiffabrtsaktteire leugei -. ^hrfrei sind Nur Genuß- die denen tiefster Srieg^eit nicht Kaffee, Tee und Kakao unterliegen! lE^n^r Übertwfftm w^ben.^KL ^ie d!m tarifmäßigen Zoll, der aber in Bedürftstk-fts- mrch schlechtes Material, wwohl ^ cg reklamiert werden kann. Die amerifauiiche nrit 6000 10 000! Bekanntmachung über den Versand von Lebcns- Absatz. Ö-ute Pferde wurdeii 6000 niittelpafeten bezieht sich nur auf käufliche Pakete bil jum &ö^ftg€toi^^t von 5 Kiloaramm, gb> LLKnpastte eine *cn$e nicht Se700Ö-8000 Mk. Der Markt, auf'besteht. De^ Stärkster B e r 1 i n, 3. Dez. WTB.) Gegenüber Press». - ~ , Meldungen über Erschwerung der Lins uh r von W. N imit fchwar»er Smaiße INalaae und tlttntm I brillant Dirnitaz i verloren. : R&mebenetßtntielM Hochftällrr, 0M Pabndoi imr ll -11 taitiinliiin • mit golbtjier Scnc ü verlor!« worben. Besen flu'. lobnunii abiufltDMe Ebrrsirailk 11 -’2 Vom ReichsschnlauSschuß. 236*- Berlin- 4. Dez. Der Reichsf ch ulaus, 218*751 f ch u ß nahm am Diriistag und Mittwoch ine 291’- I richte feiner Unterausschüsse entgegen und xr> 239* - sprach im Anschluß daran eingehend Ine auSgerr- 166*.- beiteten Vorschläge. Uebcr die Frage der Gruiw- schule und der Lehrerbildung, soweit beide gesttz- 265 - ! geterisch:r Maßnahmen bedürfen, ohne daß miet' 122*12 dings bet sachlichen Entscheidung der zukünftigen 126*- I Reichsschulkonferenz vorgegriffen wird, wurr« in eingehenden Beratungen volles Einverständnis er- hielt. 3ur R-ichsIchAlk°nt°r-nz E wurde vereinbart, daß fte zu Ostern des^7*™ 265 - Jahres in Berlin stattftiiden solle. Tie -3M der &ilnebmer der Reichssch-Ükmrscien, 248,50 der Ressierungsvertretrr folt 400 nicht iiderschrerttn. ein,. ftan;ösischk Mesandtschnft in München. ' Berlin, 4. Te,. Ter „L-KIrnzeiger" de. o .^ richtet au« Wien: Wie in hiesigen Schl-ntekierfa; 40nn hwlmitet ist die Wiedererrichtung der -^französischen Gesandtschaft in M ün- 0(825 hpiATnfieue Sache Man bringt dies in in 50 Zusammenhang mit den französischen ^ürebungen L A Errichtung eines von ^deuttch «id ge^ 38O(- trennten mittel- und suddeutschen Staates Tic Einfuhr von Lebcnsmittclpaketen. M., 3. Dezember, einer Revision un^^genwerdensoll. Außer- ' dem wurde eine Reihe dmi Anträkten darunter ein von den italienischen und framomchew Delegierten unterstützter Antrag, der dahin geht, daß es jedem Mitgliedsstaate überlassen blribea fall, die Art und Weife der Ernennung der Tätowierten stlbst zu bestimmen ferner, daß.von Absatz 2, Artikel 4 des Pariser Packtes fo schnell wie möglich Gebrauch gemacht werde, der die Erweiterung der ständigen Beriretting des Rates bestimmt Tiefe briden Anträge tourse.i er» 119,- manente Kommis.sion wll. so ^schloß die 258,- Konsereirz, den Entwurf einer Rechtskonförderation zwischen den einzelnen Staaten ausarbeiten, emc 148,75 Schere, gleichfalls permanente Kommis,wn, eait» 123,75 Eiitwirrf zum Völkerrecht. Behördliche Anzeigen. Milchpreise. Befolge Beschluss« her Tr-dtischen liebend* lalirm ii^rben die SÄiktaneife mit Wirkung »om 3. Xejmber 1919 tor folgt festgesetzt: für den Liter Lollmilch 89 Pfennig, für den Liter Magermilch 44 BTemns. Gietzen. den 3. Texmtber 1919. 13692B Der Oberbürgermeister ^LebenSrnMelamt). KartoffelanSgabe 48. Woche. Die WochenKartoffelmarKen L, M, N, O, P, Qu, R. S, T, U der 48. Woche werden beliefett: Lödsach, Carl, West-Ankaae, Trechsler, H«inr,ch, Strinstrahr, Koisumverein Dießen u. Umg., in sämMchen Filialen, Aumpf, Fritz. Iozelsgass«. Die Marken können bis einschließlich Krei» tag den 8. Dezember 1919 beliefert werden. Dießen, den 1. Dezemder 1919. ,wl,B Der Oberbürgermeister ^Lebensmittelomt) Bekanntmachung. Die in (Honüfartt des Reichsvieh* ferechengesetzes aufgestellten Listen hrr beitragLirfuchttien Pserde* und Rindvieh besitze r bet Stadt GVtcfjrn vnb der Go- inerfung Schissenbera liegen urührend 8 Tagen, Dom Tage der Veröffentlichung dieser BetaTrnI- machung ab, auf dem Stadthaus, Zimmer 16, Mir Einsicht offen. Enr.vendweam gegen die Ginträge können mir während dieser Dfftnlegung-Jfnit imb nur von den beteiligten Vieobesttzern vor gebracht werden. Gießen, den l. Tteiember 1919. 18594B Der Oberbürgermeister. I. B.: vr. Rvsenberg. Bekanntmachung. Skadtvervttmeter Iiohrmtes Diehl $u Dießen ift «um ^[^■'rtencrDcnrn für die Gemarkungen yiepen und Schiffender« bestellt und twrpflichtet Gießen, den 1. Dezember 1919. 13-595B Der Oberbürgermeister. 3 B.: Tr. Vkv se n b e r g Bekanntmachung Fnfolac der $erton»f(6nnerigteiten wurde die Jeichnungsfrift auf die Spar Prümtenankeche bis Mittwoch den 10. Dezember mittag# l Uhr verlängen. Wir gestatten uns. unsere Einleger hierauf hinzuweiscn mit dem Anfügen, daß nnr noch b-is zu diesem Tage Zeichnungen auf die Anleihe, die bekanntlich mit wertpollen Hergün^ stigungen aller Art ausgeftattet ist, cntoeget- nehmen. 18612D Grünverg. den 3. Dezember 1919. Bezirr-spqrkaffe Gründer?. zreiwiüige Inventar- Versteigerung. Wegen '.lirfgafee der Pacht auf dem tzosgul Detzelvod läßt Frau Hrch. Clasen Dwe. daselbst durch das rmtenndjnelc Ortsgericht ihr lebendes inib totes Inventar gegen Bürgschaft versteigern. Unbekannte ©teiaercr müssen ttetaimte Bürgen stellen, die ihre Zahlungsföhiqstit nach weisen Barzahlung ist nicht ausgeschlossen! Zur Versteigerung kommen: 8 Pferde, txramter hier belgische Stuten (eine trächtig). 1 Hannoveraner trächtige ©titte. 1 £>cntu)öentner schwarzer Wallach, 1 trächtige Stute, Landschlag, 1 Pony. 1 Landauer, 1 Schlitten, 4 Feldwagen, 3 Hasten- wagen. 1 Gerülewagen, 1 Zweispänner-Milchwagen, 1 Einspürmer-Milchwagrn. 1 Selbstbinder rz., M?>5.—, 2^.50 u. ll.Jv Rniohe Auswahl in Srhtirz.oustoftcn au *■JTfbdrhaus \afamon $ gitnitU-eu 1*reisen! r? Ein Posten Leibbinden hW» la* V^rr»7m«v'‘lr”rstü^n»r6.l>?,’1,“ Franz Bette, Mänsburg 10 Bund zur Pflege von Musil und Literatur Freitag den 5. Dezember 1910 abends 8*/* Uhr (pünktlich) im großen Hörsaal der Universität DritterLiterarischerAbend ALBERT H. RAUSCH Vortrag eigener Dichtungen Vortragsfolge: 1. Hessische Sonette (XV, XVIIt XX, XXIV, XXXVIII) aus .Sonette» 2. Neapel, Ueberfahrt nach Sizilien . . aus .Südliche Reise» 3 Davids Abschied.........aus .Jonathan* 4. Elegie an eine junge Frau.....aus * Kassiopeia * Eintrittskarten m M- 1— im Vorverkauf in der Musikalienhandlung von E. Challier und an der Abrndkaaae- Studentenkarteo nur Im Vor- vurkaaf heim Hausverwalter der Universität jseucen Vorteilen der AuswrJs- karte. Karten fttr d. Mitglieder au M. 1 — geg.Voraeigen d. Mitgliedskarte. _______Oeffnung des Saals wacb 8'/. Uhr. — Der Saal tot geheizt. ltMMD D. 0. B. Montag, den 8. Dezember, 8 Uhr abend», Vortragsabend i* Saale deö «afthofs ,^indenb«rg". Vorträge L Krtll 81k Stunt »der: -Keine zeit in Xigi Wthmd des Stieg«. 2. Unit-Pris. Dr. Si jener, St. -.Res., Sier: Erinnern jen «8 einte -tntschen Sager (tiegSgefnngener Ittlitnisihet Lsßiicrc. Eingeführte Gäste willkommen. }MllD~ Ort»gruppe Gießen. Weihnachtsgeschenke! taioböte UMM lisdn EüIMm Geschw. Holberg Nachf., Plockstr. 5 Wegzugshalber billigst! Bestellungen auf Verlobungsbriefe die mir zugedacht sind, bitte ich höflichst, mir baldigst rügeh«n xu lassen Im Interesse einer sorgfältigen Ausführung, da sieh dl* Aufträge unmittelbar vor den Feiertagen sehr anhänfen. Buchdruckerei Nitschkowski LodwifstenO« < Öle Ben Fensgreeher 714 V > öcftbäfts^Ucbergabe Dem geehrten Publikum teile ich hierdurch mit, dah die van mir seit Jahren betriebene Rinds-, Kalbs- und Schweinemetzgerei Bleichsttatze 23 mit dem 1. Dez. auf Herrn Metzgermeister Wilhelm Kahl Übergeganaen Ist. Ich danke meiner wetten Kundschaft für das mir bewiesene Vertrauen und bitte dasselbe auf meinen Nachfolger übertragen zu wollen. Gießen, den 4. Dezember 1919. Hdam Hlltndorf. SclchSM - Uebernatime Unter Bezugnahme auf vorstehende Anzeige teile ich der geehtten Einwohnerschaft von Giehen und Umgegend ergebenft mit, dah ich die von Herrn Adam Allendorf betriebene Kinds», Kalbs# u. Lchwcincmetzgcrci Dlelchstratze 23 Blelchsttatze 23 übernommen habe Es wird «ein eifriges Bestreben sein, die mich mit Aufträgen beehrende Kundschaft durch Lieferung bester Ware, zu deren Herstellung mich meine langjährige Tätigkeit und Erfahrung in ersten Geschäften befähigt, in [eber Weise zufrieden zu stellen. Hochachtungsvoll lDll|)Cltn Kd))l. Giehen, den 4. Dezember 1919. 13898 Fabrikate» Itilsflchern e -Handschuhe Der yorftaatz. 13617D übernimmt ÄO6 Caf6 Ernst Ludwig !36ß für hungernde österreich. Schulkinder findet Aeeitag he» S. Dezember in bet Neuen Weit' sr,.?»« 023396 Die Künstler. ein- und »weifvikmig. m Roll- und ffaftenroaaei Gießener Konzertverein Sonntag den 7. Dezember 1919nachm.5 Uhr in der neuen Aula der Universitit: Jany Szantö (vioiinc) aus München Fritz Windgassen aeoon aus Cassel Professor Gustav Trautman» Programm: Werke von HAndeL Mosert. Bag*M Choplo, Sarasate für Violine, Lieder von Beete hoven. H- Wolf und R. Strauß. Eiatrlttekarten: 4.-, L und 2- M. bei Ernst Cb silier und abends an der Kassen Studenten karten LV) M nur Im Vorverkauf hei na liaasverwAlt#r dorünivenitlt gegen Vorzeigung der Auswelskarte. OelTnung des Saales 4'S Uhr. M Lhemnitz, den v. Sa» rniL Eseilmiele Aarlispncher w-w w o- W • nebc her erltrticrtirtnar BiSklrkfecn 14, Fernruf 1. . 7sch fteue mich, <>bnen über «Ihr Wasser n»r baS beste Vov ouiMvrrttw» zu fönnen. (Fe nibi nichts Besseres gegen Nervosität. C. Cdü BebUubltabtil Die hefte Att-ersm erzielt man bei Benutzung eines fluten Räucher- schrankes der gleichzeitig der beste Nufbeioahrungsott bad ganze >adr hindurch ist. (Frbiiicn Die kostenlose Ausendung etnerBrichrei» düng von um Friedrich C. Weiß, Geüuberg tOderbeffenl. Markt via» s^rnsorecher ßkr. 1L l lebet i. 10 Tagen aihuL beseitigen nuSt foftenL FraaBraa Br«aabttkatdemoinS BariSI Aile<> in vorn. Äusmacha. KereMlIe. lens«, echte Wsnslbteiles, Fiber- aehmtilk, AbseUMret. ete. Aus Aniraae Bersand per Nachn. ob. 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