öosold Berger bte Kenner J geb. Kiehelbach L ^totebet 1919, erbordt Jiegler )btt * 1 19». ‘*hhHh. Olle* »Ä*t -------1......... . ilich unserer fldmen ^hnuksamdkitsagen )en Dank nnagel und Jrau : « 1.9lot>e*btr 1919. «wm : ..........Hiiiiiiiiii-tHiiiii ijimleito , tiktfiieiee ertratimyt kvi Wttttllugn tn t;A in» dxeeüftti beetijniita lin-Pillen ÄMW. iM ttfti i Bnjtftwq |ian al; « Mr» U «*; tirwhe rniw« i. tu w* «V iu, bcrt» SO». Bttert B M Rvunh 1U»MU| Ullrtli tpn ^MkinLLUilUB -Drtmii.itifl»9' ■ Mq» IM* «Illi er etwas i-clr i rto iP" er- ,hv r ii El«. x)t- ind len. ®ä flrflWU? •uitttw 0|uu‘ stii»«i (Berten LlitflWHe7B 3. Ar. 258 Ser tiefe ttitr Anzeltzer etfdietnt täglich, cutfeer Eonn- und feiertags. Btjugsprtis: monall. 'Di k. 1.60, viertel- iäbrltrtt Ml. 4.80 durch Abhole- u. Zweigstellen monatl Tlf. 1-50; durch die Voll Tif.5.— oieriel- jährl. au4|d)L Be tellg. t^ertilpred) - Ausgüsse: für bte 8d)rtftleitimgll2 V erlag,Gefchästssteltebl Anschrist iürTrahhiacf)- nchlen: Änjtiger Siegen. popfchecktonks: Staofiurt c. M. U686 Erstes Blatt (69. Jahrgang Dienstag, 4. November 1919 GichenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberheffen ZwiMngrrunddruck u. Verlag: vrühl'fche Unio.-Vuch- u. Steindruckerel R. Lange. Zchriftleltung, Geschäftsstelle ». Druckerei: Zchulftr.?. Annahme von Anjetgea s. die «.aqrsmimmer bis zum Nachmittag vorher ohue jebe"J3ecbmblid)fett vreir für 1 mm höhe für Anteigen v.34mm zweite orilt-b 15 bi, auSwärtS 18 Bi., für Mieflnme- an zeigen von 70 mm ©reue 48 Pf. Bei Platz- t>orid)nn200/.,9hiffd)lag. Hauotfchri'tieiler: Aug. Goetz. Beranlwonlich für Politik: '21 ug. Goetz, für ben übrigen Seih Dr- Remhold Zenz; für den Anzeigenlell: p. Beck; fäinthd) in Gießen Vie deutsche Antwort auf die Schiffsforderungen der Entente. Die Entente verlangte die Auslieferung von fünf deutschen Schiffen, die bereits 1915 tunb 1916 als im Bau befindlich an niederländische Schiffahrtsgesellschaften verkauft worden sind. Die Reichsregierung legt in der nachstehenden Note in sehr klarer Weise dar, daß die Gegner sich hier wieder einmal über alles Recht und alle Abmachungen Hinwegsetzen. Das deutsche Volk wird, trotz der vielen anderen Sorgen, die es beschäftigen, mit größter Aufmerksamkeit die weitere Praxis der Feinde in diesem Nechtsfalle verfolgen müssen. Mir müssen uns all dies zur Lehre nehmen und damit prüfen, wieweit die Menschheit für ewigen Frieden und friedliche Gerechtigkeit sei. Vorläufig zeigen sich die Westmächte noch als rechte Erpresser. So soll ja nach einem neuen Beschluß des Fünferrats die deutsche Regierung vor Inkrafttreten des Friedensvertrages nod) ein besonderesProtokoll unterzeichnen, in dein sie erklärt, daß die noch nicht völlig erfüllten Waffenstillstandsbedingungen erfüllt werden müßten. Dabei werden vermutlich auch wieder allerlei Nachtragsfor- verungen, vielleicht baltische Meinungsdifferenzen, hincingeschmuggclt werden, und die Menschlichkeit einiger Engländer, die uns unsere Milchkühe lassen stwllen, wird bei den Maßgebenden auf kein großes Verständnis stoßen. Berlin, 3. Nov. (WTB.) Die deutsche Regierung antwortete am 3. November aus den Funkspruch der interalliierten Marine k'v m m i s s i v n Dom 17. Oktober und auf die gleichlautende Note des Vorsitzenden des Obersten Rates der alliierten und assoziierten Mächte: Nach Artikel 33 des Waffenstillstandsabkom- nrens soll irgendwelche Ueberführung deutscher Handelsschiffe icder Art unter irgendeiner neutralen Flagge nach der Unterzeichnung des Waffen- üillstandes nicht stattfinden. In einem späteren Abkommen ist lediglich davon die Rede, daß die gesamte deutsche .Handelsflotte unter die Kon- trolk unb den Schutz der alliierten rttcd asso- snierten Mächte gesteUt werden soll. Da die Schiffe „Braunschweig", „Denderah", „Nassau", .Zohmrn Heinrich Burghardt" und „William Oswald" bereits in den Jahren 1915 und 1916, und zwar als im Bau befindlich rechtsverbindlich an niederländische Schiffahrtsgesellschaften über- retdjä werden und somit Bestandteile einer neutralen .Handelsflotte geworden sind, findet der Anspruch der Alliierten auf Herausgabe der Schiffe m diesen Bestimmungcn keine Grundlage. Allerdings wurde der deutschen Negierung bekannt, daß die britische Regierung iich in einer Zirkulardepesche an ihre Vertreter bet den neutralen Regierungen vom 7. November 1918 auf den Standpunkt stellte, die während des Krieges erfolgte Uebcrtragung feindlicher Tonnage zu Eigentum unter der Flagge von Neutralen nicht anerkennen zu können. Einen Reckstsgrnnd für diese Stellungnahme gaben weder die britische Regierung noch andere alliierte und assoziierte Regierungen noch die inter- allüertt. M-armekommission ab. Auch aus der tetzigen Note der interalliierten Marinekommissivn vermag die deutsch Regierung einen derartigen Rechtszustand nicht zu entnehmen. Der Wortlaut des Artikels 57 der Londoner Deklaration stellt dagegen den Grundsatz auf, daß ein bona fide- Verkaur auch nach Ausbruch der Feindseligkeiten tttrliam ist. Dieser Grundsatz entsprach auch der früheren Praxis des britischen Prisengerichts, wi: sich aus Nr. 7 des Memorandums ergibt, welches der Londoner Seekriegsr'cht-Konferenz durch den kritischen Vertreter v-orgelegt wurde. Es ist auch kein Fall bekannt, wo ein Kriegführender die Ungültigkeit der Veräußertmg eines noch im Bau befindlichen Schiffes FÄtenb gemacht hätte. Nach den der deutschen Regierung über die Veräußerungen bekannt gewordenen Einzelheiten bestehlen hier keine Zweifel, daß es sich um eine Beräuße- rung bona side lxindelt. Die deutsche Regierung stellt den alliierten und assoziierten Regierungen anheim, sich Weyen der Auskunft über die Einzelheiten an die niederländische Regierung iu wen den. Daß die deutsche Regvwung in Paragraph 7, Anhrg? 3 und Artikel 244 des Frieden svertragrs anerkannt haben sollte, daß deutsche. Schüfe, die während des Kriege- vH»: Zustimmung der Alliierten auf eine neutrale Flagge übertragen worden sind, ohne weiteres als deutsche Schiffe an- «rsehen sind, muß die deittsche Regierung entschie- oai bestreiten. Eine derartige Auslegung würde jener Bestimmung Zwang antun. Nach dem klaren Wortlaut ist ihr Sinn vielmehr der, daß Schiffe der bezeichneten Art, obwohl sie keine deutschen Schiffe mehr sind, imrch die von Deutschland zu ergreifenden Maßnahmen wieder in volles deutsches Eigentum zurückgebracht werden sollen. Nur wenn dies geschehen kann und geschehen ist, würden sie den alliierten Sund assoziierten Mächten üb.rg Heu werden können, tebeniafto darf _ die deutsche Regierung beanspruchen daß zunächst das Inkrafttreten des Friedensvertrages äbgcwartet wird und daß alsdann die WiÄ>ermttmachungskvmmrssion g.mäß Dem erwähnten Paragraphen 7 die Maßnahmen zur Erlangung des vollen Eigentums angibt, die sie gklaubt, an geben zu können. Diese Kommiffion wird nur solche Maßnahmen angeben können, mit der die «LLerlandische Regierung einverstanden ist. Ohne die Zustimmung der nieder lärchischcn Regierung wrrS» es der deutschen Regierung such späterhin nicht möglich sein, Forderungen, wie die in der 3bote der alliierten MarineSommission zu 1—5 omfseMrten, zu erfüllen, Ta die deut-. Die Forderungen des Fünferrates. Versailles, 2. Nov. (Wolff.) Wie der „Tcmps" meldet, beschoß der F ü n f e r r a t gestern nach-mi!tag, von Deutschland als Ersatz für den den Alliierten durch. die Vernichtung der Schiffe in Scapa Flow zugefügten Schaden eine gewisse Anzahl leichter Kriegsschiffe, Schwimm- docks, Kräne und anderer zum Material der Flotte gehöriger Gegenstände zu verlangen. Nach einigen Abendblättern will man 400 000 Tonnen Schiffsraum als Ersatz beanspruchen. Der sozialdemokratische Parteitag Oesterreichs. Wien, 4. Nov. (WTB.) Ter sozialdemokratische Parteitag beendete heute seine Beratungen. Einstimmig wurde eine von Friedrich WLer beantragte Entsckstießung angenomnum, in der die Stellungnahme der soziallemokratischen Partei zur Internationale umschrieben wird. Unter Warnung vor übereilten Schritten auf internativ- sche Regierung bei ihrem Verhalten lediglich von dem Güwnken geleitet wird, den Rechten der Neutralen gebührende Rücksicht zu schenken, erklärt sie sich bereit, sich einer aus Grund eines Uebereinkommens zwischen den alliier ten und assoziierten Regierungen und der niederländischen Regierung getronenen schiedsrichterlichen Entscheidung über die nationale Zugehörigkeit der fünf Schiffe und der Gültigkeit der Uebereignung auch dann zu unterwerfen, wenn jie von der hiesrgen Stellungnahme abwnchen sollte. x Rechte ter Deutschen in polen. Die polnische Regierung beabsichtigt der deutschen Bevölkerung im preußisch-polnilchen Gebiet folgende Zugeständnisse zu machen, wie der „Dzlen- nik Poznanski" vom 24. Oktober berichtet: 1. Auf dem Gebiete des Schulwesen-: Besondere Volks- und Bürgerschulen mit deutscher Unterrichtssprache. Diese Schulen werden aus öffentlichen Mitteln, genau loie die polnischen, unterhalten werden. Ein Recht auf eine besondere Schule oder Klasse sollen die Deutschen haben, sofern die Zahl der Kinder die Zahl 40 erreicht. Schon für 12 Kinder eines Bekenntnisses wird dec Religionsunterricht in der Muttersprache erteilt. Den Teutschep soll das Recht zustehen. Privatschulen zu gründen und zu unterhalten, unter Anpassung an die staatlichen Vorschriften und unter Aussicht der Schulbehörde. Den deutschen Lehrern wird eine Frist von zwei Jahren zur Erlernung der polnischer Sprache gewährt, die sie zur Erteilung des polnischen Unterrichts als Unterrichtsfach in den deutschen Schulen brauchen: dies verlangen die deutschen Bürger von der Schulbehörde. Die deutsche Bevölkerung erhält auch in einem gewissen Verhältnis Gymnasien und Lyzeen mit der deutschen Sprache als Unterrichtssprackw, ferner die nötige Anzahl Lehrerseminare zur Aus- bildung deutscher Lehrer. 2. Auf dem Gebiete der evangelischen Kircke: Vollständige Freiheit in Bezug auf Religion auf die Abhaltung von Andachten, auf den Religionsunterricht und die kirchlichen Amtshandlungen. Die evangelischen Gemeinden arbeiten für sich eine entsprechende Kirchenordnung aus, die ihnen eine eigene Kirchen- und Vermögensverwaltung sichert. Die bisher aus preußischen staatlichen Fonds gezahlten Zuschüsse übernimmt der polnische Staat. Fünf Jahre hindurch soll es den Kandidaten der evangelischen Theologre gestattet bleiben, auf deutschen Universitäten zu studieren, bei der Prüfung müssen jedoch auch die Professoren der polnischen evangelischen Fakultät anwesend sein. Nach Ablauf dieser Zeit tft das Studium grundsätzlich nur auf der polnischen evangelisch-theologischen Fakultät gestattet. Die Prüfung wird in der Muttersprache des Kandidaten abgehalten werden. Stm Amt befindlichen Pastoren wird eine Zeit von fünf Jahren zur Erlernung der polnischen Sprache gelassen. In evangelischen Gemeinden findet der Gottesdienst in der Muttersprache der Gemcinde- mitglieder statt. Aus dem Baltikum. Helsingfors, 3. Nov. (Wolff.) Unter englischem Vorsitz fanden zwischen der lettischen und estnischen Regierung erneut Verhandlungen statt. Diese sollen nunmehr zu einem Vertrage zwischen Lettland, und Eslland geführt haben unter folgenden Bringungen: 1. Lettland tritt den Kreis Wall und Telle des Kreises Wal- mar bedingungslos an Eslland ab. 2. Die Letten haben die estnischen Lilsstruppen zu verpflegen. 3. Eine eventuelle Kriegsbeute fallt den Esten zu. 4. Der Oberbefehl über die lettisch-estnischen Truppen geht an General Laidonner über. — Als Gegenleistung haben die Esten die Letten an der Rigaer Front mit Truppen zu unterstützen. (Die Meldung bedarf jedoch noch weiterer Äestättgung. Die Kriegsgefangenen ans Japan. Berlin, 3. M-v. (Wolff.) Nach amtlicher Mitteilung der schweizerischen Gesandtschaft in Tokio ist in der zweiten Hälfte des Oktobers der Abschluß eines Uebereintemmens mit der japanischen Regierung über die beschleunigte Heim- fübrung der deutschen Kriegsgefangenen zu erwarten. Tie Gesandtscliaft nahm die Charterung von Schiffsraum in die Hand und stellte in Aussicht, daß der erste TranslVrt ungefähr in drei Wochen nach Abschluß des Chartervertrages a6gelten kann: das wäre im Laufe des Novembe,rs. Nähere Ang-.iben über die AufnätzmesMgkeit der Transportschiffe, das Tatum des Abgangs der einzelnen Scknffe und dec anzulaufenden ZwilchenMsen stel-Ln noch aus. Sie werdeir alsbald nach ihrem Eintreffen beröffenllicht. nafem Gebiet wird der Parteivorstand ermächtigt, den Genfer Kongreß zu besckncken und gteichtzeillg das Brüsseler Bnreau beauftragt, den Genfer Kongreß um mindestens ein halbes Jahr zu vertagen, da oadurch bte Gewähr einer friichtbaren Arbeit bedeutend gesteigert würde. Ter Parteitag nahm erner eine Sympathtekundgebung für das vvn den Imperialisten bedrängte Svwietrutzland sowie eine Kundgebung gegen die Ausschreitungen des n>njjen Terrors in Ungarn und für die Befteiuirg der Kriegsgefangenen an. Ter europäische Bankrott. In der „H u m a n i 16" vom 29. Oktober stellt Augustin Hamon fest, daß Frankrcrchs Schu I de n l a st 240 Mi li rden Franks betrage; jede Frcm-ase kämme d.ihec mit einw Htzpatl-ei von 6500 Franks zur Welt. Tas wanzösischc Budget beläuft silli auf 25 Milliarden lährlich, das ftnd 675 Franks auf den Kopf der Bevölkerung. Im Turchschnitt komme daher auf eine Familie bon 5 Personen eine Jahreslast von 3375 Franks. Daraus ergebe sich die Notwendigkeit dw Sozialisierung der großen Vermögen, der Bergwerke, der Eitenbahi'.en, des Grundbesitzes usw. In ganz Europa sei die Lage ähnlich. Auf den Kopf eines jeden sEnglchrders lilomlme eine Schuldenlast von 7000, eines jeden Deutschen eine solche von 6500 Francs. Italien sei noch schlimmer daran. Das sei das Ergebnis des Krieges, dessen lange Dauer auf das' Konto des kapllalistisckten Imperialismus zu setzen sei. Auf Leichenbergen eine zerttümmerte Wirtschaft! Tie Verantwortuicg falle den unfähigen und verbrecherischen Regierenden zur Last. Im Interesse der Menschheit und des französischen Volles liege es, daß die Nation mit ihnen auf» räume. Der Berliner mctallarteiterftrei!. Berlin, 3. Nov. (Wolff.) Nach dem „Vorwärts" hat die Generalversammlung des M e t a l l- arbeiterverbandes mit 4000 gegen 17 Stimmen beschlossen: Tie DorMäge der Unternehmer über die Aufnahme der Arbeit sind völlig unannehmbar. Der Streik ist keine Unterbrechung des Arbeitsverhältnisses. Tie Streikenden, Ausgc- sperrten und Entlassenen sind bei der Wiederaufnahme der Arbeit glrichzustellen. Alle Entlassungen sind rückgängig zu machen. Die General- ocisammlung tust alle noch urbeitenden Metallarbeiter Groß-Berlins auf, sofort in einen Solidaritätsstreik ernzutveten und fordert daß die polittschen Vertretungen der Arbeiterschaft den Generalstreik nach! Ablauf von 38 Stunden erklären, raenn dir Unternehmer Vvn ihrem bisherigen Verhalten nicht ablassen. Wie verschiedene Blätter hövm, wird in der Frage der Fortsetzung des Streiks der Mttallar- leitcr der Rrichsarbeftsminister sofort nach Vertun dig üng des Schiedsspruchs am heutiMN Vormittag aus neue seine Vermittlung zur Bei- leckung auck des neuen Streiks anbieten. In Ar- beitgeberfreifen wird die StveKfortsetzung neben ben politischen Däottven damit erklärt, daß die Stteik- sührer befürchten, bei -enter Neuwahl in den Betrieben nicht wiedergewohtt zu werden. Gerade diese persönlich inteoessierten Leute bilden die Mehrheit der GenecAlversammluug des Mrdallarbefter- verkandes. Im ,^okalanzeig-er" wird gesagt, es näre falsch jetzt, 'rov sich eine unverkennbar: Streik- müdigkell zeigt, den Arbeitern wieder die rauhe Seite za zeigen. Berlin, 3. Nov. (WTB.) Der Metall- arbciterverband beschloß, alle noch nicht ausständigen Metallarbeiter zum sofortigen Ausstand aus- zufordcm. Der Ausstand soll morgen früh beginnen. Aur dem Reiche. Der Jahrestag der Revolution. Berlin, 3. Nov. (Wolff.) Für die R e - v-olutivnsfeiern am 9. November in Berlin wird die Vorschrift über die Anmeldungen von Versammlungien und Feiern in geschlossenen Räumen auf gehoben Beabftchtigte Versammlungen unter freiem Himmel an der Peripherie Berlins sind gestattet, jedoch sind Temonstrationszüge sowie Versammlungen unter freiem Himmel in der Innenstadt verboten. Für den 7. November, dem Jahrestage der russischen Reovlutirm, bleiben die Vorschriften des Belagerungszustandes in vollem Umfange aufvechterhalteN- Ter Reichswehrminister wird für den 9. November in der Hoffnung, daß der Tag nicht dazu benutzt wird, neue Unruhen hervorznrsen, die die Anmeldcpfticht für Versammlungen aufheben ; dagegen bleiben Straßendemvnstra- tionen u nterJagt. Versammlungen unter freiem Himmel an der Peripherie vvn Berlin werden wahrsckteftllich gestattet werden. Der Polizei- präftdent wird sich dieserhalb mit den politischen Parteien in Verbindung setzen. In der inneren Stadt werden Versammlungen unter freiem Himmel auf feinen Fall zugelassen. Ter Minister irret) ferner anordnen, daß die bewaffnete Macht sich an diesem Tage in den Straßen nicht zeigt: es wird aber natürlich Vorsorge getroffen, daß gegen unerlaubte Demonstrationen eingeschrittcn werden feint. Für den 7. November, dem Tag der niffifdjen Revolution, verbleibt es bei den Vorschriften des Belagerungszustandes. Die deutsche Flagge. Berlin, 3. Nov. (Wolff.) Tns Mariuever- ordiruugsblatt bringt einen Erlaß über die Flagge des Reichspräsidenten: Die ReiMfarben mit dem Adlerschtld in der Mitte: die Flagge pes Neichswehrminifters: bte Reic^farben mit dem Eisernen Kreuz in der Mitte, die Reichskriegsflagge, in deren bi& heriges Muster brr neue ReichßMer in der Mitte und die Reicksfarbeu mit dem Eisernen Koeur in der inneren oberen Ecke ausgenommen sind. Der Zeitpunkt der Einführung der neuen Reichskriegsflagge bleibt Vorbehalten. Die Einstellung de§ Pcrsonenverkchrs. Berlin, 4. Nov. Laut einer Meldung d-'S Lak.-Anz. aus Stuttgart wird mit der Einstellung des Perionenvrrk-'hrs in W ü r 11 e m b : r g erst am 6. November begannen werdm. Berlin, 3 Nov. (WTB.) Das Ministerium der öffentlichen Arbeiten dementiert die Nachricht, das Eisenbahn Ministerium beabsichtige zur Ermöglichung eines beschrän.ten Per onenverkehrs an die Güterzüge Personenwagen anzuhängen. Es sei unter keinen Umständen auf eine Besörderungsmöglichkeit dieser Art zu rechnen. Von zuständiger Stelle wird mitgeteilt, daß infolge der Einstellung des Personenverkehrs die Annahme von Wertbriefen und -Pafeten, ausgenommen Medikamente und Pressesendungen, auf kurze Zeit gesperrt werden muß, damit die bcrctis unterwegs befindlichen Sendungen noch ihrem Be- timmungsort zugeführt werden können und ihr Inhalt nicht dem Verderben ausgesetzt wird. Die übrigen Postsendungen können nur mit Güterzügen befördert werden. Für detl Telegraph wird die Annahme von Glücktvunsch- und Begrüßungstelegrammen sowie von Telegrammen in nicht bringenden Angelegenheiten und bergt bis auf weiteres eingesteltt. ES liegt int Interesse ber verkehrtreibendm Kreise, die Benutzung von Telegraph und Fernsprecher auf bie allerdringendsten Fälle zu beschranfen und bet der Abfassung ber Telegramme sich gedrängtester Kürze zu befleißigen. Zur Bcschlagncchme von Lebensmitteln. Ter Reichsbevollmäch^.igte für Kvloniatwaren, Hamburg, teilt mit: Gew-lfsen Nachrichten zufolge soll bei der demnächst einzurichtenden Einftil-rfentvolle für ausländische Lebens- und Futtermlltel an bet Grenze zwischen dem besetzten und unbesetzten Gebiet Kaffee, Kakav und Schokolade nicht der Beschlagarah'me unterliegen. Tiefe Mittellung ist völlig unrichtig. Um dem Schieber- und C chmuggelhandel aus dem besetzten Gebiet entgegenzutreten, haben sich trielmeTyr die mir unter-, stehenden Wirtschaftsstellen, nämlich der Kaffee- Einsuhtverein, Tee-Wirtschaftsstelle und die Kakao- Wirtschaftsstelle in Hamburg entschlossen, der oben emähnten, Vvn der Reichseinftlhrstelle für Lebens- und Futtermittel organisierten Einführkontralle beizutreten, so daß in Zukunft damit gerechnet nerven muß, daß gerade Kaffee, Tee, Kakao Pulver und Schokolade, svNcit diese Waren ohne Einfuhr-^ gmehmigimg der Wirtsckiaftsstellen über das besetzte in bas unbesetzte Gebiet zur Einfuhr gelangen, ohne üeiteres beschlagnahmt werben können. Die Regelung der Arbeitszeit. Berlin, 31. Okt. Die gesetzliche Regelung der Arbeitszeit hat sich als notwendig herausgestellt, da die T-urchführung des Achststun- dentages auf Schwierigkeiten stößt. Das Reichsarbeitsministerium ist mit oer Vorbereitung für diese Vorlage beschäftigt, bie auf Grund einer Anfrage Ausnahmen vom Achtstundenarbertstag in weiterem Umfange zulassen wird. Weiter wird an einer umfassenden Revision ber Reichsversicherungsordnung gearbeitet. Beabsichtigt ist die Gleichstellung der land- und forstwirtschaftlichen Arbeiter mit den gewerblichen Arbeitern auf dem Gebiet der Kranken- und Unfallversicherung und die Wiedereinführung ber Krankenversicherung der Hausgewerbetreibenden in anderer Form als früher. Lluch das Gesetz über die Wochcnhllfe hat sich als abänderungsbÄrürftig herausgestellt. Haases Befinden. Berlin, 3. Nov. (WTB.) Es besteht Hoff- mntg, das Leben des Abg. Haase erhalten zu tonnen. Sus Sem besetzten Gebiet. Der Oberbürscrmeister von Wiesbaden abgesetzt und ausgewicsen. Wiesbaden, 1. Nov. Der Oberbefehlshaber dec alliierten Armee hat den Oberbürgermeister von Wiesbaden Dr. Gläs- sing, wie bereits kurz mitgeteilt, seines Amtes enthoben und ihn aus dem von den alliierten Armeen besetzten Gebiet ausgewiefen. Es wird Glassing von französischer Seite als Schuld zur Last gelegt, daß er durchschlechte Verwaltung undUn- vorsichtigkeit viel zu der schlim- menLageinderKohlenversorgung Wiesbadens beigetragen habe. Außerdem soll er noch die französischen Behörden von Zuständen, die die Tätigkeit der hiesigen Dienstzweige und die öffentliche Ordnung hätten gefährden können, erst zu spät in Kenntnis gesetzt haben. Wiesbadens. Nov. Oberbürgermeister Glässing hat heute früh den Ausweisungsbefehl der Franzosen erhalten. Er muß innerhalb 48 Stunden, Mittwoch 9 Uhr, in Begleitung eines französischen Gendarmen das besetzte Gebiet verlassen. Die Ausweisung Dr. Glässings bedeutet einen neuen Gewaltstreich der Franzosen, bei dem die angeblichen Verfehlungen des Oberbürgermeisters nur einen Vorwand darzustellen scheinen. Wie wir von einem unterrichteten Mitarbeiter erfahren, soll sich Dr. Glässing geweigert haben, auf Kosten der Stadt ein Bordell für französische Soldaten xinzurich- ten und hat sich dadurch bei den Franzosen mißliebig gemacht. Es mag 5. Nov. abend- 8 Uhr im Hotel < t ben' mit nahezu 500 i Ber ric »u ten kNocbdrulk urr! Fottfetzung 40. ii. 0 der der um»u I 'au neue,: »u uc tarn AU P art ron iftn ntn öffentlichen Leben Stehenden und W rkrn'en von allergrößtem Interesse sein. Zu die er Versammlung ist ledermann eing.laden. Ter Eintritt ist frei. ** Die Deutsch nationale Jugend- gruppe und Teutschnationale Bolks- Partei veranstalten auf Sonntag den 9 November, abends 7‘/> Uhr. im Lote! Einhorn einen vaterländischen Abend, an dem Professor Tr. Werner-Butzbach über „Einst und jetzt!" sprechen wird. "DerBereinfürRafenfpiele 1900 hält DonncrStag den 6. November, abends 8'/«* Uhr, eine außerordentliche Gi-neralm-rsammlung ab mit der Tagesordnung: 1. Entlastung bei Vorstandes, 2. Ergänzungswahl des Vorstandes, 3. Saeungflänberungen, 4. Ver chiedeneS * Berichtigung Zn der Beirnechung des 3. Konzerte- des Gießener KonzerlvereinS von» 3. 11. 19 muß es am Schluß richtig heißens trefflichen Interpretin ferner Kompositionen, nicht betreffenden Interpretin seiner Komposition. lassen, sich tu wehren. Nur den Schluß feiner Abhandlung über einen neu entdeckten Kometen wollte er erst beenden. So standen die Tinge, als Modesta eines Abends bei der Deimkehr vernahm, MaynuS wolle am nächsten Morgen nach GlaverShetin reisen. Seit dem Tode des alten Grafen war niemand von der Familie dort gewesen. Nim wollte er sich von dem Zustande der Zimmer dort überzeugen, denn er wollte vielleicht später mit feiner Frau dort wohnen. Während man bei Tisch noch darüber sprach, blickte Moesta zufällig auf. Da sah sie MagnuS Blick auf sich ruhen mit einem so seltsamen Gemisch finsterer Frage und düsterer Glut, daß sie bis ins Derz henem erschrak. WaS trollte er von ihr? War er böse? Safet.- ec sie denn? Und warum? Verwirrt erhob sie sich, schützte Kopfschmerzen vor und bat, zu Lett geben zu dürfen. AIS aber eine Stunde später sich auch Evelvn »nr Ruhe begeben wollte, stand Modesta, ihvtt harrend, oben in der Schwester Schlafzimmer. „Wie, du bist noch nicht zu Bett, Ttubefla? Tn wolltest bxb —" Aber als ich eben die Treppe btraut- gtten wollte, kam ein fremder Mm sch ans mich zu und gab mir einen Brief für dich" „Ttr — für — mich?" sagte Evelvn bestürzt und starrte Modesta, deren Augen seltsam starr ous ihr ruhten, verwirrt an. „Wo ist er — gib her!" „Gleich. Aber findest du eS nicht auch fjnbn> Ur, Evelyn, das er ihn feinem Ti ner üb.’rgib jnh 'Uh «re etn Ivb barnit iit5 Schloß hernnschkich? ^enn genau rrie ein Ti lorgt. Zirkus, Panorama, S-chiffschaukel, Schieß' bube und fiiitD brachten Abwechlung und am Abend fand im „Darmstädter Dos" Tanz statt. WohuungSmoogkl. P Grünberg, 2 Nov. Auch hier macht sich der Mangel an Mietwohnungen bemerkbar. Beamten, die nach dem Kriege hierher versetzt wurden oder anberen Zuziehenden iid es schwer, eine geeignete Wohnung bekommen. So sonnte i. B. der hierher versetzte Kr. tsgevme«er er* letzt, übet ein halbe- Jahr nach seiner BMetzung, eine Wohnung hier behüben. Zwei andere Beamte, ein Gerich -Vollzieher und ein Lahnbeamter, die in ähnlicher Lage sind, haben daher beim Stabt* Vorstand Antrag auf Beschlagnahme von Wohn uw* gen gestellt. Dieser hat nun einen zunächst auf Mietern und Berm ctern $u"ammengte; trn Wob* nuiigsausichuß teau tragt. Ermittlungen anza* stellen, ob und inwiweir durch Teilung größerer Wohnungen oder durch baulich' P-Tänix-rimgen in Däusern neue Mietwohnungen berritgere U werden können Außerdem ist noch eine weitete Maßnahme, ähnlich rtrtc in anderen Städten, getroffen worden Saut eims Beschlu! es des Stabtoorfian» deS. der die Genehm gung deS SandeS-Atbeit-- und Wirtscha tsamteS genmben hat. ist nämlich das Vermieten an Personen, die von auswärts zuziehen, ohne Zustimmung de-Miet* emigung-amteS verboten. Schönau — der fremüiliche Saal dort mit den kleinen Bauernmädrigen, die sie immer so freundlich begrüßten als ihre liebe, liebe Taute", war doch ihre einzige Zuflucht gewesen! Bisher hatte es sie auch gar nicht gestört, wenn Datald, anscheinend mit einem Buche beschäftigt, in einer Fensternische saß, „weil er dem Geplauder der Kleinen so gerne pihörte". Sie hatte ihn kaum beuchet. Aber jetzt! Me Unbefangenheit war weg. Sie erschrak, wenn sie ihn erblickte, und errötete, wenn er sie ansprach Er aber sah jeden Tag froher drein, denn er nahm diese plötzlich Befangenheit für ein gute- Zeichen. Modesta sann und sann, bis ihr endlich ein Ausweg einfteL Sie wollte mit den Kleinen AuS- flüae machen, anstatt in der Schönauer Stube *u N tzen. ES war ja Sommer! Unb dann war sie mit den Kindern allein; denn man konnte ja ieben Tag anderswohin gehen. Ihr stand niemand im Wege, und sie brauchte vor niemand zu bangen. Ganz heimlich verabredete sie eS mit den Kindern und gab ihnen den Ort an, wo sie die Tante Modesta erwarten sollten. Tante Luise mache jmar ein verblüfftes Gesicht über diesen vlötzlichn Einfall, aber sie liefe sich bald überrtben, datz eS den Kindern Spaß mach und auch viel gesünder sei. Außerdem konnte »K jj ihren lang-'tlxigten Wunsch bk- „Schilstub?" einmal frisch malen lasten, nun endlich ausführen Darald hörte abends den Berich i einer Tante lächelnd an. Ab — sie floh ihn? Seine Nähe verwirrte sie leim UnterruU ? Er hatte sich alfj in den letzten Tagen nicht getäuscht? Wie glücklich ihn das mache! Süße-, Keine# MÄlchen? Wie ein scheue- Vöglein. das sich erschreckt gefangen sieht, fühlte sie das Netz, da- seine Siebe um ihre Seele spann, und wehrte sich ... Mochte fiel Sange würde er ihr nicht mehr „9b‘e Berndt" nach dem Douptmamnschen Tram2 mir Lxnny Ponen. — Schr>.r>-Wer8en tue Lehr a re errnbarinnen Paula Geißler zu Schotten, Dr Magdalene verrmann -u Mainz, vildegard K u l l m a n n tu Darmstadt und Ida Zimmermann zu Darmstod zu Sehranttsaf ^s orirmen rmatrt. — Ernanni wurden am 25. Ct-obcr b^r Arni Gericht s- fefte über di: moderne Forfchungswcise in der Mrdijin, an £>an2> der Endvhaie der Abderchalden'schen Reaktion aui Sdevangrickrifl, die der Redner au $ führen konnte. Sehr (rfertetcb waren auch die Streiizüge in das Gebiet des Aberglaubens in der Deflkunde, der an der Revrvduk.wn ein-4 Kirchens. mLdes von Mazedonien erläutert wurde. Geh. Pros. Sommer dankte dem Redner mit anett.mnenben Worten. Er LÜ>mte die hervorragende Led.-ukung sich igt j i fein, p daß auch künftig der Radah^er zur An- meckang seines Fahrrades, Entrichtung bei Fahrrad stemvels und zum Mitsühven thrr Ausweis- (arte oerpf.ichtet ist. ** Ein P ferdeverkaus findet am 6. d. M., nachmittags 2 Uhr, auf dem Dofe der Städtischen Kaserne statt. S. Anzeigenteil. ** Hinterlegung von Wertpapieren bei i>e ii Banken. Wie auS der D-iöNent- lickung im Inseratentefl berporgeht, tritt am 1. Te» jember ds. Q5. eine Ärrartmung über Maßnahmen gegen die Kapitalflucht m Kraft, wonach Zinsader Gewinnanteil scheine sowie au-g'lof'e, gekündigte oder zur Rückzahlung fällige Stücke von mlär.btidien Wertvapäwoi nur Banfen und zwar nur solchen Banken zur Einlösung, Beleihung ufr-r Gutschrift übergeben und nur txr.i solchen Danken zu diesen Zwecken angmommen ro-rben dürfen, bei denen das ganze Wertvopfer oder der Zinsoder Cewimdatei. scheinbo^en mit dem Ern.-uerunyS- schein hinterlegt sind Ive Bvnchnst ftibet ktme Anwendung, wenn bet (Eigattüneer dem für ibn zuständigen Sinan^unt ein Berz ickaris s> irvs L - sipeS an Wettpr.pv.en unter Angabe Renn- werte-, der Gattung mid der üblichen llnter- sckeibungSmerkmalc in doppeltet AEr:igund ein- rridi. Tie eine Ausfertigung Verb echt bet Pen BeconlamrngSakten während dfe and.'« dem Eigentümer mit rotem DestätigungSvermerl d S Finanz- amts über die Anmeldung zurücklHögeben wird Legt der Eigeittünret das mit dem ife|iäriganiq4- rermerf des Finanzamts oerfeOme Der>ichnis einer Bank vor, so tarn biefe die Zins- oder tzfe- winnanteiischeine der in dem Bet^nchnis aufge» 'ährten Wettpatnieve ober etiaiige auSaeiosfe, ge- tünbigt« ober zur Rüchxchsunc) fällige Stücke etn- lösen, beleihen oder gutt'chverbrn. ES ist femit rinleuchtend, daß bfefe letztere Borstbrift für jeden Lfesitzer von Löertvapferen außev^rdentliche Belästigungen mtf sich bringt, da bei jedem Kauf >der Beriauf, bei Auflösung uiiv, dem Finanzamt Kenntnis zu gebrn ist. Um den »itraulxatb.-n, i:nt ä b i/r i Bor ch i en zu etty ien, emp edlen bie in einer An-eige deS femtigen unter» zeichneten Danken alKm Besitz!rn von WeTtpapi,- ren, die zu Sxmfe auch wahrten 9BerU»perrt a-djt bald gegen eine einheitliche, mäßige Gebühr zur Hinterlegung m offene Depots rötiurneben und madren dabei aufmerksam, daß eine baldige Einreichung erwünscht ist, ux-il sonst dfe fick an Maßnahmen gegen die Wohnungsnot. Gießen, den 1. Nov. 1919. Das Stadt-Wohnungsamt läß' und nachstehende Zuschrift auf die Auslmfungen des Juristen zugehen: Der zwet.e Artikel übet .Maßnahmen gegen die Wohnungsnot in Nr. 25b des Öiefecner An- zergers veranlaßt uns zu folgender flurflärung: Eine Anordnung zur Beschlagnahme en'behrlulFt Teile üfer grofect Wohrrungen ist deshalb nie er» S^nygen, weil sie nicht w):w.-ndig ist. Erne Er- ir Vg ignmg zu einer fetdyen Aiwrdnmrg ist dahrr selustver ändlich auch niemals «geben wvrden. § 1 der Bekannt machung deS Defl. Sandes-Arbetts- und Wirtschaftsam s vom 12. Mat 1919 befhmmt: „Tie Gemein ebehärd- tarnt arunbnen, datz der Versüg'maslErechstigtc ihrem Beaustrayten über btr benutz.en Äohnting.-n inti) Räume sonne über deren, Vermietung Auskunft zu erteilen und ihm Die Desich ignng zu gestatten hat." Ti.se Anordnung ist am 6. Junt mit der Grmädtigtmg nach obiger Bekanntmachung er* flpngen. Eine weitere Anordnung entlKIt dte Bestimmung nicht. Tagcgen lautet der Schlußsatz dcS 8 1: _ . . . „Aus diese Wohnungen hüben bt e in den 88 4 unb 5 der Bekanntmachung gegen ben Wo hn u n g S m a ng el borge» se henen Bestimmungen | inngemäfe Anwen bring." Nach i«n 88 4 und 5 kann btt ©emembebe- Mrbe SÄHnungSuck-ende zuweilen, erforderlichen-, fall- das Mie^einigungsamt we^en Fettsetung eines Mietverttages nrrrufen. Räume gegen Ver- gfiiung zur Errichtung anrotbern unb dre per» gerichteten Räume weitervermieten, hiermit ist, rote auch vor kurzem der Reg-.erungSverrietet in bet Versammlung in Frankfurt ausführte, der Qfemrirtbetx-bjr'ix- das Rechst zur Beschlagnahme entbehrlicher Teile der in ß 1 der Bekanntmachung» vom 12. Mai 1919 bezeichneten übergroßen Wohnungen erteilt. Der Schlußsatz der Bekanntmachung des Oberbürgermeisters üom 6. Juni b.-traf die AUmstellung etwaiger Nichtlinien für bi- ben WohnumgSrnhaber zu belassenden Räume. Eine Veröffentlichung tst — wie in den meisten anderen Städten — bisher unterblieben, weil hier von Fall zu Fall entschieden ist. . . . Es kann wiederholt versichert werden, daß alle Anordnungen ergangen sind, zu denen die Stadt ermächtigt wurde, und daß alles geschieht, was unter den obwaltenden Umständen jur' Behebung der Wohnungslwt möglich ist. Das Wohnungsamt hätte iveit mehr Erfolge, wenn feinen Anordnungen gegenüber größeres Entgegenkommen gezeigt würde Wegen des Zuzugs von Studenten muß deren Zwar, is a k, die aus dem Kriege entstanden ist, doch ciuch berücksichllgt werden. Es sind bei der Sande.'zentra.behörde Anträge nach dieser Richtung bin gestellt. Tie Besch agnahme der Bauitvffe rst erst vor ganz fur;er Zeit ergangen. Dort ist das Bauamt dfe mstättdige Stelle. Ihr war, als müsse sie sich schämen, jemand zu legegiten — mit dttfem häßlichen B-rdacht ge»« txe Schwester im SxrtKn, der dxh nicht weichen nollte . . . Evekvn lag im verdonfesten Zimmer unb starrte finster nach der Stucftk-de, deren Gold- leisten matt in der Dämmerung funfelfen. Was tun? Sie war wütend War es nicht genug, bafe sie fernem Rufe gefolgt war? tafe fu ihm reinen Wein ut unb grüßte. M'odesta aber war h erschrocken gearfen, bah fie zu danken vergaß. Nun auälte sie sich seit Stunden ab, die an gib vollen Ge>>onfen liochwrerben, dfe jene Begegnung in ihr heran fbestlmwren hatde. Nack- Tisch war ffe zu Evelhn gorilt und bitte em gesegneten R'ttemag Aber nun geh schlafen. Kleine, ich bin furchtbar müde. ®ite Nacht." Sie nickte, klingelte nm bi» fianrmerTinflf’r und n anbte sich von Miodesm ab, die zögernd dis Zirnnver verließ. XTX. Dfe ein schwerer Alp lag 4 auf Modesta. War es denn möglich, was fxe kaum za denk n nagte? Satte Evelyn sie geifern wirklich befognt und — wüste fie, baß jener Gottzorb, ber ffe schon in Wien mit feinen Sulbigmgen verfolgt hälfe, hi-r iraT? War ffe am Ende gir mit »hm zusammen- getroffen — heirnlich — hinter TUgnud Rücken? Modesta jann unb sann. Es moßte eine Erklär unq geben, dfe alles anders erschrinen lfeh — aufelärte. Aber sie fand keine. Tfe Tatsachen bli'ben teffeten. Sie war, al- ffe heute mit ihren SFfn- oern ben Weg -um Kaier paß einschi »g, Epelvn begegnet, die, roe <*5 schfen. vom Kais^rpaß herab- geritten kam. Unb Eve-hn w r furd4bar er chrock n, als ffe die Sefgwffer vor sich plötzlich erkannte: xnn sie hotte bock noch beim Frühstück ganz un- be'angen gefegt, ffe wollte btu»: nach Frieda o reiten. Frfedau lag aber in der entg:gtitgefesten Ricktung mb gab feinen ©eg vo nbort nach S-S töt***111 jtit nJrbnt, tne ja« Ms. * W ti6 & rnffilH W° ^'_ (.tön, v^ ^rte VM-rZ'ßtönMg , haltt Ml« in* mü^ rfpt für 47**3??* •L »SäB r-rt fll Ml" ^Snoltb i" rKS S* .$%$»: rr0^ :OlH!Z ;fet%T M a^jssS K^S?' chtz ■ '.ir^ C«M k-. »■sxs*« °uiae k, öauzk». PWÄto ungen bereitgeitelt imdw noch eine wwlere Dtz- lndcrcn Städten, gettvM img des Landes-Arber» K:unben Hal. lil namlvfi Personen, dre von aus. M Zuilmmung des M«. L , mn« <8crige Doche.lva^ mit vermischte». Die Schnellzüge Wien—Triest eingestellt. Berlin. 4. Nov. Dem .Lokalanzciger" wird Lus 23tat gemeldet: Die Schnellzüge der Südbahn auf der Strecke Wien — Trieft werden mit dem heutigen Tage bis auf Widerruf, hervorgerufen durch Streik, eingestellt. «Siebener Stadttheater. Galrolto. Drama von Josö Echegaray. „El gran Galeotto", wie das Drama schmiegsamem Spiel ihre gebarttenlDfe Zunge. Als Donna Julia erfüllte Hildegard Imhof nicht ganz, was sie im Gymnasialdirritor versprach. Hier wirkte sie doch etwas zu kühl. Auguste Marcks wirkt in g.eichartigcn Frauenrvllen immer ausgeglichen und sehr sympathisch. In dar kleinen Rolle der Wirtin oon Margarete Wer- nicke war gut beobachtetes Leben. zz. Büchertisch. y — ,.Kur t von Affe n". Ein Sang aus der Schwedenzeit von F. Thckering. Einbandzeichnung von Prof. B. Winter. Preis in Geschenk- band 6,50 Mk. und 10 Proz. Teuerungszuschlag. — Hannibal. TragRne in fünf Aufzügen von Chriftimi Dietrich Grabbe. Für die Aufführung eingerichtet von Eugat Kilian. (München, I. F. Lehmanns Verlag. Preis 2,— Mk.) — Aus des deulschen Herrgotts Exerzierreglement. Bon Dr. Albrecht Hoffmann. I. F. Lehmanns SBcrlag, München. Preis 1 Mk. Mann ermittelt, der 41 Pfund Butter nach Frankfurt schaffen wollte. — In Haddamshausen drang in der Nacht vom Samstag zum Sonntag ein Hund in einen Schaf pferch und zerriß 16 Schafe. seinem spanischen Titel heißt, ging aus der Feder Josä Ectegarays hervor, der, 1832 in Madrid geboren, Gelehrter, Mathematikprvfessor, Politiker und wiederholt Minister war und nebenbei die Zeit fand, mehr als fünfzig Dramen zu dichten. Die Fruchtbarkeit spanischer Dramatiker ist nach Calderon und Bega nicht erstaunlich. Bon Eche- gavay, dem namhaftesten spanischen Dramatiker der Gegenwart, sind mehrere Dramen in Deutsch land erfolgreich aufgeführt worden. Galeotto wurde von Paul Lindau üterfcbt und aus d.r Bersform in Prosa aufgelöst. Es entstand 1886 und verdankte in Deutschland seinen Haupterfolg Josef Kainz, der die Rolle des Ernesto mit seiner genialen Darstellungskunft durchglühte. Ihm hat das Drama seine lange Lebensdauer auf der deutschen Bühne zu danken. Soviel an Daten über Autor und Stück, dessen Inhalt und theaterkundiger Ausbau es auch hatte mxfi einer dLeurinstudierung durchaus wert erscheinen lassen. Der Name Galeotto bezieht sich auf eine Sage von Lanzclot und der Königin Grneora, die durch Galeotto zusammengebracht mürben. Galeotto soll der Name eines Stückes sein, das der Dichter Ernesto im Vorspiele plant, um die tragische Handlung im Drama selbst zu erleben. Tenn Ga eotto, der g.üfe? Küpp er, rst nichts ai.terÄ als ein Symbol für die öffentliche Meinung, die mit gedankenlosem Gered?, mit Bosheit, Verleumdung und Haß reine Beziehungen miBbeutet und '-n stellt bis die Lüge zur Walwheit wird und die öffent iche Meiwmg die Schul igen richten kann. Ist diesem Drama bemächtigt sie sich des jungen Dichters Ernesto und der jungen Gattin des alternden Don Manuel, der den Sohn seines Freundes aus Dankespflicht in sein Haus aufgenommen hat. Es sind durchaus ehrenhafte Menschen, die in bester Absicht die reine Freundschaft des Dichters und der Frcundesgattin beargwöhnen und verdäch'igen, bis der Argwohn, dem Scheinbeweise zu Hilfe kommen, auch ben Gatten ergreift und die beiden Unschuldigen, ausgestoßen aus der menschlichen Gesellstljaft, einander in die Arme getrieben werden. Um den Auchan der Handlung zu ermöglichen, taufte sie auf mehrere Unwihrsckreinlichknten begründet werden, dre allerdings teilweise auch dem Südländer trittfommene Theatereffekte baden. Die larfieiung versuchte durchweg mit Glück auf das südliche Temperament des Stückes einzugehen. Dem 23oritnel könnte noch ein Rtst vvn Kühle genommen werden. Sonst zeigte sich die Spielleimng Adolf Telekys wiederum in durchdachtem Aufbau. Hans E i s o l t, der neugewonnene jugendlich: Held unserer Bühne, gab im Ernesto eine starke Talentprobe. Sein Tempevamestt trägt genügsam, um ihn vor vorzeitiger Verausgabung zu bewahren. Sein Spiel ist g.-esligt und frei von Manier. Harry N o e b e r t vermochte es, tun dem Charakter des Don Manuel ben Schatten der Unmännlichkeit fernzuhaltat, ber zu Beginn auf ihm ruhat konnte. Später, zumal im lebten Aufzuge, erhob er sich zu starker darstellerischer Leistung. Adolf Te- l e k Y, in Spiel und Maske ein verschbrssen.'r, ehr- tenupter Grande, war das enge Gewiss-ün der öffentlichen Meinung, Hans Heinz Her es in der Quellen, die sich rn der sotzen. „Wilden Grubck", einem Teiche im hiesigen Brunnentale befinden. Wie man hört, beabsichtigt die Stabt Butzbach diese Quellen zu ihrer Wai.ervkrsorglmg von der Besitzerm, Frau Theodor Stein Witwe, -u erwerben. Vor dem Kriege hat auch die Stadt Gießen schon in Unterhandlungen wegen Ankauf der Quellen geftanben, leboch war der Besitzerin die damals gebotene Stauff um me, 40000 Mk., nicht hoch genug. U Lan g-Gön-, 4. Nov. Straßenwärter Phil Sckmidt, ber 37 Jahre feine treuen Dienste leistete uiib bei feinen Borg-fetzten und der Bevölkerung sehr beliebt war, mürbe in ben wohlverdienten Äuhestand versetzt. Während feiner Dienstzeit biente er acht Bor gefetzten: als Straßen- meifler Seu rng, Bischof, Marx, Weber, Förster, Braun, Behreils und Rohrer. Letzterer ist auch n den wohlverdienten Ruinstand versetzt worden. Hessen-Nassau. Kartoffelversorgung. J] Marburg, 3. Nov. Tie Kortvsserhöchst- Oreije sind jetzt im hiesigen .Kreise auf 7,25 Mk. und 15 Pf. Kilometergelder sowie eine vom Kreis zu tragende Prämie von 1,25 Mk. für den Zentner festgesetzt loorbcn. Tie bis zum 7. November nicht gelieferten ablieferungspstichtigen Kartioffeln werq bat beschlagnahmt. ge. Eschweae, 2. Nov. Auf ber Eisenbahnstrecke Eschwege—Treffurt—Mühlhausen wurde gestern das Geschirr des Landwirts Bang aus Kammerforst beim Ueberfabren des Eisenbahnkörpers infolge nicht gefchlossener Eisenbahttschranke durch einen Personen rüg überfahren. Der Geschirr- sührer Bang, sonne die beiden Pferde wurden gelötet. = Frankfurt a. M., 3. Nov. 3 Waggons Schmalz und 2 Waggons Speck, die für die Dresdener ©anf, Filiale Frankfun Ir,ro. für die hiesige Speditionsftrma Mtschüln be» stinmll waren, wurden aus dem Bahnhof Höchst Dtm den dortigen Behörden beschlagnahmt und ban jfcm'inuchalDer band Höchst zur Verteilung an die Bevölkerung übenmestn, da die Empfänger die Vvr- geschricbene Handelserlaubnis nicht beibrrngen tcimten. =■ Frankfurt a. M., 3. Nov. Samstag mittag zwischen l‘/> und 2 Uhr überfielen zwei Ühii.ner in einem Sckul)gechüft der Hanauer Länd- iraßc ein junges Mädchen, das sich allein im Laden bk aiti>. Sie schlugen es zu 23obent chlor of or- fli l e 11 e n es und steckten ihm einen Knebel in bei Mund. Hierauf raubten sie mehr als lOOP^ar S buhe und andere Waren aus dem Laden. Tie Tauber Formten bisher nicht ergriffen wecken. •-* Frankfurt a. M., 3 Nov. Bei der Ver- iblftung des Trehr-rs Wilh.'lin Jahn, der als sal- icher Kriminalbeamter zal,lr ick)e „Beschlagnahmungen" vorgenommen hatte, kam es zwischen bicicrn ob ''tTiminafbcamlri zu schweren Kämpfen. Lchlietzlich gelang es, ben Verbrecher zu überwältigen und dingfest zu machen. [] Marburg, 3. Nov. Ter Brotpreis bei ragt für den 4V^Pftinder auf dem Land 1,40 Mark, in der Stadt 1,50 Mk. Auch hier über- irimmt ber Kreis die Melückosten, sonst würde ter Preis 1,70 bzw. 1,80 ML. betragen. Fi Marburg, 3. Nov. Der SchneefaN lieft vis heute früh ununterbrvchen an, so dost erite sch-on eifrig dem Rodelsport gehuldigt werden konnte. [1 Aus dem Kreise Marburg, 3. Nvv. Nachdem erst vor einigen Tagen in Fronhausen einem Hamsterer 12 Pfund Butter abgenommen norden waren, wurde gestern in Niederwalgern ein Gingesandt. (Für Form und Julia.i aller inner dieser Rubrik stehenden Arttkel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Eisenbahner und Landwirte. Gießen, 3. November 1919. Das „Erngcsaoi" in Nr. 254 des „Gießener Anzeigers" vom 30. 10. 19 nötigt uns wogen der darin enthaltenen Angriffe gegen die Eisenbahn- bediensteten zu nachfolgender Richttgstellung: Wenn sich irgend jemand, sei es die Schriftleitung des Gießener Anzeigers oder die Unter» zeichner des „Eingesandt" mit Herrn Stephan in der Zeitung auseinandersetzten, so ist dieses lediglich ihre Sache. Wenn aber die Eisenbahnbeamten und Arbeiterschaft dazu benutzt werben, hierbei Vorspann zu leisten, so müssen wir hiergegen Protest erheben. Vorweg möchten wir bemerken, daß wir für die derzeitige Sage ber Landwirtschaft volles Verständnis besitzen. Es liegt uns auch fern, aus Verfehl un- gen einzelner Landwirte Schlü.se auf das Verhalten der Allgemeinlieit zu riehen. Zugegeben muß aber werden, daß die Erfahrungen ber jetzt eingesetzten Revisionskommissionen, wir meinen bas Anssinden von Kartoffelmengen zwischen 2000—6000 Ztr. je nach ben OrtSgrößen, die in der Bersammlung von Stephan geäußerte Ansicht, daß die Karwfsel- frage von der Landwirtschaft zu einer polftischen Angelegenheit gemacht würbe, Mtätigen. Wenn ferner bemerkt wirb, daß die übergroße Mehrzahl ber die Dörfer überschwemmenden Kartoffelhamsterer aus Eisenbahnbedienfteten oder deren Frauen beständen, sowie daß diese Leute im Gelbe schwimmen müßten, so ist die hiermit verfolgte Absicht für jeden Kl urschenden so deutlich, daß die beabsichtigte Wirkung verloren gehen muß. Wir geben ohne weiteres zu, daß es für viele Leute schmerzlich sein muß, daß den Eisenbahnern endlich annähernd eine ihnen zustehende Bezahlung gewährt wirb, die den bestehenden Teuerungsverhältnissen aber noch lange nicht entspricht- Anber- seits bitten wir aber, sich diesem ungewohnten Zustand anzupassen, denn die Zeiten, n*> ein Behördliche Anzeigen r 12529B 2er OberbürMrmeister. I. V.: vr. Rosenberg. Mühlstraße 1 12156 Paletot-Stoffe (Selbktbilse-Derkauf). Auftrags u. für Rechnung desjenig^ den es angebt, i werden Mittwoch den k». d. MtS., nachmittags lekanntmachen zu lasten. Gießen den 31. Oktober 1919. 2Uhr, i. d. fHeitauraüou ulutn Pfau- (9?euiiabt äö) dahier öffentlich und meistbietend versteigert: Bekanntmachung. Samstag den 8. November 1919, vormittags 11 Uhr, werden im Stadthaus, ^»artensttaße 2, die in den Waldungen der Stabt «ließen erforderlichen Kultur-Arbeiten ofientlich wenigstnehmend versteigert. Die Bürgermeistereien ber umliegenden Ge- iiieinben werben ersucht, dies alsbald ortsüblich Für unsere Bezieher! th 300 60119. Broun unü blaut, gut rooOtnt Jtrfeu, abgepaßt, dc-kub geeignet sür Hcmn- L Damkn-Müntkl, Uliitr, Zatctts, filtibcr rc. (id-nftige Gelegenheit auch für Wtederverkäufer, Verarbeiter ufw. Berttetgerung bestimmt. Stehen, ben 3. November 19'9. WlV & Altbost, Telefon 230. Die Ankunft eines strammen Jungen zeigen hocherfreut an Karl Meirich und Frau Leni geb. Balser. Wlk mb Mr jtöcr Art kaufe zu höchsten Preisen bei kulantester Abnahme. Auch werden Kuh«, Rind- und Ochsenhäute sowie Kalbfelle zum Gerbsn angenommen. Carl Btlker ll., Lederfabrik, Giehea Eine billige und doch muftergültifl ausgeführte farbige Aarte des neuen Veulfchlands Maßstab: 1: 40000Ü Größe: SO: 100 cm. bieten wir unseren Lesern zum Preise von nm Mark j.50 Gießen, den 3. November ISIS. mnT an bei Abholung in unserer Geschäftsstelle. Versand an auswärtige Bezieher alS Drucksache (die Starte mehrfach gesalzt» gegen Voreinsendung von M. 2.—. lPostscheckkonto Nr. 11686 Frankfurt a. M.) . Die in Fünifarbendrnck hergeffellte Starte zeigt in scharfen Umriffen und durch besondere Farbe gekennzeichneten Flächen die Gebiete Deutschlands, deren endgültiges Schicksal noch einer späteren Abstiurmung Vorbehalten bleibt Alle gröberen Städte und Ortschaften Deutschlands find auf der Starte mit lesbarer, der Größe jeweiliger Einwohnerzahl entsprechender Schrift miedergegeben. Den Erwerb dieser erstkiassigen Karte können wir jedem angelegentlichst empfehlen. Verlag öcs Syhener Anzeigers. Milchversorgung. Infolge ungenügender Belieferung brt Stabt Ineßen mit Milch kann für Dienstag ben 4. b. M. aus die auf Vs LiLr lautenden Milchmarken keine Milch geliefert werben. 125408 Gießen, ben 3. Nov. 1919. Ter Oberbürgermeister (Lebensmfttelamtl. Bekanntmachung. ffetr.: Antrag des Deutschen Holzarbeiter Verbands Gießen tetr, künbigung von Arbeitern ufw. tei dem Sägöverk Wilhelm Jung in Villiugen. Der Stvatslvmmissar für die wirtschaftliche temobihnaebung in Hessen zu Darmstadt hat den Hchicksspruch des SÄichtungsausschustes Gießen tont 29. 9. 1919 für veckmdlich eCfflärt. Gießen, den 3 Nov. 1919. 12549c Der Schlichtungsausschuß der Pwvin^ -Oberhessen. __I. A.: Raa b.________________ Besenreiser-Bersteigerung. Die Versteigerung der Birümbesenreiser aus kn Gräflichen Waldungen findet Freitag den /. November b. Js. vormittags 9 Uhr im Ge- shäflHzinrmer ber Unterzeichneten statt. Laubach, den 1. 9Zx>d. 1919. 12548D Gräsl. Forstvevvalttmg. Schokolade billig Wea-Bta'/, Psd. M. 8.81, Rokwootl n. Toureiae M. 8.78 Pfd., Wan-Eta »/«Psd. M. 0.O8, Bordons Hlantlel- sckekolade 40 Gr. M. 2.58, 80 Gr. HL B.l'J. la Balg. Schokolade 200 Gr. M 7.89, Sesties W Riegel M. 29. 30 Gr.-Rtegel Kwatta, Sloxorz und Beaxdarp zum Tages oreiS. Bohlet und Caifler 100 Gr. DL 8.39, Boasdorp 125 Gr. DL 8.33 „Hapolltalno" Schachtel 16 Täfelchen M. 8.29, außerdem alle and. Marken. Porto und Verpackung wird berechnet. Nachnahme. SchokoladengrohhandlungVillySteffcnr Köln am Nhein, SLlpicherstrahe 217. GroßhandelserlaubnlS.[12498»» timmen und Reparieren v.Pianos,Flügeln u. Harmoniums In tadelloser Ausführung. onHüte in größter Auswahl empfiehlt billigst F. Mandler, Spial-fflzgeÄ Großer Stein weg. UtBO Pelze and Muffe w. modern nm*earbeitet. lle Oruckarbeiten/ ,■» BtWrten, Verein», fion*»l. erwerbe, Vn« öuRrtt und Semllt», w(fftntoefUI! lend war.) Bei • e B ■__ ärztlich BrPOV^Il Sla© bevorzugt IX B. V. ftÜST Kopfschmerz ist mehr wert als dn Vortrat. Sie xdgl die Hauptsadie, die Qualität. Jede Probe ist ein Sieg Rh schwwti. eetb. braun, rotbraun AlrtnhmZrCtr Werner® Mrm.Metne Offeriere Prima frische 12244 Därme und Blasen. O.Goldberg,z»hu ß.ALsrs, SarmflroBööl. Marborg a. d. Lahn, Telephon Nr. 750 Kauch-TM (garantiert rein) \ Psd. J3.50 M. bat jedes Quantum adzugcben. 12625 Joh. Goergens Tabak-V enand Eberstadt bei Darmstadt. All- Ü8i> Akcklif Sold, Silber, Brillanten, LervglSser, Antiquitäten, MSbel^aazeLiurichttingen Wäsche, Herren- und va mevilelder, sowie Segenstände aller Art. Hans Kratz, 019987 Brandgasse 8. Pfeffer Mia* wanzl v Psd. 18 M., sow. sämtliche Gewürze zum Schlachten cmvfieblt Milli Weiwei, SebeusmitteldauS Rarkrstr.14 Telefon 1255. Rauchtabak garantiert rein Uebevfec, aS Md. 16*, M. oerseu den geg. Nachnahme. I?w, ■. Kaha * Co., Alter uni Er 32F s» Gießen, 4. November 1919, Danksagung. Für die Beweise herzlicher Teil- nähme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen herzlichen Dank ”117‘ Maria Ctt Ltzwe. und Angehörige. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an dem uns betroffene« schweren Berlust sagen roir tnniqcn Dank, inbbefeubere Herrn Pfarrer Margulh für die trostreichen Worte am Grabe, dem Kriegerverein sowie den isisenbahn Beamten und -Arbeitern, welche ,hn zur letzten Ruhestätte begleitet haben. Frau Maria Katharina Jäger geborene Becker «TUT» und alle Angehörigen. Lindenstrulb, den 3. November 1919. («atm ort iSt roei Adi U. «> Hui bur tarn zu o »t 1 faii neue, zu ur Laap uniAii Gtrtert.J zu oerk Leiter Einmal dunkel li kuuert G zu r ii. Aly 'uckt Ga. n «nfau uni För Sebr i ltngoi. OlflN‘4 Mtmbr (5 || Kaulgeauche | I [verschiedenes! LudwtgSvlatz L Reiner überseeischer 12581*» erbeten. Möbl. Zimmer ; 9. Rauchtabak sofort ntöbl unt. 021198 a. Maschinen- Schmier-Oele] Treibriemen Honigbirnen za berfaufen. 0212*4 Ober ft r. 2, Gtft Nd..«nl- W\ 8 lieehoiaon1 Frankfurt aJ._D Luche zum L Dez. oder foäier zuverlässiges Allein mädchen Frau Br. Gros. Ludwig,rrane 8 IL fc Mbunq i Bftirt, bat l «ltlichsl NDtidmtit, ( kiwrt. Wfc fr in btrfjr knzelne Äbldm b* SHUfiuoä frtfrfot. (hin Ktichks ih c Zenm un frbt bai mutte, M!^.i!,ll!ilü.llURt«UlM!Ii'tilli Karotten Roterübeu a. Zwiebeln zu verkaasea. Pfeiffer, «chissenb. Weg 90. ”l* Feinschnitt u. iSrobschnltt, eingetroffen 021206 LebensmittelbanS Willi Weisel, Marktstr. 14 Telefon 1255. Zigaretten deutsche, engltsche. tflr- kische bette Tabake Zigarren emvfteblt lausend bil> lieft: Postveriand u. Lagerverkans M Cdtebmift 4 Frankfurt a. ÖL, Schäfergasse Nr. 52 L 124301t Hsosschlchtilllgtil roerU wieber angenomm. Metzger Koch, Dietzen, fl'terroea 22 v- («hm Mittwoch, ^.November abend» 8 Uhr im BerelnS- beim Hotel fiöbler 6t|6iftlidit 6iiin|. Zahlreiches Erscheinen erwünscht. Der Vorstand Dungkalk auf Lager __ 11284 Gebr- Kahl. gebucht. j jowk HCIC Seithi Rhtinischr Slifjlwnlt, Mkilz. Sötrtiinitrte, Hlrii Hilden b. Düsseldorf. 12511VI «nznf.'/L—'/Au.5-SUtzr. —------------------1 1 ^enftetfl 17,1. schöne trockene Ware, grünere Posten einge- troffen. Abgabe nicht unter Regulator zu verkaufe». 021147 t,»wem k »jf’nl itt" wh-nriW ■rfudtiit u 4 m6, tel Mit U1UC w gjja; cs Pt; 11 »ulpä V cnf. $ y-mg un;» 4 be fnnmatmal ebn.,in fr ai 6int für einen 21 lend ber Woche gesucht. Lchrlttl. Angeb. u. 021149 an d. ttzietz. Anz. Die für Mittwoch, den 5. November auberauutte 021185 ^trAkigkrlliis ! fällt anS unb siudet dafür bestimmt am 7, No vember von nachmittags 2 Ubr ab statt. H. Benner ll. Auktionator. i., 11 Landwirt sucht für seinen | Vermietungen j | Lohn ein 1 . '■ '-„ gesundes, gut möbL Mödl. Zimmer nur für «immer tn nur besserem nacmö zu verm. Hause. Schrift!. Angeb. Lnvtvmstr. 40, Gib- I,_l. unt. 12557 a. d. Gietz. Anz. Siu oö. groei 3imiiitr l60-200 qm Rum an bess. Herrn sofort su I euli. m|t kleinem Bureau, verm. West Anl. 50 v. | ssir Kunstschmiede und Besichtigung nachmttlags I feinere Arbeiten z. mieten S—6 Uhr.02H411 ober zu kaufen gesucht. Putzfrau sur bnöBureau Frankfurter Stratze 82 für täglich von V,8-' 9Ndr vorn,, gesucht. ÄitOBisbll- Zeniftl« WUh. Haast ,^<4 Fräulein mit höh. Töchterschulbildung gesucht, das tn den Vormiltagsst. schneidern und nähen will und nachm. 2 Mädchen (8 und 10 Ich die Volksschule bes., für höhere Schule vorder, u. Klaoierft. gibt Gehalt nach Uebereinkunst. Angebote an Krau H. Hollmann, Oberndorfer Hütte, Post Braunfels. Teleohon 15.__12550 Lienstmä^ts bis 15. Nov. ob. 1. Dez. gef. Rückerel Blaae, 12479 Bleichstratze 81. Gesundes, will., saubere- I Mävchkn VuÄ- gesucht GuteBedandlung und Lohn. 021206 ____Goetbestratze 31 L I Steif enge suche! Etrtbinatr jiRgec Kans »l a n rt früh. t. Seiden- u.Svitzen- brnntbe. zuletzt in Pboio- Handt u. Atelier a. fnufm. Veittr tätig In beiden Branchen gut bew. u. mit all. Arb. vertrant, sucht umständed- inGietzen ober Umgeb. Stellung für ein. mögt selbständig. Posten, iyr.u.engt Svrachkennin. vord tsief. u. Zeuyn. steh, zu Dienst Gesi-L n-ntGe- haltSang. unt. F.T.167M A. 13 HaazeMtela 6 Vegler A.-e.. FrMtiarVe4^hv Echreibgehilfe, 21 I. alt, sucht f. alSbald Stellung. Schreibmaschine tAdleri u. Stenogr. oersekt Schr. Angeb, n.020881 a. d.G.A. LedcrjslllliHtl! zu verkaufen, 021215 Walltorftr. 44 llf. r. I Muff und Kragen Nunbboa lecht Nerz), sehr enterb., zu verk. Anzuf. zw. 10—12 oorai. 011111 Marburger Str. 10 H-1- 2P.Rmhos.,1Waßen- rod, I Pgrt.Leiuellkrag. 42/43,1Waschtopjz.v. Gottheör. 40 UI. Eine Partie Vorlagen ür Acmarell unb Brandmalerei ufro. sehr billig z. verkausen. Fr. Kühn, wi*“_ Eelteröwcg 36IL 1 Eutawatz 1 neuer Damenmautel f schl. Figur, Ptatzarbeit 1 vcrrenmantel 1 Etieieldofe 1 Waffeurock 1 Büaelofeu zu verkauf. Vonneuttr. 0, Lad. Peß. Aükinmdlhc',! . ...., „... oder einfache Stütze cott LrdklltlilbrS $ii66en Au^ilie lemchl. 021148 tng?,Qber gesucht. 021210 Frau Matbilde Aefer, Bchulftratze 1 ll. .udwigstratze^--- Alleinstehende Dame Dienstmädchen ffift Mädchen, zur Aushilfe gesucht I SluSkunf t 12554 Med. Klinik. «Soetbestratze 63 III. SrantJ Ugdlhtll «« ^l|fle°3ro?gb^r?l[. I tagsüber gesucht Heb i Luche zu sofort fleitzigeS, ncn tt?octdettratze 3L L I sauberes I---------------—--- Dienstmädchen wtttt' ist' mi?b.^ailsfrau 'o5ne Schlafstelle für benhüe Strbeit au tun, in i oTienih PksstttS^iciimäSLkK । für die ftürfje, das auch | ,n OanShalt m. 2 KIndern etwas Hausarbeit über-1 alsbald gesucht Näheres nimmt, bei gutem Lohn | -leustadt 17. 021202 per sofort gesucht. Frau Dr. Steinreich, Mädchen kann Schlafstelle erhalten 021213 Walltorftr. 4ft p. I 1. Dez. 1919 zn vermieten, sofort gesucht. ’** West Anlage 31.1 rn unier p r n 31g „nC\<ödO,r Neu bcrgcrid)tetcr Frankfurt a. W. W1B8 zu verkaufen. 021190 Krofdorfer Str. 22 II. Hedranchtes 45 T-Eisen zu verkanten. 021161 Gärtnerei @»rl Becker, Schisienberger Weg M. ILlhttlbilillslhiile und 1 RtchtllWschillt (für alle Nechenarten» beide neu, zusammen zu verkaufen. Gefl. Anfragen unter F.H.°dn |,- r„ä. i! aIF1 3» verkaufen: ääs iS . 111 n n r m r a ! i i r i D- ® ÄS3HE Uuiiyuui sQUiuiii «pige'rtiR’Ä ÄS MMZM j peritil ia Stenografie onl SchriilüBasGiiiEe LÄOll Süra“*2t^‘4'i«'l für hiefitzk Sr°bh°ndkl«ftrm, 9iilebrandftr. 10 v. Cn 1 mit L Zeugnissen, __, . n i^antbeamtcr (Eintritt L Januär ob. später. Schristltche Angebote unter 021137 an den Äietzener Anzeiger erbeten. zum 1. Dez. gesucht. I2W«B |------------------------- CivertiMf-KteAarmnUt |---v>rkÄufft---1 «elteresMädchen für I vtrMUTO ] einsachen, kleinen, frauen- losen Haukhalt soiort qc-1 v\t LtUsrraggever sucht. Näheres 021151, kleiner Verkaufs - 2ltueigcn (Vbclftraüe 34 111. tenixn gebeten, unter an« b«r- =—r 77,-7—'—, I artigen Snqeboten Ihre Adresse PtkütliitS Mtüideii für sofort gesucht. 0,11,11 9U>re||« oerbedtt bleiben Jo wolle Lenz, Wolsstratze 4. I man schriftliche 5lngebote unter - ÜU- (leinen i>aMali wird per bald ein tüdlt., I bui4) Mt GefchSstbjtetl/ bann orbetttlicheS SHdehen nicht erteilt werben gesucht. 0211M Schnnzenstratze 22 I. Lchlosser sucht noch eine Zentral beiznitg zu bebtcneit. Schn ft l. angeb. u. (61192 an den Gietz. Anzeiger. Tüchtiger .Hoteldiener mit guten Zeugnissen sucht Stellung. 021218 Neuenweg 28 litt. m.258 Awettes Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) M vrenstag, 4. November 1919 leiben gef. Lchr.AnO 021174 an b. ®iei). »S = «u Votum Wetter to e-* Höchste Temperatur am 3.11. Niedrigste 3.11. Effektvoll und ström spanend 3. 10. 3. 10. 4. 10. 0.7 0.4 0.4 89 100 91 tags meist bedeckt Airche ttttö Schule. ** Zur Gründung eines Kreisle l>r e r v e re i n s für den Streik Gi:ßcn findet näcksten Mittwoch im Philiofophenwald eine Dor- sammlung der Lehrer des Kreises Gilßen statt. ,ta9 u. Dienstag »Hotel Einhorn*1 Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen._____ 2«. 2 3 D- u E L 5 -o W Mt nod) Kunde, unb aotzn bei iit «"• «11« Lahnstratze 9 p. nm. abds. vm. b 51. •öenttec II. LMouator. 4.3 4.5 4.0 asqueel' Bary r dei Inetitnu tfe • Menichenkttov larburg. SS-stz' Wi|ll6iJe*l I AI Wettervoraussage für Mittwoch: Vorwiegend trübe und rvebelig, meist tvock'n, Temperatur nahe Null, Winde aus südwestlicher Rich-tung vorherrschend. ^verlebt, angloser itZT ^bend b^L NK rW Sau einen tipiT;— Teilung -V'L«» erwUn'Krvor»-^ iteB Ga lrn'^.,11 ®«rWe* vermischte». Schmefall in Berlin. * Berlin 3. Nov. (Wolfs.) Hier ist leichter Schneefall eingetreten. Sturm an der englischen Stufte. London, 3. Nov. (Wolff.) Havas. In der Nacht von Samstag zum Sonntag wütete an der Südoslküste Englands ein überaus heftiger Sturm. Drei Segler wurden auf Sandbänke geworfen. Man befürchtet, daß eines dieser Schiffr gekentert ist und dabei 12 Personen den Tod gesunden haben. « * Goethe über Ersatzbauten. Inder Ladung der Nationalversammlung vvm 3. Oktober ds. IS. bezeichneten sowohl der Arbeitsminister wre auch der Wohnungslommissar als einzige Deutschiland zur Behebung, der Wohnungsnot ver- blerbende Hoißrungi den Lehmbau! Bon einigen rnchteuvopäischen Völkern, z. B. den Hereros rn Südnesb-Äfrika, wird dieser noch heute mit gmoßem Erfolg angewendet. Ihre Pontoks (Wohn- Hütten) sind nichts mrderes als eine halbkugelige Rerliglaube, die mit L-ehm beworfen ist. Ter Lehm trocknet an der Luft und das Ganze ist durchaus wetterfest, so daß es im äußersten Notfall auch in unseren Breiten versucht werden könnte. Doch versteht der Arbeitsmrnister unter Lehmbauten na- ttirlich etwas Iveniger Primitives. Er will auf das Bauen mit Lehm-Preßsteinen zurückgweifen, wie es fr? ■ auch in Europa üblich war. Sand und Kres norden mit Lehm als Bindemittel zu gc- potinten Steinen gestampft ober auch in Formen S.'gosfen. Wir nennen diese Art Baumaterial t,Gußmauerwerk", der Franzose „Pisä". Eine intereffcrnte Stelle hierüber findet sich bei Goethe int „Buch der Sprüche" seines West-östlichen Ti- vans. Sie lautet: „Getvetner Quark wird breit, nicht stark. Schlägst (bni ihn, aber mit Gewalt In feste Form, er nimmt Gestalt! TergSeichen Steine wirst du kennen, Europäer Pisä sie nennen!" Att- Stadt und Land. V Gießen, den 4. Nov. 1919. Wie soll geheizt werden? Wohl noch nie zuvor ist diese Frage bei uns so ,chrennend" gewesen, wie in der kohlenknappen Gegenwart, die es aller Welt zur dringenden Dsllcht macht, mit dem Brennmaterial nicht allein sparsam, sondern vor allem auch vernunftgemäß umzugehen, also so zu Heizen, daß nichts unnütz vergeudet wird. Lassen wir uns darüber von einem Sachverständigen belehren. Im 57. Heft der SainmluNg Berg- und Hüttenmännischer Abhandlungen bemerkt Ingenieur M. Buchlwlz M dem „hochaktuellen" Thema u. a.: „Wenn Braunköhlen oder Briketts oder Steinkohlen bnm Feuern, eine ungenügende Luftmenge zugeführt und die Ofentür geschlossen toerbe, bevor die Kohlen durchglüht, womöglich wenn sie noch schnoarz seien, dann könne eine vollständ'ge Verbrennung nicht wehr stattsinden." Es leuchtet ja auch ohne wei-- tercs ein, daß die Kohlen darin langsom schwelen, ahstott in offener Flamme flott zu verbrennen. Tie Wärmeentwicklung bleibt ungenügend, die Gase gehen teilw'ise ungenützt als Kohlenoxyd and Äll/enwasserstoffverbindungm in den Schornstein, kählcn sich dort ab und dringen, roerm das Mauerwerk durchlässig ist — was leider meist der Fall — in das Innere des Gebäudes oder scheiden sich als tcerartiger Ni dersckilag an den Kominwänden ops und bilden, sobald der Schornstein wieder erwärmt wird, stets von neuem eine Quelle des triderwärtigen Geruches. Tas fortwährende H:r- um stochern im Feuer ist vom liebel. Zu beherzigen ist auch, daß, toeiut im Herd oder in Oefen, die von unten her bvennen, auf einmal nne zu hohe Kohl en schicht aufgeworfen wird, die Kohle verkoct; es bilden sich massenhaft Gase, die sckstvw, b. h. zu spät und zu kalt entweichen: es gibt Rauck' und Ruß. Man soll nun nach der Anweisung unseres Sachverständigen, der es geradezu als die Hauptsache bezeichnet, bei ebenen Rosten Brennmaterial in kleinen Mengen vorn auf- gebcn, in Brand kommen lassen, es dann erst nach hinten schieben und vorn frisches nachfüllen. Tann verbrennen nämlich die nutzbaren wertvollen (ffoie der Kohle über dem hinten in voll.'r Glut befindlichen Brennstoff und entweichen nicht mehr unverbrannt und unausgenutzt. Freilich macht ein solches Verfahren mehr Arbeit, es lohnt sich aber auch. * Tas Aufgeld für die Zahlung der Zölle in Gvld beträgt für die Zeit vom 2. bis 8. November 1919 520 tont Hundert. ** Die Zentrumspartei veranstaltete gkslern abend int Einhorn eine öffentlickw Versammlung. Nach einleitenden Morten des Rechts- arth.nl td Peters trat Mittelschullehrer Schwarz, Mitg>liü> der Nationalversammlung und des UuterfuäamgÄtlsschusses, vor das Rednerpult. Zunächst beantwortete er die Frage, warum dis Zentrum in die Koalitionsregierung eingetre-- tat sei: Weil das Zentrum eine Volkspartei sei, eme christlich: Partei und weil das Christentum auch im neuen TeutschLand eine Rolle spielen musst, htiL der demolratische Gedanke sich sieghaft durch- «setzt habe und, nach des Nedrters Ansicht, dte drei Regierungsparteien allein von einer währen Tenwkratie durchdrungen seien. Don ihrem Programm hätten die einzelnen Parteien aber nichts cin'g?geben. Dfr Regierung sei eine Arbeitsgemeiu- sctafk, ferne Gesinnungsgemeinschaft. Gröber bade bei Bildung der Koalitionsregierung ausdrücklich trllärt, daß das Zentrum auch heute noch nachdrücklichst flcßen die Revolution, gegen die DolkS- frumänität, gegen die sozialistische Ltxmtsform pro^ testiere. Nachdem der Redner die Haltung seinerPar- tri in der Friedensfrage präzisiert, behandelte er einzelne Abschnitte bet Verfassung. Art. 18 sei durch die Loslösunysbestrebungen im Rheiland notwendig gacorbcit. Einer Selbständigmachmtg im Rahmen bro Reiches stehe daS Zentrum nicht im Wege: mit Dotten und Konsorten habe die Partei aber nicht das mindeste zu schassen. Weiter hätten Religion und Religionsgesellschaften, auch vom katho- iÜschen Standpunkt aus, sehr gut in der neuen vtaatsform abgesckmitten. Auch mit bet Bebaut ihntg der Schulfrage könne das Zentmtm voll tmd Eiufriebeit sein. Wenn auch die Simultan- e die Regel fei, so könnten auf Antrag doch :öi(b bekenntnisfreie und Bekenntnis-Schulen er- , röfoet werden. Werrrr Mimstcr S t r e ck e r in G i e- 16t n ettläct habe, baß die Eltent keinen Einfluß darauf haben dürften, welche Schule die Kinder bemdjen, daß dies einzig Sache der Lehrer sei, so 'wisse er als Lehrer dem ganz entschiedert wider- .breäxn. Sehr, sehr aussührltch behandelte Herr fritoarj nun die Auseinandersetzung zwisck-en Frlffetich und Erzberger. Als Parleifreutü» unseres «zeitigen Finanzmiiüsters erklärte der Redner Wtürlich ausschließlich Helsferich und feilte Freunde vrantwortlich für die jetzige düstere Finanzlage ds Reickws, wohingegen es eine Schaitde sei, daß bei deutsche Volk Erzberger nicht gebührend an- Büchertisch. — Die schönsten Märchen aus Taufen d und ei n e r Na ch t. Für die Fugend ausgewählt von Paul Momtz. Mit 4 farbigen und 16 schwarzen Bildern nach Originalen von K. Mühlmeister. 160 S.; Oktav. Gebunden 4.50 Mk. K. Thienemanns Verlag, Stuttgart. — Die vorliegende Ausgabe, schon in vielen Tausenden ver- breitet, ist von Paul Moritz mit größter Sorgfalt für die Jugend bearbeitet worden, während der bekannte Münchener Maler Karl Mülstmeister das Buch künstlerisch ausstartete. Seine farbigen und schwarzen Bilder harmonieren in vortrefflicher Weife mit der Poesie des Testes, der sich an die Originale mit den farbeitprächtigen, fremdattigen Schilderungen eng anschließt. Aus dem Amtsverknndigungsblatt. Arzy ei mittel. Mit Rücksicht auf die ah» dauernde Steigerung der Einkaufspreise sind die Verkavfspreffe für eine Anzahl Arzneimttttl erneut festgesetzt worden, Beschädigung der Hochspannungsleitungen. Wiederholt vorgekommene llnglücks- fälle und Betriebsstörungen, die durch die Berührung von Leitungsdrähten durch Drachen- schnüre bertiorgerufen worden sind, veranlassen das Kteisamt, der Schuljugend zu verbieten, Drachen in der Nähe von Hochsvannungsleitungen teigen zu lassen. Ausschluß unzuverlässiger Per- onen vom Handel. Gemäß Beschluß des Kreisausschuffes vom 27. Oktober 1919 wird der Metzger Jean Krämer zu Watzenborn-Steinberg als unzuverlässige Person vom Handel mit Vieh, Fleisch und Fleischwaren ausgeschlossen. Kartoffelversorgung. Nach dem Aus- schreiben der Reichskartoffelstelle vom 23. Oktober ist in den Grundsätzen, Ord.-Nr. 3, e (Amtsverkündigungsblatt Nr. 92) folgende Aenderung vor» zunehmen: Ein Fünftel wtrd in Einzehntel geändert. Weiter wird zur Vermeidung von Zweifeln benterft, daß mit einer Aufhebung der Zwangswirtschaft für Kartoffeln der Ernte 1919 nicht gerechnet werden kann. 7 10 10 1.4°, 4. 2.8°, 4. erfenne, Erzberger, der, wie kein zweiter in Rc- Merung und Parlament, un.mtüdlich für das Wohl des Volkes arbeite, ein Mann, dessen Charakter und vor allem dessen Ehre rein und ohne Tadel fet. Aus der Fülle der hierbei vorgesührten Einzelheiten ist vielleicht bemerkenswert, daß das deutsche Volk nach sachverständiger Schätzung fün'ttg eine Steuerlast von nicht weniger als 500 Mark auf ben Kopf der Bevölkerung zu tragen haben werde. Leiter teilte er mit, daß unsere Valuta jetzt evtten Stand von 12 bis 13 Pfennige erreicht habe. Der Redner schloß seine Ausführungen mit dem Bekenntnis, daß das Zentrum eine nationale Partei, eine wahre Volkspartci unb vor allem eine christliche Volispartei sein wolle. — In der A us- sprache ergriff.nur ein Student das Wort zu längeren, mit jugcnblidjem Ueb.rschwana und Begeisterung, aber auch mit jugendlicher Verschwommenheit unb Unklarheit vor getragenen Ausführungen, deren $runbgebante imgefahr war, daß bas deutsche Vokk nach seinem ungeheuerlichen Niedergang sich vom materialisttschen Denken losmachen und ganz von der christlichen Idee tragen lassen müsse. Beifall gab es für betbe Redner in Fülle. Landkreis Gießen. ** Daubringen, 4. Nov. Bei der am ver- gangenen Sonntag vorgenommenen Bürger- mcisterwahl erhielt Tiesbauunternehmer Preis 217 und Limdwirt Wilhelm Albach 171 Stimmen. Preis ist somit gewählt und wird in den ersten Tagen in sein Amt eingesührt werden. ** Lollar, 3. Nov. Heinrich Bierau I. und helfen Ehefrau feiern am 7. Nov. das Fest der goldenen Hxh-eit. Starkenburg und Rheinhessen. I D a r m ft a b t, 1. Nov. Ter vom Richard- Wagner-Verein veranstaltete Liederabend von Opernfänger Max Kraus-München war ein musikalisches Ereignis ersten Ranges. Er brachte Lieder von Schtrbert, Schumann, Richard Strauß und Löwe zum Vottrag und wußte durch seinen verinnerlichten Vorttag seine Darbietungen zu einem künstlerrfchen Erlebnis zu gestalten. Die Zuhörer spendeten ihm hingeris'ene.n Bei'all. I. Darmstadt, 2. Nov. Eine große A n- geflelltencerfammlung im Rummelbräu forderte für alle verheirateten ?lngestellten eine Beihilfe von 600 Mk., für die Unverheirateten eine solche von 400 Mk. Außerdem mürbe cinstimmig ein Tarifvertrag angenommen, iib.r den sofort in Verhandlungen eingetreten und dessen Annahme mit allen Mitteln erkämpft werden soll. Tie Versammlung frug einen stark radikalen antikapitalistischen Charakter. Hessen-Nassau. ra. Biedenkopf, 2. Nov. Nach allen Auf- zeicknungen hat die „LudwigsHüttehedem in ^'önigsberg gestanden, ist aber naefi Biedenkopf verlegt n>ori>en/n>eit man in Anbttrackt der groffrn Hinterländer Waldungen hier die Kühlen wahl- feiler haben kannte. Die Urkunde hiervon, bei n«eichem Herrn Landgrafen die Erbauung geschehen, ift in dem Archiv nachzusehen. Es war Ludwig X., nachmaliger GroßherKog, unter welchem die Lud- Nigshütte erbaut wurde (1803). ra. Von der Lemp, 2. Nov. Sämtliche Gemeinden auf der Lemp petitionieren schon feit Jahrzehnten nm den i8.ru einer Eisenbahn von Ehringshausen (Ti.l) über Hohen- ffolms nach Gladenbach. Sie würde den Jnteresfen der gesamten Bevölkerung auf der Lemp von großem Nutzen sein, dazu für den Staat von großem Gewinne, weil Bodenschätze aller Art in Der nächsten Umgebung nur auf Ausbeutung warten. Kriegsgefangeuen-Heimkehr. Heute vormittag 1/36 Uhr traf auf hiesigem Bahnhof -abermals ein Transport -heimkehrender Kriegsgefangener -ein. Es waren ttwa 1000 Mann, die sich zuletzt in englischer Gefangenschaft befanden. Rach der üblichen Begrützung am Bahn- hoi, wobei Herr Dr. Göring, 1. Vorsitzender des Volksbundes, die Begrüßungsansprache hielt, wurde der Transport unter dem Klange der Regimmts- muiif nach dem Durchgangslager überführt. Letzte Nachrichten Ein Sttafantmg der Mitglieder der Reichsregierung. „Berlin, 3. Nov. (WTB.) Der Reichspräsident unb die Mitglieder der Reichsregrcrung haben g;gen dm veranv« wottlichen Redakteur der „Deutschen Zeitung", Dr. Bülck, wegen des Aussatzes „Wie lange noch?" Strafantrag wegen schwerer Beleidigung gestellt. Die Schulung der Finanzbeamten. Berlin, 3. Nov. (Wolff.) Der Bereinig gung für staatswissenschaftliche Fortbildung ist' vom Reichssinanzmiilister die Leitung des Lehr-' ganges zur Ausblldung der Finanzbeamten m Berlin übertragen worben. Die Führung liegt in den Händen des Professors an der ^Berliner Universität Dr. Sering. An den Steuerkursen neh^ men nur die zugelasfenen Bewerber teil, denen bte1 erste Ausbildung für ihren neuen Beruf vermittelt werden soll. In diesem Kursus merbot die theoretischen Grundlagen gegeben. dem zweiten Teil, der sich umnittelbar an ine theoretische Schulung anschließt, werden den Tcil- rrehmern die prakttschen Grundlagen vermittelt/ Für die theoretische Ausbildung sind von der staatswifsenschafllichen Vereinigung gewonnen: Prof. Dr. Tastrow, Prof. Tr. Erich Kaufmann, Prof. Dr. Leitner, Tr. Meyer, Geh. Regierungsrat Norden, Rechtsanwalt Dr. Nußbaum, Prof. Dr. Prien, Rechtsanwalt Tr. Rosendorfs, Dr.> Sagawe, Prof. Dr. Sombart, Prof. Tr. Triepel. Der Kursus Dürfte sich insgesamt auf vier Monate erstrecken. Außer diesen Fachoorlesungen werden jeden Donnerstag abend akademische Vorträge gehalten, bte den Hörern die Verhältnisse von Deutschlands Volks- und Finanz- Wirtschaft nach Friedensschluß darlegen sollen. Den ersten Vortrag hält Prof. Dr. Sering. Für diese Abende sind ferner u. a. bis jetzt gewonnen: Pros. Dr. Herkser, Minister a. D. Koeth, Dipl - Jng. Helwig, der Unterstaatssekretär im Reichs- ftnanzministerium Moesle und der Prorektor der Universität Berlin, Prof. Seeberg. Ein Streik der Gastwirte. Braunschweig, 1. Nov. Ter Arbeitgeber-' verband des GastwrrtegewerbeS hat ein-* stimmig beschlossen, allen Angestellten heute zu kündigen unb sämlliche Hotels, Casßs, Gastwirtschaften und Konditoreien in Stadt unb Sand' Braunschweig am 1. De z ember zu schließen.! In einer vor einigen Wochen abgehaltenen Prv-- testverfammlung der Gastwirte war der Regierung^ die Schließung angefünbigt ivorden. Tie Gastwirte kiageir über die unzureichende Bllieserung dÄ (Saft* wirtsgcwcrbes mit Lebensrnitteln, schikanöse Durchsuchung der Betriebe, die Beschlagnahmuna von Lebensmitteln sowie die Belegung der Gastwirte mit hoben Geld- und Gefängnisstrafen wegen Schleichl-andels. Tie Stimmung ist durch die be- hördliche Ankündigung, daß die Gastivirte in diesem Winter auf Belieferung mit Heizmaterial nicht rechnen können, noch bespnbers gereizt. Die Verluste Sachffens im Weltkrieg. Berlin, 4. Nov. Laut Lokalanzeiger wird der Gei amtver tust Sachsens im Welt* friege von dem sächsischen statisttschen HanbcSamt auf 420000 Personen geschätzt, einschließlich der Zivilisten. Tschechische Beamte. Prag, 3. Nov. (WTB.) Ter Sektionsches im Finanzministerium, Iirak, ist ivegen versuch'! ter Bestechung des Außenministers verhaftet worden Im Zusammenhang damit wurden auch der Direktor der Prager Krsditbank, T11 m a und der Wiener Dr. Freund verhaftet. Ferner wurden wegen ungesetzlicher Kohlengefchäfte auch ein Direktor unb zwei Angestellte der tschechischen Agrarbank in Prag verhaftet. Die Frauenbewegung in England. Amsterdam, 3. Nov. (WTB.) Bei den Londoner Gemeinderatswahlen wurden 35 Frauen gewählt. Die Streiklage in Amerika. Amsterdam, 3. Nov. (WTB.) Die amerikanische Regierung stellt 52 Regimenter^ Infanterie, 28 Regimenter Feldattillcrie, 4 Regimenter Kavallerie und 20 Maschinengewehrkoln- pagnien für die Bewachung der Bergwerke zur Verfügung. Es wird ein Streik der Eisen bayner befürchtet. Unruhen in Kairo. Amsterdam, 3. Nov. (WTB.) In Kairo« kam es zu neuen ernsten Unruhen. Verschiedene/ Laden wurden geplündert. Die Menge wurde mit Maschinengewehren auseinandergetrieben, wobei es Tote gab. Auch unter den Studenten, Kairos drohen Unruhen. •e- “*e- •^5 et stbneibtrin Ian stürze einen flamei rbeiten? Lchrisil.^ MlK an d. Gieiz 300 Marl 11. --- 0.3° 11. --- 0.6° Wer kam» WM ieren ? tiuaeb.: I.) a. b. ÄM e iunge Hatte, 11. wröz gozcichnel, a tfen. WtederbriW ballen Belohnung .„ci Astcrwea 53,1 Terjruig'! »t atn Samsiag abtr. en Ucberzicber aufbr iebigsböbe nmflwr at, wird etiudit W icqen Belohnung 91t. tabt 79 H abiueebeo. liefern stalle whb l Zlrafanzeige aWju [~~ Vereine__| W.MW Generalversam-M am 5.11« „ im abenWjXB^ t Hinterlegung von Wertpapieren bei den Banken 12544D Volkshochschule [ I 4. November 1919. «tun I Sprechstunden an i Pserdeverkaus malverjammlung. Halte meine 12>M Gießen, Plockstraße 7. 12480D Achtung* Automobil-Centrale Wilhelm Hamel 12484 Neue Fabrik-Anlage Frankfurter Straße 82, Telephon 157. Frankfurter Straße 31. totu Ä3I* a. Rhein Rich^Wagner-Str. 15 ßmtotira aller irt wart Ce IrtM'sehe tJelv.-DneXenL R- Leen, Sieles Giehen Ludroigstrahe 29 Christine Lenz Heinrich Tonrad Verlobte Climbach omee nachmittags 3—5. Zahnarzt Oonter. Direction der Disconto-Gesellschaft Zweigstelle Gießen. ...................■w...iun.a..i>u.....u..uuii.i.....muu-m.j.7.1 Die DorttagSreihe über Wochentagen vormittags 9—12 Mitteldeutsche Creditbank Filiale Gießen. £rr eonn- u St)' edi® - Ebbolr: W* ghti. SS*J n6,S Bank für Handel u. Industrie Niederlassung Gießen. Hessischer Bankverein A.-G. Filiale Gießen. Dkl „Sil ßittatt Smchmi-Imii. ,iuiniiiHiiiniiiinuii»iii|wiiiiiiuiiii*in||iene6;4. Die Oau*aMHielIteu froer: Berichter itatttrtn »tau 2-uv.'^ E De- Vorstand. FrciverkänflichcB toieriMiel ho<- hschAam end. tadel 1 os reinigend ohne schädliche Bestandteile, gchnittfeet, kein Waneer a bsetz. liefert an Grossabnehmer und Grone- agenten billigst 12418 Firma Thasdor Bester, MflnMer t. W. Für die uns anlätzlich unserer Vermahlung dargebrachte Aufmerksamkeit sagen wir herzlichen Dank Ernst Ludwig Bepler u. Frau Margarete geb. Steinmüller Heuchelheim, den 2. November 1919. 1UU Klein-Linden November 1919. TugeSorbuuna: 1. Entlattuna de» BorftandeS 2. Ernän^unstowahl des BorstandeS iLauunnSänderungen HCTlöimCTtrv. Der Vorstand. ES MN4- vthl-.D «uSgewi Bir rot ^rieben-. wir ntoj gen erfi geliefert, ,jberfte8 Klaubens Ttm W mungen offenbar 6fiifftn i titrtn roif fraM Fü schbckrai ^erauswr ifrn 3?tr »o(üt bei Vt''vir'r Mts bat in men abn mir lönnlt 1 von btn wSi'sni treiben, Strim n BfT fifen Fr Hole b ut brr w iur AM Das Drr nrrtw. toti* burt tretend r’iffitungen Sofomol m RüUan seien n Tevjeidjnü Gelder bie bralft »Mr! ir bit Lerp! werben ti Uen rofgi *on lün Tinnen nen, 86 hJunob triegZsc Serben. ttokr iinb U trtifflber Inerten b;t Vov , $arii 1« bticfljj Ä lein ui? H«, C i U-eiabf, du ?*--oeil uni iMhUr Eop «ui Kinder 8ntt Heber < Z eitun g* swes en beginnt r-.n-rbtag, «. «ovemicr, «benM , nur, im N-rurg-schrcht»,'-ur! der Cbtr. Nealschule (Eingang von der Bismarckstratze). Anmeldungen werden daselbst vor und nach den Vorträgen noch entgegengenommen. ftfiy K fe. 21^nanJvTmtmnbme. Dw rrne‘ mä tp.c Bürbcransaubc findet reden LamStar, m>n "-“„SJÄS*-. 9u*r E — aebeno »uvurfarbrn. da ionn ixinbolun« Konen ?y"S,i‘üg^acnoumiM mird. TtrJMrftenK Am 6. b. M.. naebmittaas 2 Ubr, IhrbetW dem Oeft der StSdiUrd-e Aaicree ein VrrW oprfamf ftan. Verde werden mit a« liden und solche Vand.oirle abaeaebod behördliche Belcheintguna der Nolwe-btsoen ot* Bedarf» milbrinflcit Händler sind ouSheschlossen. l.Batl.R.W.R.»« IZXdD __ Joseph Herz, Bankgeschäft Gießen, Heuen Bäue 23 l*D Eröffnung von laufenden Rechnungen, An-u. Verhilf vm' papieren, Einlösung von Zins- und Dividendeneohtinen Verwaltung und Aufbewahrung von Wertpapieren, Gewährung von Krediten, Beleihung von Wertpapieren unter günst Bedingungen Eröffnung von provisionsfreien Scheck- und Depositen-Rechnungen zu kulanten Zinssätzen An-u. Verkauf v. Kuxen, Obligationen tk Aktien ohne Bömenoota M Vermietung von Schrankfächern l« " Kammer unter Selbetverechluß der Mieter .. II Kassenstunden: 9 bis 3 Uhr, Samstags 9 bis 12 Uhr SdffiarZ'Wi-Wfepßfe Sellerewe« 81 Fr. v. Dleaetee. 4* Beventber. Ms tekL Freltai. 7. Bee. Der große Zlrkas-SeaeatieaslDm Wanderratten Eine Tragödie von der Landstraße in 4 Akten. Gemäß der am 1. Dezember 1919 in Kraft tretenden Verordnung des Reichsfinanzministers dürfen . Zins- oder Gewinnanteilscheine sowie ausgeloste, gekündigte oder zur Rückzahlung fällige Stücke von inländischen Wertpapieren nur Banken, und zwar nur solchen Banken zur od« K SSSiJÄSS: ^Aufbewahrung entgegen und erklären sreh zu weiteren diesbezüglichen Auskünften unentgeltlich bereit MM-WaiMiii Der für heute vorgesehene Vortrag muss iWüO wegen Einstellung der Züge ausfallen. I _ ■ J '____■__M—1 50 Marl velohnun,! dem Diederbringer meine» am vergange« Donnerstag abend von 2 jungen Bur>cr^ mitgenommenen jungen Welfahunde oder demjenigen, der mir zur Wiedererlangv bdMich ist. Der Flimmerprinz Lustspiel in 3 Akten. Ab Samstag ,.Gee#eneter“ Reparaturen von Personen-ülastkiaftwap aller Fabrikate werden sachgemäß ausgeführt la. fiiitüllta verkauft""” Hch. Noll VII. Meuitadt 57. «n° n. Berkans von $ikln,6alii,2iM Antiquitäten, sowiellcbernkiiime floeACt Etortchtunac». 64le Louis Rothen Verger 22Neueumea 22. Tel. 173. Bürger, schüfst Euch vor DleHtahl uni Einbruch duree Dkbtsfätig« „Borgo" Vertretung u. Allelevenrteb für Gic9*l und I nifek«Ds Gg. Schneider, Giessen SeUerswe* 33. 02LHH Seltersweg * OEL M(BS‘ SfHUH KREM Etwas ganz Föne» FABRIKAT MIL PTTRI » STARK tßOHWIWI Truckknöpfe Harke Bolaa*. Krieg »prlee Strategen u. An »eWhce o. Duvend M. 0.35. W76 Frans Bette,ÜRäuftbum 10. tj ! l*inO tes i* Statt Karten; Willie Oppenheimer Ella Oppenheimer geb. Stern Vermählte ^küWglisiiiilezvzeliligrMe LDeMwümle Volksysrtel Dir laden alle natioualgefinute« Männer uud Frauen sowie die nationale Fugend aus Lountag den S. Rovvr. 1919, abends 7V? Uhr. in das Hotel Einhorn zu einem mtmanMtoto freundlichst ein. Redner: Prof. »r. Werner-Butzbach über: „Gruft und jetzt!" 12547c Die B-rstSnde. Zur Dccknug der Unkosten wird ein Eintrittsgeld von 50 Ps. erhoben. Der Saal ist geheizt. 5trtiof.B«fti(?itkl900 Donuerstaa. 6. November lßl9,abeaM autzerordentliche von Aerherd Heoptme®*- Vorsteilangen 7 and Uhr. Lichtspielhaus Heute: