Nr. 252 Der riehener Anzeiger erscheint täglich, ouyet Sonn- und Feiertags. veznyrpreir: nronaÜ. Mk. 1.60, viertel- iäbrl'ch AN. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen rnonatl. Mk. 1.50; durch diePost Mk. 5.— viert el- jährl. ausschl. Bk-'tellg. Fernsprech • Anschlüsse: iürdieSchristleituuglI2 Verlag,CeschästSslellebl Anschriil fürDraht Nachrichten: Anzeiger Slehev. Postscheckkonto: SraitffMd a. M. U686 Annahme von Anzeigen f. die TaLeSnunnner dir zum Nachmittag vorhe» ohnejcdeVerbindlichkeit Preis für \ mm höhe iüt An-eigen v.34mn>Breitt örtlich 15 'Bi., auswärts 18 "Bf., für Reklameanzeigen von 70 mm Breite 48 Ps. Bei Platz- vorschrisl20°/oAuischlag. Hauptschri'tleiter: Aug, Goetz. Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Leib Dr. Reinhold Zenz; für den Erstes Blatt 169. Jahrgang Samstag, Oktober sysy Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SwMingininddruck u, Verlag: vrähl'sche Univ..Vach- u. Steindruckerei R. Lange. Schristleituna, Seschästspelle u. Druckerei: Schulstr. r. ®ii®ee* fiat, blättern sie in ihren Parteischmökern, I yj, HafiflfatiOlt Ö»$ ZriedeNS durch drangen fie dem Werden unb Wachsen ihre künstliche Farbe auf. Wie kleinlich erscheint! JIUIIvh. Wilson ernstlich erkrankt. 5',» ln, 4. Oft. (WTV.) Wie die „®o- feare Posk" meldet, ist die Krankheit Wilsonsernstec als man an g en om» men hatte. Es ist nötig, daß er sich von den Geschäften vollständig zurüätzieht. Demgemäß mußte der Empfang des belgischen Königspaares und des britischen Botschafters Paris, 3. Oki. (WTB.) Havas. Nach dem „Echo de Paris" wurde die französische Regierung auf in R o m unternommene Schritte hin informiert, daß die italienische Regierung beschlossen habe, die Ratifikation des Friedensvertrages auf dem Wege eines königlichen Dekrets zu vollziehen. Der Eisenbahnerstreik in England. Versailles, 4. Oft. (WTB.) Infolge l>es englischen Eisenbahner st reiks ist der Besuch des Präsidenten Poincar6 in London verschoben worden. Amerikanische AbänderungSanträge zum Friedensvcrtrag. Haag, 4. Oft. (WTB.) Der „Nieuwe Courant" meldet aus Washington vom 2. Oktober: Am Donnerstag wird im Senat über 30 Abänderungsanträge zum Friedens v.ertrag verhandelt werden. Aus dem Reiche« Mandatsniederlegung. Mannheim, 3.Oft. (Wolff.) Der demokratische Abgeordnete Emil Engelhard aus Mannheim, gewählt im 33. Wahlkreis (Baden), hat sein M a n d a t für die Nationalversammlung aus Gesundheitsrücksichten nie- dergelegt. An seine Stelle tritt in die Nationalversammlung der Ratsschreiber G. Leiser in Sindelsheim an der Elsenz ein. Die Regierungsfrage in Bayern. München, 4. Okt. (WTB.) Die wiederholten eingehenden Besprechungen zwischen den Koalitionsparteien des Landtages und der Regierung über die Regierungsfrage in Bayern haben zu dem einmütigen Ergebnis geführt, daß vor der endgültigen Lösung den beteiligten Fraktionen Gelegenheit gegeben werden müsse, die zuständigen, im Lande befindlichen Organisationen zu hören. Von diesem Vorgehen sind feste Grundlagen für die Klärung der politischen Lage zu erwarten. Die bayerische Gesandtschaft am päpstlichen Stuhl. München, 4. Okt. (WTB.) Amtlich wird mltgeteut, daß die bayerische Ge- .a n d t s ch a ft a m p äp ft l i ch en S t u h l be- tehen bleibt. Die Berliner Streikbewegung. Beerlin, 3. Oft. (WTB.) Bei den o . - . ---------------,-7— —,7~, , Straßeenansammlungen, die sich heute nach ^ord Grey auf unbestimmte Zeit verschoben Auflösung der Arbeiterversammlungen bil- lP€r^er^1 ! beten, wurde ein vom „Kommunistischen Ko- 1---- vtttee zur Förderung der Diktator des Pro- uns z. B. der polemische Sturm, der jetzt Zwischen hessischen Ministern und Führern der deutschen Volkspartei in einem' Teil der hessischen Presse tobt. Wir haben über die Anfänge mit) Ursachen berichtet, aber es ging uns gegen den Strich, weiterhin Rede und Gegenrede in unser Blatt aufzunehmen. Das hessische Ministerium pocht auf seine Pensionsberechtigung, will, wenn es einmal von der schwankend bewegten parlamentarischen Bildfläche verschwinver, nicht für nichts und wieder nichts „regiert" haben. Das ist ganz recht und gut, aber über die Höhe der Pen- fionen und das Mindestmaß einer Regierungszeit läßt sich streiten. Der frühere Fi- nanzminister Becker tadelte den Erwerbstrieb seiner Nachfolger in den Ministerien und wurde dafür von den hinter ihrer Würdeschanze ziemlich frei hervor tretenden Ministern ebenfalls angegriffen und in seiner rheinhessischen Agitationstätigkeit Kritisiert. Es ging dann an ein Hauen und Stechen, als der junge Frattionsvorsitzende der hessischen deutschen Volkspartei, Rechtsanwalt Dingeldey, besonders den demokratischen ^Ministern, Herrn Henrich und Herrn Dr. Strecker, zu Leibe ging. Herrn Henrich wurde vorgehalten, sein Sol>n, der Assessor Henrich, sei von Protektionswegen zum Siedelunasamtmann in Starkenburg befördert worden, und Herrn Strecker macht man zum Vorwurf, daß er in den hohen Aemtern seines Kultusressorts nur seine guten Bekannten von der Partei unterbringe. „Dem Sieger die Beute", fpöttelte Dingeldey, der schwere Kanonen donnern ließ, wo vielleicht ein leichtes Kavalleriegefecht am Platze war. Heine hat aus Paris, unter dem o. Mai 1843 offen bekannt: „die Partei wird immer den Männern der Partei die große Schüssel vorsetzen", ob es Konservative oder Republikaner seien. Damals waren die freiheitlichen Regungen ein Säuseln gegen unseren heutigen Sturm, und dennoch gewahrte das scharfe Auge des Dichters etwas, worüber gewisse freiheitliche Propagandisten heute hinweg- stolpern. Herne schreibt nämlich: „Die Saat der liberalen Prinzipien ist erst grünlich abstrakt empvrgeschossen, und das nuiß erst ruhig einivachsen in die kongret knorrigste Wirklichkeit. Das ist jetzt noch der leidige Irrtum so vieler Revolutionsmänner, welche sich einbilden, die Hauptsache sei, daß ein Fetzen Freiheit mehr oder weniger abgerissen werde von dem Purpurmantel der regierenden Macht: sie sind zufrieden, wenn nur die Ordonnanz, die irgend ein demokratisches Grundgesetz promulgiert, recht hübsch schwarz auf weiß abgedruckt steht im Moniteur." „Grünlich abstrakt emporgeschossene Saaten" haben wir heute auch, Männer, die warten und ruhig reifen lassen können, weniger. In der guten, alten „Darmstädter Zeitung", dem „Moniteur" der Regierung, fliegen die Bomben der erwähnten Polemik umher, wächst ein abstraktes Gecanke, das den Boden der geschichtlichen Wendung mitunter verdeckt. Der „Purpucmantel der regierenden Macht" ist zwar für lange Zeit abgeschafft worden, aber man darf nicht glauben, daß der Fall, den unser Volk im Kriege getan hat, uns eine Verwandlung gebracht hätte, die eine stetige, ruhige politische Entwicklung ersetzen könnte. Besonders mit kulturpolitischen Neuerungen ollte man besonnen und maßvoll vorgehen! wochenrkckblick. Wir sind in den parlamentarischen Winter hineingesteuert, und für das wilde, wogende Meer, das gemeistert werden muß, find wohl alle Kapitäne, über die unsere Regierungsmehrheiten verfügen, unerfahren und unerprobt. Auch der kühne Taucher Erzberger gehört dazu. Er hat — aber da denkt man nicht an das weite Meer, sondern an die Jahrmarktsbude — große Maßregeln gegen die Kapitalflucht angekündigt, aber nichts ist geschehen, weder Notenumtausch, noch Abstempelung — nur die Valuta hat er verschlechtern helfen. Und jetzt steht er wieder auf der Bühne und läßt uns aufs Neue fühlen, welches Bettelvolk wir geworden sind. Mir rechnen, nachdem Holland uns ein wenig entgegengekommen ist — Einzelheiten wurden noch nicht verraten — mit Valutakrediten Amerikas und hoffen, daß die gemeinsamen Nöte der Völker zu finanziellen Regelungen führen, die auch denen willkommen sein werden, die, wie Erzberger sagte, am Fett ihrer «Valuta zu ersticken drohen. Die angerün- digte Konferenz besonderer Fachkenner wird hoffentlich auf eine gescheite Art und mit bestimmten Unternehmungen über diese Allgemeinheiten hinauskommen! Bis dahin stehen außerdem neue Männer neben den bisherigen auf der Kommandobrücke und am Steuer des Staatsschisfes, was wir ebenfalls begrüßen wollen, denn mit Schelten und Klagen ist nichts getan; da die Linke einmal die Geschicke des Volkes leitet, sollen auch ihre wesentlichen Kräfte, die Demo - traten, dabei beweisen, was sie vermögen. Won Herrn Schiffer als Reichsjustiz- minifter wissen wir, daß ein Besserer und Kundigerer für diesen Posten kaum gefunden werden Sonnte. Herrn Koch, dem bisherigen Oberbürgermeister von Kassel, können wir freilich keinerlei Vorschußlorbeeren spenden, und das Amt des Wiederaufbauministers ist uns einstweilen nicht viel mehr als ein finsterer, unerfreulicher Begriff. — Ein Gefühl der Unsicherheit hatte wphl die regierenden Parteien der Sozialdemokraten und des Zentrums beschlichen. Im „Vorwärts" schimmert die Erwartung durch, mit Hilfe der Demokraten würde der Einfluß des Zentrums in kulturpolitischen Fragen mehr als bisher gebrochen werden, wohingegen die freilich auf benf rechten Flügel des Zentrums stehende „Köln. Volkszeitung" mit einiger Genugtuung die Möglichkeit erwähnt, durch das demokratische Oel könnten die ungestümen Wogen der Sozialdemokratie etwas geglättet werden. Einstweilen^ ist über das RegierungsprvgramM noch nichts herausgekommen. Sonderlich imponierend ist das revolutionäre Zeitalter noch nicht aufgetreten. Das bezeugte uns besonders der Reichswehrminister Noske in seiner letzten Rede. Er hat den Hals voll von den „zwan- tzigjährigen Großmäulern", die ihm die Arbeit schwer und sauer werden lassen, er spricht von einem Stall, der auszumisten sei, wobei er an nichts Mouarchisttsches denkt. Ein hartes Wort, aber man kann es ihm nicht verdenken. Ganz weich wurde Noske, als er sagte, wie schön es gewesen wäre, wenn bei der Revolution wirklich ein großer Zug durch das Volk gegangen wäre, statt diese allgemeine Sucht, daran zu verdienen, sich mir davon zu bereichern. Seine Rückendeckung der „armen Frontoffiziere", die er nicht fort» schickt, wett er sie braucht, die ihm dienen, auf die e r sich verlassen kann — mag wohl manches bittere Gesühl bei den Betroffenen und Zitterten erzeugt haben. Kein Geringerer als General Ludendorff, der freilich Herrn Noske nicht zur Verfügung steht, hat in der „Deutschen Zeitung" Noskes Auf- p werde, überall die Reaktion zu stärken. Taher müsse dlL sozialMschje Kammerfraktivn den bürgerlichen Parteien die volle Verantwortung Mr den Frre>- densvertvag überlassen. Paris, 3. Ott. (WTB.) Havas Die 5 3 Deputierten, die gegen den Friedens- vertrag ftimmten, umfaßen 49 Sozialisten und 4 Mitglieder verschiedener Gruppen: Franklin Bouillon und Bergeon (Radikalsozialisten, Luttew Dumont (unabhängiger Sozialist) und Marin Progressist). 73 Deputierte haben sich der Stimmen- aogabe enthalten, darunter 33 Sozialisten, 5 republikanische Sozialisten, 18 radikale Sozialisten, 2 unabhängige, 8 republikanische verschiedener Gruppen, 4 Radikale und 3 Konlervattve. 20 Deputierte waren wegen Urlaubs abwesend Der frühere deutsche Kronprinz. Amsterdam, 4. Oft. (WTB.) Der frühere deutsche Kronprinz reifte gestern zu einem mehrtägigen Besuche feiner E'ftern in Begleitung eines holländischen Regierungsvertteters von Wieringen nacb A m e r o n g e n. Es verlautet aus gute, Quelle, daß der Kronprinz auch im kommenden Winter auf Wieringen verbleiben wird. Die französische Politik in den Rheinlanden. Versailles, 2. Oft. (WTB) Mau- rice Barres verlangte gestern in der Kammer noch Maßregeln, um die Rhein- lande durch Handel- und Verkehrseinrichtungen, durch Tarife für Eisenbahnen unb Wasserwege, sowie durch ein Programm für öffentliche Arbeiten, hauptsächlich aber durch )ie Kanalisierung der Mosel und Saar, genossenschaftliche Einrichtungen, sowie Arbeiter- und soziale Gesetze Frankreich so nahe wie möglich zu bringen. Aus diesem Grunde sollten gemischte Kommis- i o n e n von Rh einländern und Franzosen eingesetzt werden. Er hoffe alsdann, >aß diese Auffassung des Friedens bei den Rheinländern und im gesamten Deutschland eine wünschenswerte Entspannung der Lage herbeiführe. Dieser Friede müsse für die beiden Völker, die Geographie und Geschichte zu Nachbarn gemacht hätte, schöpferisch fein. ।—1 Hierzu sagte oie „Henvre": Wtt dürfen also hoffen, daß die Rechts- parteeien auf die chauvinistischen und nationalisttschen Hetzkampagnen zukünfttg verzichten, die sicherlich die wünschenswerte Entspannung nicht fördern würden. Int und die Tatkraft der bcutfdjen Industrie, trotz aller Schwierigkeiten rtncbcr vorwärts zti fonrmcn, spricht dieüberausstarkeBeschickunq der Frankfurter Messe. Besotiders erfreulich ist öS aber, daß auch zahlreiche ausländische Aussteller bctontmen sind, die bannt den Willen bekunden, die Völker wieder im wÄtwirtsebaftlichen Verkehr lntb ft» geineinsaurer Kulturarbeit zu verbindet, Wir wissen ja alle. bah es den Männern des Wirtschaftslebens in erster Linie Vorbehalten sein wird, die öcskbnngen von Volk zu Volk wieder an- ßukmlown imb zu festigen. Tie Völker sind wirt- schastllch auseinander mtgennrsen. Wirtschaftliche Notwendlgkctten lasten sich aus die Tauer nicht vergewaltigen. Deutschland ist bereit, bei der gemeinsamen Wiederaufrichtung des VölkerverkchrSnachKräften mitzuhelfen und seine Wirtschaftspolitik darauf ernzufrellen. ,'cinrmt Aus Hessen. Aus dem Finanzausschuß. Darmstadt, 3. Okt. Der Finanzausschuß der Volkskammer überwies eine weitere Anzahl von Eingaben verschiedener Beamtenvereinigungen der Zte- gierung a(5 Material für die kommende Neuregelung der Gehaltsordnung. Der in einer dieser Eingaben (Verband der Gehilfen bei den hessischen Dezirkskasten) gestellte Antrag auf Einführung von Fachprüsungen gab dem Ausschuß Anlaß, der Regierung die allgemeine Einführung von Fachprüfungen zu empfehlen. — Die Regierungsvorlage betr. Ausführung des Gesetzes über die Reichsfinanzverwaltung tourte gutge heißen Ein Antrag Osann (D. B.) hierzu, daß die hestischen Beamten, die vom Reiche übernommen würden, den Reichsbeamten gleichgestellt werten müßten, aber nicht schlechter gestellt werten dürften, als seither, tvird durch die Rcgierungs- erklärmtg, daß die Rechte der Beamten von ihr gewahrt worden seien, für erledigt erklärt. — Das Landesarbeit s- und Wirtschaftsamt teilt im Auftrag des Gesamtministeriums mit, daß ne bewilligten Kredite für Erwerbslosen- ürsorge und Notstandsarbeiten beträchtlich überschritten werten mußten und sucht um Ge- nehmiMMg der Uebersckreitimgen nach, nm die mit dem Reich und den Gemeinten vereinbarten Maßnahmen durchführen zu können. Sie werten genehmigt, doch wird dabei der Wunsch ausgesprochen, die Regierung möge beim Reich darauf dringen, daß die Schaffung eines Arbeitsfürsorge- gesetzes beschleunigt werde. Einem Antrag Roß (Soz.s über die Erhöhung ter P f leg esätze für Waisenkinder um 100 PrvMtt wird mit Zu- timmung des Antragstellers die Form gegeben, daß inskünftig die Reichssätze für Kriegerwaisen in Ansatz gebracht werden sollen. — Ein Antrag Herbert u. Knoll (Zentr.) über die Aende- rung des Gesetzes tetr, die Fürsorgekasse der Gemeind« beamten wird zurückgestellt, da die Regierung mitteilen kann, daß ein Gesetzentwurf, der die Wünsche der Angestellten berücksichtigt, herefts fertiggestellt ist. — Schließlich wird eine Regierungsvorlage bezüglich Kvedittewil- ligung für bauliche Aenderungen zur Ausnützung des Friedberger Schlosses gut geheißen. — Nächste Sitzung am kommenden Mittwoch. Lbrrt auf drr $rantfurter Messe. Frankfurt a.,M., 3. Okt. Nach einer eingehenden Besichtigung der Meß- baulichkciten und Aus stände nahm ter Reichspräsident an einem Festessen teil, bei dem Oberbürgermeister Voigt sollenden Willkommensgruß entbot: In Ihrer Person verkörpert sich das staatliche Leben des neu gestalteten deutschen Bctter- lantes. Auf Ihnen in ganz tefamterem Maße drückt und lastet die Verantwortung für die künftige Entwickelung und die Sorge um die weiteren Schicksale unseres schwerbeladenen Volkes. Des- lyal L ist es uns F-rankfurtern Herzenssache, Ihnen zu wünschen, daß Sie Eines hier erleben möchten, 'was einem Deutschen jetzt so selten vergönnt ist, nämlich Freute! Einen besseren Willkommens- gruß hätten wir nicht als den Ausdruck der Hoffnung, daß das, was Sie hier in Frankfurt sehen. Ihnen eine «hte, starke Freude bereiten möchte. Nicht ein Erzeugnis unruhiger Konkurrenz und eitler Reklamesucht ist unser Unternehmen, s»on- bent in erster Reihe soll eS ein Bekenntnis sein, zu dem, was nach den starken, aufmunternden Worten, die Sie, Herr Präsident, zu unserem Volke gespvtelien haben, uns allein retten kann: Da« Bekenntnis zur Artest, die Freute und ter Mut zur Arbeit — drei Tinge, die wir Deutsch' durch kein Schicksal uns nehmen lassen wollen. Der gefährliche Gedanke, daß man soziale Frucht' pflücken könne, ehe sie gereift sind, scheint der Erkenntnis zu weichen, daß ter Baum, an dem dies: Früchte wachsen, noch erst gepflegt werdm muß, cfx er tragen kann. Wir wollen zeigen, daß wir nichts mehr und selmsüchtiger wünschen, als friedliche Arbeit. Wete uns, nxnui wir unter ter Last tes Unglücks vergessen, was wir sind und was wir können. So ist das, was wir Frankfurter unter frommen haben, und was von der Reicköregierung in so Verständnisvoller, dankenswerter Weise gt- förtert worden ist, ein ernster Schritt, dem tede folgen mögen, hier und anderwärts. RestÜSpräsideist Ebert hielt folgende ?ln- sprache: Haben Sie vielen Dank für Ihren überaus freundlichen Willkommntgruß, den ick auf tes Allcrherzlichfte eriviterc Frankfurt toar immer eine ter schaffensfrendig, den Städte. Ick) besuche heute urm zweiten Male in kurzer Zeit eine d e u tch e M e s s e, und wie vor wenigen Wochen in Leipzig, so tritt mir auch diesmal tes eindrucksvolle Bild eines wieder erwachenden, lebendigen Wirtscdaftsg«rri,'tes entgegen. Für den ernsten Wil- Art» Stadt und Land. Gießen, den 4. Okt. 1919. Der Postwagen Gießen—Alten-Vuseck von seinem Kutscher ausgeplündert. Der Postwagen, der die Post Gießen — Wieseck — Alten-Buseck vermittelt, wurde gestern vormittag herrenlos im Schiffenterger Tal aufgefunden. Inhalt tes Wagens und Kutscher waren verschwunden. Es unterliegt somit keinem Zweifel, daß ter Po stwagen vo n seinem Lenker ausgeraubt wurde. Der Täter normte sich Otto Metzke und war erst seit einigen Tagen bei Lohnkutscher Huhn, der bekanntlich auch Posthalter ist, tätig. Metzke ist am 29. April 1892 geboren, Ostpreuße, von mittlerer Größe, hat dunkelblondes Haar und kleinen Schnurrbart. An ter rechten Haloseite hat er eine Narbe, von einer Berwim- dung herrührend. Er war mit einem dunklen litten wirtschaftlichen Wettbewerb der Völker teilzunehmen, wird Deutschland der Weg sunt Wirtschaftsleben der Völker versperrt, dann unterbindet man seine Lebensader, dann hindert man es auch an der Erfüllung der ihm auferlegten Bedingungen. Tie Friedensbedingun g e^'wingen uns, bis zur äußersten Grenze ter ^^gslauf- opfenmg zu gehen. Wir wollen den BedrrMngen loyal gerecht werden, aber die Notwendigkeiten unseres Lebens muß man uns lassen, damit wir arbeiten können. Bor allem müssen wir unsere Arbests- iäl;igfeit wieder erlangen können. Unerläßlich zur xxbimg der Arbeitsleistung uweres Volkes ist die Förderung der Einfuhr von Lebensmitteln und Rohstoffen. Wir brauchen auch Hilfe bei der Ordnung unseres zerrütt.'den Gelte oerketes. Das müfsen unsere früher:n Gegner: ernteten. Deshalb wende ich nrich bftonders an unsere ausländischen G ä ste. Sie, mein- Herren, aus fremden Ländern, sagen Sie bitte Ihren^Landsleuten, daß wir mit ten Mitteln tun Wiederaufbau der Welt Mitwirken werten, die Sie hier aut ter Frankfurter Räesse in Warengeststt vcrkörven vor sich sehen: Mit deutscher Tücktigkstt und Fleiß, mit der hohen Qualität deutscher Ar test. Helsen Sie uns als Vermittler, vor allem ater helfen Sie uns als Dolmetscher urrs.'rer auP richttgen Absichten. Dann wird durch die Frankfurter Messe ein neuer St rin dem mäckstigen Bau- .-nerf der Bölkergemesttschaft ring:fügt werten, das auirurichtM unser und unserer Ämter Lebms- üiteit fern wird. letariatj" yerausgeg ebenes Blatt tiertxreben, worin die Arbeiterschaft auf die Barrikaden gerufen und zum blutigen Bürgerkrieg aufgefordert wird. Es wird dadurch bewiesen, daß es sich bei der jetzigen Streikbewegung mir um eine Nkaskierung der kommunistisch een Ziele handelt. Der Seemannsstreik. Hamburg, 4.Okl. 'WTB.) DreLage des Seemannsftreiks ist unverändert. Täglich finden Verhandlungen statt, ohne daß bisher ein ersprießliches Ergebnis erzielt worden ist. Beihilfen für Postangestellte. Berlin, 4. Okt. sWTB.) Der Retchs- postminister Giesberts teilte im Haus- haltsausi'chuß der Nationalversammlung nut, daß auch den Lohnanaeftellten bei der Reichspost eine Beschosfungs- beihtlfc gezahlt werden soll. Verheiratete erhallen 600 Mk., Ledige 400 Mk., Ämbcr 200 Mk. Der dritte Band von Bismarcks „Gedanken und Erinnerungen". Der Cottasche Verlag teilt uns mit, daß der dritte Band von Bismarcks Gedanken und Erinnerungen" vor Weihnachten erscheinen wird. Die Vereinheitlichung der vertehrr. Mü n ch ee n, 3. Okt. (WTB.) Der Reichsverkehrsminister Dr. Bell ist am Don rnerstag hier eingetroffen. Er hatte eine Konferenz mit dem bayerischen Verkehrs- miniftcr und empfing dann die Vertreter der Berkehrsbeamtenorgonisativnen, des Lunte tags und der Presse, vor benot er sein Programm zur Vereinheitlichung des Verkehrs entwickelte. An die Spitze des Programms stellte der Reichsvertehrsmrnister den Satz: iBerlehrseinheit mit weitgehender Dezentralisation. Bei der Durchführung der Ber- teinheitlichung werde auf die berechtigten Wünsche und die Eigenart der Länder und Stämme Deutschlands alle Rücksicht genommen werden. Es sei beabsichtigt, ab 1. April 1921 eine Oberste Zentraleisenbahnbehörde für Bayern in München ftu errichten. Diese Zentralbehörde, führte der Minister nach der „München-Augsburger Abendzeitung" aus, soll den großen Schatz Bayerns selbständig bertoalteir und in der Hauptsache aus Landeskindern zusammengesetzt sein. Sie soll "die oberste Instanz für die ihr unterstellten Angelegenheiten sein, so daß für diese Angelegenheiten die letzte Instanz, das Reichsverkehrsministerium, ausscheidet. Es sei selbstverständlich, daß alle Neuerungen, die sick in Bayern auf dem Ver- Lehrsgebiet bewährt haben, auf das Reich übernommen werden. — Der Reichsverkehrsminister ist am Donnerstag nach Berlin Auristk- gereist. Rock und grauer Reithose, mit englischem Schnitt, bekleidet, trug einen weichen, grauen Filzhut mit schwarzem Band, Schnürschuhe, Wickelgamaschen, Stehkragen mit Ecken und einen Zwicker. Metzke wird übrigens von der hiesigen Kriminalpolizei bereits wegen Betrug gesucht. Er logierte sich Dor einiger Zeit tei einem Wirte im Schiffenbierger 4,a( als Chauffeur Otto Metzke ein. Er erbot sich, für seinen Logisherrn ein Paket mit Zigaretten im Werte von 417 Mark zur Post zu tragen. Als das Paket ankam, stellte sich heraus, daß es Salz enthielt. Da Meiste feit 27 September verschwunden ist, hat ec zweifellos die Fälschung auf dem Wege zur Post borgenonnnen. Wie die Post in Wiesest mitteilt, wurden aus tem beraubten Postwagen folgende Gegen- st ä n de g e st o h l c n: Mehrere Aluminiumtöpfe und vier Destel, 144 Stück Aluminium Eßlöffel, em dunkelblaues. rotgesticktes Mantelkleid ans Leinen, zwei schwarzseidene Blusen, eine mit Tüll- emsatz, die andere glatt, eint weiße Batistbluse, beUblau geblümt, ehre weiht Kongrtßstosfbluse, roia und Ichwarz gestickt, eine weiße Leinenblnse bunt aemdt. eine weiße Leinen-Kittelblnse mit Ichwarzer Kreuzstichstickerei, drei weiße Lochstickerei- Hemden, Koller mit Achselschluß, ein wtißleinenes Hemd mit gestickter Spitze, Aerwel halbsang, zwei neue weiße Nachliackeii, mit E. Z. gezeichnet, ein Xsaar imwirie ^ttumpse, eine weißt Tantel- icoürze auS Batist mit Lochstickerei, drei weiß- -'.euickte Batisllr.'cheMiicher, ein silbernes P^len- telskettchen, in einem Kästchen, das auf ter Unterseite ten Vermerk trug: „Zum Geburtstage des Herrn Funk'^, ein Kästchen mit edier Talmy-Uhc- lrtte, ehre Brosche, ein silberner Freundschastsreif ein Delgemälte „Morgensonne" mit sch>var;em Rabmen, drei GlaStellercten, ein frfnvar^eibener Gürtel, b'au gefiidt mit Vergißmenmicht, ein -'an™n । ichirar'.'iidener Gürtel, eine größere Menae -riefe nunt a*ffr Deutschland die Mogttchkett, am. frictej Photvgraphien, zwei weil' Unterröde. 2er Wintevfahrplan. Der Dinterfahrplan wird bekannllich ivegen dem lieber gang von der Sommerzeit zur westeuropäischen Seit im besetzten Gebiet erst am 5. Okwber eingeführt. Tie wichtigste Neuerung, fcte er bringt, i'htb itdenfalls die Tagesschnellzüge zwiscktm Berlin und Wien über Dresden und Prag. Eigenllich neue Züge für ten Winterfahrplan fahren sonst nid/t. Tie Aenderungen sind auch geringfügig. Von Bedeutung ist, daß eine Reihe von D-Zügen aus Berlin, Leipzig den lönrren. Arn wichtigsten find eigen!- lick, die Einschränkungen des Bertthrs, die in tem Wimerfahrplan bereits vorgesehen sind. Eine große Zahl von Schnellzügen und Personenzügen sind darin mit einem Punkt gekennzeichnet. Eine Bemerkung besagt, daß die Züge nur auf weiteres verkehren. Werden iveiterc Einschränkungen im Personenverkehr notwendig, so kommen diese Züge zuerst in Wegfall. Vor einer Reise wird es sich demnach empfehlen, sich zu überzeugen, daß die so gekennzeichneten Züge noch verkehren. « ** Amtliche Pcrsonalna ch^ i cbte n. Am 25. Septeucher 1919 wurde ter Steuerern nehmet Heinrich Lautziu Gernsheim zum IVürn* sterialsektrtär tei tem Forswermefsungs- und Xaxations^urean ernannt. — Am 26. September 1919 nm^e: 1. Der Hauptstcu«amtskontrolleur i. R. Rechnungsrat Ludwig Hauschildzu Offenbach zum Zollinspektor beim Hauptsteueramt Offenbach: 2. ber Zollsekretär beim Hauptsttueramt Offenbach Heinrich Baupel, zur Zeit in Lauterbach, zum Oberzollkontrolleur bei einem Haupt fteueramt ernannt. ♦* Aenderuitg von Amtsbezeichnungen bei der Justiz. ^Ht Wirkung vom 17. September 1919 ab baten die mittleren Justiz teomten biente Amtsbezeicknungen zu führen: Tie »um Vrntereftungödiewt iiigdaifenen Gerichts- sstreiter-Afolranten: Zustizamvärter: die geprüften Gerrck tssch eiter-Asptranten; Iustizprakti- [ an t; die Attuariats-Ass. tei den Staatsanwalt fdaften: 2 taa t sa nwalt scha f t s sekr e t ä t: die Gericltsfchreiber bei ten Kammern für Han- delssacken: Landgerichtssekretär: die Ak tun re tei ten Amtsgeristiten: Amts ge r richt s - Obersekretär,- die Aktuare tei der Staat4- annaltsdaft: Staatsanwalt schaf ts- Dberfelretär: die Aktuare ((tericktslostenrevi loten' bei tem GeneralstaatsmUialt. O b e r sekr e- 1 ä r bei tem Generalstan tSamvalt; die Landgerichts-- refretlrt: Landgerichts-Obersekretär; die Oberlandesgetichtssekretäre: Obersekretär bei tem Oterlandesgerickt: die Rechner tei ten, Strafanstalten: Staats kassier. Für diese Jußizteantten ist als Vorbildung notwendig: Reife für die Prima nneS Gymrrasiums, Real gl)nmohumd oder einer Oberrealsckule, ferner das Absolvieren eines mindestens dreifährisen Vor teteitnngs- und Ausbddungskutfns in ten vet scftietenen Zweigen der Zustizvefwvllung. Mit Rücksicht auf die wegen allzustarken ^Indrangs seit 1906 geschlossene Laufbahn und da auch eine Anzahl dieser Beamten an das Ministerium der Finanzen für Steuetzwecke abgegeben werden muß, ist ein großer Mangel an Justizpraktikanten vorhanden. Ta nunmehr dir Saufbafm wieder eröffnet ist, bürste Leuten mit der entsprechenden Vorbildung die Laufbahn tefrmberS zu empfehlen fein. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Ausdrücklich sei auf die Anzeige in dec heutigen Nummer hingewiesen, welche die Preise für die Abonnements bringt. Es sei besonders betont, daß bei den Preisen ein Zuschlag Vorbehalten ist, falls noch eine besondere Besteuerung (z. B. Billett oder Vergnügungssteuer) durch Gesetz beschlossen werden sollte. Die Zeit der Ausgabe der Abonnementsblocks wird noch bekannt gegeben. — Am Montag, 6. Oktober, von 10 bis 1 Uhr, ist die Theaterkasse für diejenigen Abonnenten geöffnet, die die gewünschten Plätze nicht erhalten konnten, damit sie in die Abonnementslisten Einsicht nehmen und gegebenenfalls andere Plätze belegen können. — Die Spielzeit beginnt am 11. Okt. mit Goethes „(£ g m o n t". Montag, 13. Okt., wird anläßlich des 6 0. Geburtstages von Alfred Bock dessen vieraktiges Schauspiel „Der Gy m nasial d i rekt or" gegeben, das seinerzeit viel aufgeführt worden ist, u. a. auch am Deutschen Theater in Berlin. ** Volkshochschule Gießen. Auf die Eröffnung des Wintersemesters 1919, die morgen Sonntag, 5. Okt., in dec dieueu Aula der Universität stattffndet, sei nochmals besonders hingewiesen. Sie ist öffentlich. Jedermann ist willkommen. Die Feier bildet den Äluftakt für die Arbeit, die am Montag, 6. Okt., in der Ober-Realschule (Eingang von der Stephanstraße) beginnt. Anmeldungen werden noch an den betr. Abenden vor den Vorträgen und Arbeits- gemenschaften angenommen. (Siehe Anzeige.) *♦ Aufden Kammermusikabend tes Evangelifden Atteilerveterns, ber morgen abend im Markussaale, iVmiftrafee, ftattfinbet, >ei hiermit nochmals hingewiesen. Starten für bas Konzert, das jedermann yrgängtirfj ist, sind auch an bet Abendkasse zu haben. *♦ Entwendet wurden vor einigen Tagen drei Tischdecken von einer Berastda in der Süd-Anlage. ♦♦ Tas Bezit ksko mmando ist wegen Verlegung vom 6. bis einschl. 11. d. Mts geschloffen. Es nrinb gebeten, in dieser Zeit nur in dringenden Angelegenheiten im Zimmer 130a tes Stabsgcbäutes der 3eugbaustafente vorzusprechen. Vom 12. d. Mts. ab tefmtet sich das Bezitks- kommcrndo im Stabsgebäute ter Zeughauskaserne, Landgras-Philwp-Plotz. ** Ermittelung ber O st- und West. prenhen, Lberschlesier unb Norbi'chleswiger Wit machen mir bie Bekanntmachung im Anzeigentell unseres heutigen Blattes aufmerksam. ** Fabrtabdieb stahl. Gestern wurde in hresiaer Stcüü ein noch fdit neues Fahrrad, Marke Torpedo, mit der Fabriknummer 218323, her Polizeinummer schwarzes G 2226, im Wette von 450 Mk., gestohlen. Bor Ankauf wird ge- itxmrt. ’* Zahlte a r ken Der StraßenbahL Die uns bie Direktion mit teilt, ist beabsichtigt in nächster Zeit die bisherigen Zahlmarken bet Straßenbahn durch andere zu ersetzen. Höhere Margarinepreise. Durch die (Erhöhung des Weltmarktpreises für Lelrrüchte und das Sinken tes Markkurses sind auch die vom Reicbsaussckuß füt Oele unb Fette zur Herstellung von Margarine ober Speiieoleli eingekauftm Rob- stvfie fortaefetzt im Preise gestiegen. Decher können diese Rohstoffe zu ten bisherigen Preisen nicht mehr an die Fabriken abgegeben werten. Die tebäuerliche Folge ist, daß Margarine vom 1. Oktober 1919 ab nur zu einem etwa um bie Hälfte teueren Preise geliefert werden kamt. Auch diese Preis- erböbimg ist also eine notmenbige Folge ber noch allenthalben herrschenden 'Sltbeitsunlust, die es vet- binocet, daß wir durch Herstellung von Export- wate zu einer Verteuerung unserer Vclluta beitragen. Sollten die Berhälmisse lick nicht änbmi, so ist mü einer weiteren Verteuerung der Margarine zu rechnen. ♦* Ter Schleichhandel mit aus^ ländischen unbanderolierten Zigaretten. In letzter Zeit werden tm Schleichhandel unb auch öffentlich größere Mengen unversteuerter Zigaretten englischer, belgischer oder amerikanischer Herkunft angcboten 2a die Packungen dieser Zigaretten nicht mit den erforderlichen Steuerzeichen versehen find, verfallen sic nach der Ausnahmen nicht zulafsenden Vorschrift des § 23 Zig.-2t.-Ges. unter allen Umständen der Einziehung durch die Steuerbehörde ohne Rücksicht darauf, wem sie gehören und ob den Eigentümer oder eine andere Person ein Strafverfahren eingeleitet wird. Es muß daher vor dem Anlauf betartiger Zigaretten dringend gewarnt werden. ** Tie Sckwarz-Weiß-Lichtsv tele bringen ab beute bis Montag, 6 Okt., bas tenia- tions-Filmwerk „Die Tochter tes Senators" ein dramatisches Schon spiel in fünf Akten von Fritz Prochnewski. Tiefer Film ist reich an ioannenben. Szenen, u. a. Negercuifstond, Ueberfall usw Ort ter Handlung: Europa, Afrika und an Bord eines großen Lloyddampsers. Außertem wird noch bas dreiaktige Lustspiel gegeben „Tie wahre Liebe ist das nicht". Landkreis Gießen. Nord eck, 2. Okt. Am Sonnleg, 28. Sept hielt die Ortsgruppe Nordeck vom L r e . s z i e g e u zuckt der ein Marburg seit tem ürkege wi:ter bie erste Versannnlung ob, wozu alle Mitgliedir ericticnen. Es würben 3 neue Mitglieder in den Verein ausgenommen. Ter Vorstand rourte nm gewählt. Es wurde befdtofkn, die Samren-Ziegen-« Rein zücht wieder auf ten Standpmitt zu teinger zu nahen ■brr BauckHecke schilderte und damit bei allen Pariser Kunstverständigen reichen Beifall fand. Karl von Dittersdorf, ber Komponist von „Doktor und Apotheker", verarbeitete die Metamorphosen des Ovid zu zwölf Pwgrammsymphonien. * Die Energie des Atoms. Der große englifde Physiker Sir Oliver Lodge hat in einem Dortrag, den er bei der James Watt-Hundertjahrfeier in Birmingham hielt, die Möglichkeit der Verwertung einer neuen Energiequelle erörtert, die geradezu phantastische Ausblicke in die Entwicklung und Ausgestaltung unserer Welt eröffnet. Er ging von der Tatsache aus, daß die Quellen der Molekularenergie anfangen, Zeichen der Erschöpfung zu zeigen, und meinte, James Watt würde, wenn er heute lebte, seine Aufmerksamkeit der Entdeckung anderer Energiequellen zu- nenden. Eine solche ungeheure, uns freilich nvch unerreichbare Energiequelle liege in der Energich der Atome. Wenn diese in einem großen Maßstabe ausgenutzt werden könnte, so würde dies die Bedingamgen der Industrie außerordentlich verbessern. Es würde keinen Rauch und feinen Staub mehr geben. Tas Geheimnis dieser Kraft sei zum erstenmal in der Welt der Wissenschaft aufgetaucht mit der Entdeckung der Radioaktivität. Die Wirkung des Radiums sei deshalb so erstaunlich erschienen, weil der Stofs scheinbar Energie ausstrahlte, ohne verbraucht zu werden. In Wahrheit wird der Stoff doch verbraucht, aber seine Verringerung ist so minimal und die abgegebene Kraft so bedeutend, daß der Irrtum begreiflich erschien. Die Wirtung des Radiums sei auf die (Energie der Atome zurückzuführen, und die in den Atomen aufgespeicherten Kräfte seien ungeheuer groß: sie seien in allen Formen der Materie enthalten, nicht nur in den radioaktiven Substanzen. Wenn ein Mittel gefunden würde, um diese Kräfte der Atome zu entbinden, bann würden unbegrenzte Kraftquellen freigemacht; man könnte die Pole austrocknen und die Sahara bewässern. Er hoffe, schloß Lodge, daß die Menschheit diese Entdeckung nickt machen würde, bevor sie an Verstand und Sittlichkeit reif genug geworden sei, um diese Kräfte richtig zu Demvnben, denn wenn eine solche Entdeckung vorzeitig gemacht würde, dann könne sie den Untergang unserer Well herbeiführen. Büchertisch. - In dem Büchlein „Anno 4 8" (brosch. 3 Mk. Verlag Braun & Schneider, München! haben wir eine reizende und geistreiche Sammlung von Revolutionsbildern aus der Zeit unserer Väter erhalten, die uns durch ihre treffende Art und den lünstlerischeit Wert der Auffassung von hohem Interesse ist. Gerade beute haben diese Blätter neuen Wert, weil dieselben Stürme hochgehender polittscher Erregung über uns Hinwegbrausen — und den nie fehlenden Humor der alten „Fliegenden Blätter", der aus dem Büchlein wieder zu uns spricht, empfinden wir gerade m heutiger schwerer Zeit als doppelte Wohltat. Vieles erscheint in einem milderen Licht, wenn wir das Büchlein mit zufriedenem Lächeln zu Ende studiert haben und sehen, daß auch den bittersten Zeitereignissen stets eine gute Sette abzugewinnen ist. — Hochland, Monatsschrift für alle Gebiete des Wissens, der Literatur und Kunst. HerauS- gegeben von Prof. Karl Muth. Jos. Köselsche Buchhandlung, Kempten und München. Vierteljährlich 6 Mk. Der 16. Jahrgang ö'-n Hochland liegt mit dem Septemberheft abgeschlossen vor. — Die Rerchse i>endahn?n. Gedanken und Vorschläge zur Finanzwirtschpft uno Organi- satton des deutschen Verkehrswesens. Bon Rcgie- rungsrat R. Ouaatz in Köln. Verlag von Julius Springer in Berlin. 1919. Preis 2,40 Mk. — Zehn politische Brtcf". Eine vvlks- tümllche Einleitung in allgemeiapolitische Fragen. Von Fritz Bonsens. Verlag von Wilh. Gottl. Korn in Breslau. Preis 2,50 Mk. und 10% Teuerungs-- zuschlag. — Säuglings- und Kinderpflege. Ein leicht faßliches Hand- und Nachschlagebuch für Säuglingsschwestern, .Kinderpflegerinnen, ganz besonders für junge Mütter. Herausgegeben von E. von Szczepanska. Leipzig, Hans Hedewigs Nachf. Curt Ronninger. — Karl Marx. „Ter Bürgerkrieg". Politische Aktionsbückierei. Herausgegeben von Franz Pl-mpfert, Berlin-WttmerÄwrf. Preis 2 Mk. Meteorologische Beobachtungen der Station Gictzen. Datum Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkrit Trad üer Brwül- kung in 3«tntel her sichlbarra Himmele fläche Wetter 3. 10. 3. 10. 4. 10. Höchste Niedrig nm. obbs. vm. Tempe st- 11.6 10.6 10.6 ratur Nie 7.8 8.6 9.1 am 3 „ 3. dersch 77 90 95 10.= 10.- lag: 10 10 10 -12.2°, - 8.9’, 1.0 mm tags bedeckt Regen nachts bedeckt 4. 10. =10.9. 4. 10. = 10.1° Letzte Nachrichten. Der Aufruf der Rcid)$reaierung an die Truppen im Osten. Berlin, 3. Okt. (WTB.) Tie Reichsregierung erließ an die Reichsdeutschen, die noch den im Baltikum stehenden Truppen verbänden angehören, einen Aufruf, der durch Korpsbefehl allgemein befanntgegeben wird: Soldätenj! Ihr habt die letzte Note der Entente wegen der Räumung des Baltikums gelesen. Tarin ivird das deutsche Volk mit erneuter Blockade, mit der Sperrung aller Kredite und mtt der SSermeigerung der Nohstoffzufuhr bedroht. Tie militärischen Kreise der Entente drängen zu erneutem Vormarsch, der die Besetzung Frankfurts bringen soll: führende ftanzösische Blätter, wie der „Temps", verlangen die Inbesitznahme des Ruhrgebiets. Und all das, weil ein Test der Deut- I Gerade bei Regenwetter machen sich die Vorzüge von Dr. Gcntner'S Oelwachslcdcrvutz bemerkbar. Svarsamer Gebrauch, nicht adkärbend und sonstige Eigenschaften. die der utelfad) attgevriesenen Wassertvare fehlen. Alleiniger Hersteller: a ,__Carl Gentner, Schatzmarx» Göppingen iWürttbg.) Handwagen Leiterwagen Kastenwagen Einzelne Räder Carl Schunck Bahnhofstr. 62 0,5671 neben Ca16 Amend. Radikale Vertilgung der Ratten, Mäuse,Wühlmäuse, Hamster, Wanzen, Flöhe, Schwaben, Ameis., Kakerlaken. Unschädlich für Menschen, Haustiere und Wild. Behördl. Anerkennungen. Haas, Gleiten, Lonystraße 2. (01W73 Patent-Anwalt Dr. Weerth, Gießen, Goethestr. 33, Fernsprecher 2141. 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Schwabe,llmenan. sHen rn den balttschcn FrriwUligenkorps das fremde Land nicht verlassen wollen, weil sie entgegen den Befehlen der Regierung dort bleiben, obwohl durch diesen verbrechcrisckxm Eigensinn die lwchste Gefahr besteht, daß in Deutschland Millionen arbeitslos werden, das Elend noch höher steigt unb schließlich die mühsam, verhi-trdcrte Hungersnot setzt am Winteranfang doch noch ausbricht, nicht allein auf Ver- anlasiung der Entente, sondern burdi die Gehorsamsverweigerung der eigenen Landsleute. Tau sende gefährden das Leben und Gedeihen oon 60 Millionen! Am 20. Oktober., so melden die „Times", beginnt der mililärische Vormarsch, anr 1. November erfolgt die erneute Verhängung der Blockade. Die Rei'chsregierung wendet sickr zum letzterr Mal direkt an das Gewissen und das landsmann- sckraftliche Gefülst der deutschen Soldaten im Bal- tifum. Sic hat nie verkannt, daß die deutschen Soldaten auf Versprechungen hin sich amverbcn ließen, die nickst gehalten wurden. Sie versteht das und hat das auch der Entente gegenüber zum Ausdruck gebracht, daß darüber unter ihnen Umville und Empörung herrschst. Aber jetzt steht unendlich höheres auf dem Spiel. Ein Volk verhungert und der Rest eines Volksvermögens verkommt, mmu im Laufe dieses Rkonats die deutschen Truppen nicht aus dem' Baltrkum abziehen Wer sich nicht mitschuldig am Ruin des eigenen Volkes machen toill, der fügd sich dieser eisernen Notwcrrdigkeit, der folgt bem' Befehl der Regienmg, der kehrt aus dem Lande zurück, in dem deutsche Soldaterr nichts mehr verloren haben. Die Regierung kann und darf int Interesse Deutschlands keinen Zweifel daran lassen, daß sie jedes ihr zu Gebote stehende Mtttel anrocnbai wird, um die Räumung des Baltikumo-! zu erzwingen. Aber sie hofft, dieser Apvell wirb genügen, um den deutschen Soldaten zu zeigen, daß es jetzt nicht mehr um die eigene Haut uno das eigene Interesse des eitrzelnen geht, sondern um das ganze Volk! Die Gegner haben die Blockade aufgehoben! An Euch ist es, zu verhindern, daß die Blockade, die mörderischer in unseren Reihen gehaust hat als alle anderen Kriegswaffen, wieder verbängt wird. Folgt dem Befehl zur Herinkehr) Der Nachfolger des Generals v. d. Goltz. Berlin, 4. Okt. Zum Nachfolger des nach s eutschland zurückkehrenden Generals Grafen von o c r Goltz ist natfi dem „Berl. Lokal-Anz." der Komtnandeur der 20. Reichswehr-Brigade, öx« iiexa' v. Eberhardt, crnatntf roarbeit. Er hat den Befehl, die Räumung Kurlands und Litauens durch die deutschen Truppen zu Ende zu führen. Die neuen Ministcrernennungcn. Berlin, 3. Okt. (WTB.i Auf Vorschlag des Reichskanzlers berief der Reichspräsident auf Grund des Artikels 53 der Verfassung Reicks- Minister a. D. Schiffer zum Reichsminister, der Justiz, Oberbürgermeister K o ch-Cassel zuw/ Reichs- Nnntster des Jrmern und betraute Schiffer zugleich mit der Vertretung des Rcick)skanzlers. Tie Besetzung des nen zu bildenden Ministeriums für den Wiederaufbau erfolgt voraussichtlich in deir allernächsten Tagen. Minister Dr. David wird der Reick>sreaierung als Minister ohne Porten fcuille angeboren. Erzberger über den Antisemitismus. Vern, 3. Okt. (WTB.) Reichsministcr E r z - berger erllärte dem Herausgeber der jüdisck)eu Pressezenttale in Zürich, er verurteile die antu semitische L>etze, die in gewissen Kreisen in Deutschland betrieben werde. Die Bewegung gebe von chauvinistischen Kreisen aus, um eine Ablenkung für ihre Schuld zu suchen. Die demokratische Re- gicTung sei in der Bekämpfung des Antisemitismus einig. Pogrome hätten in Deutschland keinen Platz. Den von den Zionisten in Palästina verfolgten Bestrebungen stehe die Regierung sympathisch gegenüber. Dreiwöchige Schnellzugsperre in Ostdeutschland. Berlin, 3. Ott. Vom 12. Oktober ab wird der gesamte Schnellzugsverkehr auf den östlich der Linie Dresden-Berlin-St-ettin gel'g«' nen Strecken bis zum 2. November e i n - gestellt. Der neue Bischof von Strastburg. Straßburg, 3. Okt. (WTB.) Der frühere Bischof Ruck von Nancy hat die Nachfolgerschaft des verstorbenen Bischofs Fritz er in Straßburg rrunmehr angetreten. Ein Attentat gegen den Zentralvollzugsausschutz der Kominunistenpartei in Moskau. Stockholm, 4. Okt. Nach einer Depesche ans Helsingfors wurde gegen den Zentral- Voll z u g s an ssch u ß der Kommunisten- Partei m Moskau ein Terroristenatten- t a t verübt. Es sollen dabei gegen 40 hervorragende Bolschewisten verletzt worden sein. Ferner wurde eine Verschwörung von Mitgliedern der de- mokrattschen Zentrumspartei entdeckt, die mit D> ntkins Armee in Verbindung gestanden tzaben sollen. Viele Derlwftete wurden httlgerickstet. Zigaretten Goldslake, The Flag, Navy Cut, F-Sanberole pro 1000 St. M. 295, b. 5 Mille-Abnahme Nab. Rudolf Poschmann Wetzlarer Weg 43 _________Tel. 1220_____oieies hölMW. 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Gutscheine, Scklüjfel ufro. verloren. Gegen Belohnung abzugeben bei Brleftr!i. Markusgenrrinde: Pfr. Becker. — In der I o hanneskirche. Vorm. 9V2 Uhr: Pfarrassist, Schaefer. 11: Kinderkivckxe f. d Jofiannesgem. ? Pfr. Ausfeld. Abends 8V2: Betrinigung der tm* firmierten männl. Jugend der Lukasgemrinde im Lukasfoal und der fonfimrierten männlichen In« gaiö der Jofiannesgem einde im Johannessaäl. — Freitag den 10. Ott., abends V?6 Uhr: SSereutigung der konfirmierten Mädchen der Ich.rnnesg?meinde. — Tie Anmeldung der Konfirmanden foll Montag den 6. und Dienstag den 7. Oktober, iebe5m.it vormittags 11 bis 1 Uhr.und nachmittags 4 bis 6 Ubr erfolgen. Bon Sonntag den 12. Oktober an beginnen die AbendgotteÄnenst: wieder, und zwar um 6 Uhr. — .Sonntag den 5. Oktober, vormittags 10: Kirch berg; 11: Christenlehre f. d. juribl. Jugend. Nachm. IV2: Mainzlar. Katholische Gemeinde. Samstag den 4. Oktober, nachm. 5 u. abends 8 Uhr: Gelegenheit z. hl. Beichte. — Sonntag den 3- Okt.: R 0 s e nkranzfe st. 6V2: Gelegen- hril z. hl. Beichte. 7: Hk. Messe. Gemrinschaftl. Kommunion der Jungfrauen. 8: Austeilung d. hl., Kommunion. 9) Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Rosenkranzcmdncht m. Segen.. 41/g: Fungfrauen-Kon greaatfon. — Dienstag und Freitag nachmittags 6V2 Ubr ist Rosenkranz.rndacht m. Segen. — Diaspora-Gottesdienst am 5. Oktober. In Hungen: 7y3 Uhr. Laubach: 10,. Lich-.9'/-. __________________ Besser£™be^,^“D1^=wirktii.schmeckl Fascossan, ge$. gesch. J Unentbehrlich bei schwachen u. zarackgebllobouen Kindern, stärkend und appetitanregend, mnskel- n. knochenblldend, hervorragende Erfolge bei Sunden Scrolulose wi Rachitis. nehmen. 1 Schachtel, ausreichend für etwa vier Wochen, M.3.—. Zn haben in Apotheken tu Drogerien. Feuilleton- Rembrandt. Zn seinem 250. Geburtstage. 4. Oktober. Die Gedächtnistage der großen Männer sind die Marksteine auf dem leuchitenden Wege, den sie durck?die Unsterblichkeit wa'kideln. An diesen Festen der Erinnerung gibt sich die Menschheit Reck-en- ftfkift darüber, was sie diesen Spendern des Schönen Und Genialen verdankt, und sie stellt dabei zugleich! unbewußt fest, wie weit sie in der Reife für das Verständnis des Meisters gediehen ist, legt durch das Urteil über den Gefeierten zugleich ein Zeugnis von ihrem Kunstschaffen ab. Blicken wir an dem Tage, an dem ein Vierteljahrtausend seit dem leiblichen, Tode eines der girößten Künstler, seit dem Tahinschieiden Rembrandts, vergangen ist, auf bie einzelnen Phasen seines Fortlebens zurück, so begreifen wir das langsame Heimischiwerden seines unsterblichen Teiles in der Kultur der Zeiten. 1706 100 Jahre nach seiner Geburt, steht sein Ansehen am tiefsten, und in einer Zeit akademischen Regelkrams verachtet man den Maler, bei dem „weder der Geschmack Raffaels noch der der Airrike" tDQt' 2och auch noch 1769, an seinem 100. -Lobes tage, hat die Welt wenig von seiner Eigenart er tonnt. Ter beste Beweis dafür ist das Urteil Leslrngs, der schreibt: „Tie Manier Rembrandts schult sich zu niedrigen, possierlichen und eilen Gegenständen sehr wohl. Hingegen wollte idi hohe edle Gegenstände nach Rembrandts Art zu trafticrcii nicht billigen." 1806, an seinem 200. Geburtstage, dämmert langsam eine Ahnung von der ungeheuren Bedeutung dieses Künstlers auf, und G o c t b e ist der erste, der ihm riefe Worte kngeiiialen Nach/schpffens widmet. An seinem 200. Todestag'? aber 'hat die Romantik bereits das Einzigartige di.'fes liclldunllen RätseMustlers gedeutet. Telmor-oix hat in seinem Tagebuch die ^Gotieslastcrung, über die allen Pedanten die »aare zu Berge stehen werden," ausgesprochen, ^>ß Rembrandt rin viel größerer Maler sei als Naffael. Tie Holländer feiern ihn als ihren genialsten Schiövfer, und sein Siegeszug durch die Welt «eginnt. Tas „R e m b r a n d 11 a h r" 1908 ist der Verherrlichung des Meisters geweiht; in allen Mitbcnt und bei allen Völkern wird sein Rühm verkündet, und voll Stolz bekennen sich die besten Künstler als seine Nachahmer. Ter heurige Gedenktag findet eure anders geartete Kunst und ein anders geartetes Publikum als die, die vor 13 Jahren dem Amsterdamer Zauberer zujubelten. Wieder ist ein Werkstein in der Geschichte von Rembrandts Unsterblichkeit zu verzeichnen. An seinem 300. Geburtstag waren es die Führer des Impressionismus, die in ihm den Ahnherrn verehrten. Ein Israels, rin Uhde, aber auch ein Monet und Liebermann hatten die Bestätigung ihres Schaffens in diesen Werken gesunden, die die überzeugendste Wiedergabe und die höchste Verklärung der Wirklichkeit darstelleit. Heute ist rine neue Kunst auf dem Plan, und auch sie rechnet Rembrandt zu ihren erlauchtesten Vorbildern. 2'0dj nicht den Abschilderer der Natur huldigen die Jungen, sondern dem ersten bewußten Künstler, dem die Tarstellung des Wirklichen nicht genügte, sondern der sich dazu duvchrang, nur auf die Stimme seines Innern zu hören, der in Licht, Farhc£}? fowt flfMf, Jtwrnng and Orlö fpda»®5 ecif* gtkaud)« ecaotadt Bonn» jnm ftaeti*« »« Wäsche. D< 3. • i u N 9t TU in , TX fü Id - •-J SST r-E rom 2b. pttortnö. Korschrist 3) $?>' rill* dH' Mitt b) für (StM mit bfSi öt* brftri *mt die Ar Xünbigunj 0 9»ta habe «er der wich gründen er»i oder Bureau «Minen ist. auch njch! w m wichkign Arbeitgeber z MMgnngss, ^enstverUt Zahre ihr Ai 1*1101 virchar Kireo AIS A ^nontn. »u cmn §2 1 ordnuntz |i militäritche -riegStriln W 9 vrdmmg l'i tdlmhmer Äuti'chen' die bei ihr DohM i Teutik hingt nn Wnai .tivnutnis, bafe '2Inftäfle auf Zuteilung von äSanftuffen an das Stodtbauamt, A stermeg Nr. 9, zu richten Gießen, den 26. SeVtenrber 1919. Tcr Oberbürgermeister: Keller, Bekanntmachung betreffend Baustvffbüvirtschastung. I Tie nach sichende Bekanntmachung bringe Tie Frei gab? aller über die vvrg mannten Zahlen, hinauügebeuden Mengen erfolgt durch die von mir uir Kaustvffvertrilimg ermächtigte Bau- Nv^s beschaffung-steile für Krisen in teOfrjn Kurhaus Michelstadt i. Odenw. (Linie Hanau-Eberbach.) Behagl. Kurheim für Nervöse und Erholungsuchende Bekanntmachung betreffend Baustvffbejvirtschaftung. Auf Grund ter §§ 1 igni» 4 der Reichsverordnung vom 7. yboember 1918 über die roirt- schaltliche Teinobilmachung (RGBl. £>. 1292) und der vom Reichsdemobfflnachungsamt erteilten Ermächtigung nnrt> bestimmt: § 1. Beschlagnabme. Zur Herstellung der dringend NJtmendigen Baustaffe und bereit ywtfmäbigeit Verteilung sind leichlagnohmt: 1. Sämtliche vorhandenen und neuerzeugten sowie nach Hessen eingeführten Mengen tiuii ge» f rannten und anderen künstlichen Mauersdeinen und TachHiegel aller Art (insbesondere gebrannte 5>oblsternc, Kalkjandsleine, Schwemmstein:, Schlack-ensleine, Zementsterit.», nicht Zementröhren), die Vor- oder Hintermau-ersdeine, $>artbranb* steine, Klinker, Verblender, porös: Steine, Teckerr- und Lochsteine, Formsteine, Dachziegel V'rwen- düng finden können, soivie Tratnageröhren aus Ton. 2. Portlandzement. 3. Bau kalk. Von der Beschlagnahmermordnung werden betroffen : Natürliciie oder juristische Personen, g> 'nxxblide oder landmirtschastliche Unternehmer, öf- fentiichrechtllche ZtvcperictZaften oder B'rbände, die die unter 1—3 genannten Gegenständ: erzeugen ober mit ihnen handeln. Beschlagnahmt können jederzeit — auf An- Ira? — durch mich iverden die bei Dauherrn oder sonstigen Verbrauchern lagernden und in unwirtschaftlicher Weise zurückgehaltenen obigen Bau- stzosfarten. Tie Kefchlagnahme l-at die Wirkung, daß die Vornahme von Veränderungen an den von ihr berührten Gegenständen verboten ist und rechts- aeichästlichc Versügungen über sie nichtig und. Den rechtSgeschäjtlrchen Verfügungen stehen Verfügungen gleich, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder .Arrestvollziehung erfolgen. § 2. Freigabe, Tie Freigabe erfolgt von Ziegelerzeugnlsfen bei Mengen bis zu 8000 Backsteinen, 1000 Tach-iegeln und 2000 Tvainageröhren je Monat und Baustelle, Zement bei Mengen bis zu 500 Klgr. = 10 Sack, je ÄL>nat und Baustelle, Kalk bei Mengen bis zu 400 tilgt. = 10 Sack, je Monat imb Baustelle, durch die für die Verbrauchs stelle zustündig.'n Be- zirkSwvhnungStommissare (im unbrictz- ten Gebiet Kvevsd« rekdoven, im beseht en Gebiet die KreiSLmter) nach Vorlage einer ort», bebördlich (Bürgermeisterei) beglaubigten Tnng- lichkritSbeichcinigung In Städten über 10000 Einwohnern hat dre Freigabe auf Grund einer von dem städr Baupolrie«»t auSgeiheltten Tring- lid’teitfbetoemignng durch dou Oberbürger- meister zu erfolgen. 8 3. Verfahren. _ , T« Freigabe durch die Banstoffb-sthaffungs- sbelle erfügt, nur auf TrinÄichkritSbescheftrigung batet die iuständigen Bezir^vobnungAommissaTe über Dreisämter bei Freigabemvgljchkrit durch die BertrkSw.chntmg4ff0mmisfare. tittihinter b-m OkerbLraetM'.iser selbst, mur» Tringlub^itLd'schri- nignug der BüraermeitLr^ien byv studt BLt- polizeiLmter vorliegen. Tie Freigabe erfolgt zunächst nur für; Jftodernes Tang^efir* ^nstifut v«n Th. 'ßäulfce Mitglied des Bundes Deutscher Tanzlehrer (Sitz Berlin) Mein diesjähriger Winterkursus für Anfänger beginnt Dienstag den 7. Oktober abends 8 Uhr in meinem eigenen Saal, Wolfstraße 21, Ecke Lieber Straße, Restaurant zum Kronprinz. In diesem Kursus werden außer den bekannten Rund- und Gesellschaftstänzen auch die modernsten Eigurentänze gelehrt. Ferner empfehle ich mich für kleinere Gesellschaften sowie nn Einzelunterricht zur Einstudierung der modernsten Figuren- u. Gesellschaftstänze (die neuesten Schlager der Saison), wie: 0ltlM The Tidde Toe, Wedding-Glide, Jazz, Foxtrott, Feodora - Walzer, Max ix - bresitienne, Ragtime, Tango, Fouriana, Boston (mod.), Riviera-Boston, Valse-Bleue, Frühlingsboten walzer, Tango walzer, Hiawatha, One-Sfep (neuste Art) usw. Anmeldungen hierzu nehme ich jederzeit in meiner Wohnung, Wolfstraße 21, Ecke Lieber Straße, Restaurant zum „Kronprinz“ entgegen. Tanzunterricht Mein diesjähriger Winfer-Tanzkursus beginnt am 6. Oktober 1919. Gefall. Anmeldungen nehme ich von heute an täglich in meiner Wohnung Wetzsteingasse 31 entgegen. Mc. Karl Schmidt, Tanzlehrer. Klavier-Unterricht auf moderner physiologischer Grundlage. Analysen u. Interpretationen. — Geschichte und Kritik der Klaviertechnik und ihrer Methoden. — Keine einseitig pianistische Ausbildung.sondern allgemeine musikalische Förderung. — Voraussetzungen: Nachweisbare musikalische Begabung: günstige anatomische Verhältnisse der Hände. ^212 Dr. Heinrich Koene,Uiessen tieetheetraße 34 Sprechzeit: Werktags von 12— 1 Uhr. LandwirtschaslsschulcWeilburfl/Lahn DaS Winterhalbjahr beginnt am 17. Oktober. Ausnahme in die Fackklast'en III bid I. Anmeldungen baldigst erbeten. Auskunft erteilt m0Did Direktor Pror. Dr. Helmkanivt. STOTTERER erhalt, ums. Brosch: Die JIUI tl>E,n Ursache des Stotterns u. Beseitigung ohne Arzt u. ohne Lehrer sow. ohne Anstaltsbesuch. Früher war ich selbst ein sehr starker Stotterer u- habe mich nach vielen vergeblichen Kursen selbst geheilt. B^tte teilen sie mir Ihre Adresse mit. Die Zusend, meines Büchleins erfolgt sofort im verschloss. Kuvert ohne Firma vollständig kostenlos. 5244c L. Warnecke. Hannover. Friesenstraße 33. a) tileinupohnungsbauten iNenbauten, Umbauten, (rinbauten oder Au-Zbefst'ruiigcn), b) landwirtsckaftlicke ober bergbauliche Betriebsgebäude oder Reoaraturarbeiten, c) gemerblicke und industrielle Bauten, soweit sie der Versorgung des Bolbrs mit Olegenständen das täglichen Bedarfes diene it. Von den unter a—c angeführten Bauten gelten ohne weiteres als dringlich alle Wohnunas- bauden, die durch staatliche Baukostenzuschusse -oder aus anderen öffentlichen Mitteln unterstützt werden. Alle übrigen Bauten und Ausbesserungen bedürfen eines besondereit Nachweises ihrer unbedingten Dringlichkeit, wobei bat Anträgen Zeichnungen, prüsungssähige Maffenberechnungen unter Beifügung einer Tsaustoffbedarssnachweisung und einer Bescheinigung der zuständigen Baupolizei- behörde über bre Dringlichkeit des Bauvorhabens beizulegen sind. Ausnahmsweise ftntn jedoch bei kleinen Mengen von der Vorlage dieser Unterlagen abgesehen werden, sofern eilte Bescheinigung der zuständigen Bauovli;cibehörde oder des B^irks- wohnungs>kommissars über die unbedingt erforderliche Baustofsmeillie bei gehr acht wird. "Formickarmätzige Freiglchianträge sowie Bau- stoffbedarssnachweisungsformulare sind bei den Be- ziffkswohnungskomnrissaren, KreiSämtern oder ^Oberbürgermeistern su erhalten. § 4. Meldepflicht. Die in § 1 unter 1—3 genannten Baustoffe unterliegen einer Meldepflicht durch die in 81 Absatz 2 bmannten Personen und Betriebe. Die Meldung ist zu erstatten über die am 1. eines jeden Monats vorhandenen Bestände an Ziegelwaren (getrennt nach ein^ehtert Arten), Zement und Kalk und über die im abgelaufenen Monat abgegebene Menge. Die 9JMbungen sind auf Vordrucke an die Baustofsbcschaffungsstelle Frankftrrt a. M., Obcrntainstvaste 51 (Tri. foanfa 9284) bis 3. jeden Monats zu richten. Die Vordrucke können von dort bezogen werden. § 5. Preise. Die Abgabe von Ziegelsabrivatrn hat zu den Richtpreisen zu erfolgen, die durch den paritätisch zusammengesetzten Arbeftsausschust der Baustosf- beschafftingsstelle festgesetzt sind: Bis auf weüeres gelten folgende Richtpreise: Für Mauersteine: 100 M. pro 1000 ab Werk Biberschwänze (ges.)l. Wahl 160 „ „ „ w „ * » 2. „ 150 , „ „ „ n " (g«w.) 1. „ 140 „ , „ w w i, „ 2. , 120 „ , , „ „ Falzziegel 1. , 280 „ w , 2. „ 260 ...... Als Handlerverdienst, der in vorstehenden Preisen nicht enthalten ist, sind für Mauersteine 10 Prvz. und für Dachziegel aller Art 12V» Prvz. mit Rücksicht auf die heutigen Verhältniffe festgelegt. Die Preise für Zement und Kalk sind die ortsüblichen. Im Interesse der Verbilligung imd Förderung der BantätigHrit wird den Käufern dringend empfohlen, aus Einhaltung dieser Preise zu achten. Ueberschreitungen durch Erzeuger oder vändler haben sofortige Entziehung der Kvhlen- vder Materialbetieferung zur Folge. n § 6. Lagerbuchsührung. Jeder Meldcpflichtige hat ein Lagrrbuch zu fuhren, aus dem dir benhrtfdxzrteten Baustoffe nach Art, Menge, Gröste und Bcsck^sfenheit, Zu- und ^lbgang, Empfänger. Art der Verwendung. Nummer des Freigabescheins und Berkaufsprets zu er» sehen ist. Der Abgang ist durch die aufzubewahren- ben Freiaabescheine %u belegen. Die Baustofsbeschaffungssttlle und die Bezirks- wohnungskommissare bezw. ihre Beauftragten sind ermüdjrigt, die in der Verordnung über Aus- kunffEpiUcht vom 12. Juli 1917 (Rrichs-Gesetzbl. ©. 601187) beieidmcini Rechte zum Zwecke der Durchsührimg der Bewirtschaftung insbesondere PoriichrnihT Bestimmungen aus-uübeir. _ § 7. -strafen. Zutviderhandlungen gegen die Vervrdnuna können mit ^Ksängnisstraic bis zu 5 Jahren uitb Geldstrafe bis zu 100 000 Mark bestraf: werden außerdem wird die weitere DaustoffzntLilung gesperrt § 8. Die Bekanntmachung tritt mit dem Tage ihrer Verkündigung in Stuft. 114298 Darmstadt, den 17. September 1919. Der Staalskduunissar für die wirtschaftliche Deliwbilumchung in Lessen. I. 93.: Dr. Bernheim. Bekanntmachung. Nachstehend bringe ich die Bekanntmachung des hessischen Feldbereftrigungskomnrissärs vorn 23. September 1919 zur allgemeinen Kenntnis. Gießen, den 1. Oktober 1919. Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Bekanntmachung. Betreffend: Fridücreinigung in der Gemarkung Klein-Linden. Nachdem die Feld der einigung in der Gemarkung Klein-Linden endgültig beschlossen und den Beginn der Fridbereiniguiigsarbeiten vom Lejs. Landesernährungsamt, Abtrilung für Landwirt- sckait, angeorduet werden ist, lade ich hiermft sämtliche beteiligten Grundeigentümer zu der gemäß Art. 16 des Fridbeveinigungsges<^es Samstag den 18. Oktober 1919, n ach- mittags 2i/3 Uhr. im Saale der „Deutschen Eichri", Klein^Linden stattfindenden Versammlung ein. Tie VersamniluTvg hat: 1. darüber zu beschließen, wie die Feldbereinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch AusscAag auf den Flächengehalt ober den Abschätzungswert der Grundstücke oder abgesehen von dem in Art. 20 des SetbtHrev nigmrgsgesetzes bezeichneten Fall durch Bil^ düng und Verkauf von Dtassegrundstücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürfnis erhoben, oder ob die Kosten durch Zapitalauf- nahme ausgebracht werden sollen: 2. die zur Bollzugslommission zu berufenden Sack:verständigen und deren Stellvertr'ter, f > wie rin Mitglied des SchiL>sgeriichts und d'ssen Stellvertreter (2lrt. 35 Ges ) ZU wählen. Auster dem können Wünsche und Anträge seitens der Beteiligten vorgebracht und beraten werden. In dieser Versammlung hat jeder anwesende beteiligte Grundeigentümer eine Stimme, auch wenn er mehrfach bevollmächtigt ist. Tie Beschlüste erfordern zu ihrer Gültigkeit eine Mehrheit von Zweidritteilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betestigten verbindlich. Beteiligter Grundeigentümer im Smne des FeldbereinigungSgesetzes ist, wer im Grundbuch als Eigentümer eingetragen ist Ter Inhaber einer erblichst Leihe wird dem Eigentümer der Grutchstucke gleichgestellt. Wenn rin hiernach beteiligter Grundeigentümer oder bekannte Erben derselben wcht vorhanden sind, ber Aufenthalt ber Beteiligten unbekannt ist oder diese sich austerlxstb des Deutschen Reiches aufhalten, so ist ber Besitzer als Beteiligter zu erachten, insofern er sich durch eine entsprechende Beschrinigung des Ortsgericküs als solcher auswlist Ist unbekannt oder ungewist, wer bririliat ist, so findet die Vorschrift des 8 1913 des Bürgerllchen Gesetzbuch'S entsprechende Anwendung. Gehört em Grundstück zum Gesamtgut. so bedarf ber Mann nicht ber Zustimmung der Frau. Gebärt rin Gruitdstück zum eingebrachten Gute bet Frau, so bedarf diese nicht der Emwstligung des Mannes. Vertreter von beteiligten Grundrigentümern Txrbcn gehörige Bollmachtm vorzulegen. Kommen gültige Beschlüsse rncht zu fhmbe, so hat: zu 1. Die Vollzugskvinmillüm die erforderlichen Beschlüsse zu fassen und zu 2. die Landeskvmmission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen. Zugleich fordere ich die austerdalb Klein-Lindm wohnenden beteiligten Grundeigentümer (Ausmärker) auf, zur Wahrung ihrer Interessen einen in Klein-Linden wohnenden Bevollmächtigten zu be- stellen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Fcldbrroinigungsversahrrns an sie nicht mehr erfolgt. (11427B Friedberg, den 23. September 1919. Der hessische Fr ldberrilrigungs kommiss 4r: Dr. 3ann, Regierungsrat. Bekanntmachung. Die Nähstude für Kriegsfürsorge WaLtorstrahe 24 I kann noch Ieppenstoll, 1,50 Meter breit, zum er. mätzlgten Drelse von Mb. 16.— per Meter, sowie Männerunterhosen unb ErstlingsjLckchen abgeben. Der Verkauf erfolgt: Montags, Dienstags, Donnerstags und Freitags, vorm. von 10-12 Uhr unb nach«, von 3-6 Uhr. Giehen, den 3. Oktober 1919. 11430B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittriamt). Bekanntmachung» Das Bezirkskommando ist wegen Verlegung vom 6. bis einschl. 11. d. Mts. geschloffen. Es wird gebeten, in biefer Zeit nur indringe n d e n Angelegenheiten int 3immer 130a des Stabsgebäudes ber Zeugbaus'aserne vorUusprechn. Vom 12. d. Mts. ab beftndet sich das Be- zit^skommando im Stabsgebäude brr Zeughaushauskaserne, Landgraf-PhtlippP^t». Meßen, den 4. Oktober 191^/ 11465B v Kropff, Major z. D. u. BeririsEommandeur. Bekanntmachung. Betr.: Ermittelung brr Oft- unb Westprrutzen. Oberfchltsier unb NordschleSwiger. Nack dem Friebenitvertrag, demzufolge die Volksabstiurmung über das staatliche Schicksal Ost- unb Vestpreuftens, Oberschlesicns unb dtorbschleswigs entscheiden soll, haben an ber Volksabstimmung alle diejenigen das Recht der Teilnahme, die vor dem 1. Januar 11901 in den angeführten Gebieten geboren sind, auch wenn sie zur Zeit in den Abstimmungsgebieten nicht mehr ihren Wohn sitz haben. Das hessische Landes-ArbeitS-- und Wirt- schaftsamt wünscht Namhaftmachung der in Hessen sich aufhaltenden Stimmberechtigten. Es handelt sich um Personen aus folgenden Kreisen: 1. Von der Provinz Schlesien die Kreise Namslau, Kreuchurg, Rosenberg, Lv- peln-Stadt und Land, Gro^Streliy, Laubnitz. Gleiwitz-Stodt, Tost Gleiwitz Tarnowitz. Beuchen-Stadt uni) Land, ÄönigShütte-Stadk. Hindenburg (früher Zabrze), Kattowih-Stadt und Land, Pletz. Rhbnik, Ratibor-Stadt und Land, Toset, Leobschütz und Neustadt. 2. Von der Provinz Ostpreutzen die Kreise Oletzko, Lyck, Lotzen, Zohannis- bürg, Sensburg, Ortelsburg, Rössel, Al- lenstein-Stadt und Land, Neidenburg und Osterode. 3. Von der Provin,z Westpreutzen die Kreise Marienburg, Swhm, Rosenberg und Marienwerder. 4. Von der Provinz Schleswig-Holstein die Kreise Habersleben, Apenrabe, Tondern, Sonderburg, Flensburg^Stooi unb Land unb Husum. Mit Rücksicht auf die grohe Vrchttgkeit der Angelegenheit werden alle hier in Frage kommenden Personen dringend gebeten, sich än die auf dem Stadthause, Zimmer Nr. 8, aufliegenden Listen bis spätestens am 15. Oktober einzurragen. 11428B (Sieben, 3.Oktober 1919. Der Oberbürgermeister ber Stadt Giehen. ___________I. V.: ft re Mi en.___________ Petroleumversorgung. Die geringen, ber Stabt Bietzen für ben Monat Oktober überwiesenen Petroleummengen gestatten nu» eine Verteilung von Petroleum in ben aüerbringenften Notfällen. Berücksichtigt können nur solche Familien ober Einzelpersonen werden, die weder Maslicht noch elek» irische Beleuchtung entweber in dem Wohnraume ober in ber Küche ober im Schiafroume haben. Für ander« Bedürfnisse kann Petroleum nicht ausgegeben werden Anträge auf Zuteilung von Petroleum sind aus besonderem Vordruck, der auf dem Städtischen Lebens, mittelamt, Zimmer 11, ausgegeben wird, bis zum 8. dieses Monats zu stellen. Nachträgliche Anmeldungen können nicht berücksichtigt werden. Die Anschaffung von fiarbiblampen wird dringend empfohlen. Bietzen, ben 3. Oktober 1919. [11431B Der OberfrürfrfTw- fvnsmittriemt). Rüe Hruckarbeiten/ f6r BeHrdtn, Dertine, ftondtl Ottxrb«, 5n- dultr-f nn» »fHrnMxfili»« IDerfe no» OltertattMiee eerSee MmtU. Wirtin u. pnirw»* angtftrti> nn» Ct*in»njdenl/ Wilhelm Herr, Gießen m^tortraet 77 $emfpr*t 500 ^- BtrtaakauM lchung. Oris-JIchlossm i ottl nur in drin« mZunmer 130a des kirnte toütuftoikn. «rmhel sich das A, «K der Zmghm.'s« lA? u®, -^Mrmnmcheur. iachung. it= uni» Westpreußen, Nordschleslviger, rtTflö, demzufolge die as sttaUiÄc TWial Lberschleficns und in soll, Haden an der »iejenigen das Recht 'dem 1. Januar rttn Kedieten gelte Mr $(it in den imchc ihnuWM- -Ddrils- M W chastmachung der in i LtimmberechligirL lsonen aus solgenöc» chlesien die AM rg, Rosenberg, Ov- 'uni, Grotz-ENelih, W, Tost Äleiwik i-Gtadt und Land. Hindenburg (f* i=3tait und Land, bor-Ltadt und Land, ib Neustadt. Ostpreußen Dit ck, Löben. AhMMs' Meisburg. W1-.^ ö Land. Nttdendurg BestprevKen die g, Ltuhm, Rosenberg ^chleslvig-H^/ 1 >Äeben.ApeA' ftdWfr LÄtiSknt in M? Öring«». Um’1., is spatest .^28B ageu. i,r6(‘rSh»t @i*6» ’ ieriorflu«^, Sä* -MI i 'N drin J » flitbtr? jroume 1)obt"'.£n®trbeii , wird dnngr'- pl«I ’ •e^ä Bekanntmachung. Nachstehende Verordnung bringe ich hiermit zur Kenntnis. 114018 Gießen, den 30. September 1919. Der Vorsitzende des Demobilrnachungs-WsschusseS Gießen Stadt: Keller, Oberbürgermeister. Verordnung über die Einstellung und Entlassung von Arbeitern und Angestellten während der Zeit der wirtschaft- lichen Demobilmachung. Vom 3. September 1919. Auf Grund der die wirtschaftliche Demobil machung betreffenden Befugnisse wird nach Maßgabe des Erlasses, betreffend Auflösung des Reiche Ministeriums für wirtschaftliche Deniobilmachung, vom 26. Avril 1919 (Reichs-Gcsetzbl. <3.438; verordnet, was folgt: 8 1. Arbeitnehmer int Sinne nachstehender Vorschriften sind: a) Personen, die aus Grund eines Dienstverhältnisses als Arbeiter, Gesellen, Gehilfen oder in ähnlichen Stellungen in einem Betriebe beschäftigt werden «Arbeiter); b) Personen, die nach dem Versicherungsgesetze für Angestellte vom 20. Dezbr. 1911 (ReichS- Gesetzbl. tz 989) VersucherungSpslichtig sind mit Einschluß der Personen, die auf Grund des § 10 Nr. 5, § 11 oder des § 14 Nr. 2 und 3 desselben Gesetzes von der BersicherungSpflicht befreit sind; ferner der Personen, die versicke- rungspflichtig sein würden, wenn nicht ihr ZahrcsarbeitSverdienst fünftausend Mark oder ihr Alter das 60. Lebensjahr überstiege, sowie der im Hauptberufe mit niederen oder lediglich mechanifckien Dienstleistungen beschäftigten Bureauangestcllten (Angestellte). Als Arbeitnehmer gelteit auch Lehrlinge und Personen, die sich in einer geregelten Ausbildung »u einer der vorgenannten Beschäftigungen befinden. § 2. Kriegsteilnehmer im Sinne dieser Verordnung sind diejenigen Personen, welche vor der militärischen Demobilmachung die Eigenschaft als Kriegsteilnehmer erworben haben. Als Kriegsteilnehmer im Sinne dieser Verordnung sind auch die deutschstämmigen Kriegsteilnehmer eines während des Krieges mit dem Deutschen Reiche verbündeten Staates anzusehen, die bet ihrem Eintritt in den Heeresdienst ihren Wohnsitz im Deutschen Reiche halten. Dcutschstämmige Zivilinterniette, die Angehörige eines während des Krieges mit dem Deutschen Reiche verbündeten Staates sind, stehen reichs- deutschen Zivilutternierten gleich, sofern sie zur Zeit ihrer Internierung ihren Wohnsitz im Deutschen Reiche hatten. Die deutsch-österreichische Staatsangehörigkeit steht im Sinne dieser Verordnimg der deutschen Reichsangehörigkeit gleich. § 3. Betricbsuirternehmer und Bureauinhaber einschließlich der Körperschaften des öffentlichen Rechtes sind vorbehaltlich des § 11 dieser Verordnung verpflichtet, diejenigen Kriegsteilnehmer und rcichsdc.utschen Zivilinternicrten wieder cinzustellen, welche am 1. August 1914 als Arbeitnehmer in ihrem Betriebe oder Bureau beschäftigt waren. Die gleiche Pflicht haben diese Arbeitgeber gegenüber den Kriegsteilnehmern, die am 1. August 1914 ihrer Dienstpflicht bei dem Heere, der Ma- rinc oder den Schutztruppen genügten und dieser- halb aus ihrer frül)eren Beschäftigung bei ihnen ausgeschieden waren. Endlich erstreckt sich die Wiedcreinstcllungspslicht auf die Kriegsteilnehmer, die bei Ausbruch deS Krieges noch die Schule besuchten und erst später Arbeitnehmer geworden sind, sofern sie von ihrer ersten Arbeitsstätte aus unmittelbar in den Dienst des Heeres, der Marine oder der Schutztruppen eingetoeten sind. Die Wiede reinstellungspflicht besteht nicht, wenn die Arbeitnehmer einen wichtigen Grund zur Kündigung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist gegeben haben und deswegen entlassen worden sind oder der wichtige Grund erst nach dein aus anderen Gründen erfolgten Aussckriden aus dem Betriebe oder Bureau zur Kenntnis des Arbeitgebers ge- kontmen ist. Die Wiedereinstellungspflicht bestecht auch nicht wenn in der Person der Arbeitnehmer ein wichtiger Grund vorliegt, dessentwegen der Arbeitgeber zur Kündigung ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist, im Falle des Fortbestehens des Dienstverhältinsses berechtigt gewesen wäre. § 4. Die Wicderecnstellimgspslicht erlischt, wenn die Arbeitnehmer sich nicht binnen zwei Wochen zur sofortigen Wiederaufnahme ihrer früheren Tätigkeit bei ihren früheren Arbeitgebern melden. Bei oen aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrenden Kriegsteilnehmern und den aus bt*r Zivilinter- rneruny zurückkchrenden Personen betragt die Meldepflicht sechs Wochen. . Tie Frist beginnt für Kriegsteilnehmer, die bei dem Inkrafttreten dieser Verordnung noch nicht aus dem Militärdienst entlassen sind, mit dem Tage ihrer ordnungsmäßigen Entlassung, für Zi- vilinternierte, die Ttixfj nicht die Befugnis zur freien Ortswahl im Deutsch Reiche hoben, mit dem Tage, an dem sie diese erlangen. Für bereits entlassene Kriegsteilnehmer und für Zivilinter-, werte, 'meld’-? die Befugnis der freien Ortsmahl im SeutKhm Reiche haben, treten an die Stelle der E) d-m Verordnungen vom 4. Januar 1919 bblntt S. 8) und.24. Januar 1919 (Reichs-Gesetzblatt S. 100) vor dem Inkrafttreten dreier Verordnung begonnenen intb noch nicht ab- gelaufcnen Meldefristen die Meldefris'en dieser Verordnung. Sind die Meldefristen nach den Verord- ni:ngen vom 4. und 24. Januar 1919 beim Inkrafttreten dieser Verordnung bereits abgelaufen, Io hat S Wochen seit ihrer Entlastung aus dem Heeresdienste oder, soweit sie Arbeiter, und, bis zum 6. Februar 1919, soweit sie Angestellte sind, bis zum 23. Februar 1919 in bte ReichÄo-ehr, Reichsmarine oder einem anderen der genannten Verbände eingetreten sind, beginnt bte Frist mit dem Tage ihrer ordnungsmäßigen Entlassung aus -Zeien Verbänden, jedoch spätestrns am 31. März 1920. Für bereits entlassene Kriegs- ttvuehmcr, di? in munitt?rbmvm Anschluß, an ihre Entlwsung ran ihrem letzten Truppenteil oder Ersatztruppenteil oder ihrer letzten Militär- «oder Ma- rmebehordc zur Abwicklung der Abrüstimg durch Ztvilvcrtrag angestrlls loorbeit sind, beginnt die Meldeftist nut ihrer Eittlassung aus diesem Ver- Merhältnisse, spätestens jedoch am 31. März § 5. Kriegsteilnehmer und reichsdeutsche Zi btluitcrmcTtc, welche seit dem L August 1914 ihre Arbeitsstätte als Arbeitnehmer gervechselt haben, können, wenn der Scklichtrmqsausschuß (Demvbilmachungskomnnssar) gemäß 88 21 ff. dieser Verordnung den nach 8 3 verpflichteten Arbeitgeber von der Wiedereinstellungspslicht entbunden hat, die Wiederemstelluna von demjenigen Arbeitgeber verlangen, bei dem sie zuletzt beschäftigt waren. Der Anspruch des Arbeitnehmers ist jedoch insoweit beschränkt, als der a» zweiter Stelle in Anspruck) genommene Arbeitgeber zunächst diejenigen Arbeitnehmer einzustellen hat, derenWiederbeschästigung ihm nach 8 3 obliegt. Tie Meldefrist beträgt zwei Wochen und beginnt mit dem Tage, an dem die Befreiung des zuerst in Anspruch genommenen Arbeitgebers bent Arbeitnehmer bekanntgegebcn worden ist. 8 6. Kriegsteilnehmer und reichsdeutsche Zivilinternierte, die nm 1. August 1914 1. stellungslos waren, oder 2. im Ausland tätig waren und nicht nach £ 3 wieder eingestellt werden können, oder , 3. in Betrieben odex Bureaus tätig weren, die später, jedoch bevor der Anspruch des Arbeitnehmers auf Wiedereinstellung .nach § 3 erloschen war, aufgelöst worben sind, oder 4. selbständige Unternehmer waren imb infolge deS Krieges kein Unternehmen mehr betreiben, ein solches auch nicht durch andere betreiben lassen, können die Wiedereinstellung von demjenigen Arbeitgeberoerlangen, bei dem sie nach dem 1. August 1914 zuletzt als Arbeitnehmer beschäftigt waren. Die Meldevorschristen des § 4 finden Anwendung. § 7. Die Verpflichtung der §§ 3, 5 und 6 trifft bie Rechtsnachfolger der früheren Arbeitgeber und drejenigen Personeft, die den Betrieb oder das Bureau als GeschäftSnachfolger tatsächlich fortführen. Entsprechendes gilt bei einer mehrfachen Rechtsnachfolge oder bei einem mehrfachen Wechsel der GeschäftSnachfolger. .8 8. Die Wiebereinstellung hat innerhalb zwerer Wochen nach der Meldung zu erfolgen, sofern nicht besondere Umstände eine Verlängerung der Frist erforderlich machen. Die Wiedereingestellten sind tunlichst in gleicher Weise zu beschäftigen mie vor ihrer Entlassung, Lehrlinge in derjenigen Stellung, die sie. bei ordnungsmäßiger Fortführung ihrer Lehrzeit erreicht haben würden, sofern sie den Nachweis der Befähigung hierfür erbringen. Ein Anspruch auf Erteilung einer Vollmacht oder einer Vertretungsbefugnis steht dem Wiedereingestellten nicht zu. Die Wiedereingestellten haben auck andere Arbeiten zu übernehmen, die ihnen billigerweise zugemutet werden können. § 9. Die Wieder eingestellten haben Anspruch auf eine Vergütung, die derjenigen entspricht, die den anderen Arbeftnehmern des Betriebs oder» Bureaus unter sonst gleichen Verhältnissen gewährt wird. Hat ein Arbeitnehmer für eine Zeit, für die ihm ein Anspruch auf Lohn oder Gehalt aus dieser Verordnung zusteht. Erwerbslosenunter- stützung bezogen, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, die für diese Zeit geleistete Erwerbslosenunter- stützung einschließlich etwaiger Familienzuschläge der zahlenden Stelle zurückzuerstatten. Er ist berechtigt, dafür den gleick>en Betrag von der Ver- gütimg des Arbeitnehmers einzubehalten. Dem Arbeitnehmer muß jedoch ein täglicher Betrag in Höhe der Erwerbslosenunterstützung einschließlich der ihm im Falle der Erwerbslosigkeit zustehen- ben Familienzuschläge verbleiben. Haben infolge vorübergehender Einstellung oder Beschränkung der Arbeit die Arbeitnehmer des Betriebs oder des Bureaus in der gleichen Zeit eine teilweise Er- werbslosemmterstützung erhalten, so ist dieser Betrag weder zurückzuerstatten noch einzubehalten. § 10. Die Wiedereingestellten können frühestens nach Ablauf von drei Monaten nach der Wiedereinstellung und nur am Ende eines Kalendermonats entlassen werden. Eine Kündigung zu diesem Zeitpunkt ist auch dann statthaft, wenn sie zu diesem Termine nach sonstigen gesetzlichen Vorschriften unzulässig wäre; die Kündigungs- ftist beträgt in letzterem Falle sechs Wochen. § 11. Eine Pflicht zur Wiedereinstellung besteht nicht, soweit ihre Durchführung infolge der beforrderen Verhältnisse des Betriebs, wie W!ftt- schaftlichkeit, Beschäftigungsmöglichkeit, ganz oder zum Teil unmöglich ist oder soweit die Arbeitnehmer nur zur vorübergehenden Aushilfe oder für einen vorübergehenden Zweck eingestellt waren. Welche Arbeitnehmer hiernach nicht wiedereinge- stellt zu werden»branchen, ist im Benehmen mit der gesetzlichen Arbeitnehmervertretung oder, wenn eine solche nicht besteht, mit der Mehrzahl der Arbeitnehmer zu bestimmen. § 12. Entlassungen zur Verminderung der Arbeitnehmerzahl dürfcm nur vorgenommen werden, wenn dem Arbeitgeber nach den Verhältnissen des Betriebs keine Vermehrung der An bertsgelegenheit durch Verkürzung der Arbeits-' zeit (Streckung der Arbeit) zugemutet werden kann. Hierbei braucht jedoch die Wochenarbeüszeit eines Arbeitnehmers nicht unter 24 Stunden herabgesetzt zu werden. Der Arbeitgeber ist im Falle der Arbeitsstreckung berechtigt, Lohn ober Gehalt der mit verkürzter Arbeitszeit beschäftigten Arbeitnehmer en fr sprechend zu kürzen. Diese Kürzung darf jedoch erst von dem Zeitpunkt an erfolgen, an dem eine Entlassung der betreffenden Arbeitnehmer im Falle des Fehlens der Vorschrift des Abs. 1 nach den gesetzlichen oder vertraglichen Bestimmrmgen zulässig wäre. § 13. Bei der Auswahl zu entlassender Arbeitnehmer sind zunächst die Betriebsverhältnisse, insbesondere die Ersatzbarkeft des einzelnen Arbeite nehmers im Verhältnis zur Wirtschaftlichkeit des Betriebes zu prüfen. Sodann sind das Lebensund Dienstalter sowie der Familienstand des Arbeitnehmers derart zu berücksichtigen, daß die älte-, reu, eingearbeiteten Arbeitnehmer und diejenigen mit rmterhaltsbedürftigen Angehörigen möglichst in ihrer Arbeitsstelle zu belassen sind. Das gleiche gilt von ehemals selbständigen Gewerbetreibenden und solchen Arbeitnehmern, die bis zum 1. August 1914 oder später im Ausland tätig waren, sowie von Lehrlingen und Personen, die sich in einer geregelten Ausbildung befinden. Kriegsbeschädigte imb Lli-iegshinterbliebene sind besonders zu berücksichtigen. Sofern von der Entlassung gleichzeitig mehr als fünf Personen betroffen werden, ist Zahl unb Art der zur Entlassung kommenden Arbeitnehmer der zuständigen Zentralauskunftsstelle (Provinzial- amt für Arbeitsnachweis, Hauptarbeitsamt, Landesamt für Arbeitsvermittlung) oder dem von der Zentralauskunstsstelle beNumnten Arbeitsnachweise vom Arbeitgeber unverzüglich nach dem Aussprnck der Kündigung anzuzeiaen. S 14. Vor jeder Kündigung hat der Arbeitgeber (t? 3) sich mit der gesetzlichen Arbeitnehmervertretung ober, wenn eine solche nickt besteht, mit ber Mehrzahl der Arbeitnehmer ins Benehmen zu letzen. Die Wirksamkeit der Kündigung ist nickt von der Erftillung dieser Pflicht abhängig imbc schadet der Befugnis des Scklichtungsansschusses ’S 21i, int Streitfall die Stellungnahme der gesetzlichen Arbeitnehmervertretung cinzuholcn und ber Verletzung der Vorschriften des § 13 auf die Erneuerung des Dienstverhältnisses zu erkennen. Die Vorschrift des Ws. 1 Satz 1 findet keine Anwenbimg bei Entlassungen infolge von nickt vorübergehenden Betriebseinstellungen ober Auf lchungen von Bureaus, ferner nicht bei lasflutgen zum Zwecke der Untstellung solcher Betriebe, die aus der Verwaltung von Heeres- oder Marinebehörden iit die Verwaltung von Zivil- behördeit oder in Privathand iibergegangen sind ober übergehen sollen. Das gleiche gilt bei Entlassungen von Arbeitnehmern, die nur zur vorübergehenden AuShilse ober für einen vorübergehenden Zweck ongeiwmmen ivvrben sind, oder die Bor- ftanbe^ oder vertretungsberechtigte Mitglieder von lurijtischen Personen ober von Personengesamt- Herten bes privaten Rechts, selbständige Geschäftsführer oder Betriebsleiter, insbesondere Vorgesetzte aller übrigen im Betriebe ober Bureau beschäf- hgten Arbeitnehmer sind ober benot Prokura ober Generalvollmacht erteilt ist. § 15. Die Telnobilmack.ungSanssrhIüsse finb befng4, Unternehmer solcher Betriebe unb Inhaber solcher Bureaus, die in der Regel mindestens 20 Arbeiter ober 10 Angestellte beschäftigen, ober die crit feit dem 1. August 1914 entstanden oder wesentlich, vergrößert ivorden sind, zur Einstellung einer bestimmten Mfttdestrahl von Kriegistellnehmern obvX reichtSdeutschim Zivilenternierten zu verpflichten. Tie Einstellung' Tann auch' angeorbnet werben zugunsten solcher _ reickiDeutscheii Arbeitnehmer, welche am 1. August 1914 ober später ihren Wohnsitz im Ausland oder in Teilen deS Reichsgebiets hatten, die seitdem vom Teutschen Reichs abgetrennt oder ton fremden Mächiten besetzt worden smo, wemi diese Arbeitnehnier nach 'Slusweisung durch eine fremde Macht an der Rückkehr verhindert werden. Tie Vorschriften des Abs. 1 finden keine An- nendilng auf Körperschaften deS öffentlichen Rechtes. Ter Bescheid des TemobilmachungSaussckMsfes ist unzulässch gegenüber solchen ^Lrbcitgebern, die freiwillig unb ohne sonstige wesentlicke Vergrößerung des Betriebs oder Bureaus 'ihren Bestand an Arbeitnehmern vom 1. September J919 um fünf vom Hundert durch, Arbeitnehmer der in Abs. 1 bezeichneten Art erhöhen. . § 16. Tie Verpflichtung darf jeweilig nur auf die Taner von drei Monaten und nur insoweit ausgesprochen werden, als ihre Turchführung dem Arbeitgeber infolge der bejionberen Verhältnisse seines Betriebs möglich, ist ober durch ArbeitS- ftredung (§ 12) möglich gemacht werden kann. Ist eine Arbeitsstreckung infolge ber Emstellmig von Arbeitnehmern erforberlich^. so hat ber Bescheid bes TemobftmachstingSausschusses bem Arbeftgeber eine angemessene Frist zur Einrichtung des Betriebes zu gewähren. Der Bescheid des Temobilmachungsaus- schusses ist aufzuheben, wenn die Unmöglichkeit seiner Durchführung (Abs. 1) ein tritt. Der Bescheid wird mit der Zustellung an den Arbeitgeber wirksam. Er kann von den ^Beteiligten binnen fünf Tagen im Wege ber Beschwccbe an den Demobilmachungskommissar ober eine andere von ber Landeszentralbehörde bestimmte Demobil- machungsbehörbe angefochten werden. Der Temo- bilmachungSkommiffar oder die Demobftmachungs- behörbe entscheidet endgültig. § 17. Hat der Demobilmachungsausschuß von der ihm nach § 15 zustehenden Befugnis Gebrauch gemacht, so ist der Arbeitgeber verpflichtet, die in dem Bescheide bestimmte Anzahl derjenigen sich bei ihm zur Arbeitsaufnahme melderrden Personen einzustellen, die nach § 15 in Betracht kommen unb sich nach Vorbildung, Vertrauenswürdigkeit und körperlicher Beschaftenheit für seinen Betrieb eignen. Tie Eingestellten sind angemessen zu beschäftigen. Sie sind zur Leistung afler derjenigen Tienste verpftick^et, die ihnen billigerweise $n gemutet werden können, unb erhalten eine Vergütung, d-ie derjenigen entsprickft, die den anderen Arbeitnehmern des Betriebes oder Bureaus unter fönst glichen Verhältnissen gewährt wird. § 18. Tie Einstellung hat für die Dauer des Jnkraslbleibens deS rauf) § 15 ergangenen Bescheids zu erfolgen. Während dieser Zeit stehen dem Arbeitgeber die Rechte aus § 12 dieser Verordnung nicht zu. Nach Ablauf der im Bescheid des Demvbil- machungsausschusses seftgesetzten Zeit (§ 16 Abs. 1 Satz 1) oder nach! seiner Aufhebtutg (§ 16 Abs. 2) können Entlassungen der Eingestellten vorgenom- men werden. Kündigungen zu diesem! Zeftpunkte finb auch bann statthaft, wenn sie zu diesem Termin nach sonstigen gesetzlichen Vorschristen unzu- läflig wären. Die Kündrgungssrist beträgt in diesem Falle einen Monat. Bei teiltoeifer Aufhebung des Bescheids kann ber Arbeitgeber die zn Entlassenden aus der Zahl der Eingestelften (§ 17) auswählen unter Berücksichtigung der Vorschriften der §§ 13 und 14 Abs. 1 dieser Verordnung. 8 19. Lehnt der Arbeitgeber die Einstellung eines sich nach § 17 Meldenden ab, so stehen diesem keine weiteren Ansprüche gegen den Arbeftgeber zft. Arbeitgeber, die sich ber Verpflichtung zur Einstellung nach § 17 in schuldhafter Weise entziehen, können auf Antrag des Vorsitzenberr des DemobilmachungsauSschusses von dem zuständigen Scklichtungsausschusse (§21) für jede nicht besetzte Arbeitsstelle mit einer Buße bis zum Äefrntairienb Mark belegt werden. Die festgesetzte Buße kann vom Temobilmachungskonunissar für vollstreckbar erklärt werden und wird dann wie Gemeinde- abg alten bei getrieben. Ihr Bärag ist an die Haupt- fürsovgestelle der Kriegsbesck>ädigt«r- und KriegS-- hmterbliebenenfürsorge zu zahlen und von dieser im Interesse kriegsbeschüdigter Arbeitnehmer zu verwenden. § 20. Tie gesetzlichen Bestimmungen über die Gründe einer Auflösung des TienstverhältnisseS ohire Einhaltung einer Kündigungsfrist werden von diesen Vorschriften nicht berührt. Die Be- timmungen der §§ 13 unb 14 Abs. 1 fmben in diesen Fällen keine An Wendung. Als wichtiger Grund im Sinne der vorstehenden .Bestimmungen güt jedoch nickst ber durch Mangel an Kohlen oder Rohmaterial verursachte Zwang zur vorübergehenden Betriebseinstelbung. 8 21. Für Streitigkeiten, die aus der Anwendung dieser Serorbmntg entstehen, ist der im § 15 der Verordnung über Tarisverträ^, Arbeiter- und Angeste Fl tenausschüs fe unb Schlichtung von Ar- beitssfteitiZkeiten vom 23. Dezember 1918 (RnchS- Geietzbl. ^>.1456) oorgefthew- SckstichtungsauS- ichuß zustandrg, in dessen Bleich sich der Betrieb' oder das Bureau befindet. Das Verfahren vor dein ^-chlcchtungsausschilsfe richtet sich nach den Vorschriften ber Verorbuung vorn 23. Dc,zember 1918 mit ber Maßgabe, daß auch eiirzelne. ^lrbeftnchmeL den Schlichtungsausschuß an rufen können. lieber bas Borliegen eines nndjtiqat Gründest für die Auflösung eines DienswerbältnisseS ohne Einhaltung einer KünbignngSsrist ist von den zuständigen Gerichten zu entfcheidcn. 8 22. Der DeowbilmackmngSkomiuissar kann bei Streitigkeiten nack § 21 den. Schlickstungsaus- sckmß anrufen und das Verfahren nne eine Parte- durch Stellung von "Anträgen unb Teilnahme an den Verhandlungen fördern. 8 23. Der DcnwbilmachungSkammissar kamt einen nach' § 21 ergangenen Schiedsspruch für verbftidlich erklären. Em bal)inqel>enber Eintrag >unß von einer der Parteien innerhalb zwei Wockren gestellt werdqr. Sowcft der Schiedsspruch bte Wie- dereinstellung oder Entlassung von Arbeitnehmern betrifft, kann ber Demobilinachungskonimissar die Wiedereirrzustellend.n ober Wefterzubeschäftigenden bestimmen. Seine Enlscheibung ist endgültig. Betrifft ber Schiedsspruch auch Arbeitsverhältnisse solcher Arbeitnehmer, die im Bezirk eines anderen DenwbümachungSkommissars beschäftigt find, so flehen die im Abs. 1 be.zcickmeten Befugnisse bet _ Landeszentralbehörcke ober bem Staatskommissar für Demobilmachung zu. Betrifft ber Schiedsspruch auch Arbeitsverhältnisse solcher Ar- britiiehiner, die im Bezirk einer anderen LcmdeS- zentralbehörde oder eines anderen Staatslommis- sars für Deuwbilmackmng beiMftigt sind, so stehen die int Ws. 1 bezeichneten Befugnisse bent, Reichs« arbeitSminister sil Ist ein Schiedsspruch nach Abs. 1 unb 2 für verbindlich erklärt, so gelten zwischen den Arbeitgebern unb -nehmen Dienstverträge als abge. schlossen, die bent Inhalt beS Schiedsspruches unb, soweit dieser eine Regelung nicht vorsieht, den Dienstverträgen gleichartiger Arbeitnehmer entsprechen. § 24. Tcr Demobilniachungskommftsar ist belügt, im Falle ber Verletzung von Vorschriften dieser Verordnung durch' den SchlichtungSMiSschiiß die Sache zur anderweften Verhandlung und Ent- scheidmtg an den Sckstichtungscrusschuß zurückzu- verweisen. § 25. Ist im Falle des § 27 Ws. 4 ber Verordnung vom 23. Dezember 1918 ein Schiedsspruch nicht zustande gekommen, so kann der Temo- bilmachungskommissar nach erneuter Verhandkuna des Schlichtungsausschusses einen Schiedsspruch herbeiführen. Hierbei hat er die Befugnis eines unparteiischen Vorsitzenden. Ist ein solck>er vor- Händen, so scheidet er für die fraglichen Verhandlungen aus. In bent Falle des § 23 Abs. 2 dieser Verordnung tritt entsprechend ein Vertreter der Lond-.-S- zentralbehörde oder ber StaalSlvmmisjar für Demobilmachung-ober ein Vertreter deS Reftl-sarbefts- Ministers an die Stelle des TenwöilmachiungSkvm- missars. § 26. Bei Streitigkeiten über Löhne, Gehälter ober sonstige Arbeftsbebrngungen stehen dem Te- mobilmachungslvmmffsar (LanbeSzentralbehörbe, Staatskommi'sar für TemvbilmachunP Reichsar- beitsminister) ebenfalls die BefuMisse aus den §§ 22 bis 25 dieser Verordnung zn. Er'kann auch die nach § 20 der Bevorbnung vom 23. Dezember 1918 an die Stelle des SckilichtimgsausfchusseS tretende Sch,lichämgsstelle anrufen. 8 27. Mit dem Inkrafttreten bieser Verort», nuna treten die VervrdTMNg über bte Einstellung. Entlassung und Entlohnung gewerblicher Arbeiter Nährend der Zcft ber wirtschaftlichen Demobil- machaing vom 4. Januar 1919 (Reichs-Gesetzblatt S. 8), die Verordnung über die Einstellung, Ent-- lassimg und Entlohrning der Airgestcllteu währent» der Zeit der wirtsckMftliichrn Temobümachung vom 24. Januar 1919 (Reichs-Gesetzblatt S. 100) unb die Verordnung, betretend die Wirksamkeit von Kündigung der Arbeiter unb Angestellten in Reichs- und Staatsbetrieben, vom 21. Juli 1919- (Reicks-Gesetzblatt S. 660) außer Kraft. Auf die Erledigung ber vor dem Inkrafttreten dieser Verordnimg anhängig gewordenen Streitig- f-eiten, die auf der Llnwendung der genannten Verordnungen vom 4. unb 24. Januar 1919 beruhen, svwre auf bie auf gieirfjer Reck^sgrundlage beruhend den Arbeftsverhältnisse fmben bte Vorschriften bie« ber Verordnung entsprechende Anwenbtmg. Soweft in reichs- oder landesrechtlichen Vorschriften auf die Verordnungen vom 4. aber 24. Januar 1919 verwiesen Witt», tritt diese Verordnung an ihre Stelle. § 28. Diese Verordnung tritt mtt bem Tage chrer Verkündung in straft. Berlin, den 3. September 1919. ______Der Reichsarbeftsminister. Schlicke. Bekanntmachung. Mt Rücksicht auf die verspätete Ausgabe der Gemeinbesteuerzettel für das Rj. 1919 hat ber Stadtvorstond beschlossen, daß das 1. Ziel Gemeindesteuer im Wgust und daS 2. und 3. Ziel im September bezahlt werden soll. Diejenigen, die mit ber Zahlung der drei ersten ©teuerriete und der drei ersten Ziele Kanalgebühren noch nn Rückstände sind, werden hiermit gemahnt, die Abgabe bis »um 18. Oktober d. I. zu bezahlen. Die Zahlung ranrt an den _ üblichen Kassestunden bei der i3tabtfaffe oder auf deren Postscheck- ober Bankkontos erfolgen. Am 20. Oktober b. I. beginnt bie Beitreibung, wodurch Pfänbungslosten entstehen. Ueberweisun- gen im Bank- unb Postscheckverkehr müssen am 18. Oktober bei der Stadtkasse ebenfalls gutgeschrieben sein, andernfalls die vorgesckniebenen! Beitreibungskosten erhoben werden. Gießen, den 2. Oktober 1919. 113738 __________Stadtkasse Gießen: Maser. Birnenverkauf. Montag den 6. d. Mts. von vorm. 8'/, Uhr an, kommen in der Turnhalle der Stadtmädchenschule, Schillerstraße 8, etwa 100 Itr. schöne Tafelbirnen zum Verkauf. Hierzu werden an demselben Tage von vormittags 8 Uhr ab Nummern an der Verkauf: stelle ausgegeben. Preis per Pfund 40 Pfg. Answeiskarie ist vorzulegen. Gießen, den 4. Oktober 1919. ___Der Kreisbauinspektor.______(114068 Bekanntmachung. Infolge eingetretener Umstände bleibt ber Zinsfuß für Einlagen bei unserer Kaffe mit 4 o. h. bestehen. Butzbach, den 1. OSob-r 1919. ,I37(>D Mathüdenstift Butzbach (BeNrisspiuckasse) Rühl, Steinhäuser, GoLninger Dirckkt«e. Rechner. Kontrolleur. Volkshochschule Gießen Sonntag den 5. Oktober nachmittags 5 Uhr in der neuen Aula der Universität: Eröffnung des Wintersemesters 19(9 unter Mitwirkung -es vauerschen Gesangvereins Programm 1. hoch empor!................5 ^urtt 2. vegrützungsansprachen z. 0 Schutzgelst aller Schönen......®. 21. Mozart 4. Lebed. HerrnPfarrerLvr.Xoch-tongd über.,Die Grundlagen, dar Wesen und dar Siel der volkrhochschule" 5. Nachtgesang.................5 2dt mitglieöer, Hörer, Lehrer sowie alle Zreunöe der Sache werden hiermit eingeladen. Der Vorstand. Mitteilung für die Hörer. Die Dorträge und Arbeitsgemeinschaften beginnen von Montaa, 6. 0 Mob er ab in der ©ber- Nealschule (Eingang von der Stephanstratze). Anmeldungen werden noch an jedem Abend vor Beginn der Unterricht» entgegen genommen. 11317D lullmschast (Gießen ---—” Sonntag, 5. ©ftober, von nachmittags 5 Uhr ab in den Räumen des Restaurants Liebigshohe stier des 17. Stistungsfesiks bestehend in n40,D Moniert, turnerischen Aufführungen u. lOall Vie Mitglieder sowie Zreunde der Arbeiter- Turnsache find hierzu herzlichst eingeladen, viel L.:. ■.............".TT7TT—■. . . - ...'^Tygr; .r ~ j : Bad-Nauheim, Eden-Hotel: • Sonntag während der Montag • dtn 5. Okt. V*«vr\>xxTC>lc wahre Liebe lat das nicht r* Lustspiel in 3 Akten. Ä Heule bis elaockl. Mentso, 6. Okt., das aewalL Sensal.- HeiSÄenlal • PUnwerk DieTochter des Senators Ein dramatisch Schauspiel in 5 Akten von Fritz Prochnewski. Dieser Film Ist reich an sensationell., spannenden Szenen; u a.: Negeraufstand, UeberfaU usw. Ort der Handlung: Europa, Afrika und an Boi d ein. groß. Loyddampfers. Dieses bochinteress., gewaltige Filmwerk müßte unbedingt jederm.anseh. Gießen, den 4. Oktober 1919. ML 11411 Wilhelm Kasbari Emma Mr Statt Karten! Bracksachei te in 5SSÄ? । ui uonouuiiüu uiitfi an assaieiieae ■. - • Wlrt die Brtkl'sebe Üelv.-Drrckerel. I. Las?«. ®ie8«e s»n rci 1270 Oberroßbach (Dillkreis) Zahnarzt Reinewald hält wieder regelmäßig Sprechstunde außer Samstag und Sonntag. -.Tz Telephon 763. ■ ■ Ihre heute vollzogene Vermählung beehren sich anzuzeigen Heinrich Fleck und Frau Sophie geb. Becker Adolf Wagner Emma Wagner geb. Bechthol- Vermählte Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten sagen wir herzlichsten Dank. Heinrich Seipp und Frau 5)elene geb. Hofmann Gießen (Druchstr. 14), 3. Oktober 1919 ,........ - -....... Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerk» jamkeiten danken verbindlichst Willy Amend Maria Amend geb. Barte Gießen (Bahnhofstraße), Oktober 1919 .................................................— Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Else Bell Fritz Baumann Gießen, im September 1919. Suche tüchtige Verlader für Mostfipfel u. 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Tie Grämt hatte sich aus ein kleines Sofa neben dem Kamin niedergelassen uitb Magnus -in ihre Seite gezogen. „Nun, wenn dir aber diese Dame fj wenig gefällt," sagte sie jetzt nach einer Pause nachdenklich, „dann würde icP wünschen, deine Braut nähme lieber keine Gefälligkeiten von ihr an. So etwas verpflichtet dann doch für die Zukunft! . . . Magnus seufzte. ,,Ta hast du recht, Mama. Aber es lässt sich leider nicht umgehen. Für die Hochzeit «. B. lind mir fast aus sie angewiesen. »Losensteins hab'n eine rohtaigc Wohnung und hätten auch gar nicht die Mittel, eine Hochzeit, wie Evelyn sie wünscht, aus- znrichten." ,,Bah, das spielt doch keine Rolle! Tu tonnst ja alles bestreitet." „Seiber nicht. Mama Losenstein und atuch Evelyn besitzen in diesem Puitkt einen Stolz, gegen beit ich nicht auflomme. Sic würden nie darein willigen, daß die Hochzeit auf meine Kosten statt- findet. Nun war ja Ndama dafür, dass alles so einfach und bescheiden arrangiert wird — Trauung int Reisekleid und ein kleiiter Imbiß bei ihr daheim —, nric ihre Mittel es eben gestattet hätten. Ich hätte nichts dagegen — was kümmert mich der äußere Plunder? Für dich und zwei Trauzeug en wäre ja bei Losensteins Raum genoesen, und ste irnb vortreffliche Menschen, wie ich täglich mehr erkenne. Aber . . ." gen habe!" Magnus sprang erschrocken auf. „Und ich Ungeheuer habe dir nicht einmal em Glas Wein angeboten! Mehr freilich ist in meiner Jnuggeselleüwirtschast nickst aufzutreibcn. Aber in- zwsi'chen kann Konrad ent Auto holen, und wrr fahren dann zu Sacher soupieren." Er wollte fort. Tie Gräfin hielt ihn lachend am Aermel zurück. „Nein, bleib. Es ist ja schon alles in Ordnung. Glaubst bi, ich hätte die zivei Stunden, die ich hier auf dich'wartete, nur gesaulenzt? Wtr schickten Konrad nach allem Nötigen aus — bei euch in der Großstadt ist das ja so bequem! — Und meine Jungfer hat sich in der Küche «etabliert. Es ist olles bereit — du brauchst nur zu klingeln, daß Konrad den Tisch deckt, und unser Appetit kann gestillt werden." Als dies besorgt war, wies die Gräfin Magnus seinen Platz an ihrer Seite an. „So, mein Junge. Uno nun sage mir einmal, wann irollt ihr eigentlich heiraten? Ist der Termin schon bestimmt?." „Nein. Anfangs dachten wir so bald wie möglich. Aber mein Chef deutete mir an, dos; meine Versetzung nach irgendeinem auswärtigen Posten sehr nahe bcoorstände. Nun meint Evelyn, 'S fei doch besser, diese erst abzuwarten, anstatt sich hier für ein paar Monate ein Heim einzurichten." „Km — das klingt ja vernünftig. Aber höre mal, 'Magnus — mußt du denn durchaus tm Staatsdienst bleiben? Tu bist der letzte Zander- seld nhb — Rettenegg entbehrt bi- »and des Herrn sehr, von Glaversheim und Ottendorf gar nicht zu )'t*red)en. Tu darfst mich nicht für ego- ty.'ifft ... Sie schwieg und blickte ihn zaghaft an. Er fuhr sich mit der Hand über die Stirn. la. Schlitz, 3. Okt. Am Dienstag abend wurde zu Ehren des neuen Bürgermeisters Niepoth eine kleine aber sttmmungsvolle Begrüßungsfeier von der Bürgersck)ast üei> ansbaltet. Fackelzug, Gesangsvorträge und An- prachen wechselten einander ab. Aus dem Amtsverkündignngsblatt. Tas Amtsverkündigungsblatt Nr.98 v. 3. Okt. enthält: Tie Lage d. Hess. Arbeitsmarktes: hier- Statistik der Erwerbslosen. — Eriverbslosen- irriorge. — Brenn stoffgewinnung. — Feldbereini- gung in der Gemarkung Klein-Linden. — Feld- berctnigung Rabertshausen; hier: ben allgemeinen Meltüratiionsplan. — Tetterungszuschlag zum Tarif für Pjerdedrofchken. Brcnnst 0 ffgcwinn ung. Tas Kreisamt lädt zu einer Besprechung über Braunkohlen för- dernng in der Gemeinde Münster auf Mittwoch den 8. lfd. Mts., nachmittags 3 Uhr,in den Gasthof von Gastwirt Tamer III. in Münster ein. Teuerungszuschlag zum Tarif für P f e r d e d r «0 s ch k e n. Tie Tvoschkensührer sind, vorbehaltlich jederz-eittgcn Widerrufs,,bis auf weiteres bereckstigt, zu den Taxen, bi? sich aus dem Tarif für das Troschkenfuhüvesen in Gießen >vom 8. September 1915 ergeben,«einenTeuerungs- z uschla g von 150 Pr»z. M erheben. vermischte». ** K r i e g u n d E he s chl ie ß 11 n g. Die Zahl der Eheschließungen in Berlin unb 87 Vororten hatte im letzten vollen Friedensjahre 1913 sich auf 36 439 gestalt, betrug im Jahre 1917 25 384. Ohne Zweifel infolge der Kriegsttauungen stieg sie im Jahre 1914 auf 38 670, fiel aber 1915 auf 27 640. Im Jahre 1916 ging sie noch weiter aus 24 187 zurück. 1917 zeigte sich jtmt ersten Male wieder eine kleine Zunahme auf 25 584. Bon 1914 auf 1915 hat formt eine Abnahme von 28,52 Proz., von 1915 auf 1916 eine solche von 12,49 Proz. stattgefunden, während die Zunahme von 1916 aus 1917 5,78 Proz. betrug. * Ter Li ebenbach. lEine hessisch' Fest- ipielwoche.) Aus Kassel wirb uns geschrieben: lieber dem freundlichen Städtchen Svangmberg, zwilchen Kassel und Melsungen, thront.auf einer vulkanisch der Erde enthobenen Basaltkappe die Feste Spangenberg, die an Otto bett Schütz erinnert und an die „linke Landgräfin" Margareta von der Sale, Philipps des Großmütigen mit Luthers Erlaubnis angetrauten Nebenfvau, die einen 65 Klafter tiefen Brunnen aufweist, den der Sage nach zwei Gefangene um den Preis ihrer Frei- keit gegraben und an deren Turmspitze einst ein Estenkäfig hing, in dem ein blonder Edelknabe nut damals noch billigem Honig bestrichen den Insekten und dem Tode preisgegeben wurde, weil er die Augen zu ber Schloßherrin erhoben! . . . Uebermenschliche Arbeit um köstlichen Preis, Liebe und Dod, in diesen Sagen faßt die andere .Sag: -u'ammen, die den Kern des Festspiels gab, das in diesen Tagen Spangenberger Bürgerinnen und Bürger aufgeführt. Aus der ganzen Gegend strömten die Menschen nach dem festlich g.-schmückten Spangenberg, in Scharen aus Kassel und Bebro und anderen hessischen Städten und lauschten der Das Glück der andern. Original Roman von Erich E b e n st e i n. Copyright 1916 by Greiner & Comp., Berlin W 30. für je 40 Mk. ** Eine neue Seite der Kohlen not. Man schreibt uns: Tie SOrierigikeiten des Eisenbahnbetriebs beruhen nicht nur auf dem Mangel an Kohlen, sondern auch! auf deren schlechter Be- sckasfcnheit. Tie Kohle enthalt jetzt 10—20 Proz. Steine und andere unverbrennliche Stoffe. Allein die Beförderung dieser nutzlosen Last beansprucht täglich mehrere Kohlenzüge. Die schilechte Kohle verursachet unterwegs Tampfmangel. Tie Lolmno- tiven bleiben liegen unb verursachen Betriebsstörungen. Jedes fahrplanmäßige Halten eines Zuges kostet einen Zentner .Kohlen. Tauert der nicht geplante Aufenthalt noch länger, fojlt der Verbrauch an Kohlen noch größer. Tie Stockung bet der einzelnen Zügen pflanzt sich notnoendtger Muse au die nachfolgenden fort. Bei jedem Zuge entsteht so ein Mehrverbrauch Von Kohlen. Ter schlechte Störs verdirbt auch die Roste, so daß die Maschinen bald unbrauchbar werden und aus dem Verkehr gezogen werden müssen. Man nimmt an, daß die Ge'amtwirkung der schlechten Kohle ernm Mehrverbrauch! von 40—50 Prozent bedeutet. Wenn es vollstümlich dramatisierten Sage Else Sinnig, eines mittelalterlichen Bürgermeisters Töchterlein, sollte ihren Jugendgeliebteu Munj Kreisch nur dann eljeiidjen, wenn er „ohne Gesellen und Gehilfen" binnen drei Monaten eine fern' Quelle in die Stadt leite, deren Wassernöte zu bannen. T.r iaote die Treue: „Tann werde ick ihm h'lfen, denn ich bin nicht Geselle und nicht Gehilfe!" Sie gruben Tag unb Nächst ein neues Betch und zur letzten Frist sprudelte der Bach in die Stadt, uno die Glocken lauteten den Vereinten .... Grab- geiang. Erschöpfung bereitete ihnen jähen Dod. Ter Bürgermeister aber erlag einem Schlaginfftl, und ber Bach, der den Namen Liebebach erhielt, sprudelt noch, und ein Brunnendenkmal erhält die Sage den Nachwelten. Ävlckst Festspiele, die ganz: Gegenden einen unb lehren, in der Heimat Ge- fchichtsspiegel zu sehen, mögen Vorbilder sein. Sie helfen mit, Gegensätze zu überbrückm, unterhalten und belehren unb vertiefen di: Liebe zur engeren Heimat, letten über zur Neufsstigung der Liebe zum großen Vaterlande. *■ Wagners „Parzifal" mit ameri - lanischem Text. Unter den „Novitäten", die von Nennvrker Blättern für die kommende Spielzeit der Nenyorler Metropolitan-Oper angekündigt werden, befindet sich auch Wagners „Parzifal", der „mit einem neuen englischen Libretto" gegeben werden soll, das von dem Musikschriftsteller H. E. Krehbiel verfaßt ist. Der Schwaneu- gesang des Bayreuther Meisters wird in dieser Verballhornung neben Leoncavallos „Zaza" und einer neuen Oper des französischen Komponisten Albert Wolfs gegeben werden, deren Text Maetec- ** Speisewagen im Winter fahr- plan. Der Betrieb von Speisewagen ist belannt- litfi negen des Mangels an Kohlen und Lokomotiven erheblich eingeschränkt. Es ist dies überall geschehen, wo es die Rücksicht auf die Bewältigung des übrigen Verkehrs erfordert. Nur wo die Betriebslage es gestattet, werden noch SpeisenoagOi geführt. s)Jlan hat diese vor allen auch deshalb bei- bel-alten, um den Angestellten der Speisewvgeit- betriebe ihr Brot nicht zu nehmen. So sind auch wieder int Wintersahrplan eine beschränkte Reihe von Speisewagen vorgesehnt. Sie können gefahren werden, wenn unb so lange nickst weitere Einschränkungen notweitdig werden. Tie Wagen sind vorgesehen im Verkehr von Berlin mit Hannooer, Düsseldorf, Cöln, Cassel, München, Breslau. Mys- lowitz und Wirballen, ferner zwischen Hamburg und Frankfurt, Frankfurt unb Leipzig, Leipzig und Cöln, Hannover unb Dresden. ♦* Das Anlagenkonzert der Regimentsmusik des Reichswehr-Jnfanterie-Re- giments Nr. 36 (Obermusikmeister Löber) fällt morgen aus. ** G e m e i n d e st e u e r z a h l u n g. Unter den heutigen Bekanntmachungen der Stadt Äießen befindet sich auch die Mahnung »der drei ersten Steuerziele und Kanalgebühren für das Rechnungsjahr 1919. Die Zahlung der Abgabe kann noch bis cinschl. 18. Oktober d. bei der Stadtkasse oder auf deren Postscheckoder Bankkonto erfolgen. Nach Ablauf dieser Frist beginnt die Beitreibung, wodurch Psän- dungskosten entstehen und erhoben werden. *♦ Oeffentliche B ü,ch erhalle. Im Septentber wurden 1652 Bände ausgegeben. Davon tonrmen aus: Erzählende Literatur 985, Zeit- l'cbriiien 88, Jugendschriften 118, Literaturgeschichte 20, Gedichte unb Dramen 35, Länder- und Völkerkunde 45, Kulturgeschichte 34, Geschichte und Biographien 68, .Kunstgeschichte 16, Naturwissenschaft unb Technologie 93, Haus- und Landwirtschaft 9, Gesimdheitslehre 15, Religion unb Philosophie 39, Staatswisseusckmft 18, Sprachwissenschaft 23, Fremdsprachliches 46 Bänd?. Nach auswärts kamen „Nun?" & „Evelyn ist dagegen. ^d> bin überzeugt, datz öwe Tante Ada gleich anfangs thr die klemlrst^. Idee in den Kopf gesetzt hat, ste must: sich vor dir ihrer bescheidenen Berhältnts,e wegen schämen. Nun ist sie fest überzeugt, daß sie memethalben nur einer „standesgemäßen Hoch zett' — bt’ier alberne Ausdruck stammt von Tante Ada — bestehen müsse." ' „Ja, wo soll denn die Hochzeit dann ftalt- finden? Bei dieser Tante Ada in Wtener- Neustadt?" Rein, sie haben die gräßliche Jk^?. gefaßt, eine .Hochzeit int Hotel zu veranstalten. Mit vt'len Gästen, feierlicher Versammlung tm Hotelfal.m, Ausiahrt in Automobilen und nachfolgendem iuter int Hotel!" „Unb du hast eingeivilligt?" „Noch nicht. Ich hoffe im stillen immer noch, es wird mir gelingen, Evelyn zu meiner UMtast z-l bekehren, daß nämlich die Hochzeit _ aemäß" ist Anfangs dachte ich an Millner^ S?c‘liebt io ftbr - aber bn arme Beate ist nun schwer krank und wird nach ihrcr Genesung für längere Zeit nach b3n Süden ntuyen. Damit ist es also nichts. Und Tante Kammel-.'berg findet es für gut, gerade jetzt zu verretfen. Tie Gräfin lächelte. „Nun, laß nur, mein Junge. Wir werben dies alles schon irgenbnne passend arrangieren- doch qnt, daß ich meiner Neugier plgte unb lMkam. Ich habe auch so allerlei Pläne tm Kopf, die ich nackl"'r mit dir besprechen will. Erst ober wollen wir nun essen; denn ich bin schon ganz schwach vor Hunger. Tu müßt wissen, daß uh mir gar nicht mehr Zeit nahm, in Nettem gg Mittag zu en en und Au- Stadt «nd Land. Gießen, den 4. Okt. 1919. Die neuen Telegraphengebühren. Die Tekegrammgebühren sind mit dem 1. Oktober ebenfalls erhöht worden. Der Mindestbetrag für ein gewöhnliches Telegramm beträgt im Ortsverkehr 80 Pf., sonst nach dem Jnlande wie nach dem Ausland 1 Mk. Das Wort kostet am Ort 8 Pf-, nach auswärts ist Deutschland 10 Pf., Pressetelegramme die Hälfte. Eine Telegrammadresse kostet jetzt jährlich 60 Mk. Die Aufnahmegebühr eines Telegramms durch den Fernsprecher beträgt 2 Pf. für das Wort, mindestens 40 Pf., das Zusprechcn durch ben Fernsprecher 20 Pb, ohne Rücksicht auf die Läng?. Dringende Telegramme kosten im Fernverkehr das Wort 30 Pf., Mindestens 3 Mk.. am Ort 24 Pf. unb 2,40 Mk. Für -ine briefliche Empfangsanzeige sind im innern deutschen Verkehr 20 Pf. zu entrichten, nach dem Ausland 30 Pf. Die Kostengebühr für diese Deleäramme beträgt in der Regel 30 Pf. das Wort, mindestens 3 Mk. Ein Antrag auf Erstattung von Telegrammgebühren kostet bei Jnlands- telegrammeu 40 Pf., bei solchen nach dem Ausland 80 Pf. In Europa kosten Telegramme das Dort nach Trutsckiöskerreich, Luxemburg unb der ksckcchvsttwalischlM Republik 10 Vf,, nach ber Schneie 30 Pf., nach Telg n und Dänemark35 Pf., iiia'i Frankreich 40 Pf., nach NorN.gen 45 Pf., nach Italien und Jugoslawien 50 Pf., nach Finnland und Ungarn 55 Pf., nach Groß-Britanien 70 Pf., Arbeitrlosigieit in der TabaNndustrie. Auf eine Anftage des Abg. Kiel hat das Landes-Arbeits- unb Wirtschaftsamt an den Präsidenten der Volkskammer nachftehende Antwort gerichtet: Wir haben nach Eingang des Antrages Kiel sofort die Kreisämter angewiesen, der drohenden Arbeitslosigkeft in der Tabakindustrie in Verbindung mit den Arbeitsnachweisen mit allen Mitteln zu begegnen. Insbesondere haben wir auf etwaige Einführung von Notstandsarbeiten urtb auf rechtzeitige Gewährung der Erwerbslosenuntin:- fl Übungen auimerti'am gemacht. Um uns ein Bild über die Lage des Arbeitsmarktes in der Tabak- iubuitrie zu schaffen, haben wir die Kreis- ämter zu entsprechendem Berichte aufgefordert: diese sind nunmehr, bis auf denjenigen des Kreisamts Heppenheim, sämtlich eingegangen. Kurze Lluszüge lassen wir nachstehend folgen. Kreisamt Gießen: Im Monat Juli sind zwischen 600—800 Arbeiter und Arbeiterinnen emerbslos geworden. Ta diese Arbeiter zum größten Teil auf dem Lande wohnen, schaffen dieselben teils in eigener Wirtschaft, teils werden sie in Notstandsarbeiten beschäftigt, teils erhalten sie Erwerbslosenunterstützung. Die Unterbringung von Tabakarbeiterinnen in Tienftbotenstellen begegnet großen Schwierigkeiten, da sie nur Arbeiten annehmen wollen, bei denen sw abends nach ihrem Wohnort zurückkehren können. Kreisamt Ofsenbach: Mttte Juli ivaren dort 3/U arbeitslose Arbeiter gemeldet, die die zustehende Erwerbslosenunterstützung beziehen. Von dem ftäotischen Arbeitsamt sind Verhandlungen mit der Landwirtschaftslammer für Mecklenburg- Schwerin ein geleitet worden, um arbeitslose Frauen und MüdchM aus bet Offenbacher Gegend auf den bärtigen Gütern zu beschäftigen. Kreisamt Bensheim: In Lorsch mußten einige kleine Tabakfabriken wegen Mangel an Rohtabak ihren Betrieb einstellen, wodurch 36 Arbeiter brotlos wurden. Die übrigen Fabriken hatten bzw. haben teils noch bis Anfang ds. Mts., teils bis Ende ds. Mts. Material. Kreisamt Darmstadt: Tie früher in Darmstadt vorhanden gewesenen Zigarrensabriken haben ihren Betrieb schon seit längerer Zeit stillgelegt. Die ehemals beschäftigten Arbeiter sind in anderen Industriezweigen aufgegangen. Die Lage der Tabakindustrie in Pfungstadt hat sich deratt verbessert, daß nunmehr wieder 6 Stunden statt 4 Stimdcn täglich gearbeitet werden kann. Kreisamt Mainz: Im Kreise Mainz befindet sieh nur eine Zigarrenfabrik, bei der Mitte Juli noch 45 Arbeiter beschäftigt waren. Die Firma hatte zu diesem Zeitpimkt noch für einige Wochen Rohmaterial. Nach einer kürzlichen Mitteilung der Deutschen Tabakhandels-Gesellschaft Bremen ist mit einer Verteilung von Rohtabak gegen Ende ds. Mts. oder Anfang des nächsten zu rechnen. Auch wird unserer Auficht nach die Aushebung der Blockade .günstige Wirkimgen auf die Belebung der Tabakindustrie äußern. Wir glauben daher, daß sich die Veihältnisse in der Tabakindustrie demnächst wieder besser gestalten werden. 16 Bände. . ** Auch neue Gebühren sur Pakete und Postanweisungen nach dem Ausland. Tie Olebübren für Postpakete nack dem Ausland werden ebenso wie die inländisckkil nn 1. Oktober erhöht. Als Postpakete gelten hier nur solchie bis zum Getvichc von 5 Kg. Die tnlaiimiriien (Sätze werden in der Fern- wie in der Nahzone nad.i Luxemburg angewandt. Tie Ferngebühr von 1,25 Mark wird auf alle Entsermmgen nach Teutsch- öfterreid' und der Tlchnhosl'owakiscknn Republik erhoben. Pakete nach Dänemark mit Grönland, den Niederlanden und der Schweiz kosten 1,60 Mk., Nach Norwegen 2,80 Mk., nach Schweden, Gcvn- britaunien und Irland 3,20 Mk., nach Finnland über Saßnitz 3,60 Mk., über Tänemark 4 Mk. Nack den Vereinigten Staaten von Amerika kosten jetzt Pakete bis 2 Kg. 5,50 Mk., 3 Kg. 6,50 Mk., 4 Kg. 7,50 Mk., 5 Kg. 8,50 Mk. Sie gehen von Hamburg unmittelbar. Nachnahmen sind zulässig mit Ausnahme von Tentschösterreich, der Tschecho- slonakisckch-i Republik, Luxemburg, Finnland,Großbritannien und Irland und den Bereinigiten Staaten. Für Postftachitstücke wird auf der deutschen Strecke die inländische Gebühr erhoben. Nach dem übrigen Ausland sind Pakete mxfj nicht zulässig. Postanweisungen Losten nach Tentschösterreich bis 5 Mk. 20 Pf., bis 100 Mk. 40 Pf., nach Dänemark mit Färöer und Island 10 Pf. für je 20 Mk., mindestens 20 Pf., nach Ungarn, den Niederlanden, Norwegen, Schwan und der Schweiz 20 Pf „Ich dachte auch schon daran, Mama," antwortete er dann zögernd. „Du weißt, wie s'hrich Rettenegg liebe — das Landlebm überbauet! Aber Evelyn meint, ich sei jung unb tüchtig, und es wäre einerseits meine Pflicht, mich nicht schon jetzt auf die faule Haut zu legen, anderseits eine Sünde, meine Karriere aufzugeben." „Nun ja auch darin hat sie im Grunde ja nur Reckt. Dennoch —" „Ich habe mir daher die Sache m dieser Weise zurecktgelegt: Schickt man mich an irgendeinen annehmbaren Ort, gut. Will man mich aber etwa auf den Balkan verbannen oder gar nach China schicken, wo ich mein liebes Rettenegg und dich jahrelang nicht sehen tarnt, dann reiche ich mein Gesuch um Entlassung em Um fo mehr, als mir oie steife Art, in der mein Chef meine Ber- lwimg ouhtal-nt, gar nicht gefallen bat. Es scheint/ fügte er bitter ! inzu, „daß gewisse Leut: sich nicht darein finden können, mich eine Bürgerlich', betraten zu sehen." Tie (ytähn streichelte beschwichtigend seine seine .Hand. „Tu mußt dich iftcht ärgern darüber, Liebling Gewiß.berührt es dich peinlich, solchen Vorurteilen zu begegnen. Aber du barfft nicht vergefsen, daß sie einerseits in der Diplomatie einen gewissen praktischen Wert haben, anderstits in unseren Kreisen ^ben mit ber Muttermilch ein> gesogen werden. Tie Hmiptsächc ist ja aber dick, daß du glücklich wirst. Und nun erzähle mir von ihr — von deiner Evelyn!" (Fortsetzung folgt.) nieder wie früher möglicki n>äre£ eine gute Be- sckasfenhcit der Kohle sicher zu ftrllen, so würde dies allein ausreick'en, um dem jetzigen Kohlen- mangel abzul>elfen. Kreis Büdingen. 4 Orten berg, 2. Okt. Heute morgen lehrte als erster unserer Kriegsgefangenen Karl Suhl in die Heimat zurück. Ihm zu Ehren hatten die Häuser Fahnen- und Blumen- ckmuck angelegt. Als Vertreter des Volksbundes zum Sckmtz der deutsckfen Kriegsgefangenen bc* gab.it sich Pfarrer Kahn und Bahnmeister Petri bald nach Ankunft in das Haus, begrüßten den Zurückgekehrten im Namen der gmizen Gemeinde und üöerreickften mehrere Geschenke. Tas Hauptgeschenk, ein schön gerahmtes Bild des Hcimat- 'tädtchens, soll erst nach der Rückkelw aller Ge- angenen bei einem Begrüßungsabcnd übergeben werden. Suhl kam vor Jahresftist in englische Ge'angcnschaft und war zuletzt in Nordfrankreich leim Wiederaufbau der zerstörten Gebiete tätig. Als nächsten Gejmigeuen erwartet die Gemeinde H e r m a n it Fre ck>, der bereits auch schon auf deutschem Bod^n eingetroffen ist. 2$. Orten berg, 2. Okt. Von Montag den 27. bis Donnerstag den 30. Oktober findet der neithm bekannte „Kalten Markt" statt, im ersten Tage kommen namentlich Pferde und Fohlen, am zweiten Tage Rindvieh und Schweine zum Auftrieb, am dritten findet Krämer markt statt. Tie Plätze zu letzterem ^werden Montag den 27. Oktober verlost. Schon jetzt scheinen die Anmeldungen sehr zahlreich einzulaufen. Kreis Lauterbach. lincks „Blauem Vogel" entstammt. ♦* Pelze für Kinobesucher? Erneu eigenartigen Ausweg aus der drohenden Kvhlen- not des Winters kündigt ein Kino in Berlin W. seinen Besuchern an. Es will, wie gemeldet 'nxirb, ans Heeresbeständen tausend Pelze und Fuß- säcke ansck-aften und jedem Besuche gegen eine mäßige Leihgebühr, die zum Einttittspreis a< fcklaaen werden soll, zur Verfügung stellen. Auf diese Weise hat es sicherlich wenigstens eine ori> ginellc Rellame. Büchertisch. — Wann werden die deutschen Kriegsgefangenen befreit? Die Antwort auf diese Frage finden wir in Jskra-Permskys Buch „Das Elend in deutschen Gefangenenlagern Frankreichs", 5. Tausend, 3.50 Mk. Verlag von Otto Wigand, Leipzig. — Dieses Buch des bc launten amcritanifdien Schriftstellers gehört zu den ergreifendsten Anklageschriften unserer Zeit, gegen die unmenschlich Behandlung unserer gefangenen Brüder. Mosaikartig reiht er Einzelbeschreibungen nebeneinander. Das Buch lieft sich so spannend wie der hinreißendste Roman. Hier spricht em Amerikaner vom deutschen Leben, das unter französischer Knute fristet. Jedes Wort eine Klage, jede Zeile eine Anklage. Das Buch zeichnet sich durch seinen erpressionisttschn Stil aus. Wort- und Bildschatz wetteifern mit Farbenpracht, Phantasie, Fülle und Eigenart seiner Gedanken, -sein Hilferuf befaßt sich mit den unglücklichen Kriegsgefangenen. Diese Unglücklichen bilden eine neue Schöpfung dieses fürchterlichen Krieges, denn kein internationaler Vertrag schützt sie. Die Tendenz feines Buches ist vom Verfasser selbst in die Worte gefaßt: „Ich habe japanische Menschen geseben, wie unterernährt sie sind, ich habe ab» gemagerte Inder zu Gesicht bekommen, aber noch nie habe ich solche elende, abgemagerte Gestalten gesehen, wie diese armen deutschen Kriegsgefangenen !" — Wie auch Frankreich au§ diesem Kriege herausgehen wird, es bleibt auf seiner, Trikolore das größte Schandmal unserer Zeit ausgebrannt: die barbaritoe Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen. „800 000 Deutsche liegen in Frankreich gefangen. Keine Maßnahmen sind getroffen worden, um sie zu befreien; heute ignoriert man sie, als seien sie gar nicht vorlfanden. Wann beginnt man mit ihrer Heimschafsimg?" — — Dem Autor gab Cleinenceau auf seine Frage: „Wann gedenken Sie die deutschen Gefangenen freizugeben?" die Antwort: „Zierst müssen wir Garantien haben! Je cl)er Deutschland die erste Rate seiner Kriegsentschädigung zahlen wird, desto eher wird es seine Gefangenen zurückerhalten!" — Erst am 31. Dezember 1920 ist die erste Ratenzahlung fällig . . . Wie aber? Ist das nicht viel zu lange und viel zu unmenschlich? Neuapostolifche Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 31/? Uhr 7905_____________Mittwoch abend 8'/- Uhr._________ Stadtmisfion Gießen, Löberstt. U Jeden Sonntag Abend 8*/2 Uhr Religiöser Vortrag „ Mittwoch „ 8'/, „ Bibelstunde Jedermann herzlich willkommen. nwna 9f D< Q Der Vorstand. 11450 Q 1 für Porto lun8S gibt mit Garantie ab: 11225V bedarf frei Haus. 11418 Frosch, Neustadt 19, Tel. 2133. t 3 i Hochachtungsvoll 11457 Geschw. Altenpohl Ausstattungen ±dB.ÄteÄ^, I I trPAö T» n r, .J. - I arbeitet. 019080 E. Beck, Lahnstr. 9a pt. Cafe Einhorn Ulmer Pflüge Xenenweg 9 Gießen M. 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Vorstehenden Vergleich bringe ich auf Kosten der Angeklagten zur Kenntnisnahme. Gießen, den 2. Oktober 1919. Dr. Leopold Katz, Rechtsanwalt. (lU3GC vj11- Weißes ReinBeinen in 82, 130 und 160 om Breite für Bettwäsche geeignet, eingetroffen. C. Röhr & Co. Geschäfts-Verlegung Unserer verehrt. Kundschaft beehren wir uns mitzuteilen, daß wir unser Geschäft von Plockstr. 4 nach Seltersweg 63 (früher Wilhelm Moeser) verlegt haben. Wir bitten, das uns bisher entgegengebrachte Vertrauen auch in unseren neuen Räumen bewahren zu wollen. 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Versicherungsschutz für trächtige Stuten einschließlich Leibesfrucht gegen alle Ge- burtroerluste (auch Kolif) gewährt die Gegründet nQIOnClQ^ Gegründet 1888 „llalUllOlU 1888 VielimicheiwgeselMa!l a. 6, zu Halle a. 8. billige Prämien! Keine Nachzahlungen! vei Nichtträchtigkeit volle Prämienrückzahlg. Vie R D tote i Tie lk hun(> cheger die nicht i Mtff fflinafr traget die,M selbst ir flegieru xea mi noch gt; tonte g> Dirkmt bei der densbed eingelad tung de Hand gU löäre bc groß, ui gtößer c aber bi1 vockye len mch Br Säum danki geben tu rom 28 bat grö dauernd Trupp auszu, geordnet, marschbes wie alle werden. I bmt. luui •WWfo btt ttott Äuch untersag seinem Stelle ü des Sü Hardti der Reich erließ die Ausruf, eindrrngllc Tm und Le beschwören, bütrtn. A S^icnntg soziierten «nours st putschen T «rviluAu & biete inte inerten Re »n bte dun -teutichlaitb beutidje. Usch-8t “eben. P n-''ischk Stiche & ^eüiqten «Uibtüd ( solchem U( Mrfie R. ff1* M Jet Rote d »Sein Q L-schland M'Uclzu v’i’ierten C'«i Sm Z- fa.J1/ .Ult i itm tien Geschäfts - Empfehlung Erlaube mir hierdurch die ergebene Mitteilung zu machen, daß ich dahier Marburger Straße 7 ein Maler- und Lackiergeschäft nebst Schildermalerei, Möbel-u.Wagenlackiererei eröffnet habe. - Unter Zusicherung solider Arbeit und mäßige Preise halle ich mich bestens empfohlen. Heinrich Zimmer Maler und Lackiere- Gießen, den 4. Oktober 1919. 110. Eismte Molta | k oliöMköiW bcröfiltniirtc non unb Uingcßfiiö Dienstag den 7. Oktober d. 3., nachmittags 3 Nbr: Haupt-Versammlung bei Kollegen Herrn H. ElgeS, Gasthof Hindenburg. Nach Erledigung der Tagesordnung wird Kollege Herr D. B räun ing anS LieSboden einen Vortrag über Genossenschaftswesen halten. Wir ,nachen die Herren Kollegen aus den J'ovtrao ganz besonders aufmerksam und bofsen. daß derselbe von jedem Kollegen besucht wird. Auch die verehrten Waftroirtefrnuen sind dazu willkommen. Richtmitglieder werde« zn diesem Vortrag höflichst eingeladen. dfib Odcal für die Nerven Rtin. Nafur prod.äusie.-üej Ong-Ftoke/4^014. (NaciinahiiiulJUfrauk.l Sar SiBe lieh. • Sol. wir- keaili TlgL Dankschreiben I In Apotheken u. Droger. crhAltl., sonst direkt: lepral-Eeaeral- vertrieb Hans Mihm, Cassel, Operustraße S. Vertret gesucht J,w5hv Reizende seidene Hutbänder für Kinder-, Mädchen Hüte 85 Pfa., rei«. (Schlelfen für Blusen und Kleider 90 Psg., empfiehlt zuzitgl. W Vsg. in 1- und 2-Psund-Gläsern, bad Pfund 9 Mark lGlaser werden besonders gercchnetj empfiehlt, uux Heinrich Triesch, Srltcrswcg 7Ü. 1Z römnVa f Das altbewährte Nervenpulver dllipiC e Nervinnm Dr. Weil der Schwanen-Apotheke la Frankfurt, Main VT wird ärztl. gerne verordn, bei Krämpfen “WX l’rel« Mk. 5.—. zu haben durch die ,Khhv Privileg. Schwanen-Apolheke in Frankfurt, Main 61. Best. 10°,„Ha e mogl, 84°/0Ei < e n br. n .6%E n ziau bittersL 2. 3. 4 5. 6. c ft *