Montag, 4- August 1919 169. Jahrgang Erster Blatt Bäck. Ter Prinz erklärt weiter, er könne sich einen Ge-1 Wendel sich an die gesamte Bevölkerung des Landes )wack Neuenweg des ccocrcaxQxaäEd isliiiiel Stoisch Telephon 285.. Vie Gefahr Dorten. Von einer mit den Verhältnissen in Wiesbaden auf das genaueste vertrauten, aus dem besetzten Gebiete zurückgekchrten Persön- last-Kraftwii utzschillii itr. eSjelephor m. 179 Ter Siebener Anzeiger erscheint täglich, allster Sonn- und Feiertags. vezugrpreir: nwnatl.Mk.1.60, vierteljährlich Mk. 4.80^ durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Dtk. 1.50: durch diePost Dck. 4.50 viertel- jährt, ausscht. Bestellg. Ferusprech - Anschlüsse: sürdieSchristIeitui,g112 Verlag,Geschältsstelleöl Auschrist für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen. PoftschecN-nto: jyrantfurt a. M. H686 S lig,„ 1!9eiahr Stoffe vcn Neuheiten ■teilhaft: Meter M. 6.5Q inallenPreislaper ter Iftull Meter M. 13,55 Meter M. 15.75 tickter Batist Meter M. 18,75 =r Batist L Kleider e Meter M. 14.50 Berlin, 2. Aug. (Wolff.) Die Reichsregierung wird, wie wir erfahren, erst Anfang der nächsten Woche nach Berlin zurückkehren. "Wer Nr. 54) 'S der v ' VeMkl.J t M ÄÄ—i Shmb 8)1. «ge Ikück 65 ?. ü"Dose M. 4»75 kälten zu der Mistachtung der Souveränität bayerischen Volkes beigetragen zu haben. ♦ Rückkehr der Reichsregierung nach Berlin. '•’Naiititifi JöWßaneTapBzier-iM W«« zrankreich und der Zriedensvertrag. Versailles, 2. Aug. (Wolff.) Ter Frie- dei-Sausschust der französischen Kammer ratifizierte gestern nachmittag den Friedens- Vertrag mit 35 gegen eine Stimme (Abg. Louis Narin) und zwei Stimmenthaltungen (Abgg. Gro- bct, Taniel-Vineent). Ter Frierensausschust besteht aus 60 Mitgliedern. Paris, 2. Aug. (Wolff.) Havas. Tie eriebenskorninission der Kammer hat mit 34 Stimmen bei zwei Stimmentl-altungeu beschlossen, für tic Ratifikation des Fricdensvertrages einzutreten. Amerika und der Friede. Amsterdam, 2. Aug. (WTB.) Pressebureau Rn!io. Ter Reuyartcr „World" meloet, tast Wilson dem Senat kurz vor der Vertagung kine Botschaft übersandte, die, wie angmommen vird, oorschlägt, den Frieden mit Deutschland h.'rbeizufülwcri, ohne dast erst die Geneh- ; ntiginig des Friedensrer tragest abgewartst wird, i Ter Vl'rtagungeantrag schweb e noch, als die Dot- Maft eintraf. Sie nnrv erst heute verlesen. — Tas Blatt meldet, dieser Plan verfolge das Ziel, bie Bereinigten Staaten aus dec Verlegenheit zu ^freien, die dadurch entsteht, dast sie sich noch -'n Kriege befinden, während der übrige Teil der I tLelt den Frieden geschlossen habe. Er l»czwecke Iuch, die Lage in Europa, die nach der Ansickft es Präsidenten gefahrdrohend ist, zu festigen. Wilson und der Völkerbund. Amsterdam, 2. Aug. (WTB.) Der „Tele- ^aaf" schreibt: Die „Times" melden aus Vashington: Wilson beriet gestern und heute mit republikanischen Führern, die erklärten, der > Mkerbundvertrag könne nicht vorbehaltlos än- teirommen werden. Der Präsident soll geantwortet ijLben, daß es für die Alliierten ernten ' brigend sein würde, neuerlich mit Deutsch- [ 1 _mnh zu verhandeln und es zu ersuchen, s®er Abänderung zuzustimmen. Kaiser Wilhelms II. Abstand zu nehmen. Kronprinz Rupprecht gegen den Gerichtshof der Entente. München, 2. Ang. (Wolff.) Die „Müw- detter Zeitung" veröffentlicht folgendes Schreiben, das der ehemalige Kronprinz Rupp- re d)t von Bayern an den Präsidenten des bayerischen Landtages gerichtet hat: Sxrr Präsident! Bis zur Stunde toartcte 14,- auf die Einsetzung eines deutschen Staatsgericht s h 0 s e s, der die Verantwortung aller Führer des deutschen Volkes für die politische Leiwng der letzten Fahre und für die militärpolitischen Führer während des Krieges seststcllen soll. Durch die Bildung eines fotdjen deutschen Staat sgerichts- hoses wäre die Gemeinsamkeit der Verantwortung für alle deutschen Stämme und damit die innere Geschlossenheit in der Erfassung ihres einheitlichen) Schicksals aufs neue festgclcgt worden. Es ist nickst zu diesem Akte der klarer! Betonung der Volks- soirv-cränität gekommen. Tie deutsche Regierung hat sich in der traurigen Zwangslage gesehen, gemäß dem Friedensvertrag die Auslieferung aller jener Personen an die feindlichen Mächte Aus dem besetzten Gebiet. Der Gcßlerhut von Oestrich. — Oestrich a. Rh., 31. Juli. Unbekannte Täter hatten kürzlich die auf dem .Hause beä fränkischen Ortskommandanten wehende Fahne durch Ucbergiesten mit Salzsäure beschädigt.. Zur Sühne für diese Tat mußte die Gemeinde binnen 24 Stunden eine neue Fahne besorgen. Unter Musik zog die ganze Besatzung vor dem Hause auf. Bürgermeister Becker mußte barhäuptig eigenhändig die Flagge hissen, und sämtliche Gemeindevertreter mußten entblößten Hauptes dem Sühneakte beiwohnen. Amerikaner und Franzosen. hl. Mainz, 2. Aug. Vor einigen Wochen meldeten mehrere Blätter, daß die amerikanS». schen Truppen eigene Flugzeuge verbrannt haben. Von ameribrnischen Offizieren erfährt man jetzt auch die Gründe. Wegen Mangel an Schiffsraum zum Rücktransport sollte Amerika diese Flugzeuge den Franzosen überlassen. Die Soldaten der Union sagten aber: nein, eher verbrennen wir die Flugzeuge. Und so taten sie es. Französische Justiz. hl. Mainz, 2. Aug. In einem einzigen Stadtteil von Mainz beffnden sich seit 3 Wochen 12 junge Leute in hast, die der Handlung des „Z op sa bsck neidens" an ehrvergessenen Frauenzimmern geübt beschuldigt werden. Tie Franzosen bezeichnen das wls ,,Sittlichkeitsver- brechen". Gegen Sittlichkeitsvergehen einzusckr eiten besitzen aber die Besatzungstruppen kein Recht, das ist Sache der Zivilbehörden. Daher gibt man neuerdings den Zopfabschnaidern die Deutung eines „Komplotts gegen die französische Arm«". Jetzt will man sogar die Bürgermeister haftbar machen, wenn sich ein solches „Komplott" bemerkbar macht. Das Singen wieder erlaubt. kp. h ö ch st, 2. Aug. In höchst dürfen wieder Gesangsstunden ftattfinden, aber Siebet politischen und nationalen Inhalts sind streng verboten. Erntestreik in Rheinhessen? hl. Worms, 2. Aug. Die landwirtschaft^ lichen Taglöhuer und Winzer Rhein-* Hessens, zum größten Teil fölitglieber des christlich-nationalen Zentralverbandes der Forst-, Sanb- und Weinbergsarbeiter Deutschlands, haben Lohnforderungen eingereicht und bie SSermitthmg des Kreisamtes Oppenheim an gerufen unb gleichzeitig die Angelegenheit dem Schlichtungsausschuß in Worms unterbreitet. Tie Mehrzahl der Arbeitgeber verhält sich den Forderungen gegenüber ablehnend. Tie Arbeiter wollen in den Ernte, streik treten, falls ihre Forderungen nicht in den nächsten Tagen bewilligt werden. Mainzer Handküsemarkt. dt. Mainz, 2. Ang. Ein Zeichen befferer Lebensmittelversorgung ist der Beschluß einer Anzahl Käsehändler aus Finthen, in Mainz einen regelmäßigen Handkäsemarkt zu eröffnen. Auf Verfügung des Amts für .Kriegswirtschaft ist der Höchstpreis für handkäse auf 38 Pf. festgesetzt. — In Frankfurt sind Handkäse im freien handel für 60 Pf. massenhaft zu haben. Wohnungsenteignung für französische Offiziersfamilien. dt. Ludwigshafen, 2. Aug. Die Wohnungsnot wird durch die Bereitstellung von 40 eingerichteten Offizierswohnungen durch die Stadt immer größer. Es kommen meist Wohnungen für verheiratete Offiziere in Betracht, die bezüglich Umfang und Ausstattung der Wohnungen nicht geringe Ansprüche stellen. Dabei Hot die Stadt, um 800 bis 1000 Familien aus Notwohnungen allmählich in menschenwürdige und hygienisch einwandfreie Raume zu bringen, Mittel zum Ausbau von zunächst 100 Mansarden usw. zu Dachwohnungen bewilligt. fg. Höch ft a. M., 1. Aug. Die Einwohner- schaft befindet sich in großer Erregung, denn die Franzosen verlangen bis morgen mit einem Aufruf, worin es heißt: Der regierende Rat ist in Konsequenz der mit der Entente gepflogenen Verhandlungen zurückgetreten. _ Tut Regierungsgewalt übernahmen alterprobte Führer der Arbeiter und Gewerkschaften. Jeder Arbeiterrat bleibt auf seinem Platze. Bei der Entente wurden die notwendigen Schritte im Interesse des Abschlusses eines Waffenstillstandes gemacht. Die Wiederaufrichtung des aus tausend Wunden blutenden Landes, die Schaffung des Friedens und die Sicherung der Ernährung der Bevölkerung Prinz Heinrich an den König von England. Hamburg. 3. Aug. (Wolff.) Die „Hamburger Nachrichten" veröffentlick-en einen offenen Brief des Prinzenheinrich an den König von England. Darin heißt es u.a.: Da die Stimmen in der Ententepresse bezüglich der Auslieferung Kaiser Wilhelm II. nicht verstummen wollen, richte ich folgenden offenen Brief im Anschluß an meine bis heute unbeantwortet gebliebene Depesche vom 7. Juli an Eure Majestät, indem ich nochmals an das Gerechtigkeitsgefühl Eurer Majestät appelliere. Sollten sich Eure Majestät und Ihre verantwortlichen Ratgeber noch nnrklich im Unklaren befinden über die Ursache und Schuld am Weltkriege, so bitte ich zu bedenken. daß vorhandene Dokumente sowie Tatsachen zweifelsfrei darauf hindeuten, daß einzig die-englische Regierung es war, welche seit Jahren diesen Weltkrieg vorbereitete,. um Deutschland als lästigen Mitbewerber auszuschalten. daß somit diese Regierung allein die Schuld für die Entstehung d?s Krieges, sowie dessen Folgen trägt. Ich möchte noch erinnern an die Begegnung Eurer Majestät mit Sassonow im September 191- in Valmoral und an jene von Eurer Majestät bei dieser Gelegenheit gemachten Aeußerungen über das Schicksal, welches der deutschen Handels- und Kriegsmarine zu- gedacht war. Trägt somit England die haupt- jckuld an ixt Herbeiführung des furchtbarsten aller Kriege so tragen Mitschuld auch alle jene Nationen, welche sich als mit England verbündet betrachten. Wollte man in der unerhörten Forderung der Auslieferung eines Souveräns den Wunsch erblicken, der Wahrheit der Kriegsursache näherzukommen — ich vermag dies nicht — müßte man folgerichtig den Schluß ziehen, daß auch jene vor das Forum gestellt werden, die in erster Linie sich der Schuld am Kriege dringend verdächtig macksten. Dazu gehören die leitenden Stoatsmänner der britischen Regierung, sowie die der mit England verbündeten Staaten. Internationale Sozialistcn-Konserenz. Bern, 2. Aug. (Wolff.) Tie am Samstag in Luzern zusammen getretene internationale Sozialistenkonferenz wird voraussichtlich bis zum 10. August dauern. Die Konferenz wird sich vor allem mit folgenden zwei Fragen befassen: Jnternattonale politische Sage und Wiederherstellung der Internationale. Für beide Fragen werden Kommissionen eingesetzt, die dem Kongreß bis Mittwoch Berichte und Anfragen cinzurcichen haben. Bis jetzt sind aus folgenden Ländern Delegierte angenreldet: Groß-Brilannien, Frankreich, Holland, Dänemark, Ukraine, Tschccha-Slowakri, Georgien, Rußland, Teutsch-Oesterrrich, Deutsck>- land, Bulgarien. Italien, Luxemburg, Litauen, Schweden, Lettland, Norwegen, Portugal und Spanien. Die neue Lage in Ungarn. Budapest, 2. Aug. (Wolff.) Ungarisches Korr.-Bureau. In der Stadt lrerrscht musterhafte Ruhe und Ordnung. Die neue Regierung Annahme von Anzeigen f. die -lagesnummer vis zumNackmiltag vorher oynejedeVertnndlichkett Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v.34mmBreite örrli ch 15 Pf., auswärts 18 Pi., für Reklame- anzeigen von 70 mm Breite 48 Pf. Bei Platz- Dorid)rm20°/c9Iuffd)lag. Hanptschriitleiter: Aug. Goetz. Beraukivortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Auzelgeuleil: ö. Beck; sämtlich ui Gießen Eis. «ende, ^Universal. Dfchar-Pfl«St tetvaschilftu Menscher b betrieb Mchep«**" niereihtv igeit bLand»'rts>h«" erhessc") ** Ersatzteils Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhefftn ZwillingrrnnbdruS u.verlag: vriihl'sche Univ.-Such- u. Steinörnderd R. Lange. 5christleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei- Schulstr. 7. Spanien und der Völkerbund. Madrid, 2. Aug. (WTB.) havas. Der Senat genehmigte den Entwurf, durch den sich Spanien * dem Völkerbund anschließt. Ter Minister des Aeußern legte die Rolle dar, die Spanien zufalle, welches eingeladen worden sei, im Ausschuß für den Völkerbund teilzunehmen. Polen ratifiziert. Paris, 2. Aug. (WTB.) Reuter. Das polnische Parlament genehmigte den Friebe nsvertrag mit Deutschland gestern mit 285 gegen 41 Stimmen. Bezüglich des Rücktritts ber Tschechio-Slowaken von ben Derhand-i hingen mit ben Polen in Krakau über das Herzogtum Teschen verlautet, daß bie Polen eine Anzahl Vorschläge machten, von denen jedoch keiner 6er Prager Regierung zusagte. Es erscheine wenig wahrscheinlich, daß bie Verhandlungen darüber •*(=> neuert w«den. Die Frage wird zweifellos vom Obersten Rat in Paris geregelt werden müssen. Danzig. Amsterdam, 2. 9(ug. (WTB.) Reuter meldet aus Paris: Ter Oberste Rat hat beschlossen, daß die deuts chen Truppen aus Dan- z i g zurückgezogen werden sollen. Den poluischrn Truppen wird es untersagt, Danzig zu betreten. Tas Gebiet - wird drei Abgrenzungskommiffron^n übergeben. — Tie Kommission für Lustschisfahrt hat der Konferenz Vorschläge unterbreite, nach denen ber Verkauf von Luftschiffahrtsmaterial an neutrale Länder beschränkt werden soll. Amerikanische Kredite für Belgien. Rotterdam, 2. Aug. (Wolff.) Laut „Nieuwe Rotterdamsche Courant" meldet der Brüsseler „Soir", daß die belgische Negierung mit der Bank von PrerPont Morgan Besprechungen über die Beschaffung der von Belgien benötigten Kredite begann. Der Wiederaufbau Nordfrankreichs. Berlin, 2. Aug. (Wolff.) Amtlich. Am 30. Juli abends ist, wie schon mitgeteilt wurde, die aus Arbeitgebern und Arbeitnehmern zusammengesetzte Kommission nach Versailles abgefahren, um dort unter Leitung des Geheimrats Schmidt vom Auswärttgen Amt und von Le Suirc t*m Rrichswirtschastsministerium mit der Ententekommission die Bedingungen für die Gestellung heu t- scher Arbeiter für den Wiederaufbau Nordfrankreichs festzulegen. Erst nach dem Abschluß ber Verhandlungen und ber notwendigen Vorarbeiten kann die Entsendung von Arbeitern von Reicks wegen in Frage kommen. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, daß Arbeiter sich fdyort jetzt von irgendwelchen Agenten für den Wiederaufbau anwerben itnb nach Frankreich schicken lassen, ba die in Versailles zu vereinbarenden Bedingungen nattirgemäß nur für solche Arbeiter Anwendung finden können, die auf Veranlassung des Deutschen Reiches für die Wiederaufbauarbeiten gewonnen werden. Zugleich wird darauf hin- gewiesen, daß Bewerbungen von Arbeitern, Architekten und Unternehmern um Beschäftigung bei den Wiederaufbauarbeiten zur Zeit zwecklos sind, und nur eine erhebliche Belastung der Behörden zur Folge haben. Sobald die Vorarbeiten abgeschlossen sind, werden die Reichsbehöckden odeS die von ihr beauftragten Stellen mit ber Werbetätigkeit einsetzen. Die Durchführung ber eigentlichen Arbeiten wirb einer besonderen, dem Rrichs- wirtschaftsministerium cmzugjiedernden Behörde unter einem Reichskommissar übertragen werden, worin den Arbeitgebern ein weitgehendes Mistbestimmungsrecht eingeräumt wird. sind Ausgaben, welche die Regierung nur unter Aufrechterhaltung des inneren Friedens, der Ruhe und Ochnung erfolgreich lösen kann. Die Regierung erblickt in der Lösung dieser Fragen ihre ersten und wichtigsten Aufgaben. Sie bittet die gesamte Bevölkerung des Landes eindringlich, die Ruhe zu wahren und die weiteren Verfügungen her Regierung mit Vertrauen abzuwarten. Wien, 2. Aug. (WTB.) Korr.-Bur. Vel a K h u n, der die Ausenthaltsbewilligung für Deutsch-Oesterreich erhielt, traf in Wien ein. Er wird in einem Internierungslager untergebracht werden. Budapest, 3. Aug. (WTB.) Ung. Korr.- Bureau. Die amtliche Bezeichnung des ungarischen Staates ist: Ungarische Volksrepublik, unb bie Bezeichnung ber Regierung: Regierung deck ungarischen Volksrepublik. Sie wird eine vollstäw bige Amnestie für politische Delikte erlassen, welche während der Herrschaft der Räteregierung be* gangen worden sind. . .h wr I •»»•'S.« SS-- lAPp.i Aß so- > schen Nachrichten folgende Mitteilungen über den Zweck der Neisc Dr. Dortens: „Die Deutsche Oeffentlichkeit sollte auf die Reise Dr. Törtens nach Paris ein scharfes Auge haben, hängt doch von ihrem Ausgang mehr ab, als der Uneingeweihte ahnen kann. Dorten ist in Begleitung französischer Offiziere und dreier Persönlichkeiten feines „Kabinetts" zunächst nach Aachen gegangen und begibt sich dann nach Paris, wo er etwa acht Tage zu bleiben gedenkt. Am Niederrhein sucht Dorten zunäckift ;u erfahren, wie weit die Stimmung der Bevölkerung der Errichtung einer rheinischen Republik günstig ist. Wenn er die Gewißheit erhält, daß die Volksmeinung am Niederrhein >ich für die rheinische Republik ausspricht, wird er zu General Mangin, der zur Zeit in .Wnigsstein weilt, zurückkehren, um ihm Bericht zu erstatten. Es wird immer offenbarer, daß Genera l M a n g i n die treibende Kraft in der rheinischen Loslöfungsbewe- gung ist, und daß er vor aAem seine schut- .ende Hand über Dorten und seine Gesinw- rningsgenossen hält. Er ist es auch, der für den Fall, daß vom Niederrhein ebenso wie bisher aus Teilen Nassaus und des Mittelrheins günstige Nachrichten hinsickitlich der sofortigen Durchführbarkeit der rheinischen Republik kommen, eine Zusammenkunft wischen Elemeuceau und Dorten in Versailles herbeizuführen gedenkt. Mangins Sympathie für die Dortensche Republik beruht, daran kann, nach den Poli- lisch-Parlamentarischen Nachrichten, kein Zweifel sein, auf feiner N e i g ung zumKa- lholizismus. Er hat sich damit im Gegensatz zu OLerstseutnant Pinau gesetzt, xr der Auffassung ist, daß gegen die Sozialdemokratie nicht gearbeitet werden könne, und dgh die Franzosen mit den Sozialdemokraten । in Deutschland rechnen müßten, um feste Ber- bältnisfe zu fd)affen. Es sei dem General Man- Igin jetzt gelungen, feiner Auffassung zum 1 Siege zu verhelfen und Clemeneeau davon zu überzeugen, daß die rheinische Bewegung sich überwiegend auf den Katholizismus stutze, daß l Frankreich mit diesem also Hand in Hand arbeiten müsse. Sicheren Nachrichten aus Dor- | lens nächster Umgebung zufolge, wird Cle- I menceau infolgedessen and) bereit sein, Pinaud I fallen zu lassen, sobald Mangin den Nachweis I erbringt, daß die rheinische Republik mit vilfe katholischer Kreise gebildet werden könne. Die Unterredung Dortens mit Clemeneeau I soll dem Zweck dienen, die Entente zu veraiv- lassen, auf die deutschen Unterhändler und Ministerien in der Richtung zu drücken, daß rie Sperrfrist hinsichtlich der Ab- stimmung über bie politische Gestaltung de r rheinischen Lande fal- rn gelassenwird. zuzugestehen, bie von diesen angeklagt sind, Hand-- ; Lungen gegen die Gesetze und Gebräuche des Krieges < begangen zu haben. Ich bin mir solcher Hanblun- < gen nicht bewußt. Sollte dennoch meine Aus- , lieferung begehrt werden, lege ich hiermit feier- - liehst Verwahrung ein, ein GerickF anzuerkennen, 1 xxt dem derKlägerzugleich Rich ter ist unb welches in Wirklicl^eit als Instrument der Befrie- •bigung des Rachebedürfmffes dient ober zur Osten- tation der angeblich reinen Kriegs moral unserer bisherigen Gegner. Tiefe Friedensbedingung verletzt das Selbstbeftiminungsreckt des deutschen Staates in einem wesentlichen Punkte, ein Beweis, . daß wieder einmal die mit Machtüberlegenheit . gegebene Möglichkeit, schwache Völker zu vergewaltigen, über eine internationale Rechtsidee gesiegt hat: beim ohne den klaren Willen und das zähe Festhalten an dem internationalen Selbftbeftiiw- mungsrecht in jedem Volke ist die Verwirklichung ber sittlichen, auf Rech>t unb nicht auf Gewalt begründeten Weltordnung und damit die so erstrebenswerte Versöhnung der Völker undenkbar. Die Sieger haben damit bekundet, daß sie nicht die Träger der sittlichen Idee sein wollen, sondern die Vollstrecker plutokratischer Weltge- roalt. Ich beuge mich nicht freiwillig einer solchen Tyrannei unb werde unter keinen Umständen ber Aufforderung, vor einem außerdeutschen Staatsgerichtshose Rede und Antwort zu stehen, gutwillig Folge leisten. Aber ich erkläre hiermit feierlich: Nachdem meine Erwartung auf die Einsetzung eines deutschen Staatsgeridchshofes nicht mehr erfüllbar ist, bin ich bereit, dem bayerischen Volke vor einem bayerischen Staatsge- richtshofe mich zu stellen, weil die Wahrung des vollen Selbstbestimmungsrechts und ber damit verbundenen Souveränität des bayerischen Volkes mir am Herzen liegt. Darum, Herr Präsident, überantworte ich mid) hiermit dem bayerischen Landtag, als dem derzeitigen einzigen Träger der bayerischen Staatshoheit. Sollte der bayerisdie Landtag, für den Fall, daß meine Auslieferung an einen interalliierten Gerichtshof verlangt wird, solchem Verlangen Rechnung tragen, so werde ich mich diesem Bescheide fügen, und ich bin dann wenigstens der Verant- nortung enthoben, durch mein persöllliches Ver- !Ter ___________________ richts!-of vorstellen, zusammengesetzt aus Männern I neutraler Staaten, mit dem Sitz in Madrid, der Hauptstadt jenes Landes, das einen rechtlich denkenden Souverän besitze, der redlich bemüht gewesen sei, unbedingte Neutralität zu wahren. Der Prinz schildert bann, wie Deutschland nicht burd) bie Waffen der Entente, sondern durch „silberne Kugeln" und durch die Hungerblockade, dem humanen Werkzeug englifd)er Kriegskunst, bezwungen würbe unb wehrlos der. Rache unb Habgier der erbarmungslosen Gegner ausgeliefert sei. Deutsck)- Kanb sei schwer getroffen, aber nicht tot. Der deutsche Grift, ber zur Zeit schwer umnachtet erscheine, lebe nxiter und werbe dermaleinst! Red^en- schast von seinen Feinden fordern. Damm bitte ich, schließt der Prinz, in zwölfter Stunde nochmals, von einer Vorgeridststellung Seiner Majestät CSrooif 11880 sich tu ben verschiedensten caritattden 58er- Tlxtfiiing * einen Gießens bedeutende Verdienste etroorben. i Jtrternationalen Spnl' ''' tiUl und den Klub 1919 il Ttfülschte f Eingreifen der Polizei erfolgte, toril es sich mÄ> S !q diese aus S weislich nicht um geschlossene Gesell-1 jn. JJ schäften handelte, sondern daß faftjew I Äl, SeiienmeM mann sich am Spiel beteiligen konnte. Alle an fttialenbolhL. den Spieltischen betroffenen Personen wurden tu* JWJ tiert. Gegen Spieler mrd Unternehmer steht Wachend S Strafverfahren wegen Beteiligung und 2?uM Nallernrbn ”u. von verbotenen Spielen in Aussicht. Der Gesell' "en reif in Gold. erhalten hatten, nicht erschienen, t ja in diesem Augenblick an eine Verwirklichung -es Projettes kaum zu denken ist, heißt es doch, den inzwischen geplanten Projekten anderer Beförderungsmittel für die in unserem Biebertal in reichem Maße liegenden Erze vorzuarbeiteu, deren Zustandekommen eine B ollba hn durch Frankfurt a. M., 28. Juli. Unter Vorsitz des Herrn Direktor Dr. Schlotter laE- am 26. Juli 1919 eine Konferenz der schäftsführer d«r Arbeitsämter ii. Hessen, Hessen-Nassau und Waldeck statt, die am aus den benachbarten Gebieten sehr stark beiufl war. Die Konferenz behandelte die Erfahrungki bei der Reichsverordnung vom 28. Marz tvn über die Freimachung von Arbeitsstellen. lieberes stimmend kam zum Ausdruck, daß, so nottvcM die Verordnung für die großen Städte mit starlo teu, vo man nie Msach auch mit । ■ft vorgesorgt hat von verbotenen Spielen in schaftsklub in der Villa Heinemann wurde fN vor einigen Tagen „freiwillig" geschlossen. surter Straße. Seife: Marcke für August 1919. Lhateil 125 Gramm K.-A -Scifenpulver zu 15 Pf., 50 Gramm K.-Ä.-Seife zu 20 Pf. ^ariet mlimgen ohne 9 8,ebenso mar ai M Hachtwache M.ebensalls e toall an Restvu „Wegen Iranksu & "ntersu, fcncn fr°nzö Berlin, 2 Aug. (WTB.) Der „Reichs^ anzeiger" enthält die Dekmmtmachung des setzcs über die Zahlung der Zölle ht. Enpen, 2. Aug. Infolge Bewilligung eines Frankenkredits an den Kreis Eupen sind die Lebensmittel plötzlich rapide im Preise gesunken. Ausländisches Weizenmehl kostet nur noch 90 Pf., Kaffee 1,90 Mk., Reis 95 Pf., Erbsen 55 Pf., Schmalz 3,20 Mk, Speck 3.30 Mk., Gefrierfleisch 2,60 ML, Auslandszucker 1 Mk pro Pfund. MilchbrRchen sind für 6 Pf. daS Stück zu haben. ma. Wiesbaden, 2. Aug. In der hiesigen Gegend sind, wie berichtet, in den letzten Monaten zwei Lustmorde begangen worden, ohne daß eS bisher gelang, die TÄer zu ermitteln. Die Leiche der am 12. Juli an der Straße Königshosew- Riederfeelbach ermordeten Witwe Koirvad Pfennig, Besitzerin der Lenzemnuhle, wies zahlreickse Stiche aus, die mit einem dolchartigen Instrument ansgrsührt sein müssen. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden tat zwei Bekanntmachungen erla sen, in denen in jedem Fall aus die Ermittlung der Täter je 2000 Mk. Belohnung ausgesetzt ist. Die andere Mordtat geht auf den 25. Mai zurück und wurde im Wald von Görsroth in der Nähe der Hühnerkirche veriM, wobei ein 17jähriges Mädchen namens Wilhelmine Frankenbach aus Görsroth dem Lustrnördec zum Opfer fiel, indem sie mit durchschnittenem Hals am 31. Mai dort airfaefunben wurde. So war sie langiähriges Vorstandsmitglied der Kleinttnderbewahranstalt, sowie 1. Vorsitzende der Näh- und Flickabende für arme Frauen und Kinder Seit 1898 führte sie den 1. Vorsitz der Alueschule für Frauenbildung und Erwerb. In die Zeit ihrer Leitung fällt die Erweiterung dieser Schule durch Ankauf eines eigenen Hauses und Gründung einer Haushaltungsschule mit Seminar für HauctoirtschastSlehrerinuen. Durch ein ernsteres Augenleiden gezwungen 1913 den 1. Vorsitz nieder- zulegcn, wurde sie zum Ehrenmitglied des Alice- Schulvereins ernannt. Ebenso ernannte sie die Gartenbaulolonie zum Mitglied des Kuratoriums. Ein Lebe« reich an Mühen und Arbeit ist mitten # Oppershofen, 3 Ang. Das Festo« goldenen Hochzeit feierten die Johann Haiv' stadt IV. Eheleute. Hessen-Nassau. Französische Lebensmittel für Frankfurt. » — Frankfurt a. M., 3. Aug. Mangin hat der Stadt Frankfurt für die KrM* kenanstalten und die ärmere Bevölkerung größere Mengen Speck, Reis und andere Leb-w mittel zu billigen Preisen zur Verfügung ffefteilt Die ersten Sendungen trafen bereits ein. AuAv dem bieten französische Großhändler der StM bedeutende Lebens mittelmengen zu cmnehmbtt<41 Preisen an. Konferenz der hessischen Arbeitsämter ] das Biebertal in Frage stellen und den Ausbon der Bahn Bestwig—Biedenkopf—Wetzlar unbedingt fördern muß und gleichzeitig der galanten Limensülirung nach Gießen jeglichen Reu tabilitäisnachw.is nehmen würde. Schriubar weiß Gießen nicht, was hier für ihn a u f dem Spiele steht. Statt des erneuten Zuzuges aus dem Hinterlandc würde für Gießen dasselbe gänzlich abgefchnitten werden. .Es ist hier jedenfalls von Gießen unverantwortlich, sich auch nicht im geringsten darum zu kümmern. Was sagt hierzu die Gießener Geschäftswelt? Jedenfalls ist hier ein Eingreifen der gesamten Einwohnerschaft Gießens erforderlich. Wenn auch vorerst nur Vorarbeiten zu leisten sind, ist es Pflicht der .Vertretung der Stadt Gießen, hier ein wachsames Auge zu Iiaheit, um sich später nichts Versäumtes zuzuschveiben. Vielleicht genügen diese Zeilen, um hier die alte Schaffensfreude an Nun Ausbon der Verkehrs- und Geschäftsverhältnisse für Gießen zu h.'ben. Will Gießen mit dem Hinterland: wirtschaftlich verbunden bleiben und für eine Großrepublik Hessen werben, soll es sich auch um die Zukunstsgestaltung der in Frage kommenden Geländestriche kümmern. Bender, Bürgermeister. Aufruf und Sinzichung der Reichsbank- «oteu zu 50 Mk. vom 20. Oktober 1918. Die Reichs bank ruft nunmehr durch öffentliche Bekanntmachung ihre 50-Mark-Noten mit dem Datum vom 20. 10. 1918 auf. Tie Besitzer werden ansgefvrdcrt, diese Hävtai bis zum 10. September 1919 bei einer Dienststelle der Reichsbank in Zahlung zu geben oder gegen andere gesetzliche Zal>- lungsmittel umzutanschen. Mit dem 10. Septeur- ber verliert die aufgerufene Rote ihre Eigenschaft als gesetzlüches Zahluimsmittel, was zur Folge l)at, daß nach diesem Tage niemand mehr ver- pstichtet ist, die 50-Marck-Noten tarnt 20. Oktober 1918 anzunehmen. Es empfiehlt sich deshalb, schleunigst alle 50Mark-Noten dieser Ausgabe bei einer Rerchsbankanstält, öffentlichen Kasse, Dank, Sparkasse oder Geldinstitut in Zahlung zu geben oder umzutauschen. Versäumt man den Termin vorn 10. September 1919, sv kann man die Noten nur noch bei der Reichsbankhauzttkasse in Berlin, eintauf eben, die eine Einlösung aber auch nur bis zum 10. September 1920 vorninrmt. Mit letzterem Zeitpunkt erlischt für die Reichchbank die Eiulö- sungspsticht überhaupt. Um jedem Irrtum vorzubeugen, wird aber ausdrücklich darauf hingewicsen, dah es sich bei diesem Ausruf 'lediglich um die Retchsbanknotcn zu 50 Mark mit dem Datum des 2 0. Oktober 1918 handelt, die auf der Vorderseite links ein grünes Zierftück und rechts daneben den Ausdruck in einer quadratischen dunkelbraunen Umrahmung tragen. Unberührt vom Aufruf bleiben sämtliche übrigen Rricksbanknoten, Reichskassen-- schcinc und TarkehnsLassenscheine, also auch tue anderen auf 50 Mark lautenden Tarlehnsfassen- scheine und ReichSbantttotar, unter letzteren auch die Ausgabe vom 30. November 1918, deren Aufdruck auf der Vorderseite von einem gewellten Rahmen umgeben ist und deren Rückseite ein freies Mittelfeld aufweist. Mle diese Geldzeichen bleiben gesetzliches Zahlungsmittel müssen also von jedermann auch ferner in Zahlung genommen werden. Gültige Lebensmittelmarke», für die Zeit vorn 4. bis 10. August 1919. Brot: 2300 Gramm Brot über 1680 Gramm Mehl. Brot, Kilogramm 50 Pf. Weizenbrotmehl, Kilogramm 58 Pf. Krankenbvot, Kilogramm 72 Pf. Krankenbrotbäcker: Karl Euler, Ludwigsplatz, Wilhelm Löber, Walltorstraße, Ludwig Müller, Bahnhofstraße. Butten: Marke 32. 40 Gramm Butter zu 52 Pf., 125 Gramm Margarine zu 85 Pf. Eter: Marke 8, ein Ei zu 33 Pf., für die Bezirke 1 bis 6 isiehe Bekam: Huna). Fletsch: Wochenabschnitt 32. Metzger für Fremde und Urlauber: Fritz Schlörd, Nachfolger, Niarttplatz 23. Nährmittel: für August noch nicht ein- gc troffen. Zucker: für August woch nicht cutgetnuffeu. Für ZugeZogcne und Kranke: Delms, Frichrich- straßo 5, Mämtche, Wilhelmstraße 15, Kopp, Bismarckstraße 30, Bieker, Neustadt 55, Ganz, Darnm- strahe 34; für Urlauber: Klingelmryer, Ludmig- straße 57. Arrs Stadt und Land. . Gießen, den 4. August 1919. Wo war Gießen? Wir veröffentlichen nachsteltaide Zuschrift umfo lieber, als auch wir es für eine nicht zu rechtfertigende Unterlafsungssünd: bat tat, wenn (Hießen sich nicht um Bahnprojekte kümmert, die es direkt anyehen. Wir haben bod) gerade mit unseren Eisenbahnlinien genug übte Erfahrungen gemacht, um uns weitere zu ersparen. Rodheim a. d. Bieber, 3. 8. 19. Gestern fand inMarbury im Hotel Kaiser- Hof eine Versammlung dos vereinigte Eisenbahn" komitees statt zur Wiederaufnahme der Vorarbeiten für die Hinterlandbahn. Tic beteiligten Stellen des Hinterlandes, ebenso Hohensolms und Wetzlar, sowie die Vertreter des Biebertales mit den Beamten der dort lteMden (Bruten waren erschienen; ober leider war Gießen, obwohl alle Herren des Komitees eine Einladuna 2.35 Mk. Pec Dose. Malzextrakt eignet sich bi i sonders zur Kinderernährung und Kinder 1 stärkung. Von der Wirtschaftlichen Bei einigung der Privatangestellten cr- halten wir folgende Zuschrift: Morgen abetö 8 Uhr findet im Cafö Amend eine öflentlich. Kundgebung sämtlicher hiesiger Privatange stellten statt. In dieser Versammlung wird $xrr Vogel aus Frankfurt a. M. über die von der Gießener Kausmannschast ausgeardetteten Tarif- Verträge spreäien. Nachdem durch Vermittlung b?t hiesigen Handelskammen eine Durchsetzung der von : den Angestellten eingereichten Lohnforderung-^, nicht möglich war, ist eine nochmalige Besprechuirs unerläßlich. Landkreis Gießen. ** Beuern, 2. Aug. In der letzten Ee. meinderatssitzung wurde beantragt, die Lebens. Mittelverteilung durch eine Prüfungskommissur, zu überwachen. Von verschiedenen Seiten wird eine solche Bevormundung des alten vertrauens- : würdigen Bürgermeisters als überflüssig angesehen 0 Grü n be rg, 3. Aug. Am Samstag nozk mittag 3 Uhr fand m der lnesigen Turnhalle ewt Versammlung des Hessischen Bauern bu n- des statt. Ter Besuch- war so stark, daß die HM rricht alte Teilnehmer fasten formte und die Der ' sammlung daher aus dem Daneben liegenden Turn- platze abgehulten werden mußte. Es mögen wohl ; über 800 Personen anwesend gewesen fern. Abg Fench- el leitete die Versammlung. Zunächst spwl, Abg. Dorsch diber das von der BolkskamMr verabschiedete Landgesetz und wies besonders auf die für die Bauern schädigenden Artikeln hß, ■ deren Beseitigung ober wenigstens Milderung et und seine Freunde angestrebt hätten. Der zw:üc i Redner, Redakteur Hirschel Friedberg sprach Über die Notwendigkeit der Beseitigung derZwangz- bewirtschastung, wenigstens müsse einmal der An- äng bei einigen Sachen gemacht werden. Ter dritte Redner, Bürgermeister Diehl -Hochw^sel, fp-och über die Notwendigkeit des Zusammenschlusses bet bäuerlichen Bevölkerung. Sämtliche Redner ernteten starken Beifall. In der Aussprack?e trat zunächst auf Pfarrer Hehmann-Rodheim a. b. Horloff, der über ben Putsch in seiner Gemeinde berichtete unh forderte, daß wieder Ehrlichkeil, Treue und Glauben zu Recht kommen müsse, die grade durch die Zwangswirtschaft völlig geschwunden seien. Weiter sprachen noch Rschtskonsulent , K. Gg. I öckel-Grünberg und Pfarrer Schick- : Queckborn. Auch diese Redner ernteten Bei soll Zum Schiluß 'rouTbe eine von Redakteur Hirscitl i verlesene Entschließung, welche die Aufhebung der Zwangswirtschaft so bald als möglich verlang, ohne Widerspruche angenommen. 0 Lich, 2. Aug. Wie in den Vorjahren, so 1 wird auch in ben diesjährigen Sommerferieu ' wieder eine Anzahl Elberfelder Schüler in unserer Stadt gastliche Ausnahme finden. Tie Schüler treffen in den nächsten Tagen hier ein. Kreis Lauterbach. üb. Wallcnrod, 4. Aug. Bürgermeister Habermehl feierte gestern sein 25jähräges Jubiläum als Bürgermeister und Kirchenvorsteher. Zur Feier waren erschienen der Koeisdirekdor 6. Steiner, Kreisamtmann Dr. Heß und Rechmingz- rat Bechtold als Vertreter des Kreisamtes Lauterbach, der Gemeinderat und der Kirchenvorstrnd Zugleich brachte der Posaunenchor ein Ständch.'N ' v. Werner gratulierte im Auftrage des Kreisanück, Beigeordneter Keipp im Auftrag der Gemein!» ■ unter Ueberveüfiung eines Sessels als Elwerrgescheiä, Pfarrer Döll im Auftrage des Kirchenvvrstuldes und des Posaurrenck-ors unter UeberreichLMg eines Wandspruches und eines Buches. Bon einer tauten Feierlichkeit war abgesehen worden wegen te? Ernstes der Zeit und wegen der schweren Vertu ä der Familie des Bürgermeisters int Kriege. Tie erschienenen Ehrengäste wurden von dem Jubilar mit Kaffee und Kuchen in seinem Hause bewirtet. Kreis Friedberg. Schließung der Spirlklubs. ** Berta Gebhardt f. Mit Frau Berta Gebhardt ist eine PersönlrchLeft dahmgegangen, bereit Raine mit der Geschichte der öffentlichen Wohlsohrtspflege, insbesondere der freiwilligen Kläegskrankenpffege unserer Stadt unvergänglich verknüpft ist Selten war eine Frau mit so bedeutenden Gaben des Geistes und des Gemütes ausgestattet, daß überall da, wohin sie ihre Hilfsbereitschaft und der imterfte Wunsch, das Leid ihrer Mitmenschen zu lindern, drängte, ihr fast von selbst auch bald eine Führerstellung zu fiel. Mit ftcudtger Hingabe widmete sie ihr ganzes Leben werktätiger Mensck^enliebe. Schon im Jahre 1870/71 war sie als junges Mäockum'in der Lazarettpflege der Stadt FriÄ>berg zu finden, und feit diesen Jahren hat sie die Verbindung mit dem großen LiebeSwerk des Roten .Kreuzes nicht mehr verloren, bis sie im Jahre 1900 in Gießen den seit längerer Zett eingegangenen „Alie- Fraucnverei'.t für Krankenpflege" neu gründete und auch gleichzettig dessen ersten Vorsitz übernahm. Als dmm 1914 der Weltkrieg ausbrach, trat der Alice-Frauenverein als Hessischer San» des Frauenverein vom Roten Kreuz unter ihrer Leitung in engste Arbeitsgemeinschaft mit dem Landesvca:ettr vom Roten Kreuz, Zweigvercin Gießen wo sie in allen Einzelabteilungen und Ausschüssen in ihrer klaren, zielbewußten Arbeits- N-eise und mit ihren besonderen organisatorischen Fähigkeiten eine hervorragende Tätigkeit entfaltete. Was sie in nie versiegender Arbeitskraft und Arbeitsfreude trotz ihrer hohen Jahre hier im Einzelnen geleistet hat, kann an dieser Stelle nur angedeutet werden. Auch in dem Kveisverband des Alice-Frauenvereins wurde sie zur Vertrauensdame und in dem Ortsausschuß für i Frauenarbeit im Krieg zur 2. Vorsitzenden ae- I roäblt. Neben dieser Wirlsamkeit hatte sie seit GZ- Sga: ?n Zurück GZr Siife. 60 Wvhnn vgcn von 2 bi- 7 Zimmern für Dffyiaz und Untcrosfizieve und 80 möblierte Zttnmcr. ES ist unmöglich, bei der herrschenden Wohnungsnotdie Woknungcn zur Bersügung zu halten. ES droht den Einwohnern also Z w a n g s c n t e i g n u n g, und jeder fürchtet, daß ihn das Schicksal treffen wird. fn. Mainz, 2. Äug. Die alliierten Müitär- bebürben bab.m soeben den Frauen der im besetzten Gebiet befindlichen Offiziere . und Mannschaften die Erlaubnis erteilt, mit ihren Männern am Rheine zusammenzulebeu, soweit es die Unleriuus'.Svcrhältuisse Milaftat. Jnfvlged^'sien yind in den letzten beiden Wochen zahllose §ran- zösümen und Eugländennnen im Rheinland, besonders in Mainz, Köln und Wiesbaden, einge- traffen. Durch diese Maßnahme treten neue Er- sc^rerungeu in der ohnehin reckst drückenden Woh- mmgskalamit.il ein. Vergetvaltiguttg dcS Saargcbictes. Versailles, 3. Aug. (WTB.) Dem Berichterstatter des „Motin" erklärte der französische Kommandanr des Saargcbietes, General Andlauer in Saarbrücken, Frankreich kontrolliere die Kohlengruben des Saargeviets vollständig. Es wäre also absurd, locnn cs nicht den Versuch machen würde, auch in den metallurgischen Unternehmungen Einslust zu geroinneit. Wenn man diesen Fabrilen Köhlen lieere, könne man leicht großen Einfuß auf ihren Geschäftsgang ausüben. Die Industriellen müßten deshalb begreifen, das; es in ihrem Oittcrcffc liege, wenn sie sich dem französischen Kapital an- gliedertcn. General Andlauer meinte schließlich, roenn man die Industrie in bet Hand habe, sei ctz wohl leicht, auf die Einwohner einzuwirken, damit diese von ihrem Rec^ der Naturalisation Gebrauch machen. Das Schtebcrtum in der Pfalz, steht jetzt, wie die „Pfälzische Rundschau" berichtet, in höchster Blüte. Alles wird geschoben, nichts ,ist vor dem Zugriff des Schiebertums sicher, an dessen gündlickier Beseitigung der reelle Kaufmann ein ebenso großes Inte reffe hat, wie der Verbraucher. Zur Zeit sind an der Schieberbörse, die sich nachgerade in jedem größeren Ort ausgetan bat, der Zu cker und die Zigarette die meist gehandelte und gesuchte Ware, womit nicht etwa gesagt sein soll, daß Fleisch unb andere Lebensmittel von der Schieberzunft vernachlässigt werden. — In Schifferstadt sind zwei Wagmrn Zucker beschlagnahmt worden. Wie dieser Zucker in die Hände der Schieber kommen konnte, ist noch nicht aufgeklärt. In der Bevölkerung herrscht, allgemeine Empörung über das Treiben der Schieber, die in den Weinstuben und KaffeeZ bei. 17 und 4 oder beim Bänkeln ihr leichtvcrdientes Geld verprassen. aus der Wirksamkeit heraus zu Ende gegangen, denn die Verblichene ist, um mit Bismarck zu reden, „in den Sielen gestorben", aber auch über Wenige leuchtet so wahr und groß das Wort^ „Das Andenken der Gerechten bleibet im Segen!" ** Aus dem M ilitärwochen- blatt Zu Leutnants, vorläufig ohne Patent, wurden die Fähnriche Bern deck int Jnf.-Regt. 168, Osann int Jnf.-Regt. 115, beide jetzt bei Reichswehr-Jns.-Regt. 35, Gunderloch im Jnf.-Regt. 117 befördert. B amberg , Hauptmann im Pionierbatl. 18, jetzt beim Pionierbatl. 9, wurde der Abschied mit der gesetzlichen Pension aus dem aktiven Heer bewilligt, zugleich ist er bei den Reserve- Offizieren des Pion.-Batls. 18 angestellt. Schott, Hauptmann im Pionierbatl. 21, wurde der Abschied mit der gesetzlichen Pcn- ion aus dem artiven Heer bewilligt, zugleich ist er bei den Reserve-Offizieren des 18atls. angestellt. — Brand, Leutnant im Pionierbatl. 30, jetzt beim Pionierbatl. 21, wurde zu den Reserve-Offizieren des erstgenannten Batls., unter Verleihung eines Patents seines Dienstgrades vom 9. Juli 1918, üoergeführt. ** Ausführungsbestimmungen für die Getreide preise. Durch Verordnung vvnr 18. Juli hat der ReichsernährungSminifler die für die .Tuvchführung der Betvirtschaftnug erfordere । ichen AusAhrungsbestimmungen über die Preise Ür Getreide, Hülsenfrüchte und Buchweizen er- । affen. In diesen Bestimmungen wurden auch die Ueuemabm cpveise festgesetzt dir Von der Reichs- gstteidestÄle Mr die im Wege der Saribliefenrntg einzuziehenden Mengen an Hafer, Hülsenfrüchten und Buchweizen zu Kahlen sind. Die Hafer- Ueb-ernahmepreise wurden in Höhe des Gcrstenpreis^ ftsigesetzt, cckso 400 bis 415 Mk. ür die Tonne je nach den einzelnen Preisgebieten. Tie Ueberna^nepreise für Hülsenfrüchte und Buchweizen entsprechen den bisherigen Höchste preffcn, bic als ausreichend gelten Kimen. Im übrigen lehnen sich diese Bestimmungen an die bisherige Regelung an, und bringen Vorschriften über die für die Verwertung der Fruchte geltenden Grundsätze über SacAeih-, Kvmmisstons- Bermitte lungs- und ähnliche Gebühren. In den Bestimmungen sind auch die Höchstpreise für Saatgut geisgölt. Originalßaaten sind tote bisher poeisfrei gelassen, während für anerkanntes inti> sonstiges Saatgut Zuschläge festgesetzt wurden. Tie Zjuschläy: betragen 130 Mk. für erste, 100 Mk. für zweite, 80 Mk. Mr dritte Absaat und 40 Mk. für Handelssaatgut. ** Zugeinschränkungen im August. Die Kohlenversorgung der Eisenbahnen geht in erschreckendem Maße zurück. ES ist zu be- ürchten, daß schon int Laufe des August Einschränkungen des Verkehrs nicht zu umgehen sind. Diese müssen in erster Linie den Perfonenverkehr treffen. Vor allem dürften Schnellzüge in Wegfall kommen. Aber auch die Einstellung von Personen- zügen wird nicht zu urftgehen sein. Wenn die Ver- bältniffc sich nicht in letzter Stunde bessern sollten, so dürfte sich die Notwendigkeit ergeben, mehr oder weniger die Zugvermehrungen wieder abznschasfen, die der jetzt geltende Sommerfahrplan gebracht hat. Der Umfang des Betriebes würde bann auf den Zustand zurückgebracht werden müssen, wie er im Frühjahr vor der Einführung des jetzigen Fahrplanes bestanden hat. Die erste derartige Einschränkung ist bereits erfolgt Mit dem 1. August sind Lwei D^Bügt zwischen Berlin und Hannover weg- gefallen. Sie gingen von bet Friedrichstraße in Berlin 7.36 riachm^, an Hannover 12.14, und von Hannover 7.21 vorm., an Berlin, Friedrichstraße, 11.56 Uhr. ** Watuung vor der Auswarnde- rung. ®ue lebhafte SBerbetätiafeit zur Aus- nenberung wird nach einer Mitteilung des Reichs- nänderungsamtes unter den Mannschaften entfaltet, die jetzt zur Entlassung fomnven. Sie wird insbesondere für die ylnsiedttmg Reichsdeutscher in fiembcn Ländern betrieben. Tie Zuverlässigkeit der Unternehmungen begegnet meist erheblichen Bedenken. Die Behauptung, gemeinnützig Itiiten zu wollen, dient oft nur als Deckmantel. Tie ungeregelte Wer betätiget ist verboten und sttafbar. Ter Kriegsminister hat deshalb artge» ordnet, der Werbetätigkeit entg-egenzutreten und die Truppenangehörigen auf die Gefahren hinzu- weisen, die sie laufen, wenn sie sich tateilig zur Ausnandetung entschließen. Die Ttuppenange- höiigen sind darauf hiirzuwersen, daß sie sich vorher bei dem Reichswanderuugsamt in Berlin ober seinen Zweigstellen erkundigen. Solche Stellen gibt es in Hamburg, Frankfurt a. M., Dresden, Leipzig, Bielefeld und Kiel. *♦ Die Unterbringung von Fremden und Flüchtlingen. Einschränkungen für ben Aufenthalt, die Beherbergung und den Zuzug ortsfremder Personen können nach einer neuen Verfügung des ReichsarbeitsMinisters und des ReichscrnährmigsmrnisterS von den Landeszentralbehörden mtt Zustimmung der beiden Minister für Heilbäder, Kurorte und Erholungs- ftätten erlassen werden. Dasselbe gilt für Gemeinden und Gemeindeverbände, wo besonders starker Wohnungsmangel herrscht oder die Ablieferung landwirtschaftlicher Erzeugnisse ober die geordnete Versorgung der Vevölkeruug sonst nicht gesichert werden kann. Flüchtlingen aus besetzten oder abzutretenden Gebieten ist der Zuzug zlu gestatten. Um für diese Naturalquartier zu beschaffen, können sie Fürsorgestellen zugewiesen werden oder zu Verwandten ober in Stellung Mziehen. Zur Gewährung von Nattitalguottiet können auch Mieter unb sonstige Berechtigte hetaugezogen werden. Es ist dafür eine billige Vergütung zu ge- 1 währen. ** D ie Oesfentliche Bücher- ■ Halle ist von Montag dem 11. bis Montag ' den 25. August geschlossen. ** Malzextrakt kommt ab Montag Aus dem Reiche. Dir Freigabe von Fisch Berlin, 3. Aug. (WTB.) Mit Wirkung vorn 4. August 1919 hob die zuständige Stelle die inländische Bewirtschaftung für Fische und Fisch- produkte aus. Von diesem Tage an werden sämtliche in- und ausländischen Frischfische in AukttoN gehen, die vom Reichsfommissar für die Fisch Versorgung genehmigt unb unter dessen Kontrolle stehen. Die hierbei erzielten Preise werden vom Reichsfommissar für die Fffchversvrgung überwacht. Sie sind deshalb als Preise im Sinne des § 3 Üer Preistreibereiverordnung tarn 8. Mai «RGBl. S. 395) anzusehen, nach dem eine Zuwiderhandlung gegen die Vorschriften des 8 1 Nr. 1 unb 2 nicht vvrliegt, wenn die Höchstpreise unb die von den zuständigen Behörden festgesetzten Preise oder Vergütungen eingehaltm werden. Die auf den Auktionen festgestellten Preise bilden die Grundlage für die weitere Preisbttdung, welche sich im übrigen nach den bestehenden Vorschriften richten muß, d.h. nur mit angemessenem Nutzen gemäß der bisherigen allgemeinen Verordnung gegen die Preistreiberei vor sich gehen darf — Die Einfuhr von Fischen und Fischwaren bleibt nach tote vor zentralisiert. W £ der ^ebenfalls' Ausgaben > des 4E uom 1 E'K -u p mxitgede J Fach e SS >ut Kemcindeveri ieratung •iSs TÄ» beamte zu vcran'lo Märung über c «ichemlehr M> MuhMden Auig Zum Fra ja. Franks^ janndiuig Der |tre Zillertal" vmde ■en, wonach lolgt 0i i.Sui'; f* to«ü d-s M its Tanss 20 P 10 Proz. in Seftai M Veüienenden, i i|i, baß das Tmck WährenD dam am Temonstratt Mit des Strei -dten sich die Le p dicjen neuen Fo 2it Wirte hatten ' dl, wohin um Wrtal" gesandt Sie auf 5 UI Müsse der „ Äds um 7.30 1 n nicht geschehe! ■■'.jmntgen dann □en als durch . betrachten. S M btt vhu A kutt mt ge\6)\t immntistch tat tec Tinge hin von hier abrtife fofort schon gtski flucht aus Fi war der Andran auch die Bielen Mahstkitm in G Tie Kriegsküchen ondrmg nicht ent ruch der Andran den 4. August in sämtlichen Drogerien und, Die «seroronung tut me guitjcn Apotheken zum Verkauf. Der Preis beträgt | Arbeitslosigkeit sei, die Erfolge den Erwartunga Bad-Nauheim, 2. Aug. (Prio.-Tcl.) folge der Vorgänge, die sich in den letzten Wochen in den hiesigen Shielklubs abgespielt und zu dr ......... Ermordung eines Spielers geführt haben, hct ^geschlossenen S die Polizet die Spielklubs im GranMk! G allzu sehen unb im Hotel Bristol geschlossen. Die Per $ie $ari ' fonalten der Kahl reichen Anwesenden wurden sestgestellt, die Spieltische unb ©N« gerät schäften beschlagnahmt unb gegen die jöc* anstalter ehi Strafverfahren erngeletttt. Q. Bad-Nauheim, 3. Aug. Auf Ar- anlafsung des Ministeriums hat die hiesige Polize! in der Freitag Nacht den Jütemationalen Sporl' Hub im Hotel Bittong unb den Klub 1919 ul Jeschkes Grandhotel geschlossen und die vorgeM denen Spielgelder (22 000 uiti) 8000 Mk.) für die Staatskasse beschlagnahmt. Dd . Aug. Bürgerri m fein 2bjä-riB 2 sieben Wochen ölte za,- ,lcuen wuryen nut .ayttir -tioie L d Ditte« verkauft Reis Elt dien. Anitnntr. AOOUU kirche». Hauptstt. 49.°^ Eine kräftige, »nclkende Qimä zu verkauf. 015134 «abnttr. 141. Utigen Angeboten ihre Adresse iStratze.Hausnummerund Stock- °"rK)zuverSffenilichen. Soll die tldress« verdeckr bleiben, so wolle Man schriftliche Angebote unter der Anzeigennummer fordern. Xultunft über ?ldressen u s. s. "*rch die Weschästsstelle Kann nicht erteill werden. nicht entsprochen hätten. Namentlich von den Arbeitsämtern im südlichen Teile Hessens wurden Klagen laut. Die Tätigkeit mancher Arbeitcrans- schüsse bei der Ausscheidung der Arbeitskräfte wurde ebenfalls kritisiert. Herr Steher schilderte die Ausgaben der Provinzialberussberatungsämter auf Grund des preus;. Erlasses des Handcls- ministers vom 18.3. 19. Seitens der de«fischen Arbeitsämter wurde der dringende Wunsch ausgesprochen, daß der Freistaat Hessen sich bem bei dem Mitteldeutschen Arbeitsnachweis verband zu schassenden Provinzial-Bcrussberotunqsamt an- schließe, und die Geschäftsstelle gebeten, mit den zuständigen hessischen Ministerien weitere Ber- bandlungen zu Pflegern. Zur Frage der gesetz- lichen Regelung des Arbeitsnachweises wurden die vvm Vorsitzenden dargelegtcn Gesichtspunkte, namentlich hinsichtlich des Ausbaues der Arbeitsämter als gemeindliche Einrichtungen mit entsprechender Vertretung der Ge-- meindekörperschasten, gebilligt. Insbesondere wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, durch möglichst weitgehende »Gliederungen der Arbeitsnachweise in Facharbeitsnachweile und Fachabteilungen den verschiedenartigen Bedürfnissen der Org .risationen bei der Regelung der Arbeitsrrach- tocil'c Sorge zu tragen. Die Landesarbeitsämter sollten keilte weitere Vermehrung der Aufsichts-- mstanzen darstellen, sondern zu selbständigen Abteilungen der höheren Selbstvlerwaltungskörper bzw. der Ministerien in den Bundesstaaten ausgebaut werden. Vor allem wurde die Notwendigkeit betont, die Arbeitsnachweise aus dem Rahmen der Gemeindeverwaltung herauszuhebcn und als besondere Aemter mit besonderen sachkundigen Beamten und Beamtinnen zu versehen. Betont wurde, daß es außerordentlich an geeigneten, aut geschulten Beamten und Beamtinnen für die Berufsberatung und für die weibliche Vermittlung fehle. Ls ist durch den Mitteldeutschen Arbeitsnachweisverband in Aussicht genommen, im Laufe des Winters einen Ausbildungskursus in Verbindung mit dem Sozialen Museum für Verwaltungsbeamte zu veranstalten. Zum Schlüsse erfolgte eine Aufklärung über die Tätigkeit der Kriegsgefange- nenheimtehr und die den Arbeitsämtern hierbeij erwachsenden Aufgaben. Zum Frankfurter Kellnerstreik. fa. Frankfurt, 4. Aua. In einer Ber- sammlung der streikenden Gastl)ausangestellten im .Zillertal" wurde eine Entschließung angenommen, wonach folgende neue Forderungen gestellt werden: 50 Proz. Teuerungszulage, rückwirkend auf l.Juli; fester, auskömmlicher Lohn unter Wegfall des Trinkgeldes, jedoch mit prozentualem Anteil an der Rechnung: bis zum Inkrafttreten des Tarifs 20 Proz. der Zeche in Caf4s und! 10 Proz. in Restaurants Aufschlag als Anteil für den Bedienenden, da das Publikum der Meinung ist, daß das Trinkgeld bereits aufgehoben ist. Während dann die Versammlungsteilnehmer einen Demonftrationszug unternahmen, um die ..Einheit des Streikwillens" zu bekunden, versammelten sich die Vertreter des Wirtsgewerbes, um zu diesen neuen Forderungen Stellung zu nehmen. Die Wirte hatten sich im Hotel du Nord versammelt, wohin um 5 Uhr die Beschlüsse aus dem ..Zlllertal" gesandt werden sollten. Die aus 5 Uhr zugesagte Uebermittlung der Beschlüsse der „Zillertal" - Versammlung war abends um 7,30 Uhr trotz wiederholter Rellama- rion nicht geschehen. Man beschloß daraufhin, die Folgerungen daraus zu ziehen und die Verhand- iungen als durch 6te Angestellten abgebrochen zu betrachten. Sämtliche W ir t svet ri ebe , auch die ohne Angestelltenbedienung, sind von heute an geschlossen. Unter dem Streik leiden namentlich die Fremden, die ohne Kenntnis der Dinge hier ankamen ober nicht rechtzeitig hem hier abreisen konnten. Begreiflicherweise hat sofort schon gestern früh eine reine Fremdcn- flucht aus Frankfurt eingesetzt. Um so stärker war der Andrang zu den Kriegsküchen, wo mich die Bielen Nahrung suchten, die sonst ihre Mahlzeiten in Gasthäusern einzunehmen pflegten. Tie Äriegsküchen konnten natürliche dem Massewandrang nicht entfernt genügen. Entsprechend war auch der Andrang in den Kleinwirtschaften, wo man nicht nur gut mit Speis.n, sondern vielfach auch mit ganz bedeutenden PveiscrhöhiM- gen vorgesorgt hatte. Wie das heute am Sonntag bei geschlossenen Kriegsküchen werden soll, ist noch nicht abzusehen. Tie Varietetheater lassen ihre Vorstellungen ohne Restaurationsbetrieb stattsinden, und ebenso war auch tagsüber der Vorgarten des Cafos Hauptwache bis auf das letzte Plätzchen besetzt, ichenfalls icdoch ohne Restaurationsbetrieb. Leberall an Restaurants und Caf6s rufen Plakate entgegen: „Wegen Streiks geschlossen!" Gefälschte französische Schokolade. — Frankfurt a. M., 3. Aug. Die amtliche Untersuchung der hier massenhaft feilgebotenen ftanzösischen Schokolade hat ergeben, daß diese aus folgendem Mischmasch zusammengesetzt ist: vielem Bananenmehl, etwas Maismehl, Weizenmehl, Fett, Zucker, etwas Zimt und stark schalcnhaltigem Kakao. Die Ware ist also durchaus minderwertig und dem Verkaufspreis entsprechend viel zu teuer. — Und dabei findet das Zeug allerorten reißenden Absatz. — Frankfurt a. M., 3. Aug. Die diesjährige Herbstmesse dauert vom 27. August bis 16. September. Frankfurt a. M., 3. Aug. (Wolfs.) Ter Eisenbahndirektionsprasident Reulcaux ist von seinem Posten zurückgetreten und wird sich in den Ruhestand begeben. An seiner Stelle ist Geheimrat Stopf aus dem Eisenbahnministernlin in Berlin mit der Leitung der Tirettionsgefchäfte des Eisenbahndirektionsbezirks Frankfurt a. M. betraut worden. WM- dl ®-®'" Frankfurt a. M., 1. Aug. Den Gipfel >t S^.HeöölkM der Frechheit erstiegen Donnerstag früh mehrere Uöderfische Atim Hechtfangen ufro. werden auf vorherige Bestellung abgegeben. 9029 Kirch, Dorlar. Fahrrad mit fluter Be^ reisung au verkaufen. 015037] Wolkeoaasse 11. und ^irefenrörw m der KreiÄmh i t. veß unb Stteiil des Kreismles fcrrfl tb der ÄrcheMim' nendvr ein W ffnüwa üfttag der - des toUebmtidAE.r^ ftmcinr *n irörixn w v- m der schoem frti i «eisters im kriegt . ’ urden von dem - : seinem banse to •- iübertz. f Epirlklubs. 2. Aug. ($tii).=Mj chin den leMA s abgckM und)' « gesM W klubs tm Umschlossen Dui ien «aüM. Spieltische und nt und gegen W rfahren anW m , 3. Am .M' ns hat bu W - und Den ÄW- c(^«: folgte, ml e»F srXX 109 «• I lehn. «»Ä «X« Är 2^9' öunöMs^ ts? ^Mildem?, el/tznedberg fa. ^MngdnZL * eiinM Sl M’ÄL.w 2* fae n ^usiDndx trat t «nn-Rodhebn / ch m seiner S >«edn Chrli^ "En müiK,; WyitflfKrfoi 1 mH Reftslvns» und Pfarrer DM ernteten M rcn Redakteur g, teld# die Aushe« » als möglich bet 1cm men. , in den Vorjahr::, ihrigen Sommefr: njelbei Tchiiki lusnahme finden!■ slen Tagen hier tir lerbach. Vogelsberger Fabrknb (reblerfret), im Sept, kalb« umstäudebalb. z. oert M» Garben sich, Llcberstr. 20. Anzuseh. nach 61lhr abds. iWckniitAMK Au öert Kari Damm. 015141 Lindenstrutb. s-verkau}e ] Die Auftraggeber menge" iu I steinerVerkaufs-Anzeigen !■ Berten gebeten, unter allen ber» ..... «««**■I lM" Un'lT ] L Einbrecher, dre aus eurem Lager in der Mainzer Landstraße 171 für 80000—100 000 Mark Tuchballen gestohlen Ratten, den Raub aber, als sie überrascht wurden, im Stich lassen mußten und flohen. Während die Polizei das Tiebsgut dem nächsten Revier zuführten, kehrten die Spitzbuben mit einem anderen Wagen nach dem Hause zurück und erbrachten ein zwelles Lager, aus dem sie für 50 000 Mark Fulterstorte stahlen und diesmal damit „glücklich" entwischen konnten. ga. Frankfurt a. M., 2. Aug. Der Wackren zettel kündig! als Besonderes an: Amerikanisches Weizenmehl (500 Gr. , Fleisch (150 Gr . amerikanischer Speck (125 Gr.), dito Bratsetr <200 Gr.), Margarine ,120 Gr.», ein Ei, Tauermllch, Haserslocken (250 Gr.) und Reis (250 Gr ). fb. »ai eben, 2. Aug. In unserem Torfe treten jede Nacht sechs mit Armee-Revolvern ausgerüstete Ortsbürger an, die in der Feldgemarkung (regen Kartoffel- usw. Diebe Wache halten. Sport« ** Radsport. Ter Gau 9u des Deutschen Radfahrer-Bundes hielt am 3. August ein 7 5- Kilometer^Rennen aus der Strecke Gießen, Grünberg, Londorf, Trais und zurück ab. Trotzdem die Fahrer sehr unter der regnerischen windigen Witterung zu leiden hatten, wurden hervorragende Leistungen erzielt. Ergebnisse: Junioren: 1. E. Noll, Kirchhain, 2 Std. 42 Mm. 5 ©ef., 2. O. Rödiger (Germania Meßen) 2 Std.50Min. 30 Sek., 3. Aug. Deibel (1885 Gießen) 2Std. 52 Min. 15 Sek., 4. L. Klinller, Großen-Buseck, 2 Std. 54 Min. 38 Sek., 5. H. Riesland (Germania Gießen) 2 Std. 56 Min. 5 Sek., 6. Ad. Deibel (1885 Gießen) 3 Std. 5 Min. 50 Sek., 7. K. Seht (Germania Gießen) 3 Std. 16 Min. 10 Sek., 8. E. Alt ho ff (1885 Gießen) 3 Std. 42 Min. 30 Sek. Senioren: 1. L. Käb, Wetzlar 2 Std. 50 Min. 45 Sek. Hochschrrlnachrrchten. l) Marburg, 1. Aug. Die Wahl der Dekane für das Universitätsjahr 1919/20 hatte folgendes Ergebnis: Theologische Fakultät: Prof. Dr. thevl. und Ml. Hermelink; Juristische Fakultät: Geh. Justizrat Prof. Dr. jur. Traeger: Medizinische Fakultät: Geh. Medizinalrat Professor Dr. med. Bielschowsky: Philosophische Fakultät: Professor Dr. phil. und jur. von Prem erstem. Vermischtes. dt. Mannheim, 2. Aug. An der Schieberbörse im Schloßgartcn geht es wie auf einem Jahrmarkt zu. Alles wird durch Ausruf angeboten. Eier und Kartoffeln werden als Lockruf benutzt. „Aha, der Jakob aus Amerika ist da! Sckwkolode, prima Kernseife, hochfeiner Tee!" Hingt es durcheinander. Zigarren werden zu Tausenden umgesetzt, Seife in ganzen Kisten und Kartons. Amerikanische Kleiderstoffe, 3,20 Meter für einen Herrenanzug, werden zu 100 Mk. angeboten, Schuhe zu 60 Mk., Hosenträger, Taschenlampen, Weizenbrötchen zu 50 Pf. das Stück. Ein Verkäufer setzte drei Zentner Schinkm an einem Tage um, verdiente am Pfunid 2 Mk. und hatte fomu einen Tagesverdienst von 600 Mk. Ta ist es fein Wunder, wenn sich die Mannheimer Tetailgeichäfte beflogen. Der Umsatz wird täglich auf 100 000 Mk. geschätzt. ht. Bremen, 2. Aug. Nachdem ber Dampfer „Uranu" mit 4CKX) Ballen Tabak bereits in Bremen ein getroffen ist und hier gelöscht wird, ist auch der Dampfer „Delius" von Amsterdam nach Bremen mit 5646 Ballen Tabak abgegangen. Weitere größere Tabakeinfuhr steht bevor. * Nix mehr Bart kratzen! Wie man aus Budapest meldet, hat die ungarische Räte- rtgierung beschlossen, das Barbiergewerbe vollständig abzuschaffen, well das Barbiergew^rbe kein „produktives" Gewerbe ist, sondern nur d.'m Luxus und der Beguemlichkeit wohlhabender Menschen diene. Es dürren künftig nur noch Haare geschnitten werden. Büchertisch. — Wissenschaft und Bildung. Verlag von Quelle und Meyer. Leipzig 1919. „Die deutsche Reichsverfassung" Von Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Ph. Zorn. Dritte verbesserte Auflage. 141 Seiten. Gebunden 1/50 Mk. .— „Tas deutsche Haus in Torf und Stadt". Ein Ausschnitt deutscher Altertumskunde. Von Professor Dr. Otto Lauffer. 126 Seiten mit 16 Abbildungen. Geb. 1,50 Mk. — „Westdeutschland zur Römerzeit". Von Pwf. Dr. H. DraMndorff. Zweite verbesserte Auflage. 125 Seiten mit 16 Tafeln. Gebunden 1,50 Mk. — „Das Christentum im Weltanschan- ungskampf der Gegenwart". Bon Prof. D. Dr. A. W. Hunzinger. Dritte verbesserte Auflage. 125 Seiten. Gebunden 2,50 Mk. — „Unser Teutsch". Einfühnung üt die Muttersprache. Vorträge und Aussätze von Prof. Dr. Friedrich Kluge. Vierte Auflage. 16. bis 20. Tausend. 128 Seiten. Gebunden 2,50 Mk. — „Musikalische Bildung und Erziehung zum musikalischen Hören". Von Prof. Dr. Arnold Schering. Dritte, veränderte Auflage. 11. bis 15. Tausend. 132 Seiten. Gebunden 1,50 Mk. — „Grundfragen ber allgemeinen Geologie" in kritischer und leichtverständlicher Darstellung. Bon Professor Dr. Paul Wagner. Zweite, verbesserte Auslage. 146 Seiten. Geb. 1,50 Mk. — Die Weltliteratur: Die besten Ro- Wane und Novellen aller Zellen und Völker. Preis pro Heft 30 Pf. Nummer 30 enthält Theo Phile Gautier: „Eine Nacht der Kleopatta" und „Oniphale". L — Was ernt und trennt das Mensche n ge schl e cht? Bon Tr. Magnus Hirsrch- feld. Herausgeglchen von ber Arbeitsgemeinschaft für staatsbürgerlich? und wirtschaftliche Bildung. Berlin W 8. Preis 50 Pf. Spidplan der Srantfurter Theater. Opernhaus Montag, 4. Ang : Tie Rose von Stambul, 7 Uhr. Dienstag, 5. Aug.: Annllia oder: Ein ^Raskenball, Gr. Preise, 7 Uhr Mitt- lvoch, 6. Aug.: Migiwn, 7 Uhr. Dmmerstag, 7. Äug. Ter Rosenkrwaiicr, Gr. Preise, 61Z, Uhr. Freitag, 8. Aug.: Die Fledermaus, 7 Uln. Samstag, 9. Aug.: Nibelungen-Ring I. Tas Rheingold, Gr. Preise, 7 Uhr. Sonntag, 10. Aug.: Die Jüdin, Gr. Preise, 7 Uhr. Montag, 11. 9lug.: Volksvorstellung: Ter Waffenfclunied, 7 Uhr. Tienstag, 12. Aug.: Nibelungen Ring II. Tie Walküre, Gr. Preise, 6 Uhr. Mrttwock', 13. Aug.: Tas Drellnäderlhaus, 7 Uhr. — Schauspielhaus. Riontag, 4. Aug.: Tie große Katharina. Hierauf: Eine Abvockmung, 7 Uhr. Tienstag, 5. Äug.: Rausch, 7 Utzr. Mittwoch, 6. Aug.: Rvs- mersholm, 7 Uhr. Donnerstag, 7. Aug.: Volks- Vorstellung: Tie Räuber, 6'/>> Uhr. Freitag, 8. Ang.: Tie Schmetterlingsschlahtt, Gr. Preise, 7 Uhr. Samstag, 9. Aug : Tie drei Zwillinge, 7 Uhr. Sonntag, 10. Aug.. Volksvvrsbellung: Tie Journalisten, 3 Uhr. D« gvoste Katharina. Hierauf: Eine dlbrechnung, 7 Uhr. Mvntay, 11. Aug.: Tie Schmetterlings schlacht, 7 Uhr. Drensdag, 12. Aug.: Iphigenie auf Tauris, Gr. Preise, 7 Uhr. Briefkasten der HcfcaFtion* H. V. Ein Kvstenerlaß ist nicht erfolgt. Es war nur angeordnet, daß während des Krieges gewisse Kostenbeträge nicht angefordert werden sollten. Eine Anwrderung der Kosten ist also auch heute noch bercchtlgt. Verantwortlich für Politik: I. B.: Dr. Reinhold Zenz. Meteorologische Beobachtungen der Station Gießen._____ Höchste Temperatur am 3. 8. —18.7°, 4. 8. —18.6". Niedrigste „ „ 3.8. = 11.8’, 4. 8. = 8.7". Datum ! Temperatur der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtigkeit ®raö bir ‘B.toöl- Iiung in Zehntel der sichtbaren tzimmelefläch« Wetter 3. 8. 3. 8. 4. 8. nm. abds. om. 16.2 12.8 10.7 7.1 9.6 9.1 55 87 94 10 9 9 tags meist bedeckt kühl nachts bedeckt Wettervoraussage für Dienstag: Vorwiegend wolkig, leichte Regenschauer, Temperatur wenig geändert, westliche Winde. Letzte Ilacbyicbtcn. Das deutsche Weißbuch. Bern, 3. Aug. (Wolff.) Der „Corrierc della Sera" bezeichnet die Auswahl der Schriftstücke int deutschen Weißbuch als tendenziös. Erzberger habe die Auswahl der Dokumente so getroffen, damit das deutsche Volk bei dem Glauben bleiben solle, daß e r nicht die geringste Schuld an der Katastrophe hc^be. Eine Erklärung Hindenburgs. Berlin, 3. Aug. (WTB.) Von der Kommandostelle Kvlberg geht uns folgende .Kundgebung zu: Die Angriffe gegen meinen früheren Mkt^ arbeitet, General Ludendorff, mehren sich. Ohne mich in eine Erörterung über das Unberech- ttgte dieser Angriffe einzulaften, bemerke ich, daß für albe Entschließungen der Obersten Heeresleitung ich allein die volle Verantwortung trage. General Ludendorff hat stets im Einverständnis mit mir gehandelt. Wer General Ludendorff trifft, trifft also mich. Hannover, den 31. Juli 1919. Gez. v. Hindenburg, Generalfeldmarschall. Die Verhandlungen über dir besetztrn Rheinlande. Köln, 4. Juli. (WTB.) Ter parlamentarische Beirat des Reichskornmissars für die bese tzten Gebiete tagte Ijeute unter dem Vorsitz des Urtterstaatssekretärs Lewald unb im Beisein des Reichskommissars v. Starck sowie Vertretern der Regierungm Preußens, Bayerns, Badens und Hessens. Die Antwort der alliierten und associierten Mächte wurde von den An wes m- den eingehend erörtert. Bon bm Mitgliedern des Beirats wurden zahlreiche Wünsche zur Berücksichtigung für die in den nächsten Tagen beginnend'n weiteren Verhandlungen rn Versailles empfohlen. Allgemein bestand der Wunsch, daß das Reichskommissariat und die alliierte Borkommission sobald wie möglich ihre Tätigkeit aufnehmen möchten. Berlin—Ävpenhagen. Kopenhagen, 3. Aug. Die durchgehende Schnellzugsverbindung zwischen Kopenhagen und Berlin über Gjedser-Warnemünde wird nach dänischen Zeituirgsmeldungen ab 3.August wiederhergestellt. Die Ententekommission habe entschieden, daß die beiden Fähren wegen ihrer besonderen Bestimmung in deullcknn Besitz verbleiben werden und am 3 August wieder in Dienst gestellt werden. Auch die zwelle dänische Fähre wird demnächst den Betrieb wieder aufnehmen. Auflösung des interalliierten Ernährungs- ausschusses. Versailles, 4. Aug. Aus dem Bericht des franzöftschen Handelsmrnisteri ums über die vorgestrige Sitzung des interalliierteil obersten Wirtschaftsvates in London ist hervorzuhcben, daß der interalliierte Ernahrungsaus- s ch u ß in Rotterdam, der das Brüsseler Nahrungsmitte labkvm men mit Teuschland durMuführen batte, für aufgelöst erklärt worden ist. IN. Garten in an ter Lage Au verk. Schrift!. Angeb. nur von Selb streik, unter 015165 a. d. Gieß. Anzeig. in vorzüglichem Zustand mit freier Wohnung für M. 36000 sofort zu verk. Näheres Eim, Friedrichstraße 14 I. 015168 torn* Sonhantr zu verfnufen. 015180 Gustav Kobtdcver, Hungeu. 2 gut erbalteuc Herde zu verkaufen. 015147 Kaiser-Allee 34IL SdireibkommoiiB nuhbanmoolieri, zu verk. 011,11 Frauki. Str. 63 Hl. Sch. 2t. Kleid er sebrk., Br. 100M-, 1 frt).Käc!ien{annea- garnilnr, Pr 35M., IP. sch. Laekspangenschalie,(Sr.36 spitze Form, 15 M., a- verk. isuo Sonstcnstr. 11III. 1. Ana. 1914 — 1. Ang. 19191 Sämtliche Nrn. d. „Gieß. 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Der Oberste Rat beschloß, daß der Kommandierende General der srailzösllchen fTruppen gleichzeitig Oberbc- s e h l s y a b e r über die alliierten Besot- zungstrupven sein soll. Die Frage der Ver teilring des erbeuteten f ci nb lrtbcn Kriegsmaterials wurde den militärischen roachverständigen überwiesen. Es wurde enbgültig beschlossen, daß es keiner Regierung gestattet wird, derartiges Material zu verlausen. Die Kohlennot. London, 4. Au-. (W.B.) Bei den gestrigen Beratungen der interalliierten wirtsckxistlichen Kommission in London erklärte Sir Auckland Geddes, England sei nickst in der Lage, im kommenden Winter auch nur eine Tonne Kohlen aus zu führen. jFrankreich erhielt jedoch auf der Konferenz das Zugestündnic- für Lieferung von Nahrungsmitteln von Amerika gegen eine Dollar anleihe. Erzbergers Steuerpläne. Berlin, 4. Aug. Nach württembcrgischen Blättent hätte der Erzbergersche Steuer unitarismus Aussicht, angenommen zu werden, trotz heftigen Widerstcmdes verschnchener Einzelstaaten. Die sächsische Staatskanzlei ocr breitet die Mittellung, daß Sachsen gegen eine vereinheitlichte Finanzverwaltung sei. Jahrhundertfeier der Universität Bonn. Bonn, 4. Aug. Zur gestrigen Jahrhundert feier der Bonner Unioerfitat sprach Kultnsmimster Hänischdie Glücklvünsche der Regierung au8 und versicherte, das; die neue preußische Regierung unter kernen Umständen die Freiheit der Forschung und Lehre antasten lassen merbe. Der Minister warnte eindringlich vor einer Abttennung der Rheinlande und der Zerstückelung Preußens.' Die Lage in Rußland. Berlin, 4. Aug. Zu den Nachrichten über einen Umschwung in Rußland äußert die „Ttsch. Allg. Ztg.": Diesen Umsc^vung möchten wir noch vor dem Winter für wahrscheinlich Italien Ter politische und wirtschaftliche Bolschewismus hat prakttsch in Rußland längst ausgespielt. Bolsck)ewislisch ist noch das Heer, solange eß von den bolschewistischen Machtl-abern Lenin und Trotzki besoldet, bekleidet und verpflegt wird. Aber die breite Masse wird von dem noch herrschenden bolschewistischen System im lommenden Winter mit der doppelten Todesart des Erfrierens und des Verhungerns bedroht. Zu der inneren Unhalt barfeit kommt hinzu, daß es mit Friedensschluß wieder einen Welttvillen geben wird, und dieser Welrwlllen hangt nicht vom Bolschewismus ab, dem damit seine Stunde schlagen wird. Nach einer Bukarester Meldung der „Rundschau" sollen auch Lenin und Trotzki sich auf die Flucht oorberellen. Die neue ungarische Regierung und die Räte Verordnungen. Budapest. 3. Aug. (W.B.) Ungar. Kor, Bureau.) Der Ministerrat beschlos gestern, daß die Ressortminister die Verordnungen der Räteregierung unverzüglich einer R f - Vision unterziehen und bereite dem nächsten Ministerrat vorsckstagen sollen, welche Verordnun gen zu beseitigen sind, und wie der Rechtszustand vor dem 21. März wieder herzustellen ist. In erster Linie wird die Mteverordnung über die Sozialisierung der Häuser außer Kraft gesetzt werden. Rücktritt des serbischen Ministeriums. W ie n , 3. Aug. (WTB.) Nach einer amtlichen Meldung aus Belgrad nahm Kronprinz Alexander das Rücktrittsgesuch des Ministeriums an. Aegypten. Versailles, 3. Aug. (WTB.) Die Mitglieder der ägyptischen Delegatton, die nach Paris geEommen sind, um die Forderungen der Aegyvter vor der Friedenskonsevenz zu vertreten, empfingei^ gestern eine Anzahl französischer, englischer unb aeritonischer politischer Persönlichleiten. Vor diesen formulierten die Aegnpter ihre Forderungen dahin, bah Aegypten die Autonomie verlange, daß sie aber bereit seien, Englands Freunde zu bleiben. Ter französische Dechrtterte Augagneur versicherte die Aegypter seiner Sympathie. In der „Hnmanitö" veröffentlicht Anawle France eine Äunbgebung, worin er gegen die Aegyvten zuteil -werdende Ungerechtigkeit protestiert. Die Schantungftage. Versailles, 3. Aug. (WTB.^ ,/3ntran- figeant' erwähnt eine Tepesche aus Tokio, n» nach Japan und China in Peking über die Schantungfrage verhandeln würtzen. Japan soll danach zum Entgegenkommen bereit sein Eisenbahnangestelltenstreik in Amerika. Chicago, 3. Aug. (Reuter.) Etwa 100000 Arbeiter der Ersenbahnwerkstätten unb Eisenbahnange stellte in Chicago legten gestern die Arbeit nieder. Meldungen aus Atlanta und Georgia besagen, daß 300 000 Eisen bahnwerkstättenarbeiter in den südlichen Staaten die Arbell eingestellt haben. DieWerkstättenarbeiter in Philadelphia, Boston, Denver und anderen wist tigen Lwndelspuntten sind gleichfalls ausständig. Die Negerunruhen in Amerika. Berlin, 4. Ang. Der „Verl. Lok.-Nnz.' berichtet: lieber die N-egerunruhen meldet die .Tarly News": Die Ursachen dieser Scmegung liegen darin, daß die Südstaaten 230000 schwarze Soldaten lieferten gegen 379 000 weiße Soldaten In den ganzen Bereinigten Staaten wurden 360000 Neger rekrutiert Im Heer erfuhren bir schwarzen Soldaten, daß sie unter der Dienstpflicht in allen Rechten den Weißen gleichgestellt wurden, und sie verlangten nun dieselbe Gleichstellung im bürgerlichen Lebien. 2 große Fässer, 1 Weinfäßchen, 1 Eiumachfätzche« hat zu verkaufen Ceatral* Drogerie, Schulltr. 8949 ßemmz!igm.rH»s. (neu*, Phot. App. 9/12, Dovpel-Anastigmat Riet« schel, 4 Ledersttible (ettb.l, Voile-Gardiuen m.seid. Uebcrgardinen, gesllckr, au verkaufen. 015181 LudnigsM 15II. Este EScÖm verk. 011,11 Sandgaeae 35. IW 6tkfe! Ä. 015175 Seltersweg 3. Zwei hochelegant, gestickte Erbstitllstoresz.verkauf. Roouttraße 3V p. ^roHffdilcier Augeben. Scltersweg 3 III. p"11" 6—7 Zentner altes Heu verkauft Lardenbach, Fretenf. 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Stade Frau Gertrud Merkelbach geb. Stade. infolge Herzschlages im Alter von schieden ist. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Elisabeth Weber geb. Heilmann im 68. Lebensjahre von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. VauerndeSxisten; mit einem Einkommen v. M. 7—8000 findet ürebs. Herr durch Einrichtung ein. kl. solid. Fabrikations- u. VerfandgeschäftS. Erforderlich sind M. 1000, die s. Anschaffg. v. Rohmat. u. Perpackungsmat. dienen. Oss. an Proal-Werk, L.w.d. H., Bonn a. Rh. Gießen (Hillebrandstr. 5), den 4. August 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch, 6. August, nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. opferfreudig im IM* aller M ESJÄSÄ wert die BrflM'iehe Uelv.-DreekereL B. Lob», eieflae Gaben des Geistes und Gemütes und zugleich ein leuchtendes Vorbild an V; Arbeit voii JjWt; hier. Schülerin ob. ningerer Schüler findet in gntm Hause freundliche Aal' nähme. 0151*' Näheres in dcrGeschaNs' stelle des Giefi. Anz. In der Begr «k'ührt, daß di Hirne § 2 des St L M; 1919 al A werden muß. rien Eiiizeluntei !«in Scutiälai cti?- I)at biefftt Nllchn Werte > DMs. MchM 'Mtn ist, zur anb5 in weit stö Wasserkräfte 1 Die Beisetzung findet am Donnerstag, dem 7. August 1919, nachmittags 3 Uhr, Schmerzbewegt stehen wir an der Bahre dieser edlen deutschen Frau. Durch fast fünf Jahrzehnte, darunter beinahe zwanzig Jahre an leitender Stelle, war sie unermüdlich und Für den Vorstand des Zweigvereins Gießen vom Roten Kreuz: Dr. H. Schneider. Die Beerdigung findet am 5. August nachmittags 1 Uhr statt. Hauslmrsche sosort gesucht 899)8 ________Ohrenklinik. In tiefem Schmerz: Elisabethe Spuck geb. Fay Eduard Spuck Kathrinchen Haas als Braut. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen : Marie Bindschedler geb. Pfister Olga Bindschedler Steinbrnchsarbsiter bei hohem Lohn gesucht. 9031 Valentin. Krosdorfer Str. 201. Für den Vorstand des Alice-Frauenvereins, Zweigverein Gießen: Frau M. Kramer. Von bedeutender, bestens eingeführter Maschinenfabrik wird Vertreter gesucht für Wäscherei-Maschinen und vollständige Wäscherei Anlagen. Es kommen nur bestens cingeführre Fachleute in Betracht. Schrillt. Angeb. unt. 8972c an den Giefi. Anzeig. erbet. für Lebensmittelgeschäft gesucht.80,) Derktplati 21. Todes-Anzeige Allen Verwandten und Bekannten die traurige Mitteilung, daß Sonnabend nachmittag 5'/, Uhr meine liebe Frau, unsere teure unvergeßliche Mutter, Schwester, Schwägerin, Schwiegermutter und Großmutter Katharina Brückel, geb.Rühi nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 55 Jahren sanft in dem Herrn entschlafen ist. Es war ihr trotz heißem Sehnen nicht mehr vergönnt, die Rückkehr des in englischer Gefangenschaft befindlichen Sohnes Willy zu erleben. 9040 In tiefer Trauer: Familie Wilhelm Brückel II., Spenglermeister, Familie Christian Rüspeler, Familie Emil Hock. Lang-Göns, engl. Gefangenschaft, Nieder-Kleen, den 4. Aug. 1919. Am 1. August entschlief sanft unsere liebe Mutter, Schwiegermutter u. Großmutter Frau Helene Stade geb. Buff Witwe des Geh. Kirchenrats Univ.-Prof. D. Dr. Bernhard Stade Tüchtiger Tchmiedegeselle sofort gesucht. 8933 Earl Heiser, Alslelfl. Am 2. August dieses Jahres verschied die 1.Vorsitzende des Zweigvereins Gießen des Alice-Frauenvereins Frau Berta Gebhardt. agna £ Intuit von verboten.) den Brie linrrte sie , > hm 5, Suche Mr sofort einen verheirateten u. einen ledigen Knecht ah Pferden. 8905 ttlpukne. Hof Dauern- beim bei Nidda. konnte sie in langen arbeitsvollen Friedensiahren, wie in leidensbitterer Kriegszeit dem Liebeswerk des Roten Kreuzes in unserer engeren Heimat eine bedeutende Helferin, eine unersetzliche Führerin sein. Allen aber, mit denen sie das Leben zusammenführte, brachte sie ein Herz voll Güte und warmer Menschenliebe entgegen. Nun, da sie von uns gegangen ist, mitten aus der Wirksamkeit heraus, bleibt uns als ihr Vermächtnis, in ihrem Sinne weiterzuarbeiten im Dienste der Menschlichkeit. Tüchtige Büglerinnen für Stärkcwäsche, sowie Waschfrauen Deutsche demokratische Partei Dienstag abend 8 Uhr Id ,.Aquarium *W all t or st r. I Mitgliederabend. wpd Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen lieben Gatten, unseren guten Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herrn Philipp Weber Wagenwärter i. P. nach kurzem, schwerem Leiden im 74. Lebensjahre Mröeluecht ges. •°« Schäfer, Ltcher Str. 9. d Rcke und bi Ä Pflichten der Kcchtigtcngegcn ber. Den Berechi Wadigungzu Ilgel in der Beter A Rechten und - j.i, daß, wenn e M zwischen den chic und Eiubr 'che nicht 5ulte G entscheidet. % Whrung cigeni hib eines Lande inn. Zur beratet rltgenl-eiten der s Met die Reichs 25 Ztaatenaussch rhie Lander Sitz cib §29 roirb dc srTurchsührung I 3 zu einer Milli Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß mein herzensguter Mann, unser lieber, treusorgender Vater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Spuck Briefträger i. R. Samstag, dem 2. d. M., nachmittags 11 Uhr, plötzlich und unerwartet 62 Jahren aus unserer Mitte ge- } mehrere- tew60 Em deütili“., I „.3. D«»111 Erreuguugfl1 l-mnit tnb, ' ><« #n md d-S M । 1 gerarieden. ii>«5 ütid) ,»l «n de§ Kxp- jrunfl begnnci« nuiltr*' Züiiütttr HMbuMe gesucht 8997 Möbelfabrik «rück. Gewandte Flickerin od.Weifrzeugnähcrin gesucht. 0149W 7!rau von Holltz, geb. Schirmer, Süd-Anl. 17. Amsterdam, - ho" der wüten ejwt beraten. I, Zrulk gebracht, b. in Ami :t. Arbeitcrgc Mlldensoertro lZ et als den 5{-d bäte Ijürfsniten fön tt!^terichictr, die?, Mmbkommens in j Mietgesuche | 3n mieten gesucht mit Zlüchc. Schriftliche Angebote unter 014860 an den Giefi. Anz. erbeten. Möbl. 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Anzeiger erbeten.__ Repetition in Mathematik bis einschl. Cberlct gei Schriftliche Angebote tnti Preisangabe unter 01512 «IE 'V .4M - L>;' M 1 M M $ MK M M K & 6 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (Seneral-Anzeiger für Oberhessen) unsere '^nschaft lsPe!er, Aug. i9lq gust 1919. örtlich img gesucht werden 5te»engesuche dm sollst glücklich sein, Sigrid, tut es. Nachdruck verboten.) Fortsetzung 25. Anzeiger -ar nicht gust, nachm. lofs aus statt. liebenen: Heitmann. schartsgemeinschaften, richtet werden. tuen, meinen ^legervater, I Endlich aber raffte sie sich auf. Feige wir W; nie gewesen. Langsam nahnr sie das umsang- fll5 Schriftstück Sigrids zur Hand und las mit IMlendem Herzen: \ Bund sympathisch Hinweisen, daß die uoctc j, orbentlidr inckchcnzumbald: Uritt gesucht A C. 6k ltlcinhem Lahnboinr. A uchtigcöMadchttki. an sür einige emr-i cmiliagvingliche^ eimal in der Woche,--.! >uöb.s.sosorl gesuch!" n.jvranksuri.Lir'!. internationaler Sewerkschastrkongreh. Amsterdam, 2. Aua. (Wolff.) Es wurde te von brr zweiten Kommiffion unterbreitete Re- elution beraten. In dieser Resolution wird zum .sluedruck gebracht, daß der internationale Gewerk- mastslvngreb in Amsterdam die Paragraphen r A r b e i t c r g c s e tz g e b u n g , die in dem Rriebe naoertra g aufge-iwmmenworden sind, iüid11 als den Ausdruck der Forderungen der Arbeiterklasse aller Länder cner fe n uc it könne. Im einzelnen werden & Unterschiede, die zwischen den Paragraphen des kbeiisabkoinmerrs im Friedensvertrag und dem m den internationalen GcwerlschaftSorganisrtio- «i gebilligten Berner Programm tont Februar 1919 bestehen, dar gelegt. Diese Unterschiede betref- X 1 die Arbeit von Ländern und Jugendlichen, ■ - Frauenarbeit; hierbei wird bemerkt: Tie Tat- Werkt Tu, Sven sagt, in erneut Stück Ibsens käme ein verrücktes Frauenzimmer vor, das „nit der Schönbeit" stirbt. Tas fnrbe ich fo übel. Man muß ebenso schönheitsöedücstige peelen verstehen, um sie zu begreifen, und ich, rch glaube, ich bin auch eine solche und brächte c*< Aus Statt und Lcrnd. Gießen, den 4. August 1919. UntcrtunftSräume von landwirtschaftlichen Arbeitern. Tie Unterbringung der Arbeitswilligen in offenen ©teilen der Landwirtschaft sowie in staatlichen Forstbetrieben scheitert vielfach daran, daß die vorhandenen Unterkünfte ungenügend mit Strobföcken, Tecken, notwendigen Möbeln, Eß- und Kochgeschirren ausgestattet sind. In zahlreichen Fällen ist der Arbeitgeber in Unkenntnis über die Besck)afsungsmöglichkeiten und die einschlägigen Bekanntmachungen der zustän- laut „Dffcnb. Ztg." u n z u t r e f f e u d. Da es Dr. Streckers Bemühungen, vereint mit dem baonchen Kultusminister Professor Hummel gelungen ist, in dem Säiulkompromiß Tr. K r e n tz behandelte die Ernährungsfrage nach dem Kriege. Ter Reformbund sei durch das Hess. Landesgesttz ins Leben gerufen, er verzichte auf alle Polilit und behand.'le die Frage rein bom wirtschaftlichen Stanüpimkt. Ter sozialen Frage Der Ansässigmachung auf dem Lande steht der " "" ,enüber, aber er müsse darauf ... - Haltung des Großgrundbesitzes heilig rür die Ernäl-rung unserer Städte sei. Des- l-alb muß der Staat den Großbesitz erhalten. Tie Oefsentlichkeit muß auf die technische Seite hinge- wiesen und über die tatsächlichen Leistungen oon Groß und Klernbesitz für die Ernährung aufgeklärt werden, auch gegeitüber irrigen Behauptungen in der Volkskammer. Sonst bleibt die Ent- täuschung nicht aus und madjt sich in Anssckweituw- gen Luft. kommen. Er behauptet, ich wär« immer hübsch. Ter Fürst aber meint, je schöner das Bild, um so glänzender müsse der Rahmen sein. Na, ich habe gegen den kostbarsten nichts einzuwenden. Weißt Tu, wer immer so wie wir herumgelausen ist, namentlich in bett letzten Jahr eit wollte es ja immer nirr noch zu den diomen Kattnnföhn chen langen, der ist glücklich, roemi er sich schmücken kann. Zum ersten ‘" * • * - ■ • - • skut einem Rücktritt des Präsidenten des hessischen Landesamtes für Bildungswesen nickt zu rechnen. Die Wahlen im besetzten Gebiet. hl. M a i nz, 2. Aug. Man rechnet ziem- ltch stark damit, daß die Gemeindewah- l e n nun auch im .besetzten N h e i n h e s s e n bald stattfinden dürfen. Die Parteien rüsten sich, soweit das unter den heutigen Verhältnissen erlaubt ist. Es ist auch angeregt worden, die Wahlen auf dem Wege her Vereinbarung kampflos vorzunehmen. Dafür besteht aber wenig Neigung. mpfang bei Hofe werde ick ein kostbares, wer pes L pitzenkleid, das von lauter losen Brillanten überrieselt, tragen. In meinen roten Haaren wird sich unser Familienschmuck auch nicht übel ausnehmen, und ich werde schön fein, ach schön! verstehen müßtet. Wenn Sven auch schilt, daß Du auf und davon gegangen, so empfinde ich dock!, daß er Dir in Wirklichkeit nicht zürnt und es nachzufühlen versteht, warum Du gegangen. Er erzählte mir auf unserer Reise auch von einer jungen Tarne, die ihm im Vorjahre in der Sckstoeiz begegnet, und die ihm mächtig imponiert hwte. Er beschrieb sie ziemlich genau und gestand mir treuherzig, daß das die einzige gewesen, die er geheiratet hätte, meint er mich nicht schon gelebt hätte. Hübsches Bekenntnis. Was? Na, ehrlich ist mein guter Soen, das ntufe ich sagen. Wüßte ich nicht, daß Du dm ganzen Sommer in Berlin Kinder gewartet hättest, ich hätte geglaubt, Ihr wäret Euch in der Schweiz begegnet Schade, daß es nicht so ist, das 'untre ja ein Hauptspaß geworden. Da habe ich aber nvch immer flau; vergessen. Dir zu sagen, welch' reizenden, interessanten Gast wir hier haben. Fürst Gorat- schin, ein junger, eleganter Russe. Tente Tir, 'wir trafen ihn auf der Reise. Sven tarnt ihn schon lange, vm den Hoffestlichkeiten her. Es war grofee Wiedersehensfreude und der Fürst schloß sich uns an. Denke mal, auf der Hochzeitsreise mit solchem „Anhängsel" wie Goratschin von sich selbst sagt. Es war aber bezaubernd, zumal er uns das Zeugnis ausstellte, daß wir das erste vernünftige hockzeitsreisende Ehepaar wären, das ihm begegnet. In Genua trennten wir uns dann, und nun ist er hier und amitfiert uns himmlisch. Selbst Großmama, die nie mehr an der Gesellschaft beilnimmt, ist ganz „futsch" von ihm. Sven findet diesen Ausspruch „Dulgar", aber nicht wahr, meine geliebte Ragna, zu Tir kann ich reden, wie mir der Schnabel gewachsen ist? Na, der Fürst versteht es aber auch, sich angenehm zu machen. Wirst Tu glauben, daß er oft stundenlang bei Großmama sitzt und ihr vorliest, sogar aus der Bibel, er, der so weltlich gesinnt ist, daß ich überhaupt glaube, er hat die Bibel zum ersten- Jn der Aussprache ergriff auch Finanzminister Henrich, das Wort. Er betonte, daß der Regierung die Mitarbeit der Interessenten erwünscht fei. Tie Frage, ob Gwß- oder Kleinbesitz wirtschaft- txdyex fei, laste sich nicht auf eine einfache Formel bringen. Nord und Süd lasse sich bei der Behandlung der Siedlungsftage nicht vergleichen. Soziale und wirtschaftliche Gesichstspunfte seien bei der Berteilimg maßgebend. Bei der Änstösnng der Fideikommisse werde man daraus sehen, daß die Güter nicht umvirtschafttich behandelt werden. Tie Städte, seien an den Großbetrieben besonders wegen der Milchwirtschaft interessiert. Man wird sich bei der Zerschlagung der Gutshöfe manche Enttäuschung nick t erfparen können. Bei der Ausführung des Gesetzes werden Sachverständige zu gezogen und Sozialisierung der LlektnzitSK- wirlschaft. Berlin, 2. Aug. (Wolff.) In bent der Mationalversaininlung zugegangenen Entwurf eines Gesetzes betreffend S o z i a l i si e - rung der Elektrizitätswirtschaft t cißt es u. a.: Das Reich ist befugt, gegen eine angemessene Entschädigung zu übernehmen: l. Anlagen, welche zur Fortleitung von elek- trischer Arbeit in Spannung von 50 000 -sott und mehr bestimmt sind und zur Ver- lindung tnehrerer Krastwerie dienen: 2. Anlagen zur Erzeugung elektrischer "Arbeit (Elektrizitätswerke) mit einer installierten Ma- schii-enleistung von 5000 Kilowatt und mehr, :mlche int Eigentum privater Unternehmer stehen und nicht ganz überwiegend zur Erzeu- ;uug elektrischer Arbeit für eigene Betriebe chenen: 3. privaten Unternehmern zusteheudc liechte zur Ausnutzung von Wasserkräften für vä Erzeugung elektrischer Arbeit mit Lei- tungsfähigkeit von 5000 Kilowatt und mehr, welche nicht ganz überwiegend zur Erzeugung tt.ktrischer Arbeit für eigene Betriebe bestimmt sind, einschließlich des Eigentums an den in Ausübung dieser Rechte errichteten Anlagen und des Rechtes auf Benutzung techni- idjer Vorarbeiten. Aus Antrag eines Landes ist das Reich verpflichtet, die beim Jnkraft- r ten des Gesetzes bestehenden oder in Aus- lÜhrung begriffenen staatlichen Leitungsanla- en zu übernehmen. Rach § 3 gehen bei der ilt’berimlniie die in § 1 genannlcn Attlagen i nb Rechte nnb die auf sie bezüglichen Rechte jnb Pflichten der bisherigen Eigentümer und berechtigten gegenüber Dritten auf das Reich über. Den Berechtigten ist eine angemessene tzntschädigung zu gewähren. Sie soll in der Regel in der Beteiligung an den übernommenen Rechten und Anlagen bestehen. § 7 führt aus, daß, wenn eine vertragliche Vereinbar- rung zwischen den Beteiligten über die Ueber- nahnte und Eittbringung der Anlagen und fürchte nicht zustandekommt, ein Schiedsge- r'cht entscheidet. Nach § 15 hat daS Reich vor Ausführung eigener Leitungsanlagen innerhalb eines Landes die Landesbehörde zu hören. Zur beratenden Mitwirkung bei Angelegenheiten der Reichselektrizitätswirtschaft errichtet die Reichsregierung mit Zustimmung des Staalenausschusses einen Beirat, wo- Mckun welche vertraut inii- enen non JliiWA lwiein7chwaGr°-I ihren sind, sucht 1°';! liuernde SteQung. 1 Ingebote mit ZtW bidiniien und W orücben an d. tnäeigcr_crbetemj Fräulein, 23^ urachenknudia. nw; ^mnnbcrtiniemcr e- mö vausbali, m • tff(ung alS^ oder E Kam liebste» "- (iahe dienen. & (brüten uni-^L gCflUltHltOOl- uuiu-L, iuyx o 1 uhu.ii, ,, ui- iik’n 'meint, und sie hat doch noch nie gemeint, b dabei hat sic ben Brief nicht mal gelesen." Ja, Ragna weinte. Ihre Tränen tropften ter auf die vielen, eng beschriebenen Seiten - Brieses, den zu lesen sie eine seltsame Scheu ?lr I Ms-md. agna Gvenöburg Roman von Anny Wothe. namentlich, wenn er so vieles was ich tat und sagte, dumm und kindisch fand, jedenfalls imponierte er mir mehr als jetzt, 'wo er mich bloß v5r- wöh-nt durch tausend Aufmerksamkeilen. Na, weißt Tu, Liebchen, hübsch ist ja so was, aber auf die Tauer verteufelt langweilig! „Sven ist ein guter Junge", sagte ich neulich zu Großmama, die Jahr ein Jahr aus am Kamin sitzt und das Feuer schürt. Weißt Tn, 'was sie mir darauf an tato ritte? „Hüte Tich, seine Güte zu mißbrauchen, Tn 'würdest dann vielleicht schrecklich erkennen, daß er mehr und etwas anderes ist, als für was Tu ihn hältst." Wie findest Du Großmama mit ihren Orakel- sprüchen? Tie tut, als ob Sven ein Gott wärt! Mein Gott, das ist ganz natürlich, die hat ja eitrig außer Sven und unfern gegenwärtigen Gast keine anderen Männer gesehen. Aber ich, ich kenne sie jetzt. Weißt Du, auf der Hochzeitsreise, da sah ich viele, ach und dann hatten wir so .viel Besuch. Sven liebt es, stets das Haus voll Gäste zu haben und ich — na ich erst recht. Ach, es ist doch herrlich, sich alle Tagt für einen großen Kreis swher Gäste zu schmücken, die mich natürlich alle bewundern. Findest Tu übrigens auch, daß ich so schön bin? Man sagt es mir alle Tage. Nur Sven nicht, er meint, ich wäre eitel, wenn ich ihn danach frage. Ter gute Sven ist ein Pedant. Wazu bat man denn seine Schönheit, wenn man sich iivck nicht einmal daran erfreuen soll? Sven ist meift so ernst, während ich mit den anderen lache, tolle und schwatze. Neulich fragte er wieder nach Deinem Bild. Tue mir beit einzigsten Gefallen und laß Tir endlich mal einen Abklatsch machen, damit er Dich wenigstens im Bilde kennen lernt. Weißt Tu, was ich glaube,- daß Ihr beide Euch sehr gut !n”’m'~r und allein da draußen in der Welt G- überhaupt verbieten. Ta sah ich ihn an uitb fugte: Tann würde ich fterben. Sven fleJEhS 'cm Wort, aber an der Art, wie er meine küßte, sah ich doch, daß er mir das erlaubt, et fc.^nr freute macht. Ueberhauyt Sven! Du IP16WWW gar >nch§. metn Süßing, wie verändert er 8 ttü der letzten Reise im vorigen Sommer, ?1 €r kurz vor unserer Hochzeit zurückkehrte. plld,, kW Eann das unsinnigste Zeug verlangen — er Schließlich wurde folgende Entschließung angenommen: Tie Teilnehmer der heute tn Darmstadt aus Einladung des.ReformlnmdeS der Gutshöfe abgehaltenen Versantmlimg hobeir sich überzeugt, daß m Interesse der Ernährmrgssichermrg der ftabtte garnen der Faserstoffvertriebsgesellschaft, Berlin W 8, Taubenstraße 8/9, zur Verfügung gestellt werden. Eine Abgabe seitens dieser Stelleir erfolgt mir an Kommunalverbände, Handwerker-, Industrie-, Landwirtschafts- und sonstige V e r - braucherverbände oder an besondere W irt- ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Ter Abschied mit der gesetzlichen Pension wurde Lt. d. R. Krüger des Jüf.-Regts. 118 und Mertens, Hauptmann im Feldart.-Regt. 27, bewilligt. ** Die Bi ehz ählung in beiden Hes- • c n. In der Pvooinz Hessen-Nassau wurden am 2. Juni in 240 090 oiehbesitzenden Haushaltungen 85 715 Pferde, 489388 Stück Ittndoieh, 233 433 Schast, 329 180 Schweine, 293 591 Ziegen, 1 743 878 Stück Federvieh und 273 468 zahm? Kaninchen gezählt. — Ju H e s s« n - Da r m st a d t zählte man 158 221 viehbesitzende Haushaltungen mtt 56 624 Pferden, 278 086 Stück Rindvieh, 72 807 Schafe, 183 462 Shweine, 160328 Ziegen, 1 041 745 Stück Geflügel und 179 340 zahme Kaninchen. ** Der Brief- und Postkartenver- kehr mit Dosen ist gegen Jnlaudsgebühr wieder aufeenotnmen. ** Im Postscheckverkehr treten am 1. September bemerkenswerte Aendemngen ein. Bei Sammelüberweisungen und Sammelschecken stellt jetzt das Scheckamt die Mitteilungen an die einzelnen Empfänger aus. In ^ukrmst sind die Kontoinhaber verpflichtet, für jebc Eintragung in der Sammelüberweisung eine Ersatzüberweisung auszustellen. Ebenso ist bei Sammelschecken für jede Eintragung eine Zahlungsanweisung vom Kontoinhaber Au ■fertigen. Sie treten an Steile der bisherigen Gutschriftzettel und amtlichen Zah- lungsanweifungien. Die Vordrucke für die (Sitte schriftzettel müssen jetzt dem Scheckamt bezahlt werden. Tie Vordrucke zu Erfatzüberweifungen und Zahlungsanweisungen werden vom Postsckieckamt unentgeltlich geliefert. Der Abschnitt kann zu Mit- teihmgen an den Empfänger benuüt werden. ** Tie Deutsche Liga für Völkerbund veranstaltet gelegentlich der internationalen Messe im Oktober in Frankfurt eine Tagung, bei der Redner von iuternativ-nalem Ruse M) §21) wird bem RcichSschatzministcr für die Durchsührung des Gesetzes ein Geldbetrag bi-5 zu einer Milliarde Mark zur Verfügung Mellt. In der Begründung des Gesetzee. >oird angeiührt, daß die Elektrizitätswirtschaft im -inne § 2 beS SozialisierungsgesetzeS^ vvm -V Mörz 1919 als sozialifierungsreis ange- te’jcit werden muß. Die Zersplitterung in zahl- nühen Einzelunternehnlungen — zurzeit Le» i'-!;cn in Deutschland über 4000 Elektrizitäts- fterfe — hat vielfach zur Entstehung unwirt- tt-vftlicher Werte geführt. Für die künftige deutsche Wirtschaft muß mit großem Kohlen- inaiigel gerechnet werden, weshalb dringend poten ist, zur Energiewirtschaft Deutschlands in weit stärkcrenr Umfange als bisher die Wasserkräfte heranzuziehen. • fache, baß diese Frage erst dem i:ctemcitivnalen Kongreß ift Waitzingttm vorgclegt werden solle, beweise, daß das Berner Programm nicht beachtet worden sei; 3. achtstündigen Arbeitstag, 4. Herabsetzung der wöchentlichen mrunterbrochenen stttihe- zeic von mindestens 32 Strmpen auf 24 Stunden im Friedensvertrag, 5. die Heimindrcsttie, 6. das Bereinsrecht, 7. die Arbeit von ?(uö!änbcrn, wobei bemerkt wird, daß der F riedensvertrag über die von der Berner Konferenz geforderte Aufhebung der die Einwanderung uerbiclenben Be- Stimmungen schweige, 8 Mindestloh?, 9. wird bemerkt, daß der Friedensvertrag die ^-ordcnuig.-n der Arbeiter bezüglich der Bckämpftcng der Er- werbslvsigteit 4inö in der Frage der Arbeiter- Versicherung nicht ermähnt. Es wird darauf hin- gewiesen, daß int Frich-ensvertraoc nicktö neu.'s von ivirklicher Bedeutung enthal t', ist, daß ohne ein internationales Arbeiterrecht der Völler^ bund kraftlos und der Friede unvoll- kommen ist. Tie Resolchion schliesft: "Angesichts ber Tatsache, daß die Arbeiterklasse ihre Forderun- gen selbst sestftellte, befräftigt der Internationale Kongreß von Amsterdam das Berner Programm und ruft olle nationalen Arbeiterbewegungen aui, dasselbe vollständig und unmitkckbar zu verwirklichen. Bei der Abftimmmtg wurde die Resolution der Kommission mit 31 Stimmen angenommen. Au» Hessen. Der Großgrundbesitz und die Ernährung der Städte. I. Darmstadt, 1. Aug. Der Reform- buitb deutscher Gutshöfe hielt Heine nacfji* mittag im Fürstensaal eine aus Hessen und Hessen- Nassau sehr gut besuchte Versammlung ab, die von JJJrtj!. f >L>ie hielt den Dries in der einen Hand, einen , MMN fbiMblick starrte sie tote geistesabwesend darauf, spiiier. sll'IWlM aber käm es wie ein Schrei ton ihren te nn. M»pen: H. .,Vou Daheim!" über den Völkerbund spreck»en taerben. Tabci wird jirf) voraussichtlich Estlegeiih.it bieten, die aiu-«. ländischen Besuch.-er der Messe uber die deutsch- Auflassung trom Völterbund und Deutschlands Beteiligung an ihm aufzuklaren. Personen int West- ^.utschen Bezirk, die. fiel für die Tagung intcr- elfteren und an ihr teilnehmen möchten, werden gebeten, ihre Adresse ansugeben an txm Westdeut- deutscken Bezirk der Deutschen Liga für Völlet- bund, West-Frankfurt am Main, (Skirtncrweg 62. Landkreis Gießen. fg. Groß en-Bus eck, 1. Aug. Dem neu- gewählten Bürgermeister Ferdinand G a n , der beute in sein Amt verpflichtet und eingeführt mutbe, brach te am gleichen Ülhcnd der Bürgerverei; unter Beteiligung des Oktsvorstandte, Kriegerver- eins und der beiden Gesangvereine Germania und Heiterkeit eine Huldigung bar. Eine vielhun- dertköpfige Menge hatte sich vor seiner Wohnung eingefunben. Ter Cteiangrerern „Germcaria", unter Leitung seines Trrigeirten Konrad Ricvlai, er» freute durch stimmungsvoll vorgetragene Lieder. Der zweite Vorsitzende des Bürgervereins, Landwirt Heinrich 2 dj e I b IV., brack-te in einer An - spräche die Glückwünsche der Bevölkerung und des Bürgervereflts zum Ausdruck und wies I-auptsiLcklich daraus hin, daß die Ehrung ein Beweis sei für dac- Bertrauen, das die Bürgerfchaft ihrem neuenvähl- ten Oberhaupte entgegenbringe. Bürgermeister Gans dankte für die erwiesene Ehre intb das Ver trauen. Gleichzeitig versicherte er, für alle ein gc rechter und unparteiischer Bürgermeister sein zu wollen nnb seine ganze Kraft für das Wohl ber Gc- meinbe und ihrer Bürger einzusetzeic. Dieses Ver» sprechett gelte nicht nur feinen Wählern, sondern allen Bürgern der Gemeinde. Die Gemeinde nack den tteuzeitlichen Verhaltttissen und dem Gnmbsatz „Recht und Gerechtigkeit" jedem einzelnen zu führen, werde er als seine vornehmste Aufgabe bc< trachten. Stürmischer Beifall wurde ihm zuteil Hierauf bewegte sich die huldigende Menge, zu einem festlichen Zug geordnet, nach dem Saale, von Gastwirt Brück, in welchem iwch ein vom Bürger' verein veranstaltetes Tanz kränz dien abgehalten lourde, bas alt und hing bis zum frühen Morgen in stimmungsvoller Weise zusammenhielt. Kreis Lauterbach. O Aus dem Schützer Land, 1 August. Allenthalben hat hier ber Schnitt des Korns begonnen. Die Ernte fällt sehr gut aus. Auch die Sommerfrucht hat sich iwch trefflich entwickelt. Die Felder stehen zum Tell besser als in der Wett terau. Unser Sandboden, dem in denTaleinschnitten lstiuftg fruchtbarer Löß aufgelagert ist, gibt auch eine gute Kartoffelernte, besonders >vo künstliche Dünger, ivie Kali und schwefelsaures Ammoniak, zur Anwendung gekommen sind. Einen reidjen Graswuchs zeigen die fruchtbaren Wiesen ves Schlitz- und des Fuldatals. Das Futter ist jetzt teilweise schon höher, als es beim ersten Grasschnitt stund. Die guten Aussichten für die G rum meternte haben die hohen öeupreit’e schon sehr gedrückt, wenn auch iwch nicht ein Preissturz eingetreten ist, tote er aus den östlichen Teilen des Kreises gemeldet wird. Der Preis für den ^Zentner ist bereits von 35 Mk. auf 25 und 20Ml. ytrüdgegaitgen und dürfte weiter satten. Da die Obstblüte in ihrer Entwicklung zurückgehalten wurde, hat sie die Balte Witterung gut überstanden und trefflich angxsetzt. Besonders Aepsel und Birnen bringen eine sehr reiche Ernte, während das Steinobst geringere Erträae zeitigt. — Der Schützer Sommer - oder Krrschen- martt zeigte in diesem Fahre wieder einen lebhaften Verkehr. Zahlreiche Verkaufsstände waren aufgeschlageu und boten die seltensten Waren feil, die man lange nicht mehr im öffentlichen Handel gesehen. Nur an Kirschen fehlte «S. Dre wenigen, die auf den Markt tarnen, waren trotz des hohen Preises von 2,50 Mk. für das Pfund bald ausverbauft. Nach altem Brauch waren die Burschen und.Mädchen deS Schlitzerlarrdes in großer Zahl in ihren alten Trachten erschienen und führten ihre alten Tänze auf. Hunderte von Kurgästen aus Bad Salzschlirf belebten das Bild und erfreuten sich an dem bunten Markttreiben. Starkenburg und Rheinhessen. oz. Offenbach, 2. Aug. Verhandlungen mit dem französischen Verbindungsoffizier führten zu starken Speckzufuhren, der laut „Offeub. Ztg." für 4,40 Mk. pro Pfund verkauft wird. Auf den Kopf fällt ein halbes Pfund. Reis sind 160 Zentner eingetroffen für die Krankenhäuser, Man hofft auf weitere Lebensmitteleinfuhr. Auch die Metzgerinnung bezog einen Waggon billigen Speck, Pfund 7,30 Mk im Verkauf, während er bisher noch 10 bis 11 Mark kostete. Lanbcrcö Wnickch" vormittag^ lick Fran E. Fnhrj SoiMNstt. 25l.\ M w te: cüemenHaEii'i'- >er gesuchl. eidinitit. d.G.L , Liebst- R°sn«! **,u II X bxn ich mal inieder. Am liebsten käme ich »11 Tir. Aber Chaja ist ein alter «fitWav ich auch tue, um von ihr Deine SU erfahren, fit schweigt tote das Grab. t't wütend, bif> ich für meine Briefe an Tich jjlcrio „| 6-bie Vermittlung der Altar braucke und Behördliche Anzeigen Statt Karten! r Statt Karten! MB (Dieben, 3. August 1919. Karl Fercher und Frau Paula geb. Knoll. 0151551 Montag nachmittag von 4 bis 7 Uhr m. 27 Weiße Tüllblusen schlossen. 015159 n Bergstraße 20. 8080 V djn 4 Grützen sofort vom Lager lieferbar. fririmlilati Billige Preise. Saubere stabile Arbeit. Man verlange Offerte. Rio« Versand nur an Wlederverkflufer Holzwarenfabrik H. Betz,Völzberg. Lauterbach (Oberhesfen) z.gt. Königshütte, Tempelstr. 24. FRITZ NOWACK Angebote in Wasoliblusen Für die uns anläßlich unserer Ver» mählung in so überaus reichem Matze er. wiesenen Aufmerksamkeiten danken herzlichst. 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