Mittwoch, 4. Zum 1919 169. Jahrgang Erstes Blatt ^ör»tr. A rt. topographisch sär. jiat. ilfot: vieZriedenrbedlngungen für Oesterreich WM Ein Grenzgefecht mit der» Polen? 11 11' 1 -VII. 4JVH ” v........ „ echte wurden bic Dcntsten mit fchiveren Bei zermkistereikn it Gießen und röen aus dem ^besetzten unbi ch zu veröffeni- nngcn. sttasbar. gen dieser Bc- nflten oder mir t nach anderer ist. ze der Vertäu- hörte nichts zu tun habe, und Genehmigung zur 1 bet Ausübung der Rcgierungsgewall in Provinzen Abhaltung öffentlicher Volksversammlungen ab. gehindert, die staatsrechtlich und verfassungSrecht- Tie Theater müssen nteiber spielen. — Tie neue j lich Bestandteile des Reiches und der Gliedstaaten sind, und es sei ihr die Möglichkeit der loyalen Durchführung der in den Waffenstillstandsver- Warschau, 2. Juni. (Wolff.) HaoaS. 1200 Deutsche überschritten die polnische Grenze und ,m 1919 liegt topographische Huis zur Em >°> ns einzureichen. — Wiesbaden, 3. Juni Der französische ^mmaudaui lehnte d e Forderungen der Arbeiterin: sosortige Verhaftung des ,,Präsidenten" horten wegen Hochverrats, Erklärung der Be- Er. 128 Ter Siebener »njrigtt erscheiul täglich, außer Loun- und Feiertags. vczngrpreir: monatl.Dlk.l.35, viertel- jäbrlich Mk. 4.051 durch hbbole- iu Zweigstellen itionatl. A!k. 1.25, durch diePost Wit. 4.05 viertel- ,01)11 ausschl. Beitellq. sierulprech > Anschlüsse: fürdieTchriltleitnngllL erlag,Geschäitsstellebl AiischrittfürTrabtnach- richten: Anzeiger Gießen, postscheclionto: ;ranksutt a. M. 11686 Rai 1919. •orbnung über Jyttrorgnng?; sr- 607), vom 6- tzuli 1916 Mntmachuug, listpserden aus mt: li'chenStaüo- «nuuuiHi von LnzeigLU f. die Laqesiunniner bis juni Rnchiniuag vorder otiuesedeVerblndlichkeit Preis für l mm höhe füt Anzeigen v.34mm Breite onlich 15 Pi , auswärts 18 Pi,, für Rcklame- anzeigen von 70 mm tfiMe 48 Pf. Bei Platz- voricl;riii20"/„Auifchlag. Vauvtjchriltlcüer: Aug. Goea. Veranlworttich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Remhold Zenz; für den Auzeigenteü: p. Beck; fäinliich in Gießen <5 Schin|cr trägen übernommenen Verpflichtungen genommen. Eine Duldung dieser Machenschaften verstößt gegen Artikel 5 des Waffenstillstandes. Die deutsche Regierung hat den zur Verfolgung von Verbrechen des Hochverrats zuständigen Obersten Reichsanwalt in Leipzig angewiesen, gegen die Hochverräter das gerichtliche Verfahren einzuleiten. Unter Berufung auf den angeführten Art. 5 des Waffenstillstands- Vertrages erwartet die deutsche Regierung, daß die alliierten und assoziierten Regierungen Anordnungen treffen, daß die örtlichen Besatzungsbchör- den der Durchführung des vom Obersten Reichs- anwalt eingcleiteten Verfahrens keinerlei Hindernisse in den Weg legen. nigungs-Gesepes )ie Einträge der den öMluhen 1 nicht mehr ent- ■en bei dem ju- zu lassen, W mgungsverM. schärfste Verletzung völkerrechtlich übernommener Berpflichtungen dar. Tie deutsche Regierung lejjt gegen dieses Verchalten den schärfsten Probest etn und erwartet, das; namentlich in den Zeiten der Frwtertsverhcmblimgen seitens der Okkupationsbehörden alles tunt.-rlassen wird, was dazu führen Imiife., den erfolgreichen Verlaus der Friedensver- handlung-eir zu stören und unmöglich zu machen. In einer zweiten nachträglicl;en Note stellt - vuU ne mu wa. AKiwyuvtisia- Erzberger fest, die deutsche Regierung werde in *1; hier: Millingen. ’• :'Jcoi 1919 Gillingen unb Fleisch- Die Arbeitsrose» in England. Amsterdam, 3. Juni. (Wolff.) Dem „All- gemeen Handelsblad" zufolge beträgt die Zahl der Arbeitslosen in England über eine Million. Die Zahl der arbeitslosen Kriegsteilnehmer betragt 408000. zu tun habe, und Genehmigung zur« öffentlicher .Volksversammlungen ab. müssen weiter spielen. — Tie neue | Regierung tagt im Landeshaus und wird von den bciten Hochverrätern, dem Tr. Dorten und dem Mittelschullehrer Klaus Krämer, unter auMsgeM (j-ov *■ y'-yvii uit «urciiti uul. juvt Schwarzen Sofien ii; die Luft und säuberten dann die Um» Munn des Stadthauses von Ansammlungen. ■ tMgs um den Platz starrt ein Kranz von Ma- ^nengewehren. Auf Veranlassung sämtlicher Par- 5’cnx wurde heute früh dre Arbeit mietet ausge- tantmen. General Mangin stellt in einem Auf- M, eine baldige Volksabstimmung in Aussicht. 2lS da hin behalte er sich vor, olle, die sich den Ordnungen der französischen Behörden wider- f?Eten. in das unbesetzte Gebiet abzuschieben. — :'-*c Zugverkehr auf dem linken Rheinufer, der ^'zen des Streiks seit gestern völlig stillgelegen a>te, wurde heute wieder ausgenommen. Berlin, 3. Juni. (Wolff.) Der Gesandte der deutsch-österreichischen Republik, Prof. Dr. Hart- m a n n, sprach sich zu einem Vertreter der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" über den Aussug auS den Friedensbeoingimgen für Deutsm-Oesterrelch u. a. dahinaus: „Sie sehen mich von dem Inhalt des Vertrages durchaus nicht überrascht Enttäu- sckuing kann nur in jenen Wiener Kreisen Herrscheu, die aus Interesse oder Kurzsichtigkeit sich Illusionen hingegeben haben. Mein Gesamlurteu geht dahin: Die Bedingungen sind unerträglich und undurchführbar. Sie stehen tm Gegen- ^rnnujc uuuiuhuhu satz zu dem Programm Wilsons und zum Geist! griffen die Polen an. Nach eiuc-n lanwren Ge Geschichte Durch die territorialen Bestim- fechte wurden die Tcutfd.cn mit schweren Ver mungen werden nicht nur 3lA Millionen in einem z lushen zurückgeworfen. Nrgienlngsprgsident v. Meister. Berlin, 3. Juni. (WTB.) Der Regierungspräsident von Wiesbaden, v. Meister, der zum 1. 8. feinen Abschied erbat und erhielt, wurde vom Minister. des Innern schon ab 1. Jun i beurlaubt. Seine dienstliche Tätigkeit ist bereits beendigt. Die „Kölnische Volközritnny" Köln, 2. Juni. (Wolff.) Redakteur Dr. Froch er ger erklärt in einer Zuschrift an die „Kölnische Volkszeitung", daß für die Reise nach Mainz und die dortig? Besprechung er die Verantwortung ausschließlich allein za tragen habe. und Verlag und Redaktion Der „Kö nischen Volkszeitung" als solche an keiner Weise davon betroffen werden. Der damals allein hier anwesende Vertreter »iotert B a- ch em riet ihm sogar von der Reise entschieden ab. Um sowohl dem Verlage als auch der Redaktion der „Kölnischen Volkszeitung" weitere unberechtiiste Ilngrisse zu ersparen unb zur Beruhigung der Bevölkerung seinerseits beizutragen, scheide er einst- fveilen aus eigenem Antrieb aus dem Redaktions- verbände der „Kölnischen Volkszeitung" aus. Eine Erklärung der Zentrumsfraktlvn der Nationalversammlung. Berlin, 3. Juni. (WTB.) Die Zen- trnmsfraktion ver Deutschen Nationaloersammlung hat in ihrer heutigen Sitzung einstimmig folgende Erklärung beschlossen: Die Zentrumsfraktion der Deutschen Nationalversammlung hat mit Trauer und mit Entrüstung Kenntnis genommen von dem gewissenlosen Treiben einiger Persönlichkeiten, welche mit Unterstützung der feindlichen Besatzungsbehörden auf Loslösung von Gebietsteilen des Deutschen Reiches aus dem bischerigen oerfas.uagsrecht.ichen Bestand hinarbeiten. Diese Machenschaften sind um so verwerflicher, als sie sich in dem Augenblick ans Tageslicht wagen, wo das Deutsche Reich die schwerste Stunde seines Daseins durchmacht und ihm eine dunkle Zukunft droht. In der größten nationalen Gefahr ist die Einheit des Reiches und Geschlossenheit des Volkes aller deutschen Stämme und Gebietsteile erste vaterländische Pflicht. Was vierjährige Kriegsnot an ein» heitlichem Willen geschaffen hat, muß in der Friedensnot erhalten bleiben. Ebenso schimpflich, wie die Fahnenflucht im Kriege ist, ist die Fahnenflucht im Frieden. Es gibt zur Zeit kein größeres Verbrechen am deutschen Volke, als durch Unterstützung und unter Mitwirkung des Feindes auf die Trennung von Landesteilen vom Ganzen hinzuarbeite n. Die Zentrumspartei weist durch ihre berufenen Vertreter alle diese vaterlandsfeindlichen Bestrebungen mit größter Entschiedenheit zurück. Sie hat keine Gemeinschaft mit Persönlichkeiten, die sich an solchem Treiben beteiligen, und fordert alle Parteifreunde in ganz Deutschland auf, in geschlossener Einheit unb. unerschütterlicher Treue zum Reite zu flehen. Die Zentrumsfraktion ist mit allen Kräften bemüht, in der neuen Verfassung des Deutschen Reiches den Bestrebungen auf Anerkennung der landsmännischen EigenartvollRechnung zu tragen. Sie wird insbesondere mit allem Nachdruck darauf hinarbeiten, daß die schweren Schäden, unter welchen die besetzten Gebiete leiden, von der Allgemeinteit des deutschen Volkes getragen toer< den, und nie, nie vergessen, welche großen Opfer die linksrheinische ^Bevölkerung für das Reichs- ganze bringt. Tic Anerkennung joer landsmänni- schon Eigenart der Vetters! ichmig cntgegenzufüh- ven, ist eine rein irmerpolitiste teutfte Ausgabe, die unter keinen Umständen in Verbindung mit dem Gegner angestrebt oder durchgesetzt werden darf. Tic Zentrumspartei sieht daher jeden, der sich an solchen Bestrebungen beteiligt, als außer- lxalb der ^Partei stehend an. Gietzener Anzeiger Seneral-Anzeiger für Oberhessen AwlMngrrunödruS u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. 5teindruckeret R. Lange. Zchristleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchnlftr. 7. Beihilfe französischer .Offiziere ausgeübt. Amts- ' gerichtsrat von Stein ist nach achtstündiger Hast wieder entlassen worden. Berlin, 3. Juni. (Wolfs.) Von maßgebender Stelle wird erklärt: Die Agence Havas leiht, wie nicht anders zu erwarten war, den rheinischen Hochverrätern ihre tätige Mithilfe. Die dlgentur telegraphierte am 31. Mai aus Aachen folgenden Stimmungsbericht in die Welt: „Das Volk der Rhe :ften Republik will si ch der Verachtung entziehen, die die ganze Welt allem zuteil werden läßt, was deutsch ist." Die Meldung der Agentur ist denn doch zu durchsichtig, als dan sie die Wirkung erzielen könnte, die von ihr beabsichtigt ist. Ein Erlaß deö Generals Mangin. General Mangin hat in Mainz folgenden Erlaß veröffentlicht: In mehreren Fabriken ist die Arbeit unter dem Vorwand des Propstes gegen die Rheinische Republik eingestellt worden. Schullehrer haben ihre Klassen geschlossen und damit Kinder hilflos — mitten in die politischem Kämpfe Hinern, — auf di? Straße geworfen. Tie Behörden der Rheinischen Republik, die eine sehr große Stimmenmehrheit in der Bevölkerung für sich haben, diskutieren seit einem halben Jahr über die Interessen ihres Vaterlandes, ohne die allgemeine Ordnung zu stören. Tie deutsche Regierung hat sie mit Zuchthaus- und 'Fesiungsstrafen bedroht. Dann haben sie die Republik im Verbände des Deutschen Reiches errichtet nnb die Erlaubnis zur Vornahme von Wahlen nachgesucht, die 'drin rheinischen Volk erlauben sollen, seinen Willen kundzutun. Nichts aus ihren Erklärungen kann zum Vorwand für Kündgebimgen dienen, die die allgemeine Ord- mmg und das wirtschaftliche Leben stören, und die ich nicht dulden kann. Die Führer entgegengesetzter Kundgebungen werden aus dem besetzten Gebiet ausgewiesen werden. Tas rheinische Volk wird in den Wahlversammlungen das freie Wort haben, wie es dies in allen derartigen Versammlungen seit der französischen Besatzung gehabt hat Der heutigen Lage wegen muß man ganz besonders behutsam fern, niemand darf das vergessen! Demgemäß ordne ich diese Bekanntmachung an und befehle, daß sie beachtet wird 2. 6. 19. Mangin. Protest ost Hoch wegen der Vorgänge in den Rheinlanden. Berlin 3. Jimi. (WTB.) Ucbcr den Hochverrat am Ryeiu l-at der Vorsitzende der deutschen Waf'senstillstandskommisfion Rciljsminister Erz- be r ge r an den Vorsitzenden der deutfck-en Kommission in Sva, General von Hammerstrin, heute gedrahtet: Ersuche Sie noch heute folgenden Protest an Marsckall Fach durch General Nudant überreichen zu lassen: Nach den bisl-er der Reichsregiennig bekannt- genm denen Nachrichten wurde am Sonntag vormittag der Ausimf zur Gründung einer Rhcinis'chcn Republik in Mainz blafetiert, unterzeichnet von namenlosen und bekannten AusstMon. Tie Bevölkerung hat, um ihren Widerspruch ririrt Ausdruck zu bringen, die meisten Plakate wieder abgerissen, französische Militärbehörden sind bagrgen einge- friritten und haben Deutsche, tvclche die Plakate beseitigten, ver'haftet unb bis zur Stunde noch nicht freigxlassen. — Bei einer Besprechung, welche der Nassauische Aus- sckniß gegen die Rheinische Republik mit Oberst Pin 0 t hatte, hat dieser einem beutfdjen Beamten, der pflichtgem.äß darauf aufmerksam machte, daß die französischen Militärbehörden einen Hochverrat (gegen das Deutsche Reich unterstützten, erwidert, er werde den Städten, die mit der Gründung der neuen Republik sich nicht absinden, die Lebens- mittelabsperren lassen und hinzugefügt, daß ter Beamte innerhalb 24 Stunden aus dem be- besetzten Gebiet ausgewiesen werden würde. Nach amtlichen Meldungen ist Regierungspräsident Winterstein, der höchste Verwaltungsbeamte der Pfalz von den französischen Okkupationsbehörverl aus der Pfalz ausgewiesen worden, unb französische Okkupationsbehörden haben weiter zwei Depesäum eines Staatsanwaltes Dorten in Wiesbaden, der sich aus Eigenem den Titel des Präsidenten ter 'neuen Republik beilegte, an die Friedenskommission der alliierten und assozirerten Mächte in Paris ent» yegengenommen, in welchen er u. a. gebeten hat, nach Paris zu Verhandlungen kommen zu oürfen. Diese Handlung französischer Okkupativnsbc- hörten steht im schärfsten Gegensatz zu den Wasim- stillstandsbtbingnugen vom 1. November 1918 und zu den wiederholten Erklärungen des Marschalls Fach gegenüber ben Unterzeichneten bei den Erneuerungen des Waffenstillstandes. Das Veralten ter französischen Militärbehörden stellt eine yer Sturm geqen die Umtriebe in den Rheinlanden. > Die Pariser Blätter bejubeln die Auscu- fung der rheinischen Republik, und die mili- uni|d)cn Machthaber auf dem linken Rhein ufer spielen noch immer die „Beschützer" der Hochverräter. In ihren Aufrufen spielt die Jüge von der „Mehrheit der Bevölkerung" ?ine Rolle, die friedlich für ihre Grütldungs- j ziele arbeite und beschützt werden müsse. Gleich daneben aber kommt der Pferdefuß: Gegen- undgebungen werden verboten, Personen, die 1$ nicht fügen, werden abgeschoben. Erfreu- stcherwcise regt sich denn doch in der deutschen Einwohnerschaft der sß beherrschten Gebiete ein Sturm voller Empörung, der "besonders utt Generalstreik wirksamen Ausdruck gefunden hat. In Wiesbaden haben sämtliche politischen Parteien, mit Ausnahme des Benimms, einen gemeinsamen Protest veröstent- licht, aber auch das Zentrum rückt von dem hochverräterischen Treiben jetzt weit ab, wie 1 rite Veröffentlichung der Zentrumsfraktion ! der Nationalversammlung dartut. Die hessische Negierunb hat bei den französischen Stellen und bei der Reichsrcgie- iiing Verwahrung eingelegt, besmrders gegen ' die Verhaftung von Parlamentariern, die ; den Franzosen nicht gefügig waren. Minister- ■ Präsident Ulrich hat die Reicktsregierung auch ausdrücklich ersucht, in Spa. Protest ein- ,rlegen. Der Reichsminister Erzbcrger hat i'dies in zwei Noten schon besorgt: man kann 1 aber nicht behaupten, daß sie in der Farrn »sehr wirksam abgesaßt wären. Es ist viel- inehr ziemlich flüchtige Arbeit, und die „Er- ganzungsnote" enthält Feststellungen, die schon in der ersten Note klarer und treffender hätten formuliert werden können. Der Demonftrationsftreit Köln, 3. Juni. Ein eintägiger De mon- Itrati 0ns streik gegen die Ausrufung der lkheinischen Republik hat gestern hier stattgefun- h?n. Heute haben alle Werke die Beschäftigung totrber aufgenommen. Die Bevölkerung verhält sich ruhig. Angeblich des Streiks ruhte auch der ibersonenzugverkehr auf ter Staatsbahn. Der erste V-Zug wurde auf Veranlassung ter Besatzungsbehörde durch das Streikgebiet geleitet. A a ch e n, 3. Juni. Trotz ter bisherigen Mißerfolge wird hier die Errichtung einer Rheinischen Republik mit Energie weiter propagiert. Ifogenüter den großen Kölner Blättern, die die 'Lostrennung vom stteiche bekämpfen, erklärt das Aachener Zentrumsblatt „Volksfreund": die Herrschaften in Köln, gleichviel welcher politischen Färbung, mögen sich gesagt jein lassen, daß die Rheinische Republik wenn nicht mit, dann gegen Köln errichtet werten wird. Höchst, 3. Juni. In Höchst wurden heute nacht von französischen Soldaten Plakate ! mit ter bekannten Proklamation ter Rheinischen Republik angeheftet. Die Arbeiter haben diese Plakate morgens wieder alle abgerissen. Um plUjr wurde in Höchst der Generalstreik l verbindet und sofort durchgesührt. Die Arbeiter derFarbwerke und anderer industrieller Unter» ncbnmngen feiern. Sämtliche Läden sind geflossen. Auch die Eisenbahnwerkstätten in Nied ließen still. Die Arbeiter stehen in erregten dichten Gruppen in den Straßen, während das fran- iöiifcfc Militär mit aufgepslanz-tem Bajonett Ord- ning zu halten sucht. Die Geschäfte wurden M 1 Uhr von ter französischen Behörde ge» ?wungen, wieder zu öffnen. Es wurde eine Der ordnung angeschlagen, in der es etwa «ißt: Die Militärbehörde ist für das materielle ... Wohlergehen der französischen Garnison verant- ' wörtlich und imiß darum alle Maßnahmen treffen, teldjc bei Wiederaufnahme ter Feindseligkeiten . nötig sind, sie verlangt, daß ter öffentliche Dienst wtb alle gemeinnützigen Betriebe ihre Tätigkeit » Steter aufnehmen. Durch die Schließung der Lä- 6 Kaffees und Konzertlokale ist die französische Garnison benachteiligt. Sie müssen deshalb ab 1 llhr wieder geöffnet werten. geschlossenen Sprachgebiet Böhmens unb des Sudeten lanteei wohnender Deutscher abgeschnitren, sondern auch jene Deutsch' von uns getrennt, die an der Südgrenze Mährens wohnen. Dagegen wurde die historische Grenze dort nicht sestgehalten, wo es zum Nachteil ter tschechischen Republik gewesen wäre: von ter Zuteilung westung,ariscl)er Komitate an Deu sch-Oeiterrciri ist natürlich jetzt feine Rede mehr. Sie Grenzziehung im Süden ist so, daß von Steiermark die deutsche Smdt Marburg abgetrennt werten soll. Ebenso soll uns das vollständig oeutsche Klagenfurt cM- rissen werden. Tie Tiroler Grenze soll bis Reschenscheidegg, Brennerpaß und Großvenediger zu Italien geschlagen werden, mit einem geschlossenen Sprachgebiet von 3 0 0 0 00 Deutschen. Das Unglaublichste aber ist, daß, während hier im gwrzen die Wasserscheiden als Grenzen angesehen werten, man dies-.s Sog nm verleugnet, wenn ein Gewinn für Italien auf dem Spiele steht. Tie einzige Bestimmung de-s Vertrages, die man als zu (Ämstrn wenigstens ter äußeren Machtstellung DeutstteOesterreichs interpretieren könnte, ist, daß den Vorarlbergern verboten wird, oas Sclbstbestimmimgsrocht aud.’.n- üben. Tie> .Frage des Anschlusses an Deutsck)l-and ist in den vis ter verössentlickMn Bestimrnungen des Vertrages nicht tehantelt. Wir werten natüriid) bis zum Letzten gegen die BesckMntung unseres Selbstbestiinm-unrBrcckns Mtkämpfen. Tie Entente spricht abkichtlick>, mit einer Ijartiiädi^n Tendenz immer von Oesterreich, statt Teutsch-Oesterreick>. Sie baut daraus einen Teil ihrer finanziellen Pläne. Wir stel-en dagegen auf dem einzig möglichen juristischen Boten, daß Teutsch-Oesterrciai nicht mehr unb nicht weniger ein Sukzessionsstaol der alten Moirarchie ist, wie die Tschech«>-Slvwitei unb Südslawien. Tie Bestimmimgen über die Oesterrrichsich-ÜngarisckL Bank sind niichp ganz klar. Sicher ist, daß, ivcim Teutsckr-Oesterrcich so hvh' Strassummen auserlegt werdeir sollen,, wie die Blätter gelegentlich berichtet habeir, Teutschi-Oester- reich absolut unfähig wäre, sie zu bezahlen. Zur Unmöglichkeit gehört auch, daß RußlandScha- benersatzansprüche gegen Dcutsck^Oefter- reich ein geräumt werten sollen. Bvllstänbiae Unkenntnis der Verhältnisse in Teutsch-Oelterreich spiegelt sich in den Bestimmungen des Vertrages wieder, seine Einrichtungen in Einklang zu bringen mit den Prinzipien von Freiheit unb Recht. Was mir verlangen, ist nur unsere Freiheit unb unser Recht unb was wrr uns verbitten möchten, sind die unbefugten Eingriffe in unsere Freiheit und unser Recht. Die Stimmung im Viererrat. Haag, 3. Juni. (Wolssi) Der Pariser Berichterstatter her „New Dort Tribüne" mrift no-dj» rnals darauf hin, daß der Viererrat geneigt ist, Deutschland Zugeständnisse zu nrachen. 'Wilion ist für größere, Clernenceau für geringere Aenderungen. Italien wünscht so rasch wie möglich seine Hantelsbeziehungcn mit Deutschland und seinen nördlichen Nachbarn wieder aufzunehmen. Auch Lloyb George rechnet jetzt offenbar mit ter Stimmung in literalen unb radikalen Kreisen in England, die die strengen Friedensbetengungen terurteilen. Versailles, 3. Juni. <(WTB.) Tie Pariser Ausgabe ter „Chicago Tribüne" meltet, daß auf Grund ter Erörterungen tes englischen Kabinettsrats in Paris am Sonntag Lloyd George eine ,Kampagne zugunsten von Zugeständnissen begann, um Deutschland xur Unterzeichnung tes Frictensverttages au veran- lasicn. Sein Plan ist, so führt das Blatt aus, von ter deutschen Teltzgation genau zu erfahren, was Deutschland verlangt, bevor es zeichnet, unb dann von Deutschland das Derspreckren, ru er.vir- fen, daß es zeichne, rverm diese Veränderungen, vorgenommen worden sind. Lloyb Goorgc sucht augenblicklich Wilson unb Clernenceau zu. Zugeständnissen im Vertrage^ zu bringen. Angesichts ter unnachgiebigen! Haltung Wilsons, ter feine Veränterungen außer in ten Fragen ter Methode unb Form vornehmen will, hat Lloyd George größere Hoffnmig, Clemenvean zu belehren, als Wilson unb rhn xu einer Revidierung des Vertrages zu brutgen. Man erwartet, daß Belgien Frcmkrerch folgen wird, und glaubt, baß, wenn Englarü», Franksch nnb Belgien einig sind, Wilson ohne Lchwite.gfriten gezwungen werten kann. Vrrän.dcrungen am Ver- trage vorzunchmen uijb barin zu willigen, daß die Höhe tes von Teutsch'anb zu zahlenden Gesamtbetrages sofort festgesetzt wird. Dem „Mann" zufolge sollen vorstehende Aeußerungen ter „Chicago Tribüne" zu wcit gehen. $mar testete in ten radikalen Kreisen Englands eine starke Strömung, die Llovd George 311 Einzclz-ugestänbnissen zwingen möchte, aber man könne nicht sagen, daß Lloyb George diesem Rate bisher gefolgt sei ater folgen wolle. Lloyb George hielt sich den teutigert Vormittag für die Prüfung ter teutüten (tegcnvorschläge frei, desgbick^n Wils in, dessen erster Eindruck sehr ungünstig gewesen sei. — M a i n z, B. Juni. Tie Franzosen haben fte brci sozialdemokratischen Führer Adelung, V Hil dbach und Ze eh verhaftet und damit kM Zorn ter Arbeiterschaft entfacht, ter sich in Bßcn^ Kundgebungen vor dem Stadthaus cnt- ■ Tic französische Gendarmerie, die bte em» Menge auseinantertreiben wollte, wurb." i*« ^rprügelt. Tann schickte man Senegal» ,,.1 r gegen die Arbeiter vor. Tie "" '" 1 war aus Vermietung) Kvhlenmangel den betrieb ein Kvhlenmangel den Betrieb ein stellt. > -) la. E s ch w e g e, 3. Juni. Sämtliche AngesteÜ- & 5 lillv j™”*' ten der Stadt Eschwege haben wegen Lohnditferen» i Luche oder zcn die Arbeit eingestellt. -- Frankfurt a. M., 3. Juni. Im Güter- £5,?? Stilvoller Schäfer, 18 b^dkchütiüiig' V lt( ch.mibt fv., Steinhauer, Karl Schäfer L, Än> war mit ketts für im Januar 1. Juni 73 1919 schon 62 Mark und jetzt zum Mark. Hessen-Nassau. zweier Güterwagen totgedrückt. = Frankfurt a. M., 3. Juni. Im Winter stahl die Frankfurter Tiebeszuiift Mänrel, w|t im Sommer geht sie an die Fahrräder. Daß jidi diese „Sommexbeschästigung" lohnt, beweist ciac Mitteilung der Kriminalpolizei, wonach im Monat Mai 350 Fahrräder im Bereich Groß-Frank- bahnhof wurde der achtzehnjährige Rangierer Peter Bitter aus Wixhausen von den Puffern Aus Stadt und Land. Gießen, 4. Juni 1919. Da» alte und da» neue Stadtparlament. Das Rumpfparlament der alten Stadtverordnetenversammlung bestand ans 16 Mitgliedern, die ein G e s a m t lebensalter von 1025 Jahren hatten. Das Durchschnittsalter betrug 64,06 Jahre. Senior des alten Parlamentes e schädigten, Frau Luise Lang Witwe, Darmstadt, Mebizinalrat Tr. E. Bogt, Butzbach, als Vertrete' der Kriegshinterbliebenen. Ferner Geheimrat Tr. Tietz in Darmstadt und Medizinalrat Dr. Reben tisch in Offenbach, Bürgermei .er Gündert in Maim und Frau OberstleutnaM Naumann in, Gießen. gu Stellvertretern wurden berufen: Fabrikant Tr. . Rohm, Darmstadt, E. Fuch?s, Volksvcreins- seketär, Offenbach, Hauptmann a. D. K. Waldecker, F-rau El. Göbel Witwe in Brensbach L O. und Prof. Tr. LUraußmüller, Gießen. — Seligenstadt a. M., 3. Juni. Im Jahre 1900 verkaufte die Braunkohlengrubo „Amalie" bei Dettingen das Tausend Bri- 9 Mark, 1917 kostete es 41 Mark, für 85 Mark. Die «ommunaiwahlen. btt Stadt gerächt werden und ebenso auch den Bedürfnissen Ker Nachbargemeindc Wieseck eMgegenkommen. Wir bitten dal-er die EisenbahMreLion, ihre Pläne in der angedeuteten Weise abändern zu wollen, indem wir aileichzeitig auf die in angelegtem Zeitungsbericht angedeuteten weiteren Ent- wickelungsmöglichkeiten Hinweisen." Keine Sonderzüge zu Pfingsten. Für den Pfmg'tverkehr Tömtcn auch in diesem Jahre keine besonderen Züge gefahren werden. Mit Rücksicht auf den hohen Reparaturstand der Lokomotiven und die ^noppen Beilände an Dienst- kohlen sind die Eisenbahndirektiouen angeiviesen, von Soirderleistungen im allgemeinen abzusehen. Nachdem die Fachrterlaubnisscheiue am V Juni weggefallen sind, tft der Verkehr nötigenfalls durch scharfe Begrenzung des Fahrkarten- Verkaufs zurückzudäinmcu und die Gültigkeit der Fahrkarten znnr Reiseantritt auf den Tag bet Lösung zu beschränken. Bahnsteigkatten werden während des Pfrng tverkehrs überall dort mäst verausgabt, wo es zur Freileitung der Bahnsteige zweckdienlich ist. Tie großen Schnürigkeiten bestehen. nach wie vor fort. Es muß drschckb immer wieder nackHrücklich vor Reisen gctoaxnt werden, die nicht unbedingt wo!wendig sind. ** Reiseausweise sind, wie bereits mitgeteilt, für die Benutzung der Eisenbahn seit 1. Juni ab nicht mehr erforderlich. ** Lokalzug. Es scheint nicht genügend bekannt zu sein, daß seit kurzem ab Gießen ein sog. Personalzug in Richtung Frankfurt verkehrt, der auch Zivilpersonen mit-nehmen darf. Der Zug verläßt Gießen um 10.23 Uhr abends, fährt nur bis Butzbach, trifft dort gegen 11 Uhr ein und hält au? allen Stationen. jungen Gießener Autor Ludwig Beil, der im Schopfungspro-eß sich vv-n fernem Helden entfernt und über ihn hincmÄvrichst. In ihm als gestaltenden Dichter ist Glut, ist Ucberfditonitd, rst Erstase, die dem Helden obg-heu. Er stößt eruptiv mit bildhafter Unmittelbarkeit Erlebnisbruckstückc ab, die sich zivar nicht organisch zum. Ganzen runben, aber den Wesensgrund des Tingl-aften bl i bar'do erhellen imb aus scheinbarer Starre ge> drängten Lebens voll chervorwachsen lassen. Tie Dinge agieren mit und werden manckMtal zu Danptträgrn eines Ettelmisses. Wenige Absätze, z. B. die auf Meßen Bezug haben, geben den Straßen- bildern und der landschaftlichen Umgebung ein unerhört lebendiges und überraschend scharfes Ge- präg-. Beils Sprach meistert alle-s, was in den An schau u n gsbere ich der sinnlick-en Erschcknun^ tritt. Er ist eine durchaus visuelle Natur, die die L>eins- fülle mit i mvressivmsttsckser SckÄrfe durächringr und in gedrängter Sprache zur Ansichulichkeit zwingt. Man.fmial vermag er noch nicht die Fülle der SinneSnwln-nehmungen .zu einem Organismus zusammenreißen, und Dildteile yrftattern. Dann aber, wie z. B. in der Schußszene, gelingen ihm Schilderungen von beinahe kosmischer Größe. Und hier wächst der Autor über den ich- btrnranbtcn Helden hinaus imb hat die positiv Kraft restloser Hingabe an ein gnoßes Gefühl, die jenem selstt. Tas Geschaute wird zur Hmidlung. Häufig aber tlafft ein Riß auf, der durch die doppelte Einstellung des tldomanS verursacht ist. Ter Mensch Martin sielst mit seinen Augen imb der Dichter Beil sielst mit ihm, sieht neben ihm sieht Zusammen hange, die Martin zumal wahrend seiner frühen Jngmd mach nickst offenbar sein können. Oder er schiebt vom Stoff gereizt, die nur lose verknüpfte selbständige Novelle der Frau Kruschek ein. Martin ist der typisch Roman unserer lite° Ein Straßenbahufiihrer in der Notwehr. = Bi ebricha. Rh., 3 Juni. Hier kam es infolge der aufgeregten Stimmung zu einem folgenschweren Ereignis. Als ein Straßenbahn' führet feinen Wagm inmitten bet Fahrt auf Verlangen eines französischen Ossi ziers nicht halten lassen wollte, wurde er von dem Franzosen mit der R ei t Pe i t säte mißhandelt. Ter Straßenbahner versetzte in der Notwehr dem Franzosen mit der Fahrtkurbi einen Scktlag auf den Kopf, daß er sofort toi zusammen brach. Tie Menge nahm für ben Mann Partei, so daß die französischen Soldat« seine Verhaftung nicht wagten. Dem Führer ge dang es, ans unbesetzte Gebiet zu entkommen. v dz. Dillenburg, 3 Juni. Das Gaswer! teilt mit, daß es voraussichtlich morgen wegen rariscknen Uebergangszeit. Von Wollen und Könnon ist er gestrafft, fast überladen, und leidet vielleicht gerade an dieser Fülle, bie sich nicht rinliritlich umspannen läßt. Da es ein Erstlingswerk ist, muß man. sich über jeden Ansatz, aber auch über leben wilden Schößling freuen. Und ein Reiferwerden wird den Autor auch zu positiver Weltanschauung durchdringen taffen. tnc sich nicht in der Becan< lagimg seines Viensckum Martin, ändern in brr (rintorrtirng der sinnlich ersascharen Welt und ut dec rücksichtslosen Treue zu dem eigenen mansch lichcn Selbst ankündigt. * Feuilleton. Martin. Roman von Ludwig Beil.*) Das typisch Schicksal der um 1900 Geborenen spiegelt such in der individuellen Lebensgeschichte des Menschen Martin, der diesem Buche den Namen gibt. Sohn einer realistischen Epoche ist et Träger der Reaktion nach vertieftem Erschauen des bunten, vielgestaltigen Lebens, nach einheitlich mäßigem Erfassen der rätselhaften Gegensätze und Zu- lammenhänge des Daseins. Er trägt in sich du Wneiguna und den Haß gegen spießbürgerlich genügsame Sattlet, die Sehnsucht nach einem neuen Menschentum, das die. Treue gegen sich selbst zum obersten Gesetz erhebt, aber es mangelt ihm die Kraft, in seiner Einsamkeit stark zu bleiben, eie erdrückt ihn, er geht an ihr zu Grunde. Er muß an ihr zu Grunde gehen, denn seine Absonderung bolP gebt sich, indem er alles um sich her mit negativem Borzeick-en versieht, während ihm das Positive einer Lebensbriahung ttotz allem mangelt. Und dieser Mangel sitzt tiefer. Er wurzelt in dem Unvermögen bet restlosen Hingabe an ein einziges grosses, starkes Gefühl, das alles Widerstrebende in der gleichen Mästung mit sich fortreißt, cs wurzelt in einer Trägheit des Herzens, das lieber träumt und phantasiert .als bem pochenden Rhn'hmus des Blutes nachgibt. Also der Mensch Martin, der zu Grunde geht, weil er asozial ist und nickst wie die lieber- lebenden seiner Generation aus dem Menschheits- vernichtungsrausch des Krieges (der in diesem Werke nicht berührt toirb) zu dem MenschheitS- verbrüderuwTsrausch erwacht, der btc Seele unserer ifing/en Künstler durchflammt. Dieser Mensch Martm ijt aber g?sdaltet und mit viel eigenem Erleben genährt, von einem ♦) S. Fischer Verlag, Berlin« Aus dem Reiche. Lkvlus zum Tode verurteilt. München, 3. Juni (W.) Dom Standgericht in München wurde nach zweitägiger Verhandlung der 1883 in Petersburg geborene Redaktor Tr. Eugen Levins, babisck-er Ltaalsangehöriger jw bischer Konfession, wegen Hochverrats zum Tode verurteilt. Ter Mitangeklagte, Ärchi- teil Wilhelm Zimmer, wurde wegen .Beihilfe zum Hochverrat bem ordentlichen Gericht über- wiesen. Die weiteren ^ütgcllagtcn Privatdvzent Dr. Adoli Arthur S a l z in München und Kunstmaler Botha Schmidt, wurden fteigespvocheir. Levind hatte sich tm April an die Spitze der neu- gebildeten Rütebeweyung in Münck-en gestellt, nach dem er gewaltsam ine Älacht an sich gerissen hatte. Seine Tätigkeit war eine überragende. MS anerkannter Führer der kommunistischen Partei war er überall tätig, um an dem Sturz der reckstmüßigen Regierung Hofsmann mitzuarbeiten. Als nach dem . Sturze der Räteregierung Levinä sich den Nachforsckiiungen der wieder zur vollen Herrsck)aft gelangten Regierung Hoffmann entzogen batte, gewährte ihm durch Dcrmittlung von Professor Salz der Kunstmaler Schmidt heimlich Unterfunft in seiner Wob- nung. Zimmer besorgte zur beab sichtig tert Flucht i^vinäs Ausweispapiere, die ihm von dritter Seite angebotiti wurden, und ging dadurch in die gestellte Falle. Wiid» ,1 ZE ^5 Arien B Än^bnnei _________________. J die M ' Zettel waren ungültig. Jnsolgedcsi« fcliuerf SSl?! irste Liste 8, bie zweite Liste 4 Sitze nk Fr. ”,r i'Nmatirrineiite wickelte sich über den Umstand, daß Dad-Rauhetn mit Bezug auf rationierte Lebensmittel von Reichskommissar in die Klasse der Städte einrangiert sei, die 5000—6000 Einwohner zählen. Im Verhältnis zur Zahl seiner Kuraäste müfit Bad-Nauheim unter Die Städte gezählt werden, die 30—40 000 Einwohner aufweisen. Die Stadt- verwaltting soll alle Hebel in Bewegung setzen, damit unser Bad in eine andere Klasse versetzt wird. Starkenburg und Meinhesfen. rml. Darmstadt, 3. Juni. In den Bei- ** D i e P f i n g st f e r i e n. Das Hessische Landesamt für das BildungSwefen hat angeordnet, daß die Pfingstferien, die früher an den lstiheren Schulen eine ganze, an den Volksschulen eine halbe Woche dauerten, für sämtliche öffentliche Schulen dec Republik Hessen gleiche Dauer haben sollen. Sie beginnen am 7. Juni unb enden am 16. Juni. ** Der gestrige Regen, eine Folge entfernter Gewitter, wurde für Gießen zu einer bitteren Enttäuschung. Die paar Spritzer, 0,3 mm Niederschlagsmenge, genügten kaum, die Luft etwas zu reinigen und den Staub niederzuschlagen. In den Gärten und Feldern, die sck>on seit Wochen nach kräftigem, durchdringendem Reaerc verlangen, blieb er wirkungslos. Die Wißmarer und Krofdorser Gegend soll allerdings mit einem tüchtigen, drei Viertelstunden währendem Platzregen gesegnet worden sein. ** Landesuniversität Gießen. Es habilitierten sich an der Landes-Universität Dr. A. v. G r o l m a n n für neuere deutsche Literaturgeschichte, und Frl. Dr. M. Bieber für klassische Archäologie. *♦ Hoteldiebstahl. Am 30. Mai d. $. nach 11 Uhr abends wurde in einem hiesigen Hotel eine dunkelgrüne Hand - tasch e im Wert von 3000 Mk., in der sich 50 Mk., 80 Franks Schweizergeld, ein braunes Portemonnaie in Hufeisensorm mit Kleingeld, ein gold. Kettenarmband, ein gvld. Kettelten, eine Brillantnadel mit einem in Platin gefaßten Brillant, ein graues Lederetui, ein silb. Bleistift und einige kleine Bilder befanden, entwendet. Für die Ermittelung der Tasche ist eine Belohnung ausgestellt. — In der Nacht zum 2. d. M. wurde in hiesiger Stadt mittelst Einbruchs eine Schreibmaschine, Marke „Continental", ein Platintiegel, 13,18 gr., und eine Platinschale, 31,38 gr., entwendet. Sachdienliche Mitteilungen erbittet die hiesige Kriminalpolizei. ** Durch Einbruch wurden am 29. Mai aus einem Keller Eier, Fleisch und Wein entwendet. Sachdienliche Mitteilungen an die Kriminalabteilung erbeten. ** T ie Jahresversammlung der ReichsprüfungSstelle der PrvvinG Ober- hesslm findct 'beute nachmittag 3 Uhr in der Handelskammer unter Borsitz txnt Geh. Rat Tr.Usinger statt mit der Tagesordnung: Erstattung des Jal>- resberichts für 1918, Nenorganisalwnssrngen und zukünftige Aufgaben für die FriedenswirtsckMft. ** Zu einem Protest gegen d ie Loslösungsbestrebungen im Rhein- ga. Grünb-erg. 2. Juni An der gefirigfli Gemcinderatswahl haben jufy 479 Wahlberechtigt von 1309 beteiligt, das sind 36,6 Pvvzent. Gro^c Schuld daran wird die Listenwahl tragen, die bfl Willen des Einzelnen nickt zum Ausd» uck kommn läßr. Von den abgegebenen Stimm n entfielen 291 auf die Liste des Bürgerve rein s, 1G9 auf dimmet, «muwRtät,»। mie W ohnnng. ^in her >■ Gieh. i MSiiliertts | SImWüi land, Nassau, Rheinhessen und der Pfalz wer- i den morgen abend 8V< Uhr die Gießener ’ Studenten aus dem besetzten Ge- : biet in den großen Hörsaal der Universität geladen. ** Liebigmusenm. Die Volksvor- ; lestnrg von Herrn Professor Dr. Brand über die Chemie der Seife fand am : Sonntag, 1. Juni, im Chemischen Institut vor : zahlreichen Zuhörern statt. Die Experimente über Bildung der verschiedenen Seifenarten erregten lebhaftes Interesse. In der nächsten Volksvorlesung behandelt Herr Professor F e i st die Chemie des Tabaks. Im Anschluß an die bisherigen Vorträge, besonders den von Herrn Geheimrat Elbs über die Chemie des Braunsteins wurde angeregt, in einer späteren Vortragsreihe die „Naturwissenschaft undTechnikderLahn- talindustrre" zu behandeln (Mangan, Eisen, Kalk, Basalt u. L>eP- tember dieses Jahres ein monatlicher Zuschuß von 1000 Mark bewilligt. — Bei der Bank für Handel und Industrie Darmstadt, Nebenstelle Bad- 1 Nauheim, soll ein Scheckkonto für die Stadt errichtet werden. — Der Waldwirtschaftsplan für : 1920, der Fällungen von etwa 700 Rm vorsicht, wird genehmigt. — Eine größere Aussprache ent« Miefgesuch Wm-B! M. Stic. Auge ,11011)182(1. d.Mchi -- Frankfurt a. M., 3. Juni. Fiw M Posten eines Direktors des Berliner Opernhau!» ist der Musikkritiker der „Frankfurter Zertuitü^ Aussicht genommen. In großem Maßstabe ist dann 1912 der Jagd- irft Wildschütz in ben deutschen Kolonien geregelt tw den, und man war, bevor der Krieg ausbrach, w deutschen Kolvnialamt an der Arbeit. gcml< Naturschutzgebiete sestznle^en. Mit wklchr Opferfreude die Deutschen sür dre Erhaltung d« tropischen Tierwelt cintratcn, beweist die hcrow Tat des Deutsckien Taute. Als nämlich die M schnngen englisckier Aerzte das Hochwild für W Zwischenwirt des Erregers der furchtoaren Tft' tse Krankheit erklären wollten, unter nah Tante einen Versuch, indem er sich selbst insiziem und, da er gesund blieb, nachwies, daß durch bl- Hochwild die Krankheit nicht auf den Menilhi übertragen werde. Auch sonst haben deutsche NaM imtnbc mit englischen und amerikanischen i* sammen gearbeitet. Viele andere Knlturstaätt sind Deutschland auf diesem Wege nicht gcW Die herrlichen Sunda-Jnseln der Niederlande sm jeder Fwrm des Naturraubes preisgegeben, Brasilien mit der wundervollen Tierwelt sei.^ Riesenströme kennt f einerlei Natnrschutzgc'k»' gebung. Bor allem aber ist Frankreich in bicm Hinsicht febr rückständig. Es bat sich in sein» großen Kolonial gebiet zu keinerlei Tierschutz k gerafft, nur um seinen Handel, besonders »i Federbanbel, nicht zu behelligen. „Wie Paris, do eigentliche Herd der fluchwürvigen schmuckvM vernickttung ist weiß alle Welt, und es wird etil n der ganzen Schwere empfanden werben, votfl einst die Klage um unwiderbringlich Skrlortns sich erhebt. Wehe den Naturschätzen der beuW Kolonien, die etwa Frankreich in seinen Bem nehmen sollte!" Lebensjahre zählen. Für sie beträgt das Durchschnittsalter 48,59 Jahre. Die neuen Stadtverordneten sind also demnach durchschnittlich 15,47 Jahre jünger als die im alten Parlament. Senior des neuen Parlaments ist eine Frau und zwar Frau Oberstleutnant Naumann mit 66 Jahren. Der Jüngste im neuen Parlament ist Stadtv. Sichert mit 28 Jahren. Lebensmittel. "Marmelade-Verteilung. Vom 5. bis einschließlich 11. Juni gelangt in den Kleinhandeisgefchäflen 1 Pfund Marme- lade zum Preise von 1.30 Mk. zur Ausgabe. ** Freibank. Tionnerstag den 5. Jmn werden von 1—4 Uhr die Nummern 2501—2700 beliefert. Eine Eingabe de» Bürgerverei«» bet der Eisenbahndirektion. Dom Dorstaird des Bürgervereiais wurde folgende Eingal-e bei der Eisenbahndircktion F-raark- prrt eingereicht: An die EiseubalMdirektion Frankfurt a. M.! Wie die in Gießen aufgelegten Pläne j-eigtn, beabsickftigt bis Eisenbahndirektion Framkfutt, zwischen dem Rod berg und der B ade n bürg bet Gü-ßen Ueber holimgsgleise mit einem Empfangs-/ ?) «ybänbe anzulegen. Dadurch dürfte Gelegenheit geboten sein, dem von der Stadt Gießen schon so lang.' cntTt'bten Projekt der Errichtung einer Hallestelle 0>icf>en^OTb wieder näher zu treten und es zur Ausmtzrung zu bringen. Es könnte das n. E. sehr wohl dadurch ermöglicht toerben, bw& t-ie geplagte Anlage näher an das Nordende der Stadt Gießen hetWiMi'choben und das geplante Empfangsg-büude .an dos Südende der Gclris- anlagen verlegt würde, so daß es an den Südwcst- aöhaiig des Rodberges zu stelvu fönte. Durch Ab- heb mt g am Rodberg könnte hier kreier Raum für Anlage des Empfäiigsgebäudes und zugleich Grund zur Ai^cülluitg der geplanten GcleiSaNlagen ge- nroitnen werden. Eine foldjK Neuanlage würde ben Lebens- interessen der Stadt Gießs>n, insbesondere des von dem Hauptbahich^fe s>o weit abliegenden Nordendes erhält die n,---------- -- .... ... der neue Gemeinderat fetzt sich wie folg: zufaminis: Heinrich Schmidt II., Fabrikant. Chripoth-ck^veiy' gmtb, Kaufmann, Wilhelm Angelberger, RealfÄil' _..v bireftor, Okorg Müller II., Küfer und Sanbhtrt, .Mngsia^ Friedrich Ritter, Kassenrechner, Hch. Schmidt 111, , . Fabriiant, Karl Keller, Postsekcetar, Heinni — Der Natu rschutzin den deutschen Kolonien. Wenn Deutschland wirNich seiner Kolonien beraubt wirb, dann wurde auch auf bem Gebiete bes Naturschutzes in den Tropen eine Lücke gerissen, deren Ausfüllung durch bie Nachfolger sehr fraglich ersck»eint. Tie Art, rote namentlich tm verstossenen Jahrhunbert gegen die herrlichsten Tierarten Afrikas gewütet worben ist, wirb für die 6-eschichte des Menschengeschlechts stets schimpflich bleiben Ein Deutscher bar) ben Ruhm für sich in Anspruch nehmen, als Erster eine großzügige Organisation des Wildschützes in den Tropen am geregt zu haben. Es war der Gouverneur von W i ß m a n n, der den weitblickenden Marguis von Salisburv für diese Bestrebungen gewann. Im Jahre 1900 kam eine internationale Konferenz in London zusammen, auf der Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Portugal, Spanien vertreten waren. Schon damals leistete Frankreich ben verhängnisvollsten Widerstand imb ließ erklären, daß keine Beschlüße gefaßt werden dürften, die ben französischen Handel benachteiligen würden; auf Mabagaskar dürften die Vereinbarungen überhaupt nicht ausgedehnt werden. Größbrilannien dagegen erließ eine Schutz- tft gesetzgebung für Afrika und nahm sich auch in Paul Bekker, tn feinen anderen Kolonien bet bedrohten Natur an. I furts gestohlen wurden. dz. Saiger, 2 Juni. Der Maschinist Nil- Helm Franz, wohnhaft Haigerhüttt, erschoß h-nik feine Frau mtt einer PMe und verletzte fid selbst daraus durch einen Schuß in den Unterleib ÄcMwrlu-Nrai lebimsgefährlich. Der Grund zu der Bluttat ifi " in ehelichen Zerwürfnissen zu suchen. bl. Marburg, 4. Juni. Billige Wo gen gab es gestern auf dem Kämpfrasen. So fairit ein Ächmied au4 einem Nachbarborf eine Kutsck AvWlt. gntdM ^nt gar S Ä» cs» (fi, iiid KA jus öcm M '' b39 Dom ' tzxr Verordn» Da" S.132 w-tt. Som 1 Wriorgc. -■ i ^ringen und den iettit Vertriebenen, lernen vom van KarlM ttijng, AMhr : ?Moi 1919. - gt:bo5 loPMaM äiinigimg Mtt E«itd; hier: bai» S1 OG 3. Zmii. Zm @äit WUioastr. IS. 011044] r DliTie’.iÄbrlk. 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Es sind dieses in der Reihenfolge der böchstzn drei Wählerversammlmtgen für die kommende ssemeinderatswahl statt. Tie Wahlberechtigten srellten einen gemeinsamen WMVorschlag auf, wel- ixx Mitglieder aller Parteien enthält. s-kreia om 29. 6. aus dein Wege Gleiberg—Gieken. o,lMU 1. Schwarze Brieftasche. Inhalt: Ein50 M. Schein, Militärpah, 3 Brotmarken «.n. — 2. Blauer Nock u. Weste, darin stlb. Zigo- retten-Etui, Uhr u. a. — 3 Schwarze Geldtasche, Inh.: ca. 80M-Studenicu- karte u. Mitgliedskarte d. Medizinerschaft u. a. Nessel schwere Qualität per Meter M. 14.—. Franz Bette Mflusburtr 10. S6*» »L. 3090 Mk. z. leih, als BeirlebSkuv. z. G°/o Zins., monatl. rück», n. Uebereink. Bürge kann gestellt werden. Schristl Ang. u. 010885 a.d.G.A. Tücht. Mädchen für sofort gesucht 6738 Nord Anlage 31 I. ....... ______... (011050 BthiUdt, Mnusbnrg ltt ll. WtHlIIM WT *' Hellmold & Blank. 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Juni bei der Kriegsbeschädigten - sürsorge, Kirchstr. 16. Kreis- u. QrtSanSschuh Gietzeu für Vie KriegS- befchädigteuiürsorge. Für das Durchgangs- lager Wetzlar wird ein aus mehrere Monate zu mieten gesucht. 6775 D Angeb.ue erbeten an die Karuiiou - Verwalwng Wetzlar._____________ Tüchtige Arbeiterin »er sofort und später gesucht. Schristl. Angeb. u. 010747 an den Giehener An^cig. Hcrs. Piitzürbeilcriit gesucht. 6729 R!eh. Lcewon>*flti & Cs.. CieBen, Bahnbofftrane 1. Geübte Flickerin oder Weihzenknäherin ges. Schriftl. Ang. u. 010993 an d. Gießener Anzeiger. "UIg zu einem io;gn 1 ^traßenbaht litten der yufa ei nzösischen D|jl ........—=, ------- feittoollte, toti Wieseck: hier: das Bebauungsgcbiet. brr Rritvetts« • ' Bcnbtibnn versetze-* f ’ WS ,l'1 Sabtn» beinchh^- S feil ZM- ? «MW iS EMann in tßCL • " ■^r. 39 vom 3. Junr enthält: Verordnung über btt Freimachung von Arbeitsstellen während der Vit der wirtschaftlichen Demobilmachung. Vom 23, März 1919. Verordnung betreffend Abänve- ntng der Verordnungen vom 9. Januar 1919 Kichsgesetzblatt S. 28), 1. Februar 1919 (Reichs- tfeehb'alt S. 132) und 1. März 1919 (Reichs- P ehblatt S. 301) über Beschäftigung Schwer- bc chädigter. Vom 10. April 1919. — Erwerbs- lo enfürsorge. — Fürsorge für die aus Elsaß- Lothringen und den besetzten linksrheinischen Gebieten Vertriebenen. — Ausschluß unzuverlässiger Personen vom Handel: hier: des Metzgers und Gastwirts Karl Doll III. in Villingen. — Bekanntmachung, Ausfuhr von Pferden betreffend. Vom 15. Mai 1919. — Feldbereinignng Lang-Göns; hter: das topographische Güterverzeichnis. — Feld- brreinigung Rabertshausen. — Feldbereinigung dl» " f 1 bessere Frau od. Mäd- M-LSL als Stütze gefuch. il W?? bföh 1 sic tV-Mj; E Freimach««g vsn ArBeltSyellen. Tie T«nrobi.machimgsaussHüsie sind befugt Arbeitgeber zur Freimachung von Ärbeitsstellen anzuhalten, wenn sich diese Maßnahme zur Bekämpfung einer erheblichen Arbeitslosigkeit als er» forderlich erweist. Maßgebend für die örtliche Zn- ftänbigti. des Temr'bUmachungsausschusses ist die Lage der Arbeitsstätte. Es kann bat Arbeitgebern auserlegt werden, diejenigen bei ihnen b.'schä?/ tißten Ar bi.nehm er zu entlassen, welche 1. weder aus Erwerb angewiesen srnd, noch bei Kriegsausbruch einen auf Erwerb gerichteten Berus hatten oder 2. bei Kriegsausbruch oder später als Arbeiter in einem land- oder forstwirtschaftlicheck 5)aupt- oder Nebenbetrieb, als Dergarb.r.er oder als Gesinde berufsmäßig tätig waren oder 3. während des Krieges von einem anderen Orte zugezogen sind, es fei baut, daß sie Schwerbeschädigte sind ober an ihrem derzeitigen Wohnort mit ihrer Familie einen g-emcinfchaftlrchen Luusstaitd sühnen ober bei Krieg^itsvruch ihren Wohnsitz als Reichsdeutsche im Ausland ober an einem Orte hatten, uwlstn ihnen bie Rückkehr infolge von Maßnahmen feindlicher Machthaber verwehrt ist. Tie Entlassungspflicht darf nicht angeordnet werden in bezug auf 1. die vom Arbeitgeber bc- schasligten eigenen Daushaltsangehörigen, 2. Generalbevollmächtigte und die im Handelsregister ober Genossenschaftsregister eingetragenen Organe und Vertreter des Untemehme-us, 3. Arbeiter tn einem land- oder forstwirtschaftlichen H-aupt- oder Nebenbetriebe, 4. Bergarbeiter, 5. Gesinde, 6. Buhnen- und Orchestermitglieder. Ter Temobilmachungs-ausschuß ist befugt, allgemein ober in Einzelfällen Ausnahmen zu bewilligen. . . So.veit der iTemobilmachungsausschuß die Entlassung von Arbeitnehmern angeordnet hat, iütb die Arbeitgeber verpslichtet, diesen zu kündigen. Tie Kündtgungsfrist ist die gesetzlich" oder die vertragsmäßige. Bor der Kündigung bat der Arbeitgeber den Angestelltenausschuß (Arbeiteraus- schust! zu hören. Wo keine Ausschüsse bestehen, tritt an ihrer Stelle die Mehrheit der Angestellten (Arbeiter). Kommt ein Arbeitgeber der Verpflichtung zur Kündigung nicht nach, so ist der Temobilmachungs- MO pW au vachten od. kaufen gef. 0110291 Liebigstr. 74, v. Junger, in Gießen unbekannter, aus franzön- scher (tzefanaenschaf' entkommener Herr. Wüter 0. E. .Q. 1. Kl-, 20 Jahre alt. sucht die Bekanntf.tiaft e. liebevollen beüeren Dame zwecks frmterer Heirat. Schr. Ang. ru. mdnL, inlt Phowgr^ u. 010970a. G A. Kleiner Hund entlaufen. «»»>» Kegen Belohug. abznaeb. H. der West-Anlage 5. Bor Ankauf w. gewarnt. Ein Kanarieuvogel bat sich in meine neitrige Borlefuna verirrt. Ich übergab ihn d HanSmstr. der UntOv Herrn Ritter. o,.cö7 Br. »ans Oasllx. Suche für Jungen, der Oberrealfchme besticht hat fmijiniiiiniiifit Stört. Schristl. Angebote un er 011026 a. d. Gteß. Anz. erb. (Gebildete ält. Witwe, erfahren in allen besseren Arbeiten und 5Mche, sucht Beschäftigung in feinen Häusern. Smrtftl.Angeb. unt. 010975 a. d. Gieß. 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Die Anordnung des Temobümachungsausschusses kann bestimmen, bat dem Arbeitnehmer von der Gemeinde, seines letzten Wohnsitzes eine angemessene Beihilfe zu den Reiseunkosten, einschließlich der Kosten der Beförd.rung des Umzugsgnls, ausMitteln der Er- 'werbi-lolensür'orge zu gemal-ren ist. Tie Anordnung des Temobilmachungscms- schusses kann die Neueinstellung von Arbeitnehmern verbieten, soweit ihre Weiterbeschäftigung dieser Verordnung zuwiderlaufen würde. Sie kann bestimmen, inwieweit der Arbeitgeber für jeden zu entlassenden Arbeitnehmer eine Erfatzper on ein zustellen und inwieweit er sich .hierbei der Ver- mi.telung ci tes nich gewerbsmäßigen AroertsuLch- weises zu bedienen hat. Arbeitgeber, die deren Anordnung schu.d'xlft zuivstxrhandeln, können von dem Temobilmachungsausschuß für jede nicht besetzte Arbeitsstelle mit einer Buße bis zu dreitausend Mark belegt werden. Dem Arbeitgeber siebt binnen einer Woche seit Zustellung die Beschwerde an iben Temobilmachungskommtssar zu, der endgültig entscheidet. Zur Turchführung der Bestimmungen dieser Verordnung kann der Demobilmachungsausschaß den Arbeitgebern und Arbeitnehmern die erforderlichen Auskunfts- und .Anmeldepflichten aufer» legen. _ Für Arbeitnehmer, btc auf Grund der Anordnung des Temobilmachungsausfchu^ses zu entlassen find, gelten die die Entlassung beschränkenden Vorschriften nur insoweit, als sie zugunsten der Arbeitnehmer in ihrer Eigenschaft als Kriegsteilnehmer und .Zivilinternierw bestehen. Vorsätzstche Zuwiderlxmdlungen gegen die auf Grund dieser.Verordnung erlassenen Anordnungen werden, soweit sie nicht mit Buße bedroht sind. mit Gefängnisstrafe bis zu einem Jahre unb mn Geldstrafe bis zu zehntaniend Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft. Tie Verordnung tritt mti dem Tage ihrer Verkündung in straft. Ten ^cih pmrft ihres Älußerkraft.retens bestimmt das Reichs- Ministerium für die wirtschaftliche Temsbil- machuug. Beschäftigung Schwerste sch ädr ater, Dom 10. April 1919. Im Wortlaut des 'M. 2 des Anikels 2 bet Verordnung vom 1. Febrwn 1919 ist für den 15. März 1919 jeweils der Zeitpunkt des 1. Jnft 1919 einzusetzen. Demnach kann Schwerbeschädigten frühestens zum 1. Jul' 1919 gekündigt werden. Die Fürsorge für die aus Elsaß Lothringen und den besetzten linksrheinischer. Gebieten Vertriebenen ist dem Zentralkomitee der Deutschen Derrine vom Roten 8tni; übertragen worden. Tas Zentralkomitee hat daher das Kreisamt ersucht, zur Unterbringung der Vertriebenen Landaufenthalte m Bauernhöfen, Gastlmufern m'w. zu vermitteln. Es ist bereit, eine ungefähren Tagessatz für Verpflegung und Unterbringung von 7 Mk. auf den Kopf zu be zahlen Die Bürgermeistereien finb beauftragt, innevhälb 8 Tagen zu berichten, wievrel Person«- unter Angabe der Familien, die Vertriebene aufzunehmen bereit srnv, in ihrer Gemeinde untergebracht werden können. Bei dem schweren Lose, das unsere Vertriebenen betroffen hat und den sch wer. n ittncrpoli i xten Folgen, die ihre mangelhafte Versorgung zur Folge haben würde, wird Entgegenkommen der Landbevölkerung erwartet. Vorn Handel mit Fleisch und Fl ei schwären ist gemäß Beschluß des Kreisausschusses vom 19 Mai 1919 der Metzger und Gastwirt Karl Töll III. von Villingen als unzuverlässige Person ausgeschlossen. . Jegliche Ausfuhr Dvn Pferden aus dem Hessischen Staatsgebiet ist verboten, ferirtr bic Ausfuhr von Pferden aus dem unbesetzten in das neutrale Gebiet, sowie aus dem unbesetzten und neutralen in das besetzte Geoiet. Ter Bennch der Ausfuhr ist strafbar. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu 6 Monaten^oder mti Geldstrafe bis zu 1500 Mk. bestraft. Tiese Be: stimmuna ist am 15. Mai in Kraft getreten. Aukaus von getrag. Herren- und Damenkleidern fow.Mdbeln att.Nrt L. Rosenzweig, M3Q, SelterSmeg 58. XSSF" Karte genügt. "tM |Verschfed!ewes| Die Erd- unv Maurer- arbeiten einscht. Bauüoff- Itererung zur Herüelluna von 2 UeberholungSglei- fen auf Halreüelle Baden- burg (rb. 27000 edm Erb- bewegunw 13600 qm Lö- fchiingSflächen, 1500 qm Chausneriing,tM)qmSef» tenroege, 201 cbm Mauerwerk u. a.l sollen vergaben werben. Zeichnungen unb Angebotsh. lieg. Gießen, Siebigftr. Ä, Zimm. Nr. 10, zur Einsicht auS. Singe- botSbefie können, soweit der Vorrat reicht, gegen post- und beiteÜQelbfrcte Einsenbuna von 2 Mark bezogen werben. Angebote werben am 27. Juni 1919, vormittag» 11 Uhr, im GefchäftSge- bänbe be» Eifenbalm-Be- tricbvamtv I Gießen, Vic- bigitraße 23, geöffnet. §uschlagSfrtft 4 Wochen. ollenbunasfrist 8 Mon. Gießen, 4. 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Juni 1919. 011043 CAFE „EINHORN eit wo ’O/I r £/vL.^ „ Z Erstklassiges Künstler-Konzert tn ■ R. Warner *www***e—^S Ml <4? WWWK täglich von 4 bis 7 und 8 bis 11 Uhr Ferry Sikla Ossi Oswalde Marg. Kupfer Kurt Götz Dr. Ernst Wendler Familie Mueller. Bizet J. Strauss Jessel [6736c -Illen, die uns in unserem Leid teilnehmend und tröstend zur Seite gestanden, sagen wir hiermit unfern Waschmaschinen Wringmaschinen empfiehlt ab Lager J. B. Häu*er Elsonw.. Haus- u. Küchengeräte Neustadt 56, Tel. 660. nKc Tisch-o Linoleum Aiiflegerstoffe Wachstuche in beeter Ersatz wäre Tapotcnhaun Hoch wtü Her Bruflplatz- SehleBgassei Die infolge der Wohnungsnot notwendig gewesene Bureaugemeinschaft haben wir mit dem SS CP u« ä ■a S Söckchen schwarz lederbraun und weiß in allen GröOen eingetroffen. Julius Schulze Kreuzplatz. onec Statt jeder besonderen Anzeige. Am Montag morgen verschied, am fünften Tage nach der Geburt ihres dritten Jungen, meine liebe Frau, unsere liebe Tochter und Schwester Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Willi Hinrichs und Frau Mimi geb. Döpfer »A ■ k-J n uiro. Kuustbeilaqcn aus iUuitricrten Zeiischrifiei, Aiir AuSschmlldung der Wobnrätline. Auch einzelne Bilder sind wiUkoinmen. Mttteituna durch Poukane Kommerzienr.BrockmüIler Ossi, seine Nichte .... Die Gouvernante .... Dr. Kersten...... L’Arlesienne, Suite . . . An der schönen blauen Donau. Walzer . . . Potpourri a. d. Optte. „Das SchwarzwaldinjldeP . Siegfrieds Tod, Trauermarsch aus „Götterdämmerung“ . . . . d ist unerreicht. F8r Gaitbianebesltxer euch la gröB. QefäBen! [6737c Zu haben b. d. Hersteller: Kreuz-Brog» NustM, Bahehehitr.Sl. Fernr.2aS2. Familie Heinrich Ninrk Odenhansev. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschetden tfttferet Neben Entschlafenen sagen wir aus diesem Wege Allen unfern herzlichen Dank. Zamilirn Will). Haas u. Heuser. Dezimal u. Kettenwaagen empfiehlt Karl Schmidt, „len Neuenweg 4L Für die uns zur Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten herzlichsten Dank. Adolf Schwan u. Frau Marie geb. Steinhauer. &m !■ Juns Beginn nenorPriVab Abend-u.Nachm. Kurse in BecMührnng Stenographie Maschinen schreiben Schönsckro k»a Anmeldung, tflgl.n z,Beginn. Prosp.fr. Print-Handeisscbuie „Hermes“ Bleien, Bahnhofitr.M. Tcl.1097. Gegr.1909. p. Hornberger Rechtsanwalt p'ockstrahe 9 (Konditorei Geitzner) Fernsprecher 93. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicherTett- nabme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sowie sür die trostreichen Wvrie des Herrn Pfarrers Schmidt, die liebevolle Pflege der beiden Kranfenschwestern. für die Aufmerksamkeiten der Sängervereinigung, des Turn-, Krieger- u. OrtsgewerbevereinS. der freiwilligen Feuerwehr, für die vielen 5tranzfvenden und allen denen, die ihm die lebte Chre erwiesen haben, sagen wir aus diesem Wege herzlichsten Dank. Fm Namen der trauernden Hinterbliebenen: H. Rohrbach 7. Wäsch® zum Waschen u. Bügeln wird angenomm. Wasch- kleider und -Blnien in einem Heferbar Bietzen, den 31. Mai Dr. Albert Aaron Rechtsanwalt Sranffurter Straße \ (Cafe Hettler) Fernsprecher 2021. H*ilze doppelt, Stück M. t.81. Vertreter in der Wohnung zu erfragen Dr. Wolf Walltorstr. 48. 0,”,‘ Verein f. Rasenspiele 1909 Eigene Sportanlage an der Hardt, Abteilung Leichtathletik Jeden VHenntag u. Freitag von 6*A Ehr abend« an Uebnngsstunden. Umkleideraum vom R. A. genehmigt, gibt blUtenwetese Wäsche iiiiuiuiimimunuinmmiuuiHiiiiiiHniinuiiiiiiimiimiiiiiitiuuuöiiiiiiiiiiiiiiuuiiiiiiiinuimH ohne sie im geringsten anzugreifen. • Alleinige Fabrikanten Schmitz-Bonn Söhne, Düsseldorf • Reisholz. Einladung z» einer VersanmlW Her GießenerStnSenten ans Dem besetzten Gebiet am Donnerstag den 5. Juni 1919, abends 8*/4 Uhr, im großen Hörsaal der Universität. Tagesordnung: Protest gegen die Losiösungsbestrebungeu im Rheinland, Nassau, Rheinhessen und Pfalz. Zngelassen sind nur Angehörige der Universität. 6760D LHminmAkilieM 8im§8tmenttitltii sind wieder zu haben. Gebt. Kahl Telephon 87. u» Herren-Selbstbinder besond. prelsw hübsche Muster a. a. gut Stoffen zu 7A0 u. 8^0 Mk. eine Trockenes Buchenholz liefert in gröberen und kleineren Quantitäten J. Happel MUblstrane 18. (6739 laJurbolineiim tu Friedensqualität liefert l6ll3ss BBelnr. Antweiler, Maollbaim.Achltesn.2ll. t# 5)1; ‘ *Wnf« *’ '.kiDlltchelN Btätibe hnb' & ist 'Ir£ ff KomlNUlMv! i-Dölfcrung darai Äer M ang Vbiete des äen Be^cisui gben und bau Anzeige gebr- »»TieLsr v( geworben. » Ks andere, ^sieienm^Mn !y , 10 Bord lu ßostauftmM Marten 15 Pf 16 ohne EMM ’-itie mit Zui>Ä Dctlchr loden 1 Zahllarlen 15' .qGtMsblötln g) U, 100 Lar SvlKristMä 30 ** Berior ;tt ehern. 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Liszt Jehl* lein ton»“ Lustspiel in 3 Akten von Emst Lubitsch. In der Hauptrolle Ossi Oswalda. Der D( bOt ich Allen i 4 bitte!". LHlch, Si< Bühneraagea- Tinktur Marke „Henn“ wleW in alter Qualität bardurch den Hersteller. KreuZ'Drog.Aug Nell Bahnhotstra8eJL_^| Holz-RolM fertigt an Fr.Riim,HkMclhiN WF- Ersalrteilc, >rv (SmULplättdicn, Gurte .1 stet» vorrätig. ___ An- u. Verkauf von Lumpen, ^iien.Mt- tollen, Knochen, VJI Vier, Flaschen, A« Maschinen. l*,u' Louis Rothenberger Neaoiwsp 32. Te!e|h. Ulj Eranv ohne Vrcic«ansschlag. r ranz Deute WhNchcreS W ngnoi^. MBusburg 10. (6(J50cl ^glliorstrabe 41p. Cafe Ernst Ludwig imiiiiuiiiiiimiiiiihiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiliiiii Heute Mittwoch Wägner- und MnM-M 011018 Taukbagung Für alle Beweise innigster Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. «7S2 LublinSti und Kinder. Hertha Die glückliche Geburt eines gesunden Mädchens zeigen hocherfreut an Lehrer Valentin Stumpf u. Frau Else geb. Butz. Burkhardsfelden, 81. Mai. 011001 „Adler“! Täglich Konzert von 7 bis 11 Uhr. 6 Ale Einlage: Ada Kebermann v die unübertreffliche Humoristin, der H Liebling d "s Gießener Publikums. Eintritt frei! Eintritt frcl!^ Stabldrabtmatraßten für jede Bettstelle nach , Mali, an Jedermann. Katalog frei. hv NWMMklMlMIWMU Fahrrad- P Zubehör^ liefert an Händler Th. HM Franklorla.IL, Mlddattraße 83 Prima nenes I«,« Sauerkraut Salz- o. Essig-Gurken prelewllrdlg bet August Wallenfels Marktolatz 17. Teleph.282. Handwagen Schiebkarren j in größter Auswahl ANferei Sommevkorn Vleichstratze jO. Serspiele wie Croquet "10 Boccia Relf und Decen Ball-Tamburin» Bali-Schlager Stelzen Sandformen GartentcerAto llingwerfen la. Stoff- u- Dell«* Balle empfiehlt J. H. Fuhr. B. Burfh, tn den G-m, * in tiefem 1 r. miet au S: 0. Sberjtd ^Ngeiid den 9b gtn m3 Hi 112 Eltville lief W, die Vraut ( davon. D figlith Wq Slota Hemdentuche Flanelle [e7"c Klelderxcuge KchtireenetofTe Futterstoffe uv. Kaufhaus Katz 14 8eJmlie!strafle 14. Der raffinierteste Hochstapler« Roman. welcher je in Gießen zur Aufführung gelangte, betitelt sich Bis iMiieiiK Zaren Nur noch bis eineehL Freitag. Lichtspielhaus ...... Nr. 128 Zweites Blatt Sietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhchen) rinnwoch, 4. Juni (9(9 »«»»litber, Derben 4. Juni 1919, 0I1W3 ............ (Ofutt- SS AMBI fteborgen. Einen Augenblick schien cs, als wolle dj-cn eine Besuchskarte und schrieb mit Bleistift Nc Um wieder herausnehmen und ihn zurückgeben. einige Worte auf die Karte. koo" den ioa5 et ban" sich und 'rin al er Das habe ich Ihnen For Ar Wei ■en sich anznzeige« b Frau Mim geb. Döpfer Silberhochzeit nerksamkeiten i Dank. m u. Frau Steinmauer. irt eines gesund«»! hocherfreut an mpfiLgrauft geb. N „$3ier ist der Brief," sagte er. Ruth stieß einen Freudenschrei aus, nahm Brief, betrachtete zuerst den Umschlag n Sie nickte. Ta wurde er rabiat. „Ich Tarnt Sie so nicht geizen lassen!" sagte heftig. . Sie sah ihn an. rumänischen und tschcchisckicn Front. Wir folgen die Rumänen auf der ganzen Linie. Eine Streikbewegung in Frankreich. Versailles, 2.^ Juni. (WTB.) Tie beiterbcwegung in Frankreich nimmt mg '»nigfter Teil. * unserer ll9en wir Herz, ter zu. Laut einer Meldung deS „Malin" gy wann die Streikbewegung der BergU-erksarbeiier in Nordfrankreich über Nacht weiter an Urn'ang. Es feiern heute vormittag mindestens 8 2 0 00 Be rg l e ute in N o rd fr an kr ei ch. Tic Berg arbeitcrverbändc im übrigen Frankreich haben fa - schlossen, am 15. Juni den Generalstreik zu er- klären, falls bis dahin nicht alle ihre Forderungen durchgeseht sind. Tie Angestellten der Pariser Waren- h ä u s e r rühren sich ebenfalls. Im Warenhaus Printemps wurde heute der General streik erklärt. 5000 Angestellte traten nicht zur Arbeit an. Auch in der Provinz streiken zahlreiche Arbeiierorga- nisattvnen. HochverratSprozetz gegen Levin^-Nissen. München, 2. Juni. Vor dem Müuckc ner Standgericht begann heute der H o ch Verratsprozeß gegen den russischen Bolschewisten Eugen Levin6-Nissen, den geistigen Führer der Münchener Räterepublck, und seine Mitangeklagten Prof. Dr. Artur- Salz, Kunstmaler Botho Schmidt und Architekt Zimmer, die ihn gemeinsam in der Wohnung Schmidts verborgen gehalten hatten, um ihn der Verfolgung durch im Truppen der Regierung Hoffmann zu ent ziehen. Nach Schluß der Beweisaufnahme, über die wir noch ausführlich berichten werden, beantragte der Staatsanwalt für Levinö' Nissen unter Ausschaltung mildernder llntt stände die Todesstrafe und für Zimmer fünf Jahre Zuchthaus. Die beiden andern An- igeklagten sollen dem ordentlichen Gericht überwiesen werden. ,r3a. Ich weiß io nicht, wie ich Ihnen Im fall —" ,,£), bitte!" > . „ES muß fürchterlich gewesen sein —" ,,£> nein! “ „Sie sind sehr geschickt gewesen —" „Tanke!" allen Seiten, dann überflog sie den Inhalt des Schreibens. । „Er ist's! Er ist's?" jubelte sie. „Wie wird sich Vater freuen! Sie glauben gar nicht, in welcher Sorge mein guter Vater wegen dieses Briefes gewesen ist. Aber Sic haben ihn gerettet!" Ehrliche, überströmende Tankbarkei! sprach aus ihren Worten, ihrem Blicke, dem Truck ihrer Hand. Sie sah, wie seine Blicke wieder bewundernd auf ihr ruhten. Und da verstummte sie plötzlich, wandte sich ab und wurde rot. Aber dann itaTym sie sich zusammen und fragte mit erzwungener, geschäftsmäßiger Ruhe: „Wie darf -Ihnen mein Vater das Geld ans- Der Doppelgänger. Roman von CarlSchüler. Fortsetzung Ar. 35. Sie rurhm bte Blumen dankend an und be- l'stigte das Sträußchen an ihrer Jacke. „Haben Sie die Zeitung schon gelesen?" fragte -vrival lächelnd. ,^Tarf ich Ihnen diese Veilchen übcrreick-en?" i fegte Torioal und hielt Ruth das Sträußchen hin. ton — mein Vater wird nie vergessen, Ihnen schuldet. Und ich —" Sie brach mitten im Satz ab, erhob reichte ihm die Hand. „Sie wollen schon gehen?" fragte erschrocken. Der zeitgemäße Massiv-Bau: e „Ich fahre jetzt zu meinem Vater und gebt ihm den Brief," sagte sie leise. „Sie Tonnen selbst oder durch einen anderen das Gelb, do- Jhneot gehört, im Geschäft meines Vaters an det Kasse abheben. Sie brauchen, nur die .starte vor zirzeigen, die ich Jlmen dort hingelegt Ixibe." Sie stockte einen Augenblick, dann fuhr sie fori: „Und — wenn Sie einmal in Not geraten joll- ’nrie würde er sich jetzt benehmen — jetzt, da ex den großen 'Trumpf gegen sie in der Hund hielt? Torival nahm aus der Brusttasche den Brief. AffiBI, am. i Berlin-Johannisthal »8. 'Mcret SJfr 1919., VLcherttfch. — D i e Bockreiter. ^iovelle von Joses Ponten. Geheftet 3 Mk., gebunden 5 Mk gart, Deutsche Verlags-Anstalt.) vermischtes. — 17 000 M k. für eine griechische Amphora. Einen Preis von 8.50 Pfund Sterling erzielte bei einer Versteigerung in London eine attische rotfigurige Amphora von IGVa Zoll Höhe, die etwa aus dem Jahre 480 v. Ehr. stammt. Auch andere griechisckw Altertümer, die mit der Sammlung von Alessandro Castellani zur Ver- hören werden, unabhängig von dem Status, i>.n diese Stadt selbst erhallen ivird. Tie g r i ? ch i s ch - bulgarische Grenze wird von Agathopoli am schwarzen iOieer in ivesnicher Richtung ver- laufm, bis sie in die frühere Grc'! trnie' nrer- geht. Tie Bulgaren erhallen einen Ire,basen am Avgaischeu Meer, und zir-ar cntwedr Saloniki, Kawalla oder 'Ted.agatsch nach i Irrer sr ieu Wahl. Sie werden durch diesen Hafen einen freien Zugang zum Meer erhalten unter Bedingungen, die in großen Zügen dieselben fein imrdc u, wie diejenigen, die Serbien im Bukarester Vertrag von 1913 erhielt. Tie neuen Gebiete, die auf diese Weise an Griechenland fallen, sind überwiegend türkisch, aber, wie der Korrespondent des „Daily .Gerald" erfährt, sollen sich die sechs mohamme- dänischen Abgeordneten in der bulgarischen So- branje einstunmig für die Annexion durch Griecken- land ausgesprochen haben. —.Tie übrigen Grenzrevisionen sind von untergcjibneter Ledeutlmg.- Tie Serben verlangen nur einige kleine Grenzberichtigungen und werden diese auch crbalteit. Tie Rnmänen werden gegen, Anerlennung größerer Annexionen an anderer Stelle den Bulgaren die südliche Hälfte der Tobrudscha, die sie im Jahre 1913 annektiert haben, deren Bevölkerung ledoch überwiegend bulgarisch ist, zurückerstatten Erfolge ungarischer Truppen. Budapest, 2. Juni. >(WTB.) Tas uuga» rische Korrespondenzbureau meldet: Am 1. Juni haben unsere Budapester Truppen nadi ltervorragender artilleristischer Vorbereitung nörb-4 lick der Thei^s stehende Streitkräfte der Rumänen z u r ü ck g e s chla gen. Dadurch burrl* brachen wir den verbrndenden Teil zwischen der Hier*1- E (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Ans dem Vcrfassnngsausschuß der Nationalversammlung. Berlin, 2. Juni. (WTB.) Der Ver- fassungsausschuß der Deutschen Narr onalversa mm lung nahm den Artikel über die E r n f ü h r u n g v e S Rates h st e m s in die , Berfas,ung mit geringfügigen Veränderungen nach den Vorschlägen der Regierung an und schloß da- mtt die erste Beratung des Verfassungsentwurfes ab. Die zweite Lesung findet morgen statt. Die Umtriebe in Wiesbaden. „Berlin, 2. Juni. (WTB.) Von zuständiger Stelle erfahren wir, das; die französisckfe Be- satznngsbehörde vom Polizeidirektor in Wies- ba d e n ausdrücklich verlangt hat, dafür zu sorgen, daß die Plakate, die die Proklamierung der Rheinischen Republik enthalten, nicht entfernt würden. Diese Forderung steht merkwürdigeriveise im Gegensatz zu dem von den Besatzungsbehörden immer wieder betonten „rein privaten volkstümlichen" bcr Separationsbewegung. Mannheim, 3. Ium. (WTB.) In allen größeren Städten der Pfalz fanden ge- nem nachmittag g roße Kundgebungen statt. nwnstvationszügen, an denen sich je nach der Größe der betreffenden Stadt zehn tau sende von Personell, hauptsächlich Arbeiter, beteiligten, bekundeten die Teilnehmer in ruhiger Haltung ihr Deutschtum unü protestierten gegen die Er- richttmg einer selbständigen pfälzischen Ide publik Viele Betriebe waren geschlossen. Alles verlief in flhilte und örtnuing. Heute wird üüberall hjjeher gearbeitet Versailles, 2. Juni. (WTB.) Die Ausrufung der r h e i n i s ch e n Republik nnrd non den französischen Morgen blättern im allgemeinen nur in kurzen Meldungen wiedergegeben. Tie Blätter lehnen natürlich jede Beteiligung Frankreichs, ab. Es muß jedoch ermähnt werden, daß der eifrigste Agitator für die separa- tistisckK! Strömung in Teutsckstand, Maurice Da.rröre, gestern in Mainz eingetroffen ist und schon teilte im „Echo de Paris" das Ereignis feiert. Amerikanischc Ausbeutung Ostprevtzcn». Bern, 2. Juni. (Wolff.) Aus gut unterrichteten Handclskrcisen verlautet: Neu- vorker Bankkrcise unter Führung des Hauses Morgan planen eine Erschließung der oft preußischen Bodenreichtümer. Der Vertrag für Bulgarien. Amsterdam, 5. Juni. (WTB.) Dem „Al- gemeen Handelsblad" zufolge meldet der Parlier Korrespondent dcS „Taily Harald", er stabe von maßgebender Seite erfahren, daß die Arbeiten an denl Konzept des Friedensvertrages für Bulgarien gut vorwärts schreiten. Der Vertrag ist von Veniselos in Gemeinschaft mit der serbischen und rumänischen Delegation entworfen worden und ist jetzt soweit ferttggestellt, nm vom Rat der Vier erwogen zu werden. — Tie Be- stimmnngen lauten wie folgt: Bulgarien tritt das gesamte Küstengebiet am Aegäisclnm Meer, das Bnlgarieir nach dem Balkankrieg annektiert hat, an Gn'ieck>enland ab. Griechenland erhält a n ck Adrian opel und einen Teil der Gebiete rn Thrazien, die nach dem zweiten Balkan- krieg im Besitz der Türkei verblielen. Tie Grenze zwijten Gnetenland und dem Gebiet von Kon- stantinrpel ;nnrb durch die bekannte Linie Enos- Mpdia gebildet werden; das bedeute!, daß die g^'wmte Küste des Marmurameeres und die Halb- instl Gallipoli weiteren zu Klonstantinopel ge- Aber die Hand, ine schon das Täsckck)en geöffnet halle, drückte es mit plötzlichem Entschluß wieder zu. Torival glaubte ihr an den Augen abzulesen, daß eS Mitleid mit den Sorgen ihres Vaters war, das sie veranlaßte, das Täschchen wieder zu schließen. „Erinnern Sie sich nicht mehr meiner _ derung? Sie sprachen damals, ivenn ein Kuß einen Wert haben soll, so muß man ihn als Geschenk erhalten. Ich bitte um mein Geschenk, Fräulein Ruck." Sie hatte den Brief sckwn in ihrem Täschchen steigerung kamen, erzielten bedeutende Preise, so eme andere Amphora 210 Pfund und ein schwarz- ftgurtger Wasserkrug 260 Psnnd. . — Die ölte st e aller Zeitungen er- Itenit noch gegenwärtig in Peking: es ist die „Peking Gazette", die im Jahre 9Ö n. Ehr. gegründet wurde und lange Zeit das einzige Blatt war, das in China herausgegeben werden durfte, ia, das überhaupt in der Welt erschien. Seit etwa 60 Jahren sind bann eine Anzahl anderer Zeitungen entstanden. Der Mandarin Lü Chao-Pe, der diese 3 et hing jüngst in einer Rede feierte, hob auch hervor, daß in keinem anderen “anbe die Zeitungen soviel Ansehen genießen wie in China, denn die Kinder lernen hier schon in der Schule in jedem bedruckten Stück Papier ein Heiligtum zu verehren. doch schon gesagt/' „Warum wollen Sie keine Belohnung annch- men? Vielleicht, weil Sie dem Labwein zwölf- tausend Mark fortgenommen haben? Tas ist ganz Ihre Privatsache. Wir bezahlen 3frncn trotzdem die dreißigtaustnd Mark aus, die Ihnen von mir versprochen sind." „Ich will kein Geld, Fräulein Ruth." „Was wollen Sie denn?" Sie rückte näher an ihn heran und schob ihr Köpfchen vor. Tickst vor sich sah er ihr blasses, ernstes, trauriges Gesichtchen. „So, jetzt können Sie mir einen Kuß geben!" sagte sie. Einen Augenblick zögerte er. Aber — dann faßte et mit beiden Händen ihr Köpfchen nnd drückte auf den roten, frischen Kindermund einen kräftigen Kuß. Sie blieb regungslos auf ihrem Sttihl sitzen, die Augen gesenkt, die Hände im Schoß gefaltet. Sie saß hilflos da, erbarmungswürdig oerängsttgt. Wie ein kleiner Vogel kam sie ihm vor, frer still und geduckt in seinem Käftg sitzt. Er dachte daran, wie er als Knabe einmal einen schönen, bunten Schmetterling gefangen batte. Vorsichtig hatte er das zarte, farbenprächtige Tierchen in seinen kleinen schmutzigen Fingern gehalten und von allen .Seiten bewundernd betrachtet. Tann hatte er dem Schmetterling seine Freiheit g.'schenkt, auf die flache Hand hatte er ihn ücsetztz Aber der arme, bunte Schmetterling, dessen feinerFlüg'l- staub an seinen Fingerspitzen klebte, saß angstvoll auf der Hand und fand nicht den Mut, von seiner Freiheit Gebrauch zu madjen. Er nrustte ihn in die Luft werfen, um ihn los zu werden. Mit müdem Flügelschlag flatterte der fiebern fing fr, seines schillernden Farbenstanbs beraubte Lchnret terling davon . Donval hätte fick ohrfeigen mögen! Rntzlf schwieg Dam, entnahm sie ihrem Titsch t Ludwig ......WM** Itfwoeh *1* zahlen?" „Welches Geld?" „Für den Äries." „Ich tvUl kein Geld. Aengftlich zögernd stellte sie die Frage. Ge- 'toinit blickte fte ihn an. Tapfer ging sie ohne Mtfchweife auf ihr Ziel los. Aber es bannte ihr ber Cntscheidlmg. Hatte er den Brief go- divcu, ober nicht? Und nxmt er ihn gefunden! an sich gebracht hatte, was würde er jetzt ihe tn-rlangen, ehe er den Brief herausgaß? -gebt dte Ford,-rilng in barem Geld, die er machen wrwrte, schreckte sie Sie wußte, ihr Vater würde V hfc'kr Briiehumg nicht peinlich sein. Ateltz ihr gegenüber war nicht mißzuoer- ^nen. Hub r geftel fljr. Sie mußte sich zn- hroRerntelF1 ce. uni üarf zu bhiben. Sie Mußte rofnt, daß der Mann innen wrtrrte. »•_; flo nxn- ey 8crlemtcr, ein Aus- lemc ö» Vorzüge benutzte, ,^-v-eu-ev <». bel.iaen und zu betrügen. Eigent tir» verachten Und sie wunderte sich -tev- fuf> seihst, sic das nicht tonnte Und — omp.de Klagers '5>mg von tolerier gierten öeit|d)ri( raume Auch 8 'eilung durch Pott°- ort 8 Klager Gießen. spiiieW an der Hardt, ihtathletil ba« von 6l/i D iden. Umkleiderai _________________OlU » „Und haben Sie. — haben Sie den Brief - staben?" für em Dveipsmrdbrvt twn 82 auf 95 Pfennig hinauffchte, hat der Magistrat ben Brotpreis auf 90 Psemrig sch'tgesetzt — Frankfurt a. M., 2. Juni. (Sine große Mrzahl fo l scher Reichs bankno ten zu 50 Marl, Ausgabe vom 20. Ocktvber 1918, sind seit Anfang Mai in der Stadt im Umlauf und auch bereits ang/balteit worden. Tie Falschsteine, an- scheinend in gwncn Massen tergestellt, tragen kein Wasserzeiten. Eine zweite Sötte von Falschstennen, die der Au^vabe vom 30. Novenr-bcr 1918 uachg.-ahint ist uiu> in ben letzten Tagen hier auf- tnud,te, ist babirrd) kenntlich, daß die Scheine ans z usam men geliebten Blättern hergestMl sind. Aus drin bcsrtztcn Rhcingebset. -- Mainz, 2. Juni. In fast allen Orten des besetzten Gebietes veranstalteten die Franzosen ß-u Einen der Jungfrau von Orleans am Samstag abend Fackelzüge und am Somttag in den Kirsten entsprechende Feierir Cron berg, 2. Juni. Tie Ausfuhr der dicsjährigeil E r d b c e r c n c r it t c in das unbesetzte Gebiet ist von ben französischen Behörden aln-tehnt worden. Tie Franzvsen haben tu Aussicht gestellt, falls ein nochmaliges Gesuch unberücksichtigt bleckt, die gesamte Erdbeerentte zu angemessenen Preisen aufzuliaufen. Der Königsteiner Adniinisttateur hat darauf hin er l ich en Parteien enthält folginte Namen: Ludwig Belten, Architekt, Ludwig Luh, Sanbttrirt, Jochs. Texlvr, Schreiner- melfter, Jochs. Henrich, Land/virt. Karl Schäfer, Maurermeister, Sttd sttern, Landwirt, Anton Müller, .Lmckwirt, Mbett Schmidt, Kiaufmann, Karl Schimidt, Landwitt, Wilh. Müller, Weicknmsteltcr, Karl Brätel, Laerdwitt, Heinrich Beppler, Landwitt intb Karl Bingk, Wagnettneister. Ihr steht eine sozialdemokratische Liste mit folg n- den Namen gegenüber: Heinttch Müller, (5teojfer, Heinrich Steub, Maurer, Karl Rühl, Erdarbeiter, Karl Bergt!', Forstwart, August H>ock, Lackierer, Hch. Heirttch, Gastwirt, Karl ..Boller, Schlosser, Karl Faber, Schachtmeister, Wilh. Brück, Milckchändlcr, Wilh. Tern, Maurer, Ludw. Lauber, Maurermeister, .August Hofmann, Bergarbeitel'. ler" von 7 bis •! . 31. Mal onooi An» Stadt un^ €ant. Gießen, 4 Juni 1919. ** Die Preisprüfungsstclle für Ober he ssen weist daraus hin. daß der Verkauf von Seife — außer gegen Seifenmarken -- verboten ist und daß die Höchstpreise nach wie vor in. Gültigkeit sind. Die Bevölkerung wird davor gewarnt, die meist sehr überteuerten Schleich- haiibclstoaren zn kaufen, die jetzt nur in großem ilmfanfl angeboten werden, weil mit betracht- iid»en Preteterabsetzungen auf deni Gebiete des Sdiscnmarkties zu rechnen ist. Ebenso werden in neuer Zeit Kaffee, verschiedene Sotten von aus- ändischem Tee, außerdem Rosinen und verschie- .-,cne Arten von Gewürzen, wie loeißer und schwär zer Paprika usw., Schokolade und Kakao in den handel gebracht, für die bei Friedensfchluß mit »ettäcktlichem Preisrückgang zu rechnen ist. Dieft Kegenstände sind außerdem beschlagnahmt und der Ankauf ist strafbar, sofern es sich nicht um falte nortt Kommunalverband Mgeteilte Mengen hau- !«lt. Die Kaufmannschaft wird ekxmso ivte die Bevölkerung darauf aufmerksam gemacht, daß in nächster Zeit eingehende R c v i s i o n e n auf dem ('Miete des Handels mit Gegenstäicken des täglichen Bedarfs durch die Preisprüfungsstelle statt- stnden und daß T)ierbct jeder verbotene Handel jur An-eige gebracht werden wird. ** Die Vordrucke der Post sind teurer geworden. Tie Vvrdrucke der Pvst sind, >oie alles andrere, teurer geworden. 10 Postkarten oder Pateckattea kosten jetzt 15 Pf., Vordrucke zu Cinliefermigsfelieineu in Blöcken zu 100 Stück 40 Pf., 1Ö Vordttlckr für Postanfträg': 25 Pf., 10 Postaifftragskarten zur Annabme-inttolunfi zu 15 Vf.. 10 Nachnahme irrten 25 Pf., Nachnahme- Zahltatten 15 Pf., ebenso Postanuxisungen mit und ohne Empfangsbestätiglmg, 10 Vordrucke für Briefe Mit Zustellunssurknnde 15 Pf Im Post- checkperkehr kosten jetzt 5 gübe Umschläge 20 Pf., 10 Zahlkarten 15 Pf-, 10 Geschästsblätter 40 Pf., 50 Geschäftsblätter 1,25 Mk., 100 Lastschriftzettel ?0 Pf., 100 Sammebiberweisunsen 15 Ps., 50 Gutschttftzettel 30 Pf. ** Versorgung von Angehörigen der ehern. Oesterr. Ungar. Monarchie W i t w e n, W a i s e n und Invaliden). Wer für die vormalige ölterreichisch-ungarifte Monarchie oder bereit Verbündete mili- tärifte Dienste nicht berufsmäßig geleistet hat, oder ohne solche Tienstleistung unverschuldet in militärische Handlungen oettvickelt unb hierdurch in seiner Gesundheit geftluidigt wurde, hat Anspruch auf Bergütung aus Staats- Mitteln, wenn er zur Zeit des schädigenden Ereignisses deutsch-öfterr. .Staatsbürger oder in einer Gemeinde des Deutsch-Oe sterr ei chi scheu Staates heimatberechttgt war. Das öfter» «itefte Jnvalidengesetz bietet den Kriegsbeschädigten nicht bloß Renten, die nach ter Deichäftigmrg vor dem Kriege abgestuft sind und auf 'bem flachen Lande mindestens 1200 Kra- nsn, in Großstädten in -den höchsten Stufen bis 3360 Kronen, bei Festangestellten. bis 4320 Kr ichttick betragen, cs ist weiter für Heilbehand^ l-ung der Invaliden, für Körperersatzstiicke und orthopädische Behelfe, für beruftidje Ausbildung, sowie für ärztliche Hilfe im Falle der Erkrankung s'wrgt, wobei die Invaliden, falls sie sich in ?-Pitalpflcge befinden, ein Krankengeld von 2 Kr. löglich erhalten. Das Gesetz ist zum Selbsttoste,r- Pveis Dom Teutsch-Oesterreichischen Soldaten-- Rot, Regensburg, Haisplatz 4, zu beziehen. Zlreis Schotten. B. Burkhards, 3. Jrmi. Ten Landaustnt- r halt in den Gemeinden des oberen Niddettales gc- uieften in diesem Jachr Offeickachn: Stadtkinder, bariuitcr auch Schulentlassene. Kreis Friedberg. D. Eber stadt, 2.' Jnni. Die während des Krieges ftillgelegte Sandgrube hat wieder ihren -'betrieb aufgenommen und liefert nuit in die ganze Umgegend den Bedarf an Sand. Früher wurde inet nur eine graue Sandart verkauft, baqcgen kommt Kur Zeit reiner weißer Sand zum VvrMin. Hessen-Nassau. = Eltville, 2. Juni. Ein Brautpaar, das ui der engen Ottsstraße einem Kleinbahnzuge Lns- oeichen wollte, lief einem Auto in die Arme und iöinbe überfahr en. Der Bräutigam wurde leichter verletzt, die Braut trug dagegen sehr schwere Vcr- lstzungen davon. Das Paar wollte Pfingsten l>'i° raten. = Frankfurt a. M., 2. Juni Entgegen ben Beschlüssen der Bäckerinnung, die den Preis „Tas kann ich nicht. Es ist alles tn, mm es Zeug. Ich habe die Komödie fatt Ick' muß »en sagen wer ich bin. Sie lwben ja ’.-iite Ahnung. Ich bin der Freiherr —" „Halt!" sagte Ruth. Er schwieg verblüfft. • k- 'Ä iIni lange an und Tränen kamen ihr in die Augen. „Nein," sagte sie endlich fcife, „ich will den ., im Juni 1919. Eisenbahndireklion. 6773id Stadt. Arbeitsnachweis Gietzen West-Anlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werben i a. bei hiesigen Arbeitgebern: 1 Schneider, 13Schuh- mndier, IDOWrnbennrUeiter, 6Schreiner, l,yri)eur, 1 Wagner, 1 Holzdreher, 1 Buchbinder, 1 Tapezierer, 1 schmied, 1 Schlosser, 1 Waffenmeistergellilie, 1 Bildereinrahmer, der mit der Aiaschine umgehen kann, Prvvisionöreifende, 3 MeiaU- fonner, 5 Schwerkriegsbeschädigte für fchriftliche Arbeiten, Handlanger, 1 Holzbildhauer. Lehrlinge: 2 Slnnflente und Schreiber, 6 Kellner, 2 Zrifeure, 1 Schneider, 3 Bäcker, 1 Buchbinder, 1 Bildereinrabmer, fünf Rialer und Weißbinder, 2 Graveure, 1 Gärtner, 2 Tapezierer u. Polsterer, 2 Drucker, 3 Seher, 1 Glaser, 1 Stukkateur. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 2 landtv. Knechte u.Arbeiter, 320 Grubenarbeiter. 1 Friseur, 2 Biegeleiarbeiter, 2 Weißbinder, 1 Küfer, sieben Schreiner, 3 Schneider, 1 Steinhauer, 50'JJlmircr, 10 Handlanger, 3 Maler u. Anureicher, 150 Steinbruch- und Erdarbeiter. 2 Stellmacher, 1 Silber nutzer, 1 Küchenjunge, 1 Hausdiener, 1 Stein- Hauerlehrling, 1 ftrifeinlcbrllng, 1 Schmer- beschäsigter tSchreibgehilsei, der Stenographie und Maschinenschreiben kann, für eine Behörde. ES suchen Arbeit: 4 Bäcker, 5 Schriftseher und Buchdrucker, Kaufleute, Schreiber und Weifenöe, 1 Autoschlosser, 5 Kellner, Packer, Hauöburschen und Ausläufer, Maschinenschlosser, Bauschlosser, 1 Feinmechaniker, 3 Mechaniker, 1 Müller, ein Maler u. Anstreicher, Arbeiter, 1 Jorft beamt er, 3 Spengler und Installateure, Aigarrenarbeiter und Arbeiterinnen, 1 Dekorateur, 2 Schuu.'bc, ein Maschinenbauer. 1 Bankbeamter, 4 Buchbinder, 4 lonbw. Knechte, 1 Dreher, 1 Pianist, 1 Musiker. 1 Huf- und Wagenschmied für 4 Tage wöchentlich, 1 Polsterer und Tapezierer, 3 Maurer, 1 Schacht- meister und Zimmerpolier, 1 Heizet, 1 Chemiker und Schriftsteller, 1 Verwalter und Gärtner, 1 Schweinemeister. Lehrlinge: 5 Kaufleute, 7 Schlosser, 1 Zahntechniker, 4 Schuhmacher, 1 Schmied, 1 Sattler, Polsterer und Tapezierer, 2 Schreiber. Weibliche 216 teil «ng: Bei hiesigen Arbeitgebern können eingesiellt werden: 1 besseres Hausmädchen, 2 Köchinnen, 1 Waschfrau, 1 einfache Stiche, Dienstmädchen, Laufsrauen, 1 Küchenmädchen, 1 junge Berkäuferin, 1 Lehrmädchen, 1 Kindersräulent. Bei auswärtigen 'Arbeitgebern können eilige- stellt werden: 3 landw. Dienstmädchen, Dienstmädchen, 2 Küchenmädchen, Hausmädchen, eine Köchin, 1 Köchin für ein Gut, 1 Weißzeugnäheriu, 1 Ilickcrin. ES suchen Arbeit: 1 Telephonistin, Bureaugebtl- sinnen, 1 Friseuse, junge Mädchen, die das Schneidern lernen wollen, 1 Büglerin lAnfängerini, eine ft-rnit tagsüber in Hotel ober Neftaurantküche, Mädchen vom Lande für Garten- und Feldarbeit tagsüber. 67468 Amtliche Mitteilungen der Handelskammer Gießen CS sind der $xntbel5iknnmer aus beit Beßänden der Mililärlagitr in Dieburg und Reinheim zur Erteilung au die Jnteresß-Men in' HMtdel unb 3ut-ufh"ir ilberwiesen worden: 47O J m Sog l l uch, 250 m Inte lein en, 100 St. Woilackis, 4 Ballen Filz. Tiejeuigen h a n de l s ge r i ck t l i ch cingttra* «lenen Firmen, welche vor dem 1. August 1914 derartige ls/egeitslüude gewerbsmäßig im S3anbei venäus^rl ober venarbeilet lmben iverden licnnil ausgnfordert, ily.cn Bedarf spätestens bis jum 10. Juni ds. IS. bei der Handelskammer Gießen, Lonystraße 7, anzumelden. Eine Bemusicrmig Farm nicht erfolgen. AuS- lunft über Ein- und BcrVausspreise foiinc über Beschaffen heil der Ware erteilt das Sekretariat der vandc'lsbrmmer.6735 ö Dec Voranschlag der ®emeinbe GSbeln rod für 1919 Ri. lienJt von Donnerstag den 5. Juni bis einschließlich Mittwoch den 11. Juni au unserm Amtszimmer zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker beizutraaen haben. G ö b e l n r o b, den 2 Juni 1919. 6774 Hessische Bürgermeisterei Göbelnrod Weber. Täglich vormittag» findet öffentlicher verkauf von Wagen, Hufeisen, Werkzeugen u.dergl. in der Sammel stelle für Heeresgut 6703D__irr Friedberg ftott,______ Arbeitsvergebnng. Zur Errichtung von 6 Häusergruvpen mit 34 Wolnumgeu aus unserem Gelände an der Licher Straße sollen die Erd-, Maurer- und Betonarbeitc», Tüncherarbeiten, Zimmerarbeiten, Dachdeckcrarbeite« und Spcnglerarbeiten in 0 Losen vergeben werden- Angebote aus Ersahbantveisen sind erwünscht. Augebutssormulare können gegen Erstattung her Abschreibekoiten bei dem Architekten Hamann, Bergstr. II, bezogen, Pläne und Bedingungen dort in den Vormittagsstunden eingesehen werden. Angebote sind verschloffen und mit entlöterbenber Aufschrift versehen bis 18. Juni b. abends 5 Uhr, daselbst einzureichen. Die Oeffnung der Angebote erfolgt in Gegenwart etwa erschienener Bewerber. ..Baugenossenschaft 1894“ ju Sichen 6. Vcrlasdei'.JIeMiilHchonFrelholtNblUttor*' CaMMcl-lV lodorswohron. • l6750hv Postscheckkonto: Frankfurt o. M. 20144. MULGUTO Extra! SOUNGEH JlllllÜffl Tausends Anerkenn.(ogen. Ich bin mit dem Mulcutoappnrat sehr zufrieden. D.-Münch en. Georpronstr. 851, BrunoHevneraaan General: cutn. Die Klingen haben v. Kric^a- beginn nn bis jetzt benutzt werden können. Ein sehr gutes Ergebnis. ßcbola, Generalmajor, Kdr. 32. Re<* Inf. - Urig. l.\ Rqs.-D)\ ision 1615 bezog ich ein Mulcuto Extra mit einer Klinge. 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