Erstes Blatt <69. Jahrgang Donnerstag, o. Juli 1919 unparteiischen Obmann bestehenden HauptaussckM.'wachste r~3o che inöer Vage zu ictn, den 01 liier* übertragen icerboi solle. Dieser Ixibe aber am 1 en und assoziierten Neuerungen von der ersolqten 24. Ium einstimmig enifdjieben, das; die verlangte! Beschlutzsasiung der geletzgebenden Körperschaften mmalige Wirtschaft^ trat 700 Mark argen- und der Lollmhung des Hricd-ns°rrk°a-S durch ■ _r i < ______1 e-i___s. - e „ , „t. hrrr 9irirf)4hrniih o. Frankfurt a. M., 3. Juli. Gestern m«hmittag tagte in der Festhalle eine von »etwa 10 000 Eisenbahnarbeitern Gesuchte Versammlung, die einstimmig be- Wichloß, in einen Sympathie st reik für fbie Berliner st teilenden Eisenbahner einzutreten. Dieser Beschluß wurde Wkfaßt, trotzdem von mehreren Seiten darauf »dingewiesen wurde, daß die Beamten- Wchaft sich an dem Streik nicht betet» lügen werde. Auch nachdem der Streik- Idcschluß gefaßt war, erklärte die Beamten- l&aft nochmals, nicht an dem Streike teil* lernen zu können, da sie nicht dieMitverant- jimtung für die unabsehbaren Folgen über» Mhmen könne, die aus dem Streik für die ge- kMte Bevölkerung und auch für die Beamten- I'lhaft entstehen würden. Der Streik ■stirbe pünktlich nachts um 12 Uhr Begonnen. Streikposten besetzten den Haupt- Mhnhof und sperrten alle Zugänge. Es dürfen |^r noch Personen den Hauptbahnhos be- Mtten, die ins besetzte Gebiet reifen wollen, pa der Zugverkehr dorthin aufrechterhalten Wdird. Die Streikleitung hat die Zusicherung Wkgehen, daß die Milchzüge weiter ver- l$Tcn dürfen, damit die Ernährung der Wräuglinge sichergestellt ist. Wie sich der Zug- Umkehr weiter gestalten wird, hängt von einem Meschluß ab, den die Streikleitung im Laufe Bormittags fassen wird. Heute früh wur- B^n.vier Züge abgelassen, und zwar einer in ■Jet N ichtung nach Gießen, einer in ■jr Richtung nach Fulda und zwei in der Wichtung nach Bad Homburg. Auch im Mvufe des Vormittags waren die Zugänge Uivm Hauptbahnhof streng abgesperrt. Die f «attesäle wurden von den Streikenden ge- UÄirmt. Der Eisenbahnerstreik macht sich ■?ütürlich auch im Po st verkehr sehr stark Unmerkbar. Es sind heute früh weder Postsen- ■«ingen angekommen, noch können solche von iloranffurt weitergeleitet werden. In der ■Eitrigen Versammlung wurde von einem Der Mcserenten auch die Forderung erhoben, daß rrT Eisenbahnmini st er Oeser so- Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oderheffen AwMtngsnlnddruck u. Verlag, vrühl'fche Univ.-Such- u. Zteinöruckerei R. Lange. Schriftleitung, SeschäftLstelle u. Druckerei: Zchulftt. 7. sckilusfcs auf den LebenÄnittelmarkt sich, überfclxm ließen. Wie richtig der Scküedsspruch die Sachlage übrigens beurteilt hat, zeigt die von der Regiertumf neuerdings zugefagte Senkung der Lebensmittel- Preise. Die Groß-Berliner Arbeiterräte. Berlin, 1. Juli. Heute traten die Arbeiter- rate Groß-Berlins zu einer Vollversammlung zusammen, um M den Vorgängen der letzten Zeit Stellung zu nehmen. Däumig führte aus, daß die ^Regierung für die durch die Revolution erzeugte Psyck>ologie kein Verständnis habe. Angesichts der gegenwärtigen Zustände habe man keine Neigung zu einem langen Bürgerkrieg, den wir uns auch bei unseren gegenwärtigen wirtschaftlichen Verhältnissen nicht leisten könnten. Von einer Regierung, in der sich Mitglieder einer so reaktionären Partei wie das Zentr um beiänixn, könne man nicht ermatten, daß sie unser Wirtsckaftslebm wieder aufridften und die politisck^c Krise lösen könne. Auf einen Zuruf aus der Versammlung erfiärte Däumig: Auch ich bin davon überzeugt, daß, wenn an .Stelle der rechtssozialistischen Minister Haasc, Tr. Breitsckjeid, Rosenselo oder Cohn ständen, die Vechältnisse sich auch nicht bessern würden, weil eben das alte Staatsgebäude nicht mehr mit den altet^ Mitteln repariert werden kann! (Beifall.) Däumig kam dann aus die Verhaftung der Voll- zugsratsmitglicder zu fpreäxnt, von der er sagte, daß sie nicht einmal mit Wissen der Regierung erfolgt, sondern lediglich von den militärischen Kreisen ausgegangen sei, denen man in unbeschreiblicher Kurzsichtigkeit unbeschränkteMacht gegeben habe. Mit der größten Entschiedenheit wies er bann die Behauptung zurück, daß die genwärtige Stteikbewegnng mit ungarischem Gelbe betrieben werde und daß der frühere Polizeipräsident Eichhorn die Hauptleitung des Streiks in Händen habe; eine derartige Mellauptung brdenie eine systematische Dergiftuna.,.der öffentlichen SOiciramg. „Ich kann auch sagen, daß wtt gar keine Ursache haben, durch derartige töttchte Dinge, wie sie uns in die Schuhe geschoben werden, die polittscho Krise vorzeitig zum Ausdruck zu bringen. Wir sind politisch befähigt genug, um zu wissen, daß die Tinge selbst heranreifen! Kein Mitglied des Vollzugsrats hat mit den Vorgängen in Hamburg irgend etwas zu tun gehabt. Tie Streiks werden sofort auf hören, wenn die erftaa Anfänge einer sozialistischen Wirtschaftsreform uvrhanden sind. Dann mären Streiks allerdings ein Verbrechen! Aber alles, tvas geschieht, läuft jetzt darauf hinaus, die Arbeiter weiter in Abhängigkeit vom Kapitalismus zu erhalten." Don der Fraktion der U.S.P. lagen zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung folgende A ■xv- träge vor: 1. Tie Vollversammlung fvrbert von der Reichsregierung die sofottige Freilassung ihrer Arbeiterr.äte, die am Tonnerstag den 27.Juni unmittelbar nach der Vollversammlung durch einen brutalen Gewaltakt ihrer Freil,>eit beraubt wurden. 2. Tie Vollversammlung fordert die vollständige Wiederherstellimg der Preßfreiheit. 3. Tie Vollversammlung verwahrt sich mit aller Entschiedenheit gegen die Eingriffe in die Koalitionsfreiheit der Arbeiter und Beamten durch den Reick^swehrminister N o s k e. Als Vertreter der Mehrheilssozialisten sprach Kanow: Es gebe keine militärische Neben- regierung. Was an militärischen Maßnahmen erfolgt fei, fei eine Wirkung dessen, n>as von den Radiralen verübt worden fer. Wenn die Arbeiterschaft einig wäre, würde es solche Erscheinungen nicht geben! Das Eindringen in die Räume des Vollzugsrats sei zu Derurteilen, aber es dürfe auch nicht sein, daß Personen, die mit dem Vollzugsrat nichts zu tun hätten, von dessen Bureaus aus ihre Patt-.-r-Angelegenheiten betrieben, wie cs tatsächlich geschehen sei. Ter (Streit der Eisen- balmer und Straßenbahner sei gemacht worden. Keine Berufsgruvpe fei nach der Revolution in ihren Verhälttriffen so sehr aufgebessett worden wie gerade die (ftsenbahner, aber diese betrachten die Revolution nur als Lohnbewegung. Aus solchen Streiks erwachse nur das Chaos. Nach längerer Erötterung wurden bei Anträge der Unabhängigen und ein Antrag der Kommunisten, der die Unverletzlichkeit aller Arbeiterräte forbert, bei einigen Stimmenthaltungen an- genomme. 709 Stimmen gegen einen Streik waren; 150 Leute enthielten sich der Abstimmung. Da beim Eisenbahndirektionsbezirk Frankfurt über 50 000 Beamte und Arbeiter tätig sind, so haben nur etwa 17 Proz. a b g e ft t m m t Am Hauptbahnhof sammelte sich im Laufe des Vormittags eine große Menschenmenge. Zu irgendwelck-en Zusammenstößen ist es bisher nicht gekommen. Der Eifenbahnerstreit in Gießen. In Gießen traten heute früh die Werk- ftattarbeitcr in den Streik. Sie lösch'en die Feuerungen in den Lokomotiven aus, so daß von hier aus wohl kaum mehr Züge abyelassen werden lönnen. Auch die auf unserer Station Lokomotiv- wechsel vornehmenden Züge müssen liegen bLiben. Ter O-Zug von Marburg konnte abgeben, da der Lokomotivführer selbst Wasser usw. aussüllte. Ter Zug nach Gelnhausen ist ebenfalls, wenn auch mit Verspätung, abgegangen. Ausgefallen ist bis zur Stunde (9 Uhr) der Fuldaer Zug. Nach 10 Uhr wird voraussichtlich kein Zug mehr abgeben. Der Personenverkehr war beute an unserem Bahnhof 1 Stunde hindurch vollständig direklions- los. Am Schalter wurden Fahrscheine nach allen «Richtungen bis 81/« Uhr aus gegeben, dann aber wieder gegen Rückzahlung des Fahrpreises zurück- genommen. Die Beamten erklärten, sie wüßten nicht, ob anb welche Züge verkehren. Das Personal, welches von au6erhalb die Züge hierher verbrachte, crflärte sich bereit, die SttÄe wieder zurückfahren zu wollen, und so konnte gegen 9Vs Uhr ein Verso nenzug nach Fulda und nach 10 Uhr nach Limburg abgehen. Die Züge wurden stark benutzt. Die Auskunstsstelle am BaynluH wußte sich dem an» drängenden Menschenstrom 'gegenüber überhaupt nicht zu helfen. Die Fahrkartenschalter wurden gegen V-9 Uhr geschlossen und nur geöffnet, wenn ein Zug zur Abfahrt bereit stand. Gießen, 3. Juli. Um 10 Uhr fand im überfüllten Saale des (Safe Leib eine Versammlung der Eifenbahnarbeiter statt. Bettiebs-Unterassistent Stephan verbreitete sich zunächst über die F o r- derungen, für deren Durchsuhrung die Eisenbahner Deutschlands kämpften. Diese Forderungen gipfelten in der sofortigen und energischen Durchführung der Dcmottatie in der Eisenbahn vnb Beseitigung des Eisenbahnministers O e s e r. Weiter werden verlangt schleunige Einführung des Betriebsrätesystems, wirksame und durchgreifende Maßnahmen zur Herbeiführung des Preisabbaues für alle Bedürfnisse der getarnten Lebenshaltung, sofortiger Eintritt in Verl;andlungen über die Regelung der Lohn- und Gel>altsverhältnisse entsprechend den Beschlüssen der Lohnkommission, Freilassung aller verhafteten Ar-eiier und die Unterlassung von Maßregelungen. Wie der Redner erklärte, seien diese Forderungen gestern von Franffun mit der Aufforderung, für ihre Durchführung in den Streik zu treten, überbracht worden. Weiter sei von Franffurt betont worden, daß es sich um einen Generalstreik über das ganze Reich handele. Bei der Streikabstimmung sei die Mehrzahl der Arbeiter für den Streik gewesen. Ferner er Härte Herr Stephan mit aller Entschiedenheit, sofort für den Abbruch des Streiks einzutreten, wenn es sich Herausstellen sollte, daß es sich nur um einen Teilstreik im Frankfurter Direktionsbezirk handeln sollte. Die Eisenbahner kömtten nur durch geschlossenes Vorgehen etwas erreichen. Noch heute vormittag solle versucht werden, mit Franffurt in Verbindung zu kommen, um Klarheit über die Streiklage zu erlangen. Für Gießen verlangt ixr R.dner • außerdem Mitbeslimmuugs- recht beim Maschinenamt und den in Be- tricbS'iDerfitätlen -im Bahn Hose sei dieses Recht Rum Teil durchgeführt) und vor affem das Absehen von jeglichen Maßregelungen für die heute in den Streik getretenen Arbeiter. Zum Schlüsse ruft er auf, Ruhe, Ordnung und Disziplin zu wahren, gegen etwa wild werdenden Mob tatkräftig fouiugreifen und die Arbeitswilligen nicht an der Arbeit zu hindern. Die Versammlung dauert an; die Streikleitung befindet sich im Gewerffchaftshaus. Die Wirkung des Stteiks in Sachsen. Berlin, 2. Juli. Aus Sachsen wird mit» geteilt, .daß infolge des Stteiks der Eisenbahner verschiedene Gasanstalten aus Mangel an Kvhle unmittelbar vor der Betriebseinstellung stehen. In Meißen werden Tausende von Arbeitern noch in dieser Woche brotlos, wenn nicht die für die Fabriken notwendige Kohle eingeht. Die Erregung der Arbeiterbevölkerung über den Streik ist allgemein. Der Verlauf des Berliner Stteiks. Au» Ungarn. Wien, 2. Juli. (W. B.) Reisende aus Un> g am berichten, daß bei der Niederwersimg des letzten Putsches in Budapest nicht nur Soldaten und Zivilisten, sondern auch halbwüchsige Knaben baufinweise erschossen wurden. Es waren die Zöglinge der Ludovica-Akademie, mer* zehn- bis fünfzehnjährige Knaben,.die fidj an bet Besetzung der Telephonzentrale beteiligt batten fett, wußten kaum, um was es sich handelte und machten, den Putsch nur deshalb mit, well mau |ie itt te; Militärakadeuue hungeru ließ. Lclsteigttii^ 4. Juli 1919, ne , versteigere ich im hi 4, nr.gtn Ausgabe bei a ung 40 gut ftbaLent Stfl «schränk, 1 Regula vr, eien (145/329 cm), 1 L tert irtre Gasigster, Gasim gangs-ürc hehr gut aWt Tvych, 1 RNimmchink. m in, Petroleumlampen, no sonstige @kgtn)M !o^t entlassen werde. Diese Forderung unter den Eifenbahnarbeitern stürmische Ull yuy|uim>. imv.n «vcl iutmU yimmung. Die eigentliche Abstimmung im Gehör, da ihnen enmdert wird, daß viele bereits k't mbahndirektionsbezirk Frankfurt hat er- zu ihrer Arbeitsstätte zurückgekchrt seien und außer- iÄm, patz 8 750 Stimmen iLr und>dem der Stveitzonds iaft ßanc iÄiitel rur^r öubc. Abg. Kahl (D VH.): Im Ausschuh würbe OIC tVrngc gestellt, ob der Einheitsstaat das lebte l*olitifd)e Ziel fein soll. Lire kamen folgende Einzelsragen in Betracht: Staatsform und Staats- vom früheren Kaiser. Äme-rongen, 2. Juli. (WTB.) Der Er- ralser trifft Vorbereitungen zu seiner Abreise. Er Hat in Arnheim ein Haus gekauft. Es wurden stoengste Polizei mahn ahmen zu seiner lieber» wachung getroffen. Ter Zutritt und die Annäherung zum Schlosse ist ben Spaziergängern strengstens untersagt- griffen em, wobei Schüsse fiehen Es gab dabei mehrere Schrververwumdete. Ms jetzt sind Jed^ gezählt, anscheinend auch Tote. Die erregte Menge wandte sich gegen die Sickerigc Benachrichtigung der Reichsleitnng, laber int Einverständnis mit dem Leiter der öfter- reichischen Politik, ja sogar auf dessen Anstfften betriel-en, stellt die „Deutsck)e Allgemeine Zeitung" jcfl: Die Bemühungen um diese Kundgebung er- folgten nacheingchenderRücksprache mit dem Reich.ckanzl-er v. Bet h mann Hollweg, bet sie als Kampfmittel gegen die Allbentschen billigte «und mit den Staatssekretären Graf Roedern, Dr. Soll und auch mit Dr. griffe- r ich, der ein halbes Jahr vorher seiner Denkschrift gegen den U-Brotskrieg eine Anzahl Reden für den U-Bootkrieg folgen ließ und der sich hegen die Friedensresolution aussprach Heisse- rid) weiß also am besten, daß die Aktion nicht ohne Benachrichtigung her Reichsregierung erfolgte. Das list die erste grobe Unwahrheit. Die zweite äst die Bel-auptung, daß die Resolution im Einverständnis, ja, auf Anstiftung des Grafen Czernin erfolgte. Im April 1917 ging ein dringlicher Bericht Czernins in Berlin em, die Monarchie stände vor den ernstesten inneren Zersetzimgen. Ueber ein Fahr hinaus sei an Widerstand nicht zu denken. Daraufhin reiste Erzberger im Auftrage Beth- tznann-Hollwegs nach Wien und erreichte in 53er- 'banbhmgen mit Kaiser Karl und dem Grafen Czernin, daß überstürzteFricdensschritte unterblieben. Die Reichsregierung schlug ^allerdings die Schicksalsmahnung aus Wien, die bann ein Jahr später zu der lange vorher ttoatmten Katastrophe führte, in den Wind. Sie sgjlaubte, mit dem Erfolge der Erzbergerschcn Reife sei alles getan. Gerade was Dr. Helfserich als notwendig und angeblich als unterlassen bezeichnet, nämlich Oesterreich-Ungarn bei der Stange zu hal ten und ihm ben Rücken zu stärken, war der Zweck kni) das Ergebnis der Wiener Reise Erzbergcrs. Dann aber zog die Verständigungsmehrheit des 'Reichstages aus diesem ersten Anzeichen des Zu- laimnen braches die politischen Konsequenzen und ver suchte, die Beendigung des Kampfes anzubahnen, dessen Aussichtslosigkeit sich in den Ausbruckssver- -ucheu eines Partners ankündigte. Daß die Jnli- resolution nach außen hin nicht einen starken Eindruck machte, lag in dem unseligen Wort des vor- fübetgebenben Reichskanzlers Michaelis „wie ich Ute auffasse", worin alle Hinterhältigkeit ber damaligen deutschen Kriegspolitik zusammengrfaßt Tag, und nach ihnen erfolgte die erste starke Er- Mütterung des Glaubens in unsere Sache und des «Willens zum Dnrchhalten die zu gleicher Zeit durch »den klaffenden Widerspruch zwischen den politisck)en Ergebnissen des U-BvotkriegeS und den unwahren iStatistiken Hrisferichs, der dem Volke durch die U- Bootswaffe ei n schnelles siegreiches Kriegsende prophezeit hatte, während es sich längst heraus- HcqteUt hatte, daß seine erste Prophezeiung von den wchrohlichen Folgen des rücksichtslosen U-Boots- Krieges richtig ivar, bereits ein getreten war. Das ist Erzbergers Verteidigung, die noch kei- deswvgs das Schlußwort in dieser Sache bedeutet. Man Wird über Wahn und Wirkung der Jnli- resoluttou erst später volle Aufklärung erhalten. Scheidemann itt Ragaz. Berlin, 3. Juli. Dem „Berl. Tagebl." Zufolge ist der frühere Minrsterpräsideilt Scheide- mann in Ragaz (Schweiz) ringetroffm. — In Uugaruj wird, der ehemalige Ministerpräsident Or> lairdo erwartet. General Hoffmann. Berlin, 2. Juli. (Wolfs.) Vom Kriegs- mimsteril,m wird mitgeteitt: Tie dem General Hoffmann zngeschriebeue Pre'severöffentlichung ging tatfächlickt nicht von ihm aus. General Hoff- nrann protestierte persönlich, viele andere und wie im Innern gewiß alle Offiziere, gegen die Schmach bodingmigen unb drückte aus, daß er bei der Auslieferung des Kaisers nicht weiter dienen könne. Nachbem die durch Annahme des Friedens gesoffene Lage bei den Truppen bekannt aArorbcn war, meldete General Hoffmann ausdrücklich, daß er den Befehlen der Vorgesetzten gehorsam bleibe, nur bitte er, hinzuzaifügen, i h n von seinem Poften zu entheben, falls sein Grenzabschnitt geräumt werden müsse. Ten Truppen itxrr von dem Oberkommando Süd anschließend lsteran besonders ein- geschärft, daß sie den Räumungsbefehlen der Regierung zu folgen haben werden. Tiefe Aufklärung entzieht zahlreichen Presse- angriffen gegen General Hoffmann den Boden. Tie Rrgirung hat keinen Anlaß, einen tatkräftigen, gehorsamen Führer kurz vor Abschluß der ihm gestellten Aufgaben zu entlassen. In der augenblicklichen Lage kann niemand unseren Offizieren den Ausdruck ciited bitteren Schmerzes verargen. Tiefen Empfindimgen trägt auch die Regierung volle Rechnung, solange die Ordnung und der Gehorsam gewahrt bleiben. Dies roar totfädilid) bis heute unverändert der Fall und gereicht den Offizieren und Truppen zu hohem Ein Beschluß der Kvburger Landesversammlung. «, ? c i n- 3. Jnli. Nach dem Berliner „Lokal- Anzeiger nahm die K o b n r g e r Lanbesver- Lf P*1 u,n S kine Resolution an, die ks von einer 2, ®1 g*6 S? m .^hängig macht, ob Ko- ®.c®6t6ürmgen oder Bayern anschließen wird. Gärung in München. Berlin, 2. Juli. (Priv-Tel) Nmb hnn ^Lokalauzeiger".E die Gärung in öcjt jo, bau mit einem neue« Aufstaub gc>- recktet werden muß Gestern würbe ein Anschlag d« Kommunisten cuis die Sckulkaserne noch veri ettclt. Die Enuvohncrwehr ist tl/rcr Aufgabe jeden. falls mcht geivachsen. An» Hessen. Die französische Vertretung in Darmstadt. rm. Darmstadt, 2. Juli. Das Ministerium Ulrich erläßt eine Bekanntmachung, in ber darauf binaenntfen wird, daß nach Fricdens- schluß bte Regierung bestrebt ist, bte Verpflichtungen für Hessen, so loyal wie möglich zu erfüllen. Ta große und wichtige Teile Hessens voraussichtlich auf Jahre hinaus besetzt bleiben, wird diese Erfüllung nur möglich sein durch Unterhaltung einer ständigen Verbindung mit dem Ober - kommmido der Besatznngötruppe in Mainz. Es ist deshalb nach Darmstadt ein französischer Be- satzungsosfizrer mit dem erforderlichen Begleit personal abkommandiert ivorden. Tie hessische Regierung rechnet daraus, daß die Bevölkermia der Hauptstadt, wie auch des Landes in Berücksicksti gung der obengenannten Umstände dem frattzösi- leben Verbindungsoffizier bei der hessischen Regierung und seinem Personal jederzeit mit der Ruhe und Würde begegnet, und sich insbesondere jeder unbesonnenen Handlungsweise^ enthält, die nur dazu beitragen könnte, das Einvernehiiten, das durch die Sage der Verhältnisse zwischen ben hessischen unb ben sranzösisclstm Behörden für die Zukunft bestehen mufi, in nachteUi'ger Weise zu stören. Der Oberbürgermeister txni Darmstadt empfiehlt im Anschluß an diese Bekanntmachung deren stritte Beachtung. dr» *r- ili, werden Vos Nummer. t ju entziehen, wotz 6g*r Fahrradverkehr Kartoffelmarken werden vorerst nicht r ausgegel'en, da die vorhandenen Kartos- S*i mScnnt ” Saalbc ;egsbesch» les Stand« U Friedberg, Hoffen der selbM ofle hiesigen Fadi i ohne Unterfchieo I ba3.MM staden zur Gründui Graupen statt Kartoffeln. Vom städtisck«n Lebens mittclamt wird uns folgendes mit geteilt: dazu bemerkt, daß nach den Bestimmungen . hessijckzen Landeserr^hrungSamleS bäc Versoi. a ii ng szeit am 15. Juni abgelaufen isl„ Für btt Zeit nach dem .15. Juni werden bcr Stadt Gießen Kartoffeln nickst übertvicsen. Air Ersatz für die fehlenden Kartoffeln werden voreni Graupen ausgegeben. litt» Stadt nnd Cattb. Gießen, den 3. Juli 1919. Fahretfeier der Universität. B „ ist« V VW verurie & 'N»'”*«. ESS K*« *®8 NivednMsoL fers äLindlieimer Wieso» iyt, in Gedclfi^ Entgegenkommen der MIM EllS Md ssnis ntFriedberS, ä -ui Zonnta Msche F. ugb M, die mt den keinng!» nnt MAtionalversam G leb । d« Weltrevoli 1 Rseöan _ Nidda, 2. Juli. Frau Jiffkizrat Meß Witwe, hier, verkaufte ihre tn der SabnijofflraM gelegene Villa an Kommerzienrat ö W. C l oo« in Gießen für 65 000 Mk. — Obgleich die Heut ernte hier noch nicht ganz beendet ist, findet do» schon ein lebhafter Handel mit frischem Heu fhit , -v—--------- . »er Zlentner wird diDrekt von der Wiese frei Bahn« Vorräte aufgebraucht schb. Es wudlhof mit S2 Mk. betault 1—4 Uhr die Nrn. 301—500 beliefert ** In der städt. Gem useverkauf4st stelle kommen heute zum Verkauf: Erbsen, Gelbr, rüben, Blumenkohl, Zwieb^, Salat und DörrMI Ein für heute angesagter Waggon mit Kic. scheu uitb sonstigem Gemüse wird infolge ciw>; tretener Verkehrsverhältnisse vorauf sichtlich nicht eintreffen. * ** Amtliche Personalnachrichten Ter Hofkutschcr Heinrich Maurer zu Darmst^id^ wurde mit Wirkung vom 1. Juli an zum Land-1 gestntsdiener, Friedrich Münzinger zu Gie^ Ben zum Gärtner bei ber allgemeinen Veovalkmg der medizinischen Klinik, der Frauenllmik unb her Klinik für Haut- unb Geschlechtskrankheiten berl Lanbesuniversität Gießen, Georg Bayer Gießen zum Tiener am hygienischen Institut! ber Landesuniversität Gießen, Heinrich Beiz znm Gärtner an der Klinik für psychische unb nervösr Krankheiten ber Lanbesuniversität Gießen, beim Rühl zu Gießen zum Tiener am pathv« logischen Institut ber Lanbesuniversität Gießcvj unb Karl Stork ^u Gi.eßen zum Operation^ Wärter an bcr Klinik für Ohren-, Nasen- und! Halskrankheiten an ber Lanbesuniversität Gießen, sämllich mit Wirkung yvm 1. April 1919 ai ernannt. — Erledigt ist eine mit einem evangv lischen Lehrer zu besetzenbe Schulstelle zu Sellw r o b. Kreis Schotten. Mit ber Stelle ist Drgu< nisten dienst verbunben. Ihrem Inhaber kann cim Ortszulage bewilligt werden. — Ferner sind er> lcdigt beim Ministerium der Frnanzen, Abteilung für Steuerwesen, die Stellen von drei Mini« fterialrevisoren. Die Meldefrist lauft am 14. Juli ab. Tie Bearbeitung der gestellten Preisaufgaben hatte auch noch in diesem Jahre unter bem Einfluß des Krieges glitten. Die Preisaufgaben Der theologischen, juristischen unb veterinärmedizinischen Fakultät haben eine Bearbeitung nicht erfahren. Tie Preisaufgabe der medizinischen Fakultät ist bearbeitet worden. Tie Aufgabe lautete: „Nach ber Literatur unb bem Material brr Gießener Augenklinik soll ermittelt wer- ben, ob unb inwiefern die Eftiotscbe Operation geeignet ist, bte Jridektomie bei der Behandlung des Glaukoms zu ersehen". Der fleißigen und gut buichgeführten Arbeit wurde der volle Preis zu- erkannt. Verfasser ist Mebizinalpraktikant Josep! ------- Verfasser ist Medizinalpraktikant Joseph Görg aus Wegeringhausen. Von den in ber philosophischen Fakultät gestellten Preisaufgaben siub bearbeitet luorben: 1. die Arbeit aus der comanifdxnt Philologie: „Tie Bezeichnung der Walbdäume in ben lebenden französischen Mundarten". Dem Verfasser, stud. phil. rcc. Georg Walter aus Lengfeld, wurde der volle Preis zuerkannt. 2. Die Arbeit aus der englischen Philologie: .^Blankvers, Reimvers und Prosa im englischen Drama". Dem Verfasser, stud. plstl. Gottlieb Stephan aus Usingen, wurde der volle Preis znerkamrt. 3. Tie Arbeit aus dem Gebiete der indischen Philologie: „Sammlung im Indischen vorhandener umschreibender Ausdrücke (nach Art der norwegischen Kenningar) und Verarbeitung nach sprachgeschickstlichen unb physiologischen Gesichtspunkten". Verfasser ber Arbeit ist Tr. phil. Karl Rebegelt aus Hamburg; auch ihm würbe ber volle Preis zuerkamil. Bei der wesentlichen Einschränkung des Eisenbahnverkehrs, deren Fortdauer vorerst nicht abju- schm ist, kommt bem Fahrrad als Verkehrsmittel eine noch wesentlickiere Bedeutung yu, als dies bisher schon der Fall war. Tie Kreisft ra hen- verwaltungen sind daher von dem hessischen Ministerium t>c6 Innern angewiesen worden, bei den nun nach Kriegsende in «msgedehntem Maße in Angriff genommenen Straße n her ft el- lungsarbeiten hierauf Rücksicht zu nehmen und insbesondere die Herrichtung der Fußgängerwege zum Fahrradverkehr und eventuell auch bte Umwandlung ber Reiterpfade für diesen Zweck ins Auge zu fassen. Auch soll insbesondere in der Mhe von Plätzen mit ausgedehnter Industrie geprüft werden, ob nach Lage der örtlichen Verhältnisse es sich nicht ohne wesenl- licbc Schwierigkeiten ermöglichen läßt, den Fadi'- vadverk'chr von den großen Verkehrsstraßen auf oe- soiidere Radfabrerwege abzulenken. Ties wird sich vielfach da unschwer erreichen lassen, wo Staats- oder Gemeindewaldgelände zu diesem Zweck in Anspruch genommen werden kann. Häufig wird sich auch der Ausbau von Fußgänger sckmeidepfaden für den Radfahrverkchr empfehlen. Tie hessisäxm Obersörftereien sind angewfen, die Anlage oder Benutzung solcher Wege zuziulassen. Hoffentlich werden auch die Gemeinden in gleicher Weise Entgegenkommen zeigen. iM Liedrr unb I Id) bilden das Pi ioimmt der hiesige r'ai FrM Ar. j r^ieifttr Paul i.- 6en Direktor i Wtt Usinger 5® tritt) von Mi . ^dausorches»rs g ließ sich angesichts der tatsächlichen Lage nicht verwirllichen. Das schwierigste und wichtigste des neuen Versassungswerkes ist die Schaffung eines gerechten Ausgleichs der staatlichen Ansprüche zwi- sck)en Staat unb Länbern. Möge sie gelöst tverden in bem Sinne, daß neben ber Erhaltung eines staatlichen Eigenlebens ber Länder eine festgefügte Ruchseinheit und eine stark« ReickjSgewalt geschaffen wird. Abg. Cohn (Unabh.) begründet den Antrag der Unabhängigen, tn der U-eoerschrift die Worte „Beriassung des Deutschen Reick;es" durch „Ber- fajfung der Deutschen Republik" zu ersetzen. Ter Redner tritt für den Einheitsstaat ein unb fordert, baß er mit allen Mitteln durchgefetzt gnrb. Reichskommissar Dr. Prenß: Der Gedanke, daß bas Deutsche Reich eine Republik ist, kommt in der Versasiung durchweg zum Aufdruck. Will Herr Cohn aber den Namen auch in der ganzen Bersasjung beseitigt Een, so mil6:c ich entschieden loiderfprechen. Wir würden seist: erhebliche Wette nationalen Einheitsgefühls vergeuden, wenn wir den Namen beseitigen wollten. Ter Einheitsstaat ist zur Zeit in Teutschland nicht herstellbar. Wir lassen den Ländern die Selbständigkeit, die ohne Gefährdung der RcichSinteressen nötig ist. Es wird in absehbarer Zeit unmöglich sein, eine auf ganz anderer Grundlage ruhende Verfassmig Teutschlands zu fchafsen. (Beifall.) Abg. Tr. Ablaß (Tem.). Es wäre völlig verfehlt, die Wahrzeichen des Deutscheii Reiches deshalb zu beseittgen, weil es nach ber Auffassung des Herrn Tr. Cohn ein Deutsches Reich nicht mehr geben soll. Ich lasse mir meinen Sbolz auf das Deutsche Reich nicht nehmen. Es iror ein Gebilbe, auf baS wir mit Recht stolz sein Durften. Ich kann mich nicht bereit erklären, durch die Geschichte der letzten 45 Jahre einfach einen strich zu ziehen. Tie Resolut,ton hat nur die Vcr» fassungsform geändert, an der Struktur des Reiches und der Bundesstaaten hat sich jedenfalls tatsächlich nichts geändert. Das Berfafsnngswerk ist auch in ber Frage des Einheitsstaates ein Kompromiß, aber rote ich als überzeugter Unitarer bekennen muß, ein recht respektabler. Abg. Quarck (Soz.): Um agitatorischen Mißbräuchen und Mißreutungen rorgitbcugen, sind wir geneigt, für den Antrag C-ohn zu stimmen. Im Ausschuß sind wir mit aller Kraft für den Em- lieitsslaat eiiigctrcten. Tie Unabhängigen haben so viel Massenkundgebungen gemacht, aber ctiie für den Einheitsstaat nicht. Ter Antrag, in der Ueberschrift „Verfassung ber Teutschen Republik" au sagen, wirb abgelchnt. Tie Ueberschrist „Verfasiung bes Datschen Reiches" wirb angenommen. Bei ber Beratung über Art. I erklärt Abg. Tr. Delbrück (D.-Natl.): Für uns bebeutet dieser Artikel ben Abstieg von einer großen Vergangenheit. Für uns entsteht die Frage, ob wir unser Siegel unter diese Tatsache drücken sollen. Wir verneinen sie, weil wir noch heute; grundsätzlich Anhänger der Monarchie sind. Ten- noch wollen wir auf dem Boden der neuen Tat- sackpen tveiter Mitarbeiten. Wo sind die Freunde eines Anschlusses Teutsch-OesterreiiM an Deutsck»- land geblieben? Wir verlangen im übrigen, daß wir ungehindert im ganzen Lande unsere Auffassung zur Geltung bringen können. ** Einschreibpakete wieder zuae- lassen. Aus Grund de- § 50 Ziffer 1 des Post gesetzes vom 28. Oktober 1871 wird vom 1. Juli an die Einschreibung (8 13, I der Poftordmmz vom 28. Juli 1917) bei Privatpaketen wieder ju- gelassen. ** Nationaler Studentenbund. den letzten Dagen hat sich an der hiesigen Umher fit ät eine Bereinigung von Studenten unter de» Namen „Nationaler Studentenbuud" geblldet. Er hat sich die Pflege des nationalen Gednntons und deutschen Volkstums innerhalb der Studentenschaf zur besonderen Aufgabe gemacht als natürnästi Gegengewicht gegen bit sozialiftischm Ideen. L kommenden Sonntag beabsichtigt ber Bund mit I» nem ersten Vortragsabend im Saale des Hotel Ei» Horn in Die Ocffentlichkcit zu treten und ladt nchal der Hochschule auch bte Einwohnerschaft Gießeili bazu ein. ** Der Freie Hess. Lanbesv erbavd Kriegsbeschäbigter unb Kriegshinterbliebener, Ortsgruppen Gießen, veranstaltet eine grrfc öffentliche Versammlung am Sonntag, 6. Juü, nachm. .2Vi Uhr, im Saalbau Caf6 Leib, Walltvr«! straße. Als Redner sind Steingrüber-Leipzig^ Funk- Bieben unb andere gewomien. Es findet freie Aussprache ftatt. . Ter Zirkus Blumenfeld, ber in feiner EröffnimgSrorstellung am Dienstag bis! in .Die entferntesten Ecken geswpft roll war, stell» sich gestern abend mit einer GlanzvorüeUnng ben Publikum vor. Wieder boftete eS Mühe und M die zahlreich anbräitgeitbcn Zuschauermassen imto-j iubringen. Angenehm überrascht würbe man W| allem burch den fast „friebensmäßigen" Pferd- bestand. Tie prächtigen Tiere und vor allem dc Trvffuren ron Louis Blumenfeld waren fih Kenner und Liebhaber eine Augenweide. Des to | schränkten Raumes wegen kann nicht jebe Namms des umfangreichen unb gut jufammengeftrilto Programms gewürdigt werden. Von bcr kleim Betty Blumen seid, einer noch tnt zarten Kinde-- alter stehenden Trahtfeiltänzerin bis zur Pferd-! Voltige, der Schlußtrummer, muß sämtlichen Mit-j wirkenden hiermit ein summarisä)es Lob gesproitzo werden. Das Publikum war sehr beifallsfreubtg! die Spaßmacher und Auguste verftanden es a^\ gezeichnet, auf der ganzen Tonleiter des mensä-! lichen Zwerchfelles zu spielen. Landkreis (Kiefern. -6. Bersrod, 30. Ium. In den letzte Nächten wurden bet der hiesigen Schafherde neu« gute Hammel, wahrscheinlich zu I Mack.ltungen, entwendet. Ob Diebstahl oda Schleichhandel vorliegt, wird die Untersuche1 lehren. x Wieseck, 1. Jull. Am 6. Juli, nachmittags 4 Uhr, findet hier ein KirchenkoU' z e r t statt zum Besten der beutfdjen Kriegs- uw! Zivilgefangenen. Es wirken mit Frau Schotte Wiesbaden (Sopran), Herr Gern Hard t-Gieb<" (Orgel), Herr Groß von hier (Violine und Ctor« leitung): der neubegaundete evangelische grauenchor tritt hier zum erstenmal in bif effentlichkeit, in Mückes „Gott grüße dich" M gemischten Chor erweitert. Das Programm bringt Site Volkskunst von Bach, Gounvd, Eampagnoll»! chubert, Reger, Hänoel, Zelter, Curschmann unb Schumann. Crntrittstorteit zu 1 TtorF im Vorverkauf in verschiedenen Geschäften. Angesichts des bf schränkten Raumes (500 Plätze) ist WiederholiMl in Aussicht genommen. Kreis Büdingen. ** Der Postverkehr mit dem be> uIMn: hosselltlic setzten Teil Posens kann immer noch nicht ti zu spät! Die Eü ausgenommen toerben, weil die Polen die w gedacht wnv, Wetterleitung der Sendungen verweigern. An ^"2,- <2’ die in der Türkei zurückgebliebenen deutschen Truppen tonnen fortan 6o bührenfreie offene Karten abgesanot werden, SL Friedberg die außer mit der genauen Anschrift bej * trnnftaltet 'j Empfängers mit der Unteradresse: „Türkei über das Kabincttspostamt in Berlin C 2" zu versehen sind. " dk!üi Ewinri fc' «- ** Das Fest ihrer silbernen Hoch-I-biger Kani! zeit begehen morgen, Freitag, die Elielentc Frieor. « Digamfation roi Keller unb Frau, geb. Rahner, NorD-Anlage29. rid im ömblia m ** Vorschriften für ben Berke yr u Die Theorien der v ber Hauptreisezeit erläßt die Eisenbahudrreüion niderReichsccgieru^ Frankfurt in eine»: Bekanntmachung der heutig« «die Kaufleute nicht Nummer. । Lovvendigkcit eine silberne« »Pakete wieder zu Weisse Damenstrümpfe aasse !. 012523 am Lager: B TAtibmaslhliicii-RkPrlisvm Rollbahnen «•IcawarGO, b steFrie- ।-wäre- 81. Hess, bankfurter Str. 19. 7MI o 8 ebberfl in der hiesigen Stadtkirche wieder eine ner „Abendmusiken", wie sie aus der'Kricgszeit noch in bester Erinnerung sind. Zwei Kantaten, haben; hosscntlich kommt die Neugründung cht zu spät! Die Einberufer betonen, daß nicht gedacht wird, sich den vaterlchidischen Pslich- c genauen Anschrift er Unteradresse: „T Zpostamt in Berlin C i Nl. Friedberg, 2. Juli. Zur Wahrung der evessen der selbständigen Kaufmannschaft wcr- alle hiesigen Fabrikanten, Groß- und Kauf- ------le, Hängematten, ylarn, Eec'aen, Reise-, Bahy-, Beeren- tJlarklkörbe, Besen- u. and der Kriegsäeschädigten: K. Mötl. Gießener Strafkammer. Gießen, den 1. Juli 1919. Die Straftammer verhandelte heute gegen dm vorbestraften Arbeiter Wilh. ß. aus Berlin wegen D i e b st a h l. Der Angeklagte fand am hiesigen Arbeitsnachweis ein abgestelltes Fahrrad, mit dem ! (§ 13,1 bei Hoßvckuq bei Privatpaketen vicder o xmta«, die Eheleute, enfür den Verkehr laft ine Eis «ekanntmachMg bei gefangenen, denen der Reinertrag des Abends yv- gute kommt, werden cntgcgengcrommat. Rl. Friedberg, 2. Juli. Am nächstm ag veranstaltet Prof. Dr. Karl Schmtdt- 'odebaus '•ydomon, ’öSüjn V bthuiiUuü» riegsbeschädigte! Kriegshinterbliebene! roDtöMersannlgug am Scnntag, 6. Juli, nachm.2!4Uhr$ m Saalbau Cafe Leib, Walltorstr. Redner: Mngröber-Leipzig, Funk-Bieben u. and. Freie Aussprachei riegsbeschädigte u. Kriegshinterbliebene edes Standes sind herzlich eingeladen. irr taisita Landesverband tegstacHigler il Kriegsbinierbliebenen -- Orlsgrnppen GieSen ... bi. Ärmelbretter | «UBuuuuiiuiuiiiuiujuniiiiiniiffl Endete eÜÜi»! Hängematten, D nt IhühlUm Lr-M 00 «W »** it Studenteubllad. >i t sich w der hiesigai Ur atg mm Stubata inHB to Vjibntttflburi)" gebildet • nationalen QktäiiAi/ti irtbolb der röt ÄiÄte!JS*01. Äba Wnu flhW&oW yrit in lreien und lal» die Elnwohnerschust Gul . bess. LandeSverba ater tntb Keßen, am .hing am Sonntag, d. Saalb-w Eck &w, ob SlemgÄer-LchW enw tuten. E- W k-indWieia ^"-□ak , la I erdhänser «[□, Aroma'.ique-yiagm- * »r,Bojnekamp-EIagen- 611 ter, Zitrouen-Slrnp. Luii haben in Wlioskis Weialidlg., «teilt: u. Dammstraßen- Ecle 4L die Theorien der Sozialisierung und Planwirt- ft der Reichsregieruna. Man muß sich wundern, die Kaufleute nicht schon längst den Wert und ie Notwendigkeit einer strassen Organisation er- , Zust d«t ^Acken fSjm 'te" «it Frau ® ; micle" " r„harM Bettcrvrobtcs acs.gefch. Fleftenwasfer „Nipala“ zur raschen, spurlosen Beseitigung fettiger, öliger, harziger rc. Flecken, zur Jnitandfetz. und Auffrisch, im Gebrauch beschmutzier Kleidung, ohne die Stoffe anzugreis. Flasche M2 bet E. Fischbach , Sei' tersweg 24, tiebr. Michel, Wall» rorstraße 29, Ed. Guth, Marktstr. 5. Gen. - Bertr. S. Hotte- bäum, Friedberg, Engels- --Frankfurt a. M., 2. Juli. Der Arbeiterrat hat sämtliche in Frankfurt vorhandenen Eier beschlagnahmen lassen, angeblich, um Höchst» preise festzusetzen. Mit der Einfuhr billiger dani- sclpcr Landeiec noch Frankfurt ist in den nächsten Tagen zu rechnen. Aus dem besetzten Nheingebiet. mr. Mainz, 3. Juli. Mehrere f r a n z ö - zösische Großbanken werden in Main; Filialen errichten. So haben die bekannten „Credit. Lyonnais" das Hotel Pfälzer Host" angekaust. Die «ommiina'wahlen. f. Einartshausen, 30. Juni. Zu der nächsten Sonntag hier statrfindenden Bürgermeisterwahl sind zwei Kandidaten ausgestellt, unser bisheriger Bürgermeister Karpf und bei Landwirt Heinrich Jochim, ein Sohn unseres früheren Bürgermeisters Jochim. **Großen-Lindcn. 1 Juli. Am Sonntag knib unter sehr starker Bewiitgung die Bürgermeisterwahl statt. 92 Prozent der Stimmberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Gewählt wurde der bisherige Beigeordnete Ludwig Lang II. mit 792 Stimmen. Auf den sozialdemokratischen Gcgenka, didaten en sielen 425 Stimmen. Trotzdem sich die Wäherzahl um 12 Prozent vermchrte, gegenüber ber letzten Gc- m.'indrratSwalil, verlor tret sozialdemokratische Wahlverein 60 Stimmen. ** Grüningen, 3. Juli. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl wurde der bisherige Bürgermeister Adam Lorenz Bingel wiedergewählt. Von 470 stimmberechtigten Wählern machten 421 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Von diesen entfielen auf den Gewählten 265 Stimmen, während der Gegenkandidat Bäcker Wilh. Euler 155 Stimmen erhielt. Eine Stimme war weiß abgegeben. Die Wahlagitation war sehr lebhaft. ab Mannheim sofort lieferbar: 5000 m Schienen, 80 mm hoch mit ti. und B. 4500 m mont.Glelö,65rnrn hoch kompl. 50 Sa Muldenkivvwagen 30 St. Plateauwagen 30 St. Kastenwagen 600mrnSvurm.Rollenlag. Weichen, Drehscheiben. Anfragen an 7653hv Komm -H Martin Kallm.;nn, Mannhe m Kirchenstr.7,Tel.28lu7787. fflllllllllllllllllllllllllllllUIIIIIIIIIlB trtte Schotten. O Gedern, 29. Juni. Infolge der lange loschen anhaltenden Trockenl)eit ist der Ertrag ibtr Wiesen in diesem Jahre im allgemeinen l.rKifeiS- Sagten ist eine lebhafte Nachfrage nach i-ixu, namentlich von Seiten der Arbeiter und Keinen Leute, die im Krieg vielfach Ziegen oder Vv* Küh sich angeschafft haben, zu beobachten. Um nie mit Recht verurteilten Wucherpreisen, wie sie leider bei den GraSversteigerungen an der Tagesordnung sirrd, nicht auskommen zu lassen, hat die fürstlich Stolberg-Wernigeröoische Verwaltung in »»cdern das Heu- und Grummetgras von Wiesen, Itt in eigner Bewirtschaftung stehen, ru Durchschnittspreisen teils an Gemeinden zur Der- It-ihmg übergeben, teils wurde das Gras unter Zu- feambdegunn der Durchschnittspreise versteigert. :Gcii>cit die Gebote bei der Bersteigerung über die Ä^rchschnittspreise kamen, wurden die Gebote all» pTirtn reduziert, so daß der Gesamtertrag an Oteio t c Summe den Durckstchrrittspreis nicht übertrifft, cv stellte sich beis ffelsw.nse der Turchfch-ri'tserlös hr Lindbeimcr Wiesen für Heu und Grummet aus ®) Mk, in Gedern auf 26 Mk. für den Morgen 7.as Entgegenkommen und wahrhaft soziale Vergüten der Fürstlick)en Verwaltung verdient daher lkeachtung und Nachahmung. KreiS Friedberg. nt. F r i e d b e r g, 2. Juli. In der Nacht vom ibamstag auf Sonntag wurden zahlreiche spar- vaki st lsche Flugblätter an den Hausern tengrflebt, die mit den Worten schlossen: Arif zur desreiuna! Nieder mit Ebert-Scheidernann! Nieder mit der Nationalversammlung! Alle Macht den A.» rii) S.-Räten! W lebe die deutsche Räterepublik! fö lebe die Weltrevolution! SolllW?' | Verschiedenes! Tnnflerverkauf. Freitag, vormittags 10 Uhr. soll an den Ställen der Vanertom- mandantur hinter dem Diirchgangblager am Trieb eine Grube Dünger öffentlich meistbietend gegen Barzahlung ver- fteigert werden. Bedingungen werden beim Ber» ransbekanntgegeben.'^l) Garniionverwaltung. ßart'uarbtitZmme”' Näh. Steinftr.6011. <«wi« o». Alsfeld. 1. ZÄi. Bei der Bekgeord- netenwahl wurden 1698 gültige Stimmen abgegeben. Gewählt wurde mit 1162 Stimmen der seitherige Beigeordnete Justizrat Reh. Der noch in le^ter Stunde von sozialdemokratischer Seite ausgeitellte Kandidat, Sattlermeiüac Jalob Eder, erhielt 535 Stimmen. Zersplittert und ungültig waren 16 Stimmen. j. Grebenhain, 2. Juli. Bei der Bür- germer st erwähl wurde der bisherige Bürgermeister Heinrich Lino VII. mit 187 Stimmen wiedergcwählt. Die Wahlbeteiligung war eine sehr rege, trotzdem kein Gegenkandidat ausgestellt war. Q Gedern, 2. Juli. Bei der Bürgermeisterwahl wurde der Rentamtsselretär Otto Müller einstimmig gewählt. Die Wahlbeteiligung war viel stärker als bei der Wahl zum Gemeinderat: von 1082 Wahlberechtigten machten 675 von ihrem Stimmrecht Gebrauch, sehr zahlreich auch oie Frauen. — Altbürgermei,.^ Rispel, der 30 Jahre lang mit größter Treue und Hingabe und mit schönem Erfolg den Bürger- mcislerposten versehen und wegen seines hohen Alters eine Wiederwahl abgelchnt hatte, tritt nun in den Ruhestand: der arbeftssreudige Mann läßt es sich aber nicht nehmen, das Standesamt und das Ortsgericht auch fernerhin zu leiten. Nispel gehörte auch dem Kreisausschuß sowie dem Provinzialtag an. u. Heuchelheim, 2. Juli. Das Ergebnis der am verflossenen Sonntag hier abgehaltenen B ü r g e r m e i st e r w a h l, zu der überhaupt fein Gegenkandidat ausgestellt war, war sowohl für die gesamte Gemeint« wie auch für den bisherigen Bürgermeister gleich ehrend, entfielen doch von den abgegebenen 949 Stimmen aus den derzeitigen Bürgermeister Kreiling 932. e. Gonterskirchen, 30. Juni. Ter bisherige Bürgermeister Lind wurde mit 196 Stimmen wiedergewöhlt. Ter Gegenkandidat erhielt 66 Stimmen. O Klein-Linden, 2. Juli. Unser bisheriger Bürgermeister Philipp Jung XVIII. wurde mit 644 Stimmen ohne Gegenkandidat wiedergewahlt. e. Schotten, 30. Juni. Bei der hiesigen Bürgermeisterwahl wurde Rechtsanwalt Erwin Mengel zum Büraermeister gewählt. tt. Treis o. L., 30. Juni. Bei der gestern hier vorgerwmmenen Bürgermei st erwähl wurde der bisherige Bürgermeister Wilh. Benner mit 289 Stimmen wiedergewählt. Ter Gegenkandidat Phil. Schick V. erhielt 269 Stimmen. X Wieseck, 1. Juli. Am 6. Juli findet hier die Wahl eines Beigeordneten statt. Neue Kandidaten für diesen Posten werden nicht genannt. Der jetzige Beigeordnete Karl Schäfer III. versieht seit 18 Jahren sein Amt zu allseitiger Zufriedenheit und dies dürfte wohl auch am Wahltage zum Ausdruck kommen. Einen Bür- genneister haben wir hier nicht zu wählen, da wir «mit Berussbürgermeister besitzen. Im anderen Falle wäre auch hier keine Stimme für einen! anderen laut geworden. taM der KriegshiiMIklm: L. Schwöbei. TOT1 Ein Plvltfr in Mangin. dz. Darmstadt, 2. Juli. An bat Oberbefehlshaber bet französischen 10. Armee, General Mangin, erging der folgende Protest: „Am 23. ds. Mts. sind die den Zug Griesheim ab 2.04 nachmittags der Tampfstrahenbahn Darmstadt—Griesh.im benutzenden Frauen einer ein- gehmden körperlichenDurchsuchung beim Passieren der Grenzlinie unterworsai worden. Zwei französische Soldaten betraten die Wagen des Zuges und nahmen die Kontrolle vor, wobei der eine von ihnen die weiblichen Zuginsassen am ganzen Köw-r betastete, während die ftanzö- sischen Offiziere durch die Wagensmster zuschauten. Tie Frauen fühlen sich hierdurch in ihrer Ehre auf das gröblichste Meibigt. Die hessische Negierung beehrt sich, das ergd)eni"t zur Kenntnis zu bringen und legt entschiedeite Bernmbruitg gegen eine solche Behandlung weiblickrer Reisenden ein. Sie wäre zu Tank verbunden, wenn unverzüglich Maßnahmen getrofsm würden, daß sich diese Fälle nicht toiederholen und daß, falls eine Durch suchung weiblicher Personen in h-ffonderen Fällen unvermeidlich sein sollte, sie künftig durch wew- liches Personal erfolgt. Hessisches Staatsministerium: »ei. Ulrich." gibtein.Erfinder ülitt Rat für Die Ber- roertg. ein. Erldg. a.opt.Gebiet? Sckrifiliche Angebote unter 01298s an den Gießener Anzeiger. s£^8i’C1liidKn OnftJ I Jr”'Äi(f» »MioerM ■teüfS 19191 °Ukm eoand 4J?1 ihnanjat, 'XbtJ jw Stellen ronbrri Mw! a erledigt prompt und billig Uaücr, Man. Wcrkßötte, Nord-Anlage?. Bestellungen unter Telephon Nr. 223. ,11070 ss-S säs« MK O» brrj rnnun«. I“®,1 y fd" (u spielen. )krris ben . qn 3tnn>x»rWc B1’ ‘nnriruten Qualitäten sind jetzt wieder in reich- Auswahl am La/rc “ kii«; 1SM 17.63 ..80.0« n. mentet ß’ ynisi* --------------- Die junge Dame, die Freitag nachm. die Olwo silb.Brosidt (Stoff) im Beisein derSchwester in derElektrischen otifbob, u. bis a. d. Gesangenenlag. fuhr, wird gebet, diess. Walters*»*« 7 iim Laden» abzug., da sonst Anz. ers. XW~ Verloren! *W1 Schwarze Brieftasche mitL200M. ».Militär- pavicre auf dem Wege vom Cafö Ernll-Ludwig zum Hotel Etnborn, verloren. Der ebrL Finder wird höfl. gebet., dieselbe geg. sehr gute Belohn, bet Fahrer Orbis a. d. Koa- maidaatnr 4. Darciiiange- laser«. Hielten, nbaug• oiaou Dame von nuSronrtS verlor gestern abend auf dem Platz vor dem Bahnhof eine (013001 goldene Damenuhr (Familienandensem. Der ehrt. Finder wird gebeten, dieselbe gegen gute Belohnung im Lederwaren- geichäst von B. Kühne, SelterSweg 26, ab?ugeh. SZdhnritt u u Ä1Nllaitc ohne lluterschted der Branchen für Donners- eM!t lauff am l{|;tag den 3. Jnli. abends 8 Uhr, ins Hotel Trapp «ingeladen zur Gründung eines „B e r e i n s s e l b- o® finbiger Kaufleute Friedbergs". Organisation wird für dringend notwendig t im Hinblick auf die kommenden Steuern verkehr mit bem s tarnt immer noch n Willy Fechter. BST Entlaufen! Alontag abend starker, schwarzer Hund «Dober- mann), auf den Namen Mar hörend, entlaufen. Wiederbr. erhält Belohnung. Bor Ankauf wird gewarnt. Eduard Volk, Allendorf a. o. Lahn. Entlaufen vor 8 Tagen, Forterrier weiß mit dunkelbr. Kopf und dunkelbr. Fleck auf linke Seite. Geg. Belohn, abzugeben. F. Neu, Landgrafenttr. 7. ßr. [lanMciicrwogtn entwendet worden in der Nacht vom 80 /6. auf 1./7. Vor Ankauf ro. gewarnt. Wer Auskunft ertellt.gute Belohn. Ba. Biedsakipp, Rodhetmer Str. 102. Giimmi- Begenumhang laus Zeitplan» von Krofdorf bis Gießen, Bleich- straße, verloren. Gegen Belohnung abzugeben bei Bieker, Neustadt. tt das Weite suchen wollte, aber von dem noch rechtzeitig herbeigeeilten Besitzer daran gehindert wurde. Der Dieb wurde festgcnommen und in Untersuchungshaft gebracht. Bei seiner Bernchmung wollte er das Rad nur in ber Absicht genommen haben, um etwas spazieren zu fahren. Dieser Ausrede konnte jedoch kein Glauben geschenkt werden. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Gefängnisstrafe von 3 Monaten, welche durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt betrachtet wurde. Wegen versuchten Diebstahls hatten sich der Arbeiter Johann N., Karl A. und Wilhelm H., sämtlich aus Nidda, zu verantworten. Mit Waffen und Munition ausgerüstet drangen sie an einem Sonntag nachmittag in die Scheune, des Hofguts „Dauernheim" ein, auf dem N. arbeitete und daher mit den Berhälmissen vertraut war. Während der eine mit geladenen Karabiner am Eingang der Scheune Wache hielt, stellten die beiden andern zwei Säcke Weizen in die Näl-e des Ausgangs und bedeckten sie mit Stroh, um diese am Abend mit evtl, noch weiteren Beutestücken lvegzu- fichleppen. Dem dort beschäftigten Schweizer fielen die Säcke noch rechtzeitig auf, um den Vorfall seinem Besitzer melden zu können. Der inzwischen benachrichtigten Gendarmerie gelang es daher, die Diebe bei der Arbeit zu fassen. Die Angellagten A. und H., wurden wegen versuchten Diebstahls und unerlaubten Waffenbesitzes zu je fünf Monaten Gefängnis verurteilt. N. konnte nicht verurteilt werden, da er inzwischen aus dem Hast- lokal in Nidda entwich Landwirt Heinrich N. von Herchenhain wurde wegen Vergehens gegen die Kriegsge- setze zu einer Geldstrafe von 50 Mk. verurteilt, weil er die ihm vorgeschriebene M i l ch m e n g o nicht ablieferte. Er gab an, die Milch für die beiden damals bei ihm einquartierten Soldaten verbraucht zu haben. Der Staatsanwalt bcantvagte 150 Mk. Geldstrafe. Obwohl sich N. bei seinen Aussagen in Widersprüche verwickelt hatte, nahm das Gericht doch mildernde Umstände an und verurteilte ihn zu der obigen geringen Geldstrafe. Handel« Berlin, 1. Juli. Auf Veranlassung des Aufsichtsrates des Rekord-Film-Konzerns haben die Vorstandsmitglieder Henry Fischer uno Rittmeister a. D. Meier ihre Aemtec nie oergelegt und sind aus der Gesellschaft ausgeschieden. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Vor einigen Jahren wurde das alte Haus in der vorderen Tamm ft raße von der Stadt erworben, um nicbergelegt zu werden. Tie Wohnungen tonten menscheitunwürdig und wurden geräumt. Jahtelana steht nun diese Spelunke als Zierde der ganzen Stadt, jetzt ziehen Handwerker em, um zu renovieren, damit der Wohnun^not gesteuert werden faim. Begreiflich ist diese Maßnahme ja schon, aber vom gesundheillickpen und nnrtschastlichen Standpunkt aus fordert sie die schärffte Kritck heraus. Solche Ruinen müßten unbedingt niedergelegt werden, um modernen 9teubauten Platz zu machen, denn die Wiederherstellungskoften dürfen nicht ge- rmge fein. Fr. S. Tel Taunus 1761/62. Hansa 7978. isssavj Kje ’Sf^bCÜTO SOirNGE/f MULCUTO Extra! Tanssads Anerkennungen. Ich bin mit dem Mulcntoapparat sehr zufrieden. D.-München, Georprenstr. 851. IrnnoHeynemann GeneraTeutn. Die Klingen haben v. Kriegs- beginn an bis jetzt benutzt werden können. Ein sehr gutes Ergebnis. Scholl, Generalmajor, Kdr. 32. Re< - Inf. - Brig. 15. Res.-Division 1915 bezog ich ein Mulcuto- Extra mit einer Klinge. Ich habe mich während d. 3 Jahre im Felde mit dieser einen Klinge rasiert, ohne daß dies, bis jetzt an Schärfe verloren hat Kerb, Zahlmeister, Charlottenburg. Sophie - Charlottenstraße 21. 15664V D.R W.-Z. Nr. 12-078 beste Rasierapparat der Weill Bel Verwend, dieses stets gebrauchsfertigen Apparates mit unbegrenzter Qeraatle Ist jede Quäle ei mit stumpf, od. kratzend. Klingen ausgeschlossen! Versilberter App ar. in Etui Nr. 1 M. 10. Versilb. Apparat m. Halter z. Schärfen, echt. Lederstreichriemen in Etui Nr. 61 und Rasier- seife M. 17. Voll- ständ. Rasierzeug: Apparat, Halter z I Scliärfen, Seife. I Schale, Pinsel und j Riem. i. Etui Nr. 201 I M. 28. Garantiesch. ! b. jed. 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Juli, nachmittags 3 Uhr, nach kurzem, schwerem Leiden unser ältester Heber Bruder, Schwager, Pate und Onkel Heinrich Paul Haas im Alter von 52 Jahren. , Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Jacob Haas V. Familie Heinrich Körner II. Familie Philipp Haas IV. Familie Wilhelm Haas Familie Leonhard Haas II. Witwe. Steinbach, Hausen, den 3. Juli 1019. Die Beerdigung findet Freitag, nachmittags 3 Uhr, statt. [01s",e Gestern nachmittag 2*/a Uhr entschlief sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unser guter Bruder, Schwager und Onkel Herr Justus Körber im 57. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Körber Wwe. Gießen, den 2. Juli 1919l Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2'/» Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. 7829 7834 Gießen, den 2. Juli 1919. ' Von Beileidsbezeigungen bitten wir absehen zu wollen. Todes-Anzeige. Heute nacht entschlief sanft nach längerem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Hof rat Dr. med. Carl Stepp In Nürnberg im fast vollendeten 73. Lebensjahre. Professor Dr. Wilhelm Stepp und Fran Margarete geb. Krüger Hanekarl und Marlen Stepp. MrcS Mta für kinderlosen Haushalt gesucht. 7859 L. Wilhelm, Hanau, (Vrleövldntr. 25. Lausmädchen für nachm. von 1—6 llbr aef. _ föidhnarrfür. 10 v,_ | Stellengesuche! Ringer FnscuMilse sucht Stellung. Schrift 1. s21nncbote unt. 013012 nn den siebener Anzeiger. Fräulein, E tütlfl, sucht pass. Stellung, wo es sich auch im Haushalt betütigen Cann. Schr. Angebote unter 012772 an den Giek,. Anzeig. erbet. Schneiderin sucht per sofort Stellung. Schriftl. Angebote unter 012886 a. d. Gl-.h. Anz. erb. I Verkäufe | Ein leichtet tn blähriges t I 1 1 ° zu verkausen 012980 KllnlkwiraOe 24 II. Junge, trächtige Fahrkuh (Simmentaler) z. v. Näh. l.d.GeschäslSst.d.G.A• MWH schiv.Sinittien- tflllJlUilJ, taler Rasse, zu verkauf. Näh. 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Gieh. km Änkäu Hierdurch erfüllen wir die traurige Pflicht, unsere Mitglieder von dem Ableben unseres langiährlgen Kameraden Juftus Körber in Kenntnis au fetzen. Die Beerdigung jinbet Freitag den 4. Full, nachni. 2'/, Uhr, auf dem neuen Friedhof statt. Zusammenkunft 2 Ubr bei Kamerad Krämer. iWD Uniform. Tuchrock und Helm. Das Kommando: Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Zweites Blatt llr. 152 Garten um etwa 8 treten. Tie sich in 1000 Stück Stück, und iabr- Zieh- !den. rill. ter Tabakbesteuerung in der Richtung vorgeschla- ?cn, daß myn allen Tabakerzeugnissen eine nach itoten Kleinoerkanfspreisen tibgeftuite Verbrauchs- aLgnbe unter Vermmdung con Steuerzeichen er- LmA ckm. allo- rach. aSw.. f. 10 velke eine unen- ibeti- 3teiL erlisch pb'<" i Weitzel setzen. Pfff*« Mi r-k Sorftinb. d.obne ke, ru cke ken .nl-Pr- llr. rar 40, obe liu 'IW !id, teu, »V. leir. 136, >erk. e 7. ü im, 2956 kiel, 295.3 141. ach- t zu inn, itciv hender ßchr. S.toO b-"K Ilog - un,et Nllllkk' iori »u ohnunx 3008°" ifponn' * 7852 Die neuen Uriegrfteuern. IT. Darmstadt, 1. Juli. Gestern fand hier ein Vortragsabend der deutschen Volkspartei statt, der hauvtsückiiich finairz- und wirtschaftspolitischen Fragen gewidmet war. Abg. Rechtsanwalt Dingeldey gab seiner irrende über den so zahlreulpen Besuch Ausdruck unb erteilte .Herrn Reg.-Rat Dr. Konietzko aus Frankfurt das Wort. Ter Redner verstand es, daS irffnrierige Thema seines Vortrages in fesselnder und leichtversäirdlicl-Lr Weise zu behandeln. Vor dem Krieg, hatten Reick), Staat und Gemeinden einen Steuerbedars von insgesamt 5,2 Milliarden Mark. Bor l büs 2 Monaten bezifferte Tern- Lurfl den Bedar, mit 23 Milliarden für das Reich, tO^u etwa 7 Milliarden für Staat und Gemeinden. Inzwischen ist diese Summe durch den Friedens- perlrag und durch unvvoduktive Ausgaben die dieser bringt (Entfestigungsarbeiten usw.) sowie durch Streiks derart gestiegen, dost wir einen Gesamt- steuerbedarf von 35 Milliarden annehmen niüssen. Tas Volkseinkommen betrug v-or dem Kriege 40 bis 41 Milliarden. Jetzt haben wir einen fiorfeK Verlust von Land, Leuten und Rohstoffen, so daß nur noch Dreiviertel der Erzeugung vor dem ttxicge angesetzt werden Knut. Nehmen wir an, dast die Einkommen infolge der Geldentwertung! fieigen müssen, so können wir auf eine Erzeugung von 50 bis 65 Milliarden lvininen. Vvir ifj-pt geht aber noch die Differenz der .Handelsbilanz ab, da unsere Einfuhr, die zu oezablen ist, größer ist, als die Ausfuhr. Setzer: wir dem verbleibender, Volkseinkommen nun den obert erwähnten Steuer bedarf entgegen, so ergibt sich, dast wir 60 bis 65 Prt^ent mtserer Einnahmert in Form direkter und indirekter Steuern abgeben müssen. Bor dem I Kriege waren es 15 bis 16 v. h. Bei den Zigaretten soll der durch das Gesetz vom 12. Juni 1916 eingeführte Kriegs- ausschlaa mit der Zigaretten steuer vereinigt wer - den und darüber hinaus eilte Abgabenerhöhung v. h. der Mein Verkaufspreise etn- Lie Abgabesätze für Zigare.ten bewegen 11 Abstufungen zwischen 10 Mk. für fb.-i Zigaretten bis zu 8 Pf. das 140 Mk. für 1000 Stück (bei Zt- Sport. ** Giesten. 2. Juli Am vergangenen Ton- nerstag hielt der wieder ins Leben gerufene Verein für Bewegungsspiele seine erste au ßerordentliche stark bei'ucküe Generalversammlung ab. Viele ehemalige Mitglieder des alten Vereins hatten sich eingefunden, um nneber ihre Kraft dem neuen V. f. B. .zu widmen. Nach Wahl des Vorstandes, dessen Zusammensetzung dieselbe blieb, wurde durch weitherzige Zeichnung die Existenz des Vereirrs in finanzieller Beziehung gesichert. Was das Spielcrntaterial sonne die leichtathletischen Kräfte anbelangt, so siitd diese als vorzüglich zu bezeichnen und es dürfte bereits an dieser Stelle auf btc interessant werdenden Wettkämpfe kommenden Herbst aufmerksam gemacht werden, umsomehr, als es dem Verein gelungen ist, für die nächste Saison den Trainer einer internatio- naleit Berufsmamtsckwft zu verpflichtet Turne«. ** Männer-Turnverein Gießen. Tas am lebten Sonntag abgehaltene Wett- turnen des Bereins erfreute sich einer recht regen Beteiligung seitens der Schüler und Zöglinge. Tas Ergebnis war sehr befriedigend. Alle Beteiligten wurden mit einer Urkunde ausgezeich net. Von aktiven Turnern turnten außer Welt bewerb mit T. Misipo, der 103 P. und K. S ch w a b, der 98 P. errana. ^n der Zöglingsabteilung wurden 12 Preise errungen. Es erhielten : W. Bingel den 1. Pr. mit 124 P., W. Fischer 2. Pr mit 115 P., W. Wenzel 3. Pr. mit 110 P., B. Wysk 4. Pr. mit 101 P., A. Jockel 5. Pr. mit 100 P. usw. In der Schülerabteilung konnten 30 Preise verteilt werden und zwar: W. Feiser 1. Pr. mit 104 P., W. Seipp 2. Pr. mit 1031/2 P., E. M ü hl 3. Pr. mit 91 P., h. Felsing 4 Pr. mit 88V2 P-, A. Betz 5. Pr. mit 88 P. usw. Bei der am 'Jtadjntittage auf der Liebigshöhe veranstalteten Familien zu sammenkun st, die ebenfalls einen sehr starken Besuch auswies, weckvscllen turnerisch^ Tar- bietimgen mit GesongSvortragen ab, tnobei besonders die zur Darstellung gebrachten Leiterpyra- miden reichen Beifall fanden. SW Letzte Nachrichten. Dar Ende des verttner Cisenbahnerftreirs Berlin, 3. Juli. (WTB.) Wie uns von zuständiger Seite mitgeteilt wird, ist der größte Teil der Arbeiter und Beamten des Eisenbahndirektionsbezirks Berlin heute auf den Arbeitsstätten erschienen. Ter Eisenbahnverkehr ist im allgemeinen wieder ausgenommen worden. Ter Güterverkehr, der vor allen Dingen zu ben ernstesten Befürchtungen für die Lebensmittel- und Kohlenversorgung der Berliner Bevölkerung Anlaß gab, ist fast vollständig wieder- h rg. ftellt. Tie Züge nach und von den Vororten verkehren wieder, doch ist die Zugfolge noch sehr unregelmäßig. .Ter Ringbahnverkehr ruht noch vollständig, da sich die Maschinen in schlechtem, zum Teil unbrauchbarem Zustande befinden.' Tie Ringbahn wird erst nach einigen Tagen wieder verkehren können. Damit dürfte der wilde Eisenbahnerstreik sein Ende erreicht haben. Aus Hamburg und Altona. Hamburg, 3. Juli. (WTB.) In der heutigen Bürgerschaftssrtzung wurde der Antrag des Senats auf Neuordnung des polizeilichen Sicherheitsdienstes imch erregter Tebatte endailtig angenommen. Die Re- organifation soll noch vor dem Abrückem der Re- gieimngStruppen aus Hamburg durchgefuhrt wec- ^"'Altona, 3. Juli. (WTB.) . Tas bayerische Schützenkorps machte rm Lause des Tages zahlreiche Streifen durch st. Pault ufrtb nahm zahlreiche Verhaftung enalter, seit langem steckbrieflich verfolgter Verbrecher vor. In Altona verlief der Tag im allgemeinen ruhig. Versammlung der Eisenbahuarbeiter in Gießen. Gießen, 3. Juli. Im.Verlaufe der Versammlung, über die wir oererts kurz berichteten, (siehe 1. Seite dieses Blattes), wurde zunächst von Der Redner gab nun einen Ueberbhd über die schon vorhandenen Kriegssteuern unb untersuchte nun die Frage der direkten oder indirekten Steuern. Bisl>er sagten die Radikalen: Nur direkte Steuern dürfen erhoben werden. Jetzt haben wir sozialdrmokra t ische Rcgiermigen und mir foren: Ohne indirekte Steuern kommen ,vir nicht ans. Gewiß wirken manche indirekten Steuerns unsozial. Aber eS gibt, gerade im Krieg und nachher Revolution eine Menge Einkommen, die niemals durch eine Steuer gefaßt werden tömteii Schieber gewinne, Wuckier -rsw.). Diese Herrschas- len leben herrlich und in Freuden, während der Arbeiter, Beamte und Handwerker jeden Pfennig keines Einkoininens nackHuweiscn bat. Solck?c Gewinne kann man aber gerade durch indirekte Sten» an, Luxusstenern, Steuern aus große Wohnungen, auf die Zahl..der Dienstboten uflu. erfaßen. Deshalb ist das Nmsatzsteuergesetz eine Stütze der Finan- t'ii. Tie Frage der Monopole ist mit Vorsicht anzufafsen. Tie Entente läßt ums nock, die Freiheit, uit Steuern nach Belieben aufzubringen. ?lber das Budget des Staares will sie tontoollieren. ^.aS Reich und die Sozialdemol^atie lvill dadurch, daß die großen Steuerzahler ihre Werte (Aktienr usw.) in Zahlung geben können, Teilhaber von Betrieben naben. Tas ist auch ein Weg der Sozialisierung. Äranckvn die sozialisierten Betriebe Zuschuß — und das ist nvah^cheinlich — so steigt der Steuer» Ittrarf. Sind tote Betriebe aber durch Preise die ter Staat in enormer Höhe sestsetzen konnte, ren- ■jfcl, so ist die Erzengmig belastet und schließlich mürbe die Entente die Land auf bie Ueberschüsse legen. Der Friedensverttag besagt, daß die Steuern in Deutsckilano pro Kopf der Bevölkerung nicht niedriger sein dürfe, als in einer der alliierten unb aifoMicrten Staaten. Wir sollten deshalb lieber alles tun, um di. Privatbetriebe voll aufrecht zu . 'falten. In diese kann, ter Feind nickst IiiueinrebciL Tie neuen Steuern sind: 1. Die außerordentliche Knegsabgabe für Gesellschaf-n: 2. die Kriegsabgabe über ben Bermögenszuiuachs physi- )eS Erzeugnis handelt, sondern um Waren von sehr verschiedener Beschafsenh it, durch bereu Uebernahme dem Reiche namentlich tei sinkendem V rbranch ein nicht unerheblichem Risiko erwachsen kann. Nach der Ertragkschätzung würbe bie im Gesetzentwurf vorgesehene Abgale durchsth sitl.ich auf 1 Zigarre eine Belastung mit BerbrauchSa'ogabe von 0,03 Mk. bedeuten. Hierzu tritt bie Belastung mit dem auf ausländischen Rohtabak gelegten Eingangszolle, die bei den nur nus solchen Tabaken Argestellten Zigarren rund 0,01 Mk. beträgr. Ta die Herstellung der bilhgeren Bi- gatren unter Mitoerwendung rnlänbifdten Tabaks erfolgt, der künftig keiner S euer unterliegen soll, kommt bei diesen Zigarren neben der Verbrauchsabgabe eine Belastung mit Einganßszoll für Rah^ bahrt nur in geringem Umfang in Frage. Auf 1 Zigarette würde eine durchschnittliche Belaftung mit Verbrauchsabgabe von 0,026 Mk. fallen, dw sich bei den nur aus ausländischen Tabaken her- gestellten Zigaretten um den Eingangszoll für ben verwendeten Rohtabak auf etwa 0,027 Mk. erhöht. Ter Gesamtertrag aus den im Entwürfe oorgeschlagenen Abgabefätzen wird mit rund 750000000 Mk. schLtzungöweise veranschlagt. bischen Rvhtabaks soll beseitigt werden und vorn ausländischen Roh.abak soll unter 9lufbebung des Wcrtzol Zuschlages lodiglich ein Gewi chts- z 0 ll in der Höhe erhoben iverden, wie es zum Sckutze des heimischen Taballaaues nvtwenbig ist. Tteser Schutzzoll ist auf 130 Mk. für 1 Doppelzentner bemessen unb stellt eine erhebliche Erhöhung des bisherigen Zollschutzes für ben inländischen Tabak bar. Bei ben fertigen Tabak- erzeugnisien soll der Eingangszoll für fem- geschnittenen Rauchtabak und Zigaretten auf 4500 Mk., für anderen Rauchtabak auf 1500 Mk. unb Zigarren auf 2000 Mk. erhöht werden. Neben bem Eingangszoll sollen diese Erzeugnisse dte Ver- brauchsabgabe in gleicher Weise wie dte im Jn- lande hergestellten Tabakerzeugnisse zu entrichten haben. Tie Verbrauchsabgabensätze für Zigarren sind für dte billigeren Zigarren niedriger bemessen und steigen mit der Höhe der Kleinverkaufspreise verhältnismäßig an; sic bewegen sich in 22 Abstufungen zwischen 8 Mk. für 1000 Stück unb 500 Mk. für 1000 Stück. Ter Satz von 8 Mk. für 1000 Stück trifft Zigarren, bereit Kleinverkaufspreis 8 Pf. oder weniger für das Stück beträgt, der Satz von 500 Mk. für 1000 Stück soll Zigarren treffen, deren KleinverkaufspreiS mehr als 1,20 Mk. für das Stück beträgt. Beläuft sich der Preis auf 1,20 Mk. so beträgt die Abgabe 880 Mk. für 1000 Stück ober 31.6 v. H. des Kleinverkaufspveises, während bei ben Zigarren, die mit 8 Pf. verkauft 'werden, der Ab- aabesatz sich auf 10 v. H. berechnet. Tie Herstellung der billigeren Zigarren ist außerdem durch den Wegfall der Steuer für inländischen Rohtabak erleichtert. Verhältnissen in unserer ganzen Lebcnshaltting/' Ter Redner fritiftert diese Zeitungsmeldung als eine unglaubliche Nachricht. Wir haben nach seiner Rechnung noch ein steuerbares Natwnal- brnnögen von 150 Milliarden. Taraus kann man feine 70 bis 90 Milliarden herausholen. Eine bet» artige Enteignung brächte eine schwere Gefahr für bie Produktion. Wenn Deutschlands Jndustti^ ac ■ besten soll, muß sie auch Kapital besitzen. Cb der llmtauf des Papiergeldes verringert würde, ist zu bezweifeln. Es ist davon viel gehamstert wordtn, io daß es nicht zu erfassen ist. Tie Senkung ber Dreisverhältnisse würde auch nur vorübergehend ein treten. Mit einer folrfjen Vermögensabgabe würben wir selbst die Geschäfte der Entente besorgen. In der Aussprackie bemerkte Abg. T ing elbe y, daß eine Vermögensabgabe eintreten müsse. Tie Beteiligungg des Staates an Privatbetrieben habe manck^S für sich. Jmmerlstn seien die Bedenken des Referenten größter Beachtung wert. DaS geplante Dabatfteuergesetz. Ten amtlichen Erläuterungen des Entwurfes eines Tabaksteuergesetzes entnehmen wir folgendes: Die Belastungssähigkeit des Tabaks kann durch b« bisherigen Gesetze noch nicht als erschvpst leiten. Sie hat sich im Krieg- weit höher ermittelt, früher angenommen werden kannte. Im vor- Iwgenben Entwurf ist eine völlige Neugestaltung vchw 8«nnH -nelft! laufen aetütbi. •y Theodor TefrvdonMl. Nut erdaltcoct ob. für ©arten geetgnea Sdanbe los. oder veil zu kausen gesucht. TL Angeb. unt. 012986 a. t* sv'evener Antetgn et Gebrauchte kleine Gartenpnmp zu lausen ges. Tchr.N« u. M an den Glei-. A, stleincr itudxnbet) zu laut, gesucht. Lchrts Angebote unter Ol'ÄIl! den Giehener Anzeigt Halbverdeck tleichtt gegen Dogcart tauschen ob. kaut, gelt» Job. üiett ,1 Echlssenberger St?ee l Hobelbank gebr, Sreak und -a: verdeck r. kaut. ges. : »aber, Bahnboilt ich. Allen- sichtig« prung- >ergcr raufen, zürger- 7855 Ü1919. ifterei lohn. '**!UX werden soll. Tte Besteuerung des inlän- Vorwiegend molkig» zeitweise Regenschauer, Temperatur wenig geändert. ventsche Nationalversammlung. (Fortsetzung aus dem 1. Blatt.) Reichsminister Dr. David: Gegenüber dem Vorwurf des öerm Dr. Delbrück, die Verfassung trage den Charakter der Schwäche und Weichheit, stelle ich fest, daß der Artikel 1 lautet: „Das Deutsche Reich ist eine Republik. Die Staatsgewalt geht vom Volke aus." Wenn nun die Herren (nach veckttö) die Probe aufs Exempcl machen unb ihre Auffassung gegen diese Feststellung gewaltsam durchsetzen wollen, so werden sie sehen, wie stark und kraftvoll die Republik gegründet ist. Abg. Koch (Dem.): Ich meine, wir sollten heute mchlt in den Wunden wühlen, die uns die Vergangenheit geschlagen hat, sondern wir sollen uns ^usammenschließen. Wir sind keine grundsätzliche Republikaner. ab.*r beute kann von einer Wio derrinsührung d r Mvnar hi: kerne fftebe mehr sein. Abg. Haase (11. 0. P.): Der Reichsminister hat gesagt: Freie Meinungsäußerung soll nicht unterdrückt werden. Dennoch sind jetzt noch bie „Rote Fahne" und andere Zeitungen verboten worden. _ . Reichsminister Dr. David: Soweit sich der Kamps im Rahmen des Geistigen hält, wird er von der Regierung niemals eingeschränkt werden. Wenn aber aufgeforbert wird, Gewalt anzuwenden mit Handgranaten, dann war es Pflicht der Regierung. die Demokratie zu schützen. Abg. Heinze (D. Vp.): Da es sich darum bandelt, Pie Republik grundsätzlich in der Staats- wrm festzulegen, werden wir gegen Artikel 1 stimmen. Tr. Cohn (U. S. P ): Wir verwahren uns dagegen, daß man die neue Verfassung mit dem Geiste des alten Systems erfüllt. Die Fassung des Entwurfes wird mit großer Mchrhert angenommen. Artikel 2 wird ohne Aussprache angenommen. Es folgt die Beratung über Artikel 3, der bestimmt: Tie Reichssarben sind schüvarz-rot- gold, die Handelsflagge wird durch Reichsgesetz bestimmt. Nach kurzer Debatte wird beschlossen, daß die namentliche Abstimmung über diesen Artikel im Laufe der morgigen Sitzung vorgenommen werden soll. Nächste Sitzung: Donnerstag, 2 Uhr nachmittags. Weiterberatung. Schluß 8 Uhr. umLUlMbcn^^- süEsÄnkcH-r Anka« ,n» Saweittlci^ f BojenjroeK Silberkit i jk V-tt > W öim 1 Donnerstag, 3. Juli 1919 verschiedenen Beamten betont, daß die Beam ten schäft den Zielen der Streikbewegung z u ft i m m e , aber zur Besonnenheit rarer, müsse und vor allem Aufklärung verlange, ob es sich um einen Generalstreik über das ganze Reich oder nur um einen wilden Teilstreik handle. Stadtverordneter Zugführer Otter crflärte für das Fahrpersonal, baß sich bieses mit ben Arbeitern solidarisch fühle unb bis zürn äußersten für die Durchsetzung ihrer Forderungen kämpfen würde. — Stadtverordneter Zugführer S i m o n be dauert den übereilten Streikbeschluß und ermahnt zur Aufrechterhaltung von Rud und Ordnung. Er teilte ferner mit, daß die B e a m t e n f d) a f t heute mittag 1 Uhr zusammen - treten werde, um sich endgültig über ihre Siel l u n g n a b m c zum Streik der Arbeiter flar zu werden. Im großen ganzen stehen die Beamten ben Forderungen der Arbeiter sympathisch gegen über. — Herr Sammel tritt unter großem Beifall der Versammlung für Abschaffung der ver schiebenen Organisationen, Verbände usw. ein unb fordert die Zusammenfassung des gesamten Proletariats in einer einzigen Drganifa tion. — Herr Weiß betont, daß die Eisenbahner der stärkste Machtfaktor des Proletariats seien, und daß von ihnen in erster Linie das Eintreten für die Aufrechterhaltung und Sicherung der Errungenschaften der Revolution verlangt werde: es gelte durchzuhalten, bis dem Rätesystem überall zum Siege verhalfen worden sei. — Herr W i.t t i ch bemängelt die ungenügende Aufklärung der Arbeiter. — Herr Hammel fordert unter stürmischem Beifall die Veranstaltung eines Demonstrationszuges durch die Stadt. — Stadtverordneter Zugführer Simon und mehrere andere Redner warnen davor, durch einen Demonsttattonszug die Mißbllligung der Gießener Einwohnerschaft herauszubeschwören. Da man noch nicht wisse, ob es sich nur um einen Teilstreik handele, würden sich die hiesigen Eisen-- bahner bei einem eventuell noch heute ftattfinben- ben Abbruch des Streiks durch eine Massendemonstration unsterblich blamiert haben. Bei der Abstimmung wird der Antrag Hammel abgelehnt. Von der Streikleitung, bie aus den Hervey Stephan, Bell und Schultheiß besteht und im Gewerks chasts- hauS zu erreichen ist, wurde mitgeteilt, daß sich zwei Beauftragte mittels Auto nach Frankfurt begeben haben, um dort Aufklärung über die Streiflage einzuholen. Auf Grund dieser Informationen solle Heute nachmittag 4 Uhr int Cafe Leib über Fortdauer oder Abbruch des Streiks entschieden werden. Zum Schlüsse wurde eine Resolution an* genommen, die bie Einsetzung eines Vertrauensmannes der Beamten- unb Arbeiterschaft in das Bureau der Betriebswerkstätte Gießen unb die Nebenwerkstätten fordert.* Streikbewegung in Elsatz Lothringen Berlin, 3. Juli Tie Streikbewegung in Elsaß-Lvthrrngen greift laut B. Z. weiter um sich. Es streiken bte Arbeiten ber großen Tielrichwerke in Reichshafen unb Um* gegenb, ferner bie Metallarbeiter und Bau- und Holzarbeiter. Auch bas Transp)rtgewerbe streikt, ebenso sämtliche Arbeiter der Maschineitfabriken, Spinnereien imb Webereien im Ober-Elsaß Aus Stettin. Berlin, 3. Jul«. Tem L. A. zufolge ,vird in Stettin mit dem Abtransport eines großen Teiles ber Truppen der Reichswehr- b r i g a b e 25, bte seit ben Unruhetagen Milte Mai zum Sckmtze dcr Stabt eingerückl waren, begonnen, da diese Truppen jetzt durch die nejgebilbete Reichswehr ersetzt Norden können. Die schwerste Periode des Krieges für Frankreich. Berlin, 3. Juli. Laut „L.-A." crflärte Poincar6 einem Vertreter der „Daily Mail" auf die Frage, welche Periode dieses Krieges die schwerste für Fr an kreich gewesen sei: Tas Jahr 1917. Damals war es Deutschland gelungen, die Tenwralisation in Paris und London auf einen gefährlichen Höhepunkt zu trev ben. Man spürte diese Atmosphäre überall. Erst auf Amerikas tatkräftiges Eingreifen hin besannen sich Franzosen und Engländer auf sich selbst. Bezüglich Frankreichs Zukunft bezeichnete Poincars als dringendstes Bedürfnis des Landes die Gewinnung von Schiffsraum. Ohne den sei eine Senkung der ungeheuren Lebensmittelpreise unmöglich. Die chinesischeil Forderungen. Berlin, 3. Juli. Nach einer Meldung deS ,,L.-A." aus Paris veröffentlicht die chinesische Friedensabordnung eine amtliche Mitter- lung, wonach Japan aufgefordert wird, K l autsch o u nach Ratifikation des Friedens ohne Entschädigung an China zurückzugeben. Die 95ertrage von 1915 und 1918 seien nichtig. Sollte Japan sich nicht darauf einlassen, so verlangt China Schadenersatz. Japan hat diese Forderung Chmas ohne Antwort gelassen. Riga von csthnischeu Truppen mit schweren Kalibern beschossen? Riga, 2. Jutt. Der Presseberrat der deutschen Gesandtschaft in Riga teilt mit: Die von esthnischer Seite über Reval verbreitete Meldung, baß Riga emge ommen sei, entspricht nicht den Tatsachen. Besonders tendenziös entstellend ist die Nachricht, daß Oberst Ballod, ber Führer ber lettischen Bestand.eile der lettländischon Landeswehr, Riga eingenommen habe, woraus sich aljta ein Gegensatz zwück-en Letten unb Deutsch-Balten ergeben würbe. In der Tat steht Oberst Ballod mit seinen Truppen südlich von Riga im Anschluß an die Teutsch-Balten im Kampf gegen die wieder vordringenden Bolschewisten. Wohl aber haben bie Esthen heute die lettländischen Truppen hinter ben Stint-See zurückgedrängt und heule nachmittag die völlig offene Stadt Riga mit schweren Kalibern beschossen. Während bisher alle triegfütrenben Parteien sich mir Erfolg bemüht haben, Riga zu schonen, ist es den Truppen ber linksradikalen esthnischen Regierung Vorbehalten geblieben, mit dem ihnen von England zur Verfügung gestellten Kriegsmaterial im Innern ber Stabt schwere Sachschäden anzurichten und zahlreiche Einwohner zu verimmden und M töten. Tie Führer der Ententemissioueir bemühen sich aug?rb rck.ich, .inen W a f f cn sti l l st a n« ^rbeizuführen. In Li bau gehen g;eiu>yitig bt< Verlnrndluligen über die Bildung eines Koaltttons« Ministeriums weiter, wobei das Bestreben Englands immer unverhüllter zutage tritt, aus Lettland als Zugaugsstaett für Rußland mög rchst alte Vertreter deulscher Interessen auszuichatteu. Behördliche Anzeigen ! Familien-Konzert Vogts E Irrat EMm j Die zwar Buann von Kashof“ Heute: Gehorsam uud Treu. Oberversicherungsamt Darmstadt, mit grchrtigkm, neuem Progrsrnrn. n ZirkuS Blumenseld, welcher das rein 11. T Im Lank noch Vern zirzensische Gebtel vertritt und keine ermllden- bei unS xrnzuveichen. 7828B UnteroHiz.-Verband S Die nächste Veisic Der Vorsitzende. 01W5 - Dremlnil! Biichdrackerei J.Weinert Gießen s = u. Havarie-Büro zeit abgeholt werden. 7401 £ = to i E S s 5 ■5 o Q) ’A iü Z r o 8 $5 I Z iS NeckarstrasZe 1. eurzu senden. Ist der Sterbefall in den Registern des Stan- Vorverkauf von Eintrittskarte» im Ztsarren-Gefchäft Peterieu am Markt. c 3 a •o ■o § Neuenweg 9 WHMMi Allgem-Assekuranz- Telephon Hansa 7176 bis 7177 ' ’s 3 0. Ul. u. UM I Bramsche 17. | Bezirk Osnabrück. 8 vo - Sie ein Bad auf' | suchen, weil Sie au | RbeumatiSmuS ob. | Hereufchutz leiden? Uten genug, die ÜM gefallen lasse yngen, die im s3er mb heute früh hier iiib, waren freilic i'-bnern beherrscht k6 die Vesonnenei ki solchen Geleger bnbtni schweigen, ixt Stunde noch ni ^allgemeine Wissen ist. Man 1 die Telephon hm und die St in unserem ^.MZwesen für de ' 4’ü knebelt die Bayerisches Volksetück in 1 Akt 012996] J. Kirzlnger, WetOea Brauhaus, irZewegung einer it mch Schwanker schieden auf den cchtigkeit weisen findet am Freitag, dem 4. d.M., abends 8 Uhr aus der VicbiaSbühe statt. Darmstadt, den 30. Ium 1919. Verband der Krankenkassen und der Gemeinden als Träger der Krankenversicherung in Hessen. Harth, Geschäftsführer. Krankenkassenverband für Hessen. Hermann Neumann, Vorsitzender. Hessische Krir^versicherung auf Gegenseitmkeit. Oberverficherungsamt. v. Krug, Oberversicherungsamts-Trrektvr. TruPlüenteile an die Hinterbliebenen, woraus hervorgeht, daß die Kriegsteilnehmer verstorben sind oder oermitzt werden, mit den blauen Anteilsclmnen binnen gleicher ,drift, bei Meldung von Nachteilen, Wir sind Käufer für gröbere Menge» zNegertompagnie wird infantripisch avf- gestellt und zunächst auch insantrlstisch verwendet. Uebliche Bedingungen für Reichrwehr. Papiere und Uniformen mitdringen. Meldungen Berlin, llursürstenöamm 229. (Es wollen sich nur Mannschaften meiden, die von der aufrichtigen Absicht, dem Vaterland zu dienen, ihre Verpflichtungen streng innezuhalten, beseelt find. Unlautere Elemente werden wieder nach U tägiger Probezeit entlassen. Eiserne virziplin -ia*tall*ÄMor|ii- Zigarren brauchbare Sorten, nur von Fabrikanten, Preislagen M. 600.— bis 800.— pro Mille kauft laufend große Posten Hamburger Cigarren-Börse HallejSaale, Neue Promenade 16. £ aller in Ansatatlttii atLrsln e. prelg- wert ite Brlhl'eele Oilv.-DivekeraU B. Luge, Glefle» Heute letzter Tag! Griesaen, Oswaldsgaxten Mus BtaeuH u Ö Heparaturroerffiätte für elektrische Maschinen, Apparate eigener prüfraum Neuwicklung, Umwicklung, Instandsetzung sachgemäbe Ausführung rasch, billig. Brown, Boveri & Cie., A.-G. Frankfurt am Main, Neckarstratze U. Sernspr. 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Evtl, wolle man Off. an Ferd. Zimmer in Lich zur Weitergabe etnretchen. Trotz der günstigen Zahlart kein Pfennig Aufschlag. Papier, Druck, Ausstattung sind erstklassig. - Erscheinung etwa November. Der Versand erfolgt sofort bei Erscheinen. Trotz uns gesicherter Riesenposten dürften diese infolge der unberechenbaren Nachfrage in Kürze vorausbestellt sein; sofortige Bestellung ist daher unerläßllich, denn ein Neudruck wird, da Papiemot, erst nach langem möglich sein, und teurer werden. Die Halblederaasgabe, auf besserem Papier. Preis etwa 49,50 M. liefern wir gegen monatliche Teilzahlungen von bot 5 Mark. Z 9 Im oder wollen FreiwilligeBersteigerung. Frei ta g den 4. Juli 1919, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Hause Kaiser-Allee 2 4, w'gen Aufgabe der Wirtz- fdMift, gegen Barzahlung 40 gut erhaltene SlÜlste, 6 WirtMche, 1 Glasersidwank, 1 Regula vr, einen Spiegel, 2 Erkerscheiben (145/320 cm), 1 Lidersofa, 2 Pissolrbccken, mehrere Gaslüster, Guslampen, 1 Windfang für ELngangstüce (sehr gut erhalten), Garde rvbenhaller, 1 Tn-ptpe, 1 Nähmasclnue, mehrere Bilder, Portieren, Petroleumlampen, Büd>er, Porzellan, Tecken und sonstige Gegenstände. Junker, (7801 Gerichtsvollzieher. Plorkstrahe 7 II. Aufforderung! Nachdem der Krieg durch die Unterzeichmmg deS Friedensvertrags am 28. Juni lfd. Js. beendigt ist, fordern wir gemätz § 4 unserer Bedingungen alle Gemeinden, Bereine, Arbeitgeber usw., xbenso die Angehörigen, die ihre Krtcgs- trilncbmer bei tmL versiätert hüben, auf, insoweit dies bis jetzt noch nicht geschehen ist, die blauen Anteilscheine mit den Sterbeurkunden, aus betten bee Truppenteil hervorgehen muh, bei Meidung von Nachteilen, sofort, spätestens aber bis l. September 19(9, an die Hessische Kriegsversichrrung = Zeit und Geld. * I Boi & Co.. Bekanntmachung. Bet Beginn bet Hauptreisezeit werden die Reisenden zu ihrem eigenen Beuen aus die Be- stimmunaen hingewiesen, dah jedes Gepäckstück die Senouc und dauerhaft beseitigte Antchrist des Reiien- en sowie den Namen der Ausgabe' und Beittm- mungSitatton tragen muff und daß es sich empfiehlt, diese Angaben auch tm Gepäckilllck selbst einzulegen. Zu einer pünktlichen Abwicklung des Verkehrs und Abschwächung der unvermeidlichen Unbeguemlich- keilen können die Reisenden durch tdr eigenes Ber- dalten und Befolgung der OrdnungSourschriften selbii beitragen, nauienlltch indem sie ») aus SchonungSbedürslige insbesondere Kriegs- . beschädigte Rücksicht nehmen, b) in Nichtraucherabteilen und in den Seitengängen der Nichtraucherwagen und solcher Wagen, die für Nichtraucher und Raucher bestimmt sind, das Rauchen unbedingt unterlassen, cl nur die nach den Fahrtausweisen zuständige Wagenklaffe benutzen und auch bei Uebersüllung eines Zuges mit einer Fahrkarte niederer Klaffe nur mit ausdrücklicher vorheriger Zustimmung des Zunbegleit- oder diensthabenden Sranonsbeamlen in einer höheren Wagenklaffe Platz nehmen, 8d) Handgepäck in die Abteile 1.—3. Klaffe nur soweit mltnebnten. als der Platz über oder unter dem den Reisenden zustehenden Sitzplätze zur Unterbringung der Stücke auSretcht. da gegen die Uebersüllung der Abteile und namentlich der Seitengänge der Durchgangszüge mit Gepäck aus Gründen der Betriebssicherheit vor- gegangen werden muh, e) während de» Zugaufenthalie- auf den Stationen zur Erleichterung des Ein- und Aussteigenö die Türen und Gänge der Durchgangswagen sreilassen. 78761 d Eisenbabnbirektion Frankfnrt/Main. den iliaubtier-Dreffuren zeigt, aber dafür aller- erstklassige Pferde-Dreffuren und rein künstlerische Darbietungen, ist für jedermanns Geschmack Sorge getragen. Neue hochkomische Zwischenspiele der so beliebten vorzüglichen Clowns und dummen Auguste. Elsa Wörner die gröhte Sensation des 20. Jahrhunderts! Die einzig eristlereude weibliche Psychologin. A^herdem: Äiistkktkn 6(5 flcfamten fiOnflkrjtrfonüls * in seinen Glanznummern. 012709 zur