Ja» Dienstag. 5. Juni 1919 169. Jahrgang Erstes Matt Annahme von Aareigen «. die Lagesnmmner bis -MN Nachmittag vorher ohncjfbc'-Ucrbuibii titei 1 Preis für 1 mm höhe für Wn eigen i>.34mmtireU< örtlich 15 L'i., auswärts 18 Pf., für Reklame an zeigen von 70 in.:. Breite 48 Pf. Bei Platz - vorsci>rii>20°/.Auffchlag. Hanvtfchri'tieiter: Ang. Goetz. Verantwortti.a für Politik: Ang. Goetz für den übrigen Teil: Dr. Remhold Zenz; für den Anzeigenteil: V- Beck, fämtlid) in (Sieben Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen AwiMngsninddru« n. Verlag: vrühl'jche Unio.-Such-u. Steindruckerei ». Lauge. Schnstleitung. Seschästsjtell- u.örudmi: Schulstr. 7. lir. PT ttt Sietzrner Anzeiger ftfdjeint täglich. außer ksnn- und Feiertags. Bezugspreis: «onatl.B!k.l.35, viertel- Mrl'ch Mk. 4.05-, durch ^hhole- h. Zweigstellen flonatl. ‘l'if. 1.25 durch iie'Bofi Mk. 4.05 viertel" :ahrl. ausschl. Bestellg. s eniiprcch»Anschlüsse: l.)r die Lchr'ftleitungl 12 Verlag,GeschäftssteUeöl Eilschritt sürDrnbtnach- nchtem Anzeiger Siehe». postschecttonto: ^auffurt a. M. 11686 Engländer im unbesetzten.Gebiete nicht um das Rl>einland bekümmert hab'. Jede Willensäußeruns des rftei- wars man sich Ausweisung beantwortet. . _ Jnzni'chnl haben auch ixe Foanzchen ixe Po st sperre über das von. ihnen besetzte Gebiet verhängt: selbst mit dem amerüamscheil und britischen Gebiet wurde die Verbindung aufge- nrschen BolkeS wurde brutal nieder geknüppelt. Die haben wir alle unter der unnatürlichem! itNde^^,— ei*‘wteLirf. die ^r^ Wieset violetten Auf- nwmn Tnicken lebe M- S LlNte gezogen blciem»' LchSch J flM ist. Tick v m Steindruck vm 2. und 25 9Äf. 24, Buchstabe L Buchstabe C über " sich häufig bei r Reichsschulden- i 2. Januar 1919 und 25 M. zu Buchstabe A über Suchstabe C über iern versehen, die ig ähneln. Tm einen das gleiche genauer Priismg mg echter Schein? uerbnief, Ivie für n und roten Aufnahmen bei sänitgut gdungen ist auch bei chm bei Einzelheiten sest- lschstucken ist vor icmeinen muß die bnet werden, und Sie ist mit den Ium Truck haben, hatten gedient. nes am 2. Januar 12,50 M zu der Buchstabe D über sich aber. -r Reichsschulden- 2 fanmr 1919 M. zu Der 5*abt v Mr Mr M Mer» xm aitber^IWü" Mg des Trocken- e Unterdrück m echten Scheine vb: t auf Tas Grün en Scheinen, to n in zwei mM- einem. Alle Jein- t und Schrrst imd [iifern der Ammer lit Fälschung Hl in Mischer 3W fehlt über dem „ReWschuldenver^ Wifrin * s2 als FÄichung NM Ein weiter.'5- Der Vorschlag der deutschen Delegation würde glatten auch die beste Gesetzgebung zunichte werden zu lassen, falls ein Fünftel der vertretenen Rexierungen Einwendungen maa)t Ganz besonders nwß hetvorgehoben werden, datz nach den Bestimmungen de Borichlages, den ln erichrct hat, leder ^-taat timme habe, und daß die r möglicherweise nur eine bc Gesamtheit der Ar- unh die dürgkl' s.lkttises. ,örr31.«“’“' >ai. vieUebergabe der Kriedenrbrdingung«!! an Ventsch-Gejttrrcich. Berlin, 2. Jmu. Tie Zeremonie der Vertrags Überreichung an bte 2cuticl^efterreichec faudi am Montag mittag statt. Nachdem alle Tele- gierten die T-eutsch-Oestcrreicher b empfangen hatten, nahm (Sicmenccau bac- kSori u einer kurzen Ansprache. Er gab eine Ilebersicht über den Inhalt des Vertrages, der folgende Artikel umfaßt: Vorwort, Völkerbund, Grenzen, politische Klauseln über den südslawischen und tschecho-slowakischen Staat, Minderheitsschutz, bi: Interessen der Teutsch-Oefterrciäxr außerl)alh von Europa, maritime und Luftkriegsbestimmungen, Fragen der Kriegsgefangenen und der Kriegergräber, wirtschaftliche Bestimm un gm, Luftverkehrsbestimmungen, Bestimmungen über Häfen, Schiffahrtsstraßen und Eisenbahnen, Arbeiterfragen und ein Artikel Verschiedenes. Tie Bestimmungen über die Regulierung der Bezi^ngen zu Italien, die Finanz^ fragen, die Entschädigungsfragen und die Militärfragen werden später überreicht werden., Clemen- cxxru teilte । ferner mit, daß den Oester reichern 15 Tage Zeit gelassen wüedm, ivr: Einwände auf die bereits überreichten Vertragsbedmgungenf schriftliche vorzubringen. Darauf werde die Entente eine .Antwort erteilen und die Frist bestimmen, binnen der die Oesterreicher zu unterzeichnen oder -abzulelMen Haven. . .. Darauf erhob sich Ste-atsÄinzler Tr. Renner Hlenzfestsetzung des Wiener Kongresses geseufzt? Sie lat auch Main?, darunter gelitten, daß es en das ihm fernstehende Reffen, für das <8 immer mir ein Ausbeutungsobjekt war, verscharrt wurde, ohne daß man die Bevölkerung um istren Willen befragte. Wie hat Main; darunter prlitten. daß der mit uns verbündete Rheingau k'mstlich durch Preußen abgeschnitten wurde! Die hat die Pfalz darunter gelitten, daß F-f ihr natürliclscs Hinterland verloren hatte! Wir brauchen unseren Lesern nicht zu sagen, welche Vorteile der Wegfall der Grenz pfähle für Dainz hat. Jeder Mensch, der sein Vaterland liebt, wird die Ausrufung der Republik als eine Gr!öiung empfinden. Es lebe die Rheinische Re- HMik" Dieser dumme Schwindel wird nur kurze deine haben! Zuerst schasst man die Schranken zwischen dem rechten und linken Rhein- user, und dann scheint m$n noch höhnen za wollen, unsere Regierungen hatten sich tiidyt um die Nöte des Landes bekümmert! Die hessische Regierung hat inzwischen eine Kundgebung erlassen, in welcher sie sich gegen die am 1. Juni in Mainz erklärte Rheinische Republik wendet. Sie erklärt diese Proklamierung als Hochverrat, sie wird keine ■er Maßnahmen dieser Republik aner- femten, indem sie aus die Warnung Jft Reichsregierung vom 23. Mai verweist. ,«lch die Reichsregierung hat auf ein meistes Telegramm des Verräters Dr. Dor- der um „Zusammenwirken" bat, nur mit Aner Veröffentlichung geantwortet, daß nüber Mitglieder der sogenannten Regie-ung der Mgwürdigen Rheinischen Republik das Verfahren wegen Hochverrates eröffnet würde. Dreitägiger Proteststreik der Bevölkerung. .. M a i n z, 3. Juni. Gegen die am Sonntag « den von den Franzosen besetzten Teilen des Wem- unb Maingebietes ausgerufcue „Rheinisch- M'isclfie Republik" hat sich die gesamte Bevölkerung ein Btann erhoben und als Antwort auf diese -tcachenschaften den dreitägigen General- yiy e i T proklamiert. Die Aufrufe für die Repu- Ä", die in den schreiendsten Farben Sonntag in kaufen bei.. von Exemplaren an allen Ecken und vvnden klebten, wurden von der Menge, obwohl die • öonzei fdjarf dagegen einschritt, im Hand u m - Vereitelter Putsch in Speyer. Mannheim, 2. Juni. Tr. Haaß und feine Gesinnungsgenossen wollten gestern, vormct- tag um 10 Uhr in Speyer die Rheinische Republik ausrnstn. Tie empörte Menge stürzte fid) auf die Landesverräter, Haas; soll geschossen habeil land ttmrbe darauf derartig zugerichtet, daß ei in schwer verletztem Zustande vom Platze getragen werden mußte. Aehnlich erging es fernen -tsprest- cfestllen. Ter Putsch ist in Speyer vollkommen mißlungen. In der Stadt l^rrscht aehobenc Stim mung über den Mistersolg der Landesverräter. Man glaubte, den Putsch dadurch besonders gut vorzubereitcn, daß man den Regierungspräsit^n- ten von Winterstein, der durch sein mannhaftes Auftreten dm Franzoseil gegenüber bekannt ist, am Abend vorher über den Rhein nach Mann- ober zweifellos ein festes Band gemeinsamen Denkens und Schassens und großer Erinne- nmg geschlungen ist! Nein, gerade der harte Krieg hat urrs ja noch fester zusammenge- schmiedet! Mit einer hocherfreuliüi-en Entschiedenheit wehren unsere Brüder und l»chwestern links des Rheines die amna sten- len Versuche der französischen Gewalthaber ab, die Flagge und die Gesinnung zu wechseln, ben ^Siegern" und Schmähern des bcutfdjcn Volkes „Sympathien" entgegenzubringen. Wir loerden über bte. Vorgänge in teil linksrheinischen Städten nicht vollständig imterrichtet, nach allem aber, was heute an Nachrichten vorliegt, hat die Verräterei ein- Mer Landfremden und unsauberer Sub- je!te in der Entrüstung des Rheinvolkes erlitten. Ob- und OTtfiuorteie in fraiizöckscher Sprache. Er Jagte ungefähr Folomdes: . Tie junge deutsch-öster- rcidnid^c Republik habe sich von allen Derrsckxr- gelüsten und von allen reofibnären Uebcrliefe- rungen des .alten Kaiserreiches frei gemacht und sie ist -ebenso 'ivie die andern^, neu entffanbeuen Staaten! psur ^ba§ unglücklick)e Opfer des, alten Regimes. Tie deutsch-üsierreichisdje Repub ik habe niemals einen Krieg erklärt und habe niemals einen Krieg -geführt und auch niemals den Weft- mächten gegenüber in dem Zustande eines Krieges gelebt. Trotzdem befinden sich die Deut',ch-Oester- reicher hier in Paris in einer rechtlich nicht begründeten Lage. Teutsch-Oesterreich sei sich be- wustt, das; sein Schicksal in ben Händen der Alli ierten liege. Aber es hoffe, daß ihm das freie Sclbftbestimmungsrecht nicht abgesprockieii nvrix und daß man es nicht zur Veriwckstung verurteilen werde. Renner schloß: Wir wijen, da«, Sie diL Sieger sind. Wir sind entschloven, mit festem Willen Ihre Bedingungen zu prüfen und Ratschläge entgegenzunehmen. Durch den Vertrag wird Oesterreich ein Staat von ungefähr 6 Mlllionen Einwohnern auf einer Obersläclre von 125 bis 150000 Ouadratkilomc- tern Boden. Oesterreich erkennt die vollständige Unabhängigkeit von Ungarn, der Tsckwcho-Slowa- fei und des serbisch-ckroatisch-slowenisclien Stan tes sowie jener Gegenden an, die früher jit der österreichiscki-ungarisckien Monarchie gehört haben und eine Bevölkerung , von rund 50 Millionen Seelen aui einer Obn'fläche von 668000 Quadratkilometern umsasfen. Weiteckin ernennt Oesterreich den alliierten und asfozir:rtm Mchtwi das Rocht zu, öfterrcidnfdK Uniertmen, die sich der Verlotzung der .stticegs Gebräuche und Krieg.Sgesetze schuldig gemacht ha den, vor einem Gerichtshof zu stellen, uno -,-intml bezüglich der wirtschaftlich-n Bestimmungen l-nd der Frech-titcm der Turchfuhr dielelben Be frhnmimgen an. 'bi? h dieser Hinsicht im deuten Vertrag festgclegt sind. Tie m i 111 d r i) ch e H (?ii! sralizösischcr Gewalthaber in Wiesbaden. --Wiesbaden, 2. Jmri. Wie am Sonntag, o wurde auch heute früh die Stadt abermals mit Auftuseii, bi> die Verkündigiimg der Republik trugen, überschwemmt. So rasch wie sie erfdienen, o rasch riß sie die empörte Bevölkerung tvicbcr ab. Die Pla'.'ate muf^c auf französischen Befehl die „Rheinische Vollreitung" (Zentrum) IjcrfteHcn. Tie Wiesbadener Polizei verhielt sich grigen das mannhafte Auftreten der Bürgeesch:ft zuru! stellend und sympathisiert- mit ihr durch passive Resistenz. Ti- republikanische. Bewegvmg findet in dem französischen Oberst Pinvt die denkbar Tiüftigit’f Unterstützung. Tiefer Oberst ließ gestern den neugr» bildeten Nassauischen Ausschuß g?ge-a die Rhcimsch' Republik vor sich fmbem. Ter Ausschuß l?alte ihm in einer Eingabe dar gelegt, t-aß die gesamte Bevölkerung gcfddofien gegen sede Co-rderbündalei sei und daß die Träger der republikmnischcn Be- rocgmtg Leute seien, die mit der Bevölkerung nicht die geringste Fühlmig hätten. Tie Forderung des Ausschusses, durch Bolksabstimmn.^ und Ver- sammlungetl ' die Stimmung de s Landes zu ertauben, wurde in der Unterredung von dem Olwrsten dahin beantaxirter, daß es mm zu spät «dazu sei. Als sich der Amtsgerichtsrat von Stein beschwerte, daß mi' der Bewegung Hochverrat gegen Teutschlaiw betrieben würde, antivvrtele Pinot, daß er den Städten, die die R.'pnbli? nicht 'anertnurten, jedtved- Lebensmiltel- zu fuhr sperren würde. Tie Frage des wackbrrn Ämtsgerichtsrats: „I st d a s f r a n z ö s r s ch e Zivi l r s a l i o u ?" wurde mit dem Befchl ferneü Lachbaltig Schiffbruch Mhl die Franzosen und im gegenteiligem Sinn ihren Druck und Zwang ausüben, bewährt sich der deutsche Sinn der Bewohner, die, von unrühmlichen flusnahmen abgesehen, auch Verfolgung und Verhaftung auf sich zu nehmen gewillt sind, hitnn es gilt, einen dicken Strich zwischen i Frankreich und Deutschland zu ziehen, und zwar einen Strich, der nicht durch deutsche jAheinlayde geht! Die Mainzer Zeitungen wurden von den französischen Behörden gezwungen, einen Aufruf zu veröffentlichen, in dem folgende Sätze sicy finden: ' , _x. „Tic Rheinische Republik ist ansg ruten. Die 92ut der Stunde 'bat dazu getrieben. Berlin tat unter ber neuen Regierung genau so wenig Lerstöndnis gezeigt wie unter b-r alten, ja, es bat das Rh.'iickand in seiner schwersten Stunde völlig vergehen. Mutzte doch in den letzten Tagen bie „Frankfurter Zcitimg" zu geben, daß man sich Die südliche Grenze gegen Italien. A m st e r d a m, 2. Juni. (Wolff.) Reuter meldet ergänzend zum Friedensvertraa mit Oesterreich aus Paris, daß die südliche Grenze Oesterreichs gegen Italien an der Wasserscheide zwischen Inn und Drau im Norden und den lombardischen Flüssen int Süden läuft, dann über den Brenner-Paß geht und das Tal von Sexten zu Italien schlägt. Tie Grenze Oesterreichs gegenüber dem serbisch- kroatisch-slowenischen Staate wird von den hauptsächlichsten Alliierten und Assoziierten später festgelegt werden. Eine neue Note Elemenceaur über die ArbeiLergesetzgebung. Paris, 1. Juni. (Wolfs.) Havas. Im Namen der alliierten und assoziierten Regierunget; antwortete Clemeuceau folgendermaßen aus die deutsche Ergänzungsnote des Grafen Brock- dorsf-Rantzau bezüglich der internationalen ^lrbeitergesetzgebnng: 1. Die deutsche Delegation stellt das Prinzip auf, daß für die oeutsche Negierung der endgültige Beschluß in seiner ArbeitergesetzgeLnug den Lohnarbeitern zukomme. Die alliierten und assoziierten Negierungen, die mit den demokratischen Einrichtungen eine sehr lange Erfahrung hinter sich haben, betrachten es als ihre Pflicht, an der Ausarbeitung der Gesetzgebung mitzuarbeiten, sind jevoch der Ansicht, daß die Gesetze von den Vertretern der ganzen 23 o lks gern ein scha f t angenommen werden müssen. 2. Die alliierten und assoziierten Regierungen weisen auf einen Grundirrtum in der deutschen Note vom 22. Mai hin, nämlich, daß die Llnsichten und Interessen der Regierung im Widerspruch mit denen der Arbeiter slehcu müßten. Einige wahrhaft demokratische Regierungen stellen gegenwärtig berufene Vertreter der Arbeiterschaft in ihren Schutz, und dieser angebhdx Widerstand ist wahrscheinlich nur bei den Regierungen zu finden, welche nur dem Namen nach demokratisch sind. dem linken Kheinnser. Nttch einen Angriff auf unser vaterländisches Empfinden bedeuten die verräteriscken Versuche, die deutschen Lande links des flheinstroms zu einer selbständigen Republik ai machen, sie loszutrennen von dem Zu- ftmmrenhang und Schicksal des Reiches in älter Stunde, wo die Entscheidung über die Zukunft des deutschen Volkes ausgesprochen »erden soll und der Feind, besonders Frankreich, alles daransetzt, diese Gründungspläne feinen Zerstückelungsabsichten dienstbar zu nctchen? Sollte es gelingen, unsere hessische Heimat zu zerreißen, Zwretracht zu säen zwischen den Bevölkerungen rechts und links des Fheins, die zwar manche Verschiedenheiten in der Stcnnmesart haben mögen, um die 3. Die alliierten und assoziierten Regrernw- gen haben in Ihrem Brief keine praktischen Angaben gesunden aber die Art, wie die angeführten Prinzipien in jedem Falle und in einer bestimmten Form Ausdruck ftnben könnten im Friedensvertrag. Unsere internationale Arbeite r-Organi sali on, die aus Vertretern der Arbeiter besteht, ist imstande, jeden von dem einen oder andern Mitglied der Organisation eingereich- ten Vorschlag praktisch zu verhandeln. Es ist übrigens ungenau, wenn man sagt, man habe den berechtigten Forderungen, die durch den Internationalen Gewerkschaftskongreß eingereicht wurden, nicht Rechnung getragen. Tatsächlich wurden die durch die Beschüsse dieses Kongresses, sowie durch alle andern Versammlungen ähnlicher Art aufgeworfenen Fragen besprocl-en und eingehend geprüft und dann bei der Einleitung zu Sektion 13, d. h. in den allgemeinen Prm zipien, untergebracht, welche den Völkerbund und die Organisation ber Arbeit auf den Weg der sozialen Gerechtigkeft führen müssen. Es liegt auf der Hand, daß es gar nicht nötig ist, aus wei teren Kongressen diese Beschlüsse zu wiederholen wodurch eine nutzlose Verwirrung geichanen und Verspätung verursacht würde, wenn dem Jnlmlt etwas hinzugesügt oder weggenommen wurde. Ich werde hinzusügen, daß dem Plane der internal io* nalen Arbeiterorganisation möglichst große Verbreitung durch die Presse gegeben wird, und daß die verantwortlick)en Führer der Arbeiterorgam- sationen leicht imstande sein werden, ihre Vorschläge zu formulieren. 4. Die alliierten und assoziierten Regieren gen einigen sich nun dahin, die Ideen anzmieh men, in Bälde die Vertreter DenNch- ! a n d s in die internationale Arbeiterorgamicrtion. auszunehmen. Sie werden von der Koiiserenz verlangen daß sie ben Deutscl)en nach Schluß der Konferenz alle Rechte und Privilegien der andern Mitglieder bezüglich dieser Organisation juer^ kennen. 5 Wenn nun die auf dem Berner Kvngiwtz vom Febmiar. 1919 Vollmachten Wünsche du 8ie!e d -r Arbeiter darstellen inti) anr Reformen Hinweisen, die sie für die Zukunft anstreben, so verftigt die Wtfereitä von vonrhec.'M über du Mittel diejenigen unter diesen Forderung, n zu verwirilicken, welche unverzüglich birotty das Gesetz sanktioniert werden müssen. Tie Drgimt ation der Arbeit wird außerdem bereit Fordcmng>.n erntög- Vväjtn aus der Grtrndlacpe der Kvalftiioit, die von ietzt ab als Tuber ioogCetiari) erstr.mt ist, schritt- meise der Lerwirklichimg nLlferzuüommen. Tie tii>n tun- Friedensl'onferenz eingesetzte Arbeitslomnnssivn lmt alle in Ihrem Brief ermähnten Fragen geprüft und ist zu dem Schluß gekommen, sie seien Sache der hitcntatÜHiatcn Arbeitewr^misatvn', earin inb.-g>eifft i das in'arnationule Ges-Tticch ft>r »en Schutz der Marri«, ein Gesetchuti. das ms' besondere mit Beihilfe bei Berermmn t bet Seeleute aüdguxrrbcttct werde i ini ü. Btilicgcnd ftnden> Sie eine Kopie ihrer Beftbstisse. hoben. .....----- . . überwacht, die Reuendm mufien sich den penv lick sten UiilerfiLdjuugcn unterziehen. Pinot hat den Behörden mitgeteilt, daß er ben Dr. Dorten als Präsidenten der ^Republik an> erkenne. Daraufhin hat der Regierungspräsident v. Meister seinen Abschied genommen. Das ist nun wirklich eine Art von Fahnenflucht von diesem Beamten. (Er hätte unbedingt in der schwierigen Lage aushalten, den Unterdrückern Widerstand und Trotz bieten müssen Lein schlechtes Beispiel hat bewirbt, daß der Streik in Wiesbaden schnell zu Ende ging. Pinot ließ die Behörden antreteu und erklärte ihnen, sie würden alle abgeschobcn, roenu die Arbeit nicht ;»•••• » van wieder ausgenommen werde. Diesem Druck unter- barung 0or*itot. xa^fdbe gilt von „, _ , , «drehen abgerissen. Mehrere anges-chene Bür- Vie verräterischen Versuche auf|^ dem Polizcilentnant Enders, einem M^anzös- liugi. Der Streik setzte heute früh spontan ein. Wie suns Augenzeugen berid>ten, schlossen alle städtijchcu Betriebe, die Fabriken, die Gerickfte. In gcivattigcn Mengen dcnwnstrieren die Bürger, ihnen voran die Arbeiterschaft, auf den Straßen gegen die Re- »publik. Die Verhaftung des hessischen Kammer-- präsidenten und Führers der Mainzer Sozialdemokraten Adelung heute mittag hat den WiderstcuW der Massen nur noch gesteigert. Die französische Behörde droht mit den schärfsten Gegenmaßnahmen: Rückgängchmacks- 'nng aller Milderungen, Sperrung der Lebensmittelzufuhr, Aushebung der Pässe, Einsthrung der Militärzüge statt der Personc^lzüge, Ver>chtckung der Äsenhahner nach Nordsrankreich usw. Der „provisorische" (SfteT der rlMnisä-en Republik, ben el)emalige Berliner Staatsanwalt Dr. Dorten, richtete von Wiesbaden, der vorläufigen Hauptstadt der Republik, eine Drahtung an den britischen Oberbefehlshaber in Köln, in der er die in Wiesbaden am Sonntag vollzogene Gründung der stLcpu- blik mitteilt und um Anerkennung des neuen Staatswesens bittet. In einem zweiten Telegramm schivindclt Dr. Dorten den Ixitneben Kommandeur also an: „In Biainz alles rufttg, oie Mehrheit der Bevölkerung dafür". Die 8>wöltecung t Gebiet wurde Die «eröinoung aunw ~_. ■ ;< • einschließlich der Tvnanftotte müssen den Alsmi ten audgetiefert k^erbeu. 21 narnCTilIta) aiirgc < führte Kriegskreuzer werden en-wasfnet und aI-> Handelsschiffe ein geratet. Alle tm beftud^ lickten Kriegsschiffe an:rben geschleift. , (Schleifung) darf lediglich zu mdnstnellen Zwecken eisvlgen. Mle Waffen, Dduniti^l und anders Kriegsmaterial mutz den Alllterten awsgeliefert wm-den. Alle Luftschiff aftr tsb edtn g n n gen entsprechen denen, die Den t>ch and auf erreg i fteim absckwb. (Frkf. Ztg.) M a u n h e i in, 2. Juni. Nach einer gewaltigen Kundgebung der L udw ig sha feit erÄrbeiterschaft gegen die Ausrufung der unabhängigen Republik Pfalz wurde heute itachntittag der Generalstreik erklärt. * mr. (Soblens, 2. Juni. In Verbindung der Frage einer Grünoung der rheinischen Republik »tinrde dije rZensur verschärft, so daß eine Reihe von Zeitungen wegen geringfügiger Vergehen Von der Besatzungsbehörde verboten wurde. Auch "'•‘•‘'“'v/ -----m"? ’Z'"r „Coblenzet Volkszeituttg" die größte Zeitung in ift bereit, ftch jebem Versuche chrer (Soblenj darf zwei Tage nicht erscheinen, unter eine Republik m|t allen Fasern zu »Wadersetzen, j Mainz, 2. Juni. Seit 8 Uhr vormittags fährt in Mainz keine Trambahn mehr. Äiv stchen 8 und lJ Uhr haben die Arl»eiter ihre Fabriken, die ?lngestellten ihre Geschabte verlassen, und alles steht still. Nur eine Airzahl Heiner Läden war HUlite vormittag noch geöffnet, doch werden auch diese voraussichtlich Von Mittag an aeschloften bwr- jben. Auch die Angestellten der öffcntlrchenl Betriebe nehmen cm dem Abwehrstreik gegen den Putschversuch teil; selbst die des ElektriZttäts- und Wasserwerkes. In den Eisenbaftnwerkstälten Mürbe die Arbeit niederste legt, die Züge verkehren vorerst noch. Mo französische Posten waren, vernichten diese die ^Arbeiter mit Waffengeloalt am Verlassen der Betriebe zu hindern, aber sie konnten sie nicht zum Arbeiten und schließlich auch nacht zum Dableiben zwingen. Jrn Proviantamt bei» Meisweise warteten die £aite untätig, bis sie zur Mittogsp-mse entlassen mürben. In ben öaf- mittag einen Anschlag in der Stadt befestigen, durckt den die Bevölkerung gewarnt wird: man l)abe er- falyrcn, gegen die Urheber der Proklamation der Rheinisckicn Republik seien feindselige Machenschaften im Gange. Diese Männer ständen jedoch^ unter de»n Sckmtze der Vesatzniigsbehörden. Die französischen Offiziere machen nirgends ein Hehl daraus, daß sie den Putsch als ihr Werk ansehen g t it tJUHzixuji n -vuitvii, vx.v •• ' entsche ^.e egatio worden sind Tie Bestimmung ü^rftre Krtcgs j m der Konierenz ciw e n t s ch ä d i g u n g bleibt der , spateren Vermut stimmen der Reg - mg. fwinnin Nnrlttckmlten. Tasselbe gilt pvtt den fülm:-I lehr geringe ..iuu -.rln.l i. beliebige Mll-n'BcdinM-ng«,. ■ ■beiterldwt wrtwten würde» und I°d°r Vorschlag ein Nmderntz bereiten Ömtte Dec Vorschlag her alliierten unb assoziierten Regierungen 6itbet einen eklatanten Gegensatz zu dieser autokratischen Anschauungsweise, indem er nicht bloß bestimmt, das; in den Konferenzen nach Delegieren und nicht nach Negierungen gestimmt wird, sondern vorsieht, daß ein von zwei Dritteln aller Delegierter formulierter Vorschlag tn die Tagesordnung ausgenommen werden soll Tie Vorbereitungen zu ber ersten Versammlung b«r internationalen; Drbeiterorganisa t i»on, bic .tm Oktober tagen soll, werden emsig betrieben. Es liegt am ber Hanb. bas; fern BesMuß besteht, einen Ar b-ritersougreß in Versailles zu versammeln. De-c Vorschlag der deutschen Telegatvon, auf ber Tagung zu verhanb.'lu Zwecks Veranstaltung eines solchen Kong esses, stel7t vielmehr ben Interessen bet Lohnarb.iter aller Länder entgegen, indem diese sämtlich die W ieber he r ste ll ung des Friedens ersehnen, wxlcher der Lage ein Ende machen soll, torfdie m vier Ja Irren deutscher Angriffe gesckmffen wurde Ta den alliierten und assoziierten Regerungen daran gelegen.ist, diesen sehnlichen Wunsch zu erfüllen, möchten fie den Ab- Eich des Friedens nicht verzögern, sondern beschleunigen. Sie wünschen die Bestimmungen eines sozialen Programms zur Annahme zu bringen, die wohl ohne Zweifel schm verwirklicht wären, hätten nicht die deutschen Angriffe die Gedanken und Sorgen ber ganzen Welt dem Kampfe für die Freiheit zugewendet und die Völker gezwungen, bic Wahrung ihrer Unabhängigkeit jedem -ntberen Ideal voranzustellen. t r Nachsatz: Tie Komnrissvon hält dafür, daß bic Fragen ganz besonderer Art, die sich auf dos Mindestmaß Ser bat Seeleuten zu gewährenden Vorteile beziehen ,in einer besonderen Session ber internationalen Arbeiter Konferenz zu behandeln seien, die sich ausschließlich mit ben Seeleuten beschäftigen würbe. Nachsatz 2: Tie Kvnnw'ffton Luchert ben Wunsch, es mMi'f fo bald als mög'ich zwisck-en ben beiden vertragsckließenden Parteien eine Vereinbarung zustande kommen, die darin gipfelt, daß die internationale .Konferenz für Arbeitecg- set>oebung unter ben Auspezien des Völkerbundes Vollmacht erhalt unter gewissen Bedingungen einen Beschluß mit internationaler Gesetzeskraft zu fassen. JurLckDeisung drr -ers flamt die Frist für die Aufstellung der Beim ö gensverzeichn issc allgemein bis zum 30. Juni 1919 verlängert werden. Steuerpflichtige mit einem Vermögen von wen i ger als 1 0000 Mark fallen ntr Aufstellung und späteren Einreichung eines Vermögensvcrzerckmisses nicht angehalten werden. Bei Wertpapieren (einschließlich Schuldbuchfarde- rungen) wird auf die Einsetzung ber Kurs- und Sten edierte imb der Gesamtwerte bemütet Bei verschieden großen Stücken der Zeichen Wertpapiere genügt in ber Spalte Stückzahl die Eintragung „diyerie Stücke" und in ber Spalte Nennwert ist unter allen Umständen nicht ber. Nennwert bet einzelnen Stücke, sondern bpr gesamte Nominalbetrag ber betreffenden Wertpapiere anzugeben. a. Stumpertenrod, 31. Mai. Auch in unserer Gemeinde finden eifrig Vorbereitungen für die kommende Ge m e inbe r a t swa hl statt. Die Wahlberechtigten würben nach der Größe ihres Gutes in 3 Gruppen geteilt: 1. Gruvve: 40 bis 100 Morgen. 2. Gruppe: 15 bis 40 Morgen, 3. Gruppe: unter 15 Morgen. Jede Gruppe schlug nun aus ihrer Mitte 4 Glieder für den gemeinsamen Wahlvorschlag vor. Die Entwickel«»- Ser politische» Der- hültnisse in Gießen. Wahlbeteiligung 44,8% 60% 80% Bürgerliche Parteien 6 012 9 494 11194 Mehrheitssozialisten 1787 5 038 5797 Unabhängige 1868 407 956 Angestellte 630 — — Die Zahlung in den Wahlbezirke«. Abstimmungsbezirk | Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen ungültige Stimmen Zahl der abgegebenen gültigen Stimmen für den Wahlvorschlag Unab- _ hängige ” Sozial- demokrat. ~ Partei ■Bereinigte bürgerliche — List« - Privat» _ angestellte ** 1 507 4 162 109 212 20 2 720 4 158 156 353 49 3 545 — 134 145 219 47 4 532 2 99 113 277 41 5 569 2 160 128 232 47 6 588 1 77 124 346 40 7 563 1 145 79 307 31 8 645 2 81 128 400 34 9 629 3 97 100 378 51 10 707 — 89 67 512 39 11 422 2 37 47 306 30 12 720 1 55 79 556 29 13 533 — 76 72 359 26 14 238 — 73 60 81 24 15 288 1 52 50 172 13 16 513 — 38 65 361 49 17 163 — 50 18 91 4 18 387 1 103 65 195 23 19 588 3 91 109 365 20 20 463 — 87 73 290 13 10320 27 1864 1787 6012 630 mer, ein Bautechniker, drei Geweberbetvei- bende, ein Kaufmann, ein Reserve-Lokomotivführer, ein Bahnschlosser, ein Dreher und drei Frauen (zwei Offrziersfrauen und die Witwe eines Unwersitätsprofessors). Auch daß es zur Bildung einer besonderen Liste der Privatangestellten kam, ist der fehlerhaften Arbeit ber politischen Ausschüsse zuzuschreiben. Breite Schichten des Bürgertums waren verstimmt unb blieben ber Wahl fern. Bei größerer Wahlbeteiligung hätten der Sozialdemokratie gegenüber größere Erfolge erreicht werden können. Wir wollen nicht wünschen, daß die Arbeit der Gewählten in den ihnen vorbehaltenen drei Jahren weitere peinliche Lehren für künftige Neuwahlen erteilt Hoffen wir, daß das Niveau sich hebt und der Schaffenseifer des Stadtparlaments zunimmt. Es war kein Fehler, daß das Kollegium „verjüngt" wurde, obgleich wir manchen „Alten" nicht ohne herzliche Worte ber Anerkennung und des Dankes riehen lassen möchten. Der Geist treuer Pflichterlülluna nach bestem Wilke» daß die Grube Georg der Buderus'schen Eisenwerk« 1 V* 8i nötigen Erzen zu versorgen. Kird Iswelltkst tr Synagoge ersoffen ist, weil die Arbeiter infolge von Lohv ftreitigheiten den notwendigsten Betrieb nicht aufrecht erhielten. Von der beteiligten Arbeiterschaft wurde hierauf nur behauptet, die Firma Buderus habe sich geweigert in Lohnverhandlungen einzutreten. (Es wurde auch behauptet, die auf der Grube lagernd« 9000 t Eisensteine genügten, um den (BrubenbettieS auch bei erheblichen Lohnerhöhungen rentabel bleit» zu lasten. Auf unser Befragen teilen uns He Dudernsfchki Eisenwerke folgendes mit: Die seinerzeit in Ihrem Blatte gemachten An- gaben beruhen auf Richtigkeit. Daß es unzutteffeni ist, daß wir uns geweigert haben, mit den Arbeitern der Grube Georg zu verhandeln, geht schon batans Mers/ag ix Abd..- 7,3( " tyatlitilfy 1 Tonner «g. Borat kl«'Zache Ihultn wo ' m zum »Orware 'Aden i sind, ai r.Läub hj Schluß pienbamtf fron rböchj «fit öVun Mark 25.-, die Tonne, so würde sich ein Erlös eor Mark 225 000 ergeben. Davon sind in Abzug zi -r Fra" *?3U9el . in ii u it 9 ^größeren fSerie m. LUM' »linzsenche, ®!f mehr un fk.e, wurde t Mernt-ibcl utt fcltgtl'el Üt0cmeuit)i E in einen: H [2 Hr 50 MSleuere «US Öd nr. SobL »ist scher 4'rniigsprösi »es re a. -Sollslädne Mack und tt wrben. 5 Jam" Milli Mit obfei It @riei Kinggler Tie 95er so gerungen im telegraptzi« V sÄen Verkehr machen sich mehr oder weniger ■ im ganzen Reichsgebiet geltend, sind aber m ■ Westen am grüßten, weil hier infolge' ber feint-1 lichen Besetzung eine große Anzahl ran wichtÜM ■ Leitungen dem Betriebe entzogen morden ist. 5a. ■ bei ist ber Telegrammverkehr infolge ber mangel» ■ hasten Eisenbcch.iverbinbimgcn gegen den Friedens-- I verkehr auf bas 3—4fache gestiegen. Tic vorbei. ■ denen Leitungen sind überlastet; mit bem Bau 3 neuer Leitungen kann bei bem herrschenden Man, t gel an Rohstoffen nur ganz allmähliw t?orgeg Anbeuten, Jin gefant WZltkM, 1 Siiinyr ,3 hervor, daß wir die Woche nach Ostern als Ter- Handlungstermin festgelegt hatten Die Belegschafi Hot jedoch vorsätzlich die Grube ersaufen lasten unt damit selbst eigenmächtig den Bettieb geschlossen. Zu der G e w i n n b e r e ch n u n g ist kurz ;> ....... sagen, daß auf Grube Georg rund 9000 Tonnen (Elfen, »icbb.: 7,30, stem lagern. Rechnet man das hochprozentige Erz p **VerbotdesAgiohandelsmiti deutschen Banknoten und Darlehenskassenscheinen. Durch boi Reichsgesetz vorn 1. März 1919 über Verboi des Agiohandels mit Deutschen Banknoten uni Darlehenskassenscheinen wird derjenige, der d unternimmt, deutsche Darlehenskassenscheirt. bie über 20 Mark unb barüber lauten, oda deutsche Banknoten zu einem ihren Nennwerl übersteigenden Preise zu erwerben, zu to äußern und sonstige Geschäfte zu vermittel» ober wer dazu aufforbert ober sich erbietet, mit schweren Strafen belegt. Auch könnet bie Banknoten unb Darlehenskassenscheme, auf bie sich bie strafbare Hanolung bezieht, i« Urteil für bem Reich verfallen erklärt werden. Zur Durchführung dieses Gesetzes hat die Reichsfinanzverwaltung in Aussicht genonv men, denjenigen Personen, die den Noten'i handel aufdecken und die Beschlagnahme tw Geldzeichen veranlassen, eine Gesamtbeloh- imng bis zur Höhe von 10 Prozent der im Urteil für dem Reiche verfallen erklärten M träge zu gewähren. Landkreis Gieße». -m. Hungen, 2. Juni. Infolge ber auch b unserem Städtchen herrschenden Wohnungs' not ift die Kauflust in Häusern in letzter Zt»; sehr rege; das Wohnhaus des im Kriege aesallm" Otto Gerhard ging zum Preise von 5000 Mk a" bie Witwe Fritz über, das Wohnhaus von Christin Kohll-eyer für 7000 Mk. in ben Besitz des Pächters Kammer. Sattler Herrn. Köhler erW< bas Wohnhaus von Zimmermeister Karl MillleiZ (früher Uhrmacher Gondner) zum Preise toi 21000 Mk Das Wohnhaus mit Scheime dtij früheren Schlossermeisters Wilh. BiMder ginn w| 12000 Mk in ben Besitz des Bahnbediens« L. Eifer über. Vor einiger Zeit wurde das Wokr Hans des TachdeckcrmcisterS Gg. Fatum und da Wohnbaus deS Renlners Moser von auswärbgca Käufern erworben. Rechtsanwalt Schönhals crMP® das Wohnhaus der früheren Möbelschreinerei Oiv | Kohl Heyer. Trotz der hohen Materialkolten siP auch einige Neubauten in Angriff genommen, h Tel seinem frische n ® betens e Sm, n un ?■ geh- & w jetzt 22 M üin Ä®cbii Mrn T( n' die I ■s:,Icroti ft K 'V Mriu'> ■S£ltt M kW' gemeinden keine Trichinen,mterfuchimg eingesühck hak^n, die auch nur in wenigen Städten in Hessen, darunter Gießen, ständig gehandhabt wird. Das Ersaufe» der Grube Georg. ... , dWchers Wir haben kürzlich in unserem Blatte mitgeteiH UMcre An voraussichtliche Verzögerung hmzuwe>j«n, i,t mnft nicht möglich, weil sich bei ber Annahme der Tek. r .r.UILtul grammc tne Verkehrsverhältnisse bei den an der 1IL« s.-r lürhavie-yi /« (uif z»** CKaI Va*» m ■ Xi J s •*" fi Aus d Nutzung des Telegraphen jebermcatn gewShrleisiet ist. Ter Absender eines Telegramms wuchtige» Inhalts bann die bevorzugte Beförderung daduvch erreichen, daß er das Tefegramm als dringend, gegen Zahlung ber dreifachen Gebühr, austiesrtt Amerikanischer Speck. r Am Mittwoch den 4. d. Mts. gelangt in den Metzgergeschästen, in denen bie Abgabe der Fleischmarken ber 23. Woche erfolgt ist, aus jebt Karte 150 Gramm amerikanischen ^peck zur Ber» teilung. Der Preis für das Pfund beträgt 6.50 Ml !Wie Herr Schlachthosdirektor Dr. Modde mit» 'teilt, ist der in ber Stabt Gießen zur Verteilung (ßdmtgenbe Speck aus Trichinen untersucht, nicht aber der Speck, ber in den Lanbge mein den verteilt m allen eh, wird. Das ist damit begründet, daß bte Land» iwiSehanf« bringen: etwa Mark 21.50 pro Tonne für Löhn«, tm.: 4,00. Abftchr und Materialien und weitere Mark 6.- für : nachm: Holz und allgemeine Unkosten. Von einem Gewini kann alfo keine Rede sein. Wir haben die Grub« lediglich weiterbetrieben, um unsere Hochöfen mit bei Hessen-Nassau. AuS dem besetzten Rheingebiet. ibigfUn Betrieb rttrchliche Nachrichten Israelitische Reltgionsgemembc. Gottesdienst in ii Berechnung ist >rg n is. Im Verlaufe einer Ki n o v o r st c l tu.ig Seine Mutter nxtc eine geborene Ame- . Der Vater stand als fleiner Beamter var — I einmal t, aber! kW1 MP bet lebendig vor uns hintritt! Fähren uns tf) seine Gedichte zu den Quellen, in denen! r deutsche Geist am lebenskräftigsten und am schendsten rauscht. Ein prächtiges Bild des nschen und seines Werkes hat gerade jetzt der Ein altchinefischer Völkerbund, Ter größte Schriftsteller des heutigen China, Ku Hung Ming, beifeit tiassimnge, die europäischen Verhältnisse so scharf kritisierenden Schriften in der bei Eupen Tieterilte erschienenen Untersetzung -auch bei uns viel Beachtung gesunden haben, ver- tii i Den Standpunkt, da st die altchinesische Kultur : 9,25; morg. 4,00; Festescmsgang: 9,25. Leullleton. Ans Detlev v. Liliencrons Ledea. Zu seinem 75. Geburtstag, 3. Juni. Bulgarien gut ovrwarrs imrerrm. ixt Antrag ist von Beniselvs in Gemeinschaft mit der erfrischen und rumänischen Delegation cnt.ujrfen nrorten und ist jetzt soweit fertiggestellt, um oom Rat der Vier erwogen zu werden — Tie Bestimmungen lauten wie folgt: Bulgarien tritt das gesamte ft ilftcngcbiet am Aegäischen Meer, das Bulgarien nach dem Balkan krieg annektiert hat, an Griechenland ab. Griechenland erhält an.ch Adrianopel und einen Teil der Gebiete tn Thrazien, die nach dem zweiten Balkankrieg im Besitz der Türkft verblieben. Tie Grenz« zwischen Griectenland und dem Gebiet von Konto niinopel wird durch die bekannte Linie Enos- Aiydia gebildet werden; das bedeutet, dast die gesamte. Stufte -des Marmurameeres und die xxdlx infel Gallipoli weiterhin zu Konstantinopel ge. 'Horen werden, unabhängig von dem Status, ter diese Stadt selbst erhalten wird. Tie g r i e ch i s .ch - bulgarische Grenze nnrb von Agattwpo!^ am Schwarzen Meer in westlicher Richtung oer lausen, LiS sie in die frühere Grenzlinie übergeht Tie -Bulgaren erhalten erneu Freihafen am Äegäifchen Meer, und zwar entweder Saloniki. Kawalka ober -Tedeaaatsch nach ihrer freien Wahl. Sie werden durch diesen Hafen einen freien Zugang zum Meer erhalten unter Bedingungen, bec in großen.Zügen dieselben sein werden, wie diejenigen, die Serbien im Bukarester Vertrag oon 1913 erhielt. Tie neuen Gebiete, die auf diese Weise an Griechenland fallen, sind überwiegend türkisch, aber, wie der Korrespondent des „Taily Herold" erfährt, sollen sich die sechs nwhamme- dänischen Abgeordneten tn der bulgarischen branse einstimmig für die Annexion durch Griechen land ausgesprochen haben. —.Tie übrigen Grenz- revisioncn sind o>n untergvordneter Bedeutung': Tie Serben verlangen nur einige kleine Grenzberichtigungen und werden diese auch erhalten. Tie Rumänen werden gegen Anerkennung größerer Annexionen «n anderer Stelle den Bulgaren die südliche Hälfte der Tobrudscha, die sie ,m Jabrr 1913 annektiert haben, deren Bevölkerung jedoch überwiegend bulgarisch ist, zurückerstatten Erfolge ungarischer Truppen. Vermischtes. Großes BrandunglSt in einem Kino. Valence für Rhone, 2 Juni. (Wolff.) 'cher Lpech d. Mls. irfaflgt [ betten die Abgale W erfolgt ist, aus Wfrn Lpeck zur £ Piund beträgt 6.60 trktoi Dr. Modde m bt Güßen M Hier Literarlftstoriker ,Starrt) Mavne in einer hche von Aussätzen gezeichnet, die e? in der deuten RundscliQU veröfsentlick)t. Hier werben. auch 'Mitte wenig bekannte Züge seines Lebens her- l». fflfj' Ag.-hvben, die das hellste Licht auf sein Schaffen «fei.. Letzte Nachrichten. Aus dem Berfassungsausschuß der Nationalversammlung. Berlin, 2. Juni. (WTB.) Der Der- fassungsausschuß der Deutschen Nationalversammlung nahm den Artikel über die Einführung ves Rätesystems in die Verfassung mit geringfügigen Veränderungen nach den Vorschlägen der Regierung an und schloß damit die erste Beratung des Verfassungsentwurfes ab. Die zweite Lesung findet morgen statt. Dik Umtriebe in Wiesbaden. Berlin, 2. Juni. (WTB.) Von zuständiger Stelle erfahren wir, daß die französische Besatzungsbehörde vom Polizeidirektor in Wiesbaden ausdrücklich verlangt hat, dafür zu sorgen, daß die Plakate, die die Proklamierung der Rhei- nifeben Republik enthalten, nicht entfernt würden. Diese Forderung stel)t merkwürdigerweise im Gegensatz zu dem von den Besatzungsbehörden immer wieder betonten „rein privaten volkstümlichen" Charakter der Separationsbewegung. Mannheim, 3. Juni. lWTB.) In alten größeren Städten der Pfalz fanden gestern nachmittag große Kundgebungen statt. In Temonstratümszügen, an denen sich je nach der Größe der betreffenden Stadt zehn tau sende von Personen, 'hauptsächlich Arbeiter, beteiligten. stets wußte er die Selbstmordgedanken wieder abzuschütteln. Auch seine zwefte Ehe hatte er gelöst. Nach einer glücklicheren Zeit in München Ließ er sich dann in Altona n'eder und verstand sich sogar dazu, als reisender Vorleser ferner Gedichte öffentlich aufzutreten. Nun wurde er sparsam, um die Tochter eines Marschbauern, die ihm ein Kind geschenkt hatte, beim führen zu können. „Jeder, auch der ärmste Torfstecher unb Besenbinoer auf der Haide: ihm ist's erlaubt zu heiraten, weil er sein Kind ernähren kann----ich nicht!" so klagte er. Schließlich griffen reiche Gönner und Freunde helfend ein, imb nun fand er in Alt-Rahlstedt bei Hamburg die letzte Heimat, genoß ein letztes reiches Ehe- und Vaterglück. Nun kam auch ganz langsam bk Volkstümlichkeit, die in einer Gesamtausgabe seiner Schriften ihren Ausdruck fand und sich tn der Feier seines 80. Geburtstages zu einer ihm selbst peinlichen Verl?errlichrmg steigerte. Nur kurze Zeit, mit dec resignierten Reise des Alters, stand pr aus der Höhe seines Lebens. Am 22. Juli 1909 hatte „das treueste Holstenterz ausgeschlage»". ■öl-5 *- iw:igcit Chamottesteine. 'M. Aus dem Hütt en berg, 1. Juni. Um Dtr Tanzseucbe, welche auch in unserer Gegend immer mehr um sich greift, einen Riegel vorzu- _31 Ul UB eb.m, wurde auf den einzelnen Ortschaften durch mei'l du £ Semeutderatsbeschluß eine Vergnügungs- !^nniant gtioffiriei.ir ue t festgesetzt, todd.it von dem Antragsteller - ^legrommj nnitiw an die Gcmeindekasse zu entrichten ist. So werden Wc Stfiirbemng i L. in einem Dorfe für ein Tanzvergnügen Wunmelz dringe^ bis 12 Uhr 50 Ml., für ein längeres Tanzen En Gebühr. tuftMif. Steuer erhoben. Meis MSfew. oz. AlSkeld, 3. Juni. Auf dem gestrigen ckweinemarkt toaren 116 Stück Ferkel aufge- -rien. M. Vadenrod, 2. Juni. An den beiden dt. Griesheim, 2. Juni. Bei dem tt Grube Geora. Schmuggler gange, bei dem die Frau des Uchtzermeisters Bausch erschossen wurde, ift auch 1 nnsnm Platte mitgetMEvie größere Anzahl Personen feftgeiwmmen wor- t Subtrus'fditx kisenwckdiii. Die Sache ist offenbar den Franzosen vorher rbtitet infolge von C*‘6?naten worden, weil dieselben gleich' einen [iten Sonnlagen sanden bei Gastwin Hill Tanz- rgnugen statt. Eine Kapelle aus Lauterbach •Ite jedesmal zum Tanze auf. Das gestrige arzvergnügen begann mit einem Kinderball, egen 3 Uhr marschierte unter den Klängen der Iilsik ein Festzüg durch unser Dors. Zahlreiche lijle aus den benachbarten Ortschaften hatten sich beiden Tagen eingefunden. — Die Haus- stmmlung zum Besten unserer Kriegsgelau- «ien ergab in unserer Gemeinde den Betrag von K50 Ml. bekundeten die Teilnehmer in ruhiger Haltung ihr Teutschtum ,und protestierten gegen die Errichtung einer selbständigen pfälzischen Republik. Viele Betriebe waren geschlossen. Alles verlief in Ruhe und Ordnung. Heute wird üübcrall wieder gearbeitet. Versailles, 2. Ium. (WTB.) Die Ausrufung der rheinischen Republik wird von den französischen Morgenblättern tm allgemeinen nur in kurzen Meldungen wiederge- geben. Tie Blätter lehnen natürlich jede Betft- ligung Frankreichs ab. Es muß jedoch erwähnt werden, daß der eifrigste Agitator für die fepara- tiftifdjfci Strömung in Teutschland, Maurice Barröre, gestern in Mainz eingetroffen ift und schon heute im „Echo de Paris" das Ereignis feiert. Amerikanische Ausbeutung Ostpreußens. B e r n, 2. Juni. (Wolff.) Aus gut unterrichteten Handelskveisen verlautet: Neu- yorker Bankkreise unter Führung des Hauses Morgan planen eine Erschließung der oft preußischen Bodenreich- tiimer. Der Vertrag für Bulgarie«. Amsterdam, 5. Juni (WTB.) Tem „Al- gemeen Handklsblod" zufolge melteft der Parlier Korrespoirdoitt des „Daily Herald", er habe van nraßMbänder Seite erfahren, daß die Arbeiten an dem Konzept des F r i edens ve r t r a geS für •150 pro i“ , unb vxiten Mark , 'gen “LEI «vvek^rveruns von vestyorfrt- aungslofen Arbeitern. Gemäß S 13 der Verordnung des ReickrSministeriums für wirtschaft- liche Temobilmachung vorn 28. Mürz 1919 erhalten Arbeitnrhiner, die in den ersten 7 Tagen nach ihrer Entlassung nach ihrem Heimatsorte fahren, ,für ihre Person und gicgebenenfalls für ihre Familie freie Beförderung- bei Vorlage des polizeilichen Anmeldcfckieins und einer Befcl .ftnigvmg des Arbeitgebers über den Zeitpunkt unu den rerfji* lichcn Grund dieser Entlasfmrg. Tie Kosten dieser freien Beförderung werden vom Reich ten zustün- Ligen (sisenbahnverwaltun.gen erstattet. Tie E r n t e s l ä ch e n der seldmäßig angebauten Frühkartoffeln sind bis zum 5. Juni fefr- zustellen. Das Ergebnis ist den: Kreisamt bis spätestens 7. Juni anzuzeigen. Frühkartoffekerzeuger mit einer Ernteiläche von insgesamt nickt mehr als 200 Quadr at- metern bleiben bei der Erhebung unberücksiclstigt. Als Frühkartoffeln gelten foldje Kartoffeln aus der Ernte 1919, die bis zum 15. September ausgereift sind und g-.-emtet werden können. Tie Erl^bung wird durch Ortslisten von den Bürgermeistereien vor genommen. Tie Sonntagsruhein der Apotheke in Al len darf a. Lda. ift an Sonn- und den gesetzlichen Feiertageir voit 1—10 Uhr nachmittags zug.lassen. Für dringende Fälle muß brr Apotheker durch Ziehen der Rackstgiocke innerhalb einer S tun ix. zu erreichen sein. AlsNachtwüchterfürdieGemeinde W i e s e ck sind Karl Seibert I. und Hermann Weller I. verpslickstet worden. träumen wagten, war schon vor Jahrtausenden int Reich dlF Mitte zur Wirklichkeit gewordm. Es gab hier ein Gemeinwesen ohne Adel unb ohne Geistlichkeit, das von einer Gelehttenaristokvatie beherrscht wurde. So ist denn auch in diesem alten Ehirra bte Idee des Bölkerbmckes bereits in einer viel vollkommeneren Wftse vorhanden gewesen als er jetzt von den Kulturstaaten geplant wird. Ter London und China Telegraph erinnert daran, dast sich einige Jahrhundertk vor Christus mehrere der mMtigfcn Staaten Chinas zusammentaten, um eine friedliche und gerechte Ordnung im Larrde ein zuführen. Es wurde ein ©taaten- bund errichtet, besten Mitglieder durch inter* nationale Verträge zur Durchffihrung der BeftLm- Imimgen dieses Bundes verpflichtet waren. In diesen Verträgen, bte nach einer bestimmten Anzahl von Jahren abgeandert werden tonnten, warm Schiedsgerichtshvse eingesetzt, die die zwischm den cinzeltten Staaten oortommenden Streitigleften zu fiitfdvibcn hätten. Es war genau angegeben, wie viele Soloaten jeder Staat halten dürfte u. a. m Sodann war die Handl-abung der inneren Verwaltung in den einzelnen Staaten genau geregelt die Tbrontolgc der Herrscher, die Rechte der eirJ zelnen Stände waren bis in alle Einzckhftten fest- gelegt. Jeder etaat dieses Völkerbundes nxir ocr- pffichtet die Vertrüge streng zu beobachten, imb mußte bereit fern, wenn cm Staat sich an der Verletzimgdes Völkerbundes schuldig machc, gegen ihn mtt den inrocren Staaten zusammen ein Heer auszustellen Für den Fall, b,i6 sich ein Staat Algern sollte, bte festgesetzte Truppenzahl gegen munr anderen Staat zu stellen, so sollte er ebenso bestraft merden wie der Staat, gegen den dik ursprun^uhe Exekution vorgesehen toar. Zwciftl- tm ^deal verwirklicht, das für di« Voller Europas wohl nach lange ein bloßes Ideal bwnben wrrd, und der Stolz Ku Hung-Mings aus die alt« Kultur seiner Heimat, feine vornehme Veracktunq aller der Erscheinungen tvi« ffe im Weltkrieg imb tn der Folge des Weltkriege- in der abendländischm Zivilisation hervortrete», erscheinen nicht unberechtigt «to'.v :|Mtr war die Tochter eines Leibeigenen. Eigen "M-Ii« gemischtes Blut war übcrltaupt in ihm le- fti( au bte Sabmf^cfaßung wurden von der Militärverwaltung zwei , »eitere öffentlich« Käufer errichtet, die tm W qmad)tm » Mädchen als Ins affen haben. M M » »w rt haben, mit btxW hanbtln, gcht »che nach O^rx ab ;qt hatten. Die mr. Frankfurt a. M., 2. Juni. Ter Franb- mter Derkehrsvercin plant zur Hebung des Frem- ^nvcrkehrs eine Reihe tteinerer Ausstellungen für Handioerk unb Gewerbe Hessen-Nassaus imb Ziegenhain, 3. Juni. Tie Q u ar zit- ativtnn ung in lfteftger Gegend nimmt einen immer gröfteren Umfang an. Nachdem die Krupp- il'it Werte in Essen eifrig an der Arbeit sind, ij,i lirk Quarzitlager im südlichen Teile des Krei- c. auszubeuten, haben sie sich nun auch die Mu- !• -1Bu« h niil9 int gesamten siskalisck?en Walde, besonders ^9 taMroe.jtn, 1” ■ Vollsbaiu, dem Walde an der Nvrdb-chn und Linsing.r Forst gesichert. Bekanntlüb bieten W« bei den mch Ci'orutfleiitc ein vorzügliches Material zur . Teilung der für die Hockst,sen der Eisenindustrie XW wirhme fC ft A i i Ottt O ^ifen wertot. bei De Jef Ein musterhafter Beamter war der „Dans- baron" nicht, aber ein großer Künstler wurde er hier im engen Zusammenleben mit der Natur und dem Volkstum seiner Heimat. Sein äußeres Leben litt schwer unter Schulden und einer wenig glücklichen Ehe, die er bald löste. Nachdem er leinen Abschied als Beamter genommen, blieb er, zum zweitenmai herbei ratet, in dem kleinstädtischen Kellinghusen wohnen und kostete hier das ganze schwere eines lvrischm Dichters aus, der wohl bei den besten Gefährten — so Storm, Fontane, Klaus Groth — herzliche Anerkennung fand, von dem Publikum aber seiner neuartigen Töne wegen nicht beachtet wurde „Billa Hungerwchr- dich" iKunt er seine armselige Lehmhütte, sich selbst noch im Jahre 1903 den „Gedichtehausierhändler". Ost hat er Hunger gelitten und kein Papier zum Schreiben und ferne Briefmarken zum Ab senden seiner Manuskripte gehabt. Der einzige, der ihm zuweilen ein paar Mark borgte, war bet Gerichtsvollzieher Mehr als «' Budapest, 2. Juni. >(WTB.) Tas unga> rische Korrespondenzbureau meldet: Am 1. Jurui haben unsere Budapester Truppen nach hervorragender artilleristischer Dorbcrmtung nörtx lich der Theis stehende Streitkräfte der Rumänen zuruckgeschlagen Tadurch durch- brachen wir den verbrndenden Ten zwrscheit der rumänischen und tschechischen Front. Wir oev- folgrn die Sftumänen auf der ganzen Linie. Eme Stttikbkwegnng in Frankreich Versailles, 2^Juni. (WTD.) Tie Arbeiterbewegung in Frmkkrerch nimmt werter zu Laut einer Meldung des „Malm" ge- uKum die Streikbewegung der Bergiwerksarbeiter in Nordfrankreich über Nacht weiter an Umfang. Es feiern heute vormil ag mindestens 82000 Bergleute in N ord.frankrerch. Tre Borg- arbciterverbmrde im übrigen Frankreich haben beschlossen, am 15. Juni den Generalstrerk zu eitleren, falls bis dahin nicht alle ihre Forderungen durchaesetzt sind. . . p Tie Angestellten der Parrse r W a rcu- Hauser rühren sich ebenfalls. Im Warenhaus Printemps wurde heute der Generalstreik erklärt. 5000 Angestellte traten nicht zur Arbeit an. Auch in der Provinz streiken zahlreiche Arbeit-erorgO' nisattonen. HochvcrratSprozeß gegen Levin^-Nifien. München, 2. Juni. Bor dem Münche- ner Standgericht begann heute der Hochverratsprozeß gegen den russischen Bolschewisten Eugen Levinö-Nissen, den geistigen Führer der Münchener Räterepublik, und seine Mitangeklagten Prof. Dr. Artur Salz, Kunstmaler Botho Schmidt und Architekt Zimmer, die ihn gemeinsam in der Wohnung Schmidts verborgen gehalten hatten, um ihn der Verfolgung durch die Truppen der Regierung Hoffmann zu entziehen. Rach Schluß der Beweisaufnahme, über die wir noch ausführlich berichten wer- den, beantragte der Staatsanwalt für Levins Rissen unter Ausschaltung mildernder Umstände die Todesstrafe und für Zimmer fünf Jahre Zuchthaus. Die beiden andern An- igeklagten sollen dem ordentlichen Gericht überwiesen werden. fest gesetzt worden. Schutz der Mieter. Tie Landbevölkerung' hat sich bei Mietstteitigikeireu an ben Herrn Vorsitzenden des Mieteinismrgsamtos an dem für die Gemeinde zus-ündism Amtsgericht zu m.itbtn. bensanschauung. Teutsch durch und durch ist all fein Fühlen, unb die Kriege von 1866 und 1870, die er als preußischer Offizier mitfotf*, waren sein größtes entschnpendes Erlebnis. Im Frieden ater kam ter leidenschaftlich leichtlebige Mann mit den bürgerlichen Verhält nuten in Konflikt imb mußte 1875 als Premierleutnant den Abschieb nehmen, der ihm ohne Pension „behufs Auswanderung" bewilligt wurde Er ging nach Amerika unb war dort Sprachlehrer, Bereiter, Stutenmaler, Klavierlehrer und Klavierspieler in elenden Kneipen. Zwei dunkle Jahre verbrachte er in „diesem scheußlichsten, ekelhaften Lande", wie er Amerika genannt hat. 1877 ist er wieder daheim. Damals brach zuerst die dichterische Begabung, die er vorher nur dilettantisch geübt, in ihm hervor; ater es verging noch eine ganze Reite von Jahren, bevor der Dichter in voller Reise an die Oesfentlichkit trat. Nachdem ein Versuch, sich als Cte langte teer bur^ubrutgen, mißglückt war, war er sechs Jahre lang Hardesvogt in Pellworm und bann Kirchspielvogt in Kellinghusen. Fal f che Zins scheine der Kriegs anleih en mtb nach Mitteilung der ReichssckMlden- verwaltuug zahlreich im Umlauf. Ein Falschstück trägt den Aufdruck eines am 2. Januar 1919 fälligen Ziusscheins Reihe I Nr. 5 über 25 Mk. zu der 5«/o Reichsfchuldverfckreibung von 1916 (ut. 24, Buchstabe C Nr. 7 932 295 über 1000 Mk. Zur Herstellung ist gewöhnliches Papier ohne Wasserzeichen öeriucnbri worden. Die Tmckaussiih- tung des Falschstücks ist so dürftig, daß sie auch bei geringer AuffnerksaMkeit als Fälschung erkannt werden kann. Em zweites Falscksiück trägt den Ausdruck eines am 2. Januar 1919 fälligen Zinsscheins Reihe I Nr. 5 über 12,50 Mk. zu der 5°/o Reick'sscknldverschreiknlng von 1919 iuk. 24) Bucht siate D Nr 4 700 947 über 500 Mk. Zur Herstellung ist ein stärkeres Papier ohne Wasserzeichm verwendet worden. Der Trockenstempel fehlt ganz; der grüne Unteroruck ift ettvas verblaßt, der lüa- fartene Ausdruck verblaßt und verschwommen. Weitere Falschstücke tragen den Aust>ruck eines am 2. Januar 1919 sättigen Ziusscheins Reihe I Nr. 3 über 12,50 und 25 Mk. zu 5% Reichsschuld Verschreibungen von 1917 (ut. 24) Buch täte A fiter 5000 Mk., Buck state B über 2000 Mk. und Buchstabe G über 1000 Mk.: auch sind die Falschstücke mit Nummern versehen, bte sich bei den verschiedenen Wertabschnitten häufig ähneln Dem verwendeten Papier, das bei färntlichen Zinsscheinen das gleiche ist, felftt das Wasserzeickn-n. Der Truck läßt bei genauer Prüfung überall die Sck)ärfe und Bestimmtheit ter Zeichnung echer Schine Der» missen. Im allgemeinen muß die Fälschung bet Scheine als wohl gelungen bezeichnet werden, unb «ist als solche nich leich zu erkennen. Ein letztes Falschstück trägt den Ausdruck eines am 2. Jmiuar 1919 fälligen Ziusscheins Reihe I Nr. 7 über 12,50 Mart zu der 5»/o Reichsschuldverschreibung von 1915 (ut. 24t Buchstabe D über 500 Mk. Zur Herstellung ift ein schoächeres Papier ohne Wasserzeichen verwendet worden. Ter Aufdruck, zu dem andere Typen verwendet sind, ift weniger scharf. ■ Tie Prägung des Trvcknstempels ift gleichfalls ' unscharf. Ter lilafarbene Unterdrück weicht in ter Farbe etwas von dem Unterdrück ter edjr.en Scheine ab; die Ziffern der Nummer sind etwas kleiner als die der echten Scheine. In dem Worte „Halb- ■ jährige" fehlt fiter dem „i" der Puntt, etenfo hinter dem Worte „Reichsschultenverwaltting" Gemeindewahlen. Als Wahltage für ; die Wahlen zum Kreistag des Kreises Gießen und zum Provinzialtag der Provinz Oberbesfen sind Sonntag der 17. imb Sonntag ter 31. August b. I. lauten, i>: Tie frische unö derbe Gestalt Delle» v. Liliett- " noch so vielen der Zeitgeltossen aus per- im ' n 8l'licher Kenntnis lieb und vertraut, erhält all- triptrbtn, iäl-!i& bereits etwas von ter ehrtoürdigen Blässe “4r w fi Kloffikers, nack)dem sein Briefwech.el in allzu mcher Fülle unö eine umfangreiche, bis in alle imzelheiten gehende Geschichte seines Lebens uns -9« k Synagoge (Süd-Anlage). Mtttwoch den 4. und ®rutM:ttlauffflivunerstag ten 5. Juni: Wochenfest. 1. Tag. ben Btttub gtW", orabb.. 7 30; morg.: 8,30 Pretegt. 2. Tag. ^er«chnung ch w;, 'ocabb.: 7,30; morg.: 8,30; abds.: 8,50 u. 9,25. rund 9M - bfraelitische kle'.igionsgesellfchaft. Mtttwoeh den n da; hochprozen ? Donnerstag den 5. Juni: Wochenfest. jo würbe (id) ein WB L Borabd.: 8,15; morg.: 8,00 Predigt; V-w°" fiad m« 4;o0 2. Tag. Borate.: 9,25; morg.: •liOpro Ifin« F uh. nachm.: 4,00; Festesausgang: 9,25. ii. .rer abendländischen Zivilisation weit überlegen sei. Jedenfalls hat es in China, bevor der Ausbruch ter Revolution auch dort eine neue Zeit heraufführte, mehr Freiheit gegeben, als in irgend einem unteren Lande der Welt Gerechiigkeit und Ehrfurcht waren bte Machte, bie die Weltanschauung auch ter einfachsten Leute teftimmtan, imb bet Pazifismus hatte hier so tiefe Windln geschlagen wie sonst nirgenbs. „Aus gutem Eisen macht man keine Nägel, aus guten Menschen ferne Soldaten", so drückt ein altes chinesisches Sprichwort bat Abscheu vor dem Kriege und die Geringschätzung de- . .. - Soldatenhandtverks aus. Viel von bem, was in er die Pistole aus dem Kasten geholt, aterltLuropa Me»scheuftceundc nur als Utopien m mr. Coblenz, 2. Juni. Der Verband Heini scher Volks! eh rer hat sich an ten zierungsprösidntten mit einer Eingabe gewandt in ber es ui. a. heißt: Wir fordern als sErzieher Bolksbildner, daß jene „Weiter" öffentlich go kmbmarft unb unter sittenpolizeilicher Aussicht gt> füllt werten. Jedem Bürger unb jeder Bürgerin b das Recht verli Heu werden, gegen jene Scham- .Mmm wtlkliucht, in [jfen sofort einfdireiten zu können. Das Herz kr- n laiMm-intot vettÄ;j,ixrt allen ehrlietenden Frauen unb Männern egrunbet -?aB bst Gedanken, baß auch zmn Schutze für solche nuitternirfnmg etntotio Frauen" Millionen deutscher Männer Leben und miien Saiten in Uk Gesundheit opferten. gdxnWt wild. - " ' am Wffltog W wt Raum ves uwüm« .Feuer T« 400 Zusck)auer stürzten sich in mtbeschrciblictet Erregung auf die Ausgäitgc. Kiitder mtd junge Mädchen wurden zu Boden geworfen unb zet- treten. Bis -jetzt zählt man mehr als 80 Tote, darunter 58 jtinter, 11 Frauen, die alle erbrüdt ftnd. Es gab über 100 Leichtverletzte. * Ein stenographischer Rekord. Bei einem Wettschreiben, das kürzlich von dem Pitman- StenographiM Verein öeiianftaltet wurde, schrieb ein arnerikanifcher Gcrichtsberichterstartec, Hermann Stich, unter den strengsten Bedingungen fünf Minute» hintereinander mit einer Geschwindigkeit von 300 Worten (d. h. durchschnittlich 600 Silben) in der Minute; bei dem Uetertragen des Stenogramms machte er nur zwei unwesentliche Fehler, so daß die Genauigkeic mit 99,9 Prozent bewertet wurde. Tie Leistung wird als die beste angesehen, die bisher jemals einem Stenographen gelungen ist. vücherllfch. — Die Bockreiter. Novelle von Joses Ponten. Getestet 3 Mk., gebunden 5 Mk. (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt.) Aus dem Ainlsvertündigungsblatt. ** Tas Amtsoerkündigungsblatt Nr. 38 front 2. Juni enthält: Uetertragung fron Befugnissen des Krttgsminteeriums bei der K a- p i t a l a b i i n b u n g auf bte Versorgungsämter. — Sonntagsruhe in den Apolheken. — Erhebungen sfir die Versorgirng mit Frübkartoffeln. aus der Ernte 1919. — Schutz oer Mieter. — Abbeförderung von beschäftigungslosen Arbeitern. — Annahme fron Zinssckeinen der Kriegsanleihen in Zahlung. — Gemeinoewahien. — Tienstnach,- riiten des KreiSamtes. ’ 0 mW ^iii.’ncron stammt von dänischen Baronen ab, yrr^ in l^M ,, aui reichen Feudalgütern saßen; doch strömt 1 in *" [öl fricOfjl WBauernblnt nt fernen Adern, denn feine Groß xnil v/ s-Tgto-v PiL-ki war die Tochter eines Leibeigenen. Eigen jtn P'J”2 fi] di g gemischtes Blut war übcrl-oupt in ihm le •o - ?-er das einer portugiesischen Herzogs- QtV.tt y • a^r «Dj(r rx Rite. Seine Mutter war eine geborene Ame- iuH Kit Hiiwrin. Ter Vater stand als kleiner Beamter Titi ^m-v V f dänischen Zvlldienst. Als Däne ward so r Dichter geboren; aber er hat sich stets als m i(UJP’d)er gefühlt unb am Anfänge ber „Dith ubekannt: „Vaterlandsliebe ist unser 'gtiim" Tie es tiefe Li tesgefühl für Heimat : t . . \ goi V»lk, für Lcntd unb Staat ist eine ber Ur- , 'Ti'V *e' *m der Lüicncronscheu Dichtung wie feiner Le- zum Abfahren der abgenommenen ^.ugglerwaren mügebracht hatten. Als Ver- SrtoMstzast wurde he- Tdti werden „Franzosenli-ebchen", welche hier sehr tfinna Ludmis habe i jghlreich sind, angesehen. xbluagen rmzuttetin. S mr. Kau b, 2. Juni. Der Steuermann Brien, ü auf der Trübe togtrtii Schluß der Schisfahrt am Abend mit einem len, u* ben Srutenbeni g.Rautenbamfrfer aut dem Rheine fuhr, wurde c-r^fiungen rentabel bl* W11 einem französischen Posten erschossen. mr. Höchst, 2. Juni. Für die ftanzöstsche H-ZÄ sSSi I- i“ 1 • erbietet,' :bcrtfc w V. L-^-y........................- ieN < ?! ^lassenlM »rgclegt Worten sind. Mögen die beiden Gc- s feiitfM 5,ll$a9e, die jetzt kurz aufeinander folgen — fein hme rinrt L Geburtstag am 3. Juni unb sein 10jübriger D •»rrfalte« tu[LUeätag am 22. Juli — dafür sorgen, daß ter 3 dieses g-n^Ervolle stünftlcr und ber köstliche Mensch tun« d- «jj » teöo^-^lagliah"" ib bie WfaA «M- Wieseck, den 2. Juni 1919. Gießen, 3. Jnni IMS. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 5. d, Mts., nachmittags 3 Uhr, statt Familie Wilh. Keiner. 6717 Verwand; en und Bekannten die traurige Nachricht, daß meine liebe gute Mutter, Schwiegermutter, Schwester, Schwägerin und Tante 6734 Frau Marie Weiss Wwe. geb. Bierau heute Abend 9*/i Uhr im Alter von 63 Jahren nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen: Fritz Weiß und Frau Marg. geb. Eggert. Gießen (Marktplatz 18), Hannover, den L Juni 1919. Die Beerdigung findet Donnerstag den 5. Juni, nachm. 3 Uhr, von der Kapelle des neuen Friedhofes aus statt. Danksagung. Fflr die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem schweren Verluste unserer lieben Entschlafenen Elise Keiner sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Todesanzeige. Heute früh entschlief sanft nach längerem, mit großer Geduld getragenem Leiden meine innigstgeliebte gute Frau, unsere treu sorgende Mutter, Tochter, Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin und Tante Elisabeth Wöhrmann geb. Ziegler im 36. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: W. Wöhrmann, prakt. Arzt, Mädchen für vormittags gesucht. Nah. Vöbetitr. 9, H. oiutoS Jiing. au st. Mädchen, das im Kochen etwas bewandert iit, gesucht. Fra* H. Damm, 010856 Wilfonstr.8l.___ Zmrl. arS.MSSlheu E- A H ÄÄW Utz Eß U M I A W bZe. $ i O 'ckriitl. Angeb. den Gieft. Anz tu 6634 mein, erb. (5619 gesucht. sofort gesucht. 16738 verkaufen. 010861 sofort gesucht 010960 Sie- schlcun. Ihren i' mehr gesi Arthnr ,hv Hamburg39 Si (t Sie schleuu. Ihren H We n darf, da im Spätsoion’JH t ifa ? « Herbst keine Bahn»«'« . 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Vrnv SoiaS, Weich«, N.l0llÜ.riichr,H^ tochbalt., Wajchkön n. o.a-HauS-u-A-« gerate. Der Doppelgänger. Roman von CarlSchüler. Fortsetzung Nr. 34. Wl” Freier Handel und Zwangsbewrrt» n rt 'N Sjfcung der handelziammer Sietzen am 20. Mai 1919. Protokoll - Auszug. soweit es noch nicht geschehen, einen Garantiebetrag von 20 Mk. zu entrichten. Zur Erleichterung der Mitglieder sowie ^ur Schonung der einzelnen Wie- FiwjiX w J und Fertigwaren Vvrgetvageir. ( Tem Deutschen Industrie- und Handelstag ist t Ebn: die wirtschaftlichen Wirkungen i>«r politischen Umwälzung auf In- «KM? der wirtschaftlickMr Lage gemackst worden sind. lieber den Antrag der Abgeordneten Delp und Genossen, betreffend die Einführung des Achtstundentags, ist dem gleichen ein Gutachten erstattet worden. Es ist darin die Auflassung vertreten worden, daß der Achtstundentag für dre Tauer nur aufrecht er halten werden kann, baut auch das Ausland diesen Arbeitstag einführt. Dasselbe Amt hatte die ,Handelskammer zu einer Aeußerung über den Antrag der Abgeordneten Hoffmann und Genossen Mtfgeforderi, in welchem feie Rl^ierung ersucht wurde, bei der Reichsregic- nmg such gegen die Wiedereinführung der Som- n er zeit auszusprechen. Da die Meinungen der befragten Kreise über diese Frage weit auscinander- duftrie und Handel des Kammerbezitkes berichtet worderr. Es wurde darin aus die großen Gefahren hingewiefen, welche als Folge- und Be- glertcrscheinungen der politiscl>en Umwälzung das eutsche Wirtscliastsleben auf ovS sckMerste bedrvl^en. Tas Ki>iSamt Gießen harte die Handelriam- mer zu einem Bericht darüber aufg^fordert, btttnc- w-cit ein Bedürfnis nach Anlage von Flugplätzen in Oberhessen besteht. Nach Anhörung aller beteiligten Kreise hat es die Hundelskammcr als drrngnld wünschenswert bezeichnet, daß Gies;cn als Lustvcrkehrsslation ift Oberhessen in erster Linie in Betracht gezogen wird, da in ferner unmittelbaren Nähe geeignete Flugplätze vorhanden sind. . Als Grundlagerr für Verhandlungen mit dem Reichslohlcnlvmmissar waren dem Landes-Arbeitsund Wirtschaftsamr nähere Angaben über den Stand der Kohl enver svrgu n g dec Jirdustric des Kammerbezirkes dringend erwünscht. Tie Handelskammer hat diese Untertogen in einem ausführlichen Berickst geliefert. Zu tein Entwurf eines Tabaksteuerge- setzes hat die Handelskammer eine Reihe von Wünschen der Regierung in einem vertraulichen Dericht vorgetragen. Als Mitglied der Vereinigung südwcstdeutfchcr Hairdclskammern hat sich die Handelskammer einem Vor gelten der Bereinigung angeschlossen, welches die Aufhebung der Verordnung betreffend den Verkehr mit Branntwein aus Klein- und Großbcennerrien, sowie die Verteilung, von Sprit an tne Brennereien zur Herstellung von Likören und Branntw^-in zum Ziele hatte. Bei der Regienmg hat bte Handelskammer die Gleichstellung des ' Kvndivorengewerbes mit dem Gaslwirtsgewerbe bezüglich der Durchführung der reichsgesetzlieljen Vvrfchrifte^r über die Sonntagsruhe befürwort et; über die nach dem Gesetz zulässigen 6 Ausnahmetage sind dem Polizciamt zweckentsprechende Vorschläge gemacht worden. In einem Bericht an das Ministerium konnte die Handelskammer rin gesetzliches Vorschreiben von besonderen Kassabüchern für den Kleinhandel bei der Durchführung des § 15 des Umsatz- steuergesetzes nickst empfehlen. Wiederholte Klagen über die Unzulänglichkeit der bei dem Fernsprechamt Gießen bestehenden Cinrichtmtgen haben zu schriftlichen wie mündlichen Verhandlungen zwischen der Ober-Pvst- direktion und der HarödelsLammer geführt. Tie vorhandenen Schtw-ierigtkeiten haben ihre Ursache in der starken Ueberlasttrng der Fernspreck^iniickstungen einersrits und dem Mangel an Rohmaterialien, welche zur Herstellung neuer und zur Verbesserung der bestellenden Anlagen benötigt werden, anderseits. Außerdem steift der Mehremstellung von gut ausgebildeten Beamten die Wohnungsnot hindernd im Wege. Die Postverwaltung wird aber bemüht sein, ine Mängel so gut und so schnell tote möglich zu beheben. In einer gemeinsamen Eingabe an die Eisenbahndirektion Frankfurt Baben die Handelskammern Limburg, Wetzlar und Gießen auf die großen Gefahren und schweren Folgen hingewiesen, welche die Gewährung allzuhoher Lohnforderungen der Eisenbahnarbeiter auf Industrie und Handel ausüben müssen. Klagen aus den beteiligten Kreisen haben ferner die Handelskammer zu einer Vorstellung bei der Eisenbahndirektion Frankfurt veranlaßt, in welcher gebeten wurde, die unterstellten Behörden anzuweifen, daß dem Dienstpersonal bei Umladung von Gußwaren eine sorgfältigere Behandlung erneut zur Pflicht gemacht wird. Auf Wunsch der beteiligten Verkehrskreise hat die Handelskammer die Wiedereinstellung der beiden Z ü g e 5 5 4 u n d 5 5 5 auf der Strecke Gießen-Fulda für den Sommersahrplan beantragt. Die Einrichtung einer Haltestelleander Strecke Gießen-Gelnhausen wurde im Interesse der Arbeiterschaft der Firmen Gail und Fernie befürwortet. / Bei der im März d. Js. stattgebabten Submission für Domanial-und Gemeinde- Waldungen hatten zwei auswärtige Firmen sämtlickies Holz zu außergewöhnlichen Preisen auf- g.kaust. Im Interesse der oberhessischen Säge- ner'fc hat die Handelskammer das Ministerium der Finanzen gebeten, diesem Ankauf die Gem-h- mignmg zu versagen. Ter Einspruch ist von Erfolg begleitet gewesen. Die hessischen Handelskammern haben beschlossen, die „Hessische Verteilungs stelle" unter dem Namen „Jndustriestelle" vorerst fortbestehen zu lassen. Zu ihrem Geschäftsführer ist Herr Dr. Herbert bestellt worden. Aufgabe der Industtiestelle wird es sein, der hessischen Industrie für die Zeit des Uebergangs Notstandsarbeiten zu vermitteln. c Ä t . . Dem Deutschen Industrie- und Handelstag wurden Gutachten erstattet über Herstellung von Möbeln durch nichtfachmännische Betriebe, ArBachmMmf Kauen und stammen m bestem Hanse. m und Wechseln — hm, von dem Brief sagte « Zeitungsbericht .nichts! — tiefe Trauer in * Seele des Herrn Labwein einge^ogen war, Jrerstelle an der Volksschule zu Kaul stoß , Kreis Schotten, dem Lehrer Friedrich Taub zu Lindensels t. O. die Lrhrerjtelle an der Volksschule zu Glattbach, Kreis Bensheim, dem Lehrer Jose? Wildhardt zu Obertshausen eiito Lehrerstelle an der Volksschule zu Obertshausen, Kreis Offenbach, dem Schulamtsaüwärter Heinrich Göbel aus Groß-Zimmern eine Lehver- ftelk an der Volksschule zu Lorsch, Kreis Bensheim, dem Schulamtsanwärter Valentin Gräff aus Hühnlein eine Lehrer stelle an der Volksschule zu Groß-Hausen, Kreis Bensheim, übertragen. — Tie mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Schulstelle zu .Sckfteckftenwegen, Kreis Lauterbach, ist erledigt. Mit der Stelle ist Organisten- und Lektordienst verbunden. Dem Inhaber kann dne Ortszulage gewährt "werden. ** Die Anerkennung des Bieh- ** Besitz wechsel. Fi von den Geschwistern Pfeil .. slraße 38 zum Preise von 37 000 Mk. ** Ter vereinigte Kaninchen- Zucht- und Pflege-Verein wird am Donnerstag den 5. Juni abends die gepachteten Wiesen an seine Mitglieder verteilen. Jeder Interessent hat, «Mül» Ä'« SM- n^ahhu„eicn^u WM DS «Atz ^nnhtnt; i -tper: IFotnbf fiiuj M"k m,t y^nhirbncbtlj §Sstleine4 vermachtes. * Zorge a. Harz. Zum Gemeindevorsteher dfturde der Letter der Kreiskartoffelstelle Blankenburg a. Harz Kaufmann Wilhelm Margraf aus Gießen gewählt. * Au ch ei n Arbeitsloser. Unter der Rubrik „Stellengesuche" finden wir in der »Kreuz- zeitting" folgendes Inserat: Ich suche Beschäftigung (Privatdienst, Genossenschaftswesen, Wohl- tätigl'eitsorgcmisation). Dr. für von Jagow, Regierungspräsident, zur Zeit Breslau, Negierung. Lu Altheti; ItLB An. n. vkrtaus n »MW Antiquitäten foroleUebemnbmcgiM Eiarichtungca. 's Esittennr-ikrnl! imb Wirtschaftsamt wurden die Wünsche der Jn- ^ftrie in bezug auf Friedensarbeiten dec scit- mamö.qU»-^'!'M« ierigeu Heeresüeferantm und des Handels in bezug Jer °uf die Einfülnrmg von Lebensmitteln, Rohstosferr Ui-'?"'" njtlÄ?ibere6,"fl sL-Lg sFA Vüir vider gegen die Maßirahme darzulegen. In Berichten an das Hessische Landes-Arbeits Wrrtschaftsamt wurden die Wünsche der In Mangel an Garn, Arbeitszeit in offenen Ladengeschäften. Tie Hmrdelsoammer hat bei dem Deutschen Industrie- und Hanvelstag die Beibehaltung der Heimar-blit unb Hausindustrie befürwortet. Die Handelskammer bat dem ReichSverwer- tungsaml Sachverständige für die Verwertung von frei merbenbem Heeresgut aus Erfordern in Vorschlag gebracht, sowie der Reichstertil-Aktien- gesellschast für die Ecsassung und Verwertung der im Gebiete der Heeres- und Marineverwaltung frei werdenden Web-, Wirk- und Strichraren. Nach der Reichs Verordnung über die soziale Kriegsbeschädigten- und Kriegs- hlnterbliebencnfürsorge sind als Mitglieder des bei den einzelnen Kreisfürsorgestellen zu errichtenden Beirats insgesamt je zwei Vertreter der Kriegsbeschädigten, der Kriegshinterbliebenen, der Unternehmer und der Arbeitnehmer zu berufen. Auf Ersuchen hat die Handelskammer der städtischen Fürsorgestelle in Gießen, sowie den Kreisfürsorgeftellcrr in Gießen, Msfeld und Lauterbach Vorschlagslisten über die zu berufenden Unternehmer eingcreicht. Die Bemühungen der Handelskammer um rechtzeittge Versorgung der Ziegeleien und Feldbrennereien mit Brennstoffen sind bisher ohne jeden Erfolg geblieben. Die Handelskammer hat die Unterstützung des Ministeriums angerufen. Sxrr Oberingenieur Richard Fertsch in Grüir- berg i. H. ist non der HandelsPammer als Sachverständiger für maschinelle und elektrotechnische Anlagen angestellt und vereidigt worden. Herrn Kaufmann Hermann Fuhr in Gießen ist auf Vorschlag der Handelskammer von dem MeßamtfürdieMustermefseninLeip- zig die ehrenamtliche Vertretung seiner Interessen für den Kammerbezirk übertragen worden. Tas von der Handelskammer eingesetzte Schiedsgericht für Schuhwarenpreise hat bisher in 2 Fällen getagt. Von amtlicher Seite sind der Handelskammer noch Mitteilungen über die folgenden Gogen- ftÄnbe zugigangen: Verkehr mit dem besetzten Gebiet, ftabdteteguamme über LebensnntteÜiestrun- g.m, Liste über Warenausfuhr aus den Niederlanden. Nähere Auskunft hierüber wird auf dem Sekretariat der Ha^cdelskammer erteilt. öttfltiaettejii nimmt. Landwehrkanal. Es schauderte ihn, wenn er daran dachte, daß er gestern den Schutzmann um ein Haar mit dem Zeug beglückt hätte. Eben hatte er noch an ihn gedacht, da sah er auch schon den Schutzmann. Breit und behäbig kam er langsamen Schrittes daher, den Bauch umgürtet mit dem yriben Riemen. Ob er den Spender des Zwanzigmarkstückes wicder- erkennen würde? „Guten Ddorben!" hörte er in diesem Augenblick eine liebe Stimme sagen. Ruch stand neben ihm. Hübscher noch als früher erschien sie ihm in ihrem kecken Frühjahrs- ^hütchcn, in ihrem eleganten Schneiderkleid. ,^Jch danke Ihnen, daß Sie so pünkttich sind!" sagte er und küßte ihr die Hand. . „Nicht Sie haben mir zu danken," wehrte sie ab, und er sah, trotz des Schleiers, daß sre rot wurde. i.Hch habe Ihnen zu danken, daß Sie Wort gehalten haben." • . Sie orückte ihm fest die Hand. „Wollen wir jetzt nach unserem stillen SBuifel gehen, oder wäre es Ihnen recht, wenn nxr im Tiergarten —?“ i , „Nein, nein," unterbrach fre rhn ängstlich, ,^s ist wegen Ihrer Sicherheit lasser, wenn wir in das Cas6 gehen. Aber wir müssen ernen Umweg machen. Dort steht ebt Schutzmann, der immer zu uns herübersieht." . „Wir wollen ihm zeigen, daß wir rhn nicht fürchten!" lächelte Torival. „Sitte, Ihren Arm! Sie schob ihren Arm unter den seinen, und sie gingen auf den dicken Schutzmann zu. Ter hatte ihre Begegnung mit angesehen und in Do- rival den Spender des Goldstücks imedererkannt. Als die beiden an ihm vorbei gingen, grüßte er natürlich. .Und bann — der Herr war ja Dorival bedauerte seinen Mangel an Gesetzes- 'rntnis; er hätte gern gleich das Schlimmste ge- Wtzt: Wieviel Jahre Zuchthaus dieser unglück- -elige Schnepfe dereinst ihm, dem Freilierrn von »embrüfkr, zu verdanken haben würde! «Fabelhaft!" stöhnte er vor sich hin. Es war ihm überhaupt wüst zumute. Tie Betreibung da in der Zeitung klang so sckieußlich tobrechcrisch. Na — wenigstens hatte die Opium- idftroito vtxV.t-m Schaden angerichtet; das isenstücke findet die Verteilung im Bcreinslokal« „Postkcller", Wagengasse, statt. Wir verweisen auf das heutige Inserat. Neuciutretende können, soweit noch Vorrat, berücksichtigt werden. ** Tie Schwarz-Weiß-Lichtspiele. Scltersweg 81, beginnen ab heute mit dec Film- schövfung „Kain" in 4 Teilen und 20 Akten. Tie Teile kommen alle einzeln zu je 5 Akten und kurz hintereinander zur Ausführung. Bis einschließlich Freitag wird gegeben „Kain" 1. Teil und „Das Verhängnis auf Schloß Santarem", eine große Menschheitstragödie von Robert Heymann, in 5 Akten. Tic Hauttrolle spielt Erich Kaiser-Titz. Landkreis Gießen. ** Röthges, 2. Juni. Zu den Kommunalwahlen wurde auch bei uns von den vereinigten Parteien, Hess. Volkspartei, Mehrhetts- fozialisten und Demokraten, eine allgemeine Verständigung gesucht. Leider ist dieser Versuch gescheitert. Auch ein Aufruf des Arbeiter- intb Bauernrats zu einer allgemeinen Wählerversammlung kam nicht zustande, da die Ortsbehörde die einzige Möglichkeit der Veröffentlichung durch ott Ortsschellc verweigerte.' Es ist dies um so mehr zu bedauern, als hierdurch der Parteikamps beigelegt und mancher Zank und Streit, welcher durch unsere kleinbäuerlichen Verhältnisse bei jeder Wahl entstehen, vermieden worden wäre. Wie soll ein großes einiges Deutschland entstehen, wenn cs noch nicht möglich ist, so eine kleine Gemeinde unter einen Hut zu bringen. Kreis Lauterbach. la. S ch l i tz, 2. Juni. Die Gendarmerie hielt am Mittwoch einen Mann aus Fulda an, der 30 Pfund Zucker mit sich führte. Es stellt« sich heraus, daß er den Zucker bei einem hiesigen Geschäftsmann eingekauft hatte, das Pfund angeblich zu — 5 Mark. Bei einer sofort öorgenvmmenen 5oaussuchüng wurden bei dem betreffenden Geschäftsmann acht Zentner Zucker beschlagnahmt. Kreis Friedberg. o. Bad-Nanheim, 1. Juni. Die von der hiesigen Ortsgruppe des Volksbundes zum Schutze der deutschen Kriegs- und Zivilgefangenen veranstalteten Opfer tage legten ein erfreul'ches Zeugnis von dem Opsersinn der Einwohnerschaft und Kurgäste ab. Die Sammlungen zum Besten unserer Gefangenen hatten ein Gesamtergebnis von rund 7300 Mk. — Bei zahlreicher Beteiligung hielt der Stenographenverein Gabelsberger, dessen Tätigkeit während der langen Kriegs^jahre stilliegeu mußte, heute zum erstenmal wieder em hereins- wetts chreiben ab. Tro^em erst feit einigen Monaten die Unterrichtstätigkeit wieder aufgenommen worden ist, wurden gute Leistungen erzielt. 37 Preise kamen in den Silbenabteilungen 60—160 zur Verteilung. In der Stadtschule bat der Stenographenverein wieder einen kostenlosen Volksschülerlursus in Gabelsbergerscher Steno graphie eröffnet, wozu die Stadt in entgegenkommender Weise die Mittel zur Verfügung stellt. Etwa 40 Volksschüler, und -schülerinnen aus den Oberklassen beteiligten sich daran. Ein Lehrer bet Stadtschule leitet den Unterricht. Starkenburg und Rheinhessen. mt. Bingen, 2. Juni. In der Stadt- vervrdnetensitzung lag em Plan zum Zusammenschluß der Arbeitgeber der Kreise Bingen und Mainz vor. Eine Gründungsverfammlung, die einen solchen Arbeitgeberbund ins Leben rufen soll, findet in Ingelheim statt. Kreis Wetzlar. ht. Fleisbach, 2. Juni. Forster Bartho- lomae ist in der Genswiej« an der Beilsteinmr Chaussee erfdxaffen aufyfunbcn worden. Aus dem Hmterhalt rouebe er meuchlings vom Hochsitz her- üntergeschossen. Man vermutet, daß es Wilddiebe, und zwar zwei, gewesen sein müssen. Bon beit Tätern hat man noch keine Spur. Hrssen-Nassau. mr. Frankfurta. M., 2. Juni. Der Brot-» preis wurde in der heutigen Magistvatsfttzung von 82 auf 90 Pfennig ertzcht. mr. Frankfurt a. M., 2. Juni. Die direLe Bahn Verb rndnng von Frankfurt nach Darmstadt, die infolge des unvorsichtigen Berlxcktens einzelner Reisetlder den Franzosen gegenüber rnitbet gesperrt worden war, ist nunmehr auf Betreiben der hessischen Regierung hin erneut frrigegebett worden. „Kannst du augenMicflid) diesem Emil Schnepfe helfen?" fragte sich Dorival endlich. „Nein, offenbar nicht." „Kannst du die Sachlage andern?" „Unmöglich!" „Schön, mein «Junge! Dann zerbrich drr auch gefälligst den Kopf nicht über Tinge, die nun em- mal sind, wie sie sind. Fertig! Schluß!" Es war aber nicht fertig. Ein neuer Gedanke plagte ihn: Wenn nun dieser Emil Schnepfe nnrk- lich gefaßt wurde? . _ Wenn man ihn verurteilte? Dann — bann hotte ein anständiger Mansch die Pflicht — pfui Teibel . .! Aber einen Emtl Schnepfe fängt man nicht so leicht. Ter saß jetzt womöglich in aller Gemütlichkeit in einem Luxusl-oto in, na, in Singapur oder Kapstadt oder sonstwo, und rupfte uw schuldige Hennen vom Schlage der Frau von Maartatz. Selbstverständlich! Natürlich 'war Schnepfe schon längst ttrs Ausland geflohen, sonst hätte ihn die Piltzei m dieser langen Zeit doch sicher schon erwischt Daran hatte Dorival noch gar mcht gedacht. Und er pfiff sich eins. Er wurde -sogar sehr vergnügt. InbetäulainguieiT gerillt SlnM J®. an den Gien-MT Eisenbahner, 31 Wj eeSngel, Arge die , Hekenntnehen einer netten nmft-» od Sräuieins mn Anwesend sind die Herren: Geheimer Kom- merzienrat Heichelheim als Vorsitzender, Kmnmcr-' ytitTat Sck>irmer als 1. stellvertr. Vorsitzender, Mumerzienrat Grünewald als 2. stellvertt. Vorsitzender, Diehm, Kommerzienrat Hvos, Noll, Norack, Kommerzienrat Ramspeck, Rinn, Nölft, Rühl, (»tammler, Zur buch und der Syndiiüs. ^ozialisterung der Volkswirtschaft. Nach einem längeren Vortrag des Stmdikus jnb einer sich hieran anschließenden Aussprache tmmtt die Handelskammer der nachstehenden, von Er VertteterLmsierenz der hessischen Handels- 'antmem bereits abgegebenen Erklärung zu: Tie hessisckMr Handelskammern erblicken in jat bis jetzt zur Durchführung der Svzialisiermtg mtemommenen Schritten der Reickxsregiiemng (Lv- .ialisierungs-Gesetz, Kohlarhandels-Gesetz usw.) Ijcn Beginn einer dauernden Lähmung unseres Airtstlsaftslebens. Tie der Sozialisicrrmg zu- »unbe liegende Annahme, daß auf diesem Wege re wirtschaftliche Wohlfahrt gefördert werden tzme, wird durch keine einzige Erfahningstatsache unterstützt. Jede Abschwüchmtg der Jnttiattve und rckbstverantwortlichkeit des Privatunternehmers srnnke, Qllf dem Weg einer Mitwilckung anderer Elemente ^iWongne, ü, her Geschäftsführung macht diese schwerfällig, etehhni^S^t M notwendigerweise zu Reibungen und erhöht ftnbUfir )ie UnfofteiL Auch untergräbt sie die Disziplin, Vadewannr «ß auch im wirtschaftlichen Leben nicht entbehrt pult, tüasbr'rd, L retben Tann. , „ . « fclci, auch i P. («1 Tie Handelskammern lehnen mit aller Ent- U; lK kurze Clfi schiedenheit eine systematische, auf die Sozialisie- JeitrtieW l8ack,W nmg des Wirtschaftslebens gerichtete Politik, dre _ .übern nickst zu einer Beruhigung, sondern zu einer Lauernden Beunruhigung des Wtttschafts- lebenö führen wird, ab. Nur durch Wiederher- Mung der Autorität im öffentliche,: Leben und in den Daten Untemebmungen, sowie auf dem gaben der Privatwirtschaft kann sich das zerrüttete Wirtschaftsleben Deutschlands wieder cr- ömirti* hat sich die Kammer darauf beschränkt, in ifrccnt Bericht die vorgebrachten Gründe für und Erne Stunde später war Dorival auf d^m Weg zu dem Cafe in der Kurfürstenstraße. Am Großen Stern bot ihm ein Blumenmädck)en Sew* chen an. Er kaufte ein Sträußchen, tun es Ruch mitzubringen. Tie Zeitung mit dem Bericht über das Attentat auf den Bankier Labwern l)ctttt er __ inuKiim i zu sich gesteckt, beim vielleicht hatte ihn Ruth Zum Donnerwetter, die Sache ging einem noch nicht gelesen. Als er ’Ji bte Nerven! I brücke ging, warf er die Opiumzigavetten ui den schaftung. In Nr. 97 der Oberhessischen Bolkszertuna «schüfttgt sich, wie oer Syndikus bo lüitet, rin Artikel Mit der vom Reichs- Minister für Ernährnngswesen angeordneten Freigabe des Handels mit Jnlandseiern. Es wird darin u. a. auch gesagt, daß jede Wirtschaftsmoral in dem Handel erstorben sei und daß seine Geschäfte sich mir auf restlose Betoncherang der Massen er- sttecken. Die Handclskanlmer hält sich in Wahrung i« ihr anvertrauten Interessen für verpflichtet, -ine solche Verunglimpfung des Hqiidels- LNeuenwegL xeiu {n tiefer allgemeinen Form vor der Oef- acntM.. mnnntf f ientlichkeit ernste und entschiedenste Verwahrung dDUUUU.iZUUUP .tngulegen. Der Handel, auf dessen großen und zust.«ro». nnSgulaw reschen Erfahrungen unsere ganze Friedenswirt- ,,<”iflod),®r.8ttlni; mttberuhte, hat einen wohlbegrün- A/innli? WaI Anspruch darauf, in seinem Bestände ge- 30911 Ji Äützt zu werden und kann es nuÄ ruhig hiwieh- Lfikih a!6 BeirirK1’ wn, wenn seine TätiBeit in einer solckMl Weise teVäinUfflonaiLirt herabgesetzt und ihm die Befähigung zur Ausübung nUtbmmt ^ürnttn Volkswirtschaftlicher Funktionen abgesprvckien wird. utiieatrotrben. 6* Aus dem Geschäftsbericht ift folgendes Ung. u. 0106851 '«rvorzuheben: Dem Hessischen LandesarbettK- und Wirt- ichaftSamt ist ein ausführlicher Bericht über den Msck.äftigungsgrad in den einzelnen Industrien, Über den Umfang der Arbeitslosigkeit wie über die vir t schäft liche Lage im allgemeinen erstattet wrben, worin auch zweckmäßige Vorschläge zur Arkämpfung cer Arbeitslosigkeit und zur Hebnng gestern so gemütlich gewesen — sagte er ver- ständnisinnia: . , „Wünsche gehorsamst mcl Glück! T-orival dankte. Ruth sah Torival erstaunt an. Schließlich entschloß sie sich zu der Krage: „Ter Polizist karmte ^ie?" „Gewiß. Er grüßte mich doch, wi^Sie ge* sehen haben." „Sehr respektvoll sogar. Und dann hat « Ihnen Glück gewittischt. Wozu eigeittlich?" (Än zärtlicher Blick Torioals ftreiftc seine schöne ^Begleiterin. Jk ,^Za, wozu soll er mir Glück gewünscht Haben?" lachte er. „Zu meinem Erfolg gestern bei Labwein natürlich!" Ruch blieb stellen und starrte Dorival an „Tazu gratuliert Ihnen die Polizei?" „Sie haben es ja selbst gehört." „Ste sind ein merkwürdiger Mensch. Sie scherzen, wenn Sie in schlimmster Gefahr sind. Aus Staten werde ich nicht klug." „Wirklich? Na, mir geht es manchmal eben, so) ich werde aus mir selbst nicht klug. Tas kommt, weil ich krank bin. Seelisch-, nicht körperlich."' „Warum geben Sie nicht zu einem Arzt?" „Ich bin zu ihm gegangen. Heute morgen „Und was hat er gesagt?" „Tas hoffe ich jetzt von ihm zu erfahren." Sie zog ihren Arm unter dem seinen hervor. „Wir malten lieber jeder für sich gelten." Sve traten in das Eafö lind iial-men ihre alten Plätze ent. Ter Kellner erkannte sie und lächelte freundlich. Er zog sich diskret zttrück, nachdem er den Kaffee gebracht hatte. (Fortsetzung folgt.) Oetee M-A. au miet asaabe untOWO ff ! Barette weiter keinen 'ec,... „ , die Hauptsache. Taß über den Verlust von tu, .... ------ r.ei“’. AbÄ''b'' 1- lch Brenn™! """Vn'rP^n II Tage verreist Svzialdeimckratifche Eintritt 50 Pf. Diskussion. Bereinigt« in Friedberg statt. 5709D L Ds- Gieren, den 1. Juni 1919.' 6705B Gießen, den 2. Juni 1919 6722 Gv n t rum, Jt An geb. Weber. 01M63 Oeffaun« der Kirche 7 Uhr. «438V An „ 5% Abschreibung . . . 32401.71 Reservefonds 01096* ES ladet freundlichst ein Generalversammlung findet statt Mittwoch den 11. Juni, nachmittags yegen die Wahl oder Yogtsche Privathandelsschnle Giessen Ferro pr* 2C84 Ooethastraße 32 12960 L? bester Odiuh ra < TeL Taunus 17b1/62, Hansa 797A 4945hv 6714 Frosch, ChemTährikÄG* Frankfurts 674 938.55 198 994.78 4 896.20 248 126.- 36 214.12 9179L3 42.73 2.10 18. 19. 20. 21. 22. 23. 24. 25. Kassenvorrat. . Ausstände . . Mobilien . . . 38 534.49 3253.21 nwn -KrSnie •Schiller •Se de *“a •Handschuhe •Wüeke JkeSdtSxwc KhndluprERcf Äie fparax 6dd dabd vom WM Vorschlag mit dem Kennwort: zialbemokratifche Partei Ihre am 31. Mai stattgefundene Dermähluug erlauben sich ergebenst anzuzeigen Ewald von Hammacher und Frau Margrit geb. Dichter Das neue Schuljahr hat begonnen. Die Teilnahme an den einzelnen Kursen ist noch bis Ende Mai d. J. möglich. Ausführliche Prospekte kostenlos. ®”le ei 1787 S itnmen, — mit dem Kämarort: nb mit dem Namen Ur- ÄS. «n Htj Aktiva. ausgeliehenen Kapitalien a) gegen Obligationen..... b) , Bürgschaft...... c) Güterkaufgelder...... d) Wertpapiere nach Abschreibung . Bekanntmachung, Vie Neuwahl der Stadtverordneten« Versammlung betreffend. Ski der am 1. Ium 1919 »jrgan-jmuwien WM zur Siabtoer^rbneterkversammlung sürd bl<- geirde Stimmen abgegeben werden: für den Wabloorfchlag — mit dem Sbamnwt: U. S. P Wenig Beckmann, KraukenkafsoMngestelltet in Gieren, 1864 Stimmen, für den Wa hi Vorschlag — mit dem Kantlvort: GuteÄsiuarelleB.Oelgemälfe werden kostenlos auS gestellt in „rotz. Fenüer». Schri'tl. Angebote unter 010958 an den Gieh. Anz. 3 Uhr, bei Karl Kafp. Sommerlab, dahier. Tagesordnung: beitgebern ai ScSeititej 1. weder einen a 2. bei Ai ober \ , Brrger 3. Wäiytt P-sffva. Per aufgenommene Kapitalien. . Stammguthaben der Mitglied« w • ‘Lm « *"'„6 Sei«1 C Hilft' Ul ...» iiber die F r । Zeit dcr wir Ans (Üni machung noni Erlasses des ReiOanttes machungsam! imb der Vero das ReickM vember 1918 § 1. Ti geb er im 9 kitssiellca a iäinpfuns ein § 2. M Temobilmach Arbeiten, der meinten erslr aus die Arbei § 3. Tie § 2 in Frage ergeben. 8 4. Ti Amtsblat den Tag ihre Lckanntinachr mindestens dr Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Studenten I. A. : Seelbach. 010792 Spargel täglich irisch eintreffend, cinpfiebU in bekannter Qualität L.billil»st.Preisen W. Hankcl, lano Neuen Baue 7. Tel. 612. vom WMvvrschlag mit dem Snenhött: Aste der Prrvatxm gestellten, begtnaend mit dem Namen Cmtrab Eichert, Buchhalter 1, Eichert, Conrad, Buchhalter 2. Stimmer, Heinrich, iWerkmeister. . 1115 138.91 15 463.50 Hemdentuche fein- und jrrobfadig per Meter 38k. 10.—. 13.- und 14.-. Franz Bette MttnBbwrg 10» «m Fpar- und VgrsAssverei« Scnern L eiugetr. Genossenschaft mit uubesckr. Haftvsticht. Bilanz am 5t Dezember 1918. Maschinen- Schmier-Oele Treibriemen ÄWectaffi FranlfuFl a.1^ Achtung! Verkaufe Mittwoch nm Nelsenkeller, Babnbof- ftraffe, von 8 Ubr an: Salat. Rettich. Zwiebeln, Nbabarber, Gurten und Blumenkohl. Vertreter in der Wohnung zu erfragen Dr. Wolf Walltorstr. 48. ’«•» feöaenw« = in bester Qualität 3 Tapetenhans Hochntätter I7IS| Brandpl.atz. &■"st* Iracksacluni aller Irl »Bestattung stilrein e. preiswert «• HrÜl’Mki Ihrtv.-DreekereU H. Lasse, Olelw Wohnung u. 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Beckmann, Georg, KrankenkassemmgestelVer 2. Fourier, Heinrich, Geschäftsführer 3. Kiel, Alfred, GewerkschaftssekretLr 4. Otter II., Karl, Zugführer 5. Martin, Marie, geb. Lich Witwe 6. Weiß, Josef, Schuhmacher 7. Baum, Georg, Gastwirt und Schuhmacher 8. Maier, Glaser; bis Tienstag den 10. Juni 1919 auf unserem Amtszimmer zur Einsichtnalmre offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die Ausmärker herangeozgrn hxrbcn. Münster, den 1. yuni 1919. Bürgermeisterer Münster. gtqph v Jw. vS M K.aui R».' feste. 'N» ' 0Q[ VJMOlZtFOM * y Glessen, Kreuzplatz 6 Fernspr. 925. !■ Juni ° BosinaaanerPrivat- ■ Abend-ü.Nachm.-: Kurse in ’ EucMQhriug ■ Stonoaraphto ■ Haacklnensehrelben * Seh8nsehre.be« e Anmeldung.tftjeLu ■ z. Beginn. Proap. fr. ■ Pnral-HandelssGbule: „Hermes“: SleBeu, Babnhohtr.60. ” Tel. 1097. Gegr.1909: • ■ r.. ■ .r.."B.,n Bitte auSschueidcn! Erscheint not einmal! Eier! Achtung! Eier! Mein praktisch aus probierter Eterpriisunas-Avvarat zeigt an, ob das Et befruchtet oder unvesruchtet ist. Ob es männlichen oder weiblichen Keim enlbält. o-Qr jeden Landwirt und GeNilgelzüchter unentbebr- ttch. Preis Btt. 6.— per Nachnahine. Wissenschastliche Gutachten und zahlreiche Dankschreiben liegen vor. Landwirt Hofmann, Zschöpperitz, DabnlÄeXl! K.Z.uPfl.-V. Doanerstag den 5. Jnni abends 87s Uhr pflnktl. t» „Poatkeller“: Verteilung der Wiesen. Jeder muh persönlich erscheinen! Quittung über GaraniiesondSzablung von M. 20.— muh vor- geleat werden. Die Abgrenzpfähte, 60 cm lang, mttbringen. I. A. der Kommisston: 6709 f>ranz Bock. 40.63 1172 390.11 W0M.Kck!lVtig! Aus dem Pferde stall im Schlosse Friedberg sind mir in der Nacht vom 2S./29. Mai zwei gvohe, braune Wallache, einer wcitzes Stirnabzeichen, mit gelbem sechssitzigen Jagdwagen und sUberlackiertem Geschirr imit Wappen gestohlen worden. Wer mir nähere Angaben machen kann, die zur Feststellung des Täters oder Rückertangung beä Gespannes führen, erhält obige Belohnung. Bad-Nauheim, den 2. Ium 1919. Raab, 6721D Major b. General Kommando XVIII. A.-K. Behördliche Anzeigen. Täglich vormittag- findet öffentlicher verkauf von Wagen, Hufeisen, Werkzeugen u.dergl. in der Sammelstelle für Heeresgut Sie Verwundeten des Rtsnvt-Lazaretts! Nnteroffizier-Verband (Ortsgruppe Giesten.) Die nächste Versammlung findet am Donnerstag den 5. Juni, abends 8 Uhr. auf der „LiebigShdhe" statt. Anschließend hält Herr Privatdozent Dr. Schlarb einen Bortrag über,»Bolschewismus" worauf besonders hingewiesen wird. Der Borfitzeude. 1. Diehl, Johannes, Schneidermeister 2. Vetters, Friedrich, Redakteur 3. Diener, Franz, Geschäftsführer 4. Moosdors, Kurt, Schreiner 6. Mann, Albin, GewerkschastSbeamter 6. Lorenz, Martha Elisabeth, geb. WottraH Ehefrau 7. Volz, Adam, Schneidert vom Wahlvorsch-laa mit dem Stemtirort: Vereinigte Liste, beginnend mit dem Namen llrstadt 1. Urstadt, Otto, Professor, Oberlehrer 2. Krausmüller, Dr. Georg, Professor, Oberlehrer 3. Michel Karl, Professor, Oberlehrer 4. Schmahl. Karl, Landgerichtsrat 5. Wachtel, Fritz, Amtsaerichtsrat 6. Müller, Valentin, Lehrer ~ 7. Sommer, Dr. Robert, Professor, Geh. Medi- zinalrat 8. Naumann, Minna, geb. Thorwart, Ehefrau 9. Simon, Emil, Reserve-Lokomotivsührer 10. Neuenyagen, Ludwig, Landgerichtsrat 11. Erhard, Andreas, Bahnschlosfer 12. Kramer, Wilhelmine, geb. Engel, Ehefrau 13. Biermann, Emma, geb. Dernburg, Wüwe Giehen,.den 2. Ium 1919. 6706B Der Stadkwählkommissar: Keller. Suche in Gteven an erster Lage ein Getdiäitshaus zu taufen, in welchem Nch Feinkost- oder Lebenr- mtttelaeschäst befindet oder solches errichlel werden kann. Anzahlung und Uebernahme nach Wunsch. Angebote unter C. D. 1808 an Rudolf 2RpfFr, Eisenach.6716»» Detektiv Th. Deichmann Po!.°Kriin.»Beamt. a. D, Frankfurt a M., Berger« rateW Sämtl. Beobochtnngep und Ermittlungea HkiratsAuskünfte gewissenhaft und diokret. Tel Römer3a ff. I* Die Zahl der Mttgtted« betrug Ende 1917 . . 45 Während 1918 gingen za ........- 3n 1918 gingen ab......... 9 Mitgliederstand Ende 1918 ....... 36 Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tag« lang bei dem Rechner des Vereins pir Einsicht der Mitglieder offen. Beuern, den 2. Juni 1918. PH. Lindenstruth V. K. Walther Direktor. Rechner. Offiziers-Komp, des Durchgangslagers bittet um freundliche Ueberlaffung von kolorierten usw. Kunstbeilagen aus illnUrierten Zeitschriften zur Ausschmückung der Wohuraume. Auch einzelne Bilder sind willkommen. Mitteilung durchPofikartt erbeten. Abholung erfolgt sofort. 670? I. Komp., Durchgangslager Gießen. Morgen, Mittwoch den 4. Juni, abeads von 8 Uhr ab, findet auf dcr Liebigshöhe gemütlich.Zusammenseiu mit Tanz m. lle Druckarbeiten/ vrhSrsen, Derttne, Kantel, 6wtrbt, 3w» duftrte Mos $amtlic, wlssenschosttlche Werke nno OtITevtaWncn werden schnell, stilrein u preiowert angefertlgt fn 6er Such« bbo e!tein6cmker»t^ Wilhelm Heer, Gießen walltvestrave 77 Zernspeechee S00 Achtung-! i Treffe Mittwoch mit einer groben Sendung Kopfsalat, Rhabarber, Blnmenkobl, («urteil u. fonfttt. Gemüse ein. Berkaus am Rheinischen Hof, ^rank furter Straffe. Ecke Mchlarer Weg. J. H. Ferber. „ Zuweisung aur dem Reingewinn pro 1917 . . 6132.78 „ Reingewinn. .... . . . . 1. Verkündigung der Rechnung pro 1918. 2. Deschlubfassung über Verwendung des Reingewinn». 3. Verschiedenes. Stein, Vorsitzender des Aufsichtsrats. Stimmzettel zn den Getnelnderate’ wählen liefert sofort 84SSD Busttäsiersiüitschkowski Fernspr. 724 G1BSBBK Ludwigstr. 4 Oeffentlicher Vortrag Mittwoch den 4. Juui, abend» 81/, Uhr, im großen Saal de» Hotel» Einhorn (Fürstenhof): Prof. Dr. W. Kinkel Was Ist Sozialismus? Gießener Konzert-Verein 10. Konzert des Abonnements. Hittw och. 4» Juni 1919, abends 7% Uhr, in der Stadtklrehe Chorkonzert DerAkad.Gesangverein u. d. hies.MIliiärkapelle Solist: Herr C. Rehfuß (Bariton) Orgel: Herr Otto Görlach Leitung: Herr Prof. G.Trautmann. Primramm* 3 Kantaten v. Bach. Cliorwerke von rrogranini. Brahms Reger 3 Gesänge v. Bach. Eintrittskarten: 6—, 4.—. 3 — M. fnumerlert) und IAO M. hin numeriert) bei Ernst ChalHer, Neuenwex 9 (TeL 671L Studentenkarten Inum.r 1.60 M. nur im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität geg. Vorzeigung d. Ausweiskarte. Ueberschnß f. Krieirswohlfahrtszweeke! Braunschweiger Tafel-Spargel er* täglich frisch "ME Heinrich Driesch. ww> SeUerSweg 70. Hühnerangeu Hornbautverbärtiing, einaewachiene Naget beseitigt •**» L. Kratz, Eichen Schulstr. 11, Telephon 354 14. Winn, Heinrich, Stadtverordneter 15. Ebel, Dr. Karl, Professor, OberlnblioHekav 16. Gmelin, Dr. Hans, Profesfor 17. Kling, Georg, Lehrer ' * Noll August II., Kaufmann Goertz, Heinrich, Lehrer Kraiüng, Karl, Schlossermeister Marx, Heinrich, Uhrmacher Faber, Ludwig, Wagnermeistrr Heichelheim, Albert, BankdirekwT Höhn, Heinrich, Bautechmker Wen»rt. Fritz, Dreh«: Am-U-MW ■ Sellerswez 81 1» heute Wie lokL Freitag lei 8. Jul: Kain, I. Teil Du Verhlngnl» aal Schieß Sutarem. Große Schicksaistragödie in 5 Akten. In der Hauptrolle: Erleb Kaixer-TlU. InBenlem nach to glänz. BEiprogramm. Ab Samstag das gewaltige Film werk der Zeit ,. die von Gottes ■" Gnaden“. Eine spann. Tragödie von höchster Wirkung, umbrandet von den stürmischen Ereignissen der Revolution. scheint 3nljalts - liebe Elsaß-Lothim- Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bclaniitmachung. Ter Voranschlag der Gemeinde Münster für 1919 Rj. liegt i>on ^Mittwoch bat 4. Jimi ES wird dies mit dem Anfügeu bekanntge- macht, daff während dreier Tage, nämlich den 4. 3uni, bat 5. Hirni und den 6. Juni 1919, daS Watzlprodokll nebst den zugehörigen SchriststEn j auf dem Stadkhous, Ganenstrahe 2, Zimmer i Konserven* Gummiringe Rex, eng 18j> Weck, eng 28A Rex, weit 254 Weck, weit 384 Adler, eng 23§ Adler, weit 334 Wiederverkäufer Rabatt ML Graf, Glaubrechtstr. 12. gj Die glückliche Geburt eines gesunden Ä Töchterchens zeigen hocherfreut an Augyst Günther u. Frau Lina Verteilung von amerik. Speck. Am Mittwoch den 4. d. M. gelangen tn den Mehgergeschäfken. in denen die Abgabe der Fleischmarken der 23. Woche erfolgt ist, auf jede Karie 150 Gramm amerikanischer Speck »tit Verteilung. Der Preis für das Piund beträgt 650 Mark. Gieffen, den 1. Juni 1919. 6701B Ter Oberbürgermeister (LebenSmittriaatt). Bekanntmachung. Die Anerkennung des Biehkatasterö kann letztmalig am Mittwoch den 4. d. M. von vormittags 81/«—12 Uhr und nachmittags von 2l/2—5 Uhr aus dem Städi.LebenSmttlclamt, Zimmer Nr.15,erfolgen. Aff'. ^c\o