Nr. 230 Ter Siebener Anzeiger erscheint täflüdi, nuüec Sonn- und Feiertags. vezugspreir: monatl.Atk. 1.60, vierteljährlich SDK. 4.80; durch Abhole- iu Zweigstellen inonatl. 2)1 k. 1.50, durch diePost Akt. 5.— viettel- jährl. ausschl. Be tellg. Ferusvrech • Anschlüsse: für die SchriltleiUlng 112 Verlag,Geschäitsstellebl AnschristfürTrahtnach- richten: Anzeiger Sietzen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. U685 ZwiHingrrunddruck u. Verlag: vrühl'jche Univ.-Vuch- u. Steindruckerei N. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle u. Druckerei: Schulstr. 7. Itni'.ahme von Anzergeii s. die LageSnuinwer vi» znin Nachmiklag vorher ohnejedeBerl'ind'.icbkcit Preis für I mm höhe für Anzeigen v.34mm Breit: örtlich 15 ISf, nuSwärt- 18 P'., für Rek tarne- anzeigen von 70 mm Greife 48'Vf. '.Pet Platz' vorschrüi20" „Auisclilag Hanvtschri tleiler: Slug, bjoe^. Verantivorlli.r für Politik: 2lug. bfoei',. für den übrigen Teil: Dr. Neniholi) Zen.z; si>r den Anzeigenteil: Ü. Beck; sämtlich in Gießen Erster Blatt M. Jahrgang Donnerstag, 2. Gltoder lysy Gietzener Anzeiger General-Anzeiger sm Gberhessen Eintritt der Demokraten in die Regierung. • Es steht nunmehr fest, daß die Verbreiterung der Grundlage unserer Reichsregierung dadurch erfolgt, daß der Sozialdemokrat Dr. David mit Rücksicht auf seine geschwächte Gesundheit zurücktritt und an seiner Stelle der Oberbürgermeister Koch (Kassel) das Reichsministerium des Innern übernimmt. Im übrigen wird das bisher verwaiste Reichsjustizministerium gleichfalls von einem Demokraten, nämlich dem Führer Der Partei, Abg. Schiffer, besetzt, und eine noch nicht bekannte demokratische Persönlichkeit soll das neu zu schaffende Ministerium für den Wiederaufbau und die Durchführung des Friedensvertrages übernehmen. Sonst bleibt alles beim alten. Erzberger leitet die Finanzen weiter; freilich gibt er die Stellvertretung des Reichskanzlers an den Minister Schiffer ab. lieber die Beratungen der Regierungsparteien mit den Demokraten, die zu diesem Ergebnis geführt haben, wird nicht viel verraten. Man weiß, daß die radikale Linke die Verbreiterung der parlamentarischen Grundlage argwöhnisch zu ihren Zwecken ausbeuten lvird und versichert daher eifrig, an der Rätegesetzvorlage werde nichts geändert. Immerhin spricht auch die Franks. Ztg. von Forderungen, die die Demokraten für ihren Wiedereintritt „auf wirtschaftlichem, sozialem und politischem Gebiet" gestellt hätten und die als berechtigt anerkannt worden seien. Wir werden ja bald sehen, ob in diese Dinge größere Klarheit hineinkommt und wie dann das neue „Ak- tionsprogramm" aussehen wird. Berlin, 1. Okt. «Wolff.) Wie das „B. T." meldet, farm bcr Eintritt der Demokraten in die Regierung als sicher bezeichnet werden. In der heu- ligtn Fraktionssitzung der Demokraten wurde der Eintritt grundsätzlich beschlossen. Ihre Forderungen wurden in. allen wesentlichen Punkten bewilligt; insbesmrderc kam man ihnen in der Frage des Betriebsrätegesetzes entgegen. Es wurde ein für die Demokraten annehmbares Kompromiß beschlossen. Die Demokraten werden, wie feststeht, im Kabinett drei Sitze einnehmen. Ms sicher gilt, daß sie aus ihren Reihen das Rcichsministerium des Innern und das Justiz- ministcriuini besetzen. Berlin, 2. Okt. Zur Umbildung des Kabinetts mar gestern abeird berichtet wordm, daß den Demokraten gegenüber insbesondere in der Frag: des Betriebsrätegesetz'? s ein Entgegm- kammen bewiesen worden sei. Bon einem solch.m Kompromiß kann, wie von beteiligter Seite mit- getcilt wird, keine Rede srin. Es siehe fest, daß. die Sozialdemokratie von vornherein den vorlieg'ndcn Entwurf 'des Betriebsräi^gesotzes als ein unantastbares Minimum erklärt habe, ein? Erklärung, die von den Demokraten auch als selbst- wrständlick entgegengenommen worden ist. Tas Ministerium, dem auch der Wiederaufbau Nord- irankreickrs und Belgiens zufallen 'wird, hat, wie die „Boss. Ztg." hervorhebt, schon dadurch in politischer wie in wirtschaftlicher und sozialpolitischer Beziehung die allergrößte Bedrutung, Es müsse, so heißt es weiter, für dieses Ministerium ein? Persönlichkeit gefunden werden, die die in Frage stehenden Aufgaben im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der gesamten deutschen Wirtchaft zi lösen verstehe. Deshalb könne mir ein Mann aus der Industrie in Betracht kommen, mit her- vorimgeilden lorganisatorisckien Fähigkeiten. Im „Bcrl. Tagebl. "schreibt Konrad Haußmann: Die demakralische Fraktion besitzt hervorragende gchchäftskuudire Mmmer Md sie nurben hoffentlich gelernt haben, auch den Grundsatz zu betätigen, daß Männer auch außerhalb des Parlaments an der Regierung beteiligt werden können. Im „Vorwärts" lvird zur Rückkehr der Demokraten in die Regierung gesagt, sie verschaff? wieder dieselbe breite parlamentarisch e. Grundlage, wie sie unter der Präsidentschaft s nitnm Vorhanden wir. Im Ausland? dürft? der Vorgang als ein Akt der Konsolidierung ringe- s^rden und dm politischen. )vie wirtschast- lichen Kredit der deutschen Regierung steigern. Eine schwere Beleidigung der hessischen Ministerpräsidenten durch den französischen Uommaudanten von wormr. 1,, r t, 2. Oki. Ministerpräsident II l r i a; Ibrach am Dienstag abeird in einer sozialdemokratischen Wählcrversam m- lung i n Worms und wollt? am nächsten vor- mittag l l Uhr nach Darmstadt zurückreiscn. Dr fiifiiat am Mirkwoch vormittag bei ihm R?gi- rungsrat Weber vorn Kreisamt Monns in B?- g'ntung eines französischen Tolm?tsck)?rs L?tz- wrer forderte den Minib.erpräsideuteu im Namen des Milttärverwastevs des Kreises Worms auf, er so'lc h c nt .H errn Obersten seine A u s - w i r 1 u n g m a d; e it. Dieses ,Höck,st soireerbar? .iu nn'cu wurde natürlich ab gelehnt, worauf sich t"r T^lmetscher entfernte. Kürz darms kehrte <" icdoch zurück und forderte den Präsident-» ..o r.t Obersten s inen Paß v>»zu'egen. rluun.e-Präsident Ulrich gab ihm der Ciusaächeit halber den Paß gleich mit, machte ihn aber daraus aufmerksam, daß er ihn sofort wieder zurück haben, müsse, weil er in kurzer Frist nach Darmstadt reisen wolle. Der Paß wurde ihm auch umgehend wieder zugestellt. Um so erstaunter war der Präsident, der kurz vor Abgang des Zuges auf dem Bahnhof eintras, daß ihm an der Bahubossspcrri; ein französischer Gendarm, der von drei Soldaten begleitet war, a u f s Order t e, mit i h m zu dem französischen Kom ni andante n von Worms zu kommen. Der Ministerpräsident Härte ihn über seine Person auf und machte ihn daraw aufmerksam, daß er in dringenden Regierungsgeschälten nach Darmstadt zurückkehren mülfc Ties machte jedoch nicht den geringsten Eindruck auf den (Yendarmen. Er blieb dabei, daß er den ausdrücklichen Befehl dazu habe. Auch eine Beschwerde bei dem französi- sck>en Bahnhofskommandauten blieb erfolglos. Bei der Ausünandersetzuilg mit dem Gendarmen erhielt £)err Ulrich durch einen dabeistehenden Soldaten einen Stoß in den Rücken, )va3 er sich energisch verbat. ES blieb schließlich dem Ministerpräsidenten nichts anderes übrig, als der Aufforderung de-s Gendarmen Folge zu leisten. Die Stellung eines Wagens wurde französiscbwseits abgelehnt, und so erlebte die Stadt Worms das höchst sonderbare Schauspiel, den hessischen Ministerpräsidenten zu Fuß, unter militärischer Begleitung nach dem Kreisamt eskvrtnN zu sehen. Ms er dort eintraf, wurde es dem französischen Oberst:n doch etivas schwill Tiber die Folgen seines schrofftai Auftretens und er entschuldigte sich bei dem Miliistermäsiden- ten damit, daß das berühmte Mißverständnis vorliege. Von einem solchen kann jedoch auf keinen Fall die Rede sein. Die hessische Regierung hat natürlich sofort schärfsten Einspruch gegen das unverantwortliche Benehmen des französischen Militärkommandanten von Worms bei General M a n- gi n in Mainz eingelegt. Es muß erwartet werden, daß sofort Genugtuung erfolgt. Die Ratifizierung des Fricdensvcrtrags. Versailles, 1. Okt. (WTB.) Einige Morgenblätter werfen die Frage aus, welche alliierte Großmacht an dritter Stelle den Friedensvertrag ratifizieren werde, nachdem burdj die Auflösung der italienischen Kammer vorerst mit einer Ratifizierung durch Italien nicht gerechnet werden könne. „Homme Libre" drückt den Wunsch aus, daß Japan an dritter Stelle ratifizieren möge. Marcell Hutin sagt im „Echo de Paris", eine bedeutende Persönlichkeit der Friedenskonferenz, die im täglichen Verkehr mit Ele- menccau stehe, habe ihm mitgeteilt, daß man vielleicht bis Dezember warten müsse, bis der Frie- deusvertrag in Kraft treten könne. Japan werde wohl warten, bis sich Amerika ausgesprochen habe. Die neu zu wählende italienische Kammer könne wohl auch vor Dezember nicht ratifizieren. Das seien unangenehme Folgen, die es Deutschland gestatteten, sich inzwischen zu kräftigen. Paris, l.Okt. (W. B.i Reuter. Di? Kammer beschloß mit 262 gegen 188 Stimmen die Erörterung des Antrages Lesevre aufzuschieben. Clemenceau hatte in der Angelegenheit die Vertrauensfrage gestellt. • Die Bolksabstimmung in Luxemburg. Luxemburg, 1. Okt. (WTB.) Havas-Reu- ter. Nach dem endgültigen Ergebnis der Volk s- a b st i m m u n g haben von 125 775 eingeschriebenen Stimmberechtigten 90 485 gestimmt. Ungültig waren 5113 Stimmen. Für die Großherzogin Charlotte flimmtm 66 811, für eine andere Großherzogin 1236, für eine andere Dynastie 889, für die Republik 16 885. Bei der Abstimmung über den wirt s cha ftl ichen Anschluß waren von 82 375 abgegebenen Stimmen 8509 ungültig. Für Belgien erklärten sich22 242, für Frankreich60135. Der Eisenbahnerstreik in England. Amsterdam, 1. Okt. (W. B.l „Nieuws van den Tag" meldet über den Eisend ahuer- streik aus Loudou, daß die Lage sich beständig bessere. Trotzdem sei es möglich, daß die Omnibus , Straßenbahn- und Automobildroschken- sührer in den Ausstand treten werden. Tausende von demobilisierten Soldaten, die in Frankreich Kraftwagcnsührer waren, fteLtcn sich freiwillig. England und'Schweden. 5 t o ckho l m, 1. Okt. (Wolff.) Ta di? eng- , . ? Regierung dem schwedischen Ministerium mitteilte, daß sie gegenwärtig keine Kohlen für Schiffe zur Verfügung stellen könne, berief das Ministerium die schwedische Reeder zu einer Konferenz zum 1. Oktober nach Stockholm und erteilte ihnen den Rat, keine Schiffe, mehr nach England abgehen zu lassen. Außerdem ist England nicht mehr in der Lage, die erst kürzlich, an SOveden versprochene Kohlen- menge zu liefern. Ans bem Reiche. Reichszuschüsse zur Verbilligung der Lebensmittel. Berlin, 1. Okt. Die Reichsregierung will aüch weiterhin zur Verbilligung der Lebensmittel erhebliche Zuschüsse aus Reichsmitteln gewähren unv hat sich entschlossen, daß das Reichfür das Halbjahr von Oktober 1919 bis Aprll 1920 dic erforderlichen Mittel, die auf über 3 Milliarden Mark veranschlagt werden, seinerseits bereit,teilt. Die rationierten Lebensmittel sollen zu den bisherigen Preise/ auch weiterhin abgegeben nvröcn, und das Reich übernimmt nicht nur die Mehrkosten in demselben Ausmaße, wie sie von Preusteu mW den Gemeinden getragen werden, sondern auck; einen Teil jener Mehrkosten. d e sich aus der Er- höliung des Brotpreises infolge des geringer eit Ausmahlens des Getreides ergeben. Der Nationalversammlung wird eine Regierungsvorlage darüber in der Form einer Ergänzung des Reichsetats zugehen. Aus der Sozialdemokratie. Berlin, 1. Okt. Die sozialdemokratische Fraktion der Nationalversammlung wählte gestern den Abg. Scheidemann zu ihrem Vorsitzenden. Scheidemann war Vorsitzender der sozialdemokratischen Reichstags- frattion. Durch seine Zugehörigkeit zur Negierung konnte er zunächst den Vorsitz in der Nationalversammlungsfraktion nicht übernehmen. Dalutofragen. Bern, 1. Okt. (WTB.) In demselben Maße, in dem sich die europäische, insbesondere cu1 de u t- s ch e Valuta an der Börse gehoben hat, ist der amerikanische Dollar in Bern, Genf und Zürich gefallen. Der Grund ist darin zu erblicken, daß von amerikanischer Srite aus sehr hohe Beträge, besonders in Reichsmark, dem Schweizer Markt entnommen lvorden sind. In schweizerischen Bank- Vrcifen verlautet, die Käufe hätten für .Rechiung, von Deutsch-Amerikanern stattgesunden, die hiermit auf praktische Art und Weise ihr Vertrauen in die Sicherheit und Zuverlässigkeit des deutschen Geldes beiorisen und das allgemeine Interesse an der wirtscl-aftlick^u Wiedergesundung »Deutschlands heben wollen. Bern, 1. Okt. Im Bundesrat interpellierte Stadeliu über die wirtschaft^ l i ch e ll e b e r f r e m d u n g und die ausländische Konkurrenz. Namentlich D?iitschland und Oesterreich seien seit dein Waffenstillstand in eine scharfe Konkurrenz zur schweizerischen Industrie getreten, und bi? Valutaverhältnisse begünstigten diese Konkurrenz. Der Redner wendet sich namentlich gegen den deursch« n Goldzoll, wazu Deutschland nach dem soandcksv.r ag gar nicht be «Migt sei. Der Interpellant fordere eine Musterung der neutralen Staaten zur Besprechung der Valutafrage und strebt ein Einfuhrv'rbot an. — Bundesrat S chu l t e führte in Beantwortung der Interpellation a>rs, daß die schlimmsten Zustande in der Tat ai' die billige Kontürren^ des Auslandes zurückzujühren seien, sowie auch auf die hohen Kohlenpreise und die teueren Seefrachten. Tie Schweiz sei nicht in der Lage, die international;”]/ Verhältnisse von sich aus zu verbessern. Sie Jei auf das Ausland angewiesen und könne sich nicht durch scharfe Maßnahmen von anderen Staaten isolieren. Die ungünstige Lage der Sckpvei; komme nicht nur im Verhältnis zu Deutschland und Oesterreich, sondern auch bei anderen Staaten, namentlich bei Amerika, zur Geltung. Einfluß auf die Valuta haben wir nicht. Die curo- paisck>en Valutaverhältnisse könnten nur durch amerikanischen Einfluß gesunden. Der Bundesrat erkenne den Ernst der Sage an. "Wenn die Kontingentierung der aus Deutschlcnrd nach der Schoeir einizeführten Waren nicht erreichbar sei, und wenn ferner eine Preisbestimmung bei den Rohmaterialien nicht erreicht werden könne, so werde die Möglichkeit einer voiübergehenden Schließung der Schlveizer Grenzen ins Auge gefaßt lverden. deutsche Nationalversammlung. (88. Sitzung.) Berlin, 1. Oft. Am Regierungstisch: Dr. Bell. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 1.25 Uhr. Die Beratung des Tumültgesetzes wird fortgesetzt. Abg. Graf z it Dv h n a (D. B P.): Das Gesetz war notlvendig. Es ist leider nur zu spät eingebracht worden. Der gegenwärtige Zustand ist imhaltbar. Tie Gesckxidigten sind in der größten Notlage. Kommissionsberatung ist notwendig. Wir schlagen den Berfassimgsaitsschuß zur Behandlung der Vorlage vor. Abg. Dr. Cohn (U. S.): Man tonn die Gemeinden auch darum nicht für die Tumultschäden verantwortlich machen, weil häufig die Beunruhigung erst durch das Einrücken der Truppen in eine ruhige Cocmcinbe getragen worden ist. Ich halte es für richtig, wenn man das Reich haftbar macht, es aber ermächtigt, die Kosten aufz'lbringen durch Zuschläge zu der Einkommenstciler der Höchstbesteuerten. Nach der jetzigen Fassung des Gesetzes müßte jenen, die ihre Ansprüche jetzt anhängig gemacht haben, die Kosten der schwebenden Prozesse auferlegt, sic also noch bestraft werden. Der Gesetzentwurf wird einem Ausschuß von 21 Mitgliedern überwiesen. Es folgt die Beratung der Interpellation Heinze und Gen. betr. die deutsche Valuta. Finanzminister Erzberger ist im Saal erschienen. Abg. Dr. Hugo (D. Vp.) begründet die Interpellation. Wirtschaftliche und politische Ursachen haben unsere Valuta sinken lassen, daß sie den wirtschaftlichen Anschluß Deutschlands an den Weltmarkt und die Lebellssähigkeit der deutschen Wirtschaft im Innern bedroht. Me Regierung müßte mit inländischen Maßnahmen und mit internationalen Verhandlungen eingreifen. Den letzten Stoß hat unsere Valuta durch die Polftik des Neichsfinanzministers erlitten, der von der Möglichkeit emes Staatsbankerotts sprach, mit der AbstempcllunG der Noten drohte und so fort. Wie ist es möglich, daß ein Minister noch an seinem Platze ist, mit dessen Politik die Mehrzahl I der Vollsvertretiliig nicht einverstanden ist? (Lärm I im Zentrum.) Der Wille zur Arbeit wächst. Die« Regierung muß mit äußerster Schärfe für fKufjc und Ordnung sorgen, damit das Ausland Vertrauen zu uns gewinnt. Noske l at ju uns mit anerkennenswerter Energie gesprochen. So etwas wirkt gut auch nach dem Ausland hin. Reich:si lanzminister Erzberger: Ter Herr Vorredner hat zwei Mittel gmannt zur Hebung der Valuta, die wir nicht schon in Anori.fi genommen härten. Ich nehme Bezug auf meine Denkschrift über die Valutasrage. Manche- läßt sich nicht iu voller ^efienttidjteit verhandeln. Daß der Notenumtausch "nicht stattgesunden hat, liegt an den Schwierigkeiten, die von anderer Serke geltend gemacht wurden. Die Erhöhung des Kurses nach dem Belanntwerden der Rücklüusigmachung des Notenluntausches war nur minimal. Gestern ist mit Hollaub ein Valutiabkommen abgeschlossen worden. Eine Arbeitslosenversicherung ist in der Ausarbeitung begriffen. Bis diese Gesetz wird, muß die Arbeitslosenunterstützung gezahlt werden. Tie Valuta sank im August auch deshalb, iveil viele Millionen Papiermark aus dem Osten in der Schweiz auf den Markt geworfen wurden. Wenn Teutschland feine Zahlungsmittel hat, dann gibt es zwei Wege: Entweder mit Waren an das Ausland zu bezah.en oder langsristige Kredite aufeunehmen. Wir müssen mit der Aufhebung der Ziwerngsivirt- schaft sehr vorsichtig sein. Tie Einfuhr van Tabak wird übrigens geregelt werden. Wir haben keine Gelegenheit verpaßt. Tie Berliältnisfe in der Der- tilmdustrie wären unhaltbar, wenn die Regierung nickt ordnend cingrifie. Wir müssen uns mit den Nachbarländern auf Warenaustausch einstellen. T-as nlles muß zentralisiert und geordnet werden. Es geht nicht an, daß einzelne Gemeinden für Millionen im Auslande einkaufen. Tie Negierung tut alles, um den Export zu heb.m. Anleihen iu gvoßen Zügen aufzunehmen geht nicht an vor der Ratifizierung des Friedens. T>er einzige großzügige Geldgeber sind die Verftnigten Staaten, aber auch die kommen «erst naich der Ratifizierung in Frage, und auch dann wird es nicht genügen, daß einer nach Neuyork fährt, um nun gleich ungezählte Millionen mitzubringen. Jntenwtio- nal€ Abmachungen sind nötig zur Sanierung des europäischen Handelswesens zwischen Europa einerseits imb Amerika andererseits. Tas deutsche Volk arbeitet zu billig für das Ausland. Diese Unterbietung auf dem Weltmarkt muß anfhöreu. Eine Regelung muß herbeigeführt Mrd?n, teils durch Selbstbilse, teils durch Regierungsmaßnahmen. Unsere Valuta kann nicht gesunden, wenn die Kapitalflucht so fortdauert. Es wird mit der größten Strenge dagegen vorgcgangen werden. Tie Steuerreform muß schleunigst verabschiedet 'werden, damit auch das Ausland sich überzeugen kann, daß Ordnung in unserem Etat herrscht. Tie Arbeitslust steigt. Wir dürfen hoffen, daß es dabei bleibj. Tie Politik der Sentung der Lebensmittelpreise wird fortgesetzt werden. (Beifall.) Das Hans tritt in die Besprechung' der Interpellation ein. Abg. Dr. Brauer (Svz.): Die Zwangswirt- schaft heute mifiugeben, wäre ein Experiment der. bedenklichsten Art. Die ganze europäisch? Wirtschaft liegt darnieder. Abg. Go t 6ctn (Dem.): Wir sind nie für die sofortige Einführung der freien Wirtschnft gewesen, zumal unsere Grenzen nickt bloß iwch Westen offen sind. Auf unsere Zvllwachen ist nicht mehr der /rite Verlaß. Tie Valuta kann nur durch Fassung von Auslandswaren gehoben 'werden, durch Arbeitswillen und geordnete Fruanzwirtsch-aft. Reichssinanzminister Erzberger: Solange die Entente uns trieft Herr unserer Zollgrenzen im Westen werden läßt, so lange kann unsere Wirtschaft nicht gesunden, dabei hat die Entente keinen Vlnfekl, von diesen Zuständen. In den Verbandluugen zwischen dem Reichskommissar und der Kommission in Koblenz ist festgestellt worden, daß unsere Ein- subrlisten aurfi im Westen Geltung haben müssen, lieber die Erhebung der Zölle in Gold soll am 10. Oktober eine Konferenz stattfinden. Tie jetzigen Zustände sind unhaltbar. Wir müssen alles tun, um die Wunden im Westen zu stopfen, sonst können wir unsere versprochenen Wiedergutmaiche.ingen nicht durchführen. Reicksminister Schmidt: Mit der Senkung der Lebensmittelpreffe durch 'Staatszuschüsse sind uns andere noringeaangen, vor allem Frankreich und England. Tie Belastilng des Budgets bei uns ist schwer ffber ohne diese Zuschüsse ist eine Senkung unmöglich. Solange die Balutadiffereiczen bestehen, kommen wir aus der Zwangswirtschaft mti' heraus und brauchen für die Einfuhr langfristige Kredite. . Abg. Schiele (Teutsch-N.atl.): Es nt eine ungeheure Leichtfertigkeit, zu sagen, unsere Industrie würde fufi nach dem Friedens! ckluß ichon wieder aus eigener Kraft erholen. Tas ist nicht möglich', wenn die Sozialisierung droht. M'g. Bolz (Zentr.): Tie Regierung sieht wohl die Unhaltbarkeit intferer Zustande. Sie lieht, was uns not tut, aber ihr fehlt die Macht. Am Stand der Voluta sind viel weniger politische als wirtschaftlich^ Umstände schuld. Beschränkung der Einfuhr, Steigerung der Ausfuhr und Steigerung der .Kredite können uns allein helfen. 1 Hierauf vertagt sich das, Hans ans morgen maff nrittag 1 Uhr. Schluß gegen 6 Uhr. Zur Aufhebung der Zwangsmirtschaft für Häute. Berlin, 1. Okt. Die demokratischen Abgeordneten Böhme und Herrmann (Reutlingen) fragen in der Nationalversammlung an: Durch Die Freigabe des Handels in Häuten und Fellen haben ''-ch Zustände entwickelt, ivonach bei- Befchlagnahmi.ng einet Kuh die für die Häute zu erzielenden Preise airnähernd den Preis erreichen. UN der rot Fortsetzung 19. sNachdruck verboten.) . mit (bemalt. Ta ist es! der leidaischafilichen Heftig- das von der Bon Rede daß Rindfleisch Kalbfleisch Hammelfleisch Fleischwurst für Mk. nicht, dal , kleine N ,^Jch wußte g eine Kvmpfnatur fl dauert den Rückgang des Fo-lenauftriebs auf di« Weiden imb cnuificMt, auch die Wallach' auf die auf den Schlcichtvfehprcis, ein Drittel ist au Reich abzuführcn unb das letzte Drittel ist dem Kcmmunalverband zur Herabsetzung Fleischpreise zu venoenden. Die zur Zeit geltenden Zuschläge sind Rinder 54 Mk., Kälber 75 Mk., Schafe 60 Dgs Glück der andern Original-Roman von Erich Eben stein. Copyright 1916 by Oreiner e- Comp.. Berlin W 30. rück!" Er erschrak vor oigrkhnt dielen Sät 2. Die der hiesig andere Zu kommen, bt em itändige Vertreter w ftintw Be ws für hei d dfö tm feiger mwirt toWxi er in btt S •IrlN-ilofbft Lbeit-- u Abbitte ütx 'evliche.6or des schlicht lif von üjii Unwohl tr| Lebensmittel. ** Butterverforgung. Nach einet Mitteilung der Landes-Milch- und Retiftdle roirb diese voraussichtlich nicht in der Lage sein, im Munal Oktober Butter zu liefern. Ms Ersatz wird Margarine gegeben werden. ** Fre ibank. Freitag den 3. Oktober loer- den von 1—3 Uhr die Nr 2501—2600 beliefert. ♦♦ Kriegsgefangenen - Heimkehr. Der gestern für 11 Uhr vormittags an- | gekündigte Transport Heimkehrer traf erst gegen 2 Uhr aus der Richtung Köln—Deutz kommend, auf dem hiesigen Bahnhof ein. Es waren etwa 1500 Mann, die aus englischer (Gefangenschaft heimkehrten. Die Begrüßungsansprache am Bahnhof hielt Tr. Döring, 1. Vorsitzender des Poltsbundes. ** Betriebsein s chr än kun g f ür M o - tote. Die elektrische Ueberiandzentrale teilt mit. daß sie wegen unzureichender Stromlieferung durch das staatliche Kraftwerk Wölsersheim sich veranlaßt sieht, den Betrieb von Motoren jeder Art in der Lichtzcit von Gintrüt der Dunkelheit bis abends 10t/2 Uhr zu verbieten. Sollte feitgestellt werden, daß Motoren in dieser Zeit benutzt werden, so wird deren dauernde Ausschalmng bis zur regel- mäßtgen Stromlieferung seitens des Kraftwerks Wölfersheim erfolgen. ** Volkshochschule Gießen. TerAn- zeigenteÜ der heutigen Nummer enthalt das Programm der Eröffnung des Wintersemesters 1919, die am 5. Oktober nachmittags 5 Uhr ht der Neuen Aula der Universität stattfindet und als schlichte Feier gedacht ist. Im Mittelpunkt steht eine Rede des bewährten Führers in der Volkshochschulbcwegimg, Pfarrer Tr. K och- Langd. Ter Bau er sch« Gesangverein tst in lekannter Liebenswürdigkeit bereit, unter der Leitung seines verdienstvollen Dirigenten, Lehrer G ö r l a ch, durch einige Chöre zur Verschönerung imd Weihe der Veranstaltung bei $u tragen. Der Vorstand lädt außer den Mitgliedern, Lehrern und Hörern jedermann em, der irgendwelchen Anteil an der Sache nimmt. — Tie Arbeit beginnt am Montag, 6. Oktober. Anmeldungen werden zu dm im Verzeichnis der Vortragsreihen und Arbeitsgemeinschaften angegebnen Zeiten und in den Sprechstunden der Geschäftsstelle (Löberstr. 26II) angenommen. Tas Verzeichnis kostet 30 Pf. und ist in allen BuEhandlungen sowie aus der Geschäftsstelle zu haben. ** 25jähriges Jubiläum. Gestern waren es 25 Jahre, daß Herr Ludwig De der in der Stadtmädchenschule m voller Rüstigkeit aus sein Amt zuriickblirkcn konnte. ** T i e W ä h l e r l i st e n f ü r d i e W a h l e n zur Kirchengemeindevertretung liegen bis 3. Oktober, jedesmal von XI bis 1 und von 5 bis 7 .Uhr offen und -zwar für die Matthäus- und Markurgemeinde im Gemeindesaal (K'irchstr. 9), für die Lukasgemeink: im Psarrhause (Licbigstr. ^56l, für die Johannesgemeiiid' im Psarrhause (Sud- Anlage 8). Wegen der besonderen Bedeutung der nächsten Kirchenwahlen ist es für jeden Wahlberechtigten von Wichtigkeit, sich von seiner Ein- tragimg in die Wählerliste zu überzeugen, zumal, wie wir hören, ein großer Teil der Berechtigten nicht eingetragen worden sein soll. . ** H i n d e n b u r g - G e b u r t s t a g s f c r er. Die von der Deutschnationalen Dolkspartei heute abend tm Einhorn veranstaltete Hindenburg-Geburtstagsfeier beginnt pünktlich um 8 Uhr. In der Person des Herrn Pfarrer Werner, langjähriger Prediger an der Paulskirche in Frankfurt, ist ein Redner gewonnen worden, dem in iveitesten Streifen ein glänzender Ruf vorausgeht. 2ktrck> deklamatorische Vorträge vaterländilchen Inhalts der Frau Mendelsohn-Bartholdi) und Gc sangsvorträge des Fräulein Ida Stammler wird die Feier in schöner und würdiger Weise gestaltet werden. Die Begleitung am Flügel bat in liebenswürdiger Weise Herr Pianist Julius Hahn übernommen. Alle vaterländisch gesinnten Männer und Frauen sind willkommen. Karten sind bei Ernst Ehallicr und im beschränkten Umfange an der Kasse zu haben. ** Der Orchesterverein 1908 veranstaltet heute abend 8 Uhr in der Turnhalle am Osivaldsgarten ein Wohltätigkeitskon tert zum Besten der zu rück kehr enden Gießener ^Kriegsgefangenen, an dem sich als Solisten Fran Schotte-Frei: (Sopran) und Fritz Leib iKlarinette) beteiligen werden. Das gut gewählte Programm bringt u. a. die Ouvertüre zur Kantate ,,Tie vier Menschenalter" von Lachner, sowie Thema und Variationen aus dem A-Durduartett von Beethoven __ ** Ter Gedan kenlef er Erik de Pas- aueet zeigte gestern abend im S-äale des Hotels Einhorn vor zahlreich erschienenen Zuschauern feind Künste. Mag es sich nun nm wirkliche Gedankenübertragung handeln ober um feinstes Reagieren au» unlwwußte Muskelbervegmigeii oder Pnlssdchag- veränderung des Führenden, jedensaNs sind diel Leistungen be Pasqueels außerordentlich und san ' lebensgefährliche Verletzungen zu. pro Zentner Lebendgewicht, die wie vorstehend angegeben ht drei Teile zerfallen. Infolge dieser Neuregelung sah sich der Kom- mimalverband genötigt, die Höchstpreise für Fleisch und Wurst mit sofortiger Wirkung wie folgt sestzusetzen: bet den Produzenten von den Areiosleischitellen aus Grund der vorgeschriebenen Löchstvrnse gewährt wird. Die Tatsache der heimlichen Etn- nahmen, die dm Fleischstellen hierdurch zufiietzen, ferregt in weitesten Kreisen der Landwirt« chatt berechtigte Empörung. Weiterhin beten tiehahm Häut preise bei gleichzeitig nie origen Höchstpreisen einen direkten Anreiz zu G e h e i m s ch l a ch tun« gen. Ist die Regierung bereit, dahin zu wirken, daß eine Rückgabe bet Felle an die Ablufkvet erfolgt, ooer, falls dies aus techniick-cn Gründen nicht möglich ist, ist sie bereit, Mafeiabinm zu treffen, daß den Ablieferern der Erlös für Häute direkt zusließt? Aus Hessen. dem aufgedrungen................. -- x_ Nehmen Sie es mir ab! O bitte, Magnus, bitte Magnus, geben Sie dies Geld Ihrer Tante zu Partei gegen 53 mehrbeitssozialistische Stimmen die von den Melnbeitsfi^iasisten auf Grund der gefcfylid.cn Bestimmungen geforderte Neuwahl bf j Arbciterrates ab. Von den Wahlgegnern imrrtv* geltend gemadt, daß der «rbcürrnrt at ferner gegenuärtim Zusammenfetzimg ein .Kind der Revolution sm und als solche:. !kf) nicht an die tetfat- tidjen Beslimmnn^n für gebunden erachte into baß "bcvlmlb aud. das laprtaliskifche Bürgertum nicht in dem 2lrbeitenat zu vertrvten sein braucht. * Höchst a. M„ 1. Oft. iPrfv.-^Äk.) 'Dem Ochiterbahnhofsüberwockiun ^dienst der hiesigen Polizei ist es gelungen, zwei Personen festzunehmen, die fieft svstematßck, mit der Beraubung von Güterwagen beftf/rfrigten. Tie Verhaftete haben Gütersendungen bestohlen, die nach Frank« furt a. M. beftimmt waren, und die infolge der Grenzkontrolle hier mehrere Tage stehen mußten. Bis jetzt fonittrn für ctiva 20 (XX) Mark des r> - ftpljtcnen Gutes wieder herbeigeschafft inerben. --- Niedershausen, 1. Oft. Beim Fischfängen benutzte der 20jährige Marl Steup Dvnamitpatronen, in die er, um eine noch größere Sprengwirkung zu erzielen, Erde stopfte. Die Mischung explodierte, riß dem jungen Mann die rechte Hand ah und fügte ihm im Gesicht und an der Brust --- Frankfurt a M., 1 OM. Der Arbeiter« .... lehnte heute nach einer stürmische von noh tischen Leidens.Insten toirckiwogten Sitzung mit 101 Stimmen der U.S.P nnb der kommun i«tisck«m das Pfund 3,— Mk. 2__ ' ." o 92 ” " 2*60 " ctrna gar eine verkappte Frauenrechtlerin „Nein. Ader . . „Nun also! Gottlob? Dann haben Sie t>i3 Heiraten ia nicht verichwvom und werden wi: Ihre Sä'Western sehr bald einen natürlich m Besä ützer finden. Wenn man so schön und lieblich ist, braud’t man wirklich nicht erst an einen „Beruf"' zu denken! Bis dahin . . M ödeste fuhr zornig auf. ,^Ich will nicht geheiratet inerben, bloß weil id rin hübsches G.'sickst habe! TaS ist viel schmachvoller als der clenbeik Srrnf! Ich werde über« Haupt nie heiraten!" Magnus betrachtete sie plötzlich sehr inter- enieri. „Et der Taufend!" dachte er b troffen. „Welche Raffe steckt in diesem kleinen schüchternen Ting! Das hat bi5 Mädel für selbständige An- Hduen!" „Sie haben mich wieder mißverstanden," tagte er bann laut. „Ich gebe natürlich zu, dost L! o. ylaLd «ereiniS1»1 vrM»e di.' E.ir «clost der der »eben Aell^ Ä<” ^liing^ P weniger mit fremden Leuten in Berührung bringt. Traurig ist ja nur, von anderen abhängig Mi sein, unb häßlich, auf . . Sie verstummte erschrocken — „auf eine gute Partie zu warten" — nein, das durfte sie nier' sich aus den Zentner Lebendgeividst ergebende Mehrerlös wird in (Gestalt eines Häutezuschlags wie folgt in fRcdynung gestellt: Ein Drittel erhält der Tierhalter als Zuschlag feit, mit der sie jetzt sprach und ihm das Kuv.'rt aufnötigte. „Davon tonn doch feine Rede fein, Modesta! Was Cie in Ausübung Ihres Berufes bisher verdienten —" „Aber ich bin doch nicht Tafeldecker in von Beruf!" „Nicht? Ich dachte." . . . Jetzt war er der Verlegene. „3d> tat es immer nur aud Gefälligkeit unb aus Freude an der Sache selbst. So wollte ich 's auch bei Ihrer Tante. Erst vorhin drang meine Freundin in mich, ich soll es zu meinem B^rus machen, weil Ihre Tante meinte . . . ab?t ih schlug eS natürlich ab. Ich weiß ganz gut. Die Schwester Ihn? Braut darf sich ihr Brot nicht in Dieter Weife verdienen! ..." Schneeglöckchen im rauben Märzwind — der Vergleich fuhr ihm unwillkürlich durch den «tzopf „3d) wußte es wohl," stammelte sie nied.'r- ge''chlagen, „Sie sind böse deshalb .... Sie schämen sich unser ... wir ... das heißt, ich — habe Ihnen Schande gemacht dadurch! Aber," sie schlug die Augen in heißem Flehm zu ihm auf, „ich tat es ja nickst für Geld! Ich wollte wirklich nichts nehmen. Man hat es mir jetzt trotz- völkerung. Auck ocr weite Ausschuß wird am nächsten Mi.lwocki seine Berattingen beginnen. Von Inter- esst ist unter den zur Beratung» stehenden Gegenständen der Antrag Knoll und Gen. betreffend die Pereinsackuny der Staatsverwaltung inib Herabsetzung der Verwaltungslösten, der Antrag Bor ne mann betreffend Revision des Land- wirtsck.asbs amwergesetzes, rin Antrag Hofmann in der gleichen Angelegenheit, eine Regierungsvorlage betreffend beit (Gerichtsstand imd das gc- ridtluti' Verfahren in Ansehung dcS Landesherrn, verschiedene VorsteNungen betreffend den Reli- gionsnnterrick-t in den Schulen, Vorstellung des Hessischen Oberkoniisloriums betreffend die Wahrung oes ckristlichm Grundcharatters des deutschen Schulnesens, Vorstellung des Tr. Walz betreffend Erhaltting des Reckites der Privatfel'-uleif, Vorstellung des Hessischen Krankentassenverbandes betressend die Für sorge lasse für die Beamten mich Bediensteten der Landgemeinden usw. LaudeS-Pfcrde^tchtoercin für Hessen. ** Friedberg, 30. Sept. Der La n des - p fe rde zu ditbe r e in für Hesse n trat am Sonntag zu feiner 42. ordentlich «en Mitgliederversammlung im Hotel Trapp basier zusammen. Es 1 raren etwa 20 Dtitglteder einschließlich des 'Siorstandev erschienen Oekon-omierat Muller gewiß nicht nelje tun . Sie zrttent ja, Modesta . .!" In der Tat stand Modesta bebend da, w ein seien Er will sich- bei dem Landnnrtichaftskammer-l Ausschuß für den Vorschlag des Vorittzeltden eut- setzen; die Scutfohteii müßten jeixxf; bevorzugt ir erben. Es seien Bestrebungen im Gange, bte Weiden aufzul-eben. Ter Pferdezucktvercm müiie hiergegen Schritte unternehmen. Ter Redner schildert die Schn lerigleiten bei der Werde in Sautern ba*41 Ter Lorsitz.nde erklärt auf eine Stnrra^c des Defoiromierat Bteidenback , daß der belgische schlag immer nod die Richtschnur des Vereins fei, aber unter den jetzigen Perhältnifsen müßten aud andera Zuctten in Betracht gezogen werden ü,r. Roß erklärt siä bereit, bei der Landwirtchoftskammcr ui Darmstadt dafür einjutreten, daß die Wallache ebenfalls auf die Weise getrieben loerben. Sobaud ntrb der Voranschlag in Einnahme und Ausgabe mit 10555 Mk. genehmigt. Tie Versammlung ist damit einverstanden, daß der bisherige Vorstand unverändert im Amte bleibt, auf Vorscklag von Lekonomierat Sttibenbad. nirb Tr. Noß neu hin- zugewähtt. Nad> den Ausmhnmgen des Vorsitzenden ist die Versammlung mit der Beibehaltung des bisherigen Beitragssatzes einverstanden. Tcm Rech' ncr des Vereins wird unter Tantesworten des Vorsitzenden Entlastung erteilt. Zum Schlüsse betont der Vorsitzende nochmals den festen WUlen des Vereins, alles aufzubieten zur Hebung der Pferderudt, zum Wohle des Einzelnen wie des Vaterlandes. Tie nächste Versammlung findet nächsten Jahre in Darmstadt statt. T als H-KW, Keltere ,e «Sy«« M baa ?tlt des LdeM’ bfS?tc ?^x 9S9f,®i4«,. 4 6'- «mit JSllenJ«f) hÄ’A ii %jjg.fjiirdi irt,t*4rtÄ tm kam Ä£B» fefa.Vfi?' iwU te Ä« M Ate* few noch 'ttg. Sept. T« l»^,. ÜV Krtzm allen Ä1 ^ud an- ■t usvOOO Nader oh» VZ°utzim Itnter ^eh«chr-nAvhn- ^JyWngung ?"durchaus bw y Vai»'-- und Kur- ; *r Wmtnkur bin: ntW blechen geöffnet, tturorchems und fDn, ~ Zur Sehebuug des mgm läßt die Sbibt, riftilanfrift ffiii&tf)’ neinrichten. kt. Der nMaq cei bürgerliche Mv eistagsabgevrdM Abrßsttfstn. -0. Dtt. Das Kriegs- ien Armee hat w- sich zu Tätlichkeiten gen deutsche fttoutn t Franzosenver- lsen bis zu 2 Jahren, zu 1000 M. verur- stammen meist aus essischen oder nassau- iffmi. oafflen für heu al. \. 'kflt 'la'fcb&tv \tinmvricn von W'i- vv?M Sitzung mit l t>l > ld der koiMMVtisM tssorialistische &nraiw Milten auf Grund br. 1 aesarderte Nemmbl dv ! 'N AlhlMNMl MlThr Xrteämct in seins rum ein And der Rp sich nicht an die rate- aelmndm fwrtee 1D® pitülistische Bürgertum , vertreten sein brauch:. fm® ' Stirn- . Ms w r sit^^ich - hal^AiSl Sc AKK ft ÄtfüSi* )ft (Pnv-Tck) Dm dienst der hiesigen Pa- Personen ftitzuneMei'. er «eraubungvon tgteK Trr stoirlen, ine nach MU und ore msolge der m Taoe stehen * m •’OÖOO $art des £ c®i,dlä‘rS «* ch'inaen zu- —. ;Iti) nur lÄMll, nSLi»- !* Ä» st fv 1« “*’£ iwf« Barnin8a |* tig ^rUf ob- cht in w f&fr >* * peruM-gi *v, „ i.i Vie Angestelltenbewegung in Siesten. Gießen, 1. OTt. Nachdem die unter dem Namen Wirtschaftliche Vereinigung locker verbundenen Angestellten verbände aus mancherlei Gründen bisher irgendwelche praktische Erfolge nicht aufzuwrisen hatte, wurde tv Wirtschaftliche Vereinigung aufgelöst und eine Arbeitsgemeinschaft der Angestellten Gießens gebildet, der neben den Mitgliedern der verfchicdenen Angestelltenverbände auch Nichtorganisierte Angestellte angehören. Der Vorstand setzt sich aus den Vertretern der einzelnen Verbände zusammen. Im überfüllten Saale des Gewerkschafts- Hauses hielt diese Arbeitsgemeinschaft gestern ihre erste Versammlung ab. Aus den Ver- lhandlungen, die im wesentlichen nichts renes brachten urch sich meist in allgemeinen Bahnen bewegten, läßt sich folgender Kern herausschälen: Von den Arbeitgebern sei dem Schlichtungsaus- schnß ein gedruckt.r Tarisentwiirf vorgelegt worden, dem im wesentlick>en die niedrigsten Sätze des in Fulda abgeschlossenen Tarifs zu Grunde lagen. Der Schlichtnngsausschuß habe sich, ohne die Wünsche der Angestelltenvertreter zu berücksichtigen, für diesen Vorschlag entschieden. Für die Angestellten sei dieser Vertrag unannehmbar, schon deshalb, weil man durch seine Annahme den Kollegen in den Nachbarstädten in den Rücken fallen würde, die bereits brDeutend günstigere Tarife abgeschlossen hätten. Die Arbeitgeber sollen nunmehr nochmals zu beschleunigten Verhandlungen eingeladen werden, zu denen die Arbeitsgemeinschaft neben sonstigem Material mit einem gedruckten Tarifentwurf aufwarten will, den es mit allen Mitteln durchzusetzen gelte. Die Ausarbei- timg der Einzelheiten dieses Entwurfs solle dem Vorstand überlassen bleiben, lieber die darin aufzu- ftellenden Forderungen äußerte man sich leider nicht näher, ausgenonmsten die Lehrlingsvergütung, die man, um der Lehrlingsz-üchterei wirksam ent- gegenzutreten, in den drei Lelwiahren auf 50, 80 und 160 Mk. pro Monat festsetzen werde. Wenn die Arbeitgeber dieser Aufforderung bis zu einem bestimmten Tage nicht nachgekommen seien, sollen sie durch den Schlichtungsausschuß dazu gezwungen werden. Bemerkenswert ist, daß vom Vorstandstisch betont wurde, daß an einen Streik vorläufig nicht gedacht werde, da ja auch der Schlichtungsausschuß noch nicht die letzte Instanz sei, während der Frankfurter Redner lebhaft dafür eintrat, daß auch die Gießener An- aestelltenschaft sich mit dem Gedanken eines Streiks vertraut machen müsse. Den Nieder- schlag des Abends bildeten die nachstehenden Entschließungen: 1. Die Versammlung der Angestellten Gießens beschließt einstimmig, daß der vom Schlichtungs- ausfchuß zur Annahme empfoNene Tarifvertrag abgelehnk wird, da es ganz unmöglich ist, mit diesen Sätzen auszukommen. 2. Die Angestellten Versammlung erwartet, daß der hiesige Schlichtungsausschuß alsbald eine «andere Zusammensetzung erfährt. Es ist vorgekommen, daß zur müitblidfen Verhandlung weder ein ständiges Arbeitnehmermitglied noch ein Stellvertreter zugegen waren, sondern nur zwei unständige Beisitzer, die der Vorsitzende von sich aus für den Sitzungstag bestimmte. Auch wird es als ein Mißstand bezeichnet, daß kein ständiger unparteiischer Vorsitzender gewählt ist. Daß der Geschäftsführer hier und. da als unparteiischer Vorsitzender beslimmt wird, verwerfen wir, da er in der Geschäftsführung an die Weisungen des Arbeitgebervorsitzenden gebunden ist. Die letzte Entschließung soll dem Landes- Arbeits- und Wirtschaftsamt mit der Bitte um Abhilfe übersandt werden. Falls hierzu keine gesetzliche Handhabe vorliege, solle auf die Mitglieder des Schlichtungsausschusses cingcnnrtt werden, daß sie von ihrem Posten zurücktreten und daß eine Neuwahl erfolgt. Stenographie. Der Hessisch-Nassauische (Main-Rheingau) Verband Gabelsberger Stenographen hielt am 27., 28. und 29. September in Bad H outb u r g seine tO. Verbandstagung ab. Zu dem Wett schreiben hatten sich über 1100 Teilnehmer aus allen Teilen des unbesetzten und besetzten Hessens, aus Hessen-Nassau und Kurhesscu cingefunbcn. Die beiden Gießener Vereine (Gesellschaft = G., Verein von 1861 — B.) hatten folgende Preisträger zu verzeichnen: 260 Silben: 3. Preis Georg Scholl (G.). 200 Silben: 1. und Ehrenpreis Aug. Hirsch (G.), 1. Preis Lina Karnbach (G.). 180 Silben: 1. und Ehrenpreis Karl Hammel (B.), 1. Preise Lina Brasch (G.), Karl Röhm (G.). 160 Silben: 1. Preis Karl Roth (G.), 2. Preise Heinrich Heckroth (53.), Emil Grobe (V.), .Elli Bingel (G.). 140 Silben: 2. Preis Jakob Schmidt(G.). 120 Silben: 1. Preise Margarethe Hübner (53.), Tilly Hofmann (G.), Liefet Lich lG.), 2. Preise Willy Reinhardt (G.), Irmgard Wagner (93.1, 3. Preise Maria Schmidt (93.), Wilhelm Momberger (G.). 100 Silben: 1. u. Ehrenpreis Emmy Zecher (G.), 1. Preise Anna Dörr (G.), Paula (G.), Karl Heß (G.), Heinrich Ganß (G.), Else Euler (93.), Minna Hammel (G.), Georg Dahl (G.), 2. Preise Anna Spieß (93.), Babette JArNV.), Wilhelm Haus (G.), Karl Kolbe (93.), ^1«^ (93.), 3 Preis Sophie Bepler (V.). 1. und Ehrenpreis Kurt lVO, 1. Preise Willem Rinn (G.), Willy Adolf .Kopf (G.), W. Kratz (©.); i ^S WEy Heckroth'sV.), Paula Stxobel (G.), fax Kurt Welter (93.), Karl Simon (G.), Frieda Zrnk (G.). Der Offenbacher putsch vor dem 5chwurgericht. rm. Darmstadt, 30. Sept. Di eheutige Schwurgerichlsverhandtung gegen E i s e n r e i ch und Genossen begann am heutigen zweiten 93eri Handlungstag mit der Vernehmung des Hauptmanns v. Wachter, dem Leiter der Reichswehr- Kompagnie, die am Karfreitag vom Volksrat Offenbach zur Hilfe resp. zur Aufrechterhaltung der Ordnung gerufen worden war. Schön alsbald nach Betreten des Offenbacher Bodens war die Grhrung in der Bevölkerung bemerkbar, die sich sehr bald auf dem Wege nadji dem Wilhelmsplatz und dann nach, der Kaserne in beleidigender Form bemerkbar machte. Einem Sergeanten wurde das Seitengewehr, einem Soldaten Gewehr von der johlenden Menge abgenom «Line Masckinenge- wekrbemannung konnte > , um Blutvergießen zu vermeiden, nur dadurch ten, daß sie schleunigst davonjagte, um später nach der Kaserne zu eilen. Ter Offizier schilderte die 93orgänge in der Kaserne, wo er mit allen Mitteln versucht habe, die Leute zu beruhigen und dazu zu bringen, daß deren Führer verl)andeln. Es war alles umsonst, das Dor wurde eingedrückt. Man Hobe durch' Trohirngen die Menge eingeschuch/ert, bis plötzlich von der Rückseite her ein -Lchuß fiel, woraus seine Leute sich wehrten itni> ohne Kommando ans die wilde, nicht mehr zu haltende Menge fchpsfen. Dabei wurde versucht, das eine Maschinengewehr den Soldaten zu entreißen. Aehnlich lauten die Aussagen des Leutnants Schmidt und einer Anzahl Unteroffiziere und Mannschaften, bie alle für die Angeklagten ziemlich belastende Aussagen machen. Auch am Nachmittag fallen die Aussagm in der Hauptsache belastend für die Angeklagten aus, loenn auch einzelne Zeugen. insbesEondere ein Mitglied der U.S.P. ihn zu entlasten suchen. Durch die fortdauernden Gegenfragen der Angeklagten Eisenreich, B o ck h a r d t und Bauch, wird die Verhandlung sehr in die Länge gezogen, s-o daß heute trotz des frühen Beginnes der Verhandlungen um 1/»9 Uhr noch, lange nicht alle Zeugen zur 93ernehmung kommen konnten. Es ist nicht anzunehmen, daß der morgige Mittwoch für die Zeugenvernehmungal noch nicht ausreicht, so daß im günstigsten Falle der S'ck'luß der Verhandlung a in Donnerstag, voraussichtlich aber erst am Freitag zu erwarten ist. Anschieinend ist aus diesem Grunde die für Freitag vorgesehene 93erhandlung gegen Kutscher Dieburg wegen Körperverletzung mit tödlichem Erfolg auf kommenden Montag verschoben worden und der Fall Lehr und Genossen wegen Raub fällt zu- näck. st ganz aus. Darmstadt, 1. Okt. Am 3. Verhandlungstage wird mit Verlesung, der V o r st r a f a k t e n der Angeklagten begonnen. Danach ist Eisenreich schon in seiner Jugend mit 18 Jahren rvegcn schweren Diebstahls vorbestraft worden und hat nad) einer kurzen Gesängnisstrche im Jahre 1911 in Frankfurt toegen Diebstahls hintereinander in Bamberg, Nürnberg und Offenbach verschiedene schwere Eirchruchsdieb- stähle in frechster Weise meist am Hellen Tage begangen, für die er zuletzt GesamtzuchitHausstrafen von sechs Jahren und 10 Jahre Ehrverlust erhalt imb verbüßte. Er ging ganz raffiniert vor, reiste nur mit einer ganzen Reihe von Embrecherwerk- zeugen, die er in einer Ledermappe mit sich führte, versuchte aber immer wieder zu leugnen, obwohl er in einem Falle bei der Tat direkt erwischt wurde, aber durchging. Er behauptet unschuldig das Opfer der Verhältnisse geworden zu sein. Seine 93erur- teilungen seien nur auf Grund von Indizienbeweisen erfolgt. Seit Jahren bekennt er sich zur anarchistischen Partei. Ter Angeklagte Bauch hat etwa ein Dutzend Vorstrafen, meist wegen Diebstahl, Körperverletzung Geiralttätigkeiten. Tie Angeklagte B ra u n ist entrüstet, als man ihre 79 Vorstrafen verliest, darunter etwa 60 wegen Kontvollübertretungen, eine Zuchthausstrafe wegen Meineid, sowie wegen Kuppelei, die sie als Inhaberin öffentlich'er Häuser in der Rosengasse und der Heiligkreuzgasse erhielt. Ter AngeKrgte B o ck h a r d t ist bisher unbestraft. In der dann fortgesetzten Zeugenvernehmung erklärt der Kreisdirektor Spanier, daß der Re- botteur Kaul- Offenbach zur Zeft der Vorkommnisse in der Kaserne und später aufdem Kreisamt war. Tanach wird die von den Angeklagten aufgestellte Behauptung, daß Kaul das Zeichen zum Schließen gegeben habe, hinfällig. Weitere Zeugen betätigen, daß Bauch, mit zwei schweren Brow- nrngpistolen renommiert hat und wie er wiederholt die Posten belästigte. In der weiteren Vernehmung wird wiederholt festgeftellt, daß der e r ft c S ch u ß aus der Menge gefallen ist In der Mittagspause hat der Vorsitzend«' cm- geordnet, daß der bisher in Freiheit befindliche Angeklagte Bockhardt in Gewahrsam genommen wurde und stellt auf Bcschtverde der 93erteidi- gung fest, daß dies keine Haft, sondern nur als Gewahrsam der Verhandlung zu betrachten sei: ein Haftbefehl sei nicht erlassen. Im 93erlaufe des Nachmittags treten verschiedene Mitglieder der Kommunistischen Partei auf, die Eisenreich zu entlasten suchen. Auch die Ehefrau Eisenreich tritt für ihn ein. Er sei der beste Mann, der nur durch die unschuldig erlittenen Zucksthaussttafen sehr nervös geworden sei. Sie gwt zu, daß ihr Mann infolge Familienzwistigkeiten einige Zeit bei der Angeklagten Braun gewohnt habe. — Eisenrcich hält dann einen Vortrag über telepatische, suggestive und hypnotische Einwirkungen, deren Opfer er sei. Er werde oft von einer inneren Stimme beherrscht, der er sich nicht entziehens könne. Zum Schluß mackst noch der Kartell Vorsitzende der Offenbacher Gen'erkschaften, Zeuge W. Weber längere Erörterungen über die Beziehungen Eisenreichs zu der Partei, die schließlich in persönliche Gehässigkeit und Verfolgungen ausarteteir. Dann werden die 93erhandlungen abgÄwochen. Sie sollen jim Donnerstag früh fortgesetzt werden. Nach Schluß der Vernehmung Webers, die noch einige Zeil in Anspruch nehmen dürfte, sind noch zwei Zeugen aufzurufen, alsdann werden die Plädoyers beginnen, so daß die Verhandlung voraussichtlich morgen abend zu Ende gehen wird. ^ochschrilnacbrichten. Genf, 1. Ott. (Wölfs.) Schweizerische Te- tKjdenagentur. Gestern abend fand hver die erste Sitzung der französisch-schweizerischen Konferenz der Universitäten dieser beiden Lärlder statt. Sie wurde von dem Tirektvr der Genfer Universität Tirektvr Raoul Gautier präsidiert. Zweck der Konferenz ist, Mittel und Wege zu prüfen, um zu gewissen gleichen Bedingungen in der Jmmotrikulatioli, im Studiengang zu kommen und einen intellektuellen Gedankenaustausch in den höheren Studier: zu fördern. Tie Verhandlungen werden die ganze Woche in Anspruch) nehmen. Annft unb Wissenschaft. Frankfurter Theater. » Das altflämischo Schauspiel „L a n z e l o t und San de rein", eine anmutig dramatisierte Historie, die ahne viel Bekümmernis um Wahrschnn- lichkeitslehre und Psychologie der rein in Tugend den Lebenspreis zuteilt und die Lauheit unter-« gehen läßt (die hübsche Ueberttagung von Fri^rich Marcus Hübner stellt ein schmuckes Bändchm der Jnsel-Büchevei dar), ward tm Frankfurt;r Schauspielhause neu gegeben und gefiel dem kritischem Publikum des späteren Jahrhunderts um seiner unverwelkt poetischen Reize willen. Die Bühnenbilder nach Entwürfen vori Ludwig Sievert zauberten eine Welt des Märchens hervor. In der von Richard Weichert illxeiwachten Aufführung gemahnt Irl. Brod als „schöne, reine Magd" >an ein Gemälde von van Eyck: sympathische Ritterlichkeft strahlte von ihrem Partner, Herrn Karchöw, aus. — Molieres Lustspiel „Ge o rge Dandin" mutet uns in seinem eigentlichen Gehalt eher ttagisch an. Wir können es nicht mehr als possenhafte Belustigung empfinden, 'roenn dem einzig Anständigen in diesem Kreis von Frivolität und Leichtsinn, von Betrug und Ehrlosigkeiten immer neues Unrecht geschieht. Und für uns gibt der Adel der Geburt nicht im Mindesten das Recht, einen wackeren Bürgerlichen zum Narren zu halten. Ta dachte und war die „gute alte Zeit" doch unmoralischer. — Erne feinsinnige Inszenierung und flottes Spiel der Darsteller (Jmpekov-ens bemitleidenswert hilftoser Dandin voran) erregten auch hier gefesseltes Jntereffe. tt. Vermischtes Raubüberfall. — Würzburg, 1. Ott. Ter Juwelier K u h- n c r t wurde Montag abend in seiner Wohnung von zwei jungen Burschen überfallen, mit Chloroform betäubt und niedergeschlagen. Ehe die Räuber an die Ausraubung der Wohnung gehen konnten, tarn Kuhnert ^ur Besinnung' und rief aus dem Fenster um Hilfe. MS Straßenpassanten in die Wohnung etnbrtmgvn, richteten die Einbrecher ihro Revokver auf fick' selbst. Der eine Bursche war sofort tot, der andere starb kurz nach seiner Einlieferung in das Jnliusspftal. Mord. 3 b ft ei n, 1. Oft. Im nahen Wall- robenftein paßte der Sohn des früheren Bürgermeisters, der Färber Wilhelm B a u - man n, seinem 77jährigen Schwiegervater, Christian Kilian, in dunkler Morgenstunde auf, als er sich von seiner Wohnung in die Wohnung seiner Tochter begeben wollte, und schlug ihn mit einer Mistgabel nieder. Dann tötete er den Greis durch mehrere Stiche in den Leib. Der Grund zu der Bluttat ist in Familienzwistigkeiten zu erblicken. Der Mörder wurde verhaftet. Ein Heimkchrcrzug auf einen Eilzug ans- gefahren. Berlin, l.Ott. (Priv.-Tel.) Der Heimkehrerzug 6 055, von Tauberbischvfsheim nach der Auflösungsstatioii Eorbethtt bei Leipzig bestimmt, ist der „B. Z. a. M." zufolge, heute morgen bei Naumburg an der Saale auf den Eilzug 692 aufgefahren, wobei acht Personen schwer verletzt wurden. Auslandsfahrt des Luftschiffes „Bodenfee". Berlin, 1. Ott. Am 7. und 8. Oktober wird das deutsche Luftschiff „Bodensee, der „93oss. Ztg." zufolge, die erste Auslands- fahrt antreten und zwar von 93erlin nach Stockholm und zurück. Die Reisedauer zwischen Berlin und Stockholm beträgt rund sieben bis acht Stunden. Ausschreitungen gegen Neger. Haag, 1. Okt. (Wolff.) Der „Nieuwe Courant" meldet aus Omaha «Nebraska) vom 30. September: In der Sonntagsnacht kam es hier zu Ausschreitungen gegen die Neger- bevölkerung. Ein Neger, der beschuldigt wurde einen Anschlag auf ein weißes Mädchen verübt zu haben, mürbe aus dem Gefängnis geholt, aufgehängt unb mit Kugeln durchsiebt. Der Bürgermeister, der sich weigerte, den gefangenen Neger auszuliefern wurde von der erregten Menge mißhandelt und beinahe selbst aufgehängt. Die Bevölkerung unternahm zehn Stunden lang Ueberfälle aus Neger, bis schließlich 2000 Soldaten die Ordnung wieder herstellten. Ein Aufrührer wurde getötet, 56 andere Derinunbet. Man besürch- tet eine Wiederholung der AussckTreitungen. Kirchliche Nachrichten. Israel. Religionsgemeinde. Goiles- dienst in der Synagoge (Süd-Anlag^. ^am-3tig, 4. Oktober 1919: 93 e r s ö h n u n g s fe st. Vor abend: 6 Uhr. Predigt: 6.30. Morgens: 7.45. Predigt u. Seelenfeier: 11.30. Nochm.: Schlußpredigt: 5. Festesausgang: 6 40. — NE. Während der Predigt ist der Eintritt nicht gestattet. Israel. Neligivns - Gesellschaft. Freitag Morgen: 5.00. Nachmittag: 2.30. Samstag, 4. Oktober 1919: 93 e r s ö hn u n g s f e sl. Vor abend: 6.00. Predigt, morgens 6.00. Festes- ausgong: 6.38. Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 5.00, 2B e 11 e r n ? t a u v i a g e für wiegend wolkig, zeitweise leicht1 Niederschläge, Temperatur wenig geändert. Westliche Wind'. Letzte 21 a di rieb tcit. Die Umbildung des Neichskabinetts. Berlin, 1. Ott. (WTV.) Die Verhandlungen über die Umbildung des Kabinetts führten heute sowohl in der Sache wie bezüglich der Ressorts zu einer vollen Verständigung. Die Temo frateu übernehmen das Ministerium der Justiz, dessen Leiter gleichzeftig mit der Vertretung des Reichskanzlers betraut wird, das Ministerium des Innern sowie das neue Ministerium zur Durchführung der wirtschaftlichen Friedensbedingungen, insbesottdere des Wiederaufbaues von Nordfrankreich und Belgien. Diesem Ministerium roerbcii zugleich die wichtigen Ausgaben der Entschädigung der Ausländsdeutschen, der Entschädigung der Kolonialdeutschen, der Abwicklung der 93or- kriegsschulden und der Zwangsliguidationeii sölvie der Entschädigung für unsere Handelsflotte zugc- wiesen. Die endgültige Bezeichnung der Geschäfts- abgrenzrmg für dieses Ministerium bleibt Vorbehalten. Auf Grund dieser Verständigung wird der Reichskanzler im Auftrage des Reichspräsidenten die in der Verfassung vorgeschriebenen Verhandlungen führen, die, rote angenommen werden darf, noch im Lause des morgigen Tages zu in Abschluß gelangen werden. Minister Dr. David wird dem Kabinett als Minister ohne Portefeuille angehören. Der interfraktionelle Ausschuß tritt wie früher unter dem Vorsitze Payers wieder in Tätigkeit. Der bayerische Laildt.lg. München, 2. Ott. (W. BH Der bayerische Landtag trat Mittwoch nachmittag wieder im Landtagsgebäude, das durch Soldaten der Reichswehr militärisch gesichert war, zusammen. Präsident Schmidt eröffnete die Sihung mit einer kurzen Ansprache, in der er die Abgeordneten im alten Heim willkommen hieß. Da- rauf trat das Haus in die Tagesordnung ein und genehmigte die Regierungssorderung von 50 Millionen zum Ankauf von Lebensmitteln. Das italienische Kabinett. Rom, 2.Okt. Nitti hatte heute Unttr- rcbimgcu mit Luzzatti, Giolitti, Salandra, Tu rnti und anderen Parteiführern. Man schließt daraus, daß Nitti das Kabinett durch die Neubesetzung einiger Ministerposten daiterhafter ge statten will. Die Opposftionspresse greift Nitti toegen der Kammerauflösung in sehr heftiger Weise an. Die Lage in Albanien. Bern, 2.-Okt. Nach der „Agence Centrale" ist die Lage de r Jta l ie n e r in A l b a n i c n sehr kritisch. Die Italiener erlitten am 21. Sept, eine Niederlage durch die Albanesen, die gegen Durazo und Skutari vorgehen. Sie hatten nur noch die Mitte des Landes besetzt. Ihre Besatzungs- truppen gingen von El Basson nach Valona zurück. Ungarn. Berlin, 2. Ott. Wie dem „Verl. Lokalanz " aus Budapest gemeldet wird, erschienen nm Dienstag Vertreter der Entente beim Ministerpräsidenten Friedrich und teilten ihm mit, daß eine Anerkennung feiner Regierung ausgeschlossen sei. Die einzige Regelung sei die Bildung eines Koalftionsläbiuetts. Gleic!>zcittg wurden Vergel- timgsmaß.regeln angedroht, falls diese Forderung nicht erfüllt werde. WilfotlS Gesunüheitszustand. Amsterdam, 2. Okt. Aus Annap.ckiS wird gemeldet, daß der Zustand Wilsons sich etwas besserte. Wilson wird Washington ^ur Wiederherstellung seiner Gesundheit verlaßen. — Senator Knox berurteÜte im Senat die 93erwen düng amerikanischer Truppen in Dalnratien. Senator H i t ch c o ck erklärte, daß die amerikanische Flotte nod) dem Obersten Rat in Paris unterstehe, wie während des Krieges. Der Größenwahn d'Annumios. Rotterdams. Ott. (WTB.) Tem„Nicun»e Ri. tterdamsche Courant" zufolge wird gemeldet, daß d ' A n n u n zio die telegraphische Verbindung zwischen Fiume und Agram imterbvochen und frer ftanzösischen Mission mitgeteilt hat, daß er sich mit Südslawien im Kriegszustände befinde. Der Achtstundentag in Spanien. Ain sterdain, 2. Ott. (WTB. > Ter „Times" wird aus Madrid gemeldet: Am 1. Oktober wurde der Achtstundentag für ganz Spanien ein- geiührt. Der Secmannsftreik. Hamburg, 2. Ott. (W. B.) Wie in den meisten größeren Hafenstädten, haben auch in Hamburg die Abstimmungen auf den 9Berften über den von dem Schlichtungsausschus; gefällten Schiedsspruch eine Ablehnung ergeben. Der Spruch enthielt u. a. auch die Wieder Aufnahme der LMordarbeit, die von dem Ausschuß als notwendige Voraussetzung für das Wiederaufblühen der Wertteil bezeichnet worden war. Von 10 392 in Hamburg abgegebenen Stimmen waren 4974 für und 6318 gegen die Annahme des Schiedsspruches. vehördliche Anzeigen. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma L. Friedberger Söhne Aachs, in Gießen eingetragen: Das Geschäft ist mit Wirkung vom 1. September 1919 auf (Emil Wolff als (Eintel. Kaufmann übergegangen mit Aktiven unb Passiven unb bem Recht der Weiterführung bet bisherigen Firma. Gießen, den 27. September 1919. 11320B Hessisches Amtsgericht. ömtehen M irl wtrt tle Irthl'seke Ualv.-Druekerel, B. Laag«, »leßes Bekanntmachung. In unser Hanbelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Linden-Apotheke in Großen- Linben eingetragen: Die Firma ist mit Wirkung vom 24. September 1919 mit Aktiven und Passiven und dem Rechte der Weiterführuna der seitherigen Firma auf Wilhelm Schlich Witwe, (Elisabeth geborene Petn von Großen-Linden als Alleininhaberin übergegangen. Gießen, den 25. September 1919. 11321B Hessisches Amtsgericht. _____ la. Aufnehmer in grau Mk. 2.75 u. 3.25, „ weiß , i.75. (9709 Franz Bette,‘' äiigbiirg1'>- Wer arbeitet Lochstickerei ii. zu welch. Preis? Schr. Ang. n. 018487 a. b. G. At uiiiiiiiiiiniiiiuiiiiniiuiuiiiiiiuiiiB Bekanntmachung. Vetr.: Motoren-Anschlüsse; hier: 9)etriebsein- schröukung. W gen unzur iijer.ter Strcm'.iefcri m fettend des staatlichen Kraftwerks Wöl'erSh-im sehen wir uns veranlasst, den Betrieb v n Motoren jeder Art in der Licht zeit von Eintritt der Dunkelheit bis abends IOV2 Uhr zu »erbieten. Sollte festgestellt werden, daß Motoren in dieser Zeit benutzt worden, so wird deren dauernde Abschaltung b-is zur regelmäßigen Stromlicferung seitens des Kraftwerks Wölfersheim erfolgen. 11345B Friedberg, den 1. Oktober 1919. Elcttrische Ueberland-Anlage der Provinz Oberhcssen. Die Direktion: von Stadler. *♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ 4 vesuchriarten, Danfforten, Verlobung;- 2 ♦ vermählmig»', 6eburt$= e und grauer-Vrullsachen '4 ♦ werden tn feinster Aurführung in der ♦ BuchdruekereiJ.Weinert '■ Xenenwejc 9 Gießen 8 t schneüstenr und preiswert angefertfgt. t ♦ Mit Mnperit stehe ♦ gern zu Diensten. ♦ Großes Lager in Vriefpapier-Lassetlen. ♦ j ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»% Volkshochschule Gießen! Familie 2chöu Olli» i Klein-Linden, den 1. Oktober 1919. $ lurti . . w. A. Mozart $. »dl Nachtgesang 5 Mitglieder, Hörer, Lehrer sowie alle Zreunde der Sache werden Der Vorstand. hiermit eingeladen. 11317D 01S498 erfnbren ist. Frau MarieTheiß Weitershain und Mainzlar, den 30. Sept. 1919. 11315hv Cassel. Kloster-Arnsburg bei Lieh. Die Beerdigung findet statt Samstag, den 4. Oktober, nachm. 3 Uhr. Lollar, den 1. Oktober 1919. 61*471 Die Beerdigung findet Freitag, 3. Okt, nachm. 4 Uhr, statt. 15119 Geldgewinne Mk. 15119 Geldgewinne Mk ssaoD und Kinder. oi wer * 2; w k- .. .. - - .'4' III v-t- Neded. Herrn pfarrerrvr.Noch-cangd über,.Vie Grund, lagen, das Wesen und das siel der Volkshochschule" <91 *v ■ Sofortg. Gewinnauszahlung inki.lOLmiln Biwlii! Heute mittag l1/, Uhr entschlief nach kurzem, schwerem Leiden meine liebe herzensgute Gattin, unsere stets treusorgende Mutter, Tochter, Schwester, Schwiegertochter, Schwägerin und Tante Frau Marie Thörner geb. Gottwalz nebst Kindern und Enkeln. Wegen Verheiratung meines seh gen suche ver bald ein tucht'gev, nut empfohlenes Jlhdchen, das in Küche u. Haushalt Tüchtiges, nicht zu mngeS Mädchen für sofort gesucht. 6,w* Frau H Ecligmanu, Bahnhofür. 27. Gteßeu (Steinstr. 3D, Apolda, Weidenau. Walldorf. 1. Okt 1919. Die Beerdigung findet Samstag den 4, Oktober nachmittags 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Hessische Rote Kreuz MHUMl In tiefem Schmerz: Wilh. Heinr. Theiß u. Kinder Familie Fortbach. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Entschlafenen ZMWbelhcMgeWr sowie für die herzlichen und trostreichen Worte des Herrn 'Pfarrers Lidenmüller und für die Kranzspenden sagen wir innigsten Dank. I In tiefer Trauer: Frau Kätchen Nagel geb. Rühl Losbriefe äMk. 1.10 II Lose für Mk. 11.10, Porto 20 Plg. extra, bei HtiirifN t Hip lirt Üifh'i I J. ithtittaklUUfsrl X£"e lienM) Ferner In OleRen bd L. Joost and R. Buchacker Wiederverklnfer gesucht. im 20. Lebensjahre. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Pfaff. geb. Fortbach im 34.Lebensjahre. Die Beerdigung findet Freitag den 3. Oktober nachmittags l1/, Uhr in Weitershain statt. 019007 Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen des Ludwig Euler Vorsteher a. D. sagen wir auf diesem Wege unseren herz, lichsten Dank. llMI Die trauernden Hinterbliebenen Odenhausen a. d.Lhn., Salzböden, 2. X. 19. Statt besonderer Anzeige. Heute früh 8V, Uhr entschlief sanft nach schwerem, langem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater. Schwiegervater. Schwager und Onkel Herr Wilhelm Nagel im Alter von 69 Jahren. Es hat Gott dem Allmächtigen gefallen, meinen lieben unvergeßlichen Sohn, unseren herzensguten, treuen Bruder, Schwager, Onkel und Neffen Heinrich Schäfer Installateur infolge eines Unglucksfalles und kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 22 Jahren in die obere Heimat abzurufen. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Schäfer I. 1. 2. 5. 4. Sonntag den 5 Gl r nachmittags 5 Uhr in der neuen 21 um der Universität: Eröffnung der Wintersemesters 1919 unter Mitwirkung des vauerschen Gesangvereins Großen-Linden (Bahnhofstraße 29), oiooii Aliendorf a. d. Lahn, den 1. Oktober 1919. Die Beerdigung findet Freitag nachm. 3 Uhr statt. Ernstgemeint! Wtnver, 37 I. alt, eu., m. eigenem Helm u. einigen Morgen Land, sucht, da eS ihm an passender Ge- iegcnheit fehlt, auf diesem Wege mit einer tüchtigen Frau iauch KriegSwitrve» zwecks späterer Heirat bekannt zu werden. Schr. Ang, u. 018470 a. d. Gien.«. Klein-Willig einer zeitgemähen gesetzlich geschützten Alarmtiirfiißttunll für (Sichen und Streik zu vergeben. Offerten unter „K. L. 2999“ an HaasenslelBÄ Vogler A.B., Statt besonderer Anzeige. Mittwoch, den 1. Oktober, nachmittags ’/,4 Uhr, entschlief sanft mein lieber Mann, unser guter Vater, Großvater, Schwiegervater, Bruder und Onkel Johannes Thörner im vollendeten 81. Lebensjahre. Todes-Anzeige. Heute nacht 123/t Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden unser lieber Sohn und Bruder Richard Bfr[oren.T“bt m.Monogr. H-K- imVeöcr- armband a-lv od.ll.Levl. verloren. $Bieber6dnfl. erhält hohe Belohnung. Arankf. Str. 3i,L 81. UeQec Pcrlbeiitel lAndenken) grüne Linie zum Bahnhof oder Weg zur Augenklinik, gestern zwischen 1 u. 2 Uhr verloren. Geg. g Bel. abzug. Neuen Baue 11 II. Wachstuche beste FriedenSaualität Uinoleum liftgm* empfiehlt ui« /apetenhim HochitXtter. SBrautä TOfita für Hausarbeit sofort ges. 11306 Caf^ Am end. Zuverlässiges junges Mädchen zu 2 kl. Kmd. sofort ges. Süd Anlage 23 I. Orb. Mädchen b. hob. Lohn zu 2 Pers, gesucht. 018989 (Soetbettr. 40 p. Eia ordentliches Dienstmädchen zum 15. fft. gesucht Plockttrahe 9 im Laden. Braves Mädclienvom Lande ver 15. Cft. gesucht. 0lw* Frau Bäckermstr. Rübl, Markt. 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Oktober 1919 tritt infolge der durch Pellorest.Tamrnllbk m.L!onogr.HK-iw^edee ^ÄÜeÄ'ederbitns- LeÄ Lel°bmm — Hans Thoma hat aus Anlaß seines - -. Geburtstages sein Selbstbildnis radiert „Hans Thoma 80 Jahre". Tas meisterhafte Blatt, gleist sam die Krönung von Thomas graphischem Werke, hat er E. A. Seemann in Leipzig in Verlag Vereins NiNt" • - 8- Hbt " Schriftliche MM möglichst mU k-ld^ wieder ?,uruM rog unter 018)94 an b. ®i» $4 erbeten. Diskrel.°° Ehrensache. __________. Einschränkung der Beleuchtung, Festsetzung der Polizeistunde usw., sollten den städtischen Werken die Maßnahmen überlassen bleiben, welche erforderlich sind, uni mit den zugeteilten Kohlenmengen auszukommen. Daß bei der Notlage, in der iirir ... ---------- uns befinden, eine Kohlenbelieferung der Gas- Tie Befugnisse, die bisher den KommarDiereno^n werke auch nur annähernd wie im Frieden un-1 Generälen des II. und XVIII. A.-Ks. zustanden, sucht auf diesem Wege de Bekanntschaft eines, gr w n, Sutibo^—- Ol^L-Tr^ben^'’ ‘ ÄS ?«*■ ** Hörnsheim, 28. Sept. Auf Anregung der Kriegsbeschädigten von Großen-Linden hatten sich die hiesigen Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen iV ^pple des Gastwirts Befeer hier zusammengefunden, wo der Kreisvertreter des Kr- ises Gießen des Einheitsverbandes der Kriegsbeschädigten Deutschlands, Kamerad M ö l l aus Gießen, einen Vortrag über Zweck und Ziele der Kriegsbeschädigtenbewegungen hiett und über die Notlage der Kriegsbeschädigtcn und Kriegshinterbliebenen, sowie die unzulänglichen Maßnahmen der Regierung sprach und die berechtigten Forderungen der Kriegsopfer erläuterte, Nach Schluß des mit allgemeinem Beifall ctufgenommenen Vortrags wurde einstimmig der Beitritt zunt Einheitsverband und der Anschluß an die schon bestehende Ortsgruppe Gvoßen-Linden beschlossen Hessen-Nassau. X Schlüchtern, 29. Sept. Der Kreistag des Kreises Schlüchtern hat den Kreisausschutz ermächttgt, zur Deckung der Kosten für die e l e k * irische Ueberlandzentrale eine Anleihe bis zur Höhe von 3,Millionen Mark aufzu- nehmen. Ferner beschloß der Kreistag, im Kreis- krankenhause Schlüchtern eine chirurgische Abteilung zu errichten und einen Arzt mit chirurgischer Vorbildung zu unterstellen, der gleichzeitig als Chefarzt die Behandlung der inneren Anstalts- sckranken übernimmt. Es wurde ihm ein festes Gehalt von 4000 Mk. bewilligt und gestattet, Ho- .... Fri-edensv ertrag Dertetgtcn HecresUrrminde- rung eine grundlegärde Aenderung der Besefesbe- fugnisse und Arbeitsgebiete der Obersten Militärbehörden ein. Aus den Bereichen der Generalkommandos II und XVIII — Thüringen, Hessen- Nassau, Freistaat Hessen-Darmstaot, siwl. Teil von Westfalen — wird unter Abtrennung von Teilen stand fern von den Stätten jener Ueberkultur des zärtlichen bleu mourant. Zu Bernau im Schwarz- walde wurde er am 2. Oktober 1839 geboren. Nach e^ner ländlich-lieblich verträumten Jngenid brachte man Hans nach Safe! zu einem Ltthogropheu in die Lehre. Aber das wurde nichts Rechtes, ebenso wie ein paar Monate später bei einem Baseler Stubenmaler, und der Einige war fr»h, afe ihm, die Mutter, 1855, nach Hause znrückrief, damit er in dem eben des Hansdaters beraubten Landwesen mitschasse. Aus dem Jahve 1859 schon stammt das schöne Selbstporttät Thomas mit dem freien Witzchelhaar, den offenen Angen nrö dem trotzigen Munde, Hans war auf dem Umwege über eine ländckche Zeichenschule, die ihn zmn Uhrfchichnmter machen sollte, und dörflicher Sonn- taasmalerei iwx ein bis drei Gulden, auf die dlkademie in Mrlsrrche gekommen, wo Schinner das Takent erlemrte und dem ärmlichen Schüler ein großherzogliches Stipendium versckMjtr. Basel, D-üsfeldorf, Paris, München, daMlichen immer wieder das heimarklicfe Bernau, sind die Stationen des Künstlers. Rechite Kreuz- und LeLxnsstatrrmen eigmtlich: denn ttotzdem Thoma in Courbet ärern großen Lehrer fand, in Boecklin einen F«nnv, trotzdem ein Münchener Kreis den Künstler liebte, in dem Frankfurter Arzt Dr. Eifer sich auch scho« ein treuer Mäcen gefunden batte, — die Ausstellungen liehen Thomas Bilder nicht zu ihrem Rechte fontnrm, und gerade Karlsruhe bereitete ihm bei seiner ersten großen Ausstellung em en glatten Mißerfolg. In diese dunkle Zeit fiel «n Sonnenstrahl. Hans Thoma vermäUte sich 1877 mit einer ferner Scknilerinnen. Sie wurde ihm die beste Gmrm. Ais sie, 1901, starb, glaubte der Meister Me Schwingen seiner Kunst auf immer gebwchen. Daö Heim, das sich Thoma 1877 in J-rarfhrrt a. »1. gründete — seine greife Akutter ietb eine Schwester nahni er zu sich —, ist die Aiege dßex lener großen Thomaschrn Werke, die wrr. lwben, und die damals regrimäßig von den LüBstellung-k-m- mifsionen zurückkamen. Bis 1890 enre Ausstel- m6rfre, nm ms badtsche Parlament, wo er für KWmstPßkge, Heimarichntz und Kutturpvogramme weise wirBc. Als H«rs Thoma 70 Jahre alt wurde, sttzentte sich das deutsche Volk das Thoma- Must um in Kavlsruhe, der Fünfundsiefeigjährige spendete eine köstliche «inen Frittaltnder mit bHUstk?en Historien e* tiefsinnigen Spüchlein aus Altershausen. llrtb diesen Hotts Thoma mm, um befai Bikfer .in den Galerien sich immer wieder die von Altdorfer, Cra«ach und Dürer heriommeUden Kunftfveu»de sammeln, dessen LiThcgraphien von den fehlen Wänden der Schulzimmer erste Sonne verkünden, dessen Fstderzeich- nungen durch istfece Kalender lieblich spuken, und dessen eigenfrrange pl-antastifst^phScchapfesche Bücher wir zwischen Goethe, Bibel iutb Schatzkästlcin stellen — drrirn Hm*s Thoma kennt und liebt heute das deutsch eVolk. „Kunstwerke Md ein Reichtum des Volkes, durch fern Geld ausgewogen werden kann," schrieb der 75jährige Thoma. Wir wollen darin gedenken, wieviel dieses MrichAims uns der KünUer selber erworben hat. Mle Stoffe und alle Atten der Teckmik umfeßt Thomas Mästerei. Landschaft, Porträt, Sttlleben, Genrebild, Phantasie, Mlusttation; Del, Tempera, Aquarell, Fresko, Zeichnung, LrllivDvaphie, IleMeqmg, Sfefetzrnck — eine rich- tig-c ist ine KunstgeschWe entr*m sich da vor uns. An 300 Bilder zählte schon 1900 ein Biograph Thomas seinem Meister zu. Und überall strahlt uns der glsiche künstlerische Wille entgegen: aus den Erscheinungen ihren seelischen Gehalt, ihr „LebenSlied" hemuszuho-m. Ob Thoma 1867 im esse weiterer Kreise für dies Werk der Dankbarkeit zu gewinnen. Stadtpfarrer Boeckner eröffnete die Versammlung imd berufecte, wie der Plan, auf dem stimmungsvollen Platz unter der alten Edelkiefer neben d.r Totcnkirche immer mehr Au- klang gefunden habe. Bautechniker Ihle erläuterte einen ersten Entwurf von dem er ein Schaubild und genauere Pläne hergcstellt hat. Oberpsarrer Knodt berichtete über die Beschlüsse des Kirchern Vorstandes und teilte mit, daß auch andere in Schlitz geborene Künstler zu einem Entwurf aufgefordert werden, sollen. Zur Aufbringung der veranschlagten Kosten (6000 Mk.) sprach 11. a auch Bürgermeister N i e p 0 t h. Es w'urde ein Finanzausschuß gebildet, der zur Sammlung der nötigen Mitttt dem Kirchenvorstand sich zur Verfügung stellt. Das Schlußwort sprach Oberpfarrer Knodt. ** Sickendorf, 29. Sept. Heinrich Wilk von Sickendorf, der am 13. Novemlber 1916 von Engländern gefangen genommen wurde, kehrte am Dienstag aus Frankreich zurück. z Aus dem Vogelsberg, 1. Oft. Durch die anhaltende warme Witterung ist der Wasserstand in den Bächen sehr knapp geworden so daß bei einigen Mahlmühlen der Betrieb fast vollständig eingestellt ist. Da sie nur bei stundenlanger Stauung etwas Frucht mahlen können und die Oelmühle, welche jetzt dem Theodor Möller gehört, schon früher als Kunftmühle eingerichtet wurde, hat der jetzige Besitzer einen Motor angeschafft, um seiner Kundschaft zu genügen, und den Selbstversorgern .ihren Bedarf zu inahlen. Dei Motor ist schon seit einiger Zeil int Betrieb. Krcis Schotten. b. Burkhards, 29. Sept. Nach einjähriger .Kriegsgefangenschaft kam der Musketier Karl 23 ö cf) er, Sohn des Metzgers Adam Böcher, zurück. § Ulrichstein, 1. Oft. Dieser Tage weilte ein Ober-Postinspekotr aus Darmstadt hier, um die fernere Festlegung der Autopv st Verbindung zwischen hier und Mücke zu regeln. Diese wird in zweimaligem Hin- und Hergang des Wagens ausrechterhalten. Als Beitrag verlangt die Ober-Postbehörde von den interessierten Ortschaften einen Zuschuß von 6000 Mk., der je nach dem Maß oes Interesses an dem Verkehr zum Llusschlag kommen soll. Es steht wohl außer allem Ztveifel, daß die betreffenden Gemeinden sich nicht meigent, das erforderliche Opfer zu bringen, da es keiner Beweise zur Dringlichkeit der Autoverbindung bedarf. Haben doch diese Gemeinden früher bereitwilligst die ersten Kosten zur Festlegung einer Ohmtolbahn aufgebracht, für die in absehbarer Zeit bei der gegen» wärttgen Wirtschaftslage kerne Aussicht ist. Krcis Friedberg. ba. Friedberg, 30. Sept. Am letzten Sonntag wurden zwei Töchter, sowie ein Sohn des Gerichtsvollzieher i. R. Wagner in der Stadtkirche möglich ist, wissen wir alle. Tie Gründe bafür I übernimmt der Kommandeur der 11. Reichswelir- sind uns Wohl bekannt. Tie Schwierigkeiten sind! brigade, Generalleutnant v. Stolz mann, Sitz von uns nie unterschätzt worden und werden auchl des Brigadekommandeurs ist Mssel. Unmögliche^ von uns verlangt worden. Daß aber bei der Zuteilung der K'»feen meng en gerecht und nicht ganz willkürlich verfahren wird und rnsbejondere bei unumgänglicher Minderung bit vorgesehenen Kohlenlieserungen diese Minderung bei allen Werken gleichmäßig an den nack) einem bestimmten Schlüssel ungeteilten Mengen erfolgt, ist eine Forderung, die von uns solange wiederholt wird, bis ihr Rechnung getragen fein wird. Ich glaube es als ein besanderes Verdienst unseres Vereins, ich darf sogar sagen, in erster Lime unserer badischen Gruppe, anssprechen zu dürfen, daß nunmehr endlich oie angestrebte Regelung der Kohleiiverforgung der Gasiverke in vorsleh.mdem Sinne in Aussicht steht. Haffen wir, daß nun auch die Leiter der Landeslohlenstellen bei der Neuregelung das nötige Verständnis für die große Wichtigkeit der Aufrechterhaltung der Gasversorgungen der Städte zeigen. Es muß int allgemeinen Wohl unbedingt vermieden werden, daß weiterhin in Küchenherden Gas kohlen mit einem sehr schlechten Wirkungsgrade verfeuert werden müssen, weil das Gaswerk gar keine Kohlen bekommt oder nur solche ganz ungeeigneter Besch assen heil, so daß es zeitweise Gas für Koch- Snette zur Verwendung mit sehr günstigem Wirkungsgrade nicht abgeben Euren. In der anschließenden Diskussion ergriff zuerst Heinrich (Pforzheim) das Wort. Er gab Erläuterungen über den Kohlerrverbrauch in den Gaswerken und den noch immer steigenldcn Gasverbrauch, was auf den Zuwachs der Bevölkerung in den Städten zurückzufül)ren sei. Die Straßenbeleuchtung fei allgemein auf 20 bis 30 Prozent herabgesmrken und müsse, falls sich die Kohlenbeliriernng nicht bessere, ganz eingestellt werden. — G » hrum (Stuttgart) schilderte die Zustände in Württemberg und wies darauf hin, daß durch die Verladung von Waschbergen unendlich viel Kapital verschleudert werde. — Dr. Liese (Ludwigslwsen) schilderte an Hand von Karten die Kohlenfrage im linksrchnnischen Gebiele. — Bäumt T i l l m e tz (Frankfurt > betonte, daß die Elektrizitätswerke den Gaswerken vorgestellt würden.— Auf die vielen Klagen antnroriete der Vertreter des Kohlenkommissars, Divekwr L e m p e l i u s, daß die Behauptung, die Elektrizitätswerke würden den Gaswerken vorgezogen, mcht richtig sei: der Reichskommissar stelle nach der Eisenbahn gleich die Gaswerke. Er versprach, die vorgebrachten Klagen dem ReickSkohlentlommissar Vorträgen und die Wünsche der Gaswerke nachdrücklichst vertreten zu wollen. Alsdann gÜtg die Versammlung zum zweiten Tell der Tagesordmmg über, der ausgefüllt wurde mit Vorträgen über technische Fragen. Dipl.-Jng. G 0 s f i n (Gaswerk Frankfurt a. M.-Heddernfeirn) sprach über „Die Wassergaserzeugimg in Horizontalreform und deren Wirtschafttichkeit". Direktor Steding (Gießen) referierte über „Tie Herstellung von Motorbenzol in mittleren und kleineren Gasanstalten", nachdem er in der vor- gegangenen Besprechung der Betriebsleiter über Düngemittel im allgemeinen und über die Herstellung von schwefelsaurem Ammonial' in besonderen gesprochen hatte, lieber „EinVau und Kosten von öelfeuerungen, zu beobachtende Sicherheitsmaßnahmen und Erfahrungen im Wasserwerk Hatters heim-Frankrurt" spracht Dipl.-Jng. V i e s 0 h n (Frankfurt a. MO und im Anschluß stellte Direktor Dr. .Burschell (Landau) eine Abfrage über Erfahrungen mit Devasteinen für Ofeneinbauten. verschiedenes i/e uSlnbe Garbcu- 6tiMe CÖCU Eber gstersste "fllwdlt Buhultlö ____wii ie[, ^miknfittbeforüitur vrWtiß-ll.WM^g große -cfrnifemter monatlid) ;>iinalflo!tju6eforieren. ’ritflL llnq. lint. 01902t ? bett Gie«, Änzel-rr lang im Münchener Kunstverein den Künstler berühmt machte. Er war damals 51 Jahre (dt! Zwanzig Jahre lebte Thoma in der Stadt Okrrihes, den er einmal als feine „Lieblingsspeise" bezeichnet hat. Dor Rufen von 1890 hat ihre nicht mefe verladen. Mit dem preußischen Professor sing's an. Karlsruhe holte ihn an die Akademie Heldensage — immer, immer erklingt das alte romantische Zauberlied, bei dessen Klang unser Inneres entgegcnquillt, Schmerzen in Melancholie, Freude in stilles Lächeln lösend. Die starke, unmittelbave Wirkung der Thoma- S)en Kunst in das Volk hinein hat ihre letzte rsache wohl in der tiefen Ehrfurcht, die diesem Maler stets den Pinsel führt „Tas tieffte Wesen, das der Seele zntesl wird, yat er einmal geschrieben, „dürfen ivir das Gewissen heißen." Immer späri Thoma sich int Banne eines künst- 1 erriefen Gewissens. Niemals gab es für ihn nur Impression, Stimmung, Augenblickliches. Wo sein Auge ein Stück Natur erfaßt, fein Stift sich ansetzt, gilt es Ewiges. Ich komme aus der Ewigkeit. Frühling war's, dann heiße Sommerszeit: Der Herbst bracht' Frucht und Blätterfall Und wilder Stürme Widerhall. Nun ist still der kalte Winternebel da, Er hüllt in eins, was fern und nah: Mich deckt das Schneetuch der Vergeffenfeü. So sah' zurück ich wieder in die Ävigkeit. ** Die wirtschaftliche Notlage der K r i e g S b e s ck> ä d i g t en und Kriegshinterbliebenen. Tie Ortsgruppe Hungen und Umgegend des Reichsbundes der Kriegsbeschädigten, Hinterbliebenen und 5triegsteilnehiner fchreibt uns: Im Reichsarbettsminifterium fand am 18. September 1919 eine Sitzung unter Hinzuziehung der Vertreter der Oruamsationen statt. Wegenflanb waren die vom Reichsbund crngeieicijten Forderungen. Die Verbände einigten sich ans solgenden Vorschlag: „Tas Reichs- arbeitsministerium soll die Regierung ersuchen, für die Wilwen, Weisen und Ktiegseltern eine uionatliche laufende Unterstützung von 25 Mk. und für die versorgungsberechtigten Witwen eine einmalige Beihilfe von 300 Mk. zu gewähren." Hieraus geht hervor, daß auf Veranlassung des Reich'-'imndes die Angelegenl)rit betr. Besserung der Lage der Hinterbliebenen längst über die Besprechungen, wie sie in der gestrigen Mitteilung des freien hessischen Landesverbandes der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen erwähnt werden, hrrea»sgelommen ist. ** E i n W e l t e n b n m m l e r. Uns wird eine Karte zugeschlickt, die am 19. Juni 1914 von Gießen aus an einen Polizei-Sergeanten in DeutscfeSüd- West abgesaridt wurde uitii ohne den Empfänger erreicht zu haben, am 29. August 1919 dem Absender wieder zugestellt wurde. Die Starte war also fünf Jahre unterwegs. Landkreis Gießen. Klein-Linden, 29. Sept. Der Gesang verein „Arian" hielt am Sonntag in der „Deutschen Eiche" eine gut besuchte Haupt- versmnmluug ab. Aus dem Jahresbericht war zu entnehmen, daß der Verein in diesem Jahre eine Zunahme, von 37 Mitglieder verzeichnen konnte imb über eine Sängerzahl von 53 Mann verfügt. Die Sänger K. 'Vierte Ihausen und L. D 0 r - mehl wurden anläÄich ihrer 25jährigen Vereins- zugehorigkett (Sfeenmdyltebem ernannt. Aus gleichem Arriasse konnte während des Krieges schon an 19 Mitglieder die Ehrenmitgliedschaft verliehen werden. Am kommenden Sonntag läßt der Verein im Saale der „Deutschen Eiche" eine Ehren- gedackstnistafel für die gefallenen Sänger zur Einweihung bringen. ** W atzen b'orn-Steinberg, 30. Sept. Mttntag fand dieBegrüßungdes aus englischer G<'angenschaft zurückgeSehrten Otto Harnisch statt. Ter Gesangverein „Sängerkranz" trug einig; schfere, Passende Lieder vor. Sangesbruder Wilhelm Wehrum begrüßte den Heimgekehrieu mit kurzen herzigen Worten und gab dem Wunsche Ausdruck, daß auch> die noch in Gefangenschaft schmachtenden Brüder bald in die Heimat zurückknnmen. Ferner ^edachche er auch derer, denen es nicht vergönnt ist, zurückznkehren. Ihnen werde von allen ein ehrendes Andenken bewahrt werden.^ Zum Schlüsse, nachdem die Menge ein Hoch brachte, dankte der Heim- gekehrte dem Verein sann? Herrn Wilhelm Wehrum für die ihm erwiesene Ehre und n hoffe, daß alle Kameraden bald zu ihren Angehörigen zurück- lehrien. Er habe es am eigenen Leib erfahren, wie es für einen Menschen sei, mimt er in Feindesland festgehalten werde und nicht wisse, ob und wann er seine Liefen sehen w'rde. Kreis Alsfeld. S) A u s d e m O h rn t a l, 1. Oft. Tie oberen Ohmtalorie sind bestrebt, die Wasserleitung zu erhalten. Vor wenigen Jahren legte Ober- Ohmen Wasserleitung an; ihm folgt jetzt Unter- Seibertenrod. Nur Rnfeoerienrod fehlt noch. Wegen der Vermögenslage braucht der Rückstand nicht zu erfolgen. np. Ruppertenrod, 1. Oft. Ein Bahnbeamter von einer Nachbarstation verlor auf dem Wege zwischen Mücke und feer seine Brieftasche mit 700 Mk. Inhalt. Der hiesige Straßenwart Johann Greb sand die Tasche und händigte tze dem Verlierer wieder aus. Kreis Lvuterbach. la. Schlitz, 30. Sept. Nachdem der Kirchenvorstand am vergangenen Freitag in Gegenwart des Kreisbauinspektors Pfriffer über die Anlage einer Gedenkstätte f ü r unsere Gefal- „©oiuitapmorgen" die bäuerische Frau mit ihrem Enkel beim Bibellesen zeigt, der in den siebziger Jahren mit dem „Charon", dem „Paradies", der „Goldenen Zeit" und dem „Gesilde der Seligen" Traum und Tod einer sagenfernen Idealwelt gibt, . ob er sich und die (Sattln in einen blütenschweren Rcnaissaneerahmen faßt oder von seiner Schwarzwaldheimat erzählt, im „Dorfgeiger", rm „Hüter des lTals" die Wunder der Mondnacht enthüllt. Zruilleton. 1 Hans Thoma. Zu seinem 80. Geburtstag am 2. Oktober. Hans Thoma — das ist der deutsche Schwarzwald. Mit seinen Tanmm und Seen, seinen Sagen und .Sängen, in seiner fröhlichen Lieblichkeit, in seinem dunklen, ehrfurchtgebietenden Ernst. Wir haben heute keinen zweiten Maler neben Thoma, dessen ganzes Schaffen sich so restlos in die seelische Wurzel eines deutschen Stammestmns znrückver- fotgen laßt, dessen ganze l'ünsllerische Bewegung immer und überall nur her Freude entstieg, ein Deutscher zu fern. Thoma hat einmal einen Drachen gezeichnet, m besten Rachen ein slöteblasendes Cngelein sitzt, mw dazu die Verse geschrieben: Vom Mtselrachen der Welt umfangen 2iht die arme Menschenseel in Fürchten und Bangen; Das ^ngefeuer Tann sie ja spielend versck)lingen, Und möchte doch jede ihr fröhliches Lebenslied _ fingen. „ . Singen des „Lebensliedes" ist der eigent- liche Sinn der Thomasck)en Kunst. Ob er durch eine Landschaft wandert, oder fein Skizzen buch vor einem bäuerischen Charakterkopf aussckstägt, m einer Dorfkirche der Geschichte tton Christus lauscht oder in Wagners Musik die alte Heldensage mrserstehen sieht, — immer läßt der einzelne Eindruck in diel em Künstler eine ganze Melodie auf- spriregen, die er toeiterfummt, bis sie sein ganzes Füfee» uiti) Denken durchdringt, seine ganze Phan- t«sie spielen laßt. Und dann greift er zu Stift, Pinsel und Palette, um uns eine Erzählung von seinen Erlebnissen zu schenken. Dies Erzählen- müssen ist das Besondere der Thomaschen .Kunst. ES ist das Deutsche in ihm. Was Wunder, daß die Fanatiker einer rein sehenden Malkunst, wie 1ie die Romanen zuhöchst ausgebildet haben, unfern Thoma der Sentimentalität zeihen! Senttmeretal konnte dieser Schwarzwälder BaperfemWe wa.hrttch nicht werden. Seine Wiege Mittelrheinischrr Sa;- und wassersachmünner-verein. Baden-Baden, 28. Sept. Am Mittwoch tagte im großen Rathaussaile m Baden-Baden die 54. Jatzresversammlung des „Mittelrheinischen Gas- uns Wasfersachmäuuer- Verrins". Stadtbaurat Frahm, früher Assistent am Gasioerk in Gießen, eröffnete di' Sitzung und erstattete den Jafeesbericht. Er führt! u. a. aus, daß das Fach der Dereinsrnitglieder ein: glänzende und fast ununterbvachene Entwicklung genommen habe, bis sie 1914 jäh unterbrachen wurde. Seit 1914 haben wir notgedrungen zufrieden s in müssen, wenn es uns gelang, das Bestehende zu erhalten und für Verbrauchtes Ersatz zu schaffen. T« Wirtschaftlichkeit der Gaswerke ist zunächst dahin. Steigerungen der Gaspreise, um das verloren gegangene Wirtschaftlick.leitsgewicht ivi der hcrzustellen, selbsttätige Steigerung der Preise ivich-- tiger Nebenerzeugnisse z. B. in ungewöhnlicher Weise in letzter Zeit für Teer werden ausgewogen durch hohe Löhne und Gehälter, durch gewaltige Aufwendungen für Unterhaltung der Anlagen und durch immer mehr steigende Preise für Kohlen. Auch hier wie auf anderen Gebieten, bis jetzt eine Stetigkeit der Entwicklung im ungünstigen und im allgemeinen Wohl schädlichen Sinne. Große Sargen, welche mit äußerster Schwere auf uns lasten werden, bereitet ganz bestmders aber den Gas- werksleitem der große Ko bleu m angel und damit im Zusammenhang stehend, die nnvermeid- liefen Einschränkungen des Gasverbrauches. Balle Einmütigleit herrschte bei uns in der Verurieilung der bisherigen Art und Weise, durch welche eine Einschränkung des Brennstoffverbrauchs von den dafür maßgebenden Stellen angesttebt wurde. Es war nicht einmal so sehr der Umstand der Bevorzugung der Elektrizitätswerke zum Schaden der Gaswerke in der Belieferung mit Brennstoffen und deren günsttgeve Behandlung hinsickstlich der Verbrauchseinschränkung, welche Mißmut in unseren Kreifru erregte, alshdie Tatsache, daß die getroffenen Verfügungen und Verordnungen gar keine Rücksicht darauf nahmen, daß bei der Ver- n-cnbung von Gas zum Kochen eine viel wirt schoftlichere Ausnutzung des Brennstoffes err richt wird, als fei der Verfeuerung von Kohlen in Küchenherden. Werke, die sich ganz gmau an die Einscklränkungsvorschriften hielten, bekamen meistens weniger Kohlen, als die Werke, welche sich gar nicht um die Einschränkungsbesttmmungen kümmerten. Es kam dies daher, daß als Maßstab für die Kohlenzuteilavg eine Zeit lang ausschließlich die Meldungen über die noch- vorhandenen Bestände galten. Tie frühere Planmäßigkeit in der Zuteilung unter Zugrundelegung des Verbrauchs im Jahre 1916, übrigens keine gerechte und sicherei Grundlage, ist verloren gegangen, die Zügel find dem Reichskohlenvommisfar entglitten. Ist es doch leider jetzt noch so, daß derjenige, der über einen Vorrat für eine Erzeugung von mehr als 8 Tagen verfügt, erst dann Kohlen bekommt, wenn seine ^Vorräte bis auf 2—3 Tage erschöpft sind. Je- mehr er spart, desto weniger Kohlen b'kommt er. Meldet er in gutem Glauben, sich durch b> fandere Einsparungen — Zusatz von Wassergas über das gewöhnliche Maß. hinaus, Vergasung von Braunkohlen, von Holz usw. — eine stille Reserve, wenn auch nur für einige Tage schaffen fru können, seinen kleinen Vorrat nicht ganz genau an, so läuft er Gefahr, der Staatsanwaltschaft wegen vorsätzlicher Falschmeldung an gezeigt zu werden. Also meine Herren! an Stelle der an- gestrebten Minderung des Kohlenverbrauchs, Vergeudung, st attderEr- ziehung zur Sparsamkeit durch die Vergünstigung der Schaffung von e i- fernen Beständen, Beftra fung der Sparsamkeit und Erziehung zur Mißachtung und zur Umgebung der erlassenen Vorschriften. Daher ast aus unseren Kreisen immer und immer wieder durch Einwirkung auf den Vorstand unseres Hauptvereins, die Forderung nach der Zuteilung einer bestimmten Menge Kohlen für die einzelnen Gaswerke und die Aufhebung aller Sonderrin- schaänkungen verlangt worden. Abgesehen von dm allgemeinen Bestimmungen über die lenenanfdemFrredhofedae ersten gründ-, . , ..4 , - b. o- - , legenden Beschlüsse gefaßt hatte, smid am Sonntag norar von den bemittelten Kranken % 2. und abend in dem Guntramschen Saale ehre gut fe»| 1- Klasse zu verlangen. „ y Vvvotbek 1. uebentabmc eines @t> ichastetz v. ehem. Llnzier sesuchl, nur von Selbst- fieber. Schristl Angeb. 11. O1M6 an öen Qieh. Snz. und 5X Zinsen zu leihen gesucht Schr. Ang. imt 018496 an den Gieß Anz. Ernstgemeint! Witwer, 37 I. alt ca, m. Kem Heim u. einigen en Land, sucht, da S ihm an nässender &v egenheir o.\\W.?iein Lege m\l einer tüchtigen tzran \aud) StoegSroifroei zwecks späterer Heirat bekannt zu werden, -chr. SlngjtOlBlTOaA®«^ 5 Uhr rsitüt: fcWiffwmfflnfflmiMnn™™ 018495 — Abendkasse und Saalöflnung: 7 Uhr. — Meßen Telephon 934 11108 Der Vorstand 11316 Cafe Ernst Ludwig gebe ab 113efz eingeeroffen. 01849; Kube ,1*” ■Rüsselsheim b.Mainz Eintritt frei! Eintritt frei! Gutes Abendessen. Gute Getränke. Kaufgesuche | Einkoch Speer Oltoi« O vW/i 1 1 1 1 1 1 ^^iiii'iiiiiiiijiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiii'iiiii'iiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiihiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiJiiiiiiiii,^ ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiinh^ Beginn des Wett-Turnens 8'/, Uhr vormittags in der Turnhalle der Ober-Realschule. Von 5 Uhr nachmittags ab im „Cafe Leib“ Familien Zusammenkunft Turnerische Aufführungen — Tanz. Der Eintritt Ist nur unseren Mitgliedern und deren Angehörigen sowie den Eltern unserer Schüler gestattet. Nichtmitglieder haben keinen Zutritt. W. Weisel, Marktstr. 11. Tel. 1265 Kognak Weinbrand Kognak Verschnitt in Fass und Flaschen, sowie echten franz. Kognak u. Jamaika-Rum Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung sagen wir herzlichsten Dank. Willi Hainer und Frau Gretel geb. Seth Gießen (Roonstr. 36), 2. Oktober 1919 T.T.t,„ttfT.trf[t,..T.T..T.f..T.r.„rt....... (64. Stiftungsfest) im Saale des Caf6 Leib. Die Kameraden werden gebeten. Wünsche wegen Einladung von Güsten in der bei dem II. Hauptmann Sauer offenliegenden Liste einzutragen. Achtung;! Achtung! Treffe Freitag mit einem Waggon Weiftkraut Ztr. 14 M., Rotkraut Ztr. 40 M., Wirsing Ztr. 20 M., ft in btt ‘4Mb. I«» Pf. sowie Einmach-Gurkcn und Talat^urkcu ein. Berkauf von morgens 8 Uhr an Erke Löwengasse und Babnbosstrabe 23. Bei schlechtem Wetter nndet der Berkaus im Lager Walltorstrabe (Cast- bauS zum schwanen statt. 019004 Heinrich Ferber. flerhslülierzieher^^: benSro. (®t. 48), zu verf. 018975 Lteinttr. 12 1L Kaufe Chemisches Zeotralblalt unb zahle höchste Preise. ÖN- unter F. M. A. 93t an Rudolf Ho«m, Frankfurt a. M. u»*s» Gedankenübertragung. Sämtliche Tricks angeblicher „Telepathen“ wie Cumberland, Lahero, Nena, Kittay, Paulsen, Rolando, Kraus u. a. werden vor* geführt und restlos erklärt. Jeder aus dem Publikum kann sofort Gedanken lesen. Preise der Plätze im Vorverkauf 5, 4, 3. 2 u. 1 Mk. in Buschs Musikhaus, Lindenplatz 12. Studenten-Vorzugskarten gegen Ausweis. Frauenmantel gcstr. Herrenhose blaue Militärmütze ?tunfltocbrniilhe blauer Militärrock Paar Herrenstiesel Petrol.- Hängelamvc Restaurant „Zum Ostend“ 019027 Kaiser-Nllee 47 (näbe deS LagerS) Täglich grosses Konzert Auftreten deS berühmten sächsischen Humoristen unb Pertvanblungokomikere« Arnoldi —iiiiull oenanut bad sächsische Unikum. Cnnc ftoukurrenz, bester Komiker SachsenS. Nkiicr blauer 'Knjig (Gr. 50) zu verkauf. Preis 250 'Dlt Schristl. Ana. u. 019010 an den Gieh. Anz. 1 Damenkostüm 2 Winterhüte Früchte en gros, 0)mi Potsdam, IiktoriBtlitze 88. Telegr.-Adr.:yrüchiehandel, Potsdam. Fernruf: 1428. reiw. ßail’sche Feuerwehr Samstag den 11. Oktober, abends 8 Uhr beginnend Kaufe getr.Herrenkleider sowie Möbel aller Art. L. Ilo*enzwel|, Gieben, SelterSweg Ä l. (Karie genügt!. 01825Ü Tudie tüchtige Verlader für Mostä Pfel u. Tafelobst nur waggonivelse Lieferungen kommen in Frage. Geschäfts-Eröffnung. Beehre mich, ergebenst an zu zeigen, daß ich mein Zigarren- und Zigaretten- Spezialgeschäft Samstag den 4. dieses Monats in meinem neuen Laden Mäusburg 1 wieder eröffne. Ich werde bemüht sein, die verehrliche Kundschaft durch gute und reelle Bedienung zufriedenzustellen und bitte um die Ehre Ihres Besuches. < Hochachtungsvoll Ludwig Herbert, Gießen Mäusburg Nr. 1 (am Marktplatz). Telephon 697. NB. Die Eröffnung meiner Wein- und Frühstücksstubc wird noch bekannt gegeben. Prim rchlbimn zu verkaufen. 018493 Riegelvsab 38. Deutsche Liga für Völkerbur^ Westdeutscher Bezirk Frankfurt am Main. Gelegentlich der Internationalen Elnfnhrme»tc findet hier ein Kongreß den Wes td en f schm Bezirke der Deutschen Liga für Völkerbund statt, auf dem der Völkerbund in historischer, recliUlchcr und hauptsächlich wirtschaftlich r L^-iehang behandelt werden »olb PROGRAMM Freitax den 10. Oktober, abends 8 Uhr. im großen Saale des Frankfurter Hofs: Begrüßung der Anwesenden, gesangliche Daroietungen erster Künstler. Sam-ing den 11. Oktober, vorm. 1') Uhr. im kleinen Saale des Frankfurter Hofs: Geschlossene Ultglicder-Vcrxnmmlnng. ,, mit ag» 1 Uhr. Gemeinsames Mittagessen (das Lokal wird in der Mitgliederversammlung bekannt gegeben». t „ nachmittags'31/-Uhr, im kleinen Saale de^ Frankfurter Hofs t» Vortrag des Hess. Kultusministers Dr. Strecker. Darmstadt: Kant und der Völkerbund. „ abends 8 Uhr, im kleinen Saale des Frankfurter Hofs t) Vortrag des Universitäts- Professors Dr. J. M. Bonn. München: Völkerbund und auswärtige Politik. Nach dem Vortrag Diskussion. Sonntag den 12. Oktober, Im Schumann-Theater, Große öffentliche Versammlung, al 1 11 Uhr vormittags. Vortrag des Mitglieds der National- Versammlung Otto Hu 6, Rütenscheid: Da« internationale Kohlen- Broblem. bl '/,12 Uhr vormittags: Vortrag des Univcrsitäts-Professors r. Schücking. Marburg; Der Völkerbund wie er Int und wie er nein soll. (Dieser Vortrag findet in Gemeinschaft mit dem Verband für internationale Verständigung statt). „ nachmittags 5 Uhr: im großen Saale des Frankfurter Hofs t) Vortrag des / Justizrats Dr. Ludwig Wertheim er. Frankfurt: Die wirtschaftlichen Wirkungen des Versailler Friedens-Vertrages. Nach dem Vortrag Diskussion. Sonntag den 12. Oktober, abends 8*/» Uhr, im großen Saale des Frankfurter Hofs t) Vortrag des Universitäts-Profess. Cassel, Stockholm: Weltwirtschaft and Geldverkehr unter besonderer Berücksichtigung des Valuta* Problems. Nach dem Vortrag Diskussion. Aenderungen des Programms Vorbehalten. Die öffentliche Versammlung ist frei für Jedermann. Zu den mit einem t) bezeichneten Vorträgen stehen für Nichtmitglieder und Nicht- gäste eine beschränkte Anzahl von Teilnehmerkarten zum Preise von M. 5.— zur Verfügung, die für auswärtige Teilnehmer bei der Geschäftsstelle des Westdeutschen Bezirkes der Deutschen Liga für Völkerbund, Frankfurt a. M., Gärtnerweg 62. im übrigen an der Kasse des Frankfurter Hofs erhältlich sind. 11337ss LMcS vüdmstck oder Parkw hgelchen fnuit Schilling, 11322 Krankt. Ttr. L. Radikale Vertilgung der Natten. Mause.WüHl» mäuie, Hamster. Wanzen, Flöhe, Schwaben. AmeiL Kakerlaken. Unschädlich für Menschen, HauSnere und Wild. Behördl- Anerkennungen. Haas. tileflen, Lonoftrabe 2. Gxxn Astrachan, Plüsch, Samt in einfach und doppeltbreit, zur Anfertigung eleganter Mäntel und Kleider, empfehlen wir in großer Auswahl zu günstigen Preisen. — Wir bitten umBesichtigung unseres großen Lagers Cjj/odebaus \alomn ohne Kauf-Verpflicht. V! z-verk. 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