Erstes Blatt 169. Jahrgang k ei»ag tonn. Nötigung! m weiten des II. N Ptembe leben ein= nnhardshaiu zur Der Ausdrusch ton .Hafer wurde gleichzeitig 2.1 T TTT 1 deutsck)en Staaten, insbesondere Bapern, sind daher auch schon dringend mit dem Antrag vorstellig geworden, durch Gewährung von Lieferungszuschlägen die Anlieferungen an Brotgetreide zu steigern. Der Reichsernährungsminister, der mit Rücksicht auf die Verhandlungen in der Nationalversammlung seinerzeit seinen Vorschlag, Frühdruschprämien einzuführen, znrückgestellt hatte, sah bei dieser Sachlage sich genötigt, nunmehr Lieferungszuschläge für Brotgetreide und Gerste mizuordnen, die in enter Höhe von 150 Mk. für die Tonne bis zum 30. September und in einer Höhe von 75 Mk. bis zum 15. Oktober gegeben werden soll. Die Liescrungszuschläge werden zur Vermeidung großer Unbilligkeit auch für die Getreide neuer n9mnärtigen Stand ton etwa 108 Millionen Donnen jährlich, so sind ton der Mebrsörderung bis zu 128 Millvoncn Tonnen 60 Pnozent, darüber hinaus 50 Prozent zu liefern, bis das Höchstmaß der in den Friedens- bebingungen vo selzmenPflichtliefermigen erreicht ist. rvcillt bie Gelamtförderuug unter 108 Millio- nen Tonnen, so wird die Entente die jeweilige Sachlage nach Anhvren TeuffMands prüfen und ihr Rechnung tragen. Tiefe Grundlage soll je doch nur dann Geltung haben, toemt Deutschland mit den Ko hl en l ie fermigen sofort beginnt. Trotz der außevordcntlich schoeren Bedenken, dre deutscherseits auch gegen diese Forderung der Entente mit Rücksicht auf unsere Wirtschaftslage bestehen, hat fidj, die beutfdje Regierung ent» schlossen,, sch-on jetzt mit der Lieferung z u beginnen. Sie hat sich hierzu im Verttauen darauf verstanden, daß die Entente nickst auf den Lieferungen in der verlangten Höhe d-sbehm wird, n»enn nachweislich die Wirtschaftslage Teutschlands dadurch erschüttert werden würde. Jrn gegen- warttgen Augei ich ick war eine andere Lösung der schwierrgen Frage nicht zu erliefen. Von deutscher Seite darf deshalb an die Einsicht aller Beteiligten, insbeiMidere an auch der Arbeiter in den Bergwerken und bei den Eisenbahnen appelliert werden, daß sie S'-to15 in ihren Kräften steht, damit durch eine Erhöhung der Förderungsziffer und durch eine ^sckeve Pwduttion von Besörderungsmilteln ans die Möglichkeit gegeben wird, der Entente den Beweis zu liefern, daß das deutsche Volk den ernsten Wcklen hat, den Friedensvertrag loyal durchzuführen. Auf der anderen Seite darf aber Deutschland erwarten, daß die (Sittente die Bedeutung unseres Entgegenkommens in der Kohlenlieferung nach Gebühr würdigt und rm Lauft der ferneren Verhandlungen in Versailles den berechtigten si- nanzietten und wirtschaft, ickzen Wünschen Deutschlands Rechnung tragen wird. Die Rack-richtenstelle des Genfer Blattes bemerkt, daß alle zwischen England und Koltschak- Tenttm abgeschlossenen Verträge torläufig nockz geljeim seien. Man versichert jedoch, daß cs sich um besondere Vergünstigungen handelt, die England rm Kaukasus und in den Petro le irmgebieten emgermrmt worben feien, Tavnenderg-zeier. K!-- f» In bett sozialdemokratischen Blättern konnte man in den letzten Tagen viel lesen von der Notwendigkeit eines bescheiden wieder au-lebenden Optimismus. Im Zusammenhang damit kehrte man die Angriffswaffe gegen bie Opposition der Rechten, die unsere heutigen Zustände mit scharfen und bitteren Wor- Ictt täglich kritisiert. Früher waren solche Svvrte von staatserhaltender Zufriedenheit, von der Pflege eines gesunden Optimismus auf der äußersten Linken immer zornig beiseite geworfen und verschüttet worden. Man lebte von der Agitation, Jrtb das parteipolitische Ziel war alles, man sttinte nicht genug Unzufriedenheit erwecken Hub wenn man den Kopf darüber schüttelte, daß Deutsck)e ihr Vaterland damit draußen in der Welt so arg diskreditierten — da fand mau bei der Sozialdemokratie wenig Verständnis. Heute aber geht sie dieselben Wege, die die „Bourgeoisie" früher wandelte. Der „Vorwärts" schilt über diejenigen, die mit ihrer Schwarzmalerei unsere armselige Valuta noch mehr erschütterten. Gewiß, es ist etwas Wahres an dieser Vorstellung. Aber man kann die Valuta auch nicht durch zu- friebene Gesichter- heilen. Um sie zu bessern, muff man vielmehr an die Arbeit gehen, und dt hat auch der „Vorwärts" gar oft zugeben massen, daß sich der vernünftigen Arbett s-lwere Hemmnisse entgegenstemmen, die be- kaw4>st werden müssen. Die Sozialdemokratie miß selbst die Geister, die sie rief, zu einem Teil wieder loszuwerden versuchen. Und jedermann muß es doch heute zugeben: örüßer, als der „Vorwärts" von einem fegen* spendenden Optimismus nichts wissen wollte, Ivar es doch, auch dem einfachen Arbeits- mnn, unendlich viel leichter, ein frohes Gesicht zu tnachen, als heute ... Wir haben neben der guten Ernte noch tititge weitere Tröstungen zu verzeichnen. Vor allein: unsere deutschen Brüder kehren endlich rius der Gefangenschaft zurück. Dessen vollen wir uns alle freuen. Und heute kommt y noch ein weiterer bescheidener Trost zu: Jif Entente hat wegen der deutschen Kohlen- lieierungen mit sich reden lassen und — ganz .lei ne Zugeständnisse gemacht. Das vernehmen bie deutschen Leser mit bangem Herzen; ftnn die Kohlenlieferungen an das Ausland Alen sofort beginnen. An uns selbst dür- •en wir dabei zuletzt denken. Wieder sind wir tiitei' auf die Gnade der Gegner angewiesen, kmi bleibt nicht Optimismus unsere Haupt- Mgabe; d a m i t werden wir die kaltherzigen Machthaber draußen nicht milder stimmen Mptaufgabe ist: Illusionen aller Art u ersticken, zu kühne sozialistische Mmungen fahren zu lgssen und den Ruf u- Arbeit täglich, und immer eindringlicher, vs-hallen zu lassen. ' ei^mber 1919 |-bmmill»n vom Aufbringung btr ^Hebung eines M neue Abmachung über die von reutschland zu liefernden Noblen. .p 'rsailles, 1. Sept. (Wolff.) Tie seit ' tn ^rmilles gefüllten Verhandlungen * t e nach den Friedensbedingungan an die ®Tte zu liefernden Kohlen sind jetzt i win gewiisen Llbschluß gekommen. Bekannt- tztt Deutschland nach dem Wortlaut der Frie- m lchmgungen zu Kohlenlieferungen bis zu etwa > - l o n e n T a n n e n i m e r ft e n I a h r e ftchdrt. Von Anbeginn der VerlMidlungen k-mcherseits l>etont worden, daß bei der äugen» tot Wirlsckiafts- und Finanzlage in Deutsch- ° pte tm Winter zu einer schweren .Kohlen- ru irren müsse, eine Lieferung in diesem Um» U verhängnistollsten Folgen führen - dem jetzigen Stande der För- 1 -^urschland überhaupt nicht in der Lage ^9enwuie nemrenswertcm Umfange fuhren, iw Gegenseite hat sodann unter dorau-ffetzung, daß mit den Kolstenlieftran- fofort unb mdjt erst, wie im Fricdens- hg vorgeichrreben ist, 30 Tage nach besten In» beten begonnen werde, il/ce Fordermigen zu- l auf 2 0 IJltHtonen Tonnen jähr- trma&xgt. beutirfjen Unterhändler demgegenüber immer wi-.dcr betont, baß warn nut den Kohlenlieftruugen gleich bett > würde, durchaus keine Sicherheit dafür r._ daß tn den knttschen Zeiten des kommen- lu ters d e verlangten Lieferungen aufveckst- Ttibm feien. Es müsse daher unter allen Um» Teu! sch land ei« Minimum belassen wer- i»i'iiL nur bei einer evtl. 0Hehrfördermg solle Eu’Üening an die Entente in Vettacht kämmen. 'Itz Staiwwmkt bei der Entente zur Geltung ist den deutschen Unterhändlern leider ÖH gckuitgen. Es wurde abgckehnt, eine Ver-1 wivn^nvt aiiiviuvi an U M ZL' W ” «reue 48 Ps. Bei Platz» »stey vortchriii20" Ausschlag. General-Anzeiger für OberWen WW Sw!Mng»ninr-r»l! u. Verlage Sruhl'lche llni».-8uch- u. Sfetnöruderet K. Lange.Schriftteltung, Seschäftsftelle u. öruderef: Schalste. ?. Vie Vorgänge in Ser Pfalz. , Berlin, 1. Sept. (WTB.) Dem „Lo-lT^^ sesant. ________________ kalanzeiger" zufolge bemächtigte sich der Be- Ofipv-utzens ausdrückten. Vvlkerung in der Pfalz infolge der SBor Jf ^ie c n ßc.1 rt tont 20. Armee- g ä n g e t n S u b to i a § b a f e n eine arnüe .W' VJnt 'Deutschen Heimatdienft und oom reauna hiefen nrfpS k ■9?0^l,rcn5 c “n£> Ermlanderbund veranstaltete Er- p $en ’W R^testkund- tnilerungsftter an den Tag von Tannenberg nahm gedungen statt. Das französische Miütac ist trotz regnerischen Wetters einen würdigen Ber- ^n Ludwigshafen war am Sonn- laut. Als Hauptteilnehmer hatten sich Truppen abend bie Volksbewegung derartig angewach- aller Verbände der Reichswehr und des 1., 20. unb sen, daß die Franzosen alle Militärposten Armeekorps eingefunden, ferner besondere Ab- von den öffentlichen Gebäuden zurückzoaen p^uungen jener ^rupton, bie bet Dannenberg mit» Der französische Kontrolloffizier Major Men- hatten Eme imübersehbare Menschen- netriere soll dem Oberbürgermeister dieFr ei- lvarm Sonderzügen tn Hol)en,tem einge» lassung der am Montaa fL hoffen. Es waren erchienen von militärischen I pn SH 9 r 5 ö a V c" Führern außer dem kommandierenden General des ton 5h?r frA«vF 20. Armeekorps, Generalleutnant Albrecht, und von der frangvftschen Mtlttarbehorde bis dem kommandierenden General des 17. Armee- L-amstag aufrecht erhaltenen Verbot, die Lud- korps, General von Malakowski, die Füh-- wrgshafener Vorgänge in der Presse zu 6e» rec. ber Reichswehrbrigaden 20 uijb 41. An der handeln, stellte die Arbeiterschaft von Lud- Spitze der Zivilbehörden waren außer dem kom- wigshafen die Forderung, daß ein ausführ- Mlssariscken Oberpräsidenten Winni g und dem licher Bericht in den Blättern veröffentlicht ^?^ngspräjitonlm von Oppen, Oberbürgerwerde. J I m£Xl*?r Zulch (Allenstern) sowie die Oberhaupster Wie der Wnntifipimpr librigen umliegenden Gemeindewesen versam- ner" erfahr? "ÄSS hGleichzeitig ton drei Tribünen aus wurden i^9^ de- Festansprachen gehaften. Rach der Beendigung der satzungsbehorde in der Pfalz angesichts der ge- Gedenkseier wu de nachfolgende Trah-tmeldung a n wattigen Volksbewegung an, dieUnterstüt- den Generalfeldmarschall v. Hinden- zung der republikanischen Bewe- burg gerichtet: „Ueber 30 000 Teilnehmer an gung fallen zu lassen. der Tannenbergfeier brachten heute wiedwholt das Es verlautet, daß der kommandierende Ete Tankcsgefühl gegen Ew. Erzellenz als Rett:r General in der Pfalz, General Gerard ab- ^>mat zum Ausdruck. Sie getobten, das berufen und durch General Favolle ersetzt trauen das Eiv. Erzelleiiz m.Preußm setzen, werden soll " ec'eBI $u re^tfertigen und dazu betzistragen. daß deutsch M o u n b p i m 1 /gn xcc \ on höchster politischer Bedeutung, weil er ber jtoiStouma^' E^^NM tot fmersetts em neues Licht auf das Kabinett Limio-t b'e such wirst das man bisher als tovvisorische Lokal- regierung betrachtete und das tat>ächlich, berufen zu hefter’-^ ■marfSt ’ ter fern fdtetnt, bie Rolle einer panrussischen RegLnng mto der^eMchn nkt^ SlVenma^ ^fei '-"E M er ^derersetts die ruffifd^gP m üt SmS'unb Ä •w° wetten muß. England: 1. Mit allen Mitteln die Regierung m ... ... Lianviuw irn Kämpft gegen den Bolschewismus und *,c *-no at der Bolschewisten, besonders in ihren Bemühungen zur Besetzung von M11 a u, 31. Aug. (Wolff.) Die Lage an der Petersburg zu unten tilgen; 2 il/r Mmiilion und estnisch-ft' ’rfx'n Front bei Pleskau ist äußerst be- modeme Kriegsmittel, wie Tanks, Llevoplane usw. drohlich Der Fron tdurch brach der Bol- zu liefern, ebenso jede Untersttitzung für die von schewifte n ist vollständig gelungen. Die lettisckie der Regierung Lranosuw angnuorberten Soldaten; Regierung Ix-förbert die baltisckn Landesweln be- um die Rekrutierung der russischen Kriegsgefan-1 tischen Landeswehr stehen der lettischen Reatomna genen in Deutschland zu erleickster.i; 4. die von Regienmg in Kurland keine nennenswerten Tmp-Ibis zum Ottober^'torboten, 'um^auch^dan^ abfüllt und bei bcu Dreschmafchm« oder bei lm W b. für der Leitung bc-5 Hansa-BundcS froren, nicht zu-, zuführm, frot «ich d.e Jtejiccung euschos««, bcn trqfenb. Angesichts der gegenwärtig« wittschofts-1 Brnrkcnzwang für sämtliche Seifen zu befrihg«. zu erfüllen bereit siiü>. Ein Reichsverband alleinstehender Frauen. Ein WohltätigkcitSfest zu Gunsten unserer heimkehrenden Kriegsgefangenen politischen Verhältnisse, angesichts der angestrebt«! Es wird also demzufolge möglich sein, die. im Sozialisierung und kommunalis-.erung fül/rt der nächsten Monat m den handel,lommenden des, klingendes materielles Ergrimis zeitigen dürfte. Den g«au« Betrag des für unsere Kriegs- g: für gen« bestimmten Gesamtüberschusscs werden wir erst in den nächsten Tagen Mitteilen können. Elsaß-Loth ringen sind nunmehr g, schlossene Prioatbriefe jeder Art -ugi stellen inü) im ZweiselSfalle an den Devolluiüch* tigten der Reichseinfuhrstell« für Ledens- und Futtermittel, Berlin W 8, Pivlnrnsrvaße 44 (Amt! Zentrum 8588), zu richten sind. ** Sammelt Mutterkorn! Mutterkorn ist für Arzt und Apotheker eines der wickztig"« Arzneimittel und für bis Geburtshilfe micntbcfrix lich Da die Zufuhren aus Rußland imb Spanien, nwher früher das meiste Mutterkorn zu uns Rim, säst gänzlich aufgefrört haben, leiben wir in Teutsch- laiib großen Pkangel an diesem überaus wichtigen Arzneimittel. Tas Mutterkorn rührt von einem Pilz her, von dem viele Gräser, beimberS nurr.de unserer Getreidepstcrnzen zur Blütezeit befallen werden. Ter Dauerzustand dieses Pilzes, der namentlich in der Idoggenbtüke zur Gntnndlu.-tg kommt, das iogcmntnte Mutterko«, stellt die Röcni Landwirt bekannten dunkel violetten Gebilde ter. teiligung an der Wahl zum Provinzialtag war sehr gering. Von etioa 5000 Wahlberechtigten gaben nur 1210 ihre Stimmen ab. Van dielen «triefen auf U. S. P. 120, Deutsche (lib:- rale) Volkspartri 141, Temokraten 171, Sozialdemokraten 369, Teutschnationale 406. Der Lieferant, ein rhräi—-------- — heute zufällig in Gieß« weilte, überlieh das „hol- prov!nzialtagrDahl. Bad-Nauheim, 2. S'pt. Tie Be- Nachdcm es in den letzten Monat« möglich gewesen ist, der Sei ^nndustrie aus dem Auslände wieder größere Mengen von Rohiof'en zu- Au- Statt and Land. Gieheu, den 2. Sept. 1919. Höhere Schuh- und Lederpreise. würde, so wären alle Schwierigkeiten in diri.'r Beziehung überwunden. Bei der heutig« Besetzung der Ei sen bahn Werkstätten wäre es leicht, biete 500 Lokomotiven in Stand zu setzen. In vier Wochen könnten alle im Gleise sein, wenn überall mit dem nötigen Nachdruck erarbeitet würde. Tie Einsicht schasst sich allmählich Bahn, daß der Stücklohn der einzige AuSweg ist, z i geordneten Verhältnissen zurmtzukehren. Er a: tin ermöglicht es dem fleißigen Arbeiter, seine. Verdi »n st nach Willen und Geschicklichkeit zu stei^rn. Set ** Krieg sgefangenenrückkehr. Wie uns von der Ztommandantur des hiesigen Durchgangslagers milgeteilt wird, treff« heute mittag L30 Ufrr 950 Kriegsgefangene auf dem hiesigen Bahnhof ein. In der Presse werden Mitteilungen über die (Shünbung einer besonderen Hansa-Vund-Pariei verbreitet. Diese Mitteilungen sind, wie wir von Mül-len abgesondert wird, txx sein starker Eist, gel/alt es zur menschlich« und twrisch« Nahcuez ungeeignet macht, zu sammeln und »nr ruubnai Apotheke zu schicken, die 10 Mack für ein KiO> ♦♦ Zwischen Deutschland und die weit über die Spelzen hinausvagen. Es liegt im dringe irden Bolksinteresfe, alle im Jmlaiwe feg, baren Mengen den Zwecken der Krenikeinxa rngung dienstbar zu machen. Daher toerOcn alle Land, wirte, Müblen- und Trelchmaschinenbeiitzer untz Arberter dringend gebeten, alles Mutterkorn, welches bekanntlich bei der Reinigung des Getreidrß Sozralurerung inu> rvommunuintrnmg , Dausa-Bund rreuerding- einen besonders «crgttchen und lebhaft« Kamps für die Erhaltung des »clb- ftäntigen Unternehmers und Erwerbstätig«, in Handwerk, Gewerbe, Handel und Inouftric. Er ist bemüht, alle diese Kreise nach wnttchaftspoli- tiscken Gesichtspunkten zusammenzuschutze.n uite ihn« eine ihrer Bedeutung entsprechende tocit zahlreichere Vertretung als bisher in den Parlamenten zu verschaff« unb damit eine geForderte direkte Berinstussung der Gesetzgebung zu ermoglutLU. Ter Hansa-Bund rechret habet auf bie Unter- ftützung aller politisch« Parteien, die gleich itjm in der VcNvirLichung der Pläne der gcg.Tnvarhgen Regierung den Untergang unteres gesamt« Wirt- schaftslebens sehen. Wenn es ihm darüber hinaus gelingen sollte, die unser wirtschaftliches Leb« betreuenden fragen d« Partei kämpfen zu «t- ziehrn, so würde er dies als ein« besonders wertvollen Arbeitserfolg erblicken. Tw Gründung einer selbständigen Partei, die der Leftwtg des Hansa- Bundes wiederholt und aus d« verschiedensten Teil« des Reiches nafregelegt Word« ist, ist bisher nicht berücksichtigt norden, solange zu hoff« tst, daß die bestehenden Partei« bei den kommend« Walklvorbereitungen bte bevechtift« Wünsche nach Kandidat« aus Handwerk, Handel inte Industrie Unter dieser Bezeichnung bat sich eine Gemeinschaft gebi lkt, welche ihre Tä.ig.rit über das ganze Reich auSdehu« und die wetiten sowie pra!tisch«t Einrichtung« vf.eg« wlll. Hierher gel-öven z. B. Rat und Beistand in schwieriger Lage, kostenfreie Rechtsauslünfte, Fvrdermig deS Erwerb unb Nebenerwerbs, tt« handliche Erle- bigrntg vou Vermögens fach)«, Aussprache-Abend-, geselliger Verkehr, Berlondzeitschrist zum Mer- nunssaustausch, Sammlung von Material ilbrr soziale Frogm usw. Ter Verein will überall Ortsgruppen erricht«. Ehefrau« werden als för- d-rnde Mitglieder ausgenommen, in Ausnahmo- fälten auch männliche Person«, wenn sie sich durch itre Lebensstellung ober SpezialkOMtnist'e zur Äritgliedschast eign«. Truckch ist« über die neue Organisation ,vers«det die Geschäftsstelle, Ber-- .....15, Joachimsthaler Straße 27 kostenfrei. Leipzig, 31. Aug. (Wolff.) Zum Besuch der Leipziger Mustermesse sanden sich . die Hauptschriftsteller unb andere Persönlichkeit« der deutsch« und ausländischen Presse ein. Die Sperren wurden im Meßamt vom Direktor Dr. Köhler begrüßt und vom Abtrilungsdirektor Behr mann in einem längeren Vortrage über das Wes« der Leipziger Mesie und die gegenwärtig hauptsächlich bas Meßamt h^chäftigend« ^fragen unterrichtet. Daran schloß sich der erste Runbgang burch einige Meßhauser, wobei bie Pressevertreter aus den barg.bo tenen Musteraussiellungen aus bcn starken Ardeitswillm ber Unternehmer unb Arbeiter ber Meßindustrien schließen konnten. — Znm Mittagbrot vereinigten sich die bcutjrf)« und ausländischen Journalisten mit bem Auslichtsrat des Meßamts. Dessm Vorsitzender, Oberbürgermeister Dr. Rothe, entbot ihn« den Willkommensgruß und erläuterte btc nächst« Ziele bet Leipziger Messe auf bem Wege zur Förderung des Außen lxmdels. Diese Ziele lasten sich in bie Worte „Ausbau ber Internationalisierung der Messe" zuämmenfass«. Dr. Rothe hob hervor, das; die Leipziger Messe von jeher nicht mir eine Messe für das Jnlandgeschaft und nicht nur eine Ausfuhrmesse, sondern auch eine Einfuhrmesse gewesen sei. Es soll den ausländischen Industrien zukünftig mehr noch als bisher Gelegenheit geboten sein, ans der Leipziger Messe mit der bcutfd)« Industrie in die schranken zu treten. Der Meßvcrkauf und Meßeinkauf bedeut« eine Vereinheitlichung und Verbilligung des Absatzes imb bes Bezuges. Es sei daher ein Fehler, wenn immer wieder, freilich ohne Erfolg, Pläne .für die Schaffung von Messen an ander« Plätzen Deutschlands auftauch«: denn damit würde die Bercinhritliämug in Fortfall komm« unb an ihre Stelle bie Zersplitterung tret«. Man erkläre zwar immer, man wolle ber Leipziger Messe Tein« Wettbeiverb matten, sondern sie nur ergänz«, oder diese Ergänzung ist, wie der Redner zu versteh« gab, weit mehr als zwecklos. — Mit demselben Thema beschäftigte sich Geheimer Kom- merzi«vat PH. Rosenthal. Er betonte, datz Industrie und Handel, wie er erklären könne, von den fog-cnannt« Ergönzungsmes en nichts wissen wollen. Zu der Absicht, die Leipziger Messe rin verstärktem Maste b« Erzeugnissen des Auslandes zit öffnen, bemerkte Geheimrat Rosenthal, die deutsche Industrie habe die Konkurrenz des Auslandes nicht zu fürchten. — Im Namen ber Pressevertreter dankte Hauptschriftlriter Bachmann (Berlin) für die d« Journalisten vom Mcstamt zuteil gewordene Aufnahme. Ter Redner verbreitete sich dann über die hoffnungsvolle Stimmung, bie man in Leipzig beobachten könne. Diese fei an Zrichm des selbstbewußt« Durgersinnes, d« man nicht entbehr« könne. Eine Hansa-Bunds-Partei? ausmal« korrn«. Nun hab« auch die Häute- unb Fellauktion« wieder begann«, imb es schnellte bei ber am 19. August veranstaltet« Auktion in Berlin bet Preis für das Kilogramm rbfre Haut von 3 Mk. auf 11 Mck. Wie weit diese Derlrättnifte in Zukunft führ« werden, ast gar nicht abzuseh«. Sichet ist, daß diese Preistreiberei unter keinen Umständen gerechtfertigt ist unb nur wieder große Summen gewissen Leuten in den Schoß wirft. Die Verbraucher werden sich wundern, wenn jetzt in ter nächsten Zeit die Dam«- unb Herren, tiefvl 30—50 Mk. mehr kosten, wenn für Reparatur«, wie Sohl« unb Absätze, 24—26 Mk. bezahlt wer- bat soll«. Ties wird die Allgemeindit schwer treffen! Tem Schrihmacherhcmdwerk, das durch diese Verhältnisse mit am schwersten getrvff« wird, könnt« durch UnfermtniS der Sackbage von dem Publikum die Urfodyn dieser Preis-Entwicklung in bie Schuhe geschoben werd«. Deshalb hab« die Vertreter beS Schuhmacherhoichwerks, die am 25. August zu einer imposanten Tagung bt Leipzig zusammen war«, ««gisch Stellung gegen diese Preistreiberei genommen imb folgende Entschlie- 8„^r^rute, d« 24. August, ftattfmbmbc von Vertretern des Schorhmacherhaw)werks aus all« Teil« Deutschlands besuchte auhewrdentli>che Verbands tag des „Bund Taitscher Sd^uhmachm-Iu- mmgen", Geschäftsstelle Berlin SW. 48, Putt- kamerstt. 10, beschließt: Tie kurze Frist der frei« Lederwirtschast hat bewiesen, daß sie, toie im voraus anganomm« werden mußte, noch nicht zu ermessende furchtjmre Verhältnisse zeitigen teirb, durch die die Versvt- aung ber Bevölkerung mit Cchuhwav« unb die -lusführung ber Reparatur« mehr berat je in Frage gestellt ist. Diese Gebhr wirb in Rücksicht auf bcn bevorstehend« Winter ganz beßmdcrs schari in bie Erftheiramg tret«. Tie Preistreiberei hat in grmymtofcr Weise eingesetzt unb eS muß angenommen werden, daß der Ijödfte Punkt noch nicht erreicht ist. Die gc ringen Vorräte werden aufgeBauft — ja sie sind eS vreileickt schon — *urüc6gebalt«, oder jetzt schon zu Preis« verkauft, die jeder Beschreibung spotten. Tie berechtigte Aufregung in der Bevölkerung wird eine grenzenlose und am letzten Ende das Schuhinad»et Handwerk dafür verantworttich gemacht werden. Tas SchnlMadrrhandwerk wird für den unverantwortlichen erbarmungslos« Wucher bestimmter Interessengruppen büß« müsstm. Wir fordern daher rasches unb rücksichtsloses Gin* , sch,rett« gegenüber bcn L«t«, die bem Volkskörper bas letzte Mark aus den Knochen fangen." Aufhebung des Markenzwanges für Seife. -ie D-rotKckrrÄ»riü:ferimg zu fovLern. In dringende Fäll« Lmum die Kvmmimalveröärwe Aus* ncljraen von bem Verbot genehmig«. In Vet- bnibuitg mit dem Ausdruschverbot erfolg« Mag- luzfrm«, um b« Transport von Hafer ernzu- fchrä.cken. Die EifmbahnVerwaltung wirb lxs Mitte Oktober bcn TranSyori nur imoTern W last'«, als Hafer vor Jnktafttret« bes Drusch- txTtoteS ober später mit (Genehmigung des Korn- Hmnalrcrbaubcä nusg-drosd)« worb« ist. Die burch die Lieserunc-s-uschlage «titehemd« Mehrkosten werd« auf das Reich übernommen, so daß eine Verteuerung des Brotes durch bie Zusck.l 'gi' nicht ri'.tritt. Die für Saatgut gelten- d« Pr.isvorschri ten werden durch Besttrnrnung«, die in nächster Zrit ergeh«, der veränderten Sachlage angepaßt. Ebert und Noöke in Dresden. Dresden, 1. Sevt. .(Wolsf.) Ebert und Nos ke sind freute vormittag, von Darmstadt kommend, i:< Begleitung des Gesandten 92abolm) am hiesigen Hauptbahnhofe angekomm«, wo sie von dem Stellvertreler deS Minüterpräiir^nt«, Ufr* 1 i g, beit übrigen Ministern sowie bat Spitzen der staatlich« u.rd stäütischm Behörden empfang« wurden. Sie begaben sich vom Ba-uhos nach oer Gaiderritcrkaftrne, wo militärisch.' Vorträge und eine Truppen Besichtigung statt sand«. Während dateinf der RrichSwehrmi^ i’fcr die Lasernmanlao« besichriate, fand im Ministorialgebästbe eine ohi* zielte Begrüßung Eberts durch die sächsischen Re* gierungSmiiglteber statt. r Im Mi ästerialz bäude richtete Minister U hlig, im De, ein ber übrigere Minister und bei Beamten der Ministerien, in Vertretung des b«r- laubt« 'Ministervl-ä ident« eine BegrüßuugSan* spracl)? -au den Reichs Präs iben ten Ebert, der mit warmen Wort« dankte und besonders hervor hob, daß bas iäckusische Volk und seine Regierung treu zum Reiche und seiner Giitljeit ständen. Zum Schusse sa 7te der Reichspräsident: Wenn alle Be- rufösLände sich zu «tschlossen« Arbeit Zusammen* fänden, so wurde auch das Wirtschastsleb« emer baldigen Gesundung und das Reid» einer besseren Zukunft «tgegengefren. Gegen Äritlag erfolgte im Kraftwagen eine Fahrt nach Pillnitz, wo eine Bej ict igung des Schlosses und der Anlag'n stattfanb. Von Pillnitz aus führen bie Herr« mit einem Sonderdampfer nach Meißen zur Besichtigung der staatlich« Porzelloranrrnufakeur. Die Rückkehr der Gefangenen. Berlin, 1. Sept. (WTB.) Die Reichs- »entrale für Kriegs*und Zivilgefangenc ist vom « n ter nationalen Roten Kreuzin Genf folgendes Telegramm zugeMing«: Tas internationale Komitee beeilt sich>. Sie zur endlich in Aussicht gestellten Heftnschaffung der Gesang nm aufs herzlichste zu beglückwünschen. Diese ist der um- sickrigen taktvollen Leittrng sowie der unermüdlichere Arbeit Ihres Vertreters in Ltersailles zn^oerdanken. Tas Komitee durfte vor ad,it Tagen in einer wich»- tigen Besprechung mit den französisch« Behörden auf bie besondere Qualififatäm desselb« Hinweisen. Wir hoffen bestimmt auf ein« glatten Verlauf ber Verhandlung« unb auf ein balbiges Wiederseh« der Gesang«« unb ihrer Angehörigen. Die Entschädigungslerstung Berlins an Frankreich. Paris. 1. Sept. (Wolff.) Havas. Dmtsch- lanb hat bekanntlich locg« ber von ber Stadt Berlin im Falle derErmordungbLsScr- g c a n t e n Manheim gefordert« Summe von einer Million Einwände erhob«. — Wie dos „Echo de Paris" erfährt, hat nun Deutschland diese Summe an Frankreich gezahlt, das sie dem internationalen Komitee vom Roten srimz überweis« wird. Die Leipziger Messe. ** Preußisch*Süddentscfre Klasie^ lotterie. Die Einlösung der Lose zur britr Klasse muß unter Vorlegung des Dorklasstnlel bis zum 5. September abends 6 llhr geist>e!a Aach müss« die Freilose gtg« Rückgabe der « wrnnlose bis dahin in Empsang genommen watck. ** Die Schwarr-Weiß-Lichtspitk bringen ab heute das Wiener Kunst-Kilmlri „Tie Schlange der Leidenschast", fixinnfr.lt Zirkus- und Kriminal Roman in 4 Akten, M zweiaktige Lustspiel „Senta als Troschkenkutichg und noch „Sein einziger Patient, ein Luslirj in 2 Akten mit Ernst Lubitsch in der Hauptt^ Landkreis Gießen. IDungen, 1. Sept. Zu erregken Rq tritt en kam es heute am Balmhof. Die darmerie und ein Kommando Soldaten erwart» Fettseifen (Feinseife, Rasierseise unb Kernseife) ebenso wie K. A.-Seife ohne Abgabe von-Seil«- marl« zu beziehen. Tie Aushebung bes mit ber Seifenrationstrung verbundenen lästig« Zwanges wirb zweifellos allerseits begrüßt werb«. Lediglich für 5l. A.-2 e i f e n p u l v e r bleibt der Marien- zwang vorläufig noch weiter bestehen. Tie Auf- befnmg der Rationierung des Seitenpulvers ist leider bisher noch nicht möglich, da infolge der KvtKenuvt die Lieferungen der Sodasabriken weit hinter bem erforderlichen Maß Zurückbleiben unb in'olgedessen bie Knappheft an img« mit solchen MKartei uvI Schifssschaukel, zahlreich- VerkaufSstände u. a. m zablvrichm L-Postkarten svid nach dem AuslM sorgten dafür, daß auch die Jug«d jüngerer «schickt ivord«. Van d« Empfängern lvutt>'al>a Jahrgänge zu ihrem Rechte Tarn. Sogar ein Strafporto ring.'zogen Am S.ia ttn dür« tev« Zweroexemplar von Zirckus war vertret«. F-erner artige Sendungen auch m Zukunft nicht mehr auM. lockte" eine Wahrsagerbube, wo jedem Wifs«s- geliefert werd«. Dis Rrichst.»ostminttterium frft. durstig« der Schleier von der Zukunft gelüftet I al>er die Poftanslalten angcimcien. ^e bungen na^ wurde. Auch im Frei« war Konzert. Der Sonn- dem Ausland, die durch die Brieftapeu ctni.-j tag uachmfttag brachte mehrere Kunstreig« des lie’crt unb mit Nationalvenammlungsmarken t'M hiesig« Radfahrervereins, die ein schönes, färb«- gernadtf sind, bis auf lvcltereS nicht chirch te» präclstigcs Bild bot«. In der Halle war wieder Vermerk K T zu kennzeichn«. W wirb aane Konzert. Gestern abmd setzte hier der übliche kern Nachporto mefrr erhob«. Tanz ein, bet» fid) wahrscheinlich bis zum an- ** Keine Svnberberechnung vvi brech«ben Morgen hinzvg. Tüten mehr. Ein Verbot, die Tüt« beim vtti Der TOontcguadintittag war zur Veranstaltung kauf von rationiert« Spezereiwar« biirj» ti eines richtig« Volksfestes vorgesehen. Aufstieg Kleinhanlüer eig«s zu berochn«, kündigt bd eines Riesenluftballons und sonstige Volksbriiisti- Reicksernähnmgsminiiwrium letzt an. Tie Bntttonutzeu von: gebefreudig, so daß die Jeranstaltung auch etn v H anerkannt. Tarrn sind alle Svei«, oewnte« im Hinblick auf die gute Sache sehr zu begrüß«- auch die Tüt«, Inbegriff«. Mit biciem Satz wvj “• ' " * ~ ' ' 1 ber Kleinhandel gut auskomm«, wenn nutzt grd unrationell gearbeitet wird. Ter Au : fall cm 9hlm durch bie Ausgabe für Tüten beträgt infolge M tütycTcn Werte ber einzelnen War« jetzt bei (fcvl und Graupen 3 Proz«1, bei Hoferflock« l8/« Pi» zent, bei Kaffee-Ersatz 1 Proz«t, bei Teigwarrs 2 Prozent. Tie etwas höher« Ko,t« ber Tüd werben meist nermmbert, da die meisten Kteiulir-ck ter zwar bie Wage etwas Vorschlag« lassen, M nicht vollkommenes Nettogewicht geb«. ♦* Tie Baumwä rter Ober frefferl hab« ihre Hauptversammlung auf So«f tag bcn 7. September, vormittays 10 Uhr, ß Hung« im „Solmser Hof" einberusere. 86 Baumwärter sinb hierzu cingeladen. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Oberst a. D. Mohr, zuletzt Dom. b. Lbw-Bez. Sttaßbui^ L Els., hat d. Charakter als Gen.-Ntajor mit einem Dienstpatent vom 11. Januar 1919 erhalten. ** Sern 25jahrrges Dienstj ubiläum beging gestern Heinrich V a u b e l, der Leit:r der Bersandabteisureg der Zigarr«ch'anl« der Firma Gg. Ph. Gail. Aus bi?km Anlaß fand im Sltoutet der Firma eine kleine Feier statt, wobei Geh. Kommerzienrat Tr. Gail bic Verdienste des Jubilars rühmend anerkaratte unb ihm ein Andenken überreichte. ♦* Tie Schwierigkeiten im Eisenbahnbetrieb beruh« zum großen Teil bekanntlich auf dem DLangel an Öobntitwen, die zwar Vorhand«, aber jetzt nicht betriebsfähig find imb in ben Wcickstätten nicht rechtzeitig ausgebri- fert werb«. Wenn bie Eis«balMverwaltung nur über 500 brtriebSfälftge Maschinen mehr mfügen die Züge und nahm« d« Get reibe bei sterern die Säcke mit Getreide — hauptsL« Wrizm — aus den Eisenbahnwagen ab. 8re heulten und schrüm und baten, Männer schimW und drohten. Doch die Säcke lag« auf dem Am steig, unb ber Zug hifrr ab. Es ist kaum i»i] bie Wagen vierter Klasse zu komm« vor « Getteibesäck«. Mittags nahm die Polizei eil Stadt zwei Wagen mit Weiz« in (rinoanM nacy 205111« imo yxKDmiiuÄTu zu uvi^m. «cni । W ift14°°aM n» «»nian. R-ch bem Urteil von Sa-!wersi<-nbiz-,1 ber «us^e-de We, -um unsc«r Lbeedeff« schlepp, w°r^'^ J Wirtschaft. IBasaltwerk ist an dem fog«arenten ööül ** Freibank. Mittwoch den 3. Septbr., \an Straße Grünlvra—Hungen geplant I nachmittags 1—3 Uhr, werden die Nummern £«([ Bahnanschluß an die Strecke 2t 1901—2000 beliefert. Grünberg erhalten. ** Auslandsvieh Der Kommunal- crH4 McbbetlL verband hatte vom Oberhessisch« Biehhandels- ö S ffll verband zur Schonung unserer Viehbeslände hol- ™ r \C ' J?T 4 läu disches Schlachtviehgekauft, um es dem nnngsam. bereitet rur /-^nhermig ber 1 Publikum markenfrei zu.z,i fuhren. Ein TranSpvr! nungÄwt Z w an gSmmah men ^ir, 8 bieser Tiere kam am Sonntag an. Ter Kommunal-1 mckt binnen 3 Tag« g«ugenb leerlteveNU» oerbanb stellte fest, daß es sich nicht um froNLn- rarbenutzte Dah^ungcn unb EmteUunmer » bi sch" S, sondern um versd^otwnes deutsches Bwh lrg cmgemeldet werd^ fTanbette. Tie Tiere wurden daher beschagnahint. 9 Ba^umgen Tie binxfj bcn .(fvmmunakverband imb bm Oberh. mig« fdtotten ^^derhm^imgen. dc- und Lichtdräht, in der Antonienhütte zu zerstören, »vurden vereitelt. England und der Zionismus. Amsterdam, 1. Sept. (WTB.) Laut „Tele- graaf" erklärte ein Vertreter des britischen auswärtigen Amtes ans eurem am 25. 8. von der Zwnfftischen Organisation in London gegebenen Essen, daß er zu der Mitteilung ermächtigt sei, daß England Maßnahmen zur Gründung des j ü - dischen Staates in Palästina ergreifen werde, sobald cs das Mandat über Palästina erhalten habe. Ein Vertreter des britischen Kriegs- ministeriums erklärte, er hoffe, die Zionisten werden niemals die Opfer vergessen, die England für Palästina erbrachte. Schenkungen des Königs von Italien. Berlin, 2. Sept. Nach dem „Verl. Tageblatt" hat der König von Italien dem Staate seine -sämtlichen Besitzungen, Villerr und Schlösser mit Ausnahme der Paläste in Rom und T i! r i n geschenkt. Tie Schlösser werden in In vr.lidenasyle und Waisenhäuser verwandelt, während d'.e königlichen Domänen den Bauern überlassen toerden. Schließlich verlangt der ftönig ein. Besteuerung seiner Zivilliste. Ein sozialdemokratischer Parteitag in Teplitz. Teplitz, 2. Sept. (WTB.) In der gestrigen Sitzung des Parteitages der deutschen Sozial- d.mrokratie in T e plitz wurde der Anschluß an die 2. Internationale beschlossen. Der Antrag der Bodenbacher Soziatdemokraten traf Eiusührung des Nätesystems und Tiktatur des Proletariats wurde nach mehrstündiger Debatte abgelehnt. Die Schweiz und die „Dritte Internationale". Bern, 1. Sept. (WTB.) Tie „Berner T a g w a ch t" gilst für die Urabstimmung in der schweizerischen chzraldemokratischen Partei über b:-i Beiiritt zur Tritten Internationale die Parole auf Ablehnung aus, da drrrch daS Moskauer Programm alle Mitglieder der dritten Internationale verpflichtet seien, im parlamentarischen Kampf zu Gunsten von Massenaktionen und direkten Zusammenstößen und zu Gunsten des offenen Kampfes mit der bürgerlichen Staats- maschine einzutreten. Gehobene Schiffe bei Scapa-Flow? Berlin, 2. Sept. Tie „Deutsche Allgem. Zeitung" gibt eine Meldung der „Daily Mail" wieder, nach der die von der englischen Admiralität frei Scapa-Flv w unternommenen Arbeiten bereits die Wieder flott machun g von 44 Schilfen ermöglicht haben. Der Wert der gehobenen Schisse nnrd auf über eine Milliarde Franks geschätzt. Das Schicksal der deutschen Luftflotte. Berlin, 2. Sept. Aus London meldel Weekly Dispatch, daß 12 von den 16 S it f t schiffen, die laut Friedensvertrag ausgelie- fett werden sollten, vernichtet worden sind. Der rumänische Kronprinz Sozialist? Berlin, 2. Sept. Die Blätter melden: Der rumänische Kronprinz, der treten einer bürgerlichen Heirat gemaßregelt wordeü' war, hat sich nach einer rumänischen Zeitung zu den im Oktober stattsindeirden Parlamentswahlen als sozialdemokratischer Kandidat ausstellen lassen. Der Kronprinz reift jetzt an die russisch-rumänische Fwnt, um dort antimonar- chijche Reden zu halten. Teuerung in Chile. Am ster dam, 1. Sept. (WTB.) Die „Times" meldet aus Valparaiso, daß in ganz Chile als Protest gegen die Teuerung jegliche Arbeit ruht. AuS fcem NmlSverkündigungsölatt. ** Tas AmtSverkündigungsblatt •9?r. 81 vom 1. September enthält folgende Be- 'ranntmachungen: Beschlagnahme von Borar, Bor- 'säure und borbaltigen Mineralien. — Beschlagnahme und Meloepslicht von Rohweinstein, Weinstein (Cremor tartari) oder Weinsäure. — Verkehr mit Schrotmühlen und die Benutzung von Schrotmühlen. — Wahl zum Kreistag. — Verordnungen über Preisprüfungsstellen. über Preisaushang in den Verkaufsräumen für Lebensmitt l, Genuß- mittel sowie alle Gegenstände des täglichen Libens- bedarss, .Auszeichnung von Waren und Preiskontrolle durch die Preisprüfungsstellen. — Landwirt- sclrastlicher Kursus für Kriegsbe-chädigt? in Mickrel- stadt. — Notlaufseuche. — Feldbereinigung Treis an der Lumda. — Feldbereinigung Grüningen: die Arbeiten des II. Abschnitts. — Feldber einig» np in der Gemarkung Neinharüsbain, Kreis Gießen. — Tienstnachrichen des Kreisamts. Tie Beschlagnahme von Borax, Vor’, säure und bo^'ttigen Mineralien, von Rohwein stein, Meiusteist Cremor tartari) oder Weinsätrre (letztere auch ,n Laugen form) wird aufgehoben. Die Der steiler wie auch Verkäufer von Gegenständen des täglichen Bedarfs, sowie vor: Lebensmitteln. Genußmllteln und deren Ersatzstoffe sind häufig im Zweifel über die Berecksti grmg der Angemessenheit dar vo ’ ihnen geforber ten oder von ihnen zu verlangenden Preise. ES wird ausdrücklich daraus ou merlsam gemacht, dost es sich in allen Zweifelfällen bringend empfiehlt, eine Anfrage an die Preisprüfungsstelle für die Provinz Lberhessen in Gießen, Lonystraße 7 (Han- delslammergcbäude) zu richten, die zu jeder diesbezüglichen Auskunft bereit und verpflichtet ist. Es wird hierbei ausdrücklich betont, daß ein» solche Anfrage zugleich einen gewissen Schutz des reellen Handels bedeuten soll, den dieser gegenüber wucherischen Preistreibereien unreeller Sbcm- delssirmen er: ährt. Bei den noch fortwährend an dauernden Revisionen durch die Polizeiorgane und die Revis-orrn der Preisprüsimgsstrlle Obcrhessm werden alle unberechtigten Preistreibereien und Preisüberforderungen sowie Verstöße gegen die betreffenden Verordnungen unnaästichllich zur Anzeige gebracht, weshalb der reelle Handel hierdurch ausdrücüich zur Anzeige gebracht, iveshalb der reelle Handel hierdurch ausdrücklich zur größten Vorsicht ermahnt wird. Außerdem wird aus die Verordnung der Preisvrüfungsstelle für die Provinz Oberirsen über Preisaushang in Verkaufsräumen für Lebensmittel, Genußmittel, sotvie alle Gegenstänoe des notwendigen Lebensbedarfs erneut aufmerksam gemacht, .mit dem Hinweis darauf, daß eine Nrchtbefolgung dieser Vrword- snung bei den Revisionen unbedingt zur Strafanzeige führt Ein dritter landwirtschaftlicher Kursus für Kriegsbeschädigte an der landwirtschaftlichen Winterschule in Michelstadt soll Mitte November beginnen und bis etwa Ende März kommenden Jahres dauern. Der Lehrgang setzt Volksschulbildung und (ine längere praktische Betätigung in der Landwirtschaft voraus: er bezweckt, kriegsbeschädigte Landwirte zur rationelleren Bewirtschaftung ihres eigenen Grundbesitzes oder zur Versetzung von landwirtschaftlichen Aufseher- oder Verwalterstellen heranzubilden in ähnlicher Weise wie das bei den vorigen Kursen gtffchehen ist. Ter Unterricht als solcher ist für die KriegsbesHLdigten kostenfrei; Unbemittelten werden auch die Lehrmittel geliefert. Ausivärtigeu Teilnehmern, die in Michelstadt Wohnung nehmen müssen, werden im Falle der Bedürfti gckctt von der .tzauptfürsorgestelle die nöti- gen Zuschüsse in Höhe des Unterschieds zwischen den Kosten für Wohnung, Verpflegung und ihren Einnahmen aus militärischen Renten, Kriegs- und Berstümmelungszulage, bürgerliche Rente usw., ge- lviihrt »ocrden. Verheiratete Teilnehmer erhalten unter der gleichen Voraussetzung Unterstützung für ihre Familien. Meldungm zur Teilnahme sind alsbald an das Kreisamt ober auch unmittelbar an die Lauptfürsorgestelle, Darmstadt, Altes Palais, zu richten. Die Rotlaufseuche in Großen-Buseck bei einem notgeschl achteten Schweine des A. H i l l e - brecht, Schneidemühle; bei einem verendeten Schwein des Heinrich Klingelhöfer, Oppenrod und bei dem Gemcindeeder in Grüningen ist erloschen. <5erid?f$faaL Die Ermordung der Münchener Geiseln vor Gericht. München , 1. Sept. (W. B.) Vor dem Volksgericht München begann harte der Vrozeß gegen die Personen, die an der Ermordung der Geiseln am 30. April im Luitpoldgymnasium beteiligt waren. Angeklagt sticd 16 Personen. Tie beiden Haupt angeklag- ten, Fritz Seidl, Kaufmann aus Chemnitz, und «vchicklhoscr aus München, werden je zehn Verbrechen des Mordes, zwei Angeklagte ic zwei verbrechen be§ Mordes, ¥rei Angeklagir fe acht Verbrechen der Beihilfe zum Morde be- zichttgt. Seidl wird von den Rechtsanwälten Liebknecht und Dr. Loewenfeld verteidigt. Aus der Feststellung der Personalien geht hervor, daß die ni ei st en Angeklagten erheblich vor - b e st r a f t sind, u. a. wegen Ti bstahls, Zuhälterei und Erpressung. SchicklHofer wird als Alkoholiker und Syphilitiker bezeickpret. Nach der Vereidigung der Zeugen, deren ungefähr 150 geladen sind, wurde zuerst der Hauptschuldige Seidl, der frühere Kommandant des Luitpvld-gymnasiums, vernommen. Er ist 1894 in Chemnitz geboren, sächsischer Staatsangehöriger, und nxir nie beim Heere. Während des Krieges war er zuletzt in der Pulverfabrik in Dachau beschäftigt, wo er allgemein als der grötfe Denunziant galt. Seidl versuchte bei der Vernehmung die Hauptschuld auf den Unterfommanbant-.m Hausmann abzuschieben, den er als rein militärischen Kommandanten in fernen Machtbefugnissen als ihm vollständig gleichgestellt bezeichnete, während er selbst nur verantwortlich für das politische und verwaltungstechnische Gebiet gcrjc'm ist. Tiefe Behauptung wurde m Hand von zahlreichen seine Unterschrift tragenden Befehlen und Schriftstücken rein militärischen Cl>aralters rom Vorsitzenden widerlegt. Im.übrigen verlegte sich Seidl stark aufs Scitgr.cn. Jedes dritte Wort lautete: Davon weiß ich nichts! Er will sogar nicht wissen, wo der Platz ist, an welchem die Geiseln erschossen worden sind. Auch an das ihm zur Last gelegte brutale Verhalten gegen verschiedene Verhaftete will er sich in feiner Weise erinnern können. Zu einer kleinen erregten Auseinandersetzung kam es im Laufe der Vernehmung zwischen dem Vorsitzenden und dem Verteidiger Liebknecht der wiederholt in das Verhör ringreifen wollte, so daß ihm zuletzt von dem Vorsitzenden eine Ordnungsstrafe angedroht wurde. Sport. ** Fußballsport. Vergangenen Sonntag traten sich auf dnn Sportplätze an der Hardt ber F. C. Bad-Nauheim und B. f. R. 1900 Gießen mit 3 Manns chafdcn gegenüber. Tie hiesigen Mannschaften waren ihren Gegnern in jeder Hinsicht überlegen und gewannen die 1. Mannschaft mit 3:0 Toren, die 2. Mannschaft mit 6:0 Töven, und die 3. Mannschaft mit 2:0 Toren. Turnen. ** Beim Gau wetturnen am Sonntag den 7. September auf der Hardt wird außer volkstümlichem Borsühruugen auch an Geräten (Rech, Barren, Pferd) geturnt. Vermischtes. Rassenkampfe in Amerika. Amsterdam, 1. September. (Wolfs.) Die „Times" meldet aus Washingtons In Osmungce Keorgia) griffen infolge von Gerüchten, daß die Neger sich erheben und die Weißen austtlgen wollten, die Weißen eine Nsg.'rlirche an und erschossen einen Neger in der Kirche. Hierauf legten die Weißen mehrere Kirchen und einen Negerklub in Trümmer. Amsterdam, 1. September. (Wolff.) Das Reutcrsche Bureau meldet aus Knoxville (Tennessee), daß im Verlauf von Rassenkampfen wobei die weiße Bevölkerung das Gefängnis stürmte, um einen Neger, der des Mordes an einer weißen Frau an geklagt war, herauszuholen, zwei Weiße und drei Neger getötet und eine Anzahl verwundet wurden. Sechzehn Gefangene, darunter mehrere Mörder, sind aus dem Gefängnis entwichen. Den Truppen gelang es, den Mob zu zerstreuen. Amsterdam, 1. Sept. (Wolff.) Ter von der Negerbevölkerung Amerikas zur Friedens- konfevenz nach Paris entsandte Delegierte, ber vergeblich versuchte, die Interessen der Neger auf der Friedenskonferenz zu Dertreten, erklärte vor dem Scpalsausschuß, wenn die Neger nicht ordentlich behandelt würden und in der Praxis dieselben sozialen und politischen Rechte erhielten wie die Weißen, iuerbe Amerika eine Gefahr' für den Weltfrieden. * * Frederikswark, 31. Aug. In der Nacht zum Sonntag ist das deutsche Schiff „Dankbarkeit aus Hamburg bei Groenne- revle vor Sportsbjerg gesunken. Der Schiffsjunge war der einzige, der sich an Land rettete. Er erllärt-, fccfj das Schiff tlötzlich zu sinken be- gomren habe. Der Kapllän Otto Laan ist mit dem Schiff untergegangen. Ter Steuermann Ernst Meynosen sprang ins Wasser und ist wahrscheinlich crtrimfen, da er die Jolle nicht erreichen konnte, die der Schiffsjunge ins Wasser gesetzt hatte. Tas Schiff war von Refnaes nach Kopenhagen mit Ziegelsteinen unterwegs. Briefkasten -er Redaktion. L. 3- in §. Sie können nicht gezwungen werden, lediglich auf Anordnung ber Gemeinde statt Brwtmehl Kartoffelmehl zu nehmen. £. h. in Ä. Ob im vorliegenden Falle Unterschlagung rvrliegt, läßt sich ohne Kenntnis aller in Betracht tomnienben BeA)üllnisse nicht beurteilen. Tie Anzeige kann direkt bei ber Staatsanwaltschaft erfolgen. Büchertisch. — „Die Heimstatte". In der Jnli- Nummer der monatlick)en Mitteilungen, die der Hessische Siedlungsausschuß und der Landesverein für Kriegerheimstätten unter diesem Namen herausgibt, werden in einem Aufsatz „Zur Verabschiedung des Hessischen Landgesetzes" die wich- ttgsten Aenderungen besvrolben, die der Entwurf zu diesem Gesetz durch die Beratungen der Volkskammer und die neueste Reichsgesetzgebung erfahren hat. Eine eingehende Schilderung des Verfahrens deS Lehmstampfbaues, die auf den Erfahrungen beruht, die zwei hessische Baubeamte bei. einem Lehmbauiursus des Hinipt Vereins für Bolkswohlsahrt in Hannover gesammelt haben, wird allen benen willkommen sein, die sich zu der Ileberzeugnng durchgerungcn haben daß uns die Baustofsnot zur Wieder, inführung alter, einfacher Baulvcisen zwingt. Schließlich ist noch ein Vortrag über „Die gegenwärtigen Aussichten im Heim- stättcmoesen" abgedruckt, den der Geschäftsführer des Landesvereins für Kriegerheimstätten gelegentlich der Führung durch die Ausstellung ber Wettbewerl'sentwüre der Gemeinnützigen Heim- stättenbaugesellschaff Darmstadt gehalten hat. Die August-Nummer der „Heimstätte" wird von den Vaulostenzuschüssen ans öffentlichen Mitteln, von dem Geschäftsgang des Siedlungsunternehmens nach dem Hessischen Landgesetz sprechen und einen Ueberblick über die gesamte derzeitige gemeinnützige Sautätigteit in Hessen geben. Probeni;m- mrrn der „Heimstätte" versendet die Geschäffsstelle 'Darmstadt, Louifenplatz 5 (Altes Palais) unent- gelllich. Meteorologische Beobachtungen der Station Gietzen. Höchste Temperatur am 1.9. —19.0°, 2. 9. —12.8". Niedrigste „ „ 1.9.-= 12.°, 2.9.= 4.9°. Datum c G E s der Luft Absolute Feuchtigkeit Relative Feuchtiqkeii (Brab brr ’BcwSI» kmig in Zehntel bet tzchlbnren Hinimeleflüch« Wetter 1.9. nm. 18.3 8.5 54 3 rvechs. bewölkt 1.9. abds. 12.2 9.1 86 0 2. 9. nm. 7 Jo 7.8 jlOO 3 nachts Nebel Letzte NachriehLen. Gegen die Errichtung einer rheinischen Republik. Berlin, 2. Sept. Der „Berliner Lokalanzeiger" nreldet aus Elberfeld: Die Kartellkommission der freien Gewerkschaften, der besetzten Gebiete, in der 400 000 Mitglieder vertreten sind, erhebt in einer gefaßten Beschließung Protest gegen die jüngsten Putschversuche Dr. Dorten s und Genossen in den Rlxinlanden. Die Ver- treter sind bereit, im gegebenen Augenblick mit allen Mitteln gegen die Errichtung einer rheinischen Republik einzuschreiten. Amerika und der Friedensvertrag. Berlin, 2. Sept. Nach Meldungen verschiedener Morgenblätter sind 4 4 amerikanische Sen>atoren gegen und 40 für die Ratifikation pes Friedensvertrages durch Amerika. Amsterdam, 2. Sept. (WTB.) Die „Times" melden aus Washington, daß Senator Knox in der am Freitag gehaltenen Rede noch erklärte, er febe nickst ein, weshalb Amerika Deutschland einen Vertrag auferlegen wolle, dessen Bedff'gungen von der ameiikmiisck^n diplomatischen Welt als undurchführbar bezeichnet werden. Der Vertrag verübe auch einen Mord an der feit langem befreundeten chinesischen Nation. Er lege die Grundlage für jahrhundertelanges Blutvergießen, in das Amerika hineingezvgen würde. Der Vertrag verpflichte die Vereinigten Staaten, alle Abbommen über bestimmte Gebiete nicht zu unter» binden, die der Völkerbund anerkenne, obgleich die meisten dieser Abkommen sich auf die llntcr- brütfimg schwacher Nationen gründen. Dadurch werden die Bereinigten Staaten zu ungerechter Handlungsweise gezwungen luerben, wie im Schantungfalle. Knox sagte, Deutschland müsse den Betrag, auf den die Vereinigten Staaten als Schadenvergütung verzichtet haben, als Kredit erhalten. Er fügte hinzu, er habe keinerlei Sympathie für Deutschland und wünsche Bei Kopfschmerz" jejj.ii iwiii f Verschiedenes j! lEmpfehlungenJ !pJiSß|]gPBÖrZBCKSF Vereine | 018971 Vetzberg 47. aufgehoben. oitrss» Wi!h. Speier Maschinen Schmier-Oele 016987 wiederbringt. Treibriemen Häute, Felle, Rauchwaren. Meine Verlobung mit Fräul. Antonie Müller erkläre ich hiermit für Hotel Kobel Licbigstrakc 9. Süßer und Rauscher LiiMiiü s SieduBam! MJorl a.M. J demjenigen, ber mir meinen abhanden gekommen. 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Krug Friedrich Grünewald, stud. phil. Wilhelm Grünewald, stud. theol. Homberg a. 0. und Gießen, den 1. September 1919. Die Beerdigung findet statt in Homberg a. 0. Mittwoch den 5° September nachmittags 3 ühr. 10152 I | Vernietungen | SM Ml. Himer mt jung. Kaufmann z. um. Zuersr.I>ör7»n,.8a I,ow” Mökl. dimmet z. um. 016990 Lindcngassc 18V- Mansardenzimmer z. u. Gchissenb. Weg 63. Möbl. Zimmer z. um. OllMO Srsterweg 50 v. Möbliertes Zimmer tnit SBclten zu vermiet. , 017000 Astertvea 261. 2 einfach möbl. Zimmer zu um. Eid,weg 5. 017023 Schön möbl. Zimmer, evil. Wobn- u. Schlafzim., leicht beizb., an ruh Herrn sofort ob. zum 15. Sept, au um. Liebigstr. 8911. 017013 Schön möhl. Zimmer ä an Shiufmonn au norm. Baiiubosstr. 8 III. Ein möbl. Zimmer mit ,„c!cfir. Ifidjt z. verm. Näb. Hammstraffe 4. Schön möbl. Zimmer an soliden Herrn z. um. »hm« Landflrai-Fhll.-Pl. 10 K. L Gedieg. möbl. Zimmer in aut. Hause, an Dauermieter zu uermieten.017040 Groff. Sieinweg 23 II. Wl.Wim mieten an Fräul. ob. 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Das bißchen Husten ist bald vorbei und dann —" Und dann — eine bange, schwere, schwüle Paute — das Meer rauschte geheimnisvoll und die Palmen .flüsterten im Wttide. "Großmama, Nagna kommt, ich fühle ihre Nahe bitte, bitte, laß sie herein," rief plötzlich Sigrid, sich hoch auftichtend, „gewiß, sic kommt sic verläßt ihre kleine Sckfwester nickst, gftoiß nicht." Erschöpft von der Ansttengung fiel sic matt m die Kissen zurück, aber glänzend hing ihr Blick an der Tür, auf bereit Schwelle soeben Ragnas hohe Gestalt mild wie ein Engel des Friedens stand. Im nächsten Auaenblick hielt Ragna Sigrid an ihrem Herzen und all das Weh und all das Leid der jungen Frau, das löste sich unter den sanft tröstenden Worten der Schwester, ohne Vorwurf unb ohne Klage, in Tränen auf. Und bann begann sie zu reden — nichts, । nichts blieb Ragna Der borgen, all ihr Kämpfen und Ringen, all die brennende Sehnsucht noch Glück und Liebe, all der brennende Sck)merz b:r Entsagung, des Verrats, all die Borwitrfc, all die i wühlende Reue, die Sigrids Herz belegten, di; i bittere Scham über sich selbst und ihre betrogene I < Liebe. 11 Nach dem Gesetzentwurf über eine außerordentliche Kriegsabgabe für 1919 ist die Abgabe pflicht ür den Mehrgewinn aus dem Jahre 1918 00n 60 Proz. auf 80 Proz. erhöht worden. Da die Gesellschaften (Attiengcsellschaften usw.) auf diesen Mehrgewinn auch noch die landesgesetzlichen Steuern (Staats-, Gemeinbecinkommenfteuer, Gewerbesteuer usw.) zu zahlen haben, ist ihnen in- ofern ein Schutz zuteil geworden, als diese Abgabe zusammen mtt den laiwcsgcsetzlichen Steuern «nicht mehr als 90 Proz. des Mehrgewinns betraget oll. Auf Einhelunternohnrungen findet diese Ver- nimQinimry f/'ine . ottung.) In einer der letzten Nummern des „Gieß. Anz." lese ich, daß vor dem Abschluß von Kartoffellieferungsverträgen gewarnt wird. Ich bin derselben Ansicht, aber nur inso- wett, als cs sich um große Ankäufe zwecks späteren Wiederverkaufs bandelt. Meine Meinung geht, dahin, daß man sogar allen Familien sehr empfehlen soll, ihren Bedarf an Kartoffeln bis zur nächsten Ernte, soweit es die Kellcrverhält- nisse gestatten, einzudecken, denn die Karwffel ist m Bezug auf ihre Aufbewahrung ein sehr empfindliches Gewächs. Es würden bann bis zum Frühjahr nicht so viele Kartoffeln durch Erfrieren in den Mieten und sonstigen zweifelhaften Aufbe-^ wahrungsräumlichkeiten zugrunde gehen. Auch^ durch den Tranport im Frühjahr werden die Kartoffeln schtoarz und infolgedessen ungenießbar. Auch sehen wir einer guten Kartoffelernte entgegen. L. L. . J&u gehst nicht wieder fort, du bleibst bei Sigrid, angstvoll mit ihrer Deinen fteoerglühenden Hand Ragna umDimmernb — ,piicht wahr, du bleibst — bis" — hier brach sie ab und dann sagte sie leise in heißem Flüsterton —r ,A>u darfst Nichts sagen — aber ich sorge mich um Sven er war so gut zu mir und nun hat l Ulcht nennen mag, bis auf ^.^0 verwundet. Großmama sagte mir zwar, datz fie sich nach Sveii erkundigt, daß sie täglich m _Jem Hotel senvet, um Nachrichten über sein Befinden ettizuziehen, aber hier im Herzen, da c) Die unhaltbaren Zustände auf dem Oel- unb Fett markte haben der Handels'kammer Veranlasfung gegeben, das Landes-Arbeits- unb WittsckMsamt zu bitten, sich für eine baldige Ausübung per Zwangsbewirtsckwftung dieses Witt- schaftsgebiets einzusetzen. o < d) .521 einem Schreiben an den Deutschen Industrie- unb Handelstag hat sich die Handelskammer gegen die Aufhebung des Aus- v e r k a u f v e r b 01 e s ar ^sprachen. „6) In der Zeit vom 1. bis 15. Oktober 1919 fandet rn Frankfurt a. M. eine internationale Einsuhrmesse statt. Das Meßamt hat der Haichelskammer Werbematerial zugesandt, welches auf dem Sekretariat von Interessenten crngeschen werden kann. . k) Die Handelskammer Mannheim hat namens der Vereinigung südwestdeutscher Handelskammern, welcher die .Handelskammer Gießen al« korperschaftliches Mttglieb angehört, das nach^ folMude Schreiben an die Reichsministerien gerichtet: ., ,'Ten^ Handelskammern wird die Erfüllung ihrer Ausgaben gegenüber der Regierung und gegenüber ben von ihnen vertretenen Firmen Dadurch erschwert, baß sie nicht m ausreick>endem Maße Gelegenheit haben, sich zu ben von ber Regierung geplanten Maßnahmen unb Gesetzentwürfen zu äußern. Es mich vor allem beanstandet werben, daß die Veröffentlichungen der einzelnen Mrnlstetten ber berufenen Vertretung von Handel nnb Jndusttte, dem Deutschen Industrie- und Handclstag, nicht in erforderlicher Zahl und nicht frühzeitig genug zur Verfügung gestellt toerden. Eine gleichmäßige und rasche Bedienung aller Jittcressenten ist nur durch die Regierimgsstellen 4. Sitzung der Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach vom 19. August 1919. Auszug aus bem Sitzungsbericht. Anweseilb find die Herren: Kommerzienrat Schirmer, Kommerzieirrat Grifiicwalb, Tiehm, rat Grünewald als 2. Stellv. Vorsitzcnber, Tiehm, Kommerzienrat Hovs, Jhring, Noll, Kommerzienrat Ramipcck, Röhr, 8tül/l, Stammler, Willach, Wenner unb ber Syndikus. 1. Entwurf eines Umsatzsteuer- ge s e tze s. Nach rincm ausfilhickichen Bericht des Syndikus erhebt die HandelsPammer die folgende Er- Härung zum Beschluß: Ter der Nationalversammlung trorgelegte Entwurf cmcs Umsatzfteuergesetzcs stellt eine schwere Belästigung der Geschästsivelt bar. Er wird ferner statt ber so dringend irotneenbigen Vcrbilligiung eine we;entliehe und bauernde Verteuerung der Lebenshaltung herbeiführen, welche wiederum eine Steigerung der Löhne und Gehälter unb letzten llmdes eine Erhöhmrg ber ProduktiionSSosten zur d’Olge haben muß. Somit wirb das Gesetz nicht zur Gesundung des so tief barniederliegendenWitt- schas'tslebens beitragen. Wenn auch die Handelskammer angesichts ber finanziellen Notlage des Reichs die Notwendigkeit der Einbringung einer solchen Gesetzesvorlage nicht verkennt, so dürfen doch hierfür nicht allein fmanzpolitische Gesichtspunkte eiitscheidend sein, sondern sie muß von der nottoenbigen Rücksicht auf die gesamte Volkswirtschaft getragen sein. Diese Rücksicht läßt aber der Gesetzentwurf vermissen. Es muß baber gefordert werden, daß die Nationalversammlung den Entwurf nach Anhörung von Sachverständiaen aus Handel Und Industrie einer gründlichen Prüfung unterzieht. Dabei dürfte die Frage ernstlich zu erwägen sein, ob nicht zur Vermeidung von steuerlickfon Ein- citigteiten und Härten von einer Besteuerung der einzelnen Umsätze innerhalb des Produkttonspro- zesscs ganz abzusehen und dafür die Steuer nur einmal bei dem letzten Umsatz zu erheben ist. Es müsse weiter gefordert werden, daß unter allen Um- ’tänben die rationierten Artikel, für welche ja durchweg Höchstpreise festgesetzt seien, bis zur Aufhebmig der Zwangsbewirtschaftung von der Umsatzsteuer überhaupt beftett bleiben. 2. Außerordentliche Kriegsab gäbe undNeichspermögensabgabe(Reichs- n 0 t v v f e r). Statt Karten Statt Karlen! V" er lobt© Coans bad) Giessen Statt Karten! Marie, geb. Block ■nwi Bremen (Holler-Mee 10), 2. Sept. 1919. Willfried Verlobte Diehen Dannen | September 1919 o Tagesordnung: statt. 10143 Täglich: ßamen-Künstlerkonzert Zu Hans Kirzinger. 10156 ZU 50 Pf. 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I. wegen Preistreiberei (Reichsgeseßblatt Sette 395) mit Gefängnis und mit Geldstrafe bis zu 200000 Mk. ober mit einer dieser Strafen bestvaft. Wiesbaden, den 28. August 1919. Bezirksstelle für Gemüse und Obst für den Regierungsbezirk Wiesbaden. Der Vorsitzende: Droege, Geheimer RegiernngSvat Mei«z, den 28. VUtguft 1919. Hessische Laildcs-Gemüjestrlle. Der Vorsitzende: Werter, RegierimgSrat. lle OruckarbLlten/ Bcf)3rten, Derelnt, tzan-el, erwerbe, 3n» öurtrfe und Kamille, wtssenschostliche werke und bllTertatfönen mteden schnell, frilretn u. prelewer-. Qngcfertißt fn der vnch» und Cteinöruderelx Wilhelm Herr, Gießen tDaUtorftrabe 77 Kernsprecher 500 r Vogtsche ?mMsrn!8lMli«K Giessen fioethoatr. 88 Tel. M4 Anfang Okiober Beginn der neuen Halbjahree- und Jahreskarte in sämtlich. kaufm&nn. Unterrichts-Fächern, iafaeg September W® d. neuen Abendkurse in Maschjnenschretk. Stenographie o-Buch- führung. 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