llr. 178 Tec Lietzener Anzeiger erscheint täglich, anher Sonn- und Feiertags. Vezugrpreis: monatl.Mk.1.60, vierteljährlich Mk. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen monatl. Mk. 1.50; durch diePost Mk. 4.50 viertel- jäyrl. ausjchl. Bestellg. Fernsprech - Anschlüsse: für die SchriftleitungN2 Verlag,Geschäftsstelle51 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Lietzen. Poftscheckionto: Frankfurt a. M. U686 Erster Blatt 169. Jahrgang Samstag, 2. August 1919 GietzemrAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ZwiMngsrunddruck u.Verlag: vrühl'sche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R.Lange.Zchristleitung, Sefchaftrstette ».Druckerei: Zchulstr. 7. Annahme von Anzeige» f. die LageSnummer dis zum 9tachmittaq vorher ohnejedeVerbnidlichkeit Stets für 1 mm höhe füt nzeiqen v.34 mm Breite örtlich 15 Bi., auswärts 18 Vf., für Reklame- anzeigen von 70 mm Breite 48 Vs. Bei Platz- vorIchriil20°/^Ausschlag. Hauptschriitleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Polftik: Aug. Goetz, für denübriqenTetl: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: v. Beck; sämtlich in Gießen wochemllckdlick. Es werden nicht wenige sein, die erst durch diese Zeilen daran ec innert werden: ja, heute äst der Tag, an dem vor fünf Jahren plötzlich das eine Wort: Mobilmachung den Hebel dec Weltgeschichte herumwarf. Wie ferngerückt sind wir heute den Empfindungen, die uns damals emvorhoben in dem stolzen Bewußtsein, ein Deutscher zu sein, in flammender Begeisterung das Schwert des Rechtes für unser verkanntes, unschuldig überfallenes Vaterland zu führen, gegen eine Welt von Haß, Schelsucht und Bosheit. Wer unter uns sah damals die Schrecknisse dieses Krieges voraus, der uns zu Fluch und Verderben werden sollte. Nicht ohne brennendes Weh denken wir an jene Tage zurück, die uns alle glauben ließen, daß das deutsche Volk die größten und erhabensten Tage seiner Geschichte durchlebe. Was in der Spanne dieser fünf Jahre sich ereignet hat von Erhebendem und Zerknirschendem, wir wollen es heute nicht anrühren. Wir sind in Not und Elend geraten, die Wucht des Erlebens dieser Zeitspanne ist uns noch nicht verloren, wir wollen die Stationen des Leides nicht noch einmal zurücü- legen. Wir wollen nur einen Blick zurückwerfen auf die letzten acht Tage, die zum Bilde der Not ein erschreckendes Bild der Selbstzerfleischung hinzufügten. Das Wort ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur Deutsche, hat ebenso seine Geltung verloren, wie der Mann, der es zu Beginn des Krieges ausgesprochen hat. Zwischen den Parteien scheint es keine Lerständigungsmöglichkeit mehr zu geben. Jede Partei sucht die andere mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln als die allein Schuldige an dem unglücklichen Kriegsausgange hinzustellen. Man ruft es in alle Welt binaus, wessen man die deutschen Heerführer Diplomaten, Staatsmänner und neuerdings aad) die Industriellen bezichtigt und für über- stjhrk erachtet; im gleichen Atemzuge, in dem man die Einsetzung eines „unparteiischen" Staatsgerichtshofes verlangt, der diese Anschuldigungen erst prüfen soll. Ein interfrak- twrreller Ausschuß soll darüber entscheiden, wer vor den Staatsgerichtshof gebracht wird; dieser soll sich zusammensetzen aus fünf Richtern, fünf Parlamentariern und fünf Delegierten des Staatenbundes. Selbst mit ehrlichem Willen ist hier, wo die Ankläger gleichzeitig Richter sein sollen, bei der heutigen Erregung der Meinungen im Parlament and bei den von persönlichem Haß erfüllten Aeuße- rungen verantwortlicher Staatsmänner Zuweisung und Urteil nach objektiven Gesichtspunkten kaum denkbar. Die Achtung vor dem politischen Gegner hat so sehr niedriger Gehässigkeit Platz ge>- macht, daß Herr Erzberger die Drohung aus- mstoßen vermochte, die Enthüllungen der nächsten Zeit könnten unsere Feinde veranlassen, ihre Auslieferungsliste um einige Namen zu vermehren. Daß ein Deutscher sich zu wlchem Denunziantentum hinreißen ließ, unb gar ein Reichsminister ist ein so erschreckendes Zeichen, daß man sich nicht versagen kann, an den alten Spruch vom Denun- -ianten zu erinnern. Oder sollte Erzberger mit bei ihm ungewohnter Verschämtheit auf 'ich selbst gewiesen haben? Am 5. 2. 1915 chrieb Erzberger unter der Ueberschrift „Nur keine Sentimentalität" im „Tag": „Der Krieg ist ein hartes unb rauhes Hand- iiKtf. Zuckerbonbons unb Knallerbsen sind kein Muglick/es Handwerkszeug. Die größte Rücksichtslosigkeit im Kriege gestaltet sich bei vernünftiger limendung zur größten Humanität. Wenn man m der Lage ist, durch ein Mittel ganz London m vernichten, so ist das humaner, als wenn man noch einen einzigen deutschen Volksgenossen nn dem Kampffelde bluten läßt, weil eine solche iiadikalkur am schnellsten zum Frieden führt. Zögern und Zaudern, Weichlichkeit unb Rücksicht U unverzeihliche Schwäch. Entschiedenes, rücksichtsloses Zugreifen ist Stärke unb bringt den I rreg... Nun hat Tirpitz ernst gemacht. Nur ! weiter auf dieser Bahn! Und wenn Deutschland anmal die wirkliche Blockade verhängt, dann auch 'eine Schonung, sondern rücksichtsloses Versenken Es englischen Handelsschiffes. . . 400 Handels- w hat England uns weggestohlen. Die Ant- At wll dahin gehen, daß für jedes deutsche Han- Msschrff mindestens eine englische Stadt oder ein englisches Dorf durch unsere Flugzeuge vernichtet verde. Jeder Tag, an dem Grngktnb die Ernäh- [wyrimg unseres Volkes durch die Seesverre zu oererteln sucht, soll beantwortet werden durch v unb Tod, den deutsche Flugschiffe in I®® Reihen des englischen Volkes tragen. Warum Ner Rücksichtnahme geübt werden sollte, ist ganz liiRoerpäudlich und imbegründet. Alle Mittel, Elche die deutsche Technik und deutsche Chemie ■Vierer Vaterlandsverteidigung bietet und bieten i sind gerade gut genug, um nach England ! schrecken des Krieges zu tragen. Wenn wir e’ verstehen. Feuer vom Himmel regnen zu lassen,, !^um sollte es nicht angewendet werden? Wcich- I und Sentimentalität im Kriege wären UN-1 ^izerhlich und polizeiwidrige Dummheit. Mag der1 lFeind alles von uns sagen, so soll er beim lFriedensschluß nur nicht das eine konstatieren können: daß die Deutschen die Dummen gewesen seien." Die immer noch anschwellende Flut von Erklärungen, Enthüllungen und Darstellungen im Zusammenhang darzustellen und objektiv auf ihren historischen Wert hin aufzuwägen, übersteigt jetzt schon die Uebersichls- möglichkeit eines Einzelnen. Kleinste Verschiebungen können gewichtigen Ausschlag geben, und so ist nicht einnkal zu beurteilen, ob das neue Weißbuch der Regierung über die Vorgänge vor dem Waffenstillstände endgültige Wahrheiten bringt. Die Objektivität des Ministeriums ist nach den Vorkommnissen in der Nationalversammlung in der Schuldfrage stark anzuzweifeln. Während wir die Trümmer, die hinter uns liegen, noch weiter zerscherben, ist doch Positives geleistet worden. Ein Tag von historischer,Bedeutung fügte den Schlußstein dem Verfassungswerke ein, das von dem Willen der Mehrheit des deutschen Volkes getragen wird. Ihm voran sind die Worte gesetzt: „Das deutsche Volk, einig in seinen Stämmen und von dem Willen beseelt, sein Reich in Freiheit und Gerechtigkeit zu erneuern und zu festigen, dem inneren und äußeren Frieden zu dienen und den gesellschaftlichen Fortschritt zu fördern, hat sich diese Verfassung gegeben." Es schließt mit den Worten: „Das deutsche Volk hat durch seine Nationalversammlung diese Verfassung beschlossen und verabschiedet." Innerhalb des Werkes ist noch manches halbfertig und Stückwerk geblieben. Mancher Kompromiß in Lebensfragen des Volkes läßt die letzte Klarheit vermissen. Aber dennoch wollen wir das Werk nicht mit launischen Worten bedenken und fröhlich begießen, wie es die Gäste des Reichskommissars Dr. Preuß im „Erbprinzen" zu Weimar taten, sondern wir wollen es mit tiefem Ernste als ein Symbol dafür ansehen, daß nn deutschen Reiche wieder eine Rechtsgrundlage geschaffen ist, auf der wir das neue Deutschland, mit neuem Geiste erfüllt, zukuuftsg kündig aufbauen können. Das rlheinitmdsabkommen. Berlin, 1. Aug. (WTBll Die Antwort der Entente auf die am 11. und 12. Juli in Versailles von der deutschen Kommission für das Rheinlandkabkommen gestellten Forderungen wegen der Ansfülirung des Abkommens über die militärische Besetzung der rheinischen Gebiete trägt in einer Reihe von wesentlichen Punkten dem deutschen Standpunkt Rechnung und ist im allgemeinen in einem von versöhn- l i ch e m Geist getragenen Don gehalten. Tie Antwort beginnt mit der Versicherung, daß die alliierten unb assoziierten Regierungen immer die Absicht gehabt haben, die Besetzung so toenig drückend als möglich für die Bevölkerung des linksrheinischen Gebiets zu gestalten, vorausgesetzt, daß Deutschland die Bedingungen des Frie- densvcrtrages genau erfüllen wird. Unter dem Vorbehalte, daß die Kommission der Gitten;e das Recht haben soll, im linksrheinischen Gebiete Verordnungen mit Gesetzeskraft zu erlassen, die die Sicherheit der alliierten militärischen Kräfte gewährleisteten, soll die bestehende künftige Gesetzgebung des Teutschen Reiches und der Bundesstaaten in dem besetzten Gebiete keiner Beschränkung unterliegen. Unter diesem Vorbehalte wird ferner anerkannt, daß die Bevölkerung die freie Ausübung der persönlichen unb staatsbürgerlichen Rechte genießt, religiöse Freiheit, Freiheit der Presse, Wahlen, Versammlungen, freie politische, rechtliche, administrative und wirtsckiastliche Beziehungen mit dem unbesetzten Deutschland. Ebenso wird Ver- kehrssreiheit zwischen dem besetzten und unbesetzten! Deutschland gewährleistet. Wertvoll ist das Zugeständnis, daß der bevorrechtigte Gerichtsstand, den die Angehörigen und Zugehörigem der alliierten Truppen genießen, nicht an deutsche Staatsbürger erteilt werden darf. Tas Abkommen sah anfangs vor, daß die alliierten MilitärpersonenI oder die durch den militärischen Befehlshaber beglaubigten Personen ausschließlich der miliiäritont Gerichtsbarkeit der alliierten und assoziierten Mächte unterworfen werden sollen, auch hrnffcht- lich des Zivilrechts. Jetzt wurde zngelassen, daß bei Privatverträgen die beulfäjen Gerichte anzu- rusen sind. Tas Abkommen verlangte rigoros, daß jeder, der sich gegen eine Person oder das Eigentum der Entetttestreitkräfte verging, deren Militärgerichtsbarkeit Misgeliefert werden sollte. Jetzt ist die Bestimmung dahin formuliert, daß den alliierten unb assoziierten Behörden die Beschuldigten ausgeliefert werden, selbst wenn sie auf nicht besetztes Gebiet geflüchtet sind. Tie Antwort geht sodann auf die Verwaltung in den besetzten Gebieten ein und spricht davon, daß nickst die Absicht besteht, die politische und verwaltungsrochtliche Einteilrmg abzuändern, und daß die Zivilverwalttmg auch di? Verwaltung der Finanzen iimfasst, daß also die Einkünfte des Reiches uitb der Bundesstaaten in den besetzten Gebieten vereinnahmt unb von den zuständigen deutschen Behörden verwaltet werben können. Bei bet Abberufung der Beamten soll btt EntenteSom mr.im mit dem Reick^wnrnisfar sich vorher in Verbindung setzen; abgesehen von dringlichen Fällen soll die Abberufung durch den Reichskommissar oder die zuständige deutsche Behörde erfolgen. Bei Unterbringung der Truppen und Tienststellen soll angesichts der Wohnungsnot in den besetzten Gebieten in versöhnlickn:m Geiste vorgegangen werden. Steuerbefreiung kommt nicht bei privaten Gesckstisten oder Handlungen von Angehörigen der alliierten Stveitkräfte in Frage. Die Privilegien und Zollbefreiungen, die den Besatzungstruppen und ihrem Zivil- und Militärpersonal eingeräumt toerben, sollen kontrolliert werden. Die Freiheit des Verkehrs durch Briefe, Telegramme oder Fernsprechen wird zwischen dem besetzten und nichwesetzten Gebiet toieber» hergestellt unter dem allgemeinen Vorbehalt oder den Folgen des Belagerungszustandes. Grundsätzlich besteht die Absicht, die verschiedenen von den Militärischen Stellen der Besatzung während des Waffenstillstandes erlassenen Verordnungen anfzu- heben. Jede Einmischung in die innere Organisation Deutschlands wird abgelehnt. Agenten wie bisher, die beauftragt sind, die deutschen Behör- dest zu beausiichtigen, wird es nach bem1 Inkrafttreten des Friedensvertrages nicht mehr geben, Ter ö lfe ntliche Unterricht bleibt ein Bestandteil der deutschen Zivilverwaltung. Es heißt ausdrücklich, daß die deutsche Regierung nicht zu befürchten hat, daß ein fremdsprachiger Unterricht aus Anordnung der Besatzungsmächte eingeführt 'wirb. .Was die Beitreibungen betrifft, so verspricht die Antwort dafür Vorschläge entgegenzu- nehmen unb sodann ein „Reglement im Geiste der Billigkeit und Versöhnung" herauszugeben. Von zuständiger Seite wird hierzu bemerkt: Die Antwort der Entente hält das deutscherseits unterzeichnete unb ratifizierte Abkommen aufrecht, will aber in seiner Handhabung Zugeständnisse unb Erleichterungen zugestehcn. Den in der Antwort mehrmals ausgedrückten „versöhnlichen Geist" wollen wir gerne anerkennen, im übrigen aber nach den bitteren Erfahrungen der Waffenstillstands^it abirarten, ob dieser Geist auch nachg ordnetm mil.tä rischen Kochmandostellcn beseelen wird. Härten bleiben trotzalledem noch überreichlich genug. Sie 15 Jahre lang ertragen zu wüsten, wird für die Bevölkerung der besetzten Rheingeviete eine schwere Last und Prüfung sein. Wenn der versöhnliche Geist, den die Entente der Bevölkerung des linksrheinischen Gebietes zusichert, erträgliche Wirklichkeit werden soll, wird sie sich zu weiteren Milderungen bereit erklären müfier. Diese anzustreben, ist Aufgabe der in den nächsten Tagen beginnenden weiteren Verhandlungen. Deutschlands finanzielle Verpflichtungen. Paris , 31. Juli. (W. B.) Havas. Die Friedenskommission der Kammer hörte die Berichte von Klotz und L o u ch e u r über die Wiedergutmachungen und die finanziellen Bedingungen an. Deutschland schuldet, so führte Klotz aus, mit den Kriegs kosten zusammen über 1 000 Mil - liarden Franken. Da eine solche Schuld nur stufenweise mit einem Zuschlag von 5 Proz. abgetragen werden könnte, ergebe sich daraus, daß in einem Zeitraum von 75Jahren nahezu 210 Milliarden abg^ahlt werden könnten, um die Schuld zu begleichen. Die Alliierten waren der Ansicht, daß die Fähigkeit Deutschlands nicht hinreiche, um eine solche Schuld abzutragen, und daß dieselbe gestundet werden müsse, wodurch aber die Frankreich zukommende Summe gefährdet würde. Die Alliierten haben daher mit Ausnahme für die Kriegskosten Deutschland nur die Pflicht austrlegt, die Summe für die Pensionen, Unterstützungen und Wiedergutmachungen auf sich zu nehmen. Was die Höhe dieser Summe betrifft. so konnte diese jetzt noch nicht festgestellt werden, sondern erst bis zum 21. Mai 1920. Gouer mier erläuterte die Finanzlage Frankreichs in bezug auf die Verbindlichkeiten Frankreichs mit beif Vereinigten Staaten und machte bekannt, daß Verhandlungen im Gange seien, um die wirtschaftliche Solidarität der betbeit Länder enger zu gestalten. Versailles, 1. Aug. (Wolsf.) Vor dem Friedensausschuß der Kammer sprach Finanzminister Klotz über die finanziellen Verpflichtungen Deutschlands und sagte erläuternd: Deutschland schulde Frankreich, England und Amerika alle Summen, die diese Länder während ken im Auslande gehören. Es handle sich hier um eine große Summe, deren» Höhe man aber noch nicht habe festsetzen können. Dazu kämen die Handelsschiffe unb Binnenschiffe. Die einzige Regelung, die als praktisch erkannt worden sei, sei die Ausgabe von Schatzscheinen, die zugunsten der Wiederherstel- lungskommiffion bis 1921 in Bezug auf ihre Höhe festgesetzt werden sollen. Ihr Wert werde selbst- verständlich davon abhängen, in welcher wirtschaftlichen Lage sich Deutschland besinden werde. Die Arbeits- und Sparkraft des deutschen Voltes gebe aber keine Veranlassung zur Verzweiflung. Versailles, 1. Aug. (WTB.) In der C" igen Sitzung des Frredensausschusses O*c nter sprach sich Finanzminister Klotz über die von Teutschlantz zu zahlende Entschädigungssumme aus und erklärte auf Anfrage, daß Teutsch- land bereits begonnen habe, seine Verpflichtungen durch Lieferung von Material und Wertm zu erfüllen. Im Laufe der Debatte versuchten einige Abgeordnete, auch das Recht der Elsässer und Lothringer auf Schadenersatz zu begründen . Ter „Matin" beschäftigt sich in einem besonderen Artikel mit der Frage, ob der Friedensausschuß der Kammer die Rattsizierung des Friedensausschusses empfehlen werde. Es sei die Ansicht der Mehrheit der Ausschußmitglieder, daß man grundsätzlich die meisten der Deut;chland anf- erlegten Bedingungen als befriedigend für Frankreich erklären müsse. Der Vertrag enthalte jedoch hinsichtlich der vorgesckiriebenen Ausführung der Bedingungen einige Unvollkommenheiten. Namentlich bemängelte die Mehrheit des Ausschusses, daß.die Einheit des Deutschen Reiches, die Ursache des letzten Krieges, das.Unglück Europas durch den Vertrag eher gestärtt als ge- schwächt worden sei. Viele AusschußmitgliÄier bedauerten, daß Frankreich von Deutschland nicht die sosorttge Zahlung von 5 Milliarden verlangte. Nach den Morgenblättern geht die Kammer jedenfalls vom 8. bis 26. August in die Ferien und beginnt erst nachher die Verhandlungen über die Rattsizierung. Versailles,!. Aug. kW B.) Der Oberste Rat der Alliietten beschloß gestern, die Frage der Ausführung des Friedensvertrages betr. Danzig, und Memel dem Ausschuß für die baltischen Angelegenheiten zur Prüfung genxffei Einzrlfrav.nL zu überwet sen. Arbeiter für den Wiederaufbau. Ber lin, 1. Aug (Wolff.) Da die Verhandlungen über die Grundbedingungen für den W i e - deraufbau von Nordfrankreich noch nicht abgeschlossen sind, ist es zwecklos, jetzt schon Bewerbungsschreiben an die Behörden zu richten. Die 'nötigen Bekanntmachungen werden erlassen. Vor «einer Anwerbung durch Privatunternehmer ist zu warnen. Französische Justiz. Berlin, 1. Aug. (Wolff.) Zu der Havas- meldung, daß das Schiedsgericht zur Untersuchung über die Vorfälle, die sich beider Abreise der deutschen Delegierten ereigneten, be--, antragt hat, die Untersuchung niederzuschlagen, erfährt das Wölfische Bureau: Diese Havasmeldungs steht in sonderbarem^ Gegensatz zu der Tatsache, daß Clemenceau in der bereits bekannten Note der, deutschen Regierung sein Bedauern über das dem Gesetzen der GasffrenMchaft in so ärgerlicher Weise zuwiderlaufende Geschehnis aussprach. Ein Augenzeuge des Vorfalles bestätigt, daß es den Mit- gliäern der deutschen Delegation in keiner Weise eingefallen ist, das ftanzösische Publikum durch Hochrufe, Grimassen usw. zu reizen. Sehr sonderbar wirkt die Behauptung, daß nicht festgestellt sei, daß die Menge Steine warf. Frau D o r n b l ü t h, die noch an einer Kopfverletzung ürt Kranken Hause barniebertiegt, kamt das Gegenteil bestätigen. Auch andere Mitglieder der Delegation wurden, wenn auch leichter, durch Steinwürfe verletzt. Das feindliche Verhalten des französischen Publikums beschränkte sich nicht auf'den Augenblick, als die deutschen Delegierten das Hotel verließen, sondern setzte sich den ganzen, ziemlich langen Weg fort, den die Delegation zum Bahnhof zurückzuleMA hatte. Mus dem Weihbuch. Berlin, 1. Aug. (Wolff.) Nach der „B. Z." ist in bem gestern veröffentlichten Weißbuche ferner ein Telegramm des Kaisers Karlan Kaiser Wilhelm bemerkenswert, welches lautet: Ich war heute früh genötigt, da die militärische Lage unhaltbar geworden ist, den Jta- lienerrr einen Waffenstillstand anzutragen. Falls aber die Italiener die Bedingung stellen, daß die Bahnen durch Tirol und Kärnten, die Tauernbahn, Breirnerbahn und Südbahn, für den Durchzug der feindlichen Truppen gegen Deine Länder geöffnet werden sollten, so wmde ich mich an die Spitze meiner Deutsch- Oesterreicher stellen und den Durchzug mit Waffengewalt verhindern. Darauf kannst Du fest vertrauen. Auf die Truppen der anderen Nationalitäten kann man sich in bem Falle nicht verlassen. In treuer Freundschaft: gez. Karl. Die Antwort Kaiser Wilhelms lautete: Ntit Bewegung habe ich Dein Telegramm über den Antrag zum Waffenstillstand an Italien gelesen. Ich bin überzeugt, daß Deine Deutt'ch- Oesterreicher, an der Spitze ihr kaiserlicher Herr sich wie ein Mann gegen schmachvolle Bedingungen erheben werden, und danke Dir dafür, baß Du mir dies noch besonders versickerst. In treuer Freundschaft: gez. Wilhelm. oom 23. November 1918, ergänzt durch die An- aus allen Parteien aufgestellt, in B ü d i n -1 in h ifcte Bolksvar-'ordnuns vom 17. Dezember 1918, im öffentlichcA Deu M und s n sch « u».. JntcreL beit. Tr-schmaschmmi lividtti. $ tarn. vi>.Wtz MIL imntnüShsmtteL entgegen. ** Ober gen tjvyv.i ""Z.Z'J'Ve' r* L. ’ c • tei gemeinsam vor. In Oberhessen finden die Kreistagswahlen meistens am 17. August statt, die Provinzialwahlen am 31. August. Eine Zusammenlegung beider Wahlen ist technisch nicht durchführbar gewesen. Jntcreste den Drescbmchchinendesrtzem Die leocr zeit widerrufliche Genehmigung, auch auf die lenigen Dreschmaschinenarbeiter, die gewerbliche Arbeiter sind, während der Dreschzeit — bi- pätestens 15. Oktober 1919 — die nach der all gemeinen Landarbeiterordnung übliche Arbeitszeit von elf Stunden mit Zustimmung der bett. Arbeiter auszudehnen. Beginn der Arbeit nicht vor 6 Uhr vormittags. Dem Personal ist wahres dieser Zeit eine einstündige Mittagspause und je eine halbstündige Frühstücks- und Vesperpause net Montag den 4. August seine 1 Er nvrnt deshalb vor dem Betreten Platzes hinter dem Schützenhause. An dem Sckvi^i können sich auch Nichtmilglieder beteiligen. Sck.uk- waffe und Munition wird in der Schießhalle z>n Verfügung gehalten. Geschossen wird sowohl Ml Ring- wie auf Wildscheibe. Schieß- und Jagd- freunde finden deshalb die willkommene Gelege- beit, sich auch hier am Schießsport zu betätigen. ** St tt den Sckwarr-Weiß-Licht- einziger Neger Nuchr. Zahlreiche Neger verließen! die Stadt. verdienen. Wie es „gemacht" wird. Aus Stadt und Land. Gießen, den 2. Aug. 1919. Handckshochschnltursc. ladungdesDeutschenOi! >; a und der Kolonialgesellschaft sprach gefteru cd , _ Hauptmann Stemmerman m der ^urjigw über Teutsch^st-Afrita. Der Redner- der W 1908 bis nach Beendigung des Feldzuges tnU» sercr Kolonie geweilt lmt und den ganzen 6. mitmachte, schilderte die ganzen imcgycretW und ließ seine Zuhörer tecknchmen an bei. widerte. Meis FnedberZ. Q. Bad-Nautzeim, r Aug. richtet werden. Arbeitsplan im Obst- und Gartenbau. Monat August. Spinat, Kerbclrüben, Rapünzchen säen. Blumenkohl und Mtöohl säen zum Turckwintern der Pflanzen. Kohlrabi und Endivien pslanzen. Es- dragon und Sckrnittlauch verpflanzen. Zwiebeln ernten. Perlzwiebeln legen. Neue Erdbeerbeete anlegen nach vorhergehendem starren Düngen der Beete. Schnecken nachts mit der Laterne absiAm. Auf den Kvhlpflanzen die Eierhaufen des M>l- ueißlinas zerdrücken. Raupen abiuchen. Tre Obsternte beginnt. Fallobst soll täglichi gesammelt werden. An Obstbäumen Madenfiallen anbrmgen Blutlaus bekämpfen. Fruchtbebadene Zweige und Aeste stützen. Für einzelne große Fruchte der Zwerg- und Spcklierbäumc Sckiutzbrettchen anbrnv- gen. Junge Obstbäume äugeln. An 5)imbeeren das abgetragene Holz ausschneiden. Weinreben knappen. Stauden teilen und verpflanzen: Fliegendes Herz, Lilien, Narzissen. Silene, Remophilla und andere Frühjahrsblumen säen. Nelkensenker niederlegen. Rasen kurz halten, M spritzen. Auf Rosenrvst und MeWau acksten. Svmmerstecklmge von Pelargonien, Fuchsien, Rosen und ähnlichen Pflanzen machen. Hacken und Rühren. Da» Gesetz gegen die Kapitalflucht. Berlin, 1. Aug. (Wolff.) lieber das Gesetz gegen die Kapitalflucht erfährt die „B. Z." aus Weimar: Die Vorlage über die neuen Maßnahmen gegen die Kapitalabwanderung ist mit Anlagen beute der Nationalversammlung zugegangen. Nach dieser Vorlage dürfen auf reich> ober ausländische Währung lautende Zahlungsmittel nur durch Vermittlung von Banken nach dem Auslände versandt oder überbracht werden. Zahlungsmittel sind außer Geldsorten, Papiergeld, Banknoten ufw. auch Anweisungen. Schecks und Wechsel. Als Banken im Sinne des Gesetzes gelten auch Sparkassen, sowie auch Personen, die geschäftsmäßig Bank- oder Ausstellung der 11 Berliner Zeichner wurde in den ersten 8 Tagen von nahezu 700 Personen besucht, was als Beweis gelten darf, daß sie all- seitiges Interesse findet. Voraussichtlich bleiben die Zeichnungen nur noch 8 Tage ausgestellt. Im übri- i gen verweisen wir auf die Besprechung in der heutigen Zeitung. Am morgigen Sonntag ist die - Ausstellung nur bis 2 Uhr nachmittags geöffnet. 1 ** Feuerwehr. Tie Mitglied-erzahl der Gießener freiw. Feuerwehr war durch Einberufung während des Krieges bis aus etwa 28 Mam, gesunken. Nunmehr hat sich die Anzahl der Mck- gsicter so vermeint, daß die Besetzung der Geräte der beiden Löschzüge einigermaßen erfolgend konnte. Neuanmeldungen zur Feuerwehr iurrba-l noch vom Vorstand entgegengenommen. — äm-l gen, Sonntag, findet auf OswaldsgartM nach i mittags 3 Uhr eine Hauptübung statt, ,dorff in enter 1längeren Erklärung -edem mit ctner derart gäbet das Weißbuch. Er sagt u. a.: Nach dem Inen Besucher alle ihre Geschäftvgeheimnisfr ^u Erdrück, den ich erhalten ^ibe, gibt die amt- offenbaren, Maschinen usw. zu zeigen U|iu. liche Vorbemerkung eine dnvck^aus einseitige, Infolgedessen haben diese Firmen erne Unzahl entstellende Darstellung der Ge - Besuchen von Fachleuten über sich ergehen schichte. Sie zieht einseilige und falsche Schlüffe. I ^ss^n müssen, die sich unter den Augen der Ludendorff geht dann auf einzelne Punkte näher Unternehmer ungeniert Skizzen von den ge- cük heimsten Maschinen und Älpparaten machen, . , . ----- und sie hatten ferner das Vergnügen, 40Teil- Wirtschaftliche Verbindung mit Belgien. neI)met: eincm „Cours d'Jnstruetion"empq Brüssel, 1. Aug. (WTB.) Der Moni- sangen zu müssen. Da alles dies nach unserer teur beige veröffentlichte gestern einen Erlaß, Ansicht sowohl den Wasfenftillstands- wodnrch die wirtschaftlichen Verbin- bedingungen wie — nach Ratifikation düngen mit Deutschland und den deutschen des Friedens — dem Völker recht wi der - Staatsangehörigen wieder zugelassen werden, spricht, fygen wir an: Welche Maßregeln 33ulaari.cn vor der Sowietrevublit. I gedenkt die Reichsregierung zu ergreisen, uni ~ ®. . 1 ,«rx Tff diesem schreienden llebelstand abzuhelfen? Amsterdam, 1. Aug.^ (Wolff.) Nach einem '* _ . . ~ in englischen Blättern veröffentlichten Mutertelv-1 Die Konsorten Dr. Dürtens. gramm erhielt man in anttlick>en britischen Steifen | fti. Köln, 2. Aug. Die svoialdemorra- verläßliche Berichte aus Sofia, die ein sehr tische „Rheinische Zeitung" m Köln veroffent- emstes Biw der inneren Sage in Bulgarien geben, licht den Inhalt eines vertraulick)en Briefes Mmi Ixtt den Eindruck, datz Bulgarien dem Referendars Karl Goetz in Frankfurt Beispiele Ungarns folger, .^Sow j etre pu-. ^r., des Redakteurs der Wochenschrift „Der blit errichten ünd Kömg Bons absetzen wird. Arbeiter", in dem er Dr. Dorten und Die Regerunruhen in Amerika. seinen Bestrebungen seine Mitarbeit anbietet Amsterdam, 1. Aug. (Wolff.) Der „Tele- und diesen um eine Unterredung bittet, deren groaf" meldet aus London, daß die Negerun - Inhalt in der Wochenschrift veröffentlichtwer- ruhen in Chica^) for töauern, obwohl 8000Ken f0[[ Goetz erklärt, den Bestrebungen Dor- "** crn"1"'*" * f‘"K CT“** tens komme weitgehende Beachtung zu. Eine beiderseitige Fühlungnahme sei erwüiischt. Die Antwort erbittet Goetz durch Vermittlung des französischen Abschnittsoffiziers oder einer sonstigen Vertrauensperson. — Dieser Herr Goetz ist in Frankfurt ebenso wenig bekannt, wie das von ihm redigierte Blatt, jedenfalls aber eine Persönlichkeit, deren landesverräte- rische Umtriebe gebührende Kennzeichnung IdMrv. einer m.Dc U4xie <öcw *u ''u’.icben werden. « »Hfl, u. 015017 o.b.(S. Gießen eröss' , Mbl. Wobo- or». ^merk verm. bt. Bingen, 31. Juli. Am 20. 3uh fanb hier eine Feier statt, über die das Zentrumsblatt , Mittelrheinischr Volkszeitung" einen schwungvollen Bericht brinat: „Gemeinsam ehrten am letzten Sonntag die französisch- Beiatzung uiti> btc Nack? kommen der auf dem Denkmal des glten Friedhofs verzeichneten Veteranen^ die vor hundert Jahren unter den Fahnen Napoleons I. gekämpft haben, das Andenken dieser &ntgcl6läfteC,brtreibtnIJll$u'18an!m bürftn I tapferen Sricger. träae wonach Zablunasmittel nach dem Auslande I Feier hatte sich der Herr .NrlttLU.verwalter de» versandt oder überbracht oder für einen Aus-! Averses Bingen, Kvinmandartt Trusiel, angelegen S L^rwaK^^ sollen, nur ausführen, wenn der Auftraggeber eine Er- Hochamt m r« ^rrch- statt^ ^arü^ sagt dw ge- klärungnach vorgeschriebenem Muster in dreifacher I nannte ^Zeitung. Ün^Beweis daß Ausfertigung erreicht. Die Banken habenl eine Avß dre ^rer- ^^Maabe für die' Döl- Aus ertigang dieser Erflärung binnen einer Woche " ^>m Nat- an das für ihre Niederlassung zuständige Besitz- kerv^rsohimng zuwickQi WA. üalt an dem alle steueramt weiterzuseben. Auf dem Poswnweisunas-, hauö,aal fand sodarmc em tnVtkeeÄMune fotgatbermafcn ta- scher Währung zum Zwecke des Erwerbes vm tet, an. fikrtcralt Wertpapieren dürfen gegenüber emem Ausländer ^her Herr tsenerat. nur mit Einwilligung der Reichsbank eingegangen Als Bürgermeister der Stadt Bmgen danke ich werden. Einem Ausländer darf ent auf Reichs-1 Ihnen im Namen meiner Mitbürger tut Ihr Währung lautender Kredit nur mit Einwilligung persönliches Erscheinen zur Prmrdierung ber er- der Rcichsbank cingeräumt werden. Die Einwilü- greifenden Festlichkeit. Die milltarffchen Bande gung unterliegt nicht der Verlängerung, sofern sind unauflöslich, wenn.sie ber^lbe Grund ve- die Kredite bereits vor Inkrafttreten dieses Ge- roegt. Utw dieser Tag zeigt, daß tne ©rutnenittg setzeS eingeräumt worden sind. aii die Vergangenheit sie ebrt unb enger iiept T-rr Antckisilki ÜÄÜuros an Bauern I Widerhall hat unis gezeigt, weffen Ruhmes Sie sich erfreuen. Herr General, und die Stadt ist Bamberg, 1. Aug. (WTB.) Zum Anschluß!. , , Vpsncku-s Wir hoffen daß Sie nur Es wurde Uebereinltimmung dahin erzielt, daß I "r. ^nzösisck^r p ^^.„„nebmen Zwischen Bedas Theater in Koburg erhalten bleibt, die Samm- ^sondns da. yt Einvernehmen «wischm langen in Form einer «Stiftung weiterbestehen und ^L^ppm wd k«n ftaat lchen und staonpßen die vorhandenen Schulen und Gerichte beibehalten Behör^w Rechnu B 7,nvoleenisck"n Vete- toerben" Außerdem verpflichtet sich Baymi zum I '^mms der .^^mmen ber ^boton^n Vete> ^sm^B^br^r^aÄ^sind ^mid^Bavmi^be- deiltschen Bürgermeisters in ganz Frankreich als M- Zeugnis für die französischen Wohltaten verbreitet Ä> ^TficÄbL nnrb. L des bayerischen Landtages bereit, den Wünschen Rede zus^de? T^ „^^st ^agu Lnz^ rann Loburgs auf Anschluß an Bayern zuzustimmem feiner Tie endgültige Entscheidung wird nunmehr durch I unaeeianet 93o^a^immUnX flCh a19 rf a zurück. Glei'chzeittg erhielt der Bürgermeister einen Dre Zwangsbewrrtschastung des Zuckers. £crt mitgeteilt An den habe er sich zu batten. Es Berlin 1. Ang. Ter „Berliner Lokal- bie obett abgedruckte Rede. Ä’idta f# K «ührer der L-sLsungsbe»«bung in der Seit zum Herb st 1920 in Aussicht genommen sei. Zeitung „ffreu Pfalz , die dre Pvlittk des üblen ” v Tr Haas vertrttt und auf eine Loslösung vom Warenmärkte in Düflerdorf. Reiche hinstrebt. Als Redakteur dieses Blattes Düsseldorf, 1. Aug. (W-olff.) Die an zeichnet feit einiger 3eit ein MensZ^name^ der Grenze des besatztm Gebietes feit ter Auf- Egger sdö r f er hebung ter Blockade entftimtenen Waren- freund uiittcrlt is^s e^ fals^r Mme^Hmter Märkte, für Waren aus den besetzten Gebieten, ihm verberge sich ter^emsftge .Führer' dn. he si- ine einen rieft gen Umfang angenommen baten, feten iluabhäng«genA h r end s, ^^nn l t ch em e und von Aufkäufern aus allen Teilen des Reiches | wegen Ttebsahl, Betrug und Fälschung bestrafte besucht iirerben, 'wurden nachts von der Polizei! Periönltchkett. a u f g e h o b e n Tie tertenterte ten wei- Weitere Nnruhen in Straßburg. teren Marktverkehr durch etn starkes Aufgebot und . ,an^rw \ nimmt auch alle Fuhrwerke unter Kontrolle. Der . Berlin, 1. (Wolff) Markt verkehr führte durch die Anhäufung zweifel- meldet aus Karlsruhe,: Nach haftet Elemente zu großen Uebelstänten. Es kam Verrchtm aus StraßbuT9^nb tert erneute bthifia iU Betrügereien. Wie bereits gc- U n r u h e n ausgebrochcn. Aus'dem Bahnhossplatz meidet, wurde am Sonntag fogar ein Aufkäufer sanden Ku^ebungenstott, die EN ter^ezn eYmorhrt unh beraubt I revolut lvnären Ehovarter trugen. a-tc Aus-- ernroroel und bcraunt. * sündigen griffen erneut das französische Militär ttettenb Th°m-sphosph°tm-»l. Sm? bn*te &n Bkl-g-ruirss-ustand an. Schöne Auö Bioei gut möblic Mer lBücherschrc El fofortjuoe: Labuttr. 11. ibl.Zimmer A. vei Vrandgaffe 31 BMI. Ziemer z. t Öihnborftr. 261 s»möbl.Zimm '"Mm. zu ver WeserÜr. 231 5n.m3bL3iB k, '.eien 015C WmerStr^53 l-3immerm.e!ch SSL ^0150 M50S ®l*toea_5. ;,011 ouinttec mit >? WM MW BBs WZ IM** Die Perfekte 015094 mtxv. Grabenstraße 3 II. Nidda. 8828 8454 Tücht. Mädchen tags- fragen an 014934 Kindchen mitHeburcn kann über od ganz nefnebt. 0,5081 ftreu £:iieri'oü?etretär I SdjriftL Angebote unter Stammler. Wilhelmstr. 1 015119 an den Gieß. Anz. Eine in Buchhaltung imchMs btwölldertc Person Schön möbl. Zimmer iev. 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Bezirks vom letzten Sonntag ist in der Siegerliste bei den aktiver Turnern noch nachzutragen: 7. Preis Karl Gott fried Fey (Lich) mit 69 Punkten. IMtiflt 3Raf(fiincnnflfierinnen «Weißnäherinnen bevorzugt» finden sehr lohnende Heimarbeit in der 0,6070 Schirmfabrik M. Levi. AMBI- Dachstein-Maschine für Handbetrieb arbeitet rasch, sparsam nnd znvedlsslg itttbung , , em gröberes Wt.« mnigai sich btt n im W » ^nchenmg^oürdigen Taten, die unsere Kolo-nial- Sieger in den lammen Kriegsjahren abg^schnitten Baterlande vollbracht haben. Im Anschluß a den Vortrag wurden zahlreiche Lichtbilder ge nachmittags atifa lÄgliÄrMhldnSi i durch (ünbarji auf ctroo 28 Am die AnM btr it, t Wiuifl btt V* ■mynnafeen to aa# i, ot* Assekuranz-Firma Generalvertreter erster VersicherungS geseüschasten such, für den dortigen Platz Leiter für Filiale Bewerbung m. Lebenslauf unt. F. H. K. 90« an Rudolf JSo**e, Frankfurt a. ffl. 8840ss kreisen trofCbefanmten tmb sivgyewöhnten .vanaucr Els. Anschließend cm genanntes Spiel werden sut. die zweiten Mannschaften von V. f. B. Marburg und L. f. R. 1900 Gießen messen. — Beginn des ersten Wettspieles Vt3 Uhr nachmittags. ♦* Radsport. Der Gau 9a Sieg-Lahn de Deutschen Rodsahrer-Bundes hält am Sonnt.rg den 3. August ein 75-Kilometer-Rennen auf der Strecke Gießen—Grünberg—Kesselbach—Treis uni? zurück ab. Start morgens bVs, Schützenbaus. : ■u"1> bit LH LK Frankfurt a. M., 1. Aug. (Wolff.) Eisenbahndircktioit Frankfurt a. M. teilt amtlich mit, daß 'die Güter- und Eilgutabfer- Sporr. ** Fußball. AnlLUich seines 19jährigen Stiftungsfestes hat der Verein für Rasen- spiete 1900 auf seinem S pvrtplatz an der Hardt die Ligamannschast des Nvrd- kreismeisters „Hanau Viktoria 1894" zu Gast. Es lvrrd etn äußerst spannendes Treffen zu erwarten sein, jedenfalls werden die Gießener keinen leichten Stand haben gegen die in Sport» AlS üelegeiiieittiiii empfehle 8987 Weiß Miß Mist 80 cm breit ß __ per Meter M. 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Tas Schö ffen- gericht verurteilte eine» Studenten, der ein kleines Mädchen ins Wasser gestoßen batte und e5 einer anderen Frau überließ, das Kind in Sicherheit zu bringen, zu 500 Mk. Geldstrafe oder 10 Tagen Gefängnis. Generalvertretung eines bedeutenden Unternehmens soll für jede Stadt bzw. größeren Bezirk an tüchtigen, strebsamen Herrn mit mindestens Mk. 8—10000 eigenen Barmitteln als Betriebskapital vergeben werden. Außergewöhnl. Hobe Berdlenstchancen ica. Mk. 20000 und mehr pro Jahr». Branchekenmnisie nicht erforderlich. Schristl. Angeb. unt. H. 8495 T. an Haasenstein & Vogler, Berlin W 35. 8712hv Hubs richtete, hat den Erfolg gezeitigt, daß ein Jjub schon geschlossen wurde und das Ende |lff anbepen in naher Aussicht steht. — Ein vom 'irtematimtalen Sportklub veranstaltetes Tontaubenschießen hat gestern fernen Abschluß Kunden. Genceldet hatten sich 20 Herren, die pm die wertvollen Ehrenpreise bewarben, c-^uptpreistrager sind die Herren Hauptmann v. ^usovius, Bremmer-Berlin, ®reiben» i, 0 ch -Bad-Nauheim, Toeltsch - Berlin, Schust er und Leutnant Breiben- l6d>. Naacheim. Starkenburg und Rheinhessen. Für bess., rmderl. Ehe- iciat, ob. auch mit 1 Lind, ünnen 2 Zimmer m. Zubehör v. einer ar. Wobng. »»gegeben werden. Schr. ?! n g. u. 015017 a.b. G.Anz. mit schöner sauberer Schrift, die auch flotter Stenotnvist ist, zum sofortigen Eintritt gesucht. Handschristliche Angebote über seitherige Tätigkeit, Zeugnisse und GehaltSansprüche unter 8983 an den Gießener Anzeiger erbeten. Jo*. Spahn. Hotel Hcutichneider, Siegen (Westfalen). Flickfrarr für einige Tage gesucht 01495’2 Tiefeuweg 6. Sck warzwkißreichnungen, im Tunst der großen I Städte wogend, sind einzigartig. Im übrigen : Er < hat viel mit galanten Damen zu tun. Das freut i uns auch. Doch der Beste kommt zuletzt: Der i hellste von Mar Reinhardts Sternen, der phan- i tasievolle Bülmendekorateur Ernst Stern, ist mit tausend Fünfen reichster Impulse angefüllt. Man ' tritt in eine dunkle Welt ein. Und plötzlich sprin- i gen tausend Strahlen aus aller Tiefe auf, die alles Land umher erfassen. Tie Federzeichnungen zum „Sommernachtstraum" ober „Tantons Tod" sind Versprechungen vor einem ganz nahen Ziel. Im ganzen: Vor manchem Bildchen möchte man wie eilt Jahrmarktsschreier stehen und jubeln: „Noch nie dageweien, meine Herrsü)aften! Tas muß man gesehen haben!" W. B. Die ttommunatwahlen. ** Langsdorf, 1. Aug. Bei der Beigeordneten-Stichwahl war die Wahlbeteiligung ziemlich stark. Es wurden 451 Stimmen abgegeben, davon entfielen auf Will). Schiel II. 240 Stimmen, auf Herrn. Kneipp II. 209 Stimmen, 2 Stimmen waren ungültig. Der Gelvählte ist 46 Zähre alt und gehört schon 18 Jahre dem (Hemeindcrat cm. O Landenhausen, 2. Aug, Zur Gemeinderatswahl einigte man sich auf eine gemeinsame Liste der Bauern und Arbeiter. — Bei der Bürgermei st erwähl wurde der bisherige Bürgermeister Christian Henkel mit nicht ganz 100 Stimmen von 450 Stimmberechtigten ohne Gegenkandidat wiedergewählt. Bei der Beigeordnetenwahl wurde Landwirt und Gemeinderat Johannes Stock III. infolge eines großen verwandtschaftlichen Anhangs mit 30 Stimmen Mehrheit gewählt, obwohl der sozialdemokr>D- tische Gegenkandidat Zinn eine allseits beliebte und geschätzte Persönlichkeit ist. Ta zu den Stimmzetteln für Stock zweierlei Papier benutzt wurde, ist die Wahl von sozialdemotratischer Seite jedoch angefochten worden. Da die Reklamation aber vom Kreisausschuß des Kreises Lauterbach kosten- pflichtig abgewiesen wurde, wird sie an den Provinztalausschuß weftergegeben werden. Vom sozialdemokratischen Kreisvcrein wurde Maurermeister Hrch. Zinn als Kandidat für die Wahlen zum Kreistag und Provinzialtag ausgestellt. er. Röthges, 31. Juli. Bei der Beigeordnetenwahl wurde Ludwig Dam er mit 65 Stimmen gewählt. Die Wahlbeteiligung war gegenüber der Bürgermeisterwahl um 9Proz. zurückgegangen. Der Grund dürfte darin zu suchen fern, daß die Bereinigten Parteien (Heft. Volks« partei, Mehrheitssozialisten und Demokraten) den Landwirt Georg Metzger (H. Vp.) gegen dessen Willen als Kandidat einige Stunden vor der Wahl • aufgestellt hatten. Hierdurch entstand erstens die geringe Wahlbeteiligung, zweitens einige zersplit- : terte Stimmen. Metzger erhielt dennoch 61 Stimmen. vermischte». Mincnopfer. Berlin, 1. Aug. Dem „Berliner Lokal Anzeiger" ‘roirb aus Wilhelmshaven berichtet: Tr> Heringslogger ,F)rirud" und „Lerchs' sind nut eine Mine gelaufen. 8 ^Personen sind ertrunlen oz. Baden-B aden, 1. Aug. Die Karlsruher Staatsanwaltschaft bat den hiesigen Spor tingklub aufgehoben. Dieser SpielklNb war von Berliner Vertretern der „Spielbranche" begründet worden. *DieAdelsPrädikatesind geblir- ben. Der Adel ist in Deutschland ebensowenig abgeschafft wie die damit bertmnbenen Ausdrücke, wie Erlaucht, Durchlaucht usw. Wenigstens macht hiervon der Minister des Innern Heine in einer Ver fugung an den Ober Präsidenten in Münster in Westfalen Gebrauch. Euere Durchlaucht, heißt cs- bar in, wollen den Herrn Regierungspräsidenten tzn Arnsberg hiervon benachrichtigen. * Vom Minister zum Zeitungö- Händler. Ten entgegengesetzten Weg, wie in Amerika, vom Zeitungsboy zum Millionär, scheint es in der deutschen Revolution xu aehen. Der ehe malige Minister für öffentliche Fürsorge in Bayern Unterleitncr, ist stellenlos und widmet sicb jetzt dem Sttaßenhandel, indem er Zeitungen ver kaust. ♦ Was nicht alles rationiert wird. K affe 1 hat sich zuguterletzt noch zur Rationierung des Kautabaks verstehen müssen. Es gibt für jede männliche Person über 20 Jahre eine Kautabakkarte aus. Auf jeden einjehien Abschnitt der Karte wird in jeweils bekanntgegebenen Geschäften eine Rolle Kautabak Der ab folgt. Vderhesflscher lkunstverein. Berliner Zeichner. Trotz des Einspruchs anderer Großstädte kommen sie von Berlin, Dresden sofort nach Gießen: elf unbekümmerte, verwegene Zeichner. Unser unentwegtes Schmunzeln und ein freudiges Begreifen dieser kühnen Bilder werden der Leitung des Oberhessischen Kunstvereins der schönste Tank dafür sein, daß yjt diese Ausstellungen gewannen. Nicht Tinge, die nur an klingen, nicht nur Möglichkeiten, nicht Kümpfe um neue Wirklichkeit wollen uns gcsangcnnehmen. Hier keimen Wahrheiten auf, die ohne Folgerung und ohne Zweck wie Zufälligkeiten anmuten. Tas Wesentliche ist im Einfachsten gegeben. Ter Inhalt weicht dem Achtunggebietenden aus uno wird in Dingen gefunden, die entmenscht wie Masken oder Puppen oder der Ausdruck einfach empfindender Subjekte sind. Denn der größte Reiz ist hier, wie subjettiv dec Maler ist, ein springender Reiter in Form und Farbe. Im Erschauen sind wir Erleben Ijingegeben. Und das Schönste ist: Zur Erkenntnis aller aufgehängten Herren führt ein Weg, das Dachon. Und nun die ErntzeLnen! Heinrich Zille! Bitte, halten Sie sich das Taschentuch nicht vor den Mund! Hat das einen Zweck? Lachen Sie sich aus, ich freue mich mit. Ebenso siegreich wie dieser Unverwüstliche sind Fritz Koch- Gotha nnd Fritz Wolf, aus „Jugend" und „Simplizissimus" befamti. Die tollen Berliner Typen, die ihnen entsprangen, sind gottlob gesund und munter. Ter Storch hat da recht viel zu tun. L. Leonhard hat mehr gesehen. Er war auch in Paris. Die fünf Illustrationen Finettis zu »Hans TüseU", der nicht nur einberufen, sondern auch entlauft wird, sind des Zeichners Wahrstes! Weitere Namen, die in ihren Trägern viel geben: W. Trier, P. Simmel, P. Scheurig und F. Christophe, dessen Parodien so hübsch sind, daß wir sogar herzlich lachen. L. Kainers im überfüllten V-Zug zwei mit reisenden Soldaten ihre beiden Rohrplattenkoffer zur Aufbewahrung. In B a d - N a u h c i m verschwanden die Soldaten heimlich mit den Koffern. Die Koffer ent- lytdten außer Formularen mit dem Stempel b r Kommission „Wocko" und Bianlo-Bri.'sumschlägen M evtl, früher z. vcr» uiüT B"en. Näb. bei LoniS »SlWh Selteröweg 23. ?■ ^>er überläßt uns (brei ern 8 (oJttr trrood)). Pers.) eine ger. 2 ibff I ^Cclbst, Plockitr. 14 I. I , Z» mieten acincbt im, cf ■'! I?11 ^üche. ©diriftlidie ?Ab°tc unter 014860 an U — Gieß. Anz. erbeten. tote Mbl. ßiininer desi mL 015090 a. d. Gieß. Anz. Vertreter zum Verkauf von Futterkalk an Wiederverkäufer und Land» | wirte sucht 7492ss | Josef Heller, j Leipziri-Eu. 15, | Fulterkaik - Fabrik. I | Rodlicimer Str. 53 H. ! NSbl.3immerm.elektr. MÄcht zu verin. 015060 Qmij Atterwcq 29, Nebenh. V " - eins. möbl. Zimmer intber « w vermieten 015051 Eichwea 5. bel, »H Möbl. Zimmer mit sep. ,'xrer GemeiM L ringang z. verm. 015093 Metel-Ml Grabenstraße SU. rein ®iefeen err feine . 'Betreten des Stz diife. 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Ture stellend eins r m der Nähe bi oo: 25 cm groy, ikorb zurülkliejjen. - ses m der Lubvi, ch Einbruch Butte Sohlen. Sachdienlh ge ftriminalubteiliiii hnherein. 2: t Zeichner wurde: M 700 Pnsom b m darf, daß sie ii' Msichtlich bleiben k ! ausgestellt. Iw üdn *= (Sberfia(b i. O., 31. Juli. Während ber ^hrt durch den Krähenberger Tunnel riß am , berbadjer — Hanauer Abendzuge die uMlung der Maschine, so daß der Zug im Tunei stehen bleiben mußte. Die von der Maschine ^mveichenden Kohlengase drangen in die Personenagen, wodurch zahlreiche Fahrgäste des dichtgc- iliten Zuges ohnmächtig wurden. Erst nach.einer tlben Stunde konnte durch eine andere Maschine i Zug ckus dem Tunnel gezogen werden. Hessen-Nassau. Gasthausangestellten-Streik in Frankfurt. --Frankfurta. M., 2. August. Die G a ft* dausangestellten sind noch gestern in später Abendstunde, ohne die Entscheidung ihrer- Organi- iation8leitung abzuwarten, »geschlossen in den AuSstand getreten. Sämtliche Hotels, lllestaurants und Vergnügungsstätten sind geschlossen. ©eit heute früh stehen vor den Lobten Streikposten, die jede Betriebsaufnahme ver- tinbent. Auch im Hauptbahnho f streiken die Kellner. Hier behilft sich das zahlreiche Reisepublikum damit, daß es sich selbst an den Bufetts Hient. Tie auf die WirishausberSstignng ange- lviesenen, nach zehntausenden zählenden Personen nerben von dem Streik aufs schwerste betroffen. Nicht minder aber auch die ungezählten Reisenden, bit jetzt zum Schlüsse der Sommerferien auf der Heimreise begriffen, in Frankfurt Aufenthalt pchmen müssen und denen nun jede Möglichkeit ftitommen ist, irgendwo und irgendwelche Er- HKtnmg zu sich zu nehmen. Der Stteck fmbet beim Publikum nicht die geringste Sympathw, bi dieses der Meinung ist, daß die Kellner ohnehin Über holre Bezüge verfügen. _ -4 y-ranffürta. M„ 1. Aug. Tre Hotelbesitzer und Gastwirte haben heute einstimmig die Forderungen der Gasthauscmgestel(ten auf er» neute Lohnforderungen abgele hnt und b'zeichncn die vorzeitige Außerkraftsetzung des noch tn4 zum 31. Oktober währenden Tarifverttagrs cis Kvntvaktbruch. Jeder Älngestellte, der vor L tfem Tage seinen Dienst verläßt, hat das Recht auf Wiedereinstellung verwirkt. Tie Gasthaus- mgestellten nahmen heute in einer Nachwersamm- hetfl zu der Entscheidung der Arbeitgeber Stellung. Die bestohlene Waffmftillstandckommifsion. -- Frankfurt a. M., 1. Aug. Zwei Mit- ili4rr der Wafsenstillstiandskommiffion übergaben -»ihrend der Fahrt von Hamburg nach Frankfurt Suche zum 1. Senk, etn zuverlftee. Mädchen, das in Kochen und Hausarbeit erfahren ist. 8821 Frau Dr. Kavier, Dillcuburg, Marktstr. 13. Zwei brave Hausmäd cheu und ein eifriges Kocklebrmädchen gesucht. Hau* Seehode, Marburg, Rettgasse 5.M1» Braves Mädchen nach Bad-Nauheim sofort ges. iWirtschafli. Zuerft. 014844 Kaiser-Allee 4Op. 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Stüalc Mar der R» tritt erst dann m durch Dentichland e B assoznerten Ma bann kam fomell einigen über 01 lenen, erfolget in wei besonderen Mi die EinsetzM teidhing des Ml beim, bis jetzt aber eNten. Die deutsc Mi, den tafqcn Hai aber weder du bnt Fortgang der L Auch der Mransp, ßriMesangenm if reden und assoziier fenrimmg in der L ta BemihuMN ix i„ 8. und 12. Aug Miere und 500 bricht, wonach ix Mittelbar bevorst " irrtümlich und dik Bevölkerung itc ti Deutschland n nssion zwecks um •mfreid) über der •tn Erfolg. Sok iben französische ^LibeitsbedinM i'N'Mtxtmb kt Wd W\ ■bk beut^ÜM Trb bei Erlen liefenmg der Ke nach dem Friede Die vielfach Verl beiter zum Aust -geboten werden fü 'Die Fürsorge für SU ihrer Heimkehr »hne Rücksicht auf ^iittliealor Ä ,...... Leitung Herrn.Sleingoetlef ß btt 'MV fi( I * ihr 3 Rucksack «Ä der Jns.-Kosten abzud. °ESelteröw.81'/»IM I Vereine | ■”*) Wer übern, dass ofor t I Stimmen eines Harm» niumS7 Schriftl.Ang. ii J Jak. 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Bo lohnung abzugeben M Leh, Nlttergasse llll:"»» .Nbg. Kühne «nfnw Maßuahn I:Linr^Ü9e ko, 2t1 Wfen Jr er. Dvsttzbellung im Whtklgeti Obstes Eetzrimat Tr. dlsmoßig kleine ‘ -jL, ■* Mvstherstellung n । i Wimg am D General versammM Wtih Mittwoch,«.Aug.ISIS in bei abends 8'/, llbr im Bootshaus. JiK mx vorbei Tagesordnung I Aufnahme neuer Ms U^^vttstrllung gliedere k |2*W«tai Heide 2. Regattabesnch uchd ■ Der Juxbaron. nyncr Posse in drei Akten m» -1: 1Qqi PordeS-Mtlo und fett -a.‘ Anm,.,. mann Haller. Gesang texte von Willi Wolff. Musik von Walter Kollo. Kassenöffnung (>'/, Ubr. Anfang 7 Ubr. Ende nach 9'/, Uhr. Borbestcllttuacn sind bestimmt. 8961 Ein Zerrissene ganz unbrauchbare Strümpfe Ein neuer Frackanzug für gr. schlanke Figur, zu öerf. Steinstr.7olll.°'^ Herzliche Bitte! Welcher edeldenk. Herr ob. Frau hilft ein. armen kranken Mäbcheu, bas sehr bebürstig ist, mit einer kl. Unterstütra.' Schr. Aug. u.015097 nn d.Gteb.A. erb. erhalten. Speisezimmet zu taufen gesucht. Schr. 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August nachm. 3 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt. Todes-Anzeige. Hierdurch die traurige Mitteilung, daß Donnerstag abend 10l/2 Uhr unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Arthur Pietsch Musketier im Reichswehr-Regiment 36 im Alter von 25 Jahren von seinem im Kriege zugezogenen Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Todes-Anzeige. Noch nickt den ersten Schmerz über unseren einzigen innigstgeliebten Sohn überwunden, folgte ihm nun auch noch unsere einzig geliebte Tochter Marie nach längerem, schwerem, mit grober Geduld getragenem Leiden im Alter von kaum 18 Jahren. Mil ihr wird all unsere Hoffnung und Glück zu Grabe getragen. In tiefstem Schmerz: Karl Lud. Albach II. u. Fran nebst allen Angehörigen. Lich, den 1. August 1919. Die Beerdigung findet Sonntag den 3. August, nachmittags 4 Uhr, statt. I8867 Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere geliebte Gattin, Mutter und Großmutter Todes-Anzeige. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, gestern nachmittag 3'/, Uhr meine innigstgeliebte gute Frau, unsere teuere unvergeßliche Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie Seipp geb.Bepperling nach kurzem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 20 Jahren in ein besseres Jenseits zu sich zu rufen. In tiefem Schmerz im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Karl Seipp Familie Anton Bepperling nebst allen Angehörigen. Lollar, den 1. August 1919. 8989 Die Beerdigung findet am Montag, dem 4. August, nachmittag 3 Uhr statt. KriegerSwitwe verkauft Schrcinermcrtzeug einschl. Hobelbank. Kann Sonntags v. 10—12 vorm. besichtigt werden. R. Schulze* Lollar, Gieffener Str. 1. 8960 Hell gcdupst. Sommerkleid, 42er Fig-, Weihe Slhube37,2Traucrfchl., 1 Svih.-Umhg. zu verk. 015027 Färb. Holland Alte g. Geige u.Dezimalwagc mit Gewichten billig z. vk. 011007 __Lau«Shaw Nr. 141. ÄttshilaügiHeÄttke zu verkaufen. 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Frvhme (Soz.): Es ist erstaunlich, wie die Herren von der Rechten sich jetzt auf einmal der Beamten annehmen. Das ist Stimmungsmache. Wir treten für die Koalitionsfreiheit und für das Streikrecht der Beamten ein. Ferner verlangen wir eine Gesetzesvorlage über Beamten- räte. klar zu äußern. Der Streit muß in den Beamten- organisationen ausgetragen werden. Hierauf wird ein Schlußanttag angenommen. Nächste Sitzung Donnerstag, 7. August, nachmittags 4 Uhr.- Die Kohlcnfrage. Warmg. Der SchUhem« siegen beginnt n August seine Uelirj -bienen. Das tzenr sie die blauen Guckerln für immer zu, als ihre Mutter von mir ging. — Na, das gehört nicht hierher, aber meine Ilse Märe jetzt fast so alt .nie Sie und vielleicht auch so — — schön." Metzner sagte eS mit einer tiefen Bewegung in der Stimme, die Ragna rührte. Gern hätte sie ihm ein freundlich teilnehmendes Wort gesagt, dem sonst immer so fröhlichen Gefährten und Kollegen, aber ein unbestimmtes GesüU bannte ihre Zunge. Es waren auch nie wieder persönliche Angelegenheiten zwischen ihnen berührt >oor- den, nur heute an dem regenschweren, nebeligen Ravembertage war Dr. Metzner fröhlich in das Redaktionszimmer getreten und hatte ihr zugerufen: „Fräulein Svendburg, die Welt geht unter. Sie können es in der „Host'" als neueste Neuigkeit gleich aufnehmen. — Unser Alter hat ein Einsehen gehabt und hat der Hilfsredakteurin Fräulein Ragna Svendburg — wo Sie nur den romanhaften Namen her haben — aus freiem Antrieb zehn Reichsmark — sage und schreibe zehn Reichsmark, monatlich zugelegt. Was sagen Sie nun?" „Ich freue mich!" sagte Ragna strahlend. „Natürlich um zehn Mark. So sind die Weiber!" „Nein, Herr Doktor, nicht um die zehn Mark, frmbern ich sehe daraus, daß unser Chef mit mir zufrieden tft." „Na das ist doch wohl das Wenigste, was er tun kann," brummte Doktor Metzner und ließ sich schwerfällig auf seinen Drehsessel fallen, um dann fortgesetzt zu schreiben, ohne Ragna rnzn- sehen bis zum Schluß, der Redaktion^ ^Schneider, A u Mädchen oder L'i '^rin.ms^ Heirat int 511 werden. M "Gebote unter OM Anzeiger n sich dann in der kurzen Frist, die ihr für ihre Arbeiten blieb, möglichst eigenes zu geben und Klrister- topf und Schere immer mehr aus ihrer Redaktionstätigkeit zu verbannen. Bald hatte sie denn auch die Freude, daß hier und da Fragen nach dem Verfasse? dieses oder jenes Artikels, die alle nur mit einem „9t." gezeichnet waren, bei der Rr- StiÄUint • L'S siS 'Jtiitit“'»”"««!i; ’Qn K. 8 im.l” ' Itz PätHei^ Gebote "VI Gebildet-- E — Anny Wotbe, die bekannte und frucht, bare Romanschriftstellerin, Verfasserin unseres augenblicklichen Feuilletonromans „Ragna Svend' bürg", ist am Mittwoch in Leipzig im 62. Lebensjahre gestorben. Geboren zu Berlin am 30. Januar 1858, heiratete sie 1885 den Verlags buchhändler Adolf Mahn in Leidig (gcst. 1915 , mit dem sie gemeinsam 1887 bis 1906 die Wochenschrift „Don Haus zu Haus" l-erausgab. Sic rät mehr als 40 Romane veröffentlicht, die zur bess reu Unterhaltungsliteratur gehören. ihr kam und sagte: „Macht sich, macht sich, Kleine. Schade, daß Sie nicht irgend so ivas, wie 'ne Grafenkr-one oder so was Aehnliches hinter sich haben, würde sich ganz schön machen, so'n bißchen Nimbus „Trang zur sunt ft" und so was oder „Alle Schranken durchbrechend" ober fernst ähnliche schöne Sachen, die alle Tage Vorkommen." „Na, Sie brauchen nicht rot zu werden, Kindchen," begütigte er, ,chaß Sie keine Gräfin sind, es wird sich ja auch so etwas finden, wodurch man Sie bekannt macht. Geht's mit der Vornehmheit nicht, versuchen wir es am Ende, wie Reuter sagt, mit „Poverthe". Wie 'märe es denn mit 'ner Dorfschule und zehn hungrigen kleinen Geschwistern im Hintergrund? Auch 'ne schöne Sache. Na, ich sehe es Ihnen an. Sie wollen nicht. Sie haben noch den Kinderglauben, daß sich jedes wirkliche Talent Dahn bricht. Nicht wahr? Na, dann lassen Sie sich die Zeit man nicht lang werden, heutzutage brauchen wir nichts wie 'ne große Glocke und wer am lautesten läutet, der ist der Mann der Tat. „Bitte, bitte, nur nicht böse fern, .Kleine," fügte der große, starke Mann mit treuherzigem Lächeln, Ragna in die Augen sehend, fort, „ich meine es gut mit Ihnen, könnte ja Ihr Vater jein. Hatte Sich mal so einen Blondkopf wie Sie — ist nge her, wohl fünfzehn Jahre. Damals schloß Und nun stand Ragna am Fenster ihres Giebelstübchens und überdachte alles und wieder tarn es über sie wie heiße, brennende Sehnsucht nach Glück, das für sie auf ewig dahin. Zwischen den Föhren der Heide schimmerte sonst die grün? Spree wie ein glänzendes Silberband lferübrr, heute war es nur ein kahler, grauer Streifen. Träumenden Auges sah sie ben Wolken zu, di? dahinjagten in wildem Fluge. Schwere, große Tropfen klatschten jetzt an die Scheiben imd ein Windstoß ließ das kleine Haus erzittern. „Tn, Prinzeßchen," sagte da plötzlich ein? Kinderstimme und der kleine vierjährige Fritz Brand steckte sein Stumpfnäschen zur Tür herein. „Darf ich kommen?" „Nur nähtr, mein Junge," sagte Ragna, sich gewaltsam aus ihrem Sinnen ausraffend. „Das hast du beim?" „Einen Brief," sagte Fritz wichtig. „Einen großen Brief." „Gib her, schnell, schnell!" bat Ragna. (Fortsetzung folgt.) Ik-Ilt, bis zur Höchstmenge von 5000 Doppelzentnern. Es folgt die Interpellation Dr. Heinze (T. Vp.i und Arnstadt (D. Ntl.) betreffend Kohlenvers orgung. Reichsministcr Schmidt bit'et mit Rücksicht darauf, daß Derho d u:g n über Maßnahmen zur Belebung der Äol)ieimai im Gange seien, die Beratung der Interpellation auszusetzen. Tie Interpellation wird abgesetzt. Es folgt die Interpellation A r n st a d t (D.-N.), Dr. Heinze (T. B.) über Beamten fragen. Die Interpellation bittet um Auskunft, ob die Verordnung der preußischen Regierung vom 26. Februar betreffend die einstweilige Versetzung der unmittelbaren Beamten in den Rn heft and auch auf die Reichsbeamten ausgedehnt werden soll, und fordert eine Neuregelung der Besoldungs- und Pensionsverhältnisse und die Schaffung eines freiheitlichen Beamten- und Diszi- plinarrechts sowie Gewährleistung von Mindestforderungen hinsichtlich der Besoldung, der Ruhegehälter und der Hinterbliebenenbezüge der unmittelbaren und mittelbaren Staatsbeamten, insbesondere auch der Gemeindebeamten und der Lehrer durch Reichsgesetz. Abg. Tr. M o st (D. V.) begründet die Interpellation damit, daß der Beamte Zeit seines Lebens an den Staat und an sein Amt gefesselt sei, so daß der Staat die Verpflichtung übernehmen müsse, ihn vor wirtschaftlicher Not zu schützen. Hieraus ergebe sich, daß den Beamten das Streik- recht nicht zustehe. Streikende Beamte träten ein Widerspruch zu sich selbst (Sehr richtig! rechts.) Wir wünschen auch einen Schutz des Beamten vor dem Uebetmaß der Parlamentarisierung und der Polittsierung (Beifall rechts), weshalb wir die Schaffung eines neuen Beamtenvecksts durch das Reich mit Ausgestaltung der Beamtenausschüsse, Regelung der Urlaubsperl)ältttisse, Reform des Tisziplinarwesens, Aufhebung gewisser einschränkender Bestimmungen der Residenzhflicht, Verbot der Nebenbesiräftigung usw. verlangen, vor allem aber eine Errettung des Beamten aus wirtschaftlicher Not. RÄmer führt die Gehaltssätze einzelner Beamtenklassen an und ziM zum Vergleich die Lohnsätze verschiedener Arbriterkategorien an. Als eine Folge dieser wirtschaftlichen Not konstatiert der Redner einen bedauerlichen Rückgang der Moral. Eine rasche und durchgreifende Besoldungsreform für alle Beamtenklassen muß kommen, wenn auf die Tauer das Moment der standesgemäßen Lebenshaltung überhaupt noch aufrechterhalten werden soll. Neichsminister Tr. David dankt der deutschen Beamtenschaft für ihre überaus pflichttreue und aufopfernde Arbeit und fährt fort: Auf der Pflichttreue von unten beruht die Stärke der Demokratie. Mit dem Finanzminister bin ich der Ansicht, daß eine Neuordnung der Besoldung und des Pensionswesens sowie der Hinterbliebenen- Fürsorge unbedingt notwendig ist. Eine durchgreifende Reform der Beamtmbesoldung tvar schon vor dem Kriege fällig. Sckftvere Not eines großen Teils der Beamten bedeutet eine große Gefahr für deren physische und moralische Gesundheit. Tie Regierung ist sich des Ernstes der Lage durchaus bewußt, so daß sie, sobald erst einmal Klarheit geschaffen ist, hier einsetzen und die Besol- dungsresorm möglichst schnell durchführen wird. Zunächst werden wir durch Teuerungszulagen der Not errtgegentreten, soweit es mit der Finanzlage irgendwie vereinbar ist. Durch eine wesentliche Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage wäre auch die Der Beamten zu erreichen. Inwieweit eine einmalige Entschuldungsbeihilfe der Beamten vorgesehen werden kann, wird eine am 12. August in Berlin statt findende Besprechung mit den Beamtenvertretern seitens der Reichs- und Landesregierungen ergeben. Im Reichsministerium ist seit dem 1. August ein Rat für Beamten fragen eingesetzt, auf dessen Arbeitsplan auch die Regelung des Beamten-Disziplinarrechts steht. Dieses Tiszipli narrecht wird nicht nur freiheitlicher gestaltet, sondern auch einheitlich für alle Beamten entsprechend den Richtlinien m der Reichsversassung. Durch ihre Maßnahmen hofft die Reichs re gierung die Dienstfveudigkeit der Beamten und ine Einsicht in die engeren Zusammenhänge des Staates zu heben. Tas neu? parlamentarische System wird die Gewähr dafür bieten, daß fortan die Beamten ihre berechtigten Forderungen leichter und rascher zur Geltung bringen können. Ein großer Vorzug des neuen Systems ist, daß die Beamten nichts mehr zu fürchten haben. Der Beamte wird den Segen des parlamentarischen Systems immer mehr empfinden. Neben der Möglichkeit, an allem Krittk zu üben, auch an dem obersten Vorgesetzten hat der Beamte das Recht, sein politisches Bekenntnis abzulegen. Wenn er sich innerlich verbunden fühlt mit dem Schicksal der Gesamtheit, roenn er die Veranlagung besitzt, Unlust und UnlustgesüHle seiner eigenen Interessen beiseitezuschieben, um für das Ganze zu arbeiten. EH — Kriegsgesangenenheimkehr. — Flrischbesck)au. — Abschluß von Kaufverträgen über Brotgetreide und Gerste. — Statistik des Wein- unb Obstertrages int Jahre 1919. — Schweinerotlauf. Tie Gebühren für die Prüfung von Kraftfahrzeugen und von Kraftsahrzeugführer n werden bis auf ireitcreS um 60 v. H„ für die Prüfung von Krasttädern und Kraftradfahrern um 30 v. H. erhöht. Zum Rechner der Landeswaisen- taffe ist an Stelle des verstorbenen Rechnungsrats Weitzel Kreisamtsbureauvorsteher Rech- nungsrat Schneider von Heppenheim mit Wirkung vom 1. d. Mts. an, ernannt worden. Tie erhöhten Fleischbeschaugeb üh- ren sind vom Anfang des Rechnungsjahres, also vom 1. April 1919 an zu erheben bzw. anszu- zahlen. Kaufverträge über Brotgetreide und Gerste dürfen vor Trennung der Früchte vom Boden nicht abgeschlossen ro erben, wenn nicht der Kommunalverband schriftlich seine Zustimmung erklärt hat. Verträge, die vor Inkrafttreten der Reichsgetreideordnung abgeschlossen worden sind, sind nichtig. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre und mit Geldstrafe bis zu 50000 .Mark oder mit einer dieser Strafen bestraft, sofern nicht die Voraussetzungen für eine schärfere Bestrafung nach § 81 a. a. Ö. vorliegen. Schweinerotlauf ist in dem Gehöfte des Wilhelm Schmidt III. zu Göbelnrod festgestellt worden. Deutsche Nationalversammlung. 72. Sitzung. Freitag, 1. August. Am Regierung stisch: Tr. Tavid, Erzberger. Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung am 9,30 Uhr. Tas Haus erledigt zunächst eine Anzahl Awkragen. Abg. Tr. Mittelmann (T. B.-P.) tnacht in einer Anfrage auf die bittere 9h>t der Veteranen von 1870/71 aufmerksam und fordert unverzüglich Abhilfe. Ein Vertreter des Reichssinanzministeriums erwidert, daß die Regierung beabsichtige, den Veteranen eine einmalige Zuwendung in der Höhe des doppelten Bettages wie in den Jahren 1917 und 1918 zu machen. Ter Haushaltailsschiuß hat am 28. Juli die Genehmigung zur sofortigen Auszahlung erteilt, so daß nichts mehr im Wege steht. Abg. Erkelenz (Tem.) regt in einer Anfrage an, den infolge der Herabsetzung der Stärke der Reichswehr zur Entlassung kommenden Reichs- nehrangehörigen den Uebergang ins Zivilleben zu erleichtern. (Mebeimrat Tr. Tiburtius teilt mit, daß die Unterbringung der Reichswehrangehörigen in Verbindung mit der Reichszenttale für Arbeitsnachweise geschehen wird. Abg. Wetzl ich (T.-Natl.) macht in einer kleinen Anfrage auf die Beuittuhigung der Angehörigen der Kriegsgefangenen aufmerksam, infolge der unwiderspvochenen Nachricht, daß die deutschen Vertreter für die Kommission der Heimbeförderung der Kriegsgefangenen und Zivilintemietten, seit Wochen in Versattles vergeblich auf die Ernennung der gegnerischen Mttglieder warten. Abg. S t ü ck l e n (©08.) erklärt dazu als Kvm- vnssar der Reichsregierung: Der Friedensvertrag tritt erst bann in Kraft, ivenn seine Ratifikation, durch Deutschland einerseits Und drei der alliierten unb assoziierten Mächte anbererseits erfolgt ist. Erst dann kann formell auch die Durchführung der Bestimmungen über die Heimbeförberung der Kriegs- frefangenen erfolgen. Die beutsche Regierung hat in zwei befonberen Noten vom 28. Juni und 21. Inti die (Ansetzung von Kommissionen zür Vorbereitung des Abtransportes der Gefangenen er- bften, bis jetzt aber noch keine zusagende Antwort erhalten. Die deutsche Regierung ist unablässig bemüht, den raschen Heimtransport herbeizuführen, hat aber weder die Möglichkeit noch die Macht, den Fortgang der Verl-rMungen zu beschleunigen. Auch der dlbtransport der in Sibirien befindlichen Kriegsgefangenen ist von der Entscheibung der alliierten unb assoziierten Mächte abhängig. Die Internierung in der Schweiz ist erfreulicherweise bank der Bemühungen der Schweiz aufgehoben. Am 1„ 6., 8. unb 12. August treffen in Konstanz je 200 Offiziere und 500 Mannschaften ein. Die Pressenachricht, wonach der Abtransport der Gefangenen unmittelbar bevorstehe oder bereits im Gange sei, ist irrtümlich unb geeignet, die Beunruhigung in der Bevölkerung noch zu steigern. Die dieser Tage aus Deutschlarw nach Versailles abgereifte Kommission zwecks unmittelbarer Verhandlungen mit Frankreich über den Wiederaufbau, hatte ebenfalls keinen Erfolg. Sobald die erwähnte Kommission mit den fianzösischen Bevollmächtigten die Löhne, die Arbeitsbedingungen, die Sicherung der persönlichen Freiheit unb den ungehinderten Verkehr mit der HerMat festgesetzt haben, wird ein Aufruf an die deutschen Arbeiter ergehen, sich zur Arbeit in ben zerstörten Gebieten zu Melden. Mit der Auslieferung der Gefangenen steht der WiederaufbaUI nach dem Friedensverttag in keiner Verbindung. Die vielfach verbreitete Ansicht, als ob freie Arbeiter zum Austausch gegen Kriegsgefangene angeboten werden könnten ober müßten ist irrtümlich. Die Fürsorge für bie Kriegsgefangenen wird bis zu ihrer Heimkehr in jeder nur erbaiHidjen Weise ohne Rücksicht auf die Kosten fortgesetzt. Abg. Kuhnert (U. S. P.) verlangt in einer Anfrage Maßnahmen von der Regierung, wodurch alles in Frage kommende Obst, auch Südfrüchde, ausschließlich zur Vvlksernährung verwendet werden sollen. Er erwartet ferner die Unterlassung der Bewilligung von Zuckerzuwendungen für die Mostherstellmig und Verbot und Bergähmng des diesjährigen Obstes. Geheimrat Dr. Beherlein . Nur ein verhältnismäßig kleiner Teil der Obsternte soll für inc Marmeladeindustrie verwendet werden. Für die Mostherstellung wird kein Zucker zur Verfügung gestellt werden. (Beifall.) Tie uneingeschränkte Herstellung von Mostwein wird nicht gestattet. Tie Herstellung ist vielmehr bei Weinen aus Beeren unb Kirschen auf 30 Prvz. der durchschnittlichen Bcrarbeitimg in den Jahren 1914—16 unb bei Apfel- und Birnen wein auf 70 Proz. der durchschnittlichen Verarbeitung in ben Jahren 1914 und 1915 beschränkt. Inländischer Zucker wird nur für die Herstellung des für medizinische Zwecke imentbehrlichen Heibelbeerweins zur Verfügung ge» Ruhr bezirk weniger a l s zweibrittel ber Friebensförderuny. Es kommt hinzu, baß im Friebensvertrag bie Lieferung großer Mengen von Kohlen an ben Feind übernommen ist. Außerdem reicht schon jetzt in der besten Jalfteszeit die Leistungsfähigkeit ber Eisenbahnen nicht aus, um auch nur bie heule geringe Förderung an die VerbrauckBstellen zu schaffen. Menn nicht rechtzeitig für die Beseitigmrg dieser Uebelstäirde gesorgt wird, ist zu befürchten, baß im bevorstehenden Winter die deutsche Industrie in großem Umfange wegen Kvhlenmangels fei ein muß unb dadurch die Arbeitslosigkeit von Millionen, her* beigeführt wirb, in den Städten unb auf dem Lande bie Brennstoffe in bisher nicht dagewesanem. Hur fange fehlen unb die (rinährimg der Bcvölterimg durch die Unmöglichkeit des Kott>ens gefährdet, und ebenso die Versorgimg mit Gas unb Elektrizität unb bie Aufrechterl-altung des Verkehrs aufs Sck)werste beeinträchtigt wirb. Was gedenkt bie Regierung zu tun, um dm uni» ssors und Ihrer gesunden Anschauung schwarz auf weiß gedruckt sehen wir das Vergnügen haben." , So ging es täglich. Ragna hatte oft ein wfüljl des Ekels vor dieser Arbeit, die sie hinderte, ihren Geist frei zu entfalten, aber ihre ge- pbe Auffassungsgabe sagte ihr, daß bei einer •Mlidj erscheinenden Zeitung nicht alles so sein tomte, nnc es ihr Ideal toar, und sie bemühte amten das Streikrecht nicht verlangen dürsen. Ti: Nationalversammlung hat sich, entgegen einer vtt!-- fach in Beamtenkreisen verbreiteten anderen Auffassung, bemüht, im Verfassungswerk die Wünsche der Beamten zu verlvirklick>en und vor allem ihre Grundrechte zu sichern. Wir sind überzeugt, daß den Beamten unter allen Umständen durch eine nochmalige Teuerungszulage unter die Arme gegriffen 'werden muß. Tie Besoldungsreform muß schleunigst in An- ssrift genommen werden. Bei der Schaffung des Beamtenrechts muß mit dem ©ebanfen des alten preußischen Staatsbiener-Verhältnisses gründlich aufgeräumt werben. Das Ziel loirb fein, mit möglichst wenigen, aber gut geschulten, leistungsfähigen Beamten zu arbeiten. Sehr viel bleibt noch zu tun in ber Frage des Mitbestimmungsrechts. Was man ber Arbeiterschaft gewährt rät, darf man der Beamtenschaft nicht vorenthalten. Nur in Zusammenarbeit mit ber großen einheitlichen Organisation, bie sich die Beamten im Deutsck>en Beamtenbrmbe geschaffen haben, wird es ber Regierung gelingen, bas, was früher vergeblich an- gesttebt worben ist, ein zufriedenes Beamtentum zu )d)affcn. Abg. Deglerk (D.-N.): Infolge von Aeuße- rimgen von Mimstern können bie Beamten befürchten, baß ihnen die Pensionsberechtigung und die unkündbare Anstellung abgeftjrock)en werden soll. Wenn 4virklick)- einmal bie Sozialdemokraten eine Mehrheit bekommen sollten, so werben den Beamten auch die Besttmmungen über das Beamtenrecht in ber Verfassung nichts nützen. Die Not unter ben Beamten ist so groß, daß ihnen unbedingt eine einmalige Zulage gegeben werden muß. Ber der Regelung der Teuerungszulage müsseir auch die Pensionäre berücksichttgt werden. Von ber Güte des parlamentarischen Systems, bas Dr. Tavib in -en höchsten Tönen gefeiert hat, haben wir uns bisher noch nicht überzeugen könrren. Das dis jetzt aufgeräute Haus ist ein Kartenhaus, das von dem nächsten Windstoß um- gestürzt werben kann. (Zustimmung rechts, Widerspruch links? Reichsminister des Innern Dr. David wendet sich gegen eine Reihe von Bemerkungen des Vorredners. Solche Gepflogenheiten würden fortan zur protokollarischen Aufnahme von derartigen Verhandlungen zwingen. Ferner bat der Vorredner noch die Behauptung aufgestellt, unter den Mitgliriiern der Regierung befänden sich dekorative Figuren, bie Gehalt ohne Gegenleistungen bezögen. Meines Wissens sind sämtliche Mitglieder der Regierung Wit Arbeit überlastet. Geradezu naiv muß es wirken, wenn sich der Redner gegen dekorative Figuren wendet, die er in der alten Regierung unterstützt rät- Damals gab es in Preußen eine dekorative Natur mit der Krone auf dem Kopfe, bie ein jährliches Einkommen von 18 Millionen hatte unb ebenso war es in den Einzelstaaten. Der Vorrebner und seine Freunde mögen sich gesagt sein lassen, baß heule außerordentlich viel billiger regiert wird als unter dem alten System. Abg. D ü w e l l (Unabh.): Auch bie heutige Regierung hat angeblich im Einverständnis mit den Vertretern ber Beamten ihnen bie Koalitionsfreiheit beschränkt. Abg. Dr. M i t t e l M a n n (D. Bp.): Wie steht der Minister zu dem, Stveikvecht der Beamten? Die Bemerkung, baß der oberste Beamte in Preußen 18 Millionen Gehalt bezogen habe, war recht wenig geschmackvoll. Die Blüte unter dem alten System war nicht zuletzt seiner mustergülttgen Und pflichttreuen Beamtenschaft zu verdanken. Die Brücken zur Vergangenheit sind von biefem Hause be.vußt abgebrochen worden. Das Reich treibt einer ungewissen Zukunft entgegen. Eins aber steht fest, ivenn jemals gehofft werden kann, daß das Schfts eine gute Fahrt fährt, dann wahrlich nur bann, wenn es gelingt, den alten Geist der alten Beamtenschaft hineinzuttagen m bie neue Zeit. Minister David: lieber das Streikrecht der Beamten bin ich nicht in ber Lage, mich klipp unb HE Turnverein g von 1846. 2 Jamötagabend^li iß ■ tt* ^eOuÄM tannen bTnfis^< raulein, ngen. Erschg., % bar., möchie auf b. & üeinemHxrrn m, Kr.uHerzenöbik aberßcrkehr treten । '«rat. Einrichtg.« tarntet ob. Kriegs evorz. Witwer m. h ■ auSgeschl. Schi, r, • 015055 a. b. Gleißt MunM im BoBbM TaaeöordnA, t Ausnahme neuer. 9 Aegattabefnü Jl Danerrudern- o «ercinsreaana,»g t ■ Tanz-Ui mit jeder minderwertigen Schuhkrem.' Fort Koffer und Handtaschen Behördliche Anzeigen. 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Ben T i l l c t ergutmachungskommission, in der auf inter- alliierter Sette ber Minister Loucheur den Vorsitz führte, nahm der Vorsitzende der deutschen Frie- denstnlegation in Frankreich, Freiherr v. Lers- fter, Gelegenheit, die Ententeregierungen nochmals zu bitten, endlich die Frage der Heimbe- förderungderdeutschenKriegsgefan- g e n e n in Angriff zu nehmen. Loucheur versprach, Clemenceau umgehend von dem Ersuchen des W’ Rät Ml,! __Eintr Pro*pekte K( ß|A6ii^tratiOn: M Snlzb^ tsche M.40, K Irans fr $e»ierfh* Wt MStzel \ danö Md} «Lwii i. nm Wir Alfrt »rMteeeberhe l'ctmmcn: MiTnsterpräsident Julius Perdl, Mr- niste rdeS Innern Karl Paper, Kriegs Minister Josef Hau brich, Minister des Aeußern Peter A geilen, Unterrichtsminister Alexander Garbai, Justizminister Karl G a r a m i, Landwirt- schaftSminister Joses Takacs, Finanzminister Josef M i s r i t s , Minister für Handel und Gewerbe Anton Do vo se k, Ernährungsminister Frank Knittelhoser, Nationalitätenministcr Viktor Knaller. Der Deutsche Arbeiterbund gegen Dorten. Essen, 1. Aug. (WTB.) Von der „Sozialistischen Korrespondenz" wird ein an den Präsidenten der Rheinischen Republik, Dorten, gerichtetes Schreiben des Referendars G ö z, Frankfurt ü. M., verbreitet, worin er sich als zwetter Redakteur des „Deutsch«: Arbeiters", dec Wochenschritt des Deutschen Arbeiterbundes für Mittel- ünd Süddeutschland, ausgibt, und worin er sich Torten zur Unterstützung seiner Bestrebungen im Namen des Deutschen Ärbeiterbundes anbot. Der Deutsche Arbeiterbund stellt fest, daß mit seinem Namen ein schändlicher Mißbrauch getrieben worden ist, und da es weder einen zweiten Redakteur des ,,Dentsck>en Arbeiters" gibt, noch daß Göz btiugt ist, Erklärungen im Namen des Deutschen Arbeiterbundes abzugeben. Göz ist außerdem nicht einmal Mttglied des Deutschen Arbeiterbundes. Göz ist Frankfurter Gerichtsreferendar und hat zufällig Gelegenheit erhalten, in den Redaktions- räumen des „Deutschen Arbeiters" zu Frankfurt das Zettschristenmaterial durchsehen zu können. Ans einen bei dieser Gelegenheit von ihm entwendeten Briefbogen mit dem Kopf „Deutscher Arbeitet" schrieb er den betreffenden Bries unter Mißbrauch der ihm von der Redaktion gewährten Einsicht in die betreffenden Zeitungen an Torten. Der „Deutsche Arbeiterbund" legt Wert auf die Feststellung, daß der Brief des Göz an Torten ohne jegliches Vorwissen der Schriftleitnng des „Deutschen Arbeiters" und ohne jegliche Fühlungnahme mit ihr zustande gekommen ist. Der Deutsche Arbeiterbund verurteilt das Vorgehen Dorlens und den Bries des Göz an Dorten aufs schärfste und bittet die deutsche Preffe, diese Erklärung im Znteresse des Vaterlandes möglichst zu verbreiten. Ter Schriftleiter des „Deutschen Arbeiters", Geisler-Frankfurt a. M., erhielt auf einer dienstlichen Reise durch die Preffe von dem Brief des Götz an Dorten Kenntnis u;iD empfahl sofort telegraphisch dem Frankfurter Polizeipräsidenten, gegen Göz wegen seines hochverräterischen Schrtttes vorzugehen. Postverbinduug mit Frankreich. Versailles, 1. Aug. (Wolff.) Ster „Malin" berichtet, daß vom 1. August an die Post- verbindungen zwischen Frankreich und Deutschland für Geschäftsbriefe, Kataloge, Preislisten und Mustersendungen wieder ausgenommen würden. Für Privatkorresvondenz .ver- den lediglich Postkarten zugelassen. Alle Sendungen können auch eingeschrieben befördert werden. — Llus der Nottz geht nicht hervor, ob sich diese Bestimmung auch auf die Postverbindluug zwischen Deutschland und Frankreich bezieht Französisches Todesurteil. = Tlainj, 2. August. Das französische Oberkriegsgericht hat den 20jährigen Arbeiter Heinrsich Hamann aus Goddelau zum Tode verurteilt. Vor mehreren Wochen UmoerfiMz-Vibliothel Gießen. Alle Benutzer, mit Ausnahme der Studierenden, haben die von ihnen vor dem 10. Juli d. I entliehenen Bücher bis spätestens 10. August rurückzuliesern. Pom 11. August bis 4. Oktober ist die Bibliothek täglich von 9—1 Ubr geöffnet. Gießen, den 29. Juli 1919. Crdbeerpslanzen extra starke pikierte Prachtware, sofort lieferbar da Monat August beste Pflanzzeit, in folgenbeit bewährten fruchtbaren Sorten: Königin Luistz Sieger, Weltschlager, Lartons Noble und AnanaSköniain empfiehlt groß. Posten überallhin hundert Stück Mk. 9.—, süuszia Stück Mk. 5.—. Mnerei Dönges, Eichen, Marburger 6tdr Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst am Sonntag den 3 August (7. nach Triuilatisi. Kollekte für die Innere Mission. In der S t a d t k i r ch e 8: Zugl. Christen!, f. d. Neukvnfirmierten a. d. MarkuSg^meinde. Pfr.- Aff. Schaefer: 91/?: Prof. D. Schian. — Kinderkirche fällt aus. — In brr Jo annes kir ch-e. 8: Zugl. Christen!. f. d. Ncuionsirmiert. a. d. Jo- hannesgemeindc. Psr. Ausseld; 9Vs: Pft- Bech- tolshcimer; 11: Kinderk. f. d. Lukasgemeinde. Pfr. Bechtolsheimer; abdo. 8 Uhr: Bibelbesprechung im Johannessaal. — K irchberg. Borm. 10 Uhr. 11 Ubr: Christenlehre für die männl. Jugend. — Lolla r. Nachm. IV» Uhr. Katholische Gemeinde. Samstag, 2. 'August, nachmittags 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenh. z. bl. Beichte — Sonntag, 3. August: 8. Sonntag Pfiirgsten: Borm. 6V2 Uhr: Gelegenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe, gemeinsch Kommunion d. Jnngftauen; 8: Austeilung d. hl. Kvmmmiiou: 9: §wchamt m. Pred.; 11: hl. Messe m. Pred: nachm. 2: Andacht; 41/2: Juntzfralten-Koiigregation. — Diaspora- Gottesdienst am 3. Aug.: Hungen 71/2; Laubach 10; Li ch 9V-. Dr. Gentners Nigrin reine Oelwachsware, kein Teerprodukh keine Wafferkrem, erhält das Leder dauer» haft, gibt schönsten auch bei Regen hak» baren Hochglanz. Rucksäcke, prima Leinen Aug. 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Er selbst gibt an, daß ihm der Revolver bei dem Zusammenstoß aus der Tasche gefallen und der Schuß wider seinen Millen losgegangen sei. Gegen das Urteil gibt es kein Rechtsmittel. Nur die Berufung auf die Gnade des französischen Präsidenten ist zulässig. Die Auslieferung der deutschen Luftschiffe. Amsterdam, 1. Aug. (WTB.) General Secly beantwortete englischen Blättern vom 30. 7. zufolge die Anfrage, wie viele deutsche starre Lust- schiffe gemäß den Friedensbedingungen Englatck zugewiesen würden, dahat, daß nach den Friedens-^ bebingmtgen olledeutschenLuftsÄiffe denr Alliierten ausgeliefert werden müßten, aber die genaue Zahl der England zuzuweisenden Luftschiffe sei noch unbekannt. Die Luftschiffe würden nt Deutschland übernommen. Ein neuer Typ von Mrkchrsflugzeugen. Amsterdam, 1. Arg. (WTB.) Hier wird unter der Tirektion /ovn Fokker der Baü von Verkehrsflugzeugen eines ganz neuen Typs vorbei rettet. Zu diesem Zweck ist eine neue FlugzeugfabrD mit einem Kapital von IV2 Mttlivnen Gulden ge-- gründet 'morden. Zum GasLhausaußeftelltenftreik in Frankfutt. Frankfurt a. M., 1. Aug. (WTB.) Bm dem Stteik der Gasthofangeftellten sind nur die Kriegsküchen und das Bedienutsgspersonal in dem Hotel, wo die ftanzösischen Offiziere wohnen, ausgenommen. o Ein Raubanfall. Dor LMun d , 1. Aug. (WTB.) Heute rntttag kurz vor 12 Uhr wurden Beamte der Zeche Hansa Huckarde, die 575000 Mk. LöhnungsFelder von der Reichsbank geholt hatten, in einem Wagen von drei jungen Burschen über fallen. Den Beamten wurde Pftffer in die Augen gestreut, woraus ihnen die Räuber den Koffer mit dem Geld entrissen und in einem bereitgehaltenen Automobil flüchteten. Die Negertrawalle in Amerika. Amsterdam, 1. Aug. (WTB.) Der „Tele- graaf" meldet: Die „Times" erfährt aus Neu- vork, daß hohe Beamte des Staates Jllincia die Lage in Chicago für ernst erklärten. Obwohl der «Äraßenkamps'sckwn vier Tage dauert und 5000 Mann Militär durch die Straßen patrouttlieren, dauert der Terrorismus noch immer fort. Weiße Banden st eckten 41 von Negern bewohnte Häuser an. Führer der Negerbevöb kerung erklärten, daß viele Neger von Hungersnot bedroht werden, wett die Kutscher der Lebensmittelwagen sich nicht in das Negerviertel trauert UM wettere Zusammenstöße zu verhindern, wurde eine Truppenkelte um dieses Viertel gezogen. In Mttwaukee kommen viele Neger aus Chicago an. Die Verwaltung der Neuyorker Zentralbahn be-- berichtete, daß ans ilne Züge gesckwffen tvvrden sei Neuapostolische Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 8V2 Uhr 7905 Mittwoch abend 8*/2 Uhr. Frühkartoffel-Verteilung. Anfangs der nächsten Woche gelangen in den Kartosftlhandlungen Holländische Frühkrttoffeln zur Verteilung. Die Abgabe geschieht auf den Be- zugsabschnttt A der Frülchartoffelkarte. Auf jeden Bezugsabschnitt entfällt 1 Pfund. Ter Verkaufspreis wird in den Kartoffelgeschäften angeschLageu. Ter genaue Dag der Verteilung wird durtt) Lbus- hang am Stadthaus und verschredenen Stellen in der Stadt bekanntgegeben. (Sieben, den 1. August 1919. 8977B Ter Oberbürgermeister (Lebensmittelontt). Städtischer Eierverkauf. Von Maontag den 4. August bis Samstag den 9. August 1919 einschließlich! erhalten die Bezirke 1, 2, 3, 4, 5. und 6 gegen ^lbgabe der Eiermarke 8 und Vorlage der Ausweis karte ein Ei zum Preise von 33 Pfennig, und zwar Bezirk 1, 3 und 3 in der Cicrhandltmg A. Steinreich, Lindenplatz, 4, 5 und 6 in den Verkaufsstellen von Gebr. Grieb. Gießen, den 1. August 1919. 89788 Ter Oberbürgermeister (Lebensnrtttelamt). Bekanntmachung. Das am 15. Juli ds. Js- källig gewesene Pachtgeld von den Grundstücken der Stadt Gießen, der Armenkasse Gießen und der Plocssscheu Sttf- tung stir das Rj. 1919 kann in den näckfften licht Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkaffe bezaUt jlorsetten preiswert Ein Sortiment prima Damen - Korsetten aus prima Damast, Leinen oder Köper, mit Strumpfhalter und prima Stahl- _ Z einlagen, mit Spitzenver- gggffjflD» zierung, das Stück . . . "ia/ n Q17odehaus Salomon, W1 v Cz3n8747c ElöbeerOsztii „SHinioin Louise" u. Lox- tons Noble" (gern.) bestbewurzelt. Stuck 5 Pft Tausend 40 M. Pflanzen rnüffen hier abgeh. werd. A. Pascoe Obstanlage 8884 Deteiholea, Er. Wetzlar Teles. 78L Amt Gießen. Kupferkessel empfiehlt 8732 Edgar Borrmann Eisen handlang Gießen. Cafe Einhorn 014888 Utphe i Gießen, 3. Angnst 1919. | Lich, «naust 1919. 01*418 Tanz-Unterricht Gießen, den 2. August 1919. -le Arbeitgeber. SST4D Der Vorstand. 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