Mittwoch, 2. Zull 1919 Erstes Blatt 169. Jahrgang <4 verkehrsstmk in Berlin D i e Arbeiter, die n i d) t bi s späte- i. m m. egen igen weit n be IN wird der Ab- tuosen «st laus ibert die belgischen und englisä-en Militärbehörden umfassendere Vorkehrungen treffen müssen. äume be- Juli d. J. r 70 : Inlage |fr Lunger der Millionenstadt gesteigert wird. Do begreift man es, bafe die verantwortlichen Pteichs-stellen die äußersten Mittel anwcnden, mu der Lage Herr zu werden. Noske hatte imler den Versprechungen dec Eisenbahner seinen Erlaß über das Streikverbot wieder lnrückgerwmmen: jetzt sieht sich der Eisenbahnminister Ocscr zu strengen Anoronun- geu veranlaßt: jen gen beiten betreffen, werden mit Rumänien und der Tschecho-Slowakei abgeschlossen werden. Infolge des in Gegenwart der Friedenskonferenz gepflogenen Meinungsaustausches zwischen dem bel- gisckien Minister des Aeußern und dem. Minister ber Hoch- und Untergrundbahn streikt. Es besteht der dringende Verdacht, daß kommunistische Hetzer an der Arbeit waren. Die Kisenbahnerverbände hatten bekanntlich die Wiederaufnahme der Arbeit empfohlen, aber die Arbcitsunlnst glühte im stillen fort. Da scheinen nun dunkle Elemente den Brand der Uiizufriedeicheit und politischen Putscherei euch in die weiteren Verkchrsverhältnisse der Riesenstadt geschleudert zu haben. Und nun streikt wieder alles: Straßenbahnangestelltc und Eisenbahnarbeiter auf den Vorortstrecken! Die Regierung hatte durch die mitgeteil- ten Maßnahmen zur Senkung der Lebens Mittelpreise, wofür ans allgemeinen Mitteln anderthalb Milliarden Mart Die verbilligten Lebensmittel. Berlin, 1. Juli. (Priv.-Tel.) Ter „Voss. Ztg." wird von zuständiger Seite mitgeteilt, daß Imit der Ausgabe der verbilligten Lebe n s m i t t e l bereits am 7. Juli begonnen wird. rrr. isi Ter Lietzener Anzeige» erschemc täglich, außer 6onn- und Feiertags. BtjugspreU: momNl Jlf.1.60 viertel« •dbriict) iUtt. 4.80; durch Abhole- u. Zweigstellen nwnatl Mk. 1.50; durch diePost Ml. 4.50 viertel« jährl. auSfchl. Bestellq. gernivrech - Anschlüsse: si'ir die $<6tiftkihxngll2 H-erlog,Gescha!te.s»elIe51 Anschritt für BraKtuach- nd)ien: Anzeiger Siebe». pohjchecttonto: (rmtfiuri c. M. U686 Streik fortgesetzt. Ä bteuer en ife bi!'“' Mschen davon, daß die Arbeiter große Lohnaus- ;|lle erleiden und die streikenden Beamten kraft des Gesetzes ihres Diensteinkommens für die Tage der l/beitseinstetlung verlustig geben; sind die Folgen |r bie Allgemeinheit unübersehbar. Nie Zufuhr nach Berlin kommt ivegen der Be- ^ebseinstellung auf den Bahnhöfen ins Stocken, liegen 9000 Wagen allein für Berlin kamen unter» kg8 zum Stillstand. So müssen wertvolle rebensmittel zugrunde gehen; das vieh muß unterwegs verhungern und di? rischscndungen verderben. Der Stteik ipürbe aber auch verhindern, daß die vorbereitete Anikung der Lebensmittelpreise und die Verteilung Sq vers5"ll3 WW Berlin, 1. Juli. (Wolff.) Dec Minister ter öffentlichen Arbeiten erließ folgende Bekanntmachung: Auf Anregung der Eisenbahner stellt die Re- leicrung tartno le Auslands'ebe. smit el zu bedeutend Herabgefeschen Preisen zur Verfügung, die einen Llufwand von andettbalb Milliarden er- frrbmi und dem gesamten Volke zugute kommen, tomit hat sie das Aeußersbe geian, was nach Kege brr Siaatsfinanzen möglich ist. Sie wird llxr auch ioeitcrlyisi ihrem Personal zu helfen bemüht bleiben. Tie Temokrattsierung der Eisen- sthnverwaltung erfolgt in voller Uebereinstim- [rung mit dem gesetzgeberischen Vorgehen im Reiche Inh i>'n Anschau uugen der La.rdesversamrnlung. hrd> die Einführung der Betriebsräte auf Grund k?- Reich-geietzes wird dem Personal ein weit- Anuahme von Anzeige« s. die Tagesmunmer bis zum Rackmiilag vorher ohne jebe'Bctbmbli.titeit Dreis für \ mm höhe für An Zeigen v.34min breite örtli ii 15 Pi, ausivartS 18 Vt, für Reklame» an zeigen von 70 mm Freue 48'Vf. Bei Platz- vorlckrii.20" Aulfckfag. Hauvtfchri'Ueiler: Aug. Goeg. Verautwortlich für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Teil: I>r. Reinhold Zenz; für den Anzeigeuuil: v. Beck; sämtlich ui Viehen ML ,m 10., evtl. bb'ndee Mitimrkungsiocht ei.:geräumt. Sämtli.he riscnbahn!orga>»rsa.!ionen Habers aucbrücklld> erklärt, kife sie den gegenwärtigen Streik nicht billigen. Auch sonst betonen weite Kreise des Volts wiederholt, daß die Arb.'it wieder ansgenom- [keu ,werden würde, sobald ber Stteikerlaß des lieich«wrlnministeriums, durch den sie sich in ihrer Neichsmi nister a. D. Preuß. Berlin, 1. Juli. (WTB.) Der Reichsmi- nifler a. D. Abg. Prof. Dr. Preuß ist zu weiteren Arbeiten am Verfassungswerke mit der V e r - tretung des Reichsministeriums be» traut worden. Lloyd George im Unterlaufe. London, 30. Juni. (Wolff.) Reuter. Unterhaus. Lloyd George, ber das Unterhaus um 3.45 Uhr betrat, wurde eine große Ovation dargebracht. Die Mehrzahl der Mitglieder erhob sich von den Sitzen, jubelte und winkte ihm zu. Tie Mitglieder der linken Opposition blieben sitzen. Die Mehrzahl erhob sich jedoch nach der wiederholten Aufforderung von dem übrigen Teil des Hauses. Die Mitglieder der Arbeiterpartei blieleu sitzen. Hierauf sangen die Mitglieder des'Hauses die Nationalhymne. Nack) Beendigung ber Nationalhymne wurden drei Hochs ausgebracltt. Zwei Mitglieder der Arbeiterpartei bliebim während des Absingens ber Nationalhymne sitzen. Ein Mitglied der national-demokratischen Partei, Seddon, lenkte die Aufmerksamkeit des Hauses auf die Tatsad>e, daß zwei Mitglieder der Arbeiterpartei, die der Krone den Treueid geschworen, eine Achtungsverletzung dadurch gezeigt hätten, daß sie bei ber großen Gelegenheit sitzen geblieben seien. Seddon fügte hinzu, er hoffe, daß dies protokolliert werde. (Großer Beifall.) Lloyd George erklärte, ber Vertrag sei der umfassendste, weitestgehende Vertrag ber jemals abgeschlossen worden sei, was Zahl und Macht der davon betroffenen Nationen, die endlose Verschiedenheit ber in Betracht kommenden Interessen, die Größe der in Mitleidenschaft gezogenen Gebiete und die darin verkörperten vielversprechenden neuen Versuche betreffen, die dem ganzen (Tbarafter der Dinge in der Welt und dem Schicksal der Menschheit eine neue Richtung geben lönniert. Er werde am Donnerstag einen Gesetzentwurf einbringen, um die Negierung instand zu setzen, die Bestimmungen des Vettrages zu verwirklichen und er werde eine Erklärung über den Vertrag und die Methode für seine Durchführung abgeben. Ein Rat der Fünf. Paris, 1. Juli. (Wolff.) Havas. Der „Temps" schreibt, daß nid# ber Rat der Zehn, sondern der Rat der Fünf die Verhandlungen her Konferenz weiterfuhren werde. Er bestellt aus (Hemenceau, Lansing, Balfour, Tittsmi und Ma- tino. Tie erste Sitzung werde wahrscheinlich heute stattftnden. Als erste Arbeit werde die Vollendung des Vettrages mit Oesterreich in Angriff genommen, ßodanu die Abkommen mit ber Türkei und ^Bulgarien. Paris, 1. Juli. (Wolff.) Havas. Ter , Temps" glaubt zu wissen, daß Wilson bei seiner Ankunft in Neuyvrk eine Kundgebung an beit Kongreß richten werde, in ber ber Standpunkt Amerikas zum FriedenHoertvag erklärt wird. in sich zum allergrößten Teil ihrer Pflicht gegenüber I Paris, 1. Juli. (Wolff.) Ter oberste Rat III v vllllle dem Volksgauzen bewußt und bestrebt, gemein (am der Alliierten wird morgen nachmittag um 4 Uhr Kaum ist es gelungen, in Hamburg ^'t den zahlreichen gleichgesmnienArbeflern den I Beschluß fassen über di« Arbeitsmethoden die ■ «nm K-rikünftig beim Ausarbeiten der versd)tedenen nut Oesterreich, Bulgarien und der Türkei zu schließenden Verträge befolgen wird. Hinsichtlich O e st e r r e i ch s ist ber Vertrag völlig b e - endet, ausgenommen die militärisckien Bedingungen. Infolge der Note der Alliierten hat die türfifdze Delegation beschlossen, Frankreich zu verlassen. Sie wird am Mittwoch abreisen. Ber- 'ergäbe «hüt hab, Otto Schaaf. ber «nd außerhalb w-> Ergtbeiut Iter Waldschtnid Apotheker, der auswärtigen Angelegen leiten Hollands wurde beschlossen, eine internationale Kommission von 14 Mitgliedern zu bestimmen, in der die vier Großmächte, sowie Belgien und Holland mit je ^tßei ^Mitgliedern vertreten sind. Tie Ratifikation des Friedens. Berlin, 1. Juli. (WTBtt WiG die „Deutsche Allg. Ztg." von zuständiger Stelle erfährt, liegen feste Entschließungen in ber Richtung einer bat“ digen Herbeiführung der Fricdens- ratifikation von deutscher Seite nod) nicht vor. Der Grund dürfe darin liegen, daß noch eine Reihe Vorfragen, so besonders die genaue Grenzfestletzung in den abzutretenden Gebieten, erledigt werden müssen. Für die Ratifikation des Friedens werbe auch die preußische Landesversammlung aus bem Jahre 1849 mitwirken müssen. Teutschseiudliche Kundgel-ungc» in Spa. Spa, 1. Juli. (W. B.) Obwohl den englischen und belgifd)cn Behörden bekannt war, daß der Abtransport des Hauptteils der W a f f e u st i l l st a n d s k o m m i s s i o n abends itmti) lUfcr erfolge, verhinderten sie starke deutschfeindliche Kundgebungen und Ans- fchreitungen vor bem Hotel, in den Straßen und vor bem Bahnhof nicht. Johlen, Pfeifen, Schreien und feindliche Rufe erfolgten. Auch wurden einzelne Steine gegen die von dem Hotel abfahvenden Automobile geworfen. Obwohl einige kleinere Steine die Insassen trafen, gab es keine ^Verletzungen. Die Glasscheiben eines 9lutomobilswurdenzertrümmert. Die Haltung der englischen und belgischen Polizei war tadellos. Am Bahnhof fand sich ber englische General Green persönlich ein. Das wenig zahlreiche Aufgebot war jedoch gegen die Menge machtlos, die anscheinend von auswärtigen Elementen weiter aufgehetzt wurde. Ein von der belgischen Zivilbehörde trotz Ersuchens ber belgischen Gendarmerie nicht verbotener Umzug mit Musik trug zur Aufreizung ber Einwohnerschaft bei. Nack den Vorkommnissen von Versailles hätten Der Garantrevertrag für Polen. Paris, 1. Juli. (WTB.) Zwischen den Vereinigten Staaten, Großbritannien Frankreich, Italien und Japan einerseits und Polen andererseits wurde in Bestätigung der Anerkennung Polens als un abhäng vger Staat unter Z rite il ung von Gebieten des ehemaligen Deutschen Reiches ein V ertrag unterzeichnet, daß b?n Polen diese Gebiete zugesprochen werden. Im ersten Mschni t dieses Vertrages verpflichtet sich Polen, allen Bewohnern Polens Schütz von Leben und Freih.it zu gewähren. Alle Bewohner Polens toerben das Recht haben, jeden Glauben, jede Religion und jedes Bekenntnis auszuüben, das mit der öffentlichen Ordnung und mit den guten Sitten nicht in Widerspruch steht. Polen erkennt als polniscl)e Swatsangehörige die bisl-ettgen deutschen, öste.-reichtsd^ungarische.i und rumänischen Staatsangrhörrgen in Polen an, dies unter bem Vorbehalt ber Bestimmungen des Ftte- densvett n ges mit Teutsdfland und Oesterreich über die St-aalsangrhöttgen, bie nach einem bestimmten Tage auf bem in Frage fommenben Gebiete ihren Wohnsitz genommen haben. Immerhin können ben oben erwähnten Personen, wenn sie über 18 Jahre alt sind, ober ben gegenwärtigen Umständen entsprechend eine andere Nationalität wählen, in' den Gegenden, wo zahlreiche polnische Staatsbürger wohnen, deren Muttersprache nicht die polnische,ist, Erleichterungen durch Privatschulen verschafft loerben zur Grkrnung ihrer Sprache. Aber die Erlernung der polnischen Sprache wird obligatorisch sein. Diese Bestimmungen werden unter die Goran t i e des Völkerbundes gestellt. Der ständige Schiedsgerichtshof wird über die Differenzen entscheiden. Der zweite Abschnitt bezieht sich auf die politische Vertretung und die Z o l l - t a r i f e. Polen wird den Alliierten Transitfreiheit und Meistbegünsttgung gewähren. Es wird einer gewissen Anzahl internationaler Konve. tionen betreffend Telegraph, Eisenbahnen, Sanitätchvesen usw. beitreten. Polen wird den dem Völkerbund angehörenden Staaten gleick)e Rechte und Privi- legierr gewähren. Polen übernimmt die Verantwortung für die russische öffentliche Schuld und für alle anderen finanziellen Verpflichtungen des ruffifd)cn Staates. Hindenburg. Berlin, 1. Juli, lieber den Empfang einer Abordnung von Göttinger Studenten durch Hin de nburg liegt jetzt folgende nähere Mitteilung aus K o l b e r g vor: Die Abordnung überbrachte dem Generalfelb- Msrschäll lolgsrbeu Belchluß^ „Wir haben be» Dienst wieder ausnehmen, ihre Entl-ssung nach den disziplinarischen Bestimmungen. Für Sicherung der A r b e i t s f r e i h e i t ist Sorge getragen. O e s e r. Berlin, 1. Juli. (Priv.-Tel.) Laut einer Meldung der ,.B. Z. am Mittag" rechnet die Direktion der Gwßen Berlirrer Sttaßenbahn mit einer längeren Dauer des Verkehrs- st r e i k s. Seit heute früh ist auch der Ctab'bahir-, Ringbah:r- unb Vorortverkehr in Gvoß-Derlrn eingestellt, und zwar von Amts wegen an) Anordnung des Präfide:tten' des Eisenbohnbireklions^ezirkS Berlin. Im gegemvärtigen Zeitpunkt, bei dem herrschenden Mangel oif Lollomvtiveri und Wagen und bei dem schleckten Zustande ter Betriebsmittel glaubte bie Eisenbal-rrdirektion die Vermittoottung für die Sicherheit des Lebens ber Fahrgäste nidyt mehr übernehmen zu können. Tie Einstellung ist eine automatifd>e F>olge des Streiks ber Straßeirund U ntergnmdbahnen. Die Omnibuskutsck^r, Schaffner und Führer der Autobusse traten vormittags ihren Dienst an. Die großen Fabttken' Berlins hielten burdjroeg den betrieb aufredjt. Zunreist sorgteir die grvßen Unternehmrnrgen rechtzeitig für Fuhrgelcgerrh^iten. Sie sandten Rollwagen und Lastauto mobile, die die Leute zu den Arbeitssiätten brad^en. Dagegen fehlten in ben Fabrikbetrieben, die in den Vorotten liegen, Henle früh zahlreiche Arbeiter und Angestellte. Tie Re- giening geht gegen die Drahtzieher des Groß- Berliiicr Verkehrsstreiks energisch vor. Zahlreick^e Führer der Kommunisten, darunter auch der bekannte Kominunist Herfurth, sowie eine größere Anzahl revolutionärer Obleute sind fe st- genommeir worden. Ursprünglich war ber 19. Mai für ben Beginn des Genewlstreiks m Aussicht genommen. Tie Führer der Unabhängigen batten bereits eine Ministerliste für die künftige Räterepublik und Vroklaniottmren vorbareitc^ l Pfad, so jetzt auf dem Heimkehrweg von ruhmüber- glänzter Wahlstatt. Ob er im Schattental der tiefsten deutschen Traurigkeit auch münbet, dennoch bleibt die Liebe und Treue des ganzen deutschen Volles Euer Exzellenz nie weichender Weggenosse. War „Hindenburg" uns Losung und Feldgeschrei in vier harten Jahren von Schicksalsnot- und Kriegs Wetter, so soll fortan in gleichem Wortklang die Waterlandsliebe und hoffende deutsche Treu^ stch weiterkünden und fortxünbcn bis in die Zukunft, die in neuem Erstrahlen die Schmach und Trauer dieser Gegenwatt vergesserr machen lrnrbs Das deutsche Bürgertum grüßt aus dieser Gesinnung und Hoffnung Errer Exzelleirz in niemals wankender Treue und Dankbarkeit. Das Präsidium des Reichsbürgerrats: Dr. Wessel, Berlin, Präsident, Dr. Meyer-Abs- berg, Vizepräsident, Dr. Schmidt, Elberfeld, Beis. Kol berg, 1. Juli. (WTB.) Generalfeld- marsckwll von Hindenburg erläßt folgende Dankeskundgebung: Anläßlich meines Rücktrittes vom Kommando gingen mir aus allen Teilen Deutschlands Abschiedsgrüft.' und Wünsche in überreicher Ztthl zu. Die ft eundliche Gesinnung, die bann ausgedrückt ist, bewegt mich tief und wird tnich als Lichtblick in die Zukunft geleiten. Ich kann leider nicht jedem einzeliren persönlich antworten, danke aber hiermit allen von ganzem Herzen. Die Regieruttgstru-pi'n in Hamburg. Hamburg, 1. Juli. (Wolff.) Tie Beset* zung des O st teils von Hamburg vollzog sich im allgemeinen ohne Zwischenfall. Ter Hauptbah chof, das'Rathaus sowie sonstige Punkte wurden schon am frühen Vormittag von starken Truppenabteilungeir besetzt und durch Geschütze unb Maschiuengttvehre gesichert. Drahtverl/aue sperren zur Zeit die nähere Umgebung des Rathauses ab. Das zur Arbeit eileitbe Publikum ertrug bie Sperre mit gutem Humor, denn es fühlt sich unter dem Schutz des Militärs sicher und zieht Vergleickie mit den Tagen, an denen ber Aufruhr in Hamburg tobte und Handel und Wandel gänzlich lahmlegen mußte. Tie kleinen Vehinderungen des Vettehrs wurden deshalb gern in Kauf genommen. Nur an einigen Stellen tourben Truppen Dom Publikum in h^ausfordernder Weise be» lästigt. An diesen Stellen schritt das Militär so- fott energisch ein. 2er frühere Knner. London, 30. Juni. (WTB.) Reuter. Im Unterhaus fragte Bottomley, ob irgendwelche Schritte in Verbindung mit den holländi- scl/cn Behörden getan worden seien, um ein Entkommen des Kaisers zu verhindern. Harms- Worth erwiderte: Die alliierten Regierungen haben durch ihre Vertreter im Haag ber nieder- ländischen Regierung die Notwendigkeit vorgehal. ten, entsprechende Schritte zu tim, um eine Ak» reise des Trüberen Kaisers aus Holland zu verhindern. In Erwiderung einer weiteren Anfrage erklärte H a r m s w o r t h , daß keine Verhandlungen bezüglich des früheren Kaisers mit den Niederlanden eingeleitet seien. Der frühere deutsche Kronprinz. Brüssel, 1. Juli. (Wolfs.) Havas. Da4 Blatt „Le Soir" veröffentlicht folgende Meldung, die wir unter allem Vorbehalt wiedergeben: Eine diesmal sichere Nachricht auf Grund eines in Amsterdam eingetroffenen Telegramms meldet uns, daß der deutsche Kronprinz am Sonntag aus SBicringen mittels eines Schiffes oder Auto- moblls entwichen ist. Die Ludendorff'pcndc. Berlin, 1. Juli. (Priv.-Tel.) Wie bte Abendblätter melden, brachte die L u d e n d o rff s - spende bis zum Mai 155 Millio ne n Mk. ein. Die Beträge werden von ber_ Kriegsve- schädigtenfürsorge zur ergänzieudeir Fürsorge fiu« LriLSsbeicMiLte verwandt. »»««"'•510 Sietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gderhessen Zwilltttgrnmddruck u. Verlag: vrühl'fche Univ.-Vuch- u. Steinbruderei N. Lange. Schriftleilung, Geschäftzstelle u. Druckerei: Schulfir. 7. schlossen, daß, falls die Feinde die Auslieferung Eurer Exzellenz verlangen sollten. Eurer Exzellenz, Göttingen als Wohnsitz angeboten wird. Wir sind gewillt, Eure Exzellenz mit der Waffe in der Hand gegen jeglickie Gewalt zu schirmen und mit unserem Leben für die Person unseres Nationalhelden einzustehen." Darauf erwiderte der Generalfeldmarschall u. a.: „Sie können sich denken, wie bitter mich dieser Tag trifft, denn ich habe im Spiegelsaal von Versailles die Ausrichtung des Deutschen Reiches selbst mi(erlebt. Wenn bie Feinde in i ch alten Mann, der nichts weiter als seine Pflicht und Schuldigkeit seinem Kaiser und König und seinem Vaterlande gegenüber getan hat, an bie Wanb stellen wollen, so sollen sie mich haben! Sie werden damit nur eine Schande mehr auf sich laden. Ich will aber Ihre jungen Leben meinetwegen nicht hinvpfem! Ihre Aufgabe wird es fein, in steter Pflichterfüllung die Ordnung und ben Aufbau imseres Vaterlandes wiederherzustellen. Vertrauen Sie auf Gott, aber nicht bloß das, sondern arbeiten Sie selbst tätig mit! Ich liege die feste Hoffnung, daß Sie es schaffen werden! Wir Alten werden den Wiederaufbau Deutschlands wohl nicht mehr erleben. Uebcrbringen Sie meinen. Dank Ihren Kommilitonen! Es ist mir eine freudige Genugtuung, daß Sie in dieser Zeit so treu zu mir stehen/' Der Reichsbürsterrat an 5)indrnburg. Berlin, 1. Juli. (WTB.) Das Präsidium des R e i ck) s b ü r g e r r a t s richtete an den Gene- ralfcldmarschall v. Hindenburg folgende Drahtung: In schwerer Notstunde des Vaterlandes wurden Euer Exzellenz sein Netter. Dem Sckmtzer seiner sruchtspTiidenden Fluren vor verheerendem Feindeseinbrnch, dem Hüter des kriegsumlohten bcutfdjen Hauses, seinem Bewohner vor Kriegs- s-rand Und Elend folgt unauslöschlid?er heißester Dank wie auT seinem siegumlenchteten Feld Herrn- mung beruhigend einwirken würde. Da. haben HiBHf über auf der anderen Seite die politischen Agi- I latiorcM augenscheinlich ihre Bemühungen FuflfilolirmnnM i fkchsalls verdoppelt. Das Ende ist, daß das Wiffll | »ttkehrSlcben Berlins wieder lahmliegt, Le- lUiuuiiuiuvB^wL Äbfngnliftcl in Riefennrengen verderben, daß stens den 3. Juli den Dienst wieder,_________ ________ ________________ .. . aufnehmen, sind entlassen. Ebenso er-j träge analog den mit Polen abgeschlossenen, die halten Beamte, die nicht bis zum 3. J.ili den namentlich die Sickerung der Rechte der Minder- cmfgewendet werben, versucht, weiterer Un- upttedenheit vorzubeuaen. Wir haben diese taatliche Maßnahme, die allen Volksgenos- en zugute kommen soll, begrüßt. Es ist die Tinßcubfte Aufgabe aller beteiligten öffent- id)eu Dien Mel len, dem unerhörten Preis- tonrber, der sich allenthalben immer unan- s:ö.noiaer breit macht, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, nicht nur mit Geldmitteln, enlgegenzuarbeiten Die anderthalb Milliarden, die der Staat aufbringen muß, teerben ja zwar wieher von den Steuerzahlern genommen werden müssen, aber dann ist wenigstens eine gerechtere Vertmlung und e.ne Erschwerung der Schieberarbeit erreicht oder gesichert. Man hätte annehmen sollen, daß dieses Einschreiten des Staates auf die Streikstim- nanhänger „„b Sä» ilerial'en- ° 9Ubrv-rmitt-Ng^ Dsrbejlsfteiheit beeinlrächttgt ' fühlten, aufgehoben $"0 sall,i^ ILl äm Vertrauen auf die Zusick)crungen etforb/bäti,,n9,^iS™^T^ -r -Stcd^Ifl8 aufgehoben, ^rotz- durch iReflkrungätruppen di- SRufjc wicdechcr- eitfi ,, Xnr CO n * x □ c .. k k jiTCl|C DCT e Arbeitseinstellungen j (Lileichteruiv des guf ihnen lastenden s«li ius. Das Personal der Straßenbahnen und schm Druckes empfinden, wenn ich nunmehr fvl gendes bestimme,: F- verbilligten Rattonen allseitig und rechtzeitig lrchgesührt werden könnte. Hierdurch wird nicht -r bie Ernährung der Millionen-Groß- $?t Berlin, sonoern auch ber gesamte Volkskörper schwerste bedroht. Angesichts ber furchtbaren ttge, in ber ber Staat sich infolge bes Unglück- Äm Ausganges bes Krieges befindet, muß jetzt cs Wirtschaftsleben unbedingt mit allen Mitteln "«der in Gang gebracht werben, um das Land ,c bem Zusammenbruch und die Bevölke- r-tg vor weiterem Hunger zu bewahren. Schwel' Herzens, aber int Bewußtsein ber ernsten, ,c vor bem Volke obliegenden Verautwor- .H M sehe td) mich daher genötigt, nunmehr die ^nahme des Betriebes mit ben äußersten U-UteIn durchsuse^s^ Die Beamtenschaft ist Deränbert angenommen. Dec h des Gesetzes gelangt ohne Aussprache zur Annahme. Schluß Vj.9 Uhr. — Nächste Sitzung Mittwoch 2 Uhr: Z,veite Lesung des Verfassuugsentw-urfes. Miwmmen. Ter § 24 wird vorbehaltlich einer UU] mc Aenderung ui der dritten Lesung vorläufig un-1 nüch.sten Samstag abend 87, Uhr im Hptel Gwß- ** Gießener Waldbühne. Es sei nochmals ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die Wohltätigkeitsveranstaltung im „Einhorn" ist und erst um acht Uhr ihren Anfang nimmt. Die Saalkasse wird eine halbe Stunde vorher (7-8) geöffnet. -** Oöffentlicher Vortrag. Ueber den Bolschewismus wird Ende der Woche der durch seine Aufsätze und Bücher über das revolutionäre Rußland bekcnmte Tr. Alfons P a q u e t sprechen Der Vorttag wird im Rahmen der von der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Studenten" veranstalteten Vortragsreilie stattsinden. Ein besserer Kenner der russischen Verhältnisse als Dr. Paguet dürfte zur Zeit in Deutschland als Redner kaum zu gewinnen sein. Näheres über Zeit und Ort des Vortrags wird im Anzeigenteil des „Gieß. Anz." und an den Anschlagsäuleir rechtzeitig be» kannt gegeben werden. ** Demokratische Partei. Auf die Aur Stadt rind Land. Gießen, den 2. Juli 1919. ** Amtliche Personalnachrichten. Ter Gewerbescbulinspattor Geiverbesckmlratt Johann Meyer zu Tarmstaüt wurde auf sein Nachsuchen unter Anerkennung feiner dein Staate geleistetem Tienste mit Wirkung vom 1. August und der Oberlehrer an dem Realgymnasium zu Gießen Professor Karl V ö l z i n g wegen geschwächter Gesundheit mit Wirkung vom 1. Juli in den Ruhestand versetzt. — Erledigt ist die mit einem evan- gelischen Lehrer zu besetzende, Schulstelle an der Volksschule zu Hörgenau, Kreis Lauterbach ** Die Vermögensverzeichnisse. .Halbamtlich wird mit geteilt: Vielfach ist die Ansicht verbreitet,, daß das für den 31. Dezember 1918 aufgestellte Vermögensverzcichnis die Grundlage der geplanten großen Vermögensabgabe sein soll. Demgegenüber ifa feit erklären, daß dieser Stichtag kaum als Grundlage für die Festsetzung derVermögensabgabe wird dienen können, da rn der Zwischenzeit zu erheblicl-e Veränderungen^ der Effektivverntögenswerte ftattgcfunprn haben. Ein Termin, der als endgültiger Stichtag dienen kann, ist noch nidfl festgesetzt worden. Dessen ungeachtet loird die Anforderung der Vermögensver- zeichnisse hinnen kurzem erfolgen. ** 8 0 I a h r e a l t. Der ehemalige Marktmeister und Ratsdiener unserer Stadt Karl Moll beging vorgestern im Kreise seiner engeren Familie die Feier seines 80. Geburtstages. .Das Geburtstagskind entstammt einer Familie, welche in drei Generationen hindurch ihrer Vaterstadt treue und geschätzte Beamte stellte. Karl Moll war 42 Jahre hindurch auf der Bürgermeisterei tätig, er hat unter vier Bürgermeistern durch seine Kenntnisse der Verhältnisse und der Personen in der Stadt seinen Vorgesetzten häufig wertvolle Auskünfte geben können und war gewissermaßen mit dem alten Kanzleirat Demuth gemeinsam das lebende Adreß- und Auskunftsbuch. Karl Moll gehört heute noch nach 52jähriger Zugehörigkeit als rüstiger Mann der Gießener Frei^ tvilligen Feuerwehr an und ist für das Ortsgericht tätig, dem er seit seinem Bestehen treu dient. Im alten Gießener Turnverein gehörte Moll lange dem Vorstande an und ist Mib- begründer des Vereins Konkordia. In früheren Jahren hat der alte Moll^ 'wie man ihn lange Jahre hindurch in unserer Stadt allgemein bezeichnete, manche Erinnerung aus seinem Leben, welche die Stadt Gießen betraf, im Gießener Anzeiger veröffentlicht. Die zahlreichen Freunde und Bekannten des in Ehren grau gewordenen verdienten Mannes werden ihm aus Anlaß seines 80. Geburtstages einen noch langen gesegneten Lebensabend wünschen. ** Polizeibericht. In der Nacht zum 30. Juni wurden aus einem Waggon an der Margaretenhütte mehrere Büchsen Schmalz und Blutwurst entwendet. .Ferner wurden in letzter Zeit in hiesiger Stadt ein Paar gelbe Herren-Schnürstiefel, Größe 42, aus einer Wohnung gestohlen. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die hiesige Kriminalpolizei entgegen. — Die Täter, die in letzter Zeit die 60 Kilo Butter aus der Garnisonschlächterei stahlen, wurden ermittelt und sehen ihrer Besttafung entgegen. Ein hiesiger Handelsmann, der einen Teil der Butter erwarb und weiterverkaufte, wird sich wegen Hehlerei zu verantworten haben. ** Ausgabe von Kunsthonig Vom 2. bis 12. d. M einschließlich gelangen in den Kleinhandels« geschäften 500 Gramm Kunsthonig zum Preise von 80 Pf. für Paketware und 78 Df. für losen Kunsthonig zur Ausgabe. ** Aus dem Stadttheaterbureau. Hannelore Ziegler, bie ja am kommenden Samstag wieder hier ein Gastspiel gibt, durfte vor kurzem -einen besonderen Triumph verzeichnen, indem Professor Nikisch gemeinsam mit der Künstlerin in Bremen einen Abend veranstaltete, über den ganz h-rvvrragend ancrfemten.be Aeußerunden der Presse vorliegen. Tie Ehrung, die Professor Nikisch damit der Künstlerin erwies, spricht hinreichend für die Stellung, die Hannelore Ziegler unter ihren Fachkolleginnen einnimmt. Das Arbeitsprogranrm. Weimar, I.Juli. (WTB.) Der Ael- testenrat der Nationalversammlung einigte sich in der heutigen Sitzung dahin, in dieser Woche mit der zweiten Lesung der Verfassungsvorlage ftrtig zu werden. Man ; hofft, die erste Lesung der Steuervorlagen in drei Tagen erledigen zu können. Hierauf (am 11. und 12. Juli) soll die Verfassungsvorlage in dritter Lesung ihre Verabschiedung finden. Von den.'Steuervorlagen sollen die Kriegsgewinnsteuern und die große Vermögensab- \ gäbe noch int Juli in allen drei Lesungen ver- \ ab schiedet werden, um sofort in Wirksamkeit treten zu können. Mau hofft, bis Ende Juli den vorliegenden Arbeitsstoff bewältigt zu haben. Ende August werden die Steueraus- schüsse in Berlin zusammentreten. Das Plenum wird vom Oktober bis Dezember in Berlin tagen. Die Neuwahlen werden voraussichtlich im Januar stattfinden. VertlHe Nationalversammlung. (43. Sitz.un g.) Weimar, 1. Juli. Auf der TageSorbmmg stehen zunächst "Än- Iragtir. Abg. M u mm (D.-Matl.) fragt nach der Verwendung von Reickfsgeldern für Patteizwecke. Ein Regierungskommissar antwort et. Die Liquidation des Werbedienstes ist nahezu abgeschlossen. Die ^Abrechnung wird einer genauen Prüfung durch einen sachverständigen unterzogen toerden. Auf eine Anfrage der Abgeordneten Frau Bietz (Unabh.) über Verletzung des Telephon- geheirnnisses antwortet ein Negierungsvertreter, daß das Telephongeheimnis nickst verletzt werde. Bei Verhängung des Belagerungszustandes könne die Militärbehörde Anordnungen über die Aufhebung des Telep Hou geheim nisses in bestimmten Fallen treffen und trage dann dafür die Verantwortung. (Lebhaftes Hört! hört! bei den Unabhängigen.) Aus einer weiteren Antwort der .Regierung auf eine Anfrage geht hervor, daß zur UnterftüBimg der Frauen und Kinder der Kriegs- gefangenen bisher 2 500 000 Mark auf gewandt worden sind. Gegenwärtig sei eine Erhöhung der B^üge nicht angängig. Abg. Frau Behrn (D.-Natl.) stellt eine Anfrage darüber, daß Kapitän le utnant v. Mücke, der Führer der ^Ayefha", während eines Dor- trages über seine Erlebnisse vor Schülern im Schu- 'mann-Theater zu Frankfurt a. M. rnißlMn- delt und zum Abbruch seines Vottrages gezwungen worden sei. Ein Negierungskommissar antwortet, daß eine Antwort heute noch nicht erteilt werden könnte, weil das amtliche Material noch nicht ein gelaufen sei. Es folgt der Bericht des Reichshaushaltsaus- schusses über die Verordnung zur Beschaffung von landwirtschaftlichem Siedelungsland. Der Ausschußberichterstatter A l l e k o 11 e (Z.) hat die Verordnung zu einem Gesetzentwurf umgearbeitet, der in seinem § 1 bestimmt, daß die Bundesstaaten verpflichtet sind, gemeinnützige Sie- -delungsunternehmungen zur Schaffung neuer Ansiedelungen und zur Hebung bestehender Kleinbetriebe zu bilden. Abg. Blum (Ztr.): In jedem Falle wird man sagen müssen, daß für die Siedelungstätigkeit zunächst die Schaffung von Bauerngütern mittlerer »Größe das Ziel fein muß. Denn diese sind am .besten in der Lage, sich den wechselnden Bedingungen der Erzeugung und des Absatzes, mit denen wir gerade für die nächste Zukunft redmen müssen, anzupassen. Abg. Schmidthals (Dem.): Es müssen I in der Landwirtschaft weniger Großbetriebe und mehr Kleinbetriebe geschaffen werden. Ter Großbetrieb mag vielleicht im Kriege an Getreide und «Kartoffeln mehr geschaffen haben als der Kleinbetrieb. Aber dieser leistet an sonstigen Erzeugnissen wie Butter, 'Fett, Eier, Fleisch viel mehr -als der Großgrundbesitz, und nur die Reserven Ker Kleinbetriebe haben uns durch die Kriegs- Zahre hindurchgebracht. Zu den Stellen, die über die Enteignung zur Landbeschaffung zu entscheiden haben, wünschen wir die Hiwcmzichung praktischer Landwirte. Abg. Löbe (Soz.): Ms besonderen Vorteil dieses Gesetzes unh als eine wesentliche Verbessrung seiner alten Fassung betrachten wir die Tatsache, »daß das Gesetz ausdrücklich bie Vergrößerung kleinerer Stellen Vorsicht und rächt nur auf neue Siedel un gen dringt. Abg. Tr. Nöficke (D.-Ncckl.): Durch das sGesctz erfüllen wir die Forderung des Mannes, Len 'wir während des Krieges am meisten verehrt haben: Marschall Hindenburg. Leider wird die Bedeutung des Gesetzes anscheinend -gerade an den Stellen nicht recht erfaßt, von denen wir das meiste Verständnis erwarten sollten! (Ter Redner weist auf die Regierungs banke, auf btmen nur ein Kommissar sitzt.) Tie ganze Kraft des Volkes sollte rücksichtslos für das Ansiedelungs- Wesen eingesetzt werden. Wir brauchen eme Misch- nng der Produktion, freilich eine riclftige Mischung. An Kapital darf nicht gespart werden. Ter Klein- «grund besitz ist namentlich für die Viehhaltung wichtig: auf der anderen Seite (nach links) hat man .freilich seiner Entwicklung entgegengewirkt, weil ,man alles Gewicht auf die großen Städte legte! ^Notwendig ist, daß die Siedler für ihren Beruf ^angelernt werden. Regierungskommissar für das Wohnungswesen Scheidt: Das Reichskabinett ist durch außerordentlich widstige Beratungen länger fest- gehalten worden, als vorauszusehen war. Andere Kommissare sind durch den Stteik in Berlin verhindert worden, hier zu erfdjenten. Die Schwierigkeiten für die Vollziehung des Gesetzes bestehen in der Hauptsache in dem Mangel an Baustoffen. Für die Bauwirtschaft fehlt eigentlich alles, namentlich Ziegel und Kalk. Heutp haben sich die Bauprcise um das Vierfache erhöht, an einzelnen Stellen noch mehr. Wir würden also rund 5 Milliarden brauchen. Aus Reichsmitteln stehen aber nur 500 Millionen zur Verfügung. Abg. Dusche (D.-N.): Ich halte es für das Wichtigste, möglichst viel neue Siedlungen zu schaffen. Dabei sollte man möglichst auch die Kriegsbeschädigten und diejenigen berücksichtigen, die aus den uns jetzt verloren gehenden Gebieten in das verkleinerte Deutschland zurückwandern. Abg. Wurm (Unabh.): Meine Fraktion wird nicht für das Gesetz stimmen, weil es nicht praktische Arbeit leistet, sondern trügerische Hoffnungen erweckt, die nicht erfüllt werdeir können. Kern Augenblick ist für neue Siedelungen ungün- fhgec als der gegenwärtige. Wer bei den hohen Baukosten und hohen Grmidstückspreisen eine solche pteoelung übernimmt, ist vom ersten Tage an bankerott. Die eigene Scholle auf dem Lande rst durchaus nicht die Sehnsucht des Arbeiters. Unsere landwirtschaftlichen Verhältnisse können nur dadurch gesunden, daß an bie Stelle der Privatbetriebe bte Gemeinwittschast tritt Aba- Dr. Heim (Zcntr.): Die Sozialisten ^^Nlcht immer fo konsequent wie der Abgeordnete Wurm heute. Das Gesetz ist ein hervorragend konservatives Gejetz, ausgegangen von der heutigen Regierung. Sie wird noch häufiger solche konservative Politik machen müssen! Tie Debatte schließt. — Es folgt sogleich die zweite Beratung. Der Präsident bringt die einzelnen Paragraphen zur A bstim m ung. Die Paragraphen 1 bis 23 a werden mit einigen Abänderungen nach unerheblicher Aussprache an- herzog ftattiinbenbe Mrrgriederversammlung fei heute schon yingewiesen. (Siehe Inserat.) ** I m Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, wird von heute ab Irrwahn, ein soziales Drama in drei Akten, gegeben. Außerdem gelangen das Drama .Sträfling Nr. 113 und das Lustspiel Hofgunst zur Aufführung. Landkreis Gießen. ** Großen-Linden, 30. Juni. Am 5. Juli scheidet unsere langjährige Klein- kinderschulschwester aus ihrem Dienst aus. Am 27. l. M. waren es 24 Jahre, daß sie ihre Tätigkeit hier ausübte. Während dieser Zeit hat sie ihren Beruf mit großem Pflicht- bewußtscin ausgeübt und erfreute sich infolgedessen großer Beliebtheit. O Ober-Bessingen, 1. Juli. Nachdem die auswärtigen Pre.strecber von der Grasver- ft e i g e r u n g der Gemeiildewiesen ausgeschlossen waren, wurden bei der zweiten Versteigerung angemessene Preise erzielt, die auch beit (Sinbeinuidnen den Ankauf crmöglidüen. Trotzdem wurden für gute Wiesen, die allerdings and) einen Turch- schnittserttag von 15—20 Zentnern aus dem Morgen .garantierten, immer noch 300—400 Mark für den großen Morgen geboten. Die Heuernte fist nun beendet, sie lieferte der Güte nach vorzügliches Futter. Kreis Schotten. z. Aus dem oberen Vogelsberg, 1. Juli. Allgemeines Erstaunen und Verwunderung erregen die diesjährigen hohen Graspreise bei ktns, da der Vogelsberg doch wegen seinem Futter- reichtum allgemein bekannt ist. Der Pachtpreis beträgt von mand>en Wiesen mehr wie der Kaufpreis. Bei Wiesen, wo der Kaufpreis vor 30 Jahren 30 bis 45 Mk. kosteten, beträgt der Pachtpreis heute für jede 200 Mk. Bei einer Wiese, die 300 Mk. int Ankauf kostete, ist das GraZ zu 300 M. verpachtet worden. Gewiß seltene Ersdreinungen der Zeit. E. Lau buch, 30. Juni. In der Nackst vorn 28. auf 29. Juni b. Js. wurden aus dein hiesigen Futterage-Depot 26 Sack, etwa 21 Zentner £>afer, welcher noch für bvc oon hier verlegte 3. Eskadron des Drag.-Megts. Nr. 23 hier zurückgeblieben iiMTcn, ge sto hl en. Der Hafer wurde von einem Zwiscljenhäudler ausgekauft imd leiltociie an hiesige Einwohner verkauft. Ten Tätern war man sofort auf der Spur. f. Gonterskirchen, 30. Juni. Vorigen Freitag, 27. d. Mts., wurde hier ein Buß- und B e 11 a g gefeiert, der sogen. Hagelfeiertag, zur Erinnerung an ein vor etwa 140 Jahren nieberge- ftangenes Hagellvetter, das unsere Gemeinde furchtbar heim-gesucht hat. — In der Nacht vorn Freitag snm Samstag war es hier ziemlich kalt, so daü stellenweise in den Gärten mti> auf den Felbern die Bohnen und auch sonstige Pflanzen er* froren sind. Die Landwirte sind hier jetzt rege am Dickwurzsetzen, nur fehlt es mitunter an Setzpslan- 8en, viele haben sich Pflanzen aus der Wetterau verschafft. — Die Heuernte ist infolge des trüben |unb regnerischen Wetters bis jetzt noch nicht beendet. Die Qualität des bisher gemadyten Heus ist yanz vorzüglich, während die Quantität zu wünschen übrig läßt. Die Preise sind verschieden. Während in Schotten der Zentner für 15 Mk. verkauft worden ist, soll, wie verlautet, ein Gießener Fuhrunternehmer 60—70 Mk. geboten haben. Den Heu- graspreiscn nach »oäve ern Preis von 40—50 Mk. wohl als angemessen zu bettachten. fitfid Friedberg. Wucher mit. Kirschen. Rl. Friedberg, I.Juli. Man sollte nicht meinen, daß hier, mitten in der gesegneten Wetterau, wo die Kirschenplantagen von Ockstadt und Obec-Rosbach v. d. H. uns vor der Nase liegen, Kirschenmangel eintreten könnte. Aber dank dem unsozialen Sinn, der immer noch, weitesteVolkskreise beherrscht, ist es nun auch bei uns so weit, daß die Kirschen vom Markt verschwunden sind. Vis vor kurzem, wo für das Pfund 3Mk. verlangt — und bezahlt wurden, leuchteten täglich die schönen Früchte, die dieses Jahr besonders gut geraten sind, auf den Händlerständen die ganze Kaiserstraße entlang. Nachdem das Kreisamt diesem wucherischen Treiben entgegentrat und als Richtpreis ab I.Juli für den Kleinverkauf auf 1,20 Mk. festgesetzt hat, sind die Händler und die Kirschen verschwunden. Dabei sind in dieser Woche die .Einmachkirschen fällig. Wenn die staatliche Kontrolle den preußischen Händlern, die im Auto die Ernte wegholen, nicht rasch und gründlich das Handwerk legt, dann werden unsere Hausfrauen das Nachsehen haben. Gehr's denn wirklich im deutschen Vaterland nicht mehr ohne die Gendarmerie? * Q. Bad-Nauheim, 1. Juli. An Stelle des nach Oldenburg berufenen Herrn Tr. W i s s i g wurde in einer gestern abgefoaftenen Ausschluß- Sitzung des Vortrags- und Mustkvereins der stzll- vettoetende Dirigent des Cäcilienvereins, Miisik- tirvftor Ferdinand Bischof s-Fraukfutt a. M. als dessen Nachfolger gewählt. Herr Bischoff ist gleichzeitig Tittgeut des Offenbacher Männertum- verems. Die nächste größere Musikanffülyrung des Vereins soll im Herbst stattfinden. — Ein hier zur Kur weilender Herr wurde wegen' Scheck- f ä l s ch u n g verhaftet. — Tern neugewahl en Beigeordneten Kling mitrir von der Bürgermeisterei die Verwaltung dec Lebensmittelversorgung, Klir- tenausgabc usw. übertragen. Rl.— Friedberg, 29. Juni. Wie allenthalben, so Tjat sich auch in unserer Stadt der M a n- gel an Wohnungen zu einer wahren Kalamität ausgewachsen, fo daß es höchste Zeit toäre, wenn die Stadtverwaltung sich entschlösse, in der Presse vor dem Zuzug von auswärts zu warnen. Man hat in der neugewählten Stadtverordnetenversammlung nunmehr beschlossen, die Bearbeitung bet Wohnungsfrage energisch in Angriff zu nehmen, und bereitet die Sdyasfung cüics besonderen Wohnungsamtes vor, da Jirfy das Mict- eiuigimgsamt zur Erledigung aller bi^bcjüglidyni Fälle nicht als ausreichend ettvies. Nachdem vor einigen SSodjcn das Darmstädter Hofmarscbnllamt das Sckiloß hat räimtcn lassen, wäre au sich die Möglichkeit vorhanden, eine Reihe von Privat-- Wohnungen großen Stils zu schafßm. Aber die Verhältnisse bei unseren Sdmlbaulichkeiten imd beim Kreisamt liegen so, daß die Sästoßräume ent* weder für Schulzivecke ober für das ihrei^tmi in F-rarse Tommen müssen. Tie Dinge haben mm fonreit eine Mnmg .erfahren, daß man faant kamt, daß wenigstens daS Munt m ferner Ge- »I 7°^, «lrch< ^°3llhr.ir Sschlch" Wä* Kauft«”{ kinMmg müden ftaterschule äwuiv der c Den und die tom, «°r »llm tige ter Frwlp mell. p"d«hscbu|6 e.rhies Ä elePhoH?e 80 1o9? W" RttOetö Amtsi r-sAmtSverk gdi enthält: Abwt Etfkn. Bom 11 .Plakaten..-LO । pnn Stetitog..— b - Mixiftnigin Mien j HckeftenS am 1. chWAchcn, datz dir l 10 Uhr tormitto ifmbet. Dabei sind! jlvorstcher ünd iHv 3m Bemeidmy t | kkrcisamt nochmal iGiabtDerorbneten- u ton Listen auch für |a Dir StimmbmÄi fchenZ am 31. Int I Wahlkommisftr I sind drei feig kn In einem il mehr ati bie it wi -veistogSrnügli Mten •" h tzeffen-Nafsau. Eine Falschmünzerbande verhaftet. Frankfurt a. M., 1. Juli. Die hiesig Kriminalpolizei hat die Falfchrnün-erbandi entlarvt uni) ver haftet, bie feit Monaten fabnl mäßig f a I f d>e 5 0-Marl-Reichsbau kn vj ten herstcllte und diese zu Tmistiiden in Süd und Westdeutschlaird durch zahlreiche Helfershclfs absetzen ließ. Der geistige Leiter des UMernehmenI war der etroa 30jährige Schreiner Fttedrich Beu g Öj st, der Trucker ber 25.ährige OberrnaftlKnerl meister Karl Blankenheim aus 9tiirnberd Letzterer druckte die Scheine obwechsel^ld in N ü r ii berg und F r a ii k s u r t a. M. In K ö l n beftid sich eine Zweigdruckerei. Besonderen Llbsatz frmdq die Scheine im RührMbi-et, Essen, Tvttmund, Dül seldorf und Köln. In Eßen z. B. setzte der Sduro ger des Vergölst, der 22jährige Hmrdlmtgsgeym Kaspar P o u tz, an eineni Tage allein für 12 Oft Mark Scheine ab, für 20000 Mark mürben iM in einer Nacht in seinem Hotel gestohlen. Hehler waren verpflickstet, täglich! miudestcns hnq dett Sdjeine abzusetzen, wobä sie an jedem Stid 12 Mark oerbienten. Tein Vergölst mußten j| alltäglich 3800 Mark üt einem Wettbttcf iiül Fianksurt schicken. Auch, die Offenbacher falsch 20-Marksch-eine, mit denen im Früljling das Mai» gebiet förmlich überschwemmt wurde, so daß bi Stadt Offenbach alle von ihr verausgabten 26 Marksdpeinc für ungültig erklären mußte, em- stammten der Falschscheinfabrik von Vergölst uni Blankenheim. samthcit nicht ins Schloß übersittuln wrcd. W! dererseits stehl fest, daß in diesen Tagen eine Regierungskommission von Tarmstadt hierher fom- men wird, um das Schloß auf die Verwendungsmöglichkeit gls Schiulhaus zu prüfen. Die Volksschule verlangt schon jahrelang mit Fug und fRotc,] aus ihren unzureichenden Räumen heraus^ukommei', die Technische Lehranstalt, deren Bvsuchurzahl die! Frequenz der Vorkriegszeit außewrdentlfth über» trifft, fühlt sich beengt, und dazu kommt noch, M; die sog. Frauen schule, die Schöpfung Dr. Streckecz vor seiner Beruftmg an die Spitze des Landes amtes für das hessische Bildungswesen, vor bec Eröffnung steht und teilweise im Sdstoß llntew kommen sucht. An Ausgaben und Arbeit wird es mithin dem zu fdjaffenben Wvhmmgsamt toaljid lick) nicht fehlen. O Ober-Eschbach, 1. Juli. Geheimen Forstrat Schwarz von der h.ffsischcn Obersörstere» Ober-Esckchach im Taunus begeht morgen ini seltener körperlicher und geistiger Frisdie sein 5 0jähriges Dien st Jubiläum. Forstta^ Scbwarz war längere Zeit Vorsitzender ber bed einigten Beamtenverbaabe in Hessen. Starkenburg und Rheinhessen.' dz. Darmstadt, 1. Juli. Nack; nentrbhigl dem hessisdren Lanbcsausfd)luß für bie Kttegsgd saugenenheimkehr zugegangenen Mitteilungen dock man entgegen den beunruhigenden Gerüchten, hxj nach die Feinde unsere itt ber Gefangensä«» schmachtenden Brüder nwfyt vor dem nächsten FttiÄ iai)r zurückgebeli wollen, damit rechnen, daß bei erste Darmstadt berührende Heimtranspori von Kttcgsgesangenen in Starke von rund lOOi Mann anfangs Juli auf dem Hauptbahnhck ein trifft. Die ltommunalwahien. I Bergheim, 30. Juni AN Beigeorb ne ter wurde gestern mit 95 Stimmen einstimmig der Gemeinderat, Kirchenvorsteher und Recyn^ August Weitzel gewählt. -m. Lungen^ 1. Juli. Arckäßlich ber Ms» derwahl des bisherigen Bürgermeisters J nliD Bendt brachten ihm gestern al»md die beibfl efigen Gesangvereine ein Ständchen, wobei mch! rere Lieder zum Vortrag tarnen und die PrSh'1 dentm ber Vereine namens der Säuger ihre Gük- rotinfdx zum Ausdruck bradjten. Bürgermeisln Fendt banfte den Vereinen u beivegten Wort« für die ihm erwiesene Ehre, ebenso seinen Wahleru für bie Wiederwahl, die i(ym ein Beweis dafür sei, daß er fein Amt gttvissenhaft unb in gcrechm! Weise geführt habe. Er gab die Versicherung fein verantwortungsvolles Amt auch w.iterhin ziuck Wohle feiner Vaterstadt zu versehen unb sich n«| von strengem Pflichtgefühl leiten W lassen. 2d| gleiche erwarte er auch von den zum Teil ntil gewählten Gemeinderalsmitgliedcrn und hoffe tuiil ihre Unterstützung bei allen das Wölfl ber mein de betreffenden Fragen. Auf Einladung bd Geioählten versammelten sich die Sänger in jwi Lokalen zu gemütlickxn Stunden beim Glase Bia "Langsdorf, 1. Juli. Bei der im Sonntag den 29. Juni hier abgehaltenen Bürge rmcisterwahl wurde ber bisherige meister Landwitt Wilhelm Bender II., dec l'dt November 1917 mit der Führung der Bürger»! rneistereigeschäfte betraut war, mit überwältige»! der Stimmenmehrheit auf 6 Jahre gewählt. 614 sttmmberechtigten Wählern machten 434 »oll ihrem Wahlrecht Gebrauch. Davon entfielen an Wilhelm Bender II. 268 Stimmen und auf (SfaH wirt Heinrich Krämer I. 166 Stimmen. Wir verzeichnen dieses Wahlergebnis mit großer (Senuy ] tuung, da es uns zergt, daß der Appell nn bll Dankespslicht und das Gerechtigkeitsgefühl bfl Langsdorfer Bevölkerung nicht ohne Widerhall verNungen ist. M ü n ft e r, 30. Juni. Bei der gestrigen D ü ’• | germeisterwahl wurde der bisse ige Bürge»I meister Heinrich Gon t r u m I. mit 109 Stinmrtl bei 203 Stimmberechtigten wiedergewählt. CHrtl Stimme fiel auf Hermann Schmaus und cri I Stimme auf Amia Momberger, Ehefrau des Joh^I Momberger II. )( Mainzlar, 29. Ium. Bei ber Heut-Fß I Bürgermei st erwähl machten von 3a I Stimmberechtigten 313 von ihrem Wahlrecht brauch. Es erhielten der bisl-erige DürqermeWI Ludwig Vogel 211 Stimmen, fein ©egcnfanbiwl Ludwig Vingel I. 102 Stimmen. — Bei ba I Gemeinderatswahl war die Wahlbeteiligung Iw] gering, da nur ein Wahlvorschlag vorlag. Äol] den 351 Wählen: gaben nur 31 ihre Stimme ®. I ♦* Staufenberg, 29. Juni. Bei ber hc«ck] hier abgeba tenen Bürgermeisterwahl tw | fielen auf den Beigeordneten Landwirt PH. MM] 243 Stimmen, während fein Gegenkandidat Ludmi Jung V. 136 Stimmen erhielt. 4 D r t e n b c r g, 30. Juni. Bei der gestrig« Beigeordnetenwahl erhielt der bislierige BeigeonV ncte Metzgermeister Heinrich Wiesner 18^, LaiM '‘UUb Gastwirt Friedrick) P ciifer III. 73 Stimme® ersterer wurde somit gewählt. — Arn Freitag saM die erste Sitzung dcS neugewählten GemeinderaW auf dem Rattwats statt. Bürqermcistcr HchW verpflichtete nack, einer eutt'vrcchrnden AnspraW hie neuen Mitglieder. Polizeidiener Kneipp, bd| fdwn über drei Jahrzehnte fein Amt bekleidet um] letzt abhanfen wollte, ließ fick) aus eiustimmiM Wunsch nnchwolS bewegen, sein Amt zu behalt# I P*, Staub ode Mmatctm Frauen a IH«l Jeder Was ]l wvrt vchchcn sew |; Mmjen devollmäch |* ® Slrilätrtrtter Ibnwn m Mndm verdm, bttfe MknKeralseiuein B * mü F Mrrfienben % ^rsrnLulkm über pt werden. Abreisen dr W mehren sich die [fr J^l&n 5 ff toben. Daä K fcfotf ” Str« ^Llversa», KSt? ben Bez l8tfrrhLk!Ol9enbcT 2 feß Kirche und Schule Oftfcen, 8 der Stilftvn Donnerstag t im Hotel Viktoria eine ■HrtiiMaivcrlmn mlimg des vefiuchen Pforr - Vereins flott. Im Dtittclounkt der 5Betbmt>== faitflcn steht ein Vortraa von Pfarrer Bernbeck- t k a r b e n über das Thema: „D er Neubau 'rivat-Handelsschule Hermes Gießen Bahnhofstraße 60 Telephon 1097 Hochschulriachvlchten. 5 Hl. Marburg, 30. Juni. Der Privat- bfljcnt in der Philosophiscliei! Fakultät der Uni» Wksität Marburg, Professor Dr. Schulze, turbe pun außcrordentllchen Professor ernannt. LLunst und Wissenschaft. mr. Frankfurt a. M., 29. Juni. In Verbindung mit dem Schauspielhaus soll eine jheaterschule errichtet werden. Diese Khule soll in der Hauptsache den künstlerischen Michnnubs der Frankfurter StadttKeater Mersbellen und die ScLfüler müssen sich ver- Mchlen, vor allem etwaige Engagements- «träge der Frankfurter Bühnen zu becück- Mtigen. t ÜewMtx Der W8frr?gt ßrgermeister Müller wurde mit 154 rn wiedergewähtt, sein Gegenkandidat Land- Philipp Emrich erhielt 139 Stimmen. Die k-digimg war äußerst lebhaft, nur etwa Wahlberechtigte machten von ihrem Recht keinen ■tritt werden. Jeder Wahlvorschlag muß von mm» Westens 26 in bet Wählerliste eingetragenen Per» bnrn irnterieidyLtt sein. Znxft aber mehrere Wahl- frnWy tonnen in der Weise miteinander ver- huibcn werden, daß sie anderen Wahlvorschlagen o genüber als ein einziger Wahlvorschlag anzusehen Mld. Die (£rfiänmy)en über die Verbindung von WchloorskAägeii müssen bis spätestens ö. August stift9 beim Walstkommissar von den Unterzeichnern kr betreffenden Wahlvorschläge ober den Ver- «Lwnsinännrrn Übereiustimmend schriftlich einge- dncht werden. llMSPltvttfi^'kWen smker Einschluß von Diebstahl u. BeraubungS» Schäden sowie Belchlagnabme, auch für Senkungen von und nach den besetzten Gebieten. Versicherungen ™ zeg. Schäden durch Aufruhr siir Gebäude, Mobilien und Waren schließt zu mäßigen Prämien ab Alfred SrWch, Eichen Kord-Anlage 5b Telephon 204$. Stulantc Schadenöregulierung! Abreisen von Plakaten. Neuer- nas mehren sich die Fälle, daß Plakate, insbe- loere militärischen Inhalts, von Unbefugten be- itiflt iverben. Das Kreisamt macht darauf auf- erksam, daß es Strafantrag enoirlen und die lrafverfolgung veranlassen wird. Lehrerversammlungen. In nächster dche sollen in den Bezirken Lick>-Hungcn, Gietzen- uib und Grün berg amtliche Lchrerversammlun- n mit folgender Tagesordnung stattfinden: Lehrprobe: 2. Schnlverwalturrgsfragcn: 3. Vermiedenes. Die Versammlungen lucrben ab>rehalten: Montag den 7. Juli vorm. 9,30 Uhr in Trais- »rlofs (Schrlhaus) 2, Mittwoch den 9. Juli vor- ittags 9 Uhr in Gießen (Schulhaus Schillerstr.), Donnerstag den 10. Juli vorm. 9,15 Uhr in tun berg (Schulhaus). Bestellung von Nährmitteln. Der in t Bekanntniachung vom 18. Juni lfd. Js. an- setzte Preis zum Bezüge von Zieis wird infolge; wabsetzung des Einkaufspreises von 1,75 Mk. aus igcsähr 1,30 Mk. für 250 Gramm ermäßigt. mmIwaW. V. Aoki. rit 95 Stimmen mfjhmti imöorWr und Kr« ! W MdM bei 9 ;n DLtgrmeislrrS 3ult] n gestern abend die M e ein ALnkhen, vvbei H rtmg W unbbu MNsderLaMkhttG. uef w\ 22TS5 :reinen m Woi y olhs Amt auch ob: zu oeW leiten M M W den oßß Stimmen u j ä.8» * *; ’wU ESSU6ifha" * * , fihn der r“"! aben nu $ljnl >erS' rmei't^V KKsB WM i'St^sä >Ä’ *W rj MW iRiubS ä MtÄ-d ÜA ^nen, ben J u auf dem LauMW '-Nassau. Wbude vkkhchtt. S",kM Tv hieß, i> ' » Monaten febril »arkchtiÄsdanki» häufenden in SLt mü Mrcitr WM ge Leiter des llnternchma c Ähniner 5ricbrid)8(i r Loiahri^r öbennaldfea enheim aus Nmbkn Meabwechsel:idinNüri rta M. Ju Kölnbesc, r., yeforäm Msatz {anü dift, Essen, Tortmund, A B. setzte bet Sch, Läjährige öaiLIumsM rem Tage allein ün 12 dl 20000 Marl mürben ü Mm Hotel gestohlen. 1 stet, täglich mindestens fei i, wobei sie an jedem 3d Tem VngAst mutzten ‘ in einem Wertbcks rn uch die Offenbacher salsti mm im FMing das Rn lMimt wurde, so tag i von ihr verausgabten 1 ültig trflärai muhte, d heinfebrik von Zöergolst d ffl«S -em Amtsverkündigungsblatl. Das AmtSverkündignngSblatt vom L9uli enthält: Abänderung der Verordnung über Bbnereien. Vom 11. Juni 1919. — Beseitigung Kn Plakaten. — Lehrerversammlungen. — Wah» |e zum Lfteistag. — Bestellung von Nährmit- Sl — Feldbereinigung 9heder-Bessingen. —Ge- W»de»ichwage Burkhardsfelden. Wahlen zum Meistag. Spätestens am 1. August ist ortsüblich be» pBttrtntGrfxn, daß die Wahl am 17. August 1919 Gr 1.0 Uhr vormittags vis 8 Uhr nachmittags Wtsindet. Dabei sind Wahlrärune und Namen der 8-hlvorsteher Und ihrer Stellvertreter bekanntzu- p6t3L Zur Skmteibtmg von Mißverftärrdnissen weist H Kreisamt nochmals darauf hin, daß die für n Stadtverordneten- und Gemeinderatsmahlen be- pltzteu Listen auch für die Kreistagswahlen zu Le» tabrn sind. Die Stimmberechtigten sind aufgefordert, bis tzätestens am 31. Juli 1919 Wahlvorschläge bet kw Wahlkommissar schriftlich einzureichcn. Hl sind dreißig Ki^istagsmitglieder zu btoen. In einem Wahlvo^fchlag dürfen Richt mehr als die doppelte Zal)l der zu wäh- Imben Kreis tagömitglieder vorgischagen wer dein Sie Boraesc^agcneu sind in erkennbarer Reihcn- Mqc tmfziy ühreu und unter Vor» und Zunamen, perzeichm, Stand ober Beruf und Wohnort, bei tzn heirateten Frauen omch unter Geburtsnamen zu tzezeiämen. Iwer Wahl Vorschlag soll mit einem ßamwort versehen fein. In dem Wahlvorschlag soll ei ßertraumsnuum benannt fein, der für 23er» Neue Lehrgänge in Buchführung Stenographie Maschinenschreib. Tageskurse:: Abendkurse c==~9 7791 Näheres d. d.Schulleitung Sitzung der -tadtverordneten. (3. Sitzung.) (Schluß.) Gießen, 30. Juni 1919. Errichtung einer städtischen Steinfabrik. Stig. Kreuzten: Tie WohnmigsVerhältnis zu schildern ist nid)t nötig. Besserung ist sthr schwer möglich. Selbst eine Zwangseinquar- tierung wird wenig nützen. Es war in Erwägung gezogen, das bisherige Landsturmlager für btt Stadt zu übernehmen und dort Wolmungen ein» zurichten. Tie Kosten liegen noch nicht endgültig lest, sind aber auf 120 000 Mk. geschätzt. Zur Einrichtung von 47 Wohnungen sind weitere 130 000 Mk. erforderlich. Es würde um diesen Preis gutes Sau quartier für die nächste Zeit unbenutzbar. Tal>er hat die Stadt in Erwägung gezogen, selbst Däuser zu errichten, yumat da die gemeinnützige Baugenvs enfchaft ihren P-an nicht so schnell wird ausführen können. Ter Wvhnungs- bebarr wird bis Frülnahr 1920 400 Wohnungen ktrogen. Tie gern innützige Baugenos en chafl baut 60 Wohnungen, die Stabt in der Mühlgasse 17 Wohnungen. Das Privatunternehmer um stbrizicrt kein Baumaterial. Es muß aber etwas getan werden, um der Not zu steuern. Tie Errichtung einer eigenen städtischen Steinfabrik kaim hier Dilfe bringen. Es ist daher von der Baudeputation die bestehend? Sch lacken st ernfabrik des Herrn Römer an der Margarctenhütte zu übernehmen und fortzuführen. Tie Stadt ward damft in d.'r Lage sein, bei eigenen Bauten eigenes Material zu verwenden, das vom Marktpreise unabhängig ist, und kann auch zu gemeinnützigen Bauten Material abgeben. Tas Material, das föerr Römer an der Margaretenhütte fabriziert, ist ein Schlackenstein, honen Zusammen e^u ig ihm durch G^b-auch mustz-rjchutz geschützt ist. Tas Material ijt technisch durckiau; gcnüge;ib. Seine Druckfestigkeit ist höher, als für Flachbauten erforderlich. Eine bereits eingerichtete Fabrik kann hierbei übernommen werden. Die Baudeputation beantragt daher, die von Otto Römer an der Margareten Hütte eingerichtete Steinsabrik, in der Voraussetzung, daß die Materialbeschaffung sickier- geftcHt ist, unter folgenden Bedingungen auf die Stadt zu übernehmen: 1. Römer erhält für die Lizenz und für die vorhandetren Einrichtungen und einer noch zu be» sckwlfenden Steinpresse ben einmaligen Betrag von 30 000 Mark. 2. Römer erhält 2 Prozent Provision auf ben Grundh.rstellungspreis von 75 Mk. pro 1000 Stück und ein monatliches Gehalt von 450 Mk. bei monatlicher Künbigung. 3. Tie Anlage soll ach Kriegssirstenkrebit verrechnet werden. Für Erweiterung des Betriebs und für Betriebsmittel im ersten Betrirbsjahr wird ein Betrag von 30 000 Mark vorgeschlagen, Stadlv. W i n n (D. B.) ist der Ansicht, daß der Antrag nochmals eingehend geprüft werben muß. Seiner Ansicht nach ist hie Llinlage mit 30 000 Mk. zu hoch befahlt. Wenn die Anlage ventabel ^werden soll, sinb noch 15000 Mk. hineinzustecken. Er beantragt haljer Rückverweisung des Antrags mi die Baudepuiaron. Tie Herstellungskosten belaufen sich nach seiner Rechnung für 1000 Steine 86 Mk. statt wie angegeben 70 Mk. Tie Betonbaugesellschaft ist mit ihren Angeboten pro Kubikmeter Mauerwerk bedeutend billiger, als die Stadt danach Herstellen tont. Stadt». Sommer (Dem.): Die Bautätigkeit muß in jeder Weise gefördert und Baumaterial gefebaffen werden. Die Firma Buderus liefert Schlackensteine zu 8 Pfennig. Die Firma verwendet Abfälle aus ihrem eigenen Betriebe. Wam aber die Schlachenhaufen der Marga- rctenljütte abgebaut sind, muß Material von anoer- wärts herangeschafft werden. Vielleicht kann der Besitzer mit Subvention schneller liefern. Es kann auch eine stilliegende Ziegelei in Betrieb genonv- men werden. Betonhäuser sollten unbedingt mit h-rangezogen werden. Es ist fehlerhast, sich auf eine einzige Idee sestzulegen. Beig. Krenzien: Ziegeleien können aus Mangel an Kohlen nicht benützt werden. Stadtv. 233 i nn rät zu Lehrnstftuen. Beig. Krenzien: Ter Lehmstein verlangt zu lange Zeit zum Trocknen. Stadtv. Mann (Soz.) weist daraus hin, daß modern eingerichteten Ziegeleien vom Reichskohlenkommissar Kohlen zur Verfügung gestellt werben. Es muß noch in dieser Vauperiode etwas getan werben. Tie Schlackensteine von Buderus kosten ab Werk jetzt 85 Mk. Es gibt nur zwei Losungen, entweder die kleine Schlackenfabrik zu fördern oder die Betonbauweise zu benützen. Tic Qualität der beiden Bauweisen wird etwa die gleiche fein. Es wäre zu empfehlen, Römer zu subventionieren, die Betongesellschaft mit Aufträgen zu versehen und außerdem eine moderne Ziegelei zu enteignen und zu verstadtlichen. Tie Stabt vermag eher Kohlen zu erhalten als die Privat- industrie. Stadtv. Fourier (U.S. P.): Wir wollen die Beschaffung von Baumaterial fordern, finden Tausende bereiten sich aus RusS Kunstmostansatz mit HeideibeerLusatz und mit Süßstoff einen guten Italmk die Flasche, zu 100 Liter reichend, kostet M.15.—. Biele Anerkennungen. Rufs Heidelbeeren mit Zutaten kosten zu IVO Liter fvk. 35.—, wozu aber Zucker benötigt wird, mit Süßstoff kostet das Paket M. 2 mehr. Jeder sollte einmal einen Versuch machen. Alleiniger Hersteller: [7279hv Robert Bnf, EttlingeD, Heidelbeer-Yersand. Apparate wie Abbildung billigst, Photo-Apparate 6/9 M. 6.95 frei Nachnahme mit Zubehör u. An» leitung. Jeder kann soiorl phoko- grauhieren. Vorzngl. Bilder. Umtausch gestaltet. Viele Dankschreiben. Katalog und Gelegenheitsliste gegen Freimarke. 6572ss w.G.8inike,hallea.Z.lü5 aber das Avkommen mit KSmer nYckst flfcdfig. Von oer Stadt ist in der Wohnungsfrage zu langsam und nicht praktisch »arbeitet lucrbcn. Stadw. G rode (Zentrum» hält die JNbe- triebhaltung einer modernen Ziegelei nicht für möglrch. Tie Anlage von Römer ist sehr verbesserungsbedürftig, das Material ist aber gut brauchbar. Befürckftungm, daß der Scktlackenberg zu schnell aufgebraucht würde, sind unbegründet. Stadtv. Vetters (Soz.) spricht zur Ge- schästsordnuTtg. Tie Debatte wird geschlossen, der Antrag an die Baudeputation übemncien. Stadtv. M i che l (Dem.) verliest noch fort* genben Antrag, her ebenfalls an hie Baudeputation verwiesen wird: „5m Interesse der wirtscktaftlichen trnh finanziellen Hebung der Stadt Gießerr ist die Gründung neuer industrieller Unternehmungen innerhalb der städtischen Gemarkung muh Kräften zu fördern. Privaten Unternehmern und Gesellsck-af- den ist hab:i von feiten irr S odtverivaltung durch Bereitstellung von Gelände und jede mög.Lbe Erleichterung weitgehendes Entgegenkommen zu beweisen." Wahl eines VolksbildungsauSschusscs. Zu dem von Stadtv. Sommer (Tem.) in der letzten Sitzung beantragen Bolksbilhungsails- schuß lucrben von ben einzelnen Parteien bot» geschlagen die Sbabtnrrorimtien Erhard, Gmelin, Baum, Gorz, Mann. Stadtv. Sommer (Tem.) lehnt ben Vorschlag seiner eigenen Person ab. «Härt sich aber bereit, jederzeit mitzuarbeiien. Stadtv. Naumann (D. B.) bittet, eine Frau in ben Ausschuß hineinzuwählen. Beig. Krenzien schlägt vor, daß die Stadtmütter unter sich über die zu wählende Frau eine Einigung treffen. Ernennung der Wahlvorsteher und ihrer Ersatzmänner für die KrcistagSnmhlcn. Beig. Krenzien liest die Liste vor, die genehmigt und in den nächsten Tagen veröffentlicht ivirb. Stadtv. Schmahl (D.-R.) rügt, daß bei der Slad:verordnelenwalsl die Listen u ivollstänng ausgestellt waren. Er bittet, die Liften nochmals nachzuprüsen und nochmals ofienzulegen. Beig. Krenzren verspricht, dafür Sorge zu tragen. Stadtv. Sommer (Dem.) regt zu ben Kreistagswahlen an, der Aeltestenrat möge darüber beraten, wie ein organischer Zusammenhang zwischen Stadtverordneten und Kreistagsabgeordneten geschaffen werden könne, da viele Angelegenheiten beide Körperschaften betreffen. Stadtv. Winn (D. V.) verlangt ebenfalls Nachprüfung her Wählerlisten. Aus einer Seite hätten z. B. 67 Wähler gefehlt. Ferner unterstützt er den Antrag Sommer. Stadtv. Simon (Dem.) beantragt, um eine größere Beteiligung zu erzielen, die Wahllokale bequemer zu legen. Stadtv. Krausmüller (D. V.) spricht gegen jede Abänderung, da sie irreführen müsse. Stadtv. Michel (Tem.) regt an, an den Wahllokalen die Sttaßen anzuschlagen, die dort zu wählen haben und die Liste her Lokale am Tage vor der Wahl nochmals zu veröffentlichen. Stadtv. Gmelin (D. V.) beantragt alphabetische Aufstellung der Straßen. Tie Tagesordnung ist erschöpft. Wahl brr unbesoldeten Beigeordneten. Stadtv. Beckmann (U. S. P.) beantragt, den Punkt B^geordneteuwohl in öffentlicher Stt- zung zu bchmrdcln. Stadtv. Volz (Soz.) schließt sich dem Antrag an. Es wird abgeftimmt und der Antrag angenommen. Beig. Kren zier: teilt mit, daß zunächst für Beig. Em melius, der sein Amt niedergelegt hat. fine Neuwahl zu erfolgen hat. Stadtv. Krausmüller (T. V.) schlägt Kommerzienrat Klingspvr vor. Stadtv. .Beckmann (U.S. P.) verlangt erst zu wissen, wieviel Beigeordnete gewählt werden sollen. Stadtv. Mann (Soz.) beantragt drei Beigeordnete. Stadw. Ebel (Tem.) teilt mit, her Aeltestenrat habt lange beraten, ohne daß die Sozialdemokraten sich bestimmt über die Zahl geäußert hätten. Tie Abmachung habe zuletzt auf zwei gelautet. Stadw. Mann (Soz.) erklärt, die bürgerlichen Parteien hätten unerfüllbare Bedingungen gestellt. Stadw. Ebel (Dem.): Sämtliche Fraktionen haben ihre Bereitwilligkeit zu drei Beigeordneten erklärt, falls die Sozialdemokraten einen Vertreter der Mehrheitssozialisten Vorschlägen wollen. Stadw. K r a u ö m ü 11 e r (D. V.) schließt sich dem ap. Stadtv. Urft ab t (Dem.) wünscht, daß auch ein sozialdemokratischer Beigeordneter gewählt Orthopädische Werkstatt rtunstbeine und -arme werden angefertigt — Reparaturen schnellsten!. Ludwig Bepler • Gießen Bahnhofatr. 11, Eingang Kaplansga8se.[012891 Elfenbgin-Billard-Bälle CO—65 mm Durchmesser, liefert sehr preiswert Ludwig Noll Elfenbeinschnitzer und Graveur SteinstraCe 59 e,CT* NB. Unbrauchb. Bälle werden in Kauf genommen. werde, foSl ein MehrheWsozialist vvrgrf chfogeN werde. Stadw. Mann (Soz.): Tie Sozialdemokraten wollen der U.S. P. als der stärker vertretenen Partei Gelegenh.ü geben, mitzuarbeiten und wollen daher niemanh aus ihrer Mitte Vorschlägen. Stadw. Beckmann (U. S. P.): Tie fowal* demokratischen Parteien werden auch bei zwei Beigeordneten einen Kandidaten Vorschlägen. Stadw. Otter (U. S. P.) meint, die bürgerlichen Parteien hätten Angst, einen Unabhängigen zu wählen. Stadw. Sckmahl (D.-N.) weist aus dae Vorgehen der Unabhängigen in Nauheim hin, wo die schwächere Partei den Beigeorditcten gestellt hat. Stadw. Ebe! (Dem.): Nicht im Gegensatz zum demokratischen Prinzip lehnen wir einen unabhängigen Beigeordneten ab, sondern weil die U. S. P. die Tiltatur des Proletariats, das fRäte- system erstrebt und somit demokrattschen Grund sätzen entgegen ist. Stadtv. Sommer (Dem.) führt nochmals seine früheren Aeußerungen aus und spricht für die Wahl von jeweiligen Beratern ober für die Wahl von 7 Beigeordneten, die sich alnvechseln. Hierzu soll bet der Volkskammer ein Antrag auf Abänderung der Städteortmung eingebracht werden. Stadw. W i n n (D. B.) weist darauf hin, daß die Wahl nicht zu umgehen ist. Stadtv. Sommer (Dew.) bezweifelt, daß ein Zwang zur Wahl von unbcfolbcten Beigeordneten vorhanden ist, tociut zwei besoldete Beigeordnete vorhanden sind. Beig. Krenzien läßt über den Antrag auf drei Beigeordnete abstimmen. Der Anwag wird abgelchnt. In erster Lime ist bei zwei Beigeordneten von der Deutschen Volkspartei Kommerzienrat Klingspvr vorgeschlagen. Stadtv. B e ck m a n n (U. S. P.) schlägt Stadtverordneten Fourier twr. Die Wahl wird vorgenommen. Kommerzienrat Klingspvr erhalt 24 Stimmeir, Geschäftsführer Fourier 17 Stimmen, womit Konr- merzienrat Klingspvr gewählt ist. Wahl eines zweiten Beige ordnete n. Stadw. Ebel gibt im Namen der Demo- kratisckien Partei folgende Erklärung ab: „Die Demokr. Partei hatte beschlossen, in erster Linie Sxrrn Justizrat Grünewald, in zweiter Linie Herrn Justizrat Dr. Rosenberg für bie eine der beiden erledigten Stellen unbesoldeter Beigeordneter vorzuschlagen. Nacheem nun Herr Juirizrat Grünetvald in einem Briefe seilten Verzicht auf die ftaitixibahrr an gekündigt hat, schlagen wir Herrn Justizrat Dr. Rosenberg vor." Bei der erfolgenden Wahl werden 32 Stimmzettel abgegeben, von denen 7 keinen Namen tragen. Justizrat Rosenberg ist demnach mit 25 Stimmen als zweiter unbesoldeter Seigebrbneter gewählt. Stadtv. G rode (Zentr.) wendet sich außerhalb der Tagesordnung gegen die Behauptung des Stadw. Fourier in der letzten Sitzung, die Schwesternhäuser hätten Kriegsgewinne gemacht. Tas katholische Schwesternhaus habe nicht einmal normalen Gervinn erzielt. Stadw. Fourier (U.S. P.) hält dagegen seine Behatiptung aufrecht. Es können auch Gewinne gemacht sein, wenn sie buchmäßig nicht nachzuweisen sind. Hiertmt schließt die öffentliche Tagung. Schluß der Sitzung 7Vs Uhr. Stadw. August Nvkl schreibt un§: Bezugnehmend auf den Bericht über die Sitzung der Stadtverordnetem gestatte ich mir zu bemerken, daß ich die V.rofsentlichung der Debatte bezüglich der Lebensmittelversorgimg nur so lange vermieden wissen nwllte, bis auch mir Gelegenheit gegeben wäre, mid) ju her Sache zu äußern, da mir dies durch den Abbruch der Debatte gestern nicht mehr möglich war. Ich wollte also die betreffendem Ausführungen nicht, wie Sie schreiben, als nisttt- öffentlrch erklärt wissen, sondern lediglich deren Veröfsentlickfmrg zusammen mit den meinigen erwirken. Sie haben wohl die Güte, dies zu berichtigen. Der zeitgemäße Massiv-Bau: AWBI AMBI, MLl Berlin-Johannisthal Bon der Ziegelei Hütlcnberg in (9rohe*: Liden sind in teurer Zeil folgende Sachen ge« ftoblen worden: 13 eiferne Bettstellen div. Türen von Kleiderfchränkeu, ungestr. 1 Ambos 3 Schraubstöcke 1 gehobelte rohe Tür 1 fast neue Hobelbank zirka 1000 alte Falzziegel die Balauze von der Lokomobile diverse Latten od. sonst dergl. Inventar. 300 Mark zahle iih hemjenigen, der mir nachweisen kann, wer diese Sachen gestohlen hat oder einige Teile davon, so daß ich den Täter zur Anzeige bringen kann. 7730V Krause, Weilbnvg(Lahn) OderSbacher Weg. Keine Wanze mehr ^7- nur mit Kammerjäger Berg’s Biicodaal I und II zu erzielen. Jetzt heute Zeit zur Brot Vernichtung. Erfolg verblüffend. Kinderleicht anzuwenden. 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' CCR JUClluy uuu uw jjiuu uuvviuiymuv |j MD,nst “Ä*"1 H Erwerbs steuerpflichtig ist, und daß bar* reich' ab Ä 8”- über hinaus ein Erwerb, der Ehegatten, Ab- C: __ (Sebrflbet M lömmlingen, Eltern oder Voreltern zufällt, a- ....... nllT insoweit steuerpfl chlig ist, als er den Be- Fahrrad-; trag von 5000Mark übersteigt. Zubehöre Ulf Die Lrbcmfallsteuer betrügt 8 10 15 6 4 5 20 8 10 12 6 5 12 15 25 8 10 6 30 15 20 8 10 12 35 10 12 15 20 25 40 15 25 30 12 20 200000 Mark weiteren Beträge Fortsetzung 3. SWjbnirf verboten.) Mker ifliS Daifljw NI -en und ihrem Vetter ge- inbt hatte: 45 50 er TS. 15 20 20 25 30 35 20 000 200 000 300 000 80 000 25 30 35 40 5 000 Mark 20 000 „ 30 000 „ 45 000 „ ch in 1 v. H. 2 n n 3 „ „ 4 „ n 5 „ , ür die nächsten angefangenen 100000 Mark....... iirdie nächsten angefangenen t 500000 mark....... für die weiteren Beträge . . Die Steuer erhöht sich llil.inFabrridhiedl.ui lOel^Wal L Nlddistrih B3 ......... P-ckpapie! in Sogen unb Roll'« 2 i - Mark 800 , 1500 , 2700 „ PapierwarenaE Echachlcl-o-abrtkal iner nrze trk. niet Slni irllg. iflcm Cba- ?oon eiche tun) hab S Wt= 112912 jeten. Wesentlich ist ferner, daß allgemein nur der dm Betrag von 500 Mark übersteigende Teil in der Steuerklasse i |n |iii|iv। v |vi vom Hundert 600000 Mark --1O4OO Mark Der Gesamtrohertrag der dem Entwurf in Aussicht genommenen K Ak . Im einzelnen gibt über die Steuersätze dcr 8 25 des Gesetzentwurfs Auskunft, der olgendermaßen lautet: sam stammelte: Tie junge Gräfin kommt nicht, die gnädige Großmama hat es strengstens verboten. Gräfin —-d liest Großmama -vor und —" nr«t vutr iud an utn a/vcifwitiaunut, iuiv „Ta wttl sie nicht einmal kommen, der ein* dar empfehlen, zu verkaufen, so bleibt Ihnen' zigen Schwester einen Abschiedsgruß zu sagen i Wettervoraussage für Donnersta g Vorwiegend bedeckt, zeitweise Regenschauer, Temperatur wenig geänbert, Wi.idc aus wesllicher Richtung. bfl. 811 JCL 'iS icn. ’ in Leint. Her. nge «!. Inti. ?rb_. ■Ue bt ititftcrötobico.flri.ad Tt-ledentoancr „Nipala mr raschen, splltloirn icitiflunn iettiner, ö!i| barziqer rc. Rieden. Jnilnndsetz. und 2lnjst im Ecbranch brlMin Kleidung dirne die?i anzuarets. Flasche A\ E. Fi-chbach, . tetdwcn '21, Gehr. Michel, T 08 / > und S an onnt= i zwei llMtU trat e mit nden erbeb .lieb l,,ind iMa ider u»* chirm Ä Ilie.«- ilitteil- Für die ersten angefang. ob. vollen 200000 MK. des steuerpflichttNachlatzvermög. für die nächst, angefang. od. vollen 3OOOOO „ l ...... 500000 ff : ... . . 1000000 „ - ix die ersten angefangenen ober vollen 20000 Mk. des steuerpflichtigen Erwerbes Lr die nächsten angefangenen ober vollen 30000 Mark Brbie nächsten angefangenen ober vollen 50000 Mark lirdienächsten angefangenen ober vollen 100000 Mark Kagna Svendburg Roman von Anny Wothe. 'Ä ahl r. b. krbieten zu können? Etwas wie ein leises Lachen stieg in Ragna «wvr. .als sie der AMwort gedachte, die sie heute Die bneA« ÄW die 9,ni,,h{n jur »en,n Gttthestra^ ihren eigenen Weg gehen, bte sich nie zwmgni lassen. Im übrigen schlagen Sie einen Ton m Ihren Briefen an. der in „unfern Kreisen", auf welche Sie so hohes Gewicht leyen, nicht üblich ist, und der mir verbietet, wettere Zuschriften von Ihnen zu empfangen und zu geben. Beispiel. Mark = - Mark , = 2000 ff , = 6000 „ „ = 2400 „ wirklich nicht den Weg zu Fuß r schwerlich bei den Schneemassen.' „Mir ziemt es jetzt wohl zu Fuß zu gehen, Chasa. Im übrigen habe ick kein Recht, Pferde und Wagen des Grafen Svendburg zu benutzen. So leb' denn wohl, Erik mag mich bis »um Schiff« begleit en, bald werde ich ganz, ganz allein meinen MßnhoJ i :\a ^antitä Hdönc] Pi<$/ WZ- PerWmet Pergamenteri^ Versand- \ Schachte ssö jertilMg.mriiricil-1 Eierschale ,gr 6 bis t8 Stü-k^ empfiehlt I Die Erbanfallsteuer wird nach dem pecsön- ' chen Verhältnis des Erwerbers zu dem Erb- lasser in sechs Klassen erhoben. Zur ersten die niedrigsten Steuersätze ausweisenoen Klasse gc- kstender Ehegatte und die Kinder, wobei hin- jichtlich der unehelichen Kinder der Mutter und der vom Vater anerkannten unehelichen Minder eine verschiedene Behandlung nicht mehr begründet erscheint. Die zweite Steuer- llasse umfaßt Abkömmlinge der Kinder, die übrigen Steuerklassen entsprechen den des bis- Ifrigen Gesetzes. Abgesehen von der Staffs ung nach dem Verwandtschaftsgrade des Er- verbers zum Erblasser findet eine Staffelung „Arrogant und frivol," sagte fie mit zuckenden aoven, das Briesblatt zusammensaltend. „Tiefer jirtef soll mir eine Stütze sein, wenn meine Mache Kraft zu erlahmen droht, er soll mich |oft»mcn, mich wenigstens frei zu marbeit von te Vormundschaft dieses verhaßten Menschen und Nm dem Joch der Konvenienz, unter dem Tausende leinet Mitschwestern schmachten." I Tief auffeufzend preßte Ragna die Stirit gegen Rt kühlen Scheiben. War es eigentlich nötig, so aufgeregt über frei Vetters Äries zu sein? Des Vetters, oer nie gesehen und bei auch sie nicht kannte, Ikr so lächerlich dumm sich anmaßte, ihr etwas Letzte Nachrichten. Di« Vermögensabgabe. Weimar, 2. Juli. (Deutsche Allg. Ztg.) Ter Entwurf über die große Vermögensabgabe soll der Nationalversammlung erst im Herbst vorgelegt werden. Der Ertrag soll, vor allem zur Tilgung der Reichsschulden bienen. Die Vermögensabgabe kann hauptsächlich in Kriegsanleihe erfolgen. Der Streik in Berlin. Berlin, 2. Juli Der Groß--Berliner B er- kehrsstreik wird sich auch aus dre Omni- bus-Angestellten erstrecken, so daß die Reichshauptstadt von heute ab nur noch aus Auto- und Drvschkenv.rkehr sowie auf Hilfösuhrwerke angewiesen ist. Tie Streikleitung hat neuerdings auch die Beförderung von Postpaketen durch tue Straßenbahn untersagt. Die mangelnde Zufuhr infolge des Eisenbah.ierausstandes hat die Kohlenstelle Berlin veranlaßt, eine weitere Koh le n - Verteilung vorläufig aufzus ch i e b e n. — Tie Sritung des Verbandes deutscher Bank- a n ge st e l l t e n hat den Proteststreik der Bankbeamten anläßlich der Verhaftung von Emonts abgesagt, weil der Verband die Arbeitsnieter - legung in diesen kritischen Tagen für einen überaus schweren wirtschaftlichen Schaden hält. Der n«ue Chef des Generalstabs. Berlin, 2. Juli. General von Seeckt wird die Leitung des Generalstabes übernehmen Einrückrn von Re^ic ungstruppen in B i?lefelÄ. Berlin, 2. Juli. In Bielefeld sind nach der „Morgenpost zur Wiede, h rflelung von Ruhe und Ordnung Regierungstruppen ein» gerückt. Sic besetzten oh.te Widerstan d die öffentlichen Gebäude. Sechs Rädelsführer wurden verhaftet. Gewalttätige Arbeiter in Rothenburg a. d. T. Berlin, 2. Juli. Wie das „B. T." meldet, wurde die Tagung der Tarifkommission der Schauspieler- und Direktorenverbände in Rothenburg (Tauber) gestern nacht durch Eingreifen der Arbeiterschaft gestört. Mehrere hundert Arbeiter besetzten berde Rothenburger Bahnhöfe. Abordnungen begaben sich ins Genossenschaftsheim Wildbad und durchsuchten Gebäude und Anlagen vergeblich nach Lebensmitteln. Memel. Berlin, 2. Juli. Laut ,LZ. Z." hat die Stadt Memel zu viZeichen der Trauer üb’r die Abtrennung vom Vaterland die Flaggen halbmast gehißt. Der Gothaische Radikalismus. wennbasoor dem Crbanfall vor. L handelte Vermögen des Er. I w«rberslOO0OOM.,aber nicht I 200 000 Mk. übersteigt, um 10 v. tz.thres Betrages kenn es 200000 Mk., aber nicht 300000 Mk. übersteigt, um 20 w , , wenn es 300000 Mk., aber nicht [ 500000 Mk. übersteigt, um 30 „ , , fuenn es 500000 Mk., aber nicht [ 1000000 Mk. übersteigt, um 40 „ , , exnn es 1000000 Mk. über. | steigt, um...........50 w „ Bei einem Erwerbe, der vor dem 1. April i!94O anfällt, wird die Steuer für jedes volle Mr von diesem Zeitpunkt um 2 v.H. ihres Betrages ermäßigt. Die Ermäßigung, die nach dem §25 |ki einem Erwerbe, der vor dem 1. April 1940 unfällt, vorgesehen ist, soll Unzuträglichkeiten tmsschließen, die sich aus einem Zusammentiessen der großen Vermögenssteuern und der kvanfallsteuer ergeben können. Für die Berechnungen der Erbanfatl- 1 teuer möge folgendes Beispiel dienen: Anfall von 100000 Mark an ein ehe- ßfches Kind des Erblassers, das bereits ein Wrmöaen von 200000 Mark hat. ,,So bring beim meinem Herzenskinde tausend Grüye, Chaja," sagte Ragna weich, energisch die buntte Pelzmütze auf das blonde Haupt drückend und den hohen Kragen der Pelzjacke schließend, „und sage ihr, daß ich sie stets lieben und sie nie vergessen werde. Ist der Weg frei zum Schiffe?" „Ter Erik hat Bahn gefegt, gnädigste Gräfin, das Gepäck ist bereits dort, aber Gnädigste sollte "" zu Fuß machen, et ist be- Borge«,jj 19il bCNÄ’,. KbtkÜ so schweren Stunde!" Chaja bedeckte die Hände Ragnas mit ihren Küssen und Tränen. ,/D, daß ich es sehen muß, daß unsere junge Gräfin so hinauszieht in die Welt," schluchzte sie, „so, als wäve sie eine Ausgestoßene, Verbrecherin, sie, die doch so viel besser ist als die alte, gräfliche Gnaden und das hochmütige Fräulein Schwester." „Still, still, Chaja, du darfst nickt so reden," wehtte Raana oer treuen Alten, „du darfst Sigrid das nicht so anrechnen, sie steht ganz unter dem Einfluß von Großmama und wagt keinen Widerspruch. Aber du hast fie ja dock auch lieb, meine kleine Schwester, hast sie wie mich aufwachsen sehen, hast dich für fte gesorgt, wie für mich, hast sie gepflegt uno auf deinen Armen getragen, und um dieser Liebe willen bitte ich dich, verlaß Stgrtb nicht. Wache über fie, und weicht sie vom Piade der Pflicht, bann nenne ihr meinen Namen, rurc ihr all meine Liebe ins Gedächtnis zurück, und sie wird umkehren, trifft fie aber ein Leid, so rufe mich au ihrem Schutze Hier auf diesem Blättchen findest du e n: Adresse, unter bet mich ein -lei gramm jeder Zett erreicht. Avec niemand dan ahnen, wo ich bin, vor allem nicht Graf Svendburg, hörst du, Gfjaia?" . Tie alte Frau schwur unter .Tranen und Schluchzen tausend Eide unb küßte immer wieder zum Abschieo Ragnas Hände. düng herauskommt, so ist der Erbanfall nicht st e u e r p f l i ch t i g. Auch auf arbeitsunfähige Erwerber mit kleinem Vermögen bzw. Erbanfall ist im § 30 Rücksicht genommen. Entsprechendes wie für die Erbanfallsteuer gilt für die Schenkungssteuer, die auch auf alle sonstigen, ohne entsprechende Gegenleistung erhaltenen Zuwendungen unter Lebenden (Vermögensü ergäbe) ausgedehnt ist. Es mußte jedoch hier rückwirkend auch für eine Besteuerung derjenigen Schenkungen (Bermögenszerfchlagungen) Sorge getragen werden, die gerade auch unter nächsten Familienangehörigen in Erwartung der kommenden .Erbschastssteuer vorgenommen worden sind und eine vorweggenommene Erbteilung darstellen, und zwar erschien es zweckmäßig, hierbei auf die Zeit bis zum 31. Dez. 1916 als dem Stichtag oer letzten Besitz- und Kriegssteuerveranlagung zurückzugehen: Die nach dem gleichzeitig vorgelegten Gesetz über eine Kriegsabgabe vom Vermögenszuwachs zu zahlende Abgabe soll hierbei angerechnet werden. Die Nach laß steuer ist eine Steuer vom Nachlaß als solche ohne Rücksicht auf die Personen, auf die er int Wege der Vererbung übergeht. Als Nachlaß gilt das gesamte Vermögen des Verstorbenen, das bei seinem Tode vorhanden ist, und zwar: Grundvermögen (Grundstücke einschl. des Zubehörs), Betriebsvermögen (das dem Betriebe der Land- oder Forstwirtschaft, des Bergbaues oder eines Gewerbes dienende Vermögen), Kapitalvermögen. Dagegen gelten nicht als steuerbares Nachlaßvermögen Möbel, Hausrat und andere nicht unter den Begriff Kapitalvermögen fallende bewegliche körperliche Gegenstände, sofern sie nicht als Zubehör eines Grundstückes oder als Bestandteil eines Betriebsvermögens anzusehen sind. Von dem Nachlaßvermögen sind abzuziehen die vom Erblasser herrührenden Schu.deu und die in 8 9 des Entwurses bezeichneten Kosten. Die Nachlahsteuer beträgt: toritraiic 29, Ed. kuth. -JJlarbit ®en.-^i'tr. S. Ki für die nächsten angefangenen d-im. Friedberg *»-«• Weg gehen " .. . , Wehmütig umarmte )ie noch einmal die treu«? Tienerin, dann fchrttt fie, das Haupt tief gesenkt, durch den verschneiten Park hinab zur Msle, wo ein stolzes Schiff vor Anker lag. Ter Diener Erik stampfte hinterdrein, und die anderen Diener und Dienerinnen des Schlosses guckten ihrer stets so gütigen und gerechten Herrin nach, als ginge sie einen Todesweg. Noch einmal blickte fie zurück, ein leises Winken mtt der Hand, .ein stilles, freudloses, wehmütiges Lackeln, bann war auch das vorbei. Sie sah nicht mehr, wie sich ein Kinderantlitz fest gegen die Scheiben des Turmgemaches preßte unb Ijrrtr nicht mehr wie Sigrid gellend ausschrie: „Großmama, sie geht wirklich, Ragna geht, und du sagtest mir doch, sie würde nicht gehen. £. mein Gott, wie schlsht, wie erbärmlich schlecht bin ich doch, ohne Gruß, phne Abschied ließ ich sie ziehen! Ragna, mein guter Geist, verlaß deine arme, kleine Schwester nicht!" (Fortsetzung folgt) Für die Berechnung der Steuer ist zu beachten, daß von dem Nachlaßvermögen stets der Betrag von 20000 Mark vorweg als nicht steuerpflichtig abzuziehen, und daß im übrigen auch hier der Grundsatz dec Durchstaffelung durchgeführt ist. Die Nachlaßsteuer für einen Nachlaß in Höhe von 600 000 Mark würde danach, um ein Beispiel anzusühren, sich folgendermaßen berechnen: etbalt ' im 6000 Mark + 10 ö. 6- • • • 500 . 5500 Mark Gotha, 2. Juli. (L.A.) Tie aus drei Unabhängigen bestehende Regierung legte ber Gothaer Lande s Versammlung den E n t- rour r einer Verfassung vor, durch die das reineRätesystern feftgeejtweiden soll. Unter den wichtigsten Bestimmungen sind folgende: Tie vollzieh.'nde Staats» walt wird von den A.- und B.-Räten ausaeübt. Tie RegierungSgeschäs e führt der Rat ter Boiksteaustrag en, bestehend aus drei Mitgliedern. Tie Küche wird vom Staat, die Schule von ter Kirche getrennt. Religidnsunter- richt wird nicht mehr erteilt. Privatschulen sind verboten. Ta im Landtag die Unabhängigen mit 10 gegen 9 Stimmen die Mehrl?eit haben, dürfte dieser Entwurf angenommen w.rden. ♦ Das Los der deutschen Kriegsgefangenen. Bern, 1. IFuli. (WTB0 Ein stark zensurierter Arttkel des „Populaire" beschäftigt sich mtt dem Los der deutschen Kriegsgefangenen im Nes le-Gebiet. Tie (befangenen seien un- 8 tote die Schweine. Tie Ernähmngsver- : sollen furchtbar fein. Tie Zensur hat aus diesem Abschnitt des Artikels nur den Vergleich mit den gelben Arbeitern, die in ter gleichen Gegend sich befinden, stehen lassen. Englische Stimmen gegen den FrirdenS- vertrag. Stockholm,!. Juli. (W. B.) Wie Branting aus London telegraphiert, werden auch in konservativen englischen Kreisen Stimmen gegen den Friedens v er t r a g laut. So schreibt Garvan im „Observer": Gewalt, mag sie sich nun- Mttttarismus oder BolscheiviSmus nennen, kann nur den eigenen Untergang vor bereiten. Auch in ter letzten verbesserten Form kann der Friedensvertrag niemals ohne Revision bestehen bleiben. Tie Alliierleu haben bat Sieg Überkapttalisiert und dadurch alle reaktionären und anarchistischen Kräste ermutigt. Vertrag zwi'chen England und Frankreich über Kamerun und Togo. Am sterdam , 2. Juli. (WTB.> Ter „Tete- graaf" meldet aus Paris, daß die Verhandlungen zwischen Simon unb M i l n e r über K a in c r i! n und Togo zwiscten England und Frankrcich zu einer Einigung geführt haben. Tie Temarw twnslinie bleibt ungefähr so, wie sic im Derbst 1916 festgesetzt worden ist. Frankreich erhält die Hauptstadt Togos, Lome und V< ovn Käme tun mit Tua la unb bem ganzen Eisenbahnnetz. Frankreich tritt einen wichtigen Teil von Togo, dessen Einwohner Anschluß an die englische Käste suchen, ab. Das Standrecht Über Riga. Königsberg, 2. Juck. (L.A.) Graf Goltz verhängte infolge grober Ausschreitungen, bei teilen es Tote unb Verwundete gab, über Riga das Stanbrecht unb ernannte den Mm er Sixt von Arnim zum Gouverneur von Riga Die Demobilmachung in Frankreich. Bern, 1. Juli. (WTB.) Wie „Progräs de Lyon" meldet, fand zwischen Clemenceau, dem Unterstaatssekretär Teschamps unb General Pö^ tain eine Unterredung statt über die Bedingungen, unter denen eine Demobilmachung erfolgen könne. Ter Staatssekretär für die Demobilmachung schlug vor, daß man die Jahrgänge 1907 bi? 1909 sofort demobilisiere. Der „Matin" protestteri dagegen, daß Clemenceau wegen ter Ereignisse nur 2—3 Jahrgänge frrigeben wolle. Durch diesen überb.-toaffneten Frieden gebe die Regierung den Konkurs des Friedensvertrages zu und wiederhole den alten Fehler. Wie der .^Intransigent" ergän zend mitteilt, verlangte der Kommissar für die Demobilmachung die sofortige Demobilmachung und staffelwrife Entlassung ter Jahrgänge. Ungarn und Tschechoslowaken. Budapest, 1. Juli. (W. B.) Corr.-BureaU. Die Rateregierung veröffentlicht einen' Aufruf an alle Soldaten der Roten Armee, worin gesagt wird, die Interessen de^ proletarischen Vaterlandes machten es notwendig, nicht weiter vorwärts zu gehen, sondern einen Teil bet in ruhmvollen Schlachten eroberten Ge biete zu verlassen-und sich auf ein anderes Ge biet zu begeben, das gegenwärtig die räuberischen Truppen ter rumänischen Bojaren besetzt hielten. Man weiche nicht vor den tschecho-slowakischen Imperialisten zurück, man habe es mit ter ge- gesamten Macht der französischen, englischen unb amerikanischen Goldkönige, die ihren großen Sieg ausnützten, zu tun. Die Truppen würden zurück^ gezogen, um das proletarische Vaterland retten äix können. Man ziehe sich an die Grenze zurück, vie die sich in ine Welt teilenden Räuber bezeichneten. Trotzdem sei ter Kampf nicht vergebens gewesen, denn an Stelle der von test Tscliocho-Slowaken besetzten Gebiete erhalte das proletarische Vaterland das viel fruchtbarere teru^ ungarische und an Botenflache größere Gebiet jenseits ter Theis, von wo die räuberischen Horden ter rumänischen Bojaren auf Befehl ter Entente hinaus müßten. Strine Massenhinrichttingen in Budapest. Wien, 1. Juli. (Korr.-Bur.) Tie ungarisch.: Gesand! schäft sowie tee italienische Mission erklären die Blättermelbung von Massenhinrichtungen in Bubapest für unbegründet. Bern, .1. Juli (WTB.) Wie die „Neue Zürcher Zeitung" meldet, hat die ungarische Rateregierung unter dem Eindruck der italienischen Intervention die Hinrichtung der verhaf teten Gegen revolutionäre unter lassen. Die Mehrzahl der 2000 Gefangenen ist aus ter Haft entlassen worden. französisch-amerikanische Prügelei. Haag, 2. Juli. (L.A.) Ttt Pariser Ausgabe ter „Chicago Tribüne" bringt die Nachricht, daß es in B re st zu ern ste n Zusammenstößen zwischen französischen Marinesolda- ten und amerikanischen Matrosen gekommen ist, wobei es viele Bettountete gab. Luftschiffahrt von England nach Amerika. London, 2. Juli. (WTB.) Reuter. Das L u f t s ch i f f R 34 ift um 1.48 Uhr Greenwicher Zeil von Schottland nach Amerika abgefahren. Mwurs eines Lrbschaftsfteuergesetzes. Der Entwurf eines Erbschaftssteuec- ^setzes, der nunmehr dec Nationalvecsamnr- :nng zugegangen ist, bringt die Ausdehnung dec bestehenden Bestimmung des Ec- lytrbs von Todes wegen (Erbanfallsteuer) aus Ehegatten und Kinder unter erhöhter Heranziehung der sonstigen Erbanfälle, eine liltsprechende Erweiterung der Scheu- fungssteuer sowie eine ergänzende Nach- „ßsteuer, die unabhängig von der Erb- -nfallsteuer von dem ungeteilten Nachlaß erhoben wird. H«pieB V »Ile wtiti.-ea Arbeit ebwjBBU Abteilung för ^Hognpiue Ragna, Gräfin Svendburg. Ter Brief war fort, nichts ließ sich daran ändern und doch grübelte Ragna immer wieder unb wieder Über den Inhalt nach . Fast gewaltsam zwang sie endlich ihre Gedanken Mherliegendem zu, als die Uhr langsam zu schlagen begann. „Es wird Zett," sagte sie, tief ausatmend die Klingel ziehend. „ . Eine alte Frau mit grauem Haar trat Mixend über die Schwelle. „Gnädigste Grästti befehlen," sagte sie unterwürfig, aber es war, als bebte die etwas rauhe Stimme ganz leise vor innerer Bewegung. ,Lat Großmama sich entschlossen, mich zu empfangen, Chaja?" „Nein," nur zögernd kam das Wort aus bem Munde der Dienerin. Ragna errötete, aber voll äußerer Ruhe sagte sie zu ihrer alten Amme: „So lasse ich die Gräfin Sigrid bitten, sich einige Minuten hierher iu bemühen, ich will ihr doch wenigstens ein Abschiedswort sagen." Ragna stockte, mit großen, starren Augen blickte sie auf die abwehrende Landbewegung der Dienerin, die, in Schluchzen ausbrechend, müh- Jn den §§29 bis 31 ist eine Reihe besonderen Bestimmungen vorgesehen. Wenn z. B. ein Erwerber dec Klasse I oder II durch den Erbanfall lediglich aus einer V e r schul- oas ia unbenommen, ich aber gehöre zu denen, die i Hat sie bir auch nichts für mich ausgetragen, Chafa^ ----«>— —nichts?" Tie Alte schüttelte trüb den Kopf, „nichts, gnädigste Gräfin, nichts." Ragna stöhnte tief und schmerzlich auf und preßte das Haupt in beide Hände. .Mein Liebling," flüsterte fie, „mein einziger Siebhna, auch du, die ich geliebt, wie mein eigenes Leben, ou wendest dich von mir. Nicht einmal einen Gruß, einen Blick in dieser letzten, schweren, ach ‘S&S'i ’ Egender Ette, gleich !*■ auf Papier gcroorfe Herr Graf! . Bei Abfassung Ihres Briefes haben Sie wohl &bt bedacht, daß es nicht Sigrid, Ihr Mündel, t dessen Entschließungen Sie beeinflussen können, Fibern daß ein freies, selbständig denkendes We- h, wie ich es bin, in feiner Weise Ihrem Einfluß ptersteht. Ich spreche Ihnen jedes Recht ab, sich 6 meine Angelegenhriten zu mischen, wie ich jede cilSe Jhrersrits ablehne. Wemi Sie es für vor- l-tetcr halten, sich von fremden Menschen, die Köllig mtt uns venvandt sind, für die wir aber iscuuih lifit die geringste Sympathie fühlen, erhalten zu Sigrid FIMlt, oder sich an den Meistbietenden, wie Sie „3 tllIT zvx iw KarlrtnIn fxf Qfbtum • 21 nach _____ __________ ____________ Be-I steuerung wird auf etwa 700 Millionen Mart^ jährlich zu veranschlagen sein, wovon etwa 100 Millionen Mark auf die Nachlaßsteuer, der Rest auf die Erbanfall- und Schenkungs- ftru?r entfällt. Union wehr. I4lägige Kündigungsfrist. 7706 0 i^lcben auf das! »[ imb nicht um Frriwckige Berfteignm» -Z-Z iMkinheit. Soge Wsteni in Berlin 7798c E 7818 Holz & Forbach G. m. b. H Fernsprecher 925 Fernsprecher 925 Regenschirme 4600c Handschuhe, Spazierstöcke Kirzlnger (Weißes Brauhaus). reu raumen- werden, liciisniederlegimg Martig ein Vl verhängten Ge' i mürbe die Arbi Freiwillige fir iit Adwilkklllilchßtllt dcS Ziis.-RcgtS. 116. Für den Geschäftszimmerdienst werden Freiwillige als Ordonnanzen, Schreiber, Ma« schinenfchreiber und Zeichner gesucht. Bevorzugt werden Kriegsbeschädigte, die schon auf militärischenGeschäftSzimmern gearbeitet haben. Auch Zahlmeisterhilfspersonal, sowie Schuhmacher und Schneider gelangen zur Einstellung. Bedingungen der nichlkämpfenden Reichs- GarderIfrnhalter, 1 Tutete, 1 Nckhmaschine, mehrere Binder, Portieren, Petroleumlampen, Büchu, Porzellan, Lecken und sonstige Gegenstände. Junker, (780^ Gerichtsvollzieher. PLockstrahe 7II. 6.60 3)11. 5.45 „ 5 90 „ 6.00 „ 3.60 „ 6.45 „ 6 35 „ 7.25 „ 7.70 „ 5.90 „ 6.20 „ in vollen ffl? sie ben Berlin« Eg halten. Es toi Altung barum hb brrd solcher Ur ^.müßten ihr al! ■^nn Eisenbahnd . - ?erechligung oi Etagen, beisteh Wbahn-r Dirdfionsbi Mn ist die böi W auch bis.lu fernen: im Dlttk tn die Arbeiter Lnb die Beau -feben verurteilen ^gestellt, wie weit 'eile Deutschlands fer alle bisherig« daß es sich keine irik über ganz Den tet in Frankfu Hielt. Regelrecht Unfalls nicht stat rf bedauerlich, daß :llhcrn wieder gelur vruckarbeiten jeder Art f8r vehörven, yandei, ««werde, Industrie und 8ah ung 40 gut erhalte Stähle, 6 WirtSttsche, 1 Gäsersichrank, 1 Regula vr, or.a . > Spiegel, 2 Erkerscheiben (145/320 cm), 1 L.dersofu, ri'?cn- »aale un 2 Pissnrbeckcll. mehrere Gaslüster, Gaslampvi. 1 Windfang für Einganaslüre (sehr aut erbalm ri* «'"l I - TCiid), auß F . Su.60,Dierti 4.80; dm K Jif 1.50: rd,$i.4.50merf' Wchl. ' (Ü^.Anscdlasl gSJSS Selzerbrunnen Laurenze & Co., Großkarben Mineral-Tafelwasser vorzügl. Himbeer- und Zitronen-Limonaden Allein-Vertretung; für Gießen und üragebnag: MttM Tel. 2197 Ed. Weisel, Gießen Schottstr. 10 NB. Lieferung prompt, Kohlensäure stete auf Lager. Fuhren ab Eis nlah.twagcn bis vor ^s §>.ius des Kän'ers. Tie Preise für Brenn- oder Heiz stosse, die streckenweise mit dem Sckstfs und mit der Bahn nach Gießen geleitet werdet«, erhöhen sich um die Mehrfrachten, die jeweils von der Ortstohlenstelle festgestellt werden. Zuschläge dürfen erhoben werden: 1. Für das Änwerfen des Brennstoffs von der Straße in den Keller 5 Pf. für ben Zentner. 2. Für das Einträgen des Brermstoffs von der Straße in den Keller 10 Pf. für den Zentner. 3. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmengcn von 15 Zentnern ab Eisenbahnwagen in den Keller 20 Pf. für den Zentner. 4. Bei Abfrlung von dem Lagerplatz des Kohlenhändlers bis zu Höchstmengen von 15 Zentnern 10 Pf. für den Zentner. 5. Bei Lieferung in Mengen von mehr als 15 Zentnern ab Lagerplatz des Kofrenhändlers bis vor das Haus 20 Pf. für den Zentner Kohlen und 30 Pf. für den Zentner Koks ab Gaswerk. 6. Bei Lieferung in Säcken oder Körben bis zu Höchstmeilgrn von 16 Zentnern ab Laserp'atz des Kohlenhändlers bis in den Keller 50 Pf. für den Zentner. Mit schweren Geldstrafen wird bestraft, wer die festgesetzten Höchstpreise überschreitet und wer der Aufforderung der zuständigen Behörde zum Skrfauf von Brenn- und Reizstoffen, für die Höchstpreise fest»'setzt sind, nicht nachkommt. Ofrnst h ndc Höchstpreise crlja.tet rückwirkende Kraft für fvlckZc Lieferungen, die nach dem 16. Juni dieses Jal/rcs erfolgt fuib und bet denen wegen der noch nicht feststel-enden Preise ein Pceisoor- bel-alt erfolgt ist. (78046 Gießen, ben 1. Juli 1919 . Der Oberbürgermeister. I V.: Krenzien. Städt. Arbeitsnachweis Gietze» West-Unlage 81, Teleph. 205*. ES können eingestellt werden: a. bei biefinen Arbeitgebern: 1 Badeaufsefrr 10 Schuhmacher, 100 Grubenarbeiter, 3 Schrein^ 2 Elektromonteure, 2 Schneider, 1 Miltiärschneidn, 1 Holädreher, 4 XavcAlerer, ProviiivnSretsei,^ 2 Stenographen und Maschtnenschreiber, Hai» lanner, 1 krlegSbeschäd. Schlosser, 1 Etsendrehrr. Lehrlinge: 1 Schreiber, 1 Friseur, 2 Bäcker, ,1, Maler u. Weißbinder, 1 Buchbinder, 2 Graoemt 1 Schreiner, 1 Tapetterer und Polsterer, 1 Stukkateur, 1 Spengler, I Schriftsetzer. b. bei auswärtigen Arbeitgebern: 20 landw Knechte u. Arbeiter, 320Grubennrbe»rer.3 Frtseurh 6 Schreiner, 2 Maler u. Anstreicher, l Schmiß 2 jüngere Kellner, 1 Weißbinder, 2 Küfer, di Müller, 9 Schtleider, 50 Maurer, 2 Saltlrr Schuhmacher, 10 Handlanger, 50 Steinbruch- uns Erdarbeiter, 6 Stellmacher, 1 Silber- und ein Kupferputzer, 2 Küchenjungen, 2 Hausdiener, mehrere jüngere und 1 älterer Bauschlosser, el« jüngerer landiv. Verwalter, 1 Schweizer, «cd Maschinenschlosser, 1 Spengler f. Telearaohenamt 1 unverheirat. Hausmeister, 1 Fahrstuhlführers 3 Saalkettner. Lehrlinge: 1 Schmied, 2 Bäcker, 1 Friseur, ein Schweizer. ES suchen Arbeit: 9 Bäcker, 4 Schriftsetzer uni Buchdrucker, Kaufleute, Schreiber und Reisend«, 6 Kellner, Packer, Hausburschen und AuSläufr Maschinenschlosser, Bauschlosser, 10 Mechaniker Arbeiter, 1 Forubeamter, 11nstallateur, Ziganei» arbeitet und -arbeiierinnen, 4 iandw. Knecht«, 1 Anstreicher, 2 Küfer, 6 Weißbinder, 2 Polstern und Tapezierer, 6 Maurer, 3 Heizer. 1 Architekt 1 Verwalter und Gärtner, 2 (gfeftromonteutL 1 Gärtner, 2 Chauffeure, 1 Schweizer, 1 Wächtn oder Diener, 1 Hochhautechniker, 1 Musiker. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 4 Schlöffet, 1 Zahntet« niker, 2 Schuhmacher, 1 Schreiber, 1 Drogst 1 Sattler und Polsterer, 1 Elektriker. Weibliche Abteilung: Bei biefioen Arbeitgebern können eiugettell werden: 1 besseres Hausmädchen, 1 Löchiz 2 Kaffeeköchinnen, 1 Waschfrau, 1 einfache Stützt CK Einkochringe,-Gläser u.-Apparate •Ind nur die von der Firma WECK Oeflingen stammenden Einkochringe, Konservengläser u. Sterilisierapparate. Sie sind durch die Schutzmarke oder das Schutzzeichen WECK gekennzeichnet. Die Vertret, der Firma WECK Oeflingen haben in Giessen einzig und allein Brüder Schmidt, Inh. H.Guttiardt stellt werden: 5 landtv. Dienstmädchen, Dienst Mädchen. 2 Küchenmädchen, Hausmädchen, 2 Zii» mermädchen, 1 Köchin, 1 Köchin für ein Gus 1 Friseuse, 1 ältere Wirtschafterin für ein Gut ES suchen Arbeit: Bnreaugebilnnnen, I Büglerin 1 ältere Haushälterin, 1 Zeitungoträgerin, tu • Fräulein für nachmittags aii Kindern, 1 Kinde? fiwnitlt werden, gärtnerin II. SIL, 1 Verkäuferin, die in Buchbar i”te man sich ao, Inno tätig .oar.77ME it ^nbern, mit HSGrreist str Bnuu- uni tzeitßch. «us Grund des Gesetzes betreffend vöchstpreise vom 4. August 1914 und der Bekanntmachung über die Aendcrung des Gesetzes über Höchstpreise vom 23. März 1916 bestimme ich unter Auchelmng der seitherigen Höchstpreise für Heiz- und Brennstoffe: Ter Preis für den Zentner darf nicht übersteigen: bei Frttnußtohlen bei Fettstückkvhten und brstmelterte bei Eßnußtohlen Kalbmagerkoblen) bei Eisvrm- und Stein loh enbnketts bei Braunkohlenbriketts, Starte bei Anthrazit, beste Marken bei Anthrazit, andere Marken bei Zechenkoks, grob bei Zechenkoks I, II und III bei GasgrobtolS (ab Gaswerk) Konzert-Anzeige Mittwoch den 2. Juli findet hn Weißen Brauhaus (Kirzinger) großer humoristischer Bierabend statt, ausgeführt von einem Teil der Chiemseer (Herroa). Donnerstag den 3. Juli: Eröffnungskonzert i™ saaib.u Cafö Leib der vollständigen Konzert-Truppe D* Chiemseer 10 Personen Es ist mir gelegen, nur was Gutes zn bringen, und mit Mibe Ist es mir auch gelungen, obiges Ensemble zu gewinnen, welches zurzeit unstreitig als beste Truppe ihres Faches gilt. — Die Konzerte linden regelmiflig täglich statt Beginn an Wochentagen 7 Uhr, Sonntags 4 und 8 Uhr. Till. Einwohnerschaft von Gießen und Umgebung tafle ich freundlichst ein. Cafe Ernst Ludwig iimuiiiimiiiimnuuiiimiiiiiiimiimmiiiiimiiiiiiiiiuii Heule Mittwoch eiwo4 Walzer- ned Mer-H Auf der Durchreise nach Frankfurt! Giessen, Oswaldsgarten Nur noch 2 Tage! Altbekanntes ältestes Uaternebmenl Zirkus Blumenfeld aus Guhrau iSchlesten». Mittwoch nachmittag 4 Uhr: 8amilien-llnü KinöervorfteDun} zu halben Preisen für Kinder unter 12 Jahren. Da» Programm dieser Vorstellung ist eigen» für ftonulkn • Publikmn eingerichtet und ist genau fo reichhaliig ivie das deS Abends. Wer feine Kinder lieb hat, ■MD? icude sie in diese Vorstellung! Mittwoch abend 8 llbr: Elite-Vorstellung mit Glanz-Programm, wie solches feit lanaeit Jahren kein Zirkus in Gießen geboten hol-1 Auf allen kllnstl. Gebieten nurErstklafstge4ll DaS größte Shiifel des 20. Jahrhunderts, diel SäÄJ Elsa Wörner deren telepathische Leist, f. b. bedeutendst.Aer»ie k Deutschlands als phaaowenal bezeichnet wurden I Die unerreichbar dastehenden ^eeibetts-I Dressuren deS Direktors Louis Blumenfeld. I S8mtl. nrkomifche Spaßmacher u. dumme Augustek l Die besten Jockeirciter, Parforcereiter nnd l -reiterinncn. — Lina Marrder, die Gold'I alnazone, erstklassige Schulreilerin. Außerdem das gesamte Künstlerpcrsonal\ in \ leinen Gsiin^nummern. 01271^1 Borvcrkau von Eintrittskarten Im Zlgarren-vre chäkt Petersen am Markt. I Meldungen auf dem Geschäftszimmer (Zimmer Nr. 8 der Zeughauskaserne) in Gießen. Awiiktllliißsjiklle M Jllsail.-RcB. 116. Ausgabe von Kunsthonig (Ausgabe Nr. 6.) Bvm 2. bis 12. d. M ts. einschließlich gelangen m den DemlMndelsgeschäfdsr. bei denen die Äirbestellung erfolgt ist, gegen Porlage der Lebensnrittelkarl« luti) Abgabe des BezugSabschlüt- Les Nr. 5 600 Gramm Kunsthonig zum Preise bott 80 Pfennig für Pakctware und 78 Psemüg für losen Kunstfrmig zur Aitsgabe. Tie Kein Handelsgeschäfte haben die B«ltgs- abschnicbe 9h^ 5 bis spätestens 14. d. Mts. dem Städtischen LebcnSmtllelaml, Zimmer Nr. 11, einzurcichen. (7803B Gießen, den 1. JuÜ 1919. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachnng. Infolge BctriebSstSrungen bei der von der Reichsgetreidestelle mit der Herstellung der neuen Reichsreisebrotiiiarpen beauftragten T-ruckerei h?;rö einige Tage hindurch ein Teil dec ReisebrotTnarken unperforiert geliefert. Tie Umlaufzeit dieser unperforierten Neisebrvtmarkenbogen wird auf die Zeit bis zum 3. Slugirfl 1919 beschränkt. Es darf also vom 4. August 1919 ab Bäckern usw. auf unperforierten Rersebrvtmarken Mehl nicht mehr vergütet werden. (Siele n, den 30. Juni 1919. (7771B Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Dienitmädcheu, Lauffrauen, 1 Kücheumäöchei 1 Berkäuserin, 1 Lehrmädchen, 1 Flickerin, tim Weißzeuguäherin, 1 Anlegerin. ....... Bei nuSwärtiaen Arbeitgebern können eine» « Führer der St Itctlf hicrhrit • 5 Imihin ' totllll s Bet«.: MiltkürverserUangswese«. Tie nachstehende Bestvmtmachuag fringe ich hiermit gar Kenntnisnahme. Gießeru den 23. Jnnt 1919. Ter Oberbürgermeister Statische Fürsorge stelle der KriegÄbesthDigtev-' und Krregsl4nterbliebe!neitsüÄ>rge. I. ÄJ_Dr6cih Bekanntmachung. Alle MilitärversorgungSan prüche, die sich auf eine nach dem 1. August 1914 obgtfdjLoffen« Teenfb- leistmrg stützen und vor Erscheiiwn der Äeiurdiuulg über Aenderung des Versalzens in Mi.irürteersor- gungssack»en vom 1. Fclwuar 1919 »jn den MilUarverwaltungsbehörden (Regimentern, Br- zirksbommaudvs, Gcmra bmma dos, KnegSmiui- sterium) endgültig besckneden ftnb, totalen gemäß Art. 4 Ziffer 6 dieser Derordmmg nochmals zur 23crlyanblimg nach dem neuen Berfahren gebracht werden. Es ist hierrn ein Antrag beim Kriegsministerium auf Erlaß eines neuen Bescheides erforderlich und arnügenb. Der Antrag wird zwack- maßig unter Beifügung des alten Bescheides dem Kriegsministerium unmittelbar vvrgeleg!, er kann aber auch bei jeder amtlichen Stelle ober einem Träger der Reichs-Versicherung eingereicht ronbau Gegen ben neuen Bescheid ist dann der Rechtszug im Spruchverfahvcn der MilitLrversvrgungögerickste zulässig. NachAblaufdes31. Dezember 1919 sind jedvch derartrge Anträge nicht mehr statthaft. (7795B Darmstadt, ben 13. Juni 1919. Hess. Militärversergungsgericht beim Oberoersicherungsamt Darmstadt. _____________(gez.) Pennrich._____________ Bekanntmachung. In unser Genossenschaftsvegister wurde heute bezüglich her Spar- und Leihkasse, eingetragenen Genossenschaft mit imbeidjrantcr Hasttis ich zu Lang-Göns etngttragen: An Stelle des onSgZche- dcnen Kontrolleurs Wilhelm Leun, nwtbc Konrad Schmidt von Lang-Go7is zum Kontrolleur gewählt. Gießen, den 30. Ium 1919. (7823B ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachung In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Kurl Erdmann, Lollar ein* getragen: Tie Firma ist erloschen. Gießen, den 30. Ium 1919. (78228 ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma Sxiftdjc Sirocw-Kafeeröstern Wallenfels & Sauer, Gießen eingetragen: Tie Firma ist erloschen. Gieß,en, ben 30. Ium 1919. (7821B Hessisches Amtsgericht. Sporlrtn „Merkur", Gista Donnerstag, 3. Juli 1919, abends 81/, Mitgliederversammlungip’äs u 2 Mg machst man, im Vereinslokal „Darmstädter Han»“.|^enfe zu trenn Um zahlreiches Erscheinen bittet 1'?^ ßtixitet ii 779« Der Vorstand: ei™ °.?r°nkfur, tagte j Eb« 10 000 E "’m™. «t™ S , ■ö^rltner s ^.trotzdem von S» s nii »•fei 2 ■2'tingt irf.' ®^lt Briij rd’e^cftc[| |5Ä |CT NachVKi IE- 5 b < K. Der Vvr ■SÄ'iti I Rjtiyfc ft 1| 16 8& Lichtspielhaus Bahahotstrafle 34. Heute das Rictieu-Programm: Irrwahn Drama In 3 Akten. 1 Sträfling Nr. 113 Drama In 5 Akten. Homunst Lustspiel in 4 Akten. O(