Mittwoch. 2. April 1919 169. Jahrgang Erster Blatt , wo der gröfite Teil seiner I Langmut sei es zu Ende. Uebrrgens kommt auch wti mfintp hi? Dbrtrultwn in der bürgerlichen Prelle dre Memmig zum Ans- I druck, das; dieser Freispn könne. m.» mittag e.nc vierstündige Unterre dun g, an der während einiger Zeit auch Marschall Foch sowie die Äencralc Wilson und Tiuz teilruahmen. Eine Urisis innerhalb der Entente. für örtliche Anzeigen 25 M.. für aus wärt» gs 30 Pk^ für Reklamen vor» fchnn 20 H Aufschlag. Hauotjchn Heiler: Äug. Goen- Lerautwortltch für Politik: Aug. Goetz, für den übriacn Teil: Dr. Reiuholo Zenz; für den Anzergenlelt: p. Beck; fämtltch in G'etzen Die Regelung der Oftfragcn. Berlin, 1. April. (Privattelegramm.) Tos „Berliner Tageblatt" nielM aus Amiterdam, biy auch in der Tartziger Frage der von England unterstützte Standpunkt Amerikas übet die französisch? Auffassung t r i u m v l) re r te. Es scheint, Hatz Wilson in dneser, wie in anderen Fragen bv$5 zu der verhüllten T-rohung mit einem Bruch gehen mutzte, um Frankreich zur Milderung ferner Forderungen zu billigen. Nach Meldungen aus englischer Quelle sei es ferner nid>t ausgeschlossen, das; Litauen und E st l a n d m i1 Polen vereinigt würden, damit Lihau der Öauvthafen für Polen werden kömte. Daneben werde die Interna ionalir.wmrg der Witd/sclschlN- sal/rt und die Schaffun.g eines Freihafens tn Danzig weiter erwogen. Tie Verhandlungen mit Foch. Paris, 1. April. (WTB.) Savas. Das ..Echo dc Paris" meldet: Marschall Foch ist heute nacht zur Front aogereist mit allen erforderlichen Instruktionen, um mit den deutschen Bevollmächtigen in Spa zu verhandeln. Er wird mit dem Rat der Lier ut dauernder Verbindung stehen. — Der Rat für Unterseetransporte ergreift alle Maßnahmen, um den Transport von Truppen zu sichern Man nimmt an, daß der Rat der Vier nicht zögern wird erforderlichenfalls zu Taten überzugehen. Die Einreise in da- englische Ä eiatzungsgcbiet. uiuu, uui) utwi, Freispruch ernste Folgen Haden werde. Selbst der „Tcmps" meint, daß eine '-Ber* urteil ung eigentlich selbstverstäatblich gcroeien wäre, aber, so fügt er hinzu, man müsse sich mit dem Freispruch abfinden. Auch der „Newvork Öeralb findet das Urteil unbegreiflich, zumal nach der Verurteilung des Atleutäters Cottm Es sei nidyt allein nötig, Göttin zu begnadigen, sondern auch eine allgemeine Amnestie für politische Vergehen - Annahme von Anzeige» f. die Laaesnimiiner vis zum Nackmiinai vorher ' oynejedeBnbindnitzkett Zeilenpreife: erfolgt. Tarifp?rträge im Holclg.wcrl'c. Frankfurt, 28. März. (WTB.) Im Frankfurter Dos fanden unter dem Vorsitz von Dotier (Köln), Verhandlungen zwischen dem Verband der 5) o t elbesitzer Deutschlands und den Arbeitnehmerverbänden des Hotelgewerbes über den Abschluß von Tarifverträgen statt. Mit dem Verband der Koche kam es zu einer Einigung über einen sich über ganz Deutschland er- streckenden Tarifvertrag mit Grundlöhuen, Zonen- und Teuerungszuschlägen. In den Verhandlungen mit der Arbeitsgemeinschaft der gastwirtschaftlichen Angestellten verbände wurde grundsätzlich die Notwendig leit einer ausreichenden festen Entlohnung aller Hotelangestellten anerkannt. Es tarn jedoch nicht zu einer endgültigen Einigung über die Abschaffung der Trinkgelder, die die Arbeitgeber zunächst für das eigentliche Hotelpersonal durchführen wollen, um damit schrittweise zu einer befriedigenden Lösung dieses Problems zu gelangen. Die Fortsetzung der Verhandlungen zwischen den beteiligten Parteien wurde einem engeren Ausschuß aus Ar- beltnehmeru und Arbeitgebern übertragen. Schließlich wurde der Abschluß eines Tarnvertrages mit dem Hotelbeamten-Verein vorbereitet, der demnächst zum Abschluß gebracht werden wird. Köln, 29. März. Für die Einreise ans dem unbesetzten Gebiet in das englrsche B e - satzungsgebiet iiL wie die internationale Telegraphenaqentur ersälrrt, für dringens Geschäftsreisen folgend.' Erleichterung getroffen worden: Solche Reisende besorgen sich einen dentlchen Reisepaß bei der Poli^ibehöcde il>res Aufenthalts- ortes Für Reisen nach dem engluchen besetzten Gebiet mutz der Reisepaß vom Bürgermeiltcr oder Landrat befürwortet und mit einer kurzen Be- grünbung über den Zweck der Reise an die Handelskammer Köln weitergegeben werden. Von der Genehmigung seines Antrages wird der Gesucki- steller durch ein Telegramm beanchruhttgt, das hn tzur Einreise nach Köln berechtigt, wo er dann auf dem Hauptlxihnhos, Balmsteig 4, seinen Patz in Empfang nehmen Sami. Ein englisches Zeitung-vcrbot. Es kommen heut« ernsthafte Meldungen über Unstimmigkeiten bei den gegnerischen Verbandsinächten, die in deutschen Landen selbstverständlich mit Genugtuung betrachtet werden. Wir brauchen daran, daß Ele- menceau und sein Anhang.meh r in den Friedensbedingungen verlangen, als Wilson und Lloyd George, nicht zu zweifeln. Wir dürfen auch daran glauben, daß die Möglichkeit einer Trennung der bisherigen Bundesgenossen besteht, daß Wilson tatsächlich aus der Parker Sphäre aus^cheidet. Aber diese Möglichkeit ist gering und geht in Unwahrscheinlichkeit über. Wir haben gerade in einem Großftadlblatt den alten Trick gewißer Ringkampfunternehmer wieder aufgesunden, die die Schaulust des Publikums mit dem Wettbewerb eines „Unbekannten" zu beleben und zu steigern pflegen, der mit vorgebundener Maske die Preiskämpfe interessant macht. Mit einer so durchsichtigen Mache hat nun der angebliche Konflikt auf der Pariser Konferenz gewiß nichts zu tun. Aber der Deutsche, dem nach des Dichters Wort List und Kuns schleckt gerät, könnte zu gegebener Zeit doch ähnlich genarrt und getäuscht werden. Wie, wenn Willon, Lloyd George und Clemenceau auf den Einfall kämen, uns wirklich noch einmal eine Komödie vorzuspielen. Clemen- cenn erschiene als der Unterlegene, die Deutschen würden sich darüber freuen, wären aber in Wahrheit, wenn sie die Sacke nicht durchschauten, die Geprellten. Scheidemann hat in der Nationalversammlung schon erwähnt, wie die Entente uns an die unsinnigsten Forderungen gewöhnen möchte, damit wir schließlich das Schlimmste noch erträglich finden sollen. In derselben Absicht könnte auch die Geschichte eines angeblichen Konfliktes sich bewegen. Wir können dagegen nichts tun, wollen uns aber nicht voreilig freuen, sondern lieber wach und mißtrauisch * fein. Die Losung muß lauten: Keine anderen Bedingungen, als die 14 Punkte Wilsons sie vorgezeichnet haben! Rotterdam, 1. April. Ter ..Rieuwe Rot- t -bamid)? Courant" bringt heute eine Meldung s.. Qpnbmvr „Daily Telegraph', bte er mit ber Umschrift versieht: „Zieht Amerika sich aus der Friedenskonferenz zurück? Das Londoner 23fatt gibt eine Tepe icke Wines Neuyoder Karrespvnden'.en wieder. M-wach der Pariser Korrespondent der „New York Times sti° nein SÖlat'e gedrahtet bat, fei möglich, daß Amerika sich von der Friedenskonferenz zurnck- ?ieben werde. Ter „Nieuwe Rotterdamsche Eou- rant" bcw.erft bmu, das; der Vertreter der „New- Yovk Times" sich der Verantwortung für feine Nachrichten bisher immer in vollem Umfange bewußt gezeigt bat, und daß feine Mcldilngen in Amerika fcljr beachtet werden. Er, sagt in feinev Depesche, wrnn die Dinge auf der Friedenskonferenzi sich nickt schnell bessern, so sei es wvhr,ck>einlich baü der Welt eine grofc Transakti on bevor- stehe Tatsäckflich feien die ©ttumgen des Viererrat es zum Stillstände gekommen Tie da»« Woche fei vergeudet worden, und am Sonn- Mg hätten sich. die Verhandlungen auf das schlimmste zugespitzt. Ter heutige „Daily Ehrmncle^ das Blatt Lloyd Goorg.'s, schreibt auch «us ostenbar mlPi- riertec Quelle, die Frage der WnHerlferstellimg sei das ernsthafteste Hindernis für den .Frieden gerben. ATs kvas sich auf dies ina nzie II en Abmachung en beziehe, werde von den fran- infifdien Vertretern auf ixts ängstlichste geprüft. Sie nx'llen -offenbar keiner Abmachung zustunmen, die ihren Fordermigen mcht in wct.estcm Umfange entgegenkonrrnt. Man sah em, daß, wenn die Fixm?-osen der von AmerikavorgeschlägenenMe thede zur Lösung der Frage der Wiederherstellung Anstimmen würden, der Friede so gut wie^epchert Ä Aber gelbem habe sich die «E Sachlage voilst-äudig verändert. Man weiß noch nicht genau, um was es sich handelt-, ^r mitzerlplb des Vierenmsschusscs habe Elemenc^n daraus beitam deii, daß der Ausgleich über Wiederherstellungsfrage davon abhängig gemacht werde, daß das Saar becken den Franzosen zuA,ewiesen werde. Tie Ftan^sen stellen auf dem Standpunkt, daß das ganze Saartal an Frankreich abgetreb.n wnden muß als Teil der EntschadM^! Teutfchland für die zerstörten frmizoiischenBerg- 2-1, tt>iftiCTi habe. Aber obgleich über die Vorgänge in d-m Ausschußsitzungen leine Mi^ tfiliinrnm gemacht werden, so nehme man doch an d^ WUson und Lloyd George da- aeaen stimmten. Ter amertkanyche »tanb» SimPf aebe babin, daß die Alliierten, a.r dem Gründ atz festhalten müssen, daß die Völker nicht ohne iiyre Genehmigung verteilt und ren Lande zugelviefen werden dürfen. Mali brrua)6 Sr^aat Sb Chrvnicle", keine Einzelheiten wefter, imi zu wissen, w°S-W ^te Tte kraßen 'Könner, deren Emschl utz eine ^ölung aller Fragen zu versuchen, um den l?uge ver schleppten Frieden endlich zu fielen, die größtes Hoffnungen erweckt iljatte, Fountcn letzt n ch und seien in der übelftat ^Wtimung. Man dürfe sich nicht wundern, meint das {?, ß e sident Wilson vor der Frage stehe, oberesnoch rn i t de n Int eres sen f c i Kandes vereinbaren.konne, lahacr i Austrag zu bringen. Bayern und die Friedenskonscrenz. München, 1. April. Baharn hat vor kur- 5cm bei der Reichsvegierung das Verlangen gestellt, aus der Friedenskonferenz mitvertreten zu sein. Tie Rrvchsreonrnng bat dieses G-rfudjen abgelehnt. Eine Rückaußem»^ Va erns ijt auf diese Ablehnung bi-er nicht Ta- freifpreckende Urteil gegen den Mörder Jaurös'. Bern, 31 März. Tas Urteil im Prozeß gegen Villmin, des Mörders Jaurös, empfmden die französischen Sozialisten als einen Fausychag ins Gesicht. Es wird propl»ez?it, die Tage derjenigen, die das Urteil gefällt hätten, seien ge> ääMt Für die „SSerite" ist das Urteil ent Ereignis, das wie kein anderes geeignet ici. Die soziale Ordnung zu bedrohen. Der „5Iomrne lwre hält das Urteil nicht nur Tür l>ellen, WalMMN, sondern auch für einen schweren po ttiidym Fehler mit ungeheurer Tragwcck.v Die >o la.isti'.che Par- I iDcrbc das nie vLEÜen lämuin. mit ihrer hessische roHsfammer. Darmstadt, 1. April. Die l)e si che Volkskammer, die heute wieder zusainmengetrelen ist, nahm bei bter BeraNing des Notge.etzes wegen Verlängerung des Budgets folgenden AuSfchnß- antrag an: Die unter Kapitel2 vorgesehene Zivilliste des früheren Groß Herzogs> in Höhe von 1410000 Mk ist gestrichen. Die Regierung wird ermächtigt, bis zur deanuiven Beschlußfassung über den Staatsvocamchlag bte Betröge zu zahlen, die zur Deckung der Bezüge für die seitherigen Beamten und Bediensteten der Lwsverwaltung und des Hofthealers, sowie von Rubegebaltsemvunoem und Hinterbliebenen er- forderlich sind, soweit nicht bte Ber! and-angen mit dem Großherzog schon trüber zu einer Ber- ftänbigung führen. Die S t e n e r v o r r e ch t e des früheren Großherzogs und der Mitglieder deS großberzoglichen Hames fmb am 2o. yeuiuar 1J1» fortgefallen. Eine Warnung vor japatrischeti -inwerl'ungcn. In letzter Zeit mehrten sich bi? Stimmen, di< über eine Anwerbung deutscher Offiziere unb Sok baten nach Japan berichten. Es wird erzählt, daß ein öanbgelb von mehreren tauienb Marl uno ein monatlidicr Sold von 1200 Mark gezahlt werden soll. Im „Hamburger Fremdenblatt" wird darauf bingewiesen, daß Japan jahraus jabrern ernftere Verluste auf Formosa hat. Diese Intel, die nach tycm letzten d)inesisch-japanisd)cn Friebensvertrag an Japan kam, konnte trotz aller Wnftrcnguwrt ber Japaner bisher nicht unterwonen werden. Las mörderische Klima bereitete den Japanern ungezählte Verluste: der von Krankl>ei.?n und Entbehrungen geschwächte Rest wurde stets noco von den kriegerischen Eingeborenen uberroaihgt und in die Ausgangshäsen zurückliedrangt. Japan wird deshalb auch für sich die Bildung einer -rremb. truppe erstreben, es sucht deutsche Al>enteurer, bte die einmalige Fahrt in die ichöne herrliche Tropen- Welt mit dem Tode bezahlen müssen. Wer ftch vou zur Heberttubmt bei benndjen Slaatsbohn durch das Reich. < Bayern und die Vereinheitlichung der Eisenbahnen. München, 1. April. (WTB.) Tor,bayrische Lanbes-Eisenbahnrat beschäf.igte ftdi gestern mu der Frage der Beretnhettllchung der d e it t s ch e n E i se n ba»h n e n. In der Ausspiache wandten sid» alle Redner gegen eine Berstewnlti- gungspolitik bei der Abgabe der bayrncheu Bahnen. Verkehrsminisler Frauendorfer betonte, daß Bayern bereit fei, den Reich^nhertS- g danken zu sinken: aber aufs der Weinutrer Gruttd- bage sei dies nicht möglich. Kvmesfalls dürfe Bayern zur Abgabe seiner Bahnen lwznmnget, werden. Eine Veoeinhcntlichung der Erfeiibahiien werde vor allem ein Wveberernxtchen der monie Großpreußcns bringen. Zum sd).uli nahm der Eisen bahn rat mit überwältigender Mehrhett eine Entschließung an, in kr er sich mit einem einheitlichen Ausbau der Emnchtur.geii der deutschen StaatseisenbahnverwaltuuV.'N und mut einer Stärkung der Rrichsaufsicht über bte .Rem>s- eisenbahncn cmoerflanbcn erklärt und nut EM-* schierx-nbcit le out, daß eine liebernabane der bay- ri)d>cn Staalseisenbahnen auf das R ich nur t m Wege des freien Vertrages nut Zustimmung ber baDcriidxm Vcllsoert.elungz erfolgen könne. Ferner erklärt er, daß er den gegenwärtigen Zeitpunkt wegen der pvlllisd).ni und witt- id>aftlid)en Wirren für. ungeetgilet halte, viele so weit:ragende Frage zu einem allseiü, befnedigelida» Pariszu bleiben------------- Zeit ausgewendet werden müßte, die Obstruktion. zu überwinden, die den Friet-ensschluß verzögert. | Die Lage sei jetzt zu einer Krisis gediehen, in der man offen zugesleht, daß jede Verzögerung auf die Franzosen zurückfalle. Das Sdstimmste an der Haltung ber Franzosen sei, daß sie, nachdem sie gciuii'fen Regelungen zugestämmt l>aben, später sich nicht daran halten, sondern ani'cre 9tegelungen •Derlangen. Die ganze Reihe der Veridstepputigrn sei yu lang und zu unangenehm, als da» man sie aufzähleil könnte. Auch die Lage irn Osten sei so schlimm geworden, daß mand)Cy Volk iub frage, ob man ihrer über!>aupt noch Herr werden Strapazen. m Herzlicher Beifall lohnte beit Rednev yc Mid)oelis brachte auf General v. Lettow-Borbeck unb alle, die aus Ostafritä zurückgekehrt sind uno sich dem Vaterland sofort zum Sckutze der Helrnat- grenzen zur Verfügung gestellt haben, em Hoch aus, Luis jubelnden Widerhall fand. 2tus dem Reiche. Eine Maßregel NoSke». Berlin, 1. Aprst. ?lbendblättermelbimgen. (Priv.-Tcl ' Die „Vv s fdte Zei ung" meldet: Der .flommaniHint von Berlin, Kiawunde, ist tve^ en gvber Verf'hlungm vom R?id)swehnmni,:er N oske Ins aus weiteres s ines Dienstes enthoben worden. Di? Verrehlimgen, über die wohl die Hntersudmng Genauen^ ergeben ^wird, werden aus g-ro sm Uuftimm g\n:e:i m den Abred>- imnacn g folgert. Tie Fü wnng der Geilbafte hat nach einer Mitteilung, die heute vormittag tn enter V^samm.u g der KvrPs-Sv'da-enra e deo Gard?- kvrps gemacht wurde, vorläung der Ange.'/orige des Kommaudanttrrrates Fellchner übenivm- men, bis der Gouverneur Schöpf Im, dem die Kommandmitur untersteht, im.Emoerneymen mit dem Rei-liswehi-mi. i'er über die eitogultig? lieber* nalmte dec Gesd-af.e verfügt Rücktritt des EisenbahnminifterS Hoff. Berlin, 1. April. (WTB.) Staatsrnmister H o s s, der von dem Posten als preußlichcr Eyen- babnminvter zurückgetreten ist, bleibt C h es der Verwaltung der Reichscifenbalweii und führt alä solcher die Verband)unaen über btt Vorarbeiten zu erlassen. _ , L Bern, 1. April. Das „Journal de Geiiöve schlägt vor, den Mörder V i l l a i n rn entern Irrenhaus unterzubringen. Hochverrat-Prozesse in Pari-. Paris, 1. April. (WTB.) Havas. Gestern haben vor dem Kriegsgericht die Verhandlungen in der Anklage gegen Lenoir , De, suche s, Humbert und Ladoux begonnen Lenoir und Desouch.'s werden des Einoerständnisies, Humbert des Verkehrs mit dem Feinde bezichtigt: Ladoux ivird beidyulbigt, ein die Landverteidigung betreffendes Schriftstück unterschlagen zu haben. Unruhen in Peter-bnrg? Amsterdam, 1. Apr l (WTV.) Dem ,^All- gemeen Handelsblad" zufolge meldet „zaitl) Lelo» graph" aus Helsingsors, daß in Peter sour g sehr ernste UÄttu h e n stattfanden. Das Ansehen Lenins nehme ab. Trotzki werde im Kreml m Moskau ron let'.ifchen Soldaten ^uadyt. Er kbc ans Furcht für sein Leben in vollkommener Zurückgezogenheit. v. Lcttow-Vorbeck über den Urieg in Ostafrika. Ar. Z8 Ter «leherer Snjetget erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertag-. B<$ugs?rei$: inonatl.Mk.l 35, viertel- jährlich Mk. 4.05; durch Abhole- iu Zweigstellen monatl. 'Mk. 1.25; durch die Post Mk. 4.05 viertel- jäh rü au6|d)L Beilellq. Femsprech - Anschlüsse: für dieLchrsttlestung!12 Perlaa,0ttschä'lsstelle5l Anschrift für T rabtnach- richten: Anzeiger Etetzes. poftschecktonts: Stentlurt a. M. 11686 GietzenerAnzelger General-Anzeiger für Gderhefsen SwMngrntNddnlck u. Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steindruderei N. Lange. Schriftleitung, Geschrftrstette u.vruckerek: Schulftt. 7. Berlin, 30. März. General v, Le ttow- (Vorbeck hielt heute mittag am Einladung de-- Vereins Berliner Presse im Mciropo.t ea er emen Vortrag über den Krieg in Deut!ch-Osta-rika. Anwesend traten zahlreiche Vertreter der Kvwmal- verwaiümg, des Heeres und der Macrne, u.a. Gou- verneur Tr. Sdmee unb Admiral v. Trotha. Zu Beginn des Kampfes, so führte V. Lettow- Borbeck' aus, standen ihm eiioa 200 Europäer und 2400 Askari zur Verfüguirg: gegen ihn haben im Verlause der Kämpfe über 10 0 j eindl iche Generäle gejlanben. Zur Em- laftung bet europäischen und anderen Krregs- sck>auplätze beschloß er zunöchst, beit Feino an oer Grenze von Britisch-Ollafrikg durch einen Angriff und durck» die Vedrohung ber Uganda-Bahn zu fesseln Es gelang ihm, die d?utsd>? Kolmne y/3 Jahre fana vom Feind? frei zu Ijaltcu. Da arr|j n Sieg bei /Tanga etfodtt er nut LuOÜ gegen 8000 Mmul. Im Frühjahr 1916 zwang ihn der Anmarsch ber Sübafrikaner unt.r General Smi, ts, seine Tal ic zu rnibcru und durch Aus- ro idten den Feind hintanziiltalteu. Im November 1917 waren Waffen, Munition, ©ani!ät§matenal, das besonders wichtige Chinin lind der Proviant soweit ausgebrauch, daß u. a. die alten Patwnen Modell 70/71 verbraucht iverden mußten. Lrotz des ausgezcidmeten Geifies waren die inneren .Kräfte der Truppe aufgezehrt. Sie mußte vom Fcir.de leben und unter Zmammenraffung der marschsäbighen urd kampstüch igsten Männer sich auf Ucbcrrafdmngcn, schnelle Märsche und Hebe r- fälle eiiiftellcn. Tie deutsche Truppe durchbrach die einschließenden Feiiide. Ein gelungener Heber- sali aus ein portugiemch-s Lager bei Ngeman o, ' am Zusammenfluß be^ Rowuimi und des Lugende am 25 November 1917 brad)te eine gewaltige Beute an Geivehoen, Munition und Proviant. Beim Uebertrit auf das portugiesische Gebiet halte ber General etwa 3OO_Guropaer, 1 <00 Askaris und Sie nötigen Träger. Die Eingeborenen begrüßten die TeMsd?en als Befreier. Em Jahr später, als die 9!achricht vom Wafsenstillstand em- traf, waren noch 150 Europäer und 1200 As- Kris bei ber Fahite. Viele Askins sagten: „Wir werben bei Dir bleiben, bis wir fallen." Aber auch 3000 Träger hielten aus, trotzdem ihnen nichts geboten werden konnte, als Gefahren und Berlin, 1. April. Wie die „Voss. Ztg." meldet, hat General D a k i n g die Einfuhr \ot= geiider deutscher Blätter in das durch die Engländer besetzte deutsche Gebiet verboten: „Germania", „Berliner Tageblatt , „Berliner Morgenpost" und „Berliner Bor- sen-C5urier". Englische Waren im besetzten Gebiet. Berlin, 1. April. Einer Meldung aus Köln infolge werden von englischer Seite Sch.itte getan, um im besetzten Gebiet den E-wort- und Import'anbei auhzunehmen. Eng .ische^Wa en werden in kurzer Zeit rn beträchtlichen Mengen emtreften. Deutsche Kaufleute habeii imt dre Er- lmibnis nachgesucht, einige ^age_na(f> England zu fallen, um dort Waren zu beltelleu.. Doch ist es dringend ernninscht, datz für die Emmhr nach Deutschland von allen Lumswaren abgeiehen wirb, und mir diejenigen SIrtitel cingefabd werden, die mir unumgänglich brauchen. x?m allgtmsen aus Nordwank- reick »trügt wird. Die Möbel erscheinen hi«t- nack verloren. Die inzwischen auch ausgennesenen Dos, beamten durften Möbel mitnehmen, doch bekamen manche nur zu zwnen je einen Waggon, so bflh viele Stücke zurückbleiben mufttnt Tie Eisenbahner können rru-b ihre Sachen mitn hnen. B - sonders guten Eindruck hat der Aus all der Wahlen zur Nativ"alVersammlung in Deutschland auf die Metzer M.derttsckien gemacht. Bei den Emheimi- scken ist die festliche Stimmung verflogen! Es wird daS vor allem auf die gedrückt wirtschaftliche Lage, die TeuerungSverlfältm sse und die düstere Zufiinft von Weinbau und Landwirtschaft zurückgc führt. II. Zeitungen: Dab^nd die französischen Zeitungen von Metz in ihrem Fabrwa'ffr geblieben sind, bat die einzige in deutscher Sprache erscheinende Zeitung, bi* „SotTnTigrr BolkSzeitung" unter Leit'mg eines Freunbes von Wetterle, des Dr. hackspiw. in den letzten Tagen und Wacken eine sehr erwrg fedem Richter und Staatsanwalt nntrbe die Verfügung als eine Art EntlassungSnr- ? u n b e zu gestellt. DaS Amtsgericht Metz hat überhaupt noch Trine Tätigkeit begonnen Die GerickttS- schreiber brutsckwr Abstammung würben zum 1. Februar 1919 ohne Gehalt suspendiert, aber nicht «entlassen. Eine Anzahl derselben hat sick um Ent- lassungSurkimde an die französische (Behörde ge» wandt Mehrere GerichtSschreiber, z. B Aktuar Petri imb Sekretär (bubet vom Amtsgericht, sind in den framdfjfrfien Dienst Übernommen worben, nlnnohl sie Altdeutsche sind: man nimmt an, baß dies aeschelirn ist, weil sie mit einheimischen Frauen verheiratet sind. [V. Pensionen: Seit bem 1. Februar 19 werden an die Pensionäre deutscher Ab - flammungbi’Tenftonenntrfitmcbrbe* zahlt. DaS trifft sowohl Staats- wie städtische Beamten. (Deutsche städtische Beamten werden auch kurzerhand entlassen und abgeschoben.) An bet Steuerkasse, wo die Staatsbeamten ihre Pensionen holten, hing ein Schild, auf welchem eS hieft, daft bi- zu c*ncr neuen v6ntfrfwninmg an Altdeutsche Pensionen nickt mehr be werden könnten, angeblich ist dii fetzt kein einziges dwartiges Gesuch bomitTvjrtrt worden. sAmn. d. Absckr : Straßburger AuSge- toiefcnt, die am 26. 2. in Offenburg aukamen, er- aäMten, daft in Straßburg an Bedürftige, die ein Guthaben batten, v-sn diesem 500 ^?Nk. misgo^ihlt worden seien. Aufterbrm bade jeder Erwachsene 2000 Mk und teW 5hitb 1000 Mk mituehinen dürfen Dies bestätigten auch die Ende Pnbntar and Tiedeudosen Ausgewtz scnen.) ES wrbe unter der £ymb erzählt, daft die Metzer Sparkasse bei Vorzeigung der Rriieerlaubnis nach Deutschland 2000 Mk in Franken auszadle. Ein Ptoviant- heamtcr, der mit hem Austvandererzu^ am 19. 2. lvegjuhr. erNäitr. daft er trotzdem nichts bekommen habe. ES sind eine ganze Reihe von Deutschen be». ihre- Gesamtvermögens unter Zwangs- Verwaltung gestrNt. Es mö-ien dies in Mer 15 biS 20 Persomm sein: hauptiächlbch wurden solche tjetoinü. die deutsche Zwangsverwalter waren, aber auch solche, die den Franzosen voiitilch unbequem waren, inäbefonberv audi Ansgewiefenr Die Zwangsverwaltet geben im alljrmcmen milde vor, nur einzelne Fälle von Schroffheit, » B Versuch der Entziehung des Ga-Verbrauchs denn Forstmeister Schröder sind betaunt g-nvorden. Zwangs- Verwalter luurben vor allem Rechtsanwalt, ivic Samuel und Schamann. DirtschaftlicheS In Metz herrschen noch Teuerungen und Wucher. Der Bürgermeister Prevel hat sich infolgebeften oeranlast gesehen, einen stammenden Ausruf an die französischen Geschäftsleute zu richLu, m welchem er sie ermahnt, sich anständiger Preise zu befleiftigeN. Lrevel erhofft alles von bem guten Willen der französischen Geschäftsleute und rügt hm zu, daft sie dock nicht mehr durch die deutsche Peitsch: ;u anständigen Berkau-spreiien gezwungen werden müßten. Brot kann man überall unbeickcänkt ohne Marken bekommen, ebenso Fleisch. Die deutichen Metzaer werden bei der Zuteilung des Fleisches uHedget behandelt wie die französischen, sie er halten nur die schleckten Stücke. Amerikanischer Tpcck, mehr ober weniger ranzig, ist in ungeheuren Mengen angekommen Eigentümlickerweise gibt es in den Metzsetll.cken aber noch deut schcs Ge- mcrfltiidi aus den öeutfdien Prov^intämtern. Südfrüchte Jinb auch in groften Mengen eingettofien. Es ist in Metz überhaupt wieder alles zu haben, wie vor bem Kriege. Es sollen sehr viele Arbeitslose in Metz sein: man spricht von 4000. Bor einiger Zeit wurde mir von dem Leiter bet Arbeitsnackweisstelle mitgeteilt, daft durch die fron- iösischc Regierung zur Steuerung der Arbcftslo ig- keit bte Bahn Metz—Ehateau-saüns zweigleisig auögebaut werben solle Arbeitslose sind eine Zeit- lang von ber Strafte weg verhaftet worden. Es handelte sich dabei aber nur um Altdeutsche, die bann zu einer Arbeitsstelle gebracht wurden Tie Metzer Geschäftswelt klart allgemein über schiech e Ge cha ts age Tie beut chcn Ge chä tc werden foll> während noch an Franzosen verkauft Infolgedessen vermindern sich die deutschen Geschälte zusehends : überall sieht man Schilder heraus! äugen mit ber Aufschrift: Eha Zement au prvprietcnre. Tie Aufschriften: Maisou Fvancai.e und Maisou Allemande sind fast plötzlich verschwunden Man nimmt an, baß die französischen Geschäftsleute dies wegen Ausbleibens der deutschen Kundschaft veranlaßt haben. Besonders teuer sind die Erien- waren in Metz geworden. Alte Eisenwaren werden von den Franzosen zu lächerlich hohen Preisen angekauft. Ungeheure plünderungrschä-en in $rantfurt — Frankfurt a M., 1. Avril. Rach vielen Millionen sind die Sckä-en zu werten, die durch die stnnlose Vernichtwbgstvul in her Nackt rom Montag zum Dienstag und auch noch heute einer sanatlschm Menge zum Opfer fielen. In manchen Straßen, wie Siebfrauenberg und Neue iPräme, li gi Laden neben La d " n ausge - pT ü a b er t ba. Ein M ee von -erbrochen n Schriu- senilcf cheiben, jerbrodyeLcn Wein,las jen, zertretenen Lebensmitteln und zerbrochenen LaDenein'-ichtui'gcn bedeckt die Straßen. Manche 0)«seucTen Beständen verblieb ber Firma! Zehn tausende Weinflas che n, sämtliche S^ganetrorräte, alle Lebensmittel, alles fiel dem Mvb in die 5)ände. Die Telephone. Schreibmaschinen, Ko ntroll kassen send verschwunden, Mite Scheibe des vierstöckigen Häuserüom- dlftcs ist mdjr ganz. Mrndes'enS aus eine Mil- lion Mark bewertet bte Firma ihre Verluste. Tas Geschäft kamt vorläufig nicht geöffnet werden. Gleich furch: bar häufte bie Menge im Frankfurter £>0 f. Zunächst raubte bte Meng? die am Eingang stehcnbc Kasse mit 18000 Mark, bann ergoß sie sich in bie vier Weinkeller mit ihren Tausenden von Flasck^u Nich s blieb J>icr unversehrt. WaS nickt ges»hlen würbe, verfiel t«r Zerslörurgswut. Tie Keller schwammen buchnäblich im Wein. Aus ber S ilberfüdie raubte man bie Silberbestecke. Leider muß sest- »estellt werden, daß an diesen Plündcrung-n sich nickt ber Mob, sondern besser g"kleidete Leute beteil igten. Ungmiert trugen Tarnen mit Nerzpelz und Brillanten, bei denen Pelz und Brillanten vermutlich ebenfalls genvllen waren, Weinflaschen, wviel die Arme zu fassen vermochten, über die etrafie imch Dause. Tie Weinsdiäden beziffert man aus '/»Million Mark. Der andere Cd>3- ben ist noch nickt abzuschätvn. Aus bem LebeirSmitlel-Gw^ eckiäft von Büsche l unb Baumgartner t andre bie Mer gr 200 Zentner Bu t ter, 70000 Eier unb 100 Zentner Fett, Daren, die in Frankfurt demnächst zur Verteilung tbmmen sollten. Tie Einrichtung der Lagerräume ist ein Ebn») Hier beträgt ber Schaden rund 3 0000 0 Mk. Bei Esders u. T i ckbo ff, riron: ber ersten Kleider- firmew ist buchstäblich allcS auS-^aubt. bie kost- ba e Cabmcinrih u g l egt in Trümmern. Vorn Lmtge:chäft Geschwister Guttma nn am Liebst auenlieia starren mir poch öbe Döhlen aus die Straße. Dio Kleckerhandlungm von Earsch unb von Jansen bie en das gleiche Md. Das gnoße Kvnfck.» v:g scksäft twm Fuhr länder a t ter Anl ist tm Erdgeschoß ausgeplistidert. U m den Raub ßrnden, bei nieten Blutsvurrn ju- ^lge, erbitterte Kö rn pfc statt. Dort ist ein Vutgeschift, Hier ein KorsettrnHaus, dort bte Zi. garmrkntblung Schiele, Hei di- Wissen Handlung ^otzert ein wüster TrümntnhQu'en. Ter CklDtoatiulai-en von Wilke ist völlig miSr fdnyffli fortgekbt an. besonders in beit Altstadtstaaften. Ter Börneplatz. der Quell aller Unrulm, ist geräumt mck wirb von ben Kommunisten gesichert & ,^i nochmals mr5bi-ürflüf> festvestrllt, baß bet den Uimrlxn lebigltchunretfeunbver- brcdierifdie Elemente d« Land im Spiel kvlttiscbe Parteien matr’en beute fei Aufrufen rhrv 'Äng-bjoae-i zu rhrcngfter Ruhe unb jTtbnurg Ter S tragen verkehr von 9 Ubr abends bis f ü->moegens 5 Ubt ist oer'D en. Seit heute nachmittag sind die P o l i, e i u n b bte übrigen « icke r heitS t r u p pe n völlig ^ so ton. genau im Verhältnis zu den abgegebenen Stimmen. Nach bem bei uns eingeführttn Verfahren erhält jede Partei, bte bte Zahl von 100 erreicht ober überschritten bat, zunächit ie einen Kandt baten unb »o fort bis »ur Etschöpfimg ber M vergebenden Sitze. Nun kann e<, namentlich bei hem Vorhandensein von mehreren Parteien Dort*mmen, daß erhebliche Slimmenreile bei einzelnen Parteien, bst iich na bestehen, übrigbleiben imb nickt verwertet werden. SZcbmett wir z B an, die Pattei A Härte 276 Stimmen, tue Partei B 390 Stimmen unb bie Partei C 440 S immen erhalten, bann gingen 75 4-90 4-40 S.Immen verloren unb würben bem gemeinsamen Gegner D zu weiteren Mandaten verhelfen Um daS nun »u verhindern, verabreden die brei zuerst gmana ten Pa rieten eine „L i st e n v e r b i n d u n g", nx>* durch die Reste zuiammeng zählt und verwertet werden können. Tie genau.K- rt Reste ergehm »u sammen 75 4-90 4-40 — 205 Stimmen, so daß den drei genannten Parteien zwei weitere Mandate zufallen: sie werden den beiden Parteien mit ben höchsten Resten »ugetetit. Nack bem bei uns eingesührten Verfahren werden habet die Ge- sarntstimmen ber brei P^rteren zusimmengezahlt unb bie so errechnete Mandarzahl auf bie Parteien unterverteilt. Es hanbelt sich also bei ben , vei bunbenen" Listen nicht um eine gemeinsame Liste, bte beteiligten Parteien sind vielmehr in brr Listen- aufilertung unb bet ber Agitafton ganz frei. ** Einbrucks-Diebstähle. ®m 28 März b. I wurden mittelst Ei nbrucks aus einer Wohnung eines Dauses in ber Mar- Unter ben baitüim Wobmrngs- intb wirtol< nicht ganz zu sttmmen Auch ist ber ArlllA-- fefrcitme ülier bie ländlichen Wvhnvi gsverhältnisse nicht gmüg-nb orleiteut. Sonst mützte er wi sen, daß ber Arbeiter in der Stobt sich oft mit einer engen bumpfigm Hrnlerhauswokmung begnügen muß, wÄirend er auf bem Lande höchst .Inständig e", sckzöne, Helle imb saubere Doh-niirgm geboten brfonrmt. Ter erbärmliche Zustand städtische MielSkasenen, m denen bie Mensckien eng zusammengepsercht wohnen müssen, ist doch wohl bekannt, hierin liegt auch nicht ber Grunb, wi- rum städtische Arbeier nicht aus daS Land gehen Bon ArbeitSfreubigkeit ist nicht bas geringste zu bemerken. Im Gegenteil, bft Leute, bie man von ben Nacha»isen bekommt, arbeiten 2—3 Tage unb laufen bann wieder we>i, da ihnen bie Arbeitszeit in lang ist unb bte Arbeit zu viel Tann werden Löhne gefordert, bie ein Landwirt nicht bezahlen Bann. Der Einsender ist mit uns einig, daß alle Berufsstände in bie'er schweren Zeit fest ju- sammenstchen müßten, um über bie Mühsale dieser traurigen Zeit hinauszukommen. Da es uns bei unseren Raumverhältnissen unmöglich ist, die große Zahl weiterer Eingesandts zu veröffentlichen, beschließen wir hiermit die Aussprache über diese Frage. Der WohnungSgeldzufchuß für die Vec.mtcn der Stadt «testen. Abgeordneter Fenchel macht in Drucksache Nr. 81 der Verfassunggebenden Volkskammer nachstehende Feststen un gen: Bei der für die Reicks und preußischen Bemalen vorgesehenen N«ire>5elung der Leuerungs- Mlagen, die nach teuersten, teueren unb weniger teueren Orten abgeftuft sind, ist die Stadt (Stetten den weniger teueren Orten zugeteilt worben. Gü ßen wirb hiernach mit den kleinsten Orten be- Landes auf gleiche Stufe gestellt. Tie in Gießen ansässigen p-«ißtscken Ei en- balmbeamten und ReüdsPostbeamten erhalten also bie niedrigste TeuerungSnilage unb sind gegenüber ben m Darmstadt unb Offenbock wohnenden Beamten benachteiligt Infolgedessen hat unter ben in Betracht kommenden Beamten in Gi'ßen berechtigte Unzufriedenheit und große Unruhe Platz gegriffen Am meisten Aclmlichkcit Hat bk „Listen- »_e r binbung ' mit einem vorher verabredeten StidüoahlhündniS. Eine mich ip Besttnimung ist, daß wenn A, B und C die Linenverbinbuiu; an gemeldet Haben, nun nicht etwa C auch noch eine zweite Listenverbindung mit D ein gehen kann, also eine Art Rückversicherung abscklieften darf — Ter Begriff „gebundene" Liste befagt, baß ber Wähler an ber von ber Partei oufgeftcllten und beim Wohlkommifsar angemelbetrn Liste nichts Sn- beni kann. Jede Streichung, Plotzveränderung und £nn»ufügung ist ungültig. Bei den in manchen Ländern des DerHältniswaHlrechtS eiageführten „ungebundene n" Listen fcnn der Dälller do gegen an ber Listo ändern, fei e». baft er Me Namen durch vorgesetzte Nummern in ihrer Reihen folge ändert, oder baß er einen Namen mehrfach wieberholt, ober baft er Namen streicht, ober biß et 9?amcn hinzusetzt. Dieses Verfahren gibt bem einzelnen Wähler volle Entscheidung über bie Gestaltung bes Wahlergebnisses, führt aber, ba mei- stens bas AbänderungSbeftreben nicht unter einer größeren Anzahl von Wählern verabredet ist, zu reinen Zufallsergebnissen. Die „gebundene" iliitr verleiht der Partei Dagegen fast alle Macht unb ber Wöhler muß bie Kandidaten wählen, die bte Bartet auf ben Zettel gc'etzt hat In Dieser Be »tehung hat daS System ber „gelmndenea" Listen- nahl große Aehnltchftit tmt dem indirekten Wahl recht, bei dem bie Wähler Beauftragte n>ähdm die ihrerseits ben ober die MönDiialen bestimmen Tas Korrektiv liegt in ber Betet,iiung am pol, tischen Leben. Wer bei ber Auswahl ber Kwrvi- baten beteiligt sein will, muß einer politischen Partei sich anschließen und sich so ein Mitbcstim- «rnungsrecht sichern. Tie politisch Jickisserenten müssen sich eten bte Bevormundung ber politisch Interessierten gefallen lafien. Ptsmarckgedenkfeter Die Teutsch-nationaft Volkspartei hatte zum 1. April alle Verehrer Bismarck: im Saale des „Einhorn" versammelt unb bereitete bem Alt kanzlcr eine m jeder Lmsickt würdige Gedenk- feier. Musikalische unb behamatoriidx Borträgc freiwilliger Kräfte wechselten einander ab, und bie einzelnen Leistungen waren künstlerisch vollauf zu würdigen. Besonders eindrucksvoll war der Vortrag beS G-moll-Älatnerouailette4 von Mozarl durch die Herren Sammet, Flohr, Rodert Schäfer unb Hermann Schäfer, bie Gesang svorträge von Frau Alice Be r-luyS, beten klangschöne Stimme bei verschiedenen Gelegen beiten bereits erwähnt wurde Wetter seien ar- Acfährt die anmutigen Ltedervorträge von Frl. Thefla Emmerick, unb ber Frauenchot, geleitet von Frl. Felch ner. Profelfor Tr Werner hielt eine eindrucksvolle Rebe, in ber er den Kamp' zweier Weltanschauung«, zweier Frei- heitsbegrissc, des auibauenben tmo zerstörenden ftbilberte, ber ssch feit bem Diener Kdnateß vollzieht Er fchilberte ben Aufstieg zerstörender internationaler Kräfte, bte heute den Sieg an sich zu reiften scheinen, und wie ber Kanzler ihrem Ansturm entgegen ben nationalen Gedanken hod »um Lichte empor hielt Bismarck selbst bat vom Atheisten unb Republikaner ben Weg zu Christen tum und Monarchie zvrückgeftmden heute oer langen wir mit Sehnsucht und heimfucht nach inner Gestalt, nach fernem undeua arnen Willen tu deutschem Leben Denn etn Volk kam, nur dtitch bie Kräfte bestehen, bte in leinet eigenen Seele wohnen, nicht durch internationale Kräfte Tic Feier wurde beschlossen durch ben genrinfamer. Gelang des Luther!jedes „Em feste ®urg" unb „Teutichland über alles". >utger Straße 780 Mk., und aus einem biengen Lazarett 50 Hemden und 10 wollene Decken gestohlen Sachdienliche Mit- iunq uiu ucn oiai*rvn igrmuaoi uno uTfenoaro«teilungni nimm! die hiesige Kriminalpolizei unbebingt gchotau hierzu ist crforDerüdt daß die I entgegen. Lieb Schn Technik Abtellum Maiehlne .e bnik, Alkemel nitik nr -eomet« dn Gm< Würde f Reithivi mlltel-C X Juni -L Soldat- tat mitttil iftafe fid) Donneret tnd für ük L«pa Ütllsinden -.rM moi Putz Trie io wit - El «che iil yifffl Jol 'rXtlicher later T stfcinri km All jjtnnertr Ln mir .lehnt 18 ?• dienst Sicken. 1 -rechen b gen ihrer f B» Ada K**, «eitle, er das Hk -H o. Fader« .•x-bctBOt- ’ Sicre"- ff Seuer a Pstinegub ktE" Annchen in -mir G telegenen^ -c:cn. Kundes lui rie dlenar migev 4al ihres L Beider W dor W cm doppCi Halte tiglich Operai beiten inO: A, N K •* Der Uv ang Arbeiterverein Hielt am SamSlag im Postkeller einen Vortragsabend ab, bei welcher Gelegenheit Prof. Dr. Krausmüller über die Versorgung der Kriegsbeschädigten sprach. Der Redner behandelte zunächst die Frage der Dienstbeschädigung, um sich dann eingehend mit den Versorgungsgebührnisscn (Rente, Kriegszulagen, Verstümme.ungszu- lagen usw.) zu beschäftigen. Weiter erläuterte er das Rentenverfahren unb kam zum Schluß noch auf die in letzter Zeit im Interesse der Kriegsbeschädigten erlassenen Bestimmungen -u sprechen. ** Tie Wagner-Vereinigung für den Kreis Gießen hielt am letzten Sonntag im Schipkapaß dahier ihre Hauptversamm- luHs ab. Der Vorsitzende Wagnermeister Louis Haber erstattete Bericht über die bisherige Tätigkeit des Vorstandes. Der von Wagncrmcisler O. Faber zur Kenntnis der Versammlung gebrachte Rechenschaftsbericht ivurte gut- gehcißen. Nach einem von Sekretär Kirchner, Gießen, gehaltenen Vortrag übet die Umsahst e u e r fand eine ein geltende Aussprache über Vreisregulierung usw. statt, die ergab^ daß die Preise in anderen Bezirken, besonders ttn mittel- rheinischen Wagnerbund wesentlich höher sind als im Kreise Gießen. Es wurde beschlossen, mit nähergelegenen Wagnervereinigungen in Fühlung zu treten, auch soll die Frage der Gründung eines Bundes für Steffen in Ertvägung gezogen werden. Die Neuanmeldungen in der Versammlung betrugen 16, so daß die Vereinigung in der kurzen Zeit ihres Bestehens auf 78 Mitglieder gesttegen ist. Bei den Wahlen wurde an Stelle des verstorbenen Vorstandsmitgliedes Stephan, Gr.-Buseck, Waanermeisier Zinßer von Grünberg in den Vorstand gewählt. **LichtspielvorfühFungen für Soldaten. Wie uns der Garnisonsoldatenrat mitteilt, hat das Lichtspielhaus Bahnhofstraße sich bereit erklärt, jeden Montag und Donnerstag von y>2—1/24 Uhr bis auf weiteres für alle Militärpersonen, insbesondere ür Lazarettinsassen, eine Freivorstellung lattfinden zu lassen. Die erste Freivorstellung intet morgen statt. Landkreis Gießen. ** Eberstadt, 1. April. In hiesiger Gemeinde ist es sechs Schulkameradmr vergönnt, in diesem Jahre ihr 65. Wiegenfest bei g.nstiger und körperlicher Frische zu feiern. Es sind dies die Maurer Wilhelm Wetemann, Konrad Loschhorn und Heinrich Balser, die Schuhmachermeister Joh. Adam Alles unb Heinrich Sames, sowie der Schreinermeister August Buß. Sie alle miteinander wurden im hiesigen Orte geboren. In den Jahren 1874—77 mußten sie zur Fahne einrücken. Sie dienten sämtlich in dem Inf.-Regt. 116 zu Gießen. Mit Stolz und innerer Qfettugtuung sprechen die 65jährigen Männer auch heute noch von ihrer einstigen Dienstzeit. m. Lungen, 2. April Etwa 200 Mann Kavalleristen, die bisher tn Grünberg in Quartier lagen, ftnb seit gestern mit einer Anzahl Pferden in unserem Städtchen ein Quartiert, öic werben voraussichtlich längere Zeit hier bleiben. O W ieseck, 31. März. TerLahn-Düns- berg -Turnerbund bidt am 30. März auf ber Weltersburg seinen dieSjährigm Turntag ab. Ter Vorsitzende DauPert dankte den auS dem Felde rurüägckelnten Turnern für die heltenmÄti»: Tapferkeit, mit der sie die Heimat verteidigten, er gedachte ehrend der teuren Helden, die ihr Leben sÜrVolt und Vaterland opferten, und gab dec Hoffnung Ausdruck, daß die in Gefangenschaft zurückgehaltenen Turnbrüder bald die Heimat Wiedersehen möchten. — Ter Lal)u-Dünsöerg-Turner- bnnd, Jbem 36 Vereine angeboren, zählt gegenwärtig rund 2550 Mitglieder. Im Kriege verlor er an (MaUenen 410 Turner, vermißt werden 45 und in Gesangensäßift b.f;nbeit sich 150 — Na b ter Walck des Aussckius.es wurden verschictenc aus ter Versammlung gestellte Anfragen beantwortet. — Turnfeste sollen 1919 nicht abgel allen werden. ^Geplant sind aber zivei Turngäng?, im Juni unb Leplember. — Ter Turntag wurde ^.schlossen mit dem Ausdruck der Hoffnung, daß her Bund durch seine Tätigkeit an ber Okfunbu iu> tes deutschen Volkes michelfen werte. Ltreis Büdingen tt Gelnhaar, 31. März. Hier wurde eine Ortsgruppe zum Schutze deutscher Kriegs- und Zivilgefangener gegründet, die 80 Mitglieder zählt. Auch eine Ortsgruppe des „Hess. Landesvereins für Kriegerheimstättcn" wurde gegründet, die bis jetzt 62 Mitglieder in sich vereinigt 4. Ortenberg, 1. April. Ter Volks- Kund zum Schutze der deutschen Kriegsgefangenen macht in unserem Bezirk gute Fortschritte. Außer hier entftonten weitere Ortsgruppen in Gelnhaar mit 80 Mitgliedern, in Lißberg traten 70 Gemeinde- glieter bei, m Usenborn stndet zur Gründung einer Ortsgruppe am nächsten Sonn ag eine Versammlung statt, bei ter Pfarrer Werner unb Ingenieur Jeckel, dieser über feine Erlebnisse als Gefangener in Frankreich, sprechen twrter:: in Schwicka rtshausen gewann ter Bolksbuno 56 Mitglieder. Kreis Schotten. B. Burkhards, 1. April. Bei ber in ber Forstioartci Burkhards abgehaltenen H v l z v e r - steigerung wurden wieder hohe Preise erzielt, und zwar bei Brennholz für den Raummeter Buchenscheit 1. Klasse über 33 Mk., 2 Kl. 22 Mk., Buchenknüppel 24 Mk., Eichenknüppel 15 Mk., Buchenreisig über 2Mk., Buchen-Swckhol; 20Mk., Fichten-Stockholz 8Mk. Kreis Friedberg. O Friedberg, 1. April. In ter freien Lehrerversammlung, die am Samstag im Hotel Trapp stattfand und von etwa 200 ober- hessischen Lehrern besucht war, wurde einstimmig eine Entschließung angenommen, in ber dem Leiter tes hesftschm Schulwesens, Öetifterto- direktor Dr. Strecker, volles Vertrauen und Anerkennung für die zur Neugestaltung des Schulwesens bereits cingeleiteten Schritte ausgesprochen wird. O Friedberg, 1. April. Dom I n f - Rgt. 168 waren 2127 Unteroffiziere nn Felde. Tauon sind gefallen 329, vermißt 106, in Gefangenschaft befinden sich noch 211, wmwntet wurden 989 Unteroffiziere. Tas bedeutet in dem einen Regiment einen Gesamt Verlust von 77 Prozent ter Unteroffiziere. — Tie Ortsgruppe Friedberg-Bad- Nauheim tes Reichs verbautes ter aktiven Unter- offijierc hielt kürzlich hier im Hotel Trapp eine stark besuchte Versammlung ab. Nach einer Ansprache wurde einmütig eine bessere Ausgestaltung des Mililärschulwesens, Verbesserung ter Besoldung in ber neuen Reichswehr und bis zu einem gewissen Prozentsatz die Eröffnung ter Ofnziers- lausb-ahn gefordert. — Ter Volksbildungsverein bat nach ten triegsabgabc vom vermögenrzuwachs m erbcbHInoettcvitnn. in ein neues Büchlein btncinnenrb , das soeben unter demTitel „Der626 Bleichftr. 31II. ~^acbe für tn. Freunk Christ, 40 Jahre alt, vielseitig gebtld. Saufmann, staut. Er'cheinung, mit besten Ebaraktereigensch und beträchtl. Vermögen vafscnde Ltbtn^tfShttitl unter ahnt. Bedingungen. Anfragen mit Bild erbeten inner F. C. 1. SM an Rudolf 51 oe»e in Brankfvrta.M. 4153s. trengste DiSkr. zugesich. Silh. Hereoanobandulir mit Bierzivfel (mit Witz muitfl) am 27. 3. verloren Geg. Belohng. abzugeben Bergstraße 1,1. 06(M Bom 45. znm 26. Marz ist einem biefisc« Postbeamten am Schal ter ein Miaderbetrag von 600 Mk. entttaa den, für den er anfzu- kommenbat.Tieieniaen Personen oder Firmen, welche «m diese Zeit höbe Beträge einge »ablt oder abgehoben baden, werden böftichst wie dringend gebeten, fettftrllen zu wollen, ob nch der Unterschied auf klären läßt. AnbattS- Punkte oder sonstige Wahrnehmungen er bittet H. Heyer, Haupt Postamt. 4181 hMH-stllmMüw Freitag mittag in bet Straßenbahn abhanden gekommen. Der Schüler, welcher dieselbe aushob, ist erkannt und wird er* sacht, dieselbe Kaplan» Siffe 15 abeufl^ änderns. nzetge erfolgt. 06820 Schwarziciden. Beutel mit Börse und Geld Gcg guie Belohn, abzu» geben. Goerdestr. 481. s^, Schw. Beutel mit Inhalt gesunden. 06634 Abzuh. Mviaik | (Fine fließe Vdrtff eite* s u. 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Ruppert Karl Back A.bertine Back. Nr. 78 Zweiter Blatt Au» Stadt und Land. Gießen, 2. April 1919. Protest bcr Stadt Gießen yegcn die Herabsetzung der Fleischration. Wie bereits erwähnt, hat der Reichsoerein demokratischer Arbeiter. Beamten unb Angestellten. Ortsgruppe Gießen, gegen die Herabsetzung der Fleischration für Gießen Protest erhoben. Nunmehr ljat die Stadt Gießen auch ihrerseits beim Landcscrnährungsamt Protest eingelegt. Maßgebend hierfür war. daß laut amtlicher Bekanntmachung des Landrats von Wetzlar die Stadt Wetzlar, sowie die Orte Aßlar, Tvrlar, Tuten- Hofen, Ehringslrausen, Gleiberg. Kinzenbach, Krofdorf, Launsboch, Odcnhauien, Wißmar mit 200 Gramm Fleisch beliefert werden, während der Stadt Gießen nur 100 Gramm zu stehen sollen Lebensmittel. ** Zucker-Ausgabe. Der Zucker für März 1919 kann von Donnerstag, 3. A'.'.tl ab gegen Vorlage des Bestellausweiies zur Zucker- fart? und Ablieferung der Zuckermarke Nr 3 in Empfang genommen werden. Es entfallen aus die Zuckcrinarke 3 (März 1919) 750 g Zucker. Mit den, 15. April 1919 verliert die Zuckermarke 3 ihre Gültigkeit. ** Ausgabe von Bückingen. Ab Donnerstag den 3. April bis einschließlich Montan den 7. d. M. erhalten die Kunden verschiedener Geschäfte auf je eine in dem Geschäft abgegebene Lebensmittelkarte V« Pfund Sprotten oder Strohbückinge zum Preise von 70 Pfg. für das V« Pfund. ** Freibank. Donnerstag den 3. Avril werden von 12—4 Uhr die Nummern 2101 bis 2200 beliefert. Zur Reform der Kriegsversorgungsgesetze. Don Tausenden, von Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen gefallener Kriegsteilnehmer wird eine in diesen Tagen von der Reick>srcgierung erlassene Verordnung über die Acnderung des Verfahrens in Mili- tärversorgungssachen begrüßt werden. Vom 1. März l. Js. ab sind nämlich bei Streitsachen nach dem Mannsckmstsvcrsorgungsgesetz, dem Ofnziervcnsionsgcsetz, dem Militärhinlerblicbenen- aesetz, sofern es sich nicht umPensionsregc- lunassachen l-andelt. in denen das Landgericht zur Entsckieidung zuständig bleibt, die höheren Spruchbehörden der Rcichsversicherung, also Die Oberversicherungsämter, bezw. das Reichs Versicherungsamt als Militärversorgungsgericht bzw. Reichsmilitärver- sorgungsgericht in entsprechender Besetzung zuständig. Während bisher noch die in Hessen wohnhaften Kriegsteilnehmer und ihre Hinterblichenen nur klagend beim Landgericht in Berlin, wo der Sitz des Kriegsministeriums ist, vorgehen konnten, und viele auch der Anwaltszwang und oie hvl)en Gericknskosten zurückgeschreckt haben mögen, wird von nun an das Oberversicherungs- tt nrt a l s MilitärversorgungsgerichL Zuständig sein. Für Personen, die auf Grundeinerwährend des Krieges erlittenen Tienstbeschädigung Versorgungsansprüche haben, ist das Verfahren gebührenfrei. Arbeiter- und Vcr- bandsvertrcter sind zu den Verhandlungen, bei denen unter anderem auch zwei Kriegsbeschädigte, von denen bei Ossizierversorgungsansprückten in der Nesiel einer ein Offizier sein Muß, als Beisitzer mitwirken, zuzulassen. Ta fernerhin die Ober- versick^erungsämter nebst ihren Vertrauensärzten durch die ihnen seither schon obliegende Bearbeitung vielfach ähnlich gearteter Streitsachen von der Kranken-, Unfall-, Invaliden- und Hinter- bliebenenversickrerung für das ihnen nunmehr neu zugewiesene Tätigkeitsgebiet gründlich spezialistisch vorgebildet sind, dürfte die größtmöglichste Garantie für eine sachgemäße Rechtsprechung in diesen für die Beteiliglen doch meist mit erheblichem finanziellem Interesse verbundenen Angelegenheiten .geschaffen sein. Von besondererBedeutungistauch dieUebergangsvorschrift.wonachbis Ende dieses Jahres auch die bereits endgültig von einer Militärversor- gungsbehörde entschiedenen Fälle urch erneute Antrag stellung aufgegriffen werden können. TecL ei te rder Verwundeten- (Kri'g^- beschäd glen-> Be r a t u n i; s ste l le, Kirchstr. 16, bcr bereits seit Jahren d,e Versicherten vor bem1 Oberversicherungsamt vertritt, auch über prattische Erfahrungen auf dem Gebiet der Kriegsversorgung verfügt, steht den Kriegsbeschädigten unb Hinterbliebenen auch bei Vertretungen vor dem Militärversorgungsgericht unentgeltlich zur Verfügung. ** Amtliche Personalnachrichten. Ter Oberförster der Oberförsterei Konradsdorf Forstmeister Tr. Karl Weber ist mit der Ber- sehung bcr Stelle eines Vorsitzenben der Abteilung für Forst- und Kameralvenvaltung und eines Ministerialrats hn Ministerium der Finanzen unter Verleihung des Amtstitels als Landforstmeister beauftragt worden. — Am 18. März ds. Js. wurde Karl Ihrig zu Groß-Gerau mit Wirkung vom 1. April 1919 an zum Schreibgehilfen der Oberförstcrei Tornberg ernannt. — In dem Haupt- Voranschlag für 1919 ist für die Amtsgerichte Tarmstadt II, Offenbach und Worms ie eine weitere Aktuarstellc vorgeselum. Für den Fall der Genehmigung dieser Stellen durch die Volkskammer sind schon jetzt Bewerbungen bei dem Ministerium bcr Justiz em$ureidycn. Fristablanf: 10. April 1919. — Erledigt ist die mit einem evangclisckvn Lehrer zu besetzende 3. Schulstelle an der Volksschule ftu Lich. Tem Inhaber Der Stelle kann bcr Organistendienft übertragen werden. — Am' 27. März ds. Js. wurde der probeweise beschäftigte Kanzleigehilfe Wilhelm Etzold aus Meuselwitz zum Kanzleigehilsen bei dem Ministerium der Finanzen vom 1. April 1919 an ernannt. — In den Ruhestand versetzt wurde der Sckmffner in der Hessisch-Preußischen Eisenbahn- gemcinschaft Konrat Artz zu Gießen, vom 1. Mar ds. Js. an. ** Schädigung eines Postbeamten. Ein hiesiger Postbeanper soll für einen Fehlbetrag von 5 00 Mark auffo mmen, den er am Schalter hatte. Wir unter ützen seine Bitte, die er in einem Inserat des vvrli.genden Blattes ausspricht, und Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Mittwoch, 2. April (919 Letzte Nachrichten der wandern und Helfen, vüder. _ — Sanatorium Stolzenberg in soden-Salmünsler öffnet aufs neue seine Pforten zur Ausnahme von Kurgästen. Mit seiner Bahnstation Salmünster-Soden (Frankfurt a. M — Bebra) ist Stolzenberg von Gießen aus über Geln- vguieu schnell unb bequem zu erreichen. Tie Patienten finden ärztlich-individuelle Behandlung, be- haglrck-e Unterkunft unb Eur gemäße Verpflegung. Auch ist Gelegenheit geboten, die nahegelegenen lreUkrästigen Sol- und Sprudelquellen zu benutzen, lieber alles Nähere unterrichtet der kostenfreie Prospekt. Au§ dem Amlrverkündigungsblatt. Amtsverkündigungsblatt vom 1. April enthält: Verordnung betreffend Abände- rung über Erwerbslosensürsorge vom 13. Novbr. w ^om .Alärz 1919. — Kriegsminisftrium. — Milzbrand in Qucckborn. — Beschaffung von Bindegarn. — Feldbereinigung Lich: hier- die Verweigerung der Massegrundstückc Abändcruust der Erwcrb^losenuntcrstüynng Tie Verordnung vom 13. November 1918 hat am 14. März eine Abänderung erfahren, die mit dem Tage bet. Verkü idung in Kraft getreten ist. Xie wee stlchsten A.ä deruiigen stellen wir nack>- )tel»eiid zusammen. Hinter § 5 wird als § 5a FO-O^bv Vorschrift emyfügt: Für die vorschußiveise zu gewährende llnter- HUtnir.g_ ist der in dem Aufenthaltsorte festgesetzte Unters.ütznngssatz maßgebend. Ansck;l!eßend wird die Vcrrsch.umg des Vorsämsses auf Aufenthalts- Mid Wolmortsgcmcinbe, sowie Reich unb Bundesstaaten geregelt. Ter § 6 erfährt eine wichtige Einschränkung durch § 6 a, der besagt: Wenn eine bedüchige Lage (§ 6) durch einen Trr betrat bcr Eriverbs o'enuntcrstütznng beloben werden kann, ist nur der Te lbetrag zu gewähren. Wer wegen einer sechsundsechzigzwcidrittcl vom Hundert übersteigenden Beeinträchtigung der Ernerbstäli'k- it Reiüe bezieht, ist als erwerbsunfähig int Sinne des § 6 anzusehen, soferir er nicht trotz dieser Beeinträchtigung auf Grund nirklichcr Arbeitsleistung mindeslens zwei Drittel des Ortslohnes verdieiit hat. Ter abgeänbertc § 8 Ms. 2 erstreckt die Er- nerbslosenfü sorge als Reisebeihilfe auf die Familienangehörigen, falls der Erwerbslose an einem artberen Orte Beschäftigung gesunden hat. Er lautet: . 3-rcre Fahrt für den Erwerbslosen zur Reise m den Besck-äftlgungZort nebst einer angemessenen Deich fe zu ben Reiseunkosten ist von der Gemeinde des letzen Wohnortes aus Mitteln der Erwerbs- losensü sorge zu bewillgm.- Wenn die Familien-, a, gehörigen des Erwerbs osen zur Weitersührung des Hauslal s in den Beschäftigung ort mitreifen ober Nachfolgen und der Erwerbslose nachweist, daß deren Unterkunft in dem Beschäftigungsart gefidjert ist, so ist auch ihnen freie Fahrt nebst einer angemeisenen Beihllfe zu den Rciscunkosten zu bewilligen. Tie Gemeinde des letzten Wohnortes faim auck) eine Beihilfe zu den Unkosten der .Beförderung des Umzugsgutes aus Mitteln der Erw-erbsloenfülsorge g toilyrtn; die Beihilfe soll im Falle bcr Beförderung durch die Eisenbahn die Kosten dieser Beförderung nicht übersteigen. Ms Wochwrt ist der jDrt anzuschcn, wo sich lemand nicht vorübergehend aufhält, sondern länger ober dauernd bleiben will (§ 8 a). Im 8 9 Ms. 1, Satz 1 ist .hinter „Kriegs- terlnelMer" crnMfüg.-n: „sowie für die teiltveise Erwerbslosen (§ 9 Albs. 2>." Ser § 9 Abs. 3 erhalt ben wichtigen Zusatz: Wo für einzelne Orte die vorgeschrieb^en Höchstsätze t t einem Mibeekl-Lltniss.- zu tat Kosten der Lebensbalmng stcl-en, können durch Bestimmung der Landeszentralbehörden diese Höchstsätze bts zum einundeinhalbfachen Ortslolm, jedoch nicht über die Höchstsätze der Klasse A hinaus, erhöht werden. Anträge auf Erhöhung der Höchstsätze sind zunächst dem Kreisamt vorzulogen. Im § 12 wird - statt „vierfachen Ortslvhn" gesetzt „dreifachen Orts ohn" und folgender Zusatz hinzugesügt: „Tie Renten der Kriegsbeschädigten sind nur .zu zwei Dritteln in Anrechnung zu bringen." Die Hoffnung auf Kriegsgefangene b-hindert nach Ansicht des Kriegsministr- ri'.tms noch immer stark die Un'erbri-gung deutscher Eriverbsloser in bcr Landwirtschaft. Deshalb sollen in Zukunft im Einvernehmen mit dem Temobilmackmngsamt Kri^gsge-'angene nur bann nock) für landnnrlschaftlick^ Arbeiten abgegeben werden, wenn die Arbeitgeber dem Lagerkommandanten nachweisen, daß weder beim örtlich zustäu- ständigen Arbeitsnachweis, noch bei der örtlich zuständigen Zentralauskmiftsstelle, noch bei bcr nächstgelegmen TruppenverwnrdungssteNe deutsche Arbeiter zu erhal en sind. Tas Generalkommando bemerkt hi.Tau, daß nur noch wenige hundert russische Kriegsgefangene tm Kriegsgefangenenlager W e tzla r sich befinden, die alle rälßcrst ar be i t s u n wil l ig .sind. Der Milzbrand in Queckborn, der in deckt Gehöfte des Johannes Sames ausgebrochen war, ist erloschen. Die Sperrmaßnahmen find aufgehoben. BindegarnfürdenFrühdrusch stellt die Reich-getre'.destclle durch Vermittlung der Be- zugsnerei ngung der deutschen Landwirte dem Kom- munalverbände zum Pr iie von 11 Mk. per Kilogr. foiveit mögl ch zur Verfügung. Tic eftrzelnen Bürgermeistereien haben den Bedarf der dortigen Landwirte binnen 2 Wvckien be m Kommunalver- ba'tb an$itrörbem. Eine Getvahr für volle Belieferung kamt nirf>t übernommen werden. T i e Versteigerung der Masse- grund stücke, die aus der Feldbcrcinigung Lich stammen, beginnt Montag den 14. April l. I. unb wird am folgenden Tage fortgesetzt. Zusammenkunft hierzu findet vorm. 8 Uhr am Ausgang der Stadt nach Nieder-Bessingen statt, wobei die Ber- stcigerungsbedingtmgen bekanntgegeben werden. hoffen, daß auf diese Weise daS Vorbomnmis aufgeklärt werde. ** Die Fö rderung des Luftverkehrs stellt stch als eine wichtige Aufgabe der Zukunft dar. Es ist deshalb zu begrüßen, daß auch in Gießen auf Veranlassung des deutschen Luftflottenvereins ein Lichtbilder-Vortrag über den Luftverkehr unb seine Zukunftsmöglichkciten veranstaltet werden soll und dadurch die Werbekraft des Vereins, der bereits 85 000 Mitglieder in über 4000 Orten zählt, gestärkt wird. Zur Linderung der Wunden unb Schäden des Kruges konnte der D. L.-Fl.-V. in Verein mit dem Frauenverband im Jahre 1918 über 100 000 Mk. ausgeben. Ein Stetlennachweis für ehemalige Angehörige unserer Luftwaffe wird vorbereitet. ** Xie Technische Hochschule zu Tarmstadt gewährt eine vollständige wissenschaftliche unb künstlerische Ausbildung für den technischen Beruf. Tesgleichen in der allgemeinen Abteilung Lehrer für Mathematik unb Naturwissenschaften, sowie Geometer. Auch Frauen werden zum Studium Lugelassen. Akademisch gebildete Personen unb selbständige Männer, die ihrer äußeren Lebens- stellung nach nicht als Stubierenbc ober Hörer eintreten können, ebenso Frauen können als Gäste zum Besuch einzelner Vorlesungen unb Hebungen zugelasseu werben. Xie Technische Hochschule hat das Recht, aus Grund besonderer Prüfungen den Grad eines Tiplom-Jngcnicurs unb die Würde eines Doktor-Ingenieurs zu erteilen. Wir verweisen auf die Anzeige in unserem heutigen Blatte Landkreis Gießen. ** Watzenborn-Steinberg, 1. April. Feldbereinigungsgeometer Nieß hielt gestern auf Eirckadung hier im Oh ,baus zur Ludwigshöhe vor einer recht gut besuchten Versammlung einen lehrreichen Vortrag über die Wichtigkeit bcr Feld- bereirrigung. Die an Hand von Kartcnmatcrial bar gelegten Vorteile der Feldbereinigung lassen unter Berücksichtigung bcr jetzigen Arbeitsverhältnisse eine Inangriffnahme des Feldbereinigungs- arbeiten in hiesiger Gemeinde als recht wünlchens- toert erscheinen. In den hier angrenzenden Gemeinden ist die Feldbercinigung bereits durch- gesührt bzw. im 6kmge. Kreis Büdingen. ** N idd a, 31. Mäu Eine stattliche Ha nd- werkerversammlung, einberusen vom Ve- zirksverband der Gewerbevereme in ben Kreisen Büdingen und Sckwtten, tagte unter dem Vorsitz des Hauptlehrers Höhn am 23. März in Nidda. Es waren Vertreter der Zeirtvalstelle für die Gewerbe, des Kreisamts Büdingen unb des Hoch- banamts Friedberg zuKegen. Zur Bespreck>ung gelangten Organisationsfragen des Handwerks, die bei der Vergebung stiaallickicr und Gemeindebauarbeiteir als Vorbediugung erachtet werden. Nach längerer Aussprache für und gegen die Gründung von ^ranntgen einigte man fil) einstimm g -um Zusammen chluß g ei^vearteter Berufszweige innerhalb bcr Ortsgewcrbevcrcine zu Fack)gruppen. Diese örtlidye Iuchcoereinigungen sftid durch genwljte Vertreter (Obmänner) innerhalb des Bczirksverbandes bzw. der einzelnen Kreise zusammenzusckstießen, um die Förderung der Be- in)sintercssen wirksamer gcffc-lleit zu V.men. Voraussetzung beim Beitritt einer Fack-gruppe ist die Mitgliedschaft zum Landesg'wcrbevercin. Handwerkszweige, für die ein örtlicher Zusammenschluß sich nicht ermöglichen läßt, sollen ftrnerhalb des Bezirksverbanbes, bzw. eines Kreises zu einer Gruppe bereinigt werden. Tie Bildung bcr Fachgruppen ist durch Handwerkerversammlungm innerhalb der Gewerbevereine bis Ende April zur Erledigung zu bringen. Starkenburg und Rheinhessen. I. Tarmstadt, 29. Mä z. Sam liche politische Parteien hatten sich zu einer Gedächtnisfeier für die Gefallenen der Stadt T a r m st a d t vereinigt, bei der auch die ersten ausübenden Musikvereine der Stadt (Mozartvcrcin Lehrersäng-rchor, Musikver.in und Hosmusik) unter be Haans Leitung mitivirkten. Stadtsekretär Jöckel sprach den vor Lehrer >Loos gedichteten Prolog. Obcritaalsanw.ilt Würizer Ijie't d e Gedächtnisrede — Am Tienstag den 8. April veranstaltet die Tarmsiäd.er Technische Hochsckmle in der Paulus- lirche eine Gedächtnisfeier für ihre Gefallenen. Hessen Nassau. X Bad-Orb, 29. März. In einer von den Inhabern von Pensionen stark besuchten Versammlung des Kurvereins ist einstimmig der Beschluß gefaßt worden, für die Verpflegung der Kurgäste einen Mindestpreis von 12 M k. für die Person und den Tag festtzusetzen. Ter Mindestpreis für Pension allem soll 9 Mk., für das Zimmer pro Bett 3 Mk. betragen. = Frankfurt a. M., 30. März. Ter politische Hauptlciter der „Frankfurter Vvlksztg.", Heinrich Heil, begeht am 1. April sein silbernes Jubiläum im Tienste dieses B attes. [| Marburg, 29. März. In der heutigen Krerstagssitzung wurde her Kreishanshalts- voranschlag mit 836 608 Mark genehmigt. Die Kreissteuern, wclckc 656 000 Mk. embringen sollen, wurden auf 68 Proz. der Real- unb Einkommensteuer festgesetzt. Der Voranschlag der Kreisbahn schließt nut 124 750 Mk. ab. Um die gestiegenen fUnfoften, insbesondere auch neuerdings rrr^c- gereichte erhöhte Lohnausgabrn. die jährlich 40 000 Mark ausmachen, wieder auszugleichen, i|t eine weitere Erhöhung der Tarifsätze für ben Personen- unb Güterverkehr in Aussickst genommen. Aus d.'m besetzten Rheingcbiet. = Wiesbaden, 30. Marz. Das französische Militär-Obergericht verurteilte den Führer der U. S. P. Heinrich Mehl in Biebrich und den Ar< beiter Heinrich Treber zu je sechs Monaten (9e- sängnis, vier andere Personen zu je 100 Fr. Geld- ftratc. Tie Verurteilten sollen durch die Ser frei» tung deS Organs der Unabhängigen, das „Volks- reÄ", sozialdemokrattsch-revolutionärc Propaganda getrieben haben. — Ein junges Mädchen, das sich eines zudringlichen französischen Soldaten zu erwehren suchte und vor ihm aus- (Lmckte, wurde dafür wegen Beleidinmg der fron» zösischen Armee zu IVO Fr. verurteilt. mr. Mainz, 30. März. Ter Wirt Sauerwein txr.rt! Kasino zum Gutenberg in bcr großen Bleiche, in dessen Lokal marokkanische Offiziere gespeist unb das Zimmer in gemeinster Weise besudelt hatten, erhielt 14 Tage Gefängnis unb 1000 Mk. Geldstrafe, weil er, ohne von ben Besckmrutzungen zu wissen, anderen französischen Offizieren im selben Raume servieren ließ. Ter Hinweis darauf, daß es ja ebenfaNs französische Offiziere gewesen seien, die den Sckmutz verursacht hätten, wurde sogar als sttafverschärfend angesehen. ein neuer preußischer Schulcrlaß. B c r l i n, 1. April. Icr Minister für Wissenschaft, Kunst unb Volksbildung erläßt eine Verfügung, in bcr es Ih’iüt: Bis zum Erlaß fünitiga Gesetze, die die Beziehungen von Staat, Kirche und Sckmle zueinander auf neue Grunolage stellen, ist den nachstehenden Grundsätzen gemäß zu verfahren: 1. Someit nicht bereits nach den brshwiaen Bestimmungen Sck)ülcr der öffentlichen Schulen von der Teilnahme am lehrplanmäßigen Religion» tunterricht befreit sind oder befreit werden können, sind sie auf Antrag von der Teilnahme am HieligionSunterricht zu entbinden. Zur Stellung dieses Antrages sind diejenigen beftigt, die die Reli gSon, in der die Schäler zu erziehm sind, zu be- sttmmen haben, bzw. nach Errcickmng des religionsmündigen Alters die Schüler selbst. 12. ^Schüler, die von bcr Teilnahme am Religionsunterricht befreit sind, sind «auch nickst zur Teilnahme an Schulfeiern mit religiösem Charakter verpflichtet. 3. Lehrern und Lehrerinnen an öffentlichen Scftulen mit Ausnahme der eigens für den Religionsunterricht angestellten, die auä Gewissensbe- denken um Befreiung von der Verpflichtung zur Erteilung von Religionsunterricht nachsuckn:n, ist die Erteilung des Religionsunterrichts abzunehmen, ohne daß sie deshalb in ihren Dienstbezügen gekürzt oder von den Aufsichtsbehörden zurückgesetzt werden dürfen. Diese Lehrer (Lehrerinnen sind auch zur Teilnahme an Schulfeiern mit religiöie Charakter nicht verpflichtet. 4. Tic Teilnahme von Lehrern und Schülern an kirchlichen Veranstaltungen außerhalb der .Schule ist stets freiwillig. Bei organisch vereinig- Iten Kirchen- unb Schulämtern bleibt die Ausübung der kirchlichen Amtspflichten der Stelleninhaber späterer Regelung Vorbehalten. Tiefe Bestimmungen treten mit Beginn bei neuen Sckmljahrcs in Kraft. Ter Erlaß vom 29. November 1918 wirb aufgehoben. Das Rätesystem. Berlin, 2. Llpril. 8ur Frage der Durchführung des Rätesystems teilt die „Vvssische Zeitung" aus Weimar mit, baß zwischen Mft- gliedern der Mehrheftsparteien unb der Regierung m den letzten Tagen eing.'henbe Besprechungen statt gefunden haben, die zu einer Entschl ießung übet ben einzuschlagenden Weg führten. Schon in ben allernächs.en Tagen wird von her R.g crung ebt neuer Arti.el 10 der Versaisnng gebracht werden, der die Verankerung eiitljaltc. Ädan nehme an, daß dieser Vorsclstag die Zustimmung bcr über* rtiegenben Mehrheit der Na.iovalversammlung finden werde. Der Streik im Ruhrgebiet. Berlin, 2. April, lieber die Ursachen der Bewegung im Ruhrgebiet wird der „Morgenpost'^ von einem Kvnner der Verhältnisse geschrieben: Man kann unter bcr Arbeiterschaft drei Schichtungen unterscheiden. Im Mfttick- vunkt steht der eingesessene Arbeiterstand, der im Deutschen Bergarbeiterverband und dem Ehrist- lichen Gewerkverein organisiert ist. Um die Be herrschung dieser Massen bemühen sich die Spartakisten, die an sich unter den Rulrrbergleuten nur eine geringe Anhängerschaft hatten, und die deshalb sich unter Hinzuziehung von Reserven aus ihren Hochburgen im Reich entsprechend verstärkt haben. Diese herangezogcnen Verstärkungen sind keine Bergarbeiter. Es ist ihnen aber gelungen, aus der dritten Schicht der Bergleute, aus den Indifferenten, Zuzug zu erhalten. Der Terror der Spartakisten macht sich überall geltend. Sie sprengen Versammlimgen, die der 'Aufklärung der Arbeiter gelten sollen, stürmen Rathäuser unb sehen dort die mehrl^eftssozialisttschen Arbeiterräte ob. Bochum, 1. April. Die Streikbewegung hat an Ausdehnung gewonnen. Folgende Zechen sind noch in ben Streik eingetreten : „Friebrich der Große", „von bet Heydt" „Julia" und „Alma" Infolge der Gassperre konnten die Volksküchen in Bochum heute mittag kein Essen mehr verabfolgen. Wenn der Streck auf der Zeche „Hibernia" noch anhält, wird die Stabt Bochum in den nächsten Tagen auch ohne elektrisches Licht sein, da das Elektrizitätswerk Westfalen von „Hibernia" mit Licht unb Kraft versorgt wird Die Fischeinfuhr nach Drutschland. Stockholm, 1. April. Laut „Stvckh. Dav- blad" hat der amerikmiifchc Gesandte in Stockholm Morris vom Oberster: Slaxfab rat (e erraptilm die Nachricht erhallen, daß alle Norwegen, Scltwcben und Dänemark aufcrleg:ert Fi schau s suh r ve r- bote nach TcutstUand aufgehoben worden sind. Tas sckyuedische Rote Kreuz ist somit in der Lage, 200 030 Tonnen Heringe nach DeutschlMid auszusühven. Typhus In Pforzheim. Berlin, 2. April. Dem „Berliner Tageblatt" wird aus Pforzheim gemelbet, daß der Arbeiter^ unb Solbatenrat jn Psvrzlreim in Verbindung mit dem Svzicckdemotratischen Verein und dem Gewerkschaftskrrlell einen Aufruf um Hilfe für die von einer schweren T ypbu se pi- d e m i e heimgesuchten Stadt erlassen hat. Tau^ sende liegen oamieber. Tie Kva.'ikcnbäuscr und Lazarette sind überfüllt. Die Krankhert geht auf verseuchtes Trinkwasser zurück, läßt sich aber schwer bekämpfen, weil die Einwohnerickxift durch den Hunger jeder Widerstandskraft beraubt ist. Tie Arbeftcrorganssationen von Pfvrzl)eim fordern von ben Feinden die tolcunige Aufhebuirg der Blockade und von den leitenden Stellen der Lebensmittetversorgung sofortige Herbe.schasfur^g ausreichender Ernäl-rung. Die Blockade. London, 1. April. (WTB) Tem Reuter^ scheu Bureau nnirt-c vom B lo ckad e min i ster mitgeteilt, daß kein Grund zu der Annahme be- stebe, daß die deutsche Blockade ganz aufgebobat würde. Sie mürbe nur abgeänbert, um die Ent- fentnmg von LebensmittÄn nach Deutschland zu ermöglichen. Die Auch bung der B'ockade für Deutsch-Oesterreich gelte nicht für Ungarn Protest der Holländer. Brüssel, 1. April. Die niederländischen Sozialisten protestierten c^-stim" mm gegen jede Gebietsforderung Belgiens '.mn schaden Hollands. Die Scheldeftage müsse in einem Belgien günstigen Sinne gelöst werbet Belgien unb Holland müßten die sie interessieren den Fragen beraten, bevor die Friedenskonferrnz Beschlüsse über die belgischen Forderungen fasse. Eine deutsche Anfrage in Spa. Berlin, 1. April. In der gestrigen Sitzung Waffen still standSkommission in Spa ersuchte die den sche Kommission auf Grund von Zeitungsnachrichten um beschleunigte Feststellung, ob tatsächlich 60000 deu tsche Kriegsgefange ne von England nach Frankreich in die zerstörten Gebiete abgefdrbert werben sollen. Behördliche Anzeigen. Zucker Ausgabe. Der bei den Kleinhändlern der ®tabt Aiehen bestellte Zucker für März 1919 kann von Donnere tag den 3. Avril 1919 ab gegen Vorlage des *8« tzellauoiveife- |ur Zuckerkarte und Ablieferung der Inckermarke Sir. 3 in Empfang genommen werden. Mnzelne abacirennie Zuckerniarken ohne den Be^ tzellauswets find ungültig und berechtigen nicht »um Empfang von Zucker. Ed entfallen auf die Zuckermarke 3 lMärz 1919) *50 Gramm Zucker. TTh dem 15. Aor«l 1919 verliert die Zucker» marke 3 ihre Gültigkeit. Der bis zu diefem Zeitpunkt den Zucker nicht abgeholt ha«, hat keinen An- ipruch mehr darauf. Die KleinhandelSgefchäfte haben die vereinnahmten Zuckermarken 91t.3 «Mär» 1919) au fammcln und au ie 10 gebündelt bis längsten» 19.Avril 1919 an das Liädiifche Lebensmitlelamt. Zimmer Nr. 1L unter Betfligung einer schriftlichen Mitteilung über die Aniahl der abgelieferte« Marken einzufcnden: die nicht abgeholten oder mehr überwiesenen Zucker mengen find nach vorgeschriebencm Muster dem Lrädüichen Ledensmittelamt zu melden. Nichteinhaltung dieser Z,ist. sowie unrichtige Angaben über oen Zuckcrbeitand und Utiregelmänig- keiicn bei der Abgabe des Zucker» haben den Au»- schlug von der Zuckerverteilung zur Folge. Osiehen. den 29. Marz 1919. >0468 Der Oberbürgermeister (LcbenSmittelamt). Ausgabe von Bückingen. Ab Douner-tag den 8. Avril 1919 bi» ein »rbliehlich Piontag den 7. dS. MtS. erhalten die .Qunücii nachstehender Geschäfte auf ie eine in dem Geschäft abgegebene ^ebenSmiitelkarte ' , Vfund Lvrotien oder Lprottbückinge zum Preise von 70 Pfennig für das '/< Pfund. Der BesleUau»- wet» »ur tzebenSmitielkarte ist oorzulegen. Earl Fekei, Marburger Sir. 25 H. Kalbfleisch. Liebigs,r. 71 5. Kalkhof Nachf-. West-Anlage 5 E. G. Kleinhenn. Bahnhofitratze 59, außerdem die noch nicht belieferten einaeschriebenen Kunden der Firma W. Haas, Bleichstrabe. Gletzen, den 1. Avril 1919. 4159B Ter Oberbürgermeister (LebenSmitlelamt). gtUihts frriliorps. zkldtttillcrit-Rkgimit Nr. 25,4. Satkrit stellt Freiwillige zu den bekannten Bedingungen ein. 30 M. Löhnung und 5 M. Zulage pro Tag. Verpflichtung auf 6 Monate einschließ lich 4 Wochen Probezeit. Zur Einstellung gelangen gediente Artilleristen, aber auch Ange hörige des Jahrganges 1900. Letztere mit Genehmigung ihre- Vaters oder Vormundes. Zur Einstellung gelangen nur moralisch einwandfreie Persönlichkeiten. ®h4D Militärpapiere sind mitzubringen. 4. Batterie Zeldattill.-Regt. 25 vauernheim (Kreis Büdingen). Freiwillige fache« Freikorps-Batterien Wagnern Geppert de» Regiment» 61. Vorläufiger Staubort Babcnbanle«. __________Bedtnguuge« wie üblich._____4O61D Der Plan über die Herstellung einer oberirdischen Telegraphenlink an der Hosburyliratze tu 8Uen-Su|edi liegt bei dem Postamt tu Bietzen von heute ab 4 Wochen au» Darmstadt, 1. April 1919. 41T7D _______Ober.Postdirektlou.________ Stadt. Arbeitsnachweis Glttzcn West-Anlage 31, Teleph. 2054. ES können eingestellt werden: r. bei hiesige« Arbeitgeber«: 6 Schneider, ein ^rifeur. 13 Schuhmacher. 15 Grubenarbeiter, 14 Schreiner, 1 Ptlderetnrahmer. der mit bet Maschine umgehen kann. ProvisionSteisende, Awei Metallbrenner, 1 Wogen lackieret, 3 Zimmerleute, Handlanger, 1 Buchbinder. 1 Graveur, 3 Ha«»- burschen, 1 jung. Backer. 1 OoUbilbbauer, 1 Uhrmacher. Lehrlinge: 2 Kaufleute, 5 Kellner, 2 Backer, Awei Buchbinder, 1 Btlbereinrabmer, 3 Maler itnb Weihbinder. 2Gra eure, 1 Gnriner, 2 Schmiede. 2 Schreiner, 1 Seiler. 1 Ztifeur. 2 TnveAierer und Polsterer. 2 Drucker. 3 Sever, 1 Sattler b. bei a«»wörtigen Arbeitgebern: 2N landro Knechte und Arbeiter. >20 Grubenarbeiter, fflnf Schuhutacher, 9 Schremer. 4 Schneider, 3 Siein« Hauer, 3 Ltahlgraveute. 1 Hau>diener «KriegSbe- schadigtert. 1 Uhrmacher. KO Steinbruch- und t5rd- arbeitet. 1 Piebfiitterer. 2 Stellmacher, 1 Elektro- monieur, 1 Frifeur. 1 Kellnerlebrling, 2 Kutscher für Aetzte 2 Buchbinderlehrltuge suchen Arbeit: 4 Metzger, 3 Bäcker, 7 Schrift- fetter und Buchbrucker. Kaufleute. Schreiber und meifende. 4 Auiofchloller, 2 Küche, 5 Kellner, Packer. Hattsburfchen und Ausläufer, 2 landw Betwalter. 3 Cifettdreher, 10 Maurer, Mafchinenichlofser. Bauschlosser, 4 Mechaniker. 1 Soiliernteistet. ein Schäfer, 2 Buchbinder, 4 Gärtner. 1 Polsterer, 2 Sattlet, 1 Müller. Malet, Anstreicher und Tavezierer, Weißbinder. 1 Pfleger, Arbeitet, ein Fotubeamter. 5 So. ngler ttnd Installateure, zwei Rtnitfabrcr, 4 (Llekttomonteure. 1 -t>ciAer. 1 Dekorateur, 1 Geometer li. Klasse. 1 Drogist, 1 Schmied. 1 Schreinermeister, 1 fttnnnAnebilfe, I Melker, ei« Maschinenbauer, 4 Hoch u. Tiefbautechniker. Awei WerkAeugschlofser, 1 HilfSmonteur, 8 Schweizer. 1 Moiorschloifer, 3 Steinmetze. Lehrlinge: 5 Kaufleute, 4 Schreiber, 17 Sch lallet, 3 Elektriker, 4 Plechaniker. 1 Gärtner, 9 Schuhmacher. 2 Konditoren. 5 Metzger, 1 Vonbroirt, ein Svengler u. Installateur, 3 mifeure, 1 Schmied. 1 Bäcker. 1 Koch. 1 Uhrmacher. 1 Glaser, 1 Buchdrucker, 1 Sattler. 1 Buchbinder. Weibliche Abteilung: Bei bieftae» Arbeitgeber« könne« eingestellt werden: 1 jüngere» Mädchen in ein Geschäft, ein besseres Hausmädchen, 2 Kächitineu. 2 verf. Hotel- köchinnen, 2 Weberinnen, 1 Waschfrau. 1 Kinder- ofleaerin, 1 Bülettsräulein, 1 aaffeefürbfn, 1 eins. Stütze, Dienstmädchen. Kauffrauen, Mädchen tagsüber, 2 .Küchenmädchen. 1 frrau vorn Lande für Gartenarbeit gegen BeAablung und freie Wohn- 4 Lehrmädchen. Bei auswärtigen Arbeitgebern könne» eingestellt werben: 10 landw. Dienstmädchen. Dienstmädchen. HauSmädchen. ES inchen Arbeit: Bureaugehilfinnen, €tnto« typistiunen, Berkäuserinnen. 1 Bibliotheksgehillln. 1 Friseuse. 4158V < > TeU-Nr. 104. Del. Nr. 192. Telephon 378. 4142 mit NchudkMtea. AIS langsSbriqet «efchäftSfllhrer meine» . , Vater« M. Nestler, Öichen, blcrburdJ ben < > verehrten Laubrotrien unb sonstigen werbt- < > besitzetn zur Mitteilung, bah ich mich in Wetzlar ;' selbständig gemacht habe. Ich halte mich tot :: Anlauf von Schlachtpserden < > besftnv empfohlen. Bitte meine Firma nicht < > mit Gienen au verwechseln! Bei Bestellung <' komme sofort. [06637 Pianehaedlwe« , ' < Neharswe« 91. S P«raa;r. W. Wicklung, fotoie Trane- «daalea., Fnilerachaelte- ■asehlnea, Baelileea für »raubenteb liefert Philipp Becker. ftaUateur. Treis (Hesa.). 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