SACK 3n>tmttgsrun6örn m für den Winter Südd^utschland angeboten IRME >CKE vahl >ken, ihäueenu kostenlos 13393 Ur. 28t Ter «ietetter Anzttg« erWint uvqlich, außer Sonn- und Feiertags, vezugrpreir: Monatlich 2 Mark, viertel,älirl'ch 6 Mark einschließlich des Bestellgelds; Ou» cd die Bost vierteljätirlich 6 Mart ausschließlich."elteNgeld. Fernfvrech • Anschlüsse: rür bie £d>rtftlettunql 12 Teilao.weschäusslellebl Anschrill flirDralNttach- richten: Lazelger Stehe». Poftschecktonta: Stanhurl a. M. 11686 Vision des Vertrages unb von lönigliche Dekret über die Ratifikation nur unter der ausdrücklichen Bedingung im Parlament genehmigen wollen, daß nämlich die Regierung sich zur Initiative einer unbedingt notwendigen Abänderung des Vertrages verpflichte. Der kwchrrat und die Steucroorlaqen. Berlin, 29. Rov. (WB.) In der öffentlichen Sifrung des Reichsrats, die Sams'ag vorm ttag unter dem Vorsitz Erz ergers siattfano, ist mit der Plenarberatung der neuen Steuervorlagen (Kap tat er traf,Steuer, Neick>sev'kom- menffeuet, Landesstenergesetz) l^ointm nwrien. Einl itend hol) t-er Berichte rstatxw der Ausschüsse Deutschland und Oesterreich. Wien, 29. Rov. (Wolff ) In der gestrigen Geme.nderatssitzung machte $ür ^erntet, :er Reumann von der Erklärung des Bcrlmer ^Oberbürgermeisters Wermuth in der Berliner Stodt- verordnetens.tzu g Mitteilung unb gab den Wortlaut folgenden Telegramms an Wermuth bekannt: „M.t tie er Rü.,ru g l-abe ich Kenntn s genommen von den warm herzigen Woib.n, die Sie an die Berliner Stabtoeror -eten gerichtet Halen. Tie freundscha.tlichen Geiü 1', die aus ihrer zur Hls:ä.igk-ameritanische Hllsswerk dadurch irgendwie bebinvert würde. Unsere gefangenen Seeleute in England. London, 29. Rov. (WB.) Die Seeleute, welche die d-eutt'che Flotte von Scapa Flow vernichtet haben unb die gegenwärtig in einem Hager bei Astwestry interniert sind, guhm ihren Wächtern in der letzten Zeit Anlaß zu zahlreichen Silagen und verlangen, daß man sie nach Hrus entlasse wie die übrigen deutschen Gefangen:n. 91 m Dienstag haben sie sich zu widetsetzen versucht imb wollten in den Streik treten. Indessen halten bie Meuterer bei Herannahen von Trnpch.-nabtei- lungen mt auf geb laustem Bajonett i.,re Tä iy- feit wieder ausgenommen und seither sich nchrg verhalten. Verhandlungen zwischen Deutschland und der Sowjetrepublik? Berlin, 29. Rov. (WTB.) Die Meldung eines Berliner Blattes, daß Verhandlungen zwischen Deutschland und Sowjetrußland im Gange seien unb einen besriedigenden Verlaus nähmen, ist dahin richtigzustellen, daß es sich vor allem um die Rückgabe von Geiseln handelt. Parteitag der Unabhängigen. Leipzig, 1. Dez. (WB.) Der außerordentliche Parteitag der Unabhängigen Sozialdemokratischen Parter Tcutschlands wurde gestern abenb im Leipziger Vollsh'ause durch Crispin (Berlin) im Auftrage der Parteiltttustg eröffnet. An wesend waren etwa 400 Telegier de au-3 allen Teilen D utichlanr^s, sowie Gä.e ans Oesterr ich, Schweden. Dänemark und Rumänien. Crispin gedachte zunächst des verstorbenen Hugo Haase, den er als Mensch, Führer und Kämpfer würdigte. Er besprach bann b:e politische Lage. Unter stürmischem Beifall der Versammlung erklärte der Redner, daß eine Einigung zwischen der Partei der Roske-Sozialdemokratie und dem klassenbewußten Proletariat unmöglich sei. Die l>ut ge Gesellschaft ha"?« historisch Beine Daseins- bereditigimg mehr. Sie müsse und werde über» wunden werden vom Sozialismus. In diesem Sinne wünsche und hoffe.er, daß der Parteitag arbeite. Hieraus schritt man zur Wahl des Bureaus. Rach längerer Geschästsordnungsdebatte wurden als Vorsitzende mit gleichen Rechten einstimmig gewählt: D i 11 m a n n-Berlin, Lipinski- Leipzig unb Braß- Remscheid. Ferner wurden vier Schriftführer gewählt. fr-nror, daß bie Ausschüs e -ich bemül)t^l)ätten, für b:e Lä 'der me:,r herauS-uschag- n. meinben sollten Fici' e Re»»e ihrer Steri-^rselbstän- d'gk'it Italien. Tie jetzi en Bestimmu gen fiten nur bis 1. April 1923 gri en and bann eine neue gesell che Regelung statt i b-n. Erzber - ger erfiä.t: namens der Re?ieruug die Ausschuß beschlüs'efürun an ne lnn bar, nach denen d e Ci.'.zelländer auch am Ertrag der Ka- Aur 6cm Ueöche. Ausfuhrzölle. Berlin, 28. Rov. (Wolff.) AuS Dresden wird der „Köln. Ztg." berichtet, oaß daS Reichs- wirtschattsministerium auf Drängen Sachsens Maßnahmen zur Erhebung von Ausfuhrzöllen vorlnachte, um die Valuta auszuglcichem. Es soll sich um Zuschläge von 100 Proz. handeln. Dazu hören wir, daß über den Ausfutazoll, der ja von verschiedenen Seiten gefordert wird, Verl-and- tungen schweben, an denen nicht allein Sachsen, sondern auch die Vertreter der übrigen Länder beteiligt sind. Man sei jedoch weder Über die grundsätzliäx Gestaltung noch über die Höhe be£ Zolls cn irgendeiner Weise schlMg geworden. Berlin, 29. Rov. (WB.) Aus dem Kabinett nahestehenden Kreisen vernimmt die „Ta tlichc Exr ienz sch echtes g4 un:cr* binnen würde. Ebenso unannehmbar fei für bie Reichsrecherung dieKlausel des Anerkennungs- Protokolls, nach der es in das Be ic en Frankreichs gestellt wäre, jederzeit in Deuttchand mt-, litänschein zurücken. Die Reichs.egierung, so schreibt das Blatt, will den Frieden, aber nicht dÄ einfeitige Fortsetzung des Krieges. Als sclbst^r-- tänbhdK Voraussetzung wirtz es migesehen, daß die in Frankreich >besietlichen Kriegsgesangenen zurückgesülirt werden, so n>.e d-er F.iedenSverttag es vorsieht und nicht nach neuen Bedingungen. Heul aucher k. D. R. P. a. 'eifenhai^ ne». Unentbehrlich i ;e4en Kauchtisch, tellwen bei att, Nord-Anl.! Telephon 23. &EÄ! 1 Kreuzplatf »Denbediennng. gerichtet: Die Rachrichten von der Rot des deutsch- österreichischen Brudervolkes lösten in ganz Deutschland das tiefste Mitgefühl aller Volksschichten aus ohne Unterschied der Parteistellung. Selbst in schwerer wirtschaitlicher Bedrängnis und in ernster Sorge um seine Zukunst bewahrte sich Deutschland doch ein Herz für die Leiden seiner ©lammet genofjen außerhalb der Reichs grenzen, deren es in diesen Laaen besonders herzlich gedenkt. Zum Beweise dieser Gefühle ist in ganz Deutschland eine umfassende Hilfsaktion eingelritet worden, die hoffentlich zur Milderung der schärfsten Rot beitragen wird. Ich darf Sie, Herr Präsident, bitten, dem deutsch-österreichschen Volke aus diesem Anlaß die treuen, brüderlichen Grüße des ganzen deutschen Volkes und die innigsten Wünsche für eine baldige Besserung der Lage übermitteln zu wollen. pitali\-ntenf:euer beteiligt werden so lien. Der preiÄ''che Mi nste-p L'ident Hirsch erklärt«, ans prckttischen Gründen, um in ben Finanz- g setzen leine Tisterenz zwisckien Rtttt srat und Reichsregiennrg caiffymmen zu lc s en, wenn a d) schweren Herzens aus tie Aüsschuscheschlüsse über die Beteili^mg der Länder am Ertrag der Kapital- rentenfleuer zu verwich en. Dieselbe Erklärung ga-, ben l ie Vertreter Wütttembcrgs, Badens und Hamburgs ab. In der folgenden Genevaldebatte erklärte Ministerpräsident H i r sch, daß die gnttindliche Stel- lungnafime zu diesen bedeutmigsvollen Gesehen wegen ihrer Uäten Einbringung nicht möglich war. Wenn tie preußische Regiermig dcimoch der Weitergabe an die Rat ionalver'ammlung zustimme, so geschehe dies nur, weil eine Verzögerung; aus allgemein politischen Gründern uncrw nscht ist. Der bavrische Gesandte schloß sich diesem formalen Protest Preusittis an, brachte aber auch scharte, materielle Einsprüche vor. Tie Zu- Mtüibigfffit d^s Reiches auf Lullurellem G?biek lolle ii.-r auf Kosten der Einzel ten und Gemeinden erioei.ect roten. G gen das übnchasveie T- mpo in der Entwicklung zum Einh?i.s,.vLit bei^iben er- dabliche enken Tie bayerische Regierung uwne, daß diese Ge''e»igebirng der prak'.isch n Durchsul7r/ barveit den schärsswn Widerspruch hernorrufm und über kurz -otvr lang zum Zusammenbruch fuhren müsse. Minister Erzberger crfWe darauflHn, Neuland. AuS Buenos Aires wird den „Wirt- schastl. Zeitfr." geschrieben: Tie Einsicht, daß alle Weltverbesserungspläne ohne den Willen zu rastloser Tätigkeit töricht und unfruchtbar sind, wird mit der Zeit in Deutschland an Boden gewinnen, es wird wieder gearbeitet werden, und unsere Wirtschaft wird in langen Jahren mühsam gesunden. Und langsam wird auch wieder der Weltverkehr Brücken bauen von Land zu Land, der ausgewühlte Haß wird verebben und bie Leidenschaften werden wieder ruhig werden. Aber es gilt nicht ruhig zuzuwarten, bis dieser Zeitpunkt eintritt. Wir müsen selber zu- packen. Wenn auch die Welt »erteilt ist, müssen vir dennoch Neuland suchen, damit die Intelligenz und alle Kräfte, die durch den Friedensoerttag in Deutschland zu einer unfreiwilligen Brack>e verurteilt worden sind, fruchtbar gemacht werden loimen für das slieuland sowohl als das Mutterland, dem sie hoffnungsvoll entströmten. Früher Ti aren die Staaten von Nordamerika dM Land der Hoffnung, heute richtet sich der Blick vundert- Itiiifenber nach dem Süden der Reuen Welt, wo tatsächlich Neuland für ungeahnte ZlikunftSaussicAen vorhanden ist, nicht nur für ixe, bk Deutschland den Rücken kehren, um unterm südlichen Kreuz ihr Glück zu machen. Argentinien, Brasilien, Chile sind N>r allem die Länder, die für unsere wue Außen« tnrtfdxi t in Frage kommen. Sie lyaben lleberfluß »n Schätzen, die wir während des Krieges zum Eeil schtver entbehrten, die Kolonialprodutte Bra- Gliens, die landwuttsä-astlichen ErzeiMrisse Araen^ ttniens, Salpeter und Jod der chilenischen Kor- d-illeren. Dagegen sind sie arm an Jndusttieunter- ^ehmungen und fütb gezwungen, alle Fettig'abri- f-ate aus Europa, neuerdings auch aus Japan, emsufülrrcn. Durch die Hetzarbeit der Verbands- »lächte ist im Kriege zwar eine gewisse Mißstimmung gegen Deutschland unter den Südamerika- nem l)ervorgetreten, aber erstens blieb diese Miß- frimmung nur auf Angehörige der uns feindlichen Staaten, meist Italiener, beschränkt, und zweitens bat das Nachlassen des Ententedrucks sofort eine r-ahrnehmbare Aenderuna der öffentlichen Meinung im deutt'chfreundlicyen Sinne bewirkt. Die Wiederanknüpfung und dauernde Befestigung der deutschen Beziehungen zu Südamerika hängt nur davon ab, ob die deutsche Industrie gute Hrzeugnisse zu liefern vermag. Freilich haben England und Nordamerika bereits verbucht Tk-utfcblaitb , fernerhin auch in Südamerika «uSzuschallen, ictnd) müssen mtt der Ratifizie-- Timg des Friedensverttages von deutscher Seite unbedingt Gegenmaßvegem ergriffen werden, die ben für Deutsch'and glnffiirh*n itts» fart -r' »--n I5eg zum Erfolg vor der Untergrabung durch die ^crbandSmächte sichern. Wie m dec Frage der Besiedelung südamerika- irischen Bodens durch Deutsche, die nur durch ßaatliche ge'ellschaftliche Auswandenmgsunterneh- uten gefahrlos und rentabel betrieben werden kann, ü> muß auch hier auf dem Wege des Zusammenschlusses gearbeitet werden. Einzelne Anknüpsungsversuche werden an dem Machtwillen ber englischen Ausbeuter und Yankeaausbenter falfeitem. Rur ein Zu'ammengeh.»n aller Wirtschaft skreise 'tarnt der deutschen Auslandswirtschaiftl von Nutzen sein ürcb kann Wette schaffen. LIEDER > *;S". ti**r Do»*u nezialitäten #cblferbe| be|(ear»t AP^ a5d»^n aUcr kfnrt-^i Der erste deutsch-österre'chlsche Gewcrkjchaslrkongretz. Wien, l. Dez. (WTB.) Gestern trat bet erste deutsch-österreichische Gew e rk- schaftskongreß zusammen, ^u welchem 3bO Delegierte im Namen von über 660000 gewerkschaftlich organisierten Arbeitern erfdnenen waren. Nacktem der Abgeordnete Robert Simon den Kongreß mit einer kurzen Ansprache eröffnet hatte, begrüßte Fimmen - Amerika den Kongreß un Namen des internationalen Gewerkscktaftsbundes, wobei er die Haltung der österreichisck)en Delegierten auf der Amsterdamer Konferenz würdigte, die dazu beigetragen habe, die Kluft zwisck>en den Arbeitern der ehemaligen kriegführenden Länder Pu überbrücken und eine neue Internationale auf- yubnuen. Er machte sodann Mitteilung von der Hilfe des internationalen Gewerksckiaftsbundes für die österreichischen Arbeiter. Der Vertteter der deutschen Gewerksckxu'tskommis ion, Umbrett, berichtete übet die Gewerks chastsoewegung in Deittschland und erflärtc, seit dem WaffeirstillstaTrd sei ein beständiges Wachstum der Gewerkschaften ui verzeichnen. Die Zahl der Mitglieder betrage gegenwärtig 7 Millionen. (Eine Konferenz für den völkerdund in Brüssel. Paris, 1. Dez. (WTB.) Morgen tritt in Brüssel die Konferenz für den Völkerbund zusammen, an der die alliierten und assoziierten Staaten teil nehmen. D« Husammenkunst erfolgt auf Veranlassung der französischen Assozia- tion für den VÄkerbund, deren Präsident Leon Bourgeois ist und deren Organisation sich auch die englische Gesellschaft für den Völkerbund, der Lord Cecll vorsteht, angeschlossen hat. 17 Staaten entsenden 80 Delegierte. Es soll beraten werden über die Rechte und Pflichten der Ratioiren, die dem Völkerbund angeboren, über die Errichtung eines Obersten Gerichtshofes, übet den Schutz der Mirrderheiten, Verminderung der Rüstungen, Organisation einer gemeinsamen Militärmacht und über die demokratische Auswahl der Bettreter der Rationen für die Generalversammlung des Völkerbundes. EMich glaubt man, daß die Versammlung einen warmen Appell an beit amerikan schen Senat und an die bereinigtet Staaten zugunsten des Vö.kervunoes rich>en werde. Ein StimmungSumschwung in England? Amsterdam, 29. Rov. (WTB.) Der „Tele- «raas" meldet ans London: In einem Leitartikel, ter von dem Umschwung der Stimmung gegen über den ehemaligen Feinden handelt nennt die „Ti meS" die Unterbauterflä» rimg Lloyd Georges, daß man die Wirtschaftslage Mitteleuropas durch umfassenden Kre- t i t bessern müsse, die wichtigste Antwort aus alle an den Ersten Minister gerichteten Fragen. Das schreibt, für Oesterreich seien bis zur nächsten Gatte 20 Millionen Dollars nötig. Tie amerikanische Regierung werde sich dem Werke der Barm- bcrzigkeft nicht entziehen können, das in Mitteleuropa verrichtet werden müsse. Insbesondere Oesterreich müsse von der gegniroärtigen Hungersnot gerettet werden: man müsse jedoch der Möglichkeit Rechnung tragen, da» die ^Bereinigten «Staaten auf ihrer Weigerung verharren würden. Dadurch entstel-e die dringende Frage einer engeren Zusammenarbeit au wirtschaftlichem Gebiete zwischen Deutschland, der Tschecho-Slvwakei, Oesterreich und dem südsl aov i s ch e n Staate mit Unterstützung und Ermutigung seitens Englands und Frankreichs. Es sei eine Pflicht der Alliierten, mit der Wiederherstellung Mitteleuropas zu beginnen, ohne die so gut wie seine Aussicht beliebe, daß irgend ein Donaustaat wieder zu Wobl'ahrt gelange. Auch das Lloyd George nahestehende „Daily ClZronicle" begrüßt die Erklärung des Ministers, daß Mitteleuropa durch Kredite unterstützt werden müsse. Dieie Unterftihung werde nicht nur den Alliierten, sondern auch den früheren Feinden, hauptsächlich Deutschland, zuteil »werden. Ttalienfsche Stimmen für Revision des GewaltfricdcnS. D e r n, 29 Rov. (WTD.) Anläßlich der bereits »meldeten Skufxtung Tura t is in der „Ctt- hca Sociale" bespricht der „Secolo" die unatz- tetidba e Notwendigkeit einer Revision does Bersailler Gewaltsriedens, der die Muhe der Welt von neuem gefährde. Ter Ver.ailler Wertrag verhindere, daß Deutschland nach der WLscLÜmg vom MllitariSouts und Jmperüuismus gen des Bürgermeisters Beifall ausgenommen. Berlin, 29. Rov. (WTB.) Der Reichspräsident hat an den Präsidenten der deutsch- österreichischen Republik folgende Kundgebung umgekehtt würden Lander und Gemeinden &u* ja mm en brechen, wenn diese Reick»sgei'etzgebung mcht dnrchgefühtt werde, berat nur so könnten ttnt bat finanziellen Gesundung entgegensetzen. Ter, sächsische Gesandte erklätte, daß Sachsen entsaMssen» sei, dem Gesetz zuMslimmen, um den bitter notwendigen Sck)ritt nach vorwätts nicht auf^uMten. Ein Vc-rtreter Preu ßens erflärtc, daß igegen* über der Frage des Tempos der Entwicklung zumi Eintzeitsstaate Preußen einen dem bayerischlkn Gesandten gegenüber durchaus abweichenden Standpunkt einnehme. Ter hessische Fin.attzmt^ nister machte die Zustimmung Hessens davon abhängig, ob man den Staaten unb Gemeinden ihre kulturelle Selbstäudig- k e i t ließe, die die Selbständigkeit auf finanztelleW Gebiet voraussetze. Ein badischer Antrag, daß die Räuber unb Gemeinden das Recht haben sollten» Zuschläge zu dem Einkommenssteuettarii zu erheben, wurde gegen die Stimmen von Baden, Hessen und Bayern abgllehnt. In der Gesamtabstimmung wurde das LandeSsteuergesetz gegen die Stimmen von Baden und Hessen angenommen. Berlin, 29. Nov. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Reichsrates wurde das Kapitalertragssteuergesetz imb das Reichsein- kommensteuergesetz nach den Beschlüssen des Ausschusses angenommen. Zu erwähurni ist noch eine von den Ausschüssen im KapitalettracMeuer^ gftetz vorgenommene Aendermrg. Wäl)rcnd die Vorlag: Tivi^endenpapiere mit 20 Prozent und die anderen Papiere nur mit 10 Prozent wm ®r4 trage besteuern wollte, setzte der Ausschuß die Er- trags steuer allgemein auf 10 Prozent fest. Es folgten Begrüßungsansprachen der ausländischen Delegierten. U. a. sprach, lebhaft be» ' Die Ge- grüßt, im Namen der österreichischen Sozialdemo- Ld'rsesbstän-'kratie Dr. Friedrich Adler, der die traurigen Zustände in Oesterreich schilderte und ein Bild der Daseinsbedingungen gab, unter denen das österreichische Proletariat lebe. Von den französischen und italienischen Sozialisten sind Sol>daritäts- lundgebungen einge^angen. Am Montag vormittag wird dec Partellag üi die Beratungen eintreten. Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung liegen weit über 100 Anträge und Resolutionen vor. Erster Blatt 169. Jahrgang Montag, t. Dezember 1919 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Gberhesien Lin Ausruf der Schweiz zugunsten der (Scfanceiten. Bern, 29. Rov. (WTB.l Schweizettsck>e De- peschenagentur. Der Schweizer Bund e s r a t hat an die Regierungen der am Krieg beteiligten Staaten folgenden Aufruf yigumten aller noch nicht entlassenen Kriegsgefangenen gerichtet: Ge- leitet von einem höheren Humanitären Interesse, haben neuerlich über hundert Mitglieder des Schweizer Nationalrats eine Motion, welcher sich der Rai mit Einmütigkeit anschloß, eingeleitet, die den Bundesrat ersuckst, bei den interessierten Regierungen Schritte zu unternehmen, um die möglichst schnelle Heimsck>aifung der so fern von ihrem Vatettande zurückgelxrltenen Kttegsgesangenen zu erlangen. Unter diesen lyob die Mot.on besonders die in S i b i r i e n und Frankreich befindlichen Gefangen en, sowie die ans Deutschland noch nicht feeimbeförberten russischen Gesangenen hervor. Der Bundesrat konnte diese Kundgebung, die so ganz- dem Ge ü st de. ö e t id;en M>. irarng in der Sch entspttchl, nur in zustimmerchem Sinne entgegen- nebmeit. In melden Lande immer diese Geiange- neu noch znrückgehalten werden und welches arch die Grü'.rde der unbegrenzten Verlängerung ihrer Gefangenschaft sein mögen, so muß dies bei ihnen unb ihren Familien bittere Enttäuschung und tieie seelische Bedrückung Hervorrufen, und eine wahre ein Element deS Friedens, der Ordnung und des l soziale Gefahr könnte sich aus dem Gersteszustande Fortschritts werde. Er beroirte statt des en, daß es ergeben, der Hundcrttauiende einer solchen Prümng mit Rachegedanken umgehe. — Auch die katholische I unterworfen Manner unl)eubar &u erfassen droht. „Corres ponden za" spricht von einer Re- < Zn Berücksichtigung der (aut bekundeten Gefühle ■- Strömungen, die das j des Parlaments und des Schweizer Volks und | getreu hen Humanitären Bestrebungen, welche den Bundesrat stets gegenüber allen Kriegsgefangenen geleitet haben, glaubt er, bei Anbruch des Winters noch einmal bie hochherzige Aufmerksamkeit der verschiedenen Regierungen aus die traurige Lage der noch nicht befreiten Gefangenen hinlenken und an diese die inständige Bitte richten zu lassen, alles zu tun, was in ihrer Mackü steht, um endlich den allzu langen seelischen und körperlichen Leiden dieser Kriegsopfer ein Ziel zu setzen. 12817 Tannt s« bewiesen, daß 'btt Gewerk Halten do- vertrauen der Massen nicht verloren harren. Tros eigener Lebensmittel- imb Kohlennot tyabe Deutsch- ianb eine trilf-aktton für seine beut, ch-österreifischen Volksgenossen eingeleüet, mtt denen es sich aU ein Volk fühle. Sodann richtete Staats kantzler Dr. R e n u e r eine Ansprache an die Erschienenen. Aus StaM und Land. Sieben, den 1. De-. 1919. tSinn wurde die Adventszeit eingeführt? toöenl bedeutet Ankunft. Im kirchlichen und auffieidi gewöhnlichem Sinne versteht man barunter Ankunft auf Erden ..Advents- it" aber ne nt bte christliche Kirche die Zeit d.r Vorbereitung auf die „gitobi-nbringinbe ßfejurl Jefu im Fleische". Diele Zeil n.mmt in der gesamten al'endlän i chen Lirrbe, also m der römisch-latho i chen wi in den verschiedenen protestantisch n kirchttcken Gemiüi- schassen, am vierten Sonntay vor dem 25. Dczem- ber chren Anfang. Sie bauert bann, wenn das WeilmachtSfcst auf einen Somrtag fällt, volle vier 23ccf en. In den Kirch n d S TlotynLnbed umfaßt die Udoentsreit stet- die vier-ii dem Christs st vor- Mtgestlmven Tage. Wann die Adventszeit un) ihre kirchliche Feier ijwef.fct nrorbci Hub, fM/t historisch nicht fcfl Jedenfatt- roar eS nicht vor dem Beginn deS teilen Viertels d.s fünften Jahrhunderts und zuerst im Orient der Fall: ob aber in dec allgemeinen (kath-lifchen' Kirche d S MorgeilandS oder ob in einer dr schon bamatJ von t r ab- ßCiit*etß!en Seftcn, N fraglich An d-n Ländern deS bGantin schen ober oströmisch n Reiches f."feint ße sch:» im Anfang des nächstfolgendenJahr hundert- ü'llaemoin «nesen -u sein, im Abendlands aber rovuroe die Dobachtung der AdventSzeit erst etwas später üblich Dre erste Erwähnu^ig einer Bestimmung über die kirchlich' Fein: dieser Zeit finbet sych juerft (m fW--’ )21 w b - Snnobe von Lerida in Katalonien eine solche für daS tteft* gotische Reich, d. h für bas -«mi r. i. an* ordnete. Son h er aus verbreitete sie sich bi) tzur Mitte des Säki'lumS auch über die anfeoen ch östlichen Säitber Europas: i'pitcr auch üst r die damals noch heidn sch n. Tie tier Sortn tage d's Advents, die der abendländischen Kirch- riiCTiffimld) sind, hat von 590—604 regierende Papst Grc- yor I. eing-führt Jedenfalls liegt b*r re'iriösen Feier der lAdvcntSzeit ein tiefes, vollberechtigtes Sefühl »u Grunde. Proviuizial-GeflügelauSstettung. Zu eine\tt wodlgelungeren Unternehmen gestaltete sich ü'M SamStag und Sonntag die vom Gießener G f.lü el- und Bogttzuchtverrin und von den oberhessisechen Geslügelzuchoereinen veranstaltete ProvinzialauSste lung auf der Lie'-ig°»höhe. Tie Ausstellung ibi es sehr schönes Zucht material auf, und es wurden bei ho hm Preisen zahlreiche Käufe abgeschlossen Der tnhaltreiche Katalog nies Dähne aut mit 200 Mk., Zwer^ltühner da- Paar bis zu 5G0 Mk., tjarbariauben oaS Paar bis zu 600 Mk. Sämtliche oberhefsischm Geslügclzuckstverrine, der Verein deutscher Kröpfer-Z üchtr, die Landwirt- schaftSkanimer, her hessische Taubenzüchtn-verein, Brieftauben klub ließen, der II.rf(büßten in Siesten und zahlreiche Einzelpersonen hatten Preise gestiftet Im Beisein des Vorsitzenden der obcrbeifi# schon Vereine, Södsler sNt der Gemünden) und deS Vertreters der LandnnrtschaftSkammer, Dr Wagner, wurde die AuLkfellunq am Samstag eröffnet. Der Besuch war am Samstag besonders stark. DaS Ergebnis bet Pränriierung werden nxr morgen mitteiten. Arbeitsplan Im Obst- und Gartenbau. Monat Dezember. Erde zur Skrbeffennuj des Gartens herbei» schassen irnb ausbreiten. Komposterde in den Garten schaffen und breiten. Rigolen und Erdarbcilen jeder Act ausfülwen, so lange eS die Witterung S stattet. Singvögel füttern. Die Pslan^n im eberwinterung-^raum narfifeben Fenster verkitten. Auf die Hasen achten. Wühlmäuse bekämpfen. Ve anstattunaen Montag: Stadttheater, 7 Uhr, Hamlet. — LichtsPlcttxmS. Bahnhofstraße, Der goldene See. — Lichtspiele, le an den Volksabstimmungen In den Ab- timmungSgebioten teilzunrhinen berechtigt ind, die Ertverbslosenfürsorge für die notwendige Dauer ber Teilnahme wcitergczahlt werden kann, wenn sie eine Bescheinigung des Gemeindevorstanoes des AbstimmunasorteS über die erfolgte Teilnahme an Der Abstimmung ßcibringen. Landkreis Gießen. O Garbenteich, 28. Nov. Der hiesige Friedhof ist fast vollständig belegt unb bedarf der Enveileruny, die sich unmittelbar an dm a ten Friedlwf anschlwßt. Als Umfriedigung wälzte der Gememderat eine Lbeube £>:dc aus Weißdorn und zu deren Schutz vorerst einen Zaun auS Latten unb genehmigte in seiner l.tzten Sitzung den auf- aestcllien Voranschlag in vöhe von 17oO bis 2000 Mark. -m. Lungen, 29 Nov. Ein unliebsamer nächtlicher Besuch wurde einem hi stgen Landwirt zu teil. Ws er heute früh nach seinen Gänsen schen wollte, waren ihm ferne vier, fetzt so wertvollen, Tiere, während der Nacht griwhlen worden. Die Diebe mußten genau orientiert f in und führten den Raub mit Gewalt quj. St. schlugen b- n eisernen Riegelhalter bei Scitt, so daß der Ri-'gel des Schlosses frei wurde. Nach.em sie ihren Raub auSgcführt, brachten sie bas Schloß wie ec in Ordnung. Man hat bis jetzt noch ferne Spur von den Tätern. LrriS Schotten. O Gedern, 1. Dez Die hiesige Ortsarnppe deS Deslischen Bauernbundes beschloß zur Unterstützung des im Sept mber durch ein sch er s Brandunglück empfindlich geschädigten Shtjlie. t» Gbrifnan Birx II. eine L>ous ammding zu veranstalten. Weiter wurde teichlos.en. in ein r ttagath an die Regierung gegen bte geplante Rationi.ru rg deS Brermholzes Stellung zu nehmen, da der ländlichen Bevölkerung -ugemu et wird, mit der un- alaublich geringen Menge von V, Raummeter auf den Kopf ausrukomm-n D.ese Maßna.-me würde nicht nur die Vogelsberger Der-ölk.-rung, die unter klimatisch nicht normalen Verhältnisof der Gutleutkaserne eine Besichtigung deS Garvc-Lan desschützenbataillons vor. Nach einem Vorbeimarsch des Bataillons, an dessen Spitze die Rrichswehr- sahne mit dem Gardestern auf schwarzem Grunde mitgesührt wurde, musterte der General die rin- seinen Kompagnien, wobei er die FeldzugSteU- irebmer in herzlicher Weise begrüßte. —= Frans urt a. M.. 30 Nov. Hier ist eine Bewegung im Gange, die mit aller Ew-rgi.' imb dem Zusammenw r e.i weitester streife emm schar'cn Boykott französischer Erzeugnisse und solcher Geschäfte, töt französijäx Waren führen, solange durchsetzen tot*., biS die sranzö- sische Regierung den letzten ictt'chen Kriegsgefangenen herauSgeseben bet. = Frankfurt a. M., 30. Nov. Der vor einigen Tagen gemeldete Ueberfat I angeblich falscher Kriminalbeamten auf ein Lxmauer Fuhrwerk, wobei diese fünf Fäsier Schmalz geraubt lmben sollten, stellt sich jetzt a - Schwindel ^-rous. Ter Kutscher, Sohn eine- untersränkischen Bürgermeisters, bat das Schmalz in der Stadt einem Metzgermnster für 6723 Mk. verkauft und dann. um fernen Betrug zu vermänteln, den UcfierfaH erdichtet. Ter Bursche sitzt bereits in daft. X &anau, 28. Nov. De Stadtverordneten bew l.igten den städtischen Arbeiter» und Notstan -Sar[< lern eine (Erholung dis 6tuv denlohnS von 60 Pi. für Verienatcte un£> 3J für Leb ge Die Notüai^>Sarbeiter erhalten b« gle.che Beschakfnnc^.eit il e wie die stävttsckx-n Ar. beiter, nämlich 1000 Mk. bzw 6(X) Mk. Diese Bewilligunz wurde gegen Die Stimmen der bürget, lieben Vertreter angenommen, bte stommunmen unb Sojraf.cmofuum traten dafür ein. sie bildeten b e Merichrit. Die bürgerlichen Sieb^.T, na- m-.ntl ch di.' Ve. tretet der Demolra.-en, traten ent« sch eben für die Ablehnung ein. Sie twex n daraus rin, daß biShi-r schon die Löhne bet städtischen nr.-c ter nicht gering seien. Für gelernte fiaDtiidx Ar'.»e ter hat bisher ^er JahneSarlxitsvetbunst be> trag n 5500 Mk. u tb 1200 Mk. BeschaffungS. tciaüie, insgesamt 6700 Mk., für umjderi k ftäbt Arve ter 4750 Mk. unb 1200 Mk. BeschaffungS. teibil t, insgesamt also 5950 Mk. Tie neirr nbt Bewilligung erfordert rund eine Mi lion Matt unb ro.rt» bk Erhebung ei »eS 6. StenerauaruU erforderlich machen. — Da in der vorigen Sitzung der Eta^-tverordneten btfdMof en worben war, bw bt" städtischen At^trrn rvther gewählte Bii'chas. fungsbcihilfe von 200 Mk auf die neue schaffuruBdridl/e von 1000 Mk nicht oirwrcrfmeu, nnr-he heute ter Beschluß geiaht» den städtische» B amten und Lehrern auch eine um 2()Ü Mk et» Wte Bescka'ffvigS eihüfe, also 1200 Mk., zu bewillig m. Tie Letzten erhalten eine BeschaffungS, teiirüte von 750 Mk. P Tfarburg, 30. Nov Ein älterer Man» aus Tappel, der im Kriege ei nm Sohn verloren hat, zeigte bei der Gedächtnisfeier am Toten- loimtag eine heftige Gemüts^wegung. Am Fteitas ging er in den Wald unb hängte sich auf. fiocbfcbMlnadyricbten. Q Marburg. 30. Nov In der VovniSsicht, datz das dem jetzig-m Zwischensemestcr fri» gmde Wintersemester noch höheren Besuch wie feil# b.r bringen dürfte, riebtat der Rektor die Bitte an die Eimoohnerickratt der Stadt und Umgebung, jetzt schon alle für Studenten zur Verfügung stehende oder demnächst frei werdende Räume Dem akademischen Wohnungsamt anzumelden. Kirche unfr Schule. Q Garbenteich, 28 Nov Zu der Dahl der freikm fiirchengemrinbea-.Ttr tunq nnrr^e nm ein Wal-loorschlag ausgestellt. Jnfolgedeisen sand eine eigentliche Walst nicht statt. Dir bisherige» Vertreter der ffirtben^cmeittSe gelten alS wi. decgewählt. Für fünf verstorbene bzw oeczogme Mitglieder kommen auf Grund des Wahl Vorschlag? hinzu : Adam Gast, Johannes Sch'varz II., Jakc-d Düringer, Heinrich Ru! I I. und Johannes £?t in» länber. Auf der Tagesordnung für die erste SiBune steht zunächst: „DaS SitzrecH der Fraurn". Nach althergebrachter Sitte haben nämlich die Frauen unserer Gemeinde in der Kirche ihre h-sttmmte» Plätze. Zugezogene Frauen können mfolgedessrn li »mserer nicht sehr aroßen Kirche allzuoft nicht Platz finden, was manchmal zu unlicbiamen Auftritte» im Gotteshaus führt, vier soll mm Wandel erschaffen und allen Frauen gleiches Recht eingrräimt werden. — Anläßlich der Gedächtnisfeier unfern Gefallenen wurden am Totensonntag brren Nan-n int GotteShause verlesen. Aus der Verfeiung fing hervor, daß der Kn eg aus unserer 32 Opfer gefordert Davon fielen auf den Sch acht- iclbern 27, drei starben an den Folgen ftirotm Erkrankung und ruhen auf hiesigem Sri bbol^nei gelten noch alS vermißt, nämlich 6gti|"dan Ballbott und Karl Keßler. Aunst und Wissenschaft. Uraufführung von lyoeriuq- .Scapa Flow*. AuS Jena wird uns geschrieben: Ter Dramaturgische Verein der Universität Jena, der tm vorigen Sommer eine gute Aufführung von (Jk>ew rargs ..Seeschlacht" herausgebracht hatte, totuite tetzt die Urausführung von deS Dichters neuem W. rk „Scapa Flow" veranstalten. ES ist eine Att Fortsetzlmg^ »tvrin der ötur der Mativsen, der in der „Seeschlacht" da- rinz ge Personal ist, wieder auftritt, aber nicht mein als eine Reihe verschiedenartig charakterisierter Typen, die um h« Probleme deS Kröeg?S, deS Mut'^S, deS Vaterlandes innerlich ringm: sondern die IrogÄHC ist bemabfl ein einzig:- großes Klagelied um Vaterland, Flotte unb Elwe, woraus dann die Gestalt des deutschctt Admirals empotragt, der emsam wie Porck t» deS am Schluß der Quartette. Beethoven- L-Moll-Quariett, da- vierte der Werke op. 18 ist durch bte beiden Eck- f ätze zu einer der herooera.iendsten Schövfungen der ersten Beethovenschrn Periode und in ähnlicher Weise populär geworden wie die ,,path6‘.iquc" unter den Sonaten, die in der gleichen Tonart ge- schrieben ist. Da- Andante unb Menuett diese- Quartetts liehen nicht auf g'ridxr £)3le. DaS Llauvtmotio des Andante erinnert stark an da- Andante der ersten Symphonie. Im Finale siegt die humoristische Stimmung Man bat e« wohl starken Av: laus L M WiÜi- Frau hatte die-rnal eine Rotte, in der si< gut abfebnriben konttte. Luise Rarnrnel wiri mit ähnlichen betulichen Ausgaben sicher noch viel Erfolg haben. zz e Siebener Aonzertvevet«. 9icbiier-Cuartrtt: etrcidjquaitctte Don Bcrihoven. m-Tmufir genxtchsen, und die misttfee-e Dönerschaff, de sich in an er >men-werfet Weife it* schn den einzelnen $ft*vn tokknoll idfen cntrielt, dankte eS kd en trnrch Dte Deethovenschen Streichquartette wurzeln fest und tief in den Anschauungen des 18. Jahrhundert-: Mozarts und vaydns. Engere AnknÜv- fung an den zuletzt Genannten ist dabei unschwer festzustellen. Was Beethoven jedoch weil über diese hinau-debt. ist sein wahre-, aus innerem Derzen kommendes Pathos, das in seiner Instrumentalmusik zur Offenbarung wird. Die Kompositionen der letzten BeihotX'N- fdxm Quartettperiobe sind frei von Kber formellen Gebundeuhett, sfe find der sponbane Ausdnick feiner gott.< mieten ober wie Immer sonst gart ten Ei ige mngen. Dfe hier nun ofel (änderen und dre tm Themen werden in warn t p fachen Variationen durcheinandergewüi'rit unb sind dadurch für den Laien gar oft nicht leicht zu fassrn. Anberer'e tS dri igt eine Neigung in volkstümlichen Ge a tungen tmor, nne fit un- in der in diese Periode fallenden neunt.l Symphonb, diesem Symbol der dfi gemeine! Mensch!e tsliebe, entgegetreten. (Ein: ausführ- lidx Besprechung des dielet lefctm Sckaf'enS- periobe angehöomden ES-Dur-QuatuorS, op. 127, ist in der eingangs erwähnten Sonn- tag-nummer des „Gießener Änjeiger" nachzu- lelen). — Die Interpretation der Werke durch des Redner-Quartett machte unS mit STünfikai bekannt, d:e in die Bvethovensche SRuittouM* sung in vollkommener Wrife ein-iebrungen itflk Adolf Redner (1. V oline) mar der tnrangm oebente" m deS Dorfes einentiidxT Beb utunK Sen StHel bomintrt it RhrthwuS, Mel txf unb Themeniühruntz über d e drei anixnt, deren rigK Gestaltungskraft darunter nicht zu leiden braucht und cS and) n cht getan bat dermann Krauß (2. Violine), Paul Dindemith (Violal urw MavrtS Frank bilden mit Redner a» Enfem >le, tri en Darb etti a n tr rd> i(tritt To - yiuni und klüfsge Tech ir sich ungemein sauber imd geschmackvoll anbören. (Ter runpe Frankfurter P v indemith hat sich neulich btrrtbbie Komposition eine- vierteiligen LfedertyklitS „Mel an- cholie" für Alt mit Streichorck<'er inach ®evid>- tm von Christian Morgenstern) und einer T^Dur-Sonate für v oloncello und Klavier ifl pre t fd>r Musiker von t*cf ti-bem Kön en crwe- fen.) Sie alle waren den Anforderunaen ri-r Kom- Gießen, 1. Dez. 1919. Die bisherigen — drei! — Vokal Jonjerte „Gießener Konzertvereins" in diesem Winterhalbjahr hatten eine Abwechslung in der Wahl der Musikgattung durchaus wünschenswert erscheinen lassen. „Endlich Jnstrumen- talmufik!" — dieser Gedanke führte einen in versölmlicher Stimmung zum „Bcethoven- a be n d" deS ,,R cd ner-Q u a r tettS". Eine ausführliche Ä n a t ö 1 e der gestern gebotenen „Streichguartette" wat bereits in der vorigen Nummer diese- BlatteS von anderer Seite gegeben rporben. Einige jene Analyse ergänzenden Bemerkungen mögen hier noch nachgetragen fein. Glelzener Staditheatee. Willi'S Frau. Ein heitert- Familienstück von MarRetmann und Otto Schwartz Gießen, 29 Nvp. Die Heiden Verfasser tafcn die Fähigkrit, auS einem Einfall, der einem anderen nur zu ehtcr kleinen §>urnort-kt für bte Lustigen Blätter gt- langt hätte, ein abendfüllendes Th aterftikf zurewt- jubauen. Aber sic machen daS äußerst g.-schrckt, mit einem sicheren Blick für tomh'dx Situationen, die besser erfunden sind, alS ihre Witze. Willis Frau war* Tippmädel und das paßt dem adligen Schwiegerpapa durchaus nicht. Ohne sie zu kennen, frbnt er sie ab unb den armen Willi mit. DaS war entschieden vorrittg, aber Lustsvi l- dichter sind gute Mensch?n, die berarlti anSgecenkte Schicksale auf die anmutigste W ist wi.der einzurenken wissen. Sie schenken Willis Frau deu guten Gedanken, sich bei ihrem Schvieg rvatet als vaus- bamc zu verdingen Und siehe da, der alte £x*rr wird so von ihr eingenommen, daß er feinen Sohn zwingen will, sich von seiner Frau sch i en zu lassen und die Lwu-dame zu betraten, womit denn die befriedigende Lösung vorbereitet ist. In diese Geschichte ist eine zweite trrrooben, ivi? Willis Vater feiner Tochter gegen seinen Witten doch den rich- nam Mann z^fführi. DaS gab Anlaß genug zu WcifiDerftfinbn4fen, Berwicklungm unb Lachsalven, nicht genügend beachtet wurde. Auch die Differenzierung der im Jeuato" und „staccato" gesetzten Achtelnoten war nicht deutlich zu erkennen. DaS dem Hol'sekretär Zmeskal von Tomano- vetz gewidmete F-Moll-Quartett op. 95 bezeichnete Deel Hoven ausdrücklich als „Quatoor serioso" und wo Ite damit den e r n st t n Grianken- inhalt dieses Tonspiels schon äußerlich anbeuten. (ES ist nicht recht verständlich, warum Herr Redner ,,sich gestattete", diese- Quartett vor demjenigen m ES^Dur op. 127, zu spiricn, um so weniger, alS daS Programm m glück.ich.r Wriie eine chrvno- logifdr Reihenfolge der Cuarfettc garantüTt Harfe. In dieser Weife zu ..revolutionieren" liegt weder im Sinne der deutschen noch irgendeiner anderen ..Revolution".) Gustav Mahler hat vor ungefähr 23 Jahren diese- Quartett in einem Diener philharmonischen Konzert vom ganzen Streichorchester spielen kri ei tr b dadurch die musikalische Bedeutung dieses Derb-- nidü richtig ringeschätzt: eS ist und wül nichts anderes sein als e'jen nur Quartett. Knapp gehalten, drängt eS al e- Ne'. bie die Zuhörer kaum »u Atem kommen li hen. Tie Spiettcitung batte Rudolf 0) o 11, der nte versagt, wenn es um einen luftigen Abend gett. Im ganzen hätte er do- Tempo noch etwa- ttotter nehmen können. Sein Onkel Murki reihte U.ch.den vtclen Lustspielfiguren. die unS Riidolf Goll fdjon norgriübrt Hot, würdig an. Auch Karl » d i ck, der bi'vixrit Übertölpelte Schwiegernaps, ^rimeS vottcS BerslLntmiS für ferne runwrifti'dK Jufgifc o-nnnj Braun zrigte atte köstlichen EiA-'nschaften eine- jungen Ehemannes und OSkar Fei sei gab einen lkbenS^ivandten Rcchlöaniva.t _____________________ „. _____ v„ , ab. Dut war auch der eNc»a- beschränkte Schimmel- I mit einem rmitood ritterlichen Spiel verglichen ntam Richard DellbornS Bon den Damen DaS Entscheidende im Schlussatz die es Quartette " pV r c cht daS leberchigste unb beruht auf der richi«n Innehaltung bet be.den natürlichste Spiel, aber auch Liefel Winner als• Tempi (Allegro und V-emifuno), die gestern leide: 28. 11. 29. 11. 29. Nov. C Besichtigung: Mittwoch vormittag 10—12 Uhr. WCIUUHHUIIH. anmivvw ............ -- - H Versteigerung bestimmt und pünktlich. 10Cflen Onoe L. Althoff, BdtMe 16, Id. ZMfÄ 6,07*/. 11,70 10,75 an ab 12,79 6,10 11,85 10,75 van Baerle’s Schweiz . . Amsterdam. Kopenhagen Stockholm . Martmotierungen: Datum: Wettervoranssagr für Dicnsta g: Nebelig, sonst trocken, Temperaturen Um null Grad, Wlndc vorwiegend aus südlichen Richtungen. Zugverkehr. VpiU heute ab werden folgende Schnell- und Perso'- mzüge bis auf weiteres an Werktagen wieder gefahren: D-Zug, Frankfurt—Duisburg, Gießen an 3.33, Gießen ab 3 42 Uhr nachmittags. D-Zug, Duisburg —Frankfurt, Gie- ckn an 1.26, Gceßen a>. 1.36 mitt-igs. D-Zug Frankfurt—Altona, Gießen an 10 (X), Gießen ab 10.10 vormittags. D-Zug Alton a—F r a n k f u r t, Gießen Devisenmarkt. 28. Nov. arotze Versteifterung Kaiser-Allee 13. Wer erteilt Mathematik- Unterricht? Wiederholung d. elementaren und Einführung tn die höhere Mathematik. Schrlftl. Angeb. u. 13468 an den Gießener Anzeig. 3.48 achmittagS. T beiden letzten Personenzüge verkehren zwischen Betzdorf und Köln auch Sonntags. ♦ ** Aus dem Stadttheaterbureau. Es sei ausdrücklich daraus hingewiesen, daß die morgige Schüfe rauf fü Irrung von „W i l h e l m Teil" bereits um 5 Uhr nachmittag beginnt. 9.53, Gießen ab 10.03 abends. P-rfonenzug Köln—Gießen, Gic^n 12.25 mittags. Personenzug Gießen—Köln, Gie^n 7, Stntntr SüfiwI gegen andere Aepses um- Volk, Licher Straße 7. Katufätfe bei Aufgabe v. Inseraten inallenZeitungenu. Zeit« schrtften erteilt kostenlos „ yferso” j Mitteldeutsche 6 Annoncen'Ervedition Gießen. Plockttraße 5. Seegespenster. Roman von AnnhWothe. toerikanhehe» Copyright 1911 by Anny Wothe-Mahn, Leipzig. IWttfl der bvntscheckigen Titelwesens werde erstrebt. Künfttg sollen mir die Bezeichnungen Amtsrichter, Landrichter, Oberlandesgernlrsral und Reichsgerichtsrat bleiben. Ferner erftrebe matt eine ^«ich mäßige Ausbildung und Vorbildung aller Juristen an. Frauen sollten in Zuttinft zur,ersten juristischen Prüfung zugelassen werden, wobei aber noch nicht gesagt werde, daß ie in Zukunft auch zur zweiten juristtschen Prü- ung und Richteramt Zutritt erlitt len würden. Tagung dtS Verbandes deutscher Beamtenvcreine. Berlin, 1. Dez. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter von Behörden tagte gestern ber Berband deutscher Bea m tenver«tne, bet gegen 370 Bereme ptit l‘/j Millionen Mil- glieder umfaßt und der fick kürzlich in einem xnrtftben BeamtenwirtsckMlK''und umwantelte. Reichsminister des Innern Koch überbrachte die Grüße der Reichsiegierung. In einer einstimmig angenommenen Entsckstleßung wurde nejen etwa durchgreifenden Besoldungsreform die Forderung gestellt, daß die Beamten künftig auch> alS Wirt- schastsresorm an der Entscheidung aller vvl ks- wirtschaftlich bedeutungsvollen Fragen beteiligt werden. _ , Vom frauzöfischtn Parlament. Paris, 30. Nov. (WTB0 Kammer und Senat werden für den 8. Dezember zu enter außerordentlichen Sitzung einberusen. England uud Rußland. Paris. 30. Nov. (WTB.) Der .russische Bolkskommissär für Auswärttges, Tschitscherin, beglückwünscht Lloyd Georae wegen seiner friedfertigen Reden über Rußland, ine aus mr russischen Dolksmassen tiefen Eindruck gemacht IMten. Ein draufgängerischer ftanzösischcr General von einen« englischen Admiral zurecht gewiesen. Schon len, 30. Nov. (WTB.) General N ie ss el richtete an Admiral He pm a n ein Schreiben, worin er von Drohungen Mitteilung macht die Telle der Bermo.ndttruppen qegen die in Memel stationierten alliierten Offizier ausgestoßen haben sollen. Darnach sollen sich diese auf die vor Memel liegenden Ententeschiffe zurückgezogen haben. In der Mitteilung droht General Niessel, Feuer auf die Stadt von den Schissen . zu eröffnen. x m Admiral Hepman antwortete hieraus w* neral Niessel, daß er gegen derartige Drohungen deren Durchführung in schroffem Widerspruch zum Wafsensttllstand und zu den Satzungen des Völkerrechtes stehen würde, protestieren müsse und ihn ersuche, sich aut die der internationalen Kommission zugestandene Ueberwachung der Räumung des Baltikums zu beschränken und die Aufrechterhaltung der Ordnung aus deutschem Boden den deutschen Behörden zu Überlassen. Die erforberheben Maßnahmen, um die Ordnung im Memel herzustellen, sind getroffen. General Niessel wurde wiederholt davon in Kenntnis gesetzt, daß bei der Rückkehr der aufsässigen Truppen sich Zwischenfälle ereignen können. Wie WolffS Telcgr.-Bureau dazu hört, leitete die deutsche Regierung beim obersten Rat in Paris bereits entsprechende Schritte ein._________________ nicht einheitlich. Mehrpvozeirtige KurSerhS- hüngen erfuhren Gelsenkirchener, die mit 290 eröffneten und im Verlause auf 301 fliegen Buderus und Phönix neigten zur Abschwächung. Auch Deutsch-Luxemburger gaben 1 Proz. nach. Schiftahrtsaktt^n wurden bei leb- barten Umsätzen ansehnl ch geueiiert. Norddeullcher Lloyd gewannen Proz., 'ßaretfabrt en. 6 Proz. Deutsch-Uebersoe wurden m t 610 19 Proz. hoher bezahlt, später wurden s.e bis 612 gehandelt. Bon ch mischen Aktien wiesen Scheideanfta t mit 540 6 Proz, Höchster Farlen iv8 Proz. Kurs^ewmi.e aus Am Rentenmartt ro .rten Kr egSai l ile unverändert m.t 77V2 Proz. um gesetzt. Aeltere Anleihen blieben gut behauptet. Eine sensaiionellr Steigerung erfuhren Gol.-Merikaner, b.e 35o- 360—390, Sil cr-Mexico er. die 270—280—330 genannt wurden. Otavi Geunßsch.ine randen zu er Höchte 11 Kursen Aufnahme. Tie Börse zeigte auch im w iteren Verlaufe eine feste Grunds.immung. Privatdiskont 4 Proz. Frankfurt a. M., 1. Dezember. Güterperkauf Mittwoch den 3. Dezember d. 36. verlaufet! die Ludwig Lchneko Erben, ihr in der LSolken- 8affe Nr. 7 aelegeueö Wohnhaus, sowie rei am Nahrungoberg auf dem Steinbacher Weg gelegene Grab» ttr < « ”• Kau slicbhaber hier« zu wollen sich am 3. Dezember morgen5 9 Uhr bei der Wohnung Wolkcnaasie Nr. 7 emsinden. mw, „Laß das Greinen. Ich konnte nichts tun als warnen, ihn und Estrid. Sie haben nicht hören wollen, nun müssen sies tragen. De Kruk geiht so lang to Waler, bit he breckt," schloß sie, wie fast immer, mit einem guten Spruch ihre Rede. Dann ging sie Sölve voran ins Haus. -Tas Mädchen schüttelte sich unwillig den weißen Schaum, den die Wogen herüberspritzten, aus ihrem Rosenkranz. Da fielen alle Blätter lautlos zur Erde und der wilde Atem des Windek entführte s,e weit hinaus ins Meer. Der Sturmwind heulte, als Estrid mit Peter Honten Über die Heide fuhr. So schaurig hatte sie es sich nicht aedacht. Sie kannte doch ihre Heide seit ihren frühesten Kindertagen, und das Meer hatte ihr stets seine Sturmlieder gesungen. Wie die dunklen Wogen mit weißumschäum- ten Mähnen wildbäumend ans Gestade tosten, wie die bleichen Dünen bebten, die sturmerprobten. Em Helles Licht stand über dem düsteren Heide- grund Tie Nebelftauen schwangen ihre lichten Schleier Schauerlich schön war es, und Estrids Auge konnte sich nicht losreißen von.dem Anblick. Dunkle Wolken,etzen, zwischen denen ab unt> zu der Mond mit Hellem Licht hervorlugte, jagten sich in wilder Flucht. , L Peter Banken hatte den Arm um seine junge Frau geschlungen. „Du zitterst ja, Estrid/' sagte er besorgt. „Ich glaube, der Heidemann*) steigt," antwortete sie tonlos. „Natürlich, bei dieser Sturmnacht. Na, bei Heidemann wird uns ja nicht gleich fressen. Wir sind bald to HuuS." (Fortsetzung folgt.) I*) Eine gefährliche Nebelschicht, die Unglück bedeuten soll. __________ — Erstlingswäsche - sind Hemdchen, Jäckchen,Windeln, Ein- schlagtüchef, Kalmnkdeckchen, Lauf- kleidchen,Taufkleidchen, Lätzchen usw. wieder in größter Auewahl am Lager. FritZ NoWack, Wäschefabrik. Bnchertisch. — Das Gesetz über eine außerordentliche Kriegsabgabc für das Rechnungsiahr 1919. Für den prattischen Gebrauch erläutert von Tr. Ernst Decke, Rechtsanwalt. Preis 6 Mk. und 10 Proz. Teuerungszuschlag. — Das Gesetz über eine Kriegsabgabe vom Vermöge nq- zuwachs. Für den prattischen Gebrauch erläutert von Dr. Ernst Decke, Rechtsanwalt. Preis 4,50 Mk. und 10 Proz. Teuerungszulch^g. Verlag von Wllh. Gottl. Korn in Bres.au. — ,,D ie Sirene", Halbmonatsschrift zur Wahrnehmung imb Verttctung dr Jnieresen Schwerl^riger und Ertaubter. Tr. Gaspary's Verlag, Berlin SO 16, Eöpenicker Straße 114. Weißes Licht fiel plötzlich in die Stube. Angstvoll starrten Estrid und Sölve nach der Tür. Sölve murmelte leise ein Vaterunser. Tritte wurden laut — schwere Tritte. Jetzt waren sie schon aus der Sttege. Nun pochte es an die Kammertür. Mit einem All enden Schrei brach Sölve in die Knie. Estrid stand aufrecht und sah wie gebannt aus die Tür, t»dlicke Angst aus dem blassen Gesicht und Entsetzen in den dunkelbewimperten Augen. „Seid Ihr beim toll geworden," lachte ernt kräftige Stimme und ein Mdnn trat in die nichtige Tür. Hoch und breit stand er da, nachdem er gebückt die Schivelle überschritten und seine Hauen Augen zwinkerten Estrid fast belustigt an. „Pcter Banken," kam eS tonlos von Söloes Lippen „DaS Lütje sieht Seegespenster," entgegnet? Tstnd, schnell gefaßt aus Sölve deutend, drc noch immer verängstigt am Boden kauerte, „und sie h-n mich mit ihrer Gespensterfurcht fast angesteckt, ^,'DaS wäre," gab dieser behaglich lachend zurück „Du bist doch sonst nicht furchtsam. Um den Gotteskoog braust der Sturm noch anders als hier, aber Seegespenster sind mir dort noch nie begegnet. Nun fixing, Estrid, die Gäule stehen schon ungeduldig vor der Tür und Modder wartet." „Ist das Möbel auch warm?" fuhr er fort, indem er seiner jungen Frau in den Mantel hals Sorgfältig zog cr ihr die dunkle Kappe Über das Blondhaar. hji , „Ganz warm," gab Estrid zurück, aber die w Ä eine' SCnc*ri'j \«in«? ?Uum "Da in^rquQm ttn dvrber tont, k «^8*.5kldi' L'.7«K älterer Ma Sä» kmut^megung 'Nachrichten. > der Lovwrsij niemtft11 i iS Midi toi, ? bet Rektor tne E-Umgchimq ° Räume tem amt aniumdben. und Schule. 28. f>lov. Zu bet & rnLinbexTtr tung nmr'e rt ufgeftellt 3niolgtte|cn In A ntd* statt. Tie biibni* ^lnenbe gelten als uik ntorjene 6,Mo oeczoxm ö1 snmddesWahlvorAag-lv K'tUeS Schwarz II., $ RiU I. unb ZvHannes Uja ■Sorbnung für die etfc tzjw i ZitzrelH bet Staunt" le haben nämlich bk >- n ter Küche ihn frftiw stauen Idnncti insolgchesl.- ohen Kirche allzuoft niihi tnl su unliebsamen Mw t hier soll nun Dank auen gleiches Rrä» eingtrii i ter &ci>äfrnüffifr ur- m Zotnjonnlag brrtn Nr en Litt ter Aertnvm? reg aus H- fielen auf ben L ;ben m den Folgen N en auf hiesigem Frirbhe nitzl, ninnlich ChnM r. nUffenschch. töötringt W'' rf> uni Lüfteten: Ter vw ter UniDenrit M. to® t gute WW bnau5gi’tea5 Haire, tonnt y wi bcS tW w«; DetanlW J jct Styr btt MotwM, te r nicht Mäc aft nm M ES £ Gestalt bö WP dann q jt( ter nm am m Ionen, bff *.A wn periode lu® < tLy * i*ÄVi«* 'N %:4.Wu&n iw* ie|e tkrtigc Ig^enig ►nt bprnbol aussE rtah® Ä KrK LSW vt*.! ante^’Xti brau- SW V. -1*^8 NachlGverfteigemng. Der gesamte Nachlaß Bettaud eines beffereu Hanfes fommt Mittwoch, den 3. d. MtS-, nackm. 2 Ubr, im Rett. z. Pfau (Nenttadt 55) ösientlich meittdietend zur Versteigerung. U. A.: 1 Schlafzimmer, best. aus 2 komvl. Betten, Svieaelschrauk, 1 Wasch- und 2 Nachttische uu Marmor u. 1 Handtuchhalter, 1 bochf. Salon, best. aus Sofa, Sesseln, «tubleu, Tisch, Ditriue.m herrlicherAnSführung.sebrgui erhallen: sodann: 1 geschn. Sofa mit 6 Poltterttüblen, In. Qual.. 1 Cbaifelonguc, 1 la. Vertiko, vcrfch. Bettstellen mit Matratzen, dtv. Stühle, 1 Sofa, 4 Rednerpulte; ferner: 1 TranSv. Dreirad, 1 Phonograph mit INdovveli.Platten, 1 Haarichneidemafchine, ein Bandoneon. Brillen, Zwicker (gold. und doubl.), slindcripiclzeng, 1 sehr schöne Bowle in. Glasern u. Untergestell u. 0. a. HauS« u. Küchengerät,- sowie: 1 Partie Ton-Baken, Jardiuiere, Blumentöpfe rc. in ff. Ausführung, Nrvv- und Auf- ttcllsacheu; außerdem: 1 SaudnShmaschine ISingert und große Posten Schubmachcr-Art kel lled. sohlen, Damen-Absavstecke. Sohlenfchoners, l Baar Hal^ schuhe <37>. 1 Unterhose, Seide- und Voile-Stosi für Blusen und 1 la. aus Seide gearbeitet^ Smokiug, wie neu. ld4tx> Bet Hals- u. Lungenleiden aller «rt, wie Äatartlen, tubethtlileit Erkrankungen. Ufthma a. |. s. etjielUn, wie zahlreiche Mitteilungen von Ärzten, «potheierv unb Leidenden einwandfrei beweisen, unsere Notolin-Pillen Zähne schlugen ihr plötzlich auseinander und chr l Antlitz war geisterhaft bleich. Peter Banken lächelte gutmütig. DaS kam s wohl so vor bet einer jungen Frau am Dach- zeitsabend, wenn man das Elternhaus für immer verließ. ,.. . , . „Na, Lütje." wandte er stch dann lachend Sölve zu und streckte ihr seine breiten, kräftigen Hande entgegen. „Krauchst ja noch immer aus der Erde rum, ich tue dir doch nichts, Kindtng.' Sölve nahm die Dünde nicht, die der Schwager ihr entgegenbidt. Mühsam erhob sie sich, noch immer die heiße Angst in den dunkellllaum Augen. „Ich mutz mir die Furcht abgewöhnen," murmelte fie. „Das ist vernünftig, Söloe. Komm nur zu uns aut den Gotteskoog. Das Haus hält Stand, wenn die See auch tückisch ist. Myüs, Lüfte, träume was Schönes." , Sölves Hand lag in der des Schwagers wie EiS und als sie Estrid zum Abschied küßte, oa war es ihr, als seien die feinen, roten Lippen der Schwester ganz erstarrt. Laut aufweinend blickte Sölve dem jungen Paar nach, das zur Kammertür hinaus aus die Stiege trat. ,, . Unten in der großen Küche mit den blanken Kacheln, die fromme Sprüche zierten, hockte Mutter Milke am Herdfeuer, beide Hande in ihr graues Haar vergraben und wartete. „Lebe wohl, Modder," sagte die junge Frau leise. Mutter Wibke mckte, ohne aufzusehen. „Ick heww mein Dag nich in de Lotterie speelt," erging sie sich. „Das braucht Ihr ja auch letzt nicht zu tun, IW? obter," lachte Peter Bon km breit unb behaglich. „Da haft recht, mien Söhn," gab die alte van Baerle A Co., Worms tu Rh. Baur« 1838. Günstiges Angebot für Wiederverkäufer! Engi. Zigaretten! 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Ferner habe man tne Einführung von Altersgrenzen für die richterlichen Beamten und die Fraye der besseren Besoldung der Richter erwogen. Tre Bcreinlxtt- Frau zurück, ..ich dachte gar nicht an mich, son- dern an Estrtd." ... __ _ „Nennt Ihr das Lottemesplel, wenn Estrid ?5DaS ist eS immer, Söhning. Du wirst eS noch ersahren: De nich sehn will, den Helpt keen Brill." , „Ist das dein Segen, SJtutter?" fragte Estrrd leise und ihre Sttmme zitterte. Mutter Wtbke war aufgeftanben. Einen Augenblick starrte fie in die rote Mut des Herdes, bann strich sie mit der hageren Hand, wie sich besinnend, über ihren grauen Scheitel. Wie segnend legte sie die Hand auf Esttnds weiße Stirn, und ihre hellen, grauen Augen uxit in die Feme richtend, murmelte ste: Goden Dag. Glück int Hus, Unglück tom Gäwcl herut." Dann küßte sie ihr Kind, und die Hand des Schwiegersohnes kräftig drüctend, fügte sie schnei hinzu: „Mit ftätskcn*) Perd is qued**) biogen." „Nimm dich in acht, Pcter Bonken, und faß die Zügel straft." , Hell lachte der brettschultnge Mann aus unv legte fest den Arm um die Schulter Eftrids. eo führte er bte junge Frau aus dem Beinen Haus mit dem grauen Strohdach. , Die Mutter und Sölve standen in Nacht und Wind draußen vor der Tür und winkten dem Gefährt nach, das ihnen die blonde Frau entführte. Nicht einmal sah Estrid zurück nach Dem kleinen Haus hinter den Dünen am sturm gepeitschten Watt. Sölve fiel weinend der Mutter um den Hals und die alte Frau sagte hart: *) stätSke: widerspenstig. **) qued: scAecht. ______________________ * rDc an bad Publikum die Dichtung ins Pollttfche, rmlich im höchsten unb besten Shute, zu wenden. tai Stück erwies sich als echte Bolksdichtung und ,rrabe deslnld tarnen feine Vorzüge in der tettantenaufsülirung der Jrttaer Studenten, bte Übrigms szenisch überaus fein gesloltet war, zu starker Wirkung. Uraufführung einer Humyerdiug-Lper. rm. Darmstadt, 30. Nov. Die Erstaufsüh- flfltg von H umperdings Ct>.*r „D ieHetrat wider Wille n", die am Samstag abend tm ^rndeStheater slottsand und die in ihrer Durchführung mancherlei Schwierigkeiten zu überwinden jittc, erzielte unter Anspannung aller Kräfte einen ganzen Erfolg. Der Sp.elieiter Heyytte.'ter bat'.ii nnc sehr schwere Aufgabe, die er aber mit sicherem Geschick überwand, auch die Einzelpartien erforderten ein hohes Maß künstlerischen Verständnisses, doch gelang alles wohl, zudem auch der Dirigent Generalmusikoirektor Mich. Balling, der eine Reibe vorteilhafter Kürzungen vorgenommen hatte, mit dem vorzüglichen Orchester voll und ganz auf der Höhe seiner Aufgabe stand. Der hübschen Oper dürfte ein dauernder Platz am Landestheater ae- ischert sein. I?an0cL Frankfurt a. M., 1. Dez. Fruchtmarkt. Der Besuch war etwas stärker als in ter letzten Zeit, was vielfach aus bte bessere Witterung zurückzuMhren ist. In geschäftlicher Br- zehuna erstreckten sich die Umsätze auf etriic Artikel. Für Hafer übersteigt dir Nachrage das An- g-.bot d e Preise bleiben unDeräi brrt fest. Di'S ist auch bi-: B.'ranlassunz zu stärkerer Ni chfrage nach Ersatz- und Milchfuttcrsorten, die im Preise angejonen In Peluschken bestel.t etwas mein An- gc'iot. Pftwebohnen lanen fest. Auch Luvinen Serad Ua beb eiten feste Jendenz. Für "'ül» stnfürchte Ile ben die Kommu aibehötten K> r; auch der pr rate Hamdel vermehrt sich. Gesucht ie- bcn auch Bolmen und Linsen. Dörrgemüse findet bei guten Preisen Abnehmer. Berlin 1. Dez. Börsenstimm ungs- bild. Die Tendenz war lebhaft, besonders für Ausl andswerte Schon tu ngbabn waren mit 410 in jahrelanger Praxi» — vorzügliche Erfolge. Husten, Verschleimung, Auswurf, Nach«Ichw«iz. CUche Im «Oden u. 03ruftfrijn-er* HSrten auf; ■appetU and R»rpergtwld)l hoben Nch rasch; allgemetnes UZohtirstnden freute sich ein. ckrtzSINtch He Schachtel ju3.—SR. In allen Spotheken; ®enn ntdU uenötla. auch vlrel« o une durch uns Versanvapotheke. «»»sührlich, veoschLe, fostealoo d"rch: Ploch & Cie., Berlin SW. 68. Ungefähr GO Proz. höher. Bon Montanwerten trnrnt Phönix und Gelsenttrchener mit 8 Proz. S^fschlai führend. Auch Schisfabrtsattien und die übrigen Montan-, Färb- und Elekttowerte naren fest, die Kursbesserungen jedoch geringer Kolonial- und Petew'.eumiverte zunächst still imd (jji Ix1)auptet. Deut sch-Uebersee und Daimler ti äftig anziel)end. Zellstoff Waldhof auf den stilechten Grichäftsgang 13 Proz. niedriger. Dec ttmtenmartt war fest. Vierprozenttge Httfilche Slaatsanleilie schwankend und nicht gehandelt. Frankfurt a. M., 1. Dez. Börsen- siimmungSbild. Die Eröffnung der Börse wllzog sich in überwiegend fester Haltung. Rege Umiaßtätigteit entfaltete sich namentlich in Schan- ta ngbabn, die im weiteven Verkehr eine wilde Steigerung erfuhren und mit 380 bis 400 be» E'lt wurden. Ferner zeigte sich rege Kauflust South West, die 425 bis 433 gehandelt wur- Fest lagen auch Südsee sowie Sck>antung Genußschttne. Deutsche Petroleum gesucht und Hetzer 1476 bis 477). Montanwerte waren Geld Brief Geld Brief AfiTTanb...... 1673,50 1676,50 1649,50 1661,50 Dänemark..... 874,- 876,- 849,- 851,- Schweden..... 969,- 971,- 944, - 946,- Norwegen . . Schweiz...... Wien (altes).... 941,50 913,50 924,- 926,- 798,25 32,45 799,75 32,55 785,25 32,95 786,75 33,05 30,05 'Deutfd).Öfterr.abg. 29,45 29,55 29,95 Budapest..... 32,95 33,05 — — Prag........ Helsingfors .... — — 137,25 137,75 Spanien , J . . . . — — — — Vörsenkurse. Frankfurt Berlin Schluß. 1-Uhr- Schluß- Anfang« Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 29. 11. 1. 12. 29. 11. 1.12. 5°/„Deut.Kriegsanl. 77,50 77,50 77,50 77,50 4° „Deut.Reichsanl. — — 65,70 — 3"/, Deut.Re:ch-.anl. 62,60 63.- 63,70 63,88 4’’ 0 Prellt, sionfols 63,10 — 65,- 65,— 4 % Hcsf-StaatsanL 75,50 75,50 — — Darmflädter Dank 119,- 119,- 119,- 117,75 Deutsche Bank. . . 249,- — 250,- — Diseonto- Gesellsch. 172,75 173,- 174,50 — Dresdener Bonk. . 146,25 146,50 147,- 148,12 Nationalbank f. D. 121,- 128,50 123,- 124,- 125,- Mitteld.Creditbank 128,50 128,50 — Doch. Gußstah wrk. lud. Eisenw.-Akt. 224 - 224,- 228,- 229,87 227,- 226,- 223,50 226,50 D «Luremb.Bcrgw. 196,50 195,50 193,50 195,— GelsenkIrch.Dergw. 287,- 290,- 291,50 300,- Harpener Bergbau 224,- 224,- 227,- 232,- 162,12 6 erfchl.Eifenb.-D. 164.75 164,50 162,25 Oberfchlef.Eifenind. 171,- 171,- 169,- 169,- Phönix.Brgb.-Akt. 286,50 286,- 286,25 294,- H.-Amerik.-Pakets. 120,75 126,50 120,- 126,50 NorddeutscherLIoyd 127,- 132,50 482,- 124,50 129,- Bad.Anilin-u.Soda 482,- 484,88 485,— (Electron Griesheim 248,- —- 250,- — Höchster Farbwerke 347,- 348,50 350,- 351,75 Adlerwerk.v.Kleyer 264,75 258,- 255,25 258,- Daimler-Motoren. 257,50 259,50 25'1,25 269,- Elektr. A. EG... 236,- — 238,25 241,- Felten LGuilleaume 251,- 249,50 250,- 249,25 Schuckert-Werke. . — — 150,- 151,- Lichtspielhaus Bahn hofet raße 34. Anfang 2'1»—4 Uhr, abends ab 7 Uhr. ------ Heute: „Der goldene See*4. ----- Ab morgen bis einschließlich Freitag: Der Ueberfall auf Zug Nr. 3 k Original-Wild-West-Sehlager in 3 Akt-J Fern.: Heledlen dealleraene Filmschauspiel in 3 Akt. . ... 2. l G Ä» •< w > 3. W wÜ'A .furter 1 tttnldd Über da tda D< Wen ar « Ar ta ton» rt!t vy das Rc Mittdz *6 die Sf fodinct, nitiQ " k ZTTtltWtt ■J)« 8oi tfi d ui Bflgenmi inet -nif düs der Din E< wird gliche Sw «ahr Mnchstr- Nedl taet. S. Vutt w 90 A- Fl-' Itnrtt* • / le».“?, h l °n iS t* Sü'ä* j^bciterv tzvdrn 6Ü jyr bst drot 8eseWliftLitbig-MiiskW,kitßki Thema: Robert Koch 8. Volksvorlesung Sonntag. 7. Der. 1919, vorn». 11'/. Ubr v ort rag deS Herrn UnioerntäteoTof. Dr. (Hoti tilicgcn, L Höriaal d. Liebig Maieumd, Vlcbii Preiswerte Angebote in Herren-u.Burs chen-UIster, Raglans Paletots,Schlüpfer, Gehrockpaletots mit Protektion von Diovosittve«. Für den Vorstand: ge». Werner. gez. Prof. Sommer. Der Saal wird gehest. 1S4MD Gießener Konzertverein Sonntag den 7. Dezember 1919nachm.5 Uhr in der neuen Aula der Universität: jany Szäntö (Violine) »ns München Fritz Windgassen (Tenor) aus Cassel Professor Gustav Trautmann Programm: Werke von Händel Mozart. Reger. Chopin, Sarasxte für Violine, Lieder von Boet hoven, H. Wolf und B. Strauß. Eintrittskarten: 5.—, 4.—, 3— und L— M. bei Ernst Chai 11 er und abends an der Kaste, Studentenkarten LfiO M. nur im Vorverkauf beim Hausverwalter derUnlversitAt gegen Vorzeigung der Ausweiskarte. Oeffnung des Saales 4'/, Uhr. DlefflrdassecheteKonsert aasgegeheaee Karten haben Gültigkeit. 1346V Central-Automat Seltersweg. Ab Montag den 1. Desember 1919 grosses Konzert mit hnmerletiaebenEinlagen der berühmten Tiroler- ond Bauern-Kapelle Wettläufer ***** geladen. Itttlsrbnn: bei bet der bei bei 1347U Gro edler. der der der der der der der der der der der der bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei bei ie Berlin: Mitteldeutschen Credilbant Deutschen Bonk, Dresdner Bank. Direktion der Ti8conto.(9efenft6aft, Bank de- Berliner Sassenoerein»; in ÄrauffMrt a. M.: Mitteldeutschen tfrcöitbont Deutschen Bank Filiale rtronfrirt, Dresdner Bank in (Vtanfftirt a. UL Direktion der Diacomo-Vcsellschast, iZiliale In Dortmund: Essener Credil-Änftalt; in lassen: Mitteldeutschen (Lredi.bank. Filiale Eisen, Essener Ereditanstalt. Direktion der Disconto-Gesellschast, jZilio» Einladung zur nhttßth»tlichti 6tÄtraliimiinilii|. Die Aktionäre unserer Gesellschaft werden biet* durch au einer ausserordentlichen Neaeralver* lammlung auf Srcitaa den 19. Dezember 1919 vor«. 10 Ubr nach Wetzlar in unser Verwaltungsgebäude ehr Essen: in (Sielten: der Mitteldeutschen Eredilbant Filiale Viehes: ,in Wevlar: _ der Mitteldeutschen CrebitbanL TevositenmIt Wetzlar, dem Bankbaute JuliuS Kellner, der Bant für Handel und Industrie, Deooniem ftranffurt a. M., dem Bankhause Bas, L Herz: in PiMn: der Mitteldeutschen Erediibank. .Filiale 861h, der Deutschen Bank, Hillale ESln, der Dresdner Bank. Filiale Eöln, dem Bankbause 2. l'. Copenbeimer fr. A CiL, dem 8L Schasfbausen'schen Bankoerein S.-G-. in Elderleld: dem Bankbause von der i>'vdt Yerston 4 Söhne der Bergisch-Märkischen Bank Filiale der Demschen Bank: Sur Neuen well ab heute neues Programm! thrtritt wochentags 50 Pfennig. eilll 4s labet ergeben# ein ph. hosmarin 1. Beschluhsassung über die Erdöhnns bei GrundkavitalS um vier Millionen Mark bin® Hub gäbe von 4000 Stück vom 1. Januar UGO ab bioi« dendenberechtigten Vorzugsaktien Im Nennwert von je 1000 Mark. Feusetzung der Siechte der oeddjtt- denen Aktlengattunaen insbesondere Begrenze, der Dividende der Vorzugsaktien aus t?/. mit Nach- beAuaSrecht, Vorrecht der VorzugSakilen in der Viauibrttion und, saUS bei einer der stets geion.'fr- in der Generaloersammluna DorAimebmcnben Ad- stimmungen der Stamm- und Borzuasaktien eine Uebereinstimmuna nicht erzielt wird, süntsache» Stimmrecht für die Vorzugsaktien in der alsdann gemeinsamen Abstimmung sämtlicher Aktien, lln> «andlung der Vorzugsaktien in Ltaminaktien. roenn eine ctzeneralveriaiuinluna, bei der die VorzuaSakilea gemeinsam mit den Stammaktien stimmen, und wobei jede BorzngSaktie nur ein« Stimme gemährt, dies mit neun Zehnteln des gesamten Grundkavltal» beschliesst. Beschluhsassung über die Begebung der Vor zugSakiten. 2. Den Beschlüssen zu Nr. 1 entkorechende Heu- betung der H 4, 1K 20. 23 und 27 de» Statut» L Weitere Aenderung des 6 20 de» Statut» (W Wahlen entscheidet relative Ltimmenmehrbeit an Stelle der leitberigen absoluten Stimmenmebrbeit^ 4. Ermächtigung dev AusstchtSrat» zur Vor- nähme von Aendertinaen, die nur die Fassung der Beschlüsse zu Nr. 1 biS 3 betreffen. Die Anmeldung der Aktien zweck» Deilnabmr an der Generalversammlung hat nach 8 IM be» Statut» spätestens am 15. Dezember 1919 innerhall» der üblichen Geschäftszeit zu erfolgen kaffe Wetzlar, oder bei dem unler.reichneten Vorstand. Die Hinterlegung der onnemclberen Aktien bat ivateitenS am l.rK Dezember 1919 bei den grnannt« InmclbcitcUen oder bei einem Notar zu geschehen. Wetzlar, den 28. November 1919. 2er Aor-snd Der Snöerns*|’4eH Büenwerfe. ferner empfehle: Gehrock-, Frack- u.Smoking-Anzüge, Cutaway u.Westen, Marengo-Joppen u.-Westen, Sport- u.Chauffeuranzüge 13488 ANSEN, Frankfurt a. M„ Neue Krame 23 Zweiggeschäfte: Essen-Duhr. Dlmbecker Straße 60 und 65 Loden- und Chauffeur-Mäntel, Gummi- und Loden-Capes. Sport- und Geh-Petze M. 275 -, 550. -, 750.-, 950. - und höher. Vernebelte Damen- n. Herren-Bekleidnng In Stofl, Seide, Samt, Ein- n.Verkaufshaus: Berlin 02, Fela in feier Art, itnts grolle Aniwakl end Belegenholtiklnle Borgstr. 28, 29, 30, Zimmer 49a Stottern Dauerheilg. Neues Antl. Psycho-Verf. Ausk. frei. Ci. NAckel , lesklll, leefcarilralt L 1 472*1 ^Nedme noch Arbeiten in Wkitz- Hnö 23antüitfcn entgegen. Hti2914 Näheres Vlcichstr. 2. Backpulver Marke Dornburg beste FriedenStvare, — kein Ersatzmittel — emvstehlt imii Carl S&wflflb.Sictcw. Alcrffr., jirfiaicrtt Jtüelle^eiieii inftarton» zu 3 u 12 Stück obne und mit dochseiner Ausmachung für jeden Aethnawtstisch z. Preis von M. 30.-, 48.-, 54.-, 60.—, 72.— ver Dutzend versendet geg Nachnahme Peter Molineus Mie-badeu »- Biebricher Strafte 17. Pfefior ganze Körner, elnaetroT üLl3 Asiier-Allee 18. ErsuAiiikcu-Älilk aus Lager 13450 tiebr. Kahl. | Vereine | Beulsfiiie dematoicbe Partei, Bl aslag stund I Ohr hn ..Aqoariein“. Walitoritr. ■ Mit^liederabentLmeD .miitiiniiHiiiiriimimniaifflS NrüMskr Gitin Leitung Herrn. Ste ngoetter Montag den 1. Dez., nbeudtz 7 Ubr: 8. Borucüutta im Mon- tog»-Abounement: Hamlet Sine Draaödle von William Liakesveare. DienStag den 2. De». abends 5 Ubr: BolkSorelfe: Schüler-Vorstellung Wilhelm Teil. JMfflÄOniDüMIHyiM Für die uns anlählich unserer Feier der goldenen Hochzeit bewiesenen Aufmerksamkeit sagen hiermit auf diesem Weg« allen unseren herzlichsten Dank. Leonhard Haas und Frau Susanne geb. Horn.. Steinbach, 28. November 1919. „„„ Berta Keil Otto Müller Verlobte X - Ober-Bessingen Hungen November 1919. 1MTT Sofie Müller Gustav Keil Verlobte Ober-Widderrheim Ober-Desstngen Statt Karten. Joseph Enders Anna Dorothea Enders geb. Klotz Vermählte Aschaffenburg Gießen Dahlbergstrahe 55 p. Wetzsteinstraße 18 2. Dezember 1919. 9555 Buchdruckerei Nitschkowski Ludwigstr. 4 GIESSEN :: Fernspr.724 Verlobungsbriefe Verlobungskarten aparte Muster große Auswahl Saalbau Cafe Leib Heute großer Ball der Bayern. Alle hier wohnhasten Bayern u. Gäste willkommen, ym vorderen Lokal da» übliche Programm der W Chiemseer. *^aQ K OS ladet ergebens! ein 023141 HanS Kirzinger (Weißes BraustguS). aller tn wert iln BrUl uke Vnlv.-Drmksr3k U. Laase. Blafl«a Seltersweg Lelter^weg 81 SeltrrSweg 81 Schnurp DaS erste SchnuroS Lustsp itfpieL •*— Heute letzter Tag des wunderbaren Programms: i. Kurz ist der Frühling Der Roman einer Liebe in 5 Kapiteln. • Tönnchen aisMassenvater Lustspiel mit CSkar Stribolt. Ad morgen DienStag, 2. Dezember DieJüdin nach der gleichnamigen Over 6 Akte. 6 Akte. Anfang Wochentage 4 Uhr Sonntags 3 Uhr. Eigene Lichtanlage I Eigene Lichtanlage I Musikalische Leitung: ikapellmctster Court Oslrson. 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Es ist dem i stellen, bat der Bott Sorftanb srfintgen, Herrn Prof. Dr. Giotschlich,! Eintrittsgeld Agj. zum mr Garde Gren.-"Regt. 3, vor dem Kriege 3. Gavdo J-Brig., mit der Erlaubnis Longen b Unis, des Fnf.-Regts. 115. ** Von der Straßenbahn. rügen geltend, diese winden jedoch vom Reichsgericht als unbeachtlich erklärt. Es verwarf die Revision als unbegründet. des neuen Ranmes sicherzu- hvchschulaluSschuß gebeten, als für die Borleftmgen e i n ** Aus de m Militär-Wochenblatt. Den.Charakter als Oberst 'bat erhalten: Oberst- leutmmt a. D. Wittich, früher Borst. Ä Ari.- Dep. Saarlouis, mit einem Dienstalter vom ZS. Dezember 1918. Der Abschiri) mit der gesetzt ichen Pensiorr bewilligt: dem Major v. D(berg durch den Staat und zu einem Drittel durch die Stadt Darmstadt zu decken sind. Ferner leistet die Stadt Darmstadt einen Mindestzuschuß von 350000 Mk. seit yuli 1919. Der Zuschuß soll? niemals mehr, wie btc Hälfte des.Fehlbetrages aus- machen. sw. Darmstadt, 27. Nov. Hier wurde ein katholischer Preßverein qegrün- det, zu dessen Vorstandsmitgliedern Pfarrer Kastell, Pfarrer Fing, Prof. Läufer, Regier rungsrat Kiernberger, Rechtsanwalt Geißner. Lehrer Schmitt, und Frau General Tielmann gewählt wurden. Q Schlitz, 28. Nov. Dem auf Anvegung des Kirchenvorstandes geschaffenen Fonds zur Errickstung einer Kriegergedenkstätte konnten neuerlich wieder die Summen von 300 und 500 Mark zugeführt werden, die Reinerträge einer Thcaterausführnng des ^Setenaneu und Militär Vereins und eines Konzerts des Kirchenchors und des Münnevgefangvererns , harmonisches slränzchen". Auch die Schlitzer-Bereinignng in Frankfurt a. M. hat wieder in alter Treue und Liebe der Heimat gedacht und die Summe von 200 Niark dem genannten Fonds überwiesen, der mich kurzer Zeit jetzt schon auf 7500 Mark an- gewachsen ist. Einzelne Bürger jetebneten Beträge von 50 Viark und mehr für den guten Zweck. Tie Kosten für die GedLchtnisstätte dürsten letzt in der Hauptsache aufgebracht fern. Die Pläne sind auch schon ausgearbeitet. O Schlitz, 27. Nov. Unsere seit Oktober bestehende VolkLhvchschule erfreut sich eines so starken Besuchs aus allen Bevölkerungskreisen, daß die bislxr benutzten Dortragsräume in der Bürgerschule sich als zu fleht erweisen. Die Gräfliche Verwaltung hat in entgegenkommender Weise halfer einen über 150 Besucher fassenden Saal in der Gräflichen Brauerei zur Verfügung gestellt. rm. Darmstadt, 29. Nov. In der letzten Sitzmrg der Stadtvcrowneten teilte der Brigoörldk uete Buxbaum bei Besprechung der Bewilligung von sog. Ueberteuernngstoftenzuschüssen bei Neubauten mst, daß die Forderungen nach solchen Zuschüssen, zu benen auch das Reich einen Anteil zu tragen habe, derart groß sei, daß zur'Zeit toeiHm.' Bewilligungen nicht erfolgen können. Aus eine Em- habe der Druckereien werden die Friedens- tariforeife für Druckarbeiten um 250 Pwz. und vom 1. Oktober 1919 ab um 280 Proz. erhöht, nachdem von »erschienenen Seiten die Notlage der Druckereien geschildert ttrorben war. Der Kredit für die städttsche Än'hanftalt wird von 35 000 Mk. aus 80000 Mk. erhöht. Für die Schafstmg einer Förderbahn für die Brarmkohlengrube Prinz von Hessen werden weitere 200 000 Mk. genehmigt. Anfang Januar soll mit der Förderung der ersten Braunkohlen begonnen werden. Eine sehr lebhafte Aussprache veranlaßt die Anfrage des Stadt». 'Meisel bett, die Milchversovgung, die von Beig. Daub dähin beantwortet wird, daß von Setten der Stadwerwoltung geeignete Fürsorge getroffen sei. Als der Anfragesteller nochmals auf die Frage eingeht, wird er mtt Zwischenrufen der sozialdemokratischen Stadtverordneten überhaust, daß er nur Milchpreistteiberei treibe und auch den .Kartoffelmangel verschulde, da er die Bauern von her Ablieferung abhalte. Schließlich wird noch die Landestheaterstage behandelt und ein Verttag zwischen der Stadt Darmstadt und der Regierung gut» geheißen, wonach die Fehlbeträge zu Zweidrittel Stück Brennholz mitzubringen, welcher Aufforderung die ,zahlreichen Besucher gestern abend auch gerne nachkamen. Pfarrer Reith- Har- teishausen führte in fesselnden Ausführungen seine Vorlesung über die deutsche Familie weiter, indem er über Familiengründungen und Familien- führung sprach. — Im zIvetten naturkundlichen Vertrag behandelte vor einigen Tagen Rektor Röder ,chas Auge", während der zweite klassische Musikabend des Forstmeisters Seeger u. a. in dre Kunst Richard Wagnei's verständnisvoll einst! hrte. . Kreis Friedberg. — Vilbel, 28. Nov. Der Gemeinderat beschloß, künftig die Häute aller geschlachteten Tiere einer Gerberei ni überweisen. Das hier gewonnene Leder soll Den Bilbeler Schuhmachern zum Selbstkostenpreis übernrittelt werden. Starkenburg und Rheinhessen. Französische Gesinnung. sw. Offenbach, 27. Nov. Die Firma Benjamin Wolf Nachf. Carl ©udjait in Bürgel hatte einer Firma in Reims ein Ge- schäftszirkular rugefandt. Die Empfehlung kam mit folgenden Bemerkungen zurück: um nicht in den Verdacht der Feigheit und Niedertracht zu kommen, wird kein Franz-ose jemals mehr in geschäftliche Beziehungen mit Deutschen treten. Deutschland muß erst seine Verbrechen büßen und zunächst seine Schulden bezahlen. bat Vertreter der «Hygiene an unserer Hochschule, für diesen Vortrag zu gewinnen. Näheres im Inseratenteil der heutigen Nummer. ** Das Aufgcldsür dieZahlungder Zölle in Gold beträgt für die Zett vom 80. November bis 6. Dezember 1919 7 7 5». H. Landkreis Gießen. S) u n gen, 28. Nov. In völlig körperlicher und geistiger Frische feierten die Fririwich Serbert- schen Eheleute das Fest der goldenen Hockyett. “ Lich, 27. Nov. Heinrich Keller, Sohn des Bahnwärters Keller, erhielt in den Kämpfen im Balttkum das Verdiensttteuz. — Der Gesangverein „Cacilia" feierte nach dem Kriege erstmalig fern Stiftungsfest in Steins Saalbau. Kreis Alsfeld. Alsfeld, 28. Nov. Gestern abenb gegen 11 Uhr versuchten Spitzbuben auf hiesigem Bahnhofe die dort stehenden Waggons zu bestehlen. Wahrscheinlich hatten sie es auf einen mtt Hafer beladenen Wagen abgesehen. Beim Hinzukommen von Bahn beamten ergriffen die Langfinger, nachdem beiderseits Schüsse gewechscll wurden, die Flucht. Streik Büdingen. # Nidda, 28. Nov. Unsere Stadt ist die erste in Hessen, die ein Gemeindekino sich zu eigen gemacht hat. Ter Beginn der Vorstel- lungsreih.-, der sich infolge technischer Schwierig- leiten etwas verzögert hat, sott am 30. November seinen Anfang nehmen. Es kommen nur wirklich gute Films aus der Technik, der Naturkunde intb dergleichen zur Ausführung, dramatische und humoristische Filme sollen ein gefegt werden. Die Vorführungen finden im Saale des „Gambrinus" statt, bet Reinertrag kommt der DvMbiümng zu- Atts Stadt und Land. Gießen, den 1. Dez. 1919. WeihnachtSverkehr. Auf Grund des 8 105 b Absatz II der Reichs- getoetbeorbnung in der Fassung her Reichs Verordnung vom 5. ffebcuar 1919 ist an den drei letzten Sonntagen vor Weihnachten rt). i. am 7., 14. und 21. Dezember ds. I S.) für alle Geschäftszweige des Handelsgewetbes der Gewerbebetrieb in offenen Verkaufsstellen und die Beschästignmg von Gehilfen, Lehrlingen und Arbeitern von 11 Uhr vormittags bis 6 Uhr nachmittags zugelassen. Gültige Lebensmittelmarken für die Zeit vom 1. bis 7. Dezember '1919. Brot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm Brot Kgr. 83 Pf., Weizenbrotmehl Kgr. Butter: Marke 49, 80 Gramm Margarine zu 90 Pf Fleisch: Wochenabschnitt 49. Metzger für fremde: Hch. Faulstich, Bahnhofsttaße 57. Zucker: Für Dezember noch nicht ein- gctrvffen. Näbrmittel: Für Dezember noch nicht emge troffen. Nährmittel und Zucker für Zu- gejogene: Emil Dörr, Großer Stermveg 14, Emilie Banse, Frankfurter Sttaße 70, H. Roßbach, P lock sttaße 2, 9Ug. Wallenfels, Markt- vlatz 17, Rob. Wietschel, Krofdvrfer Sttaße 10. Zucker für Kranke: H. Roßbach, Plock- sttaße 2. Nährmittel für Kranke: Hch. Debns, Friedrichsttaße 5. Mehl für Kranke: Kgr. 1,28 Mk., K. Borger, Wetzsteingasse 15. Näbrmittel u. Zucker für Fremde: T. G. Kleinhenn, Bahnhofstraße 59. Seife: Marke für Dezember 1919 Anteil 125 Gramm K.-A.-SeiseMmlver, das Pfd. 90 Pf. Gerichtssaal. rz. Leipzig, 27. Nov. Wegen Betrug aes und Urkundenfälschung ist vom Landgericht Gießen am 6. Juni der Schriftsetzer Siegfried Haag zu 6 Monaten, der Konditor Witte Schultes zu lO Ntonaten Geslängnis verurteilt worden. Ein dritter Mitangeklagter, den Techniker Karl Z w e s ch, kommt jetzt nickst mehr in Frage. Dieser kam aus dem Felde zunick und geriet in schlechte Gesellschaft. Mit den übrigen* Mitangeklagten machte er öfters große Zechen, welche viel Gold kosteten. Um sich Geld zu verschaffen, ging er mit den beiden anderen zu seiner Mutter. Sie erzalstten ihr, der deutsche Staatsbankerott stehe vor der Tür, man müsse schleunigst alle Kriegsanleihe verkaufen. Darauf übergrib ihnen die Frau alle Kriegrsanleihesrückie, die sie besaß. Die drei Angeklagten Dertimften sie und verpraßten feen größten Teil des Geldes. Einander mal telephonierte Sch. an Frau Z, sagte, er sei Svarkassenbeamter und müsse alle Spar- kassestbücher konttollieren, sie möge ihr Buch mvrck gen schicken. Die Frau übergab micbennn in gutem Glauben ihrem Sohn das Sparkassenbuch, welcher zusammen mit den anderen das Geld atu hob, die Quittung fälschte und das Geld verbrauchte. Tie nur von Sch. und H. eingelegte! Revision wurde vom Reichsgericht als unbegründet verworfen. rz. Leipzig, 27. Nov. Der Ueberfall von Lützel-Rimbach. Das Schwurgericht Darmstadt hat am 27. Juni mehrere Angeklagte wogen schweren Raubes mit Todesfolge z» schweren ZuchthoussNafen verurteilt, nämlich bet Friseur Warn I ö st, den Taglöhwc Karl Matheis und den Kesselschmied Jakob Weiß zu je 15 Jalsten, den Schuhmacher Josef Wöppek zu 10 Jahren Zuchthaus und den Tagiöhner Josef K i l l i n g e r wegen Diebstahls zu 6 Monaten Gefängnis. Tie Angeklagten sind für schuldm be- fiutbcn worden, am 1. März ds. Js. zu Lützel- Rimbach unter Führung des Angeklagten Jöst den Landwirt Adam Helftich, dessen Frau und dessen Tienstmagd Elisabeth Reibold in ihrer Wohnung .übersatten Und ihnen mit Gewalt geräuchertes Fleisch, Würste und 400 Mark bares Geld weggenommen zu haben. H. ist an den Folgen der Gewaltanwendung gestorben. In ihrer R e v i - Direktion teilt mit: Bei allen Mitteilungen über Vorkommnisse im Straßenbahnbetrieb ift es unbedingt notwendig, daß die Zeit, kSagennummer und möglichst auch die Nummer des Wagenführers mitgeteill wird. Nur *iuf diese Weise können ettvaige Anfragen ider Direktion aufs schnellste erledigt werden. «Es wird daher höfl. gebeten, darauf zu achten. ♦* Liebig-Museum. Die Serie der bio- teriweg. ° L D«*mbe, 1919 s Konzert •UsehenEInlaten mH Tfc°1^ Pelle Wettläufer • mA tterprograv stnlagr 50 Pfennig. „ »ein PH.H0,U ladung 6« tatiltti* fettr Grselllchasi werben V rrordeatlichen Genv: itmbtt 1919 bom. 10 'n Sermaltungbgebäw-. - HZs a.., lvTrautmanr Ree R- StraißUeder vo“ß 5’Sa&!M »ordallktz. 1 über bü ErkSt-. ;t Millionen Mark br? oam L Januar IM t OTWQSültltn tm Stennnr tW bet ReLie bei Ntd ien inbbeionbert orzugsaklien au! 6*/< ht bet KotzugSakiien ra Iß bei einer ber ifeii flt’o"- immlunfl DOMunebmenOen' imm- unb SoraiiflMtiif" Mt «M wnb, ftinM' nun« 'am'tchet Uj Äüftien in Ltainmakuen, roei lunTbelberbk^oriuflbotur ammak'ien stimmen, un s» nur eint Stimmt et* abeSsestmltnSrundkav^ übet btt Begebung btt &' »SB* »?KroS"n"“ x Wtli >« »M™ ÄtSS- Bank, •äfetr* in rortmaob- sK,.-"' E htipr * Wer dle FrledenSanleche zelchnet, hklst einen wirklichen, dauernden Frieden sichern. Dr. Qcßlcr, ReichsmMster für Wiederaafbau Tragi goldene Balken herbei zum Wiederaufbau! Gebt dem Reiche Geld! Wer dem Reiche kein Geld gänat, schlägt dem Soldaten die Waffe mrS der Hand! Dr. Mayer, Rekhschatzminietar Was das Blut für den Körper, ist das Geld für den Staat Oleeberta, Retohepostmtnlsler Wer spart in der Zelt, der hat In der Not! ScMIefre, ReldKeAeftÄüftditer Geld schallt Arbeit, Arbeit schafft Brot» Äedfz Nelchemilltstte dtd Jnntte Dirlschast ohne Gell ist Pflug ohne pferö. §ur beufftfen 8e*r, IteichstzmM Der Zins, vom Reiche dufgefrarf, Wird Dir und Deinen Kindern nutzen! er^bftgtt, ke^chsmlnist-r Jlnarym Die erste Lriedensanieihe est em kühneres Wagnis als alle Kriegs- anleihen. T r o tz d e m wird das Deutsche Volt die Friedensanieihe zeid)nen. A MtllTig. nxter e. RetibamiuMter Juxtii Geordnete Finanzen sind eine unentbehrliche Grundlage für Recht und Gesetz. Wer das Reich finanziell stärkt, ändern er ihm Geld leiht, stärkt Recht und Gesetz. 1 Dr. Daold, Rrrchsmtnlftrr o. p. Wer ausländische tuxuswaren kaust, drückt unsere Valuta noch ilefer hinab und verteuert die Einfuhr notwendiger Rohstoffe und Nahrungsmittel noch mehr. Wer dagegen entbehrliches Geld in Spar-Pramienanleihe anlegt, hebt unsere Valuta und fördert den Ge- nesungsprozeß der de^schen Volkswirtschaft. Wer seln Land liebt, handle danach I Dv. M VeW*»ve*el«mtntsier Geldstücke sind die besten Eisenbahnräder 1 Sxrt, KdAsprtMe* Über den Parteiprogrammen Iteht för jeden Deutschen die Pflicht, mitzuar* beiten am Wiederaufbau des Reiches. Zuerfi muffen unfere Finanzen gekräftigt werden/ denn nur durch he kann das Reich wieder aufblühen. Ein Mittel zur Kräftigung der Finanzen ift die Spar^Prämienanieihe. Wer fte zeichnet, tut feine Pflicht und arbeitet mit am Wiederaufbau. Die tieftrauemden Hinterbliebenen Gießen, 29. November 1919. 13431 ES ) Gießen, den 29. November 1919. 184T* Zamilie Familie 1M|D 028146 fort eefud)L AU Derfnufen. 023105 Gbelttraste 30 III. Sehördiiche Anzeigen Der Vorstand über 134 r \ I Möbl. Zimmer mit Pension sucht Cift* zlerS-Witwe in gutem vnufe zum lü. Dezember. Holz üorbnnben. SrfirtfiL Angebote unter 023117 an den (Siebener Anzeiger. Dienstmädchen für sofort in kleinen Hau»« halt gesucht. Dai Kaiser Allee 24. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme anläßlich der Krankheit und der Beerdigung unserer lieben Entschlafenen jember 1919 mrforfx'bcn. Dir ^^annlmachonG vom 18. Dftobrr 1919 über £>öcbfanrtfe für Snne* reine rebhubns. Italiener, starkeTiere, 5 Monate alt, St. 20 Mk., zu uertoufen. Grünberg. """ Barfüstersiraste 5. Wenig gebrauchter Tauerbrandoscn zu verkaufen. Schr. Ang. uni 023125 a. d. Mest.Anz. Die BeLvnMnLchtmy vom 18. 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Reiskirchen, Stomdort, Mainz, Lohra, den 1. Dezember 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch den 3. ds. Mts. vormittags 10 Uhr vom Sterbchause aus statt oai45 btt rranemben Hinterbliebenen: Fmilie ßrnft Rin. Heuchelsteim. btn SO. November 10TB. Die Bteerbiguag findet Dienstag den 2. Dezember, um 12'/, Uhr, vom Trauer- Hause. BrauhauSstr. 53. aus statt. Unser liebe» Töchterchen Auguste wurde und im zarten Alter von '/.Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit entrissen. JMttarbeiter Für den redaktionellen Teil einer demnächst erscheinenden akademischen Zeitung wird ein Mitarbeiter gesucht. Angenehme Nebenbeschäftigung für Juristen oder Offiziere a. D. Schriftliche Angebote unter 023103 an den Giehener Anzeiger erbeten. ffein-u-Kcgnakflri I werden angekauft. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme beim Heimgange unseres lieben Fritz sagen wir, und zwar nur auf diesem Wege, innigen Dank. A. Kneipp nebst Frau und Kinder. zrM.Wchtt für Hausarbeit «gesucht. 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