k|H . r .. München, 30. Aug. (Wolff.) Korre- ie Nahrheü Uber den putsch- ftonbenä Hoffmann Das Ministerium des flfriu* in A-utzcrn verüiftntücht -me langer- W. t-l- d- die bereits gemeldeten . SMto «erben, In den anderen Pars T-r Wir erhielten folgende Meldungen: d rat. Darmstadt, 31. Aug. Reichspräsident Ebert und Reichöwehrrnüiister Noske besua^en Mainz, 31. Aug. (Wolff.) Die fran- osische Militärbehörde verbreitet gende Meldung: ?das vis Monta 1t di der ganzen Der Besuch de; Reichspräsidenten in Darmstadt. Lansing über da« »erfahren gegen den Kaiser. UbTc'n s^'e g'e n "d eH är s e r, ' die amerika- s Wagen zu bette Nischen Kommi^ionsmitglieder, die sich mit^dieser -age zu b-k^ssen hatten, waren ausnahchslos > lnensteten das waldgaues betätigten, fei ausgestellt und für reden Kvvr 10 000 Kronen als Prämie ausgesetzt worden Mit Rucks test auf diese flagrante Volker- rechtsverletzimg sei das deutsch-österveicknirhe Auswärtige Amt ^rrsucht worden, bei der Entente zu protestieren und beim Mimltermm Tusar em- zilschreirm. aT nt ii; r b a m, 31. Aug. (Wolff.) „Manier Guardian" bringt einen ausführlichen, der ,em Yo-lr World" entnommene Bericht aber ,.e am August vom Senatsausschuß für aus- Xt/' ♦ige Angelegenheiten vorgenommene K r e u z- t)e l. ö r Lansings über die 14 Punkte, die 2cha. > rnng-Rkgelinig, das Verfahren gegen den ooniitii igelt deutschen Kaiser und den Vertrag zwischen England, Frankreich und den Bereinigten Staaten. Lansing erklärte bezüglich des Vcr- Ätei "irr Staube, «ätenb bie WM -nun rriib zunächst nach Heidelberg erfolgte, do Reich-sPräsident Ebert seiner Vaterstadt einen. Besuch abstatten will. ' nach der Mittagstafel die Kunstausstellung auf der Mathildenhöhe und folgten damr eiiut Einladung des Oberburgermeisters zu einer Tasse Tee die in den Zimmern des früheren Grvßl^rzog. aus dem eirAemnnmenttmttde^Hier-m ^Nach d^ Pariser Ausgabe des „New Porter Herold" b^schlvsi'en Amerika nnb_England, im Laufe der nächsten und übernächsten Woche täglich 2000 deutsche-^iegsg^mtgene »m uvrigeu glaubt'das Blüt't, der Vorzüge Abtrans^rt der Kriegsgesangenetz sei «auf den englischen Einfluß lung über den Putschversuch IN Sud» wigshafen, in 1" Vorgänge bestätigt werden, pfälzischen Städten hat sich nach den bisher vorliegenden Nachrichten nichts Besonderes ereignet. Auch in Speyer ist alles ruhig. ollen, müssen schließlich auch die fran- fuschen Räder stillestehen; der angekundi^te utsche Abwehrstreik hat den französischen Militaristen doch wohl zu denken gegeben. Ät Freitag standen in Ludwigshafen schon je Fabriken und Industriebetriebe, ebenso »«r Straßenbahnbetrieb sttll. Berlin, 0. Aug. (Wolff.) Wie der Vossischen Feiig" aus Ludwigshafen ^meldet wird.idas Poft-und Bahnpersonal Dom vorigen ^tdienft aus der Jnternie- i-unn entlassen nden, nicht dagegen die verhafteten sonftigeVeamten, welche von den -■'.rnrnDfeu pachtn den besetzten Diensträu- men anget lno emS Menge S a c ch a r i n , das aus der Schwerz em- gesckmuggelt war. Der reguläre Preis für Saccharin betrug pro Kilo 72 Atari, rm Sck)leichhandel aber wurden für dieses Quantum Preise bis zuj 500 Mk. gefordert. Das in jenem Kastiw eiN- gelagerte ©aedjarin kam durch „mehrere Hande; in bcii Besitz eines Frankfurter .Geichaitsmannes^ Sie «u beit ©tiebunflm B-t«li-N«n batten mfo- fern Glück, als das Verfahren gegen sie auf Grund der Amuestte eingLstellt wurde, imr an deut Wiesbadeiier Settagenen Niklaus Buche na ui blieb die Sache bangen. Er hatte eine Vermitt- luuasgebühr von 100 Mk. erhalten undbekanr nachher dafür einen Strafbefehl über 4000 SRu Sckwffeugericht und Strafkammer bestätigten den; 6tIÄerurfeI. 31. Aug. Di- 5ran- zosen haben am Freitag die Grenze der nördlich von Frankfurt laufenden Besatzung s z o n e um rund drei Kilometer zur ü ck verle g t und du Dörfer Nierstadt und Weiijkirck-en geräumt. Del Bahnhof Weißkirch-en blieb bestßt. Auch die &e> mciitbe Sossenheim wird m den nächsten 4mgea von der Besatzung verlassen. Aus dem Aeiche- zu gehen. Ein Steg der Bolschewisten? A m ft e r d a m, 30. August. (WTB.) Die lischen Blätter vom 28.d.M, bringen E dralch lose Preß-Meldung, der zu folge die Bolfche, misten einen großen Sieg über Denikin errungen haben fönten, bis ur Linu Wolotsck'ansk (40 Meilen nordöstlich von Charkow). Kupianft-Borisogliebok-Poworiiw-Kamyfchin vor- gedrungen find und zahlreiche Gefangene, sowi" qwße Beute gemacht haben. Die Donkosaken unte General Mantow, denen es gelungen war, dv bolschewistisck>e Front zu durchbrechen, sind buch stäblich abgeschuitten. worden. Eine aus Freiwil ligen bestehende Ossiziersdivision hat 400 Oliv ziere an Toten und 160 an Gegangenen verloren, Das gesamte Astrachaner Infanterie-Regiment ist gefangen genommen worden. AuNallend an dreier Meldung ist fedoch, daß die Gelamtzahl der Ge- sangeneu nach dem bolschewiltilchen Communiaus nur 1000 Mann und die Gesamtzahl der erbeuteten Maschinengewehre nur zehn beträgt. Breslau, 30. Aug. (Wolff.) Der "Reichs- und Staatskommissar für Schlesien und Westpos^ wird aus allen Kreüen der B.-vozkermtg Dleffchle- siens, vor allem aber auch von den p ü-ilch-u Arbeitern mit den dringendsten Bitten besturint, das Militär nicht aus seinen bi5l>erigen Sta^ orten zurückzuziehen, da man sonst neue )8e* unruhigungen und neue Arbnteraus|a>reitungew befürchtet. Der Reichskomrniiiar erklärt hierzu, daß er keineswegs daran dttike, den der ruhigen, arbeitswilligen Mvölkerung OberschlLsiens gewahren! Schutz der Lieichswehrtrupven gegenüber den Un- riiheslistern und Störenfriesen zuruckzuziehen. Das Militär bleibt, abgesehen von eungen aus Zweckmäßigkeitsgründen vorzunehmendim Truppenver- scknebungen, nach Wie vor znm Schutze des ober- schlesischen Volkes in Oberschlefien Wachsam und schlagfertig wird die Reichswehr jeden neuen Versuch zur Beunruliigung des Volkes oder zu eiliem Angriff auf unsere Landes grenzen nn Keime er- sticken. Zu irgendwelcher Beimruhigung auch in dem 1 Grenzbezirken besteht daher kem Anlaß. Washingto n, 31. Aug. Die „Kolm Ztg meldet: Kriegsmirttster Baker hat ■entart, daß auf Ersuchen des Obersten Blates zwei ame^kani che 1 Regimenter Befehl erhalten haben, nach Schlesien vttsuch in Ludwigrhasen? Die französische MilitärbehLrde in Mainz ! eine offizielle Richtigstellung herausge- ven, worin sie es ableugnet, daß ein gegen e bestehende Macht gerichteter Versuch statt- Mden habe. Wir geben diese Notiz nach- hend wieder, und unsere Leser werden da- >ch finden, .daß sie so klug sind wie zuvor, fr wollen gewiß nicht sagen, daß wir über s Ludwigshafener Ereignis völlige arhcit gehabt hätten: wie es in folchen >llen geht, können erst amtliche Feststellun- n die Zusammenhänge erkennen lassen. >er die französisck)e Erklärung ist nur eine ehauptung, die, weil es sich um Frank- ich handelt, das mit den deutschen Verra- ch offensichtlich gemeinsame Sache macht, ‘t größtem Mißtrauen ausgenommen werkt muh. Die französische Notiz lautet: der Ansicht, daß eiu gesetzlick^ V^fahren n^chk möalick sei. Aus die Frage des Senators ^orat)., Wird ein Verfahren stattsinden?, sagt Lansing lächelnd, daS habe ich nicht scsagt Am Frage des Senators I o h n s o n, ob wahrttid der Ver Handlungen in Pans die 14 Punkte des Pra| - Anteil tur Sprache gekommen seien, erwiderte Lansing: „Ich glaube nicht." Senator Johnson fragte: „^anbeUe sich es darum, daß, auf den l l Punkten beftanden werdeii mußte? Lansing erwiderte: „Nicht, daß ich wich erinnere Lansing erklärte auf Befragen, seiner Ansicht nach hätte Japans Unterschrist unter den Völkerbunds vertrag auch ohne die Entscheidung bezöge lieh Schautungs erfolgen können. Oberschlefien. Mann»-im. Sv. Auz. Di- Mal-- genttale meldet: Heute vormittag fand mit Ge- khmigung der französischen Behörden eine $8er» fr au en 'srn ännerversamrnl ung tn Lud- f en statt an der rund 2000 Manner Patteiw und die Führer alter Gewerkschaften Die machtvolle Versammlung führte L einer eindrucksvollen Kundgebung "irdas Deutschtum in b er Rheinpfalz 4 SU einer kckarfm Ab«ch»nngmN »en Sran^ ■^rjt und ihren Protektoren. Mit rücksichtsloser Laheit wurde die bisherige Vergewaltigung in '#rt Pfalz gegeiselt und mit voller Einmüttg^keit *ine Entschließung angenommen, Ni der es heißt: Me Arbeiterschaft Ludwigshaseiis wird ani Montag ,1lrbcit wieder «Hufnehmen. Sie ermattet ledoch miden ftanzöfiscix t Behörden, daß alle unschuldig Lüfteten sofort auj freien Fuß gesetzt werden. <7tiuv* . , OT>rttiri • < l < .w cY-«if Vim vX 5)1 r-i daß im Einver-nehmen mit den Minetten die Her- . obfetzung der Heeresmachit in der Hauptsache erst im kommenden Frühjahr borgenommen Witt, mit Rüchickt auf die im Winter etwa neu auslebenden Putsche und Unruhen. Was besonders Hessen betreffe, sagte der Minister zu, bau in den hessischen Garnisonen vorzugsweise Angehörige des hessischen Volkes garnis-oniert werden sollten. Zur Kohlenfrage äußerte sich die Reichsleitiing ähnlich wie in München, Stuttgart und Karlsruhe. Ferner wies der Reistslvehrmii,ister daraus bin, daß tne Unruhen in Oberschlesien nur durch da? schnelle uiw energische Eingreifen der Reichttvehr imterbruat werden konnten und daß die Reichsregierung sest; entschlossen sei, in ähnlichen Fallen mit großttl Sch.nelligkeit und mit gleicher Schärfe Vorzügechu, damit endlick-e Ruhe in Teutsch>land geschafsen würde. Bedauerlicherweise seien besonders bürgerliche Kreise noch, nicht von dem Vertrauen m die Zukunft des deutscheli Volkes durchdrungen. Ohne dieses Vettrauen aber sei em Wiederausbau Deutschlands unmöglich. „lieber die jüngsten Vorkommnisse in ; udwigshafen sind in der Presse des unbe- . täten Deutschlands unrichtige Mitteilungen ioffenilicht worden. Es haben in dieser !adt keinerlei gegen die bestehende Macist geästete Versuche stattgesunden. Die sofort em- leitete Untersuchung hat gezeigt, daß dec blu- ,e Zusammenstoß durch übermäßige erbos ität der ö rtlichen P olizei D. Red.) hervorgerufen worden ist. Dieser bäuerliche Zusammenstoß hatte den Tod icier Postbeamten zur Folge. Die Unter5 chung wird fortgesetzt. Der Zwischenfall ist reinzelt geblieben, und in Ludwigshafen wie der Pfalz herrscht weiter ungestörte Ruhe/ Bon der „Untersuchung", die fortgesetzt täte insoll, versprechen wir uns nicht viel. 1 ist- os hat sich berausgestellt, .ß die deutsche Bevölkerung für „Umstürze" ,i Dottenschen Sinne keineswegs „reif" ift! itrnmr herrscht in der Pfalz „ungestörte iuhe". Ruhe, aber keine Beruhigung. In dentscheii Kreisen ist die ,.,Nervositä1" ber das französische politische Schieberttim ck keineswegs befeitrgt. Die französischen schörden haben aus praktischen Gründen ne höchst bemerkenswerte öffentliche Kundgebung der deutschen Bevol- \tuvQ in Ludwigshafen zulasten müssen, der sehr offenherzige Worte über die bis- riqe Vergewaltigung der Pfalz gesprochen mdeii. Wenn die deutschen Einwohner a nicht der Fall, wird die Ar- Pfalz eingestellt. Weitere Ver- persönlichen Freiheit werden t-iirw Miinntu-jvi**- Aktionen der Arbeiter- und Eracrtchaft beant oortct werden. Die Preise- und Wmmlungsffn ist sofort hnznsteNen, eben» ä volle BeivesMsfrei^it für Regierimgs- und ^lwaltungsMei. _ Die Versammlung bebeutet vollen Erst»y der reichstreuen Bevölkerung in bex Pfalz, be,tt)ers der Llrbttterschaft, die sich -aimüttt mit Einfluß der Unabhängigen hinter ihre Fühn stellte. C. 203 \ Anzrlaer ' 11 nb oeierlagZ. Bezugspreis: wOtf.1.60, oiertel- nlgülf.4.86; durch '2 "-Zweigstellen Kl S-L5°: durch W 4.50 oiertel- ^sfchl. Bestella. ÄD'?"^UÜsie: 2^chnstleitunqll2 etl°^hkschästHstefle51 'chubfürTrasttnach. x>ten ^njtiger (Ste&eB. Mt| bearüfen zu können ,bcrun dieser Besuch leat Zeugnis ab davon, daß das fuWbare 6rteben dä letzten Jahre rulstgeven Z^^^ia^venn nM^'d?s^utsck^ Volt zu Gnm^e g}K| Der FriedcnSvcrLiqg vor der > Gerade Lassen gehört zu den Ländern des Reiches, französischen Kammer. die insolge des entsetzlichen 3ni«™br^ ^ Paris, 30 Aizg. (WTB.) Tie Kammer hältuismäßig hart -u lei^ l^ben. Nah^ duhr^gestern mit de? Erörterung des Friedens^ Dttttel des Landes ist feindlich besetzt. $ fonte, daß er dem Ver- Sckwinigkeiten das für die Landesvettvalttmg mit ^xtet Mängel zustimme. ?ie Re- fick! bringt und insbesondere wie schmerzlvch die I ■ - nulffe eine rheinländffche Polttik verfol- Interbredfung der altgewohnten VerbrndmiMn un- sich auf die Wünsche der Bevölkerung stutz:, tttsst liegt auf der Hand. Dazu kommt die G^-1 -. ' .,, < • qirmf'en, aber doch deutsch b(eib:n - sahr,die durch eigene E Autonomie im Rahmen deutsch- das Berslündnis, ja seü»st das Gefühl für me Jtot «nwfeen wolle. Barras verlangte, daß nach des Vaterlandes so völlig ablMiden ge^mmen ü D^etzimg der moralische Einfluß Frankreichs daß sie sich nichtMmen, chr ng«ies Volk zuver- ^^^.inlcmden bestellen bleibe und eine Ga- raten. Las ist eine ^Trl^Littlatton für das ^Sicherheit für die Zukunft, biete. Albert Deutsche Reich und für Hessen. Ziffer Herr zu ann $ erf£ärte, daß er die militärische Neuro erden, ist die §>auptauf4abe des Reiches und ber D y creieben hätte und daß er mit der Länder, die in unerscküstttetticher zueinander 0 Rbeililanden einverstanden sei. stehen und alles tun muhen, was geeignet ist, A^ganoa i des Trackes auf die Be- bie Cinhett Teuffchlands zu nmlwen. ab ^Wraer meinte der Rtt»ner, daß Besuch unserer obersten Reichpleittrng soll als Zci- vottermlg av. o Rutschen Einheit mtt chen des eisernen Willens, zu wirken, gelten. Möge Interessen FvantteickB in Widerspruck) stehe, es vollaus gelingen. und war bemüht, zu bÄveisen daß die neuen Reichspräsident Ebert Elemente in Deutschland eme Neugeswltmig „ . . , | öeutfcken Volkes voraussehen ließeii. Thomas lagtu antwortete in einer längeren Rede, in der er y,eiia(( darunter, daß der Krieg zum das Verständnis der Reichsleitung für Oie ^stenmal als Verbrechen behandelt wer^, und daß durch die Besetzung wichtiger Landesteile m U- sich ^r Aburteilung des Kaisers nicht Hessen besonders schwere Not betonte und ver- entgegensetze, da einmal d.e Frage der V^rant- sprach s-in-rs-its alles zu tun, um der groben nwrnit-eit g-st-»t sei, Truttch^md s'= sTintfpa xu steuern reicks Forderungen gerecht werd.m. Vezug ich ves Not dev Boltes zu Heuern. Völkerbundes fragt Tlwmas an, ob ine Negierung Tas könne ledoch. nur bann wenn ^°"erv"2i^.^^^^erhalten wolle oder ob alle Berufenen.daran, arbnttten^ wr sie di' des Völkerbundes einfchlag«i werde, di: Volk bis zum letzten Arbeiter das Verständnis ur 1 ie bedeute. die gesamte Not und für die Notwendigkeit unbe- das Heck Franwn. ^st-xreick dingten Zusammeiihaltens aller Krepe gewahr- Der Fitedensvertrag Mit CCftcrretfl). leistet würde. Einzelne Volksteile fäunten wohl Paris, 31. Aug. Tie „Köln. Ztg."meldet: Der unter der druckenden Not vorübergehend von Dbcrfte ^t hat am Samstag die Beratungen über Deutschland gelöst werden. Lowie aber die größte nen hat, ist, wie von zuständiger Stelle mitgeteilt wird, die Aufhebung der Bezugssck-einpflichrf für Schuhwaren in den nächsten Tagen zu erwarten. Es sind Maßnahmen in Aussicht Schuhbedarf'der mürderbenrittclten Rur Hessen. B. Lang-Göns, 1. Sevt. Hier wurde eine Ortsgruppe desHcssischenBanernbundes gegri'mdet, die 200 Mitglieder zählt. Für Dr. O. Sockel wurden 410 Mk. gesammelt. mit?" fuhr ©iy — ich hoffte — n krampfartigen tterte den Körper -oste sr vero chizn t mlag 1 geführt. Ab a,. 3r>fo[( r. gtnöti, fr ** Freibank. Dienstag, 2. September, Nachmittags von 1—3 Uhr, werden die Nummern 1801—1900 beliefert. Ragna Gvendburg dtoman von Anny Wothe. » Wohin, wohin? — Dumpf an der Küste , Bricht sich der Welle müder Lauf — " ' Ter goitme Tag, er ging zur Rüste, Tie Sterne kommen still herauf. Und dort, wo licht und rosig eben Roch meiner Jugend Büd geprangt. Da steigen Schotten nun und fefrreben, Ter Sehnsucht gleich, die beim verlangt. Julius Rvdenberg. Mit Flammenzügen schrieb sich die sinkende Abrndfmnic in das blaue Meer. Wie Rlosen- molken lag es auf deu schimmernden Wellen und Laie v gffmiit i frrbtb 9550» antiltr L urt xfnö; Wh-im,, un Äal, Be rytfßuil. ! Surfen fei Ifpten von ju t bW. bme imb die bändln b A Kirnt Kac yurü $ami hem CUT1; nnir-' ! lt"'. Ttf® M' M tNL\- toll&n 5283 (5087) Tic eingeklammerten Zahlen sind die Ergebnisse der KreistagÄvahl. K Ma mir obk Leute b ** Verhafteter Dieb. Vor einiger Zeit wurde hier in der Bahnhofftraße in ein Weiß- und Wollwarengeschäft eingebrochen und für über 1000 Mark Strümpfe usw. gestohlen. Der Tater wurde inzwischen in Fulda als der angebliche Walter Rau aus Bremen festgerwmmcn. <§r hatte fast die gairze Ware noch bei sich, so daß sic dem Geschädigter wieder übergeben werden können. ** Da S Wo hl t ä t igkeits fest de s Vereins ehemaliger 116er, das seit. Samstag abmd auf der Liebigshöhe stattsindet, nahm bis jetzt in allen seinen Teilen einen in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf. Der Gesamtüberschuß des Festes, das heute zu Sude geführt wird, kommt bekanntlich unseren heimkehrenden Gefangenen zugute. Wir werden in der morgigen Nummer einen ausführlichen Bericht bringen. ** Gießener Waldbühne. Von der Leitung hören wir, daß vor einigen Tagen an zwei weitere oberhessische Kriegsblinde (H. M. in Sellnrod und H. H. in Gettenau) je ein Sparkassenbuch über 200 Mk. abgegangen ist, daß also im ganzen sechs im Kriege Erblindete (mehr batten sich nicht beworben) mit einer Gesamt- umme von 1200 Mk. berücksichtigt werden konnten. Dr. B e r n b e ck hat die Absicht, alljährlich wenigstens eine Wohltätigkeitsveranstaltung (vorausgesetzt, daß sich auch fürderhin ebenso geeignete Kräfte zur Verfügung stellten wie dieswal) mit gleicher Zweckbestimmung in den Spielplan der Waldbühnc aufzunehmen, damit auf diese Weise den Kriegsblinden der Heimatprovinz regelmäßig, d. h. in jedem Jahre mindestens einmal, eine Liebesgabe zu gewendet werden könne. Auch an anderen Plätzen hat er angeregt, intrrf) ähnliche Darbietungen wie hier für die Kriegsblinden dauernd zu sorgen: zunächst auf der Amöneburg, dort für die Kreise Kirchhain und Marburg. Antlitz. „Warum bringt sve eS mck rid heftig auf, „ich — ich wol ich dachte!" Eüt Schluchzen, von er Hustenanfall untcibrVchen, etia der jungen Frau. (Sortsetzun- fol 116, jetzt b. Reichsw.-J.-R. 36, wird auf sein Gesuch zu Len Res.-Ofsizieren b. erstgen. Regts. übergeführt. "Der Winterfahrplan sieht in seinem endgültigen Entwurf von Berlin nach Frank- f u r t a. M. über Erfurt einen O-Zug vor, ab Berlin 7.00 Dm., an Frankfurt 6.55. Ob der Nachtschnellzug aus Berlin 7.35, an Frankfurt 6.58, gefahren wird, ist angesichts der Kvhlennot fraglich. Aus Frankfurt sollen bestimmt fahren der Zug 7.25 vm. und vielleicht auch 9.55 nm., an- Berlin 7.25 nm. und 9.16 vm. Von Leipzig ist Anschluß an den Tageszug 9.43, an den Nachtzug 10.12, zurück 4.46 nm. und 6.39 om. Von Berlin nach idem Osten sind v-Züge angcsetzt ab Friedrichstraße 8.35 Dornt, nach Wirballen, 6.13 nm. nach Thorn, 9.05 nachm. nach Insterburg, 9.36 nach Wirballen, 11.05 nach Danzig, ein beschleunigter Pcrsonenzug 11.45 Dm. nach Insterburg. Auch dec Zug 8.35 Dorm. hat in Schncioemühl Anschluß nach Thorn. IN umgekehrter Richtung geben von Bromberg Züge nach Berlin 12.10 nachts, 5.53 om. und 1.49 nachm., von Thorn 4.55 vm. und 11,10 nachm. ** Der Höchstpreis für Frühkartoffeln ist von der Landeskartoffelstelle für die Zeit vom 1. bis 14. September aus 8 Mark je Zentner festgesetzt. Der Höchstpreis gilt für die in Hessen erzeugten Kartoffeln und für den'Verkauf durch den Kartoffelerzeuger. Er gilt für die Lieferung ohne Sack sowie bei Barzahlung beim Empfang: er schließt die Kosten der Beförderung bis zur Verladestelle des Ortes, von dem die Ware mit der Bahn oder an Wasser versandt wird, sonne die Kosten des Einladens daselbst an. Im übrigen verbleiben die Bestimmungen der Bekanntmachung vom 31. Juli unverändert in Geltung. ** Aufhebung der Schuh be zu gs- schein p fl tch t? Nachdem bte Nationälbersamm- lang sich für die Absäiafsung der Zwangsbewirt- schastung von Häuten, Leder imb Leocrwarnr aus- ** Von der Landes-Universität. Ter ordentliche Professor an der philosophischen Fakultät der Landes-Universität Gel)eimerat Dr. vlsil. et theol. Hermann Sieb eck wurde am 25. August mit dein ihm gesetzlich zustehenden Ruhegehalt auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste in den Ruhestand versetzt. ** Ans dem. Militär-Wochenblatt. I ~ . Major z. D. Schlnttig, zuletzt Betw.-Dir. b > Klein-, Obst- und Abfindungsbrenncreien, der bis Aus Stellt «nd Land. Gießen, den 1. Sept. 1919. Gültige LebensmittelmarSen für die Zeit vom 1. bis 7. September 1919. Brot: 2300 Gramm Brot oder 1680 Gramm Mehl. Brot Kilogramm 50 Pf,, Weizenbrotrnchl ^Kilogramm 58 Pf., Weißbnot Kilogramm 80 Pf. Weißbrutbäcker: August Teibel, Neuenweg, Konsumverein: Verkaußtelle Schmrzenstraße, Neuen- Bäuc, Meichstraße, Asterweg. Butter: Niarke 36: 40 Gramm Auslands- butter zu 85 Pf., 1.25 Gramm Margarine »u 60 Pf. Flei sch: Wochenabschsnitt 36. Metzger für .Fremde und Urlauber: Wilhelm Bogt, Löwengasse. Nährmittel: für September noch nicht kingetroffen. Zucker: für September noch nicht eingc- trvffcn. N ä h r m i t t c l und Zucker für Zugezogenc und Kranke: Johann Seibel, Ludwigsplatz, Wil- helm Haas, Bleichstraße, Christian Schönhals, Nord-Anlage, Emil Fisch>bachi, Seltersweg, Schade & Füllgrabe, Bahnhofstraße; für Urlauber: Heinrich Trechslcr, Steüistraße. K r a u k e n m c h l: Ludwig Schmidt, H. Arnold Wwe., Kaiservllee. Nährmittel für Kranke: Hch. Becker, Löw eng al sc. Seife: Marke für September 1919: Anteil 125 Gramm, K-A-Scifenpulver zu 15 Pf. Ersteb^iS für Gießen-Stadt. Deutsche Volks Partei am Ufer blühkm purpurrot Mandeln und Rosen in endloser Fillle. In einer kleinen Billa, übkrbnscht von Deck.m- rosen und Geranien, die ihre Zweige fast in hu- blaue Meeres flut tauchten, ruhte in einer lustigen Vorhalle, die einen Ausblick auf das weite. "'ei>e Miver gestattete, eine Frauenc^stalt auf er em 9* uh - bett und sah mit glänzenden steberhaften Augeir hinaus ins Weite. Rotgolden umwogte in schimmernde p recht ehre Locken fülle fessell^S das jirte, Neiclx bt und zarte Kinderhände, dic ituf der lich'd' inen Atlasder^ lagen, lvelche über die fRulwtne (t* breitet lag, zerpflückten Nervös einige ma tc Ron u. „Glaubst du. daß sie kommt, Grosim-w'".' fragte ote blasse Frau leite un) panbte iy* Köpfchen ein wenig der alten Tome zu, k"' m.'lV imb gebvocl-en in einem Polsterstulch ihr lclmte, die toachsbleicheir Hände wie 8um «*»*< gefaltet. „ „Gewiß, Sigrid, sie muß „Aber e5 dauert so lange, Leotzmama „Tn Weg ist weit, K'nd, und baint . „Tu meinst, sie mag nicht 0011 dem Kinde?" . Die alte Frau neigte das gnmttninimirmtt eine Anzahl Konservenbüchse Arbeitern von tsxx, lmgcn war in der Frühe aus bent Wege zur Arbeit ein betrunkener Monrt begegnet; allem Anscheine nach ivar es der Spitzbube. Kreis Friedberg. Fleischlose Woche. = >mter mrin 0. Ä ötch **TieJagdinderneutralenZone. Turch dic Note 5945 Dom 5. August hat der Kommandierende General der 10. Armee das Jagdrecht in der neutralen Zone wieder freigegeben, in Anbetracht des großen Schadens, welch.mi das Wild anrichtet. TaubensckMßen, denen eine Gemeinnützigkeit nicht zugesprochen werden kann, und die nur einen Vergnügung'ssport darstellen, können nicht genehmigt werden. imb tatsächlich bestrebt ist, alles daran zu setzen, um den guten Willen der Bediensteten zu unterstützen. Tie Ve.sammluNg sprach sich ferner gegen febe Art oon Akkordarbeit aus und bekundet, daß sie das, was sie frülxr an Akkordarbeit leisten mußte, zukünftig aus freier Uebet^eugung und as Pslichtgciühl tun will zur Gesundung des ganzen Wirtichastslebens. — Diese Entschließung soll der preußischen LandesDersammlung, der Nationalversammlung und dem Eiseirbahnmüristerium unterbreitet werden. Berlin, 30. Aug. (Wolfs.) Im preußischen .Eisenbahnmini st eriu m finden, wie wir hören, zur Zeit mit den Eisenbahnarbcitern Verhandlungen über einen Lohntarif statt, 'lieber eine Wirtschastsbcihilse wird am 11. September im Haushaltungsausschuß der preußischen LMtdesversammlung beraten werden. Die Nachrichten über einen bevorstehenden Eisenbaspterstreik haben keine Grundlage. Auch ist es falsch, daß das Eisenbabnministcrium eine Wirtschastsveihilfe ab- gelehnt hätte. Streik in den Püpierfabriken des Riesen- gebirgeS. Breslau, 31. Aug. (Wolff.) Die „Bres- Taitcr Zeitung" meldet ans Hirschberg: In sämtlichen Papierfabriken des Riesengebirges . legten die Arbeiter wegen Lohnstreitigk^iten die Är- Jpeit nieder. Es feiern rund 1800 Mann. Damit ist frirer der wichtigsten Papiererzeugungsdistrikte .Schlesiens ffil(gefegt. Der Fremdenverkehr in Vaden. Karlsruhe, 30. Aug. (WolffO Der „Karlsrnher Zeitung" zufolge sollen dic Kommu- nalvcrbände ermächtigt werden, den Fremdenverkehr in allen ober einzelnen ihrer Bezirke mb 15. September auszuschalten. so süß eingeredet, rang die Hände, und am Abend da brachten Sie Sven mit zersckws'enem Arm ins Hotel und Goratschin war abgcrcist mit Hinterlassung einer Visitenkarte an mich. Ist es nicht hübsch, wie ruhig ich dies pa alles schreibe — ja, ich weiß nun, was die Welt wert ist und ich selber. Abgetan, wie eine Time von ihm, für den ick) alles mupfert. Verlassen und verackstet von meinem Gatten, dessen Liebe imb Nachsicht ich verwirkt habe, von Großmama mit Vorwürfen über meinen Leichtsinn überhäuft, habe ich nur Dich. Ich weiß ja, daß ich Deiner Liebe nicht wert bin, ich will sie auch nicht, aber es drückt etwas meine arme, kranke Brust, daS ist die Scham, daß mein Kind einst erfährt, daß seine Mutter eine Verworfene war. Wenn Tu mich je geliebt hast, — so verschweige es dem Kinde. Sel)en werde ich es nicht mehr — ich kehr: nie wieder nach Svendburg und zu Euch zurück, wie ich auch Sven nie Wiedersehen werde. Sigrid. Ragna saß wie ein Steinbild. Tie alte Chaja ging ab und zu und fragte allerlei. Das Kind UKint-e, Ragna hörte eS nicht. Welch ein ent- stl-lickeS Schicksal und was konnte gesellel>cn, das Sckstimmsle n'ozmvenden? Am liebsten hätte ste sich ja selbst auf dm Weg gemacht, um die geliebte, verirrt’ Schwester zu suchen, sie in des Gatten Arme zurückzufuham, aber sic war durch den kleinen Sven gebunden und bann,— war es auch fraglich, vb es ihr gelänge, nur eure Spur von Sigrid zu finden. Tas erste, waS Ragna tat, als sie sich ein wenig gefaßt hatte, war, ein paar beruhigende, tröstende Worte an Sven zu depeschieren und ein Telegramm an die Großmama zil senden, in dein sic flehentlich bat, ihr Sigrids Äufmkhalt zu nennen. Als sie es getan hatte, fühlte sie sich ein wenig erleichtert. Als aber die Stunden und die Tage schtvanden und Svens Briefe und Depeschen, bte er ab und zu sandte, trostlos wie am ersten Tage lauteten unö die Großmama beharrlich schwieg, da mar es R igna, als müsse sie irgenbanc sumdelnd cingvnstn, als müsse sie selbst Sigrid fudjen. Und während sie noch mit der alten Chaja alle Mög- lichtzstken einer Llbiveeuheil besprach, da wurde iltt lvieder ent Brief gebracht. Ragna jubelte auf, alS sie Sigrids Handschrift erkannte, aber kaum hatte sie nur flüchtig die Zellen überflogen, da bedeckte Leichenblässe chr Aptlitz löti) Me Hände, die der Süddeutschen Spiritus-Industrie errichteten Sammelstellen abgelieiert roerben. Branntwein, dec nach dem 1. Oktober in Absindungsbrennereien, die nicht mehr wie 4 Hektoliter Alkolwl im Jahr herstellen, erzeugt wird, darf von den Erzeugern ohne weiteres zurückbehalten und gegen Entrick»- tung des Freigelds von 1 Mk. für das Liter Trink- das Briesblatt hirlten, zitterten heftig: Sigrid schrieb: „Tu weißt natürlich alles von Sven, Ragna — es ist ja auch gleich — ich wollte Dich nie wieder sehen und Tir auch nicht schreiben, nun muß ich es doch Ich habe das Band zerrissen, was mir aufgeztvungen, doch nein, das wäre unrecht. Freiwillig wählt: ich Sven, aber halten durstet ilyr mich nicht als ich frei sttn wollte. Tu kennst die.Liebe nicht, Ragna, ich aber kenne sie. Sie ist köstliches, berausck>endes, süßes Gift, das unbedingt tötet. Tu glaubst es nicht? Doch ich weiß, wie es endet. Goratschin reifte mir auf Wunsch Großmamas entgegen, um mich eventuell vor Svens Zorn zu /chützen. Wie ein paar verwunschene KönigSkindcr träumten wir an den Ufern des MittelmeereS seligsten Traum. Um diesen Traum noch einmal zu durchleben, gebe ich gern Leben und Seligkeit dalffn. Es dauerte lange, bis wir nach Nizza zu Großmama tarnen und dann — dann war es aus. Sven hatte unsere Spur gefunden, war uns gefolgt und stellte Goratschin. Mit der Pis '.c m der Hand, fragte er den Fürsten, ob er verpflichte, mich, nachdem ich frei geworden, seiner Gattin zu machen. Goratschm derst»chte Ausflüchte — Du ßr' i, ich beschönig.' nick^s — ich kenne ilch, de/i ich liebte, jetzt ganz — aber Sven war schicklich in seinem Zorn und »wang schließlich den Fürsten zu der Erklärung, daß er nie daran geix-r't habe, mehr in unserem Verl a.tnis zueinander ji feften, als ein galantes Siebe.abenteuer. Sven warf ihn ein häßlick/eS Schimpfnwri ins Geiickst und twim gingen beide fort, und Großmama, die nur alles b. Bad-Nauhesim, 30 Aua IN Kt gestrigen Stadtver^rdnetenvci'amm- l un g wurde ein Antrag des Stadtv 3 ck: a c f er (U. S. P.), dic Vertreter der P r e s s c an den nicht- ösftnrtlichen Sitzungen teilnehmen zu Iahen,, ab* gelehnt. Von der Anleihe von 1902 wurdm aus- gelost 9 Stücks ä 1000 Mlk., 8 Stück! ü . > > , 2 Stück ä 200 Mk. — Ter Strompreis für Die Beleuchtung des Bahnhofs wird mit 37 Pf. pro Ki.vwattsttinde lier-echnet. Für Ehre.-preie werden bewilligt für die (Äeflügelausstellung 50 Mk., für die Tennis-Wettspiele 250 Mf. und für das Rciler- fportfost ebenfalls 250 Mf. Tie Bedinglmg ist, deß die Preise in hiesiger ©tobt gekauft werden. Tie Kirchweide soll nach fünfjähriger Pmise am 5. und 6. Oktober abgehalten werden. — Mit Ausnahme einiger wichtiger Betriebe bleiben die stäeii- ichett Bureaus von jetzt ab Samstag nechmtttags geschlossen. — Als llebergang zur freien Wirtschaft wird die Verwaltung der Nährmittel und >imr>r- ven vom 1. Oktober ab der Bereinigung d'r ! i?< sigen Ko onialwai.enl-änd.er übvrroif cn Folio die r ablehnen sollte, geht die Sache an die Einkaujs- acitossenschaft. Um den Verkehr von der Fr uik- futter Messe nach Bad-Naulieim zu z c'wn, soll versucht werden, günstige ZugDerbindungen für Vör- und Nachmittag zu schaffen. =■= Friedberg, 1. Scpl. Tie Dircktchn Hessischen Bauernburrdes sieht sich «nötigt ine Landwirte auf die Gefahren hrnztuveifen^ dic durch Begünstigung der Fr u ch t ham ster c l entstth i föraten und zugleich die Bchbrdc auf dieses Treiben anfmerffam zu machrrn. Das Hamstern von Frucht namcnllich durch die S-egerlänoer habe in einem geradezu erschreckenden Maße um sich ne* griffen. Ganze Wagnons Wcivn und Morn roür* den versckücppt, |o daß an eine acrcgrite fr-« gung der Bevölkerung mit Brot nicht gedackst inert den könne, wenn es so weiter gehe. Starkenburg und Rheinhcffen. rm. Darmstadt, 1. Sept. Der Hessische Landeölehrervcrein tagte am Sanisi uno Soimtag bei bisher unerreichtem Besuch im Kaisersaal unter Leitung von Back-- M sin; miö erledigte eine gieehe iraieivr Be reinsau,>c- legenhciten. Tie Jmtglehrer-L^cstrebtmgcn unti eine damit Derbunbene Neiwrganiiation wurden eingehend erörtert, auch die ftrage btr simu.trn- schitle fand entfüredyenbe Würdigung: Desckfiuiso sollen jedoch späteren Berl?Mdliingen vorbei alt.n bleiben, nachdem die BezirkSverbände zuncubst Stellung dazu genommen haben. Tonn wurde folgende Entschließung angenommen: „Ter Hessische Landeslchreckvevein erhebt gegen dir Br- stimmrmgen des Abs. II des Art. 146 oer Reicks Verwaisung den schärfsten Widerspruch, ba sic zu den Besttebungen und Forderungen der Lehrer in schärfstem Widerspruch stcltzn Er mißbi ligt und verurteilt auf das schärfste, daß bei der Regel:mg dieser grundlegenden Fragen sowohl die großen Lehrerorganisationen und die ftiilhtdminiftrrirn der Einzel st aaten nicht gehött wurden. Ter V;r* cm erwartet, daß be Errungenschaften der H.-st sischen Sckmle durch de nenen Bestimmungen un- borührt und unangetastet bleiben und die Freih it der Entwicklung gewährleistet wird und daß ba# hossisckte BildtrngSamt sich allen cntgcgengei r. rr Strömungen energisch widersetzt. Er bedauert a:if das Leblos teste, diese Bestimmungen, dic geeignet sind, die Sckule als Zankapfel der voliti'chen Parteien auszuliefern und die DrAglichkeit bi tn, Kn Frieden der einzelnen Gemeinden zu stören und .u. .Die e ifBt ab g. Nbcri ffi ®iep ----5)ei branntwein Derwertet werden. Abgciundene Lbst- brermereien, die mehr als 4 Hektoliter Alkolwl im Jahre Herstellen und Berschluß-Lbstbrcnnereien müssen nach § 55 Ziffer 3 der Grundbeslimmun- gen zum Gesetz über das Branntwein-Monopol bis zum 1. September bei dem zuständigen Hanpt- fteucramt einen Antrag auf Befreiung von der Pilicht zur Ablieferung des Branntweins stellen. Tie gleichen Bestimmungen gelten auch für Korn- bremxer, d. h. solche Brenner, die ausschließlich Roggen, Weizen, Buchweizen, Hafer oder Gerste verarbeiten und nicht Hefe im Würzeoerfahren l-erstellen. ** Für den Eintritt von Ausländern aus dem besetzten deutschen Gebiet in dos unbesetzte Deutschland werden Erlcick^terungen durckgejührt. Jeder Ausländer muß im Reichsgebiet im Besitze eines Passes mit einem deutschen; Sichtvermerk sein. In den feindlichen Staaten gibt es nock. keine beut)eben Kvnsularbelwrdcn. Man hot deshalb im besetzten Gebiet deutsche Paßstellen zur Ausstellung dieser Vermerke cingerichrfel. An diese können sich auch neutrale Ausländer wenden, wenn sie über das besetzte Gebiet einreisen wollen. Ferndliche Ausländer brauchen lediglich dafür eine Erklärung des .fcindlick-en Oberkom- mairdos im besetzten Gebiet, daß sie keine Spionage ober polizeilickte Propaganda betreiben. Für Neutrale ist die Erklärung durch deren Konsule ab» zugeben. Ter Einreisende muß ferner über die notwendigen Geldmittel Derfü'en. Ist er Kaufmann, so muß feine Zuverlässigkeit durch ein Zeugnis seiner hermatlichen Handelskammer nachgewiesen werden. Endliche soll die Reise im deutschen Interesse liegen. Tienstreisen werden ohne weiteres genehmigt. Reisen in FarnilienanA.'legeiu- choiten sollen bis zum Inkrafttreten des Friedensvertrages unterbleiben. ** Im Lichtspielhaus wird von Dienstag bis einschl. Freitag das große sozialhygienifck^ Filmwerk mit wissensckZastlick)er Unterstützung des San.-Rats Dr.Magnus Hirschfeld, „Die Prostitution", ein Vorspiel und 6 Akte, versaßt und inszeniert von Rick-ard Oswald, aufgeführt. Landkreis Gießen. ** Annerod, 31. Aug. Eine Ortsgruppe Kriegsbeschädigter u d .Kriegs- binterbliebeltet wurde hier gegründet, die sich dem seinen hessischen Landesverband Kriegsbeschädigter mtd Kriegshinterblicbener bzw. dem Einheitsverband der Kriegsb. schädigten Deutschlands — Sitz Leipzig — an schloß. ** Eberstadt, 30. Aug. Zu einer Witwe in Eber stabt vermietete sich ein Kitecht unter dem falschen Namen Wolf. Am Dienstag vormittag war der getreue Knecht unter Mitnahme des ganzen Speisekammervorrats verschwunden. Ter Gießener Polizei gelang es den Täter in der Person eines lffesigen Einwohners zu ermitteln, auch wurde noch eine Speckselle als Rest des Diebesgutes im Keller versteckt bei ihm Dorgefunben. O Garbcnt «eich, 31. Aug.. Tie Gewerkschaft Weißenburg hier, die sich vor dem Kriege unt der Herstellung von Mag- nesin-Dün gekal k beschäftigte, legte im Lause des Krieges ihren Betrieb still und ging vor ungefähr 2 Jahren in die Hände der Gewerkschaft Hessen über. Diese sucht die in hiesiger und in der Gemarkung Steinbach liegenden 93 a u » xitlager zu erschließen. Gegenwärtig l>cschäf- tigt die Gewerkschaft gegen 40 Mann. Mit dem Betriebe ist eine Wäscherei öerbrntixn, durch welche die erdigen Bestandteile von den Steinen entfernt werden. In letzter Zell ist das Werk zum Dau eines Ringofens übergegangen, in dem dic aus dem durch das Wasck>en entstandene Schilammmaterial bergefHIten Backsteine gebrannt werden sotten. Zum Inbetriebsetzen des Ofens fehlt nur, wie eben überall, die dazu notwendige Klohle. O Grünberg, 30. Aug. In seiner letzten Sitzung erhöhte der hiesige Stadtvorstand die Mietentschädigung für die Lehrer mit Wirkung Dom 1. Oktober ab Dom bisherigen Höchstsatz Don 400 aus 450 Mk. Tie Stadt beabsichtigt ^lländischcs Schlachtvieh zu erwerben. V. Nonnenrot h, 31. Aug. In verflossener Nacht stattete ein Einbrecher dem hiesigen Schllhaus einen Besuch ab. Dia zur Zell der Lehrer wegen Kranll^eit in einem Erholungsheime weilt, so befand sich nur seine Frau und ein junges Mädchen in der Wohnung. Durch ein Geräusch geweckt, eilte die Frau ans Fenster und bemerkte eine Gestalt. Sie feuerte drei Schüsse ab, woraus bet Einbrecher ins Feld floh. Im Garten fanden die her- beigeeüten Nachbarn eine zerbrochene und eine gefüllte Weinflasche, die aus dem erbrochenen Keller entwendet waren. Ebenso sanden am Morgen Ortsbewohner im Felde noch einige Flaschen Wein und auferlegt worden, die das deutsche Volk nie erfüllen könne'. Unter Bezugnahme auf den Ausschluß Rußlands aus txr Fri-ed-msregelung erklärte Knox: Glauben Sie denn, toß Duitschlond, das unter den .Bedingungen dieses Friedens leidet und schwankt, sich ein- fach mit Gnadenjpenden begnügen wird, die -vir als Krumen ihm von dem Tisch des Siegers ge- währen? Tiefes Volk wird ebensowenig aufhören, einen Plan zu schmieden, um seine frühere hohe Stellung wieder zu erlangen, wie der Satan, der in die Tiefe der Hölle geschleudert würd'. Ob Teutschland im Völkerbund ist, ivemt dieser Zustand kommt, oder außerhalb des Bundes, so werden die deutschen Agenten trotzdem im Geheimen und im Offenen mit den früheren Ver bündeten Deutschlands und mit dem unbefriedigten Japan und Rußland .zusammenwirken. Wenn Teutschland darin Erfolg hat, muß Europa zugrunde gehen. Strrsemann über die Politik der deutschen Volkspartei. Berlin, 1. Sept. In einer Versammlung in seinem Wahlkreise Osnabrück kennzeichnete Tr. S t r e s e m a n n die Stellung der Deutschen Vollspartei dahin, daß sie sich gegenüber rechts und links als entschieden liberale Partei ihre Selbständigkeit bewahren werde. Wenn sich die demokratische Partei mit ihr auf den Boden der Zusammenfassung der liberalen Kräfte zusammenschließen wolle, so sei sie willkommen, da die Partei stets die Einigung des Liberalismus erstrebt habe, aber eine scharfe Sckjeidelinie gegen kosmopolitische T:v. Tratte ziehe. Gegenüber der möglichen nrittfdxrt.idjen ft ata- strophe des Winters und ihrer Folgen müßte die Parteipolitik zurücktreten und eine Sammlung aller besonnenen Elemente, von den Sozialdemokraten bis zur Rechten, erfolgen, um das Schlimmste von Deutschland abzuwenden. Das französische Regiment in der Pfalz. Landau, 31. Aug. (WTB.) Durch ein« Verordnung des Generals Gerard wurde auch für den Bereich der 8. Armee gemäß einer Verfügung des Marschalls Foch die Vorzensur für die Presse ab 3 0. August aufgehoben und einige Verkehrserleichterungen zugestanden. Die Lage in der Pfalz. Berlin, 1. Sept. In der „Köln. Ztg." wird von.berufener Seite die politische Lage in der Pfalz nach wie vor als sehr ernst beurteilt. Wenn auch der letzte Putsch deS Landauer Hochverrats mißlungen ist, so darf d)ch damit die von Dr. Haas und seinen Gesinnungs- genossen entfachte Bewegung auf Gründung einer Republik keinesioegs als abgetan gelten. Bulgarische Selbstverteidigung. Versailles, 31. Aug. (WTB.) Tie bulgarische Delegation überreichte gefterm dem Obersten Rat der Alliierten ein umfangreiches Memorandum über die Kriegs Ursachen. Das Memorandum kommt zu dem Ergebnis, daß Bulgarien für den Krieg nicht verantivorttich sei, und daß mün ihm infolgedessen auch keine'Strafe auferlegen dürfe. Die Frage von Fiume. Amsterdam, 31. Aug. Tittoni verhandelte gestern in Deauville mit Lloyd George. Fiume soll danach an Italien fallen und das Hinterland an den Völkerbund verhaftet werden Aus Ungarn. Berlin, 1. Sept. Tie „Voss. Ztg." meldet aus Budapest, daß die Ressortminister sich einmütig gegen ein Verbleiben Friedrichs an der Spitze des Kabinetts ausgesprochen hätten. Nachdem Friedrich die Konsequenzen daraus gezogen hat, habe Frantz Heinrich Verhandlungen zur Rekonstruktion des Kabinetts ausgenommen Nach derselben Quelle ist General Liman von Sanders heute in Berlin eingetroffen. ta* Wirren heraufubeschwören und die so notwendig: innert Einheit und Geschlossenheit unseres vhwed'-s so gedrückten Volkes aut das schwerste zu sgriährden." Die Borstandswahl ergab ein- gtimmige Wiederwahl dos bisherigen Vorsitzenden >D ach- Mainz, als Stellverireler wurde für fen Kurückgetretenen Hauptlehrer .Lösch der Volks- Tammer ^geordnete Lehrer Reiber-Mainz, naä;- teem Elaß-Darmstadt erklärt hatte, eine Wahl nicht vnnehmen zu wollen, gewählt. Zu Schriftführern wurden Sens-Mainz und Schas-Bieber gewühlt. ' rm. Darm stabt, 30. Aug. Wie wir erfah- fijtti, hat die Stadtverwaltung eine Partie ungarischer Schlachttiere angekaust, die durch die Metzger gegen Marken zum Verkauf kommen sollen, allerdings stellt sich der Preis aus 7 Mk. das Pfund; ebenso teuer werden eine Anzahl 'holländischer und dänischer Schlachttiere kommen, idie noch m dieser Woche hier eintreffen und zum Kerkaus kommen sollen. rm. Offenbach, 1. Sept. Volkskammer- Präsident Adelung ist bekanntlich seinerzeit von den Franzosen Weyen der rheinhessischen Los- lösungsbestrebungen aus Mainz ausgewiesen worden. Inzwischen ist nun die Ausweisung zurückgezogen worden. Adelung wird am kommenden Montag sein Amt als Beiaeordireter der Stadt Mainz wieder übernehmen. Aus diesem Anlaß hat «er seine Zusage zu der Annahme des ihm ohne sein Zutun angebotenen Bürgermeisterpostens in Offenbach abgelehnt. sw. Offenbach, 31. Aug. Die Stadtverordnetensitzung bewilligte zur Er- lauung von Wohnhäusern einstimmig die Ueber- lassung von einer Million Mark an die Offenbacher Baugenossenschaft m. b. H. Kreis Wetzlar. *♦ Braunfels, 1. Sept. Wie uns mitgeteilt tvird, ist die Besichtigung des Rittersaales und der Anlagen des Schlosses Braunfels nur 'Mittwochs und Sonntags gestattet. Hessen-Nassau. — Frankfurt a. M., 30. Aug. Auf dem sH o s g u t Rebstock ist bei landwirtsckmftlichcn .Arbeitern der Typhus ausg^wochen. Eine Per- ,fon starb bereits. Eine Untersuchnng der Lebens- ri>erbältnisse der Erkrankten brachte unglaubliche ''Zustände zutage. Die Bettwäsck)e der Leute war Jett Mai nicht gewechselt, die Schlafräume werden in jedem Monat einmal gereinigt und dann itur oberflächlich. Da auf dem Hosgut recht viele Leute beschäftigt werden, liegt die Gefahr einer 158 eiter Derbrettung sehr nahe. — Frankfurt a. M., 30. Aug. Die Kri- 'minalpolizei stellte fest, daß ein erheblicher Teil der hier gestohlenen Wertsachen, besonders Silberzeug und dergleichen, in gewissenloser Weise von hiesigen ersten Geschäften aus- yekaust wird. Gegen die Geschäfte, die sich damit der Hehlerei schuldig machten, wird strafrechtlich -ringeschritten. — Frankfurt a. M., 30. Aug. Auf die .Ergreifung des Falschmünzers Friedrich V e r g v l st, der Wenige Tage nach seiner hier ,erfolgten Verhaftung aus dem städtisck)en Kran- .lenhause, in das er krankheithalber gebrackst werden mußte, entsprang, hat die Staatsanwaltschaft eine ' Belaßetung von 3000 Mk. ausgesetzt. Bergölst hat in der Zeit von Januar bis Juni d. I. in Frankfurt und anderen deutschen Städten falsche Fünf- zigmarkschrine nrtb falsche Offenbacher Zwanztg- marifchkine herstellen und in großen Mengen ver- ! treiben lassen. — Frankfurt a.M., 31. Aug. Ein ungewöhnlich großer Einbruch wurde vor eitriger Zeit, wie erst jetzt bekannt wird, im Kunstverlag von Knoeckel, Kaiserstraße 13, aus- gefülwt. Dm Dieben fielen u. a. in die Hände ein amerikanischer Rolljalousie-Schweibrisch, ein Aktenschrank, ein antiker Aktenschvank, zwei japa- rcksche Wurzelholzftguren, mehrere Ledersessel, rin antiker Ständer für Kunstblätter, 300 Original- Farbslistzcichnungen von Beithan (hessische Bauern und Kindrrbilder>, OriginalzeichnuNgeu von Wilh. Althrim, 300 Original-Lustdrucknegattve. — Die Möbel und Kunstblätter wurden nach dem Hesien- Saal, Bornheimer Landstraße, gebracht und hier verkauft. Von den Dieben und dem Verbleib der Sackum fehlt bisher jede Spur. — Frankfurt a.M., 31. Aug. $n der letzten Zeit hat hier eine Einwanderung von jungen Russen und Polen eingesetzt, denen der heimatliche Boden zu heiß ward, und die sich hier als Schieber uird Schkrich- häirdler betätigen. In erster Linie führen aber die Burschen die raffiniertesten Taschendiebstähle in den Eisenbahnen, Straßenbahnen, auf Bahnhöfen und bei sonstigen Menschenansammlungen aus. Zur besseren Durchführung ihrer Diebstähle arbeitet dieses internationale Gesindel in Rotten von zwei bts vier Personen zusammen. Der Kriminalpolizei gelang es jetzt nach wochenlanger Arbeit eine große Anzahl dieser Diebe festzu- nehmen. Bis jetzt sind 2 0 Personen im Alter von 13 (dreizehn!) bis 48 Jahren in Haft. Einige der Diebe wurden bereits abgeurteilt, sie erhielten Zuchthausstrafen nicht unter zwei Jahren. Zahlreichen anderen Mitgliedern dieser Banden ist man auf der Spur. — Frankfurt a.M., 31. Aug. Nachdem der Magistrat monatelang unter Hinweis aus die Kohlenkrtapphcit die Bevölkerung zur reich- lichen Eiudnkmrg von Holzvorrätcn aufgefordert hat, beschloß er in feiner Freitagssitzung, die Rationierung des Holzes in der Weise, daß alle Vorräte bis auf 10 Zentner beschlagnahmt werden sollen. Der Leiter der städtischen Kohlenstelle, Tr. Baerwald, hat ans diesem Anlaß dem Magistrat seinen Rücktritt angekündigt-, ihm werden andere Beamten des Kohlenamtes folgen. X. Hanau, 30. Aug. Tie Stadtverordneten haben beschlossen, daß allen zu 80 Proz. und mehr erwerbsunfähigen Kriegsbeschädigten, sofern sie für 1919 zur Sta'atssteuer bis zu einem Satze von 31 Mk. veranlagt sind, die Gemeind ee in ko m men steue r erlassen wird und daß die dadurch entstandenen Ausfälle auf die Stadtkasse übernommen werden. [1 Marburg, 30. Aug. Nachdem im Jahre 1910 int naben Torfe Bauerbach der Blitz die Kirche schwer beschädigt hatte, wurde diese in vorgestriger Nacht abermals vom Blitz getroffen. Auch diesmal entstand großer Schaden. Airche itttb Schule. O Darmstadt, 1. Sept. TXts 36. Jayresfest des E v a n g e 4 i s ch e n Kir chen ge s a ng> v e r - eins für Hessen wird am Sonntag den 28. September in Schaafheim bei Babenhausen stattfinden.. Bei dem Fest rverden sechs Kirchcn- gesangvereine Mitwirken. Als Tag der Hauptversammlung des genannten Vereins ist der 6. Oktober in Aussicht genommen; bet dieser im Lan- deskirchengebättde in Darmstadt stattfindenden Versammlung wird Pwfcsvr Tr. Becker aus Offenbach den Vauptvortrag halten über „Die Hebung des Gemritchegesanges". O Friedberg, 1. Sept. Tie Evangelische Konferenz für Hessen (Friedberger Konferenz) hält ihre diesjährige Hauptversammlung am 15. September in Frankfurt a. M. ab. Im Mittelpunkt der Verhandlungen steht ein Vortrag des Professors D. Tr. Diehl ans Friedberg über die neuen kirchlichen Verfassungsfragen. Sport. ** Allgemeines Lawn-Tennis- Turnier Bad-Nauheim. Ter Turnierleitung ist es gelungen, Nennungen der besten deutschen Spieler zu erlangen. Tas Bad-Nau- heimer Turnier wird also eine erstklassige tennis- sportliche Beronstaltung werden, wie fre nur bei den größten Turnieren geboten wird. Unter anderen haben gemeldet: O. Froitsheim, O. Kreutner, H. Kleinschrot, Gast, P. G. Hoffmann, Uhl, Lindpaintner, v. Vissing, Frau Tr. Friedleben, Frau Tr. Kaiber, Frau Uhl, Frau Robinson, Frl. Mettenheimer, Frl. Weyermann und Frl. Sakin. vermischter. -- W ü r z b u r g, 31. Aug. Ter Gewitter- st u r m am letzten Freitag hat die Zelte des Z i r - kus Holzmann umgeweht. Tie Zirkusangestellten konnten sich reckFzeitig retten. Spielplan der Frankfurter Theater. Opernhaus. Dienstag, 2. Sept.: Tosco; Mittwoch, 3.: Die Fledermaus; Donnerstag, 4.: Die Gezeichneten: Freitag, 5.: Die Rose von Stambul; Samstag, 6.: Die verkaufte Braut; Sonntag, 7.: Alkeste; Montag, 8.: Taimhäuser; Dienstag, 9.: Rigoletto; Mittwoch, 10.: Das Dreimäderlhaus. — Schauspielhaus. Dienstag, 2. Sept.: Der Urfaust; Mittwoch, 3.: Ros- mersholm; Donnerstag, 4.: Die Räuber; Freitag, 5.: Die Marquise von Arcis; Samstag, 6.: Eingesandt. (Für Form und Inhalt oller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Der letzte Samstag scheint für denGießener B a hn h o f ein kritijcher Tag gewesen zu sein. Am Abend fehlte für den Arbeiterzug Gießen—Geln- hausm, ab 1/26 Uhr, rine Maschine, so daß dieser Zug nicht abfahren konnte. Als endlich eine Ma- schftre ankam, stand der zweite Zug, ab 6yt Uhr, ebenfalls fahrbereit im Bahnhof. Ter Vorzug fuhr nun ab, wurde aber durch Signale wieder zurückgeholt. Die Fahrgäste waren nun der Meinung, daß der zweite Zug zuerst abginge und stiegen zum größten Teil aus, um in dem anderen Zug Platz »u nehmen, der 7tint aufs äußerste besetzt war. Plötzlich ließ man jedoch den ersten Zug, fast leer, abfahren. Ein Teil der Fahrgäste stürzte nun vom zweiten Zug auf den absahrendm Zug, wobei sich leicht eruste Unfälle ereignen konnten. Pflicht der diensttuenden Beamten wäre es doch gewesen, die Leute richtig aufzuklären, wodurch alle Zwischen- fälle vermieden wurden. Muß denn immer Aerger- nis uttd gereizte Stimmung unnötigerweise beraus- gefordert werden? K. D'. Die Marquise von Arcis; Sonntag, 7.: Nachmittags : Jugend; Abends: Robert Guiskard, Der ^erbrochene SVrug; Montag, 8.: Ein Geschlecht; Dienstag, 9.: Die Marquise von Arcis; Mittwoch, 10.: Rausch. Wettervoraussage für Dienstag: Wechselnd bewölkt, zeitweise Regenschauer, ivechfrlnde Winde, soweit aus den wenigen x>or= lieg-utben Meldungen ersichtlich. Letzte Die Rücksendung der Kriegsgefangenen. A m st e r d a m, 31. Aug. Ter „Berl. Lokol- anzriger" schreibt: Ter erste Transport von 1000 deutschen Kriegsgefangenen hat gestern Frankreich verlaßen. Das ist die höchste Zahl, für die die deutsch: Regierung Vor- bercitungen zu treffen vermochte. Die Entente ist in der Lage, täglich 3000 Mann abzusenden, und lann die Zahl auf 6000 steigern, falls die deut- fchen Behörden die notwendigen Eisenbahnwagen zur Verfügung stellen. Die Heimsendung der deutschen Kriegsgefangenen aus Großbritannien hängt von dem Seetransport, den Deutschland nach dem Friedcnsverttag zu stellen gezwungen ist, ab. Sowie Deutschland genügend Schiffe zur Verfügung stellt, kann der Abtransport beginnen. - Senator Knor für einen Sonderfrieden mit Deutschland. Amsterdam, 31. Afug. (WTB.) DasPvess-e- bttreau Radio meldet aus Washington: Senator Knox erklärte im Senat, die Bereinigten Staaten sollten es ablehnen, den Versailler Vertrag zu unterzeichnen und sollten einen Sonderfrieden mit Deutschland abschließen. Durch seine harten und grausamen Bedingungen auferlcge der Friedensvertrag Deutschland (Strafen, die die internationalen Gesetze verletzen. Ter FrtedenSzustand trete ja doch ein, sobald drei Großmächte den Frieden ratifiziert hätten. Tie Vereinigten Staaten sollten ihren eigenen Frieden schlreßen. Knox fuhr tann fort: Ich bin der Ansicht, wir sollten gegenüber Teutschland auf begliche aus dem Kriege entstandenen Entschädigungsansprüche verzichten und dafür Sorge tra- gen, daß Deutschland statt dessen Kredit erhält. Wir sollten auch jegliche Teilnahme oder Mitgliedschaft bei den Kommissionen und Ausschüssen, die vom Friedensvertrag vorgesehen sind, ab- lehnen. Wilson habe 1917 erklärt, das Kriegsziel der Bereinigten Staaten sei, die autokratischeMackst zu stürzen und das deutsche Volk in die Lage zu versetzen, selbst über sein Schicksal zu bestimmen. Dieses einzige Kriegsziel der Vereinigten Staaten sei bet der Unterzeichnung des Waffenstillstandes erreicht. Tie Ver. Staaten müßten aus deut Kriege gehen, wie sie jn ihn gezogen seien, frei, unabhängig und Herr ihres Schicksals. Kirox Ijob hervor, welche wertvollen Dienste die amerikanischen Untertanen deutscher' Abstammung den Vereinigten Staaten leisten. Sie seien froh in den Kamps gezogen in der Ueber-egung, daß es letzten Endes zum Besten ihrer beutfrfcn Blutsverwandten sei. Statt dessen seien Friedensbedingungen Cafe Einhorn Täglich nachmittags n. abends erstklassige Künstler- Musik I 8ro8e Auswahl 11 Bachen nafl Torten. !i. Eüshe g nnfl Getränke, oio» Neuer Inh.: Hermann Seidel ? -ran Baer le A Co., Worms a. Rh. 6egr. 1836. Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. .Die endgültigen Stücke zur Anleihe der Stadt Gienen von 1919 sind erschienen und rönnen ton letzt ab gegen Rückgabe der Zwischenscheine wäh- rend der üblichen Kassestunden bei dec Stadtkasse in Empfang genommen werden. Falls mehrere ,?ro.t'$,CKi^ctnc rum Umtausch vorgelegt werden, find Nummerverzcichnisse mit einzurrichcn. Gießen, den 30. August 1919. 10109 ______Der Oberbürgermeister: Keller._______ Bekanntmachung. Sn unser Handelsregister Abteilung A wurde Heute mtter Nr. 52 eingetragen: ß-irmu Louis Stiesel in Lich, Inhaber: Louis Stiefel in Lich. Lich, den 28. August 1910. 101078 _______Hessisches Amtsgericht. _______ Stalldünger nnd Pfuhl je eine Grube, ist im städtischen Schlachthos, Rod- IjctmAT £traf>e 19, meistbietend zu vergeben. o Angebote sind bis Mittwoch den L?Äbcr' vormittags 11 Uhr, an die Schlackft- hosvcrwa.t,mg cinzurrichen. Vorher Tnmi Besichttt gung statt finden.__10108B Bekanntmachung. >Setrj Abschaltung von Fernleitungen. ! Infolge unaufschiebbarer Wiederinstandfehungs. lartoitett im staatlichen Kraftwerk Wölfersheim sind ,mxr genötigt, abwechselnd kurze Zeit einzelne Fern- -leitungsstrecken bis voraussichtlich Ende dieser Woche jwShrend der Lichtzeit abzuschaiten. Friedberg, den 1. September 1919. lElektrische Ueberland-Anlage der Provinz Oberhessen. Die Direktion: I. V.: Drieshaber. van ifiaerie’s Statt Karten! Ihre am 30. August vollzogene Vermählung zeigen ergebenst an Hans Emil Heimer und Frau Alice geb. Muhl Gießen. Zur neuen Well Ab heute neues Programm unter Mitwirkung des hier so beliebten Humoristen 01M6 Herrn Brandenstein Es ladet höflichst ein PH. HOFMANN. Ion warne künstliche Oebisse wenn auch zerbrochen oder nur Teile mit Zähnen davon WvgLUVvöl I"*.'} da dieselben zu noch nie dagewesenen Preise» angekauft werden. Zahle, je nach Wert pro Gebiß bis 200 M. pro Zahn bis 4 M. 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September 1919. In tiefem Schmerz: A. Schönhaber B. Schönhaber J. Kun». Allen Bekannten hiermit die schmerzliche Nachricht, daß meine liebe Frau, meine gute Mutter, meine einzige Tochter nach langem mit großer Geduld ertragenem Leiden im Alter von 49 Jahren am 29. August sanft entschlafen ist Die Beerdigung fand in aller Stille statt z(016958