Vorlage so weitgehende Ermächtigungen erhalten soll. Im übrigen ist die Versammlung einstimmig der Ansicht, daß unter keinen Umständen freies Bauernland zur Eutriguung lM.ingezogen werden darf und daß der freie Bauer, freie Handwerker und freie Arbeiter auf freier Scholle unbedingt erhalten bleiben muß. Die Landwirte in Rheinhessen zum Landgefttz. . Alzey, 29. Juni. Heule vor 8 Tagen trat hier eine mächtige, von 1000 Bauern Rheinhessens besuchte Versammlung zusant- men, die vonPh. Wols-Allia geleitet wurde. Die Versammlung gestaltete fHch zu einem einmütigen Protest gegen die Landgesetze der hessischen Negierung und gegen alle sozialistischen Enteignungspläne überhaupt. Den Hauptvortrag hielt Rechtsanwalt Kaege- Osthofen. In der Aussprache suchte Abg. Feldmann-Armsheim (Dem.) das Hessische Landgcsetz zu verteidigen, fand aber starken'Widerspruch. Weiter sprachen die Herren Schott - Uffhofen und Stallmann - Waldülversheim. An die Volkskammer wurde eine Entschließung gegen die Annahme des Landgesctzes gerichtet. Es wird darin bemängelt, daß sich das hessische Gesetz nicht an das Reichsgesetz hält, daß ferner der Umfang der Enteignung zu weit geht, daß der,Wert des Jahres 1914 nicht ausreichend set und daß die Spruchbehörden einseitig zusammengesetzt seien. Vermögenssteuer, kürzlich brachten ttnr unter der Ueberschrift „Neue Regierungsvorlagen über Besoldungsverhältnisse und Steuern" die Mitteilung, daß die hessische Negierung u. a. Vorschläge, die Vermögenssteuer von 1 Mls aut 20 Mk. für je 1000 Mk. zu erhöhen. Dabei war ein Druckfehler unterlaufen« es muß richtig heißen, „von 1 Mk. aus 1,20 Mk.. Aus Stadt und Land. Gießen, den 1. Juli 1919. UnterstütznngSgesuche werden von ehemaligen Heeresan geh origen des Mannfchaftsstandes und von ehemaligen Unterbeamten der Militärverwaltung sowie von ihren Hinterbliebenen häufig unmittelbar an das Kriegsministerium gerichtet. Neber derartige Gesuche haben aber die örtlich zuständigen Versorgungsämter entweder selbständig zu entscheiden oder mindestens Ermittelungen über die Verhältnisse der Un- terstützungsbedürstigen anzustellen. Letzteres geschieht unter Inanspruchnahme des Bezirkskommandos oder der amtlichen Für- sorgestellen. Um Verzögerungen in der Erledigung der Unt^rstützungsgesuche zu vermeiden, kann den Bittstellern somit zu ihrem eigenen Vorteil nur dringend geraten werden, sich vor- kommendenfalls nicht an das Kriegsministerium, sondern an das für ihren Wohnort zuständige Versorgungsamt oder, wenn es sich um Hinterbliebene aus dem letzten Kriege handelt, an die amtlichen Fürsorgestellen nt wenden. Diese werden die Gesuche an die für die Entscherdung zuständigen Stellen weiterleiten. • *♦ Am tliche PersonalnaHrichten. Der Staatsanwalt am Landgericht der Provinz Rheinhessen Ed. Ha iner, zur Zeit in (5t e 6 eit, wurde am 26. Juni zum Direktor des Landes- zuchthauses Marienschloß mit Wirkung vorn 20. Juli ernannt. — Ter Notar mit dem Amtssitz in Mainz Herrn. Kampf wurde auf sein Nach- stnchen mit Wirkung vom 1. Oktober an und die nachfolgenden in der Hessisch-Preußischen Eisen- bahngcmeinschaft auf Kündigung angestellten Beamten: 1. der Triebwagenführer Hch. A mendt zu Oberlahnstein, 2. der Fahrkartendrucker Mathias Mohr zu Hcidesheim, 3. der Pförtner Johann Kühn zu Mainz und 4. der Bahnwärter Heinrich Appel zu Weisenau, wurden sämtlich mit Wirkung vom 1. Juli d. I. an in den Ruhestand versetzt. — Tie kürzlich erfolgte Ausschreibung von 22 Lehrer- und Lehrerinnenstellen an der Volksschule zu Darmstadt wird Aurückgezogen. ** Aus dem Militär-Wochenblatt. Major Allport-Jreland, im Feldart.-Reg. Nr. 27, wurde der Abschied mit der gesetzlichen Pension und die Erlaubnis zum Tragen der Regimentsuniform bewilligt. Hauptmann Fix,, im Fußart.-Regt. 3, wurde in Genehmigung seines Abschiedsgesuchs mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubnis zum Tragen der Regiments uniform zur Disposition gestellt. L.U. Jahresfeier der Universität. Tie Universität beging heute in schlichter Werfe in der Neuen Aula bet außerordentlich zahlreicher Beteiligung ihre Jahresfeier. In Anbetracht Der Zeitverhältnisse waren Die Vertreter der Korpera- tionen nicht in Wichs erschienen. Nach einem einleitenden Musikstück trug der Akademische Geiang- verein das Terzett für Frauenstimmen und gemischten Chor: „Hebe deine Angen aus" aus Elias vor. Ter Rektor Geh. Medizinalrat Pros. Dr. Strahl behandelte in seiner Festrede das Thema: „Unserer Universitäten 3ufunft". Hieraus erstattete er den Jahresbericht und verkündete das Ergebnis der Preiscmigaben, E das wir Loch zurückkommen. Mit bem Gesangsvortrag für gemischten Chor aus Elias: -.„Fürchte dich nicht" und einem Musikstück erreichte die Feier ihr Ende. ** Gießener W a l d b ü h n e. Man fdyreibt «ns: Infolge des lffstorisch gewordenen „Wald- bühnenlvetters" (kühl und regnerische findet die für Mittwoch, 2. Juli, angcsetzle Wohltätigkeits- Veranstaltung (zum Pesten erblindeter Krieger) leider nicht draußen im Walde, sondern im „Einhor n" statt, dessen Besitzer den großen Caal zur Verfügung stellt. In Anbetrackst des nvit der Veranstaltung verbundenen edlen Zweckes ist die Saalmiete sehr niedrig bemessen worden. Da der Weg bis dorthin wesentlich kürzer ist als Der auf die Waldbühue, hat man den Anfang auf acht Uhr verlegt, also nicht auf 7 Uhr, wie auf dem Zettel steht. Aus dem Programm, welches als Einlaßkarte gilt, ist zu ersehen, daß die tiorfom- !>n enden Kunsttänze durch Schülerinnen von Fräulein Brandenburg ausgeführt nxrrbcn; weiterhin hat sich Frau Müller-Bangert* in dankenswerter Weise bereitgefunden, an dem Abend mitzuwirken; sie singt die Arie der Elisabeth aus Lohengrin, das Solvejg-Lied, Waldeinsamkeit u. a. m. (Siehe Inserat.) ** Die Privatangestellten von Gießen unb Umgebung hatten zur Beschlußfassung über Gehaltsforderungen gestern vormittag zu einer öffentlichen Versammlung eingeladen, die aber nur schwach) besucht war. Herr Weidig sprach über die Mtlage der Privatangestellten, vor allem der Handlungsgehilfen und an Hand von Beispielen anderer Städte über die Mittet und Wege zu einer Besserung ihrer wirtschaftlichen Lage. Er empfahl, den schon int Frühjahr ausgearbeiteten Tarifvertrag der Handelskammer mit der Bitte cinzureichen, die Arbeitgeber zu Verhandlungen 'mit den Angestellten einzuladen. In der Aussprack-e wurde gewünscht,' die Verhandlungen mit den Arbeitgebern direkt durch die Verbände, nich>t durch Vermittlung der Handelskammer, zu führen. Bei der Abstivimung wurde aber am ersten Vorschlag festgehalten. ** Wirtschaftliche Bereinigung der Kriegshinterbliebenen. Ju der auf de» 28. Juni abends im „'Kelsenkelleri' einberufmar Mitgliederversammlung, in der Lehrer Funk- Bieben über Notwendigkeit, Zweck und Ziel der Hinterbliebenen-Organisationen steach, beschloß die Wirtschaslliche Vereinigung der Kriegshinterbliebenen Gießen ihren Anschluß an die hier bestehende Ortsgruppe des freien hessischen Landesverbands Kriegsbeschädigter und Kriegshinterbliebener. Ein Et einet Teil der Mitglieder hatte sich Darbet mit Dem Vorstande der hiesigen Ortsgruppe des Reichsbundes aus bem Saale entfernt. Tie Vorsitzende, Frau Sck)wöbel, bezeichnete ein von gewisser Seite aus gesprengtes Gerücht, wonach- sie die gegenwärtigen Rentensätze der Hinterbliebenen als durchaus genügend bezeichnet hätte, al5: eine zu einem bestimmten Zwecke erfundene dreiste Lüge. ♦* Der Zweigverein Gießen des Hess. Polizei- und Schntzhunde-Ver- eins, Sitz Darmstadt e. V., der während des Krieges infolge Einziehung fast seiner sämtlichen Mit- glieder untätig sein mußte, insbesondere auch deohalb, well alle ihm zur Verfügung stehenden Hunde als Sanitätshunde ins Feld geschickt worden waren, eröffnet demnächst wieder hier seine Tätigkeit. Alle Interessenten des Polizeischutz- und Srnilä.shuude« wesens erhalten von dem Verein jederzeit Unter- Stützung durch Rat und Rat. (Siehe Inserat.) ** Bezirks wettschreiben. Der Bezirk Gießen des Hess.-Nassauischen (Main- Rheingau-, Verbandes Gabelsberger Steno-- graphen wird anfangs Juli hier in Gießen seinen ersten Bezirkstag nach dem Kriege abhalten. Ein Wettschreiben ist damit verbunden. Näheres wird noch bekanntgegeben werden. ** Ter Wa rtbur g-Verein Gießen veranstaltet am Tonnerstag, den 3. Juli 1919 im Konfirmmidensaal der Johannoskirche euren musikalischen Abend, zu dem nur eine beschrankte Anzahl Karten ausgegeben werden. Näheres rm Inserat dieses Blattes. ♦* Schwarz-Weiß-Lichtspiele, Sete tersweg 81, bringen ab heute bis einschl. Freitags 4 3uH, den 3. Teil „Kain", eine Menschh.itstra- Ködie in 5 Akten, in Der Hauptrolle Erich Kaiser- Titz. Dieses Filmwerk besteht aus 4 Teilen und 20 Akten, jeder Teil ist für sich abgeschlossen, der 4. und letzte Teil kommt ab Dienstag, 8. Juli, zur Aufführung. Ms Beiprogramm kommt das Saftige Lustspiel „Bocksprünge" zum obigen Spielplan. ** Der vermehrte Napsb au. Ueberall ist-' jetzt die Napsernte im Gang, die gleich der Heuernte bisher vom Wetteck sehr begünstigt wurde. Der große Mangel an Fett und Oel war die Veranlassung, daß jetzt in unserer Gegend Hunderte von Morgen Rapsfelder abgeerntet lverden. Vor Kriegsbeginn kam der Raps hier nur vereinzelt vor, jetzt Hat er sich in jedem kleinbäuerlichen B^> triebe eingebürgert und ist bald so unentbehrlich geworden wie Getreide und Kartoffeln. Allgemein rechnen unsere Landwirte diesmal auf eine gute Mitteleritte. Landkreis Gießen. ** L i ch, 29. Juni. Sluck) hier bildete sich heute eine O rtsgruppe K r t e g 5 b e l d) ä- big ter und Kriegshinterbliebener sur Lich und Umgegend, welche sich dem Freien Dienstag, Juli 1919 Erstes Blatt 169. Jahrgang —enctcll üerboten ist, wurde beim Erscheinen des 'Sozialisten in der Kammer r gegen den Frie - sollen. Eine andere fRe densvertrag stimmen I nn L m. b. S. Wie eflil . Er -werde b«! mereinißiing Nordschlcswigs mit Acme- »räume besiudev M heute ab bwihflyn. 31 28. Imi 1919. meisterei Rsddckl. Kröll. >. Kopenhagen, 30. Juni. (Wolff.) Heber Ernennung des früheren Reicks tagsabgeord- H a n s s e n zum Dänischen Minister für Hleswig teilte Ministerpräsident Zahle in Wr Rede mit, Daß zur Vorbereitung der Ver- Ur«ng des dänischen Teiles von Schleswig mit W-^niark ein Mittelpunkt für diese Arbeiten IFMfen werden müßte. Der neue Minister werde lk Angelegenheiten ganz widmen und an Ministerberatungen und Reichstagsverhaud- nimachung. I der Gemeinde Dors-Si >on Dienstag den 1. Znd 8 den 7. Zuli auf un(n «sichtnahme offen. J-nnef et uns 6inwenöungen fik tzl Protokoll vorgelocht i düng einer.Umlage beschlä smäckr bentngvjogpi mm tn 28. Juni 1919. (7 eisterei Don-Ml. i: Schmidt Anr dem Neiehe. Berlin, 30. Juni. (Priv.-Tel.) Papierkragen im Dauerwäsche •ind h allen Weit« and Formen wtedi am Lager. Nnnahink von Anzcigen f. die LageSurunmer vis zum Ractuniaag i^rtzer ohne jede tstrOmdlieykeit Preis für 1 mm höhe für An eigen v 34mm breite örilid) 15 ‘lit., auswärts 18 Ps., für Reklame» au zeigen von 70 m n Bre le 48 Pf. Bei Plag- Borlchriii 20/..A uffdila g. Hauvffchri'tleiler: Aug. Goeiz. Verautivortlrch für Politik: Aug. Goetz, für den übrigen Leck: Dr Reinhold Zeuz: für den Auzeigeuleck: p. Beck; fämtllch in Gießen Aus Hessen. Der Dauernrat für den Kreis Gießen und das Landqesetz. Die 6. sehr zahlreich besuchte Versammlung der Ortybauemräte des Kreises Gießen beschäftigte sich am Sonntag mit Der Regierungsvorlage tetr. Landgesetz. In der vorliegenden Form wird diese Vorlage mit ihren teilweise sehr dehnbaren Bestimmungen für die Landwirtschaft als unannehmbar bezeichnet. Hauptsächlich wird schärfster Einspruch dagegen erhoben, daß das etwa zur Enteignung kommende Land in Staatsbesitz über gehen sioll: es tvird vielmehr gefordert, daß Der Staat bei Beschaffung von Siedlungsland nur als Vermittler auftritt und, weil es un Allgemeininteresse liege, auch die Kosten des Verfahrens trägt. Ferner wird entschieden dagegen Stellung genommen, daß dem Laudamtmami allein das Recht zustehen soll, Anspruch gegen gefaßte Beschlüsse des Landtezirks- Ausschusses bei dem Landessiedlungsamt zu erbeten. Auch wurde dagegen protestiert, daß das .Gesamtministcrium nach der vorlugcudeu Gesetzes- Ministerpräsident Ulrich mfo Senrral Mangin. Es ist ein selbstverständlicher Vorgang, stß, nachdem der Friede gesichert ist, der Gerste Beamte des 'Freistaates Hessen sich inri) einmal wieder um das linke Rheinufer skümmert. Bisher waren dem Darmstädter Ministerium die Möglichkeiten, dort einzu- iteifen, arg beschüitten. Immerhin, in dem saile der Putschrepublik Dorten hätte von karmstadt aus noch etwas mehr geschehen linnen. Die Darmstädter Regierung hätte so- brt ausführliche Dienstanweisungen an ihre Beamten ergehen lassen müssen, die diesen ihr Berhalten hätten erleichtern können. Man nauchle sich dabei nicht auf einen bloßen Pro-^ |ti't zu beschränken. Wenn wir heute den wechselseitigen Be- ich zlvischen Ulrick) und dem französischen General Mangin betrachten, worüber uns der sechstehende kurze Bericht vorliegt, so haben Vt keinerlei Einwendungen zu machen. Wir böditen nur wünschen, daß das „Entgegen- iimmen" Mangins und die französischen Höf- Weiten nicht falsch eingeschätzt werden. Wor- m Mangin hinaus will, das hat er mehrfach sc'undet: auf die Lockerung des Reiches, die kslösung Hessens. Wir aber und die Darin- läblcr Politik haben uns ans Reich zu halten, tiricn uns von keinerlei Plänen französischen vsprungs einfangcn lassen, welches Gesicht auch haben mögen. Ministerpräsident Ul- lich darf keine eigene oder selbständige aus- lärtige Politik treiben. Das ist 05, was zu )tii Mainzer Besuchen das hessische Volk zu «gkkt^hat, ohne daß damit Herrn Ulrich ein kißtrauensvotum erteilt werden soll. Die riellung und das Amt des hessischen Ministeriums wird künftig in bezug auf das linke RbtinufeT recht schwierig und heikel sein, viel leit und vor allem viel deutsche Festigkeit der „Lokalanzeiger" meldet, beschloß die Vollversammlung des Zweckverbandes Groß-Berlin den Ankauf der Straßenbahn zu 137V-Prozent des Aktienkapitals. solution erklärt, daß Die sozialistischen Delegierten: am 14. Juli nicht Den Siegesfeiern teiwohnen sollen. Der 14. Juli sei für die Sozialisten Frankreichs ein Trauertag. Den Sozialisten in den Behörden sott verboten werden, die Karten für diesen Anlaß zu bcneilen. Eine dritte Resolution verlangt (Den Ausschluß von etwa 20 Mitgliedern, die für den lAnschlliß an die dritte Internationale erntraten., Der „Matin" stellt fest, daß die Bewegung der Sozialisten immer größere Kreise ziehe. Das Blatt hebt hervor, daß Lo n g ue t die Delegierten ersucht habe, kaltes Blut zu bewahren. Er habe hervorgehoben, daß der letzte Parteitag sich gegen die dritte Internationale ausgesprochen habe. Fros - s a r d tiefte mit, daß die permanente VerwaltungS-, kommission fest entschlossen sei, alle Mitglieder auszuschließen, die sich der Dritten Internationale air- geschlossen hätten. Rumänien. Amsterdam, 30.Juni. (Wolff.) Das „Allgemeen Handelsblad" meldet aus Paris, Rumänien werde bei der Unterzeichnung des Friedensvertrages mit Oesterreich vielleicht dem Beispiele Chinas folgen, da es mit den angebotenen Bedingungen ebenfalls unzufrieden sei. nb politischen Korporationen in Mainz nachkom- itrtb, besuchte Ministerpräsident Ulrich am to igeit Freitag und Samstag zum erstenmal it der Besetzung die Stadt Mainz. Während das ufzichen nationaler Farben im besetzten Gebiet An! Ai-W Anzitz m... -En, etoihi Stidjeudjgi talluj N- L Binde, Neimnb.Bid Tie Garautieerkläruus Englands und Amerikas für Frankreich. Ge n f, 30. Juni. Wie dem Lyoner „Progr''s" mis Paris berichtet wird, umfaßt Die von Wil- s o n und Lloyd George am Samstag unterzeichnete Garantieerklärung zugunsten Frankreichs mehrere Paragrapszen. Es weiden darin diejenigen Fälle einer etwaigen deutsch-n Vertragsverletzung spezialisiert, die Frankreich ein Neckst geben würden, die Hilfe der Verenngten Staaten und Großbritanniens anzurufen. Diese Einschränkung der Garantie aus besonders definierte Fälle soll die Zustimmung W nord- amerikanischen Senats erleichtern: aus Rücksicht aut diese Zustimmung des Seimts ist and) vorgesehen, Da& k>ie Erklärung veröffentlicht wird, sobald Wllson in Nordamerika eingetroffen ist« Eine Acußernng Llohd Geor^cs. London, 29. Juni. (Wolff.) Lloyd George und die Friedensdelegierten sind heute abend in London eingetroffen und wurden auf bem Bahnhof vom König und Dm Mitgliedern deH Kabinetts begrüßt. In Downing Street hielt Lloyd George eine Ansprache an die Monge, in bet er daS Volk auf forderte, sich des Sieges nicht im Geist der Prahlerei, sondern im Geist der Ehr furcht zu freuen. Die französischen Sozia lsten und der Friedensvertrag. Paris, 30. Juni. (WTB.) Havas. Der ,-Matin" teilt mit, daß der Sozial! st enver- (band der Seine, Der am Sowttag tagte, mit 6800 Stimmen bei 10 Stimmenchaltungen eine (liefolution annahm, in der erklärt wird, daß die lidjcn MinisterpräsiDenten die weiß-rote Flagge :n der Tricolorc gehißt. Am Freitag nachmittag Ic Der Ministerpräsident längere Konferenzen it den Mainzer Behörden und Korporationen. Turch den Obersten Glauben ließ der General Mangin den Ministerpräsidenten Ulrich um ■nett Besuch für Samstag vormittag bitten. Tie- |r Empfang durch den General vollzog sich in Mckicher Form mit militärischem Gepräge. Ter Ui^'.isterpräsident verhandelte mit dem ftanzösischen leneral insbesondere über die Schwierigkeiten des Mtlichen Verkehrs zwischen dem beietzten und Bit besetzten Gebiete Hessens, über die Fragen « NahrungsmittelVersorgung wie auch einer Am- lilie für Die kürzlich ausgewiesenen Mainzer unD üenirteiften Eisenbahner. Ter General be- dcte Entgegenkommen imD sagte insbesondere Anweisung geben zu wollen, daß alles getan rbe, was geeignet märe, die wirtsckwftliche Lage 10115" zu erleichtern. Im Verlaufe der Unter» mag legte Ministerpräsident Ulrich ausdrück- i Verwahrung ein gegen die von'T orten und nforten betriebene Agitation für eine „Rheinische mblik". Am Nachmittag stattete General Mangin bem il'cten Negierungsverireter seinen G^enbesuch Um allen Wünschen der hessischen Regierung e b schleunigte Erledigung zu sichern, hat Gene- Mangin einen besonderen Verbindungsoffizier b Tarmstadt b. ordert. Der den Direkten Verkehr dem französischen Oberkommando in Mainz Hellen soll. Tcr Verbindungsoffizier, Haupt- ttn Boifson, wird schon in Diesen Tagen mit ■cm Stab in Darmstadt Wohnung nehmen. Crzberger. Berlin, 30. Juni. (WTB.) Wie die mlfche Allgemeine Zeitung" seftstellt, sind die Ihmgcn verschiedener Blätter, wonach Reichs- iifter Erzberger einen Erholungsurlaub nach Schweii angetreten habe, unrichttg. Erzbergcr ibet sich in Berlin unb widmet seine gesamte 1 der Arbeit an Den Steuervorlagen, er vor der Nationalversammlung Persönlich ver- wird. Er denkt nicht daran, sich Den AnforDemi zu entziehen, welche die Pflichten des ai-ssinanzministers und des Vizeprä-identcn Des 'hsministeriums an ihn stellen. Der frühere ReichstagSabgeordnete Hanfsen dänischer Minister. mark bis zu Ende bearbeiten, gleichviel, welche Regierung am Ruder sei. Haussen schreibt in seinem Organ „Heim- dal" in Apenrade über seine Ausgaben u. a.: Sollten sich die letzten Nachrichten aus Paris be> stätigen, so wird Die Ratisizierung des Frietens- vertrages Ende Juli zu erwarten sein. Spätestens 31 Tage nach Der Ratifizierung wird Die Abstimmung in der ersten Zone von Schleswig vor'enom- men werden Wenn alles gut ge;,t, ist es nicht ausgeschlossen, daß Die Frist noch etwas abgelürzt wirD. Unter den Aufgaten, die in Schleswig zu lösen sinD, steht in erster Reite Die Regelung Der Balutasrage. Die t(en dänischen Staat Millionen kosten roirb, von Der ater die Cristen,; vieler Nordschleswiger abhängig ist. Viele beste.,ende Gesetze müssen außer Klarst gesetzt und neue vorläufige, Die aus Der alten Zeit in Die neue hinül-er- sühren sollen, ausgearteitet sein. Auch Persv>.en- fragen werden zur Entscheidung Drängen. So harren Tausende von Aufgaben ihrer Löfting. SommerfrhelH Honigmühl bei Wetilar ScHnster e. vanehag AniUagsori.TfigLllM , ipliipjuil iwi-taj-sa GelegenheitsUnzd« m. <50 let Sittzener Änzritzr, «scheint täglich, außer sonn- und Feiertags. Btjtigsprci?: monatl. Mk. 1.60, viertel- ii)rhd) l'tt. 4.80; durch ilbhole- tu Zweigstellen nonatl. Dtf. 1.50; durch ffePoslMk. 4.50 viertel- ausjchl. Bestellg. , rndpreef) - Anschlüffe: ,irdieLchrcktleituugll2 ^krlag.Geschäitsfteltebl fli-lchriftsürDrahtnach- rc.)len: »nzeiger Slehea.. postscheülonto: (raüffurt a. M. U686 Bietzener Anzeiger General-Anzeiger für Gberhesien droilfingsrunöörud u. Verlag: vrühi'fche Univ.-Such- u. Steinörudcrei tt. Lange. Schriftleitung, Gefchäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Machung ----- ... llWrderu . . . tbtrai beutelt Tantal • nt für Ri. 1919 text « Darmstadt, 30. Juni. (WB.) Wiederholt MmXaattMuig 1 äußerten Wünschen verschiedener wirtschastlickzen g den 7. Juli innttln«^ Ws^rsuL Hering n ra«Sw , __________ lPf6bleD j-if |K ^inisterteratungen und Reichst! #(\ U^i nLsa- ^ticteitenten Anteck nehmen. ’*Wlkdervereinigung NordschleSwias töen Landesverband Kriegsbeschädigter und Driegshinterbliebenec bzw. dem Einheitsvec- » Kriegsbeschädigter Deutschlands — Sitz ^Leipzig — anschloß. Den Vorsitz sührt Käme- «ad Jakob Schmidt in Lich, Hintergasse 10, ^welcher Anmeldungen auch von d»,n umliegen- ven Ortschaften entgegennimmt. ** Steinbach, 29. Juni. An seinem 79. Geburtstage wurde hier unter allgemeiner Be- teiligung .von Nah unb Fern Altbürgermeister Heinrich Kraemer zur letzten Ruhe gebracht. Nur ein Tag krank, war er am 24. Juni gestorben. Mit ihm i)t eilte Persönlichkeit dahingegangen, die weit über die Grenzen seiner engeren .Heimat allgemein . bekannt und von allen, die ihn kaimten, MÄgeschätzt war. In Steinbach genoß er das Vertrauen aller. Wer irgend einen Rat bedurfte, kam zu ihm. Er l)älf allen nach bestem Wissen in der wohlwollendsten Weise. Kraemer wurde im Mai 1884 Bürgermeister unserer Gemeinde und er beileibete dieses Amt 27 Jahre lang zum Sogen der Gemeinde. Eine Wiebcrwahl lehnte er 1911 mit Rücksicht auf sein Alter ob. In die Zeit seiner Amtsführung fällt die Durchführung einer Reil-e gemeinnütziger Unternechnungen, so die Fclbbe- reinigimg, die Erbauung der Wasserleitung und der Kanialisation dos Ortes, sonne des neuen Schul- Hauses. Auch die Vermögensausei nandersctzung zwischen der stürgerlickLn um) der Kirchengemeinde sano wählend seiner Amtssül/rung statt. Ter Verstorbene war fei. 1883 Mitglied des Kirchcnvor- standes und 25 Jahre lang Mitglied der Tetanats- synvde und des Dekanatsausschusses. Auch be- kleidete er eine Reihe von Ehrenämtern im Kreis-a Ziesten. Bei .seiner Beerdigung zeigte es sich, welch großes Süncljen Altbürgermeister Kraemer genoß. Nach der Grabrede des Ortsaeistlichon wurden eine Reihe von Kränzen am Grabe niederge- legt. Namens der Kirchengemeinde tat dies der Ortsgeistliche, für das Kreisamt Gießen Reaie- rungsrat.Langermann, für den Tckanatsausschuß Dekan Gußmann, für die Gemeinde Gemeinderats- mitglied Balser, für den Vogelsberger Rinderzucht- Verein Kreisamtsgehilse Lederer, für die lchesige Sparkasse Spartassenredmer Gcrl-ard, für den Gesangverein Eintrackit Weißbinder Christian Pitz. Auch der Fürst und die Fürstin von Lich hatten durch ihren Kammerdirektor einen Kranz am Sarge des Entschlafenen niederlegen lassen. tt Langsdorf, 29. Juni. Ein Akt stärk- st e r Roheit wurde in der Nacht von Samstag atus Sonntag in einem Teil der hiesigen Gärten !unb Pflanzstücken verübt. Von roher Buben Hand wurden überall sämtliche Pflanzereien üvelchc bei der jetzigen trockenen und armen Zeit für die Besitzer von großem Werte waren, ausgerissen und zur Erde geworfen. Es wirb vermutet, baß die Tat von verärgerten Hamsterern ausgcsührt worden ist. ** W i e s e ck, 1. Juli. In hiesiger Gemeinde hat sich eint Vereinigung sämtlicher Ge- mernde beamten unb -BÄiensteten gegründet. Bei der am 27. Juni l. Js. veranstalteten Wahl des gesetzlich vorgeschriebenen Angestellten-Aus- schusses wurde in diesen gewählt.: Gemeinderechner Möbus, Flurschütz Roth und Polizeidiener Weller. Es lag nur ein Wahlvorschlag vor. w. Holzheim, 30. Juni. Das Fest der silbernen Hochzeit begeht morgen der Gastwirt und Dirigent Georg S a m e s mit seiner Ehefrau Margaretha, geb. Bender. Kreis Lauterbach. O Lauter ba ch, 29. Juni Der Bezirk Alsfeld - Lauterbach - Fulda - Schlitz Gäbels- bergerscher Stenographen hielt heute hier seinen ersten Bezirkstag nach dem Kriege ab. Das damit verbundene Wettschreiben hatte eine starke Beteiligung aus dem ganzen Bezirk unb erzielte gute Resultate. Mehrere wertvolle Ehrenpreise für die einzelnen Silbenabteilungen waren gestiftet worden. — Die selbständigen Glaser- und Schreiner- Meister des Kreises Lauterbach versammelten sich heute hier und gründeten eine bereinigte Fachgruppe zur Vertretung ihrer Interessen. Kreis Schotten. Q G l ashüttt n, 30. Juni. In unserer Ge- Zneinde hat der unglückliche Krieg 11 Opfer gefordert. Folgende Krieger starben den Soldaten- tob: Ihcholf Erk, Karl Rcinemer, Reinhard Schmidt, Otto Schmidt, Karl Füller, Karl Weber, Heinrich Füller, Otto Füller, Wilhelm Gischler, Adolf Roth unb Otto Kropp. Vermißt sind seit 1914 zwei Krieger: Karl Stöhr und Karl Schäfer. Kreis Friedberg. Kohlen am Taunus. ---Ober-Erlenbach, 29. Juni. Eine Gesellschaft erwarb für 30 000 Mark von der Gemeinde das Schürfungsrecht auf die in der Gemarkung vorhandLNen Braunkohlenfelder. Sie hat am Torfausgang nach Seulberg sofort mit dem Abbau begonnen. Das Kohlenflöz liegt wenige Meter unter der Erdoberfläche und ist von ziem- lidjer Mächtigkeit. Mit dem Verkauf der Kohlen, hie bei dem gegenwärtigen Kohlmmangel flotten Absatz finden, ist bereits begonnen Die Kohlen kommen naß aus der Grube, müssen also erst getrocknet werden, sind aber sonst von guter Beschaffenheit und Hcizkraft. Schon vor Jahren wurden hier Kohlen gefördert, doch lohnte sich ihr Abbau wegen der besseren Ruhr- nnb Saarkohlen nicht mehr, weshalb man den Betrieb einstellen mußte. Jetzt in der Not greift man wieder nach den heimischen Brennstoffen * Rl.— Friedberg, 29. Juni. In der letzten Stadtverordnetenfitzung wurde zu der Anforderung des hiesigen Arbeiterrates an die hiesige Stabttasse Stellung genommen. Ter Arbeiterrat verlangt die Auszahlung von 735,65 Mark, während die Mehrheit der Stadtverordneten sich auf den Standpunkt stellte, daß mit der Einführung der Verfassung die Arbeiterräte als erledigt zu bett achter: seien, mithin die Auszahlung verweigert werden müsse. Unseres Wissens ist Friedberg die einzige Stadt, die die Forderungen des Arbeiterrates abgelehnt hat, so daß man gespannt fein darf, wie der Konflikt zur Erledigung, kommen wird. bdbe r g, 1. Juli. Heute feiern Kanz- lcirat t. R. Werner Graulich und Ehefrau Elisabeth geb. König das Fest der goldenen Hochzeit. o%. Friedberg, 1. Juli. Für den Kreis , Örtebberg wurde ein Krerslebensmittel- a m t gefeiwifen, das dem Kreisamt Friedberg untersteht. Tie Geschäftsräume dieses Amtes befinden sich vorläufig im SchLoß in der Burg Friedberg. Zum Vorstand wurde Kreisamtmami Walter bestellt. Kreis Friedberg. ^.Bad-Nau heim, 28. Juni. An 20Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr konnten durch Bürgermeister Dr. Kayser Ehrenurkunden für ILjährige Dienstzeit überreicht werden.. He,sen-8canau. = Höchst a. M„ 30. Juni. Auf dem letzten Wochen m arkt wurde zum erstenmal seit Jahren wieder Butter — Landbuller — im freien Handel zum Verkauf augeboten. mr. Frankfurt a.M., 29.Juni. Der Haushaltsplan der Stadt für das Rechnungsjahr 1919 schließt mit rund 70 Millionen ab. Die Einkommensteuer muß bedeutend erhöht werden. Sie wird von 275 Prozent aus 315 Prozent kommen. Die Haussteuer wird um 20 Proz., die Gewerbe- und Betriebssteuec um 40 Prozent erhöht. Neu ist auch eine Kon- zessionssteuer. Der neue Etat ist gerade doppelt so hoch wie der letzte Friedensetat von 1914, der 35 Millionen betrug. hl. Marburg, 30. Juni. Ein Einbruch wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag bet Kaufmann Eigner in der Bahnhofstraße ausgesührt. Ten Dieben sielen eine Kiste Schmalz, gute Kern- und Toilettenseife im Werte von etwa 1000 Mk. und ein Teil der Tageskasse in die Hände. , — Marburg, 29. Juni. Der Marburger Universitätsprofessor Walter Schücking, der als Mitglied der Friedensdelegation mit in Versailles war, sprach gestern aveno in einer in den Stadtsälen abgeha.tenen übcr.u.Iteit Versammlung über seine Ersahrungen und Eindrücke, die er dort gewonnen uno die Lage, in die Deutschland durch diesen seiner Ansicht nach nicht mehr zu verhindernden Schmachsrieden gekommen sei. Seine Ausführungen würben mit große Beifall, allerdings auch mit vereinzelten Zwilchenrusen, ausgenommen. Aus dem besetzten Rheingebiet. --- B a d H o rn b u r g v. d. H., 30 Juni. Während eines Spazierganges im Weilfersgrund rource ein hiesiger 15jähriger Schüler, der sich in Begleitung seines Vaters und eines Freundes befand, am Sonntagnachmittag von aiem Fran- zosen durch einen Schuß in den Oberschenkel schwer verletzt. Nach Aussagen von Spaziergängern hat. der Franzose aus dem Knic- anschlag mit Vorbedacht auf b.n Jungen geschossen und dann, als er die Wirkung seines Schießens sah, vor Freude in die Hände geklatscht. Tie Spaziergänger befanden sich auf neutralem Gebitt. Tie Franzosen wilberten während dieser Zeit tu ihrem Posten gebiet mit Jagdgewehren. — Bad Ho mburg v. d. H., 30. Juni. Ter Frankfurter Frühzug würbe am Sonntag zwischen Rödelheim und Weißkirchen von fran- zösisäien Posten ungehalten, angeblich, weil ein Fahrgast mit einer Glasflasche nach den Soldaten geworfen haben sollte. In Weißkirchen unterzogen die Franzosen sämtliche Wagen einer ein- stündigcn genauen Durchsuchung, worauf sie den Zug nach Homburg widerfahren ließen. mr. Mainz, 30. Juni. Tie bisher für in das besetzte Gebiet einreisende Personen tu Grics- heim bei Darmstadt bestehende dreitägige Quarantäne wurde aufgehoben. mr. Cronberg, 30. Juni. Der Güterverkehr der besetzten Orte Cronberg, Weißkir- chen, Eschborn und Niederhöchstadt mit dem besetzten linksrheinischen Gebiet, der bisher verboten war, da er nur Über einen Teil der neutralen Zone bewerkstelligt werden konnte, ist nunmehr frei- gegeben worden. mr. Langen, 30. Juni. Am Sonntag kam es anläßlich der Siegesfeter der französischen Besatzung mit der Zivilbevölkerung zu schweren Schlägereien, in deren Verlaus mehrere Frauen schwer verletzt wurden. Auch einige französische Soldaten mußten sich im Lazarett verbinden lassen. **AusRheinhessen,30. Juni. In den letzten Tagen kamen nach Eich^ Hamm, Gimbsheim, Ibersheim, Guntersblum und anderen Orten Rheinhessens ganze Scharen Mädchen aus der Pfalz zum Besuch der derzeitigen Besatzungstruppen, die vorher in der Pfalz waren. Die Mädchen dehnen diese Besuche in der Regel einige Tage aus. Kommentar überflüssig! Gerlchtrsaal. X Hanau, 29. Juni. Bor dem Schwurgericht haben vorgestern die Berl-anblungen gegen die Teilnehmer an den Fcbruarunruhen begonnen. Insgesamt haben sich 15 Personen vor dem Schwurgericht zu verantworten, die als Rädelsführer ober sonstwie aktiv an den Plünderungen und Ausschreitungen betnligt gewesen sind. Am Freitag wurde der Schlosser Karl Meyer aus Hainstadt, wohnhaft in Hcmau. wegen sclfweren Aufrulws, begangen in Tateinheit «mit schwerem Landfriedensbruch, unter Annahme mildernder Umstände zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Gestern verhandelte das Schwurgericht gegen den Arbeiter Friedrich Wilhelm Schad auS Hanau, dem Aufruhr, Landfriodensbruch sowie schwerer Hausfriedensbruch zur Last gelegt wurde. Tas UrteÜ gegen ihn lautete auf 2 Jahre 9 Monate Gefängnis. 1 Sport. *♦ Fußball. Vergangenen Sonntag spielte auf dem Sportplatz an der Hardt die 1. Mannschaft des Vereins für Rasen spiele 1900 Gießen gegen die gleiche Mannschaft des Kasseler Ball- spielverems „Union". Tas Spiel war ausgeglichen, schnell und äußerst fair. Gießen im Feld überlegen, versagte jedoch im Angriff. Im entscheidenden Augenblick verstand es die Stürmerreihe nicht, die sich bietenden Gelegenheiten aus- zuuützen. Tiefem Umstmcd verdankt Kassel auch schließlich den Sieg mit 3:1 Toren. — Die 2. Mannschaft von Gießen spielte in Marburg gegen den bärtigen V. f. B. nrcentschieden mit 3:3 Toren, ein Resultat, das als günftig bezeichnet werben muß, da Gießen mit viel Ersatz antrat. — Tas Spiel ber Alten-Herren-Mcmnschaft gegen bie 3. Mannschaft gewann biefe mit 2:0 Toren. Tas Spiel riet viele heitere Momente hervor. — Am Samstag spielten im Ausscheidungsspiel des 18. Armeekorps die Militärmannschaften ber 24. Dragoner unb des Fußart.-Htegts. 3. Letztere gewann mit 2:0 Toren. mr. Franks urta. M.^30. Juni. Mit Aufwand von vorerst 3175 000 Mk. wird die Stadt auf Ersuchen der Frankfurter Sportvereine am Biegwald ein Stadion errichten lassen. Hochschnlnachrrehten. mr. Frankfurt a. M., 30. Juni. Ter Senat der Universität hat die Einführung eines Zwischensemesters in diesem Jahre ab» gelehnt. = Frankfurt a. M., 29. Juni. Der ! Privatdozent an der Universität Frankfurt ,J5O der Deutschen Volkspattei Kommerzienrat Kling- man im Interesse unseres VolutaichutzeS öie spar in Wettbewerb trat. Bei der AbstimmungI einzuführen und beschlagnahmt «ese Tas bet' um der durch Handschlag verpflichtet wird. Eine Eingabe der Lehrerinnen höheren und erweiterten Mädchenschule bi tet Aufnahme einer Lehrerin in das Kuratorium Schule. rterben. B Bei allen angeführten Waren handelt es su imt solckie, welche ans dem besetzten Gebiete M men, oder um Schiebeware. Dem HandelveAk' man im Interesse unseres Balutascknitzes die hängigen vorgeschlagen toerbe. Tie beiden sozia- liftisckien Parteien hatten sich aber auf den Unabhängigen Fourier geeinigt Es kam zu einer Abstimmung über die Zahl der Beigeordneten, wo- burd) diese aus zwei festgelegt wurde. Trotzdem hielten die sozialdemorvatischeu Parteien an ber Aufstellung Fouriers fest, der mit dem Kandidaten der Teutfchen Vos' Die! N-Sllerts L je» W, Pifin Äinl Ik pel*" ^ermc'st IkllhlbereHttz Lj) machte!!,? Miourdc öahli I Stimmen. - kigcrmeist« L Stimmtet» [e stellvertrüe mit 2b8 ' bat Scinnch J feunen. k Nonnen Zeugnis für ? BG Bürgers kg. d. M. M tatig miedergcin sGewählien i L stets cnigeget rit gezeigt. p* Climbac iger meiste V Bürgermerst den Male loicdc Mrechtigten n mch, ein chrei [ unstres altbe int. Birklar Men seltener kgermeiftci ^meister Mü Mg einstimmt jung mrstmmi hüten Beliebt rot 14 Tat joahl war nur Jen. Ts wurden hinzMwählt. toa&I. Allem 2 jeordnetc ein ihr Sitzung der Stadtverordneten. Gießen, 30. Juni 1919. LebenSinittelv.-rsorlmng. Veigeordnetenwahl. Tie Lesttige Sitzung der Stadwerordneten, über die wir heute vorerst einen Teilbericht bringen, nahm wiederum einen erregten Verlauf, da die Lebensmittelversorgung Gießens zur Sprackie kam und die Wahlder unbesoldeten Beigeordneten auf Antrag der Unabhängigen in öffentlicher Sitzung behandelt wurde. Anlaß zu einer Erörterung ber Lebensmittelversorgung in Gießen gab em Eingesandt im Ofießener Anzeiger, das vergangenen Freitag erschien. Es war darin zu versckneoeneni Großeinkäufen deS LebenSntittelamtes an Kolonialwaren Stellung genommen, bie in bet Bevölkerung des Preises unb ber Beschaffenheit wegen Mißstimmung erregt hatten. Ter Gießener Anzeiger glaubte bas Eingesandt ttotz verschiedener zweifelhafter Angaben bringen zu sollen, um eine öffentliche Klärung der Sachlage herbeizuführen. Inzwischen hat die G t o ß Han de l s-Ve r c i n i- gu n gzu dfiiem Eingesandt folgende „Aufklärung" übersandt: „Unter Bezugnahme aus das Eingesandt in Nr. 147 des Gießener Anzeigers nimmt die Großhandels-Vereinigung Beraiüassung, zu crflären, daß sie mit der Vermittelung, sowohl ber Ern- als auch ber Verkäufe, der darin beanstandeten Wa'.en, wie Heringe. Sltrfee, Scho vladr ufiv., nich s zu tun hat, da das Lebensmittelamt feine Einkäufe selbständig ohne Zuziehmrg von Sachverständigen des Kobrmialüiaren-Grvßhanbels getätigt lfat." , Gleichzcttig und unabyangtg von diesem Eingesandt erfolgte bei der Stadt eine Eingabe der Großhmidler und die im Sitzungsbericht mitgeteilte Eingabe der Kleinhändler Giesens, die ebenfalls zu den Einkäufen des Lebens- niittelamtes Stellung nahmen. Um dem Lebensmittelamt Gelegenheit zur Rechtfertigung zu geben, ließ Steig. Krenzien, der in Abwesenl-eit des Oberbürgermeisters die Sitzung leitete, unter „Mitt.ilungen" Stadtamt- maun ' Tr. Seib, beit Leiter des städtischen LebenSmittelarnts, den Angriffen gegenüber einen Rechenschaftsbericht aL-legm. S ine Aus- sührungen ergaben, soweit er sich mit einzelnen Auostanden befaßte, eine vollkommene Rechtserci- gung des Amtes, wenn man prinzipiell d r Ansicht ist, daß das L-ebensmittelamt nichts unversucht lwsen darf, die allgemeinen Lebensbediir- aungen zu oerbilligen. Eine ftar& Stütze sano das LebenSmittelamt in dem Geschäfissührer des Konsumvereins, Stadtv. Diener. Eine weitere Aussprache 'wurde durch den äußeren Umstand verhindert, daß eine Beratung über die Lebensmittelver.orgnng nicht zur Tages- orbnung ftanb und ein großer Teil der Stadt- Väter am eine Debatte nicht vorbereitet war. Es wurde daher nach versMedenem Diu und Her beschlossen, daß die AuSsülfrungen des Stadtamt- mcmns in schriftlicher Form dem Lebensmittel- ausschuß überwiesen werden und die Lebensmittelversorgung Gießens als Punkt 1 auf der Tagesordnung ber Sitzung am nächsten Montag stehen soll. Die Wahl ’berunbefoIbetenfBeigeorb» n c t c n ftanb ebenfalls ursprünglich nickst auf der Tagesordnung ber öffentlichen Sitzung. Ein An- trag der UnabWgigen forberte aber öffentliche Wahl. Es ergab sich bei der Ausspro'che, daß trotz vielsackier Beratungen des Aeltestenrates noch immer keine völlige Einigung über die Zahl der zu wählenden Beigeordneten erzielt war. Die bürgerlichen Parteien hatten sich bereit erklärt, einem dritten, sozialbemokratisckien Kandidaten iljre Stimme zu geben, falls fein Mitglied ber Unnb» p dm Am Iras Am |49 front 30. I jomhaitog und1 Ae Wahl« hie Neuwiihl d« pn 31. August II Ab stimmt I ÄMfrewchn« peratc tarnt du M bafe die Do kSalfl angeori Mßsbezirke ft fjitrit Wtliite ^Mst statthui FA MzuwLndeu [«kntach mir 1 tt, WldjloffetK Lfi,. er lausitz ununterbrodyen Regengüsse nieder, wie sie seit Jahrzehnteii nicht beobachtet worden sind. Sämtliche Flüsse führen Hochwasser. Tie Spree, die Neiße und die M anbau treten über die Ufer. Im Niefengebirge und in Schlesien gingen ivolkenbruchattige Regen nieder. Tie Temperatur sank dort auf vier Grad. Seit 24 Stunden regnet es ununterbrochen. Auch im Schwarzwald ist in den höheren Lagen Schn-ee bis auf 1000 Meter herab gefallen. Infolge ber 5kcilte unb bes unerwarteten Schneefalles mußte bas Vieh von ben Weiben in die tiefer liegenden Ställe abgetrieben iverden. Frau Naumann (D. B.h Frau Krame« (T.-N.), die Stadtperorbneten Ebel (Tem.) uni Krausmüller (D. V.) befürrovrten die Bitt« verlangen aber vorherige Verstäubigung über dir Personensrage. Stadtv. Ur stabt (Tem.) bemerkt, baß mul Mrn Vorschläge eutgegemrehme, sich aber nicht: Personen präsentieren lasse. Er beantragt dahÄ ben Vorschlag von brei Lehrerinnen. Das städtische Lebensmittelamt. Beig. Krenzien: Im Gießener Anzeiger ist ein Eingesandt über die Geschäfts«« führung des Lebensmittelamtes n-i schienen. Außerdem haben die Großhändlers Vereinigung unb ber Schutzverbanbdtt Kleinhändler eine Einga be an die Stev!- verordnetenversammlung gerichtet. Ich habe bei! halb ben Leiter bes städtischen LebensmittelamlcU Herrn Dr. Seib, zu der heutigen Sitzung Ijinw gezogen, damit er sich rechtfertigt, bzw. zu oitied Angriffen Stellung nehmen sowie allgemeine führungen über die Geschäftsführung des Lebens mittelamtes machen kann. Die Eingabe der Kleinhändler lautet: . Ter unterzeichnete Schutzverein der Lebens-^ mittelhäizdler IjäÜ es im Interesse der Mlgcmfimi beit unb auch in seinem eigenen Interesse für sriiV Pflicht, ben Mitgliedern der Stadtverordneteiwe« fammlnng N'Ockfftehende Aussühcungeu zur gütige Beachtung zu unterbreiten. Ter Zn-eck ber Lebensmittelämler ist nach all«, gemeiner Auffassung der, bie Verteilung r a lio4| nierter Waren in bie Wege zu leiten, uiM , Umständen auch notwendige Waren zu die der einzelne Händler feljr schwer erhalten M TaS hiesige LebenSmittelamt geht von dir!aj Grundsätzen, hauplsäckillch in letzter Zeit, Mi er löblich ab, wofür wir nachstehende Beispiele W Tülyven: 1. Für den z. Zt. vetteilten Kaffee;«« Preise von 17 Mk. das Pfund liegt unseres Cvl achtens keinerlei Bedürfnis vor. Es wird uoiiiiäj sickstlich bei den meisten Händlern ein großer 141 unverkauft bleiben. 2. Tie zu verteilende Schokvlade — e™ ganz gewöhnliche Sorte — Lostet bie Tafel W Gewickst von 80 Gramni für den Berbrauchr 3M Mark. Ties ist entschieden zu teuer u.ib es litÄ auch hier keinerlei Bedürfnis vor. 3. Tie von der Stadt getauften O e I f i ri bin en sind den Händlern noch nicht angefatete Hier dürften bie Verhältnisse lote bei 1 unblj liegen. 4. Tie von der Stadt ferner gekauften Hüll senfrüchte sollen das Pfund etwa 2,80 M kosten; auch diese werden die wenigsten Leute kaiss'M Rechnet man nun bie Ausgaben einer FanW von 6 Personen allein für bie beiden nickü i«| bedingt nötigen Artikel Schotalade und KülfM so erchbt sich für Kaffee 6xV^ Pfd. ä 4,25--25,50 Mk. für Schokolade 6 Tafeln ß 3,90 -- 23,40.Mk. zu). 48,90 Mk. 1 Wieviel Familien gibt es, welche für diese bet« entbehrlichen Artikel diesen Betrag auSgaflj können? 1 Für die zuletzt erhaltenen Heringe ift Händler ftjr die Tonne 560 Mk. angerechnet. -W Heringe sind sehr klein nnb infolgedessen vmU teuer. Hier sei festznstellen, zu wllck?em MW das Lebeusmittetamt die Tonne eingetauft M ■ Eine Anzahl Händler verkaufte aus.dem «« setzten Gebiet hereingesckMuggelte Seife, cjl Gießener Anzeiger Nr. 128 vom 4. Ium ^^1 (2. Blatt) weist die Preisprüsungsitelle für Jux«] Hessen daraus bin, daß es verboten ift, Seife, Kc"« Tee, Schrtalade usw. im Kleinhandel zu, fen, da diese Gegenstände beschlagnahmt sind wu sich somit der .Verkäufer ftrafbnr madyt. Gü'M zeitig wurden eingellende Revisionen aiigef.ciW welche inzwischen au>ch durch das hiesige Poclz« amt stattgesunden haben. . J Tie Kleinhändler haben den Verkauf Pj größten Teil eingestellt, mindestens aber keim n« Einkäufe getätigt, da unsere Faditzeitung (Koloui«« waren-Ztg.) am 20. Juni 1919 ebenfalls cm« diesbezüglicki-en Artikel brachte. M Nun setzt sich das hiesige LebenSniiittc« amt über dieses Verbot hinaus, läßt Seid' W ben Marktlauben verkaufen unb schädigt somit criW nod) die Kleinhändler. ■ Ebenso blüht mit diesem Artikel ber Str»1 ßen handel besonders m der Nähe deS BE Hofs und müßte diesem Treiben em Ziel \t. 150 Swetter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Dienstag, 1. Juli 1919 Ber vor iruct verboten.) Fortsetzung 2. [i. Tas Betriebs personal der hrsgesell sch asten tal Letzte Nachrichten. Der Zrledcnsvertrag vor der französischen Kamircr. lbewegung setzte. In seiner Proklamation fordert er das Volk auf, sich zur Verteidigung d.'s Landes MsammenMschlietzen. Sein Hauptquar Lt b. findet sich in Amasia. und sein Einfluß erstreckt sich über das gesamte Vilajet Brussa bis zur griechischen Befttzungstzvne. Ter Kommandant des 17. Armeekorps hat sich dieser Gin neues Jahr," sagte Rayna, die kleine riiter eng an sich ziehend. „Em neues Jahr i>r neues Leben." Wettervoraussage für Mittwoch, 2. Juli 1919. Vorwiegend bedeckt, zeitweise Regenschauer, Temperatur wenig geändert, westliche Winde. agna Svendburg inoman von Anny Wothe. »Laß uns Frieden machen," bat sie schüchtern lehnte das Köpfchen mit den von Tränen über- Uten Augen an Ragnas Brust. „Ich weiß, daß i was du tust, gut und recht ist. Laß Ragna st. Großmutter, bitte, bitte!" »Nein," sagte die Gräfin hart, und stampfte szisch den Krückstock, dessen fte sich beim Gehen jette, auf den Boden, daß es in dem hohen torf) widerhallte. „Sie bleibt hier." ..So werde ich ohne deine Erlaubnis und ohne tot Segen hinaus wandern müssen, Groß- ta," sagte Ragna fest und ein feuchter Schim- i trat in ihre großen, strahlenden Augen. Sie it^das Fenster des Turmgemackes auf und, Sigrid eng umschlungen, blickt sie hinaus in schneeige Winternacht. Es hat lufgehört zu toen, voll quillt das Mondenllcht zum Fenster mt bis hin zu der Greisin am Kamin, die müh- ■cie ent'allene Bibel auf hebt und mit zitterigen ^rn bei der auflohmden Flamme liest: „Lobe 'Herrn meine Seele." Die alte Frau sieht nichts ' der ganzen vollen Pracht der Winternacht da too. Tas Meer, das den ganzen Tag sich J getobt, ruht jetzt.still und verträumt, nur ^steigt sein Wellcnsang empor. Tas Licht des Leuchtfeuers flackert hell auf 6 grüßt wie ein freundlicher Stern durch die ^lle Schneenackst zu dem einsamen Schlosse jp't. Vom fernen Torf her klingt es Mitter- ' US dem Amtsverkündigungsblatt. Das Amtsverkündigungsblatt t 49 vom 30. Juni enthält: Tre Wahlen zum pvinzialtag und Feldbereinigung foju cn. Die Wahlen zum Provinzialtag [ Tie Neuwahl des Provinzialtags ist auf Sonn- y den 31. August 1919 festgesetzt worden. I. Abstimmungsbezrrke. Auf B.sch'uß 6 Stadt verordne teuversammlungen und Ge° rinberätc kann durch die Bürgermeister bestimmt nbnt, daß die von ihnen für eine vorangegan- to Wahl angeordneten Abgrenzungen der Ab- immun^sbezirke auch für die Prooinzialtagsmahl Nkigkcrt besitzen. Zur Erzielung eines einhfit- ckn und verein facht en Verfahrens empfiehlt es I, toenn sämtlich? Gemeindevertrelungen in Stadt b Sanb Beschluß fassen, daß für die Provinzial- stttvahlen die gleichen Abstimmungsbezirke be- ihn bleiben, loie sie für die voran gegangenen ttictagswahlen abgegrenzt worden si.d. Bezüg- 6 her die Wahlen zum Provinzialtag betreffen» Bi Vorgänge sind besondere Wahlakten anzu- beu. di. von den die Wahlen zu den Kreistagen nrsfendeu Akten streng zu trennen sind. I II. Verwendung vorhandener »äh le r l i sie n. Tie für die Wahlen der Stadt- krimctfit sowie der Gemeinderatsmi g ieder be- beu Wählerlisten find für die erstmalig am tAugust stattfindenden Wahlen zum Prvviu- Itag anzuwendcn. Zur Ausübung der Wahl I hiernach nur die in den bereits vorschrifts- »g abgeschlossenen Wählerlisten als stimmbe- tgt anerkannten Personen zuzulassen. Eine Mmaligc Offenlegung der Listen hat daher nicht Kt stattzufinden. Jede Aba d rung durch Auf- Inre ober Slrcichung von Wählern ist untersagt. IIII. Wahlvorstand. Tie Wahlvorsteher B ihre Stellvertreter werden für die Gemeinde 1 für jeden in ihr gebildeten Absfimmungs- Mk vom Bürgermeister auf Beschluß des Gc- Mderats oder der Stadlverordne enversammltmg Wnmt. während Beisitzer und Schriftführer vorn Mvorsteher ernannt werden. Tie Namen der IKahlvorstehern und bereit Stcllvertre ern er» luten Persönlichkeiten sind bis spä estens zum I Juli d. I. dem Kreisamt anzuzeigen. A m st e r d a m , 30. Juni. (W. B.) Die „Times" berichtet aus Athen, daß dort eine antt liehe Meldung aus Konstantiiropel eingetvofsen ist, daß sich Mustafa Kemal Pascha, Befehls baber einer Heeresgruppe und unlängst zum Inspekteur der anatotischen Heere ernannt. an die Spitze einer gegen die Zentrale der Regierung gerichteten Aufstandsbewegung setzte. In Tas Mandenlicht streut zitternde Funken auf die beiden Blondköpfe der Mädchen. Die Alte am Kamin klappt langsam die BibÄ zu, die rote Flamme glüht noch einmal hell.auf, dann erfischt sie ganz. Es stvncht eine Möwe droben Tahin mit klagendem Schrei, Und einsam kommt sic geflogen. Und einsam fliegt sie vorbei. Es dunkelt still auf den Wellen, Es dunkelt still in der Höh'! Ter Bogel fliegt weiter und weiter. Hinaus in die Nacht und die See. Edmund Hoefer. Noch lag dichter Schnee auf den Buchen des Parkes von Svenoburg, noch glltzertc er in der sinkenden Wintersonne von den Türmen und Giebeln herüber zu dem alten Leuchtturmwächter, der glaubte, eitel Gold zu schauen und Frühliirgs- hift zu spüren, wenn seine alten Augen wie geblendet die Türme von Svendburg streiften. Freilich, wenn man große Tränentropfen in Den Augen hat, wie der alte Karras, bann blickt das Auge nicht klar, und man hält manches für „Gold was glänzt". Tränentropfen^ Ter alle wetterharte Karras, der Ragna Svendburg einst auf den Knien geschaukelt und der ihr bester, und wie sie sagte, ihr einziger Freuno war, wie kam er dazu? Ja, er wußte es selber nicht, aber Dort auf bet schmalen Holzbank hrtte sie noch gestern abend gesessen, uird während er Lampe um Lampe entzündete und die Meereswellen krachend den alten Turm umbrausten, hatte sie ihm gesagt, daß sic gekommen wäre, um Abschied zu nehmen, Abschied für lange Zeit, vielleicht für immer. Und dann hatte sie ihm erzählt, just an der Stelle, wo sie als Kind so andächtig seinen Märchen gelauscht, daß sie hinaus wollte in die Well, fort von der von der Ausnahme ihrer Tätigkeit ab. Höhnisch wurde an manchen Stellen von den Streikenden erklärt, daß cs sie wenig kümmere, wenn in Berlin eine Anzahl von Frauen und Kindern verlmngcrc. Tie allgemeinen Jnterelsen werden in frivolster Weise vollständig von diesen wilden Streikeiw außer Acht getanen. Es wird also die Pflicht der Regierung sein, dafür zu sorgen, das unabsehbares Unheil von der Berliner Bevölkerung abgehallen wird. Ta die Anorditungen bet Or- ganisationsleiter keine Beachtung sinken, wurde angeordnet, daß jedem Versuch den Eisenbahn verie hr weiter zu unterbinden und durch Terrorismus die Arbeits ausnahme zu verhindern, mit größtem Nach druck entgegcnzutreten ist. Schwere Ausschreitungen in Bielefeld. Berlin, 1. Juli. In Bielefeld sind in Fortsetzung der Lebensmittelkrawalle neue schwere Ausschreitungen vorgekommen. Bei blutigen Zusammenstößen gab es Tote und Verletzte. ES gelang den Kommunisten, sich in den Besitz von Waffenvorräten zu setzen. Ratham uno Bahnbos wurden besetzt. Tie Behörden haben Regierungstruppen zur Helft gerufen. Einmarsch der Reichswehrtruppen in Hamburg. Hamburg, 1. Juli. (WTB.) Der Einmarsch der Reichswehrtruppen von allen Richtungen entwickelt sich plangemäß. Das bayerische Schützenkorps in Altona. Altona, 1. Juli. (WTB.) Das bayerische Schützenkorvs ist hier eingerückt. Ein Waffenerlaß NoskeS. Berlin, 30. Juni. (W. B.) Amllich. D» sondere Vorkommnisse veranlassen mich, im (Sht- Verständnis mit dem preußischen Handelsministerium und auf gründ des § Ob des Gesetzes üb:r den Belagerungszustand, allen in unter dem Bc lagcrungszustand stehenden Gebie t e n gelegenen Waffen- und Munitionsfabriken sowie Zwischenhändlern und Verkaufsstellen jeglichen Berkaus von Waffen, Munition und Sprengmitteln zu untersagen. Zuwiderhandlungen werden mit Gefängnis bis zu einem Jahre bestraft, falls die bestehenden Gesetze keine höhere Strafe andröhen. Ausnahmen unterliegen nur.er besonderen Genehmigung. Ich mache die Polizeibehörden für die lieberwachung und Turchführung des Berbo.s verantnwr.lich uni> weise insbesondere auf eine scharfe Kontrolle der Berkeh smi t l hin. Ter Olerbefehlshabcr. Nvskc Die Hindenburg-Säule in Libau. Berlin, 1. Juli. Nach den Morgenölättern wurde nach der Besetzung L i b a u s durch die Eng- läuder die Hindenburg-Säule, die von den deutschen Truppen am ersten Jahrestage der Einnahme Libaus errichtet worden mar, von der eng- lif d/cn Besatzung unter Teilnahme des gesamten Offizierkorps entfernt und die Gedenktafel, Adler usw. bejeitigt und in Verwahrung genommen. Auf den Trümmern der Säule wurde die lettische Fahne gehißt. Eine Aufslandsbewegung in der Türkei. verständlich ganz auf Seite Ihrer Frau Großmutter und muß mir als Oberhaupt der Famrfie ganz energisch verbitten, daß Sie als Gräfin Svendburg hinausziehen in die Welt, das Glück zy erjagen. So etwas überläßt man in unseren Kreisen kleinen einfältigen Bürgermädchen oder überspannten Personen, die zu viel Romane gelesen. Das mag hart klingen, und ich bitte meine gnädigste Kusine, mir meine Freiheit und ^Kühnheit zu verzeihen, mit der ich meine Meinung schreibe, aber wer das Leben kennt wie ich, der weiß, daß es ein Unding ist, wenn junge Mädchen unserer Gesellschaftssphäre eine andere Selbständigkeit erstreben, als die durch die Ehe. Eine derartige Versorgung, die haben Sie mir in Ihrem wirklich reizend geschriebenen Briese, für den ich Ihnen entzückt die Hand küsse, auseinandergesetzt, wäre eine Schande. Ten Aufenthall auf Schloß Svendburg und die Jahresrente, die ich Ihnen als Erbe Ihres Vaters bot, haben Sie stolz abgewiesen, es bleibt mir also nur Übrig, Sie im Interesse unserer Familie zu zwingen, entweder eine standesgemäße Heirat einzugehen, oder sich von Ihrem nächsten Verwandten erhalten zu lassen, was durchaus keine Schande ist, wie Sie anzunehmen scheinen, sondern das Einfachste und Nttürlichste von der Welt. In einigen Wochen hofft ich auf Svendburg einzutreffen, wo wir ja ganz gemächlich alles Weitere ohne Aufregungen, die mir, nebenbei bemerkt, ein Greuel sind — besprechen können Meinem reizenden Mündel Sigrid, deren Bild mich entzückt hat — warum schlossen Sie Ihr Bild nicht Sigrids Bildchen bei? — bitte ich zu sagen, daß ich zwar nicht dichten kann, wie ich gern möchte, daß ihr aber doch zu Füßen liegt Ihr Sie, meine Gnädigste, hochverchrender Vetter Sven Svendburg. Eine heiße Rote des Unwlllens stieg in Ragnas- Wangen. (Fortsetzung folgt.) Paris, 30. Juni. (WTB.) Havas. Longe Eröffnung der Sitzung waren in der Kammer alle Tribünen besetzt. Am Regierungstisch sitzen Clemenceau und alle Minister. Tesch anel Das Programm des Kabinetts Bauer. Berlin, 1. Juli. Einern Vertreter der „Deutschen 9IHgemeinen Zeitung" mochte Reichs- ministerpräsident Bauer über die politifclsen Auffassungen und das Programm b?r Regierung Mitteilungen, denen zufolge die Regierung ihre Hauptaufgabe darin si ht, den enormen Erfordernissen unser r Friedevsverpsl ich tu n gett gerecht zu werden und die Grundlagen eines neuen sozialen Wohlstandes zu kgen. Tie wirtschaftspolitischen Kampf - begriffe und Kamps m et Hoden des alten Staates, Lohnkämpfe. Str^-iks und Aussperrungen Erhielten eine veränderte Bedeutung. Es müsse das Mittel gefunden werden, vom gemeinsamen Interesse aus die das allgemeine Wohl schädigenden to.i r ts cha s t l i ch e n Streitigkeiten durch Schiedsspruch autoritativ zu regeln. Tie Regierung strebe danach, einen gerechten Ausgleich von Lohn und Arb-eitsfra^en mit dem staatlichen Interesse zu verbinden, damit überhaupt gearbeitet wird. Dieses. Programm werbe zugleich für die moralische Stellung Deutschlands nach Außen: ?lns der aufge- zwungenen Abrüstung würden wir eine wirtschaftliche Rüstung machen und hoffentlich dadurch unsere Gegner am schnellsten dahin bringen, unserem Beispiel zu folgen und ebenfalls ab^urüften. Auch die Idee des Völkerbundes habe ihre besten Wurzeln im sozialen Arbeitsstaat, denn es gäbe kein festeres und haltbareres Band, als das der internationalen Arbeitsgemenrsckiaft und des Jn- teresfts au einem ungrftörten und durch feine Kriege unterbrochenen Austausch der Güter. Neuer Streik in Berlin. Bewegung aug?schlofsen. Eine Sonderkommission ist von Kvnstaminopel nach Anatolien gesandt worden, um die dortige Bevölkerung zu beruhigen. Tie türfiicbc Regierung fordert Mustafa Kemal ■ Pascha auf, nach Konstantinopel zu kommen. Dieser weigerte sich jedoch, dieser Aufforderung Folg- zu leisten. Der 10. deutsche Gewerkschaftskongreß. Berlin, 1. Juli. Ter 10. deutsche Gewerk« schaftskongreß wurde gestern in Nürnberg von dem Abg. L e a i c n eröffnet. Vertreten find 52 ; Verbände mit fast einer halben Million Ätttglie- bent durch 664 Telegierte. Sehr zahlreich ist daS Ausland vertreten, so Schweden, Dänemark, Norwegen, Holland, die Schwei; und Oesterreich In feiner Eröffnungsansprache forbert Legien zur Einigkeit der Arbeiterklassen auf, um den Sozialismus zu sichern. dem er getragen ist, betrifft, will ich der Diskussion, die sich hierüber anbahncn soll, nicht vor- greifen. Aber in dec Stunde, da sich das größte Drama der Geschichte erfüllt Hit, und da wir nod) zittern bei dem Gedanken an die Ausgaben, die so herrlich erfüllt wurden, soll die erste Regung unserer Seele ein großes Hoffen Frankreickts und der Welt sein. Tas Ideal Frankreichs ist das der Gerechtigkeit. An die Grundsätze des na t io* nalen Lebens muß sich die O r g a n i s a t i o n der Arbeit fügen, wenn sie sich durch die modernen gesetzmäßigen Mittel vorwärts bewegen will Dem Arbeiter geziemt es, sich zu mäßigen und sich zu beh.-rrschen und von den vorabsd)cuungswür* tagen Schmeichlern zu befreien, die ihn lehren, daß die Macht für ihn sei und daß er ungestraft alles tun dürft, ohne daß er die Verantwortlichkeit dafür trage. Tie Regierung muß mit gutem Beispiel vorangehen. Sie wird alles tun, was in ihren Kräften steht, um nach und nach wieder die rationelle Ordnung anstelle der durch bte Gewohnheiten des Krieges eingefübrten empirischen Vorkehrungen wiederherzustellen. Möge man von uns keine Theaterfeste verlangen. Em Volk kann nicht unvermittelt ohne Uebergang aus den Wirren einer hartnäckigen Verteidigung zu dem Leben zurückkehren, wie es unser aller Wunsch ist. Meine Herren! Sie sind die nationale Vertretung. Niemand zweifelt, daß Sie sich Ihre Pflichten nicht nach Ihren Ueberzeugungen auferlegen. Das Werk, bei dem es uns an Sbrer Mitarbeit nie gefehlt hat, wird in der Weise zu Ende geführt, wie Sie es nach Ihrem Ermessen für gut finden. Sie werden sich in aller Gründlichkeit aussprechen. Tas Gesetz will, daß in den Demokratien das Volk das letzte Wort spricht. (Tie Rede wurde öfter von Beifall unterbrochen.) nordischen Insel und dem Vaterhause, ohne Schutz hinaus, hinaus! Ta hatte ihn eine verzweifelte Angst um seinen Liebling gepackt, und er hatte gebetet und gefleht, oaß Ragna aushalte am heimischen Herde. Sie aber hatte nur energisch das stolze Köpfchen geschüttelt und ihm gesagt: „Nein, Karras, rch muß, ich muß!" Und dann war sie still im Dämmerlicht vor ihm auf die Knie gesunken und hatte le.se gefleht: „Sieh, Karras, ohne Geleit, ohne Segenswunsch gehe ich hinaus, vielleicht harten Kämpfen, vielleicht tiefem Unglück, vielleicht aber auch dem Glücke entgegen, das ich mir durch eigene Kraft erbauen will. So segne du mich denn, der du mich stets wie ein Vater geliebt, der du mich lehrtest, das Böse scheuen und das Gute tun, segne mich, Alter!" Und die alten schwieligen Hände des Leucht- turmwächters hatten sich zitternd um den blonden Kopf des Grafenkindes geschlossen, das fick so demütig vor ihm neigte und inniger als das Gelet des alten Karras war wohl nie eins zu Gott emporgesliegen. Jetzt stand er auf seinem Turm und lugte nach dem Schlosse hinüber, vielleicht, daß ec es da drüben noch einmal aufleuchten sah, das goldene Haar seines LieblinD. Ragna aber stand in ihrem Zimmer am Fenster uno dachte kaum des alten Spielgefährten, denn all ihr Denlen und Empfinden mar in diesem Augenblick durch einen Brie' geseßelt, den sie bei dem letzten Tagesschein müh am cntZistertc. Ter Brief, Den sie heute schon unzählige Male gelesen, lautete: Gnädigste Kusine! Ein Schreiben Ihrer Frau Großmama ruft mich, als den ältesten Träger unseres Familiennamens, gegen Sie, oder fce.fcr gc'agf, gegen Ihr eigenmächtiges Vorgehen zu Hil',e. Ich stehe selbst-1 IV. Beruf ungderWählerzurWahl. In jeder Gemeinde hat der Bürgermeister mindestens eine Woche vorher — also unter allen Umständen vor dem 24. August l. I. — den Tag der Wahl und die Stunden der Abstimmung, den Wahlraum, sowie die Namen der Wahloor- sdeher und ihrer Stellvertreter in ortsüblicher Weise bekanntzumachen. Weiter wollen die Bürgermeister rechtzeitig vor der Wahl für Bereitstellung der Wahlräume sowie sämtlicher für die vorschriftsmäßige Abwicklung des Wahlgeschäfts nötigen Einrichtungen Sorge tragen. V. Vornahme der Wahl. Insbesondere wird auf die den Wahlvorstehern obliegende Verpflichtung zur rechtzn.igen Einladung der Mitglieder des Wahloorstandes aufnrerfam gemocht. Weiter ist zu beachten, daß die Stimmzettel und Umschläge nach vorheriger Ber i gelang nicht von dem Wahlvorsteher in Bevwalw zu nehmen sind, sondern der Bürgermeisterei des Wahlortes zur Aufbewahrung behändigt werden müssen. VI. Ein sen düng de r Wahlakten. Um die rechtzci.ige Feststellung des Wahlergebnisses zu ermöglichen, sind die sämtlichen aus über 450 Abstimmungsbezirken eingehenden Wahlakten so zu bearbeiten, daß, wie gesetzlich vorgeschxieben, ft'chon am achten Tage nach der Wahl das Abstimmungsergebnis von der Pro- vinzialwahllommission einwandsrei sestgestellt werden kann. Es muß also jeder Wahlvorsteher — wo mehrere Abstimmungsbezirkc bestehen, der Wahlvorsteher jedes Absfimmungsbezirles — unbedingt dafür besorgt sein, daß alsbald nach Schluß der Wahl seine gesamten Wahlakten, das sind. 1. die Wählerliste, 2. das Wahlprotokoll, 3. bi: Gegenliste, 4. die beizufügenden S.immz>ct el und Umschläge, dem Bürgermeister seiner Gemeinde in versiegeltem Paket abgelieftrt werden. Ter Bürgermeister hat den ihm so eingelieftr- ten Wahlakten, ohne das Pake^ zu öffnen, sofort beizufügen a) die Beurkundung über die vorschriftsmäßige Abgrenzung der AbstimmungsbezEke, b) die Beurkundung über die erfolgte Bestellung des Wahl Vorstand es (wo mehrere Abstimmungsbezirke gebildet worden sind, der Wahlvorstände), c) die Beurkundung über die rechtzeitige Berufung der Wähler zur Wahl, und dieses gesamte Akten- material in einem gleichfalls versiegelten Paket so umgehend wie möglich unter der Adresse »„Provinzialdirektion DberbcnA, Gießen" nach Gießen abzuschicken, damit die Sendung, der gesetzlichen Vorschrift entsprechend, spätestens noch im Lau e des Nachmittags des 3. Septembers 1919, das ist der dritte Tag nach dem Wahltag, den Provinzial- wahlfommissar erreicht. Kosten, die der Provin- zialverwallilng purch telephonische ober telegraphische Nachforschung bei den in Betracht kommenden Bürgermeistern nach dem Verbleib der bis zum 3. September nicht eingegangezen Sendungen entstehen sollten, werden der betreffenden Gemeindekasse belastet uno eintretendenfalls durch Vermittlung des zuständigen Kreisamts von dieser erngefordert werden. klein L ,u Äj WÖ -SL'-Ä eröffnet die Sitzung. Mit bewegter Stimme Hal' er folgende Ansprache: Vorgestern vollzog silk! im Spiegelsaal in B.rfailles vor den durch Clemenceau präsidierten Alliierten da, wo Bismarck das Deutsche Reich errickstet bat, derjenige Akt, der Frankreich E saß-Lo h iigen zurückgibt. (Sille Deputieren erheben sich und applaudieren.) Teschanel fährt fort: Wir begrüßen Elsaß- Lothringen. (Die gesamte Kammer spendet Beifall.) Clemenceau fkigt auf die Tribüne, um den Fried nsvertrag zu ver e en. Tie Kammer jubelt ihm stehend zu. Ter Ministerpräsident sagt mit vor Erregung erstickender Stimme: Ich habe die Ehre, den Gesetzeiittvurf vorzulegen betreffend die Rattfizierung des Friel:ensvertrags mit Deutschland, der von den assoziierten und alliierten Regierungen am 28. Juni in Versa! les ur.t r; t hn t worden ist, i alldem die deutschen Bevollmächtigten ihre Unterschrist darunter gesetzt hatten. Tazu füge ich das englisch- französische und amerikanisck>-sranzösische Abkommen. Was den Vertrag selbst und den Geist, von sich mit überwiegender Mehrheft für den Streik ausgesprochen, so Laß Berlin von heute ab ohne Verkehrsmittel ist. Auch die Stadtbahnen und Vorortlahnen verkehren nicht. Leider ist eine längere Dauer i-e» Verkehrsstreiks zu erwarten. Auch der Streik der E i s e n ba h n a r bei- t e r Berlins flackert wieder auf. Tie Metall- unn Schwerarbeiter bereiten eine Sympathiekundgebung vor. In einer Versammlung streikender ^uenoabuarbeiter wurde u. a. erklärt, auch die Kohlen- und Lebensmittellransporte nicht zu befördern. — Tic Blätter erfahren zuverlässig, daß der Eiftnbahnerstreik von den Kommunisteir mit dem Geld der ungarischen Räterepublik gemacht worden sei. Ein Teil dieses Geldes ist auch nach Hamburg gegangen. — Eichhorn, der bekannte ehemalige Polizeipräsident von Berlin, soll die Hauptleitung des Streikes bi Berlin in den Händen gehabt haben. Berlin, 1. Juli. (WTB.) Amtlich. Trotz der Zusage aller Organisationsleller, nach der Aushebung des Streikverbotes für die Eisenbahner werde die Arbeit wieder aufgenommen werden, dauert die A r b e i t s n i e d e r l e g u n a an. Wilde Streikposten halten die zur Arbeit Kommenden Die Kommunala>a1)Ien. ** Allertshauf«n, 30. Juni. Die Dürer mei ster w a hl findet am 6. Juli statt. u«er dem bisherigen Bürgermeister Hillgärtner, n sein Amt bereits 11 Jahre zum Wohle der temetitbc führt, wurde noch ein Gegenkandidat auf» •fallt. H. Dau bringen, 30. Juni. Die gestrige )ürger me isterwahl, bei der 90,7 Prozent t| Wahlberechtmten von ihrem Wahlrecht Gesuch machten, hatte das folgende Ergebnis: Ge- Alt wurde Vahnarbeiter Wilhelm H i l b e r g mit Stimmen. Die beiden anderen Karrdidaten iMsmann Emil Schäfer erhielten 132 und Tägiger Karl Rudolf 69 Sllmmen. o± Langsoorf, 2d. Juni. Von 614 stimm-- nechtigten Wählern machten bei der heutigen j-rgermei st erwähl 435 Personen von kein Stimmrecht Gebrauch. Es wurde der bissige stellvertretende Bürgermeister Wilh. Ben- ch he] ltaWMcn. Atzung. ^taMamtmann Tr. gjl «Sih1 die Si&ung J n ^rlust, b?n bte l.j mg durch dar Tvd vmÄ ht (3cm.) bemerkt, daß J gegemiehme, sich aber i u lajit. Er beantragt tq rei Lehrerinnen. he Ltbensinittclmt. en: Zm Gießener 8 csondt über di: Geschfill ftensmittclamteS haben die Großhändlu ch der Schutzverbaa) me Eingabe an die Std ung gtrit^ct. Ich babe m städtßchen Lebensmittels u der heutigen Si&ung m ich rechtfertigt, b;w. w k e gchmm soivic ailgemeint 11 Geschäftsführung des kann. : Lleinhändler lautet: ttt LÄtzverein der Leiel im Mn-lfe der Ms-:«« -m cigciiffl ftntev'he für 16 rn der StafchKrorbnettfio c AnDlsi UMN yit Mu .. 1 w "a| i der, die Pnicünng ral in die Wege zu leiten | .troeningc Warrn ju bt'J| Mer sehr sch«r tthal!t"< MnitWpSl Mich in letzter mir naÄlehende Qt vertcillen €aff«| i £ Pfund tzt edürsnis vor. ES. M Händlern cm «hr bat ^erbrauäei 1 Ä od d-niii- "e 6,1‘1 NM i«« J1“JpSbflt v. behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abt. A wurde heute bezüglich der Firma C. F. Schwarz Söhne, Gießen Xtngetragen: Tie Firma ist erloschen.. 7769B Gießen, den 25. Juni 1919. Öessisck-es Ämtsgyricht. Bekanntmachung. Die Stelle eines Feldschüben, ist alsbald anderweit zu besetzen. Mit der Stelle ist ein Anfangögehalt von 1800 Mk., steigend alle drei Jahre bis zum Höchstgehalt von 2600 Mk. verbunden, Nach Ablauf von fünf Jahren erfolgt bei gewissenhafter, einwandfreier Dienstführung unwiderruflich^ Anstellung. Neben dem Gehalt wird zur Zeit eine Teuerungszulage von 900 Mk. für Verheiratete und eine Dnderzulage von 200 Mk. für jedes Kind unter 18 Jahren gewährt. Eine wesentliche Erhöhung der Teuerungszulagen ist in Aussicht genommen. Bewerber, welche mit den Besitz Verhältnissen in der Feldgemarkung vertraut sind, werden bevorzugt. Meldungen sind bis zum 25. Juli d Js. ein- zureichcn uno denselben Lebenslaus, Zeugnisse über bisherige Besdzüskigung, Führung und Gesundheit sowie Angaben über die Familienverhältnisse beizntügen. Kriegsbeschädigte, insbesondere Militäranwär- tcr, haben bei glerckzer Besälngung de» Vorzug Gießen, den 24. Juni 1919. (77708 Der Oberbürgermeister I. V.: K r e n z i e n. Bekanntmachung Betr.: Feldbereiniaung tzausen. Nachstehende Beleumtmachung de- Dass. Feldbereinigungskommissärs bringe ich zur öifent idben Kenntnis. (7772B Gießen, den 23. Juni 1919. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Krenzien. Bekanntmachung Tagfahrt zur Entgegennahme von Wünschen, die die Beteiligten iür dre Bildung der neuen Ersatzgrundstücle geltend maäzen wollen, find« Montag den 7 Juli, vormittags 9'/»—10'/, Uhr, im Rathaus zu Dausen stall. Tie Wüusck>e sind schriftlich einzureichen und müssen angrcben, rocldx alten nach Flur inib Nr. -u bezeichnenden Grundstücke zusammengelegt wer- dcn-sollen und bei welckzer Parzelle die Zusammen- leaung eriolgen soll Wünsche, die in die.em Ter- mm nicht schriftlich eingereichl lverden. hab«, keinen Anspruch aus Berücksrclüigung Friedberg, den 14 Jun, 1919. Ter Hessische Feloberetnigungslommissär. Dr. Iann, Regierungsrot Bekanntmachung. Ter letzte diesjährige össentliche Impftermin für die Erstimpslinge der Stadt Gießen wird am Mittwoch den 2 Juli 1919, nachmittags 4 Uhr, im Jmpslokale, Turnhalle der Stadtmädcktenschule, Schilierstraszc 8, abgehalten. Wer diesen Termin nicht benutzen will, muß sein impspslichtigcs Kind aus eigene Kosten impfen lassen. Gießen, den 26. Juni 1919. (7640B Ter Oberbürgermeister. I. V.: Krenzien. Der Plan Über die Errichtung einer oberirdischen Telegraphenlinie an der Unter- und Hintersasse in Ruttershausen liegt bei dem Postamt in Lollar tftt. Gießeni von deute ab 4 Wochen auS. ____ Darmstadt, 80. Juni i919. 77770 _____________Ober-Poüdireklto«.______________ Bekanntmachung. In unter Genos enscha tsregister wurde heute bezüglich dec Oberl-essische Weckst arten, eingetragenen Genossensä>ait mit beschränkter Laitpflichl zu Gießen eingetragen: Tas Statut ist in mehreren Besttwmungen geändert durch Beschluß der Generalversammlung vom 16. November 1918 Tte Vertretung der Genois«nschast gerichtlich und außergerichtlich eriolgl durch -den lausmännischen Letter zusammen mit einem weiteren Borstandsmitglied Tie Zeichnung iür die Genoisenjchast geschieht in der Wetse, daß die Qknannten dem Namen der Genossenidw-t thre Nam^nsunterschrist bei fügen (7758B Gießen, den 26. Juni 1919. ______________ve>sisd>es Amisge licht. ____________ ßrotochen aller Irl SaM-STSÄ wert 11» DrßM’ssks vNlv.Drvs^arel. B. Daans. Gießen FS Hausschürzen aus prima haltbaren StofTen * Kinderschulschürzen kräftige solide Qualitäten, neu eingetroffen C. A. HARTMANN Aussiattungsgeschlft, l^cj Waschefabrik. Versteigerung. Mittwoch den 2. Juli, von nach«. 2 Uhr ab, versteigere ich im Austrag Reustadt SS im Pfau 1 zweitürigen Kleiderschrank. 1 Sola, 1 Stegtisch 1 Nübitsch 2 Nachttische, 5 Stüble, 5 Bilder «Landschaften), 1 fliegen schrank, L Nähmaschtneit. I Wasch tisch mit Aufsatz taanz neu), 1 Küchenfchrank mit Aussatz, 2 Kücheuillche. 4 vollständige 'Betten, eine Panik prima Damentuche, abgeoaßi se 3 Meier 50, in blau, grau und braun, 1 flrohen Schliehkorb. <24 flute Hand,ilcher, 1 Lüster, 1 Luthertisch. 1 poliert »Tisch, Schlüsselschränkchen, 1 Regulator, Bilder, iKüchen« und Haii-hattunaSgegenstände aller Art. V9~ Versteigerung bestimmt. *09 H. Benner IL, Auktionator Kroldorfer Straste 9. 012787 SömerbninaeD „Homaii)s“EcbzeIl In */r u. */r-Liten Flaschen. sowie die vorzüglichen Limonaden. In allen besseren Hotels, Caf6e und Restaurants eingeführt. Kleinverkauf in nachfolgenden Geschäften: Ara all IL Sachlelier, Kaiser-Alles Baase, Emilie, Frankfurter BtraBe Berd ex Haehlelger, Bahnkefstrafle Driesch, Kolu, Beugers Kackleleer. Itlitrmg Duld, Carl, Aaterwee Elseabaha-Eonsasa*Verein, IdeblistraSe Elseabahn-Kenaam-Verein, Fraakinrler Straße Eiseabaha-Konsum-Verein, Klein-Linien Flsekbaeh, Hoti, Seltersweg Baas, Wilhelm, Bleichstraße Ealbfleis.lt, Helnrieh, LieblgstraSe Hell, B., Drogerie, Kaiser-Allee Plack, Adoll Wwe., Heuen Däne Seibel. Berte aale-Drogerie, Frankfurter Klrale Schade & Fallgrube, Bahnhofstraße Schade A Fallgrube, Lndwlgstrnße Viktoria-Drogerie, Marktstraße Wallenfels, August, Marktplata . Wallenfels, Gg., Markt pl ata Winlerhofl, Otto, Drogerie, Kreusplats nM7 CeDural-Varlretaag Iür Gieße« und Umgehung Ed. Weisel Mineralwasser-, Lünonadea-, KoblensäureMle. Giessen Telephon 2197 Schottstraße 10 Telephon 2197 Achtung! Hausfrauen! Achtung! Wer klug lat, kauft nicht die teueren, zum Teil wertlosen Waschmittel, sondern »teilt »ich die »einigen selbst her. I eicht und billig jederzeit im Haushalte herzustellen. Viele Anerkennungsschreiben. Von SpezialLichmann zusammen- gest eilte" Rezepte gegen Eiusen lung von 1.50 M. Offerten an J. E., Augsburg A. 171 (Laden), «eie Ermäßigte Preise für Damenhüte! Jetzt, nach Beendigung der Saison, geben wir den Restbestand in garnierten Hüten ganz außerordentlich billig ab. ”**c Elegante, garnierte Damenhöle (Wert fiel höher) zum Preise von 25, 20, 15, 10 Mark Wegen Aufgabe der Wohnung verschiedene Möbel abzugeben, u. a.: 3 flki&mtentt, 1 Ausziehtisch, analer u. ranier Tisch, BilPmshmu, BilSer, stüchea- schtuak luth rerichiedeucs aaPtrt. Loth, Brandmasse 7. 012tw flUc Oruckarbeiten^ für vrhSrOrn. Perrine, Sandel erwerb«, 3n» duflrie und Somille, eofflenf LU ru CQ = "E 5 p s Prospekte und Ausku N durch Ludwig Petri, Gießen, Goelhestr. 57 Allein-Vertretung Iür Oberneisen. Das Diwan Doppelbett Di-Do-Be löst das Problem der Neuvermählte Knegsgelrdufe .Kleinwohnungen Motels GdSthsusci Durch Anschauung eines Di Do-ße sparen Sie Miete. Geld. 3eit, Raum Unentbehrlich für Raum-iMöbelnot. mit einem Di-Do-Be dis Doppelbett en in feinster Ausführung in der ♦ Buchdruckerei J.Weinert Neuenweg 9 Gießen waunHBMBMnHHrai X schnellstens und preiswert angeferligt. I ♦ Mit Mustern stehe 0 * gern ]U Diensten. w»D J ♦ Gröhes Lager in Vkiefpapier-Agsseiten. ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ TeL Taunus 1761/62, Hansa 7978. ChemFabrikAfr Frankfurts a w 4O4Bhv 31 dj t u h g! Vcrkause von Mittwochs norm, von 8 Ubr au am Feiienkeller eine Sendung Blumenkohl, Gurken, Kohlraben, Gelberüben, Frbaen, Zwiebel und Khabarbcr. 7786 Frosch, Tel. 2133. Statt Karlen! Hedwlg Baum Levi Sondheim Verlobte Meseck-«letzen «letzen 18- S«idv. 18. Aui §1. 3n vemder 191 < Serradella n „soivie eame und epörgel; stk f!Tgi( sw ^handele. L Zioerk u- £ Siadwn 8etr-: Kreis . hur Vern Merlündj ^verordne ©te&en, Die Rechnung der Bezirkssparstafie Gietzen pro 1915 wurde von den unterzeichneten Mitgliedern bts Aufsichtsrales im Auftrag desselben, soweit ste Vorgelegen Hal, geprüft und Hal sich dein Anlaß zu St- SÄ Bcjirlsjparlafie Stehen. M Abschluß Außerdem das gesamte Rieienvroaraa» bestehend auS vielen hervorragenden Üünst' lerinnen und Künstlern. Mittwoch den 2. Juli: 2 große Vorstellungen 2 nachm. 4 Uhr: Kamillen n.Kiadervorstellans mit eigentz für Familien eingerlchi. Programm zu halb. EinirittSpreisen f.Zlindcrum. ILJahren- Abends 8 Ubr: Vllte-Borstelluns mit sensationeiiem Programm, bestehend auS 16 auSerwiihlten Nummer«. er* In jeder Borstellunfl die einzig dastehenden Schul- und Freibelis-Dressuren, sowie Elsa Wörner, die vbänomenale Telepathin. *W Preise der Plätze: Galerie M.lb 2. Platz M. 2 L Platz M. 3, Sperrsitz M. 4, Loge DL & LurnSsleuer wird au herbem erhoben. Eine halbe Stunde nor Beginn der Borstellnng Konzert, sowie gieichzeiiig für daß Publikunt 1 Stunde vor jeder Borsieüung Kafienöfinung. , Vorverkauf im Zigarrengeschiist P. Petersen, । Marktplatz und an der jtirknSkasse. Neoidierl, ohne daß sich für den Abschluß auf Sette 44 eine Aenderung ergeben hat. Darmstadt, den 5. Juni 1919. 6 Oberrechnungskammer: Unterschrift unleserlich. Ullrich. Der vorstehende Abschkutz mirb gemäß 2lrt. 3 de, Gesetzes über die öffentlichen Sparkafiert zur Äennt« nis der Bezirksangehörigen gebracht. Dietzen, den 26. Juni 1919. Der Direktor der Dezirkssparstaffe «letzen. fit» Weint nach Mn5Ö" Znhalit-Uebt Griessen, Os waldsgarten Eigene Lichtanlage! Großer Marttall, Schul-n. Freibelt-pserde. AllererstklassineS KUnstler-Personal. Täglich neues abwechselndes Programm. Dienstag den 1. Juli, abends 8 Ubr: Wa-Eröffnullgs-VlirHtlluiis mit Groststadt-Rieien-Programm. ES werden besonders hervorgehoben: Die testeiisiierenden Kassen-Plerde- ÜTBssureB dress. u. vorgesllhrl v. Dir. LouiS Blumenseld» DaS Mon plue ultra der Dressur 1. 2. S. 4 5. 6. 7. I Issdell-kalben I -55 Die Zierde des Zirkus Busch In Berlin während des verstossenen Winierö. Dl« gröstte Sensation der Gegenwart. Das telepathische Phänomen I Frfiulein Elsa Wörner| Bon ärztlichen Autoritäten als Rätsel bei 20. Jahrhunderts erklärt. Ueberall stürmischer Lachersolgl SM-Die urkomischen Spaßmacher und dummen Auanste des ZirkuS Blumenseld. -M» Die Gold-Amazone. Fräulein Lina Marrder als Schuireiierin vom ZirkuS Busch. mm erbe. vor-. g der Zwangs zweck der Er Negrider erhoben. 6om 1. Juli ds. 1919. Helden, bneter. mod)t, billigere Ware beizubringen. Durch frühere ' "ttc das Lebens-, 1: li* iü itini *, für Kte Ä?* 1*' ‘ bs. Js. ^lmlsverkllw- den. Rachniungsablegung und Berick-iie hätte das Le! wittelamt Mißdeutungen in der Bevölkerung beugen können. Tas LebenAmittelamt soll aber jetzt nicht mehr kaufen, ohne vorher den Lebens-, mrttelausschuß beftagt zu lieben. Berg. Kren zien spricht $ur Geschäftsordnung, da die Beratung nicht auf der Tages-' ^Stadtv. Winn (D. V.) begrübt den Bericht und hätte schon öfter eine solche Übersicht der Geschäftsführung gewünscht. Er beantragt, bic 9üt» gelegenheit dem Lebensmittelausschuß zu über^ weilen und zu bestimmen, daß das Lebensrnitteln amt von jetzt ab nicht mebr ohne Zustimmung« des LebensmittelausfchusseS lautet soll. Er wünscht ferner, daß der Kleinhandel mehr berücksichtigt wird. Stadtv. Diener (Soz.): Es wird aus öriiM zipicllen Gründen gegen das Lebensmittelamt vor- gcgaugen. Ter Großhandel, der 5Ueimen könnte. Für Kaffee und Sckwlvlade war vor drei ^odxnt em großes Bedürfnis vorhanden. Tie Geschäfte verkauften diese Waren zu außerordentlich l»l)cni Preisen. Damals war das Kaffee- unb Selwststade-« angebot preiswert und die Ware wäre in jenenTagew sckstcmk abgenommen nvrben. Tie Preise in Hiaiin» heim im dortigen Kvnsumverein sind nicht nied-t rüger. Seife kostet 12,20 Mk. bas Pfund, in Lani^ pertherm 12 Mk., Olivenöl 32 Mk., Schmalz 12 bis 14 Mk., vorige Woclpe noch 18 Mk. in Gießen, beute 17 Mk. An dem Tage, da Schmalz hier zu: 13 Mk. abgegeben wurde, kam zu mir ein Schleiche Händler mid bot Sckunalz zu 13,50 Mk. an. Beb dem Hinweis, daß die Stadt für 13 Mk. verkaufe, meinte er, das könne keine reell erworbme Ware sein. Speck kostet in Mannl)cim 11—12 Mk., Kartoffeln 40 Pf., in Worms 34 Pf., in Offenbach 35 Pf., Kaffee in Mannheim 20 Mk., ge«< brannt, roh 16 Mk., Reis in Worms 2,80 Mk., in Mannheim 4,50 Mk., Bohnen und Linse» 2,40—2,80 Mk. in Akannhäm, Worms, Lampertheim. Tie Preise, die das Lebensmittelamt nr Gießen nimmt, sind danach an und für sich nicht zu hoch, und in Anbetracht der Verhältnisse gerechtfertigt. Tas Lebensmittelamt Ijat noch nicht fehl gekauft. Versckstedenen Händlern mögen billigere Angebote gemackst uvrden sein, es handelt: sich aber bab.i um Luftofferten oder gestohlenes! Gut. Großhändler, Kleinhändler und Sckneber wollen das Lebensmittelamt lahm legen. Solange bic jetzigen VerMtnisse andauern, ist es Psliä>t des Lebensmittelamtes, die Preise herabzu- drücken. Ter Großhandel hat es roodj, nicht ver^ ordnung stand. Stadtv. Dr .Ebel (Tem.) beantragt erst die Tagesordnung zu erlogen und wenn Zeit verbleibt, die Debatte strrttufüh.en. Stadtv. Winn (D. B.) beantragt Ueberwei- fung an den Lebensmittelausschuß. Stadtv. Sommer (Tem.) ist der Ansicht, daß der Punkt Besprechung der Lebensmittelverhältnisse in der Tagesordnung hätte aufgeführt werden müssen. Er beantragt, erst die Rednerliste zu erschöpfen. Beig. Krenzien teilt mit, daß die Mitteilung erst nach der Festsetzung der Tagesordimng dringlich wurde. Stadtv. Winn (D.D.) beantragt eine besondere Sitzung anzuberaumen. Stadtv. Noll (Dem.) beantragt Weiterfüh- rimg der Debatte, damit auch gegenteilige Ansichten zu Worte kommen. Stadtv. Neuen ha gen (D. V.) beantragt ebenfalls besondere Sitzung. Dem schließen sich an Stadtv. Vetters (Soz.) und Stadtv. Schmahl (D.-N.), der sich dagegen verwahrt, daß Großhandel, Kleinhandel und Schiebertum auf eine Stufe gestellt werden. Beig. Krenzien beantragt die Besprechung der Lebensmittelverhaltnisse in der nächsten, Sitzung. Stabtb Fourier (U. S. P.): Ter Lcbcns- mittelausschuß ist bisher üocrlstmpt noch nicht zusammengerufen worben. In Gießen besteht mit Recht oder Unrod)t eine Mißstimmung, die sofort beseitigt »verden muß. Talstr sollie der Lebensmiltelausschuß im Anschluß an die Sitzung tagen. Stadtv. Ebel (Dem.) hält eine weitere Debatte für unfruchtbar, beantragt aber, den Herren, die auf der Rednerliste standen, das Wort zu lassen. Stadtv. Volz (S^.) beantragt, den Punkt als ersten aus die Tagesordnung der nächsten Sitzung zu setzen. Stadtv. Noll (Tem.) möchte die bisherigen Ausführungen alS nichtöffentlich erklärt wissen, damit nichts davon in die Presse gelange. Ter Antrag des Stadtv. Volz wird Mm Beschluß erhoben. (Schluß folgt.) hier um reelle Ware hanoeft. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß es sich hier um Fleisch handelt, das bei der Demobilmachung von den Militärbehörden mit großem Verlust abgestvßen wurde. Ich mache darauf aufmerksam, daß wir seinerzeit in Lollar Waren übernommen hätten, die wir auch teilweise billiger als jetzt abgeben konnten. Es wird weiter angeführt, daß Kaffee von Köln zum Preise von 10,50 Mk. pro Pfund an» geboten werde. Dazu ist zunächst zu bemerken, baß der Kaffee bei der Ausfuhr aus dem besetzten Gebiet der Beschlagnahme der Alliierten und der deutschen Reichsstelle unterliegt. Außerdem weiß man noch lange nicht, ob es sich in bezug auf die Qualität um ein reelles Angebot handelt. !092.93$| »»Ul zu 5—6 Mk. verkauft. Es wird nun die grundsätzliche Frage zu prüfen sein, ob es Ausgabe des LebenS- mittelamtee ist, ausländische Kolo- nialwaren.wennauchüberdemHöchst- prcis, einzukaufen. Es ist anzunehmen, Paß mir Abschluß des Friedens und Wegfall der Blockade eine allgemeine Senkung der Lebensmittelpreise ein treten wird. Es wird nun zu entscheiden sein, ob man diese zu erwartende Senkung dem freien Handel überlassen, oder durch eigene Maßnahmen zu einer beschleunigteren Senkung beitragen soll. Ich stehe persönlich aus dem Standpunkt, daß es Aufgabe des Lebensmittelamtes ist, zu einer möglichst beschleunigten Senkung der Preise beizutragen. Selbstverständlich wird diese Senkung auf verschiedene Bevölkerungskrcise auch eine nachteilige Wirkung ausüben. So wird zunächst der Schleichhandel betroffen. Es ist natürlich keine Frage, daß die Schleichhändler die Lebensmittel keineswegs zu billigeren Preisen als die Stadt werden ein laufen können. Tie zweite Gruppe, die notleiden wird, werden die Kleinhändler sein. Soweit diese ausländische Lebensmittel zu höheren Preisen eingekauft haben, werden sie ost ganz empfindlichen Schaden erleiden müssen, sobald die Stadt durch eigene Einkäufe diese Preise herabdrückt. Weiter ist zu bebenten, daß die Stadt, wenn sie die Ware den Kleinhändlern zur Verteilung überläßt, diesen auch die Verkaufspreise und damit den Gewinn vorfchrcibt. Tiefer betrug z. B. beim Kaffee 95 Pf. pro Pfund, bei der Schokolade 35 Pf. Tie Preise, die dem Kleinhandel hierbei vorgeschrieben werden, ent» sprechen zweifellos nicht dem Gewinn, mit dem er sonst zu rechnen pflegte. Anderseits müssen wir mit Rücksicht auf die allgemeine Preislcuerung und die Notlage des Publikums bestrebt fein, die Preise so niedrig als irgend möglich zu halten. Soweit nun Angriffe gegen die Art des Einkaufs vorliegen, .dürften diese am richtigsten der Lebensmitteldeputation zur Prüfung überwiesen werden. Sic wäre seinerzeit zweifellos herangezogen worden, wenn sie schon bestanden hätte. Es ist aber auch zu bedenken, daß es sich meist nicht um Geschäfte gewöhnlicher Art handelt. Ter Ankaufsort ist gewöhnlich sehr entfernt und erfordert eine zehn.- bis awöljstunbige Eisenbahnfahrt. Ter Telephon- und Telegraphen- verkchr ist sehr erschwert, mitunter ganz unterbunden. Tie notwendige enge Verbindung zwischen Verkäufer und der Stadt Gießen ist daher nicht immer möglich. Dazu sind die Angebcüe meist ziemlich kurz befristet. Es wird also, wenn der,Einkauf weiterhin sortgeführt nxrben soll, sehr schwierig sein, die Fühlung mit der Lebensmitteldeputation im einzelnen vorzunehmen. Vielfach wurde eingcroertbet, daß die Leb en 5» mittel anderswo z u billigeren Prei- s c n abgegeben würden. Sollte dies zutreffen, so wäre es vor allem für die Gießener Klein- und Großhändler ein betrüÄiches Zeichen, wenn es ihnen nicht gelingen sollte, diese Waren hcranzu- biingen. Ich habe nicht feftftdlen rönnen, daß anfangs Juni derartige Lebensrnittel in Gießen billiger verkauft wurden, als dies jetzt seitens der Stadt geschieht. Die Herren, bte die Eingabe versaßt haben, gaben an, diesen Schritt im öffentlichen Interesse unternommen zu haben. Man muß daher auch erwarten, daß sie bei ihren sonstigen Geschäften das öffentliche Interesse nicht aus bat Augen Ein weiterer Angriff richtet sich gegen bte Verteilung von F le t schkon se r ve n. Tiefe Fleischkonserven flammten vom Reichster-- wertungsamt. Sie mußten von diesem übernommen werden, da das Lager mit Rücksicht auf die drohende Besetzungsgcsahr geräumt wurde. Tie Büchsen wurden zu 10,50 Mk. ab Lager Übernommen. Dabei mußte die Stadt aber auch noch das Risiko für Fehbüchsen übernehmen. In den Original listen beßtud-n sich häufig Backsteine usw., die vorher nicht ^eüzustellen amen, da die Kisten nur auf ihr Gewicht nachgeprüft waren. Ferner wurde der Stadt Tcinerla Garantie für Qualität und Haltbarkeit geleistet. Es waren Schwarzblechdosen. Soweit (Kirn Oessnen schlechter J.'hall fest- gestellt wurde, mußten die Toten von der Stadl zurückgenommen werden. Für die Abholung der Büchsen vom Lager und Vornahme der Verteilung hat sich die Stadt pro Stück 45 Pf. berechnet. Diese Kosten sind im wesentlichen auch aufgebraucht worden. Tie Metzger erhielten 50 Pf. pro Büchse. Dieser Gewinn kann nicht als Übermäßig hoch bezeichnet werden. Hieraus ist also ohne weiteres ersichtlich, daß die Stadt, keinerlei Einfluß aus die Preisgestaltung hatte. Hätte die Stadt die Konserven nicht abgenommen, bann wären sie eben, anderweit verkauft worden. Heute habe ich ein Angebot vom he ssischen Landesernährungsamt erhalten. Tiefes bietet dieselbe 2 Kilo-Rindfleischdose zu 17,65 Mk. an. Tie Stadt hat dieselbe Büchse beim Rcichsernäh- rnngsamt für 10,50 Mk. gekauft. Das Reichs- trnäljrungiamt ist allerdings nachträglich mit einer Nachforderung von 100 000 Mk. an uns heran* getreten, die wir aber ablehnten. Daß dieselben Büchsen von anderen Städten für 7,50 Mk. ver- k.nust werden, kann hier nicht nachgeprüft werden. Weiter steht auch nicht fest, ob es sich um dasselbe Fleisch handelt. Sollte das Reichsernährungsamt anderswo billiger verkaufen, so wäre dos höchst ^bäuerlich. Weiter wurde erwähnt, baß einzelne Städte Fleischkonserven zu 1,65 Mk. pro Pfund abgaben. Ta das Rindfleisch im Kleinhandel mehr als 2Mk. kostet, ist es unmöglich, daß es sich lassen. Was die 9lu f bebun „ . . wirtschaft — den Hauptzweck der Eingabe — anlangt, so bin auch ich der Ueberzeugung, daß der freie Handel sobald als irgenb möglich wieder iu seinem Rechte kommen soll. Voraussetzung ist allerdings genügendes Angebot, so daß Angebot uno Nachträge den Preis bestimmen können. Solange dies noch nicht der Fall ist, muh die gegenwärtige Wirtschaftsform beibehalten werden. Aus die Aeußerungen in der letzten.Stadtverordnetensitzung zurückgreifend, möchte ich be- mqjfen, daß das Lebensmittelamt in seinen Ein- napmen und Ausgaben von Geldern nicht selbständig ist. Alle diese Einnahmen und Ausgaben müssen durch die S t a d t k a s s e geben und werden von der Bürgermeisterei verchgt. Tas Lebensmittelamt selbst hat nur eine Zahlstelle. Tas Lebensmittelamt ist also nicht in der finge, selbständig eine Ausgabe zu machen. Weiter ist zu bemerken, daß das Lebensmittelamt jeden Monat auf Grund seiner Bücher einen Abschluß macht, der jeden Monat der Stadtverwaltung vorgelegt wird. Von Zeit zu Zeit erfolgt eine Aufnahme der vorhandenen Warenbestände. Tie letzte Aufnahme erfolgte am 15. Mai. Tas Lebensmittelamt besitzt selbstverständlich Belege und führt die vorgeschriebenen Bücher, schon deswegen, weil die Abrechnung durch die Oberrechnungskammer in Darmstadt nachgeprüft werden muß. Der jetzt abgeschlossene Friede wirb der geeignete Zeitpunkt fein, über die verflossenen Kriegsiahre eine Gesamtabrechnung aufzustellen. Im übrigen ist das Lebensmittelamt jederzeit in der Lage, über sämtliche Einnahmen und Ausgaben Auskunft zu erteilen. Tas Eingesandt im Gießener A n- z e i g e t bemängelt in seinem ersten Absatz die hohen Preise für Orangen, Zitronen, Kirsckstii usw. Die Regulierung der Ob st preise hat im Kriege bte größten Schwierigleiten bereitet. Mit polizeilichen Maßnahmen ist nach den gemachten Erfahrungen am allerwenigsten zu erreichen. Vor einigen Tagen ist man in Frankfurt zu diesem Schritt über gegangen. Tie Polizei bat sämtliches Obst beschlagnahmt und die Verkaufspreise festgesetzt. Die Folge mar, daß in ganz Frank urt das Obst aus den Läden 0 e r f chw and und hinten herum dem vergrößertem Risiko entsprechend höher verkauft wurde. Aus diesem Wege erreicht man nichts. Eine wirkliche Herabsetzung der Preise ist nur zu erzielen, wenn man für ausreichende Ware z u billigeren Preisen sorgt. Unter den bisherigen Umständen ist dies natürlich Lehr schwierig, mitunter kaum möglich gewesen. Tie Stadt hat mit Rücksicht auf die hoben Preise selbst Zitronen und Orangen ein- gekauft und in den Marftlauben wesentlich billiger abgelebt. Zur Kirschenverjorgung ist zunächst zu bemerken, daß die Kirschen in hiesiger Gegend noch nicht reis sind. Was jetzt hier angeboten wird, .kommt aus südlicheren Gegenden. Am letzten Samstag hatten wir hier zum ersten Male Kirsclien Händler aus Roßbach auf dem Markte. Sie hatten bisher ihre Ware in Frankfurt abgesetzt. Weiter hat die Stadt sich iefbi't eine gewisse Menge von Kirschen gesichert. Sie hat verschiedene Kirschenbäume frei gekauft und wird die lieber» führung der Früchte auf den Markt veranlassen. Bei vorsichtiger Schätzung dürfte sich das Pfund auf 1,20 bis 1,40 Mark stellen. Eine notwendige Folge dieser Maßnahme wird ein allgemeines Sinken der Kirschenpreise. sein. Vorläufig sind die Früchte aber in hiesiger Gegend noch nicht reif. Autz LjntjBtfttdamt tauft solche Öart in ungeheuren lagen zu Milliommbetnägen. Allein die beiden I ekel Kaffee und Schodola« dürften nach unserer ttrrfliruiig etwa 300 000 Mk. erfordern. I Ter hiesigen Grvßlwmdelsvereinigung wurden L 22. 2)tai 1919, sowie Mitte Juni, fast fämt* Ipt oben angeführten Artikel etwa zur Hälfte |([iger angeboten. Ehe die Grohhandelsver- |^ung sich zum Einkauf entsckstoß, setzte sie sich L xr Preis Prüfungsstelle für Oberhessen in Der- kvmg, >vo erklärt wurde, eine (Genehmigung Lt Arkauf könne nidjt gegeben werden, selbst tat es sich um auf legitimem Wege erworbene fcrm handele. I Und was macht daS hiesige Lebensmittelamt? I Ter Zweck unseres Schreibens ist, die ver- Michen Stadtverordneten zu bitten, die Be- ijniff« des hiesigen Lebensrnittel- ritd aus die Stufe zurückzusühren, wozu es °r!lich von Anfang an bestimmt war, nämlich 4ilimg und Ueberwachung rationierter Waren. Tie m letzter Zeit vom fiebenslnittelamt ge- -j.cn w löen Einkäufe müssen im Interesse der lymei'.rlj.it und des elj.baren Handels unbedingt terbkiben und ferner ist es nötig, daß bei allen v und Verlausen das fiebcnSmittelamt Ver- lfr des Groß- und ^Kleinhandels pnd der Kvn- rofreine als Sackwerständige zu Rate gezogen D w üalMalionen und .Preisfestsetzungen vor- rgt werden. Lief der heutigen unsicheren Marktlage ist es ib.üi.’igt nötig, vorsichtig zu Werke zu geben, nii der EiiUvohnersckBift und auch der Stadt- |c Derluste erspart werden. Der Nechenschastsderichl. btadtamtmann Dr. Seid: Zu der Eingabe t jtlcinhändler ist zu bemerken, daß die Kar- ssel bei ie fer u n g der Stadt durch den oinunalverband räußerst knapp war. Er war nicht der Lage, die erforderlichen, mehrere tau- b Zentner Kartoffeln nachzuliefern. Alle 2k» langen, auf dem platten Lande Kartoffeln auf- Bufen, blieben oljne Erfolg. Die Kellerbcsichti- ggm stellten auch tatsächlich fest, das; Kartofieln ht mehr abzugeben maren. Die Schivierigkeiten bn Kartosselversorgung wurden dadurch noch bt» )>ers gesteigert, daß seit November 1918 über 00 Personen in Gi'.ßeu zugezogen sind, sämtlich noch nachträglra) mit Kartoffeln ver- ft werden mußten. Dazu kam, daß ein großer il der Bevölkerung mit seinen Rationen vorzeitig (rnbe war; auch diese Personen konnten natürlich dit ohne Kartoffeln, dem Hauptnahrungsmittel, lullen 1 verben. , I Da wurden nun die Kommissäre des Kommu- »dnbandes, die Vereinigten betreibe» Hub l er , beim Lebensmittelamt vorstellig und flirten, baß sie in bet finge seien, die Stadt mit ,tl än d i scheu Kartoffeln zu versoraen. Mi'ichls der großen Notlage wurde dieses An- fot trotz des boljen Preifes von 40 Mk. pro mtnrr angenommen und der Oberbürgermeister illte die erforderlichen Kredite zur Verfügung, eraufhin fuhren ein Vertreter des Lebensmittel- me3 und der Vereinigten Getreidehändler nach m Abnahmeort, wohin die Kartoffeln von einer brntr Firma aus dem besetzten Gebiet gebracht Aden. Die Besichtigung ergab verhältmsmäßig «>- Veschasfenheit der Ware. Ich muß feststellen, m wir nur durch diese Zufuhren in der Lage kren.bic Ernährung und Versorgung der Bevölkc- p’fl weiterhin durchführen zu können, yhne diese Mindii'chen Kartoffeln waren nrir schon Anfang Aii Vvllstänbig ohne Kartoffeln gervesen. Der Reis betrug 40 Mk., ging später aber auf 36 Mk. ■nmler. Aus Anordnung des Oberbürgermeisters Inbc der Kleinhandelspreis aus 30 Mk. festgesetzt. ent Händler blieb ein Verdienst von 2 Mk. für rincr, der angesichts des hohen Preises nur als tbrig zu bezeichnen ist. Anläßlich des Ankaufs von Kartoffeln wurden in der betreffenden Firma auch andere Kolo- ifl I ro a r e n angebotim. Diese Angebote stellten d sämtlich niedriger als die Preise, zu denen halb, Anfang Hum, diese ausländisck^n Kvlonial- ncn in den hie st gen Geschäften verkauft wurden, ir alte Stadtverordnetenversammlung war bereits stelöst, während ihre Nachfolgerin noch nicht ihr |t angetreten Ijattc. Auch die Lebensmitteldepu-, Ion mürbe erst später gewühlt. Deshalb wurde der Mftsführer des Konsumvereins, Diener, zu 1 State gezogen. Nach dessen zustimmendem Gnt- ;cn wurde die Angelegenheit gleick)isalls dem rrbürgermeifter unterbreitet, der dem Ankauf zu- itmte und die erforderlichen Kredite bereitstellte. 1 derselben Zeit, da diese Verhandlungen scl»web- 1, lief auch ein Angebot einer Mainzer Firma 1 ausländischen Kolonialwaren ein. Dieses be- letc Angebot wurde nach seiner Ablehnung durch Großhändler-Vereinigung von der Stadt ange- nmen. Taraufljin fuhr ein 83ertretet des msmittelamtes nach der Grenze des besetzten stetes und kaufte verschiichene Kolonialwaren ein. 1 diese Zeit wurden in den hiesigen Kleinhandels- 3n verkaufen: Gut erh. Rock u. Weile, bl. (Sitd.- Rock, bl. Mil türm Ütze und Mandoline. 0127(59 Wilbelmitraße 63 L Damenhalbschnhe 39 und Damenstletel 40 zu oerk. Stevbauitr. 2« 1» nn» 24 neue weiße Damast- bandtnctzer.tzneue weiße Damasttiichtücher und 1 fait neue^Sommerkleid Dveidro. zu oert Anzuf. in der Buchhnndlg. fllec, Marktüraße 2. <012830 2 Militäranzüge a-pert him Harktplnlnt. 2e(ir gut erbnltener lauf Seide mit Weste gearb.ivtVü qu verkaufen. -«"I West Anlaae 51p. 1 Paar Damenhalbaelinhe Gröne 3s au verkaufen. m.mi4 Baltkeslraaae 28III. ßaltrli. blauet Anzug für schlanke Fig.z.vk. iullm Landgr.-Phlllpp-PL 10, Lr. Verkäufe | WLöuscrschwmk rerkausen. >012768 tar, Hauptstraße 18. ilfdie Sdiäicrbunöe ivolsSgr., 6 Woch. alt, I Pta. 91011- au ver- >rn Näheres bet Lehrer Koch, Rödgen bei Oft eßen. 3s Riesan-tirausil ier I ein ilell. Taaenstall lPaar Mä^chanstielel 37 äh öertanieiL । Bismarckstr. 17. -egenten, 5 Junge len 11. 2 Mutter- ff »erfnuien 1 gut erb. B^.nfbrcidjgdvnitur, be« j^nii57-.p~yVotomobile, IF ÄrefcbiDageu, Fuhrst RLan*'äabrganfl 1907. ^■erc Auokunsl erteilen ■jrsb Stern Söhne, Sieinjtr.19. 1. 0°"' S ZOS- SSZ >hl)uc junge Gänse üUoch.alte Enten «erlaufen. 012790 L» Bahuhosstraße A>. Silberbnfcn f. Hit. M lÄiiil)i;tr.25€>. ^vtanieii. Huhn, lJav.) an uer- ’en. Nah. au er fr. t. d. Lastsst.d. G.Ana. """ Iner bel;hc*»• Zu verkaufen: la weiß em. Baderoanne (250 Mk.), 2 kmvl. Gushängelainven, 1 Handroaickgeitell z. An- düngen, 2 elektr. Wand- latnv.,leiektr.Handlauive, 1 Petrolenmofen, mehr. Noul.- u. Borhangstnniien u. Zub. vlolikeeir.18. ki« Wrrad! mit guter Bereisung ab- augeben. Licker Str.73v. Nachaufr. v.b'Uhr abds.nn Damensabrrab mit säst neuer Friedeusbereikung und ein Grammophon mit 40 Platten au verknus. Näh. in der Geschäftsstelle d. Gieß. Anaeigers. C"-*" Zu verkaufen ein neuer Revolver Schwarze Balbscünhe iGr. 38) 1012778 Hotel Großberzog. Stell. Ilaaemtall au verkaufen. 012753 SchiffendergerWeg 71. Anzag,bunfclbl, ©rdne 1,75 nnd 1 Schwimm- büchNo au verkauten. Bahnhotstr. 44 III. l lereme Tennlshoie f. mittl r>ig., 1 Stloäerelkleid f. ig. Mndck-, 1 L n. Damenbat, 1 Paar sehw. Herronstlelel (43) bitt, abaugebeu. Oi«» LöderS Hof 5, L 38 Herrenstehkraseii und2UmlegkragemNr.42) billig abattflcben b. Reitz, Lckiffenb. Weg 10111.°'«* Einige 100 or. leere Wein- u. Sektfiaschen an verk. Schr. Ang m. Preis n. 7782 a. b. G. A. 1 Wagen Mist au verkamen. 1012-38 Walltorstraße 45. Mehrere Itür. Kleider- cehrdake und Kdcheneln- r ebtnagen ztt verkaufen. 0128441 Dammetralle 46 p. Zu verk.: 4 P. H.-Zna- u. Schnürschuhe,2sts.H.-Hüte (54>, cbenf. 2 Strohhüte, lObsivrefte.lWrtngmasck. Bleickttrabe 42 v. °'«” Zirka 15—18 Zentner qutes Wicsenheu hat abzugeben. Wo? sagt bte GefckästSstelle deS Gießener AnzetaerS. Dickwurzpflanzen abangeben. 01N49 Lcidgeftcrner Weg 24. I Bosch- | Kautgesuche | Billa oökt Haus sucht Arat au kaufen. Sckristl. Angeb. u. 012816 an den Gießener Anaetg- Alker 0. Sorten kfiabn u 0128o^a'n VSleß. Anz. Hochspannungs- Magnet für 1 Zyllndermotor so- fort zu kaufen gesucht. Ludwig Scklnnb MasLluenhandlung 7740 Garbeuteich. Gastwirtschaft! au kauten oder au pachten gesucht. Schristl. Anaeb. • unter 7762 an den Gieß. Anaetger erbelteu. Kleiner Kückcnberb Alt kauf, gesucht. Sckristl. Angebote unter 012811 nn den Gießener Anzeiger. Gebr. Waschmaschine mit Wringmaschine zu kaufen nei. Sckr. Angeb. mit Preis unter 012800 an den Gieß. Anz. erbet. Halbverdeck lleicht) gegen Dogcart zu tauschen ob. kauf, gesucht. Job. Lietz oitrn Schiffenderger Weg 41. Knmenwchrank kleiner ober mittl. Größe zu kauf, gesucht, an ersr. mvn Lubwigttratze 3011 Gebr.LicktpauSapparat z. kaufen gesucht. Schr. Ang. u. 7630 an den Gieß. Anz. Gut erhaltener ZwilliitgsliitdkMütii zu kauten gesucht. Näh.i.d. GeschästSU.d.G.A. 012M) Krrnikcnfadrstuhl u. 2 Erflehen zu lauf. ob. leiben ges. Schr. Ang. il 012751 an den Gieß. An.r. Eine gebr. noch outerhalt. Mtlckzentrifttne zu kauf. aesuchL Sckrtftl. Ang. il 012735 an den Gieß. Anz. Nur gut erhaltener Nobrplattenkoffer,mitt- leier Gröhe, au kaufen gesucht. Sckr. Angeb. u. 012795 an ben Gieß. Anz, W. Tcniiisftftt, K- au kauten ges. Schr. Ang. it. 012*158 a. d. Gieß. Ana. 8 Mctcr VuSeftrlz frei Hot,zu kauf n gesucht. C. aiinmcrmaun, 012828 Neuen Baue 15. Wiesen heu lausen Gebr. Kahl, Televbon 87. Ankauf von fletrag. Herren- und Damentl/idern r. Rofenjtöeig, I Gießen, SeltcrSroegSsf | Empfehiungen| uiiiiiiiiiniiiiiiminiiiiiniiiiniiiiiiii Zopfe Locken, Treber, sowie sämtliche Haararbeiten werben schön ttnb bauer« hast angefer'igt.. >"4Z Hcrmnnu Plank Wwe. Sveftal - Haar - Geschäft, aiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiimr Porxellan-Malerel b. mein. Zinngteheret eingerichtet u. empfehle alle Artikel, als Wavpen. Taffen, Gläser, Grabplatten ufro., in nur feinster Ausführung. JobanncS Zufall, 012469 Wolken gaffe. H - - - irs ■» - . . - o . 8il}innn.8o8trmttüll empfiehlt 7650 Christian Zimmer Babnhofstraffe 12 I Erfahrenes Mädchen I für Küche und HauS per« [Stell enangeboie] hafte. 012756 gesucht. 7783ss geschlossen. 7790 J. Kunz, Metzgermeister 7755 auf Lager. ot?*?« Ordentliches Mädchen gesucht. 7787 empfiehlt 012307 Treibriemen Massive HahC gesucht. 7768 J. Heilbronner. Maschinen- Schmier-Oeie Uilh. Ncbhuth Rodhetmerstraffe 56-58. Telephon 1206. Zum baldigen Eintritt Verkäuferin FirmaC.W.Sammet Meiningen. Geschäftsverlegung! Meiner werten Kundschaft zur Mitteilung, daß ich meine Metzgerei von morgen Mch Bleichstraße 29 vh"IbT Perfekter u.gewandter Stenograph ver sofort zur Aushilfe auf einige Monate gesucht. Nur durchaus sichere 'Arbeiter werde» angenommen: Anfänger aus- ca. 300 qm oder größer, sofort zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unt. 77120 an d. Gießener Anzeiger erbeten. Danksagung. Allen denen, die unserer lieben Verstorbenen die letzte Ehre erwiesen, sagen wir herzlichen Dank „„ Frau Marie Müller geb. Schaaf. 5^nt*itP(,iermlt «oder- ^’^'^innninnciiier Frau Gertrude Haibach geb. Wurm etwas zu leihen noch z» borgen, da ich für nichts mehr Am 28. Juni verschied nach kurzem Leiden, schnell und unerwartet, meine liebe Frau, die treusorgende Mutter ihrer Kinder, unsere Schwester, Schwägerin und Tante §rau Lina Noch geb. Lehrmund im Alter von 43 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: 3. d. N. Georg Noch,-Gießen, Goethestr. 25 p. Die Beerdigung findet Donnerstag den 3. Juli, nachmittags 21/2 Uhr, vom Portale des neuen Friedhofs aus statt. 012794 M M* in Kolonialwaren- geschäflen u. Industrie flut einflesührt, sofort sofort gesucht. ' 1012679 Löberstraffe 10 p. Todes-Anzeige. Gestern morgen 3 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Leiden unser liebes gutes Tillychen im ^Iter von 7 Monaten. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Andreas Deuker und Frau geb. Gerhard. Steinbach, den 30. Juni 1919. Beerdigung findet statt: Mittwoch den 2. Juli, nach- mittags 3 Uhr. „mis Holzwolle in verschiedenen Sorten Vertreter zum Verkauf von Futterkalk an Wieder vcrfii'ircr und Landwirte sucht 7492ss Josef Die Iler, Lcivzig-(§u. 15, Futterkalk - Fabrik. Schmiill $ Wiechmann Frankiiirt a.H.,.D Maschinenöl Zylinderöl Konsistentes Fett Riemenwachs Fußbodenöl Wagen- u. Lederfette Bohrpasta Putzwolle in gutQualität empfiehlt Bernhard Stern oh w Glessen. Jeschkes Grand-Hotel Bad Nauheim sucht zum sofortigen Eintritt einen HouWeiLer mit sLuiLtrch. Repara» tureri» hauptsächlich mit Äykosigeln bewandert: ferner einen Heizer für Hoch- und Niederdruckkessel. Offert. mit Gebaltsansprüchen bei freier Station, nebst Zeugnis-Abschriften einzusenden. U/5Ghv In freier Lage wird eine Mlstmg mindesteus 8 Zinnern zu mieten oder gegen eine oder zwei 6 Zimmer- Wobttungen mit elektr. Licht, GaS und Bade- zimmer am oberen Seltersiveg zu lauschen gesucht. Schriftliche Angebote unter 7757 an den Gieffener Anzeiger erbeten. •Rranse •Schleier •Se.do ,j,1a •Hanäschehe •Wäsche ^f}?odebmsQa!omor- tteitassiios si KÄckq Nord-Anlage 311. | Stellengesuche) ßin besserer Arbeiter sucht einen Vertrauensposten. Auch kann Kaution gestellt iverden Schr. Angebote unter 012842 an den Gieffener Anzeiger. Ein tüchtiger gcvriifter Heizer IZ der auch Reparaturen mit unternimmt, sucht pass. Stellung. Schristl. Ang. unt. 012843 a. d. Gieh. Anz. Lauffrau für vormittags gesucht. Frau Di*. iSenßel« Ost-Anlage 14. gi97W Stundenfrau oder Äonatsiiiäflchea gesucht. OIW17J Stevbanstr. 421. Saubere Stnudenlran Freitags und Samstags gegen gsiten Lohn gesucht. Zu meld. abds. von 7 —8 Uhr, rw »toinslr. 13 p. Grudekoks fürden Landkreis Giehen, geg. Bezugssch., nehmen Bestellungen entgegen. Gebrüder Kahl, Kohlenhandlung. 7mi Gute gestrickte Knaben-Anzüge für 6—12jährtg zumäffiy.PreisenlReichs- ware) eitigetroffen. ”wc oder Fabrik» Grünere Laden-Lokalitäten od.Parterreräume in verkehrsreicher Lage, evtl, mit Wohnung, sofort oder 1. Oktober auf Fahre zu mieten gesucht. Genaue schristl. Angebote mit Preis unter 012777 an den Gieh. Anz. Für christliche Versammlungen geeignet tarn von etwa 40—70 qm zu mieten oder evtl, mit Zubehör zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 012771 an den Gieh. Anzeiger erbeten. Toller T,P ZuverlttHB. Mädchen sucht zum 1. August (0lM4‘ Fran C. Röhr, Bahnhofstraffe 44. ________Vebr. gatt. B la Benzin für Feuerzeuge, Uhrmacher und Installateure empfiehlt |74-, CentrabDreaerie Schal atr. Bindfaden Kordel, Schnürsaden, Eeilerwareu auf Lager TüAigcS MädÄcn sofort gesucht. Giehen, Ludwigstr. k»9 I. 7662 Für kleinen Haushalt ein biaocö MäWcil kann, gesucht, womöglich für sofort, Näheres tu der Geschäfts», d. G. A. l°'E Fleinig., zuverlässiges Mädchen'S» »,7», Bleiehstrahe »I. Züi-ttlässige Serien zur Führung des Haushalts gesucht. Schr. Ang. n. 012805 cl d. Gieh. Anz. Gesucht zum 1. od. 15. Aug. tüchtiges, erfahrenes Mädchen für Küche und Haus. 7«m Frau Dr. Reinewald, Frankfurter Strahe 10. 7698) Mädchen oder alleinstehende Fran tagsüber gesucht. ScliiUeratr. 5 X. SkWndig. Mädlheii zur Führung des Haus- balies gesucht. Zweitmädchen vorhanden. 7201 Seltersweg 23. Pei-f. Schneider vriv.,8—14Tage bei guter Verpsiegung aufs Land gesucht. Roheres n1W7 Ederstraffe 18 v. Tüchtiger, zuverläfsiger Knecht f. Emfoänner-Fuhrwerk gesucht. 7761 Job. Fischer, Alicestr.28 3-4 träft. Taglöhm gef. Heinr. Reger,, T506 EiSschrankfabrik, Llch. Hausdurfche, am liebsten vom Lande, ver sofort gesucht. Schade & Füllgrade, 011759 Ludwigstrahe 20. Mödl. Zimmer | ohne Wäsche, sofort zu vermieten. Zu erfr. i. d. Geschästsst. d. Gieh. Anz. Ein Zimmer zu vermieten 7785 „Schöne Aussicht". | Mietgesuche | In Giehen eine Wohnung mit ca. 5 Zimmern baldigst zu mieten oder mittleres Hans in schöner Lage zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unt-er 012617 an den Gieh. Anzeiger. Aelteres, sehr ruhiges Ehepaar sucht freundl. 3-5-Zimnigr-toiHflDg Schristl. Angebote unter 012812 an den Gieffener Anzeiger. r Erfinder!- Für ein Haarnadelpat. bar bezahlt Mk. 150 OOO. Dieselb.Firm.sucht weit. guteErfdg.Ang.schnellst. erbet. Rein Ers. versäume, ehe er etwas unter- uimmbuns.Broschürem. 643 Erfinder-Aufqaben und Gutschein über Mk. 20.— geg. Nach«, ob. Voreins, von nur Mk. 2 zu bez. Allg. ladostrio- a. Haa- delsgeseilachaH. Gen.- IRepr. f beide Besäen q. VV.ildeck; Fraukfl a. B!.,i gnEiboldtstr. 50. 7780 g NMliMßtt^.'Z strebs., 42 I., auch vermög., w. Zuneig. ein. Dame.zw. Heirat. Schr. Ang. unt. 012767 an den G. A. erb. Neiigcborci!. Machen als Eigen abzng. an gute Leute. Zu erfragen t. der Geschäflsst. d. G. 2L 012855 Wer erteilt Unterricht in Mandoline? Eigenes Instrument vorhanden. Schristl. Angeb. unter 012803 an den G. A. An- u. Berkans von MSbeln,CO,8ilber, Antiquitäten, sowieUebernahme ganzer (Linrichtnngen. Mu Louis Rothenberger 22Neuenweg22. Tel. 176. 15 bis 2D 080 Mark aaf I. Hypothek sofort zu leihen gesucht. Schristl. Angebote unter 012773 an den Gienener Anz. erb. Zur Grnudullg eines rentabl.Geschäftesstiller Teilhaber mit Mk. 30 bis 35 ooo gesucht. ,®$yiftL Angebote mit. 012782 an den Gieg, An-,, Auf Haus in guter Lage l.Wj. 32000 Mk. zu leihen ges. Schr. Ang. u- 7776 an den G. A. erb. Albert Halbach. tioldenc Uhrkette mit Monogramm E E. Sonntag morgen gegen 11 Vz Ubr aus dem Wege von der West-Aulage — Bahnhofstr. — Bahnhof ves-loi-en Geg. Belohnung abzugeb. 01 »764 Crednerstr. 4611. | Empfehlungen! SpangeI täglich frisch eintreffend, empfiehlt in bekannter Qualität z.biltigst.Preiseu w. Ilankel, 1^, NeuenBäue7. Tel.612. Junges Ehepaar sucht für sofort oder später 2—3 - Zimmer-Wohng. Schristl. Angebote unter 012748 an den Gieh. Anz. 2-3=3itnintr-$Bi)iing. ait mieten gesucht. Schr. Angeb. unter 012809 an den Gieh. Anz. erbeten. Junger Kaufmann lDauermieters sucht ver 15. Juli möbl. Zimmer. Schrift!. Angebote unter 012819 an den Gies;. Anz. Fräulein sucht für l4Tg. eins. möbl. Zimmer mit voller Pension. Angebote mit Preis nach Renen Baue 15 L erb. Suche eiuf. möbl. Zimmer. Brasiel, Schirrmeister, Nachr.-Batl. 18. Seltersweg 39 wH Fernsprecher 45 UlUUIUIIlI!IIUUIMUilIuaUtI»lNUIIIIUIIMI,>IUU!IMiMUi!>UIUIMiNi7MMkMUUi>>UIUiNMM7t1 Gießen, 1. Juli 1919. der Mill NI l«r. Bei™ verzaaLQnalitai.Mk.il.— ph. S-omroerfcor Qualität. Ph. J-ommerkoi Tapetenhaus Otto Täubert 64 30 60 12 11 18 Meine Geschäftsräume befinden sich ab 1. Juli d. J Seltersweg 39 Gegründet 1883 Personenwagen Lastwagen Personenwagen Lieferungswagen Lastwagen :: Seltersweg 70 : Ecke West-Anlage Wolle ^3 z. Kmimu. Spinnen übernimmt die Wollspinnerei J. MüüerWwe. in Gladenbach gegen ortsbehördlichen Berechtigungsschein. 7na trikln, enjIegenzut plliarben, die der [rbai ja zwar wie W genommen wer! wüicistens eine gei r : Si'iuiwerung bt W gesichert. I Man hätte m Mchmten des Sti W beruhigend eil lieiMsder anderen l aml augenschcin ! Malls verdoppel! Mslcben Berlii in Riest' FWkM M kreist w e» die a ™ bet Lage hei »ttter den Versp Mnen Ersatz übe M7ückge/komwen' Mnmmijter Oes ! en veranlag- Detail, teleigeroeg m Meteogee 1. in Gelnhausen am v. Juli 1919. ES gelangen zur Versteigerung: Adler-Drogerie“ Verkehrs ÄIM ist es g U Miemngsk^ Lftn, brechen i [bt wieder,dW V Das Perional khoch- und Unter L der düngende Asche Setzer an ^nbahnerverbandi Maufnahme dei i> Arbcitsunlust gl innen nun dunkle Zufriedenheit un in die rveiteren Arnstadt gefchleut 0t ivicder alles Eifenbahnarbeit> Die Regienmg I p Ma^hmen zu «usmittelprei E Mitteln ander chewmdet werden Medenheü vorzul etliche Matznahm x zugute kommen Geschäftsübergabe Das von mir 1883 gegründete und bis jetzt betriebene Drogen-, Chemikalien-, Farben-, Klein- und Groß-Geschäft habe ich mit dem heutigen Tage an Herrn Apotheker Walter Waldschmidt abgetreten. Derselbe wird das Geschäft mit obiger Bezeichnung unter seinem Namen in noch ausgedehnterem Maße weiterführen. — Für das mir allseits bewiesene Vertrauen bestens dankend, bitte ich, dasselbe auch meinem Nachfolger zuteil werden zu lassen. Hochachtungsvoll Otto Schaaf. Auf Vorstehendes höflichst Bezug nehmend wird es mein eifrigstes Bestreben sein, das der Adler-Drogerie so reichlich geschenkte Vertrauen in jeder Weise zu rechtfertigen und zu erhalten. Meine im In- und Ausland jahrelang gesammelten Erfahrungen setzen mich instand, alle ins Drogenfach einschlagenden Wünsche zu erfüllen. Ich bitte daher geschätztes Publikum von hier und außerhalb um geneigten wohlwollenden Zuspruch. Ergebens! Walter Waldschmidt zirka 100 Karosserien, Holzeisenreifen und Näder, Felgenschoner, Unterlagbohlen, diverse Teile und Materialien. Beginn der Versteigerung jeweils 9 Ubr vormittags, Ende 3 Uhr nachmittags. Befichtigungstage 8. und 9. Juli 1919 von 9 bis 4 Uhr. Standplatz und Verstetgerungslokal NeichSver- wertunasamt, Baubil Filiale Frankfurt a. M., Hanauer Land- straffe 417. Zuschlag erfolgt an den Meistbietenden gegen sofortige Bezahlung. Kriegsanleihe wird nur von Selbstzetchnern, und zwar zum Nennwert angenonimen. Zuteilungöschetn ist vorzulegen. Im anderen Falle muff bar bezahlt werden. Um an den Besichrigungs-, sowie Versteigerungstagen Zutritt zum Gelände zu erhalten, ist die Hinterlegung einer Bietekaution von Mark 500.— pro Person in bar erforderlich. Diese Kaution wird jederzeit zurückbezahlt. Versleigernngsbestimmungen, sowie Listen sind erhältlich ab S. Juli bei der Vaubilfiliale Frankfurt am Main, an den Besichtigungs- und VersteigerungStagen in den VersteigerungSlokalen. August Boese vereid. Sachverständiger bet den Gerichten des Ld.-u.OberldgerichtS Frankfurt a. Mofelftr. 32II., Fernfpr. Hansa 510L (77Mss f Deutlichen W pmihnodjung: LjW Anregung US- ELS!” Te RST ersolgk k-d, Äsungen fei KL MS r-\’ k £L»b Ä!< SÄ ifegä*. ■ bi LZ N>- TQmC* Der Gesamtauslage der heutigen N gäbe liegt ein Flugblatt übet 14. Preuff. Süddeutsche (240. Preu ff.) SM Klaffeu-Lotterie bet. krJ«** rf 4.50 viert; ^ch.AnsO'st 8a^t|chättsft^ Lfliri a. W- 8/< Ltr. einschL tSteuer Weinbraml-Kogoak sowie andoreSpirituosen Igitm.-Stonarben in allen Farben K.-A.-Seife ebne Harken, In jeder Senge empfiehlt 7754c Kreuz-Drogerie, Bahnhofstraße 51. Fernsprecher 405. Apotheker. ,IWD Musik empf. B. Ban, Wolsstr. 4. 3ühN-BSrfteu Nagel-Bürtteu Haar-Bürste« Meider-Bürtte« in grober Auswahl. nn Hermann Flank Wwe. Parfümerie. 4 Krankenwagen 34 Anhänger 2 Motorräder. Beginn der Versteigerung 10 Ubr vormittags. BesichtiammS- tag am 8. Juli, 9—4 Uhr. Standplätze der Fahrzeuge: Seesrraffe, Schlachthos und Müllerwiese. Versteigerungslokal: Rettauraut August Zipf, Barbarossastrahe. 2. in Frähkfurt a. M. am 10., evtl, auch 11. Juli 1919. ES werden versteigert: Bleichstrahe I Vereine _ Zweigverein Hieb des liess. Potei- e ScliDlziinnße-Verste Sitz Darmstadt e.i Mitglieder* versammiünl Mittwoch den 2. Jali, alj SV. übr, 13i Elsaub«1 hotel Eepfeld. J Krankenwagen 20 Lastanhänger 16 Mulagkrankenanhänger