wier- AHer ft1*»« Mutter Jitter* j£en^ ;!m j™' *8«s ^««STEt #8b ho JWii mmen parieren lieren tHostrAutführ chiedenes] mjBefttneibenb touine ulm. h.Rudoiph •ohaidlung lerKwegdi. »w. SU. Kl- Steluir, TI, itümtif Slntbtmflrillrtter. 'Kttaefh unUHtt sirh-An^. erbeten- >00 Mark 3i 1. Avril 1919 aui 3po!&. bei vierteil Ölunß u. Halbjahr, imn zu vergeben. I. Angebote u. 2472 «öiegener Anzeig. elbt Handwerker, leiln. 1000 Mk. tiäi. ein. Haush.^ liche Rlidzahlung. Lngeb. unter 04006 , Ä'.eh. An», erbet. t wird ein Wester ntrabassisl verein* Der l»K> ®'"Ä Ä tfteös* ggs» rretion: *2 e Js^4r! 'Durchs^ ,Drei^dl> eude daran bat m erti iZorellenaum' titjnsptelen. Schr luna unter 03968 i_wefi- Anzeiger hiffinrpaabtut. uteiöach 'Men' . EaMMlOM etter »um 3» berg mit geräutn. Fremdenzimmern ldn neu verpacht« n. 'Älchtllebhader Hdi melden b« errltchRiedelellcher ammer in IW Hessens WOl- erstag abend vUdr, i,l.LÄahnb-wurde 6elürlellMtm ”k )Ki.Papierg.KW >n Rechn. wUrt«. ftinb. ro. geb, dt« iäKÄS iFSS olchenramenregen' «mit »ebme rs«s weas® Stzz tfSg mUbMtr Er. 51 Ter tiebtntr teyfett erscheint täglich, außer Sonntags. — Verlagen: Gtebener.'samNieudlLtter; Kiestlctl für den Kerls Gieße«. vezoasprels: monaUDlk^ 1.35, vierteljährlich Alk. 4.05 , durch Abhole- u. Zweigstellen mcnart Mk. 1.25, durch diePoslMk.4.0boiereel- jäbrt ausfchl. Beitellq. tsenrlprert) - Anschliisle: für dre Schristleitungll2 18erlan,(hefd)äftefte(lc51 AnichrrststirTrahtnach- r,chten: Lnzeiger Gießen. Samstag, 1 März IM Erstes Blatt (69. Jahrgang r»«t,.ahme mr Lnzet-e» f. die iaqetnummei biS zum giochmtuaq vorher ohnejedeBerbmdtichkest Seiienpreife: für örtliche Anzeiyen 25 vf.,für auSwärttge 30 Bl, für Reklamen Mk.l.->iebsl20'/,Teue- runaSzui iilaq;Platzvor- fctirifl 20 % Aufschlag. LauotfchriHeiler: Auq. Äoeg Verantwortlich für Politik: Aua. Goetz, für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anjergenkeil: v. Beck; fänitlrch in Gießen GietzenerAnzeiger ..ää« General-Anzeiger für Oberhessen .jä. ZwiMilgrrna-druS v.Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- u. Steinöruderel R.Lange.Zchriftleitung. SeschSstrstelle ».Druckerei: Schrrlstr 7. nicht Wählbar sind. (Sechr richtig bei den Sozialdemokraten.) Wir bedauern, daß der Skrfutfuiurä5 entwurf nicht ein Werk aus einem Guß ist. Er trägt den Stempel des 5IvncprvMisses an der Stirn. Es fehlen u. a. Schutzbesttmmungen für Jugendliche. Tie orgtrniitere Arbcitcrsd>ast ist ein poli- lticher und nrirtüfamlid/er Mach saltor geworden und darf diese Auenrinrui'g auch in der Versasnng beanspruchen. Tie politischen F«nkiio.:en der A.- u. S. - R ä 1 e sind zroar Henle gegenstandslos gc^ worden, aber auf wirtschaftlichem Gebiete verbleibt ihnen ncjb wie vor ein weites Feld. Tie Doss- mmg, fach endlich Eisenbahn- und Wasser- verkehr dem Reiche ausnahmslos Vorbehalten wird, ist bitter enttäuscht worden. Zum Schaden der bvirtschaftlickLnI Entwicklung desReiches bal der Parttkularismus gesiegt. Tic seit Jahrzehnten von ben besten Lriäften des Volkes erhobene Forderung, die Schulverwaltung zur Rerchssaäpe zu machen, ist nidjt erfüllt worden, nicht einmal die Unentgeltlichkeit der Volksschule ist gesichert. Auch die Einheitsschule ist nicht erreidjt. Es wird Ausgabe der Reg-erung sein, auf famt Gebiet des Schultvesens einen der Neuzeit ent- spr«l>enden Schritt zu tun. Tem Reid/srate must man die Veranüovrtung überlassen, ob er daran das Dersassungswerk sdxi'ern lassen will. (Sehr richtig bei den Soz.) Wir hoffen, dast das Ver- sa'ftangswcrk ersLlt wird mit dem Geiste des alten Goethttvortes: Vom freien Volk auf freiem Grund. (Leich. Beifall bei den Svziald.) Abg. Tr. S p a h n (Zentr.): Ter Krieg gebar )die Revolution. Der Kaiscrtraum des deutschen Dolft^S ist au^geträumt. Waffenlos steht der Reichs- präsifant den äußeren und tun ereil Zerstörungen gegenüber. Soll nun das Reich ein Einheitsstaat oder ein Bundesstaat fein? Aus territorialen, etfawgraphisdien und kulturellen Gründen wird das Reich auch als Republik ein Bundesstaat bleiben müssen. Deutfch-Ocstcrreich gehört nach Geschichte und Nattonalität zum deutschen Reich. (Zustimmung.) Für die föderative Gestaltung ist die Frage nicht gleichgültig, ob die seitherige crnzelstaatliche Gliederung des Reiches beibehaltcn oder burd) eine andere Umgrenzung der Einzel stauten, namentlich Preußens, ersetzt werden soll. Preußen ist kein Staat mit einer Bevölkerung aus einem Stamm. Das Staats- bcwusttsein beruht nicht auf einem Ineinander- leben der Bevölkerung von Ost und West, sondern auf Anhänglichkeit an das Herrscherhaus und.auf Erziehung. Die Zerlegung PrenßenS in zwei oder drei Teile must in der Kommission geprüft werden. Die RciclBgewalt ist davon afa- hirngig, wie die politische Zuständigkeit des ReichcS bestimmt und die Gesamth.it aller ftaatlidien Aufgaben zwischen Reid) und Einzelstaat verteilt wird, Tie neue Ordnung muß ehrlich denrokratisch, vcr- nimftig sozial und entsprechend dem d>risllickxn Eharakter des Do.kes christlich sein. Die Arbeitskraft ivird unter den Schutz des Reiches gestellt. Ter berechtigte Kern ist in dem Koalitionspro-- nramm ausgenommen. Allgemein eignet sich unsere Industrie nicht zur Sozialisierung. Jetzt dürfen wir keine Experimente ntadjen, die an die Wurzel unseres Wirtsck)aftslebens greifen. Gesd)ützt sind die Redefreiheit, die Press»-, die Vereins- und die Versammlungsfreiheit, das Pclitionsrecht und die persönliche Freihit. Die Religion als solche ist nicht geschützt. Die konfessionellen Verhältnisse in den Volksschulen, die Leitung des Religionsunterrichts, die ^religionsgesellschasten und das Verhältnis der ©dyulc zur Kirche sind nicht ge- sichert. Dost der ausschließlich ftaat(id)en Leitung der Schule befürchtet die Kirche die Förderung des religiösen Jndisferentismus. Ob die Grunüreä)te von Staat und Kirche und Staat und Sck>ule zu vervollständigen sind, lassen wir dahingestellt. Turrch das Wahlrecht der Frauen werden die Frauen ih-re mädüige Waffe, die der Sd)öpfcr ihnen iut Aerzen gegeben hat, für das SBofa des ganzen Volkes vcriveNen können. Der Zug zur Einh it Hal sich in der revolutionären Bewegung verstärkt. Der föderative Charakter des Reiches tat seine Verkörperung im Reichsrat gesunden, er ist jedoch in unitarischer Richtung bei der Rcichs- gesetzgelrung durclchrochen. Die Bolkswahl des Reichspräsidenten schn»ächt die Stellung des Parlaments. Tie Exekutive der Reidfsleitung wird durch sie gestärkt. Ausschliestlid-e Sach>e des Reiches ist Gesetzgebung und Verwaltung, sind die Beziehungen zu auswärtigen Staaten. Ter Papst ist mit seinen Ueberzeugungen und mit seinen Bemühungen während des Krieges auf unterer Seite geblieben. Bci der geringen Zahl der dem Teut- schen Reiche verbliebenen Freunde unter den Neutralen erscheint es als ein Gebot der Pflicht und der Klugfant, beim Heiligen Vater eine Bertre- timg des Reiches cinzuiichten, denn vmn Papsttum erwarten weite Bevltlkerwtgskreisc Rettung. Erlösung, Fveihit jmb Klarheit in unserer an Irrungen so reichen Zeit. Die Einheitlichkeit der Wchrverchassung für das Deutsche Reich ist nidM w ansschlußlich wie es nach der Fassung des Artikels 5 des Ennmirfes erscheinen könnte, denn d.'c Vertrag mir Bayern und die Militarkonvention mit Wi'iritemfa'rg iverden aufreclfterhaltrn. Eine Scheidung ^wi'chen Rcichssteuern und Landes- steuern direkten imo indirekten Abgaben ist nicht vor genommen so daß das Reich auf direkte Steuern zuiüdgreifcn kann Nimmt das Reich die direkten Steuern für sich in Anspruch, so greift cs an den Lebensnerv der Selbständigkeit fa?r Einzel- fiaatin. Tie sät-warz-tveiß-vote Fahne btt ,hcr- unterg' ^sgcn werden. Sie hat die deutsche Öan- delsflvite in ihrer großartigen Entwidlmrg tast 50 Jahre auf allen Meeren der Welt ruhmvoll begleitet. Unter ihr sind Millionen ixuttcher Mäurer in den Kamps gezogen und zum piege geführt rcefben Fast 2 Millionen von ihnen deckt im Feindesland oder im Inland der Rosen. Mil- iroüen ihrer Angehörigen wird mjä toejeä Toves mitten die Fahne schwar^weiß-rvt teuer bleiben. Tec Herr Rcichsnrinister will die schwa rz-r a t- goldene Fa hne^i'sen, vonderert« Levaldrkev beziveiieln läßt, ob sic die Fahne des alten beut^ scken Koiserreick>es gewesen )var, die das tolle Jahr 1848 aber als die deutschen Fahnen ange- sefam hatte und der in der Germania 1S49 $u* gejubelt wurde: „Sdjöüarj ist das Pulver, rot das Blut golden flackert die Flamme". Moge^ die Flamme ein gutes Wahrzeichen für untere Verhandlungen fern und möge nad) deren Wscistutz mit derbsterreianschen Naiionalhynme geiagt werden: „Gottes Sonne strahlt in Frieden auf em chücklid) deutsches Reid)." (Lebhafter Beifall int Zentrum.) i _ Mg. Tr. Delbrück (DeutsdMat.): Eine Der- dffrmg kann man nicht aufbauen nur auf abstrakten Gedanken. Wir sind der Meinung, daß dre bemohxitifdyc Monarck>ie, wie sie im letzten Derbst bei uns entstanden war, völlig misgercicht hätte, itm auch die weitestgehenden Ziele der au Beriten Linken zu nerruirClidpcn, das wäre ohne d-rc Kosten von Glück, Aut und Leben und ohne die Bcrlus^ an wirtschaftlichen Gütern möglich gemeiert, dte uns die Revolution gebradst hat. (-sehr nd)hQ! redfts) Auch die Persönlichkeit des Kaisers hätte dabei nicht im Wege gestanden. (Widerspruch lmks.) Niemand sah die Verhältnisse klarer als der Kaiser. Er war ftst cmtsd^sen, alle Folgerungen ^aus dcn Ereigirisfen >zu ziehen. (L>ört, hört! redsts.) Er war der Meinung, daß es seine Pflicht war, dafür zu sorgen, daß dem bcutfdjcn Volk Täuschungen erspart würden, wie wir sie nach dem! Freihntskricg und nach 1848 erlebt batten. Bet dem heben Pflichtgefühl, das den Kaiser beseelte, ist rricht daran zu zweifeln, daß er das, was er als seine Pflicht erklärt hatte, auch durcfaührte. Wenn aber, so die Zustände im vorigen Jabre ftchi mühelos auf dem Boden der alten Bismarckschen Verfassung entwickeln lomtten, dann ist es doch wirrlid) nicht ridstig, wenn man nun letzt mxbt.5 Eiligeres zu tun lyit, alö diese Verfassung mrt Stumpf und Stiel auszuvotten. (Sehr rtchltg! redsts.) Ter Verfasser des ursprünglichen Ent-- nmrses ist ein überzeugter Temokrat und ein über» -eugter Unitarier. Er hat entschlossen und furch^i los alle F-olgerungen gezogen. Er hat aber nnv diesem Entwurf aricht nur Wid,rstand flefunbert in den Kreisen, die. an einem starken Preußen. St, sondern bei seinen eigenen 'Partei, hat man sich gegen eine Auflösung unö lung Preußens gewehrt. Im allgemeinen müssen wir sagen, daß in ihm Mele Mangel de« alten Zustandes wieder enthalten sind, daß aber gerade die wertvollsten Punkte der Bismarckschen Gedanken in ihm fehlen. (Sehr richtig! rechts) Ter Entwurf ist ein Gesetz zur allmähltchen Auflösung des Deutsdien Reid»es. (Sehr gut! rrdsts große Unruhe links.) Gleich im ersten Arnlri fcißt es, daß die Reick)Sfarben sch wa r z - we t ß- rot durch schwarz-ro t-gold ersetzt tverden sollen. Wir sind der Meinung, daß es bei bat Farben schwarz-weiß-rot bleiben sollte, unter benot' sich das deutsche Volk geeint hat. Aber auch praktische Nützlichkeilserwägungen fpredjen dafür, es bei den Farben schwarz-wciß-rot zu belassen. Wenn es Bismarck gelang, damit nach dem Abschluß eines Bruderkrieges hie beutfdjen etaa* len zusammarzufasfen, so lag das daran, daß er an das Vergangene anknüpfte uVrb allen Kräften eut gemeinsames Ziel ließ. Tie Vorrechte Preußens waren in die Bisnmrck'sche Berfas ung autgenom* men worden nicht im Interesse Preußens, sondern weil baemrd) die Vormacht Preußens am ftderfben das ganze Reich zusammenhi- lt. Ter jetzige &cr* fassnngsentwurf räumt zwar mit den meutzftchen Vorrechten auf, aber er billigt vielen Gl.edstxaaten die alten Reservatrechle zu, ja er Erstarkt sie sogar! uh Heerwesen, wo er die Pflege besonn, derer Stammestüchtigkeit und beform' derer Eigenart vorgibt. Unsere vierzimah^ rigen Bemülftm^n für die .(rinbcit des beutschenl .Heeres werden damit in Frr-g' gcldcklt Bvm Standpunkt der Stärkung der Rrrdisgeioalt tft es. ein Fehler, daß der Entwurf die Blenderung der Versa sung erschwert. Auch Verrassmigen muffen- sich organifd) fovientWiMn können. Neben dem Reichstag feilte eine erste Kammer fte'Iien, wenn and) in ihrer Zusamme'.isetzung als das (Staaten* haus Wenn die Rg erirngrpatteieu erst das par- lamentarische System voll ersaßt falben, dann wud man aus ihren Reilren keine Opposition mehr hören und der Einfluß des Reichstages wiri> wesentlich gering iverden. Wenn der alte Retchstag ferne Mackst nicht ausgeübt hat, so tag das mir an bet Haltung ter Parteien. (Lebhafte ZunimmunA recksts) Eine erste Kammer, zur Lälfte aus Er* nennung, zur anderen välfle ans Berufsständigen.^ Wahlen fanroorgcgmigen, würde bu pactiftilanrifa scfan Tendenzen sckMichen, denn das wirtsdaftlnhe Leben im Volke wird immer material ich sch ge^ ridftet fein. (Zustimmung ) Für ein glattes Arbeiten bet Reichsregierung ist ein kollegiales Mr*, nijjerium das erste Er^rderms. (Sehr rid)tig.)i Der vorliegende Verfa fung-entwurs ist erheblich länger als derjenige Bismarcks. Mft Recht bat Preußen sich gegen die Aufteilung genährt Mit Recht haben ^nchcrerseüs zahlreiche Kleinstaaten die Möglichkeit verlangt, sich zu leistungsfähigen Staatengebuben» zusammenzuschließen. £>ier muß unbetmgt tute zw ckmäßige Lösung gefunden werden. Augulliger-^ weise ist in dem definitiven Entwurf gegenüber,bent ursprünglichen über das Verhältnis von Staat und ftirdK nichts gesagt. Das muß SEunber nehmen, nachdem in cmigen Einzel,tasten ärgste Ein-» griffe von Staats wegen in dieses Verfailnns vor- gekommen sftch. (Sel/r richtig rechts.) Meine poli, kischen Freunde und ich sind der Meinung, baß dort ernstlich geprüft werden muß, ob nickst unter den völlig veränberten Verlmltni,sen gcnxiifc attgemrine Grmrbsätze vom Reick) festgelegt wecken müs en, bie von den Bundesstaaten und von ben Parlamente» rvorganisiert werden »Mjeu. so das ErsorderM Deutsche Natioualversammlung. 18. Sitzung Präsident Fehrenbach eröffnet die Sitzung um 10,20 Uhr. . Eine Eingabe bittet unter DrnwciS auf bte verzweifelte Lage der von aller Welt abgeschlossenen deutschen Tricppen am Sck^varzen Meer, bei der Entente auf baldigen Abtransport hinzu- wirken. Eine Reihe weiterer Zuschriften und Telegramme entlstilten Proteste gegen die seitens der UnabT>ä:Tgigen im mitteldeutschen Braunkohlenrevier in den letzten Tagen begangenen schweren Ausschrei ungen. Aus Nürnberg ist ein Protest der nordbayerischen Preise gegen den Terrorismus cingegangen. Zur Verlstlndlnng ststlst zunächst bie Interpellation der Deutsch-nationalen Irrgen der Verletzungen der im Waffenstillstands- abtommen vom 16. Febnior au^einommenen Tc » mar kationslinte durch bie Polen. Der Präsident des ReickBmftftstea-iums Scherde- m an n erklärt auf die Frage bes Präsidenten, daß die Reick)sregierung zur Beantwortung bereit ist und sich über den Termin mit dem Präsidium verständigen Wick. . . . o Tie dritte Beratung des Entwurfs eines Uebergangsgesetzes Wick auf Vorschlag des Präsidenten auf morgen be-.fdjcben. Es folgt die erste Beratung des Entwurfes Verfaffung des Deutschen Reiches. Präsident Fehrenbach teilt mit, daß der Seniorenkonvent beschossen hat, dem Laufe zu empfehlen, daß von jeder Fraktion Moei Redner zum Wort gelangen, bie Redezeit aber auf eine Stunde beschränkt wird. Das Haus ist damit einverstanden. _ „ _ m . Abg. Fi scher-Berlm (Soz.): Statt Verfassung des Reiches zu sagen, beantragt wir Vcr- fasiung der deutschen Republik. Als Lozial- bemotraten find wir Anhänger des Einheilslwats. Grundsätzlich vertreten wir den .Standpunkt der Staatseinhrit und verlangen, daß auf allen Gebieten der Schritt vom Partikularismns zur deutschen Ei rfait mit voller Rücksidstslosigkcit getan Wick. (Beifall bei den Sozialdemokraten.) Unsere endgültig.' Stellungnahme zum Rcid)srate behalten wir uns vor bis seine Befugnnse endgültig fes gelegt sind. Ebenso bezüglich des Reichs. Präsidenten. Manch der ihm in dec Vvil^e »u« geschriebenen Befug.nsse sind z-n weilg-fanb. Es fehle in »der Verfassung auch eine Bestimmung, wonach die Mftglieder der Familien, d« bischr re- girN Haban, für die Prälidemschjt der Üiepublll ebrigen Wochen erfolgen. Wilsons Bestrebungen keimt man, freilich weiß man auch vom Grafen Rantzau, daß Deutschland den Kampf um einen redlichen, den Abmachungen ent- spreck-enden Frieden nicht aufgeben wird Deutschland sucht keine neuen Verwicklungen, keinen Krieg. Durchkreuzt aber die Entente ferne ehrliche, zielbcwußte Friedenspolitik, so fällt alle Verantwortung auf sie. Auf die neuen, uns zu stellenden Bedingungen faire- es an komm en, ob bie Dinge auf ein gutes Ende hin führen ober ob Deutschland sich weiterer Verhandlungen enthält. Wnackerbar gegensätzlich sind die Triebkräfte, die jetzt in unserem Vaterlande nebeneinander arbeiten’. Die Nationalversammlung mit ihrer Arbeit für ein neues Verfafsungsrecht, für die Reichs- wehr, für Ordnung und Forlfchritt: die tief ins deutsche Gefühl und Gewissen reberu den Aufrufe in den Zeitungen für die freiwilligen Truppenverbände; sie erinnern uns wehmütig an den Glanz alter Tage. Auch die einzelstaatlichen Parlamente, darunter die hessische Volkskammer, arbeiten mühsam, aber unbeirrbar am Wiederausbau. Neben all diesen hoffnungsvollen Kräften stehen die verneinenden, gefährlichen Geister der Arbeitseinstellungen, der Krawalle und Putsche, neben den Aufrufen für die Volkswüroe und Wiederbelebung der Wehrfähigkeit lesen fair, besonders in den Großstadtblättern, die zahlreichen Anzeigen der Tanämustken imb Karnevalsfreuden. Sie sind wohl, diese besinnungslosen Faschingsnarren, wie die Spartakisten nur eine kleine Minderheitspartei, aber sie blamieren und erfassen unser öffentliches Leben gründlich! Starke, zielbewußte, nicht zu sehr parteipolitisch beeinflußte Führung des Staates, die Strenge des Gesetzes, bie Organisation und Pflege dessen, was staatserhaltend ift^ müssen uns wieder auf den rechten Weg bringen. Im Staatsgefüge wie in der Privatwirtschaft müssen die gesunden Triebe beizeiten gestützt werden. Die Mehrheitssozialdemokratie kann jetzt zeigen, daß auch sie ftaatserhaltend ist. Wenn in ihren Kreisen der Gedanke an einen baldigen allgemeinen Parteitag erwogen wird, so sollte ein solcher nicht so sehr danach streben, einen Ausgleich mit den Radikalisten herbeizu- führen, sondern im Gegenteil, er müßte auf eine streng sachliche Klärung und Scheidung der Geister hinausarbeiten. Gewalt gegen willkürliche Gewalt, keine Verwässerung der Rechtsbegriffe durch unhaltbare Kompronri.se! In diesem Sinne haben die Führer, u. a Scheidemann, Ebert und Noske, der Nachäffung des russischen Rätesystems schon das Urteil gesprochen. wochtnrückbllck. Statt der bayerischen Volksfannner der- fjanbelt seit einigen Tagen in Münche n der Ratekongreß. So viel Räte, und doch so große Rallosigkrit! Man spürt, wie nach Eisners Tod der Führer fehlt, man steht vor derselben Ideenarmut, die auch in der Weimarer Nationalversammlung aus der Opposition der Linken hervorschaute. Der Rus nach Diktatur deS Proletariats, nach einer Räterepublik, ist, ganz abgesehen von dem damit offenbarten abgrundtiefen Mangel an Rechtsgefühl, von keinerlei weitschauendein Programm begleitet. Nosve hat in der Nationalversammlung die Ueberzeugung ausgesprochen, daß russischer Einfluß uno russisches Geld auch die gegenwärtige Wirrnis in Deutschland angezettelt hätten. Er sprach von „Auspeitschung der niederen Volksleidenjchas- ten", uno in oer Tat, den Volksbewegungen in München, den Industriestädten und den Streikgebieten in Mitteldeutschland liegt vorwiegend die Sucht zugrunde, sich zu bereichern. Die Revolution artet in Lohn- Wnipse aus, und von da ist es bei der allge- mernen Kampseshitze, der Verschiebung alles Rechtsgefühls und aller sittlichen Begriffe nur noch ein Schritt zu spartaüstischen Unruhen. In Theorie und Praxis, im Parlament und bei den Gewaltakten wird ehre gewisse lichtscheue Frivolität geübt. Der „Vorwärts" und die Mehrheitssozialisten würdigen daher auch diese Gegner reiner ernsthaften theoretischen Aus ein anders etzungen mehr, sondern kennzeichnen sie mit drastischen Vorhaltungen. Die Enthüllung, daß Auers Ermordung keineswegs bloß ein Gegenzug der Rache für Eisners Los gewesen ist, sondern vielmehr in den Kreisen der „revolutionären Kommunisten" von langer Hand vorbereitet war, erhellt die Lage blitzartig. Jener Sanitäter unb Samariter, der dem tödlich verwundeten Auer gegenüber seinen Standpunkt vertrat, er* nnert an die düsteren Mördergestalten Shake- peares, die sich noch eines „gewissen Boden- .rtzeS von OJeroiffen" selber rühmen, obwohl ie tra nächsten Augenblick wieder „starke 9^0» tirren" und „tüchtige fterle" sind. Ob der Tyrannenmord an Eisner die Aussichten verschlimmert hat? Man könnte sich vorstellen, daß er im Sinne der Auer- schen Mitteilung seine Ministertätigkeit zunächst aufgegeben hätte, aber doch wohl nur, um dafür die Räterüstnng anzulegen. Der Landtag wäre seines Lebens und Wirkens keineswegs sicher gewesen. Immerhin, der Mord war nicht nur sittlich verdammenswert, sondern auch politisch schädlich. Eisner würde seine Rolle bald ausgespielt haben. Jetzt aber zlst aus ihm ein Märtyrer gemacht worden. Die revolutionären Wogen gehen wieder hoch und drohen das konstitutionelle Schisflein zu ver- schlingen. Die Entscheidung hängt nun daran, wer und wo die starken Persönlichkeiten sind. Die jetzt die Faust geballt und geschrien haben, hier, wenn irgendwo, sei „bayrisches Reservat- recht"', sind augenscheinlich keine überwältigenden Geister. Ob die bayerischen Mitglieder der Weimarer Nationalversammlung, die gegen die Münchener Gewaltherrschaft protestiert haben, ob die Volksmehrheit, die hinter ihnen steht, es mit diesem „Reservat- recht" auch so genau nimmt, darf man bezweifeln Schließlich könnte der Münchener spartakislische Lokalpatriotismus auf ebensolche Art gedämpft und beruhigt werden wie der Berlinische. Trösten wir uns einmal mit dem Beispiel Düsseldorfs! Dort hat wochenlang der schlimmste Terror geherrscht; nun aber sind Regierungstruppen siegreich ein- gezogen, und die spartalisti,chen Rädelsführer werden, wenn man sie, was leider bisher noch tricht gelungen ist, erwischt, sich zu verantworten haben. Es sind bitterernste Tage, die wir durchmachen. Einer Hydra gleich wachsen die Generalstreik-Bewegungen, und Noske ist zwar energisch, aber mit dem von der Nationalversammlung bewilligten, noch auf dem Papiere stehenden Reichsheer kein Herkules. In Mitteldeutschland, auf der Hauptverkehrslinie, an der Weimar liegt, sind nach dem Erlöschen des Streiks im Ruhrge- biet neue, ernste Gefahren entstanden. Sie haben ihre zwei Seiten. Pariser Blätter menten, Deutschland übertreibe die sparta- kislifchen Gefahren, um schneller zu einem glimpflichen Frieden zu kommen. Das ist indessen wieder eine echt französische Entstellung und Verdrehung der Tatsachen. Daß mit dem Wachsen des Bolschewismus in Deutschland der Entente nicht gedient ist, weiß alle Welt. Wer aber glaubt, daß unsere Regierung und das deutsche Volt darum mit dem Bolschewismus sich befreunden ober verbünden könnten, der irrt! Es steht zu viel dabei aus dem Spiele! Unseren Gegnern wird nichts übrig bleiben, als den Friedensschluß zu beschleunigen. Lloyd George hat geäußert, der Abschluß des PrälirnmarfrrLdens werde schon in m WiflRxfit/trfreftimti br* (^eaxrftert der SKnfx «&. einer öiViidtdjm redxlidtm SxxnpoTctixm, btt ^üfrcdxnd»! wie 0eS Trip rbesleuerun^rcchtes der Krrül,- io*) ine 9brrixdrerba£timg des Religpns- mtterri-chtrs atZ et-ios integTwretoen Bei'ümdtriles des toulplanuiäfrgm Uirtercrchies. Weüer vermis e ich persönlich in oem (riitnxirf eine anflenstf'ene Rogriung oct Verhältnisse der Beamten, vor .ülen Lingen eure Dcrfaifimgsmä&igc IeÜleMMg ihrer Rechte. Vielleicht kann man auch rranm, ob in dieser fturmbJixgtai Zeit, in dieser Zeit der tiefen Tepresschu uns der gxfjroimg und oie Begeiite- Qmfl5tolrio5rit rnnewohnt, die nommbig sind für die Ausrrchtung ««es Versa sung)gebt«ud,s. durch das der Wiederau chcor, dve (vrvs-e und die Zudmft eines ganzen Bvllrs sichev-i^llt nxrtben soll. Aber Nnr sind nun einmal dazu zusammenbcrufen. Wir werden bestrebt sein, alles zu tun, um aus diesem Entwurf ein brauchbares Instrument für b* zukünftige Regierung und Verwaltung des Reiches zu marbeit. Gcgcn 2 Uhr wird die Weiterberatung bis 4 Uhr ausgesetzt Abg. noch»Cassel (Demokrat): Herr Delbrück weist uns heute den Wey, den er und seine Freunde rechtzeitig hätten gehen müssen. (Sehr richtig bei den Demokraten.) Wir sollten in unserem riefen Schmerz an dieser einen Freude einen Augenblick verweilen, baß das kostbare Kleinod der Reichseinheit, daß unsere Väter nach einem siegreichen Kriege her. bellirachten, uns auch nach einem unglücklichen verlorenen Kriege nicht verloren gegangen ist. (Beifall.) Und eine Freude, die noch darüber steht, daß sich unsere Reichseinheit durch Hinzutritt von Deutsch- Oesterreich zu einer nationalen Einheitazu ent> wickeln im Begriff ist. (Beifall.) Der zwei» Grund, stein, auf dem unser neues Haus gebaut werden soll, ist der Gesichtspunkt der Demokratie. Die Lehren bringen wir aus den Ereignissen des Krieges mit, bah ein bevormundetes Volk in dem Augenblick der Gefahr nach Selbständigkeit strebt und das Joch ab- schüttelt, während ein freies Volk sich selbst gewähl. len Führern willig unterwirft. (Eine moderne Regie, runq kann ihren Willen nur dann kraftvoll durch, führen, wenn sie sich auf eine starke parlamentarische Mehrheit stützen kann. Den Reichspräsidenten wollen wir nicht zu einer Repräsentationsfigur wer- den lasten. Wir brauchen keineRepräsentation und wollen dafür das gute deutsche Wort .Würde" sehen. Wir werden uns auch bemühen, die Worte .Präsident" und ähnliche Bezeichnungen durch deutsche Worte zu ersetzen. Der Präsident soll auch auf hoher Warte stehen und nur in der Stunde der Gefahr den Streit der Meinungen schlichten, darum wünschen wir seine Wahl durch das ganze Volk, ün seine Hände wollen wir die Ge- schicke der Beamtenschaft legen. Die großen sozialen Grundgedanken unserer Zeit hätten durch den Gesehent. rourf schärfer betont werden müssen. Wir hoffen in der Kommission auch den Gedanken der Reichseinheit in der Derfastung stärker durchsetzen zu können. Die Trennung der Gewalten zwischen Reich und Einzel- staaten ist nur so durchführbar, daß auf allen Gebieten der Gesetzgebung und Verwaltung eine Oberschicht von Anordnungen dem Reiche vorbehalten bleibt, alles übrige muh den eigenen Derwaltungskörpern und der Selbstverwaltung in den Einzelltaaten überlasten werden. Direkt als ein Rückschritt erscheint uns die Ordnung des Kriegswesen», ebenso das System der Eisen, bahn und der Derhältniste für die Schule und Kirche. Das Allerichlimmste ist der letzte Abschnitt des Entwurfes, die Reservatrechte der Bundes- staaten. Hier hoffen wir, wird uns eine kraftvolle Operation gelingen. Das große Kulturwerk Preußens darf nicht zerschlagen werden. Die Provinzen sollen ebenso wenig wie früher von Berlin, heute von Sozialdemokraten bevormundet werden. Sie sollen sich selbst verwalten. Es ist nicht alles, aber vieles erreicht. Mehr wäre erreicht, wenn d efe Versammlung früher zusammengetreten wäre. Die deutschen pol. tischen Werkgebilde werden schon durch die finanziellen Röten zum Verschwinden gebracht werden. Das deutsche Volk soll In allen seinen Teilen zusammen bleiben. Das gemeinsame Leid wird die Deutschen enger zusammenführen als die letzten 50 Jahren des Glücks, in denen so viele kostbare Gelegenheit ver- säumt worden sind. (Beifall bei den Demokraten) Abg. Dr. Heinze (D. Dp.) lehnt namens seiner Partei ein zerstückeltes Preußen ab und findet eine Unklarheit in dem Verhältnis zwischen Reich und Linzelslaaten. Da ein Machtzentrum unbedingt im Reiche selbst verankert werden müste, wüste mit dem Programm der Uebertragung der Heeres- und Der» kehrseinrichtungen auf das Reich ernst gemacht merken Rach seiner Meinung wüste die Derfastung auf der Grundlage der Bundesstaaten aufgebaut werden, und er verlangt Erweiterung der Kowpetenzen des Reiches auf dem Gebiete von Kirche und Religion. Der Redner hält einen eigenen preußischen Präsidenten als eine Gefahr für die Stellung des Reichs- vrästbenten, hofft aber, daß Preußen zugunsten des Reiches auf einen eigenen Pr sidenten verzichten wird. Rach weiteren Ausführungen über das Amt des Reichspräsidenten schließt er: Wir halten fest an den Farben schwarz.weiß-rot. Unter der Flagge schwarz- rot-gold haben wir bisher nicht allzu viel Glück ge. habt. Abq. Dr. Cohn (U. S.) sieht in dem Entwurf nur Halbheiten und verlangt vom Reichspräsidenten einen jährlichen Bericht über die Lage im Reiche, daß die Zahl der Reichsminister begrenzt sein soll, das Recht der Interpellation für leben Abgeordneten, Wahl der unteren Richter durch das Volk in die Derfastung aufgenommen werden. Hierauf tritt Vertagung em. Nächste Sitzung Samstag vormittag 10 Uhr. (Anträge, kleinere Dorlagen). Schluß 7', Uhr. • Weimar, 28 Febr. (WD.) Ter Watwml» brrfammlimtr gntfl vvn bet W Wirr Sperrt eien ein JrnttativaMvag zu, nach den btt Reichsten erung ernuidrtifli wird, wSftrvnd her Tamnig bct^aticnal» Versammlung hienigtm wirtschiftlichen tr-t» frntm- biellm Maftua Innen nrrt gesetzlicher Wirkung an= «itotbnm, die srch zur Durchführung der mit bet Gegnern des deutschen Reiches Dcrrinbartcn Walsen still st andsbedingun gen als notwendig erweisen. Tie Sx-antmunnrn sind der 9? atwtMl Pedant mhnttr alSdald aut WenntiriS zu bringen und auf Beckrngrn au ft usteben. Ferner ging ein Antrag des Auslckmsses für öaMprüfun» grn em, nach twidirm dieser Aussitztß ermächtigt Verden soll bie 'i’nw srr rb ge . fl.e: ii.- W a b [• Urfl fungoan gelegen beiten von sich mis vorzunehmm oder mt^wrdnen. Per Streif in Mitteldeutschland. Berlin, 28. Ftbr. (WTB.) Der Streik in Thüringen dehnte sich auf Suhl, Greiz und andere Industricorle aus. In allen vom Streik betroffenen Orten ist das Erscheinen der bürgerlichen Zeitungen verboten. Leipzig, 28. Febr. (WTv.) Wie der hiesig, Arbeit«, und Soldatenuat mittcili, sollen nachmittags zwischen den Vertretern d« Reichsleitnng und den Streikenden in Halle Derhandlungeu beginnen. Dessau, 28. Febr. (WTB.) Laut .Anhalter Anzeiger" wurde gestern abend in Cöthen ein mit Spartakisten und etwa 200 Fahrgästen besetzter „wilder" Zug nach Ueberfahren der Haltezeichen durch Maschiuengewehrfen« der Bahnhofsbesatzung zum Halten gezwungen. Dabei wurde eine Frau getötet und acht Zivilisten schwer verletzt. Di« ganze Sparlakistendesahung, darunter derBahnhofskomman- dant von Halle, em 19sähriger junger Mann, wurde verhaftet. Die Spartakisten ließen den Zug auf vielen Stationen halten, um anarchistisch« und aufwieglerische Flugblätter zu verbreiten. Dm nahen Edderitz wurde ein Hallesches Auto, mobil mit Spartakisten, welche die anhaltischen Berg- Werksbelegschaften zum Streik aufhetzen wollten, angehalten; die Insassen wurden verhaftet. der Beschickung der Konferenz auf der Prinzeniniel sei erledigt, da die Bolschewisten die Vorbedingungen dafür, nämlich die Einstellung dcr F-indseligkeiten, nicht an- gcnommen hatten, lieber die inneren russischen Verhältnisse [agie Tardieu weiter, es sei im Interesse des künftigen Friedens, daß aus Rußland nach Möglichkeit alle Verwirrung stiftenden demente entfernt werden Auf eine Anfrage über die Meinungsverschiedenheiten, die in Bezug auf die Verwendung der deut- l'djen Kriegsflotte zwischen Großbritannien und Frankreich zutage getreten waren, bemerkte Tardieu, baß diese Angelegenheit iveder im Zehner-Ausschuh noch in den militärischen Räten erörtert worden sei. Heben n,°r lür mich matyvbrrtb bei allen Entschließungen, kschen An burm von mir ftrte erfarmttn Vernichtungs- tnac- lw^en des Femdes wirb nach Spaa und Trier nx>!X keiner mehr zweifeln ttlÄ Wldenwnb gvgrn bwfen BernichnrngS- nitpe wtllen gab tch mt auf, als ich sah, daß bic Urr-». uilrigtru des beutfdxn Volkes einen entfdwebenat _u*lmebr mar mit entern we i» ang mit Sicherheit |u DirVahltv zur (YothaischenLau^e-versammlung Gotha, 27. Febr. (WTB ) Bei den Wahlen zur gothaischen Landesversammlung erhielten die Unabhängigen <2195, die Demokraten 17926, die Deutsch- national n 12523, die mit den Deutschnationalen verbundene Liste Gruobel (Rechtswirtschafter) 3264 und die Mehrheitssozialisten 7530 Stimmen. Fünf Ortschaften fehlen noch. Infolge des Generalstreiks ließ sich bas Wahlergebnis äußerst schwer und lanosam seststellen. Es werden voraussichtlich entfallen auf die Unabhängigen 10, die Demokraten 4, die Deutschnationalen 4 Sitze, die Mehrheitssozialisten 1 Sitz. Die neue sächsische Verfassung. Dresden, 28. Febr. Die sächsische Dolskam- mer nahm heute die Schlußberatung über den Ent- rourf eines vorläufigen Grundgesetzes für den Freistaat Sachsen vor. Der Ausschuß nahm einige Aen- derungen an der Regierungsvorlage vor, deren wichtigste ist, dah von der Einsetzung eines besonderen Staatspräsidenten einstweilen abgesehen wird. Die diesem zugedachten Befugnisse sollen dem Mi- nisterpräsidenten übertragen werden, der von der Volkskammer zu wählen ist. Ferner lag ein Aus- Ichußantrag vor, in dem u. a gesagt wird, daß die dazu reifen Wirtschaftsgebiete und Bodenschätze in gesellschaftliches Eigentum überzuführen und unter staatliche Aufsicht zu stellen sind. Ferner stellte die Minderheit des Ausschusses den Antrag auf verfas. sungsmäßige Verankerung der A.- und S.-Räte. Dieser Antrag wurde abgelehnt, dafür aber ein mehrheitssozialistischer Eoentualanttag angenommen, dem. zufolge über die Rechte und Pflichten der A« und S.-Räte ein besonderes G esetz erlassen werdenfoll. Der Ausschußanttag über die Sozialisierung der Wirt, schäft usw. wurde sodann gegen die Stimmen der bürgerlichen Parteien angenommen. Schließlich wurde das vorläufige Grundgesetz im ganzen in der Aus- schußfaffung mit allen gegen die Stimmen der Deutsch. Raiionalen und der Unabhängigen angenommen. Hierauf erklärte der Dolksbeauftragte Dr. Grad, nauer, daß nunmehr die Aufgabe der geqenroärtigm Regierung erledigt sei, die infolgedeffen ihre Aemler in die Hände der Volkskammer zurücklege. Auf An. trag von Ritzschke (Dem.) erklärte sich Dr. Grad- nauer im Namen des Gesamtministeriums bereit, bis zur Bildung der neuen Regierung die Geschäfte roei. terzuführen. Der Antrag Ritzschke wurde sodann einstimmig angenommen. Die Verhandlungen in Spott Berlin, 28. Febr. (WTB.) Auf eine mündliche Anfrage der deutschen Waffenstillstandskommission in S p a a teilte General N u d an t mit, daß die Zurücknahme der französischen Truppen aus Mannheim auf das linke Rheinuser und die Verkehrs sperre zwischen Mannheim imb Ludwigshafen auf die in Mannheim ausgcbrock)enen Unruhen zu- rückzuführen ist. Als die zur Herstellung dcr Ordnung herbeigerufenen drei deutschen Bataillone eintrafen, wurden die französischen Truppen zurückgenommen, um ihr Zusammentreffen mit deutschen Truppen zu vermeiden. Sobald die Unruhen in Mannheim beigelegt seien und die deutschen Truppen nicht mehr benötigt würden, bedürfe eS nur der Be- nachrick;tigung des französischen AbschnütS- kommandeurs, um den Verkehr im Umfange wie vorher wieder herzustellen. Berlin, 28. Febr. (WTB.) Die d e u t - s ch e Negierung hat am 26. Februar in Spaa eine kurze Zusammenfassung der verschiedenen Proteste überreichen lassen/ die sie im Laufe der letzten Monako gegen das Vorgehen der Franzosen in Elsaß- Lothringen erhoben hat und au,f die eine befriedigende Antwort nicht erfolgt ist. Die pariser Konferenzen. Ter Einzug der Regterungätrnppeu in Tüficlborf. Münster, 28. Febr. (WTB.) Das General- Kommando teilt nachmittags 5 Uhr mit: Die R e - gierungstruppen sind heute vormittag in Düsseldorf eingerückt. Das Ständehaus und die Bahnhöfe find besetzt. Die Haupträdels, fObrer der Spartakisten sind entkommen. 9m übrigen herrscht Ruhe. Man hxigt mich immer nach den Borsiirzen rn den letzten Monaten. Ich muß weiter aus- boten: Ws ich im Äufluit 1916 bie Leitung der «ricflfülmmfl mit flbmufbm, gesckxih dies emzig und allein mit der Aufgabe, nicht den Krieg zu liquidieren, wie fetzt viele meinen, sondern den frrieg yi grttrrmen. Tv Sage war damals nach dem PttMureten Rumäniens eine ungeheuer ernfte und es gelang, durch Entschlossenheit iniS tauf der Tüchtigk-it unserer Truppen, bie Jhifc Mi Obenvhtben. Es war von uonrbrrttn flar, criw weitere Forisührung des Krieges mit Aussicht auf sLoeeiche tkenbigung nur bann mög» llch Ivar, wenn das deutsch: Volk alles hergab, was es an gei)Hflrrf mcuühlicher und materieller Kraft hatte. Zn diesem Sinne trat ich ru7u? Ixran. Tas Ergebnis dieser meinet Bemü^rnngen erfüllte nicht bk Beduriulsse bet L'ri.^'ülnung. ^ch werde rn späterer Zeit °och nnUcflvmmen. Je Ubigtr Der Jlne? baik-rte, bei® groitcm Wert legte ich auf bie Ltinnnung tm Volle. Bei der Erfassung des Ernstrs unsrer und bri der ungi-beuren Verantwortung, die aus meinen Sd/ultem lag, habe , ch den Frieden gewünscht, aber nicht jeden Frie- den. Mir ist kein Fall, weder rm Juni 1917, im März 1918, oder sonst irgendwann bekannt, wo ein FrirdenSschtuß, auch nur der eines XkHlÄTiMtnc-vx?rrnitunqSmillat. unsrer tikgiier. Mit diesem Vernichtun^pillen des Frindes mußte bie Regierung rerfwten, er nmr für mich nwtMKbcnb bei allen Entschließungen. »«Th« Ota barm, b-z her6inb«rt rurrt«, «dH», baß bteses Ufer wcrierhtn daS deutsche 8 Aitgust la ten Eischr-i tutgar |utmy-1 wn Utflrii Aufmarschgebiet gegen F a k.eich bv da- Linken des inm-crn L-ru-s bei einigen bleibe, was es seit 50 Jahren gewesen sei Truppentrilen erhellten. Eme Beiserung in bieien Frankreich wolle auf bem linken Rheinuser Zuiräilden war bei dem gebunixmen Sh-ie^millen keine Annektionen, fonbern lediglich (Sa ra n-lL A4.?flina!d,fT *wlf«ibenrn und Cörver- ticiL Die russische Frage werde in I l»rtlo« wadjte, näcblten SBodjc V^bdt »trben. Die 3r^| t"^Ca mu Paris, 28. Febr. (WTB.) Lavas. Tar- dreau gab verschiedenen fremden Journa. listen gegenüber Erklärungen und sagte u .a zwischen dem 8. und 15. März werde bereits ein allgemeiner Uebcrblicf über die terri. torialen und finanziellen For- berungen möglich fein. Die Konferenz habe nunmehr sehr wichtige Probleme zu erörtern, barunter die Frage der französisch, deutschen Gren^reaelung, daS Adriaproblem, die rusfiscke Frage und bic der Freiheit der Meere. Diese vier Punkte würden in den nächsten 14 Tagen zur Besprechung kommen. Auf bic Frage eines amerikanischen Berichterstatters, ob bic Hesetze der deut Republik aus dem westlichen Rheinufer eing, führt würden, erwiderte Tardieu, daß ih:.. nicht so viel daran liege, waS die politische Ordnung aus dem linken Rheinufer sein Clemenceau wieder hergestellt. Paris, 28. Febr. (WTB.) Havas. Dor Beginn der Sitzung des Zehner-Ausschusses erschien ge- stern Clemenceau im Ministerium des Aeußern. Er wurde von ollen Derttetern der Großmächte bei seinem Wiedererscheinen beglückwünscht Clemenceau, der vom Montag den Vorsitz in der Konferenz wieder führen wird, wohnte den Beratungen nicht bet Er unterhielt sich in einem der anstoßenden Gemächer mit Tardieu. Dieser unterbreitete ihm Vorschläge über die deutsch-franzäsische Brenzregelung Die De; batte darüber wird wahrscheinlich am nächsten Don- nerstag stattfinden. Der Zehner-Ausschuß beschloß auf Vorschlag der amerikanischen Vertreter eine Sonderkommission zu schaffen für die Gebietsprobleme. 3m zweiten Teil der Verhandlungen spiachen die amerikanischen, englischen, ftanzäsischen und russischen Delegierten über den Zionismus. Sokolow und Weizmann sprachen über die Notwendigkeit der Schaffung eines souveränen israelitischen Staates in Palästina; mit der Durchführung dieses Planes soll der Völkerbund Großbritannien betrauen. Professor Levi vom College de France wies auf die Schwierigkeiten des Problems hin und erklärte, dafür eintreten zu wollen, daß Palästina eine internationale Heimstätte für diejenigen Juden werde, die aus ihrem gegenwärtigen Heimatsland wegen schlechter Behänd- lang auszuwandern wünschten. Er meinte, die christlichen und mohammedanischen Bewohner Palästinas würden sich ohne Schwierigkeit einem europäischen Regime fügen, da dasselbe geeignet wäre, bas Gleichgewicht unter den verschiedenartigen Faktoren zu erhalten. Dagegen würde sich die einheimische Bevölkerung wohl der Vormundschaft eines anderen religiösen (Elementes widersetzen. Der Rat wird am Samstag den Bericht der Wirtschafts, und Finanzkommisfion entgegennehmen. Lloyd George und Orlando werden nicht vor Ende der Woche nach Paris zurückkehren. Töilfott. Washington, 27. Febr. (WTB.) Reuter. Wilson nahm eine Einladung an, am 4. März^ dem Vorabend feiner Abreise nach Frankreich, in Reuyork eine Rede zu hallen. Es foiri) erwartet, daß der frühere Präsident, Taft, in derselben Versammlung sprechen wird. Lissabon von Bolschewisten beherrscht. Amsterdam, 28. Febr. (W.B.) Die .Morning Post" meldet ans Madrid, daß dort aus Lissabon eingetroffene Personen mitteiltcn, Lissabon werde seit Samstag von den Bolschewisten beherrscht. Diese stellten der Regierung ein Ultimatum, worin sie die Auflösung des Parlaments, die Abschaffung der Polizei und der Privatbanken forderten. Die Regierung erklärte sich bereit, das Parlament aufzulösen, rotes aber alle übrigen Forderungen zurück. Darauf begann der Straßenkampf. Es wurden Barri- Kaden errichtet und Geschütze aus dem Marinearsenal geholt. Zugleich wurden die elektrischen Kabel zer- schnitten, sodaß die Stabt im Dunkel liegt. Die Amtsräume der Regierung wurden von etwa 8000 Personen erstürmt. Der Kampf dauert fort General Ludenvorff über den Kriegsausgang. Berlin, 27. Febr. General Ludendvrff erklärte einem Vertreter der Telegraphen- Union über die Vorgänge, die zum Waffenstillstand und Friedensangebot geführt haben, folgendes: rechnen. DiSber hatte ich meine EntßKietzr», gen auf einer festen Grundlage aufgebaut: letzt routbc brr vorher unerschütteritchc Bot<» fditmn» Deut). Ta rum veat ich im August an bie Silierung mi.b er Erklärung heran, daß nxr bcrl Feind durch friegtriidjc Ereignis^ nicht mehr fne* denSwilliz machen könnten. 2amufbin herrschte Einigkeit herüber, daß der frrieg jetzt auf schnell» Üem Wege zu beerben fei. Mit der gleuben Jhaft, ane ich bis dahin den Vemichtungswcklen des .Vinoes brechen nxMItt, setzte ich nnch nun zur Etlangung des Friedens fm* Rach dem Zusammenbruch Bulgariens roar keine Zeit mehr zu ocrlterm. Ich rurbertr deshalb btt Sicgimnigr des Grafen ^erriireg am 29. September aus, eta Stiebend: und WaffenstL stwü>:a gebot zu machen. Tte Anschauung, ich hätte in 24 Stmiben einen Waffenstillstand geß-wert, weil sonst die Front iuiammrnbrädx, itt irrig. Ebenso ist br Angabe, ich hätte nach acht tagen erklärt, nnch in ?er Einschätzung der Wider andSkra t ici^tr Armee geirrt zu haben, unrichtig. Ich barte sonst nie bem Urrtwg über Dasbengeon nuremmmt. Ich bezweckte lediglich, daß mit den iBerbaitb» lungen übrrbaupt begonnen wurde. Ich bin in dcr ganzen tijigclegenMi stetig mrirmi Weg ge- (langen, den mir das Wohl des Vaieriandes txm» idjii.'b. Anderes har nie wäbeend meines ganyit Lebens, erst recht nicht txxibmib biefes ungeheuren Krieges, mein Handeln bestimmt. Ms eS bann klar wurde, daß der Feind uns Bedtngnngrn auf» erlegte, die uns chm auf S>nave und Ungnaix auflidern sollten, hoffte ich allerdings, t^afi die Volks st immung unter be nr Druckdies er unglaubliche nZumututlg nun doch noch einen Aufschwung neb" mentoütbe, brr die Widerstandskraft des LxrrrM r.ärfm und den Feind yu einer Milderung iemtr Bedingung-m zwingrn würde. x Tiefe Äuilahnng nnirde auch an dm amtlichen Stellen geteilt Für diesen (tzedankm btn ich dann mit mrtnrr ganzen Berftm ringet reim. Ich btn mir bmjufr, daß üb nur ein jdjroadx^ Bruch'ück gegeben (xtbe. Tie C4ad)ebnrffe sind so groß und gerjaltig. daß sic nur im vollkommenen 3ufantmeiban6 richtig erfaßt werben können. Zum Schluß der Unterredung erklärte Ludendorff: „Ich stehe für meine Handlungsweise mit meiner Person ein und habe nur den Wunsch, den ich auch der Reich?regierung übermitteln werde, einem (Gerichtshof aegeib> übcrgeftellt zu werden, der über meine Taten im Zusammenhang und aktenmäßig urteilen katm." Aur Statt und Land. Gießen, 1. Mürz 1919. Metallarbciterstreik in Gießen. Am 27. Februar traten mittags etwa 139 Arbeiter der Firma Bänninger in Streik. Am gleichen Nachmittaa, sowie am anheten Vormittag folgten ungefähr 380 Arbeiter der Eisengießerei und Maschinenfabrik von Hey- ligenstädt. Streikgrund firto erhöhte Lohnforderungen bis zu 1.70 Mt. pro Stunde unter Wegfall der Akkordarbeit. Die Arbeiter gehören sämtlich dem allgemeinen Metallav- beiter-Berbanb an. Die Arbeitgeber waren bereit, die Vei> bandlungen aufzunehmen, und auch gewillt, eine Lohnerhöhung einlreten zu lassen, jedoch nur durch Vermittlung der in den Fabriken besteheriden Arbeiterfchössen. wie dies bubet üblich war, und unter der Voraussetzung, daß bic Arbeit wieder aufgenonnnen werde. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden, da bie Arbeiter verlangten, die Verhandlungen müßten mit dein Vorstand des allgemeinen Ml> tallarbeiter-Verbanües in FrankfuN a. M. geführt werden. Nach Rücksprache mit Oberbürgermeistet Keller, Ln den vorher eine Abordnung der Arbeiter l-erangetreten war, einigten sich die Fabrikanten, auch Kommerzienrat Schafsstädt, dessen Arbeiter nicht streiken, am Mltb- woch den 5. Mär^, nachmittags 3 Uhr, die Verhandlungen mit dem Vorstand des Metallarbeiter-Verbandes Frankfurt a. M. im bo* tel Großherzog hier aufzuuehmen. Die Arbeit wurde bis heute noch nicht wieder aufgenorninen. Der Streik verlauft vollkommen ruhig. Unruhen und Ansammlungen haben bis jetzt nicht ftatigefundcn. ♦ . "AIS Urheber der Bluttat i« der Ost-Anlage gelang es, die Täter, die erst tags zuvor zugereist kamen, zu ermitteln. Es handelt sich um die Arbeiter Pch. Stiehl er, Frdr. MauS und Wigand Wilhelm Waldeck aus Alsfeld, von denen Stiehler bereits in seiner Heimat in Last genommen werden konnte; die übrigen sind flüchtlsi. Man hofft, den schwer verletzten Sul-erheitsmann am Leben zu erhalten — Feitgenornrnen wurde ferner ein junger Mann, der mit einer scharf geladenen Pistole nach einem anderen schoß, mit dem er aus fendlichem Fuße stand. Zum »lud hatte er aber sein Ziel verfehlt. •• H tu die b stahl Aus einem dem Proviaittamt gehörigen, in der Nähe der MaryarelenhÜtte gritqtnei Schuppen wurden in der Nacht zum 27. Februar 22 Ballen Heu im Gesamtgewicht von 1320 flitogr. gestohlen und mit einem Wagen weggeschafft Es ist nicht ausgeschlossen, daß das Heu zum Verkauf angeboten wird. Sachdienliche Mitteilungen nimmt die Kriminal-Polizei entgegen. ** Oberhessischer Kun st verein. Die erft seit acht Tagen eröffnete Ausstellung wurde am 1. Sonntag von nahezu 400 Personen besucht. Da ein Teil der Kollektionen in nächster Zeil nach Karlsruhe und München weitergeht, bleiben sie nur noch kurze Zeit ausgestellt. Dte Anmeldungen zur Beschickung der Ausstellungen sind so reichlich ringelaufen, daß auch der Wechiri der nächsten Aus- stellungen von rascher Folge sein wird. Die Ausstellung ist an Sonntagen von 11 bis 3 und am Mittwoch und Freitag von 11 bis 1 Uhr geöffnet. IZ f-n • DMuitbfwthrte Nervenpnlrer I\ rdinpiC • Xen lnnm l>r. Weil der Kchwanen-Apotheke 11 Frankfurt,Hat« W* wird 6rztL trerne vert»rdn. bei Krflmpfen -MG Frei- Hk. 5.—. xu haben durch dl* whv MvUei. Sehwaeee-Aee heke le Fr au kl art. L'n 6L Best Kr/tHaeinogl, 84*/»LlBenbr. u.ti'y.EuiiaabiUurek ■ Sri*« SjfSS' **’ O "gN fMjjjäf pji!H e-iitr.® ktesBo. iu, lud)t 1 Mm sjrnhLAni] ■ kW*! netserk » xras Oil wer mit < 4-VW»« anlmadu |ü ieq»L so 5». ob.) «II i'tlobn kt lehr ru mit einem Itbine t- bl tüsbunna Ionier oed tznz, n.lliG Vie, »nt. App! buttiw untetMOBl ino flk. hrmieniae lenen f. gl fine 1-1«; mag tu r. d fl 3 du 17 an b : ■-aibnu einem äiol l-lleair-' ^nru mif Vna. a. tzi Heiter »Hel riet lütte iür sf.nfiL I '»UM OB I wch hi-t-dli nut (Mn#, g nniertM Rg ielllliiei •W.MU bet -dir. flng. 'tuierlMOTS 8um 1.1 möblier ««ä heb non dherr ßft.: Mobl. Warteten oi Nüii S ‘»"Md yrttrsön, ßwel~5 ihiti le t <8-id)e Torten k •OlUtlQ u. (Stelig -ist. LiciisiiliWlil 870fl 103707 straffe 12. L ficlter*weg< 1MO gefucbt 2550 abends. »an 03834 Bleich'kr. 18. 03SM Ha^ppoit. 'S \' .f* schäflsstelle des Gieß. Anzeigers erbeten. Lehrmädchen gesucht- Fldea Schnk* waren, «« In. gut. (5eicbäft3l. Gien, endigen wird, von anwird klciaer Ladan mit geiebeuem (Siebener Ge- erohnsng u. 2—3 Helle kl.I sckäftShauS zu baldigein Werkü.-Viäum.nr.Waff»r- Eintritt gesucht. Schristl. leitung u. Ablluh, auf. ob. Angebote mit Gehalts- getrennt, sof.o. so. zu intet, sorderiing unter 251.'» an gef. Sckr. Ving, mtt Preis den (Siebener Anzeiger u.04216and. GieffAnzeig. I erbeten. Privat-HanöelssctiDle voa 8. Eenees, öieSaa. BahakGlair.88 • YeL1097 Crwieeenhafte Vorbereitung von Herren u. Damen für den kanfm. Beruf u. Fortbildung in demselben, »owie sichere Einfuhr, in die Praxi». (Auch L Alt Personen.) Halbjahrs-1. Jabrssklassa nähere Saatoladiilato Die Kurse eignen sich auch für schulenthaa. junge Leute, beeond. Mädchen, die d.kaufm. Beruf nicht ergreifen wollen, al» Abschluß ihr. Allgemeinbildung. Annalium Mtr äashn April 1818 kaoiasaada nana Schnljehr werden schon fetzt entgeaengen. Verlangen sie koatenl. Proep. u. Auf n ahmesch. Einheirat in ein Geschäft nicht auSgefchloss. DtSkret. zügel. Sckr. Ang. nt Bll» u.03878a.d. Gieff Anz.erff Schwarze“ TH Bänder Band- scbuhc ' Land. 1. Mr; 190, in Gietzen. ten mittags etwa nninger in Streik, owie am anderen 380 Arbeiter der mfabrik von bey- ) erhöhte Lohn- 0 Mk. pro Stunde 'beit. Die Arbeiter meinen Melallav- Friedr. Lckanermauu. Hnnaen. tar-S* — Flore LshnnädchengssDCht Eisenb.-Kons.*Verein Llebigstr. 23. wm Caüb.Mädlikii gesucht. Sran ftifrbbflco,^ Vleichstrafie 20, 03901 MöbeWler für sofort gesucht. 03959 Georg Bender I. Inh. Ed Bender. Nodbeim a. d, Biebcke. Mehrere tüchtige Ban- n. Blibeleehretaer sofort ges. Chr. Bang Mach!., Inff G. Schäfer, Har berg a./Iu, Lckersbäufer Allee 9. "" VggfM E PmtadtaMe Ein in na., |Znu/»|tf kräftiger für alle landw. Arbeiten Für meine Nähftube suche ich zum sof. Eintritt tüchtige Weihzeugnäherirr ferner junges Mädchen als Lehrling. Carl A.Hartman n;uÄ”,BSMahl Stadttheater Gießen. Lettueg Herrn. Stelngoetter Samstag den 1. Marr abendS 6 llbr: IT. Freitag •Aboanemeats- Verstell ang: 2ti08c. Die beiden Leonoren Sonntag den 2. Märs »achmittagS 2*/» llbr: Durchs Ohr AbendS V Ubr: Das Dreimäderlhaus Mantas den 3. März abends 6 llbr: iTJHenstag Abcenemenls- Verslellnna Der Kuckuck Schauspiel o. Sr. Dietrich i Goetbestr.32. 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Da- gewaltige Bölterringen forderte auch au- unseren Reihen schwere Opfer. Wir beklagen den Verlust nachstehender * E Mitglieder: Snßn Nein gritbrii Zitßltk E B 1 1 v Wir verlieren in ihnen treue Sänger und Sange-freunde und werden ihr Andenken für immer in hohenEhren halten. StfiniBtrtii 3i|tib|rnab, Sitfetf. Günther Krenzien, Beigeordneter und Frau Else geb. Michel Diesten, den 28. Februar 1919. I Marie I immer Max ßippmann Verlobte Ingenieur-ikad.mie Wiemar a- d.Oet*. Lanksaguug. ftÄr die vielen Bewette herrlicher Telluahme bet dem Htnlchetdea unsere- teuren Entschlafenen, des Lehrer- »>h «autors <. D. BaeLagei. iltekl. iwbe Kar sei. Ei*.- Hieabaa. SekiHaeaack., en, Lvinat, Tomatco- vurree. tote Beete und grohercS Cunntnm leere Lektstaicheu. auch andere. Ziegenzncblverein Giessen. Generalversammlung Lon-tas. t März nach«. LNbr^z. Stadt Cassel". Lage-ordnuna: IadreSbericht. Rechnung-- ablage, BaritandSgeid. verschiedenes. Zu recht zahlreichem Besuch ladet ergeben!' ein Heinrich Eckhardt und Frau Anni geb. Lumme Staufenberg Wernigerode a. H 1. März 1919. Todes-Anzeige. Beate morgen verschied nach kurzem, schwerem Leiden mein lieber, unvergesslicher Mann, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Ludwig Lauz GtmelndOYorsteher, OrtigerichtsYorsteher u. SparUssenreclmer. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Karoline Lauz geb. Ludwig. Wisern ar, den 28. Februar 1919. Die Beerdigung findet Montag den 3. M&re, nachmittags 4 Uhr statt. 04,14 Die Gießener Lehrerschaft und die politischen Parteien werden hiermit besonders eingeladcn. Der Vorstand: Dr. jur. Spohr. W. Siegel. Prima frisch gewässerter Stockfisch eingetroffen Hamburger Fia«bkaail«B| Schulstraue la Johannes Zriesleben sagen wir allen Verwandten, Freunden imd Bekannten, insbesondere Herrn Pfarrer Berdur für die wohltuende« Worte roäbtenb de- Zraucreottefl- diensteS sowie für die zahlreichen Kranz- Ivenden nur auf Metern Wege unseren innigste« Dank. Im Namen der tieftrauernden Hinterbliebenen: Jacob Frieslebe», Saufmann. Winnen. Diesten. 28. Februar 1919. •** MetanpgGieta Montag bett S. Mürz abend» SV, Uhr im Saale de- Hotel „Großherzog von Hessen" Oeffcntl. Vortrag von Herrn <5. £?♦ Neuendorff Letter der Dürerschule, Hochwaldhausen über: „Neue Ziele -er Zugenderziehung und die Einheitsschule". Todes-Anzeige. Verwandten und Bekannte« die traurige Mitteilung, dast mein lieber Later, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Justus Hofmann im Alter von 51 Jahren im katholischen Schwesternhaus »u Wieben Freitag mit- togLUhr nach langem, mit grober Geduld ertragenem Leiden sanft entschlafen ist. In tiefer Trauer: -klise Hofmann. Tochter Hrinr. Wagendach, Schwiegersohn Familie Naiv. Hofmann Familie Wageubach. Grosten-DuseL Alien-Bufeck. den 28. Februar 1919. Die Beerdigung findet Montag den 3. März mittag» 2 Uhr vom Sterbe- Wiiet Sogei 8b8m &„ Dienstag den 4. Marz, abends V/, Uhr im Saale der Hotels Schütz 5rauen-verjammlung grau Marir Uahle: „Vie Arbeit der Nationalversammlung in den letzten Wochen". Freie Aussprache'. Frauen aller Stände und herzlich eingeladen. Bur Deckung der Unkosten ist die Entrichtung eines Beitrags von 20 Vf. erwünscht. 25Ü6D Verein für Zranenftimmrecht. Allgemeiner deutscher Zrauenveretu. vantsagung. Für die vielen Beweise liebevoller und herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers Dingel, für das letzte Ehrengeleite des Turn- und des Kriegervereins und für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sage ich auf diesem Wege im Namen der trauernden Hinterbliebenen herzlichen Dank. Stau Christine Rheinländer Ww. Launsbach, den 1. März 1919. °*nt Nus- iöÜ MnnhslMchigtrniig Freitag den 7. März 1919 in den Abteilungen Alte Shibunter, Maurerdkasverokoof. Kronau und Kehlränkvberg. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr auf der Hattenröder Strafte am Pstanzgarten. Anfang in Alte Äübunter. Scheiter. Rm.: Buche 80, Eiche 90, Hainbuche «rund' 31.is, Vinöc 1.4. llnüppcl, Am.: Buche 39, Eiche 114, Haim buche 12, Birke Aloe 7.x. Reina, Wellen: Buche Itöft Siche 4700k «spe M Birke ioa S'Scke, Rm.: Buche 35.4, Eiche HB, Aspe La Fichie 8.3. Fichten Derbllangcn: ISO Stück - 1M1 8ftnt, lkkagnerholz. Fichtcn-ReiSttanaen: S000 Stück — 18.07 Fsvn^ Bohnrnitangen. 9luui*eiter, Nm.: Siche % LS Thr. lang, zu üflrtciipiaücn gceianeL Wuufnävvci, R«.: Eiche L LS Mir. lana zn MliiTtenpioüen geeignet. *?iiiuretho, Rm.: Fichten 490. Wagner- und Holzversteigerung. DonuerSiag den G. März 1919 werden nach Aufaininenlunft um 9 Uhr vormittags bei Brennholz 9tr. 214 im Distrikt Kahlenberg 3 aus den Frei- herrlich von Nordcck zur Ravenau'fchen Wald- distrikten Kahleberg L Hainstruth La u. 3 und Rinn- wene 1 versteigert: Stämme: Sichen 3. Kl. = 0.11 W. Schepp 04077 1919. i, den mittags 2*/i Uhr falle» t Bruder Die Beerdigung findet Montag den nittag 12V« lieber Ma Onkel Nr. 51 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Tberheffen) Samstag, 1. März 1919 Am * * Amtliche Personalnachrichten. 20. Februar d. I. wurde den Bauassessoren Martin Grünewald zu Alsfeld und Franz Pabst zu Mainz der Titel und Rang eines Bauinspektors verliehen. - Entlassen wurde aus dem Staatsdienst am 24. Fe. bruar der Vorsteher der landwirtschaftlichen Winter, schule zu Lich, Oekonomierat Dr. Reinhold Wetz, auf sein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. Februar 1919 an. - Am 18. Februar d. I. wurde der Forst- wart Wilhelm Konradi aus Oppenheim a. Rh. zum Forstwirt der Forstwartei Dorndiel, Oberförsterei höchst, ernannt. - Am 24. Februar d. I. wurde der Oberförster der Oberförsterei Isenburg, Geh Forstrat August Reih zu Darmstadt, auf sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten Dienste in ^Goetheschule^ iHealftoff.,oerb nuvorfchule,ert.LinsährigenzeugLs Letzte Nachrichten. Line gewaltsame Unterbrechung der Münchener Rätefongrefics, München, 28. Febr. (WB.) Ms in der Nachmrttagssitzung te5 Rätekvnqresses eben Minister Unterleithner sein Referat über die Kommiss ionsbeschlüsse beendete, dir die Plattform iür die Klärung der politischen Lage darstellrn sollen, erschien plötzlich naclMittags gegen j UTrr eine Abteilung der republikanischen Schutztruppe in Stärke von 15 bis 20 Mann im Sitzungssaal und nahm bei den Bänken der fpttrturiiiifdjen Wrl.ünger Steilung. Mit vorgehaltenem Revolver kommandierten diecingedrungenenSoldaten: Lände hoch! Es entstaiid eine furchtbare Aufregung. Mle Tclegierten im Saal hoben die Hände in die £>ölje. Ter Führer des Kommandos rief mit er» Ebenem Revolver zur linken Seite des Hauses: Wirkönnen unsnichtmehrlängervon Lumpen der Straße regieren lassen! Wir brauchen eine richtige Regierung! Die Soldaten des Kommandos packten darauf Dr. Levien, der am Mriristerlisch saß, und führten ihn ab, ebenso die kommunisnschen Arbeiterrats- mitälieder Mühsam und Landauer. Die Verlor ftuug wurde von einigen Bänken der Mehr» hnlsfoziallsten mit Beifall begleitet. Auf den Zu- hövcrtribünen setzte ein gvoßer Lärm und Propst ein. Die Tribünen wurden geräumt, nur die Pressevertreter dursten bleiben. In der ständig wachsenden Erregung forotte sich der Präsident des Kvngvesses N i e k i s ch nur scl-ver Gehör verschaffen. Er protestierte gegen das Eindringen der Soldaten und ftiriUe ansdrücktich fest, baß die Leitung des Kongresses mit dem Vorfall nichts M tun habe. Ich gebe Ihnen mein Ehietznwtt! Bravo!) Er empfahl, so ort eine Untersuchungs- tommission einzusetzen. Schärfster Protest gegen das gewaltsame Eindringni der Soldaten inurbe von versänedenen Seiten erhoben. Tie Erregung ivuchs bis zur Siedehitze. Ter Unabhängige Teller geißelte die Verletzung der Souveränität des Rätekongresses als größtes Verbrechen. Er sagte: Tie Sämtztruppe steht unter dem Kommando des Stadtkommandanten Dürr. Diese muß sofort ver» hastet werden. Solche Vorfälle treiben nur in den Vürg^krieg Mit vorgehafteiiem Revolver be» kämpft mau keinen Gegner. (Pfuirufe links. Toben gegen die Melz-rheitssozialisten.) Der Vorsitzende des Cifldatenrates Sauber erklärte, daß l/hrter dem Putsch weder die Mehcheit, noch die linken Sozialisten stehen. Es sck?cine eine bestimmte Per» sünlichkeit dahinter zu stecken. Man will provozieren! Tie drei Genossen müssen sojbrt wieder herein. Nur so faim der DürgerSrieg verhindert rovrben. Präiident Niekisch: Es muß aufs fclpärsste verurteilt werden, ein Mitglied aus diesem Hause heraus zu verhaften. (Tobende Zu- slchnnums. Hierauf protestierten noch wettere Red- An» Statt rind Land. Gießen, 1. März 1919. Lebensmittel. • • Auslandsbutter. Dom Lebensmittelamt wird mitgeteilt: Die von der Landes-Milch, und Fett- stelle zu Darmstadt überwiesene Auslandsbutter kommt von der nächsten Woche ab zur Verteilung. Der Verkaufspreis mußte unter Berücksichtigung des höheren Einkaufspreises und der sonstigen Unkosten auf 5,90 Mk. per Pfund festgesetzt werden. Der auf die Person entfallende Anteil von 40 Gramm kostet 48 Pf. • * Freibank. Montag, 3. März 1919, werden von 12-4 Uhr die Nummern 901-1100 beliefert. * * Seifenpulver-Ausgabe. Dom 28. Fe- bruar bis zum 3. März d. 3 einschließlich werden in den Kleinhandelsgeschäften 100 Gr. Seisenvulver zum Preise von 12 Pf. gegen Abgabe des Abschnittes 10 der Lebensmittelkarte ausgegeben. Näheres siehe De- kanntmachung. • • Der Samenverkauf im Turmhaus wird nur noch von kurzer Dauer sein. In nächster Woche kommen nur noch Buschbohnen und Erbsen ver- schiedener Sorten zur Saat zum Verkauf. • • Erhöhung der Preise für Nähfäden ufro. Infolge der starken Steigerung der Produktions- kosten ist seit der Veröffentlichung der Preise für Nähgarne ufw. den Spinnern von der Kriegsrohstoff- Abteilung eine bedeutende Erhöhung der Preise für die Rohqespinnste zugebilligt worden, so daß die Reichsbekleidungsstelle dis von ihr am 1. Februar 1919 bekanntgegebenen Preise für fertige Baumwollnäh- faden und baumwollene Strick- und Stopfgarne mit Wirkung vom 19. Februar 1919 ab hat erhöhen müssen. Die neuen Preise sind im Reichsanzeiger vom 18. Februar 1919 veröffentlicht worden. uachgcgrbcn würde, ha ber Reichsrrrt feine aus- l chlaggebcnde Stellung wie der bisherige Bundes- । rat einnchme. Beim Schul- und Verkehrswesen habe man es freilich an der nötigen Eitergw i gegenüber den Einzelstaaten fehlen lasseri. 4/ie Frage nach bet Neuaufteilung der Bundesstaaten, die im wesentliäsen die Zerlegung Preußens be- ' trifft, wurde von dem Gesichtspunkt gestreift, daß die Größe des Reiches von diesen Problemen gar nicht abhängig sei. Als eine echte Temokrattsie- nmg stellte ^er Vortragende im weiteren die Tatsache hin, daß im Entwurf von den A.- und S.-Räten gar nicht gespvoä>en werde, und cs sei Äießlich noch aus den Erörterungen des Redners der Hinweis auf den Liberalismus envähnt, dem der Entwurf in der Aufstellung der Grundrechte eine Stütze verleihe. — In der folgenden Aus- 'prache übte Herr Prof. Dr. G m e l i n noch an einigen Punkten des Entwurfes Kritik, schloß sich aber im wesentlichen den Ausführmigen des Herrn Geheimrat Mittermaier an, nur glaubte er die barten Abweichungen des ersten Entwurfes von dem gegenwärtigen, an dem er selbst mit gewissen Richtlinien beteiligt war, noch besonders betonen zu müssen. *• Die Gesellschaft zur Förderung des oberhessischen Handwerks und Kunstgewerbes hat einen Wettbewerb zur Erlangung von Ent- würfen für Möbel ausgeschrieben. (Siehe Anzeige.) •• (Eine Frauen-Versa mmlung findet Diens- tag, 4. März, abends 7'/, Uhr, im Saale des Hotels Schütz statt. Frau Marie Kahle wird über „Die Arbeit der Nationalversammlung in den letzten Wochen" sprechen. ** Ein Zeichen der Zeit bildet eine Nachlaß-Versteigerung, welche Donnerstag nachmittag im Saale zum Pfau in der Neustadt ftattfand. Etwa 500 Bietungs- lustige hatten sich eingefunden, von welchen mindestens 300 auf dem Hofe standen. Es wurde unter anderem ein Eßzimmer für 2800 Mark und ein Nußbaum-Schlafzimmer ohne Kleiderschrank, das mindestens 30 Jahre in Gebrauch gewesen ist, für den gleichen Preis verkauft. Ein zweitüriger alter Kleiderschrank brachte 250 Mk ein, ein Eisschrank fand einen Liebhaber für 180 Mk., 6 Nohrstühle gingen mit 220 Mk. fort. Ein Taselservice für 12 Personen, in seiner Dekoration durchaus geschmacklos und unmodern, erzielte 350 Mark. Für Gegenstände des täglichen Gebrauchs in Porzellan wurden Preise bezahlt, welche über die heutigen, nicht einmal billigen Ladenpreise weit hinausgingen. Eine gewöhnliche Wasserflasche mit 2 Gläsern erzielte unter anderem 5.50 Mk., ein Ofenschirm, aus gewöhnlichem Schwarzblech mit schon verschab- ter Lackierung erreichte mit 17.50 Mk. den Höchstpreis, ein Spiegel, der im Frieden mit 3 Mk. gekauft werden konnte, wurde mit 17.50 Mark bezahlt. Zwei Fenster Tüllgardinen erzielten 240 Mk., zwei Fenster schon gestopfte Zugrouleaus 80 Mk., ein glatter, baumwollener Fenstervorhang erreichte sogar ein Höchstgebot von 37 Mk. Dabei waren die Ersteher all dieser Herrlichkeiten noch glücklich, für ihr gutes Geld etwas bekommen zu haben, denn die versammelte Menge, darunter der überwiegende Teil aus den umliegenden Ortschaften, war beim Bieten wie besessen. Erfahrene, regelmäßige Besucher von Versteigerungen schüttelten über die Höhe der abgegebenen Gebote den Kopf und erklärten, man tue bei diesen Preisen gut, alles zu verkaufen, was man besitzt, um ein reicher Mann zu werden. Aller Tant und Plunder, der sich ja in jedem Haushalt mit der Zeit ansammelt, wurde bei der Versteigerung ausgcboten und weit über seinen Wert bezahlt. Selbst die Familienbilder erzielten der alten, unmodernen Rahmen wegen Gebote, die mindestens dreimal soviel betrugen als die Umrahmung neu gekostet hat. Die Versteigerung wurde mit Dunkelwerden abgebrochen, um spater eine Fortsetzung zu erleben. *• In den Schwarz. Weiß-Lichtspielen, Seltersweg 81, gelangt von Samstag bis einschließlich Montag das Monurnental-Filrnwerk „ßufanbra, die Königssklavin" zur Aufführung. Maffenszenen von Römern und Germanen werden bei hervorragen- der Aufmachung von nur erstklassigen Künstlern aus- geführt. Dieser Film führt in oie deutsche Vergangen- heit zur Zeit der Völkerwanderung zurück. •• Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34. Ab heute bis Montag tritt Emil Sondermann in seinem Lust- spiel „Die Notbremse" auf. Außerdem wird das Drama „Die Vase der Semiramis" gegeben. Landkreis Gießen. H: Lang-Göns, 27. Febr. Vor einiger Zeit fand hier eine stark besuchte Versammlung derjenigen statt, die unter der Brennstoff- knapp h e i t und damit zusammenhängend miter den hohen Preisen für Brennholz bei den Versteigerungen leiden. Ter Gemeinderat hatte vorher schon beschlossen, jeder Familie zum Prelle von 30 Mk. 1 Meter Hartholz abzulassen. Es (tratmen bei der Verteilung etroa 400 Familien ht Betracht Tie Versammlungsteilnehmer wünsch- ten aber ebenfalls zu einem billigen Preis die Zuteilung van je 5 Meter Wellen. Tie in der Versammlung anwesenden Gemeinderäte erklärten, vaß die Eltzüllung dieses Wunsches nicht gut möglich ist, 'weil es an den nötigen Arbeitskräften fehlt, die Wellen zuzurichten, uiti> well man auch yeev selt, ob Material genug vorhanden ist, um die er- svrderlichen 2000 Meter Wellen liefern zu können. Nun erfährt inan aus Kreisen der Gemeinderäte, daß man sich in der Versammlung nicht geirrt hat, als man erklärte, man habe zu dem Gemeinderak das Vertrauen,, daß er im allgemeinen Jntevtsse den Wünsclnrn der Bewohner willfahren würde. Es soll nämlich die Absicht bestehen, den 400 Interessenten in der Gemeind: soviel Wellen Holz zum Taxpreis zu überlassen, als irgend möglich ist. Wenn keine 2000 Meter, so hofft man doch etivas über 1000 Meter sertigzubrrngen und das was vorhanden ist, gleichmäßig an oie Haushaltungen zu verteilen. Hessen-Nassau. --- Frankfurt a. M., 28. Febr. Am Samstag gesellen sich zu der Fülle von Tanzsälen, die Frank- । furt bereits besitzt, zwei weitere mit gewaltigen Kosten aufgeführte Luslbarkeitslokale, der Eldorado- Palast und die Dlumensäle. Wie gering das bißchen Geld geachtet wird, zeigen die für die vom Samstag den Ruhestand versetzt. •• Reifeerlaubnisscheine. Mehrfachen Klagen zufolge, die Bureaustunden, an denen die Reiseerlaubnisscheine ausgegeben werden, seien ungünstig gelegen, haben wir uns an das Polizeiamt Gießen gewendet und folgendes erfahren: Die Personal- und Raumoerhältnisse erlauben es nicht, die Dienststunden hierfür zu vermehren. Reiseerlaubnisscheine werden ausgestellt täglich von 10'/,-12 Uhr und 47,-6 Uhr. In besonders dringenden Fällen können auch Sonntags von 11-12 Uhr Scheine ausgestellt wer- den. Auskunft darüber, an welcher Stelle dies ge- schieht, gibt jeweils die Polizeiwache. •* Notgeld des Kreises Friedberg. Es wird darauf hingewiesen, daß nach einer Bekanntmachung des Kreises Friedberg die Umlaufsftist des nom Kreis Friedberg ausgegebenen Notgeldes in Scheinen von 5, 10 und 20 Mk. am 1. April endigt und die Scheine bis zu diesem Tage bei der Kreis- kaffe des Kreises Friedberg einzulösen sind. Nach diesem Tage haben sie keine Gültigkett mehr. "Jur Behebung der Arbeitslosigkeit ist durch Anordnung an die Baubehörden des Landes Vorsorge getroffen, daß alle Bauarbeiters im De- reich der Staatsbauverwaltung, die infolge des Krieges seither zurückgestellt waren, und solche Arbeiten, die für die nächste Zeit als notwendig erkannt sind, unverzüglich vergeben werden, wobei von der Möglichkeit freihändiger Vergebung in größerem Umfange Gebrauch gemacht werden soll, um das Verfahren abzukürzen. Die Inangriffnahme und Ausführung der Arbeiten wird mit Nachdruck betrieben, sobald und insoweit die Unternehmer mit den nötigen Baustoffen versehen sind, eine Frage, die allerdings in erster Linie von der befferen Kohlenversorgung ab- hängt. *» Einstellung von Angestellten und Arbeitern. Bei vielen Gewerbetreibenden und Handwerkern bestecht die Befürchtung, daß sie Migeswllte und Arberter, die sie letzt zur Bewerkstelligung vorliegender .Aufträge erstellen könnten nach .Aufhören der Arbeit nicht wieder entlassen dürften, daß sie vielmehr gezwungen, ivürden diese «Arbeitnehmer zu behalten. Aus diesem Grunde sollen trotz Varliegens von Au,- trägen keine Neueinsdellungen erfolgen. Demgegenüber weist das TemobilmacknrngSamt daraus lnn, daß die Vorschriften über Zulässigkeit von Kündigungen uni) KüntngungSfristen ut der Verordnung über die Einstellung, Entlassung uno Gmt- lvhnung gewerblicher Arbeiter während der Zert der ivirtschaftlichen Demobilmachung vom 4. Jan. 1919 und in der Verordnung über die Emstellung, Entlastung und Entloh:rung der Angestellten front 21. Januar 1919 sich nur auf die wiederringestellten Kriegsteilnehmer und die bei dem Inkrafttreten dieser Verordnungen beschäftigten Arbeitnehmer beziehen, nicht aber auf sonstige Angestellte und Arbeiter, die zu einem späteren Zett- mrrdt eingestellt werden. ** T ie Demvkratische Partei hatte gestern abend ftn „Großh^rzog von Heften" ihre Mitglieder zu einer öffentlichen Versmnnllung ern- >zcladen, in der Herr Gehcwnrat Pws. Dr. M i t - lermaier über „Die Reichsvcrfassung^ sparch. In weniger alS einem Jahrhundert sei das deutsche Volk zum drittenmal auf gerufen worden sich eine Verfassung zu geben; diesmal müsse e& 'den Wurf aus sich heraus wagen, da kein Bismarck ilyui znr Seite stehe. Ter Verlust der inneren .-öarmvnte und der Diangel an Verständnis für die Volksseele mürben als die Hauptschwächen bezeichnt, über denen wir Msarnrnengekrochen seien Jetzt aber sollten wrr uns als stolze Revolutionäre betauten und mit Vertrauen an btc Arbeit gehen, deren Ertrag unseren Enkels zum Segen gereichen möge Der Redner stellte nachdrücklich fest, .daß das Reich als solches geblieben sei: es lebe in der Nationalfrenammlung, und wenn sich das Volk durch sie allein, ohne Mitwirkung ber Einzelstaaten, eine Verhaftung gäbe, so sei dies ein großer Gedanfe. Jin $>m- blick auf den Entwurf selbst sei es als ein Fortschritt zu begrüßen, daß in Gesetzgebung um» Verwaltung den Einzttstaateil, obwohl sie als solare sehr wohl ihren Bestand bewahrten, nicht viel In« Theater oderKonzert enwfinbet man eS äußerst peinlich und kommt um den ganzen Genuß, wenn neben uns jemand sitzt, der unangenehm nach Schweiß riecht. Wer stark transpiriert, gebrauche täglich das neue flüssige Schweißmittel „Manaxol", das gegen übermäßigen Achsel-, Fuß- oder Handschweiß vorzüglich wirkt, ohne der Gesundheit auch nur im geringst. zu schaden. Sie werden uns dankbar fein, wenn wir Sie auf das einfache und vielfach ervrobteToileltemittel aufmerksam gemacht haben Für Mk. 4.50 die Flasche zu haben bei A.Noll, Drogerie zum Kreuz, Gießen. AlleinFabrikani. Manarol Werk.Frankiurt a.M. ncr energisch gegen die schmachvolle Handlung und die Verletzung der Immunität von Mitgliedern deS Rätekongresses. Nach einer Viertelstunde erfdneneu Dr. Levien und Mühsam wieder im Sitzungssaal. Sic waren auf die Znterven- tion von Mitgliedern des Hauses von der Wacht wieder sreigclassen worden. Bei ihrem Erschenwn im Saal wurden sie stürmisch begrüth. Gs nmrt* ofort eine UMcrsuchungskommissron eingesetzt. Dir Sitzung wurde unterbnxiicn. Die Beschlußfassung. München, 28. Febr. (WTB.) Fn der heutigen Nachmittaassitzung des Rätckongresses wurde ein Antrag Mühsam, der den Wortlaut hat: „Ter Landcskongrcs; der Arbeiter-, Soldaten- und Dauernräte beschließt: Bayern wird zur sozialen Republik ausgerufen. Die gesamte Gesetzgebung und Vollzugsgewalt.wird dem in diesen A-, S. u. B-Räten repräsentterten arbeitenden Volk zu gewiesen" mit 234 gegen 70 Stimmen abgelebt. Tagcacn wurde ein An trag Eichmüller-Landau mit .großer Mehrheil angenommen. Ter Antrag enthält folgende Punkte: Der Landtag bleibt vorerst vertagt. Die Tagung des prvvisorrschen Nattoncklvats wird für gefdrtohen erklärt, lieber den Termin der Wieder- einbcrufung des Landtages cntfcfjvtxt das provisorische Ministerrum in Gemeinschaft mit dem Aktionsausschuß. Die jetzige Tagung der A-, S. u. B.-Räte stellt den provisorischen Nationalrat des freien .Volksstaates Bayern dar. Ter, zur Wahrnehmung der Geschäfte zu biDende Aktionsausschuß besteht auS 33 Mitgliedern. Die Mitglieder des Aktionsausschusses können jeher* zeit vom provisorischen Nationalrat abberufen werden. Ter AktivnsaussckMß wälstt aus seiner Mrtte einen 7 gliederten Natio-nallrat, dessen Mit- altebcr wieder dem Aktionsausschuß veuantwortlich sind und von ihm abberufen werden können. Sobald die VeLHAtnisse es gestatten, wird dem ge.- samten Volke das am 4. Februar proklamierte StaatsgrunL^esetz zur Abstimmung vvrgelegt. T i c künftige Berfassungdes freien BvlkS- staates Bayern Ivtrb von der Hrofrisyrischen Negierung in Gemeinschaft mit dem Attionsaus- schuß aiisgearbeitet und dem gesamten Volke zur (SntidKidung vvrgeleaffen und tnc Arbeitswilligen zu schützen. Die Kasernen und das StändehauS sind von den Spartakisten vollständig ausgeplun- dert worden. Im Gebäude der Pvlizeiverwaltung wurden nur noch einige Kontvollbeantte des Arbeiterrates vorgefünden, die nach Hause geschickt wurden. Die Not der Preffe. Weimar, 28. Febr. (WB.) Von den Deutsch» nationalen ist folgende Anfänge erngeMngen: Infolge de§ l)«rrschenden Paviermangcls fiarat diedeutsche Presse rb^en Aüfgabeil weder im Inlande noch in k^tzug auf die nctroe idige wirksame Vertretung der Reichsinteressen gegenüber dem Ausland gerecht werden. Was faim und will die : Regierung tun, um diesem Notstände ab&uMfcn? bis Dienstag von den Maskenballoeranstaltern geforderten Eintrittspreise. In Broßftankfurt kostet die Karte 10, im Ioologischen (Barten gar 15 Mk. Und der Andrang dazu ist gewaltig . . . Auf der einen Seite Heere von Hungernden, Frierenden und Arbeiis- losen, auf der andern Praffer und Schlemmer. Fünf Minuten davon steht mit gespanntem Düchsenhahn der Feind, der uns wirtschaftlich den Hals immer mehr zuschnürt. Derweilen aber tanzt man hier auf dem Vulkan. == Frankfurt a. M., 27. Febr. Tie Stadtverordnetenversammlung be willigte heute allen städtischen Beamten, Angestellten ufto. eine einmalige Teuerungszulage fron je 100 Mk. Xie dafür aufzuwendende Summe beträgt choa 1 100 000 Mk. Für den Bau fron 60 Notwohnungen in Baracken stellte man 720 000 Mk. zur Verfügung, für die Anlage einer Kleinwohirunassiedlung im Rieder- roalb 3 125 000 Mk. ;ur Verfügung. In einem Ausschußbericht über ixe Brennlwlzbeschaffung der Stadt wurde mitgeteilt, daß die Stadtverwaltung für 16 Millionen Mk. Holz eingekauft und dabei mehr als 6 Mill. Mk. Verlust gehabt habe, ungc- redmet den Schwund und die ungeheuren Diebstahle an Holz. Bei dem Holzverkaus hätten Händler und Schieber die Stadt geradezu genial hinein- gelegt. Im Laufe von drei Moriaten muß der Maaisttat eine Entgegnung auf die Gutachten der Sach-verständigem der Versammlung vorlegen. — Kaufmann Leo Oppenheim schenkte der Stadt zu gemeinnützigen Zwecken 100 000 Mk. Kreis Wetz:irr. ** Wißmar, 1. März. In der hiesigen Zigarrenfabrik von Rinn & (TIoos wurden in der Nacht von Donnerstag auf Freitag über 30000 Stück Zigarren und Zigarillos gestohlen. Don den Tätern fehlt noch jede Spur. Hochschul-rachrichten. == Frankfurt a. M., 27. Febr. An der Universität wurde ein Lehrstuhl für Aerostatik und Aviatik errichtet, der dem bisherigen Straßburger Professor von Mieses übertragen wurde. — Tie Stadtverwiltnng berief den Prvstssor Weidenreich» Straßburg nad> Frankfurt, um für das Werk „Tie Stadt Frankfttrt im Kriege" den Abschnitt ,Lebensmittäversorgung(' zu bearbeiten. Frankfurt a. M., 28. Febr. An der Universität Frankfutt a. M. hat sich ein „Nationaler Bund Deutscher Studenten" gegründet. Seine Hauptaufgaben sind der Zusammenschluß sämtlicher Akademiker zur Förderung des nationalen Gedankens, ihre politische Schulung durch Diskussionsabende und die Derttetung der Interesssn der Kriegsteilnehmer. Er hofft, alle korporierten wie nichtinkorporierten Studenten, gleichgültig, welcher Parteirichtung, wenn sie nur auf dem Boden der Relchseinheit flehen, zufammenzuschließen, um dadurch die drohen- den Gegensätze und Spaltungen in der deutschen Stu- dentenschaft zu überbrücken. Auch mit den gleichgerichteten Bestrebungen anderer deutscher und deutsch- österreichischer Universitäten will der Bund in Der- binbung treten. Spfelplan 6es Siebener Stadttheater,. Sonntag, 2. März, nachm. 21/. Uhr: Durchs Ohr. Kl. Pr. 6 Uhr: Das Dreimäderlhaus. Gew. Pr. - Montag, 3. März, abends 6 Uhr: Der Kuckum. 17. Dienstags-Abonn.-Dorst. Gew.Pr. — Samstag, 8. März, abends 6 Uhr: Der Glückskandidat. 18. Freitags- Abonn.-Dorst. Gew. Pr. - Sonntag, 9. März, nachm. 2'/, Uhr: Die beiden ßeonoren. Kl. Pr. 6 Uhr: Schwarzwaldmädel. Gew. Pr. - Montag, 10. März, abends 6 Uhr: Faust. Auß. Wonn. 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Verlustkonto Warenreserve Reingenmni....... (noch einmal recht herrlichen Dank. Die dort verlebten Tage werden unS als die schönsten unserer Soldaien^eit in trauter Er- inuerung bleiben. r Ein her,!. Lebewohl und ferneres Wohlergehen Passiva. Reservefonds aus 1917 . . . Geschäftsanteile Reingewinn aus 1918 . . . . Noch zu zahlendes Gehalt 1918 Noch zu zahl. Mankovergütung Noch zu zahl. Warenschulden . Für den Ausfichtdrat: Schäfer. nur bewährte Fabrikate ■a» SÄmtliche Bedarfsartikel «™ finden Sie stets in großer Auswahl 204,79 „ 18 730,62 M. Mscherei-Berpachtung. $littivoif|, beit 5. Mrz I. A., norm. 10 Uhl wird die der Gemeinde Mendorf a. d. Lumda zustehende Fischerei in 2 Abteilungen auf hiesiger Bürgermeisterei verpachtet. 2644 Mendorf a. d. Lumda, den 27. Febr. 1919. Hessische Bürgermeisterei Avendorf a. L. Nein. Die Gebote sind nach Klaffen getrennt, schrift« lich nnb verschloffen, mit paffender Aufschrift versehen, bis zum Dienstag den 4. März, nachmittags 2 Uhr, auf der Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung stattfindet wozu die Jntereffenten eingeladen sind. Das Holz ist mit Rinde gemessen. Nähere Auskunft erteilt Forstwart Wallenfels und die unter- zeichnete Stelle Geilshausen, den 25. Februar 1919. Hessische Bürgermeisterei Geilshausen. I. V.: Hilberg. 2493 2141,— 2233,20 3106,69 684,93 2900,— Stand der Mitglieder Ende 1917 . Zugang in 1918 Abgang in 1918 Stand der Mitglieder Ende 1918 . Reiskirchen, den 26. Februar 1919 . 9 . 9 . 304 zz:_" Reparaturen "7— an Maschinen jeder Art, Metzgerei, Bäckeiei, MüBerei etc. werden nach wie ver sach- u. fachgemäß ausgeführt. Garantie f. gute Arbeit C*068 Georg Euier, Sebtermter, Hammstr.1. Dienstag den 11. März 1919 abend« ^8 Uhr Generalversammlung bei Gastwirt D. Erb. Tagesordnung: Rechnungsablage pro 1918, Beschluß über die zu verteilende Dividende, Entlastung des Vorstandes, Umänderung der Genoffeuschaft von unbeschränkter in beschränkter Haftung und hierzu Abänderung der Statuten, Berschiedenes. Aus stillgelegien Betrieben: Träger-Stanzen. Stanzen, Amboaae. Feld - Schmieden. Werkzengt leche. Ventilatoren u. alle Art. Schraubstöcke usw. empfiehlt billigst *MTD 8. SflMkind, Frankfurt a. IS., Taunnsstr. 4T(nahe Hauptbhf.). Tel. Hansa 4314. Lagerbesuch erb. Vergebung o.StratzenunterhalUlngsmaterialien für das Zahr 1919. Die zur Unterhaltung der Kreisstraßen des Kreises Friedberg erforderlichen Materialien sollen auf dem Wege des schriftlichen Angebots • wie folgt vergeben werden: vruchsteine Uleinschlag Grur Zand Stand der Mitglieder Ende 1917 . 200 Durch Tod ausgeschieben 5 Während des Jahres 1918 zugegangeu 19 Stand der Mitglieder Ende 1918 . 214 Laudwirtschastl.Ko«smuverei« Großen Linde« E. G. nu n. H. 1818. M. 55571.31 510071.45 5893.— 265035.50 70 — 4272.68 Passivs. Per Mitgliederguthaben . . . „ Rückständige Zahlungen . „ Reservefonds „ Betriebsrücklage . . . . „ Reingewinn iloficuet fcnetitt (ui mV such» noch gums »•eg tu taufen. SV tgebne unter 04027 f Wietentt Antrig. ev chrort ober ©cbcftf 1n1(tfürmliikxt@w I tarnen «esttcht. AM M) an den Dorfeld. Hildebrand. 31 600 3 550 6 400 cbm. Die Bedingungen, sowie die Uebersicht der Verteilung der einzelnen Lieferungen auf die verschieden- nen Stratzenftrecken liegen aus dem Amtszimmer des Unterzeichneten, Schützenrain Nr. 5 (Zimmer 3) offen, woselbst die Angebotsvordrucke gegen Erstattung der Selbstkosten erhältlich sind. Die Angebote sind verschloffen, postfrei und mit entsprechender Aufschrift versehen bis zum 18. Marz ö. 3., vormittags 9 Uhr hier einzurcichen, zu welchem Zeitpunkt die Oeffnung der Angebote daselbst in Gegenwart etwa erschienener Bewerber stattfindet. nmiiiniiiniumimnrnniiininiiniiiiiuii.niMni.Kun.i «MS JilWi Säcke! ZM- e. G. m. u. H. Bilanz am 31. Dez. Aktiva. Kaffenbestand Vorschuß-Konto .... Güterschilling-Kvnto .... Effekten-Konto ..... Mobilien-Konto Ausstehende Zinsen .... Bekanntmachung. Detr.: DaS Bedecken der Stuten durch die Lanb- aestütSbeschäler im Jahre 1919. Aus die Bekanntmachung des SreiSamtS Sieben vom 12. Februar 1919 im (Siebener Anzeiger Nr. 43 vom 20. Februar 1919 wird hingewtesen. Bietzen, den 2L Februar 1919. 2589B Der Oberbürsoaveister F. B.: Gmmeliuö. St. = 23,08 Fstm. Finanzierungen Vermittlung von Gründungen, Fusionen. Sanierungen und PRIVA TTANZUNTERRICHT erteiltgründlich u. gewissenhafte jcd.Tageszeit TH. BÄ ULKE, TANZLEHRER Schi Heuberger Weg 58. 04030 Bekanntmachung. Daü am 15. Februar tu FS. fällig gewesene Schulgeld des Realgymnasiums, der Oberrealschule, der Höbereu und erweiterten Mädchenschule und der Gymnasial-Borschule kann in den nächstens Tagen noch ohne Kosten an die Sladtkafie bezahlt werden. Degen des Bücherabschlusses wird um pünktliche Zahlung gebeten. „ ©lenen, den 28. Februar 1919. 2600B Der Stadtrechner: Maser. Aliceschule. 1. Kurse in Weihzeugnähen, Flicken und Stopfen, Handarbeiten, Bügeln, Schneidern und Kochen. Beginn 11. März. L Haushaltungssehele. Beginn 11. März. Anmeldungen viS 1. März. 1 Lehrerinnen - Seminare für Handarbeit^- und tzauSwtrlschasts-Lehrerinnen mit abschlieden- der Staatsprüfung. Beginn 23. Avril. Aus- nahmevrüiung Ende Februar. 4. Internat für auswärtige Schülerinnen. 1374V Prosp. gratis. Anmeldung, im SchulbauSSteinstr.10. Aktiva. Warenvorrat am31. Dez.1918 Ausstände Kassenbestand ...... Ausgeliehenes Kapital . . . Mobilien . 227,54 M. 10 »U Abschreibg. 22,75 , Seminar für Gartenbauielirerinnen mit Abschlußprüfung nach 2-jähr. Kursus — Gießen. ■ ■ Lehrhanns für Bernftgärfnerlnnen mit ü-jähr. Karen*. fiartenbankohnie für Bildchen u.Frauen mit Halbjahr-Koni mer-Kure. Gleichzeitig Gelegenheit zur Ablegung etaatl. 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Die Abgabe erfolgt tu den GefchÜflen, deren Firma auf der Lebensmittelkarte eingetragen ist. Die Sunden folgender Geschäfte, die sich au der Ausgabe nicht beteiligen, crdalten daS ihnen zu- stehende Setsenpulver wie folgt: 1-Lmmericher Waren-Erp. durch O. Waterhoff. Drog. (S m. b. H. Meuzplatz 9, sgäs, 2.«. »och Rachf.. o Fnh. F. 8aj6 3. Kaisers Saneegefcha,t G. m. b. H. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Friedberg, den 25. Februar 1919. Der Kreisbauinspektor. 0. D.: Lorenz. Haben die Alleinvertretung deS patentierten unzerbrechlichen hartglarsangerr welcher in 3 Tröffen hergestellt und ihr Sligllege ul zahnende Kinder tmentbehrlfefae „Für Milch nnd Brei“. Diese Sauger sind von sämtlichen Stenten und Professoren wegen ihrer hngientschen Vorzüge begutachtet. Der zahnende Prozeh geht auch leichter und schneller vor sich, alß mit den seinerzeitigen Gummtsaugern. Die Reinigung erfolgt mittels Geslügelieder. 2578ss Konsum-Verein Gießen o. Umgebung e.6,m. b. 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Mars werden im Distrikt Riedwald versteigert: Susippel, Rm.: 51 Buchen, 122 Eichen, 6 Fichten: ReiSbote Wellen: 1250 Buch- 1800 Eickum. 100 Fichten ldie Laubholz-Wellen find ziemlich gute Forsttvellen», 132 Fichtenderbftangen von 0—7 Zttn. Mittendurchm. — 3,90 Fm. u. 2000 St. Fichten-Bohneustanaen. Die Zusammenkunft ist vormittags 9*/s Uhr auf der Müllerschneihe im Riedwald, wo bei der a ® =r O QS =— ca cj=> = 62,94 , « 48,19 „ = 45,64 „ --- 46,55 Bekanntmachung Bet» - Zurückführung von HeereSgcrät. Aus die Bekanntmachung deS KreiSamtS Stegen vom 15. Februar 1919 in obigem Betreff — abae- druckt im lÄievener Anzeiger Nr. 48 vom 26. Febr. 1919 — mache ich hiermit ausmerkfmn. Menen, den 27.i,Februar 1919. 2601B Ter Oberbürgermeister: Keller. Aktiva. Warenvorräte Deponierter Kassenbestand . . Lagerhaus lt. Kauf Kassenbestand Ausstände Mankoersatz vom Lager . . . 5 930.37 840 913.94 Passiva. Anlehen-Konto . . . . Stammanteil-Konto . . . Reservefonds-Konto . . . Effeklenreserve-Konto . . DarlehnSzinsen . . . . Reingewinn Mitgliederbestand Ende 1917 . . Zugang in 1917 Abgang in 1918 Mitgliederbestand Ende 1918 . . Bekanntmachung. Laut Beschluß des Vorstandes und Aussichtsrates der Spar= u. varlehnslaffe watzen bonvSteinbcrg, e. G. in. u.H.,wird der dinsfufc für alle (Einlaqen vom Ami! 1919 ab von 4 % mf- auf 572% herabgesetzt. Gläubiger, die mit diesem Beschluß nicht einverstanden sind, wollen sich bei dem Vorstand der Kasse melden, ver Vorstand. 700.— M. 2145.95 „ 3600— „ 4763.78 „ 2116 76 „ 13326.49 M. Aktiva. Warenbestand 3989.54 M. Kassenbestand 3406.61 „ Sparkassenguthaben . . . 3229.20 „ Ausstände 2701,14 „ LsMrtsWIWrKsllsMvemnü ß. 8. N. u. ß. z« ReisWekl. Philipp Stumpf VII., Karl Debu», Direktor. 04009 Lagerhalter. ERt IHorel. •— v 10107,83 M. 538,95 „ 4879,05 „ 3000,— „ Generalversammlung Sonntag ben 9. März, uachmittagS 8 Uhr, bei Wirt Lubwig Weimer dahier. Tagesordnung: 1. Umwandlung der Genoffeuschaft in em- solche mit beschränkter Haftpflicht. 2. Abänderung des Statuts. „2. Lesung." 3. Verschiedenes. Der Arrfsicht»rat. Grölz, Vorsitzender. l.ltLa?, au kaufen « such'. M ttcr (4'73 an den «Ht mel^Me^er. MÄLZ li. i-t.M „ Ed. Guth, Drogerie, Marktitrafie 5, „ P.F.MöbS, Seifen- sabrik, Män?burg8. Sieben, den 1. Mär» 1919. 24888 Ter Oberbürgermeister (Lebensmitlelamt). Holzverftkiqrrunci der Stadt Giktzeo. Moutag den 3. Marz 1919, vormittags 9'/, Uhr beginnend, werden in den Waldungen der Stadt Giefieu im Be-irk des ForstwartS Geisel- Giefien . Berschiedenes. Die Rechnung Hegt von heute ab 8 Tage im Geschäftslokale offen. Lollar, den 28. Februar 1919. Der Vorsitzende deS AnMchtOrateS: 2856 Schmidt. Mr nvtuttta fiülengeiiÜ6~~ ^^cbciibrtdj,$fitn '^^^uü.Srönn aiiS.ed)irmer,iiQu(ifT anbtw ähere Tünel- Sumiler. Angrd i l.Grür>-u.Prelsnngabr buieiLioPailrDtne). chElberfelderSlr'.'- artiewaren Restposten jeder Art [“’m telne Ersatzware ! kaufen gesucht tuet), il F.ü. 115X2$ Äiilttlitpijti t erhalt., ju kaufen Mi d?dhl Anaeboie uniet 089 an den Bieh. Liu , kd!.hiütOA sucht. Schr. Hng. tun Wn._MHieMru.ert t Wettbewerb <■6339 Ornipfeble mich in (**D Gg. Schieferstein, Lieh 124c Telephon Nr. 17. FrlMenatraOe 33, Fernsprecher 5371. 2574c Dir. Warnecke 2252 Horchwerke Akt-Ges. Zwickau Gießen 2426 - Selterewi Steinstr. 15 Stallung: Telephon 2171 Nodheimer Str. 4S iKonfirmandenAnzüge: in Blau, Schwarz und Marengo in Blau, Schwarz und Marengo Telephon 2(160 2448c itekata :: DasiittiiMte Ernst Challter,: Neuenweg 9 • Minael-Anlagen o jeder •** w. GrStze. ItSD hemim t Gesellschaft zur Förderung des oberhefi. handwerts und Nunftgeverbes Polieren , in tadelloser Ausführ. ' , ■ Wilh.Rudolph; > Planohandlone ? vanlsürhandelu.Mustrie fvarmstäöter Bant) An- unö verkauf von wertPapieren, SelSsotten usw. 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