e 0 ßssM"1 Hemden tiOSMT- <»**; rote, SocKen mi S*to /erteilt»« tei NeustadtM Ö11W W* 5gS 3itre fi-«gen, 8«* * j *?S»»üä **L3 I s LKS Die heutige Nummer umfaht 10 Seiten. antnrortung auf sich, die kein seiner Pflichten gegenüber Gegenteil von den dem Lande bewußter Rumäne teilen kann. Rücktritt des bulgarischen Kabinetts. findung. prinz ist als Generalissimus bestimmt. ru Tie Wahrscheinlichkeit, daß Bukarest, Mobilisation Bukarest, 450 000 Mann . her si/ folacndes können nur die Interessen des Staates gefährden. Die ' Makedonien sind nicht fertigen, die sich darüber nicht klar ftnb, laben bic Ver- .'.'ca^eoonicu juiu muji ..... - .. f hj «. • fompr Vrlickten aeaenubci Amtslokal eing eschen werden. . . ' Tiefe Erklärung rief groste Heiterkeit in Paris hervor. 2,a- mit aber das Gelächter nach alter Germanensitte auf beiden Ufern des Rheines erschalle, erzählte ich, so schlicht Voll seine lustige Erzählung, die Geschichte lsier mit dem Bemerken, dah sie mir als völlig authentisch milgeteilt wurde. Rumänien mobilisiert! 3. Juli. Der K ö 'n i g hat die allgemeine der Armee angeordnet. 4 Juli. Binnen einer Woche werden unter de n Fahnen stehen. Der Kron- zwei Sterne zusammenpvallen, ist überhaupt austerordentlich gering Nach Poineare gibt es im Weltall vielleicht hundert Millionen Sonnen, und die Wahrscheinlichkeit, daß eine solche Sonne einen Zusammenstoß erlebt, ist sehr gering: sie könnte 16 000ma( die Milchstraße durchlaufen, ehe sie Mit einem anderen I Sterne nisammenstieste. Nach den Berechnungen von Arrhenius besteht für unsere Sonne die Wahrscheinlichkeit, in einer Billion Jahren einmal mit einer anderen zusammenzustoßen. Nun ist es wahrscheinlich, daß es im Weltall hundertmal soviele dunkele -■ 1 Sterne gibt wie uns sichtbare, und dann könnte unsere Sonne sich | immer noch 10 000 Millionen Jahre durch den Raum betrugen, l ehe ein Zusammenstoß erfolgte! Nach T. See verliefe so ein ' Zusammenstost übrigens ganz friedlich, und die .beiden Sterne würden nicht explodieren, sondern beginnen, umeinander zu kreisen. garieus zu. Bukarest, 3. Juli. Die liberale Partei veröffentlichte folgende Erklärung: Die liberale Partei hat seit langem die Politik, die Rumänien hinsichtlich der Balkanereignisse befolgen mußte, vertreten. Infolge der Ereignisse der letzten Tage drängt sich die sofortige militärische Intervention auf. Die entscheidende Stunde Heber die bisherigen Schlachten kann man sich noch kein rechtes Bild machen, so lange der bulgarische Aufmarsch noch nicht bekannt ist. Vielleicht wird Bulgarien seine volle Kraft erst einsetzen, wenn es seine Truppen vollzählig versammelt hat. Wahrscheinlich ist von Serbien die Kriegserklärung zu erwarten, da der König nach Uesküb ins Hauptquartier übergesiedelt ist. Wir erhalten folgende Meldungen: Die Haltung Bulgariens. Sofia, 3. Juli. (Wiener Korr.-Bureau.) Von zuständiger Stelle verlautet, INinisterpräsident Danew habe die russische Regierung gebeten, in Belgrad und Athen zwecks Ernstellun gder Operationen binnen 24 Stunden zu intervenieren. Wenn die Serben und Griechen nicht zustimmen, soll nach Ablauf der Frist die Kriegserklärung erfolgen. eines Schwanzes leicht eintauchen konnte. Dann I „ Maler das Tier auf eine zwar nicht auälerische, aber sehr ärgerliche Weise zu reizen. Der Elsel, d-aflsen Quaste bald in diesen, bald in jenen Farbentopf wüstste, beschrieb mit dem schweife weite Kreise in der Luft, die oft genug die Leinwand traten: auch schlug er mit dem Schweife in kurzen Hieben um »ich. Aus diese Weise entstand jenes Bild, das zurzeit in einem Pariser Kunstsalon unter dem Titel „Tie Wut" als ent Werl des Malers Asinowitsch ausgestellt ist., Tie Photographie, die unmittelbar nach seiner Entstehung angesertigt wurde, kann jederzeit in meinem Sofia, 3. Juli. Die „Agence Bulgare" ist ermächtigt, alle Belgrader Meldungen von Siegen über die bulgarische Armee a u s das entschiedenste zu dementieren. Nach den ersten erbischen Herausforderungen griffen die bulgarischen Truppen, nachdem sie die serbischen Angriffe zurückgewiesen hatten, offensiv an und besetzten bei der Verfolgung der Serben einige Ortschaften auf dem rechten User der Slatarwivska. Die Bulgaren stellten hierauf gemäß der vorgestern vormittag erteilten Befehle bas Feuer ein und zogen sich in ihre früheren Stellungen aus dem linken User der Slatanowska zurück. Zu den Serben wurden Parlamentäre gesandt, um die. Einstellung des Feuers zu foroern. Die Serben hielten die Parlamentäre zurüst und ergriffen die allgemeine Offensive mit allen Truppen. Das ist jene Offensive, die in den Meldungen von der Verfolgung der Bulgaren bezeichnet wird. Gestern nachmittag griff das g a n z e s e r bis ch e H e e r wieder an, wurde jedoch unter groß en Verlusten zurückgeschlagen. Auch die Meldung, den bulgarischen Truppen sei eine Kriegsproklamation verlesen worden, ist reine Er- Bulgarien in Bedrängnis. „Zu tief schon hat der .Haß gefressen, und zu schwere Taten sind geschehen." . . . Bulgarien hat sich nochmals an bic russische Regierung gewandt, um den Krieg zu vermeiden ; vergeblich! Serben und Griechen, die sich anfänglich in unablässigen Beschuldigungen des Gegners berauscht haben, begeistern sich setzt an den unzweifelhaften Erfolgen, die sie über die Bulgaren davon getragen haben. Es ist wirklich zu viel Blut geflossen, als baß eine friedliche Ordnung der Balkanverlftilinifse noch möglich sei. Werben die Sieger von Kirk-Killisse und Lüle-Burgas setzt beut gemeinsamen Anbrängen der früheren Waffenbrüder erliegen? Das Kabinett T an ew ist zurüchgetreten. Ru mänien ha t mobilisiert. Das sind die wichtigsten Vorgänge, die seit gestern nebeneinanberzuhalteu sinb. -2)anew ist wahrscheinlich wegen bes rumänischen Schrittes gegangen. Er hat bic Gefahr nicht rechtzeitig erkannt unb Rumänien picht bas kluge Entgegenkommen bewiesen, bas bic Lage erforderte. Nach seinem Rücktritt wird man in Sofia wahrscheinlich barangehen, bic Fäden mit Bukarest wieder zu knüpfen. Was will Rumänien, wo die Volksbewegung so elementar losgebrochen ist. Den Serben helfen? Serben unb Rumänen haben sich seit Jahr- hunberten aufs bitterste gehaßt. Tie rumänischen Bojaren machten in früheren Zeiten oft genug blutige Rachezüge über bie Donau lsinweg tief nach Serbien hinein, um die Schandtaten serbischer Haidukensichrer Auge um Auge, Zahn um Zahn zu vergelten, die immer unb immer wieder in bie Walachei eindrangen, sim diu durchtzhre Schönheit berühmten Rumänenmädchen zu rauben. Der Serbe ist in den Augen des Rumänen beinahe etwas Verächtliches. Der Nationalreichtum Serbiens, die Schweine, haben bewirkt, imß in Rumänien diese Tiere Serben genannt werden, genau wie es noch in den östl. Gegenden Rußlands seit dem Jahre 1812 durchaus volkstümlich ist, die SchweineFranzosen zu nennen. Der ganze stolze rumänische Volkscharakter ist zu sehr allem Serbischen abgeneigt, als daß ein Bündnis mit der Belgrader Regierung für die leitenden Staatsmänner in Bukarest möglich wäre. Offenbar wünscht Rumänien Kompensationen von Bulgarien, und dazu ist ja zweifellos h-euto auch der rechte Augenblick gekommen. Der Krieg ist nicht aufzuhalten, und Bulgarien befindet sich in der schwierigsten Lage, die es für einen Staat überhaupt gibt. Dr.ohen nicht an den Toren im Osten auch bie Türken? Das Sensationsbild des Malers Asinowitsch. In dem in den nächsten Tagen erscheinenden Jnlihesie der „Süddeutschen Monatshefte" erzählt der Münchener Kunsthistoriker Karl Boll von einem Pariser Künstlerstreiche, von dem man' lamch schon früher gehört, hat der aber einen so luftigen, und schätzbaren Beitrag zur Psychologie der alleriungsten „Moderne" in der Malerei bildet, daß seine Erinnerung wohl aut- gefrischt zu werden verdient. Umsomehr als ein ^nsttennerund Kunstforscher von der Bedeutung Bolls sich der lmbschen Anekdote annimmt. Vor einigen Monaten, so berichtet er, war in einem hochmodernen Pariser Kunstsalon ein Bild von einem bis dahin unbekannten Maler Asinowitsch ausgestellt Es trmg toi Titel Die Wut" und war eine mit rein neirzeitlichen Ausdrucksmitteln d'argeftellte Allegorie. Flache und meitge^gene Kurven, die ziemlich konzentrisch die Bildfläche von oben bis unten bedeckten, stellten den rasenden Schwung der fortstürmenden Xbut par, uno kurze, dicke, über das Bild kreuz und guer gehende tzinselhieoc versinnbildlichten die Pausen der keuchenden erschöpften Ermattung, die mit den Wutanfälleii abwechseln. Ohne gerade sein koloristisch zu sein, hatte die Tafel etwas Auffallendes durch bic kecke Verbindung von scharfen Farben: ein sehr grelles Rot und ein beiden- des Grün gaben ihm einen besonderen Charakter. Vor allem aber erregte die .Handschrift große Aufmerksamkeit bei den Besuchern des Salons. Sie war grob, aber sie war voll Energie. Mit raschem, breitem Pinsel waren die Striche in höchster Sorglosigkeit auf die Leinwand geworfen; aber wenn der Vortrag auch nicht elegant war, so zeugte er doch von rücksichtsloser Kraft, ^an hätte schwören mögen, daß das Bild von einem Wutenden fefbft gemalt wäre. Asinowitsch hatte vollen Erfolg mit feiner merkwürdigen Tafel. Nicht nur die unentwegt modernen Kritiker, die auy Prinzip iebe neu auftau chendc Richtung zu fördern pflegen, sondern auch manche weniger Entschiedenen empfahlen das Bild, von dem aus .•in neuer Weg in die Zukunft führe. Asinowitsch war der meist genannte Maler von Jungparis geworden. Wahrend noch der Jubel der Kritiker sich in überstiegenen Artikeln erging, las man in einem der großen Boulevardblätter . folgende amtliche Erklärung eines bekannten Pariser Notars: Ich erMire hiermit, daß ich vor sechs Wochen von zwei Malern in ihr Atelier bestellt wurde. Ich fand dort einen Esel iwr, der — nachdem mich die Herren begrüßt batten — schwänzlings gegen nämlick gerade dort, wo sie nach der Erplosionstyeori. vorgonoe i eine gut befestigte, mäßig große, noch unberührte Leinwand gestellt sein müßten, nämlich im dichtsten Sterngewimmel, fast gar wcht, wurde Man band ihm die Hinterbeine, Hamit er nicht aus-1 obwohl dort die Zusammenstöße am häufigsten sein mußten. ~o.t Sofia, 4. Juli. Das Kabinett Danew hat demissioniert. Neue serbische Triumphe. Belgrad, 3. Juli. Das serbische Prehbureau veröffentlicht folgende Einzelheiten über den.zweiten Kampftag. Am 1. Juli ist die 7. bulgarisch e Di - Vision, 24 Bataillone und etwa. 70 Geschütze stark in milder Unordnung geflohen und über oa§ Linie Ufer des Zaletovo zurückgeworfen worden. Die serbischen Truppen haben die Fliehenden verfolgt und sie gezwungen, eine große Anzahl von Toten und Verwundeten zurückgU- lassen. Als die Bulgaren begannen, sich wieder festzusetzen, ging die serbische Infanterie und später die Kavallerie mit einer solchen Schneidigleit vor, daß der Ruckzug der Bulgaren zu einer regellosen Fluch t wurde. Die Bulgaren ließen ihre gesamten Batterien und Maschinengewehre zu ru ck und warfen ihre Gewehre, ihre Munition und ihr Gepäck fort. vereinten Kräften haben die serbische Kavallerie und Infanterie eine vollständige Schnellfeuergeschütz-Batterie von vier Kanonen, 11 Protzen mit Bespannungen, die Bedienungsmannschaften und Offiziere weggenommen, und außer dieser Beute lmben sich die Serben neun schnellfeuergafchutze, 13 Protzen, 7 Gebirgsschnellfeuergeschütze, sowie einer ganzen Maschinengewehrabteilung von vier Stuck mit Bespannung, ihrer Ausrüstung und einer großen Anzahl von Gewehren und Munition bemächtigt. Gefangen genommen worden find: Ter Kommandeur des 13. bulgarischen Infanterieregiments, das vollständig zersprengt worden ist, 10 Offiziere und an 1000 Unteroffi* ziere und Soldaten. Tie Verluste der Bulgaren sind sehr bedeutend. Nach ihren auf dem Schlachtfelde zurückgelassenen Toten und Verwundeten durften sic etwa 800 Tote und 1800 V e r wu n d e t e betragen. Die serbischen Verluste sind, obgleich hoch, doch weniger beträchtlich als die bulgarischem Der blutigste Kampf hat sich auf dem rechten serbischen Flügel abgespielt, auf dem nackt einer fürchterlichen Niederlage der- Bulgarcn die Serben 19 bulgarische Offiziere, 191 Unteroffiziere und über 500 Soldaten gefangen genommen haben. Tas serbische Regierungsorgan „Sainouprawa drückt seinen tiefsten Schmerz darüber aus, daß die Bulgaren m unersättlicher Gier nach fremdem Gute in verbrecherischer Weise bie Eintracht auf dem Balkan vernichten und wegen einiger 10 000 Quabratkilomeier Landes einen Bruderkrieg nicht gescheut hätten Tie neuesten Ereignisse bedeuteten ein großes.Unglück für den Balkan und vielleicht sogar em gro ß e s s l a Wisches Unglück. Erschreckend sei das bar bar i> che Vorgehen der Bulgaren-, die ein unter dem schütze des Roten Kreuzes stehendes serbisches Feldspital überfallen und verwundete serbische Offiziere und Soldaten auf das furchtbar st e mafsakr irrt hätten. Vor solchen Erscheinungen muß das Blut der serbischen Krieger erstarren unb der Drang nach furchtbarer Rache, erweckt werden. Belgrad, 3. Juli. (Serbisches Prcßburcau.) Die Verluste der Serben bei dem letzten Kampfe bei Ratkr Bukwi betrugen etwa 3 00 0 T ot e u n d V e r wun d e te. Tie Verluste der Bulgaren find bedeutend größer. Wien, 3. Juli. Die „Neue Freie Presse" meldet aus Belgrad: Ter König und der Ministerpräsident reisten heute früh nach Uesküb ab. — Die „Neue Freie Presse meldet aus Sofia: Bulgaren nahmen gestern nachmittag bei Jstip 1580 serbische Soldaten und 27 Offiziere gefangen. Bukarest, 3. Juli. Arn heutigen Kronrat nahmen der Ehe des Generalstabes und der Prinz von Rumänien teil. Vor dem Palais war eine große Menschenmenge versammelt, die den Prinzen und die Minister beim Verlassen desselben nut Beifall begrüßte, freute abend findet ein Ministerrat statt, der bie Einzelheiten b c r bevorstehenden Aktion bestimmt. 2,1c A u s- nähme der Mobilisation ist bei der Bevölkerung der frauptstadt sehr günstig, die Kriegsbegeisterung 1 st g roß, vornehmlich, da die lange zuwartenoe Haltung Rumäniens in der Balkankrise bic Gemüter immer stärker erregte. Insbesondere wirkte hierbei die konsequent ablehnende Haltung Bulgariens Rumänien gegenüber mit, die auch während der Verhandlungen in Siliftria keine Abschwächung erfuhr. Die maßgebenden Streife lehnen die Verantwortung für den unvermeidlich gewordenen Entschluß ab und schieben ihn der unnachgiebigen Haltung Bults. Wenn zwei Sterne zusamme n stoße n. Weiui zwei Sterne zusammenftoßen . . . eine furchtbare Katastrophe im Weltenraum ist bann bie Folg-', ober was geschieht? darüber sind bic Gelehrten noch nicht einig. Ein Geologe und ein Astronom, Ehamberlain und Monlton, haben hierfür eine Explosionstheorie ausgestellt, bie der englische Astronom William Bavard frale in einem astronomischen Aufsätze der Heincmannschen Wochenschrift" „The World's Work" bespricht. Wahrend die beiden Sterne sich einander nähern, würden sich aus beiden infolge der Gravitation gewaltige Ausläufer herausrecken, große Mafien würben herausgerissen, bas heiße Innere, das plötzlich mit der Kälte des Welten raumes in Bcrühtimg kommt, gibt gewaltige Gasmassen von sich, und schließlich folgt eine fürchterliche Explosion, durch die Bruchstücke auf Nimmerwiedersehen vom Sterne losgerissen würden, die vielleicht nach Millionen von Jahren in den Bereich eines anderen Sternes gelangen, unb die Trümmer der beiden explodierenden Sterne werden zu einem lockeren^ frei senden Spiralgebilde, das sich vielleicht später zu einer ^onn? mir Planeten verdichtet. Die Theorie rtingt sehr gut: aber der Astronom T. I. I. See hat sie widerlegt, wenigstens soweit es sich um das Zusammenprallen fester Sternförper handelt. Er ist dabei statistisch vorgegangen und hat auch die Wahrscheinlichkeitsrechnung zur Hilfe herangezogen. Spiralnebel finden sich nämlick gerade dort, wo sie nach der Exploponstheone vorhanden ' ■ im dichtesten Sterngewimmel, fast gar nicht, — Eine Straße vom Atlantischen ?unt Gro ßen Ozean lieber ein gewaltiges Unternehmen auf dem Gebiete des Kiinststraßenbaues wird in der „Bauwelt" berichtet. Infolge der frühen Entivicklung des Eisenbahnnetzes in den Vereinigten Staaten sind die Landstraßen bisher arg vernachlässigt worden, unb sind in einem Zustände, der mehr an deutsch Feldwege erinnert. Nachdem nun aber der Kraftwageuverkehr immer größere Bedeutung gewonnen bat, ist das Bedürfnis, gepflegte Kimch Maßen zu haben, stärker geworden, und so haben die amcritanischn Zementfabrikanten auf ihrer Jahresversammlung in Chicago letzt beschlossen, eine Straße zu bauen, die quer durch bre Vereinigten Staaten in einer Länge von ß-400 Kilometern von Meer ;u ..ieer läuft Die Kosten Kür das Riesenuntemehmen belausen sich aus etwa 10 Millionen Dollar; die Zementfabrikanten Zmrben vier Millionen dazu aitfbiingen, indem sie von .ihrem Jahresumsatz ein 'Prozent für die nächsten 3 Jahre beifteucm, und die übrigen Kosten sollen Staaten, Gemeinden und Bürger durch freiwillige Beiträge beschaffen. — Kurze Nachrichten aus Kunst unb Wissen - schäft. Seinen 80. Geburtstag beging am 3. Juli HotL Thudichnin in Genf, der in philologischen Kreisen als Pädagoge und Sprachforscher i-ühmlichst bekannt ist. @r iltjw ^u» dingen geboren und lebt seit langen wahren ab ~eitcr und Besitzer des Internationalen .Knabeiiiuititiits La Chalelaine in Gem. — Der Rektor der deutschen Universität in Prag, Zoologe Ritter Lendlmavr von Lendenfeld, ist im Alter von 56 Jahren gestorben. nr 154 Erster Blatt 163. Zahrgavg Zreitag. 4. Zuli 1915 Der Kietzener Anzeiger r'S inonatlich75Vi^viertel- crscheint täglich, außer X AA jährlich Rik. 2.20: durch - Beilagen: M Ä A Ak «M AjA jßbk. jA \'(bhole- 11. Btvciq'tcilcn viermal wöchentlich 'EyW w Ws monatlich 65 Pf.; durch Siebmer§amilienblütter; W Ä W KV > M W 88 W Z ® V S ffl H W diePost Mt.2.-viertel- zweunatwöcheutl.Areis- M AM MM, Ätj W K k/Z M M 88 M jähvL ausschl. Befiellg. blatt Kreis Sieben Hi ■ H M M ■ m H _ H Zeileiwreis: lokal 15Pf^ nnbFrttlag): H ^8 ■ |^L MD zweimal mouail. Land- w ■ KB MM HB V tz tzesredakteur: A. Goetz, roirlschaslliche Zeitfragen ™ & Verantwortlich für den Ferusprech - Anschlüsse: politischen Teil: Aue,usi MMM General-Anzeiger für Gherhessen DFiMs. Annahme von Anzeigen Hofatieitsörud und Verlag der Vröhl'schen Univ.-Vvch- und Sleinöruderct n. Lange. Redaktion, Expedition und Druckerei: Zchulstraße 7. Ltind": E.freß: für den ß «ÄS Geschäftsstelle Büdingen vahnsiofstrahe !6a ________ Anzeigenteil: p. , ec... schäft eine Note überreicht feststellt: Die letzten Zwischenfälle in Muz von den bulaarischen Truppen veranlaßt, die keineswegs einen Angriff bezweckten, sondern im C „ / ™ serbischen Truppen angegriffen worden sind, offenbar im Einverständnis mit den Griecheii, (bic gleichzeitig unerwartet angegriffen haben. Die bulgarische Regierung hat jedoch, von dem Wunsche geleitet, allen Verwicklungen vorzubeugen, beim Eintreffen der ersten Nachrichten den Befehl gegeben, alle Operationen auf feiten Bulgariens einzu- te'llen imd hat zu gleicher Zeit die serbische Regierung, aufgefordert, den Befehl zu geben, die Angrisssbewegung der serbischen Truppen anzuhalten. Anstatt daß dieser Befehl erteilt wird, erfährt die Regierung, daß große serbische Truppenmasfen auf JschtiP vorrücke n. Bei diesem Stande der Dinge lehnt die bulgarische Reoieruna nicht allein j e d e V e r a n t w o r t u n g a b son- bern sie besteht zum letzten Male darauf, daß die serbische Regierung den Befehl gibt, von morgen ab mit der An- grifssbewegung der Truppen aufzuhören. Im gegenteiligen Falle schreibt die bulgarische Regierung der serbischen die ganze Verantwortung für die Folgen zu. Sofia 3. Juli. (Agence Bulgare.) Die Regie- rische Intervention au. Die entscheioenoe ^tuno. ng hat gestern abend der serbischen Gesandt- hat geschlagen. Jedes Zuruckhalten und rede Verzögerung junb fteßte einige ®atientö*e d-zu.^in die^di-^Q>,-st^sind aber.^rabe, amjetenften! Reiter hatten die 93iiTgaren wichtrge Erfolge bei Aivatlt, vierzehn Kilometer nordöstlich von Saloniki. Nach Privatmeldungen der „Reichsposft' aus Sofia rücken die Bulgaren auf dem serbischen .Kriegsschauplatz gegen die serbischen Stellungen bei K'öprülü vor und umrlam- merten wichtige serbische Positionen auf der Höhe gegen .^atowo; sie bereiten eine Umfassung der Serben bei Egri Palanka vor. Griechenland ruckt weiter vor! S a l o n i l i, 3. Juli. (Agence d'Athönes.) 'Die g riecht- s ch e Armee kam auf ihrem s i e g r e i ch e n M a r s che vor Kilki ts ch. Äm Nachmittag errichteten die Bulgaren gewaltige Ber teidigungswerke. Sie rechneten damit, bei Kitkitsch Widerstand zu leisten, um das Vorwärts-» dringen der griechischen Armee zu hemmen. Gegen abend wurde Kilkitsch im Sturm genommen. Die Begeisterung der griechischen Truppen ist unbeschreiblich. Sie wollten nach einem so denkwürdigen Zuge sich der wohlverdienten Ruhe nicht hingeben, sondern! verlangten von ihren Führern zu einem neuen Siege geführt zu werden/ Infolgedessen rückte das Heer n a ch N o r d e n weiter. In diesem großen Kampfe spielte das Bajonett die wichtigste Rolle. Die griechischen Verluste sind erheblich, wenn auch im Vergleich mit den bulgarischen gering. Die Griechen in Nigrita eingedrungen. Athen, 4. Juli. Der Kriegsminister erhielt folgendes Telegramm vom Kriegsschauplatz: Unsere Truppen sind in Ni grita eingedrungcn und fanden es von den Bulgaren in Brand gesteckt. Saloniki, 3. Juli. Nach Einnahme von Gjewgeli durch griechische Regimenter wurden die Bulgaren von den siegreichen Griechen l)art verfolgt. Viele Bulgaren ertranken auf der Flucht indenWellendesWardar- fl u s s e s. In Saloniki herrscht unbeschreiblicher Jubel über das siegreiche Vordringen der Griechen. * Die Einberufung der griechischen Kammer. Athen, 3. Juli. Die Kammer ist für morgen einberufen worden. Sal oniki, 3 .Juli. Die B u l g a r e n begannen heute morgen mit einem Angriff auf die griechischen Stellungen bei Lan g ad ha. Die griechische Artillerie zwang die Bulgaren, sich zurückzuziehen. Die Griechen rücken vor. Athen, 3. Juli. Die griechischen Truppen bemächtigten sich heute nach einem Kampfe GjewgeliA und Kilkitschs, die Bulgaren sogen sich zurück. Morgen erscheint eine Botschaft des Königs über die gegenwärtige Lage. Athen, 3. Juli. Oberst Du sm anis, der Ches des Gc- ncralstabes, berichtet über die g e st r i g c n Ereignisse, daß die Truppen den Vormarsch auf der ganzen Front bis morgens mit außerordentlichem Schwung begannen. Dcr*Fcind in der gleichen Stärke wie die Griechen, wenn nicht'überlegen, stand im allgemeinen in gut befestigten Stellungen. In mehreren Gefechten wurde er schon aus seinen Stellungen bei Sulowo und von der 500-Meter-Höhe des Berges Vcrtisco nach erbittertem Widerftairde vertrieben und aus seinem Rückzug in der Richtung auf Migrita verfolgt. Zweitens: aus Visoka, ferner aus Zavowo und Berowo nach lebhaftem Widerstand, gegen La- hana znrückgeworfen. Er war hier mehr als 8 Bataillone nebst .Artillerie stark. Drittens nahmen wir mit dem Bajonett'die Höhen 5 4 4 und 605 Meter im Norden von Gucvesne. Auch hier hatte der Feind mehr als! 8 Regimenter und Artillerie beisammen. Unsere Truppen konnten die Artillerie sehr wenig verwenden, da sie keine Gebirgsgeschützc hatten und die Feldgeschütze wegen des Terrains nicht in Tätigkeit treten konnten. Trotzdem rückte unsere Infanterie lebhaft vor. Der Feind nahm seinen Rückzug nach Ligowani. Viertens warfen unsere Divisionen von Kilkitsch den Feind nach erbitterten Kämpfen nach und nach aus verschiedenen verschanzten Stellungen, die sie weist mit cmfgcpslanztem Bajonett entnahmen und verfolgten ihn bis Kilkitsch. Fünftens entspann sich ein heftiger Kampf auf unserem vorgeschobenen linken Flügel. Der Feind ivnrbe geworfen und nahm seinen Rückzug nördlich des Ardechan- Sees. Er scheint große Verluste erlitten zu haben. " Auch unsere Verluste siird beträchtlich, aber nicht übermäßig. Soweit es die vorläufigen Angaben' übersehen lassen, wurden vier S ch n e l l f eu e r g e sch ü tz e dem Feinde we g g c n o m m e n. Der König hat heute telegraphiert, daß die während der gestrigen Schlacht gefangen -genommenen Bulgaren ausgesagt haben, die bulgarischen Truppen hätten einen plötzlichen Angriff aus Saloniki vorbereitet. Dies wird dadurch bestätigt, daß die Truppen unseres linken Flügels beim Vorgehen starke bulgarische Kräfte vor ihrer bisherigen Vorpostenlienie angetroffen haben. Neues von Essad Pascha. Brindisi, 3. Juli. Essad Pascha ist heute abend gus Durazzo an Bord des Torpedobootszerstörers „Ca- cabiniers" hier eingetroffen und reist morgen nach Rom weiter. Eine englische Acußerung über die Aufgaben der Machte. London, 3. Juli. Die „T i m e s" schreibt: Man sagt, daß die Mächte dein Kampfe auf dem Balkan ein Ende machen sollen, aber niemand ist bereit, genau zu sagen, w i e sie es an fang en sollen. Wenn die' Ermahnung des Zaren erfolglos bleibt, so wird bald nichts übrig bleiben, als eine aktive Intervention, aber eine aktive Aktion würde sick>crlich in ihrem Gefolge größere Gefahren haben, welcki-c zu vermeiden wir über alles wünschen müssen. Das europäische Konzert hat nickt versagt, denn es besteht nach und feine feste Aufrecht erhaltung bedeutet viel mehr als seine Unfähigkeit, die lokalen Kämpfe auf dem Balkan zu beenden. Wenn diese Kämpfe Timen sioncn an nehmen sollten, die die förmliche Kriegserklärung nur noch zu einer technischen Frage machen würden, so mürbe der sicherste Kurs für die Mächte fein, ihre Bemühungen fvrtzusetzen und den neuen Krieg zu lokalisieren, wie in dem Kriege zwischen den Alliierten und beit Türken. Die Kieler Begegnung. Kiel, 3. Juli. Kurz vor 10 Uhr 6cgaben sich das Kaiscrpaar, der Kaiser in Admiralsuniform, begleitet vom Reickpskanzler, dem Staatssekretär v. Jagow und dem kleineren Gefolge, mit dem Verkehrsboot „Hulda" auf die „Trinacria", um das Künigspaar zu einer Fahrt durch den Kaifer-Wilhelms-Kanal abzuholen. Nach kurzem Aufent halt auf der „Trinacria" fuhren die Majestäten, begleitet von den beiderseitigen Gefolgen, anf italienischer Seite der Minister Giuliano, nach Holtenau zur Besichtigung der Kanalbauten. Das Wetter ist trübe und regnerisch. Tie Fahrt der Majestäten führte durch den K^riegs- hafen und durch die im Gang befindliche Wettfahrt des Kaiserlichen Jachtklubs für kleine Rennklassen. Tas Kaiserpaar traf um 10' , Uhr mit dem italienischen Königspaar und dem Gefolge bei der Alten Schleuse im Kaiser-Wilhelms-Kanal bei Holtenau ein und ging hier ait Land. Staatssekretär v. Tirp i tz, Kanalamtspräsident Dr. Kautz u. a. empfingen die Majestäten und geleiteten sie zunächst auf die Mittelmaucr der neuen Ostseeschleuse, um einen GesamtüLerblick über die gewaltigen Anlagen zu gewinnen, welche haute zum letzten Male in ihrer gesamten) Ausdehnung und Tiefe sichtbar sind. Der Kaiser erläuterte an der Hand der aufgehängten Pläne den Gästen die Einzelheiten des Schleuseubauinerks. Die gesamten Schleusenanlagen werden voraussichtlick) am 1. April 1914 -bem Betrieb über geben werden. Jrn Anschluß an die Schleusenbefichtigung wurde mit dem Kanaldampfer „Aegir" eine Fahrt dmrch den Kaisar-Wi lh e l m s- Kan a l unternommen. Hierbei wurden die im Gange befindlichen Trocken- und Naßbaggerarbeiten an der Prinz-Heinrich- Brücke und bei der Herstellung der Stützmauern an der alten Leven-aucr Hochbrücke in Augenschein genommen. Ilm liy» Uhr war die Besichtigung beendet und die Fürstlichkeiten verließen, nachdem sie sich unter Worten ber Anerkennung von den Beamten der Kanalverwaltung verab- schieder hatten, in zwei Salonpinassen den Kanal. Nach der Besichtigung des Kanals begaben sich die Kaiserin und die Königin auf der „Hertha" nach Kiel zurück. Tie Kaiserin geleitete die Königin an Bord der „Trinacria" und kehrte um 3112 Uhr nach der „Hohenzvllern" zurück. Der Kaiser, der König, Reichskanzler v. Belhmann-Hollweg und Staatssekretär v. Tirpttz begaben sich auf das Linienschiff „Kaiser". Der Kaiser führte den König, durch die Schiffsräume. Dec König besichtigte die Schiffsmannschaft und betrat den Panzerturm, wo ein Geschützexerzieren stattfand, und wohnte auch dem Exerzieren am Torpedounter- wasserbreitseitrivhr bei. Die Monarchen begaben sich dann in die Offiziersmesse. Zuletzt zeigte der Kaiser dem Könkg die für den Kaiser bestimmten Sätzsssräume. Unter Salut verließen die Monarchen um 1/21 Uhr das Linienschiff. Ter Kaiser geleitete den König an Bord der „Trinacria" unb fuhr nach der „Hohenzvllern" zurück. Um 1 Uhr begann das Frühstück auf der „Hohen-ollern". Der Kaiser in Marineuniform, die Kaiserin in einer tiefweinroten Robe empfingen die italienischen Majestäten am.Fallreep. Der König trug Husarenuniform, die Königin eine fleischfarbene Seidenrobe. Nach herzlicher Begrüßung schritten der Kaiser und dec König die Front der Wache ab. Tie Matrosen brachten vorher drei Hurras auf den König aus. Die Musik spielte beim Eintreffen des Königspaares den italienischen Königsfanfaren- und Königsmarsch. Kapitän Karpf überreichte der Königin einen Blumenstrauß und stellte ihr die Offiziere der „Hohen- zollern" vor. Alsdann begann die Tafel. Ter König van Italien führte die Kaiserin, der Kaiser die Königin, der Fürst von Monaco die Kronprinzessin, dec Kronprinz die Prinzessin Heinrich. Neber achtzig Einladungen waren ergangen. Die Majestäten pflogen bei Tisch lebhafte Unterhaltung und hielten nach der Tafel längere Zeit Cercle. Um 31/2 Uhr verließen die italienischen Herrschaften die „HohenzoÜern" und kehrten zur „Trinacria" zurück. Nachmittags fand an B 0 r d der „Ho he n zo l l er n" eine Konferenz derleitendenfStaatsmänner statt. Das italienische Königspaar besuchte die kronprinzlicheu Herrschaften und den Prinzen Adalbert in der Villa Adalbert. Nach der Tafel verweilten die fürstlichen Damen im Damensalon der Jacht, während der Kaiser und der König längere Zeit an Deck verweilten. Um IOV2 Uhr kehrten der Kaffer und die Kaiserin auf die „Hohenzollern" zurück, wo der Kaiser sich auf das Promenadendeck begab, um die Abfahrt der „Trinacria" zu sehen. Um 11 Uhr ging die „Trinacria", gefolgt vom Kreuzer „Amalfi", in See. Die Kapelle der „Hohenzollern" spielte die italienische Königsfanfare. Kiel, 3. Juli. Das italienische Königspaar stattete heute nachmittag der Prinzessin Heinrich von Preußen im königlichen Schloß einen Besuch ab. Der Kaiser arbeitete nachmittags allein. Nach der Frühstücks- tafel an Bord der „Hohenzoll-eru" blieben der Reichskanzler, Minister San Giuliano, Staatssekretär v. Jagow und Botschafter Bvllati geraume Zeit tn einer längeren Unterhaltung vereinigt. Aufzeichnungen. Der König von Italien verlieh sein Bildnis mit eigenhändiger Unterschrift in kostbarem Rahmen dem Ober- hosmarschall Grafen Eulenburg, dem Hofmarschall Grafen Ptaten- Hallermund, dem .Kommandanten des kaiserlichen HauptguartierS Generaloberst v. Plessen, dem Chef des Militärlabinetts Generaladjutant v. Lynckec, dem Chef des Marinekabinetts Geueral- adjutant Mmiral Müller. Das Großkreuz des Mauritius-Lazarus-Ordens dem Chef des Zivilkabinetts Wirkl. Geheimen Rat v. Valentini, das Großkreuz ber Kgl. Krone dem Gesandten! v. Treutler, nnd weitere Ordensauszcichnungen. Der Kaiser verlieh seinerseits eine große Reihe von Auszeichnungen. Der Abschied. Kiel, 3. Juli. Die Jacht „Trinacria" mit dem italienischen Königspaar an Bord machte um 11 Uhr abends von der Boje los und steuerte sodann in langsamer Fahrt aus dem Hafen hinaus. An Deck der Kriegsschiffe, welche die „Trinacria" passierte, hatten die Wachen Aufstellung genommen und Hornsiguale ertönten. Auf den Flaggschiffen spielte die Musik. Die seewärts liegenden Schfife feuerten den Königssalut. Das diplomatische Ergebnis. Der italienische Botschafter i n B e c l i n teilte einem Korrespondenten in Kiel mit, daß in ber dreistündigen Beratung gestern nachmittag zwischen dem Reichskanzler, dem Staatssekretär des Aeußern, dem Marg 11 iS di San Giuliano und dem italientschen Botschafter B 0 l l a t i alle wichtigen politischen Fragen erörtert wurden. Auf die Frage des Korrespondenten, ob man das Ergebnis charakterisieren könne, erroiberte der Botschafter: Das Bestehen einer vollkommenen U e b e r e i n st im m u n g der Auffassung über die politische Lage ist bei den herzlichen Beziehungen ber Verbündeten selbstverständlich. Auch in Fragen wie der wegen der Aegäischen Inseln seien Mißverständnisse vollkommen ausgeschlossen. — Nach dem „Berliner Lokalanzeiger" soll, wie Staatssefietär v. Jagow einem ausländischen Befrager mitteilte, kein Bericht ausgegeben werden. Man gehe aber nicht fehl in der Annahme, daß der große Tag von Kiel die feste Solidarität beider Regierungen in allen wichtigen und besonders in den schwebenden politischen Fragen ergeben habe. Aus Stadt und Ccmd« Gießen, 4. Juli 1913. ** Die diesjährige Kaiserparade des 18. Armeekorps tmrb hinsichtlich der dabei beteiligten Truppenmassen die stärkste fein, die bisher auf dem Großen Sande ftattgefunbeu hat. 17 verschiedene Truppenteile mit zusammen über 15 000 Mann werden diesmal vor dem obersten Kriegsherrn an treten. Zum ersten Male wird dabei das Eisenbahnregiment Nr. 3 zu Hanau, sowie das zweite Bataillon des im letzten Herbst in Mainz neu ge bildeten Fußartillerie-Regiments Nr. 18 neben dem Fuß- art.-Regt. 9h:. 3 beteiligt sein. Auch das Kavallerieaufgebot von 2 Regimentern , Trag.-Regt. 9tr. 6 und Thür. Ulanen-Regiment Nr. 6) übertrifft das der letzten Jahre, wo meist nur ein Regiment vertreten war. Von Infanterie sind die Regimenter Nr. 80, 81, 87, 88, 115, 116 und 117 zur Truppenschau befohlen. Dazu kommen noch die Pionierbataillone 97r. 21 und 25, die Untervffizierscklule zu Biebrich unbpie jFeldart.-Rgt. Nr. 27 und 63. Inf. Regt. 118 .fehlt wieder. \ " Schulangelegenheiten. Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Gräfen« hausen, mit der Organistendtenst verbunden werden kann; eine mit einem evang. Lehrer und eine mit einer evang. Lehrerin zu besetzende Lehrerinstelle zu Ober-Ramstabt; je eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle zu Erzhausen und Wixhausen, sowie zwei mit evang. Lehrern zu besetzende Lehcecstellen zu Weiterstadt. ** Personalnachrichten der O b ec - Postd i r e k- ti on in Dar m stabt. Verliehen aus Anlaß des Scheibens aus dem Dienste das Preußische Allgemeine Ehrenzeichen in Silber dem Postamenten a. T. Preß in Raunlzeim, das Hessische Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift „Für langjährige treue Dienste" dem Oberbriefträger Rettig in Darmstadt und dem Briefträger Emig in Bensheim: ferner der Charakter als „Rech- nungsratt dem Ober-Postsekrelär Ochs in Darmstadt, der Charakter als „Postsekretär" den Ober-Postassistenten Beck, Qfoeniert und Spitz so den in Darmstadt, sowie dem Postverwalter Zehsuß in Niedergemündcn: der Charakter als „Telegraphensekretär" den Ober-Telegraphenassistenten Georg in Mainz, Hammann in Worms unb 3 immer in Gießen: ber Titel „Ober-Postassistent" den Postasststenten Becker in Tarmstabt, Krause in Worms, Raab in Alzey, Rühl in Pfungstadt und Schäfer in Bingen. Ernannt zum Ober-Postsekretär ber Postsekretär Traub in WvrmS. Uebertrag e n eine etatsmäßige Sekretärstekle bem Postsekretär Schä11- lec aus Mainz in Gießen. Versetzt bic Postsekretäre »erFe von Mainz noch Frankfurt fMainl-Bockcnheim unter Ucbertragung ciner^Oder-Postsekretärstelle, Keller von Mainz-Kastel nach Mainz, und Scholz von Mainz nach Gerolstein: bic Postassistenten Brück - bauec von Worms nach Main-, Gcbhacb von .Kaiserswerth nach Osthofen, Raum von Osth-ffen nach Kaiserswerth unb S ch wa l m von Lauterbach nach Alsfelb: Telegcaphengehilsin Unger von Weimar nach Tarmstabt. Etatsmäßig angestellt Tele- gcaphcngehilfin Jacob in Tarmstabt. Bestauben bic Post- referendarvrüsung bie Eleven Ta in m aus Büdingen und S pi e- l c r aus Friedberg : bic Postassistentenvrüfung Postgehilfe Höfler in Bubenheim: bie .«qravl,enassistentenprüfung Telegraphen- anwärter Schlapp in Tarmstabt. Angenommen als Tcle- gcatzhcnanwärtcr Vizcwacktmcistcr Lingler in Offenbach unb Bize- feldwebel Schul dt in Gießen: als Telegraphen gehilfin Blum, Enbexs iinb Mcricr in Offenbach. Cramer, Monsheimer, Rühl, Schäfer, Schrauth, Sommer unb Wißmann in Tarmstabt, H 0 h- mann in Fricbberg unb Kliffmüller in Gießen: als Post- agentin Philippinc Müller in Oberhilbcrshrim Freiwillig a u S g c s ch i e b e n Postgehilfc Herl und Telegraphcngchilfin Vogel in Tarmstabt, sowie PoNagent Müller in Obcrhilbcrshcim. Entlassen Postassistcnt Georg Fischer in Langen. Gestorben Postdirektor a. D. Wolbaum in Tormstodt. * Erfolgreicher Musiker. Herr Eornelp, der Dirigent der Kapelle im Casö Ernst Ludwig, wird einem fNufe als erster Lehrer für Violine und als Äaininermufifcv am städtischen Konservatorium zu Crcseld Folge leisten. An seine Stelle tritt hier Konzertmeister Jean Ludwig aus Frankfurt a. M. ** DieHessenausAmerika, die in einer -größeren Gesellschaft ihr Vaterland besuchen, weilten vorgestern unb gestern in einer Anzahl von rund 100 Personen in Gießen. Teilweise begaben sich bic Herren unb Damen in die nähere unb weitere Umgebung unserer Stabt unb nach dem Vogelsberg. Es hat unseren Landsleuten von jenseits bes OMins in Gießen gut gefallen, besonders bie älteren Leute, die 25 und längere Jahre brausten waren, sinb erstaunt wie sich unsere Stadt eittwickelt hat. Tie Geschäftsleute am Seltersweg würben vielfach von ben Amerikanern ausgesucht und machten zum Teil belangreiche Verkäufe. Ein Teil ber Amerikaner begab sich nach Nicber-Ohmen, der größere Teil reiste nach Butzbach weiter. Dort begrüßte der Obst-- unb Gartenbauverein die Gäste burch Ueberreichen tzmr Blmncnsträußcheu. Vom .Hauptbahnhof wurden sic tn den Hessischen Hof gefichrt, wo' sie burch eine Begrüßungsansprache des Bürgermeisters Flach vom Stadt- Vorstand und durch den Gesang des Orpheus empfangen wurden. Unter Führung der Vorstandsmttgliebcr des Verkehrs- und WandervereinS wurden si? nach der St. M arttis- kirche geft'chrt. Hier begrüßte sie Pfarrer Loos. Nack^dcm die Orgel gespielt und der Gesangverein Orpheus gesungen hatte, wurde der Marsch nach bem Schrei,zer fortgesetzt. Tort würben bic Brauerei Melchior unb andere Schcns- mürbigfeiten besichtigt. Als bann ging es burch den Zipfenwald und bie Villenlolonie in ben Hessischen Hof zum Festmahl. Namens des Verkehrs- unb Wandervereins hielt .Hauptlehrer Storch die Begrüßungsansprache, worauf die Uederreichung eines Gedenkolattcs ftattfanb. Etwa 50 Knaben unb Mäbchen ber Stadtschule veranstalteten ein Festspiel: „Im Walde der Heimat". Borträge des „Gemischten Chores", Einzelgesängc und Konzertstüte wechselten ab bis zum Abgang des Zuges nach Frankfurt a. M., wo morgen das amerikanische Nationalfcst gefeiert wirb. Tort trennen sich die Mitglieder unb begeben sich zu beit in Deutschland wohnenden Angehörigen zu Besuch. *• Steigende Schwe in ep reife. Nachdem am vergangenen Montag in Frankfurt a. M. bic Preise süc Schweine, sowohl für vollfleischige Schweine unter 160 Pfund, wie für die von 160—200 Pfund, als auch für bic von 200 bis 240 bezw. 300 Psunb um zwei Pfennig das Pfund Lebend- und Schlachtgewicht gegen bie Vorwoche gestiegen sind — cS wurde notiert 57—59 Pfennig bas Psunb Lebend-, 73 bis 75 Pfennig dci§ Pfund Schlachtgewicht in allen Gattungen — zogen auf dem heutigen Donncrstag-Schweinc-Hauptmartt die Schwcinepreise wieder an und notierte man bei festem Handel 58'/,—60 bezw. 75—77 Pfennig pro Psunb Lebend- unb Schlachtgewicht durchgängig. Bei einem Auftrieb von 1313 Schweinen wurde bei reger Nachfrage ber Markt schnell geräumt. In Metzger- und Händlerkceisen ist man ber Ansicht, daß bie Haussebewegung weiter anhält und bis zum Herbst exorbitante Preise im Schwcinehandel zu erwarten sinb und zwar solche wie nie zuvor. " Die jetzt ziemlich beendete Heuernte ist vorzüglich au-gefallen. Noch selten hat es in Bezug auf Menge und Güte so gutes Heu gegeben. Auch die Saat steht präch- tig, und eine sehr gute Getreideernte steht zu erwarten. Koc- toffeln, Hackfrüchte unb Gemüse haben Dank ber feuchten Witterung das beste Aussehen und berechtigen zu guten Hoffnungen. Bei diesen Aussichten behält dec Landwirt sein Rindvieh, denn er hat ja Futter genug. Daher sind Die Schweinepreise jetzt wieder etwas angezogen. **^*r Stgent I. Rosenthal und sein Schwager Willi Bär mann sind gestern nachmittag im hiesigen Provinzial-Arresthause cingelicfert und heute vormittag bereits vernommen worden. Von einem Augenzeugen der Ankunft der beiden Gefangenen am Bahnhof wirb uns berichtet: Mit dem Pcrfoncn-uge, ber 3 Uhc 8 Min. aus ber Richtung Frankfurt auf unserem Bahnhof anlangt, sind Rosenthal und Bärmann, die vor vier Wochen fluchtig gingen, als Gefangene in ihrer Heimat wieder angelangt. Sie kamen in einem Gefangenen-Transpottwagen von Lörrach an und die Bahnoerwaltung hatte dafür gesorgt, daß der Transport über h'i trift’.*» r-nn; 11 Ob er-sü Cöan9. feilte c?£ ^'ööö n MS1^ treue der ChaL ^nd dem 'Uenten ^et S n fcÄ" titel „OberÄ^ in WK^fniknt« ?£Ä?8. uff "t! MsL toÄ9tttten^üd= Kaiserswech nach ^ertn und Tchivalm ^"S-dlsm w„ g angestellt Tele- ^ltanden die Posi- Vndmgen und Spie- J“g, Lostgehilfe tzSfln ^N.ng Telegraphen- k n o in m e n als Tele- in Offenbach und «Üc- -^ralchengchilsin Blum, r, Monsheimer, Ml, nm Lt und nach dem Vogels« wn jenseits des Lzeans die älteren Leute, die iren, sind crfanint tote Die Geschäftsleute am den Amerikanern auf- lngreich-r Verlause. Ein ach ^eäer-Lhmen, ber weiter. Dort W$c Me durch Uebenndifir rtdahndos wurden sie m ; jj? durch tDie_ »e* sters Flach lm LrpW cnipsangeu andsmstMl des W jie nach frr tA. Psairer roo?. Aaäftxm JeinW» gesMgm i Kreuzer iortgeletzt. ' rs durch den 8'pscn- 2 stesjischen M pm , und Wandervererils ünungsansprache, war« Saftes stattfand, ule veranstalteten em Borträge de- W loiiieditudeiv*to Srnntturt«- J‘:A .ft «feiert loirb K® 11« !»!■ >» “ v' Bi..." -Hk 9lfli'9en 'WVbii nÄ*; *^SS5 "w ’S? ”• > Mt 1 , dn A"sA ® “£ ** jV"ni«^“nh 1, ist Oft* cte H-ueN'l ^nge kS in^i ? pr°*' „ch bie^ l. M. «-hi »" 's d-- fl#n Jbtn ®»"( J gute» ’b bcre^tiirtiei" b-hilt W> - M m qcnug. Ä'*'r ji'Ä’S sffgst *>* »’*>*' »AtÄSSiS 8ÄWlMS»fSfa&W?6 Zerbrochene Fenster I 3 Zimmer Hans- verkauf. Wegen Aufgabe d.Oeko- nomie beab- ; sichtige ich Versteigerung Montag, den 7. d. Mts., vorn,. 11 Ubv, versteigere ich im Auftrage der Herren RechtsanwälieGeh.Iustizrat Dr. Gutfleisch, Engisch und Arnold dahier auf Grund hanbelsgesetzlicker Bestimmungen im Hofe des „Rheinischen Hofes", Frankfurter Strafte 30 ein en. 7 Jahre- altes Pferd (braune Stute«. Gieften, 4. Juli 1913. Seipel, Gerichtsvollzieher. rvMIULUlL 1 uv --- ----- --- „ . nötigen Schritte getan, die Beschwerden der Winzer zu bnifat. Man wird dann aller Voraussicht nach yi einer Aendermig bezw. Bcfsening der Ausführungsbestimmungcn kommen. Kreis Wrtzlar. | Verschiedene | 2. Stört p. 1./1O. 13. z. verm. Wolsstr. 10, E.Kais.-All. <«* West-Anlage 1 Ecke der Frankfurter Strafte 7—8-Zim. Wokn. (2. Stock« neu hergericht., m.Gartenant. u. Bleicb"l. v. l.Okt. zu verm. Näh, daselbst i.1. Stock. «430» | 7 Zimmer "1 Bmstrch 9 7 ^Zimmer, der Neuzeit entsprech., Gas, elektr. Licht u,'w. z. verm. (4312 In wirklich ga> .««...!» Eine große rheinische Margarine- u. Pflanzen- an den Gieftener Anzerg. erb. margarinefabrik sucht für hv’/- Starkenburg und Rheinhessen. Mainz, 3. Juli. Begnadigt wurde, rote gemeldet wird- auf Grund der Jnbiläumsamnestie der Verleger des „Mainzer Neuesten Anzeigers", B. Hirsch-Mainz, nachdem er zwei Monate der gegen itzn iveqen Beleidigung der Polizeiassistentm Schapiro und des Beigeordneten Berndt erkannten strafe verdutzt halte. Er „art. -*au3äb«ea^»t(^6 Reblaus-Sachvcrständige aus allen Gebieten, m denen die RMaus Verheerungen angerichtet hat, zusaimncnberufeu werden. Damit zu vermieten. Zu beziehen nm 1. Oktober. 4W8 Wigand Gernhardt. ersetzt schnell und billig Wilhelm Schmitt Glafermeister Kanzleiberg 7 Telephon 575. [ Amtlicher Wetterbericht. Wetteraussichten in dessen stir Samstag, den 5. Juli 1913: Wolkig, leichte Niederschläge, inäftig warm, westliche Winde. 4- Büdingen, 30. Juni. (Schöffengericht.) Der Dienstknecht I. R. aus Lynken, zurzeit hier in Untermchungshast, wurde wegen Bettelns zu 14 Tagen .Haft verurteilt. 10 ^.age der erlittenen Untersuchungshaft wurden auf die erkannte Strafe aufgerechnet — Ter Taglohner St. W. aus Gallien, zurzeit hier in Untersuchungshaft, wurde der Landstreicherei als nicht fchuldig erachtet und deshalb von Strafe und Kosten freigcivrochen. — Die Ehefrau des Maurers I. I. von 5)üttengefM wurde wegen . hat als Ge- werbegehilse seines Vaters im Mai v. I. m Wolf ohne vorgängige Bestellung Vieh zum Ankauf feilgeboten, olpie int Bentze eines Wandergewerbescheins und der Bescheinigung über die Tur das Kalenderjahr 1912 zu entrichtende Wandergewerbesteuer gewesen zu sein Nach erfolgter Beweisaufnahme wurden beide zu Geldstrafen von je 40 Mi. und zur Nacheutrichtung der Stempelabgaben unter solldarischer Haftbarkeit verurteilt. — Der Fuhrmann ,s. G. von Büdingen wurde wegen öffentlicher Beamtenbeleidigung zu 10 Mk oder drei Tagen Gefängnis verurteilt. Dem Beleidigten, Wachtmeister Jäger in Büdingen, wurde die Befugnis zugesprochen, den entscheidenden Teil des Urteils binnen vier Wochen nach Rechtskraft durch dreitägigen Aushang an der Ortstafel zu Büdingen aus Kosten des Angeklagten öffentlich bekannt zu machen. — Die Privatklage des Metzgers CH. A. III. von Büdingen gegen den Landwirt' A. F, II. in Kefenrod wegen Beleidigung wurde durch Vergleich erledigt. Kleine Wobnuna zu verm. Krofdorfer Strafte 17.14370 05380I KleineWobn. z verrn. Näh.Hinter d.Weft Anl. 15 | Mö bl. Zimm er\ Mbl. 3im7s. Herrn ob. Dame z. v. Grabcm'tr. 11II>. I°^u9 0-5'370] Eisernes Zrinderbett, Kinderftubl«. Badewanne zu verkaufen. Liebigstrafte 06, I. Stock. Nur wenige der Reisenden, die sich auf dem Bahnhofe auf- hielten, benierkten, daß man Rosenthal und seinen Genossen < durch zwei Gendarmen hinten herum über den Oüerhesstschen - Bahnhof zum Bahnhofsplatz verbringen lieft. Rosenthal sah bleich aus; er hatte nichts als einen leichten Anzug ohne Ueberzieher an. Bärmann dagegen trug einen lleberzieher und' sah scheii nach alten Seiten. Beide hatten sich in der Schweiz lange Bärte wachsen lassen. Vom Bahnhof ging der Transport zu Fuft bis Ecke der West-Anlage, dann über diese nach dem Arresthaus. In der Bahnhofftrafte schlossen sich neugierige Passanten und johlende Kinder dem. Zuge an. In der Bevölkerung wird nun lebhaft die Frage erörtert, warum man den beiden Gefangenen und den Passanten das Beschämende der Situation nicht erspart hat und gerade diesen Transport ohne Wagen geschehen lieft. Die Justizbehörde verfügt doch über einen Gesangenenwagen und wenn der nicht zur Hand war, so hätte man leicht Ersatz durch eine Droschke schaffen können. Viele der Vorübergehenden berührte es peinlich, Zeuge einer Situation sein zu müssen, die nur für ganz gefühllose Menschen einen Reiz hat. ** Fabrprrisermäfti gungen zum Besuche der internationalen Baufachausstellung in Leipzch, Auf^ben Strecken der Reichsbahnen, der sächsischen, der preuftuch-hessuchen, der olden- buraischen und der mecklenburgischen Staatsbahnen, sowie des nfäl'ischtm Netzes der baperischeti Staatsbahnen werden für gemeinschaftliche, belehrenden Zwecken dienenoe Reisen zum Be- such.- der internattoiialen Bausachausstellung in Leipzig befondere Fahrkarten zur Halste des sonst üblichen Preises der dritten Klasie für Eil- oder Perfonenzüge verausgabt werden, für Schnellzuge gegen vollen tarifmäßigen Zuschlag. Für diese Vergünstigung kommen erstens in Betracht die versichttungspflichtigen Vtttglieder von Giranten taffen, von eingeschriebenen Lnlfskassen utid von knapp- sckiaftlichen Krankenkassen, zweitens pflichtgemäß Versicherte von Dersicherungsanstalten und diesen gleichgestellten besonderen Kapen- einrichtnngLU, sofern das jährliche Gesamteinkommen den Betrag von 2500 Mark nicht übersteigt, drittens freiwillige Mitglieder der vorher aufqeführten Kassen bis zur gleichen Gehaltsstufe. Auf der Hinreise müssen sich mindestens zehn Teilnehmer zu einer gemeinschaftlichen Fahrt zusammensckstietzen, die Ruckreise Pann auch einzeln ausgeführt werden. Als Ausweis ist eine Bescheinigung der oben erwähnten Krankenkassen darüber vorzulegen, daft das Mitglied zu feiner Belehrung die internationale Baufachausstellung in Leipzig aufjuchen will. Die Abfertigung erfolgt auf Beforderungsschein, der 4 Tage, eiwchl. des ^.ofungs- iaqea, Gültigkeit hat. Die Fahrpreisermaftigiing für die Rückreise wird von der Fahrkartenausgabe in Leipzig gegen Vorlegung der erwähnten Besck)einigmng gewährt. billig zu verkaufen bei ' AtW Wlmnneil 105290] nmei 31. ^Spezialität: Stärkewäschw I Bersch. Bienenvölker <4 Et., gesucht. Kost und Logis im i Strohkorb>,sow. einige leere .bause. Näheres Büttner, Baut, (fait neu), 1 Bienenhaus Pariser Jeinwäscherei, Bad- mit versch. bienenwirtschaul. Naubenn. 43411 Geräten hat wegzugshalber ____ ~ I bald, abzugeb. Lehrer Spien, TB Ä g 1 1 1 Rainrod bei Schotten. .4367 Stark. Leiter w., s. leicht. Karr, f. Feld- ob. Geschäftszw. geetg. bas kochen kann und in jeder I i-öcrF- West-Änlage44.1^'" Gebrauchtes ' -Haleria R-rlot*on cinefilb.Tamcn iscnorcn Uhr mit schwarz. Uhrband und Monogr. G. M. Gegen Belohnung abzugeb. Seltersweg m BII WeiSicIher-tn’edorn 5 Sluck) auf dem Wege van )st-Anlage bis Schulitrane, larkwlatz, Seliersweg verloren. Geg. gute Belohnung abzugeben. Frau Stabsarzt Dr. Zeller, Oft-Anl. 361. 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Kurtheaters Bad-Nauheim Unter Mitwirkung der Kapelle des hiesigen Inf.-Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Gewöhnliche Preise! Gewöhnliche Preise! BauerM Gesangverein Abfahrt zur 50 jähr, ziibelseirr i>cr „Marbiirger Likbrrtafel" Samstag, d. 5. Juli 1913, abends 8"7 Uhr. '21 brabrt für Sonntag spätestens nach ,v, »nttags 3 Uhr. Ltandauarner in der Nlbinger, A.Noll,O.Schaaf u.(5.Noll Ism/ii R.-Cl.„Hassia“ Samstag, 5. Juli: 5)litolicher-$cr)öininlun!i _ im Bootshaus. [43ö) Vollzähliges Erscheinen erforderlich. Ter Vorstand. Lölö n. Kondilofei König [K Hotel-Restaurant Balbach, Biedenkopf Inh. Fritz Wenk S”/4 Gut bürgerliches Haus, 4Min. vom Bahnhof. Auto-Garage. Pens.v.M.4.00mt. Franz. Billards. Ausschank Balbachscher Biere. — Anerkannt gute Küche. — Weine erster Firmen. „Der liebe Augustin“ Operette in 3 Akten von Leo Fall. Kassenöffnung 7*/2 Uhr. Anfang 8 Uhr. Ende IO5/« Uhr. Die Herren Studierenden geniessen Preisermässigung. 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