Mittwoch, 3|. Dezember 1915 Nr. 506 Lrtztt Blatt 165. Jahrgang «wrtTrai wachen U Kreis 61*6 |lr Nee Kreh*tt|te (T in^tofl und ATtuaei; zwei" al menetL tau*- WifTMte ?Wmh>rt* - flkidjtitle: Hjr bie Stebehien 111, Serlaq u. txpfbiMn M Sbrefle für Trpddxn: Weirierr eicfcee. Ter «t%t«rr lajtiatr MWWWM Ä M »c i*e • »r exfcDrmi läflh*. eufcet jflDv ▼ VM menaUic67MMwDienel» "GietzenerAnzelger M ■ MM Serantieerflidi fnr ben V\^ w' »eüt.r«i Ana. Goetz: General-Anzeiger für Oberheffen ZMW d? i^uäSTTiM Botetioisönid »Id Verla- -er vrihl'schea Uili.-Vich. II- Zteii-rickerel R. taift. Re-aMai. Lr»e-itioi II- vrickerei'. 5chilstratze 7» An-eiqeiiteü: C». Veck. Die heutige Nummer umfaßt 14 Seiten. Ta-e»kalenver aus dem Jahre 1813 14. 31. Dezember bis 1. Januar 1 b 1 4 Rh rnübergang brr vabihibarn Truppen bei hat mit B-rbrr»sscnb?it wahrlich wenig zu tun Teutfdi'anb fint im Sattel, und nun möchte auch reiten; wenn es habet mitunter die Teitfdre ein wenig inallen lassen mutz, wer darf sich daran flößen? Ter in den Polen und Zesuitenfragen und uiTefit wegen der Habcrner Geschichten mit Mißtrauen belastete Kanzler hat uns schon in «einer „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" vorwurfsvoll qviragt, ob wir denn vcrgesien hätten, das; ha» deutsche Volk in diesem selben Jahre eine große Militärvor- läge und eine MUliardendeckungsvvr'age in treuem, vaterländischem Sinne angenommen habe, und er sieht sich sckynerzlickl flelnufdl in seiner Erwartung, daß nun a'le guten Deutschen, mit Mann und Troß, auch auf allen weiteren Wogen kritiklos hinter ihm herziehen würden Hat er ober denn ganz vergessen, daß der zkedanle einer HecreSver- arösterung au» dem Volke aufgetaucktt ist? Tie amtliche ^Vahnuna. da» Volk möge an den O*runbfäulen des Heeres nicht rütteln, war unnötig: niemand, außer der Sozialdemo- (Ricfjcncr StaMtbcatcr. Die Zarin. Schauspiel von Melchior Lcngvel und Ludwig Biro. Gießen, 31. Dez. Äerm befreit Schnell gefaßt, läßt sie die verschworenen Oftiperr entgegen ihrem Versprechen ;u;amt ihrem Liebhaber perkiften. denn sie kann ihm nicht rmeiben daß er das Bild seines nmoen. Lieb» n"ch immer in <->#7-1 nt trägt Run weint fie liebriücbhg in den Nachten — aber hinter ber Türe bam schon wieder her französische anbe!sleute sich be- ftnben Auch die Wehrabgabe oon 300—400 Millionen Mark wirb aus ha» deutsche Wirtschaftsleben natürlich eine Ein Wirkung haben, die sich im Jahre 1914 äußern wirb Tod find Sorgen, die wir in der Weuiahrdfhmmunfl nicht ganz abstreif 11 Hannen, für bie e» aber eine Abhilfe geben wirb unb hie un» den frohen Ausblick in da» kommende Jahr nicht trüben bürftn. Sieber finb bie Kulturmittel der Menschheit gewachsen, trotz einiger schwerer llnsälle unfdrer Zeppelin^Lnstschifse naben bie „£onfa“ unb bie „Bittoria Luise" neue, glanzenbe Leistungen auszuweifen gehabt unb bie Namen eines Hel« muib Hirth unb Viktor Stöfsler finb leuchtenb in bie Entwicklung ber bculfcheu Flugtcchnik eingeschrieben Indessen, wie viel Geheimnisse gibt uns bad Leben noch zu lösen aus, unb rocr sie nicht emvfiirbct, ber ist nut ein halber Mensch! Uns umwittert das Zeitliche, bas Gestern unb Morgen, unb wer könnte baS Vergangene seines persSn- liehen Lebens wie nußloses Gerümpel in seine Kammer verschließen Beim Jahreswechsel werden ganz besondere Geister wach, die mit nüchterner Realistik nur eine entfernte Verwandtschaft haben. Wir leben N'chk nur fik ben Augenblick, und das Leben erforscht man nicht, wenn man, wie bei einem loten Wurm, nur seine Glieder zählt unb bas eigene, angeborene, lebensvolle Gefühl, bas hinauf unb vorwärts bringt, babei ins Grab verschüttet. Hebbels tiefenwfunbcne bichlerische Betrachtungen enthalten eine ewige Wahrheit: Die Wurzelkraft im Menschen treibt zum Eilen, Sie flrrbi ins Weiteste au» allem Engen, Sie will ha» Leyte schon inS Erste men am, Ihr bangt vor Raum und Zeit, die sie zeitteilen. Tic Gegenkraft im Menschen treibt zum Veilen, Sie will ans Nächste üch aut ewig hängen. Sie möchte die Entfaltung rückwärts drängen Und jede Wunde meiden statt zu heilen. Aus dieser beiden Steifte Dihrnstreben Entspringt in ewig wechselnder Gestaltung Tie unbegriffne Ivrm des Seins: das Leben! Und auS dem Seufzer, der den Tod verkündet. Wird im Moment vernichtender Erkaltung Ein Hauch, der neu und frisch die ßJlammc zündek. Dcntfcbct UeicH. Ter M*a i f e r bat sich am Dienstag vornntlag mii dem Automobil nach Oranienburg zur Hofjogh begeben. Der Kai ser gedenkt am 2. Januar in Sigmaringen ber Benetzung ber Iürstm Mutter von Hobenzollern beizuwobnen. . Tie Kaiserin in Braunschweig. AuS Braun* schweig wird gemelbct: Am Montag mittag 12 Uhr 35 Ä.i nuten ist bie Kaiserin, mittels Sonberzuges von W Ihpork kommend, zu kurzem Besuch hier eingetroffen. Der Herzog unb bie Herzogin waren zum Empfang auf hem Bahnhof erfebienen. Tie Her-zogiv nberretditr der sfaiferin einen prachtvollen Iliederstrauß. Tie Herrschaften begaben (ich nach der Ankunft mittels Automcchil nach dem Schlöffe In den Straftrn bat:r sich ein zahlreiche» Publikum ernge- sammelt, ha» die Iürstlichketteu ehrfurchtsvoll begrüstte Tie Abreise Ihrer Maiestät erfolgte abend» 7 Uhr 60 Min Nach dem Derwaltungsbericht der würt- tembergifchen Verkehrsanstalten für ha» Jahr 1912 bat sich ein Betriebsüberschuft von 26 675 024 Mark ergeben, ha» sind gegen ben Etatsansaß 3881 247 unb ge gen bas Voriabr 368 279 Mark mebr Bon hem Ueberschnft hnh 2 6.30 208 Mark an ben EisenbabnrefervesonbS abge- sübrt worben, her am Schluß deS EtatSjabreS 1912 ein Ber mögen von 14 044 083 Mark batte. Das Anlagekapital von 796 904 008 Mark bat sich burch ben teilten Betriebsüber- schuft zu 3^ Proz. verzinst. BeiberLanbtagsersatzwahlfurWarburg- H ö x t e r am 29. Dezember ift her ^tSbesitzer SchönkäS- Altenheerse ct-mncfxlnbm -rnebmen. taS der Kanzler ihm als angebracht bfiritf-nrt. ratonettgcrvobni uno liebmnbrm ^rl. T a g n n spielte dw anmutig kindliche flnntr. aber ne spielte fie, cs war zu 'icfrr Ueberlegung unb *u wenig Trieb in ihr Von den übrigen Tat stellent sind noch Hen Lolck RonSch und Frl. Rabe Mnnc zu erwähnen X • 6:amDietro Fmnier wieder hat es bie stärksten Pen'övlichkeiten der Kom5 biantenmdt mit unwiderstehlichem Trange zu den Niederungen ber dramatischen Kunst hingerissen, und die ungeheure Strfung ein« idner BaN-evilles, Posten, Improvisationen kann der Nachlebende nur verstehen, wenn er als gewaltiges „X" die noch heule unvergessenen Namen in Rechnung setzt. Tabiirch daß sic das Feuer und die hinreiftende Wucht ihres Wesens in Nichtigkeiten legen, wachsen aber solche Komödianten über den Rahmen de» Theaters hinan-, werden ein Stück Kultur, rin Stück Volksseele, unb ane grenzen lole Beliebtheit lohnt ihnen, die in dem EHaraktcrbild ihrer Zeit nicht vergehen kann. Der letzte dieser großen Mimen und sasrinierendci, Volkslieb- lingc ist nun dainn Von Joses Wianwidro wnß jedes Aerfiner »mb zu fingen unb zu sagen, und die eckig bizarre bis in dit Ellen bogen und Fußspitze ausorucksvolle Silhouette seiner Gestilt ist io vopulär gewesen, wie es sonst bei Schauspielern nur in der Theaterstadt Wien möglich und denkbar ist Freilich für die Dielen war er nicht mrbr, al» bic andern „S^ern^, di- aus dem Zettel deS Metropol«Theaters standen, und doch konnte man oft an ben Abenden, wo er mm hundersten und aberhundersten Mal vor einem rauchenden, trinkenden und lachenden Publikum die bunten Rakdcn seines diabolischen Witzes »uschlcudertc. mit Staunen bemerken, wie sich plötzlich cm dumpfer, atemloser Bann übet die Menge legte und der groteske Komiker zum genialen Seelenfübrer auswuchs, brr allr, alle mit sich sortsübrt in das Land des Traum brr Ahnung, brr fernen Vision Tann ging auch Leuten, bie sonst im S^wu- ipicler nur den Lnstiamacher für wenige Minuten sehen, ein Schim« •ncr davon auf, daß iich Ütcr eine übennächt,gc Begabung im trunkenen Losbrechen ihrer Kräfte auslcbte, daß ein Memchen- geftalter seltener Art vor ihnen stand Nach einer kurzen Zeit der „Läuterung im „Fegefeuer"' der Provinz tritt er am Tmtfdicn Dolkslheater in Wien mit in die erste Reihe und erweist iich als ein 2thauitnrfrr von fabelhafter Wandlungsfähigkeit, der in tragischen -nie in komi- ’chcn Rollen, als wundervoller Sprechet wie als glänzender Tön « zet in allen Fächern zu verwerten ist nnb verwicket wird Sich iclbft gefunden Hat er in dielen 11 Iahten am xeutiAcn Volks« tbecüer nicht, und erst als ibn Boron Verger ans Hamburger Schauspielhaus berief, blitzten die Funken seines eigenen Genie» aus seinen Rollen Hervor Wir Haben dann in Berlin bet Rein- härfte Anfängen den Aufstieg von Giompietro» Größe erlebt. Ter tolle und wilde Naturbursche aus Anzengruber? „Kreuzel- 'chreib^rn" war zugleich ein unübertrefflicher Tarftdkr aller Aben- teurerhguten, jener etwas anrüchigen Lebewelt, bei der unter blendenden Manieren die heiße Gier eines utiprünglichen Fühlens durchschlägt. Sein Riccaut m der „Minna" — eine feiner be- iübmtestni Leistungen war keine kamüche Ebarae, sondern eine tranbiofen Eam'anova-Fiaur, fein Hofmarfchall von Kalb in „Kabale unb Siebe" kein lächerlicher Trottel, sondern -ine f: : im- hcimlict» vat-ologifche Erscheinung, und da» Lcn. Sie war eine Torger des Herrn^s Wilhelm hnn Rab'qn facftnrFicn 1839) und seiner rweil-n, Gemahlin Ranline, Nrinrpssin hon Württemdera. also eine S^''^chwel>er de^ lekten "o>'mni'chen Reaenten aus der Walram'schen ^nie. de^ ftpr- Adolf. Die Peyltorbene war am 9 Juli 1838 auf Scklo»- Blphrick geboren und lprnte ibrcn G^rnabl. d-n damaliaen Vrinrp" Oska-. Herzog hon O'^-Gotland, Vrinz von Sckweden. aplp^n^'* der ReileKinra {fn-pr Mutt«"', der Herroain Pg"line. im Juli 1^56 im Vanlinenschläßchen in Wiesbaden kennen. Einige Monate fhntpr hielt der dornoliae R-inz im Schlaf? bpj N"i- wied. wo die Prinrplsin zu Besuch" bei ihrer Stief'ckwp^pr. der ~iirffi.il Marie in Wied weilte, um ihre Hand an acfp'imtfi'h eines flonrerts im fürstlichen Familienkreis, bei dem die Prinzpfsin am Klavier mifmirffp. der Prinz, der über eine herrliche Stimme her- hrntp, einen Teil der Liedprvorträae 'il'ei-nomme" ^affp. Am 6. I"ni 1857 folgte die Permäblnug im Schlaue äu Bie^ich Die ^Npr- ftorhene vergaß auch in fremden Landen ihre nafsg'"'kcke Heimaf nicht und bef"chte auch nach der .ö’ofa^rnhfip hnn 18Ng nnch de^ o'tereu har allem die alte nassauische R"k'dpnzü-odt B'edi-ich und die Weltk'"-^mht Wiesbaden in der sie zuletzt mehrere Wochen im Sommer 1909 zur Kur weilte. Der albanische Thron. Wie die ..9?pirmichpr I-üwna" ans sicherer O"elle erlebi-f. hat. entae""n ande^^lniUen>>pn B^^^fer- Meldungen. Vrinz Wilhelm ru Wied bisher- seine 9ftmrh- nnng der Albanier emvsaua-n. W""" "nd wo ein Enihlana fi-aft- rindet, ift noch "nbestimmt Rrfnz Wilhelm wird bis nach Reniabi- in Neuwied bleiben und sich dann roi.p.b-r nach Potsdaa, ,nrnch- beaeben. Für die eudanltige Abreise des Arinren nach wannten sind noch keine Disvm'itianen qctrnifpn. Als vorlänfi"- Residenz^ stadt des albanischen Fürstentums ist Durazz 0 gewählt. BonderdeutschenMilitärmission wird a"s K 0 n - stantinovel gemeldet:. Die der denfschen Militärmifsfau an« gehörenden Generale Posseldt nnd Weber sind am Montaa abend in Beqleitimq von hier türkischen DRuercn zur Insvi - zierung der Zonen von Tsckatalb'cka, Dernatika und K i r k - K i l i s s e abgereist. General Liman trifft mit ihnen in Kirk-Kilisse zusammen. Zum Ankauf des Dreadnoughts ,.Rio de Janeiro" seitens der Türkei schreibt der ..TernvS": Diele Tatsache beleuchtet die unsinnige Situation, daß die Türkei, welche gegenwärtig die einzig kriegerisch gesinnte 93a(fanmarbt i»>. api-ade in Frankreich und England finanziellen und militärisch^ Beistand gefunden hat und dies in einem .Augenblick, wo, die Türkei durch ihre Haltung in der Fracke der deutschen Milifärmifsion ihre Gefühle aegen die Triple-Entente-Mächte unzweideutig kundgegeben hcct. Di« französische und die englische Regierung müßten nunmehr zum Schutze ihrer Interessen nicht tönern und entlnrechende Maßnahmen treffen. Sie müßten zunächst L e r s i e n "nd Griechenland den von denselben erwarteten finanziellen BeFwnd gewähren und überdies dafür Sorge tragen, daß der Türkei, solange sie eine so drohende Haltung beobackf-K, der Londoner und der A a - rifer Geldmarkt verschlossen bleibt. Eoillaur und Llgud George inüßwu auch tatkräftig dafür sorgen, daß dos frantöfifrhp und dos englische Geld nicht nufer irgend einer Mask- nach Berlin ober Wien geht, um dort die türkische Anleihe zu erntrWirbmt, denn das nationale Interesse Frankreichs und Englands deckt sich durchaus nicht mit dem der französischen und englischen Bankiers und Bauunternehmer. Aus Stabt und €anb» Gießen. 31. Dezember 1913 Eine Geheimsitzunq der Stadtverordneten. Am geßrigpn Dienstag-Rachinittag fand, wie wir von einem unserer Lokalberichterstatter hören, eine geheimnisvolle Sitzung un- stalt zu erschütternder Geltung brachte. Als er sich dann den Operetten und Revuen des Metrovoltheaters verschrieb, hat er freilich manches von dieser Känstlersckaft verloren, aber er blieb immer noch groß, wenn auch nur riesengroß in manchen, seltenen Augenblicken. * Dem deutschen Bolte zum neuen Jahr! — 1914 — 1. Run hebt im Glockenstuhl sich trag der Hammer Dem toten Jahr zum ernsten Grabaesang. Hin zum Palast wie zu der Armut Kammer Erzitternd drinat der weihevolle Klang, Ein Jahr voll Krieaes-ireuel, Blut und Jammer, Das Tausende von Helden niederzwang, Ei" ^gbr. dem bana auck mir entmmenainaen, Es ist verrauscht auf unsichtbaren Schwingen. 2. Wohl gabst du, Alttahr, uns manch' edle Güter: Du lindertest der Völker Reid und Groll, Ter deutsche Aar blieb stark als Friehenshüter, Wie oft ihm auch die Zornesaber schnwll, Der Geist der Freiheits-eit erwachte wieder, Tie Erde gab des Fleißes reichen Zoll, — Doch auch viel Köstliches hast du genommen. Mit Sturm und Flammenglut bist du gekommen. 3. Und nun, mein Volk, nnntt dir des Neujahrs Pforte, Dir bietend gar verheißungsvollen Gruß: Tritt ein beim Klang der ehernen Akkorde, Mit frischem Mut und unverzagtem Fuß, Laß deine Losung sein, die stolzen Worte, Tie dir geprägt dereinst dein Genius: Fürcht' nichts denn Gott allein auf dieser Erde, Tie starke Hand allzeit am scharfen Schwerte. 4. Ihr aber, Brüder, rings in deutschen Gauen, Zeigt euch Ruhms der Freiheitskämpfer wert. Und ihr, Germanins hochgesinnte Frauen, Vergeßt nW, was die große Zeit uns lehrt. Daß deutscher Geist und deutsches Gottvertrauen Erhalte uns das Kleinod unversehrt. Das von der Einheit goldnem Band Umsetzungen, Die Heldenoater blutend und errungen. Nidda, Silvester 1913. R0emheld. seres Stadtparlaments statt, von der uns fslgende coftg gefärbten Darstellungen zugeben: ..... . „ ,, .n. Es handelte sich um die Beschlußsafmng über eine Nachvewuii- gung für die st ä b t Ueberlandzentrale, die sich zwuchen 500 000 unb 600 000 Mk. bewegt. Ein kleiner Teil biefes Betrages ist mehr ausgewenbet, weil die Aufsichtsbehörde Anforderungen an die Umstnrnrerhäuschen in den Ortschaften stellte, mit denen van bei Aufstellung des Projekts und des Kostenroranschlags nicht gerechn'L hatte. Die weiteren Mehrkosten sind dadurch entbanden. daß Direktor St ölte auf 20 Einwohner des Bersorgn^s- gebietS mit einem Anschluß rechnete, während sich. beim Jöau soviele Teilnehmer meldeten, daß auf 8 Einwohner ein Dnichlnß herzustellen war. , Die Stadtverordneten überzeugten sich, daß die Mehrkosten lediglich- durch diese Umftänbe herbei geführt worden sind, von denen das Mehr der Anschlüsse auch eine stärkere Rentabilität der Anlage in Aussicht stellt. Man erkannte an, daß nicht etwa ein Verschulden des Leiters unseres Elektrizitätswerks vorliege, daß dieser vielmehr kaufmännisch und technisch richtig gehandelt hat, indem er die vermehrten Anschlüsse gleich beim Bau auch ohne vorherige Deckung durchgeiührt hat. In der Sitzung wurden den Stadtverordneten Zahlen über den Umfang der Produktion und über die Selbstkosten des produzierten Stroms mttgeteckt, die als überaus günstig bezeichnet wurden und bw es durchaus gercchtfertiot erscheinen lassen, wenn die Stadt Gießen in der Industrialisierung mit ihrem Elektrizitätswerk über das Weichbild der Stadt hinaus gegangen ist. , . Stadtv. Krumm war der Meinung, daß bie JtäbtiKQC Ucber* landzentrecke ein Unternehmen sei, bei dem bie Stadt nicht nur nichts zusetze, sondern bei dem sie in einigen Ia hr e n U e b c r s ch ü s s e erzielen wird, die man in der städtischen Wirtschaft sehr gut gebrauchen Tann. Krumm bedauerte, daß der vor 6 Jahren schon vorgeleate Plan, unser Werk als Ueberlandzen- ttale auszubauen, damals an dem entschiedenen Widerspruch einflußreicher Stadtverordneten gescheitert ist. Leider macht uns jetzt die Provinz, Bnderus-Weylat und die Edertalsrnrre die weitere Ausdehnung schwierig, wenn nicht, unmöglich. Bor sechs Jahren aber wäre es ein Leichtes gewesen, die. Orte, 30— 40 Kilometer im Umkreis als Bersorgungsgebiet für unier Werk zu bekommen, dessen Rentabilität sich durch eine noch große Mgahemöalichkeit von Elektrizität noch günstiger gestaltet Hatte, als dies schon jetzt der Fall ist. _ Es wurde weiter erwähnt, daß sich der Stadt der Strom! erheblich billiger stelle, als der Provinz, die ihn aus dem staatlichen Werl bei Wölfe«sherm bezieht. Die Stadt würde ein sehr gutes Geschäft machen, wenn man ihr unter gleichen Bedingungen wie der Staat die Stromlieferung an die Provinz übertragen hätte. Es wundert uns, daß solche Angelegenheiten in geheimer Sitzung behandelt werden. Eine die Oesientlickkeit so außerordentlich interessierende Sache wie die städtische Ueberlandzentrale verdient es, daß sie in breitester Oeffentlichkeit beleuchtet "toirb, und wir behalten uns vor, selbst näher darauf zurückzukommen. * Teln^hme von Sck'ül rn an Ra'fchrverrin'-n. Die Hauptleitung von „Jungdeutschland des deutschen Radfahrerbundes" hat vorgcbracht, daß bie von ihr eingerichteten Jugendabteilungen durch die Verfügung geschädigt werden, welche den Schülern höherer Lehranstalten den Beitritt zu Vereinen ohne Genehmigung des Direktors verbietet. Das Ministerium für Schulau gelegenheiten hat daraufhin an die Leiter der höheren Bürgerschulen und Direktionen folgendes Aussch'reiben ergehen lassen: Tie Jugendabteilungen des Radfahrer-Bundes haben von dem Anschluß an Iungdeutschland eine Reihe von Vorteilen, namentlich bet bet Erlangung von Fahrpreisermäßigung aut den Eisenbahnen, durch die unentgeltliche Haftpflichtverfickzerung und die sehr günstige Unfallversicherung des Bundes, sowie durch die Möglichkeit des besonders billigen Bezugs von Generalstabs; farten und Ausrüstungsgegenständen aller Art und der Benutzung der verschiedenen militärischen Einrichttingen. Andererseits ist aber auch jede geordnete kröperliche Betätigung der Heranwachsenden Jugend zu begrüßen unb zu fördern Daher möchte ein Entgegenkommen gegenüber den Rabfahrervereinen am Platze sein, soweit es sich mit den Ausgaben der Schule, insbesondere auch mit ihrer Pflicht, gesundheitlichen Gefahren ihrer Schüler vorzubeugen, vereinbaren läßt. Unter diesen Gesichtspunkten wird empfohlen, bei Gesuchen von Schülern um Beitritt zu den genannten Jugend- abteilungen künftig zu prüfen, ob die nach § 16 her Schulordnung vwrbehalteue Genehmigung etwa unter folgenden aus dem Topfe ru reißen. Glücklicherweise sind die Branko wunden nicht lebensgefährlich. ** Das Hafen-Mirakel. Einer unserer Musensöhne hatte lur^ vor Weihnachten von Haus — wohin er aus lauter Arbeitseifer in den Ferien fern bleiben wollte — einen Hasen geschickt bekommen. Str-lz ob be5 seiften Bratens, hing er den Löffelmanu an die Spitze der Fahnenstange, die vor seiner Bude zum Straßenjenster hinaus angebracht ist. Glücklich über seinen Belitz, erzählte der Sttident seinen Kommilitonen beim Apendschoppeu. daß er sie nächstens zum H a s e n e s s e n einladen werde. Sicher ist, daß das Wildvret in der Nacht, als der Eigentümer aus der Wirtschaft hcimtehrte, noch an der Spitze der Fahnenstange hing — wenigstens behauptete er es fest und steif. Am Hellen Mittag aber, als der Studio sich von seinem Lager erhoben hatte und zum Fenster hinausblickte, hatte sich der Hase in eine weiß-rote Fahne verwandelt. Gerade nicht sehr erbaut von dem Wunder ichaute der junge Mann ans dem offenen Fenster on der Hausfront entlang, um für das Hafen-Mirakel eine plausible Erklärung zu finden, aber er fand, so scharf er auch spähte und blickte, kein Indiz, welches auf einen Diebstahl hinweijcn konnte. Was lag näher als ein Verdacht, daß einer der Kommilitonen den Meister Lanipe geholt hatte, um ihn daheim, von der Wirtin zubereitet, sich gut schmecken zu lassen. Vergeblich machte er aber fünf Besuche bei den Wirtinnen seiner Kommilitonen und erkundigte sich mit dem dümmsten Gesicht bei diesen: wann denn das Hasenessen stattfindet, zu dem er doch eingeladen sei. Ueberall erklärten ihm die Frauen ehrlich und offen, sie wüßten von einem Hasen essen nichts. Aber auch die Freunde, zur Rede gestellt, versicherten hoch unb heilig, bas Hasen-Mirakel nicht erklären zu können, sie macksten bem Freunbe sogar noch bittere Vorwürfe barüber, baß er das Tier an die Fahnenstange gehängt hätte, dadurch kämen sie jetzt auch um das Hafenesfen. Nun war daS Latein des Musensohns zu Ende, er konnte das Mirakel nicht begreifen und nicht aufklären. Groß war sein Erstaunen, alS gestern morgen statt des Fähnchens an der Fahnenstange der leibhaftige Hofe wieder hing. Schleunigst wurde er zum Fenster herein bugsiert und — ein neues Mirakel hatte sich ereignet. Das Fell des Hasen war kunstgerecht ausge- 'topft, zusammengesugl und in seinem Allerinnersten befanden ich sämtliche Knochen des BratcnS fein säuberlich abgeputzt. Man erzählt sich, daß in einer verschwiegenen Wirtschaft weitab von der Stadt ö Studenten ein Hasenessen abgehaltcn haben. Landkreis Gießen. (!) Le rh g e st c rn , 30. Dez. Gestern sollte hier die Vcr- tcigTrung der infolge der Feldbereinigung gebildeten M a j« e ngrundstück e stattfinden. Das Vorhaben konnte jedoch nicht zur Ausführung gelangen, da die erschienenen Interessenten aus Leihgestern einstimmig die Erklärung abgaben, nur dann in die Versteigerung eintreten zu wollen, wenn in )ie Bersteigerungsbedingungen eine Klausel Aufnahme fände, nach der n u r a n s ä s s i g e n Einwohnern von Leihgestern das Recht zum Erwerb des Geländes zustehen solle. Bcig-ründet wurde der Antrag damit, daß der jetzige bebau- ungsfähige Besitzstand der Gemeinde, der ohnedies infolge der Hergabe von Gelände zum Wegenetz schon sehr geschmälert worden sei, unbedingt den Einheimilchen erhalten bleiben müsse. Tie Angelegenheit ist dem Ministerium zur Entscheidung unterbreitet worden. Kreis Friedberg. S Bad-Nauheim, 30. Tez. Das Ministerium des Innern hat nach Befürwortung durch die Großh. Babe- unb Kurverwaltung dem hiesigen Sportverein die Genehmigung erteilt, ans den Tennisplätzen eine Eisbahn anzulegen. Der Sportverein hatte sich mit einer diesbezüglichen Eingabe an do« Ministerium gewandt. Ter Sportverein hat die Vorbereitungen für die Eisbahn schon so weit getroffen, baß bei anhaltendem' Frost die Bahn sofort benutzt werden kann. A. M assen heim, 31. Dez. Ein Bursche verletzte fich dadurch schwer, daß er einen aelad-enon Revolver, ben cc von einem Bekannten erworben hatte, in die Tasche stecktv ohne ihn vorher zu sicherft. Der Revolver entlud sich unb die Kugel ging oberhalb bes Knies in das Bein. A. O b e r - E s ch b a ch, 31. Tez. Der vor etwa 4 Wochen einstimmig zum drittenmale zum Bürgermeister wählte Philipp I 0 hann Fritzel wurde vom Großh. Kreisamt Friedberg bestätigt. L. Ober-Rosbach, 30. Dez. Auf dem Bahnhof zu Rödelheim stürz t e die hier wohnende Frau Buch auä bem Zuge und zog sich schwere Verletzungen zu. Starkenburg und Rheinhessen. rm Darmstadt, 31. Dez. In der letzten Haupt- Vorausfetzunqen erteilt werden kann: 1. Der Schüler muß das 12. Lebensialw vollendet haben. 2. Tie Zustimmung der Eltern ist nachzuweisen und es ist durch ärztliches Zeugnis barzutun, daß für den betreffenden Schüler nach seiner körperlichen Entwicklung bad Radfahren, namentlich auch die Teilnahme an größeren Radtouren, gesundheitliche NackKile nickt befürchten läßt. 3. Der Verein muß sich verpflichten, Schüler von der Teil nähme an Nennen ober anderen Rekordfahrten auszuschließen 4. Die Erlaubnis wirb auf Widerruf erteilt und zurückgezogen, sobald sich in der Schule Nachteile irgend welcker Art zeigen, von denen anzunehmen ist, daß sie durch die Teilnahme an Veranstaltungen des Vereins verursacht sind. ** Tageskalender. Stadttheater: Mittwoch, den 31. Dezember: ,Ttc wennscke Flieae." Anwna abends 7 Uhr. — Tonnpr»taa, t>en ’. Januar, nackmikloas 3’/, Uhr: .Rumpelstilzchen" . abends 7*'. llhv: .Das Mick sanken model." Die A u l a g e m 111 i k findet bei gutem Wetter am Neujabrs- togp nickt auf der Süd-Anlaae, sondern au» dem Landarat- Vbilivvs-Vlaß vormittag? um 11 Uhr statt. Swelvlan: 1. Fest-^'eveille über „Nun danket alle Gott" von R. Golde; 2. Gro''-e Fantasie ans dem Thififbraina „Die Walküre" vo > R. Waaner: 3. Ouvertüre zur Over „Die weiße Tarne" von W Bo eldien: 4. Wir präsentieren! I.-Preis-Marscb der „Wo-He" von Sv Aill'out. « ** Aus dem Schuldienste. Uebertragen wurde dem Sckulamtsaspiranten Heinrich Messorschmidt mis Dorf-Güll, Kreis Gießen, die erledigte Lehrerstelle an der evangelischen Volksschule zu Heldenbergen, Kreis Friedberg. *♦ Auszeichnung. Dem Obermusikmeister Wilhelm Löb er, Kapellmeister des Infanterie-Regiments Nr. 116, wurde das .Hessische silberne Verdienstkreuz verliehen. ** ©tabttbeatev. Um durch den Theaterbesuch am heutigen dlbend niemand an der Teilnahme^ bei Svlvesterftiern zu hindern, ist der neue Schwank ,.Tie spanische Fliege' gewählt worben und es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, da die Aufführung bereits um 9 Uhr zu Ende ist. **DerSonberzugfür Winters portier, dessen Einlegu"g bem Gießener Schiklub von der Eisenbahndi- rektion bei. 'igt wurde, verkehrt morgen, am Neuiahrstag ;um erstenmal. Der Zug verläßt Nidda vorm. 8,05 unb kommt 8,48 in Schotten an. Tie Rückfahrt, bie für die Schiläufer hauptsächlich in Betracht kommt, erfolgt von Schotten um 7,12 abends, Raiurod 7,24, Eickelsdorf 7.32, Oberschmittan 7,38, Unterfchmitten 7,44, Kohden 7,50, Nidda an 7,56 Anschluß nach Gießen 8,12; Gießen an 9,48. ** Schwere Brandwunden erlitt am Dienstag nachmittag das zweijährige Töchterchen bes in Wies eck wohnhaften Arbeiters B?llof, der in Gießen in Stel ung ist. Er hatte geschlachtet und einen großen Topf mit heißer Brühe vorn Herde auf den Erdboden gefetzt und bann die Küche verlassen. Tas unbeaufsichtigte stinb fiel in den Topf und verbrannte sich schwer an den Beinen unb am Oberkörper, obwohl ein anderes etwas älteres Mädchen, das allein zugegen war, bie Geistesgegenwart besaß, das Kind versaininlnng ber hiesigen Ortskrankenkasse wurde leb- ha!ter Protest gegen die von den Stadtverordneten beschlossene Landkrankenkasse erhoben, die zu dein Erfolg führte, daß gegen einen früheren Beschluß die Dienstboten der allgemeinen Ort?- krankenkasie wieder entzogen werden. Die Hauptversammlung faßte eine Entschließung, in welcher der Erwartung Ausdruck gegeben wurde, daß die endgültige Einführung d.r Landlrankenkasse, besonders mit Rücksicht auf die durch der letzten Ausbau der Ortskrankenkasse und erneute Anstellung von Beamten veranlaßten großen Kosten, nicht in Kraft trete. —- Heppenheim, 30. Dez. Ein gewisser Franz Höhn, der beschuldigt wird, als Bankbnchhalter in Heppen- beim Fälschungen in Höhe von 190 000 Mk. begangen zu haben, ist in New Hort verhaftet worden. Er erllärtc sich bereit, freiwillig nach Deutschlond zurückzukehren. rm. Darmstadt, 31. Dez. Seit einigen Tagen ist der Kolonialwarenhändler Hebermehl verschwunden Wie man hört, soll auch seine 18jährige Buch halte rin verschwunden sein. Anscheinend hat er auch nicht unbeträcht« liehe Geldmittel mitgenommen. = Darmstadt, 30. Dez. Die zwölfjährige Lmse Diehl wurde heute abend gegen 8 Uhr, als sie vor einem Fuhrwerk den Fahrdamm der Alexanderstraße überschritt, von einem Automobil, welches jenes Fuhrwerk Überholen wollte, ü b er f ahr en. Das Kind erlitt so schwere Der- letzungen, daß es nach wenigen Minuten im Garnison- lazaretk starb. m Offenbach,31. Dez. Der 16sährige Lehrling Franz Dirgetz brachte sich in einer am Bieberesberg gelegenen Felshütte einen 2 ch u ß in die rechte Schläfe bei nnb schleppte sich in schwerverletztem Zustande ins städtische Krankenhaus Als Grund zur Tat gab er an, daß er wegen Zahnschmerzen beabsichtigt habe, seinem Leben ein Ende zu bereiten. b. Mainz, 30. Dez. In der heutigen Sitzung bet Stadtverordneten gab cs eine längere Aussprache bei bem Antrag der Bürgermeisterei auf Beibehaltung bei städtischen Dien st botenversicher 11 n g. Die allge meine Ortskrankenkasse hatte es abgelehnt, eine Sonderkafse ber Krankenversicherung für bie Dienstboten zu errichten, das gab der Bürgermeisterei Veranlassung, beim Ministerium den Antrag auf Beibehaltung ber städt. Dienstbokenver-- ficherung zu stellen. Tas Ministerium war mit dem Antrag einverstanden, wenn auch die Stadtverordneten noch vor dem 1. Januar ihm zustimmen würden. Mit großer Majorrlat wurde dem Antrag der Bürgermeisterei zugestimmt. Hessen-Nassau. 0 Aus bem Kreise Kirchhain, 30 Tez B:i einer V einem Kreisborfe abgehaltenen Hochzeit mußten iu>_ bic zah^ reichen Hochz-itSgäße entfernen, weil die Hebamme nottg wurce unb auch eiligst auf der Bildfläche erschien. . . h F r a n k f u r t a. M , 30. Dez. Heute abend e r s ch 0 B sich in feiner elterlichen Wohnung ber im ersten Jahr dro- mußte unter txu Stier in Äibniß ist auch der Bodden Die umiuzenden Dörfer sind vollst ändig Verleg des Bibliographifdien Inltituts in Leipzig und Wien Als kibftdndiger Teil der Sammlung , Allgemeine Heturtcuiuk* eridieint; Kerners Pflanzenleben 3 Bande In Halbkder gebunden zu je 14 Mark (Band I ist erfchienen.) lUultnerte Pralpeirte find kaflenfrei durrti jede Burhhandlung zu beziehen. 5* —-Spezial-Habs für — Narbt iinb itr von 'fetcWPlt vermißt Ministmm * (SroBl). dodt-z n die ötntbum fjn onsultgtn >. fjen Eingabe e ». die Sortettc- • üb bei anhand» wnbe Loldat 3<6roalba<6 Et iolüe beute aus dem i9o/oer,denk. bie 2ai& ntlub sich Md bk ,n. rot tttna i Sott germeister v >urbe vvm öw-- übeiicbwcmmt. viele £>dufer sieden untre Vaster Auch die Tamp- Eigenes Atelier zur Anfertigung von WAtehe Ausstattungen Bei Ausstattungen Vorzugs-Preiee! 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Handelsrecht inh tHrAenreebt '-ilwürfe im Hasen ist äberfchwemmt Ober bald her Tampfer- biüdt steht das Wasser einen halben Meter doch CitigcfanöL for form vnb Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) •»etter reib, 30 De», nast alle Wege. welche die Bahn- böte mit den Gemeinden verbinden, lind mit Beleuchtung versehen, nur Wetterfeld macht eine Ausnahme Und doch ist der etwa fünf Minuten lanae Weg sehr beschwerlich und es find schon viele Leute bei der Dunkelheit vom Weg abgekommen. Preisbewegung Tic Bereinigten rfläfiilcbcn Baum'voll» fptnner haben die Preise für (Marne um I Pfennig eruiästigt — Tic Linoleum-Konvention be um 1—2 eh aus 97 - 100 nh. Feinbleche auf 106—108 sh. n Skiläufer an einer ab* fallcndeii Stelle vom Crfan eriastt worden und abgtftürit. »airo. 29 Te; Natter • Der französifebe 31icner ^edrinos ist beute auf seinem fornfluq aus Jaffa hier ein* ttiroffrn 200 Nitometer der letzten Flugstrecke von Jaffa be* anben heb über dem Meere Bedri neS flog mit einer Tunft* d)ntlt4fld(hh*tnbiflf.nt von 100 Kilometern tu her Stunde Amtlicher Wetterbericht. Ceffcntlichcr Wetterdienst. Giesten Dcttcrauoilchten in Helsen am Tonner»taa. 1. Januar JOH* Fortdauer der bestehenden Witterung. taller, nordöstliche Winde. tzchnecdericht de» Zchiklub» -letzen. Vogelsberg: Ueberall ansaezeichne^e Edmeeoerbfiltniffe; 6dmeehöhe Ainilchcn 30 und 70 Zentimeter. Ter 3onderzng, Schotten oh 72*, Nidda an 7^2, wird am NenjastrStage »et- feliren. Anschluß nach Giesten 8** Letzte llacbricbtcn. fiinbedmorb eines Greises Paris. 31 Dez. Gestern abend wurde der Sänger % r a g - f on in feiner Wohnung in der Rue iL'atapette von feinem 84 Jahre alten Vater durch mehrere R e v 0 l v e r s ch üss e verletzt Ter Täter wurde verhaftet Ter Zustand foagfon- ist sehr bedenklich. — Wie ein weitert- Telegramm meldet, ist der Sänger foagson, der aus London ftanunt, heute nacht fernen Verletzungen erlegen. Ter Tat war ein Streit mit feinem Vater voraudgegangen, der dem mit seiner Geliebten na* Leiste kommenden Sänger nicht schnell genug öffnete. Der OktU sagte aus. das Zusammenleben tcincö Soi-nco mit der ('kitroten hi ihm uih rtraglid) gewesen. Er scheint am Greifcnfchwachstnn -u leiden und die Tat nicht -n erkennen. Dtrtin$nad>rid)t«. — Darmstadt. 30 T<| Ter Verem et angel Oi g e n i ft c n ur.z hordirigenten 1 Grofeherzeaium Steffen hielt fein- 7. Hauptversammlung am Montag im stoiferiaal zu Termhat ! ab T ie Taaung bObde in ihrem ersten Teil eine Ehrung für den vor 100 Jahren (21 Sept 18131 zum Wrofeh ho' eegamücr bennenni .nftiau Heinrich R i n ck. den Herausgeber dee 1 hesfnchen Eboralbuch und lkomooncsten zahlreicher Orjel- prilubten Irr Vorsitzende holorgamst Müller enhoarf etn Bild seines Letzen^ und Wirkens, ermunterte die Kollegen, die besten Komoofitionen Rincks. die Edoralvorfpirie. der Vergesse itzeit iu entliehen und moditr fl?ütnlunind erfolgt. —■ Tie Aechnuna schliefet'mit einem llebet'thufe von 62.70 Mk ab — Eine lebhaft' Aussprache veranlatzten tolgenbe Pinkle her Tagesord- nuna: Bibliothrhrn für Orarinoten, *^in tz - Cffenbadi . Statistik über Crgel- wesen erläutert von Pik st n 0 11 - SchornSberm . ftnaenbe und penfion*fibhir ?7roanistengehälter in Hessen, Auteui des Verbandes evangel Äirdienmufilfr Preufeen» Tie nächste hauptvertomm. luna soll am 1?n T*riember 1914 in Frankfurt abgehalten werden — Ter bisherige Vorstand wurde durch Zuruf wieder- gewählt tr? au' -ee benndiichen und nach Rostock aebenben Tampfer ,.9onnueriicnrat BdÜH" zu bringen. Das Boot sritch cinnetroTten 8191 3. M. Schulhof. «arfifn.L Fortgesetzte Ersparnisse im Haushalt! Meine Nass- und Pfund-Wäsche ist zirka 50° e billiger als jede im Haus gereinigte Wäsche :: Onne Anwendung scharfer Mittel zu jeder Jahreszeit blendend weiss ---Lieferzeit zirka 2 Tage ------- GROSSWÄSCHEREI EDELWEISS Schützensirasse 12 GIESSEN Fernsprecher 487 Btnttgoit, 29 Ttj. Ta gestrige Crfan bot in da Umgehung von Ateudenstade driondas schweren schaden ange- adnri Zn tei Lta>iwLtdern wurteu 3*100 ."Vritotcia Tannen- bäume umgcwericn. Das Dach der stloiterfuchc in Kloster Reichcn- irrurt< stark beschädigt - Zn Rivvoldsau wurde ein ':rbicbni6briged2Väbd)cn vom Eturmr von da Br stete in den 3|ug geworfen. Er hrl aui den Kov'. fodatz der Tod kofstt rumj: — Sa» nennen Sie leihweise? Damit Sie Zda Zag^ toidv -mrnieren kennen und nicht ohne Beute nnederkommen: für den Da'en 30 Sous M.mtag moraen wieder ohiultffmi '* • Abwarten' verr rm iso st haus .Bri Ihnen ist alles so nüchtern, salzen 3tc denn nicht ' '** — firilna: Erdulden vir sstl' u*rtn £*cir. dis cur Nechming " • T er kleine xavital,st Ta Nciue Botz geht all den Schalter da Lvarfaste. zu dem er noch nicht "Uimol baau* tr d>t und sagt i.rnt>chul icn etf. man vor. ich bibc hier Pong/ Soch- nn Oteldstük angdrtt Vittr lagen ote mir 4 doch mal einen ÄugcnNid ‘ , Darnkmüude. 30 Dez Durch den do den 3 e-gang w irbt die diesige Ltrandoromenndc. da soaenaniite^ Tün nkamv. über die fralftc . urchbrochen Nan prnutht. den 3effnteberung ist bedeutend erhöht Wintersaaten. Startoffeln und jonstige Vorräte wurden vernichtet Etellemv.iie ist der Saffonrt) gebrochen Einzelne Crtidwftrn und fcdfe wurden durch Uebnr Hutung last völlig vom Verkehr abgesckmitten Tic Postiustellnn i erfolgt burd) Sühne In den forsten richtete ber Orkan grofc' Verheerungen an Viele bischer-des idalls haben ihre M ibne per :jren Verluste an Menschenlebe' inb nach hm bi-5beripen Nacd- richten nicht zu beklagen, irbod> 11 vielfach Vieh verloren gegangen Kiel. 30 Tei Inßilg de mit unverminderter Starke andauernden Norvo ft sturme - . - ble das vochwafser Im haiei in den feiten Abendstunden eine bedrodleche Döhe Tie foutei- finb, nachdem nt bie Bofenstranen überschwemmten, b,S zur Alt stadt vorgedrungen Tellweiie hebt das Wo fier in den Straßer fußhoch To^ Baurivostgedäude en der Vafenseite ist zur 3eit vollständig von Vaster umgeben Aut bet fobtbe hat die Sturm- flut an den Brücken und an dem Schutzmaterial beträchtlichen Schaden engen (biet. Ribnitz. 30. Des Nachdem heute morgen der Sinh nach Mordest umgeichlagen ist. stei.it da» Wasser ratnb Es stebt zu beiürdnen, daß die Düne in Wustrow durchbrochen wird .sttvi- Plannkücta empneblt von ollte hier bie le. gebildeten La . ipen konnte ieber cichienenen jun. rklärung abu.ab:: u wollen, wenn. lausel gyfnah. ivbnern von Leh. bti jnstehen ioi? der jetzige beoe: : ohnedies irf«- chon sehr gejtxr- chen erhalten lio- iiifteiium zuc fc ■ f dem Mniw - cauÄuehaustzez zu. essen. der letzfen tze.' ikasse wurde y -ordneten befcMo^ lg führte, daß e- •r allgemeinen l' । hauploersommli der Erwartung 9® tiae Emsühruug » ; oni die dult * ’ erneute?lnnr''-: nicht m Krait^ Ein ichhalter m }0 b^n(l'8.r worden. Ec«»- Mukebttn- inigen ^agen ,e Vu-hbalU uchnWU»b^ ^Äwercr-' l Sattis-' muten un , inf oehrlinü^ br<^ci qc!< l 6nbCJ -itzll^ y ft D?0 -Tie dte bi«."",» ttt< Kz-F -0 :' «•••* »»,• MN ^Itaeafw;16 n battt ,7, ■'ne von btm i.on btr '“‘Ihltett*' Me, ttiaT.4 S09J°9 näher ' iubttetld, |i*7 lm $nud)t£ £ m ihm k:, > JjJ heilig, vj , dar Tier . auch uui -7 >°hns mi bfSSLM 7? uuhadjtn« Q cdiltsr.- «n jttucj $ti:c7; kuniiqenchl exi» iüneE *** heb abgejnip ■$,- rlKban vrii^ w illen baden. Unser SCreuzpBatz 13 Tanzvergnügen im Ostend am Newjahrntage.________C1OO(>‘________Schlüter. 8284 Der Vorstand. 323 Vorträgen — Anfang r Ubr. 0100/0 freunde ii. Gönner herftickst ivilllomnien. Ter Vorstand. ßäeue ^Selt 10. 9teu6cit! Neuheit! Neu eröffnet! Blahnhofstraite 34 Neu eröffnet i 8311 Hirtel Schütz Ter Vorstand. 010083 Neuheit'. Neuheit! . Wctz»teiiiRtra*MC 21 Zu zahlreichem Besuch ladet ein Der Besitzer. Wirte und Verlretar nesacht. !0: ■ Haa verlange Offerten. Eis 8331 taßesitalKliagler 0. a. 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Donnerstag,den l.Äanuar 11)14, nachmittags 1 Ubr, tesf ÜMsg nach der LiebigNhöhe. MM Mi Dir.: Hermann Stfdngoetter. Mittwoch, d. 31. Der. 1913 Ein ergreifendes, in seinen einzelnen Szenen wunderbar packendes Drama. Die vorzügliche Inszenierung, sowie äußerst spannende Handlung erheben diesen Film weit über das Alltägliche. Jack ist ein Schlaumeier. Köstliche amerikanische Humoreske in 1 Akt. Moritz uIm rechter. Amüsante. Schlager-Komödie In der Hauptrolle Moritz Prinee. Akrobatische Künstler, Variet6-Akt. Path6- Journal, Neues aus aller Welt. Iic Mischt Mt Schwank in 3 Akten von Aranr Arnold und Ernst Bach. Ende 0 Uhr. Donnerstag, l.Aan. 1914, nachmittags 3V2 Ubr: Unter Utihvirhinn b. Kapelle des hiesigen Anf.-NegimeniS „Kaiser Wilhelm" Nr. 116. Volks-Preise! Volks-Preise! Dtf Kindervorstellung "MS Lonntag, den 4. Januar: DiinSberg—Schluff—Hohensolms—Bieber—Gienen >Vereins;iinmer^. Abfahrt: Biebertalbahn 10'" Uhr vormittags. 5 Stunden, (v81/13 Schnupfen Ergreifendes Drama in 5 Akten nach dem gleichnamigen Krimmal- Drama von Richard Voscl Das einstimmige Urteil von unseren geehrten Besuchern, die dieses Drama gesehen, lautet: „Wir haben ein solches IHoisterwerk nach in keinem Kino-Drama gesehen". Die Szene in der Gerichtsverhandlung, wie der Unschuldige zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe verurteilt wird, wie auch die Szene nach 20 Jahren, als der Justiz-Irrtum entdeckt wird, sind so erschauernd, das< es den hartherzigsten Menschen weich stimmt. Ein solches Werk zu sehen, ist nur einmal im Leben geboten. Prosit Neujahr! wünscht die Direktion des Onion-Theaters RiiMWzchks Märchen mit Gelang u. Tanz in 5 Bild, von Alice Verend. Ende 5V< Ubr. BbeudS 7V; Ubr: Unter Mitwirkung d. Kapelle des Hiesigen Ans. NegimentS „Rmfcr Wilhelm" Nr. 116. — Gewöhnliche Preise! — Neuheit! Neuheit' fchfelfelBB Lveretie in 3 Akten von Bernhard Buchbinde: Musik von Georg 3nrn* Ende 10'/, Uhr. Freitag, 2. Januar 191t, abends S Uhr:. 11. Freitag-Abonn. Boritellg. -- Gewöhnliche Preise! — Neuheit! Neuheit' Die Zarin» Schauspiel in 3Sitten v.^eb chlor'jcngvel u. Ludwig Ende 1W« Uhr. (C31' ■GiermpaiiiicMiierhiian zu empfehlen für geistig und körperlich Angestrengte. Feiner aromatischer Geschmack und sehr vollmundig. Philosophenwald Zeden Diencitag und Freitag: nrifdje Gaffeln, nntrfannt nuten flaütt, Itt, irfiofo= laöe, Muo, fliitt Milch, Saütciitbäif, srischt Gier bringe in empfehlende Erinnerung. Drohe Gieft. Karneval - Gesellschait 1911 Sonntag, den 1. Januar, adendö S!1 Ubr, in Steino Garten: Grafe Imeialisfcta hi er! (mit anschließendem Tanz). v:i Ausgesührt von der Negimentö Kapelle. Eintritt .,s) Psg. Danerkarten haben Gültigkeit. Strgßenbahner-Verein Samstag, den 3. Januar 1914. abends 812 Uhr: Weihnachtsfeier im Saale des Cafe Leib. Bestehend aus Gesang und Theater, sowie Verlosung und Ball. Freunde und Gönner des Vereins sind höflichst eingeladen. ganz bßdsutßod ermässigten Preisen begännt Samstag, den 3. SSS4 Silvester- Ball . Anfang 8 Uhr. Entree für Herren 0,50 Mk. Damen frei! Ab 1. Januar täglich großen Doppel-Konzert 2 Musik-Kapellen, f”90 Oäiion-Theater «4 genannt das Schmuckkästchen von Giessen Q -d öl Seltersweg ——Ö I Hosbäckcr Noll, Mänsburg Dr.JileninghgJfs^ssenzm ——— ä Flaecbe 75 Pfg. “■ zur einfachen u. billigen Sclbstbereitung von fosBit, W, flnac. likärei, Lima* Sirap, 6igg-, M-EMt eit. — für den Hausgebrauch sind, wie iederKenner der Verhältnisse weiss, die ältesten und bewährtesten. Zu haben in Drogerien und Nahrungsmittelgeschäiten, wo unsere Plakate aushängen. Man verlange gratis den Prosp- „Die Ootränkedestillierkunst im Haushalt'* und achte auf unsere Firma Dr. MeUingaoff & Cien Bückeburg.